Nr. 72 Ter Lietzener U«zri-«r erfcfrint täglich, außer Eonntaq«. - Beilaaen: ÄteteaerScmilkcblätter; Kttsble« flfif den Kreis ' Bezugspreis: nwnatl.'Bi 1.1.35, üiertet- jäbdirt) Atk. 4.05, durch Abbole- il Zweigstellen ntonatl Mk. 1.25 durch diePostMt. 4.05 viertel- KauW Bestestq. prech - Anschliiste: für die Sd)tiftleuunqll2 ^erlfin,(»e|cbäftsfte(le51 Anschrift für Drablnach- ntbten: Anzeiger Sietzen. Mittwoch, 26. März 1919 Erstes Blatt ünusyme Den tinzeigei f. bu iaqeennmmet viS aum Jlndimtuaq vorder ohnejedeBerbuidstchkett Scilenptcife: für örtliche Anzeigen 25 M.,kür auswärtige 30 Pi., für Reklamen yir.l.-nebft2Ouoleue- runaSzni nlag;Platzvor» fdtoit 20 H Au'fchlag. Lauotichri'llester: Aug. niat bekanntlich bei einem Abschiedsessen, das ihm zu Ehren in Polen gegeben murix, eine scharfe deutschfeindliche 3la< gehalten. ReiclBminister Erzberger erklärte demgegenüber einem Vertre er der „Tonischen All- gmninen Zeitung": Auf Grund am :i.jen Materials must ich gegenüber Routens so, i stellen: ^>m Bezirk Bromberg wird von den Polen bei der Einführung des Polnisäien als Unterrichtssfracfr tn der Schule gegen die Lehrerschaft in unerhörter Weise vorgegangcn. Tie Siebter wurden abgesetzt, ihnen die Gelöst.öbczüge vorenthalten. Andere wurden unter Hohn und Spott ihrer Schüler- füsaft aus ihren Tiensdorien verjagt, d^ aus dem Kriegsdienst Hciinfehrendm wurden zur Unter» rictxtsaufnahme nicht zugelassen, aiiderr wurden mit dem Tode bedroh, in erngen Fällen wuwe in die Wohnung der Lehrer ges.lassen. Ein katlw- lisii-er Lehrer im Kreise Hefrnsalza wurde er- sclwssen. Tie deutsche Bevölkerung wird in der unerhörtesten Weise terrorisiert. So die unbestrittenen Tatsacfrn. Auf Botschafter Noulens sackt die alleinige Verantwortung für die Folgen, die aus seiner auspeitsclienden volksverhetzenoew Rede ertvachsen müssen. Sck>on seine Begrüßungsrede ivar eine politische Taktlosigkeit gegenüber Deutschland, verschärft durch den Umstand, daß sie aus deutschem Boden gelullten wurde. Die Abscfretoredc stellt aber den Höbe nun kl poliMiher Anmastm'.g dar; das deuiscfr Volk lchzi sich dadurch nicht beirren, den Weg des Rechts wettet zu gehen. Die Behandlung der Kriegsgefangenen. Berlin, 25. MLrz. (WTB.) Eine zuverlässige spaniscfr Quelle frridret, datz m Madiid aus Fernando Po eine Bittschrift von 11 ^..Kameruner Häuptlingen ema-gangcn ilt, m welcher diese aucki immens ihrer lfr-ws «N«i den König tnui Spanien bitten, furbtt RErbe Kameruns M Teutschland ci.qutrtiat, 3« der Bittlich ist. Berlin, 25. Matz. Graf Bernstorff teilte bei der Etösfmmg ber Tnthgm Besprechung in der Gesckäfts^lle des Auswatt men Amts sur die Fricdensverhandlungen mit, ton me rcin ö- lichen Regie run gen das Ersuchen .gestellt haben, eine Kommission non sechs deutschen Finanzsachverständigen nack Paris -u senden. Diese Demarche sei als Beginn der Friedensvethandlungen onzusehen. Die pariser Konferenzen. Amsterdam, 25. Matz. tWTB) Dem „Allgemeen Handelsblad" wird aus Paris gemeldet, daß bte Premierminister der Großmächte fr- schlossen haben, über die Beratung.'nder Kvm- iimssionen, die sich mit den Territoiialfragen be- fassen, keine Einzelhei ten me h^n ver öffentlichen, bis die gesamte Atbett Abslecku g der neuen Grenzen erledigt ist. Man holst, aui c-rese Weise zu verhindern, datz der Femd bw Abi ick ten der Alliierten vorher erfahrt, und dut nötigen Gegenmaßregeln ergreift, umihrePlänerudnrch^ kreuzen. Zugleich will man damit Vorbeugen, sollten m den frateren Bha'^n der^, sprechungen irgendwelche Blenderungen vorgenom- mcn werden müssen. Paris, 21. März. (WTB.) Havas. Bor der Nachmittagssitzung traten die Führer der^ Delegationen, Wilson, Lloyd Gmrge, Clemenceau und Orlando zu einer Besprechuna zwammem Der Konfereuzausschust frsckäfttgte fick nicht mit.dm militärischen Kons, quenzen der bol,chewisttch.n Umwälzung in Ungarn. Haag, 25. März. Aus Varis wird gento- det daß der Zeh n m än ne r r at von nun an lediglich als äne Art von Oberstem K-re^rat sich mit der Schlichtung von militärischen F.agm zu beschäftigen haben werde Die tcnz selber werde von ernem klemen Ausschutz. o sich aus Wilson, Glemenceau Lloyd zu p o r a e und Orlando zummmensetze, geleitet. werden? Japan habe darin nicht v-ttretoi sem Kvmg von wollen. Die Maßnahme sei deshalb getroffen wor-' nuts M . folgendes: Ta? deutsche Nativ naive rmö gen le- (aitfc sich auf 310 Milliarden Mar k Bor hem Kriege batte Deutschland an ausländischen Werten erneu Besitz von 25 Milliarden. uly-v scheu, türkischen, bulgarischen und büermdrJdp Düpiere hätten feinen bedeutenden Wert mehr. Auck) die Titel der amttvlischen Unternehmungen «md der Bagtodtohn seien stark entwertet. Tie amerikanisäLN Titel mußten dazu dumen, den größten Teil der im .Kriege bestellten Cnckulwen Ak be-a^en, to rm Kriegt der iältliche Uebcrscknß der Einfult ub-cr bte Ausftrfr sich aus frer Milliarden bclurten tobe. Auf freie Weise feten 16 Milliard ansländisck-er Werte lälvrlich ms Ausland gegangen Be.ü stick des Wertes der deutsckLN Arbeit erklärte Helfferich, daß dieser etwas gtnnrpn sei als die gesamten Einnahmen. die.'ich ans 40bis 43 Milliarden lährftd) Mauren. Pyn dieser Summe müßten die Ausgaben für den Unterhalt der Bevölkerung und das Budget des Staates und der Gemeinden abgezogen werden, worauf etwa acht Milliarden als Rest der jäbrlick>en Ersparnisse Deutschlands verbleiben würden. Helfferich wiederholte zum Schluß daß Deutschland keine nennens".trte Kriegscntschadi- mmq bezahlen könne. Es gäbe nur cme Losung, nämlich die, daß die Mächte unter Berüchichttg'mg ihrer Verluste und ihres Vermögens eine gemmi- famc Masse bilden imb das Prmziv der gegenseitigen Unterstützung amveitben würden. Wir werden bald erfahren, was die Entente in diesem wichtigsten Punkt von uns verlangt ii nb ob überhaupt eine Diskussion mög- Berlin, 25. März. (WTB.i Der deutsche Vertreter in S p a übeckandv: der alliierten Unterkommission sür Kriegsgefangene eine Note über die traurige Lage unserer Krie gsge- fan genen, in welcher erneut aus bieie hingewiesen mtd um schleunige Abhilfe ersucht wird. Aus den Berichteii der Schweizer Vertreter ergibt sich folgendes: Das neue Ossstzierslager im partementsg.fängnis in Carcassonneift volng unfertig. Ein Krankenhaus und Oefeu sehlen: die in Aussicht gestellte Zahl der letzteren ist so gering, daß nur ein Teil der Räume s l-eizt wetten kann. Zahnärztlittre Pflege und BL'er fehlen. Singen ttt verboten. Die den Offizü-ren bei dem letzten Be- "udre der Schweizer Vc'rtreter gemachten Versprc- chmigen wurden nicht gehalten In Uzes seh/l eine Kantine, fehlt die Mög.ichsett, Brennl)olz zu kaufen, fehlen Spaziergänge. 'Die Beickafmug von Petroleum soll von dcm guten Verhalten der Ofli' ziere aohäng'.g gemacht werden. Im Manuschorts lager von S1. Martin de Re herrscht schn'erer Wassermangel. Es fehlt an Strümpfen: die Zecken sind sehr düim und klein. Im Lager zu Orleans sind die Arresträume dunkel und unk^nzbar. Die Abtritte reichn nicht aus Der STaiircnrmtm hti keine Betten. Die Durchgangsg^'fangenen lier-en m einem großen unheizbaren Zelt auf losem Streb mit nur einer Dicke. Es mangckt an Wasck^ und teiliveisc an Eßgeschirr. In her Krvcrne von Rick pause (Rouen) schlafm die .Kriegsgefangenen au) loser HolzwoNe. Als Eßnävfe dienen noch immer verrostete Gasmaskenbückven. Mele können nicht nach Hause schreiben, weil seit vier Monaten keine Postkarten zu erhalten sind. Die deuttchen Kriegsgefangenen in T o u r n a i erhielten aus Deutick land feit langer Zeit weder Nachrichten noch Pakete Vom Aufsichtspersonal, Frauzo en und Belgiern, werden sie mit K o l oc n s ch l ö g e n und Fußtritten mißhandelt, meistens wenn sie vor Erschövfung zusammenbrech.m^ Die deutschen Kriegs-iesangenen in der franzö ildrcn Kriegs- 114 m B.lior. ersten bei einer schwerr-n Grippe-Epidemie nur ganz unzureichende ärztliche Pflege. London, 23. März. (WTB.) Reuter. Das Krieasamt gibt bekannt, daß die Rationen s u r die Kriegsgefangenen erhö ht tvordeu sind. Die Gefangenen erhalteii letzt täglich 7'/u nig- lisckie Unzen Brot, 6 Unzen Diskutt, S’/a Unsen Fleisch, einmal in der WcAe 3'/»Ünzen Sveck, c/.Unze Tee oder 1/2 Uny Kaffee, 20 Unzen Kar- tnffeln und l'/i Unzen Margarine. Die Kriegsgefangenen, die schoere Kneg^irbeÜ zu vevnchteu haben, werden eine tägliche Zulage von 1 Unze Margarine oder Speisefett erhalten. den, weil die Lage durch die Schaffung einer bol- schewistisckien Regierung in Ungarn gefährlich geworden sei und weil die Gefahr auch au, andere Länder übergreisen könnte. Wilson habe sich äußerst unzufrieden über die Bersch.eppmig der Verhandlungen der Shxnicieni geäußert und habe verlangt, daß sofort endgültige Besch.üsse gefaßt werden sollten. Frankreich solle eine Bürg- gedacht. Auf die Frage des Präsckenten^ ob er nicht Daran gedacht habe, daß dieser Mord m der A r- oeiterklo sse fdituete Unruhen liervorruseq könne, und ob er nidtf an die hervvrragendck Red>tsck)afsenl)eit des Ermordeten gcdadü l>abe: ,Jch bin tief religiös, aber der Gedanke cm das Gewissen enuadjte in diesem Augenblick nicht in mir." Rack Absdstuß des Verhörs imirbcn bic Irrenärzte vernommen, die Viikain als starr erblich belastet ansehen und daher auf eine verminderte Zurecknungsfähigkeil schließen. Villain habe in einem Augenblick uatnottfdxr Ueberhitzung gehandelt. Darauf wurden melrrert Redakteure der „Humunils" vernommen, die bai Hergang erzählten. Um 5 Uhr 30 wurde da Sitzung aufgehoben. Tie erste Anfrage nach Wiederaufiva'hme bet Vollsitzungen der Ra:ioiwlveisammlung befaßte sich mit der Vergewaltiauugder Zeitung e n in der Pfalz. Samtlick^: Zeitungen, welche ui der von den Franzosen besetztes Pfalz erscheinen, werden gezivungm, Artikel zu verösfentlickien, bte so gehalten sind, als wenn sie von den Sdwisv- leituiigen der betresfenden Zeitungen verfasst seienD nälwend sie dazu bestimmt sind, die Bevölkeiimg für die französisdte Regierung zu genümicn und einen falschen Eindruck von der tvaljren Stirnnning der Bcv-nat.), bett. Wiederaufbau der wegen des Krieges stillgelegten ober geschwächten Betriebe. Äbg. Wetzlich (Teutsch-nat.) beMÜnt^t die Interpellation Arnstadt imb betont, zur Wncket- aufricktung des Wittsd-aftslebens sei vor allen Dingen bte Wiederingangsetzung der llmnmi und mittleren Betriebe notwendig. Ter R'dner befürwortet hierzu die Einräumung ausreichenden Kredits, die Besckrasfung von Roh v.fen und die Förderung des Genossenschaftswesens. , Zur Begründung ber Jnterpellatton Grvvet erklärt der Abg. Irl ^Z.), für das Handwerk sei die Zuteilung von Roh toffen besonders notwendig. Beim Reichswirtscliafts- und Restt^.rrbeft«i!nt müßten besondere Stellen geschaffen werden, unt ben Bedürfnissen von Handwerk und Kleingewerbe Sorge zu tragen. Bor allen Singen jnülfe die Kreditbesdiarfung erleichtert werd.m . In Beaniwortui g der Jaiterpeflattonm tagte Neickswirtschaftsminitter W i ss ell, das Reich, d.e Gliedstaaten und die Gemeinden batten versucht, du-ch schch.-unig- Au'träge Jndnsttie und Hani werk ül>er den toten Punkt hinwegzubringen. Im Reichst wirtschaftLrmt sei der Plan erwogen worden, m,t einem Fonds von mt-Treren Milliarden tm grössten Stil Aufträge an das deutsche Wirtsdiastsleben zu geben, und zwar Mich für solche Ziv«ke, chr du: das Reich keinen Bedarf tobe, te T iber tobe bte außerordenttlich ge'panntc Fr.mnzlggr bc^ R ickes diesen kaufen nickst in vollem Um anne verwirklichen la sen, doch sei im Temobilmadurngsrat eu« Hilsskasse für gewerblich^ Unternelmiungen mit 200 Millionen Mark errichtet worden,, jrur bue Belieferung des Handwerks mit Rvlst'vfsen um) Betriebsmittklli sei gesorgt worden. Der Givtz- bandel werde auch nach dem Kriege mit Belchrän- kungen rechnen müssen. Nur wemr ivtr au5 ber Resignation erwachen, würden wir tatkräftig unser Schicksal in die Hand ne Innen können. Rach weiterer Debatte wird die Weiterberatung ans Mitt- nvch 3 Ufr vertagt. Außerdem Wahlprüfungc« und kleine Vorlagen. schrift wird außerdem betont, daß die große.Mchr- zal)l der Kameruner Eingeborenen sich nrü dem Wunsche der 117 Hanpckuigc identifizieien lock nur ans Furckst vor der Rache der Engländer uw Franzosen dicsen Wiaisch nickst zum Ausdruck zu b i gen 1 vagen. Diese Bittschrift, auck) von einem Teil der spanisclx-n Pre.se bereits erwähnt und ttvar in befürwortendem Sinne, st^ll einen neuen bemerkeirswrrten unb wertvollen Beweis für die Grundlosigkeit der Anklagen unserer C^giter Jifrr die angeblich schlechte BelMiidllmg angedeihen zu lassen. Revolution in Galizien. Wien, 25. März. Rach toink'prüchen der ms- Uchen Sowjetregierung befindet sich Galizien in voller Revolution. Diese hat tm Pe- ttoleumgebiet von DrohoVtzcz ihren Anfang ge-> nommen. Die von der ukrainischen Regierung entsandten Truppen machten mit den Anfstandischtn gemeinsame Sache. In zahlreickxm ukraiM'chen Ge- meindeii Galiziens haben sich lokale Svwjetregre- rnngen gebildet. Der im geheimen gebildete Ar- beiterrat in Lemberg hat den Generalstreik ercklart. Die aufständischen Truppen in der Ukraine und tn Bessarabien haben Fühlung miteinander genommen. Bestialitäten der lettischen Bolschewisten. Berlin, 25. Marz. (WTB.) ^ach einer Meldu, g d s ,,V« liner Lv"alanzeiger^' such ge^.erii am-Ldic Berich e aus Kurland ü er e |na 11* täten der lettisck.cn Bol sche wiste nernge- lausen, die alles bisfrr Tagewcsene in den ^ck>atten m stellen schinen. Frauen, Kinder und Greise der Stadt Milan mußten in edpee und Kcüte den Weg von 60 Kilom. in die Verbannung wich Uerhren zurücklrgeii. Tiejenis?n, die für den Transport körperlich Fu schwach waren, wurden Amsterdam, 25. Marz. (WTB.) „Wgemeen Handelsolad" meldet aus Pa is:.,Die Alliierten fdteineu besckstossen zu haben, augelidsts Der Lage Ungarn anzugreifen, um ben iwit -rnei Seiten bebrolr.cn Rumänen alte nttgltche Htt>c Präsident Seinert: Auf Grund des 8 a brt vorläufigen Verfassung berufe ich zum Ministerpräsidenten den bisbeltgen Inhaber de^ Amtes, Hirsch, ebenso Hänisch zum Unterrich.s- minister, Dr. Südekum zum Fiiianzmtnister. Fischbeck zum Handelsminister, Braun als Landwirtschaftsminister. . Reinhard r ;um Kriegsminister, den lns'ettgen Justi'>minlster Heine berufe ich zum Minister des Innern, den Geh Juslizrat Dr. Am Zehn ho ff mm ^usttz- minister, den Generalsekretär S1 e gerw ald zum Minister für Volkswoltl ahrl. Porrzcipräi ident Ernst scheidet als Minister aus, ebenso ber bt§- frage Verkehrsminister Hoff, ber m den Rufr- fonh tritt, unb an befcn Ä-ll- als Minister der bisherige Direktor der „Ostseezcrtung, Oester ans Stettin tritt. Damit, tit bte crjto p-riam-nt-Kche R-x-run, Prmb-K »ebtld«t Paris, 25.März. (WTB.) Vavas Am Montag begann vor dem Scksourgericht der Preetz gegen V i l la in , den Mörder von Jaur 3m Verhör erklärte Vickam, mtt Vorbedacht gehandelt zu toben. Er sei zum Morde getrieben worden, weil er die Rolle von Iaiirös^ für un- l-eilvoll für das Volk angesefrni hafr. schon rm R.^giment habe es ihm Schmeißen bereitet, tone Kameraden mipatriottscfr Lieder irngen zu Horen. Seine Erbitterung sei aufs höckrtt frittegen an- gesidüs der Unterdrückung der Elsa^Lothruige-r, und er habe zuerst beschlossen, den Kaiser zu töten. Erbittert habe ihn auch die Opposiiron von Faurös gegen das Gesetz über die breijafrige Dienstzeit. Damals fei ihm der Gedanke gekommen, Jaurös zu töten. Er habe befürchtet, daß die Mobifmaaumg gestört werde durch Ak.e, der sab^ tage. Am 31 Juli tobe, er oei den ernrückenden Soldaten weniger Entbusiasneus gesunden, als er erwartete. Immerhin habe er seinen Borsck noch iTfiSÄ® Defte LL «VHWWä gtmb, Mbe er ömm öen willig 1 ersten versa,sunggebenden ZwM' » “.M ISÄnm? -Ilia-., zum Segen bes -<«zen Jaurös^Frau und 5kv»der habe, hab« er n»cht l Volkes zu wirken. London, 25. Män. (WTB.) Reuter Im Ofrrhause erklärte Lord Curzon, daß die Nachrichten au^ Aegypten ireiriger ernst seien. Er sagte: In Kiivo toben Heine, hcuiplsäckstich von Stubenten bcranftaltcte Demonsttationen stattge- fitnben Im ganzen herrschte in Kairo und Aleran- frien Ruhe. In den Provinzen kam es zu heftigen Ausbrüche. Sowoh-l in Ofrr- wie rt Unto-AegYP- teri griff der Pöbel systematisch nach einem offenbar svrg'ältig vorbereiteten Plan die Eisenbahnst recke an, riß die Schienen auf, legte die Tele- graphenpsähle um und bramtte mehrere Ecken- bahnstationen nieder. Jetzt lausen wieder Züge zwischen Kairo und dem Kanal, aber die Telegrap ltenvervindungen m Ole -Aegypten sind unterbrochen. Die Ortsverbindungen und tslegravln- schen Verbindungen werden mit Hilse von Flug- ieugen und dratzltoser Te egraphie ausrecher.ml- ten. Der Cha aiter der jüngiten Kündgelungen war mehr räuberisch a's polittsch. In Tmilah, Zagazig und aitfrren Orten Milderten dre Aufständischen die europäisc.^n Lüben. In geronien Bezirken nahm die Bewegung die Form eines Pächteraufstandcs gegen die Landbentzer an. Einen ernsten Charakter erhielt die Lage dadurch, daß einige Beduckienstämme sich an ben Unruhen frteiiig'en. Curzon sagte weiter, bau viele ägyptische Beamte sowie bie Armce und Pott'ei Üd) gut hielten. Lotole Elemente täten rhr Bestes zu?Wiederfrrsiellung der Ruhe. Die englische Regierung würde es freudig begrüßen, wem» die ägyptischen Minister Ruchbi Paicha unb Ali Pascha nach Englmck kämm, um bte zmüuftigen Bc- zielmugm Englands zu Aegypten und die Ver- sassnngsreform in Aegypten zu belprechen. Mit den Urfrbem der Unruhm ßmu nicht verhandelt werden. Ihre Anwesenheit In Engsai'.d wücke in Aegypten als ein Zeichen dafür ange- sefrn werden, daß Eiiglcmd geneigt sei, Verantwortlichkeft in Aegypten auszugeben. Stadtvärer rvaW Dor genommen wurde. । 'argen. haft btt Not gelinden wirb, ober ein rotnig I ^nigegentommoi wollt» wir doch auch seh«. , A in den migreiuenben preußischen Sebielen am 2. März voll ragen worben. "" der Dahitermin für Ende tecnet Amt in der gusannnenketzung de- Stabt* pa da matte« atwbrüdrn soll Ersatzwahlen wären ja schon roäbratb des Krieges erforderlich geweien Berfchreüene Mandate waren bereits bei Kriegs- beginn ahgetaufat, und eure Nemoahl kam durch Einspruch nicht zur Geltung. Wettere Mandate liefen wähnend des Krieges ab, ohne daß eine Nen- Aus StaM und Land. Gießen, Äi. März 1919. vom \. April ab kann das Amtsverkündiqungsblatt für die Pro vinzialdireklion Ober. Hessen und für das KreiSaml Gießen nur durch die post bezogen werden. Der Bezugspreis beträgt 2.50 Mk. vierteljährlich ohne Bestellgeld. Es empfiehlt sich, die sofortige Bestellung beim zuständigen Postamt oder beim Briefträger. Die Neuwahl her Etadtver-rdneten Lebensmittel. ** Fleischverbranch-regelnng. Durch Verfügung des Hessischen Landes-Ernäh- rungsamtes vom 14. ds. Mts ist die den Städten unter 50000 Einwohnern zu sieben de Wochett-Ävpi- menge an Fleuch auf 100 Gramm für die Person festgeieyt worden. ** Kleiderbügel. Die Städtische Bcklei- dunysstelle kann noch einige Kleiberbü.zel zum Prmfe von 30, 20 und 5 Pfennig abgeben. Die monarchistische Kundgebnng in Berlin. Das Nolssbureau veröf entlicht folgende Notiz-. D/ r lin, Lo. März. Die Preße erörtert Diel- laich bw Temonstratwnen, die angeblich in gröüe- remUm fange am vergangenen Sonntag unter Dochrusen auf den etniu-jen Kaiser und dem $1 b- nngm der frühen en Nationalhymne, scküicßllch auch Unter Ovatronen für Ofener al Ludendorff gxüfanbcn. Demgegenüber ist festzustellen, daß dicse Tenwnstrationen in Wirklicktke l Siki i rgängc naner, schon ihrer Zahl nach jeglicher Bedeutung etUbebrcnber Gruppen waren. Im übrigen versteht sich von selbst, daß die republRamsche Regierung mit allen ihr zur Berfürmig stÄxnden Macht- mmetn moiiardnftifrfjen Puuchen und nationali- Ittidxn Jlraiuülfen mlgegeiyutreien wissen nrirb. Gine Mnnöqcbimg des Snnvrs her Vanbwirte. Berlin. 25. DLärz. (WTB.) Ter Bund der Landwirte erbebt m einer Kundgebung Einspntch gegen lebt- Abtretung deutschen Landes m der Üitmarf und ferbrrt von der Reg c- .daN bei den Friedensverlmndlungen kein fußbreit deutschen Bodens an die Polen c.ibxjrittfert Wird. verdient veutschland Kolonien? Wiederholt ist während der BblkerbundbesprechNngen von England und Amerika die Forderung aufgestellt worden, daß nur diejenigen RulturoöUter zur Per- Wallung von Schutzgebiet n zugelasien werden dürften, die sich als fähig erwiesen Haden, die Bevölkerung jener Länder zu Menschlichkeit. Kultur und Selbstverwaltung zu führen. Nun versucht man, ju beweisen, Deutschland habe sich als unwürdig zu weiterer Verwaltung seiner Kolonien gezeigt. Das verchskolonial. amt hat ein Weißbuch herausgegeden. in dem die Tatsachen richtiggcstelli werden, und wo über deutsche Kolonisationsarbeit sowie die rüchsichtsloje Behänd- hing der Eingeborenen englischer Schutzgebiete durch England vorwiegend englische Stimmen zu Worte kommen. Sorgfältige Kolonisationsarbeit, gerechte Be- "Polizeibericht. Am Montag den 24. l. M. wurde an einer Frau vom Lande auf dem alten Anneröder Weg im Walde ein Sittlichkeilsoerbrechen bedangen Der Polizei gelang es heute, den Unbolb in der 'len'on des Be e bindersDaniel Keßler von Gießen zu ermit e.n und festzunehmen. — In der Nacht zum 25. d. M, wurden aus einem Garten an der Gderstraße (Schwarzlach) mittelst Einbruchs 12Dühnerge stöhle nund am Platze abgeschlachtet. — In den letzten 14 Tagen wurden in einer Nacht aus einem Keller mehrere Flaschen Wein und eine Partie Aepfel entwendet. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Kriminal-Ab^ilu.tg entgegen. ** Der Garnison-Soldatenrat Gießen schreibt unS: Dem Einsender des Artikels in Nr 69 vom 22. 3. 19 betreff» Gepäck- Untersuchungen und Beschlagnahmungen von Lebensmitteln am Balmhos erwidern wir, daß er sich insofern im Irrtum befindet, da die hraglid,en Beschlagnahmungen nicht vom Soldalenrat vor- genommen werten, sondern vom Polizeiamt Gießen veranlaßt sind. Zur Beinhi^ung des Emfenders können wir ihm versich.-rn, bau auch die Polizei bei Vornahme derartiger Untersuchungen durchaus loyal verfahrt und Reisende mit nur Heinen Mengen Trag.ast vollständig unbehelligt bleiben. Eine Kontrolle selbst ist im Interesse einer gerechten Lebenomittelverteilung unbedingt erforderlich. ** 2l u s dem -vtadttheaterburean. Der musikalische Schwank „D i e B adereisewi- ber Wille n", die am nächsten Sonntag hier rum erstenmal gegeben wird, hat am Landesthca- ter in Hannover, dem ehemaligen Hoftheater, be- reits eine Reihe ausverkaufter Häuser bei unbestrittenem Erfolg erzielt. Einer Besprrckmng der Uraufführung im „Hannoversclien Kurier" entnehmen totr folgendes: „Es ist ein nettes, frohlauni- gc», harmlofes, liebenswürdiges Tina. Ter Ler- asser ist feinen meisten Kollegen vom schwankenden Fache um etliche deiterkeikslängen voraus im Hinblick auf die Reichhaltigkeit »einer Einfälle, feine Mensclien sprühen vor Üebermut und Ai Sicla, en- beit. Friedrich Rammelt bat da;u eine leuhtflüifict. .inschmeichelnde Musik .zeschr-h-n. die eine Reche gelchma 'voll turchgestil er 9 ummern auf eist: vor allem einen sehr feschen, tanjuuiu raf;ij für ihre Gesinnungsgenossen und alle Freunde Bismarcks vcransta.tet. ** 2 m O be r he j fischen GeschichtS- verein wird morgen (TomierSta, Herr Uni- veriitütsproesor Tr. Ligener über den ooi- ti.cüen Katlwlrzisnuts des Jahres 1848 und die Äirdjeufragt m der Fvankfuner?LatM«.Versammlung sprechen. Wir machen daraus aufmerksam, daß zu den Vorträgen des GeichichtSverrms euch NtchtmitgUeder freie., Zutritt hnl-en. (S. Vütongc.) ** ©efellfcbaft Liebig-Mu seum ließen. Tie 2 Vol.'«Vorlesung futbrt Sonn:aa den 30. März 1919. vormittag 11 Uhr, im Lirbig-Muteum. Li.-big'tra»> 12, statt Proies or Tr. Lchaum wird über Clxm e der «rfimiLuum die ffbemte der Zucker- und Stärkebildung in den Pflanzen) sprechen. — Alfred Auerbach» Schwäbischer Abend. Ueber Alfred Auerbach. Froir^urr a. M Leiker der Bülr«n1asfen a-i Tr. £"Nxf)'» Lvnser- Dawrium, schreibt der Berliner Börsew-Eouner: Er entitamuu der Famll e des IbmnonscheiftstellerS Berthold Auerba«h. kommt von der Frankfurter 4^üh»re her und hat die Spezialität wertvollen HlMidbifdjcn immer« bt bronberr- ag ier An zu geben Er weiß tx>m rrten An>umbiuk tu fesseln st geistvoll tntb redne-isch ein Meister Sein P-»-' amm, takttwll und lluggenäht, eckee volkSTunst ' war von den anmu:igen Klängen ferne» Dialekt» bald gewonnen, mit ilmt txrttmrt Irr tief g.- Abend des Kün'kers findet am 8 Avril M,niste nnLsrdeui L irsch: Du» neue Preuße« »nn manche Eigenschaften nutzt entbehren, die das ulte Preußen groß gemacht haben, aber die ftnat- lstche Bevormundung seiner Einwohner und den Kastengeist wird es aufgeben müssen. Mi) den Organen des Reiches werden wir die G.enzen »ach außen sichern und im Innern dem Lande den Frieden wiederzugeben suchen. Wir sind für die Ausvechterl)a.'tung eines unteilbaren Preußens, bis der deut'che Einhei'saedanke gesiegt hat Wir werden erbefcidfr Zuschläge zu der Einkommensteuer erheben müllen Da; Ber- hältnis zwischen Staat und Kirche soll durch vorläufige hereinbarungen mit dem Ziel beiderseitiger Verständigung geregelt werden Jinanjnrint lerlfe. Südekum: Wir sind ein armes Land geworden. Unsere Reichsfinonzvolitik war auf den Sieg eingestellt Deute reichen die Staatseinnahmen nicht aus, die schwebenden Schulden ausziugleicsrn. Tos preußische Eisenbahnsystem ist fast vollsdändig -errüfet. Wir wissen nicht, toiemeit das Reich btc preußische Steuerkrasl für sich in Anspruch nehmen muß. Wir werden uns daher für dieses Jahr auf einen Zuschlag zur Ein- fcnrtmenfkurr b-schränken müssen. Gelingt es uns nicht. Ixe ArbeiisfveudigLit zu heben, barm muß das Volk Wigrunde gehen. Tu Besprechimgen rn Bauern und Sachsen über die Sozialisie- runa« frage. Wir glauben, daßderS t a a te n- aus schuß die rechte Stelle ist, wo sich dic Regierungsvertreter der Einzelstaaten auch über btt? Soztalisrerungsfrage emssprechen und gegebenenfalls eine Einwirkung auf die Reichsleittotg aus- Üben könnten, fciermit soll jedoch nicht erllätt sein, daß wir es durchaus ablehnen wollten, mit den Vertretern des Zentralrates, sofern dieser nicht im Widerspruch zur banenfdjen Regierung handelt beiondere, aber unverbrndlichc Besprechungen ab- zul-alten. Als maßgebend und verbindlich können aber nur die Verhandlungen »wischen den Regierungen erachtet werden. Ei« Zentrumsaufruf tu Bayern. München, 85. März. (WTB ) Eine Ser- ösfentlichung der Bayerischen Bolkspartci (3cn- trum) ruft das ganze bayerische Volk auf, sich wie em Mann ^u erheben »um Schutze seiner mehr als tausendtShrrgen. Freiheit und Selbstandtg- kett, feinet geschichtlichen Ehre und Würde. Wir wollen, beißt es in dem Aufruf, den Zusammen- schluß der deutschen Staaten auf föderal iver Gru ndla gc. Ter Forderung aber, daß die deut» schen Emzelsraaten zu Vrvvm.;en be« Reiches berab- grückt werden und eine einheilliche Republik ge- men werden soll, werden wir äußersten Wüvr- w entgctnmsetzen. Wir beantragen die unverzügliche Einbemfu.ig des Landtags, damit er eingreifen rann in Bayern« Schicksals)tunde. Bayern den Bayern! Lingeaudt. lFür Form und Inhalt aller unter tiefer Rutzrtz leej^ttbni Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, den 26. Mär, 1919. Daß wir in einer Zeit (eben, in der Schwarz schlacht ungen und Schletchl-Midel auf der Tagesordnung stehen, »st »u bedauern Jeder einfichti» Janbroirt hat das Bestreben, burrf) Abgabe enb Lieferung von Etvugnisfen unsere BolksernLH. nrng sichr-rzustellen Lfeim nun trotzdem Unreget* mätzigkecken vorkommen, so ist dies dem Preis iih 'uchrctben, welchen das Lebensmittel amt de« ^anbrohrt für feine Produkte zumißt Zn einer 3dL m der alle fonihgen Waren einen Ausschlag bis 1000 Prozent er obren halttn, hält man e« für an* g'-m-fitn, beit Landwitt mit Fne^ensprei en ad tu* ueifen. feier ein Beispiel: Ein Salb, das früher mit 70—80 Mk. bezablt wurde. Kostet beute 80 Wt, Jrartoffeln verkauft? mrfn früher für 7—8 Mk deü Zentner, heute gibt ma.i 6 Mk dafür. Em Rind, bas vor dem Krieg 350—500 Mk. kostete, wirp deute höchitens mit 35—50 Proz Au-schlag be. wertet. Man könnte noch viele Artikel anrübrat, ^ch möchte beneinigen sehen, der unter solchen ■ xrbaltniffen nicht einmal in Versuchung gerät, ben angemessenen Preis für seine Sachen zu netz, men Poli»ei und Trübungen werden nicht Der* mögen, das liebel aus der Dell m schaffen, lolange nicht der reelle Wett für landwirn^a tliche Pro* dufte vergütet wird. Weim ber Schttchtangriaus* chuß den Arbeitgebern befiebft, den Arbeiiern j B 1,27 Mk pro Stunde zu zahlen, müßte auch abm gewirkt werden, daß der Landwitt mit wenig* len« 30 Pf pro Stunde vergütet wird Mehr mit* es wo bl nicht ausmachen, wenn man die Stunden* WH berechnet, mit der der Bauer samt fein« ganzen Familie im Betrieb tätig ist Dir £anb* Witte werden unfere Schuldigkeit mei’er tun untz nn. Darmstadt, 25. März. Der Landtags wahllommisfar gibt bekannt, daß der Abgeoronete der verfassunggebinden Pollskammer, Rechtsamvalt Theodor W i n d i f ch m Michelstadt, sein Man» dat zur Volkskammer niedergelegt hat. Ttc Feststellung des Ersatzmannes für den aus der Volkskammer Ausgefchicdenen findet durch dic Landiswahlkommission am Jreitag, den 28 März im Beratung«-immer bts ürcisaussckrus e? statt. — Nach den Bestimmungen über die Verhältniswahl ommt al« Nachfolger der ebenfalls der demokra- tischen Partei angehörende Landwirt Pd Feldmann 9 in A mSheim i. Rheinh. in Frage. Wie man und weiter aus javeilafiiaer Cuclfe mitt eilt, gebt auch der Finanz Minister Henrich mit Rücksicht aut seine vielseitige Tätigkeit mit dem Gedanken um, fein Mandat in die fcinbe der Volkskammer zurückzugeben, so daß auch demnächst für ihn ein Nachfolger zu bestimmen sein dürfte. Eindruck machte es ihr, daß bei einer „fteilen aber prächtigen Straße' alle Deutschen aus ihren Sanften stiegen, anstatt sich von den eingeborenen Trägern tragen zu lasten, während doch .viele, viele Male an fiel schlechteren Strlien' mancher Engländer sich tragen ließ. Wie es mit den im englischen Dlaubuch angeführten Rechtsfällen in Wirklichkeit bestellt war, wie vor allem England selbst oft in grausiger Weile gegen die (Eingeborenen seiner Kolonien oorgegangen ist, bas zeigt das deutsche Weißbuch sBerlag von Hans Roben Engelmann, Bersin W 15), dem wir weiteste Verbreitung, auch in {Jrauenkret en wünschen möchten. Die neue $fäöte> und Landgemeinde' Ordnung in Hessen. Ju« Darmstadt wird UN« geschri.'bst: Tie Kommunalwal)len werden voraussichtlich Ende April auf Grund eines Notgesetzcs statt- finden. Ter übrige Inhalt ber Städte- uitd Landgemeindeordnung bl.tbt zunäch'k u.iberärCert. Tie Wahl ist eine allgemeine, g eiche, geheime und direkte nach dem Derhällnis'y em unb ist der der Na:ionalverfemmlung und der Bollsvonimer nach- gebckdet. Tas Vorre-Ht des Höch rbe.:eucrtt-n Tritte s und das be« höchsttzesteuenen Grundbesitzers fallen weg. Wahlberechtigt und wählbar sind sämtliche Criuvohner beiderlei Gei'ckücchLs. dic das 20. Lebe.isiahr erreicht haben ohne Rücksicht au die Stoalsangehörig.eit und die Wohndouer. Eiitt gewisse Woh.idauer und die he.sisck-e Staalsange- Iferiflfeit müßte aber doch minde lens verlangt werden, da sonst z. B. die ernquartierten Sollecken, das in den Bädern zureisoirde fremde Tienstrnttv- 11 al und womöglich auch die Kurfremden »vati- bcrechtigt wären. Tie Erlänterurrgen zum Gesitz drücken sich über diesen Punkt allerdings zwei- deulig aus, um so klarer ist aber die gesetzliche Destlmmung selbst, wo es heißt: „Für Personen des Soldatenstandes gilt als Wohnsitz der Staub- Est auch die Bestimmung, wonach die Walflv-orsch:äge nur so viel Namen enthalten dürfen, als Gemcinderäle zu wählen sind. Ter Fall ist nämlich denkbar, daß in vielen Orten nur ic ein Wal,lvorschlag cingereicht ivird, der auf Vereinbarmlg zwischen den Parteien d.-rulst. B.i derartigen Li en märe für einen Ersatz der durch Tod ober sonstige Umstände ausscheidenden Ge- meinderatsvettreter durch Nachrücken nicht gesorgt. Außeoordenllich ledenklich ist auch die Bestimmung, daß jeder 20tübrige junac Mensch oder jedes gleichalterig.' Mädchen zum Bü g-rmeister gewählt werden kann, tzier wäre unter allen Umständen ein f>)heres Wfer nötig. Von vielen Seiten wird überhaupt die Verhältniswahl für kleinere ©erneut- bett für unzweckmäßig gehalten, da man wegen '.'.'(cngclS an geeigneten Personen Schwierigk.nten bei der Ausstellung verschiedener Wahlvorschläge haben dürfte. Iedenßtlls werden bei. den Gemeinde- ratswahlen politische Grundsätze in den meisten ländlichen Gemeinden nicht ausschlaggebend sein. Man wird vielmehr dort so vorgeh^m wollen wie bisher und Listen von geeigneten Personen aus allen Paneilagern ausstetlen wollen. Nach edebvrer Genteitideratswahl totTben die ehvenamilick^n Bürgermeister und Bcigc- ordneten ihre Vlemter nicbcrleaen, woraus dann auf Grund des bisherigen Verfahrens Neuwahlen lattfinben. In ähnlickxr Weife wie die Stadt- vewrdneten- und Gemeinderalswahlcn finden alsdann die Kreistags- und die Provinzial t a g s wa hl e n statt. Auch lst-er fallen die bevonechtelei, Wahlen der .Höch'tbesteuertcn fort, ebenso wie daS indirekte Walslrecht der Gemeinden. Tie Walfl ist für alle Kreisei nge.es en en eine allgemeine, gleiche, gelieime und direkte. Dadurch wird natürlich ein Uebergewicht der Städte ent- brechend ihrer Einwohnerzahl aufgerichttt. Es wird die Ausgabe ber politischen Par seien sein, bei Aufstellung der Kandita'en den lmch ßhen Gemeinden einen gerecksten Antell an den Kreistag- fitzen zu gewähtteis«r. Dasselbe gilt auch für die Pwvinzialtagswahlen. schieden auch durch den Tod aus. Lao zuletzt tagte, war noch ein Rumpfparlameitt und mehrmals mußte das Telephon zu fcilfc genommen werden, um überhaupt eine beschlußfähige Zahl von Stadt- Vätern her beizurufen. Wenn die Neuwahl demnächst erfolgt, wird sie unter anderen Gesichtspunkten vorgenommen werden als früher. Das Vorrecht des hochstbesteueiten Trittels und des höchstbesteuerten Grunds ivers fallen weg. Tie Parteizugehörigkeit wird bei dem Kandidaten ander« in die Wagichale fallen, und man wird bannt rechnen müssen, daß neue Persönlichkeiten die Sitze der bisherigen Stadtväter entnehmen werden. Wie wir hören, wird nur ein ganz geringer Prozentsatz auf den neuen Listen mit auf» geführt werden. Tie Neuwahl wird in Form einer Listemvahl vor sich geben. Wie wir hören, sind von Deridne- benrn Parteien Anregungen zu gemeinfamem Vorgehen in der Form einer Listenoerbindung ge ifben worden, ohne daß es bisher noch tu Besprechungen gekommen iiL Es scheint auch möglich, daß dä-smal die Mehrheitssozialisten und die Unabhängigen mit einer verbundenen Liste aufmaridxe- ren werden, vorüber sollen bereits Vcrl anMungen im Gange fein. Außerdem scheint der Bürgerverein eine besondere Liste auf stellen »u wollln. Es wäre natürlid) zu wünschen, daß eine Verbindung möglichst Dielet Listen erzielt würde, oa bei allgemeiner Wahl Müdigkeit und schwacher Wahlbeteiligung das StunmenDerhältnis kaum ein fidx» rcs Bild tej eigentlichen Bll.swlllens yben n ürte. •• Sine Feststellung. Vor einiges Zeit sind nach Angaben des hiesigen Polizei^ amte« bei Hamsterern 14 Ltter Del beschlagnahmt worden, die sie von einer Großen-Bu* feder Delmühle zum Preise von 28 Mk. da- Lüer gekauft hakten. Tvie uns nunmehr S)err Ä. Dillcbrecht, Scheidemühle Großen-Buseck, mineilt, kam zwei Tage nach Erfcheinen ber Notiz ein Eisenbahner zu ihm und roollte Del kaufen. Da ihm der Müller auf sein wtderhol* tes Drängen kein Del geben konnte, aus dem einfachen Grunde, weil er keines haue, wurde ber Eisenbahner grob und warf ihm vor, ja, roenn er 28 Dtf. für das Liier nehmen tönnte, wie es von ihm in ber Zeriung geftan* den habe, bann gäbe er Del ab. Der Name de- Mannes war nicht festzustellen. — Nach un- eren Erkundigungen beim Poli.;etamt stammte das befchiagnahmte Del nicht aus ber Scheidcmühle. Auch die Gerüchte, wonach öte Scheide mühte aefchlojfen ist uno von Soldaten betoacht wirb, find unwahr. E« sei daher jede» mann vor der Verbreitung unwahrer Gerüchte gewarnt. Sündkrrfs Gieße». £»nngen, 26. März. In brr tnWm "-^acht wurde hier mxfierum ein freefrr Einbruch verübt. Ties mal gatt es dem MumrsvLur- wfe Ivonseklionsgeschäst G. Löb Ten Tirixn fielm brei Zferten-Aw^re in die vände Ter Etmtwhner-- fchast bemächigi s.ch ct:r des erstickte Unruhe, da knan^biStter bat £ä.tm ber Gtubrüd* mdx auf ine Spur Kommen tmuue •• R obb e im a. d. Lnrrloff, 24. März. Hut iand m unserer Kirche ein feferttcher Best ü u.lg^gottesdienst ber aus dem Felde hrtn^e* tebr.en Krieger unserer KirchspieldSver Rodderm. Stiche im und Raberts'nufen ) c t Eine ;uijmifbm ber -prJulien Krtt'rs ürsorge erhobene Sammltma lta:te bas beachte,istvette Ergebnis non 41 Mar( Sm Abeird kamen die Rodlienner Krwger zu gr* id.igvm Bcisammewein jufamuten Tabii unter* luelt man sich auf gründ eines kurzen Referate« über die £ragc „Grvß - tzesse n". Man ehngte lüft auf lohxnbe Entschließung, in der es bet Et: Teustchland könne nur bann wieder in die vöbe tommea wenn ber Kemnaat Preusttn, ba« Ja.tb ber 3ud>t und Ordnung, der stoatsbtldende« und miliülrischen jhraft, groß und stark beeide. tt. Treis a. L., 22. März Als letzter der MNtgen Feldzugsteilnehmer ift dieser Tage der MuSketter b. F r i tz vom Ins -Regt 148 S ?■!£ Ö*»"»®1 »urückgekehrt. Er befand sich bei ber Palamra-Aimee, be in Luidar-Pittcha interniert roar- und hatte das Glück, gleich mit bem erste« yum Abtransport angekommenen Sckstff verladen zu werden. Er ist Inhaber be« Ei fernen >rreuK4 2. 51 laife unb der osmani chen MYicq.-ixTtnimit* Medaille. Aus unserer Genteinfe sind 41 Krieger gefallen, 12 befinden sich noch in englischer ober sranzöttfcher Gefangenschaft. Kreis vuoingen. - Orten berg, 24. März Gestern oben» ranb tm Gasthaus zur Post bte Ialir^versamm* hing des hrellgen Zweigverein- pom Roten Kreuz statt. Der von dem Borsiyendar vorgetratene Bellchl formte eine sehe n'ge Vereins* tShgicit feststellen An Geld ginnen im Bertchts* mln-e ca 2500 Mk. ein. Am Sch uß der Verfomm* lung rtmh für bte cm3 dem Fred surücf-xfrbvtm Ottenberger Soldaten eine Bettolung von aller* baub irützlfcben Gegenständen statt — Zur Zeit halten die Baptisten im Saale van birzel unter Leitung von Prediger Sather TO* 9tattern* berg € o a n gel if a t i o n« o e r fa m m un ge« ab. Die besonders aus ber Umgegend gut besucht und — Bei der gestern abgehaltenen demokrati* schen Partttversammlung wurde em demokra* l i s ch e r Verein gegründet Als vorsitzeilder wurde gewählt Räwmann Meister — Unfer btii Ar bei !em des Ohmialbafaltwerkes brach eben alls infolge von Lohn orberungen ein Streif aus, doch wurde durch Serbanbiimgrn zwischen Arbeitern und Arbeitgebern ber Lohn etwa.» erhöht und dadurch der Streik nach kurzer Dauer bet* gelegt. D Au« dem Ribdertal, &5 März An Fruchtigkett fehlt es der Erde in tiefem FttUriahe mtbt. der Bauer sehnt nun bald trockenes, warme» Wetter herbei, um die Felder bald ausstellen m fonnen. Die Wintersaat hat, ab-ttfehen von einzelnen Aeckcrn. auf denen die Frucht im derbst m naß m den Boden fern, gut überwintert, auch im Obstbau sind die Aussichten anfdriv.enb bi« letzt, stull Birnen halfen sehr guten Änofpenansatz, Aprtkoicn und Pfirsiche brauchen zur Blüte nur noch einige warme läge, auch bie Kirschen Ixibe» ausfallend viel Knospen Anemonen, Beilchen, Gänseblümchen und die anderen Fru .ab.sblume» leben in vollem Flor. Handlung der Gngedorenen werben in einer langen Reih« englischer Ausiprüch« gerühmt. Besonders hübsch erzähtt eine englische Frau von ch.em vefnch tn Deutsch-Togo, Mrs. Mary (Baunt in ihrem Buch „Allein in Westafrika.- Sie schildert Lome, die Haupt- stavr, als .die entzückendste Stadt in Westafrrka: hübsch, ordentlich und sauber, wunderschön angelegt.. »Als Engländerin schreibe ich es mit Nesslern Bedauern. aber der Unterschied zwischen einem englischen und einem deutschen Dorf ist wie der Unterfd) eb eines Musterdorses und der schmutzigen Stadt im Schwarzen Lande.. . Dies ift doch genau dasselbe Land, genau dieselben (Eingeborenen, und dennoch dieser Unterschied zwischen Ordnung und Reinlichkeit und schmutz ger Unordentlichkeit." Warmherzig schildert sie die freundliche Aufnahme, die man ihr bereitete. Besonderen -X w. - Ui Aus- abniM 7'/, Uhr, tm vo d Einbom statt Karten» 30. nxr^ au^> ut Gltßen halb tx>rtrr(ax| in ba üsLarlxuiblunA £in- bta Frage brauttnb nxweu, brx । bwrlaK. 1 Üblich ^Mvhaer- wnilx, tn « nicht Zärz. fcg «uchertzs, -wr heimgr. Mfrhn, ''ezuMistr, cammfima n 41 Mark iu >- wi tmtöi u RchrmeS i'«xn einigte - m der e« itber in die Wißen, bti lüsbildenden ti bleibe. ä lejttr der ', ift dieser if.-9legt 146 ) sch bei der » htratiert t dm ersten »if verladen nen tfreujti cg5verbiais> ti Stieger Siischll oder *'fttrn abend iresversamm« ins vom Lorsitzendea vge Serris int Verichts« r $trfatnm< firfgetrfrtnt von aller» Zur Zeil ton fcvttfl 4 Stetem» «lunar« > gui btmdX n bemolioti* bemofrtt« LoniMder - Unter den ttlti ^rach in ein Streik gen Micken etwa* erhöht t Tauer bei« 5. März. Dl fern FM'.abr ;eitc3, warmes aitiilellat M jbgefeben voll ichl im v Abgabe Äoilsern^ bbemU* dem W* litteKnnt de« Ä» ststete, "«2 ,•*. jrrft 1«Ä«* ^5 KL »*as? nn't&te all- ÄS **8« r g m; gift- Dr J^nigrt Jfej te Atz Jntn bt to>bcti)0(, ;°usbe« "e. wurde u tot, j7 ' nehme,, U gesian. 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Teil. 3812c k In der Hauptrolle: Aenne Wolter. ^^Lichtspielhaus Bakakolstraßo 14 Die VcnbcdnrnDDe CbtrbfRe* de« Polls- bnnbfe« «um «chuste der dcut'chen Kriegs- uud B'v lgci.inaenen beflUfirtitig:. nn alle (tefminenen Lberbehen« eine Dovvelkarte Von Tdoma *n fen« ben, Aiim p.et ben, das, die Heimat ihrer gedenkt unb c* 21flian 'irrer Befremng arbeitet. Wir bitten An« ficbdrtne von "befangenen um möglichst daldiae tfin« rnduna ber neueiren flbrefirn au den Zweigverciu v»» Roten §treu», Slicstcn. 4llkc filinif. CtßsD Gießen, Bahnhofstr. 60, Telephon 1097 Da können Ne in ber Hübereu Hachklasse ihre 'tiUßenicinbiibun^ eriveliern unb evuüu,\cn unb ».Deinen i>rnj.^3ufcn fibaü i irö Vebcucriuerbcit auch ohne den kaufm. tberuf zu ernretien. Die ^abrec>sarb?lasse bildet au »ratüidjcn Slouf« leuieu. indem sie neben ben Wertigkeiten in den technischen F ichern ),M-?urar.>tten 'auch gestreckte) bis b)U dl. .. 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Das trifft leider nicht zu. Die Preise für Unter- und Oberleder sind um 20 Prozent erhöht, auch die Arbeitslöhne sind unter dem Druck der Der. hältniff« weiter ganz wesentlich gestiegen, so daß die notwendige Erhöhung der Preise für Sohlen und Ab- sähe je nach den örtlichen Derhältniffen bis 2 Mk. und mehr beträgt, als bisher zulässig war. Außer- dem sind wir über die Lcdcrknappheit noch lange nicht hinweg. Durch die Besetzung des linksrheinischen Gebietes ist einem sehr großen Teil unserer Leder erzeugenden Industrien die Möglichkeit genom- men, uns ihre Produkte zuzuführen. In ganz besonderem Maße ist es Oberleder, das uns in Zukunft noch weit knapper werden wird, als wie es bisher ter Fall war. Daraus ergibt sich leider auch noch die weitere Tatsache, daß sich der Schuhmacher immer noch gezwungen sieht, bei seiner Arbeit Ersatzstoffe verwenden zu müssen. Wir wollen hierbei nicht unterlaffen, auch noch darauf hinzuweisen, daß durch die Demobilisierung die Schuhmacher wieder in ihre Werkstatt zurückge- kehrt sind und ihre alte Kundschaft wieder be- dienen können. Das Publikum hat daher nicht nötig, tas reparaturbedürftige Schuhwerk den während des Krieges entstandenen, von Nichtfachleuten geleiteten Neparaturwerkstätlen anzuvertrauen. Man erfüllt auch eine vaterländische Pflicht, wenn man den aus dem Heeresdienst entlassenen Schuhmacher durch Ar- beit unterstützt. • ♦♦ Amtlich« Personalnach'richten. Am 21. März d. Js. wurde der Ministerialbuch-- chalter bei der Buchhaltung des Ministeriums der Finanzen DledjnunnSrat Karl Büttel auf sein Nacbsuchen unter Anerkennung seiner dem Staate fldafteten Dienste in den Ruhestand versetzt. — Am 21. März d. Js. wurde der Minister ialrevisor iN-eclmungsrat Georg Dingeldeiit unter Belassung des Gbaraktckks als Rechnungsrat zum Mi- nistcrialbuchhallcr und der Bureauassistent Ministerialrevisor Heinrich Kunz »um,Ministerialrevisor bei der Buchhaltung des Minilteriums der Finanzen ernannt. — Am 18. Marz d. Js. wurde der lSteucraufselrer Philipp Merz in Worms vom Tage des Dienstantritts an zum Pfandmeistcr für den Boitreibungsbezirk Babenhausen ernannt. — Am 17. März d. Js. nnirbe Nikolaus Wahligzu Lorsch mit Wirkung vom 1. April 1919 an zum sSchreibgelnlfen der Oberförstcrei Lorsch ernannt. — Erledigt ist eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Seligenstadt. sMit der Stelle ist Organistendienst verbunden, i Ferner eine solckZ: zu Richen, Kreis Dieburg. — Ernannt wurde am 21. März 1919 der Reckts- anwalt Dr. Siegfried Guggenheim in Offen* bach zum Notar mit dem Amtssitze in Offenbach. ♦* I m Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, kommen bis einsckfließlich Freitag zur Darstellung: „Maleurcl-cn Nr. 8" mit Doriet Weiler und „Weine nicht, Mutter" mit Heia Moja in den Hauptrollen. Landkreis Gießen. •• «Ölbad), 21. Mörz. Der hiesige Gesang- flerein „Einlracht" beschloß, zu Ehren seiner im Kampfe fürs Vaterland gefallenen Mitglieder eine Gedenktafel machen zu taffen und im Vereinslokal aufzuhänqen. Der Verein verlor 7 Mitglieder: Lud- wiq Schäfer, Phil. Pfeffer, Karl Stumpf, Christian Hilberg, Ludwig Balser, Ludwig Stumpf, Philipp Balser. LJ Lang-GSns, 23. März. Gestern abend ’fanb hier eine sehr stark besuchte Dauernver- a m m l u ng statt, in der zu verschiedenen Fragen Stellung genommen wurde, u. a. über die Ablieferung von Schlachtvieh. Es wurde beschlossen, einen festen Zusammenschluß der Landpnrle sowolst wirtschaftlich als auch politisch in die Wege zu leiten. Eine Entschließung wurde einstimmig angenommen, die sich gegen die hoben Preisunterschiede zwischen Schlacht-und Luchtvieh und zwischen Viel)- und Fleischpreis meubet und Deilangt, daß die Zwangswirtschaft sofort ab gebaut wird. Kreis Schotten. e. Lau bach, 25. März. Im Verlaufe der tzvrigen SlWje wurden hier drei weitere Haus- Verkäufe vorgenommen. Verkauft wurden: Tas erzielt wurden. Es ist kaum glaublich, daß für den Zentner Heu 50 Mk, für den Zentner Sttoh 20 Mk. und für den Zentner Runkelrüben 9 Mk. bezahlt wurden. Hcsscn-Nassan. mr. Frankfurt a. M., 24. März. Frank- ftrrts Wasservorräte zum Trinken werden immer knavper. Der Magistrat beantragt daher bei dec Stadtverordnetenversammlung die Bereitstes hmg von 620 000 Mark zur Anlage neuer Versickerungsanlagen im Stadtwald. T)iesc Arbeit hätte im Jahre 1913 nur 150 000 Mark erfordert kmb soll jetzt als stftUstandsarbeit in Angriff ge- lnommen werden. — Der Magistrat fordert von der Stadtverordnetenversammlung die Bcwilttgung von 200 000 Mk., um Zuschüsse zu privaten Not - standsarbei ten leisten zu können. --Frankfurts M., 25. Marz. Im Frankfurter Wirtschaftsgebiet, soweit es unbesetzt ist, Hachen verschiedene Hofgüter, da sie deich che Arbeiter nicht bekommen können,, polnische landwirt- sckiaftliche Arbeiter und Arbeiterinnen in ihre Betriebe eingestellt. Das Eintreffen weiterer polnischer Hilfskräfte steht bevor. Die Früh)ahrsarbeiten in der Landwirtschaft sind durch den Mangel an Arbeitern außerordentlich zurück. Und die Städte geben derweilen Millionen aus zur Unterstützung ungezählter arbeitsloser Manner imö Frauen. wiesen. nickst gewerbsmäßigen Arbei sstellen an, so ist er verpslickstet, jedesmal anzugeben, wo er bereits eine vier Wockien. mr. Wiesbaden, 24. März. Die Inhaber machung verpflichtet, den 93vi>arf binnen 24 Sttrn- ! den bet einem nickst gewerbsmäßigen Arbcits- fas- Nachweise anzimielden. Bei der Anmeldung sind sran- Beschäftigungsarten und Arbeitsplätze mit an- Aus öem MmtsoetlQnöigangsblaft. Da s Amtsverkündigungsblatt Nr. 3 enthält: Wirtsckiastliche Maßnahmen auf dem Textil geb« le. Vvm 1. Februar 1919. — Pflicht der Arbeitgeber zur Anmeldung eines Bedarfs an Arbeitskräften. Vvm 17. Februar 1919. — Bekanntmachungen Nr. F. R. 30/3. K. R. A.: Nr. F. R.. 60/2.19. K. R. A. und Nr. F. R. 710 2 19. K. R. A. der Kriegs-Nohstoff-Abteilnng. — Eftifüh- ntng von Viehkatastem. Vom 18. März 1919. — Wahl ausschreiben für die Wahi des Arbciteraus- schusses für die Kveisstraßenvenoaltung des Kreises Gießer. —1 Eiulöfirng des Notgeldes dw Stadt vücherllsch. Infolge des Papier- und Platzmangels können vorläufig die Buch ingänge nur verzeichnet werden. Eine Besprechung ist nur in den aller- seltensten Fällen möglich — Der Orchideengarten, Halbmonatsschrift. Herausgeber: Karl Hans Strobl, Schriftleiter: Alf von Czibulka. Drei- länderverlagMünchen,Wien,Zürich. Bezugspreis Einzelheft 80 Pf., für das Biertel- jahir 5 Mk. — Ter Dölkerfrieg. Heransg»geben von Tr. C. H. Baer, Verlag von Julius Hoffmann, Stuttgart. Heft 199 bis 200, Preis je 40 Pf. — Tas literarische Echo. Halbmonatsschrift für Literaturfrennde. Verlag: Egon Flei- schrl u. Co., Berlin W 9. Märzheft. — „Die Nationalversammlung in Wort und Bild" (Stuttgart, Valksverlag für Politik und Verkehr 1.20 Mr.). Wetzlar. — Förderung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. — Versorgung des Fremdeuverkchrs, hier: Ausgleich hinsicksttich der Nährmittel, Ei«r unb Fleisch Die Einführung von Biehkntasteru, die von vielen Seiten dringend gefordert hruriie, imt den SckUwarzschlackstungen Einbalt zu bieten, ist nunmehr vom Hessischen Landesernährungsam! gesetzlich geregcll worden. Wir haben bereits in Nr. 67 des Gießener Anzeigers vom 20. März einen kurzen Aus.ug der Bekaiintinaimng veröffentick,! Wir geben nochuals den wesenttichsteii Inhalte In jeder Gemeinde ist durch eine eidlich zu verpflichtende Person ein Viehkaäskr zu führen Tort wird anschließend an die Viehzählung vom 1. Ddürz 1919 der Viehbesband und rvrtlaufrr.’. jede Veräiiderung eingetragen. Jeder Biehbesitzer ist verpflicknet, auf vorgeschriebenen Vordrucken Veränderungen seines Viehbestandes sofort anzu- melden. In Detrackst Eonnnen Pferde, Rindvieh, Sdjftucine unb Sck>ase. Als Veränderung gelten Zugang durch Geburt, Kauf usw. und Abgang durch Verkauf, Haussckstack)tung, Verciiden ulw. Heber "Abgänge hat sich der ViellLesitzer auszuweisen. Sckpveine, die noch fein halbes Jahr alt sind, brauchen nicht gemeldet zu werden. Dem Matal ter fiU)rer ist jederzeit Einsicht in die Viehbestände und Eintritt in die Stallungen zu gestatten. Ebenso darf den vvm Kreisamt bestellten Revisoreii sowie den Beamten des Ober hesjisckstn Viehlxrndelsverbandes der (Eintritt in die Stallungen oder sonstigen Räume, in denen Vieh untergebracht sein kann, nicht verweigert! werden. Ter Mit der Führung des ViehlatasterS Bc^ auftragte hat von allen Abgängen an Vieh, die nicht durch amtliche Nachloeise einwandsfrei als ordnungsgemäß erwiesen sind, unverzüglich dem Kreisamt Mitteilung zu machen. Seine Rechte und Pflichten können auch einer Kommission übertragen werden, deren Vorsitzender der Kataster führet ist. Jedes Kreisamt hat für seinen Bezirk einen Revisor zu bestellen, der nachzuprufen hat, ob die Listen imb die an gemeldeten Veränderungen mit den Viehbeständen übereinstimmen. Die durch die Führung der Vieh-kataster entstehenden Kosten sind von der Gen:cinde, bent Kommunalverband und dem Viehhandelsverbande zu gleichen Teilen, die durch die Revision entstehenden Kosten durch den Kommunalverband und den Viehhandelsver-- band je zur Häffte zu tragen. Zuwiderhandlungen, wissentlich unwahre Angaben, insbesondere durch Verstellen der Tiere, unterlassene Anmeldungen, sowie das Verweigern der Slallbttichügung werden mit Gefängnis bis zu sechs Wock)en oder mit Geldstrafe bis zu 1500 Mark bestraft. * Maßnahmen auf dem Tcxtilge- b ie t e. Mit Geltung vom 1. Februar 1919 ist der Staatssekretär des Rcichswirtschnftsaiitts er- mäckitigt worden, die tommernielle ii»ii> industrielle Besck-affnng von textilen Rohstoffen, sowie von 8-alb- und Fertigerzeugnissen zu regeln. Seiner Regelung unterliegen auch Verarbeitung, Lagerung, Absatz, Verbrauch und Preis, sowie Be- schlagnalnne und Enteignung aller Textilrohstioft'e und -Ei^euguisse, einschließlich der von Heeres-- und Marineverwaltung frtigegdrenen. Anmeldepflicht de S Bedarfs an Arbeitskräften. Jeder Arbeitgeber, der rntzhr als vier Arbeitskräfte benötigt, ist durch Vervtt> trung des Reichsamts für wirtschaftliche Temobil- Verrnrschtes. ♦ Gleiwitz, 25. Mär^. (WTB.) Nach einer neueren Meldung beträgt oie Zahl der bei der gestrigen .Katastrophe ums Leben Gekommene n bis heute früh in das Städtische Kranken- haus eingelieferten Kinder 72. Achtzehn Kinder ftnd verletzt. Die genaue Zahl ist erst im Laufe des Tages festzustellen. = Glocken-Ersatz. Der Kneg hat's gelehrt, daß es auch für Glocken Ersatz gibt Verschieden« Gemeinden des Unlermaingebietes haben für ihre Turmuhrglocken in E isenba hnpuNern, die an Stelle der Schlagglocken angebracht sind, Ersah ge- fanden, der billig, praktisch und auch wohltönend und weithin hörbar ist — Treysa, 24. März. Aus der hiesigen Flachs- reinigungsanflalt wurde der elektrisch« Motor ge- kohlen. Der Betrieb steht infolgebefien still. AuS dem dtsctzlen Rheingcblkt. mr. AuS dem R h e i n g a u, 24. März. Die Mehlversorgung wird von Tag zu Tag kritischer. In den nächsten Tagen ist sogar mit einer völligen Stockung »u rechnen. Die Ursache liegt darin, daß die ReichSgetreidcstelle das besetzte Gebiet auf sich selbst angewiesen hat. Um einer Hungersnot zu steuern, haben bw Landräte den Bürgermeistern besohlen, alles noch Ligernöe Getreide ausS strengste zu erfassen eventuell auch das Saatgetreide, soweit solches noch vorhanden, ebenfalls anzugreifen. = Aus dem Taunus, 24. März. Die Franzosen haben seit einigen Tagen die Grenzen im Hoch taunus abermals um ein erhebliches Stück in die neutrale Jone hineingeschoben. Wanderer, die am Sonntag in Unkenntnis über diese Veränderung auf der bekannten Kanonenstraße dem Sandplacken zustrebten, gerieten dabei in das .besetzte" Gebiet, wurden von den Franzosen verhaftet und sortgeführt. = Flörsheim a. M., 24. März. Der Kegel- Klub hatte eine am Fastnachtsfonntag abgehaltene und genehmigte .Versammlung" auf den Fastnachtsdienstag verlegt unb in ein Tanzkränzchen um- gewandelt. Das französische Militärgericht in Wiesbaden verhängte dafür folgende Strafen: Der Präsident des Klubs erhielt 1000 Mk. Geldstrafe, für jei'en Teilnehmer mußte er 20 Mk. — 1720 Mk. be- zahlen. Fünf Teilnehmer wurden in eine besondere Strafe von je 500 Mk. ober je 4 Monate Gefängnis genommen. Wenn der Präsident zahlungsunfähig ist, winken chm 8 Monate Gefängnis. — Höchst a. M., 24 März. Der 60jährige Farbwerksbeamte Karl Theobald aus dem Stadtteil Ieilsheim wurde in der Dunkelheit von einem französischen Kraftwagen überfahren und getötet mr. Mainz, 21. März. Auf Befehl deS Generals Mangin fintxm im Stadttheatev Vorstellungen von Mitgliedern des Theaters Porte St. Mw tüt aus Paris statt, die A. Dumas bekanntes en Pollzeigericht, weil sie G l pl a t t e n aus Stettin bezogen hatten, die in f.— , „ , höfische Zeitungen gepackt waren. Ans der Packung -ngebeti. Meldet ein Arbeitgeber oder ein von sckjlassen französische Of i,;i re, daß es sich um ge- ! chm Beauftragter den^Bedarf jm Derfdyiebencn stohlcne Ware handeln müsse, wcu-reno die F-irmen- inhaber Nachweisen konnten, daß es rechtmäßig erworbenes deutsches Glas sei. Das hinderte das Gericht aber keineswegs, der Sache keinen Glauben zu schenken. Nur weil es nicht zuständig sei, mürbe von einer Bestrafung abgesehen und die Sackte an das französische Militär-Oberpolizeigericht ver- 'Postscheck- und Bankkonten) der Bürgermeistereien der Landgemeinden den Steu erbetteln für 1919 aufgedruckt werden. Gleick-zcittg sollen die Kontenbe^eichnnngen den Briefbogen der Gemein- den oufgcbrutft werden. Tiese Einrichtung bedeutet eine große Erlcickxterung bei der Ein- .ahlllng der Steuern und sollte von jedermami bcnüfct werden. Versorgung des Frerndenve t- kehrs. Tie Meldung her Bcrpslcmmgstage, die durch den Oberbürgerrn. ister zu Gießen und dir Bürgermeistereien der Landgemeinden ^es Kreisch zu erfolgen Hai, erstreckt sich nunmehr auch nut Fleisch. In das Anmeldungssormular ist die Zahl der verausgabten Eier und das G^oicht des Der ausgabten Fleiscktes einznfügcn. Die Abmelduirgcv auS der Lebensmittelversorgung sind bet Zu sammenslellung ebenfalls beizufügen. Letzte Nachrichten. Die Eittscndnng der deutschen Finnir'.komims'ion. Berlin, 25. Mär-. (WTB.i Tie britische KoMmission in Spa hat die deutsche Regierung tinit einer Note vom 24. März ein- geladen, ein aus höchstens 6 Personen b e • stehendes Finanz ko mi tee nach Dersuilles zu entsenden. Ten deutschen Vertretern wird ein ungehinderter und schneller Verkehr mit ihrer Re- gi-'imig zu gesichert. Tas Komitee soll die Vermittlungsstelle ?,'ivischen der deutschen Regierung und der Fnianzabteilun^ des Obersten WirZchrfts rate» sein in allen wichtigen Finui-fragen, die mit der Lebensmittellieserung Deutsch lands und der deutschen Auswhr im Zusammen^ Hang stehen. Berlin, 25. März. (WTB.) Die oeutjch- Regierung wird die Mitglieder der nach Versailles ?-u entsendenden Finanz komrnission s o- fort ernennen und dieselben am Donnerstag nach Weimar berufen, um ihnen die nöligen Jn>- stniktionen zu erteilen, so daß die Finanzkommission bereits am Sonntag in Versailles ein treffen kann. BerIin, 26.März Tie Finanzkom smissivn, deren sofortige Abreife nach Ver failles beschlossen worden ist, wird aus fünf namhaften Vertretern der Bank' und Jndustriewelt bestehen. Es werben ihr. wie die Blätter aus Weimar berictidcn, angehören: die Hamburger Bankiers Tr. Melchior und Max Marburg. TircfLor Urbig von der Direktion ba- Dfskonto-Gesellsck^aft in Berlin und der Großindustrielle Mertens, einer der Inhaber der Frank futter Metallgesellschaft. Außerdem werden der tKvmmission ztvei 23ertretet der Reichsbank und zwei Mitglieder der WaffenstillstanLstommifsi'on beigegeben. Bern, 25. März. (WTB.) Der Vertreter der „Neuen Züricher Zeitung" hatte eine Unter- rebung mit dem Mitglied der auf der Reise nach Deutschland befindlichen englischen Finanzdelcti • ftion Frederic Wight, der ihm erllärlc, Deutschland solle durch seine Verpflichtungen für den Wiederaufbau Belgiens und Noedsrank reichs nicht wirtschaftlich und finan ziel! zugrunde gerichtet werden. Es sei keineswegs der Wunsch Englands, noch das Begehren der englischen Fmanz- und Jndustriekreise, Deutschland jede zukünsttge wirtschaftliche Ent saltungsmöglichkeit zu nehmen. Eine übermäßige Kiiegskonttibution würde England nicht erivünschr sein, ebenso eine Leistung in Gold. England bestehe daraus, daß die Warenleisttmgen Deutsch lands in Belgien und Nordsrankreich in offener Konkurrenz mit der englischen Jnduitrie erfolge, wodurch einerseits die definitive Zahlung erleichtert, andererseits die Industrie der Alliierten nicht geschädigt werde. Die Sicherung deS AnSlanfeuS der deutschen Handelsschiffe. Berlin, 25. März. (WTB.^ Die deutsche Waffen still st andskom Mission hatte, tote mitgeteüt, die Alliierten am 20. März ersucht, vier deutsche kleine Kreuzer zur Siche arng des Auslaufens der Handelsscknfie in den Dienst stellen zu dürfen. Ta trotz deS Auslaufens einiger Schiffe mls Hamburg die Gefahr tu.iter beuebt, daß die Aus fahrt der Schiffe in anderen Häsen verlfindert wird, sind die Mliierten gestern von der deutschen Re.fierung nocknnals bruumib ersucht wordcn, untgeljenb die erbetene Genehmigung zur Indienststtl! ir.Tg der vier flcineit Kreuze w erteilen. Ein englisches Ersuchen. Berlin, 25 März. iWTB.) In einer eng lischen Note wurde anne^mbigt, daß am 28. Mär?, eine britische Wirtschaftskommission, gestehend anc drei -Offizieren, von Köln noch 33m;evn rciicn werde zum Studium der bayerischen Er näh r u n g s l a g e. Die englische Kommffsivn bittet, der Kommission alle Erleichterungen für die Reife zu gewähren, Die badische Verfassung. Karlsruhe, 25. März. (WTB.) Tie badische Nationalversammlung hat das V e r f a s s u n g s ge s e tz h-.ule in zweiter Lesung einstimmig angenommen mit der Bestimmung, das- dieses Gesetz iwch der Volksabstimmung unterliegt. Die Ereignisse in Ungarn und die Entent? Bem, 25. März. (WTB.) Die Ereig. nisse in Ungarn Ijalten nicht nur die fran- z ö s i s che Presse und OeffenllickKit vvlllomnu-n überrascht, sondern, wie die „Action f r n u eaise" berichtet, auf die Friedenskonferenz selbst geradezu wie eine Bombe gewirkt. Di ■ gesamte Preffc, mit wenig Ausnahmen, erblickt naturgemäß das Heil in einer fcfbrtigen militärischen Intervention, farm aber ihr Unbehagen über die Situation nickst verheUen. Der,,T e m p s" befürwortet aus diesem Grunde eine Lösung der politisch territorialen Fragen und verlangt als Pfänder für die Forderungen der Alliierten entsprechende mslitärisckte Besetzung deut schm Gebiets. Der „Matin" treibt demgegenüber die Pariser Konferenz Mr Efle an. Nach 133 Tagen seit Beginn des Waffcnsttllskandes sei noch nicksts definitives getan. Schrecklich wäre es, wenn nun nach einigen Wochen des Siegurauschs den ^liierten Ost- und Mitteleuropa mit einem rachsüchtigen Deutschland an der Spite gegenüberseh-. Von de» sozialistischen Blättern äufgert sich bisher nur bet „Populair e", der es für einen frfjtocrat Fehlet l-ält, wenn man glaube, daß die ungarische Relw- lutron ein Manöver Tentsckstands sei. Die Ungarn fticn zum äußersten getrieben luorbcu. M I 248 Am. Butten» Steifer 3t™ vurch«eff« 25-29 2 3t™. Durchmesser 20-24 12 Stodi Atm. Durchmesser 160 12-19 2 3743 1 Atm Durchmesser 2 Atm. Durchmesser 16 3809B Atm. Durchmesser 30 Itm. Durchmesser 278 1 Itm. Durchmesser 25-29 17 Atm. Durchmesser 20-24 79 IL Atm. Durchmesser 12-19 126 Bachdruckerei J.lVcinert Nfnenwes 9 Gießen 3795 l Lehrer für modern tnfelberfen u. Servieren. Zrau 4l|t Graefe geb. Schuster, Haushattuna-lehrerin. Qhqjtn, de, 22. Wrj 1919. 3796V (Emil Roth, Verlag in Giehen Zum 3833 Dender. 3784 gowie alle anderen Geräte fttrdle LanÄwlrticha!t 8lbc empfiehlt IJeblcetraüe 13. PnniPalnWin weT^en *u meiner Werkstätte libpOlülui uU fachKumltt u. prompt ausceführt Rein. 3788 PerMpr. 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X befuchrlarien.vankkarlen.verloduagr', T Vermählung»., Geburt»« ♦ und Trauer- Drucksachen ♦ tverdei li feinster Ausführung ht der eine tägliche Zulage von 5 darf be: freier und guter Verpflegung. '2kf5rbcruneen und Berletvungca (E. ft. I. und Klasse finden imlt! DerlieheneS Abzeichen: BerstlberleS Etchenlaud artd«Ut Ambtr eiytmtlM werben, die bis zum vollenden. langen vom Forstwart Koch dahier oorgezeigt. Beuern, den 24. März 1919. Hessische Bürgermeisterei Beuern. Walther. Holzversteigerung. DouuerStag, den 3. Avril, form. 10 Ubr kommt tn der (Gastwirtschaft Born zu Sieukirchcu zum össcntlichen AuSgebot: L Gemeinde Neukirchen ^Bahnstation». 35,40 9m. Eichenstammhoiz Alteicheu - Tchneidholz, gusammenkunft oberhalb Fünshanfe». Beuern, den 24. März 1919. Hessische Bürgermeisterei Beuern. Walther. — 0,82 Festnu, Fichtenstämme 3. AL, 30 — 39 = 2,91 Festm., Fichtenftämme 4. AL, 25-29 -=-15,81 Festnu, Fichtenftämme 5a AL, 20—24 =r 18,40 Festm., Fichtenstämm« 5b AL, 12-19 - 53,44 Festm. bei MWc Gebr.Imheuser Gießen Marirtplatt ä-tä Kleiderbügel. Die Bellet du na »steile •f Kleiderbügel »um Preise von fenutg abqeben. ni 30-39 Atm Durchmesser Neu cingetroffcel Großer Posten KORSETTEN aus bestem grauen Köper, moderne Form M. 22.50 und M. 24.— Große Auswahl in eleganten Korsetten in Leinen und Damast AL 29, 42, 45. Fritz Nowack. Holz-Submisston. Zu» den Waldung« der Vemeiub« Beim kommt folgendes Holz auf dem Sudmisfionsweg -um verkani: Holzversteigerung Freitag den 28. Mär, von oormirtags 91' U^r an kommen im Gemeindewald Beuern, Distrikt Heeg toalt und Burghain, pur Decsteigerung: Düngerstreuer !lr alle Duncarten Ackergeräte ’ffi' Jauchefässer Jauchepumpen Dezimalwaagen uneen, bet 21. März 1919. Hessisches Amtsgericht. Saibstcinfertigen von Hüten Togal-Borden, Stroh-Borden, weih, schwarz, farbig. 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Meldungen tn der Schreibstube der ftomoagnte in Rawi sch. Abmeldung hat bet dem BeUrk-kommando zu erfolgen. daS Ausweise zur Ellangung einer SAUt- tärfahrtarte nach hier aasstell. Milträrsahrkar« ist an der ^Za'.miverre nicht abzugeben. sondern aut der ^omvagnieschrcidstube. wo gegen Ablieferung derselben die Reisekosten vergütet werden. TranNmin a;«D Oberleutnant und ftomvagnieführer 8. Kontvagnie Ins Regiments Rr. 80 Ärenzichutz Oft Feldpost Rr. 087. ■iHiinii ii.iiiH!!!!!!!inuwnimmiiiiiii!iHiiiimn.,nTniiiiiii!ininTTwwin^ Weeclista liefert schnell und billig die Holzwarenfabrik H. Beiz, Völzberg (Kreta Gelnhausen). **» TeteUete grette end franko« ................................................ 2 Kilomeier vom Bahnhof Reuktrchen in dem Distrikt Fuche-deck. 38201) Schmalbach (ArelS Wetzlari, den 24. März 1919. Der Bürgermeister. €>u 11 e L_______ Aufruf!- Ttriffl RrtJiiiaj Pü Mtilti S. flonit|iit üeS LRtederschlestschen Fnianterie'RegtmentsRr. Sfi zu RawU'.h, Broour; Polen, feblen »och dringend Unteroffiziere L. Mauuschafteu. Die Komvagute bittet alle ordnungsmässig em Ioffenen Lrieggkameraden. sowie aüe, die Fahr it der Waste gcdteni buben, unb die geneigt Unb. unsere deutschen Stam iiesgenossen in Ihrer irm bestehenden bedrängten Lage gegen polnische Macht und ÄnmassungSgelüste zu schützen, um Eintritt tn die ftomoagnte. OrdnungSmässiae Emlaffungdpaptere lind mit- zu bringen! Gründ und Hauptbedingung neben ben neuzeitlichen Reformen ist straffe Disziplin unb Manneszucht! Bei Itlägiaer gegenseiltger ftündigung erhält jeder Manu monatlich 30 2J1., jeder ®eireite 33 M tllnterofnzie e erhalten die ihrem Nang entsprechende Löhnung': ausserdem erhält jeder Mann Otehche und Unterossszier Oegenfranb be* lln'^rnehmcnS ist: die Sxrfbrf- famo von Zertilnxrrcn, sowie der Sxmbel mit Teitil|cl>ri’alrn «nd verwandten Artikeln Txti Stammkapital beträgt 20 000 Ml. Der Grsel'schastäverrrag ifl am 12. Februar 1919 ab» yeschlos>n. Die Gesellschaft wird durch »wer Ge- ichLit-jLhrer vertreten. GeschLstSssthrer sind: Peter DortantS, Textil» xttgtxina, unb Max Ster», Laufmann, beide in bleischverbrauchsregelung. Durch vertüLnng be» Hefftschen IlandeS-Er- nä>rungvemte» Dem 14. do. Mid. ist die den Städten unter üoOüO tii tmebnern zustehende Wochen-Kopf- menge au Fletsch auf 1OO 9rtnn für ble Derioa festgesetzt worden. Giessen, den 25. Marz 191» 88138 Lcr Cbcrbftrgrrmcutrr lllebrnsmittelamt). Tie beste Ileberraschung I lit lebe be-ortt« Uaeefree ♦ ist Schuhcreme ««AIhu ♦ konlervlert da» Vebrr. erzenat vochglanz ♦ »dar Dlflbe. 1 aÄ,‘,a „Ala“ Chem. Fabrik A.G. Frankfurt a. 3D1W BogeiSberastrasse 32 relrohon Oanla 7WÄ (*hr Bnrvee-MederlMjret Vrn >«r Lftrnmm, vobi.hossS ftlinaelhAfer ck Ttlaes, Weü-M»L Klavier- Stimmen . 1/ Reparieren > Polieren 1 , in tadelloser Auaführ ' Wilh.Rudolph »»essen, den Q. Mär» ÖIA 3814B tu Dbefi üiKrntrtfter (LebenOmittckamt). ter st« Vorschulklasse (1. Schuljahr) der höheren Lehranstalten onfgehoben wird, sind auch di« für die bisheri« anterste Vorschulklasse in Betracht kommen- den Schiller nab Schülerinnen zur Volksschule an- Mweldo. v-i der Saawlbxwj ist der Impfschein und bei auswart« geborenen Arabern auch der Geburtsschein Mcpdn|<*. Bekantttmuchuttg Der vom Gemeinderat burd)beratene vorauichlag der Gemeinde Langsdorf für 1919 liegt von Donnerstag den 27. d. Mts. an eine Woche auf dem Amts- zimmer des Bürgermeisters zur Einsia)t der Inte- refienten offen. Während dieser Zeit können Einwendungen schriftlich oder zu Protokoll daselbst vorgebracht werden. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden. Langsdorf, den 24. März 1919. Bürgermeisterei Langsdorf. Vckanntmachunss, In Abteilung A unseres Handelsregisters nnnbe heule bei der Firma ttbr. Ivdcl in tzungen txngrtva rm: Du Firma ist vom 1. April 1919 ab mrs Ocorg Jockel in innigen übergegangen. Die Pwkura des feygen Inhabers ist erlosch«. düngen, ben 19. März 1919 38108 Hessischrs Amtsgericht. Nie veraltend und **R da» beste Geschenk für Geburtstag und Konfirmation sind in diesen ernsten Zetten: GOETHEBREVIER ko» II Fichtenstamm 1. AL, 50 a. mehr Itm Durchmesser D er Webten jeck- Nee- inferttgeeg a. UearbeWaiig. Di« Angebote sind getrennt nach Sortiment und Alaff« innerhalb der Lose, da Keine Zusammenrechnung stattfindct, pro Festmeter, bis -um Montag ben 31. März nachmittag» 1 Uhr bei unterzeichneter VKrgermersterei einzureichen, wo alsdann die Eröffnung erfolgt. Die DerKaussbedingungen, denen sich die Aihtfer mit der Einreichung ihrer Gebote unterwerfen, können bei uns eingesehen werden. Das Holz lagert in den Distrikten Heegewald, Appessperk, Mark und Heegstrauch und wird auf Der- Bekleidungvsrelle, Zimmer 8.___________ Bekanntmachung. ft reit an ben XN. Märt L ftf. nachm. 2 Ubr freeUeen», -ererben durch da» Ärmenamt im Städt. Hoiotral. SeltreSweg IL verichiedene» Mobiliar unb sonstige ^uobalruagSgegenftände meistbietend gegen bar DcrucinrTL 373613 •kbm ben 24. März 19191 Der Lberbllraerweister lArmerwerwalttmgs. Dolköschule zu (ttietzcn. Di« Hnmelbung der Afnber, bie bl» Ostern dieses Fahre» da» 6. Lebensjahr -urückgelegt haben, zur Volksschule sindet statt: 1. In der StadttNabeaschvle, Dest-Anloge 43, Dienstag bei ÄprU, oormrttogs von 10 bi» 12 Uhr, 2. in der Stadt«äkchenfchule, Schillerstr. 8, Miitwoch den L Lvrll. vormittags von 10 bi» 12 Uhr. knneu en obengenannten lagen, vorm. von 9 bi» 10 Uhr, gdftg und leidlich genügend ent» X fchnellflens und preiswert angefertlgL Mit Mustern stehe gern zu vielsten. md Srotzes tiger in VrlefpapieriKaffettea. Handwagen Leiterwagen Kastenwagen Einzelne Rader Carl Schunck Seitenweg 38. MIM 4,01 Fm. Aiefem- und Fichtenstammbolz. Die Herren Förster Häba >u Bonboben und Raffen »b ftrastfolm» zeigen auf Wunsch bad Holz | an nnb erteilen gegen Erstattung bet üblichen Ge- t dühr Äufmnhllfte. -JA grauen und Töchter. Am Donnerstag ben 3. Avril beginnt im Saale des OotelJ Schütz (tote bisher alljährlich» ein gründlich bildender Lffchded-u.Sewietturr verbunden mit Anstandslehre. Wir laden alle Damen, Frauen und Töchicr Uilfl. zur Teilnahme ein. — RachmitlagSklirv von 4 Ubr, Abendkurd von 7'/, Ubr. — Anmeldungen werden beim Herrn Portier im H»tel Schütz, woselbst Referenzen von höchsten Herrichasten unb Programme ausllegen. ent- ocflcn,:enointnen. — UttterrichiSgeld Rach» mittagSkurS 2U Mark, Abendkurs 20 Mark. Die Unterrichtsleitung: ,ws 5rltz Graefe.