8reitag, 25. Juli 1919 169. Jahrgang Erstes Blatt welche von ■6teu Dienstbehörde m. m ter Lietzener Bnzeigei erscheint täglich, anher Sonn- und Feiertags. Bezugspreis: monatl. Mk. 1.60, viertel- jährlich Mk. 4.80, durch Ubhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.50; durch diePostMk.4.50oiertel- jöhrt. ausschl. Äestellg. sternlprech - Anschlüsse: Mir diekchri1tleitungll2 !Verlag,ÄeschästSstelle51 AnschristfürDralitnach- richten: Anzeiger Lietzen. postschecklonto: Swulfurt a. Dl. U686 Annahme von Anzeigen f. die ±agrsmtmmer v»s zum 9luch>ni>tag vorher ohnejedeVrrbindliä'kelt Drtts für l mm höhe fiit Antigen v.34mm Breite örtlich 15 Vi-, auswärts 18 Bf., für Reklame- anzeigen von 70 mm «reite -18 Bf. Bei Blatz- Doi1d)riii20° Anifchlag. Hauvtschri'tteiter: Ang. lpvey. BeraulwoNtich für Bolitik: Ang. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzelgeiilcil: o. Bech fälnttich ui Gieben gw Z>(te. Wffi?11' ■* 'N ton ÄÄ - ie Aschen 27 n Gieftencr Anreger General-Anzeiger für Oberheffen Zwllllngrrunddruck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- u. Steinbruderei R. Lange. Schristleitung, Geschäftsstelle u.Druckerei- Schulstr. 7. Sagt, da nur toeirige deutsche Werte ungLnsch Das Programm des guten i Willens. Fr h feiet# Frankreichs Finanzlage. des y^reilmHige. xM. treffen. * ihn das lllllll^ einmütigen Willen, weiter in Treue Millionen Mark in Austtcht genommen i|t, ^Bayern zu sbehm, gaben die Vertreter des Damit wird diese Gesellschast die. größte .deutsche vsälEen Volkes dadurch Ausdruck, daß sie den Aktiengesellschaft bilden und betaM fern, sich Ministerpräsidenten Hofsmann zur Abgabe sol-I auch ftlr etwa forderliche erhebliche Anleche- ^ender Erkl^mg ömktWai; Li- pfalLÜcheu > lause bu notioaibiflen Äubite iu bejchaifea. Dre Die finanziellen Klauseln de» FricdenSvertrages. Line Vlohstellung Lrzbergers. Berlin, 24. Juli. * fr* N. Hf. *5 unterzogen Iw, u'^'enschasl. b noch weiter; und Gnechjsch und 11 die Prnwng er- en Prüfung ge- luch macht, ()at, statt ' cm Zeugnis einer icn, aus dem hervor- » angeführten Para- cng von Zeichnungen !er Nachweis geführt lafsung zur Prüfung neuten Gesuche reugnis bejzu> ahme an der Prü- kann Msnahinsiveise hmigt werden. Gesuche um Jung als derjeni- enJahres statt- i lendet wird, der Ge- itfen md bei den Er- : bei uns, einzureichen 3. Instanz vorlegen eine längere Zeit beer Nachsuchenden, mit en Termin zu warten, Hi machen, andern- «vorstehenden Prüfung die zu Prüfenden ge- Anl. 2 zur Webr-Ord- 1 Nr. 68 von 1901) !, sowie des Lokals, in »eitere Bekanntmachung ing. Abgeordneten ersuchen den Ministerpräsidenten,, Aktien der zu gründenden Aktiengesellschast sollen in ihrem Namen zu erfiären, daß sie die Agitation kein Handelsobjelt bilden, bleiben vielmehr dauernd für ein Groß-Hessen' zurückweiseir und für die im Besitz des Konsortiums: dieies bezieht keine Aufrechter Irnttung der Verbindung der Pfalz mit1 **■* SteUen ftflttb8/ >erw'"' tete man es für notwendig, dem Konsortium ein in sich fester geschlossenes Organ, nämlich eine Aktiengesellschaft, zur Seite zu Hellen, lvelche den Namen Reichs- Anleihe-Aktien ge seil schäft tragen soll und für welche ein Aktienkapital von 400 Millionen Mark in Aussicht genommen ist. Erzberger hat am 25. April 1917 dem Staatssekretär Zimmermann eine Aufzeichnung über Besprechungen in Wien am 22. und 23. April mit Kaiser Karl, mit Mitgliedern der Familie Parma und Braganza und dem Grafen Czemin zugestellt. Tiefe Aufzeichnungen stimmen se bst nicht reä>t zu den T-arstellungen der „besonderen Seite" der „Teutscktcn Wlg. Ztg.". Erzberger bemerkte m seinen Aufzeichnungen, der Kaiser habe erklärt, daß in drei bis vier Monaten tarn den Mittelmächten eine entsck-eidentx Friedensaklion eingeleitet werden müsse. Bis dalstn sollte keine öffentliche ErNärung erfolgen. Tret bis vier M> nate später war aber gerade die Zeit der Fnedens- rcfolutbn vorn 19. Juli und ebenso die Zeit, da Erzberger den Czerninschen Beruht anders verwertete. Erzberger kannte also einiges au? diesem Bericht. Später stellte es sich heraus, daß Erzberger den streng geheimen Bertckst selbst in den Händen gehabt hatte. In Wteii war eine lwchnatpeinliche Untersuchung die Folge, da ein Vertrauensbruch von amtlicher Seite vermutet wurde, bis sich heraus stellte, daß Erzberger den Bericht aus Oesterreich, aber von anderer Seite bekommen hatte. Es war für Wien wie Berlin eine sehr peinliche Ueberraschung, als eine rheinische Zeitung den Geheimbericht des Grasen Czemin ungeniert besprach. Es wurde sestgestellt, daß Erzberger den Bericht in einer Versammlung, wenn ich nicht irre in Frankfurt a M., vertraulich verwertet hatte. Das Geheimnis nahm seinen Weg nach Paris und wurde mit besonderer Genugtuung pom „Temps" besprochen. Ein französischer Diplomat hat in Wien verraten, es habe 1917 einen Augenblick gegeben, wo Lloyd George, der über Krieg und Frieden entschied, in feiner Siegeszuversicht infolge des U-Boottrieges wankend geworden war und Verständigungsgedanken nicht mehr unzugänglich war. Lloyd George und Ribot hätten im Begriff gestanden, nach Rom zu reisen, um mit dem italienischen Kollegen dre Frage eines Verständigungsfriedens zu beraten. Die geplante Reise aber sei aufgegeben worden, weil veränderte Nachrichten aus Oesterreich tmx trafen. Da habe man benJBerftänbigungßgebanfen endgültig fallen lassem Man habe jebod) Monat für Monat auf den Zusammenbruch der Mittelmächte fest gewartet und habe sich deren kraitvolle Angrille ün HerbÜ 1917 unb im Frübiahr 1918 Näterepulik in Kroatien. Budapest, 24. Juli. (Wolff.) Das Ungar. Telegr - und Korresp.-Bureau erhält von verschre- denen Orten an der Demarkationslinie Mkldnngm über den Ausbruch der Revolutron tn Kroatien Die Serben versuchen me kroati- chen Revoluttonäre durch Militär niederzuhalten. An mehreren Orten kam es zu Zulammenstoßen zwischen Serben und Kroaten. Wettere Meldungen besagen, daß die kroatischen Soldaten m verichie- denen Städten eine selbständige kroatische Republik ausgerufen und für die ungarvche Räterepublik demonstriert baten. Stellenweitt haben kroatische Soldaten bie Temarkattonsllnre überschritten und verbrüdern sich mit den ungarischen roten Soldaten. Vor einem neuen Valkankrieg? Berlin, 24. Juli. (WTB.) Wie die „Deutsche Allg. Ztg." erfährt, erllarte gelbem Veniselos, wenn die Vlmtr.Inner fich m der mtt- garischen Frage nicht den griechischen Wünichcn fügten, fei ein neuer Balkankriegunvermeidlich. In den amerikanischen Streuen ut man unangenehm davon überrascht, daß Vemselos, der Hieb immer als eifriger Befürworter des Volker» Hundes aufspielte, nunmehr den Glaubeir an Paris, 23. Juli. (Wolff.) Davas. In der Kammer sagte Finanzmülister Klotz in Erwiderung auf eine Interpellation über die Fi- nanzpolilik der Regierung, daß die Emission der Schatzscheine zugeivommen ba.be, während die Vor- chüsse der Bank von Frankreich» zurückgingen. D.n Mimster erklärte, daß die Ausgabe eüier neuen Anleihe beschlossen sei, daß aber der hierfür günstige Augenb ick abgewartet werden müsse. Bezüglich der aufgestapelteu Vorräte sagte der Mt- nister, daß deren Ligiridieruiig erljebiirfK Efimatimen bringen werde. Ferner wies er darauf hin, daß die neuen Eisenbabntarife gestatten tDcrb'it, die Reisenden das bezahlen zu lassen, nxti beut*, der Steuerzahler entrichten müsse. Ter Mmchter erklärte, daß er zu allen Steuern seine Zuflucht nehmen werde und ersuckste das Parlament um "eine Mitarbeit. Für die Aufstellung von Staats- Monopolen bezüglich der finanziellen BeztelMngen mit den Alliierten führte Klotz aus, datz ote gegenwärtig schwelenden Verhaudtungeu erpolgreul) durchgefiihrt werden, beim, so fügte er hinzu, mir hegen Vertrauen auf diejenigen, die uns geholfen haben, den Krieg zu getoinnen. Amerika und der Friede. A rn stc r d a m, 24. Juli. (Wolff.) Das Prefle- bureau Radio meldet ans Washington: Der ee» natsausschuß für auswärtige Angelegenlietten timmte der Ernennung eines amerikanischen Vertreters bei der Sßiebergut- machungskommissioIt zu. — Das Repra- entmttenlMis nahm das Eesctz gegen den Al ko hol mißbrauch mit 387 gegen 100 Sttmmen an. Das Gesetz ist so wettgehend, daß man glaubt, es werde den Handel mit alkolwl- halttgen Getränken vollständig unterdrücken. Die Vorlage geht jetzt an den Senat Versailles, 24. Juli. (WTB.) Der -Sonderberichterstatter des „Echo de Pans m .Wa- hington molöct, daß die Führe r d e rO p p o- ition im Senat Wilson mügeteut hätten, datz 35 Senatoren eittschlossen seien, den Frie dens- vertrag abzulehnen. Senator MvrnS, em Anhänger des Völlcrbundes, weigerte sich, von Wilson vertrauliche Mitteilungen über den Fw» densvnttag entgegenzunehmen. Man guaube, hall er Wilson wegen der Sckiantmrgsarge erneut wie greifen wolle. Der englische Bergarbeiterstreik. London, 24. Juli. (Wolff.) Im Uni^haus teilte Sonar Law mit, die Lage m den Kohlenbergwerken sei wie folgt: -Leckls LckMfi'e sind ersoffen, 17 SckKMe in Gefahr zu ersaufen. In zwei Sck'äck^en wurden die Purnparbetten eingestellt. Dadurch) befinden sich auch diese schachte in Gefahr. In Lancashire und Rvtttngham 4 ist die Lage unverändert. In Nordnmles behnM sich noch ein großer Teil der Arbeiters.rast tm Ausstand. Es ist jetwch beschlossen.wor^n, dw Arbeit wieder anfzunehmen, durch eine EntsäM- bung, die bezüglich her von den Arbeitern vorgebrachten BcsäLvcrde getroffen worden ist. xer Vollzugsausschuß der Bergarbeiter wird morgen mit Lloyd George und Bvnar Law zusammen- Dividende. Da das Reichsbanldircltorium die Leitung des Konsortiums in Händen bat, so wird es auch eines seiner Mitglieder in den Vorfland der Aktiengesellschaft entsenden, in deren Amsicbtsrat der Reichsbankpräsident H a v e n st e i n den Vorsch 'ührt. Der gesamte Aussichtsrat und Vorstand bet Gesellschast wird ehrenamtlich tätig sein. Obgleich bei der gegenwärtigen Lage des Marktes für die Kriegsanleihe ein sofortiges Eingreifen des Kow ortiums nicht in Frage kommt, and) keineswegs daran gedacht ist, aus Steigerung des Kurses ober auch nur auf ein starres Festhalten an dem jetzigen Shirdniocan hinzuwirken, so wird man doch, um ür alle Fälle gerüstet zu sein, vormissichtlich schon in allernächster Zeit die Gründung der Attiew Unter der Ueberschrist „Ter JmmediatberiÄt Grasen Czemin vom 12. Tlpril 1917 veröffentlichen die „Hamburger NachriMen" Darlegungen des Botschafters a. D. Gras Wedel zu den vielerörterten Missionen Erzbergers in Wiens Es wird da unter andrem zuerst auf die Bemerkung der „Deutschen Allg. Zeitung" hingeiviesen, toonach Erzberger in Bethrnann-Hvllwegs Auftrag) nach Wien gereift wäre, und in Verhandlungen mit laiser Karl und Czemin erreicht hätte, daß über-, türzte Friedeirsschritte unterblieben. Wedel erklärt: Tie Dinge lagen anders. Nach der Peters-' burger Märzrevolutivn wurde man in Wiener maßgebenden Kreisen nervös. Graf Czemin über* reichte Kaiser Kärl am 12. April einen Jmmediat- bericht, der für das deutsche Hauptquartier bestimmt war und durch den Flügeladjutanten Graf Letw- chowsd) in Homburg überreicht wurde. Ter Beruht entwarf ein äußerst pessimistisches Bild über me Lage in Oesterreich, filarier Karl und Ezemitt Machten bei einem Besuch in Homburg den Vorschlag, Deutschland solle Elsaß-Lothrincxn an Frankreich alitreten. Oesterreich sei zu Gebietsabtretungen bereit und wolle das ohnehin schon verlorene Galy- zien zu Polen schlagen. Dieser Immediatbcricht machte im deutschen Hauptquartter nirfjt den ge* Nünschten Eindruck, und zwar wegen feiner lieber* treibungen. Nacku ten sErfolgen der n ch'ien Monate machte in Wien die deprimierte Stimmung einer zuversickllicheren Platz. Wie Graf Wedel hört, bestreitet £xrr v. Bethmann-Hollweg, Herrn Erzberger Mitteilungen aus den: Jrnrnediatbericht Czernins gernacktt zu haben. Solck-e Verttauens- seliakeit wäre aiuh unbegreiflich gewesen. Er bestreitet desgleickien, Herrn Erzbergn nach Wien gesandt zu haben. Dazu lag kein ÄMlaß vor. Erz* berger hat ans eigener Initiative oft während dest Krieges Reisen ins Ausland unternommen. Er versäumte nie, vorher beim Reichskanzler oder Auswärtigen Amt zu seiner Orientierung vorzusprechen. Erzberger berief sich dann im Ausland auf diese Besprechungen, und man hielt ihn dami für einen Abgesandten der Regiernng. Die immer wieder hmausgeschobene Erklärung des Programms des Kabinetts Bauer ist nun endlich erfolgt. Es ist Stellung genommen worden, ohne daß man von einem virklichen Standpunkt reden kann. Nur der gute Wille tonn nicht verkannt werden, wenn wch nicht ersichtlich ist, was der gute Wille allein wird erreichen können. Ein großer Zug war weder in der Rede des Mmsterpräsidenten noch in der des Außenministers zu verzeichnen, das Kabinett verfügt über keine parlamentarische Größe niehr. Das parlamentarische Niveau ist gesunken. So war es auch rnöglich, daß der Ministerpräsident seine Rede zu Anfang und Ende mit Angriffen auf die Rechte einrahmte Mid den Parteiführer mehr herausstellte als den Staatsmann. So war es auch möglich, d«ß manches Ernstgemeinte wie Selbstironie klang, so, wenn er erklärte, dem demokratischen Volke fehle es nicht an Rechten, sondern an Fähigkeiten, das Regieren fetze wie jedes Handwerk eine gewisse Vorbildung voraus, und man müsse wieder Respekt vor der Sach- fmntni-3 lernen. So wenn er im Sinne der Lppositionsparteien tadelte, daß der leitende Schreier an die Spitze komme und daß die Mitgliedschaft einer Partei den Weg zu den Regierungsstellen öffne. Sonst war die Rede eine Aufforde- rung zur gemeinsamen Arbeit am Miete rcmfbau Deutschlands und eine Warnung vor den Streits. Ein obligatorisches Schiedsgericht soll die Streiklust brechen. Das wird aber nur möglich sein, wenn hinter diesem Schiedsgericht die Autorität des Staates sieht. Drese zu stärken, weiß er sich aber kein Mittel. Einverstanden muß man sein mit der Er- kl ärung unseres unerschütterlichen F r te = ^dcns willens und der Bereitschaft, bie r Priedensbedingungen nach besten hflTtn" , ü'rüsten zu erfüllen. Möge der gute Wille der v , Mjifl Negierung uns hier zum Ziele verhelfen und 'rt Möge es gelingen, mit dem Wiederaufbau W NN [ Rordfrankreichs, der unsere einzige Revanche fein soll, den Wiederaufbau Deutsch- londs zu verbinden. Hinsicht!iÄ der Werte Deutschlands im feind- äi lülchen Auslande, ^ic meisten SBeite befänden sich T- m Awertta. Frankreich sei verMtnismäßjg in W tzicht mehr erklären, können. Mau habe vor einem Rätsel gestanden. Um die Angelegenheit noch klarer zu stellen, kann ich «s nicht bermciben, sagt Wedel, eine Indiskretion m begehen. Gras Czernnr hat mir gesagt, ihm sei Don Der handlangen Erzbcrgcrs zur Berhinberung vttfrlihter Friederrssdiaitte, diü er nie beabiidvigt habe, nichts bekannt. Erzberge- hallen ufa)., in engster Verbindung stellen. Tie Volkshochschule will nicht durch Einzelvorträge, die meist nur anregend wirken, aber teilten nachhaltigen, tieferen Änfluß Haven, sondern durch Kürse ein kleines aber vollständig abgerundetes Gebiet aus dem menschlick>en Wissen dem Schul, c zu tieferem Verständnis vermitteln. Die Unterrichtsmethode werde nicht in trockenen Vorlesung 'n bestehen, sondern auf lebendige äußere und innere Anschauung der Dörer, auf ihre selbständige Mitarbeit eingestellt sein. Bei aller Volkstümlichkeit muß aber Gründlichkeit und Wissenschaftlichkeit gewahrt bleiben. Die Volkshochschule will nicht der Halbbildung oder geistiger lieber hebung Vorschub leisten. Zum Teil 'will sie ihr Ziel auch durch zusammenhängende Vortragsreihen, aber soweit als irgend möglich durch sogenannte Arbritsgemria- schaften erreichen. Dies sind kleinere Kreise von höchstens 30 bis 40 möglichst Gleichgestimmten, die zusammenarbeiten, mitarbeiten an der Er fassung der Grundlagen irgend eines Wissens- gebietes Letztes schönes Ziel der Volkshochschule, das hoffentlich keine Utopie bleiben möge, fei ein großes Volkshaus, in dem von morgens bis abends jedermann ein- und auSgehen, seine Erholung und eine Stätte geistiger Arbeit finden könne, wo Museen, Büchereien usw. zur Verfügung stehen und sich in den Abendstunden die Dörer zu Vorträgen, Debattierklubs, Arbeits« gcmcinfdwften usw zufammensinden. Nach dem vom vorläufigen Arbeitsaussckmß ausgearbciteten Programm (das jedoch auf Wunsch noch geändert werden kann) soll die Volkshochschule am 5. Okt. mit einer akademischen Feier eröffnet werden, w.ih rend am nächsten Tage sofort mit der praktischen Arbeit, den Vorlesungen, begonnen werde. Es snid kleine Semester von 10 Wochen in Aussicht genommen, so daß das erste Semester Mitte zember abschließen und das zweite Anfang Januar beginnen würde. Für den Sommer habe man sich mxls nicht festgelegt. Es sei bann aber mein' Wert auf Äusslüge mit Anleitung zur Natur- bcobad)tung, kunstgeschichtliche Ausflüge usw. zu logen. Dies könne man aber ruhig der Eutwick- lunn überlassen, wie man auch erst im Lause der Jahre dazu kommen werde, ein ganzes Unterrichts- svstem auSzuarbeiten, welcfas das gesamte lueite Gebiet des rnenschlid)en Wissens umfassen soll. Was die Organisation anlangt, so werde vorge- schloaeu, einen neunglicbrigen Vorstand und einen Ausschuß ans Vertretern der einzelnen Vereine, Behörden nfw. zu bilden. Die Lehrer werden sich zu einem Lehrerrat zusammenschließen, um ih.e Erfahrungen gegenseitig auözntauschen, «nährend sich die Schüler in einem Schülerrat zusani- meusmden, üm an der Organisation mitzuarbeiten, ihre Wünfckie, evtl, auch Kritik an den Lehrern, ih er Lehrmethode usw. zu üitfynt. Die für das Unternehmen erforderlichen Mittel, die vorläufig pro Jahr auf etwa 10000 Mk. veranschlagt werden ,fallen durch regelmäßige Beiträge der Mitglieder (Einzelbersönlichkcüen, Vereinigungen), aus größeren Sttstuugen, sowie aus Beiträgen durch die Stadtverwaltung aufgebracht werden. Ter Staat sei ebenfalls um Unterstützung zu ersuchen. Außerdem sei ein Schulgeld in mäßiger Höhe (etwa 30 Pf. pro Stunde) zu erheben. Dr. Werner, der einen Ueberblick über das I Programm des ersten Semesters gab, hob zunächst hervor, daß die Volkshochschule die Köpfe nicht mit leerem Wissensstoff, mit Jahreszahlen ufa>. anfüllen, sondern die Höver anhalten und anleiten wolle, das gebotene Wissen zu verarbeite^ und innerlich zu erleben. Für bas Wintersemester ind außer Elemeutarkursen in neulich, Rechnen, Französisch, Englisch und Geographie an iedem Wochentag mit Ausnahme des Samstag Vortragsreihen und Ar beit s gern ein- ch asten vorgesehen und zwar in der Weise, daß sich an die von 7—8 Uhr stattsindenden Vorträge die Arbeitsgemeinschaften anschlicßen, die bis etwa 10 Uhr dauern. Die Vorträge sollen vorläufig das Zeitungswesen. der deutsche Wald, die Programme der politischen Parteien und Gesundheitslehre umassen. Zur Behandlung in den Arbcitsgemein- chasten sind vorgesehen religiöse Fragen der Ge- ^nroart, Astronomie, soziale Gesetzgebung, Ein- iihrung in die Geologie, Weltanschammgsfragen, Säuglingspsleae und Mutterschutz, deutsche Ge- chichte, Einführung in die bildende Kunst, Staatsbürgerkunde und Lesen deutscher Dichtungan. Dig Vollshochschule werde demnächst mit einem voll- tandig ausgearbefteten Vorlesmrgsverzeichnis am die Ocfsentlichkeit treten, das u. a. auch eine von jedem Tozentcn ausgearbeitete Disposition über ämtliche Abende und (Themen enthält. Es entspann ich nach diesen beiden beifällig aufgenommata^ Vorträgen eine Aussprache Am Schluffe wurde die Gründung des Vereins Volkshochschule Gießen vollzogen. Listen zur Einzeichnnng als Mitglieder wurden herum- gereW und der Vorstand gewäl-lt, der sich ans den Herren Dr. Gail, Direttvr Gries- bau er, Lehrer Goertz. Geh. Rat Haupt, Stadtv. Mann, Stadtv. Maier, Pros. Mitte r m a i e r , Direktor Schnell, Stadtv. Simon, Frau Prof. Hüter und Frau Prof. 3lic» mann zufammenfetzt. * ** Amtliche Personalnachrichten. Am 24. Juni d. I. wurde der Regierungsbaumeister in der Hessisch-Preußischen Eisenbahn- mmeinschast Ernst St eg ma her zu Creseld zum Vorstand eines Eisenbahnbetriebsamtes in dieser Gemeinschaft ernannt Ernannt wurden am 16. Mai 1919 Karl Armbruster in Schlitz zum Schreibgehilfen bei dem Amtsgericht Schlitz, Karl D o h e r t in Alsfeld zum Schreibgehilfen bei dem Amtsgericht Alsfeld, Wilhelm Hohlmann in Butzbach zum Schreibgehilfen bei dem Landeszucht- haus Marienschloß, Karl Knapp in Butzbach znm Schreibgchilfen bei der Zellenstrafanstalt in Butzbach, Heinrich Metzg er in Laubach zum Schreibgehilfen bei dem Amtsgericht in Laubach, Wilhelm Möller in Herbstein zum Schreib- gchilfen bei dem Amtsgericht Herbstein, Adam £ bette in Reinheim zum Schreib gehilsen bei dem Amtsgericht Reinheim, Heinrich Salz- mann in Bad Nauheim zum^Schreibgehilfcn bei )em Amtsgericht Bad-Nauheim und Johann Sattler in Herbstein zum SchreibgehUsen bei )cm Amtsgericht Herbstein. — Dem Pfarrer Georg Goeckel zu Ober-Ofleiden wurde am 21. Juli die evangelische Psarrstelle zu Hungen und dem Schulamtsanwärter Philipp Altvater aus Ortenberg, Kreis Büdingen, eine Lehrer stelle an der Volksschule zu Elsheim, Kr. Bingen, übertragen. — Am 26. Juni wurde der Oberregicrungsrat in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschaft Dr. Philipp Weber, Mitglied der Preußischen Eisenbahndirektion zu Frankfurt a. M.. auf fein Nachsuchen vom 1. August 1919 an in den Ruhestand versetzt. *♦ Aus dem Militär-Wochenblatt. Leutnant Zornemann im Pionierdatl. 18, jetzt beim Pionierbatl. 21, wurde zu den Reserveossi zieren des erstgenannten Bataillons und Fähnrich Mo hat, im Jnsanterie-Regt. Nr. 168, iti das Reserveverhältnis übergesührt. ** Staatsfteuern. Durch die verspätete Alusgabe der diesjährigen Staatssteuerzettel für Gießen ist mit ministerieller Genehmigung hin die Zahlungsfrist der beiden ersten Steuerziele bis zum 2 6. d. M t s. erstreckt worden. Die Stenerkasse ist daher wegen des Schreibens ter Mahnbriefe a mi 2 8. und 29. d. Mts. g c- fd) lo H en. Mahngebühren werden vom 30. d. Mts. ab erhoben. ♦* Tieb stähle. In letzter Zeit wurden wiederholt Einbrüche in den Kammern des hiesigen Regiments verübt und hierbei größere Mengen insbesondere Bettwäsche, Handtücher, Wolldecken, Federbetten, Zeltbahnen, Sohlen, Stiesel, sonstige Bekleidungsstücke, wie Strümpfe und Unterwäsche gestohlen. Es ist, der Menge nach zu. schließen, bestimmt anzunehmen, daß die Täter die Sachen verkaufen uuo Handel damit treiben bzw. an Schieber weiter absetzen. Auskunft nimmt die Kriminalpolizei entgegen. * * Fahrraddieb st)ä hl e. Am 19. ds. Mts. wurde aus einer faesigen Werkslätte ein Fahrrad, Marke „K r i tzne r", und am 24. Juli in der Frankfurter Straße ein falcfas, Marke „Sa al bürg", entwendet. Letzteres hat niedrigen, schwarzen Nafanenb-au, hohe Lenkstange, gelbe Felgen mit zwei sck-warzen etreifen unb Pvlizev- Nr. G. 6882. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Kriminalpolizei entgegen. * * Verteilung von Kartoffel st är kern e h l. Don Samstag. 26. Juli, bis einschließlich 2. August 1919 gelangt in den Klein handels- geschäftcn auf den Dezugsabschnitt Nr. 11 der Lebensmittelkarte Kartosselstärkemehl zur Verteilung. Näheres siehe Anzeigenteil. * * Eierve rsorgu ng. Durch Verordnung des Gesamtministeriums vom 22. April 1919 ist bestimmt, daß, wer in Hessen Eier von Hühnern öeräufam, erwerben ober den Erwerb vermitteln, gen-erblich verarbeiten ober haltbar machen will, hierzu einer bef onbere n Erlaubnis bedarf, und das gleiche auch für bie Beförderung und Versendung von Eiern auf jedem Wege unb jede Weise gilt. Es sind Zweifel auf getaucht, ob diese Bestimmungen sich auch auf Eier beziehen, die außerhalb Hessens erworben worden find. Ihn' solche Zweifel zu beseitigen, ist durch Bekanntmachung vom 21. Juli 1919 bestimmt worden, daß sich die erwähnte Anordnung auch auf die außerhalb Hessens erworbenen Eier erstreckt. Der Grund für diese Regelung ist folgender: Wenn die autzer- balb .Hessens erworbenen Hühnereier von der An- orbitung nicht betroffen würden, wäre eine Kontrolle nahezu unmöglich, weil wohl in den meisten Fällen behauptet werden würde, es l>andele sich um außerl-alo Hessens erworbene Eier. Entfällt bie Möglichkeit Kiner Kontrolle, so wirb dem Schleichhandel Tür und Tor geöffnet und damit die Versorgung gerade der geringer bemittelten Bevölkerung mit Eiern audgefdilofien. Dies muß I aber mit allen Mitteln verhindert werden. **Stabtberorbnetenbcrfommlung. In unserem letzten Bericht ist Stadtv. Diehl als abwesend bezeichnet worden. Dies trifft, wie uns Herr Diehl mitteilt, nicht zu. Wir bemerken, daß wir uns an die pufliegende Präsenzliste gehalten haben. ** Im Lichtspielhaus wird morgen bis einschl. Montag „Arme kleine Eva", in der Hauptrolle Alice Dagny, früher am hiesigen Stadttheater, gegeben. Ferner das glanzende Beipro-> gramm. Kreis Büdingen. # Aus der We11erau, 24. Juli. Die Niederschläge der letzten Wochen haben den Pflanzenwuchs, der schon zu Besorgnissen Llnlatz gab, ungemein gefördert. Die Wiesen zeigen einen günstigen Grasanfatz zu Grummet unb der zweite Klee, dessen Ansatz infolge der Trockenheit auf sich- roarten ließ, wächst befriedigend nach. Der Körnerertrag der bevorstehenden Getreideernte scheint beir allen Fruchtarten put zu werden, bei Ertrag an Stroh hingegen wird weniger günstig ausfallen Die Kartoffeln stehen in bester Blüte, schade, daß o viele unentwickelte Knollen schon aus der Erde gerissen werden müssen, da die Vorräte an alten Kartoffeln bei vielen Landwirten vollständig erschöpft sind. Die Obstbäume lassen auf gute Erträge hoffen. Die leeren Apselwcinfässer dürften diesen Herbst wieder sämtlich gefüllt werden können. Kreis Schotten. O Gedern, 23. Juli. Am Montag abend gab bie im nahen Wenings zum Sommeraufent- halt weilende Frankfurter Kurrende des Pfarrers Probst in unterer Kirche ein Konzert. Zum Borttag kamen Choräle, Motetten und Volkslieder. Es war eine Weihestunde seltener Art und für die Besucher eine wahre Erbauung, eine in den schweren Zeiten doppelt wohltuende Erhebung. Ter musikalisch fein durchgebildete dreistimmige Chor der 50 Knaben leistete Vorzügliches, und seinem verdienstvollen Leiter, G-esanglehrer H o s m a n n aus Frankfurt a. M., gebührt alle Anerkennung. Wünschenswert wäre, daß die durch das Resormationsjubiläum in manchen Städten wieder ausgekommene Einrichtung der Kurrenden auch in ländlichen Gemeinden durchgesührt wurde. Der finanzielle Ertrag des Kirchenfaiizerts war 187 Mark und kommt bet Inneren Mission zugute. up. Lardenback), 22. Juli. Im Stollen bes Eisensteinbergwerts „Luse" würbe ein Bursche von einer herabstürzenden Erdmasse verschüttet. Es gelang, ihn zu befreien; er toar anfänglich betvußtlos, .erholte sich aber bald. An der Kreissäge löste sich ein Stück Holz und flog einem Bergmann aus Sellnrod mit solcher Wucht an den Kopf, daß er in die Klinik nach Gießen verbracht werden mußte. ** Stumpertenrod, 24. Juli. Fräulein Erna v. Zangen aus Darmstadt, die uns sck-on im vorigen Jahre mit ihrer .Kunst erfreut hat, benutzte auch ihren diesjährigen Landaufenthalt dazu, ein Wohltätigkeitskonzert zum Besten der heimkehrenden Kriegsgefangenen zu veranstalten. Daß auch diesmal der Sängerin großes Interesse entgeaengebracht wurde, bewies der gute Besuch des Konzertes. Nach einer'Orgelfantasie begann die Künstlerin ihre Gesangsvortrage mit dem bekannten Liede: „Harre, meine Seele, harre des Herrn!" Hierauf folgte die Arie „Jerusalem" aus „Paulus" uni) das mit innerlicher Vertiefung vorgetragene Lied von Friedemann Bach: „Kein Hälmlein wächst ans Erden". Bon den zu Gehör gebrachten Gesängen dürften außer den genannten wohl am besten öic Arie der „Achsa ans Josua" und die lacr „Agathe aus Freischütz" gefallen haben, wobei die Sängerin zeigte, daß sie über eine wohllautende weicbe und vortrefflich ge- frfjultc Stimme verfügt. Sie fd>U>6 iljre Gescrngs- vorträge mit dem berühmten „Vaterunser" von Krebs, dessen religiöser Stimmungspclzalt voll zu erschöpfen wußte. Man merkte berjungen Künstlerin an, daß ihr das Wesen der Musik als Ausdruck, ihre Bedeutung als eine ,Sprache der Seele schon ganz vollkommen in Fleisch und Blut über» gegangen ist. Neben der klangschönen, glockenreinen Stimme ist als besonderer Vorzug der Sängerin ihre deutliche und klare Aussprad)e hcrvorzuheben. Fräulein v. Zmigen hat sich somit bei dieser Gelegenheit als Sopranistin mit schönem volltöuigem Stimm klang gezeigt, der zu den besten Erwartungen für die Zukunft berechtigt. e. Ulfa, 23 .Juli. In der Generalversammlung der hiesigen Spar - und Darlehenskasse wurde der Kriecisbeschädigte Hch. Bast zum Rechner gewählt, nadfaem der bisherige Sparkassenrechner Hofmann, dec die Geschäfte mehrere Jahrzehnte mit Gewissenhaftigkeit geführt hatte, mit Rücksicht auf sein hohes Alter das Amt nie# bergelcgt hatte. Auch die bisher von dem Wtbür- germeifter Gerhardt geleitete Postageiitur wird von einem! Kriegsbeschädigten, dem Landwirt Karl Möser übernommen. up. Ulrichstein, 23. Juli. MS kürzlich an einem Abend das Postauto an Oder-Seiberten- rod vorbeifuhr, hatten ruchlose Hände fünf große Steine querüber gelegt. Am Auto brach eine Feder - am nächsten Tage konnte es nicht fahren. Ter Besitzer des Postautos hat auf Kenntlichmachung des Täters eine Belohnung von 200 Mk. gesetzt. Amtliche Anzeige ist erhoben. lb. Aus dem Vogelsberg, 23. Juki. Die diesjährige Heidel beer ernte gibt einen guten Ertrag. Im Kreise Liruterback; war bis zum 19. d. M. das Pftücken verboten, um ein besseres Ausreisen zu sichern. Nun ist die Ernte in vollem Gang. Von stundemvegsweit kommen die Sammler an die Stationen Alsfeld, Renzendorf, Wallenrod und fahren nach Lauterbach und Angersbach, um von dort aus in den Wäldern zwischen Lauterbach und Schlitz zu sammeln. Der Frühzug, der gegen 5 Uhr in Alsfeld abgeht, ist täglich überfüllt. In Angersbach stiegen an einem Tag aus diesem Zng über 300 Personen aus. Dazu fammen die Leiterwagen als Beförderungsmittel in den Wald ober bis zur Bahn Am Montag abend hatte der Zug, mit dem die Suckrer -urückkamen, über eine Stunde Verspätung. Da standen die Fuhrwerke in großer Zahl und warteten. Ein solcher Andrang ist noch nie hier beobachtet worden. Kreis Friedberg. Hessischer Bauernbund. nt. Friedberg, 24. Juli. Vorgestern fand hier innerhalb weniger Wochen zum zweitenmal eine große Banernversammlung statt. Otto Hirsche! (Friedberg) wandte sich in scharfen Worten gegen die Zwangsn-irtsd)ast. An diese Rede schloß sich eine lebhafte Aussprache, an der sich Laub- wirt Karl Beith (Reichelsheim), Wilhelm M i ck e l (Ossenh^üm). Bürgermeister M ö r l c r (Ockstadt), Bürgermeister Diehl (Hochweiiel), Tr .v. Helmolt und Abg. Fenchel (Ober* Hörgern) beteiligten. Tas Schllifavvrt hatte Aög. Dorsch (Wölfersheim). Nachstehende Ent- s ch 1 i e v u n g fand einstimmige Annahme: „Die haben. Kreis Wetzlar. und ü Aw »räderte. j Vie Verlobt S am 22. Juli vorn Hesssschen Bauernbund riiür« nifette, von über 2000 Landwirten aus dem Kreise Friedberg und den Nachbarkreisen besuchte 93 sammlung fordert in der allerentschiedenstki Weise die endkichK Aufhebung bt: '•"«tikbe, Asden.« MM vc-rangeschn t, foingenHitnu !net p ZuseM Wkbe-M gelang es, beide fi bringen, anblungc '«rteist „ °r Ge Aprik fü auf iMtnb Hf®' 'rtfixnm xnfc ye ht, \ ben nfcbtbitS als nicht y küchlet, den «erhLtllng 'iborkvmmenS M x- beim Abbau le weg I^nbnchnbeiter Wsr ■JtJbeütr durch | Käten- - ®ne & JyW aus IZ5 FÄ1 '«bj & lÄs der Dran! Ljifßen scherte! Lw' Tageslohn-Er C 12,16 Mk. Im MlhtMgsansschU'i ki Vril und Mm ! Ln 13,68 Mk. h' j^ng für die anbei Ling auf den Doch fifflg mit den 0 LitbunMe -u Vto Schlichtungen Lingen eine Annah Mtimtrforbmmg n E aus 1,94 Mk. t hbtm bisherigen [ ■i! eine Zulage vo Dsch aber über den fe nicht einigen koi M nötig, durch t: inner unter Tag kfflWm von 1,85 r ilc die Monate Am b aderen Srbcitergc kkUni» mifgebessert. iti ^gebilligte Lckm p iittbei au&er Ain Leide Darteii chdsspruch soft c . A der im T Ufa (mit KalksteM p'beiOberfle. griff in die Rechte des Erzeugers, wenn ihm mit Entziehung der Lebensmtttel, die er voch selbst erzeugt, gedroht wird. Die Versammlung erblickt allein in der Wreberaufna hme der Arbeit durch alle Berufsstände ctyne Aufnahme eine Rettung für unser schwer geprüfaz Vaterland. Die Landwirte sind dazu bereit, fu j lehnen aber alle Verantwortung für die Zukunit j ab, denn auch ihre Geduld hat ein Ende, iverm J die Regierung m parteipolitischer Verblendung 1 die Zeichen der Zett mifeadyteub die Zwangswirt- schaff auch im Frieden als banernbe Einrichtung 1 ausrechtzuerhalten bestrebt ist." — Nach der Vcv M sammlung sammelten sich die Teilnehmer yi einem Demonstrationszug durch die StM, j der sich auch in mehrere mißliebige Kricgsämt.7 V begab, um den Willen der Landwirtschaft fan> d zutun. Starkenburg und Rheinhessen. n. Offen back) a. M., 22. Juli. Mit Mv A Tung vom 1. August sollen die Wasser- unb■ Gaspreise wesentlich erhöht iverden. Tic« Preise steigen für Wasser bei Abgabe an Privatt fl von 30 auf 40 Pf., an städtische Anstalten unb | Aemter sowie für die Verrechnung des SelbslvwM brauchs von 18 auf 23 Pf für das Kubikmeter. V Die Gaspreise betragen künftig für EinheitsgaSI 30 Pf., Gas zur Straßenbeleuchtung 35 Ps.,V Gas für städtische Aemter 30 Pf., Gas durchD Münzmesser 33V8 Pf., für die Straßenbeleuchtung I für Bieber und Rumpenheim 35 Pf. das Kubik-1 Meter Die Erhöhung der Wasserpreise wird sichrp ; lich wieder eine Steigernng der Mieten «n Gefoiß zd Zwangs wirtschasten, die, eingeführt cü ein Notbehelf während des Krieges, beute ihu Tasrinsbcrcchtignng verloren hat und nur geeignet ist. die Erzeugung zu hemmen und bem Verbraucher die Nahrungsmittel zu verteuern. A» Zusammenhang damit verlangt sie die fafartige Beseitigung des Kon tr o Uwe sens mit all seinen üblen Beglettersd-einungen. Die Versammlung spricht grundsätzlich dem Staate das Sedu ab. Beschlag auf die Erzeugnisse der Arbeit cx, Staatsbürgers zu legen. AnMfichts der heutigm Verhältnisse, wo die Regierung tatenlos zusichl, wie verhetzte Massen nicht nur jede Arbeit verweigern, sondern auch die Arbett der Arbeits- willigen zu verhindern bestrebt sind, kommt öu einseitige Härte gegen die Landwirtschaft entern Ausnahmegesetz gleich, das sich der Land- wirt im freien Volksstaat unter keinen Umstände gefallen läfa. Endlich fordert sie, daß reichsgesec? | licfa Milderungen der Zwantzswirtschast einheitlich aufs ganze Reich Anwendung finden und nicht Einzelstaaten Ausnahmen schaffen. Die Versamm- lung gibt zu, daß unter der heutigen, durch die Kriegswirtschaft geschaffenen Sage eine f ofot* i tige Freigabe aller landwirtfchafttick;cn Erzeugnisse zn Unguträglichfeiten führen würde, aba auch hier muß das Bestreben auf einen schien, nigften Abbau gerichtet fein. Solange diese Dc- - faitigung aber nicht erreicht ist, Verurteilt es dir \ Verzammlung, wenn einzelne Landwirte, lediglich 1 um sich zu bereichern, die gesetzlichen Bestimmungen andauernd mißadften. Die Versammlung i fordert aber die Aufhebung der Strafen, die sicb i allgemein gegen die Landwirte richten, unb Hilt es namentlich für einen geradezu unerhörten Eui« -xs Silunü ' V der ♦* ffrofbor f, 22. Juli. Die Hiesige B»r- schensckaft hatte die Jugend im Orte imi : Umgegend zu einem großen Gartenfeste zusammen- gerufen, selbst die beiden Turnvereime, Radfahrn ' unb Sänger trugen ihr wesentliches dazu t>d, um dem Gartenfeste das eigentliche Gepräge ;n geben. Die Festrede, worin der Vorsitzende Ml Vereins den hohen Wert und die Ziele des Strems zum Ausdruck brachte, fehlte selbstvefftünb' lich nicht. Sehen wir uns nun die Unterhaltung^ näher an, so können wir hierin nur eine „Ecli- gutmachung" erblicken, denn die Vereine farjtti für .Unterhaltung und die Bursckicnschaft ftech den Bargcwinn ein; sie konnte am Abend llw Mark als Reingewinn buchen. wa. W e tz k a r, 24. Juli. Der im 27. Lebensjahre stehende Kaufmann Karl Jmgardt M hier stürzte an der bei der Braunfelser Dbermübt befindlichen Kurve von seinem Motorrad ab iti erlitt hierbei so schwere Verletzungen, daß er aa folgenden Tage ihren Folgen erlag. Hessen-Nassau. Grohe Goldschiebungen in Frankfutt. o. Fran kfur t, 25. Juli. Der Kriminal« hvlizei Frankfurt gelang es, erhebliche @oI8‘ mengen zu beschlagnahmen. Ain 19. Juli e» Mienen zwei Kaufleute beim, Kriminalkommtta Römer und teilten ihm mit, daß ihnen von einet» deutschen Direktor aus Holland tausendZwN'' zigmarkstücke zum Preise von je 135 Mk. m* geboten worden waren. Der Kriminalkommissar «l sid) nun seinerseits selbst zum Ankauf der stücke bei deml An einem ersten Frankfurter v>« wohnenden Direktor an und erhielt am Somit»! die Nachricht, daß bei einem Zahntechniker in dcr Allerheiligenstraße 500 Goldstücke ymt Wholen d' reit lägen. Er ging hin, nahm den Zadntechmka, def sen Vater, die Frau des Direktors und einen geblichen Baron fest. Bei einem tthrenbändler ii demselben Hause konnten mehrere tausend Man Silberstücken gefunden werden unb bei dem 23ia»w gen Moritz Malimiak ein Barren reines wi» tm Gewichte von 6,2 Kilogramm, dessen Wert an» nähernb 90 U00 Mk. beträgt. Auch bei dem % bet Hermann Weichselbaum wurden osÄ österreichische Kronen, außerdem große Gcldsumna in guten bcutfrfjen Banknoten zutage gefördert. L« Gold und die Noten sind der Reichsbank Übergrpa worden. Bis jetzt wurden 10 Personen verfm'm, weitere Verhaftungen stehen bevor. Die Sapw« ibtbicntai sich eines ganzen Stabes von trägem. Der Dttektvr gab zu, daß er scmm raj ganze Anzahl derartiger Goldschiebungm durE führt habe, darunter solche brs zu 2 Mckl. Ml .♦ , I 0 Marburg, 24.-Juli. In einer heute,'« Gasthaus Seebode abgehaltenen Vertmuensnarn , ner-Versammlung des Hessischen ^aue^ Vereins wurde dem in Gießen gefaßten <-'• schlussc, einen Provinzialverband unter der L zeickMlng „Provinzialbauemsdraft ^Heheir-Ncigui mit Einschluß von Waldeck und Wetzlar" ms vb zu rufen, zügestimmt Im Verlaftung und die -VemrögmsberedMMg nach Ertragswert und nicht nach dem gemeruen der Grundstücke gefordert. Ter Dorsitzende .< eine diesbezügliche Eingabe an die statwiuu . sammlung richten. 1 Freifrau EM t I Gießen, Juli 1919 Vertreter die Herren: Mathematik n. Latein? gegen Schr.Ang. mit Honorar *ur eir ür eine Person. Anzuieb. Bergstraße 1 varr. 8575 u. 014475 a. d. Gieß. Anz. 2100. irrtb der von der Unternehmerin, e Satt* unb Steinindn - Wer erteilt Obertertianer Unterricht in geb. v. Alvensleben Dresden-A. Marschner-Str. 31 Luise Kreuzburg Richard Goh Verlobte Ir. med. Karl Richter le rreist nach dem 26. Juli fiQr etwa drei Wochen. EeneraliMjor a. I. CullmaoQ b. Frau Anna geb. Theobald Gießen Süd-Anlage 16 Dr. Geyer Dr. Meyerhoff Sanitätsrat Dr. Schliephake. Die Verlobung ihrer Tochter Sybille und ihres Sohnes Ludwig zeigen ergebens! an ie, G m. b v-, B n tzvach, angegebene Grund, den Grubenarbeitern ^uzubilliyenbe Lohnauf- moig Mürbe dir Steinbrucharbeiter unzufrieden rm, olö nicht stichhaltig bezeichoret Meiden. Die rma fürchtet, den Betrieb stiliegen zu eu, ba noch hö her «Gew in nungs kosten Verhütung des geringwertigen stvorkvmmenS unrentabel werden lieber beim Abbau gcwvTmcnr Kalkstein z. Zt. Verwendung finde, das Kalkwerk auch schon der Revolution wegen Kvhlenmangels stilliege. Steinbrucharbeiter wurden hur weiter besriis- inn sie nicht der Gemeinde »ur Last fallen zu . In der Butzbacher Gegend sei der gezahlte üblich (1 Mk. stündlich). Zur Not Kirnten die Arbeiter durch landwirtschaftliche Arbeiten hqljdfen. — Tine Verständigung kam nicht zu- wurde unter Berücksichtigung der mißlichen Sr der BeteLgdon dahin entschieden: L Der Srimdenlohn für Vvllhcmer wird ab iMd 1919 auf 1,25 Mk. erhöht. Lie Löhr« der übrigen Bergarbeiter sind in »rechendem Verhältnis aufzubessern. Dieser ii ed s spruch batest sich nur auf den Berg- ibe trieb der Grube „Gute Hoffnung". 1 geschnitzter Blumentisch n. 8 eis. Blumen- st «luder -n vertauschen gegen einen kl. Waschnsch »i W*t SchNchrnnWanSschns; der Provinz Oberhessen. i Inszug aus dem Bericht über die Lerhandlung am 14. Juli 1919. 1. Auf der Braunkohlen grübe rieb rieb" r u TraiS-dorloff hatte Grubenverwaltung die geiorbertr Lohn- ng von 12 auf 16 Mk. (für Hauer unter aa) abgelehnt, da die Gewerken zu weiteren n (4 300 000 Mk. feit 1909) nicht mehr bewegen seien, bei Bewillianna der Lofon- ißfjung die Mehrbelastung 48000 Mk monatlich ge und durch das Eindringen der r Heini - üenBraunkohle die Konkurrenzfähigkeit der in Frage gestellt werde. Im Fall des sreikS müsse man den Betrieb still legen und die Notstands arbeiten entstellen, wo- rd, die Grube in wenigen Stunden ersaufen Mlrde. Die Belcgsclwft riet den Schlichtungsaus- an, der mit den Parteien eingehend die Etceitpiuifie erörterte. Die Gruden Verwaltung er» Sirte sich bereit, zu den bisherigen Gdingen und Ljncn, die im Mai sich über die vereinbarten 12 y(f. auf 13,18 Mk. unter Tag und 14,45 Mk. » Tagbau gestellt hätten, weiterarbeiten zu lassen, fc- t»ic Kohle »gerneinschaft hergestellt, die Syndt- hsolldung vorangeschritten oder die Soziaiisie- rifl der Kohlengewinnung erreicht sei. Die Beleg- i|i|t war zu Zugeständnissen, obwohl diese nur »eien. 2 Auf der B raunstei n grübe Fernie ii Gießen scheiterte die angestrebte Sofort» U lung: Tagcslofon-Erhöbung für Hauer unter tat von 12,16 Mk. laut früheren Schiedsspruchs y Echlichtungsausschufse- vom März l. I. über In im A-ril und Mai tatsächlich erzielten Durch» stiilt von 13,68 Mk. hinaus auf 17,50 Mk. und Aidsiung für die anderen Arbeiter. Me Beleg» ist ging aus den Vorschlag, durch Kollektiv- rtcag mit den Organisationen die Ireitpunkte zu erledigen, nicht ein. dem Schlichtungsausschuß ergaben die Berngen eine Annäherung der Parteien: die lnehrnersorderung wurde von 2,19 Mk. ©tun* lohn auf 1,94 Mk. ermäßigt, auf Arbeitgeber» tu dem bisherigen Durchschnitt von stündlich 1 Mk. eine Zulage von 10 Pf. zugestanden. Da sich aber über den noch verbleibenden Unter* nicht einigen konnte, wurde Schieds- llrii ch nötig, durch den bestimmt wurde: ir Hauer unter Tag soll ab 1. Juni 1919 ein nbenlohn Don 1,85 Mk. bezahlt werben und für die Mannte Juni, Juli unti ^August ls. Js. i' mtberen Arbeitergrupven werden im gleichen tältni* aufgebessert. Die den Schichtlöhnern Us zugebüligte Stundenlohnzulage von 20 Pf. hierbei außer Anrechnung." öeibe Parteien erkannten den redSspruch sofort an. L. Auf der im Tagbau betriebenen Erz- kl he (mit Kalkstemabvaum) „Gute Hofs- ttg"b eiOberkleen prbeibrte die Belegschaft 7,40 Mk. Tayesbohn, dessen Aufbesserung auf O Mk. mit Wftkmrg vom 1. Mai Cf. Js. auf des im April für das Bergrevier Wetzlar wwssenen Qohnabtomrnens verlangt wurde. Die —'— auf Nebenverdienst müsse aks Lohn- n als bunembe 6mri rtbt ist." -Achim , sich die Tcilnehmn ionSzug durch die: eere mihliebige Wrift»' n ber Landwirtjchajl und Nheinhesfen. a. M., 22. M Mit sollen die Wasser- tlich erhöht roerbot. isser bei Abgabe an $, an städtische Anstalin Verrechnung des *" 23 ${. für das Pik» jta künftig für vtraßenbeleuchtwig $ llemter 30 Ps, S« für die Strajcnbcfr!«:^ ’jxaitim 35 Pf. dÄ" ba fäferirrft «M 'Z 22. Juli. W1, die $bN> jtsfrn Gartenfeste iben Turnoerm«. , ihr tvescntllches dy> das ipotoi der Mr«- bt* - Ms nun die Ms “fit Inatt »m «w- ja der Braunselser »X Wiurn Motorrad. Tw * ftitr eckSkold anerkannt, her Ärbeitergeberfetie wird er mit Frist Mr Erklärung über Annahme oder Abletzimng -ugefcrtigt. , . - Vie Uommunalwahltu. L Ladenrod, L3 Juli. Bei der Wahl eine- Beigeordneten wurde .Heinrich Bl n bewald einstimmig wieder gewählt. Er tritt somit feine vierte Amtsperiode an. * Eberstadt, 23. Juli. Bei der Ge- meinderatSwahl wurden Heinrich Löb- rich IV., Wilh. Sollet, Wilh. Weckmann, Aug. Gorr, Wilh. StüHer II., öeinr. Bender, PH. Herbert, Aug. Zimmer, Christoph Biehl, Sxtnr. Gör- lach XI.. Adam Alles und Emst Xie mar gewählt. — Bei der Bürgermeisterwahl waren zwei Kandidaten aufgestellt. Unser bisheriger Bürgermeister Heinrich Görlach IX. hatte auf eine Wiederwahl verzichtet. Don bürgerlicher Seite war ber Maller Sixtnr. Görlach X., v-on der Mittel- sttzndsvereimffung der Landwirt Sxtnr. Löbrich IV. aufßeflellt. Es fand ein erbitterter Wahlkampf statt. Löbrich IV. wurde mit 26 Stimmen Mehrheit gewählt. — Tie Wahlbeteiligung bei der B e i» geordnetenwahl war weniger stark. Es waren zwei fikmbibaten auf gestellt. Ter frühere Beigeordnete Müller wurde wiedergewäfoll. Diesmal kannten sich die Bürgerlichen des Siews erfreuen. Ter durch die Walfl hervorgerufene'Partei- Haß wird sich nun hoffentlich wieder legen und die alte Eintracht und Zufriedenheit in unserem Torfe einkehren. * M ichelbach, 24. Juli. Zum Beigeordneten wurde der bisherige Scigeorimrte Eduard Rucke lshausen mit 111 Stimmen einstimmig wiedergewählt. In Götzen wurde der bisherige Beigeordnete Subtoig Deubel wieder-, in SichenHausen ber Gemeinderai Ludwig Haas IV. mit 85 Stimme« neugewahlt. Tie Wahlbeteiligung war hier eine sehr lebhafte. up. O ber-O hmev, 23. Juli. Einen fdjöntn Beweis des Vertrauens gab unsere Gemeinde ihrem bisherigen Beigeordneten Rudolf Horst. Obtoo^ noch in Gefangenschaft weilend, wählte ilyn die Gemeinde einstimmig mit 264 Stimmen. Die Wählerschaft hatte sich vor der Wahl der Genehmigung der Behörde versichert. Ö Schlitz, 23. Juli. Unser Städtchen mit feinen 2700 Einwohnern gehört zu bet weniger Gemeinden in Ober Hessen, die zwei Beigeo r d- n e t e zu wählen haben. Als erster Beigeordneter wurde kürzlich FabriVant Zöller wicdergewählt. Nächsten Sonntag findet nun die Wahl des Kwriten Beigeordneten statt. Dazu ist der bisherige zweite Beigeordnete Konditzor Jungblut wieder auf- gestellt. Er wird auch die Unterstützung der Deutsch- liberalen Volkspartri finden, der stärksten der hier organisierten politischen Parteien. Ta aber auch die Sozialdemokraten und die Ternvkraten mit eigenen Kandidaturen auftreten werden, durfte es aller Bovaussicht nach zu einer Stichwahl zwischen Jungblut und Mcmrermeister Sadfoanann, dem Kandidaten der str^iakdemokratischen Partei, kommen. Lachmann bereinigte schon bei der Wahl des ersten Beigeordneten über 400 Stimmen auf sich. — Durch Kreisdirektor Werner -£au terbach wurde bet neugewäfolte Berufs-Bürgermeister Niepoth gestrim in einer Gemernderatssitzuny verpflichtet und der wiedergewählte erste Beigeordnete Zöller auf feinen früheren Diensteid verwiesen. Der erste Beigeordnete wird die Büvgermeistcraeschäfte noch bis zum tzerbst führen, ba der neue Bürgermeister erst feine juristischen .Studien abssttießen will. O Aus bem Dogelsberg, 23. Juli. In Meiches wurde der bisherige Bürgermeister Stau mit 209 von 216 Stimmen, in derchen- hain ber bisherige Bürgermeister Komp V. mied er gewählt. In Hartmannshain wurde Sattler und Santmnrt Hrinr. Strauch mit 78 gegen 49 Stimmen zum Bürgermeister «wählt. In Burkhards wählte man Landwirt Heinrich Kneipp mit 129 gegen 81 Stimmen zum Bürgermeister, Hub. Horr zum Brigcordneten. In W a l l e n r o d wurde der bisherige Beigeordnete Joh. Keipp mit 227 gegen 63 Stimmen, in Dirlammen der bisherige Beigeordnete Hrinr. Kraft einstimmig wiedergewählt. t tuinl e Losten der Lebenshaltung möglich seien, geneigt •IS f° gelang es, betbc Parteien zu der Bereit- «lligfeit «u bringen, nach an demselben Tage in Verhandlungen miteinander z u W iß. Verurteilt r , MneMtoirtt, 1J Wichen 8^ Wta öttajm, bu richten, nnb. »M°dmm«rh°rtaa> » Erzengels, tetra » «bensmtztel, Me tr x ■ anb. Tie Versag ^"^eraufnohin! „ Bmissstände ohne U ™ * [6* «Ha lvme sind dazu bnn intvortmtfl für die kbulb Hal ein Ende' Mestolitischer $erbl nigachtmd die vertag fL ■, fw». ÄJ' X\ * Staat, r55'- £ fehl .AvKsichts *• ld)i nur SpteJ’’’* LkLtz« EW 01 Än. Tie ML mt tina i£l Gberhesfischer Seschlchttvereln. Ter Ausflug des Oberhessischen GeschLchüS- vcreins führte vorigen Samstag nach G r ü n i n - aen und fand sehr zahlreiche Beteiligung. — Tie Straße von Lang-Göns muh Grüningen schneidet den Pfahlgmbcn, der ba Grüningen seinen nördlichsten Punkt in Ober Hessen erreicht. Einige Erläuterungen gab an Ort und Stelle Pros. Helmke. Grüningen selbst ist eins der ältesten Städtchen der Wetterau, in dessen ge- schüfotlicher Bergangenheit sich bte Geschichte der Meine Verlobung mit Sybille, Freiin v. Schwartzenberg u. Hohenlansberg, Tochter des verstorbenen Rittmeisters a. D. des Leib - Garde - Husaren regiments Herrn AlexanderFreiherm v.Sch wartzenberg U. Hohenlansberg und seiner Frau Gemahlin Elsbeth geb. v. Alvensleben, beehre ich mich anzuzeigen. Ludwig Cullmann Landwirt Oberleutnant d.R. Jäger-Regiment zu Pferde 5 Heidelberg, Juli 1919 U z.ZL Domäne Wetzdorf b.Dornburg a.Saale. PwJKtn Frank!» ■inftn o & BW. '•ysssSI ....... 1 ^ivartzeDbepg Q.floheDlansberg AjJ« bovr- 2 '«'f MW gntWÄ legend MbteWtegett W5dg W Sm 'M» bocr und Lorfdxr SchenkunMuckUndcn des 8. Jahrhunderts wird der Ort genannt. Er war eine Besitzung der Herren von Arnsburg und kam von diesem an die Münzenberger und bann an die Falkenstriner. Bei brr Trilung der Falkm- stauschcn Erbschaft siel er 1419 an bte Eppensteiner und später durch Tausch an Solms. Im dreißigjährigen Kriege würbe das Städtchen fast ganz zerstört, 1755 war es an dessen-Kassel verpfände und kam 1806 zum Grostherzogtum Lüften. Als Hauptort einer Mark, eures Gerichtsbezirks und eines Kirchspiels bildete es für die näher.» Umgebung einen Mittelpunkt wirtschaftlichen, rechtlichen und ftrchiich-religiösen Lebens. Tieft Bedeutung sprach sich in der Verleihung des Stadtrechts aus, dessen steinernen Zeugen bi' zum großen Teil erhaltene Stadtmauer mit bem ma- lenschon „Ticteturm" bildet. Aelter noch als die Stadtmauer ist die wohl bald nach 1419 von Gottfried von Eppenstrin errichtete Burg, von ber die Umfassungsmauer mit den Resten eines starken runden Turmes, ein paar Gewölbe und ein Spitz- bogentor erhalten sind. Nicht nur altertümlichen geschichtlichen Reiz, wie diese Baudenkmäler, sondern wirkliche kunstgeschichtliche Bedeutung besitzt die prächtig gelegene Kirche: durch das Nebeneinander der romauifefoen, früh- und spätgotischen Bauteile und den inneren Ausbau im Barock ist sie höchst lehrreich Am Abhang des Lügels, der die Krrche trägt, befindet sich der F^onbrun- n e n , eine go.ische Gcwölbeanlage, vermutlich im Frondienst errichtet. — Für die Geschichte der Stadt und die profanen Denkmäler war Prof. Ebel der kundige Führer, für die Kirche Prof. N'a u ch. Ter Tank, den der Borsitzende des Vereins, Gehcimerat B e h a g h e l, ihnen aussprach, war wohlverdient. Auch der Bürgermeister, der Pfarrer imb die beiden Lehrer von Grüningen beteiligten sich an der Besichtigung. So bot der Ausflug viel des Lehrrrichen und Anregendeu. Wie wir Höven, soll in Grüningen die Absicht bestehen, zur Gewinnung txm Straßen- unb Baugelidide den größten Teil der Stadlmautt und die Burg ntcberzulegen, den F-vondrunnen gu beseitigen sowie rin Stück des Pfahlgrabens als Acsi-rland zu verwenden. Es wäre nicht nur sehr bedauerlich, sondern rin nie wiedergutzürn achen der schwerer Fehler, toeun dies: Absicht zur Ausführung käme und in pietätloser Zeit der Zusammenhang mit der Vergangenheit hier geradezu mutwillig zerstört würde. Es gibt auch i beeile Werte, die höher stehen als kleine materielle Bortrile für den Augenblick. yochschulnachrichten. Technische Hochschule Darmstadt. Ein Zwischensemester findet nicht statt; es werden aber in den Monaten September und Oktober Kurse sowie Zeichen- und Laboratorcu ms- übungen mit beschränkter Zulassung abgehalten. Zu den Kursen iverden nur Studierende der hiesigen Hochschule, die wegen mindestens dreimonatlicher Teilnahme am Freikorps oder Grenzschutz das Sommersemester 1919 nicht besuchen konnten und Kriegsgefangene, die erst nach dem 1. Februar 1919 entlassen wurden, Mgriaften. Ferner können Sck)werkrregsbeschädigte (mit Rerttrnau- ftrrüchen von 50 Prozent und mehr) an den Kursen trilnehmen, wenn sie die betreffenden vor- lesurraen hier int Sommersemester 1919 hörten. Die Kurse sollen auf Fächer der Diplomprüfung beschränkt bleiben und sich nur auf Stoffgebiete des Sommersemesters 1919 erstrecken. Zu den Zeichen- und LaboratoriumsüVungen werden außer den vorher genannten Herren noch Kriegsteilnehmer, die aus besonderen Grüichen (Heeresdienst, Erkrankung, Lmksrheiner) am verlängerten Wintersemester 1918/19 (Zwischensemester) nicht teilnehmen konnten, und Studierende, die durch Kriegsdienst mirtdestens 6 Semester (abzüglich rin» jährig-freiwilligen Dienst, Praxis und vorzeitige Reifeprüfung) verloren habeir zügel assen. Einschreibung erfolgt oom 1. bis 15. September. Das Wintersemester 1919/20 beginnt am 28. Oktober und schließt am 6. März 1920. Die bisher an der Technischen Hochschule Darmstadt eingeschriebe- nen reichsdeutschen Studierenden und Lörer werden im Wintersemester 1919/20 ohne weiteres wieder auf genommen, wenn sie sich bis zum 25. Juli beim Sekretariat vormerken kiesten; für kriegsgefangene Studierende wird dieser Termin bis zum 1. Oktober erstreckt. Aufnahmesuchende, die bisher ber hiesigen Technischen Hochschule nicht an» gehörten, müssen sich bis zum 1. Oktober unter Angabe der Staatsangehörigkeit, der Vorbildung, der gewählten Aachrichttmg und evtl, des bisherigen Hochschulstudiums beim Sekretariat schriftlich vormerken lassen; die Entscheidung über ihre Ausnahme toirb ihnen bann bis zum 15. Oktober mit geteilt werden. Das Programm der Tech» riftchock NtüsckstM 1WÄ68 ÖH6t AwMst; tf ftk gegen Vvstfrri- Einsendung von 1,2h vom Sekretariat -u beziehen. , Sport. •* Win Drovav anba-FüLdariveH- stziel findet am Sonntag auf bem Sportplatz an der öarbt zwischen der akademischen Mannschaft d«S Frankfurter Fußballvereins und der ata» demischen Ptannschafr des Vereins für Rasenspielk 1900 statt. Da ber Spvrtgedanke von den hiesigen ötubierenben in diesem Semester sehr vernachlässigt worden ist, was die vielen Niederlagen auf allen sportlichm Gebieten beweisen, wäre es zu bearüfcn, wenn bte Veranstaltung durch zahlreichen Besuch der das Interesse zu späterer sportlicher Betätigun- fördern soll, unterstützt würde. Turnen. 'Ä Bad-Nauheim, 23 Juli. Brim Bezirkswetturnen in Lang-Göns errangen vom hiesigen Turnverein 1860 7 aktive Turner, 7 Zöglinge und 12 Schüler Preift. Turner Adalbert Richter hatte mit 83 Punkten die beste Leistung beim Wetturnen aufzuweisen und erhielt den ersten Preis. Der hiesige Männerturnver- tein errang 16 Preise, von denen 7 auf aktive Turner, 2 auf Zöglinge und .7 auf Schüler ber Volksschule entfielen. In Gr ünberg findet am nächsten Sonntag Bez ir kswetturnen des 2. Bezirks bt# Gaues Lrifen statt. Dir Beteiligung verspricht groß M werden, sind doch bis jetzt schon 131 aktive Turner, 79 Zöglings-Oberstufe, 140 Zöglings-Unterstufe und 71 Schüler gemeldet. Absa fort von Gießen 8.13 Uhr vormittags. Der 2. Bezirk setzt sich aus den Vevrinen in Gießen und der näheren Umgebung zusammeu. Eingesandt. Mr Form und Inhalt aller unter dieser Rubril stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) T)k Mckkehr her Kriegsgefangenen. IN einem „Erngesrrndl" des „Gießener Aw zeiger" txÄfl vorigen Montag weist der hiesige LerbergSvater, Herr Loh, die Kirche auf ihre Pflicht hin, für die vorübergehend im Durchgangslager untergebrachten deutschen KriegsgesarrgeneB tu sorgen. Die Art, tote das geschieht, beroeift, daß der ©infenber ber Kirche bat Borwurs machen will, sie versäume biefe Pflicht. Demgegenüber stelle ich fest, daß die Seelsorge und bte Abhaltung von Gottesdiensten im hiesigen Durchgangslager schon seit Mitte Mai genau geregelt sind. Pfarrer Ausfeld läßt sich die Jürsorge an Den evangelischen Gefangenen recht angelegen fein; er wird hierbei von Divisionspsarrer Ttes- meyer, der eigens zu diesem Zwecke Hierher ton» mandiert ist, unterstützt. In diesen Tagen tommi Militaroberpsarrer Rosenfeld von Frankfurt a. M. hierher, um weitere Anordnungen $u treffen. Nicht minber tut die katholische Kirche in dieser Hinsicht ihre Pflicht. 5Zn der vorigen Woche waren der evangelifche und der katholische .Geistliche im Lager, um Gottesdienst zu halten, dieser kam jedoch nicht zustande, weil int in Frage kommende. Gefangenen schon wieder weggeführt wvrven waren. Die Pfarrer bekommen sofort von bei Lagerkommandantur Nachricht, wenn ein nenei Transport an kommt, nnb eS wird alsdann Gottesdienst an gesetzt. Wenn jemand össenllich eine Anklage erlebt, so erfordern eS Gewissenhaftigkrit und Gertch- tigkritsgefüA, daß er sich vorher genau informiert, ob die Anklage auch begründet ist £>err Loh hat dies nicht getan; ich weise daher als derzettiacr Vorsitzender des hiesigen evangelischen Pfarrkolle» giums seine Ausführungen als leichtfertig und ungebührlich zurück. Wie wenig der Genannte beim en ist, in Dingen, die nickst in seiner Berufs- sphäre liegen, Anregungen zu geben, beweist der Vorschlag, Schulkinder zu den Gottesdienst«! iro Lager her anzuziehen. Man vereinigt doch desfoull die heimkeforenden Gefangenen zunächst in den Lagern, um zu verhüten, daß durch sie ansteckend« Krankheiten im Lande verbreitet werden. Pfarrer Bechtolsheim er. rttrchttche Nachrichten. Israelitische Religionsgenteinve. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Samstag den 26. Juli: Borabend 7.30 Uhr, morgens 8.30 Uhr. Abends: 8.30 und 9.10 Uhr. Israelit. Religionsgesellfchaft. Sabbatsrier den 26. Juli. Freitag abend 7.30 Uhr. Samstag vormittag 8 Uhr. Nachmittag 4 Ufor. Sabbatausgang 9.10 Uhr. — Wo ch engottesdieust Morgens 6.30 Uhr, abend- 7 Uhr. Konservatorisch gebtld. Kavellmstr.er»eiltgründl. Geigkn- ».Cello- Unterricht. Anmeldung, persönlich ober schriftlich Musikbaus Busch. oiaw Franz. ünmmiiareD iSchlöuche, Dtchlungen, Fahrradbereifung) und amerif. Oele liefert 8668 Röper, Saarbrücken 1. Tücht. Vertreter gesucht. Wer übernimmt Möbeltransport (kleiner Wagen! v. Oberndorf a. Neck« lb. 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Wahlverein stellte den Antisemiten und D des Krieges feines Be- trQUen5ma;ni bcr Deutsch-nationalen Partei Phil. Müller IV. als Kanins den Ist durch Beschaf auf: derselbe wurde auch, da die Gegenpartei Stimmenthallu-g proklaw^ fnng einer Stellung als mit 104 Stimmen gewählt. Weiter erhielten Stimmen. A Reisender, Kassierer Schepp geb. Happel 1, Marie Müller geb. Münch 1 und Hch. Stark 1 SM ob. dcrgl. aus seiner Zwei Simmen waren ungültig. 01452* Fräulein Marie Müller anaenblictlichcn Not- ____________________________—--------------- läge ? Scl»r. 2lng. unt. jwbwuiu--1 OI41O4 fl. d.«lieb.AnäTOT ÄSMKT ä Säcke sätke^s Gebrauchte tl( Zentrifui zu kaufen Schr. Augeb. unt ” den (Siebener Amj Gnt erhaltene,! Geige W den siebener Arj Wwn werden, d Schmer in der »niunftur ihren A E Weben fabm. Möer enrühM fp .Vorbeugen MTanMsens. ß Nlwiewcit , ^Kitgeber. Ke L J m3 Hous Bneii mit ber I '"MN. 1 Massenfabrikation von Ottfr- .. Säcken;Geweben. Für»alle ZwecKe »» • v;«' • . 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(Nackstrrnck verboten.) j.biH'9 vevantwortungs voller Stellung über daS Doht und Wehe des L'tzoldes zu entscheiden halten, bt wirtschaftlicher wie in politischer Beziehung, w Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung. I^Aus Vorschlag des Präsidenten Fehrenbach te- Meßt das Haus die Besprechung der Inter- Irellationen nut der sozialpolitischen Aussprache zu terbindcu. ärung! hl Hansen. rch btn Smembebtaer ki iirbe von btmfdbtn, mi h Stfi Ans Statt nnd Land. Gießen, Den 25. Juli 1919. Gießener Hochschnlgcsettschaft. 3 m J Äsl s*s*3 K ott»1 Hansa 7699 n detail •hnendl ! Kaue ' sofort enverkauf vorbeh alten Der letzte der in diesem Sommersemester von ... Gießener Hochschulgesellschaft veranftaltrien Vortragsabende, der am 23. d. Mts., abends 8Va Uhr, im großen Hörsaal des Vorlesungsgebäudcs tattsand. War durch einen Vortrag des Professors Dr. Borgmann über das Thema: ,,Der Wald im Wirtschaftsleben des deutschen '••häntel :tkenr"^«™«.lQ ®5i*nsw, leere steil 5^ S'S spruE Siille». ?s- el.Gr.il bl-bube, Disziplin und den ordTMNgsmLßigen Betrieb auf* rechtzuerhalten, eine Tatsache, die ebenfalls allgemein bekannt sein dürfte. Gießen, 23. Jul, 1919. Metz, Geh. Juftizrat. W rßefl2}>- 2 Zillllllk^ i« iser/Ker „ . raen Scbaffm nahm ?^ Ragna senkte das Kölschen. ,Lch weiß, daß es mrrecht war," sagte sie leise, „aber ich tonnte nicht davon reden als bis jetzt, wo es Trennung heißt." „Trennung!" Etwas Heißes, Leidenschaflliä>e- blitzt in den sonst so stillen, blauen Augen des Doktors auf, so daß ^mu Therese mit einem vernehmlichen Räuspern die Tafel aufhob. Himmel, was war denn das? Das fehlte auch noch, daß die verschrobene Person — Frau Therese hatte bisher Ragna noch nie so genannt — noch dem Arne den Kops verdrehte. die Möglichkeit geboten wird, weiter zu tommat. Ich halte also gar keinen Grund abzulehnen, be meine Zähigkeiten eben nicht darin wurzeln, im Dienste der Häuslichkeit zu leben." „Und Sie haben mir kein Wort davon gesagt," entgegnete Arne mit leisem Vorwirtf. „Wußte« Sie nicht, welch innigen Anteil rch an Ihrs» geistigen Schassen nabm?" Ragna Svendburg Roman von Anny Wothe. brfin2frne ließ kein Auge von Ragna. In diesem Augenblick ging unten Graf Svendburg TabaMernhandel. — Höchstpreise für Rrnd- und Hammelfleisch. — Zuckerverbrauchsregelung. — Höchstpreise für Verbrauchszucker. — Sonntagsruhe in den Apotheken-, hier: die Apotheke in Grünberg. — Die Prüfung für Einjäbrlg-Frev- willige im Herbst 1919. — Bekanntmachung über Gegenstände, die in der Zeit vom 1. ms 15 Jute in hiesiger Stadt gefunden unb verloren Würben. Tie Verorbnunaen über ben V e r k c h r m i t e u unb bte Preise für Heu, über den Verkehr mit Stroh unb Häcksel und über bte Preise sirr Stroh unb Häcksel aus der Ernte 1918 werben auf* gehoben. „ Die öffentliche Vergebung von Arbeiten wirb trotz der allgemeinen ungünftigen wirtschaftlichen Lage des Handwerks immer noch von einzelnen Gemeinden durch öffentliche Aus- schreibcn vorgenommen, anstatt daß die Arbeiten nach der Notlage der einzelnen Handwerker vn- teilt werden. Der Staatskommissar für wirtschaftliche Demobilmachung ersucht, dieses zur Zett un- wirtschastliche Verfahren aufzugeben. Anträge auf A rbeitsve r lange* rung sind an die Gewerbeinspeltion Gießen zu veutsche Nationalversammlung. 65. Sitzung. Weimar, den 24. Julr Am Regierungstisch: Schmidt, Müller, Dr. David, Cribcrgcr, Schlicke. . Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung 10 25 Uhr. . . Das Haus tritt in die Beratung ber Inter- Ab, Kraetzig (Soz.fe Das kapitalistisch* autonomiftische Regime hat damit gemixt, btt blühenden Fluren des dattschen Wirtschasts- tebcns in ein riesengroßes Trümmerfeld zu verwandeln. Dem Programm, das uns gestern der Ministerpräsident entwickelt hat, stimmen wir im großen und ganzen ;u. Aber wir müssen fragen, wo bleibt der Staatsgerichtshof, der endlich die zur Verantwortung ziehen soll, die alle dies Eleist» Der* chuldet haben. Wir wollen durch das internationale Proletariat zu einem internationalen Abkom* Uten gelangen. In der soziallftischen Gesellschaft ist kein Platz für Müßiggänger. Die Soz'.alisierung muß durchgeführt werden, wenn auch nickst in allen Wirtschaftszweigen. Wir verlangen eine großzügige Politik, Hebung der landwirtschaftlichen Produk* tion ünb Schutz der lebenswichtstzen Betriebe gegen bte Gewalt Wir wünschen den Belagerungszustand zum Teufel, aber bte Spartakisten müssen erst ein* eben, daß sie sich mit ihrer Politik dec Handgra* naten blutige Üöpfe holen. Die Selbstzerfleischung des Volkes nmß aushören. Alle Kreise müssen zu- sammenftehen, damtt unser deutsches Volk nicht untergeht. Unf 8/<2 Uhr vertagt sich ba3 Haus. Wetter- Beratung Frettag 10 Uhr. Außerdem Reine An- fraget. Waldes Bezüglich der Sozialisierung des Waldes warnte der Redner ebenfalls vor zu weife gvbntben Reformen. Die Sozialisierung bezwecke in erster Linie die Hebung der Produktion ttn Interesse der GriaMthett des Volkes. Der Großwaldbcsitz stehe aber durchaus auf der Höhe der Zett und fei dem Staatswaldbririeb nicht nur an sich, sondern auch tatsächlich vielfach überlegen. Der mittlere und ein großer Tett des fleinen Waldbesitzes sei mit dem Betrieb der Landwirtschaft eng verbunden und könne von diesem nickst ohne weiteres getrennt, nach feiner Sage und Größe meist aber gar nicht selbst- ftänbig von Staatsivvgen bewirtschaftet werben. Nur sstr den kleinsten Parzellenbesitz des Waldes, der rmmerlM 1,6 Millionen Hektar umfasse, könne man sich von einer Sozialisierung etwas versprechen. „ T . Der Redner schloß fernen Vortrag mit den eindrucksvollen Worten, daß auch der Forstwisien- schaft eine Stätte an der Universität gebühre, nickst nur um zu empfangen, sondern auch zu geben von dem, was ihres Wefeus Eigenart sei, besonders auch allen denen, die künftig tn nähme zu Ragna: ,Lch weiß zwar, daß es^ Ihnen peinlich ist, hier das alles so frei und öffentlich im großen Kreise zu besprechen, da aber unser Gespräch nun einmal diese unliebsame Wendung genommen hat, sagen sie uns vielleicht, bte Wir alle so herzlichen Anteil an Ihrem Schicksal nehmen, wie Sie sich Ihre nächste Zukunft zu gestalten g eben fen rz ,Hch trete am ersten September in die Redaktion Der „Pvft" in C. als Hilftzarbetterm cm, gab Ragna zur Antwort, „um zuerst einen feiten Ulster gründ zu haben, der mir hilft, mein dich- terikbeS Schaffen für später frei entfallen zu können." ,^Jft ja lauter Unsinn," sagte Fvau Therese. „Dichterisches Schaffen, dafür gibt es fernen Treier." , .. „Tie gibt es überhaupt nicht mehr, Mama, fiel Tagmar ein. „Das ist recht, Fräulein Ragna, daß Sie Romane ober so Was schreiben wollen, ich lese sie alle." „Wie kommen Sie zu dieser 3tee?" fragte Doktor Lorenzen, der noch immer fernen Bttck von Ragna wandte unb sah, wie ihr «uge ben Fremden verfolgte, der dort drüben den stellen Bergpfad hin an klomm, welcher zu den imeiwllchen Schneeregionen führte, die so verlockend herüber winkten. ,Lch hatte," bemerkte Ragna ctitügcitDcr Aufsicht fein Monopol erhalten. Es folgen die Interpellationen Dr. Heinze und ökn. (D. Bp.i und Arnstadt (D.-Natl.) betreffend Landarbeiterstr eiks. Der Landarbeiterstretk tst zwar für den Augenblick beigelegt, aber er tami leben Aügenblick Wieder um ausbrechen. Verbrecherische Agitatoren fmb im Lande tätig, um mit rufsischem Gclde die Landarbeiter zu neuen Streiks auszuheben. Angesichts der rmgeheuren Gefahr hätte btt Regierung ptic Pflicht, endlich einmal die Energie zu zeigen, ist wir bisher so sehr an ihr vermißt haben. Abg. Bebrend (D.-Nat.): Die Not, bte aus I einem Landarbeiterftreik für die Landwirtschaft entstehen müßte, wäre die Not des ganzen Volkes. | Dir verlangen deslxttb von der Regierung Ermog- Ucllung für die Arbeitgeber, den Arbeitern bte ‘.’laturallöbnc auszuzahlen, und Freiheit der Land- erbeiter hinsichtlich der eigenen Erzeugung, ferner Förderung des Tarifvertragwesms. 9kid;: arbeiteninifter schlicke: Jeder von Ms Wird den ^lnsbruch der Landarbetterftteiks >iuss tiefste bedauern. Aber es darf auch mcht verschwiegen werden, daß die landwirtschaftlvchen Uw feer nehmet in der rücksichtslosen Ausnutzung der ^Konjunktur ilnen Arbeitern ein sehr schlechtes Bet- I loiet gegeben fmben. Als Vorbeugunssmatzrog l ist .außer der erträbuten Öanbarbeitäorbnung nvck) W ' «nbes gcsck>elien bzw. in Ausfickst genommen: Em ' 'ftlaß, der den wilden Kündigungen der Laitd- iter vorbeugen soll, Ausbau und Befestigung »p TarisWesens Endlich sind Verhandlungen un fllmtge, inwieweit eine Haftung cörzutteten hat iir deii Vertragsbruch, und zwar nicht imr seitens , Iber Arbeitnehmer, sondern vor allen Trugen auch , ,ber Arbeitgeber. Keinesfalls ist etwa beabsichtigt, das Stteikrecht rrgenbwte anzutasten ober emzu- gebf' M Ko,'1! 8' e# ..irttti I» .*äI (Erüörung. Auf den gestern an mich gerichteten Brief des Gewerftchastsbundes Teutscher Gij-mbabn» beamtet (Oriskartell Gießen) erwidere ich: M. E. haben die in dem Gewerkschaftsbund bereinigten Eisenbahnbeamten gar Teüie Veranlassung, sich gegen Vonvürfe, die ich den Eisen* bahnbeamten im allgemeinen und spytell Beamten beS Ortsoerbwids Gießen gemacht habe, zu verwahren. Ich habe solche Bonvurfe nicht k* absichttgt, habe solche auch nicht erhoben. Es kami niemand mehr die großen und geradezu Ijertwnagcnben Leistungen, die nnr der treuen Pstichtersüttung der Eifenbahnbeaniten wahrend Kriegs unb jetzt auch noch zu danken haben, anerkennen, wie ich es tue. Was ich mit meinen Ausführungen sagen wollte, und auch ganz deutlich gesagt habe, war vielmehr nur das, daß ich irachweisen wollte, daß durch die von der Sozttlldenrokrat« m guter Ab- ickst erstrebten Einrichtungen der Soziollsierung und des Räteshstems auf die Dauer bte Disziplin tn den großen Staats- und Privalbetrüben ebenso erschüttert werden müfie, wie btcidbe m bem Heere durch die Soldatenräte bereits er* habe ich dabei auf zwei mir bekannt gewordene' Vorgänge im Eisenbahnbetrieb verwiesen. Von diesen Vorgängen ist ter eine (bte Vorgänge int Lxruplbahiiyof rn pwifiurt a. M ) voch hier und tn der ganzett Umgegend so allgemein befamit, daß es wohl eines Beweises sticht bedarf. Tie Vorgänge haben ja nt allen Zeitungen gestanden unb gipfelten bann, daß ut* folge des Streiks m Frankfurt a. M. twn ter M-»g- ber SraiÄf lang Züge mäst ent- und aussahren konnten. Daß babei Eisenbahnperfvn-al, seien es mm Ar- bctter ober Beamte, beteiligt waren, dürfte doch wohl auch dem Gewerkschaftsbund ter Gxfenbatet* beamten nicht mtbcfaniti fern. Was aber den Borfall auf ter Statwn Lehrte betrifft, so ist dieser Vorfall am 18. l. Mts. hi durchaus glaubhafter Wrife von evtrnt Herrn erzählt worden, ter versicherte, am Tag ober einige Tage vorher den Borlall mtterlebt zu had«i und ter noch seiner Versicherung selbst ente Stunde auf ter Station warten mußte. Ich habe jetzt sofort an die zuständige Eifert* bafrnbivetnon um Aufklärung des ^atbestmttes geschrieben. Sollte sich Herausstellen, daß ich m diesem Fall ftrtüntlich belehrt Worten Ware, unb der Vorfall nickst pafliert ober Eisenbahn personal nicht dabct beteiligt gewesen iem sollte, so wurde ich das sofort berichtigen. Es würbe mich d^ auch aufrichtig freuen, würbe aber an der Rtch- tigfeit meiner Ausführungen tAr bte Wirkung bet Sozia.isicrungen uubber Einführung des Rate- spstems für den Eisenbahnbetrieb durchaus nichts ** Ausländsbriefe. Der Poftver- kehr nähert sich langsam dem Friedenszuftand^ Nach Den ^Bereinigten Staaten werden bereit» wieder Briese und Postkarten zur Besörderung angenommen, in wenigen Tagen kann ter Verkehr mit England ausgenommen werten. Alle 5riefe ins Ausland, ins feinblidje oder ins neutrale, luto offen cinsulicfern. Dadurch soll verhindert werden, daß tent'ch.s Geld ins Ausland wante-rt ** Tie Ortsgruppe der hTrteg8- Hinterbliebenen des Freien Hessischen Lantesvertendes hält ihre Mttaliederoeriammlung Freitag, 2ö. Juli, abends 8 Uhr, int Saale de: Restauration Sauer (Eingang Oswaldsgarten) ab .ftrcis Lauterbach. sb. L a u t e r b a ch, ,24. Juli. Laut Bekanitt- mad>ung ter Bürgermeisterei ist die Ueberlai* ung von Wohnrä umen an Personen, tee von auswärts hier zuziehen, verboten. o Lauterbach, 25. Juli. Um unseren heim kehrenden Gefangenen einen würdigen Empfang bereiten zu können, hat die hiesige Ortsgruppe des Bolksbundes zum Schutze ter deutschen Kriegs- und Zivilgesangenen nochmals eine zwette Haussammlung durch Schulkinder veranstaltet, dic den schönen Bettag von 1600 Mk. einbrachte. Auch der hicsigr E i s e n b a h n v e r e i n sammelte unter seinen Mitgliedern die ansehnliche Summe von 525 Mk., die dem Durchgangslager in Gießen überwiefen werden Tollen. Sobald der größere Teil ter Gefangenen hcimge- kehrt sein wird, soll in ter Turnhalle eine würdige und angemessene Begrüßungsfeier durch dir Stadt, den Volksbund unb die Vereine veranstaltet schücksterne Versuche in meinen M macht. Die Heinen Novellen \ani>te - die mir zufällig in die Haute kam. Das erste Honorar ermutigte mich, Wetter zu arbeiten, per Redakteur machte mir Mut, unb da gerate in der Redaktion rin Posten zu besetzen War und Herr Toktor Metzner meinte, baß uh ihn aus füllen I könnte, habe ich ihn angenommen. Tie Bezahlung ist gut, steigt nach den Leistungen, wodurch mrr' togenbeit: . „Ich werbe Schriftstellerin werten." , örmtbgütiger! Na nun steh mir einer bei," Atzte Fio.u'Therese dazwischen. „Schriftstellerin? -hr «« Mdnen^ nsta'M tenSNge/^ gjni 2Sd°s Wk h.Kation Arnstadt (D.-N.), Heinze (T.VP.) V Gen. über die Planwirtschaft rin. Zur Begrün- hng der Interpellation führt der Äbg. Witt- Lotft (D. Vp) ans: Würde die Planwirtschaft le- Reichswirtsckwstsministeriuins verwirtticht, so Hürbe die freie Initiative zum schwersten Nachteil ( jr die Wiederanfrichtung tes Handels und der Zn- buftrte ausgeschaltet. Wir verlangen die schleunige Äesritigung der Außenhantelsstclten. Sie sind eine ungeheure Ersckstoerung für die kauftnann^che Tätigkeit und können nur Quellen von Zerwurf- tnifen mit anderen Völkeni werden. Der freie Hanfe ist ein gut funktionierender Regulator der Prcrs- lrmtft zu geflattert, geht bei ter geg.mwartigcn Preislage unb dem Stande unserer Valuta nicht an. Dagegen Kellen wir die ^lusfuhr von Luxusarttkeln und Üchen, bie wir im Lande entbehren tonnten, ober ux« wo Km Rofes.ofse wir im Lante, haben, nach Mog- DrotofeoII gemäfe IM'it jöröern. Auch die Anfuhr bedarf emer ien gjlarie Mer, (onfer - oovisstn Kontrolle. WE»ttg ist e.-, unserer Textife ber 9loth bts Siebener Ite Uuftric dic nötigen Rohstoffe zuzusül>ren. ^ic ordne e Wh. fiaas leit sto dslofft er sv i gung Sterten Pt eröffnet ein weites S'ÄU,. ßtet U taSjM m «rt bet richten, wobei die schriftliche Einwilligung der großjährigen Arbeiter bzw. deS Arbeiteraus- schusses vorliegen muß. Ein großer Posten Zigaretten gelangt demnächst in Hessen zur Verteilung. Tie Tabakkleinhändler werden auf diese Bezugsmög- lichkeit aufmerksam gemacht. Die Höch st preise für Rind- und Hammelfleisch sind ab 21. Juli für den Kreis Gießen wie folgt festgesetzt: Rindfleisch das Pfund zu 3 Mk., Kalbfleisch 2,40 Mk., Hammelfleisch 2,92, Fleischwurst 2,60 Mk., Leber- unb Blutwurst 1,80 Ml. Es können auf die Zuckermarken 114, 115, 116, 117, 118 und 119 je 250 Gramm = 1500 Gramm Zucker für die Monate Juli und August bezogen werden. Mit Ablauf des 15. August verlieren die Marlen 114, 115 und 116 und mit Ablauf des 15. September die Marken 117, 118 und 119 ihre Gültigkeit. Ta der Zucker wegen der Einmachzeit jetzt auf 2 Monate zusammen ausgegeben wird, empfiehlt es sich, recht sparsam damit umzugehen, da der nächste Zucker erst wieder im Monat September l. I. zur Ausgabe kommt. Die Höchstpreise für Berbrauchs- zu cker betragen beim Verkauf an die Verbraucher: Für gemahlenen und Kristall-Zucker: Konsumzucker per Pfund 57 Pf., raffinierter Kucker 59 Pf., für H u t z u ck e r: ausgewogen ohne Papier per Pfund 59 Pf., im ganzen Hut mit Papier 57 Pf., für Würfelzucker per Pfund 61 Pf. trnb für Kandiszucker: braun per Pfund 67 Pf., schwarz 71 Pf. Dem Apotheker Wilh. Probst inGrün- b e r g ist dre zeitweise Schließung seiner Apotheke an den Sonn- und den gesetzlichen Feiertagen nachmittags von 1 Uhr bis abends 10 Uhr genehmigt worden. Für die Prüfung für Einjährig- Freiwillige im Herbst 1919 sind die Gesuche um Zulassung bei Meldung des Ausschlusses spätestens bis zum 1. August 1919 vorzulegen. Bezüglich des P rü fu n gs te r m ins, sowie des Lokals, in dem die Prüfung stattfindet, erfolgt weitere Bekanntmachung oder es ergeht besondere Ladung zur Prüfung. Ja der Zeit vom 1. bi§ 15. Juli 1919 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Hammer, 1 Pack Polstergeflechte, 3 Portemonnaies mit Inhalt. 1 Tamenhandtasche mit Inhalt, 1 Herrenuhr, 1 Spazierstock, 3 Ballen Kattun, 1 Damenuhr, 1 schwarze Geldtasche mit Inhalt, 1 Papiergeldschein, 1 Kurbel von einer Maschine, 1 Brustbeutel mit Inhalt und 1 Lederhandtasche: verloren: 1 silberne Damen-Tulaarmbanduhr, 1 goldene Damenuhr im Lederarmband, 1 schwarzlederne Brieftasche mit 2500 Mark, Entlassungspapiere und Briefsachen Inhalt, 1 dunkelbraune Geldtasche mit 250 Mk. Inhalt, 1 schwarzseidener Damenkragen, 1 Portemonnaie mit 30 Mk. Inhalt, 1 goldenes Gliederarmband mit einem roten Steinl, 1 grünliche Brieftasche mit 180 bis 190 Mk. Inhalt, 1 «goldene Armbanduhr. 1 kleines schwarz- grünes Portemonnaie mit 6 Mk. Inhalt, 1 gold. Ring mit rotem Stein, 1 Wandergewerbeschein auf den Namen Wilhelm Scheer in Gießen lautend, mit nod) anderen Papieren in einer schwarzen Lederlasche. Die Empfangsberechtiaten der gefundenen Gegenstände wollen ihre Ansprüche alsbald beim hiesigen Polizeiamt geltend machen. Büchertisch. — Hessenland. Bilder aus dem male» riscben Hessenland der Vergangenheit und der lebendigen Gegenwart mit einem warm empfundenen Begleitaufsatz von Heinz Heinrich Ruth über Art uno Brauch des Hessenvolkes, bietet das jüngst erschienene Heft 5/6 der „Bunten Blätter", die in Heckners Verlag in Wolfenbüttel erscheinen. Tie „Bunten Blätter" sind ein vornehmes Unterhaltungsblatt für Kenner der Gabelsbergerschen Stenographie. — „Was kostet uns der Friede von Versailles? 2500 Milliarden!" Von Paul Dehn. (München, I. F. Lehmanns Verlag, Preis 2.50 Mk.) Die feindlichen Friedensbedingungen knapp zusammengefaßt und erläutert. Verantwortlich für Politik: I. V.: Dr. Reinhold Zenz. Wettervoraussage für Samstag: Vorwiegend wolkig, meist trocken, Temperatur 'wenig geändert, Winde aus nockwestlicher Iiich- tung. Letzte Nachrichten. Deutschlands Aufnahme in den Völkerbund. Amsterdam, 24. Juli. MTB.) Barnes teilte in seiner während der Debatte über den Friedensvertrag im Unterhause gehaltenen Rede mit, daß man bereit sei, Deutschland sobald wie möglich in den Völkerbund aufzunehmen und daß der Viererrat zugestanden habe, daß vor der Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund auch deutsche Vertreter zur Konferenz zugelassen werden, die die Arbeitsregelung behandeln sollen. Einrichtung der Auslandsposten. Berlin, 25. Juli. Wie die „Deutsche Allgemeine Zeitung" erführt, steht über das oiel- beft-lvchene diplomatische Programm noch nichts fest. Erst in wenigen Wochen sollen zwisck>en dem Minister des Aeußeren und dem Gesamtkabinett Verhandlungen über die Einrichtung der Auslands posten im einzelnen unb über die Personalbesetzung stattfinden. "Die Kriegsgcfaugenenfursorge. Weimar, 24. Juli. (Wolff.) lieber die Krieg s g e fange nen für sorge sagte der Ministerpräsident Bauer in feiner Rede noch folgendes: Tie Fürsorge für die Kricgsg:sangenen, Kriegsbeschädigten und die Hinterbliebenen wird den militärischen Stellen genommen und den Zivil- behörden vollständig unter der Leitung des Reichs- arbeitsministeriums übertragen. Tie Kriegsbe- sckMdigtenfürsorge namentlich muß auf völlig neue Grundlagen gestellt werden. Diese Arbeit wird mit allen Mrten gefördert unter aktiver Mitwirkung von Vertretern der Kriegsbeschädigtew- Organisationen, wie Überhaupt bei der Durchführung der Fürsorge Kriegsbeschädigte und Hinterbliebene in weitestem Umfange mit hevangezogen werden sollen. (Lebhafter Beifall.) Ob freilich allen Wünschen Rechnung getragen werden kann, ist schwer zu sagen. Was hätte alles getan werden können, wenn nur einige Milliarden, die der Zerstörung bienten, für bett inneren Aufbau des VolnS verwandt wären! (Lebhafte.Zustimmung.) Vergütung für Unruhe-Schäden. Weimar, 24. Juli. (WTB.) Der Nattonal- versammlung ging heute ein Gesetzentwurf zu, der die Entschädigung der durch innere Unruhen entstandenen Schäden zum Gegenstand hat. Nach dem Gesetzentwurf ist der Ersatzanspruch nur gegeben, wenn durch die Schäden das wirtschaftliche Bestehen des Betreffenden gefährdet ist. Hohe Schäden an beweglichen und unbeweglichen Sachen werden nach den Grundsätzen festgestellt, die für die Höhe der Kriegsschäden nach dem Gesetze vom 3. Juli 19116 und die zu seiner Ergänzung und der Ausführung der erlassenen Bestimmungen maßgebend sind. Der Anspruch beschränkt sich auf den Betrag, der erforderlich ist, um dem Geschädigten unter Berücksichtigung der ihm sonst zur Verfügung stehenden Mittel die Wiederherstellung der beschädigten Sachen zu ermöglichen. Bei Schäden an Leib und Leben wird dem 'Beschädigten Ersatz für die notwendigen Heilungskosten und für die Einbuße an Erwerbsfähigkeit und den Hinterbliebenen ein Ausgleich der Nachteile gewährt, die ihnen durch den Fortfall ihres Ernährers entstanden sind. Die Höhe des Ersatzes ist unter Berücksichtigung der dem Betroffenen sonst zur Verfügung stehenden Mittel zu bemessen. D deutlichen Unruhen gekommen — einzch Fälle in Loucefter, York und Luton, h der Mob das Rathaus niederbrannte, fch bereits gemeldet worden — sondern auch in Lv» dvn selbst. Tiese Demonstrationen seien gegtH das Kön igshaus, gegen die Re gier ut und gegen Sen Friedensvertrag gerichtet gench unb enSeten mit Kämpfen mit der Polizei. d)lch ist darüber nicht zu erfahren, da die englische Bei- s u r immer noch mit großer Schärfe arbeitet 6 ist aber ratsam, diese Gerüchte noch 'immer tg Vorsicht aufzunehmen. 4.8°;6 4.50 Die Best iMltle'tu" für W Weint nach B- Znhaltr-Ueberfil BAD-MÖ&flEIM Ludwlgstrsße 13 Telephon 66 Hupfeld’s Weinstuben" Frühstuckskarte. 4861D Ernst Hupfeld’sche Weingroßhandlung Hervorragende Weine. — Versand nach auswärts Mmlieg aller Irl 5SÜÄ®? wert tle BrflM'sehe üilv.-Dreekerel. B. Laage, ‘ „Hupfeld's DieEe" Täglich abends: frstklass. musikal. Darbietung» Nachmittagstee Swos^t!irtabg,i Konzert Sonntag den 27. Juli 19H Tanzbelustiguiij i«W!igeiibelCaßivirtWW Es ladet freundlichst ein M4514 Burschenschaft„Teutom- frtlh.Znschneider erst.H&us. d. In-u. Ausland« Frankfurt a. M., Kesselstädterstr. -1> Maßanfertigung v. 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Karl Höcker.* Vorträge aus Meisterwerken deutscher Humontf (Busch, Schlicht, Thoma, Zobeltitz, Salzer, Mfb* hausen, Ettlinger usw.) Eintrittskarten für Mk. 2.- und Mk. 1.- sind» Vorverkauf in der Musikalienhandlung E und abends an der Kasse zu haben. a Der Reinertrag ist für unsere h kehrenden Kriegsgefangenen be WZ nungen der j Wochen l die Reichs/e, , §7. & Strafen Vern Mack bestraf 1. wer vo 2. wer un Gegens oder so V- Tie Berlrn _ oreutölviri Oefterreichische Verwaltung durch die Eutm. Paris, 25. Juli. (WTB.) Reuter. Da österreichischen delegierten wurde eine Note & gestellt, in der ihnen mitgeteilt wird, daß Ausschuß für Wiedergutmachung Oesterreich ® Nahrungsmitteln und Rohstoffen versehen vorausgesetzt, daß die österreichische Regiervis Waffen und Munition, die von der Tschrch». Slowakei benötigt werden, im Austausch gtgs Kohlensendungen aus letzterem Lande liefert. - Tie Kommission für die neuen Staaten wn* offiziell angewiesen, den Entwurf eines Veckrq» zwischen Bulgarien und den Alliierten aufzus^ bet' für den Schutz der Miuderheitieu 3» sorge trifft. == Eine künstlerische Sehenswürdigkeit = „Hupfeld’s Privat-HotelM Stallung. - Au (oh alle. TaizteMfll Sonntag den 27. Juli Ö.J.in d« Turnhalle zu Grohen-Linde^- Burschenschaft „Alemannia