169. Jahrgang Erstes statt jo-ufe oform“. ie □Fne Anschafftül 6** rum in die ehemalige KampMne. * des K’i in feinem TP • Jletm \ geordneten Oberbürgermeisters Sche ide- mann, morin es heißt: Die Behauptung, daß Rosa ek®n* eW*®T 1 Kricgsgcfangenen-Hcimkchr. Berlin, 20. Dez. (WTB.) Die ReichSzcntral- stelle für Kriegs-- und Zivile,efangcne teilt mit: Der letzte HeimkehvertrauSport aus Aegypten ist am 19. Dezember mit dem Dampfte „Pylos" in Brunsbüttclöog em getroffen. Er bracht? 719 Militärs und 28 Zivilgefungenc mit. In Wesel kamen am 18. Dezember 291 Männer und 3 Frauen an, die der Dampfer „Benevents" aus Brasilien und Argentinien heimgebracht hatte. Ein Scbwerver- nundetentransport aus Frankreich, 42 Offiziere, 214 Mannschaften und 9 Ziv. listen umfassend, hat am 19. Dezember in Konstanz heimatlichen Boden erreicht. Vü5 Veihnachlzseft unserer Gefangenen. In Apotheken und Drogerien erhältlich odi direkte, allein. Hersteller. pbarmaz. Ges. Walter&Co. Fnikttfi'! Kalseretr.» nr. 299 Ter Eieherer pijdjet erscheint taglicb, aus;er Sonn- und feiertags. Lezugrprei,: Monatlich 2 Mark, oiertel|äbr(irt) 6 Mark einlchUeblich de« Bestellgelds-, bm d) die Bost viert.'liäyrlich 6 Dl art ausschließlich Bestellgeld. Fernsprech - Anschlüsse: für die Lchristleltung l l2 Berlao.Eeicha'tssteiieSl AnschriüsiirTradtiiach- rechten: Anzeiger Sietzen. Postscheckkonto: Sronffurt a. M. 11686 ^^»ungnt Mtkhöheil, ‘9^ 22. De, be«®^äft5. gemalt. lte>|e wirb ig^ :Soi™entiona!, h« Dorftanb. Aur dem Ueiche. Eine Kundgebung gegen da» Betrieb»« rätegesetz. Berlin, 21. Dez. (Priv.-Tel.) Der „«ost. Ztg." zufolge fand gestern in Essen eine vom Kartell der freien Gewerkschaften Deanrftaltete Mafsenkundgebung gegen das Betriebs- rätegesetz in seiner jetzigen Fassung statt. An der Kundgebung beteiligten sich besonders die Unabhängigen und Kommunisten, die die Herabsetzung des Wahlalters teilweise auf 14 Jahre und das Alleinbestimmungsrecht der Betriebsräte forderten. Berlin, 21. Dez. (Wolff) Negierungspräsident a. D. Wirklicher Geheimer O'.'erregicrungsrat F ö r st e r - Danzig wurde zum Reichs- undStaats- kommissar für das abzutretende Gebiet der freie» Stadt Danzig sowie für das an Polen absutre* tente Gebiet des Regierungsbezirks Danzig bestellt. Die Verhaftung v. Kessels aufgehoben. B e r l i n, 20. Dez. (WTB.) Der gegen Haupt- mann v. Kessel erlassene Haftbefehl ist gemäß § 179 der Militärstrasprozeßordnung aus gehoben worden, weil ein dringender 93er > dacht des Meineids nach den bisherigen Ermittlungen nicht bestehl. Andere Momente, die eine Untersuchungshaft rechtfertigen könnten, waren m dem Verfahren gegen Hauptmann v. Kesfel überhaupt niicht vorhanden. Eine Erklärung Scheidemann». Kassel, 21. Dez. (Wolfs.) Das Kasseler Volksblatt" enthält eine Erklärung des Ab- ich eine Prämie auf die Ermordung Luxemburgs und Karl Liebknecht- ausgesetzt hätte, kann nur dem Kopfe eines gehirnkranken Menschen entstammen. Paris, 22. Dez. (WTB.) Anläßlich Weihnacht sjestes hat die deutsche Regierung der franzöiisä^n um die Erlaubnis nachgrsucht, trf$ protestantische und kath li che Feldgeistliche die deutschen Gefangenenlager ut Frankreich besuchen dürfen. Tie französische Regierung hat diesem Gesuch entsprochen. Preis für \ mm höhe für An,eioen o.34mm breite Örth ti 15 Bf, auOiDäitl 18 Pf., für Reklamen von 70 mm freue 48Pf. nebfl 20’/, Teueru"gS- gufdilag. Bei Platz- porichriii20°, Austctstag, Hauvtlchrütleuer: Aug. (ßoeg. VerantivoNlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr- Renihoto Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck; fämilut) in Gießen. Montag, 22. Dezember 1919 Annayme von Lazr.^ca f. die L agesnunnner Ute . zumNoctnninaq vorher. wrenßaut' X Aus der italienische» Kammer. Rom, 22. Dez. (WTB.) Die Kammer genehmigte mit 242 gegen 216 Stimmen die Tagesordnung Miliani des Inhalts, daß die Kammer nach Anhörung der Regierungserklärungen den Plan betreffend die Budgetzwölftel annimmt, über den Ritti die Vertrauensfrage gestellt hat. Die Not Mitteleuropas. Berlin, 22. Dez. Dem „Bcrl. Tagebl." wird auB Basel gemeldet, daß bte von dem ehemaligen Leiter der alliierten HilfskomMission in Europa, Hoover, gemachten Vorschläge für die Ev» nährung der unter der Hungersnot leidenden Gebiete Europas dahingehen, die grohen lleberschüsse an Weizen und Mehl unter ine Bevölkkrmrg Oesterreichs, Polens, Finnlands usw., ausgenommen, Deutschland, zu verteilen. Er macht daraus aufmerksam, wenn nicht bald Hilfe käme, müßten an die 20 M illionen Menschen in Mitteleuropa verhungern. Hinrichtung von Terroristen. Budapest, 21. Dez. (Wolfs.) Vierzehn zum Tode verurteilte Terroristen wurden heute im Hofe des Militärgefangenenhauses auf dem Margaretenring hingerichtet. Eine Reise Lloyd Georges nach Pari». Amsterdam, 21. Dez. (Wolfs.) Wie „Tele- graas" aus London meldet, begibt sich Lloyd George am 30. Dezember nach Paris. Irland. London, 21. Dez. (WTB) Reuter. Sonar Law erklärte in einer Rede, die Regierung werde die Errichtung einer irischen Republik nicht dulden. Anschläge wie die auf Marschall French würden das britische Volk niemals dazu bewegen, Irland das Selbstbestimmungsrecht zu gewähren. Amerika und der Friedensvertrag. Washington, 21. Dez (WTB.) Die Kommission für auswärtige Angelegeiih.üen des Senats hat die Resolution des Senators Lknox, die den Friedenszustand mit Deutschland herzustellen sucht, in abgeänberter Form angenommen. Zn der Resolution nird der Regierung bei dem Projekt der Errichtung einer internationalen Liga zur Aufrichtung des Friedens im großen und ganzen Unterstützung zugesagt, ferner wird erklärt, daß Die Vereinigten Staaten fortsahren werden, in guten Bezielnmgen mit den Alliierten zu bleiben. Die demokratischen Mitglieb.r bekärnpf.n die Resolution, während die Republikaner hoffen, in ihr die Grundlage für eine Schlichtung des anläßlich der Besprechungen des Friedens Vertrages entstandenen Konflikts zy finden. Gesterreich; PoLnf. Wien, 22. Dez. (WTB.) Das'Wiener Kvr- respondenzbureau teilt mit, baß das Interview, das der Staatskanzler in Paris mehreren ausländischen Journalisten gewälzt hatte, in der ilM von ber ,Lr erte" g.-gebenen Fas urg. in der es in Wien unb Deutschland bekannt geworben ist, Anlaß zu allerloub Erörterungen gegeben hat. Ter Staats Kanzler stellte am Samstag in der Nationalversammlung neuerlich fest, daß der Berichterstatter des Pariser Blattes seine Ausfülumaen in einem wichtigen Punkte nicht verstanden hat. Selbstverständlich ist es dem Staatslairzler nie eingefallen, den feinerheit von allen Parteien der Volksvertretung oestülofsenen Anschluß an Deutschland, auf dessen Verwirklichung Oesterreich unter Berlin, 20. Dez. (WTB.) Die Rcichs- zentralstelle für Kriegs- und Zimlgefangene teilt mit: Tic Bemül-mgcn der Regierung, unsere Kriegsgefangenen in Frankreich durch Liebesgaben des dauernden treuen Gedenkens der Heimat zu versichern, wurden seit Beginn der ungünstigen Wi terung noch gesteigert. Tie Kriegs- gctangenenajt.ilunß der beutidxm FriederrS etega- tion rührte mit Hilfe der dänischen Roten-Kreuz- Vertretung in Paris, die sich dadurch erneut große Verdienste um unsere Kriegsgefangenen erwarb, bereits erhebliche Mengen Winterllcidung, Wäsche, Schuhzeug, Tabakwaren unb Lebensmittel den deutschen Kriegsgefangenen zu. Wegen ber großen TrM'.spor'.schwi-rigbMvl, namen lich in der etc» maligen Ka mpjtzone.Witrden die Waren offne Rücksicht auf bi? befonberS hohen Kosten durch Lastautos unmittelbar in die Lager abgerollt. Tie Versorgung der Sager des Hinterlandes wurde durch den deutschen Hilfsdienst in Bern mit äußerster Anspannung fortgesetzt. Wie immer, stellte sich das internationale Komitee vom Roten Kreuz in Genf auf deutsche Bitte in den dienst des Liebeswerks für unsere Kri gsgefangenen unb er- bi.lt für die Liebesgabenverteilung bis zum Ab- transvort der beut scheu Kriegsgefangenen von ber französischen Regierung ein besonderes Mandat. Für die Regierung galt es, nachdem bi? Hoffnung ä?s deutschen Vrlkes, die Kriegsgefangenen aus Frankreich zu Weil-nachten zu Hause zu haben, sich nicht erfüllte, ihnen in Verbindung imt der laufenden Für'orge das treue Gedenken der Heimat zum W.i'nich de ft auszud-rü.ten. Unter dem Protektorat und ber Leitung von Delegierten des interna tonalen Roten Kvwi ees vvm Roten Kreuz vollen in > lesen Tagen aus der Schweiz besondere, zu diesem Zweck tufammengefeilte LastmiwLlon- Sklavevei zu kennzeichnen und die rcotgebrinuum Zurückstellung einer in ber Bolksgeschichte heran- sfe Driften Idee als Ausdruck von poliriichen Gegensätzen unb Antipathen zwischen den Deutschen Lesterrcichs und jenen des deutschen Reiches er- sch.inen zu lassen. Ein Berliner Blatt glaubte im Zusammenhang mit ber Pariser Reffe ber öfter rxichischen Anordnung sogar die törichten Berichte von einem zwischen Oesterreich unb Frankreich ge- | planten Bündnis gegen Deutschland ernst nehmen zu dürfen, ob.chvn der ausgesprvchen! Tret neue deutsche Noten. Paris, 21. Dez. (WTB.) Die deutsche Mission ber Friedenskonferenz hatdreiRoten überreicht. Die erste Rote belxrnMt die Bestimmungen für Truppentransporte nach Inkrafttreten des Friebensverttages. Die zweite Note bemäntelt die Frage, die zu Beginn der gegenwärtigen Ber- IxmbluwTen zwischen den Sckj^ffahrtsfachrerstcm- digen anfgcworf.n wurde und die genaue Angaben hinsichtlich der deutschen leichten Kreuzer fordert Die dritte Note besagt, daß die Nationalver- jammhntg das von den Deutsck>en unterschriebene Protokoll über die Unterdrückung des Artikels 61 ber Reichsverfassung über die Bereinigung Deutschösterreichs mit Deutschlaach ihrerseits genehmigt hat. Die Wiedergutmachung von Ccapa Flow. Paris, 21. Dez. (WB.) Ter Oberste Rar behandelte gestern die Frage ber Wiedergutmachung für die b.0 Scapa Flow versenkten Schiffe. Tte Frage konnte nicht erledigt werden, da die englifäjen Delegierten noch Deine diesbezüglichen Weisungen aus London er» l-alten hatten. Die deutsch?n Schiffahrtssachverständigen übergaben dem Sekretariat ber Friedenskonferenz die von ihnen wegen der leichten Kreuzer verlangten Auskünfte. Die deutsche Mill- tärvommission, die gestern in Paris eingetroffcn ist, unb die die Vorbereitung der Inkraftsetzung des Friedensvertrages zur Aufgabe l)at, mackste Angaben über die TvansportmSglichkerten der alliierten Truppen, die gemäß dem Friedensvertrag nach Oberschlesien geschickt werden sollen. Die Auslieferung Wilhelm» II. Brüssel, 21. Dez. (WTB.) Soir vernimmt aus pulet Quelle, daß Holland durch seinen Delegierten den Vertretern der Alliierten mitteilen ließ, daß es die Auslieferung des ehemaligen deutschen Kaisers verweigern werde. Die holländische Regierung werde sich auf das Asylrecht stützen und auch andere Gründe geltend machen. ist. Ein Bild ber Einsicht, die gelegentlich bei den I Regierungsstellen beobachtet werben kann, gab eiie 9ivtiz, bie vor einigen Tagen offiziell verbreitet | wurde. Ta erklärte ein Mtiu^rt Es wird mir vor geworfen, baß ich Marknoten im Auslande Der- bzuse. Ich erkläre hiermit, daß ich niemals eine Marinote druckte. Es besteht al o die Verstellung, ixifj man deutsche Marttw len nn Ausbr.be nur verlausen kann, wenn man sie vorher fdbft druckte. Die schwerste Gefahr von allen, die unsere Industrie bedrohen, ist die, daß wir in die Lage rommeit könnten, von unserer technischen Leistuugshöhe herabzufinken. Die Jahre des Krieges haben unsere wirtschaftliche Ausbildung nicht vertieft. Die Arbeit, die wir für Forschung, Entwicklung von Verfahren und Erfindungen zu leisten haben, ist schwerer aufzubringen, als zu irgendeiner früheren Zeit. Die Kosten wachsen ins Unerschwingliche. Um so mehr haben wir unsere ganze Aufmerksamkeit dahin zu richten, daß durck Anspannung aller Kräfte unser For- schungs- unb Wissenschaftswesen auf der Höhe bleibt, unsere Arbeitsmethoden uns erhalten bleiben und die technische Fähigkeit unb Handfertigkeit unserer Beamten und Arbeiter uns nicht geraubt wird. Keine allgemeine Regelung des Wirtschaftslebens kam uns zur Hilfe. Die deutsche Industrie wird auf dem Wege der Selbsthilfe ihre künftige Existenz schaffen müssen. Sie wird es mit denjenigen Mitteln zu tun haben, die ich^rwähnte. Es sind dies die fortschreitende Konzentration und die Vereinfachung und Verwissenschaftlichung des Produkt ions- und Vertriebsprozesfes. Berlin, 20. Dez. (WTB.) Der Reichsrat stimmte dem Gesetz über das Reichsnotopfer, dem Gesetz über die Sozialisierung der Elektrizitätswirtschast und dem Unisatzsteuer- aesetz in der von der Nattonalversammluno beschlossenen Form zu. Seneral-Anzefger für Gderheflen SwiMngznlnddruck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Such- u. Stcinörudcrei R. Lange. Schristleitung, Geschäftsstelle itDruderd: 5chu!str. 7. Berlin, 21. Dez. (Wolff ) Die „Deutsche Allgemeine Zeitung", ber „Vorivätts" und das „Berliner Tageblatt" bringen Berichte über eine Unterredung des Reichskanzlers Bauer mit dem Berliner Vertreter des Budapester Blattes „Az (£ft". Auf die Frage, ob in Deutschland wieder gearbeitet werbe und ob die Arbeitslust und der Arbeitsnnlle im Steigen seien, antwortete Bauer, daß 'Zeichen dafür, daß die Arbeitslust und der Arbeitswille sich im werttätigen deutschen Volke wieder eingestellt haben, immer häufiger zu beobachten seien. Auch die Bereitwilligkeit zur Akkorb- arbeit nehme zu. In ben Kohlenrevieren seien die Arbeitsleistungen und die Förbermigs- zahlen gestiegen. Es fehle freilich an Rohstoffen, die wir ans ben bisher deutschen Gebieten bezogen, an Erzen unb Kohlen, die uns zu immer schärferen Einschränkungen im Industriebetrieb zwingen. Die schweren inner Po l i t i schen Wirren der ersten Monate des Jahres 1919 seien Fiebererscheinungen gewesen. Aus bem Boden der Demokratie werde die polittsche urrd daran anschließend die wirtschaftlich? Gemndung Deutschlands sich vollziehen. Was die Frage ber Einigung der leiden s o z i a l be m o k r a ti s chen Richtun« gen betreffe, so sieht ber Reichskanzler, nachdem sich der Parteitag der USP. sich für eine Politik der Diktatur entschieden hab?, keine Möglickftcit mehr, wie eine Einigung erfolgen soll. Die Errungenschaften des ersten Jahres der deutschen Republik für die Arbeiter geigten aber, daß im neuen Deutschland die sozialistischen Ziele auf friedlichem, gesetzlichem Wege erreicht werben könnten. Die wirtschaftliche Lage. In ber letzten Generalversammlung ber D. E. G. hielt ber Prä ' ent Dr. Walther R a t h e n a u, einer ber hervorraaenbsten Kenner unseres Wirtsck>aftslebens, eine Ansprache, in ber er die wirtschaftliche Gesamt läge betrachtete. Obwohl Rotbenau einen eigenwilligen und manchmal einseitigen Standpunkt einnimmt, wirft seine Rede doch scharfe Lichter auf die augenblicklichen Ber> hältnisse unb bie Aussichten für bie nächste Zukunft. Die entscheibenbe Wirkung des SlYteged ist i4c ber Gütervernichiung, de 5 Jahre an- gedaucrt hat und noch heute nicht boaibct ist. Tiefe Gütervernichtung, bte arö&ic ber Geschichte, erstreckt sich nicht! mir auf tie Gül er bes Verbrauchs, sondern auch auf die Pwbuktionsmittel und Verkehrsmittel unb auf alles ba3, was die Welt an sichtbaren Kapi alnxrten angeimnmeü hntte. Steben ber Güterveruichtung geh. die Verminderung der Arbeitskraft einher. In der Welt ist Überdies eine erschlaffende Wirttmg des Krieges eingetreten, die die Arbeitswilligkeit hemmt unb beit Arbeitseffekt verringert. Wir stehen also nicht nur vor einer gewaltigen 93cnntn£crung des Güter- bestanbes, des Besdairdes an Prvduk.iorts'mittcln unb vor einer außerordentlichen Verarmung der Bergwerke unb bes Bodens, sondern gberchzei'.ig vor einer erheblich verringerten Produttronssähig t Beit unserer Wirtschaft, unb dies in einem Augenblick, wo die grvßeir Ausgaben der Weltwirtschaft uiod) gar nid)t begonnen haben, die in bem Aufbau ber östlichen Gebiete und des zerrütteten Rußlands, der neu entstandenen Staaten unb vor allem der.zerstörten Gebiete von Belgien unb No r df rankreich bestehen. Schon heute, bevor diese Aufgaben an uns herangetreten sind, ist die Bilanz der 'GüterverlKltnisse ber Welt eine überaus bebenklich negative. Taraus ergibt sich das Prinzip, das an die mittelalterliche Wirtschaft erinnert, nämlich die Umkehr des Derhollnisses von Angebot unb Nachfrage unb die Umkehr unseres ganzen Handels- und Wir t scha stSver hältnisses. Biele Jahrzehnte war die Produktion gezwungen, für ihre Güter A b f a tz zu schaffen . Die Pro- buhion mußte dem Konsum Nachläufen. Gegenwärtig ist die Lage umgekehrt . Der Konsum muß aut Jahre der Probuktion nachlousen. Die GLterknappheit wird anhalten. Eberrso wie wir es auf dem Getffete der Lebensrnittel gewöhnt sind, wirb aut dem Gebiete der Verbrauckisg-üter und Droduktivnsmittel de Nachfrage das Angebot übersteigen. Man muß nickst glauben, baß dieser Zu staub ohne wffteres ibentifd) ist mit einer Hochkoniunktur. Eine Hochkonjunktur würde erforbent, baß der großen Nachfrage eine entsprechende Probuktionssäh igkeit gegen überstellt. Die ist nickst vorhandeir, unb so drückt sich ber Zustaub bes Wektbedarss nid mein? in ber Ansxawmmg aller Austragsbestäirde als in der tatsächlichen Leistung der Industrie aus. Die Kvnseguenzen erstrecken sich aut zwei Richtungen. Auf der einen Seite ergibt sich die Tatsache, daß bie Schärfe der Ko n k u r re n z, wie wir sie bisher? gekannt haben, ihren Sinn verliert. Es hat ferner keinen Zweck, ungezählte Millionen mir für Zivecke bet gegenseitigen Konkurrenzierung auszugeben, unb es ^hat auch keinen Zweck, in bem Maße, Ivie wirs gewohnt waren, uns treiben zu lassen von jedem Wunsch, der von irgend einer bnfumirenben Stelle an uns gelangte. Im Gegenteil, es entsteht für uns die Aufgabe, auf der einen Seite die Organisationsapparate zu vereinfachen |nti> auf der anderen Seite die Produktion zu typisieren unb dafür zu sorgen, daß die Zersplitterung in unendliche Abstuftmgen der Typen unb Ausführungen sich mindert. Eine weitere Folge des Güter- und Produktionsmangels der Erde ist das dauernde Sinken des Geld wert e s, das nicht nur bei uns besteht — bei uns freilich stärker als bei den anderen — sondern in der ganzen Welt. Ich erwähne, daß wir täglich etwa zwei Millionen Mark in Kupsettverten verbrauchen, obgleich unsere Produktion noch nicht dem Friedcnsstande gleichkommt. , Innerhalb der Gesamt ituation ift unsere deutscheLageboppeltfchwer. Schon vor Jahresrrist war vormiszusehen unb wurde vor- ausgesehen, daß unb warum sie zur Sltt.ti neigen muß-te Es waren Auffellnngen vorlanden L ei das Quantum von Rohstoffen, das unbedingt in ben nächsten Jahren nach Deutschland cinge ütjrt werden mußte Die Zahlen beliefen sich mit Hunderte von Millionen des t>ama tgen Geldwertes. Tamals war ber Augenblick gekommen, um Matz- nahmen zu treffen, die es uns erntbgliditen, btefe enorme Einfuhr durchzuführen, ohne unseren Geldwert zu vernichten. Nichts dergleichen ist geschehen. Es herrschte ber Ruf nach bem freien Handel. Diesem Rufe folgte Deutschland und feine Regierung. Heute stehen wir unter ber vollen Dikta dir des freien Handels. Das Ergebms ist bte V erf chleuderun g deutlcher Waren ins Ausland und bas Sinken bes Gelbwertes auf et en Punkt, ben vor einem Jahre bte wenigst«! für möglich gehalten haben. Tie Ausg-aben, die zu lösen gewe'en wären, waren ttopixl'e. Es mußte auf ber einen Seite ein Ausgleich zwischen Verbrauch unb Produktion getunten werden. Dauernd verbraucht unser Land gewalUg vi.l, mehr als es mengt Es verbraucht »u Lasten seiner Zukunft fci.ier l)eruntergewirt- sckiafteteu Be.riebseinrich ungen und eines ollae- Minen Ausoer Kaufs. Tte zweite Aufgabe .txtr bie Verkehrsregulierung an unseren Grenzen. Es würd'? ntchlc trorgenrmmen. Nock, immer, nach Jahressrist, stehen mffee Grenzen offen, cii Zustrntd, ber in einem zivilisierten Lande unerhört unpolitische Eharakter dieser Reise von vornhereiitz llar war. Tie auswärtige Politik Oesterreichs Eaiai nad) dem Frieden von St Germain nur eine Völkerbunds Politik fein. In dieser Crientiei rung selbst liegt schon bie Ausschließung leglichce besondever Bündnispolffik. Daß Oeitemich ober irg.ttb eine österreichische DolkSpartei gegen die teutsche Republik eine seindseliac Haltung einnch« men sollte, ist eine geradezu abiurbe llnterstellung. Wien, 22. Dez. (WB) Staatskanzler Ren« ner berichtete in der Nationalversammlung über das Ergebnis seiner Reift nach Paris, das politisch ein voller Erfolg gewesen fei, in dem bie durch ben Krieg hervorgerusene Kluft durch die mündlichen Verhandlungen überbrückt worden fei. In materieller Hinsicht habe die Reise nur ben Anfang eines Erfolges gebracht, lieber Vorarlberg sagte ber Staatskanzler, daß ihm eine Note des Obersten Rates überreicht worben sei, bie bk territoriale Integrität Oesterreichs zusicheve. Diese Ent- schejdlmg fei von großer Bedeutung. Der Staats- kanzler machte sodann Mitteilunaeu über bte Ber- Ixnrblungen in ber Kohlen- und Waggonftage unb eriüäfmte die Erlaubnis zum Anlaut von 1200 Kohlenwagen in Frankreich, ferner bte Verl>and- lirugen über die finanziellen Fragen. Der Staatskanzler betonte die Notwendigkeit ber Zufammen- fasfung aller Kräfte unb stellte test, baß die Rc- gi.nntg des volle Vertrauen ber Mädite habe. An die Ausführungen des StaalSkanzlcrs schloß sich eine kurze Debatte. Die Sterblichkeit In Wien. Wien, 20. Dez. (WTB.) Korr.-Dureau. Nach d,en statistifchen-Äusweisen sind in den ersten zehn Monaten 1919 in Wien 52016 mehr Todesfälle und 69 292 weniger Lebendgeburten im Vergleiche zum letzten Frie- densjahre zu verzeichnen, so daß der Gesamt- Verlust 121308 beträgt. Brones endet man Hi* beslcM. fm Alter i .. Wk! L in ren erhrf-en im: schäf erdet entndjtm. rl Leihgeste Die Been 3403, 3500, 3600 M7 für ®adt tx r-i waicht w rden kann, litt anuiRtl et ®J i.r cm- gim-'lmrn, bab cine ganze Änjnlrf gröft-vcr Ge- n» inten in gleicher t Durg:b.*n werden — In der gkicben ei'.ung wurde die Nacherlebung von drel Zielen Gemeindesteuer für bad ln»sende Jahr beschb' scn, da der -reis von bcr 5 ab; einen Sonderbellrog von 35 0 0 Mark verlangt Soll,« übrigens die Ab'rcht verwirklicht werden, in Zukunft den Gemeinden ihren Anteil genannten Vereine bilden die Giesrner Turner- schasl (Vorsitzender: Univ-Olersekrctär Erle) unb | die beiden anderen Vereine die Rasensportverrini- । nmg Spiesen (Vorsitzender: Kaufmann Albert Bötz, Siegel DI ab 24). Es wäre fdjr zu be grüßen, wenn die der Jntrrrftengrmeftischaft noch nidx ance- schlossenen Vereine, die Leil»eSÜbungen pflegen, sich ihr anschlies^n würden. Die Selbständigkeit der einzelnen Vereine gett durch den Eintrrtl in du Gemeinschaft nicht verloren. Veranstalt«,, gen. Montag: £)otd 5Löhler, 8 Uhr, Versamnv- lung bei Bundes der Auslaichsdeutschcn. — Turnhalle, OtnxLtdsgarten, 6»/, Uhr, Weihnachtsfeier beS tPargdiicbcn Arbeit errer eins — Licht rnel- batrü, „T-as Millionenmädel" und ,,®8r ich geblieben doch auf meiner Heide". Lichtspiele, SeUersweg, „Die gehelmniSvolla Gräfin". KSiif-6 KS ULfK Ißte er Mfrt ssarttTrS ^'"Ml Dcrgtf bl» ruhegrhaltssähig rrÄärt , Der Schlachthaibirektor wird an Gehalt mU den übrige« Betriebsdirektoren gleub- gestellt. Dos Gebalk der f 1 auf 2300, 2500, 2700, 2900, _ Der Po liti sche Frauen verein^ hielt am 19. Dezember im Hotel Einhorn seine diesjährige HauptVersammlung ab. Die bisherige Vorsitzende Frau Thekla Vogt wurde nneber-1 gemäbli, ebenso der gesamte übngc Vorstand. Dm weitere Mitglieder wurden zur Ergänzung des Vorstandes hinzuaewähU: Stadtv. Frau Bierman n, Frau Peters und Fräulem Klara Birnbaum. In dem Jahresbericht, den die Scklriftsührerin Frl. Diartha Leder erftatkere, spiegelten sich die groixn politischen Evergntsse des vergangenen Jahres wieder, in deren Folge ♦eile«, so wäre cad für unsere Stadt äuftrni vcm- lich. Da hier stets überaus spar am gewrrtlchanet und mancherlei iwtrocnbigt Srfortcmjit« (Um* p laftrrung bcr Straften!) aus SpariamkcttSgrmr- ben stets zurückgcstrllt wurden. W:r pUKit «Uw wenig ausgegcben, eine matz.ge Gemcrnt«,teuer bc- mtlt; ta üt dürften mir in brr fr^rm, ro.-rxn, beß wir in Zukunft aus dem Rcichssrckel entsprechend weniger b.kommen als Genninden, tnc urpr aus dem Vollen gcwirtichaf^t hrben. Bek ••Ä ke« ?7- ds. N etzen, bei Ter O 'Itf SÄ; f dm, Kosten ?Massc eri M J*i dem iu ”*n nicht «el ter. 5 fe4» SÄ --Frankfurt a. M., 21. Dez Bon bei der groven 9la«ia auf die Nachtlokale auf* gegriffenen 40 Mädchen mutzten 15 als krank dem städtischen Krankenhause überwiesen wer- . uuumvm-.ben. In der Nacht zum Samstag fand eine öftentlichen fittenpolizeiliche Streife im Bahnhofsvierlel statt, bei der 14 Frauenspersonen festgenommen wurden, die alle in ärztliche Behandlung aÜgenuinen zufrieden. ♦♦ Zur Bekämpfung der Wohnungsnot. Die amtlich.' „Tarmstädnr 3viiunj" schreibt unter ihrem offiziösen Zeichen: Es wird wiederholt daraus aufmerk.am gemacht, dah iur Belämpfuna der Wohnungsnot au, Bcich'utz bed Gefamtmiinsteriums die st a a t l i che n Ge b a ude in Stadt und Land grundsätzlich in der gleichen Weise wie die Prirathäuser in Anspruch gciwmmen werden. Als vcrfüaungsberechtigt im -2inne der Bekanntmachung über Mas?mhmcn ge-?n Wohnungsmangel vom 23 Scp embor 1918 ^Reichs - Gesetzbl S. 1143 ff.) gilt das Minntenum oder Landesamt, dem das betr. Gebäude untcriteht. ** Aus dem Stadt 1 heaterbureau. ! Es wird darauf hingewiesen, daß die Eintrittskarten für sämtliche Feier» tage schon jetzt an der Kasse ausgegeben werden. Es wird dringend ersucht, bie bestellten Karten so zeitig wie möglich ab zu- holen, damit an den Feiertagen selbst kein übermäßig starker Andrang an der Safte Friedrichs!ratze 5. «___ Mehl für Kranke: Kg. 1,28 Mk., Ä. Borges, Wetzsteingassc 15. Nähr mittel und Zucker für Fremde: E. G. Kl ml-enn, Bahnhosstrafre 59. Seife: Marke für Dezember 1919. Anteil 125 Gramm K.-A.-Seisenpulver, daS Psd. 90 Pf. *♦ Die Wochenkartoffelmarken Nr. 1 bis 8 der öl. Woche werden bis ein- schließlich DienStag, den 23. Dezember bei den aus dem Anzeigenteil ersichtlichen Der- kaussstellen beliefert. Der Verkauf von Fleisch -und Vurstwaren erfolgt nur heute Montag und morgen Dienstag. Am Mittwoch findet keinerlei Berkaus statt. ** Freibank. DienStag, 23. Dezember, werden von 1—3 Ühr die Not. 201—300 beliefert. GKHtner Turn-, Spiel, und Sport- « tlnlgurfl. Die, wie schon berichtet, in# Leben getretene Gießener Turnerschrft und die vor eini-1 gen Tagen gearünbete R a l en s po r tver e in i gung Gießen finb zur Wahrung und Für- herimg gemeinsamer Intel e sen zu einer Gem.in- sckuft zu!ammcngetreten, die den Namen „Gießener Turn-, Spiel- und Sportvereinigung" trügt. Tie vorläufiie Leitung der Gemtinsäratt ist Universitäts-Ober ekrelür Erle (Wohnung: Sctftllerstrasx 15) übertragen worden. Tie Gemeinschaft umfaßt bis letzt vier Bcreine. und zwar den Turnverein von 1846, den Mämier- turnnerein, den Verein für Rasenspiele von 1900 unb den Spo: hierein „Merkur^^ Die beiden erft- bienerftrlte. , M ... Dem Verbrauchs abgaben aufseher Rollaff soll bei Versetzung in den Ruhestand der Rul» gehalt so berechnet nrnben, als s« er in der untersten Beamten klasse anyfte(Ü gewesen Dv Vermess ungSaebil f en Geometer yrxnW Silaife Döpfer und Gr öninger find mU Wirkung vom 1. April 1919 als St abtaff iftmten an-u stellen Me infolge Genehmigung vorst.hender Anträge eirrtretenoen Aenderungen an bet im April d y verabschiedeten Besoldungsordnung balvn rfltf- wir kende Kraft vom 1. April 1919. Der für die vorstehenden Anträge erforderliche Kredit mit 75 000 Mk. ist bewilligt worden. Der Finanzausschuß ist ermächtigt, die Einreihung der Beamten in die GehaltSstuien vorz». nehmen. ^r. Lilfskrüste mit den männlichen Hilfskräften gleichzuflellen. <6 ab- gelehnt worden. Die Angkftelllendkwegung in Sietzen. Gießen, 22 Dez. In der von der Arbeitsgemeinschaft am Samstag im Gewerkschastshause einberuwnen Angestellten Versammlung konnte der Dorutzende, »err Grünig, die für die Angestellten GießcnS erfreuliche Mitteilung machen, daß der Reichskommissar für wirtschaftliche Demobilmachung in ^.ann* stadt den von dem SchlichtungSauSschuß Gieß« am 6 Dezember gelten Schiedsspruch nunmehr iür bindend erklärt habe Durch diese Entscheidung habe jeb.T An-vsteuti ein einklagbares 9tedX aus ein garantier t e I monatliche« Minbestetnkommenm folgender L>5he im: _ 1. Geliilsentahr 150 Mk. 2 „ 250 „ 3. .. 300 „ bis zum 22 Lebensjahr 350 „ über 22 Jahre alt 400 „ „ 24 „ „ 450 w „ 26 „ „ 500 „ Stenographie. n Lollar, 18 Dez. Am vergangenen Emrv tag hielt der St.mo-Traphen-Derenl „Sab.lsv<"rT . ferne biesfähri v Jahre-da.^r-er-ammftmg> ad xti HMmifl» ®edn« bei 83trrin«. $art zum ersten Vorfitzenden und Bruno Cdnst zweiten Vorsitzenden giipäbü. Ter bisherige tvx Vorfitzende, Lugo Doos, der sein Amt wegen bei cs Überlastung nidxdegte, wurde auf anmwi städtischen Fvrstwarte wird I migen Vefchluß der Versammlung zum '«er»' ), 2900, 3000, 3100, 32001 Mitglied des Vereins ernannt. Kreis Friedberg. C Bad-Rauheim, 20. Dez In der gestrigen Stadtverordneten-Berfamm- lung wurde folgend.« beschoßen: Der Ve-k-tr^- rommif,ion mrd rin Zmchutz von 6030 Mk. ik» n»Jlict — Ter Wasierpreis wird vm, oJ aur 50 Pt. für den Hu.ihneter erhöht. — Ebenso muß ter Be umreis iür Elektrizi tüt von 80 Ps. für die Mowatt.tunde aut 1,10 Mk er- ttM roerben. — Die Mehrer an der Fo t^ildungs- sch ile erkalten in Zukunft statt 100 Mk 180 Mk.' SÄ;« gei.e.It. — A s Z s hlag zur Gründerwerbsstruer wird 1 Proz vom Lundert erhoben. — Für neu errichtete Wohnungen im Elisalet>baus hat da« Lair.es DirN'cl^.tSamt einen Bau.o enzuschuß bewilligt. Starkenburg und Nbeindefsen. rm. Darmstadt, 19. Dez. Tie Stadtverordneten b schlossen in ihrer gestrigen Sitzung die Erhöhung des Kartoffel- prei fauf 18 Ps., was für die Stadt einen Zuschutz von 80000 Mk. bedeutet. Pro Kops und Woche ist für die nächste Zeit d. h. vier Wochen, ein Quantum von 5 P.und sicher gestellt. Im Kommuiraloerband Darmstadt- Dieburg fehlen noch etwa 200 Ztr. Kartoffel. Mark festgefetzl unb ist ruherehaltSfähig^ Der m der Staot Gießen wohnenO »vorftroart ertali eine befonbere Vergütung von LOOO Mk. einidhicBlidl der b,«her bezahlten 100 Mk. Miete für an bc* sondere« Zimmer. v , Die bereits an gestellten und rün-tia anzuskel- lenden B«mten so.len auch bei Deiorderungea m höhere Stellen in die Gehaltsstufe dreier Svttlnr derart cingereibt werden, »»aß sie den vochst> gehalt nach 23 Lnste.lunrSiahren erreichen. Tie Zeit, d» s«e vom vo.lend.ten 2>. Lebensiahre im Reichs-. Staats- und Kommunaldumst oder eurer sonstigen von der Stadtoertrctung aner» i rannten Stellung vollbracht haben, wrrd al« Be- ioldu,iasoordlenst.zeit angeredwet Die von der Stadtt«.wa.tung t»rgelegter Stellenpläne sind genenmigt nvrOcn. Die Tlenstbezerchnung Stabtxxutedmiter wird I m Bausekretär und DberbauicMiler in "Kuv ober ft fiel ar abgeändert Betm Gas- und zSarer- iverC beim Pollzeramt und- beim Standesamt wird beantragt, eine weitere Sekretär stelle aus den Inhaber zu bewilligen und bufe nni^iä>aHne stelle mit bestimmten Stadta sisirnten zu be.eBen. Oberbürgermeister ftel-.t stimmte gegen dien Anträge, da er eine iv.it eve 5tQ2xfcfrct6rfbUc bet bieicn Lcmlern nicht mehr für eriorbe.lich er- I achtet Ein Antrag geht dahin, die eine Bureau- afsistentenfkrlle beim Arl^ntsamt mit einem Ar- beiter zu besetzen, bet aus bret vom Gewerk- I schaftskartell vorzuschlagenden Bet onen zu I wählen ist. , Ein Antrag, der wollte, daß da« Vetmenungs« amt vom Stadt.auamt abgetrennl und zu einem selbstchidigen Äml wieder au-gestaitct werde, führte mit einem weiteren zu einer Dsritändigung, daß das Sermessung.^amt kümtig in 'Per onalange« I legenheiten unmittelbar bcr Stadtverwaltung in , , 325 . unb Lehrmädchen ** Mro b d) Roßdach, P'.ockstraßc 2. «usiuü Wallenfels, Marktplatz 17. Robert Wietsche!, ff'n? horfer Strafte 10. Zucker iür ffranfe: fc. Rvtzbach, Plockstr. 2. Nä hrm i l tel für SttanBe: M- Tews, 50 M 75 „ 100 „ ich am Ta Mchlustes diese« vertrage« im Dienste der befindet, ist eine einmalige D i r t s cha s t « be»« Hilfe in Löhe bed neuen Monatsgehaltes * entsteht. *♦ Zollabfertigung von Postsendungen. Am ersten Weihnachtsfeier-! tage ist bas Hauptsteueramt von IOV2—12 Uhr vormittags für bie Abfertigung von Weih- nachts-Postsendungen geöffnet. ♦♦ Die Tagung de« Hessischen Volksbundes, die am 6. unb 7. Dezember hi Giesxn i'tattfanb, hat m zwei je fünntünbigen internen Sitzungen, an die sich eine Reihe zwangloser Einzelbefprechungen schloß, einen harmom- fdjen Verlauf genommen. In einer önentlKpen Versammlung entwickelte Professor Dr. Le l d- mann (Lalle) ben hessischen EftHitsg-danLn ------------ . ... aus den historischen Ursachen und sronfecTuenKn gegeben werden mußten. heraus, während Geh Rat Pros. Dr. S 0 m m e t x ö q n q u, 20 Der. Die Stadtverord- die Grunde bcr Forderung Zusammen- V , Erweiterung des 1 sckzlusses aller Lessen zu einem einheitlichen, lebens- neten yaven für Die tiroei 1 e c u n a o c » fr artigen Bestandteil des Reickps nochmalsdar- st a d t is chenE l e ktr lta ts we rk esu^ legte Es kam zum Ausdruck, datz die zw.niährige deren Anschluß an die staatlichen Mamkraft. Sperrfrist nicht etwa eine Zurückstellung aller werke 4 230000 Mk., sowie für die Anlage Arbeiten des Lessischm Bolksbundes bedeute; viel- jn Groß- und Klein - Steinheim weitere mehr müsse dieser mit voller Kraft an bcr Durch- 7Y0 000 Mk. bewilligt, so daß sich bie Gesamtsetzung seiner prvgramm^ischm Ziele weiter- rortcu flUt 4 930 000 Mk. stellen. arbeiten. Die weiteren taktischen Fragen sollen ml 1 einer im Januar 1920 ftattfmbcnbcn Plenarversammlung des Dolksbundes ausführlich besprochen I und zur Entscheidung gebracht werden. Bis dahin wurde Kassel zum Vorort der Dunbesorganisation *» A m goldenen Sonntag war trotz M schlechten Weiers etn lebLoftcr Verkehr in ber 3iat4 zu vcrzttchncn. Tas Gedränge war ost so groß, daß es m den ersten Nachmittagsstunden in dcn Gefchäf:sstras;en mehrfach zu Stockungen (am. Besonders zalFreich war bie Land.evoliv- rung Der näheren Umgebung vertreten, um Weih- nach:srtnläufe zu machen. Trotz der sehr bopeii Preise, li; jetzt überall verlona: werden, gmg ba3 Geschäft überall recht flott zu Kaunnannfchast ist mit dem diesjährigen Weihnachtsgeschäft im Hu» ttnO Catiö» Gießen, den 22. Dezember 1919. Hilfswcrk für die Ssterreichischen Minber. Der Verein der Tabalindustriellen Me- hens unb Umgegend bat der Liste be« „west’ ner Anzeigers" iür bie hungernden Kinder in Deulsch-Oesterrcich ben Betrag von 20M Mk. Überwiesen. Hoffentlich folgen biefem Jd)öiien Beispiel noch recht zahlreiche spenden, so daß dtzr Sammlung ein voller Erfolg bcschte- ben wird. Wer geben will gebe bald unb rotr glauben, nicht vergeblich an die in hen Weth- nachtStagen gebefreudiger denn sonst gestimmten Herzen unserer Mitbürger appeb fiert zu habeiu Tie Geschäftsstelle unseres BlatteS nimmt weitere Spenden gerne entgegen. r«4 7. etenmieL -r-v" Die Ahavfp K affiftenten bei ber Lanvcs->)yvothekenl»nk Wil- beim Ehrhard I. aus Nidda und Bilhclm Ehr Hard II aus Darmstadt zu Banka srttenlcn, die Schreibaehilien bei der Landes-vopothe^nbank Vermann Maner aus Darmstadt und Will.elm Lonrad aus verrnsheim »u Sureaua.futenten vom 1 Oktober d. 3. ab bei dieser Bank ernannt. unterstcl.en ist. .... Es wird beantragt, zu befördern bzw. zu übertragen: bem ötabtoberfefretär * 0 l b bie erledigte Bureaudirektor,teile, tk*m StahtfeTrrtär Brod die 5tabtoberichxtär>llf beim Standesamt, den Stadtoftistcnten: M ickel eine Sekretär- stelle der L>auptverwa!ttmg. Muhl beim Steuerbureau, M ü 11 e r beim Arbeitsamt. Peter unb Reitz bei der Stadtkafse, Fritsch bfim Gas- unb Wasserwerk, Röbrich beim Elektrizitätswerk und ber Straßenbahn, dem Finanzpraktt- kanten Martin eine SekrctLrstrlle beim Rech- imng-amt, ben Verwa'tungsgehilsen: Schmal» eme Asfis.enienstelle bei der Hauptverwaltung, Schneibmüller beim Berilcherungsamt. Frank beim Fürsorgcamt, H ö 1 z beim Standesamt, Karnbach beim Doliznamt, Morler bei ber Stadtkasse, 3aeggle kirn Elektrizitätswerk und bcr Strayenbahn. Appel beim Gas- uiid Wasserwerk, bemBau ekretär N 0 l b eine Bau- obcrkLetärfitlle beim Stadtbauamt, dem Tech» niter 2 re Der eine Betcieostechncker :elle beim Elektrizitätswerk unb ber Straßenbahn, bem Hausverwalter und Wachtmeister Becker eine Rots- gn unserer Samstagmunmer konnten wir im Sitzungsbericht ber letzten Stadtver- orbnetenversammlung kurz mitteilen, daß bet Nachtrag zur Bcsolbungsorbmuig für städtische Beamte einstimmig en bloc genehmigt wurde. Die einzelnen Beschlüsse und Anträge, die vom Aeltestenrat mit dem Yi- narrzausschuß und Rechtsansschuß unter Hin-1 zuziehung eines vom Beamtenausschuß be- r,9 vt^ngeun. u. .... ^.stimmten Arbeitsausschusses beraten roorben das frühere^öau^ziel des Vereins, das Frauen- sind, mußten wir ails Platzmangel zurück- fuimmredit, ganz Mtzlich erreicht wurde. Die Ver- stellen. Wir lassen sie nachstehend in kurzer fammlung nxrr einmütig der Ansicht, daß der>Zusammenfassung folgen: Verein trotzdem weile^chAen solle als eine Or- Nn S t a d t se t r e t ä r, ber am 1. April yanisatton, die über ben Parteien stehmd die be- mindestens 10 Zähre als Stadtsckkretär an- ronberen F^int^^,^ch^lt^lle und , stellt war, kann auch ohne Ablegung einer Prü- r?Ptcrc^ 5er fung in eine stettenplanmäßige Stadtoberfekretar- ostche^ammmlla-m im ^m, m dE Fraucn nxTben. Die Tienstbezeich-umg aller Parteien tätig sind, bildet einen roobttumben £)berftabtiefret5r ist in Stabwbersekvetar zu Gegensatz zu der traurigen ZerAüittmg im gegen- . . ' wartigen Vollslcb^Folgende Aitsck^eßung ^nd °"oe^ Stadtassistent, der am 1 April! einftimmigc Anna hme: ,, DieAnzeichen niehren I ^>as 38. Lebensjahr zurückgelegt bat, kann •&. unter den bchmlkmdern em^ittg ^^ entsprechend in eine sdellenplanmäßige Stadtse^e- tu de Propaganda, namentlich im Sinne religibier 14zrl"lr<<, >.nrrr i ht Die erften Sekretär- uXlbfamteit gegai israelltische »yr "gtn fo^ti^ie K er^AM^^- £dKn\.tP'rbc-^. b^Jnff^’ ^^ 9C1L!D^CT I SfungCT im ersten^lbjahr 1920 stattsmden. ^jum^ng fw b« S^raftcrcntTw^ung ber Ein Der wa l tu n asg e hil se kann auch der und Fugendlickien aut der Dand liegen, richten I v gpurk^. er d^ |te(lenplanmä[,-ige Stadtassistentenstelle einaereiht bie eindruigllche Bitte an Eltern Die Bern»ItungsgeHilfen tollen künftig und Lehrende, ^derartigen Bettredungen entgegen- Bezeichnung Bureauafsistenten führen, zutreten. . I Als Bu r ea ua ssi st e n ten werden mit __ ____ „ __ •* In bem Stadtverordneten- ^.^ng vorn 1 April 1919 ab anaeftellt die mechr Für Angest N e in ßlbständiger und verao^ bericht vom Samstag war infolge eine« Drucks dureaugehil'en Müller, ffrt au Stopf, Gräs, Neu- wortunsSvoller Stellung erfolgt höhere Bczahtt»« fehler« von ä 00 Mll l w mm unprodu kti ^r Kriegs -1 rnemt von Schlettow spielte, polterte zu laut, Oskar Feigel bot eure ernst zu nehmende Leistung, nur fehlte seiner Erscheinung das, was die Liebe und Vergötterung seiner Umgebung erklärlich machte. Voll anzu- erkennen war dagegen das Spiel Franz Brauns als Kadett Frieder. Die ganz jugendllckieu Rollen wußte er bisher immer noch mit guter Einfüllung wiederzugeben. L-ebenswärme war in dem Spiel von Mguste Marcks. Eine Kraft sollte nach des Dichters Worten von ihr ausgchen und man Nicht vergessen seien die drei Musikanten- Suche zum sofortigen Eintritt einen Weht. Werkmeister Gehalt nachdem Tarif des deutschenWerkmeisier Verbandes, sowie einige tüchtige Schreiner he. hohem Lohn und dauernder Arbeit '* Heinrich Reger, Eisschrankfabrik, Dich (Oberheesen). Peterchens Mondsahrt. Abends 6y8 Uhr ^vn Iimn Montag, 29., nachm 3 Uhr: PeterchenL Mondsahrt Abends 7 Uhr: Die Rose von sü.m- bul TienStag, 30., nachm. 3 Uhr: Peterchens Mondsahrt. Abends 7 Uhr: Cavalleria ruhtenno. Hierauf: Der Bajazzo Äliwooch, 31., naäM. 3 Uhr- Peterchens Mondsahrt. Abends ßu Ulyr Die Fledermaus. — Schauspielhaus. Dienstag, 23 Dez.: Maß für Maß Donnerstag, 25., nachm 3 Uhr: Alt-Dridelberg. Abends 7 Uhr: Maß für Maß. Freitag, 26., nachm. 3>/2 Uhr : ^rr Leibgardist. Abends 7 Ulw: Der lebende Letch- nanr Samstag, 27.: Riaß st,: Maß. Somrtag, 28,nachm. 3 Uhr: Wilhelm Test. Abends 7 Uhr: Shaw-Abend. Die große Katharina. Vteraus: Blattco Posnets Erweckung. Moittag, 29 : Dtr Sendung Semaels. Dienstag, 30.: Dre Verdw- ntng. Älittwoch, 31.: Dte drei Znnllmge. Die neue Operette des Spielplans steckt, mckt so voller zugkräftiger Schlager, wie dre „yu)|e von Stambul", aber die Musik bewegt sich durchweg in anmutigen graziösen Melodien, die weder schmalzig rwch banal wirken und geschmackvoll orch.'stricrt sind. Ludwig Marguth brachte siezu gefälliger Wiedergabe, so daß sie sich, ,je nach Eharakter, keck oder weich dem Ohr einschmeicheltcn. Die Handlung 'bat Hand und Fuß und das will bei modernen Operetten schon viel ermöglicht es, einen Modesalon aus die Bühne zu bringen, der von einem hiesi gen Modewaren Haus, das auch einen Teil der Toiletten stellte, sehr geschmackvoll beschickt war, ferner ein lampionsüber- schäuckeltes Gartenfest. Die Gründlichkeit, mit der Operetten hier vorbereitet werten, kam auch der der Ballnacht zu Gute. Rudolf Goll versteht sich als Operettenspiellciter auf die wirkungsvollst^' Inszenierung. Sein Graf Clemens war eine erfolggewisse Leistung. Der Abend wurde beherrscht von Margot W e r n e r und Adolf Falk e n, bertnr auch reiche (Nirungen zugedacht wurdm. Diese Ehrungen waren vollauf verdient, denn sie sind die bestern- geipicltcn Parttier Fast alle Gesangseinlagcn mußten wiederholt »vevden. Sehr lebendig und echt war Richard tz ellborn als Kommis. Der Gast Rosa Eisolt-Vabler war weder darstellerisch noch gesanglich besonders eiichrucksvoll. Für die nächsten Wochen steht mit der ,,Ball- nachk" eine Operette auf dem Spielplan, die ein aus verkauftes Daus bringen wird.u. Es wird nochmals auf die Verordnung betr. Einschränkung des Verbrauch elettr. Arbeit vom 16. Oktober d. I. hingewEfen und dre ^trvm- verbraucher dringend eriucht, stck au) v»e not> wendigste Stromabnahme zu beschränken und rn den Ätivathaushattungen und Ssfentltchen Lokalen ~ “ 1 ju üben. Schulentlassung im tommenben wmmayr ou.ujunc. - Zuwiderhandlungen wttd rückilchrsiAvor- ruden Kosten ihrer Kleiderausrüstung aus der „ und ohne ovrherrge Warnung der Messer Armenkasse erbitten, haben sich bis zum,10. Jan. | entfernt und die ©tcomheterimg artigen. 1^^bei dem stadttschen Armenamt, Asterweg 9. ^lach K 4 der EinschrLnkungsbesttmmunMN ^bgeschoß, zu melden. Verspätete Anmeldlmgen 10eri)en ^ic Aufgelder erhoben 14289B vnwm nicht berücksichttgt werden 142o3B Gießen, den 19. L-zember ISA (Äiekcn den 18. D^ember 1919. 1 Der Vertrauensmmm des Rmch^h^nkonmrrsxrrd ^-rbüraermerster cArmenverwaltung). Abteilung Elektrrzrtal. Atolle. EL^'dcn W.D«ikmbkr 1919. 1428« ter “bertürsermeifter (2eben»mÜtd«mt). 2 Musiker I ll. Feiertag für $ an» gesucht. Biolmeu. Trompete ob. Klarinette iu Klavier PoBch, Hencheideim Wir suchen für bald oder Ostern einen uiee Flotter Stenotypist (io) sofort gesucht. Offerten mit Gehaltsangabe an ! Maschinen-werte ju Srantfurt a. M. | vorm. Kolb, Rieber & To., G.m.b.H. Frankfurt a. M.-Ost. utilD | Verschiedenes | Am 28 irr. IS, vorm. 10 Ubr, wird im hie- flnen JreiladeglelS ein Wagen Möbren fielen Barzahlung an den Mei:- bietenden versteigert wer den, wenn der Ber- fügungSberechtigrebisda^ hin nicht anderweiiig verfügt. 142SW ■ Güterabfertigung ________Gießen._____ Tüchtiges Mädchen per sofort ob. später ges. 14068 Babnbofttr. 4VI. TüA. MSSchf« in kleineren Haushalt ver 1. Fan. gesucht Zeugnisie erwünscht. 14117 Manrcr, Ludwigstr. 31- Gefucht nach Bad Nau- beim f. Ans. 9mt ebrL fleißiges Hausmädchen m.guten Zeugn. bei gutem Vohn. Schriftl Angebote unt 14156 a. d. Gieß. An». Wegen Berhetrarung des jetzigen tüchtiges, erf. Mädchen alSbald gesucht 024706 Walltorttraße 18. Lingefandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik trhenden Artikel übernimmt die Redattwn dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Neue Milchpreise. Die Stadtverordnelen-Versammlung hat in ihrer letzten Sitzung den Preis für einen .Itter Milch aus 1,08 Mk. festgesetzt, d. h. für dteienige Milch, die den Beziehern in die Wohnunggk> bracht wird. Es wäre zweckmäßig, wenn der Preis für ein Liter beim Abholen der Milch z. B. aus dem Säuglingsheim ebenfalls wstgeietzl und von der zuständigen Stelle bekannt gegeben wurde. — Jedenfalls erscheint es ungerecht, wenn für dte abgeholtc Milch ebensoviel nste für die ^gesttllle Milch lierahlt werden muß — wie es letzt übltch ist. Ein Mtlchabholer. zmekl. ilt schleim sucht dauernde Stellung aus Möbel-, rote auch auf Bauarvelk. Im Beizen erfahren. Schriftl. Attgeb. unt. 024712 a. d. Gieß. An^. Kassestunden zum Umtauschen der Zakflmarken: I « qiWWam non 8 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmtttags und Ughs. H||Wtk mieten von 2 bis 4 Uhr nachmittags, an San^tagen nur ^4251 Rittergane 23. von 8 Uhr vormittags bis IVs Uhr nachmttta^., I ß, . , Direktion der EleUzitätswerke und Straßenbahn ßjstsg^ ZlMkk der Stadt Gießen. mein mit elettr. Lickt an ruh. S tolte. 142blß IHxrrn per 1 Jaw z.vrm. ------------Tteinftr. 12II L j Mietgesuche | S' 1—2 möbL wimmer von besserer, ruhiger, anständiger ^amUtt ver I sofort kiesucht. Lckrml. Angeb. unter 024590 um» gehend an d. Gieß. Anz. i I -LV"!'-- * unb beim Ur? girrte ÄSQn^mt mb bük nJC-lu’ * -rm-chch ” Sv*5*® toÄ, führte iwt 8ct|tänbiüung, bas SM*®* w: StahtDenoiltuiiQ ju Lbelördtrn bzw E. dem Stabtierrctfr Mlle beim Stanbti« L Mtckelemt Gtfrctfe errpaltmig, Muhl beim kimArbeitsainl.reler M Fritsch beim Köhrich beim SleFtnji- mbatm, dem FinanMalti- ^efrctärilyllf beim Rech, dmgsgehilfen: öchmslz ei. der öüuotverwLltMg, beim VersichcrungSomt, ml, 65h beim ctanbti« t Püliznamt, Morler Ogie lx.im Elestchüäiz. cijn, Appel beim uefretär Rold eimBau« tätabtbaudmt, ttm Tech betneMchmkrielle beim t Ltrahenbalm, dem bauS- eislei Becker eine Ms- Lgabenausseher Rolloss den RuheMd der 9hito »t, als sei a in der unter- xste'll gsmien. Dir Der- n, Geomler zweiter Rlaik inger sind mit $trteg Aladttlssistrntcn anzusiellen jung porsiehender Änträoe en an ber im b 3 ngSordnMf baba1 rllck- m l. W Ml?. [ ist bewilligt worden. Hik ist emöchiigt, die in die Gehalts,Wim W Milben LilWstrmüd« W* * Die Wochenkartoffelmarken Nr. 1 bis 8 der 51. Woche werden beüefcrt bei: Zonsum-Berein, Schanzenstraße, Rumpf, Fritz, Zozelsgasse, Krack, I., Riegelpsad, Trechsler, D., StemstraM.. Die Marken können brs ernichlrevlich Dienstag den 23. Dezember 1919 em° Angebote erbeten an den KeschäftSfübrer der »Lichttviele", Selters- weg 8t.024772 P e n e 1 o n. Ein alt Herr sucht ein grobes ob. zwei kleine nnmÖbL Zimmer in ruh. Lage m. Pension und slamiltenanschluh. Sckr. Angeb. unter 024699 an den Gieß. Artg. erbeten. tiiHmiiiiiiniiHniiinniymiiiiiiiini "TLsgisg.U. Schrifttz Ang. unt. 024708 an d. Gießener Anzeiger. IMIWMÜWIMIIWM Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat meine Frau, unsere liebe treusorgende Mutter Frau Anna Peppier geb. Wolf SAtnetag abend 11 Uhr nach langem schweren, mit großer Geduld getragenem Leiden im Alter von 53 Jahren zu sich tu die Ewigkeit zurufen. In tielem Schmerz: Familie Ludwig Peppier HL Familie Karl Kreufiel Familie Heinrich Peppier Familie Karl tiromm. G re Sen-Lind en. Neuhof, den 22. Dezember 1919. 12271 Die Beerdigung findet Dienstag nachmitags 3 Uhr statt Eine Frau Aur Aushilfe für mehrere Stunden am Tage sofort gesucht. fr. Siegel, itr3 Frankfurter Str. 36. Lehaeade Vertretung«* zu verg. Postkarte aen. Rtrt. Hl«Tiehu,H«abuFi 11 Pförtner evtl, auch Bförmeri« tSckneider oder Näherin beöotAUflt) und innges Hausbürschchen gesucht. lt.^D Brovinztal- Siechenanttatt. Kräftiger, intclliaenter Arbeiter zur Ausgabe von Waren u. an Lagerarbeiten ufro. aefucht aum 1. L 1920. SdidftL Meldungen mit tz'odnansvrücken unter 14113 an den Gieß. An». Knecht, mit allen landro. 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Seid bedankt für Eure Bereitwilligkeit für diesen Unglücklichem Sie reichte iimt beide Hande, und Bent Banken zog diese schmalen und doch so kräftigen Müdchmhände an seine Lippen. Eine Mutwelle schoß Ober Sölves Gesicht. Ihr hatte noch niemand die Hand geküßt. Es wir nicht Sitte auf der Insel. Sie hatte aber schon davon gehört und gelesen, und der Kapitän, der nxit herumgekommeii in der Welt und so viele fdione Firmen gesehen hatte, der wußte gewiß, was sich schickt. Tarn t beruhigte Sölve ihren rasenden Herz- schlag, und Bent Bonken ging mit einem weichen Blick am das holde Geschöpf aus dem Zimmer. Sölve trat nach einem herzlichen B ick auf den Kranken zum Fenster. D.e Nacht hatte sich tref herniedergesenkt, eine weich'., milde Herbst» nacht Sie sah hinüber nach dem stellmsteigenden rötlichen Stift, und nicht well davon —.war es Trug oder Wirllichkeit — das Wrack eines gestrandeten Schiffes gespenstisch vacen Der weiße Sand bcr Dünen leuchtete tm Sternen schein. Weithin über Meere und Lande aber ftrafylte das Fnrer des Leuchtturms wie ein großer, flammender Weihnoclstsstern. Mit bidvoll sinnendem AuÄ>nick blukte Solde in fein mächtiges Lichtauge, das ihr mild ttöstend entgegenstrahlte. Still trat sie dann zu dem Kranken, und ihr blondes Haupt tief zu ihm hernitt-rbeugend, flüsterte sie: „Nun muß auch ich durch LcLeu gehen, Jn- meinben ab. Zur planmäßigen Bekämpfung der unheimlich um sich greifenden Rachi tis, die in vielen Fällen zu frühen und lebenslänglichem Krüppel- tum führt, hat die Zentrale in Ergänzung der an manchen Orten getroffenen Solbadoemrich- hmgen Kl e i n ki n de r san a to rie n errichtet, in denen durch Hö ensonne, Bäder, Mas age, Liegekur und sorgsamste Pflege die Deinen Patienten geheilt werden. . . Die verlierenden Wirkungen des Krieges auf die Zunahme der Tuberkulose und Geschlechtskrankheiten unter der «samten Bevölkerung und die Rückwirkung dieser Zunahme auf den Gesundheitszustand der Heranwachsenden Generation drängte nach Vereinhelllichung der „Wir werden versuchen, ihn zu bernhrqm und ihm sagen, daß alles zur Fahrt ^erüstetist Vielleicht gebt 3^f Jirnunb gebt bte nahgat Weisungen, damit alles bereit ist, wenn der ^ior- aen tagt. Es ist jetzt doch zu spat getvorden, inn noch die Nachtfahrt zu wagen.' Der Kapitän sah das junge, blonde Menschen- kind, das mit zarter Hand die Kufen des Bc- wußtlosen glatt strich und dann eine erfrischende Limonade bereitete, um damit die fieber hei stell Lippen des Kranken zu netzen, forschend an. „Was treibt Euch, Sölve, dem Manne nicht nur wohl zu hm, sondern bis über die Grenzen des Möglichen für ihn zu sorgen Ist es bl ost Mitleid o.-er —" Bents Stimme stockte — „vielleicht gar Liebe?" t Sölve hielt dem forschenden Blick des Seemanns ruhig staiid, bann satt sie, sich IW am das rotgoldene Haargewoge von der weißen Stirn ^^^Vstlleicht ist es Schuld, Bent Bonken." '.Nein," rief Bent aufspringend, dein Madien'innig in die tiefblauen Augen blickend. „Wer aus folcben Augen schaut, wie Ihr, der trägt teine Schuld im ___ Ost drückt uns die Schuld anderer doppelt schwer" kam es fast wider Willen von Sölves firmiert, aber als sie sah, daß Bent aufhorchte jtnbeine dunkle Glut über Kin Antlitz lief. Balser iStellv.LvvS und Urstadt) von den Demokraten, Lenhart und Schorn (Stellv. Frau Hatte mar und Knoll) vom Zentrum. Dingeldey (Frau B iera u» von der M-urschen Dollspartei und Diehl (Dr. Dehlinger) von der Hessischen Volkspartei. Ter Ausschuß wird sich noch heute vonstt- tuieren. Eine Vorstellung des Ersten Marnzer Fußballvereins trnr Beihilfe $ur Bes ch af- fung eines Spvrtplatzes wird der Folgerungen fpCb.-r abgelckhnt Der Präsident des Landesbildungsamtes Dr. Strecker wüst daraus hin, daß die R gierung nur Landesvr- länden, > icht loBaien Ver inen Zuichü se gnväyron kann. Tll Sportvereine haben eine selche noch nicht gefefatfien. Die Vorstellung eines früheren Wärters W. der Pflcgeanstalt Goddelau wird abgelehnt. — Die Vorstellung der Registratoren an den hessischen Amtsgerichten über Regelung ihrer Gehaltsverhältnisse wird für erledigt erklärt. — Ein dringlicher Antrag Roß (öOi.), die Höchstpreise für fR üben in ein richtiges Verhältnis zu den Kartoffeln zu fetzen, wird vom Antragsteller begründet und zur Annahme empfohlen ; er wird aber ohne Debatte nach den Vorschlägen des Ausschusses gegen die Stimme des Antragstellers für erledigt erklärt. — Eine Vorstellung einer Witwe H. in L i ch bett. F e l d - bercinigung wird an den Ausschuß zurückverwiesen. — Der Antrag Hofmann u. Gen., Uebcrlaifung von Oelsrucht an die Selbstversorger, wird für erledigt erklärt, ebenso eine Vorstellung von Landwirten aus dem Kreis Heppenheim, Protest gegen den Achtstundentag in der Landwirtschaft: eaenfo eine Vorstellung des Oberbürgermeisters der Stadt Darmstadt betr. Fleischpreisc: dcsgl. eine Vorstellung des Webermeisters F. in Altenbu r g (Kreis Alsfeld) betr. Unterstützung; ebeme ein bringlidycr Antrag der Abg. Schreiber u. Gen. (Dem.), die D ie n st a nwe i f u n g der Gerichtsvollzieher, Räumung von Wohnungen betr. „ . Eine Vorstellung des Hauvtlehrers M. an bei Kunstgewerbeschule Mainz wird der Regierung als Material für die Neuregelung der Gel-altsordnung überwiesen. Ein Antrag Häufer u. Gon. (Soz.), d,e Reform des Küappschaitswesens betrecenb, wird von dem Antragsteller begründet und mit einigen vom Ausschuß vorgefchlagelien Aenderungen angenommen. , A, ,. rT Eine Vorstellung des Karl Appell II zu Ulrichstein, Freigabe von Benzol für einen äußerst wichtigen A u t o p o st - betrieb, wird vom Abg. Fenchel iS) x>.) tm Im ter esse der Verkehrsverlwttnisse im Vogelsberg warm befürwortet. Das Haus ersucht die Regierung, eilten Freigabeschein aud;uite.len Ein Antrag Delp u. Gen. (Soz.), Ein- führung des Achtstundentages, wird durch die Maßnahmen der Regierung für erledigt erklärt — Abg. Rechtien (Soz.) erklärt bet dieser Gelegenheit, daß die Vorwürfe über die Arbeitsunlust der Arbeiter unbcrcdrtigtjeien. Die Vorstellung der Frau K. in Michelau und Vorstellung des I. E. zuWa ldm ' che l b a ch werden für erledigt erflärt _ .... Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Präsident Adelung schließt um 12V? Uhr die Sitzung und vertagt das Haus bis Ende Februar. Der Präsident wünscht dem Hanse gute Feiertage. Mögen wir beim nächsten Zusammentritt uns im langersehnten Zustand des Friedens befinden und unsere Kriegsgefangenen wieder unter uns sehen, denen wir beute unfern herzlichsten Gruß entbieten wollen. (Beifall.) unerhörten, groß angelegten Schwindel mit gefälschten und offenbar eingeschmugKlten Zahlkarten auf die Spur gekommen. Wie verlautet, beläuft sich der Gesamtbetrag, auf welchen sich die gefälschten Zählkarten beziffern, auf etwa 1 Million 111000 Mark. verfassunggebende volkrlammer der Srdftaates Hessen. 49. Sitzung vom 19. Dez. Auf der Tagesordnung stehl als erster Punkt die Anfrage des Abg. Reiber (Dem.) Über die Schulgesrtznooclle. Staatspräsident Ulrich bittet die Schulfrage einem Sonderausschuß zu überwei.en. — Abg. Reiber (Dem.) ig tximi: cinDcr.ianben und wünscht nur die baldige Vorlage des neuen Schulgesetzes. — Abg. Urftabt iTem.) schlägt die Wahl eines Sonderausschu ses nach der Pause vor. — Säm.liche Fraktionen taten ihre Zustimmung erklären. Eine Reihe vvn Vorstellungen dieser Frage wird der Regierung als Material übcwie;en und in dem neu zu wählenden Schulausschuß zu behandeln sein. Einer Vorstellung des Verbandes Hess. Frauenvereine in Offenbach u.n gleiche Ausbildung für Mädchen und Knaben wird der fRcgi amy übcrroie.en mit dem Wunsche, ihr nach Möglichen statt-ugeben. — Eine weitere Vorstellung desselben Verbandes betr. Zulassung der Lehrerinnen zur Leitung von Madchen- schulm, Venoeifung der Oberlehierinncn an den Seminarien, Zulas jung von Knabenschuttm, sowie Aufhebung des Eheveichvtes für Lehrerinnen werden durch die Erklärungen der Regierung für erledigt erklärt. — Eine Vorstellung des Landes- lehrerinnenvereins und des Vereins t.ch- nischer Lehrerinnen betr. P flichtsortbll «ungsschule wirb der Regierung als Materüll überwiesen — Eine Vorstellung der Verelliigung der Kriegs- feminariften betr. eine einmal ge Staats- unter ft Übung wird durch bir; Er'.lärung dr Regierung für erlciigt erklärt, ebenso eine Vorstellung des Verbands Hess. F r a u e n b c r e i n e in Offenbach betr. weibliche Leitung der Fortbildungsschule für ML chen Ein Antrag Delp und Gen. be;r. Erfassung und Verteilung der Lebensmittel wird durch die Maßnahmen der Regierung für erledigt erklärt. — Einem Antrag Tclo und Gen. auf Verbot des Kuchenbackens wird zugestimmt. — Eine 23vrfjellung des Reichsbundes der Kriegs be schädigten Bez. He.sen um Le - bensmittelzulagen für schwer beschädig t e und lungenleidende Kriegsbeschädigte wird bei der Regierung befünaortet. Bei der Vorstellung der Handelskammer zu A l t o n a bett. A us he b u n g de r Zwangswirtschaft und einer Vorstellung einer Bauernversammlung lli Biblis im glichen Betreff entfesselt Abg. Hofmann (Ztt.) eine Kartoffeldebatte. Er beklagt sich über die ganz fall’dien Ernt.Einschätzungen, die Befchlagnahme von Saatgut uiro. — Auch Abg. Fenchel erhebt ähnliche Beschwerden. — Abg Schulte (Soz.) fatbert (sehr erregt) tm Jntereise des Standpunkts bcr Verbraucher die Deibelialtung der Zwangs- wirtsdvst und weist auf die Kartoffelnot m Worms hin. Er zieht sich eine Rüge des Prüf identen zu, als er dem Abg Dorsch Hetze vorwirst. — Abg. Dorsch (H. V.) weist auf den Mißbrauch der Be- ?ugssdstine durch sozialdemokratische Landbürger- meister hin. — Abg. Urstadt (Dem.): Auch die Gescl-äftsleitte leiten unter bcr Zwangswirt scha st. Wir wissen ja, wie die Freigabe des Leders ausgefallen ist. — Abg. Dr. D e h l i n g e r (H. B.) wirst den Arbeitern vor, dadurch, daß sie tehw Kohlen und lein Kali pvoduM-rmi, an der Hungersnot schuldig »u sein. — Vlbg Schulte (Ztr.) zieht sich bei erneuten Angriffen auf den Abg. Dorsch (Dem.) eine neue Rüge zu. Es kommt zu schatten Kufen und Gkgfnnifen von beiden Seiten. Tie Linke und die Lußersde Rechte werfen sich gcgxmfeitig ihren , Ton" in- imd aut>TlxiIb des Hauses vor. — Abg. Fenchel (H.B.) stell: feft, daß neulich mit den Vertretern brr Gemerkichaf.en eine ganz sachliche Aus iiuinb.-retntng möalich gcwe eii sei, nur hier im Hause würden die Vertreter der Landwlltsclxtst von der Linken stets in schärfster Weise angegrificn. — Tie beixn Vorstellungen werden für erledigt E^Der Antrag Fenchel und Gen. bett. Erhöhung Ixt Schla chl vieh^ und Milch- p reise wird für erledigt erklärt, cbcnio eine Vvrsstllung des Reichsbundes fitt Krtegs- be schädigten tBetz. Hessen) bte Krtegsbe- schädigten- und H in te r bl ie bene n fü r- Es ttllt eine Panse ehr, in der über die Zusam- mertfetnmg des Sonderausschusses füi die Schulnovelle beraten wird. Nach der Pause wird der SonderauSschüß für dir Schulnovtllc «wählt. Er setzt sich zusammen aus den Abgg- Engelmann, Kaul und Rechtten (Stellv. Delp, Fran Rauck und Vetters) von der foialbenw kratischen ^trtei, Reiber und Frau " Tie Zahl der Referendare bei den Justitzbehördcn hatte ihren Höhepunkt im Jahre 1910 erreicht. Sie betrug damals <701. Seutem vsli iie fuäatD.g zurücktz' gingm, iu5<.ll 27, aus Schtvarzl'urg-Svmx'rslxmsen 4, aus Braunschwttg, Schwarzburg-Rudol,Ldt und Sach- fen-Meimar je 1. ** Von der Straßenbahn. ES sind in letzter Zeit wiederholt gefälschteZah» marken eingeworsen worden. Die Persönlichkeiten find festgest-ellt und Strafantrag wegen Betrug und Fälschung gestellt, so daß sie sttengswr Besttafung entgegenfehen. — Weiterhin sind in letzter Zeit wiederholt Personen gemäß 8 7 der Schutzbestimnrnngen mit 3 Mark Strafe belegt worden, well sie ernt Marktplatz angaben, um g e st iegen zu sein, ohne daß es der Fall war. Das Umsteigen am Marktplatz ist nur dann gestattet, nxnm ein Fahrgast von einem Wagen sofort sich zum anberen Wagen begibt. Kann er wegen lieber« füllung des Wagetts nicht sofort nritfalyren, so l)ot er nicht das Recht, mit dem nachst« solgenden Wagen zu fahren, ohne zu zahlen. — Tie mißbräuchliche Benutzung von Monatskarten hat nicht nur deren Entziehung, sondern auch die Besttafung gemäß § 7 der Schntzdestimmungen für die Sttaßenbahn ptr Folge, wenn nickt Anzeige rvegen Bettugs erfolgt. Ebetrso sind Monatskarten ohne Lichtbild ungültig. Alle lieber- schreitungen werden von nun an unweigerlich zur Anzeige gebracht werden. ** Freigabe von Betriebsstoff. Die Gewerbeinspektion Darmstadt, Hauptverteilungsstelle von Betriebsstoff für Berkehrs- zwecke, macht die he'ssischen bezugsberechtigten KrafN'ahrzeugbefcher darauf ausm.rksam, daß die Anträge zur Freigabe von Bettiebssloff für den Monat Januar bis spätestens 25. ds. Mts. bei der Hauptperteilungsstelle eingereicht sein müssen, andernfalls Berzögerun- gen in der Lieferung usw. entstehen. Auf die Vorschriften der Rücfseite von Formular B inad)en wir aufmerksam. Es liegt im eigensten Interesse des Antragstellers und einer be- rm Darmstadt, 19. Dez. Die Hessische Volkskammer überwies in ihrer heutigen Schlus'sitztmg eine Anfrage des Abg. Reiber bett, die Schulgesetznovelle, sowie eine ganze Reil?e von Vorstellungen, bett. Schul- und Kirchen- frogen aus Empfehlung des MiiliUerprastdenten Ulrich an einen Sonderausschuß, der die Beratung dieser nnchtigen Fragen alsoald vornehmen soll Tamit wutte bte für den Schluß des Landtags in Aussickst stel-ende KMtitsoelxn.e abgeschnitten und der Schluß des Landtags unter Erledigung aller übrigen ©egavänbe ettnoglrchl. Der Zusammentritt der Kammer durste voraussichtlich erst wieder Ende Februar oder Anfang März nächsten Jahres cnolgcn. flus dem besetzten Gebiet. Mill ionen schwindel beim Postsckxckamt Karlsnchr. Wie die „Neue Bad. Laiweszeitung^' be- richtet, ist man im Laufe der letzten Monate beim Postscheckamt in Karlsruhe crnem ganz mit ben mafedbrn* Berlin Schluß- 1-Uht- Schluß- Anfangs- Kurs Kurs Kurs 120. 250,50 251, ridjramg von Fclgcr. nten 8 T?F. Verlag ßanfccL 210, 297. 165,- 170,50 284,75 323, - 221,- 241,- 146,75 Kurs 22. 12. 22.12. 77,50 65,- 1036,- 1001,- 887,- 32,05 27,55 33.05 84,20 von 1 Ebert Langen in Münchm. — Alice Bevmd ist eine Meisterin in der Zrichnung des Alltags und eine der ganz felteim Frauen, die die Götter- gäbe des Humors besitzen. 1034,- 999, — 885,- 31,95 27,45 32,95 83,80 185130 906,- 1051,- 1011,- 878,50 33,05 27,55 33,05 84,40 148,25 931,- 177,50 149,25 123, 127,50 117,50 118,12 20.12. 11,10 5,07 1135 10,- 365,- Roman l.biS 20 Auslage Umsch'azzeichnung von Olas Gulbransson. Embandzeichcrung von * Breis gebeitet 5 Mk, gebürt“ 2 T'w. „ 20.12. 77,50 65,- 61,- 60,25 120,- 261,- 17730 149,25 123,- 12730 116,— 117,60 222,- 213,- 293,50 228,- 155,- 166,- 273,- 441,- 236,- 233,50 142,— 237,- 251,- 208,- 251,- 184830 904,- 1040,- 1009,- 87630 32,85 27,45 32,95 84,- 147,75 929,- Zstrich . . . Amsterdam. Kopenhagen Stockholm . Wien.... 95130 953,50 Börsenkurse. Frankfurt 20.12. 7730 64,60 5930 60,80 12030 266,50 179,7. 149,- 124,- 128,- 119,- 118,25 225,60 209,76 29730 227,25 158,- 169,- 274,- 45935 242,- 232,25 146,- 239,75 25030 208,- 25030 19.12. 11,25 5,10 11,35 10,- 365, — Degen Störungen in der tclevbvnischeu Ber- btnbung mit Berlin ist es uns heute leider mcht möglich, di.' A n s a n g S k u r i e unb b-.S ©tim- mui. sbild der Berliner Montags- t> ö r s. zu bringen. Marknotierungen. Datum: Geld Brief 20. Dez. Schweden . . . . Norwegen . . . .. Schweiz Wien (altes). . . . Deutsch-österr.abg. Budapest Prag . telsingfor» .4«. panien , . . • • • Datum: 5e/o*DeutJiricg9anL 4°^Deut.Reichsanl. 3'/„Deut.Beichsanl. 4*/0 Preuh. Konsols Darmstädter Dank Deutsche Dank. . . Disconto- Gesellsch. Dresdener Donk. . Nationalbank f. D. Mitteld.Creditbank S.-Amerik.-Paketf. NorddeutscherLloyd Doch. Guhstah:wrk. D.-Luremb. De^gw. Gelsenkirch. Dergw. Harpener Bergbau vderschl. Eisend.-D. Oberschles.Eisenind. Phönix-Drgb.. Akt. Dad.AniNn- u.Soda Höchster Farbwerke Elekrr. A. (E. ®.. . Schuckert-Werke. . FelteuLGuilleaume Daimler Bud^ Eisenw.-Akt. Adlerwerke . . . . tnnrtschim Regierung 1600 Namen mit geteilt werden. Die Stellung Wilhelms II. wird außerhalb der Londoner Kon serenz geregelt werden, da er durch einen besonderen Artikel des Bertrages in An klagezu stand gesetzt wird Die der Vergehen an Personen verschiedener Rationalität angeklagten Deutschen sollen durch ein gemischtes Gericht abgeurteilt werden. Eine Anzahl von Kommandanten der Krieas- gesangenenlager in Deutschland, die französische Büchcrtisck. — Ommerborn, I. T: Der Ober- amtmannSbos, cm soziales Ku'tutgemölte. 276 Seiten, geb. 7 Mk. Brunnen-Verlag Gießen Das sind er greife itbe Schilderungen der Kulturmenschen von beute. Die Handlung dieser Erzählung geschieht auf dem Grrnzgelänbe zwischen dem alten kaiserlichen und dem neuen sozialistischen Deutschland Den Stoff bat der Verfasser zum Teil am eigenen Leibe erlebt, »um Teil mit mutigem Schnitt aus dem alten Deut d) . Jnhe i den, 18. Dez. Weyen Feldfrevels hatte sich gestern ein Gemeinderatsmist jlieb und Führer einer politischen Partei vor >em Gericht in jungen zu verantworten. Die Feldwache hatte den Herrn im August ds. Js. abends um V»10 Uhr auf frischer Tat ertappt, wie er sich eine schäm' Last Mais geschnitten' batte. Er erhielt deswegen im Oktober einen Strafbefehl von 2 Mk. wegen Entwendung von Mais. Er legte Protest dagegen ein unter der Begründung, daß er nur einen Schabernack habe Vielen wollen. Seine ersten Aussagen der Wache gegenüber, die gestern als Zeugen geladen war. prachni dagegen. Das Gericht erkannte wegen Feldschluß und wegen Benutzung eines Dolches «int Schneiden des Maises, als gefährliches Jn- trument, nunmehr auf 25 Mk. Geldstrafe und Bezahlung sämtlicher Gerichtskosten ober für je 5 Mk. einen Tag Haft. 0 Marburg, 19. Dez. Dav Schöffengericht verurteilte heute eine Gastimrtin, die zu gewerbsmäßigem Verbrauch Mehl und andere Lebensmittel mtttels Scheichhandels bezogen hatte, zu 1000 Mk. Geldstrafe. Ein Lieferant, der ebenfalls mit angeklagt war. wurde zu 300 Mark Geldstrafe verurteilt. — Auf der Landstraße bei Wetter ermittelte gestern der Gendarmeriewachtmeister Horchler aus Cölbe eine Frau, die 2 7 Pfund Butter bei sich trug. Paris, 2l. Dez. Marcel Hu tin macht fot-* nnrte Mitteilung, die er von besonderer autori- lirrtet Seile erhalten haben will: Die von dem Obersten KriegSrat ernannte interalliierte Kommission zur Aufstellung des BerzeickMifseS bet all schuldig bezeichneten Deutschen und zur Bestimmung des Borgehens intb der Sitzungen bet gemischten Gerichte, wie sie im Vertrag vorgesehen sind, hielt hier drei Sitzungen ab. Dir Vortevri- tungrn für die Einleitung de« gerichtlichen Verfahrens sind heute sehr voranaeschritten Der Präsident der Kommission hat sich mit den ma fetten* den Perfönlichfeten bereit- in Verbindung gesetzt. Mehr als 500 au«erlefene deutsche Namen, darunter in der Mehrzahl militärische Personen, ein Sohn Wilhelms II., Ätonprinf Rupp rocht und eine Reihe von Armvewmman- beuren figurieren auf dem Verzeiöfei«, insgesamt werden von allen Verbündeten zusammen der Eingesandt. Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik lebenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Tos Passiven der Krosdorser Straße ohne Wasserstiefel gehört bcrnahe in das Reich der Unmöglichkeit. Schon die geringste Feuchttg- fcii bietet bte schönste Gelegenheit zu entern ausgesprochenem Schlammbad«. Tas Recht der Steuer- Mflcr, aus ordnungsmätzige Unterhaltung der Sttaßen dürfte man auch den Bewohnern der Krvfevrfer Strafe -ufprechen. Durch Befestigung des Bürgersteigs wäre dem Uebelstände abgefelsen und das Passi-wen der Strafe »fee die Gefahr eines Versinkens ermöglicht. Einer Für Diele. fest Gefragt sind Lupinen zur Saat. Für Pe luschken und Pserdebohnen fehlt e« an llitter- nehmungS ast. Törrgemüfe behaupteten ihre feste Haltung. Frankfurt a. M., 22. De» Börse«, stimmungsbild An der Börse macht- suk heute bet stillem 'Geschäft wieder eine frcunblidx Stimmung bemerkbar, ausgehend von der regeren Nachfrage für Auslandswene bte teilweise mehr- prozentige Erholungen durchsetzen konnten, da man -u Deckungskäusen schritt. Nach den ersten Umsätzen wurde jedoch die Haltung auch aus diesem Gebiet wesentlich ruhiger. Canadas wurden bei Beginn »wischen 980 und 1015 gehandelt. Zu regeren Umsätzen kam es in Petro leumwerten, wo Deuttchc Erdöl und Deutsche Petroleum ihren Kursttand erhöhten. Unter den Avlonialpameren smd^south West, Colmanskop und Saoko höher bewertet. Lebhafteres G- schäft machte ,ich in Deutsch.Uedersee bemerkbar, die bei erster Notiz (660) 24 Pro^nt autogen und im Verlaufe bis 665 stiegen. Fest lagen Schuckert, plus 5 Pro». AEG wurden w> haft gehandelt, wozu die Ausführungen Dr. Ra- tbenaus in der Generalversammlung beitrugen: sie waren 7 Prozent g-fteigert. Saufneigung bdtanb für Schisfachrlsaktien imb Lombarden (35^<). Höher stellten sich Schantungbahn: gegen die Samstag- börfe um 27 Prozent gesteigert. Begehrt »varen ferner Lothringer vütte lblus 7 Proz-ntt. PHÜNV' Bergbau verbesserte« ihren ii'ureftinb um ll’/t Prozent. Caro schwächten sich 4V» Prozent ab Badische Anilin, die ausschließlich Bepigsreche notierten setzten mit 323 ein. Sonst sind noch z« erwähnen Lsteaua Romana i975, plus 75 Prozent) und Baltimore Obio (271). Am Rentcnmarktjagten heimische Anleihen behauptete Tendenz. Ttm- Taner lagen ruhig bei geringen Veränderungen. Di« Börse schloß fest. Privatdiskottt 4 Prozertt. Frankfurt a. TO., 22. Dezember. mit eöttm warmen FriSienSavvckl an bei Zaren, weiter das Bekenntnis König Carol«, datz er wegen der momentanen Stimmung in Rumänien nicht imstande sei, feine Bündnispilichten im Kvn- fliktsfalle mit Rußland erfüllen, datz er aber nickt gegen den Dreibund Stellung nehmen werde, endlich eine Depesche Lichnowskys, datz v_t a- licn im eoentuellen Vettkrioge nicht an der Seite Deutschland« und Oest.-rreicd-Ungarns steden werde. Tie weiteren Aktennücke belieben sich auf ben cnglischenBorfchlag einernonferenz ä quntre als letztes Mittel wr Vermeiduna de« Weltkrieges Gren bediente sich LicbnowSkVs, dessen Mitteilungen Berlin sofort mit nachdrücklichst« Empfehlung weiterleitete, die Vcrmittelmig Englands anzunehmen und durch T s ch i r s ch k v sagen lieh, datz er für Oesterreich-Ungarn nn> Deutt'cchand ungemein schwer wäre, die Verantwortung für die Folgen einer ablehenden Haltung zu tragen. 3m Ministerrat vom 31 Juli begründet Graf B e r ch t o l d die Antwort auf den ihm am 29 Juli nigegangaum Vermiltlungsvorschlaa, naclrbem er Tschirscbkv sofort erklärte, daß die Einste.luna ter Fandseligkeilen unmöglich wäre. Deutichiand »lieb am 30. und 31. Zuli ohne AnNvvtt aus Wie« anb mußte dies auf 'bie drängende Anfrage des englischen Botschafter« zugeb.rn. Fn London herrschte nun über die ang.chliche mala fidea Deutschlands kein Zweifel nute, und als am 1 August die Wiener Antwort anlangte, war der letzte Versuch »ur Vermeidung deS Weltkriege« gescheitert. Die persönliche Steklungnahme Emser Wilhelm« tritt bedeutungsvoll in allen Phrasen hervor. Der Grundzug seiner Auffassung ist aus feuern Unterhandlungen mit Szöghenni und Hohenlohe zu erkennen, denen er seine politischen Vorsorgen ausanandcrsetzte,wvbei er in einem Gespräch über Rumänien seine Stellung als Haupt deck Hohenzolleruhauses hervorhebt Die Lifte der «uszulitfrrnden. einem Ialirrehnt mit der Schafzucht gänzlich auigeräjunr. Von den früheren drei qrofen ..... ......................... ....... .... .... J| Schafherden, die in nnfeccr nute alö 200Ö Hek-1fest, besonder« für Erbsen Für Ackerbohnen de ^weiterleitet- rar fassenden Feldmorf vacHnb Weide^umg fan-'stand Nachsvage. Lupinen waren ruhig, Scradetta ter tatt'ächttch an Telegramm de« deutschen Larser« fchleunigten Freigabe, wenn diese genau ein- gehalten werden. ** Auflösung der Reichs stelle für Pem ü se und £) b ft Tie Reich«>Llle iür L-bfl und Gcirrüse wird mit dem 1. Januar ausgelost. Dadurch verschwindet eine Der golfen Reichsftelttn für Lebensrnittel. T« Berwal.ungsob:alung der Reichs-Ovsb- uns Gemüse,'rl t bl ibl DJrLuiiV'. nod) in A.islit. Xie abgefchls saun Genruselrefe- rungsven äge müssen nsch auSgcführt werten. e* Praktische Meiller kurse für Handwerker werden von der Zentralstelle t ür bie Gewerbe »u Darmstadt bei ausreichender Beteiligung zu Beginn des kommenden Jahres zu veranstalten beabfichttgtt Erntg-e Allmeldungen zu Sondcriürsen )üi wuh- macher und int Holz- undM a r m o r - malen liegen bereits vor. Auch bie Abhateng eines Eisenbetonkurses, in ähnltch.r Weise wie zu Beginn des Jahre«, war zu Anfang Januar in Aussicht genommen, mutz jeood) besonderer Umstänbc wegen um ti ;ije Wodxn verschoben werden. Anmeldungen und Wünsche sind baldigst an bie Zentralstelle zu richten. ** Ein weiteres Beispiel, wie unsere Gefangenen in Frankreich de handel I werten, entnehmen wir einem uns zugehenten Briefe, in dem es fctfa: Eure Hoffnung, datz rotr Weihnachten zu Hause seien, gebt ruhig aus. Xie Franzosen, die elende (teiellschaft, Kallen uns noch hier. Wir sind ihnen ja billige Arbeitskräfte. Am 12. Dezember meldete ich mich krank. Dann tae ich noch drei Tage mit 39 bis 40 Grad Fieber in einem Stollen, bi« ich endlich in ein Lazarett kam. Bis 3. Mai war ich bann im Lararett. Aber ich war wie im Himmel, als ich ins Lazarett flam. So könnte ich Euch noch aller- hanb schreiben. Wenn ich bas geahnt hätte, daß ich m Gefangensäxift fäme und datz ichs^jv schlecht fä te, io wäre ich emrch bi« größte Sperrfeuer durchgelaufen. Aber diesen Schurken werden wir es im nächsteit Kriege schon heimzahlen. Wie uns iw Franzosen b-hanteln, da wollte ich lieber zwei Jahre im Zuchthaus herunter machen, als noch tvr 1 Jahr. Wie bie Schweine werten mir bemäntelt. Wir liegen zu 170 Mcmn in einer Baracke, einer an dem anderen, d»e meisten haben noch kein Stroh. Voriges Jahr habe ich, von dem Tage meiner Gefangennahme, 26. Sept-, abends i/?7 Uhr, bi« 15. Xeymrber dauernd unter freiem Bimmel gelegen. Tie ganze Zett war ich in einer Vergclttmgstompagnie und bann flam ich in em Vergeltungslager, aber da fette es seinen Höhepunkt erreicht. Landkreis Gieren. ** Dau bringen, 19. Te». Von unserem Turn- und (Gesangverein imro bei Gastwirt Emil Schäfer am 3. Weihnachtsfeier tag ein Winter- rergnügen veranstaltet. Die Eröffnung der Feier erfolgt durch die Schülerriege. Umrahmt ist der Abend durch musikalische Darbietungen, Gesang, turnerische Aufführungen und Theater Kreis Büdingen. )) Schwickartshausen, 18. Dez. Auch m unserem Kirchspiel, zu dem die Dörfer Schwickartshausen, EckattSborn, Babenhausen gehören, wurde am Totensonntag mit einer Hans- iimmlimg begonnen, die bie Mittel für eine $e» vSchtn iStafel zu Ehren der aus unserem Kirchspiel Gefallenen aufbringen soll. Die Zeichnungen erbrachten schon jetzt, obwohl die Sammlung noch mdU abgeschlossen ist, die Summe von 2000 Mk. Kreis Schotten. -r. L a n b a ch, 19. Dez. Die Sorglosigkeit, die Wäsche während der Nachtzeit in Gärten ober auf der Bleiche hängen zu lassen, ist gestern nacht gründlich bestraft worden. Denn an verschiedenen Plätzen außerhalb der Stadt, sogar aus einem verschlossenen Raum, wurden Wäschestücke wie Tischdecken, Handtücher, Hemden, Vorhänge, Kinderwäsche usw. von Diebeshand entwendet. Eine Familie erlitt dadurch besonders großen Verlust. Kreis Friedberg. 4- Bad-Nauheim,, 18. Tez. Dir hiesige Ortsgruppe te« Reichswirtschaf SverbanLes derzeitiger und ttemaliaer Beruf« vldaten, hat aus einer Wohltätig keitSveronstaltung zu Gunsten ter fcnirteljrentert .Kriegsgefangenen einen Reinertrag von 2225 Mark erzult. Dvsc Summe wurde verteilt an dieReichSverteindSunterstützungS- lasse für hcrmkehrente KrrTgsgefangene die Durchgangslager do« 18. A.-K und bie hiesige Ortsgruppe zum Schutze ter KrioaSgrKmgenen. ■= Staden, 17. Tez )m Anschluß m einen Vvrtrag von Prof. Tr. Schlrrb bildete sich fier eine Ortsgruppe Der Liga zur Erhaltung verdeutschen Kultur. Ti« Ortsgruppe verfolgt keinerlei parteipolittsche Bestvebungen, sondern will nur die Gefahren te« Bolschewismus deutlich vor Augen führen und dessen wahres Gesicht zeigen. Starkenburg und Rheinhessen. Darmstadt, 18. Dez In der heutigen Stodtverordnetensrtzung wurde der lausende Kredit für ben stadt. Fuhrpark um 120000 Mk erhöht. Mir Instandsetzung und Einrichtung de« früheren Ludmig'babnhofs zu stadt. BureauS werden etwa 92000 Mk. bc« willigt, für verschiedene bauliche Zwecke wer- ben die geforderten Beträge gutaeteitzen. Der Voranschlag der Stadtkasie mit 305 003 Mark wird tzutgeheißen. Erne längere Aussprache veranlaßte die Forderung de« B)l?sschulaus- schusses, der für seine zu erweiternde Volksküche ein Darlehen von 20000 Mk wünscht. Eingehend wird dann die Mi Ich frage be» Harwell und festgestellt, daß der bisherige Gestehungspreis von 80 Pf. in keiner Weise mehr ousreicht Es wird vorgeschlagen, vorläufig ab 1. Januar für einen Monat die Milch für Kinder und Kranke zu 1 Mk das Liter abiuereben; ab 1. Februar soll das Liter 1,20 Mk. kosten. Der Pächter des Gutes Ge- hoborn hatte den Gestehungsprei« der Milch auf 1,90 Mk das Liter berechnet. Für den Verkehr mit dem Darmstadter Berkehrskom- miffuriat, das große Unkosten verirrsacht, wird eine Satzun.1 bewilligt, nach der die Gebühren für Pässe 1—3 Mk. betragen. Kreis Wetzlar. ra. Jtrolbort, 17. Dez. Im Gegensatz zu vielen Nach targemeinten Hal man hier >chvn vor (ctzte Nachrichten- Gegen den Einh-itsstaar. Berlin, 21. Dez. Die Bewegung der Ern- i elfte atm gegen den deutschen Einheitsstaat geht weiter. Aus Bapern, Sachsm und Wütttemderg folgt jetzt prompt Baten. Der badische „Staat4» anzeiam" erhebt in einem osftziellm Seitartiflel in scharfen Worten Einspruch gegen die im peeußi- lchen Landtag eingebrachten Antrag ter Mehrheits- Parteien auf Schaffung eines EinhntSstaate«. Der Aufsatz bringt zum Ausdruck, Baten werte sich mit allen erlaubten Mitteln gegen die Brrpreußung jur Wehr setzen. Es habe aus der Vergangenhr-ii gelernt. Am Schluß des Artikels ttnrl> bie badische Bevölkerung aufgefordert, zu bem oreißischen Anträge Stellung zu nehmen. Eine entrüstete Ablehnung fei heute schon zwecklos Die Vorgeschichte des Krikges. Wien, 21. Dez. (Wolf' Korr -Bureau. Da« Staatsamt des Aeutzem setzt die Derössentlichung in ben Rotbüchern 2 und 3 zur Vorgeschichte deSKricges 1914 fort, womit zugleich die wichtigste Phase, die vor Beginn bet allgemeinen Feindseligkeiten, abschließt AuS den Akten gebt hervor, daß bte serbische Aktion des Wiener Kabinetts keineswegs im Einverständnis mit ter deutschen Regierung vorbereitet roar. Die deutsche Regierung war ebenso wie London, Paris und Petercbnrg, eifrig teftiflen, f*n Konflikt zu lokalisieren ES wurde in diesen drei Städten ziemlich übereinstimmend die fitr^e Befristung ter Note an Serbien vom 24. Juli 1914 sowie ter Umstand, daß der Texr der serbischen Äntnortnotr eigentlich schon in ter Bercfe toIdschen Note fijiert war, al« bedenklich und für Serbien bemühcenb und unannehmbar bezeichnet. D e Leeerwe von ter Bestärkung be« WVerstandes ter SBient Regierung durch Teuttch- la« Holz zu einem um bie Hälfte billigeren Preis tote er fönst verlangt wird, losweise verteilt. ebenfalls zur Verantwortung gezogen werden. Tief» Verhandlungen sollen vor entern Mftitärgmicht iw Pans im Laufe be« Jahre« 1920 stattfftroeu Gemeinsamer Aufbau oder gemeinsamer Untergang? Berlin, 22. Dez. In der „Deutschen All« gemeinen Zeitung" wird gesagt: @« ist keine Frage, daß wir heute knapp vor dem Jnkrast- treten des Frietensverttage« noch einmal vor ter Möglichkeit stehen, diesen Berttag auf eine neue gn hgc Grundlage zu stellen. We.m ter Gedanke der Gemeinsamkeit siegt, wenn die Idee ter Interessengemeinschaft sich durch'ekst, dann ist da« Ergebnis auch mit der schmerftichen Abgabe nicht zu teuer bezahlt. Jin übrigen wird bte deutsche Regierung alle« daran setzen, wirklich Schuldige zu bestrafen. Da« Anklagematerial bet Entente muh die Grmtdlage zum schärfsten Vor' gehen bitten und die Ankläger ter Entente müffen lebe Möglichkeit bekommen, bie Interesse« und Anschauungen ihrer Länder z« vertreten. Wa- batüber ist, ba« ist vom Hebel, vom tödliche» Uebcl. Nochmal« steht in Paris die Frage zur Diskussion gemeinsamer Ausbau ober aemrin- samer Untergang ? Es geht nicht um Deutsch- land, eS geht um Europa! Neue Erfolge der Bolschewisten. Berlin, 21. Dez. Im Osten ist e« mit ben Bolschewisten zu neuen Kämpfen gekommen Die Meldungen übet den Verlauf der Kämpfe find zwar hckbn widerivruchSvoll, aber der Ge- famteinbrud ist doch ter. bah die Soch' bet Dolfchewiki nicht schlecht steht. So melden Reval« Telegramme ter „Natwnal libenbe" hartnäckige ttänufe zwischen den Esten und den Bolscdewtste« und sagen, der Block fes Roten Heereö erweist sich auf die Dauer al« so stark daß sich die Esten nur noch fei äußerster Jltaftenl^Itung in ihren Stellungen halten können. Denn feine Hille von außen rommt, sei zu befürchten, daß bte Esten den Kampf einstellen intb auf die tfriebentbebingungen ter Bolschewik ein- gehen werden. Die bolsHewistifchen H-ereSfe- riatfc melden nur Erfolge. Neten einer Verfolgung Koltschak« in der Richtung rath Cftm, wo sie schon Nowo Nikolajewsf 100 engli che Iveilen westlich von Omsk te?etzt feiten, haben rinen writeren Vorstoß nach dem öübrr der trans- si'ririscheu Bahn in der Richtung nach ter N^rd westgrenze der Mongolei gemacht Sahrenb Do» nikin meldet, daß Charkow „in Aus üiynntg von früher geiahten Mänen" geräumt wurde und Mr Truppen „neue Stellungen südlich ter Stadt" eingenommen baten, berichten die Bolsctewi't, da« ,'ie nördlich Birzatftt zwifchen und --oltrnu ben Stab be .ttmxillrnrforp-; deS Genenl Sä* mentoro ghngen genrnrrmc- hebm ‘'tenct -I ?.'•«£* mantoro winde in letzter Zeft häuiig c.itamit fe et mit großem Geschick mit feiner Kavallerie «n Rücken der bolfdxrtHl'.i'cben Truoven oven rte imh ihnen viel Schaden «ufügte Sturm im Atlaniischcn Ozean London, 21 Dez. Neun tra n«. Silvester, I nachmittags 3'/, Uhr: Rotkäppchen BolkSvreise! ohne geu-...— gütung als Eigen an. Näh. a. erfr. b. Fr. Jakobi, Bü- Manheim, Fürstenstr. 28 ill Ente sngelanlen. Abzu- holen Bofmannstr. 4. Lichtspielhaus F Bahnhofstraße 3 4. r Heute letzter Tag: Lotte Neumann. ’ Ab morgen bis inkl. Donnerstag: floni Nonidisg in ihr.glänzend-Lustspiel in 4 Akt. UMl UöWdllM „Das MIHlonenmttdel“. Ferner: Eva Speyer in L „Wir leb gebllebes loch aul meiner Helle«,’/ Drama in 4 Akten. JA jKh. Ab Freitag; „Der Timer, U. TeU".^^ Beginn täglich 4 Uhr. Sonnt. 3 Uhr. inxi*^. L SeE, Sonntag den 28. Dezember, nachmittags pünktlich 4 Ubr, im Saale der »LiedigsbSbe" Weihnachtsfeier oerbunben mit mufilal. Unterhaltung, Uinder-Vorträgen uni) zum Alu« Verlosung und Tanz #9le Mitglieder, welche gebeten werden, Orden und Ehrenzeichen anzulegen. sind mit ihren Familien und sonstigen Angehörigen freundlichst eingeladen. Anfang Januar Vogtsche Privathandelsschule Gießen Goethesiraße 82 Telephon 2064 Prospekte und Auskünfte durch die Schulleitung. 13516c DrWerWsklhiiud inetlanlre, hunteigrau, an der Brust etwas Heller trägt Lederhalsband mit Melsingfchild ohne Namen Nähere- , 14272V Polizei Verwaltung ______Krofdorf. Im Salm-Verlag zu Cöln erscheint im Januar: Curt Reinhard Dietz Denn wir sind jung..!] Ein Lebenslied. Der Kritiker Dr. W. M. schreibt über das Werk; „Ein Tagebuch Hegt vor uns auf geschlagen^ iu dem mit feurigen Lettern das Wort ,.^ebe steht Sinnberauschende Farbenpracht glüht auf und malt ein Leben, das vom ersten bis zum letzten Atemzug der Liebe geweiht ist. Nicht die Liebe, die sich verhüllt in der oder jener Gestalt dem Menschen nähert und mit ihren Helzen feilscht, nicht sie, ein Zerrbild einer Zeit oder Gesellschaft herrscht hier, sondern groß und i-del wächst die Liebe empor, die als Naturkind das Wort Leidenschaft offen aussprechen und strahlend von Kraft und Schönheit alle Hüllen fallen lassen darf. Sie kennt keine Lüge, sie jauchzt und jubelt im Genuß wie sie im Schmerz dch verzehrt'“. [024732 Vorbestellungen nimmt Jede Buchhandlung entgegen. — Lassen Sie sich dort den großen Prospekt des Verlages Ober n «ans btt Frage s» Men, die mich anlählich meines 70. Geburtstages mit Glückwünschen u. Ehrungen bedacht haben, spreche ich hiermit meinen herzlichsten Dank aus. I. Rosenbaum, Metzgermeister, Statt Karten! 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Unseren Mitgliedern im südlichen Stadt* teil zur gesämgen Kenntnis, daß mit dem Heutigen Tage im Hause des Herrn Gastwirts Ruth, Ecke Frankfurter- und Kliruk- stratze, unsere 11. Verteilungsstelle eröffnet wird. Die Verteilungsstelle deS am 30. Septdr. in Liquidation getretenen Eisenbahn- Konsumvereins, Liebigstraße 23, ist von heute ab geschlossen. Wir bitten die Mil- glieder, ihren ganzenBcdarf in der wirklich großartig eingerichteten Verteilungsstelle ihres eigenen Unternehmens etnzudccken. Neuanmeldungen werden während den Geschäftsstunden entgegen genommen. Wäsche-Stickereien und -Einsätze geschmackvollste Ausmusterung. Kupon-Packungen in vielen Preislagen An die Herren Arbeitgeber und die Angestellten! Der Staatskommissar für wirtschaftliche Demobilmachung in Hessen hat die Schiedssprüche des hiesigen Schlichtungsausschusses vom 6. und 13. 12. 19 für rechtsverbindlich erklärt mit der Maßgabe, dah weiblichen Angestellten mit Ausnahme der Verkäuferinnen 10°/. weniger wie den männlichen bezahlt werden darf. Der Vorsitzende des Deutschen Arbeitgeberverbandes sagte vor einiger Ieit zu den Angestellten, als He mindestens die Löhne der Arbeiter verlangten: „Die Arbeiter haben sich ihre Löhne erkämpft, acht ihr hin und tut desgleichen." Wenn die Angestellten auch keinen eigentlichen Kampf zur Er. reichung des nunmehr gültigen Tarifvertrages geführt haben, so mag doch hier und da eine gegenseitige Erbitterung entstanden sein. Wir richten daher an Arbeitgeber und Angestellte das dringende Ersuchen, die Weihnachtsbotschaft „Friede auf Erden pp." zu beherzigen und sich sogleich über die nach dem Tarifvertrag gültigen Sätze zu verständigen. Sofortige Abrechnung hebt die Weihnachtsfreude gegenseitig. «. Göbetaflppel lohn- xie allgem s-V Bä Li»- ü lMfutncbrm 7-i> ffldn Ä -«ährt zu SS. sw „jungen im £ ber emcn brauA yitffl mesieil 1 M Gründe sen wrum b viele starten und w I»Mmdzum «6t jnitanb: t Neuerdings rang daran, t Krhrbnngen lohne, die in mfen gezahlt ror tie Levtnsyc fr. beruflichen ! fjnitfjr, die Süd fSradtn. Zuverlc dntzgestaltung I mft gut die ? geforderten hmrbedürsnissen C’.ngen ab'r ar kr ivittschaftlicki nns- und Be» Ergebnis manch« pigen dürfte al Die Nationt «näß Mächst teilen in ööhe bewilligt. Man her großzüt Mung der Loh tet werden soll Organe, die mit betraut verbot i trifbigenfrm Sri Krauet, baß i v;ugänglich Neil ■rftiuität zu Werl 'chnt, daß sie x e itilen zu übe- Mcken Vechä ki Löhnen intl K lömen. 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