Er. 250 Ter Eichener Anzeiger erscheint täglich, au($et Sonn- und Feiertags. Bezugspreis: monatl. V!k. 1.60, vierteljährlich Mt. 4.80; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.50; durch diePost Wit. 5.— viertel- jährl. ausschl. Be'tellq. Fenriprech - Anschlüsse: für die Lchriftleiluugl l2 Verlag,Geschättsstellebl AuschriftfürTrabtuach- rtchien: Anzeiger Siehe». postfcheSlonto: Frankfurt a. M. N686 Erstes Blatt 169. öützrgcmg Samstag, 25. GltoLer |9W äwMnzrrunddnlS u. Verlag: vrühsjche Univ.-Buch, u. Sleindruckerei U. Lange. Schriftleiiung, Seschästsftelle u.Dr liieret; Schulst!. 7. 2Ir.nal)me von Anzeigen f. die Taqesiuannrer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeBerbmdüc! kett Preis für l mm höhe für Anzeigen v.34mm Brette örtlich 15 In «auswärts IS Vf., für Reklame, an zeigen von 70 mm Brette 48 Vf. Bei Platz- vorfcdrü^O^Au.sscblag. Hauvtschri'tleiler: Slug. Goeh. ’23eraiUiuortli.r) für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den 21ngeige;iteil; H. Beck; säurtlrch in (Sieben wochenrvckdNL Es ist von allen Seiten anerkannt worden, baß unsere auswärtige Politik in den letzten Jahrzehnten in ihren Richtgedonken schlecht und unsicher und in chrer Durchführung schwersällia und unfähig gewesen ist. Ob sie im neuen Volksstaate künftig besser und wirksamer zu arbeiten vermag, hängt von mancherlei Bedingungen ab. Wiö haben aus dec vorgestrigen Sitzung der Nationalversammlung nicht ohne ein gewi.ses Vergnügen festslellen hören, daß auch unsere erwählten Volksmänner in den höchsten Reichsstellen mitunter noch der Selbstzucht entbehren und da über die Stränge schlagen, wo das System der Volksrechte ihnen Halt gebietet. Ebert, der Reichspräsident, bat einem spanischen Berichterstatter gegenüber auf eigene Faust auswärtige Politik gemacht, •tfw es mußte ihm im Parlament Don. einem Zentrumsredner und einem Sprecher der Unabhängigen begreiflich gemacht werden, daß er auch bei einem Bade im Konferenzzimmer, wenn er sich interviewen und photographieren lassen will, nicht ohne Bekleidungsstücke, nämlich die ministeriellen, erscheinen darf. Wir brauchen bei diesem Vorfall darum nicht ernst zü werden, weil kein großes Unbeil an-- gerichtet worden ist. Ebert hat keine Landes-- interessen verraten, indem er gegen die Ostpolitik der Entente krästig protestierte. Freilich, fein hohes Amt und seine höchste Würde legen ihm in solchen Sachen größere Zurückhaltung auf, als sein'einstiges Abgeordnetenmandat. Und doch werden die Freiheit der Abgeordneten, die schrankenlose Betätigung der Parteien unserer künftigen auswärtigen Politik vielleicht mehr oder ebenso sehr schaoen als früher das „persönliche Regiment"". Als reine Parteipolitik die auswärtigen Geschäfte des Reiches zu führen, würde höchst mißlich lein, besonders roenn die Pacteipolitik viel Lurzsichliger und schwerfälliger daherstampft als bei den wohlerfahrenen englischen Institutionen. Auch die Franzosen haben in auswärtigen Dingen mehr Instinkt und Disziplin als wir Deutsche. Die Anfänge, auf die wir blicken, sind gar nicht imponierend. Der Staatssekretär des Auswärtigen, M ü l l e r, hat in der Rede, womit er eine Umgestaltung des Systems in Aussicht stellte und begründete, sich nicht über eine mäßige Durchschnittsleistung erhoben. Die neue Einteilung und bessere Besoldungsordnung unserer Diplomatie mögen richtig sein. Aber, darin hat Müller ebenfalls recht, es wird auf die Männer ankommen, die uns im Auslande vertreten. Noch mehr auf den Geist, der alles richtet. Und dieser Geist müßte wie das Felsenneft des Adlers über alle Dächer und Versammlungslokale des Parteilebens hinausgerückt sein. Die wackersten Proteste, die ja jetzt freilich auf der Tagesordnung ft eben, könnten uns den Mangel bestimmter, positiver Ziele in unseren künftigen auswär- ügen Beziehungen nicht ersetzen. Wenn wir uns nur mit solchen Regierungen „gut stellen" wollten, die irgendeinem Partei ideal am besten genügen, oder wenn wir nur die Wegweiser der inneren Politik befragen wollten — dann fahre wohl, alle Hoffnung der Diplo- watiel Erfreulich ist, daß Müller die juristische Sachlenntnis und überhaupt eine gewisse Vorbildung für den Diplomatenberuf nicht zu unterschätzen scheint. Solange wir des Völkerbundes nicht sicher sind, dürfen wir die bisherigen Mittel uno das Rüstzeug ersah- renec Diplomatie nicht ohne weiteres in die Ecke stellen. Können wir die Freundschaft der ganzen Welt nicht erringen, so müssen wir uns an Staaten anlehnen, die gewillt sind, uns Verständnis entge^euzubringen. Und vor allem: Ueber den häufigen Wechsel der Partei? dolitischen Geschicke muß für die Stetigkeit unserer auswärtigen Politik gesorgt werden. Ohne die Vertiefung des nationalen Eedankens, der mit keinem Revanchekrieg zusammengebunden ist, werden wir nicht auskommen. In dieser Beziehung hat der Leipziger Parteitag der Deutschen Volks- Parte i vernünftige Vekenmnisse abgelegt, ßin V o l k s k a i s e r t u m würde uns grundsätzlich besser dienen können, als ein republikanischer Aufbau. Neuer gewaltsamer Umsturz kommt keinesfalls in Frage, aber für oen Nationalen Geoanken muß und wird im Volke geworben werden. Da Darf unsere jetzige Regierung über eine energische Opposition sich rucht beklagen. Wir hallen es für eine vor- Üilhafte Wendung, daß die Deutsche Volks- Partei bei einer unfruchtbaren Opposition Mcht stehen bleioen, sondern überall Mitarbeiten will an einem gesunden Wiederaufbau, do bei zeitgemäße Neuerungen nicht abzuleh- 6m sind. Es kommt keine Stärkung reaktio- 6äaer Einflüsse in Frage; die Deutsche Volks- baitei verficht ihr eigenes Progranim, und >.as ist vorläufig wohl gut so, denn in unserem innerpolitischen Leben darf auch der national Gesinnte nrcht nut Scheuklappen einhergehen. Nur einem entschieden liberalen Bekenntnis, das sich über verwelkte Blätter der Vergan- genheit zu erheben vermag, gehört die Zukunft. Aber wir hängen im politischen Tun noch sehr stark, allzu stark wohl, an der Vergangenheit, und. es ist paradox, daß Diejenigen, denen sonst immer die schneidige Parole „Vorwärts"" von den Lippen klingt, am eifrigsten die Akten der Vergangenheit zurückblättern. Paradox, aber vom parteipolitischen Standpunkt aus verständlich. Der 28 - köpfige Untersuchungsausschuß, vor dem der frühere Botschafter Sern» storff seine Aussagen gemacht hat, ist ein Werk der Regierungsmehrheit. Daß diese den Wunsch hegt, dem alten System die Sünden nachzurechnen, über seine Träger das Schuldig auszusprechen, wer fände dies verwunderlich? Unbestreibar hat das deutsche Volt ein großes Interesse daran, dunkle Fragen seines Unglücks aufzuhellen; früher ober später müssen wir wissen,^ welche Personen und Verhältnisse mit Schuld belastet sind. Aber es ist qualvoll, daß der Drang, historische Erkenntnis aufzustellen, heute mit allen Parteileidenschaften und Vorurteilen behaftet ist. Neuen Zündstoff wird inan wohl finden, weniger objektive Wahrheiten. Eine der entscheidenden Ursachen der deutschen Niederlage steht ja ohnehin fest: daß der U-Bootkrieg versagt und die Erwartungen enttäuscht bat, die man ans ihn setzte. Insofern hat Die Regierung Bethmann-üollweg in der Auseinandersetzung mit Amerika einen verhängnisvollen Fehlgriff getan. Daß aber voy der amerikanischen Vermittlung viel zu halten gewesen wäre, ist Damit nicht er- . wiesen. Wilson hat ja jüngst selbst zugegeben, auch ohne den U-Bootkrieg wäre Amerika in Den Krieg gegen uns eingetreten. Die bisherigen Verhandlungen des genannten Ausschusses lassen auf oen ersten Blick die Politik Der alten Regierung als beinahe zwiesvältig, ja frivol erscheinen. Bernstorff glaubte so bieDer an Den ehrlichen Maller Wilson, und Dethmann-Hollweg hat seinen Vermittlerwillen im Dezember 1916 durchkreuzt. Ob bewußt und mit welcher Absicht — das wird Der frühere Kanzler uns in Den nächsten Tagen selber sagen. Wahrscheinlich wird er, wie er es ja später Herrn v. Bernstorff gegenüber schon getan hat, sich darauf stützen, daß Wilson uns einen „faulen Frieden'" zugedacht hatte. Ferner vielleicht, daß Die faule Frucht eines Vermittlungsschrittes zu gänzlicher Fäulnis verurteilt war durch den Vernichtungswillen und Die voraussichtliche Ablehnung Der Gegner. Dann kommen wir, bei Der Betrachtung Des deutschen Friedensangebots vorn Dezember 1916, wieder in die allen Mellrungsverschiedenheitenf über dessen Zweckmäßigkeit. Nach der Ueber- zeugung der amerilanischen Staatsmänner hat es, wie wir jetzt wissen, nur den Siegeswillen Der Feinde gestärkt. In diesem Falle wäre es auch als Sprungbrell und Rechtfertigung für Den darauffolgenden verschärften U-Boot-Krieg ein untaugliches Mittel gewesen. Größere Klarheit werden erst bie weiteren Zeugen schaffen; eine v ö l l i g e Klärung erhallen wir aber vielleicht auch bann noch nicht. Denn dazu müßten die fremden Archive und Geheimnisse sich uns eröffnen. Und wenn man von Schuld spricht, wären auch noch andere Gebiete und Unternehmungen zu durchforschen, an die Der Ausschuß nicht recht zu rühren vermag. Wie verschiedene Ursachen unser Mißgeschick vergrößerten, so hätte es doch vielleicht auch verschiedene Wege zum Erfolg gegeben. Vielen mag ein neues Licht aufgegangen sein bei den von Bernstorfs erwähnten Wünschen der Amerikaner, wir möchten in unserem Interesse und mit Rücksicht auf eine aussichtsvolle Vermittlung nicht zu viel vom Frieden reden. Doch genug, wir wollen uns weitere Folgerungen ersparen. Könnten wir die weitere Ausbreitung der Gerichtsverhandlungen — als solche werden Die Vernehmungen trotz Der Einleitungsrede des Vorsitzenden gemeinhin gelten — vor dem Auslände vermeiden oder zurückstellen — wer weiß, ob es nicht besser wäre! Parteipolitik, wenn sie ich auch äußerliche Triumphe holte, darf das diplomatifche Geschäft nicht verderben. Das berechtigte Streben nach dem Völkerbunde soll nicht vergessen, daß der Machiavellismus auch nach dem Ende des Weltkrieges noch ein mächtiger Faktor ist, dem man durch Protestieren und Pazifizieren allein nicht bei- kommt. . . .......... - Lzernin über den russischen Kriedenr- fütz-er. Berlin, 24. OKI. (WTB.) Graf Lzernin feilt in dem Kapitel .Friedensoerjache" seiner „Erinnerungen" über den russischen Friedens sühler mit: Am 26. Februar 1917 eridiien bei mir eine IPersönlichkeit, welche sich als berufener Vertreter einer neutralen Macht zu legitimieren imstande war ui.d teilte mir im Auftrage seiner Regierung mit, er habe Befehl, mich wissen zu lassen, daß die Gegner oder einer von ihnen bereit fei, mit uns Frieden zu schließen, und daß die Bedingungen dieses Friedensschlusses für uns günstig fein würden. Ich möoe, falls ich hereit sei, auf diese Anregung einzu- gehen, sofort auf dem gleichen Wege meine Bedingungen mitteilen, werde jedoch daraus aufmerksam gemacht, daß die Vorschläge der feindlichen Regierung in dem Augenblick null und nichtig seien, wo irgend eine andere mit ihr oder uns befreundete Regierung von diesem Schritt erfahre. Ich zweijelte keinen Augenblick, daß es sich um Rußland handele und antwortete sofort telegraphisch durch Vermittlung der intervenierenden neulrajen Macht am 27. Febr., daß Oesterreich-Ungarnselbstverständlich bereit sei, weiterem Blutvergießen sofort ein Ende zu machen und keinen wie immer gearteten Gewinn aus dem Frieden ziehen wolle. Die etwas unklare Fassung lasse es indeß nicht ganz verständlich erscheinen, od der betr. Staat Frieden mit uns allein oder mit unserer ganzen Mächtegruppe zn schließen bereit sei. Ich mußte Wert darauf legen, zu betonen, daß wir von unseren Bundesgenossen nicht zu trennen seien, och sei jedoch bereit, meine guten Dienste als Vermittler anzu- bieten für den von mir erwarteten Fall, daß der sich an uns wendende Staat zu einem Frieden mit unserer ganzen Mächtegruppe bereit sei. Ich garantiere Geheimhaltung, da ich es vorerst für überflüssig fände, unsere Bundes- g massen zu verständigen. Darauf erfolgte am 9. März nie weitere Antwort, welche anscheinend meinen Standpunkt akzeptierte, die Frage jedoch, ob es sich um einen Frieden mit uns allein, oder mit unseren Bundesgenossen handele, nicht direkt be- aniroortete. Um am raschesten Klarheit zu schaffen und keine Zett zu verlieren, antwortete ich sofort: Ich ersuche die gegnerische Macht, einen Vertrauensmann in ein neutrales Land zu senden, wo- hin ich meinerfeits sofort einen Delegierten schicken würde. Auf dieses Telegramm kam nie mehr Antwort. Am 16. März wurde der Zar ent- thront. Es hat sich offenbar um einen letzten Rettungsv ersuch von ihm gehandell, der viel- leicht, wenn er wenige Wochen früher erfolgt wäre, nicht nur das Schicksal Rußlands, sonden der ganzen Welt hätte ändern können. Der Kampf in Rußland. Amsterdam, 24. Okt. (2Dol7f.) Die „Times" meldet aus Helsingfors: Die Geschwader der Alliierten setzen die Beschießung von Kronstadt fort Der Kampf um Krasnaja Gorka dauert an. Die Bolschewisten versuchten am Montag einen Ausfall aus Krasnaja Gorka, wurden jedoch zurückgeschlagen. Unter den (befangenen befinden sich Mannschaften von fünf verschiedenen Regimentern und Seesoldaten. Inzwischen machte Judenitsch weitere, wenn auch langsame Fortschritte. Einer Meldung aus Reval zufolge eroberte er Katlina, die Station Eorawlo bei Pulkowo und die östlich davon gelegene Station Str elinsky. Es wird gemeldet, daß die Sozialrevolutionäre in Petersburg sich erhoben haben. Der Kamps in den Sttaßen gehe weiter. Die Sowjetregierung sammelt alle Kräfte zu einem erbitterten End Kampf. Die Soldatenräte wurden aufgehoben. Die Vertreter der Kommunisten wurden von der Front zurückgerufen. Den Befehl führen dort nut noch Offiziere. Finnische Blätter melden, daß es den Bolschewisten gelungen ist, bei Petrozadowsk vorzudringen, wodurch die brittschen Truppen gezwungen wurden, sich zurückzuziehen. Bei Strugibelaja ist eine Gegenoffensive im Gang. Der russische Bericht vom Montag meldet ein heftiges Gefecht nördlich von Zarskoje Sselo, ungefähr 18 Meilen von Petersburg. Ligowo scheint noch in den Händen der Bolschewisten zu fein. Der finnische Generalstpb meldet; Die Flotte bombardiert Krasnaja Gorka, wo Explosionen beobachtet wurden. Kopenhagen, 24.Oktob.(Wolff.) „Politiken" meldet aus Helsingfors: Der Vormarsch der Nord- roeftarmee wird fortgesetzt. Bolschewistischen Zeitungen zufolge ist Trotzky in Petersburg angekommen. Alle Proklamationen sind von Trotzky und Sinowjew unterzeichnet. Ueber Petersburg wurde der verschärfte Belagerungszustand verhängt. Die Theater wurden geschlossen. Niemand darf sich nach 8 Uhr auf der Straße aushatten. Die Stadt" soll bis zum Aeußersten verteidigt werden. Alle Männer wurden zu den Waffen gerufen, selbst die 70 jährigen. In der Stadt wüten große Brände. Der Berichterstatter der „Nationaltidende" in Reval bestätigt die Meldung der englischen Admiralität von der Versenkung bolschewistischer Kriegsschiffe. Vier leichte Kreuzer sind während eines Ausfalles gesunken, der von Kronstadt unternommen worden war, um den bei Krasnaja Gorka stehenden bolschewistischen Streitkräften, die Judenitsch abschnitt, zu Hilfe zu eilen. Nach einer amtlichen Meldung sind zwei dieser Kreuzer auf Minen gestoßen. Von den 350 Mann der Besatzung wurden nur sechs gerettet Wilson. Amsterdams. Oktbr. (Wolff) Die „Times" meldet aus Washington: Der Brief Wilson, den Lane auf der Industriellen-Konferenz verlas, war auf dem Krankenbette mit unsicherer Bleistiftschrift unterschrieben. Zn dem Brief heißt es: „Müssen wir denn bekennen, daß keine Industrie möglich ist, ohne den Geist und die Methoden des Krieges? Das wäre eine unerträgliche Aussicht und die Ursache für eine nationale Katastrophe. Die Konferenz muß sich vor Augen halten, daß das Publikum erwartet, die Konferenz werde solange zusammenbleiben, bis deutlich zutage getreten ist, daß die Männer, die Arbeiter sind und die Männer, die die amerikanische Industtie leiten, so verschiedene Wege oerfolaen. daß alle Se> mühungen, zu einem Zusammenwirken zu gelangen zum Scheitern verurteilt sind." Ter Papst und die Bötterverföhnung. Amsterdam, 24. Okt. (Wolff.) Laut Pressebüro Radio meldet „Rcwyork Sun" aus Paris, daß der Papst an Frankreich ein Schreiben gesandt habe, in dem er erklärt, daß die vom Kriege geschlagenen Wunden nicht geheilt werden könnten, wenn sich die Völker der Wett nicht bald versöhnen würden. Eine Hinrichtung in Frankreich. Paris, 24. Okt. (Wolff) Haoas. Der wegen Einverständnisses mit dem Feinde zum Tode verur. teille Lenoir ist heute morgen um 7 Uhr in Vincennes hingerichtet worden. Der Verurteitte mußt« während der ganzen Zeit der Ueberführung durch die Polizei geschützt werden. Caittaux vor Deut StaatsserichLöhof. Paris, 24. Okt. (Wolff.) Haoas. In der gest« rigen Sitzung des Staatsgerichtshofes perlangle Eaillaux das Wort. Mit starker Stimme erklärte er im Laufe seiner Darlegungen: Ich bin heute nve gestern bereit, alles zu verantworten, was man mir fälschlich zuschiebt. In den 20 Jahren meines außer- ordentlich arbeitsreichen polittschen Lebens wollte ich niemals etwas anderes, als das Wohl des Vaterlandes. Ohne Zweifel verlangt man Aufschub, um Abenteurer, Gauner und Polizisten vorzuladen, deren sämtliche Aussagen gegen miuj sich nicht vereinigen lassen werden. Ich bin bereit, die Schlingen zu zeigen, vor denen ich mein Land mit der ganzen Kraft meines Gewissens bewahrte. Hierauf stellte der Der« leidiger Doutet den Antrag der vorläufigen Inftei- hettsetzung. Nachdem der Gerichtshof zur Besprechung hierüber sowie über das Datum der wetteren Der Handlungen sich zurückgezogen hatte, lehnte er den Antrag auf Hastentlassung mit 100 gegen 36 Stimmen ab. Die Verhandlungen wurden auf 14. Januar vertagt. Aus dem Reiche. Die Entgleisung de- Reichspräsidenten. Berlin, 23. Okt. (Wolff.) Durch die deutsche Presse ging ein Interview des spanischen Journalisten R o d r n o mit dem Reichspräsidenten. Hierzu wird festgestellt: „Rodino wurde vom Auswärtigen Amt zum Empfang enipfohlen. Es handelt sich, wie schon vorher fcstgestellt wurde, um ein Interview, das aktuelle politische Fragen nicht behandeln sollte, Die Ausführungen, Die Nodino weitergab, entstanden unter Verwendung einiger Bemerkungen des Neichs- präsidenten, die zur Veröffentlichung nicht bestimmt waren, und die teils nicht richtig wiedergegeben wurden, vielleicht, weil sie von Nodino trotz Kenntnis der deutschen Sprache nicht völlig verstanden wurden." Die Deutsch-polnische» Abmachungen. Berlin, 24. Okt. (Wolff.) Ueber die deutschpolnischen Wirtschaftsverhandlungen d et lautet von zuständiger Stelle: Polen erhält bei einer Förderung von 4500 Wagen 75000 Tonnen Kohlen monatlich, von einer Mehrförderung 20 Proz., außerdem aus den Haldenbeständen eine einmalige Lieferung von 50000 Tonnen, die mit eigenen Lokomotiven und Wagen abgehott werden. Polen liefert uns dafür 3 Millionen Zentner Kartoffeln und ar dere Landesprodukte, u. a. Spiritus und Gänse. Gleichzeitig wurde ein Eisenbahn-, Schiff- fahrts-, Post-, Telegraphen - und TeIe« phonabkommen abgeschlossen, wobei die Polen die Schiffahrt auf der Weichsel und ihren Nebenflüssen und auf den Kanälen freigaben. Der Transport von Kohlen nach Ostpreußen und den Abstimmungsgebieten durch das von den Polen besetzte Gebiet, der auf Grund eines am 22. Oktober unterschriebenen Provisoriums gestattet ist, wird an demselben Tage begonnen, an dem der Transport von Kartoffeln bzw. Kohlen seinen Anfang nimmt Vorgesehen ist die sofortige Einstellung aller Lieferungen, falls die deutsch- polnischen Hauptoerhandlungen kein Ergebnis haben ,o Ilten. Konferenz der Landesfinauzämter. B e r 11 n, 24. Okt. (Wolff.) Im Reichsfinanz, minifterium ist der „B. Z." zufolge die erste Konferenz der Präsidenten der neu geschaffenen 25 Landesfinanzämter aus dem ganzen Reiche zusammengetreten, um über die Durchführung der neuen Steuerorganisa- sIonen zu beraten. Die Beratung wurde von Erzberger mit einer programmatischen Rede eröffnet, in der er darauf hinwies, daß der Aufbau der reichseigenen Steuerverwaltung die Setzung des materiellen Schlußsteins einer Entwicklung bedeute, an der Jahrhunderte gearbeitet hätten. Wir hätten finanzpolitisch eine ganz neue Zett vor uns - die absolute SteuerjouDeränitäi des Reiches. Mit dem Gedanken des Bankerottes könnten unentwickette Agrarstaaten umgehen, für Deutschland dagegen gebe es nur den Weg, durch Ausbau des Steuerwesens zur Sanierung der Finanzen zu kommen. Der Kampf gegen die U m - g e h u n g und Hinterziehung von Steuern sei darum eine sozialethische Notwendigkeit. Tas demokratische Parteiprogramm. B e rlin, 24. Okt. Die Deutsche Demokrattiu • Partei wird vom 13. bis 15. Dezember in Leipzig einen Barteitag abhalten, der en. aültia über das Programm entscheiden soll. hab«. werden. 1 0 » »tt yptahlun '•2' Friedberg an 8.00, btiB, unm i. Al «tek «ft. anfa Ul ri w r>> 8crfonf ii "Schottel trbt;m Doylibtt Zcbr iagS kriab. »• b< A> du 0 ö5 0 0 I altbeu s liebt (Biegen ab 6.30; Grünberg 7.52. Vründerg ab 7.58, 8.G0; Gießen an 852, 9XM). Grünberg - Geilshausen. Die Gebühre« der Notare. Ler SdIBfammer ist eine Stegterungsv^rlag: 6*tr. die Schaltung etnzä öeje&eS über Zuschläge za ben GeLül-ren ter Notare zugegangm. Grünberg ab G.£*; Geilshausen an 6 **. Geilshausen ab 6.®*; Grünberg an 7.£. Sntbtrirt ist eS fät 3ett, die letzten DickwurH» LohlrüLen und Gemüse einzuerntcn. Tie TicknmrI und Kohlrüben sind infolge der Lrockenh-ir lltin rvig durch Dänemori nach der Abstimmung. Regierungsseitig tmro erklärt, daß Dänemark mit Zustimmung bet internationalen Kommission licht werden. Ter FrieoenSvertrag muß cembxert iverdcn. Unsere «nswstrtigen Missiorum muifen Minister Müller: Die Tinge in Rußland sind so verworren, daß eine klare Politik mit Rußland gar nicht möglich ist. Solange ich nutzt Oie Garant^ bafür habe, daß die Lowietregieruug sich nicht in d-.e inneren Verhältnisse Deutschlands emmischt, roerucn wir nicht zu ihr in Be-iehnngen treten. Die westtussijche Regierung haben wir nrcht anerkannt. Wir wünschen sehr, die russischen Ge- langenen loä zu werden Das ist doch nicht so leicht. Die Entente hat eine besondere Lommtssion dafür eiugeie^t. Wegen der Mllitärkommissionen hauen wir schon verschiedentlich, bis jetzt leider ohne Gießen - Butzbach. Gießen ab 6.42, 10.*; Butzbach an 7J20, 1L*. Butzbach ab 4.*®; Gießen an 5.*. Friedberg- Frankfurt. Friedberg ab 4.*, 1158, 7.*; Frankfurt an 5.*, Tie bayerische ReqienwgSknse. München, 25. Ctt (W. B) Tie bayerische Regierungskrise ist durch die Beibehaltung der bisherigen Zu- sammensctzung des Ministeriums erledigt. Der Bauernbund wird sich nicht an der Regierung beteiligen. Anläßlich der erneuten Uedernahme der Regierungsgeschäfte traten die KoalitionsDarreien mit dieser Stunbgebung vor das Voll. ÄU’ U. die Besucherinnen ber Mittel- und Erweiterten Schul«, wenn fie Politik anrfteltat. Tas» ist rotiere Lage zu unsicher. Tie wirtschlllliche LvLs-.iguug muß ermög- (« All U. 0 ulerh. i Der ikeitn Inina infcl i uerr WR 3ati zu i 3 1 la neu- zu i ' Aus Dessen« dem Serfassvügsluiöschüß der Lollskamuier. L^sfeld-Skiederanla. Gersfeld. Keine Züge. Dilb el- S tockheim. Vilbel ab 6.55, 8.J»; Stockheim an 8.05, 9-22- Stockheim ab 5-22, 6.*®; Vilbel an 6.28, 7.*. Srcckheim - Gebern. Stockheim ab L20; Gebern an 9.12. Gebern ab 454; Stockheim an 5-42. Gedern - Lauterbach. Gebern ab 7D7; Lauterbach an 9.11. Lauterbach ab 254, Gebern an 4.49. Gießen- Wetzlar. Gießen ab 6.23, 252, 5.18, 9.^, 10 ". Wetzlar an 6.43, 3.11, 5.37, 9.io touti deutsche Nationalversammlung. ! Berlin. 24. Okll 107. Sitzung. Dm Minister tisch: Müller. Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitziutg um 1 Uhr 20 Minuten. Aus der Tagesordnung stehen zuerst Anfragen. Abg. Dr. L errm ann-Posen (Dem.) fragt an wegen ber Uebernaljme der aus Posen abge-| iMitbcrien Deutichen nach Deutschland. ; Regierungsseitig wird geantwortet, daß die Zahl der Abgewanoertor etwa 60 000 beträgt. Ein provisorisches Abkommen mit Polen für die nächste Periode nach Friedensschluß ist dem Abschluß nahe. Nach diesem rönnen die Beamten ohne Furcht vor Schikanen bleiben. D«S weiteren wirb ein Abkommen angestrebt, wonach darüber hinaus die Beamten unangefochten bleiben können. Es ist zu hoffen, daß im Licmidationö- und Optionswege güufligcre Bedingungen erzielt werden als im Frie- denSvertrag feftgelegt ist. Abg. M o l k e n b u h r (Go-.) trägt an wegen ber eventuellen Besetzung ber ersten Zone in Schtes- . , ** Paketverkehr mit dem brikisch- '»besetzte« Gebiet. Zwischen dem unbesetzt« ’ Deutschland und der britischen Zone der besetzten Rheingebiete dürfen in Postpaketen jetzt auch Aaabaiaücn und Iagdmunitiou versandt werd». . Abg. Dr. Cohn /llnabh.): rsenn eS vielleicht richtig gewesen ,ein könnte, sich vor elf Monaten dem Sowjetrußland zu vench^teßen,^so jedenfalls heute n.cht mehr, ^eutlchland hatte fid; schon damals von den Kapitalisten ber Entente mißbrauchen lassen. Pra.ioent Fehrenbach bittet den Redner, seinem Leriorechen gemäß uch ans eine Rcolik gegen den Abg Laugmann, zu be- schränken und rurt ihn tm werteren «erlaufe »einer Äussührungen wegen deS Ausdrucks „Verleumdung" zur Ordnung.) . Abg. Scherdemann (€*|.) stellt fest, baß die Bollsbeauttragten seinerzeit nach Rücksprache mit Kantsky beschlossen haben, bte Anknüpmng von Beziehungen mit Rußland abz^hnen. Auch wir Sozialdemokraten wünfchen, ml dem ruf.i chen Volke in Frieden zu leben. Ei?uW9i ceau» Neda mit dem übermütigen Grundton .Wir sind bie Sieger!“ war eine Wahlrede. Wrr sollten die uns bthanitien Greuel der (Entente sammeln und auch benutzen. Daß der Friede noch nicht ratifiziert ist, ist ein Zeichen Der Unfähigkeit der Qhtierueofolo« matte. 3a der Pfalz wird der französische Sch 'l- meister den Weg zu den Herzen der Amber und Litern nicht falben, les ist eine wahnsinnige Politik, UNS 2‘, Milliarden für bie Offiziere des UeberwachungsdiensteS abpressen zu wollen. Den Demsch.Oesterreichern bleibt unsere Ltzmpachte. Kaiser Wilhelm war ein großer Dilletant und ar ist der Urheber dafür, daß Deutschland immer wieder unsicher blieb in ieiner Politik, schwankend Zwischen England und Rußland, schwankend zwischen Kriegsdrohung und Friedenswün,chen. Deutsch and muh und wird sich seinen Platz in der Well wieder erobern, aber nicht durch einen Weltkrieg, denn den kann es nicht sichren und Bundesgenosien hat cs nicht, sondern durch wirtschaftliche Tätigkeit, und darauf muj unsere Wellpolittk einaeitellt sein. && tnXs **ipfl“ *7 ßenn « 1 L «»*“ Sl!l <5 zu -ut diesen MizS, J oct hrtayU«, l,ni 7 lljr eut W* asrtffi t ifilf ßßiinchrasch •ffl.!..« «Ä kt DTtsarmen. gfl^orftoartt oi ab aif 90 Ptop bdtoarit chShi u Li - Lauter agtn GdiWtin1 u-sjtsadren. Tn W us«llu St iOO ÖL tzlir a leflritedn umrd Hungen — Mücke, i Hungen ab 9.10; OJlücfce an 10.2U 1 Mücke ab 3.50; Hungen an 4.477 gedaudes über der Pflanzen^. )UW ;---».•-?-----—-i----. c- . . Außerhalb ihrer Vortragsreihe veranstaltet die bet einer richtigen und euuvaitdjreten Aencht- Hochschulgesellschaft Freitag, den 31. Oltober, nicht erstattung nicht erfolgt wäre —, bitte lch uW 24. Ottober, abends um 8V* llhr, im großen L)öi> Berichtigung dieser Stellen. So ha^e ich -n« saal des Lorlesungsgebändes eine Vorlesung! Beispiel mcht (nnc öu: e» wu-d.-rgebew S-I^gt, der Antigone oe-Sophokles. Bon diesem daß man sich die Kartoffeln da lwlen solle, wo größten Meisterwerk der dramatischen Kunst deo weiche vorhanden stien — n>ä> weniger MM AllertumL hat uns der belaunte An^iologe Pro- ich ausgesührl, daß man bat Bauern Md)t und sessor Dr. Walter Ameluug dne neue lieber- Wasser iprrren Mite. sepung geschenkt, in der sich genaue Kenntnis der Zn Wirllichteit habe ich folgendes ans- griechischen Sprache, des griechisctien Rhythmus geführt: . und des griechischen (Leistes mit meisterhajter Be- Warn wir uns bte Frage vor!egen, wie tt* herrschung der oeutschen Sprache, tiefem lLmpiindeu haliat wir am schnemtcn Kaitosseln, dann wa« und künstlerischer Begabung verbunden hat, so daß wohl die einfachste Antwort bie, bae man sll» diese stilechle llebersetzung wie eine Neuschöpfung welche hole, wo welche vorcktiiden. s^en. vo wirkt. Es ist ein Gewüin für Gießen, daß Waller einfach, wie diese Antwort eridj.uit, tit fie ledoch Amclung, ein Meister des Vortrags, seine Ueber- in Wiiklichkell nicht, t»:ti jie aur «e^jro^töteitet fcBiuig hier vorlesen will. Der Reinertrag der Ber- stößt und nicht durchiührbar ist. Deshalb m« anstaltung ist iur das Archäologifche Institut be- oenucht werden, andere Wege zu bcitbau-nu itimmt, das LiiÄbiloer be,chaifen will für Bor- ist schon einmal der Voischtag gemacht »vorbei träge, die auch weiteren Kreisen zugänglich gemacht daß man den Bauern Licht unS ^pajl« jOtrcrt k°k=TsodT .^»mna^Yb^'uo^ 1°'.^ »u°. «ud> menfam g.iriachi und nochmals daran erinnert, -m >SfJ’ .wa mhnW . Wir glauben nicht, daß die lanoiiche B» ** Oberhessischer Sunstverein. Dirl^^xung durch die DOiftcbenbc Lrkläcima des Kollektion von B Segisser und eure Anzahl ^rrn Skephan befriedigt werden wird, bau ! anderer erst feit 8 xagen ,tepuan ** Harte Fröste hatten wir in den letzten stellen wir daher nach! t bc£ । z fl Mchten, so daß Wiesen und Dächer starten R"; wörtliche Uebe^ h ö stenoaravbll 1 trugen. Das Laub i-lit von den Bäumen, nur ben 111 d) e n «teile aus den UCUOgrapgr Staalat tonnen nur iwia Reiche geleitet werden,I Gießen - Niederwalgern. nicht amt uen Tin-clstaaten. Qtegcn die lleberslutung | Gießen ab 650,2.30,1O.£; Niederwalgern ab 7.12, mit Luxuowaren aus ikm Wrsren sollte die Selbst. 13.08, 11.». hllfe des deutschen LolteS eutiieieiL Der Erfolg I Niederwalgern ab 4.£, 12.49; Gießen an 5.» 1.30. dec UntersuackngSauchchüsse wird audbieiben, so I Gießen-Hungen. llmge Nicht bte Akten bti Auslandes uns Zugang- D^ßen ab 2.35, Hungen an 3.20. “* fe“* o, - . Hungen ab 4.46; Gießen an 550. Mg. Hausmann (Dem.): Em stetiger mn- J y tetiinxr Bjille tut trat für unsere auswärtige Pa-l . Q® ß,en -y^lda. IttiL Der letal des AuLwäitigcn Vmtb?3 häti.' GieBen Gb ÖJO, (fulöii an 1252. vtelleicht nicht dem Houptaasichug, sondern dem ^utoo 300' ®leBcn an 8 -‘ Ausfchus für die auckoärtigen Aru^legmhellm Gießen - L o llar - L o n d o rf - G rün b er g- überL>e,en werden sotten. Bm,ern und demgemäß I Gießen, auch Preußen lallten ^ugun>,>ea des R,ich:s auf ihre Ge.andtschoften beim ßatitan verzichten. Di: Ent>t.dung vvn Dr. August LUlller nach W ishing. ton würden wir begrüßen. Leuiscklcrnd bari sich ntchr an der B.otfaöe gegen Rutz!and beteilige. Tie Ingrifie gegen den Reichlprä chmlen wtgen seines JntctDteuia sind nicht gerechtfertiat. lllemen. I Darmstadt, 24. Cft Der Versas- sungsauÄs chnß der 93olt§fammer nahm Tormerstag m einer Vormlltags- und Nachmillag-sltzuna (am zweiten Tage in Gegenwart der Regierung) die erste Lesung des Verfassungsentwurfes vor. Wesenlliche Differenzpunkte haben sich nicht ergeben, da ja die wichtigsten politischen und iuiturelto SelWSpuntti durch bie R--chs° Verfassung geregelt sind und in Der. -oerfai-1 (^xfolg, Borstellungen erhoben, sung ber Gliedstaaten deshalb nicht meyr l persöitliche Bemerkungen ber Abrum Ausdruck gebracht werden. — Die Ab- geordneten Dr. Cohn (Unabh.) unb vauß- anbcrunc’-orfcbLäae der Fraktionen sind mann (Dem.). . aiwcruitb p h a»nlfa. Der Etat des Mimstermms be, Aeußern nnb bte meist redaOloncller Arll Tie deutsche ^oir des Ausschusses werden angenommen. Partei brachte drei Anträge em, 1. das ^vayl- Ts folgt bet Haushalt des Reichseisenbahnamtes, alter vom 20. auf das 21. Jahr hinaufzu- der Verwaltung ber Reichseisenbahnen unb des fetzen, 2, die Wahlen nicht mehr gründsätz- ReichsverKchrsministermms, welche zusammen beraten sich nur an Sonntagen vorzunehmen, 3. bte trerb^ s euer mann (D. Dp.) berichtet über bie Neuwahlen nicht bts zum L November rrerhandlungen des Lusschussee. sondern schon bis zum 1. 9November 19201 Hierauf wirb die Fortsetzung bes (Etats auf vorzunehmen. Die Abstimmung über diese morgen vertagt. Anträge wurde bis zur Stellungnahme der & '• ^T1 Fraktionen hinausgeschoben. -—«•**-— geblieben, auch das Gemüse liefert aeiinge Erträge. " Ein Schwinblergefaßt. u« giefige» Durchgangslager versuchte sich ein angeblicher Ober» Icutnant n. Beugewitz, unter ber Lngabe, er sei ent» wichrner Kriegsgefangener, einen Freifahrtschein zu erschwiubeln, was ihm jedoch nicht gelang, da seine 1 Angaben, wie sich herausslcllle, erfunden waren. Die Polizei nahm sich seiner an unb übergab ihn ber Staatsanwaltschaft. Er führte außer einer größeren Durg.u.Nieber.Gemünben»Airchhatn- Anzahl DisitenKarte» mit adligen Namen auch eine Keine Züge. solche auf ben Namen Freiherr Ma^ Alfred v. Aiefen» I wetter, 5'ilegerOberleutnant, für ben er sich jebenfals i~c*1 I bei seinen Betrügereien in anderen Stibten auege» »US Stait M..Ö -and. Ä'ßTÄS Gießen, ben 2o. Dft. 1919. I noch zu befassen haben werben. Gültige Lebensmittelmarken " Dte MäbchenfortblldnRasschnle. für die Zeit vom 37. Oktober bü 2. November Ueb« diese» Thema sprach gestern aben^ für bai »rot: 2X0 SraounStot ob« lOSCfaLanim M-V »tot 7ö »f j" 4 " b?m J« ii?’ Ä b.M>“ ÄWÄ5 SUS » ÄW&OX zu 66 Ps., 12a Gramm Äuxbertalg %^VL^n ÄU« Sd)ul^^ ” Flesch: Wochenablchnitt 44. Metzoer Ffli fhaben, ^o ^en den BolK.schülerin Fremoc unb Urlauber: Karl Boller, Baytchoi'str. bxherei sLtt diesen D-^üaen werden Sonntag, stabttheater. 3 Uhr: llm weißen entsprechende Vereinfachung der *uxid\Mjtr Lustspiel von Blumenthal und jubelburg. liden ^chzählungen hat der R.uhSwittschafts- jedoch nur solche Rmseude befördert, tterai ( uijt: Die fünf Frankfurter. Lustspiel von Tarl Minister letzt angeordnell GleichzeUtg wird ter Reiseziel mehr als 200 Kilometer entfernt Stofeler. io Uhr vor nur Dersaminlung der Holz- Begriff „Dtilckkühe^" in klarerer Weise als bister liegt. Für kürzere Strecken, K. B. nach Frank- Hauer des Stabtroalbes Gießen im GewerKschasts. erlüutert. fuiL Marburg usw. werden für diese beiden hau». - 37, Uhr: Versammlung der Hausangestell- an Sonntagen noch verkehrenden V-Lüge keine te< ASchinnen und DiensttEcheu un Posttelter, SaWarten «eien. Für den dringlichen Berufs- und sÄ von 11 bis 1 Uhr geöffnet - Lichtspiel, verkchr (hauptsächlich Milch) werden einige t^ter: Wie Samstags. Personen- und Personulzüge ■ aufTtütertialtcn. Diese SOfle, bie, wie " dem Milit»r.W0ch--bI°11^ normal» betonen möchten, nut von solchen K«b,A> mtt ^- «“hon be- Serionen bautet werden können, bie eute ^3' Keibmg, Xbidoeb b2 Zetikarte besttzen, vermitteln saft ausnahmö" j totlligt: L 0 b e r k 0 e N (I Darmstadt), Lt. der loS nur den Nahverkehr. Es gibt z.B. Äuurrv.-Fni. 1. Aufg. Der Abschtch mit der ge- j aar keine Möglichkeit, an Sonntagen mit fetzlichen Pension und ber Erlaubnis utm traf I her Babn nach srrcucksurt oder Marburg zu! bewlltigt: llt. d. — Die Anbringung ichriftlicher Mitirilmi«, «xf den Adschltiiten der Paketkarten tu ben Pakete» nach Orten in bei tran^vfiftbat Zone der be» r gesetzlichen Pension be- setzten deutschen Rheingebme ist verboten. nz to7^‘‘K^nMVWbteU7n.eIwilligt: Äeife, Gg., Dbcdeutn. d. Atef, bei - Eine bezeichnende .Richtig- deütarte beft^en,»ermitteln s-st 'aubna^mä.\ ber Ikm"ÄÄ Ist.'Uungl'J»berLrfammlungberVertretet loS nur den Nahverkehr. Es gibt B. r LMU-w.-Ini. 1. Aufg. Der Abschtch mit der ge-IfamtUcherAugeftellten-,Arbeller-u.Beanllen'' aar keine Möglichkeit, an Sonntagen mit! fetzlichen Pension und der Erlaubnis $um Drogen ausfchüsie, die sich am Montag mit btt Rat» h?rtSob« TlaTbuw bisherigen Uniform b-rollligt: Lt. d. Äes. toffelversoraung des Kreises Eietzen befaßte, der Bahn nach ^r^sutto^ Marvu^ zu« schZnf.-RgtS. 116. Korn,.Fähn- äußerte sich Unterasslstem Stephan über kommen, auch sur die Inhaber von Ardener- 51nf.-Rgt. 117, wegen Shenftuntabtiittit yjiaftnahmen, die ergriffen werden müßten, usw. Karten ntchll Nachstehend bringen roir mit dem Charatter als Leutttant ausge,chteden. o)egen das Referat des von der Redaktion des _ eine Zusammenstellung der an Sonntagen ** Von aer tzochschulgesellschafr n)^ßener Anzeigers" in bie Bcrsammlung das Recht ua Besetzn.tg hätte, daß aber Deutsch-! bis auf weiteres noch laufenden tßerfonen- cnt^anblcn Berlch:erstatters nimmt tzerr Ste- züge und Personais-Hrien soweit bie Gießen «„L onbmn Mieten Pb«n beute mit nachstehend« Zuschrift «tel- W W Ä N?e«chg L? »müm Beraiun- deruhrenden und oderhesstschen Strecken m simnommen. öerr Gch. Soirat «tofeffot Di. lung: -8VW8LEÄ-- “*S5........... ife-ib-rÄJÄS'äÄTLÄKiajÄ tonnen fein Programm für mrserr auSwitttige Gießen ab 11-42, 350; Lang.Döns an 1207, 3J6. ?ind ^willtommm.^ C ” H^vüll^^g^gkgkn mich lwf»hetzt haben - waA Politik auilttil^. Tas» ta jmfere Lage zu Mi- Lang-Göns ab 1251; Gießen an 1J5. !der Pflanzen . Gäste sind totlllommen. -1«evoiterung gegen mto cn-SB Kreis Friedberg. n an euren würde. Der ÜRR Joseph Herz, Bankgeschäft o Gießen, Neuen Bäue 23 •**D 11630D stellen. Q O O B £ 11166 Schäferhund -ugelaufen, auf dem Po- lizetamt abzuholen. ,sin Kaufmann welcher Hessen - Aassa«, Hannover n. Thüringen bereist, führt noaj einige leicht verräusl. Artikel mit. Schriftl. Angebote unter 020557 an den (Metz. Anz. Schuhpykz \ altbewährte Qualität Üeberatl zu haben. , Q O O O Q Darmstädter Pferde - Lotterie Ziehung ZI. Oktober 595 Geldgewinne WM. U 8009, 3000,1909» Lose 5 1 31k. 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Der bisherige Pächter R. Müller baut die nahegelegene „Ziegelhütte" zu einer Sommerfrische aus. fz. B a d - N a u h e i in 24. Oft. Einen feinen Man hatten sich drei junge im Ne ich Menst stehende Leute aus gedacht, um einen auf hiesiger Sta.ion stehenden Waggon Benzol nach Frank, urt an eine bestimmte tyirnta zu verschieben. Sie boten dem Rangiermeister 1000 Mk., wenn er Vagen --'— nach Frankfurt gehenden Zua hängen er Beamte ging scheinbar auf dieses Angebot ein, verlangte aber einen Frachtbrief. Auch dieser wurde beiden ft und durch eine 9NittelsPerson dem Ladenreister in die Hände gespielt. Mit diesem Beiveismaterial in Händen wurde die Polizei be- Mittel durch den Zrveck gehelligt. Dann must man die Kartoffeln da holen, wo sie zu holen sind. Wenn efc soweit kommt, bann tragen die Verantwortung......amtlichen Stellen...., die, die uns auSgewuchcrt haben, die hunderttausenü- inal größere Spitzbuben sind als die Enlente- fitUKtali'.en und Imperialisten. Ec sei überzeugt, daß, viele Landwirte Kl« usw. als Anbau an- saoen. in WirNidskeil aber doch Kartoffeln gepflanzt hätten. Zur tftevißierung glaube er, daß es zu spat sei. Ls nui& sofort gchandett werden." Aus biefen wortwörtlichen stenographischen f)7otizen, die sich unser Berichterstatter hat machen können, geht zur Genüge hervor, bah der Bericht nicht entstellt, wie Herr Stephan behauptet, sondern vollkommen einwandfrei wiedergegeben war. Landkreis Gieben. jm. Gründers, 24. Dtt Mn Mann in Soldatenlleidung überfiel gestern morgen gegen 7 Uhr ein hiesiges Mädchen, das zur Arbeit nach dem Warthof ging, {"topfte ihm ein Tuch in den BÄunb uni) vergewaltigte es. Obgleich der Täter kurz daraus gesehen worden ist, gelang eS bis jetzt noch urcht, ihn dingfest zu machen. f. Großen-L inde u, 2Ü. Oft Tine große Kaninchen schau findet Samstag und Sonntag hier von feiten de- Mitteldeutschen Kaninchenzucht Vereins statt, lieber 300 Nummern sind an- gemeldet. t. Klein-Linden, 86. Off. Die Zahl unserer iLinwobner ist nach der letztenBolkS- zühlung auf 2028 Seelen nefticaen. -ff: ßich, 24. Dfct Aue Anlatz der Silbernen Hochzeit stiftete der Fürst und die Fürstin von Solms-Hohensolme-Lich die Summe von 2000 Mk. für die Drtsarmen. - Dar (Behalt der hiesigen Ge- meinbeforftroarte wurde auf Beschluß des Gemeinde» cats auf 90 Prozent der Gehalt« der Domanial, forstwarle erhöht und zwar rückwirkend vom 1.8.19. kreis Lauterbach. — Lauterbach, 23. Ott. Auf dem Heu- ttgen Schweinemarkt wavm etwa 100Tier: aufgefahren. Ter B.wkauf gina schleppend. Ti- Ferkel rasteten 60-100 ML. dve Läufer 300 bis 400 Mk. Für ein zum Berkaus kommende .Ein- legrschttein wurden 750 Mk. bezahl^ ÄrdS Schotten. Verkauf des hesfischea LehrerhekmS. •* Schotten, 25. Dfct Da« dem Verein „Lehrerheim Vogelsbergs gehörige, bei Schotten tie» M ^Punkt, »bJY. ftÄSäS Ä* fr "Ibirelbtiue oatz bie aufou iu 50 Marl 'ch bis Ende d. Itn zur 6inlö[ung i den Siehlh W* fmb bu tagen eaxitut avv ÜMft nicht wetzt uftig verzichtet oa> Va M beniAteu mit Reicht aifbk HXitsDawtnng du» 2 über dA Skrnx» wegen der Fnta> aiigauinmen wavL hung der vintchahr- Xt JRdWirtlW Gleichzeitig wird bu erer Wehe als Mr Klein & Stiefel MuchlncQ-Fabrik, Palda OA Holebearbeitunge- Maschinen 1065D Jeder An lür Schreiner, Wagonbauer, Sägewerke. Beste Ausführung. Anstellung Oiejsen 1914: Goldene Medaille. Foxtrott, Jazz,Oncstep, Twostev, Boston, Hiawa- tba, Conire, Quadrille, Walzer und alle allen u. neuen Tänze lehrt das Utue Lsnzleyrbuch mit vielen Abbildungen 2)L 4.60, Klavteralbum mod. Tänze 12.lu, Wuter Ton und feine Sitte, Gefcheukwerk 6.25, Tie Gabe der gewandten Un- eerhaliung &20, Taschenbuch des allgemeinen Wissens 4.40, Bekämpfung d. Schllchiernheit 3.85, Die Kunst des Gefallens 6.40, Liebesbrieisteller 3.20, 3)lob. Weg zur Ebe 8.K, Jede Dame ihre Friseurin 8.10, Traumbuch 2.65, Klavierschule 7.40^ Btolin» schule 6.DU, Schönschreibschule 4.4(X Privat- a. (Sc- schüstSbrtefnellerLRecht- ichreibung Duden 7.15» Aufsaulchule 6.60, Fremd» Wörterbuch 6.60, Richtig Deutsch 6.60, Mir oder mich 2, Englisch 6^0, Fran» zösisch6.60,Fta1ientsch6.i)0, Böhmisch 6.00k Ungarisch 6.6a PolnischU.60, Rufiilch (kGft Spanisch 6.60, Buch- illtzrung 6.60, HanüelS- korrefvondenz 6.60, Handeislehre 6.50, llontot- oraxis 6.60, Bankwesen 6.60, rllechtöformularbuch 6.60, Bürgerliches Gesetz- buch6.60,N cklnmelehrbuch 6T0, Handbuch f.Kanflente 16, 6000 l5hem.-technische Rezepte zu Handelsartikeln 16, Schlips S preis- gekröntes Levrbuch der Landwirtschaftl.'ULi, Bäti- nerS Gartenbuch für Anfänger 1L Gegen Rachn. ^.Schwarz &<£., Berlin T. 14a Annennr.24. BesserEäÄ.^^wirktD.schmeckt > Pascossan, M gesell. „ Unentbehrlich bei eehwashen u. ssrSohgabUSbenaa Klottern, stärkend und appetitanregend, bub6«!- tu kBQchenbUdend, hervorragende Erfolge bei dnnÄ; Scrolilose und Raciiiüs. SSUftSfÄ nehmen. 1 Schachtel, ausreichend für etwa vier Wochen, M.B.—. Zn htaea la Apclhehen tu Draparlen. werden auf die am Lonntaa den ^rorrernoe d. M. tm Babnbofs-Hotel stattstndenden Sprechstund. d. Herrn Ludw. Warnecke aus Hannover aufmerksam gemacht. Der Besuch der Sprechstunden ist dringend au empfehlen, da sich die Warnecke'sche Methode oorzualich bewährt hat. ru“- olTfett-itnTefto^RTtrl®terltafRr«i-.cre p'ml'bet Onnesselnrlchluüg 1 ücälv.Vi-f rÄtF^it^TjeiSIcirttnYeifeWdf an den Ingenieur Paul Lehmann von Hanau mst Ailstuilg vom 27. Oktober d. Js. ab 6L3 au nC'lCi' UUvVs - V- AM M M ■ ("l AVM « TV- IM 4 S f . '.1AI*AWA« . r ' billtast adzngcben. Otto Gassniann Sattler, Gr.-Linden Alte Hcerstrafre %L Iverschiedenesl öteiwiiligt Heu-Lcrllcigkcmg. tviontag, den 27. Oktober 1919, vormittags 10 Ubr versteigere lch am toütcvbaöiiboi (die« freu (südliches LluSlade- gleis) gegen Barzabiung 1 Waggon Heu etwa 1-0 Zentner für btechnung dessen, wen Cv an geht. Junker, EhreiiHache! Zwei iß. gebild. Mädchen v.Lande, ÄU.L1J-, bausl. ersogen, ioüaf.uen auf diesem nicht mehr unge- wöhnl. Wege die Bekannt- schail zweier gletchgeiinn» icv Herren. Brrmögen tllebcnfache. Am lievsten Staatobeamier. Schristl. Angebote mit Bild unter 020346 an den Gieh. Anz. nachrichtigt, die Vis jetzt einen der Schieber verhaften konnte. Tie anderen bei der Schiebung Beteiligten werden noch gesucht. =- Sab-91auhetm, 24. Dht Die deutsch-nationale Dolkspartel hielt heute abend eine stark besuchte Mttgltederversammlung ab, auf der die Vor- standsmirglieder Prof. Dr. Weber und Nechtsanwalt Dr. Brücher mit Beifall aufgenommene Vorträge über ^Politische Eindrücke in Dänemark- und über die pollüsche Lage hielten. Starkenburg und Rheinhessen. «ö. Darnistadt, 24.Okt. Wegen der Weigerung der Arbeitgeber, den Arbeitern eint Beschaffungsbeihilfe zu gewähren, traten die Metallarbeiter der sämtlichen hiesigen Metallfabriken in den Ausstand. Die Fabrikleitungen stellen sich auf den Standpunkt, datz die Gewährung einer Beschaffungödeihilfe aus finanziellen Gründen unmögüch ist und sind bereit, den Arbeitern die verheiratet und besonders bedürftig sind ein Darlehen zu gewähren. Stuf der Grundlage eine« neuen Lohnabkommens ist nach Ansicht der Arbeitgeber Aussicht auf wettere Verhandlungen vorhanden. Hessen-Nassau. = Frankfurt a. 9JL, 23. Okt. Die Kohlenarbeiter der hiesigen Kohlenhandlungen sind in eine Lohnbewegung eingetreten und drohen mit sofortigem Streik fall« ihre Forderung, eine Teuerungszulage von 20 Mark pro Woche und Kopf nicht bewMgt werden. ---Herborn,23.Okt. Eine Linbreckerbande Elflnbett gegenwärtig allmählicb die Bahnhöfe der Imgegenb aus. So wurden bie Bahnhöfe von Offen- dach. Bicken und Ballersbach in den letzten Nächten arg heimgesucht. Die hiesige Bahnhofswirtschaft wurde innerhalb 14 Tagen zum zweitenmal bestohlen. ra. Von der mittleren L a h n, 24. Olt. Das wundervolle Herbstwetter bat die Feldbestellung außerordentlich gefördert. Die Wintersaat ist unter den günstigen Bedingungen der Erde anvertraut worden. ra. AuSNassau, 24. Okt. Die Aufbringung ttt Siebmengen an die Entente stellt so chwere 'Anforderungen an unsere Zuchtviehbe- tände. daß daneben ein Handel mit Zucht- und Nutzoreh nicht stattstnden kann. Auf Aiwrdmmg des LMÜreSfleischämteS hat daher die Bezirksfleischstelle geglichen Än- und Veriauf von Zucht- und Nutzvwh, auch durch bie von den Viehhandels- Zspfe Sotken, Dreber, sowie iumtlidjc Haararbeiten werden schön und bauer» haft anoefertigt. lv/48 Hermann Plank Wwe. Svezial- Haar - Geschäft' Rauchtabak (echten Portorico), sowie la. Zigarren -n verkaufen. v"-c5n FrauksurterStraßelöü. »ttWWtw. DK ®|tn6a6nuugig(f bei ffrmtotfi. A (TOslff.) D!- Zahl d« Opfer bei der Lifenbahnkatastrophe bei Kranowch hat sich auf 40 erhöht, indem ein großer Teil der Schwerverletzten seinen Wunden erlegen ist Auch die Zahl der Leichtoerlchten ist bedeutend größer als Zuerst angegeben wurde, da viele sich von der Ur.= glücksstätte entfernt hatten, ohne ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Feststellung bei Verunglückten ist vielfach unmöglich, da die meisten vollständig verkohtt sind. (Es handelt sich hauptsächlich um (Ein. wohner des oberschleflschen Industnebezstks und der Ratiborer Umgebung. Ratibor, 24. 06t (Wolff.) Laut einer Mel düng der ,Aeuen Oberschles. Dolksztg." ist bei 4tra nowih ein Personenzug in einen Güterzug hineingefahren. Mehrere Personenwagen gerieten in Brand. Bisher wurden 10 Tote und zahlreiche Verwundete geborgen. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst, Sonntag, 26. Ott., 19. n. Tr. In d. Stadtkirche. Vocm. 9y» llhr: Mr. Mahr. 11: Kinderk. f. d. MatthäuSgcm.: '^rr. Mohr. Abends 6: Psarvass. Schaefer. 8: Bereinig d. fonfinn. männl. Jugend b. Mattbäusgem. - TonnerStag, 30. Ott., abds. 8: Vereinig, d. ku- firm. weibl. Jugend d. Matthänsgem. — In o. J,hann«skirche. Bonn. 9Vs: Pfr. Becht^ Heimer. 11: Kinder!, f. d. Lukasgem.: Pfr. Beck», tolöheimer. ALdS. 6: Pfr. ÄuSfeld. 8: Albelbefp. im Jvbanmssaal. Vrv: Vereinigung d. DDiifirin. weibl. Jugend b. Lukas gern, i Lukcrssaal. — Boi: Sonntag, 3. N-ov., an beginnen d. Abendg^trec - dienstt um 5 Uhr. — An b. Sonntage findet tu beit». Kirchen i, AbcndgotttÄiienst Veichtt u. Feier d. h<. Abendmahls statt. Anmeldungen werd. v. d. Gemeindepfarvern vorher erbiten. —- Sonntag, 26. Ott., vorm. 10: Kirchberg. Erntc-Dankfe!». Hl. Abendmahl f. Taubringen u. Ruttcrshaufen. Kollette. Nachm. IV3: Mainzlar. Dl. .Abendmibl IV,: Taubringen. Hl. Abendmahl. Äathslischr Gemeinde. Samstag, 25. Okt., nachm. 5 u. abds. 8 Uhr: Delegenh. z. hl. Beichte. - Sonntag, 26. Okt., 20. Sonn tag n. Pfingsten. Dorm. 61 /,: Gelegenh. z. hl. Beichte. 7: Hl. Meffe. 8: Austeil. d. hl. Kommun. 9: Hochamt m. Pr. 11: Hl. Messe m. Pr. Nachm. 2: Rosenkranz- andacht m. Segen. 3: Iünglingskongregat. Abds 7l/t: Sttftungrsest d. Kathol. kaufm. Vereins m. Dortr. i. Felsenkeller. - Dienstag u. Freitag, abds.6V,: Rosenkranzandacht m. Segen. - Diaspora-Gottesdienst am 26. Okt. Dn Grünberg: 91/,. Hungen: 9'/,. KO Hb :en Stibu, fflS* MZ -rrK ArZr Karbid u. Lampen empfiehlt in grober Auswahl 020538 EisBaüSlms H. NH fcä Miinsbura 5. er* Täglich -es sützcu Apfelmost frisch von der Kelter. H. 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Oktober nachm. 31/, Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt Wflltn nl5 Kutscher uub JlUilll Hausdiener ges. 020572 Schilling, Ürankiurter Srr. 23. jüngerer Hausbursche per sofort gesucht. Carl Rowack, 12163 SelterSweg. 2 Stud. s. möM. Woha- u. EcL’.afdmaier, evtl. IZim. ni. ‘2 Beiten. Schr. Angeb. uut.02'>563a. d. Gieh.Llnz. junget itaufmann sucht luliblierlea Zimmer. Schr. Angeb. unt. 02Ä73 an den (Äreh. Anz. erbet. Mödl.Zimmer cutt auch leerftehendeS, per sofort gesucht. Markt oder dessen vlähe bevor« äugt. (Äesl. Angebote an Phologravh Wolf, sicher Sirabe 13.________020480 Kür sofort jriieiliräiM nebst Zubehör von 200 bis 400 qm Zlache gesucht. Elekirlscher Anschlnsj erwünscht ob. wenigstens müfllid.L Schrtsil. Angeb. unter 12137 an den Gleg. Anz. erbeten. Zcbr ingS 'IH--4 T.u ab. olert. u ocr Tnina unfci 1 vcrk 19826 Todes-Anzeige! Heute früh 5 Uhr entschlief sanft nach langem, schxreren, sich im Felde zugezogeneni, mit großer Geduld erti'agenem Leiden mein lieber Sohn,unser unvergeßlicher Bruder, Schwager, Pate u. Onkel Karl Sommeriad im Alter von 26 Jr-^rcn. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Sommeriad VII. Anna Sommeriad Familie H. Ranft Marg. Rohrbach, Witwe und Sohn Fräaloio zu Fludern nach Butzbach gesucht. Schr. Angebote um. 12023 q. d. Gleg. Anz. Suche eine nicht zu junge selbst, ttiudervstegcrin, oder Stütze zu 2 Buben von 4 u. Vh y., die auch bessere Hausarbeit übernimmt. Gehalt n. liebes« einkunft. Schriltl. Angeb. U- 020301 an d. Gieh. Anz. hunger. DitnRmiiPäta alsb. ges. Nriedr. Georg. Selteröweg 41. 11651 Jriugeres, sauberes Mädchen von vorrn. 9 blS 4 Uhr nachm. in kleinen HmiS- Marburger Stratzr 20. Eins. alt. Grän lein ob. Witwe für leichte Hnuö- qrbeit,Naben u. Krankenpflege au's Vanb gesucht. Schristl. Angebote unter 026012 an den Gietz. Anz. N Laiiffrsa eil. 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Feue ilngedaie nl. reiS il Mm nieten arl Kroll, Berlin C ___ftatjetitraBe ____ Schuhe MkWMlU Nr. 250 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Samstag, 25. Oktober (919 Höchste Temperatur am 24.10. Niedrigste 24.10. Fortsetzung 33 "(Nachdruck vn r» en.) i Las Glück der andern Original-Roman von Erich Eben stein. Copyright 1916 by Ordner & Comp., Berlin W 30. „Nicht das allein^, sondern . . ." „Bah, wollen Sie mich glauben machen. Sie mit Ihren Ansichten, mit Ihrem geistigen Hochmut, mit Ihrem Uncckhängigkcttstrieb tonnten sich fammlintgen in mehrere Teile zerfallen können, 4. daß die Bestimmungen über die Betriebsversammlungen nur Anwendung finden bei den durch den Ausschuß neu gebildeten Arbeiter- dzw. Angestelltenrüten. Der bisherige Berichterstatter des Gesetzes, Abg. Erkelenz, verabschiedete sich, da er an der Arbeiterlonferenz in Washington tcilnimmt. An leine^ötelle tritt als Berichterstatter Abg. Schnei- dcr-Lackien. Meteorologische Beobachtungen _____der Station liegen. .Wettervoraussage für Sonntag: Vorwiegend bedeckt und trocken, Temperatur wenig geändert, wechselnde Winde. „Sie?" unterbrach iljat Evelyn mit gezwun h gencm Lachen. Er nickte. Evelyn wandte zwar den Kopf nicht, sah aber doch aus einem Augenwinkel über die Mauer nach dem kaste.lartigen Herr.mhius hinüber. . „xia. Ich. Ter kalte Zyniker, dem das Weib bisher kaum etwas galt. Lachen Sie darüb-r immerhin, wenn Sie den Mut dazu haben. Es ist doch so. Und wissen Sie warum?" „Nun?" Da es noch früh war, beschloß. Evelyn, ein Stück gegen den Kaiserpaß. hinaufzureiten, zu dem von Berdstetten eine- schöne Wa.dstraß: führte. Hier war es um diese Stunde völlig einsam. Ab und zu zweigte von der Straße ein Weg ab, der tirier hinein führte in das köstlich lockende Tuntel des Waldes. Evelyn schlug aufs Geratewohl einen derselben ein. Er führt: nach einigen Wendungen aut eine einsame Wa.dwiffe, in deren Mitte eine verlassene Holzknichthßtte stand. Felstrümmer und eine herrliche, alte, b;mooile.Lärche ragten daneben auf. „Wie hübsch.r' dachte sie, flüchtig darüber hin- negiehend. Aber schon im nächsten Moment riß He „Bessie" zurück, als wäre der Boden unter ihr glühendes Feuer. Neben dem Stamm der Lärche hatte ft’ einen Mann erblickt, der vor einer Staffelei saß und malte, bei ihrem Anblick jedoch jäh aufsprang. Gottorb! Es war Paul Gottorb . . . Sie wollte zurück. Aber „Bessie", durch den Ruck erschreckt, begann zu tänzeln . . . Wie es dann kam, daß sie, itatt zurückzu- reiten, aus dem Sattel flieg und plötzlich ruhig auf einem um gestürzten Baumstamm saß, während er aut sie einsprach, wußte sie nachher selber nickst Den Rückweg nahm sie über Berdstetten. Dabei I „Vielleicht ist es auch besser, ich ved; ihm mußte sie hart an der Parkmauer von Buchegg seine Torheiten einmal gründlich und in Ruhe vorüber. | aus," beruhigte sie sich selbst. .Hatte er doch vorhin gesagt, daß, wenn sie ihm ein Zufall nicht endlich tn den Weg geführt hätte, er ihr nach Reümegg geschrieben haben würde, da er eine Aussprache für unerläßlich halte. „Ich gehöre nämlich zu den fatalen Manschen, die auf Befehl weder vergessen, nock) ihre Hoffnungen in die Tasche stecken," schloß er. . ,,Well ich mir einbilde, daß Sie das einzige Weib tür mich sind auf Erden, wie ichfür Sie der einzige Mann. Zwei Herrenmenschen, die für einander geschaffen sind. Und das soll ich mir nehmen lassen, west Sie sich einbilden, eine Handvoll Geld und ein leerer Titel könnten Sie glücklich machen?" Die ttarloffelversorgung. Ein Ausruf des Bauernbtmdes. Nt. F r i e b b e r g , 24. Okt. Die „Neue Tageszeitung", das führende Organ des Hessischen Bauernbundes, veröffentlicht folgenden Äofruf: T-'.r Provinzialvorstand des Liess. Bauernd indes stellt mit Bedauern fest, daß eine wickerholte Warnung, dic öffentliche Bewirtschaftung der Kartoffeln müsse jur Katastrophe führen, Tatsache zu st-erden droht, da die Kartoffelversoraung schon jetzt, kurze Zeit nad? der Ernte, ohne Verschulden der Landwirtschaft gefährdet ist. Es ist Ehrenpflicht unserer Mitglieder und Anhänger, ttotz allem zu ton, ^vas in ihren Kräften steht, um unsere Bevölkerung mit dem wichtigsten Nahrungsmittel zu versorgen, und unsere Volksgenossen mcht büßen zu lasten, lvas eine unfähige Verwaltung verdorben. Wir verurteilen den Verkauf an Ham- ftercr, ganz besonders, solange nicht einmal die ortsansässigen Versorgungsberechtigten mit ihrem Bedarf an Kartoffeln beliefert sind. genau. ... Aber es war etwas Zwingendes in femen grauen Augen und etwas Gebieterisches iu feinem Ton, das sie stumm zu gehorchen zwang. neues technisches Verjähren in „Rio delle Ocche", das der letzten impressionistischen Auflösung des Gegenständlichen entspricht. Jahns sichere Yllis- fassung und Hand verraten abermals das Blld der „alten Fran" und der „weibliche Studientopf". zz. Airche rin- Schule. . F r i e d b e r g , 25 'ht. Die 2 4. hessische Missionskonferenz findet am Dienstag den 4. November in der hiesigen Burgkirche statt. Die Morgentagung, die durch eine Andacht von Pfarrer Lenz. Lich eröffnet wird, bringt zwei sehr zeitgemäße Vorträge, lieber „das Evangelium in Ost- asien" berichten Pfarrer Dr. Iimmermann-Sandbach und Missionars Müller-Hersfeld, über „die Heidenmission im Dienste der Dolksmission" Missionar Mon- ninger-Ober-Breidenbach. Die Nachmittagstagung ist neben dem Vortrag des Missionars Groh-Engelnrod über „das Presbyterium und die Kirchenzucht auf der Goldküste" vor allem für die Schulen bestimmt. Für sie spricht Missionar Jttmann-Mittel-Seemen über »das Schulwesen in Kamerun" und Miffionar Schlau- draff-Ober-Rosbach über „Wie ich Missionar wurde". Abends um 8 Uhr findet die Tagung ihren Abschluß durch eine Missionsstunde von Missionar Groh in der Burgkirche. Einige kostenlose Wohnungen stehen durch Professor Werner für die von weiterher kommenden Teilnehmer zur Verfügung. Letzte Nachrichten. Die Kohlennot in Ostpreußen. Königsberg, 24. Okt. Infolge der Ost- seesverve ist die Koh len not in Ostpriußen ins Unermeßliche gestiegen. Auch die Abbeförderung des Lebensmittelüb nffchujses nach dem Reich ist größtenteils unterbunden. Eine große Anzahl Hafenarbeiter ist erwerbslos. Traurige Lage in München. Mü n che n, 25. Okt. Infolge der Stillegung der Münchener Gaslverke ist nahezu die ganze Stadtim Dunkeln, da nur in einigen Hauptstraßen die elektrische Belwchtung eingeführt ist. In der Nacht zum 24. Oktober wurden 141 Einbrüche gemeldet. Um die Sicherheit zu heben- sollen von jetzt ab Militärpatrouillen die Stadt durchziehen. Ter Direktor der Gaswerk'. ist in das Saargebiet gefahren, um dort Koblensendangen iür München zu erwirken. Die Vottsabftimnmng in Oberschlesien. Berlin, 25. Okt. Wie dem „Lok.-Arrz.^ berichtet wird, hat dic polnische Regierung ent die Oberschllesier einen Aufruf erlassen, in dem sie mitteilt, daß, die Volksabstimmung im kommenden Juli stattfindet. Die Lage im Baltikum. Berlin, 25. Okt. Unter der Ueberfdiriftti „Baltikumschieber" liest man im Vorwärts: Ohne Rücksicht auf das deutsche Volk wird immer noch versucht, den Westrussen und den zu ihnen rxm der deutschen Fahne Geflüchteten ihren Kriegsbedarfs aus Deutschland heimlich und durch Diebstahl anl Reichsbesitz zuzuführen. Nur dadurch, daß geftenti Nachmittag ein ?lngehöriger des Reichswchrmini--' fteriums auf einen Baltikumschieber, der in ms koscher Uniform tm Reichstag war, aufmerksam wurde und sofort seine Vernehmung und die seines Begleiters bewirkte, ist es möglich gewesen, zuzugreifen. Der Reichswehrmini stcr wird dem Treiben der Agenten der westrussischen Armee scharfe Aufmerk« samkeit zuwenden. Die „Deutsche Tageszeitung" erfährt zuver- läflig, daß die lllauischm Truppen bei ihrem gemeldeten Vorstoß gegen die unter General Eberhardt stehenden deutschen Truppen von englischen Offizieren geführt wurden. Der neue französische Befehlshaber. Mainz, 25. Okt. (WB.) Havas. Genervt Tegoutte hat sein Kommando übernommen und dte Behörden der Stadt empfangen. Widerstand des amerikanischen Senats gegen den Völkerbund. A m st e r d a m, 25. Okt. (WTB.) Laut Presse- buretni Radio erklärte Senator Gronna im amerikanischen Senat, daß der Friedensverttag eine Vergewaltigung der 14 Punkte W il- fons sei und zur Folge haben werde, daß die Vereinigten Staaten in Kriege verwickelt werden. Der Völkerbund mache Amerika zum Packpferd der Regierungen Europas, Asiens und Afrikas. Sena? tot Gronna griff auch die Schantungklausel an. „Aber, mein Gott, welche Hoffnungen denn noch, da ich doch die Braut eines anderen bin!" rief sie halb erschreckt, halb ärgerlich. „Tie Hoffnung, daß Sie zur Erkenntnis Ihres übereüten Schrittes kommen und sich selbst wieder - Nitoen. Sie haben Ihr L>erz unterjoche, um ein? glänMide Sxirat zu schließen, aber dieser Entschluß ist Ihrer unwürdig und eine Sünde wider die Natur. Als Sie mich damals in Wien kaltzustelleu beliebten, war ich hart daran, mir eine Kugel durch den Kopf zu schießen . . „Armes Kind, nun wird dir die Zeit wohl lecht lang werden?" sagte die Gräfin am anderen Tage mitleidig und tätschelte zärtlich Evelyns Hand. „Wollen wir Besuche machen? Oder Leute ein-- laden?" Um Evelyns Lippen zuckte es wie verhaltener Spott. War Mama wirklich so naiv, diese Dinge für Unterhaltung zu halten? „Tanke," sagte fte dann laut, „ich will lieber Magnus' Abwesenheit benützen, um meine Fertigkeit als Reiterin auszubilden. .Kitty Melbers lud nnch ohnehin schon öfter ein, mit ihr spazieren zu retten." Tie Gräfin nickte. „Wie du willst. Aber reite nicht ohne den Reitknecht intb nimm lieber „Bessie". „Zaza" ist zu wild." Evelyn lächelte. Den zwetten Rat wollte sie befolgen, den ersten sicher nicht. Was brauchte sie den Reitknecht hinter sich? Gleich nach dem Frühstück brach sie auf und ritt in bester Laune nach Lustbühl, bem Schloß der Melbers. Kitty war ja noch die einzige hier, die ihr sympathisch mar. Wie ein gefangener Vogel' der plötzill.) die Freiheit erhalten hat, kam sie sich ter. Wie angenehm, endlich einmal von dem Zwang befreit zu sein, Magnus' langweige Unterhaltung mit liebenswürdiger Miene zu quittieren! In Luftbühl angekommen, erfuhr sie, daß die Herrschaften schon in aller Morgenfrühe aus- Wogen seien. „Auch «ut. Nein — um so besser!" dachte sie. „ Es ist zn köstlich, so allein dahinzuretten!" i.., -^ie! rief Evelyn außer sich. Sie schwang yich von einem Saumftrunf auf ihr Pferd und trieb es mit zornigem Schlag der Reitgerte vor- warts. „Nicht das 5)er; — mein Wille ist der Meifter, dem ich gehorche!" (Fortsetzimg folgt Bad-Nauheim, 24. Okt. Nachdem einige hiesige HäMer den Ankauf von Karbofflln in der Wetterau planmäßig in die Hände genommen haben, ist eine Besserung in der Belieferung der kiesigen Dersorgungsbevechtigten eingetreten. Eine lebhafte Aussprache entspami sich in der letzten Stadtverordnetensitzung über die Kartoffel- itDt. Auch Erpährungsminister Neumann hat dieser Tage in einer öffenttichen Versammlung ernste Worte in der Angelegenheit gesprochen, die scheinbar nicht gatty auf unfruchtbaren Boden gefallen sind. Ichoch ist der Bedarf der Bevölkerung noch nickt bei weitem gedeckt. Bürgermeister Möbs- Niedcrmörlen forderte tti genannter Versammlung mit Recht Volksgerichte zur Aburtettung der Schieber und Schleichhwidler. X Hanau, 24. Okt. Im Landkreise Honro ist jetzt scheinbar ein Ka r tof f e l kr ie g ent- Erannt. Nachdem alte Versuche, die Gemeinde Niederdorfelden zur freiwilligen Ablifferung von Kartoffeln zu zwingen, fehlgeschlagen sind, hat der Landrat die zwangsweise Wegführung aller .Kartoffeln aus der Gemeind.' angeorbnet. In früher Morgenstunde rückte eine starke Abteilung der Reichswehr in NiederdorfeDen ein und besetzte alle Dorfausgänge. Unter dem Schutze des Militärs wurden sodann die einzelnen Gehöft: revidiert und alte ablieferungspflichtigen Kartoffeln beschlagTiahmt. Auch gegen mideve G:meinden sind Zwangsmaßnahmen in Aussicht genommen, falls sie sich nicht noch in letzter Stunde entschließen, freiwillig ihre Sllstieserungspflttht zu erfüllen. Alles hermettsch verfchloffen. Dor und Fenster. Keine Menschenseele zu sehen weit und bmt. Aber das war ja gut so. . . Um dar Setriebrrätegesetz. Die Arbeit des 7. Ausschusses der National- fDerfammtung in der Beratung des Betriebsräte- 'Gesetzes nimmt jetzt einen verhältnismäßig schnellen Verlauf. Am Donnerstag wurden die 26 bis 32 eimchlieiflich erledigt. Zm § 26 wird vorge- lehen, dast die Versammlung der int Betriebe beschästigten Arbeitnehmer durch Beschluß jedes ‘eiiueüte Mitglied des Betriebsrats abrufen kann, während § 30 bcflimmt, daß die Betriebsvcrsamm- lluna durch ein Mißtrauensvotum mit Zweidrittel- iMehrhett der Wahlbereckstigten den ganzen Betriebsrat abberufen kann Zn den grundsätzlichen Auselliandersetznngen wurde von sozialdemokratischer Seite der Standpunkt vertreten, daß diese Abberufftng er- baüen bleiben müsse. Zwar sei durchaus zuzu^ igeben, daß ein Betriebsrat, der etwas leisten wolle, längere Zeit an seiner Stelle verbleiben müsse. Wenn aber ein Betriebsrat des Vertrauens bei den Wählern entbehrt, so könne er sein Amt doch nicht mehr versehen. Es sei deshalb besser, im Gesetz eine Lücke zu öffnen, die in solchen Fällen eine Abberufung zulasse. Geschehe das nicht, dann wöe zu befurchten, daß Stteiks und sonstige Kämpfe gegen einen Betriebsrat geführt würden mnd diese seien dann unangenehmer, wie das ■getegtutiieb ausgeübte Recht der Abberufung. Von Sellen der Demokraten und des Zentrums wurde gegen diesen Standpunkt sollendes geltend gemacht: Es seien gewiß Fälle denkbar, in denen es wünschenswert sei, daß ein ^Betriebsrat seine Stornier abgibt. Das könne zum Beispiel bann eintreten, wenn ernsthafte Gründe vorlägen, anzunehmen, daß der Betriebsrat ober «einzelne Mitglieder desselben im eigenen finanziellen Interesse gegen das Interesse der gesamten Arbeitnehmerschaft handelten. Ein Betriebsrat aber, der das allgemeine Mißtrauen der gesamten Arbeiterschaft habe, werde wohl in der Regel Alber durch freiwilligen Rücktritt einer Neuwahl die Bahn öffnen. Zm allgemeinen handle es sich fin der Demokratie darum, Führer auszubilden, sowohl im kleinen wie im großen. Eine der ersten Voraussetzungen zur Führerschaft sei aber, selbst- verantwortlich zu handeln, d. h. in wichtigen Fällen auch einmal gegen die momentane Stimmung, die vielleicht in der Betriebsversammlung zum Vorschein komme, zu handeln. Zum Beispiel sei die breite Masse der Arbeiterschatt in bezug auf die Verbesserungen der Archeitsmethoden in der Reacl sehr konservativ veranlagt. Es müsse aber hier der Beweis geführt werden, daß ttotz der 'Demokratisierung des Ärbeitsveihältnisses technische Verbesserungen gefördert werden. Das werde oft nur dadurch möglich fein, daß der Betriebsrat gegen bed scheinbare Znteresse der Arbeiterschast bessere Arbeitsmethoden zur Durchführung bringen Hilst. Das kann er aber nur dann tun, wenn er eine gewisse Sick?erhett und Dauer für seine Tätigkeit *x>r sich habe. Auch wenn das Abberufungsrecht der Betriebsversammlung gestrichen werde, fei es in schwierigen Fällen noch möglich, zu eurer Neuwahl des Betriebsrats zu kommen. Demi das Gesetz enthalte im § 28 die Bestimmung, daß eine Neuwahl stattzuffnden habe, wenn die Halste der Mitgliederzahl des Betriebsrates ausgeschieden sei. Es bedürfe also in wichtigen Fallen nur der persönlichen Amtsniederlegung der Hälfte der Mit- itteder, um eine Neuwahl herbeiznführen. Ferner könne ein einzelnes Mitglied durch Klagr beim Schlichtungsausschuß abberufen werden, wenn es sich einer Verletzung feiner Pflichten schuldig gemacht hat. Bei der Abstimmung wurde mit 15 gegen 13 Stimmen beschlossen, die Abberufung aus lern Gesetz zu streichen. Eine ähilliche Anseinanbersetzung entstand bei ? 32, der über die Betriebsversammlungen handelt. Von einer Seite war beantragt worden, in gröberen Betrieben das Vertretersystem dnrchzu- fübren, da es irnmöglich sei, aus einem Betriebe von etwa über 1000 Arbeitnehmern alle Bettiebs- Ähörigen in etwa ein bis zwei Versammlungen nmenzubringen. Gegen das Berttetersystem touBfcc geltend gemacht, daß es wünschenswert sei, allen Betriebsangehörigen Gelegenheit zu geben, die Berichte des Betriebsrates selber zu hören, und nicht erst auf dem Umwege der Vertreter davon Kenntnis zu erhalten. Es wurde dann festgestellt, dah in, großen Betrieben unter Umständen eine Reihe von Betriebsversammlungen notwendig sei, um allen Arbeitnehmern des Betriebes Gelegen- hett zu geben, daran teilzunehmen. Beschlossen wurde: 1. Daß alle Arbeitnehmer des Betriebes an den Betriebsversammlungen teilnehmen können, 2. baß auf den Betriebsversammlungen Arbeiter und Angestellte gemeinsam tagen, 3. daß in größeren Betrieben die Betriebsver- Gberhessijcher Uunstverein. Gießen, 25. Okt. 19. Die erste Ausstellung des Oberhessischen Kunstvereins in feiner neuen Ausstellungsperiode hatte schon unter ben ungünstigen Transport Verhältnissen 3ii leiden die sich im Winter vermutlich noch stärker bemerkbar machen werden. So konnte man diesmal nicht das einheitliche ^Bild Münchener Kunst geben, das man beabsichtigt hatte. Zur Ergänzung des Ausgebliebenen hat man u a. auch wieder Gießener hllizugezogen, so H. G eil fn ß und T. V ei t h - Fr i tz e l. Geilsutz geht immer noch ohne eigenes Zielbewußtsein da in die '$0)1116, wo er seinen Arbeiten eine Bereicherung erhofft. So kommt es, daß er so diametral entgegengesetzte Bilder mall, tote das Kornfeld, seine Land- to^llbn vor Sormenaufgang, die Burgen oder ein Scherzbild „Vater geht aus Reisen" und daneben eine Zeichnung „Nathan der Weise" stellt, ohne irgenbtoo eine eigene persönliche Note zu verraten. Vei t h-Fritzel tonnte mehrfach mit guten Pastellltilleben erwähnt werden, sie sollte sich hingegen an Porttätstudien nicht heranwagen, da sie dieser Aufgabe nicht gewachsen ist. Elli Alsfelder Maler Guth bringt sympathische Landschaften, die der besonderen Charakteristik entbehren. Tie besten btemälde zeiM Frahm- Hamburg an denen man bereits in mehreren Llusstellungen seine Freude haben tonnte. Er ist ein starker Vertreter eines farbigen Impressionismus, der dic ganze Landschaft in gebrochenes Lickst auflöst, aber dennoch zusammenhaltende Farbwette beroafjirt. Wundervoll in der Stimmung ist das Gehöft „An der Westküste von Dvndern" mit bem farbig darüber stehenden Abendhimmel. Tas Ganze ist mit breiter, fidjerer Pinselfühnmg httigesetzt. Ausgezeichnet ist auch der Kahn „In Nebel und Regen". Neben ihm steht als kraftvolle Persönlichkeit P. Schisser- München, von dem kompositorisch und farbig bie „Dorfkirche" am besten gelöst ist. Unter ben nicht gleichstarken Arbeiten faben wir noch die farbig seh«r fein abgestimmte „Lechbrücte bist Füssen" hervor, bei der nur das Wasser des Flusses etwas speckig bleibt. Ein starker Landschafter ist R. K a i - s c r. Eine verhaltene Farbigkeit wird durch llaven Formtoillen beredt. „Am Staffelsee", „An bet Altmühl" sind Bilder, deren Eindruck man sich ungern entzieht. R. F. Schmitz zeigt eine feine Landschaft „S-onnenblick", die der Gegend von Fritzlar entnommen sein muß. Eine Landschaft, über der wirklich Sonne schwingit. Sehr gut zumal im Aufbau, ist auch das Bild „An der Brücke". A. Lutteroths duftige Landsckxistsbflder sind von früher her betomet und geschätzt. Auch Th. Rvcholl, der in seinen Bildern zuviel erzählen nill und daher tompysttionell nicht den ruhigen Ausgleich findet, ist bereits Trier gewesen. M. Stegmayer zeigt ein gutes Bild der reifenden Ernte. E. Eimer trägt sein Dörfchen im Frühling mit der Spachtel auf und erzielt bamtt bte reizvoll flimmernde Unruhe des Lichtes über der Landschaft. Seine Marchenbildcr sind von ftoh- Itd/et Kindhastigteit. Erwähnt seien noch P. P. Müllers kühle Bilder „Scheidende Sonne" und „Wintersvnne". Kößlitz „Die letzten Häuser", foirte ein Tamenstteit von G. von Gall rück. „Auf der Mm" von R. Rau möge mit Rücksicht auf ben Geschmack mancher Besucher schonend übergangen fein. Tier bilder nach der Art Zügels versucht H. W ü r f f e l mit gänzlich mißlungener Anatomie des Tierkörpers. Auch die Behandlung der Farben ist plump. Da verraten die Enten und Hühner des ebenfalls hier bekannten Thiedgen ein anderes Können. Konsequent in der Schule Boehles verharrend zeigt Fahren bruch, die Holzschnitt- Tränke sowie derbe Holzschnitte. Außerordentlich manier ins Oelbild Überträgen?), das Roß an der reizvoll sind die Tierbilder auf den farbig warmen Holzdrucken von E. Consentius. Madlener möge hier cmgereiht fein, der mit ungewöhnlicher Sicherheit seine Tuschezeichnungen hinsetzt, aber in seiner Sicherheit von Selbst,icherhett bedroht wird, die ihn zu Spielereten verleitet. Am besten ist das Abendlied. Zuletzt noch zwei geschätzte Graphiker Jahn und H a b e r I. Haberls kleine Radierungen geben immer wieder neue Freude. Wirkungsvoll ist ein ie glücklich fühlen in der Zwangsjacke, die Ihnen eine vielfach noch mittelalterlich naiv denkende Kaste bereitet hält? Oder Sie könnten diesen guten Macmus je — lieben?" „Unb wenn es dennoch der Fall ist?" m /eDa'»" müßten Sie mich erst überzeugen. Vorläufig nehme ich von dieser Möglichkeit so wenig Notiz wie von Ihrer Verlobung überhaupt. Es gibt eine wortlose Sprache von ©eete äu Seele, der man allein den Namen Liebe gzben darf. Und diese Sprache, Evelyn Losenstein, diese nie trügende Sprache, Hot zwischen uns gesprochen, irenn Sie es später auch zehnmal ableugnen woll^ rcn!' Tie Erinnerung daran hat mit ben ■ Re- colver wieder aus der Hand gewunden. Ti: Erinnerung daran hat mich nach Buchegg getrieben üiiO läßt mich dort alle Schrullen meiner Tante geduldig ertragen. Und angesichts dieser Erinnerung frage ich Sie jetzt: Wagen Sie wttklllh^ mit ins Antlitz hinein zu behaupten, baß Sre Magnus Sanderseld lieben?" Evelyn war feuerrot geworden. „Welche Dreistigkeit!" stieß fte erregt herauf Aber unter seinem durchdringenden auf ihr nd>en< oen Blick blieb dic Frage unbeantwortet. Ein Lachem glitt über sein glattrasiertes sicht. Er atmete tief auf. „Jcy wußte, daß Sie nicht ben Mut haben w ürben, mir eine — Lüge zu sagen! Und ich bin nun ruhig. Die werden sich s»lbst wteber-- suiden. Reiten Sie zurück nach bem goldenen Mang und prusen Sie sich. Das, was Sie in meinen Bann füllte, ist nicht tot, es wird Sie wieder zu mir zurückführen." Büchertisch. — Erzberser,der Reicksperderber. Von Tr. Heinrich Frenzel. Verlag von Theodor Thomas, Kvmmisswnsbuchhandlung in Leipzig. — Neu-Buddhistiscke Zeitschrift. Das Herbstheft 1919 des zwetten Jahrgangs ist soeben erschienen. Preis 1.50 Mk. Neubnddhisti- scher Verlag Zchlendors-West bei Berlm, Linden- Allee 17—19. — M nernote chnik im B ürgerlichen Gesetzbuch nebst Emfül>runssgesetz, Handelsgesetzbuch, Strafgesetzbuch, Gerichtsversassungsgesetz, Zivil- und Sttafprozeftardriu rtg von Dr. jur. F. Franz. Preis 4,50 Mk. Verlag v-cm Otto Liebmann, Berlin W., Potsdamer Sttaße 96. Neuapostolische Gemeinde ®JaT- Gottesdienste: Sonntag nachmittag 31/* Uhr 7905____________Mittwoch abend 8% Uhr. Wir laden Sie hiermit herzlich ein zu den christlichen Versammlungen im Vereinsbaus der Sadtmissiou Löberstr. 14. ES finden dort statt: Jeden Sonntag abend 8'/< Uhr: Religiöser Vortrag, tteden Mittwoch abend 8*/i Uhr. Einführung in bte Heilige Schrift. Eintritt frei für Jedermann. 5.1°, 25. 10. -- 4.3* 1.2', 25. 10. — 2.8' Datum = c c E H der Luft Wetter 1 ■f 1 Nelative Feuchtigln Grad 6er Set kung in geh« 6er sichtbar, Himmelifläz 24. 10. nm. 3.5 5.2 88 8 tags meist 24. 10. abbs. 4.0 5.8 95 10 bedeckt 25. 10. vm. 3.0 5.5 97 10 nachts Nebel I l 1 1 l n m fli tp- AI m< bt A» du »U I AU| ii Alt u. 0 tar« zu v i 'i neu« au t (flutf u Der Leit« Ontnri uufcli uvert 19826 rtJt Um) uniAi 2 Ui '>1979 2cbr ItlltlC«' >1!b.*4 ‘L'idbi ii. LI 4 - Mk. 7.25 Mk. 6.75 Mk. 6.75 Mk. Achtii W« Heg werden. Oiefen, den 24. Oktober 1919. ür Rotkohl ür Wirsingkohl ür Grünkohl bis zum 30. Nov. 1919 ;ür rote Möhren und Karotten aller Art einschließlich der kleinen runden Karotten Mainz, 22. Oktober 1919. Die Hes.ische Landeö-Gemüfestette, Verwalt tungSab.eilung, an die Bürgermeistereien Der LanDgemcinden des LansteS. Unter Hinweis auf vorstehende Bekanntmachung beauftragen wir Sie, diese in Ihren Gemeinden unverzüglich ortsüblich bekannt zu machen. 12171B Der Borsitzende: Werner, Regterungsrat. 4. September 1919) äuget Xraf). Berlin, den 18. Oktober 1919. Reichsstelle für Gemüse und Obst. Der Vorsitzende: von Tilly. 5.25 Mk. 3.75 Mk. 2.25 Mk. Nhtnc Juni fi M ^Otl 1 Milchversorgung. Infolge ungenügender Belieferung der Stadt Gießen mit Milch kann für Samstag den 25., Dienstag den 28. und Freitag den 31. d. M. die auf •/« Liter lautenden Milchmarken nur mit */, Liter beliefert Bekaunrmachung. Infolge des Brennstoffmangels und der Einschränkungen im Ltchtoerbrauch bleiben von Montag den 27. Oktober ab bis auf weiteres unsere Geschäftsräume von 12V, Uhr mittags ab für jeden Verkehr mit dem Publikum geschlossen. Gießen, den 22. Oktober 1919. Reichslmukstelle Itatiie«:: hftMt Ernst Cballier.3 Neuenweg 9. frrrm-rrwi¥r.TW mwwmi ■» ni’mmjtai Dnicksaebn aller irt KSÄÄKSÄ L--: Gäste Aufforderung. Das Einlagebuch der Bezirkssparkasse Gießen Rr. 69669 lautend auf den Namen: Erwin Schwendet zu Gießen ist abhanden gekommen. Der Inhaber des genannten Buches wird hiermit cufgeforbert, seine Ansprüche an dieses binnen drei Monaten vom Erscheinen dieser Bekanntmachung an bei uns geltend zu machen, andernfalls die Krast- loserklätung bes Sparbuches erfolgen wirb. Gießen, den 22. Oktober 1919. Der Vorstand der Bezirkssparkasse Gießen Wselie sTStamj Reinhold Gehrke, Bücherrevisor, Saehveriiaelieer la Buk- n. Blriiinsti «, Bad-Hauheim, Hauptstraße 7. Fernsprecher Nr. 501. Auf Wunsch jederz. Besuch, auch nach mswärts. Gießen D Pa* Monse am Kl tonflerr* pasE'11 de- wie folgt , , . 1. November 1919 ab vom 1. Januar 1920 ab Dom 1 CCifhrunr 1 (WO nl wie folgt festgesetzt: Für Weißkohl 4 Uhr ni flegln ini Bftanitaltu U« reibt »ahli M Siegle Nb ^ottntag ülj $l«| großes beginnend Sam vorn,. 0 Ubr in --blüh deö 'vre Diese Preise gelten für , . ... Handelsware frei verladen im Bahnwagen oder im Schiff. § 2. Diese Verordnung tritt am 1. November 1919 in Kraft. Am gleichen Lage tritt die Bekanntmachung vom 2. September 1919 (Reichvanzeiger 201 vom Die Hessische Laitdes-Gcmiisestelle BerwaltiingS- Abteilung, an die Lüracrmcistcreicn der Xand- gemcindcu des Landes. Unter Hinweis auf vorstehende Bekanntmachung beauftragen wir sie, dieses in Ihren Gemeinden uw verzügltch ortsüblich bekanntzumachen. Mainz, 22. Oktober 1919. Der.Porsihende: Werner, Regicrungsrat. lOOOKarbidlampen (sogen, tirnbenlnnipen) an Wiederverkäuser abzugeben. C. G. Panse, Wetzlar* Fabrik für Städtebedarf • Tel. 48. ES i>'t wieder eine SScnbuno Hübe! in prima 21uöfflbrunn einnctroffen und empfeble u. a.: Bertikos mit spieacl, Divans und TofaS mit Plüsch, Gobelin und Enkelin bezogen, prachtvolle Muiler, Wopnaimmerstable, aiuei- tÜxiflc kleiLcrichräuke, Bct.Uellc». Patent* utatratien, Echoucrdettcn. 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Deögleia-en cr- baltqn Empfänger einer reidrSgeieOlidjcn Witwen- Witwer-) oder 99ihvcnh:anrenrcnte vom gleichen Zcllpuntt ab anstatt der icikhertgcn Zulage von 4 Mk. eine solche von monatlich 10 Mk. Die Zu- werden nur an Inländer gezahlt. Empfänger von Watsenrente erhalten keine Zulage. Tie Zulage wird zusammen mit der Rente int voraus am Amang zeden ALonalS gezahlt. Einer besonderen Quittung für die Zulage bedarf es nicht mehr, fondern eo ist vielmehr der eigentliche Rentenvctrag nebst der Zulage auf der Rcntenouiktung auszuwerien. Hebet we.rerc ÄuLlunft ist da4 unterzeichnete Versikberungsamt tederz-ll gerne bereit. Gießen, den 13. L itodec 1919. 1190-1B BrrsicheruugSamt der Stabt Gießen. I. v.: gez. Dr. Leib. . den Lisenbakus,recken im unbesetzten Webtet an Sonn- und iZeiertrgen der allgemeine Berfonenverkehr eingestellt, Fahrkarten xn den Personenaugen tm unbesetzten Gebiet werben Sonn und Cteieriaqs nicht auSgegebcn. Zur Benutzung der noch vcrkeh- renben durch «uSbang auf den Bahnböien bekannt- gegebenen und nur dem Arbeiter- und BerufSver ehr dienenden Personenzüge und nur Reifende mit Arbeiter- und Mona Starten uno vom 9. ttonembc: ab auch Reisende mit ^Wochenkarten »ugelaffen. Zn den Tchnellzugen D 12 und D179/180 öranffurt- Berlin und zurück werden an Sonn- und Feier- tagen Zahrkarten auf (Entfernungen von roemger als 200 km nicht auSflcaebcn. Fahrkarten find an ben vorbezeichneten schnell-uusn auch nut bann gültig wenn üe an dem beueheuben >sonn- oder deiertaa netüit sind. Bahnsteigkarten werden Sonn- unö o-ciertagO nicht aurgegeben. Huf UeimfebrenDe Rricotfflcfanflcne finben diese Einschränkungen keine Bekanntmachung. Betr.: Bekämpfung der Obstbaumschädlagc. Die Besitzer von Dbftbdumen der Gemarkung Gießen werden hiermit aufgeforbert, zur Dekämp- ung der Obstbaumschädlinge sämtliche Obst, bäume bis Mitte November gehörig abkratzen und mit Kalkmilch (gelöschtem kalk, der mit viel Wasser verrührt ist! bestreichen zu lassen. Gießen, den 13. Oktober ISIS. 12167b Ter Oberbürgermeister. I B.: Tr. Rosenberg. ©öentfdK fiel der; sÄ JWtJlli ®aflOorf$ Ne; «yetiin der Höchstpreisgcsehes. § 3 Die Bekanntmachung tritt mit dem Tage der Verkündung in kraft. Gleichzeitig tritt die Bekannt- machunz vom 16. August 1919 (Reichsanzeiger 189 vom 21. August 1919) außer kraft. Berlin, den 18. Oktober 1919. 12170B Reichsstelle für Gemüse und Obst. Der Vorsitzende: von Tilly. •-&S» IllflÜSlÜ' Neinebchuhnot! Verkaufe Montag, 27. Lttobcr wieder grotze Sendung häute - Felle Rauchwarcu, sowie Füchse, Marder, Fltis, Hasert und Lauiuchen tauft zu den höchsten Tagespreisen I. Nuhbaum Fellhandluug Telephon 1211 Plockftratze 1L Lichtung! Achtung! treffe Montag mit einem Waggon Weißkraut, Rotkraut, Wirsing, Kürbis. Gelbe Rüben, «ud Meerrettich zn den billigsten Preise» ein. — Verkauf findet von 8 Uhr ab im ülaitboe» »ein Lcüwaacn fWalltor- straßc» und ttiudengasse 14 itiut 020022 Ferber. 3. D.: Kaiser. 1WUD 1 Waggsil Weißkkliilt Ztr. 15 M., Rotkrallt Pfb. 50 Psg-, MiS Psi>. 10 Psg., Karsttkil, Zmkbelö clnactroffcn. Verkauf Montag ,'riib von 8 llbr an im Hole Neustadt IV. (• ” Frau Frosch, Stkpijon 2131 jffit Metzger u. Privatmetzger! Lärme und vlase« empfiehlt 0,6,u S. KLEBE, Gr IE SS Eli. Vedrauctztc, aber volllömmcn durctzrevarierte Lastkraftwagen Fabrikate: Adler, 4 «». .^olacifcnbexeiiunfl, 40 PS» Ueni-UaKKonao, 3—4 und 4—5 te, teilweise Lollgununt, teilweise Colzeifcnberctfung, DÜHsliifc.-, 3—4 und 4—3 ar.«nslraßc, Georg-Philipp-Gatl-Ltrahe. dkoS« Steinroeg, Gutenbergstrone, tzesienstraße. ^aiser-Aliee, Landmannstraße, Sicher Lkratze. Lud- wiaLplal, Moltkeslraße, NabcungZbera, Neuen Baue, Ost-Anlage von Nr. 29 ab, Roon,trage, Schifirnbergec Weg, Schulstra^:, Sonnen,'traße von Aünzleiberg bttz zur Schuistraee, Wolnnahe Bezirk-vorsteher: Fourter^Hemrrch. Gescl-ästs- führet, Ludwigstraßie 12. BEzirKsvorsteher-Stelloertreter: Schmrdt, Louis, Steinmauer, Kaiser-Allee 12. Armenpfleger: Genibardt, Wigmtd, Musik- lehver, Diezstroße 11. Kneipp, Zohö.. Schuhmacher- meister, Gr. Steinweg 3. Krüger, Gustav, Et,en- oreher, Kaiser-Allee 42. Armcnpslegerinnen: Dtesholz, (j-nebnd), Frau, Licher Strafe 9. Korell, Berka, Lehrerin, Stephan- ftrafce 29. Marx, Friedrich, 5zochbauauf,eher Frau, Wolfstraße 20. Wolff, Fräulem, Schiffenberger Deg 21. UI. Bezirz. Bezeichnung der Straßen. ?llieeslraße, von Nr. 11 ab, Bismarckslraße, Bleichstralie, Brnchstraße, TreihÄuiersasie, Ebel- strafte, Erlengasse, Goelhesrrafte, Pen.elirraße, Jo- hannesstrafte, Kepl^cstraße, Kreuzplatz, Lei ^ster- ner Weg, Lefsingstratze, X!iebigurai^£ von Vcr. 23 ab, Löberstrafte, Lonystraft:, Ludnng.trQtze, Mäus- burg, Neuemveg, Blockstraße, Riegelpsad, Svnnen- strafe, von Schufttraße br- K-reu-plab, Stepl-an« strafe, SüMLntag'', Wagengasse, Meidengasse, Wilpelmstrafe. - BezirlSvorsteher: Gompter, Rtchard, Etsen- bahn-Serretäc, Alicestrafe 22. Be-irkSvorstehrr-'Stellvertr.: Mannche, Heinrich, ßaocrljaüer. Bleich»träfe 16 a. Armenpfleger: Groß, Frrcdrich. Salllermei- ftd:, Neuemveg 82, Koob, Nikolaus, Professor, Oberlehrer, Bismarclstrafe 36, Muth, Ernst, BLckermeisier, Ludwig träfe 42. Armenpflegrrinnen: HSHlbaum, Pvosessior Dr. Frau, Süt>-Anlage 10, Weeg, Ll/ristimt, SMH- machermeister Frau, Neuenweg 11, Weiftbeck, Christian Frau, Blctchstraße 12, Schneider, Otto, Bauunternehmer Frau, Frankfurter Strafe 2V. IV. B e z i r k. Bezeichnung der Straßen. Alicestraße 1 bis b, Am Steg, An ben Bahnhöfen, Bahnhofstrasse, Buchner strafe, Buddestrafe, Credncrstrafte, Frankfurter Strafte, Glauvrecht- ftrafe, Graoensttafe, Hillebrandstrafe, £>ofmann^ 1 trabe, Kaplansgaife, Äntl-arinengaise, Minikstraße, Lielngstrafe bis Nr. 21, Löwengasse, Maigasse, Mittäweg, SelterSweg, TeufelSlustgartchen, West- Anlage (vom SelterÄveg bis Bahnhofstraße), Wetzlarer Weg, Wollengasse. Be-irtsvorstefer: Horst, Emil, Kaufmann, Alieestrafe 11. Bezirksvorsteher-Stellvertreter: Doller, Heinrich, Kaufmann, Frankfurter Strafe 58. Annenpsleger: Guthardt, Heinrich, Kaufmann, Seltersweg 38. Stoll, Albert, Kaufnlann, Frank- furter Strafe 86. Tändert, Otto, Kaufmann, SelterSweg 81. Armenpflegerinnen: Krumm, Eduard, Kaufmann Frau, Baynhofstr. 40. Appel, Georg, Spenglermeister Frau, St'lterüweg 56. Bette, Franz, Kauft mann Frau, MäuSdurg 10. Winn, Heinrich Frau, Hofmannstrafe 14. V. Bezirk. Bezeichnung der Straßen. Gabel^bergerstrafe, Hammstrafe, Hardt, Kleine Mühlgasse, Kornblumengasfe, Krofdorjer Strafe, Satyrn träfe, Zn Löberö Hof, Marktstrafe, Mühlstrafe, Neustadl, Rittergasse, Rodfeimer Strafe, Sandgajfe, Schanzenstrafe, Schtttzenstrafe, Tiefemvcg, West-Anlage. Wettergasie. Bezir to vorne her: Fischer, Martin, Lehrer, West>Anlagc 62. Bezirksvorsleher-Stellvertteter: Dorrmann, Edgar, Kaufmann, Neustadt 11. Armenp'leger: Mallomesius, Karl, .Hallenmeister, Rodheimerstrafe 54. Spieß, (Thriftian, Sattlermekster, Neustadt 8. Weller, Karl, Strafenwart .Marttplatz 14. Ärmenpflegcrinncn: Kühn, Friedrich, Metzger- meister Frau, Marktstr. 23. Schön, Karl, Feldschütz Frau, «eltersweg 68. §kreuder, Geora, Prokurist Frau, Bahnhofstraße 40. Happel, Z. Fran, Rod- feimeritrafe 42. VI. Bezirk. Bezeichnung der Straßen. Asterw-eg, Aus der Back. Shitagralcn, Damm- flrafe, Eder strafte, ltirrfemplap Krrchsttafe, Marktplatz, Nord-Atuage, Schillerstrafe, Schottstrafte, Stemstrafe, Aesersnafe, Wetzstcingasse, Wetzskein- straße, Zozelsgasse. Bc)lrlSponieier: fHcbnclt, Friedrich, Univ.- Gartcmnsprllor, Serrckencersstraße 6. BezirlSv.'rstel tr-Stellrvrtr.; (loiVinuf, Ferd., Rea'lchrer, Schottstrafe 8. Armeilpfieoer. Licrau, Balthasar, Glasermeist^r- Tammfirafe 27, tSrte, Wilhelm, Univ.-Sekrrl Echillcrstrafte 15, Ntalkomesm^, Emil, Sattler- meister, Asterweg 2. Armrupslegerinncn: Tahmer, Pastsekrebir Witwe, tiiteniK'» 46, Lind, tfeorg Witw,', Weser- strafe' i, «chwövel, Heinrich, Lehrer Wittre, Stein- liraue 71, Mcyer, Else, Nord-Anlage 27. Gießen, den 23. Oktober 1919. 121 SSL Ter Oberbürgermeister ( Armenverw.il tung >. Für gelbe Möhren Für weiße Möhren Diese Preise gelten für gesunde marktfähige Handelsware frei verladen in Bahnwagen oder in s 2 Die Preise der § 1 find Höchstpreise im Sinne ISchter unvcrsätschter Dänischer Kautabal aus garantiert uucricetfcbcn Tabalcn, tyrtebenl» wäre! Taufende NachöesteUungen. t ^tancc 1 'DiL 100 Stangen 75 ML 12 Probeiiangen uevfetwe gegen Einsendung von 10 Mk. portofrei. Nachnahme tonet U5 Pf. mehr. 12101 «Itert Freuventheil, Weffelburen (Holstein). Durch dio Knappheit der Lebensmittel und die zunehmende ^rbeiksio dixkeit mehren sich die Einbrüche und Diebstähle täglich. Es ist daher Pflicht eines jeden Hausbesitzers, und Geschäftsinhabers, sein Eigentum unter erhöhten Schutz zu stellen. Die Polizei allein genügt den heutigen Verhältnissen nicht mehr, da diese nur hauptsächlich für die öifentlkhe Kühe und Ordnung sorgt. Ebenso verhält es sich mit der am hiesigen Platze gebildeten Bilrgerwehr, die zur Unterstützung der Wachtn elster tätig ist. — Ganz anders ist der Dienst eines U-MWM. Der Wächter kontrolliert ein abonniertes Grundstück von allen Seiten, daß a|le Fenster und Türen geschlossen sind, keine Einbrecher eln- gedrungen sind, kein unnötiges Licht brennt, keine Feuer- und Wassergcfahr vorliegt usw. Sie schützen sich selbst und Ihre Familie auch vor persönlichen Gefahren bei dem Abschluß eines Abonnements, während eine Einbruchdiebstahlsversicherung nur für den Schaden aufkommt, wenn die Türen ordnungsmäßig verschlossen waren. — Von allen Vorkommnissen werden Sie von dem Wächter sofort oder am nächsten Tage vom Bureau schriftlich benachrichtigt. — Die Wächter werden außer den mit sich tragenden Kontroll- Uhren ständig durch meinen Geschäftsführer und den Kontrolleur kontrolliert. Ich erlaube mir, jeden Haus- und Grundbesitzer zu besuchen und bitte um Unterstützung der nützlichen Sache. GießenerWach- u. Schließ-Institut Pfeiffer, Geschäftsführer. «**» Degen Umzugdes Wohnnngs-undMiet:u .gungs- amt, der Stadt Gießen bleiben die Geschäftsräume desselben am Montag, ben 27. Oktober d. Zs. geschloffen. -Bora Dienstag an befinden sich die Geschäftsräume des Wohnungs- and Mieteinigungsamts in der alten Gewerbeschule. Asterweg 25 p. Die für den 28. Oktober 1919 anberaumte Sitzung des Miet-imgungsarnter findet noch im Lebensmittel- amt, Ost-Anlage 11, Zimmer Nr. 5 statt. Gießen, den 24. Oktober 1919. 121668 Ter Oberbürgermeister. F.B.: Krcnzien. ff K'#e < -M- — • _ ] ^LLrien Mastsel an Sohlen undLokonlottv« wird Äeile ' den.» Oktober 19IS ab^unsH auf Anwendung. Sranffurt a. $L, 28. Oktober 1919. 12183 id __(Eiknbabnbuehioa.___________ Bekanntmachung. Auf Grund des § 4 der Verordnung über Ge- müse, Obst und Südfrüchte vom 3. April 1917 (Reichs, gesetzbl. S. 307) wird bestimmt: 8 1- Der TrzeugerhSchstprei, für Zwiebeln (lose) wird folgt festgesetzt: ~ ' * 12 Mark i« Zentner 13 Mark ]« Zentner 15 Mark je Zentner Versteigerung. Tonucrdtaa den 30. Cftobrr, nactmittnal */jl llbr, veriteigcre ich gegen Barzahlung: tiil jGucS lidtiltünitri) (and) jitiliftrii), einen Uidittii ffiogtn mit itötr^liatrötit, (Scsdiiir, PtW».«. m« Wirberg, Etat. Saale«. Pfarrer vlanf.^ Chaiselongues, Sofas, Trumeaus komplette Küchen-Einrichtungen preiswert zu haben Möbelgeschäft Neuen Bäue 15, .Herso* X» Gießend empfiehlt sich zur InseraiunvcrmilUung für alle Zeitungen u. Zeitschriften für iiler u-auswäru.*’^ timmen und Reparieren v. Pianos,Flügeln u. Harmoniums in tadelloser Ausführung, em* Wilh.Schlüter, Klafieimaciier Gießen, Sohoilslraßo 16, L Paa. Ankauf gebr. Klaviere z.hüchsU Preis yrrv , ,, . , . u mr»yTwrrrr» **'*’*' rTTTTT0 Auf Grund der Dekannkmachung über Gemüse, Obst und Südftüchte vom 3. April 1917 (Rrtchsge> etzbl. S. 307) wird unter Dezugnahme auf die Be> kanntmachungen der Reichsstelle für Gemüse und Obst vom 12. und 22 November 1918 (Reichsanzeioer 268 und 281 vom 12. und 28. November 1918) bestimmt: § 1- Gemäß § 5 bts Lieferungsoertrages über Herbst- gemüfe werden die Dcrttagspreise für die nachstehend verzeichneten Gemüsearien je Zentner bis Statt Karten. Ihre heute vollzogene Vermählung beehren sich anzuzelgen: Friesenheim (Rheinhessen) 25. Oktober 1919. 25. Oktober 1919. «IUM WintergkmstMjE pikiert, hundert M. 5.—, | Statt Karten! Lich (Oberhessen) Bahnhofstrage 24 11140 25. Oktober 1919 01«SJO Statt Karlen! Statt Karten Gießen Lüdinghausen (Wests.) Ploaistr. 6 z. Zt. Düsseldorf Ihre Vermahlung geben bekannt Gießen, 25. Oktober 1919 Turnverein „Frisch auf“ Leihgestern Statt Karten. 010 Abende ui» Famillen-Konzert Kindergartenvcrein bei Auftreten des Rheinischen Trio. »$0570 Sonntag Tanzmusik van Maerle’ van Baerle & Co., Worms a. Rh. B»nr. HM. Ph. Hofmann. ES ladet freundlichst ein Ludwig Wehrum, Architekt Anna Wehrum geb. Neff Karl Müller Gretchen Müller Frankfurt a. M. Herderstratze 34 Bietzen 0,0570 Die Verlobung unserer Tochter Aenne mit dem prakt. Tierarzt Herrn Hermann Hellmann geben wir hiermit bekannt Sonntag den 26. Oktober Abturnen Wilhelm Engelhardt und Frau Bietzen, Wetzlarer Weg 44, im Oktober 1919. •11601 Bietzen, Momart, den 25. Oktober 1919. MUH Mainzlar (Oberhessen) Luise Pau! Ferdinand Marscheck Verlobte ncrilllß* .. , । rftobtr, naüm'ttagi Aenne Engelhardt Hermann Hellmann Verlobte Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Hermann Staudt und Frau Finny geb. Rupert Marie Stein Hans Stiebing beehren sich ihre Verlobung anzuzeigen Der Volkskindergarten Walltorstratze 59 beginnt am Montag den 27. Oktober AkMalum an Küchengeräten prompt und billig. 020547 Spengler Lledos, Eonncustratze 14 HL SS Bostkarte nenüflt. ss uistD l Wieseck Hotel Schütz 8^e°hm* 5 Uhr-Tee Stück 6 Ps. 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UJ)| । Wetzlar edarTTeu^ tiMl, titi, Wrtz X\ Montag itiib »It 9ltuhtibt 10. v-J AchiD tzgrr«. mtzgtt! im empfiehl/M,il twagen ttr. jiteiiung. 40 P8» ,-4 und 4-5 t», teil’ ile voljciicnbercilM^ 1-5 ts, itlliotifc LA liclleittettifdM’.. _. >5 t«. teiiwelle $o2- mbcrcliiing, iibtTcuunß, tt .flu^eicflldifllt. (Men. ersäischter Ottilie Roth Adolf Cost, Postassistent Verlobte Muschenheim Bad-Nauheim 26. Oktober 1919. Saalban Cafe Leib Heute SamStag Vereinsfeftlichkeften unter Mitwirkung Der Rnbi-Winkler-Knnelle. Gäste willkommen Sonntag nur Beles BieckMt UT Ansaug 5 Ubr. -ft» 020637 ES ladet ein Rudi Winkler, HanS Kirzinger. Weißes Brauhaus, Wetzsteiustr. Im BrauereiauSschank prima gelag. Wcizenbier. Zur neuen Welt t iglich abends 7 Ubr, Sonntags von 4 Ubr au Konzert mit bumorittisch-n,Einlage» unter Mitwirkung von Fräulein Anny Binninger. 02(1)92 Gärtnerei Pönges Marburger Slratzc 67. 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Ter orou erklärt iie, wie da» frühe Berbtühen verhindert wird und wie sie nch die Zuneigung threö Mannes erhalt. Tic Mutter lehrt sie, ihre Kinder vor Krankheiten au fchützen und lm ülunenblitf ves Zweifels oder bei Gefahren, die dcnKindern drohen, entschlossen, mutig und vernünftig zn handeln. Dem Jüngling und dem jungem Mädchen zeigt sie. wie sie ihren Körper widerüandSsahia machen und kräftigen. Für die Mutzestundeu bringt, Die Gesundhell ,pan- uendc Romane u eine reiw illnftr. Silnucoou. Auch aus da:- Gemüt ihrer Leser will.Die Gesund- heil" wohltuend cinwirken.üe wtli LevenSkreude wecken und erhallen. Ihr Frauen und Mütter, Qbr Männern. Jünglinge, Ihr jungen Mädchen, die Ihr Gesundheit, ÄrbeuS- kraft und Lrohsinn braucht für den DaieinSkamps lest „Die Gesundheit"! Gering ist der Einsatz 20 Pfg. kostet daS Wochenheft groß der Gewann ein frohes Leben! 12138c lle Sruckarbeiten^ Dt61röin, Oetdnt, fionötl. 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