Samstag, 22 Februar 1919 169. Jahrgang Erstes Blatt wochenruclblick. und Sorge hinter uns, und die Weimarer könnte die Möglichkeit schaffen, schneller 8 und der ergiebiger als bisher mit dem Terror Radikalen Grüppchen aufzuräumen. den ganzen Jammer der unabhängigen Politik enthüllt. Ausführlich kommt dann noch das Zentrum mit dem Al»g. Stcgerwald zu Wort, der die niifilidie Lage der unter den französiscl-en Maßregeln leidenden Bevölkerung im Saargebiet schildert. Er gibt Fingerzeige, in welche Bal.i'n/ die Sozialpolitik geleitet werden müsse: Pflege der Volksgesundheit, Organisation der Ernährung und der Warenverteilung, gesunde Wop.iungspo- litik und Wohnungsfursorge müsse in erster Linie flehen. Tie Temolratin Frau Gertrud Bäu m e r polemisiert gegen das Zentrum un dgegen die übrigen Rechtsparteien in der Frage über die Notwendigkeit der Revolution. — Tas Vcr tranensvotum wird gegen die Stimmen der Unabhängigen und der beiden Parteien der Rechten angenommen. Schluß gegen 7 Uhr. Nächste Sitzung Montag 2 Uhr. Nr. 45 Ter Etttztnrr Anzeiger erscheim täglich, außer Sonntags. - Bettaaen: Lietzener Faniilienblülter; Kic.stltitt für den Kreis Gietzea. vezugspreir: monalt/J)if.L35, viertel- jäf)tltd) Tlt. 4.05; durch Abhole- iu Zweigstellen monatt. Alk. 1.25. durch die Post Pik. 4.05 viertel- jährt. atlsschl. Bestellq. Ferniprech - ^lnschUisse.: lür die LchriftleiM:iall2 Per laa,GeschäitSstellLLl Anschrift sürDratunach- richteii: Anzeiger Siege«. der, wie Herr Scheidemaun in der National- versammlunq richtig sagte, immer ein Zeichen sittlichen Niederbruches ist, kann der poli- tepdeMN götnÄiafl>82,^t** Frankfurttt^-os. deutsche Nationalversammlung. Weimar, 21. Febr. Präsident Fe hren - b a ch eröffnet die Sitzung und gibt dem Mmister- präsidenteu Scheide mann das Wort. Dieser führt, während sich die Abgeordneten von den Plätzen erheben, aus: In tiefstem Schmerz, aber auch in größter Empörung habe ich Ihnen eine traurige Mitteilung zu machen. Kaum haben uns die Meldungen über das Attentat auf Elemeneecm erreicht, so tönte schon wieder neue Trauerbotschaft an unser Ohr. .Heute morgen hat ein Fanatiker den bayerischen Ministerpräsidenten Eisner erschossen. Sein Mörder ist. gefallen. München befindet sich in blutigem Bürgerkrieg. Mein Freund R o st h a u p t e r soll tat, mein Freund Auer, das Mitglied dieses Hauses, soll im Landtag ebenfalls eridiaffen sein. Tie Reichsregierung spricht durch mich ihren tiefsten Schmerz und zugleich die Bcr- nrteilmig dieser schänd! ick»en Tat aus, durch die die Stadt in Blut und Kampf gehetzt worden ist. Tie Getöteten sind Männer meiner Partei, die seit Jahrzehnten aUes, lvas sie bieten klonMen an griffiger und körperlicher Arbeit, der Emporsiih- rnng des dcmtsdten Dollvs gewidmet haben. Eisner, der 25 Jabre lang im Parteileben fianb, wandr'lte Wege, die nicht die meinen 1 raren, aber sein Ziel war mich mein Ziel, mis Auuaymc von Auzcigen s. die Tagesnummer vis zmn Nachmittag vorder ohuejedeVerbiiidlichkett äeiftnvreise: für 5 r 11 i t() e Anzeigen 25 Li.,sür auswärtige 30 P?., sur 9t cf lauten Mk.l.-nebst 20'" „icitc- rungsziis Aag;Pla.)voc- schrist 20 % Aufschlag. £)auplid)ri'tleitcr: Ang. Goetz Verantwortlich für Politik: Ang. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zeitz; für beit Anzetgenteü: ö. Beck; säntkltch in Gie steil dem Neidsministerium das Vertrauen aus. Preußischer Justiz Minister Heine: Tas Verfahren roegen der Tötung der Frau Luxemburg wird von der Militärbehörde geführt, doch habe ich als Iustizministier von Anfang an das Verlangen gestellt, dastauch ein Kommissar des Staatsanwaltes daran teilnimmt. Tas ist geschehen. Es ist unmöglich, jetzt über die letzten Ermittelungen etwas zu sagen, iveitn man die Ergreifung bet Schuldigen nickst geradezu verhindertt will. (£ört! Hört!> Radek ist auf Grund eines richterlichen Haftbefehls verhaftet worden. (Hört! Hört!) Tic liegen Beteiligung an den Spartarusunruhen beteiligten Personen befinden sich in verschiedetwiV Gefängnissen. Ihre Zahl ist zu grost, als dast sie im Moabiter Untersuchungsgefängnis uuter= gebrächt werden könneit. Was Ledebour anlangt, so hat er ausdrücklich erkl ärt, dast über seine Behandlung im Gefängnis keinerlei Klagen zu führen seien. (Hört! Hörtll Ich weise daher alle von Fran Zieh gegen die preustische Justizverwaltung erhobenen Angriffe als unberechtigt zurück. Folgender Antrag L ö b e (Soz.), Gröber (Zentr.), v. Payer (Tern.), Graf P o s a do w s - ky (Tentschnat. Vp.) und Tr. Stresemanir lD. Vp.) läuft ein: „Tie Nationalversammlung nimmt mit lebhafter Genugtuung von den Be schlüssen Kenntnis, mit denen die Vertreter der stammesvervandten T e u t s ch -- O e st e r r e i ch e r ihre Zugehörigkeit zum deutschen Gearntvolt be kündet haben. Sie bestätigen den deutsch--östcr- reichischen Brüdern, dast über die bisherigen Gren zen lftnweg di«. Teutschcn des Reiches imb die Teutschon in Oesterreich eine untrennbare Einhei' bilden und spricht die zuversichtliche Hoffnung' aus, dast die von den beiderseitigen Regierungen eingeleiteten lBerhandulngen reckst bald zu festen staatlichen Formen führen und dast die Zusammen gehörigkeit in einer von allen Mächten der Weli anerfnnuten Weise ihren Ausdruck ftnden möge." Tie Verlesung des Antrages ruft im Hausc bei allen Parteien lebhafte Beifallskundgebungen hervor. Abg. M e e r f e l d (Soz.): Für die Resolution, die her Regierung das Vertrauen ausspricht, wer den wir stimmen. Die Reden der Unabhängigen 2t Sebro" jn- LiltrtlH ‘ÄÄ Lebensgefährtin SS®!?»’ PiP Einers"6 SM tischen Laufbahn Eisners nur mit bitterstem Gefühl und schärfster Verurteilung gedacht werden. Er tyar ein Unheil für Bayern und Deutschland. Als er als revolutionärer Führet in den Novembertagen zuerst genannt wurde, sprach er in tönenden Worten von der Eiir- setzung einer konstituierenden Versammlung. Dann aber entwickelte er sich, ähnlich wie Liebknecht, zum Apostel der absoluten Gewalt Herrschaft des Proletariates. Wenn er auch nicht, wie der Berliner Spartakistenhäuptling, zu Mord- und Gewalttaten aufforoerte, so war ihm doch, der mehrfach wegen politischer Vergehungen im Gefängnis gesessen hatte, alles demokratische Rechtsempfinden geschwunden. Ms die bayerischen Wahlen eine große bürgerliche Majorität von 100 Abgeordneten brachten, denen nur 53 Mehrheitsfozia listen und 3 Unabhängige enlgegengest.lll werden konnten, versteifte sich Eisner erst recht in seiner Rolle als Diktator. Noch vor kurzem äußerte er, -er dächte nicht daran, seinen Posten aufzugeben. Wie er auf dem Berner Kongreß die Mehrheitssozialisten bloßzustellen suchte, wie er auf eigene Faust auswärtige Politik machte, ist noch in ziemlich frischer Erinne- ruitg. Wenn Auer in der gestrigen Kammer- sitzung die Ueberraschung vorbrachte, Eisner sei auf dem Wege gewesen, sein Amt niederzulegen, so muß dem entgegengehalten werden, daß er gerade jetzt jenes Näteparlament in München tagen ließ, in welchem er die Beibehaltung und das Kontrollrecht des Rätesystems der Volkskammer gegenüber proklamierte. Er wetterte gegen j)ie „Weimarer Kompromißpolitik". Ob nach seinem Tode nun in kurzem Anlauf Recht uitb Vernunft siegen werden, oder ob wirklich nur ein Bürgerkrieg die Entscheidung bringen kann, bleibt abzuwarten. Auer, der Mehrheitssozialist, mit dem Eisner nach BollmarS Abgang sich um das freigewordene Reichstagsmaudat stritt, hat gleichfalls politisch ausgespielt. Mit neuen Männern erwächst dem zweitgrößten Bundes- e^Sufc11' L8e,,cti*^ ®frt «'“gesrüS I n^jllUn verfassungsgebende Hess, öolfstamnur. 3. Sitzung am 20. Februar. Präsident Adelung eröffnet um 10 20 Uhr di« Sitzung. Haus und Tribünen sind gut beseht. Am Negierungstische sämtliche Minister. Das Haus tritt sofort in die Tagesordnung ein. Als einziger Punkt steht auf der Tagesordnung : Der Entwurf einer vorläufigen Verfassung für die Republik Hessen. Er wird in der Drucksache als Regierungs-« Vorlage bezeichnet, ist aber in Wirklichkeit ein Werk des Berfassungsausschusses. Von der ur-' fprünglichen Regierungsvorlage ist so gut wie nichts in den neuen Entwurf übemonmieu ivordem Ter ursprünglicktz.' Entwurf hatte so offenjichtlidxe Bl äugel in Form und Inhalt 'irrJb war in der Vollversammlung von allen Seiten einer so abfälligen Kritik unterzogen worden, daß die Regierung ihn selber völlig preisgab u. sich im Ausschuß damit einverstanden erklärte, daß der Sonderausschuß einen völlig neuen Entwurf ausarbeitete. Ter Sonderausschuß unter dem Vorsitz des Abc). Reh (Tcm.) ljat eine rafebe und gute Arbert geleistet. Ter von ihm fertiggestellte und einstimmig angenommene Entwurf hat die Zustim-. mung der Regierung gefunden. lieber die Grmwsätze die bei der Ausarbei- tung des Entwurfes maßgebend waren, entnehm men mir dem gedruckten Ausschußbericht folgendes: Tie Volkskammer teilt die Ansicht der Regierung. daß zunächst lediglich ein v o r l ä u f i g es V e r f a s s n n g s g e s e tz auszuarbeiten fei. Tenn die durch die Aenderung der Staatsform in Hessen' notwendig gewordene völlige Umarbeitung der 25er ■ fassungslrrkünde vom 20. Tez. 1820 erforderte eine Arbeit von mehreren Monaten. Es würde sich auch nicht empfehlen, die endgültigen Verfassungen der Einzelstaaten vor der Reichsverfassung zu erledigen, da in letzterer eine Reihe grundlegender Bestimmungen für die Berfas'unyen der Einzelsdaaten zu erwarten sind. Sprechen diese' Gründe gegen *e sofortige Ausarbeiumg einer endgültigen Verfassung, so ist doch nach der übereinstimmenden Anschauilirg von Regierung rind Volkskammer die sofortige Schaffung einer Vor- Verfassung notwendig, weil die hessische Re- gierung zurzeit noch des gesetzlichen Bodens entbehrt. Voraussetzung und Grundlage in der de- molratifdpen Republik ist aber die Verfassung: ohne eine solche ist ein gedeihliches Zu sammenarbeiten von Regierung unb Volkskammer ausgeschlossen. Wie sck.on die Verhandlungen in der Vollversammlung der Volkskammer erkennen ließen, war eine Umarbeitung ides Entwurfes nicht zu um-> gehen, da dieser teils Bestimmungen enthielt, die nicht in eine Verfassung, sondern in ein Regie- rungsprogramm gehören, teils solche, die für die endgültige Verfassung vorzubehalten waren. Einstimmig war der Verfaftungsausschnß der Ansicht, daß die vorläufige Berfa,sung nur das unbedingt Notwendige, gleichsam nur das Gerippe, der künftigen Verfaftung enthalten solle. Man einigte sich dahin, in der Vorverfassnng nur folgende Punkt zu regeln: 1. die Staatssvrm, 2. ta5 Staatsgebiet, 3. die Staatsgewalt, 4. die Gesetze gebung, 5. die Staatsleitung. Tie weitere Aufarbeitung aller sonst zu regelnden, in einer so außergewöhnlichen Zeit« ausgerollten recht zahlrcickwn verfassungsrechtlichen; Fragen sollen der endgültigen Verfassung Vorbehalten bleiben. T-er Entwurf der Vorverfaffimg enthalt deshalb nichts über die Stellung der Standesherren, Aufhebung der Fideikommisse, die B.Handlung der Tomänen, über welche Fragen besondere gesetzliche Maßnohnren notwendig sind, die ,von der Regierung bereits vorbereitet werden. Ter Entwurf enthält ferner nichts über das „Volksbegehren" (so genannt nach dem Vorbild der schweizerischen Verfassung, seither als „Jni- iiative" bezeichret) und über die „Vollsabstim- inung" (Referendum., über deren verfassnngs- nräßigc Festlegung grundsätzliche Uebereinstimmung sm Verü'si'ngsausschuß beftanb. bi? aber umfnng- c iche Ausübung b-ftimmurge \ erfordert l ä te i, nie über den Rahmen der Vorversassung hinaus- e>ck'en würden. Tie Vorschrift in Art. 7, wonach as Gesanftministerium die Vol skammer a flöf n ' üaitii, wem: diese ihm das Vertrauen v-ersagt, . ietet die Möglichkeit einer Volksabstimmiuig auf t,em Wege von dteuwaßlen. Einstimmig empfiehlt befall der Ver'a'sungs- ausschuß mit Zustimmung der Regierung den von! uns an anderer Stelle gcbraditen Entwurf ei.ter Vorversassung Ter Verfassungsentwurf enthält 10 Artikel/ von denen Artikel 1 sich mit der Staatsform, Av> ifcl 2 mit dem Staatsgebiet, Artikel 3 mit bet WM Ws WM ber VernTirrnng das deutsche Volk zum Recht zu führen. Nichts zeigt den sittlichen Niederbnrctz deutlicher, als wenn das Attentat zum Mittel politischen Kampfes wird, wenn die UnartfaübarFvit des deutschen Lebens nichts mehr gilt. Wenn der Opfer tob Eisners iricht nur ftirch bare Fo*g n haben soll, bann muß er die eine Wirkung haben, daß alle sich 'ncreinen in der Verurteilung von Vorgängen, die solckx Verbreck-en zeitigen. Es wäre der Untergang Teutschlands, wenn auch nur ein Teil des Volkes sich in der Beurteilung solchen Meuchelmordes ausschlicßeit wurde. Präsideitt Fe hren bach: Lwffentlich sirch die Vorg.rnge in München nicht so schlimm, wie sie nach den ersten Meldungen erscheinen mußten. So soll das Mitglied unseres Hauses Auer nur leicht verwundet sein und wir hoffen, dcyß wir ihn bald wieder in unserer Mitte begrüßen können. Tarauf tritt das Haus in die Tagesordnung ein. Der Entwurf eines Diätengesetzes wird mit einem von allen Parteien gestellten Antrag, wonach kein 2lbzug beim Fernbleiben von einer Vollsitzung stattfindcn soll, wenn das betreffende Mitglied an dem gleichen Tag an einer Ausschußsitzung teilge- nommen hat, ohne Debatte in allen drei Lesungen angenommen. Ministerpräsident Scheidemann ergreift sofort wieder das Wort, um gegenüber, ben 2lus- füfjrung'cn des Aögeordneleil Kahl sepzustellen, dost ein Sckm.tt bei Reichspräsidenten Ebert bei bx*m anteriDaniidien Präsidenten Wilson zur Herbeiführung ldes Friedens sicherlich aussichtslos ge.vesen wäre, dem: dieser selbe Weg sei von dem Prmzwr Mar eingffchlagen worden unb, labe nicht zum Ziele geführt. Tann wandte sich Scheidemann in außerordentlicher Sckstirse g.gen die. Aussckwn- hmgm gewisser Arbstlcr- unb Soldatenräte und erklärt: „Tie junge Repriblik sbeht vor der schärfsten Erschütterung, wenn nicht, vor demZusammenbruch, imrd) eigene Landesgenossen, die das nad^uIdolen v.rftrck;en, was uns währerrd des Krieges durch die Feinde erspart geblieben ist, nämlich die Zerstörung unserer wichtigsten Provinz Es werden geradezu verbreckunische Handlung>en dort vorgenommeir unb wir müssen, wenn wir uns die Grrungenfdjaften der Freiheit schützen NTvllen, mit aller Energie dagegen einschreiten. Tas Bolc müßte ti? Regierung zum Teusel jagen, wenn sie nicht Gewalt gegen Gewalt setzte unb den letzten Teil unseres Gutes vor der Zertrümmerung bewahrte. Tie R egier ung st r np sien, die,jetzt in das rheinische Industriegebiet eingerüdt^ such, sind feine weiße Garde, sondern sie sind die Schutztruppe der Temokratie und die Schutztrnppe der vergewaliigten Arb.rter. Ich hoffe, daß es bald g lingeit wird, der spartakistisdM Genxütl-errfchaft ein Ende zn machen." Tie Aüs'ühnlngen Schü^manns lvurden von der Mehrheit des Hauses mit stürmischem Beifall begrüßt. Von den Abgeordneten Payer (Tem.), Müller (Soz..) und Gröber (Zentr.) ist ein Antrag eingegangen, |m dem es heißt: Tas deutsche Vo.lk erwartet einen Frieden des Rechts. Es bat seine Waffen erst nieder- gefegt, nachdem es sich mit seinen Gegnern über die vom Präsidenten Wilson aufarftelttcn Punkte verständigt hat. Tas deutsche Volk rechnet auf die Unverletzlichkeit dieser Zusagen. Inzwischen behandelt Franff:eich sckwn vor dem Friedensschluß Elsaß-Loth.rwwn wie franzöfisckxs Land. Ferner trifft Frankreich Maßnahmen im Saargebiet, die die Befürchtung rechtfertigen, daß eine Lltnnexion dieses de ul schm Gebietes beabsichtigt ist. Tie Nationalversammlung logt gegen solckue Versuche feier» lichst Verwabrincg ein. Sie legt Wert darauf, daß der Entschübung über Polen in der Friedcus- lonferenz nicht vorgegriffen wird. Tie iliational-- versammlnng fordert die Anwendung aller Mittel, um Angriffe bolschewistischer Gruppen und Banden gegen unsere Ostgrenz-en abzuwehren. Noch immer lastet bie HünAerblockabe auf dem Volk. Noch immer wird der Verkehr zwisck)en dem besetzten unb unbesetzten Gebiet fast völlig unterbunden, noch immer leiden Hunderttausende deutscher Kriegsgefangener im Ausland« an Leib und Seele. Eine solche Belmudlung muß das deutsck)« Volk zur Ver-N'-iftung treiben unb dieNaliona!verfamm- lung legt vor der ganzen Welt Verwahrung em. Weiter ist von den Mehrheilsparteien folgendes V « r t r a il e n s v o t u m für die Regierung eingebracht worden. Tie Nationalversammlung billigt den Arbeitsplan d.s Reicksministeriums und spricht f&hrn" Möbelwagen li Gigud hlttlif W ilnftcb. u. Ü3471 M Äieh. jlitielfl. erbeten. p'ianueö. mltb Qhibn «■ beten, blei m a. 8elo|i Liiri|st7.B,8abtTiabin Eostaufe«« Inner t9«H Pulverwädle. M Politik hat sie nicht mit freundlichen Farben belebt. Im Gegenteil! Der Reichsschatz Minister Schiffer hat uns ausgefordert, noch einige Sprossen tiefer hinunterzusteigen in der Erkenntnis unseres nationalen Unglücks, und der Waffenstillstandsminister Erzberger hat bekennen müssen, daß die Kunst des Verhandelns mit dem Gegner, in der er sich Meister ^ihlt, ihm und uns keinen Gteroimt, sondern Echtere Enttäuschungen eingebracht hat. Aus der Debatte, die sich in der Nationalversammlung über diesett vierteljährigen Abschnitt deutscher Geschichte anknüpfte, ist bisher nichts Erhebendes oder auch inur Tröstendes hcraus- geklungen. Die Kritik blieb unfruchtbar, und jie hat sich zuletzt auf das alte Kampffeld verloren, wo manche Trümmer des Kaiserreiches noch ungeborgen Herumliegen. Wir wollen vorwärts, nicht bei jedem Schritte zurückschauen und in den alten inneren Streit verfallen, der heute gegenstandslos ist. Daß die überstürzte Herbeiführung des Waffenstillstandes, die zur Unzeit über uns herein- gebrochene Revolution uns weit tiefer ins Elend geführt haben, als es uns sonst beschie- den gewesen wäre, ist ja mit Händen zu greisen. Der deutsche Volksparteiler Kahl hat dem Präsidenten Ebert vorgehnlten, warum er nicht alsbald persönlich sich mit den Häuptern unserer Gegner in Verbindung gesetzt habe. Wir fürchten, es wäre auch dabei nicht viel herausgekommen. Vielleicht hätte unser Volk n o ch etwas mehr Würde und Ansehen eingebüßt, wenn sein erwählter erster Vertreter auch iiorl) das bittende Wort erhoben hätte. Wir wissen ja aus der eigentümlichen Unterredung zwischen dem Grafen Rantzau und jenem französischen Leutnant, der als Vertreter des „Matin" zu ihm gekommen war, wonach die Weststaaten, besonders Frankreich, noch gelüstete. Wir sollen nckch nicht Reue genug bekundet haben. Graf Rantzait sagte, zu oft geänßerte Reue werde zur Demütigung ... Nmt sind über Verhandlungetc und Erwartungen wieder einige verhängnisvolle Revolverschüsse hinweggegangen. Clvmenccau ist von einem Anarchisten getroffen worden; wir wissen nicht, ob der Schuß, der ihn in die Schulter traf und angeblich die Lunge verletzte, den Gang der politischen Ereignisse erheblich beeinflussen wird. Wenn der _ greife Staatsmann daran stirbt, wird das französische Drängetl nach einem triumphierenden rücksichtslosen Friedensdittat vielleicht etwas abgeschwäcyt werden. Weil kein anderer als Elemenceau dem Widerstreben Amerikas so viel Trotz und Unnachgiebigkeit wird entgegensetzen können. Nach einer amerikanischen Pressemeldung soll Wilson geäußert haben, er habe in seinem Leben noch keinen so hartnäckigen Menschen kennen gelernt als Clemen- ceau. Der Schuß Cottins war ein politisches Haltesignal, und der „Temps" ändert daran schwerlich etwas, wenn er die unsinnige Gegenparole ausaibt, im Lager der Deutschen fei die Waffe geladen worden. Da müßte er den Schwung oes Gedankens schon mit ein paar greifbayn Beweisstücken zu unterstützen wissen. Nein, auch wenn Elsmenceau sich wieder von seinem Lager erheben sollte, wird er wissen, daß der Bogen des Machtfriedens ferne stärkere Anspannung mehr verträgt. Wenn ihm demnächst bei der Bekanntgabe der neuen Waffenstillstandsbedingungen ein Scheidemann sches Nein entgegenllingeu sollte, wird ihm das wohl auch keine ungetrübte Freude sein. Wir wollen uns aber nicht verhehlen, ^lß eine solche, vielleicht notwendige, EntschcUmng den deutschen Landen die schwerste Prüfung auferlegen würde, die sich erdenken läßt. Wir könnten diesen Weg nur wählen, um Schande und dauernde Knechtschaft abzuschütteln. In der gestrigen Sitzung der deutschen Nationalversammlung stürmten neue Gceig nisse auf die Volksvertreter ein. Scheidemanns Stimme erbebte in innerster Bewegung und Aufregung, als er von den Münchener Bluttaten sprach und von den verheerenden Geschehnissen im Ruhrgebiet und den anderen Orten, wo die Spartakisten noch ihre Fahne entfalten. Kurt Eisner, der eigenartige bisherige Beherrscher Bayerns, ist einer Mordkugel zum Opfer gefallen. Wir beklagen die Tat als ein Verbrechen und bedauern das gewaltsame Ende dieses Mannes, her freilich noch mehr Haß und Unheil ge- säet halte als Clemeneeau. Gestern sollte die am 12. Januar gewählte bayerische Volkskammer zu ihrer ersten Sitzung zusammeri- treten. Sie wurde mit der Wahnsinnstat der ^Nächep' Eisners eröffnet, die sich in blinder unb gemeiner Wut auf Auer stürzten, der ^ix dem vorausgegangenen Attentat gewiß in keiner Verbindung stand. Nevolverschüsse tra- ftaat hoffentlich auch ein neuer Geist! Es ist höchste.Zeit, daß allerorten in Deutschland der feste Wille erwacht, allen spartaüstischen Regungen und Umtrieben ein Ende zu machen. Scheidemann und Nooke mögen o.arin vorangehen und ihre Versprechungen halten!^ Das neue Reichswehrgesttz, das dieser Tage oer Nationalversammllmg vorgelegt werden soll, Ifc t unschuldige Menschen und leiteten wiederum die schlimmsten inneren Wirren ein. Bei aller Verurteilung des politischen Mordes, Siegeltet Anzeiger äs. General-Anzeiger für Oberhessen u». Zwillingrruirddruck u. Verlag: vruhl'fche Unio^vuch- u. Zleindruckeret K. Lange. Zchriftleitung, Sefchästsstelle u.vruckereii Zchnlstr 7. StaatsMwalt, Artikel 4 und 5 mit der Gesetz, ________ ________ ... _____ . „ „ (icbung, Artikel 6—10 sich mit der Staats!citimg in der Nationalversammlung haben schonungslos b-fasscn. wurde, bu aui dem Dege v. d. IQiUbutt z. Lad» bof seine ölicnajche wi (üdlanungilidirhi verl Der ehrl. Finder w. geb. 8tg.MD.M25b.8tlS laicht bei der Polizei ab zuaeben.________ÖM Aieaerwi!« ittlet wir Urstadt zum Frokttonsvorsihenden ernannt worden. Berlin. 21 5«br. .Veute abend rourbc raum Doli 3M" zu folge in München Trabtberidit her , Aus der demokratischen Fraktion, erfahren, ist an Stelle des Abg. Henrich Wie Abq. Ter Mörder EiSnerS, Seutntmt Gras 21 r e e, fefcrint für seine vandiungsweise als kaum zurech- nungssatug M -betracfcttn ja sein. Er ist schwer erblich belastet. Sein Vater war ein notorischer Säufer, Ser cm Eausenrdhnsmn gelitten bat. Seine Mutter, eine geborene Oppenheim, mar änr schwere tzhstrrikerin. für unser Land ist. Abg. Brauer (Hess. ’Bp.) schließt sich im Namen seiner Fraktion den Ausführungen des Vorredners an. B»i der Abstimmung wird das neue Ministerium - — — —v w—•— ।,».erregen. Will ein Schüler vnoqt )em. so meldet er es dem Lehrer vor der Ltunbe mit Anqeri: des Absclmit'es M Fochec-. aud dem er gefragt ;» werden wünscht. Und der Lehrer hat sich danach zu richten. Die Seric^uiig . " . ” , r» irtnnnrnvrn v< floaT IN (hc cnttorechenDCil ‘Ll wx mal fern der v*na bcnjdnilcn. alle n.-umn tretenden Sf lÜZ?6? in Wc Mädchenschulen ausgenommen wer J® 'unyr, bis tmc Zahl der Mit oben und ,_gry^nrT1 ve^dlnden Dt. Brivgung l Mädchen IN icd.-r Äfcifc die gleiche ist Jede B< anff£r?en urttihnto der rkeimmrsse d-r Schüler durch Zen 'urcn ist m der neuen Sdiulc unteragt. Ter r117* Lehrer darf btt- Schüler nicht nach seine» Be ™ l*bat durch Fragen lnimru hegen ob r chrc Nerven ®WT5n’®,««^l’£urrL iinn Oy..icral r t. aufior- durch Klo pewruff ätze erregen Will rin Schüler rut* »u ariiticren aufgebort: es sollen noch eins oder »wei Mafien grnridrn werden Tie neue -chule ist eine (hnbcitSfcbulc. Den Ucixrganfl jur Hoefrufation er*ir(te man btbureb daß alle '- »eintretenden Mädchen in btc erttlurrchcnbai Darmstadt, 21. Februar 4. Sitzung. Das Ministerium wird in der gestern schon kurz berichteten Weise gebildet. Abg. Ulrich nimmt die Wahl zum Ministerpräsidenten an und verspricht, sein Amt auch künftig im Meiste des Parlamentarismus unter Wahrung vollständiger Gerechtigkeit zu führen (Beifall.} Ministerpräsident Ulrich spricht dem Abg Ur- stabt (Dernokr), der aus persönlichen Verhältnissen den an ihn ergangenen Bus zum Eintritt in das Ministerium nicht Folge leisten konnte, für seine Mitarbeit, di« er in einer kritischen Zeit dem Lande geleistet hat, Dank aus. (Beifall.) Abg Dr. Osann (Dtsch. Bp ) erklärt namens feiner Fraktion, daß sie bei der Bildung des Mini- fteriums nicht gefragt worden feien. Sonst hätten sie Einspruch erhoben gegen die Schaffung von vier Ministern, deren Zahl zu groß und zu kostspielig A«» dem Reiche. Der NeichsverfassungSennvurf. Weimar 21. Fein. iWTB) Irr Staa- tcnausschuß bat m inner heutigen Sitzung btc zweite Lesung des Berfassungsentwur-- fe» beendet. Eine dritte Lesung findet nicht statt. Die Beilegung des Geaeralsttuik- im Ruhrgebiet. Essen <9htbr), 22. Febr Nacktem seitens Regierung die Zurücksührung der Truppen aus dem Industriegebiet bis zum 2 5. Februar zügel Landen wrnde. besckLoß daS Streiitomitee der Kommunisten und Uimbbängi- gen. den Generalstreik abzubrechen, zumal die Strcilparolc von der Mehrzahl der Arbeiter nicht befolgt würde Tie Kommunisten und Unabhängigen wollen aber den Streik zu gegebener Zett wieder auftrehmen. und .*$ soll dann auch vom Mitteldeutschen Braunkohlenrevier ein Sumixitbieftrcir crBärt roertei Tie Bedingungen des komniandierendcn Okiwrahl auf Zurücklassung der Geschütze. Herausgabe sämtlicher beschlagnahmter MUüanachen. sonne sofortige Einstellung der Gewalttätigkeiten «vurden seitens der Streikenden bewilligt. Die SchreckenrsMM im bayerischen Landtag. München 21. Febr. Die Pvonnerskr itze. in der dos Lrndtagsgebäude liegt, und die Zugänge zum Parlament waren seit dem frühen Morgan durch Truppen gesperrt. Als die Abge- oebneten fast vollzählig ihre Sitze cingerummat hatten und auch die Minister und Regicrungsver- treter schon anwesend warm, fehlte nur noch Eisner. Da sah man den jungen Sekretär Eisners. Fechenbach, am Ministertisch erscheinm und eine Meldung erstatten. Schon tönte von der Iour- nalistmtribüne der Ruf in dm Saal: „Eisner ist ermordet." Eine ungeheure Bestürzung be- mädytigte sich der Versammlung. Kurz nach 11 Uhr eröffnet der Alterspräsident von neuem die Sitzung Sofort nahm der M inrftcr des Innern Auer das Wort. Er gab der Bcrsammlung, die stehend seine Ansprache entgegennahm, Kenntnis von dem Geschehenen und sagte: Ter politische Konflikt in Bayern stand vor seiner glücklichen Lösung. Ter Ministerpräsident war im Begriff, dem versammelten Landtag bei Anwesenheit sämtlicher Minister mitzuteilm. daß das gesamte provisorisch« Ministerium seine Aemter in di« Hände bet gewählten Volksvertretung legen werde. Dir beklagen in dem Gemordeten den Führer der Revolution in Bayern und dm vom rnnsten Idealismus beseelten, tun edelster Sorge für das Proletariat erfüllten Menschen. Tie Warte Auers nnrrben wiederholt von dem bewegten Hause .mit Kundgebungen der Zustimmung unterbrochen. Während nun der Mehr hei ts- sozialist Tr. Süßhrim dm Antrag stellte, dm Landtag auf unbestimmte Zeit zu Pertagen, drängte plötzlich zur Saaltüre herein eine Gestalt in grauem Heberzieher, stürzte auf dm Minister Auer und feuerte aus einem Revolver drei Schüsse auf ihn ab. Man sah, wie Auer sich ans Herz griff und vom Stuhle sank. Das übrige ist in dem geskrigm Bericht bekannt. München. 21. Febr. (WTB.) Der Landes-Soldatenrat, das Ministerium für militärische Angelegenheiten, der Stadtkommandant und der Polizeipräsident erlassen folgende Bekanntmachung an die Soldaten. Arbeiter und Bürger: Durch ruchlose Mörder- Hand wurde Ministerpräsident EiSner ermordet, Minister Auer schwer verwundet. Diese tiefbedauerlichcn Vorfälle, die jeder rechtlich denkende Mensch verurteilen muh, müssen alle Gemüter aufs höchste beunruhigen. Sofort must das Volksgericht die Unter- luchung und strengste Bestrafung vornehmen An das Volk, den Bürger- und Solbotcnrod ergebt die Bitte, die Ruhe jetzt zube wahren. Geht in eure Wohnungen! Die Straße ist gefährlich! Ab 7 Uhr abends darf keine Zivilperson mehr aus der Straße sein. Die öffentlichen Lokalitäten haben ebenfalls um 7 Uhr zu schließen. lieber München ist der Belagerung s- instand verhängt worden. Deute abend findet ein Mtnisterrat statt, in dem über bic Neubildung des Ministeriums Beschluß gefaßt werden soll. Die sozialistischen Parteien, ein- chließlich der kommunistischen, sowie die Ar beiter-, Soldaten- und Bauernräte haben sich ,u einem nationalen Ausschuß bereinigt. München. 21. Fehr. DD. Ter Minister tor militärische 2Ingdcgcnl>iten Roßhaupter irfinbet sich m Last Auer nnirbc sofort nach iXirt Attentat in rin Lazarett gebracht, wo er van dem Milttärarst fotort untersucht und Opener! ’vuröe. Sein Zustand ist lebensgefährlich. vahern zur Räterepublik aus-erufen Das Befinden Cltmenceaus. Paris, 20. Febr. (WTD.) Havas. Bulletlu über bas Befinden (Herr, cnceaus von 20. Februar 6.30 Uhr abends Das befriedigende Befinden bauet* an. Puls 74, Temperatur 37. Die Rückreise Wilsons. Washington, 20. Febr (WB.) Reuter. Tas Marineamt teilt mit. daß der Dampfer „Ge- arge Waslnnqton" mit Wilson an Bord auf schweres Wetter gestoßen ist uitb ohne Geleit nach B o st o n nx-tterfuhr. Tas Schlachtschiff „New Meribo ' batte Ätaschinem'chaüen unö blieb zurück. Auch die Zerstörer wurden ^zwungen, den Tamp» fer im Stich zu lassen. Daniels gab dem Kreuzer „Denver" den Beg-Hl, dem Dampfer entgegen- zu fahren. mohraten und der größte Teil des Zentrums, dagegen die deutsche und die hessische Volkspartei und einige Mitglieder des Zentrums (Beifall bei der Regierungsmehrheit). E- ergreift |obaun Finanzminister Henrich das Watt über die Finanzlage Hessens Tas Jahr 1918 brachte erhebliche Mehrausgaben gegenüber dem Voranschlag. Allem an Teuerungszulagen sind 22'/, Millionen lliexrf ver ausgabl worden. Tenuze gen über sind allertröwv auch mehr Einnahmen zu verzeichnen, mn >iuar aus Domänen, vorwiegend aus ix>U, narb Abzug der Melwausgaben rund 7 Millionen Ml. Tie Steuern und Si-mtp Icimtahmm ergeben nach Abzug der Orient rn Ausfälle eine Netto-Mehrrin nähme Pan 10'Millionen Mark, während sich di.' Mehrausgaben auf 191/* Millionen Mark belangen Rechnet man zu dem letzteren Posten den l-udgetmäßigen Fehlbetrag mit rund 1,4 Millionen, der aus dem NesceiVck geeckt werden sollte, dann würde, wenn nicht noch anbere Fakwrcn nti: = spräclietl, die lanfenbc Rechnung des Jahres 1918 ungefähr ohne Ueberfchuß, aber auch ohne Fehlbetrag abselfließen, allerdings ohne Einrerlmung der 8 Millionen für die neueste Teuerungszulage. Es wäre ein durchaus glftmiges Ergrimts, wenn man das atmehmen dürfte. Lriüer aber kommt ein 'Losten lstnzu, der wohl als der dunkelste Punkt in unserer Finarrzverw.rllung gelten barf: bic Eisenbiahn-Einnahmen Für das Jahr 1918 haben wir voraussichtlich nicht nur keinerlei Betriebsüberschüsse zu verrimtahmen, sondern es wird jedenfalls die Arrwrderu ng an uns heran- treten, uns an einem feljr erheblichen Betriebs- dcfizit der Preußisch-He,sischm Ei'enbalmver- waltung zu beteiligen. Aus dem Kapitel Staate eisen bahnen im Jahre 1918 bleibt noch rin Betrag von 81/; Millionen Mark zu decken, wobei noch cn keinerler Weise darauf Rücksicht genommen ist, daß man darüber hinaus Hessen zur Beteiligung an dem Betriebsdeftzitc der preußischen Staat)» eisen da hnverivoltung teron-ieben trxi tb. Diese 8‘/j Millionen Mark stellen nnt den 8 Millionen für die Teuerungszulage letzten Endes den rechmmgs- mäßigen ^1)4betrag des Jahres 1918 dar. Zu seiner Deckung siitd zunächit die Mittri des Restestocks I vorhanden. An dieser Summe von 9Jlarf 17 370 700 lKtte der Fehlbichvag, den wir vorhin mit 8*/t Millionen angegeben haben, sowie die Kosten ber neuen JBorlage über eine einmalige Teuerungszulage mit 8 Millionen abzugelen, so daß Ende 1918 noch rin Restbetrag von 870000 Mark bleiben wird, ber sich durch Zufügung des Restbettages aus dem Resleslock II auf rund l’/j Millionen erhöht. Mit diesem kläglickten Reste unserer Fonds, auf die mir so stolz waren, gehen wir in das Jahr 1919 über und auch das ist nur möglich, wenn die KriegsfelLbettage der Jahre 1914 und 1915 mit zusammen 10 396 850 Mark auf Anleiben genommen den Restestöcken wieder zugesührt werden. Tas heißt: Nun sind alle Reserven aud besserer Zeit erschöpft, aus beiten nxr bisher die besonderen Aufgaben, wie Teuerungszulage und anderes, leisten konnten und für neue Aufgaben bedarf es ber Erschließung neuer Einkommensquellen. W ie werden nun unsere Finan zen im Jahre 1919 auSsehen? Soweit der Staat n hat, ein Platz für eine .vettere Vertretung b-^; Lottes nicht mri/r vorhatchetl ift Aus der B-^ündung der einzelnen Artilri iü noch hervvrpcheben Zu Art 1: Man hat sich für die Bevichmmg „Fverstant" -in Mammcm ijt die bislier '^läufige Bezrick»mm^; Republik bet rügt entschleve», welcher von der Wcutrarer RaiMrtnlncricmnttung in dem Entwurf über die vorläufige Reicbsgeioalt angenommen wurde. In den )oürttcml*rgiid)cii mw badi ckien Beriassunqsenttvürsen wird von einem Bollssiaat griprochmi Zu Ari. 2 wirv Darauf .tnwnrrien, daß bic Erhaltung des hessischen Ltaatsgebietcs im bisherigen Umfange von höchster Beveutung ist für das Fortbestehen des LaildeS als selbständiger Stgat und bei ettvaigen Verlxrndlungen mit anderen Ei nzristaaien ro gen itzebietsändttungeti. Zu Art. 6: Tie Frage des Landesprälidenten rmtb offeng^assen, sie soll erst in der endgültigen Versal sung entschieden werden. Zu Art. 7 wird darauf hing ntzcien, dnß das Gesamttnrnisterium auf rin Mißkvauensvotum der Bolt'skamm r entweder selber zuruckttcten oder btc Kammer miflöten kann Zu Art. 8 wird darauf hingewiesen, daß mit Rücksicht auf den in einer parlamentarischen Regierung einttetenden Wechsel der Perivnen Bestimmungen getroffen werden müssen, die ihr.' hrirtfdKii.LdK- L icherstrllung wachnn, da sonst nur ftnanzi.-ll unablkrnff'^c oder solche Personen, btc tfjren früheren Beruf wieder ergreifen chnnen, in Bettacht kämen. Wgemrinc Borschriftcn zu geben, erwies sich als ntcht zweckmäßig. Art. 9 ist dadurch nottvtndig geworden, daß bk Verfassung in bic Gesetze, sowett sie nicht ge- frnbert rmirbnt, in .ftYaft bleibm. In diesen waren aber eine Reihe von Beftignisfen bisher dem Großherzog Vorbehalten. Tie Gültigkeit für Art. 3 per bisherigen Verfassung i flufläsungsrecht des ivrost^ rwgs gegenüber der Kammer! .oird jrbod) rittgeschränkt durch Art. 7 des vorliegenden Verfass ungsentwurfes auf den Fall, daß die Bolks- fainmcr der Regierung das Verttouen versagt. Der Berichterstatter bes Dersassungsausschusses, Abg. Reh (Demohr.), hält sich in seinen Ausführungen an seinen im Drucke vorgelegten Bericht. 3n ber allgemeinen Aussprache ergreift als erster Nebner ber Vertreter ber Unabhängigen Partei, Abg. Kiel bas Wort. Soweit sinb wir gekommen mit ben Errungenschaften ber Revolution, baß uns bie Abhaltung von Versammlungen in Gießen verboten wurde, weil wir keine polizeiliche (Erlaubnis hatten. Auch zur Kontrolle ber Lebensmittelversorgung sind bie 21- u. S.'Näte notwenbig. Er bittet, seine Anträge auf Beibehaltung unb Ausbau ber A.- u. S.- Näte, anzunehmen. Abg. Eißnert ISoz.) erklärt, baß feine Partei nicht in bie Aussprache eingreifen werbe. Wir stimmen hem Entwurf ber vorläufigen Verfassung zu. Sie be- friebigt uns nicht vollständig. Wir behalten uns unsere Anträge aber für bie enbgültige Dersasiung vor. Abg. Dingelbet) (Deutsche Dolksp): Wir sinb mcht mit bem Lobe einverstanben, bas ber Herr Ministerprästbent ben B.- u. S.-Räten soenbete. 3ch hoffe baß bas Gefühl ber Zusammengehörigkeit mit hem linksrheinischen Gebiet besser gepflegt werbe als bisher. Abg. Soherr erklärt im Namen bes Zentrums bie Zustimmung zum Gesetzentwurf. Abg. Schilbbach (Soz.) weist gegen ben Abg. Dinge1bey ben Vorwurf zurück, baß bie Sozial- hemokratie bie Revolution gemacht hat Die Revolution hat uns überrascht, daß sie kam, lag an ben Dotbebingungen, bie bie bürgerliche Gesellschaft schuf. Abg. Dorsch (kesi. Vp.). Wir billigen ben Ver- sasiungsentwurf. Wir lehnen bie Beibehaltung ber Nebenregierung der A.- u. S.-Näte ab. Wir sinb für bie Neuschaffung bes Heeres, bas Neferenbum halten wir auch für notwenbig. Mit ber Sozialisierung wirb es gute Wege haben. Der Nebner kommt hierauf in längeren Ausführungen auf bas Gebiet ber in- nem und äußeren Politik bes Reiches zu sprechen. U. a.spricht er sich für bie Schaffung eines Groß- Hessens aus, obwohl er anerkennt baß bie Fragen noch nicht spruchreif sinb, unb bekennt sich zur Monarchie. Um 12 Uhr tritt eine Pause ein, in ber sich bie einzelnen Ausschüße versammeln. Abg Dr. Strecker (Forischr.) polemisiert gegen bie Ausführungen ber Abgg. Dingelbet) unb Dorich. Gefreut hat mich bie Erklärung ber Abgg Dingelbet) unb Dorsch, baß sie sich nicht auf unfruchtbare Oppo- sttion beschränken wollen, sonbern zu positiver Mitarbeit bereit sind. Der Webner folgt ben Borrebnern auf bas Gebiet ber äußeren Politik. Abg. Soherr (Ztr.) Das Volk erwartet keine Worte, sondern Taten. An ber Auftollung der Schuld- frage sowohl bes Krieges wie ber Revolution sollten wir uns größter Zurückhaltung befleißigen. Wir wollen lieber Zusammenarbeiten am Wieberaufbau ber Trümmer unseres Daterlanbes. Es sprechen weiterhin Abg. Knoblauch (Soz.), ber Abg. Dorsch (Hess. Volksp.) unb Ministerpräsident Ulrich, worauf ber Berichterstatter Neh bie Annahme bes Entwurfes en bloc einschließlich bes Zufatzantrages ber Deutschen Dolkspartei beantragt. Der Derfassungsentwurf wirb gegen bie Stimme bes Abg Kiel (Unabh. Soz.) angenommen. Hierauf erklärt Ministerpräsident Ulrich den Nückttitt bes provisorischen Gesamtministeriums; bas- selbe wird auf Antrag Neh 'sein Amt bis zur Neu- wohl weiterführen. statt bes Abg. Henrich. Vom Zentrum wirb an Stelle Des ausgeschiebenen Abq. Hebel A^g. Schorn in ben Lv.. Finanzausschuß, unb in ben PetttionsaMsschuh anstatt s muirchttttscher Ardeuer zmn bes Abg. Schorn ber Abg. Scherer. Die Vorschläge! drrnd. tnrab btt Strotzen Um yxi Uhr ertönte ...... merben angenommen. I eturnvvfäute.- Aui der Tberritnmxc'e bottr sich mit ganz überwiegender Mehrheit bestätigt. (Es snm-e Die Kammer fährt in bet Tagesordnung fort Irinr n q A^sam itt n^ b nx w.tt Xcnawthrew» nun geschloffen dafür bie Sozialdemokraten unb De* l Die Regierung hat eine Vorlage eingebracht, bie Re 1 ku ^iflaunnctuepcUrtL. Per Bolfdjtwismus in ber russischen Schule. Selbsterlebtes über die Umformungen, bie btc Bolschewisten in ber russischen Schule vorgenommen haben, erzählt Oberlehrer Robin im neuesten Heft ber „Grenzboten". Der Verfasser hat längere Jen unter ber bolschewistischen Herrschaft an einem russischen Gymnasium gewirkt unb bie Verhältnisse genau kennen gelernt Zunächst waren bie Forberungen nur allgemeiner Natur; eine nähere Bestimmung sanb erst allmählich statt. Sie begann bamit, baß bie Freiheit bes Wortes und ber Versammlungen auch ben Schülern unb Schülerinnen gewährt würbe. Zu biesem Zweck berief bic Leitung bes Lehrbezirkes eine Versammlung ber Schüler ein. Die Schüler verlangten zunächst De- seitigung jeglicher Aufsiät seitens des Lehrerpersonals in ben Zwischenstunben unb Rauchfreiheit, sowohl auf ber Strotze als auch in ben Räumen ber Schule Die gemäßigteren Schüler begnügten sich mit ber Wn räumuna eines Rauchzimmers für bie oberen Klaffen. Ferner forberten sie bie freie Wahl des Klaffenoibi- narius, Entlassung unliebsamer Lehrer unb Beein- fluffung bes Erziehungsprogramms Fede Schule hielt nun ihre Schülerversammlungen ab, unb halb waren bie Wände ber Klaffen unb Korridore mit den mannigfachsten Kundgebungen bedeckt. Kein Lehrer hatte da» Recht, sich in dies Treiben einzumischen; in einem Gymnasium gingen sogar bie Schüler soweit, baß sie vor ben (Eingängen zu ihren Versammlungsräumen regelrechte Posten mit Flinten unb Revolvern aufstellten. Kein Wunber, bah in einem Gymnasium baraufhin die Lehrer streikten. Außer ben Schülerversammlungen würben aber nun auch (Elternoerfammlungen einberufen, beren gewählte Vertreter bas Recht erhielten, bie Hnterrrchts- ftunben zu besuchen. Diese Konttolle ber (Eltern genügte aber noch nicht, sondern als Vertreter des Volkes wurden die Schuldiener zur Kontrolle her- angezogen. Sie funktionierten gleichsam als „Schulräte"; ohne die Hnterschrift von zwei Sd)ulbienem durften ben Lehrern keine Gehälter ausgezahlt wer ben; ebenso mußten bie Hrlaubsscheine ber Lehrer burch die Schuldiener beglaubigt (ein. 3n den Mädchengymnasien wurde die Leiterin der Schul« burch eine Schuldienerin entsetzt, unb an bie Stelle bet Klaffenbamen, bie während des Unterrichts bie Aussicht führten, traten Aufwartefrauen. Schließlich wurden alle Lebtet durch ein Dekret zum 1. Juli entlassen. Die Neuanstellung erfolgte im Herbst 1918 auf Grund einer besonderen Wahl, bei der die Wählenden aus einem Vertreter bes Kommissariats der Volksaufklärung, aus Vertretern der Stabt, bes Arbeitet- und Solbatenrates, bet (Eltern unb Schüler unb ber Schulbienet bestanden. Das Programm bei Gymnasien wurde vollständig geändert. Die Religion wurde nicht nur vom Lehrplan abgesetzt, sondern al» Unterrichtsfach direkt verboten. Latein unb Griechisch wurden ganz beseitigt. 3n den modernen Sprachen ist ber Unterricht eingeschränkt, es wird nur da» Hebersehen aus ber fremben Sprache ins Russische celeljrt. Feder Schüler soll die Wahl zwischen Deutsch, Französisch unb Englisch haben Für die russische Sprache wurde bie neue Orthographie, die sogen. Bauernotthographie", eingeführt. 3n der Geographie wirb nur bie Geographie Rußlanb» gelehrt; bagegee sollen in der Geschichte Rußland» bie Ereignisse ber Vergangenheit nur in allgemeinen Zügen besprochen, bie ganze Aufmerksamkeit ber russischen Revolution geschenkt roerben. Auch bie Geschichte ber französische* Revolution ist eingehenb zu behandeln. Der ganze Unterricht muß überhaupt seht eingeschränkt werbe», ba die Kinder nicht mehr so lange wie bisher in der Schule festgehalten werben sollen. In 8 n < tz,nt7«sien bat bic olrrfte -lasse be Serung zu ermächtigen, bw bisher bem ehemaligen roßherzog ausgezahlte Iivilliste zu sperren. Die zu den Lasten derselben gehenden Besoldungsvorschriften sind von Staalswegen zu regulieren. Der Verfaffungsausschuß schlägt vor, jetzt nachdem bte Regierung durch bie Wahlen auf gesetzliche Gmnb- lage gestellt ist, noch einmal in Verhanblungen mit dem Großherzog über bie Regelung ber aus ber Zioilliste entfpringenben Ansprüche herbeizuführen. Erst beim Scheitern bieses Versuches soll in die fach- liche Erledigung der Regierungsvorlage getteten werden. Die Regierung hat sich damit einverstanden erklärt. Der Ausschußantrag wird gegen bie Stimme des Abg. Kiel angenommen. Die Regierungsvorlage über die Ausstellung von Schuldverschreibungen unb S chatzan- Weisungen wirb nach mündlicher Berichterstattung des Abg. Eißnert (Soz.) ohne 2lussprache genehmigt. Zu der Anftage Dr. Osann u. Gen. bas Gesetz über bieGewähruna von Staatsbarleben an bem Kriege betroffenen Personen vom 12. Mai 1917, erklärt Ministerialbirektor Raab: Die Regierung sei bereit, einer Erweiterung ber Gewährung von Staats- barlehen zuzustimmen. Bei ber Anftage Dr. Osann u. Gen. über bie Kohlennot erklärt Ministerialbirektor Naab.: Die Regierung habe bie ernstesten Vorstellungen nach Berlin gerichtet. Die Zukunft läßt sich bei bem Ernst ber Verhältnisse nicht übesehen. Der Anftagesteller Dr. Osann stellt den Anttag, die Besprechung seiner Anfrage zu vertagen. Der Anttag wirb angenommen. Präsibent Adelung teilt mit kurzen Worten bem Hause bie Nachricht von ber Ermordung bes Minister- Präsidenten Eihner in München mit, wobei bie Ab- georbneten sich von ihren Sitzen erheben. Nächste Sitzung Mittwoch um 10 Hhr E Sril S Serie NSebett ®t. 6.) JÄ*1 ''litt' Mit» „g kl 21 61 - Jreiba 12-4 Uhr d «n filt rirt(d)a erfurtert ein«,®; M nötigen etnbt 6t« Lander mit ecti J®Men J tigeu PfUnjen u Mirtschaftrjahr ti fübning get-i-l-, ouuinberten Die« ft«. in6 eioeihh- im|e « *1* Dinmg (0el»uch< gitigM^uriermitte Diefe Ansorde Ui Snbaa der FI Mhrend btrt phr« 1« hedan grrttn, die Inbani Tentdt yeäijrl fir bas IBirild)« ,-hftijer gehalten 64 aus ben nad)1 ^tderfflaihri Pni|ofll eine bt[li J! « ihm geftat jrilaatemte ju 0 bleibenden Oelhuc Hlr.jihafi. Auch auf die Ziiweisnn Sadiftoff, foTie B üehniiche Des bat von Hans m Die Landwirt o-rtt |nu erweile auf 'örunb von 1 bereit, Iber alle! nähere lukuft w Dar Fl leit feiern am S diener und jjoipfa .'mu, Seltersweg nltin uxb seine SLU. Letzte ^tiegenviseues !<•" fit dar kril ‘ V Zednar, mit e'flree, $i$marä "• Oberbeff Iteflung, welche Thielniann, "nslern aufweist, 3 unb Mich 1 Uft geößnet. ” Äonjert» 1919 ausqef Jt'eöbwg wird d, 2- tls sech 1,1‘bring UP« lagtsbarteS gegebenen Stu " Anla ^Usmusjk bfr morgen dl Bitte- fwrm Mi $, 'atn®) bei L? Wr 3 33? Sm MdL tat tätig?? A Mr S? lüije Ä Täk ptrien Q neu Arkse 9dlkew. flaue, «e frtnrrytt bet Iber Marge eeföffm, h*6d ein Ulan verletzt dem ueberangckot sich Pferde »ulegren, machen letzt wurde. Auch txm den Plldtterarn wurde ein te Geschäfte. Ihnen wird jetzt häufig das imn- Mann niedevgefthossar. to der nffildja H ** Unerhörte Pfe rdeprei se aus Ecke dem Um Ab- Umformungtn, bit bii ?en Schule Dorgenommei Min im neuesten hrsi Laster hat längere Zn! errjchast an einem rüst, b die Verhältnisse geim ’tn die Forderungen ran »e Besnmmung sand ch damit, dast die Freiher lungen auch den Schulen ourbe. Zu diesem Zweä izirkes eine Dersamnito; verlangten zunächst Seitens des Lehrcrpeisonül! Rauchfreiheit, sowohl den Räumen der Schule ;nüglen sich mit der Ik ; für Die oberen filafftr Dah/ Des filafitnorbi- er Lehrer und Stein- mms. Fede Schule hiell en ab, und halb roam rridore mit bin mannio it Kein Lehrer hatte dc rinzumischeni in eine ; Schüler soweit, bah > n Dersammlungsräuno nten unb Revolvri! ah in einem Gymnasiur Bom Laude wird uns geschrieben: Die OelmÄhlen werden gegenwärtig förmlich mit Bucheckern überschüttet und man staunt über die Menge dieser Fruchte, die von der Bevölkanmg (f'i ammclt wurden. Um so bedauerlicher ist es, daß die meisten Leute beim Abliefern ihrer Bucheckern Enttäuschungen erleben, denn wer da glaubt, daß er nach der oft weiten und beschwerlickton Reise für seine Früchte gleich das Oel mitnehmen könnte, ist sehr im Irrtum. Er muß seine Bucheckern, falls er sie nicht wreder mit nach Hause nehmen will, irgendwo unterbringen und kann dann im Verlauf von einigen Wochen die Reise nod) mehr- mals moch-en bis er endlich sein Oel bekommt. Die größte Enttäuschung wird aber dadurch be- veittt, das; die meisten Sammler nicht so viel Früchte abgeliescrt haben, als sie zur Mühle bringen und nam Schwrerigketteu loegen der Schlagscknine entstehen. Wenn man beten ft, daß nur an den gsn% Hellen Tagesstunden gesammelt werden tonnte, so war schon eine mehrwöchige emsige Tätigkeit nötig, um *. B. 60 Pft>. Buck>- eckern zusammenztubringen. Bon diesen müssen 30 Pfund abgegeben werden, so daß dem Sammler noch 30 Pftind verbleiben, für die er 21/» Liter Oel erhält. Für seine mehrwöchige, mühselige ** Da, Fest ihrer silbernen Hochzeit feiern am Sonntag, 23. d. Mts., Armenarnts- (jener und Hotpttaloerwalter Philipp Mandler und Frau, Seltersweg 11, und Handelsmann Heinrich Klein und seine Eheftau, geb. Maus, Asterweg 5. SL U. Letzte llmmatr ikulation für das Kriegsnotsemester. Die letzte JrnrnatriKula- tion für das Kriegsnotsemester findet Montag den 24. Februar, mittags 12 Uhr pünktlich, im Rektorzimmer, Bismarckstr. 22, statt. **Oberhesslscher Kun st verein. Die neue Ausstellung, welche unter anderen Sammlungen von Prof. Thielmann, Prof. R. Kaiser und Prof. Mor- oenstern aufweist, ist von morgen, Sonntag, von 11 bis 3 und Mittwochs und Freitags von 11 bis 1 Uhr geöffnet *• Konzertverein. An Stelle des am 16. Februar 1919 ausgefallenen Konz..ts von Herrn Prof. Friedberg wird der Konzettverein am Sonntag den L. März als sechstes Konzert das Wendling- Quartett bringen. Die zum 16. Februar 1919 gelösten Tageskarten wie auch die zum sechsten Konzett ausgegebenen Stammkarten sind hierfür zu benutzen. ** Anlage-Konzert. Die Regi- menlsnrusik des Infanterie-Regiments 116 wird morgen vormittag von 11 Uhr ab (bei günstiger Witterung) in der Süd-Anlage konzertieren. Spiclfolge: Preislied aus der Oper: „Die Meistersinger von Nürnberg", von R. Wagner. Ouvertüre znr Oper: „Meeresstille und glückliche Fahr?", von F. Mcn- belsohn-Bartholdy. Angereihte Stücke aus der Oper: „Der Freischütz", von C. M. v. Weber. Melodien aus der Oper: .„Carmen", von ,G. Bizet. Frühlings-Einzug! Marsch, von Franz v. Blon. Der cfrang. Arbeiterverein hielt am letzten Samstag seine diesjährige Hauptversammlung ab. Rach dem vom Schriftführer des Denrns erstatteten Jahresbericht zählt der Verein zur Zeit 265 Mitglieder. Tie Ein- nalimucn betrugen im Jahve 1918 1191,34 Mk., teilen eine Ausgabe von 1122.53 Mk. gegenüber- fiettf- Das Vermögen des Berci rs telstutt sich Reiche, tes,. WM ^"‘«NtybieL ME Stet r L ~mun,fkn M L?” < -u gk> ^7' Ul» .'s soll dM Braunkohl "Bärt tuetbai mcTtinercnbeu 'L- verausgabe färnt- u^achen, soivie ttatigfettai nmrijen s«. hgt. die Früchte endlich gcfdLyen hat, 2»/, Liter DA erhalten. Es ist testen» begreiflich, daß es dem Sammler bitter schwer würde, die Hälfte der so überaus sauer gewonnenen Früchte abzugeben. Er hat auch gewiß damit gerechnet, daß seitens der Behörden später eine günstigere Verfügung erlassen wird, ja sogar die Bucheckern wie im Rach- barlante Baden noch ganz freigegeben wecteni, Oder sollte dies in Hessen nidjt möglich fein'? Tas Über den Bedarf des einzelnen hburusg.-hcnde Cucmtaim Oel käme ja doch' schließlich der Allgemeinheit zugute. Hier tonnte sich die in tracht kommende Behörde btrrd) entspreckjende Aen derung der Verfügung ein besonderes Verdienst! und den Tank der gesamten Bucheckernsammler erwerben. Wie betonntgegeben, sind in dieser Httm sicht bereits Schritte getan und toäre es nur y begrüßen, wenn sie den gewünschten Erfolg hätten. Tann würden die Bucheckern nidjt mehr .nie bis^ her, zurückgehalten, sondern man käme dem Zweck, die Allgemeinheit möglichst rasch mit Oel zu versorgen, jedenfalls bedeutend näher. Meteorologische veobachtungea der Station Stehen. Niederschlag: 3.1 mm Höchste Temperatur am 21. 2.: 9.9°: 22. 2.: 13°. Niedrigste „ „ 21.2.: 4-8°; 22. 2.: 6.4«. Theater-verein Dietzen. Der Waffenschmied. Damische Oper von Albert Lvrtzing. Gießen, 21. Februar 1919. Nach Verdis Troubadour ließ der The-ater- Verein gestern Lortzings Waffensäjmied von Worms folgen, um auch der gemütvollen deutschen Spieloper zu ihrem Rechte zu verhelfen. Ter Wassenschrnied ist in Inhalt und Musik bekannt genug, ein näheres Eingehen zu erftunen. Bedauerlich waren nur einige Striche, wodurch u. a. auch das Lied von den armen, ernten Mädchen in Wegfall tarn. Ter tzk'samtauffülwung tarn es zugute daß diesmal als einheitliches Ensemble Kräfte vom Opernhaus in Frankfurt gewönne« waren, die zudem unter der ihnen vertrauten Leitung von Kapellmeister Fritz Neumann vom Fvankfurter Opcrnljauä standen. Daher waren die wrzelnen -Lttmmen von AnsLngern aufeinander eingesurigen. Der Waffenschmied selbst wurde von Richard von Schenck gegeben, der zu Anfang mit fernen Stimmitteln zurückhielt, um später fein wohlklin- Mrwes weiches Organ voll ernzusetzen. Carl Bauermann in der Doppelrolle als Graf Lie- benau unb sein eigener Nebenbuhler verfügte über eine dem übrigen Ensemble angepaßte, aber weniger selbständig hervottretende, sympathische Bariwnstimme. Um so erfreulicher wrr der Tenor Herniarm Schramms, der in allen Lagen aus- »?giid)en und doch kraftvoll war. Besonders belebend lüirfte sein frisches Spiel. Josef Gareis konnte ein wenig echter in Spiel unb Sprache den ergötzlichen Typus des noch keine vierzig Jahre alten editoaben treffen. Anita Franz ermangelte es an der letzten Sicherl-eit. Stimmlich hat sie gutes Material, das sich in der Tongebung jedoch nock) llären läßt. Marie Wellig-Bertram jeigite im Spiel eine humorvolle Auffassung ter Jrmenttaut, und fügte sich in jeder Beziehung har- monich dem Ganzen ein. Gternte die Ixmnoniftte Abgesttmmthcit war der glücklichste Eindruck des gmrzeu Abends unb trat am schönsten bei den Ensembles zutage. Nur am Schluß des Weinberz- festes wurde das Tenrte etwas schnell genommen, was die Einzelheiten der Stimmrfüh-rung ver- wrschte. zz. Tanzen ist gesund, aber die dadurch bewirkten Bewegungen des Körpers bedingen, nameniitck in den ivarnien Sälen. eine er höbte Schweiyabsonderung, die für manchen Menschen peinlich und unangenehm tt. weil der übermäinae Lchweiu lenen bekannte« Geruch verbretlei. (.!e- brauchen Sie aber täglich unser neues flüssigem Lchweinmiltel ^Manarott, so wird jener Geruch ^Ettchwinden. Sie kommen nicht mehr in über mnöinen Schweig, Ihre Kleider werden geschont und Sie empfinden beim Tanzen ein gröberem Ve> Ml gen, ohne jegliche schädliche Nachwirkung auf die Gesundheit. Machen Sie wenigstens einen Versuch Preis nur Mk. 4.50 die Flasche, lange aut .eichend ÖabenbeiA.Noll. Drogerie z. Kreuz, Gteüe». u..,8s AaeimFabrikamManarol-Werk,Frankfurt a.M^ Vstchrttisch. Infolge des Papier- und PlatzmorrgelS tonnen Vorläufig die Buching änge nur verzeichnet werden. Eine Besprechung ist nur in den aller- seltensten Fällen möglich. 1 — Neue Frauenkleidpng unb Frauenkultu>r. Organ des Verbandes fflic Detttsche Frauenlleidung und Frauen kuttur. Schrift- leitimg: Klara Sander, (§lse Wirmrnghaus, beide in Köln. Verlag der G. Ärmmschen Hofbuct-druckerei in Karlsruhe. Jährlich lO Hcste in Hoch-Quart mit zahlreichen 9BMnIbungat und Zeichnungen aus Kunstdruckpapier, sowie Schnittmusterbogen. Preis sürs Jahr 6 Mk., fürs Halbjahr 3 Mk. 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Entwurf der Verfassung des Völkerbundes. — Friedrich Staps. Ein deutsches Volksstück, von Walter von Mvlv. Albert Langen, München. — Tie Erzählung-eines Toten. Eine Gwteske in 5 Bildern, von Gustav Adolf hon Lürdenrode. Verlag Auwro^, Dresden-Weiubölsta. — Tie Weltliteratur. 9h:. 47. Walde^ mar BrmselS Erzählungeir. Preis 25 Pf. Verlag der Weltlitexatur, München 2, Färbergrabeir 24. < > —Was mußhie deutsche Fran von der politischen Lage wissen? Von Dr. Eduard SPranger, Professor an der Universität Leipzig. (32 S.) Verlag von B. G. Teub», per, Leipzig unb Berlin. 1918. — Der rote Aufruhr in Finnland imJahre 1918. Eine Schilderung auf Grundlage offizieller Urkunden von Henning Söder- h j e I m. Verewigte Uebersetzung von Johannes Oe h qui st. 182 Seiten. Verlag von Qu.Ne und Metzer in Leipzig. 1918. — Goethes Freundinnen. Briese zu ihrer Charakteristik, ausgewähll unb eingekitet von Dr. Gertrud Bäumer. 2. Mflage. Mit 12 Bildnissen. (VIII und 164 S.) Verlag B. U Tarik her, Leipzig unb Berlin. 1918. — G. Freytags Völker- unb Sprachen karte von Mittel-Europa. Maßstab 1:3 Mill. Preis 5 ffr. = 3,50 Mk. — Was bleibt unser Halt? Em Wort an ernste Seelen. Von Rudolf (Enden. 29 Setten. Geh. 1,— Mk. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. 1918. — Das literarische Echo. Halhmomrts- schrist für Literaturfreunde. Berlasg: Egon Fleischet & Eo., Berlin W 9. 2. Januarheft. — Höhenflug. Ein humoristischer Roman von Tlreodor Wundt. Mit Zeichnungen Don .Ulla- Marx. Verlag von Mch. Bong, Berlin W 57. — Heinrich Seisferts Ende von I. v. .Bülow. Geb. 4.50 Mk. Verlag von Heinrick) Z. Gonski, Köln. — Kriegsbriefe gefallener Studenten. Herausgegeben in Verbindung mit den deutschen Kultusministerien von Praf. Dr. Witt kop, Freibura. Verlag B. G. Teubner in Leipzig Kartt 1.80 Mk. — Stockhausen, Juliana von. Das große Leuchten, Romwt aus dem schwäbtt scheu Bauernkrieg, geh. 5 Mk., geb. 6.50 Mk Teuerungszuschlag in diesem Preis nicht mrtrnbe griffen. Briefkasten der Redaktion. h. 2. in dl. Wenden Sie sich an die Landrs- versick-erungsansttzlt, in bereu Bezirk Ihnen die erste Jnvalidenkarte ausgestellt nrurbe, z. B. in : LandesoerfichTrungianslrrit Darmstadt, in Hessm-Ras au: £anbe5ber:ii^erung ■arrritafl Kassel, der Rl^nprovrns: Landesverficherungrsa-nstttlt Tüsseldvrt usw. Ur. ^00 St Wenden Sie sich an das Miet- emiguugsantt. Es fiann u. E. eine Metersmnilie nicht emfach der GeMr der ObdackiLosigicit preis- gsgel>en werden, rare weil ein anderer die Mittel ^vabt hat, das Haus zu Haufen. Tie Interessen «s Mieters unb des HauserwerberH sind hier abzuwägen Vermag ber Erwerber m feiner feit- I)erigcn Sßoljramg zu Weiten ober tarnt er unschwer ein anderes geeignete Untertommen finben, ist aber für den Mieter ein anderes Untertomvren nwst.M beschaffen, wird der Käufer wvlri fkum durchdringen. K. v. h. Zusbändig für die Gewährung der EttrvrOslo, cufürforg*? ist die Gemeinde des Wohn- otts des Erwerbslosen ober der Gemenckeverband, m dessen Bezirk der Wohnort gelegen ist. KttiegS- tnlnelynjer smd unbeschadet einer vorläufigen vvr- schußnxnsen Unterftiityungi in ihrem Mtonthalts- artc in bem Orte zu unterstützen, in dem sie vor chver Einziehung jum Her-resdienst gewohnt haben. Personen, die wahrend des Krieges zur Aufnahme von Arbeit an einen anderen Ott gezogen smd, lolleu miWrft tu den früheren Wohnort zurück- tol-ren unb sind nach ihrer Rücktohr in dem früheren Wohnott zu unterstützen. Freie Fahtt zur Reise m den früheren Wohnott ist von ber Gemeinde des l^ken Wohnortes aus Mitteln der Erwerbs- to|enfürk>rge zu bewilligen. Eingesandt. (Für Form unb Inhalt aller unter dieser Rubrik ftcteitben Artikel übernimmt die Rckaktion dem Abiblikum gegenüber keinerlei Veranttvottung.) Buchkckcrnöl. kirn. immlungen mnrbtn ak Itn einberufen, beren y erhielten, die Unten# Äontroflc der (Ellern gt ntiem als Certreter te lener zur Kontrolle ^ en gleichsam als . v/n zwei 5dju itntt LZ--' -WH £ ftt » 1 auf 1305,39 Mk. Tie Sterbe Lasse zahlt zur Reit 176 Mit Dicker. Die Emuahmenr dieser Kasse burugen 2582,97 Mk. An Sterbegeld rmrrbcn in 1918 2570,— Mk. misbczalLt. Tas Vermögen der Etertel'asse beträgt 6211,44 Mk. Tie gemeinnützige Rechtsberatungsstelle Les^ Vereins hat auch im letzten Jahre eine segiensreichc Tätigkeit entfaltet. Sie blickt am 1. April l. Js. auf eine IQjälyrige Tätigkett z-urück. Der Gemischte Chor des Vereins, ber während des Krieges seine Tätigkeit einstellen mußte, wird in Kürze wieder neu gebildet. — Bei den vorgenom- maien Mahlen wurde an Stelle von Prof. Dr. Häuser, ber sein Amt niederaelegt hatte, Berufs- «nosseufchaftssekretär Henn. Kirchner als erster Vorsitzender des Vereins gewählt. Außerdem erfolgte neben der Wiederwahl des größten TcUeS brr ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder die Neuwahl der Herren v. Gall und Pfeiffer in teil Vorstand, lieber die weitere Veveinstätigkeit md sonstige Bereiusangelegenheiten entspann sich chr« rege Aussprache, die erkennen ließ, baß das Interesse für die Bestrebungen des Vereins auch Mied) die infolge bes> Ktteges eingttvetene Hem- tniing der,Vereinstattgkeit nicht erloschen ist und iu den besten Hoffnungen berechtigt. Gewehren ausgestellt. Um die bedrängten KEme- raten Lu befreien und üyirai zu helfen, hatre sich eine ^Abteilung (25 Mann)) Der 88 er freiwillig gemetoet, die unter Fül/rung eines Offiziers der Kaserne abmarschü-rte. Tie Abteilung geschlossen über den Pavadeplatz. An der des Bezirkskommandos wurde von der auf Paradeplatz befindlichen Menge geschlossen, größere Verluste zu DermetDcn, schwärmte die deilung aus und kniete nicker, um nun ihrerseits auch das Feuer auf die Angreifet zu eröffnen. Es entstand nun in wenigen Augenblicken eine gewaltige Schießerei, in die auch die Soldaten aus oer Kaserne eingriffen, um ihre Kameraden zu retten. Tas Schießen bauerte nur wenige Minuten, forderte aber eine ganze Zalst Opfer an Toten unb Verwunckten auf beiden Seiten. Die Zal-l ist! bis jetzt nock) nicht bekanntgeioorden. Roch in den gestrigen AtendsttmtLm wurden vom Garnison komm ando und vom ©oibatarrat eine Reite Verlsaffungen vovrenommen, auch wurde ein größerer Teil von (tetocljrcn unb Munition eingebracht. Im Saufe des heutigen Tages sauten weitere Verhaftungen und prodotoll.rttsche Ver- Aur Stadt und Land. Gießen, 22.Februar 1919. Lebensmittel. **Lebensmittel-Ausgabe. (Aus- aabe Nr. 6.) Von Dienstag den 25. bis Freitag den 28. b. Mts. einschließlich gelangen in hen Geschäften, bei denen die Vorbestellung erfolgt ist, gegen Wgabe des Bezugabschnittes Nr. 6 der Lebensnrrttelkarte 500 Gr. Graupen und 100 Gr. Nudeln zum Preise von 60 Pfg. zur Ausgabe. Getrennter Verkauf findet nicht statt. ** Käse-Verteilung. Von Manag den 24. bis Freitag den 28. d. M. ein- >chlieblich gelangt in verschiedenen Geschäften Käse zur Verteilung. Siehe Bekanntmachung, ’• Freibank. Montag, 24. Februar, werden von 12-4 Uhr die Nr. 251-500 beliefert. Anbau von Flach». Die «ittschaftliche Absperrung unseres Landes erfordett eine weitere Steigerung in der Erzeugung der nötigen einheimischen Faserstoffe. Die Versorgung des Landes mit Fett, Leinwandstoffen und Seilerwaren zwingen dazu, daß der Anbau von faserhaltigen Pflanzen und Oelgewflchsen im kommenden Wirtschaftsjahr in weitgehendstem Maße zur Ausführung gelangt Die Ernährung der bereits stark verminderten Viehbestände macht den Anbau von fett- und eiweißhaltigem Samen ebenfalls notwendig, um so in den hochwertigen Rückständen der Oelge» roinnung (Oelkuchen) den Landwirten ein dringend nötiges Futtermittel zur Verfügung stellen zu können. Diese Anforderungen werden am besten durch den Anbau des Flachses erfüllt. Während bereits in den vorangegangenen Kriegsjahren zur Hebung des Flachsanbaues den Landwirten, die Anbauverträge abgeschlossen hatten, große Vorteile gewähtt wurden, werden sich diese Vorteile für das Wirtschaftsjahr 1919 noch bei weitem günstiger gestalten, uurz zusammengefaßt setzen sie sich aus den nachstehenden Maßnahmen zusammen. Feder Flachsanbauer erhält für seine abgelieferte Leinsaat eine bestimmte Menge Speiseöl zurück. Auch ist es ihm gestattet, sich einen gewissen Teil seiner Leinsaaternte zu Oel aus sch lagen zu lasten Die zurück- bleibenden Oelkuchen verbleiben ihm für die eigene Dir sckaft. Auch erhält der Flachsanbauer Anrecht auf die Zuweisung von Leinen, Zwirn, (Barn und Sackstoff, sowie Bindegarn für die Ernte 1919. Aehnliche Bestimmungen sind auch für den Anbau von Hans maßgebend. Die Landwirtschaftskammer forbert die Landwirte zum erweiterten Anbau von Flachs und Hanf auf Grund von Anbauverträgen auf. Sie ist gerne bereit, über alles Wünschenswette den Landwitten nähere Auskunft zu erteilen. fmoer tmy wanu) ca uUflCTnruien aDetfe MN, wobei die Stiftungen ungenügend fern können. Heber die Versetzung cntidtoibet eine Abstimmung, bei ber die SckMer stimmberechtigt sind. Tie Schüler baten auch selbst zu entfayciben, welche Schule sie beftuten wollen: die Eltern haben kein Recht, ihren Kindern eine bestimmte Schule vor- zufchreil'k-n. Die Beaufsichtigung erfolgt durch Schüler, die von der ganzen Klasse gewählt werten. Nirchttche Nachrichten. Gottesdienst am Sonntag den 23. Febr. (Sexagesirnae). Evangelische Gemeinde. Inder Stadtkirche. 9'/,: Pft. Mahr,11: Kinderk. f. d. Matth.-löern. Pft Mahr- 6: Pft.-Ass. Schaefer.- 9n der Zohanneskirche. 91/.: Pft. Bechtylsheirner- 11: Kinderk. f. d Luk -Gern. Pft. Bechlolsheimer,- 6: Divisionspft. O Fritsch. - Kirchberg. Vorrn. 10. - Mainzlar. Nachrn. 1'/,. - Daubringen. Nachrn. l*/i- ~ Lollar. Abds. 8: Kleinkinderschule. Missio. nar Stahl. Katholische Gemeinde. 6'/,: Beichtgel.- 7: Hl. Meffe,- 8: Austeil d. hl. Komm.,- 9: Hochamt m. Pred.; 11: Hl. Meffe m. Pred.; 5'/,:Christenl. darauf And. - Diaspora-Gottesü. am 23. Febr.: Grünberg 9l/„ Hungen 91/,. U^8Ölt tt. . ■«menteous "s,n6[N^ uni) "Jlc? Sun9en äff ^6 91b hem ** Pakete nach dem besetzten Gebiet. Auch über den 22. Februar hinaus sind gewöhnliche Pakete mit Apothekerwaren, Nunkelrübensamen und Gemüsesamen nach der britischen Besahungszone zulässig. •* Die Landesversicherungsanstalt in Darmstadt beabsichttgt, auch in diesem Fahre skrophu- löse, blutarme und tuberkulose-bedrohte Kinder in die von ihr errichteten Kindersolbüber in Bad-Nauheim, Wimpfen und Bad Orb zur Kur zu ent- senden, wenn die Aufbringung der Kosten sich in der bisherigen Weise ermöglichen läßt. Anträge auf Einweisungen von Kindern werden schon jetzt entgegen« genommen. Anfangs April soll mit den Kuren begonnen werden. Da erfahrungsgemäß die Sommermonate eine UeberfüHung der Kindersolbäder mit sich bringen, dürfte es sich empfehlen, schon jetzt Anträge zu stellen. Nähere Auskunft, insbesondere auch über die Kosten, die bisher bei Unbemittelten in der Regel von den Lieferungsverbönden, Fürsorgeämtern, Fürsorgestellen usw. und ber Landesversicherungsanstalt gemeinschaftlich getragen wurden, erteilt die Landes- versicherungsanstaltt ’* Schwarz-Weiß-Lichtspiele, Selters« weg 81. Von heute bis Montag gelangt das Filmwerk „Rigoletto" mit Wiener Künstlern in der Hauptrolle und das Lustspiel „Die Pechnelke" zur Aufführung. Landkreis Gießen. ** Daubringen, 21. Febr. Weil das Streiken modern geworden ist, haben sich auch hier die Holzhauer und der Flurschütz entschlossen, in den Ausstand zu treten. Kreis Friedberg. Groß-< essen. 0 Friedberg, 21. Febr. Eine Vollversammlung der hiesigen Handelskammer, bei der Vertreter aus den Kreisen Friedberg, Schotten und Büdingen anwesend waren, trat einstimmig dem Beschluß der Handelskammervertreter vom 5. Februar bei, der für die Schaffung eines deutschen Einheitsstaates und gegen alle einseitigen Loslösungsbestrebungen eintrat. Dem Plan eines zu schaffenden „Groß-Hessen" steht die Handelskammer sympathisch gegenüber. 4 Bad-Nauheim, 20. Febr. Unter Leitung von Dr. Otto Wissig, bis zum Kriege Organist an ber deutschen Arche in Petersburg, hat sich hier ein gemischter Chor gebildet, der schon 100 anive Mitglieder zählt und sich die Aufgabe stellt, größere musikalische Werke aufzuführen. ** Bad-Nauheim, 21. Febr. Ein auf einer Versammlung der Abteilung Bad-Nauteim ter deutschen Kolonialgesellscbaft einstimmig angenommene Entschließung, die an die Mtionalversammlung und die Waffmstillstands- kommission gerichtet wurde, teile den folgenden Wort laut: Noch mehr als vor dem Kriege wird über das nun verarmte, in seinem Handel durch die Gewalt unserer Feinde beschränkte Teutsch- land ter Besitz von Kolonien ein Letensbedürfras sein. Wir begrünen es mit Freute, daß auch irnfere jetzige Negierung diese Bedeutung der Sto* Ionien anerkennt. Wir »morschen und teffen daher, daß unsere Regicramg keinen Frttten imterzeick)intt, ter uns unseres stvtonialbesitzes beraubt. Unserem Volke aber rufen wir zu: Erkenn endlich misever Feinde wahres Gesicht, lasse ab von innerem Syt- ter, schließe die Reihchi um die neue Rechevung! Ajuf zur Arbeit, im Vertrauen auf Gott und teinc SVncft, ixnm wirst du dir auch Gerechtig^ keil und dein Mleil an bett Kolonien erzwingen! O Wisselsheim, 20. Febr. In unserer Gemarkung sind etwa 40 Morgen Feld- fruchte, zum größten Teil dem hiesigen Gutshofe gehörend,nicht geerntet worden,wie es heißt aus Mangel an Arbeitskräften. Es befinden sich etwa 10 Morgen Zuckerrüben, viele Morgen Möhren und einige Morgen Kartoffeln darmiter. Bis Mitte Januar hatten die Feldfrüchte immer noch geerntet werden können. Inzwischen sind sie aber durch das Frostwetter völlig unbrauckchar geworden. Kreis Wrtz.'ar. ra. Dutenhofen, 21. Febr. Dem Beispiel der Nachbargemeinden Dorlar, Garbenheim und Münchholzhausen folgend steht auch Dutenhofen im Zeichen der Zusammenlegung. Hessen-Nassau. Unruhen in Hanau. X. Hanau, 20. Febr. lieber die Unruhen in Hannu (jat das Garnison kommandv teni Generaltommando einen ausjWrlichen Bericht erstattet, tem war folgende Tatttellung cnt= nestmen: Mittwoch nachmittag um 2 Uhr wurde eine Ablösung von 15 Marat für die Wache am Kveisbause vom Infanterie-Regiment 9h:. 88 in Marsch gesetzt. Diese Abteilung rückte geschlossen aus der Kaserne, teunffnet mit Gewehren, jedoch ohne Patronen. Ms die Abteilung in die Bangett- svraße einbog, wurde sie von einer größeren Menschenmenge versvlgt und hinterrücks angesckwssen, wobei ein Soldat am Bem und zwei andere an den Händen verwundet wurden. Die Lyrieilung wurde von ter Menge umringt, entwaffnet und in einem Hmise gefangengehailten. Vor diesem Hause hatte sich die Monge mit den angenommenen nelimungen statt. — Bei ter Plünderung im Schlosse Pl'ilippsruhe ist ein größerer Teil ter _ _____ v_ ...... ..... geraubten Waren den Plünderern von den herbei-s imd (irrfixengente Arbeit, und außerdem noch Unerhörte Pfe rdeprei se. I geeilten Ulcnennimtnfdiaften weder abgenomnunj mit Zeitverlust ,ratb Kosten für die Reise znr sind in den letzten Wochen gewaltig im1 Morten. Beim Asnrücken ter Ulanen wurde von Mühle ufw. verbunden ist, hat er also, wym er VAlAM 1 a u. c E H der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Grad ber B.wdl. kung in ßebntcl ber [icfetbottn ßin mflilWUe Wetter 21.2. nm. 9.6 6.5 73 10 tags wolkig 21. 2. abds. 6.3 5.9 82 10 22. 2. om. 7.0 7.2 96 10 nachts Siegen Wieseck, den 22 Februar 1919. hnen, denen die Rüc Familie Schäfer Gießen den 22. Februar 1919. Danffagung Grohen-Linden, 21. Februar 1919. man« n Familie 03183 ihres bctAlidj ein. Etadtmiinon (fliehcb. Bor Friede WillerShäuscr,verm.s. 23.10.14 cinr. Bender, Postbote geft. 10.12.16 denken bewahren Turnverein Rodheim a.d.Bieber Danksagung Passiva Hessische» Amtsgericht 2ndwiq Pailing Wilhelm Reicht Wilhelm Jacob Wilhelm Yang Georg Schmidt 1914 1914 1914 1915 1915 1916 1916 1917 8.14 9.14 9.14 Leben lassen: O. Keller tt. Srct) $t. vor rann V. Schäfer <1. Schwalb 41. 'Itonelböfet W. u $t. lUubcnbauicn •S>. «chäier XL W. 91 ou V. itreilinn W. Deibel C. ißeller Wilhelm Boller Wilh. Beppler I. Wilh. Beppler II. Wilhelm Herbei Karl Keßler Wilhelm 2otz Wilhelm SpelkuS Wilhelm Schaub Adam Stein Heinrich Spies Karl Schmidt Willi Spie- Karl Belteu Konrad Weil IV. Willi Weitzel Wilh. Weil III. Jk 4 73484 1643.63 383.22 268.45 40.64 $l«rl vns rttitöri* WSinAmId gtinriA Albitz Sinitl Stnitr 4nöroi? Still. Adam Dürr Wilhelm Seibert Wir weiden ii Wir betrauern in ihnen treue freunde und eifrige Aöröerer unsere» Verein» und werden ihnen stet» ein ehrende» An- 3. 1918 4. 1918 10. 1918 Mitgliederguthaben Reservefonds Betriebsrücklage Netto Reingewinn 1100.- 1224.81 348 97 3070.15 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während der langen Krank« heil und anläßlich des Ablebens unseres innigstgeliebten, unvergeßlichen Philipp Weller Karl Schneider Heinrich Hofmann Karl Deibel Ludwig Schäfer Karl Reuter Gustav Weller Karl Weller Heinrich Schäfer Karl Rodenhausen Emil Ihm Ludwig Schomber ihr blühende» Leben 2ouiS Weber, I. Borsthender Heinr. Kronenberg Karl Theis Ludwig Fabel Jakob Meßmer Georg Lich Jobs. Wißner Willy Schnecker Der Direktor. Iohs. Krick VH. Der Rechner. Georg Reitze L. Schmidt L. Bieran Kbr. Kramer K. Weller XXL L. Kretichmar W. Weller <*. Oörr (8. Müller H. Schmitt W. Schmitt C. Deibel K. Weller IV. W. Davver. lassen muhten: Heinrich Rohrbach Jakob Rohrdach Friedrich Becker Philipp Schomber Heinrich Wißner Briefträger Rühl Konrad Dörr Saly Kares lvermihu. empfiehlt Edgar tust nutbfteb- er, welche in gef. 3. 5.17 , 11.12.17 16. 4.18 Silinj hdonöip?floajoin«tnn9ll. Stiiitgtn (t.S.H.n.^.) um 31. Teiembec 1818. 1. Präsident Lhristm Röhl Srrm. Hoffmann HciitnS Briik ^tinr.Üounipoifi Liiüwili Modus FrikiM Stier Nachruf Wir benagen den B Hm» (Üuflao Stank sagen wir allen auf diesem Dege unseren tiefgefühltesten Dank. Karl Keller Ludwig Schmidt Adolf Grösser Otto Bierau Theodor Keller Karl Will AdolfRodenhaueen Karl Fabel Wilh. Hildebrand Karl Kreiling Heinrich Hofmann Wilh Mandler) «er- Otto Becker l«wSt Die Beerdigung findet Sonntag den 23. Februar, nachm. 2 Uhr, vom Sterbehause Gießener Str. 1 aus statt. gef. 5. 3.15 „ 17. 3.15 Geschälten Male zur Verteilung: , r 1. Slingelmeoer, St., Vubrotqnrahe 2. Koch. A. Nachs. (t'aib», Dchutstrahe 8. Konsumverein, Bleichstraste 4. Konsumverein, dienen Bäue 5. Kurz, W-, Neustadt. Der Berkaul de» Käse» erlolat nur gegen Pslichtersüllung und in AuSilbuna Beruses unsere lieben Llitgtteder: Georg Gerlach gef. 25. Heinr. Bender, Schreiner „ 7. Karl Bechtold , 18. Vmilfag»-. Für bk wieltn Beweise herrlicher leih nähme bei dem schweren verloste unserer Heben Entschlafenen, sowie für die trostreichen Worte der Herrn Pfarrer Groth, die liebevolle Pflege der Krankenschwester und die überaus zahlreichen Kranzspenden sagen wir auf diesem Wege unseren innig- sten Dank. 9m Namen der trauernden Hinterbliebenen: DruMi liier irl wert He MM uta «■!» -Iraeierti, K. ke**e, Mitgliederbewegung: Stand der Mitglieder Ende 1917 ES gingen ab im Jahre 1918 Es gingen zu im Jahre 1918 Bleibt Bestand am 31. Dez. 1918 7" Leihgestern, den 20. Februar 1919. Massen- lackierunp! Möbel aller Art werde» mit noch vorhandener Friedeuoware schnell und vrriomeri lädiert u. alte Möbel austackien. woll. fof. ihre Adr. ilO33M im (flienAnzniederlegen. kehr in die Heimxl nicht xergönni war, stets ein ehrendes liebevolles Andenken bewahren. 2244 Turnverein Wieseck. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, gestern nacht 2 Uhr unser gutes, braves und innigstgeliebtes Söhnchen, Brüderchen und Enkelchen Ernstchen im Alter von 5 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheitt zu sich in die Ewigkeit zu rufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Becker Familie Karl Wilhelm. Nachruf! Wir bcttoucn den Verlust unserer lieben n. treuen Svortskamcradcn, welche indem surchtbaren Ringen de» Weltkrieges Der Verein betrachtet e» atv heiligste Elrrenvslicht, da» Andenken seiner gefallenen 2ange»brüder In höchsten Ehren zu halten Wieseck den 22. Februar 1919. (*** Scsangverein „Lintracht". ender lieben Sanaesb------ dem furchtbaren Ringen des Weltkriege» Ihr blühendes Leben lassen muhten Nachruf! Fern von ihren Lieben muhten 3 unserer Kameraden in Feindesland durch den grausamen Krieg im blühenden Alter von 22 Fahren ihr Leben lasten: Ludwig Zonler Heinrich Schäfer Ernst Sommer Wir betrauern in ihnen reue Freunde und werden ihnen ein ehrendes, liebevolles Andenken bewahren. Zhre Schullameraden. Sie fiarben für uns, wir werden sie nie vergessen. Ehre ihrem Andenken! Burkhardsfelden, 22. Februar 1919. CSB(, Lvcsanqvcrein Germania. verteilen trichter schöpfen 1931c Bornmann. Iohs. Ld. Wagner. Wir verlieren in ihnen treue Sänger und Sangesfreunde und werden ihr Andenken für immer in hohen Ehren halten. Lang-GünS, den 17. Februar 1919. Gesangverein „Germania". Für die Beweise herzlicher Teilnahme an unserem schweren Verluste danken wir aufrichtig. Nachruf! Das gewaltige Bölkerringen forderte auch ans unseren Reihen schwere Coier. Wir beklagen den Verlust nachstehender vanlsagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinschciden unserer teuren Entschlafenen, sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden unddie trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dörr sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Tank. Zamilie Ludwig volimanu VIII. Heuchelheim, 20. Februar 1919. ttT9 Nachruf! (Ed starben für» Vaterland in treuer Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Sohnes und Bruders, sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden sagen wir allen hiermit auf diesem Wege unseren tiefgefühlten Dank. Adam Avendorf nebst Zran u. «Indern. Käse Verteilung. «Ausgabe dir. 15.) Bon Montag den 24. bis »reitaa den 28. b. Mt». elnschliehltch gelangt in nachstehendeu Aktiva Warenvorrat...... AuSgelieheneS Kapital . . . Kaffenvorrat....... Inventur nach Abschreib, von 10*/, Rückstände....... Ein ehrender-, liebevolle» Andenken Ist ihnen gesichert. 08497 Turnverein Steinbach. SolMjikMW btt Statt Kirnen. Montag den 24. Februar 1919, vormittags 9 , Ubr beginnend, werden in den l^aldungen der Stadt Gienen int Bezirk de» Förster» ©rütf Rödgen Abt. 50 u. 61) versteigert: 6470 Wellen Bukben-Reifig 71 Nm. Buchenstockbolz. Die Zusammenkunft ist an der vappelArotdfc 11. Schneise. (fliehen, den 18. Februar 1919. 21CBB Der Cbetbdrnermeiiter: F. V-: Emmellu». 3it iicitriBtni« Hiiltrdlithit«. (6481 Nachruf. Otn ftamvf fürs Vaterland starben den Heldentod folgende Mitglieder: Nachruf. Der unheilvolle Bölkerkrieg bat untiefe Wunden geschlagen Nachstehende Li! liebe Mitglieder muhten ihr blühende» Handwagen Leiterwagen Kastenwagen Einzelne Räder Carl Schunck Seitenweg 38. PWW Rudolf Rödiger IuftallationSgeichäil übernimm! Llettr. Licht- und Ulinael-Anlagen jeder Art «. «rStze. Jauchepumpen Bibelkursus Gießen Löberstrabe 14. Sonntag den 23. Februar von 2'/,—4'/,Uhr,Montag und Dienstag von 10—12 und 3—5 Ubr. Mittwoch und Donnerstag von 3—5 Uhr. Außerdem wird Herr Inspektor Veiel von Lonntag den 23. Februar bi» Donnerstag den 27. Februar ieten Abend von 8—9 Ubr EvangeliiauonSoortrlige halten. Wir laden jedermann zu diesen ^ranstaltuvae« Ihr allseitig rege» Mitwirken in der Pflege de» Sporte» wird un» stet» in Erinnerung bleiben und wir werden ihnen in allen Zeilen ein ehrenvolle» Andenken bewahren. Radfahrer-Bcrein 2246 „Rabenau-Londorf 02". Nachruf, Auch Ni:? unseren Reihen forderte das ßewailige Völkerringen schwere Opfer, wir beklagen den Verlust nachstehender Mitglieder: Todes-Anzeige. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß ist unsere liebe, herzensgute, unvergeßliche Tochter, unsere innigst- geliebte Schwester und Schwägerin Katharine Schmidt heute nachmittag 3‘/4 Uhr im blühenden Alter von 21 Jahren nach kurzem, schwerem Leiden sanft in dem Heim entschlafen. In tiefer Trauer: Familie W. Schmidt VII, Familie H. Schmidt Familie W. Becker nebst allen Angehörigen. Großen-Buseck, 21. Februar 1919. Die Beerdigung findet Sonntag, 23. Februar, 31/, Uhr • nachmittags statt C|$75 Familie Wilhelm valser VII. RSdgen, den 22. Februar 1919. m. Spalierholz in halbrunden u. kantigen Lallen u. Vchböhent foiv. Waich- n. Baumv äble au haben b i Grorx Nchubecker. 2aflCTU_ (Srbt.iulcnurfl 20. 2157 Handleilerwagen in Overfchiedenen (flrv'-en an^iederverkaufer sofort lieferbar. Illuftr. Vrei»- llftt graii» 12077 JUII > II OOS. Verieed- Geschili, Kaaacl, Hollkeilrifle L Mitglieder: Louis Keßler Friedrich Hofman Karl Gerhard Heinrich Arnold Jakob Haae Karl Arnold Kar! Horn Philipp Horn Peter Warner Karl Krüner III. Karl Balocr Julio* Haae Heinrich Keßler kartei. Auf jeden Abschnitt entfallt ein halber Zkafe Aum Bre fe von 45 Pfennig. Die KlemhandelSgefchaste haben die vereinnahmten PeAugvabfchnilie Nr 15 bi» ivätesteu» Montag den 3. Won 1919 auf dem EiädNfcheu Vcbcn»mhtclamL Zimmer Nr 12. unter Beifügung einer schrifllichen Mitteilung über die Anzahl der abneliefetten Abschnitte einzureichen. Nichteinhaltung dieser,>rii'rsowie UnregelmShig- keiten bei der Abgabe haben den Audschluh von weiteren Zuleitungen zur Folge. (fliehen, den 21. Februar 1919. 2267B Der Cbcrbürgermciflcr (Lebensnnttelamt). Lebensmittel-Ausgabe. tAuSgabe Nr. 6.) Bon DienStag den 26. bis llfreliag den 2R. d. M. einfchlichlich gelangen in den (Mcfdjäftrn, bei denen die BorbeueNnng erfolgt ist. gegen Abgabe de» VezngsabichnitleS Nr.« derLebensmitlelkarle 500 (Mranim (flrauren t zum Brette und 100 Gramm Nudeln / von 00 Piennigen zur Ausgabe. Getrennter Verkauf findet nicht statt. Die Kleinhandel»,lefchaste haben die verein- nadm.en BeAugeabfchnille ^ir. 6 bi» ivätettens Moutaa den 3. Marz 1919 dem Stadt. Gebend- mlttelamt. Zimmer Nr. 12, zu je 50 Stück gebündelt etmnretdicn. Nichteinhaltung dieser Frist sowie Unregelmahigkeiten bei der Abgabe haben den Au»- fchluü von weiteren Zuteilungen zur Folge. Giehew den 21. Februar 1919. 2268B Ter Oberbürgermeister LebenSmittdamt). Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abi. A wurde heute bezüglich der Firma Albert Stoll, Gießen eingetragen: Dem Kaufmann Albert Knorr in Gießen ist Prokura erteilt. Gießen, den 17. Februar 1919. Eißenhnndlunit. _____GieOen._____ $$$ Sohlennägel Kilo 4 Mk., Täckse Kilo 6 u. 8 Mk Drahtstilte lür alle Bewerbe Muster frei. ■ax Jlrner. Frankterl ». Holzgraben 7. -H- V 'i*; b 3 I % 1 T $•<5 I rild i>fflt beftfi rj.rrtn XntDpen iTorüffl aichchi rllimWtÄrlc tr mb "BdgienS *akS r . 2 Tes mS1" & * ,, qietti 5*^ STscbr. > Vie Vei -erli",- W®LLMeic £ «erforgun Snjatitingm kfflWlfl*". liefern m-dt « Tritt der Mhj xi bat ^llitert .-merstLyen. (neutral t>. - Broten bW" ®eian«en.c jr TÜlrren fcegk ÜtiniNyrn JJ *ril* irrf’ant, boB Ist 16. 7n-bniar bic ■ad) >en nodiege Mmjrifle in Poset kJ yoüm, baB t rrrxn JStrerd nzb bnftti (tue !* DW, br die St inüitx «Äi ■ II. M' 1919. AS«blu°' E Nr. 45 Swettes Blatt Siehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Samstag, 22. Februar VH9 Aus Stadt tittö Land. i e ft c n, 22. Februar 1919. •* Reichsverein demo krati scher Arbeiter. Angestellter und Beamten. Tie öffentliche Versammlnirg findet l-eutc abend 71/9 Uhr pünktlich im „löotel Groftlierzog von Xteffcn" statt, ivorauf hiermit nochmals besonders hingettricfen wird. Strcte Büdingen. e. Nidda, 22. Febr. Wie in allen Kreisen des hessischen Freistaates, so hat sich auch im Kveise Bünngen eine Schneiderinnung ge» bildet, die den Bezug von Stoffen und Nähgarnen an ihre Mitglieder vermittelt Zu der Sonntag nen 23. Febr. hier im „Gambrrnus" stattsindcnden Versammlung sind auch die Schneidermeister aus dem Kreise Schotten eingeladen,» um auch diese zur Gründung einer Innung zu veranlassen. Letzte Nachrichten. Die Verhandlungen in Spaa. Berlin, 21. Febr WB., Sitzum^bericht der Teutschm Wa'senstil!stands.oinrnilsimt in Spaa vom 20. Febr. Ter Vertreter der deutschen Regierung überreichte den Wlnerten eine Note, in her vorgeschlagen wird, baft Teu tschland für lebte Versorgung die nötigen Mengen Weizen und Mais Unmittelbar aus Argentinien beziehen.^nn, da sich bei den frülieren Verhandlungen in ocr Lebensmittel- imi> ^nanz- kommission herausgestellt habe, daß die alliierten und assoziierten Länder diese Nalnnngsmrttel zu liefern nicht imstande sein werden. Ter Vertreter der deutschen Regierung bat, den Vorschlag bei den alliierten Regierungen nachdrücklich jji unterstützen. Ojeneral v. Hammcrstetn leg'e feterltchen Protest dagegen ein, baft deutsche Kriegsgefangene entgegen dem Völkerrecht fn dem früheren Kriegsgebiet mit dem .Ausgraben von Blindgängern beschäftigt .werden. Ter deutsche Vorsitzende machte General Nudant darauf aufmerksam, baft trotz des Trierer Abkommens Boni 16. Februar die aufrührerischen Polen nach den vorliegenden bestimmten Nachrichten ihre Angriffe in Posen sortsetzen. Er bat, dahin wirken zu wollen, baft die polnischen Angriffe eingestellt werden. General Nudant erwiderte, es befinde sich bereits eine Immission der Miierten in War- hixni, die die Einstellung der Feindseligkeiten ver- anlÄl'en solle. Ausrevoem traf General Tupont vor 48 Stunden zu dem gleichen Zwecke in War- iclrau ein. Man könne annehmen, daß durch das Eingreifen der Konmiission derartige Zwischm- sälle vermieden werden. Er werde jedoch die Mit- leilung des Generals v. Hammerstein sofort an kie zuständige Stelle loeitargeben. Ter Vorsiseirde der d.mtichm Kommission verlas mehrere Nachrichten, die darauf schließen lassen, /atz das Eis?ntum deutscher Offiziere im beseiten 'Gebiet verschleppt wird. Ter französische Vor- 'irtenbe bat, auf derartige Nachrichten nicht alb zuviel Wert zu legen. Er glatrbe nicht, baft das Eigentum deutscher Offiziere donfisziert fourbe, ocnraitlid) handle es sich nur um eine lieber- irachuna des Besitzes. Tie deutsche Kommission erhielt oaixnt Kenntnis, baft Offiziere aus Belgien urtb dem besetzten Gebiet unter Angabe ilnes rüljierm TruppenteSs und Vorlegung von Photographien ausgcsordert werden, ihre ehemaligen Aufenthaltsorte in den besetzten Terlen Frankreichs und Belgiens anzugeben. Ta also anscheinend wei- tere Verhastun^m deutscher Offiziere wegen Teil- rcihme an Kriegs Maßnahmen vor Urrterzcichnung ixs Waffcnstillsiandes geplant sind, wies die mische KoMmiisüm in der L-mtigen Sitzung darauf Tjti, daß ein solcl^es Vorgehen emen offenen Bruch „ Wassenstillsttudsvertrages bedeuten wü.de. Es icarbe gegen solche Verhaftungen schon wiederho't dinfyvud; trip toi, man müsse erneut gegen Icke joitg'sedten Verstöfte Venvahrung einlegen, ^tr deutsche Vorsitzende überreichte den Alliierten das schriftlich? Ersuchen, die bisler verweigerte Ausfuhr e r l a u b n i s von In 000 TonnenS chiffs- ii le die 5 der Dillinger Hüttenwerke nach Ham- iiurg zu erteilen, tun die Arbeitslosigkeit in der )amlurg?r Bevölkerung zu lindern. Die deutsche 'kommission setzte die Alliierten davon in Kenntnis, baft für die deutschen und alliierten Delc- icherten, welche die Frage deö Rücktransports der in Frankreich und Belgien beschlagnahmten Aia- schinen und Materialien bearbeiten, in .Frankfurt a Drain ein Bnrsau eingerichtet wurde. General N u d a n t teilte der deutschen Kommission mit, baft hie deutschen Beamten der Landesvergcherungs- anfuTlt in Elsaft-Lotlrriirgen demnächst durch sran- chsisches Personal ersetzt und der deutschen Regic- rung zur Verfügung gestellt imirben. Bis zu ihrer ?finxi|c würden die deutschen Beamten ihr Gehalt iveiter beziehen. Die Vorgänge in Mönchen. Be rliu, 22. Febr. Der „Lokalanzeiger" meldet aus München: Ter Vollzugsrat der Gewerk s cha f t e n hat einen dreitägige n Gene r al st r e i k beschossen mit Ausnahme der Wasser-, Licht- imb dtahrungsversorgung. Ter verhaftete Militär Minister Rofthauptcr sitzt im Landtag in Schutzhaft. Tic Zeitungen send von den Truppen besetzt. Auers Verwundung gilt als lebensgefährlich. Der Schuß ging zwei Finger breit unter dem Herzen in die Brust und hat das Zwerchfell und die Lunge durchbohrt. Ministerialdirektor Gareis hat einen Ruckenmarks- schuft erlitten. Graf Arco-Valle v, der Eis- leer ermordete, soll na cf) neueren Nachrichten drei nicht lebensgefährliche Wunden erhalten haben. Berlin, 22. ,Febr. Von den Opfern des im Landtage verübten Attentats sind Major I a r- n i s . der Referent im Militärminiskrium und bet Zentrumsabg, /Oesel ,tot. Auer ist lebensgefährlich, die .Minister R 0 ft ha n p t e r und Timm leicht verletzt. /Ter Täter soll ein Münchener! Metzger, namens Peter setzt. Et wurde festnommen. Die Einigung im Ruhrgebiet. Essen, 22. Febr. (TB.®.) Die „Rhein.-Westf. Itg." meldet: Die Vertreter des A.- und S.-Rates, die zu Verhandlungen über die Vorgänge im In- duftriebezirk zum Generalkommando nach Münster gefahren waren, legten dort folgende Wünsche des 3t.» und S.-Rates vor. 1. Zurückziehung der Regierungstruppen bis nnrdllch der Lippe und zwar bis ,311m 25. Februar. 2. Das Generalkommando verpflichtet sich, bei der Regierung dafür einzutreten, baft für alle an den kämpfen beteiligten eine möglichst weitgehende Amnestie gewährt wird. Die Gefangenen werden gegen- stztig ausgetauscht., Darauf stellte das Generalkommando seinersetzs folgende Bedingungen: Sofortige ^Räumung von Bottrop durch die Truppen der Arbeiter und Besetzung Bottrops durch die Regierungstruppen, 2. Hinterlassung der Geschütze in brauchbarem Zustande, 3. Herausgabe sämtlichen beschlagnahmten Geldes und der Cebensmittel, 4. Herausgabe sämtlicher Gefangener bis zum 22. Februar abends. Alle Gewälttätiqkciten und alle Sabotage wird eingestellt, sofortige Aufhebung der Bahnkonttolle und Unterlassung jeder Einmischung in den Bahnbetrieb, Wie- derherstellung der Pressesreiheit, sofortiger Abbruch des Generalstreiks, die Abgabe aller Waffen ist sofort in die Wege zu leiten. Die beiderseitigen Be- dingungen wurden dann in einer gemeinsamen Be- ratung angenommen. Die Vermittlung dieser Beratungen hatte, wie wir Horen, auf Ansuchen des Arbeiter- und Soldatenrates der Overbürgeimeister Dr. Luther übernommen. Tie Spartakisten in Bottrop. Essen, 21. Febr. (WTB.) Heber bic Vorgänge in Bottrop am Mittwoch berichten bic hiesigen Blätter etwa folgendes: In den Vormittagsstunden wurden in der Nähe der Orts- gtentcn Geschütze und Minenwerfer aufgeste.lt und das Feuer auf die Häuser eröffnet. Bald darauf drangen bic Spartakisten in einer Anzahl von mehreren tausend Mann in die Stadt. Die Bürger- wehrmannschaften waren der Uebermacht gegenüber vollständig machtlos. Tie Spartakisten besetzten -.^nächst eine Reihe öffentlicher Gebäude, darunter die Post imb das TcLcssropl-enrimt und drangen gegen das Ratl)aus vor Tie Aufforderung, die Gebäude den Spartakisten zu Übergeben, wurde abgelehnt. Ms auch ein Ulttmatum von mehreren Stunden unberücfficlstiJt blieb, eröffneten gegen 3 Uhr nachmittags die Spartakisten aus zahlreichen Maschinengewehren das Feuer gegen das Rathaus. Tie im Rathaus befinMid)en Derteidigungsmarmschaften, Polizei und Gendar- meriemannsctsaften sowie Beamte des Rathauses erwiderten das rasende Feuer aus Dutzenden von Maschinengewehren. Die Einwohrnerschast hielt sich in den.Häusern. Nach fast breiftünbigcr Beschie- ftung wurde das Rathaus erstürmt. Tie Spartakisten drangen ein und machten die Verteidiger, soweit sie w.'ch am Leben waren, zu Gefmigenen. Dann ergriffen die von dem Rathaus Besitz. 1 7 Tote und mehr als 30 Verwundete wurden, vom Kampfplatz getragen: unter den Toten befinden sich u. a. zwei Gendarmen und dvei Polizeibmmte. 'Damit befand sich der ganze Ort in der Gewalt der Spartakisten. Ten Auftakt zu diesem furchtbaren Blutbad bildeten ein Zu- sammensloft mit den Sparbakisben auf den Prosper- schächtcn. wo über 10 Mann tot blieben, darunter drei Spartakisten. Dies gab das Zeichen zum Sturm auf Bottrop. Aus der ganzen Umgebung eilten Truppen bewaffneter Sparta- [ifteit herbei und beteiligten sich an der Erstürmung Bottrops. Gestern befand sich der ganze Ort in bvr Geivalt der Spartakisten, etwa 8000 Mann, die sich zur Verteidigung einrichten. Truppe bewaffneter Siiartakisben durchziehen die Straften. Eine Anzahl Straften ist gesperrt, vor allem die Strafte nach Lmrvesd-Dorsten, von wo Regierwtgs- truppen im Anmarsch sind. Tic Wirkung der Bcschieftung ist an eitler graften Zahl von Häusern zu sehen. Am schlimmsten litt das Rathaus: das Gebäude der „Bottroper Volkszeitung" erhielt einen Volltreffer. Die Druckerei ist besetzt. Tas Blatt konnte heute nicht erscheinen. Ter Tomicrstag ist stm allgemeinen ruhig verlaufen, hier und da wurde noch geschossen. Hanau von RkgitrnnffStruppen besetzt. Hanau, 22. Febr. (WTB.) Infolge der blutigen Aufreizungen ist Hanau heute von Regierungs« truppen besetzt worden. (Es wurden infolge von Haussuchungen nach geplünderten Lebensrnitteln und Waffen zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. Der rote Soldatenbund wurde entwaffnet, die Rädelsführer festgenommen. Zwaugsmaftnahmkn brr Italiener gegen Oesterreich. Wien, 21. Febr. (WTB.) Meldung des Wiener Telegraphen-Korrespondenzbureaus. Die italienische Waffen st ill st andskornrnissiou hielt die Forderung auf Auslieferung von 2660 Waggons und 123 Lokomotiven aufrecht, stellte bereits, um diese Forderung wirksam zu machen, einen der vier täglichen Lebensmittelzüge ein und behielt sich weitere schwerwiegende Maftnahmen vor, falls nicht bis zum 25. 2. ein verläßlicher Anfang mit der Abgabe der Betriebsmittel gemacht wird. Die deutsch, österreichische Regierung hat sofort neue Verhandlungen mit der italienischen Waffenstillstandskommission eingeleitet, die noch schweben. Clemtuccans Zustand. Paris, 22. Febr. (WTB.) Die Aerzte erklären Clemenceaus Zustand für sehr befriedigt und sie gestatteten dem Präsidenten, am Nachmittag die Mitglieder der Regierung zu empfangen. Falls nicht in den nächsten 48 Stunden Komplikationen eintreten, wird dlemenceau nächste Woche seine gewohnte po- lilische Tätigkeit wieder aufnehmen Bekannttnachnng. Bon Montan, den 24. bis Mittwoch, den 26. dS. MtS. eiitzchlicklich werden m ben Metzger- gcfdiäfien Fleisch und Wurstkonserven gegen Abgabe des BezngsabschnittcS Nr. 7 der Lebensmittelkarte verkauft,- die Preise sind in den Ge- schäsleu an üchibarer Stelle angeschlagen. Die .Konserven werden in dem Geschäft abgegeben, in dem die Vorbestellung auf Fleisch diese Woche erfolgt ist. Aus jeden Abschnitt entfn en etwa 500 Gramm einschliesslich Büchse. 2312B Gieften, den 21. Februar 1919. Ter ebcrbiirgermcistcr (Lebenömittelamt). Amtlicher Teil. , Verordnung über Arbeitseinstellung von Militärpersonen. Born 25. Januar 19 9. § 1. Arbeitgeber dürfen Militärpersonen nicht ohne ausdrückliche, für den Einzelfaü auszustellende schttftllche Genehmigung ihrer militärischen Dienst- behörde zur Arbeit annehmen. Der Arbeitgeber hat sich darüber zu oergewiffern, ob der Arbeitnehmer Militärperson ist und ob die vom Arbeitnehmer vorzule^ende schriftliche Genehmigung orbnungsmäftig ausgestellt ist. Geben in Uniform befindliche Personen an, baft sie aus dem Heeresdienst entlasten sind, so hat sich der Arbeitgeber zu vergewissern, ob der vorzulegende militärische Entlastungsschein ordnungsmäßig ausgestellt ist. § 2. Arbeitnehmer sind verpflichtet, sich gegenüber dem Arbeitgeber über ihre Militärverhältnisse wahrheitsgemäß, insbesondere auch durch die in § 1 genannten Schriftstücke auszuweisen. § 3. Zuwiderhandlungen gegen diese Derord- nung werden mit Gefängnisstrafe bis zu drei Monaten und mit Geldstrafe bis zu eintausendfünfhundert Mark oder mit einer dieser Strafen bestraft. Berlin, den 25. Januar 1919. Retchsamt für bic wirtschaftliche Demobilmachung. ________K 0 elh._______________________ Kriegs-Rohstoff-Abteilung. Bekanntmachung 9?r. F. R. 690/1. 19. £ R. A. 3m Auftrage des Reichamts für die wirtschaftliche Demobilmachung wird folgendes angeordnet: Artikel I. Die von den Kriegsministetten ober den Militär befehlshabern erlaßenen, ben Betroffenen namentlich zugegangenen Verfügungen Rr. M. 3588/8. 15. Ä. R. A. II. Ang. be- treffenb beschlagnahme und Bestanbs- erhebung von Graphit, Rr. ra 348/12. 17. K. R. A. betteffend Beschlagnahme und Bestanbserhebung von Graphitschmelzttegeln treten außer Kraft. Artikel II. Diese Bekanntmachung tritt am 1. Februar 1919 in Kraft. Berlin, ben 1. Februar 1919. Kriegs-Rohstoff-Abteilung. Wolffhügel. Verordnung über bie Aufhebung der Verorbnung über Schilf. Dom 4. Februar 19.9. Auf Grund der Verordnung über Kriegsmaft- nahmen zur Sicherung der Dolksernährung vom 22. Mai 1916 (Reichs-Gefehbl. S. 401) bzw 18. August 1917 (Reichs-Gffehbl. 823) wird verordnet: Die Verordnung über Schilf vom 26. Februar 1918 (Reichs-Gefetzbl. S. 95) tritt mit dem Tage ber, Verkündung dieser Verordnung aufter Kraft. Berlin, den 4. Februar 1919. Ter Staatssekretär des Reichsernährungsamts. ____________________Wur in._____________________ Bekanntmachung über Saatkartvffcln. Vom 6. Februar 1919. Auf Grund der Verordnung über Kriegsmaft- nahmen zur Sicherims der Volksernährung vvm 22. Mai 1916 (Rriclrs-Gesetzbl. S. 401) bzw. 18. August 1917 (Reichs-Gesetzbl. S. 823) und des § 8 Abs. 2 der Vevordnung über Saatkartofseln aus der Ernte 1918 vom 2. September 1918 (Rcichs-Gesetzbl. S. 1092) wird bestimmt: § 1. Saatkartoffeln dürfen.außer im Falle des 8 2 der Verordnung über Saatkartofseln aus der Ernte 1918 vom 2. September 1918 lRcichs- Gesetzbl. S. 1092) aus einem .ifomnrunalverband in einen anderen auch dann geliefert werden, wenn die Lieferung auf Grund eines in der Zeit vom 10. Februar bis 15. März 1919 einsMieftlich abgeschlossenen und von dem Kvmmirnalverband, aus dessen Bezirk die Kartoffeln geliefert raerbat, genehmigten schriftlichen Vertrages erfolgt. Tic GenehnriMmg darf mir erteilt werden, wenn die Kartoffeln an landwirtschaftliche Berufs- verttetnngen ober an solche Personen, die sie selbst zur Aussaat verwenden wollen, abgesetzt iverdcn. Im letzteren Falle mutz die nach § 3 Abs. 1 ber Verordnung über Saatkartoffeln aus der Ernte 1918 vom 2. September 1918 beizubringmde Bc- darfsbeschriniguns nad) dem beigcsügten Muster gefertigt sein. 8 2 Ter Anttag auf Geneynngiing ist alsbald nach Mschluft des Vertvags, spätestens bis zum 20. März 1919, zu fteßen. Tie Kommnnalverbönde hüben bis zum 15. April 1919 der Reichskartoffelstelle eine lieber» sicht der von ihnen .genehmigten Berttäge em= znvcichen. 8 3. Die Vorschriften her Vewrdnung über Saatkattofseln ans der Ernte 1918 vom 2. September 1918 (Reichs-Gesetzbl. S. 1092) finden, vorbei,ältlich der sich aus vorstehendere Bestimmungen ergebenden Abweichmrgen, eittsprechcude Anwendung 8 4. Diese Verordnung tritt mit dem Tage der Verkündung nt Kraft. Berlin, den 6. Februar 1919. Ter Staatssekretär des R2ichsernährungsamts. ______________lgez.s: Wurm___________ Bekanntmachung betreffend: Fleischversorgung von Arbeitern, bie in lanbwirtschaftlichen Selbstversorgerbetrieben Arbeit nehmen. Vom 14. Februar 1919. 3m Ginverstänbnis mit dem Herrn Staatssekretär des Reichsernährungsamts bestimmen wir. 3n Ausführung bes § 12 Abs. 2 ber Verorbnung über bie Regelung bes Fleischverbrauchs unb ben Hanbel mit Schweinen vom 19. Oktober 1917 (Reichs- gesetzbl. S. 949) erhält bie Bekanntmachung bes Ministeriums bes Innern gleichen Betreffs vom 5. November 1917 (Regierungsbl S. 275) als § 9a (ZU § 12 Abs. 2 ber Verordnung) folgenden Zusatz: „Arbeiter, die in landwirtschaftlichen Selbstver. forgerbetrieben Arbeit nehmen, einerlei, ob sie zur Haushaltgemeinschast bes Selbstversorgers gehören ober nicht, und ob Naturallohn ausdrücklich aus- bedungen ist ober nicht, können die Abgabe von Fleisch nach den Sähen für Selbstversorger von ihrem Arbeitgeber unter entsprechender Kürzung des Lohnes verlangen. Die Versorgung mit Fleisch durch den Arbeitgeber kann auch auf Familienangehörige des Arbeiters erstreckt werden, die nicht selbst bei dem Arbeitgeber beschäftigt sind. Die Kreisämtec haben Sorge zu tragen, baft bie nach bem Vorhergehenden mit Fleisch versorgten Arbeiter und Angehörige von diesen für bie Zeit ihrer Versorgung bei gleichzeitiger Entziehung ihrer Fleischkarten in bie Liste der Selbstversorger aufgenommen werden, sodaft eine Doppelversorgung vermieden wird." Darmstadt, den 14. Februar 1919. Hessisches Laudesernährungsam t. Neumann. Den Bürgermeistereien ber Landgemeinden bes Kreises, sowie bem Oberbürgermeister 3 u Gieften wird empfohlen, vorstehende Bekanntmachung sofort ortsüblich zu veröffentlichen mit dem Anfügen, baft jede Abgabe von Fleisch von den Arbeitgebern innerhalb 24 Stunden ber zustänbigen Bürgermeisterei zu melden ist. Die Bürgermeistereien haben diese Meldungen umgehend an uns weiter zu geben. Gieften, den 19. Februar 1919. Kreisamt Gieften. I. B.: l)r. Siege rt. Detr.: Die Arbeiter, und Augestellteiiausschüffe qcinäft der Verordnung vom 29. Dezember 1918. An ben Oberbürgermeister y,i Gitftcii und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. 3m Anschluß an unser Ausschreiben vom 6. Februar 1919 (Bieftener Anzeiger Rr. 40, 2. Blatt) teilen wir Ihnen zur Sebcutung ber Betriebsiichabcr usw. im Auftrage des Hessischen Landes-Arbeits- und -Wirtschaftsamts mit, baft da, wo die von dem Reichsarbeitsamt vorgesehenen Ausnahmen erfüllt find, die vorhandenen Ausschüsse in ihrer bisherigen Fujammen- setzuna weiter beiaffen werden können. Die Fahl der Mitglieder der Arbeiter- und Angestelltenausschüsie unb ihrer Ersatzmänner ist grundsätzlich feftgelecjt in § 2 der Bekanntmachung des Grotzh. Ministeriums be» 3nnern vom 14. Februar 1917 über Errichtung ständiger Arbeiterausschüsse usw. (Reg.-Blatt S. 45, abgedruckt Kreisblatt Rr. 34 von 1917). Für betriebe, Verwaltungen und Bureaus, in denen in der Regel weniger als 50 Arbeiter oder Angestellte be- schäitigi werden, besteht der Arbeiter- unb Angestellten» ausschuft jedoch nach § 11 Ziffer 3 der Reichsverord» nung. vom 23. Dezember v. Fs. (Reichsgefetzblatt Seite 1456) lediglich aus je 3 Mitgliedern und ebensovielen Ersatzmännern. Gieften, den 19. Februar 1919 Kreisamt Gieften. 3. V.: ßangermann. Betr.: Statistik der Wein-, Most, und Obsternte. An den Oberbürgermeister zu Gieften und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Wir erinnern an bie Erledigung unserer Verfügung vorn 23. Januar 1919 (©ieftener Anzeiger Rr. 22 vom 27. Januar 1919), mit Frist von 24 Stunden, soweit noch nicht geschehen. Gieften, 21. Februar 1919. Krcisamt Gießen. 3. D.: Langer mann. Bekanntmachung. Detr.: Festsetzung von Kleinhandelshöchstpreisen für Kartoffeln. Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 16. Juli 1918 (Kreisblatt Nr. 84) wird der Klein handelshöch st preis für Kartoffeln mitMirkungvom 20. Februar d. Is. ab auf 8'/, Pfennig für das Pfund erhöht. Dem Oberbürgermeister zu Gieften undde n Bürger meist ereienderLand- gemeinden des Kreises wird empfohlen, vorstehende Bekanntmachung in ortsüblicher Weife zu veröffentliche 11. Gießen, den 19. Februar 1919 Kreisamt Gießen. ______________I. V.: Or. Sie ge r t.__________> Bekanntmachung betreffend Höchstpreis für Spätbartoffclu ans der Ernte 1918. Vom 11. Februar 1919. Auf Grund dec 8§ 2 und 5 der Bundesrats-- Verordnung über bie Preise für Hülsen-, Hack- und Oelfrüchte vom 9. März 1918 «R, chs-Gcsctzbl. S. 119) und der hierzu ieirlassenen Ansführnngsbe-« kamttmachimg' des Ministeriums des Innern vom 15. März 1918 wird lnerdurch mit Znsttmmung des Staatssekretärs des Reichsernährimgsamts bestimmt : _ Ter Erzeugerhö chftvre is für Winterspeisekav- toffeln wird vom 16. Februar 1919 ab aus 5,50 Mari für den Zentner festgesetzt, daneben ist eine Aufbewahrimgsgrbühr von 1 25 Mk. zu zahlen. Bei Lieferung ,imch aufterhalb Hessens wird eine weitere .Ausfuhrprämie von 25 Pfg. durch den Kommunalverbcmd erhoben. Tiefer Preis ist Höchstpreis im Sinne des Ge^ setzcs, bttrefscnd.tzöchstpreisc. Ter Höchstpreis gilt ft'ir die in Hessen erzeugten Kartoffeln und für den Verkauf dtrrch den Kartosftlerzcugcr; er gllt für die Lieferung ohne Sack, sowie für Barzahftmg bei Empfang; er schließt die Kosten der Beförderung bis zur Verladestelle des Ortes, von dem die Ware mit der Bal;ii oder >zu Wasser versandt wird, sowie die Kosten des Einladens daselbst ein. Bei Lieferung ausschließlich Sack frei Keller des Bestellers Hunt höchstens ein Zuschlag von 90 Pfg. zu dem Höchstpreis von 5,50 Mk. unb 1,25 Mk. Aufbewahrungsgebühr für den Zenttrer unb bei Gesteilima von Zacken von 30 Pfg. für den Sack als Leihgebühr gefordert werden. Bei Lieferung der Kartoffeln vvm Lager eines Kommunal Verbandes, einer Gemeinde ober eines Händlers erhöht sich der Zuschlag von 90 Pfg. auf höchstens 1,50 Mk. ft'ir den Zentner. Tauchen ist die Sackteiligebühr ;n entrichten. Bei Lieferung durfte den Erzeuger innerhalb seines Wohnortes frei Keller ober an einen Ort im Umkreise von nicht mehr als drei Kiolmetern; frei Keller darf der 2luft'chlag höchstens die Hälfte der im vorhergehenden Absatz genannten Sätze betragen. Tarmstadt, den 11. Februar 1919. Landeskartoffclftelle. Hechler. T>em Oberbürgermeister za Gienen und den Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises wirft empfohlen, vorstehendeBekanntmach^ u ng in ortsüblicher Weise zu veröffentlichen. Gießen, den 19. Febrnar 1919. Kreisamt Gießen. I. V : vr.S iegert. Bekanntmachung Betr.: Felbbereinigung Heuchelheim, Kreis Gießen. Mit Rücksicht auf bie bevorstehende Derfchleifung bes alten Wegs in Flur VI „auf ber Platt" werben in ber Zeit vom 22. Februar bis einschließlich 7. März lfb. Fs. bie betreffenden Bonitierungskarten, enthaft tenb bie Klaffeneinreihung ber Grunbftücke, welche bei obiger Derfchleifung in Anspruch genommen werben, sowie ber Beschluß vom 10. Januar 1919 zur Einsicht ber Beteiligten auf ber Bürgermeisterei Heuchelheim offengelegt. Die Ausrechnung ber Grunbstücksbewertung und Erteilung von Auszügen hierüber erfolgt erst später im Zusammenhang mit ber allgemeinen Offenlegung ber Arbeiten ber Besihstanbsaufnähme. Einwenbungen gegen bie Klaffeneinreihung und gegen ben Beschluß sinb bei Meibung bes Ausschlusses während ber Offenlegungszeit bei ber Bürgermeisterei Heuchelheim schriftlich einzureichen. Friebberg, ben 16. Februar 1919. Der Hessische FelbbereinigungskommissSr, Schnittspahn, Regierungsrat. tel Stiiihausr Giestener flnAd ier erb. - I des Atest^ Anzeigers- 1 6nttrialknfi$trti!i Tück, and Wafchtifch au sucht 03516 oew verknusen. losort fldudjt. ('3548 horstitraste 16. j±53 132Uc 5 llbt nb. Zn Ostern ge«ucht. 0K8M rit hlr Inditifle laillen- urbfürrinnen Louis Oabe, ®rflbi,etngefd>dft, Wladendach. Lina Biringer Plockftr. 16, L Jeidiieih., 1 Aakl.-Bple». (Malae-). I Siel, au Blit., Iran! 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WMc Cafe Amend Marne«ag und Sonntag 1917 Künstler-Konzert HotelSchütz Sonntag abend Familien-Konzert Anfang 7'/2Uhr. 2260 Schwarz - Weiss - Lichtspiele Seltereweg Hl. 2261 o iiiiiiOHiHiiirimuiiim.inrnniiiTiTinniiiiiimiiiiiininniiiim Frwreee v.SLFebr. MsliU.l3ili|, 24-FeWr. Aus unserer Wiener Kunetfllm-Serie 1919 RDas Kololial-Fllmwerk jgolstto Senaationsdrama aus dem Leben eine« Königs von Viktor Hugo tn 6 Akten. In der Hauptrolle die beliebten Wiener Künstler WUhe'.a Diteek und Uaae lacht. Die Pechnelke I Lustspiel mit 1«« Ma« in der Hauptrolle. Statt jeder besonderen Anzeige. Ihre Vermählung zeigen an Dr. iur. Georg Gail unb Frau Irene geb von VenislawsKi Bietzen, im tfebrwn 1919 l Liese! Appel Michael Sammet Verlobte Gießen Affolterbach Kaiser-Alle« 24 i. Obere. _ 22. Februar 1919 I roaltet ivcrden Arußrm fornrr Rem, Prosesjo bt Frage. Es j \ia Landwirts^ feuernbündlei r-brrttagen we Es wird Mtiiistm'um t: •b bit 9oll§ str einbtrufen m die band w Irastsches Rabv rnehr hätte. T'nb belann in kapern fta ^ie epartafifi ourf) noch niefi knecht in der 'j gewanderten kn Platz fll possenttich m gelegt! I 8 d Ihre Dermahlnng beehren sich aBzuzetgen Otto Rühl Johanna Rühl geb. Eisenacher Dietzen, Steinstr. 66, den 22. Fabr. 1919. Marie Decker Karl Vogt Verlobte Dietzen, 23. Februar 1919 Statt llarten Karoline Seibert Adolf Hansult Verlobte. TBirf#*, im Februar 1919. Statt Marten Dinchen Naumann Karl Becht Verlobte Ätero-ßtwben Dietzen ®An<^en Frn ' dkl her ÄS Nt rtna n-i regelte, u rn den fc F5 dsön brri ' Märker an- Pv* »emutete - S? scheret SßE SJ^*» L bis btc VJ*. W 51" iE K'L? Tilgst ^‘•23 ,'^i^