Samstag, 26. Juli 1919 Erstes Blatt 169. Jahrgang bgrüben vor allen Dingen die vom Ministerpräsi- Hitcn angcfünbigte Einführung der obligatorischen Dr. das Darauf ergreift Reichöfir.anzminister Erzberger Wort: Ist das alles? Das ist die einzige Frage, die ich an den Vorredner zu richten habe. Soviele Anklagen in Berlin und hier, und so schwack>e Begründungen. wie in einer beliebigen Agitationsrede. Wir nehmen den Kampf auf und wollen ihn gegen die Partei des Vorredners mit aller Entschiedenheit und Rücksichtslosigkeit führen, int Interesse des deutschen Volkes. Die Wiederkehr der deutsch-nationalen Elemente würde den politischen Ruin des deutschen Vaterlandes für die Zukunft bedeuten. Das Deutsche Reich ist eine Republik und wird eine Republik bleiben trotz Herrn Graefe und, aller anderen. In langen Jahren parlamen- Weimar, 25. Juli. Molff.) Der 2lbg. Mittelmann (D. Vp.) brachte fol-i tonnen. Eine ehrliche Demokratie Hütte unserem Volke die Entscheidung überlaseit, anstatt ilym mit dem Gaukelspiel des Waffenstills andes zu kommen. Hart auf den Tisch scktlngend. hat Herr Erzberger als erster das gemocht. Ter Redner führt bann eine m. 172 er Cicfjtncr Anzeiger rrscheint täglich, außer Loiin- und Feiertags. Bezugspreis: monatl.Mk.1.60,oiertel- iii'hrl'ch Mk. 4.80; durch ubhole- tu Zweigstellen monatl. Ulf. 1.50; durch tiei'üft Mk. 4.50 viertel- j-ihrl. ausjchl. Bestellg, st entsprech - Anschlüsie: jiirbieSd)riUlcitungll2 Verlag,GefchäUssteUeöl LnschrittsürTrabtnach- richten. Anzeiger Sietzen. Postscheckkonto: Sianflnrt a. M. U686 L—- torischer Arbeit habe ich politische Fehler begangen. Den Weltkrieg habe ich nie propagiert. Ich habe mich aber zuerst öffentlich zurückgezogen. Seitdem bin ich immer schamlos angegriffen worden. Ich habe immer das beste für das Vaterland gewollt und au cf) dafür gearbeitet. Ich wünschte, meine Gegner hatten ein so gutes Gewissen rote ich. Wer, wie Herr Graefe, im Glashause sitzt, darf die Regierung nicht als illusionistisch bezeichnen. Wer hat denn vier Jahre lang das deutsche Volk von einer Illusion in die andere gestürzt? Deutschland hatte vier Jahre lang überhaupt keine politische Regierung, sondern eine Militärdiktatur. Es war das Unglück des deutschen Volkes, daß es seine Militärs herrschen und die politische Vernunft nicht zu Worte kommen ließ. Mehr als einmal waren FriedensmSglichkeiten vorbanden. Jetzt haben wir nicht mehr zu schweigen! Mtnde- stens zweimal konnte ein ehrenvoller Friede zustande kommen. Tie Rechte mit dem Militär zusammen hat sie beidemal verhindert! (Große Bv- twgimg.) Tas belgische Problem war das größte Hindernis. Ter Mftttster verliest dann einen amtlichen Bericht, narb; welchem Schwerinduftrielle große Werte in Belgien zu Gunsten der grvßtam- talislischen Interessen Teutsthlands erwerben sollten. Ludendorff und 6 et ff end) seien der Ansicht genesen, daß man das deutsche Volk vor vollendete Tatsachen stellen mußte. Tie Men sind in bel- Anzahl sozialdemokratischer Aeußerungen an, daß die Politik des Neici-stags seit dem November 1917 nicht mehr unter dem Einflüsse der Alldeutschen stand. Und jetzt sollen die Alldeutsck-en die Träger der Politik vor dem 10. November 1918 geivesen fein? Das heißt Sand in die Augen des deutschen Volkes streuen. (Andauernder Beifall rechts und Widerspruch links.) Aber der Schlimmste aller Annexionisten .. (der Redner blickt auf den Minister Erzberger; langandauernde starke Heiterkeit). Ter Redner legt das bekannte Annexionsprogramm des Ministers Erzberger aus dem November 1914 dar und fährt fort: Dieses AnnexiHnsprogramm können Sie nicht ableugnen. So feljen die Annexionisten aus, die Sie uns beute auf einmal in die Schuhe scksteben wollen. Ich zweifle nicht, daß Herr Erzberger hernach allerlei vorlegen wird, was die Annexionslust der alldeutschen Kreise in der obersten Heeresleitung beweisen soll. (Minister Erzberger: Mlerdings.) Ich bin überzeugt, daß es Ihrer Geschicklichkeit und Gewandtl-eit gelingen wird, durch irgendwelche Enthüllungen sich hier im Hause eine Begeisterungsatmosphäre zu schaffen. Ick; halte aber den Nachweis für erbracht, daß der Minister ihm bekannt gewordene Geheimnisse in einer so schwer schädigenden Weise für das deutsche Volk verwandt bat, daß er unmöglich noch Vertrauen finden kann. Wenn er auch nicht im feindlichen Solde gehandelt hat, so hat er doch so gehandelt, als ob er im feindlichen Solde gestanden hätte. (Langanhaltende Unterbrechungen.) Ter Redner spricht unter andauernder großer Unruhe und Schlußrufen ans dein Hause weiter. Was hören wir in der Rede des Mmisterpräsi- denten? Tas arme unschuldige Belgien spielt die erste Rolle in seinen Darlegungen. Werktätige Liebe soll unsere Nevanck)e gegen Frankreich sein? Von den Brutalitäten weiß er kein Wort zu sagen. Als höchstes Ziel unserer auswärtigen Politik bezeichnet er unfeien Eintritt in den VölkerbuM. Hat er gar kein Gefühl dafür, wie solche demütigenden Freundlichkeiten und Untertoürfigteiten auf das Ausland wirken werden? Und wie die äußere Polttik, so ist auch die innere Politik der Revo- luttonsregierung völlig zusammengebrochen. Tas abgedroschene Wort „Freie Bahn dem Tüchttgen" hat sich schon lange venoandelt in das Wort „Freie Bahn dem Gesinnungstüchtigen — ran an b'e Futterkrippe!" Den wilden Lohnstreikereien steht die Regierung völlig hilf- und machtlos gegenüber. Jetzt kommt man mit der Sozialisierungs- politik und mit einer Steuerpolitik, die einfach eine Vermögenskonfiskation bedeutet. Trotzdem wird man um den Staatsbankerott nicht herum- Eommcrt. Uebcrall totale Auslösung jeder Ordnung, jeder wirtschaftlichen Betätigung. Wir wollen daher der Regierung unser Mißtrauen in aller Form aussprechen. Im Lande sehnt man sich trotz all seiner Mängel nach den Zuständen unseres alten Systems zurück. Es werden noch schlimmere Zeiten kommen. Aber wir geben den heftigen Glauben nicht auf und bi? yri^e Pflicht, diese Regierung zu bekämpfen, wo wir können. Wir sprechen ihr mit allen Gründen unser Mißtrauen aus. Wir wissen, daß wir mit einem solchen Antrag eine weitgehende Resonanz im deutsckxm Volke außerhalb des Hauses finden werden. Tie Schlußworte des 9i ebner 3 geben unter dem lauten Lärm von links und dem Beifall von rechts verloren. Hnnal^mt von Anzeige« f. die 4.ageenuminer bi3 zum Nachmittag vorher obneiebe jArbüiblirtiteit Drets für \ mm Höhe für An eigen u.34 mm freit« örtlich 15 Pi., auSwäitS 18 Pi., für Reklame- anzeigen von 70 mm Vre ie 48 'Vf. Bei Platz- vorlchrui20°/.,Austchlag. Hauptfchriitteiler: Ang. Goeiz. Verantwortlich für Politik: Ang. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Remholo Jenz; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen f-rai finanziellen Wiederaufbau dürfen nicht zur I shsaugung des Produktionskapitals führen. Wir bgrüben vor allen Dingen die vom Ministerpräsi- prüsen! Wir haben unsere Armee vor einem neuert Sedan bewacht. Am 6. November bekam ich ben Auftrag ftch babc mich nicht dazu gedrängt), dis w-eiße Flagge am 8. November morgens zu ziehen, also zu tapitulieren, und zwar mit Zustimmung der Obersten Heeresleitung. Hatten Sic (nach rechts) es verantworten können, daß die Feind« verwüstend durch unser Vaterland zogen? Ter Umsturz in Deutschland soll den Waffenstillstand erzwungen halxm. 'Aber Hindenburg befahl, wenn imsere Forderungen nicht durchsusetzen feien, so sei trot-bihn der Waffenstill and abzuschließen. Ich stelle fest, die Friedensresolulion hätte Erfolg haben, müssen und röttncit. weim dieser Grundsatz bei der Gelegenheft bc~ Fricdensuote des Papstes angewandt worden Tvdre. Ter Zusammenbnich Teulsck/- lands ist nicht durch die Revolution, sonder rt durch die konstante Täuschung der Militärs bedingt worden. Nicht die Friedensresolntion hat die deutsckw Widerstandskraft gelähmt, sondern der Zusammenbruch ist erfolgt durch den Mangel am innerer und äußerer Einsicht der Konservatit'en und der Obersten Heeresleitung, die das beunebe Volk einschüchterten und terrorisierten und dieses 3iel auch jetzt noch fvrtsetzen. Die Geltung der Regierung und der Mchrheitsparteien hat ein Ende! Ich werfe die Frage auf, ob denn am 22. Juni überhaupt noch die Möglichkeit einer anderen Stellungnahme als die Unterzeichnung bestanden hat. Ich stelle fest, daß ich in der ganzen! kritischen Zeit durchaus loyal gehandelt habe. Ich habe aus meiner Auffassung fein Hehl gemacht und in der Vorbesprechung des Kabinetts, bie zur Klärung der Frage wesentlich beigetragni hat, schließlich erklärt, daß ich aus der Regierung aas-, treten würde, 'nrnit die Fri eben smi ter zeichn ung- abgelehnt würde. In diesem kritischsten Augenblick der deutschen Geschichte mußte gejubelt werden. Mit Freuden erinnern wir uns der Erklärungen, der Abgeordneten Schiffer und Heinze, daß unsere (Sntfcbeibung ans dem eh lichen Willen ge roffett worden sei, unserem Vaterlande zu dienen. Die Deutsch-Nationalen haben sich dieser Auffassung nichtangeschsos en und sich tamft stlbst ein unrüljm* liches Zeugnis ausgestellt. (Lebhafte Zustimmung.) Ter Vorwurf und der Uebermut, der aus der Wendung des Abgeordneten Gräfe spricht, '/viel hätten uns an die Futterkrippe setzen wollen, wird von dem Volk dem Vertreter einer Partei nicht vergessen werden dürfen, die Jahrzehnte selbstj an der Futterkrippe gesessen hat. Wir haben den Gewaltfiieden annehmen müssen, rocil kein anderer ^Ausweg bestand. Wir haben die Verantwortung, übernehmen müssen für das, was Sie verbrodjew haben. Wir werden aber niemals zugeben, daß, sie mm versuchen und die Veraulioorttmg, die auch Ihre Sckmld ist, zu unserer Schuld zu-machen unb uns heuchlerisch mit Hohn Unb Spott zu über-’ gießen. Der Friedensvertrag ist die Schlußrechnung .eines Krieges. Wer den Krieg verliert, verliert den Frieden. Wir aber haben den Strieg verloren. Düften igen, die sich in unDenrirnftigcm, ttotzigem, verblendetem unb verbrecherischem Eigensinn der Mög»- lichkeit eines ehrendsten Fliedens cntg gensttt.'ten^' und wenn sie hundertmal durch ihr lautes Nein! ihre Hände in Unschuld waschen wollen, sie werden bie Schuld nicht los weder vor uns noch vor der Geschickste, nod) vor ihrem eigenen Gewissen. (Stür- lmischer Beifall, der sich auch auf die Tribünen fortsetzt.) Nach persönlichen Bemerkungen wird die 2Bei* terberatung auf Samstag den 26. Juli, vormittags ValO Uhr, Vertagt. Schluß 8V2 Uhr. Der Palazzo Caffarelll. Schiedsgerichte. Unser ganzes Wirtschastsprogramm birat dem Gedanken, aus unferm zerrissenen Volk Htber eine Einheit aufzubauen, denn das ist die - Loranssetzung zu einem Wieder ausstieg. Von bie* afrm Standpunkt aus bat uvs die Regelung der Ikchnldfrage mit der tiefsten Besorgnis erfüllt. In |hur dlugenblick, wo wir die Einheit des Volkes |"fp nötig haben, wird ein Schulkompromiß abge- ' ftli'ssen, daß unser Volk in seiner Grunderziehung «nisemanderreißt. Dieser Entwicklung gegenüber herben wir auf dem Boden der Einl^eft unb Freil>eft Sitb eines starken Nationalbewußtseins an dem logramm der R ichsreg'erung mftzuarbciten .chen. (Lebh. Beifall bei den Demokraten.) Abg. von Gräfe (D. Ntl.): Tie jetzige Re- • itenmg unterscheidet sich von ihrer unmittelbaren Lrgängcrin nur dadurch, baß ein Teil her alten Mitarbeiter ausgeschifft wurde. Die Ministerien haben das nur bestätigt. Clwrakteristisch nschien mir das Geständnis des Ministerpräsiden- h. Er verzichtete darauf, bie Errungenschaften kr letzten 8 Monate aufzuzäblen. Herr Ban-r, dir bas die Geste des stolzen Bewußtsnns? Gute kare lobt sich selbst, ober Vorsicht und Rücksicht [if denjenigen Kollegen im Ministerium, der die ti.ieMliche füllende Stellung hat. (Große Un* n!>* links.) Als Opposition haben wir keine Der- eilassung, Ihnen den Rückblick zu schenken. Wir Neffen uns genau ansehen, wodurch die jetzige Itgimntg und ihre unmi'telbare Vorgängerin auf it Platz Bismarcks gekommen sftid, um sein Werk zerstören. (Großer Lärm links.) Wir müffen ' Gründe unserer Regierung nachprüfen, wes* lb wir die Regierung und ihre Taten als ein theil für unser deutsches Volk ansehen. War r Weg, auf tem sie die Monarchie stürzten, der ilk- der Mehrchit des deutschen Volkes? Tas al'lresultat gibt Jlpien fein Reckst dazu. Ten ^blmvdus haben Sie sich aus eigener Mercht- bllkommenheit der Revolution so gestalten fön* »n, wie es Ihnen günstig erschien. Haben Sie rr eine ursprünglich republikanische Mehrheit in Hem Hause erzielt? Tie Berufung auf die Mehr- kit dieses Hauses ist ein Trugschluß. Sie kam Stande durch eine Vergewaltigung des deutschen kckkes (lebhafte Unruhe linkst, wie man dem kn tickten Volke jetzt eine republikanische Verfassung kg en den Willen seiner Mehrheit aufgezwungen kl. Möglich würbe die Vergewaltigung der Mehr- L durch di - Mi b-rljcit nur, well das deutsch^ Volk, Uri) bie Schrecknisse des Striegel zermürbt, Friede frb Brot verlangte unb alles über Bord wirf, kmt ihm dafür bie Aussicht auf Friede unb Brot ItMxten wurde. Wenn auch manche Phantasten hot und Friede erwarteten, so haben doch unenb- m Viele lediglich zur Beftiedigung ihrer polifi- fcn Macktgelüste das deutsche Volk in seiner ge* Tas Friedenswerk Wilsons wurde salvlicrt durch die Erklärung des U-Boot-Llstieges. Ter Abg. Dr. Graefe hat sich mit einer Darstellung des Grasen Wedell m den Hamburger Nachrichten bcschäsfigt. Ich bin dem Grasen Wedell für sein Hervortreten dankbar. In seinem Artikel bestätigt er zweierlei; Tie 91otn.cnbigfeit eines Fnedenssckstusses im Jahve 1917 mib die Möglicksteit dazu. Gegenüber dem Grasen Wedel! halte ick) aufreckst, daß ich im amtlichen Auftrage in Wien war. Von dem Jrn- mediatberickst des Grafen Czeniin an beit früheren Kaiser Wart Ijat der Graf Wedell nur einen Satz geschrieben. Er habe im Großen Hauptquartier nicht den gewünschten Eindruck gemailt. Der Berickit des Grasen Czernin wird in den Nächsten Tagen veröffentlicht werden, und da mag sich jeber ein Urbeil darüber bilden, ob man diesen Bericht mit entern so nichtssagenden Satz so abtun dürfe. Dieser Bericht ist nur seiner Zeit frei zur Verfügung gestellt worden mit der einzigen Bedingung, über seine Herkunft zu schweigen. Ich fühle mich zur Diskretion verpflichtet und werd« den Namen des UcberbringerS nicht nennen. (Andauernde lebhafte Bewegung.) Wenn Herr Graefe mit seinen Behauptungen hat zum Ausdruck bringen tvollen, daß ich von Oesterreich bestochen sein soll ober im österreichischen Sold stehe, oder hat irgend zum Älusdrluck bringen wollen, daß ich auf Veranlassung Oesterreichs meine Stellung zur Friedensfrage eingenommen habe, wer es wagen sollte, das erste oder das zweite sich zu eigen zu machen, den erlläre ich für einen gemeinen Lügner unb Chrabsckflieider. einische Zeitung darüber berichtet habe. Er war aber so schamhaft, den Namen nicht zu nennen. Es ist nämlich die ,,Nheiniick--Westfälische Zeitung". Glaubt denn wirllich irgend jemand, daß diese Zeitung von' mir oder vom Zentrum informiert worden' sei? Oder bestelst nicht beispielsweise auch bie Möglichkeit (ich behaupte es nicht, aber es besteht bvch bie Möglichkeit), daß bie Oberste Heeresleitung, bie den Be- rickst auch gehabt bat, rhn in diese Zeitung lan- zstvt hat. Im weiteren Verlauf seiner Rede kam Ev-berger aiif die Ereignisse im Juli 1917 zu sprechen unb erHärte: Meine Rede vom 6l. Juli 1917 wird in den nächsten Tagen in einer Broschüre: Warum mußten wir nach Versailles gehen? veröffentlicht werden, unb ich bin überzeugt, mancher wirb sagen, wenn er bie Rede gelesen hat, wie war es nur möglich, daß über eine solckie vernünftige Rebe ein solcher Spektakel in Deutschland gemacht werden konnte. Am 1. August hielt der Reichskanzler seine Rede mit dem Grundgedanken, daß alle Friedensangebote aussichtslos seien. Er weigerte sich eine klare Erklärung über die Neutralität Belgiens ab^ugeben. Am 30. Aug. erhielt der Reichslanzler durch den Nuntius ein Schreiben, in dem ein Angebot Englands Vortag, dem die fianzösische Negierung sich angc- schlassen habe, bie kaiserliche Regierung möge sich über die Unabhängigkeit Belgiens erklären unb Garantien für wirtschaftliche, politische unb mi- litäriscke Unabhängigkeit des Lmibes zu geben, eine versöhnende Antwort werde einen guten Fortgang der Friedensuifter Hand: ungen erleichtern. (Große Bewegung.) Wir haben hier einen amt- lick^n Schritt einer neutralen Macht, die durch ihre Organisation unb Ideenwelt lvie wenige in der Lage zu beurteilen ist, wenn ein Friedensschritt Aussicht auf Erfolg bitte, hervorgegangen nicht aus eigener Initiative, sondern um einen ausdrücklichen Versuch ber englischen RegieriMg mit ausorücklicher Ermächtigung der frmizösischen. Die Erlaubnis, bie Note zu veröffentlichen, ist vom Papst ein- geholt, aber noch nicht ein getroffen. Was aber geschieht in Berlin? Man würde es nicht für möglich halten! Vier Wochen gibt man den Ministern keine Anttvvrt. In einem Schreiben vorn 24. September wird abgelehift, eine Erklärung abzugeben, weil bie Vorbedingungen für bie Abgabe einer fo leben Erklärung noch nicht genüg en b erörtert seien. Also ein amtlicher biplomafischer Bericht für rin Volk, bas m der größten Not schwebt, wirb vier Wochen lang nicht beantwortet, beim man erklärt chu nicht für genügend. (Große Bewegung.) Ende September war ich in München. Ich kenne den Nuntius seit längerem als persönlichen Freund. Er kam mir mit Tränen entgegen unb sagte: Nun ist alles verloren, auch Ihr Vaterland! Die armen Völker! Damit war der von England über den Heftigen Stuhl ein» geleitete Versuch erledigt. Das ist das Tragische, das Entsetzliche! Man kämpft für den Frieden unb bann kommt es so! Da kann man nicht schweigen! Wir müssen bem deutschen Volke faoen, wer zwei Jahre "lang gewissenlos irregeführt ist. Hatte es diese Din-ge besser gewußt, so hätte es einfach den Frieden erzwungen. Ende September war die vom ehrlichen Willen vom deutschen Reistag getragene Friedenspolitik des verständigen Ausgleiches durch die Agitation erledigt, die Hoffnungen, bie auch bie wideren Völker hatten, mit einem Schlage vernichtet. Deutschland ist mft offenen Augen in den Tod bin» cingaxnurt. So kam das Jahr 1918. Jeder Versuch, zur Vernunft zu neben, wrrrde mit militärischen Mitteln niedergeschlagen. Antwort war, man möge noch ein Weilchen warten. Und dann kam Ende September dw restlose militärische Zusammenbruch. Alle diese Tinge werden in den nächsten Tagen dem deutschen Volke übergeben werden. Tann tarn cs raff) bat Akten selbst i LnthNungen Erzbergers über Zriedensmöglichkeiten. Die gestrige Nachmittagssitzuug der Na- tttionalvcrsammlung wurde zu einem großen Tage für Reichsminifter Erzberger, der auf Angriffe des dcutschnationalen Abgeordneten t'iäfe unter den Worten: Das deutsche Volk soll die restlose Wahrheit erfahren, schwer- M'gende Enthüllungen über Friedensan- (jtbote im Jahre 1917 machte, die von der taiualigen Iiegierung nicht ausgewertet tour- hn. Wir können heute nur den Sitzungs- ittickt toicdcrgcben und müssen es uns vor- lchalten, später auf die Enthüllungen Erz- bergers zurückzukommcn. Nachmittagssitzung. Vizepräsidmt Dietrich erösfiret die Sitzung wn 3.40 Ulyr. Abg Frau Dr. Bäumer (Dem.): An dem Fint Mnisterpräsidenten entwickelten Programm neTiMm wir im Rahmen unserer demokrattschen und t'Iitischen llebcräcugung Mitarbeiten. Dabei wollen liii in entschlossener Treue zu deutscher Art und keinming stehen, lehnen aber eine Gewaltpolitik knlschiedeu ab Der Völkerbund hat für uns nur ikrt auf ber Grundlage der Gleichberechtigung des Luffcben Volkes. Die Okkupation deutscher Gebiete miß sobald als möglich abgeschafft toerben, da sie nur neue Reibungsmöglichkeiten, die zum bewaff- Ht1rn Zusammenstoß führen können, bietet. Wir I nn uns auch gegen die Aufladung der Kriegs- ftiild. Wir verlangen, daß der von rms bereits aufgeworfene Gedanke eines internationalen ß Schiedsgerichts über die Schuldfrage noch einmal e örtert werden. Eine Revanchepolittk leimen wir oX Wir wollen Mitarbeiten an dem Versuch, eine tz rrndlage für die Zusammenarbeit der Völker auf» ifisiellen. Wir betrachten es als unsere Aufgabe, bet Welt nicht bie Revolution, sondern den Welt- fiiiden zu bringen. Dem für die innere Politik «ifgestellten Regierungeprogramm stimmen wir dmchweg zu. Die notwendigen Maßnahmen für un* gende Anfrage in der Nationalversammluns ein: Nach Eintritt Italiens in den Krieg wurde der Palazzo Caffare.lli, das Heim der deutschen Botschaft in Rom, von der italienischen Negierung beschlagnahmt. Blättermeldungen zufolge hat nun die deutsche Regierung, anstatt nach erfolgtem Friedensschlüsse die selbstverständliche Rückgabe des deutschen Besitzes zu verlangen, ein neues Haus für die Botschaft in Rom angekauft, und zwar mit der ausdrücklichen Begründung, weil der Palazzo Caffarelli beschlagnahmt sei. Ist die Reichsregierung bereit, über diese Angelegenheit Auskunft zu geben? Ist sie weiter bereit, für den Fall, daß die Blätterpreldungen zutreffend sind, den Ankauf des neuen Gebäudes rückgängig zu machen und von Italien die Herausgabe des Palazzo Caffarelli zu verlangen? Der Arbeitsplan der Nationalversammlung. W e i m a r, 2o. Juli. (Wolff.) Nach Mitteilung des Präsidenten Fehrenbach entwarf der Aeltestenausschuß folgenden Arbeitsplan: Es sott versucht werden, heute oder morgen in den Vormittags- und Nachmittagssitzungen die politische Aussprache zu beenden. Gelingt dies, dann soll am Montag die Beamteninterpellation beraten werden. Für Dienstag und die folgenden Tage ist in Bor- und Nachmittagssitzungen die dritte Lesung der Verfassung in Aussicht genommen. Dann soll etwa vom 1. bis 5. August für das Plenum eine kleine Pause eintreten. Am 5. August würden dann in erster Lesung die großen Steuervorlagen beraten. Darauf werden wir, fuhr der Präsident fort, versuchen, die itf der Zwischenzeit verhandlungsreif gewordenen kleineren Steuervorlagen ^u erledigen. Wie lange das beanspruchen wird, läßt sich natürlich beute noch nicht sagen. Es kann Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhesfen Zwilltngsrunddruck u. Verlag: vrühl'fche Unjo.-Vuch- u. Steinbrudcrei H. Lange. S^rtftlettnng, Geschäftsstelle u. Druckerei: Zchulstr. 7. aus mit dem Erfolge der Revolution gewesen. > nur den Drafen Bemstorff! Worum wurde er Nur ein einiges Volk hätte diese Tat vollbringen toaxfjentang nach seiner Rückkehr aus Washington I nicht zum Vortrag an höchster Stelle zu gelassen? rügten Stimmung mißbraucht. Die Zermürbung ne^es Heeres hat seinen Zusammenbruch herbei^ l tjiJnt. (Lärmender Widerspruch bei den Sozia- p:ent.) Tie Revolution hat den letzten Stoß ge» f'wt. Sie machte die Annahme der Waffenstftl- ! oichsbebingungen nötig. Nun .geschah die welt- . t^iichllrche Lüge, daß man die vollständige Kapi- »aäion damals dem deutschen Volke als einen ristensttllstand fristerte. Wäre damals dem deut- L-rn Volte zum Bewuß-sein gekommen, baß es msr Waffen auslieferte, so hätte das etwas Aehn- üeS /hervoraerufen, wie am 12. Mai, als. alle irricien und bie Regierung erklärten, daß ein y-'H, stine Ehre nicht preisgeben dürfe. Was am .............— -------- --- „ . . 1-. Mai nur Rede war, wäre am Anfang Novem- giftle Hände geraten. Wilson wollte 1914 mit rc noch eine Tat gew-efen. Aber dann wäre es aller Energie den Friedan herbeisührcn. Man frone ein. Flüchtlingsffirsorge. bedeutet der Ausbau des SolidaritLtsgedmrk 4ufe s,ch u l e nicht teilgenommen hat, ferner, bqf M.ob.«J nicht befragt morden ist, ob er zum Gintritt r » Pta«f(jeif Vorstand bereit sei, und daß er auch aufjer , ÜPtMle b. ist, ein solches Amt anzunehmen, falls es ihni ** Aus dem Stadttheaterburc-j ' Zum Tanzabend Adrienne-Ursula Hacker v> l^,.a°S^Mönoln uns geschrieben: Tanzabende sind ModesE U w morden; jede Mode fällt leicht den Uebertreibnn^ PJCtQi und Auswüchsen anheim. Tiefe vornweg aiisj h, frhMnnjg fl| hiiM-6,ttfte 0 A tuB 'öe sü,chlich angetragen werden sollte. — Wie uns V Geh. Rat Mittermaier hierzu mitte,lt, yu delt es sich bei dem Vorschlag und der Wahl Herrn Dr. Gail um ein Mißverständnis * bet 10. August werden, es kann aber auch noch später werden. Wir werden dann für,das Plenum eine Ferienpause von etwa einen Monat, für die Steucrausschüsfe eine Pause von etwa acht Tagen eintreten lassen. Nach der kleinen Pause würden wir Ihnen für etwa Mitte August den Umzug der Steuer- kommisfronen nach Berlin Vorschlägen, einmal im Interesse der Förderung der fadtfidten Verhandlungen, dann wegen der großen Kosten, die uns hier in Weimar erwachsen. Also wir schlagen Ihnen vor, daß die Ausschüsse nach der kurzen achttägigen Pause in Berlin weiterarbeiten und daß das Plenum etwa am 15. September in Berlin tagt. Ich nehme an, daß bis dahin die Steuervorlagen in den Ausschüssen vorberaten sind. In der Zwischenzeit wird auch der Etat zur Vorlegung kommen und das würde eine Arbeitszeit bis in den Oktober bedeuten. Nach einer kurzen Würdigung der Ausdauer und Arbeitsfreude des Parlaments sagte der Präsident schließlich: „Es ist sehr zu bedauern, daß die zahlreichen Steuerausschüsse in diesem Sommer sich mit einer so kurzen Ferienzeit begnügen müssen, aber die Gesamrlage des Reiches, unb namentlich die finanzielle Sage, erfordert dringend, daß Sie diesem Arbeitsplan zustimmen." $ imtm schon aw Äarguth, b fcn Äüäen als gab m ckumamls E-du Lrtlärung. Herr Geh. Justizrat Metz teilt uns mit, daß liiassung gleici teimeiiö. ßrl. ußten mit cmc Schlager «ms im ssrizureifen ilo 11 unb £ c ■ auglücn Teil glc; andererseits Mßsahrt" jene s Behaglichkeit | rin Werken die :fcn, da die U -Mg des Dort ^üMern tourt lämalertelk Er '^geblieben sein “Ablauf ber intobtltt'. % M Seite hin. s tat M Novellen • Med Bock, gt Mr interessant, y h „Naüolam" äitt'rnbcr Tragik ändert, nordwestliche Winde. , ** Gießener Volkshochschule. C< Dr. Gg. Gail, Bahnhofstr .65, legt Wert bi auf, an dieser Stelle öffentlich festgestellt zu wsiä daß er an her am 24. d. Mts. stattgehabten Cri> dungsversammlung der Gießener V o l k s h > w mr. Höchst a. M., 24. Juli. In den letzten Tagen finden große Trttpvenverschiebungen der Franzosen statt. Die alten Feldregimenter werden vielfach durch Rekruten, ine noch nicht im Felde waren, abgelöst. Nur die Offiziere bleiben auf ihren Posten. mr. H ö ch st, 24. Juli. Die von der Reichs- regierung angeordneten Feiern bei Verabschiedung der neuen Verfassung wurden im Kreiß Höchst von den französischen Ortskommandanttn verboten. ----- Mainz, 25. Juli. Zur Sicherstellung des Heubedarfs der französischen Besatzungsarmee verbot das Armeekommando jede Ausfuhr von Heu aus dem besetzten Gebiet und legte jedem Kreis die Lieferung einer großen Menge Heu auf, burdjroeg so groß, daß die Bezirke gar nicht in der Sage sind, derartige iOiengen zu beschaffen. So muß z. B. die Gemeinde Kronberg 55 450 Kilo aufbringen. Der Preis für den Zentner bewegt sich zwischen 22 und 30 Mk. Durch diese Vkaßnahmen ist die Durchdringung der heimischen Viehbestände aufs äußerste bedroht, wenn es nicht gelingt, ans dem unbesetzten Gebiet Heu einzu- führcn. Und dieses Gebiet leidet schon jetzt unter Heunot! = Kestrich a. Rh., 24. Juli. Die auf dec Villa Stosch angebrachte französische Fahne des Ortskommandanten wurde von unbekannten Tätern mit Salzsäure übergossen. Wenn der Täter nicht ermittelt wird, muß die Gemeinde eine hohe Geldbuße entrichten. «WeQ Unruhen in Australien. Amsterdam, 25. Juli. (WTB.) Der „Ti- MHs" vom 23. Juli zufolge kam es in Mel- ibourne zu ernsten Unruhen, woran 8000 heimgekehrte Soldaten beteiligt waren. Die Spitäler sind voll von Verwundtten. C a"9‘bo,e un K&S-M fftoiitrh» Att» dem Reiche. Dänische Treibereien in Nordschleswig. Kiel, 24. Juli. (WTB.) Aus Sonderburg wird uns mitgeteilt: Am 23. Juli landeten in Sonderbar^ ohne Pässe und Ausweise etwa 1500 dänische Pfadfinder unter der Führung von Offizieren. Die dänische Bevölkerung der Stadt fand sich an der Landungsbrücke ein, um dadurch den Erwarteten Widerstand dec Behörde gegen die Landung zu unterbinden. Die Psadfinter wurden durch den Sonderburger Redakteur Graus durch eine Rede empfangen, in dec er hetzerische Ausfälle gegen Deutschland mit Hochrufen auf das größere Dänemark verband. Unter seiner Führung traten die Pfadfinder bann einen Temonstra- tionszug durch die Stadt unter der Absingung dänischer Lieder an. Durch das Verhalten Graus' gereizt, zog abends ein Zug Deutscher in das dänische Versammlungshaus und verlangten in diesem die Auslieferung Graus, aber ohne Erfolg. Dieser versammelte heute morgen bie dänische Bevölkerung auf dem Markte und veranlaßte die! T 'enge zu dem Beschluß einer Entsendung einer tVmWxiattr x ab. T schalten, dem Publikum Unterhaltung und regung durch Ausdeutung einer neuen Samiib1 zu bieten, ohne, die Kunst selbst zu verletzen, i die Aufgabe, die Adrienne-Ursula Hacker M bestrebt ist. Für sie ist der Auf- und durch das Kostüm, so sehr auch hier ter • füllung ästhetischer Forderungen durch ziehung erster Kunstgewerbler nad>ge gangen Wal nie Selbstzweck. Tas Kostüm soll, in Forums tung und Farben spiel nur den jeweiligen r charakterisieren. Die endgültige VerdolmettY^ der Musik gibt bei Adrienne-Ursula Hacke: in Dellerauscher Schule erzogene Körper. Gam losgelöst von allen Hemmnissen erlcbetn. ; geschaffen werden. Ter neue Staat darf nidf ' Parteistaat, sondern Muß Gesellschasts- und Volk« * float sein, mit einer patteifreien aber Programm festen.Regierung. Die Industrie muß yrr Pw> duktirmsgemrinschast werden, die als Selbstt«« ’ waltungskörper, als Staat im Staate, sich MW regiert. Desgleichen Handel, Landwirtschaft, So» kehrswesen, Gduile, Kirche usw. dlußeicpvlitzs Die finanziellen Klauseln des Frievensvertrages. Versailles, 25. Juli (WTB.) Der Frie- densaussckuß der Kammer hörte gestern den Schluß de-Z Berichts des Abg. Dubois über die finanziellen Klauseln des Friedensvertrages. Der Berichterstaite» vettrat die Ansicht, daß man von Deutschland eine größere Kohlenabgabe hätte verlangen Wiwit, denn das sei das beste Geld, nrit dem Deutschland zahlen könne. Man dürfe außerdem den deutschen -Kohlenpreis nicht auf der Basic des Preises der englischen Kohle berechnen, weil dadurch Deutschland einen übertrieben hoben Preis erhalte. Die Engländer müßten sich dazu verstehen, ihre Preise einer Revision zu unterziehen. Bei Verteilung der Entschädigungssumrnen müßten Frankreich und Belgien bevorzugt werden, weil sonst England eine allzu privilegierte Stellung einnehmen würde. Am nächsten Montag und Dienstag werden Clemenceau, Finanzminister Klotz und der Minister für den wirtschaftlichen Wieder ausbau Lcmchmr vom Friedensausfchuß gehört. (Sternenceau soll Auskunft über die Besetzung des linken Rheinufers geben. Versailles, 25. Juli. (WTB.) „Echo de Paris" glaubt, der Friedensvettrag werde durch die Kammer am 6 August und durch den Senat am 15. August ratifiziert werden. Die Kammer werde in 10 Tagen ihre Tätigkeit beenden. Tie Neuwahlen fänden voraussichtlich am 10. Oktober statt. „Echo de Paris" glaubt ferner zu wissen, daß der wegen der Demonsttativnen vorn 16. Juni anläßlich dec Abreise der Friedensdelegation von Versailles gemaßregelte Präfekt C h a I e i l in aller Kürze wieder in fein Amt eingesetzt werde. Vertranen-kundgebung für die franzSfifche Regierung. Paris, 25. Juli. (Wolfs.) Tie Debatte über die Finanrpolitik der Regierung ist beendet. Der Regierung wurde mit 304 gegen 134 Stimmen das Vertrauen ausgesprochen. Versailles, 25. IM. (Wolfs.) Aus der gestrigen Sitzung der französischen Kammer, worin bet Regierung, tote bereits gemeldet, das Vertrauen ausgesprochen wurde, ist noch zu berichten: Scharfe Angriffe richteten die Abgeordneten Le- fevre und Bedou ce gegen das Finanzgebaren des Ministeriums. Bedouce erklärte, der Krieg habe Frankreich 300 Milliarden gekostet, dazu kämen bis Ende 1919 89 Milliarden ausländische Verpflichtungen. Unter diesen Umständen berechne er das Minimum des zukünftigen jährlichen französischen Budgets au f 25 Milliarden. Trotz der verschiedenen Steuerpläne bleiben noch 10 Milliarden ungedeckt. Lefevre Dertrat die Ansicht, daß eine Anleihe von 5 bis 6 Milliarden notwendig fei. Das deutsche Botschaftsgebäude in Paris. Paris, 25. Juli. (WolffO Havas. Nach dem ^Journal" wird die deutsche Delegation in Versailles demnächst in das Gebäude der früheren deutschen Botschaft in Paris übersiedeln. Freiherr 0. Lersner hat zu diesem Zwecke bereits eine Besichtigung vorgenommen. Vier dorische Delegierte, die beauftragt sind, die in den besetzten Gebieten beschlagnahmten Werte wieder nach Frankreich zu schaffen, haben sich bereits dort eingerichttt. Der Wiederaufbau Berduu». Berlin. 26. Juli. Luxemburg wird laut A. finanziell an dem Wiederaufbau von Verdun Mitwirken und diese ftanzösische Nachbarstadt adoptieren.. ff ■ur„ ‘5 W«1 1» AlMgs. 9 Meilen... pSi ousgest sind n-lcve Wal! % K.„ Arbeit Mb sslhilldett 7K-A bi ’w» LJ. MRW Walz«, > L- Karld). 0. t Sus die moi ,.,nstaltvng k SStn Unter Su - Voctragsat Ijioffn ööri'aal i j-jj- ^ingeipiefen. Q11 Gunst I, chaß-L-t) i,MdcrOttsgru Skater eine Vev ^i’idt zusmmneu St lüde, von der te 36 unter he & grbraÄ, umv timbrr Weise. N G versag von St r-yn von Frl. M> Lü. Von der Landes-Universiti Der ordentliche Professor der llassischen logie Dr. Karl Kalbfleisch wurde für Zeit vorn 1. Oktober 1919 bis 30 September 1 zum Rektor der Landes-Universität gewählt. ** Von der Post. Die Oberpostdirck Darmstadt hat mitgeteilt, daß die Postanstalten dem besetzten Gebiet von Rheinhessen 1 Starkenburg den Paketverkehr mit reich, Italien, Großbritannien und Irland genommen haben. ** Briefe nach Amerika. Nach den w einigten Staaten von Amerika sind gewöhcküt offene Briefe und Postkarten auf Gefahr » Absenders zugelassen. Die Leitung der Sendm^ erfolgt über die Niederlande, falls der Abs<»^ keine andere Leitung verlangt. •* Schellfische kommen am Montag buxe Stadt in den bekannten Fischgeschäften zum Der ** Wettervoraussage für Sol tag: Wolkig, meist trocken, Temperatur wem- tung ter äußeren Rechte und äußeren Linke, wih rend die Reckfte von einer Rückkehr der Mono;V iz, die Linke vom Ausbruch ter proletarischen Berlin, 26. Juli. (WTB.) Am Freitag den 25. Juli fand im Festsaate des Herrenhauses die Gründungsversammlung des Ehrenausschusfes „Flüchtlingsfürsorge" statt, an ter bic Vertreter ter Behörden, des Roten Kreuzes und bet Grenz- marken-Schu tzverbänte teünahmen. Reichspräsr- teirt Ebert hat den Ehrenv-orsitz übernommen. Der geschäftsführonde Vorsitzende Dr. Soffen teilte mit, daß für den Opfettag ter 13. und 14. Lep- tember in Aussicht genommen ist. Die Streikentlafiungeu bei Siemens. Berlin, 25. Juli. (Wolff.) Nachdem gestern etwa 10 000 Ar beiter auf Beschluß ter Tirektion des Siemenskvnzerns entlas- en worden Inxaren, fegten sofort die Arbeiter zweier Werke in ter Siemensstadt und heute oor- miitag weitere Werke die Arbeit nieder. Man befürchtet die Stillegung des ganzen Betriebs. In Siemensstadt smd 23 000, in allen Betrieben des SiemenSkonzsrnS in Berlin (Siemensstadt, dbarlottenburg, Lichtenberg unb Gartenfels bei Spandau) 30 600 Arbeiter beschäftigt. Vor einem Gencralftreit der Post- und Telegraphenarbeiter? Berlin, 25. Juli. (Wolff.) Die Telegraphenarbeiter und Handiverker haben heute iroimittag in den Betrieben ter Post- unb Telegraphen Verwaltung die Arbeit infolge ter Entlasfmig von 287 Arbeitern und Hanteverkern, die am 21. Juli der Aufforderung ter Unabhängigen zum Demonstrationsstreik folgten, niedergelegt. Auf ein Teegramm an den Reicho- postminister Giesberts, worin die Wiedereinstellung iimerhalb 24 Stunden gefordert roiirae, erwiderte Giesberts: ,^Jener Streik wurde ohne VerhandlmMN unter Kontraktbruch begannen, so daß die Entlassungen durch die Berliner Ober- postdirektion gerechtfertigt sind." Noch heute vormittag sollen Vergleichs Verhandlung en mit der Obettwstdirektion beginnen. Sollte die Oberpostdirektion sich weigern, die 287 Arbeiter und Handwerker wieder einzustellen und ihnen den Lohn vom Sage der Entlassung an zu zahlen, so würden die Vertrauensleute ter Post- und Telegraphen arbeitervrgcmisation ganz Deutschlands möglicherweise den Generalstreik über ganz Deutschland beschließen. Berlin, 24. JUli. (WTB.) Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Bekcmntmachmig über die Ausgestaltung ter Fleifchkarte und über die Verbrauchshöchstmenge an Fleisch und Fleischwaren sowie eine Bekanntmachung über die Verlängerung der Prioritätsfristxn in Däue- inlar t Aus dem besetzten Gebiet. Dir rheinische Frage. Hagen i. Wests., 23. Juli. Eine hochpolitische Tagung findet hier am 29. d. M. statt. Die sozialistischen Abgeordneten, Parteiführer usw. aus allen Abschnitten des besetzten Gebietes kommen zusammen, um oie Stellungnahme zur rheinischen Frage zu beraten. Vom deutschen Nationalgrfühl. D a r m st a d t, 25. Juli. An der Volls- schule in Kostheim bei Mainz wirkt eine Dame, die den Namen eines der genialsten imittel-- alterlichen deutschen Maler trägt. Ein Franzose gewann ihr deutsches Herz, so daß sie fick) mit ihm verlobte, nachdem sie ihrem früheren deutschen Verlobten den Laufpaß gegeben. Als man sich itn Orte über solches Verhalten ge- rechterwcise empörte, drohte sie mit Anzeige an die französischen Behörden, falls man ihr irgendwelche Schwierigkeiten machen wücte. — Der Oberamtsrichter in Pfeddersheim bei Worms konnte vor dem Kriege sich nicht ge- img tun in militärischen Hebungen. Im Kriege äußerte er mehrfach die Absicht, Offizier bleiben zu wollen, da es chm unmöglich sei, jemals wieder Stubendienst zu machen. Dann kamen die Franzosen auch nach Pfeddersheim. Der Oberamtsrichter aber — katzbuckelt und I schweifwedelt vor den ungebetenen Gästen und schmückte alsb^d jede Tür im Gerichtsgebaude TI Charakter verlor und ■ emr Weltkrieg interessierte und- evie-Arc 1 wahnsimi entstehen ließ. In ter Fristenspolirl» ter vcrschictene-i Staaten herrschte dieselbe chie, weshalb ter große Mampf auch anarchft I zusammenbrach. Tas deutsche Volk befindet sich jetzt dochl- den Clemenceau-Frieden in einer fürchterlst>« Sage; cs hat anderseits aber auch in den tv.« gangenen sieben Monaten Zeit gehabt, Tistr^ zum Weltkrieg zu gewinnen, wäh c.ib Frankr!si noch immer im Siegestaumcl schwelgt und enc, furchtbaren Erwachen angesichts des inneren schaftlichen, völkischen und morasischen Su amuxn bruchs entgegenficht, den Clewenceau aujzuha-ti wähnt, intern er aus dem, feiner Meinung n<4 nur scheinbar besiegten, in Wirklichkeit aber un, besiegten und lebenskräftigeren Teu schland all-j lIeranözupressen unö bis zum letzten Buchstaben bg Erfüllung des Vertrages von Versailles zu a> zwingen sucht. Tie russische Revolution hat man in Deuts^ land wie in ter ganzen Welt vollständig pertinnL Sie ist to-eter ein Uebergang vom Zarismus ,ut Demokratie noch ein Sieg des Parteisozi.ilismnz, sondern eine sich aus dem Wfttkricg ergeben^ katastrophale Znfammenbruchterschsinung auf ftn Umwege über die Temokratie und den Volfck)tNiS, mus zur Anarchie und Auflösung. Ebenso ist btt deutsche Revolution kein Aufstieg zur Temolco:«, zur nationalen Freiheft aus den Fesseln ter Mm, archic und Buceankcatie, sondern gleichfalls nW anderes als eine Zufannnenbruchserfcheinung aui politischem, wirtschastlirizem, geistig-ethischem ich kulturell-natioimlem Gebiete. Tie Weltkriegskatastrophe hat durch das sailler Friedenswerk, das nur ein Ohnmachlskw dukt gegen die unaufbaltfam Hereinbrechente Ai» archie ist, höchsstens einen formalen Alisch! usj.qp funten. Tie Katastrophe wird sich weiter ent« wickeln; die Welt steht erst vor den Toren bq Weltrevolutivn, die sich folgerichtig aus dem an« arcksistischten Charakter des Weltkrieges ergibt, ein Tcftsacte, mit der auch Frankreich, Italien, $4 gien und selbst England werten rechnen müfen Teutschland ist heute in drei Patteinchtluiga zerfallen, die sich gegenseftig bis aufs Mesiec be> kämpfen. Ter durch Erzberger verkörperte Nei» mngsblock sucht fein Heil in ter wortgetreuen Ev füllung des Versailler Diktats und ter Riederich Ausbruch drängten und feinen anarchischen Cha- der bisher noch nicht geübten Tanzart:^oem r- ratter in seinem Verlauf und scheinbaren Abschluß scheu Tanze! Hier kann ter frei beftimmten. Schuld an feiner langen Dauer ist ter Unterstützung durch die Aiusik entveycen - vor allem auch die bisher unerhörte Art feiner 1 verdichtet, auf den,anerzogenen auwruaßn « ZsinanLiLrung, die ihren natürlichen opfernten I letten aufbauend, eine Folge von Bewegung , eine Weltorgamsatton zum W-ieterausbau brr ii -r1 Anarchie versinkenden Welt; hierin voranzusthrri ten intb den Weg M weisen, fei die große MchÄ des Teutschttnns. —• Die Ausführungen Dr. Clc» "Anlagen-Konzert Sonnlag vormit >vLo[;cn Höriaal der Universität wird hiermit •* Zu Gunsten des Hilfsbundes iroffriamm erwarben ilMifnm fortzurrihm: inner, sowie die r vervollstLndigtrn in Grenz- ober Hrimolschutz an der Jnnehal- iff dieser Frist verhindert ist, muß auch dann Vsi-KLul» ic Auftraggeber Wk'ria»scheu. Zu ersr tn Wsrithäftsstelleb. G. 8L Mir Abende her junges anmutigen Küustler'm -t h n in Wiesbaden, (iotttni, Kceuznach nfro., ui ausgr-kneten Besprechungen gelohnt. m Q\oII und Leuthcisei _____2. gesanglichen Teil des Programms nod;i seiner eren Seite hin. Im Mittelpunkt des Abends (b l ii üdc, von der Kapslle des NeickMoehr-Jnf.- Mt6. 36 unter Herrn Loe Hers Leitung zu EiM flebrau .1, umrahmten den Abend in an- k tibenber Weise. Nach einem zeitgemäßen Dor- |p"ur», verfaßt von Herrn S t e i nP oc 11 c r, vor- zrrin'N von Frl. Mareks, hörten wir eine Arie er „Flgarv Hvchtzrit", die Frl. Sprenger Rii einem schön ausgeglichenen Soprane sang. Str Margut h, der sich Ijicr wie bei allen »il.il Stücken als feinfühliger Begleiter am Pel -erwies, gab mit Mi^arts v-moll-Fantasic M Schumaims L-ckur-Novrilette techsnisch wie in da Auffassung gleich arrerkeimensivrrte Proben We8 Könmuls g-rl. Werner und Herr Falle r, wußten mit einer „Troubadvur"-Szene und dun Schlager aus der „Mardasfürstin" das Ablauf der Meldefrist für Mili- ^ranwärter? Die Frist für die rechtzeitige ■ i von 11—12 Uhr spielt die RegimentSmusik , t gsmstiger Witterung mit nachstehendem Musik- ! in in der Süd-Anlage: Militärmarsch Nr. 1, jcz. Schubert: Ouvertüre zur Oper: ./Die lustigen t i i-r von Windsor", O. Nicolai: Thcnven aas !> in das Bewerbeverzeichnris eingetragen wer- , wenn er sein Bctverbungsgcsuch Äs 311m letzten । einer dreimonatigen Frist vor gelegt hat. »sSfts' h. ’ ter parteiftnen aber lim Die Industrie muß w ft werden, die als Älb t§ Staat ftn Staate, m 7t bunte!, ßanixrirtii'c" , JPinie Jiitv. M<’W au des SbtitaW* btn W. hierin iratrfrifg und Änarä.i 1 nißm wird die 9uflöin| t ganzen Welt in Fvnj age entstehn. aus dieser furchtbaren M einer Erneuerung girr- >1 der SolÄarität, hn le 1 rdemaltmParteikmii^ h geistiger Uebemindun^ ’n alten Zeit ein neuer 1 aft, ein erneuertes frt’v Ter neue Staat her 1 n mst Gescklschasts- ta fr [r Cl san -L0 lhrinyer Flüchtlinge i achren, wie alles, was -ii dein ,.Napoleon" an dramatischer Kraft und Hl:ä iternber Tragik steckt, zu voller Auswirkung Mm-gte; andererseits leuchtete aus der Wiedergabe da . Meßfalirt" iener köstliche Humor in 1 einer kW:irrt Bel^aglichLeit hervor. Ter Rezitator wußte ti b-ibcii Werken die Hörer bis zuletzt im Baum 1 halten, da die Plastik der Dichtungen auf die Wlfiing des Vortrags übergegangen war. — »k» Künstlern wurde rcidjer Beifall zuteil, und li!1 der mal erteile Erfolg der Veranstaltung dürste i 1! ausgcblieben sein. ie «jährige (0ltiaT !- Oper: „Tas Rlzeingold"', 91. Wagner: „Kunst- lck>rn", Walzer, Joh Strauß: Deutschlands t m! Marsch, O. Schröder. " Aus die morgige Wohltätigkeits- ranstaltung des musikalischen lite- ki tischen Unterhaltungs-Kränzchen l'.i 1 4 Vortragsalxmd des H ivschickt zusammengestellte P,._________________ , (kn, einen erfreulichen Verlauf nahm. Drei Or> ** Ober hessis cher Kun st verein. Tie •rve Auüstctlung der 11 Berliner Zeichner, welche m morgen Sonntag an täglich, mit Aus- Ireimc Samstags, geöffnet ist. bat über 300 Nun,- hier» auszuwciien. Diese Ausstellung, ivclrfic neu ,stammengestellt ist, war nur zuvor in Berlin fcai* Dresden ausgestellt. Die dort verlausten Zeickw ri-ngen sind wieder durch andere neu ersetzt n» den. ** Tie Waldbühne bittet uns, mitzu- jfrilm, daß die für Sonntag den 27. d. Mts. an* tiagte „S a v p Ho"-Aufsülwung einstlvci.cn bei* s i ben werden muß, da Dr. Ger sier z. Zt. »cnstich perlstudert ist. Gelöste starten werden juriickgenommen. 1 die Geschäft.steUe kann nidit erteilt werden. ticiWitrhtrT Jnghard, Mühlstr.23. i Auflösung Sä" «4« i|)fel-SciiimmeL Stute hltft. steht zum Verkauf • Heinrich Stein, __Lang-GSnS. !>n Wr. Pferde t iiAd zweisvännig oe- frtti, fehlerfrei, weil J'iäblig, »ti verkaufen. Diezstr. 7. 014557 fcL u-u, isÄiOftbiing oder die rechtzeitige Wiederholung der K «m M'inerbungderMrlitüranwärter läuft ■ ff$ ■ 1. Juli ab. Bis zu diesem Tage muß das v-r*1,fr6nnftöflcfud) in der Hand der Anstellungs- tanen öcn sein. Der Anwärter braucht aber bis weder eine Prüfung abzulegen noch eine MssMIvuweoer rettende zipildienstpslichtige Beschäftigung ab- U^r - M$en ttogtli-11 ijti-iiien, um d r Vergünstigung der recht zeitigem • teilhaftig zu werden. Wenn ein Mili- er Lilndes^tliv" ■ininärter infolge freiwilliger Dienstleistung t w ckstoßen Hönaal d 1 Jhw bal burd) (<■ 1 »estaats hingewiesen. wte - sich NZ. rnt vvr ben r«, Wtea brei Packein^ Mnstitig bis mii^ N ', v.Mbergn verlörden^M ; Seil, m bei tomtqctjzi ler Äktets und bet MW mtb Süßeren 2ir.it ■ t einer Msthr tet sbruch ber pwlelarisS-i s luslocg Ms unserer i^-« ’ Politische Machkwillt nl fetzige Rcgittung lani'» daim kommen wirb, in 4 i: ■ ^v 'ka^rlichen ivebilde. Die rheinische Presse, durch iteii r : renn ein re Zieger und Sil' ia Herz'g bermölix;, bat m abc- 'M-,, waten ^,au* 'n bau i^tauTnti Lageren ®l^iun jetzi g m H W *n k^.'e V Rote Fahrknh frisch, m-gewöhnt-Mutter» kalb zu verkauf. 8728 Lollar,Hauvtitrahe »8. Ferkel und Länferschweine billig An verkaufen. 87141 ttaifer-Allee 17. 8äiifcr=5Nein ?ä,”S on Hammstrake 5, « Reitel abzugeben Heuchelheim, fflicncner Str. 32. 014606 4 weiße, reinrassige (*” Tßihhitiidc iu irrfaii. «g. Jakobi L, Birklar. 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Burkhardsfelden, 2\ Juli. In der Nach: vom 22. ,um 23 wurde ein 5stap t ilb-xroimm entwendet Eine gute Belohnung ist für Aufklärung des Tiebstahls ausgesetzt ** Lick, 25. Juli. AlS ein hiesiger Land' Wirt dieser Tage abends aus dem Aeide heim kehrte, fand er feinen Hof, Haus, Küchen- und Speick-erlüren erbrod>cn vor. Nach längerem Suchen koimte er dann feststeUeu, bai’jeine Schweine aus dem Stalle entwichei und aui" dem Speist>er des 3. Stockes rin gemütliches Heim gefunden l)al ten. ♦♦ Leihgestern, 25. Juli. Tas Zuwerfen der Gosse iTeich) ist leider mit manchen Un- amiebmlichleiten verknüpft. Ter Unternehmer 29. Häuser streikt seit einigen Tagen, so daß die Virbeit ruht. Ob wirtschaftliche oder politische For^ bernngen der Grund der Arbeitsniederlegung ist, konnte noch nicht festgestellt werden. — Ter Sohn des W. Gremm, Taglöhncr, kam in den umher« liegenden Seinen so unglücklich au Fall, daß er sich eine schivere Verletzung am Kopse zuzog und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte ga. Weickartshain, 24. Juli. Vorgestern nachmittag brannten gleichzeitig zwei Scheunen nieder, eine gehörte dem Bergmann Adam Op- per unb die andere Heinrich Theiß. Beide LSohnbäuser konnten gerettet werden. Das Wolm- lwiis von Ovper, das mit der Scheune zusammen- hing, ist allerdings stark beschädigt. Um l/«3 Uhr etwa trafen iwch die beiden Feuerwehren von Stockhausen und Lardenbach ein, deren Eingreifen es zu danken ist, daß die SLohnhäuser gerettet werden konnten. Der Windstille ist es zu danken, daß der Brand nicht weiter um sich gegriffen hat. liegen 4 Uhr war jede Gefahr beseitigt. Der Schaden ist für die Besitzer gerade in der jetzigen Zeit groß und nur zum Teil durch Versicherung gedeckt. Tie Urbeber deS Feuers sind vier- imb fünfjährige spielende Jungen KreiS Friedberg. 2! Bad-Nauheim, 25. Juli. In der Zeit vom 30. August bis 1. September wird der hiesige Geflügel-, Vogel- und Kaninchenzuchtverein im Garten des Restaurants zur „Waldlusst^ eine Geflügel- und Kaninchenausstel- lung mit Preisverteilung veranstalten. Starkenburg und Nheinhessen. mt. M a i n z, 25. Juli. Ter heutige Wochenmarkt zeigte eine starke Anfuhr in Gemüsen. In einigen Waren zeigte sich Neigung zur Preis- s e n I u n g (Karotten, Weißkraut), Gurken waren in Einmachware etwas stärker vertreten. Sie kosteten das Hundert in schöner mittelgroßer Ware 7—8 Mk. An Obst waren nicht an Preise gebundene Aprikosen und Pfirsiche zu Preisen von 2,80 bis 3 Mk. das Pfund an geboten. Kreis Wetzlar. ra. Atzbach, 24. Juli. Ter Gemeindewald Atzback, 242 Hektar groß, ist zu einer gewaltigen Einnahmequelle geworden. Nachdem in diesen Tagen das Lohholz verkauft wurde, stellt sich ber diesjährige Gesamterlös des Waldes auf 86000 Mark. In früheren Jahren betrug der Durch- schnittsertrag höchstens 11000 bis 12 000 Mk. In demselben Maße hat sich der Erlös aus den Gemrindewiesen erhöht, aber dcnmxh werden 200 Prozent Umlagen erhoben. ra. Krofdorf, 24. Juli. Nachdem die Schulen von Krofdorf unb Gleiberg zu einem Gemeinwesen bereinigt sind, zahlt die hiesige Schule.*62 Kinder und zwar 186 Knaben unb 176 Mädchen. Eine Lehrerstelle ist zur Zeit noch unbesetzt Hessen-Nassau. Schweres Eisenbahnunglück auf der Main— Weser-Bahn. Kassel, 25. Juli. (Pnv.-Meldung.) Ein schweres Eisenbahnunglück hat sich heute auf der Main-Weser-Bahn zwischen Kassel und Frankfurt am Main und zwar in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes Guntershausen zugetragen. Wie die Eisenbahudirektion auf Anfrage mitteilt, ist amtlich über das Unglück nur so viel bekannt, daß zwei Güterzüge mit großer Wucht auseinander gestoßen sind und eine Anzahl Wagen zertrümmert wurden. Ob und wieviel Tote ober Verletzte zu beklagen sind, ist hier noch nicht bekannt. Jedenfalls sind beide Gleise ans 4x3-ZUnmerhani m. schön. 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M., 24. Juli. Durch laufende von Flugblättern, von Kommunisten verbreitet, wurde Mittitwch und beute mitgetvilt, daß aut iN.*n Obmann der Lazareitinfassen dko 18. Armeekorps, Ehrislian Pförsich, am Lazarett rin Mordanfchlng verübt sei, inubei er durch einen Schuß in den Unterarm Verletzungen baoongetrn- gen habe und demzufolge dem KraiUenhanse zu- gefülxrt werden muut?. Gleichzeilig imtrbe in ben Flugblättern die Vermuiung aue'siefprvchen, daß man den „Mordgesellen" nicht allzuweit zu iu- d*n bade, da der Ucberfallene bei der Berlxis- tung MiK-ier Ossizieve beteiligt geivesen wäre. — Tie polizeilichen Ermittlungen ergaben nun, daß von einem Mordonschlag abfjlut nicht die Rede fein köime, sondern daß rin persönlicher Unfall in Frage käme. Tem ärztlick^en Befimd nach kann der Sckmß nickst von einer zweiten P r on abgegeben worden fein. Psörfich sollte am Tage nach dem „Mrirdansall" als gesund aus dem Lazarett enllassen werden. Er hätte damit seine „Stellung" als Obmann der Lazarettinsis- sen des 18. A.-K. verloren!! • hl. Hofgeismar, 25. Juli. Eine schwarze Liste bringt das hiesige amtliche Blatt. Wegen H ö ch st p r e i s ü b e r f ch r e i 1 n n g für Ferkel, unbefugten Viehverkaufs, Gel-eimschlachtung, Harnslerbegünstigung. Biehverschiebung ufro. werden Landwirte aus Trendelburg, fiangentljat, Lip- poldsberg, Haueda, Westuffeln, Calden und Obermeiser öffentlich genannt unter Aufzählung der verhängten Strafen. [I Kirchhain, 25. Juli. Tie Berlstmdlnngen wegen Wiederaufnahme der Arbeiten zur O h m - regulierung führten zu keinem Ergebnis, die Arbeiter beharren auf 1,20 Mk. Stimdenlohn. n Laasphe, 25. Juli. Am Mittwoch wurde im Anschluß an einen Umzug der Arbeitersckstist in einer Versammlung beschlossen, bei der Negierung in Arnsberg wegen Mehrbelieferung von Lebensmitteln vorstellig zu werben. Für Obst sollen Höchstpreise fcftgt'egt und den Sommerfrischlern dieselben Anfenthaltsbedingungen wie in Biedenkopf aufertegt werden. Endlich soll dem Fürsten von Wittgenstein auf gegeben werden, die ihm in den 80er Jahren zugestandenen Gerechtsame der Stadt von 1848 zurückzugeben. Turnen. O Alsfeld, 25. Juli. Ter 4. Bezirk des Turugaues Hessen halt fein Be^irkswett ur- neu am 3. August hier ab. Tie Ucbungen sind die gleichen tyie in den anderen Bezirken des Gaues. tzochschulnachrichten. ** Gießener Medizinerschast. Im kleinen Saale des Hotel Einhorn hiett am 24. d. M. Geheimrat Profefsor Tr. Voit einen Vortrag über „Homöopathie". Durch Lehren Browns und Meßmers beeinsiußt, versuchte Samuel Hahnemann in Leipzig (1810—1821) eine neue Heilmethode zu gründen, die Homöopathie, deren Grundprinzip ist, die Krankheit mit Mitteln zu bekämpfen, welche am gesunden Menschen Symptome Hervorrufen, die den zu bekämpfenden ähneln. (Similia similibus curentur.) Hahnemann hat in seinem r,Organon der rationellen Heil kund?" die Prinzipien der Homöopathie niedergelegt. 3jcbe Krankheit ist nach seiner Theorie aus Verstimmungen der geiftigen Lebenskraft gegründet, die Krankheitsursachen find rein dynamsicher Natur und sinnlich unerkennbar. Nur die merklichen Veränderungen, hie Symptome, sind das einzig Erkennbare und Nützliche zur 93eftimmung der Krankheit. Die Behandlung muß in jedem Falle durch individuell angewandte Arznei vorgenommen werden. Die homöopathische Heilkunst entwickelt zu diesem Behufe die rohen Substanzen durch eine eigenartige Behandlung durch Schüttelbewegungen zu wirksamen Medikamenten, selbst solche Substanzen, die im rohen Zustand nicht die geringste Heilkraft im menschlichen Körper zeigen. Zu Jn- sinitesimaldosen verdünnend erhält man verschiedene Potenzen der Arzneikonzentration. Hier zrigen sich die scinsten Abstufungen der Wirkungskraft. Leute wird die Hom-opatbie m wMenüyaftlAchriL Kreisen verworfen, daß sie jeder wisiemck'Mtli'ü Basis entbehrt und von unhaltbaren, falsche« Prämissen ausging. Die große Verbreitung, die dieser Heilmethode seinerzeit zuteil wurde, ist znrückznführcn auf den verrotteten Zustand, in dem fick» die Medizin zu HabnemanuS Zeiten befand. Tic Erfolge der Homöopathie aber mtb ausschließlich zurücksuführen aut die wunder- nnrlenbe Autosuggestion der Patienten, nickt! zum wenigsten auch aui die strenge Tutt, deren 'flcob» afhtung die Habnemannfche Lehre verlangte — Tem interessanten Vortrag folgte ein gcmütii Beisammensein, das durch musikalische unb unter« haltende Beitrage gewürzt wurde. S ch r i s t e n a u ö t a u s ch m i t d e n Universitäten u s w. der alliierten Staa - ten und der Bereinigten Staaten von Nordamerika Der Engere Senat b r Universität Gießen hat einstimmig tnlgeuhrn Beschluß gefaßt: „Djc Ltersendimg ber llniher i- tätsschriften an die vor dem Kriege am A u s - tausch-Verkehr beteiligt gctvesenen Univenl- täten der alliierten Staaten und der Bereinigten Staaten von Nordamerika soll auch nach erfolgtem Friedeusschluß nicht eher beginnen, als bis von der Gegenseite entweder Schnuten im Austausch- Verkehr ringctroffeit oder rin Ersitckien um Wieder-' aufnabmc des Verkehrs ergangen sein wird und die Sicherheit dafür geboten ist, daß uns alle seit 1914 erschienenen Austauschichriften von dec Gegenscüe nachgeliefert werden " Kunft und wiff nschnft. ** Ter Verband der bildenden! Künstler in Hessen hält feine erste Tagun» im September ds. IS. in Tarmstadt ab. Es ist zu erwarten, daß dann auch den Mitgliedern int besetzten (Gebiet die Möglichkeit gciKbcn sein wird, an der Versammlung teilzunehmen.- Da der Verband zum erstenmal eine Bereinigung der bildenden Künstler in dem ganzen Gebiet des l^essisckwn Staates bildet, würde die Mftwirkimg der linksrheinischen Mitglieder bei ben Verhandlungen der ersten Jahresversammlung unerläßlich sein. Vermifcbtc». Amrrikanischc Nicscnschifse * Washington, 24. Juli. >W. B. । Ren« ter. Tas Schiffahrtsarnt teilt mit, daß PlLn» für den Bau von zwei Schiffen beendet finty die bei einer Länge von 1000 F u ß und l>ci einer Geschwindigkeit von 30 Knoten imstande fein werden, den Atlantischen Ozean in vier Tage n zu bur(baueren. Die Schiffe werden im Kriegsfälle als Handelskreuzer vettvendbar fein. Automobilunglück. Nieup 0 rt, 25. Juli. (Wolff.) Havas. Eick £a ft automobil, das 45 Arbeiter beförderte, lief in einen Kanal. Bis zur Stttnde foititknt 12 Leichen geborgen werden * * ,A m eri kani f che S1 ie fe 1 in De u t > ch- land. Berliner Tageszeitunaen veröfsentlick»eni Inserate folgenden Jichatts: Amerikanisck>c H.-r- rcufticfcl, ausgezeichnete Ware, schicke ^Formen, schwarz unb braun, 4,50 Dollar (bei unserer Valuta etwa 54 Mk.) per Paar. Lieferbar 100 000 Paare, beginnend in 14 Tagen usw. Bei 1,50 Dollars ist es aus mit den Sckleichhandelspreiien der Schuhmack;er von 250 bis oOO Mk. pto Paar Stiefel. Die Flut amerikanischer Schnhioaren, bte bald auch von Kopenhagen kommen wird, rotrt» diesen Stiefelsegen noch ergänzen । 11 ■ 1 ■■ ................ » .< AMBI- Dachstein-Maschine für Handbetrieb I arbeitet rasch, sparsam und wverllsslg A o f r ■ t • u a ai \ AMBI, Abt. DK Charlottonbnrg 9 2 eintürtge Kleider- Nchritnkc zu verkauf. 014260 PaaunBtr. 41 Pt. Küchen- Einrichtung neu. Umstände halber zu verkaufen. Zu erfr. t. d. 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Kräsident Fehr moU für die gan; k-üde in Anspruch ils, der Kostenaus hjutan es faum roi r di absolut nett» ilbg. Schiffer cl darauf, erkläre: toiigimg in der Daraus wird die rfinmgat fortgesetz . N Dr. Hra Mmokratie hak chsti Land vordere 'N?r Stunde bei d elsiand sie aus jßti so hart geprü streit um die Omüjken we itbtnW We 1 mtrxm Mt \\ ninzerchmmy mi Ä" der Rechte, Dünnischer Aide Bewegung und bin pW war nicht „i kn" sondern die l ^Mchten {yriei gar noch ein I-Opposition chmaavou auszu Innung ab. Der eine Vergewalr J®» seine Re fotben, unb mi «traben. Ju re tor den ( Honbe und die zwecks Heir« lang. Witwe ohnevrstf nichr ausgeschlois. möglichst mit Bild.oE sofort zurück, au» * Ettern, erbeten uc.’;, an ben Gienen. AM. ■J“’®® »0« »aiotm f«. W- feto Bureauanaestellw : Ende20erJahre, vM geuehm-Aeuhern tvfl» dteBekannlsch.einerB Dante mit etw. Per» Kücl 7 sofort oder zum L ot. 15. August zu mieten gesucht. Schr. Angebote unt.014272 a. d. Gies;. Anz. Gesucht per sofort gut Ml. 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Und jetzt-- Jetzt, wo sie so einsam, so bitter einsam war, jetzt, wo sie gewissermaßen ihr Schicksal m Graf Svendburg gesehen, jetzt uxrr noch eine andere Sehnsucht über lie gekommen, riesengroß, flammend, wie brennendes Feuer. Und wenn auch Ragna Stimben lang am Fenster ihres Zimmers Ki und in die schweigende Mondnacht do ßen starrte unb Jtrrtn und sann, sie wollte nicht weichen, diese Sehnsucht, diese herzerschütternde Qual. „Sie ist wie ein irregewandertes Kind. Um die Stirne trägt sie em Dornengewind Und schluchzt imb siratt." Ragna schloß das Fenster. Schnell warf sie einen warmen Mantel um, zog die Kapuze desselben fest über die blonden Locken, daß nur ein kleiner Teil ihres süßen, blassen Gcsichtchme daraus hervorlugte und schlüpfte hinaus, mußte fessellos von den sie fast crbrilcfenbcn Wänden sein. Draußen, dort zwischen den h-rrlichm Bergen in ihrer hell leuchtenden Pracht mußte sie sich selbst wiederfirldcn. (Fortsetzung folgt) | Kant ^r. Samstag, 26. Zull Wy Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhchen) Zweites Blatt wirtschaftlichen Betrieb eine äußerst günftwje Är* 90ni unbraut^)! t Sonntag abenb in der :hen :r ae- Rodbcimer tztr. z:, r~~ rrb W nphflfiM nH-imn.1'. dH mindestens entspricht. rr.^V an MU ------, I * :ecn zu schlängeln, klar machen, daß er sich l)t!l 01 UM Jfl 2. ns rallt litt. Sann noinn^s^^ Schrillt Ang. uinr an den Kietz. «n> de (!»•)■ junge« bertnf- incö Be- gcvor- Bti-bai' s« •« Eiehen, SelterSivk;! (Satte genügt! icken soll." „Das wirst du nicht tun, Thereie." Tic Stimme des Professors klang ungewöhn- §ait n. loikstM tzbach ;en :c 51. von’ pfti Wn er-verjekt Darlebei M. 85°°'' ‘r ssswj« minißerium im Staats- oder Schuldienst angestellt oder oenoenbet, so hat er ein Amt im Staats- ober Schuldienst zu übernehmen, daß unter Berücksichtigung mzwisckien wahrscheinlich cingetre- tener Besörderung seinem früheren Amte .„„rnifrfh . vollen Augen zur MM«r aus, uno ycwrv muujic Below .iü ein anMudiger Mensch, und Gun-1 ein so allerliebstes Spitzbubengesicht^ daß ihr Groll Dtrümpi retnc wollenes M zu höchste ? “Böhm, die OriftÄchte werden der _____ stoff, Wasserstoff und Sauerstoff, die durch die Pflanzen der Atmosphäre entnommen werden, entzogen, während ihnen durch die Delhi cfren die mineralischen und stickstoffhaltigen Nährstoffe wieder zurückgegeben werden. Ten früheren Anbaueo^ von Oelsaaten dürfte hinlänglich bekannt fein, daß Oelsaat eine vorzüglickst Borfrucht für Wrnter- grtreide ist. Wer die Halmfrüchte rechtzeitig bestellen will, muß für frühzeitige Räumung der Felder sorgen, denn bei früher Aussaat und früher Ernte hat man den Vorteil, daß sich für den land- (Hilft altert* liaitW1®' Sw Md» A öW? M M'iWSj VM tibtigj 'Öoaqnn cj üfWl ÜH'Jtiounn, \11 l Anbau gckrageuer Herm Tamcnklcider,W Uhren, (Sold n. Jakob Ott M°IIeuenBäuel? Elsaß-Lothringer ________ ________. neuen Aula der Universität eine musikalische Unterhaltung statt, zu ber sich einige bekannte Musikliebhaber unserer Stadt, die Herren Geheimer Kirchenrat Krüger, Professor Messer, Professor He>^e, Gesanglehrer Geller und Fabrikant Bock unter gütiger Mitwirkung von Fran Tr. Halder zusammen getan haben. Tas Programm ist ebenso reizvoll wie vornehm. Ten Eingang bildet eiwrS der großen Werke ber romantischen Kcunm.'r- musik, Schumanns wwidervolles Zklavierquar- tett, dessen vier Sätze von gleichmäßig hinrri- ßender Wirkung sind. Ihm steht am Schluß die kleine Nachtmusik von Mozart gegenüber, die die Rokokozeit in ihrer Zierlichkeit und Lieblichkeit vor uns erstehen läßt. Tazwischen kommen Chopin und Mendelsohn zu Gehör, jener mit zwei besonders eindrucksvollen Proben 'einer leidenschaftlichen Klaviermusik, der Fantasie in F-moll und der Ballade in H-moJl, dieser mit dem ^klassisch-schönen Mittelsatz seines Violinkonzerts. Frau Tr. Halder wird die gewaltige „Allmacht" von Schubert twrtragen und an späterer Stelle eine Komposition ihres Vaters, des Herrn Dberregierungsrates Platz unter stimmungsvoller Begleitung von Geige, Cello und Klavier. Ter gute Zweck, das lockende Programm^ und bte Namen, der Mitwirkenden werden sicherlich viele am Sonnttm abend in die Aula fuhren. Ter Vorverkauf findet wie üblich bei Challier statt. ** Tie beim Versorgungsamt 18. Armeekorps, Frankfurt a. M., Theaterplatz 4—6, seither bestehende „A u skunftsstclle für kriegsverletzte Offiziere" bat ihre Tätigkeit nunmehr auf alle Offiziere, Heeresbeamte, Militär anwär ter und Kapitulanten ausgedehnt, bis „Derehrteste Schwiegermama," sagte er lachend" ihr die Hand küssend, „hier hilft kein Widerstreben.' Wir haben gesiegt, aber nur sind grotz- mütig und verzeihen unserer guten Mutter all bie trüben Stunden, die sie uns bereuet hat, nicht wahr, Schatz?" . Gunhild sah strahlerch, btttend, imt tran^i- volkn Augen zur Mutter auf, und Below machte Beratungsstelle für Zivilversor-. gnnff". Zur Erreichung des Zweckes, durch Berufsberatung, Bernfsschanung und Vermittlung geeigneter Stellungen den Porste Hemd aufgeführte« Personen den Ueberacmg in einen Zivilberuf nach Möglichkeit zu erleichtern, steht die Beratungsstelle mit der Auskunftsstelle für Zivilversorgung un Krvgsministerium, dem Reu^arbcitsnachwc ls ftdj Offiziere E V., Berlin, der Zentrallmskunstsftelle der Arbeitsnackiweise Frankfurt a. M. und beut Bund Teutfdjer Militäranwärter in Verbindung^ Beratung findet schriftlich oder mündlich statt; emp» folstcn wrrd persönliche Verspräche nach vorheriger s^istticher Anmeldung. ** In den Schwarz-Weiß-Licht- spielen, SelterHweg 81, kommt ab heute bis einschließlich Montag, 28. Juli, ein großes Dop» pelscyla-gerprogramm. und zwar,,Ter Panzer- sch r a n k N r. 1 3", ein großes Detektivdrama in drei Akten, und „Das bem o oste Ä a up V", eine große Komödie in vier Akten mit dem beliebten Künstler Alwin Neuß in der Hauptrolle zur Aufführung. Landkreis Girheii. ♦* Lich, 24. Juli. Bei der gestern in der Feldscheune der Fürstlichen Gutsverwaltung vom Landwirtschastskammer-Ausschuß für bte Provinz Ober Hessen veran statteten Schafversteige- r u n g, die mit 57 Böcken, 20 Schafen und 20 Mutterlämmern beschickt war, wurden sämtbche Böcke mit Ausnahme von einem abgesetzt. Aus allen Gegenden ber Provinz Ober Hessen und aus den Kreisen Wetzlar, Dillenburg und Marb..rg hatten sich eine ansehnliche Zahl Käufer ein» gefunden. Der Gesamterlös ist 22 600 Mk. Durchschnittlich stellte sich ein Bock der 1. Klasse aus keine Minute zögern, die Vorteile, die sich ihm hiermit ergeben, sich auch in diesem Jahre wieder zu sichern, zumal die diesjährigen Vergünstigungen gegenüber den vorjährigen noch erhöht nrurtrn. Es kann nicht genug empfohlen werden, den Del* fruch! anbau noch bedeutend zu fördern. Dem durch Wirtschaft nur Kohten- fonderS wirksam sein. 9)ie und dauernde Lösung auf ber Grundlage pvlitisck^r Toleranz. Tas Üvm- vvomist bietet uns die Möglichkeit, an eine neue Art Kulturkampf vyrbeizuÜommen. Tie National- v-ersammlung und die Regierung körrnen nach AI> sckKuß des Dersassungstv^rkes ruhigen Herzens vor bat stttch!erstul/l ber GeschickIte treten. Wir sind aus Pflickstgvsühl entsck/ossen, an den Auflau- arbeiten aud> tveiterhin teilzunehmen. Unser Blick ist nid>t nach rückwärts, soitdern noch Vorwärts gerichtet. (Langanhallatder Beifall im Zentrum.) Preuß. Landwirtschaftsminister Braun: Ich habe schon vor Monaten, als die Gefahr eines Landarbeiterstreiks auitauckche. Vorbcrgungsmaß- regeln getroffen, bei denen ich allerdings von der Tatsache aii3gs Pom- merschen Landbundes in der einseitigl'ten Wolle den Herrenstandpunkt vertreten ba^n, ist es zu Streiks gekommen. Dieser Pommersche Landbund ist eine Art Gcheimgesellschast, in jedem Fall rin reaktionäres Gebilde, das von seinen Mitgliedern deutsch- völkisckre Gesinnung verlangt. Redner geht bann des näheren auf den Ausbruch und den Verlauf des Streiks im Kreise Frankfurt ein und schließt: Ich glaube behaupten zu dürfen, wenn bei dem letzt grassierenden Streikfieber von den Millionen Landarbeitern nur einige Tausende in den Streif ein- getreten sind, so ist das in erster Linie der Tätigkell des Landwirtsck« tsministeriumS und feiner Kommissare zu verdanken. Wem, es infolge,des Streiks zu Schäden in Pommern gekommen ist, so tragen daran lediglich diejenigen die Schuld, die seit Wock)en und Monaten systematisch das Zustande- komen der Torisverttäge viertelt l)aben. Der gesunde Sinn der Landarbeiter wird hoffentlich die Provokationen von rechts wie bie kommunistische Hetze von links als Wahilsinn und Verbrechen am Volk ablehnen. (Beifall links.) Die Weitererörterung wird auf 1/>4 Uhr vertagt. i— Schluß x/>2 Uhr. Deutsche Nationalversammlung. 66. Sitzung. Frettag, 25. Jnli. Äm Regierungstilch: Müller, Nvske, Erz- lerger. Präs. Aehrenbach eröffnet die Sitzung um |10 Uhr 2o. Tie Sitzung beginnt mit ber Sc* ra:ung einer ganzen An^hl kleiner Anfragen. Abg. R n e cker t (S«>z.) berichtet über den hu rhätten llcbcrgriff ber ftmizösischen Befatzungs- Hörden in Kehl, welche den Hilfsstaatsanwrlt herber und den Amtsrichter Fritsch, die gegen Lu Recht Sagenten Hompa ein geschritten waren, I-, nhwcren Gefängnis und Gttbsttafen oerur- teilten. — Geb Rat Freilwrr von Welser teilt bRU mit, daß bie Waffensttllsbanbskommission er- s'bmslos Borstcllungen bei der französischen Regierung gemacht habe, die aber fortgesetzt würden. Auf eine Anfrage des Abg. Biener(T. Ntl.) ,jKt bie gewaltige Zahl der Landesverweisungen n,st,r der d.utsck^-aesrinl en Bevölkerung in Elsaß- l-stdttnm'n verweist Geh. Rat von Welser auf je Tätiak' it der vom Reichsministettum des Jn- „m errichteten besonderen Abteilung für aus klsaß-Lvthringen Vertriebene Au» eine Anfrage des Abg. Hermann- ßfcrttembcrg (Dem.) wird regierungsseitig er.vi- rn daß der Plan über die zukünftige Tertil- escknmg in allernächster Zeit vorgelegt werden Aus Hessen. Die Verwaltung dcS Privat- und Kounmmal- waldbesitzcs. Die konslltnirrende Versammlung d«S Verbandes hessischer Waldbesitzer in Frankfurt a. M. am 18 Juli 1919, zu der außer den Pttvattoald- besitzern auch die Vertreter der wald besitzen den hessischen Gemeinen eingclabcn warm, jcigte, daß cs noch nicht genügend in die Oelfentllchkeit gedrungen ist, was bie hessische Regierung in bezug auf die künftige Verwaltung des Privat- und Kom- munalwaldbciitzcs Plant, und welche .Gefahren diesen Besitzkategoricn bei Verwirklichung dieser Absichten drohen. Die Erklärung des Landsorst- melfter3 Weber in der 33. Sitzung der verfassunggebenden Hessischen Volkskammer am 15. Juli gibt darüber Ausschluß. Während die Privattoaldungen 1. Klasse (Besitz ber Standesherren ufro.) bisher von eigenem Personal und bie Pttoatwaldungen 2 Klasse (bäuerlicher Kleinbesitz' von den Besitzern nach eigenem Gutdünken bewirtschaftet mürben, sonst aber nur dem Schutz und ber Aufficht des Staates hinsichtlich ber Robung unterstanben, sollen diese Wal- düngen in Zukunft der staallichen Verwaltung uitterstellt werden, in der Art, daß sie bei einer Neuorganisation der staatlichen Oberförstereien diesen zugeteilt und von ihnen mit staatlichem Unterpersonal bewirtschaftet werden. Die Ueber- nahme ber Privatforstbeamten in den Staatsdienst ist beabsichttgt. Die Komrnnnalwaldlmgen waren bisher bereits den staatlichen Obersöritereicn zugeteilt, sie wurden hild liebt ihn, sie wird ihn heiraten und damtt basta. Tab er hier ist, ist mein Werk, ich depeschierte ihm auf seine Anfrage, ob er kommen dürste, daß er mir als Schwiegersohn willkommen. So, nun korrigiere deinen Mann, ber doch nun einmal nichts zu sagen hat." ,Tic Korrektur besorgt Gunhild," sagte Geert» lachend und kfawntte fröhlich seinen Hut. „Es hilft dir nichts, Mama, du mußt in den sauren Apßck beißciu" Frau Therese sah verstört um sich, aber 'vr^ sie sah, raubte ihr fast die Sprache. Ihr Shnb, ihr so sorglich behütetes, stveng erlogenes Srtnb war die wenigen Stufen ber Veranda hlnav- gestürmt, Delsw entgegen. Frau Therese sah nur noch, vatz Below weit bte Arme ausbreitete, unb Gunhild an seine Brust sank, dann vergingen ihr saft die Sinne. Sie, bas fühlte sie, war frier am Eiüx ihrer Macht. . , _ „Ueberrumpelt," fapte ihr Gatte. „Ja, ia, Theresck-en, es ging nicht anders, wir werden alle fußfällig um Verzeihung bitten, letzt aber feane das neugebackene Brautpaar, unb ich nnlt uns eine Derlobungsliowle bestelleti." Frau Lorenzen rührte sich nicht, und als letzt Below, Gwihild am Arm, aus der Veranda erschien, hätte sie diesen Menschen am liebsten ge- ^Wahrhaftig/' sagte sie, WÜV <|i anders sollte auch so , Ngr....... vergessen ist. Die diesjährigen Preise haben gegenüber den öoriäfrrigen eine irrteirtlühe Er- böhmig erfahren. So z. B. haben sich bte Preise ür 100 Kg Raps auf 115,— Mk (85,— Mk hn Vorjahre), für Äiolm aus 125.— Mk. (115,— Mk. im Vorjahre,, für Rübsen auf 110,— Mk. (83,— Mark i. B.), für Dotter auf 90,— Mk. (74,— Mk. i. V.), für Sens auf 90,— Mk. (74 — Mk t B.), ür Hederich auf 70,— Mk. erhöht. Durch den Anbau von Oelftüchten ist jedem Anbauer wieder die Möglichleit zur Herstellung ober zum Bezüge von Oel zur Versorgung der eigenen Hauswirtschaft gegeben, ein Umftanb, der doch sehr willlvmmen ift. Auch bie Lieferung von ©tief ft off tritt ebaw falls wieder in Ava st und zwar sollrti für jedes! Hektar angebaute Oelfrucht 80 Kg. sck^weselsaurts Ammoniak zur Lieferung gelangen. Ganz bcson-, ders möchten wir die Landwirte auf den gesetzliche» Anspruch aus Slüdgabc von 40 Kg. Oelkuchen für je 100 Kg. abgelieferte Saat frinnxikn. Es wird jedoch, angeftrebt, diese DeraünstiMng auf 50 Kg. zu erhöhen. Tie Landwirtschaftslanuner für Hoffen bi Tarmstadt, Allee 6, ist bereit, jede lveiteve gewünschte Auskunft zu erteilen. ♦* Konze r t. Zum Besten der vertriebenen >lhk!l 8711 IMMIN, BC ihen n Frau zmiihlge che»: d Do»>e / a Auf eilte Anfrage des Abg. N i tz s ch k e (Dem.), gt ber daraus hingennesen wird, daß in -wachsen ein Uebergangsgesctz für das Volksschulwesen an- •mommen ivarben setz das in Widerspruch stehe den Beschlüssen bc5 Verfassung^usschuffes der ^Nonalversammlung, erwidert Freil)err von Wel- das Gesetz (ei in Sachsen noch nicht verkündet die Verfassung noch nicht verabschiedet. Sollte SUimM ^»^0USfMen'f0 9C,k o « . , Auf eine weitere Anfrage wird erklärt, baß c. um Zustimmung ber Versammlung Abg Schn l z-Bromberg (D.-N ): Ich habe fc*n diesen Arbeitsplan nichts einzuweirden, bis vis den Vorschlag Mitte August nach Berlin zu A«s Stadt und Land. Gießen, den 26. Juli 1919. *• Boit ber LanbeS-Universität. Zn der Mitteilung über bie Vorlesungen von allgemeinem Interesse, die im Wintersemester 1919/20 an der hiesigen Universität gehalten w?c- ben, sei bemerkt, daß die von Pros. Dr. S ch i a n zu hallende dnüünbtae BorlesMrg nicht die Kirchenordnung behandeln wird; ihr Thema heißt: „Tie deutschen evangelischen Kirchen der Gegenwart." ** Ttt OeTJaatanban. Der Reichsausschuß für pflanzliche unb tierische Otte und Fette erläßt wieder, wie im Vorjahre, in den fcmtSrnrt* schafUicben Fachblättern unb Tageszeitungen einen Aufruf, um ber brofrenben ^iittcmot zu steuern. Derjenige, der dem vorjäl-rigen Ruse zum Anbau von Oelfrüchiteli Fvlge geleistet hat, wird jedoch durch von den Kommunen angestellte Forstwirte beschützt. Da die dteuoraanisation die Bildung normaler Forstwarteien schassen wird, wird ein Teil der Kommunaliorstwarte stellenlos werden. Die Holzverwertung in den Kommunal Waldungen, bisher m der Hand der Gemeinden, ivird in Zukunft den Ooersörstcreien »ugewiefen werden. Dian hofft aus diese Art die Erträge zu steigern und die Kosten oermuideru zu können. • ** Mißverständnis oder —? Das Hessische Staatsministrrium teilt uns unter dieser Ueberschrift mit: Durch die Zeitungen läuft eine Ik. gezeichnete Korrespondenz, die sich u. a. mit dem in der letzten Woche von der Volkskammer beschlossenen Minifter Pensionierungsg-esetz beschäftigt, aber von dem Inhalt des Gesetzes eine durch- aus falsche Tarl'tellung gibt. So ist zum Beispiel in dem Artikel zu lesen: „Nehmeii wir einmal an, einer der früheren Parteisekretäre, die jetzt auf der Regierung-Lank sitzen, würde detnnächst in seinen alten Berus »uTÜrftretm, so bekäme er 6000 bzw. 7500 Mk. Ruhegehalt für sein ganzes Leben. Dazu noch ein Zioileinkommeu, das ist gewiß eine schöne Sache." So „schön" ist die Sache nun nicht. Das Gesetz bestimmt ausdrücklich, daß an der Pension stets das Linlommen in Abzug zu bringen ist, das der verabschiedete Minister entweder „infolge anderweitiger Anstellung oder Berwendung im Staate« ober Schuldienste oder sonstiger beruflicher Tötigkett bezieht". Die lß.-Korrespondenz soll im Parteiburoau ber Deutsck?en Bollspartei versaßt werden. Wtt wollen zunächst annehmen, daß es sich für die aus dieser Korrespondenz oben iliierten beiden Sätze bei dem Verfasser um ein Mißverständnis handelt, roenn auch die gesuchte Form dieser Satze einet Rückschluß aus gewisse Absichten wohl gestatten würde. Um für die Folge solche „Mißverständnisse" auszuschließen, geben wir frier den Wortlaut der bezugiichen Beschlüsse der Volkskammer wieder: 1. Aus bie Mitglieder des Gesamtministeriums finden die gesetztick)en und sonstigem Bestimmungen Anwendung, die frinsichtlich der Fürsorge für die Staatsbeamten, namentlich auch in lx'.ug auf die Ruhegehattsverhaltnisse, die Un» sallfürsorge, die Hinterbliebencnversorgung — Sterbegcl)alt, Witwen- und Waisengeld —, bestehen 2. Das Ruhegehalt soll mindestens 50 armt Hundert des Gehalts betragen. Der Anspruch aus Ruhegehalt entsteht nach einer Amtsbauer von mindestens 6 Moitaten. 3. Der Anspruch au Rulxgchalt tritt bei begründetem Ausscheiden mis dem Amte ein. Es rufrt bi ber Höhe des Ein- U-mmens, das der Ruhegehaltsberechtigte infolge anbenveiter Anstellung oder Verwendung im Staats- öfter Schuldienste oder sonstiger beruflicher Tätigkeit bezieht. War der Rul,egel)altsberechtigte unmittelbar vor seinem Eintritt in das Gesamt- F-rau Therese kam nicht weiter, sie fanf er- stzörft auf einen Stuhl und schnappte nach Lust. I Gunhilds Lippen aber entfuhr ein entzücktes und sie lehnte ihr Köpfchen schmeichelnd it bittendem Ausdruck an Papas Brust. Das gab Fvau Therese ihre freute schon öfter Schwanken geratene Energie zurück ™ " r--"- sic, „es ist der Below — ,t |V1„x. w—, w eine greuliche Unver- ■Mmtfreit haben, uns bis hierher zu folgen. Also iitiiim bist du heute wie ausgewechselt," fuhr sie ihre Tochter an, „darum sitzt du den ganzen , pnrfjß Hilf schon mit so glanzenden Augen da und bift, ßflß . 1.1 M müßten dir die Sterne vom Himmel tu den » « Ä«oß fallen: darum redest du kein Wort und N gar nicht, wenn andere was fagen? Aber ’feff ft sage ich dir, Gunhild, dieses Mal überlistet Ür mich nicht. Der Kerl muß fort, das fehlte r-r< hier so'n Anhängsel, so ein immer,väh r en- ® Anhängsel zu finden. Ich .rill ihm gleich, p ie er die Frechheit hat, sich hier an uns wie Bitter an der Sonne schmolz, aber so schnell gab sie sich doch nicht gefangen, obwohl sie sich telbst sagte, daß bei ber Ausdauer Delows eigentlich gar nichts zu machen war. Sie lehnte also die ihr zugebachte Umarmung des Brautpaare- ab und sagte giftig: „Wiflen Sie, junger Mmm, ich bttvundere Ihren Mut. Was berechtigt Sie denn eigentlich, um meine Tochter zu werben? Ihr Referenda r- titel?" „Nee," sagte Below lachend. „Na, 'was berat sonst? Was haben Sie beim?" ,J>aben? Hier dieser Regenschirm ist gegenwärtig mein einziges Besitztum, aber sonst bin ich noch ein ehrlicher Kerl, der das Herz auf dem rechten Fleck hat, ber arbeiten kann, um die Frau, die er liebt, auch einmal zu ernähren. Bis dahin müssen Sie sich schon an diesem Regenschirm genügen lassen." Es war alles scherzhaft, was er sagte, und doch sprach ein so tiefer, ehrlicher Wille, ein so ernstes Gefühl aus seinen Worten, daß Frau Therese nicht anders konnte, als ihm die Hand zu reichen. „Wenn ihr es berat beide unter dem einen Regenschirm versuchen wollt, meinetwegen," sagte sie grob, aber es bebte doch wie Rührung in ihrer Stimme, und als Gunhilde sich ihr nun aufschluchzend in bie Arme warf, da küßte sie ifri Kind tief bewegt mit heißem Segenswunsch auf die reine Stirn. Below aber spannte den Regenschirm auf und sang, daß es weithin schallte: „Herzliebchen mein unterm Regenschirm." Das war die Verlobung, die der alte Professor Lorensen nie vergessen konnte, berat das fril ich doch gleich sterben, wenn dreier ttcrl oa, tr so siegesbewußt hier beraufkraxelt, nuht der handliche Below ist, dieser Hungerleider — ttt Ögerei . 3u Ms- 1 iw» bin». ilcbcn r das Ulfen- Befiel t. -;.J । He siedeln. .. Präsident Fehrenbach: Wir können nicht »Kmals für bte ganze Winterfaison das Theater- frtöube in Anspruch nehmen. Ich bitte zu de- kitten, der Kostenaufwand in Weimar ist derart, kB inan es kaum wird verantworten töraten, län> grt als absolut notwendig in Weimar zu bleiben Avg. Schiffer (Dem.): Wine Fraktion fegt Perl barauf, erklären zu lassen, daß äußerste Be- , felamigung in der Uebersiedclung nollvettdtg tst. Darauf ttnrb bie Besprechung ber Regierungs- rCI831* -llärungen fortgesetzt. 3n tlem. $orf tei Abg Dr. Brauns (Ztr.): Zentrum und od. Umgegend tar ^nialbemofratie haben ihre Koalitton nicht von Veuten für W l°tt«er Hand vorbereitet. Plötzlich und in denkbar «n M M sj^ster Stunde des Vaterlandes unb ohne Zu- SÜSffÜA dm entstand sie auS PslichtgefÜbl gegenüber dem SwaiWli dm als so fr-art geprüften Voll. Ausgetragen kann ühulda Streit um die Friedensfraae erst bet ben LuS °Bblr5/ , «ckchstagSwahlen werden. Ohne S^taldemokrotte ÄM'x ' jedenfalls Hute ferne Regierung denkbar Das tmte’moti glaubte sich ber Verantwortung für bie "" fteundl Aufnür^js„^zeichnung nicht entziehen ^u können. Tas gute SeßlhfliM*- chM" ber Rechten war ein „Nein des Affektes' . Vanbroirt. W-- i-t^nnischer Widerspruch rechts, lang aiifrnlteiibe kcwegung und burchrinanberwogende Zurufe.) Tie Uvnnthpkenoli klaoe war nicht „diesem ober einem belferen Fric- nypUillCMuu r ,5 ^uberu bic war „wann schließen wir an . fd)lc(J)teTI Ftteden, fetzt ober später, unb xA-A- gar noch einen schlechteren?" Man spricht h ber Opposition den Jasaaern, wie man sich »schmackvoll auszudrücken pflegt, die. nationale tz'sinnung ab. Der Frieden selbst ist cm unrecht imb eine Vergewaltigung, und wir werden nicht mshören, seine Revision auf friedlichem Wege , förbem und mit allen Mitteln nackidrückltch i betreiben. Jn unserer auswärtigen Pollttk ilffen wir den Schutz des Deutschtums im aslanbc und bie Gewinramg unserer beutlet)- inreichischen Brüder betreiben. Wir er- Wen Einspruch gegen die Trennung des krtfefren Südtirols von Oesterrrtch. Von ; «serer christlich - religiösen Ueberaeugung aud Jaurteüen wir alle Bestrebungen, Ferndichaft Rtnüber anderen Völkern zu prcdtten. Tie alte mnd vom Erbfeinde darf rackst wieder aufleben. SaHS? h ganz besonders notwendig halten wir auch di. I tütfrt, cheu kann, ;esuchi. nonatl ule Le- ,die aus ceflefu l b. 29., «s L d. bterti, Ib.oneoi üöruitö •i älte- tSohttl ja it Starnmg unseres rtrveirsivrurns. uiqei Don>e inficht wird die Besserung unserer Ernährung be» MlkS "" " — SZA IXagn« Svcndburg. ^ioriju^^ ' * Uujman von Anny Wothe. Slier«'gSe (Nachdruck verboten.) Fortsetzung 20. TatW „Menschen ja, aber was für Mensen! Da srt "der snn Mkll W* doch gleich sterben, wenn dreier Knl oa, E^L aus^ - - - ' — Verschieden Kaufmoi Vielgereist, sucht ür Kapital au gultn schält zu btltik evtl, zn überucb- $tfiM27, 3 Stimmen waren ungültig ober zer- men. Ortsgrui den war. war tn nach des Marmepersonals sei 180 (XX) Morm gega' ut» a/iutBieytti-uiiu*» |vi iov vw luiuiih yay । । ___ 407 000 Mann zur Zeit des WaffenstillstM 'Emgfihluna 81 Kriegsschiffe und 110 Hrlfsschiffe seien sttztt 1 Bau, gegen 302 Kriegs- und 806 Hilfsschifst W ff * 81 Bau, mals. ctoti Die rrommunalwahlen. sich den Behördliche Anzeigen Felienkeller". 8718 Frosch. 8426c GerichtsvvLlzietzer, Pboch'tt. 7II, . 3693 O ber- eordnete Verantwortlich für Politik: I. V.: Dr. Reinhold Zenz. Bei b»'s- im Hotel Grv Mgv Wrauensmäi r«gei 1. Kreis« und 2, Beffchiedm Deichcr Besuch ti ’Cä Freiensteinau, wieder rm Gipfel des Bezirks ad- gehalten wurden. Der enrzige im Mittelpunkt gelegene Platz wäre Nieder-Movs gewesen, aber auch er ist wegen seiner ungünstigen Lage nicht geeignet. Späterhin interessierte sich der Landtagsabgeordnete Weidner nochmals für eine Kirchliche Nachrichten. Gottesdienst am Sonntag, 27. Juli (6. Trinitatis). Evangelische Gemeinde. smderi L die Hai, ^Ersatzwar,) M kte. fit#»«* ? Neuapostolische Gemeinde Gottesdienste: Sonntag nachmittag 3»/, Uhr 7905 Mittwoch abend 8'/, Uhr. Achtung! Weisskraut, Wirsing, Einmach- u. Salatgurken,Zwiebeln u.Karotten eingetroffen. Verkauf Montag von 8 Ubr an am gewesen, als daß man die Arbeit daran hätte e» stellen können, oder sie seien Ersatz für Verluste. Ter Führer der liberalen Oppvsiti Sir Donald Maclean, sai bewiesen, daß die britisch Weltverhältnissen anpasse. Zuschlags frist 3 Wochen. Gießen, den 14. Juli 1919. Hessische Kulturmspektion Giehen. H. Steinbach, Baurat. dattonsmaßnahmen zusichern. Eine solche Z» sicherung würde zahlreichen Personen der minfo bemittelten Klafft die beruhigende Aussicht » öffnen, baß sie zum Mindesten diejenigen IN gen stände, deren sie besonders dringend bebb fen, oder an denen sie besonders hängen, in n&W Zeit zuruckerhalten. Verhaftung Wollenbergs. Berlin, 25. Juli. (WTB.) Einer Patrouille gelang es, ans der Ftted-richstva Leutnant der Reserve und Student der Erich Wollenberg zu verhaften, der aß maliger Führer der Infanterie der Ffoten und Kommandant von Dachau bei München W brieflich verfolgt wurde. Englands Flotte. Lvndvn, 25. Juli. (Wolff.) Reuter, ll terhaus. Bei der (Einbringung des Mar/« etat s im Betrage von 60 Millionen Pfund fing tagte Walter Sang, die gegenwärtige S Büchertisch. — Selma Sager löt, Das heilige Leben. Roman. Deutsch von Pauline Klaiber- Gottschau. 1.—15. Auslage. Preis geheftet 6 Mk., geb. 9 Mk. 3)erlag von Albert Langen in München. Letzte Nachrichten. Drahtlose Verbindung Nauen—Amerika. Washington, 26. Juli. (WTB.) Reuter. Die unzensurierte drahtlose Verbindung mit Nauen ist tarn 24. Juli eröffnet worden. Eine Anzahl von GesckKftstelegvammen wurde übermittelt. Amsterdam, 26. Juli. (WTB.) Tas Pvessebureau Radio meldet aus Washington, daß die.Zensur für Kabelmeldungen aufgehoben ist. Mattno italienischer Botschafter in Berlin. Berlin, 26. Juli. Wie das „Berliner Tageblatt" meldet, gelst der Generalsekretär des Ministeriums des Aeußeren de Mattno als italienischer Boffchafter nach Berlin. Der Streik der Siemensarbeiter. Berlin, 26. Juli. Wegen des Streiks der Siemensarbeiter hat sich der Reichsarbeitsminister um eine Verständigung bemüht, doch bisher ohne Erfolg. Man hofft dagegen, wie die „Boss«, Ztg." schreibt, daß ine Verlnrndlungen, bie heute vormittag zwischen den Bertretern der Arbeiterschaft imb der Leitung statt finden, erfolgreich sein werben. Tie Zahl der Ausständigen betrug gestern abend 30 000. Auch bei den anderen, Werken, wie Bergmann Bvrsigh usw. wallen die Arbeiter in einen Sympathiestreik eintreten. Die Entscheidung darüber dürfte aber erst in geheimen Abstimmungen heute vormittag erfolgen. Ausstand der Telegraphenarbeiter. Berlin, 26. Juli. Wie die Blätter melden, sind die Telegraplienarbeiter wegen der Aussperrungen in den Ausstand getreten. Fortbestand der Leder-Zwangswirtschaft. Berlin, 26. Juli. (WTB.) Die Leder- Zwangswrttscl-aft ist noch nicht aufgehoben. Tie von verschiedenen Zeitungen gebrachte Meldung, daß die LÄ>er-Zwmrgswirtschaft aufgehoben fei, ist kunzutreffend. Wie uns von amtlicher Sette mttgttefft totrb, ist durch tat zu dieser Frage veröffentlichten Beschluß des Vvlkswittschaftltchen Ausschusses der Nattonalversammlung eine Aenderunig der RechtÄage biSta nicht eingetreten. Sämtliche Beschlagnahme- und HöMtprttsvorschrtften für Häute, Felle und Leder sowie die Verteilungs- Vorschriften sind vielmehr solange in Kraft, bis sie £on einer entsprechentat Verordnung aufgehoben werden. Freigabe von Gummi. Weimar, 25. Juli. (WTB.) Ter Ausschuß der NationaD)erscrmmluil.g für Volkswirtschaft nahm einen Antrag Dr. Hugo an, dem zufolge die Einfuhr von Rohgummi, Halbfabttkaten fttt Gummi- mdustrie sowie die Ausfuhr von GmmnifabriLaten freizugeben unb die Beschlagnahme von RohMmmij aufzuheben ist. • Die Wicderaufrichwng der Zollgrenze. Berlin, 25. Juli. (WTB.) Die interalliierte .WaffenstDslandsfommission in, Köln hat der deutschen trf Düsseldorf gestern eine Note des Marschalls Fvch übersandt des Inhaltes, daß bie deutschen Zollbehörden im befefeten Gebiet durch die interalliterte Rheinlandkommffsvon angewiesen worden sind, die Vorzugszölle auf aus alliierten Ländern erngeführten Waren hu erheben. Diese Anweisung bedeutet eine offizulle Anertennuna unserer alten Zollgrenze gegenüber Belgien und Frankreich und beseitigt auch in dieser Beziehung die unterschiedlich^ Behandlung zwischen deutschen besetzten und unbesetzten Gebieten. Eine Lustschiffahttskommisslon für Deutschland. Amsterdam, 26. Juli. (WTB.) Laut Preffelnrreau Radio beabsichttgt das briiische Ministerium 'für Luftschiffahtt, eine Mission noch Deutschland -u entsenden, die dafür sorgen soll, daß, die die Luftschiffahtt betreffenden Besttm- mim'gen des FttetarsvettrageS von der deutschen Regierurrg vorschttftsmäßig durchgefühtt werden. Das deutsche Privateigentum im Auslande. Berlin, 25. Juli. (WTB.) Die deuttche Regierung hat gestern in Bersailles folgende Note überreichen lassen: • Unter den zahlreichen Deutschen, bie sich vor Hain, nelche jetzt zum Amtsbezitt Ortenberg gehören, eingeteilt werden sollten. Aber auch diese Bemubungen waren ohne Erfolg. Der Plan war zwar richtig, es sand ftch aber niemand, die Kosten für bie zu errichtenden Gebäude zu tragen. Jetzt besteht gar kein allgemeines Interesse mehr dafür. Wenn Gedern einen Amtsgerichtssitz erhält, so träte man damit einverstanden, da Gedern ja, nie verlautet, in weitgehender Weise in diesem Fockl entgegenkommen will. Die Nachrichten-KoM Reichsw.--Jnf.-Rgt. 86 stellt noch Fernsprechei und Blinket (Ortigr? Pollvri «am Timstqa b y; In der Stadtkirche. 8: Zugl. Christenl. f. b. Neukonfirnttetten a. b. MatthäusgLmeinde^ Mr. Mahr. — 9^/,: Pfr.-Aff. Schaefer. — 11: Kinderk. f. b. MarkuSgemeinde. Pft.-Ass. Schaefer. — In bet Johanneskirche. 8: Zugleich Christenl. s. b. Neu konftrntterten a. d. Lukasge- meinbe. Pft. Bechtolsheimer. — 91/»: Pf. Ausfeld. — 11: Kinberkirche f. b. Johannesgemeinde. Pfr. Ausfelb. — Kir chberg. Sonntag den 27. Juli: Vorm. 10 Ubr; 11 Uhr: Christa!, f. b. wttbl. Jugend. — Mainzlar. Sonntag, dm 27. Juli: Nachm. V/i Uhr. - Katholische Gemeinde. Satotztag, 26. Juli. Nachm. 5 Uhr unb abenbs 8 Uhr: Gelegenh. z. hl. Beichte. — Sonntag, 27. Juli. Vorm. 6V? Uhr: Gelegenh. z. hl. Beichte; 7: Hl. Messe; 8: Austeilung d. hl. Kommunion; 9: Hochamt m. Pred.; 11: Hl. Messe m. Predigt; nachm. 2 Uhr: Christenl«, darauf Andacht. — Freitag, 1. Aua., 6Vs Uhr: Segensmeffe. — Diaspora- Gottesdienst am 27. Juli: Grünberg 9Vs Uhr; Hungen 9V2 Uhr; Lich ll/3 Uhr. Stimmen $um Beigeordneten Aetoähtt, der bis- hettge Beigeordnete H. Zinn erhrelt nur 183 Stimmen. — In Crainfeld wurde der bishenge Beigoordnete Rehberger mit 180 Stimmen wiedergewählt. Der Gegenkandidat Schmalbach erhielt 60 Stimmen. — In Heblos wurden der bisherige Bürgermeister und der bisherige Beigeordnete Wiedergewachilt. — In Hvpfmanns- feld, too sämtliche Gemeindewahlen in einer Ern- ftfnnnigfeit verliefen, tote sie der Ott noch nicht eriebt, wurde H. Winterhalter zum Bürgermeister^ H. G r c b zum Beigeottmeta gewählt. — In Eichel Hain wurde Bürgermeister S ch a a f zum viertenmal totebergeroälrlt. Nachdem Vater unb Großvater das Bürgermeisteramt schon be* Heibet, steht er selbst nun bereits 27 Jahre an der Spitze der Gemeinde. ** Burkhardsfelden, 25. Juli, der Beigeordnetenwahl wurde der hettge Beigeordnete Chr. Damm fast einstimmig wiedergewählt; nur eine Stimme entfiel auf unsere Kmnkenfckwester Elisabeths Alt. e. ÄusdemKreiseSckotten,24. Juli. Die bisherigen Bürgermeister Wilhelm Schien- ninginFelbkrücken, Konr. H o f m a nn VI. Wittert ** S teinheito, 20. Infi. Zur Richtigstellung einer Notiz vorn 18. Juli schreibt man uns, daß bei den Gemeindetoahlen in Steinheim keine rein sozialdemokrattschen Listen gewählt würben, sondern eine Liste fozialdentelcker Arbeiter unb Bauern.. Ter Sozialbemokrattsche Wahlvereirii zahlt 43 Mttglieder, die fast alle Krregsteilnehmm waren. Zu ihren Mitgliedern gehött weder der Bürgermeister noch der Beigeordnete. O Vorn Vogelsberg e, 25. Juli. IN Herbstein sand am (Sonntag die Beigevrb- netenftichtoahl statt. Gewählt würbe Gc- memberat Kübel mit 387 Stimmen, während auf tat GegenLrndidaten Kaufmann Lemberger 315 Stimmen entfielen. In der Haupttoahl standen Eine große Wellblech- Autogamge sehr gut erhalten vretsrvert abzugeben. 8705 Wilhelm Block & Co., Marburg (Lahn). Bekanntmachung Die Sprechstunden des MteteinigungS- unb Wohnungsamts werden auf vormittags von 10 bis 12 Uhr festgesetzt. Gießen, den 22. Juli 1919. 8578V Ter Oberbürgermeister (Stadt. Wohnungsamt). iwhÄ ?be Statt Kart«,! Mfikalische ¥ Marie Gekhler Anna Geißler Abendunterhaltung r ] jnm Vesten der vertriebenen Llsah-Lothringer - Heinrich Fey Wilhelm Görlach »TftaM. t» >H 1M9. Verlobte Cberftabi tL^erhestaH, 3*R 1W9 M4417 Lol« iM >n 1^19. S72*e Statt harten' Metzen, im Jufi 1919. Statt Karte»! 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