Montag, 24. November 1919 169. Jahrgang Erstes Blatt Genien. 120® trlagt, Battonttrtt 4 raltangen, Revision tti; brke, Büchen* 129176 Bilanz- Steuer- la Bub 1. linuniui,, eimf Hauptstraße 1 «eher Mr. 501. Much.atfihiwMuswii Mnk Erste Gewinnziehung im März 19 2 0 Hauptgewinne 10 ..1.000.000 n und Reparieren ä Flügeln u.Harmonmms fcwÄrf Deutsche Spar-Prämienanleihe 19 19 Annahme von Anjcigtn s. die tageenummer bk zum Nachmittag vorher ohnejedeVerbnidlichkeit Preis für \ mm höhe für Anzeigen v.34mm Vrcitf Örtli.t) 15 ßt., auSwärte 18 UL, für Reklame- anzeigen von 70 mm ©reue 48 Pf. Bei Platz- voOchriüA?/,,Anschlag. Hauvtjchri'tieüer: Aug, Goea. Leraiitwortlick für Politik: 'Hilft. Goetz für den übrigen Teil: Di. Reinhold Zenz: für den Aiijeigenteü: p. Beck; sämliich tn Gießen sPielwaren iOR| k,2 • in Wm« ,n>8«Äber «> IMeMrik Schwab r Str. 129,16^014// Einrichtungen ^agerberaeh. M, ‘ WM- d-r Ä Südtiroler, sich ihren, Volkstum zu lassen, bereits die ersten S^en Fruchte g^nttft. Diese Treue »um Deutschtum, dre srch ost m rnhetn rührenden Formen äußert, fleht,fo len Älim des Lrmdes Tirol und werd, sich behaupteir^bis endlich die una^bl^lrch^evrswn des Gewaltfriedens kommt und 2)Qitsch-Südttrol ^re Sehnsucht erfüllt sieht: Wiedervereimgung mit Nordtirol und den Anschluß an Deutschlands 2hu öcHen. Wohnungsbauten im bcs'tztcn Hessen, Darmstadt, 22. Nov. (WTB.l deute fand hier eine BespreckMig zwischen Vertretern der zuständigen Reichszentralbehörden und den hessischen zuständigen Ministerien statt über die Frage der Errichtung von Wohnungsbauten im besetzten Gebiet, insbesondere auch der Woh- »cungen der französischen Offiziere und Beamten, sowie zur Linderung der Wohnungsnot, die infolge der Besetzung des rheiniscl)en Gebietes entstanden ist. Zu diesen Besprechungen waren auch die leiten-- den Bürgermeister der in Betracht kommenden Gemeinden geladen, leider konnten sie aber insolae eines Verbotes der srcurzösischen Militärbehörde nicht erscheinen. Dies ist um so bedauerlicher, als die Despreclmng lediglich im Interesse der von der Besetzung betroffenen Bevölkerung und letzten Endes in demjenigen der Besayungsbelstjrde selbst stattgefunden hat. Die Verhandlungen zeigten wiederum, daß bei der ReiclBreglerung größtes Ver- ständnis für die Lage des besetzten Gebietes vor- Lhanden ist. Es herrschte auch volle. Ueberein- stimmung zwischen den vertretenen Reichsstellen und dem anwesenden hessischen Ministerpräsidenten Ulrich über die Notwendigkeit der erforderlichen Schritte. Die Besprechungen führten mi sehv-zweck- mäßigen Entschließungen, die sich ourchcüte den Anschauungen der einige Tage vorher in Koblenz und Köln unter stärkster Beteiligung der Bürgermeister dieser Bezirke zum Ausdruck gekommen waren. Es steht also zu erwarten, daß schon in kurzer Zeit mit Mitteln des Reiches in weitgehender Weise der Wohnungsnot im besetzten Gebiete entgegengearbeitet wird. Hilfe für Oesterreich. $3ien, 23. Nov. (Wolff.) Das Staatsamt für Vollsernährung teilt mit, die deutsche Regierung habe sich bereit erklärt, die erbetene Aushilfe von 5000 Tonnen Mebl gegen Ueberlassung einer entsprechenden Getreidemenge aus den auf dem Rhein für Berliner «uiidgcbungen am Totensonntag. Berlin, 23. %>». «m Tnfmfonntaa wurden von der U. ö. 45. A. b 0 Versammlungen in Grvß.Berlin abgehalten, die unter der 'Parole „gegen die Real Hott unb für die soziale Revolution" txxv berufen worden waren. Die Redner nxmbten sich durchweg in heftigen Waiden gegen Untcr- suümngsausschuß der Alldeutschen; zum Schutze ge- aen die Roattion und Ddörderzentrale, wie sie Lede- bour nannte, die an Stelle der RogKinrug getreten sei wurde eine Eimgumg des Proletariats exxvoW tat In den anschließenden TiSkmsionen ipratocn sich' die .Kommunisten und Mehrheils vzmln'.en ebenfalls für diese Einigung aus und, betonten, daß diese nahe bevorstel)e. — Nach Schluß der Versammlungen zerstreuten sich die Teilnehmer. Zu Zusammenstößen kam cs nirgends. Um dieselbe Zeit hielt der Reichsbund der Kriegsbeschädigten im Zirkus Buich eine Zusammenkunft ab, an der etiva 6000 Per- ftynen teil nahmen. MusitolisckM Tarbictungen wechselten mit ernsten Nez Nationen. Nach der Ansprache des Bundesvorfitzeitoen erhob sich zur Ucber- rafckmng aller Ebert. Er betonte in seiner Rede, d-rß er und die Negierung alles, was in ihren Kräften stehe, tun würden, um die Not der Kriegsbeschädigten, Witwe,: und Waisen der gefallenen Krieger zu lindern. Er appellierte an das Welt- gewissen und sprach die Hoffnung aus, daß es boto noch zu einer Völkerversöhnung ft) mm en werde, in der kern Raum mehr für einen icudjcn furchtbaren Krieg wrhrnden sei, wie ihn die W»Ä setzt erlebt Hit. Einig? hundert Teilnehmer fvr- inierten sich vor dem Zirftis Büsch zu einem ZuM und L gten auf dem Garnison friedyof Kränze an den Gräbern der gefallenen deutschen Soldaten und auch an den Grübern derjenigeit feindlichen Soldaten nieder, die hier in der Gefangenschaft gestorben sind. Demokraten sei unsicher. Die Lage im Baltitum. Bert tn, 22. Nov. (Wolfs.) lieber die Lage im Baltikum erfährt das W. T. B. von zu- stäntogcr Stelle: Die Eiserne Division ist im Rückmarsch fr-griffen. lieber ihm jetzigen Standort ist nichts Nähr-res b.ftmnt. Mitau wird vermut-' llch geräumt. Beiderseits Mitaus entwickelten sich litauische Angriffe. Dre Bahn Mitau-Murajewo ist von den Letten unterbrochen. Ein veutsch.'r Panzerzug, der zum Schutze einer deutschen Eisen- tahnabteilung int Balnknnt zurückbieb, entgle-ste nnb txrbrannte. Die Freikorps, die westlich von Bausk stonden, sind von Westen und Süden her sehr stark von den Litauern angegriten worden. Aus lettischer Seite kämpft in der Hauptsache di.' kurländische Division, die von der bolschewisti- schm Front herbeigezogen wurde. Ein Eis-mbahn- zua, worin sich Dermondt besang wurde ergebnislos angegriffen. Bei Radschiwilischkt wird erbittert gelampst Tauroggen ist von regulären litau- isch-n Truppen besetzt. Auch bei Prekuten griffen die Litauer an. Die Bahn Taurogaen—Ptekttlen ist untt-rbrochen. General v. Eberhardt beftndet sich in Schiub.n. Die Ententekommission für bas Baltikum begab sich nach Tauroggen. Königsberg, 22. Nov. (WTB.) General Eberhardt ist gestern in S ch a u l e n einge- trossen. Die Räumung Mitaus ist unter Zurücklassung zahlreicher balttscher Bevölkerung und vielen Materials durchg. führt. Die ©Lerne Dunston geht in guter Ordnung zurück. Frctkorps Dradis ist zwischen Mitau und Bauske in schwere Kämpfe verwickelt. Die Randstaatenpolitit. Helsingfors, 23. Nov. (WTB.) Nach hierher gelangten Meldungen kann der Raubst a a t e n b u n d Esthland, Ltttland, Lftauen als abgeschlossen gelten Die Besttmmungen umfassen militärische, polftische und wirtschaftliche Fragen Die erste Ausgabe des Bundes wird der Friede mitSowjetrußland bilden, lieber die Fraye des Gefangenenaustausches wurde bereite ein Uebereintommen erzielt. Die Letten melden die Einnohme Mi- t a u s. Die nordrussische Republik brfntbet sich in schwerer Notlage. Sie soll von Serbien die Erlaubnis erbeten haben, 1000 serbische Soldaten im Murrnangebiete zwecks Aufrechterhaltung der Ordnung znrückbehalten zu dürfen, was Serbien angeblich genehmigt hat. itt !ii, tau ■e r Braurawe < rosshaoing 11* Telepfcan 225 ie neue Herbstpreisliste. m. 275 £et Siebener Anzägei erscheint täglich, anher Bonn- und Feiertags, vezngzprelr: monnll.'Dlf. 1.60, oiertel- iahrl'ch Mk. 4.80. durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Alk. 1.50; durch dieBost Mk.6.— viertel- jährl. ausscht. B<- teUg. txerulpred) - Anschlüsse: sürdteLchr'ftleitungll2 Verlag,GeschtotsstelleSl Anschrift für Dratunach- richten: Anzeiger Gieße«. Postscheckkonto: xrankfnrl a. M. U686 Ludendorff bei einer Gedächtnisfeier der Deutschua ionalen. B e r l i n, 23. Nov. (WTB.) In einer von der Deutschnationalen Partei einberufenen Gedächtnisfeier für die Gefallenen im Kriege im Theater Westend hielt Luden- 0 0 r s s eine Ansprache, die in dem Wunsche ausklang, daß der Geist-der Gefallenen im deutschen Volke wieder lebendig werden möge. Dar vettiebrrStegcsetz. Berlin, 22. Nov. (Wolfs.) Der sozial- polftischc Ausschuß der Nationalversammlung tsl in der Beratung des Betriebsrätegefehes heute tei Artikel 34, der die Ausgaben der Betriebsräte regelt, angelangt. Darin ist vorgesehen, daß bei B-.trieteit mit Aussichisrälen zwei Mitglieder frs B tnebsiates im Aufsichtsrat mit t>en gleichen Rechten und Pflichten Sitz und Stimme haben ollen. Diese Bestimmung erscheint den ntcht- ozialdcmokrattschen Parteien als zu weit- gehend, während der Sprecher der Sozialdemokratie erllärte, bei der Ablelmnng dieser Bc- timmung habe seine Partei kein Interesse mehr am ganzen Gesetz. Aus Vorsckstag des Zentrumsvertreters wurde die SBeitrrberatung vertagt, um eine Entscheidung hierüber unter den Regierungsparteien herbeizuskHren. lieber das Recft der Arbeiterräte auf Bilanzeinsichtnahme wird in der „Dcuitschen Allgem. Zeitung" geschrieben: Vielleicht wird es noch möglich sein, bi zwölfter Stunde im Interesse unseres schwer darniederliegenden Wirtsämftslebens und zur Erhaltung der Arbeftsfteudigkeit und der Initiative unseres Unternehmertums, das in dem Entwurf des Betriebsrätegesetzes vorgesehene Recht auf Einsichtnahme in die Bilanz aus das erforderliche Maß zu beschränken, welches einer praktischen Mitarbeit der Arbeitnehmerschaft entspricht. Wie verschiedene Blätter melden, hätten die Sozialdemokraten erklärt, in der Frage der Teil- nahme bet Arbeiter am Aufsichtsrat keine Zugeständnisse machen zu können. Das Zentrum will ich heute mit dieser Frage beschäftigen. Man glaubt, daß es sich für die Auffassung der Sozial- emotraten entscheiden werde. Die Haltung der Deutsch-Südtirol. Don einem genauen Kenner der Verhältnisse geht ufts forgenoer Bericht aus Tirol zu: Durch den Gewaltfrieden vvn St. Germain, | t-ieses ebenbürtig)? Seitenstück zu dem Friedens- , dittat von V.riailles, Ist ganz Südtirol vvn Deutsch-Oesterreich losK?ri.sen, das Land Tiwl in titrei Teile gei-dpiitten und der Brenner zur nört*> 1 litten Grenzmark Italiens gemacht taorwn. Ta- \ mit ist nicht allein Welschttvol, dessen Befreiung. ' von der österreichischen $>crrfd"Xih Jahrzehnte lang von allen Italienern ersehnt und von den irre- i dentischen Organisationen mit leidenschaftlichem Eifer betrieben wurde, an das Königreich gefallen, j sondeni «auch das gesckstossene bcutfdye Sprachgebiet, das sich vorn Brenner bis Saturn erstreckt , und neben 200000 Deutschen und etwa 50000 1 ausgesprochen ldentschsreunolick-en ladinichen Be- . wohnerii nur 7000 zerstreut lebende Italiener um= saft. Vergeblich 'haben die Vertreter Teutfchöster- nichs und Tirols in St. Germain das von Wilson als (fftundntz verkündete Selbstbepimmungsrecht brr Völker zu Gunsten der deutschen Südtiroler ang-rufen, vergeblich "haben sie die Italiener an ihre eigene Leidertegeschichte erinnert und ermahnt und gewarnt, nun nicht dasselbe Unrecht zu be- g-fcen, dessen sie Oesterreich immer wieder vor der gesitteten WÄt ang-ellagt haben — es blieb bei der Entscheidung: frn al Brennere (der Brenner Italiens Grenze). Masfenlos, durch die langen Krregsjahre phv- sisch und wirtschafllich aufs Lußerste erschöpft, mußte Dkutsch-Südtirvl diesen Schicksalsspruch über sich rrgelien lassen, ohne sich dagegen mit den Waffen zur W^^hr zu setzen, wie tie Ahnen es in den Tagrn ?lndreaS Lvfers und Hasprngers getan haben. Nicht etwa, als ob der alte O-ofergeist er- losckicn wäre — nein, er lebt fort in dem herrlichen Versande, das, vom Brenner hinab weit über Bozen Und Meran 'hinaus, die erhabene Mafe- fiät des tzochgebttges mit der weichen Anmut svnn- be^Lnzten .SÄdtandes harmonisck» vereinend, sich hinbrebet. Allein dieser Geist zähen Fesrhaltens am eigenen Rocht muß zur Zeft darauf verzichten, rach außen zu wirken, und sich darauf beschränfen, nach innen und im Innern feqte Kraft zu entfalten. An eine ewige ober auch nur lange Dauer brr rtalicnif dien Lerrsckzast glaubt niemand in Süb- tiwl, nicht einmal die dort lebenden Italiener, iinb d« Deutsdmn sind eisern entschLvssen, den teutscken Eharnkter ihrer iöeirnat zu erfchen und unversehrt in eine bessere Zukunft hbrüberzuretten. Mannest weisen sie alle De^udriingen, mit denen bw Italiener fte für die neue Ordnung zu gewinnen streben, von sich, mannhaft alle Versuche, das deutsche IGeppüg.' des Landes zu verwischen und dem Deutschtum den Boden unter den Füßen alzu- graben. Eine erste Probe dieses deutschen Trotzes toben bte Italiener gelegentlich der Schüler- einschreibungen für das neue Schuljahr im September ds. Js erlxtlten. Ueberall im Lande hatte die Regierung italienische Schulen psrbereitet und Lehrer und Lehrerinnen ernannt "a c Nein bi den weitaus meisten Gemeinden wurden gir keine oder doch nur so wenige Kinder für tiefe italienischen Schulen angemeldet, daß sie überhaupt nicht eröffnet werden konnten. Sogar in erung erteilt worden, ba6 von der Militärverwaltung willkürlich verweis toten Stattonsnamen wiederhergesd llt »Eden soll«i. Sterzino z. B. soll hinsoct wieder L-terzing uno nicht Vipiteno, Brixen nicht mehr ^essanone, Waiddruck nicht mdhr Valgardena genannt weitem Auch die Gliung der deutschen Sprach- rm amtlichen Verkehr soll riach den Wün>ck>m und Jde dürfnissen der deutschen Bevölkerung .werben, desgleichen ist gute Ausficht eines vom Trentino getrennten deutschen Verwal Oesterreich schwimmenden Transporten zu gewähren. Diese Aushilfe würde jedoch erst in einigen Tagen erfolgen föimcn, weil die beut, che Regierung vorher im Besitz der Konnossements über die betreffenden Schiffsladungen sein müsse. Das Staatsamt für Votksernah- rung habe veranlaßt, daß die Transporte in dem Pendelverkehr zwischen Mannheim und Regensburg auf dem direkten Bahnwege nach Oesterreich durchgeführt werden. 250 Wag- >wns Kartoffeln, Mehl, Mais, Weizen und Futtermittel seien aus Südslawien freigegeben worden und nach Oesterreich unterwegs. Hierdurch sei zwar eine leichte Entspannung eingetreten, doch bleibe die Lage an* dauernd ernst. D'Unnunzie. Spalato, 23. Nov. (WTB.) Dalmatmi- sches Preßbureau. D'Annunzio beabsichtigt sich ganz Dalmatiens zu bemächtigen. Die italienischen Blätler in Zara veröffentlichen ohne Vorbehalt Angaben über die Stärke seiner Truppen, die für Spalato bestimmt seien. Dal matten erwartet von der Belgrader Regierung ein energisches Auftreten, um den Einmarsch der Italiener in das unbesetzte jugoslawische Gebiet adzufchlagen. LIEDER^ jttertli* flerbert K»*te|laD **$**** •JSS oe. D.B.V' r, #ob»ferb ArbeU«»r,”e !b»ackap.»'“' Der parlamentarische Untersuchnngz- aasschuh. Berlin, 22. Nov. (Wolff.) Angesichts der im Bolle herrschenden Einmütigkeit darüber, daß die Verhandlungen des parlamentarischen Unteriuchungsaus- s ch u s s e s nicht mehr erträgliche Formen angenommen haben, gilt es, so schreibt der Vorsitzende des Gesamtuntersuchungsausftchusses, Senator Dr. Petersen, Mitglied der Nationalversammlung, in der „Deutschen Allgemeinen Zeitung", Bestimmungen zu treffen, die ein würdiges und sachliches Verfahren für die Zukunft gewährleisten. Die Bekundungen der bisher vernommenen Personen und auch die Art, wie sie sich vor dem Ausschuß gebürdeten, brachten schon heute eine wesentliche Klärung. Die weitere notwendige Klarstellung wird sich durch ein gründliches umfassendes Aktenstudium erzielen lassen. Die langwierigen mündlichen Erörterungen vor dem Ausschuß, die, wie die Dinge heute liegen, in eine politische, sich nicht vvn leidenschaftlicher Stimmung sreihc-.lten'ce Trskussion ausarten müssen, sind umtolig und von liebel. Durch die Vernehmungen ist ein Einblick in die Denkungsart und die Willensbildung der entscheidenden Perjöulick>keiten erreickft. Dafür hat das Auftreten der als Zeugen vernommenen Leiter unserer Geschicke schon heute eine so wesentliche Klarheit gebracht, daß deshalb eine Fortsetzung der bteherigenVerhandlungen nicht erforderlich ist. Der Landesverband Hessen der Deutschen Volkspartei hat an den Abg. Slaatsminister Dr. Heinze, Vorsitzender der Fraktion der Deutschen Voltspartei in der Nationalversammlung, folgendes Telegramm gesandt: „Das Höchstmaß nationaler Würdelosigkeit,ist erreicht. Ein llntersuchungsausschiß, in dem Hindenburg und Ludcndorfs als Angeklagte, ein Vaterlandsverräter als Richter und deutsche Volksvertreter, Reichsminister und frühere Botschafter als Verteidiger des amerikanischen Präsidenten und Anlläger der eigenen Führer auftreten, ist das Schlußglied in dem Ablauf des ersten Jahres der deutsckwn Republik. Es bedarf keiner Sttaßen- kundgebungen, um den in alt'n Volksschichten noch lebendigen Rest vaterländischen Ehrgefühls bä solchen Erlebnissen zu wecken. Porlament wid Reichsregiermig sollten bi freiem Augenblick nur die Rettung des deutschen Voltes vor den neu angedrohten Vernichtmigsschlägcn der Feinde bedenken. Für den Staatsgerrchtshos Eomnit die Zeit, dann aber auch M .die heutigen ^Richter' der Tag des Gerichts. Wir bitten fre Fraktion, mü aller Kraft für die Afrvehr der femdlich^u Erdrosse- litng, die Mlehmnig der neuen Forderungen der Entente und fre Bewahrung des deutschen Volkes vor der Schändung unseres vaterländischen Mischens einzutreten." a elll ri1? rerlKZttflictf» b-5, ll^55 eö» Ans dem besetzten Gebiet. Verlängerung brr Vcrkchr^inschrLnkmrtz im besetzten Gtbiet. Mainz, 23. Nov. (WTB.) Die interalliierte Feldeisenbahnkommission hat anae- ordnet, die für die Zeit vom 12. bis 21. November durchgeführte Einstellung des Schnellzugs- und^Personenverkehrs im besetzten Gebiete bis einschließlich 30. November beizubehalren ist. Aus dem Reiche. Judenfeiiidlicht Kundgebung n in München. München, 23. Nov. (WTB.) Vor der Feldherrenhalle kam es heute mittag zu judenfeindlichen Kundgebungen einer größeren Menge, die hauptsächlich aus Studenten bestand. Miiilär säuberte den Platz. Es ereigneten sich keine Zwijchensälle. Metzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen SwiMngrrundbruck ru Verlag: Vrühl'fche Univ,. Such- n. Steinbruderei R. Lange. Schrtftleitung, Sefchästrstelle u. Druckerei: Schu!str.7. Deutsche Nationalversammlung. Berlin, 22. Nov. Präsident Fehreubach eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 20 Min. Abg Nacken (Ztr.) wird zum Schriftführer an Stelle des Abg. Dr. Bolz gewählt Auf der Tagesordnung steht die zweite Beratung bte Entwurf einer Reichsabgabenor^mmg. Uebcr die 1 bis 7 wird eine allgemein« Aussprache eröffnet Abg Schneider -Franken (3tr.) berichte über die Verhandlungen des 11. Ausschusses. Abg Po hl mann (Dem.): Tas Reich hat den Krieg geführt, also muß auch das Reich für die Schuldenlast aufkommen, die aus diesem i Sertretrr be8 ReichSbundeS der frricgßbrfrfrfbigtrn, I AriegSfjinterbliebenen und ehemaliger XYtegsicu* M N 7 «. f abe von B e ‘Km'vr bis zum •oroeit dem alten Anträge getötet rrnirtx. 20 Geiangene tonn in । behördlich beglaubigte Ab- gebracht werden; 13 fino noch flüdjtig. rscheinigung des betreffen- • Frankfurt a. M., 23 Nov. Am M solche dem > ----Fran kfnrt a. M , 23 Nov. Anr B n Vermerk | tag wurde, wie erst jetzt bekannt wird, beim Ro eine muß den - u ür gefangenenheimkehr stell? und ©euäfynmi schusses zu der vom Reich gewahrten *•- H 2 h 3 .. 4 n 5 ? Sf"*5 SDta *^.1919 WM for attni ( 80 Stak, zu Strfenen, | fiNtirf „i jjtai btr Tti jjw Hk r< . Aus Sta-t und Land. Gieren, den 24. Roo. 1919. Veranstaltungen Montag: Stadttheater, 7 Uhr. „Die Wildente". — Lichtspülhaus, Madame Dubarry. — Lichtspiele Seltersweq, Ter Mann des Tcpts; Der Tauscndkünstla. — Ter für SamStm», 22. Nov angekündigte Unterhallungsabrnb des W B. findet erst am 3. Dezember im Felsenfoller statt. .. r ;-tzild b s t (5 ( XBi *4? “ttth Reil H Sn f'uiVööl :riuww^ ä« nidüfe bn' A t 0 M I k. Klein-Lindo n, 23. Rov Anläßlich deS heutigen Tuttnscstes fand auf dem Friedhot eine erhebende Gedenkfeierfür b i e i m [riegc Gefallenen statt Pfarrer Eidenmüller hielt die Gedächtnisrede Iba -tavtbe Klagcpsalm: Wie sind die $>dt>cn gefallen und die Streitbarer umgekommen. Die 5vier wurde aöfsnet und geschlossen durch einen Choral des CPvsaunenchors. Die Gesangvereine Arion und Eintracht trugen Chöre vor NamenS des Vereins ür Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene legte August Weigel einen Kranz nieder. Die Gräoer bar hier beerdigten Kriegst rlnehmer waren mit Tonnengrün und Kränzen geschminkt. >- Wieseck, 23. N»v Der Totenwnntag nahm hia einen würdigen Der laus. Ten Gottesdienst in der über füllten Kirche verschönten Sin bei* und Frauenchor und bei Verlosung bet Namen den Toten Läuteten die Gl-ocken. Tie Gedächtnisausstellung zu Ehren unserer Toten wurde im Beisein tfrter großen Gemeinde von der GesangSobteilun-g des Turnveveins mit dem Volkslied von 1864: „Ter Soldat auf Posten" in würdiger Weise eingeleitet. Darauf sprach Pfarrer Sattler über den titoaf der Ausstellung, bic nicht vernarbende Wunden aufreißvn solle, sondern» eine bleibende Ehrung vorbereitend, die erste Ab' teilung unseres werdenden Heimatmuseums bilden. Tie Aufnahme der Bilder der Vermißten sei er- vlgt, nicht weil wir alle Hoffnung eines Dieder- hia mit ihnen begraben hätten, sondern, daß die Gemeinde auch ihrer und ihrer fdjtoergr* prüften Angehörigen fürbittend gebente. Tie Dale- ung da Namen von 85 Toten und 12 Vermißten d%ofe sich an n. nachdem Choral „Christus, da ist nein Leben", agreifend vorgetragen von dem Ge- angv.rein ,Lugendgrund", übergab Pfarrer Sattler den Schlüssel zur Ausstellung dem im nunmehrigen Ausstellun-gssaal jahrelang wirkenden Lehrer Müller. Tfefer nahm ihn in Empfang mit dem Gelöbnis der Gemeiiide. daß sie die Ausstellung ihrem ernsten Gegenstand entspred^nd als rin Stück heiliges Land stets betrachten werde. Die von den nächsten Armehörigen der (Mallencn zuerst betretene Ausstellung bot ein in aller Schisthlheit überwältigendes Bild von da Größe des Opfers unterer Gemeinde. Troftblütter des Türerbnndes, von Rüdvss Schäfer u. u_, verfehlten ihre Wirkung nicht, eine Serie von Franz Stassen zeigte den Deldendank da deutschen Frau, Zeichnungen ton Bruno Bielefeldt Ostpreußens Nvt, die unsere Daten von uns ferngetetftev. Bis zum Abend wurden noch größere Bilder, auch Ehrenzeichen von Gefallenen, gebracht, ,o dost einige mehr als einmal vertreten sind und jbanftmum* binnen schmückten die Bilda sinnig mit Buchs und Tannengrün, eine lrote auf den an einer Wand ausgebauten Altar vrr.r.1 Eseukränz. Mwr und Sockel da WLnde verschwanden fast imta Kränzen und Sträustrn, die, teils mit sinniger Widmm'g, von denen hin gelegt wurden, die heute am' Grab ihrer Toten nicht stehen konnten. In die Büchse für bedrängte hiesige KriegShintablcebene wurde,« 190 Marl eing.-iogt und tvätae größere Spenden für sie in Aussicht gestellt. Tie Ausstellung, abends befeuchtet, wird voraussichtlich bis zum asten Advent geöffnet sein. (Eine Miniße-rese im Theater. Der Präsident W Landesamts für daS Bil- dnngSwesen, Derr Dr. Strecker, schreibt uns: Ich habe im LandeStheater nicht „aufjetfaib meiner eigentlichen Amts tätig leit gesprochen, viel- mehr ist meinem Amt auch das Lanbe-theatcr zugeteilt Ich übabrachte meine Glückwünsche im Namen der Regierung, selbstverstänöllch auch nach vorheriger Bereiicharang mit der Direktion des Thcate^S EtwaZ .Pern iches" h t der Borging, auher ür ginz be on ers vorurtei s ol G?g r kvast len die beiden Redner eine dem Tag.' an geroßte Stimmung auszulösen, manche Träne rollte zur Erde. Tie erhebende Feia war durch musilaliiche Tarbietungen der Reichswehr- bapclle und des Gesangvereins Eintracht" umrahmt und klang aus in dem Liede „Ich hott' einen Kameraden". Massenausbruch von 33 Geangenen Während einige überivältigt werden tonnt m, ffelxr bte übrigen. Es entspann sich in da Nähe vo> 1 teilen zwischen Polizei «amten und ten F ümt fingen ein Kampf, wobei einer der ÄuSbr:ilte, dem 9 5 zustimmen zu wollen. Die Bedenken dagegen Dcrfcnne ich durchaus nicht Wir müssen gegen die Steuerschieber- und de stap tolllucht a le mög ichen Mi-tel erumcn. Di>? Nachteile dieses Mittels werden übertrieben. Wi> Iwanchm eine Zwischenbestimmung, weil die Rechtssprechung sich nicht ohne weiteres in der von uns allen gewüntchtcn Richtung berocqt unb die be stehenden Gesetze Lücken lasen, die den Steuer- schiebern nur durch diese Bestimmung verbau! werden können. Die 1 bt8 4 werden angenommen. Tie Abstimmung über § 5 unb die bazu Doriiegcnben Anträge wirb auSgesctzt. Weitere Paragraphen werben angenommen Rrichssinanzministrr Erzberaer: Die Ber- Mltniife in Hamburg und Bremen sind unhaltbar. Die Irfb-benbcn Gesetze haben mich gebinbert, meinen Willen burchzusetzen £>amburg und Bremen müssen zur alten $?öbv hinaus geführt werden. Ich habe gegen den Antrag keinerlei Bedenken. Wir werden ein solches G^-setz einbringen, fraulich ist nur, ob daS Gesetz bis zum 1. April 1920 oar abid/.ebet werben fcnut, andern falls müßten vor I&ufxge Ueb rgangSbeftimmungen g-:troffen werden Abstimmung wird ausgesetzt Weitere Para graplien werden ohne längere Bespredmng in ber Ausschilßfassung angenommen. Zu § 14 bemerkt Erzberger, daß die Zahl der Beamten nicht vermehrt werden dürfe. Fortsetzung der Beratung Montag 1 Uhr Vorher Interpellation Arnstadt (T.-R.) wegen ber Ernährungsfrage. — Schluß 2.1ö Uhr heimkehrende Kriegsgefangene. 10. Besetzung bei Zeichcnlebrerstelle bi ber höheren Mädchenschule 11. Gesuch des Ernst fcebftreit nm Erlaubnis zum Kaffee- und Schankwirtschaftsbetrieb im Dausr Frankfurter Straße 62. 12. Gesuch des Georg Zissel um Erlaubnis zum Kaffee-Wirtschaftsbctricb im Dause Walltorstraße 19. 13. Einrichtung von Wohnungen im östlichen Flügel des Stal'gebäudes in ber £wfreite Lahnstrahe 6. 14. Wahl ber Beisitzer zum Mieternigungsamt. 15. Durchführung ber B^chlagnahme von Wohnnnoen, Genehinigun, aller Mietverträge durch daS Wohnungsamt un' Inanspruchnahme von Zimmern für Einzelpersonen 16 Bestimmungen für Mietsverträge 17 Brotpieiscrhöhung. 18 Festsetzimg des Ortslohner ..r ®k> W^ta« SR n Dkcretcn , stran 58*1*60 Aricgöl 6 teilt K Kpigcrrf*^';.6 oihut^ n Äfiiiite c ffi cnsi's^r V5 aud) W- ® ] Kriege erwachsen ist. Das Instrument, welches wir der Reichsregienrng zur Regelung btever Verhältnisse in die Land geben, bte Reichsaogaben- orbnung, ist ein sehr scharfes Instrument. Wir sind der Regierung soweit a!8 möglich entgegen* gekommen, um dem Reiche eine ge.dluhe unb wirtscha lliche Erstarkmig zu ermöglidien. drakonischen Stra en bet Abgabenorbnuna werden nichts Wien, wenn das beutldje Volk nicht Selbstzucht übt Abg Burlage (Ztr.): Die Umgebung der Steuerpslicht wird in 8 5 des Gesetzes nach den »eschlusen des Ausschusses gut unnchrieben unb wirkungsvoll behinbert. Denen, bic geschickt genug finb, durch die Maschen d,-s Steuerge etze- zu schlüpfen, dürfen nicht noch Barteile zugewendrt werden vor den ehrlichen S teuer za hlem Meine Fraktion ist gewillt, sich aut den Boden des Gesetzes zu stellen, wie es aus ben AustchußvarHandlungen hervorgegangen ist. Abg Simon- Schwaben (Soz.): Wir müssen dem Reick»? eine einheitliche Steueromaljung und eine emh.-itliche Steuer Verwaltung zugeittchen.^Wir sind für den Einheitstaat, wollen aber keine -^cha- blonisierung. Die eingehende Durchberattmg im Ausschuß hat uns Gelegenheit geg.bcn, den eteuer- pslrckstigen ihre Rechte gepenüter bem Steuer (5eöad)tni$feiern für die Gefallenen. Trauerfeier für die Gefallenen der LandeS-llk'ivcrfität. Gestern, am Totensonntag, fand in der Neuen Aula ber Landesunioersität eine^ Trauerfeier für die ge a lenen Lehrer und Stubirrenben statt, ,u ber Rektor unb Senat den Lehrkörper, bte Studierenden unb die Angehörigen ber E< allencn eiitgeiabcn hatten. Zrgenbwelchc weitere Tin- (abungen mußten mit Rücksicht auf ben verfüg' baren Raum unterbleiben. Auch für tnr Angehörigen der Tozenten konnte keine Ausnahme ge- macht werden. Die Aula war über füllt. Lne bot ein feierliches Bild. Bon der Galerie fvninicr grüßten die umflorten Fahnen . , Tie Feier wurde durch Orgelspiel .rösnret, das den E'nzoa des Lehrkörpers roürbig begleitete. Ter Akad-nnische Gesangverein trug den Eingangs- äfot aus Brahms' herrlichem „Deutschen Re- quiem" (Selig sind, die da Leid tragen, denn ie sollen getröstet werden) eindrucksvoll vor. Darauf hielt der Rektor Professor Dr. Kalb- lei sch eine Ansprache, in ber er in Anknüpmng an die Feier der Begrüßung der aus dnn iv^be heim gekehrten Studierenden vom 9. März dieses Wahres daran erinnerte, daß damals ttotz aller Bitternis doch noch ein lichter Schein in die Rächt unserer Trübsal gefallen sei. „Ihr wäret wieder da, liebe Kommilitonen, Euch wenigstens hatten wir wieder!" Deute scheine kein woher Ton in unser Klagelied klingen zu wollen. Die, denen heute die Feier gilt, sie kommen niemals wieder, und es erhebt sich die bange, die lürchter- liche Frage: Sind sie umsonst gefallen? S-e find es nicht wenn wir uns ihrer würdig zeigen In besonderem Sinne gilt das von der akademischen Jugend. Beim Wiederaufbau unseres znsammcn- groebenen Staates soll sie die Werkmeister len, stets ein gebe nt baß deS deutschen Volkes irbc in ihre .Hand gegeben ist. Die Gedächtnisrede hielt Pros. Tr. Schian. Er führte mit packenden Worten aus: „Wir stehen in einer Stunde von lastender Schwere, denn wir beuten an die Abschieds- feiern für die ausziehenden Kämpfer vor fünf Jahren zurück. Wo sind sie aeblieben? Die Schlachtfelder Frankreichs und Rußlands find voller Tolen- gebeine. Unb der Sieg, den jene erstreiken wollten, blieb aus. Deutschlands Jugend, die hessische Jugend, sie ging in Not und 'Tod. Und jetzt — liegt Deutschland in Rot und Tod. Und ber Feind steht im Herzen des Hessenlandes. Scheint es nicht, daß das große Sterben vergeblich war? Man weist uns zum Trost auf die innere Freiheit, die das deutsche Voll jetzt besitze. Aber nicht für sie sind jene Helden in den Tob gegangen Ihnen trat bas Deutsch!anb vor 1914 eS wert, daß sie ihr Leben dafür ließen. Und rocmi man uns auf das Glück der Menschheit hinweist, das sich in ber nxrbenhen Völkergemeinschaft zu venoirklichen beginnen, so müssen wir erwidern: Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt ber Glaube. Dennoch setzen wir unter Bluten unb Sterben unserer Brüber nicht das Wort „Vergeblich". Wir kennen ja über diesen Tob hinaus ewige Werte, ewige Welten, einen ewigen Gott. Wollen unb Erreichen müssen wir unterscheiden. Sie haben gewollt. Sie trug ber Sturm ber Begeisterung. Unb der Inhalt ihres Wollens war: Vaterlanb. Nicht Daß, nicht Kriegswut nur Vaterlanb, das geliebte deutsche Vaterland. Dem Vaterland alle-, Jugend, Zukunft Leben, — das wollten sie. Wenn nrir von ihnen diesen Willen zum Vaterland lernen, bann sind sie nicht vergeblich gestorben. Der Wille zum Vaterland bei jenen Opfern forbert heraus aus der 'Denkweise, der das eigene Ich alles, das Vaterland nichts bedeutet! Wir akademisch Gebildeten müssen darin vorangehen. Es mag uns jetzt schwerer werden al8 früher. Aber es ist unsere heilige Pflicht — um derer willen, die für das Vaterland gefallen sind. Der Wi.te zur Einheit tut uns dringend not. So, wie in diesem letzten Jahr, darf es mit der Sclbitzersleischu.ig nicht weiter gehen Wo Wille zum Vaterland ist, da dürfen wir dae Band ber Einheit nicht zerschneiden. Aber roir dürfen das Vaterland nicht verloren geben. End- lich einmal muß es weiter aufwärts gehen! Wenn wir diesen Willen zum Vaterland von unseren Gefallenen fernen, dann sind sie nicht vergeblich gestorben. Im Geiste derer wollen wir diese Arbeit hm, die ihr Leben für uns gaben. A n unsliegt cs, das; die kostbare Saat Frucht bringe." Mit Versen des hessischen Dichter: ÜNodt schloß der Redner seine markigen, den Ernst ber Stunde voll ausschöpfenben Worte. Es folgte die von Begeisterung getragene An spräche des Vorsitzenden des Gesamtausschusses der Studenlenschaft, stud. rer. pol. Otto Esten feit). In mitreißenden Bildern weckte der jugend- lidje Römer bic Erinnerung an die unvergeUicher Stunden von Langemarck, da die Freiwilligen mit dem Gesang von „Deutschland, Deutschland itber alles" den Sturm m bic feindlichen Reihen trugen, die Erinnerung auch an ben grauen No vmbermorgen, da man die Helden in die kalb Grrbe legte. Dort schlafen sie, aber ihr Geist lebt weiter, ber gewaltige stttliche Glaube, mit bem sie für ihr Voll gestvrbien sind. Hier in den ehrwürdigen vollen unserer Alma mater wollen wir uns von dem Geiste unserer Gefallenen führen lassen. Täglich wollen wir uns ihr Vermächtnis neu erkämpfen unb es wieder erwecken in unserem ganzen deutschen Volke. Und nunmehr trug die Musik in der Ton- spräche des Requiems bic Herzen noch einmal ** Eine Sitzung der Stadtverord- neten-Versammlung ist auf Donnerstag, ben 27. November 1919, nachmittags 5 Uhr, an* beraumt. Auf ber Tci^'svrdnung ber öffentlichen Sitzung steht: 1. Errichtung einer Einfriedigung am Grundstück Gut ende rgstraße 2: hier: nachträgliche DispenSerttilung. 2 Gesuch des Wilhelm Rebhut um Genehmigung zur Errichtung eine? Schornsteins und einer Jauchengrube auf bem Grundstück Rodheimer Straße 56. 3. Festsetzung des Fahrpreises der Straßenbahn für Pvstunter- beamtc. 4. Festsetzung der Gebühren für die Ge päckbeförderung auf der Straßenbahn. 5 Erhöhung i>es Fahrpreises für die Straßenbahn. 6 Festsetzung von Bestimmungen für die Abgabe von Monats^ karten ber Straßenbahn. 7. Erhebung von An- chlußgebühren für Motvre. 8 Aufnahme eines lassen da rl.-bcns bei der Bezirks parkasse. 9. Ueber- .lahme ber Kosten der Geschäftsfülwung ber Krieas- Mc -Srei.sl itv 3«®°^ >pun*rynunlw vd ^ieirncr » e fenlanb b xrrM we M Sri 1. LvM tub nüd) water fcii*iörrdnen 1 4Tarmf liitt Zünsl »rlrnig am A la «idsftiidicr eßog erledigt w !r i* jätgemi rmtrf Lage nnß„bitreli '.cgtnb". Eir ; Gederi tiriengemt nn MlvorsÄ aus ( -ramngnt alle KjdivRl fmrrb v«Et 7 A ld. Lrbott Ki Zeldttückei u Kreis 01 tragen: „Abschrift ufto* ES liegt tm eigenftai Interesse des Antragstellers und einer beschle». nigten Freigabe, wenn die Borschriiten genae ein gehalten werden, da sonst Rückfragen unb damit Verzögerungen entstehen. __ “ Aon ber llniversität. Wie wer jören, werden die bei der Trauerfefer für bii Grwllenen ge halteren An sprachen im Druck er» chcmen. Nähere Auskunft erteilt das Sekretariat. ** Retchsbekleidung. Für Cnt Aer- orgung der mmberbemittelten Bevölkerung ber Stabt Gießen sind 700 Pnar tfinherftrünu’fe und 100 Paar Frauenstrümpfe zum Aerkuui überwiesen worben. Näheres ist im Anzeigenteil zu erseh«. *• Bei der städt. Obst- unb Gemüsv. eile sind wieder Tafel- unb Wirtschaftsät^el eimjetrofim. Sie kommen pfuud- unb zentnerweise zum Verkauf. ** Ortsgruppe Gießen bei VolkS- unbes zum Schutze bet deutschen kriegS- unb Zivilgefangenen. Wir machen auf die heutige Anzeme, die Einladung zu ber am Dienstag, 25. b. M , un dotel Kobel, Liebigstr., ftattfinbenben Versammlung bett., aufmerksam. Die Interessen ber Zivllgesangenen unb Ausländsdeutschen sind nunmehr spruchreif, ba bereits Betröge für die VorentschLngung bewilligt [inb, und es un Interesse eines jeben liegt, bie blonderen Formulare für die ReichsentschädigungS- kommission einzusenben. ES ist beabsichtigt, m Gießen dne Vereinigung yi gründen. Alles Nähere wird in ber Versammlung bffanntgegebax, ** 3 n eine1- Mrtgliederversa mm- tung der Deutschen Demokratischen Partei am Mittwoch, 19. November, gab £xrt Justizrat Grünewald. M. d. N.-B., Mfttei- lungen aus der Nationalversammlung, über bie uns folgende- mitgeteilt wirt»: Es bestehe in man- ck>en hiesigen Kreisen eine befremdliche llnfenntnis ber politischen Verhältnisse. Die von deutsch-nationaler Seite bertommmbe dWälliße Kritik an der Regierung und bet Nationaloerlammlung mache sich in teurem anderen leite des Reiches fo de- merihar, wie gerade in Güsicn unb anderen Teilen Hessens. Nach aewissenhaster und kritischer Be- obadüung und Prüfung erwiesen sich diese Angriffe durchaus als unbegründet. Don den Aeuße- rungen in Presse und Versammlungen — bie keineswegs bem Ausbau unseres Staa'.AvesenS bienen und die Achtung gegenüber der Regierung gn fördern geeignet sind — seien erwähnt: „Die Nationalversammlung habe nichts geleistet." „Die Regierung bestehe nur aus Juden unb leiste nur Dilettantenarbeit." — Demgegenüber fei sestzo- stelten, baß bie Nationalversammlung weit mehr geleistet f)abe, als je ein Parlament dies oennm'i Hobe. Sei es nicht ehe Tat, daß durch bie Müde vO'». acht Monaten ehre gewisse Crönurt ] statt be« ChaoS «schaffen sei, und daß das Reich noch criftiert? Man habe ben Bürgerkrieg txrmteben unb moralische Werte in ber Derfassun, und in anderen Gesetzen geschaffen, durch wlche ein Rechtsbvben für die Neuordnung der Dmge ^rrgeftcllt sei. D« Arbeiter- unb Solbatrnräte seien beseitigt. In ber Reichsvegierung befinde sich fein einziger Jude, in ber preußischen Regierung nur einer. Von Dilettantismus möchten btt Anhänger des allen Regime- lieber schweigen unb sich vergegenwärtigen, wer wohl der größte Dilet- tnnt ber letzten 25 Jahre getoejen sei. Jedenfalls weis» das gegenwärtige Ministerium mehr Intelligenz, yirbntdfrruixgfcit und Ausdauer atü als beispielsweise bei Mil»tigerten unter Michaelis Gate. Ile, Zimmermann, Jagvw u a. zu hfea gewesen sei Der Versuch aenxffer Kreise, bi? eigene Schuld am Zusammenbruch brr Revokutic» auszubürden, fei eine falsche Darstellung ber histv- vif«ben Geschehnisse. In ber reaktionären Bewegung von heute bestehe bte größte Gefahr für bie Gesundung und bat Wiederaufbau des Vaterlandes : sie treibe die Inrfeftebenbnt Gruppen zm Vereinigung und rufe dort Gefahren wach, die man übemrunben glaubte. Ein unter Benutzung eines Rcf<-rates, das Iustizral Grüncumld erstattet hatte, von der Söcimauer Tagung angenommener Gesetzentwurf bett die Schaffung einer vorläufigen We hr macht war einer ber ersten Besprcchungsgcgenstände Ein bciirritiird (Gesetz auf bet Grundlage ber allgemeinen Dienst» vssicht formte im HinÄick auf den FriedenSoertrag nickst verwirllickst werden. Den Sefhxbungen brnto- fratifdjrr Vertreter fei eS gelungen, bau bei catung des Erb sch aft-steuergesetze- tta Interesse der Landwirtschaft an «stelle bes von ber Reaierungs Vorlage vorgefehmen gemeine» Wertes der Ertrag-wert zu Grunde gelegt itnirbe. Bereckstigten Jnlctessentenwünschen ent* .Kgenfommcni) fei von Denrich und bau Vortragenden, von der Demokratischen Frallion unterstützt, ein Antrag auf allmählichen Abbau der Zwangswirtschaft gestellt worden. Eine Anfrage, gemeinschafllich mit Dr. Bohme tm Jv- teves se deraußerdaverifcheniBrauereiev unb ihrer Arbeiterschaft gestellt, wegen Zuteilung eines Kontingents sei von der Re gienmg zustimmend beantwortet Wörter Dchtn Na io n al Versammlung unb Regierung d ibiec beff.Hin nen Ar.ell ojmc Störung weife obren töun en, sei eine Gesundung uniever Bei« bä-tiriffe im Reich ju erbos en '--- Die in etioa inniirünbiger R de vorgetragenk", unsere g famtc innere 2aik um a ieCen, iür ieb» Politiker höchst interessanten 'Dhtteiltrugen dir eine lebha te und ausgielnge Aussprach' zur f^lF '-atten, werden in den ersten Ta-m in euer Bco- ichüre erscheinen. **DieJugenbgruppeder Drotschnatio- aalen Volkspartn veranstaltet morgen abend 7 Ute im tzotel Einhorn einen Deutschen Abend. Näheres ist aus dem Anzcigeuteüe zu ersehen. AreiS Schotten. 8 berchenhatn, 22. Nov. Der ®iftw 'Wargarcta Adolph, deren Mann im Februar b. Js ' tei NrLer-Seemen mit feinem Fuhnoerke tSd lich verunglückte, wurden vergangene Nacht bu i leiden Mummet und zwei Öalfter aus bem Pferde ■ stall gestohlen. Bon ganz besonderer Schadeo- i rrrube scheint der Dieb befesfen zu fein, ba er mi-uüblich erklang es: ..Wie lidxicf) sind deine Wohnun- £"■ . unt mächtig btouik t« macht bie fcffiicto 6e«ui Ju« Sobl bei-ra. b« n tarn Swuft i««m. Iraftfatirx-uabeiiSet mchm-ir bataui d« l-ben dich ton k>" Versammlung dab bie ünttäge mit Sreiaci. Inn. ,^nn (^trtra bet Orffel b« lri,b«noü !ür ben Monat Iki ergriffenen $wrer aus dem festlichen Raum. , 95 November bei ber LauptoertellungSstelle ein I gereicht sein müf en. Soweit bem ersten Antrag ** Eine Gedä cht niSfeier für unsere nicht schon früher eine l ‘ gefallenen Shneger fand ferner am Totensonntag- l schrist ber Zulassungsbescheinigung Nachmittag mt den Äricgcrgtähern auf bem neuen I den Kraftfahrzeugs bei lag, ist et Friedhöfe statt. Pfarrafsistent Schäfer fenvte ein I Anträge bcunlügen. Dieselbe muß gemäß 8 143 Reichsversicherungsordnung. "Die Gewerbe-Inspektion, Haupt- verteilungsstelle von DetnebSswsf für Per'ebrs- Mecke, macht bie hessischen bezugsberechtigten aufmerksam. l e c E e ( öchördttche Anzeigen. von Jacdhnnd braunen Platten, von Sam es. Hunaeu. Der 'Verruf trW 'm wachste hendsn ®e- schästen: 1 aSdrrK U, lMK" । «* "äjS I 13158 Klinik. WrUe.SBtrfteigeruu* I Merkel |Ä”»e Donnerstag den 27. Rovemberj s^bffer, ist zu verk. Näh. fi* zu nerfititfett. d. i-miedemstr. Sancc. 2080 Mk. 2860 „ 3380 3900 „ 4420 „ 4940 „ Drebstrommotore 8,5 u. 10 PS 220-380 Bolt, verkauft O. Mürenieh, Elckirotechnisch. Geschäft, Jelter^weg 73 H., Telephon 156. ,Me’ billig zu verkaufen. 13258 «aiser-Allee 17. hörte dem K'vnkLü-verrat imb der Krcisschulüom- mtffbn an. Für ihn flommt mtn Müller (Köllen ho in) in den Krerslehnrrat und Keller (Ober- Sremen) in die KveisichulVom Mission. Donnerstag ____ . . 1919, vormittags 10 Uhr, soll im Mar- ttülgebäude, Mathiltenplatz 17 dahier, ein aus- gemusterter, eingesahrener LandgesttUSbeschSler vor- Reichsbekleidnng. Für die Versorgung der minderventit» telten Bevölkerung der Stadt (Mieten sind 700 Baar Kikckerstrümpte und 400 Paar Fvauen- b. Schmiedemstr. Sauer, Stangenrod.13261 1 Dampfmaschine mit Modellen, 2 Anker Stein bau kaeten, 54-5a, 1 Schiff, verschiedene Kinderbücher orw. au verk.- ws«t] HesMenstr. 2 1* „ 4 : i „ 7 „ 8 „ 9 b) F Größe 10 „ 11 Schreibmaschme au kaufen gesucht. Hable bis zu 1000 Mark. 0224.. A. Aueter, Crednerftr. 46. „ 2 Personen „ 3 „ „ 4 „ „ 5 „ „ 6 Familien mit einem tragungsberechtigt, guten GebrauchseUern. zu verkaufen bei Förster a) Kinderstrümpse: Gröhe 1 = 2,20 Mk. per Paar ,, 2 = 2,40 „ „ „ „ 3 --- 2,65 „ „ .. iflert werden. Darmstadt, den 21. November 1919. Hessische LandgestütS-DroÄtion. Schörke. 13237D -- 2,90 „ „ ,, = 3,10 „ -- 3,40 „ „ - 3,65 „ „ - 3,85 „ „ - 4,10 „ „ rauenstrümpfe: - 4,35 Mk. per Paar - 4,65 „ Tie Arbeitnehmer haben nunmehr den Schiedsspruch vom 14. November 1919 o«d- werA)ruverSss«ntlich«»- SaU die Dbrege oerdeStt bleiben. Io wolle man schriftliche Angebote unter der Slnieigtnnummer Iordern Suekimh liber «drei,en u I- f. durch die ®elgestern 1. Schriftführer, Frl. Hunkel - Wieserk 2. Schriftführerin, Roth - Anncvod. Außerdem gehören dem Bor- stand noch weitere 5 Mitglieder aus den einzelnen Bezirlsvercinen an. Ä Darm stabt, 22. Nvv Der evangelische Jünglingsbund in Hessen hält ''eine bresjährivr Haupt- und Herbstvertreterver- ammlung- am Dienstag den 25. yivvember in den ivcmeinderäum.m der Petrusgemeinde ab. Außer den gescktzrftlickni Angelegenheiten, die am Bor- mittag erledigt werden, steht nachmittags um 2 Uhr der seln zeftgränaße Bor trag des bekannten Jugend» riarrers P a g e - Undenheim auf der Tagesordnung „die religiöse Beeinflussung der 3u genb". Eine Aussprache schließt sich an. S Gedern, 24. Nov. Für die WaA zur Kirchen gemein de Vertretung wurde nur ein Wahl Vorschlag eingereicht, so daß die Bvrge- ichlag>?nen auf Grund der fivilxmgeseßlichen Bestimmungen alle alstgewühlt an zu sehen sind. Wie- der gewählt wurden 93 bisherige Gemchndevertveter, neu acwählt 7 Mitglieder, darunter auch 2 Frauen. ld. Schotten, 21. 9?u)9. Lehrer Hassin - „er (Feldkrücken», dem eine Lehrerstelle in Ilten- wm, Kreis Oppenheim, übertragen wurde, ge- angeseherr, deren jährliches Sätze nicht übersteigt: bei 1 Person X Bekanntmachung. X Dom 25. November 1919 ab beträgt der Preis für Rohbraunkohle 4,20 Mk. 1-1 Hektoliter ern- schließlich Kohlenftener rm Lindabsatz. itpuwm# Abholungstage: Grube Wölfersheim: Montag- und^Dow MrSÄt W an ten großen Piehditchftähl-en und Schwarz- ftttlächtereien in Ober he ) s e n, Starkenburg' und Nastzru terfxiirct worden war, miete gegen Stellung einer Bürgschaft von 25 000 Mark vorläufig auS tem hiesigen Untersuchungsgefängnis enrlassen. --- Frankfurt a. M., 23 Nov. In ter vergangenen Nacht wurden aus dem Manufaktur- wanmoeschäft von llllmann in der Taunusstraße tüx mehr als 60 000 Mk. Seidenstoffe gestohlen, Marburg, 23. Nov. Wie aus Wallau an der Lahn gemeldet wird, wurde dort am Dienstag abend ein 22jä()riger Bursche namens H. Fri^rich auf der, Straße erschossen. Die hiesige Staatsanwaltichaft hat eine Untersuchung eingeleitet, Kriegsgefangeuen-Hcimkehr. Steinbach, 22. Nvv. Bon unseren sich in Gesang-mschaft tefinbertten Kriegern sind bis heute vier gesund in die Heimat -niruckgeeehrt. Einer aus rusjischer, einer aus amerikanischer und zwei ans englischer Gefangenschaft. Unsere Hoffnung, daß auch die in französisch r Hand sich befindende seckis Mann das Weihnachtssest im Kreise ihrer Lieben in diesem Jahre feiern würden, scheint sich nicht zu bewahrheiten. 1 noch neuerqfnrtlt*a( schwarzer w<«niVl f. mfttL ©tat. btü. zu verk. Fr» ikL Str. 7 L links» | Kaufgesuche | 10 801 et™ I00-120jäbr., möglichst gefthloR.Biehei- walt fom.Kielariwali für Grubenholz fof. geg. hat zu kaufen gesucht, «ngeb. mit PretSforberuna u.An- gabc d.Lage u. Abfuhr erbittet Sägewerksbesttzer Hartmann, Aachen. Lüdstratze 53. [132421 d wäre. Wenn es tem Reichsfinanzniinisterann lötrfr lich gelingen sollte, die S teuer fas sade de S Reiches notdürftig herzustellen, würde hierdurch ein ganz falscher Eindruck nach Außen geschif- stn werden, weil das grenzenlose finanzielle Elend der Einzelstaaten und Gemeinden von unseren Gegnern nicht gesehen werde, .sondern nur die finanzielle Lage des Reiches als Maßstab für unsere Leistungsfähigkeit in Frage komme. Bei allem Verständnis für die finanzielle Lage des Reiches müsse verlangt werden, daß andere Mittel und Wege ins Auge gefaßt wurden. Er habe die Absicht, für ten Freistaat Sachsen eine »ktive Finanzpolitik zu treiben. Es sei daher nicht möglich, einen Plan aufzustellen, solange tes Verhältnis der Einzelstaaten zum Reiche nicht stst- gelcgt sei. Er sei beauftragt, nach Berlin zu reisen, um die drei wichttgsten Finanzgesetze im Reichsrat zu verabschieden. Er habe ober die Ent- würst noch nicht zu sehen bekommen imb es deshalb abgelehnt, sich damit zu b es ch ästigen. Er könne nicht nach Berlin gehen, nur um Ja und Amen zu sagen. Er hoste, daß auch die übrigen Mitglieder tes Reicbsrates sich auf diesen StMidPunki stellen werten. Wenn ein Teil unseres Volkes, so erklärte ter Minister, sich schließlich mit ben heutigen Zuständen nicht zufrieden gibt, so müsse doch jeter objektive Beurteiler eingestehen, daß die Parteien, die heust die Verantworttnig tragen, obwohl sie sich in fortgesetzter Abwcbr gegen Rechts und Links befinden, noch viel Schlimmeres ab- gciwntet haben. Wenn das Schlimmste nicht finge treten sei, daim fei festzuftelben, test dst Partei, bte heust die schärfste Krittk übte, nicht dazu bri- getrngen habe. T'.e Ausführungen des Ministers wurden mit lebhaftem Bessall ausgenommen. Es gelangst dann eine Entschließung zur Annahme, in der gegen die von der Entenst verlangst Abliestrung der Schwimmdocks, Bagger usw. stammender Prostft erhoben wurde und die Reichsregierung aufgefot- tert wiri», den Forderungen ein unbedingtes „Nein" entgegen zu setzen. Die Franzosendiktatur im Saargebict. Saarbrücken, 24. Nov. (WTB.) Der Chef du serviee financier des Obersten Verwalters des Saargebietes erließ eine Bekanntmachung, nach ter gemäß der Bestimmung ter interalliierten Wirt- schaftskommission in Zstoblenz und nach Anordnung der Spezialkommission für das Saargebret (Sitz Paris) ten Banken des Saargebietes verboten wird, sich mi der gegenwärtig zur Zeichnung aufliegenden deutschen Anleihe zu beteiligen. Die Banken haben, falls sie schon Zeichnungen angenommen haben, tem Chef du servier financier ein Verzeichnis derselben zu übersenden. Die Einnahme von Tauroggen durch die Litauer. Berlin, 24. Nov. Der „Bert. L-kolanzeiger" meldet aus Tilsit: Wie die Tilsiter Mlgemeine Zeitung über die Einnahme von Taurog- gen diirch die Litauer erfährt, bestand die gesamte deutsche Besatzimg Tauroggens, ans acht Gendarmen und Feldpolizeibeamten, die sich IV» Stunden gegen 800 Litauer heldenmütig verteidigten. n Regime- lieber schweigen d pi, wer WhI der arvtzr ük Jahre gewesen frt Umtz artige Wwiitrmiri mehr ruiitM imb Äirfbauer e i SXiniikrien mtn öiid» neklrlieke Leitaees- Drähte (Kupfer), blanke u. Iso lierte, jeder Posten ge gen Kasse zu kauf, ges Frits Loh, Stephanstraße 32 1. Ei« zweirädriger Handwagen z« taufen gesucht. Schriftl. Angebote uttL 02283a an den Gieß. An» rmt, a e. u v TWb npwVlti M, ^.mmmrud) der Revotz « svlsche Dachellung der t. bet ttaftionäxm 8» bchche bk ffröök ■ ib ten Skbcraufbau des w dir linfoWnbrn ®nipir. ir mit dort ßkjdbrrn M i qtaibtt. Ein unter wniir & Atlhjnö -LntmL c bet Bi man Toemg aose Mst bttr die Schaag E Lehrmacht war, mm dv dlage der ssÄftSSK M-L Abbau worden, cr ^ Dr Böhnt iw ) äartiid) rauere>' r^,0 »Alb, M hO Z-M- 'RnhonalwJmmm?1 fln k lfuy erwiesen sich bi* £ ?afl:Aö*n & rsoujr der Nkumg * erwähnt: „Dh i We mtti gtiniM." „Dj, « melden unb E - Demgegenüber , tonalUTKnnmluna nxt* mflT i an Parlometü dies n« Tat, ban durch ktfr rm gewisse Ordnung fc w a, und dah das Snjti k ben Zürgeckrieg tm- «erte m der tzchfi 1 «s-affm, durch ns ir die Neuordnung der t Arbeiter- und Sottutflcä i der Aeichsrrgierung btsch htbe, in der preutzichen St.,, «n Dilettantismus möchten * te* Eber-Verkauf. Mittwoch den 2«. d.M., oormittaoß 10 Uhr, läht der Schwelnezuchtverotn Lang-GönS im Hofe deS Gasthauses -.Schwanen einen älteren, gut gen ährten,erstklassigen Deckeber meistbietend versteigern. 13172 Der Vorstand. Hofhund zu verk. Heufitelbeim. VraubauSstr. 22. Wachsamer Hund (oorzügl. auf Nngezieferf sowie zwei Hasen (belg. 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Im nächsten Er sah Modestas •nn dem Zwangswege durchgusühren, erachtet dte ^ovinzialdrrcktton für ungesetzlich und droht dann, die Stadt (Retzen schadenersatzpflichtig zu machen. Auch für Nachteile, die Dritten daraus entsteh:» '"wachs '• OBwald inng Recht geringes Verständnis roirb der Woh- ! wngsnot in Gießen auch besonders von jenen HKtclIen entgegen gebracht, di: in erster Linie zur I Beteiligung der Notlage mit beitragen müßt:n. j Eine ganze Reihe von Wohnungen dienen die Dämmerung weiterglerten — B.uhrgg zu. (Fortsetzung folgt.) Urvater, Stadt und Land. Gießen, den 24. Nov. 1919. mia ljecaus. „noch Buchegg — zu Ihrem Geliebten n.1 llen Sie!!! Ter tränenreiche Abschied von heute nachmittag reut Sie wohl? Sie wollen ihn wieder zu Gnaden aufnehmen! Ader ich w.'rde nicht dulden, das Sie sich so -tief entwürdig:«, obwohl Sie uns ja alle getäuscht haben mit Jhr:r scheinheiligen Miene! O, Modesta, was sind Sie für ein Geschöpf! Warum konnten Sie mir denn inch-t gleich lagen, daß Ihre Liebe dies'm Gottorb gebürt? Sie hätten mir und entern andern viel Icinnrer erstarrt . . .! Ein Mädchen, das sich heimlich Stelldicheins gibt und seinem Geli'bten sogar um diese späte Stunde bis in fein Daus na ck la ulen will, das verachtet oder — bemitleid tt man höchstens!" Er hätte noch viel mehr gesagt, denn ter Sck-merz in seiner Brust erstickte ihn fast. Aber Modestas Sclstveigen 'wirkte so sonderbar. Sie stand do Nie erstarrt. Aber nicht in d:r geknickten Haltung enter Schuldigen, sondern stolz und hochaufgerichtet, wie Magnus sie nie zuvor gesehen. Es war schon zu dunkel, um ihr: Gesichtszüge deutlich set^n zu können, nur daß sie ihn flammenden Blickes anstarrte wi: ehtm Wahnsinnigen, sah er. Er ergriff ihren Arm und schüttelte ihn ungeduldig. ,,Nnn — warum schweigen Sie jetzt, Modests ? Was haben Sie dirouf zu erwidern?" „Nichts!" antwortete sie, aus ihrer Erstarrung emackeito. , „Sie geben also zu, daß Sie nrch Duch:gg wollen?" , Ja!" Er starrte sie fassungslos an. Bis jetzt hatte er heimlich immer noch auf ein Wunder gewartet, lann ein iutigtl **• Mädchen da» g!i dermachea ober zcugnäbco erlernen? Schrillt Anaeb. uain 022613 an tat (M ta Er iah sie ein Stück von sich, entfernt vorüber- cilen und folgte ihr instinktiv.. Es war ihm an* MiraS völlig unklar, wohin sie wollte. Als sie aber an der Rettenegger Greyz.: gegen Berdstetten zu abbog, glaubte er alles zu verstehen. Tiefer Weg führte ja auch an Buchegg vor- Unter den Bäumen war es schon fast dunkel. Aber Modesta kannte den Weg und an Furcht dachte sie gar nicht. Nur ter Atem ging ihr aus und sie mußte den Schritt allmählich mäßigen. Ta hörte sie plötzlich dicht hinter sich Schritt», und im nächsten Augenblick sagte Magnus' Stimm.' neben ihr heiser vor Erregung: „Was tun Sie, Modest»? Wohin wollen Sie gehen?" Sie stand wie vom Blitz getvosf-en still, un- fältg, zu antworten. Ihn hier zu treffen, hotte sie'am wenigsten erwartet. • _ „Nun — warum schweigen Sie? Schämen -sie sich, vielleicht doch, emzugeftehen — wohin Ihr Herz (Eie jetzt treibt?" Modesta zuckte zusammen. Dann stammelt.' fte hilst.os: „Sie haben kein Recht, mich zu beler- bigen Jämntt worden, mit tem Bauen in bet Mühistraße ist zu spät begonnen worden, die Ar- beitoeber haben nach ihrer Angabe zu spat bi: Baustoft'e erhalten, nur eines ist nicht zu spät ge- . kommen, und das ist^dn M'iter Er htntemt§f bei dm Privaten ' Widerstand, ni ter Oeffentlichkeit Unklarheit, sich Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Trenstag, 25. Nvv.: Lohen- grin: Mittwoch, 26.: Erstes Bolkskonzert: Tanners tag, 27.: Carmen: Samstag, 29.: Hi'sfmMins Erzählungnu: Sonntag, 30., nachm. 3 Uhr: Die Rose von Stambul; abends 6^/z Uhr: Tannhäuser; Montag, 1. Dez.: Tas Dreimä-ershaus: Dienstag, 2.: Ter Freischütz: Mitüvoch, 3.: Der Twu- badour. Schauspielhaus. Dienstag» 25. Nvv.: Ter S-chneesturm: Mittwoch, 26.: Die Bcrfühnmg: Donnerstag, 27.: Die Räuber: Freitag 28.: Der Schneeslurm: Samstag, 29.: Der Schnee sturm: Sonntag, 30 nachm. 3 Uhr: Moral: abends 6*/, Ute: Die Sendung SemaÄs; Montag, 1. Dez.: Der Schneesturm: Dienstag, 2.: Lan- jelot uiüj Santerein, hierauf: George Tandin; Mittwoch, 3.: Die Bildsckmitzer, herauf: Die Versuchung tes Diogenes, zum Schluß: Pansanabum (Tas Geheimmtttel). auf ein Wort ton ihr, das all dies Unbegreiflich für Lug mb Trug erklärte. Nun sagte sie laut iind fest - „Ja!" . . . „Time!" stieß er halb tesinnungslos hwcrrs und wollte sich abwenten. Ta ater stand Modestr dicht vor ihm und rief in flammender Entrüstung: „Ich verbiete Ihnen, mich zu beleidigen! Was ich tat oder wollt:, ist meine Sache, und Ste habm Bein Rteht, darüber zu richten." , „stein Recht? Ich?" Er fuhr sich über biz. Stirn. Tann kam es leise unb schmerzlich uvw seine Lippen. „Toch, ich habe -nn sttecht, Motesta^ Denn ich liebe Sie! Heißer unb ti:fer als rch Evelyn jemals liebte. Um ihtetwilten mußt: ich entsagen . . . ater bet Glaube an Sie, an IHv: reine, vornehme Seel:, war ber Stab, den ich niitnehmen wollte in mein verpechtes m teben Sie mir auch ten genommen, und ich soll nicht einmal ricksten dürfens Modesta stand unbeweglich. Sie hatte bte Angen geschlossen. War das ein Traum? Er liebte fte? Unb entsagte, wie sie selbst, — um Evelyns willen? Turfte sie ihm beim bann nicht wenigstens das einzige arme Glück bereiten — ihm unb sich lelbst zu sagen: „Tu irrst!" . . Nein! Modesta preßte die Lippen f:st zusammen. Sie durfte nicht! Denn nur bann tonnte er nn ihre Unschuld glauben, loenn er Evelyns ac. Eschwege, 21. Nov. Auf ber Fahrt von 'Eichwege nach Tresfutt wurden gestern durch die hiesige Polizei zwei auswärtige Geldham- t e r e r unb Schieber angehalten, die über einen beträchtlichen Schatz von Silberlingen ver^gten, den sie zu ihrem größten Leidwesen der Polizei Überlassen mußten. Sur Kartofieloerforgung. X Marburg, 23 Nov. In einer stark te> suchten Versammlung tes Landwirtschaftlichen Kreisvereins, bie gestern im Leber erschen Saale stattfand, wurde die Wsenbimg' ber militärischen Kommandos in bie Dörfer zur Einlwlung der Kartoffeln scharf getadelt. Die Bauern seien keine Menschen zweiter Suane, baß man sie so behandele. Im Frühjahr habe man ihnen sogar das Saatgut genommen unb bie ganz natürliche Folge sei bic Verminterung ber Anbauflächen. Außerdem hätten als Folge ber Streiks bic Düngemittelfabriken keinen Kunstdünger ge- liefert und dadurch hätten sich die Erträge stark verringert. Der Kreis Marburg sei nicht in ber Sage, die von ter Stadt verlangten Kartoffeln zu liefern. Weiter wurde temertt, daß auch Arbeitermangel geherrscht habe, weil die Arbiter infolge der Arbeitslosenunterstützrmg nicht nötig hätten, Arbeit anzunehmen. Auch die BeschLag- nahme der Erbsen und des Hafers, bie man neuer- bmgs angeordnet, wurde scharf gerügt. Die Erbsen, bie aufgekauft seien, würden vier für 2,20 Mark das Pfund verkauft und für 40 Pf. solltm jie jetzt bie Landwirte abgeben. Wozu man bot Hafer jetzt haben wolle, sei ebenfalls unllar. Man möge bei all diesen Fragen doch wirkliche Sachverständige heranzieben. Ein Versammlungsteilnehmer, ter Bürgermeister Freudenstein aus Marbach, teilte mit, baß auf seine Anregung hin der Dortige Ge- meinterat die Erbsen frage geregelt 'habe. Man hätte bie Erbsen für 1 Mark aufgekauft und nut 5 Pf. Aufschlag an bie Bedürftigen im Ort abgegeben. So möge man es überall machen, dann sei ber Zwischenhandel unb Wucher ausgeschaltet. Es wurde schließlich beschlossen, ten Vorstand- des Hessischen Bauernvereins zu beauftragen, tm Binnr der Versammlung bie Wünsche ber Lanbwirte an maßgebender Stelle weiter zu vertreten. ** Weihnachtsfpende an hessische ; Bollsbibliotheken. Auf Anregung ter Zentralstelle zur Förderung ter Volksbi.dnng und Jugendpllege beabsichttat ter Hessische Volks- schriftenverein eine größere Anzahl feiner Rest-- bestände an Büchern aus der letzten Weihnachts- Versendung für unsere Truppen an hessische Bolks- unb Arbeiterbibliotheken zu verteilen. Alle Bibliotheken, die bedacht zu werden wünschen, »retten gebeten, dies alsbald dem Tirektor der Zentralstelle zur Förderung der Volksbildung und Jugendpflege in Hessen, Herrn Hassinger, Darmstadt (Altes Palais), mitzuteüen. ** Tas Eiserne Kreuz 1. Klasse. Der Bankbeamte Fritz Müller, Sohn des 1914 tm Felde verstorbenen Oberst!. Müller, erh.elt vor einigen Togen nachträglich das E. K. 1. Kl. Landkreis Gießen. te* Beuern, 22. Nov. In ber Gemeinte- ratssitzung Dom 16. November wurde beschlossen, die Lieferung von Hafer für bas Baselvieh auf tem Submissionswege zu vergeben. — Auch für bas kommende Jahr wirb Losholz in ber bisherigen Weise ten Bürgern gegen mäßigen Preis zugcteilt. — Beim letzten Punkt, Ortsschelle, gab es eine lebhafte Aussprache, die durch bie Selbstbeherrschung tes Bürgermeisters zum Gluck nicht in Tätlichkeiten audartete. Anlaß gab bie Unter» fagung des Gebrauchs der Ortssch Ile auf Grund ter Dienstanweisung zwecks Bekanntmachung einer Versammlung der Ortsgruppe tes Hessischen Bauern buntes, wodurch die seit ber Bürgermeister- wähl bestehende Gegnerschaft gesteigert wurde. Da nun seit Bestehen ter öffentlichen Sitzungen einige Geineinderäte die Zuhörer ebenfalls zur Beratung mit einbeziehen, so griffen auch heute die Gegner ein unb ergingen sich batet in Vorwürfen, meist persönlicher Art, gegen ten Bürgermeister. Es wurde beschlossen, alle Bekanntmachungen zukünftig durch bie OrtSschelle bekannt zu machen. *♦ Saasen, 23. Nvv. Der bereits mit dem Eisernen Kreuz 2 Kl unb ter Hell. Tapferteits- medaille ausgezeichnete Sergant Karl Böcher, Sohn des Lapdwirts Philipp Böcher in Saasen, wurde nunmehr mit dem Eisernen Kreuz 1. Kl. nachttäglich ausgezeichnet. Kreis Friedberg. Uederfall aus eine Mühle. = Reichelsheim (Wetterau), 24. Nvv. In ter an ter Landstraße nach Brngenheim ge- legmen DingenhTimer Mühle erschienen am Samstag otenb gegen 7 Uhr fünf Menschen in SvLaten- uniform, Militarmutzen auf tem Kopfe und weiße Binden am linken Unterarm. Sie drangen ht bie Wuhnräume ein und zwangen den Besitzer. L i p - 1X> ad}, unter Anwendung von Gewalt, indem sie ihm geladene Revolver auf die Brust setzten, zur Herausgabe des ganzen vorl-andenen Bargeldes, mehr als 10000 Mark. Die Räuber entkamen unerkannt. Ter Vorgang fhielte sich in MiDWimlt, 1 'Mabemiter roünldii. Bttanmichali einer iia Dame zwecks sväierer Vnta1, | an-ieb. mli $ü: ■ MA an den Gleit ' Ojjljicr ffÄ taniänii «*• junger Tome, «uftoriften an M* inpertarte 88. WjUMMUM Trauring verloren. lygrschledenaä] für Mkdiziukt ■*> Wtimncrmtbijinn «lüungsgejchjch,e„ ' et«. fUrävarne S öer gleich cani med. vet et Vhil »raefhitttr etr.ni nnmclb. frdrrzeu ongn »m beit. Wd)tt TkAÜkl bnv.ut iiit!ttl!nzillMeiit: Prüfung vor? w Ang.u.ü2M8a.d.Gi Perfekte * Schneiden« für zwei Tage gM Rodhcimcr Ltr. >, Das Glück der andern. Original-Roman von Erich Edensteitt. Copyright 1916 by Ordner & Comp., BerUn W 30. lNachdruck ücrTm,en.) Dortsetzung 55. „Ja. Sie stand vorhin, als ich durch du balle ging, plötzlich vor mir und ftagte nach tem tu obigen Fräulein. Jch> war erst fo ,eS1rrr,V1ct,n ch zu antworten vergaß, denn unser- Herrs haben doch nie mit Buch'gg Unb Frau- Inn Webster sah auch jonberbir 7". hüt - ganz verwirrt! Ich wies sr^: bann m ten Lchck, unb als ich k irz ternach ?u Veit Kastanien amg, wo das Stubenmädchen ^uftaumt, sch tck, Fräulein Evelyn mit ter allm Dam-^ w rn kn Park hinein gehen Ick dacht; ibtx, U- »»ui j fte hfaß ein Stückchen tegl:tten ... M'otesta hörte nicht weiter, sondern: ftog W gejagt in ten Par? hinab, ben und I nitenb burdieilte. Ater ntemanb antwrtet -• Wos bedeutete dies alles? War in Buch gg rwaS aeschcl>en oder hatte Gvttarb seinen Berzicht Lut vnd ließ Evelyn unter irgend:mem Bor- Am^ck^ätti^^mtor fand Motesta Cte- i^r^ick!»ntuch Alto doch Sie war bis hierher ÄiÄ. und «»hr,ch,m. durch ten Wald weiter nach Bachag . . . muh ihr nach. Sie womöglich iroch vor Sutten Äolen, dachte Moesta. Sie darf ihn am '""‘unö’iie «utoiirtä. Magnus, ter Evelyn tm Glashause nicht gefeilten hatte und in ^tJE-arf er sich, erschöpft von all ten AusregMg-n auf eine SängerkranzGießen Deutscher Abßlld Oeffnung des Saales 7’/i Uhr. Ende 9a/4 Uhr. 13119V Aul meine Sdirffl-Reoheitea erlaube mir besonders Mnznidseo ff tf 9555 DER VORSTAND. 13239D tDeBterftrnd» 77 $tm(prrd)tr 500 M. 12500 M. 7 500 Cafe Ernst Ludwig Dungkalk auf Lager 12284 €$ebr. Halil 18243[) ein. Lich 022609 OWH Hannelore. 1 13238 Statt Karlen Normal-Wäsche- nuiuwi iiuvuuv Meoge a. Lager eingetr. Wir empfehlen: -r Dieben, den 23. November 1919. van fllaerle’s k seine Freunde Ludwig Deibel IX. und Frau Luise geb. Weller 50 Lastkraftwagen 10 Lieferwagen. Herr Fr. Rasp Herr W. Gilbert Herr Gustav Wahl Herr H. Arcularius Herr L Finkernagel Fräulein E. Benkert Fräulein M. Loh Herr W. Ganß Herr K. Gerhard Herr W. Jungmann Herr U. Snell Fräul. A. Steinbach Erl. Hedw. Gerhard Herr Hülverscheid Herr Bickert an brt Bannalbächer Spirwes Knerz Otto Möser I. und Frau Anna geb. Weller Gießen, den 22. November 1919. Rechtsanwalt Mendelsohn, Testamentsvollstrecker. - Etwaige Forderungen an den Nachlaß der am 22. September l. I. zu Großen - Buseck verstorbenen Freifrau Auguste vou Rordeck zur Rabenau sind bis spätestens S.Dezember U I. bei mir anzumelden. Treis o. d. Lumda Zt. Gießen, Landgr.-PHL-PL 8 23. November 1919. Perso n e n Datterich, Partikulier . . . Jugendgruppe der D. N. V. Dienstag den 25. Nov. 1919 abends 7 Uhr Hotel Einhorn, großer Saal. Vortragsfolge: 1. Musikvortrag Herr Pianist Hahn Herr Musiklehrer Schattier 2. Prolog v. Otto Lenz Fräulein Else Benkert 3. Gesangsvortrag . . Frau Müller- Bangert 4. Theateraufführung: Datterich von E. E. Niebergall Luise Kreiling Gustav Weller Verlobte Wieseck. den 24. November 1919 Die glückliche Geburt eines gefunden Mädelchenszeigenhiermit beglückt an Major Weydt u. Frau Hedy geb. Stapp. Frankfurt «.DL, Gießen, 21-Novbr. 1919. Selma Ziegelstein Gustav Windecker Verlobte 1. Jahresbericht für 1917 und 1918. 2. Rechnungsablage für 1917 und 1918. 3. Statutenänderung. 4. Wahl eines Rechners. Herren HonnalhoseB Wir bitten um Besichtigung unserer Vorräte! lecher der Schwierigkeit des Bahn Verkehrs halber ausfallen. 13236D Der Borstand. Ein Halbverdeck 1 hat zu verkaufen Karl Dörr, Grünberg. Buchdruckerei Nitschkowski Ludwigstr. 4 :: GIESSEN :: Femspr.724 lle Oruckarbeitenx B#**e*m, Urteln*; han6«l. eroerbt, Ob« öuftd* un» ZamIIti, wffTtntooftlld)« Werf* en» t>lfiertetlenen »er»en fd)neO, ftilretn n. prrlewtrt •nftftrflflt In »er buch- ont CtrinöratfertU Wilhelm Herr, Gießen Achtung! Wirte! Ä Philipps-Orchestrio« Revolver-Sustcm, 5 Rollen m. Gew. Aus»., Ues. Sloline, Trompete, Flöte, Klarinette, gr. und kl. Trommel, Triangel. Ausstellungs-Instrument, zu billtaem Preise von M. 8000.- abzugeben. Besichtigung jederzeit bei 13246ss CH.Herold, grenfinrt I.M., ßlbtjit.41. Für die anläßlich unserer Vermählung und Verlobung er« wiesenen Aufmerksamkeiten sagen wir auf diesem Wege he'rzlichen Dank Der für abends 8 Uhr im Anschluss« obige Versammlung angeküichigte Vortrag Herrn Prof. Dr. Wr«de, Marburg muß Wir haben folgende Maschinen abzugeben: 1 MarM-Loloinsbilk, u*»» 1M4 U W 1 Verlobungsbriefe i Verlobungskarten ■' aparte Muster gro3e Auswahl Sämtliche Maschinen waren bis vor kurzem in Betrieb und find nur wegen Anschaffuna kleinerer Motordreschmaschinen abgegeben worden. Die Lokomobilen sind, was i>euerbuchse n. Siederobre an belangt, eben« falls vollständig im Takt u. schneiden vorzüglich ab. Die Preise verstehen sich ab Standort Frankfurt a. M. Besichtigung u. Elnstchtnahme der Kesselpapiere kann dort jederzeit eriolgen unter vorheriger Avisierung. Landw. Zcutral-DarlehkiSkaffe f. Dentschland, Fil. Frankfott a. M. IHM Autobereifungen = Günstige Preise! = Einige Waggons beste ausländische Fabrikate (Goodrich. Michelin. Dunlop usw.) 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Karns- - Backpulver sowie alle übripm Back zutateu empfiehlt Eefltral-Drogerie, Schclsfr. neben der Stadtpost. Mittwoch den 26. November 1919 abends 8 Uhr in der neuen Aula der Universität: Der Rose Pi igerf ah rt für Soli, Chor und Orchester von Rob. Schumann Vorher >Die Allmacht«, für Altsolo. . . . Franz Schubert Ausführende: Therese zur Nieden (Sopran) Anna Barth (Alt) Karl Jaroschek (Tenor) Paul Podehl (Baß) aus Frankfurt am Main Der gemischte Chor des »Sängerkranz< Die Kapelle des Reichswehr - Inf. - Rgts. 36 Leitung: Albert Kasten. Eintrittskarten M.4,3u.l.50bei Emst Challier u.abendsan der Kasse, 1 MarMll-LllliMliile,6 sä1 m 1 IMmgen 54, Fabr. Elantan u. Shultleworth I ISIiNtr’IHeBUrpttltESi sämtlicher Riemen und Dauvtlreibricmen . . . . 1 Fabrikat Lanz, Mannheim, 1710 mm 1 «kklWMll, * ' h r ntgung und Sortier-Zylinder . . Beginn der Versteigerung pünktlich 9 Nhr vormittag». Be- stchtigungSkage 1. und 2. Dezember 1919 von 9—3 Ubr. Zuschlag erfolgt an den Meistbietenden gegen sofortige Bezahlung. Die Kaste ist an den Bersteigerungötagen bis 4 Ubr nachmittags geöffnet. Kriegsanleihe wird nur von solchen Käufern tu Zahlung genommen, die den lückenlosen Nachweis liefern, das, die in Zahlung angeborenen Stücke ans ihren eigenen Zeichnungen verrühren. Der Nachweis ist den Stücken beizufügen. Es in eine etdesitarr- liebe Erklärung der Zeichnungs- oder Verinittlungsitelle unter genauer Äiummernansgabe ans den vorgeichricdcuen Bordrucken beizubringen. Diese Vordrucke find bei der Baubil iriliale erhält lich Im anderen Jalle muh bar bezahlt werden. Depots irgendwelcher Art können nicht angenommen werden, sondern die Zah luna hat am VerüeigerungStage vollgttltta zu geschehen. Um an den Besich igunaS- sowie ^rsteigerungSraaen Zutritt zum Gelände zu erhalten, ist die Hinterlegung einer Bietekaution von Mk. 500.— pro Person in bar erforderlich. Diese Kaution wird jederzeit zurückbezablt. BerstelgerungSbestimmungen sowie Listen sind erhältlich bei der vaubil Male Zranlsurt a.M. DaS DerstelgerungSgelande befindet sich an der Endstation der Linie 18 lRiederhöses. Reichsverwertungramt vaubil Filiale,Zrantfurt M. Hanauer Landstraße 417. Geffenll. Versteigerung von lirastsahrzeugen aus dem Gelände deS Reichsverwertnngsamtes Vaubil Filiale Frankfurt a. M., Hanauer Landstraße 417 durch den vereidigten Sachoerständigen August Boese, Frankfurt a» M. am 3. Dezember 1919» ES gelangen zur Versteigerung: 12959*6 etwa 18 Personenkraftwagen Die glückliche Geburt eines gesunden Töchterchens zeigen hocherfreut an Professor Dr. Wilhelm Stepp und Frau Margarete geb. Krüger Dummbach, Drehermeister . Babette, seine Frau. . . . Marie, seine Tochter . . . Schmitt, Drehergeselle . . Steitschächter, Schneiderm. Bengler, Schuhmacbermeister Fritz Knippelius, Metzgermeister ........ Evchen, Maries Freundin . . Lisette, Kellnermädchen . *. . Zweiter } PoliMidiener . . { Der Msbllnd zm Allltze Ser Seiltslhea Kriegs-».Wlgeftilgelleil Ortspruppe Gießen ladet alle ehemaligen Zivilgefangenen und Ausländsdeutschen zu einer am Dienstag -en 25. November 1919 abends 7.30 im Hotel Kobel, Liebigstratze stattsindenden Versammlung Martha Salomon Bernhard Berlin II. Verlobte im Gr.-Vuseck .10 November 1919. demokratische Partei. Dienstag abend 8 Uhr 1 im Aquarium (Kegelbahnjimmrr): Mitgliederabend. Besprechung wichtiger Mitteilungen. Hessische Vminigung für Volkskunde. TienStaa den 25. November, abenbi 7*/i Uhr, tm Auditorium maximum der Universität Ich warne alle künstlichen und zerbrochenen Zähne nicht weg- zuwersen. Ich kaufe dieselben in . Gieße« im Hotel Schütz, Bahnhofstraße. Nur einen Tag bleibe ich hier und zahle für einen Zahn von 2 bis 10 Mk. und höher, Gebisse bis 600 $IL Platin und Holzbrandstisie per Gramm 90 Mk. und höher je nach Art und Quantum. Zahnärzte und Händler erhalten Vorzugspreise. Einkauf findet nur diesen Mittwoch den 26. November 1919 von 10—12 Uhr vor«, statt. Zimmer ist beim Vorner zu ertragen. (13231 hr MiklM aller Irl Ein Musikant...... * * • Dry Handlanger..... * * * Wirtsjunge....... * * * Ein k einer Junge..... * w * Ort der Handlung: Darmstadt und Umgebung. Karten im Vorverkauf bei E. Legler, Buchhandlung, am 25. Novbr. an der Abendkasse von 6 Uhr ab. Preise: Sperrsitz . . 3.— M- 2. Platz. . . 1.50 M. 1. Platz. . . 2.50 M. Tribüne . . 1.- M. Mitglieder des Deutschenjungendbundes 50 Pfennig. Die wertvollste weihnachts - Gabe niuiHN-niiiiiinimiiiiiiiiiiiin nt ein Versicherungsschein der smMlkk leteMierachenrogmnK 16. (Ute Stotterter) Größt« europäische Lebensversiehe- runo-Gesellscbaft auf Gegenseitigkeit. — Bankvermögen Ende 1918 542 Millionen Merk Sicherste Kapitalanlage iiiiiiiiimiiiiiiiiiiiliHHiiiiiiiiiiuiiHiiMiiiiiiifiriJHiini Kostenlose Auskunft erteilt m Gießen; Kr. Carl Henserlln*, Neustadt 46.