Mittwoch, 25. April 1919 <69. Jahrgang Binder gt. In sämtlichen Großbetrieben Auch die Ärbeüerlchaft derDainr- Stuttgart, 22. April. Ter für heute emge- kündigte politische Generalstreik, der sich gegen die Entsendmrg von Truppen und) Bayern soll, ilt rrt Stuttgart nicht zur Aus- führunF gelangt. In sämtlichen Großbetrieben wurde gearbeitet. Auch die Ärbeiterlchaft derDüwt- Unruhen in Hamburg. Hamburg, 22. April. (WTB.) Tie Unruhen der Osler tage dauern feutc fort. Bewasf- nete in AiUvs verteilten heute vormittag in St. Pauli Waffen und Munition an dir B-pälkermig Tarnushin zogen einige hundert Mama durch die Straßen, raubten Passanten aus und stürmten einige Bekleidungsämter am Paulinen- platz und versuchten mrfyrere Wachen \vx ihren Be iv zu 6 in gen. Tie Wache 15 in der Pau.inen- flra&e lvurd. van ihnen genommen. Der Streit im Bochumer Revier erloschen. Bochum, 22. April. (WTB.) Tie Belegschaft der bis Osterdienstng noch voll im Streik bciniblidxm 3edy Hannover hat in einer heute uadjmittag al^h.il'e. eii Versammlung s-eschlosseii, die Arbeit am Mitttvoch geschlossert wieder anfzn- nehmen. Tantii kwrn ber Streik im BockMmcr Revier für voll erloschm angesehen werden. Eine Brandt« astrophe in Charleroi. Berlin, 22. April. Laut Berliner Tageblatt wird aus Charleroi gemeldet, daß bei einem Brande, der in einem hiesigen Kinotheater wätuend einer Vorstellung ausbrach, 40 Personen getötet und verletzt wurden. 5. April 1919 an zum ordentlichen Protei'ior für Elektrotechnik an der Technischen Hochschule zu stelle des Wirtschafts- und Lebensegoismus die Volkssolidarität tritt". „Der Erfolg der wirtschaftlichen Arbeit muß unter den Völkern, den flehten und großen, nicht nach dem Gesichtspunkt egoistischer Kapitalsinteressen, sondern nach dem großen Gesichtspunkt sozialer Solidarität der Menschheit verteilt werden. Nur so wird es möglich fein, die auf der tieferen Kulturstufe fteljenben Völler hinauf- zuziehen und die höl)er stehenden zu bewegen, von ihrem wirtschaftlichen und geist gen Reichtum unseren Böllern selbstlos mitzuteilen."— Dieser Idealismus wird auf der Friedenskonferenz zweifellos enttäuscht werden. Es ist aber gut und richtig, daß unsere Abordttung ihn mitbringt. Tie deutschen FriedenSbevollmächttgten. B e r l i n, 23. April. (WTB.) Laut Berliner Lotalanzeiger melden die pxm$öiifcfen Blätter, daß die deutschen Bevollmächttgten und ihr Gefolge für nächsten Montag nach Versailles erwartet werden. Sie würden sofort in ein Hotel gebradxt, das für sie reserviert würde. Ter Friedensvertrag, würde ihnen am nächsten Tage im .Hotel Trianon zagestellt werden. ** Ein Hermann-Hoffmann-Ge^ b e n f t a g. Gestern, am 22 April, ist der butt* tertste Geburtstag des Botaniöcrs Her mann' Hoffmann, weiland Ordinarius an unserer Universität. Zahlreiche Oberlehrer imfcrer höhere« Schulen, Mediziner pnd Forstleute sind durch feinen- Hörta-al gegangen und haben dort ihre AuSbil- düng erhalten, aber auch viele Gießener Bürge« der älteren .Generation werden sich gern des fnnnb- lichcn Gelehrten erinnern, ber hier eine besvudeoe, Popularität genoß. Aus Anlatz des ©ctenfaigts wird die Anbringung einer künstlerischen Erinne- am^tafel an dem ehemaligen Wohnhause Hoffmanns geplant. Wir werden daher später Gelegenheit haben. Genaueres über Lebensgang und wissenschaftliche Bedeutung unseres früheren Mitbürgers zu hören. Einstweilen sei nur auf die Lebensbeschreibung Hoffmanns aus der Feder seines Enkels Mangold im 1. Bande der .Hessischen Biographien" aufmerksam gemad)t. m. 94 Der Siebener Anzeiger cridieint täglich, amtet Sonn und Feiertags. Bejugspreis: monatfS)lf.l.35,Dieiie'.- jährlich Pkk. 4.05- durch Abhole- u. Zwei stellen monatl. Mk. 1.25 durch die Post Mk. 4.05 oiertel- jährl. ausscht. Beftellg. ','ttntiprcd) - Anschlüsse: für die 8d)riUleitimgll2 Vertag, amilidxn Mitteilung der Eisenbahndirek- lion Frankfurt a. M. bleibt die Einstellung des Personenverkehrs bis auf weiteres bestehen. Auf wieviel Tage sich dieses „bis auf iveitcred" erstrecken wird, läßt sich nur schätzungsweise annehmen Kohlen sind im lstesigen Eisenbahn-- bezirk auch während der Sperrtage so gut wie gar nicht erngegangen. Selbst der Verkehr der tt-enigen Güter züge ivon denenanchdieB r ief- post befördert wird), kann nur noch mit Mühe und Not aufrecht erhalten werden. Das Betriebsamt Öiencn .rechnet damit, daß bestenfalls eine Woche daraus gehen wird, bis bet Verkehr wieder ausgenommen werden flamt. Bor Man tagten 28. April wird nach seiner Ansicht an gcortmeten Bahnverflehr Lrum zu bauten sein. Der echlichtungtzavlschrrß der Provinz Oberhessen verhandelte in sem-r Sitzung am verflossenen Donnerstag über folgende Falle: Ter Antrag über Schüchwna von Lohnstrti ig- teilen in dr Burkschen Mühle z u G i e ß e i: rourbe iurü.fgcyaycn, da sich die ArbeitersckstNt m- jnnidjen mit iyrvm Artei gcker einigte. Wegrn der Strei i feiten in bet Möser- schen Mühle zu Giesen wurde der Vertreter des Fabrikarbci.nnwerbandes beschieden, sich erst Vollmacht von den beteiligten Arbeitern treten zu lassen, da die Firma «bestreitet, daß Lohn- streitigkri en vvrlägen. Zwei angeblich wegen Lohn fordern ng^n gekündigt Ar bi er werden vergleichsgemäß vvrläuiig weiter beschäftigt. Die von tem Arbei^erauSschuß der Grube Roßbach erhobenen Forteruragen wurden mit geringer Aei'dwung durch Schied? spruch anerkannt. Tic Ford.-rungen des Arteiteraus^chusfes im S t e i n b r n ch z u N eu h a u s d.'r Firma Scheidhauer u. Gießing wurden etenfe) burd? Schicds- sprnch wie fo'gt festgesetzt: Arb.'itcr bis zu 17 Jahre alt erhallen bis zu 60 Pf. Stundenlahn, solch von 17—21 Jahren 90 Pf. imd solche über 21 Jabre 1 Mk. Wenn Lohnzahlung nicht drei Tag? nach Zahltagschluß erfolgen kann, so sollen mindestens 80 Proz. Vorschuß g^ahlt »oerden. Ter Firnw wird dringend empfohlen, den bisherigen Obmv'm des Artefterailsfchusses wei er zu beschädigen und bei Einschränkung des Betriebs zuerst die Arbeiter zu entlassen, die sich in der Landwirtschaft ober in sonstigen (bewerben beschäftigen Kimen. Gantag der Wandervögel. Man schreibt uns: „200 feisisckx Wandervrgel hielten ihren all- iahrtid)en Ga u t a g zu Ostern auf bem Sch if- ** Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurde am 8. April der Tr.-Jng. Ludwig zu Charlottenburg mit Wirinny vom .919 an zum ordentlichen Profestor für Tarmstadt. — Ernannt wurden am 12. April die Lehramtsassessoren Erwin Berninger aus Offenback), Heinrich Eidebenz aus Neu-Isen- lmrg, J&corg Haas aus Hummetroth, Ludwig Hartmann aus Stockheim, Kres (rrbad), und Friedrich Kreutzer aus Essen a. d. Ruhr vvm 16. April 1919 ab zu Oberlehrern. — Ertmitnt wurde am 15. April der Oberlehrer an ber höhererp Bürgerschule in Rimbach i. O. Heinrich U l l - mann zum Oberlehrer an ber höheren Bürgerschule zu Babenhausen vom 16. April 1919 ab. — Ernannt wurde der Fackstchrer an ber Fachschule für Elfenbeinschnitzerei und verwandte Gewerbe zu Erbach Fritz Schultz zum Hanpllchrer imb Diri-, geilten dieser Sckule mit Wirkung vom X. April 1919 an In den Rnhestrmd versetzt wurde am 12. April der Ministerialrat im Ministerium deZ Innern Staatsrat Tr. Ernst von W e b e r auf sein Rach'uchen unter Anerkennung seiner dem Staate g leisteten Dienste vom 1. Mai 1919 an. — Er-, ledig! ist die mit einem evangelischen Lehrer zu tefe':ente 2. Schulstelle in Unter-Schmitt-m, Kreis Büdingen, unb die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Lardenbach, Kreis Schotten. Mit der Stelle ist Organisten- unb Lektor- bienft verbunden. ** Tie Aussichten auf eine gute Obsternte sind recht günstig. In erster Linie gilt dies von den Birnen. Alle Sorten von ber gewöhnlichsten Kelterbirne bis zu ber feinsten Tafelbirne zeigen den reichsten Blütenansatz, so daß es ben Anschein hat, als wollte bte Natur ben Obstzüchtern die Mißernte in Birnen von 1918? vergelten. Guten Fruchtansatz weisen auch die' Aepfel auf. mit Ausnahme einiger Sorten, wie Goldparmäne. Sehr wickstig für den Haushalt ist die Zwetsche schon wegen der Bereitung von, Brotaufstrich. Tech auch das Steinobst berechtigt zu den besten Hoffnungen. Alles hängt nun noch von der Witterung bzw. von den drei Eisheiligen im Mai ab. Bis setzt hat das kühle Wetter ba£ Aufbrechen der Blüten hintangehalten, so daß man für die Blütezeit des Obstes günstige Temperaturverhältnisse erwarten darf. ** Oeffentliche Bücherhalle Im März wurden 2098 Bände ausg?geben. Tavon lammen auf: Erzählende Literatur 1181, Zeitschriften 173, Iugendschriften 150, Literaturge- sch.chte 14, Gedichte und Dramen 48, Lander- unb Völkerkunde 74, Kulturg.'schchte 47, Geschichte n^d Biographien 117, Nunsyeschstchte 31, Na urwi se >-- schäft imd Technologie 99. Heer- und Seewesen 5. Haus- und Landwirt'chpft 18, Gcsunlfestsl- h e 11, Rel'gon und Philosophie 47, Staatswifsenichan 11. Sprachvisstnschttt 10, Fremdsprachliches 59 Lände. Nach auswärts tarnen 31 Bände. ** Der wer tungder Ka n inche nfr kle. Dem LLndesvorstand hessischer KLtmcheirzstchter iA Fast alle waren sie mit Rucksack, Brotbeutel, mit Fähnlein und Znrffgeige zu Fuß gekommen: von Tarmstadt, FrLtkfurt, Alsfeld, Marburg und mehr als 20 andere Ortsgruppen. Sogar von Würzburg her waren wohl 8 Schüler gekommen. r,» F-.ÄriV «•>, » :A.l '»X. CSSV® ■.i’.'.4j»- Ter Wirt v«n Schiffenberg hc.ttt Schlaffaal unb Festwiese zur Verfügung gestellt unb in ber Kirche würbe von der $io feuer «Orttarupp.' ein Osterspi-l aufgeführt, bas jedem Zu schauer eine bleibende Öfter erinnerung fein wird. Ter vielen gefallenen (fast jeder vierte) W»m derb rüder zum Gedächtnis wurde ein Feuer im Stci ibrrrch abgrbraimt; mMrcher dachte sckiwe- ren Herzens der vielen, mit denen er vor fünf Jahren in Wetzlar am Osterfeuer stand. — Der Montag brach e Wettkämpfe u.tb Wett sinken; ba-5 gemeinsame Mittagessen kochte die brave Feldküche. Spiel, Tanz und Gesang wechselten in bunter Reihe. Leiter störten die triefen Zuschauer, b'e nie nah genug Herangehen konnten, das schöne Gesamtbild. Manchen sah man den grauen Kopf schütteln, aber es freute auch manchen Allen die frische Jugend, die noch stark genug ist, sich selbst ihr eignes Leben mit neuem schönerem Hnbalt zu schassm. Wohl tarnt einer vom bloßen Zu- schauen den Wandervogel nicht keimen lernen, I aber er wird doch die wilden von beit richtigen Wandervögeln unterscheiden können." Die Besetzung Augsburg«. Berlin, 20. April. (WTB.) Don dem Führer der sstegierungstruppen erhält das Wolfs- Bureau über die BeweMründe des Einmarsches folgenden Bericht: Für das Vorgehen gegen M ü nchc n ist es notwrndig, daß die rückwärltgen s^rbindungen über Augsburg, insbesondere der Eisenbahnttansport, unbedingt gesichert , bleibet^ Ter Regierung gelang es nicht, dieses Ziel durch politische Vereinbarungen erreidjen. Sie war daher gezwungen, zu militärischen Mitteln zu greifen Ter Kommantevtt der Rcgiermtgstruppen erhielt den Auftrag, AugsburgdurchUeber- raschung zu nehmen. Um fünf Uhr früh marschierten vvn Norden Bayern, vvn Süden Bayern und Württemberger ein. Auf der Nauen- stätterstraste erhielten die tiomkferrixn loürttem- bergis-chen yeotonnen vvm Pulvermagazm, in dessen Besitz sie sich setzen wollten, starkes Maschinengewehrfeuer. Tte Arbeiterschaft ber Nähfatenfabrik SckLrer greift darauf zu den Waffen. Es entstand ein lebhaftes Gefecht. Die hier eingezogenen würt- tcmbergischen Truppen beklagen sich bitter bar- über, daß verschiedene ihrer Leute aus dem Hinterhalt nieder geschossen wurden, darunter ein Offizier, ber den ganzen Krieg mit» gemacht hat Gegen einen Toten wurde in unbe- sch-eiblich roher Weise vorgTgangen Andererseits erweckte es ben Eiitdruck, daß auch bei der Ar- beit er schäft große Erbitterung herrscht, weil fte offenbar über den polittschm Zweck des Einrüch-nöl der Truppen unzureichmd aufgeklärt ist. Das Vordringen ber Bayern aus der Ostogttngersttaße bts m die Mitte der Stadt und bte Drohung des Einsetzens von Artillerie unb Minemverfern gegen das Pulverttmgazin unb die Nähfte'enfabrir per- anlaßte bie Verteidigung zur Uebergabe Dem Au<^burger Kommanbauten wurden durch den Führer der R-egierungstruppen telephonisch am frühen Morgen die Bedingungen über bte Ueter- gate übermttieft. Nach einer Besprechung nut beit Führern der ihm unter stellten Besatzung und der unabhängigen Sozinlilten unb in der Erkenntnis, daß ein weiterer Widerstand ausstchts- los ist, wurden folgende Bedingungen angenommen: Unbedingte Anerkennung ber Regierung Hoffmann. Abgche fämt'idjer Watfen. Anlieferung der Rädelsführer. Besetzung ter St^t durch Regierungsttuppen. Bildungetner Volkswehr in Augsburg, bestehe-id aus allen Berufen und Ständen. Tiefe Bedingungen warten mittags vvn einem Arbeiterführer vom Rathaus [>er ib verkündet. Ter Einzug ter Truppen wurde von der Ein- wohnertchaft lebbaf begrüßt- 3n ben ersten Nach- w.'ttagsstunden fmben in den Arbeitervorstä.-ten Oberheusen, Lechhausen usw. große Verfamm- lunge t bewaffneter Arbefter statt. Man gewinnt ben Eindruck, daß sie gleichfalls über den wahren Zmrck des Einmarsches der Truppen nicht informiert sind Es kam zu Zusammenstößen mit den Truppen. Ta ernste Kämpfe für den Abend und rür die Nacht zu erwarten waren, erboten sich auf Anregung des Führers ber Regie- nirgstruppen drei Anhänger ber unabhängigen SoM'isten, die Arbeiterschaft in ben genannten Vorstädten über den wahren Sachverhalt aufzuklären. Tiefen gelang es, die Arbeiter zu be- ruha^n. »erlaufen. Es fanden feint größeren Zusammenstoß statt. Weitere Regierungstntppen sind im Anmarsch, tcil- ntife bereits eingerückt. MiliLär;ensur der bayerischen Presse. Berlin, 23. April. (WTB ) lieber die bayerische Presse wurde dem! Berliner Lvkalan- zeiger erfolge durch die Regierung gefirrn die Militärzensur verhängt. Gegen die Entsendung württembergischer Truppen vrr Kampf um den Rechtffrieden.! Es war merkwürdig genug, daß auf diel bekannte, von Erzberger unterzeichnete Anfrage der deutschen Regierung, ob die Entente etwa wriklich beckosichtige, Deutschlarw jegliche Erörterung über die Friedensbebedingungen obzuschneiden, keine sÄntwort erfolgte. Dieses bezeichnende Stillschweigen lag auch in der ersten Aufforderung Nuoants an die deutsche Negierung, nunmehr Bevollmäch- tgite zu entseraden. Es hieß in dem Telegramm: „zum Empfang der Friedensbedin- mtngen", und „ba war es selbstverständlich, daß zu dieser Abholung eines Dokumentes einige höhere Beamte mit Sekretären genügten. Damit wurde auch der Anweisung genügt, nur Personen zu entsenden, die dem angegebenen Zwecke dienen sollen. Es war eine französische Mache, die uns nur zu einer Art von Urteilsverkündung bestellen wollte. Herr Clsmenceau repräsentiert aber bekanntlich nicht allein die Entente. Und so erfolgte eine nochmalige Aufforderung von Paris, Herren zu entsenden, die ebenso zu Verhandlungen bevollmächtigt seien wie die Delegation der Gegner auch. Demgemäß machte sich.unsere wirkliche Friedensabordnung auf ven Weg, deren Zusammensetzung seit längerer Zeit bekannt ist, wobei ein Druckfehler in unserem gestrigen Blatte berichtigt werden muß, indem anstelle „Wriesberg" natürlich der wohlbekannte Neichsminister Gies- berts stehen muß. Graf Brockdorff-Rantzau verfehlte in seiner zweiten Antwort nicht, nochmals zu unterstreichen, daß unsere Abordnung auch.volle Bewegungsfreiheit be» anspruck)« und nur unter dieser Bedingung abreisen könne. Ferner fügte er hinzu, daß es uns auf den französischen kPfifs nicht einfällt, H a ls über Ko p f nach Versailles zu stürzen, sondern daß unser Frie- Hensausschuß, der sich für die alsbaldige Abreise zu rüsten hat, nicht vor dem 26. d. Mts. tat Frankreich eintreffen könne. Das ist nicht Netttliche Empfindlichkeit und Reizbarkeit, fonbem diese Antwort war von der absoluten iNotwendigkeit diktiert, den Gegnern gerade heraus zu sagen, daß Deutschland eine sckffmpfliche Behandlmig sich nicht weiterhin bieten lassen kann. Es gibt in Deutschland wohl genug Menschen, die nicht ganz mit Unrecht gern gescheht hätten, werm die Abreise unserer Friedensdelegation nur unter der Bedingung vor sich gegangen wäre, daß gleichzeitig die deutschen Gefangenen m ihre Heimat zurückkehren dürfen. ... ~ Der erwähnte Reichsnnmster Gresberts, wie so viele andere Männer in der Regierung, ursprünglich ein Jünger des Handwerks, das er in verschiedenen Zwemen ausübte, nämlich als Bäcker, Brauer, Kesselhel- ftcr, bis er seine Stellung als Arbeitersekretär des Zentrums in den christlichen Gewerkschaften sich eroberte, hat im Heft 3 der neuen Zeitschrift „Das neue Reich" (herausgegeben von Hans Ostwald und Paul Remer, Arbeitsgemeinschaft für staatsbürgerliche und kvirtschastliche Bildung, Berlm W8) einen Aussatz über „Die Grundlagen des dauernden Völkers riedens^ veröffentlicht, in dem er gleichfalls an die: Spitze des deutschen Programms dm Glauben an die Zukunft unseres Landes und Volkes stellt und demgenläß die Forderung, daß dem Reick)« der ihm gebührende Platz in der großen Völkerfamilie bleibe. Trotz des harten Schich sals dürfe uns ,bad aufrechte Selbstbewußtsein und das Vertrauen in unsere Kraft keineii Augenblick verlassen. Giesberts fährt dami f0TtWürde der künftige Völkerbund nichts anderes lein 'als eine InleressenFernciaffäaist ber mit uno S Ä atliierten Völfer in bm man ?euÄ Sftig in ter dunfelstzm Ech.em Plätziten Dergünnt, so soll man diese ^fettutuyn nicht Völkerbimd nennen, .sondern. be.Mchnen alv da-^ wns ife wirklich ist: eine flapitalilttsche Znter rffenSlfrrunO au{ •©egenfeitigtet Sur hing brr schwöclierrn Volker, amt; besmiders brr BSlker liegt Eich in ihrer Intelligenz, in ihrer Arbettsfreudigfeittm Sm S»n Tückttgkeit und m ihrem friifhirartuiffen Ti? Entta ttmg dieser Eigenschif- tnt ietem Volke gesickert sein. Unvereinbar mit Tiefer Voraussetzung ber Gleichoereckttgung feb SÄ ’b« kiinsUich- für6 bie EnMicklungimöglich^Uen ber cin^lnm Volker E^ wäre töricht, z-u glauben, oa» Wirtsckaftseaoisanus ter größeren Völker mjt nicht ter beherrschende und auosch.aggebenbe Fak tot in ter Weitpolitik fein vorauf muti Tevtschland befjnteren Wert l.'gm ^s^h t n Fritterszeiten bem vierten Teil femer ^evoue rmig nur Brot unb Lebensmoglichfeien scha^n fön neu bnrrh Arbeit den -WeltmmL schneid t ma-i ihm diese Moglichk i.en, so ruiniert man die Eristeiizgrmidlagen fut btefe W» schichten, zwingt diN- entaveber zu einem Hunger Kasein oder zur Auswatldernna. Wir haben das Schauspiel nicht selbst mit an» (Kiefen unb flehen teer echten SSaaibeitxxjdlcnieüung' buixfjaud nickst ablehnend g:-gearül>er, töimen aber nicht verfehlen, daß uns von Zuichauer>i des Gautages abfällige Bemerkungen zugegmigen sind. In- wieweit diese ihre Berecka'.igmig feben, kommen wir nicht feststellen. Lebensmittel. ** Käse-Derteiluna. Ab Toamerstaa bis einschließlich Samstag rtelangi in verschicbe- nen Geschäflen Käse zur Verteilung. Si^he Bekanntmachung. **Saatkartossel-AuSgabe. Tieb.inr Stäbtisckvn Lebensmitlelamt teftcllten Saatkar- tosfeln (Frühkartoffeln) lönneal am Tonnerstag am Lager der Vereinigteii Getreidehäiidler an ter Margaretenhütte abgeholt iverbat. Ter Preis poo Pfund beträgt 15 Psmiüg. ** Warum gibt es so wenigZucker? Tie Erzeugung von Zucker ist im Krieg von beinahe 17 Millionen Tonnen im Jahre 1913/14- auf noch nicht 8y2 Millionen im lausenden Erntejahr zurückgegangen. Ter gewonnene Sto^urfcr ging vo» mehr als 2Vz Mlllionen Toitnen auf Ist, Millionen zurück. Berücksichtigt ist dabei schon ber Ausfall ber Provinz Pofen mit etwa 10 Proz. Ter Rückgang ist seit dem Waffensttflstand durch den Mangel an Lokomotiven, Kohlen unb Arbeitsleistungen bedingt. Die Rübenernte konnte vielfach nicht ganz eingebracht werten, bie Rüben nicht alle verarbeitet werten. Tie Herstellung von Munition hat im letzten Jahre nur 65 000 T. betragen. Heer und Marine hatten 266 000 Tonnen beam'prucht, die jetzt den Gmtiaffeiten zu kommen. Man hofft zwar, die Ration nicht ferab- setzen zu müssen. Einmachzucker kann jedoch nicht in Aussicht gestellt werten. Giesberts glaubt, eine Voraussetzung für 1 lerroerfe beschloß in ihrer heutigen Versammlung, dieses Programm sei, daß die Völker von der die Arbeü Steter aufzmrehmen. sozialen Idee erfaßt werben, „daß an-i * ÄSBSS Ä —nö- ä »nnahm« von »nzrtge» ▼ f. die Lagesnuinmer vis ®ichencr Anzeiger M M M fteri'i 20 % Au'schlag. tVJy Hauvlichri'tteiter: Aug. General-Anzeiger für Oberhefsen ZwiNingrrunddruck u. vrriaz: vrahk'sche Uni».-Such-u. 51ei«dr»ckerei R. Lanze.5chriftleitung. Geschäftsstelle u. Druckerei: Zchulstr. 7. G.etzen t9 getanzten, mit enter grofrm ^rnnn fotgenben Vertrag afatr« ef/m: D:e ?rirma utfrft far gut yetTxxfnetc un£> yipa mte Tret le 15 Mart für das IKJogramwt ober 15 Pf für je 10 Mumm. Aus- Br'lop tr und u Ttrefpan-i c T- nrrben nicht ab» fTvmmtn. Frik^v, nas e 5rilc können di«- 2am- «elstellen mm l:a bett Preis wrnelMen Ter fne ßy. flantKdc’tvucftt* uns Tffnirretit bat wla n n Herren Sarnrrt ( tKn ü er.rag n: (>. Rörig r. L'all'vri-r .35, St Io- Kannten. 5ff'j'ffenbero'r W?g 56, ftnrl b ischer, Miere Ipß'b 35 imb $>. fceiT , ^rranfurter 5 r 73 EpaiwraInnen finb m den Tamm ! eilen zu falben. Ter Vertrag bebrütet eine (ftföburg um das ®vDhf tc Irr bisher gemhl en Pr i>.'. Je e weitere Erhöhung ober Herabsetzung der Preise wird den -Rüth1 ern bekanntg-g-ben Mucnvimg der Felle erfolgt jeden 15. eines Moua s ** Warnung In der letzten Zeit haben sich zu rorberbolten Ma^en bei den Fami im von KrieaSge'angenen elnnnalige Gefangene vor» aestellt, die anqaben, in den leisten Taten au? FeindeS'and entkommen ober ausgetauscht jnx fein und neue Nachrichten von den Gegangenen xu bringen Sie teilen sodann mit, dast sie den Ckfangenen ein Tarlebn g-'währi Mftnt, um dessen Rückerstattuna sie ieht bitten müßten Bei weiteren Nachiorlchungen hat es sich dann heraus- ge stellt. das, die Angaben der Betreffenden u n • richtig waren, das, es sich um Gefangene handelte, die schon vor längeren Jahren ausgetauscht waren und jetzt ihre Kenntnisse zu oenver^ti suchen Dir machen die Angehörigen auf diese Schwindler tnr'metffom und hoffen, dast es ihnen bei einiger Aufmerksamkeit nicht schwer fallen wird, einen wirklich eben heimgekehrten Gegangenen, der den Angehörigen seiner Kameraden eine Freu5- bereiten will, von einem Schwindler zu unterscheiden. Zur Förderung de 4 bargeldlosen Zahlungsverkehrs nehmen die Postämter bei der Aushändigung von Nachnahmen int Gesamtbetrag: bis zu 300 Mk und beim Berka u l von Wertzeichen im Gesamtbeträge bis zu 100 Mk von solchen Personen, die auf ihren au das Postamt zu richenden Antrag zu dem Verfahren zugelassen sind, Schecke oder lieber» n eifur geu in Zahlung. Ferner ist es allgemein stat'bart, Zeitungsgeld.'r, gestundete Porto- und Tc'fftr-mnr ebü ren, Fernftr chg bilhren, SchlLest fc.ckaebübren usw mit Scheck ober Ueberweisung zu begUchen. Hiervon milchen neuerdings erfreu* lichenrrise viele Post scheckrunden Gebrauch. Es hat sich jeboef) der Miststand herausgestellt, dast in vielen Fällen von trn Postscheckkunden auf den Scheck- odr Ueberweifungsabschiiifen nickst anw- g-beu wird, welchem Zweck die überwiesenen Beträge dienen tollen. Dadurch werden die Postdienststellen gezwungen, zunächst durch Rückfragen den Zweck der ihnen Überwiesenen iBcträge zu ermitleln. Ties hat Weiterungen und schliestlich auch Verzögerungen in der Erledigung der Aufträge zur Folge. Es ist baber unbebinat erforderlich, dah bei Zahlungen an Postkassen mittels Schecks oder Uelkrtocinntg in allen Fällen aus dem Abschnitt deS Schecks oder der Ucberweifung kurz der Zweck des überwiesenen Betrags angegeben wird ** Ter Gießener Lesehalle -Ver- t i n hat, wie er uns mitteilt, im Jahre 1918 unter scksmerigrn Derhältnissen seine Ausgaben nach Krüfttm erfüllt. Aus derBücherballe sind 24 577 Bände ausgeliehen worden Ter Mangel an Brennstoff nötigt wiederum, die Ausleihstun- ben während der kalten Monate aus Samstag nachmittag und abend zusammenzudrängen. Ter Leserkreis war unständig, imb die meisten fitcfacn mehr Ablenkung als Sammlung, wollten sich eher betäuben und zerstreuen als bilden und belehren. In jedem Falle ist die Last der Gegenwart manckgem erleichtert worden, und die Anstalt hat sich erhalten für ihren Berus m kommenden besseren Zci en Tie Preise der Düch'r sind in die Höhe «esckwellt, bi? Vuclchinderei ist vi arger Bedrängnis Trotzdem war es mörstich den Beitmid durch Werke über Na'ur und Ofehlzichtc zu ergänzen imb auch die Abgänge zum Teil zu ersetzen, denn nicht nur durch den reglmästigcn Verbrauch, auch durch irn- pfleglicke Behandlung und unterlassene Rücknabe entliehener Büickvr bat der Verein empfindlickie Verluste erlitten. Möge jeder Benutzer der Bücher- Halle bedenken, dast er öffentliches Gut verwaltet, dast er in der O^cnvsstmschift des Volkes steht. Tas Tor Häuschen am Selterskvr wurde Anfang Dezember zunäckist für m lilärisch' Zwecke bcan- spruckr Tie Lesehalle fand in der Ilniv-wsitäts» bibliothek vorlänf g' IPntcrTunft. DenrnäckHst wird für ft? voraussichlich daS Torhäuschen an der Ecke der Ost-Anlage und far Neuen Baue der Bibrir balle gegenüber ein-ierichtet werden. Tie Zufcktüsse von der Bezirfasparfasfa, von bet Stabt und vom Kreis sind toi'' in früheren Jahren auch diesmal roieber g-währt worden, auch der besonderen Zuwendung eines biffrefirfrn Soen- derS darf famfbar gefavl,' wwden. Tie Zahl der Der Doppelgänger. Roman von CarlSchüler. Fortsetzung Ar. 10. oberen Jteil der Ebarfatenstratze b-ckanv sich tm ersten Stock eines grasten BureaulniuseS die Anstatt ,,Prmne h-'us" des Herrn Zah l, eines früheren Kbnmii a'k.'inniiss'rs Herr Zalm nur ein Mann des Erfo'gs Sein- Erfolge verdankte er einer gewissen kaufmännischen Begabung und Sn em stark aus^r prägten Verständnis für ge- iefte R f in- ■ Leim A - • - • tmt in allen T fle.^ze'tun en u b i hr'rer m Fl->mi'ienblätt''rn. Seme Abtzi ung für Auskü if e empfahl er allen, die die Abiicht ha ten, sich zu verhiraten unb Ach über das V 'rieben und oie Geldverbältnifse deS Geliebten oder der Geliebten vergewissern trollten, und seine Abteilung für gewissenhafte Beobachtung empfahl er ebenso dringend allen, die sich scheiden laEen wollten und die nötigen Ghüitbc für eine Sch iduug suchten Dorthin lenk e am aitirrt Tag der Freiherr von Armbrüster seine Schritt Vorher hat e er seinen iHccbt.'brilLinb aufge» fncht. der sehr erstaunt und entlüftet gw.sen roir, hast seinem dienten eine Angi'legenheil Schnevfe überhaupt p siierrn foun'e, aber sofort versprachen hatte, wenigle 's ben Fall der Baronin von Maar- katz äugend ick,ich aus d'r Welt zu schaffen. Doch ba.t genügte Torival nicht. Emil Schnepfe selber mußte aus der Welt geschafft werden? Im übrigen war er sch echter Lonne Tas Isstitut PromrilreuS nahm den ganzen ersten Stock fas g^räumi'-en Hau'es in fa-r 6hir- lottenslraste ein. Grostc R.cklameschi.der in jcfaici- Mitglieder ist etwas yrdUg aangen. Im 15. Oktober narb der Diener Heinrich NachtignN Er hat sich vor allem durch .Handreichung bei her Ausleihe in der Bütfarhalle trotz körperlichen Siech' tums jahrelang hinflcbaib betätigt. • * Ter Tentsche Bund südamerikanischer Auswanderer in München hat in Giesten eine Lrrsqmvr^ für Hessen, Rfarinlond und Destfalen errich'et. Tem Bunde g-hören bereits mehrere Mitglieder an. Er vertritt die In- terrffen bet Auswandercr und gew h t seinen Mit- gliedern Auskunft, Rat, Schutz und Hilfe in allen Auswandererangelegerh iten. Tie Gelchä t^stellc beiinbct sich St?vhanstr 37, I Ter T. B. S. A wird d nr.rächst dem R.ich^au-toanderungsamt tuv geslAossen werden. Landkreis Gietzen. N Ettingshausen, 22. April. Nach lanchähriger Kri.gsraufe fang am ersten Feiertage wieder der „Gemischte Thor" im Oster- goNcsdicnst. Herr Lehrer Türmer aus Lich, der die Uebungtm geleitet bitte, dirigierte die beiden Gesänge, de.ien eine zahlreiche Feslgemeind< dankbar lauschte. ÄrciS Friedbcrg. Q. Bad-Niuheim, 22. April. Trotz Bahnsperre hatte unser Bad an dm D".rrfeirrtagen vorzügl ichen Besuch aufzuweisen. Grostc Anzi. hurg.k^aft übten die Osterscker auf dem Johan, isberg, bei der ßinlimrat Wissig eine An- ftrracfc hielt, und die idonzertc des Kurorchesters tm Konzertbause aus. Biele hundert Besuche beteiligten sich fai beiden Be'anstaltunaen. — Ein hier zur Kur weilender Herr liest sich vollständig entlleidet an der Sck/val Heimer Eisenbahn Unterführung von einem Zuge überfahren. Ter Tod trat auf der Stelle ein. Bad-Nauheim, 22. April. Wie die Bad- Nauh'imer Zeitung hört, haben die Bürgermeister von Beienheim, Wisselsheim und Schwalh?im ihre Aemter niedergelegt. Ter Grund dürfte wohl in den herrschenden unsicheren Verhältnissen zu fachen sein, die an die Bürgermeister sowohl sachlich als persönlich immer unangenehmer und in fast bedrohlicher Weise herantreten. Hessen-Nassau. ** Die Wohnungsverhältnisse in Hessen-Nassau. B i der genwärtig Dcrall in den Städten zutag tretenden Wohnuiiasnot sind bie jetzt v.wöfsentlichten Ergchnisse der Wohnungszählung vom Mai 1918 von b o lderem Jnleresic. Nach dieser sind in Hessett-Nassau von 100 vorha.l- benen W-)hnunsrn 34 Kleimvohnungen, 45,4 Mit- teln'vhnui'gen und 20,6 graste Wolmungen. Von 100 KleinwvhluiiS'n hatten 0,3 nur eine Küche, 5,8 einen Wohnraum olyne Küche, 11,3 einen Wohnraum mit Küche, 72,6 zwei Wohnräilme mit Kü-ch? und 3,5 drei Wohnräume ofate Küche. Als Kleinnohnunsrn sind Ijierbei Wohnungen bis zv drei Zimmen« ohne Kückp ein schriest! ich, als Mittel- nvfmungen Drei- und Bierzimmerwolmungen mit Küche, als Grostwohnungen alle übrigen gerechnet worden. — Frankfurt a. M., 22. Avril. Lehrer Christoph König von der biefiarn Frankeschuke, Mitglied der preustischen Landesv.r'ammlung, ist vorn 1. Mai ab zur Mitarbeit in das vreustisck>e Kliltusministeriurn berufen worden. Lehnn König, der Mehrheitssozialist ist, steht im 37. Lebensjahre und wurde in Lutter (Kreis Heiligm- stadtl geboren. Seit dem 1. Oktober 1908 wirkte er hier als Volksschullehrer. Marburg, 22. dlpril Selbstmord durch Oeffnen des GaSl)ahnes beging die 22jährige Tochter eines hiesigen Bürgers. Es wird angenommen, dast die Tat in einem Anfall von Schwemmt begangen wurde. Aus d?m besetzten Rheingebiet. - --T a s g e f ä b r l i ch e R e a l i en b u ch. Auf Anordnung des militäri chen Verwalters mü'fcit in allen Gemeinden des Kreises Höch't a. M. sämt- lidf Eremplare des ,,Realienbuch s", Geschichts- budl, Verlag von Velkngeit und Klasmg, Leipzig 1917, durch die Gemeindebehörden g sammelt und bis zum 21. April im Höchlcr Kreishause mit namentlichen Verzeichnissen der Eigentümer abge- licfert fern. =■ Königstein, 22. April Bis auf Widerruf müssen sich säm'liche vom Militär entlassenen Königsteiner Einwohner an iebem Sonntag vormittag 11 Uhr der französischen Militärbehörde zurKontrollemder Adelh idstraste Porstellen. = Wiesbaden, 22. April V er Schu l - kn ab en, die französischm Sol^a'en Schimpf- Worte zugerusen hatten, müssen ilyrcn Tummen- fangenstreich mit je drei Monaten Gesängins büsten. — Ter Inhaber der Buch/mch-lung Moritz und Münzel, I. Moritz, wurde mit 3090 Franks Geldstrafe belegt, weil er ohne Befragung der fnan» zwischen Zensur eine Karte von Elfast-Lo- t hr i n ge n m seinem Schpnf nfier au^grl g! batte. - -- Fr an kfu r t a M, 22 Avr-l Im Vorort Rödelbeim prangrn feit einigen Ta ten Schilder mit der Aufsch-ift: ..Bes'tzbare Zone". =« Tikleuburg. 22. April Au? 72 Gemeinden des Tillkreises wurden im Durchischnitt wöchentlich insge'arnt nur 30 Kälber von 30 Pf. für jede anft.fcnrffvnen 1000 Mk. des Wertes (Art. 12 Ms. 1) zu erheben. Tie Hebgebühr für die Vereinnahtnung und Ablieferung der Verträge wird auf 12 vom Hundert festgesetzt. Austerdem erhalten die Erhcher Irach § Iß Abs. 3« der Ausführungsanweifang für die bei der Erhebung der Beiträge vorgenommene Vieuaufaafane der Vich'-estände 6 vom Hundert der vereinnahmten Beiträge. Wahl des Arbeiterausschusses für die Kreisst rasten Verwaltung des Kreises Giesten. Ta bis zum Ablauf des 11. l. M. nur eine Vorschlagsliste beim Wahllriter ein gelaufen ist. sind die in der Vorschlagsliste aufaeführtem Personen in der nadrstehendm Rrihensolge als gewählt anzusehen, nämlich: Mitglieder: 1. Germer, Johannes, Kreisbaunnvari, Klein-Linden: 2. Balser, Gustav, KreiSstrastenwart, Eberstadt: 3. Kestler, Karl, Kreisstrastenwart, Giesten: 4. Hermann, Karl, Krnsstraszenwart, Steinbach: 5. Ewald, Peter, Kreisstrastenwart, Rübdingshausen. Ersatzmänner: 1. Bolkmann, Ludwig, Ktteis- strastenn>art Heuchelheim: 2. Becker, Heinrich, Kreisstrastenwart, Garbenteich: 3. Sefav, Wil- h lm, Krriöstrastenwart, Leihgestern: 4 Völzel, Philipp, Kreisstras-enivart, Wi'leck: 5. Löschhorn, Heinrich, Kreisstrastenwart, Billigen. Tie Räude ist bei einem P' nde des Heinrich Weist III. in Allendo'-f a.'t der Lumda fellgestellt worden: erlo'chm ist s e bei einem Pferde der Wil- hckm Heb Witwe in Münster. Dcrmi|d)kf. * Der Kompaß. Wo, wann und von wem der Kompaß erfanden worden ist. wird in emg«4 enden Farben lockten die B.'icke der Borübergebenden aufdringlich an. An der Vortüre fragte bi? Kunden ein uniformiertes Bürfchckwn, die Hand an die goldverbrämte Mütze gelegt, ob sie die Auskunftei ober die Tetektei in Anspruch nehmen wollten. Tie BureauS der einen tagen rechts, die der anderen li iks vom Vorraum. Als Torival dem Knirps den Wunsch ins- sproch. mit Herrn Zahn selbst zu spreefam, wurde er iu ein mit bunten Eichemnöbeln sta tllch aus- siaffierteS Wartezimmer g'führt. Hier nahm in ein magerer, bocb-Tiifgefcbofieter H rr mit glatt- rasiertem Sch u pi. c ge ich! in 6 rpfani, d r 'ich a s Privals.k c är d s Öerrt Direktors vvrstc'lte Er leg:e Torival. nah.', zunäch't ihm seinen Fall ürtaiitragen, da der Herr Tirek.or sehr beschäftigt sei » „Bedaure!" ronr die kurze Antwort. „Ist der Fa'l von größerer Bedeutung?" „Bon allergrößter!" * „Einen Augenblick!" bat d.r Privalsekretär. Tenn b?r Herr sah doch aus, als ob sein Fall wirklich von größerer Bedeutung fei t fomite: im Sinne de» Insti.u S Promet 'eus na'ürlich Für daS Institut to ren nur diejenige FL l von Be- benhmg, die viel fltefe Unb er per* schwind in ei tmt grofa-n N bennum, dessen Tür er offen ließ, bnmit der Besucher daS rasende Ge- Davver der wllf jungen Mäxfam an ben zwölf Schreibmafck i en auch rech' deutlich hören fomite. So etwas ro-tr eindrucksvoll! Torival machte di Türe schleunigst zn. Nach wenigen Miimten eridjien der Privtt- fefretär wn d r: „Herr Ttrek'or Zahn läßt bit rt!" Ter ehemalige Kriinin l'ommis'ar hatte fein Sprechzimmer tu einem Ldn«n Verbrechermufeum an5grstat et. An den Wä'den hn^n abscheuliche Mord- und Tiebec-toerkzeug', bi? alle numeriert unb mit kleinen er!äu.crnb?n Zetteln beklebt waren, unb daneben Ptzotogrivhien utti> aus Zeitschriften herau g sch 'i tene Köpfe von mänm vfrn und w?ib ichen MissetL ern. Auch Tankschrriben unter Ga) unb Rchmen hoben sich wirkungsvoll von dn dunkel roten Tape c ab. Ter Direktor sch vor einem groben Schreibtisch, mi‘ dem Rücken gegen das Fenster, das so von Gardinen und Portieren verhängt mar, dost es nur ein Tümm r icht in dem Raum aufkommen liest. Auf dem Schreibtisch lagen grobe S öfa von Akten, urb rech s sta ib ein Tiiticr iptxirat. Beim Ci itri t Torivals erhob sich Zahn mit einer weltmännüchen Verbeugung. Ter Held so vieler Prv.vsse, b.*r B r incr Sherlock H"lmeS. machte keinen ül>e!n 5i:ti>rucf. Er wir groij und febnig, gut gek cib?t und ver?.a b, Vertr uen rin» -uflönen. In d m scharsg schnit cnen GefakK, b-m die Scheiteluny des HaareS und der oekürzte Schnurrbart ein strafes, mi i ärisches (W-präge verliehen, fielen die dunkekgrauen. harten Augen bcsondTrS auf. Seine Stimme klang <>efcblmb. Er vfttgtr sich kurz u nmt ansMibrücke'i „Se en Sie sich. Herr von Armbrü'er," s g e er >n TorioaL „unb erklären Sie mir möglichst kurz, welche Äng-lewnheit Si- zu mir führt." ,,Hm — kennen Sie einen geivissen Herrn Emil Schnepfe?^' „Nehmen Sie an, Herr Emi> Schnepfe wäre mir nicht bekannt. Sic stellen dann den Fall klarer bn!" sagte der Herr Tirrk or Dor übrig. „Nun Heer Emil Schnepfe ist ein Sri-bube Er stieblt in Ho elS, treibt HeiratSsckuvindelei und fa weiter. Er wird von ei ter ga-iym Reibe inländischer unb ausländischer Behörden bnngcnb Dunkel gehüllt bleiben. Tast der cnoven^alisM Sänger Hugues de Bercv im Jahre 1193 in einem längeren Gedichte u. a auch die Magnetnadel de« bandelt, deutet darauf bin. dast sie schon lange bekannt war Ter Techter beschreibt in rinein Gesänge olasiührlich, wie der Steuermann de- SchtffeS bie Nadel vor dem Gebrauche magneti>cb machte unb sie auf ein Holzstückchen legte, das in et tum Gefast mit Wasser itbiwmm. Tie richtete sich bann noch der HimmelSstrlle, wo der unter JSolfen otr- bo.gene Polars^rn mi suchen war. Tie auf dem Wasser schwimmende Magnetnadel 'vor Demnach d:e erste Form deS Kompaifes, und di' Schiffer «bedienten sich ihrer anfangs nur ut trüben Machten, wenn der Polarstern nicht zu sehen war, dec feit uralter Zeit den Seefahrern als Führer diente. Tas Verdienst, den rtompast in seiner fauligen Ote» statt erfanden zu haben, wird dem Loten Flavio Gioja aus Amalfi Augefcbrieben, der ihn um 1300 zuerst angewandt haben soll. Letzte Nachrichten. Ebert über die Weltlage. Paris, 23. April. Hava» RricbSPräsident Ebert gr-wäbr.e am Ostermontag einem Vertreter der „T emp S" eine Unterredung. Tte innere L g: Teutfifaanb'S, so erf &rte Ebert, hängt wie übrigen# bie von allen Ländern« von der allgemeinen Weltlage ab. Tie inneren Bebing- ungen Deutsch!anbS seren solidarisch mit denen aller Länder der Welt. In der allgcmrinen Er fenntnid dieser Solidarität erblickte Ebert .die beste Garantie für bi: Weltlage. Ter ungeheuerliche vor dem Krieg von einem Engländer ausgestellte Satz, d'st der roirtfebaftfiefte Ruin Deutschland; eine Bereich runq Englairfa? bedeute, stelle in der neuen sozia.istischm Welt einen erschreckenden Walmsnm fair. Dem französischen .Regime verdankt der Sozialismus einen grasten Teil feiner zahlreichen Id.en. Deshalb vertraue Ebert Frankreich, bist es sich dem Godankeit der Vvli- b^rität nicht oerfchltesten werde Dieser Gedanke werde sich auch in Frankreich durchsetzen unb c4 werden sich gute Beziehungen zwischen beiden Ländern einfle I n. Teutschlanb il berci, diesen Ge- danken zur Tat toerben zu lassen unb Frankreich aus ginjer Kraft zu helfen, die durch ben Schrecken des Mrieffc4 verursachten Schäden wir der gut zu machen. Es wäre vorteilh .f er, roerm di'se Arfarit auf Kosten TeutschlandZ durch Freiwi lig? geleistet werde, als durch die Massen der versk.aotrn brutschen Kriegsgefangenen. Eben protestieNe dann gegen die Zurückhaltung der Kriegsgefangenen in diesem Augmb.ick, in dem die Versöhnung angebah.lt löerlxnt solle. Tic S«i ai 'ung eines Rhein isch - westfälischen Pufferstaates kenne er nicht alS Gamntie für den künftig-n Frieden ober für die tünflipen guten Beziehungen zu Franckreich ansehen. Er hofft, dast bie französischen StaatSrnärmer von Tcutfaianb nicht die Unterschrift unter einen Vertrag verlargen würden, der tm Gegensatz ui den roabceu Iiueressen FrankreiichlZ stehe Die tage in Bagern. Ulm, 23. April. (WTB.) In Augsburg herrscht vollkommene Rul-c Bei der Ablieferung von Waffen in der Vorstadt Oberfamien tarn es gestern abenb zu einem kleinen Zimich nfull. bei dem es einige Beewirndete gab. Zum Teil ist die Arbeit wieder aufflmommen. Gestern vormrtlag bi Pen dir Gewalthaber bi M ünche n in der Lu.wig ras» rinc Truppen- scha u über bie Role Armer ab Degen Fimmz- fcf-rjierigrfeitcn unb Unzufriedenheit der Arbeiter tourbe heute der Generalstreik aufgehoben. Tie Stimmung ber Bevölkerung ist infolge des Terrors Lusterst «spannt. Zeitungen unb Nachrichten von auswärts fbnrmen nich in bie Stab, mit Ausnahme ber von Regierungöflie^-nr abgmwrfenen Flugblätter. Tas Aufheben dieser Flugblätter ist fai Todesstrafe verb.ten. Vormarsch ber rschecho-Llowaten W ien, ^2. April WTB ' In d plvn a i irm ffreifen Vn:laute1, dast tsckrcl»-sloawifchc Truppen die Offensive an den TemarLrrionslincen ergriffen laben imb bereits vor Waitzen, eine Stund- von Dudopest, stehen. Strelkunruhe« in Arland. Rotterdam, 22 Avril 'WTB.) „N'euwe 9tot:erb'*m,'(62 Eeurrut" schreibt, baff der Streik in Limerick ^Ir'a b schrofa're Formel an» nimmt. Das <;.r irfamrh'c ist titsächich ein Sowjet. ES bat die Verwaltung ber Stabt m Härden, kvaussichtia! den VTrkehr unb regelt die Preise. ES bat wgar Papiergeld im Werte von 1—10 SdnfTing ausgeg'ben Tie Sinnfeiner Organif a tion arl- iet S*r b in Horch mit den iri cfam Arb i ern. Sie hat ben Streik über ganz Irland au?yibrci en. geiudtt. Unb bie Polizei fastl ihn nicht! Aber mich bat sie schon ein paarrnul einerrrtfl! Ter Memn siebt mir nänriich fabelhaft ärmlich Er ist nernbcin mein Toppelgärp-r Ich habe mir uvar d e e Legi ima i mSk irt-' anSsteIen lassen —" Er reichte dem Tetektiv das Schriftstück zur Einsicht hin, daS er dem Polizeipräfidium verdankte. Jahn las eS mit aroßem Interesse, prüfte a-wohnfantSmästig Unteridjnft und Stempel und gab es zurück „Tiefe Legi imalion genügt ooFstänbig, um Sie vor Unannedmlichkriten b'irch die Po izei zu schützen. Aber es können Fälle erntreten, dast Sie von Leuten, die durch diesen Schn-pse hinein- gelegt w irden sind, mit ihm verwechfe t werden. Smd Ihnen solche Verwechslungen schon zuge- stvxen?" „Leiber ja. Deswegen wende ich mich ja an Sie . . Unb er erzählte bmn aufborifmben Tirtftor bie Siene im Hotel Unter ben Linden. „Tie Sache wirb mir unerträglich!" schloß er ..Ihr Institut fotT nun diesen Emil Schnepfe aussinbig machen unb seine Verhaftung veranlassen " Herr Direktor Zahn horcht»' auf. „Efae schwierige Ausgabe!" bemerkte er. ..Die Poli ei sä"g' Leu e wie di fei Schnepfe nie!"' Ta* f-.ffte er in sehr bestimm em Ton. Unb bi er van Dorival berei'S einigermaßen über hm Hochstapler unterrich et wir, spielte er sich v'ötz'ich auf, alS sei ihm Emil Schnepfe durchaus bekannt, unb als sei er ber Einzige, der tm* stand' wäre, den geriebenen Svitzbufan gur StreA zu bringen. —e (Fortsetzung folgt.) Eiserne n. hölzerne Bin an da» Fcrnsp cchnetz unter iflSbutg Äicfmmg m kam es uM bei 'dl ii'f Mr tWw K vakrn. forrtfvfr’1 K IniMit _it crgcmctt : Stunb' Eröffnung am I. Mai. Näheres über Aufnahmebedingungen, Lehrplan und Prüfungen entnehme man dem ausführlichen Prospekt. Diesen versendet kostenlos die 4411c Direktion,Gießen(Ob.-Hess.),Wilhelmstr.16 Privat-Handelsrealschule In den Handelsreallklaasen Untertertia bis Untersekunda Vorbildung für die Reife der Obersekunda einer Oberrealschule und kaufmännische Ausbildung in den verschiedensten Handelsfächern. In der Oberklasse Vermittlung einer umfassenden kaufmännischen Bildung. Den Unterricht in den Handelsfächem erteilen die diplom. Handelslehrcr Dr. Schwarz, Dr. Liebheim und Stadelmann. Ausführliche Drucksachen versendet kostenfrei die <409c Direktion,Gießen(Ob.-Hess.),Wilhelmstr.l6 id. I.) „Wlwr ter Stu! 'ernten äch ick L her Stm und rcM lst-ld S geben. "biet M Ar hat de" Reparaturen an Fahrrädern, Nähmaschinen Mono & Getter, Gietzen, Dammstr. 32. Äemtneu auf Wunsch auch nach auswärts. I061” M! Mr mlick. & ® bennrM äl'itmnn w .resse, A -L-lund ssj£ »ATS 6 «i» i‘ “ W,» f»f p ** '"V IN Böiere htistelitise IBr Ifficta (Vorstufe des Privaten Seminars für Handclslehrerinnen) Gießen, Wilhelmstraße 16. Aufnahmebedingungen: Erledigung der obersten Klasse einer höheren oder erweiteren Mädchenschule odergleichartigeVorbildung. Ziel: Gründliche theoretisch-praktische Ausbildung zur wirtschaftlichen und sozialen Selbständigkeit sowie zur Ucbemahme kaufmännischer Stellungen. Lehrgang: Einjährig von Ostern zu Ostern. Unterricht in sämtlichen kaufmännischen Fächern (Handelsbriefwechsel in deutscher, englischer und französischer Sprache, Buchführung, kaufmännisches Rechnen, Handelsbetriebslehre, Wirtschaftsgeschichte, Handelscrd- kunde, Kurzschrift), außerdem wöchentlich Vorträge über Literatur, im Winter über Kunstgeschichte. 4410c Der Direktor: Brackemann Der stellvertr. Direktor: Dr. Liebheim aufgt* ist insol« mgen inti ich', in dir ngsfiiecsi'Nl eben dicstt Zur 4005c Fnihiaiirs!i8si8ilyii8 empfehle m. oroit. Vanerin El! ttn- °. Iüi!firoirt= slßlfftlilifc!! toten i dtrar Uorrmann, Elieewaren-, Bans- enl BilcheagtrJf-HantHMg. Luzerne-, Rot- und Schwedenkhcsamen feibefr.. tnlänb. empfiehlt FrnMt Kleffhmflller ”4*, Hastfurl. Tel. 31. Wns^yr^las zumEiereinlegen cingctr. <«ustchtenderbstangen mit 56 Fstm. Inhalt, 370 Sliefernroellen, 1750 ,>nibcniirbet:cr. 1 Schab» macher, 9 Schretner. 2 Schneider, 3 Steinbauer, 3 ?tQl)lnroueiire, 1 llhrmacher, HO Steinbruch» und Erdarbeiter, 1 Schmied, 1 Stellmacher, ein Elektromonteur, 1 Keltnerlehrling, 2 Buchbinder- lehrliitge, Steinhatterlehrling, Krtseurlehrling. E6 suchen Arbeit: 5 Bäcker, 7 Schriftsester ttnb Burbdt ticket, Kaufleute, Schreiber und :)ieiiende, 1 Attioschloiier, 1 Koch, 8 Kellner, Packer, Haitö- burschen und AitSlänfer, 1 Tave.lerer, 2 Maurer, Plaschinenschlosfer-Battschlosser, 2 u-lechauiker. drei Gärtner, 1 Sattler, 1 Müller, 1 "Maler, Anstreicher und Tavezierer, Weihbiuder, Arbeiter, I Forst» beatnter, 2 Svrngler und ^tiftnUmeure, 1 51rait- sahrer, 1 Elektromonteur, 1 Dekorateur, 1 Drogist, 4 Schmiede, 1 Melker, 1 Maschinenbauer, Tiefbau« techniker, 1 Werkzeugschlosser, 1 Hilwrnouteur, 2 Schweizer, 1 Bankbeamter, 1 Motorschlosser, 2 Molkereiverwalter, 1 Molkereigehilie, 1 verb. Knecht, 1 geprüfter Heizer, 1 Dreher, 1 Zigarren- orüeiter, 4 Friseure, 1 Zimmermann, 1 Pianist, 1 Musiker. Lehrlinge: 1 Kaufmann, 2 Schreiber, 11 Schlosser. 1 Mechaniker, 2 Schuhmacher. 2 Konditoren, ein Mebner, 2 ftrifenre, 1 Schmied, 1 Bäcker, 1 Koch, I 1 Uhrmacher, 1 Sattler. Weibliche Abteilung: Bei bieslgen Arbeitgebern können eingestellt Werben: 1 besseres Hausmädchen. 2 Köchinnen, 2 Näherinnen, 1 Waschfrau, 1 Kinder sraulein, 1 eins. Sillfje, Dienstmädchetr. Vouhroueit, I Arau vorn Lande für Gartenarbeit gegen Bezahlung und freie Wohn.. 3 Lehrmädchen, 1 Weistzeug- beschliesteriu, 1 Kafseeköäfin, 1 Zimmermädchen, 1 Kuchenmadchen, 2 Hotelzimmermädchen. Bei auswärtigen Arbeitgebern können eingestellt werden: 10 landw. Dienstmädchen, Dienstmädchen. HattSmädchen. 1 Köchin. Es suchen Arbeit: Bureaugehilsinnen, Steno- tnvistiunen. Berkäuserinnen, 1 Bibliotheksgeliilsin, Käse-Verteilung. Ab Donnerstag den 24. 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