Erstes Blatt 169. Jahrgang zlers. Icker. ; e r IN a njv. GH An. Die Reich5?chuikonferenz. Mund gelegt werden. Am Schlüsse eines lan- zur im Im eine gut tretet beiter- g für den Landkreis Abstimmung über die crljonbtoert im Land- jrenö zweier Wchen, chung, aus der Regi- i Geschästsstunden zur der Beteiligten vfsen. Einsprüche bleiben un- r----1. Wir rufen aufrichtiges Lebewohl zu. Vertrauensvoll lehen wir der Amtsführung des neuen Herrn Ad- miniftrateur Supörieur entgegen, der durch sein freundliches und entgegenkommendes Wesen den Eindruck macht, daß er sich bald das Vertrauen und die Zuneigung der Bevölkerung des besetzten Teiles des Wiesbadener Bezirks gewinnen werde. Sympathie, die er in England genoß, als störenden Mangel empfand und gern an der Themse beliebt gewesen wäre, und daß das Mißlingen dieses De. strebens bei ihm einen gewissen Aerger auslöste. Er war sich natürlich vollkommen klar darüber, daß die Art und Weise, wie er persönlich in England eingeschätzt wurde, auf die englisch-deutsche» Verhältnisse einwirken müsse, und sein Wunsch, gut beurteilt zu werden, entsprang daher nicht persönlicher Eitelkeit, sondern politischen Interessen. Die Ein- kreisungspolitik König Eduards begann ja erst, als er die - meiner Ansicht nach unrichtige - lieber. zeugung gewann, daß eine Verständigung mit Kaiser Wilhelm unmöglich sei. Die ttartosfelversorgung öe$ Kreifes Giehen. zum Nachmittag vorher ohuejedeVerbindlichleit vrei; für 1 mm höhe für Anzeigen v.34mmVreile örtlich 15 Vs., auswärts 18 Vtz, für '.Heflanie- angeigen von 70 mm Brette 48 Vs. Bei Platz- vorschrisi20°/.,Ausschlag. Hauvtschriitleiter: Aug. Öwetz. Berantivortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Remhold Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beek; sämtlich in Gießen rS- ndcn des Kreises, djungen hin und belügen Händler von um die erjorberlilq im diese Erlebnis Ben-, Sy®!: eit* ÖD161 .-JOtii unb (Mio. inits iü mit&enw nmehr auch öic Frisl W To w Mr 1919 Msuer- bezirk des Kommunü- einschlicßlich verlingert . den BürgermeMen dhlen, vorstehende söe- ti'vM ck ini te idjen; Es folgt die Beratung des Haushalts des Reichs, schatzmintsteriums. Abg. Stückle» (Soz.) berichtet über die Aus- schußverhandlungen. Dienstag 1 Uhr Weiterberatung. Vorher fragen. - Schluß 5% Uhr. Hus dem besetzten Gebiet. Oberst Pineaus Abberufung. Wir lesen in einer Notiz Oec „frankfurter Zeitung" aus Wiesbaden: Die schon länger angekündigte unp wieoer dementrerte Abberufung unseres berüchtigten französischen Militärverwalters Oberst Pineau ist letzt Tatsache geworden. Gestern hat sich der Oberst von den hiesigen Behörden verabichie- det und seinen Nachfolger Oberst Jacuard etngeführt. Aus denen Begrüßungsansprache sei der Satz hervorgehoben: durch die Ratb- sizierung des Frieoensvertrages habe sich die Zage des, besetzten Gebietes im günstigen Sinne wesentlich verändert. Hoffentlich fin- )en wir Wiesbadener dieze Ankündigung recht bald durch dre Tatsachen bestätigt. Am guten Willen zu friedlicher Zusammenarbeit soll es rann gewiß nicht fehlen. Der Oberst Pineau hatte uns Deutschen durch sein Regiment der Brutalität und der Jntrigue diese Zusammen- acbeit sehr schwer gemacht. Umso unfinniger, wenn sie nicht als blutiger Hohn pusgefaßt werden, wirken die Ab'chiedsworte, die von der französischen Bchöroe selbst den Wiesbadener Zeitungen heme zwangsweise in den Auslandsreise des Königs von Spanien. Versailles, 20. Oht (WTB.) König Alfons von Spanien, der inkognito unter dem Namen eines Herzogs von Toledo in Paris weitt, wird am Mittwoch Verdun besuchen und am Donnerstag nach London reisen. Die Königin, die unpäßlich ist, wird vermutlich erst Mittwoch in Paris eck treffen. Der Minister für den Wiederaufbau. Nürnberg, 20. Okt. Oberbürgermeister Dr. Geßler hat den ihm angebotenen Ministerposten für den Wiederaufbau angenommen. Der neue Reichsminister ist am 6. Februar 1875 in Ludwigsburg geboren, hat in Erlangen, Tübingen und Leipzig Jurisprudenz und Kameralia studiert, war längere Feit im bayerischen Justizministerium und hieraus einige Zeit in der Staatsanwaltschaft tätig, ging dann in die Derwaltungslaufbahn über und wurde Gewerberichter in München. Von dort aus wurde er zum Ersten Bürgermeister von Regens- bürg berufen. Seit 1913 bekleidete er die Stelle des Oberbürgermeisters der Stabt Nürnberg. Die Stadtverwaltung ‘Jiürnberg hat auch in ihrer neuen, durch die Revolution herbeigesühnen Zusammensetzung bis in die letzte Stunde die größten Anstrengungen gemacht, sich den hervorragenden Verwaltungsbeamten zu erhalten. Für Dr. Geßler gab jedoch die Erwägung den Ausschlag, daß es in diesem Augenblick seine Pflicht sei, die Sntereffen des Reiche? über die der Stabt zu stellen. Die Eisenbahner «nd Sie Neichr- Berlin, 20. Okt. (Wolff.) Eine Vorbesprechung Reichsschulkonferenz nahm heute vormittag Neichsministerium des Innern ihren Anfang Reichsminisler Dr. Koch begrüße die Vorkonferenz und schilderte kurz ihre Aufgaben. Unterstaatssekretär Schulz betonte die 'Notwendigkeit eines engeren Zu- ammenwirkens zwischen Reich und Ländern und erläuterte folgendes Arbeitsprogramm: 1. Aussprache über die vom Neichsministerium des Innern und der preußischen Unterrichtsoerwaltung gemeinsam ausgearbeiteten Leitsätze für die Arbeite» der .gsfoinmissär. Casä Leib faitb gestern bormittc besucht: Versammlung der SB e r sämtlicher A n g e st e l l t e n Arun b Beamte nausschusse der privaten unb Staatsbetrieb!! des Kreises Gießen statt. General-Anzeiger für Gberheffen ZwMIngzrimddrilck u. Verlag: vrühl'sche Umv.-Vuch- u. Sfeinöruderci U. Lange. Schrlstteitung, Geschäftsstelle n.vrndcrei- Schiilstr. 1. Vie Einnahme Petersburgs dementiert! Wien, 20. Okt. (WB.) Nach einem Funkspruch des Wiener Korr.-Bur. aus Moskau von 5 Uhr morgens sind entgegen den ausländischen Meldungen Kronstadt unü Petersburg fest in den Händen der Sowjettruppen. Heisingfors, 20. Okt. (WB.) Reuter. Heute morgen wehten noch die toten Fahnen über Kronstadt. Die Batterien von Krsnoje (Botha haben die ganze 'Nacht hindurch gefeuert. aus dem öallifum. Berlin, 20. Okt. (Wolff.) Wie die Blätter melden, beginnt nunmehr der Abtransport der im Baltikum stehenden früheren Fronttruppen, nachdem in den letzten Tagen schon die (Etappentruppen abtransportiert worben sind. Es sind bereits Artillerieabteilungen und Radfahrerkompagnien in der Gegend von Schauten eingetroffen und teils schon verladen, teils im Verladen begriffen. Der für den Abtransport bet deutschen Truppen besonders in Betracht kommende Bahnhof Radziwilischki ist im Einvernehmen mit dem litauischen Oberkommando von deutschen Truppen besetzt worden. Eine Erklärung des Grasen v. d. Goltz. Abg. Frau Reitze (Soz.) wünscht bei dem Ka- pitel „Arbettslosenfürsorge" Beschleunigung aller Notstandsarbeiten unb Erhöhung der Sätze für weibliche Arbeitslose. Abg. Meyer- Sachsen (Soz.) verlangt Erhöhung der Unterstützungssätze für die Kriegshinterbliebenen. Damit ist der Haushatt des ReichsarbeUsmini- fteriums erledigt. Nr. 246 Ter Gietzenet Anzeiger erscheint täglich, außer Sonn» und Feiertags. Beiugspreis: nwnatl. Mk.1.60, oiertel- Kich Mk. 4.80; durch , )Ie- tu Zweigstellen nwnatl. Mk. 1.50; durch diePost Mk. 5.— viertel- jährl. aurschl. Betteilg. Ferusprech - Anschlüsse: für dieSchriftleitungll2 Verlag,GeschästSslellebl Anschritt fürDrahtnach- richten: Anzeiger Gießen. Postschecklonto: Zrankfurt o. M. U686 Dienstag, 2s. Gttober (9(9 Annahme von Anzeigen f. die Vage-snunnner bis Aus Graf Szernins «Erinnerungen. Berlin, 20. Okt. W. B. In seinen in der „Dos- ischen Zeitung" veröffentlichten Erinnerungen schreibt Graf Ezetnin weitet Über Kaiser Wilhelm II.: 3n den Iahten 1917 und 1918, in welchen ich amtlich mit Kaiser Wilhelm zu tun hatte, war seine Scheu vor unangenehmen Erörterungen so stark, daß es oft die größten Schwierigkeiten machte, das Notwendige an den Mann zu bringen. Als Beispiel führt Graf (Ezernin ein Erlebnis auf einer zweistündigen Dahn, fahrt mit dem Kaiser an unb sagt barüber: (Er lud mich zum ersten Frühstück im Speisewagen ein. Dort aßen wir in Gesellschaft von ungefähr 10 Herren, sodaß keine Möglichkeit war, eine jach liche Kon. uerfation zu beginnen. Ich mußte ihn mehrmals und das letzte Nkal sehr ausdrücklich ersuchen, mir einen privaten Borlrag zu ermögl.chen, bis er endlich aufstand, bann aber noch einen Herrn bcs Auswärtigen Amtes der Unterrebung beizog, wie um bei bemfelben Schutz gegen erwartete Verstöße zu finden. Vom Hofe des Kaisers sagt Graf Ezernin: Ich habe immer gefunden, baß ble Servilsten nicht die am Hofe Lebenden waren, sondern die (Bene- rale, Admirale, Professoren, Beamten, Volksoer. tretet und Gelehrten, die den Kaiser seltener sahen. Speziell in der zweiten Hälfte des Krieges waren die maßgebendem Männer um Kaiser Wilhelm herum gewiß keine Byzantiner, vor allem Luden- borff nicht. Zum Verhältnis Wilhelms II. zu England übergehend schreibt Ezernin: Ich habe immer Öen Eindruck gehabt, daß der Kaiser die geringe Berlin, 20. Okt. (WTB.) (Einem Mitarbeiter bet „Berl. Dörsenztg." erklärte Graf v. d. Goltz, der auf Befehl der Reichsregierung nach Berlin zu- rückgckehrt ist, über die baltischen Dinge: In erster Linie glaube ich, durch meinen Abschied den Inter- «ssen der Heimat am besten zu dienen. Außerdem sand ich hier in allen Kreisen so geringes Verständnis für die baltische Frage unb meine Ueberzeugung, » aß mir auch aus diesem Grunde ein Verbleiben im Amt nicht zugesagt hätte. Ich wat in Kurland Oberbefehlshaber nicht nur bet deutschen '.truppen, sondern auch der lettischen Landes- wcht. In ihrer russischen Abteilung war Oberst Ber- monbt mein Untergebener gewesen, mit dem mich die angenehmsten persönlichen Beziehungen verbunden haben. Dann begann Bermondt sein Unternehmen and seine russische Heimat wieder aufzurichten und ist i»abei erfolgreich oorgegangen. Dazu habe ich ihm gratuliert; das ist eine reine Privatangelegenheit, ein persönlicher Glückwunsch, womit bas Deutsche Reich doch wahrlich nichts zu tun hat. Ich hoffe, daß die Ententekommission, die jetzt ins Baltikum geht, an Ort unb Stelle sich davon überzeugen wirb, daß keine Truppen mehr bei Oberst Bermondt sind, die deutsche Reichsangehörige sind. Ich hoffe weiter, daß diese Kommission die Bedeutung von Dermondts Unternehme» einsehen und verstehen wird, daß er nichts anderes will als Denikin. Der westrujstsche Zentralrat erkannte die Autonomie Lettlands ausdrücklich an. Sein politisches Ziel, wofür auch Bermondt eintritt, ist ein föderatives Großrußland, ich glaube, genau gejagt: Vereinigte Staaten von Rußland. Die noch leichsdeutschen Truppen folgen alle dem Räumungsbefehl. Aber eine nicht unbeträchtliche Anzahl, wohl die reichliche Hälfte ist aus dem Verbände des Reiches ausgeschieben und find russische Staatsangehörige ge- worden, unb die bleiben. Schließlich wirb auch die Entente einjehen, daß Deutschland sich nicht dagegen zur Wehr setzen kann, wenn eine Anzahl Deutscher Bürger ei.ies anderen Landes werden wollen. Deutschland als solches ist doch daran völlig unbeteiligt Ebenso wird man eines Zages doch erkennen, daß es sich wirklich nicht um die Verwirklichung Imperial» isüjcher Ziele von Deutschland handelt, sondern einfach um Prioatwünsche der Mannschaften. Es ist nicht zu beschreiben, mit welcher Stärcke der S i e d- lergedanke die Massen beherrscht Reichsschulkonferenz. 2. Organisation der Reichs- schulkonserenz selbst. 3. Klärung über die strittigen Artikel der Reichsversassung. Der Redner empfahl die Einsetzung eines 15-gliederigen Ausschuß fes für eine dauernde organisatorische Verbindung zwischen Reich und Ländern, die der preußische Unterstaatssekretär Becker als unbedingt notwendig bezeichnete. Geheimer Oberregierungsrat Reinhard« besprach die Leitsätze für die Verhandlungen dei Reichsschulkonferenz. Au» Ocm Reiche. Ter Untersuchungsausschuß. Berlin, 20. Okt (WTB.) Der erste Unterausschuß des parlamentarischen Untersuchungsausichusjes über die Kriegsschuld hörte heute unter Vorsitz des Abg. Quark-Frankfurt a. M. Karl Kautsky als Sach- verständigen über seine Vorschläge zur Beweiserhebung über die unmittelbare Vorgeschichte des Krieges. In dreistündiger eingehender Verhandlung wurden die festgesiellt, die an die verantworUichen Staatmänner 3U stellen sind und die die Ereigniffe vom Attentat in Serajewo bis zur Kriegserklärung betreffen. In etwa 14 Tagen gedenkt der Ausschuß mit der Befragung ber Auskunftspersonen zu beginnen. 'Berlin, 20. Okt (Wdlff.) Der zweite Unter- ausschuß bes Untersuchungsausschusses der 'Jiaiionalüerfammlung, ber sich mit ben Frie - bensmöglich Kelten beschäftigt, wird heute nachmittag eine interne Sitzung abhaltcn unb morgen vormittag mit ben öffentlichen Sitzungen beginnen. (Es ist zunächst in Aussicht genommen bas Referat des Benchterstattrrs Dr. S i n z h e i m e r entgegen- zunehmen und bann in die Vernehmung des früheren deutschen Botschafters in Washington, des Grafen Bernstorff, einzutreten. Ob diese Vernehmung jedoch schon morgen stattsinden kann, hängt von der Dave? des Referats des Brrichterstatters ab. Haases Zustand bedenklich. Berlin, 21. Okt. Nachdem sich Abg. Haase gestern einer neuen Operation unterziehen mußte, wird sein Zustand, wie verschiedene Blätter melden, als bedenklich angesehen. Gröders Befinden. Berlin, 21. Okt. Nach einer Meldung des „Berliner Tageblatt" hält die Besse- rung imBesindendcsAbgeordneten Dr. Gröber an. Es ist zu hoffen, daß Dr. Gröber bereits in den nächsten Tagen seiner parlamentarischen Tätigkeit wieder nach, gehen wird. Der Kraftwagenverkthr in Baden. Karlsruhe, 20. Okt. (Wolff.) Die Einstek. hing des Kraftwagenoerkehrs an Sonn- und Feiertagen wird vom 26. Oktober ab in g a n; Baden erfolgen. Dadurch soll erreicht werden, daß nicht einzelne Personen in ber Lage sind, an diesen lagen ihre Ausflüge mit Kraftwagen zu unternehme». Nur im öffentlichen Interesse ober wen» es sich um Brand- ober Unglücksfälle unb zur Herbeischaffung ärztlicher Hilfe handett, dürfen an Sonn« und Feier- tagen Kraftwagen Verwendung finden. deutsche Nationalversammlung. 103. Sitzung. Berlin, 20. Oktober. Am Ministertisch: Schlicke. Das Haus ist schwach besucht. Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 20 Minuten. Fortsetzung der zweiten Beratung des Haushalts des Reichsarbeitsministeriums. Abg. Winnefeld (D. Vp.) tritt für baldige Schaf- ning eines Arbeitsrechtes ein. Die Schlichtungsausschüsse müssen weiter ausgebaut werden unb die Gewerbskrankheiten müssen als Unfall anerkannt werden. Die Arbeitslosenunterstützung wird noch immer an Leute bezahlt, die die ihnen zugewiesene Arbett nicht tun ober wieder nieberlegen. (Ein Antrag Schiele (Deutjchnatl.) bett. Wohnungsfürsorge wird dem sechsen Ausschutz überwiesen. Weitere Titel werden angenommen. Abg. Bock (Unabh.) bemängelt die Bezüge der Kriegsbeschädigten. Minister Schlicke: Das Unwesen der Simu« lanten , und falschen Kriegsbeschädigten wird nach Möglichkeit beschnitten werüen. Abg. Schneider-Sachse» (Dem.) Die An- gestelltenoersicherung darf nicht mit der Arbeiteroersicherung verschmolzen werden. Dies würde blos zum Schaden der Angestellten ausfallen, Minister Schlicke kann das nicht zugeben. Zu dem Titel: „ForderungendesArbeitsnachweiswesens " liegt ein Antrag Scheidemanu (Soz.) vor, die eingeftdlten 600000 Dlk. auf 1600000 Mk. 2» erhöhen. AUio-3cniaüC”: n unb bie Burger- । des Kreises. nte lreisaintbche W .nntzuniachen. id) Men. IlN- ---------- tg, CSS®* cht btt ^In d'chlusses drohender Streif der ttohlenardeiter in Amerika. Amsterdam, 20. Oht (TPTD.) Die „Times" melöen aus Washington zum drohenden Kohlt» streik, daß bie Bergwerksbesitzer mit ben Ar« beiiern nicht verhanbeln wollen, bevor biese ben vlreckbeschluß zurucknehmen unb sich an bas bis. ?trtge Abkommen hatten, bis ein neues Abkommen getroffen wirb. Die Bergwerksbesitzer verlangen außerbem, daß der achtstündige Arbeitstag und die Kchstägige Arbeitswoche aufrechterhalten bleiben. Die Irbeiter verlangen statt dessen den sechsstündigen Arbeitstag und die fünftägige Arbeitswoche, dazu eine Lohnerhöhung von 60 "Vt o 3 e n t (Ein Streik der Arbeiter in den Kohlen- Abg. Sachse (Soz.) fordert eine Neuordnung bes Arbeitsnachweises im Bergbau und begründet den Antrag mit dem Intereffe der Allgemeinhett am Bergbau. Abg. Bolz (Ientt.): Das Reich kann solche Summen an Vorschuß nicht bewilligen. Der Antrag ist nicht genügend begrünbet Die Abgg. Pick (Dem.) unb Zubeil (Unabh.) stimmen dem Antrag zu. Abg. Schneid er-Sachse» (Dem.): Das Arbetts- nachweiswesen barf nicht schematisiert werden. Die Bezirksarbeitsnachweise müssen nach Wttt,chaftsge- bieten abgcti .nni werden unb vor allem müssen H wirklich Arbeit nachweisen. Die Statistik muß aus das Notwendigste beschränkt werden. Das Reiq muß bas ganze Arbeitsnachweiswesen übernehmen. Der Antrag Scheidemann wird angenommen. Abg. ©leid)auf (Dem.) tritt für eine unpar- keusche Zusammensetzung der Schlichtungsausichüsse ein. Wenn dafür starke Garantien geboten werden könnten, würde der Widerstand der Arbeitgeber gegen bie Schtichtungsausschüsse sch w mb en. 2lbg. Frau Behm (D.-N.): Der Minister hat sich öur Resorm ber Heimarbeit bekannt. Die Ein- beziehung bet Heimarbeiter in bas Betriebsrätegesetz ift freudig zu begrüßen. Viele Tau ende von Heimarbeiterinnen wollen arbeiten und nicht Arbeitslosenunterstützung beziehen, aber sie wollen nicht in die Fa- brüt gegen. Arbeitswillige Hände sollte man nicht zurückweijen. Auch wegen ber Iugendvflege ist zu wünschen, baß die Heimarbeiterinnen bei ihren Kin- öein bleiben. Natürlich muß die Heimarbeit resor. miert werden. Der Achtstundentag darf nicht gefährdet werden. Die Löhne dürfen nicht gedrückt werden, die Kräfte der Halberwerbsfähigen können in der Heimarbeit ausgenutzt werden. (Es wird Zett, daß das Hausarbeitsgesetz in Kraft tritt. Die Fachaus- schüfst müssen Lohnämter werden. Die Regierungsstellen müssen Arbeitsaufttäge an die Heirnardettsor- ganijtionen geben. (Beifall rechts.) Abg. Herrmann - Reutlingen (Dem.) wünscht die Reorganisation der Handwerkskammern, die von allem Zwange befreit und der Selbstverwaltung zu geführt werden müßten. Die Ostgrenze von Polen. Wien, 20. Oht (WT2I Lemberger Blätter- nachrichlen zufolge wird aus Warschau berichtet, daß nach .Pariser Meldungen der Fünferrat die Ost. grenze von Polen festsetzte. Polen erhalte den ganzen Bezirk Suwalki, den Bezirk Augustowo mit Ausnahme ber kleinen norbwestlichen Ecke, einen größeren Teil bes Bezirks Seiny, vom Gouvernement Grobno bie Bezirke Sohul, Bialistok Sielsh. Die Grenze oerla ;obann längs des Bugflnsjes bis F aücn österreicyisd)-ru,fischen Grenze, längs bie;er Stenge bis zum Dnjester. Lei Lrest-Litowsk bauche ich die Grenze zu Gunsten Polens aus. Das Schick- |al ooji Wilna, Grobno unb Minsk sei noch nicht tittschieden. 1 ,b«. 1915. Kdes über bie ^ofcnfllimen uj;v folgende Vererb Bedarfs, lohne rohe 'Uttel ober Gegen- her in denen znr ausgeiordert ivirb Kedes.Nmeni Geschäftsstelle des ^nen bestimmten Aase iu Mis bis zu sechs ' Dezember 1915 tt de- Außerkraft- regieruttg. Berlin, 20. Oltt. (W.B.l Der Gewerkschasts- bund deutscher Eisenbahnbeamten richtete an die Reichsregierung am 17. Oktober folgende Kund, gebung: Die.Eisenbahnbeamtenjckaft erhebt schärfsten Einspruch gegen das terroristische Verhalten derjenigen Ardetter, welche am 13. Oktober mit Ge. walttätigheiten gegen Beamte der Eijenbahndirektion Frankfurt a. M. vorgegangen sind. Sie sorderl ebenfalls die schleunige Demokratisierung der Der. waltung, aber auf dem Wege der Verhandlung und Verständigung. Sie mißbilligt alle Gewaltakte unb verlangt Maßnahmen zum Schutze der Be. amten bei ber Ausübung des Dienstes. Line neue Denunziation der „zreitzeit-. Berlin, 20. Oht. (Wolff.) Unter der lieber- schrift „Nur nicht verschleiern" glaubt die .Freiheit' von einer amtlichen Irreführung über die deutsche Heeres starke reden zu dürfen. Sie behauptet, daß die kürzlich im Armeeoerorbnungsblatt veröffentlichte Aufstellung über die Stellenbesetzung in der künftigen 200 000 Mann großen Armee einen Teil der tatsächlich noch bestehenden Formationen verschwiegen ha^e. Die Absicht der Irreführung dürste hier einzig, desto vollkommener auf fetten der „Frei, hett' bestehen. Jedermann weiß, daß mir etwa 400 000 Mann Reichswehr eingestellt Haden. Ls kann hinzugefügt werden, daß sich diese Zahl bereits wesentlich unter 400 000 hält. Die Angaben bes Armeeoerordnungsblattes bezogen sich aber, wie jeder, der auch nur halbwegs etwas von diesen Dingen versteht und nicht absichtlich falsch lesen will, auf die uns künftighin durch den Friedensoertrag zugebilligte Armee von 200 LOO Mann. Es mutz festgestellt werden, daß die Darstellung der .Frechett' abermals als eine an die Adresse des Auslanoes gerichtete Denunziation erscheint. Ls wird kein Verdienst des Blattes der Unabhängigen sein, wenn hieraus keine für bas deutsche Volk schmerzliche Wirkung entsteht. Ein „aufrichtiges Lebewohl"? Nun ja! Von ganzem Derzeit ruft die Wiesbadener Bevölkerung dem Landvogt Pineau ein kräftiges „Auf Nimmerwiedersehen" zu. !ßen ndr 8... l«6t. 5*6ni“ Müii Wilsons Krankheit. Unsere besten Wünsche für fein Künftiges Wohl- Amsterdam, 2Q. Oht. (WTB.) Der Washing- ergehen begleiten Herrn Oberst Pineau. hmer Korrespondent der „Daily News" meldet, daß l chm ein aufrichtiges Lebewohl zu. V. Staatssekretär Lansing bie gesamte Leitung ber auswärtigen Angelegenheiten übernommen hat. Wie verlautet, ist Lansing gegen alle auf bie Besetzung ber Türkei ober ein sonstiges H.!?e?"3iehen der Vereinigten Staaten in die europäischen Verwicklungen gerichteten Pläne unb für „splendid Isolation". tvgwerken würde nicht allein bedeuten, daß Europa «ine Kohlen aus Amercka erhält, sondern würde M ni n>< «I nti bt A. du »tt k AU: II. ' Alt u. 0 3ar AU I I <ein ein gekauft — zu beschlagnahmen und einem Lammellager zu überweisen, von wo tine gleichmäßige «erteilung .an alle Verbraucher zu erfolgen habe. Wenn jedes sanfte Druckmittel versage, müsse man zu schärferen Maßnahmen greifen, der ländlichen «eoölterung Äa'ser und Beleuchtung sperren. Gäben Die Bauern auch bann nicht nach, dann sei jedes Mittel durch den Z.veck geheiligt. Was Die Revisionen bei den Landwirten anlange, so glaube er, daß es Dafür schon zu spät fei tes müffe sofort gehandelt werden, die Not sei übergroß. Zn Grünberg mit einer überwiegend bäuerlichen Bevölkerung allein fehlen nicht weniger als 600 Zentner ti ar löffeln (Herr Arnold vom rtreisamt: Wie mir der Bürgermeister von Grünbeig erllärte, handelt es sich nur um 197 Zentner.) Mit der Zelepbonieterci des Bürgermeisters verhalte es sich anscheinend ebenso wie mü. Dec Mitteilung des tiommunalverbandes an Das Landesernährungsamt, daß im Kreise Gießen alles in bester Ordnung, von einet tiartofselnot nichts zu spüren sei. Dr. Sieger t widerspricht den letzten Teil der Anssührungen des Vorredners; eine solche Mitteilung sei niemals an das LandesernährungS- amt ergangen. Ro hrba ch-Lollar teilt zunächst mit, daß in Lollar durch eine rechtzeitige Bestandsaufnahme 500 Zentner Kartoffeln für die Allgemeinheit gerettet worden seien. Trotzdem fehlen in Lollar nicht weniger als noch 3u0ü Zentner. Ter Reoner be- tontv rodter, daß man den Bauern mcht alles, vor allem Die Saatkartojfein nicht nehmen dürfe. Maier berichtet über Die Verhandlungen einer Gewerkschaftsabordnung mtt dem Präsidenten des Landesernährungsamts. Tie Aovrdnuna hätte diesem gegenüber zum Ausdruck gebracht, daß Der gegenwärtige tiartoifelpreiä von ö Mark pro Zentner vollauf genüge und das Minisderium habe zugeiagt, an diesem Satz festzuhaltcn. 2&iter Hove die Abordnung ein Miwestttiunungsrecht beim tionununaloerbanb gefordert. Tas Ministerium habe daraufhin angeordnet, daß Lei sämtlichen jlommifi unten. Die Der ilommuualoerbanb zur Be- standsaufnahnie aufs Land fende, je ein Arbefter- Dcrtretet muioirlc. SDberfefretär Althaus schlägt vor, daß jeder, bet seinen Winter bedarf bereits eingebeft habe, einen Tett feinet Vorräte an leine tartofjelloiai Mittmiger. vor allem an seine HiutsgenvssLn ab* gebe, • tun der augenblicklichen 9lot zu steuern. jjieie Abgabe müßte dem Betreffenden selbstverständlich gutgefdjneoen luerben. tein Derr teibmann will bestimmt wissen, daß der Leiter Der Kartolselstelle in Lsfenbach allein von Reichelsheim in der Wxuterau luO bis 120 Waggons tiartoifdn nach Köln und Saarbrücken ocrja»ben habe, von wo sie aller Wahrschittllichkrtt nach Jranlieich gegangen seien, das für den Zentner Kartvffcln 18 ö ronfen >ax,le. Cberainftent Luh (rilein-Lviden) kilt mit, daß in seinem Dorfe allein für ine Dort wohnhaften teuenbapiur 12uü Zentner Stattoffeln fehlen. Die Regierung müsse auigefordert imroen, eine Be- chnntmaaiung an die Ixmbnnrte zu richten. Daß itoer Bauer, bei dem eine größere UebersaMtjmenge gefunden n*eroe, mit texfängniä von einem haloeu dis einem Jahr bestraft lueue. Weigel (tilein-LinDen) teilt mit, daß er ftn Auftrag des Bürgermetiiero in oer W tceiau her- iimgefuyren sei, um Staclöffeln aufjutaufen, was ihm oder niayt gehuigeu fei, trotzdem er 12 Mt. für beit Zeniuer yeovlen habe. Läufer ('UiütiUeu der Volkskammer) fordert Ncafien auf, vor allein eimtual die Ötcguxiuig zu iMierstütz.m und nicht selbst durch freiiuüligcd ueberbiCien der gi|u> je eine an bas LanDescrnäh- r u n g i a m t und d.e teifenbahnoirektion in 5rant|urt zu übersendende tentschließung angenommen. An die Landwirte! Entgegen Den bisherigen alljährlichen Gewohnheiten ist gerade in die,em Jayre der größte Teil der Bepötterung unseres tirnses noch nicht i.n Besitze von Hartoffcln. teme große Anzahl Landwirte hofft anfck-einend. Die Desiände zur terjielung Höherer U>reiie zurück hallen zu können, vierourch ist außerhalb der Landwirticha.t li fast allen Bolts- schichten eine große Beunruhigung eingetreten. Beraillaßt Durch diese 9iot haben sich am 20. ibahner-Berva.ideS, Erhard, eine Darlegung veröffentlicht Hutten, Die sich, mitt Den Zustäirden hn Den Betriebswertstätten Der Eisenbahn beschäftigte und die Eisenbahimrbi.tterschaft gegen Den Vorwurf in Schutz nal)m, als sei |ie der schuldige Teil an Der jetzigen Ber- kehrsnot. Herr Stephan, Gewertf^a,tssekre. täc des Deutschen Eisenbahner-Veroaildes, wollte diese Veröffentlichung noch übertrumpfen und saiwie unS einen Artikel, dessen Ausnahme wir ablehnten, weil er au, eine allgemeine politisch-..atriale Agita- tio n hinauSlief, Die wirklich nicht tjt Den Gießener Anzeiger gehörte. In uii.ecem Ant- wonschreiben an Herrn Slephun hieß es am Schlüße aber iwch wörtlich: „Falls Sie kurze, rein sachliche Feststellungen, ohne tendenziösen Beigeschmaa zur ö^entlichen Kenntnis bringen wollen, so stellen wir Ihnen die Einfendung einer kurzen Notiz ergebenst anheim." Solches Entgegenkommen quittiert Der Herr uns jetzt mit oer in Dem vorstehenden Bericht roieoergcgcbenen Aeußerung. L6as Den Fall angehl, oen Der Sprecher Herr aus Großen-Bufeck angeführt hat, so erinnern wir uns nicht, eine Darlegung in Sachen des Streiks Der Heyligenstaeotschen Arbeiter, Die uns Dom Deniooiunachungsiommillar zu- geganaen sei, jemals zurückgewteien zu ha- Den. Vielleicht handelt es sich hier um em Mißverständnis. llnser Bestreben ist es immer gewesen, fach- liche Dinge unvoreingenommen rein sachlich zu behanoeln, uno dieses Bestreben leitet uns auch, roenn roir heute ungeschminkt über die gestrigen Verhandlungen berichten. Was der Vertreter des tiommunalverbandes, Kreis- amtmann Dr. Siegert, ausgeführl hat, zum Tett erstaunliche Dinge, darf einer weiteren Oeffenlllchkeit gegenübet nicht unterdrückt werden. Hoffentlich hat die gestrige Versammlung mit dazu beigeiragen, daß Die Kartoffel- frage in unserem tireije einer befreienden Losung entgegengeführt roetDr . Au» Stadt und Land. Gießen, Den 21. Olt. 1919. Ein vaterländischer Abend Dem ßteix:atm der Leu^ign: Völkerschlacht gewidmet, wurde am Samstag abaiD van Der Teutsch- n a 1 io n a len Volkspartei und der TentscynattvnalenZvgendgrupvecml der Liebigshöhe veranstaltet. Nach ein.'r kurten Legrüßungsanfprache Durch Lehrer Blank und nuuilalifdyen und rezitalvrischni Darbietungen natm ber Haupttcdner, Der Frankfurter Vfarrer Beidt, bL vor kurrem Mitglied D.*r Narionol- oet;ammLimg, DoS Dort. Er wußte Die Aufm.rk- iamteit [einer Hörer vorn erfdon bis zum l.'tzten SBort zu fesseln und Der laute Beifall wäh^nd und beionbero am Schluffe feiner Ausfüyrungen zeugte Dafür. Pfarrer Veidl ging davon auS, Daß Der letzt b gern mü> fo ost bJtontv1 ®egcn- fatz zwischen Dem Geiste von Weimar und Pots- oam in Wirksichkeit nur erkünstelt fet ^lationak Lewensckaft, nattortalc Ziele seien immer Der GrimDzag echt Deutschen Lichtens und TentenS gewesen. Bezeichnenö sei es aber. Daß Dte, Die letzt so eifrig bieten Gegensatz zu teniiruicren Der. suchte», als einzige Stütze iprer Nllutzt des Restes Des DotsDarner Geifds, Der alten Armee, nicht entbehren können. Noch Dem Väg.ichcn ZWammen- bruch Der revolutionären Ideale, nach Der Um- nanDUmg des Völkerbundes in eine Altiengefell- fdaft zur 4siederHaltung XeuifdxanD-., nach Der Dolrtommeneii llnfahigkrit ber Novemberfüdr.'r untz Der Massen, sich iTibit au vegieren. müfi: icbet. Dem das Wohl seines SaterlaiiDed tvohrhaft am Herzen liege, mit allen Kräften Duran müarbriten, auS diesem Massen- und Ga fenuguuent hwauszu- kommen. Wenn trnr nur Den ykaupm an unS selbst nicht verlören, roenn rott fe'dxe.tin am na« tenaien GeDanken, Dann glaube er. Daß Der Um- und Auftchroung, rote er 1813 nach ebenso tiefer Not und Unecht schäft erfolgte, auch nach dieser schwärzesten Zett Deutscher Ge chickftt kommen werde. Pfarrer VetDt ließ »eure Rede in folgenden Drei Losungen auskiingeit: „Wir txry icn nicht Dte Zett Deutscher Größe, Da man noch von einem TeutfchlanD „hoch ui Eyren" sagen Konnte; roir neunen nichts zurück von Dem, ioas wir während Des Krieges bttcnrnt haben und roir holot uns wieder, roaS uni von Gottes unD Recht) roeaen gehört." Nach weiteren mufttalischen, gesmglichen und Gcdicrtvvrträgen, fämtid) ccm tebarütter Des in allen Teilen vorzüglich verlaufenen AbrnDß angepnf,t, touroc ber programmäßige Lett mtt Dem tegriiierr ge.ungenen Li De „Teu.sch.anD, T^itt.ch^ iat!b über alles" Geschloffen, tein yiHtftgLo.ei Beu lammen fein fvll Die Lüchrzahl Der Anroes.'nden noch bis Mitternacht tufanune.igehalten Hoven. • ** Annahme von Wert- und StitN schreibpaketen nach Berlin Ort. Bow 20. bis einschl 25. Oktober roerben Wert- unh Etnschiechpakete, ausgenommen solche mtt Geld, Zuwelen und WertpaP.eren, nach Benin Oct von Prioatperfoiien nicht angenommen. ** Gül tige Lebensrnittel. In bet gestrigen Tabelle ist un» ein Truckiehler unterlaufen; nicht Das Kilo, lonocrn Das Pfund Weißbrotmehl lostet 45 Piennig. •• Oberhesjifcher Kun st verein. Die neue Ausstellung ha*ie am Sonntag einen Derartigen De. jud) aufzuweijen, Daß viele KunfUiebhader keinen Einlaß mehr pnöen konnten. Da ein Teil Dieser Au», fteüung nur noch bis zum Sonntag hier bleibt, ist fie täglich, außer Samstag, von 11 bis 1 Uhr, auch morgen Mittwoch nachmittag von 3 bis 5 Uhr geöffnet. *• (Ein populäres Dolkskonzert finDe^ morgen Mittwoch, abenös 7.30 Uhr, im Haltt „(Ein- Horn" statt. Das Konzert wird ausgesühit von Dem Frankfurter Mozari-Ustchefier (Ceitung E. Schwarz). ** Volkstum unD Mens chheit. Lus Den heute abend 8 Uhr im Hotel Großherzog staltsitiDeuden öjientlichen Vottrag von Herrn Pro- leifor Fritzsche roc-sen wir nochmals hin. Manner und orauen alter Parteien fuiJ cutgcia^en. ** Cäsar-Flaischlen-AbenD. Aus Den heute üactio b Uhr ^p ü n 1111 d» im Stale Des bvt,tlIjuy.f 1 vPercii\3 ftaijiubenven 45urtiag>» aixnD von teäiar Flaisi,le.t iei h.erinil raxw einmal au,merk,am gemacht. Der Dichter hat nachstehcnDes Programm gewußt: 3m Sturm Der Zeit (einzelne GeDtchie). Sommer und Herbst am ‘jüleer (Lieber unD Stimmungen), Kunst unD Leben (Pro,a unD Kritisches), Heckeres. (£111 Besuch Des Abenüs ist mit Hinsicht auf Das retchhal.ige Programm nur zu empfehlen. ** Vortrags . unb terperimentalabenbe Pasqueel-Barys. Der Vorverkauf zu Den am kommeuDen Donnerstag unb Freitag im .Einhorn' ftattfinDenDen Vorträgen ist bereits ,ehr rege. Das Gebiet, über Das Herr Pasqueel unter entbrechen- Den Vorführungen reben wirb, ist außerorbentlich interefjant (Okkultismus, Spiritismus, Der Geister, schreibapparat, Tischrucken, Er,cheinungen, wo unsere Toten sinb u a.) — Den Vorverkauf hat Das Musik« Haus Bufch, Studierende haben Vergün>tigung. ** 3n den Schwarz. Weiß-Ltchtspie le n tritt ab heute bis Freitag den 24. Oktober die be» kannte Filmkünftterm P 0 la Negr 1 in .Wanda Varska", einem spannenden Sittenroman aus dem Leben einer Tänzerin, auf, außerdem kommt noch das zweiaktigeLustspiel.HerrnKnauferichs Brautwerbung' zur Aufführung. Landkreis Gießen. •• Großen. Bufcck, 21. DhL Das Fest der silbernen Hochzeit feiern heute der Uhrmache» Heinrich Müller und Frau Therese, geb. Volk. Kreis Büdingen. Eröffuung der Bottshochschnle. A Nidda, 20. Oktober. (Eine große Zahl der Bewohner Niddas unb dessen näheren Umgebung hatte sich gestern abend tm (Bambrinus hier versammelt, um einer allgemeinen Öffentlichen Feier zur (Eröffnung der Volkshochschule Nidda beizuwohnen. Vürger« meister Eck begrüßte die von regem Interesse für Die neue Entrichtung zeugende Versammlung und Dankte befondersdemGründer des Vere.ns,Rektor Dr.V etter Dann hielt Professor Dr. Hans Werner von Gießen, der Geschäftsführer ber Dortigen Vocksschttte, einen Vortrag über Das Wesen, die Ziele, Die Einrichtung, Arbeit und Stoffgebiete der VolkLi ochjchule. (Er ern. tett reichen Beifall für seine Ausführungen. Schreiner Mantel von hier ermahnte dann Die Arbeiterschaft das neue Werk zu unterstützen und zu förbern. Dee Wert des Kinos als Volksbildungsm.ttel erläuterte Dr. Vetter in einer längeren Ansprache. Herzlich dankte er unserer Stadtverwaltung, die Das hier be« stehende Kino mit allem Zubehör käuflich erwor. ben und Dem Verein Volkshochschule Nidda ge chenkt hat. Dadurch sind alle ftttlich unD morah]d) anstößige* Vorführungen unmöglich geworden und Gewahr für nur wirklich bildende Unterhaltung geboten. Nidda lst die erste hessische Stabt die ein eigenes Kino hat. Zum Schlüsse wurden noch mehrere kinomatographische Vorführungen aus den Deutschen Alpen, der Technik, der Naturkunde und Dem Leben Berlins gegeben. Die Paujen wurden durch klassische Vlusikvorttäge ausgefuüx. Sicher t fert ° Wert, und Ein. , Berlin Dtt Bow xr iverden Wert- Unh unten solche mit Geld, n, nach Lettin Ort vor nommen. ensmittel. In te ein DruHehler unter« ioitottn das Pjund 45 Pfennig. Äunftöerein. Die neue ntag einen derartigen Sei eie Kunstiiebhader keinen n. Da ein Lei! dieser Lu- Sonntag hier bleibt, ist sie von 11 bis 1 Uhr, aut lag von 3 dis L Uhr gv der Kreis Wetzlar h. den vergangenen Jahren der Karloffelzwangswirtschaft stets Ueberschußkreis geroorbeir Es sind bereits bei den zuständigeii stellen Schritte dahin unternommen, daß, die dem Kreise zur Ernährung seiner Bevölkerung fehlende Kartoffelmenge von rund 120 000 Zentnern von auswärtigen Ueberschußgebieten baldigst überwie- wird. in Mgenben bei L.*Wn nicht fa na!?<’Mn eättm ‘ 'S bunte; nnr JR’ ^r wS myn Charakter dj k dttlaufenen fc* ^iPLeilmitL ■ Deutich, Jr fern jwÄgb,eS Ml bet Vlnnxunben luiitilgehülten Haden. Colkshonieti ftU. .30 lt-5, im jjaiel >ilü ausge(ül)ii von dem « ^Vnx^ L. Schwarz). ad Älrnfchhrit. A r im fcotel C-robhnioz i Sortrag von ytnn Pro- wir nochmals hin. Mäv« ariden iuu cüifldaba. ischlen'Adend. «ul ^pünktlich) im sank ItaLiiiiveiwen len iei h.rmü noch einmal r Dichter hat nachstehende; 5tunu der Zeit (cinjelnt ’exb|t am Mr (Lieder uni Heben l'prosa und Kritisches) Menüs ist mit Hinsicht aq un nur ju empjehlen. rd Jjperimentalabenbi er Doroeräaus zu den oa und Freitag 'M .M°™ ist bereits |ehr rege. Da. Meiur,t“ ■SÄÄ* Si’fiS'Ä e haben SergW"^ , m,iK«Licht(pl^E \ n oa Oktober die be> ^Knausenchs oiu^ bk Regierung zu Zwangsmaßregeln greifen müsse, rocnn die Erzeuger nicht freiwillig ablieferten. Besonders scharfe Maßregeln sollen gegen den Schleichhandel ergriffen werden. Einen großen Raum nahm in den Verhandlungen die Kartoffelversorgung ein, die im Kreise Friedberg sehr mangelhaft ist. Reumann gab zu, daß bis jetzt 24000 Zentner Kar« otffel aus unferm Kreise nach Saarbrücken und Köln verladen worden seien. Er übernahm die Verantwortung dafür, denn wir könnten unsere deutschen Brüder nicht verhungern lassen. Bergheim, 20. Okt. Wie groß die Kar- tost-clnot in inefcnt Jahr selbst auf dem Lande vlt, kann man in unserer und der benachbarten Gemeinde Lißberg selten. Obivohl sehr viel .Kartoffeln angrcbaut wurden, reichen sie infolge schiech- ter Ernte nod) iricht einmal hin, den eigenen Bedarf des Torfes zu decken. In beiden Gemeinden mußten vom Kdmmunalverband Offenbach noch hundert Zentner angefordert werden, in Bergi-eim morde deshalb in vorbildlicher Weise die nxiterc Ausfuhr nach auswärts gesperrt. — Bensheim, 20. Okt. 3n einer Massenversammlung, die sich mit dem Wucher und Schleichhandel im Kreise Bensheim beschäftigte, wurde festgestellt, daß von der guten Getreideernte des Kreises, die auf 120000 Zentner Roggen und Weizen geschätzt wird, kaum 15000 Zentner abgeliefert sind. Von der 80000 Zentner umfassenden (ßerftenernte kamen kaum 20000 Zentner zur Ablieferung. Während der Kreis hinsichtlich der Kartoffelernte als Ueberschußgebiet gilt, fehlen in diesem Fahr 103000 Zentner. * Eckartsborn, 20. Okt. Auch in unserer Gemeinde kehrten bereits zwei Kriegsgeiangene aus englischer bzw. französischer Gefangenschaft nach Laufe zurück. Es sind Theodor Scheuermann und Karl G o r r. Das Heimatdorf hatte auf Anregung der Kriegsgesangenenheimkehr und ihres Leiters zu Ehren der Heimkehrer eine Ehrenpforte errichtet. ** G r ü n b e r g, 16. Okt. Wir entnehmen dem „Grünberger Anzeiger": Ein Kkrtoffelbezugs- berechligter aus Grünberg, der bei dem Kreisamt Alsfeld um Ausfuhrbewilligung nachge- suclK hatte, erhielt folgende Antwort: „Dem Herrn Einsender zurückgesandt. Wir können die Ausfuhr von Kartoffeln nach dem Kreise Gießen nid>t mehr genehmigen. Ter Kreis Gießen ist in der Lag:, seine Venorgungsberechtigten vollständig mit Kartoffeln M versorgen. Tem Vernehmen nach erhalten die Leute deshalb im Kreis« Gießen keine Kartoffeln, weil die Erzeuger die Kartoffeln zurückhalten und tue Höchstpreis erheblich überschreiten. Nach unseren Feststellungen haben Käufer aus dem Krei.e Gießen auch in unserem Kreise die Höchstpreiie überschritten. Um die Kar.vffelverforgung unserer Kreisangehörigen nicht zu gefährden, sehen wir uns zu dem Ausfuhrverbot gezwungen. Alsfeld, den 15. Oktober 1910. Hess. Kreisamt Alsfeld." — Fr 'M) erg, 20. Okt. Der Dor and der Hefs. Bau evn bundes richtet an seine Mitglieder die Aufforderung, alle verfügbaren Kartoffeln der Allgemeinheit zuzuführen und den Verkauf an Hamsterer so ange einzustellen, bis die Ortsbewohner chren Kartoffelbedarf gedeckt haben. OKonrabsborf, 20. Okt. Wer den hiesigen G u t s h o f in den letzten Tagen besucht hat, glaubte sich in das reinste Jahrmarkttreiben verlest. Zu Hunderten strömten die Leute der umliegenden Gemeinden dem Ho,e zu, zu Hunderten saßen sie in den geräumigen Kellern, die der Do- rnanenpächtet Ruoff in entgegenkommender Weise geöffnet hatte und in denen jeder seine Kartoffel selbst auslesen und damit seinen Bedarf decken konnte. Während es sonst der Bevölkerung nur unter den größten Schwierigkeiten möglich ist, in diesem Fahr ihren Bedarf zu decken, versorgte der Hof mit hun- denen von Zentnern zu gesetzlichem Preise die Be- oölkerung. Allenthalben ist man über die;es Verhalten des Lobes voll und steht daraus wieder die Wichtigkeck der Gutshöfe für die Versorgung unserer Bevölkerung. Auch im Kriege erfüllte Konradsdorf in jeder Weise seine Pflicht. — Offenbach, 20. Okt. Auf Anordnung der Landeskrei-stelle sollte der Kommunaloerband Offenbach der Stadt Saarbrücken 5» 000 und der Stadt Köln 47UÖ0 Zentner Kartoffeln liefern. Infolge mangelhafter Lieferung der Erzeuger konnte Saarbrücken nur 17000 und Köln nur 20000 Ztr. zugeführt werden Rach Schätzung muß im Bereiche des Kommunaloerbandes, zu dem die Kreise Friedberg und Offenbach gehören, ein Ueberschuß von 400 000 Zentner Kartoffeln vorhanden sein. Dieser Heberschutz und die für die Bedarfsgemeinde erforder- lichen Mengen können aber nicht ersaßt werden, weil die meisten Landwirte keine Kartoffeln zu den fest- gesetzten Höchstpreisen liefern. ra. Aus dem Kreise Wetzlar, 20. Okt. Bei der am 8. d. Mts. veranstalteten Ernte- oorschätzung für Spätka r to ffeln , an der Sachverständige aller Bürgermeistereien des leises teilnahmen, hat ergeben, daß der geschätzte diesjährige Ernteertrag hinter'dem des Vorjahres um rund 210 000 Zentner zurückbleibt. Während Die Karfofftirerforaung. Q Bad-Nauheim, 20. Okt. Am Samstag sprach ber Präsident des Landesernährungsamtes Reu. mann vor einer gut besuchten Versammlung über I »Unsere Ernährungslage". Er schilderte die Aus- |1VW ulvtl|U)U9llM, ^ten für den Winter sehr trübe und bemerkte, daß war, ist er in diesem Jahre zum Bedürfniskreis c'kn biz ,.^k. Weimar unÄ8^ -nilrlt S e feien Um. ’taCÄW.ö» lienreginJJ^nten, L'Hrr Letzte Nciehvichten. Das Reichsnotopfcr. Berlin, 20. Okt. Ter Ausschuß der Nationalversammlung für vas Reichsnotvpfer trat in die zweite Lesung des Gesetzentwurfes ein. Von ber Teutsch-naticmalen Volkspartei war ein Antrag Tr. Dietrich gestellt worden, daß an Stille des Reichsnvtopfers eine Abgabe in gleicher Höh«, jedoch in solg-ud.-r Form erhaben w.roen soll: 1/3 als einmal.g.' Vermögenssteuer und % als Anleihe, tic bet fünfprozentigw Verzinsung dre ersten zehn Jahre mit einer vierpvozentigen, die zweiten zehn Jahre mit einer dreiprozentigen und von da ab mit einer zweiernhalbprvzeirtig^m auf das Kapital gerechneten Zinsscheinsteuer belastet wird. Ter Reichsfinanzminister ersuchte um A.lel/irm'g dieses Antrages und bat, mit der Einzelberatung zu beginnen. Nach kurzer Geschäfteordnungsdebatbe wurde beschlossen, dem Abg. Tr. Rie ebenfakks einen .llbönde nnrgßantrag prinzipieller Aatur eing-bracht harte, die Möglichkeü zu geben, lernen Antrag lzu begründen. Sein Antrag bezweckt, an stelle des Rerchsnotvpfers zu setzen: 1. eine fortlaufende progrefsive lährliche Vermögens- ab gäbe in Höl-e von fünfzig Prozent des geschätzten Betrages nach dem Reick,snvdopf^rgesetz, 2. gleichzeitig oder vorher oder nachher die Auflegung einer Notanleihe (Zwangsanleihch in Dohe von fünszrg Prozent des gesclzätztcn Betrages nach dem Reichsnodopfergesetz. Diese Anleihe soll in den ersten zehn Jahren überhaupt nicht, dann zehn Jahre lang mit einem Prozent, alsdann mit einem äße zel/n Jahre um einen Prozent zunehmenden Satze bis zu fünf Prozent pvo Jahr im ganzen verzinslich fein. Auf Eintrag des sllbg. Tr. Braun lirurbc sodann die Beschlußfassung über die Anträge bis zur nädrfben Sitzung zurückgestellt Die deutsch-polnischen Verhandlungen. B e r l i n , 21. Okt. Zum Stand derdeutsch- polnischen Verhandlungen wird in der „Teutschen Allg. 3ta/' u. a. mitgeteilt, daß bei der Behandlung der Beamtenfragen sich für die Regierung selbstverständlich die Forderung er gab, daß nicht nur für diejenigen Beamten, die in den Gebieten verbleiben, van einer Vermögens- liqmdierung Abstand genammeu wird, sondern daß diese Erleichterungen auch anderen Beamten und der übrigen Bevölkerung zuteil werden müßten. Bisher sind die Palen bedauerlicherwtise auf die billigen deutschen Vorschläge nicht eingegangen. Aber es liegt noch kein Grund har, die Hoffnung endgiltig aufzugeben. Einer Zugehörigkeit bt-r ev< ngelischeu Kirche in Palen zur preußischen Labdeskirche stel-en die Bolen mit einem gewissen Mißtrauen gegenüber. Es ist ledoch anzunehmen, baf, jich ilwe Bedenken zerstreuen werden mit der vollkommenen Trennung van Staat und Kirche, nie sie in Preußen beabsichtigt ist. General Mangin. Paris, 21. Okt. (Wolff.) Havas. ES bestätigt sich, daß General Mangin mit der .Kontrolle der.Durchführung der Mumung der bal- tifc^n Provinzen durch die deutschen Truppen beauftragt wird. General Mangin wird Paris diese Woche verlassen und wahrscheinlich in Berlin Auf-- enthalt nehmen. Die Reichsschulkonferenz. Berlin, 20. Okt. (WTB.) In ber Nachmittag? sitzung der Vorbesprechung zur Reichs- ch u l k 0 n f e r e n z am Montag (unter Vorsitz des Unterstaatssekretars Schulz) wurde mit großer Mehrheit beschlossen, die Reichsschulöon- ferenz stattsinden zu lassen, ferner einen Ausschuß M bilden, der die Verbindung zwischen, dem Reich und be:i Unterrichtsverwaltungen der Länder her- sirllt, und außerdem die Kvnsereii^ vorbereitet. Einstimmigkeit herrschte darüber, daß eine Reihe wichtiger Fragen schnellstens durch das Rcichs-Not- schulgesetz zu regeln und noch vor der Reichsschul- konsevenz zu erledigen fei. "Tie Vorarbeiten für die Konferenz mürben einem Ausschuß übertragen. Insbesondere die Frage der Tauer der Verhandlungen, die Auswahl der Teilnehmer und toeibere Einzelheiten. Als ungefährer Zeitpunkt für das S-tat.finden der Konferenz ist Osternr 1920 in Aussicht genommen. Einschließlich ber Regierungs-, Vertreter soll die Zahl der Teilnehmer mcht mehr als 400 betragen. Ferner routben dem Aussckmß Cie Leit atze zur Vorbereitung überwiesen, die die Reiäisjch illonf-ereirz beschäftig:n sollen, sowie eine Reihe anderer noch zur Erörterung gestellren Fragen auf tom Schulaebiete. Einhelligkeit herrschte darüber, daß die Sicherung der im Ausland tätigen Lelsrkräfte eine Frage sei, beten möglichst baldige Regelung erfolgen müsse. Ferner soll die Neuotd- nung der Rechtsschreibung baldigst in die Wege gelei.et werden. Morgen werden in der Vorbe- Iprechung mit tem Schulwesen im Zusamenhang jttfymbe Verfassung^fragen behandelt. Zur Konferenz in Washington. Amsterdam, 20 Okt. (WB.) Ter „Ide* grotf' meldet aus London, daß der delegierte der b ritifcken Regierung für die Arbeiterkonserenz in Washington, George Barnes vor seiner Abreise nach "Washington eine Abo dnung des Rates der Seeleute unter Havelock Wilson empfing. Sie beiprachen Maß'iahmen für die intemationaie Verstimm, ung, die tm Zusamnienhing mit derWashing* doner Konferenz ernberusen werden und, «ich ausschließlich mit den Interessen ber Seefahrer besät sen soll. Auf Ersuchen Barnes formulierten die Räte ber Seeleute die Forderung ber Seeleute aut internationaler Basis, die 14 Punkte umfassen, ix:runter Mindestlohn, freie Kost an Bort auch während des Ladens, Feststellung einer bestimmten Hahl von Arbeitsitunden auf See und in den Häfen, das Recht der Seeleute auf einen Teil ihres Verdienstes bei der. Ankunft in einem fremden Hasen, im Falle von Schisfbruch Bezahlung des Lohnes bis zur Heimkehr des Seemannes, "Ne Feier der Volkshochschule Ridda wieder viele neue Freunde erworben. * Q) Dindsachsen, 18. Okt. Mehrere Einbrecher, von denen der eine als Hamsterer vorher die Gelegenheit ausgekundschaftet hatte, machten in der vergangenen Nacht die Häuser unserer Gemeinde unsicher. Sie brachen an mehreren Stellen ein, wurden jedoch bemerkt und verfolgt. Leider kamen die Verfolger am Bahnhof Hirzenhain, wohin sich die Einbrecher mzwischen gewandt hatten, einige Minuten zu spät an, die Herren waren bereits abgedampft. 3n Stockheim wurden sie auf telephonischen Anruf hin von Wachtmeister Buchhammer aus Ortenberg, der sich schon mehrmals bei . der Gefangennahme von Einbrechern hiesiger Gegend bewährt hat, ttotzdem sie sich versteckt halten wollten, aus dem Zug herausgeholt und verhaftet. )( Eckartsborn, 20. Okt. Jur Zeit werden die Hausleitungen für elektrisches Licht gelegt, hoffentlich wird auch die Transformatorenstalion bald im Bau fertig, so daß der Anschluß an die Heber» landzentrale noch vor dem dicken Winter mit seinen dunklen Abenden erfolgen kann. Kreis Lauterbach. — Schlitz, 19. Okt. In dem Bericht über die hiefige Volkshochschule in der Freitagsnummer des „Gieß.. Anz." muß es statt Ortsbildungs- oerein „Arbeiterbildungsverein" heißen. rm. Lauterbach, 20. OKI. Das hessische Ministerium der Finanzen gibt bekannt, daß als ort» liche Dollzugsbehörde für die Geschäfte des Siede- lungsunternehmens in den Kreisen Alsfeld und Lauterbach mit Wirkung vom 20. Oktober an ein Landamtmann mit dem Amtssitz in Lauterbach bestellt ist. Mit den Obliegenheiten dieses Landamtmannes wird der Oberförster Hch. Keu del zu Lauterbach unter Belastung feines bisherigen Dienst- grobes beauftragt. Mil diesem Tage scheiden die Kreise Alsfeld und Lauterbach aus dem Bezirke des l2anbamtmannes zu Gießen aus. Kreis Friedberg. Q. Vad-Nauheim, 2p. Okt. Das gestrige Gastspiel des hessischen LandesTheater (ehemaliges Hoftheater) bei dem „Cavalleria" und „Ba- 10330" 3ur Aufführung kamen, hatte einen gan3 außergewöhnlichen Erfolg. Trotz bedeutend erhöhter (Eintrittspreise war das Theater (Konzerthaus) vollständig ausverkauft. Die Gäste fanden begeisterte Aufnahme. - Gestern fand das letzte Konzert des Kurorchesters im Konzerthause statt. Don heute ab »oerden die Konzerte in den Sälen des Kurhauses abgehalten und ist damit der Winterbetrieb eröffnet. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Tarmftobt, 19. Okt. Die Stabtver- ■’ rdnetenversarnmlung beschloß in geheimer Sitzung 'oie Erhebung eines ^.Zieles der Gemeinde- il e u e r. rm. Tarmstadt, 19. Okt. Der Verband 1 v - kirchl Frauenvereine in Ha sen hielt 1 Ter seine HerbstmitgliÄ>erversammlung ab. Nach einem Bericht von Geh. Oberkvirsisüorialrat Tr. Bern deck über die Augustt-agung ber Landes- Synode sprach ber Vereinsgeisllicl-e des Landes- btreinS für Innere Mi.sivn in Hessen über: Wie lieüen wir uniere Kinder zum Glauben ein?, wäh- vend Pfarrer Schaefer sich über den Dienst ber Mutter in den ersten Lebens.ahren des Kindes, 'owie den ber (Stern unb Erziehern im fortgeschrittenen Alter sich verbreitete. rm. Darmstadt, 20. Okt. Scharfe M a ß- n ahmen wegen verzögerter Milchablie- s e r u n g wurden nunmehr im Kreise Gr. Gerau er» Ififfen. Da eine Anzahl Landwirte der einzelnen Orte ohne besondere Gründe mit ihrer Milchabkieferung im Rückstand blieben, wurden sie mit Strafbefehlen über 1000 Mk. bis 1500 Mk. belegt. Wenn eine Lästerung in der Milchablieferung nicht eintritt, sollen außer den Geldstrafen auch Gefängnissttasen eintreten Kreis Wetzlar. ra. Aus be m Schöffengrunb (Kreis H^eßtar), 2Q. Okt. Die Bewohner unserer Gegend sv.'rden wieder durch näch-licyc Einbrüche geängstigt. Aus Ober-Öuernbach wird ein ftlpverer Diebstahl gemeldet, unb in Oberwetz haben bie Diebe sogar einen Hausbewohner burch Kopfschuß schwer verletzt. ra. Wetzlar, 20. Okt. Die Stabt verordne- trnvorlage betr. Bewilligung einer Beihilfe für die vertriebenen Elsaß-Lothringer fanb eine erfreuliche Erledigung insofern, als Stabtoerorb- nerer Fabrikant Humbert bie für biefen Zweck geforber.en 5000 Mk. aus eigenen Mitteln zur Verfügung stellte. Hessen-Nassau. X. G e r s f e l b, 18. Okt. Ter Kreistag des Kreises Gersfelb hat ben Anschluß bes Kreises an bie elektrische U e b e r l a n bze n t r a l e ber äJlamflauanbgr: unb ben Beitritt zum ZweLxr- banb Ueberlandwerk Fulba-Hünfelb-Scküüch'tern beschlossen. risGitbcn. H i ‘9»-* ) Jran 9 SÜDinflen. im6ambnW5 9 flirM«' poit । unh111 knie dann dli .. Agt C1 sKWl Ent'chädignng an die Hinterb.iebenen bei Verlust des Lebens, .Entschädigung bei Unglück und bei । Verlust von verjönlidiem Besitz, Reorganisation des drahtlosen Tieiistes auf See und Bildung eines gemischten nationalen Seefahrtsgesetzes und eines solchen internationalen Rates. Airche itnO» Schule. "f* Der Oberhessische Verein für 0 n n e re M i s s i 0 n hält feine diesjährige Generalversammlung am Dienstag den 11. November nachmittags ab. Zur Besprechung kommt ein wichtiges Thema: Die Volksmission in Oberhessen mit besonderer Rücksichtnahme aus die Frage des Zu- lammengchens von Kirche und Gemeinschaften. Zwei Berichterstatter werden das Thema von verschiedenen Dlandpunkten aus beleuchten. «Bkßcncr Tlonzertvcrein. Gießen, 20. Okt. Tas Kvn^ert der Frankfurter Madrigal ve r e i n i g u n g unter Leitung von Fräulein De floss verdient in icber Hinsicht ein Ereignis un Gießern:r Musikleben genannt zu werden: wird man doch selteii, vorbachische Kunst so formvollendet und klangschön singen hören. Schon das Programm war mit großer Sachkenntnis und Sorgfalt so gewählt, daß sämtlich: Nummern ber Blütezeit des Madrigals (von ettva 1520 bis 1650) entnommen waren, jener Zeit, in ber bie vier- bis achtstimmige. Gesangskomposition bie Stelle des späteren einstimmigen Kunstliebes einnahm unb — gleich unserer heutigen Kammermusik — bie aristokratischste Form ber Musikbetätigung bar stellte. Die Darbietungen werben manchem Hörer neben dem unvergleichlichen Genuß auch allerlei zu denken gegeben haben; ba wäre viel zu sagen von Schlüssen aus Füialis, reiner Quinte unb Oktave, ohne die ben Dur- oder Mollcharakter bestimmende Terz, von Melismen unb Ligaturen, kanonischen unb imitatorischen Führungen, Mr- chmtönen unb Kontrapunkten; auch bas wirb mancher beobachdet haben, baß Richard Wagner nich eigenUich erst ben Sprechgesang .erfunden" hat, nne beim überhaupt bie Kunstform bes Madrigals geradezu als Vorläufer ber Oper betrachtet werden muß; doch würden Ausführungen hierüber ben Rahmen unserer Besprechung überschreiten: wir begnügen uns daher unter höch ster Anerkennung der künstlerischen Gesamtleistung einjdne Höhepunkie zu markieren. In Palestrinas „O süßer Tod" war besonders die letzte Zeile von außergewöhnlicher Wirkung; bas „Echo" bes großen Lasso stellte burchweg eine Kabinettleistung bar; während das Tanzlied bes Engländers Morley durch die wunderbar dramatische Ausbruckskrast und Charakteristik hervor trat, bezauberten in Donatis Tanzlieb der ideatisierte Tanzrhythmus am Schluß ber ersten unb letzten Strophe, sowie bie bezüglichen bynamischen Abtönungen beider; trat in ben Gesängen von Isaak Into Haßler ber T«wr als wirklicher tenor (b. h. Dielodieführer) schön heraus, so hatte von ben letzten burckpveg von feinstem Humor getragenen Gaben bei Frioerici der Baß eine köstliche Funktion, wozu der Teiwr in einer wunderbar ausdrucksvollen Linie aufwärts kontrepunktierte, der „Fuchs" wußte durch feinen überaus kunstvollen, fein und zart gehaltenen imitatorischen Schluß zu fesseln, unb zuletzt glaubte man sich auf einen gro&m Hühnerhof versetzt: waren es auch nur „Kunsteier", bie da gelegt wurden, so überragten sic doch dank ihrer dauerhaften Konsistenz durch die Jahrhuiider^e so mandjed rasch verblaßte Straußenei, das uns die letzten Dezennien beschert haben, vielleicht, daß sich diese Erzeugnisse in dem neu zu errich.enden Frankfurter Richard Scraußmuseum besser koniervieren werden . ___________ Dr. G. R. ** Vortrag von Kardorff. Auf den heute abend im Hotel Einhorn von der Deutschnationalen Volkspartei ver^ anftalteten Vortrag des Herrn von Kardorff „Was uns not tut" wird iwchmals b.sonders aufmerksam gemacht. Niemand sollte es sich enti geben lassen, ben Vortrag des bebeutenben Politikers unb glänzendeii Redners anzuhören. Tei Vortrag beginnt pünttlich um 8 Uhr. 3 5, I h f < v 1 ( n w ai 'S n>< 9fl Mi br. h du »tt .'s AH' U. ' 1 C2 h. n ian su I 0 1 la ncui Au t (Hi Um. uniAi Sehr Hund 0!Hx'>4 ST u ab 2 m nio - tileti T, ii. 41 teich töfl. An 5a ui Golerti zu oex (tinma dunkel zu verk 010836 B im Alter von 47 Jahren. den 22. d. M., 3 Uhr. 12015D im 67. Lebensjahre. 020306 SPtUCMT* Das Beste bei hohem Lohn für sofort gc nicht. 12026 behalfen. aDesSdiÄdhche ablehr en. Geschont und ße nlhrt wird da» Leder durdi dm Schuhpula Ln tiefer Trauer: Harrarete Hahn Wwe« Familie Lud wie Hahn Familie Heinrich Mahn | Vermietungen | In gutem vauie, itete Lage, ein schön möbL Simmet mit guter Per- pflegung zu vermieten. Schuler (in) kann eotL Nachhilfe erteilt werden. Die trauernden Hinterbliebenen: Christine Tewes geb. Fischer Frau Witwe Kuhrt geb. Tewes Familie Geheimrat ProL Dr. Ing. 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Dieses beträgt für den Assistenzarzt einer Klinik (approbierter Arzt!) 66V, Mk. monatlich bei srerer Station, für den Assistenten eines wijsenschaitlichen Instituts 116-7, Mk. ohne trete Station. ES ist 'ür alle Assistenten gleich, einerlei, ob sie 1 oder 10 Jahre an der Klinik oder dem Institut tätig sind. Tas Landesamt für das Bildungswesen ließ sich 2 Monate Zeit, bis es diese dringliche Eingabe auf erneute Bitte um Beschleunigung hin beantwortete. Die Assistenten wuroen mit dem Hinweis auf eine demnächst ftattiinbenbe Hoch- schullonserenz vertröstet, auf der die Sache zur Sprache kommen sollte. Dieser Trost war schwach, und um der augenblickliä>en Not zu steuern, wurde deshalb neuerdings von der Ortsgruppe bei der Regierung beantragt, den Assistenten eine einmalige Entschuldungssumme von 1000 Mk. zu gewähren, weil eine endgültige Regelung der Gehaltsaufbesserung vorerst nicht zu erwarten sei. Bis heute haben wir denn auch von den Beschlüssen der Hochschulkonserenz nichts gehört. Auch dieser zweite Antrag wurde von der Regierung glatt abgclehnt. Sie versuchte allerdings eine Begründung für diese Ablehnung, intern sic auf eine Teuerungszulage verwies, die demnächst zur Auszahlung gelangen sollte. Hinterher entpuppte sich diese als eine Zulage, die allen hesftschen Beamten gewährt wurde und für den unverheirateten Assistenten mit freier Station 662/, Mk., für den ohne freie Station 133 Mk. pro Monat betrug. Nun hatten sich manche Asftstenten der Hoffnung hitigegeben, die Regierung durch Billigkeits- grünte zu einer Besserung ihrer wirtschaftlichen Lage bewegen zu können. Es waren Optimiiten, bei denen diese Hofsnung vielleicht dadurch erweckt war, daß der soziale Sinn ter hesftschen Negierung in seiner ganzen Freigiebigkeit und Großzügigkeit bei ter Durchsetzung der Ministerpensionen und der Erhöhung ter Tagegelder dec Volkskammerabgeordneten sich so glänzend offenbart hatte. Die Peisi- misten versprachen sich von Billigkeitsgründen keinen Ersolg. soirdern waren dec Ansicht, daß die Regierung nur bei Zwang sich zur Erfüllung unserer berechtigten Ansprüche herbeilassen würde. Eine interessante Bestätigung erhielt die.e Ansicht sehr bald durch folgendes Beispiel: Auch das Unterpersonal ter Gießener Kliniken war, allerdings erst einige Monate später, an die Regierung mit Lohnforderungen hcrangetreten. Als die Verhandlungen darüber keinen rechten Fortgang nehmen wollten, wurde der Regierung von den Angestellten mit dem Streik gedroht. Dieses Mittel halte eine eigenartige Wirkung auf die Entschlußfähigkeit ter Regierung: Es erschienen sofort bevollmächtigte Regierungsvertreter in Gießen zur mündlichen Verhandlung, die am 22. Juli 1919 einen Tarifvertrag zunächst für ein Jahr mit Rückwirkung ab 1. April 1919 mit den Angestellten abschlosfeu. Danach erhalten bei achtstündigem Arbeitstag, freier Station und einem freien Tag pro Woche anher 100 Mk. Kleitergeld pro Jahr die Pfleger der pjychiatr. Klinik als Anfangsgehalt 200 Mk., die Pflegerinnen 140 Mk., nach 10 Jahren Dienstzeit die Pfleger 295 Mk., die Pflegerinnen 185 Mk.; die Pfleger der übrigen Kliniken als Anfangsgehalt 125 Mk., die Pflegerinnen 100 Mk., nach 10 Jahren die Pfleger 150 Mk., die Pflegerinnen 125 Mk.; die Schlosser und Heizer sämtlicher Kliniken als Anfangsgehalt 245 Mk., nach 10 Jahren 340 Mk. Im einzelnen wird dazu noch bemerkt: Ein Assistent muß je nach dem Fach 5—6 Studienjahre aus seine Ausbildung verwandt haben , und hat dafür ein Vermögen verbraucht, ehe er eine Stelle an einem Institut oder einer Klinik bekleiden kann. Im Sinne ter Tarifverträge darf er deshalb als gelernter Arbeiter gelten. Man müßte ihn daher wenigstens mit den Schlossern und Heizern im Gehalt gleichstellen, die gelernte Arbeiter sind. Der Assistent ist im günstigsten Fall mit 24 Jahren so weit, daß er anfängt, Geld zu verdienen, wogegen der Pfleger seine Stelle schon im jugendlichen Alter von 17 Jahren bekleiden kann. Dabet wird von diesem nicht das geringste Maß von Fachbildung verlangt. Beim Unterpersonal sind die Lohnsätze abgestuft nach dem Dienstalter, dagegen bekommt der älteste Assistent genau so wenig loie ter jüngste, auch wenn ec 10 Jahre an dem Institut oder an der Klinik tätig ist. Gewiß, wir lernen noch als Assistenten, aber wir leisten doch auch nutzbringende Arbeit, ohne die ein geregelter Betrieb an Instituten und Kliniken unmöglich Dgs Glück der andern. Original-Roman von Erich Eben stein. Copyright 1916 by Ordner & Comp., Berlin W 30. sfNachdruck verboten.) Fortsetzung 30 XIV. Am andern Morgen schlug Magnus seiner Braut einen Spaziergang vor, und Evelyn, die ihre schlechte Laune verschlafen hatte, willigte ein. So schlugen sie einen schattigen Fußpfad, der links von ansteigendem Wald, rechts von der Karen, rauschenden Verda begrenzt war, ein. Das Ziel war eine Aussichtswarte über dem Dorf Berdstetten. _ Anfangs gingen sie beide schweigend dahin. Plötzlich aber sagte Magnus lebhaft: „Sag mal, Evelyn, hattest du gestern etwas mit der Fürstin Zetern?" Evelyn runzelte ärgerlich die Stink. „Ah, du hast bemerkt, wie unverschämt sie mich den ganzen Abend geschnitten hat?" „Nein," gab er betroffen zurück und blickte sie erstaunt an, „ich sah nur einmal vor Tisch, daß sie plötzlich aufstand und von dir wegging. Datei schien sie mir ein wenig erregt. Nachher dachte ich, ich hätte mich getäuscht „Nein, du hast ganz richtig gesehen. Sie floh in sittlicher Entrüstung meine Nähe. Kitty Melters und ich haben unS königlich amüsiert dabei." „Aber mein'Gott, was hot es denn gegeb'.n?" „O, die alberne Person erlaubte sich, meine Ansichten „unpassend für ein junges Mädchen" zu finden, was ich mir natürlich nich: gefallen ließ. Es war von Nietzsche die Rete, ,ür oct ich eine besondere Vorliebe habe. Die mciftcn dieser Lhilisterjccleu kannten ihn natürlich gar nicht, Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für GSerheffen)Dienstag, 21. Moder 1919 wäre. Von den Kliniksassistenten wissen das unsere Kranken am allerbesten. Diese Leute staunen ungläubig, wenn sie hören, daß unser Grundgehalt bei freier Station 66 und 2/3 Mark beträgt, einschließlich ter Teuerungszulage jetzt 133 Mk. Sie glauben vielmehr alle, ter Assistent hätte ein Einkommen von 15—20 000 Mk. pro Jahr, und sie begrünten diese Ansicht damit, daß die Arteils- leistung eines Assistenten, ter keinen achtstündigen Arbeitstag und keinen freien Tag pro Woche fennt, immöglich so jämmerlich entlohnt werten könne. Nur die hessische Regierung leimt ab, vertröstet, zieht hinaus, obwohl ihr die materielle Not der Assistenten genügend bekannt ist, obwohl sie in Eingaben und mündlichen Besprechungen ausdrücklich darauf hingewiesen worden ist. Ein halbes Jahr ist seit Beginn dieser Verhandlungen verstrichen, ohne daß die Negierung für die Assistenten auch nur das geringste getan hätte, was über den Nahmen allgemeiner Teuerungszulagen hinausging. Sie rechnet osfenbar mit unserem Anstand, weiß sich ftcher vor einem Streik und glaubt im Vertrauen darauf die Assistenten vertrösten zu können. Sic braucht sich nicht zu wundern, wenn dieser Mangel an Verständnis und diese un- gleicl)c Behandlung der Forderungen der Aftisten- icn und des Unterpersonals von uns als bitteres Unrecht empfunden wird und eigenartige Rückschlüsse ausdrängt über Reden und Tun einer Regierung, die den Sozialismus auf ihre Fahne geschrieben hat. Aus dem Amtsverkündigungsblatt. Die landwirtschaftliche Winterschule in L ich. Ergänzend wird mi geteilt: In die landwirtschaftliche Wintersckpile fönnen Schüler und Schülerinnen aufgenommen werden, die sich durch Zeugnis ter Bürgermeisterei des Wohnorts über tadellose Führung und über die Bekanntschaft mit ten gewöhnlichen Arbeiten in der Lanü^rirp- schaft, ferner durch Schulzeugnisse über den Besitz der durch ten Besuch der Volksschule zu emxrten» ten Kenntnisse und Fertigkeiten ausweisen können. Eine Aufnahmeprüfung findet nicht statt. Tas Alter ter aufzuuehmenden Schüler und Schüle- rimren soll in ter Regst nicht unter 16 und nickst über 18 Jal)re sein, lieber Ausnahmen entscheidet auf Antrag des Schulvorstehers ter Aufsichtsrat. Handel mit Lebens- und Futtermitteln. Erneut wird darauf hingAvieseir, daß ter Hantel mit Lebens- und Futtermitteln nur solchen Personen gestattet ist, denen eine Erlaubnis ^zum Betriebe dieses Handels erteilt worden ist. Diese Vorschrift findet keine Anwendung auf den Verkauf sclbstgewonnener Erzeugnisse, Kleinhantelsbetriebe, in denen Lebens- oder Futtermittel nur unmittelbar cm Verbraucher abgesetzt werten, Personen, die eine Erlaubnis zum Hantel mit Lebens- oter Futtermitteln erhalten haben, sowie Behörden und andere Stellen, denen amtlich die Beschaffung und Verteilung von Lebens- und Futtermitteln übertragen ist. Ws Lebens- und Futtermittel im Sinne dieser Verordnung gelten auch Erzeugnisse, aus denen Lebens- oder Futtermittel hergestellt werden. Mit Gefängnis bis zu einem Jabre und mit Geldstrafe bis zu zehntausend Mark oder mit einer dieser Strafen wird bestraft, wer ohne die erforterlickre Erlaubnis mit Lebens- oder Futtermitteln HandÄ treibt. Wer ten Preis für Lebens- oder Futtermittel durch unlautere Machenschaften, insbesondere Kettenhandel, steigert, wird mit Gefängnis bis zu einem Jahre und mit Geldstrafe bis zu zehntausend Mark oder mit einer dieser Strafen bestraft. In ten Städten von über 20 000 Einwohnern sind bei den Oberbürgermeistern, im übrigen bei ten Kreisämtern beordere Stellen, die zur Entscheidung über die Erteilung und Entziehung der Erlaubnis, sowie über die Untersagung des Handels zuständig sind, errichtet. Vorsitzeirde ter besonderen Stellen sind die Oberbürgermeister, im übrigen die Kreisräte. Anzeigen, in denen Gegenstände des täglichen Bedarfs, insbesondere Nahrungs- und Futtermittel aller Art, sowie rohe Naturerzeugnisse, Heiz- und Leuchtstoffe, Tüngrinittel oder Gegenstände des Kriegsbedarfs angeboten werden, oder in denen zur Llbgabe von Angeboten über fcldie Gegenstände auf- gcsordert wird, dürfen in periodischen Druckschriften nur mit Angabe des Namens ober der Firma sowie ter Wohnung toter ter Geschäftsstelle des Anzeigenden zum Abdruck gebracht werten. In ten Gemeinden ansässige Händler von LÄienS- und Futtermitteln, welche noch nicht um die erforderliche Erlaubnis nachgesucht haben, hüten um diese Ettaubms sofort nachzuöommen. Verbot der Haferausfuhr. Obwohl mit dem 15. Oktober ds. Js. das Verbot des Ausdrusches von Hafer abhäuft, ist die Ausfuhr von Hafer aus Gemeinden des Kreises ohne kreisamtliche Genehmigung auch weiterhin verboten. ♦ Errichtung einer VLckerzwangs- innung für ten Landkreis Gieyen. Tie Liste ter Handwerler, welche an ter Abstimmung über die Errichtung einer Zwangsinnung für das Bäckerhandwerk im Landkreis Gießen teilgenommen haben, liegt ivährend zweier Wochen, vom Tage des Ersck>eiuens dieser Bekanntmachung, auf ter Registratur tes KreisamtS Gießen in ten üblichen Geiü-ästsstuuten zur Einsicht und Erhebung etwaiger Einsprüche ter Beteiligten offen. Nach Ablaus dieser Frist angebrachte Einsprüche bleiben unberücksichtigt. Lieferungszuschläge für Brotge- treideundGerste. Auf Airordnung tes Lan- tesernährnn^Zamts ist mit Genehmigung tes Reichswirtschaftsministeriums rtunmefyr auch die Frist für Gewährung tes Lieferungszuschlages in Höhe von 75 Mark für ten Bezirk tes Kvmmnnal- verbands Gießen bis zum 31. Oktober 1919 einschließlich verlängert loorten. Sy ort* ** Gießen, 19. Okt. Tas Ligaspiel auf dem Spottplatze tes V. f. R. 1900 endete zu Gunsten tes Siegener Sportv. Germania mit 3—9 Toren. Die Manns cl-a ft ter Gäste lieferte ein flottes, von, Anfang bis Ente energisch durchgeführtes Spiel. Tas erste Tor erzielte Siegen durch einen Fehler ter Gießener Verteidigung. Einen gegebenen Elfmeter verschieß Gießen uitb Siegen erzielte ein zweites Tor. Nach Halbzeit hat Gießen anfänglich meljr front Spiel und kann zwei Tore aufholen, muß aber bald das Kommando an Siegen abgeben, das 6 Minuten fror Schluß das dritte Tor erzielt, und damit die Führung hat. Noch ein starker Angriff von Gießen, dann ertönt ter Schlußpfiff und Siegen hat die zwei Punkte errungen. Die Gießener ALannschast spielte unter ter sonstigen Form. Im Sturm zeigte nur der Halbrechte gutes Kömten. Tie Verteidigung war bis auf zeitweiliges Nachlassen gut, ter Tormann ter beste Mann. Bei Stegen ist ter Linksaußen zu langsam, sonst ist die Mannschaft schnell im .Angriff und stark in ter Verteidigung. Turnen. -m. Hungen, 20. Okt. Gestern ftlrtd im Saale des „Darmstädter Hofes" das A b t u r n e n tes hiesigen Turnvereins statt, das nach einem Zug der altifren Turner durch das Städtchen einen guten Verlauf nahm. Bei Konzertvv-rttätzen entledigten sich am Nachmittag die jungen Zöglinge und am Aoend die älteren Turner, umgeben fron zahlreichen Zuschauern, ihrer Aufgaben, fron denen namentlich die schwierigen Vorführungen ter älteren Turnzögilinge lebhaften Beifall sanden. Hieran anMießend wurde ein Ball veranstaltet, der ebensalls gut verlief. Gericht-saal. Drr Offenbacher Karsrellagsputsch. Darmstadts 19. Okt. Eine ganze Anzahl tteiterer Teilnehmer au dun Oftenbacher Karsrn- tagsputsch stanten gestent fror ter Darmstädter Strafkammer wegen Landfricktensbruchs, Auftuhr usw. zur Aburteilung. Es sind acht Angeklagte, der neunte, ein gewisser Ri: ß, ter jetzt in Frankfurt wohnt, hat sich nicht gestellt. Meist sind es vorbestrafte Personen, die beschuldigt sind, sich an jenem Tage durch ihr Verhalten und ihre B'.- teiligung an dem schweren blutigen Zusammenstoß schuldig gemacht zu haben. Sie find im allgemeinen geständig, bestreiten ater, in böser Absicht und in ter Absicht Gewalt anzuwenten, gehantelt zu haben, iDter aber sich ter Folgen ihres ^testete mens bewußt gewesen zu fern. Die Anklage vertritt wieder Amtsgerichtsrat Dr. Sittel, ter das Verhalten her Angeklagten scharf geißelt und besonders darauf hinweist, daß das Schwurgerichts-- urteil, auch vielfach in ten Jteeifen ter Kommunisten als gerecht anerkannt Worten sei. Die Verhandlung fördert stteues von Belang nicht zu Tage. Als Verteidiger ist nur R.-As. S e ck e l--Frankfurt erschienen, ter in kurzen Ausführungen mehrere ter Angeklagten verteidigt. Tas in verhältnismäßig kurzer Beratung gefällte Urteil lautet: Gegen Tag- löhner Jos. Walther und ten .Arbeiter Robert Eiche, 39 Jahve alt, auf je 1 Jahr 6 Monate Gefängnis. Walther, ter auf freiem Fuß: war, wird wegen Fluchtverdacht in Haft genommen.- Fabrikarbeiter K. Behl, 23 Jahre alt, 1 Jahr Gefängnis, abzüglich 5 Monate Unter- suchungshaftt Portefeuiller Hch. Pietz, 29 Jahre alt, ein überzeugter, mit rednerischen Talent aus- Bestatteter, ater augenscheinlich gnstig erkrankter Ictznsch, zu 8 Monaten Gefängnis, abzüglich sechs Monaten Untersuchungshaft, der Buchdrucker H. R. gern Evelyn gab sich keine Mühe, das Schweigen zu brechen. Sein Ton hatte sie roie schon öfter gereist Er tlang so mentorhast. Dann dachte sie an Paul Gottorb, Der ihr die Bücher von Nietzsche geliehen hatte, über die sie bann beite ihre Ge- tonten austauschten. „So? Davon habe ich wirklich nichts bemerkt. Meine Freundin wird sie jedenfalls nie werten." Bewe schwiegen. Magnus war ernstlich verstimmt. Nach einer Pause sagte er beklommen: „Dn hast Nietzsche wirtlich gelesen?" „Jawohl. Hältst du ihn etwa auch für „verbotene Lektüre"?" „Das nicht gerate. Wer idj knn der Ansicht, daß ihn ohne Schaden nur reife Menschen mtt völlig gefestigten Grundsätzen lesen sollten. Seme Theorien können sehr leicht mißverstanden werten und würden dann, in die Tat nmgesetzt, allerdmgs eine Gefahr für die Gesellschaft bedeuten. Wer gab dir denn die Bücher? Deine Mutter oder Beate Mlllner doch gewiß nicht!" . „Nein. Ein Bekannter borgte sie mir." Magnus schwieg verstimmt. Er hätte gewußt, wer dieser „Bekannte", war, aber ihre Antwort hatte so schroff ablehnend geklungen, datz Nur die Fürstin Zedern ließ sich mit mir in einen Streit ein. Für sie scheint er ter richtige Gottseibeiuns zu sein. Ihre spitze Nase wurde ganz weiß vor Verachtung bei feinem bloßen Namen, „jenseits von Gut und Böse" scheiitt ihr der ketzerischste Begriff, den es überhaupt gibt. Na, und das Ende von allem war dann, daß .ich ausgespielt, habe ^^Das täte mir sehr leid, Evelyn. Die Fürstin ist eine alte Freundin unseres Hauses, und nebenbei außerordentlich klug und tolerant," sagte Magnus Wie anders war er doch als Magnus! Ein stolzer — sich allerdings rücksichtslos durch die Wett drängender Herrenmensch! Aber eben darum hatte sie sich ihm geistig verwandt gestchlt. Er icar so klug. Er verstand es so gut, den ScAeier von allen Vorurteilen zu ziehen und ihr Tiefen des eigenen Wesens zu enthüllen, die sie allein wohl nie ergründet hätte. Bis zu unbesonnener Begeisterung riß er sie manchmal mit sich fort . . . Das hatte Magnus nie gekonnt. Was er sagte, war immer im Nahmen der banalen landläusigm Moral..... Wie schade, daß nicht Gottorb ter Besitzer von Rettenegg ist! dachte sie, einen Seufzer unterdrückend. Magnus bemühte sich intessen, wieder ein Gespräch in Gang zu bringen. Er sprach von seiner nahe bevorstehenden Versetzung zu irgend einer auswärtigen Gesandtschaft und meinte, daß es wohl wahrscheinlich Paris ooer Berlin fein würde! Paris! Berlin! Das gab Evelyns Gedanken sofort eine andere Richtung. Sie schwärmte für Großstädte und erging sich nun in allerlei Plänen. In ter sprunghaften Unausgeglichenheit ihres inneren Wesens, die sie äußerlich so gut verbergen konnte, schalt sie sich sogar jetzt heimlich eine „senttmentale Närrin" um ihrer eben gehegten Gedanken willen. Nein, es war alles ganz gut so. Magnus würde ein um so gefügiger Ehemann werten, und in Rettenegg, wo die geistige Mtttel- mäßigkeit seiner Umgebung sie schon jetzt bis zum Ersttcken langweilte, blieb man ja gottlob nicht ewig! , Plötzlich gab es seitwÄtts im Walte ein Geräusch, das ihre Aufmerksamkeit dorthin lenkte. Gleichzettig grüßte Magnus. Auf einem schräg auswärts fnhventen Steig wurde zwischen dem Stapf zu 6 Monaten und ter Schuhmacher H Alb. Stapf zu 4 Monaten Ge.ängnis Zwei nerleve .Angeklagte werdm freigespvock?en. Die Kommtmaltoafylen. a. Nordeck, 20. Okt. Bei den gestern hier veranstalteten Bürgermeister- und Schöffen» wählen wurde folgendes Ergebnis erzielt: Der bisherige Bürgermeister W i ß k e r wurde einstimmig wiedergewählt, als erster Schöffe der Landwirt Georg Henkel, als zweiter Schöffe der Landwirt unb Dreschmaschinenbesißer Wilhelm Weber und als Schöffenstelloertreter der Landwirt Philipp Kornmann. g. Rüddingshausen, 19. Oft. Bei der Ente Juni abgel-altenen Bürgermeister^ wähl waren von 412 Stimmberechtigreu 354 Stimmen abgegeben worden. Cs erhielten von ten beiden Kandidaten Gastwirt August Müssig und Ludwig Genth II. ein jeder 175 Stimmen, vier Stimmen waren ungültig. Daraufhin mußte das Los entscheiden, welaies zu Gunsten tes Gastwirts Llugust Müssig ausiiel. Die Partei tes aß dieser Gedanke ihr unangenehm schien, begann,- ie in leidenschaftlicher Weise auf ihn einzureten./ Das könne doch nimmer sein Ernst sein. Er — so! jung, so begabt! Ob er denn gar keinen Ehrgeiz, habe? Zum ersten Male vielleicht, feit sie Der tobt, waren, hing sie sich schmeichelnd an seinen Ann,, fand warme Wvtte und heiße Blicke, um ihm be-, greiflich zu machen, Ivie sehr sie ihn bewundern^ würde in irgend einer wichtigen Mission wie stolz, sie auf ihn wäre, wenn sein tzteist, Mitarbeiten würde an ter Politik .Europas. (Fortsetzung firtgt) vehsMHe Anzeigen Meter M.4.— n. tt.S—. 020296 Statt Aortae 1 Programm stetig, nflktto tntl.frtitag.24.ftL Gießen, Wolkengasse 24. [***> 22. Oktober IMS P«la Meffrl Pol» Se»rl van Mnerle’s II nr Mehrn, 21. Oktober ISIS. 12017V Erbten . Corlnthen Neuen Snuerkrnnt, neue Keelgrurkca. Sonstige Konfitüren. ■■ t. i । IMorgen Mittwoch,22. abds.7/2 Uhr findet im „Hotel Einhorn“das Groeee Auswahl Beste Fabrikat Maschinen* Schmier-Oele Treibriemen ttcut au u Oft Lam) uniAi Tructtuöpfe Marke Beiasd-Krietaprlns Straletea u As 4te Spttne o. Duveud M. 0.35.,MK76 Fruz Detta.»iiu»buxß iu. ro< 1t m< bei •Hu du »an »u i F Augendiagnose Naturheilverfahren, Homöopathie Sprechstunden nur vormittags von 9—12 Uhr 7.— 6.90 7*— Stimidl t Wiscbmann FmaJiirta.lL_n r fr k ( ti 1 9.50 12.2O 16.- 17.80 Anny Schmidt Heinz Weber Verlobte Neichsversicherungsordiumg.) Bietzen, ben 16. Oktober 1919. Echte 47ii Eau de Cologne ist wieder ein getroffen. CiDM-brogerie, Schuistr. (neben d. 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Vielleicht wäre es wünschenswert wenn auch von anberer -seue. bcu durch ben Krieg schwer betroffenen Kameraden etwa- mehr Eutaeaenkomuien gezeigt wurde. t50 ist sehr anerkennenswert, In weicher Kneife bie Stabt Wieuen und das IHote Äreu» für unsere auS der besangenichast »urückkehrenden Maine- raben Sorge tragt Au» bieten iMrunben leben nch die Einsender oeraniadt mit der Litte an bie Oenenliichkeit au treten, bie oerwunbeten Kriegsteilnehmer ben heimkehrenden Krteg»- kaweraben gtetchflustellen. Di« VaaoretiMfaffeu 3- A-: Vfann, Obmann. Erstlingswäsche Mellwindeln, Kalmuk-Ein lagen, Wickeldecken, Hemdchen, gestrickte Jäckchen, L&tschon, » Tanlk leider, Häubchen new. c» in großer Auswahl am Lager FmTZ NOWACK 'odebav\ XM8WW Achtung 1 Photographische Äolnahmen v. FanüHaaiesüiohheltri, Hechxelien and VorgrflfinruMgeu aller Art In und außer dem Hause werden billigst angefertigt Emil Schäfer, Daubringen Telephon 723, Amt Lollar. mi Frankfurter Mozart-Orchester ________(Leitung E. Schwärs).________ 1918er Bechtheimer Geiers berg . Maikammerer ..... 1917er Gaubickelheimer . . . . , Niersteiner Natur . . . . , Dexueimer Doktor . . . „ Freinshaimer Vogelsang . „ Boxheltner Berg Zeller schwarzer Herrgott „ Orig. Nierst Domtal Natur „ G rimmeldingcr . . ’ . . Kallstadter Schwall . . . , GrimmeldinceT Hof stück . „ Nierst einer Findling . . . „ Haardter Herzog .... „ KreuanachAr Kauzenberg „ Deidesheimer Hofstück . « **»' Rotwein AU ß 'N II. ( bei 10 Dosen Malm, amerik., .... Dose bei 10 Dosen HerlngaAlet Dose Makrelen in Brühe . . Dose Schollen Ui Gew Urs tunke Dose ii. Al; fasch <«n. ! Ankai __ui Für 2cbr linnd' OlfK'4 Knab« ... Dose . Sw- Dose M. 4.— und 7.— Ung. Rotwein..... • « . Ingelheimer Natur * Deidesheimer Buschweg .... . Zeller Silberberß,....... Kch numwein Milani-ObBtae't........* Söhnlein. Bheingold * Ewald, Edel-Ex uuisit * Kupfcrberg-Gold ...... ■ Höhl ext.ru .......... Deinhardt, Hochgewaohe .... . Kiesling-Ausbruch . . „ Kupferberg-Kiesling...... Kognak, Liköre, Süß« eine. Bund zur Pflege von Musik und Literatur Mittwoch den 22. Oktober 1919, abends 8 Uhr im Saale des Gesellschaftsvereins, Sonnenstraße: Literarischer Abend Cäsar Flaischlen Vortrag eigener Dichtungen in Vers u. Prosa Aus dem Programm: Im Sturm der Zeit (einzelne Gedichte), Sommer und Herbst am Meer (Lieder und Stimmungen), Kunst und Leben (Prosa und Kritisches), Heiteres. Elßtrlttf.karlcn zu AL 1—, M. 3 — xl M. 2.— (unnnmmeriert) im Vorvar- kaul in d.eefl*chkarbonade . . Dom L UcUsUlxe ......Dom Sardellenbutter . per Pfand Karotten.......Dose 3. Philipp Heinrich M a nk. Mle in W i e s e d wohnhaft. Dre Haftsumme für den erworbenen Geschasls- enteil beträgt 20^ Mark. Die Einsicht Uv Liste der Genossen ist wahrend der Dienftstunden b*6 Gerichts jedem gestattet. G i e tz e n, den 14. Oktober 1919. 11999B SeisischeS AmlSgericht. 2 Ql' 01979 töUlf Auf bem Wege Homberg a. b. Ohm bis Gießen ein rotes lolffloMufflemiilil 10 In unser Genossenschaftsregister wurde eingetragen : 1. bat Statut vom 16. August 1919 oex „Lanowirtschastlicheu Bezugs- und Abiatzgenvnen' schäft eingetragene Genos enschajt mit wibeschrank- ter Lastpfticht" mit dem SiSe -u Wies eck. G e g e n ft a n d des U n t e r n e h m e n L ist gc- rneinschaftlicher Liulaui von Verbuiuchsstof en und Gegenstänoen des landwirlschaitlichen Betriebes, sonne gemeinschajtlicher Berlaus la>chwtrlschad.icher Erzeuanisse. Die von der Genossenschaft ausgehenden öffentlichen Bekanntmachungen sind unter der Firma der Genossen,'chait, gezerchnet von zwei Vorstandsmitgliedern in dem Verbandsorgan „Das Hessenlano" aufzunchmcn. . Die Willenserklärung und ti et ch- nun g für bie Genossenschaft mutz durch zwei Vorstandsmitglieder erjolgen, wenn sie Satten gegerp- über RechtSverbindlichkeit haben soll. £ie Zeichnung geschieht in der Weise, baf; bie Zcicynenoen iu der Firma der Genoisenschait chre Namens- unterschnst beifügen. 2. Der Vorstand, bestehend ai*; Ä ,, Bekanntmachung. In unser L»andelSregister Abt. B touebe henk: kv»üglich' der Unünbixmerei, Aktumgefftl schäft ja Gretzen, eingetragen: Nebm Tivekt-or wuis 15emm6 in Giesen ftt als weiveres Docstandsmilglied Twatd ron Hammacl/er besoeilt. Die Prokura bei Artur NaykowSky ist «chdschen, dem Kausmonn Karl Möser ist Pnokuca erteilt, bet des Karl veichott bleibt bestehen, imo zwar dergestalt, datz einer der Prokuristen nur zusammen mit einem MifglvöLv bei Vorstandes tritot über datz beide Prokurist>-n zusammen »nr, Vertretung befvgt sind. Giesen, den 15. Oktober 1919. 12000 B Hessisches Amtsgericht. Gebrauchte, aber uollfoinmen durchreparierle Lastkraftwagen X. A. fc.. •—1 t, 40/40 PS fcoUeiiciiuevciiunife Kardan.........M. äl