Erster Blatt 169. Jahrgang en nach Völklingen Völklingen toeriüljrt. Sohns, der als Haupt- der Landwehr Kommandeur eines Pioniermann it-Darrnftadl und der Provinz b- haben folgende Entschließung fa Hessen-Nassau Haffen. Ter Anreiz zur W.vanderung ward um egert. markt war am Mittwoch von ausländischen eine Großhandlung kündigte das Eintreffen von nerbe. ermann. en. n des Kreises wird fort ortsüblich zu auf einen Anschluß der Pfalz, des Nahetals und eines Teils von Unterlaufen an diesen deutschen Gliedstaat gerichteten Bestrebungen im Nahmen der Reichsverfassung für notwerrdig. den Vertreter des H e s s i s ch e n V o l k s b u n - des aus Hessen-Darmstadt und der Provinz auf die Preise. Dicke Bohnen, die bisher 80 Pf. kosteten, faitfim auf 25 Pf. 2-0 Waggons Ticke Dohnen, Erbsen, Salat usw. Tas große Angebot drückte natürlich sehr Nassau (Wiesbaden) und das Nahetal (Kreuznach) *" Tbcig -[iUjrt, also dn genügend großes Wiri- laftsgebiet zur Turchifül/rung der Preise ge- Dienstag, Mi KmN ■ 24. Juni ö. len Äre » n. ^ersönitch- Die Wirt«ng der Aufhebung derBlockade. Berlin, 21. Juli. (Wolff.) lieber die voraussichtliche Wirkung der Aufhebung der Blockade wird von zuständiger Stelle vermutet, daß uns aus den neutralen und bisher feindlichen Ländern große Mengen Lebensmittel angeboten werden, zunächst freilich noch zu hohen Preisen. Die bevorstehende Aufhebung der Devisenordnung wird den Handel erleichtern, aber nur teilweise, denn dem gewaltigen Bedarf Deutschlands entsprechen die zur Verfügung stehenden Zah- lungsrnittel nicht. Nur langfristiger Kredit kann uns Zahlungsmittel für untere dringendsten Bedürfnisse schaffen. Die Regierung ist eifrig bemüht, unseren Auslandskredit zu heben. Langfristige Kredite werden die Valuta steigern und eine Senkung der Preise her- beisühren. Die Kreditgeber werden aber nur Vertrauen zu uns gewinnen, wenn hier gearbeitet wird. Die Aushebung der Blockade wird eine sofortige und entscheidende Umwälzung unserer Ernährungswirtschaft nicht bringen können, doch wird mit einer fühlbaren Besserung zu rechnen sein. Eine großzügige Einfuhrkontrolle muß bestehen bleiben, bis ein Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage hergestellt ist. Bis dahin muß sich der Handel Beschränkungen auferlegen. Freigabe des Gütcrvcrk'h s zwischen besetztem und unbesetztem Deutschland. ----- F r a n k f u r t, 21. Juli. Das Zivilkommissariat IV heilt mit: „Durch die Aufhebung der Blockade ist nunmehr auch der Güterverkehr zwischen dem besetzten und unbesetzten Gebiet frei. Verboten bleibt nach wie vor die Ein- und Ausfuhr von Waffen, Munition und Kriegsmaterial. Die Ausfuhr von Farbstofftn, Platina, Gold und Silber (gemünztem und in Barren), sowie fremdem Geld ist ohne Genehmigung des Interalliierten Wirtschastskomitees in Koblenz nicht gestattet. Aus diesem Grund wird die Kontrolle derPo st Pakete mit aller Strenge durchgeführt werden. Kohlentransporte unterliegen auch weiterhin den seitherigen Bestimmungen. Der sonstige Güterverkehr ist keinerlei Beschränkungen unterworfen: damit sind auch die bisher geltenden Bestimmungen für Ein- und Ausfuhr von Möbeln usw. aufgehoben." Attentat auf einen amerikanischen Stabsoffizier. Genf, 21. Juli. Die Pariser Ausgabe des „Neuyvrk Herold" läßt sich aus Koblenz melden. Bataillons war, wurden in Belgien angerichtete planlose Zerstörungen zur Last gelegt, und er sollte in den nächsten Tagen nach Brüssel ab- transportiert werden, um dort von einem Kriegsgericht abgeurteilt zu werden. Obsthöchstpreise im besetzten Gebiet. rnt. Mainz, 21. Juli. Tas O berv er- svrgungsamt der zehnten Armee, dem die Versorgungsämtcr in Mainz, Wiesbaden und Kreuznach unterstellen, bat, angesicksts der Obstruktion der Händler, die sofortige Festsetzung der für Mainz gellenden Höchstpreise für den ganzen Armeebereich beschlossen und an die Nachgeordneten Stellen bereits Anordnungen ergehen lassen. Es sind damit eine Preisgleiclchit für das ganze bcs tz!c Hesse» (Mainz», das besetzte Hessen- Mexikonisch-amerikanischer Zwi schcrrfall Amsterdam, 21. Juli. (WTB.) Dem „Telegraaf" zufolge melden die „Times" aus Neu- york, daß die ohnehin gespannten Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko durch den Zwischenfall bei Tampico verschärft wurden. Tie Mannschaften eines ameriiänischen Kriegsschiffes, die im Motorboot, daß das Sternenbanner führt, fischten, wurden am 6. Juli von mexikanischen Soldaten über falten und an "geraubt Ter Hilsssekretär des Staats^e^artemen s oer Vereinigten Staaten erklärte, daß dieser Zwischenfall der ernsteste sei, der sich in den letzten Monaten ereignte hätte. Von anderen maßaebenden Persönlichkeiten wurde er mit einem ähnlichen Vorfall im Jahre 1914- verglichen, der ein militärisches Auftreten der Vereinigten Staaten in Veracurz zur Folge 'batte. Der Marnesekretär Daniels erklärte, er habe um nähere Aufklärungen ersucht und von- dem Ergebnis dieser Anfrage werde es abhängen, ob der ameritanifd)e Botschafter in Mexiko Schiffte unternehmen werde. In verschiedenen Strafen wird jetzt offen von der Möglichkeit einer Intervention gesprochen. Won foz 1b geringer, als auch die Pfalz und der Regierungsbezirk Koblenz in gleicher Weise vvr- gegangen sind. ht. Köln, 21. Juli. Der hiesige Haupt- daß der Platzkommandant, der amerikanische Major George C o ck r i l l, Gegenstand eines Attentats Aworden sei. Es seien, während er in ber Kaiser- Willielnr-Aiilage spazieren ging, drei Revolverschüsse von hinten auf ihn abgegeben worden, die ihn jedoch verfehlten. Eine der Kugeln streifte nur feinen Mantel. Bi.-her seien alle Versuche, die Schuldigen zu entdecken, vergeblich geblieben. Wahrscheinlich werde die Stadt Koblenz von dem amerikanischen Oberkommando mit einer schwe- ren Strafe belegt werden. Selbstmord eines Auszuliefernden. Saarbrücken, 21. Juli. (Wolff.) Der Bürgermeister von Völklingen, Sohns, der sich hier in Untersuchungshaft befand, ist f r e i w i l l i g aus dem Leben geschieden. Wie verlautet, fand man ihn beim Oeffnen der Zelle in seiner Zelle tot auf. Tie L-eiche wurde heute morgen Töll V. Witwe z» Witwe zu Villiugeu iperrmafetegetn w %'fc. f’115 Ziusammws^.— ----------------- _ Hessen, Hessen-Nassaus, des Kreises Wetzlar unb Waldecks erstrebt, hält ein Zusammengehen mit der -SSsS fuhr, ober welche Geschäfte sonst hier betrieben wurden, ist unbekannt. „Kultusminister" Klaus Krämer. = Wiesbaden, 20. Juli. Der Gymnasiallehrer Klaus Krämer, weiland „Kultusminister" der Dortenschen Republik, hat den Schuldienst im hiesigen Gymnasium wieder angetreten. Bevor er bas tat, wurde in allen Klassen der Anstalt eine Verfügung der französischen Behörde verlesen^ wonach jeder, Lehrer ober Schüler, mit schweren Strafen belegt wirb, der Krämer offenen ober geheimen Widerstanb leistet, über ihn abfällige Bemerkungen u. dgl. macht. — Krämers Lehrtätigkeit wirb von „Segen" fein. Birkenfeld und die Rheinlande. Birkenfeld, 21. Juli. (Wolff.) Die Zentrumspartei der Provinz Birkenfeld hat bei deit maßgebenden Instanzen den Antrag gestellt, daß in dem parlamentarischen Beirat für die Nheinlande' auch die Provinz Birkenfeld durch einen -eigenen Abgeordneten vertreten wird. Dem Reichskom- rnissar für die Rheinlande sollen außer Aus- schüssen wirtschaftlicher Art Vertreter der Arbeiterschaft aus dem besetzten Gebiet zur Seite gestellt werden. In diese Ausschüsse sollen auch Vertreter der Unternehmer und Arbeiter aus Birkenfeld entsandt werden. Groß-Hessen. Die in Gießen am 20. Juli 1919 tagen» Berlin, ,21. Juli (Wolff.) Heute nachmittag finbet eine Kabinetten dang statt. Zur Verhandlung steht eine Verordnung gegen den Wucher bei Bermi.tlung von Mieteräumen unb ein Gesetz über Fetzsetznng ber Invalidität im Sinne der Jn- validffäteversicherung auf Grund des Militär- rentcnverfahrms. Berlin, 21. Juli. (Wolff.) Der „Reichs- anzeiger" veröffentlicht eine Verordnung über die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse und für Schlacht- unb Nutzvieh uub eine Verordnung über die Vornahme einer Volkszählung am 8. Oktober. teil, Migteit Klemhandels- «Winttrleu Wjai der tirofe.- "-Anlage 31, l5- August l.5s Engen sind Der fc.fä ium tat den >nr tzvlgc. und Nährmitteln Kinder bis zu rte B, lgsberechtigte Berte C. und Menge mirb t unter Borlegung MMrtes bis zum )abei ist daraus zu nden Bestellmarken 1 und Bezugsmarke lung nicht einhält, 5&ire. tellmarken auf die den und sMtens mg, E. G. m. b. h., chlust des bctrefseii- g an dem Vertrieb die Großhandels- i aus der Rückseite idler die Ware ge- Jahrhundertfeier Gottfried Kellers. Zürich, 21. Juli. (WTB.) Sä w i rische Tepeschenagentur. In einer Rebe au ... ib< r Jahrhundertfeier zu Ekwen Ctetefricb Kelle rS äußerte sich Bunpe'p'ü iest Karl A b o r, baß die Behörden des La.ideS gc mut wären, die berichtigten Forderungen der Ärb.i erklärte zu verwirklichen, baß aber Rul;e unb Dibnung erhalten werben müssen, um soziale Fortschritte herbeizuführen. Tie Schweiz werde ein ganz freies Lmrb bleiben, bas mit allen anderen freundschaftliche B^iehnn- vrai'«fifl August rgermnlterei nchen. ninW' tat. ----- Neue Pläne DortenS? Aus Wiesbaden,teilt man der „Franks. Ztg." vit: Man rechnet hier mit einem neuen Putsch ’u die Rheinische Republik. Seit Samstag ist der llczr.iphffche Verkehr bis auf Hairdelstelegramme «sperrt. Torten hat sich eine Leibgarde von lnrächst 30 Mann gescksaffen, die auf 100 erhöht neben soll. Oberst Pineau hat den Wiesbadener »wpizeiPräsidenten ersucht, diese Leibgarde nt die r.trutzmarmschast einzureihen: bisl^r hat sich ber »es vergißt, regt sich wieder. Sie widmet einen begeisterten Iteitartifel einer Werbeschrist: „Rheinlä n- der wachet au st, deren Verfasser angeblich verschiedenen parteipolitischen Richtungen an- gehören und die Frage „von der Warte der echten deutschen Rheinländer" beurteilen und besprechen. Es heißt darin: Wir Preußen fein eigenes Interesse stets über alles ging, wie für seine Politik das Reich sick umner hat opfern sollen, so trumpft man auch beute im „Ehrgeiz ber Macht" (Ranke) wi-der 1 kch macht halbe Versprechungen, ver- tiöitet auf bie Zukunft unb wirft Schlagwörter in bie Massen. So die bösen stachligen Wort:: ' Zentralisation! Provinziale Autonomie! lieber P diese Ausgaben sind in Deutschland schon anbi r -. ' als bas nunmehr demokratische Preußen geschei- tungen vom Reich. Wir fordern das Recht freier politischer Betätigung auch für unsere in den besetzten w ____________________ ______., Gebieten wohnhaften Stammesgenossen, denen nnr 'Gemüfen geradezu überschwemmt Allein treueste Hilfe zusagen. V Der Hessische Volksbund, ber zunächst einen. 20 nnmeiffchlaß des ehemaligen Großl^rzogtum^ai'c. A UlUVl , wv. Worms, 21 Juli. Ein Do rten- mit grün-weißer Flagge, in einige Damen und Herten saßen, fuhr rtflrr3ti9' ift sEstag um 1 Uh«, von Mainz kommend, stM 1,0 1 uükre Stadt. Dec Eleganz des Wagens v ,»*1 öW lxf [?M ru urteilen scheint es den Herrschaften tot an Geld zu fehlen. Ob der Wagen durch- reichen. Lebensmittel. fenkirchen zuruareyrenoe tftau bad) rE zwei Gelsenkirchener Mädchen, wird- » von zwei Burschen, dre chre Gesichter dmÄ " I AlQi US, Fra bet haben. die des Abg. Osiertoth (Soz.) begründet den An-1 trag Auer. Unser Antrag will Lediglich den Rechts- Bustand wiederherstellen, wie er vor Einführung der Bergfreiheit bestand. Vor allen Dingen will er es den ausländischen Kapitalisten unmöglich machen, die deutschen Naturschätze auszubeuten. Die von zwei Burschen, cne ryre wickeln des Kopfes mit Tüchern unkenntlich? machen versucht hatten, angefallen. Du Ji» ber nahmen unter vorgehaltenem Re-' ver den Frauen ihr Handgepäck (Kinder ng’Jfl wie etwa 107 Mk. ab und verschwanden. Es vermutet, daß die Wegelagerer am Bahnhof eine der Frauen beim Geldwechseln beobacht»! auf ihre Wahrnehmung ihren Raubübcrfall und Amtsgerichtsrat Neuroth in Darmstadt als Mitglieder; Amtsgerichtsrat Weih und Amtsgerichtsrat D e n k in Darmstadt als Stellvertreter; für die Kammer Ober- Hessen Landgerichtsrat Schmäht Allgemeinheit zufließen. Abg. Hampe D.-N.) wendet sich gegen be- der ^^Die Abag. Auer u. Gen. (Soz.) beantragen) Alle Bodmschätze und Naturkräfte sind in^das Ge- itufbebung der dNu tun gsr echte und Regale ist eine Forderung der Gerechtigkeit und Billigkeit. Nachdem wir die regierenden Fürsten entthront und die Zivillisten gestrichen haben, geht es nicht an, nicht- regierenden Fürsten und Magnaten Rechte zu lassen, aus denen ihnen Millionen auf Kosten Auflösung der Fideikommisse. Die Bindung Großgrundbesitzes, die sich nicht bloß auf den Groß- Alsfeld, 21. Juli. Auf dem Weg« Alsfeld nach Münch-Leusel wurde am Frerlas Raubübcrfall verübt. Trer vom Bahnh)l r kommende Frauen, eine von einer Reise nach senkirchen zurückkehrende Frau Dwbel aus Sn* misse erfüllen die ihnen zugewiesenen Aufgaben nicht meln Anstatt, wie die Demokratie es will, dem Tüchtigen frere Bahn zu schaffen, stellen sie den Untüchttgen für alle Fälle sicher. Abg. Osterroth (Soz.) bemerkt persönlich: Wenn ich auch nicht eine rindslederne Hirnrinde habe, wie der Abg. Henke, so habe ich doch nicht 15 000 Mk. im voraus liguidiert. (Heiterkeit.) Vizepräsident Haußmann: Sie dürfen, vop einem Abgeordneten nicht sagen, daß er eine rindslederne Hirnrinde hat. (Erneute Heiterkeit.) In der Gesamtabstimmuug wird der Art. 152 unter Ablehnung aller übrigen Anträge nur mit der Aenderung angenommen, daß bei der Wertsteigerung des Bodens gesagt wird, „für die Gesamtheit nutzbar zu machen" nicht „der Gesamtheit zuzuführen" und daß statt „Naturkräfte" gesagt wird „wirtschaftlich nutzbare Naturkräste". Ueber den sozialdenrvknltischen Antrag über die Aufhebung der Mutungsrechte wird morgen namentlich abgestimmt werden. ln «Wen Gnifi cen unterhält. Wir sind aber fest entschlossen, bolschewistische und anarchistische Bewegungen nicht zu dulden, lieber den Völkerbund äußerte sich Ador: Ter Völkerbund ist kein ideales Gebilde. Es ist jedoch das Saatkorn, das zum Wohle der Menschheit aufgeben und reichlich Früchte tragen wird. Ein Fernbleiben davon wäre Selbstmord und ein Verkennen des Einflusses, den die Schweiz mit vollem Rechte im Völkerbünde auszuüben hoffe. L[ W/Ux'&U' Mymvia Tamfla Fr Rennbahn an dc ttetcagen wurden und ^'- Prachtvollem We Mden Verlaus: 300» S. E-eun, Olympia & Mörfelden, I schloßen: p Oe^ M berg 10 Mer Olympia Ar En: 6- Feutner, § WRÄ Fmk, Tur Armst., 4 rW:ä83 Me K‘ ^2, G Eöwi Kgäy pdha Rinal ♦♦ AuS dem Stadttheaterbureau. Auf verschiedene Anfragen zur heutigen Vorstellung „Schwarzwaldmadel" fei bemerkt, daß noch Karten erhältlich sind. „ , ♦* Die Waldbühne wird, vielfachen Wünschen entsprechend, die beiden Wohltätig- keitsveranstaltungen wiederholen, und zwar am Sonntag, 27. d. M., Sappho und Dienstag, 29.d. M., den bunten Abend. Anzeige folgt. _ , , t ** Die Liga zum Schuhe der deutschen Kultur veranstaltet am Freitag den 25. Juli 1919 abends 81/» Uhr im Einhorn einen öffentlichen Vortrag mit dem Thema: „Anarchischer Zusammenbruch oder solidarischer Aufbau", zu dem sie als Redner Tr. E. ©tabtler (Berlin) gewonnen hat. Tie Erkenntnis, baß wir ganz neue Wege einschlagen müssen, um aus unserer politischen und wirtschaftlichen Notlage herauszukommen, veranlaßt Dr. Stabiler, mit Gedanken zu einer Neuorientierung an die Oessentlichkell zu treten. Die Ausführungen dieses hervorragenden Redners und geistvollen Politikers haben in Ulm, Stuttgart, Karlsruhe usw. außerordentlichen Beifeckl gefunden. Dr. Stadtler ist kein Vartcimann, er wendet sich in gleicher Werse an die Anhänger aller politischen Parteien und an Parteilose. In dieser Hinsicht steht er aus dem gleichen Boden wie die Liga, die, gegründet zum Schutz der deutschen Kultur gegen die Gefahren des Bolschewismus, jetzt d i e Organisation zur Abwehr aller kulturfeindlichen Elemente und die Vor- kämpierin aller kulturfördernden Bestrebungen ist und die deshalb ihre Mitglieder unb Mitarbeiter auch in allen Parteien, Schichten unb Klassen hat Aus Stadt «nd Land. Gießen, ben 22. Juli 1919. Die drohende Kohlennot. Jng. G. Lindemann, Gießen, schreibt unS: In diesem Blatte Nr. 162 weist Herr Stadtv. Geheimrat Pros. Dr. Sommer auf die unzulängliche Kohlenversorgung hin. Der Kohlemnangel ist weit größer, als ber größte Teil bes Volkes vermutet. Der einzige Ausweg besteht barin, baß wir uns bemühen, alle Wasserkräfte restlos zur Erzeugung von elektrischer Energie heranzuziehen. Am 19. Juni b. I. hielt ich in der hiesigen Ortsgruppe des Reichsbundes deutscher Technik einen Vortrag über das Thema: „Kein Tropfen Wasser darf in der Lahn zu Tale fließen, ohne Arbeit geleistet ju haben". . Nachdem ich darauf hingewiesen, daß die Kohle unser Gold, unser Zahlungsmittel, das tägliche Brot der Industrie und des Verkehrs ist und die Kohlenvorkommen eines der wichtigsten Naturschätze Deutschlands sind, wir dem Weltmärkte außer unserer Arbeit nichts bieten können als Kohlen, führte ich ungefähr folgendes aus: Tie durchschnittliche Wassermenge der Lahn beträgt in der Sekunde 8, in der Stunde 30 000, in einem Tage 700 000, bei Hochwasser nicht selten bis zu 4 000 000 und in einem Jahre 300 000 000 cbm. Von diesen 300 000 000 cbm werden heute 70 000 000 cbm, runb 23 Proz. des gesamten Wassers, ausgenutzt und in zirka 1000 000 kL-Sttmden ober, was dasselbe ist, in 735 000 -Stunden umgesetzt. Beim wirtschaft- unb sucht. _ ** Gewerbeschule Gießen. Die mnfangreiche Metallindustrie in unserer Stadt erfordert ganz besondere Maßnahmen für die Heranbildung der Handwerker und Techniker. In dem gewerblichen Schulwesen konnte während der Kriegszeit diesem Umstand nicht genügend Rechnung getragen werden. Deshalb will die Schulleitung der Gewerbeschule nunmehr einen ganz besonderen Wert auf die Heranbildung des Nachwuchses legen, indem sie in der gewerblichen Fortbildungsschule möglichst Fach kl assen und außerdem, beginnend mit dem Winterhalbjahr 1919/20, eine dreisemestrige Tagesfachschule für Angehörige des Metallgewerbes ein- richtet. Das unter staatlicher Aufsicht abgehaltene Schlußexamen dieser Abteilung ist gleichbedeutend mit der Werkmeisterprüfung. Es wird darauf hingewiesen, daß Anmeldungen möglichst frühzeitig erfolgen, da mit einer Uebersüllung der Klassen zu rechnen ist. Auskunft erteilt die Schulleitung, bemerkt sei jedoch, daß nur Handwerker mit abgeschlossener Lehrzeit, sowie andere mit mindestens zweijähriger Praxis im Metallgewerbe zugelassen werden. ** Beim hessischen M ilitär- versorgungsgericht bei dem Oberversicherungsamt Darmstadt wurden zu richterlichen Mitgliedern ernantlt: Für die Kammer Starkenburg Landgerichtsrat Conradi Deutsche Nationalversammlung. (62. Sitzung.) Mvittag, ben 21. Juli. Am Ministertisch: Preuß, Schulz und andere. . Präsident Fehrenbach eröffnet dre Sitzung um 3.20. , Eingegangen ist ein Gesetzentwurf zur Abänderung des Gesetzes über die Regelung der Kohlen- irrirtfdxtft vom 23. 3. 19. Die zweite Beratung des Verfassungsentwurfes wird bet dem 5. Abschnitt ber Grundrecht und des Wirtschaftslebens, Artikel 148 bis 162, fortgesetzt. m Abg. Sinzheimer (Soz.) erstattet Bericht über diesen Abschnitt. Tiefer Teil ber Verfassung bebanbek da 6 Wirisckwftsteben. Einer ferner Hauptgrund,ätze bilde die Anerkennung, des Eigentums. Von größter Bedeutung sei dre m dem Abschnitt enthaltene Regelung des Arbritsrechts, für deren gesamtes Gebiet die Vereinheitlichung an- gestrebt werde. Endlich bringe dieser Teil der Grundrechte die Regelung der Ratefrage. 2(1 btt werde von dem Gedanken ausgegangen, daß bie imrtscklaftlichen Kräfte nicht frei und ungebunden wirken dürfen, fonbern organisch festgelegt werden mi"1* drittel 148 gewährleistet trn einzelnen die wirtschaftliche Freiheit des Einzelnen und bte Handels- und Gewerbefreihrit. ~ Tie Unabbangtgen Sozialtsten Frau Agnes und Genossen, die Artikel 148 und folgende, ine sich auf die Wirtschaftsordnung bcztehen, zu strei- d>eu unb dafür die Umbilbung der kapitalllttschcn Mrlschaftso dnung in die soziaisiische auszu-pre- tben und bis zur Verwirklichung des Sozialismus dem Reiche die Fürsorge zum Schutze ber Gesuiidltri! und Arbettsfahigkrit und gegen Die wirtschaftlichen Folgen von Altersschwächen und Wechselfällen des Lebens zu übertragen. Abg. Henke (Unabh. Soz.): Diese Verfassung soll so demokratisch sein wie keine andere der Welt Don einem Siege der Revolution und der proletarischen Weltanschauung findet man darin keine Spur. (Sehr wahr bet den Unabhängigen.) Tie Berfasfung wird fetn langes Leben haben. ?ln ihre Stelle tritt der Sieg des Sozi a'i -m'is und die Diktatur bc£ Proletantts. Artikel 148 wird in der Fassung des Ausschusses angenommen. Artikel 150 gewährleistet das Eigentum. Enteignet Farm nur zum Wohle der Allgemeinheit und nur auf gesetzlicher Grundlage gegen angemessene Entschädigung werden. Der Gebrauch 5» Eigentums soll zugleich Dienst für das Ge- meinbeste sein. Hierzu liegt ein Antrag Dr. Heinze "T Dp.) vor, bei Festsetzung der Höhe der Ent- eignungssumm« den Rechtsweg offen zu halten, ferner ein Antrag Beperle (otr.), daß Enteignungen gegenüber Ländern, Gemeinden und Verbänden nur gegen Entschädigung vorgenommen werben können. , Abg. Tr. Heinze (D. Vp.): Die Art, w : Entschädigungen festgesetzt werden, bewerft mir, ; daß diese Dinge dauernd mit Rechtsfragen o.-r- ; knüpft sind. Letzten Endes muß die Entscheidung doch von den Gerichtsbehörden getroffen werden. 1 Das Zivilrecht wird durch diese Frage fhrrf in Anspruch genommen. Die Anregung, daß auch Länder enteignet werden sollen, nehmen wir an Reichskommissar Dr. Preuß: Dagegen, d-'.ß , in Fallen der Enteignung der Rechtsschutz der Gerichte eintritt, ist nichts emzuwenden. Dagegen erscheint es bri>enklich, angesichts der Folgen, oie der Friedensvertrag haben kann, eine Bestimmung aufzunehmen, die geeignet ist, der künftigen Gesetzgebung einen Riegel vorzuschieben. Die Möglichkeit wird offenzuhalten sein, Enteignungsftagen durch neue Gesetze zu regeln. Derselbe Einwand gilt auch gegenüber dem Antrag Beyerle. Abg. Leicht (Ztr.): DerAntrag Beyerle will, daß (Enteignungen gegen Lander, ©emeutoen und Gemeindeverbände nur gegen volle Entschädigung erfolgen können. Enteignungen geschehen tm Interesse der Allgemeinheit. Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände aber sind bereits ein quantitativ nicht geringer Teil der Allgemeinheit ober stehen in ihrem Tienste. Württembergischer Ministerialdirektor Nutzlos n empfiehlt im Auftrage sämtlicher einzelstaatlicher Regierungen die Annahme des Anttages Beyerle Ter Antrag verlangt nichts Unbilliges, sondern schützt die an sich fchon in bedenklicher finanzieller Lage befindlichen Länder vor einer Schwächung ihrer Finanzkraft. Damit schließt die Besprechung. Der Artikel 150 wird unter Ablehnung des Antrages Heinze unb Annalw'e des Antrages Beyerle angenommen. Artikel 151 (Gewährleistung des Erbrechtes) roirb angenommen. . „,...., £ Präsident Fehrenbach bittet mit Rücksicht darauf, daß die bisherigen Verhandlungen über Artikel, die eigentlich kaum Gegenstand eines emiten Streites gewesen seien, schon zwei Stunden in Anspruch genommen haben, sich möglichster Kürze zu befleißigen. t L , Artikel 152 (Verteilung und Nutzung des Bodens! soll jedem Deutschen, besonders kinderreichen Familien, Wohuungs- und Wirtschatts- heimstätten sickeni, unter besonderer Berücksichtigung Der Kriegsteilnehmer Grundbesitz kann„ zur Befriedigung der Wohnungsbedürfnisse, zur Förderung der Siedelung und Urbarmachung ober zur Hebung der Landwirtschaft enteignet werden. Tie Fideikommisse sind auizuheben. Tie Bodenbearbei. tung ist Pflicht der Grundbesitzer. Tie Wertsteigerung des Bodens, die ohne eine Arbeits- ober Kapitalaufwendung auf Grundstücke erfolgt, ist der Gesamtheit zuzuführcn. Alle Bodenschätze und Naturkräste stehen unter Aufsicht des Staates. En Antrag Arnstadt u. Gen. (D.-N.) will Zue Auflösung der Fideikommisse streichen unb die Mertsteigerung des Bodens ohne Arbeits- und Kapitalsaufwendung durch Besteuerung für die Allgemeinheit zugänglich machen. Ein Antrag des Demokraten Hartmann u. Gen. will statt „ber Gesamtheit znzuführen" sagen für die Gesamtheit nutzbar zu machen". Abg. Da Idstein (Tein.- beantragt, statt Naturkräste zu sagen „wirtschaftlich nutzbare Natur - Landgerichtsrat Cramer in Gießen alz Mitglieder; Amtsgerichtsrat Trümpeil und Amtsgerichtsrat M e y e x in Gießen al«' Stellvertreter; für die Kammer Rhein- ) e s s e n: Landgerichtsrat Brehm und Amtsgerichtsrat Dr. Hans Schneider in Mainz als Mitglieder; Amtsgerichtsrat Dr. Stoll und Amtsgerichtsrat Dr. Friß Schneider in Mainz als Stellvertreter. ** Im Lichtspielhaus heute letzter Toy Henny Porten in „Die Schuld". Ab morgn bis einschließlich Freitag tritt die temperameiu- volle Ellen Richter in ihrem großen vierattig^ Gesellschaftsdrama „Ein Schritt vom Wege" aui. Außerdem wird „Ter neue Herr Generaldirektor , zeitgemäßes Lustspiel in drei Akten gegeben. ** In den Schwarz-Weiß-Lichts Vielen, Seltersweg 81, kommt ab heute ter veltberühmte Heimburg-Roman „Aus dem Leben meiner atten Freundin" in 5 Akten mit Edith Meller in ber Hauptrolle und das Lust-1 spiel „Blinder Alarm" mit dem beliebten Kvmiler Damman in der Hauptrolle zur Aufs'ühruuqv ** Wettervoraussage für Mitt, woch: Wechselnd bewölkt, stellenweise Regen, schauer, Temperatur wenig geändert, wechselnd Winde. (Meldungen äußerst lückenhaft.) Landkreis Gießen. bo. Daubringen, 22. Juli. Der Orts« gewerbevereinLollar und Umgegend hiüt am Sonntag bier eine gutbesuchte Versammln^ ab, in ber Sekretär Kirchner (Gießen) über Steuerfragen sprach. Er behandelte zunääst die Bestimmungen des Umsatzsteuergesetzes um bann noch Erläuterungen über das bentts bis Entr Juni lf. Js. aufzustellende Vermögensverzeichnij zu geben. An die Ausführungen schloß sich eint sehr rege Aussprache. O Lich, 20. JuÜ. Tie unter dem Probt- torat von Forstrat Dr. Dieffenbach heute in Steins Saal bau von der Gesellschaft „Gemütlichkeit" t>er anffalte le Wohltätig keilsfeierer« freute sich starken Besuchs und machte in ihrem Verlauf den Veranstaltern alle Ehre. Händel^ Largo für Violine und Klavier und ein sinnig dji- getragener Prolog eröffneten das Programm, dos vielleicht nur den einen Fehler hatte, daß es m reichhaltig war. Musikvorträge 'wechselten in reichhaltiger Folge mit besanglichen Darbietungen bti Gesangvereins „Cäcllia", der sich berritwUligst ui den Dienst der guten Sache gestellt und zcigm konnte, baß er auch unter seinem stellvertretenden Dirigenten B-arz noch nichts von seinem alten Ruhm verloren hat. Flott zur Darstellung kamen auch ein drriaktiges Schauspiel, „Ter Fremd!n. legionar", und ein einaktiger Schwank, „Tie lieber*1 raschung in der Dorschenkc". Sämtliche Darbietungen, die zum Teil auf beträchtlicher fünft-, lerischer Höhe standen, ernteten lebhaften Beifall.! Ter sich auf runb 1500 Mk. belaufende fRein-, ertrag ber Spende und des Abends wirb der 6W Lich als Grundfonds zur Errichtung eines Vc- denkfteins für die gefallenen Sicher überwiese- Die 3 000 000 KW-©tunben erfordern einen Kohlenaufwand, bei einem spezisisck)en Verbrauch von nur 2 kg, — bei der heutigen Brichanenhell ber Kohle von 30-50 Proz. Achegehalt llt aber rn.it einem Verbrauch von mindestens 2,2 kg zu rechnen — von 120 000 Zentner. Um diese Kohlen- menge nach Gießen zu befördern, sind 600 10-t- Wagen ber Eisenbahn notwendig. Für biete Kohlen muß die Stadt Gießen zur Zell unge ähr 520 000 Mark zahlen. Und verteilen wir diese 120 000 Zentner auf die hiesigen Haushaltungen, ut ber Amiahme, daß 10 000 Haushaltungen vorhanden sind, bann kommen auf jeden Haushalt 12 Hcntner. Ferner führte ich noch aus, daß das V o l ks- bab einen jährlichen Kohlenverbrauch von rund 8000 Zentner haben dürfte und hierfür zirka 30 000 Mk. aufwendet, während bei ber Gasanstalt Millionen Wärmeeinheiten ungenutzt zum Schornstein hmausfliegen. Gießener Volkshochschule. Man schreibt uns: Ueber das Wesen der Volkshochschule. und ihre Ziele scheint hier unb da noch immer euuge Unklarheit zu bestehen, ja bedauerlicher Werfe macht sich, wenn auch allerdings nur ganz vereinzelt, sogar eine gewisse Mißistimmung unb ablehnende Haltung bemerkbar. Schuld daran scheint der Bolksftockssck/ulkursus im vorigen Monat zu fein, ber besonders durch bte etwas einseitige Auswahl seiner Stoffe und seiner Hörer an veischiebenen Orten Mißbilligung erregt hat. Wie schon an dieser Stelle erwähnt wurde, fallen derartige Bedenken im Hinblick auf die zu gründende Gießener Mstkshöchschule fort. In der Gründungsversammlung am Donnerstag den 24. Juli, abends 8V. Uhr, in der Neuen Aula Oer Universität wird jedermann Gelegenhell geboten sein, sich an Hand eines kurzen Vortrags nochmals über den Zweck unb bie Ziele der Volkshochschule zu unterrichten unb .venu nötig, das Wort zu ergreifen. Ter zu gründende Verein soll auf breite ft er Grundlage sieben. Mitglied kann jeder Mann und jede Frau .verden. (Bellrag? für Vereine jährlich mindestens 10 Mk.; von Einzelpersonen sind auch kleine Beiträge wlll- kommen.) Im Ausschuß des Vereins sollen a 11 e Behörden, Berufsorganisationen und größeren Vereine vertreten sein. Er wird in enger Fühlung mit den einschlägigen Stellen (Behörden, Schulen, Körperschaften aller Art) arbeiten. Nur so, wenn sie in ständiger Verbindung mit allen Kreisen und Berussarten bleibt, und wenn andererseits all: Schichten der Bevölkerung ihr Teilnahme entgegenbringen, kann die ^Volkshochschule ihr Ziel er* ** Marmelade-Verteilung. Von Mittwoch den 23. bis einschließlich 26. d. Mts. gelangt • ein Pfund Marmelade zum Preise von 1,30 Mk. zur Ausgabe. ** Beider st äd t. Obst-undGemüsc- teile in den Marktlauben kommen morgen gro- -ere Mengen Kirschen, Sauerkirschen, Heidelbeeren und Stachelbeeren zum Verkauf, ferner noch dicke Bohnen und mideres Gemüse. werden. , ~ , O Lich, 19. Juli. Als vor 14 Tagen Stad:- rechnet Heinrich Fuhr mit 1068 Stimmen ohn Gegenkandidat zum Bürgermeister unfern Stadt gewählt worden war, da wurde noch an gleichen Tage ber Ehren bäum gesetzt und dm neuen Gemeindeoberhaupt in begerftertm Kmd gebungen gehuldigt. Heute abend nun brachte sämtliche Vereine ber Stadt dem neuen W germeifter noch ein offizielles St ä n d che n. Eine vielhundertköpsige Menge hatte sich vor ftnitt Wohnung eingefunben. Tie Gesangvereine dttia" und „Männer-Quartett", unter Lestwy ihrer Dirigenten, Stadtverordneter Barz um Hauptlehrer Roth, erfreuten den Bürgermeister der ein alter treuer Sangesbruder ist, durch fnr- müngsvoll vor getragene Chöre. Der Präsideitt « „Cäcilia", Dreh. Schmidt VIII., brachte in em .Ansprache die Glückwünsche ber Bevölkerung w ber Verein- zum Ausdruck. Bürgermeister Fnst^ dankte für bte ihm erwiesene Ehre und das i)i entgegengebrachte Vertrauen. Die Wahlen feien aj ernster Zeit vor sich gegangen. Die Gemein^ wählen hätten alle Bevölterungskreise zur EmÄ kcit geführt und erstmalig mit dem alten wit* haß gebrochen. Als neuer Bürgermeister wolle ll keine großen Versprechungen machen. Ems cv« könne er letzt schon sagen, daß er rote als StM rechnet: so auch als Bürgermetster stets alle M Kräfte für das Wohl der Vaterstadt emie'ch werde. Bor allem gelte es, Kirche, Schule und cl» öffentlichen Einrichtungen, die.dem VolksM dienen, zu schützen und weiter zu fördern. Dane« werde es für ihn als Bürgermeister eine befonMH vornehme Aufgabe sein, stets die Rechte des 5i> seinen nach Kräften in Schutz zu nehmen tm) ß vertreten. Wir wollen unter Hintansetzung sicher Interessen stets alle unsere Kräfte gemein für das Wohl und das fernere Gedeihen unir®' Vaterstadt einsetzen. Stürmischer Beifall nm Bürgermeister Fuhr für seine Worte Jutetl. ber Wohnung des neugewählten BürgenneW begab sich die huldigende Meitge vor bte des Beigeordneten Heller. Hier hielt Lehrer L lli bie Ansprache und pries die großen S^rbienftt r Beigeordneten in seiner 12jährigen Tattgleti ry die Stadt. Der Beigeordnete dantte in kurzer. Niger Ansprache. Kreis Alsfeld. Raubübcrfall. liehen Ausbau und bei der Zusammenfassung dec 3 Wasserkräfte — Elektrizitätswerk, Obermühlc, Badenburg — lassen sich ungefähr 250 000 000 cbm, rund 83 Proz. des gesamten Wassers, nutzbar machen unb in 4 000 000 ?8-Stunden, oder, was dasselbe ist, in 3 000 000 LIV-Stunden umsetzen. Diese Leiswng genügt, um die ©tobt Gießen noch auf Jahre unabhängig von ber Kohle mit Strom zu versorgen. Die Selbstkosten einer durch dies Wasserkraft eräugten LM-Stunde dürfte 5 P betragen, während sich die Selbstkosten einer KW»©tunbe einer Dampfkraftanlage bei ben heutigen Kohlenpreisen 36 Pf. betragen. Die jährlickien Mehrausgaben bei einer Tampskraftanlage betragen somit 780 000 Mk. . _______________ _______ Das Gold liegt in ber Lahn. Es sollten nreineigentum uverzuführen. Regale und Mutmras- j daher diese gewaltigen Zahlen und folgende Ausrechte sind aufjubebeiL sührungen zum dLachdenke» Veranlassung geben. gründ besitz beschränk, sondern in Form des Höferechtes auch auf den kleineren Grundbesitz übergreift, verkörpert einen außerordentlich gesunden, Nr germanischen Rechtsgrimnken. Eine Reform des Fidrikommitzrechtes erscheint angezeigt. Abg. Hampe (D.-N.) fortfahrend: Die glatte Aufhebung des gebundenen Großgrundbesitzes würde mehr Nachteile als Vortelle im Gefolge haben. (Beifall rechts.) Abg. Bruckhofs (Dem.) empfiehlt den demokratischen Anttag. Abg. Dr. Billig (D.-N.) bezeichnet die Rede des Abg, Henke als russischen Salat mit Erfurter Aromatik. (Heiterkeit.) Es war ein Durcheinander von Gedanken aus oer russischen Revolution und aus dem Erfurter Programm. (Sehr gut! rechts. Gelächter bei den Unabhängigen) Tem Gedanken der sogenannten Bodenreform stehl meine Frattion wohlwollend gegenüber. Aber wir sind geteilter Meinung, wie weit die Bodenreform gehen soll. Tie Fassung der Vorlage halten wir für brieflich, )ocil dieselbe konfiskatarische Eingriffe zulassen würde. Aus demselben Grunde leh neu wir selbstverständlich den sozialdemokratischen Antrag ab. Abg. Dr. Becke r-Hessen (D. Vp.): Recht nur Gnmdstücke unterliegen der sideikommif- sarischen Bindung, sondern beispielÄveise auct Kunstsammlungen. Bei grundsätzlicher Aufhebm.g der Bindung würde die Gefahr bestehen, daß zahlreiche Kunstwerke ins Ausland abwandern. Abg. Dr. R aschig (Dem.): Nachdem wir erst die Gewährleistung des Eigerllums beschlosien haben, ist es nicht möglich, die Bodenschätze ohne ivellercs zu beschlagnahmen oder in Gemeineigentum überzuführen. Auch praktisch ist dies undurchführbar. In verstärktem Maße gilt das von Den Naturkräften. Reichskommissar Dr. Preuß: Ter Entwurf eines Kriegsheimstättengesetzes ist im Reichsjustizministerium fertiggestellt und dem Staatsmini- sterium mll der Bitte um inögsichste Befchleuisigiliig bei Rückäustemng übergeben roorben. Sobald diye erfolgt, werden die weiteren Vorarbeiten gemacht werden. Abg. Henke (Unabh. Soz.): Wenn die Re- gierungsfozialisten sagen, sie bauen auf, so tun sie es nur, um ihre Grundsätze preiszugeben. Abg. Katzen sie in (Soz): Wir lehnen die FideSommifse als Bestredirngen Üo-nservattver, ja reaktionärer Art ab. Regale unb Mutungen in den Händen Privater sind nichts anderes als vom Staate verschenkte Hoheitsrechte. Tie mit grammophonmäßiger Regelmäßigkeit erhobenen Vorwürfe der Unabhängigen lassen uns kalt. Abg. Wald sie in (Dem.): Tee Fideikom- . s a; bet VuSr tyffin u 17 4 13^ «ne von ri -■ El'’9?in bet EU.fÄrtet handwt M iKteit bet W feen» K ergab tm Eta® HK ttebcn * E(«1 tobet« Ei «tldlltt wb Ortsgruppe, W Bjitbrt Ortsgrupte r' Uingenenhetmke^ Ky be5 Dten Kssu Köe, ber Austauft E ter Kncgsgefnng E^bscküdlgtrn m li^bf Lr M’l’* GK M Geschenk zur Err ßi hämat zu übentu I w.Sranlfnrt a. Wckk des Jahres P.5R. nicht nxmgi Kilihiftig gesch m Äsvrechenden Zeit: fejtr<0, also dnt St< | k. Frankfurt a Wninfc IkoSke le von Frankfurt,mi p!’ a erhöhtem Maft 1 ^Frankfurt a kricii and) Leben! tt»Bahn von höchsi Ihünseld, 21. «ssi verfügt, dahTan M ob nickt mehr zu- w 'Stnetmigung sind? «i, kb in einet Zeit, n M himste Sckmach, t Rri in den Wochen. ; in die hm 1: - W hinein getanz ♦* Groß-Felda, 21. Juli Durch ziehung des Schreinermeisters SevffartY. selb) zum Heeresbienft war bie hiesige v werker-Zeichenschnle von KnWJe während fünf Monaten ohne Lehrer. Zu AN« bes Monats Januar 1915 bis Ende des übernahm Architekt K 0 ck e r b e ck (Gießen) m- * terrichtserteisiing Vertretungswelle. Als vaM Schüler bis auf sechs zum Heere eingezogcn wurde der Unterricht vollftandrg ^ngesteltt■ , Wiederaufnahme des Unterrichts durch de , V e r - , reu Lehrer war erst .nach Psingften dleies . h l und I möglich. Er nahm feinen Anlang mll 14 6? Sp. v Sachs«»- einer weiteren Kreis Büdingen. Meter-Bor! r i. tro sehr gut. Hessen-Nassau. Frank- E hen dpite" Sämtliche 2cu Sport» en n. SOI 32.- 8560 Brennholz kauft jedes Quantum Jakob Honig, bÄ«. WitSblttL chel, Ö. Darmstadt 2, 17, 2. Franks. L. B. Franks., 2, 18 tt: S). P. Müller, T. Sv. 1897 Franks. L. A. Au- u. Berkaus von Modeln, ko», Silber, Antiquitäten, sowieUebernahme ganzer Eiurichtuogen. LouisRothenberger 22Neuenweg 22. Tel. 176. m striegsbeschädtgten und anderer interessierter r^lbmide grioähtt. Es wurde beschlossen, jedem ?Srbc,ner Selben - Garbadin-Mantel Größe 44-46, umständehalber für 360 TL »u ü«rt, dunMl«."s Seibenfleib au verkaufen. 8545 Bahnhosstraße 34,1. St., Schanzenstrahe. Herren- Stärtewäsche wird Stätten angcn. 014t*»4 lammftr. 44 l. mr Frankfurt a.M., 22. Juli. Im ersten «rrteljahre des Jahres 1919 wurden in Frankel a M nicht weniger wie 1 4 7 3 Ehen irchtskraftig geschieden Die Zahl für a entsprechenden Zeitraum des Vorjahres lle Stückarbeiten^ Behirötn, Dertfnt, fianbel. Gewerbe, 3n» ö'-tfirit unö Zamllic, wissenschaflbch« Werke unö trirertaHoncn rotcden Ichnell, stilrein u. prelowerk augefectiflt in »er Such, unö StelnÖruckerel^ Wilhelm Herr, Giehen WaMorstraVe 77 Kernsprecker 500 Mundharmonikas Original Hohner in allen Größen und Preislagen nur für Wiedervcrküafer. 01420b Karl Albus,FrankfurterStr.62. Gebr. Julimann Grabenstraße Nr. 7, Fernsprecher Nr. 542 General-Vertretung der 8305D Frankfurter Allge^. Vers.-Akt-Ges. mr. Frankfurt a M., 22. Juli. Reichsinister N oske teilte mit, daß eine Be- In Gietzen suche ich Einfamilienhaus iu kaufen übet JO miete« imindestenS 7 Zimmer» oder eine emsprechenbe Wohnung zu mieten in Etagenhaus, i as ich eotL kaufen würde. Offerten unter F. G. V. 6194 tm Rudolf Moste, Frauksurt a. M. 8587s» t»ahl Schüler ist zu erwarten Am 28. Juni j.;j ber Verein unter Leitung des Beigeordneten Alzing eine von 17 Mitgliedern besuchte Ver- jrunlung ab, in der sich der gerade anwesende dglerungsrat Reuter aus Darmstadt über den Ieöeravsbau des Handwerks verbreitete. In einer A fließenden Besprechung wurde über die voll- rdig unzureichende Beleuchtung in den Winter- -rtiten geklagt und eingehend die Frage erörtert, -i «wohl am Ort unter vollständiger Ausnutzung Reisegepäck- Versicherung Vollkommene Deckung gegen Transport-, Feuer- u. Diebstahlgefahr Billigste Prämien-Berechnung Police gleich erhältlich durch h nichts von feinem d: . ÄnWÄrt nÄ'R-ich-w?»TU ÖOtOUIWl, „ixi jTfr* .„ • »n strnm' fnrnmp tut: für Haunercr und Wiederverkäuscr 01,;M !!mrl Albus, Franks. Str. 62. verhinderten, oder vom Feinde verschleppten Per- te sowie den vinterbltebenen von Gefallenen, sie noch nicht in den (benutz von Berfor- gungsgebührnissen getreten sind. Hierzu kommen nod) die Angehörigen der in Lazarettat befindlichen Heeresangehörigen, denen nruf.i Mitteilung des Kriegsnrmiftenumö Lohnrufchäqc iricht gewährt werden. Beim Ausdrusch von Getreide ist das Gcwtcht der ausgcdrvschenen Frucht aus dem Dreschplatz bzw. in der Scheu ne durch Verwiegen sestzustellen. Hierbei macht es keinen Unterschied, ob der Drusch mit Mascifinen oder mit dem Flegel vor genommen wird. Tie Hinter sriutst rst genau so zu behandeln, wie die übrige Frucht ihre Menge ist besonders zu verwiegen. Tas Ausschütteln der Garben und das sogenannte Klöppeln zur Gewinnung von Getreide vor dem Ausdreschen ift unzulässig und strafbar. Bei den Kl ei n h an de l s g e schä ften bestellten Waren und Nährmittel rönnen Vermischtes. Versailles, 18. Juli. (WTB.) Auf dem Flugfeld von Bourget ist ein großes Fliegerbombenlager in die Luft geflogen. Bis jetzt wurden 5 Tote und etwa 20 Verwundete gemeldet. i, ernteten lebhaften d.: sti der Bahn von 1500 M. belaufende h Un versitäts-Nachrichten. ** Tie Gießener Medizinerschaft hatte Tr. Wiebel vom Leipziger Aerzteverband zu einem Vortrag gewonnen, der im Saale des Hotel Gvoßherzog über „Lage p n d Aussichten des A e r z t e st a n d e s" sprach. Tie intcr- cffeilten Ausführungen Don berufener Seite beleuchteten cingcljtnü) die Schwierig beiten, vor die Studierende und Aerzte in der neuen Zeit gestellt werden. Tie stetige Vermehrung der Hahl der Aerzte, die Krankenkassen angehören, die neuen Gesetze, nach denen auch die Familie des Ver- fidterten volles Anrecht auf kassenärztliiche Behandlung hat, find geeignet, sowohl die materiellen Bedingungen der Ärzteschaft in folgenschlverer Weise zu gefährden, als auch durch Unterbindung der treten ärztlichen Privatpraxis den freien Beruf zum Handwerk zu erniedrigen. Man-verkennt an leitender Stelle, daß auch geistige Arbeit nur im freien Wettbewerb der Kräfte gedeihen kann. Als ein weiterer Bew.fiS der Berstandnislosigteit, mit der man akademischen Berufen gegenübertritt, mutz die Tatsache gelten, daß der Gehalt eines Aist- ftönten an einer Klinik von dem der Aufwaschfrau der nämlichen Anstalt um ein Vielfaches über- troffen wird. Die Folgen sind mtvermeidlich und traurig. Schon heute beziehen tausende von Aerzten Arbeitslosenunterstützung. Tie durch den Frieden gefdtan'enc Verringerung des Reichsgebietes, das Anwachsen der Zalst der M edizinstudierenden madfcrt die Lage noch verzweifelter. Mit _ einer Betätigung deutscher Aerzte im Ausland i)t mn in geringem Maße zu rechnen. Dazu kommt noch die große Zahl der Kurpfuscher. Durchaus ungeeignet und zum Schaden vor allem der Pattenftn wäre die Sozialisierung des Aerztestandes, die schon vielfach angeregt wurde, dic jedoch eine mdr- viduelle und damit erfolgreiche SeljanMung des Kranken völlig ansschLöfse. Um so größer sei der Wert des Leipziger Aerzteverbandcs, einer großzügigen Interessengemeinschaft, die viel Autos schon dem Aerztestand vermittelt hat und noch erarbeiten wird. Ter mit Beifall auf genommenem Rede folate eine Aussprache, in der verschiedene aktuelle Fragen zur Sprache Tarnen. Hauschi 1903 2,50 Meter, 4,60 Meter Borg., Bat)er, Tarmst. Sp. C. 1905 2 Meter 50, 9 40, I. Berg, Sp. B. Mörfelden, 2 Meter 51, 5, 70 Bieter Borg 16(»Meter-Stasette: Turnsp. 1897 A. Mannschaft 4,6 Meter, derselbe B. Mannschaft 4,14 Meter. Ter Besuch auch von außerhalb war von den Bestellern vom 25. Juli ab bezogen werden. Ter Bezug kann nur bei dem Geschäft erfolgen, bei dem die Bestellung auf gegeben wurde. Es entfallen auf die Nährmittelkarten A (gelbe Farbe), Matte 8, 250 Gramm Reis, auf die Nährmittelkarte B (rote Farbe), Marte 50, 1000 gr Marmelade, Marke 51. 250 Gramm Reis, 250 Gramm Grieß, 250 Gramm 5>aserflocken, 250 Gramm Kindergerstenmehl, Grünlernmehl oixr Kartosfelstärkemehl, auf die Näbrmittelkarte C (blaue Farbe), Marke 61, 1000 Gramm Marmelade, 5? Kriegsgefangene von den iscl)echo-slowaliechen Militärbehörden seit einigen Wochen in Bassa festgc halten und zwangsweise gu Schanz- und anderen strategischen Arbeiten an der tschechv-slowakischen Front verwendet werden. Tie Behandlung dieser in Arbeitskompagnien eingestellten Deutschen soll sehr schlecht und die Verpflegung gänzlich unzureichend sein. Tie deutsche Regierung bat um baldige Aufklärung dieses Falles. Poftverkehr mit England. London, 22. Juli. (Reuter.) Das Postamt teilt mit, daß letzt wieder Post für Deutsch- land angenommen wird. Wilson erkrankt. Amsterdam, 22. Juli. Das Reutersche - Bureau meldet aus Washington, daß Wilson an Dysenterie erkrankt ist. Der Arzt erklärt sein Be- finden nicht für ernst. Ter Präsident mußte jedoch seine Besprechungen mit den republikanischen Senatoren wegen des Friedensvertrages und Völkerbundes abfagen. Blutige Streiktumulte In Berlin. häufen, R Elsaiser, D. Darmstadt. 400 Meter- Laufen: Hch. Techent, T. Sp. 1897 Franks. F V. 56,8, Beuscher, Sp. und Sp. V. Franks. T. B. 57,1, W Weidner, T. Sp. 1897 Franks. F. V. 58,4 LSeitsprung: Fr. Reis, T. Sp. Franks 1897 F. V. 6,12 Meter, L. Jutetz, O. Tarmst. 6,1, L. Fink, Turng. Darmstadt 5,93 3000--Meter-Sta- fette: Turnsp 1897 Franks. F. V 8,56 Meter, Sportverein Mörfelden 9,4, Tarmst. Sportel. 1905 9, 13, 8. 200-Meter-Laufen: A. Weider, Turnsp. 1897 Franks. 24 Sek., Fr. Weber, O. Tarmstadt 24,4. .Hammerwerfen: L>. V Müller, Turnsp. Franks. F. V. 28,47 Meter, L. Jubitz, O. Tarmst. 26,75 Meter, Jütte, O. Tarmst. 25,27. 1000- »rgabriauien: Ö. Korreet, Sp. V. Sachsen- 903 2,50 Meter, 4,60 Meter Borg., Die Mandate deS Wlkerbundes. Amsterdam, 22. Juli Laut „®Ug. Öa«- delsdl." meldet „Daily Telegraph' aus Pans, man frage sich im Rat der Fünf, wie der Völler bund seine Beschlüsse bezüglich der ihm als Mandat ugeroiefenen Gebietsteile, wie z. B. O b c r f d>I c • ien, Danzig, Memel, Klagenfurth und das Saargebiet, den streitenden Parieren aut- erlegen solle Man sehe mehr und mehr ein, daß er Urnen durch eine Militärmacht Nachdruck ver leihen müsse, da diese Beschlüsse sonst von^den widerspensttgen Elementen in Europa nicht befüd- ichtigt ,verden würden Wie „Dally Telegraph" aus Paris meldet, wird infolge der durch Kolftchak erlittenen Niederlage die gesamte russische Polltik dec Alliierten in Bälde von neuem erwogen werden Eine Bitte Lichnowskis an dir Alliierten R a t i b o t, 22. Jull. Nach einer Meldung der Oberschtes. Dolk^ztg. richtete der frühere Lon- boner Botschafter Fürst L i chnows k. an den englischen Mrinster des Acußern Balfour em Telc- Snrit der Bitte, auch bem südlichen an en grenzenden Teil des Kreises Ratrbor, in dem der Fürst seinen Wohnsitz hrumLnische'Frvn t Versailles, 21 Juli. (WTB.) tzeute sand hier eine erste Besprechung zwischen den Vertretern der alliierten und assoznerten Regierungen und Vertretern der deutschen Regierung und deutschen Sachverständigen über die Kohlenlieferungen statt, die Deutschland gemäß Anlage V zum Artikel 236 des Friedensvertrages an die Entente zu leisten hat Die deutschen Delegierten legten die gegenwärtige Kohlenlage Teut)chlands dar, von der sich ergibt, daß die Abgabe von Kohlen an die Entente unter den gegenwärtigen Verhältnissen die schwerste Gefährdung, ja untcv Umständen den alsbaldigen Zusammenbruch des deutschen Wirtschaftslebens nach sich ziehen muß. Die alliierten und assoziierten Regierungen verlangten die Vorlage eines Planes über die vom September ab etwa möglichen Lieferungen. Tie Verhandlungen werden am Donnerstag fortgesetzt werden. L «MK Darmstadt. 20. U, D,e hentraen Mesichv-- kNristerschaften des Frankfurts Verbandes >' ft Turnsport, die durch den Rasen,poriveretn ^^A""Ll<-üvl°mpia Darmstadt 98 veranstaltet und auf c^Mrtdr, T Rennbahn an der Heidelberger Straße aus- (StobtteTOteiW 4yIcflgen wurden und die sich eines guten Besuches erfreuten den WFjC ~ ' Erfht VIII, brachte » 1, LrW uiib iveitet j ff- »*£***' n tn fSintanfe^ Mitgliedern der Reichswehr, sowrc den Unteroffizieren und Mannsck^iften des bts- herigcn stehenden Heeres werden Löhnungszufchüfte von täglich 1,65 Mk. für kinderlos Verheiratete und täglick 1 Mk. für jedes Kind gezahlt. Neben diesen Löhnungszuschüssen kann ine lung von Unterstützungen an die Angchörrgen auf Grund des Familienunterstützungsgesetzes ab 1 Juli nicht mehr in Frage kommen. Auch den Angehörigen der in den Grenzschutz eingestellten Militärpersonen sind Familienunterstüte zungen vom 1. Juli ab nicht mehr zu zahlen, da die Grenzschutzformationen Ins balyin m drc Retel;s- wehr überführt sein werden. Uebrrgens können bte an Verheiratete zu zahlenden Löhnungszuschüsse nach neuerer Bestimmung auch ut den Fällen gezahlt werden, in denen nachgewiesen wird, daß Eltern, Großeltern ober Geschwister bisher zum vorwiegenden Teil unterstützt, ober uneheliche Km- der unterhalten worden smd. Familienunter- stfützUngen sind hiernach nur den Angehörigen der Vermißten imb Gefangenen, der .heeresangehörigen, die sich noch außerhalb der deutschen Grenzen befinden, der an der Rückkehr aus dem Ausland infolge feindlicher Maßnahmen B e r l i n , 22. Juli. (Privattelegr.) Tie von der sozialdemokratischen Partei einberufenen Te- monstrattInsverfammlungen wurden nach einem, wie die Mehrzahl der Blätter meinen, einheitlichen Ptan von den Unabhängigen und dem — nach den Worten des „Vorwärts" — mit ihnen sympathisierenden Janhagel ohne Ausnahme gesprengt. Zu einem blutigen Tumult kam es rm Ge- wer kschastshause, in dem der Vorwärts- reb-aftcur Suttner referierte. Seine Worte gingen bald im Tumult unter. Als ixe Versamm- lungsleitung für Vertagung der Versammlung cm- trat, bis die Ruhe wiederhergestellt fet, begannen die Unabhängigen und Kommuniiten eine allgemeine Schlägerei. Zahlreiche Personen wurden mehr oder weniger schwer verletzt, darunter auch der Referent. Plötzlich krachten Wobex W Mvolverschüsse, worauf sich der Saal schnell leerte Zahlreiche Tische und Stühle lagen zertrümmert umher. Tic Verletzten wurden nach dem nahegelegenen Krankenhäufe gefchaft't. Ueberall ^var«x nach dem wüsten Kampf aut dem Fußboden des Saales und auf den Treppen Dlutspuren zu sehen «uS dem AmtsverkündigungSblatt. Tas Amtsverkündigungsblatt Nr.61 vorn 21. Juli enthält: Unterstüwrng von Fam,- lien in dar Dienst eingetretener Mannschaften. — Ausdrusch von Getreide: hier: das Verwiegen der Fruäft. — Verbrauchsregelung her in hie offait» ftche Bewirtschaftung genommenen Nährmittel; hier: 1. Bezug der bestellten Nährmittel, 2. Bestellung von Ddarmelade rntd Nährmitteln. — Wahlen zum Provinzialtag. — Räude bei Pterden her tzei»rrich Täll V. Witwe zu Billingen. — Lchrerversammlung. — Feldbereintgung Münster ; hier: Trainagen. Mitlwochden 23. Juli 1910, nachm. 2 liht, versteigere ich 'Jteuftabt 56 im Pfau, »wangsweifi gegen Barzahlung: ISofa, 1 Warenschrank, IBücherschr., 1 Schreib, tisch, 1 Küchenschrank, 1 Nähmaschine, 1 Fahr rad u. 9 Kapok-Matratz rsv2 Ve^chlsoollzseher. [ Vereine | Banerscher Gesangverein. Heute Dienstag abend 8-/, Uhr 8527v Singstunde. Vollzähliger Besuch er wünscht. Der Vorstand 0Qnä m ■■ ta'b'te Molkerei antreibenben Wasserkraft wenig i ibSm mi dem dringendsten Bedürfnis nach Beleuchtung SjTOh tST' Ahnung getragen werden tonnte Ä«iS iBÜDingtn. fL W vor 14 Tagen .-i hr mit 1068 Stimmen: ............ .......... Bürgermeister in die Heimat wiederkehrm. •n Mit, da mrde rat < w ^incin getanzt und gefeiert wird. fbreitem gesetzt mw X !A.Lederrlemen K 3tm. 24.-M. per Hundert Stck. trdä ^Leusel i mundw t j ' °I ShÄfüS? täSl tragen wurden unö die ftcv eines guten oquaTcs ki prachtvollem Wetter erfreuten, nahmen fol- jeubcn Verlauf: 300-Mrier-Lanfen für Ansänger: B Sxun, Olympia Darmstadt 40,5, I. Born, sip D Mörfelden, A. Müller, Sp. B. Mörfeldei,. 8rclstoßen: $). Oesteriing, V. f. Bewegungsspiele Webberg, 10 Meter 41, Sommer, O. T., 9,43, fablet, Olympia Arheilgen 9,3. 1500-Mrier- teistn • © Feutner, Sp. Ä 1909 Mörfelden 4,34 Wek., G. Vogel, Turnsp. 1897, L. A Franff., k V 4,40, li Koch, O. Tarmstadt 4,41. Öoa>- fcing: Elsholtz, Franks. Turnv. und Frommer, LTarmstadt je 1,58 Meter, durch das Los ent- meden, L. Fink, Turng. Darmstadt, 1^5. 100- Mer-Laufen: Angstmann, F. Franks. Turnsp. |ti7, 11,9 Sek, Fr. Weber, O. Tarmst. 12,3, Q Öanfc, Sp. V. Sachsenhausen. Spcerwerfen: P. Uchel, O Tarmst., 42,26 Meter, ferner außer rkurrenz: 44,83 Meter, L. Jubitz, O Tarmst 60, El dahn. Sp.-V. Sachsenhausen 30,50 ter 5000'Meter-Laufen: G. Merkel, Darmst., > 5 1905 17,42, G Schalmeyer, Sp. V. Morten Stabhochspringen: A. Behringer. O.Darm- K 3 20 Meter, P. Fiedler, Olympia Arheilgen q Bieter, Elsholtz, Franks. T. V. 2,75 Meter. ftMeter-Stasette: A. Mannsch. d. Franks. Turn- 1897, O. Tarmst., A Mannschaft. Turnsp. Worte M 1917 B. Mannsch 800-Meter-Lausen: S-,B 1909 SUgdta..2,«,^ '3, 1. Tiskus- Retn Aluminium- Kochgeschirre — Eßbestecke, Besteck ■ Rohlinge, echwerste Qualität «u Original- Fabrikpreisen sofort lieferbar. 8027ss H. Maue, Frankfurt a. Main, Krögerstrafle L Mkißku Rips $ z. Seibstanferttgung von Schiller u.Svortkragen Fuhrleiatnnren sowie Ausführungen von Erd-, Maurer« u. Beton- arbeiten übernehm. 8481 BirkenfiockL Schneider. Ätten «ä Ortenberg , 17. Juli. Gestern abcnv 46 Uhr sand im Gaschaus zur Post eine bei öl( dmint Qh u'- « Dichtigkeit der Sache leider nur schwach be- lrS^9iojnan * r t V rammlung der hteftgerl Ortsgruppe rWn" st SÄn stzLolksbundeszumSchutzederdeul WWDe unb^' den Kriegs- und Zi vil ge f angenen mit dem belirfjtn, L?4 n t Ter von Pfarrer K ahn, dem Vorsitzenden UtWtollt un ' x< Noten. Kreuzes, das bisl-er die Geschäfte der au6f6fl, -. zgiuppe mitversel)en halte, vorgetrcAeue Tätig wlkt. (krLL .f ®':- ist,bericht ergab ein Bild günsttger Entwicklung, lenig V Lttsgruppe zählt 134 Mitglieder mu einem ktttag von über 200 durch ihre Derinit.- iT/6irWt) il wurden in allen Nachbargemfinden ebenfalls » k laubige Ortsgruppen gegründet. An bi? Ge Jj' 3u(i. Dm irrnen wurden verschiedentlich Geldsendungen, )liarimb Umgegtnl^, «e farten u. a. geschickt. Ferner gab der Bor- gutb«uchte ^erfamr itz-itd' einen Ueberblick über das, was bis jetzt «lrchner (Gichm/ i xr Volksbund für unsere Gefangenen in ihrer Gc- M Er behandelt ft geleistet und erreicht hat. In den Bor- EMstMigesthez^^ »a b der Ortsgruppe, bzw. in den Vorstand der öte das bereits bis - m jeder Ortsgruppe zu bildenden Kriegs- Vermögmsvmf' t angenenheimkehr wurden außer dem ^übnmgtn schstv ^stand des Roten Kreuzes je ein Vertreter der ' gtntnnbe, der Austauschgefangenen, der Ange- iRiger'Stent „fi-E'f1,1 in M°b- nid)t in Fr-z- komme, ch^nke". Sämtliche Tel nir. Frankfurt a. M., 22. Juli. Nunmehr ü wf bettächtlichei muten auch Lebensmitteltransporte Höchst nach Frankfurt gestattet. X Dünfeld, 21. Juli. Der hiesige Land Ml hat verfügt, daßTa n z b c l u st t gu n ge n von , zur ErEmig tmdi nicht mehr zugelassen werden. Anträge lesallmm Lchtr ubtn. Genehmigung sind zwecklos. Unbegreiflich fei 6, daß in einer Zeit, in her dem deutschen Volke l« schwerste Sckmach, bk je einem Volke wcher- »tnt, in den Wochen, in denen unsere Kriegs- -i . .... .... tu Julius Wetzstein, stud. med In tiefem Schmerz Familie Israel Wetzstein Treis, Ober-Asphe, New York, Cincinnati, Ohio, den 21. lull 1919 Die Beerdigung findet Mittwoch den 23. Juli nachmittags um 4 Uhr statt 013942 Vobn gesucht. X I. A.: W. Bergmann. 8525D 8500 zu verkaufen. 5. tignng gesucht. 8557 Kaufe Olnrtenmöbcl Tische, 014268 usw. verkauft Atterweg 7, 014220 Herbst 8534 Giehen (Sonnenstr. 14), den 22. Juli 1919. Alten-Buseck, 22. Juli 1919. 014280 zu verkaufen. 014581 Reichswehr sofort ein. 8528V 8535ss Amt 8701. [Stellenangebote | M. Die trauernden Hinterbliebenen: Martin LledoS und Frau als berechtigt. AusküM Süßkind, Neuenweg per 15.August gegen guten Junges ÜRäinfjtn tagsüber gesucht. oun« Sonucustrahe 10 1. geziemend Kenntnis zn geben. Die Burschenschaft verlieh dem langjährigen Verkehrsgast und treuen Freunde ihr Band anläßlich des Lj. Stiftungsfestes. Das 34. mitzufeiern sollte ihm nicht mehr vergönnt sein. Sie wird sein Andenken stets in hohen Ehren halten. gesucht im Pfarrhaus zu Rohrbach (ÜberQ.i. Josef Lodwig, Limburg a d. Labri, HolzheimerStr.W,Tel.WO Die Gießener Burschenschaft im A. D. B „Arminia“. Erfahrenes Mädchen für Küche und Haus eines jungen Haushaltes zum 1. Oktober gesucht. Zabrikantvock, Marburger Ztr. 5. Wtfab W Wtxn, Rosmd --Mler und ®inr Krenz urkundsperso ^tadtv. Urstadt 3ur Gesche L^rier (11.(5 *»en Pmikte aut W Kre n j i Herzliche Bitte! 2 3- Zimmer-Wohnung von kinderlosem, besserem Ehepaar sofort od. 1. Oki. gesucht. Schrift!. Angel), unt. 014247 a. b.Gieh. Anz. Die Beerdigung erfolgt Mittwoch nachmittag 4 Uhr. vK»o Tüchtiges Dienstmädchen gesucht 8419 Frau Gertrud Will, Ost-Anlage 36 p. Gebrauchte Sandstei» platten ca. 10 cm stad zu kaufen gesucht. Chr. 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Au Dllrkundspersonen toerbat erwählt die b 6tadtv. Urstadt und Martin. Zur Geschäftsordnung fragt Stadtv. »Fourier (U. S. P.) an, nach tocldjcn Grund- 5. Sitzung. Gießen, den 21. Juli. Beginn der Sitzung 5 Uhr. Anwesend sind die Beigeordneten Krenzien, iklingfpor, Rosenberg, sowie mit Ausnahme von Hillier und Winn 40 Stadtverordnete. ^schnitt- !>>zmw । 9,70 m Ä breit Ünn-L ,ine»c6 en ettont äuser Hartland, gants Ishäui. sch. Art Morg. hriken steigen' wurden, bevor sie bewilligt waren. Es ist mün- schensn'ert und im Interesse der Allgemeinheit not wendig, daß die Summe bewilligt wird. Eine Ab- lehmnig würde in der Bevölkerung als ein Akt der Gehässigkeit betrachtet werden. Stadtv. Otter (11. S. P.) führt aus, andere Stummen seien im Kriege anstandslos für Zwecke der bürgerlichen Parteien bewilligt worden Stadw Schmahl (T.-N.) stellt fest, daß er keinerlei persönliche Vorwürfe erhoben habt*. Der Antrag des Finanzausschusses aus Betoil ligung der 1500 Mk. wird abgestimmt und mit 22 Stimmen abgelehnt. Festsetzung der Gas- und Kvkspreife Die fortgesetzte Steigerung der Kohlenpreuc macht eine abermalige Erhöhung der Gas- und Kokspreise ab 1. Juli erforderlich. Gas wird um 2 Pf., Grobkoks von 5,40 Mt. auf 5,90 Mk., Nußöoks von 5,70 Mk. auf 6,20 Älark, Pcrlkoks von 1,80 Mk. auf 2,20 Mk., Koke grus von 1,50 Mk. auf 1.80 SDiT. erhöht. Stadtv. Vetters (Soz.) regt an, ärmeren Leuten bis zum Einkommen lns 2000 Mk. das Gas billiger abzugeben. Der Antrag wird der Betrrebsdeputation überwiesen. Einführung von Monatskarten bei der Straßenbahn. Beig. Krenzien: Es haben sich verschiedene Korporationen an dic Stadt gewandt und um die Einführung von Monats karten gebeten. Erhcbun fren bei anderen Städten haben ergeben, daß bei der gleichen Kilometerlange der Preis von 12 Mk erboten wird. Die Finanzdeputation beantragt diesen Preis auch hier einzuführen. Stadtv. Moosdorf (Soz.) beantragt die Einführung von Wochenkarten. — Stadtv. Erhard weist darauf hin, daß die 7 Marken, die für 1 Mark ausgegeben werden, der Wochenkarte entsprechen. — Stadtv. Weiß (U. S. P.) spricht für Vergünstigung von Kriegsbeschädigten. — Stadtv Sommer (Dem.) spricht aus Zweckmäßigkeitsgründen gegen die Woclienkarten. — Stadtv. Mann (Soz.) stellt fest, daß die Monatskarte itJiuU11 qSfbtHfl’ M. M tntt t»876t. W a" KM bt»9* ViolinF Ätl JSSU ^■teitt*i w m" ßöhit (verschiff ti I""«" Sport. *Rhö.ntu r n fest. Bei dem Ausfall anderer Bergfeste, dic von Turnern unserer Gegend immer gern besucht wurden, wird sich das am 3. August auf der Messerkuvpe stattsindende Bergfest auch aus dem Gau Steffen eines stärkeren Besuches zu erneuen haben. Es findet ein Metturnen v volkstümlichen Uebungen in zwei Stufen stat v'ür Erwachsene über 17 Jahren ist ein Bierkamps (Weitsprunq mit Brett, Kugelstoßen, Stemmen, Wettlauf 100 Meters, für Schüler und Zv'i linge ein Drei kämpf (Weitsprung mit Brett, Kugelstoßen, Wettlausi vorgesehen. Außerdem finden Sonderwettkämpfe im Schleuüerballweitwerfen unh Mannfchaftskämpfe lEilbvtenlauf) statt. Anmeldungen nimmt bis zum 25. Juli noch Eduard Kaufmann in Fulda entgegen. Für Verpflegung und Unterkunft wird reichlich gesorgt werden. Irnr wenn sich Schwierigkeiten persönlicher Art er» scheu, sie in^nichtöfsentlicher Sitzmrg weiterzw- ».raten. — Stadtv. Mann (Soz.) beantragt, int Ältestenrat zu beschließen, welche Punklc in iifentlicher und nichtoffeniliclxer Sitzung tehan- klt werden sollen. — Stadtv. Fourier (U. S. t>.) beantragt, daß alle Punkte der nichtöffentlichen i kitzung öffentlich behandelt werden. Die Abstimmung ist dagegen. Stadtv. Kraus müller (D. D.) wieder- ■ fett seinen Antrag, der angenommen wird. Beig. Krenzien: Ter die Gründung einer Volkshoch- Ifchule vorbereitende Ausschuß hat seine Vov- ^:reitungen soweit gefördert, daß er am Donnerstag in einer Versammlung sich fest konstituieren rill und lädt die Stadtverordneten zur Grün- jimgssitzung ein. Stadtv. Krausmüller (D. D.) beantragt, iß die Tagesordnungen früher den Stadt- I terorbneten zu gestellt werden. Ferner fragt er t i, ob nicht ein Schreiben der VolksschullehrerinTien enge laufen fei. Beig. Krenzien erflärt, daß die Tages- ^rrdnungen nicht früher zugestellt werden könnten, । teL der Ratsdiener kein Fahrrad hat. Ein schreiben der Volksschullehrerinnen sei ihm nicht . tef-annt • Stadtv. Frau Naumann (D. V.) fragt an, darum nicht die Stadtverordneten über die Zu- avsyedehnt. Und immer noch wurde keine Einigung über diese Frage erzielt. Etwa eineinhalb Stunden wurde über einen Antrag des Arbeiter- und Soldatenrates auf Bewilligung von 1500 Mk. verhau nett. Stadtv. Schmahl legte in längeren Ausführungen, wobei er ausführlich die Stellungnahme der einzelnen (Parteien in der Volks- fimmer heranzog, dar, daß die. Arbeiter- und Zoldatenräte keine Existenzberechtigung mehr haben und ihnen deshalb weitere Mittel zu verweigern sind. Die prinzipielle Frage der Existenzberechtigung führte zu scharfem Aufeinanderplatzen der bürgerlidien und sozialdemokratischen Parteien, die teilweise zu per- lönlichen Angriffen wurden. Die Angelegenheit hatte ein besonderes Gesicht, da der vom Finanzausschuß befürwortete Betrag bereits ausgezahlt ist. Trotzdem wurde zum Schluß der Debatte die Bewilligung des Betrages mit knapper Mehrheit abgelehnt. Sonst sei die schmerzliche Tatsache hervorgehoben, daß vom 1. Juli ab der Gaspreiö abermals um zwei Pfennige erhöht wird und daß die Kokspreise eine wertere Erhöhung er- A.- u. S.-Rat ihr Steten/ z u verdanken. Wir baten uns gegen Einwohner- und Bürgerwehr gewendet, weil sie Waffen erhalten sollte und davon hätte Gebrauch machen können. Die Angehörigen des A.- u. S.-Ratcs haben ihre Gehälter nicht wefter bezogen. Der A.- u. S.-Rat ist auch jetzt erforderlich, um die Errungenschaften der Revolution zu wahren. Daß sie gefährdet sind, geht aus einem offenen Brief deS Justizrat Metz im Gießener Anzeiger hervor. Wenn Beig. Krenzien die Summe vorher ausgezahlt hat, so hat er eine Stütze an Verfügungen des Vollzugsrates und der Hess. Volkslammer. Ter Soldatenrat hat keinen Zweck mehr, der Arbeiterrat muß aber weiter ausgebaut werden. Stadtv. Beckmann (U. S.): Tie unangenehme Debatte war nur dadurch möglich, weil das Finanzministerium von Anfang an keine klare Stellung eingenommen hat. Tas forsche Auftreten Herrn Schmahls beweist, daß die Reaktion im allgemeinen und besonderen sich .nieder breit rnadjit, Die Arteiterrate haben auch in Zukunft noch zu bestehen, da die Zusammensetzung der Parlamente etma noch die gleiche ist wie vor der Revvbirion, und die Arteiterinteressen von einer bürgerlichen Mehrheit nicht gcwahtt werden. Die Mitglieder des A.- u. S.-Rates haben nur die Hälfte der Sätze beansprucht, die ihnen zustandcn. Stadtv. G m e 1 i n (D. V.) ist der Älnsicht, daß die Verfügung der hessischen Regierung über die Kostenverwaltung der A.- u. S.-Räte vom juristischen Standpunkt nicht mehr zu Recht besteht, weil sie nicht im Wege der Gesetzgebung durch die Volkskammer erfolgt ist. Für die Stadt hat der A> und S.-Rat Feine Funktion mehr, wir können es also glatt ab!ebnen, die Kvsten zu tragen, lieber die Rechtsgültigkeit ter Verordnung hat nicht die Regierung, sontern das Berwaltungsstreitverfah- ren zu entscheiden. Der Betrag sollte schon deshalb abgelehnt werden, um die Frage vor die Gerichte zu bringen. Stadtv. Urstadt (Dem.): Betriebsräte gehen uns hier nichts an, |entern nur die Politischen Räte. Sie haben sich in der Vergangenheit Verdienste erworben, haben ater jetzt keine Berechtigung mehr. Ter tafslsche Vcstksrat hat sich selbst aufgelöst, die örtlichen Volksröte sollten damals bestehen bleiten, bis die G-emeintevertretungen gewählt seien. Bei den 1500 Mk. hantelt es sich irm eine Deckung bereits erfolgter Ausgaben. Inzwischen hat der Dttnister Fulda erllärt, daß das Weitcrtestehen bet A- u. S-Rate in das Belieben der Gemeinden gestellt sei. Deshalb taten wir keinen Grund mehr, die Dumme zu bewilligen. Die Sozialdemokraten stellen sich ein Armutszeugnis aus, wenn sie ftch nicht Manns genug halten, die Interessen der Arbeiter in der Stadtverordnetenversammlung zu vertreten. Wir lehnen die Anweisung grundsätzlich ab, sind aber erschrocken, daß der Betrag schon angewiesen ist und wollen daher Indemnität gewähren. Stadw. Neuen Hagen (D. V ): Die Angelegenheit ist eine reine Rechtsfrage, die zuerst entschieden werten muß. Nach meiner richterlichen Ueterseugimg besteht kein rechtlicher Anspruch. Ich lege Verwahrung gegen den Ton ein, in dem hier verhandelt wird. Die sozialistischen Parteien benützen jede Gelegenheit, gegen die rechtsstehenden /Parteien scharf und unsachgemäß vorzugehen. Stadtv. Erhard (Dem.): Mit den Ausführungen des Herrn Justizrat Metz im Gießener Anzeiger erlläre ich mich als demokratischer Arbeiter nicht einverstanden. Ich bin der Meinung, daß die A- u. S.-Räte jetzt nicht mehr nötig sind. Wir werden ater für die Bewilligung ter 1500 Mk. stimmen, wenn sie vor Einführung der neuen Stadtverordnetenversammlung beantragt wurden. Stadw. Krausm üller (D. V? beantragt Schluß der Debatte. Der Antrag wird abgelebnt. Abermals wird zur Geschäftsführung gesprochen. Es sprechen die Stadw. Fourier, Erhard und Urstadt. Stadw. Fourier (U. S. P.): Man formt bei der Frage ter A>-u. S.-Räte auf verschicken em Standpunkt stehen. Man hätte aber rricht persönliche Anfeindungen hrnevrttagen sollen. Im Gießener A- ä. S-Rat hat höchste Sparsamkeit ge- al$ berechtigt- Zerrii!! fe ____________________ v , i: Beig. Krenzien: Man hat bisher Punkte, 0öni “m L i|! denen persönliche Dirige verhandelt werden soll- Stru«' 1 *r-*1 vm 1V Kl /> H » X, # * f • Q* A K*e 1 »»• « aa kaolt zd W Sitzung der Stadtverordneten. Gießen, 22. Juli 1919. Die Redeflut, die in den ersten Sitzungen i-lnes neuen Parlamentes sich zu ergießen pflegt, will sich bei unseren Stadt- Iätem immer noch nicht abdämmen jassen. Anstatt daß über die einzelnen Punkte der Tagesordnung die Fraktionen ich vor der Sitzung des Plenums einig- ;. Stadw. Krausmüller (D. D.) erklärt, k keß er mit seiner Anfrage keine Aussprache te- .wtft habe. c Eine Reihe von Stabwevorbneten spricht zirr , schäftssrdnung iiatb kann sich nicht über die i^'lDistssührung .einigen, zumal nicht über bas Seifen eines Schlußantrages und die batet herr- iwnben prrlamentarischen Gebräuche. Errichtung einer Schu tzmann s- 6elle für die Milch- und Lebens- nrittelIontT»lte und von zwet tuet* !'it ren Krimtnalschutzmanns stellen. Beig. Krenzien. Tie LetensmitteltaM'- -tan jtebt sich durch die fortgesetzten Klagen über Mlchbesthaffenheü vevanlaßt, eine Kontrolle für einen Arbeiter, ter täglich nur zweimal fahre, eine Verteuerung bedeute. Er ist deshalb für Wochenkarten. — Stadw. Otter (U. S. P. schließt sich ihm an. — Stadw. Urftabt (Dem.) beantragt lieber Weisung an die Deputation. — Stadw. Gnte 1 in beantragt, zu beftimmten Tagesstunden eine Verbilligung etntreten zu lassen. Ter Antrag der Betriebstepubation wird an* genommen. Tie weiteren Anträge werden der Br- triebsdeputation überwiesen. Verlegung des Armenamts und Hospitals nach der Alten Gewerbeschule, Afterweg 25. Tie Stadt ist genötigt, bas städtische Spital Scttersweg und bas Armenamt zu räumen Und nach tem städtischen Gebäude Asterweg 25 (Wte Gewerbeschule) zu verlegen. Die jetzigen Räume des Armenamtes müssen für die amtliche Fürsorgestelle für Kriegsbeschädigte und Lkrtegshmterblic' bette und für das Versicherungsamt farme bas Wohnungsamt freigemacht werden. Cs ist ein Kredit von 15 000 Mk. erfarterlich. Erhöhung des Kredits für den freihändigen Ankauf von Lebensmitteln durch das Lebensmittelamt von 1000 Mk. auf 10 000 Mk Beig. Krenzien: Tie L-etensmitteldepu - tativn ist ter Ansicht, daß das Wnt ohne diese Erhöhung nicht arbeiten formt. Stadtv. Fourier (U. S. P.) begründet den Antrag der Letensmittelteputatwn für dringende Käufe an Obst und Gemüse. Tie Stadwv. Sommer, Kking, Ebel, Michel treten dafür ein, daß der Antrag nur genehmigt wird unter bat früheren Voraussetzungen. Stadtv. Diener (Soz.) stellt fest, daß bei dem berüchtigten Kaffee- und Schokolatefoutf der Großhandel befragt Worten sei. Stadw. Noll (Tem.) entgegnet, daß bohl die Vereinigten Getreidehändler, nicht die Großhändler-Vereinigung befragt Worten seien. Der Antrag der Letensmitteldeputatton wird mit den angeregten Abänderungen angenommen. Wahl von Dezirksvorstl'hern, Armrnpflegern und Armenpflcgerinnrn. Tic verlesenen Personen werden genehmigt. Tie Deputation beantragt, daß zu Vertretung der Beztrksvvrsteher die Stellvertreter in der Deputation Stimmrecht haben. Stadw. Michel beantragt Vertagung ber Sitzung. T-tadw. Frau Lorenz, Frau Kramer und Sommer beantragen Hinzuziehung ber Fürsorge- sckwestem, Stadw. Görz ber Konfessionellen Vereinigungen. Stadw. Fourier tritt dem Antrag entgegen. Stadw. Michel beantragt Heber,uei- fimg an die Deputation. Ter Antrag der Deputation wirb angenommen, ebenfalls der Antrag Frau Lorenz. Ter Antrag des Stadw. Görz, daß die konfessionellen ArmenpftegevereiTrigungen zpgezogen werden, nrirti an die Teputation überwiesen. Don Stadw. Michel liegt Antrag »auf Vertagung vor. Es sprechen mehrere Stadtverordnete lfte^u. Tie Sitzung wirb schließlich auf Mittwoch nachmittag 4 llhr vertagt. Schluß ber Sitzung 8,40 Uhr. des Erzeugers beschränken. Tie Zunahme der Kriminalfälle läßt ferner die weitere Erriclstuna zweier Kriminalfchutzmanns- stellen erforderlich erscheiiren. Ter Finanzausschuß , befürwortet beide Einrichwngen. Stadw. Sommer (Dem.). Die Lage der hiesigen Kriminalpolizei ift jammervoll. Es ist notwendig, ihr bessere Räume zu schaffen. Zwei weitere Beamte sind dort nicht unterzubringen. Tas Poltzriamt muß aus der Weiderrgasse heraus und muß auch bessere lliitersuchungsmittel erhalten. Bei der Leteirsmitlelvonwolle werten immer noch zu wenig Stichproben gemach. Em Schutzmann kann das allein nicht leisten. Es wrrd genügen, die Schutzmannsslellen vorübergehendern- zurichlen. t - ... , Beig. Kreuzten weist an dem Bnspcel anderer Städte nach, daß Gießen auch nnt den neuen Beamten keinen Ueterfluß mt Schutzleuten tat. — Stadtv. Otter (U. S. P.) beantragt btc Schaffung eines anständigen Raumes nnt Tetl> phonanschluß -für Schutzleute auf dem Bahnhof. Tie Räume auf dem Polizriamt müchen mmteften» retroviert werden. — Stadtv. Schmahl (D. V ) ist für ständige Einrichtung ber Schmtzmmm-.1tel en — Stadtv. Höhn (Tem.) beantragt zur dNilch- kontrolle sich mit ter Landes-Milch- unb stelle in Verbindung zu setzen, da die Mtlch »er Kontrolle dieser Stelle untersteht. Beig. Krenzien. Tte Stadt ist berechtigt, schon Sttckwroten zu erheben, bevor dte in die Stadt gelangt ist. Stadw. Fourier (U. S. P ) beantragt, geeignete Räume für die Kriminalschutzleute zu beschaffen. Tie Milchfrage muß noch erngehenter bchandelt tvcrden. Tie Milch verschlechtert ftch auf dem Wege zum Verbraucher zusehends. Jrte .Konwolle muß bis zur letzten Ausgabe reichen. Hierauf gibt er folgende Erklärung ab: In der Nr. 158 des Gießener Anzetger» verwahrt sich die 'Firma Grieb unter B^ugnahme auf meine Ausführungen in der Sitzung derStadt- verordneten vom 8. l. Mts. dagegen, daß man ihr Milchsalschungen unterschiebe. 1 Tah Milchsalschungen in ganz ungehöriger Weise fortlaufend Vorkommen, steht uuzweiielhaft fest Ob dieselben ausschließlich auf dem Lande ober bei Grieb oder bei sonstigen Stellen vor- genommen werden, konnte bis jetzt nicht einwandfrei seftgestellt werden. . Um dies zu ermöglichen, und nur in dic- fern Sinne machte ich meine Auslüh- r an gen, regte ich eine eingehende Kontrolle »aller in Frage kommenden Stellen an, wozu auch die Firma Grieb gehört. Die Firma rennt also mit ihrer Erklärung offene Türen ein. Falls die Kontrolle, so wie ich sie mir vorstelle, einsetzt und geraume Zeit funktioniert hat, wick unzweifelhaft festgestellt wrr- ben können, daß dieses, zur Zeit für Kinder und .Kranke wichtigste, Nahrungsmittel eines durchgreifenden Schutzes nach jeder Richtung hin nöttg hatte. ,, Stadtv. G rode (Z.) spricht für die Kontrolle: Stadtv Erhard (Dem.) erzählt von Fällen, daß Milchproduzenten die Milch weg sch litte ten, als die Kontrolle Stichproben entnehmen wollte Stadw. Vetters (Soz.) beantragt Schluß der Debatte. , . „ , Der Antrag wird angenommen, etenfo Punkt 1 und 2 der Tagesordnung. Gesuch ber Lazarcttinfassen um Uebernahmc bcr Kosten für Die Musik bei der Wohltälig- keitsveraustaltung. Beig. Krenzien: Die Wvhllätigkeitsver- anstaltung ist unter Kon wolle der Stadtverwaltung vor sich gegangen. Der Finanzausschuß befürwortet die Kosten der Musik in Höhe von 792 Mk. auf die Stadtkasse zu übernehmen. Stadtv. Krausmüller (D. V.) bemerkt, daß der Finanzausschuß die Seroilligintg mir unter der Bedingung genehmigt hat, daß ine Einnahme von 5900 Mk. an bedürftige Lazar-ftt ftisassen unter Aufsicht der Stadt ru »ergeben ist. Die Ueternahme ter Kosten wird angenommen. Gesuch ber Baugenossenschaft 1894 um Er- Höhung des UeberteuerungSbeltrags. Beig. Krenzien: Mit Rücksicht auf die weiteren Kosten beantragt die Genossensctaft die Erhöhung des Zuschusses auf 300 000 Mk. Da inzwischen neue Verordnungim erschienen sind, ist es ratsam, das Gesuch an Baudeputation, und Finanzausschuß zurückzuverweisen. Bewilligung von 1500 Mk. an ben Arbeiter- und Solbateneat. Beig. Krenzien: Die Kosten des A.- u. S.-Rat sollen nach Beschluß der früheren Stadtverordnetenversammlung gedeckt werten. Stadtv. Schmahl (D. N.): Die D.- und S.-Räte hatten keine Bevechttgnng mehr, nachoem die Wa^en zu Nationalversammlung, Volkskammer und Stadwervrdnel-enVersammlung vorüber waren. Dies ist, wie der Redner durch längere Zitate nachweist, auch die Stellung ter verschiedenen Parteien in der Volkskammer. Tie A.- und S.-Räte sind überflüssig geworden. Daher (ebnen wir die Heberna^me der Kosten ab. Wir wissen nicht, wofür wir etwas bewilligen sollen. Der A.- und S.-Rat hat 6000 Mk. erhalten. Eine Abrechnung hat er nur in ungenügendem Maße vorgelegt. Tie Kosten bestehen fast nur aus persönlichen Ausgaben. Eine Scheidung nach Ausgaben für Staat, Reich und Stadt ist nicht durch geführt. Auheri>em besteht für die Stadt keine Kontrolle. Wenn ter A.- und S.-Rat noch angeblich testcheii soll, bis die Prvvinzialwahlen durchgeführt sind, so soll die Provinz diese Kosten tragen. Merkwürdigerweise ist der Bewag schon ausgezahlt worden, bevor er durch die Stadtverordneten tennlligt war. Das ist ungesetzlicd. Wir müssen daher dem Beigeordneten unser Mißtrauen aussprechen und ihm die Derantworwng ütettassen. Beig. Krenzien: Meiner Erinnerung nach ist nicht ausdrücklich bestimmt worden, daß der Betrag nicht vor Bewilligung durch das Plenum ausgezahlt werden sollte. Der Gebrauch ist so, daß der Finanzausschuß von sich ans arnveifen kann. Außerdem stehen Bestimmungen der hesst- Gebrauchte 2»°: vlatteu ca. 10 cm i zu taufen gesucht Chr. Inderti Neuen Mutt. Belegt» SpiegeW mit Angabe betfr* des Preises zu!i geiucht. 2chr üb ■ Ä16 an den Sir - WÄ. zu kaufen flefuit i fuhren. Äj.JXjf I Zahlreichen Wünschen entsprechend sind denGleß.« ^^ch für die Straßenbahn Monatskarten 4,'eSkkaW -iicgesührt worden. Ihr Preis soll 12 Mk. Beig. Krenzien: Ein Beschluß des Finanzausschusses vow 18. Februar erllärt sich M der Anweisung bereit. Stadw. Krausm üller (D. B.): Schon im Februar sind von den Sozmldernokraten in ber hessischen Volkskammer die Soldatenräte als nicht mehr existenzberechtigt erllärt worden. Wir lehnen den Betrag ebenfalls ab. Wir finden im Gegensatz zu Beig Krenzien, daß die Angelegenheit nicht erledigt ist und betrachten die Summe nicht als ansgezahlt. Beig. Krenzien gibt zu, daß der Rechts- standpuntt nicht gewahrt und daß die Stadtverordnetenversammlung zu hören war. Ich hielt mich an das in früheren Fällen geübte Verfahren. Stadtv. Sommer (Dem.): Die Lazarett- insassen sind an sich organisiert, ut der Reichswehr taten die Soldatenräte nur den Sinn einer Be- triebsräteorgcmisation. Für die Allgemeinheit sind sie üterflüsiig. 9Irbeiterriite hätten politische und praktisch polizeiliche Ziele. Unter dem letzten Gesichtspunkt waren sie brauchbar. Jetzt taten sie keinen Zweck mehr: denn wir haben dafür dic Kriminalsckmvmannstellcn bewilligt. Es ist demokratisch Unsinn, sich eine Nctenregierung einzurichten. Auch ich bin gegen die Bewilligung. Beig. Krenzien bittet die Fraye, ob die A- u. S.-Ratc noch berechtigt sind, nicht zu er* örtern, sondern sich damit zu befassen, daß ohne Beschluß der Stadtverordneten eine Anweisung des Finanzausschusses ausaeführt wurde. Wird der Bettag verweigert so werden wir vom Staate zur Auszahlung gezwungen werden. Stadtv. Mann (Soz.): Die A.- u. S.-Räte haben den Stadtkassen Werte in Hohe von 50000 Mark erhalten. Mit ihren augenblicklickren Rechten sind die A.- u. S.-Räte zu keiner besonderen Arbeit mehr befähigt. Die Summe ist ater zu decken, weil sie zu einer Zeit entstand, als dieStaütverordneten- versammlung noch nicht gewählt war. Stadtv. Kiel (H. S.): Die Herren, die sich gegen die A - u. S.-Räte wenden, vertteten kapitalistische Interessen, während wir die Interessen der Arbeiter vertteten. Viele Gießener haben dm •j-T 'M gu schaffen, die die Milch auf ihrem ganzen Weg schen^Regierung der Bvvillrgmrg der Summe ffoaltet* ®r tat hri seiner Arbeitsleistung niujt wU vom PraduzentLN zum Konsmne^ten, verfolgt. Er ' weist darauf hin daß die Tepntawon bei ihrem Besuche in ter Molkerei Grieb Beine Mißstände gesunden hat. Sahin gegen hat vorige Woche die Gemeinde Rödgen Milch mit 40 Proz. Wasser abgeliefert. Die Hnteriuchung kann sich daher wesentlich auf bk Prüfung der Ablieferung Gröhe 42, zu kauf» tabi. Skbr. Angl. 014225 an ben Gie; Antiker, heller, m Sitteitittli 100-110 cm Durt'. kaufen gefukhi. L- i.b,GefchästSft.b.m Swdw M i ck» -1 cDrm Die ist vrin- stadtv. Zetters t^vz.): Die ^ennlligung zipiell. sich^tarurn.^u Meidet ob ^ dk Fra^ btt SasMft jetzt nicht^rnchT'ter"^^^u S^- Räce haben testirnmungsgernäß äu verschwinden. sobald die Kommunalwahlen erlebigt find. Tie Stadtverordnetenversammlung hat keine Konttolle durch sie nötig. Der Bettag ist abzulehnen. dchsrSliche Anzeigen. higazumSchu^ederdeuttoenKuIhn Ab morgen bis inkl. Freitag die temperamentvolle Ellen Richter in ihrem großen . vieraktigen Gesellscbaftsdrama L Ein Schritt vom Wege. Ä Außerd.: Der nene Herr rald I rek in 3 Akt. ®Ä Lichtspielhaus v Heute letzter Tag Henny Porten in „Bee Schuld11. 8G61D ein. lig 3irr Ausgabe. zum fertig auf Lager. 8389 Arrg. Kilbinger SS Neuenweg. 8621 Der Plan über die Herstellung unterirdischer Telegrapbenlinten in der Liebigstratze, Frankfurter Strahe, Ebelstrahe, Leihgesterner Weg, Ludwig- strahe, Goethestrahe, Stephanstrahe und Kevler- strahe liegt bei dem Telegraphenamt in Giehen von heute ab 4 Wochen au». 8540V Darmstadt, 22. Juli 1919l Ober-Po stdirektiou. MMgeWirre ein- und zweispännig, mit Silber-, Argentan- u. schwarzen Beschlägen Reitzeuge UrMtstnmte, la. Rindleder, Rohhaar- nnterlurnte, reinwollene Pferdedecken 188 gehen wir hin? 014098 Mß Ziir Neuen Welt! Uchiungl Keine Zleischnot! Habe zirka 2100 Pssilh prima Rauchfleisch abzugeben. Empfehle das Pfund an jedermann ohne Marken zu M. 5.60. 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Einwendungen gegen seinen Inhalt lönnen schriftlich oder mündlich während der Osten- leMNgsfrist dorgebracht werden. Es ist vom Ge- merirderat die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Langd, den 20. Juli 1919. (8544 Hess. Bürgermeisterei. Meyer. Kameraden! Meldet Euch z« diesem wichtigen Dienst. Tägliche Zulage 5 M., wovon bei jeder Dekade 20 M. Meidergelder zunächst btS zu einer Höhe von 200 M. einbehallen werden. Tägliche Löhnung 1 M. Mobile Bervstegnng Ordnungsmässige Cnllastungspapiere, noch nicht Volljährige Gcnehnngung der Eltern oder des Vormundes mubrlngen. Ateldung: Gießen, neue Kaserne H, Zimmer 119. Marmelade-Verteilung. (Ausgabe Nr. 10.) Don Mittwoch den 23. bis einschließlich 26. b. 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Weibliche Abteilung: Bei diesigen Arbeitgebern können eingestellt werden: 1 besseres Hausmädchen. 1 Köchin, 1 Weihzeugflickerin in Hotel, 1 Büfettfräulein, 1 Stütze für Hotel, 1 Waschfrau. 2 em fache Stützen, 1 Kindergärtnerin II.Kl., Dienstmädchen, Lausfrauen, 1 Verkäuferin in ^chubgetchach 1 junges Mädchen zum Anlernen fürNuchvmderei, 1 Flickerin, 1 Weihzeugnäherin. Bei auswärtigen Arbeitgebern können eiuge- stellt werden: 5 landw. Dieniimadchen, Dtensi- Mädchen, 2 Kllchenmüdchen, Hausmädchen, 2 Ztm- mermädcheu, 1 Köchin, 1 Beiköchin, 1 Saaltochter. ES suchen Arbeit: Dureaugehtifinnen. I Büglerin, 1 ältere Haushälterin, 1 junges Mädchen für nachmittags zu Kindern, 1 Verkäuferin, die m Buchhandlung tätig war, 1 Beschließerin, iß. Mädchen vom Land tagsüber. D O SePerswcg 81 Programm voa Dienstag, den 82. Juli, bla elnsohließlich Prellen, den 25. Jall: Aus dem Leben meiner alten Freundin Drama in 5 Akten nach dem viel- geleaenen Roman von W. Helmburg. In der Hauptrolle: Edith Heller. mit breitem Stielterel-Volent = M. 27.50 = FRITZ NOWACK_. Tie vom Gemeinbertrt und Markvorstand f^üluur" UlUyGliS f durchberatenen Voranschläge der Gemeinde und Ernst Jfoll, Mark Muschenheim für das Rj. 1919 liegen vom Kaiser. Allee, Ecke 22. Jult 1f. Jö. an eine Woche lang auf unserem Roonstraste. Amtszimmer zur Einsicht offen. Einwendungen . /.. rnwrecher 87O. können während dieser Zett schriftlich ober zu —----------------— Protokvll vorgebracht werben. Es wird fettens FoMyffAftH, der Gemeinde eine Umlage erhoben, zu der auch Ausmärker beizutragen haben. (8549 Ihre Verlobung geben bekannt Elisabeth Stoll Georg Rullmann approb. Arzt Riedmühle b. Hungen ». It. Gießen Juli 1919. JederRiß in Stoffen l&ßt sich ohne Mühe beseitigen durch Fite mil fce. Jetzt wieder zu haben. Central-Drogerie Schulstraße, ““c Besen. BlrkenreislBheBoa, 20 Stück M. 9.00, 100 Stück M.4LOO, 1000 Sr. Di. 380JXX Heide-Piasavabesen L St. M. 1.50, 2.00 u. 2.50. II. 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