SwlMngrrunddruck u.Verlag: vrühl'sche Unio.'vuch- u. Ltemdruckerei R. Lange. Zchristleitung, Geschäftsstelle ».Druckerei: Lchu.str. 7. Annahme von Anzeigen f. die Tag es nummer bis zum Nachmillaq vorher ohne jedeBerbindlichkeit Dreis für I mnj höhe für Anzeigen v.34 mm Breite örili.t) 15 -Uf, auSwärtS 18 '!>!., für Reklame* angeigen von 70 mm Brc.te 48 Bi. Bei Platz- yorfd)rifi20e/u9Iuffd)lag. Hauvtfchriitleüer: Aug. (Soeq. Berantroortlid) für Politik: Aug. Goetz, fiirben übrigenteih Dr. Reinhold Zenz; für den älnjeigenteil: H. Beck: sämtlich in Diehen Nr. 251 Der Siebener Anzeiger erscheint täglich, anher Sonn- und Feiertags. Bejugsprets: monatl.Mk.1.60, vierteljährlich Mk. 4.80; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 2lk. 1.50; durch diePost ü)lt.5.— viertel« jährt, auöschl. Be'tellg. Fernsprech - Ansckilusse: für die Lchriltleirung 112 Verlag,GefchällsstellcSl AnschriltsürTrahtnach- richten: Anzeiger Lietzen. poftschecklonto: Srcmtfurt a. UL U686 Erstes Blatt 169. Jahrgang Montag, 27. Mover W9 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gderheffen , Lzernin über die Geschichte der deutschen Zriedensresolution. Die neuesten Stücke der Erinnerungen des Grafen Czernin geben uns neue Erkenntnisse zur Beurteilung dec vielbesprochenen Friedensentschließung des Reichstags Man mag über die Wirkung dieser Entschließung uno all ihrer Begleiterscheinungen denken wie man will: so viel steht fest, daß Graf Lzernin im höchsten Grade leichtfertig handelte, als er das deutsche Parlament auf diese Weise zu Hilfe holte. Er untergrub das Vertrauen des deutsche,' Volkes zur deutschen Regierung und mußte sich fortan dessen versehen, daß unverantwortliche Persönlichkeiten, die er in seine Karten blicken ließ, plumpe Hemmuntzen verursachten. Auch diese Dinge werden bei einer späteren Geschichtsbetrachtung noch gründlich auf ihre Bedeutung gewertet werden. Möglich, daß Czernin die Lage des Fcühsommers 1917 richtig beurteilt, daß es zweckdienlich war, einen baldigen Frieden anzubahnen- — der Weg aber, den er einschlug, war »erkehrt und mußte eher zur Kriegsverlängerung führen. Berlin, 25. Okt. (WTB.) In dem Kapitel „Friedensversuche" erzählt Graf Lzernin in seinen Erinnerungen in der ^Vossischen Zeitung": Im Frühsommer 1917 irafen äußerst günstige Nachrichten über die engilischen und französischen Zustande ein. Zn der gleichen Zeit aniioortete die türkische Steuerung einer der feindlichen Nöächte auf ein Separatsr^deuLangebot, daß sie nicht von den Bundesgenossen zu trennen sei, jedoch bereit sei, über einen allgemeinen Frieden auf Mmexlons-, loser Basis zu diskutieren. Gleichzeitig Samen Nachrichten aus Rumänien, welche erkennen ließen, daß Rumänien das Spiel verloren gebe. In Rußland machte die Revolution und die Lähmung der Armee Fortschritte. Alles zusammengenommen ließ sich daS Bild für uns hoffnungsvoller' erscheinen. Es Haiwelte sich darum, die Konjunktur möglichst auszunupen. Ich faßte daher den Entschluß, dem Kaiser vorzuschlagen, in Berlin zu erklären, daß für den Fall, daß sich Deutschland mit Frankreich über die elsaß-lothringische Frage verständige,-Oesterrerch bereit.sei, Galicien an das neu zu Mündende Polen abzutreten und sich mit ganzer Krpft dafür eilHusetzen, daß dieses aroßpolmsche Reick) an Deutschland in Form einet" Personalunion an geschlossen werde. Ich machte in Kreuznach dem Kaiser Wilhelm den Vorschlag. Tie Konferenzen schlossen mit dem deutschen Ersuchen die Frage überlegen zu dürfen. Ter optimistischen Antwort Bethmanns lag offenbar das richtige Gefühl der in der Luft liegenden günstigeren Konstellation zugrunde. Es war klar, daß die richtige Taktik nur darin bestehen konnte, einerseits die größten Anstrengungen an der Front und im Hi.iterlande zu machen, .um die Situation noch einige Zeit zu halten, und einerseits den Feinden gegenüber den Beweis zu erbringen, daß wir trotz dec günstigen Konstellation zu erstem Frieden ohne Eroberungen bereit seien. Für die letztere Aktion den Hebel bei den deutschen Militärs anzusetzen, schien aussichtslos, ebenso erwartete ich wenig von einer neuerlichen Intervention in der Wilhelmsstraße. Ich versuchte daher, mich direkt mit dem deutschen Reichstage in Verbindung zu setzen. Einer meiner Freunde teilte insbesondere Erzberger und Südekum folgendes mit: Soviel er beurteilen könne, seien wir an dem entscheidenden Wendepunkt ange.'angt. Oesterreich- Ungarn könne nicht mehr, die Türkei auch nicht. Deutschland könne den Krieg nicht allein zu einem guten Ende führen. Deutschland müsse ebenso klar wie Oesterreich-Ungarn öfsentlich erllären: 1. Keine SInncjwnen und feine Kriegsentschädigung. 2. Bedingungslose völlige Freigabe Belgiens. 3. Alle besetzten Gebiete werden geräumt, sobald beide Staaten ihr Territorium wieder zurückerhalten haben (inklusive der deutschen Kolonien). 4. Auch Deutschland will gleich Oesterreich-Ungarn an der allgemeinen Abrüstung mitarbeiten und die Garantie schaffen, daß kein zweiter Krieg mehr möglich ist. Die bekannte Friedensresolution vom 19. Juli 1917 war das Resultat dieser Demarche. ♦ Graf Vcrnstorff über unsere Ziele. . Berlin, 27. Okt. In Magdeburg sprich gestern in öffentlicher Versammlung vor beinahe 4000 Personen Graf Bernstor ff über unsere Ziele. Zunächst müssen wir uns selbst helfen und uns durch Arbeit läutern. In der Anknüpfung NrrtsckaftUcker Beziehungen, auch unseren Feinden, liege ble Möglichkeit zur Arbeit. Tas bitte Mittel erlchöpse sich in dem einen Wort: Roy- stifte. Ohne ine Gewährung eines Kredits sei deren Befchassung immöglid). Wir müssen auch schleunigst erfahren, was die Entente unter Wie- dergutmacbungsforderungen .versteht, a/ttfe betten Punktebiuxren die Grundlage für unsere $)üf,nungen, die sich zusammenfassen lassen m die Morte: Revision des Versailler Friedens. Wenn Wilsons Haltung uns noch so enttäuscht haben mag, so halte er es doch für unmöglich- eine andere Politik zu machen als die mit der Richtung apf den Völkerbund. Deshalb sei es gut, daß die Arbeiterkonfernrz in Washington von uns beschickt werde. Wir würden da sprechen können a.s Mensch zu Mettsch. Das Ost- fpwblem fei schleunigst zu lösen. Tie uns zuge- mutete Blockade Rußlands müßten wir ablehnen. Zum Zusammenbruch der österreichischen Front. Wien, 26. Okt. Ten Blättern zufolge geht aus den Zeugenaussagen, insbesondere des Fclo- marschalleutnaitts W a l d st ä t t e n und anbei er Generalstabsosfiziere in ter gestrigen Sitzung der Unteriua)uiig5foinmiitwn über den Zusammenbruch an ter italienischen Front überemstimmcnd hervor, :raß, um unnützes Blutvergießen bis zur osfiziellen Einstellung der Feindseligkeiten zu vermeiden, ein anderes Vorgehen unmöglich war. Es war unmöglich, weiterzutämpsen oder Widerstand au leisten; beim die Truppen wußten von den Aaffenstillstandsverhandlungen und die Front begann sich auszulösen. Tie Front war schon am 3. iltorember 1918 vollwmm.m zusammengebrochen. Es scheint cliO festzustehen, daß die damaligen Militärbehörden unter außergewöhnlich chwierigen Verhältnis en hantelten. Was ater Italien anbetrifft, so könne objektiv gesagt werden, daß dieses vollkommen korrekt vorging. Tie Kommission wird nun wertere Erhellungen pflegen unb sodann einen Beichluß fassen, der dem Staatskanzlec Renner miigeteilt werden wird, welcher das Ergebnis der Nationalversammlung bekanntgeben wird. Line neue verwahrungsnote der deutschen Regierung. Berlin, 25. DU. (Wolff.) .Die deutsche Waffenstillstandskommisswn in Düsseldorf überreichte folgeirde Note: Durch Verfügung des Oberbefehlshabers der belgischen Besatznngsarmee ter vierten Zone wurden am 6. Oktober sieben Per sonnen, darunter zwei Geistliche und zwei Lehrerinnen der höheren Töchterschule in Melmedy, ä caufe de propos tendencieux et vropagandatn", and dem Kreise Malmeby ausgewiesen und haben zum Teil binnen drei Tagen den Kreis verlassen. Tie ausgewiesenen Personen sind keiner Gefährdung der Sicherheit der belgischen Besatzungstruppen schuldig und lediglich für das Verbleiben der Kreise Eupen und Mal- medv bei Deutschland einaetreten. Der Friedensvertrag gibt den Bewohnern dieser Kreise das Recht, ihre Wünsche in diesem Sinne zu äußern. Die alliierten und assoziierten Mächte versicherten feierlich, baß die Abstimmung in voller Freiheit vor sich gehen werte. Mit diesen Zusicherungen steht im Widerspruch, wenn unter der Bevölkerung jebe Regung für das Verbleiben bei Deutschland gewaltsam unterdrückt, anterr' seits aber belgische Propaganda mit allen Mitten betrieben wird. Der Bevölkerung von Malmedy hat sich durch die Ausweisungen eine tiefgehende Erregung bemächtigt, da sie in ihnen einen neuen Beweis für die von den belgischen Bchörten verbreiteten Unterdrückung jeder freien Willensäußerung in Bezug auf die Abstimmung erblickt. Die deutsche Regierung legt gegen die Ausweisungen, die nur ter Einschüchterung der Bevölkerung dienen können, nachdrücklich Verwahrung ein und spricht die Erwartung aus, daß die belgischen Militärbehörden unverzüglich Anweisung erhalten, die getroffenen Maßnahmen aufzuheben. Die Wirkung der vstscesperre. Kiel,, 25. Okt. (Wolff.) Die Wirkungen ter Ostsee sperre machen sich in den Hafenplätzen ter westlichen Ostsee von Tag zu Tag fühlbarer. Auch der Schiffsverkehr zwischen den Küstenplätzen, der die Eisenbahnen bisher wesentlich entlastete, ruht vollkommen, so daß die Anstauung ter zur Verschiffung bestimmten Guter in den Häsen einen immer größeren Umfang annimmt. Die Minenräurnverbänte sind nach der erzwungenen Einstellung ihrer Tätigkeit nunmehr vollzählig in die beutfdjen Häfen zurückgekehrt. Von einschneidender Bedeutung für die Versorgung des Marktes mit Fischen ist, daß die Fischerei flottlllen ter Ostsee an der Teilnahme ter nunmehr beginnenden Herings- und Sprottenfänge durch die Ostseesperre verhindert sind. Königsberg, 25. Okt. (Wolff.) Am20.Oktober vormittags kam ein englisches Torpedoboot in Sicht und legte sich beim Pillauer Tief quer vor ten Eingang tunt Hof unb sperrte dieses. Auf bis Bitte des? Pillauer LotsenöommcmteurS, ter an das Boot heran fuhr, gestatteten die Engländer ten Fischern die Ausfahrt in die See. Am dtachmittag gegen 4 Uhr fuyr das Boot mit nördlichem Kurs davon. Kiel, 27. Okt. (Wolff.) Von ter Marine- pation ter Ostsee wird mitgeteUt: Die O st s e e - sperre ist soweit gemildert worden, baß bte Hoheitsgewässer jetzt aB außer halb ter Beschränkungen stehend betrachtet werten können, wodurch die deutsche Ostseeküstenschiffahrt wieder ermöglicht wird. * Sech» bolschewistische Schisse in die Luft geflogen. Helsingfors, 26. Okt. (WTB.) Sechs bolschewistische Schiffe sind bei Kronstadt auf Mmcn gestoßen und in die Luft geflogen. Die deutsche Vertretung auf der Konferenz in Washington. Berlin, 25. Okt. (WTB.) Unter ten zwöl Vertretern, die Deutschland zur internationalen Arbeitskonferenz zugeitanden sind, fuib oier Regierungsvertceter, darunter ter Führer der Delegation, Staatssekretär a. T. AugustM üller, Gel-eimec Oberregierungsrat Dr. L e y m a n n vom Reichsacbeitsministerium, Regierungsrat Dr. Tiburtius. Geheimrat v. Lewinsky vom Auswärtigen Amt. Ter Vertreter ter A.v:iNe 1 l II u> <11 n>- AI nu b« Hi du zu li AU! 11. ' Alt u. 0 iar> > ‘ erorrnd die Sitzung um 1 .Lö ll^i. Bor Cur tritt in die Tagesordnung aedenkt Minister Tr. Zell des schweren Eiscnbahn#Uu# glückö 63m 24. auf dem Bahnhof strnrawitz in LLteilen. Lrrr fcoagen wurden zenrümmen und za^lreicke Reifende gerätn oder verletzt. Ter MI- niuer spcau, zug.ech namm- des preußischen Ministers für cfienL' Arbeiten ben Angchörigen der üiUöUtm und aiLen bei dem Unfall zu schaden gekommenen Reienden und Bahnbeoienst-nen das tiefiie Mitgefühl der Ei,enbahnverwattung und der Reick Z.ertung ans, TaS HauL hatte sich von den Plätzen erhoben. Hieraus erfolgt die Fortsetzung der zweitm Beratung des Reich Shans Halts, Rerchseffenvahnni und llntck.svcrkchrsmuiis.rrium, Neichöverlchisuijuister Dr. Bell: Ter vollständige Ausbau des neuen Perkehrs- mmisteriumS wird erst in Erscheinung treten, wenn die UeLerleirung der StaatSbahnra auf das Reich erfolgt ist. Bis zum 1, April 1920 wird der Ceschästskreis der Lisenbahnverwaltung ringe» ichräntt fein. Zunächst sind die Lufgaoen des bis- ‘eigen Reichseisenbaynamtes fortzulühren. Lazu aHltt sich die Liquidation der Reick^ci enbahnen in Elsaß-Lothriilgen. Tie wichtigst Aufgabe des Reit^verlchrömrniüerimns ist die Ueberlcitung der Staatöbahnen auf daS Reich. Bei der Besetzung des Ministeriums ist auf die Beteiligung her Länder weitgehende Rücksicht genommen. Tie Technik wird bei dieser Zusammenseüuna die verdiente Berücksichtigung finden. Auch Nichtakademiker aus oem praktischen Dienst sollen in leitende Stellen befördert werden. Ter Minister wirst alsdann einen kurzen Rückblick auf die Einheitsbestrebun- gen deS deutschen Eisenbahnwesens. Was die Beteiligung deS Personals an den Arbeiten der 5i)enbaLnvcnualtung anlangt.- fo befiehl die nächste Aufgabe darin, Verhandlungen für Bildung einer Vertretung der Organisationen des gesamten deutschen Eifenbahnpersonals beim Rcichsverkehrs- Ministerium aufzunehmm. Die bisherigen Besprechungen haben zu einer erfreulichen Märung geführt. Die konstitutiermde Sitzung soll im Marz Üatt- fiudcn. Dringend reformbedürsiig ist besonders das Werkstätternvefen. Wird diese Mitwirkung in richtiger Weise durchgeführt, so wird auch der Geist Der U nauf nebenbei t und Unruhe, der heute im Eisenbahnpersonal steckt, her Erkenntnis von der Notwendig leit der Steigerung der Arbeitsleistung weichen. Hinzu kommt bie besonders wertvolle Mit# iciilung von Technik und Wirtschaft bei der Neugestaltung des Verkehrswesens. Besonders soll Bedacht genommen werden auf eine ständige Verbindung mit der Presse. Auf dem Gebiete der Tarif» Politik bezeichnet der Minister die Aussichten als recht trübe. Eine befriedigende Lösung dieser Frage fetzt die Wiederkehr brr Ärbeitswilligkeit und Schaffens kraft als notwendige Vorbedingung für Ausbau des Wirtschaftslebens voraus. Auf ban Gebiete der Elektriiierung wird das Ministerium bie Bestrebungen der beutfd.cn Eifenbahnverwaltungen ztvcck- entfprechend zufamm^nfHließrit. Eine wesentliche Aufgabe wird es fein, eine einheitliche Wasser# strakenpolitik zum Nutze» der Gesamtheit zielb:wußt ourchzuführen. Tie zukünftige Tarifpenüik wird sich mit dem ichwierigeu Problem zu befassen bobm, wie sich die Verhältnisse deS Frachttarifs der Eisui- bahncn und derSchiifabrt zueinander gestalten sollen. Gemeinschaftliche Arbeit und zielbewußles Zusammenwirken zwischen Reich und Länder wÄ> die bcfte Gewähr lür eine wirtschaftliche Ausnutzung der Wasserflrsßeu im gemein;amen Interesse ber deutschen Nation bilden. Ter Minister kündigt fodaun einen Gesetzentwurf über das RnchSlust- schdiahrtSamt an. Für das Krastfabrwesen soll lcdiglich^ die Venvaltung der für fiskalische Zweckt entDtlyrltd;. gewordenen Lr.ftwage.i ber Zusuindig- teit bet VnwortungLobteilungen d>s Rcick-sschatz# ministeriumS rcrbleitoi. während das ReichS- verkehrsminaäerium für die Bearbeitung'der samt# lrchen übr gen Aufgaoengebiste » ^änbig fein soll. Wir niüsscn zu neuen Richtllliicn lür bie Kon- ftiuLton5rragcn, die Beschaffung, Abnahme und Unterhaltung der verschirdeucn Lastwagen kommen. Zu der VerkehrSnot bemerite der Minister datz dieses Problem vor allem einen hochpoli.ischcn Thar aller habe. Gelingt es nicht, iu kürzester Zeit der weiteten Steigerung ber BerkchrLnot einen Riegel vorzuschieben, so haben wir bestimmt mit dem Zusammenbruch des Lire.chaftslebens und bir Jtrjorgintg bc5 beut;den Volks mit den nouven- DiOltcn Bedarfsarntcln zu rechnen. Das Reichs# kadurctt hat mich beauftragt, gcnieinschaflisch mit bat betreuenden Reichs- und preußischen Ressort# muustern btc zur Durchführung ber Brifcrung ber Präsident Fehrenbach teilt mit, daß,wenn in diesen Tagen nach Erledigung bei Etats eine Pause eintreten soll, heute bas Verkehrsmimste- runn erledigt werden muß, am Montag und Dienstag ReichSwirlfcha tsm.nistermm, am Mitt- woch von 9 Uhr vormittags ab Leer und Marine, am Donnerstag dritte Lesung des Etats. Vom 18. November an beginnen bann die Beratungen der grocen Steuervorlagen. Der neue Etat wird im neuen Jahr vorge^gt werden. Aba. Kotzuc kSoz.si: Tie Eisenbahnen befinden sich in einem trostlosen Zustande. Im Westen zeigt sich eine große Korruption int Eisenbahnwesen. Ganze 8üjje werden verschoben. Tie Ei en- bahnverwaltmig must von lau männischem Geiste getragen sein. An ber Spitze ber mafchm-ntechni» Ichen Abteilung müssen erste Fachkräfte stehen. Tie BesoldungSresorm muij kommen. Zwangsmaßnahmen heben die Ar deits Freudigkeit nicht, ioohl aber anständige Bezahlung, Demokratisierung und MitbestimmunAStecht. Bei den Reparaturen ist das Akkordsyftem unmöglich. Dbg. Schirmer (3eittr. -: Warum benutzen wir zrir Hebung deS Verkehrselends nicht wie in England die Luxusautomob cke, die Berlin und andere Grobstädte oerfläulern? Warum wird nicht W Gunsten der Zufuhr von Lebensmitteln und Kohlen einmal für acht Tage jeder Personenverkehr eingestellt? VerkehrSminister Dr. Belt: Tie großen Eikenbahnerverbände sind 511m 27. Oltoder zu einer Besprechung geladen darüber, wittvnt der Kreis der Verbände und Organisationen zu ziehen sei, die bei dem Ministerium vertreten sein lolleu. Tie auS Elsaß-Lothringen vertriebenen Angestellten, Beamten und Arbeitsr und deren Familien nerden nicht vergossen n, erben. Ter Fonds der Unterstützungen ist auf 10 Millionen Mark erhöht norden. Im Werkstättenwesen liegt ber Hauptgrund für unsere VerkehrSnot. Von einem weiteren Angebot von Lokomotiven an uns seitens der Entente ist der Regierung nichts bekannt. Es erscheint auch nicht wahrscheinlich. Bei ber Heranziehung aller Verkehrsmittel wird vor dem Luxus nicht sd alt gemacht werden. Abg. Tr. Zöphel (Dem.): Das BerkehrS- minifterium kann nicht scharf genug an feine praktischen Aufgaben Herangehen. Ter finanzielle Ausgleich zwischen bat Ländern ist scher irrig, aber eS mun doch pcdacht toerbe«, baä sie zu einem ge- meinfamen Unternehmen sich zusammenschließen. Tie wichtig: Fuige des KanalbaueS sollte nicht erst in Preußen, sondern gleich hier beraten werben. Abg. Dealerk (Dtutschnall.): Die Vcreichlich ung der Eisenbahn war schon Bismarcks Jdr.'. Jetzt in dieser schlimmen Zeit soll sie G.'stalt atm innen. Nach den großen Leistungen ber Eiseu- r ahnen im Strieae ist eS schmerzlich, daß von dem zersetzenden Einfluß der Revolution auch die Arbeiter- und Beamtenschaft in ihren jünger» Mitgliedern ergriffen wurde. Tie Eisrnbahner müi|\m sich selbst davon befreien. Dem BnkeyrS- minifierium fehlt jede Kraft, sich Geltung zu ver- schaffen. Es ist ein Rahmen ohne Bild, wie es d'.r Minister selbst gesagt yat. An feiner Spitze steht ein Nicktfachmann. Er steht vor einer vollkommen neuen Aufgabe in schwMwr Zeit. Wir -wuseln nicht an seinem guten Willen, aber wir haben feine Zeit zu folchsr Experimentm. Tie Einigkeit -wchckeu Preußen und dem Reich in Eirinbahn- fragen scheint nid>t allzu groß *u sein. Tie ein# gefeßten Ausschüsse sind kalt gestellt und rönnen nicht arbeiten. Abg. De alert (Deutsch-Natl.) empfichll einen Antrag Arnstadt (Teutsch-Nall.) auf Ein- etzunü eines parlamcntariscl-cn Beirates bei dem Ministerium. Lerkebrsminister Tr. Bell: Die Vorarbeiten für den Kanal .von Hannover nach Magdeburg find abgefeimten. Tie Opposition des Vorredners war olme jeden positiven Gegenvorschlag. Soll der Fachmann an ber Svitze des Ministeriums denn ein Echenoah-ner, Wasserbauer ober Luftfahrer sein ? Ti- drei Unterftaatöietreiäre sind Fachmänner. Ich habe mich in ten Dienst des Vaterlandes gestellt. Ich habe bei ixm preußischen Eisenba^iunnisler wirksame Unterstichnng gefnudtn. Natürlich muß ich auf bie Berief Lein hrit hinarbeitLn. Bei den g.childeten Ansschüifen ist Preußen h,inrcich:nb vertreten. Abg. Deck (Lhtabhji Tie finanzielle 4lus# Nutzung deS ReichSverlehrswesrnS muß für die Forderung kultureller Interessen bienen. Tie Streiks resultieren haupffächlich aus der unwürdigen Behandlung der Arbeiter. Das mutz anders werden. Tie fdÄien Leistungen ber Weriiwtten berufen auch auf dem Mangel an Werkzeugen und Ma# chinen. Tie Erhöhung Der Fahrpreise ist daS chlechtestc Mittel gegen die BeriehrSnol. Der Rest des Etats wird hieraus ohne Aus- prack)e erledigt. Äiontag 1 Uhr: KeichswlrtschastSamt. Schluß 68/4 Uhr. | iWTnna.«jr.wiiiijMfn»MMWMMCTMMKBBPWPWM < Tübingen, 25. Oki. Die Obsternte ist nunmehr überall beendet und ist iu unserem Kreis besser ausgefallen, als man erwartet hatte, vor allem Birnen, aber auch Aepfel haben in einzelnen (De markunaen einen vollen (Ertrag gebracht, besonders reich gesegnet scheint die Gegend um ‘JUler. ft aßt gewesen zu sein. Einzelne Apfellläume in Lindheim z. B. brachten eine Rekorderme von 12-15 und noch mehr Zentnern. In 2Illenstadt schätzen Sachkenner den (Ertrag der gesamten Obsternte auf mindestens 750 000 Mark, wenn nicht eine volle Million. Infolge der reichen Ernte konnten alle Haushaltungen jich reich« lich cinbedun, der freie Handel hat, wenn auch die Preise noch hoch waren, doch feine Probe gllnjenb bestanden, es war doch für alle etwas zu haben. Di« Kelterbesitzer machen deshalb gute Geschäfte, auf Wochen hinaus find die Kellern noch bestellt, um ba« Aus 5ta:t un& Land. Gießen, den 27. Ott. 1919, De.austaltungen. ER 0 n t a 9: Stabttheater, Moval. Komödie von Ludwig Thoma. 7 Uhr. — Lürcfv^lchaaS, Rauick, nach Strindberg, mit Asta Niel »en. — Sckwarz-Weitz-Tl-ea::r, Attrn 115 mit Lotte Neu- atann und LumperimÜtlcrs Lieschen omt .Heüvbi:rs-Romaii. £tcnf tag: LichtsvielhouS, Die Rache bij Titanen mit Fern Andra, w So» Äuf6eIb für die Zahlung der Zölle ia Gold ist für die Zeit vom 26. Ottober b.S 1. November auf 520 Ml. vom Hundert fcftgeicät vordon. ** Zigaretten st euer. Im Jnlercsse unserer zahlrmchrn Leser, bie mit ter Zigaretten steuer unteriiec-.-nben Daren Handel treiben, machen wir an dieser Stelle auf die ettrschnrioenoe Bestimmuag in S 15 des Zigaretten st euergrsetzes be» sonders aurmerkiam. Danach hat, wer iich gewerds- mn^is mit dem Verlaus von Z g'retiui, Zigare t-n# tabitl, Zigaretrenhülseu uiw -Blättchen öefassen will, dies vorher ber Staierbcbötbc an^eigen. Tie Anmeldung hat im Bezirk eines Stcuerontts bei diesem, im übrigen aber munic^lbar bei dem lusiänoi^n Hauptsieueramt zu erfolgen. — Tic Beachtung dürfte umsomehr erwroerlich fein, all Ztmck>crl)andlungrn gegen die berafienben gefefr» .ichrn Vorschriften mit besonders hohen Strafen, bis zu 300 Ml. gcahntzet werdcu. ** Ter Verein hessischer [lieferen# bare teilt mit: Am 18. b. Mls. fand zu Frankfurt a. M. eine LollversLmmlunz der hes'.ischen Rc'erendare,statt, die sich neben anderen Standrs- unb Lerufsfragen vor allem mit ber gegenwärtigen. durch den Lrieg hervorgerufenen Notlage der Referendare, msbesonbere bet Kriegsteilnehmer, b.'lchä'tigte. Nach einstimmigem Beschluß soll bie Gewährung einer laufenden Ausioandsentfchäoi- gung sowie einer Revision der Formen deS As- ief£orcfonwn5 zu Gunsten der Kriegsteilnehmer mit zweckdienlickren Mitteln erstreb: werden. ** Seiber fläbt. Obst- unb Gemüsestelle kommt von morgen ab Wirsing zum Wrnterbcdarf in arößeten und fleineren Mengen 3nm Berkans. Zwiebeln sind ebensallS wieder rin- getrofsen. Tie Bestellten können abgeholt werden. Rot# und Weißkraut trifft im Lause dieser Woche auch noch ein. *♦ Tie Deutsche Bolkspartei veian- slaltete am Samstog abend im Saal des Hotels „Einhorn" einen Famnienabend, der überaus gut cei'ucht war und einen stimmungsvollen Verlauf nahm. Die vorzüglichrii Darbietungen von Tirettor Tr. Baur und Frau Landgerichtsrat Schudt IGe- Jang), von Frau Prof. Rolofs, Frl. Velke, Frl. Muller und Frl. Krausmüller (Klavier), des conb. Phil. Gräbert (Violine), von Frl. E. Wirth, Frl. Prang, Frl. Hschstetter und stud. Sittig (Rczita^ tiou) wurden von den Zuhörevn mit stürmischem Beirnll ausgenommen. Der Voriitzende, Tr. Krarus- mülLer, tat in einer kurzen Ansprache bie Bedeutung solcher FamilienabcNde vom Stanpuntt der Partet aus bar. Prof. Dr. Biqener wies in einem packenden Schlußwort auf bie Pflicht eines jeden na# tianalgesinnten Deutschen hin, auch in den Tagen der Not dem schwergeprüften Vaterland di: Treue zu walwen. Ter gemeinsame Gesang des Liedes „Teutschland, Icuttolaib über alles" schloß die würdig verlaufene Veranstaltung. ** Tie Gießener Arbeitsschule, di: tätliche Arbeitssmnden für Schüler höherer Lehr- anftalien abhült, hat drei staatlich geprüfte Lehr- fräfte angeftellt und bietet Gelegenheit zur. Bc- aufsiklüiguna der Schularbeiten mit energischer Nachhilfe. Siehe An-cige. Landkreis Gießen. ga. Grünberg, 25. Ott. Marie Betz in Newyork, Tochter deS verstorbenen Wühelm Betz, Bäckermeisters aus Grünberg, hat durch daS New- tzorker Bankhaus Zimmerman und Jensbay der Bürgermeisterei Gcünberg 50 Dollars für die armen Kinder überweisen lassen. ** Großen-Linben, 27. Okt. Morgen begehen die Eheleute JohS. Sleinnagel unb Frau Marie, geb. Haas, daS Fest dec Sil- bernenHochzeit. lar: Weiße Riesen: Eieservrris Ludwig MÜL ler-Allondorf uno H. Bepvler. 1. Preis L. ®ünu bel-Tutenhofen. Hildebrandt und H. Müller-L. l.moori: Silber#Kaninchen: Ehrenpreise: L Amend, H. Müller, F. Euler unb Th. HiDelrandt. Mendorf Ph. Z^mmermann-Allendorf, Sieger- tirifc: L. Gümixl-Tutenho^en, H. Binz-Allln# borf, 1. Preise: G. Hofmann-Wiefeck.Ph. Zimmer# moan-Großen-Linden, F. Orser-Auendorf, D. -Großen-Linoen. F. und G. Llendörser- anb Z Lenzri-Lützellindkn: Schwarz-Loh SiegeroreiS L>. Sommeilod-Großen-Lindm.Ehrenpreis Ln^w Licher-Allen-Bu eck, 1. Prelle Sonne- melin: Si.gerp.eis Bh. Zi.nmcrmLnn-Gr..Lui- boin-Heuchel^i.m. L. Müllcr-Allenoors: Herrn- lin: S'.cgervceis Ph. Zimmermakut-Grvßen-Lin. den, Th. Leib-Lcuchell-cun: Blaue Diener: K. Pfrin'er-Dieieck Ehrenpreis: Hafenkanin' <2en: Siegerpreis G. Eiif-Sunn^crg. In Abtei- lung Geflügel eriiieltcii Prci.e: Darbcga-Leich, 3-stern un) PH. 3-mmcrmaun^roücn Linden. -w. Düngen, 26. Ott Heute vormittag wurde unier neuer evangel. G.'istlicher. Georg Gö g cl, der in ben testen Jahrea in EtiStv LUcU):ii amt.crie, durch Pfarrer Enzel-Obvorn. 1,oicn in feut ncutt» Amt hier eing-führt. Mit b;efcm Amtsantritt war auch das Ernte- bau t idü DcrSaubcn. Nach bu Vorita.ltlltg durch Starrer Engel fangen die Schulkinder einm üim# mmigsvollen Ehor In dem di^t^iu.llen Gottes# laufe hielt nun Pfarrer Göget feine Lntritts- preligi, ber er bü ^cLteswort: Lulas 12, Ber2 15 bis *22, zu Grunbe gc.egt hatte. Eingangs seiner Rede gedachte er seines oersrorbenen Vorgängers und in bie Freube ber Gemeinde wieder euren Seelsorger zu haben, mischte sich gewiß auch b:i vielen eine stille Wehmut im Gttxuiken an den im Frühjahr b. IS. ben Folgen einer Operation crUamen Kirchenrat Hainer, d:r 35 Jahre lang segensreich in unserer Lenrnnbe gewirkt hatte, eteit dem Tobe dieses um unsere Geonürde hochverdienten Mann«- wuttxm die Amtsbandlungm unb GatteSdiens-e hier abwechselnd von bm Geistlichen 5ct umliegenden Orbe vttsehen n. Lollar, 26. Ott. Vor einem Vierteljahre wurde hier ein DauSbefiser-Berein ge# gründet. Er bereitete kürzlich die Mieter durch cor schreiben auf eine bevontchcnde allgemeine Mict- steigerung vor. Die an sich für dörfliche verhältnisie schon hohen Mietpreise würden dadurch weit über das nach dem MieterfchuvAeietz ydänige t'Raß er- höht werden. Um dem mirficm begegnm ju können, schlossen sich am 19. Oktober die hiesigen Mieter zu einem Mieter schn-verein sujammen. In der geltern abend im Saale ber „Germania" veranstalteten ersten Miigliederocrjammlung wurden nach einer Aussprache über Zweck und Ziel bet Vereins die Satzungen beraten. — Es liegt un Interesse jedes hiesigen Mieters, dem Miclerschutz. verein anzugehörtti. Alle dis ^unt 15. November dieses Jahres eintretenden Mttglicder sind vom Eintttttögeld (1 Mk.) entbunden — Heme oormit- tag taub im Gasthaus aut Linde eine Besprechung zur Gründung eines allgemeinen ft 0 n 1 u m n c t» - eins statt. Als Redner war ein Herr dcS Uonfum- vereins Gießen unb Umgegend crfanaicn. Es beacht Vie Absicht, ben neu zu gründenden Bereu dem Gießener ftonfiunoercui anzuglicdcrn. Kreis Büdingru. Neue Quelle» in CelterS. V SelterS. 25. Olt. Die Gewerkschaft Selters, die btfanntlid) in letzter Zeit mit großem Nachdiitch den Aufschluß unb die Nutzbarmachung der vor Jahren hier erbobrttn Heil Quelle betreibt, ließ in ben letzten Tagen durch ben bekannten Wünschelrutengänger. Gutsbesitzer v. Gräfe, die hiesige Gemar- hing nach neuen Quellen absuchen. Es wurde sestaestellt, baß noch eine größere Anzahl, mev'r Salzquellen, vorhanden sind, die aber alle zu einem einzigen großen Quttlenstrang gehören ollen. Jnterefiant und sehr vielversprechend war die Feststellung des Rutengängers, baß bie z. Z. crboljrtc Quelle einipe Meter neben bem Haupt ■ irang liegt, baß also bie demnächst einsetzenden Bohrungen vorauSfichllich noch cüic Diti beben- teiwece Quelle zutage fördern locroen. — Auch eine Brunneittvasserquellc, die sehr stark fein fall, wurde für Moltereidejitzer Fischer teftgcitcUt. ± Großrn-Linbcu, 26. Ott. Seine 13. Verbands-AuSltellung veranstalletc heute in hiesiger Tumlxille der Mitteldeutsche ftaninchen- Zuchtverband. Unter beti zahlreichen Preisrichtern befanden sich die Gemeinde Großen-Linden, der Bauernvereür, bie beiden Gesangocreine, bie Verbandsvereine Wieseck, Mendorf, Dorlar, Dutenhofen, Steinberg, Leihgestern und Heuck-etheim. Unter ben 315 Stummem befanden «ich wahre Prachtercnullave der Kleintierzucht, so daß die Preisrichter Ebert-Gelnhausen unb Rübsamcn-Gn- Ben eine schwere Auf-abe hatten, um von Züchtern gerecht zu werden. Von den zahlreichen Pcciien leien hier, mir ixe höchsten envöchnt: Deutsche Riesenfchecken: Ehrenpreis -^chttUvslug-Dor- ] Wochen himutr find gemessen besetzt. Jeder einzelne holte aus seiner Rolle heraus, was in seinen Kräften stand. Rudolf Goll, ber mit jedem Worte einen Lackerfolg zu vcrzeichncn b-llle, gab den gut srankfurterisch gebliebenen Amiel, SLoIf Tele tö ben enc^isch gesteiften Nathan, Richard Hellborn den i.aäcnjcf) ver- süßlichtcn Earl, Franz Braun daS etwas auS der An geratene, ft lüft in Paris von beut.cfxn Schn- fücksten verlockte Zatt'ble und Karl Volck ben Be.riebsamstcn von allen, den Wiener Ho^bankier Salomon. DaS Quimett roar sehr gut auseinander abpeilimmL Sehr ansprechend wußte Oökar Fei- q e l den Herzog Guitav zu chara'L.erisieren. In Nebenrollen warm nod> beschäftigt: Kuno Erich Weber, Ha»is Heinz Hcreö, Wilhelm Koch, DerinolUi Stichel und Heinrich B e ch st e i n. Die attc Fran Gudu.a hätte etn?as älter gegeben roerden. dürfen. Sonst war sie durchaus glaub.ttti, die be: allen Gciolgm und (rijvungcn iln;t5 -soyiieS cm,ad) gcblieLenc Frau, deren natur» UcheS irmp^i.iden iclbg für die fünf WeltvanlierS arn-ick.aggcbend ist. Auguste MarckS wird lüt Bu./ne immer wertvoller. Vi.fel Winner al» ----alcmonS Tochter gav sich redlich Müi-c, hat avcr an natürlichem Spiel noch mancherlei zu.ertverbeu. »dbegarb Imhof wahrt?in der kleuien Rolle dec Prcnzeiiin imtatK'hge Haltung. Weitere A-orrrrol en verim/en mit be.anderer An- erfeunung Hstoc^a.d Schuft Herr alj attc HauS- Vältciui, ...a.gar.re Wernicke, Lllsy Sprenger und Vera Bond zier. u Frai.kfuricr Uraufführung. Frankiurt, 23. Cf; Bei der Uraufführung bcS „*> » d 0 5 D c u- 5 c i 1“ h-r beiden Giehener Stadttheatep. Die fünf ßrattffurtcr. Lustspiel von Carl Rößler. Gießen, 26. Ott. 19. Dies ist daS Erauicklichste an diesem Lustspiel, bab Vie ganze, kallyerzlge Verquickung von Finan;- operatton und LeiuttS.vttulatiou von bem geraden Qtefuljl cuic5 langen Wiäod>mi über ben kaufen flttooriat wirb uno bah dies ohne Leniimmlalität (tpidneK Guu derartige Aruvaiidlung läge auch Carl Römer ckölltg fern, beim als kühlem, berech- nrnbcm Theater mann steht er bat Puppen seines Stückes — einer wie bet anb.ra — innerlich s.emp und ohne Anteilnahme gegenübn. Das eruiögiichte eS chm, daS Mllicu ber Judengaife und die in ver- schiedettcn Graden nxltmänuiid) gavorbaten fünf Trank,ur.cr ÜlothschUd» mit bie,er feinen Edaral» Utiflif zu lhp.ficreii und di.lereuLiercn, ohne baß bcr seml.iiche ^rnichlag ver^tzendut Ueig-jdjßnad «bld.c. Das Lustspiel wird nttgcnoivo zur Satire. Das Stück bietet der Spielleitung manche Ichöne Ausgabe, vornehmlich im zw.i en Aufzuge, wo bte Lciüen sich fwnucn Selten cinanoer y nayevt werden fjl cn. Tai GriippLnspiel der fünf biüniiurti-r >ür sich g.iu-inmeii, will schon wir- lung^voU cm,.u.-.ert «ein. Alan muß s.:gm, daß OS.ac n-cigcl. der bai Spiel jühc.e. im wouig ltüg.iu;leiLn en.ge.KH ließ uno ich be.t Nianchmal lchwier.gm x-t.u^.Lnen ourchaiQ> g.tsachfcn »cig»c. -eon ben Turnei lern ,mnb criSmal varrn VLl i>Cr 2L£jaiD0 im Frankiurter 9tcuen Theater beinahe zu einem fLeinen SLandal gekommen: So wibersprachen sich die MeütungLN deS Publikums, daß die amvcsend-en und vor die Rampe getretenen Verfasser Beifall unb Zisch-, unb Pseiflone zugleich hören ließ. In Wirklichkeit verdient bad Siück solch lebhafte Teilnahme weder nach der bejahenden noch Dec ablehnenden Seite. Zunächst steht eS (im „Vorspiel"» nach reiner GroteSksatire aus, wie man Vie auch von Hans Reimann, dessen Huuwr im allgemeinen ätzend und zersetzend ist, aber der Wärme nmangelt, am ehesten erwartet. Das Leben der lleinbürgerlichen Phstistcr- roclt wird, kurz um rissen, ganz nett und in satten Farben geschildert, und hier, nne in der ersten größeren Hälfte von Bild 1, scheint Alles am 5Q?nurd)eii zu gehen unb bcr wackerc übergute S aridesbeantte die Braut hcimsüh-en zu Lmiun. Tte Hemmung, unb ein neues üi.muu der Handlung, das tragikomische, setzt erst ein, als beim Hoa;-ei.Smahl (oaS übrigens schon anb:re ähnlich scfehen und nnubergcgibcn haben) ein Glückwunsch# lelcgramm von ftctcb Siäyriger Tochter kommt. Hugo I)ält Staub vor dr:ser Prünng und überwindet durch das große, an« Sentimcntal-lln- wirkliche fnetfenoc UeLermae seiner Güte daS Mißgeschick unb die ttmtäuidj^ng. Er holt daS llino betori uns leg: es in DaJ hochzeittiche Bett. Ter 9ieit — die Awwren l/aben keinen gnädig verhüllenden Nebel v»r^ezog.n — sei Schneigen. — uß ist den deck)en Anarren nicht reckst gelungen, ck4 der Sa.'.re uno dem Tragifumiia.cn ein einheitliches G'-ostoe ecu.’bea zu lasien. Man wi.d i-cimegr Vor.piri uno h.guincno-- Oanolung iliD die späteren Teile a.5 getrennte Welten cmv.uibcn. Die hübschen Emjalle aper, die zuerst ergohten, werden üu Vcrlaui des Slltckes seltner unb schwächen durch stete Wieoerholuug ihre Wirkung ab. Die Aufführung, von Mar Reimattu gclcüet, Soor allem imeocr Dun Waltburg Gelegen# , eine seiner warmblütig gestalteten Sonbcr# jßiiguren mit dem guten Herzen zu zeichnen, uns konnte auch sonst bciriebigcn. tt e Hermann llnispcl f. Darmstadt, 20. Ott. Tireknon-rat Her^ mann K'nispel, einer der bcfanntjica uni älteste» Mitglieder bei früh.r.n T^ruistäo.er Hof- tlcatcri, ist heu.e nachmutag Li Darmstadt un Al.cr von nahezu 65 Jahren infolge Herzschlagei geftorben. ftniipel ist am 26. Tezember 1856 zu OormS als Sohn eines Obersten geboren. Nach einem kurzen Engagement in Hanau tarn er 1875 an bie Tarmstedter Hoibühnr, wo er bi5 zuletzt noch tätig war. Ali artistischer Sekr.tär bei Hoflhea- ter» batte er einen großen Emiluh auf die fünfte lerifdje Leitung ber Darmstadter Bühne. 9ieoer seiner schauspiclerffchen Tä.igttit betätigte siL ftrnspel auch aui li.ecacichcm Gebiete. Er schrieb u. a. eine Geschick e tc* Larm,tabter Ho t.-caterk von 1810—1890 uno andere UKoLcdnüorifdy Arbeiten. • Wien, 26. Ott. (Wolff.) Tirettor Hein vom Burgtheater üo>.rreicktt H ute ferne T e m i f f i hii. Er wlll sich von nun an nur iu>4> auf bi# schau p.eleli.cye Au.gäbe bechrunll«. qa1)r: 1 rtti1 L-» 0 -r vora 3vl *i'8ßlS -M rflfl 26 auf, icinu 1151 r Kid vet NiM Sü mit eint a rat MM ^nawnlöfl xr-LmWck ■iti.Mi Äckiü W »n lö Ü ■tifcöfrjtr cutt ÜiU-' lut W?' u Aöbt W XßOL -bab- m ba ML a iton 5tfi räraettüt am- tpr. W ÄnrnchtsiL .•tfdfdKl: zu. * ■jyraben W'm Xr. i r/r Cfoa£) 5 - Silitl t Stiern Kaßi (ttiiui die L ■jjJ ihn De« uihte. tti % '•iMerkn, bi ** -nach b v’-8 senduLF • ' ttiiiclt, iu mrb-cschlachte Ltarle nn. 3a r orttttlo-l 5t0i gehörcrid W Lei Mc M ’rit einigen fcifcfl •Wuity. Gros 71-. Mr en 5?$<ütnald ^Wrderun« cn ölt M Ntigfi •«■»SS, 6 12218 AuS dem Amtsverkünd rgungsblatt. Starkenburg und Rheinhessen. Ar-chs UN- Schule. S. L. 100. Die gesetzlichen Bestimmun gcn iifei die Wochenhilfe und Wochenfücsorge gelten auch zu haben. 020688 P°«° um, « MM », «S taaX^fffaB | und alle Losegeschäsie. 835c am Lager. fodebaus \ajomon. NleoJaus, Schiffcnbergerwea 2. Kalk für Lüumeal! strich | Gardinen aller Art Gimic abgepaßt u. am Stück. rm. Darmstadt, 26. Okt. Die neuen Braunkohlen, welche letzt aus dem der Stadt gehörenden B raunkohlenwert „Prinz v. Hessen" bei Messel geiörüert werden, kommen letzt seit einigen Tagen in die Stadt und sollen 'ich für Kesselfeuerungen sehr gut eignen. Zahlreiche Großbetriebe Haden jetzt Versuche augestellt, die günstige Resultate brachten. So Kriegsgefangenen-Heimkehr. Oöfbettt, 26. Oft Ter seit 1916 in eng- Ujchtt Kriegsgefangenschaft befindliche Untcroffizier Fritz Corell kehrte dieser Tage wohlbehalten in die vermal zurück. ß Alsfeld, 27. Oft. Lerganger.Ll Freitag reislehrrrfvnferenz Aulo-Decken alle gangbaren Größen liefert tt:6L) Tb. Helges, Freak . lart a.kL, KiMastr.M We SütoisD in schmal u. breit, sind in reicher Auswahl « ieder nötige Latwerg und den Apfclwebr yerzustellen. In -iesem Jabrr tfecb man in allen Wirtschaften wenig: Yens ein besseres Getränk haben können, als bas immer noch so schlechte dünne Sier. Hoffentlich ver, rvenden auch alle glücklichen Obstbaumbefitzcr einen Seil des reichen Ertrages trotz der hohen Preise der Baumschulen zur Nach» und Ncuanpstanzung von guten Obstsorten. Kreis Lauterbach. z. Grebenhain, 24. Okt. Bei der am vorigen Samttag veranstalleten Treibjagd von den Jagdpächtern der hie.igen. (&nnnnbcieibia£), rrmrden 5 Rehe und 25 Laien erlegt. X-u Lasen halten sich itoch ziemlich ün Felde auf. tw sie jetzt n»d; reichlich Nahrung auf den Tickwurz- und Straulädern finden. MuMM — ß»f Laaer. — tiebr. liubl. bonder-Angeöot. Damenheiaden Feiner Batt ist Vorderteil m. elegant. Stickerei "*"o Stück 25 Jlk. Modehaus Sa'omon CiaSoa, SchalslraSe. mm fcaiiiraf .. Witzen Hausen (Werra), 25. Ott. In die Geschäftsräume der Goldwarenhandlung Kugrl- mamr drangen während der vergangenen Nacht Einbrecher em und raubten 5000 M k. Bar- Ze ld, für 4000 Mk. Wertpapiere und Goldwaren rm Werte von rund 8000 Mark, xw Diebe sind noch nicht ermittelt. Empfehle mich im ArallWtiöen Vsttzuer, Steuenweg 27. Fachmann der elet- trifchen Branche sucht einen Kaufmann ob. Geldmann ul8—12OUO9)L Für einen gutaeöenben Arrckel sind Aufträge oe« nüflvnb vorhanden Schr. Angevote unter lc20d an den Gießener Anreger. Dezimal- u«d Kettenvaageu tmvfiehlk t!-rl Schmidt. Neue,uo eg 4L 020val Ziehung 4. November Wömser i ?Mösn-8tlLlose Hauv1gew.Me.S0000 GerichtrsaaL. Das Urteil Lu dem neuesten Münchemr Prozeß. München, 24. Okt. (WTB.) In dem Pro- Setz wegen der Bluttat am Karolinen- 0 l a tz, wobei votr Reichswehrtrupven 21 katholischr ! EesellenvercinSmitglieder als verm-eintliche Spar- I iakiften getötet wurden, fällte das Bottsgericht in München das Urteil: Jakob Müller und Konstan- I tut Makowski wurden wegen des in MÜtLterschaft begangenen verbrechens des Totschlages ;u je vier- -chn Fahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust verurteitt und Grabasch wegen Totschlages zu einem Fahr Gefängilis unter Zubilligung edier Bewährungsfrist bis zum November 1923. Steiner wurde freigesprochen. Tie Bestrafung dee Sülzefabrikanten Heil. Samburg, 27. Oft. Ti- „Köln. Ztg." meldet: In dem Strafverfahren gegen den Sülze- Tabtifanten Heil wurde der Angeklagte wegen Nahrungsmittelvrrgehens zu drei y.'tona- tsn Gefängnis und 1000 Mark Geldstrafe, seine Geschäftsführerin König zu 6 Mocken Gefängnis verurteilt. Ter Staatsanwalt hatte ebmfalls gegen Heil drei Monate Gefängnis, aber 1500 Mark Geldstrafe beantragt. Beiden Ange- llagtcn wurde die UMersuchungshaft, die schon Monate umfaßt, voll angerechnet. Capstan Kavy Cut (Will») in 10er Pack», m. Staniol, verz. u. band, liefert in Postpaketen m. 2000 St. gegen Nachnahme zu Mk. «75.- d. Taus. d. Fa. Daniel Rtbe, lölO'Mülbaiin Frankfurter Str. Sl.^ss und Verwiegung des , Ueberfchußfleisches' ist eine nach StückKahL icdcr Ttergattung vom Ministerwm des Jnnerir festgesetzte Gebühr an die zuständtac Bürgermctsterei (Oberbürgermeister) bei Bcfewfe- gung der Schlachtgcnchmigung zu entrichten. Dies.: vertagt: 1 bet HauSfä-Lachtung von Lckiwemen 2ch0 Mk., 2. von Gwstmeh 4 Mr., 3. von Kälbern und Schafen 1 Mk. Für hie Genehmigung sur HauSschlachiung von LLmmcrn im Alter von weniger als vier Wochen wird eine Gebühr nicht erhoben. Zuwiderhandlungen gegen vorstehende'Vor- fchrtften werden mit Gefängnis bis zu einem Jahr und mit Geldstrafe bi5 au 10 000 Mk. oder mit einer dieser Strafen bestraft. Tic diesjährige Hausschlachrungsperiode endigt mit dem 28. Februar 1SW. Vermischtes. Erdbeben in Staden. t - D-rn, 26. Ott. (WTB.) Tie Provinz Um- bnen und Toscana wurde gestern nacht durch ein neues Erdbeben in Aufregung versetzt, das aber lediglich Gebaudeschaden verursachte. Besonders heftig waren die Stötze in Citta bi Castello, Florenz und Verugia, wo die Bevölkerung, von Panik erantfnt, die Häuser verließ und den Tag auf fen öfftntluhen Plätzen erwartete. Briefkasten der Be-aMon. K ton ne^n ^Äcer Anlunft ? Zucktbücke bnn autPif 5?nf Jh to7 Herzlichste willtommen gchnßen. Auch UN benach- E? SS 6 SÜf £ ** k-drt- ein «v Das Amts ver kündigungsblatt M. 110 vom 24. Oktober enthält: Regelung des Fleischverbrauchs; hier: Hausschlachrnngen. — Ausführung des Reichsviehseucheugesetzes vom 26. Juni 1909; hier: Ernennung der Schützer. — Den Termin für die Linsenbmtg der Kirchen- rechmwgen für 1918. Assessor Tr. Knieriem (Rechnen, Gvogcoaphie), Le^i , ter Ostwald (Geschichte und StaatSbürgerlund! $40 KOIrtlttUtttilWOMCIt, ^^E'FElwer ZtaHhid) (Deutsch, Rech- . a Dvrnholzhau sem, 24 Okt. Bei der g m>cr' - r ‘ dolrzet kam einer I und Vorsteherstelwertrcters wurde der Landwirt ur grovem Maste betnebenen Gehe im sch l Sch-'"^ " - - - u teret auf dw Spur, die von oberhessischen Orten aus chre Ware nach Frankfurt ?u verschieben 'U-ckste. Das Fleisch wurde nächtlrcherweile mit Fuhrwerken, die meistens von Frauen gelenkt wurdem nach der nahen Großstadt gebracht. Eine oteisr Landungen fing man Donnerstag abend ab. ^^ seit Lriegöabschlust stall. Schulrat »uff gab mi* -------' ngunirrnjgtalet ttniive. Eö wurdert ui I nt)ltr:eIU iderordnungen für die Schulr bekannt. Vangiäörifler erkahrcner Mcbtiiiotbat noch einige Stunden möcvcnitich freu LwUitl- Angeb. intt. 12221 an den Gievener Änzeig. Ä)er Gibt Telephon- auschluß ab? Schrifll. Angebote unter 12195 an den Gieö- Ani. Lseli-DiYans Ja. Polsterung Friedensbezug empfiehlt 0M,‘ 8M 'M, i .“'fjntaiuuftj'itn. ritte, ia BÖ “4 fei :nKinbe wffÄ SS# l‘Ss® »äs JA Mg, besmm ju tömto r,k»^lanunm- 9n „Germania" oa> -^eramnOung tmiäcn unJ> 8itl bet Jlcn. - Es liegt un rkiä, bem l'tititpdM ium 15. Äovcmdr Witber fiud tc En. — Deute vorn. Stnbt eine Bespreche Minen KonsumDtv nreinbutdö Honju -gmd eiiwatcn. E- st i zu gtünbenbat Bern! in anzngliebew, ibingtn. i in Eellnr. t. Dü Gewerkklhafl ich in letzter #«/ mv utäliiB unb bu Rutil bitt erMtCÄ^tiV »er. taqen buch ife, die hiesige Bernat' n abiudien. Lr MM i größere AnM, WM siä>, die aber alle $t Cdienfttang gchötet ehr vielversprechend m ngängers, daß die z. j. leier neben dem SW c demnächst etnsetzender [) noch eine viel bete' irbetn werden. — 2iud , die sehr stack sein iol! s Fischer sestgestellt. i , okt. Di- obslerntt >1 und ist in unserem Ära; n erwartet holte, vor ck» [ haben in einylnen löt Ertrag gebracht, besonda- (Jeaenb um W^slM gi- ifelbaumt in Liudhem j.» von 12-15 und noch'M MnS°Mnerd-nb- ae aus mlndestens 7o0<^ volle Mion. Ochlge du , sMshalmgen sich rech Shot, wenn muh d hs-TS tildS«3»*? btt Äickuüö M 9£*$u iS rutvn Lcrzen ju Xi riebtS^1- ftnüPct \*. .fflt Atv «, »=«. ‘LjW »--K Tw&w»# #>■",!! H»1"" t tim»Al \v^xV melden. I .. . M , -- Bad-Nauheim, 24. Okt. Um die noch VtC Qart0ffewersorgUNg. in. der Neichswehr und bet ben militärischen Ab- --- Osfenback 26 Ott ÄÄÄÄ ÄÄWß WS’i’ft' Ä,bingin umfaßt. ein Ueberschuß uon^OO000I HailsfchlachtUllgcn. täranroäricrflule errichtet, die unter Lei- wede^die^u ^>nntm Für den Kreis Gießen sind folgende Bestrm- «ÄÄ’ÄfS» Ä HÄÄ»'ffi »Xechschulc zur Berfüsmrg. Leu Unterricht eäeüen ^^°SEwÄ«t^ies^ ^ * teftge- SckafNt hat zur Loruusietzuitg», 5atz der Besitzer das t*> ^rA. die. LauSschlachtmtg, handelt, tenen Wahl entes Borstebers sustandtgen Bürgermeiste- re t lOberbürg^metsder) voran gemeldet sind. und FleiMchE^WV^n 'Bach aU ßE^ £lt MeL«ms,etzung trifft auch bei denjem- Ueher mtb der Landwirt Wilhettn Watz als Vor- -Vchlachttieren %u, t^lche von mehreren Per- steyerstellvertrcter gewÄhtt. ' ionen für den ergenen Berbrauch gememsam ge- 1 mästet werden. Ver Kalbern und S ch a f l ä m- mein ist die Genehmigung zur HausschlaiÄung davon abhLngig, dast sie in der Wirtschaft des Selbstuerjorgrrs geboren und gehalten worden sind. Wer eine vausichlachluug vornehmen null, bat die Genehmigmtg unter Ausfüllung eines hierfür v-orgtsckwickcnen Antrages bei der Bürgermeisterei (Oberbürgermeister) seines Wrchnortes zu beantragen. Ter Antrag ist nnchrßeilKgemüst auszu- süllcn un> von der Bürgermeisterei (Oberbürgermeister) in allen feinen Tcileit zu prüfen. Tie teMh Sfidveslür in allen Farben ein- «etrolfen. (BOtial SMBkW, Moflewaren. Ä ^lelfateii 20 Derren überrascht......Welch: 1 Gc tc-lle mit, Waü= M SÄnmÄEM N.esen-ewtilne ixte Lprclklub den Uzlierneomnn ab-1 l^eu x bergt ein Ueberschuß von 4030 Mk ver- °us der Tatsache, daß jebe in den klieren sei, der zum LesLn dwSchL Raumen amve,eichc Berion pro eiunbe em io« Dung inrden solle. Hiernach gab öet Redner .*ine acitaitnteä Kartengeld von 20 Mk. zu entrichten Ueberiicht über das Schulwesen d-s Kr-ises ivr bette. Demmtspreckend hoch Waren die Preise tür hur Zell 76 VollsschuZt MU. nämlich 1 ^daeschoßräumen verabivlglm Speisen tlassigc, 2 vierklas>?ge, 3^ dreiklassige 22 und Getränks Lm.Täßchen ,,Mokia" z. B. kostete klajsL' und 48 diffi iqe Im Ärchsch^itt 8 Mk.' E belege Brot 12 Mk. men auf 1 Klasse 51 tzchüü?. Tie WerL lö. Frantfurt a. M., 2o. Okt. Dte ltdbt. Cetraat 8139 Knaben undSOöS Mädchen An den feaQ«8?t'nmiet oo?15xl,,’lßn bal bisher 121 Schulstellen deS Kreises wirken 119 Lehr- 608 Zweizunmer-, 322 Treizimmer- und 160 kräfte. In seinen weiteren Aus!Ührrngm unter» Redner die betrübend: Tatsach?, daß dll Um dem Mangel an möblierten Zimmern *u bt- ttübere Zuckt und der alte Gelwrjam geam SLule heben wurden vom Wohnungsamt die .Hotels Lehrer und Erwachsen- E locket:w?r^ M Münchener und, Stuttgarter Hof gemietet. Im I Medizmalrat Tr. Z i n ß e r- Alsfeld hielt einen UrcinEenrtexnerjjor wurde ferner ein Ledigenheim Bortrag über die G?schl«chtskrankheiten Nachmi'- Schündet, das mll feinen 40 Belten schon^voll tags versammelte fick bU LehrerschA ab°nnal's belegt ifu Um bauen zu können, hat Die Ltadl mll erweiterter Zuhörerschaft, um ben Bortraa 8 Millionen Ziegelsteine eingetauft und des Tirektors' Hassinger aus Tarmstadt zu cutcr stckbtischen Ziegelei ist beab-- hören über die Ausgaboi und die Ausgestaltung w,{ . „ AC m t des Bolkshildungswesens in Hessens 'r. Frankfurt a. M., 25. Okt. Da m den . . Ltratzen der Stadt eine ägyptische Finsternis herrscht hat die Stadtverwaltung alle Later-- nenpfähle und Straßenmasten weiß an st reichen lassen, um so Unglücksfälle zu O Gr ün berg; 21. Okt. Bis jefet sind aus unsrer Stadt nemi Mann aus englisck)er Gefangen- ichaft surüagrkchrt. Es sind dies: Hermann Liausch, Koch, Reinhard Röbm,,^.. ■ -------------- v-. ........ Vesrg «öS, Wulr Schomber, Christian Weisvetl^clbltversorsung für be- und nimmt vrä Reit St inf« Ortsgruppe des Volks- summt- Famcktenangchor^, ist zulässig. Für eine Srr Verteuerung ffi t SÄ'iJ. ® £c bunbes Sum^dmöe unfera (^6^^ 8ufübren beispielsweise 6 Köpfen kann die ?’üÖreiii bie Kohle konnte, wrrd tn nächster Zell wieder eine Wohl- ^lbstvcrwrgung für nur 4 Köpfe beantragt und nprcriij lajt um)on)t aogegeoen wird. tangllitsveranstaltuug zugunsteii der hiesigen Helln- genehmigt werden. Die übrigen 2 Haushaltungs-- Hcssen-NasslM. kehrer stattfinden lasien. — In unserer Nachbar- angehörigen sind aldoann durch die Gemeinde mit ge. Eschweae 26 Ort Rur Törderun- ^^nde Landcnhausen traf der aus eng- Slelschkar^n zu versorgen. Zum Heeresdienst Schaf-uchtin Hcssc^NassauhM "midwir^ Gefangenschall hermkehrerche Johannes ernberufene Penonen gelten bei Haus- schaftskammer in Ca sel Är das Rabr ''19‘>O h,> 2^ 'wch rechtzeitig ein, um seinem schlachtungetr nicht als versoraungsberechtigt. Die & &s t>on neuen I .N«.«nde bautet «nlunft auf das | stalle der Genehmigung der ^auSschlcutztung dll örtlichen Ueberwachungspersonen gleichfalls in Lenntnis zu setzen. Die H au s s chl ach tun gen für Gießener Einwohner haben auä» Kl^Aich im städtischen Schlachthof llsiekcu zu erfolgen. Die Schlachtungen dürfen Nicht erfolgen, bevor die schriittiche Genchmigung. des K«isamteS dem Antragsteller zugestellt wor» baus- die Wochenhilfe und Wochenfürsorge gelter mge£ und der örtlichen UeberwachungSperson I für Mllglieder von L-triebSlllankenlassen. z. Grebenhain, 2a. Okt. Die großen Treckiagden, bte tn ben drei ersten Tagen dieser Wockre in den ehemaligen Dominial- Waldungen des Großh. Hauses zur Oberförstern Grebetihain dura- den jegiyn Jagopack-- ter Baron ovn vanrier aus München mit g-rostem Jagdgcsolge abgchalten würben, hatten ein sehr günstiges Ergebnis. Es wurden 30 Rehe und einige 20 Haien erlegt, ein Beweis, daß der Lilostand noch sehr günstig i|t. Ter erst vor einiger Zeit aus dem LoloillaloiLnst auS Südwest- 1 k - - - rtfrita jurüdoelebrte Laiidsmann Ang. Hosmann ^uten von hier hatte das seltene Jagdglück, am 18. d. M Frankfurt a. M., 2o. Oll. Jtl der J Rehe unb am 20. d. M. 3 Rche zu erlegen" 8®’^Dormittag das Gerücht ver- ™ ■ breitet, da- KnrgSwuch-ra>nt be°rsichti-ic di- B-- Kreis Schotten. schlagimhme aller Lebensrnittel in den Läden und O Gedern, 26. Okt. Auch als ein Zeichen auf den Zusuhrstraßen von Frankfurt, der neuen Zeit darf dir kür-lick- durch die Frauen I r1" oim wtüä)t hm, das durch ein Mißver- ijiciiatr Gemeinde erfolgte Wahl einer Hebamme vftyn tm LLbensmittelamt entstanden ist, setzte ,clten. Bon ben 35 abgegebenen Stimmen ent-1 wtlde nauserei tin, so daß viele Läden in li.clcn 28 auf Fräulein Emma Tiehl, Tochter be£ P^1 hon einer -Stunde vollkommen ausvertauft oerstorbcneu Lchmiedemnsters Christ. Tiehl XV., WeiL ^1£ .Nachmittag ronrbe das Gerücht bic somit als zweite Hebamme gewählt ist. Das manchem Gelchällsmann ungeahnten Gewinn »reiä st-riehöero gebracht t)at, amllicherseits dementiert. 24" 311 der »mestm ZöVg 10 705 mrdN 511 tzente abg-holttnen Stadtvervrdnerenver- weibliche Einwohner, zusammen 22 216 — -awmlung wurde .folgendes beschlossen: ^.en Reddehausen geriet ein Landwirt in ba< Getriebe 'tädttjchen Arbeitern wird nack- auszcdelmter Aue- der Dreschmaschine unb fand seinen Tod 'prachc eine einmalige Deuerungs-ulage ton 800 ge. Treysa, 24. Oft. Beim Arbeiten in her Mark iür Berhciixitebe, 400 Mk. für Ledige und Lehmgrube laurbe gestern der 45jäl)ri?ausschlachtL. für feinen Haushalt zu belassende Fleischrneng.. w ist die überschüssige Gewichtsmenge von bei schlacht her unter Mitwirkung des Hausschlack> «ti>>utrennen unb zu beschlagnahmen. Di. örtliche UeberwachUngsperson hat das liebericaun ttersch Torort zu verwiegen und durch den Haut- schlanker gegen Quittung an die Bürgermelsterc des Sckstachtortes der Gemeinde, in welchem bic wöchcnlltchen «Schlachtungen erfolgen, ober an pic von dieser bestimmte Abnahmestelle zur Abliefe rung bringen 511 lassen. Die Uttwnoachungspersoi' hat tn allen Fällen, wo Uebcrschußflei'ch obzn ltetern ist, den amllichen Wiegeschein sofort auszu iüllen unb hierbei insbesondere die abzuliefernde Ueberschußmengo gewissenhafr einzulrascn. Tic Bürgermeistern bzw. die Avnahmestelie hat itber die abgelieferte UeberschuMtenqc Buch zu führen und uns jewells am 1. eine» ieben Monats eine Ausstellung - hierüber nach dem vorgeschriebenen Muster emzureuhen Die Bürgermeisterei bzw. die Abnahmestelle stellt das wirklich abgelkferte G- wicht fest und zahlt den fälligen Betrag so fort ,au8. Der Breis für adzu liefernde Schvemesletsch ist aut 8 MV. tür jedes Pfuni tret Abnahmestelle festgesetzt Waiden. Ter Preis für abzuliesemdes Rindfleisch ist auf 2.50 Mk. für da- Blund ebenfalls frei Abnahmestelle festgesetzt. Te. Dansschlächrer ist verpflichtet, das Ueberschußfllisst ut jauberent Zustand abKuliefern und es vor jcdci Beschädigung und dem Verderben zu schützen. E'- rürfetr nur Fleischstücke von guter Beschaffenliell mi' höchstens 20 Prozent eingewachsener Knochen oh. getrennt werden. Die -Abttennung hat in einem Stück zu erfolgen. Fleisch »ur Selbstversorgung bar! aus Hausschlachtunegn, bte zwischen bein 15. Setz tember und 31. Dezencker 1919 erfolgen, höchstens ür die Tauer eines Wahres, aus Hausscklachttmgc'n m der übrigen Zeit höchstens bis zum Schluffe Kalendenal-res 1920 belassest werden. Tie Fest etzung der Bersorgungszeit erfolgt nach dem amt - ich ermittelten Lckslachtmw'icht durch das iheistnrn Tu Ameckumng des SÄllrchLviehe- erfolgt; fei sämtlichen ^chlachttieren ohne Unterschied fcec Schlackigerichts mit 500 Gramm für Lbopf un? Woche. Für Kinder wird bis zum Beginn des Kalenderjahres, in welchem sie das 6. Lebeiisjahr voll- enden, die LLlfte der vorerwähnten Wocheneopf- menge mit 250 Gramm zu Grunde gelegt. Lll vom Kreisamt berechnete Versorgungszell ist von der Bürgermeisterei (Oberbürgermeister) dem Lu- ttagsteller auf torgeschriebenem Formular, nach erfolgter Buchung in der Hausschlachtungsliste, mü- auteilen. Alle Notschlachtunsen sind binnen 24 Stunden der Bürgermersterei (Oberbürgermei' ler) und ton dieser innerhalb der gleichen Fnsi >em Kommunalverband telephonisch anAivägeiT lieber das Tier verfügt der Kommunaiverbar. Jedem Antrag auf Nvtschlachtung ist, sofern ein.- >relmonatttche Mästung npch nicht nachgewiesen ist, >as Zeugnis eines beamteten Tierarztes über ben Befund des Schlachttteres bei-ufügen. Niw in gan;, )rmgenden Fällen, wo torauszusehen ist, daß da- Tter verenden wird, ist die Notfchlackstung von bei zuständigen Bürgermeisterei (Oberbürgermeister anzuordnen. In diesen Mlen ist gleichfalls cin beamteter Tierarzt zur Grgänzungsschcul zuzu rtehcn. Tas Zeugnis über tue vorgenommene Gr- Sünzungsbeschau O dem -u stellenden Antrag fei j ufügen. Zm übrigen finden die oben erwähuttn orschnsten bei Nothausschlachtttngen ebenfalls Anwendung. Für die Erteilung der (iicncljmigung auy TuUtrti £tullest sucht für Nachmittag ab I-.IL Id Beschäfttgung^ a. Nachbllsenuno, L a. Fach. Angeb. u. It-Vüb? a. d. G. A. Tentsche, die lange in . Zcallen gewesen, gibt itattenlfcken Sprach-u. Ltterarrs.o. Unterricht. «»41 Aniragen Bahnhof itrane 71 l -wisch. 4-7. ZciWiz-Mriflen sowie sämtliche Sekrelb- maicfc^eixraöUEB werden durch einen ttriegs- beschadigten schnell und ßeiutiicuhiift eiteöiflr. etjeo* Bruudgasse 7. II <11 Slt W unui Auf u. AI m< be 2, du iari au i 1 'a neu» zu t u oer "ciki, iFninn unfcl nucrt 19636 Zehr in oc1, IMQ bi (flutf r, ii. Al tetcl Mo. 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Die Beerdigung findet in Allendorf in aller Stille statt. Die Beerdigung findet am Dienstag den 2S. Oktober 1919, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause Frankfurter Straße 61 aus statt Hal veschluh d. (Bcneral; Berfainmiung vom 2a 1919 wird der Bereies abend von Xicneiau o°' Donnerstag Im vereinslokal tv'1 kavak. Badnholar.. ntf legt. Beginn VjS Uhr. 12227c Ter «Sorna«' Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen sprechen wir hiermit unseren innigsten Dank aus. Im Namen der Trauernden: Anna Steinmeyer Ww. Gießen, den 24. Oktober 1919. mM In tiefem Schmerz: Hermann Windheil Julius Seligmann u. Frau geb. Windheil 3 Enkelkinder Bertha Heß Ww. geb. Vogel. verlorenEaeSteobanstr! Abzugev. geg. Belohnst, 020628 VSwengafte 23. Kuhmist zu verk. 02009Ö Hammltraae 7, L?- üSintniiakl für allere Lame zu vcrk. Allendorf a.d.Lda.> Hemsbach a,d.Bergstr.> Köln a.Rh., den 25. Oktober 1919. 020690 Georg Wallenfels, Sicken. Marktstr. «1. Tel. V4L (Monogramm schlimgen) Montag vormittag 8 Uhr von Frunl- slirterEtr.L^8bisÄahN' Hof verloren. Abzugebkü gegen hohe Belohnung o?om Asterveg 261. Von schwerem Leiden wurde heute unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter Frau Auguste Moll geb. Bellebaum im Alter von beinahe 72 Jahren durch den Tod erlöst Um stille Teilnahme bitten: Johanna Hambsch geb. Moll Maria Langenbach geb. Moll Ernst Moll Dr. med. Ernst Langenbach und 4 Enkel. Gießen, Zwesten, den 27. Oktober 1919. Beerdigung findet statt: Dienstag nachmittag um 3 Uhr vom neuen israelitischen Friedhöfe aus. 12312 Blumenspenden dankend verbeten. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher TeilnahmebeidemHinscheidenmeiner lieben Frau, unserer guten Mutter, Schwiegermutter und Großmutter sag n wir auf diesem Dege unseren innigsten Dank. Besonder- danken wir Herrn Pfarrer Barth für seine trostreichen Worte am Grabe. ial78 Im Namen aller Angehörigen: Konrad Bonariu» IV., Glaser. Gr. Buseck, Alt.-Buscck, 25.Dft.1919. Zur Errichtung einer Generalagentur unseres gemeinnützigen Unternehmens mit anerkannt günstigen Tarifen und Be« dtngungen suchen wir geeigneten Herrn, der auf Grund seiner bisherigen Tätigkeit in der Lage ist. eine grobe Vertreter- organisation zu schaffen. Weitgehendste Unterstützung wird zugesichert. Führung anderer Branchen gestattet imiA Deutsche Ms-VersichemB-A.-S. Berlin Schöneberg, Häbuelttr. Nr. 16a Danksagung. Fttr die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinichelden unseres lieben Entschlafenen sagen wir allen unseren herzlichen Dank. Frau Margarete Hahn Witwe Familie Ludwig Hahn Familie Heinrich Hahri Familie Anna Pitz Witwe geb. Hahn. Lehrling für meine Schlosserei und Snstallationvgeschäit gesucht. filuomt Schmitt, 12159 LLieieck. Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teilnahme sowie für die Kranzspenden beim Heimgang unserer lieben Entschlafener} aufrichtigsten Dank. Im Namen aller Angehörigen: Georg Schmidt und Frau Johanna 020687 geb. Kümmel. Gießen, den 27. Oktober 1919. Oester.* nachmittag >/,4 Uhr wurde meine inmgst- geliebte herzensgute Frau, meine treue unvergeßliche Mutter,' Schwiegermutter, Großmutter und Schwester Frau] ettchen Windheil geb.Vogel von ihrem schweren Leiden durch einen sanften Tod Todes-Anzeige. Heute morgen 21/. Uhr wurde unsere liebe Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Lottchen Jung im Alter von 23 Jahren durch einen sanften Tod von ihrem langen, geduldig getragenen Leiden erlöst. MeymlsiMÄfc Bfocdiaas Lexikon.. u» Brehm« Tierleben Heaechonddle Erde Ullstein« Weltgeschichte Klassiker der Literatur und Kunst | und andere gute bttener kauft 121971 A.Sohamann’s Verlag Leipzig, Könlgstraße 2L Welche deatschtüvlende Kam. verkauft geg. Bar- zahlg. einen getr. Ztvil- anzug, Gr. L75, schlank, an ein. jetzt a. d. Heereod. entl. Oiiiz.. mebreremalS schwer verwundet. Lchr. I ring. u-OJOftb o, d. (Biefr.fl. diUliltlQIlHIülllllillHIIIIIIllltMS Rotivtiilslasihcil werden angekauft. in* Srauksurtec Str. 11. 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Oktober sand unter dem Vorsitz des Bcig ordneten Krenzien -Gießen im „Steinernen aus" in Frankfurt a. M. eine von dem ©tat. ecordneten Fourier-Gießen angeregte Versammlung von Vertretern hessischer Städte zur Besprechung über Abstellung des Wohnnngs- manaels statt Als Vertreter der hessischen Regierung nahmen teil: Ministerialrat Tr. Schwarz-Darmstadt und der Landes Wohnungs - Inspektor Oberbaurat stliunp-Tarmstavl, bic Städte Darmstadt, Oifeiu bad), Friedberg, Butzbach, Bensheim, Alsfeld, Grvßgerau und Vilbel hatten Vertreter entsandt. Von Gießen waren noch die Herren Stadtverordneter Mann als Leiter des Wohnungsamts, Rechtsanwalt Raab als Vorsitzender des Miel- einigungsamts, die Stadtverordneten Fourrer und Höhn und Stadtassistent Rothamel anwesend. Tie Tagesordnung betraf die praktische Durchführung der Beschlagnahme von Wohnungen, die Möglichkeit, Teile von sogenannten übergroßen Wohnungen zu erfassen, die Herrichtung unbe- iinßter Räume und. die Kostenfrage sowie die Verschärfung bestehender Strafbestimmungen. Aus der Aussprache verdient hervorgehoben WM MW reguug herum, weil ihr immer noch etwas einfiel, womit sie die lieben Gäste erfreuen und es ihnen behaglich machen konnte. Dazwischen gab es Entschuldigungen und Komplimente, bis Harald lachend sagte: „2lber Tantchen, es sind doch keine Fremden, sondern liebe Nachbarn, die wohl auch einmal vorlieb nehmen mit dem, was sie eben vorfinden! So großartig wie in Rettenegg haben wir es eben nicht in Schönau!" , . Nael> dem Kaffee ging man rm Garten spazieren und später, als'es dunkel wurde, auf Haralds Sternwarte. Evelyn hielt sich meist ab'eits von den anderen. Sie war verstimmt und fühlte sich grenzenlos verlassen. c. r. „. Wie anders waren die Gedanken, die sie hier zu hören bekam, als die Gottorbs! Wie klein, banal, alltäglich! Heber Spargelzucht, Kochrez^te und Dienstboten wurde gesprochen! Dazwischen dozierte Harald ein wenig über Astronomie, und alles, was gesprochen wurde, bewegte sich so hübsch sauber auf der breiten Heerstraße landläufiger Moral. . . Eine .,Zwangsjacke" hatte Gottorb das Leben in diesen Kreisen genannt. Wie treffend wahr! Ach, es war so vieles wahr, was er sagte.... Sie aber hatte ihm geantwortet: Mein Wille ist der Meister, dem ich gehorche! Hnd dabei sollte es bleiben. . t r , Die Zwangsjacke hier würde ja auch bald av- gestreist sein, und dann winkte — Berlin!! Ihr grübelndes Schweigen, der zerstreute Blick, die fast unfreundliche Kürze ihrer Antworten nel niemand aus. Das alles war so natürlich an der Braut deren Liebster fern iveilte, und die nahe vor wichtigen Zukunftsentjcheidungen stand . Auch hatten die drei anderen Damen so viel damit zu tun. Harald und Modesta zu beobachten! Mama Losenstein hatte ja bisher noch gar zu werden, daß der Vertreter der Regierung erklärte, die Beschlagnahmeoerfügung biete die genügende gesetzliche Grundlage für die Gemeindebehörde, um ohne Anrufen des Gerichts und ohne Mitwirkung. des Gerichtsvollziehers zwangsweise vorzugehen. Interessant war ferner die Mit- teilimg eines Darmstädter Vertreters, daß die Stadt Darmstadt allgemein alle Dach stock - räume beschlagnahmt und angeordnet hat, daß die Dienstmädchen, Besuch und bergt aus den Dachwohnräumen in die untere Etage aufzu- nehmen sind. Bei der Durchführung dieser Maß- nalrmen hätten sich in Darmstadt keine Schwierigkeiten ergeben. Als Wirkung der Beschlagnahme wurde die Verpstichtung des Verfügungsberechtigten sestgestellt, die beschlagnahmten Räume leer und in bewohnbarem Zustand zu übergeben. Zur Frage der „übergroßen Wohnung" wurde es als dringend erforderlich erachtet, darauf hinzuwirken, daß die Unterbringung einzelner Wohnungssuchender in freizumachenden Teilen solcher Wohnungen beschleunigt und erfolgreicher durchgeführt werden könne. Die Kvstensrage wird in den einzelnen Städten verschieden behandelt. Allgemein wird so verfahren, daß der Verfügungsberechtigte insoweit die Kosten der Herrichtung trägt, als er einen dauernden Vorteil daraus erzielt. Kommt hierüber eine Verständigung nicht zustande, dann fordert die Gemeindebehörde die Räume gegen Vergütung zur Herrichtung an, nimmt die Arbeiten und Instandsetzung selber vor und ist dann berechtigt, die Räume zu vermieten. Der Mieterlös fließt dann der Gemeinde zu Die Hauptvorschläge wurden in Beschlüssen niedergelegt und die Stadt Gießen beauftragt, bei der Landes-Zentralbehörde entsprechende Anträge zu stellen. WIJ. Hart!) ü * «Stab“. 1 ' 3lWtig^ «iv.. 4: 1|25'Oh.l91g. Lehrer,-««' einfacher, lieber fite'- ter. roüNdjt battm Um- gmgStreil, LMvrM nmtzMchem, flawftW W . au» guter Familie. Air ; wort, wöaL mit Bild utf. I Angabe der tzaMenv-! J dältnisse, um. 122« a-/ Sieben. Anz Md wn ziniickiesandl, ohne^' men zwecklos, Beychm ' nenbelt iufleMen. nüttmno erwünscht.^ ängstlich täte, wenn der Junge einmal zufällig allein mit ihr zusammentrifft? Ich habe es mehrmals heimlich vom Fenster aus beobachtet, wenn er sie beim Kommen begrüßt! Auch läßt sie sich nie von ihm heimbegleiten!" „Mädchenhafte Schüchternheit? Sie ist eben noch ein sehr scheues junges Vöglein." Am selben Abend saß Mama Losenstein noch lange int Finstern auf Modestas Bettrand und plauderte mit ihr über Schönau, Harald und Tante Luise. Aber wie geschickt sie auch die Worte wählte sie wurde nicht um ein Haar klüger über das, was sie wissen wollte. Modesta hatte entweder leine Ahnung, daß sie geliebt werde, ober schien nur dankbare Freundschaft für die Schönauer zu empfinden. Nur über die Schönheit des Landlebens und das Glück, in Tante Luisens Kindergarten imr- ten zu dürfen, entfaltete sie eine begefilterte Beredsamkeit. „Dann würde ich dir nur wünschen, Kleinchen," sagte endlich die Mutter, sich erheberw, „daß der liebe Golt es fügt, du mochtest bald etnm hären Mann finden, den kein Beruf zwangt, in bet Stadt zu leben." Ich werde nie heiraten, Mama," antwortete Modesta leise, aber fest. Tie Mutter lachte: „Tas willst du letzt schon wissen — mit kaum achtzehn Jahren?" „Ja." „Aber warum denn? Wenn nun ein Mann käme, der dich liebte und brav und tüchtig ist und dir alles bieten könnte, was dich glücklich mocht?" Ndodesta schwieg. Tie Mutter beugte sich verwundert nieder und tastete im Tunkeln nach ihrem K.'pfi „Warum schweigst du denn, Modesta?" (Fortsetzung folgt.) -SS Deutsch-Westungarn. Wien 27. Oft. (WTB.) Nach einer Meldung des Korrespondenzbureaus erklärte Staalskanzler Renner einer Llbordnung über die Besetzung des an Teutschösterreich fallenden Gebietes von West- Ungarn: Im Einvernehmen mit der Entente, die auch die Auslieferung Bela Kchuns an die ungarisch- Regierung bzw seine ?lusweisung fordere, tömu derzeit aus wichtigen außenpolitischen Gründen an einen Einmarsch in Tcutsch^Westungarn nicht gedacht werden, er wisse aber, daß in ganz kurzer Frist die Uebernahme durch Teutschösterreich er-* folge Oberst Cunninglwm habe ihm erklärt, daß Ungarn den ihm vorgelegten Friedensvertrag, tn dem Teutsch-Westungarn Deufichösterrcich zu- gesprochen wird, annehmen werde und müsse. In ein bis zwei Monaten werde Teutschösterreich tatsächlich int Besitze Teutsch-Westungarns sein. Für Aufhebung des Zölibates. Berlin, 27. Oft. Laut „Lokalanzeiger" meldet die „Associated Preß", daß der Erzbischof von Prag 50 Priest er ex kommuniziert hat, die den Bestimmungen entgegen geheiratet haben und trotz des Verbotes chre Funktionen tveU tersührten. Tie Bevölkerung von 1400 Dörfern unterstützten die Aufhebung des Zölibates für die Tschecho-Slowakei durch Vorbereitung einer Petition an den Papst. Rechtsmittel der Beschwerde an den Reichsfinanzhof ist die Gewähr dafür geboten, daß von der zweifellos toeitgebenben Befugnis zur Schließung eines Bankbetriebes nur in Fällen Gebrauch gemacht wird, fit denen zwingende Gründe hierfür vorliegen. Die Verordnung schreibt weiter vor, daß in Zukunft Banken bei der Eröffnung ihres Ge- iverbebetriebes dem Landessinanzamt hiervon Anzeige zu machen haben. Mit der Frage der Ein- führung der Konzessionspslicht für die Banken, die in dieser Verordnung nicht behandelt wird, hat du vorerwähnte Anzeigepflicht nichts zu tun. Für Zuwiderhandlungen gegenüber den zur EinlölUng der Zins- und Gewinnanteilscheine erlassenen ^Vorschriften sind in der Verordnung empfindliche ,Ltra- feii vorgesehen. Bon besonderer Tragweite fit die Vorschrift, daß die den Gegenstand der strafbaren Handlung bildenden Werte durch Urteil zugunsten des Reiches als verfallen zu erklären sind, falls sie einem Täter ober Teilnehmer gehören. Ohne Zusammenhang mit der Hauptfrage der Einlösung der ZinS- und Gewinnanteilscheine inländischer Wertpapiere enthält die Verordnung schließlich noch eine Strafvorschrift gegen die Verbreitung von Anzeigen, Schriften und sonstigen Drucksackien, in denen offen oder in verschleierter Form Angebote zum Zwecke der Verletzung ober Umgehung der gegen die Kapitalabwanderung und Steuerflucht gerichteten Gesetze gemacht werden. ambes ist. , Ter Zuzug nach Gießen ist durch die Stadtverwaltung bereits im Mai ds. Js. verboten trerben. Gießen war mit diesem Vorgehen^ mit an erster Stelle. Es dürfte bekamit fein, datz der Zuzug gestattet werden muß für alle Flüchtlinge ans Elsaß-Lothringen und den anderen bisher deutschen Gebieten, sowie allen seither dort ansässigen Deutschen, die zum Verlassen ihres bis- hengen Wohnsitzes gezwungey worden sind; ferner zurückfehrenden Kriegs- und Zivilgefangenen im Einvernehmen mit den .Krie^sgesangenen-Hefin- kehrstellen, Personen, die feit 1. August 1914 zur Aufnahme von Arbeit in einen anderen Ort ge- ^ogen sind und in ihren früheren Wohnort zurück- kehren, und Reichs- und Staatsbeamten oder -bediensteten, die aus dienstlichem Interesse versetzt tr erben. (Amtsverkündigiungsblatt Nr. 105 vom 16. Oktober 1919.) Tie Aufnahmefähigkeit der Stadt für Studenten kann das Wvfeiungsamt nicht feststellen, da dies in hohem Maste bedingt wird von dem schwer einschätzbaren sozialen Entgegenvommen und Verständms der beteiligten Gefellschaftsschichten. In der Frage der Beschlagnahme übergroßer Wohnungen bildet die Verordnung des Hessischen Landes-Arbeits- und Wirtscksafisamtes vom 12. Mai 1919 die Grundlage, in Verbindung mit §9 der Bekanntmachung über Maßnahmen gegen Woh- nungsmangel vom 23. September 1918. Ties bildete einen der Haupt-Verhandlungsgegenstände der Besprechung von Vertretern hesiischer Städte am 20. Oktober zu Frankfurt a. M., worüber an anderer Stelle berichtet wird. 8af SÄ Maßnahmen gegen die wohnnnosnot. Gießen, 27. Oktober. Zu dem Artikel in Nr. 249 über „Maßnahmen gegen die Wohnungsnot in Gießen" erhalten wir vom städt. Wohnungsamt die nachstehende Zuschrift: Auch die StaLtverwallung hat mit wachsender Sorge die steigende Wohnungsnot verfolgt, sich nach Kräften bemüht, ihr zu steuern und deshalb auch int Juni ds. Js. ein Wohnungsamt errichtet. Der damalige Vorsitzende des Mieteini- gungsamts wurde mit der Leitung des neuen Amtes beauftragt. Für jeden, der die gesetzlichen Bestimmungen zu lesen versteht, kamt die Zu- tändigkeit des Mieteinigungsamtes und die des Wohnungsamtes nicht zweifelhaft sein. Tas Miet- einignngsamt ist als Sprucks- pnd Einigungsstelle nach Art der Gerichte tätig und wie diese nur an die allgemeinen Gesetze gebunden. Tas Wohnungs- amt dagegen ist ein Teil der Gemeindeverwaltung und kann je nach den örtlichen Bedürfnissen zu besonderen Maßnahmen ermächtigt werde»:. In ben einschlägigen Gesetzen und Verordnungen ist ausdrücklich auseinandersehalten Einigungsamt (Miet- einigungsamt) und „Gemeindebehörde" (Wohnungsamt). Es ist deshalb eine Meinungsverschiedenheit der beiben Vorsitzenden über die Grenzen ihrer Befugnisse von vornherein ausgeschlossen. Tie Trennung der Aemter in der Leitung rst notwendig, da in diesen Fällen bei Personalunion der Vorsitzende des Mieteinigungsamtes über lerne eigenen Anträge als Setter des Wohnungsamts zu entscheiden hätte. Andererseits ist ein Zusammenarbeiten beider Aemter dadurch gewährleistet, daß der SchriftftilMr des Mieteinigungsamtes zugleich Geschäftsführer des Wohnungs- Höchste Temperatur am 26.10. — 8.1*, 27. 10. — 5.3° ...... 4.7J, 27. 10. = 2.1° Letzte Nachrichten. Zur Finanzlage des Reiches. Berlin, 25. Oft. In einer Samstag abenö abgehaltenen öffentlichen Sitzung R -ichs- keine Ahnung gehabt, daß auch ihre Jüngste nun möglicherweise bald vor der Chame stehm würde, eine glänzende Partie.machen zu können. Heute freilich, wo sie sah, wie viel Mühe sich Harald Wolfern gab, Modesta zu gefallen, und wie deutlich dieser Wunsch auch in den Augen der alten Komtesse stand, gingen ihr die Augen auf. Aber Modesta? Siebte sie ihn denn? Die Mutter konnte nicht klug aus ihr werden. Modesta fühlte sich'auf Schönau sichtlich zu Haufe. Sie wußte überall Bescheid und unterstützte Tante Luise in ihren Hausfrauenpflichten, als sei das ganz felbstoerständlich. Ihr Ton Harald gegenüber war von unbefangener, fast schwesterlicher Herzlichkeit. Aber Siebe siebt doch anders aus, dachte bte Mutter. Oder ist fte sich derselben nur noch nicht bewußt? Ter letzteren Ansicht war entschieden die Gräfin. Tenn als ihre alte Fveundin Wolfern sie beim Auftruch einen Augenblick beiseite zog und aufgeregt fragte: „Was glauben Sie? Wird wirklich etwas daraus?" antwortete sie lächelnd: „Aber aeiriß, meine Liebe! Nur nicht rühren davan, Modesta ist ja noch so jung, daß chr die Erkenntnis für das, was in ihr vorgeht, erst allmählich kommen muß. Ein vorzeitiges Wort iönnt: sie wecken aus ihrem Traumzustand und alles verderben!" , . „Und er — der immer sagte, er würde nie leiraten, weil die Wissenschaft in seinem Leben keinen Raum ließe für ein Weib! —" „Bah, das sagen alle, bis eben ihre Stunde schlägt. Leute wie Harald, die sich in ein Lfeblrngs- studium verbohrt haben, sind ja auch wie Kinder. „Es wäre so schön," slüsterte das alte Fraulein. „Sie ist ein Engel an Güte, und keiner anderen würde ich so gerne meine Rechte hier tm Hause ab treten. Wenn sie nur nicht so scheu und S !«S »m«S‘ Mabncchmen gegen die liapttalflucht. ; In h 7 des Gesetzes gegen die Kapitalflucht vomß. September 1919 ist der Reiusf.nanzmi.r er < ermächtigt worden, ,im fri'.ncmelymen mtt bem , Reickrsw irtschaftsininr 2r un> nni Zustimmung^ eines vvn der Natronalver ammlung gewählten Ausschusses von 10 Mitgliedern Maßnahmen, zur ■ fieuerlid'CTt Erfassung des flüchtigen una versteckten Vermögens zu treffen und un Zu lammen hang tiermit Vorschriften über den Geschäftsbetrieb der Kankeu zu erlassen. . . Tie nunmehr von dem Ailslchuß der National- berfemmlung verabschiedete, in der nächsten Nummer des Reichsgesetzblattes zur VwöfseiUlichung gelangende V-rordimng über Maßnahmen gegen die Kapital fl ucht vom 24. Oktober ds. Js. bestimmt zum Zwecke der steuerlichen Erfassung geflüchteten oder versteckten Veruwgens, daß Gewinn- oder Gewi nil an teil sch ei ne w- wie ausgeloste, gekündigte oder zur Rückzahlung fällige StückeinländischerWertpapiere ii u r a n V a n k e n, uiu> zivar nur an solche Ban- Äen zur Einlösung, Beleihung oder Gutschrift überleben und nur von solchen Banken zu diesem Zwecke angenommen werden dürfen, bei denen bad ganze Wert Papier oder der Zms- oder Gewinnanteilschchn'ooMNi mit dem ErneiuwungS- rfdietn hinterleg, sind. Befindet sich das Wertpapier im Auslande oder im Gewalw'am enw3 xntten im Jnlanoe, so muß die einlosende rnlandfichc Rank im Besitz eines mit einem ^tuckeverzerchrns -versehenen urkund.ickxn Nach.vefies über die an- berroriliac ^iteoulyrung »rttxunraü fern. Diese Notwendigkeit zur Hmlerlegung der Wert- lapiere bei einer Bank zwecks Encköiung der Zmfen und Gewmnanreife tritt für beit in Deutschland .steuerpflichtigen Effektimbesitzer nicht em, wenn er dem für ihn zuständigen Finanzamt (Befitzi^uer- amt) ein Verzeichnis feines Besitzes an Wertpapieren in doppelter Ausfertiguiig einreicht. Durch diese Vorschriften soll die Steuerbehörde m bte Lage versetzt iverden, sich mit Hilfe der Auskunft s p f l i ch t der Banfen die Kenntnis zii verschaffen, rocld)c inländischen Wertpapiere eine in Deutschland steuerpflichtige Person besitzt Ausnahmen mußten vorgesehen werden .für den Effektenbesitz solcher Personen, bte im 'Auslande ihren Wohnsitz ober dauernden Ausent- j>alt haben ober für bas Einkommen aus ben Wertpapieren in Deutschland nicht steuerpflichtig smb. Der ausländische Effektenbesitzer kann die Zmien unb GewinnanteUe seiner deutschen Wertpapiere bei jcher ausländischen Bank ober Zahlstelle unter Abgabe einer eidesstattlichen Erllärung (Afsidatw) erheben, welche dahin lautet, baß die zu bezeichnenden Papiere fein Eigentum sind, daß er in Deutschland nicht steuerpflichtig ist und weder mittelbar nwch unmittelbar im Auftrage und für R^>- nuntg einer dritten Person handelt, die einer Besteuerung in Deutschlaiid unterliegt. Tie Auswertung des für die Steuerv.'ranla- tück je Mk. 1.—, bei 1000 Stück je Mk. —.75. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. P " 1^, b*n) SaW Diröt, Btntm unb K ?Är,L0Wit * Ittk all« r«. Hans Kratt, 0199S7 Brandgaffe 8. Ön= u. Verkauf von Anüqu'Mrn, sawstUebeinahmegkiite Einrichmngen.1 Lvm-Rotheuberi LMeucnweg'L Teil ' Ärohkaufmann such:!! Bekanntschaft einer besseren Samt Ä M ■ Schrtsil. Angebote untei 020063 an den ©ieäjüu ri »u (Mt Wutf I < tirui AU L lari AU ! n>i «I m< h« A> du AU! U ii. Al •aech Wfl. : Anfa ut 2 m 0197!) Sehr linotf- 0HK-4 6 Alt u. 0 Werh. »u Der keitn itnrnn Junfell iu ucrt 19826 Behördliche Anzeigen. LMW yirtbÜbu^i^ük p 8ießci. Der Unterricht an d 1 'J 1 o u u 0 19 1U ans bet V 0 lks 1 chuLe c u 11 a | se n wurden, foioie die in derselben 3cit nach 311 taa* legur.j ihrev 8. schulrahrc^ aus den höheren Ächulen ansgetrctcncn schüler, ine nicht urinoestens ein Jahr der Obertertia an* «hort hoben „ , , , Au bic Eltern. Lebrhcrren, Arbeit* aebtr uni) öit g anze Bevölkerung ergeht die dringende Bitte, die Maßnahmen der ijortbilbung»id)iile in jeder Hinsicht zu u u t e r st ü v c n . T l s z 1 p l i n w i d r i g ke»l e n unter allen Umständenzu verhindern und dadurch einen geordneten Schul- betrieb 5 »1 ermöglichen. Unerlaubte Schulversäumuine werben nach Art. Jo Des Eesedcs nut J bis 20 Mark bestraft Tic Anmeldungen zur ryortbildungsschule seitens der hiesigen, sowie der von den Schulvor- fhtauwn anderer Qtenieinben orbnungsmätzig nach beer überwiesenen männlichen Jugend H Ltratzenbahn wirb bis aus weiteres noch Obst unb (itemüic zum Dörren angenommen. Elektrizitätswerke uno Straßenbahn der Stadt Gießen. _____________ Stolte.___________122O6B Betanntmachung. Da der Vorrat an Rohkohlen auf Grube 19dl» fcrshetm bei Wölfersheim ausgezehrt ist, wird der Verkauf auf dieser Grude vom 2a. Oktober bis eiuschl. 17. November d. I. eingestellt. Vom 18. November an kann wieder .Dienstags und Donnerstags von vormittags 7 bis nachmittags 3 Uhr Rohkohle abgefahren werden. Friedberg, den 24. Oktober 1919. [122170 Hessische vergwertödlreMon. E. <■. ni. a. 11. la Liquidation. Bilanz am31 .Dezember 1918 Aktiva. Ausgeliehene Kapitalien: J4 gegen gerichtliche Obligationen . . . 122 940.- gegen Bürgschaft unu Bankguthaben 158 490.40 gegen Gitterkaufgelder...... 10 846.64 ui Wertpapieren........ 240 625. - Kassenoorrat....... 135.85 Liquidierte ZmsenausstSndc .... - 533.037.89 Passiva. vH Aufgenommene Kapitalien..... 525 436.45 ätammguthaben Der Mitglieder ... 2 600. — Reservefonds.......... 4713.68 Reingewinn......... 2o7.76 553 037.89 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1917 . . 26 Wahrend 1918 gingen zu.......... Während 1918 schieden aus, freiwillig. . . :____1 Daher Stand am 31. Dezember 1918 .... 25 Die Rechnung liegt vom 28. Oktober d. 3s. an 8 Tage lang zur Einsicht der Beteiligtm im Kassen» lokal des Rechners offen. ‘a'*u Wagner VI. Formhals. Weiß. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur Kenntnis, oaß das Register zur itrhebung der in unlerer Gemeinde am-geichlagenen Bedünuisie |ür dar Rechnungsjahr UHU zur Einsicht eines jeden Interesimten acht Tage lang in der Woynung öcx|.intcr$cichneten onen liegt mit dem Hie inerten, baß Beschwerden gegen bie in dem Regier cntballen&i Anwtze biiuien der ersten vier Wochen nach Ablauf der OssenlegungSiriU ent webe r schriftlich oder mündlich bei dem .^re.samt ließen vorgeoracht n>erben Müssen, unb bab water vorgebrachte Beichiverdeu leine Berufs^h.igung mehr linden können. Gießen, ben 24. Ottovec 1919. 122O9D Der Boritand der ijrael. Religionsgemeind- Gießen. ö. Heichelheim. ___ van tiMuerie’s ^leichsoda int wieder »u haben. i^hv van Barrie A Co.. Wörme iu Rh. 6egr. 1138. D ‘ Saemaschinen „Sack“ Universalpflüge, Wendepflüge Zweischarpflüge Ackereggen, Saateggen Düngerstreuer Kartoffelerntemaschinen Puümühlen anderen Maschinen | für die Landwirtschaft. 11426c M. Rosenthal S Liebigsiraße13. Fernsprecher77. 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