Rauhem, »ui« AwiMngrrund-nttk u.Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- u. Ztetndruckerei R. Lange.Zchriftleitung, Geschäftsstelle «.Druckerei: Zchulstr. 7. Säcke Segeitucht m Die Kriegspolitik Wilsons. Der Sonderberichterstatter des „Echo de ‘tricklumpen h. Wollabfl ifeitiub.6ödj|L$Tellfl dort war. t . So mordete man den Deutschen, und mm. ----------------- „— --- verlangen die französischen Schreirr die Anslicso-1 Paris m Washington meldet. Wilson babe nmg der Deutschen. Aber waS soll mit den französischen Schandtaten werden, sollen diese unbestraft bleiben? Amsterdam, 22. August. (Wolff.) Die englischen Blätter vom 20. August melden, baß in Sheffield ein großer Pavierballon niederging, der in einem deutschen Gefangenenlager l>ock)ge- lassen worden ioar und Propagandaflug- blätter enthielt, nrorin die deutsä-en Kriegsgefangenen um ihre Leimsendung bitten. lebt, aber fluteW Bö Mts* Versailles, 22. Aug. (Wolff.) Nach der Pariser Ausgabe der „Daily Mail" ist für den Posten des englischen Botschafters in Berlin der jetzige englische Gesandte in Bern, Numbvld, in Aussicht genommen, der durch Dr. Theöphil Rüssel ersetzt werden soll. Nach dem gleichen Blatte verläßt Viscount Grey am 16. September England, um den Botschasterposten ~ Washington anzutreten. |M WlHlil taufen gesucht S-r ncb. unt 016174 an In Heuer Skyeiger eröeU A») •flvlltX *Wt tzMchM f kauf, gelocht A«M' | iLRilhr, rainMd nl Mitol *■ 1. "* boto-AvvaratilM it oder ohneOontm püfin Siennrotiie» 1-40 em u. gröS- 3M* offer zu kaufen geW chrilil An^ y{ « it den Gfeh- MtunS» Annahme von Anzeigen s. die Zaflesnummet dis zum Nachmittag vorher ohnejedeVerbmdlichketl Sretr für 1 mm höhe für n Zeigen v.34mm dreitr örtlich 15 Pi., auStvärtS 18 Pf., für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 48 Pf. Bei Platz- vorlcyrmM"/.Aufffvlag. Lauotschri'tieiler: Aug. Goetz. Äerantworllich für Politik: Ang. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zen-; für den Anzeigenteil: p. Beck; sämtlich in Gießen Die Not der Deutschen im südlichen Steiermark. St. Germain, 21. Aug. (Wolff.) Staatssekretär Renner richtete aus Anlaß der cu5 Laibach gemeldeten Verhaftung von 4 00 Deutschen im südlichen Steiermark eine Note an den Präsidenten der Friedenskonferenz, in der er um Eingreifen der Ententemächte zu Gunsten der Verhafteten bittet. Gleic^eitig weist er in dxr Note bar aut hin, daß derartige polizeiliche Zwangsmaßregeln gegen Leute, die nur ihrer nationalen Ueberzeugung Ansvritck gaben, ein neuer Beweis seien, wie gefährlich es wäre, national zusammengehörige Gebiete wi ttürlich zu zerreißen. Er richt? noch im letzten Augenblick einen Appell an die Mächte, dem Ruf nach Selbst- bestimmun-gsrecht Gehör zu schenken. Vom Obersten Rat der Entente. V er sail l es, 23. Aug. (WTB.) Der Oberst« Rat der Alliierten hielt gestern nachmittag eine Sitzung ab, in der er sich mit der Lage in Dberichlefien beschäftigte. Er nahm sodam' M'Ä? ßleittLndeo^ i WZüM 'oufen sM' A, «nged. KhfW E ZE nuit für eignen w Eine „interalliierte" Militärkommission in Oberschlesien. Berlin, 22. Aug. (Wolff.) In der heutiges Sitzung der d-eutsch^polnischen Kommission, die im Auswärtigen Amt unter dem Vorsitz des Reichs^ Ministers des Aeußern Müller und in Anwcsnr- heit der Vertreter der Enteitteregierungen svwis der stimmsührenden polnischen Delegierten statt- sand, wurde im Einverständnis mit den letzteren! eine Instruktion für die in den nächsten Tagen nach Oberschlesien reisende interalliierte Militärkommissivn festgesetzt. Tie- Instruktion bestimmt, daß die Offiziere sich über die gegenwärtige Situation informieren und sv-> bald wie möglich nach, Berlin zurückkehren sollen, um die deutsche Regierung von dem Ergebnis ihrer Reise in Kenntnis zu setzen. Tie Kommission hab volle Betrvgungsfreiheit und die Mögllckckcit der Besprechung mit beliebigen Personen unt> kann jederzeit die Grenzen überschreiteir. Die beut|‘d,tat Behörden sind angewiesen, der Kommission jede zweckdienliche Auskunft zu erteilen. Hieraus folgt, daß die Kommission weder überwachetrde twch gar entscheidende Befugnisse hat, daß sie vielmehr lebige lich zur Einholungvvn I n so r tf a t io n c rt dient, wie denn auch ihre Tätigkeit auf möglichst kurze Zeit beschränkt fein soll. Tie interalliierte Kommission begibt sich in den nächsten Tagen nadji Oberschlesien, um zunächst in Breslau mij; ben maß^ gebenden Stellen in Fühlung zu treten. In der Sitzung wurde dann deutscherseits noch hervor- gehoben, baß eine Anzahl von Zivilpersonen aus dem Ausstandsgebiet durch polnische Banden über die Grenze entführt wurden. Es wurde der Erwartung Ausdruck gegeben, daß die polnische Regierung alles tun werde, um sofort die Befreiung und Rückführung dieser deutschen Staat sangehörigen zu veranlassen. Polnischerseits wurde dies! zugesagt. Ein Teil ba polnischen Delegation reist heute abend für einige Tage nach Polen. Kattowitz, 22. Aug. (Wolff.) Die Pressestelle des Staatskommissariats teilt mit: Nachmittagsbericht aus dem Aufstandsgebiet. Abschnitt Beuthen: Nichts Neues. Die Haussuchürrgen nehmen ihren Fortgang. Abschnitt Kattowitz: Iw Gick>enau fand beim Aufziehen der Wache eine Bandenschießerei statt. Der Wachthabende wurde- erschossen. Als die übrigen Mannschaften die Leiche bergen rvollten, wurden sie von polnischer Seite von Haller truppen mit Maschinengewehren be- schossen, wobei noch ein Mann getötet und mehrere verwundet wurden. Sonst herrscht im Abschnitt Ruhe. Die Grenze ist wieder von unseren Truppen besetzt worden. Abschnitt Rybnik: Nichts Neues. ta S1-? Ur. 196 . Ter Eiehener Lnzelger erscheint täglich, atrßer Sonn- und Feiertags. vezugspreir: monatl. M k. 1.60, vierteljährlich Mk. 4.80; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Alk. 1.50; durch diePost Mk. 4.50 viert el- jährl. ausfchl. Bestellg. Fenisprech - Anschlüfle: für die Schristleitungl 12 Verlag,GeschästSstellebl Anschrift fürTrabtnach- richten: Anzeiger «lebe». postschecklonto: Frankfurt a. M. 11686 Amsterdam, 22. Aug. (Wolff.) Laut Pressebureau Radio greift der?,New Äork Sun" Wilson heftig an, weil er auf der Konferenz mit Mc Cumber im Weißen Hause erklärte, seiner Ansicht nach wäre es zum Kriege zwischen Amerika und Deutschland gekommen, auch wenn DeutschlandkeineKriegs-oderun- gesetzlichen Handlungen gegen Amerikaner begangen hätte. Das Blatt fragt unter Hinweis auf die von dem fräsidenten vor Eintritt Amerikas in den rieg gehaltene Reden, was Wilson mit dieser Erklärung sagen wolle. den Senatoren erklärt, Amerika werde 15 Jahre in den Rheinlanden ein Truppenkontingent unterhalten müssen. Derselbe Berichterstatter trägt über die Unterredung, die Wilson mit den Senatoren im Weißen Hause hatte, noch nach: Wilson habe erklärt, er habe vor seiner Ankunft in Paris keine Kenntnis gehabt von den geheimen Verträgen, die verschiedene Staaten untereinander abgeschlossen haben, trotzdem diese Verträge schon bestanden hätten, als die Entente auf Amerika eindrang, am Kriege teilzunehmen. Der Berichterstatter meint, diese Aeußerung bedeute ein neues Moment des Widerstandes derjenigen Senatoren, die Gegner des Völkerbundes seien. Wilson über die Zukunft der deutschen Kolonie». Versailles, 23. Aug. (WTB.) Nach einet Meldung des „Temps" soll in einer ftfonfcrcnfr, die die Senatoren mit Präsidenten Wilson im Weißen .Hause abhielten, Wilson auf eine Anfrage erklärt haben, nach dem Friedensverttag verzichte Deutschland auf feine Rechte und Besitztitel in feinen Kolonien zu Gunsten brr alliierten und assoziierten Großmächte. Tas bedeute aber, daß diese nur die Oberhoheit ober bas Fidci- kommiß.über diese Besilnmgen ausüben tonnten. Tie Abkommen, die über das Schicksal der deutschen Kolonien getroffen würden, seien nur provisorisch, denn sie hingen von der Genehmigung pes Völkerbundes, also auch von der Genehmigung Amerikas ab. Das einzige Abkommen, das Wilson bcformt fei, sei zwisckmr Frankreich und England getroffen nvrben. Es beträfe nur die Wiederherstellung von Rechten/ die diese Länder in Afrika besessen hätten. Vie englische Weltherrschaft und französische Zerderungen. Versailles, 23. Aug. (WTB.) Der „Tenrps" und das „Journal des Debets" beschäftigen sich in ihren gestrigen Leitartikeln mit dem Leitartikel der „Times", die für die französischen Rechte in Syrien eingetreten war. Ter „Temps" sagt, seit dem Waffenstiltstmrd seien allmählich alle muselmanischen Bevölkerungen des Orients unter englische Herrschaft gekommen. Ter Fäll Persien fei nur das letzte Glied in dieser Kette. Mesopotamien befinde sich unter direkter Verwaltung der britifeben Behörden. Britische Offiziere und Beamte herrschen in Palästina. Syrien, Kurdistan mib Kleinasien stehe unter beim Kvmmando eines britischen Generals. Ein britischer Admiral herrsche über Konstantinopcl und über die Meerengen. Das Blatt eritärt, daß die Allierten für die Unabh ängigkeit der Völker gekämpft hätten. Ihr Sieg dürfte also auch nicht damit enden, daß alle musel- Mänischen Unabhängigkeiten in Asien vernichtet würden. Die brittschcn Truppen sollten damit beginnen, die Gegend von Alleppo imb Damaskus zu räumen. Französische Truppen sollten nicht nach diesen Gegendm gesandt werden, die Frankreich nach beim Vertrag von 1916 zugesprochen worden seien. Vielmehr soll der ©mir Faical die Macht dort wie im Libanon und in den Küstenhäfen ausüben, von wo sich die Engländer ebenfalls zurückziehen sollten. Wenn der Emir die Ordnung aufrecht erhalte, werde Frankreich die muselmanische Unabhängigkeit, die er personifiziere, nicht antasten. „Journal des Debats" pocht auf die Rechte, die der Berliner Vertrag von 1878 Frankreich im Orient gebe. Frankreich tonne unmöglich nach dem Sie.', vor. 1918 im Orient seine Stellung verlieren, die ihm nach der Niederlage von 1870 nicht streitig gemacht worden fei. Im Interesse der Freundschaft Mit England sei es notwendig, daß Frankreich (Genugtuung werde. Amsterdam, 21. Aug. (Wolff.) Laut „Al- geMVen Handelsblad" wird der englisch-per- sischeVertrag auch in Amerika kritisiert. In der Senatsdebatte wurden england- feindliche Gefühle zum Ausdruck gebracht. Mac Cormick erklärte, die afforverten Großmächte könnten die Türkei nicht zwiichm Griechenland und Bulgarien verteilen, da sie Konstantinopel für sich selbst haben wollten. Heber die „Politik der Einbringung der Kriegsbeute" sagte er, daß England anscheinend außerhalb der Pariser Beratungen beit Vertrag mit Persien abgeschlossen und ratifiziert habe, wodurch Persien im GrMtde genommen ein Protektorat Englands werde. „Zufällig' liege auch eines der größten Petroleumfelder der Welt in Persien. In London werde gemunkelt, daß die Gründung einer englisch-per- sisck>en Petrolcumgesellschaft eine der Ursachen des Krieges gewesen sei. Reval die Flottenbafis der Engländer. Kopenhagen, 22. Aug. (Wolff.) Ter Hel- singforser Berichterstatter der „Nationaltideiche" erfährt aus vertrauenswürdiger Quelle, daß Reval jetzt Flottenbasis der Engländer sei. Alle Zufuhren für die russische Nordarmee gehen Über Reval. Die Zustände bei der russischen Nordarmee sind übrigens andauernd schlecht. Ihre Stärke ging durch andauernde Desertionen von 35 000 auf 15 000 Mann zurück. England tue alles, um seine wirtschaftlichen Interessen za fördern. Es verlangt; die Konzession für eine Eisenbahn durch Esthland nach Rußland. Zur Zeit finden Verhandlungen über eine Verpachtung von Dagö und Oesel an England statt, das dort einen großen Handelshafen, vielleicht auch einen Kriegshafen anlegen wird. Die englische Botschaft in Berlin. Erster Blatt 169. Jahrgang Samstag, 25. August 1919 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Protest geß»n die Zurückhaltung der deutschen Gefangenen in die Welt geschickt, der durch Funkspruch zur Kenntnis der feindlichen Volksvertretungen gebracht werden soll. Nicht genug kann sich unser Volk rühren im Kampfe gegen die grausame Willkür und die Rechtsbeugungen der fremden Gewalthaber. Vor der Ablieferung von Kohlen und von Vieh darf nichts unversucht bleiben, das Gewissen der Völker gegen diese Zumutungen aufzurufen. Und, wie schmachvoll ist es, daß Deutsche im Beisein und unter der Kontrolle englischer und französischer Offiziere mit den Polen verhandeln müssen, die im Einvernehmen mit Spartakisten und anderen Unruhestiftern in Oberschlefien einen Nus- stand angezettelt haben, um dieses Land zum Abfall von Deutschland vorzubereiten! Wer kann die tröstliche Zuversicht hegen, daß die deutschen Staatsmänner den Polen gegenüber in manchen Dingen ähnlich handeln werden wie die wackeren Männer von Scapa Flow! In den Teilen der Ostmark, die wir abtreten müssen, mögen die Polen sich ihre Verwaltung, Zucht und Ordnung selber schaffen. Vor allem aber heißt es nun in Oberschlesien kraftvoll und rücksichtslos durchzugreifen! Es muß unnachgiebig daran festgehalten werden, daß die Wiederherstellung von Ruhe und Ordnung in Oberschlefien eine ausschließlich deutsche Angelegenheit ist. Bekundungen über elende Behandlung unserer Gefangenen. Im Gießener Durchgangslager haben die heimkehrenden Kriegsgefangenen Gelegenheit, sich über ihre Erlebnisse in Feindesland der amtlichen Stelle gegenüber zu äußern. Welche haarsträubenden Tatsachen über die rohe und unmenschliche Behandlung unserer armen Gefangenen durch die Franzosen — besonders seit dem Waffenstillstand und der Rückgabe ihrer Gefangenen durch uns Deutsche — dabei zutage kommen, beweisen einige Protokolle, in die uns Einsicht gewährt wurde. Wir geben nachstehend eine Probe aus diesen Protokollen wörtlich wieder und behalten uns vor, auf weitere Fälle demnächst zurückzukommen: Von: Speziallager Carpiagne kamen wir im Februar in das zerstörte Gebiet und zwar in einem Walde von H-ooville bezogen wir ein altes französisches Barackenlager. Ter Name unserer Kompagnie lautete: Cie 4. P. G. R. L., Depot Ltrneville und wurde am 1. Mai umgeändert tu Cie 821. P. G. R. L., Depot Chanfontaine prcs Luneville. Was wir dort zu Anfang durchmachen mußten war schrecklich, eme elende Unterkunst, eine uw- genügende und unregelmäßige Beköstigung itnb dazu eine furchtbare Kälte. Als Lagersührer hatten wir einen französischen Offizier, der in Deutschland in Gefangenschaft gewesen war. Er meinte mal eines Tages zu dem deutschen Lagerführer: in Deutschland hätte er sehr schlechte Tage verlebt, aber er wollte sich nicht rächen. — Aber ich habe nie einnt gemeineren Franzosen kennen gelernt wie diesen. Dieser Mamt hatte eine große Angst vor dem Ausreißen der Gefangenen und fcanfin gab er der Wache die sttengsten Befehle; z. B. hatte sie die Berechtigung sofort zu schießen, sobald jemand sich 10 Schritte vom Arbeitsplatz entfernte ohne ihn vorher anzurufen, desgleichen im Lager, dort sollte sofort in die Baracke geschossen werden, wenn um 9 Uhr noch ein Licht in der Baracke brannte. Unsere Wachtposten waren etwas menschlicher uitb haben wohl den Befehl ausgeführt, aber nicht getroffen. Auf dem Arbeitsplätze war manchmal eine Schießerei, daß es manchmal nicht zum Aushalten war und ebenso int Lager selbst, welches durch ein doppeltes Drahtverhau abgefaerrt war. In dem Lager war gar nichts organisiert, wir hatten im Lager weder Frisch- ober Trinkwasser, noch Waschwasser. Die einzige Waschgelegenhett war eine Pfütze am Drahtverhau. Eines Sonntags im Monat Februar benutzen nun einige Kriegsgefangene die Pfütze, um ihre Kleidungsstücke zu spülen. Kein Wachtmann sagte etwas, denn es war ja nickst verböte::. Auch ein Gefangener, ein Bayer, namens Ludwig Hierer, (von welchem Regiment, weiß ich nicht), spült seine Kleidungsstücke. Ter Wachtposten, ein blöder Geselle, sieht es und indem er sein Gewehr anlegt und: „Hela — ba" schreit, schießt er los und trifft den Mann sofort tot. Nun befanb sich der Gefangene noch int Lager, hatte keine Kopfbedeckung auf und ferner sah der Posten, daß er am Spülen der Kleidung tour, aber trotzdem hat er geschossen. Ten Befehl auf Leute im Lager zu schießen und dann noch innerhalb des 'doppelten TrahtverhaueS kann nur der Offizier gegeben haben, da er bei uns öfter gnfagen ließ, auf Leute, die sich von der Kolonne entfernten, solle ohne weiteres geschossen werden. Dieser Erschossene war 1914 gefangen worden und der einzige Sohn einer Witwe. Er wurde fang» und klanglos hinter der Kirchhofmauer verscharrt wie ein Stück Vieh, und niemand von uns war bei der Beerdigung anwesend, die Franzosen verrichteten es selbst. Nebenan war ein französischer Militärsriedhof, aber man bat ihn nicht dort beerdigt, trotzdem noch Platz in Hülle und Fülle wochenrückbllL - Die Vertagung der Nationalversammlung bis 30. September hinterläßt keinerlei gehobene Stimmung. Ganz abgesehen davon, daß man über den Segen der geleisteten Arbeit sehr geteilter Meinung sein kann, ist, mit Ausnahme der Aufstellung der Reichsverfassung, die von einer großen Mehrheit der Volksvertretung angenommen worden ist, eigentlich nichts recht fertig geworden. Der ungeheuerliche Friedensvertrag ist zwar angenommen, aber wie er durchgeführt und von uns erfüllt werden soll, das rvissen auch die Vernunftgötter des Zukunftsstaates nicht. Mau hat sonst bei der Einbringung von Steuervorlagen gern von einem Steuerbukett gesprochen, das dann in mehr oder weniger gelungener Farbenharmonie erglänzte und immerhin etwas Uebersehbares, Abgerundetes darbot. Heute geht der eifrige Besiegeler unserer traurigen Niederlagen, der bedenkenlose Seher und eilfertige Verkünder unseres Sturzes, der jetzige Reichsfinanzminister, wie Freund Hain mit der Sense an die Steuerernte: dahingemäht liegen die weiten Felder und unübersehbar sind die Gebiete, die er heimsuchen wird. Ein Abgeordneter hat ihn „ein Unglück" genannt, — und wahrlich, so ist es: „Durch die Straßen der Städte, vom Jammer gefolget, schreitet das Unglück — Lauernd umschleicht es die Häuser der Menschen, heute an dieser Pforte pocht es, morgen an jener, aber noch keinen hat es verschont." Das Unglück hat ein nicht zu überblickendes Programm. Kein Wunder, daß Eberts Präsidenteneid niemanden beruhigen, geschweige denn begeistern konnte. Vor uns liegt der kohlenlose, dunkle und kalte Winter, die Erstarrung des Verkehrs, die Verödung der industriellen Arbeit. Unsere Regierenden verkünden uns selbst diese nahe Zukunft. Was vom Parlament geleistet worden ist, sind Operationen, deren „Erfolg" nicht abzusehen ist und denen noch weitere tiefe Eingriffe folgen sollen. So wollte es die Entente, so will es Erzberger. Beschlossen und verabschiedet sind von der Nationalversammlung die Gesetze über die Kriegsabgabe für 1919 und die Abgabe vom Vermögenszuwachs. Das war Die Rupfung der Kriegsgewinnler; und nun klopfte das Unglück an weitere Pforten. Am Mittwoch wurde im Galopp auch die Erbschaftssteuer angenommen, wobei die Nationalversammlung, und vorher ihr Ausschuß, die von der Negierung vorgesehenen Steuersätze noch erheblich verschärft hat. Bei der dritten Lesung der Vorlage stimmte daher auch die Fraktion der Deutsch en Volkspartei gegen die „Verbesserung". Es sei, so wurde von dieser Seite entgegengehalten, ein einfaches Nechenexempel, daß die verschärften Steuersätze bei den Erbschaften in Verbindung mit der Besteuerung des Vermögenszuwachses jimb dem „Notopfer" wirtschaftliche Unternehmungen dem Ruin zuführen könnten. Man befürchtete auch, eine solche Erbschaftsbesteue- Xung sei nur der erste Schritt zu weiteren Enteignungen. In der Tat hat der sozialdemo^ kratische Abgeordnete Keil in der Nationalversammlung unter dem Beifall des „Vorwärts" eine solche Ankündigung gemacht, und auch die „Franks. Ztg." vermutet, „daß wir der Ein- sührung einer oberen Vermögensgrenze für die Vererbung nicht mehr fern sind". Im übrigen ist es unvermeidlich und auch gerecht, daß der Besitz in kräftiger Weise zum finanziellen Aufbau des Reiches herangeholt wird; auch die Deutsche Volkspartei erkennt dies an. Man muß aber bei der Steuergesetzgebung gebührend Rücksicht auf die Fortführung unseres wirtschaftlichen Lebens nehmen und darf dessen Grundlagen nicht zerstören. Daß die Sozialdemokratie nicht nur den finanziellen Zweck, sondern besonders ihre program- vmtische Theorie tm Auge hat, beweist der „Vorwärts" in seinem gestern schon hier erwähnten Artikel, in dem er gegen die „va- ' tcrlandslosen" Besitzenden wettert und die Aufforderung damit verbindet, nun recht schnell und zielbewußt zu weiteren Soziali- hcrungen der Betriebe überzugehen. Die große einmalige Vermögensabgabe Ijnb das Gesetz von der Umsatzsteuer sind der Bearbeitung des zuständigen Ausschusses I übergeben worden. Bei der Umsatzsteuer, die [ viibt weniger als 4—5 Milliarden einbringen f alt, klopft das „Unglück" auch wieder an die I 3forte der armen Käufer und Verbraucher, k Erträglich wird die Steuer nur dann, wenn J mc Lebenshaltung auf andere Weise wieder I 'öliger gestaltet werden kann. Daß Schritte ■t (e jen die Kapitalflucht untenwutmen, toerben ; wAssen, ist durchaus notwendig; indessen klin- I die Erzbergerschen Ankündigungen in Ifrtejer Richtung etwas kühn und problema- nfch. Es verlautet bereits, daß das Ausland üm einen Strich durch die Rechnung machen ru Repressalien schreiten werde. Die Na-ioualversammluug hat einen n I bischen Zentral- und Provinz ialbehörden, vonIschule zu Unter-Schmitten, Kreis Büdingen, über«' Abgesandten der Regierungen von Hessen und tragen. Spanien und der Völkerbund. ta't von 18 Pf. knnten Dmt einen «es sogar Mgl feber Wetterau unter nächster Zeit mitgeteilt. im 62. ; pn halben bis e »lassen. Der Pv pn Siefenny. H< trener ] Bruder, Versammlung schloß ihn aus, weil er sich falschem Namen eingeschlichen hatte. ** Aus dem Militärwochenblatt. Oberst und Kommandeur des Feldart.-Negts. 61 B e r t o g, Oberst und Kommandeur der Feilt Doyen von Stockhausen und Harrptmam Hoyel im Pionier-Ball. 21, jetzt beim Versor- gungsamt des 7. A.-K., wurden in Genehmigung ihrer Absclnedsgesuche zur Disposition gestellt. Aus Stadt und Land. Gießen, den 23. Aug. 1919, ** Amtliche Personalnachrichten. Dem Schulamtsanwärter Rudolf Lehmer aus Geiß-Nidda wurde eine Lehrerstelle an der Volks- Gi P® Be( ®l/< Uhr IiÄlJJ Hei H be» 23. Amsterdam, 21. August. (Wolff.) Laut ^Telcgraaf" meldet die „Times" aus Madrid, daß vor der Vertagung der Cortes ein Antrag angenommen wurde, in dem die Regierung zum Beitritt Spaniens zum Völkerbund ermächtigt wird. Tie Selbständigkeit Korea» erklärt. Amsterdam, 22. August. Wolff.) Laut Pressebureau Radio meldet die „Neuyork Tribun^': In Tokio wurde ein kaiserlicher Erlaß veröffentlicht, wodurch die Selbständigkeit Koreas verfügt wird. Judenverfolgungen in der Ukraine. A m st e r d a m, 22. Aug. (Wolff.) Die englischen Blätter vom 20. August meiden: In Moskau trasen ^Nachrichten von furchtbaren Juden- m a s sa k r e s in der Ukraine ein. Die amtliche ,Lnoe Vija" meldet, allein in der Provinz Po- dolien seien 5000 Juden durch ukrainische Soldaten ermordet worden. Die gesamte jüdische Bevölkerung der Stadt Ploskirow sei ausgerottet worden. 600 000 Juden flüchteten nach dem Bezirk Kiew. Die Lage in Ungarn. Wien, 22. Aug. (Wolff.) Nach der „Neuen Freien Presse" worden die monarchistischen Bestrebungen in Ungarn fortgesetzt, um die Entsck-eidung der künftigen Nationalversammlung über die Negierungssorm zu beeinflussen. Ein Teil wolle den Erzherzog Josef, ein anderer bett Erzherzog Otto, den Sohn des früheren Kaisers Karl, eine dritte Gruppe eine fremde Dynastie noch Ungarn bringen. Es werde wahrscheinlich zur Bildung eines Direktoriums kommen, dem auch Graf Julius A n d r a s s y angehövrn toetbc. Die deutschen Banernkolonien in Südwestrutzland. Amsterdam, 22. Aug. (Wolff.) Tie „Ti- «es" meldet aus Konstantinopel: Flüchtlinge aus Odessa berichten, daß sich die d e u t s che n Ba u - ernkalonien in Südwestrußland den Gegnern der Bolschewisten angeschlossen hätten. aus dem besetzten Gebiet. Einreiseerlaubnis für Studenten. ♦* Wie die „Politisch-Parlamentarischen Nachp richten" erfahren, hat Dtarfchall Fach sein Einverständnis dämit erklärt, daß Studenten, die sich studienhalber auf dem rechten Rheimifer aufhalten, Einreisegenehmigung erhalten, um ihre Ferien bei ihren.Familien verleben zu können. Gesuche um solche Einreisegenehmigungen sind nicht an die Wa sie nsn lI standskommi ssion zu richten, sondern an die Abschnittskommandanten der betreffenden 3oneit. Wiederaufnahme des Wiesbadener Kurbetriebs. fm. Wiesbaden, 27. Aug. Nachdem nun die Erleicksterungon für die Einreise in die Kurstadt auch aus dem unbesetzten Deutschland und dem Auslande von der französischen Besatzungsbehörde zugestanden sind, wird der Kurbetrieb in vollem Umfange toieber laufgenommen werden. Zur Eröffnung wird, tote heute in einer Sitzung der Vertreter der städtischen Behörden, der Kunstinstitute, der Hotelbesitzer, Aerzte und sonstiger Kririnteressenten sowie der französischen Behörde beschlossen wurde, in der zwftton Hälfte des September eine F e st w o ch e stattsinden, in der besonders Vorstellungen im Landestheater, Musikfeste im Kurhaus, ferner Rennen, internatio- Ein vierwöchiges Schlacktverbot für das besetzte Gebiet. Im Oberpräsidium in Koblenz fand dieser Tage unter Betriligung von Vertretern der preu - ZK w« einigen 5 l'ÄMg beschü MKötn Pad "Lindenstr »Lrtsgruvt gegründet, MZum Pochte L Ludtvig Br! tfotinn X. u k>8! Aus dem Reiche. Eine Sitzung des NcichsratS. Weimar, 22. Äug. (Wolff.) In der heute unter oem Vorsitz Erzbergers abgehaltenen Bolliitzung des Reichsrats wurde der von dem sechsten Ausschuß der Nationalversammlung fbeschossenen Verordnung, betreffend die Gebühren kür Zeugen und Sachverständige, ferner den vom dreizehnten Ausschuß der Na- tiona Versammlung beschstosfenen Ausführungsbestimmungen zum Gesetz über die Regelung der Ko bl en wirt schäft und endlich den Gesetzen, welche di? Nationalversammlung in den letzten Wochen verabschiedet hat, zugestrmmt. Die Tirpitzschen Erinnerungen. Berlin, 22. Äug. (Wolff.) Wir werden um Veröffentlichung folgender Mitteilung erfudyt: Nach der Zurückziehung der Tirpitzschen Erin- «enun gen aus dem Buchhandel sind in einigen Zeitungen angeblich authenttsckre Enthüllungen aus diesem Werk erschienen, die unerfreuliches Aufsehen gemacht haben. Tie angestellben Ermittlungen ergaben, daß diese Veröffentlichungen, denen der Verfasser und der Verlag gH^lich f e r n - stehen, durch rechtswidrige Indiskretion erfolgt sind. Tie veröffentlichten .geringfügigen! Bruchstücke sind tendenziös ausgewählt und ungenau wiedrrgegeben worden. 2er weiteren V.'r- breittmg von Auszügen aus dem vorläusig nicht zur Veröffentlichung bestimmten Buche werven Verfasser uns Verlag mit allen ihnen zustehenden Rechtsmitteln entgegen-,utteten wtssen. Die Speisefettration. Ter Reichlerr-ährungsmi nister war infolge der in writsichttger Weise abgeschlossenen Einkäufe in die Lage gesetzt, vom 1. August ab die Speisefett- ration derart zu erhöhen, daß der dringendslse Aetthunger der Bevölkerung für die Lammende Zeit einigermaßen befriedigt werden formte. Durch die fortdauernden St re i kbewegu n gen in ben Kohlengebieten und die damit verbundene mangelnde Kohlenbelieferung der Margarineiverke, ist die Speiscfettversorgung der Bevölkerung aufs äußerste gefährdet. Bereits jetzt ist die Hälfte der für die Margarineproduktion tätigen Werke zum Stillstand verutteilt. Rohstoffe sind genügend da, können aber in dem unverarbeiteten Zustand an die Bevölkerung nicht verteilt werden. Wenn nicht in letzter Stunde die Arbeiter ein Einsehen baben und die dringend erforderlichen Kohlen fördern, ist es eine Unmöglichkeit, die Speisefettversorgung weiter durchzuführen. Eine Frau im Neichspostministerium. Berlin, 22. Aug. (Wolff.) Als Hilfsreferentin für die Angelegenheiten der weiblichen Postbeamten wurde Fräulein steht also, wie später Lassale, durchaus auf dem Standpunkt, daß Revolutionen im Staatswesen nur durch einen Kampf der Geister herbeigeführt werden dürfen. Eine bessere Zukunft der Menschheit kann uno soll nicht durch Gewalt und brutales Blutvergießen erzwungen werden. Dieser Stellungnahme entsprechend würde Liszt heute alle spartakistisck>en Umtriebe aufs Entschiedenste verdammen, und es ist geradezu ein Treppenwitz der Weltgeschichte, daß zu dem Kopf der Sparla- kus-Statue von Foyatier, die im Tuileriengartem zu Paris dem Schlosse gegenüber stand, der jugendliche Liszt als Modell gedient hat. — Das Eschweger Heimatmuseum, das in der alten Schloßkapelle der Stadt untergebracht worden ist, hat nach einer Mitteilung der Zeitschrift Hessenland durch Schenkung einige wertvolle Altertümer erhalten. Der Magisttat von Eschwege überwies dem Museum einen über 700 Jahre alten Eschweger Brakteaten, einen aus feinem Silber einseitig ausgeprägten Breitpfennig, der von dem Eschweger Cyriakuslloster ausgegeben wurde. Dieses auf dem Cyriakusberge gelegene Nonnenkloster besaß das Recht, Münzen $u prägen, und diese „Eschweger Pfennige" lsttrn xm 13. Jahrhundert in ganz Nieder Hessen Geltung. Die Prägung zeigt in reicher Ornamentik das Bild der Aebtissin Gertrudis, die yir Zeit Kaiser Friedrich Barbarossas regierte, mit einem Palmenzweige und einem Buch in der Hand.< Interessant ist auch ein in Gold gefaßtes kurfllrftlich- bessisches Petschaft mit schöngeschnitztem Elsenbein- — Deutsche Ureinwohner in Oberschlesien. Wenn die Polen behaupten, daß Ober- fchlesien von jeher polnisches Gebiet gewesen sei, so haben sie Unrecht. Gerade in ältester Zeit war es, wie historisch feststeht, deutsches Laxrd. Tacitus sagt ausdrücklich, daß im ersten Jahrhundert nach Christi „am Berge Karpathus" Sueven wohnten, wobei der Name Sueven ein Sammelname für verschiedene Völkerschaften war. In Oberschlesien saßen die Quaden und besonders gegen Osten und Norden die Lupier. So nennt sie Ptolemäus. Später vor der Völkerwanderung traten an ihre Stelle die Vandalen (Wandilier) imd in derselben verließen diese das Land, und jetzt erst rückten Slaven an ihre Stelle, wenn auch nicht ganz, denn ein Teil der Deutschen blieb zurück. Daß später die Einführung des Christentums und deutschen Rechtes, daß deutsche Kolonisten xmd deutsche nach Schlesien verheiratete Fürstinnen germanisierend wirkten, sei nur angedeutet. Die Existenz der Lupier ist auch durch Grabftinde so bei Wichulla und Sacren nachgewiesen, und es unterliegt keinem Zweifel, daß sie Goten waren. — Die Eisenbahn und der Völkerbund. Als die ersten Eisenbahnen entstanden, dachte man nur an die wirtschaftlichen Vorteile, die sie bereiteten. Die Saint-Simonisten, diese sozialistischen Schwärmer, die damals die öffentliche Meinung beschäfttgten, erwarteten von dem Eisenbahnverkehr aber noch einen ganz anderen Vorteil. So schrieb Michael Chevalier am 12. Februar 1832 im ..Globe", dem Organ der Saint- ** Zur Provinzialtagswahl für N )ie Provinz OberHessen sind gemäß 6t- 1 ander er Anordnung des Provinzialdirek- f tors die für die Wahlen der Stadtvevordnetei ■ benutzten Wählerlisten anzuwenden. Jede Abändo V rung der Listen durch Aufnahme oder Streichung V von Wählern ist untersagt. Zur Ausübung be; B Wahl können hiernach nur die in den vorgenannten, ■ bereits vorschriftsmäßig abgeschlossenen Wähler-W listen als stimmberechtigt anerkannten Personen zu- ■ gelassen werden. ** Die öffentliche Sitzung des 23er« ■ waltungsaerichtshofes am Dienstag ben ■ 26. August wird sich Wit der Klage der Geimrlschafi ■ Friedrich in Frankfurt a. M. gegen die P ro v inz I O b e r h e s s e n beschäftigen, wegen Enteignung ■ von Gelände in der Gemarkung Trais- W Horloff. ** V o n der Po ft. Der allgemeine Te« I legramm verkehr mit Südamerika und 1 S ü d a sr i ka ist aus dem Wege über Niederlande« I England wieder eröffnet. — Telegramme nach dem | vormaligen Deutsch-Südwestafrika sind I nur in englischer, französischer oder holländischr II Sprache zugrlassen; abgekürzte Ansckrriften sind verboten, die Unterschrift ist erforderlich. Telegramme nach Argentien dürfen nur in offener ’ Sprache abgefaßt fein. Tie Telegramme nach diesen ' beiden Ländern sind nur auf Gefahr des Absenders anzunehmen. Nach den übrigen Ländern bestehen keine Beschränkungen. — Der Privattelr- grammverkehr mit Groß brit annien ist nun, s wie schon gemeldet, wieder aufgenommen worden, Tie Gebühr für das Wort beträgt bei gewöhnlichen Telegrammen 65 Pf. Die Erhöhung gegenüber dem - Vorrriegstarif ist hauptsächlich darin begründet, daß * die Gebührenabrechnung ulit den fremden Verwaltungen nach Goldfranken zu erfolgen hat, während die Gebühren rn Deutschland nadfbem jetzigen niedrigen Markkurs erleben werden. Mit der Besserung des Kurses werden auch die Gebühren entsprecheno fallen. Obwohl es nach neuerlicher Verfügung ge« flatbet ist, Ausländsbriefe zu verschließen, Briefe im Auslandsverkehr offen aufgegeben werden. Da nur noch eine stichprobenweise Prüfung der Briese bn Auslandsverkehr ftattsindet, laufen die Ausgeber von mroerschlossenen Briesen Gesa!^ daß die Briefe in offenem Zustande am Bestinu mungsort eintreffen. Es wird daher nochmals da» auf aufmerksam gemacht, die Briese ins Ausland zu verschließen. ** Oberhessischer Kunstverein. Tie Ausstellung der 11 Berliner Zeichner ist nunmehr beendet und die Ausstellungsräume bleiben auf einige Wochen geschlossen. Tie Gießener Kunstsammlung ist jeden Sonntag von 11 bis 1 Uhr unentgeltlich eröffnet. Am 15. Sep» tauber soll im Saale des Kimftvereins eine Aus« Simonisten: „die Eisenbahnen, würden nicht blof die Städte, sondern auch die Völker einatiba so nahe bringen, daß die Menschheit schon eins allgemeinen Verbrüderung entgegengehe. Die gW Wüt werde dadurch eine Umwandlung erfahren Wenn einmal Europa mit Eisenbahnen überzog sei, werde ein Land, das von einer großen Naim bewohnt sei, nur mehr wie eine Provinz mittiftfi Umfangs erscheinen." Diese Völkerverbrüderung^ gedanken erwiesen sich leider als eine UlopiL In wenigen Jahrzehnten durchzogen Eisenbchv linien ganz Europa, aber inzwischen verschwand! die Saint-Simonisten, und von einem Völkw' bund ging keine Re!» mehr. -— Eine neue Methode,die Meeres tiefe sestzuftellen. In der Pariser, Ml demie der Wissenschaft wurde eine sehr iiM effante Mitteilung von Marth über die Tick—' etwa Mitte September — werden aM« auch das Schwimmbad und Dampfbad ganz pi*| schlossen werden müssen und nur mehr die AbgoL» von Wannen- und Brausebädern mögliche sein. Um die Heizung vollwertig auszunutzen, toirbtel Badezeit von morgens 8 Uhr bis abends V28 Uk j (— lohne Mittagspause — ausgedehnt. HoffenllÄl gelingt es in dieser Einschränkung den BadebetriüV über Winter aufrecht zu erhalten, um so unfttil Stadt die Wol/llaten des Vvlksbades weiter ' nie feen lassen. ** Gleichstellung und Anerktn nungderDiplomprüfungeninHesseiii und Baden. Zugunsten der Freizügigkeit da Sttidierenden der technisck-en Wissenschaften tfcbfli die Regierungen von Hessen und Baden vereinbar I Feuilleton. — Liszt über Revolutionen. Als Liszt gegenüber gesprächsweise erwähnt wurde, daß die Rachel nach der Februar-Umwälzung in Paris in antiker Tracht auf der Bühne die Marseillaise pefungen habe, erklärte er dies für eine Torheit, ja für ein Verbrechen! „Was hat," sagte er, „die jetzige Revolution mit jener im vorigen Jahrhundert gemein? Was soll der blutdürstende Hymnus bei einer sozialen Umwälzung, deren Grundprinzip die Liebe, deren einzige Lösung nur durch die Liebe möglich ist? Wie hätte man es dulden dürfen, daß in dieser Revolution die Worte: qu’un sang impur abreuve nos sillons! gesunken würden. Ick weiß und ermesse," führte er werter aus, „was ich sage. Ich würde einer der Ersten fein, zu den Waffen zu rufen, mein Blut hin- zugeben und nicht zu zittern vor dem Veil der Guillotine, wenn es die Guillottne wäre, die der Welt den Frieden und der Menschheit das Glück geben könnte! Aber wer denkt daran? Es handelt sich darum, den Frieden in die Welt zu bringen, indem man gerecht wird gegen die Einzelnen in der Gesamtheit! Es handelt sich darum. Die Ideen triumphieren zu ma^eii, deren einstiger Sieg als ein gewisser vorauszusehen ist! Es handelt sich dabei ebenso um national-ökonomische Dinge, um tiefe Studien, die zu unternehmen sino, wie darum, daß man endlich Ernst macht mit der Liebeslehre des Christentums. Und bei einem solchen durchaus friedlichen Werk zu den Waffen zu rufen, die wilden Leidenschaften des Volkes zu erregen, zum Blutvergießen aufzufordern und zu dz. Mainz, 23. Aug. Der Höchstkommandierende bat nunmehr, wie wir bereits kurz mit- tcilten, die Vornahme der Wahlen zu den Gemeindevertretungen, fcter Bürgermeister und Beigeordneten, sowie der Wahlen zu den Kreis- urtb Provinzialvertretungen im besetzten Gebiet genehmigt. Tie Wahlen werden voraussichtlich alsbald nach der enbgültigen Ratifizierung des Friedensvertrages durch die Regierungen der Entente stattsinden. Tie Wahlvorbereitungen sind im Gange. ben Schluß des Berichtes des Amerikaners H 0 0-1 K i n s b e r g e r, Vorsitzende des Bezrrksvererns Vers über seine Studienreise in Mftteleuropa zur der Reick>spost- und Telegraphenbemuten in Kenntnis. I Darmstadt, ins Reichspostministerium berufen. Geldschnmggel. Stellung der Kunstgewerbeschule md zwar der Lehrgänge für die neuzubildende kunstgewerbliche Vorklasse, desgleichen der Fachklaiß für Keramik, Holz- und Metallbairbeitung eröffnet ,, werden. Näheres über diese Ausstellung wich a . 7 ~ ‘ flflreTr pich Mvomen. diesem schrecklichen Zweck auch noch die Bühne zu griff, das das hessische Wappen mit einer Krone entweihen, das ist Sünde und Verbrechen." Liszt darüber zeigt. I »»Grü'n-cr Engen. ® W E150 Ml N DÄMM t tonnte mn Da 2Man W OSrünber- M crmrv nr ^hinter W» , yt ließ sch « 4)SartcngMNd ■XX ift, als B nBkräe trat n As an die Stan rj eines pinai Samtes im ciltt verfügen b Oe, imb ber 21 - sÄmmge Lagi tiriodjt. 2as voi n für geeignet ji ftiden, mü> da km. 1800 qm 0e rate mm da M diesem PI ft das figentl M! äs Garten be Ifek jum Selbstkv ; OGrünber | Eseiiterei hat bi ntosfeln für ' erhielt jede Nachbargebiete glaubten in sichere Aussicht stellen zu fönnen, daß ihre Regrirungen sich dem preußischen Vorgelien anschließen würden. Französische Justiz. oz. Mainz, 23. Aug. Ter Generalsekretär der hessischen Z ent rum spar te i, Diehl, ist von beit Franzvfon ohne triftigen Grund zu einer Geldstrafe in Höhe von 5000 Mk. verurteilt wv-r- den. Tieljl war Leiter einer Versammlung, als ftanzösische Beamte eindrangen und behaupteten, die Versammlung sei nickst genel-migt. .Tiehl konnte einen ordnungsmäßigeir Erlaukmisschem vottveisen, trotzdem aber wurde er verurteilt unter dem Borna nd, er habe in der Versammlung Verbotenes gesagt. Daß zahlreiche Zeugen das. Gegentell bekundeten, war umsoirst. fm. Mainz, 18. Aug. Im Rochushospital hier, das als Lazarett verwendet worden war, wurden im April Wasche, Kleider und ein Ofen gestohlen. Der Haupttäter Friri)rich Kraemer flüchtete nach Frankfurt und wurde jetzt vom Kriogs'gericht der 10. Armee hier zu 10 Jahren Zwangsarbeit und lOjährigem Aufenthaltsverbot an bestimmten Orten und Städterr verurteilt. Der' Mitschuldige Kutsche Dorsheimer, ein Mann von 42 Jahren, erhielt fünf Jahre Zuchthaus und fünfiahriges Aufenthallsverbot tm bestimmten Orten. Der 29jährige Sanitäter Mauff und der 34 Jahre alte Pförtner Stein wurden mit je vier Jahren Gefängnis bestraft. Schwindelnachrichten. ch. Bingen, 21. Aug. Kürzlich gingen Nach- ridjtcn durch die Blätter, in Bingen seien plötzlich 60 vermietbare Wohmmgen frei geworden, ebenso wurde über Erzfunde im Hunsrück gemeldet u. a. m. Man möge sich beruhigen, es gibt (in Bingen keine leerstehenden Wohnungen, es ist hrrr genau so wie auch anderwärts antb die Hunsrücker Erzfunde sind in den Hmrdstagen früherer Jahre schon oft gemacht worden. Sogar Silber und Kupfer wurde schon im Hunsrück — früher — entdeckt, diesmal besteht der ganze Jdarwald aus Mangan. hl. Wiesbaden, 23. Aug. Die französischen Behörden in Wiesbaden zwingen die Zeitungen zur Aufnahme folgender Erklärung: „Tie lebhafte Bewegung gegen denArtikel 18derdeutschen Verfassung scheint sich in das gesamte Rl)ein- land sortzüpflanzen. Tie zahlreiclion Gegner dieses Arttkels behaupten, daß man ihn in dem lftW- rheinischen Gebiet nicht anwenden kann und darf, da die vorgesehene zwftiahri.se Frist, die für nötig erklärt wird, um das Sibcinkmb von Preußen lvs- zusagen, den Bewolmern dieser Gegenden unerträglich erscheine. Tatsache ist jedenfalls, daß eine große Anzahl Wähler der Kreise Höchst, Homburg, Usingen und Rl-eingau die Volksabstimmuns für die Errichtung einer von Preußen unabhängigen rheinischen Republik einstimmig verlangt hat." mut Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat durchberatcne Voranschlag 1 AM ** . Derer! bi feder Revfliisabtea gtöW - ----- — * IweeUtlMg alilrela n. preie* •« «le Brlhl'uhe Öelw.-Drcekeroi. K Lange. eiala» r Niinstvcrrin. ü ittr Zkirlmer ist nuitmj lungSräume bleiben , im. Tie Gießern jeden Sonntag twn 1 «öffnet. Am 15. &■ KunstvcmnseineAu! gemerbeschule r die neuzubildeiüt hm *5gletdvn der ’lttantearbdhing erö tjt #u3lklluni nricb ehtanc! 01MM Achtung! L0He Sendung Cinmach» und Salat- urken sowie Zwiebeln u. sonst. Gemüse , !mr??btroffen zu den billigsten Preisen. Verkauf ' i"')ttwoch und Freitag von morgens R Ubr nn ■oUDofftr. 23, Erke Löwcngassc. H. Ferber. legen ist, als Baugelände aufzuschließen. Viittlerweile trat nun der Staat mit bem An- Mehrheit diesem Plane zu mit dem Vorbehalte, bah er das eigentlick>e Baugelände uncntgdtlid), de! als Garten dem (Sebäuhe angeschlossene Gelände zum Selbstkostenpreis überlassen will. Q Grünberg, 23. Aug. Zu Anfang dieses ZahreS crlvarb die Stadt das Anwesen der Der- storbeneii Geschwister Sehrt. vestchcnd aus HauS und dahinter liegendem ca. 3000 qm groften Garten. Sie liest, sich dabei von dem Gedanken leiten, Für die liebevolle Teilnahme bei dem Heimgänge unseres lieben (Fnt* schlaiencn sagen wir ans diesem Wege unseren herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Gertrude Wisker Wwe. ©leben, den 23. August 1919. 9809 ♦* Grünberg, 23. August. Ter gestrige ,Ludwigs markt" war mit 349 Schweinen, rwist Ferkeln, befahren Teit gröstten Teil davon sellten die 3üditer, Landwirte der Umgegend. Auch einige Händler hatten Ferkel und Läufer cmgebotm. Ter Handei war gedrückt, und die Preise zurück- Gegangen. Es kosteten ü—8 SBodxm alte Ferkel 70-100 Mk. Wo Stück, 8—10 Wochen alte 120 bis 150 Mk. pro Stück, ältere bis 200 Mk. Läufer 2 ;0—270 Mk. pro Stück. Am Scltlusse des Mack ü-s konnte man dvobochten, dast einzelne Händler von Landwirten, welche nidjt ausverkauft hatten, den Rest an Ferkeln aufthuften und fortbraxfjten. Todes-Anzeige. Heute nacht verschied plötzlich und unerwartet mein guter, treuer Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel Eberhard Metzger im 62. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Minna Metzger geb. Becker. Giessen (Ludwigstrasse 30), den 23. August 1919. Die Beerdigung findet Montag den 25, August, nachmittags 3l/i Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. [,8ao Landkreis Sieben. -i» SemeinderatSmitglied als Feldfrevler. ^o. I n he i d e n, 22. Aug. Bergangrnc Woche «tappte di.' hiescge Feldwache bei ihrem Pa- trooillcngang einen Mann, der sich eine tüchtige kjast MarS von einem Acker abpeerntet hatte und svegtrogen wollte. Er wurde sestgeuom.uen und tttpupvte sich als das Gerneinderalsmitglied £>. E ß8 wurde sofort Anzeige gegen ihn erstattet. Bemerkenswert ist, dast gerade dieser Mcum bei einer Ahuna, in der beschlossen wurde, dem Feldfrevel energisch entaegenzutreten und eine Feldvacl-e zu Hilden, lebhaft dafür eintrat. der Gemeinde Burlihardsfelden für bas Rechnungsjahr 1919 liegt vom 26. August l. I. an eine Woche lang auf unserem Amtszimmer zur Einsicht offen. Tin. Wendungen Können während dieser Jett schriftlich oder zu Protokoll vorgebracht werden. Ts wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen Brt*r*$bCTi ^chnischm Hochschulen yu Darm- stabt und Karlsruhe erlangte Grad eines Diplom- tzvgenieurs von Hessen und Baden geaenseirig für die Zulassung zur Staatsprüfung im höheren Bau» «fache und zum höheren Staatsdienste anerkannt wird. fiimen an die Stadt heran, Gelände zur Errich- tinig eines Finanz- und Kreisvermes- lungSamtes zur Berfügimg zu stellen. Beide Armier verfügen hier nicht über eigene Dienst- tzrbäude, und der Wechsel bei dem einen Amt hat tiitc schnücrige Lage in der WohnungSbesck-affung vmir acht. Das vorhin genannte Stelände wurde .— ür geeignet zur Ghricbtnng dieses Gebäudes befunden, und der Staat verlangte die Abgabe feit ca. 1800 qm Gelände. Jü feiner letzten Sitzung stimmte mm der Stadtvorstand mit Stimmen- 8 ■me6r; mit S’KfleJt W Ksä SgfS« r. Kni . ffVnti Bekanntmachung. Der vom Gemeluderat durchberatcne Voranschlag der Gemeinde Grohcn-Linden für das Rj. 1919 liegt vom 26. August lsd. 3s. an eine Woche lang auf unserem Amtszimmer zur Einsicht offen. Einwendungen Können während dieser Zeit schriftlich ober zu Protokoll vorgebracht werden. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Grohen-Linden, den 23. August 1919. 9830 Bürgermeisterei Grohen-Linden. Lang. öS SsZi LWS , h^otbttlid, 7,7 ’Men nur m ni; SiSvS ori.tannien ist «n - - ML______________ u aulgenommen dieses Gartcugelönde, das zwischen Tuntl-alle und bei geroöhniid* Lösentränke inmitten der Stadt sehr günstig gc- ^bötinti)ocofniibr l, »*’*•* »9 Wi»irrtrfÄnh* Aifr«>» J T» hinten «erteil ■MfDlitkiK lr Gebühren entsprch, Bersümmg -h 'nfJe W teridHie^ wÄ5L^n •» HWtemw Prüia tt ehr Itattnnbet, lach Mienen Briefen R-tXx n Zustande am Besfi, md daher notbmaU dir die Briese ins Sütila er Süd-Anlage iü b Bellt: 2 g, al Monatsrvsk, Mitt :r Oper „Preciisa" w »ltetenleben! fonpii >-Waljer ter Cunu ; Aus TeuischlaBM! mkim. t in unserem Bois ter Mlemtkfc nk! werten. Fur dt^ 3 Tage in der i> Samstag - tewj ihrend f« ri n werden 1 werten Markst noch« Eintritt M Wj! ^ptember — n und TomPsbad Mk und nur mehrW raosebätern wgiy Ttig au.^liraS; > J g Uhr bis abenvs - au^jetebnt. W tiirWten»^ u echrlien, m ^Lolksbadesvnto' O Gr ünberg, 23. Aug. Die hiesige Bür- ’pmnciftcrci I)at bis jetzt schon zweimal Frühkartoffeln für die Beüwhner tefcbafl’t. Vorige E erhielt jede Haushaltung 15 Pfund, zum von 18 Pf- für das Pfund. Die Kartoffeln tat von einem Gute in der s)tähe. Diese Woche Itxir es sogar möglich, durch Bezug eines Waggons ans der Wetterau der Daushaltung je nach Bedarf rinnt halben bis ein n ganzen Zentner zukommen lasseit. Der Preis war der gleiche wie bei der t Lieferung. **■ Lang-GönS, 23. Aug. Wie in an bereit n haivn auch hier die Felddie b ftä hle sciir angenommen. Um sich dagegen zu schneit, ha> n vor einigen Tagen die Landnärte in einer K saminlnng beschlossen, dast jede 9iad;t ablvach- fdnb 10 Mann Patrouille in der Feldmiark gehen. Lindenftrutb, 23. Aug. Hier wurde fine Ortsgruppe des Hess Bauer n- b n n b e 8 gegründet, der sich 25 Mitglieder an- sclilossen. Zum Vorstand wurden gewühlt: Wilhelm .’iVil I., Ludtoig Bräuning, Peter Guntnim II., «v'itrrich Fatum X. uitd Georg KVirl Sclielt. Watzenborn-Steinberg, 23. Aug. Am letzten Sonntag sand hier eine gutbesuchte Versammlung der Landwirte statt, in der eine Landwirtschaftliche Bezugs unb2lb* » atzgenossenschaft e. G. m. b. D. gegründet wurde. Zum Direktor wurde 5tbnrat sich der Landwirtschaftlichen Zvittralgeiwsscn- schast in Tarrnstadt angesclüofsen. ** Wieseck 23. Aug In der Gemeinderat s > t tz u n g vom 22. August wurden die ein* gereichten Suomissionsarbciten für den Umbau der Klingsporschen Fabrik zu Mietwohnungen genehmigt. — Von der Anpflanzung von Obstbäumen auf dem 9lb- triebc am „Schrein" wird vorerst Mstand mmom- men. TagegenZindet eine Anregung volle Zustim- wung, einen Dnl als Sport- unb Spielplatz an* zulegen. — Dem Schuldiener wurde eine Sondervergütung von 80 Mk. für die Reinigung der neuhergestellten Schulsäle bewilligt. — Bet der Neuregelung der Teureungszulagen für die Gc- mernbebeamten war angenommen worden, dast lei det" Forstwart hierfür die Oberförfterei zuständig M .Ta bem nicht so ist, werdeit dem Forstioart die gleichen Sätze rachlvwilligt. — Zwischm der Ausstellung des Mehl verteile cs und der der Bäcker besteht eine erhebliche Differenz. Um gleicl-zeitig dcn uni innigsten Gerüchten hierüber den Boden zu ent- ztehcn, soll eine Besprechmtg Klarheit schaffen, an brr auster der Lebensmittelkommifsion, dem Dkehl- verteiler und den Bäckern noch die (Ztaueiitderats- nntglicbcc ©ebener und SVümniel teilnebmen. Kreis Friedberg. Rl. Friedberg, 22. Aug. In der gestrigen Sitzung der Stadtoerordneteuversammlung beantragte der Führer der Unabhängigen Sozialdemokratie, an die Regierung das Ersuchm zu ridxtcn, die Forderung der Landnnrtc auf Beseitigung der Zwangswirtschaft abzulehnen. Dte Beatüitdung stützte sich u. a. auf die mangelhafte Belieferimg der Stadt Friedberg mit Schlachtvieh. Der Antrag tarn mit knapper Mehrheit zu Fall. Dagegen wurde ein demokratischer VermittelmigSaulrag, der sich für ftujernwifen Abbau der Zwaugswirtsck-ast aussprach, einstimmig angenommen. Q. .Bad-Nauheim, 23. August. Tie Fleischversorgung der eml-eimischen Bevölkerung ist diese Woche febr rnöstig ausgefallen. Auf den Kops der Eimv>ohnerstl)aft gibt es 50 Gramm 0>l>rcktes mit ftmxijcnbcilagc, während die Kurgäste durch die Eiitkaufs-Genossenick^aft reicküich mit Fleisch versorgt lucrbcn. — Etwa 20 wetblick-e Lilfskrüfle, die während des Krieges in den Tienst der Stadt traten, müssen jetzt nach und nach ihre Stelluirgeu anjgebcn; ab 1. November soll feine toeiblidx Hilfskraft mel/r im Tienfte der Stadt tätig sein. Starkenburg und Rlteinhessen. rm. Darmstadt, 23. Aug. Der Bieh- auftrieb aus dem Kreise, wie aus der ganz«: Provinz, ist in dieser Woche derart schlecht und ungenügend, dast die für die StadtauSgabe angekünoigte Menge von zuerst 100 unb dann auf 75 Gramm pro Kopf angekündigte Menge Fleisch nickt auügegeben werden kann. Ein arofcer Teil der Bewohner wird daher in dieser Woche auch auf diese gewist geringe Menge frisches Fleisch verzichtar rnüfitm. Für die nächste Woche soll es überhaupt fein frisches Fleisch, sondern nur tamerikanisckieS Sckuveinefleisch, da» bcfatmtlidji ziemlich teuer ist, geben unb dann soll das teuere Corned Bees zur Ausgabe aelarrgen. Sw. D a r m st a d t, 22. Aug. Die Stadtverordnetenversammlung billigte einstimmig in ihrer gestrigen Sitzung die Borlage der Stadtverwal- itung, nach der die Grube Pinnz von Lessen bei Messel wieder eröffnet wird. Die Eröfftlung der Braunkohlenvorkommen der Grube ist bedingt durch die Herrscheiche Kohlenuot. Als Anlagekapital ist ein Betrag von 200000 Mk. und als Betriebskapital ein solches von 500 000 ^«Burkhardsfelden, den 23. August 1919. Bürgermeisterei Burkhardsfelden. Schmidt. (9831 Mark notwendig. Der Betrieb soll als prodewrlser Tagbaubetrieb fojort eröftnct werden, um für den kommenden Winter die äusterste Not in der DauSbrandversorgung zu lindern. — F-erner bewilligte die Bcrjammlung für städtische Beamte, Lclirer, Hilsökräste unb Arbeiter eine einmalige TeuerungSziuläge in Döhe von 300 Mk. für Verheiratete unb Ledige unb von 200 Mk. für Ru hege Hal tSemps äuger unb Witwen, bei einem >h?ftenauiivanb von 673 200 Mk. Die Krei$tag$u>aI}Ien. Das Ergebnis im Kreise Friedberg. Nach ben jetzigen Fesrstellmrgen sind bei der Kveistagswahl im ifrcife Friedberg an Stimmen abgegc.xm: für die Verden sozialdemokratischen Parteien 9327, ßieff. Bauernbund unb Desf. Volks- Partei 8194, Zentrum 2401, demokratijckx Partei 1380, Tcutsche Volkspartei 970. Warn teilte erheblichen Fvhler unter lau fat sind, würde die So- zialdemikratie 13. der Bauernbund 11, daS Len- trunr 3, die Temokratie 2, und die Teutsche Volks- Partei 1 Sitz erhalten. rttrchliche Nachrichten. Gottesdienst, Sonntag, bu 24. August (10. nach TrimlatiS). Evangelisckic fötmclnbr. In der Stadtkirche. Vorm. 8 Uhr, zugl. Christenlehre f. d. Neukonfinniertat a. d. Mat- thäuSaemeinde: Pfr. Mahr. — 91/?: Pfarrassist. Schaefer. — In der Johann isttrche. Vorm. 8 Uhr, fällt auä. Siebe Stadlkrrche! — 9Vs: Pfr. AuSseld, — Wartburg, evgl. Jünglings- u, Alänner-Vnvrir, Tiezstr. 15. Sonntag, 24. Aug., TageSausftug. Näheres im Vereins- lokal. Freunde deS Vereins herzlichst emgelatp-it, — Samstag, 30. Aug.: Unterlyiltungdabenb der filteren Abteilung. Gäste steiS willkommen. — Dibeltrünzchen für Schüler bölwrer Lehranstalten. Jeden Mitlwvch von 6—7 Ubr für die jüngere Abteilung. Jeden SamStag von 6—7 Uhr für die filtere Abteilung im J-vhannesfaal. — Btbelkräuzchen ftlr Niödckien airö der Jo- bauneSgenteinbe. Jeden Tiens lag von 6—7 Uhr im Jiolxenm-ssaal. — Senutbig, 24. Aug., vorm. 10: Kirch berg. 11: Christamt m. Pr. Feier der ersten hl. Kommunion der Kinder. 11*/*: hll. Messe; nack-m. 3: Andacht rn. Segen. ^ochschulnachrichten. Marburg, 22. Aua. (Wolff.) Der Direktor der chirurgischen Klinik, Professor Gulicke, I)at einen Ruf nach Jena, und der Direktor der Zahn- flinik, Professor Fischer, einen Ruf nach Hamburg angenommen. Sport» •• Aus bem Sportplatz an der H'ardt werben morgen, nacknntttagS 2 Uhr, folgenb* 'F u st- ballwettspiele ausgetrageu: Sportverein Merkur — Verein für Rasenspiele 1900, 3. Mannschaften; Sportverein Merkur — Verein für Rastn- spiele 1900, 2. Mannschastiir. ** Der Ruderklub ,L> assia" veranstaltet morgen du Spo rtfest in Gestalt einer internen Rmckta. Im Einer wird die Klubmeistcr- schäft ausg-fahren, anschließend folgen Anfäiiger-, Junior-, Senior-Vierer und Achter. Im Weit' schwimmen messen sich die Mannschaften im 50 und 100 Meter Brustschwimmen. An Wasscr- fptaen gelangen Schlsferstvchm und DüttenNmtt- fahrt zur Aufführung. Eingesandt. (Für Fann imb Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Wiederholt kann man die unangenehme Wahrnehmung machen, dast K fi u ser ^meistens Frauen) in Obstgeschäften die Güte der Waren dadurch zu prüfen suchen, das, sie bat betr. Gegeu- stand ziemlich nahe unter das Riechorgan bringen. 5a6 eine derartige Art und Weise gerade nicht sehr apixtitanregend ist, kann man verstehen. Im Interesse der Gcsundhctt ist ein solches Tun doch zu unterlassen. i Einer für die Allgemeinheit. Schiebertransporte im Sitterzugverlehr- Welck>nt Umfang die Tran-Porte auS den besetzten Gebieten angenommen haben, erhellt am besten die Tatsache, daß täglich in allen groben Städten Waggons von den Sichcr- hcitLbehcrden festgestellt werden, welche mit Waren aller Art ohne Kenntnis der Eisenbahnverwal- tintgen an ihren Bestimmungsort gebracht nx-rben Man hat sichere Beiveise bafür, bah in Düsseldorf, Duisburg, Franlsurl, Essen unb Lltüncheir-Gl ad- bach Zentralen teReben, die eilten riefen- h asten Schmuggeldienst eingeriritet haben. Die Organisationen erstreckm sich über bafl gan^e Reich und mit Hilfe von Eisenbahnern werden bte WaggoirS mit den auözusühr.mden Warm sicherer und schneller an ihren Bestimmungsort geleitet, als dies dem legitimen anbei möglich wäre. Von M üncken-Gladbach aus toerben augot- blicklich grobe Mengen twn Textilwaren auogc- fübrt. Die dortigen Spinnereien arbeiten zum Teil I rieb er, da sie Baumwolle — natürlich unter der Hand — in beliebiger Menge erhalten können. Die Einfuhr dieses kostbaren Rohmaterial- er folgt zum Teil aus Holland, too die an der Grenze stationierten BesatzungSosfijiere und Beamten gegen eine Gebühr von 9000 Mk. den betreffenden Eisenbahlmmgen mit dem Vermerk .Hoere-gut" versehen. Zum Teil werden ebenfalls durch Mithilfe her Besatzungütruppen Fertigwaren ane» England bezogen und iveiter verlchoben. Sv bietet eine Aachener Firma in deutschen Tageü- zeituiigen „jeden Posten amerikanischer Hcrrrn- und Damensticsel" zum Preise von 45 Mk. an. Diese Schuld sind wrnebmlirf) in Hainburg yi haben. 9teuerbing8 werden von S^üeielchändlern tu Berlin „cnglifdye Tuche" an geboten, die massenhaft eni geführt werden und deren ntiliderwertige Qualität in feinem Verhältnis zu dem geforberterf Preis von 30 Mk. pro Vteter steht. Es handelt sich hauptsächlich um gefärbtes englisches Militärtuch. Wollene und baumwollene u.nlerwfische, die jetzt massenhast von Schieb.'rn anw:bjti*n wird, ent stammen gleichfalls atglifclym Militärmagazinen. Das Hauplgesckiäft liegt jebod) nach wie vor in der Einfuhr von LebenSmitt^n. Die Regierung bat sich hier aus dem Grunde znm Einstlrreiten veran- lafit gesellen, weil die durchsck)nittlich geforderten Preise jür Speck intb Schmalz Wucherpreise sind, da an Ort und Stelle von den Grossisten die F-ett- warcn znm Preise von 4,50 Mk. bis 5 Mk. pro Kilo abgcgetuni hk*rbcn. Neuerdings hat man einen aliSgedehntelt Schleichhandel mit Mehl nach Süd- deutsck)lai Bedar kleinere Quanten ausführen, als vielmehr an den vollkommen korrupten 03 ü ter- dienst. Man hofft durch gciign.-te .WonfmUe der Züge endlich bimi grvst angelegten Gdymugglcr- dienst auf der Ciseirbahn ein Citde zu madyen. AiitcrelstiißtMkliischlift Per Zioiliiigksttllleii bei uiil. h. 18. A. K. Ortsgruppe Giesten. ..... Mitglieder-Versammlung TimSlaq, 26.August 1919, abends 8 Uhr. 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Wetzlar. Fuhrmann für sofort gesucht 9723 Frankfurter Str. 29. Arbeiter kann sofort eintreten. 9724 Gebr. Kahl. IRöfcelneechatt ßrizuebaaia OIMIl Bahnhofstratze. Scrläiiffrin nnö BiiWlterin gesuÄ Lederbandlnng Kabn, 9795 Bahnhofstr. 63. Gelernte Bererserinnen Nr. 196 Zweites Blatt Eiehener Anzeiger fGeneral-Anzeiger für Gberheffen) Samstag, 25. Auguit 1919 Machdruck verboten.) Fortsetzung 40. 5*0- n c. i i m s> lit 'N •rb- :n»- nd u. eß. 10, HP ij/ oa ht hr ne in. Jagdhund braun, mit weißer 8r t weih. Men, nm nt Cbr einger. rntimir Skberbt. erb. ÄeL I Änfaufro. aeroarnt. I ** Tie Bewirtschaftung des Sauer- kvhls ist durch Bekanntmachung der Reichs- stelle für Gemüse und Obst ixxm 30. Juli aufgehoben. Sonntag- am all, weil’i- rin pc- und | Dna ■Motiuiiti Wir eröffnen TinD 2. Lepl. 1018, abtafl 7Ubr,in der alten n* fdmle J Kirch,traße^ unter Leitung nj 1. LoriiMden. U A.Karnbach'MZ gcvr. Lebrcr d. teW gravbie, cmcn Coupons- bogen W M. 2000.- 5' ÄricöfianlcibefiltB Nr. 1175213 J der Führt von M lar nach Giegen verloren gegangen. - bringer erhält Le!°h nuno beim M IM. Bastei 2111$ Stci^t nnv Land. Gtesten, den 23. Aug. 1919. ** Amtliche Personalnachrichten. Am 18. August d Js. wurde der Finauzamtmann bei dein giuaiizamt Darmstadt I Finanz rat Aug. Klingel Höffer mit Wirkung vom Tage seines Dienstantritts an zum Borstand des Finanzamts Grün berg ernannt. Ragna Svendburg 'Jiomnn von Anny Wothe. ltcb'l İs>-,"llbt^ oon I i= ä*«iü KW ZA -n9ebotPx5Ctri1*l'l DtrJ mb-yelM tzurzickrut Wt *21 unbferrcn.UiiierW gelb 10 SR«£ jlnmelbunfleno.i-tg genannten-* »irn ne 5, ober zu - j ftunte«^ ** D i e W a r t e s ä l e im hiesigen B a h n h o f, die während der &it des militä- reschen Rückzuges uirh der Demobilisierung arg gelitten hatten, sind in den letzten Wocfar sauber und neu hcrgerichtct worden. Die Eröffnung des Speisesaales füll am morgigen Sonntag erfolgen. ** Die Erzeugcrhüchstpreise f ü r Grünkern sind durch Verordnung vom 14 August von 90 Mk. für den Doppelzentner auf 120 Mk. erhöht. Der Grünkern wird von der Rnchsgctreidestelle erfasst, die, wie in den Vorjahren, nrit deni kommissionsiveisen Aufkauf den Einkauf südwestdeutschir Stirdte in Maimheim beauftragt hat. Die Preise für die Abgabe des Grünkerns an die Verbraucher werden wie bisher nach den vom Reichsernährungsministe- rium ausgestellten Grundsätzen von den Verteilungsstellen geregelt. ** Tie Bewirtschaftung des Sauer- Nach den Erfahrungen, dir wir hierüber in dem Lalfestel von Gießen gemacht fabtm, war dies bis- .*?■ 'bhr schiwrerrg. Es ist aber in dem neuen beut- laen Reich unbedingt zu verlangen, daß Landes- grenzen nicht mehr wie bisher, chinesische Mauern bedeuten, londern daß ein richtiges Zusammenwir- £ einzelnen Länder auf dem Bonn ter Reichsverfapung für sozial gemeinsame Zwecke statt- NPd^t. Nun steht allerdings die sogen. Soziali- 1 rer un g der E le k t riz i t ä l sein ri ch t u n* 3« T! int meich: bevor und man könnte scheinbar einfach warten, bis düs Reich rincn solchen Plan von nch aus in die Hand nimmt. Ich fürchte jedoch, oal, n»enn die Sozmlisterung in Form eines bu- rraukratiichen Zentralismus mit dem Sitz Berlin zuilandetommt, sich viele Hemmungen gegen solche wirtichaftlickstn Pläne in den Teilgebieten des Reick es Herausstellen werden. Wird das Etek- trizttatswesen sozialisiert, so ist m. E. unbedingt b-l der ^Ausführung eine Dezentralisation nach Landern lutb Wirtschaftsgebieten ""ter einheitlicher Leitung des Reiches notwendig, und gerade vott diesem Gesichtspunkt wird man den Vogelsberg a l s ein Teilgebiet der Elektrizitätsversorgung i m Zusammenhang behandeln PV’. ' Jc n Geschielst die Svziali icrnng des Elek- trizttatswesens in ungeschickter und bureaukratiick»er Welse mter Form, da st die jetzigen provinzialen und stadtiichen Werke einfach vom Reich ausgesogen imd mit R:ick>sbeamten te eyt werden, so wird dies der, nnrtschaft.icken Eittn-icklung d.'s Elekttizftäts- weseiis voraussichtlich, nickst dienlich sein. Die Hauptsache ist, daß die natürlichen Quellen der Elektrizitätsversorgung, d. h. neben Steinkohlen, Braunkohlen und Wasserkräfte nach Mögl'.cMeit I>erangezogen und zur Versagung größerer Wirtschaftsgebiete verwendet werden. Von diesem Gesichtspimkt könnte die elektrische Verso rgrmg des Bogelsberges ein Muster für andere deutsche Wirtsckjaftsgebiete werden. Oie Lrschllehung öes Vogelsberger durch eine elektrische Buhlt Gicßeu—Taufstein—Fulda Bon Prüf. Dr. Sommer, Geh. Med-Rot in Gießen. T« wirtschaftlichen Verhältnisse Deutschlands nach dem Friedensschluß führen mit Notwendigkeit zu einer besseren Erschließung der Bodenschätze. Besonders die Steinkohlennot, die zum Teil durch den Verlust wichtiger Kohlen.gebiete bedingt ist, drängt vor allem zu einer erhöhten Ketlwi-ndung vvn Braunkohle. Sodann haben die Erfahrungen bei der allgemeinen Wohnungsnot «zeigt, Vvn welcher Bedeutung eine billiger: Hcr- brischasfung von Baumateriil ist. Neben diesen allgemeinen 'wirtschaftlichen Bedingungen ergibt sich gerade für dm Nogelsberg aus der eigene artigen Anordnung der Bahnlinien die Folge, daß dieses Bergland besonders in westöstlick-er Ri- rung noch nicht ausgeschlossen ist. Bei den folgenden Ausführungen bitte ich Rav-ensteins Wegebezeicfa mingskarte für Vogelsberg und Wetterau zu ver- gleichen. In ein Sdjema gebrackst, zeigen die Bahnstrecken Gießen—Alsfeld, Alsfeld—Fulda, Fulda—Gelnhausen und Ge.nhausen—Gießen ein CiurtaMt, das bei Gelnhrusen auf einer Spitze steht. Tie beiden Diagonalen Alsfeld—Gelnfau- sen lNord-Süd) und Gießen—Fulda sWest-Ost) schneiden sich ziemlich genau auf der Höfa des Kögelsbergcs. Um nach Schotten im Niddatal, sütwcstlich des oberen Vogelsberges zu gelangen, muß man über Nidda im rechten Winkel fahren. Die einzig' Bahn, die den oberen Vogelsberg berührt, ist die vvn Stockheim nach Lauterbach, die über Hartmannshain—Ob Laubach, ndann nach Schlotten gehen, diese Stadt im nörd- lichon Teil berühren und von da über sltüdingshain den Obertvold nach dem Taufstein erreichen. Tie Fortsetzung nach Fulda führt naturgemäß über tlrainfclv, würde von hier dem Tal der Lüder über Heisters—Blankenau nach Kleinlüder folgen und von hier direkt östlich über Heimbach nach Fulda gehen. — Was die für diese Bahn not- Ivmdige elektrische Energie betrifft, so könnte diese im Gebiet des Freistaates Hessen aus iwm Werk der Provinz Oberhessen bei Wölfers- teim durch Verwendung vvn Braunkohlen far- nrnommen werden. Tie Hauptsckstvicrigkeit bildet, ivie in öteten die Provinz Oberhessen betreffen-, ben wichtigen Tingen, die preußisch-hessische Grenze und die Frage, in welcher Weise sich das preußische Gebiet bei Fulda, das zu Hessen- Nassau gehört, beteiligen soll. Hierbei ist der Umstand vvn Bedeutung, daß Braunkohlen 'bmiv luie am südlichen imb nördlichen Rand des Logelsbcrges auch im Osten Vorkommen. N-afa dem oberen Teil der kalten Lüder, die bei Kleinlüder in das Lüdertal mündet, befindet sich nah« bcm Himmelsberg ein Braunkolstenbergwerk. Tie- 'co könnte zur Besck>affung der elektrischen Energie für ben preußischen Teil der Strecke verwendet iterdnt, falls nicht ein Abkommen mit der hessischen Provinz Oberhessen znstamdc kommt. Was i>ii Anschluß an das elektrische Netz der Stadt •Wen betrifft, so ist ein wesentlicher Fortschrftt durch die Verbindung der städtischen Ueberland-- ^ntrale Gießen mit dem Netz der Provinz neuerdings erzielt worden. Tie gemeinte Querverbindung über den Vossberg toürde für das ganze Gebiet zwischen Nüßen und Fulda eine große Bedeutung haben, kenn die elektrische Bahn von vornherein in der Ausstattung nicht nur «ruf den Personenverkehr, sondern auch auf den Güterverkehr in praktischer Form eingerichtet würde. Auch für die Besiedelung des ganzen zentralen Teils des Vogelsberges unter Verwendung des ausgezeick>- teten Baialtbaumaterials wären viel bessere Be- dinaungen gegeben als jetzt. Auch wäre es viel leichter, ben Sandstein, der, wie z. B. Büdingen |ri(it, sich ansgez-eichnet zu Bauten eignet, von Osten Hach Westen in emsaäier und billiger Weise zu transportieren, folge der oben dargestellten kigenart des Balsttnetzes macht der Bahntransport M Zeit viele Umständlichkeiten und Kosten, be- smders, da vielfach mit einer längeren Anfahrt »u den Eisenbahnstattonen gerechnet werden muß. Es frägt sich nun, von wem ein solcher Plan iu die Hand genommen werden Cann. Eine Ausführung ist nur möglich durch ein Zusammenwirken von hessischen und preußischen Behörden. ' _Dte gewerbsmäßige Herstellung von Obstbranntwein ist nach wie vor verboten. Nur für Mengen, -ie für die menschliche Eruährmig unverwendbar geworden sind, können die zuständigen Behörden zur Verhütung gänzlichen Umkommeus Ausnahmen zulassen. ** Die Richtpreise für Gemüse- samen sind festgesetzt und nach Zustimmung des Reickrsernährungsmrnistcrs im ReichSanzeiaer Nr. 177 veröffentlicht nwrden. ** Veranstaltung von Schauptflügen für Landwirte. Um den Laoürwirten und Interessenten Gelegenheit zu geben, die neueste Bauart von Modorpslügen, wre sie die Prnris schon melerorls in Tättgkeit befindlich aufweisen kann, f(iinen zn lernen, veranstaltet die Landwirt- schastskammer für Hessen ein Sck>aupflügen, bei welckwm Motvrpslüge der Deutschen Ki-astpflug- Gesellschast in Berlin, sog. W. T.-Pflüge und der - rsckmotor-Gesellschast in Berlin, sog. Stockmotor- bllliste zur Vorführung gelangen sollen. Das Sckwupslügen erfolgt auf dem Hofgnte .Habitzheim i Odw. am 26. und 27. August jeweils in per Zeit von nachmittags 1—4 Uhr und auf dem Hof- gutc Wickstadt (Oberhessen) am 1. und 2. Sep» tember in der gleichen Tageszeit. ** Tie sozialdemokratische Partei veranstaltet morgen, Sonntag, 10 Uhr vormittags > int Saalban „Caf6 Leib", Walltorsttaße, eine große öffentliche Versammlung. Ministerialdirektor Raab, Darmstadt, wird über: Die Sozial- demokratte und die pvlftisckZen Tagesfragen sprechen. tt. Da die diesjährige Ausschnß- sttzung des Oberhessischen Bicnen- z ü ch t e r v e r e i n s wegen Verkehrssch-vierigkeiten mir 3. Ostcrtag nicht stattfinden konnte, trat sie Arrtttvoch vormittag im Gasthof „Hindenlmrg" zu- sarmnen. Nach dem vom Vorsitzenden, Lel/rer B n ß- Leil^estern vorgettagenen Reckwnschaftsberickt betrug der Mitgliederstand 1432, er hat inzwischen wieder zugenmnmen Die Rechnung ergab einen Ueberschuß von 656,18 Mk., der Zuschuß des Vereins an seine Zweigltererne betrug ettva 800 Mk., -‘'Winunn : flt. gut. d,t°iegenbJ.n,Ol1Lti| Sft-Äyq ‘»•"’äV’vä WM Ragna hatte alles so anders erhofft, Sigrid r>d Sven, die beiden Menschen, di: ihr so unendlich teuer waren, mußten sich ja finden. Was tat daß ihr eignes Herz in dem Gedanken verblutete, daß Sven ihr nie, niemals etwas sein mfte? Oft in stillen und einsamen Nachten hwr Plötzlich über sie gekommen, daß ihre Seel: kut nach Glück schrie, daß sie sich sehnte, nur tiumal, ach nur ein einziges Ädal an Svens rjteu zu ruhen und Glück, berausckiendes Glück seinen Lippen zu trinken, aber siegreich hatte F bie aufflammende Leidenschaft bekämpft. Nic- s' ifi durfte er ihr gehören — niemals durfte 6 ben ihr näher treten, sollten sie nicht beide da- !ftii zu Grunde gehen. Und nun war sie, die sie I i Schwager so lange gemieden, auf dem Wege zu I m. | Er selbst rief sie herbei zum Schutz, zur Hilfe litt die geliebte Schwester, ohc.ie zu ahnen, daß I »gi:a eovendbnrg die war, die sein Herz in Zwie- I teil gesetzt batte zwischen Pflicht und Liebe. O Ite'c ihr hätte sagen können, ob sie recht tat? L, Aber Sigrid rief, Sigrids Leben schien ae- I “Woet. Ta kannte sie keine Wahl — sie mußte jte World. | Endlich nach langer, banger, trüber Fahrt &i>ie letzte Bahnstation erreicht. Ragna aber , nachdem sie dem Nahnzng entfliegen, wr: Pt'J k t ,:m Strande Si hatte in der Eil: F cixJ-cL’Qrün gl, daß nur alle drei Tage ein nach Svendburg abging und daß jie nun Keck >V., Bürgermeister, Ettingshausen. Ludwig Rinn, Fabrikaitt, 5xuchelberm (Kteeis Gießen), Wilhelm Benner, Bürgermeister, Treis a. d. Lumda, Veinrich Etter, Laittmiirt, Muschenheim, Alfied Rumpf, Landwirt, Lang-Göirs, Itlarl Stork, Re- grer-ungsbaumcister, Gießen, Gottfried Leidich, L-'h- rer, Langsdorf, Ludlvig Volk I., Landwitt, Allen- dorf a. d. Lahn, F-ritz Fischer, Recht^mmlt, Gießen, Ludwig Göbel III., Landwirt, Londorf, Jakob bhäincr II., Bürgermttster, Steinbach i.Kr. Gießen), Otto Tyeuerftcin. Hilftwcichensieller, Gießen, Hcin- rrck) Lotz II., Landwirt, Nreder-Bessingen, Georg blling, Lehrer, Gießen, Philipp Stumpf V., Laird- wirt, Reiskirchen, F-riedrich Conrad, Gemeinderechner, Climback). IX. Wahlvorschlag. Kennwort: Landwirt Thao^vr Eellarins, Cckotten. Thc^wr Cellattus, Landioirt, Schotte:!, Fritz MlingeHröifcr, Fotttnuttter, Gedern, Friedrich Wittelin Stein, Landwirt, Stumr^rtenrod, Rudolph Ritter, Bürgermeister, Laulach, Eteorg Ludwig Hofmann, Landivirt und Bürgermeister, Ulfa, Heinrich Kaiser, Landwirt und Bürgermeister, Steinberg iMt. Schotten), Heinrich Null VIII., Bü germeister. Ul id> ein, Georg K auß III., Landwirt und Bürgeririeister, Wetterfeld. rang es sich wie ein Schrei von seinen Lippen: „Tu, du bist Ragna, sprich, sag' die Wahrheit!" „Ich bin Ragna, Sven," sagte sie leise imb zwar so unendlich tveich und milde, daß es bn diesem Ton heiß tote Tränen in seine Augen flieg. Er preßte die Hand gegen die klopfende Stirn, als wollte er die auf ihn einströmende Flut der Gedanken bannen, bann aber sagte er tonlos: „Kamm zu Sigttd." Er reichte ihr ben Arm und jo schritten sie stumm zu dem Segelboot, das luftig auf ben Wellen tanzte. Karras folgte kopfschüttelnd. „Sckmurrige Menschen, die Vornehmen," brummle er vor sich. „Tut der junge Herr doch, als wäre mein Liebling ein böser Geist. Scheinen sich iroch gar nicht gekannt zu haben — hm, ist doch merbvürdig — sind doch ©d^uiegerdteute' Aber Gräfin Ragna, das ist Gute. Wie stolz sie dahingeht. Soll ja vor Jeld schreiben — hm anfefcn tut rnan's ihr nicht — so vornehm ist sie. Na, Gatt behüte sie und die arme, junge Frau auf Svendburg dazu/' Kein Laut wurde zwischen Sven und Ragna grtoechselt. Schweigend bot er ihr die Hand zum Einsteigen. Ohne sie au nehmen, sprang Ragna in das Doot. Ter Grad und Karras falgten. Ter alte Schiffer löste die Segel, und pfittgeschwind schoß die „Möve" durch die schäumenden Wogen. Sven laß mit düster gefallenen Brauen dicht an Ragnas Seite. Dem jungen Mädchen war es, als hörte sie zwischen dem Gebraus und Gezisch den schweren Atem des Mannes, den sie meiden mußte, und der nun so dicht bei ilyr saß, daß sie meinte, den Hauch seines Mundes zu spüren. „Bitte," sagte sie endlich, als sie sah daß Sven noch immer schwieg. „Sagen Sie mir um alles in der Welt, nrie geht es Sigrid? Wie werde ich sie finden?" Sven fuhr empor. „Sie lebt," sagte er, und es war, als klänge eine leise Bitterkeit durch den Ton feiner Stimme. „Gott sei Tank," entfloh es Ragnas Lippen, „dann kann noch alles, alles gut werden." . „Meinst du," sagte Sven hart, imb ein kalter Blick trat ihr Antlitz. „Meinst du? Laß die Lüge, an die du selbst nicht glaubst. Ich weiß alles, Sigrid selbst hat es mir gesagt, daß du es warst, die jie zwang, mit mir nach Svendburg zurück zufahren wahrend ihr Herz sie andere Bahnen zog. Ich habe dir das verziehen, denn als Sig- 1üptfter fcatteft du recht, es war deine Pflickt. Jetzt aber, wo ich weiß, wer Ragna ist, letzt sage ich dir, es war ein Verbrechen gegm Sigrid und mich. Ahnst, fühlst du bemt nichi, bau, man zwei Menschen nie zusammen schmieden kann, dve sich so fern stehen, rote Sigrid und ich? Kannst du auf derner kalten, einsamen Höhe, aus der du stehst, denn nicht mal das nachempfinben, glaubst du wirklich, daß das Bewußtsein, seine Pflicht getan zu haben, alle Wünsckte zum Schwei gen bringt, leben Durst nach Glück stült? Tu kennst die Liebe nicht, wenn du meinst, sie baburrb jugeln ^unb meistern zu können, indem du ihi- das Mäntelchen der Pflicht umhängst. Wir haben beide redlich gekämpft, Sigrid und ich — wir sind am Ende und daß uns der Kampf so schwer ge worden, daß Sigrid wenigstens schon daran zu' Grunde gegangen ist, das ist dein Werk, und du ttägst die Verantwortung." (Fortsetzung folgt) verdammt war, iwch zwei Tage tatenlos auf ten nächsten Dampfer zu harren. Sigrid tonnte in dieser entsetzlich langen Zeit schon läirgft gestorben sein und sic würde sie nicht mehr seh^r, sie würde nichts meljr tun können, ihren Lveblmg bcm Tode abjurtegen. Verzweifelt irrte Ragna am Strande umher. Vielleicht daß sich ein Schiffer fand, der sie hinüber nach Svendburg brachte. Zwar, dte eec ging tixfj, und es war ein Wagnis, aber Ragna schreckle vor nichts zurück. Suchmd ließ sie ihre Augen über die Wasserfläche schweifen, und da flog etwas heran 'rote ein Blitz und durcheilte die Wogm. Ein Segelboot 'war's und — Ragna hätte es unter Tausenden ertiumt — es war die „Möve" uno gehörte Karras, dem alten Karras. Ausjubelnd rief sie seinen Namen und ri:f einmal über das anderemal: „Alter, lieber guter Karras, tausend Dank, daß du gekommen, ich batte es ja nicht ausgehalten, frier zu warten, nun aber sag', tote geht's meiun Schwester, hat sie dich selbst gesandt, sprich doch Alter?" „3a, ja, gnädige Gräfin, allens zu ferner Zett und nach und nach. Die Frau Gräfin hatte absolut keine Ruhe und schrie und jammerte nach Ihnen, und da kam der Herr Graf, der Ihre Depesche falte imb wußte, daß Sic heute hier eintreffen und fragte dann, ob ick wohl allciveile Mut hätte, mit meiner Möve los zu gondeln. Na, ob ick wollte. Topp, sagte ick und dann jing ick zum Claus, den ja gnädige Gräfin ooch noch fermen, damit er uff de Lampen acht gibt, und ba bin ick imb der gnädige Herr Gras is »och da." Zn demselben Augenblick trat Sven zu her Gruppe. Wie cntgcifteit starrte er einen Augenblick in Ragnas tief erblaßtes Antlitz, dann aber Grngesairdt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion bcm Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Unerklärliche Militärritte imb -Fahrten Ich möchte an dieser Stelle anfragen, ob das Militär des neuen Deutschlands nicht auch Gesetz und Ordnung unterwvrsen ist. Sckwn öfter müßte ich mit ansehen, wie berittene Soldaten in frfjneil- stem Galopp durch die Straßen reiten, beim Ern- biegen in eine andere Straße mitunter den Bür- prooinziaktagswahl. .. Flk die am Sonntag den 31. August stattfindenden Wahlen zum Provinzialtag der Provinz Oberhessen iftbie Verbindung nachstehender Wahlvorick-lwge zu gelassen worden. Diese Wahlvorschläge gelten daher anderen Wahlvvr- schäägen geynüber als ein WahlVorschlag. V. Wahlvorschlag. Deutsch-Nationale Partei des Kreises Alsfeld, beginnend mit bcm Nam«: Heinrich Brauer, MüUcnbesitzer, Obcr-Osleidcn. Heinrich Brauer, Mülfleichesitzcr, Ober-Ofleiden, Gustav itiordl, Gutspächter, Angenrod, Paul Heinrich Korell, Bürgermeister, Eudorf, Karl Hesse, Gutspachter, Otterlmch, Karl Dickfard, Bürgermeister, Lehnheim, Otto Seim, Sürgermeifter, Heidelbach. VI. Wahlvorschlag. Kenmrort: Hessischer Bauernbund und .T e u t sch-N a tivnale Partei, beginnend mit dem Namen Mog k, Gustav, Landwirt, Grund-Sckwalheim. Gustav Mogk, Landwirt, Grund-Schwcckheän, ÄVrrl Roemheld, Geh. Justiz- rat, Nidda, Friedrich Fendt, Bürgermeister, Büdingen Georg MöbS, Landwirt, Gettenau, Rudolf Weitzels Buchhalter, Hirzenfain, Joh. Reutzel XII, Landnirt, Kefenrod, August Birkenstock, Bürgermeister, Ranstadt, Tr. Karl Ldffler, Beterinür- arzt. Ortenberg, Heinrich MLser, Nürgermcister und Landwirt, Wolf. VII. Wahlvorschlag. Kenivrort: Tr. Georg von Hclmvlt, Nie- der-Wöllstadt, Neck>t'?anlralt in Fri-.dberg. Tr Georg von Hclnwlt, Nieder-Wöllstadt, Rechtsanwalt in Friedberg, OeCotromicrat Karl Breidenbach, Landwirt, Dorheim, Kvmvd Ph. Diehl, Bürgermeister und Saitütmirt, HockteWeisel, Johannes Seiboldt VI., Land-virt, Niedcr-Eschfach, Jo-fannes Kleophas Reuß, Landwirt, Ober-Mörlen, Jean Fauerbach, Altbürgermeister, Okarben., Hermann Steten, Bürgermeister, Neichielsheim i. W., Hei^v- rid) Fink, Landwirt, Vilbel, Gustav Geis, Landwirt, Ctammheim, Wilfalm Göbel I., Landtvirt, Pohlgöns, Friedrich) Gedb, Landwirt, Klein-Kttr- ben, Robert Wchrheim, Landwirt, Rvbheim v. d. H., Eduard Kipp, Landwirt, Ockstadt,Gustav Rcuhl Landwitt, Petterweil, Ludtvig Wehrheim II., Landwirt, Nieb'r'Rosbach v. d. H., Hermann Mickcl, Landwirt, Ossefiheim. VIII. Wahlvorschlag. Kemrwvrt: Ve reinigte Stadt- und L a n b l i st e, beginnenb mit ben Namen 1. Otto Schneider L, Landlvirt in Utphe, 2. Tr. Paul Gisevius, Professor der Landtvirtschvift in Gießen. Otto Schneider I., Landwirt, Utpfa, Tr. Paul Gisevius, Prvfestor der Landivirtschrst, Gießen. Pelev Neeb, Weißbindermeister, Hattewod, Heinrich in j Overe^j-irc» TAZ auf jedes Mitglied 60 Pf. Wegen großer Erböhung der Druck- und Versenbiuigs kosten ber Vereins Zeitschrift „Die Biene", sowie ixt Kosten für die fribat jabrltdxm Unterrichtslehrgäng«! wurde der Vereinsbeitrag auf 3,50 Mk. jährlich erhöht. Für Fach« vorttäge in den Vereinen n»erben 10 Mr. rntb die Reisekosten vergütet. Tie Imker erfaßen in diesem Jahre zur Winterfütterung der Bienen auf bas Volk 15 Pfund Zucter gegen 12' ? im Vorjahre. Tiefe nottoenbige Erhöhung (xn ber Reichszucker- stelle durchgesetzt zu faixm, ist einzig und allein den unablässigen Bemühungen der Vorstände der deutschen Jmkcrverbänd? zu verdanken. Schlvärmc erhallen 1 chilogramiu Wintcrzucter Der Honig- preis ist von der Zuckerstelle in Mainz auf 6 Mk für das Pfund ohne Glas festgesetzt ivorden. Jeder Imker, ber Füttcrungszucker fabelt will, muß für jedes Bienen.>olk 1 Pfimd Honig an die bekannten Abnahinestellen auf liefern. Iw Jahre 1918 wurden in Oberhesseu 5000 Kilogramm Honig ab« geliefert. ** I n ben Schwarz-Weiß-Licht spielen tritt ab l-eute Shbil Smol owa in ihrem neuesten Roman „Nora Hilger" in vier Alten auf. Außerdem kommt noch bad neue Lust spiel „Baron Kün-enjunge" in drei Alten zur Ausführung. Landkreis Gießen. ** Großcn - Buscck, 22. Aug. Ter l and- wirtschaftliche Konsumverein Grvßen Buseck hat eine Zuchtviehverkaufsmeldestelle eingerichtet. ga. G r ü it b e r g, 22 Aug. Grünberg ist seit vier Tagen ohne Brot. Nack- MitteUung be< Kommunalverfanbes wurde das Biehl am 15. Aug. in Gießen angefahren, nach Mitteilung der Güter abfertigung Gießen am 19. vormittag; nach Grünberg abgerollt. Seit dieser Zeit ist der betreffende Wagen spurlos verfdfltnmben. Ta wohl kaum ein Tiebßahl fit Betracht kommt, wird Wert auf die Feststellung gelegt, daß durch die Verfaltnisft bei der E i s e n b a h n, nickst durch ein ü^rsel-en landercr Stellen, der Brotmangel veranlaßt warben ist. Am 20. sind, um der 9tot zu steuern, auf Ber anlassung deS Komntunnlverbatrbes weitere 50 Sack Mehl in Gießen verladen worden. Die erste Sen düng soll durch telegraphische dtochtorschungeit er - mittelt werden. ** Rodheimb. Hungen, 22. Aug. Dem hiesigen Bittgermeister und Gemeindeeinnehmer wurde vom! Gemeinderat einstimmig eute Teuerungszulage von 100 Mk. bewilligt. Zircis Alsfeld. Up. R Uppertenrvd, 20. Aug. Tie Korn ernte ist hier beendigt und auch eingefahren. Nack einem. Hagelschlag, wie er hier wälirend eines Menschenalters nicht vorgrkommcn und der besoirders den Roggen traf, läßt sich ber Ausfall der Kornernte in unserer Gemarkung beurteilen. Das Korn reicht raum zu den eigenen Bedürfnissen ber Landwirte aus. Der Stand der anderen Früchte, wie Weizen, Gerste und Hafer bringt hoffentlich Ersatz. — Hier fat man die Grummeternte schon begonnen, weil man für die Bergwiesen durch die anhaltende Trockenheit ein Zurückgehen des Er träges befürchtet. Hessen-Nassau. oz. Wetter (Kr. Marburg), 23. Aug. Montag nadjfmittag sand in der Gastwirtschast Junk eine von ben Landwirten aus Wetter imb Umgegend gut besuchte Versammlung statt, die zur Gründwvg einer Ortsgruppe des Bauernvereins führte. Der Vorsitzende des Bauernvereins Kapp aus Wolfshausen und ber Versammlungsleiter Gutsbesitzer Penzel aus Wnönmi begründeten in ihren Ausführimg-en dir Notwendigkeit des ZusantmenschlusseS aller Landwirte. In der Aussprache wurde mit Nachdruck gr ^^U Gänzliche Aufhebung der Zwangswirt- fdwtt, Wcfafiung ber Truschkoutrolle, der Stall- revisionen, Einfaltmtg des Getreides durch die Ge- nieind.ebehörden für die Versorgmigsberechtigten ber G-emernden, um Verteuerimg durch Transportkosten zu vermeiden, bessere Belieferung der Landgemein- den mit Fleisch. Hingegen wurde angeboten: Eine freiwillige Getreideabgabe von 1 Zentner Getreide fiür ben Morgen. In beit Vorstand ber Ortsgruppe Wetter wurden gewählt: Landwirt H. Sck>äfer I, Bernhard Hilberg und Michael Ortb, sämtlich au« Wetter. 811! 6m e> ie !k 'tt ie n. f Auf Wunsch Lieferung ins Haus. 016514 Saalbeize 9376 Gesundes troden.Wlesen- Kupfervitriol Uspuium TrosksHßs Brennholz aii verknusen. Schäfer, Lirher Straße 9. >8W4 Die neueste deutsche Mode Musikinstrumente! ZlehhiraiBiku, Basdharmeulku. Patent-Anwalt Dr. Weerth, Gießen, Goethestr. 33, Fernsprecher 2141. 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W e i m a r, 22. Aua. (WTB.) An die Strratsregierung von Sachs tw-Weimar unb an die Staats- regierimg von Sachsrn-Weimar-Eisenoch hat der Reichspräsident folgendes Schreiben gerichtet : ~ Tie in Weimar stattgehabte Tagung der verfassunggebenden Nationalversammlung hat nach der Fertigstellung des VersassungÄverkes ihr Ende erreicht. In stetiger Arbeit ist die W Aufgabe der Versammlung gelöst und dem Teutscheu Reiche sein Grundgesetz gesck>afsen ioorben. Tiefe Lösung mar nur möglich, wenn Reick-äregierung unb Nationalversammlung sicher sein Konnten, in der Stetigkeit ihrer Arbeit (einer Störung ausgesetzt zu sein. Tas war in Weimar dank der freunbtidjen und gastlichen Haltung der Bevölkerung und der von demselben Geist gastlicher Förderung und Unterstützung getragenen Adaßnahmen der wer- mariid>cn Regierung der Fall. Auch mir, der ich in den verflossenen Monaten öfters hier weilte, sind die Segnungen der weimarischen Gastlichkeit und vaterländischen Gesinnung zuteil geworden. Auch id> habe in dem von der Staatsregierung bereitwillig zur Verfügung gestellten weimarischen Schloß freundliche Aufnahme gefunden. So mochte ich denn am Schlutz dieses Abschnittes und beim Scheiden aus Weimar nickt unterlassen, der weimarischen Staatsregie- rung und der ganzen Bevölkerung von mir aus und zugleich für die Reichsregierung und alle Organe, die hier gastliche Aufnahme fanden, aufrichtig und herzlichst zu danken. Möge diese Zeit auch für das weimarische Land 'röte schöne und grohe Grfrmenmg bedeuten. Möge das schöne Land in dem neuen deutschen Vaterland nach der verflossenen Zeit der Prüfung einer hohen, feiner grasten Vergangenheit eittsprecherchen Blüte entgegengehen. Der Notemmttausch und die Abstempelung. Berlin, 23. Aug. Im Finanzministerium fanden siestern wichtige Besprechungen aller in Frage kommenden Stellen statt, in denen nochmals der Note n u m t a u s ch imb die Abstempelung erörtert wurde. , Der britische Erlab für das besetzte Gebiet, von dem gestern berichtet wurde,, bedeutet ein Verbot der Loslösungsbestrebun- gen, soweit sie sich mit den jetzt gültigen ; Reichsverfassung nicht vertragen. Eine Einschränkung ist jedoch in der Bemerkung ent- Der Schlichtungsausschutz der Provinz Oberhessen. Verhandlung vvm 19 August 1919. 1. Tie Wirt schaftliche Vereinigung bet Privatangestellten von G ießen unb Umgegend hatte gegen eine Reihe von Firmen des Großhandels ufw. die Vermittlung des Schlickitungsaussichusses . angmifcn, um eint Gehaltsaufbesserung zu erreichen, hatte jedoch die Aufstellung der Forderungen wieder zurückgezogen, um den „Tarifvertrag für kaufmännische und technische Angestellte des Stadtgebietes Frankfurt a. M." vom 26. Mai 1919 auck den Gießener Erörterungen zu Grunde zu legen. Ta dieser Tarifvertrag erst zu Beginn der Ber- l-andiung vorgelegt werden Konnte, mußte man sich daraus beschränken, seine Bestimmungen durch- zusprecken, die sich im aH gerne inen als geeignete Grundlage für die auch in Gießen zu treffende tai ist icke Regelung he raus stellten. Eine endgültige Stellungnahme oder bestimmte Vorschläge tonnten ittod) bei der Kürze der Zeit von der Arbeitgeberseite nicht erwartet werden. Insbesondere mußte Gelegenheit gegeben nrrten, nuteiiUEiber ins Benehmen zu treten über die Feststchmg des Gehaltes der einzelnen Gruppen und di „Wirtschastsbei- bilfe". Tie Verhandlung wurde deshalb auf 26. Aug. 1. Js. vettagt. 2. Zur Abfindung des W i e d e r e i n st e l - lungsverlangens des Buchhalters Götz in Assenheim gegen Koch iWalzenmühle ! in Assen - beim wurde unter Ablehnung weitergehender An- sMücke ein Betrag von 1OOO Mk. zugefpwchen 'Oiehalt von 3 Monaten, Grattfikatio-nsanteil aus 1914 uslv.). Ter Schiedsspruch wurde vom Arbeitgeber anerkannt: Antragsteller will die Entscheidung des Staatskommissars für die wirtschaftliche T emobilmackung in .Hessen zu Darmstadt anrufen. 3. In der Entschädigungssa ttmnJBrcb, dessen Vorhandensein versckIviegen worden ift, tm Urteil für den Staat verfallen erklärt werden. Die Rvtlaufseuche in dem Gehöfte des Karl Schäfer I. zu Leihgestern, des Jakob Reuhl III. zu Golzheim, des Goorg Joh. Müller zu Holzheim, des Jvh Mar- golf III. zu Geilshausen, der Heinrich Rühl III. Witwe zu Burkhardsfelden, und der Joh. 5)ch. Streb Mtioe zu Burkhardsfelden ist erloscküen. Die Sbervnmßregeln sind aufgehoben. Medizinalrat Dr. Walger ist vom 10. bis 27 August 1919 beurlaubt Vertreter ist Kreisassis'.eirzarzt Tr. Schü pper t, Gießen, Lud- trigftraße 45 (Jomruf 1284). vermischte». fn. Bad-Nauheim, 22. Aug. In der vergangenen Nacht schoß an der Tiergattenstraße in Berlin ein dort aufgestellter Posten des Sturm- Bataillons Schmidt auf ein Automobil, das nach seiner Meinung auf seinen Anruf nicht schnell genug halten blieb. Von den darinsitzeirden zwer Töchtern des Prokuristen des Bankhauses S. Bleich- rober, wurde Ada Gloner getötet, deren Schwester Nelly Gloner, sowie der gleichfalls tm Auto befindliche Nauheimer Badearzt Dr. Arthur Friedländer schwer verletzt. In der Klinik wurden die beiden Schwerverletzten sofiott obenert. Das Befinden des Frl. @tonet ist den Umständen gemäß günstig, dagegen wurden wegen Dr. Friedländer Besorgnisse geäußert. ** Ter Sckieberzug. Ter Persvnenzug, der um 12 Uhr 22 Min. mittags Wiesbaden verläßt und stets übermäßig besetzt ist, führt im Volksmund den Namen „Schieberzng^tz Die Schokolade-, Seife- und Speckschieber bemttzen batiptsäcklich diesen Zug, um in der 4. Klasse ihre Kisten und Kasten billig unb schnell nach Frankfurt zu schaffen. Ein einzelner dieser wenig beliebtere Zeitgenossen bringt oft 3 bis 4 große Kisten mit und verstaut sie in dem Personenwagen, ohne sich auch nur im geringsten an dem Protest der Mitfahrenden zu stören. Das Zugpersonal möge sich einmal etwas mehr um diese Leute kümmern. Was übrigens ein geübter Schieber heutzutage täglich verdient, übersteigt das bekannte Ministergehalt. Davon hier nur eine kleine Probe. Ein biederer Bäckermeister vom Lande gelangte zu den. Quellen", wo man feinstes Weiz-mmehl sackweise haben kann. Er verlegte sich deshalb auf das Geschäft des Brötchenbackens. Das Weißgebäck verkaufte er einem Privat-Handelsschule von 7®7C G. Hermes Gießen, Bahnhofstraße 60 Tel. 1097. Gegr. 1900. Anmeldungen für die neue Balbjahres-n. Ja'nresklasse Beginn Anfang September u.Oktober tügl. Prosp. frei. Der Mineralwasserhandlung ist eine Kartoffel-Handlung angeschlossen und findet der Verkauf von morgens 8 bis abends 7 Uhr statt. Halte mich beim Bezug von Winter-Kartoffeln bestens empfohlen. Bekanntmachung. Auf Grund des 8 9 der BekamttmackMrg über Maßnahmen gegen Wohnun^mcmgel vvm 23. Sevtember 1918 werden mit Zustimmung des ReickBarbeitsminifteriums und Ermäckckigung des hessischen Landes-Arbeits- und WittsckMftsamtes folgende Anordnungen auf die Dauer bts spätestens zum 15. Januar 1920 für Lollar getroffen: 1. Eine Ueberlassung Don Wohnräumen an Personen, die von miswärts zuziehen, ohne Zustimmung des Mittcrnigung-amtes ist verboten. 2. Ten .Aufenthalt von Personen in Gasthöfen, Wittsckaften und bergt ist mir für die Tauer von höchstens einer.Woche gestattet. Wer vorstehenden' Anordnungen zuwiderlmn- delt, wird gemäß 8 10 der Verordnung über Maßnahmen gegen Wolnmn.gismangel mit Geldstvafe bis zu 1000 Mark bestraft. Lollar, am 21. August 1919. 98198 £>eff. Bürgermeisterei Lollar. Schmidt. halten, daß „keine neue Autorität o h n e v o r» l;erige Genehmigung der britischen Militärbehörde" anerkannt werden soll. Es heißt also doch noch wachsam gegen reichsfeindliche Umtriebe zu sein? Erhöhung der Eisenbahnfahrpreise. Berlin, 23. Aug. Vom 1. Oktober ab sollen sämtliche Eisenbahnfahrpreise und Gepäck fr ach tsätze um 50 v. H. er. höht werden. Hindenburg über die Reichswehrspende für Kriegsgefangene. B e r l i n, 23. Aug. Generalseldmarschall v o n H i n d e n b u r g hat sich nach dem „Berl. Lokalanz." zu der Reichswehrspende für Kriegsgefangene wie folgt geäußert: Unseren aus dem Elend der Kriegsgefangenschaft heimkebrenden Kameraden die schwere Uebergangszett des Wiedereinlebens in der Heimat zu erleichtern, ift eine Pflicht, der sich keiner entziehen darf. Sie litten für uns. Vergeßt das nicht! Die Bankangcftellten-Bewegung in Hamburg. Hamburg, 22. Jan. (WTB.) In einer Bekanntmachung >r Bankleitungen an die Bank- »ongLstellten, Vie in den Sonn-abend^Morgcnblätwar erscheinen wird, werden die streikendenBank- angestellten au f ge fordert, sich sofort zur Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit an ihrer Arbeitsstelle zu melden und am Montag iric Arbeit wieder zu beginnen, andernfalls mit der Einstellung.neuer Aushilfsbeamter auf Grund bei vorliegenden zahlreichen Angebote begonnen werden würde. Ein Massenmörder. B e r l i n, 23.. Aug. Nach den bisherigen Ermittelungen wurden dem Massennrörder von Falkenhagen, Schuhmann, bisher 10 Raubmorde und eine ganze Reihe von schweren Raubüberfällen nachgewiesen. Militärische Besetzung Deutsch-Westungarns durch Deutsch-Oesterreich? Wien, 22. Aug. (WTB.) Korr.-Bur. T« Neue Freie Presse erhält aus Ententekreisen dir Nachricht, der Oberste Rat habe beschlossen, Deu tsch-Oefterreich i>as Man da t zur militärischen Vetotzung Teutsch-Westungarns -u erteilen. Tas B^att veröffentlicht diese Meldung mit dem Vorbehalt, daß an .hiesiger maßgebender Stelle eine "derartige Nachricht bisher nicht etn< getroffen sei. Römerbrunnen Romanis altbewährtes Mineral-Tafelwasser — Selzerbrunnen Großkarben, vielfach prämiiert — Daunersprudel „Columbus“. Natron-Lithionquelle Karlssprudel Biskirchen, ärztl. empfohl. Heilwasser. — Fachinger Gesundheits-Tafelwasser. — Vorzügl. Himbeer-, Zitronen-, und Apfeisinen-Limonaden. - Natürl. flüssige Kohlensäure empfiehlt die Mineralwasserhandlung Schottstr. 10 Sandgasse22 Telephon 2197 L/Ue VVÜibCl Telephon 912 Bohütt-WaD bekannie vorz. Ware wieder cinoetroffen. Tavclenhans Fen!. Wennntie! Plocksir. 7,1. Benner & Krumm, Gießen. Hur fär Wlederverkänler. Brautkränze Schleier und Buketts. H. Rüger Blninea- n. Kranz^eschäll Krenzplntz 4. WM behördliche Anzeigen. 2 Pferdegsfleger durchaus zuverlässig, ältere gediente Kavalleristen bevorzugt, können beim Numvfstab ^nf.-Regts. 168 sofort eingestellt werden. 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August 1919. 96426 Ter Oberbürgermeister. I. B.: Kreuzten. Besser^^'M.äwirktu.schmeckt Pascossan, ge$. gesch. j Unentbehrlich bei schwachen u. zurßekgehliebeneB Hintlorn, stärkend und appetitanregend, mnskel- n. knochenbildend, hervorragende Erfolge bei dunsten WlllOSfi lll RSCbüfe. SSÄA nehmen. 1 Schachtel ausreichend für etwa vier Wochen, M.3.—. Zn haben in Apotheken n. Drogari». Nempostolifche Gemeinde Gottesdienste: Sonntag nachmittag 3'/, Uhr 7905 Mittwoch abend 8‘/a Uhr. Schieber das Stück zu 35 Pf. Dieser brachte die Ware nach Franlftrrt a. M. und nahm tm Einzel- veikaus 65 Pf. für das Stücks also nur 30 Pf. Ansicliiag auf ein winziges Weißbrötchen. Ta der Umsatz täglich weit über die tausend ging, so hat ber gute Mann mitunter einen Tagesverdienst von 400 bis 600 Mk. Wettervoraussage für Sonntag: Meist wolkig und trocken, westliche Winde, Temperatur luenig geändert. Handwagen Etablissement Liebigshöhe Donnentag den 98. August abends 8 L'hr Frauenarzt Dr. Koch vonderReise zurück \ ö 016496 01«<*J Der Vorstand. 9761c Wilhelm Dorfeld. Eintritt 50 Pf. Eintritt 50 Pf. Zu zahlreichem Besuch ladet ergeb, ein Die Ortsverwaltung. 9711 We|efl, 23. August 19». 9812 Giehen, 22. August »IS. Prof. Dölzing und Frau. Achtung! Achtung! Achtung! Achtung! Achtung! Achtung! Sonntag den 24 Angnst Eg ladet freundlichst ein 016496 Gesellschaft zur deutschen Eiche. Für die rm» aus Anlaß der Vermählung unserer Tochter Gertrud mit Herrn Fabrikanten Haas Wellmann erwiesene freund!. Aufmerksamkeit sprechen wir unseren herzlichsten Dank am. 8. Ochi Q. Verdi J. Lacombe L. Kümmel A. Laukien auch bei Zugabe bes Stoffes. Conrad Bramm. Früh ■ Konzert S3F* der Chlemeeer Herren und halte mich auch fernerhin bestens empfohlen. Gleichzeitig empfehle meine Reparatur-wertftätte für ZUzhüte sowie Anfertigung von Mützen aller Art Es ladet freundlichst ein Gasthaus zum „Gambrinus" Hch. Braun. 0Ifi281 Hans Höhne Ria Höhne geb. 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Walldorf. ’iiiiuiuaminnuiunmiHiinniiHiiiiiiiii:miiiiiiiiinni!!!iiiiiiininniifliiii Sonntag, 24- August 1919, nachmittags 2% Uhr: Sportfest an der Lahn. Wettrnderu (Einer, Anfänger-Vierer, Junior» «ierer, Senior-Vierer, Achter). Wettschwimmen. Wasserspiele (Schifferstecheu, vüttenwettsahrt.) WSHrciiS brr WM'iuft: Konzert der wellerschen ttapelle. Anschließend Tanz im Freien. Samstag abend Kommers im Bootshaus. Sportplatz der Hardt Sonntag den 24 Angnst 1919 Fussbaltwettspiele nachmittags 2 Ehr: Sportverein Merkur — Verein für Rasenspiele 1900 3. Mannschaften nachmittags 3'/, Ehr: Sportverein Merkur — Verein für Rasenspiele 1900 2. Mannschaftan. 9616 8 Man Mett G X] Samstag dem 23. August 8TI GroßerBall 5. Korn». Durchgangslager \ Mm 23. August 1919 S- BJMdiÄs 31 »aff der Liebigshöhe Musik: Reichswehr-Aegimeut Nr. 36. Anfang 71/, Uhr. (**») Anfang 71/, Uhr. Es ladet freundlichst ein Dai Komitee. „Zum Ostend“ Heute abend (Samstag) Canzvergnügen Anfang 7 ükr. E8 Schlater. 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