Ur. §8 Ultttwod), 26 Fevruar (919 L 169. Jahrgang WtWU mD den. den Maschinen- ^hmier-Oele Es gibt keine Reservate mehr. Anschlnfrverhandlungen mit Deutsch-Oesterrcich. 'GART ng, Hans Michaelis, Alfred Saal. i von Brahms op. 5L2 Beethoven 59 E-MolL 1-, 1-, 1- sind rnst Challier (Tel. 671) zu haben. Studenten- ur im Vorverkauf beim ätät gegen Vorzeigung konntaqS. - Beilagen: •icficßtr §amslicnblät1rr; Kte-.$bl6tt ffr btn Kreis Sietz«. Vezvgrprei,: rnonatl. i'tt.1.35, viertel- jähri.ch 'M 4.05; durch Adhote- u. Ziveigstellen monfltt. Mk. 1.25 durch 616^0(1 Tif.-LOouiertel- fährt. ausschl. Bestellg. ttenilprecL - Anschlüffe: für die 6erlao,®efd)Qitöfte(le51 Anschrift sürDrabknach- nd)iem Anzeiger Sietze«. zert-Verein 19 ■uhMlHi|Hi/l|jjr Iw Universität: onzert ;Zerta aml6.Febr.1919 den Kommissionen, von n?cld)en die erste die staatsrechtlichen Grundlagen des Zusammenschlusses f'est- legen und die übrigen sich mit Handels- und finanzpolitiscl>en und sonstigen wirtschaftlichen Fragen befassen sollen. Dar vsrläufigeReichswehrgesetz. Das aus dem Schoße der Parteien hervorgegangene Reichsivehrgesetz, das bis zum 31.. März des nächsten Jahres in Geltung bleiben soll, ist von der Nationalversammlung mit unwesentlichen Abänderungen gestern angenommen worden. Zuerst sprachen die Parteivertreter, dann der „Reichswehrminister" Kioske. In den Erörterungen spiegelten sich noch einmal deutlich die verschiedenen Auffassungen, die man über die Revolution und ihre Wirkungen haben kann. Am geringsten waren die bürgerlichen Parteien an der Aussprache beteiligt, denn sie sind sich längst darüber tfr.iig, daß wir ein geordnetes Heer zum Heimatschutz, zur Verhinderung wachsender Gewalttätigkeiten im Reiche unbedingt nötig haben. Einig ist man sich in diesen Kreisen auch in der Trauer über den schmählichen Zusammenbruch unserer einst so stolzen Wehrmacht, die trotz mancher Mängel eines der wertvollsten Besitztümer unseres Volkes war. Sie liegt jetzt am Boden, und wenn der sozialdemokratische Redner Schöpflin die Spitze seines Tadels zunächst gegen die Offiziere richtete, ihnen zu viel Sorgfalt wegen Uniformsragen und Achselstücken vorwarf, so konnte er doch damit den Umstand nicht verdecken, daß vielfach in ungerechter und kindischer Weise auf diesem Stande herumgetreten worden ist. Und die Hauptsache: eine starke Disziplin muß wieder kommen. Darin sind sich Schöpflin und Noske einig, die ihre Beredsamkeit aufwenden, um die Unabhängigen zu überzeugen und ins Unrecht zu stellen. Nicht nur zum Grenzschutz brauchen wir ein neues Heer. ^Es wäre," so sagte Noske, „ja Tollheit, wenn die Regierung zusehen wollte, daß durch ein geradezu gemeingefährliches, ver- brttherisches Treiben einer geringen Minderheit unsere Wirtschaft weiterhin zugrunde gerichtet wird." Die Unabhängigen lehnten den Entwurf, der übrigens die Wehrpflicht ausschaltet, als „ein Stück Wiederbelebung des Militarismus" ab. Ihr Redner Henke meinte, schon dadurch, daß über die Stärke der Reichswehr nichts gesagt werde, müsse der Argwohn unserer Feinde verstärkt werden. Noske sagte: „Die Stärke der Reichswehr wird, wenn wir Glück haben, nicht ein Drittel der alten Heeresstärke betragen." Wir meinen im Gegensatz zu dem Abg. Henke, daß die Regierung gerade aus übertriebener Besorgnis vor dem Auslande einstweilen nichts Näheres über die Stärke der Volkswehr festgesetzt hat. Man kann ihr dies höchstens als Schwäche anrcch- Tien. Vielleicht wäre es besser und würdiger, wenn man offen mit einer Mindestziffer her- vortreten würde, denn wir Deutsche, und nicht etwa die Franzosen und Engländer, sind zuständig, festzustellen, was für uns zum Schutz der Grenzen und der Heimat unerläßlich ist. "ttoNi Brill! «m* •r anniahml-en r 'j.r, MMren linbAunci robten Mrern nöl» »um bte Maßen. ^^S aebilbet aul ros wirb L.fflcn der Nietung tnt-nM jen Tlv'l'A^stgr-ibeS gsfijjs w ulRödiger . empfiehlt tu. Vie Verhandlungen in 8paa. Berlin, 25. Febr. (WB ) Nachdem die deutschen Kommissionen für die Schisfahrts-, Finanz- unb Lebensmittelfragen bereits am 23. Februar in SPaa eingctrosfen waren, teilte General Nu- d a n t im Auftrage Fachs in der Vollsitzung vom 24. Februar mit, daß die für diesen Tag ange- setzten Verhandlungen über die mit der Versorgung Deutschlands zusammenhängenden Fragen nicht ausgenommen werden könMeu. Die Zusammenkunft könne nicht vordem 4. März statt- sinden, da die alliierten Delegierten noch nicht im Besitz der genügenden Unterlagen für die in Betracht kommenden Finanzfragen seien. Tie ver- bünbeten Regierungen ließen jedoch erklären, daß sie bereit seien, die Frachtüberschüsse, die aus der Vern^endung der deutschen Schiffe im Dienst der Alliierten entstehen, als Bezahlung für die Lebensmittel anzuerkennen. Damit sei die wichtigste der ungelöst gebliebenen Fragen erledigt. Deutscl-erseits müsse man sich darüber llar sein, daß keine Lebensmitteleinfubr nach Deutschland möglich sei, ehe nicht entscheidende Fortschritte hinsichtlich der Zurverfügungstellung sowohl der deutschen Frachtscknffe als auch der Passagierdampfer gemacht worden seien., Deutschland müsse ferner ein sehen, daß die baldige Lieferung der Lebensmittel namentlich von dem Zeitpunkt abbängt, zu dem der deutsche Scksiffsraum für den Lebensmitteltransport verfügbar wurde. Im deutschen Interesse liege, es also, wenn die Schiffe sobald und in so großem Umfange wie möglich den Alliierten zur Verfügung gestellt würden. General v. Hammerstein erwiderte auf Rudants Ausführungen, es lei höchst unangenehm. Deutsche NationLloersammlung. (15. Sitzung.) Weimar, 25. Febr. Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung mn lOVt Uhr. Unter den Einläuien befindet sich ein Telegramm aus Düsseldorf, das energisch Protest gegen die Pöbclherrschaft und Anarchie in Düsseldorf erhebt. Auf der Tagesordnung steht zunächst die Interpellation der Teutscl)-Nationalcn Vollspartei, betreffend Uebergripc cinzelstaatliä-er Venvaltun- gen in bezug auf den Religionsunterrielst. Ministerpräsident Scheidcmann erflärt. daß die Regierung diese Interpellation zu beantworten bereit fei und sich über den Tag der Verhandlungen mit dem Präsidenten ms Einvernehmen setzen wolle. Damit ist dieser Gegenstand für heute erledigt. Es folgt die erste und eventuell zweite Beratung des von den Abgeordneten Löbe, Gröber, von Patzer und Dr. Rießer eingebrachten Gesetzentwurfes über die Bi düng einer vorläufigen Reichswehr. Abg. Schöpflin (Soz.): Der Antrag ist aus der bitteren Rot der Zeit hcrvorgegangen. Er ist rin Notbehelf, der dem gegenwärtigen Chaos ein Ende bereiten soll, indem er die vorhandenen zersplitterten militärischen Kräfte organisch zu- sammenfasfen will. Wir sind leider auf das An- werbestzstem, aus Freiwillige angewiesen. Das Gesetz soll Ende März 1920 wieder außer Kraft treten. Eine einheitliche organisierte Truppe wird die vorlüusige Reichswehr nicht sein. Was aber einchritlich wecken soll und toerben muß, ist, daß diese Reichswehr die R e i chs v erf as su n g respektiert, daß sie bereit ist, in Konflikten sich der Reichsregierung unterznordnen und den Rrichs- gesetzen Geltung zu verschaffen. Notwendig ist auch, daß die Freiwilligen sich einer Kommando- aewalt unterstellen, wofür die seiner Zeit erlassene Verordnung des .Kriegsmmisteriums eine gute Grundlage bildet Auch eine Disziplin, und zwar eine starke Disziplin, muß die Reichswehr haben, sonst wäre es schade um jeden Pfennig, den wir dafür ausgeben. Die Verhältnisse sind aanz ungeheuerlich und ich' scheue mich nicht, zu sagen, daß es einem manchmal weh tut, wenn man sicht, wie die Kasernen — verzeihen Sie den Ausdruck — manchmal zu Schweineställen ge- aaacht werden. Ich verstehe es. wenn die Offiziere versuchen, den gegenwärtigen Zustand, soweit er sie persönlich betrifft, zu ändern, daß sie versuchen, dem Of'siziersstand wieder Geltung zu verschaffen. Aber in einer Zeit, wo das deutsche Volk aus tausend Wunden blutet und um seine Existenz kämpft, sollten deutsche Offiziere höhere Jntereffen haben als Unijormfragen und Äckffel- stücke. Es geht einfach nicht an, den Zustand weiter bestehen zu lassen, daß polnische, tschechische oder irgendwclckie anderen Banden die Grenze des Reiches bedrohen oder daß irgend>oclck)e. Fanatiker oder ein paar Verbrecher sich zu Banden sammeln und Städte terrorisieren, Werke ftillcgen und eine Schreckensherrschaft aufrichten. Ruhe undOrd- n u n g sind die Lebensbedingungen für das deutsche Volk. Wir empfehlen Ihnen einige Abänderungs- anträge, wonach die Mitglieder des jetzigen Frri- willigenheeres, insbesondere die Unteroffiziere und Offiziere den ersten Anspruch auf Uebernahme in das später dauernde Heer erhalten sollen. Bewährte Unteroffiziere sollen zu Offizieren befördert werden und den Angehörigen des Freiwilligenheeres dieselben 2krforgung»gebüljmii fe zustehen, die den Heeresangehöngen im allgemeinen zu- gestanden haben. Es gilt jetzt schnell und energisch zu handeln. (Beifall.) Abg. Gröber (Z.): Die Schaffung einer vorläufigen Reichswehr ist eine so wichtige Aufgabe, daß wir jede Stunde als verloren ansehen, um die sie verzögert wird. Abg. Siehr (Dem.): Wir fordern von der Regierung mit aller Energie, daß sie den 0 ft» preußischen Grenzlanden hilft, sie vor dem Fürchterlichsten zu bewahren. Wir fordern, auch in Schlesien, Posen und Westpreußen ein weiteres Vordringen der Polen über die festgesetzte Temarkatimrslinie hinaus zu verhindern. Abg. Baerecke (Deutsch-nationale Vpt): Hätte die Revolutionsregierung rechtzeitig scharf eingegriffen und ihre Pflicht getan, die Dinge hätten nicht so weit kommen können, und wenn jetzt endlich etwas geschieht, so ist es reichlich spät. (Sehr richtig! rechts.) Die Vorlage zeigt, daß die Sozialdemokratie umgelernt hat. Es geht eben nicht ohne Militarismus. (Lachen links.) Man sollte die Offiziere wieder in ihre Ehrenrechte einfetzen. Zu militärischen Führern dürfen nur Sachverständige ernannt werden. Das alte Heer war für unser Volk eine Schule, die es gerade heute bitter nötig hätte. Abg. Henke,(U. S.): Es wird immer wieder auf die uns vom Osten drohende Gefahr, auf einen Einmarsch der Bolschewisten hingeimesen. (Lebhafte Zurufe: P,len!) Würde uns über die außenpolitische Lage im Osten Klarheit gegeben, so würde sich alsbald berausstellen, daß das nichts als Schwindel ist. (Lacken bei der Mehrheit.) Nackidem wir jetzt eine Regierung haben, schwarz wie das Zentrum, rot wie die Sozialdemokraten und golden Ivie die Temokraten, sollte doch mit dieser überlebten diplomatisckien Gel-eimnistuerei endlich Schluß gemacht werden. (Heiterkeit.) Tiese Vorlage ist nicht eine Erfüllung des Programm- falbes des Erfurter Programms, es ist ein Stück Wiederbelebung des Militarismus. Teshalb bekämpfen wir diesen Gesetzentwurf und lehnen ihn ab. (Beifall bei den Unabhängigen.) Reichswehrminister M 0 ske: Ich komme mit meiner sozialdemokratischen Vergangenheit nicht im miirdesten in Widerspruch, wenn ich mich dafür einsetze, daß das Reich so rasch wie möglich in gewissenr Umfange eine militärische Wehrhaftigkeit erhält. Wir haben in unseren Reden im Reichstage niemals der Wehrlosigkeit des Reiches das Wort geredet, wir haben niemals die Disziplin im Heere zu untergraben gesucht. Was wir getan haben und was wir auch heute nicht zu bereuen haben, ist, daß wir gewisse Einrichtungen des alten Hauses bekämpft haben. Mit diesem Gesetz wick lwffenllich der Anfang zu straffer Einheit auf militärischem Gebiet gemacht. Es wäre eine verbreä>erisck>e Leichtfertigkeit, wenn die Regierung nicht darauf Bedacht nehmen würde, das von Bolschewisten bedrohte ostpreußische Gebiet zu schützen. (Beifall.) Tie Stärke der Reick>s- wehr wird, wenn wir Glück haben, nicht ein* Drittel der alten Heeresstärke betragen. Soldatenräte in einer derartigen freiwilligen Trrippe nach dem Schlagwort etwa: Alle politisch- Macht den Soldatenräten, würde bedeuten, die politische Macht in Teutschland einer Truppe auszuliefern, die sich dann leicht zu einer Prätorianergarde aufwerfen könnte. Es muß daraus geachtet werden, daß in diesen freiwilligen Verbanden ftrafje Manneszucht und tadellose Disziplin geübt wird. (Beifall.) Ich hoffe, daß das bloße Vorhandensein der Reichswehr schon derartig wirken wick, daß sie zu ernsten Kämpfen nicht Ver- loendung sinden wird. kBeifall.) Abg. Aßmann .(Teutsche Volksp.): Wenn wir Ostpreußen nicht schützen, verlieren wir unser wichtigstes Ernährungsgebiet. ^Die Bolsck-ewistcn ijnbeit ein straff diszipliniertes Heer. Die Rang- nnd Gradabzeichen sind keine Schieiderftage, hier handelt es sich um tiefe Gemütswerte. (Sehr rick>- tig! rechts.) Es war eine Sck>ande, daß halbwüchsige junge unreife Burschen, die memals den Ernst des Kampfes kennen gelernt hatten, den unbesiegt aus dem Fell>e heimkehrenden Offizieren die Achselstücke und Kokarden abrisfen. (Sehr richtig!) Tas mußte von diesen Männern aufpefafct werden wie eine Kapitulation vor dem Geist der Ausfchrei- tungen, mit dem ihnen die Heimat entgegentrat. Wir im Osten haben ganz andere Sorgen, bei uns geht es ums Leben. Die Polen haben eine Aushebung deutscher Bürger für das polnische Heer angoocknet. (Hört, hört!) Sie kehren sich einfach nicht an beit Waffenstillstand. Wir brauchen einen Heimatschutz Damit schließt die allgemeine Aussprache. In der Einzelberatung spricht • Abg. Ritter von Langheinrich (Demsi für den Antrag der Mehrheitsparteien, wonach besonders bewährten Unteroffizieren die Offrzrers- laufbafjn eröffnet werden Ml. Abg. Dr. Cohn (Unabh. Soz.) befürwortet eine Reih- von Abänderungsanträgen. Reichswehrminister Noske roenbet sich gegen diese Abänderungsanträge der unabhängigen -Sozialisten, die er bis auf denjenigen betreffend tne Eröffnung der Offizierslausbcchn auch für bte Mannsck-asten abzulehnen bittet. Die Besorgnis, daß viele Vertreter des alten Systems, ältere verknöcherte Offiziere, Iffnemkommen, sei unbegriurdet. Es seien bereits ältere Offiziere in großen Müssen verabschiedet worden. Tie Abgg. Locke, Gröber irnb Gen. ändern ihren Antrag zu § 2 dahin ab, daß der letzte Satz nunmehr lautet: „Offiziere und Unteroffiziere, die in die Reichswehr eintreten, sollen in erster Linie bei Uebernahme in die iufünftige Wehrmacht berückfichsigt werden." Nachdem -noch Abg. Ve i d t (Deutschnat. Vp.) den Abänderungsanträgen Loebe u. Gen. zu § 2 lebhaft zugestimmt und der Anerkennung für die Leistungen der Offiziere Ausdruck gegeben hat, wird § 2 mit den Anträgen der Mehrheitsparteien unter Einfügung der Worte: „und Mannschaften" bei der Eröffnung dec Offizierslaufbahn, aber ohne Anftechterhaltung des Wortes „besonders" angenommen, § 2a abgelehnt. Der Rest des Entwurfes wurde nach den .Anträgen Loebe u. Gen. ohne Debatte erledigt. Nächste Sitzung Dmmerstag 10 Uhr. Dritte Beratung des Reick)swehrgefctzes, kleinere Vvr- lagcn erste Lesung des Verfassungsentwurfes. Schluß gegen 2 Uhr. Das ReichscisenbahnprogramA. Berlin, 25. Febr. (WTBsi Der Minister der öffentlichen Arbeiten, Hoff, erklärte deut Direktor der „Den sichen Allgemeinen Zeitung", S10 11 b e r g, auf die Frage, ob die Reichsverfassung in dem bekanntgegebenar Entwurf zu Fortschritten auf dem Gebiete des öffentlichen Verkehrswesens führen werde: Ich tann mit voller Ueberzeugung mft einem bestimmten „Ja" antworten und ebenfo zuver icht.ich hi -ufügen, daß diese Fortschritte erheblich sein wecken. 'Der erste Fortschritt ist die ausdrückliche Erklärrmg im Art. 89, daß es die Aufgabe des Reiches ist, die den allgemeinen Verkehr dienenden Eisenbahnen in' seine Verwattung zu nehmen. Tas ist das von den weitesten Vvlkskreisen gewünschte Reichseisenbahnprogramm, dessen Durchführung die beutfdeg Republik in den Besitz aller Eisenbahnen bringt. Die Durchführung des Rrichsrisen- bahnprogramms darf aber nicht ab calendas graeeas vertagt wecken. Durch Art. 97 wecken die Eisen- bahnverwaltunyen zur Einführung bedeutsamer rintdtlidNrr Ernrichtutrgen und Maßnahmen auf allen wickffigett Gebieten des Verkehrs, des Betriebes. Baues, der Verwaltung verpflichtet. Zur Lösung von besonders schüvierigen Fragen, namentlich zur Vorbereitung und Einführung eines Z wei klassen sy stems im Personenverkehr sind Kommissionen eingesetzt. Die ins Auge gefaßten Reformen schaffen eine breite Unterlage für längst angestrebte Verbesserungen, namentlich des Durchgangsverkehrs, aber auch für die 10 dringend notwendige Hebung bc5 _Wertseftnstser- gebnisses. Ter dritte Fortschritt ist die Einheitlichkeit der Reick-saufficht über die Eisenbahnen, solange sie noch' nicht vom Reiche verwaltet «oeri jetzt die plötzliche Verschiebung der Zusammenkunft auf den 4. März zu erfahren, nachdem dir Alliierten selbst mitgctrilt hätten, daß die Verballungen am 24. Februar beginnen könnten. Die gesamten deutschen Kommissionen seien daraufhin am 23. Februar in Spaa ein getroffen. Nudant crflärte, er bebauere die Verzögerung der Zusammenkunft, er fennc_ aber die Ursache nicht, abgesehen von dem erwähnten Punkte bezüglich der finanziellen Frage. Der Vertreter der deutsck-en Regierung teilte im Anschluß hieran mit, daß ihm von städttschcn und Kreisbehörden des mederrhrinischen Kohlenbezirks mehrere Telegramme zugegangen seien, die ■ im engen Zusammenhang mit den leider verschobenen Verhandlungen ständen. Abgesehen von ihrer allgemeinen Bedeutung dürften sie auch die interalliierten Kommissionen interessieren wegen der Wichttgkeit, welche die K0hlen- und Koksbelieferung aus dem rheinisch-wesffälischen' Kohlenrevier für die besetzten Gebiete habe. Er verlas dann Auszüge aus Telegrammen. Es wird in ihnen übereinstimmend erklärt, daß die Lebensmittelnot aufs höchste gestiegen, und daß der größte Tell der unterernährten Arbeiter am Ende seiner körperlichen Leistungsfähigkeit angekommen ist. Dauerstreiks und Hungerkrawallei seien überall zu befürchten, wenn nicht rasch und ausreichend Lebensmittel beschafft würden. Der Vertreter der deutschen Regierung bemerkte hierzu, er habe diese Telegramme Ickiglich zu dem Zweck verlesen, damit die interalliierten Kommissionen sähen, wie hoch die Ledensmtttelnot in Teutsch- land geftieaen sei, und zu welchen Zuständen sie führte. Dic innerpvlittsche Lage fei niemals so drohend gewesen wie jetzt. Nicht nur sim Ruhr-' gebiet, aus dem diese Telegramme stammen, fon-' dern auch in den Hauptstädten Süddeutschlands hätten die Extremen die Oberhand gewonnen ober- ständen im Begriffe, sie zu gewinnen. Die bol- schewistische Gefahr sei größer denn je. Die deutsche Regierung tue alles, um diese Gefahr zu bekämpfen. "jCbcr bjc einzigen dauernd wirksamen Waffen seien Brot und Arbeit. Tie Lieferung dieser Waffen hänge allein von den alliierten und affoziierten Regierungen ab. Er hege die feste Ueberzeugung, daß die bevorstehenden, jetzt verzögerten Verhandlungen von den alliierten und assoziierten Regierungen in großzügiger Weise geleitet und nicht mit Bckingungcn verknüpft würden, dic Deutschland die Annahme unmöglich machen oder außerordentlich erschweren müßten. Die Lcbensmittelverforguug Deutschland-, Berlin, 25. Febr. Zu den englischen Meldun- gen, daß der Rat der Verbündeten für Lebensmittelversorgung und Hilfeleistung 30000 Tonnen Speck und 5000 Tonnen kondensierte Milch nach Deutschland geschickt habe, erfährt die „Deutsche tzlll- gemeine Zeitung": (Es war ursprünglich beabsichtigt, diese Mengen aus englischen in Rotterdam lagernden Vorräten zu entnehmen. Inzwischen sind in Rotterdam aus Amerika zwei Schiffe mit den obenerwähnten Mengen eingetroffen, die tatsächlich für Deutschland bestimmt waren. (Es sind Verhandlungen im Gange, diese Waren für die deutsche Bevölkerung sicher zu stellen. (Es besteht also mehr Aussicht auf baldige Zufuhr, als die erste Lieferung noch mit Gold oder Devisen bezahlt werden könnte. Eine unverschämte Lüge des „Figaro". Berlin. 25. Febr. (WTB.) General van Winterfeldt Übermittelt uns mit der Bette um Verösfmtlichung nachstehende Erklärung: Der Pariser „Figaro" erdreistet sich in feiner Nummer vom 22. F-ebruar, feinen Lesern folgende „A nek- do te" mihutifdrcn: General von Wiuterfcckt legte bei Unterzrichnung des Masfensff'.lstauLsabkommens am 11. flLovember den französischen Orden der Ehrenlegion an, roeü er sich tn 'einem! beschränkten deutschen Horizont einbildete, er würde dadurch Eindruck auf Marschall Foch machen. Foch tabe aber Winterfeldt nur scharf angesehen und auf das Krril; deutend gesagt: „Ich ermächtige Sie, es abzulegen." Ich habe hierzu folgendes zu erklären: Wie: Marschall Foch mn besten wissen wick, ist an der Erzählung des „Figaw" nicht ein wahres Wor t. Ms Privatmann würde ich es für unter meiner Würde gehalten haben, auf das erbarm- lidje Machwerk des großen ftanzösiscben Blattes auch nur ein Wort zu verschwenden. Da ich aber als bevollmächtigter Vertreter des deuffchen Heeres! über dm Waffenstillstand verhandelt habe, so bin ich es der deutsck)en Waffenehre schuldig, die Darstellung des „Figaro" als das zu brandmarken, was sie ist, als feige und unverschämte Lüge. Sie ift ein Schulbeispiel für die niedrigen und gehässigen Mittel, Mit denen auch jetzt noch tnc jciublidje Propaganda arbeitet, wenn es gilt, deutsche Ehre zu besudeln und das Urteil der Weit zu vergiften." König Viktor Emanuel ermordet? Wien, 25. Febr. Wie das amllich« tfchecho-slowakische Pressebureau meldet, veröffentlicht eine in Marburg erscheinende flo- tvenische Zeitung die mit Vorsicht aufzu- nehmende Nachricht, daß König Viktor Emanuel von Italien ermordet worden sei. (Frkft. Ztg.) Ludendorffs Rückkehr. Berlin 25. Febr. General Ludendvrft hat den deutschen Gesandten in Stockholm um Uebermittlung des folgenden Schreibens an bert Präsidenten der Deutschen Republik, Herrn Ebert, gebeten: Herr Präsident? Im November verließ ich Deutschland. Die Gründe sind Jhneit feit damals bekannt. Ich komme nicht wieder daraul zurück. In Ruhe, die mir die Heimat arid* ,-Teppic|,e 3Vnidpl° .Untere611 j.-jekeb®'1 ,Häubclien .glt-idch60 ,Sch»he Wien, 25. Fein. (WB.) Die Blätter schrei- .... anscheinend offiziös: Die Reise des Staatssekretärs Bauer nach Weimar bedeutet den Beginn der faftifeben Anschlußverhandlungen Teutsck>- Oesterreichs mit dem Deutschen Reiche. Gedacht ist eine Teilung der Derhandlungsarbeit zwisclien äm.uqmc dm Auzcrgc» f. die iagcsnummec bis zum Nachmittag vorher ohnejedeVerbiudsichkett Seilenprelse: für örtliche Anzciyen 25 Bf.,für auswärtig« 30 Pf^ für Reklamen Mk.l. - »lebst 20°/.Teue- rungszuscklag: Playvor- fditifi 20 % Au'schlag. Lauptschriitleiter: Ai^ig. Goetz Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz, für txn übrigenxeil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzelgenteü: d. Beck; fämtllch in Giehen JCarbifl. Carl . Febr. (W. D) Havas Ls t Anarcyiften verhaftet. Rew-Pork, 25. reifen beabsicht gten. f dcr an ! mu den verschiedenen ))ieich-amlern an die sich den ist nicht, wie man vermuten muhte, eine Bearbeitung des Bomans Alraune von Hans Heinz Ewers, sondern eine Neuschöpfung, die sich nicht einmal an den genannten Roman anlehnt. Beiden gemeinsam ist nur der Ausgangspunkt, die Dolksfage vom Alraun. Trotzdem ist der Film Alraune eine sehr beachtliche Schöpfung, die weit über dem Durchschnitt der ge. wohnlichen Kinodramen steht. Historie, Iauberwesen, Spuk und neuzeitliches Hofleben sind seltsam vermischt und in Beziehung gesetzt. (Ein Besuch der flhtrben hier mehrere Anarchisten verhaftet. Ls ging das Gerücht, dah diese Individuen mit der Absicht umgngen, Wilson in Boston zu ermorden. Gin Offizier der geheimen Polizei erklärte, dah ledig, lich zwei Männer in New-Park verhaftet worden leien, die aus Philadelphia zureisten, sich öffentlich als Anarchisten bekannten und nach Boston zu Kreis Alsfeld. M. Storndorf, 24. Febr. Die Einbrüche, bisher hier in Vadenrod stattfanden, scheinen allmählich etwas aufzuklären. Da nämlich bei Revolution überhaupt nicht berührt worben." Aus dein besetzen Rkftingrbiet. mr. Schwanheim (Main), 24. Febr. Bekannt- hat der Kommandant in Höchst, der bekannte el- Dcrmifcbtcs. Mannheim, 25. Febr. (WTB.) Kommerzienrat Karl Reuther von der Firma Bopp u. Reuther wurde heute nachmittag um 1.30 Uhr auf dem Wege von der Fabrik nach seiner Wohnung von einem bis jetzt noch unbekannten Mann erschossen. v i n mriiite, dah man taryrfidr Zeitungen über baupt nicht brauche. (Sine tm Sxnifc erschienene Abordnung berichtete, dah eine Versammlung von 5000 Ar Intern u. a forderte, dah die Räterepubli mi geben vermochte, legte ich Hier für da? deutsche Boi! meine Lebensarbeit schriftlich nieder Tas Werf ist jetzt beendet. Ich hoffe, dah daS Vaterland daraus lernen wird. Ich will dem deutschen Voile roetter dienst, wie ich e$ bisher tat In der Staube feiner Not braucht tä icbe Kraft, die selbstlos mir an bi: fxinm bentt. Ein großer Teil des deutschen Volkes steht wider mich. Aus meiner Schrift wird es mein handeln erkennen. Ick» tarn nur meine Auffassung vertreten. Es ist für das Vaterland, aber auch für mich notwendig, dah allseitige Klarheit turüber herrscht, was ich während der vier Kriegsjahre tat und ro*> bie Wurzeln unseres Unglücks liegen. Ich kehre jetzt nach Deutschland zurück und bitte bi e Regierung, diese Klarstellung herbeizuführen. Ludenborff. Berlin, 25. Febr Wie aus Stralsund meldet )inrb, ist General Ludenbo rff von idmr-ben Tommeiib, Hute in Stralärub einge- vften und dann nad) Berlin weiter gereist. Verhaftungen in New-Aork. schaerlich- Seite des Anschlusses xxute reifen biß österreichischen £terrnc nach Berlin, um die Ser» ha Übungen mit bau (Grafen Brockdorfs und k>fort au »gerufen werde, und das) der Landtag nie wieder uifammcntrete Die Anordnung t>cr* langte die Absetzung Dcrfcticbcner Persönlichkeiten und die Besetzung trneftiger Punkte in der Statt, sofortige 2?rr>ntbung mit Ruhl and, Besetzung Per russischen (Manbtfchaft mit Vertretern der russi- fdictt Sowict-Republik auhcrdem Vüuuilicruna der Staatsschulden und Abdankung doS Münchener S tadtkvmmandanten. (tjencrnlfircif her mittcldkntschkn Bergleute. Halle a. S., 25. Febr. (MTV.) Der Gene, ralstreik der mitteldeutschen Bergleute, der Beleg, schäften der grohen chemischen Fabriken und Stick- stoffwerke, der Eisenbahner und Metallarbeiter gewinnt stündlich an Ausdehnung. Dagegen sollen alle Dahrungsmittelbetriebe (Wasterwerke, Bäckereien, Schlachthöfe), wie durch Anschlag ange^ kündigt wird, bis Samstag Weiterarbeiten. Es Han- beit sich nach Mitteilung des Bezirksbergarbeiterrats beim Oberbergrat Halle bei diesem Streik um An- er Kennung der Betriebsräte durch die Reichs- Rächt in einer halten verschlossenen Scheune ** Po lizcibc richt. Am Sonntag den 23. d. M., abds. gegen 7'^ Uhr, wurden einem 12 Jahre alten Mädchen Ecke Kanzleibcrg- Schlohgasse von einem unbekannten jungen Menschen ein Paar schwarze Boxkatf- Knopsstiefel, Gröhe 41, die frisch besohlt find und die es in Papier verpackt in einem Korb mit sich führte, gewaltsam entrissen. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Kriminalpolizei entgegen. Liebig-Museum. Die Gesellschaft Liebig- Museum hat beschlossen, im Hörsaal des Liebig-Labo- ratoriums an Sonntagen alle 14 Tage, früh 11 Uhr, sechs Volks Vorlesungen zu veranstalten, wobei folgende Themata behandelt werdens Prof. Dr. Bot- schlich, (H ernie der Ernährung: Prof. Dr. Elbs, Chemie des Braunsteins; Prof. Dr. Schaum, Ein Thema aus der physikalischen Chemie,- Prof. Dr Feist, Chemie der labahfabrihation; Prof. Dr. Brand, Chemie der Seifenfabrikation: Werner, Kustos des Liebig-Museums, Volkstümliche Arzneimittel. Die Dorträge sind für jedermann zugängig. 1. Vortrag 2. März. (Siehe Anzeige.) - In dankenswerter Weist macht sich in chemstchen Kreisen der Wunsch geltend, einen Lehrstuhl für die Geschichte der Chemie an der Universität Biehen zu gründen. 3n letzter ßcit stifteten für diesen ,3roedt 'Prof. Goldschnndt-Essen 2000 M., Cheschemiker Di. Buchner-Hannover 250 M., Dr Karplus 250 M., Werner, Kustos am Liebig- Museum Biehen, 100 M. •• Das Besatzungskommando Hanau, Abteilung I-R. 116, teilt uns mit: Beim Auszug der Freiwilligen-Kompagnie I.-R. 116 nach Hanau wurde diese am Bahnhos Giehen von dem Inhaber eines Gießener OnstallationsgeschSstes mit 150 Datierten für elektrische Taschenlampen beschenkt Diese ‘Batterien haben der Kompagnie in Hanau bei Durchsuchung von Kellern und unterirdischen Gängen nach Waffen und Munition die beste» Dienste ge« (Eistet. Die Kompagnie gedenkt mit Dankbarkeit des freundlichen Spenders. •• Hessisches Freikorps. Unter Hinweis auf den Aufrui des hiesigen Infanterie-Reaiments Rr. 116 zur Freiwilligen Meldung für Heimatschutz und zum (Eintritt in die als »hessisches Freikorps' bezeichneten Freiwilligenkompagnien des Regiments wird mitqc- UlÜ, dah die auher der Grundlöhnung des Dienst. lich . sässische Deutschenbaffer Altmaier, jede Tanzlustbarkeit unterlagt. Das häl seine Soldaten aber keineswegs ab, in Schwanheim mit ortseingesessenen Mädchen grobe Tänze und schamlose Tbeaterauf. führungen abzuhalten, wobei Wein und andere al- koholische Getränke in Strömen fliehen. nn. Cimburg, 24 Febr. ^lm nahen Goldhausen muhten kürzlich 50 Männer und junge Burschen eine Frau in Steinefrenz, die zu verbotener Zeit telephoniert hatte, bezahlte ihren Ungehorsam mit 500 Mk. Geldstrafe. mr. Meudt (Westerwald), 24. Febr. Bon den amerikanischen Truppen wurden zum Besten der not- leidenden Bevölkerung in den Dörfern Kantinen eingerichtet, in denen wichtige, in Deutschland schon knge fehlende Lebensrnittel gekauft -werden können Blocklchokolade kostet das Pfund 3,50 Mk., Reis 1,40 Mk., Kaffee 4,70 Mk. und Zigaretten das Stück 2-4 Pfennig. — Höchst a. M., 25. Febr. 3n dem von Orts- bewohnern und Franzosen dichtgefüllten Kaffeehaus „Bolongaro" erlaubte sich ein junges Mädchen einen Fastnachtsscherz indem es Niespulver auf den Fuhboden schüttete. 3n wenigen Augenblicken pru- stete, nieste und „weinte" die ganze Gästeschar. Die Franzosen vermuteten ein Attentat und liegen sofort bas Lokal samt den Gästen aus Höchst absperren, bis sich der Uebeltäter meldete. Das junge Mädchen muhte für seinen Stteich drei Tage bei Wasser und Brot im Arresthause büßen. Mainz, 25. Febr. Am 1. März wird für das von den Franzosen besetzte Gebiet die französische Sommerzeit eingeführt. Die Uhren gehen also bis zur Einführung der deutschen Sommerzeit wieder mit ihren Kolleginnen im unbesetzten Gebiet gleich. - Den Gaswerken in den besetzten Städten und Aufführung kann nur emp'ohlen werden. Landkreis (Sichen. •• Rüddingshausen, 26. Febr. Was und zu welchen Preisen gehamstert wird, erwies ein guter Fang des stellv. Polizeidieners Krug, der eine Hamster- rrau aus Wihdorf bei Köln festhielt. Sie hatte bei jich 18Pfd. Weizenmehl, das Pfund zu 1,50Mk., 14 Pfund Fleisch zu 70 Mk., 6 Pfund Speck zu 35 Mk., 2*,„Psund Butter, das Pfund zu 15 Mk, 70 Eier, das Stück zu 60 Pfg. Ferner hatte die Frau eine Kalbskeule, eine große Wurst, sowie Lunge und Leber aufgehamstert. Das Hamstergut wurde be. schlagnahmt. - Man sieht, dah für viel Geld auf dem Lande immer noch etwas zu haben ist. Ob wohl die Häuser, in denen die Frau Jo Hamstern konnte, ihrer Ablieferungspflicht genügt gaben? Meis Büdingen. < Ortenberg, 24. Febr. Auf Einladung des hiesigen Volksrates hatte sich gestern abend im Stob berger Hof eine Anzahl Landwirte, Händler, Handwerker und Beamten versammelt, um über die Steh lungnahme gegenüber den V-ehhändlerverbönden, besonders dem oberhessischen Viehhandelsver- band zu beraten. Der Vorsitzende des Volksrates, Schloflermeister Hild, eröffnete und leitete die Der- fammlung, Rechnungsrat Haas gab in einem einleitenden Vortrag Aufklärungen über die grohen Gewinne des Viehhandelsverbandes und ihre etwaige beste Verwendung. Bei der anschliehenden lebhaften Aussprache wurde betont, dah der Vortrag zu wenig tatsächliches aufklärendes Material gebracht habe, dah das. Fortbestehen des Verbandes zur Verhinderung bzw. Verminderung der Schwarzschlachtungen noch weiter notwendig sei, dah der Verband eine un- geheure Arbeit zu leisten habe, von der die wenigsten eine Ahnung hätten. Es wurde daher eine Abord- nung, bestehend aus den Herren Haas, Wiesner, Shcuber, G. H. Hebbel, beauftragt, der demnächst in gleicher Angelegenheit in Büdingen stattfindenden Versammlung beizuwohnen und dort volle Aufkläning über alle Punkte, insbesondere Höhe der Gewinne, der Gehälter usw. zu verlangen. Aehnliche Aufklärungen seien auch berechtigt und gut über die Kommunalverbände, ihre Gewinne und deren Verwendung usw. Um 1 , 10 Uhr schloß der Vorsitzende die anregend verlaufene Versammlung. Letzte Nachrichten. Eine Sitzung des ReichskabineltS. Berl in, 25. Febr. (WB.) Äas Kabinett hat in ferner beuticy.ni Sitzung, ander auch der Minister jür Teinobilmacktzmg, SY ö t h, tci'.gcnom» mvn .hat. in dreistündiger Beratung sich mit der g_*f amten Wirtsckjaftslage befaßt. Es herrschte Ueberemstimnrirng darüber, datz edle Mittel auf» ».-boten werden müssen, um die Unruhe, durch die wiroljl seitens brr Arbeitnehmer, nne Arbeitgeber di>t yfunbe Abwickeluirg des Wirtschaftslebens her letzten Zeit empfindlich «stört worden ist, abju- stellen und dah andererfcits alle Kräfte daran- q-setzt werden müssen, das deutsche Wirtschaftsleben wieder möglichst reibungslos in Gang zu bringen. Im besonderen wurde besck>losien, für bie Neu- belebung d^s Transportwesens und Wiederinstandsetzung de rTransport- mittel Sorge zu tragen. Einstinrmig nxir auch das Kabinett der Airsickst, dah der Sozialisiernngs- paragraph des Mronsprogranrms nicht" Pa Pier bleibc-n dürfe, dah vielmehr alle zuständigen Stellen mit voller Entsckst^denh.nt und unv.-rzüg ick damit b-sinnen müssen, die So-,ialisi.-rutcgsabjichten der Rrtchsrcgierung zu verwirllickten. Die (Sröffiuuig der sächsischen Volkskammer. Dresden, 25. Febr. (WB.) Dic neuae» wählte Kammer für -den Freistaat Sachsen trat heute nachmittag 3 Uhr zu ihrer ersten Sitzung zusammen Zum Prä-identen wurde mit 88 otm 91 abggcbenen Sttmmen Abgeordneter Fr^resdors (Melnh 'itssozialist) gewählt, zum cri'rcn Bi evräsi deuten Abg Lipinski ' Unal»h. 3wuiH>cmofral mit 84 von 94 abgegebenen Stimmen. Bayrischer Nätekongreß. München, 25. Febr. (WTB.) föeirte nachmittag tagte im Landtag der Kvngrehder Landes», Arbiter-, Soldaten- und Bauernrate, um zu den rvtitiidxm Treig -isen Stellung zu nehmen. Etwa 200 Tel.gi rtt waren miwe-end. Der Arbeiterrat (5 r o e p e l i n berich ele, dah dre inliartiertrn Geiseln da'ür bürgen wollen, dah die Stuben tat von iIrren Putschversuchen aMaren. Der Belagerungszustand wurde cu r ch erljal cn. Landes'», da'en rat Zauber forderte, dah anstelle des Leeres eine Arbeiterwehr Irrte. Arbiterrat Landauer verlangte, dah auch auf dem Lande die Rate, die die iJÜrcrrlidx Presse unter Aussicht der Räte ton» inoliiert meroen sollten. Ferner verlangte er unter sü.nnisckrem B.i'all, daß die Bersanrnckunq ehten M-vviorick-.m Raliv :alrat belle. Soldat en rat Le- Diebstählen stets eine genaue Ortskenntnis nötig war, fo ist man dort der Ansicht, dah, wie das Dlünbem des Militärwagens, auch die übrigen Ein- vrüche und Diebftähe durch Strahengesindel aus Vadenrod verübt wurden. Beim Einbruch in die Fleifchkammer des hiesigen Landwirts Schmidt wurde unter den Dieben einer mit Soldatenmantel erkannt. Kreis Schotten. M. Stumpertenrod, 24. Febr. Auch in unserer Gemeinde hat sich infolge der grohen Unsicherheit, wie sie jetzt allenthalben herrscht, eine Byrgerwehr gebildet, die bei Einbruchsgefahr nächtliche Pattouil- lengänge durch unser Dorf zu unternehmen hat. Für eine Nachtwache sind 8 Mann vorgesehen, von denen 4 von 10-2 Uhr und die 4 anderen von 2-6 Uhr mit geladenem Gewehr zu pattouillieren haben. - Nachdem die männlichen Mitglieder unseres Kirch en - gefangoereins, die während des Weltkrieges unter der Fahne standen, wieder nach hier zurückgekehrt ind, finden unter der Leitung des Lehrers Cunz, welcher in musikalischen Kreisen als Komponist bekannt ist, wieder regelmäßig Singstunden statt. Kreis Friedberg. on. ^rriebberg, 26. Febr. Am 24. Februar reinigte em Fähnrich auf Bahnhofswache seine Pistole im Beisein von Kameraden. Durch Leichtsinn und Unvorsichtigkeit entlud sich die Waffe und das Geschah drang einem Soldaten in die Brust. Schwer- verletzt wurde dieser in das Res.-Laz. Blindenanstalt eingeliefert. - Bei dem Diebstahl an Militär- schuhen aus der Kammer des 1/117, soll es sich bis jetzt um 80 Paar handeln. Die Untersuchung wird das weitere ergeben, denn es handelt sich, wenn eine so große Fahl in Frage kommt, doch darum, festzu- stellen, wer die Abnehmer sind. Starkenburg und Nhcinhessen. G» oh-Sesscn. Offenbach, 25. Febr. Der Darmstädter Vertreter der Essenbacher Zeitung" hatte mit dem Ministerpräsidenten Ulrich eine Unterredung über die von Frankfurt beabsichtigte Eingemeindung Ofsenbachs nach Frankfurt. Der Ministerpräsident erinnerte daran, daß er schon früher scharf gegen einen solchen Plan polemi iert habe. Er legt der Angelegenheit keine Bedeutung bei. „So lange Offenbach die Eingemeindung nach Frankfurt nicht selbst wünscht, >o lange sei nicht daran zu denken. Und baß ein solcher Wunsch bestehen könnte, daran glaube er nicht Von oben herab könne eine solche Maßnahme nicht verfügt werden. Ter freie Wille müßte von beiden Teilen babingcbcitb verkündet werden. Die Frage der Grenz änberungen jtriiehen den Gliedstaaten sei noch im Fl u ß. Es las'e sich noch nichts dazu sagen Wollte Frankfurt nach Hessen übernommen werben, so hätte es damit überhaupt noch keinen Anspruch, Hessens Hauptstadt ;u tverben. Mit solchen Wünscknm feien überdies noch andere Städte hervlTrgetreten: Wiesbaden, Kassel, sogar Gießen Tic bei fische Regierung steht aber allen solchen, von dilettantischer Seite herrübrenden Plänen ablehnend fe -,eu- über Es besteht kein Anlaß, an den hessisck>en StaatSeinrichtungen irgend etwas |u ändern, dessen sei ein durchaus geordnetes Ltaatswesen und, was feine Staatseinrichtungen angeht, von erscheinen auch heute nicht. Berlin, 26. Febr Laut „Berliner anreiger" kam es in der vergnngrmen Nacht in Plauen ui verschiedenen Plünderungen fax Privatwostnunc^m. Im Unfein des Schlachtbvf» direftors raubten die Svartaki Vi aus dem Schlachldof 12 Zentner W^rst, 78 Znttner Speck unu 5 Zentner Sckuveinelnick, was der Bevölkem nntg Plauens nun an der Ernührung verlorenodjt- D:e Schäden des Streiks im Nobrqedict. Essen, 25. Febr (WTBf Ter durch den Ausstand der Bergarbeiter rmgertdxete Schaden ist vorläufig gar nicht abjiif' h-n. Ungezählte Mill tonen gingen den irbeitem mrch den Lohnausfall und den Zechen durch die sim.Iosen Zerstörungen an SBrrfanlagen und bie Stillegung der Betriebe verloren Schiverwiegende Fo'g.-u hat der Streik insbesondere auch für bie Gemeinden, die in ihrer Gas- und ®cftryüät> Versorgung von den Zechen abhängig sind. Die Notlage der ?eitunflen. Berlin, 25. Sehr. (»«.) Der Lvrsttmd des Vereins Deutscher ZeiLmigsverle»-r hat sich heute in gemeinsamer Sitzung mit den Vertretern ber Kreisvereine mit der wirtschaftlichen Lage der deutschen Zeitungen beschLf- tigt. Tie Lage ist krttiscker als je zuvor. Tic her- stellungsfiosten.infolge ber erljvlnen Lö-:re, des Zivai.g s zum Bckft lien der während des Krieges cüigin teil Kit Arb.it skräfte und utr W icdereinstel- hing ber auS dem Felde zurückg. Ehrten, der verkürzten Arbeit § seit usw. seren in erneut bisher noch 'icht dag wienert Ddaste gestiegen. Um einen teilweisen Ansc^rrch für bie uu(f-lteuere Melnde- lasttmg zu finden, lüch die beutidjen Z.itungsver- tegnr gezwungen, eine Erlwlmng des Bezugs- und Anzeigenpreijes emtreten zu lassen. Ter .Tempö' über Waffcnstillstaud und FrikdenSpräfiminlitien. Berlin, 26. Febr. (WTB.) Der „TcmDT' veröffentlicht eine längere Note ükr den Verlaus der stonfercnzarbeiten, die rm< der von der Regierung ausgegebenen Lmvosirote rn verschiedenen Punkten we-etulich abioeicht. Wie der „Temps" erfätet, soll der Waffenstillstand allerdings den Frirdenspräliminartt-n als Grnn'a- lagc dienen. Tarüber fei eine arundsätzlickv Einigung unter den Konscrenzmitglledern erreiefrt worden. Was jetwck, die Möglichkeit, den Waffenstillstand auch auf die Finanzklausel und die territorialen Forderungen an zuwenden, betnfft, io Kien hter die größten Schwierigkeiten zutage getreten. Weder die tvrrilorialen Ausschüsse noch bie Ausschüsse für die Wiedergutmachungen bitten ihre Arbeiten in absehbarer Zeit beendet. Die lerrit* rialen Ausschüsse würden ihre Schlustberichte kaum vor Ende der zweiten Hälfte des Mär^ brr tfbn- fercnz vorlegeit tonnen Tic Fiiurn^auSichüsse hätten ebenfalls noch die wesentltchstrn Punkte zu bc* reinigen. Es scheint desl«lb, schreibt der .,TemvS", baß die Alliierten do ch wieder aus den Gedanken zurückkommen müssen'.eine lediglich militärische Konvention mit Teutschlanb abzuschließen ober aber vielleicht noch ein vis zwei Monate Ml roartvit um eine neue Wajienstiilstandskonventton mis,ufertigen und bis ba1?in mit dem Provisorium sich zu begnügen. Oftgen daS Provisorium wurde allerdings von verschiedenen Stellen die schwerst«! Bedenken geltend gemacht. Berlin, 25. Febr (WTD.) Ein Rund- chreiben des Marschalls Foch setzt feit, das; das militärische Material der beut- dien Armee, [bie von der deutschen Heeresleitung nickt nvggef(hofft nmrde, nad) dem 11. Novbr. 1918 nicht mein veräusrert roerbrn bürste, ba somit dieses gesamte Material, foroeit es in Privat- bimbc gelangt ist, wieder herausgrgeben werb« müsse. sich geriffen hat, erließ eine Bekanntmachung au all» Bewohner, wonach die von ihm gestellten revolutionären Truppen streng angewiesen sind, Lebeu und Eigentum aller Bewohner zu schützen. Dies« werden ersucht allen Anordnungen der reoolutianäreu Truppen Folg« zu leisten. Die reoolutionären Truppen haben alle öffentlichen Gebäude, Bahnhöfe, Polizeiwachen uin). im Besitz Aus dem Landgerichtsgebäude befreiten die Spartakisten in der vergangenen Nacht 67 Straf* und Untersuchungsgefangene. Vormittag» 10 Uhr wurden die Kasernen von den Sicherheit». truppen zurückerobert. Es kam dabei zu Kämpfen, bei denen ein Mann getötet und mehrere schwer ver- wundet wurden. Nach den neuesten Meldungen soll der A - u. S.-Rat wieder eingesetzt sein Die Lage ist augenblicklich noch ziemlich ungeklärt Die Zeitungen Orten des Mainzer Brückenkopfes wurden in den letzten Tagen reichliche Mengen von Saarkohlen durch die Bahn zugeführt. — Laudenbach a. d. B., 24. Febr. Als drei Mitglieder des Weinheimer Arbeiterrates hier zu einer Sitzung aufs Rathaus kamen, glaubten die Bauern, man wolle ihnen die Kartoffeln beschlagnahmen. Plötzlich wurde Sturm geläutet, die Bauern stürmten in Hellen Scharen bas Rathaus, mißhandelten die Arbeiterräte und zwangen sie zur Flucht. Hierauf wurde die Sitzung durch bewaffnete Arbeiterräte fortgesetzt und vor dem Rathaus ein Maschinengewehr gegen weitere Angriffe aufgestellt. Spklplan bes Cieftener Stabtt^afen. Samstag, 1. März, 6:17. Freitag-Abonnem.-Vorstell.: „Die beiden Ceonoren". Sonntag, 2. März, 21/,: „Durchs Ohr". 6: „Das Dreimäderlhaus". Montag, 3.März,6:17.Dienstags-Abonn..Vorst.:„ Der Kuckuck". Lloyd (George über die Forderungen der Bergarbeiter. London, 25. F-obr. (WTB) Einer Rrutev« mclbung tu folge- erklärte Llonb George tm Unter hau sc, er könne zur Forderung der Bergarbeiter nach einer IOprozentigen Lohn- erhö hung und dem secköstündigen statt dem ttd tHünbigen Arbciistage seine Einwilligung nicht geben, bevor eine sorgfältige Untrn'udxing der Folgen die diese in anderen Betrieben haben würden, stotigeftlnden >abc. Wenn er die Forderung bewillige, würden viclleidtz Öunderttau- sende von Menschen ihre Stellung verlieren. Tiefe wurde eine Verminderung Ixt Mvy.cn*, Eisern- und Stahttransporten und dos vandclS zur Folge haben können. Eine 8erfdiroörnng gegen Wilson. Newyvrk, 24. Fabr. (WB' vavaS. Die Polizei hat im Klub der 14 Spanier, bie wegen Verschwörung gegen Wilson per bahrt mitten, eine ausgcdclnt'e anarchistische $ropa« ganda, Lcchlr-iche Flugck>rif:m, tonte »ine bemvn- litte Maschine von brionüerer flvtstruktion entdeckt. Nack der Erckärung ber Polizei wurden Bol» fckewisten verhaftet. Dir bfveft in den Anschlag Dcmndrlt waren, ber bei ber Ankunft Wil ons er- folgen sollte Es ist walerscheinlich, bah sie mit anderen ft^ialiftifdjen (Gruppen tn Verbindung stelen. 9teuc Verbastungen heben be- v o r Man will daraus en'ehen, ob nirbt amerikanische Anarchisten nut dem bolsck»vistischoi SxniplquariteT in Petersburg in Verbimimg ftvbru unb ob dieses Alnurrtgungen m der ganzen Well besitzt. Wer ferne Kaution leisten 6nut und nidtt schwerer Vervb-n überführt werden kann, werd als läfttgrr Ausländer cmsgrtviesen. Ter Anschluß OesirrreichS. Berlin, 26 ssebr. Ter österreichische Staats« fefretär des Aeubern Dr Bauer stattete nadi feiner Ankunft in Weimar geürrn dem Meichs^ Dräfit'>enie:t Eber! und dem Ministerprä i.vnrea Sckeidemann Besuche ab Mtt letzterem batte er eine Unsere Aus iuarckersetzut!g über bie mrt« Aus Stadt «nd Land. Gießen, 26. Februar 1919. Willtommensgaben für unsere «riegSgesangenen. Die Kommandantur des Durchgangslagers Die- tzen schreibt uns: Wenn auch der Zeitpunkt der Rückkehr unserer Atmen Kriegsgefangenen leider noch nicht fest- ,steht, so ist sie doch in absehbarer Feit zu erwarten. -Die Vorbereitungen zu ihrer Rückführung und Ent- ckaffung müffcn getroffen werden. Nach Bestimmung des Kriegsmtnisteriums werden die Iurückkehrenden sowohl im Intereffe ihrer eigenen Gesundheit, als auch im Interesse des Allgemeinwol les zunächst in Durchgangs. (Quarantäne-) Lager unterge Tracht, wo in etwa lOtägigem Aufenthalt eingehende ärztliche Untersuchung und Beobachtung, Entlausung, Bäder, Neueinkleidung stattfindet: hiernach werden die Iurückgekehrten in Transporten den Stamm- truppenteilen zur Entlastung zugeführt. Das Durchgangslager Gießen wird als erstes im hessischen Lande (Bezirk 18. A -K.) die ersten (Befangenen.Transporte aufnehmen 3m Lager Gießen wird mit dem Durchgang von insgesamt etwa 2000 Offizieren und 40000 Mann aus allen deutschen (Bauen gerechnet, die etwa in 8-10 Transporten zu je 4-5000 Mann in je 10-14tägigtr Folge ein. treffen und weitergehen werden. Dieser erste Aufenthalt auf deutschem Hei- xnatboben soll die einstigen (Befangenen die Leidens- ^ett der Gefangenschaft möglichst oergesten lasten, sie sollen fühlen und sehen, wie ihnen die deutschen £er« zen entgegenschlagen, wie ihre Landsleute ihre Leiden ■gu lindern bemüht sind. Ein frohes Willkommen ßoll ihnen entgegenschallen. Sie sollen während des «Aufenthaltes Zerstreuung finden, Linderung in ihren quälenden Gedanken um das Wohl ihrer Familie, mm ihr eigenes Fortkommen in dem ihnen noch un- bekannten neugefügten Baterlande. Viele Bedürf, misse einfacher Art werden die Aermsten haben, die nur gegen teures Geld sich das Notwendigste im fremden Lande anschaffen konnten. Aus staatlichen Mitteln werden die Bedürfniste nur im beschränkten Maße gedeckt werden können. Die private Hilfs« und Fürsorgetätigkeit muß hier helfen. Lie. besgaben für unsere armen (Befangenen sind hier in weitgehendster Weise am Platze. Gaben aller Art •für leibliche und geistige Bedürfniste sind erwünscht, besonder- Rauchwaren, Wäschestücke, Hosenttäger, Be- barfsarlihel wie z. B. Mester, Pfeifen, dann Bücher, Zeitschriften, illustrierte Zeitungen ernsten und heiteren Charakters. Auch Geldspenden sind hochwillkommen, aus denen VerpflegungszuschÜste und Genußmittel für die Zurückgekehrten beschafft werden sollen. Zusendungen von Gaben,gut verpackt,werden an die Kommandantur des Durchgangslagers Gießen, Geldspenden auf das Konco der Kommandantur des Durchgangslagers Gießen bei der Bank für Handel und Industrie in Gießen, Iohannesstr. 1, erbeten. tegterung. Plauen t VogU-, 25. Febr. (WTB.) Der Ar beltslofenrat, der gestern nach Adsktzung des Ar. beiter- und Soldatenrats di« öffentliche Gewalt ar Hotel Schütz taktft WM« Cafe Amend Heute Mittwoch, 8Uhr: S5» Familien-Konzert Alraune aller Art 2458c Stoffe Geisel- 2389D Die Zusammenkunft ist auf der Sicher Strotze der /. Schneise. an Giesien, den 25. Februar 1919. 2353B Gießen Der Oberbürgermeister. I. V.: Grünewald. 2426 LWO <> RUbenschneider Häckselmaschinen Viehfutterdämpfer Kartoffelquetschen Strohschneider Putzmühlen Trieure Folgt dem Rus der Heimat! Das Vaterland braucht Euch! Meldet Euch bald! 1 1 1440 3270 1110 6 2 11 Düngerstreuer lkr alle Dnnrartea Ackergeräte U' Jauchefässer Jauchepumpen Dezimalwaagen [Verschiedenes |l Schuhe besohlt schnell H.P fei fier, Schuhmacher SiaritpluU 15, *2. lock Nm. Fichtenscheit Nm. Ftchtenknüpoel Wellen Buchenreistg Wellen Hainbuchenreists Wellen Eichenreistg 'Jim. Vuchenstock Nm. Hainbuchenstock Rm. Etchenstock. Kriegs-Rohstoff-Abtcilung. Bekanntmachung Nr. F. N. 50/2. 19. K. N. A. Im Auftrage dcS ReichSarnls für die nxrt- schriftliche Demobilmachung wird folgendes an» geordnet: Franz, Unterricht I (Grammatik n. Sprech- Übungen) ert. jg. Auslands-Deutscher. geb. in PariS»Etnj.-8euan.,4Fbr. in fran*. Gefangenschaft. Schr. 2!nged. 03683 a. d. Gießener Anzeiger erbet. empf. in grober Auswahl J. Thörncr Mll1 Jnst.-Gesch., Ludwigstr.40. nach dem berühmten Roman von Hans Heinz Evers wird tätlich bh fnkl. Freitag vorgefiihrt von 4—5,40, 5,40—7,20, 7,20—9 Uhr 30 000 Mark auf 1. «^lrvotbck sind auszuleih. Schr. Angeb. u. 03758 a-d-Gicb-Anz. erb. Spalierholz in halbrunden n. kantigen Latten u. Leithölzern foro. Waich- n. Baumpjädle zu haben bei Georg Scbubecker, Sägew., Erdkauterweg 20. 2157 W hkssislht Zof.-RcWknt 116, Eicßkii von Westrell, Oberst und NeqimcnlSlommandeur. Erkläre hiermit meine Verlobung mit Herrn Willy Werner, Schi llerftr. 18, meinerseits für aufgehoben. «tn A. Maske. Zwei Lehrer 24 u. 2831, such. d. d. Wege mit oerm. hübsch. Damen im Alter v. 20-25I. zwecks sp. Heirat In Briefwechsel All treten. Schriftliche Ang. m. Bild unr. 2419 an den (Siebener Anz. erb. wegen Vetriebrstörung in meiner Oelmühle bitte ich die Abholer der RilbSls die ihnen gefetzten Termine um 10 Tage zu verlängern, da sonst eine Reise vergeblich märe. Bucheckern» und Leinöl wird wie angegeben verabreicht. Hch. Möser, Oelmühle, Lichtspielhaus Bahnhefstraße Privat-Handelsschule von 1811c G. Hermes -Giessen Rahnhofstr. 60 Tel. 1097 Bekannte, seit 1909 bestehende Unter riebts - Anstalt für HandelswisseQ- schuften. Sonderkursefür Heeresentlassene Privat-Unterricht In linehführn rsc, Korrespondenz, Ilechnen, Stenographie, Maschinenschreiben usw. usw. Sactaillajs-Bltatae. Anmeldung tätlich. Prospekte frei Holzversteigerung im Fürttl. LolmS - Braunselo'ichen Forstrevier Hungen am Montag de« 3. März d. F. Zum Verkauf kommen aus Distrikt Tiergarte» bei Hungen: Scheller: Buche 125 Rm. Prügel: BuAc 101 Snt, Eiche 15 Rm* Welch- Stöcke: ^Luche 31 Nm. 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Klassen Anmeldungen werden schon jetzt entgegengenommen. WWckwiM! Hessisches Freikorps Die Heimat ruft -um Eintritt in die Frei- willtgenverbande auf. Diese haben den ßrocct den Sicherheitsdienst in der ganzen Heimat au versehen unb da» wertvolle HeereSgut zu bewachen und zu erhallen. Da» hessische Jnsanterie-Regt. Nr. 116 in Sieben stellt zu diesem Zweck Freiwilligenkomvag- nirn ans, in die bereits entlassene Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften, sowie auch Angehörige deS Jahrgangs 99, wenn sie den Anforderungen entsprechen, eiutreten können. Freiwillige melden sich unrer den folgenden Bedingungen in Glesien beim Fns.-Regl. 116, Lieldeslelle im Wachtgebäude der ZeughauSkaserne, 2. Stock, wo wunschgemäsi die Zuteilung zu den auf die Bataillone verteilten Aomvagnien des hessischen FreikorvS erfolgt Ent- lasiungSanzüge sind möglichst mitzubringen. BinMInngibtliinänngta: 1. Znrilckgelegte einhalbjührige Dicnstzeit und Feld- dienstiaugltchkeit. L Bterwöchentliche Vrobedtenstleistnng, danach Verpflichtung auf 3 Monate. Erfolgt innerhalb der ersten 14 Tage de» dritten Monats nach der end- gültigen Annahme die Kündigung von einer der beiden Seilen nicht läuft die Verpflichtung stillschweigend auf 3 Monate weiter. 3. Verpflichtung zu unbedingtem Gehorsam gegen die Regierung und den Vorgesetzten, Achtung der bestehenden (!»esetze iM.-St.-G-B. u. Disz.-St.-Ord.) und Verpflichtung für den Dienst innerhalb des ganzen Reiches und zum Schuue seiner Grenzen. 4. Ordnungsmäsilge EntlaffungSpapiere. 5. Anerkennung der Gebührniffe, wie folgt: Grundlöhitung des Dienstgrades, mindestenS30M. monatlich, und eine tägllche Zulage von 5 M., die auch an Sonntagen und bei kürzerem, nicht länger als 14 Tage wahrendem Urlaub zahlbar ist. Alle anderen Zulagen fallen fort. Freie Verpflegung und Unterkunft. 6. Bei guter Führung nach 3 Monaten Anspruch auf 14 Tage Urlaub mit allen Gebllhrnissen, der der Reihe nach bewilligt wird. Die zu diesen Bedingungen angenommenen Freiwilligen bleiben Personen deS Soldatenstandes Für jeden deutschen Mann, für jeden Ober- Hessen, dessen Beruf und Gesundheit eS zulassen, ist efl eine Ehrenpflicht, sich alS Freiwilliger seinem ®aterlnnbe zur Verfügung zu stellen. Rur Männer von tadellosem Ruf und einwandfreier Führung werden in den Freiwilligenkemvag- ttlen deS Regiments geduldet werden. Schlechte Elemente w rden nicht angenommen oder scheiden, sobald sie alS solche erkannt sind, unverzüglich auS. Es wird eine Ehre sein, den Freiwilligenkomvag- Nien deS Regiments, die die Bezeichnung „Hessisches Freikorps" führen, angehören zu dürfen. Besondere Abzeichen für bad Hessische Freikorps werden noch befohlen werden. ? J! n^Q,)nhöfe n ^bqeri*» ^0,lM er DerS'^ebaubt Eigene. 'S °°n den c?'Mags dabei 31 Breits. !*<|ten £iß*t »et. ifem m, 78 aJz“ -b« Jirl^ -jSccfjen durch die MonW x^tnbe SSLL sind. ■Mn» j®8.) Tn Lvrs^ hrnOverl^ ha! sich ?"iichaftlj^ oeitungen beschas. Tie her- erhöhten Löh:ie, bti ^brenb jkriqe, *•* W Wtederrmße,- btr vcr- ™ .in einem bisher «geihtgat. Umringt « Wto Mchibe. deuflchen S-itimgsta« »hmg deS Bezugs- und $u Ulfen. Saffcnitill^aiib und iminarien. MB.) Ter „Zent Noir über dm Ber- $ arbeit en, dir tort msgegrbenen bavasiute veseiülich abiDeidit. Wi° >5 der Waffenstillsmü Slimmarien als (3run> eine grundsätzliche 5mv nitgliedrrn erreidyt rox« ögsichkeit, den Waffen- anzflausel unb die terri- irotnben, bttrijst, so seien igleitm zutage getreten. luSschüssc noch dir Lus- tmachmgrn hätten ihre nt beendet. Tie tenib- Schlußberichte kirnt ftt des Nän ter .^bn- - ifvunqtniHWe bät» itlidn'ten Mnkte zu dd- schreibt bei reder ans den Ge- !N müssen'.eine le di q> Konvention md oder aber vielleicht noa roarttn, um eine imr n aus;uierngen und oll ninn sich zu begnügen, wurde allerdings von schwersten Bedenken geb MD.) Em Rund' schalls Fock setzt K j c Material der deut- I r deutschen vemSl« , na» 6® ert werden burfre, ba fr ml, soivert es nl Prwat cr herausgegeoen * Zwei nette Fräuleins Im Alter v. 25-30 3„ jedoch ohne Bermög., hier fremd, such, mit anständ. Herreil im gl. Alter in Verbind, zu treten zw. spät. Heirat Rur ernftg. schriftl. Ang. ». 03787 g, den Gicsi. Anz. Krleßer» - Witwe 33 Jahre, 3 Stinb., ivünscht mit fleisi., liebevoll. Herrn in Verbindung zu treten zwecks Heirat. Witwer mit einem Nind nicht miß- geschloss. Schrifi. Angeb. mit Bild unter 03743 an den Giesi. Anzeiger erb. Heute abend von %8 Uhr ab: 2470 KONZERT feueri^BR TOoteriahe* (5®ha- »ab ThMnottestrin«, sowie Möriri) tritt mit Wirkung ob 1. Ian»mr 1919 außer Kraft. Durch diese Aufhebung wird die Wirksamkeit von Verträgen, die zur Zeit des Bestehens der festgesetzten Höchstpreise abgeschlossen worden sind, nicht berührt. Ist in solchen Verträgen der Preis durch den jeweils zur Zeit der Lieferung geltenden Höchstpreis bestimmt, so tritt an die Stelle des Höchstpreises der zur Zeit der Lieferung angemessene Preis, tfür Lieferungen, die zum Zwecke der Ausführung von Notarbeiten im Sinne der Verordnung des Reichsamts für die wirtschaftliche Demobilmachung Nr. II 190/18. D.M.A. vom 21. November 1918 auszuführen sind, dürfen keine Preise gefordert ober gezahlt werden, als oi< im letzten Vierteljahr 1918 gültigen Höchstpreise. Bersin, den 5. Februar 1919. Kriegs-Rohstoff-Abteilung. Wolffhügel. Witwe, 40 Jabre, 3 Kinder, mit ein- Haus und schöner Einrichtung, möchte sich bald wieder verheiraten, am liebsten mit Vanöroiri. Schriftl. Ang. uni. 08806 an den Giesi. An», erbet j Empfehlungen! Rudolf Rüdiger JnstallatlonSgeichSft übernimmt Elettr. Licht- und ttlingel-Anlagen jeder Art u. Gröhe. ** Artikel I. Die Bekanntmachung Nr. Pa. 123/3. 17. R. N. A., betreffend Beschlagnahme und Deftandserhebimg von Rohdachpappen und Dachpappen aller Ari vom 5. April 1917 tritt außer Kraft. Artikel II. Diese Bekanntmachung tritt am 7. Februar 1919 in Kraft. Bersin, den 7. Februar 1919. Kriegs-Rohstoff-Abteidarg. Wolffhügel. ) Siner Aluteo K Georg-- ut JorderE bet: fit SetneH S , er die M hunderttas g»w »JS** « u Mn Wte* W irtö c etne bti^. MS- TT s-u9! «tn K MA MM» DunelbANg des Gutes bei der Bürgermeisteret (Ober- bürgermelfter) angeordnet. Don den Bürgermeistereien sind über dieses Gut Listen aufzustellen und uns zuzusenden. Degen alle Pers«men, bei denen unangemeldetes Heeresgut, über dessen rechtmäßigen Besitz sie sich nicht ausweissn können, nach dem 1. 3. gefunden wird, wird bei den Gerichten antrag auf ftraftechtliche Verfolgung gestellt werden. Quittungen über rechtmäsiigen Besitz erfordern das Vorhandensein eines militärischen Dienstste mpels. Erwerb von Heeresgut von einzelnen Militärpersonen ist ungesetzlich und strafbar. Nachprüfung der Quittungen hat durch das Polizeiamt Glesien und durch die Gendarmerie zu erfolgen. Die Listen müssen bis 15. 3. uns eingereicht werden. Gießen, 15. Februar 1919. Kreisamt Dießen. _________I. V.: Langermann._________ Betr.: Statistik der Wein-, Diost- und Obsternte im Jahre 1918. An denDbcrbürgenneiskr pi Sichen und die ^ürgermriftenicn der Landgemeinden des Kreises. Wir erinnern an die Erledigung unserer Verfügung vvm 23. Januar 1919 (G'.esisner Anzeiger Nr. 22 vom 27. Januar 19191 mit Frist von 24 Stunden, soweit noch nicht geschehen. Glesien, den 26. Februar 1919. Krrisamt Äicsim. ____________3. V.: Langermann. Betr.: Maul- und lilau^nseuch« in Wetterfeld. BcLanutmachuttg Die Maul- und Klauenseuche in Wetterfeld ist erloschen. Gieße«, den 21. Februar 1919. Kreis.rmt Gießen. 3. D.: Langermann. «MMHer leit 9etr.. Berckriu mit dem besetzten Gebiet. Bekanntmachung. Die Iber den Verkehr mit dem besetzten Gebiet m« den verschiedenen Abschnitten der neu! raten Jone erlassenen Bestimmungen sind so zahlreich und werden fo oft geändert, daß ihre jedesmalige Veröffentlichung fm Kreisblatt untunlich erscheint. 3ntereffenten wollen sich daher wegen Auskunft an die unterzeichnete Dienststelle, Zimmer Nr. 9, oder das hiesige Polizeiamt wenden. Glesien, den 21. F«bruar 1919. Kreisamt Gießen. Dr. U f i n g c r,___________________ Seit.: Hurückführung von Hceresgerät. An den Cbtrbürörrmcifti’r zu Gftsien, die ®ür(imntiftfTfirn der Land gemeinden des KrriseS, das Polizeiantt Gichm und di« Gen- darnrcrre des 5lreifes. Nachstehende im Auftrage des Gen.-Kommandos 18. A. R. erlaffene Anordnung wollen Sie ortsüblich bckanntrnachen und ist entsprechend zu verfahren. Soweit die Dürgerrneistereien die Listen bereits eingesandt haben, sind sie an das Gen.-Kochmando 18. 21. R. abgegeben worden. (Es befinden sich noch große Mengen von Heeresgut (Pferde, Wagen, Geschirre usw.) in Händen von Zivilpersonen, ohne daß ein rechtmäßiger Erwerb vorliegt. Cnn Staatsintereffe ist es notwendig, dieses Gut entweder selbst wieder zu erfassen oder burdb öffent- liche Versteigerung den entsprechenden Erlös der Staatskasse zuzuführen. Es wird daher über alles Heeresgut, das sich ohne ordnungsmäßige Quittung in Prioathänden be- findet, auf Anordnung des Gen.-Kommandos 18. A. R sofort unb allgemein die Beschlagnahme verhängt und Den Mann nimm nicht! Wichtige Winke für junge Mädchen und junge Frauen. Mit 23 Abbildungen von R. Gerling. Preis bei Voreinsendung M. 1.81 franko. Nachnahme Porto extra. — Zu beziehen durch Tttser- Verleg cei Vertrieb, Berlin - Bofaftnebere, AbL S. Postscheckkonto Berlin, Nr. Bekanntmachung. Betreffend: Die Maul- und Klauenseuche zu Lich. Die Maul- und Klauenseuche in Lich ist erloschen, die Sperre wird aufgehoben. Gießen, den 21. Februar 1919. Kreisamt Gießen. ________I V : Langermann.________ Velanntmaryung Betr.: Verfahren gegen Adolf Stiebe! aus Allendorf o. d. Lda. wegen Ausschluffes vom Handel mit Dieh. Der Kreisausschuß des Kreises Gießen hat durch Beschluß vom 10. Februar d Z. den Viehhändler Adolf Stiebe! aus Allendorf a. d. Lda. als unzuverlässige Person bis auf weiteres vom Handel mit Vieh ausgeschloffen. Gießen, den 19. Februar 1919. Kreisamt Gießen. _______________Z. D.: Pennrich. Vclanntntachung. Betr.: Ausbruch der Räude bei einem Pferde des Gg. Menges IX. in Grosien-Linden. Bei einem Pferde des Gg. Menges IX. in Großen-Linden ist die Räude festgeftellt worben. Die Sperrmasiregeln wurden angeordnet. Gießen, den 21. Februar 1919. Kreisamt Gießen. ____ I. V.: Langermann._________ Ariegs-Roh|toff-Abteilustg. Bckantttmachung betrefftnd Höchstpreifk von fcnerftsten Materialien (LUika- und Chamsttesteine, sowie Mörtel). Nr. F. R. 520/1. 19. K. R. A. 3m Auftrage des Reichsamts für die wirtschaftliche Demobilmachung wird folgendes angeordnet: Die Bekanntmachung Nr. E. 1/9. 18. K. R. A. vom 14. September 1918, betreffend Höchstpreise von BMvr-Wt, Nutz* Adl.-Droa.,SelierSwL9 ______Otto Schaaf. 2409 Brennholz Bnchenicheit- u. Rundholz. P-Zlr. zu Nt. 4.30 ab Bahnkos Glesien, DI 4.40 Kinzenbach u. Gr.-Bufcck lief. HolskaniL Amräzis, SchBaae. Auftr.a.d.Bürn des ArchtlSeuling, Wall- torftr. 44, Glesien erb.or75< Pa. frisch gewässerter Stockfisch eingetroffen. C378R Hamburger Fisch- hand len g, Schulstr. 10.1 Bekanntmachung Nachstehende Bekanntmachung bringe Ich hiermit zur öffenilichen Kenntnis Giesien, den 24. Februar 1919. Ter Oberbürgermeister: Keller. Betr. Das Verhalten deutscher Truppen im Feindesland. An den Oberbürgermeister zu Glesien, die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises und Poli;eiarnt Giesien. Die MilitäruntersuchungSstelle für Verletzungen deS Krtegsrechiö im Kriegsministerium legi besonderen Wert aus Einsendung von Zeugnissen über daS Wohlverhalten deutscher Truppen in »veindesland. Etwa vorhandene Zeuaniffe, Dankschreiben unb berg!, sind umgehend im Original ober in beglaubigter Abschrift dem Generalkommando X VIII. A.-K- Bad - Siaubetm, einzureicheir. Sie werden für die Vorbereitungen der Frledeusverhandlungen dringend gebraucht. Sie wollen für die Bekanntgabe vorstehenden Ersuchens besorgt fein. Giesien, den 18. Februar 1919. 2452B Kreisamt Giesien. I. B-: Langermann. BekanntmachnnK Betr.: Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten. Als Beratungsstelle für Geschlechtskranke ist die Universttätshauiklinlk iKltnikstrasie 40). unter Leitung des Professor» vr. Festo tick, eingerichtet worden. Sprechstunden für Männer Montag» von 2—4 Uhr, für Frauen Donnerstags von 2—4 Uhr. Giesien, den 24. Februar 1919. 2451B _______Ter Oberbürgermeister: Keller.______ Holzversteigerung in der fürstlichen OberySrsterei Lich. Montag den 8. März werden im Di stritt Meilbach versteigert: Knüppel Rrn.: lt: Knüppel Rm.. 42 Bucken, 19 Eichem Stöcke Rm.: 68Buchen, 28 Eichen, öieiSholz-Welleu, 2140 Buchen, 900 Eicken,- 138 Rm. Fichten-Schlchtz: Hausen: 22 Buchen-Schnittstämme von 39 bis 57 Ztm- Mitiendurchmesser —19,22 Fstm.; 3 Linden-Abschnite, 26 bis 30 Ztm. Mittendurchmefler — 1,14 Fstm.; 1 Elsbeer-Aoschnitt, 29 Ztm. Mittendurchinesser — 0L3 Fstm. Die Zusammenkunft ist vormittags 9*/» Uhr am Waldeingcma von Kolnhausen nach der Hard. (”■* Schreiner gesucht zum Abziehen u. Reinigen eines Parkett- Iirsibodens. 03729 Keanksurter Strasie 50, Kymnastik'LL7 gef. Sckr. Angeb. tt. <'3818 in den Giesi.Anz- erbeten. üilerrich! la holländischer nnd englischer Sprache gesucht Schrift!. Ang. unter 03796 am den Gieg. Anz. Privat- E» lw-IckM erteilt znjederTageszeit Tii. Bätilke, laazlebrer *chifTenb. 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