H h u h >< K M H k H H >< h >< H M >< H k H s H M H ‘düs *• k(ateF •, une“ *£?* össs* Nur Weutand® ^^ageriunea. Stimmen, ^parieret Polieren w ineriiklmAuifahr. d. Stunmabon. große PreUennlßiguug, Karl Finke Klariennacher Weserstrasse 9. ta--NKL> ' Abu K -S-K «Vd-l-Ä- Wes- Stoffarben btfonb. g">gnei »k MlltiSrNicheu. Volle, ebenso alle ander« S® Kreuz+O.'i>5erie Aug.Noll.BabnhtM.51 Brennholz B»»kn und Elchen tnnelchoitten .Str 48) eingcieotten , 5.- ri ans stautz „ iS ff. Sofort In ieder Mn» üf. Pd. rommeekoei, Hfl-tifTOhe in. 86 Bin unter Mr. 1216 in das Fernspr» neü Giesse» angesohlossen. Heinrich FaulsJ »»SE? .n derlf* J WD Varlorei -M rib»na«den' (Sin Voiten I«slA nlkni- jüta-Wti lft>rr • Vflrffl. 9ML Baut: tt ^rma. to? pfc 10: II Vlatten »erschirdene ?»Wi MQift abauitben l d. MnboIWtek 1 Atmtul UK. H10) tilrtner moflebli Sich a. Qitfteir .gen il dnSinnbbilia on «arten. Hmi« PeeberuAllavBujij Dienstag, 25 Sebruar (919 |69. Jahrgang Annahme von änjdgcu f. die TageSminuner diS zum Dlndimiitaq vorder ohnejedeVerbnidlichkeit Seilenpreise: siir örtliche Anzeigen 25 Cf.Jür auSroactiflO 30 ^L, für Reklamen Mk.1.-nebst 20° 01cue- rungSzus iilafl;'Vlnt)Dor» schrill 20 % Auifchlag. LauptschriHeiter: Aug. Goeg Verantwortlich für Politik: Aua. Goetz, für den übrigenTeil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzetgenteli: ö. Beck; säinlllch in Gießen IMl Ter Siezener Lyekaa erscheint täglich, außer LonntaqO. - Beilagen: OletzeverKsmilleudlStter; KieisbUh fir den Kreis Oietze». veragspreis: monatl. i'ir.1.35, viertel» jährlich Alk. 4.05; durch Abhole- u. ZioeiqsteUen monall 9)1 L 1.25; durch diePost Alk. 4.05 o.ettet- jährt. ausschl. Beitetlq. ^ernsprech - Anschlüsse: für die Schriktleitunftl I2 Vertag,GeschäitssteUeöl AnschriitsnrDrahtnach- rtchten:Lnzeiger Lietzen. Gichener Anzeiger äss» General-Anzeiger für Oberhessen...ä. Sw!Mngrru«--ruck u. Verlag: brühl'sche Unio.»vuch' u. Zteinüruckerel N. Lauge. 5christleitung, Geschäftsstelle u.vruckerel: Zchulstr 7. Staatssekretär Prenh über den neuen Verfassungsentwurf in Staatssekretär Preuß erläuterte gestern der Nationalversammlung den neuen, unter der Mitwirkung des Staatenausschusses abgeünderten Verfassungsentwurf. Man sicht es der neuen Arbeit an, wie sie gegen partikularistische Bestrebungen sich zu wehren hatte. Im großen unb ganzen wird aber der Weg zur Einheit des Reiches ziemlich deutlich gewiesen, wenn auch von dem ursprünglichen Preußschen Entwurf mancher Ast abgehauen worden ist. Beim Neuaufbau Glatt Hinwegkommen über diese Fragen der territorialen Umgestaltung nur die beiden Richtung gen, die mit der Restitution der M marchien rechnen oder die einzige möglichstelHilfe in der sofortigen Vollendung des Einl-eiwstaate,- icijcu. Ist ix» Einheitsstaat nicht von heute aus morgen zu errichten, jo muß ein Weg zur allmählichen Um- bildung tn dieser Richtung gesucht werden. Damit befassen sich die Artikel 15 und 19. Artikel 15 bestimmt in Absatz 2, daß, wenn die Vereinigung der Rächstbcteüigtcn nicht zustande kommt, die Vermittelung der Reichsregierung angernsen werden kann. „Bleibt diese Vermittelung erfolglos, so kann auf Antrag eines der Beteiligten die Angelegenhert durch ein verfassungsänderndes Reichsgesetz geregelt werden." Dieser Satz ist von den Staaten ausgestrichen worden. Demgegenüber» hat die Reicl>srcgiernng wiederholt einstimmig, sich für die .Beibehaltung ausgesprochen. Wir schlagen den Weg der Verfassungsänderung, so schwierig und kompliziert er ist, vor, um in der Schonung der Gliedstaaten soweit wie möglich zu gehen. Kommt auch das Neichsgcfetz nicht zustande, dann muß an das Referendum gegangen) werden. Artikel 19, betreffend das Stimmrecht der Gliedstaaten, würde ohne diesen Satz gar nicht aufrecht zu erhalten sein. Mr Preußen wird hier die Maximierung der Stimmen auf ein Drittel vorgeschrieben, jedoch vorgesehen, daß, wenn Preußens Stimmenzahl unten 18 sinkt, dann ein NeiclBgcsetz eine anderweitige Regelung treffen soll. Damit komme ich zu den Bcfliinmnngcn über den Reichsrat. Die Frage, ob Rcichsrat oder Staatenhaus, ist in den Erörterungen viel umstritten worden. Die Jdiecj des Staatenhauses hatte .auf keinen Beifall zu rechnen und zwar von den verschiedensten Seiten nicht. Also muß ein Reichsrat geschaffen werden, allerdings.unter der Voraussetzung, daß der Reichs- rat nicht ein dem Reichstag gleichsoertiger Faktor der Gesetzgebung fein kann und diese Hauptbe- dingung ist ja auch im Entwurf durchgeführt. Des nxiteren war die Frage erörtert worden, sollen die Mitglieder des Reichsrates von den einzelnen Landtagen gewühlt oder von den Regie-- rungen ernannt werden . Man hat hier einen Ausweg insofern gefunden, als der Entwurf bestimmt, daß die Mitglieder des Reichsrates Mitglieder der gliedstaallichen Regierungen fein sollen. Gedacht ist die Sack>e also so, daß ein oder mehrere Mitglieder der glicdstaatlichen Regierungen sie int Reichstag vertreten, wenigstens als Hauptvertreter oder Hanptbcvollmächtigte. Der Zusammenhang mit den gliedstaatlicl>en Volksvertretungen ist ja beim Stand der heutigen Verfassung gegeben. Man kann also wohl sagen, daß durch die Mitglieder der heutigen gliedstaatliäxm Regierungen auch zugleich die Volksvertretungen der Gliedes floaten im Reichstag vertreten sind. Da der Hauptbevollmächtigte jedes einzelnen Gliedstaates selbst Mitglied der verantwortlichen Regierung: seines Gliedstaates ist, jo konnte die Verfassung ihn von Instruktionen .unabhängig stellen. Er wird ja selbstverständlich nur in Uebereinftimmung mit den übrigen Gliedern der Regierung seines Gliedstaates stimmen. Gegen die vom Reichstag beschlossenen Gesetze steht dem Rcichsrat ein suspensives Veto zu. Aber auch einen vom stteichs- rat abgelehnten Entwurf kann die Reick-sregierung, in ihrer Form an den Reichstag bringen. Im übrigens scl;cn wir ab von ben Bestimmungen über den Reichsrat. So ist in der Organisation der Reichsgewalten selbst der demokratiscl-e Standpunkt als Leitgedanke rein und klar zur Durchführung» gekommen, so vor allem und zunächst in den Bestimmungen über den Reichstag hinsichtlich seiner) Zusammensetzung, über die piirch ein von der Rationalversammlung zu verabschiedendes Wahlgesetz bestimmt werden wird. Der Reichstag wird in der Regel am 1. Mittwoch des Novembers Aiifammcntrcten und in .der Regel wird ihn der Präsident ein beruf en. Aber bet Reiä)staq hat auch das Recht, ohne Berufung durch den Präsidenten zusammenzutreten und zwar, wenn mindestens ein Drittel der Mitglieder des Reichstages oder der Reick>srat dieses verlangt. Die Artikel, 58 und 59 bringen eine Erweiterung des Jm-- munitätsrechtes. Ich würde es sogar für das Richtigste halten, die Wahlprüsungen einem Gerichtshof zu überweisen, während § 51 einen aus' Reichstagsmitgliedern und rechtlichen Mitgliedern zusammengesetzten Wahlprüfungsmnsichtshos vor-c sieht, jedenfalls bildet das neue Verfahren durch-, aus keine Beschränkung ober Verminderung ber* wirklichen Rechte des Parlamentes. Die Legis- [aturperiobe ist auf drei Jahre vorgesehen. Neben dem Reichstag stellt ber Vcrsassungsentwurf den unmittelbar aus Volkswahlen hervorgehenben Reichspräsidenten. Der Entwurf sieht nur einen Präsidenten und keinen Vizepräsidenten vor. Artikel 71 sieht vor, daß im Verhinderungsfälle der Präsident durch den Reicktskanzler vertreten wird und daß bei längerer Behinderung durch Rdichs-i gesetz Vorsorge zu treffen ist. Notwendig erscheinti es mir, neben das unmittelbar aus /ein demokratischen Volkswahlen hervorgehende Parlament, eine durch dieselbe demokratische Grundlage ge-< frfjaffene starke Präsidentengewalt zu stellen. Dem Präsidenten steht bte Befugnis zu, den Reichstag aufzulösen. Dem steht als Korrelat gegenüber, dav auch der stteichstag das Recht hat, dem Präsidenten gegenüber 'von den Gewähltem an die Wähler zu appellieren. Der Präsident bat im übrigen die Funktionen s- renierung, für die ber Entwurf wiederum dem Reichs kvlzlQ: Vvrsteht. Der ReichsLu^lcr deutsche Nationalversammlung. Weimar, 24. Febr. Früher als allgemein entwertet wurde, wurde bte Vorbereitung des Versassungs-Gesetzes vom Ltaatenausschuß beendigt und so konnte heute daö Berfassungsgesctz ber Nationalversammlung vorgelegt werden. Nach ßeriefung einer Reihe von Begriißmtgstelegram- men entfachte .ber Abg. Ö a a f e (U. S.) eine längere Geschästsovdnungsbebatte unb forderte die .Absetzung dieses Gegenstandes von der Tagesord- hung, weil nach ber Geschäftsordnung die erste Ofling frühestens am dritten Tage nach der Verteilung ber Druckfachn erfolgen dürfe. Das Haus feilte sich aber schließlich auf ben Standpunkt des Präsidenten, daß die Begründung ber Vorlage durchaus mcht die erste Lesung bebaute unb bc=- li'bafl, gegen die Stimmen der Unabhängigen unb ber brutsch incuionalen Dolksxartei, die Begrünbuug nttsegeiTj unc bmen von einer Beratung aber bitte abzufehen. Bei dem Gesetzentlvurf beit". Errichtung ber Reichswehr scheiterte ein Antrag E Mkürzung der dreitägigen Frist am Widerspruch ber Unabhängigen unb Deutscl>-Nativnalen. Nach diesem Vonpiel konnte endlich der Ncichsministcr dcs Innern Tr. Prcnß zur Begrünbutrg des RegierungSentwurfes das Wort ergreifen. , gtrirfidnrht. des Innern Tr. Preuß: Es ist der Wunsch ausgespwclicn worden, überall die Bezeicl)- nung „Reich" auszumerzen mtb an ihre Stelle zu setzen „Deutsche Republik". Wenn ber Entwurf bas nicht tut, so tut er es iricht etwa aus Scheu, sich zur Republik zu bekennen, aber bas Wort und der G.dqnke des Reichs hat für das deutsche Volk doch einen so tiefwurzelnden Gefühlswert, daß man es nicht, so glaube ich, ver- aittwvrten könnte, diesen 9?amen aufzugeben. So schlägt auch die Verfassung ihnen in dem ersten Artikel vor, dem neuen Reich neue Farben zu geben, neue Farben: S ch war z-ro t-g o lb. Tas deutsche Deutschland, frei von öfterreidyifdxr wie von preußischer Hegemonie mit feiner selbständigen Zentralgewalt über alle Gliedstaaten zu orga- msieren, das ify>ic Ausgabe.der Verfassung. Einen geeinten freien^Nationalsdaat wollen mir organisieren aber nicht in nationalistischer Mschließung. Die oeutfef^e Demokratie kann aber nur einen Völkerbund begrüßen, ber selbst eine wahrhaft demokratische Verfassung hat, der die Freiheit und Gleichberechtigung aller feiner Glieder ohne Rückhalt unb Vorbehalt anerkennt. Eines ist durch die neue Verfassung bis zu einem gewissen Grade garantiert: Tie Homogenität zwischen Reich und Gliedstaaten, durch die allerdings sehr vorsichtig gehaltenen unb auf das Aller notwendigste beschränkten Bestimmungen dcs Arsikel 16, die dieser ?lrtikel für die Verfassungen der Eirrzelstaaten gibt. Ein umfangreiches unb nicht ohne Komplikationen zu lösendes Ziel des Vcr- sasfungsentwursts ist die Arbeitsteilung zwischen Reich unb Gliedstaaten, die Kompetenzabgrenzung. Es hängt dies von den zahlrcicksen Erwägungen der techniscl»m Ressorts ab. Hier bebaure ich, nicht die Ehre zu haben, als Achgeoichneter Mitglied des Hauses zu sein, denn gerade gegen diese Bestimmungen ist die Kritik verlockend und hier Hand anznlegen, liegt ja in der Aiachtvollkommenheit der Nationalversammlung. Unter ben Kompctenzbestimmmigen kommt eine an erster Stesse in Betracht, die einen erfreulichen Fortfclwitt gegen den bisherigen Zustand bebrütet. Tas ist die Bestimmung in Artikel 4 betreffend die Beziehungen zu den auswärtigen Staaten. ?luswärtige Beziehungen werden nmimehc misschließlich Reicl?ssa.sx' fein, unb es soll mit Dank hier anerkannt werden, daß die Gliedstaaten auf bas aksioe unb passive Gssandtschastsrecht verzichtet haben. (Beifall.) Weniger erfreulich ist die in Artikel 5 niedergelegte Regelung des Militärwesens. Die E i n z e l st a a t* lieben Kriegsministerien unb Verwaltungen bleiben bestehen. (Hört, hört!) Tie Reichsregierung bat sich nur sehr schiver entschlosst n. auf eine Streichung dieses Absatzes zu verzichten. Im Interesse der Vereinheitlichung des Militärwesens wäre dringend zu wünschen, daß es der Nationalversammlung gelingen möge, hier über ben Entwurf hinaus ein Stück vorwärts zu geben. Auch die Vereinheitlichung des Verkehrswesens ist ein erstrebenswertes Ziel. Die Sachverständigm haben ben gegenwärtigen Augenblick mcht als geeignet bezeichnet, um die Um- manbluug zahlreicher Verwaltungen vorzunehuwu. Aber das sollte die Natiinalversammlung nidyt lindern sich die Sache noch einmal genau anzn- sthen. Für die Post Bonn ich die erfueulidje Mitteilung machen, daß demnächst eine deutsche Reichspo st marke im ganzen Reiche gelten wird. (Beifall.) Bayern hat auf die eigene Briefmarke verzickUet. (Beisall.) Eine starke För- bemng hat der Einhsitsgedanke auf ben Gebieten des Finanzwesens gefunden. In Artikel 9 sind im einzelnen die Gebrete aufgefuhrt, auf die sich in Zukunft die Reichsgefetzgebung erstrecken soll. Entgegen ben ursprünglichen Achichten ber Regierung ist in diesem (Artikel 9 Kir ch e un dS chu l e nicht auf genommen worden. Tas scheiterte an dem Widerspruch der Einzelstuaten. Tasur sind in die Grundrechte des deulscherr Volkes gewisse allgemeine Grundsätze für das Schul- unb Unterrichtswesen ausgenommen worden. In dem Artikel der Schlußbestimmnngen sind den Einzcl- sdaaten eine Reihe von Sonderrechten Vorbehalten, die wir ihnen lieber nicht eingeräumt hätten. Dre Bezeichnung dieser Artikel als „Schlußbestimmungen" gibt ber Hoffnung Raum, daß sie möglichst bald beseitigt werden können. Auch hinsichtlich der territorialen Bcschaffen- heit der Gliedstaaten sieht die Verfassung im Artikel 15 Vereinbarungen zum Zwecke des Zusammenschlusses im ganzen oder in Teilen vor. Aber an bet praktischen überaus bringenden unbi wichtigen Frage, ob die Reichsverfassung einfach die 25 Gliedstaaten in ihrem Bestand garantieren! soll, kann man nicht vorbei. Mit dem bloßen Bestehcnlassen ist es nicht getan. Es müßte evtl, das Reich sie durch fein Eingreifen erhalten. Nach« dem die Tynasrien nicht mehr befleljen, kommt diese Sache von selbst ins Nollen unb ist schon ins Rollen gekommen. Gotha unb Koburg wessen sich voneinander losreißen, bas Fürstentum Pyrmont protestiert leü>ensck)asilich gegen! bie unerhörte Tyrannei von Waldeck. Ihre ganze schwerwiegende Bedeutung erhalten diejle Fragen vollends dadurch, baß fast niemals in Deutschland eine Loslösung Platz greifen kann, ohne den preußischen Staat in Mitleidenschaft zu ziehen. In bezug auf das Verhältnis in Nord- und Mitteldeutschland wäre es unverantwortlich^ Nichts höre» und nichts sehen zu wollen, was sich ber Bundesstaaten tritt die neue Verfassung in ihrer Anleitung vorsichtig einige griffe zurück. Sie ist in diesem Punkte farblos geworden. Immerhin, daß Vereinfachungen und Verbesserungen eingreifen sollen, ist wenigstens „vorgesehen"". Die deutschen Gliedstaaten sollen „berechtigt"" sein, sich zum Zwecke der Bildung größerer leistungsfährger Gliedstaaten im ganzen oder in Teilen zusammenzuschließen. Neu errichtete Gliedstaaten sollen mirrdestenS eine MillionEinwohirer umfassen. Der Gedanke eines künftigen Groß Hessens könnte also auf dieser Grundlage verwirklicht werden. Das Reich soll zunächst nur „vermitteln"", später aber aus Antrag eines Beteiligten die Angelegenheit auch durch ein Verfassung säuberndes Neichsgesetz regeln können. Der Staatenausschuß hat diesen tekten Satz nicht angenommen. Es ist klar, daß nach dem jetzt vorliegenden Verfassungsentwurf nichts übers Knie gebrochen werden soll; man will die Anregungen des ersten Preußschen Entwurfes zmcächst int deutschen Volke wachsen und sich eittwickeln lassen. Die Widerstände hat Staatssekretär Preuß in seiner gestrigen Rede wir- timgSvoll gekenn-zeichnet. Hoffen wir, daß der Gedanke an die starke Einheit des gteiches in wachsendem Maße sich durchsetzt! Manches partikularistische Gebüsch ist bereits verwelkt. Das Blättchen des einzel- staatlichen Kriegsministers grünt freilich vorläufig noch; da die Wurzeln des Heeres- wesens aber nach dem Entwurf im Reiche liegen sollen, wird and) die übriggebliebene ein',elslaat(iche Verwa'tungsbe'ugnis hoffentlich reckst bald verdorren. Auch im Verkehrswesen, das Sache des Reiches werden soll, gibt es noch Nnferttgkeiten, hemmende Kompromisse. Man will der Entwicklung nicht mit zu rauher Hand vorgreifen, will den Deg der Verttäge einschlagen. Tröstlich war aber, daß gestern Herr Preuß ankündigte, z. B. eine einheitliche deutsche Briefmarke werde als nächster Fortschritt demnächst ihren Einzug halten. Möchten die weniger an Sonderrechten interessierten Gliedstaaten sich zusammenfinden, um die Einheitsentwicklung weiterhin zu fördern! Dann werden die Gewächse in den partikularistischen Rubeln bald ganz verdorren. Besonders unser Hessen, dessen Fmanzlage der Minister Hen- nch in diesen Tagen als wenig aussichtsreich hinstellte, ist auf den Weg zu einer starken Reichseinheit hingewiesen. Unsere Regierung sollte bei jeder sich bietenden Gelegenheit diesem Ziele Ausdruck geben. Zahlreiche Kompetenzen des Reiches sind ertoettert worden. Wir nennen nur öffentliche Sicherheit mrd Ordnung, Wohlfahrtspflege, Wohnunas- und Siedlungswesen und Schutz mtb Förderung der schulentlassenen Jugend. E5 wirdnach dem neuen Entwurf künfttg nur ein Reichsparlament geben. Der Reichsrat, ber aus Regierungsvertretern der Einzelstaaten besteht, hat nur beratende Funl'tionett. T>ir möchten glauben, daß die deutsche Na- tionalversammlmrg den Willen zur Reichseiu- heit nur noch stärken, nicht aber schwächen werde. ist nicht mehr der einzige verantwortliche Träger ber Reichsregierung, sondern Präsident deS Nei chs in in i 1te ri » ui4. Aäan bat für das Reiclisrniniflerium abfidytlirf) nickst die Üollegialvcrfassung vorgeschriebeic, fonbem will dies ber Gestaltung ber praktischen Bedürfnisse überlassen. Für die Minister ist zur FoNfüchruug ihres Amtes bas Vertrauen des Parlarneitts uot- ivendig. Der unmittelbare Einfluß, den bas Parlament auf Regierung und Verwaltung ausübt, ermögiichit bie Auslese ber polilisckstil Führer durch bas Parlament. In Abweichung von ber früheren deutschen Verfassung bat der Versassungsentwurf in seinem zweiten Abschnitt auch die Griuidreckste bcs beutfdxn Volkes ausgenommen. Einige neue Punkte sind binjugetommen, wie der Schutz ber inenf(blieben Arbeitskraft und der Schutz der fremdsprachigen Minderbeiten. SSerfaffungöänberungett sind gegen früher sehr erschtvert. Während früher nur erforderlich war, daß eine Verfassungsänderung keine 14 Stimmen gegen sich hatte, wird jetzt eine Zweidrittelmehrhett des Reichsrates unb des Reick-stages verlangt unb es kann dagegen vom Präsidenten das Referendum angeriifcit werden. Bei dem befonbercn Verhältnis von Reich und Gliedstaaten werden bermi- auch Kompetenz- Verschiebungen erschwert. Die Gliedstaaten können ixrljer mit umso sicherem Herzen auf Reservat- rechte bet alten Art verzichten. Indem Reick)sregiemng und Staatenaussckntß den Entwurf der Verfassung dem Hohen Hause übergeben, legen sie die endgültige Entsck)eidung in Ihre Hände. Daß von Ihren Kräften unb Ihrer Weisheit die Zukunft unseres hart geprüften Volkes abbüngt, wissen Sie. Leite Sie bei Ihrem Werk die Stimme des Freiherm v. Stein: ,.Ich kenne nur ein Vaterland und das heißt Teutsck»- land, deshalb farat ich auch nur dem gesamten Deutschland und nicht einem Teil davon mit ganzer Seele ergeben sein."" (Beifall.) Von der deutich-nation alen Bolks- partei ist eine Interpellation eingegangen, die sich gegen die lieber griffe mancher Einzel staaten in der Kirchen- und Schulgesetzgebung richtet. Tas Haus vertagt sich. — Nächste Sitzmig Tienstag 10 Uhr. Die erwähnte Interpellatio» und Reichswehrgesetz. Schluß 1/26 Uhr. Die neue Reichswehe. Berlin, 24. Febr. Zu dem Gesetzentwurf über die Bildung einer vorläufigen Reichswehr, der heute in ber Nationalversammlung nicht zur Verhandlung kam, bereiten die Mehrhettsparteien eine Reihe von Mänderuugsanträgen vor, in denen n,achdrücklich ausgesprock>en wird, daß die Mitglieder des jetzigen Freiwiligenheeres, insbesondere die U n t e r 0 s s i z i e r e und O s- siziere, den ersten Ansprirch auf lieber* nähme in das spätere dauernde Heer erhalten sollen. Ferner soll ausdrücklich gesagt werden, daß bewährte UnteroffizierezuOfsi- zieren befördert werden sollen uno daß den Angehörigen des Freiwilligenheeres die Versorgungsgebührnisse zustehen, die den Heeresangehörigen im allgemeinen zugestanden haben. Enthüllungen des „Vorwärts" über beit Mordanschlag aus Auer. Berlin, 24. Febr. (WB.) Ter „Vorwärts" schreibt über die Vorgänge in München- Ein aus Vttinck)en gekommener Vertrauensmann gibt dem „Vorwärts"' über ben Mordanschlag auf Auer mtb bie anderen sozialistischen Minister folgende Aufssärmrg: „Tas Attentat auf Auer ist von dem ganz unter unabhängigen'und spartaktstischen Einfluß fteflenben sogenannten oevoi iutionären Arbeiterrat verübt worden. Der Täter ist dessen Mitglied, ber Metzger Aloysi Lindner. Qx brüstet sich allenthalben mit sernest Tat. Trotzdem ist er in Freibeit. Niemand denkt daran, ibn sestzunehmen. Er betrat den SitzmrgS^ saal durch den Eingang ber Abgeordneterc. Diq Wache im Landtag lieft ihn also durch. Diese, von der republikanischen Sck)ützwacl)e gestellt, war mit bdnt Täter in Fühlung. Sie erklärte den Abge» ordneten sofort: ,,Außer Auer müßten noch Timm und Roßhaupter daran glauben." Als Lindner, nachdem er Auer nicdergeschossen hatte, Zioßhanpter nicht fand, knallte er blind-. lings in den Saal und traf den Zentrumsabgeorb- neten O s e l. Während der Tat waren die ganzem Tribünen von Mitgliedern und Anhängern des. revolutionären ArbctterratS besetzt, die mit Hande», granaten und Revolvern bewaffnet waren. Teal Vorsitzende des Arbeiterrats, Hagemei st er, rief nach den Schüssen von der Tribüne: „Das ist die Rache dcs Proletariats!" Er und seine Genossen waren also im voraus orientiert. Der Sanitäter der republikanischen ,Sck)utzwack)e erklärte» dem in feinem Blute liegenden Silier: „Verdi c nt hast du das nicht, daß ich dir helfe. Ich tue e s nur als Mensch!" Als Auer uim Kognak bat, lehnte der Sanitäter das mit den Motten: „Du gehst ja doch gleich drauf!" ab. Ter revolutionäre Arbeiterrat, die Hauptstütze Eisners, war durch den Einfluß der Anarcknften Lm'dauer, Levien und Mühsam noch bedeutend rabifalifiert worden. Clentcnceaus Befinden. Paris, 24. Febr (WTB.) Erstem abend wurdH folgender Bericht über Tlemenceaus Befinden ausgegeben: Tag sehr gut, Temperatur 37.2, Puls 68. Künftig wird täglich nur noch ein Bericht ausgegeben. Februar 8 Uhr im Saal des Großherzog er» (Ausgabe Nr. Somstag den furt (L TI - Dieben Da« Staatlich« Kraftverkehrs-. zusammenfetz' amt Frankfurt a. M. hat eine» regelmäßigen gib | wehr unb eii in er» Aussprache wird durch Prof. Grnelin öffnet werden. von Ge- rntttclkarte ausgegeben. *♦ Käseverteiluna 15.) Don Dienstag den 2j. bi5 1. Marz einschließlich gelangt in verschiedenen 05cfdyiiten Käse zur Perteilung Siehe Aekannttnachung. *• Jur Fischversorgung. Wie das Lebens- mitttlamt milteilt, verkauft eine hiesige Firma Fische, mit deren Verteilung das Lebensmittelamt nichts zu tim hat. Das Lebensmittelamt ist vom Eintreffen der Fische vorher nicht verständigt worden. Cs wäre daher unbegründet, erst Beschwerden über Nichtberücksichtigung beim Lebensmittelamt vorzubringen. Plünderungen und Räuberen n eine Bürger wehr zu bilden, die flch ans allen Kreisen der Bevölkerung . r-----'-h«i soll. Es soll eine ständig« Bürger, int Reftrsewehr geschaffen »«den. Du •• Polizeibericht. 3n der Nacht zum 2t. d. M. wurden durch Einbruch eine Zigarrenkiste mit 200 Mk. und verschiedene Nechnungen und Quittungen von der Firma Eduard Sack zu Diehen gestohlen, ferner eine 10X12 große polierte eiserne Deldkasiettc, di« innen rotgestrichen war, auhen ringförmige Ver- zwrungen trug und in der sich einige Schachteln Streich. Hölzer mit der Aufschrift .Bayern Stolz- befanden. - Am 22. d M. wurde einem Schüler des hiesigen Pädagogiums, in dem Hause Liebrgstrahe 46, aus seinem verschlossenen Schrank ein dunkelbrauner Herrenanzug mit Kniehosen, eine blaue und eine graue kurze Hose, drei Trikot-Unterjacken, ein Paar graue Wickelgamaschen entwendet. Sachdienliche Mit. tellungen nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen. - 3n der Nacht zum 2-1 d. M. wurde in einem hiesigen Kaffee cinEinbruchsdiedstahl ausqeführt.wo. bei den Dieben Zigaretten, Schokolade, Likör, 2 Paar Damenstiefel, und zwei Uhren in die Hände fielen Am nächsten Tage gelang cs, die Diebe, zwei jugendliche bereits gerichtsdekannte Personen, feftzuneh. meu und die Gegenstände wieder zur Stell« zu drin- gen. - 3n der verflossenen Nacht nahm die Sicher- heilswache in d«r Mühlstrage zwei Soldaten mit iwei Pferden fest, welche in Heuchelheim der Be- pannungs-Abteilung der Nachr.-Erf.-Abtlg. 18 g«. tollen waren. •• Diebstahlversuch. Dor einigen Tagen wurde em Landmann aus einem benachbarten Dorfe erwischt, als er im Begriffe war, einen von den auf dem Trieb oufgestellten Armee-Wagen mit fein' i Pferdc zu bespannen und davon Zufuhren. Er wurde verhaftet. •• Kraftwagen.Eilgüterverkehr Frank- -Grundsätze seiner späteren Dotjchaft-n angenommen. Es liegt hier zwar kein völkerrechtlicher Vertrag Otn üblichen Formen vor, aber eine feierliche D Au» dem Reiche. Graf «antzau über de» Völkerbund. Berlin, 24. Febr. 3n einer Unterredung mit einem Vertreter der ,Frkf Itg.- erklärte Staats- ftkretär Graf Brockdorff-Nantzau: Ob Deutschland in den Völkerbund eintritt, wird gara von den Beding- engen abhängen, die man Deutschland dabei aufer- legen möchte .Wir werden aus dem Gebiet der Welt- wirtschaft und der kolonialen Entwicklung als Pana behandelt, so mag die Welt wiffen, daß das deutsche Volk nicht aufhören wird, gegen un- gerechten Zwang zu orotestieren. Wir werden uns dabei auf die Tatsache stützen können, daß im Anfang November eine Willenseinigung zwischen Deutschland und seinen Gegnern über die Grund, lagen des Friedeus zustande gekommen ist. Beide Teile hoben die 14 Punkte der Kongrefzrede des Präsidenten Wilson vom 8. Januar 1918 und die gffterdienst ob Frankfurt noch (Biegen (über Vilbel, Großkarben, Friedberg, Bad Nauheim, Butzbach, evtl Wetzlar), nach Mannheim (über Darmstadt, Bensheim, Weinheim) und nach Aschaffenburg (über Offendach, Hanau) eingerichtet. Jur Linderung der Berkehrsnot sollen weitere Linien demnächst in Betrieb kommen und bei genügendem Güterangebot tägliche Beförderungsgelegenheiten auf allen Linien für Warensendungen, Prwatgüter, Gepäck usw. ge. boten werden. - Lusnunft erteilen die vom Krast- Verkehrsamt mit der Geschäftsleitung beauftragte Hanseatisch« Seeverkehrs - Gesellschaft m. b. h., Frankfurt a. TL, die Düterfarnrnelstellen und die Speditionsfirmen. •* Besitzwechsel. Die hoch- und Tiefbau, ocsellschaft verkaufte ihr Geschäftsgebäude Bahnhof, strahe 65 mit Wohnhaus West - Anlage 19 an Ge- bruder Zullmann, Agenturgeschäft, und erwarb da» Anwesen Wilhelmstraße 16. '* Viehzählung am 1. März 1919. Wir weisen auch an dieser Stelle auf die Dichtigkeit der Erhebung hin und betonen besonders, daß deren Ergebnis wirtschaftlichen Massnahmen zur Grundlage dienen soll. ** Lehrlingsvermittelung. Die Lehrherren, die Lehrlinge oder Lehrmädchen einstcllen, unb die Eltern, die ihre Kinder in Lehrstellen unterbringen wollen, seien auf die unentgeltliche Lehrstellenvermittelung des städtisck-en Arbeitsnachweises aufmerk,am ge- macht. ** Die Amtsräume des Bersiche- rungsamts, MieteinigungsamtS und der Ge- richtsscftreiberei für (bewerbe- und Kaufmann-- gericht befinden sich vom 1 Mörz d I ab Aster,veg 9, erster Stock. Das Versicherungsamt bleibt am 27 und 28. d. Mts. geschlossen. ** DaS Ende der Einquartierung. Ten Einwohnern der Stadt Gießen bringt der Oberbürgermeister zur Kenntnis, daß nach Mitteilung des Garnison-Kommandos von Montag den 24. o. Mts. ab für die sich hier auf haltenden Heeresangehörige keine Bürgerquartiere gewahrt werden. — Offizier.Iioilversorgung. Die im De. reiche des 18. Armeekorps eingerichtete Auskunfts- stelle führt die Bezeichnung „Auskunftsftelle für Kriegs» beschädigte Offiziere beim Versorgungsamt 18. Armee. Korps, Frankfurt a. M., Theaterplah 4-6“. *♦ Der Volksbund für Freiheit und Vaterland hält am Freitag den 28. •• Schwarz-Weiß. Lichtspiele, Seltersw. 81. Ab heute bis Freitag 28. tritt Bruno Kastner in dem Filmwerk „Der Schwur“ auf. Außerdem kommt die Deiektiv-Groteske .Geschwollene Nasen“ zur Aufführung. 3n Vorbereitung ist der Film .Lusandra, die Königssklaoin“. KreiS Büdinyen ba. Büdingen, 24. Febr. Wilde Gerüchte durcheilten am Samstag die Stadt Büdingen. Von Hanau kommend« spartak iftische Banden sollten in einzelnen Gemeinden des Kreises raubend und plündernd eingefallen sein und sich im Anmarsch auf Büdingen befinden. An alledem ist selbstverständlich nicht ein wahres Wort gewesen. Das hiesige Kreisamt ermahnt die Bevölkerung dringend, gegenüber derartigen phantastischen Gerüchten mehr Ruhe und Besonnenheit zu bewahren. Insbesondere muß von den einsichttgeren Kreisen der Bevölkerung ermüdet werden, daß sie haltloses Gerede nicht für bare Münze nehmen und durch entstellende Weitergabe des Gehörten die Unruhe, die sich in diesen bewegten Tagen ohnedies schon vielfach bemerkbar macht, nicht noch künstlich vermehren. Ernst zu nehmende Angaben über drohende Gefahren wolle man alsbald dem Kreisamt melden, das das Weitere veranlaßen wird. 3m übrigen sind alle Vorsichtsmaßregeln getroffen worden, um etwaigen spartakistischen Umtrieben wirksam begegnen zu können. Kreis Alsfeld. M. Hopfgarten, 24. Febr. Die Ortschaften der Pfarrei hopfgaden richteten eine Bittschrift, welche von den Kirchenoorständen und Kirchenvertretungen der einzelnen Gemeinden unterzeichnet war, sowohl an die Deutsche Nationalversammlung in Weimar, als auch an die hessische Volkskammer in Darmstadt, um Beibehaltung des konfessionellen Neligionsunterrichts in den Volksschulen. Kreis Friedberg. at Friedberg, 24. Febr. Am Freitag abend erschoß der Dahnbedionstete Kraft beim Putzen seines Revolvers angeblich durch Ungeschicklichkeit seine Frau. Er wurde Samstag früh in haft genommen. dessen Nassau. ----- Frankfurt a. TL, 24. Febr. Bei den Wah. len zur Stadtverordnetenversammlung am nächsten Sonntag stehen sich acht Listen mit 449 Kandidaten gegenüber. Es liegt keinerlei Listenver- binbung vor. Tie Lage in Hanau. X Hanau, 24. Febr. Nachdem über Sanaa der Belagerungszustand erklärt worden ist, gilt es vor allen Dingen, die vor einiger Zeit zur Verteilung gekommenen Waffen wieder herauszuholen. Organe der Polizei und besonders eingeteilte Kommandos der Negierungstruppen nehmen Haussuchungen vor und sind von ftüh bis spät tätig, wobei sie ungeahnte Erfolge erzielen. Es hat flch herausgestellt, daß Hanau tatsächlich einer militärisch gut ausgerüsteten Festung glich. Ungeheure Mengen von Waffen und Munition, sowie militärische Ausrüstungsgegen- stände aller Art konnten in großem Umfange geben gen werden. Teilweise wurden die Sachen in den Privatwohnungen der „Besitzer" gefunden, zum Teil auch in gut verborgenen Verstecken. So wurden aus einem Kanalrohr drei schwere Maschinengewehre mit Munition herausgeholt, die dod feuerbereit stan- den. Aus dem geplünbeden Lebensmittellager der Stadt hat man bei den Haussuchungen gleichfalls große Mengen gefunden. Di« Hauptanführer bei den Ueberfällen auf da» Landgericht, das Schloß Phi. lippsruh« und das Lebensmittellager sind ermittelt und feftgenommen worden. - 3n einer gemeinschaftlichen Sitzung, an der Vertreter des Slrbeiterrates, des vürgerausschuffes und ein Vertreter des Magi- (trat» teigenommen haben, ist einstimmig beschlossen worden, zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Dränung und Sicherheit und zur Bekämpfung weiterer Au» Stadt und Land. Gießen, 25. Februar 1919. Lebenffmtttel. *• Lebensmittelverteilung. Mittwoch den 26. d Mts. werden in den Bezirken karten für eine S o n d er v e r t e i- 4 ung von Lebensmitteln ausgegeben. Vor- bestcllung in einem Kleinhandclsgesäzäft vom 26. bis 28. d. Mts. einsäzließlich Kersmarken ftihtiicii auch in Schokolade- und Zuckerwarengeschäften abgegeben werden. Siehe Bekanntmachung. ** Fettausgabe Mittwoch den 26. d. MtS. werden in den Meftgergesckiästen 5 0 Gramm Fett zum Preise von 40 Pf. gegen Ablieferung des Abschnittes 8 der Lebens- etnbarang, deren Tragweite sich alle Beteiligten wohl bewußt waren. Kein Friede wird der Welt die Ruhe geben, der dieser Vereinbarung widerspricht. Eine neue Spartakistentat in Düsseldorf. Düsseldorf, 24. Febr. (WTB.) Die Stadtverordnetenwahlen wurden durch bewaffnetes Einschreiten von Spartakisten gestört. Bereits am Samstag abend verlangten betoa fncL* Männer von einigen Wahlvorstehern die .Herausgabe der Wählerlisten In den betreffenden Bezirken konnte deshalb nicht mit der Wahl begonnen werden. Gestern abend erschienen mit Gewehreft und Handgranaten b waffncte Spartakisten in den meisten Wahllokalen der Staat und der Vororte, bemächtigten sich gewaltsam der Wahlurnen und Wahllisten, verbrannten sie auf der Straße oder warfen sie in den Rhein. In mehreren Fällen kam es zu lebhaften Schieberein, wobei ein Ingenieur durch Lungenschuß schwerverletzt wurde. Da die Erstürmung der Wahllokale in allen Stadtteilen fast zu gleicher Zeit lo^iitn, muß angenommen werden, daß es sich hreroei um einen vorher festgelegtenPlander jetzigen Machthaber handelt. Gkintindcwahlen in Hannover. Hannover, 24. Febr (WTB.) Nach den gestrigen Gemcindewahlen der Stadt Hannover verteilen sich die Sitze wie folgt auf die einzelnen Parteien: Mehrheitssozialisten 35, Unabhängige 2, Hauswirte und Gewerbetreibende 6, Angestellte 2, Demokratische Partei 8, Deutsch-Hannoversche Partei und Zentrum 20, Gastwirte 1, Wahlvorschlag Tramm 1 (Stodtdirektor Tramm a. D.), Bür- g-.'rbund 9 Das Wahlergebnis aus Linden liegt noch nicht vor, doch Dürften hier Die sozialistischen Parteien die Mehrheit errungen Haben Wahlen in Oldenburg. Oldenburg, 24. Febr. (WTB.) 3n Oldenburg wurden zur Canbesoerfammlung (ohne Lübeck und Birkenfeld) gestern 12 Sozialdemokraten, 12 Deutsche Demokraten, 10 Vertreter des Zentrums unb 5 der Dolltspadei gewählt. Hessen eine öffentliche Versammlung ab. heimrat Mittermaier wird über das Thema: Die Reichsverfassung sprechen. Die Bildung der Bürgerwehr soll in den Hauptpunkten auf der Grundlage der Verordnung des Rates der Dolksbeaustragten vorn 12. Dezember 1918 erfolge*. Ans dem besetzten Rheingebiet. = Höchst a. M, 24 Febr. Der Magistrat gibt bekannt, daß in den nächsten lagen eine ganz bedeutende Vermehrung der jetzt hier vorhandenen Besatz ungstruppen eintritt. Da die Maffenguarttere nicht zur Unterbringung der Soldaten ausreichen, müflen die Privatwohnungen in weitestem Maß« zu Quariieren herangezogen werden. Wohnungsinhaber, die Soldaten zurückweisen, setzen sich den härtesten Strafen aus. - Auch die anderen Hari an bet neutralen Jone belegenen Orte erhalten in diesen Tagen erhebliche Truppenoerstärkungen. = Mainz, 24. Febr. Auf Befehl des ftanzöfi- schen Oberkommandos ist die Erneuerung der Gemeinderäte bzw. der Stadtverordnetenversammlung in den durch die aüiieden Armeen besetzten Ländern nicht gestattet. Infolgedessen werden auch keine Wahlvorbereitungen und Versammlungen, die sich auf die Gemeindewahlen beziehen, von den militärischen Behörden genehmigt. = Aus der neutralen Jone, 24 ftebr. Don Tag zu Tag mehren sich die Fälle, daß französische Soldaten aus dem besetzten Gebiet in die Ode der neutralen Jone kommen, um hier an den Masken- bällen unb sonstigen Vergnügungen teilzunehmen. Während die „Gäste“ von den jungen Burschen gemieden und kaum beachtet werden, muh von den jungen Mädchen leider - so wird übereinstimmend berichtet - gejagt werden, daß sie förmlich wie be- seffen den Franzosen nachlaufen und sie anhimmeln. B o n n, 24. Febr. Der Nektar der Universität Bonn gibt im Auftrag der brittschen Behörde bas Verbot von Mensuren mit scharfen Waffen, von Zweikämpfen und des IDaffentragens bekannt Außerdem ist das Tragen der bunten Mützen, sowie Dorf jedweden sonstigen studentischen Abzeichen untersagt. vermischtes. Eine neue Flug-Erfindnng. Paris, 23. Febr. (WB.) Der ..Marin' meldet: Das Mitglied der Akademie der Wissenschaften, Rateau, machte eine Erfindung, die es den Flug- zeugen ermöglicht, mit bisher ungekannter Geschwin- ditzkeit in bis heute unmögliche Höhen zu fliegen. Dadurch könnte eine Reise von Paris nach Algerien in fünf, nach Kairo in elf Stunden zurück- gelegt werden. Letzte Nachrichten. Für die deutschen Gefangenen. Berlin, 24. Febr. (WTB.) Zur Frage der Besserung des Loses der in Feindesland befindlichen beu tschen Kriegs- und Zivilgefangenen sowie zur Rückführung der (Sdnocmmnmbeten und Zivil internierten hat der Vorsitzende der beutidyn Waffensrillsbands- kommission in Spaa den Alliierten am 22 Febr folgende Rote überrtidM: 1. Seit über drei Monaten wird die Fvei- lassung der deutschen Ikriegs- und Zivil gefangenen von den Vertretern der Entente vergeblich erbeten. Auch nachdem der letzte transportfähige alliirrtc Kircgsgeftmyene Deutschland längst verlassen bat, beschräickt sich die Heimkehr deutscher sfricgsge- fangener auf eine Anzahl Schwerveramndeber aus englisck»er Haiw während berat Rückgabe aus Frankreich trotz ,bed seinerzeit von (tienrral Nu- bant auf Ende Januar in Aussicht «stellten Zeitpunktes auch jetzt im letzten Drittel des Monats Februar noch mdxt einmal begonnen hat. Tcutfrfx- land bat in der kurzen im Waffenstillstandsvertrag festgesetzten Frist sämtliche alliierte Zivilgefangene unter Ueberwindung aller durch die ersten Revolutionswochen bedingten Schwierigkeiten üt ihre Öeimat zurückgefuchrt. Auch die englische Regierung entläßt in dankenswerter Weise die beut- feben Zivilinternierten, die in 'Regelmäßigen Traus- Porten in Holland eintreffen. 3*n Frankreich werden bi eTausende dieser am Kriege gänzlich unbeteiligten Opfer noch immer festige halten. Nach den völkerreclitlichen Bestimmungen Cönnrn sie nicl-t zur Arbeit^ezwungen werden. So oertrauern sie hinter dem «>^lä»ldraht ohne jeden Zw«k nim- mehc das fünfte Jahr ihres Lebens, txi sie fast sämtlich im Herbst 1914 interniert wurden Ich bitte Gfencrnl Nudant erneut, durch Marschall Foch die /vanzösii'che Regierung zu veranlassen, mit bet sofortigen Freilassung aller deutschem Scswerner,tnmbtten und der deutsäien 3ioilinier- irinten zu beginnen. 2. Die deutsche Regierung hat noch Abschluß des Wafst-nsiillstQndSvertragcs aU'S freien Stucken große Erleichterungen ifür die alliierten dkri»gS- gefangenen verfügt. Wie in der Note vom 7 Ds- zember 1918 mitgetcilt worden ist, wurden die Freiheitsbeschränkungen im weitesten Maße ausgehoben, die Löhne denen freier Arbeiter gleichgestellt, die Postzenfur abfleschufft ufn>. Dagegen sind alle Versuche, das Sclncksal der in alliierter Hand zurückgeblichenen 800000 deutschen zkriegs- und Zivil gefangenen zu mildern, bisher vergeblich fleHubt-n. Die deutsche Rote vom 8 Januar 1919. jtx’ldK die Bitten um Besirimng des Loses bieter Ungtucücchen du Kimmen fa^t, ist bi» bmre, also seit sechs Wochen, nicht einmal einer Antwort gewürdigt norden 3. darüber hincruSgehend.haben die franzö- fischen ^ehörden die Behandlung der deutschen Kriegs- und Zivilaeftmgeiwn verschärft Obgleich Arttkel 6 bed WaftewMtandsAbkommens nur bte über den Äusvausch der ittieae^fangenen •’K,S° Jcnen Verträge aufbebt und Marschall F-ch tm Wald« von Compiegne den deutschen Unterhänd- lern ausdrücklich zusicherte, daß die übrigen Verein- barungen über die Behandlung Kriegsgefangener, wie über Sonntagsruhe, Arbeit usw. unberührt blieben, hat die französische Regierung am 17. Dezember 1918 der Schweizer Gesandtschaft In Paris eine Note überreicht, in der unter anderem folgendes gefügt wird -3n Beantwortung Obrer Noten R. Nr. 479-78 unb R. 251 75 vom 9. d. Mts. hat der Minister des Auswärtigen d,e Ehre, der Schweizer Gesandtschaft mitzutei.en, daß nach französischer Auffaffung alle feit Kriegsausbruch mit Deutschland getroffenen Verein- baningen in Anwendung des Artikels 6 des Waffen- stillstandsvertrages hinfällig werden und daß die Re. gierung der Republik für die Behandlung der Kriegsgefangenen in Zukunft keine anderen Regeln anzu- wenden ju haben glaubt, als die der Genfer und Haager Konvention oder solche, die ihr durch di« Ge- fühle der Menschlichkeil, denen sie stet, gehorcht bat ewgegeben jwrb«".- Nach zahlreichen jetzt eingehen', den Nachrichten setzen die französischen Behörden diese gegen Weift unb Wortlaut des Waffenftillftandsoedrage, verstoßend« (Erklärung ihrer Regierung in bi« Tat um Dies. Nachrichten besagen: Da. oeriraglich ^„i!- bad« Gehalt für hr.,^»gefangene öeutftht Offiziere •uxbc herabtzesetzt, bi« für höhere Unteroffizier« be- früheren Armeezone jetzt der vorgeschricdenen Bai iradreu Zelte u. a. m. D.< Bel gez. v. Hammerstein. antworten. fyttse ftimmte Löhnung abgeschafft, kne Sonntagsruhe wirk den Kriegsgefangenen genommen, die Mitlagspaufa auf wenige Minuten verkürzt, den Derttauensleute» das Recht zur Beschwerde versagt, die Drotrallou heruntergeietzt und der zugesickerie Anscklag der Berner Vereinbarung in den Lagern oerhinderi. Al» Unterkunft gibt man den Kriegsgefangenen in der in den Wintermonaten statt p'uchi. tzchrilst eurer ifl7foa.b.üt ^IrreübeFü rtiss« "«kÄ ter Dbertiü gebe«1 ass •fes 1 kei Echr. An.ieb. v m den Sieb. Sn Bum 1, Mai »bblleriK» i "«d Schlaf«1 »n äLrrein 2 flniebo den ftii Kaufmännische, gewerbliche und landwirtschaftliche 1299aB 13 Stämme 2. 3. 2 Stämme 2. RL 42 - 43 Jtm. Durchm. — 3,38 Fstm. 3. 6. 466 qm 71 n 2234 Braun, Iagdvorsteher. 2402 verkauf. Näheres in der Schr. An geh u. 06701 a | Vermietungen Bet mW. Vihiui, evtl. a. den Gieff. Anzeig. erbet. ■b- 2231 Burgstraffe 21. bet H. 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Die Abgabe geschieht in dem Metzgergeschäft, in dem die Fielschbestellung für di« laufende Woche erfolgte. Vlehen, den 24. Februar 1919. 2383B Der Oberbürgermeister lOebensmittelamt). Bekanntmachung. Die AmtSräume des Versicherungsamts, Miet- einigungSamtS und der GerichSschretberel für Gewerbe- und Naufmannsgericht befinden sich vom L März d. I. ob Atterweg 9, L Stock. Das BersicherungSamt bleibt am 27. n. 28. b. TL geschlossen. Gieften, den 24. Februar 1919. 23788 Der Oberbürgermeister: Kekler. Fast 2eackanrn,i oegen neuer f)luulliIgiilsTausch von Zivilanzug abzu- geben. Näheres in der Geschäftsstelle deS (Sie- heuer Anzeigers. 03669 oolkswirtschattlicher Bedeutung wird empfohlen und ist glänzend eingeführt und begutachtet. Sofortiger monatlicher Barzuschuft von TL 100 wird bewilligt und ein Jahreseinkommen von ca. TL 8—10000 ae^ boten. Gründliche ifinarbeitung findet statt, daher auch für sfiichtkaufleuie geeignet. 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März 1919 auf dem Städtischen Lebensmittelamt, Zimmer Nr. 12, unter Beifügung einer schriftlichen Mitteilung über die Anzahl der abgelieserteii Abschnitte einzureichen. Nichteinhaltung dieser Frist sowie Unregelmähig- keitcn bei der Abgabe haben den AuSfchlub von weiteren Zuteilungen zur Folge- __ (Sieben, den 22. Februar 1919. 2377B Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Immobilien-Versteigerung. LamStag, 1. März, nachmittag 5 Ubr sollen in dem hiesigen Notkäufe nachstehende Grundstücke der Ida Cebrt Erben in der Gemarkung Mriin- Eichen Wagnerholz zur Versteigerung Stämme von 17 bis 36 Jtm. Durchm. 33,64 Fstm. Der Kaufpreis auf Submission ist per Festmeter »geben. Die Gebote sind nach den Sortimenten m. Pennon, an 2 gebildete Herren zu renn. EelterSweß^5v, L liiL 8lmtr MS (8693 Wilbelmstr. 42. Krotzen-Lindtn. Möbliertes Zimmer in rubiflcm Hause an fol. Herrn loder Dante) zu vermieten. Angeb. unter 037.13 an den Gleft. Anz. 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Heidelberg; Giessen über Friedberg, Bad-Nauheim, Butzbach, evtl. Wetzlar; Aschaffenburg über Offenbach, Hanau, Kahl Drahtanschrift: Hahnspedlteor. i Bureau und Güterhalle: Erlenaaee Regelmässiger Eilgüterverkebr des staatlichen Kraftverkehrsamtes Frankfurt (Main) für Stückgüter, Reisegepäck und grössere Warensendungen HanseatisclieSeererkehrs-Geullsdiaft n.b.EL | Adolph Lyncker, Giessen Frankfurt (Main), len kluenlrifle I! < > vesuchrkarlen.vankkarlen.verlobno-r-. ♦ vermählungz. ftfburts- ♦ und Craver - Vnnkfachen ! ^werden tu feinster Lu-fühnmg in der Buchdrnckerei J.Weinert Xfucnwef 9 Gießen ♦ schnellsten» und preiswert angefertigt. I 2 Mit Mustern stehe Z gern zu Diensten. IH: X 2 SrotzesLager in Briefpapler KafUttcn. ♦ 13 cm 2B 3.25 8- Slraosifedrrn- Haue Arnolds freite Kein Lidengcichlfl! Versand direkt ab Lager. 15 17 1 8-ü(pg. Probe. . Oreste Ausw. '* I.Striussfedem , Hxlsrflschen, E -* H J Reibern vm-ende an Jedermann um$onst. Ernst Lange, Düsseldorf, ..Brunhilde“. 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N. in der Nachrichtentruppe, beehren sich anzuzeigen Professor Dr. Muchau und Frau Anna geb.Muethe Brandenburg a. d. Havel, im Februar 1919. Meine Verlobung mit Fräulein Anneliese Muchau geb« ich hierdurch bekannt. Wilhelm Schieferstein. Lich, im Februar 1919. ' OHM Laap«nteu eing.-troffen « Carl Schunck. Wachstuch Auflrgestoff 80 cm breit, eingetroffen Meter M. 15.-. (”"c yffloddvius Qatomon, Rad. Rödiger empfiehlt [«• sein grosses Lager aller eiektr. Materialien Maschinen- Schmier-Oele Treibriemen Sclimiiil 1 lisehmann Frankfnrt a.l.D Statt Karten Die Verlobung ihrer Tochter Berthe» Marie mit Herrn Theo von Zeska, Leutnant im Onf.-Rgt. v.Manstein sSchleswigsches) Nr. 84 zeigen ergebenst an Major Stephan u. Frau geb. Muraille. Giehen (Bismarckstr. 11 p), hn Februar 1919. Meine Verlobung mit Fräulein Aerthe- Marie Stephan, Tochter des Herrn Major Stephan u. seiner Frau Gemahlin geb. Muraille beehre ich mich anzuzeigen von Feska Leutnant im Inf.-Ngt. von Manstein (Schleswigsches) Nr. 84. Flensburg (Schiffbrücke 30II.), im F«br. 1919. oem . Für die uns anlätzlich unserer silbernen Hochzeit in so reichem Masse erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlichst. Philipp Mandler und Frau Marie geb. Hosfeld. Gießen, Seltersweg 11. 03724 Schwarz - Weiss - Lichtspiele Briterswe, 81 2366o Der Schwur großes dramatisches Film werk in 4 Akten, mit Bruno Kawtner, dem beliebtesten Schauspieler Deutschlands L d. Hauptrolle. In Vorbereitung: Das größte Monnmental- Filmwerk der Gegenwart: „Lnaandra, die Köntgeeklavln“. mniiiiiiiminimiiriiiRininimirmiiiiiniimmnnimiiiniiin Fragnern von Dieaatae, SS. Fskraar Ms lakl naive Freitag, 28. Februar. Aus unserer Bruno- Kastner-Serie 1919: Geschwollene Nasen Detektiv-Groteske in 3 Akten. Cafe Astoria Heute abend Familien-Konzert ausgef. von Mitgl. d. 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UeberschuB fflr Krtegewohlfahrtzwecke. Oeffnung dea Saales 4'/« Uhr. 239c Turnverein von 1846. VndeX t Außerordentliche Hauptversammlung amTamstaa den 1. Wäre abd» 8 Uhr im Bchfakssal. Tagesordnung: 1. Berichterstattung. 1 Rech- nuna»abiaae u. (fntlaiiung d. Rechners, ATrpänzuna»' wähl in den Borsiand, 4. Bcrfchiedene». Um zahlr. Besuch bittet ™»vi Der Vorstanb. Tretet ein in da» hesfische Zreilorps beim HkWn 3nianttrit - 8ei6rtjiitnt St. 117! Das Batcrland ist in gröhier Not! Jrn Unstern droht der BoischewiSmuS eine (Sewaitberrldrait tu errichten, im Osten drohen werivosie alt.-'eutfttic Provinzen in die Hände der anmasienden Bolcri au fallen. Murn Schutze (icflcn diese ttzeiabren sind audct* lässige Truppen unter erprobten iVübrcrn nötig. Eile tut not! Da» Hessische Freikorv» ruft alle Webrsähigen. die die Liebe und Treue Aum Baterlande sich bewahrt haben, insonderheit Hesien, unter die Waffen. Da» Hessische Freikorps wird nebtlbei aus Beraniasiung der Reich^regierung im Rahmen der kampferprodien 25. Hessischen Dtvtlion. 2Äk>D Bedingungen: (strundiohnung ^>eS Dienstgrade» (minbeftens 30 M >, 5 IV. TageSAiiIage, ftete Ber- psiegun^ Unterbringung und «uc-rllitung. (5mtaffannbnn-ulfle mitbrtnncn, iverdeu oergsitet. WerbetteUe: Friedberg iHesien», Alte Bergkaierne t»f|ii|(iif§ .Wutmt-Lcibttßmit Rr. 117. Meine Werkstatt« befindet sich jetzt Walltorstrasse 63 *m im Hintergebäude des Herrn Fritz Flimm. Auftrage werden auch in meiner Wohnung, Steinstrasse Nr. 35, entgegnt genommen. Heinrich Ommert, Schrtinemslf. ananori-n-rn. >. Hingt 1220a _________ -Teppiche -Windeln •Unterhigen -»Jilekeben -Häubchen -Lätzchen -Kleidchen -Schube sind wieder am Lager eingetroffen CfJ^dcbau.^a^ Bekanntmachnng. Detrisit. Vebriiugdvermitteiung. Die Leh»Herren, die Lebrltnge oder Lebrmadche» einsteUen, und die tflttrn. die ihre Sinder in Vrbr- stellen unterbrinpen wollen, mache ich auf die un- entgeiiliche Lebrttellenvermitteiung de» ,'tadttschea Arbeitsnachweise» aufmerksam. Rieften, den 21. Februar 1919. 2380B Ter Oberbürgermeister. 3.& Äreaiicn, Leigeordaerer. öeutW 1 SÄ tü ni h'r,!L MGS SLle- u. 3K ’M» Kss.-r>° SSi'K1«“ D-j aus agnunnitni x^tivemelei te-- NoSke- fid) noch einmc Die in LirkuM mm die bur. spräche bctedifi über t7.iig, dal HeimalÄud, Savallläiigm; jdbrn. Einig i auch m der rrt sanstnei'-bruch i ynxfjt, die Ms verivollsten $i 6it liegt jetzt ziatdrMhaliia feines Tadels z tce, ihnen zu' fragen und Ac