ZZ Nr ?*u3t s« bic chch2 WSÄ w? fcj* nr. m Ler Siebener Anzelg« scheint täflltd), außer Sonn- und Feiertags. Be3chrin20°/„Auisttllag. Hauvtschrillieiter: Ang. Goeg. Beraixtivortlich für Politik: Aua. Goetz, für den übrigen Teil: Di. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck; lämtlid) in Gießen W\ X (jL/sha v Bauer, «62 IV. em Vertrieb Zhandelsver- der Bogen löerben soll, ^mcinden uhung sofort teilens am m.b.H. in «6®^ f* ’fe _ . . . .. leine Ehre zu nehmen. Wch einen Gewaltakt 'wird- die Ehre des beut» D*n Volkes nicht berührt. Sie nach außen hin W ^'Neidigen, fehlt dem deutschen Volke nach M eAtsetzlichcn Leiden der letzten Jahre jedes Kl'L- Der übermächtigen Gewalt rovidienb und Hf damit ilxre Auffassung über die unerhörte Ms Lästigkeit der Frredensbedingungen anfzu- erklärt die Rkgierunü der deutschen Republik, rteu Regierungen überreickst: „Die Regierung der deutschen Republik hat der letzten Mitteilung der alliierten und offo- rlen Negierungen mit Erschütterung ersehen, sie entschlossen sind, von Deutschland auch Annahme d?rjenigen Friedensbebingungen mit Erster Gewalt zu erztioingen, die, ohne eine toi die Bednitzrng zu besitzen, den Zweck ver- dem deutschen Volke Der Zriedensschluh! Der Friede, den wir seit gestern haben, hat nichts gemeinsam.mit den lieblichen Sym!- bolen, in die ihn die Dichtung kleidet; kein lachender Lknabe, der die' schneeigen Lämmer tocidet, sondern höchstens ein-finsterer, scheuer Gesell, der wie Ahasver die Felder durchschrci- itt. ßs ist kein echter Friede,' der die Herzen moärmt, sondern ein schlechter, ein Zwangsl- iricbe, den böse Leidenschaft geboren hat. Dass lommt ganz besonders zum 'Ausdruck in dem Dokument, das gestern mittag der deutsche Gesandte v. Haniel dem französischen Ministerpräsidenten überreicht hat. In dieser Note, in der bedingungslose Annahme des Friedens- vertrags zugesagt wird, steht eine schwere Bo- Huldigung. Es heißt darin nämlich, daß es die Absicht unserer Gegner gewesen sei, uns ech unsere Ehre zu nehmen. Wir sollen die Khuld am Weltkrieg auf uns nehmen und lersonen ausliefern, über die unsere Feinde u Gericht sitzen wollen. Das war zwei- ; l'cllos die ernsteste Ehrenfrage für uns^ imb die Zumutung hat außerdem so slvas an sich wie ein Gcßlergebot. Gleichwohl, wir werden die Trieb- edern dieses feindlichen Vorgehens noch öfter ;U untersuchen haben. Uns die Ehre zu rau- M, war vielleicht nicht die direkte Absicht, wohl aber ist das Bedürfnis, Rachsucht und Hochmut zu kühlen, die Ursache der Tat. Wir sollen gerecht sein: Der Krieg und die Mit- tel, mit denen er geführt wurde, wären furchtbar und entsetzlich. Wir begreifen die «idenschasten der Feinde, besonders der franzosen und Belgier, denen Heimat da- ti in Schutt und Trümmer ging. Wer wollte ach bestreiten, daß Uebergrisfe der Militär- i führet vorgekommen sind, gegen die nach- ' lraglich alles moralische Bewußtsein sich aus- lehnt. Aber lebt nickt in Millionen von Deutschen dasselbe Gefühl her Empörung über Sckzandtaten der Gegner? Haben wir sticht Hunderte von Beispielen bestialischer Grausamkeiten, die an unseren Soldaten und AangeneN verübt worden sind? Franzosen, Mgländer, Belgier — alle hatten ihren Mell daran. Ja, wenn eS ein großes Welt- Wricht geben könnte, das alle diese Uniaten, tauf welcher Seite sie auch verschuldet wor- NDeti sind, zur Sühne bringen könnte! Aber ein tafmeitiger Gerichtshof der Sieger, die »Ällster in eigener Sache sein wollen? Ein Man, der zum Gewaltfrieden auch Gewalturteile in diesen Fragen hinzufügt? Es hätte 11 wollte man schon so ungerechter Weise nur Deutsche vor das Gericht schleppen, sich doch eine neutrale Instanz finden jiissen, wie sie unsere Regierung bis zuletzt Ijinter vorgeschlagen hat, um der Gerechtig- cktit Genüge zu tun. Haß, Rachsucht, Verblendung und — Beschränktheit, das sind he Elemente des Handelns unserer „Ueber- pwer". Wir beneiden sie nicht um ihre flkfirhle. Unsere Ehre bleibt rein und flecken- fe. IJn der Nationalversammlung, die m dem Kabinett Bauer noch einmal die 'meidende Vollmacht gab, lebte von dieser icht etwas in allen Parteien, die mit- nten. Wir fügen uns der brutalen Ge- , und die Entscheidung darüber, was rich- war, Unterzeichnung oder Verweigerung, :ine Sache der Ehre, sondern eine Sache ;er, kluger Ueberlegung und AbwägMtg. wählten von zwei furchtbaren Uebeln das ere. Nur schade, daß manch unnützer itt und Versuch noch getan wurde! Die e^Note, die nach den ersten Abstimmungen Nationalversammlung noch einmal den den vorgelegt wurde, ist nur zu reu und zu entschuldigen aus dem be- lichen Bemühen, nichts ungeschehen zu n, was unserem Volke furchtbaren rerz ersparen konnte. Im persönlichen n wäre dieses eindringliche Flehen nicht würdig gewesen. . . Bedingungslose Annahme. . Weimar, 23. Juni. Ter Gesandte von »-niel hat im Auftrage der Reich sregie- F heute nachmittag 4,40 Uhr folgende Note W i>en Bevollmächtigten der alliierten und asfo- daß sic her eit ist, die von den alliierten und assoziierten Regierungen auferlegteu Friedensbeding- un gen anzunehmen und zu unterzeichnen." Versailles, 23. Juni. (WTV.) Einer Aeußerung H u t i n s int „Echo de Paris" zufolge scheint inan nicht mehr darauf zu bestehen, daß der FriedenSvcrtrag im Schloß von Versailles unterzeichnet toeux. Hutin fragt sich, ob man tatsächlich alle alliierten und assoziierten Bevollmächtigten für die Zeremonie im Spiegel- saal bemühen werde, wenn nur v. Haniel die deutsche Negierung vertreten werde. .V70&Z48 der neue Minishupras/rfedfr Der Wortlaut der Antwort der Ententen W e i m a r, 23. Juni. (Wolff.) Die Antwort der alliierten und assoziierten Mächte an den Präsidenten der deutschen FriedenA- delegation hat folgenden Wortlaut: Herr Präsident! Die alliierten und assoziierten Mächte habet! die Note der deutschen Delegation vom heutigen Datum geprüft und sind in Anbetracht der kurzen Zeit, die übrig1 bleibt, der Meinung, daß es ihre Pflicht ist, eine unverzügliche Antwort zu geben. Von der Frist, innerhalb deren die Regierung ihre endgültige Entscheidung über die Unterzeichnung des Vertrages treffen muß, bleiben wenigen als 24 Stunden. Die alliierten und assoziierten Regierungeit haben mit der größten Aufmerksamkeit alle Vorschläge der deutschen Regierung hinsichtlich des Vertrages geprüft. Sie haben Lmraus mit voller Einmütigkeit geantwortet und die Zugeständnisse gemacht, die ihnen 'richtig zu sein schienen. Die letzte Note der deutschen Delegation eitthält keine Argumente und keine Bemerkungen, die nicht bereits Gegenstand der Prüfung gewesen wären. Die alliierten und assoziierten Mächte halten sich deshalb für verpflichtet zu erklären, daß dieZeitherBerhandlungenvorbei ist. Sie können keine Modifikation oder Vorbehalte annehmen oder anerkennen und sehen! sich -gezwungen, von den Vertretern Deutschlands eine unzweideutige Erklärung zu fory dem über ihren Willen, den Vertrag in seiner endgültigen Form zu unterzeichnen und im ganzen Umfang anzunehmen oder die Unterzeichnung und Annahme zu verweigern. Nack) der Unterzeichnung werden die alliierten und assoziierten Mächte Deutschland für die Ausführung des Vertrages in allen seinen Bestimmungen verantwortlich machen. Empfangen Sie, Herr Präsident, usw. gez. Clemenceau. Versailles, 23. Juni. Wie nach hier vorliegenden Meldungen feststeht, hatten einzelne Teile der alliierten Armeen infolge eines Mißverständnisses den Vormarsch bereits angetreten. Im Lause des Abends wurde von deutscher Seite hierüber eine weitere Note überreicht. Noch am Nachmittag erschien der Generalsekretär der Friedenskonferenz im Hotel des Reservoirs, um bei der deutschen Delegation an.jufragen, wer mit dem Auftrage der Reichsregierung zur Unterzeichnung bevollmächtigt werden würde und wann mit dem Eintreffen des Bevollmächtigten zu rechnen sei. Eine Auskunft konnte ihm noch nicht erteilt werden. Berliner PreFeftimmen. Berlin, 23. Juni. „Wer sich anschiickt," schreibt der „Vorwärts, „ent solches Werk voller Ungeheuerlichkeiten und Unmöglichkeiten zu unterzeichnen, der muß es mit geschlossenen Augen tun. Es ist inkonsequent gehandelt, wenn die .Regierung ihr Ja schließlich! doch mit dem Zusatz verbindet, daß sie einen bestimmten Punkt des Vertrages nicht erfüllen könne ober werde. Tie Ehrenfrage aber erschnnt uns am allerunge- eigiictsten, um im entscheidenden Moment in den Vorbergrund gestellt zu werden. Ueber das er- zwlmaene Geständnis des Friedensvertrages wird die Weltgeschichte sehr bald zur Tagesordnung! übergehen, Jeine Ehre kann dem beut Men Volke von außen her nicht geraubt werden. Die wirüiche Schande fällt vor dem Richterstuhl anständig denkender Menschen auf die Urheber aller Dcrnüti gungen." „Wir werden es auch," jo schließt der „Vorwärts" im Gegensatz zu der Erklärung der sozialdemokratischen Frattwn, „stets ablehnen, in diesem Frieden ein unbedingtes Gesetz, die unerschütterliche Grundlage einer neuen Völkergemeinschaft zu sehen. Im Gegenteil in der Sekunde der Unterzeichnung beginnt für uns der Kampf gegen diesen Frieden, der Kamps mit allen Mitteln! des Geistes, des Rechtes und der Moral." Das „Berliner Tageblatt", das stets für oie Ablehnung des Friedensveiträges ein- getreten ist, schreibt unter fern unmittelbaren Eindruck der gestrigen Verhandlungen in Weimar: „Mancher wird der Meinung sein, daß schließlich die Preisgabe von hundert sogenannten Schuldigen nicht mehr als die Preisgabe von Millionen deutscher Landestinder verletzt. Die Westpreußen, die Danziger und die Saargebietsleute sind auch deutschen Blutes. Es istf wohl nicht anzunehmen, daß die Entente den ehemaligen Kaiser wirklich vor ein Gericht stellen würde. Der Prozeß würde öifcntlich und immerhin in gewissen Rechtsformeu stattftnden. Verteidiger würden sprechen, P 0 i it - care, Iswolski und viele andere historische Persönlichkeiten würden als Zeugeil geladen werden, und das wünscht die Entente wohl nicht. Dennoch war es ein sehr schwer politischer Fehler, daß ckoch die Regierung durch Umänderungen des Ver träges sich die Stimmen der Unabhängigen gesichert hat. Sie brauchte die Stimmen nicht, da ihre Mehrheit ohnehin gesichert war. Man hätte Wert darauf legen sollen, bei der Abstimmung ber die Frage, ob der Vertrag unterzeichnet werden soll, eine so kleine Majorität zu erhalten, wie cs nur irgend ging. Das hätte Eindruck erweckt, hätte der Znlunst Deutschlands genützt." Me „Vvssische Zeitung" betont, daß doch jetzt wohl jedem in Deutschland und in der Welt klar sei, daß, was in Versailles geschehen muß, nur unter Zwang geschehe. Gegen diesen Zwang gebe es nur den Protest und dieser Protest rette die Ehre. Das „Tageblatt"' bedauert .auch, daß von den Demokraten statt des Abgeordneten Schiffer nicht der Abgeordnete Schücking zum Sprecher bestimmt worden ist. Habe er schon die Frredenssrage mit mehr allgemeinen Wort- Igicfügen als fidjeren Gründen, mit mehr Pathos als innerer Kraft behandelt, so sei es sehr übel gewesen, als er sich au sdas Gebiet der „inneren Politik" begeben habe, denn er sei mit einer Betonierung gekommen, die so hätte verstanden oder mißverstanden werden können, als könnte die demo- tratitoe Partei mit all den Mannern, die jetzt der Unterzeichnung zustimmen, niemals wieder zusammengehen. Schiffer aber habe keinen Auftrag gehabt, folck>e Erklärungen abzugeben, und man dürfe private Herzensergüsse nicht mit Partei- kundgebnngen verwechseln. Wie die „Kreuzzeitimg" hört, hat sich General Grüner für die Unterzeichnung des Friedens ausgesprock>en. General v. Deimling für die • Unterzeichnung. Im „Badener Dagblatt" setzt sich General v. Deimling (am 21. Juni) mit größter Schärfe für die bedingungslose Unterzeichnung des Friedensvertrags ein, indem er oie katastrophalen Folgen der Ablehnung barlegt. Ueber den Eliren- punkt sagt er folgendes: Nun wird oielfarfji ein gewendet, daß es schmachvoll sei, diesen Frieden zu unter^cidntcn. Ich bin der Meinung, daß die Wahrung unserer Ehre nicht dadurch erreicht wird, daß wir uns jetzt vollends, von den ins Land einmarschierenden Feinden tot machen lassen, sondern dadurch, daß wir uns wieder mit aller Kraft emporzuarbeiten fudjen, daß wir der Wellt burd) die Tat beweisen, daß wir immer noch das tüchtige beutfdjie Volk sind, das die andere» dringend zum eigenen Gedeihen brau-- chen. In dieser Tat besteht die wahre nationale Ehre, nickst aber in heroischen Gesten und Plwasen. Deshalb laßt es enblidj. Frieden werden. Forderung deutscher Nuterosfiziere. Berlin, 23. Juni. (WTB.) Die Vertreter des Reichsverbandes deutscher Unteroffiziere überreichten gestern dem Reichs- wehrminister eine Kundgebung mit der Bitte, sie der Reichsregieruug zu übermitteln. Die Kundgebung richtet sich gegen die Forderung der Entente auf Auslieferung des ehemaligen Kaisers und gewisser angeblich "schuldiger Persönlichkei- t e n. Sie bittet gleichzeitig, die Negierung möge Sck>ritte unternehmen, die geeignet sind, die Umbildung aller derjenigen Punkte des gegnerischen Friedensvertrages herbeizusüh- ren, welche eine Verletzung der derltschen Ehre fordern. Verbrennung sranzdfischer Fahnen. Berlin, 23. Juni. Heute vormittag um 10 Uhr begaben sich etwa zwei- bis dreitzundi'rt Soldaten der Berliner Freikorps und Studenten narb, dem Zeughaus Unter den Linden und holten die französischen Fahnen heraus, die 1870/71 erobert worden waren und nadj dem Friedensvertrag an Frankreich wieder ausgc- (iefert werden sollten,. Bor dein Denkmal Friedrichs des Großen wurden die Fahnen mit Benzin begossen und verbrannt. Graf Rantzau über bk Gründ« Seines Rücktritts. Berlin, 23. Juni. (Wolff.) Der bisherige ÄridMüdte des SluswärtiLett, Graf Brock« dorss -Rantzau, legte die Gründe seiner Demission in einem Schreiben an den Reichspräsiden ten dar, das wie folgt lautet: Hochverehrter Herr ReickfsPräsident! Als ich die Leitung ber auswärtigen Politik Deutschlands übernahm, habe ich es als meine Aufgabe bezeichnet. Dem Deutschen Reiche die Freiheit zu erhalten und dem Dcutfdieit Volke einen erträglidjen Frieden zu verschaffen. Ich ba&e an die Uebernahme des Amtes gewisse Bediilgungen geknüpft, die mir redlich uiio nach Kräften gehalten wurden. Die auswärtige Politik, die ick) geführt habe, konnte sich nur aus geistige Waffen stützen. Deutsch- land war durch seine militärische Niederlage, seine politische Nevolution und durch die svirtsckmftliche Bedrängnis des LLaffenstillstanbes als materieller Machtsattor aus geschaltet. Trotzdem glaube ich sagen zu dürfen, daß es mir möglick) gewesen ist, seinen politischen Kredit im Auslände- zu heben. Ick) schreibe diesen Erfolg chern Umstande zu, daß ich die Linie, auf ber ich die auswärtige Politik bes Reiches anlegte, in keinem Augenblick verlassen habe. Im vollen Bewußtsein ihrer Tragweite hab« ick) für den Eommenben Frieben gewisse M i n- b e ft f 0 r b e r 11 n ge n in so scharfer Form aufgestellt, daß ich sie nicht fallen lassen kann, ohne mich als ernst zu neljmenbcr Politiker selbst auszuschalten. Diese Mindestforderungen beziehen sich namentlich auf die territorialen Fragen, auf die Ablehnung ber ungerechten Beschuldigungen unseres Volles und auf die Behauptung unserer sozialen und ivirtschaft- lichen Freiheit. Absichtlich habe ich mich iir diesen Fragen vvr- ber Oefsentlichkeit festgelegt und den Feinden gegenüber gebunden, beim fie sollten wissen, daß ihrem Siegesübermut in dem festen Willen eine Grenze gesetzt war. Ich bin von Versailles zurückgekehrt tn ber zuversichtlichen Hoffnung, mit meiner Politik zu einem Erfolge zu kommen, wenn das deutsche Volk hinter mir stand und bereit war, den schweren Gefahren, mit' denen die Feinde es bedrohen und einzuschüchtern versuck)en und die ich keineswegs verkenne, auf sich zu nehmen. Die Verhandlungen in Weimar haben mich überzeugt, daß Gründe der inneren Politik, besonders die überwiegende Auffassung von dem fcelifd}en Zustande unseres schwergeprüften Volkes, es für die Regierung unmöglich erscheinen ließen, den Ernsatz zu wagen, ohne den ich mein Zick nicht gewinnen konnte. Und es war, davon bin ich überzeugt, kein leichtfertiges Vaban- q -u e - S p i e l. Es setzte nur Festigkeit und Selbstvertrauen voraus. Ich setze das Vertrauen in mich selbst und habe trotz alledem das Vertrauen zu dem deutschen Volke nicht verloren. Das deutsche Volk ist jetzt in ber Welt der Vorkämpfer der demokratischen Idee. Es handelt sich um eine Weltmission, die es berufen ist zu erfüllen, die es aber nur erfüllen kann, wenn es sich selbst nicht aufgibt. Eine klare und unzweideutige Vertretung einer Politik demokratischer Selbstbestimmung und sozialer Gerechtigkeit ist künftig die Daseinsberechtigung des deutschen Volkes. Sie und die unerbittliche Kampfansage gegen den Kapitalismus und Imperialismus, dessen Dokument der Friedensentwurf feiner Gegner ist, sichert ihm eine große Zukunft. In der Gegenwart freilich muß ich vor der Tür des Erfolges umkehren. So ist es für mich unmöglich geworden, die auswärtige Politik Deutschlands weiterzuführen. Ich will durchaus nicht behaupten, daß ein Reichsbeamter das Recht hätte, seine Mitarbeit zu verweigern, wenn der Zwang 'der Umstände Entschließungen der Regierung herbeiführt, die er sachlich für unrichtig hält. Es kommt nicht darauf an, ob mir persönlich die Führung einer Politik, die auf die Annahme der feinolichen Friedensbedingungm hinausgeht, aufgezwungen ist, erträglich erscheint oder nicht. Ich würde es aber für einen schweren politischen Fehler und für die auswärtige Politik des Reiches als verhängnisvoll erachten, wenn ich lebt im Amte bliebe. Für jeden anderen deutschen Minister ist eine Schwenkung in ber Haltung gegenüber ben Friebensbedingungen auch dem Auslande gegenüber möglich und gerechtfertigt, wenn die inneren Verhältnisse sie gebieterisch verlangen. Der Minißei' des Auswärtigen, der diele Schwenkung mitmacht, nachdem ec sie öffentlich für sich abgefeimt hat, gefährdet aber die Wurde und dm Kredit des Reichs. Soweit sah 1 ctue Po.ilrk als undurchführbar herausstellt, muß er vor dem Auslände verschwinden. Wenn Deuffchland letzt die Friedensbediugungen des Feindes annimmt, so ist der politisck>e Erchlg. ben dieses ungeheuerliche Opfer eintragen soll, die Beruhigung unserer äußeren Lage und die Entspannung ber Haß- und Rachegesühle, bie Zurückziehung feindlicher Truppen und die Anbahnung wirklicher F r i e- bensverhandlungen. Dieser Vorteil würbe gefährbet, vielleicht gar preisgegeben, wenn bie neuen Beziehungen von demselben Manne an» geknüpft werden müßten, ber bie Bedingungen so scharf öerworfen hat wie ich. Wird unterzeichnet, sei es mit oder ohne Vorbehalt, wirb jetzt versucht, um bnrch Konzessionen über bie von mir gesteckte Grenze hinaus noch Erleichterungen ber Friebensbedingungen zu erkaufen, an die ich nicht glaube, so muß diese Polftik von -einem neuen Minister des Auswärtigen getrieben werben, von einem Manne, ber weniger „belastet" ist wie ich. । Ich bebauerc tief, ber Regierung und namentlich Ihnen, hochverehrter Herr Reichspräsident, durch meine Weigerung Schwierigkeiten zu bereiten, aber ich halte mich in meinem Gewissen als heute noch berantwortlidjcr Leiter der deutsckien guslvär- tigsn Politik für gebauten, an meiner Bitte um. Enthebung von meinem Amte festzuhalten. gez, Arockdorfj-ÄanLlMt halb die Strecke ohne Halt durchfahrenden zutreten, kehrten wieder ^hre Penfwnm und aimen bie ftd) bei der Durck fahrt durch das Hotels zuruck. Auch viele Kurgaste dre nut der besetzte Gctze7zuungehörig?,!Lärden den Bahn bereits unterwegs waren, send wieder etn- canzösischen Soldaten gegenüber hrnretßen " Butzbach, 22. Juni. Deute fand hier der Härter y ß5er»9e| Juni. Tie ^bn sehr lech ' Erwarckmg und n- '\woton$ ab Lag, , werden 494 be- 5 h ma Fa! leichter, das Wasserzeichen fehlt, die Unteo- schriften sind unscharf und daher fast unleserlich und sind vom 20. Oktober 1918 datiert. Die Geschädigten lverden ersucht, sich bei der Kriminalpolizei zu melden. — In der vev- das Gepäck wieder zurück nach den Quartieren und Geschäftszimmern zu schassen. Die zahlreichen Kur ■ gäste, die am Bahnhof lagerten, um mit den Nach mittags- und Abendzügen noch die Abreise an lassen. Der Feind hat damit gedroht, im Wiederholungsfall die endgültige Einte l l u n g des direkten Zugverkehrs Darmstadt-Frankfurt a. M. anzuvrdnen. Die Eisenbahnbehörde hat bislang alles getan. flossenen -Nacht wurden in der Garnisonschlächterei durch Einbruch 60 Kilo Butter gestohlen, und am 23. d. M. in einem Lause der Frankfurter Straße 1 Brillantring im Werte von 2000 Mk. entwendet. ** Reisebrotmarken. Der Umtausch der bisherigen Reichsreisebcotmarken gegen die neuen Marken wird nicht mehr vov- genommen. Auf die bisherigen Reisebrotmar- keu kann bis einschl. 30. d. M. Brot und Mehl • hnn hpn SAnrf/rtt bl darüber ein Ende machen wird, was man mit den Schiffen hätte machen sollen. Der „Nieuwe Rotterdamsche Courant" meldet, daß man in England im allgemeinen die deutsche Tat günstig beurteilt. Der englischen Regierung wird jedoch der Vorwurf gemacht, daß sie die deutschen Mannschaften an Bord der Schiffe belassen habe, doch sei von dem Obersten Marinerat so bestimmt worden. tigkeit. ** Freibank. Mittiooch, 25. Juni, von 1—4 Uhr nachm. die Nrn. 3301—o Aus dem Reiche. Ledebour freigesprochen. Berlin, 23. Juni. (Wolff.) Die Geschworenen verneinten im Prozeß Lede- b 0 u r sämtlick>e Schuldfragen. Der Angeklagte Ledebour wurde unter lauten Beifallskundgebungen im Zuhöcerraum frei ge- sprechen. LebenSmittelplüudemngen. Berlin, 23. Juni. (WTB.) Aus Entrüstung über die hohen Lebens mittel- preise, besonders über die Preise für K i r- schen und Erdbeeren, zogen heule mittag, etwa 500 Personen beiderlei Geschlechts durch die Invaliden- und Brunnenstraße und plünderten dort vor allem Lebensmittelund Zigarrenläden. Etwa eine halbe Stunde später drangen die Plünderer in den Wochenmarkt ein, dec aus dem Grundstück Müllerstpaße 43 abgehalten wurde, und raubten dort die auf den Schrägen ausgelcgtenj Waren. °Jm Laufe des Nachmittags, in der vierten Stunde, kam es zu schweren Ausschreitungen in der Markthalle, Jnvalidenstraße Ecke Ackerstraße. In allen Fällen wurden Ro- gierungstruppen herangezogen, die die Ruhe wiederherstellten. vor dem Gebäude des Gießener Anzeigers. Hunderte von Menschen fanden sich zu diskut ierenden Gruppen zusammen und erwarteten den Aushang der neuesten Depeschen. Man fand sich mit wehen Gefühlen an die ersten Tage des August 1914 erinnert. Erst die Nachricht der bedingungslosen Annahme, die kurz vor 7 Uhr mitgeteilt werden konnte, löste die allgemeine Spannung. Der drückendsten Sorge enthoben, aber dennoch schweren und kummervollen Herzens, traten die Wartenden den Heimweg an. ♦* Achtung. Verausgabung fa l- liefert. ** Tie Empfänger von M i l i t ä r v e r- orgungsgebührnissen werden nochmals darauf hingewiesen, daß die Auszahlung ihrer Bezüge für diesen Monat seit 23. Juni beim Postamt erfolgt. ** Zugverkehr Darmstadt — Frankfurt. Das Eisenbahnveckehrsamt Die Antwort de» Reichsprüfidenten. Weimar, 23. Juni. (WolffJ Reichspräsident Ebert richtetckoni den Grafen Drvckdvrff- Rantzau folgendes Schreiben: Sehr verehrter Graf Vrockdor ff - Rantzau! Ihr Schreiben vom 20. ds., iwrirt Sie Ihrer Bitte um Enthebung von der Leitung des '2Lu§- ^.Bürgen b> "«yta unb L 7", ‘Neu Jw etHnmtu 3 a^Jhmrntoet61 Mur«. Wahl iurürfg ^'eder-O W Sonntai älW Ilers toärtigen Amtes nochmals Ausdruck verleihen, habe ich erhalten. Nachdem inzwischen die Temission des ^samten Kabinetts erfolgt ist, wird Ihr Antrag seine Erledigung gesunden haben. Ich möchte jedoch nicht die Gelegenheit vorüber geh?n lassen. Ihnen für die Leitung der auswärtigen Angelegenheiden während der verflossenen, so überaus schwierigen Zeit meinen tiefgefühltesten Dank auszusprechen. Die Führung des,Ressorts deS Ausivärtigen in einem großen Staat ist immer ehre Wvierige Aufgabe In dieser Zeit, wo es nach dem Umschwünge äll-er Dinge im Innern galt, daS Reich durch die Brandung des Krieges in neueS "Fahnvasser frieblidyer und stetiger Verhältnisse zu steuern, war diese Ausgabe doppelt schwer. Dazu kam die unendlich schwere Ausgabe des Friedensschlusses. Sie haben es verstanden, durch alle diese Fährnisse mit großem Geschick und fester Entschlvffenlyeit in geradem Weg zu gehen. Taß Sie trotzdenr nicht zum Ziele gelangt ~ '>aben. Spannung hervor, die zuletzt vielfach zur übereilten Abreise führte. In einem größeren Hotel sind von gestern zu 'beute allein 65 Kurgäste abgereist. Auch wehrpflichtige Bab-Naulyeimer hatten die Stadt bereits verlassen. An den polizeilichen Abmeldestellen herrschte ein großer Andrang, -rie Spannung löste sich, als heute nachmittag bekannt wurde, daß der Friedensvertrag mit Bestimmtheit unterzeichnet würde. Die- Parlsrraße zeigte ein Leben und einen Verkehr, wie sie ihn seit den Äugusttagen 1914 nicht mehr gesehen. Das Militär, das am Bahnhof schon oerlabc bereit war, erhielt Befehl, wieder hier zu verbleiben. Wager, und Autos waren ununterbrochen unterwegs, utr Raub der Flammen." Kreis Friedberg. 4 Bad-Nauheim, 23. Juni. Unsere Badestadt hatte gestern und heute aufregende Tage zu durchleben. Die Ungewißlyeit über die Unterzeichnung deS Friedensverttages, wozu noch die Tatsache kam, daß daS Generalkommando und andere militärische Dienststellen packten und marschbereit waren, riefen unter zahlreichen Kurgästen senkung der Schlachtschiffe übernehme, und zwar auf Grund des vom früheren deutsch e n K a i se c im Jahre 1914 gegebenen Bü- fthls, daß die Schiffe niemals in Feinde s h a n d fallen dürften. Haag, 23. Juni, lieber die Versenkung der deutschen Flotte berichtet der „Daily Chronicle": Acht Torpedobooten gelang es, aus den Strand aufzulausen. Drei ftreuser blieben nahezu unbeschädigt. Die N or thc lisfe-Presse ist höchst aufgebracht über die Versenkung und schätzt den Wert der versenkten Schisse aus 60 Millionen Pfund Sterling. Die „Time s" spricht von einem verräterischen Streich. Der Admiral und seine Offiziere müßten wegen dieser verräterischen un- seemännischen Handlung zur Verantwortung gezogen werden. Die Deutschen müßten vollen Schadenersatz leisten. „Daily Mail" nennt die Versenkung eine feine Tat. „M 0 r n in g P 0 st" und die übrigen konservativen Blätter äußern sich im gleichen Sinne. „Daily Chronicle" spricht von einem Kriegs verbreck-en. Der Marinemitarbeiter des Blattes schreibt jedoch, daß die Der-,-------------------- senkung bei der britischen Flotte heimlich Be-'von den Backern bezogen werden. Rach deutz Bezirkstag des Hassia-Bezicls Butzbach—Bad-Nauheim statt, der zahlreich besucht war. Die ^agc3- ordnung für die demnächst in Darmstadt statt- indende Hauptversammlung wurde entgehend bc- prochen. Auch wurde sich eingehend verbreitet über die zukünftige Ausgestaltung des Hasswi Verbandeö und seine ferneren Au-gaben. O Friedberg, 23. Juni. Eine recht zahlreiche Trauergemeinde, darunter der Veteranen- und Militärverein Friedbera, erwies e dem weit über die Stadt hinaus bekannten Lohnkutsgnr Ernst H ahnst ein, der nahezu 50 Jahre lang manchen Fahrgast zu traurigen und freudigen Anlässen gefahren, gestern die letzte Ehre. Der Verstorbene war Feldzugsteilnehmer im Feldzug 1870/71. — Das Ständige Theater im Saal- bau (verbunden mit dem Kurhaus-Theater Bad Homburg v. d. H.) errang gestern abend mit einem „Bunten Abend" bei zahlrriclyem Besuch wieder einen vollen Erfolg. Besonders das Lustspiel von Ludwig Thoma „Lottchens Geburtstag" erntet» Vie Uommunalwahlen. ** Burkhardsfelden, 22. Juni. So«^ tag, 29. Juni, findet in Burkhardsfelden die Ali - germeisterwahl statt. Der langjährige Bürgt- meister Hofmann, welcher durch die Äricg&rei 1» nisse hart in Mitleidenschaft gezogen wurde, cr bereits Ende 1918 sein Amt nieder gelegt. 111 treu dem Pflichtbewußtsrin sein Amt zum vestw Wohle der Gemeinde verwaltet. Leider mtt&l® die Bürger nach einem geeigneten Kandidaten UL« schau halten. Nach langem Verhandeln von Law» wirten und Arbeitern hat sick Ludwig Schmitt tu.,! Konsumdirektor, bereit erboten, die Bürgermeiu» Wahl anzunehmen. Bei feiner Beliebtheit ist hfri« 8e,ier piff?1; Das Lied chinengewchrabteilungen und lange Vagagezuz« in Rödelheim ein, das bis an die Nidda be,cst b83 0| wurde. Mit dem Glockenschlag 7 Uhr begann btt Vormarsch aus Frankfurt. Heber die Nödclchimn Landsttaße bewegten sich an der Spitze der r<* satzungstnlppen lange Kolonnen Panzerautri, Tanks und Automvbilzüge, denen Jufattteite forgü. Am Eingang zum Stadtteil Bockenheim erhielt^ die Franzosen die Meldung, daß Foch den Rüu- marsch befohlen habe. Tie Truppen zogen darack nördlich über Hausen ins besetzte Gebiet zunU- Um 8 Uhr verließen die Franzosen unter, sast^ schüssen und Musik Rödelheim und damit die ne«-' träte Zone Vorher jedoch hatte französische fanterie den großen Weinkeller des ParkrelwuranS gründlich ausgeplündert und zogen ohne Bezahl» S von hinnen. Aus dem besetzten Gebiet her al« dröhnen heute abend die Freudenschüsscvcr F r a n z v s en nach Frankfurt hinein. tarken Beifall. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 21. Juni. Eine außer- ordentliche Stadtverordneten sitz ung, zugleich die konstituierende nach der Neuwahl, hatte der Oberbürgermeister Dr. Glässing für Sams^' alnmd V-7 Uhr in den Rathaussaal ciiiberufen, der entsprechend der vermehrten Mitgliederzahl von 48 auf 60 mit vermehrten Sitzen ausgeftatttt war. Die bisher nicht ganz streng burchnesülsttc Sonderung der Polltischen Parteien wurde jetzt vorgenommen. In seiner Anspraclye führt der Vorsitzende ans, daß er bei der Ung.-wißheit ver bevorstehenden Entscheidmrg es für seine Pflicht gehalten habe, die Kvnstttuierung der Stadtvewrd- netenversammlung fdyon jetzt vorzunehmen, um vor allem die Wahlen für die einzelnen durch- zuführen, damit diese arbeiten können. Ter dann erfolgende Vorschlag des Stadw. Tr. Nöllnet, die verschiedenen Ausschlüsse, wie üblich, nach Parteigruppen zu Düben unb die Ausschüsse au 15 Mitglieder zu verstärken, findet Annahme. Darnach kommen in die verschiedenen Ausschüsse it vier Mitglieder der Deutschen Bolkspartei intb der Sozialdemokraten, je drei der Demokraten uiw der neuen Arbeitsgemeinschaft (Zentrum, Gewerbetreibende in® Hess. Volkspartei und ein U.'S. s Nach der Wahl regt Stadw. Oberlehrer Lösch btt sofortige Regelung der Teuerungszulage für Be- amte, Lehrer, Schutzleute usw. an, was zu erntt lebhaften Aussprache führt, da die städt. Finan;- verwaltung eilte Teuerungszulage von 1800 rückwirkend bis 1. ?lpril zu gebilligt bat, während di Beamten, Lehrer usw. 2000 rückwirkend bis 1.3a* nuar fordern. Schließlich wird bie Zulage n>4 den Vorschlägen der Verwaltung vorbehaltlick) terer Regelung,, auch die Vorauszahlung an m Arbeiter und Arbeitslosen, angenommen. Hcsscn-Nassau. Darmstadt teilt mit: Trotz aller Warnungen befinden sien und sich in seiner Arbeit den Verhältnissen unb den Aufgaben der neuen Zeit 0 rückfichligen sei. Es sei «also nicht versprochen, vom Inhalte des.Vertrages abzugehen, sondern, soweit es möglich sein wirb, bie Wiederaufnahme des wirtschaftlicher Lebens in Deutschland zu erleichtern. Nady Punkt 12 wollen bie alliierten und assoziierten Staaten Auskünfte und Beweise ent» gröennebmen bezüglich interessierter ober betrügerischer Manöver, bie sich die mit der Liquidierung des beutfdyen Eigentums betrauten Personen zu Schulden kommen lassen und gegen diese Personen strafrechtlich gemäß ilyrer eigenen Gesetzgebung vorgehen. Im übrigen werden bie von ber deutschen Regierung dargelegten Widersprückye nicht anerkannt. Diejenigen Punkte, bie bie alliierten unb assoziierten Mächte als Verpslichtung für sich anerkennen, werden in dem Prvtokvll zum Vertrage anfgesührt, nämlidy betreffend erstens die Kommission ber alliierten und assoziierten Mächte, die die. Zerstörung ber Befestigungen Helgolands in Gemäßheit des Vertrages zu überwachen und zu eutscheiben bat, wclckyer Teil der Küste die gegen die Erosionen ber See schützenden Arbeiten enthalten unb meldjer Teil zerstört werden soll, zweitens bie Anredynnng der Eisenbahn- und Bergwerkswerte auf die Wiedergntmackyungen, drittensl die Zustellung ber Liste der Persoicen, die Deutschland ausliesern nmß. Zur Versenkung Ser deutschen flotte. A m st erd a m, 22. Juni. (Wolff.) Das Neuter-Bureau meldet aus London: Es verlautet, daß der Konteradmiral v. Reuter die v 0 l l e V e r a n t w 0 r t u n g für die Ver- wunderung Hervorrufen totrb. Wenn unsere 130. Juni 1919 verlieren die Marken ihre GÜL- brittscheu Offiziere in eine ähnliche Lage hätten1 ti^n- kommen können, würden sie ebenso gehandelt haben. „Daily News" sagt, baß ber Selbstmorb ber deutschen Flotte dem Streit mürbe. 51 S Zchmidt, t stäÄ AaE-' •Jürgen«^ ? eiltet Setz Eia f&töiw dic VÄler- ^rt, mll kr vüMtnkistn JU? OkluW G-mcmk M .. Alt« auf nm - tzattrnroo SeMt ta ihetibe unb 4 ”Der HL GrwMt hxurbcn 4 Jdcitbevirit, 4 Gesproßen. Tas iwnfc jeder Partrimann, daß mit I luiiictifdjaftlid] ob ckttv über die Ideen der eigc- & W ti? ÄuW 4 WFP |kn sich bod> 9L4 Wähler an der Wal»,, ch nm der Auerstirnung der ersprir iu§yiW an,$ SirficmM. lutfcce^ GemcindevberhauptaS MT Heute! Biichdruckerei J.Weinert Gießen Neuenweg; 9 ab Lager lieferbar. 7490 ES ladet ein 01180 wurde un! Hensel awmntoi L lob& Appel ifjstraße 20 (früher Steins Garten). ähmaschmen schieden© Fabrikate u. Ausführungen dler-Fahrräder und «rauer-Drucksachen ♦ werden in feinster Ausführung in der ♦ L (Tiin;l!räii)fi|tn Uctvlsrnhe. nfl tooc sehr mastig- Der der ^^vorstehenden ^«rmersk-^lvahl am 29. Juni wird es .reger eben. Won der Arbeiterpartei ist Heinrich iöcntälrft. ^X'T Gegenkandidat, Beigeordneter Üntab Kollmer, erhielt 83 Stimmen. Mainz, 23. Juni. Die Stadtverordneten-, Sersammlnng wählte beute den bisherigen Ersten »ordneten Dr. Karl Külb, einen geborenen Der Vorstand. Senftleben. Anfang 7 Uhr. irriger Bürgermeister Johannes :ern wiedergetvahlt. Nur eine fltmitn, unh ein IL1.1. t u y u u , <~j. -vu.hu */u*. »pmuiuk KtleW 1 Alyennristerstetloertreter, Landwirt Burlein ytjillagr nir n einstimmig unter großer Wahlbeteiligung an, Mi N m'r iw Bürgermeister grwä^. Krlim^e 01Mn Tnbnkpflanzen einvficbtt Gärinerei Kenn. Sletel Wws., Lieh. bjj y .’jy tot* I Allg w? H Aß JI ^«.$5 SÄ] 'MbenW “Mit“ wnhoM tx mit ÖK inb Witbet J ks-mdhierk. ?r- DirSagt Wrpilhibt iiit f, nngehrnd k fcnk trttti, Wf4* recht mL bn Beinah Mirs dem mR m Mittel 50 Jahre ffl uitb hrubioTü Hk Thrr & "er im Feld«! ater im Süd uö-Theater Ü abtnb mit eä Großes Znstrumentatkonzert des 5>amentrempctcr»ltery$ (Dir. S.Kaijet) Neueste Schlager u. Nostüme. Gesangs-Linlagen usw. wo? Stadt Cöln, Brandgasse. c«n ’rX V-« w.i tDu*; u(iD ,v"rh« fflinff ifl rLÄ K-ik-i lanpstn. i. Jimi. Dirk er ErmrMg rückmsmrkt ien BorortS MedmenZl rassen bemtv. Vorort A-B- tisland, besaht^ ic entrertrung t L Um 6'5, “5°* £■ Ä h hie ?W W «ajS A'SZ -AL? ft® § Gebiet.^ boaM, z r 22. Mr ird? Lt Nidda, 23. Juni. Bei der gestrigen igermeisterwahl totrrt* der biÄierige ^rnrniher Ludioig Erk wiedergewähll. Ob- h fein Gegenkandidat ausgestellt war, betei- Geschäfts - Empfehlung! Durch Einrichtung einer eigenen Schäftemacherei bin ich In der Lage, meine Kundschaft rasch und gut zu bedienen. — Bei Lieferung von Material wird vorzügliche Ausführung und Passform garantiert. 01,m Schuhmacherei Hugo Henkel, Kaplansgasse 12 Heute! 012B6 Stimme entfiel aus einen anderen Kandidaten. Bei der vor acht Tagen abgehaltenen Gemeinderatswahl lag nur ein Wahlvorschlag vor, der den Arbeitern 4, den Landwirten 8 Vertreter überließ. E. Lauba ch, 22. Juni. Bei der heute hier abgcl>al lenen Bürgermeister wähl erhielt dec bisherige Bürgermeister Rudolf'N i t t e r von 1141 Wahlberechtigten 571 gültige Stimmen. Zehn Stimmen waren ungültig, so daß im ganzen 581 Stimmen abgegeben wurden, d. i. 50 Prozent der Wahlberechtigten. Tie Frauen und wahlberechtigten Jutrgfrauen Laubachs haben sich fdn: fleißig au der Wahl beteiligt. Ein Gegenkandidat war nicht ausgestellt worden. Tic Wabl bestätigt das in Bürgermeister Ritter gesetzte Bcrtrauen. Sie verlief ruhig und würdevoll. T. Selters, 23. Juni. Für den Posten eines Bürgermeisters kandidierten der bisherige Beigeordnete August Kraft und Landwirt Sbcinr. Wolf, letzterer besonders von sozialdemokratischer Seite unterstützt. Es wurden gestern abgegeben für August Kraft 107, für Heinrich Wolf 63 Stimmen. Krast ist somit gewühlt. In den Gcmeinderat wurden 7 Landwirte und 5 Arbeiter bzw. Handwerker und Kleinbauern gewählt. h. Unter-Schmitten, 22. Juni. Hmte fand hier Bürgermeifterwahl statt, bei der unser Bürgermeister K. Töll wwdergewählt wurde. Tie Wahl vertief ruhig, da kein Gegen- auSzrrsprechen. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Schneider, konnte jedoch die Geschworenen davon überzeugen, daß die Indizien zu einer Berurtei-- lüng nicht ausreichsn können. Der Wahrspruch lautete auf Nichtschuldig, der Angeklagte mußte somit freigesprochen lverden. Am Mittwoch sollte sich vor dem Schwurgerickst der Wilh. M i l l e r aus Wernges wegen Brant»' st i f t u n g verantworten, die Saä)e wurde jedoch eingestellt. — Statt dessen ivurde die Verlmnd- lung gegen eine aus Bayern gebürtige Tienst- magd W a g n e r wegen Kindesmord durcl)ge - führt. Tie Angeklagte hat in Griedel, wo sie bei einem größeren Dctonjmai im Dienste war, eingestandenermaßen ihr heimlich geborenes uneheliches >Kind gleich nach der Geburt getötet und die kleine Leiche später in die Wetter geworfen. Die Beweisaufnahme gestaltete sich infolge des Geständnisses sehr einfach, die Ges c b b e I I. unter großer Wahlbeteiligung mit 385 Stimmen fast einstimmig wiedcrgewählt. 17 Stimmen waren ungültig. F Bergheim, 23. Jhuri. Mit 110 Stimmen neu Partei zu sprcckM auch bet bestem Bestreben nid)t möglirl» ist. Mindestens ^hätlen also auch Männer aller gcgnerisclien Parteien für die'es Thema berufen — und nicht nur in der Aussprache zu- gelassen lverden müssen, damit ein Ausgleich geschaffen würde. Nachdem dies nicht geschellt und uachdcnl von der nach, unserer Anficht segensreichen Einrichtung, parteipolittsche Tliemata bei Bolkshochschullursen auözuschießen,,, hier in Gießen ctstmals abgcwichen worden ist,^fragen wir an, ob das L a n de s b i l dun gSa m t 'wenigstens gcwllt ist, dem nächsten Kurs beit Titel „dieJdecdesnationalenGedankens" zu geben und darin Männer anderer politischer Gesinnung vortragen zu taffen. Schwurgericht. Gießen, 21. Juni. Am letzten Dienstag verhandelte das Schwurgericht gegen den 23 Jabre alten verheirateten Heizer Stanislaus Lewan- do w s k i, 'wohnhaft in Nidda, gebürtig aus dem Kreise Lodz in Polen. In der Kantine des Joint* welsbachschn Sägewerkes in Nidda wurden am 1. September v. I. die beiden Zlöchinnen Lina Lotz Und 3bn Enders in großen Blutlachen liegend auf- ^gefunden. Wiederholt waren in der Kantine Lebensmittel gestohlen worden und regelmäßig am Sonntag früh morgens, wenn der Wächter Kuhn fortgegangen war. Um deit Dieb zu ermitteln, Hattert die beiden Mädchen beschlosfen, in der neben- angrenzenden Küche zu waä-en. Jedenfalls waren jic dem Dieb entgegengetreten und dieser, um bte »unbequemen Zeugen seiner Tat zu beseitigen, nahm ein dort zufällig stehendes, »etwa 40 Zentimeter langes 12—13 Zentimeter breites, ziemlich starkes Buchenholzstück und schlug die beiden Mädchen nieder. — Lewandowski kam besonders dadurch in Verdacht, daß vom Kriminalkommissär Müller ein Paar Stiefel im Keller unter dem Maschinenhaus ■gicfuiiben wurden, die L. gehörten und auf denen eine große Zahl Blutspritzcr entdeckt wurden, die nach chemischer Untersuchung unzweifelhaft von Menschenblut herrührten. Jöinzu kommt noch, daß L. bei verschiedenen lGelegenheiten ein auf- ?Äliges Wesen zeigte. Er wurde daher verhaftet und sollte sich ursprünglich tvegen Mord, dann aber wegett Totsckstags verantworten. Er bestreitet jede 'Sck)-nld und will am fraglichen Sonntag erst gegen f7 Uhr ins Werk gekommen sein, während die Tat zwischen 6 und Va? Uhr verübt worden sein muß. Einer der melyr als 20 Zeugen, die vernommen werden, hat ihn ja auch um 7 Uhr raschen Sck;rit- tes nach dem Werke gehen sehen, wo er zugleich mit ihm eintraf. Das schließt rndessen nicht aas, daß er sckjvn vorher dort gewesen sein kann. Nach dem Gutachten des Sachverständigen .erschien der An- -geNagte erheblich belastet: der Staatsanwalt ersuchte dann auch die Geschworenen, das Schuldig jijer, zum Oberbürgermeister. £ Gelnhaar, 23. Juni. Der bisherige Landwirt Burlein lengel II. ausgestellt. j. Grebenhain, 23. Juni. Die Wahlbe- iigung bei der G e m ei n de r a t s w a hl betrug 14'00 Stimmberechtigten 64. Gewählt wurden Mich Ganß XIV., Landwirt, Seine. Heutzen- ta, Landwirt, Heinrich Ganß XVII., Landwirt, Kl Strauch, Gastwirt, Otto Rehberger, Landwirt lb Müller, Wilhelm Zulauf, Landwirt, Heinrich übnger V., Landwirt, Wilhelm Weitzel, Land- jll, und Metzger, Will-elm Althaus, Spengler- üftrr, Poswerwalter Jost, Johannes Ruhl IV., tiinatbeiter, Emil Meinhardt, Maurerineister. pg. Pohl-Göns, 23. Juni. Bei der Gc- »inderatswahl wurden gewälilt: 7 Bürgerliche, i&ü'.iataeiiwfraten. Es war ein gemeinsamer Mvorschlag eingereicht. — Bei der Bürger- G-rwähl ivurtxl'der bisherige Bürgermeister Jo- imcs Köllme rill, mit 201 Stimmen tote» Bei den schon Jahrzehnte vor dem Krieg bestehrenden Vv l ks ho ch sch u l ku rsen in Preu ßen, Ben-ern, Sachsen usw., fa'ronc bet beit v-m Kgl. Bayer. Kultusministerium veranstalteten Vorträgen jür Arbeiter war es üblich, dos; parteipoli ifrfje Tl)ema!a grundsätzlich ausgeschlossen waren. Tas ist jetzt in Hesseit attdcrs, denn das Tl)ema des z. Zt. ftat.finb::'.ben Gießener KstrrseS lautet: „Die Jdre des Soztalismus". lieber Sozialismus wird daM nur von SoztalistLN ober dem Sozialismus nähestehenden Männern ge- gewählt. < fl Watzenborn-Steinberg, 24. Juni. Nachdem unser bisheriger Bürgernteisttr, Balthasar Hirz VI. in Watzenborn, der das Bürgermeisteramt während zweier Wahlperioden, also 18 Jahre lang, mit großer Treue und Gewissenhaftigkeit und gutem Erfolg verwaltet hatte, eine Wiederwahl bestimmt abgclehnt, mußten für die auf vorigen Sonntag nnberaumtc Bürgermeisterwahl neue Kandidaten ausgestellt werden. Von ' bürgerlicher Seite einigte man sich aus den Finanzamtsgehilfen Karl Schäfer III. in Watzenborn, während die sozialen Parteigruppen für ihren Kandidaten Ludivig Haas II. in Steinberg eintraten. Die Wahlbeteiligung war ungemein stark, lieber 90 Prozent der Wähler traten an die Wahlurne. Schäfer wurde mit großer Stimmenmehrheit (über 200) gewählt. — Die vor 14 Tagen vollzogene Gemeinderatswahl berief sieben bürgerliche Mitglieder utib fünf sozialdemokralische in den Gcmeinderat. Dies dürfte int Ganzen den tatsächlichen Berhältuissen entsprechen. Im Ucbrigen sind wir der Meinung, daß in Verwaltung von Gemeindeangelegenheiten die Parteischab- lone in keiner Weise ausschlaggebend fein dürste: wo es geschieht, istS vom liebel, es leiden alle danmter. Hochschulttachricbten. hl. Marburg, 21. Juni. Der Privatvozent der philofoplnsch:n Fakultät Professor Schultze wurde zum außerordentlichen Professor ernannt. Airche rrnd Schule. O Friedberg, 21. Juni. Im Hotel Trapp fand beute nachmittag eine Leh r er v er s a m m- tTung statt, die aus ganz Oberhessen stark besucht war. Der Vorsitzende des ^zirkslchrervereins Friedberg-Bad-))tau^tm, Lehrer unb Sladtver- vrdneter Ko ch-Friedberg, begrüMe die erschienenen Lehrer und. die Gäste aus den .Kreisen der ^Theologen unb Pfarrer. Darauf.sprach Schitlrat Scherer-Offenbach a. M. über das zeitgemäße Thema „Religionsunterricht in der Staats schule". In etwa zweistündigen Ausführungen, die wiederholt von stürmischen Beifalls' knndgebungen begleitet waren, legte der Redner seinen in der pädagogischen Literatur bereits veröffentlichten Standpunkt dar. .Er lehnt den konfessionellen Religionsunterncht in der «Staatsschule ab und fordert Einführung einer Lebens künde, die an Stoffen aus der bcutfdyen Nationalliteratur und unter Deranziehimg besonders geeigneter biblischer Stoffe der Jugend eine sittlich- religiöse Bildung übermütehi soll. Die sittlich-religiöie Erziel/ung sei bisher unvollkommen gewesen, darum tnußte das deutsche Volk im Weltkriege nwralisch zusamMenbrechen. Die staatliche und kulturelle Entwicklung des detttschen ß TI BasWe US traf 88 Mrmmen. 10 Stirn- p waren ungültig. .80 Proz. der Wähler be» Kdtcn sich, vtach Schluß der Wahl fattden in km Wirtschafkn Feiern statt. i Q £i d), 21. 3uut. Ter alte Gcmeinde- )t hielt beute abend unter dem Vorsitz von Ifflenneifler Tvrmer seine letzte Sitzung ab. i imirde beschlossen, daß die Bürgermeistermahl 16. Juli, die Beigeordnetenwaht am 13. Juli pf.jiben solle. Torf-Gill, 23. Junt. Gestern wurde । tzürgermeisternxchi für die hiesige Gemeinde ymommen. Da 2 von den 4 Bewerbern zu- treten waren unb ein 3 KandLxrt nicht ernst jontinen wurde, ging die Wahl ohne besondere iftcgung von statten. Von den 254 Wahl be- Jngten gaben 123 Shre Stimmen ab. Davon Sfrlrtt 121 auf den bischerigen Beigeordneten kiniich Schmidt, 1 auf den Landwirt Konrad rjpixr und 1 auf die Ehefrau Kmirad Knöpver. ^Leihgestern, 23. Juni. Bon den 886 ühwereckstigt« n der hrcsigen Gemeinde mtwtacii Ck-m t ;berat5nxrl)'l 634 und bei der Bür- lifh-riwnX -563 von ihrem Wahlrecht Gebrauch, y der vereinigten Liste der Bürgerlick>en und ^heitssozialisten wurden 6 Kairdidaten, von 1 lbiaVI?angigcn 3 Gemeinberäte gewählt. — tz Bürgermeister wurde unser biÄ>eriger Bür- jrilter Joh. He ß XXIV. einstimmig wieder- jgälrtL Ein ehrendes Zeugnis für den Geakähl- 1 und die Wähler. L>. Lang-Göns, 23. Juni. Am 8. Suh ibet 'Ijtcr 33 ürgermeifter'roabt ftntl. Wie m hört, will der bischerige, allseitig sehr be- Bürgermeister Rompf auf eine Wiederum aus Gesundheitsrücksichten verzichue.c, was I brr Gemeinde fcchr bedauert wird. Der bis- M Beigeordnete Henrich wird auch wegen timt Alter auf eine Wiederwahl verzichten. ** Hattenrod, 23. Juni. Brr der Gc- »jiideratswälck tour nur ein Wahlvoischtag auf» 1 schnellstens und preiswert mrgescrUgt. $ mit Mustern flehe J gern zu vlenflen. $ ♦ Srotzer Lager In 8tlefpapier»Kaffe!ten. ♦ i tjib scincr Autt.tä.rgfeit dankbaren Ausdruck zu ! !fal. V Ober-Bessingen, 22 Juni. Heute "e bei feljr lebhafter Wahlbeteiligung der biS- ■ üktgeorom-tc Jolxrmi Tamer mit 128 Volkes feit der Errichtung des Deutschen Reiches hielt nicht gLeichen Schritt mit der wirtschaftlichen sind polüisckM; daher fei unser Volk nicht reif für den Wettkampf gewesen. Soll die für die Ge- 'jlunbung des deutschen Volkes und Staates und damit des gesamten beut[d)cn Volkslebens nötige Vcr- füngung eintreteu, soll es sittlich reif werden für eine Weltpolitik, die ihm wieder eine achtunggebietende Stellung unter den Kulturstaaten ver- kchafft, so muß seine Jugend- und Volkserziehung in sittlich-religiöser Hinstcht nmgeftaltct werden; sie muß aus dem deutschen V o l k s tu m beraus- wachsen, das deutsche Volkstum pflegen und tnrrch dieses zum Menschentum fortschrettcn. Scharfe Krttik übt der Redner im Zusammenhang mit diesen Alusführungen an dem neuen Lehrplan für den Religionsuntarricht, der besonders in den unteren Klaffen eine Menge Stosse entlialte, die für das kindliche Verständnis zu schwer seien und nur geschichtliches Wissen, aber keine religiöse Bildung zu übermitteln vermöchten. Durch die von Sck>erer geforderte konfessionslose Lebens- und Religionskunde soll der Unterschied zwisck)en den Konfessionen keineswegs erreicht werden, es soll nur der Boden bereitet werden, auf dem die verschiedenen Reli- iMnsgemeinschaften als neben der Schule steheirde Volkserziehungsanstalten weiter bauen müssen, hvenn sie im 4. ober 5. Schuljahr mit dem konfessionellen Religionsunterricht beginnen. Dessen Pflege ist einzig und allein Sache der Religionsgemeinschaften. Es nehmen bteienigen Kinder daran teil, deren Eltern sich nach freier Wahl dazu entschließen: auch die Lehrer können sich daran aus freiem Entschluß beteiligen, unterstehen in diesem Fach bann aber nicht bet Aussicht des Staates, sondern der Kirche. Der Staat, der ein Interesse daran habe, daß auch die Kirche ihre Tätigkeit als Volkserzichungsanstalt entfalten 'Cann, werde diese in jeder Hinsicht unterstützeit. Aber die Kirche müsse die Schule voll und ganz dem Staate überlassen. Eine aufierardentlich lebhafte Ausspracki-e schloß sich dem Vortrag an. Das Volkskammermitglied Prof. Dr. D. Diehl vom Predigerseminar erklärte sich in vielen Punkten mit dem Redner einverstanden. Die „Lebenskmroe" Tonne sittlich erziehend wirken, könne aber kein Ersatz für Religion fein. Sobald sie auf bas religiöse Gebiet überspringe, erwachsen Gefahren, die ihre Einführung unmöglich machen. Auch schon aus rein finanziellen und praktischen Gkünbat sei die Umgestaltung des Religionsunterrichts im <5dte> r er Men Sinne nicht möglich. Der Fortbestand der Simullanschule würde unter Umständen in Frage -gestellt. Es sprachen unter anderem noch für Beibehaltllng des konfessionellen Religionsunterrichts Pfarrer Weck-Steinsurth, der stark (gegen Schulrat Scherer polemisierte: Seminarlehrer Leuchtgens, Professor Lampas von der Ammstiner-Sämle und Seminarlehrer Kuhn vom katholischen Standpunkt. men zum Bürgerulcister von Ober-BTsiugen töt. Der Gegenkandidat Karl Kühn, Sohu ^Tltorbenen Bürgermeisters Adam Kühn, er- 68 Stimmen. 3 Stimmen waren ungültig, itter einer mit b?r Bemerkung: Josaia 1, 17. 220 stimmberechtigicn Wäldern schritten 199 Wa'hlunre. Ein 3. Kandidat war am Tag der Wahl i irr ütfgetreten. No. Nieder-Ohmen, 23 Juni. Bei der ffeftrigen Sonntag abgehaltenm Wahl eines rger Meisters wurden von etwa 724 Wahl- 'tigten 683 Stimmen abgegeben. Davon ent- auf den Kandidaten der bürgerlichen Partei, bisherigen Bürgermeister Heinrich N e e b , 348, den Kandidat^ der sozialdemokratischen Par- den Müller und Landwirt Friedr. Katz, 332 men. 3 Stimmen waren ungültig. Es war Sctaz-WHÄpißlß Sel.erewes 81 ProBraxiEi vra Dfenstag den 24. Jaal bis iiklnBive Freitag den 27. Jaul Das große Alwln-IVeuB-Filmwerk Das Lied der Mutter Ein sehr tragisch. Schauspiel j. 4 Akt. In der Hauptrolle: Alwin Neuß. Pension Lambel ÄX. In der Hauptro'le: Albert Paellg, der populflrsio Komiker Berlins. In Vorbereitung: der gioße ßeratl- ildor-FÜB „Der Seelenkaafer“. d ilTcibcnbc und 4 Arbeiter. Tie Wahlbetei- kandivat vorlMiden war. Auch in, Michelnau ■* t-'<" mH«" wtrrde Bürgernzcister Bach einstimmig .nieder- Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Eine Anfrage an das Landesbildungsamt. Gießen, 23. Jmii. » Gieß en, 22. Juni. Zur Berichtigung auf das Eingesandt in der Freitag-Ausgabe des Gießener Anzeigers teilt ber' Rcichsbund der Kriegs beschädigten, Kriegs liinter- bliebenen und chem. Kricgstcilnelrmer Ortsgruppe Gießen mit, daß die gemachten Angaben mchl den Tatsachen etttspreckM, und man mit unlauteren Mitteln versucht, den Reichsbund zu schädigen unb Zersplitterung in unsere Reihen zu tragen. Es sei festgestellt, baß die betreffenden Herren, wie uns von einem derselben bestätigt wurde, niemals bcabsickstigt hatten, irgeirdwelche Aufklärung zu geben, sondern daß diese nur durch einen der „Idealisten" eingcsührt wurden. Ter Vorstand des Reichsbundes bedauert diesen Vorfall außer* ordentlich, cs fei aber bemerkt, daß der Antrag aus der Mitte der Verfammlung heraus entstanden D. Den Herren stand. es frei, sich zu rechtfertigen, sie zogen es aber vor, den Saal zu verlassen. Ten Einsendern und ihrem Anhang ntBge nur gesagt fein, daß sie, wenn sie die hohen Ideale der KricgsbetaKdigten ^vertreten wollen, airdcre Mittel anwenden und durch Taten bewciseir müssen, ob sie fähig find, für die Interessen der Kriegsbetamdigten einzutreten. Ter Rerchsbund würde diese Elemente, wenn ihm nicht das Ka- m-erabschaftlichlkeils- und Merrschlichkeilsgesühl vor- schwebte, auf Grund der verbreiteten Unwahr leiten gerichllick' belangen unb öffentlich branbmatfai, aber er behält sich vor, dieses noch zu tun, falls die Hetze kein Ende nimmt. Wir möchten den Einsendern für die Zukunft noch ans Herz legen, uns mit derartigen Mack/m- fdiaftcn nicht öfters zu belästigen, da wir unsere Zeit, die den hohen Idealen der Kriegsl'eschädig- tenbewegung aewidmet ist, besser auszunützeni Wissen, als diese mit der Beantwortung von Eingesandts zu vertrödeln und unlauteren Macli-eiv- fdiaftcn entgegenzutreten, denn: es sind nicht dw tastechtesten Früchte, an denen die Wespen nagen. RcichSband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen u. ehern. Kriegsteilnehmern, Ortsgruppe Gießen. urtötag" emtti chssrn. >i. Eine aufp c n f i U u n g. h ' Neuwahl, hu rfl für £ams» ösevl cinberufa t Milgliedmc! ritzen ausgcslaih mg durctaksW eien wurde jq he führt berwi limWi! ber h seine W| der Etadtveml vrzmehmen. e emzelnen buri innen. Ter bei v. Tr. Nöllnr üblich nach V ie Ausschüsse e t Annahme. Hä. ten «Else Msvarlei » - tcirofratfli« Neue Wasch Stoffe WBRchmoBNeline. __ _ beete Qualität . . . M. 1.16, ^58» 7.75 Satin «le Chine.......M. 13.50 WoUmnweeilne.......M. 15.50 Voll-Volle«, 100-120 cm, weiß und gemustert, beste Qualität M. 81.00 In reichster Auswahl, empfiehlt ,wc J. Pfeffer, Marktplatz 6. Lichtspielhaus Heute das gewaltige Filmwerk Ferdinand Lassalle Ein Kampf um Liebe» Freiheit und I. d. H.: Erich Kaieer-Tlte. > aterland. Wegen des zu erwartenden großen Andranges zu d. Abendvorstellungen bitten wir, nach Möglichkeit dta Nachrait-^ tagsvorstellurigen besuchen zu wo len. Für dir vielen Beweise auf- Friede. Seibel unserem für die Blumen- der Hin- richtiger Teilnahme an schweren Verluste sowie zahlreichen Kranz- und spenden dankt im Namen terbliebeneu herzlich i-• !* W '1 Gießen, 24. Juni 19 1 9. 012821 W W ■ Wieseck, den 24. Juni 1919. 7516 Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinschciden unserer lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege Allen unseren herzlichen Dank. Familie Otto Jung und Angehörige. to'meb aller Sri äMäSES wert flle Brtid’acha Öulv.-Drreäerei. R. Lense, Oleflog Bekanntmachung. Am Sancstaa, dem L8. $huti d. 34,, nach«. 47« Uhr, findet in Weilburg,<»»trtDeutle- HauS eiste ordentliche Hauptversammlung des Lahnkanalveretns statt. Tagesordnung: 1. Bericht über die Tätigkeit des Bereins mährend des Jahres 1918. 2. Rechnungslegung und Entlastung des Vorstandes für 1918. 3. Wahl von zwei Rechnungsprüfern zur Prüfung der Jahresrechnung 1919. 4. Wahl des Orteß der nächsten Hauptversammlung. 5. Verschiedenes (Anregungen, Anfragen, Heine Mitteilungen usw.) Alle Mitglieder und Freunde des Labnkanal- vrojektS werden ergebenst hierzu eingeladen. Geschäftsstelle Wetzlar, den 10. Juni 1919. Lahnkanalverein e. V. Der Borsitzende: ___________Groebler, Bergrar. 7106D FttiMtze Vkri'tkiiserllllg. Mittwoch den 25. Juni 1919, nachmittags 3 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 (ini Pfau) für mehrere Auftraggeber geaen Barzal-lung: I. .1 antiic Wanduhr, 1 Säule, 4 Stühle, 1 Zlaarrenschränkchen, ,1 großes wertvolles Bild II. 1 Kleiderschrank, 1 Tisch, 1 Zinkbadewanne, 1 Partie Bilder, 1 wertvolles Grammophon, 1 Ausziehtisch^, 1 kleines Tischchen, 1 Bol>- ner. 3 Staffeleiin, darunter eine mit Kasten und 2 Photographie-Albums (für Photogcapl;en geeignet), 1 Licgeiluhl, 1 Wringmaschine, 2 große Blumenbänke. 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Juni i DOW kreis Wetzlnr eien Antttonan :ob *• 3acob e ^rbronnL' Erngjehg Kraul empfteM stimmung mehr gestellt werden, auch wenn dre Deutschnationale Volkspartei die Verantwortung auf sich nehmen wollte, die Sache hinauszuzögern aus vaterländischen Gründen handeln. . Präsident Fehrenbach: Ein Widerspruch gegen die Ausfassung des Ministerpräsidenten, daß die Regierung ermächtigt bleiben soll, den Frie- tonsvettrag zu unterzeichnen, ist mcht erfolgt. I Widerspruch rechts.) Abg. Schulz- Vromberg (Dtsch-Natl.): Wir j sind nach wie vor der Ansicht, daß gestern nur eine beschränkte Ermächtigung zur Unterzeichnung ge- , gebot wurde. Präsident Fehrenbach: Ich nehme an, es wird Widerspruch erhoben und nochmalige Ab- siinmrung verlangt. Abg. Schulz- Bromberg (Dtsch.-Natl.): Ich beantrage namentliche Abstimmung. (Große Unruhe links und im Zentrum. Zurufe: Unerhört! Es ist bald 7 Uhr! Bewegung.) Präsident Fehrenbach: Wir sind in der Abstimmung und da können keine Anträge zur Ab- telle für seine Mitglieder und diese erteilt ihnen unentgeltlich Auskunst über Nentenansprüche^uu!' vertritt diese bei den maßgebenden amtlichen Stel len. Zit Mitgliedern des Ausschusses wurden be timmt: Rechtsanwalt Dr. Kah, Amtsgerichtsra' Trümpert, Lehrer Daab-Lollar und Lehrer Die^- Heuchelheim. Dann wurde die Tagesordnung füi den Verbandstag, der im September in Darmstad' tattfindct, beraten. Zu Vertretern des Bezirk^- wuroen der Bezirksvorsteher Daab und Amt-? - gerichtsrat Trümpert bestimmt. Nach den Aus übrungen des Präsidialmitgliedes sind die Aw gaben der Hassia: 1. Erhaltung der Eeinheit dr: deutschen Volkes, Pflege der Vaterlandsliebe milder Kameradsäiaft. 2. Fürsorge für die Kriegs beschädigten, die Kriegshinterbliebenen und Kriegs eilnehmer, ausdrücklich^ Vertretung ihrer Au prüche auf Versorgung und Hilfe. 3. Ausbau uu Besuchskarte abgegeben. Das ist alles." „Tanke, Lebermann, Sie können gehen. Ter -Prokurist verließ das Zimmer. (Fortsetzung folgt.) nbeitenJ «'M ü'MrclBu.pttfn- r, Hießen Th. Deich®1. LSKW M«llM sr-kJ ibtxKWew»| ».-.BorüesttLI Ä. Mfi.6- yel.'l HiieiUtriM. '"Gey 'SÄbA 'SW veutsche Nationalversammlung. Weimar, 23. Juni. Am Ministettische: Bauer, Taviv, Wissell, MÄler, Erzberger, Bell, Schmidt, Giesbetts, Ötatirc, Schlicke, sowie General Märcker. Präsident Fehrenbach eröffnet mit fast trnftonbiger Verspätung die Sitzung um 3 Uhr vnt der Bemerkung: Es haben sich in der tzestrigen.Sitzung Ereignisse vollzogen, die eine abermalig« Besprechung der Fricdensfrage notwendig machen. Wenn kein Widerspruch erhoben /wird, will ich als ersten Gegenstand nochmals die Beratung der Friedensfrage auf dte und namentliche Abstimmung zu verlangen. Abg. Schiffer (Dem.): Ich bitte ausdrücklich festzustellen, worüber abgestimmt werden soll. , Präsident Fehrenbach: Heber die Auf- assung der Regierung, daß sie nach wie vor ermächtigt bleibt, den Friedensvertrag zu unterzeichnen. Nur darüber wird abgestimmt. In einfacher Abstimmung erklärt daraus das Haus gegen die Stimmen der Teutschnatron-rleiil Volkspartei und eines> Teiles des Zentrums und der Temokraten die Auffassung der Regierung für zutreffend. Präsident Fehrenbach: Tamit ist vorläufig eine schmerzliche Angelegenheit erledigt, und ich teile mit Genugtuung fest, daß von verschiedenen Seiten des Hauses anerfamtt wurde, daß alle Parteien des Hauses, ob Ja oder Nein, sich.nur von vaterländischen Gründen bei der Abstimmung leiten ließen, getragen von schweren Gewissensbedenken unb von ernster Auffassung über die Lage unseres Vaterlandes. (Allseitige Zustimmung.) Ich mochte wünschen, daß dieser Geist auch hinausgehen möge in unser Volk. (Beifall.) Es wäre nun das allerschlimmste und das allergrößte Verbrechen, uns in Schmähungen und Verdächtigungen gegen die vaterländische Gesinnung unserer Mitbürger zu ergeben. Ich würde es in dieser schwersten Stunde des deutschen Volkes als das größte Sßerbrcdjen bezrickMen, das von innen, heraus an ihm begangen werden könnte. (Sehr richtig,) Ich hoffe, daß man draußen in der gesamten Bevölkerung und namentlich) in der Presse dafür ein Verständitis haben wird und gewillt ist, nunmekw einträchtig zusammen all die großen Lasten auf sich zu nehmen, die uns jetzt bevorstehen, alle zusammen getragen von dem heiligen, Willen vaterländischjer Liebe. Im übrigen empfehlen wir unser unglückliches Vaterland dem Schutze 'des barmherzigen tzDttes. (Beifall.) Es ist beabsichtigt, von den Parteien ente gemeinsame Kundgebung an die Truppen zu erlassen, die aber erst noch redigiert werden soll. Die Sitzung nriri) daher auf eine Stunde unterbrochen. Es soll dann der Rest der Tagesordnimg erledigt werden. (Schluß 3V4 Uhr.) nen, weil die Steuerflucht von Vermögen schon gleich nach dem Kriegsbeginn eingesetzt habe. Geh. Rat Säinisch bittet namens der Reichsregierung um Arurahmc des gemeinsamen Antrages. T-er Antrag Wurm geht über den Zweck des Gesetzes hinaus und kann bei der großen Jinanzveform erörtert werden. Ter Antrag wird in seinem ersten Teil mit den Stimmen der beiden sozialdemokratischen Parteien in seinem zweiten Teil auch mit einzelnen Stimmen des Zentrums angenommen. Mit einer Aenderung des gemeinsamen Antrages und mit diesem wird das Gesetz in zweiter Lesung angenommen. Es folgt der Note tat, der wegen nicht rechtzeitiger Fertigstellung des Hauptetats 5 Mil- liarbrn bis zum 1. -Oktober zur Verfügung stellt. Abg. Geyer (Unabh.): Jnnerpoli.rsch steht die Regierung auf dem Boden der Regierung Scheidemanns. Wir haben die Regierung Scheidr- maint bekämpft und sagen daher auch der gleichen Regierung den Kampf an. Abg. Mumm (Dtsch.-Natl.): Größte Spar- ’amfeit ist am Platze. Wir beantragen, daß nur 5 Milliarden bewilligt werden. Abg. Dr. Braun-Nürnberg (Soz.): Dem Wunsche nach Sparsamkeit schließen wir uns an. Abg. Gothein (Dem.): Wer diesen Etat ablehnt, lehnt auch die 400 Millionen für Teuerungszulagen für Beamte und Lohnangestellte ab. (Lachen bo den Unabhängigen.) Abg. Schirmer (Zentr.): Der Antrag Mumm ist rein willkürlich: wir lehnen ihn ab. Auch wir bitten die Arbeiterschaft, endlich wieder zur Arbeit zurückzukehren. Nur dann können wir über diese schlimme Zeit Hinwegkommen. Abg. R i e s s e r (Dtsch. Vp.): Unser Volk muß Einigkeit, Disziplin und Ordnung wahren. Es muß endlich wieder arbeiten. Der Antrag Mumm wird abgelehnt und der Notetat gegen die Stimmen der Unabhängigen bewilligt. Es folgt die Beratung der Vorlage über den Eintritt der Freistaaten Baden und Bayern in die Biersteuergemeinschaft. Abg. Z ö P h e l (Dem.) hat Bedenken im einzelnen und beantragt Ausschußberatung. Ncichsfinanzminifter Erzberger ersucht um sofortige Verabschiedung, da das Gesetz am 1. Juli in Kraft treten soll. Außerdem biete es die Möglichkeit, auch an diesem schwersten Tage deutscher Geschichte einen Schritt vorwärts zum deutschen Einheitsstaate zu tun. Das Gesetz wird angenommen. Nächste Sitzung Dienstag 10 Uhr. Anfragen und kleine Vorlagen. Schluß 6 Uhr. Berlin, 22. Juni. (WTB.) Nach einer späteren Meldung aus Weimar hat die D e u t s ch e Volksvartei nicht gegen, sondern für den Aittrag der Regierung gestimmt^ Sreltag morgen ft öorteumm ;t etoaÜJO- iStnartfim^tric t IteiflftjWjLA ; erkannte u. bei Tagesordnung setzen. Tas Laus ist damit einverstanden. Präsident des Reichsministeriums Bauer: Meine Damen uno Herren! Namens der Rrichs- regierung habe ich Ihnen folgende Mitteilung gii machen: Tie Mehrheit der Nationalversamm- limg hat in der gestrigen Sitzung die Ausführungen gutgeheißen, in denen die Stellung der Keichsregierung -zürn Friedensvertrag dargelegt wurde. Entsprechend diesem Votum und der darin ( ausgedrückten Bevollmächtigung haben wir gestern nachmittag in Verfaüles eine Note überreichen losten, die diese unsere Stellung mit folgenden Verwahrungen und Vorbehalten darstellt, die nur ^lgendermaßen betont haben. (Ter Ministerpräsident verliest hierauf die bereits bekanntgegebene Mte und die Antwortnote der Entente und fährt dann.fort): Tamit ist die Lage in zwölfter Stunde ton Grund auf verändert und damit stehen wir vor der unerbittlichen Frage: Ablehnen oder bedingungslos unterschreiben? Tie Reichsregierung hü Ihnen gestern die bedingte Unterzeichnung torgeschlagen und dafür die Zustimmung Ihrer Mehrheit gefunden. Sie hat geglaubt, diesen letzten Versuch machen zu müssen, um wenigstens etwas von den Idealen zu retten, die unsere Gegner angeblich ity diesem Kampfe für die Menschlichkeit erstreiken wollen. Sie hat vor allem eines ihren Häuptern ersparen wollen: .Ein unwahres Schuldbekenntnis und die Auslieferung von Volksgenossen an ein Tribunal, bei dem Ankläger unb Richter eins find. AH das sind aber heute nur noch theoretische Betrachtungen, ßz sollte uns nichts, gar nichts erspart bleiben. E Knechtung wollen die -Feinde auch noch die achtung gesellen. Heute muß die ganze Welt a: Hier wird ein besiegtes Volk an Leib und (Seele vergewaltigt, wie Tein Volk je zuvor. Kein Protest heute mehr, kein Sturm der Empörung! 1 Mies weitere mutz den Eindruck schwächen, der sich .faitc der Welt bietet, die zum Teil mit verhohlenem l ober unverhohlenem Entsetzen auf diese Vergewaltigung sieht. Unterschreiben wir, das ist der Vor- j schlag, den ich Ihnen namens des ganzen Kabinetts J tnadK, bedingungslos zu unterzeichnen. ,Wehrlos ' ist nicht ehrlos! Gewiß, die Gegner ivollen uns an , die Ehre. Daran ist kein Zweifel, aber daß dieser t Versuch der Ehrabschneiderei einmal auf die Urheber (selbst jurücffallen wird, daß es nicht unsere Ehre 'ist, die bei dieser Welttragödie zu Grunbe gebt, das ist unsere Hoffnung bis zum letzten Atern- tzuge. Ich darf wohl annehmen, daß auf diese Vorgänge die Regierung ermächtigt bleibt, den Frie- baiStiertrag zu unterzeichnen. Abg. Schiffer (Dem.): Die Ermächtigung , beanstanden wir nicht. Meine politischen Freunde I scheu keinen Zweifel in die vaterlchrdische Ge-- Iftmumg auch jener, die mit Ja gestimmt haben. Abg. Schulz- ®rontberg) (Deutsch-Natt.): ' Mine Partei steht auf dem Standpunkt der unbedingten Ablehnung und erhebt Widerspruch gegen die .Unterzeichnung. , Abg. Heinze (Deutsche Volksp.): Wir leh- VßHOW nm den Friedensvertrag nach wie vor ab. Wir er- mcumcuiW kamen an, daß auch die Gegner unserer Ansicht rifi u. Stiel auüi ahrscheinlis ZirlsLailMurnaf hilofopbettitolteJ fand. d. «F ugiick. dieue^H Um 47t Uhr wird die Sitzung nridfer aufgenommen. Präsident Fehrenbach: Die Parteiführer haben sich auf folgenden Wortlaut des Aufrufs an das deutsche Heer geeinigt: In der Stunde des tiefsten vaterländischen Unglücks dankt die Deutsche Nationalversammlung der deutschen Wehrmacht für die opscrvolle Verteidigung der deutschen Heimat. (Beifall.) Ungeheure und niederdrückende Anforderungen stellt der ttotz des Heldenmutes unserer Tnippen uns auf- fregtoungenc Frieden an alle Teile unseres Voltes, besonders schveres aber an das Gefühl unserer Soldaten. (Beifall und Zustimmung.) Das deutsche Volk erwartet zuversichtlich, daß Heer und Marine, Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften, treu ihrer großen Vergangenheit in dieser schwersten Zeit ein Beispiel der Selbstverleugnung und Aufopferung geben und Hand in Hand mit den anoeren Volksgenossen an der Wieder au frich- tiung unseres Vaterlandes arbeiten werden. Sie wird gelingen, wenn alle ihre vaterländische Pflickü erfilllen. Ich stelle fest, daß das Haus mit diesem Aufruf an das deutsche Heer einverstanden ist. (Beifall und Zustimmung.) Der Präsident trift dann weiter mit, daß Der Aeltestenausschuß im Einvernehmen mit der Reichsregierung vorschlägt, einen Beirat der Nationalversammlung für die Steicbö betriebe rinzusetzen, in oem die Sozialdemokraten zwei Mitglieder und alle fonfügen Fraktionen je ein Mitglied entsenden sollen. l Zu dem Gesetzentwurf zur Ergänzung des Gesetzes gegen die Steuerflucht vom 26. Juli 1918, wonach die zu leistende Sicherheit bis auf 50 Proz. des Vermögens der Steuerpflichtigen erhöht werden kann, liegt ein Antrag aller Parteien vor, wonach der Finanzmrnister ermädjtigt list, für Gebietsteile des Reiches, bei welchen die Meichszugehorigkrit gefährdet ist, den Banken die Knzeigepslicht über die Hinterlegung von Werl- kpopieren seit dem 1. Oktober 1918 aufzuerlegen. Abg. Wurm (Unabh.) beantragte, diese Bestimmung auf das gesamte Reichsgebiet zu erstrecken unb die Anzeigepflicht auf die seit dem 1. 8 1914 hinterlegten Wertpapiere auszudeh- ^de geb Wt Ah " R*>beri(1 w w „Aber weißt du, Vater, ,vas er mit dem Kuß gemacht hat? Er hat mich behext. Ich habe immer an ihn denken müssen. Und manchmm halte ich eine Sehnsucht nach ihm — du glaubst nicht, was mir bann für verrückte Gedanken kamen. Es war mir, als wenn ich durch ganz Berlin laufen müßte, um ihn zu suchen, um ihn noch einmal sprechen zu hören — ach, was weiß ich! Da sitzt man .nun im Grünewald, in einer schönen Villa und er — dem wir verdanken, daß wir uns unseres Lebens freuen können — sitzt vielleicht hinter Gefängnismauern und hat niemand, der ihm ein freundliches Wort sagt!" Sie stockte. _ „ , ,^Jawohl! । Unb — und mir tfl zum Heulen zumute!" Ter Konsul strich ihr leise über das Haar. Er ließ sie weinen. Er sprach kein Wott. Er war erschüttert. In ihrer Sorge um ihn hatte sie firf) Jn die Verbindung mit diesem merkwürdigen Menscknn eingelassen! Unb in seiner Freude, daß endlich der gefährliche Brief wieder in feine Hände gekommen war, batte er sich um den Preis wenig gekümmert. Sollte er nun den Erwerb des Briefes mit dem Glück feiner Tochter bezahlen ? Nein! Es war doch undenkbar, daß sein vernünftiges.Mädel iljr Herz an einen Menschen Ijing, der wegen aller möglichen Schandtaten von allen möglichen Polizeibehörden verfolgt wurde. Immer langsam? Erst dem Madel Ruhe lassen — ihm auscinandersefeen wie — wie blödsinnig bad alles War! Nach einiger Zeit sagte Ruch: „Entschuldige, .Vater, daß ich mich so habe gehen lassen. Ich bin dockt fönst keine Heultute! Aber — manchmal geht's nicht anders. Nun weißt du alles. Aber helfen — na, helfen kannst du mir nicht. So etwas muß man allein abmachen." Ter Konsul räusperte sich. buch brachte ihn neulich mit nach draußen? Mama hat dir wohl davon erzählt?" „$a," sagte der Konsul. „Ich entsinne mich aber nicht, daß der Herr bei mir gewesen ist lerer wirtschaftlichen Einrichtungen. ** Li ch tspielhaus, Bahnhofstraße. Mft besonderem Interesse werden alle Freunde bei Filmkunst der am Dienstag den 24. Juni bc ginnenden Aufführung eines großen Filmwerks, betitelt „Ferdinand Lassa11 e", mit Erick Kaiser-Titz in der Hauptrolle, entgegensehen kön nen. Das Stück ist unter Benutzung von Motiven aus dem bekannten Roman von Dr. Alfred Schiro teuer von E. A. Dupont und Henry Schoss für den Film bearbeitet worden. Er enthält eine Fülle packender Momente aus dem Leben des Apostels der Arbeiterbewegung. In dem Fllmwerk sind dic wichtigsten Episoden wie die politisch bedeutungs vollen Abschnitte des Lebens Lassalles enthalten Von geringfügigen Abweichungen abgesehen, wahrt der Film streng die Historie..und sogar die verbindenden Texte sind durchweg Aussprüchen unb R.d u Ferdinand Lassalles entnommen. Ter Eunft innigen Leitung pes Lichtspielhauses in der Dahn jofstraße wird man — nach dem man das Film werk gesehen hat — Dank wissen für die gebotene Gelegenheit, abermals etwas Großes, Gutes und Schones gesehen zu haben. Landkreis Gießen. Großen-Buseck, 22. Jimi. Bei einer auf heute hier einberufenen Versammlung Kriegs beschädigter und Hinterbliebener, in welcher Kamerao Lehrer Funk-Bieber sprach, wurde eine Ortsgruppe gegründet, die sich dem freien hessischen Landesverband Kriegsbeschädigter unb Kriegshinterbliebener bzw. dem Einheitsverbande Kriegsbeschädigter Deutschlands (Sitz Leipzig) an- schloß. Zweck des Zusammenschlusses ist Wahrung wittschaftlicher Interessen bei streng parteipoli tischer unb konfessioneller Neutralität. Zwei vom Reichsbunbe für Kriegsbeschädigte, Kriegshinterbliebener unb ehemaliger Kriegsteilnehmer (Otts gruppe Gießen) entsandten Agitationsvedner mußte ohne das Wott erhalten zu haben, den Saal fo- fort wieder verlassen. O ö u n g e n, 22. Juni. Sehr zurückgegangen sind in den letzten Tagen die P r e i f e f ü r 5 e r - fei. Es wurden solche schon zu 90 Mk. verkauft. Bei dem großen Angebot an Ferkeln und bei dem sich mehrenden Futtermangel dürfte in nächster Zett ein noch größerer Preisrückschlag erfolgen. Starkenburg und Rheinhessen. dz. Darmstadt, 23. Juni. Für die Spiel' zeit 1919/20 wurde die Leitung des Landestheaters dem Jntendanzrat Dr. Waner und die künstlerische Leitung bet Oper dem Generalmusikdirektor Balling als Operndirektor, die des Schauspiels dem Schauspieldirektor Willy Löhr übertragen. Die Generaldirektion des Landestheaters untersteht der von dem (Mamtminifternim bestimmten Der- waltungskommission, die ans Mit^iedern des Landesamts für das Budungswesen unb des Finanz Ministeriums gebildet ist. Hrssen-Nassau. mr. Frankfurt a. M., 22. Arni. Dem Marineficherungsdienst gelang es zwei Waggons geschmuggeltes ametttenisckes Schmalz, die nach Baden verschoben werden sollten, zu beschlagnahmen. Das Schmalz kommt nun Der Stadt Frankfurt zugute. — Die Kriminalpolizei beschlagnahmte am Schillerplatz von einem Wagen vier Ochsen- viettel, die aus einer Geheimschlachtung stammten und in einem Frankfutter Barresdaurant verzehrt werden sollten. -wt. Limburg, 23. Juni. Da bte Gefahr der Besetzung durch den Feind in drohende Nähe gerückt ist, hat am hiesigen Gymnasium eine N 01 reifeprüfung begonnen, der sich sämttichr Oberprimaner und 4Trilnehmer von dem Lehrgänge für Kriegsteilnehmer unterziehen. Aus dem besetzten Rheingebiet. dz. Aus dem besetztenGebiet, 23. Junl Nach Mittellung des Generals Mangin an das ■wwnrn—TTim-rrn--------- ■ ■ — Der Doppelgänger. Roman von Carl wir nicht mehr im Zeitalter der Romantik leben. Tie Geschichten, die wir als Kinder von edlen Räuberiwuptleuben gelesen haben, ftimmen nicht mehr! Unsere heutigen Räuber und Spitzbuben entbehren ganz und' gar jedes Heldentums und jedes ebclmutS. Dazu batten wir Matschen von beute1 zu nüchtern. Was deinen besonderen Fall anbetrifft, so mußt du dir immer vor Augen halten, daß dieser Mensch rin ganz geriebener Hoteldieb ist, ferner —" „Gib dir keine Mühe, Vater!" sagte Ruth. „Was?". „Tas weiß ich nämlich alles selber. Das hab' ich mir schon hundertmal gesagt. Und immer bin ich zu dem Schluß gekommen, uns, dir und mir, hat er einen so grüßen Tienst erwiesen, daß wir kein Recht haben, uns als feine Richter auf- zusptelen. Nein, laß das. Ich werde schonnach und nad) wieder ganz so roerben wie früher. Ich werde auch das Lachen wieder lernen. Ihr müßt nur ein TI rin wenig Geduld mit mit haben. Sie erhob sich. Vor einem Spiegel fetzte sie ihr Hütchen auf. „Ich muß jetzt zu Herpich. Nicht wahr, Vater, du sagst der Mutter nichts? Tre angsttgt sich immer gleich so. Sie ist letzt so glückltch über ihre Murnen." „Ab.-r seldstv^rständrich," vettick-erte der Konsul. Tann bückte er sich und hob eine auf dem Teppich liegende Besuchskatte auf. „Wer ist denn das? Tvrivol wn Armbrüsder? Hast du die Katte verloren?“ „Nein. Tie Karte lag dori bri dar anderen Aorten. War Herr von Armbrüstcr bei dir ? Um- Ter Name ist mir unbekannt. Ich habe mft ihm uie etwas zu tun gehabt." . Merkwürdig. Wie kommt denn die Karte hieryer?" t „ „Interessiert es dich? Dann werde ufc mal Leber mann fragen." .... _ Er klingelte dem Ticner und Iretz lernen Pro kuristen bitten, zu ihm zu kommen. Glerch daraus trat der Reine bewegliche Herr ein, der seinerzeit Tvrival daraufhin geprüft hatte, ob er auch wirklich der Besitzer des Pelzmantels war, den der Kvnsick mit aus dem Kaiserhof gebracht hatte. „Sxrr Konsul?" „Sagen Sie, Le Hermann," der Konsul reichte seinem Prokuristen die Karte Tvrivals, „wer ist dieser Herr und was wollte er ton uns? Wie kommt die Katte hier auf meinen Tisch?" Ter Prokurist las den Namen und besoim sich einen Augenblick — „Herr Konsul erinnern sich "wohl noch der Geschichte mit dem Mantel? Dem Herrn .Konsul war während einer Konferenz im Hotel Kaiser hvf der Pelz von einem Spitzbuben gestohlen wor den. Ter Mensch hatte seinen Mantel im Stick gelassen. Ten Mantel hatte provisorisch der Herr Konsul an gezogen und am anderen Tag mit hierhergebracht. In dem Mantel fanden wir eine Anzahl Besuchskarten dieses Herrn von SErmbrö- ster, der in der Alsenstraße wohnt. Wir schrieben an ihn, ob ihm vielleicht rin Pelzmantel gestohlen worden sei. Er bestätigte dies, kam hierher unb holte sich den Mantel. Tober hatte er wohl diese Ans Stabt rind Land. Gießen, den 24. Juni 1919. ** Ans dem Militär-Wochenblatt. Auf ihr Gesuch wurden zu den Reserveoffizieren der betr. Regimenter über geführt: Eichhorn, Oberlt. im Feldatt.-Regt. 61, die Leutnants: Schmidt (Paul) im Ins.-Regt. 87, Reuter (Kurt) im Jnf.-Regt. 118, ö 0 ff mann im Jnf.- Regt. 168, Frhr. v. Räcknitz, v. Selzam (Eduard), v. Gröning, v. Metzler, v. Selzam (Harald) im Leib-Drag.-Regt. 24; gleichzeitig haben Patente ihres Dienstgrades erhalten: die Leutn. v. Selzam (Eduard) vom 19. Dezember 1915, v. Gröning vom 19. September 1917, v. Metzler vom 27. Januar 1918, v. Selzam (Harald) vom 9. April 1918, Saufe, Hiltrop im Fußart.-Regt. 3, Bernards im Jnf.-Regr- ment 87, Immel, Fähnr. im Jnf.-Regt. 87, E l tz, Fähnr. im Jnf.-Regt. 168, in das Reserveverhältnis über geführt. **DieFreimarken zur Erinnerung an .bte Deutsche Nationalversammlung 1919 sind vom 1. Juli,ab in den Werten zu 10, 15 und 25 Pf. neben den bisherigen Marken (Ausgabe 1902 mit dem Germaniabild) bei sämtlichen Postanstalten des Reichspostgebitts und Württembergs zu haben. v K Bezirkstag des Hassiabezrrks G i e ß e n. Im Lenzschen Felsenkeller tagten Sonntagnachmittag die Kriegervereine aus dem Kreise Gießen im Beisein des Präsidialmitglredes Hauptmann Waldecker-Darmsladt. Einen der wichtigsten Puntte der reichhaltigen Tagesordnung bildete die Kriegsbeschädigtensürsorge. Es wurde der Beschluß gesaßt: Zum Zwecke der Vertretung der Ansprüche der Kriegs-Invaliden ernchtet der heutige Bezirkstag eine unentgeltliche Beratungs- slbichnittskommando IV der neutralen Zone ist die Rückwanderung in das besetzte Gebiet vorläufig untersagt. mr. C oblenz, 22. Juni. Tie Frau eines hies. Arztes, die sich über die Amerikaner „unhöflich" ausgesprochen hatte, wurde dazu verurteilt, täglich einen Monat lang zwei Stunden an der Feldküche Kartoffeln zu schälen, damit sie von der amerikanischen Kultur einen besseren Begriff bekomme. mr. Wiesbaden, 22. Juni. Die am 1. April aufgehobene Bewirtschaftung der Eier wurde ab 15. Juni im besetzten Teile des Regierungsbezirkes Wiesbaden wieder eingesührt. mr. Worms, 22. Juni. Der Schmuggel von verbotenen Waren in das unbesetzte Gebiet über die hiesige Rheinbrücke blüht in solchem Maße, daß die französische Ueberwachung in der abgelau- fenen Woche für nahezu 100 OOQ Mk. Schmuggelware beschlagnahmte. Die Schmuggler wurden größtenteils feftgenpmmen und. sehen nun auch noch ihrer schweren Bestrafung entgegen. Aus öeni Amtsverkündigungsblatt. Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 46 trom 23. Juni enthält: Militärverforgungs- wesen. — Tie Milch- und Fettversorgung der Ziegenhalter. Vom 16. Juni 1919. — Errichtung einer Bäcker-Zwangsinnung für den Landkreis Gießen. —- Solbadekuren für skrofulöse und tuberkulöse Kinder. — Tie Unterstützung von Familien in den Dienst eingetretener Mannschaften: hier: Regelung ,der Hinterbliebenenbezüge für Angehörige Vermißter. —> Räude. — Bestellung von Nährmitteln. 1 Alle Militärversorgungsansprüche, die sich auf eine nach dem 1. August 1914 abgeschlossene Dienstleistung.stützen, und vor Erscheinen der Ber- orduwkg über Aenderung des Verfahrens in Mi- litärvcrsargungssachen vom 1. Februar 1919 von den Militärverwaltungsbehörden (Regimentern oder Bezirkskommandos, Generalkommandos, Kriegsministerium) endgültig beschieden sind, fön» neu gemäß Artikel IV Ziffer 6 dieser Verordnung nochmals zur Verhandlung nach dem neuen Verfahren gebucht 'werden. Es ist hierzu ein Antrag beim Kriegsminislerium auf Erlaß eines neuen Bescheides erforderlich und genügend. Nach Ablauf des 31. Dezember 1919 sind jedoch derartige Anträge nicht mehr statthaft. Errichtung einer Bäcker-Zwangsi» innung. Nachdem ein Antrag auf Errichtung einer Zwangsinnung für das Bäckergewerbe des Landkreises Gießen gestellt 'worden ist, 'wurde Obervegierungsrat Weicker zum Kommissar zur Ermittlung der Mehrheit der beteiligten Bäcker bestellt. Die Räude ist erloschen bei dem Pferde des Heinrich Weiß III. in Allendorf a. d. Lda., ausgebrochen bei einem Pferde des Karl Schäfer II. .zu Grünberg und bei einem Pferde des Markus Wetzstein in Treis a. d. Lda. Bestellung von N ähr m i t teln für die Landgemeinden. Es sollen ausgegeben werden: 1. für Brotgetreide-Selbstversorger (gelbe Karte) auf die Marke 8 der Nährmittelkarte A Reis, 2. für kwotgetreideversorgungsbercchligte Kinder unter zwölf Jalwen (rote Karte) auf die Marke 51 der Nährmittelkarte B Reis, 3. für die übrige brotgetreideversorgungsberechligte Bevölkerung (bl. Karte) auf die Marke 62 der Nährmittelkarte C behördliche Anzeigen. Bekanntmachung, Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Gießen wird auf Mittwoch den 18. Juni d. I., nachm. 4 Uhr, Mittwoch den 25. Juni d. I., nachm. 4 Uhr, Mittwoch den 2. Juli d. I., nachm. 4 Uhr, im Jmpflokale — Turnhalle der Stadtmädchenschule, Schillerstraße 8 — abgehalten. Jmpfpflichtig im laufenden Kalender-jahre sind die im vorigen Jahre geborenen Kinder, sowie die rückständigen aus früheren Jahren. Die hiesigen Einwohner, welche impfpflichtige Kinder haben, werden zur Benutzung dieser öffentlichen Termine mit dem Bemerken eingeladen, daß alle in demselben vorgenommenen Impfungen unentgeltlich sind. Wer die Termine nicht benutzen will, muß die Impfung seines pflichtigen Kindes bis zum Jahresschlutz auf seine Ko st en bemerk st elligen lassen, widrigenfalls ihm im Januar nächsten Jahres eine vierwöchentliche Frist zurNachholung der Impfung unter Strafandrohung gesetzt wird. Außer den Pflichtigen werden auch Kinder, welche im laufenden Jahre geboren sind, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft. Alle in einem Termine geimpften Kinder müssen in dem acht Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschau nochmals erscheinen. Kinder, deren ZurüHstellung von der Impfung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, können gleichfalls dem Jmpfarzte in den öffentlichen Terminen vorgestellt werden. Tie Jmpstinge müssen mtt reiner Wäsche und rein gewaschenem Körper zur Impfung gebracht werden. Es wird nur an einem Arme mit Lymphe aus dem Landesimpfinstitut geimpft. Kinder aus Familien, in denen ansteckende Krankheiten l)errschen, dürfen nicht jn die Termine gebracht werden. Gießen, den 11. Juni 1919. 7183B Ter Oberbürgermeister. I. V.: Krenzien. Bekanntmachung den Voranschlag der Stadt Gießen für das Rechnungsjahr 1919 betreffend. SDer in der Sitzung der Stadtverordnrtew- Beriammlulig vom 16. und 17. Juni 1919 fest- gestellte Voranschlag oer Stadt Gießen für das Rechmmgsiahr 1919, ebenso die Voranschläge des Stadterweiterungsfonds, der Armenkasse, der Elektrizitätswerke und der Sttaßenbahn, sowie des SMfemerte für dieselbe Zeit liegen Dom 24. d. Mts. ab während einer Woche ans dem Stadthaus, Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 16, offen Es wird dies mit dem Bemerken öffentlich bekannt gemacht, daß die Beteiligten innerhalb der Oftenlegungsfrist die Voranschläge einsehen und bei dem Oberbürgermeister schriftlich ober zu Protokoll Einwendungen gegen ihren Inhalt Vorbringen können. In dem Voranschlag der Stadt Gießen ist bie Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden. (7499B G i e ß c n, den 23. Juni 1919. Der Oberbürgermeister. I. V.i Krenzien. Reis. Wer die auf ibn entfallende Ware — Menge wird später bekamttgegeben — zu dem Prnsr von ungefähr 1,75 Mk. für 250 Gr. zu beziehen wünscht, 'hat unter Vorlegung seiner Karre bei einem Kleinhändler seines Wohnortes bis zum 28. Juni ds. Js. eine Bestellung aufzugeben. Wettervoraussage für Mittwoch: Vorwiegend wolkig, meist trocken, Temperatur wenig geändert, westliche Winde. Letzte Nachrichten. Regierung und Nationalversammlung. Berlin, 24. Jmn. Dem „Berliner Tageblatt" zufolge verläßt die Reichsregierung heute nachmittag norfr der Sitzung b?r Natio- nalversamm lung, auf beten Tagesordnung das K r ankenkassengesetz stthtt Weimar und trifft heute abend in Berlin ein. Tie Nationalversammlung wird sich nach der heutigen Sitzung voraussichtlich bis zum 1. Juli vertagen. Presftstnnmen zum Friedensschlutz. Berlin, 24. Juni. Zur Unterzeichnung des Versailler Friedens sagt die „Vossische Zeitung": „Tie Nationalversammlung hat nunmehr den Kelch unseres Leidens bis zur bitteren Neige geleert. Dem deutschen Volke soll keine nur denkbare Erniedrigung erspart bleiben. — Tie Kreuzzeitung ", die das Schicksal Deutschlands einstweilen für besiegelt an sieht, sagt: „Unsere Feinde haben den Haß gesät. Wir werden dieses Samenkorn pflegen, bis das Volk stark genug ist, die entehrenden Fesseln wieder abzustreifen." — Tie „T eutche Tageszeiten g" schreibt: „Wir find überzeugt, daß der nationale Gedanke und insbesondere-das Bedürfnis, an ihm Halt zu gewinnen und sich um ihn zu sammeln, wachsen und um sich greifen wird." — Ter „Vorwärts" führt aus: „Man hat uns vergewaltigt. Wer den Glauben hat, daß die Gewalt der in Größenwahn verstrickten Männer, die sich jetzt in Paris blähen, für alle Zeiten sich aufrechterhält, den kann man nur schwer in seiner Verzweiflung trösten. Wer aber mit uns die.feste Zuversicht auf eine bessere Zukunft hat, (und wir glauben, daß die Mehrheit des Volkes sie teilt) der behält den Kopf oben und wartet, bis die in der Welt lebendigen Kräfte den papier- nen Versuch einer neuen Weltregelung beiseite schieben. Klagt nicht, verzweifelt nicht! Laßt nicht allen Mitt sinken! Ter Tag der Auferstehung kommt .uns gewiß. Tie Schmach, die man uns anzutun unternimmt, wird eines Tages auf die Gegner zurückfallen." Der Gesetzentwurf über die Steuerflucht. Weimar, 24. Ium. (WTB.) Jn der gestrigen, unter Vorsitz des Reichsministers der Finanzen. Erzberger, abgehaltenen Sitzung des Staa- tenallsschusses wurde dem Gesetz gegen die Steuerflucht die Zustimmung erteilt. Noske an die Reichswehr. Weimar, 23. Juni. Ter Reichswehrminister Noske hat an die Reichswehr folgenden: Aufruf gerichtet, in dem es heißt: Bekanntmachung. Der Umtausch der bisherigen Reichsreisebrotmarken gegen die neuen Marken wird nicht mehr vorgenommen. Auf die bisherigen Reisebrotmarken kann bis einschl. 30. d. Mts. 'Brot und Mehl von den Bäckern bezogen werden. Nach dem 30. Juni 1919 verlieren bie Marken ihre Gültigkeit. Gießen, den 23. Juni 1919. (7500B ______Der- Oberbürgermerster (Lebensmittelamt). Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Queckborn für das Rj. 1919 liegt vom 25. Juni an eine Woche auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht der Beteiligten offen. Es werden Umlagen erhoben, zu denen auch die Ausmärker beizutragen haben. Queckborn, am 22. Juni 1919. (7485 Bürgermeisterei Queckborn. ______________Schmidt.______________ Stäbi.Arbeitsnachweis Metzen West-Aulage 31, Teleph. 2054. ES können eingestellt werden: a. bei diesigen Arbeitgebern: 1 Badeaufseher. 9 Schuhmacher, 100 Grubenarbeiter, 2 Schreiner, 2 Elektromonteure, 1 Schneider, 1 Wagner, 1 Holz- dreher, 1 Tapezierer, Proviüonöreisende, 2 Sleno- graphisten und Maschtnenschreiber, Handlanger, 1 kriegsbeschädigter Schlosser. Lebrlinae: 1 S1 auf mann, 1 Friseur, 2 Bäcker, ein Maler n. Weißbinder, 1 Buchbinder, 2 Graveure, 1 Schreiner, 1 Tapezierer und Polsterer, 1 Stukkateur, 1 Spengler. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 20 landw. Knechte u. Arbeiter, 320 Grubenarbeiter. 3Friseure, 2 Schreiner, 2 Maler u. Anstreicher, 1 Schmied, 1 jüngerer Kellner, 1 Weißbinder, 2 Käser, ein Müller, 7 Schneider, 50 Maurer, 2 Sattler, ein Schuhmacher, 10 Handlanger, 50 Sleinbruch- und Erdarbeiter, 6 StellUmcher, 1 Silber- und ein Kupferputzer, 2 Küchenjungen, 2 Hausdiener, ein älterer Bauschlosser, 1 Schmiedelebrlmg. Bäckerlehrlinge, 1 Friseurlebrling, 1 Fahruuhliührer. ES suchen Arbeit: 8 Bäcker, 5 Schriftsetzer und Buchdrucker, Kaufleute, Schreiber und Reisende, 5 Kellner, Packer, HnnSburschen und Anölänier, Maschinenschlosser, Bauschlosser, 7 Mechaniker, Arbeiter, 1 Forstbeamter, 2 Spengler lind Installateure, Zigarrenarbeiier und -arbeiierinnen, 4 Buchbinder, 4 landw. Knechte, 1 Anstreicher, 3 Küfer, 5 Weißbinder, 2 Polsterer u. Tapezierer, 6 Maurer, 2 Heizer. 1 Architekt, 1 Verwalter und Gärtner, 1 Elektromonteur, 1 Gärtner, 1 Photograph, 2 Chauffeure, 1 Frischschweizer, 1 Wächter oder Diener, 1 Hochbauiechniker, 1 Schneider. Lehrlinge: 2 Kaufleute, 4 Schlosser, 1 Zahntechniker, 2 Schuhmacher, 1 Schreiber, 1 Drogist, 1 Sattler und Polsterer. Weibliche 'Abteilung: Bei biesigen Arbeitgebern können eingestellt werben: 1 besserer- Hausmädchen, 1 Köchin, 1 Kaffeeköchin, 1 Waschfrau, 1 einfache Stütze, Dienstmädchen, Lausirauen, 1 Küchenmädchen, 1 Verkäuferin, 1 Lehrmädchen, 1 Kindersräulem, 1 Flickerin, 1 Weiß^engnäherin, 1 Anlegerin. Bei auswärtigen Arbeitgebern können eingestellt werden: 5 landw. Dienstmädchen, Dienstmädchen, 2 Küchenmädchen, Hausmädchen, 2 Zimmermädchen,, 1 Köchin, 1 Köchin für ein Gut, 1 Friseuse, 1 ältere Wirtschafterin für ein Gut. ES suchen Arbeit: Bnreaugehiistnnen, l Büglerin tAufängeriw, Mädchen vom Lande für Garten- und Feldarbeit tnaSiiber, 1 ältere Haushälterin, 1 Fräulein zu Kindern tagsüber, 1 Zeitungs- trägerin, 1 Kinderfräulein. 75018 I &! 'i' Gute Nahrung 1000 Mk. 6164m vrrü 7388V wurden ausgelost Litt A. Nr. 22 mit Maschinen- Schmier-Oek Treibriemen Brigade von Lettons. löcichzwchrdrigLüe Nr. 40.) Obligatiorrsverlosttirg. Zur Rückzahlung auf den 1. Oktober l. Js. braucht dav Leder, sonst brt- es frühzeitig. Verwend» Sie nur OelwachS-Ledee Fran!.forla.H.„j) Litt C. Nr. 71, 38, 76, 21 mit je 200 Mk. Tie Inhaber dieser Obligationen können den Bettag bis zu dieser Zett bei der Gemeindekasse in Rockenberg oder bei dem Bankhaus I. Grünewald in Gießen in Empfang nehmen und hört an diesem Tage die Verzinsung auf. (7509 Rockenberg, den $2. Juni 1919. Bürgermeisterei. We11ner. Bindfaden Kordel, SchnÜrsadei- Scilerwareu auf Lager empfiehlt 0123C7 W ilti. Nebhuth Rodbeimerstraße 56-ök Telephon 1206. gesucht werden alle Waffengattungen ju den bekannten Bedingungen. Berlin-Charlottenburg lULLULjcniralc- nm Knie (Hotel BismartK). IDcrbcburcau; Meßen, Babnbofttraße 13, BatjriWier hot- Bekanutmachuug. Ter vom Gemeinderat durchberatene Voranschlag der Gemeinde Röthges für 1919 liegt von Freitag den 27. Juni 1. Js. ab eine Woche auf hiesiger Bürgermeisterei zur Einsicht der Interessenten offen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder zu Protokoll daselbst vorgebracht werden. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Röthges, am 23. Juni 1919. (7510 Hess. Bürgermeisterei Röthges. Meckel. Kameraden? Keims! von MowHoldelk unser unbesiegter osiasrikanischer hcld ruft euch in letzter Stunde zu: tretet ein in mein 2chutztruWenregimentlu.il K. 145 Ä Morin Schutzmarke und Ihre Schuhe bleiben get JBomerit&t |wm., vr einet «NMnIvM - N" fügt, ih 1 jeden s I ötrr edxibtma I 'ewe (trage in b I «r /etilen vier I ö anbercit Gei hat im „Weeklh DiSpatsch" einen bemerfenSroeriHi Attikel über dieauswartigePolitikGrs^ britan nie ns geschrieben. Er tritt darin für freundschaftliche Beziehungen mit Amerika, für Unterstützung Frankreichs und für den Friedenr- schluß mit dem deutschen Volke ein, dem, nadjben es Buße getan hat und einen neuen Geist beweis ehrlich die Gelegenheit gegeben werden soll, sich wieder mit der übrigen Welt auf gleichen Fuß zu stellen. Zum Schluß fordert Churchill die Unter- stützung ocr Macht in Rußland, die die Vernichtung Der bolschewistischen Tyrannei zum Ziele hat miß Rußland auf eine breite, ivahrhast demokratisch, Grundlage stellen will. In der nächsten Ausgabe des „Weeklh Tispatsch" wttd Churchill einen Äc tikel über Rüstungen und Finanzen schreiben. - Im Hinblick aus die Auslassungen Churchills fragt man sich, ob Churchttl vielleicht nach dem frev stehenden Washingtoner Botscha terposten oder gat nach dem Posten des ersten Ministers strebt. Ausschreitungen des Mannheimer Pöbels. Praunheim, 24. Juni. (WTB.) Gestenr abend kam es hier wieder zu größeren AuS- schrcitungen. Auf die Mttteilung einer fraw wüschen Offtziersabordnung aus dem Rathaus, daß die Stadt eine Stunde nach Ablaus der durch das Ultimatum gestellten Frist besetzt werden würde, wenn sie bis dahü keinen gegenteiligen Befehl erhalten hätten, zog das Frklwilligenlataillon ab, um sich im Falle der Besetzung der Stadt nicht der Internierung auszusetzen. Tabci wurden die Truppen vom angefam* Hielten Pöbel beschimpft und auch teilweise angegriffen, so Daß sie i sich mit der W affe wehren mußten. Um x/29 Uhr abends war dir Ruhe wieder hergestellt. Zwei Personen sind rotdxr getötet worden. Um x/$9 Uhr traf denn auch von der Ludwigshafener Kommandantur die Nach, richt ein, daß die Stadt nicht besetzt werde, so daß bie Freiwilligentruppen wieder zurückkehren i konnten. Oberhalb Mannheims, bei Altrip, toa>' ren bereits zwei Bataillone französisck)er Trirpven Über den Rhein gesetzt zum eventuellen weitere« Vormarsch. Sie wurden um 9 Uhr abends zurück- gezogen. Volksjustiz an einem Nahrungsmittelfälscher. | Hainburg, 24. Juni. (Privatmeldung.) stem nachmittag stürmte eine große Menge Die Fleischkonservenfabrik von Jakob Heil, wo ekelerregende Kadaver von Hunden, Katzen usw. verarbeitet wurden. Du Menge bemächtigte sich des Fabrikanten, miß« handelte ihn schwer und warf ihn in die Alster. Nachdem sich Heil durch Schwimmen gerettet hatte, wurde er aufs neue s chwer mißhandelt und flüchtete dann in tat Rathaus, das die Menge zu stürmen versuchte. Sicherheitsmannschaften gaben schließlich blinte Schüsse ab. Nachdem von berufener Seite die Versicherung abgegeben worden war, daß gegen Heil die erforderlichen Schritte erfolgen mürben#.] beruhigte und zerstreute sich die Menge. 100 Flugzeuge verbrannt. Berlin, 24. Juni. Laut „Berliner Lokal- Anzeiger" melden bie ,,Basler Nachrichten", bafc im Aerodrom von Samt Cyr 18 Hangars mit etwalOOFlugzeugen durch eine Feuers- 6 r u n ft zerstört wurden. Ter Schaden beläuft sich auf 4 Millionen Franken. Ed? Mk. 1-25; LÄÄ &SSS sss® jitfflirl «•h1, ‘ Eio Sines tactapW Schimmel, 7iährig, mittelschmer, sowie ein Fohle», '/«jährig, entweder gegen ein gutes Ackerpserd si | vertauschen oder zu verkaufen. V. Slotosch, Leppermühlfl bei Wroßcu-Buscck. 01236 yie Wirt Echridemmr ttht in einer 9 § tagebM ät den Bnden jonStückzug gec S dein ncuge. zriches ab. Wssl L/fü an ihm iw Itm .Mlossene »Wann etwas I gijtt" noch einm Igitt M wem WÜtrnoSentN'urs ■litte, so sagt er, W^idmg doch n »ilheidemam m ligrau: wi 11 eigentlich? Ke vervilichtet, i |^a SdütoiaT^ I M Ander und I a, rocim die g e lirdeiterschas I ,iepl reißt. Freit I uü nicht helfen ■ xitricn der einzel Irischen, solange Rjaase und Co 1 di mit Verräter W MilitarisMs Mk von den Kl Ka der Rcvok laut», als schlot I riet, — solang I i wn einem ersc Znternati ►äflüten Volles r Velch eine S irvchenen Parti tutet Revolutio we Planke nati «Unrecht tönt 1 tschau" entgi I'' mmer iviedet ii fiJjWe Mitit' W, in Die Za Ml IÄe 3eri 'S W«r Men §ntn Herr Gdrii “ Am Landeski, FJ Schrägt fei; s^eren Rcchtä" deutsche BSS *Äj -Itum DeS’.W ufe sch« ■ «der mit Bekanntmachung. Ter von dem Gemeinderat durchberatene Voranschlag der Gemeinde Stockhausen für Rj. 1919 liegt vom 24. bis 30. Juni l. Js. zur Einsicht der Jnteressentm offen. Zu der beschlossenen Erhebung einer Umlage haben auch die Ausmärker beizutragen. (7498 Stockhausen, den 22. Juni 1919. Bürgermeisterei Stockhausen. Jochim. In gemeinsamer Tätigkeit haben Die Freiwilligen verbände und die Reichswehr sowie die Angehörigen deS alten Heeres mit mir in den letzten Monaten mit wachsendem Erfolge sich bemüht, unser Land vor dem Zusammenbruch und dem Chaos zu bewahren. Die Reichsregierung und die Nationalversammlung fordern von uns, daß wir unsere harte Pflicht in diesen schwersten Stunden unseres Vaterlandes zum Wohle des Volkes weiter tun. Bei voller Würdigung des Opfers, das ben Truppen damit jugemutet wird, wird dem begreiflichen Bedürfnis iedes einzelnen, seine endgültigen Entschlüsse nach eigenem Gewissen und Ehrgefühl fassen zu können, Rechnung getragen werden. Treue Gesinnung werde ich auch denen bewahren, welche angesichts der schimpflichen Bedingungen der Feinde glauben, ihren Dienst versagen äu müssen. Jn treuer Kameradschaft habe ich in Den letzten Monaten mit der Truppe in Not und Gefahr zu- sarnmengestanden. Jn der schwersten Stunde, die das deutsche Volk erlebt, appelliere ich an den kameradschaftlichen Geist jchM Führers und jedes Mannes, mir Wetter zur Seite zu stehen. Die Not unseres VolLes verbietet mir, sahnen ft uchlattig meinen Poften zu verlassen, auf dem ich aber dem Lande nur zu dienen vermag, wenn mir opferwillige Männer wie bisher hingebungsvoll zur Seite stehen. Kameraden! Deutschland und das deutsche Volk können Euch nicht entbehren. Helft unser Volk aus Schmach uno Not retten und einer hellen Zukunft entgegensühren. Ter ReichÄvehrrnmifter Noske. Zur Versenkung der deutschen Flotte. London, 23. Juni. (WTB.) Etwa 1800 deutsche Offiziere und Mannschaften befinden sich im Zusammenhang mit der Versenkung der deutschen Flotte auf dem Weg zu einem Jnterniernngsort. Ten letzten Meldungen zufolge rechtfertigt sich der deutsche Kontreadmiral v. Reuter damit, er habe aus Den deutschen Blättern entnommen, daß der Waffenstillstand abgelaufen sn und habe daraufhin persönlich Befehl gegeben, die ©dyirfe zu versenken. Wie es scheint, hatte v. Reuter viel Last mit den deutschen Bemannungen. Sie haben dauernd Kranksein vorgegeben und häufig offen Widerstand geleistet, v. Reuter mußte immerfort die Unterstützung des englischen Admirals in Anspruch ' nehmen, um Ordnung und Ruhe auf seinen Schiffen zu halten. Das italienische Kabinett. Rom, 23. Juni. (Wolf.)) Stefanimeldung. Tas neue Kabinett setzt sich wie folgt zusammen: Vorsitzender und Jrmeres: Nittt, Auswärtiges: Tittoni, Kolonien: Luigi Rossi, Justiz: Mottara, Finanzen: Tedesco, Sttiatzminister: Schanzer/Marine: Konteradmiral S cchi, Oefsent- licher Unterrid)t: Baccelli, Öffentliche Arbeiten: Antano, Transport: Tavtto, Industrie, Handel Arbeit und Verpftegung: Forraris, Post und Telegraph: Chiivientt, Mllttär und Pensionen: Ta- pomv, Befreite Gebiete: Cesare Nava. Tie Minister nerben heute mittag vereidigt. Der ehrgeizige Churchill. A rn st e r d a m, 23. Juni. (WTB.) Der „Tele- graaf" meldet aus London: Minister Churchill Spargel täglich irisch eintreffen), ä empfiehlt In bekannt^ Qualität z.billigst.Preiser- W. llankel» le* Neuen Baue 7. Tel. 61» HsiPSi liefern wieder Gebr.