Samstag, 25. Jammr \3\9 (Sine toloniale VerLeidigung-schrrft. ocr suchen, es bereits zum 1. Februar'-u tun. Einigung der bürgeUiheu Patteien. Aur dem Uerche *TT?T l°\e,U Manches L" m n aJhf A. r ^ud)tDeif)ulini|.jc gerade auch ink^ei^ gmiliu. Es wico sich fragen, tone lauae. ^Berlin, 24. Ian. (WB.) 3n einem im August 1918 erschienenen, aber erst im November 1918 nach Deutschland gelangten Dlaubuch über die Behänd, lung der Eingeborenen durch die Deutschen in Südwcstasrika wurden von Seiten der britischen Regierung Klagen erhoben, die von der englischen Presse mit dem (Ergebnis ausgenommen würden: Deutschland lei unwürdig, hünjlig Kolonien zu besitzen. Auf Wie crllärt sich der Mißerfolg der Deutsch- nationaleu in Hessen? Der frühere Ncichstagkabgeordnetr Pwfessor Dr. Werner schreibt uns: mit für die Berewigung der verfahrenen Zustände, die unser Wirtschaftsleben je länger, je mehr unter, graben müssen." Zur Ermittlung von einzelnen alliierten Kriegsgefangenen, die sich, wie uer englische Ver- Ebert über das Wahlergebnis. Berlin, 24. Ian. (WTB.) Der Bolüsbeauf. tragte Ebert empfing den Vertreter der ^Kölnischen Zeitung" zu einer Unterredung und führte dabei u. a. aus; Pie unabhängige Sozialdemokratie ist geblieben, was sie immer war, ein Grüppchen. Ihr Anspruch auf völlige Gleichberechtigung mit uns, wird durch bas Wahlergebnis in das richtige Licht gesetzt, das uns achtmal so stark zeigt wie |:e, die mit der Deut- (c^cn Volksparlei der Herren Stresemann und Rieß, ner am schlechtesten abgeschnilten hat. Wir Sozial- demokrateil werden also in der Nationalversammlung öie Pflicht haben, Geist und Handlungs.inie zu bestimmen. 9iod) reicht unsere Stärke nicht zur alleinigen Uebernahme der Regierung. Sie wird aber so groß jein, daß tatsächlich nichts gediegen kann, was unseren Grundsätzen wider- spricht. Das gilt auch für die neu zu bildende Re.chsregierung. Die Partei, die darin die Sitze mit uns teilen soll, muß sich bewußt fein, daß em Zusammenarbeiten nur möglich ist, uRnn es nicht nur im demokratischen, sondern auch im sozialistischen Sinne erfolgt. Wir sehen in der Nationaloersamm- lung und ,hren Ergebnissen keine möglichst schleunige unö gründliche Beendigung der Revolution, sondern die '-Bekräftigung der revolutionären (Ert rungenschaften. Das mutz auch der Grundsatz jeder Partei sein, mit der wir uns über die gemein» wochenrürwl!ck. Giehen, 25. Januar. ♦.i.holime von Anzeigro f. die ZagesHununer bis gum91nd)mittaq vorher oijne jebe'Bcrbmblicljtett Seilen-reise: für örtliche Anzeigen 25 Bf.,für auswärtige 30 für Reklamen 9JlLl.-Hcbfi20°/6Teue- rnnaszusckIag;Plai;vov- fchrisl 20 % Aufschlag. Lauvtschrinteiter: Slug. Verantwortlich für Politik: Ang. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinholo Zenz; für den Anzeigenteil: ö. Beck; sämtlich in Gießen tönte Mtn intdjei raufe tiihle L"*" latrafa ^nifkden rikatel -ualieätei! Einkauf auch Ä * Wme ftanit 01375 UW lebt! ‘n-Erutil 'L- । Angaben. Ter Behauptung, deutscherseits würden Kriegstzefangcne versteckt gehalten, müsse er mit aller Entschiedenheit entgegentreten. Die Ausfuhr der F e 11 e r z e u g n i s se vom linkörheuusck-en nach dem rechtc,rheinlsck)en Gebiet ist, tote die französische Kommis,ion mitteilt, aui vas deutsche Ersuchen hin genehmigt woroen. Berlin, 24.Jan. lWTB.) In der Sitzung ber intcr..alionalen Wafsenstillstmidslomm ission in Spaa vom 22. Januar erhob der Borsitzenoe der französischen Million General Fudant zu Begum der Sitzung Besch,oerde. daß üvn bett deutscher- icüs zu liefernden 5000 Lastautos bk zum 20. Januar nur 4239 übergeben wurden. Er stellte fest, datz hier schlechter Wille toniigc. Die deutsche Kommission verspricht eine schriftliche Antwort. L>re erllärt zunächst. die Berzögrnu.uz liege an den ,bereus bei der Ablieferung des Eisenbahnmate- rlals zutage getretenen Ursachen, vor allem an den alliierten Ueberrrahmclommi.swinni. Der fraii- zösi-sche Vorsitzende sicht sich durch inese Darftetiu. g veranlaßt, scruen Vorwurf „sch.echtor Wll.e" zu- rückzunchmen. Man hat es dec Berliner Volksrcgierung nicht ganz mit Unrecht zuui Vorwurf gemacht datz |ie einen Enttourfzur Reichsver- s a s s u n g erst lurz nach ben Wahlen heraus- Hude. Eine ganze Reihe großer poti- ttschcr Fragen tritt doc das Bott, ohne daß dieses im Wal-Uampf viel davon verspürt hat. Ja, dir für die Nationalversammlung nun- chtchr geroähUen Aogevrdne.en sechst such sich chber Vieles, worüber sie demnächst in Wei- Mar zu entscheiden haben werben, noch nidjt •llar uich einig. Der vorläufige Entnmrf des Lerluier Staatsrechtslehrcrs utch StaatS- serreiars Dr. Prcuß hat, wie man auch über feinen Inhalt im einzelnen beulen mag, das Verdienst, die Geister zu weclcn uich noch recht-1 Mursin SSf* Äfcfjjj Ar. 21 Ter 6>ub,io.i für M'ncfldje.aii* deutschen Vor।cy;ag, zur Voroereittmg utd Aotransportes der oeutschen Grfangetien ^agertiiten aufzuiretlen, mit ueni Bemer.eii äuge* leimt, daß ,ich 2.uU uOJ deutche G.fang-.^u.' aus oem -torge nach veu zer,iöc,e,i Geoieleu vufUitb/ji, um Lttuz eteMb-läkUvM,. AU ■ 1' richtig, daß ein großer Teil meiner Anhänger zu d.n ^ozmidemokraten über- gegangen sei. Die star e militärische Belegung lOl.eches.ens erklärt bas Atiwr.hfe.i d e sozial.e.no- Iraiiid/en St mimen, roemi nicht restlos, jo doch in weitem Umsange. In den Städten hat meine Anhängerichafl sich zum Teil um das Fünffache vermehrt, ja, in ma,ichen Orten, wie in Butzvach, Bad-Rauhcim, Büdingen, Frieoberg, füu> joQu» lagen ans dem Rich.s heraus zu,ammen weit über 1000 S.immen für unsere Liste aogegeoen luorbcn. Viele Landorte Haven sich großartig gehalten. Vom Vorsitzenden des Gießene rDereins der Dcutsa-en demokratrscheu Partei wird uns geschrieben: Auf die in Nr. 19 des „Gießener Anzeiger* veröffentlichte Erllürung des Vorstandes der Gio- Oener Ortsgruppe der Deutschen Volkspartei ift folgendes zu erwidern: In Nr. 14 des „Gießener z£nt«>inrr,/ z» t- —s.___ • nt r iftnflül 0.VL nVodiblMX ritbbttfl (WNi 'SmDtmnBablij jh’Stemöeun. SlfiinA. Damstadt. beim n». i LamverthetM es Heberer D. btr-abtHtlna* ainiStrnMelM Damilaot. SÄ L in iierwieta -Umftaöt. jruiffnbL ob'Stt-w- „hci'nO'.erBr-l- r.11^ ft l” KtnE WS di-Liste der S?!T1 q!Esen Umständen kann man dem ^>reui3)d/eii Verfaisullgsenlwurs in den Purik- tcn, wo er eine straffe und starte gteichs- eiriheit aufrich.en will, nur zustimmen. Es wird zwar jetzt von verschiedensten Seiten ge- oen eine „Zertrümmerung" Preußens Ber- wahrung eingelegt. ,^erirümnierur.g" klingt Krt, aber davon soll ja auch teilte Rede sein. sUian braucht auch dem §11 des Verfassungs- eillwurfts, der Den eiuzeulenLandcsieiien das mecht giot, sich unbetümmert um die bisberi- gen Grenzen zu neuen Staa.sgeoichen umzu- sormen, nicht wortlul- zuzustimmeu. Das Yvl/ere Interesse des Reiches muß darüber Wachen und michprechen. Darüber ist fid). aber wo«/! die große Mehrheit des deutschen Voiles erulg, daß c» mit der bisherigen Hegemonie rirceutzens und seinen 17 Bundesratstimmen inDguttig vorbei ist. Warum wollte man arte, , lÜildje ^€oiibe früherer itauineiiybodtit fÄPÄifia ^.ü^Mle>j>üUeli i Illch beX WMU1. in der Vertretung der Ortsgruppe, lieber die Don der erwähnten Mitgliederoersa.nmlung gefaßten Veschlüfie werde man den Woritano der fo-llchritp. Lieben Bolkspartei unterrichten. Der Verein der fortschrittlichen Volksparlei beschloß seinen Anschluß an dre Deutiche demokralifcye Partei und schlug vor, nach einer zunächst einzuberufenden osfentrichen Wahlerversammlung in einer germinfamen V^c- einsversammlung einen neuen Vorstand dcr neuen Partei bilden zu Iahen. Ter uationallcherale Verein aber teilte uns nun mit, daß er von einer Vereinigung absehe und ging seinen eigenen Weg als Deutsche Volkspartei. Wen hiermit vie Veranltoor- Deutsä-e Volkspartch Wen b.er.iaaj die Veraniwor- hier in Güßen trifft, das zu entscheiden muß dem Urteil aller sachlich Deutenden überlassen bleiben. । Die deutsche Kommission legte int Auftrage ! der deutschen Regierung mit feierticfftm Nachdruck Protest gegen die französische Maßregel ein, die die französischen Gesetze üoer den Handel mit dem Feind auch auf deutsche besetzte Gebiet an* wendet. Es widerspreche dem Wasfenst.llstatwsvcr- trag, wenn den V^vohnem der trotz der Besetzung deutsch gebliebenen Landes teile zugemuLel werde, ihre eigenen Volksgenossen als Feinde anz u sehen. Die Ollupation dürfe wirtschast* liche Wirkungen nur in,0fern äußern, als dies mii der militärischen Sicherheit zuiamme.ihänge. Die französische Kommission wird ersucht, für unverzügliche Aushebung dieser Matzregel Sorge zu tragen. 8 » , u------ vu.u M u j ■ . . . -----1'3 ' —........ "‘lUJUU «Ul 01 u n g erwirken. Hinsichtlich der all- ölcic coen,o Ichw^ren wie unberechtigten Angriffe gemeinen Rückführung d.r deut ich. n Krie^s^emn- antwortet jetzt das Reichsüolonialarnt in einer Gegen. i>men lyalte er es jedoch für besser, in Deutfchland! (Dehaiidlung der einheimischen Bevölkerung in oelannl5ugeben, daß oiese Frage wohl kaum ^n kolonialen Besitzungen Deutschlands und Eno. ’V den FnedensverHandlungen gc- ^nös) in Erwiderung auf das englische Blaubucb. Werden könne. Die deutscherseits auf Grund Das Bfaubuch wird hierin im wesentlichen als Tew Y s Artikels b des Wafieniiil.sta,ck>.a^omr..e. s vcr- oenzschnst gekennze.chnet, die den Zwecken des eng. langte Frrrgabe des Direktors Leopold Ger- "ichea Annexionisrnus dienen soll. Fehler und grobe Hardt uni) des Prokuristen Martin Zschocke von Entstellungen werden an zahlreichen Stellen nachge. der Metzer Zi^iguelle der D.s.omo-Geiellschaft wiesen. wird bon ben Franzosen ab^lehnt. Beide seien Ekböblllla der bekannte Alldeutsche mrd als gefährlich für die 0N r)le,styratlpn? öffentliche Ordnung und Sicherheit des Heeres in I n- " l r n, 24. Jan. Dag in nächiter Zeit ein» Haft gaumimeit. Ihre Aburteilung toerbe vor I ,u ,11 b e r Fleischration im ganze» einem Zivilgericht erfvlge.l. I erfrigen solle, hat die baifcrijdfe Fleischver- Der „SW unserer Selige in Oer Ä' CeOenSnilüdliekrUHQ. ^cri.t?:-er SleLen Be.prechuugeii statt. Berlin 23 • 18?-^ ' mde!,m ermöglichen lauen wird, die 'trior XLti1 n> d6‘ lieber die in Fleija-raton zu erhöhen, stehe iwch nicht fest. IsaUS Q?r L^pf-ogeuen Verhandlungen wegen der >-s bte VerhäliNlist gestatten sollten, moilc inait L e b e n s Mltteleinfuhr teilte Un er- ocrsucheli, es berclls zum 1. Februar M tun. taatssei.re.ar v. B ra u n, der Vorsitzende der I ----------- deutschen Lommissiou für Lebensniittelfcagen, dem „Vorwärts" folgendes mit: Während des Waf.e.-isttlstanbes kann nur eine Notaus Hilfe an Lebeusmiillln in Höhe von etnw 30 Mklllonen Dollars für Kranke, Kinder werdende unb stitteude Mütter und einzelne besondere Arbetterlategorien erfolgen, unb zwar nur unter der Voraus,etzung, daß vorher bie gefamtc Schisse unoerzüglich d^chAsü^t uÜo ibTtfi ?5^^DCl der Giche- stört oder verzögcrt nnro —, so rann damit ^Qrln erschiLila^ tut mchtS rechiiet UKrbcn, daß in 1 n>ei bis br«i2öorf!enlrur ^ad^' ■^nct davon war von Her« Pros. Dc. nicht sehr erheblich: sie werden sich nad» oen v» 11 "^^ßeiier ttiizeiger^ als Antwort auf oorausge». uns g.’ltenb gcstiachlen Aiisp-rückseii bi l'eicbt airi I ^^e>te Angriffe der Deutschen Vclkspartei erfchie-- 70 00 0 Ton nen S JL i e et? ö0 00ü Ä lLrklaruug wird durch die dagegen eingelegte ionnen Weizen, gno.ise Ätennen k0 n de n -1 ^rüc?‘^rSI,9 er>ch.üttcrt Es bleibt dabei, daß fierte r Milch, Hafer mehl N eis i^tb I demokrattsche Partei sich zu einer Fleischpräparate bdauLn unb re dum ! ^^nverblndung mü der Deutschen Volisparteß l-alb zur al gemeinen Aufbcsjecuirg d- r Ernährunn - m .Zentrum bereit erklärte, eine in keiner Weise aus. Es wurde natürlich mit ben I reaktionären Deutsch - nationale« Vertretern ber Eittenle una ÄmerimS auch über irt? I ^blehnte. Da die Deutsche Volks- weitere Versorgung Deutsch a.u>s bad anbei t ^ale I US yn!?6s^^^dung eyngtug, so mußten sich Saben diese die Erttäru.lg ab, daß ine W^ ltvorräte I ^e?e£ .mw die Wahlen zur Ratio- an Fett und GctrcDs ausreichend feien um die i Sttiö-toir ^tig ge* gesamte Welt reichlich zu versorgen Die Verior-I Vortest von einer Listawcm Sung Deutschlands hänge nur von der Erfüllung I bürgerlichen Parteien, der gestellten Bedingungen au. Dazu ist ersorder- I der Deutschen demokratiichm Parten lich, daß ivir uns durch die Ausfuhr bv t Kob- Sozialdemokratie gehabt. Uno nun noch len, Kali unb I n d u st r i e e r z e u^ n iss en lnGietzen bei der Gründung so rasch wie möglich Devisen im ^Aus^ailde ver- demokratlfchen Partei gepflogene« lchaf.en, .mit denen die Lebensmillettcesenuiacn frühere fortschrittliche oezahlt werden können, beim darüber darf man ! öur Gründung der neuen Partei irch keiner Täuschung hingeben: Gegen Kredit'frr* lr I"^stng mit dem Vorstand der ober deutsches Ge lo, da?bei^rtdoucr blä ISSS Dieser ließ durch zwei Ucberwieg.ns der Einfuhr üoer die ShiiUnr immer ^,c,vlrla 16n' ,ntQn habe in einer Vor- mehr enttverlei luürbe, li.fert u.is Aurerüa nichts' i?S.hpnU ls?i2demnächst etnjube- Uufenben Mitgliederversammlung vorzuschlagenr . ^-U'0N Pari». den Verein der fortschrittlichen Voiksparrei unb dew F t * ?A* J^n‘ Ein sehr festlicher! uationallioeralen Verein, sowie eine mögttchst groß« Empfang fand am Donnerstag nachmittag im Parc Anzahl noch nicht oraaniiürier Wähler zu einer Alonceau statt. Ungefähr 3uu Personen waren von Ortsgruppe der Demolratijchen Partei juiamuien* ttrau Wilson eingeladen, darunter Ador, ruschUeßen unter Aorausjetzung möglichst gleich- mtt welchem sich W.lfon einige Augenblicke in sein mäßiger Berücksichtigung b.iaer seitheriger Verein« Kaomett zuruckzog; der witteren Dubost, Deschanel 1’w -- — - ' 4 ■ Pid)vn, Elemente!. Neubau und einer Umformung des Reiches. Daoei brauchen die willtürtich gefügten Gren- jen Eiitzclflaaten nicht unangetastet zu blii.eu. Lebellsiävige, nach namrlio^enGe- frchtspunllen umgrenzte Vunbesstaaren im Sraimien einer fonöcn, trag fähigen Zicichs- c1 n be 11 — das muß die Losung fein! Parti- luchiistischcn Bestrebungen hat die Na.ional- verlammiung scharf cntgegenzutreten. Darum iotlte man ei.rcr vernünfngen und begründeten Zerregung der übergroßen Bundeoftaa.cn in ihre natürticheil Bestandteile reine Hemm- nine bereiten. Das trifft nicht nur für Preußen zu, foitbern auch für Bayern. Ob ber roiläUiige Entwurf zur Reichsvcrfassung, den bte Reichsregicrung nach neueren Meinungen Sich nicht in allen Eittzelheiten zu eigen gemacht hat, in der Verteilung der Befugnifse seitig den Willen des'Volles auszurA^n ^'do-1an das Reich und die mit er die Arbeit in Weimar befruchte'und überall das Richtige gctiofieu fördere. Die politischen Parteien die die Kan- Wh '0 1 n ^,nac.?laver untersucht tverben. didatenlisteu ausgestellt haben, finb sich über ™ Ö}ie?i °^Cutllü)C ^^äroeieii gQvisse Hauptfragen, die den Neuaufbau be-x C üoeriwulmcn werden müssen, Deiches angehen, ebenfalls noch nicht schlüssia. Ireu-,rer^1 vermehrte Zu- Sv viel steht nach dem Wahlergebnis für bas! ^etzgeberiichcr Befugiitfse zulonlmt. Istridj feit, daß die künftige W ik in £t öaö Jic^ cutc t€llt darsamentarische Ber- Hauplsache von dem SuiaminenmirLen der dc- ^11° ist"ieibst^etttäüdlich^ ^ichsmmtster nw!rauschen unb der foziaidemokratischcn selbstverständlich. Partn beherrscht werden wirb. Ma-ul-es große. F---—~^.^=— Problem, bat bet neue Verfas,ungventwurf §elnd!jche ZUMUjUNgeN bei de» vek- Hal auliaudjen lauen, m bl-hcr von dcn Fä- banöldnotn in Snnn ben ber Parteiprogramme nur dürftig um- «tUHVlJngCll In opLlu. spönnen worden, unb es wird sich pernlutlichs. Berlin, 23. Jan. (WTB.) Aus der Sitzung zeigen, daß dte Fraltionen nicht immer ac- Waffcnst,llstaiid-kommis,ton Li Spa« vom sch o sen abftimn.e 1 we de.ll Wcch ejib- Mcdr- - S.an.1’ar »ß mitzuteUen: Der Vor.itzende der . S&iJÖa“ SS K 8! ä&w SSAft ■ rungen, ote aus den Handlungen unserer I Garantie für die Sichrrheü der Transporie von Feinde sich ergeben, werben bie noch etwas I Dmizig bis zur polnischen Grenze. Der deutsche verfchwomuretten Parteikörper einer Küßen I Ersitzende hält die Traiisporte oijnc Eimvirkung Feuerprobe ausfetzeu. Dann wollen wir auch I Alliierten auf Polen für undurchführbar, da mit Spannung darauf sehen, wo die traft- fc!aIuUc” Erhalt«» der Polen nicht zu in i*t Ä-Ut&w«. MÄ imma to Ä ÄÄttÄ ? - a- fviien nicht Dichtet und Säuger! chen Gebiet die Auslieferung bei ba» «Ätl haben, unb wir dürfen uns nicht!" e be r s ch ü ss e. Gegen diese Forderung erhebt 'yinträuinen, „wo die goldene Zcres lacht und deutsche WafsenstillStaiidUommi.ii.n Einipvuch. der friedliche Pan, der ÖLUrenbebü^er*__ei I ^ie «rtlurt» füc die besetzten Gebiete g&te nicht gilt, zu schützen und zu schirmen bab ^r.^a“0cr.^Qni,trieg5ted)t, fonbent bet Waffen- Reich vor greifbar nahen äußeren utü) inneien °ertr>afl'>Jia^ tl>clc^cm Verwaltung öle fahren u inneren diEst-r Gebiete der deutiw-n stellt fest, daß nach ocm Rücktransport der Ciliierleu Kriegsgefangenen cms >Dcuijchlanv kein Grund mehr oorliege, den Rücktrai.spott der Schwerverletzten uiü> tianlcn dcu-ichen Gefangmett zu verhindern. General N u- d a n t, dcr die Hauptpunkte der Note sofort teilt Übcrlommando dcr Alliierten zur Kenntnis zu (»eben vcrpctcht, sagt Mtttcilniig über die Stel- lllngnahme dcr alliierten De.egaiioiicn zu dieser präge bis morgen zu. Für die kranken und schwerverletzten Gefangenen »oerde er eine a ün- Hif * 0 - •"..... - * - ' ........ . Erster Platt 169. Jahrgang Sun»iug, 1 GletzenerAnzeiger ä General-Anzeiger für Gberheffen.„Ä 3w!INngrnind»nick u. v-rl-g: vrühl'iche Hnfo.-Bad). «. Steindrucken! N. Langr. SchrlstI«I!u»s, SeschzstrMe «.Vruckknl- Schulftr ?. <7 ys - v<£ m Jtj/7Zy/?ZtZ/A cteftaxcb, Jiieutydafii, yoxi» fpiitrr ui IiBickJ foif|U Sitafio tfibliuilh Mid.' Madien erb- Wi2l TJib1 »ii 61<2L? *lrbT IN9L! bfmi, der r «er Van« i lUobnunfl rchrifil unter Wr. ( «lf&. w ftj» yurr-iu «tr.»1 ak'uch,. umerm>Sa.r Suin'bi ff®r furtjt folo ^kiiiilr, UJ Ifllgri J Üüeroiä^ B‘ 6'Öb[ d ^-dr. ty. iß? 6idb[ KK &?2? ,"bl. ob, öu gleich bl“ R’ri1 4U Bilefi ßjrif" an H. öurtfitr. ii fcy tflie« Ä'Ufrl f. » Ml.' S'B« mit ft. ?Moi» brn lsi.i. "2'ki Sei BZ fe'S: Stet r-L-LLZ! irfW Ärtegeteroih Hui.Äur ”»isu|. j do bet <5lne~2- Wobuuna । ° °'t oö. fpi ioffin (Fbepo *tt0, [Miete V« L «V w). 7-‘ zu nileitu KW ««en lafo laufen neii puetfiiW? l-8-jiä mit 0a« 1 Pad qelmtl Peianda i tm eil S< yterOISlc ftür 0a r- h>- mi inuAfn !li yali »n m ebenen an Lllm.niki'n 34jm von rublae familie i3 -V oi-LflnriLi M-Iiii evtl, mit Vi Fenmicnfam fofori oi.fpa «Ml tzeten. Nur heute abend hatte die Demokratische Partei nochmals zu einer Ver- fammhmg eingeladen, die stark besucht war. Kirchen- rat Prof. Eck-Gießen sprach über die Aufgaben der Demokratie in der Höfischen Volkskammer, insbe- sondere über die Stellung zur Kirchen- und Schul» frage. Außerdem hielt die Unabhängige sozialdemokratische Partei heute abend eine Versammlung ab, in der Gerichtsassessor Dr Wolff-Darmstadt sprach. Morgen abend werden die Mehrheitsfozialisten und die Deutsch-nationale Volkspartei ben Wahlkampf durch Versammlungen beschließen. h Vilbel, 24. Jan. Dieser Tage wurden durch die hiesige Gendarmerie einem Händler aus Michelau, welcher in Frankfurt a. M. wohnhaft ist, 140 Pfund Fleisch, 40 Pfund Mehl, eine Quantität Erbsen, Butter und (Eier, sowie ein Schinken beschlagnahmt und dem Kommunalverband überwiesen. h. Bit bei 24. Jan. Im Novemb''r v. Js. verunglückte hier ein Junge dadurch tätlich, daß er mit Landgranaten spielte, die aus dem unbewachten Aufbewahrungsraum der Qandgrauaten der Bonamescr ©amiion auf dem hiesigen Exer- zierplatz entwendet waren. Die (Saibaanerie berichtete damals über diesen Vorgang an das Kreis- amt, an die Garnison in Bvnames unb an die Garnisonverwallung in Frankfurt intb man hätte annehmen müssen, daß die hier in Betracht kommende Stelle für schnellste anderweitige Unterbringung dieser gefährlichen Mmtilioit Sorge getragen hätte. Aber weit gefehlt! Mit dem einen Unglückssall war es anscheineitd noch nicht genug. Nachdem das üolz der Bretterhütte nach unb nach gestohlen worden war, lagen die iMinbgranaien zerstreut umher und wurden gar nicht mehr beachtet. So ging auch am Mittwoch morgen ein Drecht an der Stelle vorbei, ohne eine Ahnung von den Handgranaten zu haben. Mit einer Schippe stieß er zufälligerweise an einen Zünder, ein Knall erfolgte und mit einem zerschmetterten Arm ist er das -wette Opfer behördlicher Leichtfertigkeit. ©tarfcnburg und Nh.inhefsen. = Alzey, 24. Jan Bei einer Benzinerplo- sion in bei Schuhfabrik von A. Götz, Mainzer Landstraße, sanden vier Arbeiter und die Tochter des Besitzers den Verbrennungstod. Einige andere Arbeiter wurden durch rasch herbeieilende Eisenbahn» beamte aus den Trümmern gerettet, mußten aber ba Re schwer verletzt sind, dem Krankendause iuqe- führt werden y = Offendach, 24. Jan. Sanz außeroroenttich» Lohn» bzw. Gehaltserhöhungen billigte die Stadtverordnetenversammlung den städttschen Arbettern uns Beamten zu. Sämtliche Arbeiter erhalten eine Lohnerhöhung von 40 Prozent, die Gehälter der Beamte« und Lehrer bis zu 4000 Mark eine 40 prozenttge, bis zu 6000 Mark eine 30prozenttge und darüber hinaus eine 20prozenttge Aufbesserung. Jur Durchführung dieser Veschlüffe, wozu jährlich zwei Millionen M^rfr erforderlich sind, muß die Einkommensteuer uie 41 Prozent und die Kapitalrentensteuer um 7'/, Prozent erhöht werden. yesfcn-Nassau. — Frankfurt a. M., 24. Jan. Der am Mittwoch eröffnete Personen-Kraftwagenverkehr Frankfurt-Darmstadt hat einen außerordentlichen Anklang gefunden. Die Wagen sind trotz der verhältnismäßig hohen Fahrpreise - 9,50 Mk. - bei jeder Fahri überfüllt. Heute früh fuhr das Auto mit 27 Per- onen nach Darmstadt, obwohl nur Platze für 20 .Reisende vorgesehen sind. Die Fahrten der nächsten Tage sind bereits vollständig ausoerkauft. = Frankfurt a. M., 24. Jan In der Aller- heiligenstraße bot ein Mann einigen Matrosen des Sicherheitsdienstes Brotmarken zum Verkauf an. Al» er sich nicht ausweisen konnte und darauf floh, schoffen die Matrosen auf ihn und verletzten ihn durch einen Beinschuß schwer und einige Streifschüsse leicht. Der Mann mußte dem Krankenhause zugeführt werden. Gerkcht»saal. X Hanau, 23. Jan. In bet Nähe bef Nvr> bahtthofes ist am 23. November v I bet Rangierer Johann Oestreich aus Osthcim durch einen Schuß, der aus einem Gukerwaaen abgegeben nxnbeii ist, getötet, bet öcijer Dagit« aus Hanau durch das $letd)e Geschoß schwer verletzt worden. Den Schutz batte der 15 Fahre alte Streckenarbeiter Johannes Loos aus G lnhause« aus einem Militärgetvehr abgegeben. ?or dem Schöffengericht behau.piete Ls^s. in buit Guterwagen hätten verschiedene Müitärgewehre und auch Munition herumgelegen. Das Gennhr habe er nicht geladen, ionfrern mir aus Neugürbe in frie L>and genommen. Dabei habe er den Abzug berührt, worauf der Schuß losg^-gangen fei. DaS Schöffengericht Hanau Denirtetlte ihn wegen fahrlässiger Tötung und Kör^rVerletzung zu sech» Nlünaten Gefängnis. Ittrchliche Uadjridjfem Gottesdienst am Sonntag, 26. Januar. Kirchberg: Bonn. 10 Uhr: 9J< a i n x I a n Nm. 1*/rUhr; Daubringen: Nm. IV,Uhr. DcrtiiifcbtcSe ** Fideikomrnißbesitz in Dessen, lieber diesen zurzeit vielfach verhandelten Gegenstand liefert die neueste Nummer der „Mit-' teilungen der Dessischcn Zentralstelle für die Landesstatistik" folgendes Material: Die Pwvinz Starkenburg umfaßt (in runden Zahlen) 27 OOO Hektar FideilammißbesiS neben 276 000 Hektar freiem Besitz, so datz sich ersterer zu letzterem wie 8,9 zu 91,1 verhält. In Oberhessen gibt es dagegen 48 000 Hektar Fideikommisibesitz gegenüber 280000 Hektar freiem Besitz, so daß sich hier das Verhältnis auf 14,7 zu 85,3 stellt Gan- unbedeutend ist dagegen der Fideikommißbesitz in Rheinhessen, wo er nur 921 Hektar neben 136 500 Hektar freiem Besitz beträgt, also nur 0,7 Prozent des gesamten Olrund- besitzes ausmacht. In ganz Hessen gibt es 693 000 Hektar freien und 76 300 Hektar Fideikommißbe itz, so daß sich das Verhältnis des ersteren zu letzterem auf 90,1 zu 9,9 stellt. $n Starkenburg und Oberl^ssen bestehen bte Fideilommisigüler hauptsächlich aus Wald, wobei sie in ersterer Provinz 15,7 und in letzterer 26 Pro^nt der gesamten Wald- fläche ausmachen, während sie in Rheinhessen vorwiegend in Wiesen bestehen (5 Prozent der gesamten Wiesenfläche). In ganz Dessen stellt sich der Anteil des fideikommissarischen Besitzes bei Lofreiten und Grabseld auf je 5,3 Prozent, bei Wiesen auf 7,6 und bei Wald auf 19,9 Prozent der Gesamt fläche dieser Kulturarten. — FideikommissarischeWein- berge kommen nut in verschwindend kleiner Zahl vor, da Starkenburg nur mit 3, Rheinhessen und Oberhessen nur mit je einem Hektar vertreten finb. Vrlcfkasten der Redaktion. W. K. ®. Der Gemeinde ober dem Gemeint»- verband werden von dein Gesanttauftoand für bie Erwcrbslosensürsoigc vom R.ich 6A3 und von bem zuständigm Bittidesrat ‘/.2 ersetzt. Tie R<1chsregie- rung ober die von ihr bestimmte Behörde faitn für leistuuyssckflvache Qkmdnbeu ober für einzelne ©o- zirke eure Erhöhung der Reick-Sbeihilfe bewilliqar. Healflafl-.oerb m Vsrichule.ert.Linjnhrigenjengn. Knaben penfion. Ssien bod? a M. Ultimi Muri Zuiecheneeeeeeter für Kriegsteilnehmer vom 3. Februar bis 16. April IminAtrfkulatioiisfrlet 20. Jan. bis 15. Febr. Den Krirgsteihiehinem werden die im Vaterländischen Hilfsdienst beschäftigt gewesenen Studierenden pleb hgee eilt D «ld, __WroNeu*ynfrtf^,VI 8 Prittia Ferkel b »«BuftwriKi «n7 S™ VhLM 1 ob. 2 et., mit erhaltene ^nder Vie Summ? gegen Reisrhlindkofftt "ÄkLLLttL I7i"" -»«-I> besucht zum 1. März tüchtige, erfahrene B*“ knebln "fü Me auchHauSarbeit übernimmt. QJefl. Angeb. mit ZengniSabschr. und Vobn- anfur a Freifr.rKalauert. Braunfels . zu kaufen gesucht. 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Schmidt Tanzlehrer IßkuUcineefic 34. schau k uud Jlaichen- weine, J->hrgäu,>e 1915, 16. 17, 1K vrimn Natur Rbeinwciu < ieblich und milde im Geschmackl abzugeben ^utercssenien erfahren Näheres unt. 01474 L d. GeschäftSst. d. G. Linz. Gauulag den 2. Februar, nachm. bei Wirt Ludwig Weimer. Tagesordnung: 1. Umwandlung der Genossenschaft solche mit deich'äntler Haftpflicht, 2. Abänderung des Statuts. Ter -lufsichtsrMt. Grülz, Bvt sitzender. Frau Hermann Uhrhan Ww. nebst allen Angehörigen. Lieh, den 24. Januar 1919. Die Beerdigung findet statt Dienstag den 28. Jan. 1919 nachmittags 3 Uhr. 1139 Nach langem, schwerem Leiden entschlief im nahezu vollendeten 30. Lebensjahre im Lazarett zu Gießen mein lieber Mann, unser guter Vater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel, Nef e und Cousin Schütze Friedrich Wilhelm Rinn. Im Namen der Hinterbliebenen: Frau Helene Rinn geb. Teichmann. Klinik) stau. Tagesordnung: Bericht über die Tätigkeit 1918. Nechniingöablage. Einern Teil der Stadtanflage ist eie Flugblatt der Deut*eben Volk* M-- ,<• WW -*■1 'N $ I- Slüdliiiealer Gießen. Leitung Herrn. Stelngoetter Lametaa d. 25. Januar abends 7 Uhr: 13. Freltai-Aboanemeets- VorElell.ng: 11'Cx Die Journalisten Vuftfpicl v. Gust. Frenlaa Sonntag, 20. Januar nachmittags 3 llbr: Emilia Galotti Trauersv. n G. Q Veffino» Abends 7 Hbr : Der Revisor Komödie von Gogol Statt besonderer Anzeige. Gestern nachmittag verschied nach kurzem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater und Schwiegervater Friedrich Koch, Landgerichtsdirektor im Alter von 57 Jahren. Fran Lntae Koch geb. Bohr 3m Verlange des well Krieg« stnrVen den Heldentod fürs Vaterland folgende Mitglieder: Lxiiriz Kliizklhüskr y#.i.i2.i»u Friedrich Klinket Friedrich Schwarz »art Lückhaff Heinrich Schwab Georg «iftner Theodor Wagner &mi( Jev Konrad Lebt Heinrich Hofmann, verlieren in den Gefallenen treue IRti«lieber, wir werden i ehrendes Andenken bewahren. snwin Eiti) Borstand Heinrich Drii §rinrirti Pein Präsident GroheWaldjagd zu oer- vachteu. liäh. durch die Nniihilfk schiller erteilt stud. mnth. nat. An geb. mit. 01477 a. b. Gieg. Anz. M. 140000.- an erüer Stelle aus zwei Häuser in Gie en gen'cht. Selbugeber wollen Ange- boie unter 0i7>16 an die Ge» schailSst. d-Giesj-Anz. send. Derwandteu und Bekannten die traurige Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unseren treusorgenden Pater Heinrich Hillqäriner Schreiner im Alter von 44 Jahren heute morgen 3 Uhr nach schwerem Leiden zu sich in die Ewigkeit zu rufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Msrie ßillgärtttr nebst fiiiiöern. Klein-Linden, 24. Januar 1919. Die Beerdigung findet am 27. Jan., nachmittags 2 Uhr, in Klein-Linden vom Sterbehause aus statt. 1,87 Bekanntmachung. Betreffend: Abgabe von Pappelholz. An der Krcisstrahe Höchst a. d. N. - Ltrahe Altenstadt - Rommelhausen sollen etwa 45 Festmeter gesunde» Pappelholz, mit einer Mindest-Stammlange von etwa 6,0 Meter und einem Mindest-Stammdurch- messcr von 0,40 Meter, abgegeben werden. Das Fällen der in Betracht kommenden Bäume geschieht alsbald. Angebote mit der Aufschrift „Pappelholzak>dabe" find bis spätestens Samstag den 1. Februar bet uns 1. 8. 3. 4 I verruemen JUHu-e. ICaltri), II ni*t.. Wühl mM'iee. Unschädlich für Menschen, Haustiere und Wild. Terror-Pulver Sog.Sch waben, Kellerasseln, molson, Wanzen u. Flohe. Wirkt unterGarantle Ungift ChfB’ieh-phermaxeuL Nährmittel-0. tu. b. 1L UnsHieta Rahnhofst'-.60 Tel. 1097 Bekannte, seit 1909 bestehende Unter richts - Anstalt für Hardelswissen- schaften. Sonder-Kurse liir Heeresentlassene Prlvat-Untcrricht In Bachführnnff. Korrespondem, Rechnen, Stenographie, M- Bcliint-nsclireiben usw. usw. Nacbmittag8-Q.Abendkur3e. Anmeldung täglich. Prospekte frei Geschäfts,'», d. G. A. i"6 Acker- oder Gartenland in der Schwarzlach oder Väbe d. Marburger Str. zu pacht, gesucht. Annb. mit Preis a. Birnbaum, Marterger Strafle 27,1. Die nftt' en und inaktiven, sowie die unterstützenden Mitglieder werden hierdurch dringend eingeladen. Gieken, den 18. Januar 1919. ________________Der Vorstand. Lpar- llLorschll^tttillIlilibriligtil e. Oh m. u. H. Generalversammlung - Privat- Tlillsliiltmilht erteilt zu feder Tageszeit TlUjithltk Bänlkc 6t d) iss ruber g Wc an- tüchl. Geschältsmaia, 26 A, cd., hl ciii. Haus u. 300Ö0 M. ^erm., wünscht, da e > ihm an Damengefell- äiasi mangelt, a. d. Wege fmette bäusl. Dame m mnd. eben'ov. Barverm. ztvetkS späterer Heirat kennen zu lernen. >>nnge Wwe.m. 1 Kind nicht anS- geschl. Aur ernstgem. Off. m Bild u. 01!>48a. d Gietz. Anz. Diskr. Ehrensache. | Vereine ] Bau Gesangverein. Sonntag, 26. Januar, abend 7 Uhr bei l'litgL Kraft,Tannhäuser. Dienstag, 2H. Januar, abends 7'/» llbr bei Mi gl. Euler,Stadt Pfu igstadt. 1078 Der Vorstand. . Flh.-Rest. 80, 'Dlinen- werferabi. 1, etwas mit- VVipUU/lllHy. Ienen tonn, wird herzlich ------' gebeten, mir Nachricht zu , Gut geschult. Herr, viele - Jahre i. Auöl., cvt. privat Eonveriatlo is-ünterrlcht en .l. ii. franz. Schr. ng. । u. 01404 a. den Gieg. Anz. Vernnstt. 2.fiinip.ifi"if.«3icflt.80 Wer über das Schicksal d. seit 23. Aug. 1918 vermin- icu ,>üs. Karl Vaurel, Dem furchtbaren Bölkerkriea fielen auv den Siethen unserer Mnglleder zum - " 1083 Iran Wwe. Vaupel, _______Diezitrafre 4._______ Aufforderung. iw) D)er an »Vrau Carl Lcbrmnnd Wwe. geb. i Nanber, trübe*, in Wie -en Neuenweg 36, Forderungen stellt, wolle dieselben bei Meldung der Nichtberuckiichng. binnen in Tagen bei dem Unterzeichneten anmelden. Dr. Spohr, Nechtoauwali. Ern*tgcmeliit! Jung.^krieg beschädigter, 23 sfahre alt, ev., in guter Stell., sucht m. iunp. Dame zw. Junt. Heirat l Zlries- wechsel zu treten. Angebote unt Bi l> unter Znfich. grönt. Diskretion a d. blici. Anz. unt. 01471. Liwet tfrveunoe (siuu.lng. und Beamter! suchen die Bekannt sch. zweier wirklich gebildeter Damen im Alter von 20-24 Jahre« zwecks späterer .Heirat. Angebote wenn mögt mit Bild unter ul7>33 an den (»ieneuer Anzeiger. BkimtklltMtt 25 9-, ev., m. ebl. Cbarakt^ Häusl, u. m. sehr gnl. AuS- ftattg., sucht Bekannisch. mit gl. Herrn in sicherer Stellung zw.svät.Heirat. Schriitl. Angeb. nut Bild um. O14S4 an d. Sieh An». Znm Reinigen von Kleesamen empfiehlt fich zu jeder Tageszeit 900 Wilhelm Bender Dreschmafchinenbefitzer Orledel bet Butzbach iBahnft. Butzbach — Licht. EchkhknlicMAitfl per 1. Avril zu pacht, ges. Schr Angeb. in.PreiSang., nt. 014n. a. d. > 70000 Mark aus 1. Hypothek ges. Schr. Angebote u. 0153U an den (flieneuer Anzeiger erb. 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So schaute denn dieser närrische, romantische Bankbeamte mittleren Alters zu Füßen der Trittleiter mit zärtlichem Blick ru seinem Weibe empor; und vielleicht war es der barmherzige Schleier vor seinen Augen, der sie ihm nicht so deutlich als unförmigen Klumpen auf der lächerlich dümcheinigen Trittletter erscheinen ließ. Ohne diese gütige Trübung des Blickes würde das Leben uns allen als eine verwirrende und mitleidslose Sache erscheinen. „Was hast du gefunden?" fragte er endlich seine Frau, die immer noch mit dem Aufräumen des Regales beschäftigt war. „Dies Paket Briefe," sagte sie, indem sie es herabreichte. Er schaute es mit leicht erstauntem Blick an. „Briefe an mich?" fragte er. Em sah, daß auch er sie nicht wiedererkannte. „O ja," sagte er schnell, mit etwas, da- man bei ihm beinahe für ein Erröten hätte halten können. „Es sind deine Briefe, ich erinnere mich, daß ich sie alle aufgehoben habe." „Ich wußte das nicht, du hast mir daS nie mitgeteilt," sagte Em beinahe schüchtern. Es war ein seltsamer Duft in dem Badezimmer, ein Duft, der den gewohnten Geruch von grüner Seife siegreich überwand. Und als Galahad den Duft der Boronia erkannte, ertönte wieder jener ferne Musikakkord in seinem Geiste. Lebendig und wundersam stieg in ihm die Erinnerung an das Bi.d Emmie Matsvns, des taufrischen, reizenden jungen Mädchens auf, das er so frohlockend erobert hatte. Er wagte sich zwei Stufen Der Trittleiter empor, die gefährlich knarrte imb schwankte, und küßte die frischen, roten, feuchten Lippen des jungen Mädchens, das er gewonnen hatte. Doll hmgcbeuden GlückeS neigte sie sich seiner Umarmung entgegen. So drückten sie ihr Siegel auf die einzig wahre und bleibende Romantik. (Fvrtsetzung folgt.) 1912 erhielten die 11 112450 = 39.03% 5552936 = 19.50% 18.36% 9.62% 7.68% 3.8 % 0.9 % Sozialdemokraten..... Demokraten....... Chttstl. Volkspartei (Zentrum) Deut chnalionate..... Unabhängige...... Deupche 'Z>oihspartci . . . Bayer. Bauernbund .... „ Mittelparlei .... Schlesw.-Holstein. Bauernbund Braunjchw. Landesverband Bei den Neichstagswahlen 5368804 — 2739196 = 2186305 = 110b408 = 273718 = 11955 58482 56675 übler Nachrede empfängt. Dem Berliner Korrespondenten der „Neuen Freien Presse" gegenüber äußerte sich der Staatssekretär bei einer anderen Gelegenheit über die Frage des An- Seit der Abdankung Bismarcks feiert ade konser- vativ gerichteten Kreise hegen die Negierung und die kaiserliche Politik gewesen. Könne man vielleicht unser Junkertum für die zunehmende 3n- duslriealisierung, für unsere Flotten- und Kolonialpolitik verantwortlich machen? 3m Ausland sei das deutsche Volk von volksfremder Presse als das Volk von Welteroberern hingeftellt wo den. Wenn man den Alldeutschen solche Aufteilungspläne zuschreibe, verdrehe man die Tatsachen. Während von feiten unserer Feinde kein einziges Mal ein Frieden angebot gemacht worden sei, hätten wir ihnen stets den Frieden angeboten, wenn wir auf der Höhe unserer militärischen Macht standen. Mit Hohn-- gelächter habe man uns geantwortet. Die Linke habe sich von vornherein jeglichen Sonderfriedensbestrebungen entgegengestellt, obwohl doch nur durch eine Reihe von Sonderfrieden der Krieg einen für uns günstigen Ausgang hätte nehmen können. Das Waffenstillstandsangebot habe Ludendorff im Augenblick eines völlig n Versagens seiner Nervenkraft gemacht, doch es sei sicher nicht seine Absicht ge» wesen, solch entehrenden Bedingungen anzunehmen, die uns die bolschewistische Aktion solange klug verschwiegen habe, bis die Revolution eintrat Bezeichnend für die Regie ung sei es gewesen, daß sie gegen die Revolution keine Schritte unternommen habe. Die Revolution sei das Werk einer unten« bischen Organisation, die sich schon jahrzehntelang vorbereitet habe. Ausgegangen sei sie vo.n anglo-amerikanischen Freimaurertum. Die Kräfte, die bisher unsere Regierung beeinflußt hätten, seien nun ans Licht gekommen. Und was habe uns die 3nternationale und der Sozialismus gebracht? Iusammengebrochen seien sie Beide: ein wirtschaftlich ruiniertes, den Feinden preisgegebenes Vaterland verdankten wir der Revolution. 3n scharfer Weise Griff diese Tagespolitik der d e Ver-"i'?ung bisier bekämpfenden verhältnismäßig kleine» h:^a 9, den Anschluß doch verwirklichen we^» " eut- schen in Deutschland wie in Deutsch-OeIt»-««'ch .outen sich in bieten e, tschUdungsschweren du ruber klar sein, daß hier die Zukunft auf dem Sp'.-l« strht und daß mir über die unvermeidlichen sozial- und parteipolitischen Kämpfe des Tages ' ts große historische Ziel der Wiedervereinigung > aus dem Auge verlieren dürfen. Nur so wirk gesamten schwergeprüften deutschen Volke «me befett Zukunft zuteil werden." Rücktritt d S Generals v. Winterfeld auS dem WaffenstillstaiidSansschuß. Berlin, 24 Jan. (WTB.s In der heutigen Vollsitzung in Spaa lütdigt Grncral von Winterfeld an, daß er vv.i seinem Posten a*3> Mi glied des deutsche Wafe.rsti.lstandsauS- schusses zurücktreten to?rte. Den A.ckaß gab eine Erklärung des Marschalls Foch. welche von General Rudant verlesen wurde. Fach erflärte darin kurz, daß der Abschnitt östlich von Straßburg auf Grund d?r SScmnbaytrng bet Der letzten Verlänss'rin" tes Waf'enstillstandes bin e i 6 Ta^n, i o 23. Jan f r a e b> 6 Uhr an, besetzt werde wird. General v. Winterfeld erklärte sofort: Ich habe Herrn General 9?ubant bcret'5 in einer privaten Unterredung mitgeteilt, daß ich in der Besetzung dieses Brückenkopfes ein derartiges Zeichm von Mißtrauen gegen die Arbeiten der Kommi sion sehen würde, daß ich an dem Tag-?, da ein derartiger Befehl gegeben' flirt), von meinem Posten abgelö'st zu werden bitte. Dieser Zeitpunkt ist nunmehr eing^treten. Die Friedenskonferenz. Rotterdam, 24. Jan. (WTB.) „Rientve Rotterdamsche Courant" zufolge erfährt „Neuyork Sun" aus Paris, daß die Friedenskonferenz gestern über die Rüstungseinschränkungen verhandelte. Lloyd George setzte auseinander, daß die britische Flotte nicht vermindert werden könne, und Clemenceau, daß Frankreich ein Heer haben müsse, welches größer sei, als es je gewesen ist. Rotterdam, 24. Jan. (WTB.) Dem „N. Rotterd. Cour." zufolge wird der ..Neuyork Wvrld"> aus Paris gemeldet, daß der Entwurf über dem Völkerbund das Unterseeboot als Kriegsmittel.' vollkommen verwirft und von allen Ländern, hie einen solchen Vertrag unterzeichnet, .fordert, daßi sie alle Waffen dieser Art vernichten. Die Eng-i l ä n d e r und Amerikaner haben große Abneigung gegen die Ansprüche der französischen Milt« tärs «aut .den BesiH des linken R h e i n u \ c t ebenso auch gegen die italienischen Forderungen bezüglich der östlichen Adriaküste. Rußland und die Friedenskonferenz. Berlin, 23. Jan. (WTB.) Ein Fmtksprnch ans Mosian meldet: „London News Agency" bestätigt, daß die englische Regierung Frankreich einen Vorschlag machte, alle politischen Zentren, (undeutlich) in Rußland, darunter auch die r u s s t* sche Sowjetregierung einzulaten. einen Waffenstillstand zu schießen und Vertreter zur Friedenskonferenz zu schicken. ,L)umanit6" veröffentlicht eine ablehnende Antwort Frartk-i reichs. Neuregelung de- preußischen GemcindcwohlrechtS Berlin, 24. Ian. (WB) Die preußische Regierung erläßt mit Gesetzeskraft eine Verordnung zur anderweiten Regelung des Gerneindewahl- rcchts. Die Mitglieder der Gemeindevertretung wer» den in allgemeinen, unmittelbaren und geheimen Wahlen nach den Grundsätzen der Derhä tniswahl gewählt. Jeder Wähler hat eine Stimme. Wahlberechtigt und wählbar sind alle im Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit befindlichen Männer und Frauen, welche das 20. Lebensjahr vollendet und im Gemeindebezirk feit sechs Monaten ihren Wohnsitz haben sowie im Besitze der bürgerlichen Ehrenrechte sind. Die gegenwärtigen Gemeindevertretungen werden aufgelöst. Die Neuwahlen haben an einem Sonntage bis spätestens am 2. März zu erfolgen. Oderberg von den Tschechen genommen. Breslau, 24. Ian. (WTB) Wie die Presse- stelle des Volksrats von Breslau und der Zentralrat der Provinz Schlesien mitteilen, ist Oderberg nach blutigem Kampf mit den Polen von den tschechischen Truppen genommen worden. Warschau, 24. Ian. (WB.) Der Heeresbericht des polnischen Generalstabes über die Gruppe Bug und die Gefechtstätigkeit des Generals Nozwadowski meldet, daß die feindliche Artillerie die Stadt Lemberg beschieße. Grausamkeiten dcr Rumänen in Siebenbürgen. Budapest, 24. Jan. 32000 siebenbürgische Bergarbeiter, sämtliche Staatsbeamten Siebenbürgens, sowie alle Beamten, Angestellten und Arbeiter der Eisenbahn, des Post- und Telegraphenwesens haben die Arbeit eingestellt, die sie so lange nicht wieder aufnchmcn wollen, bis die Grausamkeiten der Rumänen in Siebenbürgen aufhören. bann der Redner die jetzigen Zustände an, das Neue mit dem Alten vergleichend, unb ging schließlich zu den Fragen der Hessischen Landespolitik über. So wünschenswert auch eine Wiedervereinigung mit dem alten chaotischen (Bcbelt sei, so sei seines Erachtens diese Frage noch nicht spruchreif. Man solle nicht oer- geffen, wie sich gerade die Sozialdemokratie gegen jede Aufteilung Preußens wende, und die Gründung einer Republik „Groß-Hess n" würde wahrscheinlich die Gründung einer westfälischen Republik, die dann für die (Entente der gegebene Pufferstaat sei, nach sich ziehen. Auch Hannover würde wohl alte Ansprüche ge tenb machen. Sodann erörterte der Redner eingehend die Bodensrage, Schaffung von Kriegerheim- ftatten und Aufteilung des fide kommiffarisch gebundenen Landes, verbreitete sich über bas Paironats- recht wie über Fragen, bie Kirche und Schule angehen. Der Deutsche sei bisher mit seiner Geschichte zu sehr in Hintergrund getreten. Der deutsche Mensch in seinem Wesen, seiner Geschichte und besonderen Art müffe mehr zur Geltung kommen. Und da stehe gerade der chr stliche Charakter im Mittelpunkt. Was habe doch die Kirche in sozialpolitischer Beziehung geleistet. Alles Große sei nur auf Grund der rel giösen Erziehung zustande gekommen. 3n den links stehenden Parteien ocrmiffe er gerade die Betonung des Deutsch-Völkischen, da seien es besonders antideutsche, internationale Bestrebungen, die sich geltend machten. — Wenn es auch dem Redner im Laufe se ner Ausführungen gelungen war, seine Gegner allmählich zum Schweigen zu bringen, so prallten in der sich anschließenden Debatte die Meinungen wieder um so stärker und erregter auf. einander. Als erster Diskussionsredner trat Herr Stephan auf, ihm folgten Herr Prof. Michel und Herr Klotz. Es ist leider nicht möglich, auf die inter- effan en und sich weit über die 'Polizeistunde hin- z ehenden Auseinandersetzungen, die oft sehr stark persönlich gefärbt waren, näher einzugehen Herr Ober-Postfekretär Kohlhase beschloß als erster Vor- sitzender der Ortsgruppe Gießen der Deutsch-natio- nalen Volkspartei die Versammlung. ** Die gestrige so z i a ld em okratis che Versammlung im Stadttheatcr wurde von Redakteur Vetters erüfnr t, der eingangs bemerkte, daß der Stimmencrsolg der Partei etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei. Tie Rednerin des Abends war Frau Henriette F ü r t h- Frankfurt. Sie verteidigte die Sozialdemokratie zunächst gegen den in diesen Tagen oft erhobenen Vorwurf, als habe sie Schuld am Kriege und Zusammenbruch, und betonte, wie wenig Spartans- mus mit Sozialismus gemein habe. Mtt der Aufteilung des Großgrundbesitzes könnten rote eine Dankesschuld an manche unserer heimgekehrtcn Krieger abtragen, und auch die großen Prodnk- tionsmittel, tote Bergwerke, Dampsicki.fahrtsüe^ll schäften usw., müßten aus den privaten fänden in die des ganzen Volkes übergehen, damit diesem dadurch z. B. von den indirekten, Steuern befreit werden könne. Ferner stehe auf der Fahne des jungen Volksstaates; Mensch.-nschutz; die Wahl vor Frauen in die Nationalversammlung werde insbesondere den Mutterschutz zu fördern haben., Der Achtstundentag sei ein Grundge-etz, aber keineswegs mechanisch wörtlich aufzufassen. Und die letzte unumgängliche Frage nach rvirche und Staat nutete die Rednerin dahin, daß die Religion etwas •mL Größeres sei als ein zum Teil auf weltliche Macht ausgehendes Kicchentum, und daß Sozialdemokraten (einfdjl. der Unabhängigen, bie sich erst während bes Krieges von ihnen toslost n) 34.8 Prozent. Die Demokraten, zu denen jetzt Teile ber Natwnalliberalcn gestoßen sind, 12.3 Prozent, bas Zentrum 16.4 Prozent, bie rea)tsftei)cnben Parteien 17.1 Prozent, bie ‘Jlationalliteralen, beten linket Flügel jetzt abgefplittert ist, 13.6 Prozent. „Erleichterungen" für vcn Postverkehr nach heu vom Feinde besetzten Gebieten. Berlin, 23. Ian. (WTB.) Wie bie beutsche Massen st ill st anbskom mtslion mitteilt, sind fol« genbe Er leichterun gen für den Po st verkehr aus bem unbesetzten Deutschland nach den besetzten Gebieten eingetreten: a) Rach ber amerikanischen Besahungszone sino gestattet: außer ‘Briefen an Kriegsgefangene verschlossene Vriefe in bringenden persönlichen unb in allen Geschäfts-, Geld- unb Verwalt ngsangelegenheiten, ferner Zeitungen, Drucksachen, Postanwei,ungen und Wertbriefe Die amerikanische Besatzungszone umfaßt den Oberpost- direktionsbezirk liier, ausgenommen die Orte Mer- zig, Birkenfeld, Oberstem und die Gebiete südlich biejer Orte, den linksrheinischen nördlichen Teil des Oberpostdirektionsbezirks Koblenz bis zur Linie Boppard - Simmern - Büchenbeuren einschließlich, ferner das Brückenkopf-Gebiet von Koblenz, ausgenommen den Kreis St. Goarshausen und den Unterlahnkreis. b) Nach der französischen Besatzungszone, ausgenommen Elsaß-Lothringen, sind Pakete mit Lebensmitteln ohne anderen 3nhalt unb ohne briefliche 'Mitteilungen zur Beförderung über Frankfurt-Wiesbaden zugelassen. Pakete mit anderem 3nhall als Lebensrnitteln unb mit brieflichen Mittet- langen werden fetndlicherjeits beschlagnahmt. Die französische Zone umfaßt alle besetzten deutschen Gebiete südlich der amerikanischen Jone, also insbesondere die südlichen Teile der Oberpostdirektionsbezirke Trier und Koblenz (linksrheinisch), Rhe.nhessen, ferner bas Brückenk. ps-Gebiet von Mainz unb vom Brücken- Kops-Gebiet Koblenz die Kreise St. Goarshaufen und den Unterlahnkreis. Ueber die in Betracht kommen- Öen Postorte der Brückenkopf-Gebiete geben die Post- anstalten auf Verlangen Auskunft. W umöttjiM Millcutt iw Kcllll (Sttlaliab HrM. Roman von D. A. A d a m s Nachdruck verboten. Fortsetzung 52 Sie saß wie eine dicke, büßende Matzda- lena auf der schwankenden, dünnbeinigen Trittlciter, als ihr Mann hereinkam. Sie halte nicht gehört, wie er die Vordertür öffnete, noa; wurde sie, da er seine Stiesel ausgewogen hatte und in Socken über den Gang geschlichen war, seiner Gegenwart inne, brs ! ^Wa's in aller Welt tust du um diese Zeit dort oben?" ries er, seinem Erstaunen mit einem Anflug von Aerger Luft machend. Nach diesem wunderbaren Abend befand er srch nicht in der Stimmung, mit Ern eine Unterhaltung zu pf. eg en. Er hatte sich fest darauf verlassen, daß sie im Bette fern und schlafen werde Denn es war allerdings entsetzlich spät, und er hatte keine glaubwürdige Ausrede zur Hand. Die schwache Trttttetter zitterte, als Ern erstaunt auffuhr, wie em Rosenstengel unter dem Gewicht seiner Blute nach einem Gewitterregen. e „Ich suchte nach etwas, dav rch verlegt hatte," antwortete sie und betrachtete ihren j Maun durch einen von der Sanftmut der Erinnerung hervorgerufenen Nebel, der seine letzten Fehltritte austilgte — sie bemerkte, nicht einmal, daß er in Socken war — „und was glaubst du, daß ich gefunden habe?" fügte sie in einem Anflug von Triumph hinzu. Galahad, der zu ihr emporschaute, war verblüfft von der Aehnlichkeit, die ihr Sitz auf der Leiter mit jener Szene im Garten der verbotenen Freuoen hatte. Sie war eine zweite Julia und er ein zweiter Romeo. Den Unterschied bezüglich des Badezimmers, der Trittlciter, der massigen Gestalt Ems und selbst seiner Socken bemerkte er nicht. Denn jetzt fühlte dieser einfache und gutherzige Mann, daß die Szene im Garten eigentlich eine sinnlose und theatralische Sache gewesen war. Es sah so aus wie Romantik uich war doch im innersten Wesen nichts als ein falsches und abscheuliches Sichausspiclen, eine grausame Liebesposse. Aber hier war das wirkliche Drama des Lebens, die wirk.iche Romantik. Denn er liebte Em, auf nüchterne und prosaische Art zwar, aber er liebte sie. U.ld sie liebte ihn, dessen war er sicher, trotz ihrer etwas mürrischen Zurückhaltung. Sie hatten zusammen gelebt in ruhiger Gemeinschaft, die weder aufregend, noch leidenschaftlich, ergreifend Letzte Nachrichten. Eine Rede des Grasen örocköorss-Kantzau. Berlin, 24. Ian. Der Staatssekretär bes Auswärtigen Amtes, Graf Brockborff-Rantzau, emp fing heute nachmittag bie in Berlin weilenden Vertreter ber au ländischen Zeitungen unb begrüßte sie mit einer Ansprache, ber wir folgendes entnehmen: „3d) will offen zu 3hnen sprechen. 3ch habe nur widerwillig bie letzten Reden ber französischen Staatsmänner bei der Eröffnung ber Friebensdesprechungen zur Kenntnis genommen. Es ist mir kaum möglich, zu fasten, wie bie Herren Clemenceau und Poincar« von dem Sieg ber Gerechtigkeit sprechen können, nachdem Cleme ceau noch vor einigen Tagen bekannt hat, et sei ein Anhänger bes alten Systems in ber Politik, bieses allen Systems der Allianzen unb jenes fragroürbigen europäischen Gleichgewichts, das mehr als irgend eine Einzelperson bie Schuld für bas in den letzten vier Jahren vergostene Blut trägt. Es scheint fast, als ob bte Reben ber französischen Staatsmänner mit be-onberem Eifer versuchen, bie Auf. merksamkeit ber W>lt von den zentralen Fragen des Augenblicks abzulenken Sie beschäftigen sich mit ber Schuld am Kriege, von ber sie wissen, daß sie tatsächlich alle gerecht benhenben Menschen interessieren muß. Sie sehen aber in biesem Problem nur bie Frage nach zeyn ober zwanzig Personen, bie etwa persönlich an bem Unglück, bas wir erlebt haben, besonbers schuld sein sollen. Sie müssen diese Frage so sehen, denn sie sind ja, wie Herr Clemenceau sagte, Anhänger bes alten Systems. Nun meine Herren! E kommt darauf an, den Geist festzustellen, aus bem heraus Entschlüsse möglich waren, bie ben Tob von Millionen zur Folge hatten. Auf die Aenberung bieses Geistes haben bte Staatsmänner von heute unb von morgen ihr Augenmerk zu lenken. Solange ber Nevanchegebanke lebt, wirb es Krieg geben, unb so lange bie nationalen Güter vergewaltigt werben, mästen Völker im Drange nach Freiheit zu ben Waffen greifen. Solange es 3rrebenten gibt, werben bie Staatsmänner nur zögernd unb ohne Offenheit mit« emanber sprechen können. Darum ist bie Frage nach der Schulb am Kriege sicher einer der zentralen Punkte, an benen sich bie Frage nach bem neuen System in ber Politik unb nach ber Acuorbnung zwischen ben Völkern entscheiben wirb. Aber cs darf gerade bes- halb, wenn man bieser Frage nachgeht, keine Ein- seitigkeiten geben unb ber Mut ber Offenheit darf nicht nur von der einen Seite verlangt werben. Nur wer ein schlechtes Gewissen hat, kann sich bem Wunsche entziehen, das (einige zu tun, damt bie Frage ber Schulb am Kriege eine so einseitige Beleuchtung wie möglich erhält. Der morali che Sieg n ber Politik müßte ber ge- rechte Völkerbunb sein, wo jedes Volk bereit ist, feine individuellen Wünsche in Frieden unb versöhnlicher Sinnesart mit den anderen zu besprechen. 3n diesen Völkerbund kann Deutschland nicht als ein Paria eintreten unb ebensowenig kann es seinerseits diesem Völkerbund Vertrauen entgegenbringen, wenn man es bei seinem Eintritt mit Verleumdungen und Aus Stabt unb Land. Gießen, den 25. Januar 1919. Tie Wahlbcwcguug. — Die Deutsch-nationale Dolkspartei (Hes- fische Dolkspartei) veranstaltete gestern abend im Saale bes Hotels Fürstenhof eine stark besuchte Wähler-Versammlung, in ber Herr Prof. Dr. Werner über bas Thema: Was fordern wir von ber Hessischen Volkskammer? sprach. Die Versammlung verlief von Beginn an recht stürmisch, da die gegnerischen Parteien bis zu den Unabhängigen stark vertreten waren unb immer roicber, trotz Ermahnung zur Ruhe und Sachlichkeit, burch lärmende Zwischen- rufe wie Pfeifen ihr fULbfalien zum Ausdruck brach- ten und den Redner unterbrachen. Da Prof. Werner auf viele persönliche und die Partei angehende Anfeindungen, Beschimpfungen wie auf Einwürfe aus dem Munde von Zuhörern in ironisierender Weise einging, dürfte es nicht ganz leicht fallen unb auch im Rahmen eines kurzen Referats zu weit führen, die Gedanken seiner Rede lückenlos wieberzugeben. Wir beschranken uns baher darauf, das Hauptsächlichste herauszugreifen. Daß bas Wahlergebnis für die Deutsch ° nationale Volks- partei in Hessen nicht so günstig ausgefallen sei, wie man erwartet habe, daran sei besonders die feindliche Besetzung schuld, die die Agitation in Rheinhessen aanz, in Starkenburg zum größten Teil verhindert habe. Gegen die Behauptung, es seien v eie An« Hänger seiner Partei zur Sozialdemokratie übergetreten, wende er sich entschieden. Ferner müsse man bedenken, daß in Obcrgeffen augenblicklich unser gesamtes hessijches Mckttar sich befinde. Sodann pole- m.fierte ber Redner gegen ben Ausspruch des Hern Vetters, die Sozialdemokratie habe sich der rücksichtslosen Durchführung des U-Bootkrieges widersetzt. An Hand von authentischen Berichten versuchte et ben Gegenbeweis zu liefern. Ebensowenig habe bei U-Bootkrietz den Krieg mit Amerika heraufbeschwo ren. Amerika sei von jeher unser Gegner gewesen Ueberhaupt habe er seit 1890 eine starke Orientierung unterer Politik nach links wahrgenommen. Deutschen demokratifchen Partei auf. Er machte historische Tatsachrm namhaft, bte erkennen ließen, ime die Demokratie für die Sozialdemokratie eing-etreten seien, und leitete davon ten Gedanken au ein gemeinsames Wirken ter zwei Parteien her. Sowohl im Kampf gegen die Reaktion als auch beim Ausbau des Volksstaates könne aus ter Zusammenarbeit beider Ersprießliches her- üorgeten. Groß seien die Verdienste der Sozial- dkinolratie geiveicn bei der Veivitti umg der ftite.is- frebite, bei dem unblutigen Verlauf ber Revo» lution. Durch die zur Unzeit aufgerollte Frage nach Kirche und Staat seien der Sozialtemokratie wie ter Demokratie viele Stimmen verloren gegangen. Abgesehen von anderen Mängeln glaubte der Redner schließlich noch ein klareres Programm der Sozialdemokratie bezüglich der Sozialisierungsfrage fordern zu icbtin!ranz.Spracbe? Tchrifil Angetole unter 014112 a. b.yieü.'am.evbdt. 5t: a) Jur Stlni&uvfus: JMittwocfr u.2)onners- tags von 9-12 ‘Uhr, 2-5 Ufr 6) JürJ3ildfjauerkur/us: et tags u. Samstag* von 9—12 Ufr, 2—5 Ufr e) Slßendakt: SKittwodj abend v.5—TU fr Anmeldung: i Bei Sri ater Carl &ries in Ortenßerg (3Ceffen) I oder SICerm Spießet, SKwiflvevein gießen, 33ildfruer fjofr. A ödding, gießen, 3Jkf. Str 9 Neben unseren Krnftwngen- Reparatur- ' Werkstil ten haben wir noch eine mechanische Werkstätte i tlr alle vorkenuneadea Hascklnen-Heparatarei I elnireric tot, in welcher wir al* Spezialität W Bsparataren an Lokomobilen. ß:hreiaerei-, M Bäckerei- ind EeUe»rel • Maschinen aus KS fuhren. — Auch Übernehmen wir die Montage ▼ollständiger Einrichtungen jeglicher Be- 1 triebe nach eigenen und vorgekgtrnPiänen. Hl Reparaturen an landw. Maschinen 0 werden schnellstens auegeführt. 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WchvMIiiz der saMl-emkratischell Partei säe die Lslttkamiiti'milhl WnS. Kennwort: Sozialdemokratische Partei, beginnend mit dem Namen Karl Ulrich, Minister- Fuhren aller Art, auch nach auS- ivarts, übe. nimmt 58. 59. CO. 61. 62. 63. 61 65. 66. 67. 68. 69. 70. in Stadt und Land! Wiederum werdet Ihr an die Wahlurne gerufen. Am 26. Januar gilt Eure Entscheidung unserem Hcsseulande. Unseres Heimatlandes Schicksal hängt an Eurem Spruch. Darum prüfet genau, wen Ihr wählet! Am linken Flügel steht die Schreckensherrschaft der Strafte, die Diktatur bes Proletariats, am rechten die Reaktion, die darauf lauert, die Herrschaftsformen wieder aufzurichten, die unser Vaterland ins Unglück brachten. Der Sieg derRcaktion aber bedentet Bürgerkrieg. Gesundung der Staates und ruhige Zortentwiülung verbürgt nur* die Demokratie, sie allein sichert jedem Staatsbürger sein ungeschmälertes Recht am Staat, sie schlieftt Klassenherrschaft und Unfriede aus, sie ist Friede — Ordnung und Sicherheit. Wer die Demokratie will, der gebe den Stimmzettel ab mit dem Ausdruck: Demokratische Kartei, beginnend mit dem Namen Henrich, Ministerialdirektor. Damit wählt er zugleich die Männer und Frauen, die 48. 49. 50. 51. 52. 5.3. 54. 55. 5& 19. 20. 21. 22. 28. 24 N. 20. 27. 28. 29. 30. 31. 32. 33. 84. r.. 36. 87. 88. 39. 40. 41. 42. 44. 45. 46. 02443 |Küfereiiommerkorn. KtssisAr Liköloiigs - Anssrhsß (Bemdulmue GefchSstaftell, ix» 0rwfM?nbwig»1)ere!n5 unb bt» CenbeiDtttlH» für Arteger^eimft&tten varmpadt, Luifeuplatz 5 (Sites Palais). IrotalM liier Äri SXMfÄTSS wert «le Brekl'sche Üstv.-Drae .erei. R. Iw, Gleflee 1. Karl Ulrich, Ministerpräsident, Offenbach a. M. 2. I r. Heinrich Fulda, Minist.-Direktor, Darmstadt 3. Herman Neumann, Minist.-Direktor, Offenbach 4. Meorfl Raab, Ministertal-Direktor. Pfungstadt 5. Vconbarb($iünert, Beigeordneter,Offenbach a.M. 6. Weorfl Kaul, Neüaklenr. Offenbach a. M. 7. Heinrich Delp, Aemerkschaftsbeamter, Darmstadt 8. Georg Jung VI., Bürgeriw-SteUv., Rüsselsheim 9. Bernhard Adelung, Beigeordneter, Mainz 10. Johann Engelmann, Arbeitersekretär, Mainz 11. Wilhelm Lcei, Stadtverordneter, Mainz 12. Albert Schalte, GeschäsiSsührer, Wornrs 13. »vriedrich BctterS, Neda teur, Gieffen 14. Anton Vujc, Gastwirt, Rieder-Florstadt 15. Friedrich Hartmann, Vaiibiuiri, Mühlhausen. 16. Franz («ruber, Stadtverordneter, Alzey 17. Jakob Eder, Stadtverordneter, Alsfeld 18. Dlargareihe Steinhäuser,gebTrenich. Offenbach 19. Iokei Bauer,Kaufmann u.Siadtnerordn., Mainz 20. Heinrich Borncmanu, Redakteur, Darmstadt 21. Bernhard stiechtien, Arbeitersekretär, WormS 22. Bruno Wittig, Butzdrncker, Butzbach 23. Franz Roh IV., Stadtoerordneier, Bensheim 24. Heiur.Hauser IL, Bergmann,Sieinbergb.Gteßen 25. Adam Lang IL, Lagerhalter. Urberach 26. Wilhelm Knoblauch, Redakteur, Darmstadt 27. Wilhelm Bicbler, Gewerksckastobeamter, Mainz 28. f$afob Biegt, Vnacrbalrer, Osthosen 29. Will).Widmann, Parteisekretär, Offenbach a.M. 80. Bern!,. Schtldbach, Redakteur u. Stadtv., Mainz 31. Anna Rankt, geb. tLckerleiu, Darmstadt '-‘■2. Karl Reff, Gastwirt, Michelstadt 3l aiiartLi Reck. Kontrolleur, Bildet 34. Albin Mann, Riaurer, Gieffen 35. Phil Jakob Osenloch II., Gemeinderat, Bürstadt 36. Georg Adam 3i»f, Ausseber, Nieder-Jngelyeim 37. Babette Happe geb. Wols, Offenbach a. M. 38. Karl Sta ttnilUer, Stadwerordlu. Offenbach $1. Joievb Hütsch, Gewerkschafisbeamt., Dariujiadt 40. Anion Svarr, Arveitersekreiär. Darmstadt 41. Moritz Veincrt, Angestellter, Mainz 42. Peer Reichert, Landwirt. Finkheu 43. Jatob Atiuder, Kaufmann, Bad-Nauheim 44. ditchael Feil IX., Arbeiter, Rieder-LieberSbach 45. Ludwig Pfeffer, Schlaffer, Staufenberg 46. Martin floob, Gemeinderat, Heppenheim a.d.B. 47. Dr. med de Bra, Arzt, Schlitz 18. Georg flübler, Stadtverordneter, Alzey 49. Balenr.Pullmaun III., Filialleiter, (tzr.-.'stmmern 50. Louis Benkert, GeichLsiosttbrer, ^Neu-Isenburg 51. PeierErkrathIII., Po> teieutller,Milhlheim a.Pi. 52. Jakob Fung, Genieinderak, Akhcilgen 53. Karl .Kohler, Arbeiter, Wimpfen 54. Philipp Becker, Konirollenr, Piainz 5u Georg Cttitnbt, Siadtuerordn., 3)1 cknz-Kostheim 56. .(>eintich Kling, Postsekreiar, Bad-Naubeiin 57. Hermann Diller, Bäikeruiei ier, Gernsheim 58. Marie Manu geb. Petmann, Gieffen 59. Philipp Roh, Gastwirt, Pfeddersheim 6l». Ludlvig Hornung, Arbeiter, Spachbrücken 61. Johann Beutel, Sremhauer, Brandau 62. Paul Weigel, Gastwirt, Piungstadt ttt. Jakob Braband, Schuhmacher, Ober-Ramstadt 64. Peier Fentuer, Geschäftsführer, Trebur 65. Heinrich Treffe, Gewerlschastsbeanuer, Mainz 66. Ludivig Evvitein. Zkautinann, Piainz 67. Karl Wächter, Maurer, Ganibach 68. I)r. Daniel Greiner, Jugenheim a. d. B. 69. Georg Winter, Lederschärser. Offenbach a. M. 70. Nikolaus Will IL, Arbeiter, Klein-Krotzenburg. An die hessischen Bauern! Ihr habt es nun glücklich fertiggebracht, den einzigen Bauernvertreter im Reichstag aus Hessen, Herrn Or.Werner, hinauszuwählen. Allezeit hat er den Bauirnf'aib — wie auch die anderen erwerbenden Stänbe unseres Volkes — in vorbildlicher Weise vertreten. Nun geht am 26. Januar nochmals hin und beseitigt auch die Bauern» und Mittelstandsvertreter aus dem Hessischen Parlament. Wenn Euch dann Sojialöcmofrafen -And Demokraten in gewohnter Weise nach Herzenslust schurigeln können (die tausenden Verordnungen während des Krieges wurden gerade von diesen Parteien veranlaßt und gebilligt), dann könnt Ihr die Schuld nur bei Euch selbst suchen. Bauern, besinnt Luch, wacht auf aus dem demokratischen Taumel, welcher für Luch tödliches Gift ist. wählt die Kandidaten des hessischen Bauernbundes! Volkskammer ist folgende: 1004V Wsinzer, Rudolf, Oberstaatsanwalt, Darmstadt. Hadn, Moritz. Bürgermeister und Landwirt, ^eulocb iRheinh.s. Kling,vor, Adolf, Fabrikant, Gießen. Ttiigcldev, Eduard, Rechtsanwalt, Neg-«Aff. a. D-, Darmstadt. Er. Cfnnn, Arthur. Rechtsanwalt, Darmstadt. B erau, Else, ObersteuerkoiurHWwe.,Darmstadt. Köhler, Heinrich, Oberbürgermeister, WormS. Windecker, Adolf, Rechtsanwalt, Geh. Justizrat, Friedberg. Vlckcl,Gg..Landw.u.Gemde.'Nechn.,Affolterbach. Lauser, Mail, eo. Arbeitersekretär, Darmstadt, vr. Becker, Johann, Finauzmiutster, Darmstadt. Br. Sckian, Marlin, Universitäts-Prof., Gieffen. Sliott.Frtedr Jac.,Landw.u.Bürger nu-Uffboien Schill, Karl, Fabrikant und Landwirt, Osthofen. Woli, Plstl vv, Landtvirt. Albig. Mcrgell, Ariebr., Postsekretär, Reichelsheim t.O Haurv, Konrad, Zimmeruieister, Darmstadt. Schninttermaier, Gmma Else, AmtSrtchterS- oatiin, Offenbach. Krapp, Heinrich, Lehrer, Darmstadt. Völker, Ludivig, Ingenieur, Dieburg. Berck, Ludwig, Plärrer, Piatnz-Pioinbach. Laus, Otta Tierarzt, Niedermoos. Mutter. Otto. Pfarrer, ,Vivd)brom6ncb. Krug, Heinrich, Ministerialrevisor, Darmstadt. Lang. fX-riu, Rentner, Michelstadt. Dr. Vogt, Emil, Ptedizinalrat, Butzbach. L «»spach, Heinrich, Malermeister. Gieffen. Becker, Bürgermeister, Sprendlingen iNheinh.l. tttütdner. Georg, Kausmann. Hepvenhei>na.d.B. Becker, August, Kaustnaun, Worms. Stalbfu«, ^rstlhelm. Kaufmann, Darmstadt. Weber VUL, Georg, Landwirt, Gron-Unkstadt. Tiugeideiu, Maihllde, Lehrerin, Giehen. Keipp L, Johann, Landwin, Wallenrod. Storch, August, Hauvllehrer, Butzbach. Riemann, Ernst, Gastivirt, Darmstadt. Krank, Oekar. Aroiheker, Bavenhausen. Schi»inu,Job.,Landw.u.Bürgerin.,Schüllenbach. Huff, Johannes, Gl tervvrueher, Mainz. Kirchner, Heinr., Genostenschastssekr., Giehen. Fisster, Karl August, Kommerzienrat, Bingen. HetmIl.,Wilb.,Bl>rgerm.tt.Landw.,Gammelsbach Spiest, Start LandwirlschailSlehrer, Friedberg. Homberaer, Hugo, Kausmann, Darmstadt. Schmidt, Henn., Bürgerm u.Landw.,Ovpenheim. (Kderdardt, Jacob, Fabrikant, Lampertheim. Weprich IL. Adam, Landwirt, Lberkinzig. Schenck, Amelie. Medtzinalr.-Ghesr., Lauterbach. Best, tvlartin, Lehrer, Gumersbluin. Block, Karl, Kaufmann, Büdingen. Schäfer, August, Hauvtlehrer, König. Donat, Walier, Apotheker, Goddelau. Büner, Friedrich, Geh. Baurat u. Prof., Darrn- TbomaS, Gustav, Schreiner, Main». sstadt. stiichter, Mar, Hosrat, Erbach i. O. Weigold, Christian Jac^ Bürgermeister a. D. und Gastwirt, Auerbach. (»eitel IIL. Jacob, Bürgermeister und Gastwirt, Hahn bei Pfungstadt. Reichert IIL, Georg. Holzhändler, Nierstein. 9luler, Louis, Fabrikant, Bensheiur. Dr. Bolv, Eduard, Oberlehrer, Friedberg. Ritzert, Kart Ingenieur, Grost-Umstadt. Fest XVL, Georg, Fabrikant, Pfungstadt. Dr. AveuariuS Herbon, Fabrik., Gau-AlgeS- Scriba, Julius, Apoiheker, Reinheim. Ibetm. Dr. Keller, Otto, Realschuldirektor, Michelstadt. Falter, Heinrich, Kaufmann, Ltndensels. t?vcbrr, Friedrich, Postsekretär, Ober-Ramstadt. Schlich, 8kichnrd, Forumeister, Höchst. Schmidt, 4sKlbetm, Fiuanzamtmann, Friedberg. Bruchbäuser,Heinrich. NechnungSr., Darmstadt. Zopfs Haaritnterlagen, Locken, Treber sorv. alle sonitigen Hnararbeiien luevb. schön und dauerbast augeserlig, in dem Spezial'Damr«' Friffer- u. Haargeichäft ^ermann Pstü Ww. SelterSweg 8, u „Lebensbund“ Unsere »eiiverhrellcic,von eilen Seiten a'i überaus zeitgemäß hochanerka nre Organfsat.on bietet seit 1914 mit ganz beispiellosem Erfolg Qelegenheil, In taktvollster Form und auf vc sch wiegende Welse unter Gleichgeslnn.en passenden Lebensgefährten zwecks Ehe kennen zu lernen Keine gewerbsmäßige Vermittlung! S Indig unverlangt Eingang glänzendster notariell beglaubigter Anerkennungen aus allen Kreisen Man fordere vertrauensvoll geg Einsendung von 40 Pf. (auch Marken) unsere hochinteressanten Rundess hnft. Postscheckkonto Nr. 20 792, Amt Leipzig, Zusendung erfolgt s dort un Löber: Stellvertreter: Landgertchtsrat Reuenhagen. Asterweg, Brandgaffe, Brandplatz, Brauaasse," Dreihäusergasse, Kavlanetgasfe, Lanograf-Pbiliov' Platz lohne BeughauSkasernel, Landgrafeustraffe, Rord-Atilage, Schlostgasse, Schillerstraste, Schott- straffe, Schulstraffe, Sonnenstraffe. 4. Stimmbezirk. Wabllokal: SchulbauS, Wett- Anlaae 43. Wahlvorsteher.StadtverordneterRentnerGeorg Simon,- Stellvertreter: Gewerkschastssekretärtzllbtn Mann. Gabelsbergerstraffe, Grabenstrahe, Hammstraffe, Kavlansgasse, Zkatbarinermaffe, Kreuzplotz, Löwen- aasse, Schanzenstraffe, West-Anlage, Hinter der West-Anlage, Wolkengaffe. 5. Stimmbezirk. Wahllokal: Gewerbebaus, Kirchstrane 16. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Rentner Wilhelm Plank,- Stellvertreter: Professor Dr. Erb. An der HardL Kornblumengaffe, jkrofdorfer Str., Lahnstrahe, In Löbers Hof, Mühlstrnhc, Kleine Mühlaasse, Neustadt, Nodhetmcr Straste, Sand- gasss, Schützenitrahe, Dieienweg. 0. Stimmbezirk. Wabllokal: Hotel Prinz CarL SelterSwea 40. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Spengler- meister Karl August Faber: Stellvertreter: Schneidermeister Johannes DtehL Jobannesstraffe, Kanzleiberg, MäuSbura, Mat» gaffe, Marktstrahe, Neuenweg, Plockstraffe, Nitter» gaffe, SeltcrSweg, Wagengaffe, Wetteraaffe. 7. Stimmbezirk. Wabllokal: Alte flliuik. Lte- bigttraste 16. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Rentner Heinrich Winn: Stellvertreter: Stadtverordneter Kaufmann Eduard Krumm. An den Bahnhöfen, Am Steg, Bahnhoistrahe, Buchnerstraste, Eredneritraffe, Friedrichnraffe, Glaubrechtstraffe,HiUebrandstrahe,Hosmannstraffe, Mittelweg, Wetzlarer Weg. 8. Ltimmbezirk. Wabllokal: StadtbauS, Karte»- straffe 2, Sitzungssaal. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Geh. Kommerzienrat Sigmund Heichelheim,- Stellvertreter: Geh. Kirchenrot Profeffor Dr. Krüger. Diezstraste,Erlengaffe,Gartenstraffe,Goethestrahe, Gutenbergskraffe, Löberstratze, Reuen Baue, Süd- Anlage, Denfelslustgärtchen, Weidengasse. 9. Stimmbezirk. Wahllokal: Alte Obrenklitzik, Liebigstraffs 20. Wahlvorsteher: Beigeordneter Krenzien; Stellvertreter: Apotbekenbesitzer Fritz Bauer. Buddestraste. Frankfurter Straffe, Klintkstraffe. 10. Stimmbezirk. Wahllokal: llniversitätS Bt» bliotbek. Keplerttraffe 2. Wahlvorsteher: Justizrat vr. Rosenberg: Stellvertreter: Geschäftsführer Heinrich Fourier. Alicestraffe, Bismarckstrahe, .stepleritraffe, .Hessen- straffe, Ludwiastraffe, Ani Rtegelviad, Schiffen- beraer Weg. Gemarkung Schiffenberg. ll.Stimmbezirk. Wahllokal: flanfirmanbensaaL Liedtattraffe 50. Wahlvorsteher: Geh^ 9uftLtrat Professor Dr. Mittermaier; Stellvertreter: Fabrikdirekt. Friedrich Man. Ebelstrahe, Erdkauterweg, Leihgesterner Weg mit Bergwerk, Liebigstraffe, Wilhelmstraffe, Wilson- straffe. 12. Stimmbezirk. Wahllokal: Reaiernng-ae- bäude, Landgras-Pkilrpp-Platz 3, SitzunasiaaL Wahlvorsteher: Beigeordn. Geh. .stominerzten» rat Louis EmmeliuS: Stellvertreter: Stadtverordneter Kommerzienrat Heinrich Schaffstädt. Bruchiiraffe, Pioltkestraffe, Ost-Anlage, Noon» straffe, Senckenbergstraffe, Gr.Steinweg, Stephan- straffe, Wiesenstraffe und ZeughauSkaserne tLand- gras-Philtpp-Platz 4). 13. Stimmbezirk. Wabllokal: Handelskammer- gebäude, Loayttraffe 7. Wahlvorsteher: Geh. Hoirat Prot. Dr. Fromme; Stellvertr.: HandeiSkammer-SyndlkuS Dr. Beibier. Bleichstraffe, Henselitraffe, Landmannstraffe, Licher Straffe niit Kaserne L Lonystraffe, Rahrungsberg. 14. Stimmbezirk. Wabllokal: Israelitisches tSe- meiudebans, Lonystraffe 4. Wahlvorsteher: Professor Dr. KrauSmüller; Stellvertreter: Weinhändler Karl Küchel. Bergstraffe, Eichgärten, Etchweg, Georg-Philivv- Gail-Straffe, Kaiser-Allee, LudwigSplatz, Wolf- straffe. 15. Stimmbezirk. Wabllokal: Unterofffzier- Svet eiaal in Kaserne II an bet floiier-9!nrc. Wahlvorsteher: Hauptmann Kienitz - Gerion, Stellvertreter: Bizefeidwebel Neinhctmer. Kaserne II, städtische Kaserne und Baracken an der Kaiser-Allee. GK-ffen, den 16. Januar 1919. 8888 Ter Oberbürgermeister: Keller. Handwagen Kastenwagen Schiebkarren | Ersatzräder 35. Dahmer. Ivllris, Mckvar.-Afsistent, Butzbach 36. Frenz, Hans, lelegraphenleiiungsaufseher, Mainz 37. Fröhlich, Georg Ludwig, Schneidermeister, Groh- Zimmern 38 Priltpp, W., Londw., Roffbacher Hof b. Trbach LD. 39. Fresenius, Fritz, Pfarrer, Effenheim 40. Götz VIII., Christ., Landwirt, Hähnletn 41. Dr.ssel, Th., Stadtrechner, Dilbcl 42. Lamb, Fritz, Lehrer, Worms 43. Bogt, Frau Prof. Th., geb. Höhlbaum, Gießen 44. Heil, A. Wilh., Fabrikant, Butzbach 45. Thilo, Dr., Julius, Fabrikant, Mainz 46. Kleinschmidt, K., Rechtsanwalt u.Notar, Gr.-Gerau 47. Kuhlmann, Albert, Parteisekretär, Darmstadt 48. Heinz, Carl, Landwirt u.Büraermeister, Hahnheim 49. Decker, l)r., Hans, Amtrqertchtrrat, Dieburg 50. Reinhardt, Will)., Landwirt, Geiß-Nidda 51. Schmelzer,Philipp,Eisenbahn-Unterassistent,Mainz 62. Schraulh, L., Stadt-Syndikus, Darmstadt 53. Weiermann, Wilhelm, Versicherungsbeamter, Seligenstadt a. M. 64. D'imann, Han», Reallehrer, Alzey 55. Höhn, Heinrich, Stadt Bavtechniker, Gießen 56. Schmidt, Ferd., Kaufmann, Darmstadt 57. Martenftrin, Adam, Zugführer, Worms 58. BUtz, Sebastian, Lehrer, Groß-Umstadt 59. Ballmert, Jos., Postschaffner, Vilbel 60. Saalwächter, Paul Christian, Landwirt und Mt» bürgermeister, ittieder-Ingelheim 61. Weitzel, Minna, Frl., Lehrerin, Darmstadt 62. Haubach, Chr stian, Schreinermeister, Gießen 63. Pelzer, Dr., Josef, Fabrikant, Laubenheim 64 Heß, Willy, Apotheker, Dad-Rauheim 65. Appfel, Georg, Metzgermeister, Darmstadt 66. Volk, Ludwig 1., Vorarbeiter, Messel 67. Koch, Philipp, Lehrer, Friedberg 68. Kraft, Ludwig G. O., Fabrikant, Westhofen 69. Helm IIL, Wilhelm, Landwirt und Mühlenbefitzer, Gammelsbach 70. Tafel, Mathilde, Frl., Lehrenn, Bensheim. ■ (früher Nationalliberale Partei) Zur hessischen Volkskammcrwahl am 26. Januar 1919. LZtffische Wähler! Det hessischen Heimat gilt Eure Stimme beim nächsten Wahlgang. Denkt daran, daß alle? auf dem Spiele steht. Einen Damm gilt cs aufzurichten gegen die rote Flut des Sozialismus. Wohin führt Sozialismus? NevoluLion? Das heutige Deutschland ist das Beispiel dafür, wie es aussieht, wo die Sozialdemokratie an der Macht ist; das einst so mächtige, fruchtbare, reiche Rußland daS Beispiel, rott es ist, wo Sozialismus an der Macht bleibt, und seine wirtschaftlichen Lehren in die Tat umsetzt. Bürgerkrieg, Not, Tod, Elend folgt seinen Spuren. Ist es besser geworden in Deutschland seit der sozialistischen Nein, tausendmal schlimmer! Wie eine Räuber- und Morderbande behandelt uns der Feind! Nicht wie anständige Gegner, die daS ungleiche Spiel verloren haben. Seit wir Revolution gemacht haden^ wagte er es, unsere 800000 Kriegsgefangenen, eure Väter, Söhne, Brüder in der Sklaverei behalten zu wollen und zum Wiederaufbau der beschädigten Gebiete zu verwenden. 60 000 landwirtschaftliche Maschinen und Geräte will er unS abnehmen. Das bedeutet die Einleitung zum sicheren Hungertod. Was soll noch weiter kommen? Was wird cr in vier Wochen verlangen? So sicht's nach außen aus. Wie steht's im Innern? Der Sozialismus ist der Todfeind des Handwerkers, des Kaufmanns. Jetzt im Wahlkampf freilich nennt er es Verleumdung, wenn man ihm ins Gesicht sagt, daß er den Mittelstand ruinieren wolle. Und doch erklärt seine Hauptzeitung, der „Vorwärts", noch vor wenigen Tagen, es müssen die handwerklichen Betriebe zu staatlichen und kommunale« Groh» betrieben zusammengelegt werden. Die vielen Bäckereien seien überflüssig. An die Stelle des Kleinhandels soll der Konsumverein treten und die Lebensmittelversorgung durch die Gemeinde. Bauern! Habt ihr nicht einen Vorgeschmack vom Sozialismus in der Kriegszeit bekommen? Mehr als im Kriege müßt ihr im sozialistische« Zuknnftsstaat abliefern. Denn über alles, was ihr erzeugt, gewinnt, herstellt, verfügt der Staat, dem nach, dem sozialistischen Programm alle Produktionsmittel gehören. Kaum sind es ein paar Wochen, daß euch der Sozialismus des schlimmsten Wuchers bezichtigt hat — heute umschmeichelt er euch! Handwerker, Kaufleute, Bauern! Ihr grabt euer eigenes Grab, wenn ihr sozialistisch wählt! Fürchtet euch nicht vor den sozialistischen Drohungen! — Traut nicht sozialistischen Versprechungen! Verlaßt euch aber auch nicht auf die Demokratie! Die Demokratie tara und will die Sozialdemokratie nicht bekämpfen, weil sie mit ihr zusammen regieren will! Die Demokratie glaubt den Sozialismus beeinfhtffen zu können. Sie glaubt zu schieben, aber sie wird geschoben. Welche Rolle sollte die Demokratie neben bet viel stärkeren Sozialdemokratie spielen können? Hessische Wähler! Hessische Wählerinnen! Nicht um Erfolge einzelner Parteien oder gar einzelner Personen bandelt es sich jetzt. Nein, jetzt geht's ums Ganze! Um euch selber handelt eS sich bei dieser Wahl, um eurer Kinder Wohl und Wehe! Deshalb wählt furchtlos die Frauen und Männer der Dcutschen Volkspartci. Seht euch die Frauen und Männer an, deren Händen ihr euer Schicksal, eurer Kinder Zukunft, euer Alles anvertraut. Die Behauptung der Sozialdemokratie, wenn die bürgerlichen Kandidaten gewählt würden, bestünde die Gefahr, daß bte sämtlichen Fürstenhäuser wieder eingesetzt würben, das Frauenstimmrecht und Verhältnis-Wahlrecht wieder aufgehoben, die Kriegsgewinne unangetastet bleiben, und daß sie allein in der Lage wäre, uns vor künftigen Kriege« zu bewahren, ist unwahr. Die Deutsche Volkspartei hat zur hessischen Volkskammer vorgeschlagen 1. Würzer, Rudolf, Oberstaatsanwalt, Darmstadt. 2. Hahn, Moritz, Bürgermeister und Landwirt, Hehloch (Rheinh.). 3. Klingspor, Adolf, Fabrikant, Giehen. 4. Dlngcldey, Eduard, Rechtsanwalt, Regierungsaffeffor a. D^ Darmstadt. 5. Dr. Osann, Arthur, Rechtsanwalt, Darmstadt. 6. Plcrau, Else, Ober-Steuerkontrolleurswitwe, Darmstadt. 7. Köhler. Heinrich, Oberbürgermeister, Worms. 8. Windecker, Adolf, Rechtsanwalt, Geh. Iustizrat, Friedberg. 9. Bickel, Georg, Landwirt und Gemeinderechner, Affolterbach. 10. Läufer, Karl, Evang. Arbeitersekrelär, Darmstadt. 11. Dr. Becker, Johann, Finanzminister, Darmstadt. 12. Dr. Schian, Marlin, Univ.-Professor, Liehen. 13. Schott, Friedr., Jak., Landwirt und Bürgermeister, Uffhofen. 14. Schill, Karl, Fabrikant und Landwirt, Osthofen. 15. Wolf, Philipp, Landwirt, Albig. IG. MergeU, Friedrich, Postsekret r, Reichelsheim. 17. Hanry, Konrad, Iimmermeister, Darmstadt. 18. SchmuNermaler, Emma, Amtsrichters-Gattin, Offenbach. 19. Krapp, Heinrich, Lehrer, Darmstadt. 20. Döllrer, Ludwig, Ingenieur, Dieburg. 21. verck, Ludwig, Pfarrer, Mainz-Mombach. 22. Lang, Otto, Tierarzt, Rieder-Moos. 23. Müller, Otto, Pfarrer, Kirch-Brombach. Da Stimmzettel der Partei lautet; •) 24. Krug, Heinrich, Ministerialrevisor, Darmstadt. 25. Lang, Fritz, Rentner, Michelstadt. 26. Dr. Vogt, (Emil, Medizinalrat, Butzbach. 27. Launspach, Heinrich, Malermeister, Giehen. 28. D (her, Bürgermeister, Sprendlingen (Rheinhessen). 29. Güldner, Georg, Kaufmann, Heppenheim. 30. Becker, August, Kaufmann, Worms. 31. Kalbf -h, Wilhelm, Kaufmann, Darmstadt. 32. Weder VIII., Georg, Landwirt, Groh-Umstadt. 33. Dinqeldein, Mathilde, Lehrerin, Giehen. 34. Keipp I., Johann, Landwirt, Wallenrod. 35 Storch, August, Hauptlehrer, Butzbach. 36. Riemann, Ernst, Gastwirt, Darmstadt. 37. Krauh, Oskar, Apotheker, Babenhausen. 38 Schwinn, Foh, Landwirt und Bürgermeister, Schöllenbach. 39. Huss, Georg, Güteroerwalter, Mainz. 40. Kirchner, Heinrich, Genoffenschaftssekretär, Giehen. 41. Ftscher, Karl August, Kdmmerzienrat, Bingen. 42. Hcl'n II., Wilhelm, Bürgermeister und Landwirt, Gammelsbach. 43. Spich, Karl, Landwirtschaftslehrer, Friedberg. 44. Homderger, Hugo, Kaufmann, Darmstadt 45. Schmidt, Hermann, Bürgermeister und Landwirt, Oppenheim. 46. Eberhardt, Jakob, Fabrikant, Lampertheim. 47. Weyrich II., Adam, Landwirt, Ober-Kinzig. Deutsche Volkspartei (früher Rationalliberale Partei) beginnend mit dem «amen: Wünzer, Rudolf, Oberstaatsanwalt, Darmstadt. 48. Schenk, Amelie, Medizinalratsehefrau, Lauterbach 49. Best, Martin, Lehrer, Guntersblum. 50. Block, (Earl, Kaufmann, Büdingen. 51. Schäfer, August, Hauptlehrer, König. 52. Donat, Walter, Apotheker, Goddelau. 53. Pilger, Friedrich, Geh. Baurat und Profeffor, DemHabi 54. Thomas, Gustav, Schreiner, Mainz. 55. Richter, Max, Hofrat, Erbach. 56. Weigold, Ehrstian Jak., Bür ermeister a.D.u. Gastwirt, Lnerbach. 57. Gelbe! III., Jakob, Bürgermeister und Gastwirt, Hahn bei Pfungstadt. 58. Reichert III., Georg, Holzhändler, Rierstein. 59. Auler, Louis, Fabrikan!, Bensheim. 60. Dr. Dolp, Eduard, Oberlehrer, Friedberg. 61. Rltzert, Karl, Ingenieur, Groh-Umstadt. 62. Fey XVI. Esorg. Fabrikant, Pfungstadt. 63. Dr Aoenarius-Herborn, Fabrikant, Gau-Algeahet» 64. Scriba, Julius, Apotheker, Reinheim. 65. Dr Keller, Otto, Realschuldirektor, Michelstadt. 66. Falter, Heinrich, Kaufmann, Lindenfels. 67, Weber, Friedrich, Postsekretär, Ober-Ramstadt. 68. Schllch, Richard, Forstmeister. Höchst. 69. Schmidt, Wilhelm, Finanzamtm^nn, Friedberg. 70. Bruchhäuser, Heinrich, Rechnungsrat, Darmstadt. Stimmzettel müssen bei jeder Bürgermeisterei und bei den Vertrauensleuten der Partei vorrätig fein. Wer keinen Zettel bekommen kann, braucht nur auf Werkes den obigen Stimmzettel') abzuschreiben. Das Papier soll eine Größe von 9 zu 12 cm haben. Tchrewp-Pter Wo Stimmzettel fehlen, erbitten wir telephonische Meldung an unsere LandcsgeschSftsstelle io Darmstadt, Wilhelmstraße 5, Fernsprecher 1304 109ün Deutsche volkrpartei in Hessen uicht verwechseln mit der „Hessischen Volkspartei".