SwIMngrninddruck u. Verlag: vrühl'fche Unio.-Bud): u. Steindruckerel R. tanze. Schrlftlelwng, Seschäsuft-II- ttDrudereb Schulstr. 7. vernommen werden. UM VerÄ MW . rtbe"64. s-biek. ' „ votel ’.fl 10 Ö- Geldes ins Auge zu fajjen. Die Sektion für Transporte, mit einem 3takener an der Spitze wird be- gemeiner Weise mit dem Wohle der Menschheit belassen. (Eine Sektion wird gleichfalls die verschiedenen wirtschaftlichen Bureaus in Lern eingliedern. Die juristische Sektion wird unter der Leitung eines Hollanders, vorn juristischen Standpunkt aus, alle Fragen, die dem Völkerbund vorgelegt werden, prüfen. Die Derwaltungssektion kontrolliert schließlich die Tätig- DaS deutsch-polnische Wirtschaft^ avtommen. der Verwaltung der Saargebietes, von Danzig, Fiume und Thrazien durch den Völkerbund be- fassen. Die wirtschaftliche Sektion, *■'" t*k' wahrscheinlich eine Finanzkommhsion angegliedert tDirb, beschäftigt sich unter der Leitung eines Engländers mit der Weltproduktion und ihrer Verteilung au, die einzelnen Märkte: außerdem hat sie das Problem der Wechselkurse zu bearbeiten und die Schasiung eines internationalen 1 Uhr 20 Minuten. Düs Hurns ist schwach besucht. Fortsetzung der -werten Beratung des Reichs- haushaltseilats, Abteilung AuswäNigeS Amt. Abg. Or. Wald stein (Dem.) berichtet übssr o Das Rekfosnofopfet hnnat/iue von ditjeigen f. die Taqesrmmmer biä 8um9lachmiitaq vorder onue jedeVerdindl icbteit Dreis für \ mm höhe für Anieirenv.34min Breite örllt 'n 15 bi, auswärts 18 V', für Reklame-' ameiaen von 70 mm kre ie 48 Vf. Bei Platz- ooi'cliri'l20" ,Ai>isN'lag. Hauolschri'Uetter: Ang. . Gveg. Veraulivortlich für Politik: Ang. Goetz, für ben übrigen 2etk Dr. Reuchold 3eng; Jur den Anzeigenteil: p. Beck; sämtlich tn Gießen f ' Berlin, 23. OkL (Wolff.) Der Gesetzentwurf ' r h 4 betreffend das Reichsnotopfer wurde heute im energisch' gegen die jetzige Politik der Regierung gegenüber Rußland wandte. Er sagte, England dürfe auf die Entsche.dungen und das Verhallen des russischen Volkes, soweit dessen innere Poiltik in Betracht komme, keinen Einfluß ausüben. (Er fuhr fort: Och werde sicher Bolschewist genannt werden. Aber mein Protest beruht auf Grundsätzen, wofür wir kämpften, und die, wie behauptet wird, im Friedensvertrag zum Ausdruck kommen. Ich protestiere dagegen, daß unser Geld, unser Material und unsere Männer für die Regelung der inneren Angelegenheiten des russischen Volkes verwendet werden. Schließlich erklärte Asquith es als Pflicht Englands, in der übrigen Welt auf Grund des Selbstbestimmungsrechts der Völker die neuen Staaten gegen jeden Angriff zu schützen. 1SK. KM • --e- euch Abg. Wels (Soz.): Die Träger der Schülb am deutschen Volk werden sestg^stellt werden. Tre> Wahrheit ist auf dem Marsch in Deutschland. Das werden auch die französischen Genossen einsehen., Die kaiserliche Politik in Washington hat Teuft ch- lands Untergang besiegelt. Unsere Hauptfeinde waren die Halbheit und die Unehrlichkeit. Die Königs^ berger unabhängige „Freiheit" hat ein angeblich Protokoll veröffentlicht von einer Juli.itzung ders Negierung, das von Anfang bis zu Ende erlogen ifL Ten Saboteuren des Friedens gegenüber darf es keine Schonung geben. Die Existenz der Sowjets regierung ist ein Unglück für den Sozialismus. Als ein noch größeres Unglück würden wir freilich den Sieg der Reaktion hatten. Tie franzostsck-en Sozialisten haben bis jetzt wenig getan, um die Brücke der Verständigung zu stärken. Ter Völker- bnnd von ($ntentcgmten ist eine Verzerrung. Aber darum müssen nur doch hineinkommen, um unseren Einfluß geltend tzu machen. (Beifall bei den Sozialdemokraten.) Abg. Dr. Pfeiffer (Ztr.): Don der angc« kündigten Gesandtschaft des Reiches beim Vatikan steht noch nichts im Etat. Wir halten es von größter Wichtigkeit, daß eine solche Gesandtschaft errichtet wird, auch wenn Preußen und Bayern ihre Gesandtschaften nicht aufgeben. Tie deutsche Industrie wird fdyon wieder gesucht. Darum ist die Einrichtung der Außenhandelsstellen und der Handelsattachees zu begrüßen. Man verriegelt uns den Westen. Darum müssen nur nach dem Osten gehen Ich billige das, was Minister Müller darüber gesagt hat. Aber es klang anoers als das, was der Reichspräsident gestern gesagt hat. Hoffentlich haben wir nicht wieder Anzeichen eines. p.r.önliÜMl Reg m.-nts M sparen. W.r .rno würdig und fähig, am Völkerbünde teilzunehmen. Belgien hat eine Schandtat begangen, indem es.bei der Abbeförderung unserer Gefangenen 20 Geiseln zurückte hielt unter dem Vorwande, es befänden' sich noch belgische Gefangene in T^itsMand. Ich überreiche dem Minister die Namensliste dieser Geiseln (geschieht), in der Hoffnung, daß sofort Schritte getan werden, um diese Unglücklichen zn befreien. Unauflösliche Bande verknüpfen uns mi£ den Bewohnern der besetzten .und abzutretenden! Gebiete. Hoftentlich tritt bei den Abstimmungen jede Politik in den Hintergrund und es heißt da nur: Deutsch sein ist alles! (Beifall im Zentrum.)^ Abg Schulz- Bwmberg (Dentschnatl.): Wie steht es denn mit der Ausführung der Raftftka- tion? Was ist zu ihrer Beschleunigung geschehen i Wie man sich in einen Völkerbund drängen kann, in dem man uns nicht haben will, Der|£*-^ nicht Das ist würdelos. Wir glauben, datz das altt Reich in seiner Herrlichteit mehr und mehr die Sehnsucht des Volles werden wird. Wir haben keine Sehnsucht nach neuen Kriegen (Zuruie: Na, na') Aber wir wollen wieder stark werden Die Behauptung, daß der U-Boot-Krieg maßgebend gewesen ist für die Haltung Amerikas, ut widerlegt. /Die weiteren Erörterungen des Redners werden durch heftige und lang andauernde Zwischenruf« unterbrochen. Präsident Fehrenbach bittet ben Diebner, mit Rücksicht auf die Verhandlungen des Untersuchungsausschusses das Thema nicht allzu« weit auszudehnen.) Unsere Braven im Baltikum haben sich auf einen Vertrag verlassen, ben unsere 'Regierung unterschrieben hat. Sie haben ein.’ bessere Behandlung verdient. Gegen das regionale Gruppensyltem im Auswärtigen Amt bestehen manck)e Bedenken. rm. Darmstadt, 22. Aug. Die Abgg. Herbert, Knoll und Gen., sowie brr Abg. Hofmann hrbe Anträge betr. die Teuerungszulagen für Gemrindebsamt: und Bedienstete der Bolk-5kammer emg:reicht. Tie Abgg. Widmann und E i ß n e r haben beantragt, Erhebungen über die von Staatsbeamten ut dm stoatlicken Gebäiünn benützten Wohnungen anzu- stellen,' insbesond-ere über A:rufsstellung, Kopfzahl der Familie, Zahl und Ausmaß der bewohnten Räume, etrtl. Gärten, bezahlte Miste usw. Ls soll eine neue Taxation erfolgen und em neuer Mietpreis yestges'.tzt werden. Zur Behebung der Wohnungsnot lollen alle Wohnungen von Staatsbeamten über vier Zimmer, Küche, Sp'-ise- kammer, (Eoutarpain und Mansarde, snvrtt nicht besondere Schwie'ngkeiten borltzgen, zu neuen Warnungen umgebarft werden. — Einen dringlichen Antrag haben die Abgg. Schulte und E i b n e r posten kommen. Man muß draußen den Eindruck' gewinnen, daß die Republik in Deutschland ge- lestigt set. Die juristischen Vorkenntnisie bunen nidjr vernachlässigt werden bei der Auslegung dieses monströsen Friedensver.rages und bei der Schaffung des neuen Völkerrechts. Aber allein maßgebend darf bte juristische Vorbllbung nicht; sein. Tie Abtellungen des Landes sollen nach, Ländergruppen arbeiten. Tie Wirtjchaftsc-oli.ik soll mit der äußeren Polstik Hand in Hand gehen. Sozialpolitische Vertreter sollen den Mis.iomn bet-' gegeben werden. Tie Rechtsabtellung. |oU teilte Polttik treiben. Wenn wir die Baiis unserer Aus-^, tcV- verbreiten wollen, so muß der Auslands oet-, tretet draußen von fernem Gewalt anitanuig leben tönnen. Tas Schwerste kommt erst, wenn wir liefern und zahlen sollen. Wir werden tun, n»aä unc können, mehr nicht. Ob die Feinde bajüx Verq slünbnis haben werden, ist zu bezweifeln. Auch die Länder der Sieger haben fürchterlich gelitten. Wir müssen die Geisiesverfassung der fremden Völker vct^ stehen lernen. Die deutschen Sozialisten haben keinen' größeren Feind als Ludendoris und seine Garde.. Der ichöne Satz: Wir wollen frei sein, um zu befreien! läßt uns eisig kalt, so lange unsere Ge.ang.neii noch nicht fr eigegeben sind. Unsere Mütter gehen an Herzeleid zu Grunde. Ich appelliere an die Mütter der ganzen Welt. Wir wollen den Frieden. Darum muffen die beutidjen Truppen au* dem Baltttum zurück. Die Reichsregierung mißbllligt das Telegramm des Generals von der Goltz an AwalofU General von der Goltz ist hossenllich der letzte pott- ttsche General. Ich bedauere die Teutsck>en, die sich verlocken lassen, nach Westrußland zu gehen. Wir müssen gute Beziehungen zu den Randitaaten unterhalten, und dagegen hat das Militär gesündigt. Wir sind keine Freunde der Bol.chewiti, aber bet Bolschttvismus wirb genährt durch die Methoden, die die Entente anwendet. Rußland muß in ben Kreis der europäischen Warenver.orgung einbezogen werden, bann wird es selbst des Terrors Herr werden. Gegen die Ostseeblockade haben wir schärsstens. protestiert. Tie deutsch-polniickren Verhandlungen sind dem Abschluß nahe. Trotz unserer schlimmen wirtschaftlichen Verhältnisse hegt man drautzen doch überall das Vertrauen, daß wir uns wieder heraus-! 1 arbeiten und als Volk behaupten werden. (Deftall.> deutsche Nationalversammlung. 106. Sitzung. Berlin, 23. Oft. Am Minister tisch: Müller. Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung An; den Erinnerungen Lzerninr. Berlin, 23. Okt. (WTB.) Die .Poff. Zig.« | veröffentlicht ein Protokoll des Grafen Czernin aus einer Sitzung des Ministerrats vorn 20. Januar 1917 in Wien, worin es heißt, daß die maßgebenden deutschen und österreichisch-ungarischen Stellen zur Frage der Aufnahme des verschärften U-Bootkrieges Stellung nahmen. Die deutsche Marineleitung stellte sich auf den Standpunkt der unbeding- ten Notwendigkeit der ehebaldigsten Aufnahme des verschärften U-Bootkrieges. Die Zeit arbeitet gegen uns, wegen des schwindenden Menschenmaterials der Zentralmächte, der progressiven Verschlechterung der Ernteergebnisse, der bevorstehenden englisch-französischen Offensive an der Westfront mit verbesserten und ver- mehrten Kampfmitteln und der hieraus sich ergebenden Notwendigkeiten, die zu einem derartigen Unternehmen «forderlichen Nachschübe zu verhindern oder zum mindesten zu stören, der Unmöglichkeit der Herbeiführung der Entscheidung zu Lande, der Notwendigkeit, Berlin, 23. Okt. (Prio.-Tel.) Zu dem Abschluß des deutsch.polnischen Wirtschaftsabkommens, das gestern unterzeichnet wurde, erfährt das „Berliner Tageblatt": Es wurde festgelegt, daß gegen Lieferung von 75000 Tonnen monatlich nach „ ____________3 ____________________ Polen von diesem nach Deutschland sechs die sinkende Moral der Truppen durch rücksichtslose, I Millionen Zentner Kartoffeln für 16 Mark offensichtliche (Erfolge zeitigende Ausnützung der zu aentncr auf Neichsqrenze geliefert werden, Gebote stehenden Kriegsmittel zu heben, der Sicherheit P rnnnn wwmVnntipn Wiuprol- des (Erfolges des verschärften U-Sootkrieges in An- ferner etwa sOOM-80000 Tonnen Mineral- bettacht der nur für 2'/, bis 3 Monate reichenden öle. bltUNUlwse Produkte, Cltie Mllll0N Liter Nahrungsmittelvorräte Englands, sowie der Unter- Spiritus, eine große Menge Gänse. Die binbung ber OTunitions^eugung ber inbuftneaen s^n Eren die Schiffahrt auf der Weichse Produktwn infolge ber Verhinderung ber Rohstoff- -p 9fiirh hip N.P- zufuhr nach England, und des Unmöglichwerdens und chrkN Nebenftuften frei. Auch oie Jte der Kohlenzufuhr nach Frankreich, Italien usw. gelllNg des Eisenbahnverkehrs zwischen Ost- Der deutschen Marine ständen derzeit 120 U- j)Eeufien Ünd Jnnendeutschland wurde be- Doote zur Verfügung gegen 19 WBoote alten - d Die endgültige Festsetzung der ZU- M7 an \X" »u Aüh?' -A den -ngiisch-n künftig gellenden Ordnung ersolgt demnächst. Küsten wie zur Westküste Frankreichs für alle Voraussetzung für das Zustandekommen der Schiffe als gesperrt erklärt werden. Auf diese Weise obigen Abmachungen ist, daß die polnischen hoffe man England in etwa 4 Monaten zur Rai on Verhandlungen, wobei sich bekanntlich eine zu bangen. Admiral Holtzendorff habe sich expressis M 9 > • $11..«Ft«* prnnb au oerbis dahin geäußert, er garantiere für den Erfolg, große Anzahl strittiger Zuni g , ö -—-— einem befriedigenden Abschluß gelangen. Der vötterdund. „ ——r Vern, 23. Oktober. (Wolff.) Das .Journal be ElN Erdbeben »N 8»alten. GenL^" veröffentlicht Einzelheiten über die zukünftige Sern, 23. Okt. (MTB.) Gestern Morgen um Daanifation des Völkerbundes. Als 7 Uhr wurden die meisten Provinzen Italiens, wie Generalsekretär wird Erik Drummond fungieren. Das bereits gemeldet, von einem (t r b b e b e n heimges ch , Sekretariat hat vollständig internationalen Charakter, das aber nach den jetzt eingelausenen Rachach l. Seine Mitaliede werden nicht von den einzelnen Ländern, keinerlei Schaden verursacht hat. ^n Rom Dauer sondern direkt vom Völkerbund ernannt, sodaß sie nicht der h e f t i g st e E r d st o ß sieben Sekunden. D Dertteter ihrer Staaten, sondern Beamtedes Völker, von Paitilr ergriffene V e o o l k e r u n g v e r i i B bundes sind. Dem Sekretariat unterstehen etwa lOSeht- die Häuser. Es sind aber keine Baulichkeiten zu ionen. DreiSektionen sind mit Bearbeitung der bejonde- Schaden gekommen. Die Stoße roaren am Jefttgiten ren Ausgaben betraut, die der Friedensvertrag dem Vöb an der Küste des -yrrhenischeii Meeres. Das Vam- herbunb xuaeroiejen hat. D.e eine wird unter Leitung sterium ber oßenthegen Arbeiktzn gibt bekannt, daß eines Ameriuaners die Ausübung ber Mandate über nach den bis jetzt en.gelau,en Nachrichten an keinem bie beutjchen Kolonien überwachen, bie anbere der von dem Crdbeoen betroffenen Orte nennens« wirb sich, mit einem Norweger an der Spitze, mit • werter Schaden entstanden |eu Steuerausschuh ber 3lattonalversammlung in zweiter Lesung mit 17 gegen 4 Stimmen ber Deutschnationalen Dolkspartei unb ber Deutschen Dolkspartei angenommen. Aus öcm Ueichs. Verbrecherische Anschläge auf ciucu Schnellzug. Osnabrück, 23. Okt. (Wolff.) Auf ben Nachtschnellzug Bremen-Osnabrück D 92 wurden in den beiden letzten Nächten Anschläge verübt. 5n der vorigen Nacht wurden an einer einsamen Stelle in der Nähe des Blocks Meyerhöfen-Lemförde zwischen Bohmte und Lemförde eine Schiene gelöst unb zur Seite geschoben. Anscheinenb konnten die Verbrecher die mehr als 20 Meter lange Schiene nicht über eine kleine Erhöhung ber Unterlage hinweg bewegen, sonst wäre ein Unglück unoermeibbar gewesen. 3n der verflossenen Nacht wurde eine schwere Eisenbahnschwelle über bas (Beieis gelogt Das Zugpersonal bemerkte das Hindernis, als bereits die Maschine unb ber Postwagen über die Schwelle hinübergefahren waren und diese sich zwischen den Rädern verfangen hatte. Der Zug konnte zum Stehen gebracht werden. Die Kriminalpolizei entsandte mehrere höhere Beamte nach Bohmte zur Untersuchung. A^r Hessen. Äommereingänge. beit innerhalb des Sekretariats. Amsterdam, 23.0kt. (Wolff.) Wiebte„Times* aus Paris erfährt, befragte ber oberste Rat Wil - s o n um seine Ansicht über bie burch ihn zu bestim- menbe (Einberufung bes Rates bes Dölkerbunbes noch vor ber Ratifikation durch ben amerikanischen Senat. Wilson antwortete, baß er mit ber Einberufung einverstanden sei. Darauf habe ber oberste Rat ber amerikanischen Delegation einen Entwurf über bie (Einberufung des Rates bes Völkerbundes durch i Wilson überreicht. Der Text sei sofort nach Washing- ton telegraphiert worben. Wenn ber Präsibent seine Zustimmung bazu gebe, würben bie brei historische- mu uem jniiujanumjict, «m d! Ereignisse gleichzeitig eintreten, ber Austausch ber Ludenborff gehabt. (Er führte aus, daß er von Luden-1 Ratifikationen, bas Inkrafttreten bes Friedensver- borff mit ben Worten empfangen worben sei: „Sie I ^oes unb bie erste Zusammenkunft bes Dölkerbunbes. «vollen tn Amerika Frieden machen; Sie dachten wohl, I ----------- vir wären am Ende.* Darauf erwiderte Bernstorff: I netten die ViNMischM»- -3d) glaube nicht, daß wir schon verendet (mb; aber] ich wollte Frieden machen, bevor wir zu Ende semi x etden unb chte Erledigung durch bas (Efe- ungsausschuffes erklärte Graf Betnstorff, baß er im-1 ^tio^omitee vorzubereiten. Ferner hat sie alle authen» mer ber Ansicht war, daß der U-Bootkrteg Sluskünfte über biese Probleme zu besorgen, den Krieg Amertkas mti Deutschland herber,ühren Sektion für Informationen untersteht müsse. Der (Eintritt Amerikas in ben «^9Lm.uv I gleid)faas einem Franzosen unb soll bie Verbindung seiner Ansicht nach unbedingt zum Stege ber (Entente I ,ö|;*en jj€in Völkerbunb unb ber öffentlichen Meinung führen. Auf wieberholte Anfragen etickätte Graf ^br ejnzeinenLänber aufrechterhalten. Sie wirb authen- Bernstotff, daß ihm gegenüber in allen Verhandlungen , e Dokumente über alle ben Völkerbund berühren- niemals eine Gebietsabtretung zngemutet wurde. I j)cn g;rQgen veröffentlichen unb in enger Verbindung Die Verhandlung ging bann auf bie Vorgänge nach mit bcn einzelnen Depeschen-Agenturen arbeiten. Die der Senatsbotfchaft über. Der Referent Dr. 2 i" 3" I 2Irbeitssektion untersteht ber Leitung eines Belgiers Heimer verlas bas Telegramm bes Reichskanzlers l Sektion für soziale Werke wirb sich in all, o. Bethmann-Hollweg an Betnstorff, indem aus- -.......— •• ■ — schließlich für bie Person bes Herrn Wilson bie Bedingungen auf gezählt werben, unter benen wir bereit gewesen waren, in Friebensvethandlungen einzutteten, falls die (Entente unser Friebensangebot vom 12. Dezember angenommen hätte. Dem Beginn bes neuen U-Dootkrieges zu entf^gen, fei jetzt ans technischen (Brünben leider zu spät gewesen. Auf eine Anfrage > bes Vorsitzenden erklärte Betnstorff, daß nach der (Erklärung bes uneingeschränkten U-Vootkrieges «in weiteres Verhandeln mit Amerika vollkommen ausgeschlossen gewesen wäre unb baß bie wetteten Versuche in bisset Richtung kein (Ergebnis gehabt hätten. Der Vorsitzen!)e kam bann auf bie gestern verhandelten Aeutzerungen Wilsons Im Senat zurück. (Es würbe nach dem englischen Original festgestellt, baß Wil on tatsächlich geäußert hat, Amerika wäre wahrscheinlich sowieso in ben Krieg hineingekommen. (Einen wetten Raum in ber Verhanblung nahm bie Unterredung ein. bie Betnstorff nach seiner Rückkehr mit bem Reichskanzler, dem Kaiser, Hindenburg unb nr. 249 Ter 15ieter.er Anzeiger erscheint täglich, ai.ßer Sonn- und Feiertags. Bezugspreis: tnona tl. 'Dlf.1.60, oiertet- jäbrlich Bit. 4.80; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 1.50 durch dieBost V!k. 5. - viertel- JäljrL ousschl. Be tellq. Fernlprech - Anlchliisie: für die LchrätteinmgN2 Verlag,Gescha'testellebl AnfchristsürTrabtiiach- richten: Anzeiger Giehea. Postscheckkonto: Frankfurt a. m. U686 Erstes Blatt 159. Jahrgang §reltag, 2<. Oktober 1919 GietzenerAnzeiger Eeneral-Anzeiger für Gberhesien die Verhastdlungen des Ausschusses. Reichsminister Müllet: Tie Ntehrsotderun- gen im Etat ves Ausioärtigen Amtes beruhen darauf, daß bte Ausführung des Friedeusoet-- trages uit» zwingt, die Arvettsinei-t-oden tes Anttes zu prüfen und zeitgemäß ulnzugeitalten. Sie Gleichstellung der dipwmattschen uno koniulatlichen kartiere hat allgemeine Zustimmung gesunden. Tie Entn-Lhme der Beamten aus ber « “mf '«STr W6. müsen terangezogen iverden. Wer gegen die Re- Volkerbund ist nichts anderes ^ls eine .orgailt- Mtblik agitieren nnll, darf nicht auf euren Äußert-> >attrr>,che Zusammensaismlg der Sieger^ Sein: crsts Unbestellbare Sendungen. Kreis Alsfeld. Personen benützt^wcrden, die eine Arbeiter--, Zeit-, Wochen-, Schüler- usw. Karte besitzen. An den Schaltern werden Sonntags lerne Karten ausgegeben. Ein Verzeichnis der noch verkehrenden Sonntagszüge war bis zur Stunde von den zuständigen Stellen noch nicht zu erlangen. KrciS Schotten. « p- ein, *22. DkL Heute hielt im en Gesundheitspflege volles Pfannstielichen Saale Professor Dr. JUnktl an« —-------<* *• •- • i/R-b«- <•'"»" * „über die Entstehung der Gottesbegrijfes". Diesmal galten fein« Ausführungen hauptsächlich dem Mythos der Griechen, Die beiden noch ausstehenden Verträge werden nun -um Lhristentum und zu unserer Zeit überleiten. Auf- fallen muhte heute die geringe Beteiligung unserer Einwohnerschaft, die nach dem Stande threr Bildung besonde s die Vorbedingung bejitji, derartigen Dor« trägen das rechte Derstandnts eidgegenjub ringen. S£ tetaMj.ta durch bi,RCmmi.r,;„ d« "ta ta SjSji (6^7 U6t) - •. Jr enteignete I fbiittwoch, Donnerstag und Freitag int großen c nQn von dem Kommunalverband Hörsaal im Univers.iätsgebaude statt und find .?.^E^ l^fern hat. Lei Nichteinhallnng durch Lorsührung von Lichwildern und andere J’L' 3“ zahlende Uebernahmepreis um Demonstrationen veranschaulicht. 3 UJUl sllr den Zentner zu kürzen. I , Die Bürgermeistereien haben die den Kommisfio. I ~ ©CVÄUftaÜttMfl*®. nen zu behändigenden Listen der Karloffelerzeuger sofort außujleUen und bereitzuhalten. ** Ter Alice-Frauenverein, Zwei^i verein (Sieben, teilt mu: Alle nach dem 9. Äoo. 1918 aitlnffmen, sowie die noch weiter in einem- Reserve-Lazarett tätigen Leiserinnen, Lllssschwe^ stern und Schwestern hoben Anspruch auf eine» «SnllassungSanzug, der ihnen durch Itet- mittlung des zuständigen Reserve-La-arellA un- «ttgcltlick geliefert wird. Ebenso stehl den in einem Reserve-Lazarett tätig gewesenen ödmxi"tcrn, die nach obigem Datum entlassen worden sind, nach vorschriftsmäßiger Entlassung gemäß kriegsmini«, steri-eller Verfügung ein EntlalsungSgeld von 6Q Mark^zu, das vom Reserve-Lazarett auszuzahlen ilt Schwestern, die von diesen tiergünitigiiiigcHi Gebrauch zu machen wünschen, wollen umgehend^ spätestens bis 30. Srovember 1919 bet dem iu-4 KrciS Wetzlar. ra. Wetzlar, 23. Okt. infolge der herrlch«, den Kohlennot treffen bereits alle ForftbeHürden Vorkehrungen für frühere und umfangreichere H o lz« sä Hungen. Gerade der Kreis Wetzlar hat beb«« tende Waldbestände, die 41 Prozent der Gesamtfläche einnehmen. Der Staats®alb umjafct allein 1553 Mm Au» Statt ttnfc Land. Gießen, den 24. Ott. 1919. Einstellung des LouutagSverkehrS auf der Bahn. uh. DuS dem Ohmtal, 22. Oft. den läufigen Niederschlägen der k&tcn T verbrechen an unseren Kriegs^ gefangenen. Am Anschluß an bereits früher erfolgte Veröffentlichungen von Aussagen unserer heimgekehrten Kriegsgefangenen über völkerrechtswidrige Behandlung in Feindesland lassen wir eitle weitere Dokumente folgen. Freiwillig erscheint der aus englischer Ge- sangenschast zurückgetehrte Musketier Hermann S t e i n e r der 8. Komp. R. I. R. 11, zurückgcLhrt auS dem Lager Ancrix bei Calais. Berus: Müh- I die vollständige Anschrift des Empfängers und die ^nc Kleinbicibro b?r Karprffeln^ genaue Anschrift des Absenders (Bor- und Zu- P*c Nuukelcuben und anderer Erdgewäch,- name, Wohnung, Straße und tzausnummcr) auf .. rten r0b • 22- Ohtb. Heute griffet und in den Sendungen handschriftlich oder durch m d» Nahe unteres Ortes bet der Scheltemühle Abdruck eines Stempels anzugeben, damit die £,c ^mei ®a^tmc4ter Don_^^L^^e*n exnt1x Ham- Sendung dem Absender zuruckgegebm werden kann, e r ‘ r„ailt tn ötumper- falls der Empfänger am Bestimmungsort nicht ^nr°b $uUcr’ Hähnchen gehamstert. Die ermittelt wird. Gendarmerie von Ulrichstein hatte ihm schon lange | nachgestellt, aber nicht zu tappen vermocht. Als der Zur Volksgesundheit. I Hamsterer heute in Stumpertenrod feinem Geschäft Der Gesundheitszustand unseres Volles Lai bekam die Gendarmerie Ulrichstein davon Wind, durch den Krieg infolge der jahrelangen Unter» | »”et flUf§?nVltercJsIDon«beI!1’ roae bt0^le- ernahrung eine bedeulliche Verschlechterung et» bie JludjL Die Gendarmen setzten ihm ! fahren: die Sterblichkeit, insbesondere der “f Äa*crn nach Der -ine stellte ihn hier un Wie. städtischen Bevölkerung, zeigt eine erschreckende lengrund und wollte chn verhaften. Der Hamsterer, Zunahme, die in erster Linie die Säuglinge,!«" ’e?r JtQt*,er Dlann, wehrte sich und es kam zum kleinen Kinder, alten Leute und die LuderttMen 5"^,n ?em ber ^amfterer die Obechand erhielt, betrifft. Tie Ermüdbarkeit ist gestiegen, die Ar- Achten der andere Gendarm auf dem Kampfplatz, beilsfähigkell und Aroeftsfteudigkcit entsprechend 'Run ®urö.c bchinter>-! Polizei einen Dfenburger Metzger uab (eine toe.eDen 1 M ' -fusbeiondere f aulcs Gastsp.er für F.citag o.n 31. Lftav^r ju | ut dem Auge. bUik ab, als sie gröhere Nleugen Fletsch Heber das Ergebms d/r Ablieferungen ist durch den ^uruVtd: a utp i&t l ha u s!s ?ur A u^'ührüwg Kartostete^l9l°9 r^D^b^" Trr öern.5e^* ÄitSn ‘Sn, wftd hTtn^teerari harte ff elerme 1919,2u. Die bisher zulasfige Ausfuhr streiten außero rden t liches Interesse teilen und des. "^»h^lstsch« Orten ist ab 22. ta.b dürften Re-lektan'M aus gute B.äpe gilt Oktober eingeschrmUN worden, Ausfuhrgenehmigungen Irrzciten ibr» Vorbestellungen zu madert — To 16 1919/20. Eaut -«stimmig», !«**»J*!*M UiSdHto=.i iurlauf fuhr UN Vrt Ernährung für jeden Tag und Äopf !*/• Pfund Kar- s Dreimäderlbaus mir Rraulrtn W/mAr ,,-k tember 1919 bts 13. ftuguft 1920 = 5 Zentner. Die * Wilde Ä uioT Ter Siaatsko«. mÄWbbere^e DeEeruug k«? mit 7 Pftmd miffar für bie wirtschaftliche i«nu>SütnaX“i -$ ! ? un? ”*/» Wintermonaten mü 9 Pfund tn Heften lätzt daraus hütwet en, da« er Eraft? wöchentlich versorgt werden. Dementsprechend werden fahr zeuge, Autonwbüe tme SKutori^er bä versorgungsb^echtigte Bevölkerung für jeden aus össentlichen Wegen uud P.ätzen vers.-dren ohne Äapf Bezugsscheine über 31/, ßentner ausgestellt. | ordnungsmäßig zugelassen zu Km, künftig für ber* fallen erklären wird, gleichgültig, ob sie dem der Verordmmg Zuwtderbaude.uaen' gehör« ober Nickt. seit werden den Gntpiängern und den Absendern I manche llnonnchmlichleiten erwachsen fein. Auch ist Zwangsmaßnahmen öcs hefi. £anöescr= «■ »k nührnngsamles zurtkarioffelversorgung. j llnoollständiae Angaben auf den An^tskarten, in Ärten -m et™ ' eEÄff^ I .. ben tKn 24^Ott. 1919. ÄL^L"dmtgenus«. ^yie Waiserstand rn"den BachLftn'äL^ Lc ” b °LLto 1 e 1 Schwer 61716 ®6faBmb Schwester, Vater asm.) genügen nicht zu 'des en S- 'chwach, tz datz er kaum auSreicht, bie Mühlen zu oerwundet wurden die beiden Deutschen befin- ^^des hessischen Landesernahrungsamtes vom mfttelunL viemehrist dieae n a u e undvo vL ^btn. Ter Erdboden zi-ht wie ein Schwamm nnngSlos m das Lazarett emgeliefert, wo der I ™ bcr e5W-.Nachdem biem den letzten I ft ä^ ige Au g abe de r A u schr if t be5 I . Feuchtigkeit ein. Man kann auch durch chi- eine äzutftec sowrt )tarb, der andere nach acht-1 DDn verschiedensten Stellen erlassenen Er- < f«»n r & I -23ictentäler gclxtn wie sonst im !)ach»ommer der HdgwM0fljifrtb^lhrer Ab. beOmgtti ErwrbeniiS. Es wirb daher den Linlie- Untergrund ist festgeb.iaben. TaS ist ein SewetS KhÄ kommen® VdeNLll^ I . lmnge.nb empfohl.'n, I ~n Ä3*. Trockenh.it, des Ltt>d^tenS anb lager staltfand, soll der englische Sergeottt ^ nunmehr gegen bie säumigen Ablieferer mit sieden Jahren Gcsänanis verurteilt worden sein. Aman gsm ahn ahmen vorgegangen werden. Die Namen der berveftenden Kameraden sind mir I ®lc Kommunalverbänbe haben unverzüglich die zur entfallen. Trfastung ber Kartoffeln erforderliche Anzahl von Ich bin bereit, vorstehende Angaben ieberaeit ^ommi|fionen zu bestellen: durch diese Kornmissio. eidlich zu erhärten. v. g. u. "677» benen 1,011 ?et Zuständigen Bürgermeisterei eine Hermann Steiner I ^te Landwirte, bie Äartoffeln an gebaut haben, • |unb bie Wftlschastskatten zu behändigen sind, sind Freiwillig erscheint der aus englischer Kriegs-1in ,6en Don dem Kommunalverband bestimmten ®e» gefangenfd>a t zurückgekehrte Vize^eldwevel Wilhelm l2einb6n bei ben einzelnen Landwirten diejenigen L)e h 1 sch l ö g e r, Äavr. R.s.-Jn .-Rgt 1), 2 äJi • I Kartoffelmengen seslzustellen, bie ber Landwitt unter G -K., geb. 2d. 4. 92 Barmen. Bern,: Vergolder, Berücksichtigung seines zulässigen tigenbebarfs abzu. entlassen nach Barmen, Eichenstr. 106 (Bez.-Kmd. geben verpflichtet ist. Diese Kommissionen find durch Barmen und gibt au: I bas Kreisomt zu ermächtigen und zu beauftragen, Am 25. 9. 1919 Linien wir mit einem bic ‘J® ablieferungspflichtig festgestellten Mengen j TranSportzug nach der Beimat von Calais aus zugunsten des llommunalverbandes zu enteignen, durch Tournai. Ctwa 4 Kilometer hinter der 'Die, Enteignungsanordnung ist sofort an Ort und Ltatst wurde der Zug von der Zimlbevölterung mit stelle dem ßanuroirt durch die Kommission zuzustellen. Steinen beworfen. In dem Wagen neben dem H^rmtt geht bas (Eigentum an ben enteigneten Kar- mdnigen wurden zwei tzcimtehrer durch die Stein- toffclmengen auf den Kommunalverband über, so das; würfe verwundet, der eine am Äuge, der andere am ber Zeuger nicht mehr berechtigt ist. über diese Kar. Dinterkobi. Die Täter hielten lich hinter Sträu- 3U verfugen. Soweit möglich, sind die so ent. chern und Mauern versteckt und waren meistens ci9ncten Kartoffelmengen von den übrigen Vorräten halbwüchsige Burschen. bes Landwirtes abgujonbem; der Landwirt ist aus- Am leiben Tage kam ein Zug mit belgischen drucklich darauf aufmerksam zu machen, doh er sich Arbeitern an uns vorbei. Tie Jnfasfen begoiien cmcr ieben »cüereu Vei,ügung über bie hiernach in uns in lang.amem Borbeifa,)ren ans chren Kaftce- (Eigentum des Kommunaloerbandes überge« Tannen und spuckten nach uns. gangenen Kartoffelmengen bei Meibung eines Straf. I v. g. u. gez. W. Oehlschläger verfahrens wegen Unterschlagung zu enthalten habe. Soweit ber Landwirt in der Lage ist, eine noch aus» • stellende Lieferung nut w j « « t a . ; . r'uliu’“'1 uoer Die isrunoregetn Der , ffwjnnllig erscheint der aus englischer Ge- nachzuweisen, kann mit ausdrücklicher Zustimmung lV^sm^heitspftege in leicht» 1 ■ iurückgekehrte Untewfiüier d. Res. des Kommunalverbanbes aus ber enteigneten Kartoffeb «'geklart rocr- Vqo1.’ <>Nf.-Rst. 2^,2, 6. Stomp., geb. menge nachträglich erfolgen. Für bie zugunsten bes iu degrutzen, baß an unserer 13. 3um 1886 in Stofoja, Sachien-Älteiibucg. Kommunalverbandes enteigneten Vorräte ist em lieber- ^2*aL\2 1 aller SaTultätcn, für ®erui: ^JoracLanmater, Lcimat-^Adr.: Althaloeus- nahmepreis zu zahlen, ber unter Berücksichtigung bes Stände und Beru«, meiere Magdeburg, Vez.-Kmo. Neuyaldens- Höchstpreises, sowie der.Güte und Verwertbarkeit der! ^^sungen über bolkstumliche Geleben. Er crtlart: Vorräte festgesetzt ist. ' u n d h e. 11 s p I l e g e, mit besonderer Berück,ich- SSSSW™51 »-• »' - bin ich Zeuge gcrocicn, >o- bie deuftchen Se.cr-1 - " 9- «nen au, die roheste Weise miühanosit wurden T« Veranlaftung zu den harten Strahn war ste's der ttapitam French. Er redete z. B. von uns- ,^Zyr seid ein «lück Erde mit Nummern daran ' Als ein G^angener äußerte, das hätte noch lein «orgeieöter zu ihm gejagt, ließ er ihn 14 läge in taten Stoblenbunter sperren, wo bcr Betreffende kaum Luft zum Atmen hatte, da bcr Bunler >a;i bii an bie Decke voll Kohlen war. Tiefe Strafen erhielten bie Gefangenen bei ben geringfügigsten Vergehen. Körperliche Mitzi-aiidlun^en mit bei Reitpeitsche waren bei den Kommanca.iten üblich. Uki einem Diebstahl verlangte er, bag die Korn- pagnic die zwei Täter durchprügcln sollte, bie -cute recigerctn sich, die- zu tun, daran,hin ließ er Die aanze Kompagnie <2 Stunden stündlich, and) nachts, antreten. — Alle Vorfälle bic,er Art tar. Die Gemeinbe-Oberfärsterel Wctzlar 1 ist 6155 Hektar, bie ©emeinbe-Dbeqörfltrei Wetzlar 11 6973 Hektar und bie (Bemcinbe.Dberförflerci I-raunfel» 6815 Hektar grofj. Dazu kommen noch grotze fürstliche Walddiftrikle. Die Holzfällungen wurden bis Freitag. 8 Uhr: Frau^noersammnma. Sri ”Ot^ bem ÄTge Dur td ? «meinderecht de, Luise FÜck über bie Äadchenfortbiid^schule, 0rt»emwohner aubgesuhrt ,etz. aber werben Me Gemeinden des Kommunaloerbandes sind jchaft, P^E Ist. ' 'ra. Bletz la^ ä. Ok!. ib» gibt in unfern Äreflt aufjerbem unDer3ugh4) aufsuforbern, bafur Sorge ju jung ber Antigone bes Soo ^s'ites^ vor teroner n0* ffl 1 ®emeinbeu, bie weber Ju'd)lägt gur Staats- die aus ihrem Leziik zu liefernbin g^aal öes ÄunaTgebüK «■/ u? einkommenheuer noch Seal|.eucrn er,ebe?u Lpctv, 3ni ftnden, bie die ihnen ov..egende tüLUe'erunQsnfltthf 10 U^r vorm.: 4terlarnmlur.g der Holz. I heim jem säudeillch versteckt erhebliche Mengen Weizen. & ölomv., Primat Siveniooa, ur. ^orgau Karwsteln nicht oder Nicht genügend -iftrllt baden bladiwaldes Gtetzen im Gewerkschafts« I mehl, die hiesigen Bäckereien zugllchollen werde, ^cssin°sir^l0 ^C‘mQt y^>cll*uir(ir Oderschtesieii^ 1zugcwiesen. - 3m Slax^barort bergen _ । oie toiL1“1«^ siu »«jJJ w tot, «SÄUE eins ,-nd Sfäulti,, g®* d« ^sriÄ? srit® । •SÄSL# gr^ssyX »SÄ' ffl&SS Wä Darauf nu^fiSS ;*S*s L"SM auf tito fe Ä durch S ^Me-Lozarettt uv. ’?t'° steht den in eineni ET5W«. die J® |inb, nach J« Maß kriegSmuA ^"ungsgeld ixm 5Q ^rarell auszuzahü S0IJnr9ÜniilflWE Kit, wollen umaebend «1919 bei dem zu> .^auftodMa WMe des Alic» 1 Äluul mündlich ober AnmeldWg fennttü Sftld. ‘tat, 22. Ott Dvj n der lrtzlen Tage tzi en Bachläusen LuM lsreichi, die Mühlen yi cht wie ein Sd^amr n tonn auch durch bist im Hochsommer, der l Tas ist ein öaeeifl ’i bei Lcklvbent aM bidbeu bet toW. t irrdgmEe. L Dkib. fjtuit grifitti tts ri\ bu LchrtzrmM VilnWm einen Ham. H. Lr hatte in Stumpe« ähnchen gehamstert Du 1 hatte ihm schon lang! ipptn vermocht Lls bei irtenrob |eintm Teschäft ie Ulrichstein banonWinb. n dem, war ihm drohte. Denbarmen letzten ihnr stellte ihn hier im Die. erhaften. Der Hamsterei, rte sich unb es Kam zier bie vdechanb erhielt arm aus bem Kampfplatz ierwunben unb zur Blu mürben seine P«!onaliv hamsterlen Waren adge ® heute hielt i= »Hot Dl- Älnfc‘1 at- über bie Entsteh"! 's- Diesmal galten |t» dein Mychos der Sriech« tn Uorträge werben ma serer Zeit ringe Beteiligung em Staube chcer SBJ betot. berarugen von \\i euigegeniubnngen. ireits alle ^ftheW unl“S*‘-»= LSk SsZ Mrd erlebtgt. ., steuern Griedelbach, ™ sie vor etwa einem ba& sie ihre Wohnungen verkaufen und von Gießen fragen. Weibliche Beamte. e Beamte und damit auch das we Heka-Tce 1R , per Pfund Mk. 1U* Ganze Waltet*, ”ÄVitot«o sowie jedes Quantum rer Mrmd Mk. 14.- r cr Pitmd Mk. 14.— zrij-iikLAüiiil-e per Piund Mk. 2.— Heka-Kaffee per Pfund Mk. 14.— atiiiiiii!iiiiiii""iimimiiiiimiiflw Für Waldbesitzer u. Gemeinden: | Ch misch es Laboratorium Di*. Möser Johanne»etra*ee 1<> Technlscn-chemische Analysen :: Gutachter. Ausarb. von Verfahren Unterricht in Chemie. Aus dem Amtsverkündigungsblatt. Breunholz. Wettervoraussage :ür Samstag: Vorwiegend bedeckt, bis auf Nebel trocken, nachts etwas wärmer, westliche Winde. von vielen Setten erhalten die Verbraucher' zu den festgesetzten Höchstpreisen von den Erzeugern Kartoffeln nicht geliefert, da in den meisten Fällen eine nicht unwesentliche Ueberschreitung der Höchstpreise angestrebt werde. Ein derartiges Gebaren steht mit den gesetzlichen Bestimmungen im Widerspruch. Dem Landes-Ernährungsamt sind bis heute leider nur wenige Fälle bekannt geworden, in denen eine Ueberschreitung des Höchstpreises stattgefunden hat. In allen Fällen wird gegen die Schuldigen rücksichtslos oorgegangen und Anzeige erstattet werden. Eine Unterbindung dieser Höchstpreisüberschreitungen kann aber nur dann stättfinden, wenn die Verbraucher den zuständigen Stellen von den Mehrforderungen der Landwirte Kenntnis geben und Anzeige erstatten. Das Landes-Ernährunds- amt richtet an alle Verbraucher, die höhere Preise, wie die festgesetzten Höchstpreise für die Kartoffeln bezahlen mutzten, das dringende Ersuchen, ihm mitzu- teilen, wie hoch sie die Kartoffeln bezahlen muhten und den Namen des Lieferers anzugeben. Es wird von dieser Stelle aus dann das roeilere veranlaßt und auf scharfe Bestrafung der Schuldigen gedrungen werden. ** Kartoffelversorgung. Vorn Le bensrnittelarnt wird uns mitgeteilt, daß heute e i n Waggon Kartoffeln ein getroffen sei. Wei ter sei darauf aufmerksam gemacht, daß wegen der geringen Zufuhren vorläufig nur die jeweils tau- ende Karwffelmarfc beliefert werben kann: in dieser Woche also Marke 4 3. Die ab gelaufenen Marken werben, sobald reichlichere Zufuhren ein treffen, nachträglich noch beliefert. Vermochte». * Berlin, 23. Okt. (Wolff.) Zum Vorsitzenden des Deutzchen Werkbundes wurde Profeffor Hans Pölzig gewählt. Profeffor Pölzig ist Stabtbaura a Dreien und baut zur Zeit Reinhards Große- öchauspielhaus in Berlin. Gerlchtrsaal. Ein Schiebkrprozcß. X Hanau, 22. Okt. Dor der Strafkammer hat heute ein Prozeß seinen Anfang genommen, dessen Dauer sich auf 4-5 Wochen erstrecken wird. Es handelt sich um die Aburteilung der im Jahre 1918 aufgedeckten Schiebungen mit Brotgetreide, Kartoffeln und Vieh. Etwa 3000 Zentner beschlagnahmtes inländisches (Betreibe ist unter Ueberschreitung der Höchstpreise aufgekauft und zu Mehl - das als Auslandsmehl vertrieben wurde —, zu Graupen, Grieß, Grütze und Kaffee-Erfatz verarbeitet worden. Dann ist Vieh als Zuchtvieh aufgekauft und geschlachtet worden, in Wachenbuchen (Kreis Hanau) wurde eine Geheimschlächterei errichtet. Kartoffeln sind in größerer Menge nach Westfalen verschoben worden. 12 Angeklagte haben sich vor der Strafkammer zu verantworten, der 13. Angeklagte, Kaufmann Ernst Doering aus Hanau, ist in Berlin erkrankt. Anfänglich war die Zahl der Angeklagten 22, doch sind 9 von ihnen unter die Amnestie gefallen. Auch der frühere Landrat des Kreises Hanau, Frhr. Laar, jetzt in Hildesheim, befindet sich unter den Angeklagten, der bei seiner heutigen Vernehmung entschieden bestritt, Kenntnis von den Verfehlungen gehabt zu haben. Es sind 46 Zeugen und 14 Sachverständige geladen. Zur flairwäsche empfiehlt wieder Frie- bend:Shampoon !l*’ii ge Teer- a.Teeri:hwe!el»eite Cent. »I-Drogerie E Karn. Schulstrahc (neben der Stadtpost). umuC Achtung! Postvnstmd Prima eugl. Keruicisc Million Lu üiqhl u. andere er ie Marken zu billigt. Tagespreisen per Nachnahme über Worein- senduna de? Beirages. Ferd. LUdtke, KBla-Ehreifelä, Mevlcr- strage 34. 12d40ss Gardinen aller Art Gi**c abgepatzt tu am Stück. Echte 47H Eau de Cologne ist wieder eingetroffen. Centn'-Drogerie, Schnistr. (neben d. Stadtposi). 1,868 Anzeiger vervffentli^ uul, man aber nach einer Bekanntmachung der anb in Hand mit der Universität arbeitet und diese darüber auf dem laufenden erhält, irmreroeit si noch für Stucenten aufnahmefähig ist. Die Uni ver.ität müßte dann ol/ne Rücksiast auf die Wünsch, mancher Professoren die Annahme weiterer. Stu- denten verweig-rn. Jetzt sind die Verhäl misse dieser armen Omdenten trotz des gut gemeinten Au - rufs der Unioerfttäl nach Beschaffung von Stu bentenlmten einfach unhaltbar und unwürdig. Sie leben teilweise in Räumen, die zu den sästechtesrei in der Stadt gehören, in denen sie kaum studieren können und für bie jie hohe Miete zahlen ntnfien, teils nächtigen sie in Hotels und zwar oft mn auf Sows unb füllen tagsüber erwärmte Räume, wie die Uni.'er^ftälsbib iotl.ek oder die Wirt- sckxlften. 2älte men sich weiter einmal die Zimmer tafeln in den Lwtels an unb würde man da ton trolliercn, so würde man finden, daß die vo. A»- u. Verkauf von Antiquitäten, sowieUcbernabme ganzer Einrichtung!.'«. 1,410 Louis tfiotheubcrtter 22Reuenmeg22. Tel. 176. bei Abtnahme von 25Psd. Ä).k. 12.50 12122 cdiofolaie -Ä& Holl. Pollberinge y Xß 10 Siück Wit !•«" hch. Ualdfleisch, Liebigstr. 71. Teles. _>j. Karbid u. Lampen empfiehlt in orotzer Auswahl 020538 ßisnihiiildlmg ff. IM W. MäuSbura 5. Bestellungen rum 0204,6 Straut (Dnciöcn Neue Baue 9 Im Laden. Dezimal und Kettenwaaqen empfiehlt Karl Schmidt, Ltteuenweg 42 020632 = Ockstadt, 23. Okt. Die Gemeinde brachte im Jahre 1917 rund 15000 Zentner, im Fahre 1918 etwa 10000 Zentner Kartoffeln zur Ablieferung, im Fahre des Hells 1919 nicht 300 Zentner. Dafür holen aber Schieber, Schleichhändler unb Hamsterer aus allen Städten der Umgegend mit Autos und Fuhrwerken usw. Kartoffeln in Hülle und Fülle bei Tag unb bei Nacht aus dem Orte. Berlin, 22. Ott. (Wolff.) Im Laus- haltungsausschuß der preußischen Landesversammlung wurde gestern abend ein Antrag angenommen, der in der Durchführung des § 128 Absatz 2 der Reichsverfassung alle Ausnahmebestimmungen gegen Micfern, Fichten u. Eichen Rundholz zu kaufen oefuckt. Schr. Angebote unter 12114 an den Gießener Anzeiger Ilk'millilllllllllillillllllllllllliiliiiU. Letzte Nachrichten. • Aus dem Betricbsräteausschuß. Berlin. 23. Ott. (WTB.) Jrn Betriebs- räteausschuß her Nationalversammlung ist folgender Rrgierungsvorschlag angenommen Worben: Tie Mitglieder des Betriebsrates werben in geheimer Wahl nach den Grundsätzen der Der- hältnisWalst auf zwei Zahrc gewählt. Artikel 30, der bestimmt, daß durch Beschluß der Mißbilligung durch die Betriebsversammlung der Betriebsrat zu- rücktreten muß, wirb durch einen Mehrheitsbeschluß gerstichen. eine Reichskonferenz über Tbeaterfrageu. Berlin, 23. Ott. (WB.) Im Reichsmini- fhertum des Amern fand am Donnerstag eine Konteren- über Theaterfragen statt. Beteiligt waren das Reichsministerium des Innern, das Reichsarbeftsministerium unb die Kultusministerien der Länder. Reichsminister Kock betonte die Notwendigkeit, »in reichsimgen in die Angelegenheiten des Th-aterwefms einzugveifcn. Unterstaatssekvelär Becker, Preußen, begrüßte Di: Konferenz, Deren Zweck eine möglichst weitgehend-' lulturelle Derständigung zwischen den Rx ichs- itpb Landesinsdanzen unter Führung des Reichs st 1. Unterstaatsfekretär Schulz erläuterte das Programm der Konferenz. Den ersten Teil der 5>:r tandlungen bildete eine lehr eingel^nde Aussprache über die Frage der Fortführung der f r ü - heren H-ofbühnen als Staatstbeater. Die finanztellen Schwierigkeiten, namentlich bei beit Heineren Bühnen, würben scharf hervorgch)ben. Es herrschte aber Einigkeit darüber, daß, aas kulturellen Gründen die in .öffentlicher tzand befind- lidcn Theater unter angemessener ftnanzieller Bc tcüigung der Gemeinden aufvecht zu erhalten feien. Koch> stellte in Aussicht, gegenüber den Staatst Heatern 1 m Rahmen des k o m- menden Kvmmunalisierungsgesetzes Vie pribate Theaterkvnkurrenz aus- zu'chalten oder doch zu beaufsichtigen. Vielfach wurde angeregt, die Üeberschüsse der lonrmu nairfierten Kinos zur ftnrnzielten Stärkung der Theater zu benutzen. Tie Konstrenz beschäftigst sich alsdann mit dem Verhältnis zwischen dem Bühnenverein unb den Landesregierungen und nut den Tarifverträgen für bie Künstler unb Angestell- . len sowie einer Reihe anderer wichtiger Theater. Zölibat der Lehrerinnen beseitigt: Das französische Programm in den beschien Gebieten. Versailles, 23. Okt. (WB.) Ter Band der großen ftonzösischen Vereinigung gab dem zum Hohen 5i:>mmifsar der franzö ifchen Regierung in den rf^entiidpen Provinzen ernannten Paul Ti - r arb ein Festessen. Tabei hielt Tirard nur P r 0 g ramm rede, in der er u. a. sagte: Ten Annexion-Gedanken dürfe man nicht in Bekrocht zioh.m, denn das widersprech: der nan-- zö iscken Tradition. Man hat Frontteich Absichten untergcjd.oben, bie es niemals gehabt hat. Wir wollen, das in dem neuen Deutschland kein neuer Militarismus aufkommen kann. Wir wollen, daß bie rheinische Bevölkerung eine Stimme hat in der deutschen Föderation, in deren Gemeinschaft sie bleiben will. Was wir wollen, ist, auf vorgeschobenem Posten eine Stellung zu bewaL-rcn, bie uns schützt gegen einen Krieg. Hinsichtlich der Wiederherstellung der w i r t s d>a f t l i che n L e jie jungen sagte Tivard, man werde zanächst die notwenbigen Rohmaterialien für die Wiederherstellung der Kampftone einfiUiren lasten tnrb alsdann tm mittleren Prozentsatz alle Produtte, die Frankreich n-xfy nicht her,teilen könne. Luxusartikel aber dürsten nickst eingeführt werbtn. Aas die intellektuelle Frage einge'.)ent>, sagte der Kom- mtssar, man dürfe nicht bu.ben, daß die jungen deutschen im Geiste der Revanche erzogen würden. In.0 gedessen müsse man ihren Schulunterricht überwachen. Tivard sagst sckließlich>, dieDaltangFrankreichswerde oon der Haltung Deutschlands a b- hangen. Dem Verdienst seine Krone. Rom, 24. Okt. (Wolff.) Ter Gemeinderat von Rom hat beschlossen, den König für feine Ber- jienfte die Bürgerkrone anguLi. tcn und General Tiaz sowie Admiral Thaon de Rever zu Bürgern Roms zu ernennen. der Stabt «stattete Zeitdauer für bw Beherbergung von Fremden bei weitem überschritten .vird und daß sogar Ausländer, insbesondere wieder Russen, die Gastsreurrdschaft von Greßen für längere Zeit mißbrauchen. In dieser Lsinsicht müßte also das städtisch: Wohnungsamt in ständiger Fühlung nnt der polizeilichen Meldestelle bleiben. in Rucksäcken unb Körben nach Frankfurt schaffen wollten. - Ein Eisenbahnwagen Benzol, ber burch Reichsbeamte von Bab-9iauheim nach Frankfurt verschoben werben sollte, würbe burch bie Ehrlichkell eines Eisenbahnbeamten, ben man in bie Schieber« geschichte verwickeln wollte, ber Volkswirtschaft ge» rettet. » ge. Eschwege, 23. Ott. Durch Großfeuer «mrden gestern die Wirtschaftsgebäude der benachbarten Domäne barste vollständig emgeäschert. Mitverbrennt sind rund 4000 Zentner ungedroschenes Getreide, 600 Zentner Heu, landwirtschafl- ttche Maschinen unb Kleinvieh. Die Gntstehungs- Ursache ist noch unbekannt. = Frankfurt a. M., 23. Okt. Alle rationierte Waren (Schmalz, Speck, Butter, Wurst) wirb vom 25. Oktober ab nach Mitteilungen ber Polizei beschlagnahmt. = Frankfurt a.M.,23. Okt. Mehlvertcllungs- stelle unb Cebensrntttelamt beschloßen infolge ber fteigenben Mehlpreise eine Grhühung des Brotpreises von 95 Pf. auf 1.20 Mk. für ben Drei- pfunblaib. Die Entscheidung bes Magisttats steht noch aus. ge. Salzschlirf, 22. Ott. Dem Landwirt Wirtz von Trier, der einen Wasen Frucht nach Fulda bringen wollte, wurden unterwegs bie Pferde scheu» und gingen durch. Ter auf bem Wagen sitzestde 15jährige Sohn des Wirtz stürzte hierbei ab, geriet unter bie Räder und wurde getötet. Verwaltung, welche ein Ergreifen benutzter Wohnungen, bie angeblich für ben Mieter zu groß sind, rechtferiigeu; wo unb Wann sind solche Bestimmungen erlassen worden? Die Nvttz, des städtischen Wolnrungsamtes in der letzten Freitag- nummer des Gießener Anzeigers bann eine solche Bekanntmachung der Gemeindebehörden nicht ersetzen, wie wohl ja auch ein städttsches Wcchrmngs- amt zum selbsbändigen Erlaß derartiger Bestimmungen gar nicht befugt ist. Trotzdem also anscheinend hier ein Versäumnis vorliegt unb Bestimmungen über Zwangseinmietungen und dergleichen in benutzte Wohnungen fehlen, sind seither schon in zahlreichen Füllen solc^ Matz^ regeln von bet Stadt ober ben von ihr eingerichteten Aenttern vorgenommen worden. Es wurden bem Vernehmen nach in benutzte Wohnungen Familien ober Einzelpersonen zwangsweise eingewiesen. Hausbesitzer würben zu baulichen Veränderungen gezwungen, Mieter zur Duldung solcher baulichen Herstellungen veranlaßt, sogar verlangt, daß Famllien aus- und in eine andere Heinere Wohnung einziehen sollten. Für diese, doch in die Rechte der Häuslichveft, ans die gerade ber Deutsche und der Engländer so stolz sind (ntt; House is my caftle), eingreifenden Maßnahmen fehlt also anscheinend in Gießen jede B e rechts gung, ganz abgesehen davon, daß nach bat Beschwerden, ixe man allenthalben hört, thre Durchführung durchaus nicht mit einem klugen Abwägen der entgegenstehenden Interessen verbunden war. Wenn man immer nur verlangt, daß man soziales Verständnis für bie Arbeiterklafte haben soll, so muß doch auch einmal betont werben, daß auch andere Berufsstände und Bevölterungs- klassen Anspruch auf soziales Verständnis haben. Es besteht auch bie Gefahr, daß ein einseitiges und rücksichtsloses Vorgehen gegen die Inhaber von größeren, insbesondere Einzel Wohnungen, dte- fen ihren Aufenthalt in Gießen derartig verettlt, ' ' " — " auf geben, ihre Häuser wegziehen unb daß dadurch, da sie Wohl meistens noch zu den wohl- pabenberen Leuten gehören, bie Steuerkraft Greens empsinblicb geschwächt wird. Wenn aber eine Stadt nach ben noch zu beschaffenden gesetzluhen Unterlagen wirklich zu solch etnldpietbcnben JDlafg nahmen greifen Will, so müßte sie sich hoch erst einmal vorher die Frage vorlegen, ob sie stlbst von ihrer Seite alles getan Hai, um die Wohnungsnot zu beheben. Es ist sicher sehr viel ein* acher, an der Hand der aufgestellten Wohnungslisten und der Wohnungsuchenden mechanisch Zu- trrisungen von Mietern zu Verfügern Biel schwerer ist es, selbst zur Herstellung von Mieträumen zu (freiten, zu prüfen, welche öffentlichen ober der Stabt gehörigen Gebäude zu Mieträumen hergerichtet werden formen und welche Gebäude des Staates, bie zur Zeit anderen als Wohnzwecken dienen, von ber Stadt für Wohnungsuchende gemietet werben könnten; bie in dieser Richtung -in ber letzten Stadtverordnetenversammlung von den Vertretern ber Mehrheftssozialisten unb der llSP. hervorgehobenen Gesuhtspuntte scheinen durchaus richtig und beachtenswert. Auch Beschlagnahme der vielen schlechtgehe.ftten Wirtschaften unb Herrichtung zu Wohnungen ist zu erwägen. Daß ben Wohnungsuchenden, insbesondere ben Arbeitern, ausreichende Mteträume zur Verfügung gestellt werden mässen, daß auch insbesondere bei der neben ber Wohnungsnot eintretenben ftoblcn- not in Bälde fnr Wärmehallen, Volks- und Mft- telstandsküchen, Verteilung des Es ens durch herumfahrende aus Heeresbeständen erworb.ne Feldküchen gesorgt werden muß, ist rigentltch selbstverständlich. Es müßte aber auch Den wohnungsuchenden Arbeitern klar gemacht werben, daß bie Wohnungsnot größtenteils durch unüberlegte Ehesästießungen ber borg trafen wirb, und in solchen Fällen bei einem so selbst geschaffenen Woh- nungsmangel nicht der Stadt die Beschaifung von Wohnungsgeleg irheit iugemutti werben kann. Tie vorstehenden Zetten enthalten nur einen Test der auftaucfcnben Fragen und zeigen nur, nie notTO' H’ig es ist, daß, wie der Hausbesr^r, auch der Mi.ierverein sich neu bildet und aus baut. Es ist sehr bedauerlich^ daß in der letzten Versammlung der Mieter die ^genannten beßeren und gern! beten Stände aus Interessent igt ft ferngeMie- txn sind und die zweifellos von großem Witzen beseelten Vertreter Der Arbeiterschaft bet ihren Bc- catungeii im Stich gelesen haben. Cs ftt unbe- .ing. notwendig, baß in dem Vorst-ande bes Maeter- oerrins alle Stünde verrieten sind und dem Mteter- verein insbesondere geschulte juristische und lwlks airtsckx-stlcch grJnL^te Persönlichkeiten zur Sette stehen, die bie Mieter gegen etwaige behördltcht Uebrrgriffe in Schutz nehmen und ihre Interesiet. gegenüber bem' Hausbejitzervercin behaupten können Rur gesetzliche, zweckmäßtae und unparteiisch Maßnahmen können irifolg haben. Was bie Frage der Beschlagnahme unbenutzter Wohnungen anlangt, so sind bie dafür erlassenen Bestimmungen ber Stadt, wie halben Jahr sich im Gießener ;dn finden, Bar; vergeblich,sucht Maßnahmen gegen die wohmngr not in Stehen. Bon einem in der Materie offenbar wohlunterrichteten Juristen erhalten wir nach- stchende Zuschrift: Mft wachsender Sorge versvlgen wir Gießener bie steigende Wohnungsnot unb mit wachsendem Bedenken die Turchführung der Maßnahmen, die dagegen ergriffen werden. Wenn man die Verhandlungen in der letzten Stadtvervrdneten-Ver- fammiung liest, wenn man gehört hat, was in ber Treulichen Versammlung der Mieter gesprochen worden ist, wenn man vernimmt die Beschwerden ber Hausbesitzer, ber Inhaber größerer Wohnungen tnü) der Wvhnungsuchnden, so scheint es so, als ob man sich doch sowohl in den Kreisen ber Bürgerschaft als auch ber Behörde nicht garcz klar wäre, nelche Maßnahmen ergriffen werben müssen, die bä Gemeindebehörde zustehen, unb welche Anordnungen nicht zulässig sind, weil für sie eine gesetzliche Unterlage fehlt. Hierüber einmal zum Nachdenken anzuregen, ist ber Zweck dieser Zeilen. Zunächst ist es eigentlich nicht verständlich, daß nach bett Veröffentlichungen ber Stadtverwaltung im „Gießener Anzeiger" im Juni bs. Is. Wohnungsamt und Mieteinigungsamt vereinigt feien uttb jetzt wie ans ben Beschlüssen ber Stadtverordneten-Versammlung her vor geht, eine Tren- tamg ftattfinben fall, ohne daß eigenllich Har ge- mad^: wirb, was nun eigentlich das MieteinigungS-- rmt unb was das Wochrungsamt zu tun hat. Es liegt doch die Gefahr bann nahe, daß bet Vorsitzende des Wohnungsamts unb der Vorsitzende bes Mieteinigungsamts sich darum strecken werden, was ber eine ober der andere anorbnen darf. Es besteht weiter bie Gefahr, baß das Wohnung-samt Anordnungen für sich in Anspruch nimmt, die durch bi: Verordnungen nur bem Einigungsamt zustehen und wenn diese ben Mietern zum Schaden gereichen, diese bann völlig wehrlos werden, weil ihnen nur beim Einigungsamt eine Vertretung zugesichert ist. Wenn man glaubt, daß durch Verordnung oder durch Bekanntmachung für bte Stadt Giefcn diese Frage geregelt wäre, so ist das un» richtig, denn bis iefet hat die Stadtbehörde darüber keinerlei Bestimmungen erlassen, jedenfalls müßten, w.'nn nach ben gesetzlichen Bestimmungen Entscheidungen des Mieteinigungsamts unanfechtbar sind, bejen Zuständigkeit ganz genau begrenzt werden und für ote Maßnahmen des Vorsitzenden des Wohnungsamts müßte im Interesse der Hausbesitzer und der Mieter eine Beschwerde an eint Forst- unb KamerolverwaÜung hat an die Oberförstereien ausführliche Anweisung wegen Ausführung ber Verorbnung vom 10. Oktober 1919 betr Vertilgung über Brennholz aus Waldungen ergehen lassen. Die Bürgermeistereien haben sich mit ben Oberförftereien wegen Durchführung der Versorgung alsbald in Verbindung zu setzen, habet für bie Zuteilung an die Gemeinde zugrunde liegenden Maßstab auch bei ber Verteilung bes Holzes an bie Gemeindeangehörigen zu berücksichtigen unb dies zu überwachen. Die Verteilung tarnt jedoch auch nach Haus altungen er olgen' die zu tetei.te,Menge würde alsdann etwa zwei Raummeter je Haushalt entsprechen. Berwendungdes Mehrer!ösesaus den Häuten von Schlachtvieh und Schlachtpferden. Für die Zeit vom 15. Oktober bis 14. November 1919 einschließlich werden folgende Latze als Mehrerlös für ben Zentner Lebendgewicht festgesetzt für Rinder, ausgenommen Kälber, 54 Mk., Kalber 75 Mk., Schafe 60 Mk., Pferde, einschifeßlich Fohlen, Esel, Mstulttere und Maulesel 36 Mk. Hiernach betragen ber Haute- zuschlag, ber an den Viehhalter zu bezahlen ist, unb ber Anteil, ber an das Reich abzuführen tst, auf den Zentner Lebendgewicht bei: Rindern, ausgenommen Kälber, je 18 Mk., Kälbern je 25 Mk., Schafen je 20 Mr., Pferden, einschließltch Fohlen, Esel, Maul.iere und Mauleseln je 12 Mk. Ter Erzen gerhöch st preis für Winter s p e i se t a r 10 f f e l n ist mit Wirkung vom 15 Oktober bis auf weiteres auf 8 Mk. für den Zentner einschließlich aller Prämien festg-setzt. Backsteinblattern sind unter bem Schweine bestände des Friedrich Schmidt zu Utphe ;c|"igefKllt, unter dem Schiveinebestande des Aböl, Bornmann zu Utphe erloschen. Süßstoffverteilung. Die Firma Benner & Krumm in Gießen hat die Süßstossver- ieilun^fteUe für Ober Hessen mit dem 1. Oktober ö. I niedergelegt. Die Belieferung der Süßstoff- oerkanssstellekl erfolgt von diesem Zeitpunkt an ausschließlich durch die Firma Ernst Weis in Darmstadt. XfiT T&slich "WI Lnszcn 'Lipsclmost frisch von der Steiler. M. hch&fer W we., ^*6- ttaiser-Allee 4. Photo- Apparate und sämtliche B darf*-Artikel kanfeBÄtnaleore ambes’.en Central - llrogerie E. Karn Schulstrasse (neben der btadtpost). Pho'o-Arbeiten prompt und fachgemäss. 1100,1 Siebung 4. November Womskr 1 Mhas-8cl!ilsst! Hauvtgew. Mk.»0 000 Lose ä 3 M. 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BEfe Zi SisSE# «i» ?5&g -t vtauit Sait ft loiillch war, A SS* 5 ’S««!, •«“? ‘■2,5 x! m SSw’äj "i: grrtoit M' ..ßiWf JöiDiann. v-Tn $U» 0^ad tarjig do". ky xrr glaubt afft® jk's in der S£t- r*mng, Uniftoröni ’dffl iÄ vicder ler ö isj oie Ctirton kiim lassen über Mst oockreuen, Milben lassen Ir» Bericht t ynnlung entartete btt eine Lpposuion i MM. 2rn Bench .CT-Vir tnannnliutg u i'iolbeniau fiibernenb der Fraki xf*rcunyn im M M «schäsiSsützrend, ijfliitidi. Aus ö -uLNjadl der Teuf trägt. Er teilte mit ttnen Paririmilglie am «tog eine balbt seien ein T rillet Santi habe in ihre 300 000 emPschrie Berlin habe sich t btrjünfaM in Hi bcg oerachtfacht u svlM eine 8 «Ä btn tejefrtai i Ukn, zea. ktntt Bettui äwrgehiet und ix: wng ugunften de vrtngtr mürbe . Avonneiuent: Moral. Komödie in drei Akten von Ludwig Thoma. Tameiqtiefd iUatttl).l'UJjtimiü’til Gr. au uertaur. ü2V4o2 zu kauf. gc,. Swr. Angeb. 'IbeiMlnL 7 lrrnrtskbaft». I u. u2u->4ü an d. (jicb. 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Die. im Nebenamt versehene Stelle eines NevenüenverwalterS der Freiherrlich Schenk'schen Güter: Nlllsenrod, Hermannftein, Sorge und in der Welterau ist anderweit zu besetzen. ^.^"?E-rläMge Bewerber, die zu entsprechender Sicherheitsleistung in der Lage sind, wollen ihre Gesuche mit LebenSlaus, etwaigen Zeugnissen und Angabe ihrer BergiitungSanipruche bei dein Unterzeichneten etnreichen. Homberg (Jüberueffen), den 21. Oktober 1919. _____________Nepp, Rentmeister._________12086 ^ür Stotternde! Trotzdem ich schon sehr oft in Giehen Lorech- stundcn abgehalten habe, laufen ständig aus Uh euer und Umgegend noch schriftliche Anfragen bei nur ein. Da es mir jedoch niaji möglich ut, alle Anfragen ichriitlictz genau zu beantworten, so habe ich mich entschlossen. nm Conntag, 26. d. 'ÖU von lu bis 2 Uh, tin Babubofovotel nochm. Sprewstun.cn abzuhali AIS eoemaliger schwerer Stotterer ist es um gelungen, eine Methode zu erfinden, womit Stotternde sich selbst in kurzer Seit von dem unseligen Stotierüvel befreien können. Bei -lindern kann oa8 Hebet durch die Gltern beseitigt werdeir Tausende haben sich bereits durch meine Methode von dem lästigen Liebel befreit. Täglich laufen Dankbrief, von Geheilten, Aerzten, Geistlichen und Levrern ein. tiine aröhere Anzahl solcher Briese liegen in den Sprechstunden zur gefälligen Gtnucht au». Zn meinen Sprechstunden wird ToUaltyllg hoilee* loi Aniknnlt über meine Methode erteilt. Zeder toeiuajer wird einzeln enipsangeu u. erhalt ebenfalls nmsonst die von nur veriable Broschüre: „Die Ursache les Stotterns and Besoltinui ohne Arit ud ohne Lehrer, sowie ohne Ais.alisbesnch“. izut aut diesem Gebiete namhafter Pädagoge schrieb mir „Ihre Methode mMle einen Böhmes« and Siegesxna dnroh die Welt machen." Ich bitte nochmals um zahlreichen Pesnch und Weiterenipfehlung. Ludu lg Warnecke, Erfinder der Selbstunter« richtömelhode für Stotternde, Hannover, priesen- stratze 33» Fernsprecher Slld 5871. , SrunOlidiealluterridit in allen Fächern f. Prima der Cberrealftbule sofort gesuchi. Schr. Angevote m. Preisangabe u. 020624 an den Gieg. Anz. erbeten. Wer tit in der Lage, ttoblcn oder ttoks an Studenten abiugebeu? Schrtstl. Angeb. u. uaxiiks an oen Gtebener Anzeig. Puiilpernilsel ist wieder irisch ein- oetroffen. 12131 Reformhaus Krenzvlatz 5, firötnfl. Hläiiifitn tagsüber gesucht 020518 __Samlstrahc 1_1L Gesucht für 1 XL sür kleinen HauSH. zu tinuer» losem Ghepaar tüchtiges Madchon, das selbständig kochen kann. Gepalt 65M. Bodsniraldl, Löberstr. 10. Örav. uiBüsticiiEB in ruhigem Hnneibalt sofort oder 1. 'Jtoucmbcr bei hohem Lohn u. guter Perpstegung nach Krank- ,'nrt gesucht. Meld.sidcd, SelterSweg 7L von 9—12 und 2—5 Uhr. 020470 Gebild. jung. 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Copyright 1916 by Ordner 6c Comp., Berlin W 30. msch, rutag, 26, CHebet! nachm. 4 Ubr: EtlliüilichlS tifammtnitiu WM iederkranz >»»“«' sffl" »achmütagö 4 ubr iesellige W* „Karlsruhe1 »TÄS llnb dann war sie froh, stundenlang weit fort von Rettenegg zu sein und nicht mehr sehen zu müssen, wie wenig Mühe ihre Schwester sich gab, Mrgnus Liebe zu verdienen! „Warum sieht man denn Mvdesta jetzt nie daheim?", fragte Magnus eines Tages, nachdem Gäste dagewesen, und man den ganzen Nachmittag Plaudernd im Mark verbracht hatte, ohne daß sie srck Aicken liest. „Wo steckt sie eigentlich immer?" „Weist ich's?", antwortete Evelyn achselzuckend. „Vermutlich geht sie spazieren." „So allein? Tas solltet ihr nicht gestatten." „Als ob Modest« sich etwas verbieten ließe! Tu warst ja freilich wieder sagen, ick sei gehässig gegen ne, aber ich habe doch recht. Sie tut immer, was ihr gerade gefällt und folgt jeder Laune ohne ^kden^n. Ich habe es schon längst pusgegeän, y3 auf die morM °uK ul” toXw ustadendeu epndel MK ^.von lvbisäin, WM is?$ ? laufen DanllÄ ML .S?.1 Ui ohne 1“ • irm qui bieiem ^mir. „an In. S.16lne evoi tii 1,1116 um M/reichen et der Telbstunler« heute, du und Graf Wirbna?" ' ' ,A nur über Politik." „Tars man davon gar nichts erfahren?" „Es wird dich kaum interessieren. Wir sprachen von den Chancen der Herbiuvahlen hier, wo em freigewordenes Mandat unseres Kreises zur Mutesetzung kommt, und dann von dem jähen Ableben Marmowitschs in Berlin." ,Marinvnntsch war Legaiionsrat, nicht wahr?," 11078 .^jyn Preßte hie Lippen zusammen und Mieg trotzig. Aber die Gereiztl-eit, di: sie inner- l^^marterte, hatte nun plötzlich einen Ausweg Kaum waren die Schtoestem allein oben in Ihren Zimmern, um rasch vor Tisch etwas Toilette machen, als Evelyn herrisch zu Aüodesba sagte: JT Zweckst du eigentlich hier mit deinnn Gc- Le? Willst du dub blotz bei meiner Schwi-ger- Mtter einschmeicheln oder hoffst du im stillen M abspenstig zu machen?" • „Evelyn!!" Modesta wich tödlich erschrocken Piroick. . ,-.'Nu.n ja " Mhr diese gereizt fort, „du spielst 3« hier in aller Unschuld die Haustochter. Hilfst sm der Milchkammer, zählst für die Gräfin das wilder ab und drückst dich überhaitpt stets um sie Herum —" . ..»Sie ist so gut zu ims — ich wollte mich Mur nur ein bißchen nützlich machen —" .^."So! Und an die Taktlosigkeit, die darin gegen 5^ liegt, denkst du wohl gar nicht? Fühlst du E-nicht daß du mich dadurch herabsetzt? Taß, «7^.^ tust, man dann auch von mir erwartet? ^n£-e, sar nicht daran, bei diesem s:nti- gciuMUen Tusel mitzutun, und verbiete dir dah:r Karn, Karl Kruppcrt, Peter Lachmann, Fritz Lach, mann, Konrad Otterbcin, Wilhelm Paul Jobs Kuar.z, JohS Rmner, Heinrich Schmidt, Karl Tretzer und Georg Wahl; es wird noch cnvartct rr 3°9;-r Lohs. Sippel, der sich in den Händen der Engländer befindet. Tie Zurückgekehrten sahen wnltllch vorzüglich aus und Nagten nur über die Behandlung, die ihnen in den enten drei Monaten uach ihrer Gefangennahme zuteil wurde. — Am Sonntag abend sand nun auf Veranlassung der hiesigen Ortsgruppe zum Schutze der Kriegsgefangenen in der Gastwirtschaft Reinhard ein gemül- liches Zusammensein der Vereinigung mit den Heimgekehrten und deren Angehörigen statt Nach einer Begrüßungsansprache erzählten Lehrer Wahl und Christian Karn in fesselnder Weise von ihren Erlebnissen in der Gefangenschaft. Sie sprachen ihren besonderen Dank aus für die Tätig- leit der Schlitzer Ortsgruppe, die durch Sendung zahlreicher Liebesgaben und Karten ihnen über manch schwere Stunde binrocggeftoLeit und ihnen stets aufs neue gezeigt hätte, daß die Heimat sie nicht vergessen habe. Bei weiteren Ansprachen und frohem Liedersang nahm die Veranstaltung einen schönen Verlauf. Jugendorganisation, Pfarrer Luther über die Vugend und die Deutsche Volkspartei, Negierungs- vvt Dr. Paul P o n f i ck über das ländlickze Sied- lungswcscn und Geheimrat Dr. Rose über das städnscke Wohnungswefen. Begrüßungstelegramme wurden gesckstckt an Hindenburg und an die deutsch- österreichischen Stamm, sgenossen. Es wurde noch folgender Antrag angenommen: „utre Fraktion der Nationalversammlung wolle bc- anttageu, daß gegen alle Wucherer und Schieber nicht Ivie bisher mit Geld- und Gefängnisstrafen, sondern sofort mit Zuchthausstrafe vorgegangen wird." Ter Vorsitzende, Tr. Prper, sprach das Schlußwort und erkläre den zlveiten deutschen Volksparleitag für geschlossen. „Magnus sie schmiegte sich inniger an 1911, „wäre es nicht möglich, daß man nun dich an leine Stelle beruft?" „Möglich wohl." „Und. ." ihr Atem ging rasch und ihre Augen leuchteten ihm aus dem Halbdunkel ent* gegen, „wenn es geschähe, wärest du nicht glücklich? Ware das nicht einzig schön? Berlin! Denke nur, Berlin!!!" Sie zitterte förmlich. Er blieb ganz ruhig. Sie konnte sein Gesicht nicht deutlich sehen, denn es lag im Schatten einer Sandsteinsigur, die neben ihm aufragte. Aber seine Stimme hörte sie befremdet, die mit müdem, gleich- gültigen Klang sagte: „O ja, ich hätte nichts dagegen. Ta du nun einmal nicht hier bleiben willst . . . und übrigens ist es ja vielleicht wirklich das beste . . ." In diesem Augenblick näherte sich ihnen diskret ein Diener. „Eine Depesche für den Herrn Grasen." Magnus nahm sie in Empfang und trat bi* mit in den hellerleuchteten Eßsaal, wo seine Mutter und Mama Losenstein bereits weilten. „Von meinem Chef," sagte er eine Minute Water. „Ich mutz heute abend noch fort. Wahr- schemlich hmidelt es sich um die in Berlin frev gewordene Stelle." Eine wahnsinnige Freude ließ Evelyns Her, E* Magm Sie war doch wirklich ein Glücks* hnb Alle Wuniche erfüllte ihr das Schicksal: .. Us^b.Me eine leuchtende Fata morgana taucht, die Millionenstadt vor ihr auf, die inrm.tr Iär1 Sehnsucht gewesen war.-- (Fortsetzung folgt.) tzesstsche; Landertheater. R. M. K'. T a r m ft a d t, 19. Oft. 1919 - Unser bedeutendstes hessisches Kunstinstitut durcklebt ent Stadium schwerster Krisis wirtschaft- licher Natur. Unterbilanzen von rund Vf4 Mil- iionen nun schau im zweiten Jahre müssen sein: Zutunst in Frage stellen. Einstweilen tragen d.-r 2-taat und die Landeshauptstadt das Opfer. Taß die künstlerischen Leistungen unter dieser KrifiS nickt leiden, daß sie vielmehr auf einer Höhe stehen, heischt doppelte Anerkennung. Es darf mit Genugtuung festgesLe.lt werden, daß diese Anerkew nung in steigendem Besuch und auch in der Kritik restlos zum Ausdruck kommt. — Tie letzten Wochen brack ten als ernstesten Prüfstein künstlerischen Kon* ne.is die Gesamtaufphrung des Nibelungen* r tilg es. L.ie Götlerdämmermig mußte bieler Mißheilialeiten wegen gestern abgehetzt n^ben. Tie anfängliche Enttäuschung wich bald einem Ge- lühl freudiger Genugtuung. Eine Bühne, die » wagen kann, eine derart ausgezeichnete Aufführung des „Fliegeiiden Holländers" ochte Prob: und Vorbereitung ms Ersatz zu bieten, steht auf oer Höhe der Leistlings Zähigkeit. Zu den ügnen Kräften — Frau Hesses eindrucksvoller Senta, Bischosts ti.ftrngifd) aus^esaßtem Holländer, Jo ns sons temp.r .mcnlvo.lem C^ik und Elsch- iters lebensvollem tiangirifchen Steurmann — ßeicllte sich als Gast Herr Erl aus Frankfurt a. Marn, der einen Daland auf die Bühne stellt.' und sang, wie man ihn nicht besjer wünsch. konnte, Im übrigen fand die Oper Gelegenheit, noch einmal einen Küniller zu Wort kommen zu lasse,: deisen wesentliches Verdienst es ist, daß unsere Theaterorchejlers künstlerisches Könnm weit freu Durchschnitt überragt und jederzeit in der Lage ist den Intentionen auch anspruchsvolle Dirigenten restlos Folgsa-aft zu lei,ten. In einer Lebensarbeit hat Willem de Haan dies erreicht und es ist nicht das einzige Verdienst die,es Künstlers um das musikalische Leben Darmstadts. In vielerlei Veranstaltungen wurde W. de Haan m leinem 70; Geburtslage geehrt. Auch vom Schauspiel ist Erfreuliches zu vermelden. Georg Büchners Wozzek, Strind- bergä Kameraden (um nur weniges zu nennen) WEN geradezu mustergültige Aufführungen des Schaufpiels. iLaran ändert nichts, toenn man die »rage aufwirft, warum nicht statt des unreifen „W'zzek" „Kantons Tod" von Büchner gewählt wurde. Als Neuheit brachte das Schauspiel „Willis Frau' von Max Reimann und Otto Schwartz in res Erstgenannten Regie zur Erstaufiührung. Ein wirklich allzu anspruchslo.es, aber in seinem wnnigen Humor vielleicht zu duldendes „heiteres Familienstück" ohne jede Tiefe und ohne lite- rarucke Bedeutung. Fuldas „Jugendfreund" sind! bei gleicher Bescheidenheit doch erheolich höher zu ^werten. Tie Herren Gynt (Wozzek), Harprecht, Baumeister, Heinz, die Damen Meitzner, Hacker/ Niedt, Horn erwiesen sich aufs neue als Träger des Schau,ptelensembles. Evelyn, in der immer noch alles fiebernde Mwegung war, und die Modestas „Getue" schon ^6e all>em fand, bemerkte spöttisch: „Dit darfst Modestas Worte Nicht so wörtlich nehmen, lieber chcagnus. Sie liebt es eben immer, sich ein wenig mteresfant zu machen, und wird die Sache, wie ich ste kenne, bald herzlich satt bekommen. Sicher tut fte es nur, um Mama zu gefallen." Die Gräfin wollte etwas sagen, aber Magnus, der seine Braut groß ansah, kam ihr zuvor. „Warum suchst du ein Vergnügen darin, deine Schwester bei jeder Gelegenheit herunterzusetzen sagte er schärfer, als er vielleicht beabsichtigt hatte „Es ist nicht hübsch, das Gute an andern, selbst toenn man kein Verständnis dafür hat, verkleinern zu wollen!" ernstlich, hier weiter als „leuchtendes Beispiel" herum;uwandeln. Tas merke dir gefälligst!" „Aber was soll ich denn dann den ganzen Tag anfangen?" stammelte Modesta, ganz niederg> schmettert von diesen Verwürfen. „Tu, was du willst. Geh spazieren. Halte dich an die „gute" Tante Luise auf Schönau, die ja von deinem Schlage ist und dich ohnehin bestürmt, sie recht oft zu besuchen. Mein Territorium hier aber verschone mit deiner aufdringlichen Timst* ferligteit, denn noch einmal: Tarin versteh: ich keinen Spaß!" Parteitag der veutfchen Volkpartei. Leipzig, 22. Oktober. Zum Parteitag der Teutfckfen Volkspartci teuren nahezu 600 Vertreter aus ganz Deutschland erschienen. Tem cigentlich.m Parteitag ging eine Sitzung W Zentralvorstandes vorauf, in der in langen Berattmgen das Parteiprogramm ifcrtiggcitellt wurde. Ms erster Redner sprach Tr. Stre sc- mann, der ungn'ahr folgendes ausführte: Tic Deutsche Volkspartei wird sich an die Spitze der Bewegung für die ReiFeinheit stellen und damit eine Linie fuhren tont Nationalverein Rudolf Ben- mngfens bis zur heutigen Leipziger Tagung der Deutschen Volkspartet. Auf nirt,chaftlick)em Gebiet gao Stresemann feinem Optimismus für die Zukunft Teutschlairds Ausdruck. Tas deutsche Volk kann von seiner Arbeit leben, irenn es arbeitet baut das Weltanselien Der deutschen Wirtschaft ist auch im Krieg nicht verloren gegangen. Aus Has; wird niemand auf einen Kauf bei uns verzichten Nie auch früher niemand aus Liebe zu uns bei uns gekauft hat. Es muß der Grundsatz, daß d-ts Leben erst köplich gm-e,en ist, wenn es Mühe und Arbeit war, wieder Geltung finben. Ten bat die Revolution beseitigt. Auf die Kohlcnförde- rungslurvc hat der arge Koylrübenwinler nicht so eingewirkt wie der 9. November. Um Kredit zu bekommen, braucht das Reich Ansehen. Aber woher soll das Ansehen kommen, wenn an der Spitze der Reichsftnauzvern.altung ein blutiger Ti- letant steht? Wenn diesem das Vaterland über seiner Person stünde, hätte er längst einem hervorragenden Fachmann oder einem Mann mit Welt- anschen Platz gemacht. Unsere Wirtschaft braucht Befreiung von Experimenten, die die Freudigkeit der Wirtschaftsführung töten. Tie Deutsche Volks- bartci glaubt an eine Bestimmung des deutschen Volkes in der Welt. Aber zunächst muß es zu Ordnung, Unterordnung, Arbeit und Sitte zurück- kehren und wieder lernen, an sich selbst zu glauben ES muß die Onflamme der nationalen Idee fall leuchten lassen über Deutschland und dadurch die Zukunft trorbereiten, an die wir uns Den Glauben nicht rauben lassen trotz alledem und alledem. Evelyn lachte. „Vielleicht habe ich mich auch unrichtig aus- gedrückt: rch meinte nicht unvernünftig, sondern launenhaft. So wie sie kürzlich die Laune hatte, die Samarrterrn zu spielen, so scheint sie jetzt eben die Laune zu haben, einem gewissen jemand nach Schönau nackAuiaufen!" "®üelbn — was willst du damit sagen?" ... „Daß dein Lieblingswmisch sich vielleicht er* luden wird. Tu jagtest doch einmal zu nur, es wäre nett, wenn aus Harald Walkern und Modesta em Paar würde!" 1 Magluis starrte eine ganze.Wecke stumm in die Abenddämmerung hinaus. Tann frag er leite • „Xu glaubst also, sie lieben sich?" „Gott, darüber ist ja schwer zu urteilen! Dein ptreund machte ihr ja anfangs sehr den Hof, aber dann kam er seltener. Vielleicht war er bei der naßeren Bekanntschaft abgekühlt — vielleicht aber war Miodesta zu wenig liebenswürdig. Sicher ist aber, daß fte ihm jetzt nachläuft. Sie ist jede Woche mehrmals ganze Nachmittage drüben m Schvnau. Airche und Schule. O L a u t e r b a ch, 22. Okt. Unter dein Voriitz b'5n Kreisdirektor von Werner sand gestern 'üne Kreislehrerversammlung statt, zu der auch Geistliche, Aerzte und Bürgermeister zahlrnch erschienen waren. 4.er Voriitzende begrüßte zunächst di: aus der Ge!angenickaft zurückgelehrten Lehrer des Kreises: Sckmidt, Wahl und Reith, welch letzterer unter gvoßen Gefahren aus französischer Gefangenschaft entflohen ist. Ten Hauptpunkt der Tagesordnung bildete ein Vortrag des Tirektors H a 1 i i n g e r von der Zentralstelle für das Volks» budungswesen (Tormst d.) ü^er „Volksbildung s f r a g e n im Z u s a m in en ha n g mit der neuen Zeit". An diesen Vortrag schloß iidji eine rege Aussprache. Alle Redner sagten der Zentralstelle für das Volksbildungswesen ihre freudigite und bereckwckligfte Unterstützung und Mitarbeit zu. Pfarrer R e i t h-Harrershausen sagte, es müsse wieder mehr zur Arbeit erzogen werden; vor der Volkshochschule müsse zuerst di: Familien hoch schule im guten alten Sinn: itteccr erstehen, d.e im engsten Streife des Hauses alte deutsche Volksgüter wieder pflegen muffe. Sckulrat Andres- Lauterbach wüncht, daß die Bolksbildungsarbett sich zunächst an die im Kreise allenthalben bestehenden Büchereien anschlirßen möge. Lehrer Stephan- Sand.ofs erklärte, daß es ein großer Fehler gewesen sei, die gute alte Spinn st ube, die eine Stätte der erziehenden Arbeit unö echter Bolksunterhaltung gewesen, zu bekämpfen, ohite dafür dem Volke was besseres zu bieten. Zum Kreisvertreter im Vorstand: des Hei fischen Landeslehrervereins wurde Lehrer H 0 l- le r-Lauterbach emfiinunig gewählt. Tem Arbeitsausschuß des Kreislehrervevnns gehören an die Lehrer Weber-Reuters, Schmidt-Dirlammen, StephawSandlofs und Pauli-Meder-Moos.. Die ttommunalwahlen. b. Burkhards, 22. Okt. Für die infolge eines Formfehlers nochmals abzuhaltende Gemeinde, ratswahl war nur ein Wahlvorschlag eingereicht worden, und zwar der nämliche, wie bei der ersten Wahl. Ohne weitere Wahlhandlung sind somit ge- wählt worden die Landwirte Heinrich Haas HL, Karl Waas, Karl Schäfer L, Ludwig Schäfer IV., Wilhelm Keßler, Johannes Sang, Friedrich Hainz, Heinrich Schäfer XII., Heinrich Karl, Heinrich Bopp V., Heinrich Hainz X. und der Wagner Karl Schäfer HT. Kriegsgefangenen-Heimkehr. rtl„ kann sie das!" brauüe Magnus auf, „eä ist ihrer unwürdig! Sie müßte sich doch mindeftenv von ihm suchen lassen! . . . Selbst wenn fie ihn liebt," setzte er leise hinzu. «a meine Meinung. Aber Modest« nimmt eö ojfcnbar nicht ,o genau mit diesen Singen." .., ann müßtest du ihr begreistich machm, was srck lux ein langes Mädchen ziemt." . merde mich hüten. Modesta hat noch nie einen Rat von mir angenommen." Magnus schleuderte plötzlich feine nur halb geraudjte Zigarre in weitem Bogen über die Brü- ftung. Schweigend starrte ec hinab auf den Kiesplatz. Plötzlich legte sich Evelyns Hand auf feine Achtel, und ihr weißes Gesicht blickte lockend zu chm auf. „Warum bist du auf einmal so nachdenklich, Magnus? Ten ganzen Nachmittag fiel es mir = Frankfurt a. M., 22. Ott An der Fahrplantafel des Hauptbahnhofes ftubverte ein eben aus französischer Gefangcn.chaft zurückgekchr- ter Soidat den Abgang des Zuges nach Hünfeld. Zu ihm gesellte sich ein aus englischer (Mangen* E Zurückgekehrter. Ans ihrem Gespräch ergab Nch. daß beide nach Hünfeld wollten. Sie stiegen zusammen.in den Zug, der sie der langentbehrten Heimat zusühren sollte. Während der Fahrt fragte natürlich der eine den andeven, wohin er wolle, zu wem er gehöre usw. Und da stellt es sich heraus, baß beide Brüder find, Söhne des Herrn Jokisch aus Gruben. Tie Freude über das Erkeimen kann m.m sich vorstellen. Beide hatte der Krieg mit leinen Strapazen und die lange Gefangenschaft derart verändert, daß sie einander nicht mehr kannten. r.r- Schlitz, 21. Okt. Aus englischer oder ameritanifcher G e s a n g e n s ch a s t sind bis dahin lb Sohne unserer Stadt zurückgekehrt. Es sind dies: Heinrich Becker, Karl Fehr, Jol-annes Götz, Phckipp Habicht, Karl Hildenbrand, Christian Nachdem der Abg. Dr. Leidig noch einige Ergänzungen zu dem Wittschastsprogramm gegeben hatte, berichtete der Abg. Boelitz über den Abschnitt Schule und Kirche. Er forderte die nationale Einheitsschule als Grundlage des Schul- weiens. Die Partei sel)e im Christentum einen Grundpfeiler deutscher Kultur. Die Abgeordnete Fran Poehlmann sprach über die Frauen- ragc. Sie würden aber auch, wenn alle ihre Forderungen nicht foiort erfüllt würden, bei der Partei bleiben, weil sie national und liberal‘-fei. Darauf wurde unter stürmischer Begeisterung das Programmim ganzeneinstimmig angenommen. ™ Nachmittag fand in der Kuppelhalle des Völkerschlachtdenkmals eine stimmungsvolle Gedenkfeier statt. Der Abgeordnete Tr. Kahl hielt die Gedächtnisrede, in der er auff'ordcrte, zum Gerste und zur Tat von 1813 und 1870 zurückzu- rehren. • Montag gab die Parteileitung die offizielle Erklärung ab, baß sie angesichts der immer wieder auftauchenden Nachricksten, daß Be- trebungen im Gange seien auf Verschmelzung mit der Dentschnationalcn oder Deutschen demo- krattschen Partei nochmals ausdrücklich die Er- haltung der völligen Selbständigkeit der Deutschen Volks Partei betone. Die Deutsche Bolkspartei Halle an ihrem Charakter als nationale, liberale und soziale Partei fest. Die Aussprache war rege. Abg. Landwirt Dufche (mit Beifall begrüßt): Die Ansiedlungs- fchwierigfeiten müssen übenvunben werden. Aus das Land müssen wir Männer schicken, die Land und Leute kennen. Wir müssen der Landwirtsck>aft dankbar sein für das, was fie geleistet hat. Sie ist während des Krieges gesund geblieben. Die Zwangswirtschaft muß, wenn auch schrtttweise, abgebaut werden. Besonderen Dank der Frau auf dem Lande, denn sie ist doch mehr als anderswo Gehilftn des Mannes. lieber die Frage: Wie stärken wir gfrauen die deutsche Volks kraft? sprach Fräulein Dr. Marie Bernays -Makmbeim. Es folgten dann die Referate von Admiral Brüninghaus über die der Einheitsstaat sei. Dieses Ziel s:i aber heut: nom nicht zu erreichen. Gii'fhveilen müsse di: .•-ciitutc Volkspartei nach Kräften an der größtmöglichsten -Stärkung der Reichsgewalt mitarbeiten. x5n die,cm Rai-men stellte Tr. Kahl die Frag: der M 0 11 arch 1 e. Tie Repub.ik als solche sei für öie Partei eine durchaus vollgültige Stacksform, fiagllch lei^nur, ob sie gebrauchsfähig für Teutsch- lanb als ^auersorm des Stiates sei. Deshalb n olle man sich heute noch nickst auf sie ein* fchwören, sondern abwarten, ob die Republik ihren Befähigungsnachweis erbringe. Bis dahin halte die Partei ki: ^Monarchie für di: Teutjchland ent* ,piechende ^taatsform. Vorläufig sei die Republik aber eine Tatsache, die man nicht ändern onne, deshalb arbeite die Partei um d:S Vaterlandes Willen mit. Sie wolle keine Gegenrevolution, sie erwarte vielmehr alles von der lieber* zcugung des Volkes. Tie neue Monarchie soll feine Wiederherstellung der monarchischen Kleinstaaten lern. Xer Kaisergedauke fei die wirksamste Bürgschaft sür die Einheit des Reiüfes. Teutsch- laiid sei auf dem besten Wege znm dmlof'r.ckifchen Kaifert.lin gewesen, wenn nicht ein pflichtv'rgef- lener Reichskanzler selbsttätig in die Wege der R> volntion eingelenkt hätte. , Die W irtsch-astsf rage und die Arbeitsgemeinschaft behandelte der Abgeordnete Generaldirektor Vögler- Er fordette die Beseitigung der Zwangswirtschaft als der Quelle des Schiebettums. Die Sozialisierung lehnte er ab. -Lozialifieretk ohne Grenzen wäre heute ein Ausverkauf, der entweder den Bolschewismus ober den Kapitalismus zur Folge haben müsse. Die Arbeitsgemeinschaft soll jetzt eine Lösung der Gegenchtze zwischen Arbeitgeber und Aroeit- nehmer bringen. Von einem Hineinreden der Arbeiter in die Betriebsleitung sei dabei nicht die Rede. Der Arbeiter müsse aber an seinem Beiried mietenicrt werden. Zu diesem Ztveck sch.'ug der Redner eine Aenderung des Attieuge.etzes vor, uni bw Einführung von K1 einakti 0 n zu ermöglichen. Tann könne vielleicht auch die Lohnsrage zufriedenstellend gelöst werden durch Prämien für Qualitätsarbeit. Abgeordneter Vöglet schloß mit der Aufforderung, an die Arbeit heranzugehen. »Ich glaube an Deutschland, wie an Gott." Ten Bericht der Frattion der Nationalversammlung erstattete deren Führer Tr. Heinze, der eine Opposition quand mente für die Fraktion «Aehnte. Ten Bericht der Frattion der preußisckstn Landesversammlung erstattete Abgeordneter Prof. Dr. Molden hau et, der insbeiondere auf den Widerstand der Frattion gegen die Absplitterungs- Kflrebungen im Rheinland verwies. Ten Bericht bei geschäflssühtenden Ausschusses erstattete Abg. Garnich. Aus ihm ergab sich, daß die Mitgliederzahl der Deutschen Volkspartei 500 000 beträgt. Er teilte mit, daß die Zahl der eingeschriebenen Parteimitglleder von 100 000 im Januar auf etwa eine halbe Million gestiegen sei: davon Wen ein Drittel Frauen. Die alte Nationalliberale Partei habe in ihren besten Zetten nicht mehr als 300000 einsZchriebene Mitglieder gehabt. In Berlin habe sich die Zahl der Parteirnttglieder versünffacht, in Hessen vervierfacht, in Hamburg verachtfacht und in Frankfurt versechsfacht. Es folgte eine Reihe von Kundgebung:n imS den besetzten und bedrohten GMieten. So Ipracken u. a. Amtsrichter Puttfarken-Miemel, Geheimrat Cleinow-Bromberg, Burg:r-Ludwigs- 'haftn, Boyseii-Jlensburg, Stein:r-Elsaß-Liothrrn- gen, feriier Vertreter unfr V:rtreterinnen aas dem Saargcbiet unfr den Rheiickanden. Eine Entschli> tzung zugunsten der Vertriebenen Elsässer und Lothringer wurde angenommen, in der die Erhaltung des uralten Teutschtums zwischen Rhein und Bogeien trotz der ftaatsrechttichen Trennung g> fordert wird. Ter .Vorsitzende Kahl schloß di: Reihe der ergreifenden Kundgebungen, die mehrfach ein stürmisches Ech>o fanden, mit der Erklärung: „Niemals werden wir imrenich diesem Fri:den zustimmen!" Trotz a.lem b.eitt es doch: Deutschland, Deutschland über alles! Tie ganz: Versammlung hatte sich spontan erhoben und stimmte das Baterlandslred an. Ter Sonntag brachte die Beratung und Annahme des neuen Parteiprogramms. Der erste Abschnitt des Programms, der vom Staatswesen handelt, wurde mtt einer großen Öteu. des Abg. Dr. Kahl begründet: An die Spitze stellte er d:n Satz, daß das politische Zill Sie rauschte in ihr Zimmer zurück. Modesta aber schlich im Hause herum, wie ein geprügelter Hund und gab sich alle Mühe, Evelyns .Mißfallen nicht mehr zu erregen. Sie zeigte plötzlich eilten unwiderstehlichen Öana zu tveiten einsamen Spaziergängen und kam erst halbwegs zu innerer Ruhe, als Fräulein T60I- kerns neue Kindergärtnerin sich als unbrauchbar erwies, und Tante Luise fteudeftrahlmfr Modestas Anerbieten annahm, sich fortan mit der Beschäftigung der Kleinen zu befassen. Tenn diese Spielschule, die sie ins Leben gerufen hatte und auf Wolkern unterhielt, war der alten Tarne Stolz. .. . Eine neue Welt erschloß sich für Modesta in duyer ^attgkett: Kinder! Wie sie sie liebte, und gut sie sich mit ihnen verstand. Zum ersten Male im Leben hatte sie das Gefühl, nicht überflüssig zu sein, etwas leisten 5:1 dürfen! e bii ’"8 «nferer f’ltbtu ""■Singre. Rlr^^ot, tif aus. emöhren, nkeirüben dolf Hamburg, fWSflafie 6 ibLCbitu.isemüfe 9). Tel yania W :antfurtmain. ('«■" chcheu mit ÖL Veber* ißeiunben. Abziiholen 1 Mlüelmitrahez, H. M. 1tt ubenb 8 lür an non $ntn !ttn Cn. ngV),- iavaria. lag, Ä. OKL, tinii.: omenadehaus (Kreiling). L kP«>A u°d^ Ä.c»- mnWLSijM- rSn U u gfieü ' Lfü(ter- 6011 ioatuU-S Wer einen neuen Anfang 4 Uhr 18060 Der 6X0400 des Deutschen Vauarbeuerverbande» bleiben müssen. Bezirkssparkasse Gießen 120768 Direction der Disconto-Gesellschaft Gewerbebank zu Gießen jeden 3 liletuinntmieure, 5 ober '£ictmng»monieur. LrschimtnachIeda 5JtJh5 )nhült^llcbtkficht i Friseuse, S . Stödjinneib 1 'Dtnbcben fnr Bettwduugea über — Unertnuiunncn wunfeht ( 6bv bringe *ups fernen •■ttuna tut. ein. Die Gcnehi Lchweincii und < i-aä Sdifadittier a drei Monate ioroeit es sich um bei der zustän mcijter vorang trifft auch bei dem Personen für den ■ Lei .kälbern u ;nr bauMachtuli iw Lelbüversorger 5? i'tth g :??fe - schSftsräume von 12'/, U&r mittags ab für Verkehr mit dem Publikum geschlotzeu. Giehen, bw 22. D hiebet 1919. SreichSbanknebeusteüe ist Prokura erteilt. Biegen, den 13. Oktober 1919. Hessisches Amtsgericht beginnend L««-i vor«. 9 llbc im Wir ar- helfen Jen- felben rafchtmf ye ine moterne^w ■»wZ weieke Torrn um > ^/jtofcha aeöitnung,'! yutfadttkniederlage, vattouftratze 4, 2. Stock, Limmer 22 (Hering)- Wer eine bar miflimg unter Ar träges bei der Bü ,'ttes zu beantrag« Ter Antrag r 1. den Namen 9- Angabe un des Antrag ständigen T ai erwachset Kalender Vollender b) jüngere 3. das geschä 4 die Angal . Besitz des 0. die Angab die setzte H- er aus bieft b. bei Kälbern daß, soweit düng des Si Der Antrag ist 7 vurgrrmeisterei W vruien. . ?tOlwieru?ür!Ktlnei ^Ernnttelunge iSfr ö wt haussch ,7^'Vms noduUfo •WS madchcu, 1 3erDiertrautein m eurer Konditorei, 1 Waicknunücheu. Cd iudicu Arbeit: 1 Walch- v. ’tiktyrrtnt 1 (Hmi ubetnunuii ,3lufatbeii iveiinarbett', 1 bcjiere ■^eeSbaücrtiL 1 Hauedcuue, 2 Mudwe« »ur irr* tWj rrirS ktl,m Z? ^rd dem de» jixiuvbaltc», 1 liiigirtitt und tfceetii- ACUßnäuetht, 1 Beiköchin, 1 rlrrrgerwruve mit Ätuö ^ur oubrmifl des ^udbaitgy.___________12UK3B kuchenuiiidchen, ü’-auaSiMObebeii. «ut ■V au Silber Neu eingetroffeni (X’n Damast-Tischtücher und Damast-Servietten in verschiedenen Grössen i**e FRITZ NOWACK Schluü betf 15rei»tfoclutt abends 8 Ubr m. anichl ^ttiSiitrttilung ia Dir ’Äi”* 4 Uhr nb groster Ball (tattiinbet Kegler. Freunde ued Gönner sind zu cheieu L-erauitairungen treunoiicha etngetaden. Um recht -"hlreichen Beiulh bittet 020M1 kregrer-Berem Frohsi««. AchtungI Ptiotograpäisdie Anlnajimen v. FaeilleBfesilichlGileQ, Hoch satten ■ab ferfrtLiereneea aber Art in und auber dem Hause werden billig antfefertwrt Emil Schäfer, Dauta*ingen Telephon 725, Amt kotier. Lischt, y; - Anlct'l' Lichtspielhaus