fische p.k. °>»v uswfr ,Ungen eise! fa. n-b »ich, :n u"ta sS?*1 »i». «I Ober Ä^Wten 11 Wett», S'l3« lo» '«fett Ä* ben ! WC£JS 1 übersteigen unh J* ■ e “60 ® to"'4 bet $Sd>®5 ÄWSU4?* '^aus ist äut9- vaus Nr. 10 uni ^uÄrL^Z m? t'?^n0en durch m Ktzvttk, gröberen ' 10 J" iMrmnn, insbe- e"'-M .^Weisungen .Wf zu lügen. 5 KAristen mrden, ^^-^algesetzbuches Lbnbcm- undBetriebst t, mit Geldstrafe bis zu 9. : Welcher. Wen. Bekanntmachung im Ämls- v>'eblen, bei Sumiberbünth .9. : Belcher. uig. onen rem Handel , tri«: r l m Bersrod. - uvm \"t. sKsvember 1919 'Seiet I. in Bersrod schwären wieder zugelassen.. 9. : Welcher. UNg. en. .,,, er bis einschliestlich n Amtszimmer der Hesti» ailicnmg der Wetter nebst Bpllzugskommission vorn i lrimvendnngen hiergegen jingen am ember 1919, -lOVz Uhr, -r Androhung cinlade, d°8 ngen IJ». * mit Gründen oenehen 1919. ^fommipar: rimgsrat Äod> - »**> ®atgatete 9 *«■**■* J M. 276 Ter Sietzener Änzel-e, erschein! täglich, cuäer Eonn- und Feiertags. vezugLpreis: monatl. Dt k, 1.60, vierteljährlich Mk. 4.80. durch Abhole- u. Zweigstellen monatl Mk. 1.50; durch die Bost Dit.6.— oiertel- jährl. ausscht. P- kellg. tieruipre* - Anschlüsse: türbieedirftleitunnll2 Verlap.^elchänsslellebl AnschriltfiirDrahmnch- nchtcnLnrelgertzietze«. postschecktoat»: Frankfurt o. M. U686 Erstes Blatt (69. Jahrgang Dienstag, 25. November l9sy Sietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Zwillingrrunddruck u. Verlag: vrühl'sche Unio.-Vuch- u. Zteindruckerei R. ränge. Zchristleitung, Seschastrstelle u. Druckerei: Zchulstt. 7. Annahme von einjcigu f. die LagkHuumurer bis zum Nachmittag vorher ohne>ede'Berbuid!ichkeit Dreis für | mm kjshe für An>eiaen o.34mm Zweite örtli d 15 ßi, uusiväUS 18 'BU für Neklame- auzeigen von 70 mm 8re ie 48 Pi. Z20° ..Ausschlag. Hauvtichri'tteuer: Aug. Goerz. LeraiUivortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Dz. Reniholo Zenz; für den Anzeigeiuell: v. Beck; sämtlich tn (Sieben Amerika undderZriedensvertrag von Versailles. Wie noch den letzten Meldungen vorauszusehen war, ist die Annahme des Friedensvertrages von Versailles im amerikanischen Senat gescheitert. Eine Mehrheit, die fid) auS republikanischen und deinokratischen Senatoren zusammensetzt, hat sowohl den Frie- deusvertrag mit den Vorbehalten, wie auch den Friedensvertrag ohne Vorbehalte abge- lehnt und sich dann vertagt. Man muß nach diesem Ergebnis annehmen, daß die Vereinigten Staaten versuchen werden, mit Deutschland durch unmittelbare Verhandlun- den den Friedenszustand wieder herzustellen. Es entsteht nun die wichtige und große Frage, ob die Haltung des amerikanischen Senats für uns günstige Folgen haben wird oder nicht. Man wird jedenfalls gut nm, sich zunächst vor Illusionen zu hüten. Es ist ganz zweifellos, daß Die Ablehnung des Friedensvertrages im amerikanischen Senat nichts mit deutsch-freundlicher Gesinnung zu tun hat. Die Ablehnung ist nicht erfolgt aus Widerspruch gegen die brutalen Bedingungen dieses Vernichtungsfrredens, sondern lediglich, weil die Mehrheit der amerikanischen Senatoren, wahrscheinlich in Uebereinstimmung mit einer Mehrheit des Landes, von einer Verkettung der amerikanischen und der europäischen Politik nichts wissen will. Man ist es dort müde, in europäische Händel verwickelt zu werden, und die Aussicht, diese Verwickelung mit der Ratifizierung des Versailler Vertrages für immer mit in den Kauf nehmen zu müssen, hat den Ausschlag gegen den Vertrag gegeben. Was dabei noch an innerpolitischen Gründen mitspricht, kann hier außer Betracht bleiben. Die Hauptsache ist, daß Amerika der Monooedoktrin treu bleiben will und deshslb eine Vertragsgarantie und einen Völkerbund in Gemeinschaft mit europäischen Mächten und mit Japan ab- lehnt. * Haben also auch die Gründe, die den amerikanischen Senat bestimmten, mit Deutsch-Freundlichkeit nichts zu tun, so bleibt doch immer noch die Frage offen, welche Wirkung diese Haltung haben kann. Uno da scheint vor allem wichtig zu sein, daß Die Vereinigten Staaten aus dem engeren Konzern unserer Feinde vermutlich ausscheioen werden. Der Friedensvertrag von Versailles trägt eine Unterschrift weniger, und das ist immer schon ein Gewinn, wenn man gegen den Druck dieses Friedensjoches zu kämpfen hat. Die Amerikaner werden, wenn sie von dem Frieoensvertrag von Versailles frei sind, ihre Beziehungen zu Deutschland nur noch unter dem Gesichtspunkt ihrer eigenen Interessen betrachten und gestalten. Diese Interessen können sehr wohl mit den unseren zusammenlaufen. Es kann sich sehr bald Herausstellen, daß Die Vereinigten Staaten selbst daourch gewinnen, daß sie die Wirtschaft Deutschlands wieder aufrichten helfen. Es sind schon Stimmen in diesem Sinne in Amerika laut geworden, und sie werden sich vermutlich jetzt verstärken. Bei dieser an und für sich günstigen Konstellation aber darf man nicht übersehen, daß die Fernwirkung, die von den Vereinigten Staaten vielleicht ausgeht, auf französische oder englische Gegenwirkung stoßen kann. Es liegt die Vermutung nahe, daß Frankreich seine Gewatt- politik nur umso stärker betonen wird, nachdem die Vereinigten Staaten als Garanten des Friedensvertrages und als Bundesgenossen am Rhein ausscheiden. Es ist deshalb leicht möglich, daß wir den amemkanr- chen Senatsbeschluß zunächst als verstärkten ranzösischen oder englischen Druck empfinden. Es wird dann darauf ankommen, ob die amerikanische Fernwirkung, wenn sie uns günstig sein sollte, sich durchzusetzen vermag. Dabei sprechen so viele internationale Fragen mit, daß man den kommenden Dingen mit dem Urteil unmöglich vorausgreifen Tann. Es empfiehlt sich deshalb eine abwartende Haltung. Uno es ist auf alle Falle fing, an die Entscheidung des amerikanischen Senats, wenn sie im Grunde genommen auch nicht ungünstig zu sein f^mt, fetne toeU- gehenden Hoffnungen irgendwelcher Art zu knüpfen. C!emenceau§ Antwort über die Rück- sührung der deutschen Kriegsgefangene». Der nationalistische Wahlsieg in Frankreich wirst seinen finsteren Schatten auf Deutschland. Etemeneeau antwortet unserer Regierung in der Frage der Gefangenen mit einer unversöhnlichen Rote. Form und Inhalt dieser Rote offenbaren es, daß in der französischen Regierung keinerlei Neigung besteht, in wirkliche Friedensbeziehungen zu Deutschland einzulenken Dazu kommen Die neuen Zumutungen und Erpressungen bei Der bevorstehenden Ratifikation, weshalb Die deutsche Delegation aus Paris wieoer abgereist ist, so daß das Berliner Kabinett nunmehr vor schwierigsten Entscheidungen steht. Berlin, 25. Nov. (WTB.) Dem Vorsitzenden der deutschen Friedensdelegation wurde folgende Note übergeben: Herr Präsident! Ich beehre mich, Ihnen den Empfang Ihres Schreibens vom 7. November wegen der He i m - telörderung der deutschen Kriegsgefangenen in Frankreich zu bestätigen. Si>> machen mich besonders auf die tiefen seelischen Erschütterungen dieser Gefangenen ammerrsam, die die natürlich Folge der langen Gefang.mschast tote auch der Ungewißheit über den Zeitpunkt ihrer Vetreilmg sei. Sie weisen außerdem aul^ie Sorge der beattdyn Familien hin, die, nm Sie sagen, hoffen, daß Die Gefangenen zum Wrih- nachtsiest nach Deutschland zurückkehren würden. Abgesehen von den menschlichen Empfindung'rn. Der französischen Regierung berufen Si; sich schließlich zur Begründung Ihres Verlangens aut die Tatsache der Heimbeföttrerung der in den Händen der Amerikaner, Belgier GmgLänbcr und Italiener befindlichen Gefangenen. Nach Ihrer Velxnrpung sollen roictcrboft Versprechungen gemacht worden sein, welche die Annahme rechtfertigen, daß die Heimschosfung sofort nach der Ratifizierung des Friedensvertrages durch die französische Regierung stattfinden würde. Tie französische Regierung hat niemals etwas anderes versprochen, als die BedinHnmgen des Friedens- Vertrages zu erfüllen. Angesichts der planmäßigen Verwüstungen aller von den Deutschen besetzten Gebiete Nordfrankreichs kann sie einer Abweichung vom Vertrag zu Gunsten der deutschen Gefangenen in Frankreich nicht zustimmen. Die Gefangenen werden augenblicklich gerade dazu verwendet, mit der Wiedergutmacknrng dieser abscheulichem Taten den Anfang zu machen. Tie wüste Behandlung der Bewohner der besetzten Gebiete und die schrecklichen Kränkungen, die den in deutsche Hände gefallenen unglücklichen französischen Familien zugesügt wurden, können wicht sobald Der Vergessenheit überantwortet Nxrden, Die t i e f st e n Gefühle des menschlichen Herzens sind zu grausamverletzt worden, als daß eine Vergünstigung, wiesievonJhnen er beten wird, von der französischen öffentlichen Meinung zugestanden- werden könnte Doch damit nicht genug. Deutschland i>it durch bne Unterzeichnung des Versailler Vertrages die Herausgabe der Deutschen, die in ihrer Amtstätigkeit diese Greuel brgingen, auf srch genommen. Jetzt erllärt Ihre Regierung, bevor ste sich noch mit der Frage befaßte, außerstande, das gegebene Versprechen einzulösen, was die schwersten Folgen haben Eöimfe. Wenn unsere Verbündeten schon im September mit der Heimschaffung der Gefangenen begonnen haben, so ist dies geschehen, weil die französische Regierung glaubte, dem nicht widersprechen zu sollen. Keiner unserer Verbündeten ist in seinen Gefühlen und Interessen so tief verletzt toord-n ' tote Die Bewohner Nordfrankreichs. Wie würden diese Bewohner, die in tragischer Not zwischen den Trümmern ihrer Heimstätten umherirren, es auf» nehmen, wenn die zu den ersten dringenden Arbeiten herangezogenen (übrigens materiell mitt moralisch durck>aus gut behandelten) deutschen Gefangenen vor dem im Versailler Vertrag festgesetzten Zeitpunkt, nämlich vor der endgültigen Ratisizierung des FriedensvertragLs, d. h. dem Zeitpunkt des Inkrafttretens des Bettrages, Frankreich verlassen mürben! Dies ist um so weniger möglich, als mit der deutschen Regierung noch keine endgültige Verständigung darüber erfolgt ist, unter welchen Bedingungen zivile deutsche Arbeitskräfte zur Verfügung Frankreichs gestellt werden sollen. Die deutsche Regierung verlangt die toraeitige Erfüllung einer Ver- tragsbestimmung. Aber jedesmal, wenn ihr Maßnahmen zur Erleichterung der Wusfüh- nmg der Früdensbedingungen nahe gelegt worden Jrtib, um die Leiden der schwergeprüften Be- völverung, sei es in Schleswig oder in Schlesien.! zu vermindern, verschanzt sich Deutschland stets peinlich hinter dem Wortlaut des Vertrages und gab den Beschluß kund, von seinem Rechte bis zuletzt Gebrauch zu machen. Die deutsche Regierung begnügt sich aber nicht, eine streng juristische Haltung einzunchmen. Sie verzögert p! überholende Ängriffe aus Südosten, der linke Flügel hält Die Bahn Mitau—Schaulen. Hier sind fünf aus Mitau kommende Flüchtlings- züae mit vorwiegend deutschstämmigen Flüchtlingen von den Litauern zusammen- geschossen worden. Bisher sind fünfzig Tote und einhun dertfünfzig Verwund e t e gemeldet. Es wird versucht, die Bahnstrecke offen zu halten, damit wenigstens der Alnnarsch oer übrigen Flüchtlinge vor sich gehen tonn. Die Eiserne Divis ion geht anscheinend ziemlich geordnet aus Dem Raum von Mitau in die Gegend von Murajewo längs der Bahnstrecke Mitau—Murajewo zurück. Die aufgelösten Reste des linken Flügels, meist aus Russen bestehend, sollen sich im Raum Murajewo—Popeliany falls in Schaulen erwartet. Im ganzen ist die Lage außerordentlich ernst, an einigen Stellen verzweifelt. (£in Gerücht über Lcttow Vorbtck. Berlin, 24. Nov. (Wolff.) Die Meldung „Central News", daß Lettow-Borbeck an der Spitze von 30 000 Mann, darunter viele seiner Kameraden von Ostafrika, Die Grenze Ostpreußens überschritten, einen Einsoll tn Litauen unternommen habe und über 300 Panzerautvnwbile verfüge, ist in jedem Wort falsch. Lettow-Dorbeck ist nicht in Ostpreußen. Es ist auch unwahr, Daß 30000 Mann in Ostpreußen zusammengezogen worden seien. Auch eine Sammlung Der Ostofritäner um Lettow-Borbeck ist ganz ausgeschlossen. Arrr dem Ueiche. Unruhen im Kreise Bitterfeld. Halle, 24. Nov. (WTB.) Unter Berufung auf ihre Arbeitswilligkeit verlangten Vertreter der Arbeiterschaft der Anilinwerke in Wolfen bei Bitterfeld, daß am Bußtage, einem gesetzlichen Feiertage, Der Betrieb weitergeführt werden solle. Die Werkleitung konnte dies mit Rücksicht auf dis gesetzlichen Bestimmungen über die Sonw- tagsruhe nicht gestatten. Darauf drang eine vielhundertkvpfige Menge in das umfriedete Besitztum des Direktors und zwang diesen unter Drohungen,, die Arbeitsstätten freizw- geben. Das Ermittelungsverfahren gegen die Hauptbeteiligten ist im Gange. Zur Unterstützung der Zivilbehörden bei der Wiederherstellung der Ordnung mußten jetzt Truppen der Reichswehrbrigaoe 16 (Freiwilliges Landesjäger-Korps) Wolfen besetzen. Daraufhin trat Pie Belegschaft des Anilinwerks Wolfen in den Ausstand, verlangte die Zurückziehung der Truppen und Aufhebung des gerichtlichen Haftbefehls gegen den Rädelsführer Haar. Ohne jeden Grund trat die Belegschaft des Werkes Elektro I westlich Bit terfeld, auf dem ein Teil der Lichtversorgung Berlins ruht, ebenfalls in den Ausstand, mit dem sie sclwn seit mehreren Tagen gedroht hatte. Dadurch ergibt sich die Gefahr des Ersaufens der Grube und eine schwere Bedrohung der Kraftlieferung an die Reichshauptstadt. Unter diesen Umständen sah sich der militärische Befehlshaber genötigt, Den Ausnahmezustand über den Kreis Bitterfeld zu verhängen, wozu er bereits am 21. November durch den Reichspräsidenten unb den Reichswehrminister ermächtigt war. (000 Marl vemjche Spar-Prämienmileihe dringen jährlich 50 Marl Sparzinsen, außerdem Bonus und Gewinne r Ti itt bw Togtdiettunflen außgelegt. Tiefe beiben Säum?! mit der ©egrünbung, t linb von Montag bis tfrntag umntterbrodien pon > Lachen einer Partei feien. in Berlin fu r t a. M. Minister Berlin. Ti« im den der Heizvorräte entbehrenden Gtubierenh.m eine Unterkunft zu bieten, bat die UnÜKtiitätö* Bibliothek außer dem ZeiNcvri ten-Lestzimmer auch 2 Zimmer im Unterstocke des BibliothekSgebäudes -u lirferäumen eingerickrt t. In «nnem davon itno durch die Bezirksleitungen Frank- zur geft. Weitergabe an den Herrn der öffentlichen Arbeiten lun»Zn»ege die Frage zu lösen, uktocrlicbüftdlnntb demicher Eis-Beamten. Deutscher Eilend. »Verband. All gemenrer Ei,enbohn er verband. Die Reden gehen weiter Bahnschasfner Z o brodxte wieder mehrere Einzelfälle über Fett griffe höherer Beamten vor. — Zugführer Otter wandte fick gegen den Teil der Bevölkerung, der über die hohen Löhne der Eisenbahner schimpfe. Die weitaus überwiegende Mehrzahl der Eisenbahner sei nicht in der glücklichen Lage, 12 480 Mark jährlich oder 1040 Mark monatlich zu verdienen, die heute für den Lebensunterhalt einer ooedßpiigni Emilie notwendig seien, wie ter Redner an Hand einer ausführlichen Tabelle nachwies BolksLamnvrrchierrdneter Urstadt führte u a. aus, ban di« freudige Mitarbeit der Nsen» ba lmer am Wiederau st.«u des Reiches außer- ordentlich wichtig sei. Für die Versetzung Fiedlers nach Qnefecn h>tk« er sich schon früher und Sin Ultimatum der U. S. p. in Srantfurt. =■ Frankfurt a M., 23. Rov. Mil dem Rücktritt des Polizeipräsidenten Darris und der gleichzeitigeii Ernennung des mehrheitssozia isst» fcken Bezirkss. k etörs Ebrler zum kommistorischen Polijeipräftdenten hat sich ein vollständiger Umschwung m der Ausübung der öffentlichen heute von dem französischen Kriegsgericht frei» gesprochen Mannheim, 22. Nov. (Wolff.) Tie Pfalz- Zentrale meldet: An der letzten Sitzung des Kriegsgerichts der 10. französischen Armee wurden die beiden französischen Solbaten Reims und Bertram, die am 19. Oktober 1919 in Weyher sinnlos mit ihren TienstsZvcchren l^rumfcho fen, nwbei ixe 50 Jahre alte Katharina Graf erschossen nniToe, mtt 3 bzw. 2 Jahren Gefängnis bestraft. Ter Anklagevertreter halte die Todesstrafe beantragt. Tas war also die ganze Sühne für eine Mordtat, Vve in der Pfalz ungeheure Erregung hervorge- rufen hat. Einreise nach dem Regierungsbezirk Trier. Frankfurt a. M, 22. Nov. (Wolff.) Der Mchnittskvmrnandeur III in Runkel a. d. Lahn teilt mit, daß sämtliche Einreisegefuche von Ziml Personen nach dem Regierungsbezirk T r i e r, der iefct französisch besetzt ist, an das Ztmlkomnns- sariat IV in F r a n k f u r t a. M zu.richten sind. Eine Einreise .'n das amerikanisch besetzte Gebiet, um von dort in den französisch besetzten Regierungsbezirk zu gelangen, ist ohne bte auf Ke oor- Benannte Weise zu beantragende französische Genehmigung nicht zulässig. Zuwiderlxrndelnden Personen kann von der amerikanischen Behörde unter feinen Umstünden die Weiterreise gestattet werden. Die im besetzten Gebiet wohnhaften Personen ton» nen auf Grund eines mit dem Stempel ihrer Besatzungsbehörde versehenen Ausweises in die übrigen besetzten Gebiete reifen. Die aus dem unbesetzten Deutschland Einrcisendcn dürfen jeweils nur unmittelbar in das besetzte Gebiet einreifen, für welches sie die Erlaubnis der betreffenden Besatzungbehörden eingrholt haben. Den Anträgen um Einreiseerlaubnis tnfranzösisch besetzte Gebiet (Zivilkommissariat IV in Frankfurt a. M.) farm die Bitte um Erlaubnis zur Weiterreise tn «anderweitig besetzte Gebiete angefügt werden. Diese Weiterreise darf aber nur nach der ausdrücklichen Genehmigung der französischen Behörden ausgeführt werden. Deutsche Nationalversammlung. Berlin, 24. Nov. TaS HauS ist schwach besucht. Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung um 1,30 Uhr. Tie zweite Beratung des Entwurfes einer Reichsa bgnbenor bming wird fortgesetzt. Präsident Fehrenbach stellt die ausstehenden Abstimmungen über die §§ 5, 11 und 14 abermals vorläufig zurück, macht aber darauf aufmerksam, dak er bei dem nächsten strittigen Paragraphen auch über die ausstehenden wird abstimmen lassen. Beim dritten Abschnitt (Finanzämter) spricht Abg. Brodauf (Dem.) über die Uebertragung von Steuergeschäften an die Gemeindesteuer am ter und die Heranziel-ung der geübten Gemeinde- fteuerbeamten zur Reichssteuerverwaltung. UnterstaalssekreiLr Möhle: Wieweü die Ge- meindesteuerbeamten ntm Reichsdienst herangc- zogen werden, läßt sich noch nicht übersehen. Eine grobe Reilie von Paragraphen wird in der Anssckiustfasfung mit umvesenllichcn Abänderungen ohne erhebliche Aussprackie angenommen. Zu 8 1/2 wird ent Antrag Türinger (D.- Natl i angenommen, itach welchem dem Steuerpflichtigen bei seiner Vorladung vor das Finanzamt schriftlich die Punkte milgetellt sind, über die er sich äußern soll. Zu 8 179 liegt ein Abänderung-an t rag Siehr (Dem.) vor, noch welchem Aerztc und Recht Sannxilte bte Auskunft venveigern können Über das, was iljnen bei Ausübmtg ihres Berufes anvertraul worden ist, ferner Verleidiger in Strafsachen und deren Gchllsen hinsichtlich der Tat- mchl-n, die sie in dieser ihrer Eigmschaft erfahren hoben. Ter Antrag wirb abgelehnt und in ber Aus- fchuffassung an genommen. § 5 wird noch Ablelmung ber AbLndenmgs- unb Stnichungsanträge in ber Ausschußfasfung ai genommen. Zu § 11 wird ein Abänderungsantrag Höbe (00».) nnb Burlage (Zentral .angenommm, nach welchem die Abgremung ber B^'zirte ber LandcSfinanjämter durch Reichsgesetz bis spätestens zum 1. April 1921 zu geschehen hat. Dem § 14 wird auf Antrag Katzenst etn (Soz. ein Absatz hinzugefügt, bah die Richter der Ftnanzgert'chte für ihre dienstlidie Bestrafung u. a den Mitgliedern des ReichSsinanzhofes gleichgestellt werden. Nach Erledigung der zurückgestellten Abstim- nrtmgen werden weitere Paragraphen angenommen. § 194 bestimmt: Wer Erzeugnisse, bie noch den Abgabeaesetzen zu versteuern sind, gewinnen oder Herstellen will, hat dies dem Finanzamt anzuzetgen. Ter Anttag I un g n ickel (Soz.) äh sogen, „Wer Gegenstände gewinnen, Herstellen ober umleben will, an deren Gewinnung, Herstellung ober Umsatz eine Steiterpflicht geknüpft ist, Hot di- S" nfro., wird angenommen. Zu 8 210 wird ein Antrag Burlage (Ztr.) angenommen, wonach bte Vorschriften des Absatzes 3 deS 8 210 (Beschwerden gegen Steuer- Hetzen > nicht gelten für den Fall der Verweigerung einer Versicherung an Eidesstatt. In 8 212 wird bestimmt, daß Stenerveranla- g-tmgen unzulässig sind, wenn die Nachprüftma eine höhere Veranlagung rechtsertigt, auch für die Erbschaftssteuer Der Ausschuß hatte die Erbschaftssteuer davon ausgenommen Abg Simon-Schwaben (Soz.) beantragt Miederberstelluna der Regierungsvorlage. Tit Äbgg. Schneider-Franken (Ztt.) und Ludern ig (Dem.) sprechen gegen, Abg Kayenstein für den Antrag, welcher angenommen wird. — Abg. Taucher (Ztt.) beantragt die Einfügung eines ß 355a, nach welchem straffrei bleibt, wer im unverschuldeten Irrtum über das Bestehen ober die Notwendigkeit steuerrecht!icher Vorschriften die Tal für erlaubt gehalten bat. Abg Dr Siehr stimmt dem Arttag am Abg. Dr Braun> Franken (Soz.) beantragt zu diesem Anttag einen Zufatzanttag. ber den Antrag nach drei Jahren außer Straft treten lassen soll. Abg Dr. Graf Dohna (T. Bp.) tritt für den Anttag Taucher ein, ist aber gegen die zeitliche Beschränkung der Klausel. Anttag Taucher wird angenommen, Anttag Braun abgelehnt. Noch den Beschlüssen des Ausschußes wird der Rest des Gesetzes ohne erhebliche Abänderungen angenommen. — Die Ab- ttmmunyn über die Entschließungen des Anschusses. über den Zehnerausschuß, über die AuS- ührungSbestini«nun gen usw. werden bis zur dritten Lesung zurückgesleilt. Nächste Sitzung morgen 1 Uhr. Anfragen, kleine Vorlagen. «Schluß 6 Ubc Tivettionsverfügung, da die Gründe der Dirccktio'.« für eine ablehnende Haltung nicht stichhol üi genug flnb und als eine Vergewaltigung der Bearnten- unb Arbeiterausschüise sowie ber bett. Beamten jjdbft ang.'scl)en werden rnnß. Damit berartige Mißgrijst, die nicht vereinzelt sind, für bte Zu- kunst oermieixn werden, wird eine anderweitig Verwendung des Reg.-Rates Dr. Gvudesroh notwendig. Ta dieser Herr nach immer nicht geneigt ist, sich den heutigen Zeit Verhältnissen an* zupassen, vielmehr dos notwendige Verl raum zwilchen Untergebenen und Vovgetetz'en svstemalisch erschüttert und sth.itegt, ist es cme Nvtwendigldil, ifnt dort zu verwenden, wo er in dieser Hinlicht nicht mehr zum Schaden der Allgemeinl-eit wirken kann. To die Beamten und Arbeiter der unterzeichneten Gewerkschaften B^-rfgäinetis genug hoben, ctese Forderung in der jetzigen Zeit nicht mit Gewalt durch einen Streik zu erzwingen, erwarten bbe gcmäliten Vertreter u mgehende Entsentvng eine-3 Kommissars, ber mit den erforderlichen Voll- nvachten ausgestattet ist, um auf dem Verba nd- überzeugt sei, daß Fiedler aus politischen Gründen seinerzeit versetzt worben fei. Weiter betonte er, daß mit allen Kräften darauf hingemÄeiter werden müsse, daß die Verfügungen der dtvgicrung bei ihrer Durchführung von den Nachgeordneten Stellen nicht ungültig gemacht ober gar in ihr Gegentell verkehrt werben dürften. Sollte dies doch geschehen, bann solle man nicht gleich bet Regierung alle Schuld in die Schuhe schieben. Die Minister seien auch Menschen und tonnten niefjt alles allein bewältigen, sondern feien zum tzroßen Teil auf ihre Ratgeber angewiesen. Weiter warnte der Redner die Ausschüsse, sich durch ihr Mißloauen gegen bte Geheimräte zu unvorsichtigem Vorgehen verleiten zu lassen, ba man babitrd) ben Gegnern ber Demokratisierung nur Waffen in die Hand gebe. Abgeordneter Vetters hält eS für notwendig, daß die Rechte der Ausschüsse eher erweitert als eingeschränkt werden. Er erklärt weiter, daß auch er nunmehr glaube, daß es höhere Beamte gebe, die nidM wollen, daß es klappe, die ben Betrieb sabotieren. Bei der letzten Vertehrseinschrankung habe er beobachten können, wie von verschiedenen Zügen eine ganze Menge Wagen leer mitgeschleppt worden seien. Die hessische Volkskammer habe leider so gut wie gar keinen unmittelbaren Einfluß auf den Betrieb ber Bahn. Der Redner begrüßt zum Schluffe seiner Ausführungen, daß die Preise besonders eingrlaben worden sei. Dies stehe in erfreulichem Gegensatz zu einer anderen Versammlung in demselben Lokale, wo man so unvernünftig gewesen sei. den Aus.chluß einer bestimmten Zeitung zu verlangen. — Abgeordneter Kiel behauptet, daß die letzten Errungenschaften der Revolution in Gefahr seien. „Wir wollen diese Errungenschaften aber nicht zurückerobern mit Hanb- benten, sondern die Gnster revolutionieren." Werter deuten, sondern die Geister revolutionieren. Wen er erklärte der Redner, daß er in der Volkskammer die Verankerung des Rätesystems beantragt habe, mit seinem Antrag aber allein geblieben sei. Heute müsse er nun hören, daß Abgeordneter Vetter- aui dem gleichen Standpunkt rote er stehe. — Abgeordneter Vetters erklärte, daß die Betriebsräte in der hessischen Versüssung nicht besonders ausgenommen zu roerben brauchten, ba die- bereits in ber Beriassung des Reiches geschehen sei, die ja auch für Hessen Gültigleit habe. — Abgeordneter Urstadt gab eine ähnliche Erklärung roie sein Vorredner ab. Man müsse aber auch scharf unter» schaden zwischen dem Betriebsräte hstem und dem politischen Rätesystem, durch das das Reich und oa tii.ifrclftuaieii regiert iverdeu tolle. Eine politische Rätedittiu lehne er ganz entschieden ab. Ordnung vollzogen. Tie Regterung-truppen, das hiesige LaideSschützenbataillon, halben ramsta^ früh in lühuem Handstreich die Hil -voll isteu aus dem Präsidium ent.ernt und sie entioaifuet. Sie versel,«" bis auf weiteres den Sicherh. it^dienft im Präsidium und stützen damit bic Autor,tt! EhrlecS. Tie politischen Gegner deS PvlijttpcS'i- beuten, b;e Uual>l)ängigm und die sromnunititrn demonstrierten Samstag nachmittag in stundenlangen stürmischen Versammlungen gegen den „Geiva.takt Nosk S" und desch os en geeignete Gegenmaßnahmen. Die Hilfspolizisten, von denen übrigens die bei seren Elemente weiter im Dstusl bet Sicherheitspolizei verbleiben sollen, haben ihn Tätigkeit eingestellt unb »ich ben Unabhängigen und Kommunisten, bei benot sie meistens orgaiiiiini waren, nunmehr offen angeschlossen. Samstag nachmittag fanden umfassende von reichem Erfolg gettönte Durchsuchungen der butterigen Dienst- raume der Hckfspolizei im Präsidium statt. Mu ber Entfernung ber H.lfspolizei linb luiaer geordnete gefctzmähiae Zustände in bet Frankfurt« Polizei eingekehrt, eine Tatsache, bie von dem weitaus größten Teile ber Bevölkerung mit Genugtuung begrüßt wirb Zur sosortigen Nieder- färnpfimg ctroaiger Gegenaktionen burchfubr« Samstag unb heute zahlreiche Autos mit Regie- runastruppen die Sttaßen Doch kam eS mr,>endS zu Ruhestörungen. Das Straßenbckd zeigt keinerlei Aenverungen — Frankfurt a. M., 24. Nov. Heute mittag erfchien aui bem Polizeipräfönum eine Abordnung von U S P ^Vertrauensleuten der Hilf-- volizei mit bem Ultimatum an den Po l i j et» Präsidenten Ehrler, das feinen Rückttitt und oie Entfernung der Reichswehr innerhalb 24 Stunden foroerte. Bei Nldst«rsüllung bie)er Forderung werde bte HilfSpoliz.t ihren Dienst einstellen. Der Polizeipräsident lehnte diele- Ansinnen selbstverständlich ab: er vorweuprie aup ber Parteiführern Ro: ■= Frankfurt a. M., 24. Nov Die Stadtverwaltung wird, nachdem die zuständigen Kör- perfdjaften ihre Zusttmmung erteilt haben, ben h e igen Kraftdroschkenbetrieb kommunalisieren. $u diesem Zweck hat sie bie gesamten Stammen«lagen brr Frankfurter Auto- brofdifengefcnidxift für 350 000 Mk angefauft und bem llntentcbmcn *150000 Mk. Btttiebs» kapüül zur Verfügung gestellt. (Eine (Elsenba^nerversammlung in Gießen. Gießen, 25. Nov. Gestern nachmittag sand eine von den hiesigen Ortsgruppen ber El sen ba hngewerkschaften im Cass Leib iufammenberufene Versammlung statt. Zur Beratung stand als einziger Punkt ber Tagesoro- nung „Die gesä hr beten Rechte ber Arbeitet- unb Beamtenausschüsse". Untevassistent Schmulbach leitete die 8er- sannnlung mit einer Begrüßungsansprache ein, in der er von den besonders gelobenen Mitgliedern der Volkskammer die erschienenen AbKwrb> neten Kiel, llrstadt unb Vettets willkommen hieß. Weiter führte er aus, daß bte Einberufung ber Versammlung notwendig geworden sei durch zahlreiche reaktionäre Uebergriffe, die besonders in ben letzten Tagen überall im ganzen Reiche zu beobachten gewesen seien. Als Beweis verlas er eine ganze Reihe Zeitungsausschnitte. So sei in Cfarreu&ni während ber Eisenbahn- sperre ein Waggon deutschnationaler Flugschriften versandt worden, während zum allernötigsten Kohlen» und Kattosseltransport die verfügbaren Waggons lange nidü ausreichten. Auch in ber Eisenbahn Verwaltung machten sich dieselben reaktionären Bestrebungen geltend. Am guten Willen bet Regierung zweifle man zwar nicht: aber waö nütze es, wenn bereit Verfügungen von ben Nachgeordneten Stellen ungültig gemacht würden. — Eisenbahnassistent Tetröc führt mehrere Einzelsälle an, in denen bie Frankfurter Direktion die Rechte der gewählten Arbeiter- und Beamtenausschüsse mit Füßen getreten habe. Schuld an diesen un- etquiÄichen Zuständen trage vor allem ber Per- sonalresetenl Regierungsvat Dr. Goudefroy. — Oberschaffuet W itlkopp, ber weitere Hebet griffe ber Direktion anführte, tarn auch auf die Frage der Besetzung des Gießener Bahn» hofsvor sie herpostens zu sprechen. ES Han- bete sich barum, an Oberbahnhofsvorsteher Fieb » le r ein politisches Unrecht wieder gut zu machen, indem er zum Gießener Bahnhofs vor steht ernannt werde. Siebtet, bem in bienstlicher Beziehung nicht das geringste nachzusagen sei, befinde sich derzeit in Ooerschlesien, müsse aber seinen dortigen Posten übet kurz oder lang oerlassen, ba dieies Gebiet in polnische Hand Übergehe. Die hiesigen Beamtenausschüsse, an die sich Fiedler gcnxmbt habe, seien nun bei der Frankfurter Direktion für ihn emgetreten. Diese habe aber anscheinend ein lebhaftes Interesse daran, daß Fiedler nicht nach Gießen komme. Deshalb habe sie den Bebraer Oberbabnho svotsteher Weißbrodt für Gießen in Vorschlag gebracht. Als daraus die Ausschüsse erklärten, daß Weißbrodt für Gießen unmöglich sei, habe die Direktion, die vorher schon ernsthaft über die Neubesetzung des Gießener Bahnhofvorsteherpostens verhandelte, plötzlich erklärt, daß an die Pensionierung des nunmehr 69jährigen NechnunySrats Kutscher vorerst noch nicht zu denken fei. — Güterbodenarbeiter Benner erging sich in allgemeinen politischen Ausführungen. — EitenbahnsÄrctär Althaus verbreitete «ich des längeren über die Entstehungsgeschichte ber Beamten» unb Arbeiterausschüs.e. Was die jetzigen unhaltbaren Zustände bei ber Bahn betreffe, so könne er sich des Eindrucks nicht verwehren, baß es bei bet Verwaltung gewisse Leute gebe, die anscheinend ein Jnterefte daran hätten, baß alles drunter unb brüber ginge unb ber Wiederaufbau unseres Wirtsd« tslebens hintan gehalten werde. — Unterassistent S tep Han ging auf verschobene von seinen Vorretmern schon besprochene Mißstände, von denen er weitere Einzel fälle berichtete. Zum Schluß erging er sich in weitläufigen Auslübrungen über die Presse, speziell ben Gießener Anzeiger. dem er wegen ber bekannten Vorfälle und Veröffentlichungen natürlich sehr gram ist. — Unterasfistent Schm ulbach teilt weiterhin noch einige, besonders durch die Dienststel.envorstehcr verursachte Mißstände mit. So würden heute im Zeichen des größten Lokomotivenmangels für einen Zug nach Betzdorf drei Maschinen benötigt, während in norma'cn Zeiten eine genügt l-abe. Hierauf wird folgende Entschließung einstimmig angenommen: Gießen, ben 24. November. An bie Bundesleitung des GewerkschaftslnindrS beutscher Eisenbahn-Beamten, die Zenttallcitung des deutschen Eisenbahner Verbandes und die Zentra Ileituug des Allgemeinen Eisenbahner Verbandes A«S SfaM «nd Land. Gießen, den 25. Nov. 1919. Brschlaouahme von Wohnungen. Tas Hessische Regierungsblatt Nr. 34 vom 17. November 1919 enthält folgende Notverordnung. Tir auf Gründ bet Betonntmachung zum Schutze ber Mieter vorn 23 September 1918 und 22 Juni 1919 und ber Bekanntmachung über Maßnahmen ygtn Wehmingswangel vom 23. September 1918 (Reichs'^Geseiiblatt 1918 Seite 1140, 1143, nnb R-L *»** zugelassen ist. it Rücksicht ans noch den besonderen Vorzug, daß. sie bei richtiger Durchführung den Tierkörper nicht schädigt und daß die Ernährung der kranken Tiere nickst notleibet. Zur Ausführung der Gasbckhandlung werden Detern Effektvoll und stromsparend 24.11. 24. 11. 25. 11. 10 10 10 86 93 1OO tags bedeckt Regen nachts Nebel s Q D- E H o> to die räudigen Tiere während einer Stunde in eine Gaszelle gestellt, so, daß allem der Kopf sich außerhalb der Gaszelle befindet. Da der Kops mtt> ein Neiner Teil des Halses der Einwirkung nm. abds. cm. 7.8 7.1 5.6 9.8 7.3 2.9 51 werke aber ohne Kdrtvffeln zurüSVYrten, weil man vsvsessen hatte, die nötigen Arbeit skrüfte imb Säcke mitzuschicken. rm. Darmstadt, 24. Nov. Das Landcs- ErnähruTrgsamt hat dos Verarbeiten von Kor- tosscln in Brennereien verboten. Die l-icrdurch erübrigten Kartoffeln sollen in den Kar- toffelstellen zur Verteilung kommen. eine Beschränkung der Dauer der Veranstaltungen infolge der Kohlcnnot eintreten. Die Räude ist unter dem Pferdebestand des Lohntutschcrs Karl Huhn zu Gießen erloschen. Bei Hausschlachtungsanträgen für Großvieh und Kälber ist jcroeiB zu bescheinigen, ob die Tiere von dem Antragsteller aufgezogen wurden oder nicht. Außerdem ist ein amtlicher Wieaefchein über das ermittelte Lebendgewicht deö Ächlachttieres dem HauSschlachtungs- Mi trag beizusügen. Anträge ohne solche gehen zur Bervollständi-ung wieder an die Bürger- en^st n^achrichten deS KreiSamtS. Ludwig Schwalb I. von Rödgen wurde als Erheber für diese Gemeinde ernannt und eidlich verpflichtet. des Gases nicht ausgesetzt sind, so müssen die,.' Körperteile nach tierärztlicher Anweisung mit anderen Räudemittcln bebanbeü: werden. Die letzt- Behandlung von Wpf und Hals muß 24 Stunden vor der Begasung durchgeführt sein. Bor der Begasung läßt man das Psrrd 12 bis 24 Stunden dursten irnb hmigern, um möglichst zu verhüten, daß es während cher Begasung Kot absetzt oder in Schweiß gerät. Ein.Apparat zur Gasbchandlung wurde von derBeterinärmedtzinischen Klinikder Universität Gießen an geeigneter Stelle ausgestellt. Dort findet die Beigasung nach voraus- gegangener Anmeldung statt. Rach der Anmeldung gibt die Direktion.der Klinik bekannt, wann und unter welchen Bringungen die Gasbehandlung! stattfinden tarnt. Die Kosten für eine einmalig.' Begasung betrogen 80 Mk. Wie aus den über die Verbreitung der Räude gemachten Ausführungen hervorgeht, kann ein>.' Reuerkrankung der geheilten Pferde stattfinden, wenn nicht auch diejenigen Gegenstände desinfiziert toerden, an denen Räudemilben haften. Daher sind die zum Pferde gärigen Ausrüstungs- oegenstände (Halfter mit Kette, Putzzeug, SX'de, Geschirr) zur Desinfektion in der GaSzelle m'tzu- bringcn. Der Stall, in dem das besagte Pferd eingestellt wird, ist schon vor der Begasung nach tierärztlicher Anweisung zu desinfizieren, so daß das Pferd nach jeder Begasung in einem schon vorher desinfizierten, berertgestellten Stall zu ftehm kommt. Roch zweckmäßiger ist es, die geheiltm Pferde nach der zweiten Begasung in -tinen anderen Statt zu stellen, in dem räubrfrante Perde nicht aufgestellt waren. Rach vier Wochen können die Pferde tvieder an ihren früfritn Standort verbracht werden, da erfahrungsgemäß noch bief.T Zeil alle dort vorhanden gewesenm Rän^müben und ihre Brut tot sind. W«mn alle hier kurz beschriebenm Maßnahmen sorgfältig beobachtet tverden, so gelinat es mit Sicherheit, die Räude in den von ihr betroffnen Höfen innerhalb kurzer Zeit zu tilgen. Die lkartoffelversorgung. nn. Darm stadt, 25. Rvv. Die Kartof- fetkommission, die Vier seit crntgcn Tagen täiin ist unb die Keller der Hvtels und Gafvmrtr nach überschüssigem Kartosfelvoruäten fl»7ttwUicrt, hat bei eittzelnen Besitzern gawz bedeutend« Borvätt fiststetten können, die nunmehr beschlasnahmt wurden und im Falle nicht ausreichende Sendungen von dem Lande kommen, absehvlt werden und auf Grund der Kartoffilkarttn zur Berteittms ge- iflwn Wie man hört, sollen bisher über 400 3ntrnrr auf diesem Wese beschlagna^nt fein. Cha- rÄtcristisch für manchmal eigentümliche Art der Geschäfisfülwung ist die Tatsatz^ daß dieser Tage acht Gespanne von Seiten des Kartofselamtes nach Groß-Bieberau Mr, um die entsprechende Menge Kartoffeln l?ierl>cr zu bringen, daß die acht Fuhr^ VeVSchtnkftkrrn für die Gefallenen. rm. Darmstadt, 25. Nov. Zu Ehren der «fallenen Krieger fanden heute auf dem Helden- rrirdhof sowie in der Städttapette große Ge- dLchtniSfeiern mit Musik- und Gesan^- Vortvägen, Ansprachen ufto. statt. Tie hiesigen ÄrAber waren geschmückt. Trotz des ungünstigen Wetters war die Betelligung besonders auch durch die Beteiligung der Kriegerveveine imposant. O Ä r ü n berg, 21. Nov. Tie hiesige Real- 1 ch u l e vevanstaltete am Fwertag in der Turnhalle eine Gedenkfeier zum ehrenden Gedächt- Weltkrieg gefallenen ehemaligen L.hrer u^d Schüler. Tic GäxichtniSrede hielt der Leiter der Anstalt, Direktor Ang^lberger. Er erwühnte, daß 7 eh?malige Lehrer und 27 frühere Schüler gefallen seren, deren Namen er bekannt gab, zwei zählen zu den Vermißten. Dic Bildnisse der ge- tallenen Lehrer find zur Erinnerung im Sinqsaale der Realickmle auigelxingt. Passende Gedichtvor- tvage einzelner Schüler unb mehrere Lieder des ^chülcrchors gaben der Feier ein ernstes Gepräge. -m. v un gen 24. Rvv. Ter gesttige Gedächtnis tag unserer Toten gestaltete sich hier zu einer eindrucksvollen Feier. In den bcüvmi Gottesdiensten am Vormittag und Abend war die dtchtg?füllt mit Zul^örem, die den Worten unsres neuen Geistlickien felgten. In etareifcnber Dcisc suchte er der Toten und verlas bte Namen der Gefallenen und Verstorbenen im verstossenen Jähr Tic für den Nachmittag auf dem Friedhof vorgesehene Feier mußte wegen rxgnerischer Wrt- rerung am Llbend in der Kirche stattfinden. In l«iden Gottesdiensten sangen die Schulkinder stim- .mmgsvolle Chore unter Leitung ihres Hauptlehrers Metz. Am Nachmittag läuteten zu Ehren unb »um Gedäckünis unserer Verstorbenen längere Zeit die ODckcn. sj Marburg/ 23. Nov. Auf dem Ehrenfriedhof im Habichtstal fand heute nachmittag unter Mitwirkung der Kapelle des Jägerbatattlons und der vereinigten Gesangvereine in Gegenwart einer gewaltigen Menschenmenge eine Gedächtnisfeier für die Toten des Weltkrieges statt. Die Gedächtnisrede hielt Pfarrer Eisenberg. Kriegsgefangenen-Heimkehr. # Steinheim, 23. Nov. Aus englischer Gefangenschast kehrte der Sergeant Wilhelm Kopi zurück. Er war am 20. August 1918 gefangen worden Aus unserer Gemeinde befinden sich noch jwci Kriegsteilnehmer in fianzösisck-er, zwei in russischer und einer in englischer Gefangenschaft. 2 Flammen gleichzeitig brennen; daneben dürfen in landwirtschaftlichen Betriebsräumen zur Ver- richttrng dringender landwirtschaftlicher Arbeiten bis höchstens 3 weitere Flammen brennen. Der monatliche Verbrauch an elektrischer Beleuchtung in einer Haushaltung darf 30 Kilowattstunden nicht überftriffen. Verbraucher haben für jede trotz besonderer Warnung über die zugelassene Menge hnurus verbrauchte Kilowattstunde ein Aufgeld von 60 Pf. zu zahlen. * Verkehr mit Runkelrüben aus der Ernte 1919. Dic Ausfuhr von Runkelrüben aus dem unbesetzten Gebiet des Freistaates Hessen ist verboten. Ausnahmen tonnen von der Landes- gemüsestelle in Main; zugelassen werden. Der Versuch der Ausfuhr ist sttasbar. Runkelrüben, deren Ausfuhr entgegen den Vorschriften dieser Bekanntmachung versucht wird, unterliegen der entschädi- gungslofen Beschlagnahme unb der Verwertung durch die Landesgemüsestelle. Zuwiderhandlungen gegen diese Vorschriften werden mit Gefängnis bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu eintauscndiünfhundert Mark bestraft, soweit nicht nach anderer gesetzlicher Bestimmung eine höhere Strafe verwirkt ist. » Errichtung einer Bäckerzwangsinnung für den Landkreis -Gießen. Nachdem bei der Abstimmung sich die Mehrheit der beteiligten Gewerbetreibenden für die Einführung des Beitrittszwangs erklärt hat, ordnen wir hiermit an, daß zum 1. Saraiar 1920 eine Zwangsinnung für das DaQrchandwekk im Landkreife Gießen mit dem vorläufigen Sitz in Reiskirchen und dem Namen „Bückerrnnunfi (Zwangsinnung) für den Landkreis Gießen" errichtet werde. Von dem genannten Zeitpunkt ab gehören alle Gewerbetreibende, die das Bäckerhandwerk betreiben, dieser Innung an. D i e städtische Arbeitsna ch w e i S - stelle Gießen wird den aus Oft und West einst römen den Arbeitern, namenttich auch landwirl- Aus dem AmtSverkündiflnngsblatt. ♦* Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 124 vom 21. November enthält: Verordnung über die Erhebung eines durch Aendernng der Höchstpreise für Häute, Felle und Leder sich ergebenden Zwischengewinns. Vom 30. Oktober 1919. -- Bekanntmachung zu der Verordnung über die Berwendnno deS Mehrerlöses aus den Häuten von Echlachtbieh und Schlachtpferden, vom 23. Sep- tambet 1919 (Reichs-Gesetzbl. S. 1714). — Bekanntmachung betreffend den Verkehr mit Runkelrüben aus der Ernte 1919. Vom 10. November 1919. — Errichtung einer BäckerzwangSinnung für den Landkreis Gießen. — Städt. Arbeits- nachwiis. — Festsetzung der Ortslöhne. — Tanz- erlaulmis. — Räude unter dem Pferdebestand des Lohnkutschers Karl Huhn äu Gießen. — Hausschlachtung von Großvieh und Kälbern. — Ein- schränlung des Verbrauchs elektrischer Arbeit. — Einsendung der Kreisabdeckereiverzeichnisse: hier: ür den Monat Oktober 1919. — Feldbereinigung Hber-Bessingen. — Dienstnachrichten des Kreisamtes. Einschränkung des Verbrauchs elektrischer Arbeit. Folgende Verordnung ist für die Landgemeinden des Kreises Gießen erlassen: Elektrisches Licht darf nur gebrannt werden: &) in Fabriken unb Gewerbebetrieben, sowie in Läden mit offenen Verkaufsständen von vormittags 7 Uhr bis nachmittags 41/, Uhr; ausgenommen sind Apotl^eken, Verkehrsbetriebe, Anstalten und Betriebe mit Dovpe! schichten oder mit Tag- und Nachtarbeit. Lebensmittel- und Friieurgeschäste dürfen bis abends 6 Uhr beleuchten; b) in Bureau- räumen bei Privatgcsckräften und Behörden von vormittags 8 Uhr bis nachmittags 4 Uhr: c) in allen öffentlichen Lokalen von 4 Uhr nachmittags bis 10 Uhr abends; d) in Lichtspielhäusern, Klub-, Konzert-, Vergnügunas- und Versammlungsräumen von 7 Uhr nachmittags bis 10 Uhr abends. Außerkalb dieser Zeiten dars nur zur Reinigung, Bewachung und dringender Instandsetzung der Räume notdürftig Lickst gebrannt werden. Reklamebcleuchtung. Schaufenster- und Außenbeleuchtung, von Läden, Geschäften und öffentlichen Lokalen ist verboten. In 6ffcntlid>en Lokalen, Klub- und Versammlungsräumen ist die Beleuchtung soweit emzuschränken, daß gewöhnliche Druck- schnft eben noch gelesen werden kann. Kraft darf nur entnommen werben in der Zeit von vormittags 8 Uhr bis nachmittags In einer Haushaltung dürfen nicht mehr als Landwirtschaft. GaSbchandlung bei Räude der Pferde, Ochsen und Rinder. Die Räaü>e hat bevannllich während des Krieges unter den Ätilitärpserden und auch unter den Wirtschaftsmerden der Zivilbevöllerunq sehr um fich gegriffen. Obwohl jetzt ein allmählicher Rückgang der Zahl der Räudefälle zu bemerken ist. lo sind doch noch zahlreiche Pferde sowie da und dort auch Ochsen im» Rinder von dieser Str an t- beit betroffen. Die Räude ist eine langsam verlaufende, ansteckende Hautttankheitt die durch R ä u d e m i l - ben verursacht wird. Diese Mllben bohren fich in die Haut der Tiere ein. Die Übertragung der Stranfbeii aus gesunde Tiere ^schieht entweder unmittelbar von kranken Tieren aus oder durch Vermittlung fron Zwischenträgern, als welche namentlich das Putzzeug, Gefchirrteile, Decken, Stallgeräte, Stalleinrichtungsgegenständ,', Stallräume, Deichseln, Lleider des Wartepersonals usw. in Betracht kommen. Ein sehr heftiger Juckreiz, der die kranken Tiere zum Benagen der erkrankten Hautstellen, znm Scheuern und Reibm veranlaßt, ferner Knötchen, Straften und Borken, an den erkrankten Hautstellen, Ausfall der Hian», Faltenbildung der Haut, sind die l«uptsächlichsten Kennzeii-hen der Skrankheit, die schli.'ßlich so sehr um sich greifen kann, daß ein großer Teil der Körperoberfläche kahl wird. Die Behandlung der Räude, deren AuS- bruch der Polizeibehörde unverzüglich anzuzeigm ist, hat nach Weisung eines approbierten Tierarztes zu geschehen. In neuester Zeit nnttde durch den Tiwarzt Dr. Stotler dreGasbehandtung mit Schwefeldioxyd zur Heilung der Räude mit großem Erfolge angewandt. Diese Gasbehandlung ist zur Zett daS beste Hellversahven; >ts bat sich bei der Bchondlimg fron vielen tausenden fron raubefarnTen Pferden ausgezeichnet bewährt. Eine zweimalige, itmerhalb 5—10 Tagen durchzuführende Begasung der räudekranken Pferde, wobei das Gas etwa eine Stunde aut die Körperobersläche der räudekranven Tieve einwirtt, genügt in ben meisten Fällen zur vollständigen Heilung. Diese Gasbehandlung hat neben der Herbeiführung einer raschen Heilung GeetchtrsaaL. rm. Darmstadt, 24. Nov. Als Nachipiel zu dem letzten Offenbacher Spartakisten Prozeß vor dem Schwurgericht in Darmstadt sand gestern die Verhandlung gegen den damals zu sechs Jahren Zuchthaus tvntrteüten Hanl» arbeitet Adam Bauch aus Offenbach statt, der damals nach der Verkündigung des Urteils im Schwurgerichtssaale unter dem fthife: Hoch Spartakus! eine Feldflasche, in bet die Strafgefangenen während der Verhandlung ihren Kaffee bekamen, nach dem Staatsanwatt warf, aber nur den neben diesem sitzenden Kriminalbeamten ungefährlich traf. Der Angeklagte bestveitet die böse Absicht, will die Tat vielmehr nur in bei durch dic lange Gerichtsverhandlung ein getretenen Erregung bemm- gen haben. Das damalige und das heutige Auftreten, wie kuch seine Vorstrafen lassen aber seine Roheit und Gewalttättgkeit ossensichllich erkennen. Er wird zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. — Von Interesse ist die Verhandlung gegen einen hiesigen Witt wegen Körperverletzung, der einen jungen Mann mit einem spanischen Rohr kräftig abzog, weil er an einem Maimvrgcn, als er ein in dem Hause wohnendes MLockM zur Maivrr abhvlen wollte, schon morgens gegen 6 llftr die Nachtruhe des Wittes durch Pfeifen, Spektakel, Rütteln am Tor usw. störte. Das fteispi'eckiende Schösfengettchtsutteil wurde bestätigt, da der Mann sich in berechtigter Notwehr zum Schutze seiner Nachtruhe befand und die erlaubten Granzen nicht überschritt. ICircfoe rrnd Schule. Lange Ferien. -- Frankfurt a. M., 24. Nov. Infolge des BrennstosfmangelS beginnen die WfihnachtL- ferien bereite am 15. Dezember, und sie nxroen dem Vernehmen nach biS zum 15. Januar 1920, vielleicht aber auch bis 15. Februar währen. **Kreislebrerversammlung. Lehrer Lotz-Leihgestern schreibt uns bettchttgend zu unserem Berichi in Nr. 274: Es ist mir nicht eingefallen zu empsehlon, daß „st a 11 der Zkriegs- und Monarchengeschichte Kulturgeschichte zu betreiben fei". Ich habe vielmehr die Meinung, daß n.ich wie vor das nationale Bewußtsein scharf beraub gearbeitet werden muß unter Ablehnung des modern-schwächlichen Pazifismus. A«nft «nd Wissenschaft. Frankfurter Uraufführung. Zur Uraufführung gelangte im Frankfurter Schauspiel Haus, aufs trefflichste bacgcftellt, „De i Schneestur m", ein Trauerspiel in 5 Akten von Otto Zoff. Ter Autor wandelt stark in den Spuren des genialen Vorlchufers der Erxressv> nisten Gsorg Büchner, dessen sprunghafte Szcnm- führung und Art und Weise der Men scheu schckde- tung er in moderner Untprägung uachviünt; ihm fehlt aber die dramatische Eigen kraft, die mte triebhaft dahinlebenden Personen und rasch fror- übcrwehenden (8) Bildern eine wirklich tragische Handlung zusammenballt. Sein Werk hebt an wie eine Fanülientragiödie. 'von der man stärkere lyrische Töne erwartet, und gleitet über rein kinv- mäßig gestaltete Szenen in ein tos-eS Nfb^nttn- mtixr von Geschehnissen, das jede ftstcre Kristallisation um den gemeinsamen Mittelpunkt entbehren läßt. Ter Jrchalt? Ern genialisch veranlagter Schenkwitt, von der Sehnsucht nach Paris mrb her Minne ergriffen, vernachlässigt Frau «nd Kind und geht, nachdem er sich selbst geblenM hat, elendiglich im Schneesturm ztt Grande. Tic Ge stalten, bis ans die abgehärmte Gfcfran Eillons, sind feine Menschen von Fleisch und Btttt, ihnen eignet etwa- Schemenhaftes, Wesenloses an, es sind durchweg phatoiogisck-e Figuren. Bei der Aufnahme des Werks übettvvg zstletzt ftarter Beifall den Widerspruch, so daß sich der Verfasser mehrmals zeigen durfte. Er dankt diesen Erfolg zum guten Telle den stimmungsvollen Büh- nenbilteni (Entwürfe von Ladung Siefrerl), der fhltreffenden Regie Richard Weicherts uno den künsllettsch reifen Leistungen txm Gerda Mül^ ler, Ebert und Taube. Herr George, dieser hochbegabte junge Wnstler, hätte feinen General, den Ehemann von CllvvnS Geliebter, getrost etwas dämpfen sollen. _______ Meteorologische Veobachtirnge« der Station Gießen. chaftlicheri, wie Gutshandwerkern, Taglöhncr- antilien, Burschen unb Mädchen, die für Daus-, cöol'°. Stall- unb Felddienst geeignet sind, Arbeit nachnreisen. Die Grundbesitzer (große wie kleine) seien auf die Möglichfeit hin gewiesen, bei der städtischen ArbeftsnachweiSstelle ihr Personal durch landwirtscha-lliche Arbeiter ergänzen zu können. TanzerlaubniS. Durch Verfügung des Ministeriums des Jnneni vom 28. Dezember 1918 ist an geordnet ivorden, daß mit dem Fortfall des auf das Gesetz über ben Belagerungszustand gegründeten allgemeinen Tanzverbote die Abhaltung öffentlicher Tanzbelustigungen wieder „nach Maßgabe der schon vor dem Kriege bestehenden Bestimmungen und Gewohnheiten" zugelassen ist Auf Grund dieser Verfügung unb mit Rücksicht ans Artikel 229 Pol.-St.--G. wird das KreiSamt daher die Genehmigung zur Abhaltting von Tanzbelusti- gungen überhaupt nicht erteilen für Sonntag den 23. November (Totensonntag) und Donnerstag den 25. Dezember (1. L^ihnachtsseiettag). Für die Adventssonntage (30. November, 7„ 14. und 21. Dezember) wir» eS die Genehmigung nur an geschlossene Gesellschaften erteilen, falls die Veranstaltung für die Mitglieder des betreffenben Vereins beschränkt ist. Für die Weihnachtswoche wird Tanzcr.'aubniS je nach freier Wahl für Freitag den 26. Dezember (2. Wcihnachteseiettag) oder SamStag ben 27. Dezember erteilt werden. Für die Woche vom 28. Dezember 1919 bis 3. Januar 1920 wird Tanzerlaubnis für ben 31. Dezember ober 1. Januar erteilt werden, auch wird allgemnn Höchste Temperatur am 24.11. — ll.V, 25.11. — 7.8° Slicbrigfte , . 24. 11. = 7.1', 25.11. — 08* Niederschlag 1.9 mm ?7Z-Z Wetter A-ä-E t s t ( ( 1 I < ( I ( ( •22T45 [if224üö verknusen. Gießen, den 24. November 1919. 13268V 022720 Gießen, den 22. November 1919. ieaei Harbach, den 24. November 1919. 018739 Dank Familie Anton Huber. Großen-Buseck, den 20. November 1919. 012464 gesucht. 13967 3g. MtigeS 3Räb6tn hi kleinen Haushalt für 13042 sofort gesucht. 7nOSO4KONiQ 5PQjeb|ld. 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' E ilm so trv Bao ißii ^igidal-Ssto» Ml 1916 t ^a<6bnitt Dn-5. dvmoch bU pichst Ä Jbr auch i xStefe, irauung fanl R da beiden t «htt Luise A *®* Pfarrer Herpel in Likberg aus der Ternokra- »nSMtiWa Partei ausgetretmsZ. Wie das „Darrn- fcSä g^5000&^< ^ter Tageblatt" hierzu erfährt, hat er sich der Betrage Ä™jädBrf jährlich aus- Sozraldemokratte angeschlos.m. ——• '-'‘«hfimrra. ti unter 35. 15II. Adrud» 7 Ubr: AbkUv» i w>v Der Mele Bauer «Wik SW , Anaed. •fcJB Bei » ClHöFaPo^ekarOHoo„ j« ärztlich § ä 0®0V a 8 B H® bevorzugt. 1>. r r. tfivlTi I süÄtzt in der Tunke! httl gehrn. lasten rhrr Ziehungen xu Buchegg ihm.letzt.viel unklar Zumen als zuvor, schien es chm l^gar zweifelhaft ob man sie dort freund ich aufnehm-m wurde. Kopfschmerz Güterzug springen wollte, aus und geriet die RÄer. Er wurde tödlich verletzt. Zeit die Stelle seines pensioniert werdenden Vatns übernehmen sollte. die der die ®!&falls erschüttert lauschte, dasselbe, denn er rührte sich nicht. Tarot wurde es drin auf einmal furchtbar still. Tie schweren rächenden Atemzüge roaren verstummt. Eine Sttmme, die Modesta nicht kannte, schrie jammernd auf: „Er ist tot? O Paul, Piul — nie konntest du d.ffner Mutter das antun!" In den Jammerschvei der Mutter mischte sich ein jauchendes Kichern. „Er?" kreischte es auf. „Sie hat ihn g> tötct! Sie ist ferne Mörderin! Aber sie soll ihren Lohn haben." Mit einem Schrei ritz Modesta die Tür -auf in dem Moment, wo Fräulein Webster ixn R> vo'.vcr an Evelyns Schliß letzte und l-osdrückte. Evelyn lag auf 'den tien vor dem -L-ofa, das Cottorbs Leiche trug x Sic hatte ihren Kopf aut seine erkaltenden Hände gerückt und suhr erst im letzten Augenblick entsetzt m di: Höhe, als das kalte (Äsen ihre ©tfläfe berührte. Kreis Wetzlar. ** H örns heim, 24. Nov. In unserem Orte hat sich ein Krieger-Wehr-Vcrein gebildet, der an 80 Mitglieder zählt. Am 18. No- vomber fanden die Wahlen statt: es wurden ge- tvähll: Anton Engel V., Präsident, .Heinrich Bcp- ler. Vizepräsident, Lehrer Schuhmacher, Schriftführer, Heinrich Bork, Rechner, Anton Gimbel und Otto Schneider, Vorstandsmitglieder. Vom Vorstand wurde am Totensonntag zu Ehren der gefallenen Kameraden ein kostbarer Kranz in der Kirche ausgehängt. Das Glück der andern. Original-Rom-an von Erich Eben stein. Copyright 1916 by Ordner & Comp., Berlin W 30. lNachdrnck Derbheit.) Fortsetzung 56. Und dennoch folgte er ihr! Es war etwas, in ihrem plötzlich so venvandelben Wesen, das zwang, ihr auch weiterhin zu folgen gegen Willen und Vernunft. „ , _ . ... , Tas Wort „Dirne" vorhm. hatte ia nicht ferm Ueberzeugung, sondern btotz sein Grimm über ihr verstocktes Schtottgen ihm erpreßt. m Sie sollte gestehen, was sie an bt-)en Gottorv band — was sie in Duchegg wollte. Aber sie gestand nicht. Sie stand da mit der Miene und tzaltung einer 6'kränkten ^omgrn, die da schweigend geyt, wett man sie unerhört In leidig haMagnus allmählich, und^seine Vernunft kehrte langsam zurück. Mit ihr dte Sorge Jedenfalls aber mutzte -:r sich auch Gewißh'tt schaf^nüber den Zweck dieses, ftltsamm Weges, llnb da sie ihn wahrscheffllrch nicht an ihrer Seite g.chuldet hätte, folgte er ihr heimlich. Tavan, daß man sie beide daheim jetzt fcerntS vermissen mutzte und in Unruhe fern könnte, dacht: en gar nicht. «.«?. «SSt« Wilhelm}!!: kombinierten Chancen dieser Anleihe wird der Kurs voraussichtlich ein verhältnismäßig hoher sein. Nach 20 Jahren hat der Besitzer unter allen Umständen das Recht, vom Reiche für seinen Besitz an Spar-Prämienanlcihe für icde 1000 Mk. 1800 Mk. zurückzuverlangen. Da er beim Erwerb 500 Mk. in bar imd 500 Mk. in Kriegsanleihe, deren Wert augenblicklich börsenmäßig ungefähr 400 Mk. ist, in Zahlung gibt, so verzinst sich das angelegte Kapital Don 900 Mk. mit vollen o»/o. dufter dieser ihm sichergestellten Rückzahlung hat er dann alle Gewinnchancen in 20 Jahren unentgeltlich ausgenützt. * *' Amtliche Perfon al nachrichten. Ernannt wurde der Militäranwärler Offizierstell- vcrtteter Jakob Schuhmacher zu Darmstadt xum Kanzleigehilfen bei der Ministerialk'anzlei des Ministeriums des Innern, der Kreissekretär Phil. Fuchs zu Mainz zum Kreisobersekretär beim Kreisamt Grotz-Gerau. — In den Ruhestand versetzt wurde am 20. November der Ministerial- lanzlist Richard Finns zu Darmstadt auf fern Nachsuchen unter Anerkennung seiner dem Staate ^leisteten Dienste mit Wirkung dorn 1. Januar 1920 an. — Erledigt ist eine mit einem evan- vlifchen Lehrer zu besetzende 2. Schulstelle in Niem-Karben, Kreis Friedberg. ♦* Aus dem Militärwochenblatt. Dm Charakter als Oberstleutnant hat erhalten Major a. D. v. S ch rn e l z i n g u. Wernstein, zuletzt im Dragoner-Regiment Nr. 23, mit einem Dienstalter Dom 12. April 1919. Nouvel. Maror her Landwehr-Inf. 2. Aufgeb. (Darmstadt, früher Bernburgs der Abschied mit der Erlaubnis zum Tragen der Landwehr-Arttllerie-Uniform bewtt- igt. Der Abschied mit der Erlaubnis zum Tragen wr bisherigen Uniform bewilligt: Dr Loeb I Darmstadts, Stabsarzt der Landw. 1. Aufgeb. ** Fahrende Landpost. Born 1. De- .tember ab wird die fahrende Landpost G i c tz e n — Steinberg —Grüningen aufgehoben; vorn gleichen Zeitpunkt ab wird die fahrende Land- vost Lang-Göns —tzolzheim bis Grü- ningen weitergeführt. ** Das Aufgeld für die Zahlung der Zölle in Gold betragt für die Zeit vom 33. bis 29. November d. Js. 775 Mk. Landkreis Gietzen. X Wieseck, 22. Nov. Als seltene Doppel- tra u u n g fand heute in unserer Kirche die Trauung der beiden Schwestern Anna und Luise Weller, Töchtern des Latrdwitts Karl Weller und seiner Ehefrau Luise geb. Wagenbach, statt. Kreis Büdingen. an. Berstadt, 24. Nov. Das Opfer eines llnalücksfalles wurde Ende vergangener Woche der 33jährige Sohn des hiesigen Bahnvorstehers Weigand. Die Maschine cin^s Güterzuges erfaßte ihn, als er ahnungslos zwischen dem Geleise stand. Er wurde überfahren und so schw:r verletzt, daß der Tod sofort eintrat. Der verunglückte htnterläßt Frau und zwei Kinder. Der Fall ist um so tragischer, als der Sohn in nächster Stimmzählung und die letzten Formalitäten für die Ernennung der neuen Deputierten noch nicht abgeschlossen sind. Die Unruhen in Aegypten. Amsterdam, 24. Nov. (WTB.) Die Times meldet aus Kairo, daß die Unruhen in Aegypten fortdauern. In Alexan-i drien fanden große Kundgebungen statt. Es kam zu einem Zusammenstoß mit der Polizei. Da cs dieser selbst mit öilje der ägyptischen Truppen nicht gelang, die Ordnung wiederherzustrllen, mußten englische Truppen eingreifen. Auch in Tanta und anderen Städten des Nrldeltas fanden Kundgebungen statt. Bei den Unruhen in Kairo am Sonntag betrug die Zahl der Opfer unter der Bevölkerung 84, davon sieben Tote. Dazu kommen noch zahlreiche Opfer unter der ägyptischen Polizei und unter den englischen Truppen. Kairo, 24. Nov. (WTB.) Reuter. Der spätet eingetroffen. Der frühere Finanzminister Wabha Pascha hat das Amt des Premierministers angenommen. Dank-Kundgebung Hindenburgs. Berlin, 24. Nov. (W. B.) Wir werden um BerösfenUichung nachstehender Kundgebung ersucht: Gelegentlich meiner Reise nach uird üon Berlin, während meines Aufenthaltes daselbst und nach meiner Rückkehr nach Hannover wurden mir wieder von Einzelnen und von Bereinigungen zahlreiche Beweise freundlicher (Sefinnung in Form von Begrüstungen, Schreiben, Telegrammen, Mu- men und sonstigen Gaben entgegengebracht. Sa sehr mich diese AufmerVsamVeiten erfreuen, so wenig bin ich in der Lage, herzlichsten Dank hierfür einzeln auszusprechen. Ich bitte daher, dies aus sckKetzlich durch diese Veröffentlichung tun zu dürfen. Hannover, 23. November 1919. .Hindenburg Deutsche Kinder in Dänemark. Berlin, 24. Nov. (W.B.) Der dänische Minister S t a u n i n g sandte auf das Telegramm des Reichskanzlers aus Kopenhagen folgende Antwort: Ich habe Aufenthattserlaichnis für eine neue Anzahl deutscher Kinder bei dänischen Arbeitern für die nächste Zett erwirkt. Es ist den dänischen Sozialisten eine Freude, an der Heilung der vom Kriege geschlagenen Wunden Mitwirken zu können. Miodesta war überzeugt, daß er umgekehrt war. Wie hätte er ihr auch nur einen Schritt toeit’r ^lgen Fönnen bei der entsetzlichm Meinung, ine er von ihr hatte?! Und doch war dres gut, fo gut, datz er fte für schuldig hielt, und darum an Evelyn gar nicht pachte. Nur so konnte Evelyns Unbef)nn:nheit verborgen bleiben. Freilich, um welchen Pveis! Tie Siebter von Buch?gg tauchten jcht vor ihr ouf. Alle Fenster des Erdgeschosses warm erleuchtet, und mlch im Obersdock waren einige Fm- fler bell. Das Gartentor, sonst immer fest Verschlüssen, stand halb iahen. Nirgends war ein mmschlich:s Wei en zu erblicken. Modesta sah jetzt, was sonst durch die hohe Mauer, die den ganz-en Besitz umgab, verborgm nurde, daß die Wirtschaftsgebäude ziemlich weit seitab lagen und das große, düstere Wohnhaus ganz allein stand. Auch hier stand die Haustür offen, und niemand war zu er bilden. Moesta trat zögernd in den Flur. Was sollte sie sagen, wmn ihre Vermutung unrichtig war und Evelyn sich gar nicht hier bc- fanb? . Aber sie kam nicht dazu, eure Ausrede zu ersinnen. Aus einer nur angelehnten Tür' rechts Dom Eingang schlugen gebämpite erregte Stimmen an ihr Öhr, dazwischen röchelndes Atmm, das Modefla vor Grauen erstarren ließ. Jemand schluchzte aut. Tann crtimite sie Evelyns Stimme, die, von Sch'luchgM unterbrochen, jaoie: „Vergib mir, Paul . . ., das wollte ich nickt ... bei Gott, das wollte ich nicht ' Und nach einer Pause, in der nichts als die röchelnden Atemzüge zu hören waren, wieder: wurde, war bei heftigem Sturm von seinem Liegevlatz abgetrieben worden und in den Hasen Don Kjoege eingelausen. Französische Marinemann- chaslen erzwangen das Wiederauslaufen des Seglers mit Gewalt und brachten das Schiss unter ftanzösiscker Flagge nach Kopenhagen. Die deutsch« Gesandtschaft erhob bei der däniichen Regierung Protest. Das gleiche geschah durch Vermittlung der deutschen Marinebehörden bei der interalliierten Marine-Kommission. Die Finanzpolitik im besetzten Gebiet. Alzey, 25. Nov. (WTB.) Der konnnan- diercnde General der französischen Rhein- arm e e gibt bekannt, daß die Gemeinden, Kreise und Bezirke mir An leihen aufnehmen dürfen, toenn sie vorher die Genehmigung da^u bei dem kommandierenden General nach gesucht und erhalten haben. Die Dortenschen Machenschaften. Köln, 25. Nov. (WTB.) Zu der Meldung, daß Anhänger Dörte ns die Druckerei der „Mühlheimer Volkszeitung" gekauft haben, um eine Zeitung ihrer Riclstung unter dem Titel „Rheinischer Herold" erscheinm zu lassen, meldet die „Rheinische Zeitung", daß als Leiter deS neuen Blattes der bisherige Redakteur der „Köln Dolksztg.", Dr. Zacher, in Aussicht genommen sei. Amerika und die europäischen Finanzen. Washington, 24. Nov. (Reuter.) Es wird bekannt gegeben, daß ein nationaler Ausschuß für europärsche Finanzen organifiert wird, um die endgültigen Plänc für Gewä hrung lang- sristiger Kredite für europäische Einkäufe m den Bereinigten Staaten zu prüfen. Hessen-Nassau. Die Ehrentaftl der Marburger 11er Jäger. )( Marburg, 23. Nov. Daß das Kürhessische Jägerbataillon Nr. 11 im großen Kriege auf den verschiedensten Kriegsschauplätzm roicDer seinen Mann gestanden hat, zeigt die j:tzt veröffentlichte Ehrentafel. Es sind gefallen 56 Offizi:«, 124 Oberjäger und 1075 Jäger. Vermißt tourtxm 25 Oberjäger urti> 251 Säger. * s. R-odheim a. B., 15. Nov. Älnch der Obsb» und Gartenbau-LZevein hat endlich seine Tätigkeit wieder ausgenommen. Heute tagte er zum ersten Male wieder nach langer Kricgszeit. X Gelnhausen, 21. Nov. Tie beiden Wilderer, welche den Jagdauffcher (Mger aus Geislitz erschossen haben, silü> ermittelt und festgenommen worden. Es sind dies die Arbeiter Heinrich Dönges und Gustav Knirr aus Lützelhausen. Dönges hat eingestanden, den tödlichm Schirß al-gegeben zu haben. — Der Brems.'r Nix aus Aufenau glitt, als er auf einen fahrenden «lost werden. Es gibt keine Prämienanleihe des In- und Auslandes, die derarttg hohe Treffer zur Ausschüttung bringt, wie die Deutsche Spar- Prämienanleihe. Denn es kommen jährlich zehn Treffer zu je 1 Million Marl, 10 Trösser zu je 500 000 Mk., 10 Treffer zu je 300 000 Mk., 10 Treffer zu je 200 000 Mk., 20 Treffer zu je 150000 Mk. und 40 zu je 100 000 Mk. neben vielen Treffern zu 50 000 Mk. bis herab zu 1000 Mk zur Verlosung. Außerdem erhält jedes 2. Stück bei der jährlich statt findenden Tilgungs-, d. h. Rückzahlungsauslosung. eine Sondervergütung von 1000 Mk., die Borrus genannt wird. Dieser Bonus steigt sogar allmählich auf 4000 Mk. Solange das Stück nicht durch die TUgungsverlosung znrück- «zahlt ist, nimmt es stets an den jährlich zweimal stattsindenden Gewinnziehungen teil, so daß der Besitzer einer Prämienanleihe die Aussicht hat, sogar mehrere Male Vvn der Glücksgöttin bcschentt zu werden. Und dies geschieht alles ohne Gefährdung seines Kapitals und ohne Verlust seiner Zrw- sen, denn das Kapital muß ihm mit allen an- gelaufenen Zinsen znrüchgkÄahlt werden. Die Spar-Prämienanleihe wird wie alle deutschen Anleihen an der Börse gehandelt, der Inhaber solcher Wertpapiere rft deshalb in der Lage, sie täglich verkaufen zu tonnen. Infolge der vielen bL?7b m^n sie ^rt'fteund ich aufnehmen würde. Lielleickt ging sie Kränkungen od:r gar Temutt- gangen mtseg-n. Tann mußt: er an rhr:r ©eite Büchertlsch. — Im Reiche des goldenen Drachen nennt sich eine Reiseerzählung^ aus dem Innern Chinas von dem bekannten Schriftsteller Otsriio v. Hanstein, die soeben im Berlage oer Buchhandlung Gustav Fock in Leipzig erschien. In drei mtt je vier farbigen Bildern cmsgestatteten Bänden unter den Einzeltiteln: In Höhlen und Schluchten des Wutai Schau, Unter Mongolen und Tanguten, Bon Tibet noch Peking, schildert der Berjasser die Eindrücke und abenteuzrlidKn Er- lelmisse out einer Wanderung durch das Inner: von China und durch Gebiete, die dem großen Weltverkehr noch nicht erschlossen sind. Die spannende und an interessanten Verwicklungen reiche Handlung, ebenso wie die Beschreibung der eigenartigen Sitten und Gewohnheiten der Bewohner und ihrer gesamten Gedankenwelt, machen das Werk ebenso für die reifere Jugend wie für Erwachsene zur Lektüre geeignet. Infolge des billigen Preises von 7,50 Mk. für den Band, von denen jeder eine für sich abgeschlossene Erzählung bildet, ist jedermann die Anschaffung des Werkes ermöglicht. Die Bücher sind auch in Einzelbänden durch jede Buchhandlung zu beziehen. — Die Weltliteratur. Nr.47. J.J. David, Tai Ungcborene. 30 Pf. — Tie Sterne. Ein Drama in Mer Aufzügen von Hans Müller. Verlag der I. G. Co Naschen Buchhandlung Nachfolger in Stuttgart und Berlin. Geheftet 2.50 Mk. gebunden 4.50 Mk. — Frauenbücher von Otto Buchmann. Maries Lied. Gedichte. 50. Tauf. Geb. 4 Mk. — Ich trage meine Minne. . . Gedichte. 3. Taus. Geb. 4 Mk Tischbeins Verlag, Hanirover. — „Schopenhauer" von Dr. W. O. Tdring, Lübeck 1919, Verlag von Charles Cole- rnan, Lübeck, 209 Seiten, Preis geb. 7.50 Mk. yochschilnachrrchten. rm. Darmstadt, 24. Nov. Bei den Wahlen zur Vertretung der hiesigen Studentenschaft an der hiesigen techn. Hochschule wurden 31 Vertreter der Korporationen, 18 Nichtkorporierte und 2 Sozialisten gewählt. Tie Sozialisten erhielten ttotz lebhafter Wahlagitation auf lallen Seiten nur 79 Stimmen. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktton dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Die Zwangswirtschaft für Holz. Vom Lande wird uns geschrieben: In einer Zett, in der mit Recht überall sobald wie möglich der Abbau der 'Ztvangswirtschaft gefordert wird, die alle Moral in unserem Volle vernichtet hat, liest man mit Erstaunen in den neuesten amtlichen Verfügungen, daß nun auch das Holz im kommenden Winter unter Zwangswirtschaft genommen werden soll, und daß an den einzelnen Haushalt, man höre und staune!, nicht mehr als Ve Raummeter pro Kopf abgegeben werden darf. Man weiß in der Tat nicht, wen man nrehr bedauern soll, die Be- völlcruug, der damit auch das allemöttgste Holz zur Bereitung des Essens, von Zimmerheizung ganz zu schweigen, entzogen werden soll, oder di- Regierung, die, den allernotwendigsten Bedarf unstres Bolles scheinbar nicht kennend, solche befrembenben Maßnalnnen trifft. Die regierenden Stellen sollen sich über die dadurch hervor- gerufenen Folgen nur nicht wundern: schon jetzt hört man allgemein, baß die Leute sich das Holz das ihnen vorenthalten wird, mit Gewalt holen werden Auf der anderen Seite wird dem ©(hiebettum und Wucher .ein neues Feld „fruchtbarer" Tätigkeit zugewiesen; ixe ehrlichen sind auch da, wie so ost in dieser Zeit, bie Dummen, unb bieienigen, die sich im vorigen Jahr kraft ihres reichen Geldbeutels rerchttch für langer mit Holz eingedeckt haben, tadym sich ins Fäustchen. so wenig Holz? Ist auf) daran der schone Wilsonsche Frieden schuld, muffen wir vieUercht Holz für den Wiederaufbau der zeritörttn Gebrete liefern oder wurde im Kriege Raubbau getrieben? Dann 'kläre man unser Boll in aller Ruhe auf, bann sorge man durch Zwang tn den Bergwerken für Mehrlieferung von Kohlen, statt das Land und seine nicht ftreitenbe Bevölkerung immer mit Zwang zu bedrohen, unb gebe der Landbevölkerung (ebenso natürlich der städttschen), die von Letzte 2Tacbricbt€tt. Das Betriebsrättgesetz. Berlin, 24. Nov. Ein in der Samstagsitzung des Ausschusses der Nationalversammlung eingebrachter Vermittlungsantrag der Demokraten lautet: ,FfN Unternehmungen, für die ein Aufsichtsrat besteht, ist dieser auf Verlangen des Betriebsausschuffes und, wo ein solcher nicht bestes, des Betriebsrates verpflichtet, die an Ihn gebrachten Anträge und Unternehmungen des Betriebsrates, soweit sie sich auf die Organisation des Betriebes und die besonderen Interessen der "Arbettnelnner blichen, in seiner nächsten Sitzung zu behlmdcln. Zu dieser Sitzwrg sind em vis zwei Vertreter zu entsenden, die dort Sitz und Stimme haben." Berlin, 25. Nov. (WTB.) Die Demokratische Fraktion ist gestern erneut zu einer Besprechung über das Aetriebsräte- g e s e tz zusammengetreten. Herr v. Payer als erster Referent, zeigte sich zum Nachgeben bereit. Keinesfalls aber teilte er die extremen Ansichten dec Sozialdemokraten, die bekanntlich den Betriebsratsmitgliedern einen entscheidenden Einfluß auf die Bilanz einräumen wollen. Deutsche Frayen tm englischen Unterhaus. London, 25. Nov. (WTB.) In der gestrigen Sitzung des UnterhauseserflärteSenat Law, er glaube, daß die Nachrichten, wonach Deutschland eine Armer von 500 000 Mann besitze, (übertrieben seien «Er fügte bei, daß der Oberste Rat diese Frage selbstverständlich nicht aus den Augen verloren habe. Er werbe vielmehr darüber wacheri, daß die Vertragsbestimmungen nach der Ratifikation beobachtet werden. Auf eine weitere Anfrage erwiderte Sonar Law, die Reduzierung der deuffchen Bestände könne erst nach der Ratifikation des Vertrages durchgeführt werden. Amsterdam, 24. Nov. (WTB.) Telegraaf meldet aus London Dom 23. November: Der Abgeordnete Kennworthy wird morgen im Parlament an den Premierminister die Frage richten, ob im Hinblick auf die monarchrfti- schenBestrebungen und die m r l i t ä r i s ch e Reaktion in Deutschland die Alliierten alles, was in ihrer Macht liegt, tun werden, um die Stellung der gegenroärtigen deutschen Regierung zu stärken. Ein französischrr Nebergriff in der Osts«. Berlin, 24. Nov. (WTB.) Der deutsche Segler „C a p e 11 a", der anläßlich der Ostsee- sperre auf der Fahrt von Helsingör nach Odense von einem ftanzösischcn Torpedojäger festgehalten jeher meist Holz brannte unb mtt ihren Oesen vielfach nur dafür eingerichtet ist, die Mindesttnenge des nötigen Holzes. Vielleicht nehmen »ich die Abgeordneten der Voliskammer einmal energisch dieser weltfremden Verordnung an. ich i oer» ufen. tue he L r n. Ofl.» hohe 6k w m ’ IL amt abzugeben. rnrrrrrrrrrRBPaccCE WUU Liltaag Herrn. SteingoiKe Imnstaa den 29. M abends 7 Ubr: 7 gcriteßima tm eamb tafl-abonnement Willis Frau, heiteres ftarailtt» Reimann tvckwM Tonntas drLSV. M vachmütagssubr Wilhelm Teil. ulEimqtrBjiiittb “TJ mit nlbtrnt® Griff ■ ScnatOL» Gegen guu Lft\f\lobnuafl au! dem M itbwng i geeig- ioc, zu ittiriitL Man tzeiger. «aus In oer- u tauf. Ingeb. G.A. hoee »en. ,311. pben: Sobl- auter- iioren» Söffe, teboie. i bau8 iiflir, 8=S?Si Erklärung. bti srnionclbaubltr Kan Löbaack, Withcn, » i tane beleidigende -euj» | nin8mitt)ebaumnurüi J Kart Schnell Bor etwa 10 taj« i rechter Herren» verloren. ® egen Sei- aufbemSunöbure^- - Polizetauttsabzugeb,, Handlelterwagfi mit Sniteneinfab " lag abend abbanben g kommen. L-iedewriugk ’ erhalt Selobnung. f3 Frinklurter Str. ti) Treibriemen I remnemen j=| ■ ä fiebner-Quanett Inhaber: Otto Göbel Gießen ist^c sr®D ■ Landwirte! Achtung! «an Harbers über: Freie Liebe oder Ehe?? 6 --Wiethe van fiiaerle’s Frankfurt a. M. Wieseck-Giehen ven Baerle & Co.« Woran a. Rh. 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Alle Kameraden, auch die inaktiven, mir ihren Damen werden liier,u etugeladen. 02272s Der Vorstand. Wer eine Rübenmühle nötig hat, der sehe sich zuerst die neu erfundene, doppelt wirkende Rübenmühle an bei' Fritz Zimmer» Lieh Kupferschmiede und Eisenhandlung Fern r empfehle Kessel, Oefen, Herde, Kartoffeldämpfer, Waschmaschinen, Nähmaschinen, Fahrräder, Räucherapparate, Zentrifugen, Butterfässer, Jauchepumpen und Häckselmaschinen. 022675 Adolf Rebner, Hermann Kraus, Paul Hindemith, Maurito Frank. Beethoven-Streichquartette op.l8Nr.4C-Moll op. 95 F-Moll, op. 127 C-Dur. Eintrittskarten zu 5. -, 4. -, 3 — und 2.— M bei Emst Challier und abends an der Kasse Oeffnung des Saales 4*/. Uhr. Die für das fünfte Konsert ausgegebenen Karten haben Gültigkeit. 13270c Gießen, Hotel Einhorn! Mittwoch den 26. Xov., abends 8 Uhr, spricht Dr. Martin Olpe« l fGÖBEL &. APPEL Inhaber: Otto Göbel Statt Karten! 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