“haftet !V Ubr- koitier, Quhnann, mbro. 8t, '.arbeiier, »«Mb. Metzger, Inleure, ^.^agen» sbeikd.id.». -Greiner, M'binber, ker, Kaufe Mflieret l"et- zwei irtro.^er. )er, zwei etzr, fünf In.'tet ein Q,et' zwei Wnder. ’ tidriner, 1 tq)OtO: baitler. Buchbinder, eingestellt ir 20 Lauf- mau, eine tzaüerin in dw. Tienib 3 Lüchen- 935B 18 Bureau- eltödjin. Sieben 939B 6 wimmern, «baute mit Kien v. tbi» ie, Eiallunz ^Zimmern, rnbemitzung, ern. 20 mA ■nd zert . ' ütr M I Vee •RT .kein I 948a t. reki «ttagl aus! -Ä? 111'7/ 'v int«*,. L&SS mißt' zis-RB IO. 'M» S’Ä Ur. J9 Der viehener Bitytgn erscheint täglich, anver Sonntags. - Beilaaen: Siebener ^amilieublütter; Kreslklt für den Kreis Sieben. Btjngsprds: monarl.Rik.1.35, viertel- jährlich Mk. 4.05 . biud) Abhole- u. Ziveiqstellen monatl. Tlf. 1.25: frurcfi die Post Pik. 4.05 viertel» jährt, ausscht. Be stetig. tKcrnfpred) - 9tnschliisse: iürdieSchriitieit»lng112 Vkilag,(tzeschäistsstelle51 Anschrift für T rahtiiach- rtchten. Anzeiger Sieben. 169. Jahrgang Donnerstag, 23. Zamar 1919 BietzenerAWiger General-Anzeiger für Oberhessen Zwlllingrrunddruck u. Verlag: vrühl'fche Univ.-Vuch- u. Steindruckeret R. Lange. Zchriftleltung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Zchulstr 7. Postscheckkonto: §ranksurt a.N. 11686 Vankverkehr: Sewerbedanl Gietzen Zunahme von Anzeigen f. die Lagesinmimer vis zum Nachmtliaq vorher ohnejedeVerbiiidlichkeit Seilenpreise: für örtliche Anzeigen 25 Uf.Jür anSiDärttge 30 Pi., für Reklamen Mk.l.-nebst 20°VZeue- ninasznschlag;Plat;vor- fchrist 20 % Au'jchlag. Lauptschriitleiter: Aug. Goey Verantwortlich für Politik: Ang. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: ö. Beck; sämtlich in Gießen Vie neue Keichsversassung. Die Berliner Bolksregierung hat, obwohl sie nicht weiß, inwieweit die Wahlen zur Nationalversammlung ih-.e Zu'ammensctzuug ändern werden, es sich nicht nehmen lafsen, umfangreiche Vorarbeiten für die Aufgaben der Natioua versammlung in Angriff zu nehmen. Dazu gehört der vorläufige Entwurf einer- künftigen Reichsverfassung, über den am kommenden Samstag die einzeistaatlichen Vertreter in Berlin zu beraten haben iperdcn. Die Regierung betont dazu ausdrücklich, daß die Bundesstaatsrertretcr keine bindenden Beschlüsse zu fassen haben, sondern daß die Nationalversammlung die Entscheidung behält. Diese Entscheidung ist näher gerückt, nachdem nunmehr auch der Tagungsort der Nationalversammlung festgesteltt worden ist. Die Negierung hat ihn, süddeutschen Wünschen entsprechend, nach Weimar verlegt, Ivo gegen bisher nur Proteste einiger Berliner Blätter laut geworden sind. Das Berl. Tageblatt .äußert sich am schärfsten gegen diese Kaltstellung Lier Reichshauptstadt, aber seine Argumente werden zum größten Teil verblassen, wenn es untersucht, ob es für den bisherigen Bestand Preußens und alle davon abzulciten- den Vorzüge Berlins nachhaltig eintreten kann. Das Blatt würde sich dann in Widerspruch mit unabänderlichen Tatsachen und Notwendig leiten setzen. Denn von Preußen werden zweifellos große Teile abfatlcn, und der vorliegende Entwurf zur Reichs- Verfassung faßt dies auch sehr bestimmt ins Auge. Ob Berlin sodann die künftige Reichshauptstadt bleiben kann, wird keine Entscheid ungsjache lokalpatriotischer Wünsche, sondern vielfältiger politischer Erwägungen sein müssen, denen wir mit unserem Urteil nicht vorgreifen wollen und können. Jedenfalls ist es recht verständlich, daß man dem Spartakistenkefsel Berlin für die nächste Zukunft nichts gutes Zutrauen wollte. In Weimar wird wenigstens Ruhe und Ordnung gesichert 'sein, und es heißt, daß auch die ausreichende Zahl von Wohnungen sowie von Hilfsmitteln für die Bewältigung erheblicher Verkehrsersordernisse beschafft werden könnten. Was den Inhalt der erwähnten Denkschrift anlaugt, so hat der Staatssekretär des Innern, Dr. Preuß, in einer Besprechung folgendes daraus l-ervorgehoben: Der Entwurf hält an der Existenz von Einzel- ftaaten fest. Die bisherige föderative Gestaltung des Reiches gestattete Lockerungen nach manck>er Richtung hin weil die preußische Hegemonie das feste Rückgrat des Zusammenhalts nach außen und vielfach auch nach innen gab. Die preußische Hegemonie war stärker, als sie oberflächlich erschienen ist. Es ist Nun Tatsache, daß diese Herrschaft abge,ck)afft ist und nach menschlichem Ermessen nicht mehr so schnell erstehen wird. Das Reich muß die Vor- imachtstellung übernehmen. Die Vormachtstellung kann nicht dadurch ausgeübt werden, daß die Befugnisse des Reiches auf die 'Einzelstaaten sich er- ftreckeu. Viele Richtungen sähen es lieber, wenn es umgekehrt werden würde.. Das würde mit dem Untergang und dem Zerfall des Reiches enden. Wenn es Preußen nicht mehr möglich ist, die Neichseinheit darzustellen, so muß der, Zusammenhalt anderswo gegeben werden. Das schließt nicht aus, daß innerhalb der Einzelstaaten durch die Verhältnisse die Möglichkeit gegeben wird, s i ch.1 e l b- ständig nach Stämmenundnach Eigen- art der Landschaft zu gruppieren, ^n der neuen Reichsversassung gibt es nicht mehr eine preußische Hegemonie, sondern den herrschenden Reichsgedanken! . Es wird viel wegen einer territorialen Neugestaltung Deutschlands gesprockien. Der Versai- sungsentwurf selbst enthält feine neuen Aufteilnngs- plän?. Er enthält aber.Wtiinnuingen, die die Möglichkeit einer Neugestaltung vorsehen. Aul der einen Seite ergibt sich, daß die kleinsten Staaten sich zu lebensfähigeren Staaten ausbaueii können; dazu brauchen sie aber meistenteils, preußisches Gebiet. Demnach wird die Frage Preußen allein schon Wichtig. , _ .. Das Selbstbestimmungsrecht muß bte no.ige Umgestaltung veranlassen. Die Reichsvcrsasiuug kann mir die Gelegenheit dazu geben. Die Emzcl- staateu werden nicht davon abgehen, in d'r Reichs- Verfassung in Ersck>einuiig zu treten. Es hanoelt sich dabei um zwei Möglichkeiten, entweder bildet mein d-.i Bnndesratssystem aus oder man errich et ein S t a a te n hau s s y ste m. Im Biui- deSratssystem treten die einzelnen Staaten ans durch bevollmächtigte Beamte, die an bestimmte Absttinmungsweismigeu gebunden sind' iin Staa- benbauschstem aber bekommen wir auf parlamcn- tarisch.r Grundlage Persö.ck chler en, die auf Grund freier Ueberzeugung ihre Entscheidungen tressen. Der Deutsche R c i ch s ve r s a s s u n gse u t- tour f entscheidet si ch für bte- Staa ten- hauss orm. Er tut das, so er Härte Dr. Proust, un Jiiteresje her Einzelitaaden selbst. Die Einzel- ftoaten haben nämlich großes Jntereise, an der Reichs^etzgebung beteiligt zu, sein. Es ward mi- mögsich c u, ein Kollegium so instruierter Beamten dem Reick>swge gleich zu stellen, weil bieser ta aus brrdten Wahlen des Voltes hervorgeht. Selbst das StaatciihauS wird nicht nnangeii-chten binden. es ist aber zu rechtfertigen irnb vertreten. Vundesratssystem und Parlamentarismus schließen sich gegenseitig aus. Wir erlitten einen parlamentarischon Reichstag mit der Regierung verknüpft, deshalb.ist auch das Bundesratssystem nicht mehr zu h-alten. Der Einfluß der Einzelstaaten soll aber auch dadurch gehoben werd.n, daß Sachverständigenkommissionen berufen worden, die dor Reichsregierung zur Seite stehen. Weben dem Dolkrshaus, das die aus dem Volk unmittelbar gewählten Vertreter umfaßt und dem Staatenhaus, das dem parlamentarischen Bundesrat entspricht (beide zusammen bilden den Reichstag) wird der Reichspräsident stehen, der in der Art seiner Wahl etwas mit dem amerikanischen Präsidenten gemeinsam hat. Er ernennt den Reichskanzler und beruft die von -diesem vorgeschlagenen Staatssekretäre. Er steht an der Spitze des Freistaates Deutschland. Dr. Preuß hält Freistaat für eine alück- liche Uebersehung des Fremdwortes Republik. Einen Vizepräsidenten soll der tatsächliche Präsident nicht zur Seile gestellt bekommen. Gnteraebms aus Öen Wahlen jur deutschen Hationaloerfammlung. Berlin, 22. Fan. (WTB.) Rach nichtamtlichen Meldungen setzt sich die Nationalversammlung folgendermaßen zusammen: In den 37 Wahlkreisen mit 421 Abgeordneten haben erhalten: Deutsch-nationale Dolkspartei 34 Christliche Volkspartei 88 Deutsche Dolkspartei 23 Deutsche demokratische Partei 77 Sozialdemokratische Partei 164 Unabhängige 24 Fraktionslose . 11 zusammen 4'21 Sitze. Die Fraktionslosen sehen sich zusammen aus 4 Welfen, 1 Vertreter der Bauern und Arbeiter- Demokraten, 4 bayrischen Bauernbündlern und 2 Vertretern des Württembergischen Bauern- und Bürger« Hundes. W a.h l k r e i s 8, Posen. (Nichtamtl. Wahlergebnis.) Deutsch-nationale Volksp. 61 000 (füllt Sitze), Deutsche demokratische Partei 48940 (frier Sitze), Deutsche Volkspartei 29 600 (2 Sitze), Sozialdemokratische Partei 24 217 (2 Sitze), Christ!. Volkspartei 16 179 (1 Sitz). Die Listen oer Deutschen demokratischen Partei und der Deutschen Volkspartei einerseits und her Deutsch-nationalen und Christlichen Volkspartei andererseits waren verbunden. In einer Anzahl von Bezirken fanden keine Wahlen statt. Wahlkreis 14, Kiel. (Nichtamtl. Wahlergebnis.) Mehrheitssoziattemokraten 3G8 561 (fünf Sitze), Deutsche demokratische Partei 219 535 (drei Sitze), Deutsche Volkspartei 62 519 (einen Sitz), Deutsch-nationäle Volkspaitei CO 806 (einen Sitz), Bauern- und Demokratische Partei 57 482 (einen Sitz), Unabhäng. Sozialdemokraten 2069 (keinen Sitz), Christ!. Volkspartei 8083 (keinen Sitz). Das Ergebnis in Bayern. München, 22. Fan. Rach den vorläufigen Berichten erhallen von den 45 Mandaten Bayerns für die deutsche Nationalversammlung: Bayer. Volkspartei (Ztr.) 18, Sozialdemokraten 16, Deutsche Volkspartei 5, Bayer. Bauernbund 4, Nationalliberale und Mittelpartei 2. vie grieöensfonferenj. Varis. 22. Jan. (WTB.) Amtlicher Bericht. Präüdent Wilson, die Ministerp.ä,identen und die Außenminister der alliierten inifr assoziierten Mächte waren im Beisein d.s Vertreters Japans gestern vormittag fron Voll bis 1 -1 und nachmittags von 3 bis 5 Uhr im Ministerium des Aeußern versammelt. Am Vormittag mach'.? der dänische Gesandte Scavenins Mitteilung, von näheren Informationen über die Lage in verschiedenen Gegendm Rußlands. In ber Nachmittagssitzung wurde die Diskussion über den gleichen Gegenstand fortgesetzt und erheblich gefördert. Man hofft, in der deute vormittag 11 Uhr stattfindenden Sitzung an d:e Formulierung der Schluß- f orber un gen gehen zu können. Die Frage der Arbeitsmethode der Konferenz nnnfce g c.ch- falls gestreift. Deutschlands Lebensmittelversorgung. London, 21. Jan. (WTBtz Reuter meldet, daß in zwei bis drei Wochen deutsch.' Hauidelsschine unter dec Kontrolle der Alliierten wieder aus See fahren werden, hauptsäch.ich um den früheren Feinden der Alliierten Lebensmittel ziizai führen. Es geschehe sowohl im Interesse der Menschlichkeit, als auch im Interesse der öffentlichen Ordnung, daß bestimmten befreiten Gebieten und den feindlichen Ländern baldige Hilfe gebracht wurde. Die vom Obersten Kricgs- rat ernannte alliierte Lebensmittel- und Schifffahrtskommission habe sich vor f irzem nach Trier begeben, wo sie mit der deutschen Abordnung, bei der sich auch.Regierungsbeamte und Vertreter der Schiffahrt befanden, zusammengekommen sei Wegen der nicht geordneten Zustände in Deutsch- lcmd feien die Delegierten der Alliierten im Zweifel gewesen, ob irgenK’ine stabile Autorität vorhanden sei, inn ein Uebcreinkommen verbindlich abzu- schlicßen. Aber die deutschen Delegierten hätten beweiskräftig dargelegt, daß sie in der Lage sind, binderide Verpflichtungen einzugehen. Es sei bcab- fichtigt, daß Deutschland eine we se n tl i che Menge Lebensmittel, insbewirdere Weizen, Fett und kondensierte Milch, kaufen und importieren darf. Die Konferenz in Trier sei als erste Gelegenheit, bei der briiische und deutsche Zivilisten seit Kriegsbeginn in 'Verhandlungen traten, bemerkenswert gewesen. Aur dem Reiche. Landesverrat in Oderschlesien. Breslau, 22. Jan. (WTB.) In den letzten Tagen sind die f ü h r e n d e n p o l n i s ch e n El e- Li e n t e dazu übergegangen, offenen Landesverrat zu treiben. Wie heute mitgeteilt wird, begab sich am 13. Januar d. I. eine au5 Beuthen und Umgebung stammende Deputation über Krakau und Wien nach Paris, um sich mit der frmi- zösischen Regierung über die o b e r s ch l e s i s che n Verhältnisse zu besprechen. Gleichzeitig mehren sich die Fälle, in denen im großpolnischen Fahrwasser segelnde G e i st l i ch e ihre Gemeindemit-, glieoer zum Landesverrat aufzustacheln versuchen. Der Staatsanwalt vevanlaßte bereits deren Verhaftung. Ein in Beutben ansässiger Rechtsanwalt hatte die <5tim, vom Volksrat, dem Zentralrat für die Provinz Schlesien, die Freilassung der Verhafteten zu verlangen und seine Forderung damit zu begründen, daß er vom ersten polnischen Volksrat beauftragt sei, über das Wohl der für die groß- polnischen Ideen wirkenden deutschen Reichsangehörigen zu wachen. Damit ist erwiesen, daß auch in Oberschlesien Anhänger die Lostrennung von Oberschlesien vom Reichs versuchten, noch vor Entscheidung durch die Friedenskonferenz vollendete Tatsachen zu schassen, und vor Anschlägen aus 'die Sicherheit des Reiches nicht zurückschrecken. Ter Volksrat in Breslau, Zentralrat für die Provinz Schlesien, unternahm geeignete Schritte, um diesem landesverräterischen Treiben ein Ziel zu setzen. Posen, 22. Fan. (WTB.) Durch Verfügung des Obersten Polnischen Volksrats werden sämtliche den Fahrgängen 1897, 1898 und 1899 angehörenden Polen aufgefordert, sich zum aktiven Militärdienst zu stellen. Generalstreik in Brannschweig. Braunschweig, 22. Fan. (WB.) Montag nachmittag 2 Uhr ist der Generalstreik in Braunschweig ausgebrochen. Der Straßenverkehr ist eingestellt. Die Telephon- und Postoerbindungen sind teilweise gestört Die Briefe wurden nur einmal bestellt. Montag abend war auch das Theater geschlosten. Auf dem Theater und auf dem Schloß wurde die rote Fahne auf Halb- mast gehißt zum Zeichen der Trauer um Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Die Restaurants und Kaffeehäuser ynd alle Läden sind geschloffen. Dasselbe Bild zeigte sich am Dienstag. Am Montag abend um 7 Uhr mußten die Bürger von der Sttaße sein. Das Licht blieb Dienstag abend kurz nach 7 Uhr aus; Zeitungen dürfen nicht erscheinen. Am Dienstag fanden verschiedene Demonsttationsumzüge statt. Der Bahnverkehr ist spärlich. Zur Einigung der bürgerlichen Parteien. Vom Vorstand der Deutschen Volkspartei in Gießen wird uns geschrieben: In Nr. 14 des „Gieß. Anz." ist ohne unser Vorwissen ein Wahlaufruf der De titschen Volks- Partei in Hessen veröfientlicht worden; er mag durch uns unbekannte Vorgänge veranlaßt worden sein. Die Deutsche Volkspartei war jedenfalls auch während dieses letzten Wahlkampf-es stets bemüht, die sachliche Kampfcsweife anfrechizuerhalten, ob- lvohl dies durch starke Angriffe in den Reden her Vertreter der Demokratischen Partn und deren sonstigen Kmchgelmngen uns sehr ersch.vert ivordcn ist. Das Höchstmaß unbegründeter Angriffe von demokrattscher Seite zngt aber dw Wahlaufruf der Demokratischen Partei in Nr. 15 des „Gieß. Anz." Wir legen entschiedenste Verwahrung ein gegen den ganz unbegründeten Vorwurf, daß unsere Partei, „statt eine Listenverbindnng mit der Deutschen demokratischen Partei cinzugehen, zu der sich diese bereit erklärt habe, unter dem Vorwand der Einigung aller sog. bürgerlichen Parteien eine Verbindung mit der Deutsch-nationalen Volks Partei vorgezogen habe". Wir legen weiter Verlvahrung ein. gegen die nicht minder unrichtige, auch schon in Nr. 12 d?s „Gieß. Anz." vorn Vor fitzenden des hiesigen Vereins der Deutschen demokratischen Partei aiifgsttellte Behauptung, wir hätten durch unsere Haltung in der Listeitfrerbindungssiage gezeigt, daß wir dam kmi- servatifren, reaktionären Gnst der Deutsch-nationalen Vottspartn näher ständen als' dem liberalen Geist der Deutschen demokratischen Partei. Denn der .Skrtrehmg dieser Partei in Hessen und in Gießen ist genau bekannt, daß wir seit Wochen zu dem auch von der H a u fr 11 e it it n g der Deutschen demokratischen Partei gebilligten 3 in c cf e der Verhinderung einer sozialist ischen Mehrheit in den verfassunggebenden Versammlungen eine Eingang aller sog. bürgerlichen Parteien ang.'strebt haben auf der Grundlage, daß neben der allgemeinen Verbindung der Listen der bürgerlichen Parteien, gerade um der Deutschen demokratischen Partei ein Zusammengehen mit den anderen, weiter rechts stehenden Parteien zu ermöglichen, eine engere Listenverbindung zwischen der dentsche-.i demofrattsck-en Partei und der Deutschen Volkspartei flattfiiiden sollte. Hierdurch wäre zugleich dem Gedanken der liberalen Einbeit auf das beste gedient worden. Konnten wir schla- .sendcr die Unrichtigkeit jener Behauptungen beweisen ? Wir suchten durch die Listenfrcrbinduna nach Möglichkeit zu erreichen, daß die Zu- smnmensetzung der verfassunggebenden Versammlungen den frotitifdien Anschauungen der Mehrheit unseres Volkes entspricht, und diese Mehrheit ist, wie wohl auch die jetzigen Wahlen zeigen werden, nicht sozialdemokratisch gefront. Die Sozialdemokratie kann nur eine Vertretung in diesen Parlamenten beanspruchen, welche dem Verhältnis der Zahl ihrer Anhänger zur 05esamtsumme aller wahlberechtigten Deutschen entspricht. Dies müssen, da es sich um notwendige Folgerungen aus dem denwkratischen Prinzip handelt, auch die Mehrhei ssozialisten einsehen. Darum werden sie auch weder durch einen „Zusammenschluß aller sog. bürgerlichen Parteien vom Staate abgedrängt" werden, noch um einiger ihnen vielleicht entgehender Sitze willen einen „Bürgerkrieg" beginnen, der nun von der Demokratie als Folge eines solchen Zusammengehens an die Wand gemalt wird (Nr. 12 des „Gieß. Anz/st. Die Verantwortung für das Scheitern der so sehr im Intere sse der Gesamtheit des Bürgertums gelegenen Listenverbiiiduiig aller bürgerlichen Parteien sowie für die Trennung der liberalen Parteien im besonderen trifft hernach nicht unsere Partei, sondern die Deutsche demokratische Partei. 21ms StaM nnd Land. Gießen, den 23. Januar 1919. * * Freibank. Freitag den 24. Fanuar werden von 12-4 Uhr die Nummern 1301-1600 beliefert. * * Kraftwagendiebstahl. 9n der verfloffenen Nacht wurde aus dem Hose des Hauses Bleichsttaße 7 dahier ein dreisitziger 6/16.PS. Opel-Kraftwagen, sogen. Püppchen, mit der Motornummer 34307 und den Kennzeichen in roter Schrift „M. K. XVIII 846“, ,,I. K. D. 11495“, im Werte von 6500 Mark, entwendet. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen. ** Der Arbeiter- und Soldatenrat Gießen löeilt mit, daß die Süddeutsche Tabakszeitung, Mannheim an das Verschwinden etnes der Firma Rinn L Cloos, Heuchelheim gehörenden Waggons Zigarren die Behauptung knüpft: „es kann wohl kaum bezweifelt werden, daß der Soldatenrat in Gießen den ganzen Waggon kurzerhand beschlagnahmt hat; ob, die Zigarren tatsächlich an die Intendantur des 18. A.-K. ausgeliefert worden sind und ob die Intendantur diese halbferttge Ware auch angenommen hat, muß erst noch aufgeflärt werden." Der Arbeiter- und Soldatenrat Gießen hat hierauf folgendes Telegramm abgesandt: Süddeutsche Tabakzeitung, Mannheim. Sold.-Rat Gießen eine Beschlagnahmung Waggon 40 594 Nürnberg, Inhalt Zigarren, nicht vor genommen. Waggon ui Frankfurtmain beschlagnahmt. Ersuchen um sofortige Richtigstellung. Arbeiter- und Sold.-Rat Gießen. Heercssache. ** Eine seltsame Willkür des Arbeiter- und Soldatenrates Butzbach teilt uns Herr Kommerzienrat C. Kling spor wie folgt mit: Wir scheinen im Zeitalter der Wegelagerer zu [eben. Die Darstellung der Firma Rnru & Cloos über einen gestohlenen Waggon Zigarren bin ich in der Lage zu ergänzen. Mein am Freitag den 17. Januar 1919 Butzbach sich nähernder Kraftwagen wurde von dem dortigen Arbeiter- und Soldatenrat für beschlagnahmt erklärt, weck eine gelbe Zusatzkarte des Generalkommandos fehle, die durch Verfügung vom 20. Dezember 1918 vorgeschrieben sei: der mitgeführte amtliche Ausweis der hiesigen Kreisbehörde wurde „als ungenügend" angesehen. Die Meldung über diesen glücklichen Fang wurde sofort durch Kraftwagen dem Generalkommando in Bad-Nauheim überbracht — durch den Arbeiterund Soldatenrat! Die Einsichtnahme in die am Kreisamt liegende Verfügung des Generalkomman^ dos ließ keinen Zweifel, daß sie sich nur aus Militär-Kraftwagen beziehe. Ich forderte den Arbeiter- und Soldatenrat Butzbach deshalb am Samstag telephonisch auf, den Kraftwagen sofort freizugeben, und erhielt wieder die gleiche Anttvort roie die dem Fahrer am vorhergehenden Abend gegebene: „die Ausweispapiere seien ungenügend". Nach dem Hinweis, daß die hier eingesehene Verfügung anders laute, wurde der Arbeiter- und Soldatenrat zunächst stumm. Später suchte man eine Ausrede und fand sie: „ein Reifen sei wahrscheinlich Heeres- gut", erklärte ein Mann der Wack-e dem am SamS- tag nochmals zur Abholung hingeschickten Fahrer. Ich habe am 19. d. M. dem Staatsministerium und dem Generalkommando den Sachverhalt telegraphisch mitgeteilt und um Freigabe ersucht, bin daraus 'aber bis heute ohne jede Entscheidung, ja nicht einmal im Besitz irgendeiner Erklärung von dieser Seite über die Wegnahme und ihre Gründe. Aus Grund welchen Recht st itels erlaubt sich der Arbeiter- und Soldatenrat ober das Generalkommando, Privatgut zu beschlagnahmen? Tas sind doch erfreuliche Zustände in dem so molligen neuen Deutschen Reich! Im alten durste ich dassäbe Automobil der Militärbehörde einschließlich Fahrer und Betriebsmaterial entschädigungslos zur Verfügung stellen, bekam es aber wenigstens zurück? ’* Eine nachträgliche Eintragung in die Wählerlisten ist entgegen einer Notiz, die in einem Teile unseres gesttigen Blattes enthalten war, nur Mi itärpersonen möglich, die inzwischen entlaffen worden sind. Feder Wahlberechtigte hatte Gelegenheit sich in den offengelegten Listen zu überzeugen, ob sein Name darin enthalten ist. ** Das Opfer der Neujahr?schlageret, der Schutzmann, der einen Stich in den Rücken erhielt, befindet sich, wie uns mitgeteilt wird, auf dem Wege der Besserung. Die Täter sind gefaßt. Die hatten den Schwerverwundeten, um den Verdacht von sich abzulenken, selbst zur Wache gebracht. ** Zusammenkunft der 50er 1869-1919. Wie aus dem Anzeigenteil in der Mittwochsnummer ersichtlich, kommen die 50er am Samstagabend 7 Uh» bei ihrem Altersgenoffen Rösing er auf Oswalds- Garten zusammen. * * Elternabend. Am Freitag den 17. Fan. veranstalteten der Kindergarten-Verein und das Gießener Fröbel-Semiiiar ihren ersten (Eltern» «Bent). Er hatte sich eines zahlreichen Besuches zu erfreuen. Frau Geheimerat Sievers, die Vorsitzende des Vereins, eröffnete den Abend und wies darauf hin, daß die Elternabende den Zweck verfolgten, ein Hand-in-Hand-Gehen des Hauses mit dem Kindergarten oder Heimgarten zu erreichen. Sie erteilte Frl. Burgheim, Lehrerin all Fröbel-Seminar, das Wort zu ihrem Vortrage: „Welchen Einfluß hat die gegenwärtige Zeit auf die Erziehung unserer Kinder?" Der Grunogedanke war: Wer erziehen will, muß ständig sich selbst erziehen, muß bemüht sein, seine eigenen Fehler abzulegen. Nur dann können die Lehren und Ermahnungen eines Erziehers erfolgreich sein. Ein Beispiel dafür gibt uns die gegenwärtige Zeit mit ihrer starken Verwahrlosung der Kinder, die in der großen Zahl der Fürsorge-Zöglinge eine traurige Bestätigung findet. Diese ist 4-5 mal so groß wie vor dem Kriege. Der Grund dieser Verwahrlosung ist nicht allein darin zu suchen, daß die straffe Hand des im Felde weilenden Vaters fehlte, die Hauptschuld trägt die große Maffe, die das schlechte Beispiel gab. 3n ihrer Schlußrede betonte Frau Sievers besonders den Wert der religiösen Er- ziehung. Am eigenen Herzen beginnend, sei sie gerade in der heutigen Zeit für das Kindergemüt unerläßlich. Mit sichtlicher Aufmerksamkeit wurden die Ausführungen der beiden Nednerinnen entgegengenommen. Es wurde beschloßen, weitere Eltern» abende abzuhalten, in denen wichtige Erziehungsfragen behandelt roerben, daneben aber auch etwas Unterhaltung durch Besang und Deklamation geboten werden soll. Landkreis Gießen. Steinbach, 23. Jan. Morgen sind es 25 Fahre, daß der Milchhändler Anton Reuschling sein Milchgeschäft betreibt und seit dieser Jett bei Wind und Wetter ununterbrochen nach Gießen fuhr, um pünktlich seine Kunden zu bedienen. up. Vom Lande, 22. Jan. Wenn man letzt die Listen der Wahlberechtigten mit der Zahl der Nichtstimmenden vergleicht, so muß man erstaunen, wieviele nicht gewählt haben. Sicher sind es aus dem Lande die bejahrten J-rauen, denen es gar mid)t in den Sinn wÜl, wozu sie den Stimmzettel abgeben sollen, und die von der Bedeutung der Wahl nickfts verstehen. Es gibt aber auch eine Anzahl männlicher Personen, Die sich in die neue Zett tnidjt finden wollen und so ihren Mißmut durch Fernbleiben von der Wahl bekunden. Starkenburg und Rh-inhefsen. = Mainz, 21. Jan. Bei Budenheim schlugen die Franzosen eine dritte Schiffsbrücke über den Rhein. Die Einweihung der 600 Meter langen und strategisch wichtigen Brücke fand unter (Entfaltung reichsten Gepränges statt General Mangin wohnte der Feier an Bord des Kanonenbootes „Argonne" bei. = Dingen, 21. Ian. Die französische Militärverwaltung des Kreises Bingen hat angeordnet, daß in allen Oberklassen der städischen und ländlichen Volksschulen des Verwaltungsbezirks Bingen wöchent- lick drei Stunden französischer Unterricht zu erteilen ist. Es ist zu erwarten, daß die deutsche Waffen- stillstandskommission gegen diesen neuen bezeichnenden Uebergrijf des französischen Militarismus alsbald die schärfste Verwahrung einlegen wird! Kreis Wetzlar. — Wetzlar, 22. Jan. Auf dem Bahnhof Garbenheim wurde der Rangierer Friedrich Zentgraf von den Puffern zweier Eisenbahnwagen totgedrückt. wo. Wetzlar, 23. Ian. Aus dem Kiosk an der Ueberführung sind eine Anzahl halblanger Holzpfeifen and Mutzpfeifen, Taschenlampen und hölzerne Iiga- rettenspitzen, sowie ein Karton rot verpackter Toilette- seife mit der Aufschrift „Piver Paris" gestohlen wor- den. Am Montag früh sind mit dem Zuge 5,10 Uhr sechs verdächtige Leute nach Gießen gefahren, welche Säcke mit sich schleppten unb zwar vier Soldaten und zwei Zivilisten. Zweckdienliche Angaben erbittet das Polizeibureau Wetzlar. --- Altenkirchen, 22. Jan. Der Metzgergeselle Heinrich Schaub hantierte auf einem Spazierwege mtt einem Revolver. Die Waffe ent- titb sich und tötete den jungen Mann auf der Stelle. ra. Königsberg, 22. Jan. Auch auf unserer Höhe ist der uralte Bergbau wieder in Angriff genommen worden. Die vielen Schlackenhalden und die ausgedehnten Bingengänge beuten auf bie ehe- maligen Grubenbetriebe hin. Die Namen „Eiserne Hand', „Eisemroth", 3fie scheib", Schmelzmühls" und „Schmitte" sinb älter als jede geschichtliche Heber- lieferung. 3n Körben auf Pferde- unb Eielsrücken mußte ehedem der hochhaltige Roteisenstein von Königsberg nach den Ufern bet Salzdöbe gebracht werden, wo bie bortige Schmelzhütte seine weitere Verarbeitung vornahm. Hesftn-Ntlssau. mr. Frankfurt a. M., 22. Jan. Der Magistrat wird für den Bereich der Sladt Frankfurt ein „Städtisches Rech ssrrcdeitSamt" gründen. Dieses wird gebildet von 2 Magistratsmttglie- dern, dem Am S.'orsteher und vier Bürgern, von welchen zwei Stadtverordnete sein müssen. Das neue Amt soll sämtliche Aufgaben der bisherigen Rechtsauskunftsstelle übernehmen und wrtterhin den Versuch der gütlichen Einigung mit dem Gegner betreiben, den Versuch machen, Strafsachen, zu denen ein Antrag auf Strafverfolgung erforderlich ist, gütlich beizulegen, schicdsrichterlickx Entscheidungen übernehmen und schließlich Sanie- rungSfragen bearbeiten. mr. Frankfurt a. TI., 22. Ian. Am heutigen Tage wurde eine Automobilomnibusverbinbung nach Darmstadt eröffnet. Der Wagen fährt 1* , Slun. den. Der Fahrpreis beträgt für bie einfache Fahrt 9,50 Mark. Frankfurt, 21. Jan. (WTB.) Der „Temps" meldet, daß das Madagaskische Bataillon Oppen- heim am Rhein beseht hat. 0 Marburg, 22. Jan. Daß das hiesige aktive Jägerbataillon im Kriege schwere Verluste erlitten Hal, zeigt folgende jetzt veröffentlichte amt- liche Zusammenstellung: Cs standen im Fe'de 62 aktßoe Cf z re. 87 O iz ecc H''e r au.ncnsta' des und 6486 Mannschas.en. Von diesen smd gefallen 20 aktive Oimiere (32 Proz.), 17 Offiziere des Beurlaul tensland s (191/» Proz.), 1172 Mannschaften (18 Prozent,. Vermißt werden 3 aktive Offiziere (4,8 Proz, 4 Offiziere des Beurlaubtenstandes <4.5 Proz.', 617 Mannsclraftcn ein schließ lich 230 Kriegsgefangenen (9,5 Proz.). Verum nd-t würben 22 auioe Offiziere (35,5 Proz.), 39 Offiziere bev Veurlaubtenftairdcs (44,8 Proz.), 2636 Prännschafien (40 Proz.). Tie Gesamtverlnstc be- tragen demnach 4530 Mann (68,25 Proz.). Gielzcncr Tänzer tvcrein. Gießen, 23. Januar 1919. Daß auch in diesen Jetten des tobenden Wahlkampfes eine Stunde geistiger Sammlung einem starken Bedürfnis entgegenkam, zeigte das ausverkaufte vierte Wi'tterkouzerl ces Konzertvereins gestern abend in der Staothudje aufs neue. Herr Organist Arno Landmann-Mannheim unb Frau Kammersängerin Anna Kaempfert-Frankfutt wetteiferten miteinander, ihr Bestes zu geben unb hatten ein interessantes Protz amm zusammengestellt, bei dem neben Dach unb Mozart auch bie Produktion der Gegenwart Berücksichtigung gefunden hatte. Einleitend spielte Herr ßanbmann zunächst Bachs Toccata und Fuge D-moll, klar im Ausbau und geschmackvoll registriert — von den oft etwas sehr kräftig hervortretenden Bäffen vielleicht adge- sehen. Besonders wohltuend wirkten bie breit genommenen Zeitmaße, die auch der anderen Orgelnummer, Pasiacaglia und Doppelfuge in C-moll den rechten Zug ins Grandiose verliehen. Mit Nr. 5 endlich, Max Regers überaus schwierigem Daria« tionenwerk op. 73, erwarb er sich bas Derbienst, uns mit einer wenig bekannten, einbrucksvollen Arbeit aus des Meisters mittlerer Schaffensperiode bekannt gemacht zu haben, einem Werke, das an die Hörer außerordentliche Anforderungen stellt unb in seinen einzelnen Teilen oft noch ben Charakter bes Kämpfenden, Suchenden trägt, vielfach auch, hinsichtlich der plötzlichen Uebergänge und harmonisch mobulatorischen Freiheiten ben bes Unausgeglichenen, Sprunghaften nicht verleugnen kann. Das hübsch erfunbene Thema zeigt sehr einfache Struktur unb tritt zubern mehrmals auf, so daß es sich auch dem mit Reger weniger Vertrauten leicht einprägt. Anbers bie Variationen. Hier geht Reger wohl bis zum Aeußersten, unb wir erleben ein echt Regerisches Gewitter: Die entfeffelte Orgel entfaltet alle Möglichkeiten vom leichtesten Winbeshauch in ber Aeoline bis zum brausenden Orkan bes vollen Werks. Heroorzuheben wären be- sonbers Variation 4 unb 5, schließlich auch bie Fuge, in ber Reger als vollenbeter Meister vor uns steht unb bem Werk einen sieghaften Abschluß gibt. Die Solistin bes Adenbs, Frau Anna Kaempfert, fang mit feiner Kultur unb innerlichem Ausdruck, stimmlich anfangs nicht ganz auf derHöhe, zunächst zwei Bach sch e Arien. Bachs Kirchcnar en sinb bekanntlich sehr schwer zu fingen unb bie Sopranpartien wohl innerhalb biefes Gebiets bas Allerschwerste. War so ber Einbruch zunächst noch kein abgerunbeter, ben 3nhalt vollerschöpfenber, so kamen Mozarts herrliches Et mcarnatus est unb in noch erhöhtem Maße bie vier kleineren Lieber weit bester zur Geltung, bie ben Schluß bes genußreichen Abends bildeten, von denen namentlich Seyboths klangschönes Gebet, worin sich antikisierender und moderner Stil glücklich die Wage hält, und Göhlers triumphierendes, in feiner urwüchsigen, flüssigen Melodik an Bach und Mahler zugleich gemahnendes Hirtenlieb als wertvoll genannt seien. Auch als Begleiter zeigte Herr Lanbmann in Spiel unb Registrierung eine glückliche Hand unb erwies sich mit Rr. 6b als Komponist von ausge- sprachen volkstümlichem Empfinben und leise anklin- genbem impressionistischen Einschlag. Dr. G. R. Vie ©rganiiation des hessischen Medizinalwesens. Herr Professor Dr. Sommer in Gießen schreibt uns: Durch die Verfilmung vom 14. November 1918 hat Herr Ministerpräsident Ulrich im Einvernehmen mit dem hessischen Arbeiter-, Bauern- und Soldatenrat eine neue Regierung von 7 Mitgliedern gebildet', die außer dem Staatsminister, der zugleich Minister des AeuHeren ist. aus den Direktoren der folgenden 6 Ministerialabteilungen besteht: 1. Inneres, 2. Justiz, 3. Finanzen, 4. Bildungswesen, 5. Landes-, Arbeits- und Wirtschaftsamt, 6. Laudesernährungsamt. Diese 7 Ministerialvorstände bilden das Staats- m i n i st e r i u m und fassen in diesem Beschlüsse nach Stimmenmehrheit. Die Verordnung vom 15. März 1879 betreffend die Organisation der obersten Staatsbehörden wurde gleichzeitig aufgehoben. Nach dieser gab es neben dem Staatsminister 3 Ministerien, nämlich 1. Justiz, 2. Inneres, 3. Finanzen. Diese sind jetzt zu Ministerialabteilungen geworden, andererseits sind die unter 4—6 genannten als koordinierte Behörden binMgekommen. Eine selbständige Mi- nisterialabteilung für das Medizinal- wesen ist nicht genannt. Offenbar ist die bisher vorhandene Ministerialabtcilung für öffentliche Gesundheitspflege bei dem Ministerium des Innern als Unter- Abteilung geblieben. Das Medizinalwesen sollte jedoch ttadji meiner Ueberzeugung in der Republik Hessen endlich aus den bisherigen Schranken befreit und als gleichwertige staatliche Organisation neben der Justiz, dem llnterrichtswesen und den anderen genannten anerkannt werden. Der bisherige Zustand, daß ein N i ch t m e d i z i n e r die Leitung der Ministerialabteilung für öffentliche Gesundheitspflege hat, ist ein Rest des ancien rSgime und muß m. E. in der Republik Hessen möglichst bald beseitigt werden. Das Medizinalwesen muß von einem Arzt geleitet werden, und zivar einem solchen, der den vielen neuen Anforderungen in diesem Gebiet gewacUen ist. Bor allem kommt hier Kenntnis der im ^Vriege verbreiteten Volkskrankheiten sowie das erweiterte Gebiet der Sozialhygiene in Betracht. Nun ging vor einiger Zeit eine Nachricht durch die Presse, daß von dem hessischen Arbeiter-, Bauern nnb Sotdatcnrat ein besonderer Gesundhcitsrat eingerichtet sei. Wie sich diese Einrichtung zu der Abteilung für öfsentlick-c Gesundheitspflege verhält, ob diese damit unter die Kontrolle des genannten Rates gestellt ist, ober ob beide Einrichtungen nebeneinander funktionieren, blnbt dahingestellt, jedenfalls ist es zu begrüßen, daß damit die Reform der bisherigen Einrichtung in Gang gekommen ist. Ich betrachte also die Steuerung als Uebergang zu einer wirklichen Reform des Medizi- nalwesens in der Republik Hessen tmd meine, daß diese Reform am besten im Einvernehmen mit der bald zusammentretenden hessischen Nationalversammlung erfolgen wird. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Rcligionsgemeinbe. Gottesdienst in der Synagoge l Süd-Anlage). Samstag, 25. Fair. Letzte Nachrichten. Aus ben Verhandlungen in Spaa. Berlin, 22. Jan. (WTB.) lieber die während der Trierer Verhandlungen unterbrochenen Vollsitzungen der, Internationalen Wafsenstill- saws-oinmiffon in Spaa werden jetzt nach Abschluß des neuen Waffenstillstandsvertrag.'s wieder eingehendere Meldmtgen übermittelt.. Dem Bericht über die Sitzuna am 20. Januar ist folgendes zu entlehnen: Auf den deutschen Pro.est gegen die Verle-iduna vo.i oragebogen an die deutsche Industrie im besetzten Gebiet, in denen die Entente Angaben übet die Einrichtung und den Betrieb der Fabriken fordert, antwortet Foch: „Angesichts der Maßnahmen, die die deutschen Militärbehörden während der Besetzung Belgiens und Nordfrankreichs getroffen hätten, erübrige sich eilte Erwiderung. Das Ersuchen der beutfeben Kvmmi son um freien Br^es-, Teleg aphen- und Telepbi-nverkehr im besetzte:: Rltein^eviet wird mit der Begründung abgelehnt, diese Frage betreffe ausschsseßlich die Sicherheit der Bcsatzungsttupvcn. Der deutschen Kommission sind zahlreiche Nachrichten über eine ungewöhnlich harte Behandlung des Generalfeldmarschalls Mackensen zugegangen. Der deutsche Vorsitzende erklärt, er könne nicht annehmen, daß eine derartige Behandlung eines tapferen Heerführers, welcher reicht als Kriegsgefangener in die Hande der Franzosen fiel, den Abssch:en des alliierten Oberkommandos emspreche. Er bittet um baldige Aufklärung. Der Vorwurf der Alliierten, die deutsche Wafsenskill- standskommiftion erhebe zahlreiche unbtgründete Beschroerden, wird deutscherseits in einer Protest- itotc entschieden zurückgewiesen. Die deittsche Kommission u^ift darauf hin, daß ihre Arbeit durch die Unterbindung des Verkehrs zwischen dem besetzten und dem unbesetzten Gebiet, die ohne jeten militärischen Grund imb entgegen dem Sinne des Waffenstissstandsvertrog s lot genommen wurde, außerordeMlich erschoert werde. Dit militärischen 9lcuregdnngcn. Berlin, 22. Ian. (WB3 Wir werben von militärischer Seite gebeten, zur Beseitigung von Zweifeln ausdrücklich barauf hinzuweisen, baß bie vomKriegs- ministerium erlassenen Bestimmungen über bie Neuregelungen ber Kommanbogewalt, bie Rangabzeichen unb bie Grußpflicht keine Anwendung auf bie im mobilen Iustanbe befinblichen Freiwilligen-Der- bänbe für bie Heimat unb ben Grenzschutz findet. (Es bleibt für diese Verbände bei ben bisherigen Bestimmungen. Ein Protest des „ZentralrateS*. Berlin, 22. Ian. (WB.) Der Ientralrat ber deutschen sozialistischen Republik hielt am 22 Januar Zwei Sitzungen ab. lieber ben Beschluß ber Volks« beauftragten, bie Nationalversammlung in Weimar tagen zu lasten, würbe längere Jett beraten. Nach ber Meinung bes Zentralrates ist bieser Beschluß von seiner Zustimmung abhängig. Es wurde beschlossen: Der Ientralrat erhebt Einspruch gegen bie Festsetzung des Tagungsortes für bie Nationalversammlung, ohne daß bem Jen« tralrat Gelegenheit zur Mttberatung gegeben würbe. Am Schlüsse der Beratungen beschloß der Ientralrat, die Volksbeauftragten zu ersuchen, auch von sozialistt- scher Seite einen Derfastungsentwurf ausarbeiten zu lasten unb ber Nationalversammlung als Material zu übergeben. Die Maßnahmen für die LtbenSmittelversorgnng. Paris, 2. Januar. (WTB.) Havas. Der Oberste Alliiertenrat für die Lebensmittelversorgung hielt unter dem Vorsitz von Hoover am 21. Januar eine Sitzung ab. Der Rat stimmte dem Vorschlag auf Schaffung von Versorgungskommissionen der alliierten Regierungen, unb zwar in Trier, in Bukarest, in Konstantinopel und in Polen zu. Nach Anhörung eitles Berichtes über die kritische Lage in der Versorgung Polens beschloß der Rat, an Marschall Foch einen Brief zu senden und ilm au ersuchen, sofortige Maßnahmen nach den Klauseln des Waf- fenstillstandes zu ergreifen, um über Danzig der Bevölkerung die notwendigsten Lebensmittel zukommen zu lassen. Es wurden Maßnahmen getroffen zur Versorgung Finnlands imb zur Kontrolle, ob Deutschlanb seine Verpflichtungen für bie Versorgung der russischen Kriegsgefangenen erfüllt. Aeaßcrnnsten des früheren amerikanischen Botschafters Gerard. Newyork, 22. Ian. (WTB.) Havas. 3n einem Dortrage im 3nftitut ber Künste in Brooklyn erklärte der frühere Botschafter ber Vereinigten Staaten in Berlin, Gerard, Deutschland mäste gezwungen werben, ben Schaben, ben es verursacht habe, bis auf ben letzten Heller zu bezahlen. (Es habe keine rechtlichen Grünbe für den Einfall in Belgien gegeben. Am 10. August habe ihm der deutsche Kaiser erklärt, daß man aus strategischen Gründen in Belgien einmarschieren mäste. Er glaube jedoch nicht, daß Deutschland in der Lage sei, eine so beträchtliche Entschädigung zu bezahlen, wie sie von den Blättern _ gefordert würde Deutschland könne nur in ben Völkerbund aufgenommen werden, nachdem es für das von ihm angerichtete Unheil Sühne geleistet habe. Der frühere deutsche Kai. ser mäste vor einen Gerichtshof gestellt werden. Berschiirftcr BclagcrnngStnstand in Hamburg. Hamburg, 22. Ian. (WTB.) Heute abend um 8 Uhr wurde der verschärfte Belagerungs. zustand in Hamburg durch die Polizeiorgane be. hanntgegeben Die Theater und die Gastwirtschaften mußten schließen, lieber bie Dauer bes verschärften Belagerungszustanbes wirb je nach Lage befunden Ein ftrenger Befehl des Solbatenrats orbnet an, daß aDe Schußwaffen innerhalb 48 Stunden abzugeben Wer später im Besitz von Waffen betroffen w'rd, verfällt dem Standrecht. Auch Personen, die Kenntnis davon haben, wo Waffen sich befinden unb hetne Anzeige erstatten, setzen sich strenger Desttafung Weibern Einschränkungen im Eijenbayn- verkeftr. „ .?e rl in 22 Inn. MLV. Amtlich.) Ob- wohl der Verkehr der Perwnen- und Schnellzüge schm brSher zum Nachteile aller, die auf die rntVwip der Er enbahn angennesen, überaus stark eingeschränkt mar so sieht sich di- Staatsfrsml- baw-.r» ri^rltung doch qe'wu'rgen, a->ermals mit wcNeren empfindlichen Einschrän- kungen t m Personen- und Schnell- zugsverkehr vorzugehen. Sie treten bereits Dorabd.': 5; morg.: 9 Dred.; abds.: 5.20 u. 6. — I Israelitische Neligionsgesellschaftt Labbattercr am 25 Jan. Freitag abd. 4.45; Samstag Dornt. 8.30; nachm. 3.30; Labbatausg. 6.00; Wochengottesd.: morgens 7.00 und abends 4.30. am 23. Januar in Kraft. Vom 23. Januar ab werden im ganzen Deutschen Reiche kaum nocy ein Dutzend Schnellzüge verkehren. Der Grmrd dieser schvercn, für das gaitze JÄirtschaitSlcben Lrßerst nuchtcttigen Maßnahme ist in erster Linie die unaufhaltsame Al-gabe leistun s älizer ttoko- mo.ioen an die Ententemächte. Außerdem erhöht sich die Zahl schidhaftcr Lolomoliocn inwlge ge- rttigerer Arbei.s.-i'LUngen ber Werkstätten stetig- Die Menge betriebsfähiger Lokomotiven und.Wagen irinimt von Tag zu Tag in erschreckender Weise ab. Erne Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse ist nur möglich, roenn die (£ntcittemäd)tc tei Ucbcrnahme der Betriebsmittel billige Rücklicht nalten lassen und wenn die A r b e i t c r s ch a t t in dm Reparaturwerkstäcken die WüiXlhcrilellunz der schavhaften Lokomotiven mit allen Mitteln betreibt. Ein Umschwung in Elsaß-Lolhringtn. München, 22. Jan. (WTB.) Vom Ausschuß der elsaß-lothringischen Autonomistenpartci geht uns folgende Darstellung ber Verhältnisse in Elsaß- Lothringcn zu: Der Umschwung in Elsaß- Lothringcn ist, was wir schon lange sahen, bereits eingetreten. Wir erhalten aus Mülhausen (Elsaß), der Hochburg des F-ranzosentums, folgen* den kBerickst: Am Montag bildete sich in Mülhausen ein Dcmonstrationszug, meistens Arbeiter, bie mtt schw arz-weiß-ro ten Fahnen durch die Stabt zogen. Sie sangen „Deutschland, Deutschlanb über alles" und bie „Wacht am Rhein" sowie ,Lch bin ein Preuße, kennt ihr meine Farben" und zogen nach bem Rrthause. Dort wollten sie die Trikolore herunterholen. iFnmer erschollen folgende Rufe: „Bive l'Allc- mamie! Vive la prusse! ... la France!" Militär mußte einschreiten, es wurde sogar geschossen. Leute, bie sich cinbilbeten, baß ihnen durch die französische 'Herrschaft der Himmel voller Baßgeigen hängen würde, sind somit bereits schwer enttäuicht und erbittert. Tie Maßnahmen, die die Franzosen trafen, müssen zu einer Katastrophe fuhren. Für die Arbeiter und die unteren und mittleren Volksschichten wird in Frankreich sehr wenig getan. Man lese nur die französischen Zeitungen, um Einblick in das große Elend gewisser Gebiete und Volksschichten zu erlangen. Die Volksabstimmung wird erweisen, daß die erdrückende Mehrheit hinter unü steht und die Autonomie unter irgendeiner Form ersteht. Zuriicksttlüffenks Mobiliar in Elsaß-Lotbringen. Berlin, 22. Ian. (WB.) Auf zahlreiche Anfragen bezüglich ber Rückgabe bes Mobiliars der Beamten aus Elsaß-Lothringen wirb in Ergänzung der Mitteilung vorn 2L. Dezember 1918 von ber Waffen stillstandskommission bchanntgegeben, baß nach einer Erklärung Fachs die Rückgabe bes Mobiliars ber aus Elsaß-Lothringen ausgewiesenen ober geflüchteten reichslänbischen Beamten erst bann erfolgen kann, wenn ber normale Del kehr mit bem rechten Rheinuser w.eber hergestellt ist unb zwar nach Maßgabe ber bann zur Verfügung stehenden Transportmittel. (Eine internationale Gewerkschafts bewegnng der Entente. London, 22. Jan. (WDB.) Router. Die Besprechung zwisck>en dem Parlamentär schen Ausschuß der englischen TrabcS lliiiiy.L^ und ber Vev- tretung der amerikanischen Arbeiter über die Einladung ber letzteren zü d.tcr Konferenz und über die Einleitung einer internationalen G e w e r k s ch a s t s b e w c g u n a hat mit ber Annahme der Einladung und ber Wahl von fünf englischen Vertretern, nämlich Tkwrne. Ofions, Bowerman, Öfoä.i.tg und Lalker, dem Vorsitze nden dcS Landarbeiterverband-.S, g-vnbigt. Eine weitere Besprechung zwisckicn englischen, amerikanischem unb französischen Vertretern wird in den nächsten Tagen in Paris stattfinden. Amerikanisches Kapital in Italien. 'Bern, 22. Ian. (WTB.) Der ttal enisch-arnerk« konische Verein, zu besten Ehrenvorsitzenden CufelN, Crispi und Nitti gehören, beabsichtigt nach einem im , (Torriere della Sera" veröffentlichten Programm bie Inanspruchnahme bes amerikanischen Kapitals für bie italienische 3nbustrie unb zur Ausbeutung ber Wasserkräfte unb Dobenschätze in Italien unb seinen Kolonien. Trotzki gefangen? Ctbau, 22. Ian. (WTB.) Estland unb Nord« liölanb sinb nunmehr burch das tatkräftige (Eingreifen finnischer Freiwilliger fast vollständig von bolschewistischen Truppen gesäubert worben. Zuletzt wurden Hungerburg unb Narwa genommen. In Narwa soll, außer zahlreichem Kriegsmaterial, Trotzki in die Hänbe ber Angreifer gefallen sein. Durch bas Borbringen ber Esten in ber Richtung Walk sind bi« rückwärtigen Berbinbungen ber in ber (ßegenb Riga stehenben bolschewistischen Truppen gefährdet. Trotzdem ist Libau noch ernstlich bedroht. Die Bolsche- wisten lallen zahlreiche Personen hingerichtet haben Amtlicher Teil. Betr.: Die Wahlen zur verfastunggebenden Bolks« Kammer der Republik Hesten. An den £ttrlnhg?mtrifrcr zu Gießen und die Vürgermeistcrcien der Landgemeinden des Kreises. Die Wahlbezirke, Wahllokale unb Wahlvorstehe, und Stellvertreter sind di.selb n wie bei den Wahlen Zur verfastunggebenden deutschen Nattonaloersamm- lung. Sie wollen dies ortsüblich dekanntmachen lasten. Gießen, ben 22. Januar 1919. Kreisamt Gießen. I. B.: Welcker. Bekanntmachung. Während der letzten 7 Wvch.u sind fast täglich in allen Okgcnben i>?3 Bereichs des XVIII. A-K so große Mengen Pferde oerft- ijert worden, datz eme ganze Anzahl unter dem Preise verkauft worden ist. ^cder, der Pf.-r^e kaufen wollte, hätte in dreier Zeit ,'einen Bedarf decken können. Das Generalkommando kann hinfort weder Berftfigenmgeii noch Einzelverkäufe vornehmen, da cne noch vorhandenen überzähligen Pferde in die Geg-:nden Mittel- und Ostdeutschlands abbefördert werden müssen, in denen größer» r Pferde» manM-l herrscht. Eine R-.i e der Käufer nach Bad-Nauheim, um beim Generalkommando persöul ch vorstellig zu n»erden, ist daher nutzlos und wird allen Käufern abgeraten. Bad-Nau he im, 18. Januar 1919. Von teiten d-.s Generalkommandos: Ter Chef des Generalstaves. Wetzell, Oberstleutnant. Der Soldatenrat: Kremfer. Seitsd-Ktioiale Volksparte! Mmck»i!Ä! p*i frmiAn (hessische Volkrpartei) Herren 941V willkommen. Der 2V mit Tinte das Kennwort unserer Partei: Deutsche volkspgrtei (frühtt nitionolliietik Pirtci) beginnend mit dem Namen: Wünzer, Rudolf, Oberstaatsanwalt, Darmstadt. i Italien. r ifat emsch-amA orsitzenden Tufelll, tat noch einem tfl t,n Programmdk Manischen Kapi- iric und zur Aus- enlchätze in Dtalien Selbfthilfeverkauf. SamStag den 25. Januar l. Fs., vormittags 10 Uhr, versteigere ich in Neustadt 55 dabier 11 15. Vtltet.Gg-l'andw-u.Gemde.-Rechn.,Affolterbach. Mauser, MoiL eu. Arbeitersekretär, Darmstadt. Zur Wahl der heg. volKIammer So sieht der Stimmzettel der „Zentrumspartei" (christliche Volkspartei) für die hessische Volkskammer aus! Zum Reinigew von Kleesamen empfiehlt sich zu jeder Tageszeit 901 Wilhelm Bender Zeutrrrmspartri beginnend mit dem Namen Geheimer Justizrat Dr. Adam Josef Schmitt in Mainz. grete Aussprache ===== Der Wahlausschuß. Professor Schian. über die Wahlen zur hessischen Volkskammer Frachtstückgüter werden am 23., 24. und 25. Januar 1919 zur Beförderung nicht angenommen. Frankfurt (MaiM, den 20. Januar 1919. 99716 Eiscnbabndirektion. jeden Donnerstag 7L0 abds. im Postkeller. Der Vorstand. Bekanntmachung. DaS au dec Lammelstelle Stadt (dienen abae- lieferte Blitzableiterkupfer kann auf Antrag den früheren Eiaenkümern gegen Rückerstattung der seinerzeit erhaltenen Entschädigung zurückgegeden werden. Für die en standenen Ausbaukosten wird Ersatz bis zum Höchskbetrage von 2.— M. für das Ntlogramm geleistet, wenn diese durch einwandfreie Belege nnchgeivtesen werden. Diesbezügliche Anträge sind btS ivätesteus 1. Februar 1019 bei der unterzeichneten Behörde etnzureichen. 979B (Siegen, den 22. Januar 1919. Der Oberbürgermeister. I. V.: Krenzien. teteben aller Art AiMlillug BtilreU e. yrrji- wert tie BHhTeebe Üaiv.-Bnwkeni, B. Laa««, 6ieim 5.) Rmttt. Dit nentarischen Aus» r.iH mib der Vc> ter über dir Em- infereni unh -n^lionalev jat mit der An- dl von iüni eng* le, Orions, Bo- Borüt>nd«n dcs line nxitert lerilanii'chen uü> in den nachM 7. & 9. HO. 60. 67. 68. 69. 70. Srettag den 24. Januar sysy, abends VI. Uhr, im Wrftenhos Wähler-Versammlung Wag soldm mir mb d.Hks. WIKsliMtiin? Redner: Professor vr. Verner. Me wahlberechtigten Männer und Frauen sind herzlich Die beste Neberraschung t für lebe besorgte Oauafran Y ist Schuhcröme f ' konserviert da» Vebcr, erzeugt Hochglanz ♦ ohne Müde. ♦ Ä'ft „Ala“ Chem. Fabrik A.G. » Srauksurt a. PogelSbergstrabe 32. Telephon Hankn 7978. (*^dv «fr Rnrro«*\ lederlaee: Kenner Äfframm, '? 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Dr. Volp, Eduard, Oberlehrer, Friedberg. Ritzeri, «ort Ingenieur, Grob-Umstadt Fev XVL, Georg, Fabrikant, Pfungstadt Dr. AveuarinS Herborn, Fabrik., Gau-Alges- Scriba, Julius, Apotheker, Netnhetin. (beim. Dr. Keller, Otta Realschuldirektor, Michelstadt. Falter, Heinrich, ßnnfmnnn, Lindenfels. Weber, Friedrich, Postsekrerär, Ober-Ramstadt Schlich, Richard, Forstmeister, Höchst Schmidt, WildeltN. Finanzamtmann, Friedberg. Bruchbanser, Heinrich. Rechuungsr^ Darmstadt. Im Stiifen ion Rsiisstmim, 8Mltii$ln8gottnng«, Siefen, Deden uf». empfiehlt sich Ö1IM Hilde Schäfer bei Lwesch, Schiüerstrabe 23 p. Prima Hundekuchen in Kisten von zirka 30 Kilo netto, keinErsatz-Pcodukt sondern reine, tadellose Ware mit hohem Siähr- wert Analyse: Organisebe Substanz 4^48•/- Protem 2M4e/w Fett Zu beziehen durch Sill. Meininger H. Kefielbach, Post Londorf tOberhesienf Teleph. 13 Amr Londorf. Anfragen bitte mit Rückporto,967 Gas Zentra ist itie M MW Das Zentrum ist als politische Partei gegründet. Es streitet für den Geist der christlichen Wahrbeit! ES kämpft für die Einrichtung des soziale« Rechte» der Allgemeinheit. ES verficht die bürgerliche Freiheit im Rahmen der christlichen Grundsätze und des allgemeinen Rechts. Die Zugehörigkeit zur Zentrumspartei als einer christlichen Volkspartei wird nicht begrenzt durch ein Religionsbekenntnis. Alle Staatsbürger christlicher Religion haben diese Grundlage zu politischer Arbeit gemeinsam. Katholiken und evangelische Christen kämpfen vereint um ihre heiligsten Güter. UnsereStimmzettel sind an die Bürgermeistereien abgegangen. Wir bitten umgehende Nachricht, wenn keine angekommen sind. 954D KWraVy* Der Vorstand, fette Mplei Die bezahlten und freiwilligen Hilfskräfte, die sich für den Wahltag am nächsten Sonntag zur Verfügung gestellt haben, wollen sich am Freitag, 2i.lft.Mis.,iichi«. kW im Gewerbehaus, Kirchstraße 16, 3immer la, zur Einteilung der Geschäfte einfinden. Weitere Hilfe aus dem Kreise der Jugend, den Studenten und Studentinnen insbesondere, ist dringend Freitag de« 24. Januar 1019 abends 7l/8 Uhr im Stadttheater WMMlMlW Aeiillkrill §rcm Henriette 5ürth, Fraakstirt a.M. Dr. Becker, Johann, Finanzmintsler, Darmüadt. Vr. erbten, Martin. UniversitätS-Prof- Gienen. S^ott,Friedr.Fac.,Landtv.u.Bürgerm^Nffhoien Schill, Karl. Fabrikant und Landwirt, Osthofen. Stiolr, Philipp, Landwirt, Albin- 86. Mernell. Frieds Posisekrelär, Reichelsheim tO 37. Hanen, Konrad, Zimmetmeister, Darmstadt. Schmutieemaier, Emma Elfe, Amtsrichters- gattln, Ofienbach. Schuhkrem gute Qualität, reine Wachsware schwarz — braun — weiß große Posten sofort u. laufend lieferbar durch: Ludwig Schöck, Gießen Seilersweg 24. 01167 300/20 chpocca- 1110/20 Kronpnntkn- Born, Gerichtsvollzieher in (Sieben. ♦GepDnseÄ* „Styx“ sei. gefch. L d. Spritzfchachtct vertr. Läuse, Flöhe, Wanzen WtotaB.-tTC Probeschachtel Mk. 150 Nachn. ob. Etnsend. Wie- derverkäuser günst Bed. 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Tie Beerdigung findet Sonntag nachmittag um 3 Ubr auf dem neuen Friedhof statt kW» Dnr Vorstand der „OberheBS'n h n Geselltchafi fflr Natur- und I 'ei.künde“ lädt die Mitglied r unserer Ges'-Ilsehaft, ein zu einem Ycrtra® des Herrn Professor Dr. ?inder> sucht z. '.Avril 8-Zlnuner- Wehaanö. An geb. unter 01356 an den Gien. Anz. Junges Ehepaar «Mann Mediziners sucht gut möbl. 2-Zimmer-Wob- wuna mit Schreibtisd). Angebote unter 01334 an den (Mien. Anz. erbeten. Aus dem gelbe zurück- gekehrter Akademiker (l'lcöLAiucr) sucht bis 1. Jedr. 1—2 Zimmer. Witter Preis zugesichert. Schiitl. Angebote unter 01311 an den («letz. Anz. Ni röL Zimmer mit 3 Betten für Anfang Öebruar gesucht. Angeb. unter 01 lAla.d. GiefrÄnz. CaaC. taod. sucht möbl. 21®, »sr vom 4. tyebr. bis 15. Aiärz. An geb. unter 01361 a. d. Glien. Anz. erb. Lehrauitöreierendar sucht rihigks Simm er (evtl, zwei» sofort ober l.Jcbr. Schriftl. Angeb. uw e r013^7 a. d. Gietz. Anz. Mödl. Zimmer sofort gesucht. 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