SwIMgrnmddnlS u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Such- u. Sleinörudtrei R. £ange. Sdjriftleimng, Seschästtftelle ll.vruderel: Schalstr. 7. Belgische Ansprüche. eblen Es ist natürlich nach wie vor nicht wckhr, daß die linksrlwinische deutsche Bevölkerung Annahme von Anzeigea f. die l.nqeen, daß sich bereits eine geringe Wiederaufnahme der Arbeit bemerkbar macht. So arbeiten heute auf der Königsgrube 50 Prozent, auf den Gruben Lohenzollern, Emma und Römer 25 und auf der Grube Anna 20 Prozent der Belegschaft. nr. m Ter Gießener Anzeiger erscheint täglich, außer Gönn- und Feiertags. Bcjugsprels: monatl. M k. 1.60, vierteljährlich Akk. 4.80: durch Abhole- iu Zweigstellen monatl. Tif. 1.50; durch diePost Mk. 4.50 viertel- jährt. ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: für die ed)riftleitungll2 Verlag,Geschäftsstelle^ Anschrift sürDrahtnach- richtem Anzeiger Gietze». Postsche«ollto: Frankfort a. M. 11686 .AuS dem gleichen Grund heraus fordert die Nationalversammlung, daß auch dem Abtransport russischer Gefangenen von Seiten der Entente keine Netteren Schwierigkeiten bereitet werden. Zusammenstöße zwischen deutschen und amerikanischen Soldaten. Danzig, 21. Aug. (WTB.) Zwischen deutschen und amerikanischen Matrosen kam es gestern in Neusahrwasser zuZusammen- st ö ßen, die ihre Ursache in Eifersüchteleien hatten, zu welchen ein Tanzvergnügen am Montag, welches von deutschen und amerikanischen Matrosen besucht war, Anlaß bot. Bereits am Montag kam es zu Streitigkeiten zwischen deutschen und amerikanischen Matrosen, die sich auf der Straße fortsetzten und die mit der Rückkehr der amerikanischen Matrosen nach ihrem Kreuzer „Haller" ihren Abschluß fanden. Als am Dienstag die Matrosen des kleinen Kreuzers „Frankfurt"', der gegen G Uhr nachmittag in den Hafen eingelaufen war, an dem Zerstörer ..Haller"" vorbeikamen, stießen sie mit den Matrosen von „Haller"" zusammen, wobei einer der deutschen Matrosen schwer verletzt wurde. Die deutschen Matrosen, denen sich Zivilpersonen angeschlossen hatten nahmen darauf eine erregte Haltung ein, woran: die amerikanischen Matrosen im Verein mit f r a n - zösischen Matrosen vom Torpedoboot „Glaimore"" auf die Menge einstürmten. Von dem französischen Torpedoboot „Glaimore"" wurde ein Schuß abgeseuert, durch den vier Personen verwundet wurden. Die Verwundungen sind jedoch leichter Natur. Der in Neufahrwasser stationierte Grenzschutz wurde sofort alarmiert und säuberte die Umgebung des Hafenkanals. Hierauf zogen die Amerikaner und Franzosen ab. Die Nationalversammlung und die Zurückhaltung der Gefangenen. W e i m a r, 20. Aug. Sämtliche Mitglieder der Nationalversammlung haben plgende Entschließung eingebracht: Tie Deutsche Nationalversammlung hat wre- derholt mit allem Nachdruck die 93efreiung der deutschen Kriegsgefangenen gefordert Sre erhebt noch einmal ihre Stimme, um vor aller .Welt den zrlne unlautere Elemente. Freilich, die Anhänger einer besseren Staatengliederung im deutschen Interesse werden ihre Hoffnun- r iurt zusammenhÄten und den Gedanken der .Rttchs- llmtzeft.über den der .Sonüerbündelei stylen. Fstr ^Jnttansigeant"" verlangt Belgien bei den jetzt tattsindcnden Verhandlungen ntit Holland ine Herrschaft Belgiens über die Sche l d e gemässer und den KanalGcnt-Terneuzen sowie das Recht für Belgien, auf diesen Gewässern und an deren Ufern alle ihm notwendig erscheinenden Arbeitet: vorzuneltmen. Belgien will außerdem den Seeverkehr durch Seeländtsch-Flandern kontrollieren und einen Kanal durch die Enllave von Maastricht bauen, sowie diesen Teil des.Kanals ebenfalls übernacken. Ferner wünscht Belgien den Rhein-Maas-Schelde-Kanal, nill ihn verwalten und auch die Kontrolle über die Zu- ühreisenbahnen ausüben. Belgien wünscht außerdem wirtschaftliche Abmachungen mit Holland über den Warenverkehr durch die Provinz L i m b u r g und die Erbauung eines Kanals von Antwerpen nach Maerdhk. Schließlich wird der Abschluß einer militärischen Konvention mit Holland zur gemeinschaftlichen Vertellung von Hvlländisch-Limburg vorgeschlagen und freie Durchfahrt für Kriegsschiffe zur Schilde während Kriegszetten für Belgien und seine Alliierten verlangt. Brüssel, 21. Aug. (WTB.) Havas. Reuter. IM Verlaufe der Erörterung des Friedensvertrases im Senat erklärte der Minister des Aeußern, daß, der Vertrag von 1839 abgeändert werden müsse. Belgien nrüsse in der Lage sein, eine wirk- sanre Verteidigung an der Maas suherzustelten,.1 England tmb Frankreich hätten ein Interesse daran i?aß Belgien groß und stark sei. Ueber die Kolo n i a l f r a g e sagte der Minister, Belgien werde' wahrscheinlich ausgedehnte Gebiete .Deutsch- Ost a f r i k a s erhalten. Französische Untersuchungen gegen deutsche Generäle. Berlin, 20. Aug. (Wolff.) Nach Mitteilungen des „Excelsior" aus Lille ist dort eine Untersuchung eingeleitet worden gegen die beiden Militärgouverneure während der deutschen Besetzung, die Generale v. Heinrich und v. Grävenitz. Außerdem wurde ein Verfahren gegen den deutschen Polizeichef Hummel eingeleitet. Da» Standrecht über Ungarn. Budapest, 21. Aug. (WTB.) Nach einet;’ Meldung des ungarischen Korrespondenzburoius! ist über ganz Ungarn das Standrecht ve»' hängt worden. Aus dem Reiche. Strafantrag Erzberger» gegen Helfferich? W e i m a r, 20. Aug. (WTB.) Auf Antrag des Reichsminifters der Finanzen ist das Reichsministerium dec Justiz bereits am 16. August mit der Prüfung der Unterlagen eines gegen den früherem Staatssekretär Dr. Helfferich einzuleitenden Strafverfahrens wegen Beleidigung des Reichsfinanzministers beauftragt worden. Uebergang der Verkehrswasserstraßen auf das Reich. Stuttgart, 20. Aug. (Wolff.) Auf Einladung des preußischen Ministers der öfientfirfxm Arbeiten fand am 15. und 16. Auglust in Heilbronn eine erste Besprechung von Vertretern bei Länder über den Uebergang der dem allgemeinen Verkehr dienenden Wasserstraßen auf das Reich statt, der nach der Reichs- verfassung sistiteftens am 1. April 1921 stattsinden soll. Dabei ist eine wettgehende Klärung der schwierigen in Betrackst kommenden Fragen erzielt worden. Die Besprechungen sollen zusammen mit Vertretern des Reiches fortgesetzt werden. . Aus öem bischten Ec,biet. Gegen die Presse-Knebelung. Düsseldorf, 19. Aug. (Wolff.) Eine Versammlung von Verlegern und Schriftleitern der 4. (belgischen) Besatz rings-' zonein Aachen stellte folgende Wünsche auf:, 1. Unverzüglicher Abbau der Zensur mit dem' Ziele gänzlicher Aufhebung. Falls das nickst erreichbar ist, wenigstens die Berücksichtigung folgender Vorschläge: Gleichmäßige Behandlung der Zensur im ganzen besetzten Gebiet, Herausgabe von Richtlinien durch einen Ausschuß, die Vorzensur soll sich nur auf solche Arttkel und Nachrichtens crsttecken, welche spezielle Interessen der Besatzungstruppen berühren, Abbau der Anzeigenzensuc und des Verbotes von Anzeigen unter Chiffre, Wiederzulassung von Auskunftsertcttung unter, Chiffte oder Kennwort iic der Briefkastenrubrik, Beseitigung der noch in verschiedenen Orten be» stehenoen Ausnahmebestimmungen für Extra- blätter. 2. Beschleunigte Behandlung der an die Zeitungen gerichteten Briefe und Drucksachen durch Aufhebung der Postzensur für diese Sendungen, Wiederzulassung der bevorzugten dringenden Pressegespräck)e im Telephonverkehr, Genehmigung der unbeschränkten Einfuhr aller rechtsrheinischen und ausländischen Zeitungen als Redaktions- Material. 3. Unbeschränkte Ausfuhr linksrheinische, Blätter ins unbesetzte Gebiet und das Ausland. 4. Zuziehung von Pressevertretern zu den 23er* Handlungen über Presscangelegenheiten. Direkter Zugverkehr Darmstadt—Mainz. Tie direkten Züge zwischen Darmstadt und Mainz werden nunmehr endgültig ab Mittwoch den 20. August in Verkehr gefegt. Kontrolle ist Weiterstadt. Die Anschlüsse in Darmstadt solle» weiter ausgebaut werden. Dt. M ainz, 21. Aug. Die Franzosen* reginnen in den von ihnen besetzten Gebieten Intersuchungen gegen deutsche Offiziere einzuleiten, die sich in Frankreich und Belgien während der Besetzung angeblich Verfehlungen haben zuschulden kommen lassen. Vor den Militärgerichten in Mainz und Landau haben sich mehrere Re- erveoffiziere aus der Rheinpfalz und dem Rheinland wegen Diebstahls und Mißhandlung zu verantworten. Sie sollen einen an, geblichen Divisionsbefehl gefälscht und Kriegsbeute nach Hause geschickt haben. ßipfindungen 1 en angesichts durch die unabsehbare Verzögerung der Auslieferung die Gefangenen und ihre Angehörigen verurteilt sind. Tie Nationalversammlung stehl unter dem erschütternden Eindruck zahlreicher Beweise, daß die Zahl der Opfer dieses Krieges noch nach dem Friedensschluß durch Tausende von Gefangenen vermehrt wird, die an der Wlllkür und Unsickrerheit ihrer Lage verzweifelnd, körperlich und seelisch zu Grunde gehen. Sie steht unter dem Eindruck der steigenden Verzweiflung von Frauen und Angehörigen, die das Ende ihrer unerträg.- lichen Spamrung immer wieder hmausgeschoben sehen, und sie erhebt mit dem Nachdruck und der Eindringlichkeit, die dem Protest gegen zwecklose Grausamkeit und dem Appell an die Menschlichkeit innewohnt. die Forderung, daß mit dem Abtransport der Gefangenen unverzüglich begonnen wird. a* s;-- jcrM1 Experimente zum Zwecke staatlicher Neubssdun-1 Empfindungen des deutschen 23oIEc3 Ausdruck zu QCrt Ist ^bt ferne Zett. geben angesichts der sinnlosen seelischen Marter, zu m Tas alte Preußen besteht nicht mehr: das'' ' 11 ~ ~ i ~ A^ußen von heute ist der Hort echter Demokratie. Sem Bestand gewährleistet uns den baldigen Zusammenschluß aller deutschen Stämme. Rheinländer, Nassauer, Hessen, Pfälzer, Birkenfelder! Wenn Ihr nickt landftemd regiert werden wollt, dann bekämpft alles, was auf eine Vermehrung der deutsck>en Bundesstaaten hinzielt. Und wer jetzt olme jeden inneren Zwang au dem Wege der Zerstückelung staatliche Neubildungen fordert, steht mit Recht in dem Verdacht, wirtschaftliche, religiöse oder parteipolitische Sonder- utteressen zu erstteben."" Unterricht: nversation, Handels- en, weiland Professor : zu Paris. iparlacauserle. peditive. S'adresser i esseur 1 l'Ecole dts les de Paris. irofesseur BresienT . Tous les jours sauf )n causera i bitons teressant. atz 13au21f®'. ---... Gegen die Absondernngsbestrebungen au dem linksrheinischen Gebiet. Die Dortenschen Loslosungsbestrebungen find noch keineswegs zur Ruhe gekommen, und dieser merkwürdige „Präsident"" spielt noch immer eine Rolle. Auch die unter französischem Schutz stehenden Wühler in der Pfalz lassen, wenn sie auch an einigen Orten schon Prügel bezogen haben, noch nicht locker. Durch die Blätter gingen in den letzten Tagen verschiedene Notizen, wonach auch Kreise der äußersten Linken für Loslösung spittsche gewonnen worden seien und die „entscheidende Wendung" nahe bevorftehe. Die französische Regierung trägt sich offensichtlich mit de Hoffnung, daß das linksrheinische Gebiet sic von Deutschland gänzlich lostrennen lasse, und wenn der „Temps"" mit seinem „selbständigen großen katholischen Staate" vielleicht auch zu einem falschen und unerwünschten Schlagwort übergegangen ist, so tritt doch die Propaganda für den linksrheinischen Pufferstaat unverhüllt heraus. Verbreitete doch vor einigen Tagen die Havas-Agentur in linksrheinischen deutschen Blättern folgende „Meldung", die wir in der „Wormser Volksztg."" fanden: „Die Bewegung spitzt sich täglich mehr zu: die jüngsten Ereignisse von Birkenfeld beiweisen es. Das Einvernehmen zwischen den Hessen und den Bewolmem der P fa l z ist vielleicht nicht vvll- fnnmen. Tie Interessen der Leute am Mitt'! rbffn gleichen vielleicht nicht in allen Punkten denen der Kötner, aber alle sind mehr und mehr überzeugte Anhänger von der Selbständigkeit der Rheinland- ftage. Mit einem Wort, wenn sie auch Deutsche zu bleiben beabsichtigen, so wollen sie doch nicht htcln Preußen, Bavevrt, Hessen ober Oldenburger ' fein; keine Maßnahmen von Regierungen, die aus tert rechten Rheinuser ihren Sitz haben, in Empfang nehmen. Dr. Dorten verfolgt fett zwei Moralen seine Werbetätigkeit in den Rhcinlcmden. Es wurde ihirt als dem wirklichen Führer des Ahson- berungsqedankens in den Rheinlanden in den Versammlungen zugestimmt, die er Aachen, Eltville, Gau-Bickelheim, Kreuznach, Bingen, Hochheim üsw. ... in Mainz namentlich, wo die Eisenbahner tfnrt ein volkstümliches und arbeiterfoeundlickeS Ansehen gegeben haben. Er kehrt aus Köln zurück, too sein Erfolg in förmlicher Weise bestätigt Worte: ist. Sorten erscheint Mehr und mehr als der wahre Fühoer der rheinischen Zentralisationspartei, die sich täglich weiter entfernt von der preitfäWn Vorherrschaft. Eine wichtige Tatsache ist, daß die unabhängigen Sozialdemokrat e n in Köln Verhandlungen eingelettet haben, die seinem Werbefeldzug und seinem Charakter eine! neue Wendung geben, die mehr und mehr unab- lüngig von jedem KonfessionsgHanken wird. Jene Äuigung des Zenttums und der Arbetterpatteien ist tes charakteristische Moment ht der gegenwärtigen Lage. Die Frage bildet sich um und ver- cüisacklt sich zusehends."" i ab Lager: ähmaschinen reibmaschlnen ihinentische ohlenpapiere :rsatzteileW ad-PneumaW hläuche id-Kunstgunw k APP«1 aße 20. • Erstes Blatt 169. Jahrgang Donnerstag, 21. Äugust 1919 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Line Rede Wilsons. ' Amsterdam, 20. August. (WTB.) Laut Presscbureau Radio hielt Präsides Wilson au der Koichrenz mit dem Senatsausschußfür auswärtige Angeleuheiten eine Rede über den Friedensvertrag, in der er- erklärte: Tas Land, das zu normalen Lebensbe- tinflintgen zurückzu kehren wünscht, und die Industrie warteten auf den BesckKuß des Senats über den Frieden, Diese Probleme heischten eine uneigennützige Zusammenarbeit aller, da die Rückkehr zu iwrmalen Verhältnissen ohsre offen kurrdige Gefahr für das amerikanische Volk und für alle nationalen Vorteile nickst mehr langer hinausgezogen werden könne. Wttson schilderte dann die infolge des Kriegszustandes in der amerikanischen Industrie herrschenden mißlichen Verhältnisse und erwähnte als Beispiel die Bergwerke von Missouri, Tennessee und Wisconsin, deren Erzeugungsfähigkeit nur zum dritten Teil ausgenutzt werden könne. Wilson sagte, den drin-' geirden Ansordewngen nach Schmieröl und Baum- niolle könne überhaupt nicht rmchgeliommen werden, da t>ie .vxntdelskcmäle durch den Krieg verstopft seren. Es gäbe kaum einen einzigen Rohstoff, wichtige Lebensmittel oder Fabrikwaren, bei denen es nrcht ebenso stände. Die normale und ettrttäg- lrck:e Erzeugung in den Berernigten (Staaten warte aus. Machest. Dasselbe gelte für die militLrischen Plane. Es können keine Beschlüsse über die Größe der Streitkräste der Vereinigten «Äaaten'zu Wasser oder zu Lande gefaßt werden, oder darüber, welche Polrttk mit Bezug auf die militärische Ausbildung verfolgt werden müsse, bevor Friede sei. Es komme nicht darauf an, daß der briete nur ratifiziert werde, sondern auch, wie er ratifiziert werde: mm emcr Nation allein oder durch eine gemeinsame Aktton aller großen Völker. Tie 9?atiamen, die r^n Fnedensverttag ratifiziert hatten, wie Groß- -ptTtannien, Belgien und Frankreich, würden in der.. Lage sein, ihre Pläne für die Kontrolle der Vcarkte Mitteleuropas zu verwirklichen. Tie Vereinigten Staaten könnten dabei nicht in Wettbeiverb treten, wenn sie nicht sofort handelten. Sie hätten keine Konsuln, Ageiiten oder Handelsvertteter in Mitteleuropa, die ihre Interessen tvah^iehmen konnten. In Europa seien große Gebiete, deren Ordnung und günstiger Stattls ungewiß seien, bevor die dort tvoynenden Völker die genaue Rege- ung des Friedens und der Kräfte, die sie voll- ttecken und unterstützen werden, kenne. Ohne feste wcarkte tönne die amerikanische Produktion nicht Mit Ueberlogung und Verttauen ixonftotten geben und könnten keine Vereinbarungen über normale internationale Kredite erfolgen, da keine normalat finanziellen Transaktionen oder kein normales Wiederaufleben des Handels erfolgen könne. JeLes Element in den Vereinigten (Staaten, das auf normales Leben angewiesen sei hänge von der Rattfikation des Friedens ab und erwarte sie. Die Verzögerung könne für einen großen Teil der Welt verhängnisvoll werden und könne Europa in eine Lage bringe n, d t e sogar noch schlimmer fei als die Lage, die der Krieg Europa geirach t habe. .Wilson entarte, der Ratifikation künden nur gewisse Zweifel bezüglich der Bedeutung und Ailslegung bestimmter Artikel des Völker- bundvertrages im Wege. Er müsse offen sagen, daß er diese Zweifel nicht verstehen könne. Ter Vräsideitt erging sich hierauf in längeren Ausführungen über Vorwürfe, wie die Monroelehre sei in dem Vettrag nickt ausdrücklich anerkannt worden, durch keine Bestimmung sei festgesetzt worden, daß der Bund nicht das Recht habe, ein Urteil über die Fragen der inneren Politik zu fassen, das Recht des Austritts aus dem Bund sei nicht besonders anerkannt, und schließlich sei das verfassungsmäßige Recht des Kongresses über alle Fragen von Krieg und Frieden zu enffcheiden, nicht genügend gewahrt wordeil. Wilson erftärte, bei seiner Rückkehr nach Paris habe der Völkerbund alle diese Fragen von neuem behandelt und jeden Vorschlag der Vereinigten Staaten angenommen. Ter Art. 10 des Völkerbundvertrages sei seiner Ansicht nach das eigentliche Rückgrat des ganzen Verttages. Ohne diesen Attikel würde der Völkerbund kaum etwas mehr als ein einflußreicher Tebattier- k l u b sein. Zum Schluß erklärte Wilson, es sei verschiedentlich in öffentlichen Debatten und in privaten Konferenzen angeregt worden, daß die Auslegung bezüglich des Vettragrs der R-attsika- tion eingegliedert werden sollte. Dem könne man , ich vernünftigerweise nicht widersetzen. ,t«enben2i.ew nlltttg 6 VMlM IWM mit diesen Loslösungsbestrebunben etwas zu tun haben will; hinter den Wühlern stehen zu dem verräterischen Gedanken nur ein- Vie rtommunalwahlen. ia völlig furchtbar Liet Wsn H— ■ , ’M: Louis 2 492 481 210 243 7 6 1 36 11 28 14 1 44 5 16 6 10 Ü 3 18 3 4066 2745 1240 Lauterbach Schlitz Herbster» Ilbeshausen 8831 7508 2215 1311 845 noch aus. Die Nrektagswahlen. Da» vorläufige Ergebnis im gebaut werden. Reichsarbeitsminister Schlicke: In das Ar- beitsmimsterium werden fortan für die geeigneten Stellen Frauen berufen werden. Tie Erwerbsbedürftigkeit werde zwar vorläufig noch beibehalten werden müssen, bei Wiederkehr geordneter Ver- Nieder-Breidenüach Nieder-Gemünten Nieter-Off erden Nieter-Ohmen Oter-BreidenVach Ober-Gleen Ober-Ofleiden Ober-Ohmen Ober-Sorg Ohmes Otterbach Rainrod Reibertenrod flteimenrob Renzendorf Romrod Rülfenrod Ruhlkirchen Ruppertenrod Schadenbach Schwa benrod Schwarz Seibelsdorf Storndorf Strebendorf Udenhausen Unter-Sorg Vadenrod Docken rode Wahlen Wallersdorf Wettsaasen Windhausen 5 13 . 22 177 14 15 45 39 1 1 27 42 ßfl -Nurlar ta&RDttaenad Ltze vor der niijionöfeft wn gebaltat ^Danbrfi MÄLec Früh KOT « Stetem EqMl uw freute M, 9 km eben. M Otter ausgrlK , ** barbo Cafö E "“"""‘"iiiiiiiinn Maschinen zerstört wie Teutschland besitzt. Für die hältnisse aber lorttallen Durchführung des Friedensvertrages hinsickstlich, Es folgt die Entschließung aller Parteien, in ifer Abrüstung sind alle notwendigen Borbereitun- | bet mit Nachdruck die chen Georg Heinrich Graf, in Ober-Lais Gustav Pfeiffer, in HöckerSdorf Beigeordneta Fuchs (wieder), in Stumpertenrod H-h Scharch (wieder), in Eschenrod Karl Klav (wieder), in Wohnfeld Johs. HofmannV., u Solms-Ilsdorf Heinrich Erb (wieder). gelingen wird. Abg. Dr. Quidde (Deni.): Ter Ausschuß hat rasche und gute Arbeit geleistet, inbem1 er das ganze Verfahren von der Aufgabe, gegen bestimmte | Einzelpersonen ein Strafverfahren durchzuführen, losgelöst hat. Der ursprünglichenVorlage ist damit die persönliche Zuspitzung genommen. Die Zahl 28 für den Ausschuß ist auch deswegen gewählt, um gerade den kleinen Parteien eine ausgiebige Vertretung zu gewähren. Abg. Davidsohn (Soz.): Int Ausschuß habe ich gesagt, daß nicht bloß. DeutMands, sondern auch ententistische Schuld festgestellt wer- i den soll. Ter Antrag wird angenommen. Das Haus wählt den Untersuchungsausschuß in der vorge- Tas Haus erledigt sodann noch den Bericht des Ausschusses für Volkswirtschaft über die Frage der Versorgung von unbemittelten Wöchnerinnen mtt Bett- und sonstiger Wäsche aus freiwerdenden Beständen durch Annahme des AnsschutzvorschLiges. Schluß IO1/4 Uhr. Nächste Sitzung Donnerstag früh 8 Uhr: Gesetzentwurf bett, die Betriebsräte. sollen . _ Abg. Tr. Sinzheimer (Soz.) erstattet da-I nach Bericht über die Wahl eines Untersuchungsausschusses von 28 Mitgliedern, der nach Antrag des Vcr-I sassungsausschusses der Nationalversammlung auf Grund von Art. 34 ter Verfassung die Aufgabe haben soll, durch Erhebung aller Beweise fest-! zustellen, tatid*e Vorgänge zum Ausbru ch des! Krieges geführt, feine Bett ängerung veranlaßt und seinen Verlust herbeigeführt haben, insbe-! sondere, welche Möglichkeiten sich im Verlause tes! Krieges geboten haben, zu Frietenstejprechungen zu gelangen und ob solche Möglichkeiten ohne diel erforderliche Sorgfalt behandelt worden sind, ob! im Verkehr der politischen Stellen der Reichs-! leitung unter sich, zwischen der militärischen und politischen Leitung und mit der Volksvertretung! oder deren Vertrauensmännern Treu und Glauben I I oewahrt worden sind, ob in der militärischen und ! wirtschaftlichen Kriegführung Maßnahmen angeordnet oder geduldet Wurden, die die Vorschriften des Völkerrechts verletzt haben ober über die militärischen und wirtschaftlichen Notwendigkeiten hin-! aus grausam und hart waren. Abg. Warmuth (D.-N.): Im Volke te! steht zweifellos ein Drängen nach Klärung der! Schuldfrage. Bei einem parlamentarischen Unter-1 i'uchungsausschuß, tote er beantragt worden ist, besteht die Gefahr der Voreingenommenheit, die die Ermittelung der objektiven Wahrheit verhindert. Die schädigendste Folge der Arbeit des Ausschusses wird die Verallgemeinerung einzelner Fälle zu ungunften des Deutschen durch das Ausland sein. _ — Abg. Graf zu Dohna (D.V.): Wir halten es für .richtiger, den Ausschuß aus Personen I zusammer zusetzen, denen die Forschung der Wahr- ’ bett gewissermaßen Lebensbedürfnis geworden ist.1 Auch ich bin der Ueberzeugung, wir hätten den Krieg vermeiden können, wenn wir Frankreich Elsaß-Lothringen, England unsere Kolonien, Ruß- I land den Osten angsboten und noch Milliarden draufgelegt hätten. Aber das ist ja gerade die Frage, welche Zumutungen wir uns stellen lassen dursten, und welche Opfer wir zur Vermeidung des Krieges bringen mußten. Die Hungerblockade und die Zurückhaltung der Gefangenen genüge allein schon, um die Schuld der (Entente als riesengroß gegenüber der Schuld erscheinen zu lassen, die es vielleicht auzf Unserer Sette festzustellen Nllen gen getroffen. Tie Bestimmungen werden auch ^^^RnckMvirtschaftsminister Schmidt: Iw Oter- schlesien haben wir entgegen der Behauptung des Abg Wurm den Weg der Verständigung ^.td Verhandlung beschritten, obwohl die Arbeiter besttmm- ten inner politischen Bestrebungen dienstbar gemacht wurden. Die Derl>andlungen mußten also fruchtlos sein. Gewaltmittel wenden wir nur zur Abloehr an Abg. Dr. R i e ß e r (D. Vpt.): Unser Unglück ist das Schwinden jeder Autorität im Staate, besonders da Wan das Heer beseitigen oder verludern ließ. Die Kreditvorlage nehmet wir an, wir er- warten aber, daß der Finanzmimster endlich crn- mal die T a b e l l e n gibt, aus denen bte Geiamtbelastung des Einzelnen nach den verschiedenen Steuergesetzen, den vorhandenen und den neuen, | zu erfeben ist. Außerdem muß mit der Einbringung eines außerordentlichen Etats ab 1 Oktober wieder jebe Ausgabe unter die Kontrolle des Rechnungshofes gestellt werden. Abg. Dr. Heim fb. k. Fraktion): Die Frage der Prämienanleihe ist vorsichtig zu behandeln. Der Ernährungsfrage ist die nötige Aufmerksamkeit nicht geschenkt worden. Auch die Nattonalveriamm- lung hat schwere Fehler begangen, so z. B. als fte die Lieferungsprämikn ablehnten. M Reichsfinanzminister Er zberger: Die Pra- ! mienanleihen werden wir so ausgestalten, daß fte Anders stehen wir u---------------- iStaat, der sich in solcher Notlage befindet rote ___ iDeutscte Mich, hat das Recht, zu Zwangsanleihen zu greifen. Wir stimmen für die Entschließung, die I der Ausschuß vorschlägt, die Michsregierung zu! Ersuchen, dafür zu sorgen, daß der Bau unserer Handelsflotte auf reichseigenen Werften und in Reichsregie vorgenommen wird. Einer Regierung jedoch, die unser Vertrauen nicht hat und die sich !im Innern im Kriegszustände gegen uns befindet, können wir den Anlechekredtt nicht bewilligen. Ein Regierungskommissar erklätt:! 'Der Friedensvertrag verlangt von uns die Ablieferung von Maschinen nur insoweit, als solche Maschinen von Deutschland beschlagnahmt und 'bann von uns oder von anderen in Frankreich zerstört worden sind.,Wir haben aber nicht so viel Maschinen zerstört rote Deutschland beftbL Furche Turck'ührung des Frictensvertrages frinsickstllch Einzelergebnisse. bürgert. Liste Soz. 653 322 Deutsche Nationalversammlung. W eimar, 21. Aug. Nachmittagssitzung. Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung um 31/4 Uhr. Tie Gesetze betreffend die Anleihekredite für 1919 und über die Ausführung des Friedensvertrages werden in zweiter Beratung miteinander verbun- Berichterstatter Dbg. Grünewald (2cm.) stellt fest, der Plan einer Prämienanleihe sti tm Ausschuß nicht so sehr auf grundiätzliche Gegnerschaft, als aur allerlei praktische Bedenken (p stoßen. Der Finanzministrr werte aber nur im Einverständnis mit einem besonders emgesetztm Ausschuß vorgehen können. _ . Dbg. Kenngott lSoz.): Im Interesse ter Fortführung der Geschäfte des. Reuiges werten wir die Kredite bewilligen. Wtr erwarten aber Sparsamkctt. Gegen einzelne Bestimmungen wer- Abg.^H^e'nberg,(D. Rat.): Diese Bor-! läge ist aus der Kommtssron mtt affenartiger Ge- sckwindigkeit zurückgekommen. Auch ein Mitglied der dcmokratiscken Frakrion hat sich in schärfster -Weise über bi: Art der Geschästterledigung aus- wesprocknm. Sie schneiden gründ, ätzltch die Kritik Ä Wir werden 8 Müliarden bewilligen, weil Wir anerkennen, daß die Finanzlage etne Diffnl-1 klung der Rcgierungsfonds verlangt. Mtt der 'Streichung einer Milliarde nwllen wir bezeugen, daß wir zu dem augenblicklichen F i - man z Minister kein Vertrauen habens -Tie Frage einer niedrig verzinsten Zfamgsmtteite 1 chätte wohl eine gründliche Erörterung vewrent. Wir 'werden diese Vorlage ablehnen. Tie beiden Gesetze zur Ausführung des Friedensvertrages wenden dem Volke klar machen, wie durch den «densvertrag unser Glück und unser Wohlstand, ;untere Selbstbestimmung und unsere Freiheit prns- >gegeben worden sind. Die beiden Ge.etzc, legen wettgehende Befugnisse in die Hand einer cinieih* gen Parteiregierung, die bei der Besetzung der Remter sich lediglich von einseitige parteipolitischen Gesichtspuntten leiten laßt. (Beifall rechts. Ans Stadt imfc Land. Gießen, den 21. Aug. 1919 ** Der Höchstpreis für Frühkar- 1 toffeln der Ernte 1919 betrögt für die vom 21. August bis 31. August d.J. 10 Dl : 61 {^eibauf. Freitag, 22. August, nach mittags 1 bis 3 Uhr, werden die Nummern ton I 1501 bis 1600 Beliefert. ** Ter Einbruchsdiebstabl in eir biesiae Autoreparaturwer kstötte » seine AuMärung gchrrwen. Ter Polizei frM es den Tieb in der Person des erst vor kurzer der Kapitalbesteuerung dient. . Reichswirtschüftsminister S ch m 1 d t hofft, daß die landwirtschaftlichen Kreis em Erkenntnis des Ernstes der Situation ihrer Ablieferungspflicht genügen werden und zwar ohne das Mtttel der Einführung besonderer Druich- prämien, die eine Mehrbelastung von 200—2201 Mark für jede Tone zur Folge haben würde. Ich persönlich halte jedenfalls einen solchen Weg für volkswirtschaftlich nicht empfehlenswert. Hieraus wird ein Schlußanllag angenommen. In der Einzelberatung werben hierauf bte §§ 1 bis 3 des Gesetzentwurfs betr. Anleihekredit angenommen. Zu 8 3 wird ein Antrag Lobe (Soz.) und Burlage (Ztr.) angenommen, wonach Be- I frewitgen von der Einkommensteuer oder Minderungen dieser Steuer unzulässig sein sollen. Ter Rest des Gesetzes wird unverändert angenommen.1 ebenso die vom Hauptausschuß vorgeschlagene Entschließung. Hierauf wird das Gesetz aud’.i noch jn dritter Lesung en blvc angenommen, edoiso das Ansiührungsgesetz, letzteres mit einer vom Aus- ,chuß vorgeschlagenen Entschließung, wonach bet Beschlagnahmen und Enteignungen die schonungsbedürftigen Kriegsteilnehmer und die Hinterbliebenen von Kriegern besonders berücksichttgt werden Mi teS I K S-du li*r SluW11' um »SW®* W. »iulfl«' Ttr Umfang । U dir Mu Je sM unter ?,nei>mSvettrages 1 'to Brüder in lo au? aMicsm smb, MM »u § WS-klicktN, cd) freien Brol gjjcn Deutschen iiti ist für de m Am ttti guten Srwjs) c'btt Preuftl-t ßMasrestrage imffcfotge" zu » Tie Ar grverbe hielt« tetger W eine ßartrag des Lerb |nt, die Gründim chmr-BerbandL 6ü: Seriin, Gau ßerfannnetten Hal z«i-vereins zur M und fachlich cc vorhandenen ÄtMdigkeitiw! bei , Büdingen, 20. Aug. Zu Bürgermeistern wurden im Kreise gewählt bzw. wiedergewählt: in Düdelsheim Ernst Wilhelm Theodor Albrecht, in Diebach a. H. Wilhelm Gerth I, in Ober-Widdersheim Heinrich Schäfer I., in Bad-Salzhausen Rudolf Röper, in Bobenhausen Heinrich AlbusIV., in Merkens ritz Zoyannes Kaiser, in Bleichenbach Heinrich Adam Naumann, in Höchst a. M. Heinrich Altvatter I., in Hirzenhain Heinrich Hensel, in Unter-Widdersheim Ludwig Miä>el III. Zu Beigeordneten wurden gewählt bzw. wiedergewählt: in E ck a r t s« .hausen Friedrich Weitzel, in Selters Wilh. > Alt, in Altwiedermus Johann Georg Nanz, in Nidda Louis Rinashausen IV., in Ef fol- derbach Jakob Häuser, in Wenings Hch Hopp, in Bisses Adolf Greif, in Calbach Karl Reichert, in Heuchelheim Rich. Ruß, in Rinderbügen Heinrich Röder II., in San» genbergheim Konrad Kirchner IV., inFau- erbach August Seum, in Dudenrod Konrad Nagel II., in Rohrbach Heinrich Jäger III., in Merkenfritz Joh. Herm. Karl Rich, in «Bergheim August Andreas Weitzel, in Get- | tenau Herm. Ostheim II., in Schwickarts- Ihausen Karl Nies. _ „ . c Kreis Schotten, 20. Aug. Zu Bei- Igeordneten wurden gewählt in Freienseen Karl Otto Christtan Fmmelt, in Breun- Iges Hain Gastwirt Otto Wirth, in Kölzenhain Lwinrich Scharmann II., in Volkarts- hier zugezogenen vorbesttaften Schlossers AuM öeser geboren am 1. SUi 1899 rn L-lMM. Fulda, zu ermitteln und festzarnehmen. In femtr- Zrmmer wuichen verschiedene Embrecherwerkzeuk«, . wie Tietriche, Bohrer und eine Metallsage. VMM funden, weiter sand man in seinem Besch n»J| g Herren- und 1 goldene Tamenuhr, die s aus TiebsMlen herrühren. Er ist etnauH • erer Junge und erst kürzlich aus dem WRI nis entlassen worden. J ** Wem ae Höri das silbergraue Ko 8 ninchen, welches hier beim Polizeiamt als »I heÄausend abgegeben Imirbe. ** Provinzialtagswahl. In iE gestern veröffentlichten Wahlvorschlag do DeutschenBolksparteiist an 8. StcM,. richtig zu lesen: Friedrich Heyl, Baurats -Lärm links.) r -I Reichsfinanzminister Erzberger: . Herr Hugenberg erhebt den Vorwurf, es werde m der »Nationalversammlung zu rasch ^arbeitet land kann nicht warten, der Wiederaufbau muß unverzüglich ht Angriff genommen werden. Wer I uns dabei in den Arm fällt, ^eibt Deutschland völlig m den Ruin. Wtt haben 150 000 Stuck Vieb >zu liefern und soviel an Maschinen, als ferner Zett auf die Jnittative des Herrn Hugenberg aus Bel- ■men und Nordfrankreich weggeholt oder zerstört worden sind. sWiderfpruch rechts ) Was die An- imffe gegen meine Person betrifft, so Nwederhole! -ich, was ich schon einmal gesagt habe: Solange ich das Vertrauen der Mehrheit dieser Verl ammlung und meiner Fraktion habe, werde ich als Rncbs- sinanKminister an meinem Platze bleiben. (Beifall.) .Wenn Sie (zur Rechten) schon einmal per,onlich Len Kampf gegen mich führcm wollQi, dimm wenia- !stens mit etwas mehr Wahrheit und Ehrlichkeit. ^Lebhafter Beifall bei den Mehrheitspart?ien, lar- rörenber Widerspruch rechts. Zurufe: Reden Sie 'doch nicht von Wahrheit!) Die folgenden Aeuß,'- rungen des Ministers bleiben unter dem tosenden. -Lärm unverständlich. Ter Minister sagt dann: Ich .verbitte mir diese ungezogenen Zurufe. Solche Lärmszeneir, tote Sie (zur Rechten) sie auffilhren, 'sind früher nicht möglich gewesen (Stürmischer Beifall bei den Mehrheitsparteten.) Eme große Anzahl von Bankdirektoren hat mir unaufgefordert die Prämienanleihe als den zur Zett gangbarsten Weg zur Mttderung der schwebenden Schuld bezeichnet. Lassen Sie sich durch die parteiagitaton- fchen Aeußerungen des Dbg. Hugenberg nickt beeinflussen und nehmen Sie dir Vorlage an, damtt es uns für die nächsten drei Monate möglich ist, die dringendsten und notroendiastm Ausgaben sinanziell zu sichern, lebhafter Beifall) Aba. Tr Haas iTem.): Der Haushaltungs- cmsschuß hat vorgeschlagen, den Reichs sm anzmini- ster zur Ausgabe von Prämienanleihen zu er» mächtigen und nach 8 3 der Aussckvißvorsckräge soll er sogar das Recht haben, diese Anleihen mit steuerlichen Vorretten auszugestalten. Ich weiß Nicht, wie weit inzwischen die Verhandlungen der beiden Mehrheitsparteien miteinander über den §3 gediehen sind. Mir scheint, als ob auf die Dauer das Verhalten der Sozialdemiokraten mtt Demokratie sich nicht verträgt. Wir unsererseits haben keine Lust, nenn die MehrhettsParteien ffch nicht einigen, durch unsere Stimmen für Ersatz zu sorgen. Sympathisch ist auch uns der Gedanke der Prämienanleihe nicht. Aber die letzte Entscheidung darüber wird ja im Benehmen mtt dem Ausschuß getroffen werden. Bezüglich» der beiden Ausführungsa-setze zum Früdensverttage hätte Minister Erzberger nickt den Versuch machen sollen, die Folgen des Friedensv Ertrages in milderem Lickste erscheinen zu lassen. Tas Volk tottl und Muß die volle Wahrheit erfahren. Tie zugesagten Auslieferungen smd tatsächlich nur Abschlagszahlungen, da wir “ in der Hand unserer Feinde sind. Es ift f Kr ein Volk, wenn es solch ungeheuren, Enteignungen nicht für den eigenen Staat und die eigene .Wohlfahrt, sondern zugunsten seiner früheren ! Feinde ansführen muß. Uns bleibt nur die Hofs- ;nung, daß dieser Friedensvertrag nicht ewig oe- stehen bleiben wird. Die vertriebenen Elsässer wie Amtsgerichtsbezirks tourten überhaupt keine ,o- zialtemokrattschen Stimmen abgegeben. In 15 anderen Gemeinden entfielen auf den bitterlichen Wahlvorschlag über 1100, auf die sozialdemokratische Liste 37 Sttmmen. s=8.): Di- beiden Sufomiire^&ng. »Dürfe, die den Friedens vertrag betreffen, nehmen I _ Es folg t die Interpellation der Dbg. Fvau ;tnir an. Wir beugen uns ter harten Notwendigkeit. y,. wtwl , Drausfeld (Z.), wieweit die Regierung bei der zur Kredttanleihevorlage. Ein wirtschaftlichen Demobilmachung der Frauen »scher Notlage befindet wie das | bereit ist, Frauen bei allen Stellen, die mit sozialen Maßnahmen betreffenb Frauenarbeit zu tun haben,, auch Frauen Mitwirken zu lassen. Abg. Frau Dr. Baum (Dem.) begrüntet! die Interpellation. Wir müssen drinoend wünschen, daß der Verbleib der Frauen in ihren Stellungen nicht abhängig gemacht wird von ter Erwerbs- bebürftigfeit. .Möge bic Regierung vor allen Ängen dafür sorgen, .daß die Frauen Referate bei den Zenttalstellen erhalten bzw. diese weiter aus- Dcfteiung der deutschen Kriegsgefangenen i Kreis Büdingen, geforbert wird. Tie Entschließung bringt die Emp- Deutsch-nationale und Bauernbund finbungen des deutschen Bottes über die ^uinlost! Sozialdemokraten seelische Marter zum Ausdruck, zu der durch Demokraten die ilnabsehbare Verzögerung der Auslieferung, bte 1 ^M^ge kleinere Orte strhen noch aus. Gefangenen und ihre Angehörigen verurtettt nnb Kreis Friedberg Präsident Fehrenbach: Roch immer ,md ^^ldemokraten eässmsssb gfiS-«— keine Mackstrnttiel zu Gebote Haden, unsere Wunsch.' nach der Heimkehr unserer Geftiagenen zu untw- ^enwnaron führen. I Kreis LllUlervam. Unter stürmischem Beifall 'rourte ein Antrag, Son E n N/ i e ß u n g durch Fu n^p r u ch ^sgerichtsbezirk Lauterbach . . 2084 ] i i t z uteile n , AmtsgettchtsbIrö Mbstein ' 2198 | Es folgt ter Antrag Löte (©oä.). Grober a ----— —• (Qtr' Sckiffer-.M-agteburg (Dem.), Tr. Heinze r w5997 „ v131,5 I (Vpt.), die Regierung möge als Zeichen ter Tank- Nach vorläufiger Zusamniensterllrng tourten fro I barfeit und zur Erinnerung ter Tagung ter Na- mit die Bürgerlichen 18, bte Sozialdemokraten drei tionalversammlung in Weimar, als ter berufenen Sitze im neuen Kreistag erhalten. Die Sozialdemo- Stätte klassischer Ueterliefernng TeutsrAands, kralle hätte diese Zahl auch ohne Wahlkamps lncken 3 00 0 00 Mk. üterrodfen mit ter Maßgabe, fte können. Denn nach dem ursprünglichen, an de» zur Pflege volkstümlicher Muster-' Forderungen ter Ä)zm^emokraten gescheiterten, ^Vorstellungen für das deutsche Volk, Plan waren ihnen drei Marchate für die zu oer- tesonters 'ür die Heranwachsende Jugend, zu ver- llnterrente genieinsame Liste schon zugestanten wvr- faenten. Ter Anllag wttd nach kurzer Tebatte, den. Die Sor'aldemvkralle verlangte ater, mm- in ter vom Grafen PosateivskV Bedenken wegen testens sieten Sitze. Die Wahlteteittgimg tn den ter schlachten Finaiizlage des Reiches erhoben wer-1 Landgememten des Krns^ war teilweise vorzüg- ten, gegen die (Stimmen eines Teiles ter ’3>uti(te I tid), «in ftarfer Ruck nach rechts ist allenthalben nationalen angenommen. I deutlich erkennbar. Weimarischer Staatsminister D. Paulsen spricht ter Versammlung den Tank des Staates und ter Stadt Weimar aus. Zur Erinnerung an die Tagung der terfaffunsgebenten deutschen Na- ! tionalversammlung werte eine Marmvrtasel am Eingang des Hauses angebracht werden. 99 29 88 52 77 68 116 17 155 4 24 45 35 37 76 17 195 64 24 55 86 84 220 40 11 13 66 116 40 I Friedberg. , , K ** Postverkehr mit Frankreich.. yu I Wie aus Paris gemeldet wird, können wikd : Z Geschäftsbriefe, Kataloge, PrersUsten n log IMuster nach Deutschland geschickt und av I ----ifi7K--=öö4-----«Deutschland bezogen werden. Neme Die Wahlbelliligung war sehr schwach. Es korrespondenzen-dürfen^nur ^^nVuch äi'9 haben etwa 32 Proz. ter Wahlberechtigten (22000) 1 btgt werden. Alle Sendungen können auly | gewählt. I geschrieben werden. Hain Hernllch Scharmann II., in Volkarts- 1 -Lich, Ä), Hain Karl Müth (wieder), in Gonterskiv Nermafte F ' ‘ " "' M HMxi Früh!, I Pwikufert intb IE®»? I K- Auf ben $ 1 Mache von « ^bmtg, wähn Kreise «lSseld. Alsfeld (1. Bezirk) Soz. 232 bürgert. Liste 297 Alsfeld (2. Bezirk) 152 260 Altenburg 76 115 Angenrod 49 51 Appenrod 49 Arnshain —7 105 Atzenhain 9 40 Bernsburg — 38 Bemöfeld 13 47 Bieben 5 23 Billertshausen 4 46 Bleidenrod —- 35 Brauerschwend 10 47 Büßfeld — 33 Burg-Gemünden 9 60 Dannenrod — 19 Teckenbach 12 23 Ehrtt.gs Hausen 5 31 Eifa 26 50 Elbenrod 12 65 Elpenrod 7 88 Erbenhausen 1 98 Ermenrod 3 79 Eudorf . 11 114 Eulcrsdorf — 38 Fischbach — 31 Flensungen 39 20 Gleimenhain —— 70 Goiitcrs Hausen 6 51 Grebenau 11 55 Grost-Felda 38 103 Haurhausen —I 19 Hainbach 1 50 Heidelbach 3 32 Heimertshausen — 106 Hergersdorf 7 18 Höingen 6 11 Homberg 71 115 Hopfgarten 29 55 Ilsdorf — 52 Kestllch 3 49 Kirtorf 9 114 Lehn heim 30 31 Lehrbach — 24 Leusel 20 75 Lieder bach 14 54 Maulbach 5 54 Merlau 89 93 mit Kirsch garten — 25 Münch-Leusel — 39 Wnb 1315 'Nisse. •* S # 2« 7 10 von vorhandenen beruflichen Mißständen für eine * tT 19 wujvllvll» i I -tt- Eschenrod, 20. Ang. Die bisher rubel. Statt Karten! Grosser Operellen - Abend 20. August 1919 unw | Statt Karten! Gießen, Neustadt Weiden, Oberpfalz Ergebene! ladet ein oicsie August 1919. Hans Kirzinger, Weißbrauhaus. OIC338 Achtung! Achtung! r Sonntag den 24. August Klesti-Ltnden Darmstadt (Neckarstr. 4) Bergstraße 20. August 1919 8630 018158 016381 Hch. Braun. • aus X So^ 1315 Minna Herrmann Karl Sommer Verlobte Johanna Oppenheimer Albert Boscowitz Verlobte ----- Lick, 20. Aug. Den Bemühungen unseres Bürgermeisters Fuhr ist es geLungnr, größere Mengen Frühkartoffeln für die Gemeinde cmfzutaufcn und dieser Tage zum Preise von Cafe Ernst Ludwig iiiimiiiiniiiiiiiiiinminnmimiiiiumiiiimiimmiiimii Hente c>«*° Wir offerieren ab Lager: Erstklassige Nähmaschinen Mercedes - Schreibmaschinen Schreibmaschinentische Farbbänder, Kohlenpapiere Reichhaltiges Ersatzteilelager Auto- und Fahrrad-Pneumatiks und -Schläuche KeinRegeneratod.Kunstgummi Göbel & Appel Es ladet freundlichst ein Gasthaus zum „Gambriuus" bfitgttL Liste • • 2084 • • 1751 Ll 2198 Msabethe Jung Friedrich Bundschuh Verlobte TägBich Konzert der beliebten u. konkurrenzlosen Chiemseer Tiroler-Kapelle 13 Personen 13 bestehend aus Musik, Gesang, Schuhplattler (2Paare) u. Aufführung von Gebirgs-Scenen. Ausschank von ff. bayer. Bier direkt vom Faß sowie WEIZEN-BIER. 2745 1240 Dina Deibel Erich Stern Verlobte Gießen (Duddestr. 1) Berlin N 20 (Uferstr. 12) Drucksachen aller Irl ÄÄÄS5XJ wert die Brahl'sche Üniv.-Draekerei, B. Lange, Blaßen Hauptsache von größeren Gütern dec näheren Umgebung, während Wetterauer Dauern der Hungener Gegend vor einigen Tagen bekanntlich ** Harbach, 21. Aug. Hier wurde eine Ortsgruppe desHessischen Bauernbundes mS Leben gerufen, der sich 48 Mitglieder anschlossen. Der Vorstand setzt sich aus den Herren Heinrich Münch VI., Johannes Schmidt I„ Heinrich Stark, Karl Kammer und Ludwig Schäfer zusammen. Es wurde eine Entschließung gefaßt, wonach die Lebensmittelversorgung der Städte auch fernerhin mit allem Naä)druck aufrecht zu erhalten sei. Weiter soll beantragt werden, daß die Strafen, die während des Krieges verhängt und gezahlt wurden, aus den Ucberschüssen des Kommunalverbandeö zurückzuvergüten feien. 2215 1311 W|f£ Hch. 1 e tod> °vl. henden Arbeiten an unserem Kirchenbaue sollen jetzt wieder aufgenommen roetben. Mit den einfachsten Mitteln und teilweiser Benutzung der Inneneinrichtung der alten Kirche soll das neue Gotteshaus aufgebaut werden. Bei einer Plünderung durch kaiserliche Truppen im Jahre 1646 brannte die damalige Kapelle vollständig nieder. Infolge Verarmung der Gemeinde dauerte es 21 Jahre, bis die schwer beschädigte Kapelle wieder umgebaut war. H? dwinai, dir ^beutm des M besser w 1 «wmeintat manchen Dnn I s’1 W. \ $$ bn den etffa lerorls bur^mi n;ü .** wjmltawbtti nn^rtxtblen noch «w 1 ih« Zahl aus dn 'M. In 6 Otten l überhaupt keine io Abgegeben. In 15 -v aus den büranltte erbeigeführt wissen irv-llen. Die Anttäge fanden, mit 41 gegen ?x> Stimmen Annahme. Zum städtischen Schulürspettor toäblte man Rektor Göbel-Frankfurt. Tie Der stad! lichung des gesamten Kvastdrvschkenbetriebes durchj Uebernahme des Wagenparkes der Fvarrkfurter Automobil- Droschkengesellschast fand in uanwnllicher Abstimmung mit 54 gegen 18 Stimmen Annähme. Tie Uebernahme ersottnt 360 000 Mark und 150 000 Mark jährliches Betriebskapital. Tamit ist ein weiterer Schritt zur Kommunalisierung des städti- sch.en Verkehrswesens getan. Ein drinAicher mehr- Essozialistisckper Antrag über die Aufltebung der schbeirirtschiafttmg entrollte ein trübes Bild der W und Mi ^Versorgung im allgemeinen. Tie varzschlachtungen nehmen nach Mitteilungen aller Redner reißend zu und Woen den I?eimischen VreMand in den Abgrund. Ter Magistrat wurde ersucht, Schritte zur DuvchMrung des direkten Verkehrs zwischen Produzenten und den Städten einzuleiten. Festgestellt wurde, daß das Ausland bereits Vieh im freien Handel nadj Frankfurt und hierdurch die Metzger zu hohen Preisen zum Verkauf bringe. Tie Stadt legt beim Veröauf des Regiefleisches bei jedem Pfund 1,20 Mk. zu, das sind monatlich mehrere Millionen Mark. Stadttat Schmu de teilte mit, daß sich durch die Schwarz- schlachtungen in Hessen und Nassau die Milchzufuhr von 60000 Liter täglich im Jahre 1918 auf 30000 Liter 1919 vermindert habe und daß für den Winter nur eine Anfuhr von 10 000 Liter zu erwarten sei. Hessen habe jetzt den Austtag erhalten, der Entente möglickK bald 2000 Sport. ** Der Gießener Lawn-Tennis- Klu b 1914 beabsichtigt seine seit 1916 durch den Krieg unterbrochene Tättgkeit mit Beginn b:r Spielzeit 1919 wieder in vollem Maße aufzuncv- men. Bei genügender Beteiligung will der Klub zwei neuan geigte Tennisplätze für seine Zwecke erwerben, worüber bereits Verhandlungen schweben. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) In der letzten Zeit erscheinen täglich in der Presse Beiträge zur Kriegs gesangenenrückkehr und trotz alledem ist bis zur Stunde noch unbekannt, warm für diese die Stunde der Erlösung schlägt. Man hat noch nie an die Angehörigen dieser gefangenen Helden gedacht, in welch trauriger, trostloser Lage sie sich mitunter befinden. Während man .allenthalben durch Teuerungszulagen den Ausgleich herzustellen sucht, zahlt man heute den Angehörigen der Kriegsgefangenen nicht viel höl-cre Unterstützungssätze wre 1914. Lütte man nicht auch hier mit Erhöhung der Unterstützungen oder Teuerungszulagen helfen müssen? Frau H B. Vermischte». , ** 600 Mark Wochenverdienst vorn P i l z s a m m e l n. Eine Frau aus einem in der Aahe von Frankfurt gelegenen Mainorte benutzt- als gute Pilzkermerin die Ferienzeit ihrer Kinder, um mit diesen tagtäglich in die schattigen Laute Wälder zu gehen und nach Sckpvämmen zu suchen. Nach ihrem eigenen Geständnis verdiente sie letzt i,m in einer Woche mit ihren drei Kindern die Summe von 600 Mark aus dem Berkaus von Pilzen. _ .*. „Falsche Mischungen bei einer Kaffeefrrma". .Zu der unter dieser Spitz- marke in Nr. 185 unserer Zeitung gebrassten N«ck>- ncht teilt die Firma Emil Tengelmann fiff- gendes mit: Es sei nuwahr, daß sie falsche Mischun gen hergestellt und das Volk in irgendeiner Weise Untergängen habe. Wahr sei vielmehr, das; di. Herstellung und der Vertrieb lediglich im Rahmen der Verordnungen und Höchstpreise erfolgt sei. Bsn einer gegen die Firma eingeleiteten llntersumiuig fei dieser nichts bekannt. vreteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Weißes Brauhaus I u. Saalbau Cafe Leib Kühe %n liefern. Um 9 llhr stellv' die Presst noch vierstündiger Arbeit die Berichtersmmmg etn. Die Sitzung dauerte fort. oz. Fulda, 21. Aug. Der Samstag- Schlveinemarkt wies einen Auftrieb von 230 Ferkeln auf, die mit 80, 130 unb 180 Mk. bezahlt wurden. Der Handel war flau. Ueberstand groß. ** Herborn, 21. Aug. In der Nacht zum 20. August wurden aus einer hiesigen Anstalt zkxi wertvolle gelbe Fahoochsen und ein schtvarzwcißer Bulle gestohlen. Tas eine Tier wurde alsbald auf der Straße abgeWaebtet und in einem Auto farb geschafft. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Gießener Kriminalpolizei entgegen. IJ Kirchhain, 29. Aug. Ter Ausstand der Arbetter an der Ohmregulierung ist durch den Schiedsspruch des Marburger Schlichtung^ ausschusses nicht beendet, weil die Unternehmer erst die Stellungnahme der beteiligten Gemeinden usw. abwarten wollen. Tie Akten sind an den RegierungSpvasidenten jneitergegeben. [] Marburg, 20. Aug. Ter Kreiskrieger' verband veranstaltet am rrächsteu Sonntag in der reformierten Kirche und am Kriegerdenkmal eine Gedächtnisfeier für die gefallenen Krieger. Anschließend findet ein Stertretertag statt. — Tas Hotel Kaiserhof ging durch Kauf in den Besitz des bisherigen Geschäftsführers des Kölner Hoss in Köln, Herrn Hofmann, über. = SBefterburg,21. Aug. Der Güterbodenarbeiter Jakob Maas aus Guckheim würbe aus dem hiesigen Bahnhöfe von einer Maschine über fahren und getötet. MaW. Aug. Zu Bürger, eise gewählt bzw. trt heim Ernst ebach a.h. Lilp> rdersheim Mte «alzhausen ShM :it Lttnrich Albus s>', nes Kaiser, in $!c.. Mummm, in boil I„ in Lirzenhaii er-SHibber^tiu Beigesröne/e! MU.rnEckartt , m WS i Avham $torrfe'. iau|tn IV., in llici , in Weningi es- s Greif, in Tätest, helheim Rud rieb Mer H„ in 2u- Urihner IV., inS«-' n Dudenrod Sw« ch Sänrich tzem. Karl M - dreas Weitz-l, m st in Schivlaari'" ’ memben unseres Kteises zusammen 541 Mk. ein» ‘ ffegangen; den böchsten Betrag mit 104,57 Mk. “ hatte Friedberg-Faucrback zu verzeichnen, dann Tolgt Bad-Nanheim mit 66,31 Mk. , RI. Friedberg, 20. Aug. Gestern nach- mtttag wurde die Frauen schule im Festsaal ber Schlllerschule unter Anwesenheit des Präsidenten Dr. Strecker feierlich eröffnet. Der Leiter der Schillerschule, Oberlehrer Philipps, dankte Herrn Dr. Strecker für das Interesse der ^diulabteilung an ber Neugründung, ferner den ernzelnen Ausschüssen des Stadtparlaments und dem Bau amt für die Förderung der Schute und dorr Bürgern für ihre bereitmUltg geleisteten, zum •Teil recht hohen Geldspenden. Er entwickelte dann m schwungvoller, von Idealismus getragener Mede das Programm der Schulleitung. Dr. Strecker überbrachte die Grüße der Schulabtciluug und wannte die Fäderr von der Schule zur allgemein» politischen Lage. Deutschland liege am Boden, die Bevölkerung sei durch die polittschen Leiden- fawten am aufbauenden Schaffen grhindett. Bloges Zureden und Hinweise auf Ideen seien wertlos, es müsse an der Jugend gearbeitet loct» den, daß sie ein neues, schöneres Deutschland sck)asfe. Dazu bcüutvagen sei eine Hauptaufgabe der Frau. Tas Vorbild müsse Pestalozzis „Ger- 'ttud" fein, die in mühevoller Meinarbeit den Geist der Sauberkeit, der Ordnung in Haus, Dorf und Land zum Siege führt. Vor allem müsse auch die jReligion in ber Familie der Zukunft wieder sorgfältigere Pflege erfahren. Stadtverordneter Koch entbot die Grüße der Stadtverwaltung. Die Feier wurde durch musikalische Darbietungen passend eingerahmt. Am Schlüße sand eine Führung durch die Schulräume statt. Hessen-Nassau. Eisenbahnunfall. Hers seid, 21. Aug. Gestern morgen gegen 8 Uhr ereignete sich auf der Strecke Hers selber e v s a in unmittelbarer Nähe der Batzaschen I Ziegelei ein größeres Eisenbahnunglück. Dort streßm zwei Lokomottven, die zu gleicher Zeit in Hersfeld und in Asbach abgefahren waren und infolge des Nebels sich erst im letzten Augenblick gcgcnieihg wahrnehmen konnten, zusammen Hierbei wurden die Lokomottvführer und Heizer Orth, Bambay unb Zinkhand, sämtlich in Oberaula stationiert, schwer verletzt. Die Verletzten, die ckMere Kopfwunden davongetragen haben, wurden sofort dem! hiesigen Krankenhause zugeführt. Bei dem Zusammenstoß wurden beide Maschinen schwer beschädigt. u?<; schland S^iuc v fe« ’S ß>“’4 dasete »Vch Uv«av«Mmen bis auf Werden. Unterwegs Pakete müssen zunückgeleitet werden. Der Lehrermangel wird, Blät- tenneldungen zufolge, bald behoben sein, da neben den 8r> Kurslften und den aus den Lehrer- und Lehrerrnnenseminaren alljährlich zur Entlassung kommenden neuen Schulamtskandidaten demnächst noch 1 3 0 h e s s i s ch e L e h- rer und Schulverwalter aus der Kriegs- g e f a n g e n s ch a f t zurückkehren werden. Dtesem Zuchwacks steht allerdings allein an ge/allene« Lehrern ein Abgang von Urkräften gegenüber; em erschreckend hoher Blutzoll, wett über 10 v. H. der gesamten hessischen Lehrerschaft, den der Krieg forderte. **.Aluminiumgeld. Zur Behebung der Kletngeldnot ist bekanntlich beabsichtigt, 50 Mtllionen neue Fünfzigpfennigstücke in Prägung zu geben. Geplant ist, die Prägung in Alumtnium ausführen zu lassen. Auf der Vorderseite befindet sich die Inschrift „Deutsches Reich", die Rückseite weift ein Band auf, auf dem zu lesen ist „Sich regen bringt Segen". Der Umfang dec neuen Münze ist etwas größer, als der des Zehnpfennigstückes. Der Rand der Münze wird wie bei dem alten Fünfzigpfennigstück gerippt fein. ** Flüchtlinasfürsorge des Bun- beis der |t,lWasch- büttc.lu,ti3uWl Ludwigipl.9 I. 2 Gaslütter, 1 GaS- Hängelampe, Flaschen, 1 Spinnrad, ein altes weisteSTüllbauerntuch. 0728 Ost-An läge 31p. Fensterleder sind wieder amLager Qfädebau&glomaTt •r / V CneszenSchulst raß* Für Touristen Geflügelvasten Gänscleberpatten in Dosen unges. 2a0 Gr. Mk. 8*50 U. 10.50 sernerempsehlen ans sehr günstigem Einkauf Nierst Domthal Mk. 16-88 manit.PUtersbergMk.13.- Mertesflorfer - Johannis- borget IKk. 16.— einschliehltch Steuer. Gebe. Noll 016316 Babnbosstraste 6. Junge Leute. * und Mädchen fides Stands 14-35 3- alt. erh. unt Garant. Stella, (. feinst Häusern nach Besuch b. priv. Fachschule s. Herrschaft».u Hotelters.Gode»« berg a. Rh. Prokoekt frei 663188 SKoman vc btrbote Lieb K M, i Sät Wer Wz M Gebr Badewanne und Ofen zu uerff. oi6i«7 Bleichstr. 24 Wir juchen f. kauflustige Kapitalisten verkäufl.häuser jeder Art u. erbitten Angebote v. Selbsteigentüm. Grundstücks - Offerten- Verlag Frankfurt a. M Schillerbos. «•“‘st oiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinii1||i® 1863-1913 Freitag 8'/, Uhr: k Zusammenkuiii! bei Rabnefeld Tagesordnung: ,n| SommeransslvS Fünfzig. 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Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Badeofen, zu verkaufen. oiA.iii «Landgasse 1111. Gut erhalt. LWtisll eichen ob. eichen imitiert, zu kauf, gesucht. Schriftl. Angeb.u.016322 Gieh.Anz. Mobiliar - Versteigepong. ZwecksWohnungseinschränkung werden Freitag den SL.d.Mts., nachm.2Ubr int Rettaur.zum^Psau Neustadt 55 meist ° bietend gcg. Barzablg. auö bestem Hame stammend, versteigert: 1 Sofa mit 6 Sesseln (rot. Plüsch), sehr schöne Salougarnitur, 1 guter Bücher- ob. Wetstzeng- schrauk, 1 pol. Tuch, ein Konsoltchrankchen, igutaebend.Regulator, 6 le. Robrttühle, eme antikcZlommode.iFcld- 1 Wiege- u. 2 andere Betten mit Matratzen u. div. Bettzeug, sowie: 1 Bügelofen, 1 Brause- wanne, 1 Blumentisch, 1 Waschbütte, .1 runder Tisch, 1 Schneider-Nahmaschine, 2 Bügeleisen, 1 Kommode, 2 Tische, eine Anrichte, 3 Stühle, ein Blumentisch, verseh. Gartenmöbel, ferner: Portieren, Steh°Umleg° und weiche Kragen (mein u. bunt), komvl. 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Tiefe Aenderungen sind dem Grafm Poiadowsky und seinen Freunden aber nicht erst heute morgen bekannt geworden, denn gleick>zeitig mit der Vorlage iinb uns auch die Abänderimgs- airlräge der Teutsch-Nationalen zugegangen. Wir haben fünf Jahre unsere Wünsche nach einer berechtigten Erbschaftssteuer zuruckgeste.lt. Jetzt können wir auf eine rascheste Erledigung nicht mehr verzichten. Ml Ur ms 1. Hypothek ob. glei: litte Sicherheit zu re leben. Cchristl. Angede mt.016132Qnb.@ieB.8ir. 8 ne in .n- bt cr- or, is' 1$ in- >st- qö: nett1 ei' en- f» . erteilt tRomaniit mzelittlnbel'VrivattüL chrmlAngeb.ullI.OM "den GleftAnz-erbeiu ^elcheedeldenkend.Her vasl überliim ftrmtj megsbeschlibigien A» ngu. W hiebe? 0r. triftl. Ang. unt OlW » den Gietz. Anzeig« ilt l—Verein^ Montag fei WiederbeS' fi«V «■11# Mt tu jeher tQge8iet Th. Bäulke treue Autorität mußte geschaffen, ein neues Heer gebildet werden, um nun im Innern Gewalt zu b-tzen, rote es früher noch nie nötig war. Nicht die von der Ncvolutivn geschaffenen Truppen, svn- die freiwilligen Formationen mit dem Geist lind der Manneszucht der Armee von .1914 retten das Vaterland — ein Lichtblick in dieser verhäng- ttsvollen Zeit —; die Menschheit war noch nicht teif für die vermeintlichen Segnungen der Revo- lutron. Was sie erreicht zu I-aben glaubt, tonnte cif legalem Wege ohne unsere Scibstvernickchu ng geronnen werden. Es war ein.frevelhaftes Spiel Die Liebe gleicht der Welle, Tie plätscheritd sich erhebt, Wer weiß, woher sie flutet, Wer 'rorifi, wohin sie schvebt: Wer weiß, ob sie uns schaukelnd Nicht sanft zum Hafen bringt. Wer 'mein, ob sie als Woge Nicht unser Schiff verschlingt. Heinrich vvn Littvow. Ter Berliner Tiergarten prangte im Heckst- shmuck. Gelb und rot tu den leuchtendsten Schotterungen schimmerten Baum und Strauch, und ein 'sllicher, hcrber Wind fegte das falbe Laub von en Wegen. Tiefer köstliche Herbstwind zog auch durch den keinen, hübsch angelegten Garten einer dw kleinen Villen der Tiergartenstraße, die ganz von rbrm Weinlaub umrankt, von der Straße kaum esthen, ziemlich einsam lag. Späte Herbstrosen nickten noch mit welken üpfckx'n in die Fenster hinein, und blasse Astern |ürnrten die Wege. Modern war das nicht, aber lie Bewohnerin der Villa fragte nicht danach, sie Mbte die 'weißen, kleinen Blumensterne, die Toten- ! .Humen, und pflegte sie. H Tte weiten Flügeltüren, die von dem graften . ^rtcnsaal auf die Veranda führten, waren weit ^öffnet, um die kühle Herbstluft einzulassen, aber m Kamin prasselte ein lustiges Feuer und verachte trauliches Behagen in dnn weiten Raum. Wohin man blickte, Bücher und Blumen, bc- Ett-we Sessel und Tisckchen, alles einfach und mch im gediegener Eleganz und vornehmem Ge- ohmack Zeugnis ablegend, deutsche Nationalversammlung. Weimar, 20. Aug. Als erster Punkt auf der Tagesordnung steht die zweite Beratung des Erbschaftssteuergesetzes. Abg. Graf Posadowsky (D. Nat.): Tor Ausschußbericht ist uns erst heute morgen zugegaw- gen.. In der aber bereits erfolgten Ausfchust- beratung hat der Entwurf so wichtige Aenderungen erfahren, daß wir eine gründliche Turchberatung für unbedingt notwendig halten. Werden die vom Ausschuß vorgeschlagenen Aenderungen nicht angenommen, dann werden wir die Weiterberatung dieses Gesetzes mit den geschäftsordnungsgemäß gebotenen Mitteln zu verhrndern wissen. (Beifall rechts und Unruhe links.) Abg. Keil (©05.): Es mag richtig fein, daß die Vorlage erst heute morgen den Partei:n zugestellt worden ist. Geändert ist die Vorlage roesent- Das Schicksal des deutschen Volkes ist durch den Frieden für die Gcgenlvart vollendet. Dunkel liegt die Zukunft vor tuns; hell leuchtet nur die Tat der Männer von Scapa Flow in sie hinein! Alle Gaukelbilder sind zerronnen, die Massensuggestion beginn! zu schwinden. Wir sehen in ein Nichts Sich selbst belügen, reden, hoffen auf andere oder auf Phantome, Mut allein in Worten als Vertröstung für die Zukunft und Schwäche in der Gegenwart helfen uns nicht, rote sie uns nie geholfen haben. Anderes ist nötig: Unerschrockenes Denken und männliches Handeln jedes einzelnen und doch selbstloses Unterordnen durch Zurückstellung des eigenen Jchs in nationaler Mmrnszucht sind Erfordernis. Sie allein können uns die völkische Würde wi-edergeben, deren Rückgewinn Vorbedingung deutschen Auferftehcns ist. Sie sind das erste Gebot. Liebe zur Scholle und zum Handwerk, Liebe zur Arbeit und unermüdliche SchäftenssreichigLeit, eiserner Fleiß, freie Betätigung int Wirtschaftsleben, gepaart mit Rücksicht ans den Nckemnen scheu, vertrauensvolles Zusammenwirken von arm und reich, von Hand und Kopf, verkörpert in einer Ar- bcitspftickst. Freiheit für ehrliche Arbeit sind die Grundlage deutscher Werte und die Voraussetzung neuen Aufstieges. Sie sind das zweite Gebot für uns! Pftichttreu, redlich und wahrhaftig, miutig muß der Deutsche wieder werden, pttlitber Ernst ihn beherrschen, das ist das dritte Gebot. Fickstes Wort, daß deutsch sein und Charakter haben ohne Zweifel gleichbedeutend sind, muß wieder Wahrheit werden. Nur das gibt uns die Selbstachtung wieder, und nur durch sie erzwingen wir uns die Achttrng anderer. ohnegleichen, das mit dem deutschen Volk in seiner schwersten Stunde gespickt ist. Es be^rhll dies ungeheure Verschulden mit feinem Leben und mit seinen Idealen. In Deutschland fließt Bruderblut. Deutsches Gut wird zerstört, Staatsgelder werden verschleudert und zu eigennützigen Zwecken verwendet, die Finanzen des Reiches, der Einzelstaaten und Gemeinden mit jedem Tage zerrütteter. Tie gesunkene Moral des Volkes treibt haltlos in der „Freiheit" der Revolution- die niedrigen Instinkte des Menschen suchen sich mrbeschränkt unb ohne jede Rücksicht auszuleben. Uebcrall herrschen Unocknmig, Arbeitsscheu, Trug und Uebervortrilung, dabei' an vielen Stellen der widerlichste Genußtaumcl — dicht neben den Gräbern der Millionen für ihr Vaterland Gebliebenen und im Angesicht der vielen Verstümmelten, auf denen unser s2higc ruht. Deutschland bietet ein grauenvolles und würdeloses Schauspiel, das unsagbare Trauer in jedem deutschfühlenden Herzen auslöst, beim Feinde und Neutralen aber Verachtung erweckt. Deutsche Väänner treten auf und klagen Deutschland vor dem Feinde angeblicher Schrnd- taten an, um ihm zu gefallen und Milde von ihm zu erbetteln. Deutsche Männer, die treu dem Vater lande gedient, werden vvn seiner Regierung dein Feinde ausgeliefert, um dessen Triumph zu dienen. Tas war der Tiefftand unserer Selbsler- niedriaung, die mit Scham und Ekel vor dem deutschen Volk erfüllt. Durch die Revolution haben sich die Deutschen zu den Parias unter den Völkern gemalt, nicl-t mehr bundesfähig nad) außen, Heloten im Dienst fremder Männer und ausländisthen Kapitals, der Achtung entlleidet vor sich selbst. „In zwanzig Jahren wird das deutsche Volk die Parteien verdammen, die sich rühmen, die i8«3;3 AdllftO1 ] s»8*“ arbeit nicht unmöglich. Tie Folgen würden letzten Endes auf Sie sckbst zurücksallen. (Beifall rechts.) Abg. Wurm (U.): Unannehmbar ist für uns die Bevorzugung des ländlichen Grundbesitzes, die darin liegt, daß seiner Besteuerung statt des Kauf- wertes der ErtraMvcrt zu Grunde gelegt werden soll. Mögen die weiteren und entscheidende Schritte rocht bald von den neuen Körperschaften getan 'werden, die hoffentlich recht bald an die Stelle der dLationalversammlimg treten werden. (Beifall bei den Unabhängigen.) Tiamit schließt die allgemeine Besprechung. Abg. Dr. Becker- Hessen (D. Vp.) begründet zu 8 7 über steuerfreies Vermögen einen Antrag auf Steuerfreiheit auch der vor dem Kriege erworbenen Gegenstände von geschichttichem, kunstgewerblichem oder wissenschaftlichem Wert. Abg. Katzen st ein (Soz.) tritt dem Antrag entgegen. Danach wird § 7 unter Ablehnung des Antrages Tr. Becker in der Ausschußfassung angenommen. Zu 8 25, der die Steuersätze enthält, liegen Anträge der beiden Parteien der Rechten auf Wiederherstellung der Regierungsvorlage vor. Abg. Dr. Becker-Heften: Mit der Regierungsvorlage hätten wir uns abgefunden, obwoU sie so außerordentlich hohe Sätze enthält, wie man sie früher niemals gewagt hätte vorzuschlagen. (Zuruf: Damals haben wir auch nicht so viel Geld gebraucht!) Trotzdem gehen die Sätze aber doch zu weit. Tre von dem Ausschuß beschlossenen Sätze bedeuten aber nahezu eine Verdoppelung der Sätze Bor dem Kamin saßen zwei Damen sich gegenüber. Tie eine groß, schlank und bbitb, eine königliche Erscheinung in dem weichen Morgen- gewande, ist Ragna von Svendburg und ihr Gast Frau Pwstsfrr Lorenzen. Tas Gesicht der Frau Profesfrr glänzte hochrot vor Erregung, als sie jetzt die Heinen fleischigen Hände ineinander schlagend, zu Ragna, die ihr mit leisem Lächeln ins Gesicht sicht, sagte: „Na, bad ist aber eine Sache, Kindchen. Wer hatte das gedacht damals, als Sie zu uns kämen. Wissen Sie noch? Ja, ja, das Schriftstellern muß doch noch was einbringen. Wenn man denkt, die elegante, hübsche Wohnung und die Einrichtung, alles funkelnageln-eu und -alles für die dvri Bücher, die Sie geschrieben haben? Na, Si: können lachen. Allen roird's natürlich nicht so gut gehen. Mein Alter erzählte mir, daß viele Schriftsteller Zeit ihres Lebens am Hungertuche nagten, und daß ihre Bücher 'rote Blei in den Remisen ihrer Verleger liegen. Bei Ihnen freilich war das gleich anders. Man konnte ja hum ohne Ihre Bücher existieren, und das bringt natürlich was ein. Jeder sprach davon, jeder mußte sie gelesen haben. Mir ist ganz dumm davon in meinem Kopfe gLvorden, aber Arne, .r-issen Sie, der ist ja auch so verrückt, der meinte, seit ein paar Jahrzehnten wäre so was Großartiges nicht geschriel^n worden. Na und nun erst den Törkel, als man erfahren hatte, wer der Autor des Buches über „Pfticht und Arbeit" war? Ta war es ja, als wollte ganz Berlin aus den Fugen gehen. Ist es wahr, was Dagmar erzählte, datz Sie sich roodpenltmg vor Besuchen nicht zu lassen wußten? Es war nicht so schlimm? Na, das sagen Sie bloß aus purer Bcschrideiihnt. Hübsch ist cs aber doch, nun fr festen Boden unter den Füßen zu haben und alles sich ganz allein und selbst zu verdanken. — Wären Sie mir gefolgt, so säßen Sie noch immer monatlich für zunmzig Mark als Kindermuhme oder Stütze der fnüenlorfjs Kriegscrinneningen. Aus dem Ludendorff'schen Buche, das den im Glauben an Deutschlands Größe gefallenen Helden" gewidmet ist, entnehmen wir einige charakteristische Stellen des „Nachwortes", die zeigen, wie Ludendorff heute denkt und empfindet: Die Ereignisse nahmen vvn Ende Oktober >in leihenden Verlauf. Im Westen wurde das deutsche tzeer am 4. November in fester Haltung in die Antweipen-Maas-Stellung unter Druck des Jein- tts von Verdim her zurückgeführt. Die Elsaß- Lothringer Front hielt sich gut geordnet eines feindlichen Ansturmes genärtig Die k. und T. Armee löste sich durch die Schlacht in Oberitalien vvm 24. Oktober bis 4. November rollständig auf. Feindlickse Truppen schoben sich gegen Innsbruck vor. Die Oberste Heeresleitting führte imi- fasfende Maßnahmen zur Sick-eruna der Südgrenze Bayerns durch. Gegen den Balkan wurde die Lonau gehalten. Wir standen allein in bcr Welt. Anfang November brach die Vvn der llnad- (fcngigxm Sozialdemokratie tror bereitete Revolution zunächst in der Marine aus. Tie Regierung des Prinzen Max fand nicht die Kraft, die anfangs nur örtlichen Umsturzbcwegungen russischen Musters im Keim zu ersticken. Ihr entglitt jede Führung: sie ließ ben Dingen ihren Lauf. Am 9. November sank Teutschlanb, bar jeder festen Hand und bar jedes Willens, seiner Fürsten beraubt, wie ein Kartenhaus xusammen. Wofür wir gelebt und jetzt wiederum vier schwere Jahre lang «blutet hatten, verschwand. Wir hatten kein Baier» taub mehr, auf bas wir stolz sein tonnten. Die staatliche unb gestllschaftliche Ordnung wurde ver- vichtet. Jede Autorität hörte auf. Chaos, Bolschewismus unb Terror, undeutsch ihrem Wort und Wesen nach, hielten ihren Einzug in bas bcutfdjie Vaterland. Arbeiter- und ©otbatenräte waren in her Heimat in langer planmäßiger unterirdischer Arbeit vorbereitet und geschafstn. Hierzu waren Männer da. die an der Front dem beutfefen Volk einen anderen Kriegsausgang gesichert hätten, bis dahin aber als „unabkömmlich" galten oder Deserteure waren. Die Mehrzahl der Ersatztruppenteile, in denen der Umsturzgckankc schon Boden gewonnen hatte, trat aus Seite der Revolutionäre. Die Erappenformationen, dabei die Truppen der besetzten Gebiete im Osten und Westen, unter denen die Umwälzung ebenfalls wohl vorbereitet »ar, vergaßen Zucht unb Ordnung; sie drängten vländernd in wilder Kopflosigkeit nach Hous. Die Truppen aus Rumänien und von der Donaufront marschierten ab, nach Ungarn hinein, um hier fest- gehalten zu werden. An oer kämpfenden Westfront tonnten Soldatenräte mit höherer Genehmigung nicht schnell genug geschaffen werden. Tie neuen Gewalthaber und ihre bürgerlichen Mitläufer verzichteten auf jeden Widerstand und mrterfd'riebcu: vhne Rechts titel unsere Kapitulation auf Gnade unb Ungnade einem 1 unerbittlichen ifanbe. Tas Heer ffn Westen überschritt noch in Ord- nmg die Grenze und ging hinter den Rhein, um lernt durch überhastete Demobilisierung und in unmittelbarer Berührung mit den heimischen Umsturz- Hecken. aud.i seinerseits der Auflösung zu verfallen. Mäirner, die sich vor dem Feinde tabdfrei gelitten hatten, gaben im Nervenzusammenbruch dieser Tage Heer unb Vaterland preis und dachten Hin an sich. Auch Offiziere waren dabei, die ihre Standes Pflichten und ihre geschiichtliche Mission beiseite schoben. Wir erlebten Szenen, wie sie seit 1806 fein Preuße mehr für möglich hielt. Um so hoher ist die Treue des Offiziers, Unteroffiziers und Mannes zu bewerten, der sich auch unter den neuen Verhältnissen in alter Gesinnung zur Verfügung des Vaterlandes hielt. Diejenigen, die seit Jahrzehnten dem Volke den Rick getrübt und cpmftssenlose Versprechungen ge- viacktt Ijubcn, die ebenso lange gegen die Autorität eit Staat und Heer gehetzt unb sie mm zerstört fetten, sahen sich bald gezwungen, ihre bisher vvopagierten Grundsätze fallen .zu lassen. Eine bcr Regierungsvorlage. Sie gehen auf eine Verstaatlichung des Vermögens aus. Demgegenüber wollen wir alles tun, um unsere Aufsanung zu verteidigen. (Beifall rechts.) Abg. K a tz e n st e i n iSoz.): Wie sollen mir denn die großen m>troenbigen ^)eldmittel aus- bringen? (Zuruf rechts: Regierungsvorlage!), Tie Regierung hat sich eben überzeugen lassen, daß bst großen Vermögen noch stärker besteuert werden tön neu. Tie Kreise, die bereit gerne) en sind, Gut und Blut der anderen zu opfern, die Kreise, deren Politik zahllose Menscheiwpser gekostet hat, stellen sich schützend vor die großen V-nmögen. (lebhafter Beifall links, große Unruhe rechts. Abg. Gröber (Z): Gegenüber den Einwänden, die gegen die Ausschußsätze gemacht sind, mache ich daraus aufmerffam, daß die Ausschußfassung erst nach den Vermögensgruppen bis zu 1-50 000 Mark von der Regierungsvorlage abzu weichen beginnt und erst bei den ganz großen Vermögen sich wirtlich verschärft. Das läßt sich angesichts der heutigen außerordentlichen 9totlage durchaus ertragen. (Beifall.) ?lbg. Dr. B l u n cf (Dem.): Herr Dr. Becker hat aber die Wirkung der AuSschußanttäge außerordentlich übertrieben. Herr Dr. Becker hat nachzu« weisen versucht, daß ein Erbe eines Vermögens von 200 000 Mark im ländlichen Grundbesitz durch ben Ausschußtarif von Haus und Hof gejagt roerben kann. In Wirklichkeit beträgt bcr ganze Unterschied ganze 450 Mart (Hört! hört! und Heiterkeit bet der Mehrheit^ und der Gesamtstetlerbetrag 11 220 Mk. Abg. Dr. Becker- Hessen (D. Vp.): Meine Berechnung bezog sich aus das Erbschaftssteuergesetz im schlimmsten Fall, sie wird auch Herr Dr. Blunck nicht erschüttern können. Stellen Sie das wieder her, was die Regierung selbst für genügend und für noch erträglich gehalten hat. In der Abstimmung wird § 25 nach ben Ausschußvorschlägen gegen die Rechte an^ genommen. § 36 der Vorlage sieht unter gewissen Voraussetzungen für Grundstücke, die zurzeit des Erwerbes ixnienti) land- ober forstwirtschaftlichen Zwecken zu dienen bestimmt sind, ©teuerfreiljeit bzw. Steuerermäßigung vor. Abg. Oberfohren (D.-Nat.) befürwortet auf Antrag seiner Fraktion, die Vorlage wieder hei^u stellen. Der Antrag der Deutsch-Nationalen roirb abgelehnt ebenso ein Antrag Ndaretzky-Dr. Becker, bcr § 36 in ber Ausschußfassung angenommen, ebenso ber Rest ber Vorlage ohne weitere Erörterung. Der Vorschlag bes Präsidenten, svftrt in die dritte Lesung einzutreten, ftndet keinen Widerspruch. Eine Generaldiskussion findet nicht statt. In der Einzelbesprechung wird der Entwurf § 1 biä 71 ohne Erörterung in der Fassung bcr zweiten Lesung angenommen. Zu „Einleitung unb lieber- schrift" gibt Abg. Dr. Becker (D. Vp.) die Er- flärung ab, die deutsche Volkspartei sei treu der Ueberzeugung durchdrungen, daß bei ber Not des Volkes aus dem Vollsvermögen die letzte Mark herausgehott werden muß. Nach der Gestalttmg, die die Vorlage und besorrders der Tarif erhalten bat, können wir es aber nicht verantworten, an dem Gesetz in der Endabstimmung mitzuwirken unb sind genötigt, es abzulehnen. (Hört! hört!) Abg. Dr. Blunck (Dem.): Ter Reichtum kann wirllich tragen, was ber Ausschußtarif ihm auferlegt. Ich wiederhole: Um ganze 450 Mark Differenz handelt es sich bei einem Erbanfall von 200 000 Mark. Abg. Maretzky (D.Vp.) protestiert gegen diese Unterstellung. Ter Ausschußtarff .habe die zulässige äußerste Grenze überschritten. Es wecke dadurch die Fortführung industrieller und land wirtschaftlicher Betticke unmöglich gemacht. Mg. Dr. Becker-Hessen legt ebenfalls gegen diests Verfahren des Abg. Blunck schärfsten Protest ein. Das sei kein loyales Verfahren. Daß seine Partei den Besitz bis zum äußersten schonen wolle, sei objekttv unwahr. Abg. Graf Posadvwsky (D.-Nat.): Wir haben uns wiederholt für die Regierungsvorlage erflärt. Diese ist außerordentlich verschärft worden, und weitere Verschärfungen sind angekündigt. Deshalb lehnen wir das Gesetz ab. Wir wollen uns .nicht zu Schrittmachern der Kommunisten machen. (Hört! hört! und Unruhe bei der Mehrh.) Nachdem noch Abg. Irl erflärte, daß er als Mitglied ber Bayrischen Volkspartei un Ausschuß ebenfalls ben Antrag ju § 25 mit unterzeichnet habe, wird Ueberschrift und Einleitung genehmigt und darauf in der Gesamtabstim mun g das Gesetz gegen die Stimmen der deutschen Volkspartei unb des größten Teils der Deutschnationalen endgültig angenommen. Um 1 Uhr wird die Sitzung bis 3 Uhr unterbrochen. Ragna Svendburg Roman von Anny Wothe. Alten gar nicht gefallen, daß Sie jetzt hier so ganz allein für sich wohnen. Dagmar, die Sie fr oft besucht, erzählte zwar, daß Sie sich Ihre alte Chaja haben kommen lasten, aber ich — totr meinen — eine alte Wienerin wäre doch eigentlich kein passender Schutz für Sie, und da wollten wir uns denn erlauben, bei Ihnen anzufragen, ob Si: nicht lieber ganz zu uns ziehen wollten. Seit Gunhilds Verheiratung stel-en ihre nettm zroer Zimmer leer. Es wäre natürlich nicht fr elegant und vornehm wie hier, aber Sie hätten dach immerhin einen Anschluß und--" Tw Frau Professor kam nicht weiter — stockte sie in dem Gedanken, daß Sie auf die Jchre, Ragna zu sich zu laden, nur gekommen war, weil sie meinte, es müßte sich doch ganz nett machm, wenn es in der Gesellschaft bieg: Gräfin Ragna Svendburg, die berühmte Schriftstellerin, lebt im Hause des Professor Lorenzen usw.? Ragna streckte der fteinen Dame freundlich die Hand entgegen. „Ich danke Ihnen und Jhr -m Herrn Gemahl herzlich," sagte sie, „aber ich denke nicht daran, mich einem anderen Schutze anzu- berttauen, als meinem eigenen. Wer auf ngmen Füßen steht, wer für sich selbst sorgen muß, der muß doch roeorigstens imstande sein, sich selbst zu beschützen. Glauben Sie denn, wenn ich mir eine fr genannte Anstandsdame ins Haus nehme, daß ich bester beschützt wäre als jetzt? Worin sollte denn ber Schutz bestehen? In ihrem Alter ober in ihwr Energie? Tas Alter tut mir nichts und die Energie habe ich für uns beide. Meine albe Ebafa, die mir seit den frühesten Tagen meiner Kindheit treu zur Seite gestanden, ist mir in jeher Lebenslage ein mehr als ausreichender Schutz." ,^Hm," machte die Frau Professor, „recht haben Sie ja, aber rochen Sie, in ber Gesellschaft erscheint & doch nicht so recht paffend." (Fortsetzung folgt) MM terss unb nicht gnni un Hrönlckn- 2s < wunW" Dor-bQlti&e ciin- > Ziern x ^uchLnndwirA SS AM uhren ■Jw Art U m 1 '«Mm L tgser __ Unchenvlab 3, Hausfrau irgendwo und stopften SttÜmpfe, nähten abgerissene Hemdenknöpfe an. Tu licker Gott, die Lorenzen ist eben nie besonders helle gewesen, wie mein Alter sagt, und bis jetzt habe ich auch immer stell und fest geglaubt, die Fran gehör: ins Haus, daß sich eines nicht für alle schickt, haben Sie, liebe Ragna, uns ja glänzend gesagt. Warum sind Sie eigenttich nicht gleich mit Ihrem Namen hervorgetreten, es wär: gewiß wach nutzbringender gewesen?" „Mir lag daran," sagte Ragna, „durch eigene Kraft erst etwas zu werden . Erik wollte ich fest stehen auf dem schwanken, mir unbekannten Bodm. Tas Glück ist mir hold ge.wfen," fuhr sie sinnend fort. „Ich habe erreicht, was ich ersttckt, erhofft. Unabhängig frei schaffen zu können, ohne Zwang, ganz nach meinem Wlllen unt) nach meiner Befähigung, das mar mein Wunsch Ich habe mehr als das erreicht. Meine Feder gibt mir bi* Mittel zu einer behaglichen Existenz . Die Fcker ist das Bindeglick, das mir täglich neue Freunde und.interessante Menschen in ben Weg führt und mich» wett über das alltägliche Hasten und ber Menschen Treiben hebt. Was will ich mehr?" „Ist es Ihnen denn leicht geworden, aus dem Bahn Häuschen zu scheiben?" fragte Frau Lorenzen neugierig. „Tie Kinder erzählen ja Wunderdinge von Ihrer Idylle dort." .Leicht, nein, aber es mußte sein. M>ttn .Arbeitsfeld roieS mich hierher und ich mußte wohl oder übel die guten Brands verlassen, wenn ich mich aber so recht ausruhen will, dami flüchte ich immer in meine stille Heide, zu den einfachen braven Mensckwn unb hi meinem ehemaligen Stübchen feiere ich selige Stunden." Frau Prost fror Lorenzen rümpfte ein bischen die Nase, „coehr bescheiden, sehr bescheiden," sagte sie, dann aber schluckte sie ent paarmal heftig zu und sagte nicht oljnc einige Verlegenheit. „Wissen Sie, Fräulein Ragna, es will mir und meinem Wi Sanbt, M3Ä trautem Heim und tto 50 Mille Lem M aus diesem nicht hk^ ungetvöhnl. Wege treue LebensgM N.ernsigemeintM möglichst mit M Darl. der Verhaw 016266 an den 6 Anzeiger erbeten. Abg. Tr. B e cke r-Hcssen (D. Bpl) erstattet des Ausschußberichl und führt aus, daß das Gesetz durch ben Ausschuß besonders auch für Abkömmlinge und Ehegatten eine wesentliche Verschärfung erfahren bat. Abg. Keil (Soz.): Tie Steuervorlage ist nicht befriedigend, mtb 'roir hätten gern gesellen, daß auch die weitere Entwicklung der Erbbestou- erung in die Vorlage hinringearbeftet wurden wäre. Jeder Tag des Zögerits bringt dem Reich einen Bcrlust von 2 Millionen Mark. Auch heute noch macht sich ein unerträglicher, die breiten Massen geradezu aufreizender Luxus bemerkbar. Vielleicht ist es ein Glück, daß die Massen das Treiben in den gvoßeii Badoorten mit ihrem ungezügelten Luxus nicht mit anfelyen können. Tie wichtigste Ausgabe ist, die mensch iche Arbellskraft gegen Ueberlastung mit Verbrauchssteuern 311 schützen. Das Wirtschaftsleben kann die Betostung der Ricsenvermögen ochie Schaden ertragen, roenn an die Stelle der Kapftalsaorgaiftsa:ton freiwillige Associationen zur Erfti hntg wirtsck>af!licher Zwecke treten. Dies-em Gckanken muß der Fina:izmiiiister eine gesetzgeberische Form zu geben suchen. Abg. Ra schig (Dem.): Wir l^abcn dieses Gesetz mit Freuden begrüßt. Es kommt einem alten Wunsche unserer Partti entgegen. Eine Verschärfung der Nachlaßsteuer lehnen wir ab. Für die Besteuerung der toten Hand hat uns der Iieichs- ffnanzministtr für den Heckst ein allgemeines Gest tz zugesagt. Abg. Hampe (D. Nat.): Leider hat die Regierung ihre eigene Vorlage zu Gunsten einer Verschärfung fallen lassen, die die Meh-rheitsparteien im Ausschuß durchgchctzt haben und die die 'Gren- S: der Leistungsfälugkeit und Lebe:lsfahigtoit des lkes in geradezu verhängnisvoller Weist überschreitet. Die sclxon ohnelffn durch die Vermögensabgabe und andere Steuern so schwer belasteten großen, in Grundbesitz und vtdusttiellen Wetten festgelegteu Vermögen können diese exorbitante Erbschaftssteuer, die evtl, zwischen 35 und 90 Prozent beträgt, unmöglich tragen. Das deutsche Wirtschaftsleben Wick durch ehre solche tonfiskatorische Steuer zu Grunde gerichtet. Wir werden mit wenigen Ausnahmen gegsm das ganze Gesetz stimmen, wenn bcr Aussthu ßvorschlag angenommen wird. (Lbhnfter Beihall.) Abg. Dr. Maretzky (D. BP.): Wir bitten dringend, die Steuericitzc der Regierungsvorlag: VfU über de die bk deutsche Auffassung riditig fei, intb daß. Deutsch Aergerwirüerspail Behördliche Anzeigen . Schutzmarke 97318 Letzte Nachrichten. Der Aufstand in Oberschlesien. Aus Gr 1919 CJieidj Ein-Rexen ohne Zucker 9719c 2.80 2.50 10.00 Spezial - Reparaturwerkstätte für Schreibmaschinen und Bureaumaschinen 87,7c) Aller Systeme Reinigungs - Abonnements Franz Vogt & Co. Sehrelinnaschiae:ikatis Goethestr. 32. Tel. 2004. Zur Herbstau^Maat empfehle in bekannter, zuverlässiger Qualität,! Spinat in verschied. Borten, Feldsalat od. Nüsschen, Winter-Kopfsalat,Weißkraut, Wirsing, Rotkraut nsw. Heitw. Hab«, Samenhandlung Gießen. Bahnhofstraße. (M35c Rex-Glaser u. Apparate die besten Vor Nachahmungen wird gewarnt. Kakao garan,iMnll‘OO feinste QuaU irt Paketen -tz A. OO ä l/4 Pfund, . Pfd. M. reinschmeckend und ausgiebig, Vn Pfd - 1.30 uns 1.00 Schade& Fällgrabe Gießen, 19. August 1919. Oberförsterei Schissen berg. Trau tw-ein. Keks Paket . . . M. 2.00 Oelsardinen $)os^. 3.25 Schmalz 00 Salatöl vuet . M. 17.00 13 15.50 bet 10 Liter, Liter M. 15.00 Berlin, 21. Aug. Immer mehr kommt AusicÄ^ zum Durchbruch, daß der A u f st a n d in Oberschlesien von langer fottttb vor- bereikt ist, und daß die Bewegung von pol- nischer Seite ausging. Die Spartakisten schlossen sich ihr au. Die Polen verfolgen in Oberschlesien, dieselbe Taktik, wie zuvor in Posen. Sre tun, als sei es schon heute außer allem Zweifel, daß Oberschlesien an Polen füllt. Demgegenüber ist, wie die „Deutsche Allgemesire Zeitung" schreibt, mit aller Entsclsted.uheit zu betonen, daß Over- schlesien deutsches Land ist. Deutschland allein bat das Recht und die Pflicht, für.Ruhe und Ordnung im Lande zu sorgen. Die Polen ioollen offenbar eine Besetzung Oberschlesi.ms durch Entente- oder Haller-Truppen l)erbeiführeir, um die Vollsabstimmuug zu beeinflussen und zu ihren Gunsten vollendete Tatsachen herbeiführen. Das sind polnische Uebergriffe, gegen die wir mit allen Mitteln Front machen müssen. Auch General Dumont, der an den gestrigen Verhandlungen im Auswärtigen Amt teilgenommen bat, sprach sich namens der Ententekommissionen dahin aus, daß Tie Lie Tinkch Feilst nur gcger von Rechts^ ferung bcglu Gcmeng- befindet, gib getreiöe, ade Tie Lo zivischn den zeiÄMs der rungsslellen Verlehr yvil bet Verwendung von staubfreier Ofenglanzwichse Kosak Beste Qualitätsmarke. Alleiniger Hersteller: Carl Gentner, Göppingen ________iWürttbg.) 61^ Schellfische u. Kabeljau soeben frisch eingetroff. preiswürdi» bei WaSSenf eSs Markt piats 17. 9591 Telephon 262. Tie Au- getreide oder antragt wert Unteinel den Antrag Aussaat geb bezeichnen, f behörüe Hal auch Hinsicht Mitteilung behöcde vor; Händler richten den ' des Bezirkes Tie Au! saatlarte) erj Anttagsteller tzchrÄ-e ober geheim hat Sodtfarten s handelt (Hä durch die h traten, bei sind von bi zureichen. Tie Lan karten allgem tonnen anuri branchersaatkc Ausstellung i . 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