m. XI Ter feaefceittr 8ir)dftt erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Siebener ZamUirndlüiter; Nte.sllctt ffir den Kreis Sieben. Vezugspreis: monatl.Vit.1.35, oiertel- inbriid) Tlt. 4.05; durch Abhole- il Zweigstellen monatl Alk. 1.25, öurcti dieBost Alk. 4.05 viertel- jährl. auSscht. Beitellq. sierniprech - 9bifd)hiffe: iürdieSchristleilungII2 Verlag,V;cschäitsstelle51 AnschristsürDrahtnach. rrchlen: Anzeiger Sieben. 169. Jahrgang Dienstag, 2\. Zamrar 19(9 Vankverkehr: Swilltngrrunddruck u.Verlag: vrühl'fche tlniv.-vuch- u. Zteinöruckerei R. Lange. Zchrlftleitung, Gefchäftrstellr ».Druckerei: Zchulftr 7. Annahme von Anzeige» f. die Lagesiunniner vis zum Nachmiriaq vorher 1 oynejedeBerbuchlichkelt Zeilenpreise: für örtliche Anzeigen 25 Vs.,st'ir auswärtige 30 B?., für Reklamen Mk.1.- nebst 20-/,Teue- runasznsiüag;Platzoor- schrisl 20 % Aufschlag. Lauvtschrntleiter: Aug. Goetz Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz. Gewerbebank Gießen Nir den übrigen Test: Dr. 9temhold Zenz; sur beit Anzeigenteil: ö. Beck; sämtlich in Gießen »sä. General-Anzeiger für Oberhessen Vie Wahlen • znr Nationalversammlung. Ein endgültiges Urteil über das Gesamtergebnis im Reiche läßt sich noch nicht abgeben, da nach viele Teilergebnisse ausftehen und ein voller Ueberblick nicht möglich ist. So viel aber ist sicher: zu einer absoluten Mehrheit sind die Sozialdemokraten nicht gelangt. Was allgemein erwartet worden war, freilich, ist eingetroffen, der große Zug nach links und das übermächtige Anwachsen der Sozialdemokratie unter dem Eindruck des Volksschicksals und dem Einflüsse des neuen Wahlrechtes. Auffällig ist, daß auch unsere hei- rnatliche Landbevölkerung stark sozialdemo- statisch gewählt hat; wer freilich daran denkt, daß die männlichen Bewohner größtenteils im Soldatenrock lange Zeit der Heimat entrückt waren, der ist nicht gerade überrascht. Arglose Gemüter mögen auch vom Vcrdrusse über viele Verordnungen und Scherereien geleitet worden fein, ohne zu bedenken, ob die Zukunft unter dem Regime der Sozialisten viel Besseres hervorbringen könne. Wenig Anhänger halben die Unabhängigen Sozialdemokraten aufzuweisen; ihre Zahl steht nach wie vor im umgekehrten Verhältnis zu ihrer lauten Bewegung und Agitation. Sie können sich auch wahrlich nicht darauf berufen, daß das Ergebnis für sie und die Sozialdemokratie darum zu wünschen übrig lasse, w^il die Wah^ len auf einen zu frühen Termin gelegt worden seien. Im Gegenteil! Wären noch einige weitere Wochen ins Land gegangen mit ebensolcher Heißglut von Hetze und Schürung des Klassenlämpfes, so hätten hie- bürgerlichen Listen noch eine weitere Verstärkung ihrer Ziffern davongetragen. Die Berliner Putsche der Spartakisten haben das Volk in feiner Gesamtheit nur für Ordnung und Recht auf die Schanzen gebracht. Der „Vorwärts" meint: „Wäre vor zwei Monaten gewählt worden, so hätte man einer gewaltigen sozia- listischen Mehrheit gewiß sein können." Man kann dies dahingestellt sein lassen. Jedenfalls hat das Blakt recht, wenn es weiter auSführt, die Ereignisse der letzten Zeit hätten weder den Unabhängigen noch der sozialdemokratischen Partei genützt und im Verhältnis zu der No- vcmberstimmung habe zweifellos ein starker Ruck nach rechts sich ergeben. So sind weder die Einwendungen der Mehr- heitssozialisten noch der Unabhängigen stichhaltig. An Agitationsmöglichkcit hat es in keiner Partei gefehlt; alle haben sich rühren können. Auf der anderen Seite war es richtig und natürlich, daß das Volk nach dem überraschenden Kriegsende eine kurze Zeit der Saminlung und Besinnung für sich hatte. Wir wollen hoffen daß die Negierimg Ebert-Schcidemann ihr Versprechen hält und alsbald eine Neuordnung im Sinne der Volkswahlen in die Wege leitet. Ein flüchtiger Blick in die bisherigen Ergebnisse genügt, um festzustellen, daß die zweitstärkste Partei in der Nationalversamm- lung die der deutschen Demokralen sein wird. Sie sind der Rechten und auch der deutschen Votkspartei, den ehemaligen Nationalliberalen, wie ja zu erwarten war, weit voran. Stelleikwcise überrascht es, daß die Demokratische Partei nicht einen noch größeren Vorsprung erlangt hat. So iftz. B eine vergleichsweise Betrachtung des Wahlergebnisses in Gießen, wo auch 1912 die Nationalliberale Partei und die Fortschrittliche Volkspartei getrennt gingen, von Interesse. Gegen 1912 hat die Sozialdemokratie das 3,4fache ber Stimmen aufgebracht, nämlich 5797 gegen 1686, die Rechte ebenfalls das Vierfache: 2085 gegen 505, die Deutsche Volkspartei das Zigfache, nämlich 2999 gegen 899 und die Demokratische Partei das 2,4fache, 5044 gegen 2081. Auf weitere Einzelheiten der Wahlergebnisse wird noch zurückzukommen sein. Weimar Sih der Uailonaweksammliing. Berlin, 21. Jan. (Privatmeld.l Ws Sitz dcr Nationalversammlung ist gestern Weimar bestimmt worden. Das Große Hauptquartier nrlrb anfangs Februar von Kassel nach K o l b e r g verlegt. Teilergebnisse aus dem Reiche. Berlin , 20. Jan. (WTB.) Tie Feststellung des Wahlresultates in Berlin wird eine erh-bliche Verzögerung erfahren, da von verschiedenen Seiten, besonders von den Unabhängigen, Proteste gegen die Mehrheitssozialisten erhoben worden sind. Tiefe haben vielfach Stimmzettel abgegeben,, welche am Kopfe die Worte tragen: Liste der sozialdemokratischen Partei, was die Protestler nicht für zulässig halten. Die Mehtheitsso-ialistnr wiederum B erklären, daß diese Aufschrift wohl zulässig und in anderen Bundesstaaten sogar Vorschrift sei. Ferner ist vielfach für die Stimmzettel gelbes statt weißes Papier,benutzt. Tie Wahlvorsteher sind letzt dabei, die weißen von den gelben Stimmzetteln zu scheiden und sie gesondert zu zählen. Tabei werden sich Neue Schwierigkeiten ergeben, da man über die Farbenschattierungen verschiedener Ansicht sein wird. Die endgültige Entsch idunf über bi? Gül xy- feit oder Ungültigkeit der betreffenden Stimmzettel dürfte erst der Wahlprüfungskommission der Nationalversammlung vorbehalttm sein. Berlin 3. Wahlkreis. Amtliches Ergebnis. Mehthets'oz tollsten 365 564, 5 Sitze (Schcide- mamt, Fischer, Pfannkuch, Schmidt, Heimann), Unabhängige Sozialdemokraten 275 915, 4 Sitze (Eichhorn, Haase, Laukant, Luise Zietz), Deutsche demokratische Partei 163 415, 2 Sitze ^Naumann und Hartmann), Deutsch-na-ionale Vollspartei 92 374, 1 Sitz (Laverrenz), Deutsche Vollspartei 54 370, .1 Sitz, Christliche Vollspartei 51021, 1 Sitz (Dr. Pfeiffer und Kahl); abgegeben wurden 1200 671 S immen. 14. Wahlkreis, Schleswig-Holstein — Fürstentum Lübeck. Vorläufiges Ergebnis: Mehr hei s'oz'allsten 204 103, Unabhängige 15 141, Deutsche demokratische Partei 138 363, Deutsch. Vollst). 43174, SchleÄnig-Holsteinscher Bauernbund und Arberterdemokratie 51 771, Deutsch-nat. Vol'sp. 37 848, Christ!. Volks?. (Zentrum) 4784. Altona und Flensburg-Stadt sind in dieser Zusammenstellung nicht enthalten. Es würden nach den bisherigen Ergebnissen entfallen: Auf die Mehtheisfozialisten 5 Sitze, auf di? Deutsche demokratische Partei 3 Sitze, auf die Deutsche Volkspartei, Deutsch-nationale Volks Partei und den Schleswig-Holsteinschen Bauernbund unb Arbeiterdemokratie je 1 Sitz. Mecklenburg-Lübeck. Soweit bisher übersehen werden faitn, dürften für den Wahlkreis 35 gewählt sein: v. Gräfe, bisher Rckchstagscrbge- ordneter (Deutsch-nationale Volkspartei,, Staatsminister Tr. Mendorfs (Schwerin) und Staatsminister Hans Sivkovich (Schwerin), Tische, demokratische Partei ,sonne Staatsmurister Starossen Schwerin, Redakteur Stelling, Lübeck, Staatsminister Krüger, Neustrelitz, von den Sozialdemokraten. Aus 70 Bremer Wahlbezirken (59 stehen noch aus) Deutsch-nationale Dolkspartei (Buchmann) 2, (Mahlstedt) 2974, Deutsche Dolkspartei (Witthoefd) 11, Christi. Do kspartei (Alpers) 160, Demokraten (Boeh. mert) 24340, Demokraten (Petersen) 1, Sozialdemo- braten (Stollen) 37 210, Unabhängige (Henke) 18392. 37. Wahlbezirk (Hamburg-Dr-men-Stadeh Nach der bis heute mittag 12 Uhr vorliegenden Zählung entfallen auf: verbundene Listen der Mehrheitssoz. und unabhängigen Soz. 426 322, TeuZche demvkr. Partei 204 077, verbundene Listen der Deutschen Volksp., Teutschnat. Volksp. und Zentrum usw. 108 262 Stimmen. Es entfallen nach dieser Schätzung 6 Sitze auf die Mehrheitssozialdemokraten, einer ans die Unabhängigen Sozialdemokraten. Tie Demokraten erhalten 3 Sitze, wovon zwei nach Hamburg und einer nach Bremen fallen. Tie verbundenen übrigen Listen erhalten 2 Sitze, wovon einer aus die Deutsche Volkspartei unb einer auf die Teutschnat. Volksp. in Hamburg fallen bürfte. Olbenburg. Vorläufiges Wablergeb lls des 15. Wahlkreises: Ttsche. Demokraten 2 S tze, Teutsche christl. Volksp. 2 Sitze, Teutt'che Volksp. 1 Sitz, Sozialdemokraten 2 Sitze. Stettin. (Vorläufiges W.-E. aus Stettin- Stadt). Mehrhcitssoz. 60 794, Deutsch? demokratische Partei 3522, Deutsche Vollspartei 19 578, Unabhängige 8494, Deutsch-nationale Volkspartei 9084, Christl. Volkspartei 282. Königsberg-Stadt. Vorlä ,f gcs Ergebnis: Mehrh i.swzialdem. 48 320, Teutsche dem. Partei 28 530, Deutsch? Vollspartei 25 950, Verein sozial. Soldaten 25 500, Dentsch-nat onale Vollspartei Ostpreußens 7150, Christl. Vollspartei (Zentrum) 4000. Ostpreußen. 1. Wahlkreis. Vorläufiges Endergebnis. Mehrheitssozialisten (Braun) 347 419 7 Abgeordnete, Deutsche Demokraten (Siehr) 146 157, 3 Abgeordnete, Deutsck>-nationale (Richter) 89 210, 2 A(rg".>rdnete, Christlich? Dol (spar'ei (Pfeisser) 69 920, 1 Abgeordneter, Deutsch" Volkspartei (Dohna) 73 485, 1 Abgeordtteter, Soldatenliste Hehdemann 40257. Frankfurt a. d. O d er. Vorläufiges Wahlergebnis für den Wahlkreis 6: Deutsche demokrat. Partei 69 096, Deutsche Volksp. 11 353, Deutsch- nationale Volkspartei 60 911, 3ent rum 5369, Mehrheitssozialisten 157 362, Unabhängicre 2330 Stimmen. Vermutlich sind gewühlt: 4 Sozraldemo- fraten, 2 Teutschnationale und 2 Demokraten. (Erfurt. Dcutsch'natl. Dp. 9994, Zentrum 4188, DemoKr. 15831, Sozialdemokr. 15359, Unabhängige 26991. Leipzig-Stadt. (Bis 3.40 nachts mit 161 W.-B., davon 59 Land und 102 Stadt.) Deutsch-na'i-.male Vollsp. 23 031, Dtsch. dem. Parwi 68 315, Zentnrm 1292, Mehrheitssoz. 38 565, Unabh. 83 227. Der Wahltag verlief ruhig. Dresden. Nach vorläufiger Feststellung. In den 3 Wahlkreisen der sächsischen Repulüik ist folgendes vorläufiges Ergebnis gewählt: Mehrhcits- soe.ialisten 17, Demokraten 6, Deutsch-nationale 4, Deutsche Volksparteiler 2, Unabhängige 3. Karlsruhe i. B. Es sind, soweit bisher feststeht, gewählt: von der T en tsch-n atio- nnlen Volkspartei Dr. Albert Düringer, Minister a. D. zu Karlsruhe, von der Christlichen Volkspartei Konstantin Fehrenbach, Rechtsanwalt und Stadtrat in Freiburg i. B., bisher Präsident des Deutsche Reichstages, Dr. Joy. Zehnter, Oberlandesgerichisprüsident in Karlsruhe, Jos. Ersing, Gewerkschastssekretär, Karlsruhe, Dr. Jos. Wirth, Professor in Freiburg i. B., Minister der Finanzen Karl Die-, Landwirt in Radolfzell, txm der Deutschen demokratischen Partei Hermann Dietrich, Oberbürgermeister in Konstanz, zur Zeit Minister des Aeugern in Karlsruhe, Dr. Ludwig Haas, Rechts- aittoalt in Karlsruhe, zur Zeit Minister des Innern in Karlsruhe, Emil Engelhard, Stadtrat und Han- belskammer-Präiident i» Mannh.im, vo.i der S o - zialdemokratiichen Partei Oskar Geck, Redakteur und Stadtverordneter in Mannheim, Oskar Trink, Parteisekretär unb Stadtverordneter in Karlsruhe, Leopold Rückert, zur Zeit Vcrkchrs- minister in Karlsruhe, Chr. Stock, Arbeitersekretär und Stabtverordneter in Heidelberg, Lorcnz Ried- miller, Holzarbeiter in Emmerdingen. Hof. Deutsche bemokr. Partei 6433, Bahr. Volksp. 914, Mittelpartei 190, Mehrheitssoz. 989, Unabhängige 581. Nürnberg. Stimmberechtigt waren 217 625. Abgegebene Stimmen: 193 601. Tavon entfallen auf Mehrheitssoz. 99 748, Unabhängige 14 524, Deutsche Volkspartei (Demokr.) 55 454 Bayer. Vol spartet 17 483, Bayer. Mittelpartei 5683. Ungültig 709. Niederbayern-Oberpfalz. 25. Wahlkreis. Vorläufiges EudergÄmis. Es entfallen fünf Sitze auf die bayrische Volkspartei (Dr. Heim, Stopfer, Schirmer, Dr. Taucher, Schobeck), zwei Sitze auf die Mehrhettss^ialisten (Burgau und Holl), zioei Sitze auf den bayrischen Bauerrrbund (.Gandorsser unb Männer). Ludwigshafen-Stadt. Mehrheitssoz. 24 450, llitaub. 2569, Zentrum 732, Deutsche demokratüche Partei 7260, Bauernbund 2800. Kaiserslautern-Stadt. Mehrheitssoz. 14 784, Unabh. 132, Zentrum 3849. PirmaIens - Stadt. M hrheits oz. 7 24, Uilabhäiegige 121 < 2, Zeinrum 2499, Deut, che de- mokrattsche Partei 2696, Bauernbmid 7224. Pirmasens-Land. Mehrheitssoz. 6576, Unabhängige 120, Zentrum 10 666, Deutsche demokratisch Partei 560, Bauernbund 4170. 27. Wahlkreis (Pfalz). Ergebnis aus 430 Landstimmbezirken: Zentrum 54871, Unabhängige 553, Deutsche Volkspariei 46592, Sozialdemokraten 56550, Deutsche demokratische Partei 15121. Saarbrücken-Stadt. Sozialbemokraten 17 538, Zentrum 14 282, Demokraten 14 074, Deutsch-nationale Vollspartei 800. ' Elberfeld. Deutjch-nationale und Deutsche Dp. 22128, Zentrum 12077, DemoKr, 9850, Sozial- demokr. 35039, Unabh. 7284. Elberfeld-Stadt. Deutsch-nationaleu. Deutsche Dolkspartei 22128, Zentrum 12077, Demokraten 9850, Sozialdemokraten 35 039, Unabhängige 7 284. Hagen-Stadt. Zentrum 9 838, Demokraten 9 343, Deutsche Volkspattei 8 012, Mehrheitssozialdemokraten 9 819, Unabhängige 9 455. Duisburg, von vorläufig 114 Bezirken. (21 kleinere Bezirke stehen noch aus): Sozialdem. 32437, Zentr. 26648, Deutsche Vp. 12548, Deutsch-Nat. Vp 9953, Deutsche DemoKr. Partei 7783 (Die Listen des Zentrums, der Deutschen Vp. und der Deutsch-Rat. Vp. sind miteinander verbunden.) Das Wahlergebnis in Gützen. Ulrich 5797, Beckmann 956, Schmitt 1268, Henrich 4902, Werner 2095, Becker 2929. 1. Wahlbezirk: Ulrich 434, Beckmann 86, Schmitt 29, Henrich 250, Werner 73, Becker 135, Ungültige 5. 2 Wahlbezirk: Ulrich 455, Beckmann 59, Schmitt 39, Henrich 388, Werner 133, Becker 189, Ungült 6. 3. Wahlbezirk: Ulrich 488, Beckmann 132, Schmitt 75, Henrich 331, Werner 119, Becker 253. 4. Wahlbezirk: Ulrich 435, Beckmann 77, Schmitt 252, Henrich 110, Werner 91, Decker 40. 5. Wahlbezirk: Ulrich 599, Beckmann 90, Schmitt 37, Henrich 376, Werner 87, Decker 98, Ungült. 3. 6. Wahlbezirke Ulrich 310, Deckmann 50, Schmitt 82, Henrich 386, Werner 126, Becker 186, Ungült. 3 7. Wahlbezirk: Ulrich 465, Beckmann 43, Schmitt 138, Henrich 487, Werner 215, Becker 202. 8. Wahlbezirk: Ulrich 226, Beckmann 35, Schmitt 50, Henrich 339, Werner 207, Becker 295. 9. Wahlbezirk: Ulrich 393, Beckmann 41, Schmitt99, Henrich 312, Werner 141, Becker 192. 10 Wahlbezirk: Ulrich 392, Beckmann 72, Schmitt 106, Henrich 469, Werner 236, Becker 379. 11. Wahlbezirk: Ulrich 425, Beckmann 76, Schmitt 140, Henrich 381, Werner 200, Becker 258. 12. Wahlbezirk: Ulrich 257, Beckmann 46, Schmitt 64, Henrich 367, Werner 176, Decker 284, Ungültige 1. 13. Wahlbezirk: Ulrich 453, Beckmann 46, Schmitt 91, Henrich 331, Werner 131, Becker 205. 14. Wahlbezirk: Ulrich 240, Beckmann 51, Schmitt 31, Henrich 260, Werner 99, Becker 228. 15. Wahlbezirk: Ulrich 225, Beckmann 52, Schmitt 35, Henrich 115, Werner 51, Becker 15. hetzen. Darmstadt, 21. San. Endgültiges Ergebnis. Deutsche Dolkspartei 12031, Hessische Dolkspartei (Deutsch-nationale) 1104, Zentrum 3441, Demokraten 12776, Sozialdemokraten 15874, Unabhängige 274. Worms. Deutsche VolkSp. 13820, Deutsch- nationale Volksp. 349, Zentrum 10 360, Deutsche dernokrotische Partei 6531, Mehrheitssoziaföemo* kratie 16 224. Uns dem Sozialisierung; - Ausschuß. Berlin, 19. Jan. (WTB.) Ueber ben Fortgang bet Arbeiten in berSozialisierungs- ko m Mission kann folgendes berichtet werden: Zunächst hat die Kommission in einem Beschluß, ber seinerzeit ber Presse im Wortlaut mit» geteilt worben ist, bie Grundlage ihrer Arbeit fest- gestellt, nämlich dahin, baß bie Sozialisierung sich von allem Schematismus frei halten unb baß Umfang unb Form ber Sozialisierung genau Wahlergebnis im Ureife Gietzen. Gemeinden Ulrich e E 0 E -5 N Schmitt Henrich 1 Werner Becker 1 Gemeinden Ulrich Beckmann 1 Schmitt j Henrich Werner 1 Becker Albach 69 1 _ 36 52 13 Londorf 190 23 1 149 55 41 Allendors a. d. Lahn 214 27 — 40 116 13 Lumda — _ — — _ __ Allendorf a. d. Lda. 187 2 — 55 304 40 Mainzlar 119 1 3 71 78 26 Allertshausen 51 — — 51 10 8 Münster 71 1 — 42 39 1 Alten-Buseck 418 8 — 68 104 21 Mujchenheim m. Hof- Annerod 148 5 — 41 85 46 Gull 117 3 64 107 5 Bellersheim 108 5 1 112 96 3 Nieder-Vessingen 88 2 — 21 46 8 Beltershain 38 — — 59 19 41 Nonnenroth — — — — — —- Bersrod 87 — 2 28 76 28 Obbornhofen 193 2 — 22 70 89 5 Dettenhausen 25 1 — 39 138 15 Ober-Bessingen 31 — — 62 — Veuern 236 11 — 72 183 19 Ober-Hörgern 8 — — 21 197 — Birklar 143 11 — 34 12 — Odenhausen mit Burkhardsfelden 148 5 — 29 145 19 Appenborn 55 4 — 24 24 30 Climbach 35 — — 40 59 — Oppenrod — — - — — Daubringen 170 18 — 205 27 17 Qucckborn 141 2 2 41 118 3 Dorf-Gill 20 — — 57 160 — Rabertshausen mit Eberstadt mit Arns- • Ringelshausen 23 — — 3 59 — bürg 149 — — 51 83 11 Reinhardshain — — — — — Ettingshausen 83 1 — 15 186 1 Reiskirchen 242 10 — 72 89 17 Garbentcich 264 32 — 56 91 6 Rodheim mit Hof- Geilshausen 81 1 - 92 81 1 Graß 58 1 — 8 113 Gießen 5797 936 1056'5044 2085 2999 Rödgen 248 14 — 41 24 36 Göbelnrod 20 — — 20 81 14 Röthges 53 — — 12 45 3 Großen-Buseck 452 52 1 221 231 25 Rüddingsho.usen — — — — — — Großen-Linden 643 74 — 133 302 30 Ruttershausen mit Grünberg 252 25 20 427 216 164 Kirchberg 114 2 — 21 68 17 Erüningen 210 — — 38 151 1 Saasen mit Bollnbach Harbach 66 4 — 17 95 3 Veitsberg und Wir- Hattenrod 53 19 — 11 130 3 berg — — — — — — Hausen 178 2 — 28 56 1 Stangenrod 80 1 — 5 38 22 Heuchelheim 744 239 5 134 175 34 Staufenberg mit Frie- Holzheim 170 — — 36 398 42 delhausen 281 1 — 24 66 40 Hungen 273 — 9 341 167 59 Steinbach 280 5 — 57 154 46 Inheiden 111 — 3 82 27 2 Steinheim 65 — — 47 120 — Kesselbach 103 3 2 90 26 9 Stockhausen 16 — — 23 16 9 Klein-Linden 572 20 2 208 164 25 Trais-Horloff 101 4 1 54 24 4 Langd — — — — — — Treis a. d. Lda. 288 3 — 137 176 1 Lang-Göns 367 5 3 129 401 44 Trohe 45 40 3 $ 17 2 Langsdorf 96 4 — 198 178 31 Utphe 115 3 5 46 45 1 Lauter HO 1 3 14 90 7 Viilingen 195 1 — 50 204 13 Leihgestern 278 176 6 39 195 26 Watzenborn mit Lich mit Hof Albach, Steinberg — — — — — Colnh usenu.Mühl- Weickartshain 91 1 — 15 42 7 sachsen 509 21 21 459 194 100 Weilershain 82 1 — 82 85 13 Lindenstruth 102 4 — 40 10 — Wieseck 1253 206 5 167 41 37 Lollar 628 16 — 246 67 68 Winnrod — — — — — — ben verschieden« Verhältnissen der errtymcn Industrien angepaßt werd« müssen, um die Produk- tion nicht zu beeinträchtigen. In erster Reihe wurde mit den Vertretern der Kriegsrohstoffabteilung und des Temobllmachungsamts die Frage besprochen, auf welche Weise sich der Staat in der Kriegswirtschaft bestimmenden Einfluß auf den Gang der Produktion und des Absatzes in den J«dustri-n verschafft habe, ferner die Frage nach dem Grade der Zusammen, und Stillegungen und nach den Ge- ftchtSpunkten, tue bu^r maßgebend gewesen seien. Insbesondere beschäftigt sich die Kommission mit solchen Industriezweigen, in welchen das Mißverhältnis zwischen den vorhandenen Anlagen und den Möglichkeiten einer Beschäftigung besonders groß geworden ist, so daß der Gedanke eines Eingriffs jum Zwecke der Nationalisierung nahcgelegt wird. Ta nun die Kommission bei Gelegenheit dieser Besprechungen erfuhr, daß in den Kreisen der Interessenten das Bestreben nach Aufhebung der Kriegs- zwangswictschaft und damit noch Wiederherstellung deS früheren unrationellen Zustand-'"- im Wachsen sei, so reichte sie bei dem Rat der Bvlksbeauftragten den ausführlich motivierten Arrrrag ein, die 'Zwangsorganisationen im einzelnen Falle nur üi Uebereinstimmung mit der Kommission abzuändern oder auszuheben. Wenn auch keineswegs verkannt werden darf, daß diese Organisationen nicht durchgängig fehlerfrei, d. h. nicht nur nach den Grundsätzen der Rationalisierung konstruiert sind, so bieten sie dennoch eine oeeignetc Handhabe zur Einwirkung auf die betreff entert Produktionszweige im Sinne einer rationelleren Organisation. Ta man sich im Reichsjck-atzamt mit dem Problem einer Verstaatlichung deS Bersichcruirgswescns befaßt, so wurde diese Materie zunächst mit dem Verrreter des Reick-sschatzamtes, spater auch mit einer Reihe namhafter Interessenten, sowie den Vertretene der Aufsichtsbehörden der Kvnsumenlen und mit her- vorragenden theoretischen Fachleuten eingehend be-> bandelr. Im Vordergrund der Erörterung stand die Frage, ob und in welcher Form ein staatliches Verllcherungsmonopol möglich und zweckmäßig sei, und ferner, ob und bis zu »oelchem Umfange ein Solches mit einem Versickierungszwang zu verbinden ei. Datei wurde die Frage der etwaigen Ersparnis -urch den Ausfall der Konkurrenz und die wichtige Frage des AuslandSgeschästs an der Hand um* fassender Unterlagen erörtert. Tie Hauptarbeit ter Kommission wurde jedoch bisher dem vornehmsten Sozialisierungsproblem gewidmet, ter Vergesellschaftung des Bergbaues, ßn täglich stattsind enden kontradiktorischen Verbandlungen mit den Vertretern der Bergbehörde sowie der Bundesstaaten, des Privatbergbaues, der Steigerschaft und ter Bergarbeiter aus den ver- 'djicteium Kohlenrevieren, schließlich des Kohlen- hndikats, des Kohlmgroßhantels und ter Koir- umenten wurde nach einem gründlich durchdachten Plane das ganze Gebiet durchforscht. Andeutungsweise galten die (Erörterungen den Vorzügen und Nachteilen des Staatsbetriebes gegenüber den Privatbetrieben in tezug auf den technischen Fortschritt, in bezug aus die Verhältnisse der Angestellten und Arbeiter, auf die Arbeitsleistung und schließlich aus das Rechnungswesen; ferner den Schwierigkeiten, die der Organisation aus der Be- tricbsveveinigung mit den nachfolgenden Produktionsstufen erwachsen; sodann den Fragen der Absatzorganisation und schließlich den etwaigen Formen der Staatskontrolle und der Beteiligung der Arbeiter und Angestellten an der Leitung und am gewinn. Tie Kommission hat es schon jetzt für nötig erachtet, daß durch einen deklaratorischen Akt Has private Monopol an den Bodenschätzen gestochen werde. Sie hat daher dem Rat der Volks-- teauftrogten den baldigen Erlaß einer Verkündi- C empfohlen, durch welche das Eigentum der in an den mineralischen Bodenschätzen ausgesprochen, die Frage der Bctriebsorganiiation und der Entschädigungsform zwar noch näheren Ausfüh- rungen Vorbehalten, dagegen die Einwirkung des Staates auf die gesamten technischen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Industrie und die Beteiligung der Arbeiter und Angestellten an der Betriebsleitung grundsätzlich sichergestellt Derben sollen. Die nächsten Beratungen werden den folgenden Gebieten gelten: weitere Zwerge des Berg, und Hüttenwesens, Energiewesen (Elektrizität und Wasserkraft), Latifundien und Forstwirtschaft, Kommunalisierungen und Genossenschaftswesen (Bauwesen, Apotheken, Bäckereien, Schläch. teceien usw.). vk Srle&cnstonfcrem. Paris 19 Ian. (WTB.) Haoas. Elernen- eeau dankte auf bte Ansprachen von Wilson, Lloyd George und Sonnino und erklärte, seine Wahl sei notwendigerweise eine große internationale Höflichkeit gegen das Land, in dessen Hauptstadt die Friedens- Konferenz tage. Die Vergeltung müsse so groß sein, fuhr er fort, rote der angerichtete Schaden, damit die Völker frei von der Furcht vor einem plötzlich auf. tauchenden Feinde sich der Arbeit widmen können. Zum letzten Punkt der Tagesordnung übergehend sagte Elemenceau, die erste eingeschriebene Frage sei die Verantwortltchkeit der Kriegsurheber, 2. die Be- ftrafung der im Kriege begangenen Verbrechen und 3. die internationale Gesetzgebung. Alle Mächte wer- den ei,.geladen, ihre Delegierten zur Behandlung dieser drei Fragen zu bestimmen. Auch die weniger interefiierten 'Machte möchten eine Denkschrift über alle Interessen territorialer, finanzieller ober wirtschaft- lich" Fragen dem Generalsekretariat der Konferenz in kürzester Zeit einreichen. Er werde dem Bureau die Geschäftsordnung zur Verteilung übergeben. Man müsse zuerst die Frage der Verantwortlichkeit der Kriegsurheber bebanbeln. Jede Delegation müße sich dem Studium dieser Frage widmen, die den Gegen stand einet Denkschrift von Larnaude, dem Doyen der Rechtssakuttät in Pari, und La Pradelle, Professor des Völkerrechts in der Rechtsfakultät in Paris »üben. - Nachdem kein Delegierter mehr eine Frage an das Bureau zu richten hatte, wurde die Sitzung um 4.35 Uhr nad mittags geschlossen. Die Verhandlungen in Trier. Berlin, 19. Ian. Während der Derhand- lungen in Trier wurde eine Protestnote der R-gierung über b,e Frage bet Ablieferung von nicht fertigen U-Booten verlesen. Darin wird besonders darauf hingewlesen, daß nach der Erklärung des Admirals Wernyß Arttkel 22 nur gegen das Wieder- ausleben des U-Boot-Krieges sichern soll, daß durch die Einbeziehung der U-Boot-Neubauten Deutz'ch- land aber gezwungen würde, U-Boote für seine Kriegsgegner fertig zu bauen und baß bie Zerstörung der nicht abzugebenden U-Boots-Neubauten ein (Eingriff in den Privatbesih der Dauwerften sei. Deutsch- land sei bereit, die vorgeschrittenen U-Boote zurückzuleiten, insbesondere bte Maschinen daraus zn ent. fernen, prot, stiere aber gegen die beabsichtigte Der. gewaltigung und müße es den Alliierten überlassen, für die Abholung der unfertigen und unerprobten U-Boote selbst zu sorgen. Au» Statt und Land. Gießen, den 21. Januar 1919. Einstellung der Ltromabgabe! Wie da« Elektrizitätswerk mittcilt, sind nur noch für zwei Tage Kohlen vorrätig. Treffen bis dahin keine Kohlen ein, fo müssen übermorgen alle Industriebetriebe abge- schaltet werden. Die- veranlaßt nochmals, dringend zu äußerster Einschränkung des Licht- und Kraftstromverbrauches zu ermahnen. Trotz aller Mahnungen und aller Bekanntmachungen noch keine Lichterfparms zu bemerken, manche Lokale verschwenden zurBeleuchtung eineStrom- menge, als ob überhaupt kein Anlaß zur Spar- famkeit vorläge. Wahlversammlungen tagen wett über die Polizeistunde hinaus und auch in Industriebetrieben kann und muß eine Ersparnis erzielt weiden. Die Lage des Elektrizitätswerkes ist sehr ernst, da durch die politische Lage nur mit einer ganz unbestimmten Kohlenzufuhr gerechnet werden kann. An die Esenbahnverwaltung und alle sonstigen Stellen, die an der Zuleitung von Kohle Anteil haben, muß die dringendste Mahnung ergehen, alles zu tun, daß in der Anfuhr keine Verzögerung eintritt und daß vor allem keine Kohlenwaggons auf totes Geleise geschoben werden und dort tagelang stehen bleiben. Herrn, Tr. jur. Dieser schlägt ihm »ar, fick' txxfi seine Rente auf einmal auszahlen zu lassen, wodurch ihm so'ort geholfen wäre, und verspricht ihm, ein tem ent sprechendem Gesuch an zu erigtm. Ter Kriegsbeschädigte zahlt 10 Mk. und erhält das (tesuch, das er absentet. Nach wenigen Tagen wirb ihm ter Bescheid, daß eine Kapitalisierung ter Rente gemäß 8 1 des Kapüalab indimgsgesetzes nur zum Zwecke des Ettvertes oder ;ur wirtschaftlichen Stärkung ei jenen (tenndbesitzes stakt inten kann. Es wäre sehr zu wünschen, das; die Anorte nungen, die von versck-ietenen Shiegvbci ö.ten zum Schuhe ter Krieger getro fen sind und besonders die Rechtsberatung betre fen, fernerhin trotz der Aushebung des Belagerungszustandes brieten blieben und daß immer wieder die Krnejsbeschädig- ten darauf hingewiesen würden, sich in ihren iRentensachen nicht an Unbekannte und Unberufene, sondern an die amtliche Fürforgestelle, Kirch- (trabe 16, zu wenden. Landkreis Gießen. j Grünberg, 19. Ian. Gestern abenb sprach dahier im „Wappen" vor mit Wählern unb Wähler, innen gedrängt gefülltem Saale für die Deutsche bemo. kralische Partei zuerst Frau Schne der-Haggemüller und bann Iuftizrat Grünewald von Gießen, her u. a das Derhä tnts zu den übrigen Parteien beleuchtete. An der Diskussion beteiligte sich nur Rechtskonsulent Jockel von (Brünberg. Den Vorsitz führte Postsekre. tär Keller von Grünberg. Die Versammlung verlief in bester Weife unb endete gegen */t12 Uhr. n. Ettingshausen, 21. Jan. Eine gutbesuchte evangelische Volksversammlung nahm nach einem packenden Vortrag des Ltiftspfarrers Lenz aus Lich einen Beschluß an, der von Regierung und Volks- Vertretung die Wahrung der geistlichen und materiellen Rechte der evangelischen Kirche bei einer Aus« einanbersetzung zwischen Staat und Kirche forderte. Sie sprach sich für die Erhaltung des christlichen Religionsunterrichts in der Schule als der Grundlage aller wahren Erziehung unb Bildung aus und gab ber Hoffnung Ausdruck, baß die evangelische Kirch« kraft der unzerstörbaren Mächte des Evangeliums sich zur Dolkskirche gestalten werde für alle Volks- genoffen, die für sich unb ihre Kinder das Geistesund Glaubenserbe der Reformation bewahren wollen. Der Gesang des Lutherliedes schloß nach dem ein. wütigen Bekenntnis zu dem obigen Beschlüsse bi« Feier. Anr dem Reiche. Eine Provinzialversammlung für Ostpreußen. Berlin, 19. Ian. Die Regierung hat angesichts der besonderen Derhältniffe in Ostpreußen eine Verordnung erlassen wegen Errichtung einer vorläufigen Provinz ialversammlung. Mitglieder biefer sinb bie in Ostpreußen gewählten Mitglieder ber beutschen Nationalversammlung unb ber preu- hischen Lanbesversammlung. Die Provinzialversammlung besteht aljo aus 35 Mitgliedern. Die Bekanntgabe ber Verordnung, in ber auch Bestimmungen über bie Zuständigkeit der vorläufigen Provinzial- Versammlung enthalten sein werben, ist in den näch- ften Tagen zu erwarten. Aus Düsseldorf. Düsseldorf, 20. Jan. (WTB.) Bürgermeister Dr. Oehler, der gestern auf der Königsallee mit feiner Gemahlin verhaftet unb nach dem Volkshaus, dem Haupt- quaTticr des Vollzugsausschusses gebracht norben war, ist heute vormittag auf Befehl des Vollzugsausschusses nach außerhalb gebracht trotten. Berlin, 20. Ian. Der .Lokalanz." meldet aus Düsseldorf: Obwohl sich Düffeldorf unter der Herrschaft ber Spartakisten befindet, ist doch der Wahl- tag ruhig verlaufen. Die Wahlbeteiligung sowohl in Düffeldorf selbst wie im ganzen Bezirk war außerordentlich stark. 3m Durchschnitt beteiligten sich über 90 Prozent an der Wahl. Kämpfe im Osten. Sromberg, 19. Jan. (WTB.) Amtlich. Ein Erkundungsvorstoß in Richtung Labischin drang nach Erstürmung der Brücke von Alt-Domby und Oburzma bis etwa einen Kilometer an Labischin heran. Es wurden 12 (Befangene, mehrere Fahrzeuge und Pferde eingebracht. Patrouillenkämpfe bei Rüden, beiderseitiges Artilleriefeuer. Die im gestrigen Bericht genannte Schleuse 6 liegt bei Mittendorf. Ein Panzerzug fuhr am 19. Januar 1 Uhr mittags bei Groß-Neudorf vor Die in dieser Gegend stehende polnische Abteilung mit Artillerie ging beim Herannahen des Panzerzuges kampflos zurück. Sonst nur Patrouillenkämpfe. ** Aus dem Stadttheater-Bureau. Da am nächsten Sonntag „Der Revisor" statt „Dreimäderl- Haus" gegeben wird, so sind die für das letztgenannte Stück aufgegebenen Bestellungen ungültig. ** Entwendungen aus Kasernen. Es ist festgestellt worden, daß sich Zivilpersonen und Militär- Personen bei ihrer Entlassung Kasernenwäsche, Bett- wüsche und Handtücher, sowie Matratzen, Decken und sonstiges Gerät widerrechtlich angeeignet haben. Diese Gegenstände sind bis zum 10. Februar bs. Is. an die Ortsbehörden abzuliefern. Gegen Personen, bei denen nach dem 10. Februar 1919 Gegenstände, die dem Milltärfiskus gehören, vorgefunden werden, wird gerichtlich vorgegangen. ** Zigeuner, teils mit 3nfanferteunifonn be- kleidet, suchen Angehörige von Musikschülern auf, mit der Behauptung, sie kommen im Auftrag des Musik- lehrers unb bieten Geigen zum Tausch unb Verkauf an, wobei sie minberwertige Geigen gegen gute eintauschen unb sich noch Gelb barauf bezahlen lassen. Vor biefen Betrügereien sei hiermit gewarnt. •* Die Deutsch-nationale Volkspartei (Hessische Volkspartei) veranstaltet Freitag ben 24. Januar, abenbs 71/, Uhr, im Fürstenhof eine Wähler- Versammlung, in ber Professor Dr. Werner über bas Thema „Was forbern wir von ber Hessischen Volkskammer?" sprechen wirb. *• Die Deutsche Aolkspartei hält eine öffentliche Wählerversammlung am Donnerstag ben 23. Januar 1,8 Uhr im Ltadttheater ab. (Es werden sprechen Prof. Schian und Oberstaatsanwalt Wünzer über die Wahlen zur Hessischen Volkskammer. ** Wertpakete bis 100 Mark. Den Auf- lieferern von Paketen kann zu eigenem Ruhen nicht bringend genug empfohlen werden, von der Erleichterung Gebrauch zu machen, die die Postver- waltung in dankenswerter Weise für Wert- pakete bis 100 Mark eingeführt hat Die Neuerung besteht darin, daß an solche Pakete hinsichtlich ihrer Verpackung keine höheren Anforderungen gestellt werden als bei gewöhnlichen Paketen, unb baß Versiegelungliberhaupt nicht verlangt wird. Die Wertangabe ist nur auf ber gelben Paketkarte nieberzuschreiben, nicht auch, wie bei ben Paketen über mehr als 100 Mark, auf bem Paket selbst. Gegen bie Entrichtung der Versicherungsgebühr von 10 Pf. erletzt die Post in Verlust- und Beschadigungs- fällen unverkürzt ben Wert bis 100 Mark, lieber jebe berartige Sendung wirb bei ber (Einlieferung eine Bescheinigung erteilt Briefkasten der Redaktion. A.. ®. hier, a) AIS Wochenhilfe wird avnröljrti 1. ein einmaliger Beitrag jui ten SMlcn ter Ent* brntnmg in Höhe von 25 Mk.; 2. ein Wochengeld von 1 Mk. tä^ich (einschließlich ter Sonn- und Feiertage) auf bte Dauer von 8 Wachst (mar bie Wöchnerin im letzten Jahre vor ihrer Niederkunft ftlbst mindesten- 6 Monate Milgiei» einer reich)- gesetzlichen Krankenkasse, so erhalt sie, fal!S ihr nach ter Satzung ihrer Kasse ein höheres Wochengeld zusteht, einen entsprechend hvteren Betrag); 3. eine Beihilfe bis zum Bettage von 10 Mk. »ür Hebammendienste und ärztlich- Behandlung, falls solche bei Schwange rschaslsbesch werde n erforderlich wetten; 4 für Wöch-erinnen, die ihre Neugeborenen selbst stillen, ein Stillgeld von 50 Pf. täglich (einschließlich ber Sonn- und Feiertage) bis zum Ablauf ter 12. Woche nach der Nied.tftlnft. Durch V.ro dnung vo n 21. Te; niter 1918 ist eine Erhöhung »s 3 Llge.b 5 auf 75 Pf. (statt 50 Ps.) dngelreten, jedoch nicht rückwirkend. b) Weitere bi'tun gen stchen auch ten Wöchnerinnen, die Mi a:icb einer Krankenkasse lind, nicht zu, eS sei beitn, baß ärztliche Geburtshilfe oder dergleichen in Frage'käme. (S. in v. Anspruch aus EntlassungSteld und Entlassungsanzug haben nur diejenigen Militär- Personen, die nach dem 8. November o. I. zur Entlassung gekommen sind. Phil. Schm, in 3. Die Dermißtenlöhnnng tvirb ün allgeme neu nur gewährt, wenn die Eltern u'w. bedürftig sind. Sie kann aber auch gewährt werden, wenn nachgewiesen werden kann, daß seitens ter Angehörigen zur Besserung ter Lebensver- hältni'se des in Gesangettschaft Geratenen Aus- nendnngen gemacht worden siitd. Der Antrag auf Auszahlung ter Berni ißtenlöhnung ist bei dem- ieiligen Truppenteil zu stellen, dem ter in Ge- fanset'ichFft Geratene zuletzt angehört hat. rlenßernngen Fochs. Paris, 19. Ian. (2VTD.) Havas. Marschall Fach zeigte bem Berichterstatter bes „Matin" in Trier auf feine Fragen wegen ber Waffenstillstanbsverhanb- langen unb ber zögernben Ablieferung bes Materials durch bie Deutschen bie ihm von ben beutschen Bevollmächtigten übergebenen Schriftstücke unb sagte: .Sie üb rschwernmen uns mit Papier! Wir nehmen einen Teil davon unb lassen noch mehr beiseite. Wenn sie um (Erbarmen schreien unb nach Verpflegung rufen, so glaube ich nicht, baß sie übertreiben." Als ber Berichterstatter demgegenüber für bie letzten zwei Monate in ben Rheinprovinzen ein nicht befonbers schweres Dasein feststellen zu können glaubte, antwortete ber Marschall: .Ja, Sie! Weil Sie in ben größten Hotels absteigen, bie sich zu riesigen Preisen durch ben Schleichhandel versorgen! Doch bie Be- völkerung in Preußen und Oesterreich ist sicherlich in einem an Hungersnot grenzen- den Zustande.' Der Marschall wies auf Deutsch- lanbs aufgelöste zerrüttete Armee hin. »Nun haben wir gute Bürgschaften! Der Rhein bildet eines ber benkbar besten Hinberniffe. Wir besitzen außerbcm alle wünschenswerten Ausfallspsorten gegen Deutsch» lanb." Der Marschall glaubt nicht an ein Einbringen des Bolschewismus, der Deutschland jeder Regierung berauben würde Obwohl er zugibt, nicht mehr darüber zu wissen als bie Presse, meint er, bcß Deutschlanb sich erholen unb biefer Gaswolke entgehen werde. (Er kümmert sich nicht darum, ob bie Regierung (Ebert feststehe. Er kennt nur bie beutschen Bevollmächtigten und seine bewunderungswürbigen ftanzösischen Soldaten. Wenn bie Deutschen bie Waffenstillstanbsbe- dingungen nicht erfüllen, wirb er sofort ben Waffen- ftiüftanb abbrechen. .Deshalb,' meinte er, .führen sie sie so gut wie möglich aus. Sie sinb mit ben Eisenbahnwagen unb Lokomotiven im Rückstände, boch haben sie in biefer Hinsicht mit ernstlichen Schwierigkeiten zu Kämpfen. Wir werben bis nach ben Friedenspräliminarien im Kriegszustand sein." Tie VcrtchrSsperre zum besetzten Gebiet. Die Frage, warum bie Alliierten eine kaum über- steig bare Schranke zwischen bem rechts- unb bem links- rheinischen Deutschland errichten, ein Zustand, der so unendlich viele Schädigungen, besonders für die angrenzenden ßanbesteile zur Folg«' hat, ist vom Mar- schall Foch, gelegentlich ber letzten Verhandlungen über bie (Erneuerung des Waffenstillstandes beantwortet worden. Als Staatssekretär Erz berg er wiederholt auf eise Regelung der Verkehrsverhältniffe zwischen den links- und rechtsrheinischen Gebieten zu sprechen kam und eine definitive Zusage forderte, erwiderte Marschall Foch: „Das ist ein sehr schwieriges und kompliziertes Gebiet. 3d) kann Ihnen nicht rundweg Verkehrsfreiheit zusagen Vor einiger Zeit versuchten die Bolschew sten in Düffeldorf in das besetzte Gebiet einzudr ngen, wir haben sie zurückgeschlagen und wollen vom Bolschewismus nicht angesteckt werden." Glue deutsch-französische Wirischa,tSstelle iu Ludwigshafen. Mannheim, 19. Ian. (Prio.-Telegr.) Zwecks Schaffung einer deutsch-französischen Hauptwirtschaftsstelle in Ludwigshafen a. Rh. fand auf Einladung der pfälzischen Regierung im Industriehandelsamt Ludwigshafen a. Rh. eine Besprechung von Vertretern deutscher und ftanzösischer Behörden sowie einiger pfälzischer Industrieller statt. Die Hauptaufgabe dieser deutsch-ftanzösischen Hauptwirtschaftsstelle soll die Bearbeitung der Wirtschaftsstatistik, die Rohstoffbeschaffung, die Ausfuhr von Halb- unb Fertigsabrikaten aus ber Pfalz nach bem Innern Deutschlands, nach Frankreich, ben verbündeten Säubern fein. Hl. Schm. G. Da Ihr Ehemann an ben Folgen ter erlittenen Verwundung gestörten ist, baten Sie neben Hh-em ficte’jäbr:g-*n Sohn Anspruch auf bie 9JZli ärh n'erblreteie tter'o gmcs ettihruisse. 3ft Ihr Sch>vieg:rt>ater von Zhrem litemann vor testen Einberufung zum SttcgS4?nft ganz oder überwiegend unterbal1.en Worten, so sicht Ihrem Schi-i gervater ftrkfS Itcrnmlb zu. An- -ttag aus Auszahlung ter Hinterblictenenversov« hrniffe ist beim Bürgermeisteramt KraftwageovertehrFrankfurt-Darmstadt. Frankfurt a. M., 20. Jan. (WTB.) Die Verhandlungen zwischen dem Frankfurter Verkehrsverein und dem staatlichen Verkehrsamt Frankfurt a. M. über Einrichtung von Personenfahrten im Kraft wagen zwischen Frankfurt und seinen Nachbarstädten sind dahin zum Ab chluß gekommen, daß zunächst vom 22. d. M. ab ein regelmäßiger Kraftwagcnvertete von Frankfurt a. M. nach Darmstadt und zurück ausgenommen wird. Vorläufig wird täglich außer Sonntags ab 9.30 Uhr früh Bahnhofsplatz 8 vom Verkeljrsverein aus ein Personenauto nach Darmstadt falxren. Der Wagen hat in Darmstadt Anschluß an den V-Zug 156 ab Darmstadt 12.57 Uhr nach Mannheim, Karlsruhe, Leopoldshöhe. Das Gegenauto verläßt Darmstadt um 2 Uhr nachmittags am dortigen Hauptbahnhvf. Don der nacktsten Woche an erfährt der Verkehr durch Einstellung weiterer Personenautos eine wesentliche Verbesserung insofern, als täglich drei Touren hin und zurück gefahren werden. Wi weiterer Hebung des Verkehrs stehen gummibereifte Lastautos mit Sitzgelegenheit zur Verfügung. Durch die neue Auto-Verbindung erfährt der Veblich^ Verbesserung, da die Wagen regelmäßig Anschluß an wichtige durchgel>ende v-Zügc haben werten. Die neue Verkehrsgclegenhcit dürfte in weiten Kreisen lebhaftem Interesse begegnen, da durch die angekündigte, fast völlige Einstellung des Zugverkehrs eine sichere Verbindung mit unserer Nachbarstaüt Darmstadt und darüber hinaus gewährleistet wird. •* Der JahreSarbeitSverdienst der Ange stellten, lieber ten Jahres ar ei s- verdienst ter Angestellten hat ter RcltteiiauS'chuß Berlin ein itmfa gniches Merkblatt beraub 'cctlcn. Die Versicherungsps icht nach dem Bersicheruugs- gesetz für Angestellte hängt u. a. davon ab, daß ter Angestellte gegen Entgelt beschäftigt wird. Bei Entgelt ist ter Nachdruck toeniier auf die Benennung teS Bezuges und auf die rechtliche Erscheuunigsform, als auf den wirklichen Tatbestand und seinen wirtschaftlichen Inhalt zu legen. Unter dem Begriff Gittgclt fallen z. D.: Gehalt oder Lol;n, Ueberstunteug.'lter, Provilionen. u. U auch Reisespeseu und R.i eh»ten. Bei Reisenden, die DcrtrauenS'pesen bezi ben, kommt die Erzielung barer Ersparnisse an den Spesen nich: in Betracht 8imi Em gelt gehören aber auch z. T. AuslMids- Zulagen, Teuerungszulagen, z. T. Gleiter gelter, Mankogelter, und zwar in voller Höhe, Gtvlnn. ametle und Gratifflativnen, die einen Rechtsanspruch oder eine Gewohnheit zur Gruirdla-n teben. Ferner rechnen bam Schulten-Tilgunos. betragt, gutgesch^iebene Btträge, die Prämien für eure LebenSlx-rslcherung, freie Fahrt, Trinkgelder und Sachbezüge. v-rater. Ter KrttgÄEtchategte I. besmdet sich in einer gro- bat noch aus ben Jahren 1913 14 L-chulten in Hohe von 1200 Mk. und ist gezwungen, diese Schulte« unverzüglich zu begleichen. In feiner Rot sintet er in einer Zeitung eine Anpretsung^vorin sich ein Rechtsteistand Briefaufschriften. In ber jetzigen Zeit, wo ber Bestellbienst ber Postanstalten vi'11 1 netten- J „Ersatzteile“ wie Nadeln, doppelte nnd einf ehe, Schuiterpeeh, - wachs, starkes Schulter und Klelder-Oam (sflh- rwlrn) zu den in unserem am 1. Ian. aufgehobenen Z^elgizeschäft In Gleesen, Miusnurg 1 genau’ten Hand-Näh-Ahlen, sowie pnze Oanutnren können jetzt nur noch ab Doppelbrief durch die Post bezogen werden; di reckt aus der Fabrik A. Huengo- berg, Duiabürg a. Rh^ Postfach 310. (Postkarte Senügt.) Zntcndung franko und prompt zu den nie- rigen Preisen unserer Preisliste. Preisliste und Anleitung wird jeder Sendung gratis bdgcfÜRt. (Nß. Lotdraht zum alten Preise noch zu haben. über die Wahlen zur hessischen Volkkammer. 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In unser Genosscnschastsregister wurde heute bezüglich deS Spar- und Kreditvereins, eingetragenen Glmofsenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht zu Steinbach, eingetragen: Die Genossenschaft hat fich in eine solche mit beschränkter Haftpflicht umgewandelt. Die Firma: lautet jetzt: Spar» und Kreditverein, eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht in Steinbach. Die Haftsumme beträgt 2000 Mark, die Höchstzahl der Geschäftsanteile 2. Gießen, den 14. Januar 1919. Hessisches Amtsgericht.b* Schuhkrem gute Qualität, reine Wachsware schwarz — braun — weiß grofle Posten sofort o. lautend lieferbar durch: Ludwig Schöck, Gießen Seltersweg 24. ____________________________________________________01157 340 „ Fichtenderbslangen — 14,88 Der Anfang ist vormittags 9 Uhr Notacker am Fernewald. Steinbach, am 17. Januar 1919. Bürgermeisterei Steinbach. Lrämer. 5. Matnr-Fnchs-Sarnltar, Kragen u. großer rtfl Muff, modernste große Form . . M. "dihOd 6. Echt ntla-Oarnltnr, wnnderb.Stücke, gr. Zfifl fifl Wir bitten um Besiehti- Taschenmuff u.mod. groß. Kragen. M. “vO.UU Tram-S« ------Fiore Hand- 870« schuhe SchvarzeS . Bänder Answak’.ea leäer- eelt bereit willie»! Montag früh entschlief sanft nach längerem Leiden unsere liebe Mutter Frau Marianne Rosenbaum geb. Süsskind im Alter von 73 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Max Rosenbaum. Rodheim a. d. Lieber, Ruttershausen, Hessloch. Die Beerdigung findet Mittwoch 12 Uhr in Ruttershausen statt. 889 im Aliendorf a. d. Lahn, den 20. Januar 1919. Die Beerdigung findet Donnerstag den 23. Januar nachmittags 2 Uhr statt. 916 Heute abend 101/» Uhr verschied nach kurzem Leiden mem lieber Mann, unser guter Vater Anton Plitsch Mühlenbesitzer 59. Lebensjahre. Wir bitten um stille Teilnahme. Elisabethe Plitsch geb. Römer Anton Plitsch z. Zt. in Gefangenschaft Albert Plitsch. Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß unsere gute Mutter und Schwester Frau Emma Lotz geb. Frech heute früh um 7,4 Uhr verschieden ist. Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Familien Hch. Marx und L. Frech. Gießen, den 20. Januar 1919. Die Beisetzung findet in der Stille statt Beileidsbesuche dankend verbeten. 01237 | Vermietungen | •lrÄ] Schlafstelle ». verm. Schmelz, VinöenoQffe 2. MöbL Zimmer au vermieten. Näh.».erfr. im (Mieneiter Anz. 01236 Laden in verm. Vager von Kurz- waren f. ca. 10000'DL kann mtliib"rnommen werden. Gute Existenz für Anfänger. Srhristl. Angeb. unter 765 •tt den Gleh. Anz.______ rüilGtgesuche j Bum 1. April, auch irüber ö-5 Zimr. Wobita. von Braiitv. «Arzt), w. mögl. nabe d.Kliniken, ges. Nab- Stnnffn vier @tr. 4r>1OÄ7 3-i-;>iinn cv''<Üobunnn von mb. Jamilic ilPers.) vev 1. Avril od. früher zu mieten gesucht. Angebote unter 0870 a. d. Gieff. Anz. 50 Mark Belohnung demjenigen, der kinderlosem Gdevaar C-4 -Zitnnter-Wobiiuua sofort oder sväter besorgt. Angebote unter 01187 an den Gieff. Anz. erbeten. 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Ihr Andenken wird bei uns allen im Segen bleiben. 891D Das Kollegium der Stadt-Mädchenschule Gießen. Danksagung Wieseck, den 21. Januar 1919. Leihgestern, 20. Januar 1919. Ibhs Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und für die reichen Kranzspenden anläßlich destzinscheidens unserer teuren Entschlafenen sagen wir allen unseren innigsten Dank. Insbesondere danken wir Herrn Pfarrer Sattler für die trostreichen Worte am Grabe bet Verstorbenen. Die trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Rodenhausen und Rinder. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Berlufte unb für die vielen Kran z- svenden sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Willi. Webrum Chuma Belfer Marie Becker. Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen hoppelten Verluste sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden sprechen wir auf diesem Wege unfern tiefgefühlten Dank anS. Im Namen b. trauernd Hinterbliebenen: Familie Josef Schmidt. (Sieben, den 20. Januar 1919. er? W7 Putzfrau “i einige Stunden gesucht Ludwiaftr. 24 p. 01170 Putzfrau od. Mädchen für 2 Tage der Woche auf 1 ob. 2 Stunden gef. m*4» Stübn, SelterSw. 36. Putzfrau sofort gesucht 900 Löberftraffe 1t, j>, Steinl. LauWi! gcs. 01227 Babnbofftr. 46. Tüchtige Laussrau gesucht, mo Llefclgstr. 15. Caiib.FmoS.MW. für vormittags gefucht. 87‘ Laudgrafeuttr. 3,1. Haushälterin in ländl.HauShaltgefucht. Konrad 9lotb, Wagner, Kiedar-Breideabach bei Alsfeld. 906 Tüchtige!Hof- unb IniHenarbcitcrinnen für sofort gesucht. 0991 Lina Biringcr, ___________Plockitr. Iß, I. Srhtntl. Hausmädchen zum 1. Februar gesucht. 9llicefd)ule, Stein str. 10. VorzufteUen nachm. von ß Ubr ab.;__________752C Tüchtiges sauberes Itiidjcnmöbdjcn sofort gesucht. 820 PNychlotr. Klinik. Jranks. Str. 99 «nicht 97). 3 ngeS Äcnümihchen gesucht. 867 Carl Stückratb. _______Ast er weg 47. Tiicht. Köchin u. ordentl-HauSmab tzcn bei gutem Volin gesucht. 876 Wildclnn'tr. 16. Fönams Mädchen für einige Std. tagSüb gef. Wiefenttr. S III. 01 iß!) Brave.' Mädchen, da» kochen kann unb harten- arbeit versteht, für kleinen Haushalt, evtl, 'iiich nur tagsüber, gesucht. 01162 Henselstraffe H p. EOctaöcta gesucht. 8R7B Ltzirurgti^e SllaiL Jleth., orbcntL Mädchen für vormittags gesucht. 885 C9oetbeftr. 70 IL Mädchen f. Mittw. urto Samstag einigeSt.z.Putz. ges. Liebigftr. 55 l- 0 195 Sofort od. 1. Jebr. tiicht. Mädchen ges. (am liebst, v. Vande). Nur die schon bereits im Dienste gewesen find, woü. ftd) meld. |0ll7‘ FraaWenlger, Lieblgstr.83 DieilslmSSchcll gesucht 893B Hautklinik. LtdeatliecheS Mädlden od. Ofrau tngSÜb. gesucht. 879 Wilbelmttr. 49 v. MM dchen das im Kochen u. Hausarbeiten durchaus bero. ist, zum sofort.Eintritt ges. .'weitmädchen Vorhand. Kran Leopold Mauer »n* Babuhotfir. 63» I. Gesucht zum 15. J-ebr. nach Bad-Nau beim ein Mädchen, das bürgerlich kochen raun u. etwas Hausarbeit übernimmt u. ein befir.itauNmttdch.. das naben u. bügeln kann. Borzust.zwifch.öu.VUbrb Frei Geh.Rat Kreteckmar. Bergstrahe 9,1. oi«n """) Zuverl. Mädchen in kl. HauSh., sowie mehrere Mädchen f. hier u. ausw. gef. Katbarine Schmivt, gen erbSMiiffige Stellen' verintttlertn, Ast er weg 5. Ärdcilkl.Mödchkii gegen hob. Lohn fof. ges. 918 Siebiattr. 37 IL IlküstüMln gesucht 8928 Mediz. Klinik. MgesMiMWii zum 1. März ges rbt von der 012 o Avotbeke in Krofdorf. Lehrmädchen gegen Bergü'ung sofort gesucht Schristl. An geb. u. 853 o. d. Gteh Anzeiq. | Stellengesuche! Jung. geb. Kaufmann, aus b. >elbe zurück, f ch z. I. ,>ebr. 1919 Dteilun 1. Schnnl. Anged uni.01175 gb. VUe jze nc r tr. durch die Regierungshauptkaffe bezahlt Die Einrichtung soll bis zum 31. März bestehen. ** Schwarz-Weiß-Lichtspiele, Seltersweg 81. Ab heute bis inklusive Freitag den 24. Jan. gelangt der Münchener Kunstfilm „W t r gingen einen schweren Pfad", Drama aus dem ungarischen Volksleben, zur Aufführung. Außerdem das Lustspiel „Tie Verzweiflungstat des Tobias Storch". Landkreis Gießen. -cht. Grünberg, 21. Jan. Am 24. d. Mts. feiern die Eheleute Eisenbahnschaffner L R Konrad Hartmann und Berta Hartmann geb. Riegelmann das Fest der goldenen Hochzeit. U Lang-Göns, 18. Jan. Heute nachmittag 1 Uhr ertönte Feueralarm. Es brannte in der Hofreitc der Wilhelm B e p p l e r Witwe. Tic Feuerwehr war gleich zur Stelle, so daß das Feuer aut seinen Herd beschränkt wurde. Heu und Strohvorräte sind verbrannt. Tas Mitgefühl für dre schwergeprüfte Frau, deren Mann im Felde gefallen ist. ist allgemein. ckft Röthges, 21. Ian. Fürs Vaterland starb der Schulverwalter Heinrich Rinker, Offizier-Stellvertreter im Inf.-Regt. 118, 3. Masch.-G -Komp., Inhaber des Eisernen Kreuzes 1. und 2. Klaffe und der Hessischen Tapferkeits-Medaille. Er wirkte in Dau- bringen und an hiesiger Schule. -cht. Steinberg bei Gießen, 20. Januar. Seit 25 Jahren ist der Sortiermeister Jakob Häuser XL aus Steinberg bei der Firma Gail'sche Dampfziegelei undTonwarenfabrik inGießen beschäftigt.Aus diesemAn- laß wurde der Jubilar in Anerkennung seiner geleisteten treuen Dienste von der Firma mit einem Gedenkblatt nebst Gedenkmünze und einem Geldgeschenk bedacht. Kreis Büdingen. # Mittelgründau, 21. Ian. Kurz vor der Heimkehr starb plötzlich an schwerer Krankheit nach 49 monatiger treuer Pflichterfüllung der Sergeant Heinrich Kehrn, Inhaber des Eisernen Kreuzes. Kreis Alsfeld. # Dernsburg, 21. Ian Auf dem Felde der Ehre starb der Schulverwalter Karl Schäfer, Leutnant der Reserve im Inf.-Regt. 253, Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hess. Tapserkeitsrnedaille. Kreis Scholten. o Schotten, 20. Jan. Tie Preise für Wild feile sind innerhalb kurzer Zeit erheblich gestiegen. So werden jetzt für Fuchsselle 40 bis d0 Mk., für Steinmarder 60 Mk., für Iltisfelle je nach Größe 10 bis 20 Mk. bezahlt. Ter schneefreie Winter ist für das Erjagen dieses Raubzeugs leider nicht günstig. # Sichenhausen, 21. Ian. Durch Artillerie- Volltreffer starb der Sergeant Heinrich Lang. Kreis Friedberg. = Bad-Nauheim, 20. Jan. Mit dem Verwaltungssitz Bad-Nauheim wurde unter der Firma Gewerkschaft Mannebach I (Gelbrucker Grube) Seelbach bei Aumenau a. d. Lahn eine Gewerkschaft ins Leben gerufen, die die Ausbeutung der Gimbe Seelbach beabsichtigt. Ter Betrieb wird schon in kürzester Frist aufgenommen. Hessen-Nassau. Frankfurt o. M., 18. Ian. Wegen Nichterfüllung ihrer Gehaltsforderungen sind die Mitglieder des Opernhaus-Orchesters in den Ausstand getreten. Wenn die Intendanz und die Theater- 21.=©. nicht die Forderungen bewilligt, steht die Schließung des Opernhauses bevor. — Frankfurt a. M., 18. Ian. Der Mörder des Schuhmanns Heinrich Giesel berg wurde am Donnerstag in feinem Heimatsort Loffenau in Württemberg auf Ersuchen der hiesigen Kriminalpolizei verhaftet. Er wird von hiesigen Kriminalbeamten, denen er bereits ein Geständnis abgelegt hat, nat> Frankfurt transportiert Es ist dec 24jährige Schlosier Hermann Adam. Aunst und Wissenschaft. 100 Jahre Monumenta Qicuntintnc. — Gießen, 20 Ian. Das gewaltigste Quellenwerk deutscher Geschichte, die Monumenta Gcrmaniae, blickt am 20 Januar 1919 auf ein hundertjähriges Bestehen zurück. Es ging aus der vorn Freiherrn von und 3um Stein in Fr ankfurt a. M. gegründeten „Gesellschaft für ältere de tsche Geschichtskunde", die sich die Herausgabe sämtlicher Quellenschriften des deutschen Mittelalters zur Aufgabe gestellt hatte, hervor Nur der ganzen Persönlichkeit Steins und seiner Opferwilligkeit war es in den ersten Jahren zu danken, daß das Niesenunternehmen, kaum begonnen, überhaupt fortgeführt werden konnte, so lau stellten sich die wiffenschaftlichen Kreise Deutschlands dazu. Länger als 50 Jahre stand Ioh. Georg Perh dem Unternehmen vor, das als erste Publ Kation die merowingisch.karolingischen Quellen enthielt. Der Berliner Akademie der Wissenschasten war es vorbehalten, 1875 eine völlige Neuorganisation des Werkes auf moderner Basis gemeinsam mit deutschen und österreichischen Forschern durchzuführen. Mommsen, Sickel, die Schüler Rankes, Waih, Wattenbach und Dümmler gaben der Monumenta neue Lebensfähigkeit. Heute bietet das Riesenwerk an seinem 100. Geburtstag in 171 umfangreichen Bänden Uebersehungen der Geschichtsschreiber der deutschen Vorzeit und in 53 weiteren Publikationen ein Spiegelbild deutscher Gründlichkeit und Forschertängkcit und einen fesselnden Ueberblick über die Entwicklung der deutschen Ge- schichtswiffenschaft überhaupt. . Vermischtes. Ein neuer Nanbnnfall in Berlin. Berlin, 19 Ian. (WTB.) Nachts erschienen in der Wohnung des Iuwe iers Grützner in der Gormanstraße, der mit etwa 30 Personen den Ge- burtstag seiner Braut feierte, drei Matrosen und ein Feidgriluer und forderten die Gäste mit vorgehaltenen Pistolen auf, die Hände hoch zu nehmen. Dann durchsuchten sie jeden einzelnen, nahmen ihm ein Geld sowie seine Papiere aus den Taschen und orderten Grützner auf, den Geldschrank zu öffnen, aus dem sie 300 Mark entnahmen sowie die darin befindlichen Papiere. Dann wurde die ganze Ge- burtstagsgeselljchaft in ein Nebenzimmer geschickt. Während einer der Matrosen Grützner aufforderte, ich anzukleiden und ihm nach dem Polizeipräsidium zu folgen, warfen die Räuber, um unbehelligt zu entkommen, auf den Korridor der Wohnung eine Gasbombe. Die sich entwickelnden Gase veran- laßten die Gäste, aus dem Fenster zu springen, wobei eine Frau einen Bruch des rechten Beines erlitt. An barem Gelbe sind den Räubern ungefähr 2000 Mark in die Hände gefallen. " ♦ — Koblenz, 19. Ian. Der Oberbürgermeister der Stadt Koblenz, Bernhard Elostermann, ist im Alter von 45 Jahren einer tückischen Krankheit erlegen. Der Verstorbene hat sich in knapp vierjähriger Amtstätigkeit um die Stadt bleibende Verdienste erworben. Letzte Nachrichten. (Befamtergebnis im «reife Gietzen. Ulrich ...... 20 215 B.ckmann.....2 193 Schmitt......1160 Henrich...... 10 623 Werner...... 10 399 Becker..... 4 468 Die letzten Ergebnisse aus dem Landkreis Gießen. Unserer auf der ersten Seite des heutigen Dlat- les veröffentlichten Tabelle fehlten noch einige Er- gebniffe, die wir hiermit nachtragen. Saasen. Uirich 95, Beckmann 0, Schmitt 1, Henrich 66, Werner 52, Becker 15 Watzenborn-Steinberg Ulrich 616, Beckmann 105, Schmitt 0, Henrich 30, Werner 289, Becker 3. Reinhardshain. Ulrich 21, Beckmann 0, Schmitt 3, Henrich 65, Werner 63, Becker 0. .Ruddingshausen. Ulrich 199, Beckmann 0, Schmitt 0, Henrich 111, Werner 35, Decker 2 Oppenrod. Ulrich 55, Beckmann 4, Schmitt 0, Henrich 21, Werner 63, Becker 2. Langd. Ulrich 95, Beckmann 0, Schmitt 0, Henrich 65, Werner 59, Decker 5 Lumda. Ulrich 67, Beckmann 4, Schmitt 2, Henrich 72, Werner 58, Becker 2. Nonnenr oth Ulrich 16, Beckmann 0, Schmitt 0, Henrich 89, Werner 44, Becker 18. Weitere Wahlergebnisse im Reiche. Frankfurt a. M. (Wahlergebnis aus 362 Bezirken: lu kleinere Bezirke stellen noch auS.s Mehr» beilssoz. hi5379, Uuabb. Soz. 10>>71, Teuttcke TemofrotiM e Partei 56 "80, Zentr. 27 774, Teuts.be Vollspartei 20 6-3, Teutsch-nat. Vo kspartei 103 5. 27. Wabllre, s (Pfalz). Eigebliis aus 430 Landstinunbeftrkcn.) Zentrum 54871, Unabhängige 553 Deutsche Volkspartei 46592, Sozialdemokraten 56.350, Deutlche Deinokransche Parte» 15121 Köln und Aachen. 20. Wahlkreis. (Resultat aus 474 Wahlbezirken der Stabt Köln, die insgesamt 804 Bezirke aufweist.) Zentrum 105 291, Mehrheits- sozialisten 105364, Demokraten 32384, Deutsche Volks- Partei 15 619, Deutsch-nationale Volkspartei 8 174, Unabhängige Sozialisten 3 939. Dü siel dort: Bis heute Mittig sind sollende Ergebntffe feftge’iellt: Deutsche Demokrat Part i 2 ,010, Deutsch-nationale Bolkspartei 18417, ZeMr 75694, Mehrlieitsso-ialbeiuokraten 40250, Unabh. Soz>albemokraten 55841. Iserlohn (Stabt): Zentrum 3466, Demokraten 2798, Deutsche Volkspartei 2465, Mehrheitssozialdemokraten 6833, Unabhängige 825 Stimmen. Remscheid: Zentrum 3'43, Deutsch-Nationate V.-P. 4612, Demokraten 10152, Mehrheitssozialdemokraten 5634, Unabhängige 16891 Stimmen. Stabt Wilhelmshaven: D lusch-natlonate V.- P. 379, Zentrum 1636, Deutsche Bollspariei 5235, ?eiufd)e demokratische Partei 16240, MehrheiiSsozialtsten 15408, Unabhänqtqe Sozialdemokraten 1 362. Ölorbbaufen (Ctabt und Land): Deutsch- nationale Volkspartei 5099, Zentrum 689, Demokraten 103)8, Sozialdemokraten 5633, llnab» hängige 15834. Berlin, 21. Ian. Aus annähernd der Hälfte der Wahlkreise liegen die Wahiergebnisse vor. Sie entbehren jedoch noch der amtlichen Bestätigung, wenigstens zum größten Teil, sodaß noch kleine Ver- schiebungen eintreten können. Nach den Berechnun, gen des „Berl. Lok.-Anz." sind gewählt: Mehrheits- soz alisten 96, Deutsche Demokratische Partei 40, Ehristliche Volkspartei (Zentr.) 35, Deutsch-nationale und Deutsche Dolkpartei 24, Unabhäng. Sozialisten 10, kleinere Parteien 7. Dresden Stabt): Sozialdemokraten 154947, Deut'che Volks» >rtei 56526, Demokraten 45 715, Deutsch-Nationale 30407, Unabhängiae 9 638, Christliche VolkSparlei 4771. Ein Bezirk fehlt noch. Chemnitz (Teilergebnisse): Sockaldemokraten 499472 (Noske), Demokraten 169556 > Brodaus), Ui,abhängige 53828 >Jacke!), Zentrum 3680 (Rothe , Teutsch-9iationale 113237 (Bteuer). Bautzen Stadt. Niehrheitssozialdemokratie •402, Deutsche Demokratische Partei 5064, Deutsche Volkspartei 2535, Detit'ch'iiationale Volkspartet •20!6, Christliche Volkspartei (Zentrum) t52, Unabhängige Sozialdemokraten 6.0. Breslau. (Vorläufiges Wahlergebnis von 363 Bezirken): Sozinlc>em. Partei 159478, Deutsche Demokr. Partei 7 055, Cbrtl'il. Volkspartet (Ztr) 41313, Deutsch-uationale Volkspartet 38822, Unabh. soztaldcm. 'Bartet hi2. Görlitz (Stabt): Deutsche Demokraten 14057, Deutsch-Nationale V. P. 5023, Zentrum 2163, Sozial- bemokraten 24171, Unabhängige 1 (ungültig 93) Stimmen. Brom berg Stadt. Sozialdemokraten 8270, Detttsche Volkspartet 7242, Deutsch-nattonale Volks- onrtei 2991, Deutsche Demokratische Partei 2371, Ehrinliche Volkspattei (Zentrum) 1788, Das Ergebnis von 4 Bezirken fleht noch aus. Dienstag, 21 Januar 1919 Neu-Strelitz einlchl. Fürstentum Ratzeburg: Deutsch-nattonale V.-P. 6334, Deutsche Volkspartet 463, Bauernbund 140, Demokraten 17 214, Sozialdemokraten 22772. (Einige Heute Landgemeinden fehlen noch). Die zriedenLtonscrenz. Paris, 20. Ian. (WB.) Reuter. Einige Depu- tierte auf der Friedenskonferenz drückten ihr Er- staunen aus, daß auf dem Programm der Konferenz Fragen wie die der Verantwortung für den Krieg der Vorrang enigeräumt worden sei, während wichtige Gegenstände, wie der Völkerbund und die Freiheit der Meere nicht unter den zu erwägenden Punkten angeführt seien Eine Hauptperson wies darauf hin, daß diese Fragen darum keineswegs zu übersehen sind und daß man die (Erörterung dieser Gegenstände auch nicht verschleppen wolle. Es würden keine Verzögerungen in dieser Hinsicht eintreten. Die auf dem Arbeitsprogramm stehenden Gegenstände würden den versch ebenen Delegierten, die darüber sobald wie möglich Bericht erstatten werden, zugewiesen. In der Zwischenzeit kann die Konferenz selbst ihre ganze Aufmerksamkeit anderen Fragen, insbesondere dem Völkerbund, zuwenden. London, 20 Ian. (WTBI Reuter. Der „Daily Mail" zufolge wird der große Plan für den Völkerbund in der nächsten Sitzung erörtert. Das Blatt schreibt: Wir glauben, daß viele der Schwierigkeiten verschwinden werden, wenn er geprüft wird. Die Arbeit an der Neichsvcrsasfimg. Berlin, 20. Jan. Wie der „V o r iv ä r t 8" meint, dürfte eine große Mehrheit vvrhairden sein, die bereit sein werde, den Grundlinien des Ber> sassungsentwurss zuznftimmen. Möchte sich die Nationalversammlung, die voraus ichtlich am 6. Februar Zusammentritt, vor dem Fehler des Frankfurter Reichstages hüten und lange akck- demische Erörterungen vermeiden. Die Not der Zeil fordert rasche Taten. lieber den neuen Entwurf der Reichs-« Verfassung wird in der „Deutschen Allgem. Zeitung" getagt: Jnsbesoirdere ist es ine autonome Abrundung des deutschen Westens, die für die gesamtdeutsche Einheit eine schwere Gefahr bebrütet. Ihr muß man offen ins Auge schauen, ine innere Neuordnung darf den Kops vor unserer Lage nicht in den Sand stecken. Dieser entscheidend schwere Gesichtspunkt gab den Vorwand zur Der* cinigung des ganzen Nordens innerhalb des neuen bualiftifd)cn Gesamtstaates. Im „Lokalanzeiger" heißt es über den Verfassungsentwurf u. a.: Der Entwurf ist das Produkt der Studierlampe, bei dessen Anblick jedem vaterlandsliebenden Deutschen der Zorn über* mannen muß darüber, daß auch diese Selbitzer--* fleischung und Selbswerslümmelung uns noch be» schieden sein soll zu alle dem Unglück, das unser« Feinde schon für uirs bereithalten. Generalstreik in Braunschweig. Braunschweig, 20. Jan. (WTB.) Heute nachmittag 2 Uhr hat der Generalstreik ein-- aesetzt. Wre die „Landeszeitung" berichtet, wird baä Llchckverk gesperrt, hingegen bleibt das Wasserwerk in Betrieb. Die Bevölkerung wird durch eine Be- fanntniadjung ausgefordert, sich nicht mit Wasser zu versorgen. Die Straßenbahnen verkehren nicht. Nachmittags fanden Umzüge und Versammlungen vor dem Schloß statt. Wie wir hören, macht sich du Bewegung auch unter den Eisenbahnürbeidern bemerkbar. Ein außerordentlicher Parteitag der „Unabhängigen". Berlin, 21. Ian. Der „Freiheit" zufolge er- läßt ber Ientralrat ber Unabhängigen sozialbemo- krat schen Partei eine Einlabung zu einem außerordentlichen Parteitag nach Berlin zu Sonntag, den 2. Februar. Eine Spartakiftentat. Berlin, 21. Jan. Dem „Lo'alanr." zufolge wurde der frühere mehrl^itssozialistische Reichs- tagsabgeordnete Gustav Poch auf dem Heimwege von einer Versammlung von Anhängern d.s Spar-« takusbundes unter den Rufen t „Schlagt ihn tot, ben Mörder!" überfallen und schwer mißhandelt. Er mußte in einem Auto nach seiner Wohnung geschasst werden. Aus Italien. Bern, 20. Ian. (WB.) Orlando empfing eine Vertretung der sozialistischen Partei, die ihm folgende fünf Forderungen vortrug: 1. Amnestie, 2. Demobilmachung, 3. Nichteinmischung der Verbündeten in die inneren Angelegenheiten Deutschlands und Ruß- lands, 4. Wiederherstellung ber bürgerlichen Freiheit, 5. Schleunige Wiedereröffnung ber Kammer. Orlando machte in bezug auf die Amnestie Zulage und erklärte gleichzeittg, daß Italien schneller demobilisiere, als seine Verbündeten Eine Einschränkung der bürgerlichen Freihei'en soll nur noch auf Grund mili. tärischer Notwendigkeit auftechterhatten werden bür» fcn. An eine Einmischung in bie inneren Angelegen» Heiken Deutschlands und Rußlands denken weder Italien noch die Verbündeten. Die Kammer hoffe er in der ersten Hälfte des Februars ein berufen zu können. M rouiiönfamc Mnleuer öes Herr» Aich») Ims. Roman von ö. A. AdamS. Nachdruck verboten. Fortsetzung 49 „Könnten Sie nicht mit — ihr — ihrer jungen Dame sich so lange unterhalten, während wir —?" „Meinen Sie, ich sei so scharf auf die eine da, daß ich sie jeden Abend in dec Woche geknutscht haben müßte?" Er schwieg einen Augenblick, dann fügte er in vertraulichem Tone hinzu: „Unter uns gesagt, ich will sie nur nicht ganz fahren lassen. Ich hab' noch 'ne andre." Mit großer Inbrunst sagte er das. Gala- had war voller Teilnahme. „Noch 'ne andere," fuhr der Fleischer düster fort. „Aber ich habe noch nichts mit ihr. Sie ist nicht im Dienst, sie ist eine Dam: und steht über mir, obgleich ich, ungelogen, einen guten Gehalt bekomme und Aussichten habe, in meir.em Berufe weiterzukommen. Aber sie hat es mit einem andern Kerl." Galahad wurden durch diese Worte die Augen ge^fchet. Das war genau die Stellung, in der er sich zu Sibpl befand. Sie stand auch über ihm, sie „hatte es auch mit einem andern Kerl". Unbewußt legte er die Hand auf seine Brustlache. Unter dieser Berührung knitterte irgend etwas gleichsam bestätigend. Es war das schmächtige Pakelchen mit Sibhls beiden Briefen. Und auch der Fleischer legte unter dem Zauberbann düsterer Erinnerungen seine schwere Hand auf die Brusttasche, und Galahad hörte irgend etwas leise rascheln. Augenscheinlich war es auch ein Brief. Galahad wäre erstaunt gewesen, wenn er gewußt hätte, daß dieselbe Hand diese beiden kleinen Päckchen, die so beruhigend raschelten, geschrieben hatte. Unter ihrer Brusttasche sind Fleischer . und Bankbeamte einander völlig gleich, und ein Fleischer kann ebensogut wie ein Galahad einen hohen Stern anbelen „Soll ich Ihnen mal was sagen?" schlug der Fleischer mit einem Anflug von Nervosität vor. „Ich werde mein anderes Schätzchen im Stich lassen und morgen abend mit Ihnen gehen. Aber es ist nicht nötig, daß meine Kleine hier aufgestört wird. Ich werde den Hund besorgen, und wenn ich mit euch Bur- sck>en in den Garten komme, kann ich ja ein bißchen ausschauen, falls der Alte euch fassen wollte." Galahad dachte bei sich, daß nun schon einer zu viel bei den Garteuzusammenkünsten sei; aber cs gab in dem Garten schlimmere Dinge als Fleischer. Hunde zum Beispiel. Er willigte ein, mit dem Fleischer am nächsten Abend am Eingang der Straße zusammcn- zutrefsen. Es war eine jener kleinen Ironien in Galahads Verbrecherlaufbahn, daß tatsächlich überhaupt keine Notwendigkeit für ihn vvrlag, Hundefutter zu Hilfe zu nehmen; denn Em war bei ihrem unruhigen Umherstrcisen um die Bootshalle, wo sic auf die Rückkehr ihres abenteuernden Gemahls wartete, den Weg hinabgegangen, der h nler Sbpls Garten vor- beisührte; und als sie ein leeres Ruderboot sah, das seine Spitze in den Sand des Strandes bol)rte, machte sie es als ordentliche Person sorgfältig fest. Und am nächsten Morgen holte sich der Bootsverleiher sein Eigentum wieder und bekam später am Tage eine Postanweisung von fünf Schilling für Bootsmiete. Diese großmütige Bezahlung machte ihn wohlgeneigt gegen den absonderlichen Kunden, der sein Boot zurückzubringen vergaß; und wenn Galahad am folgenden Abend gekommen wäre, hätte er einen begeisterten Willkomm gestrichen. Nack) dieser Leistung gab Em die Nachforschung aus und ging traurig nach Hause. Sie mußte dafür sorgen, daß die Kinder zu rid)tiger Zeit zu Bett kamen und hatte auch das Änzündholz für morgen früh noch nicht gespalten. Früher falte Galahad das besorgt. Und aus dem Fährboot, das prächtig erleuchtet und mit lachenden Frauen und rauchenden Männern in Abendtoilette überfüllt war, — denn in der Stadt hatte ein e endliches Orcbesterkonzert stattgefunden —.stbaute Em nach dem späten Mond, schaute in die kühle Ruhe der Gewässer und fühlte sich selbst beruhigt. Schließlich kannte sie ihren Galltz zu gut, um etwas allzu Schreckliches zu argwöhnen. Er konnte wohl eine Dummheit mack)en, denn alle Männer und besonders alle Ehemänner sind töricht und kindisch und müssen vor den Ränken der Welt M/ü:et und beschützt werden. Aber ihr Gallp war chr all die langen Jahre ihres Ehelebens hindurch ein treuer Ehemann gewesen. Er war wirklich gezähmt; er war zu sehr an die Kette gewöhnt, um ihr Nachschleisen zu spüren. Sie konnte sich auf ihn verlassen. Nein, was Ehemänner anbetraf, so war ihr Gallp gar nicht so schlimm. Worüber hatte sie sich denn eigentlich zu beklagen, es war ja nur ein Verdacht. Er hatte ihr eingestanden, daß er Aerger auf der Bank gehabt habe, und weitere Einzelheiten hatte sie bisher nicht aus ihm herausbringen können. Er hatte sie gebeten, ihm zu vertrauen, es würde alles gut werden. Und hieß es etwa Vater anständig behandeln, wenn man ihm nachspurte? Schickte sich das für eine Ebefrau? Und soweit die Erfahrungen des heutigen Abends reichten, war wirtlich gegen feine Besicherung, daß er zum Angeln gegangen sei, nichts einzuwenden. (Fortsetzung folgt.) Amtlicher Teil. Gießen die UnSstthriinasbestimmnngen Wm Gesetz vom 14. Dezember 1918, betreffend Adlieeruibg von HerreSgerat «Rrichs-Ge.ctzbl. 1918 des €inatotommijirng bei Nick>tbesolgun»g die Oeffcntlichkrit durch bie Presse weitgelrend auszuklären, um einen möglichst großen Erfolg bei der Wicdcrheransd-affung deS HeerosgorätS zu erzielen. Der Herr Staatskommissar für die wirtschaftliche T-emobilmackmng wird irod) die Annahmestellen für das abzuliefernde Heeres gerät im Giiu vernehmen mit dem Generalkommando bestimmen und sofort öffentlich brfamümad>.-n. Für eine nm» geltende ortsübliche Beröffientlichung dieser Vcrord- nimg, dluSsührungsbestirnmung und vorstehender Ausführung ist Sorge zu tragen. Gie ßen, den 9. Januar 1919. Kreisamt Gießen. I. V.: Langermann. Nr. 181). 8 1. Zuständige Behörde im Sinne des 8 1 ^setzes vorn 14. Tezember 1918 ist der Herr .allen gesetzlidien Mitteln gegen eine uniu rtschast- liche Verringerung der HcereSgüter einzu chrcüen. Bewachung oder aus anderen Gründen abhanden kommen, eine Verminderung des Rrichsvei mögens sehen. Die deutsdic Lüafsenstillsiandskommi sion hat dc-shalb die Verpflichtung übernehmen mü sen, mit Heilere Au4führu«gb4estimmn«gen Mn Verordnung vom 14. Dezember 1918, bett, ßurüdlieietung von Waffen uno HeereSgerät in den Besitz oea Reiches. Ter St. alskommisiac für oie wirtschaftliche Demodi:rnach mg in Losen wird ermächtigt, die Ablicierungssriiten auch abweid-end von tz 1 Ab- sah 2 unserer Aus ührungsbestimmungen vom 28. Tezember 1918 (Tarrnstädtcr Zeitung Nr. 3U5^ 4armftabt, den Januar 1919. Hessisches Laiipes-Arb.-itS- und Wirlschaftsamt. Raab. der Turnhalle: die Ortskommandantur gibt nähere Auskunft. Gießen, den 9. Januar 1919. Kreisamt Gießen. I. V : Langermann. Soweit es sich um Waffen und Munition bandelt, ist di. gemak Absatz 1 des 8 1 bes Gesetzes vom 14. Tezember 1918 ji bezeichnende Frist hmlidrft kurz *u bemessen. Für das übrige Heeres- gerät >st die Frist auf den 10. Januar 1919 fest» zusctzen. 2. AlS HeereSgerät sind alle Gegenstände anzuiel^n, bei denen nach den Umständen anzunehmen ist, daß sie aus Beständen der Heeres- verwaltung stammen. .HeereSgerät ist ReichSgut. Infolgedessen liegt rechtmäßige Ueber raaung oes De ipes mit Willen der Regierung oder der ihr uuteiltelltcn Organe gemäß 8 1 Absatz 2 und 8 2 des Gesetzes vom 14. Tezember 1918 nur vor, wenn die Uelertra» gung durch die Rrichsregierung ober mit deren Zustimmung durch die Lanb- Sregiermig und deren Behörden er.olgt ist. Andere Organe, wie z. B. die Arbeiter- und Soldatenräte, sind zur lieber* tragung von HeereSgerät nicht befugt, es sei beim, ibaß die Uebertragung piXhläubig im Einverneh- men oder mit nach rägttcher Ge ehmigimg der Re- gicning erfolgt ist. Ob die Genehmigung erteilt ist, entscheidet in Zweifelsfallen das Jkichsverwer- tungsamt in Berlin, Friedrichstraße 66. 8 3. Der Herr Staatskommissar für die wirtschaftliche Temo'ollmadtung in Hessen hat die Annahmestellen für das abzuliefcmbe HeereSgerät im Einvernehmen mit den Generalkommandos zu be- liinmcn und sofort öffentlich beka-int»umad>en. Es inb unter Anlehnung an die milüäriid^n Dienst- lcllen möglichst viele Annahmestellen zu fdjaffen. Waffen und Dlunition find möglichst nur bei mili- itärifdxm Dienstl'tcllen niederziüegen. § 4. Die Bevollmächtigten und Vertrauensleute des DenvertungSamtes, sowie die technischen Bczirksdienststcllen sind bei der Erridftung von Annahmestellen und der Abführung des gesammcl- ben HeereSgcrätes heranzuziehen. 8 5. Die Strasverfolgungsbehörden haben nach Mlaus bet im § 1 dieser Ausiühnn g besümmungen fostgejotzten Fristen mit aller Sdyinc wegen der unbefugten Aneignung die Strafverfolgung gegen «alle diejenigen durchzufüliren, die sich unmittelbar oder mittelbar an Heeres gut irgendwelcher Art vergriffen haben. 8 6. Die Demobilmachungsorgcine bebe i remefe Verordnung vorn 27. November 1918 , .^eichs-l^ setzblatt Nr. 164) innerhalb der Ablieferungsfrist tuicht abgegebenes HeereSgerät für verfallen zu er- Träten. Gleichzeittg sind Durchtadpmgen vorzu- nebmni, in allen Fällen, in denen der Bevduclst borliegt, daß HeereSgerät pflichtwidrig nicht ab* geliefert ist. Ten Polizeibehörden sind dazu die er» forderlichen HüsSkräfte uni) mllilärischen Kommandos zur Vc-rsügimg zu stellen. 8 7. Die militärischen Stellen, die Bevollmächtigen des Verwerinngsamtes und die tcdpiiid)en Ba'zirksdienstl teilen sind verpslichtet, bei der Fest- lslellung mit auidü" feit, ob die bei der Durchsuchung ermittelten Gegenstände HeereSgerät sind oder nidst. §8. ftür die fristgemässe Ablieferung eines PanzcrkraftwagenS wird eilte Belohnung von 1000 Mark gewährt, die gegen eine Bcsd)einigung der abnehmenden Behörde vom MichsverwertungSamt gezahlt wird. Darmstadt, den 28. Dezember 1918. Hessisdres LmideS-ArbeitS- und Wirtschastsomt. Raab. Bekanntmachung wirr Ausführung der Verordnung des RatS der Volks brau hofften vom 14. Dezember 1918 lgieichSgcjetzblatt von 1918 Nr. 181). Auf Grund der heftisdien Ausführmtgs- beftimm ungen zu obengeniin.iter Verordnung Hier die Zurück ülirnng von Was,en und Heeresgut in den Besitz deS Reichs bestimme ich, soweit erforderlich, im Einvernehmen mit dein Generalkommando des 18. Armeekorps folgendes: Waffen und Muuitton, die auS den Beständen bet Heresverwaltunn stammen, fonric a'leJübii e HeereSgerät und Heeresgut find bis zum 18. Januar 1919 einschließlich an die nach- bezeichneten Annahmestellen abzuliejem. Annahmestellen für Weiften und Mimitton sind die Be'irks* und Garnison vornrnaudos ober der dem Beitzer jener Gegenstände näch'te Truppenteil sonne das Zeugamt Turm stabt mit dem Sitz in Dieburg. Anualmie stellen für alles übrige HeereSgerät imb HeereSgut sind die Bürgermeistereien, die Polizeireviere und die Bezirks- und Garnisonkommandos. Darmstadt, hm 6. Januar 1919. Der Staatskoinmissar für die wirtsdwftli^" Demobilmad/ung in Hessen. Matthias. Verordnung Über die Zurücksülnung von Waffen imb HeereS- gnit in den Besitz des Rriches. Born 14. Dezember 1918. Trotz aller ergangenen Aufforderungen und Von troll Maßnahmen befinden sich noch immer zahlreiche, anb den Beständen der .Heeresverwaltung stammende Waffen, sowie bedeutende Rteneen an Heeresgut und HeereSgerät unbefugterweife im Besitze von entlassenen Soldaten und von Zivilpersonen. Tiefe Zustände können nicht länger geduldet weeden. Tie N>nd^re,ftenmg sieht sich oaher genött'.ck. ihnen entgegenzutreten. SBtr'frrarrbnim mit sofortiger Gesetzeskraft: 8 1. Wer sich unbefugt in dem Besitze von Nassen befindet, die aus Heeres beständen stammen, ist verpflichtet, fit innerhalb der von den zuständigen Bel>örden ^zeichneten Frist abzu- liesern Wer zuständige Bel-öcde ist, bestimmt die Landeszentralbehörde. Unbefugter SBcfifrer ist, wer ohne den Willen der Megiening oder der ihr unterstellten Organe den Besitz solcher Wa sen erlangt hat oder erhält. 8 2. Tic gleiche Berpsliclstung liegt demjenigen ob. der HeereSgerät und D-"eresgut aller Art (Fahrzeuge, inöbef anbrtt Kra. tfalnreuae, Pferdu in He itz hat, ohne sich über den rechtmäßigen Grnvrrb dieser Geg^it stände ausweisen zu können. Hand.'lt es sich um militärifdK BelleidungS- vder Ausrüstungsstücke zum perfönlidyen Gebrauch, so ist dem Besitzer der Nock/weis des unrechtmäßigen Erwerl»eZ zu ।übten. 8 3. Wer sich nach Ablauf der Frist noch un- beftigtevweise im Besitze von okgeuständen der in 88 1 und 2 bczeick).>eten Art be inbet, luirb, nnbe- fdküx't einer nach ben allgemeinen Strafgesetzen kxxreit ber im be ugten Aneignung etwa bereits bcnincften Strafe, wegen Unterlassung ber an geordneten Ablie enmg mit Gefängnis bis zu fünf Stabten und nrit Gk-fbftrafc bis zu ein hundert- tauend D a k o er nrit d icrbiefcr & n e:i best oft. 8 4.- Wer der angeordnet-n Abtie enmq inner» Halb der vorgeschriebenen Frist nadrfjmmt, bleibt für eine etwaige t>m ber Ablieferung begangene, ttuf bin al»ge!ieferten Gegenstand bezügliche unke- fngti' Aneignung straffrei. Tie Aus ünn'NgLb^stimnnmgen erlassen Itande-.' zen tra!beb6rbcn. Bekanntmachung. Vetr.: 32. Ausgabe von Süßstoff (Saccharin). Im Monat Januar 1919 wiro gegen bie 2,ie* ferungsabid)ritte 2 3 und 24 der Lu^- ftDiftarten ,F" (blau' und gejen die Lreie- ruugsabschnittc 3 u nb 4 ec Sü.stof acim „G" (g»?lb tu Den Landerneindn bes ür i es von ben Süßsto fabimbe .e.len Sü .st. ft abge .e.en. Es gelangen aui die Avschutle 23 und 24 je ein Briefchen und auf bie Abschriit« 3 und 4 je eine Schachtel zur AuSgal< Mi' dein 31. Januar 1919 oer.irren die Absch iit.e 23 und 24 bzw. 3 und 4 ilyre (Mttiqfeü. Rad) die em Zeüpunkt nidxt abgvru ene Sügsb-f mengen büi'fcn von Den Abgabe stellen frei oerfauft wer.-en. Gießen, den 13. Januar 1919. Kreisamt Gießen. ____________I. V : vr. Sieger t. titiuniumuu, ung. Betr.: Seisenrcgelung. Auf den Februarabschnitt der Seifenkarten werden einmal statt 50 Gramm 100 Gramm K.-A.^Seife abgegeben: außerdem als weiteren Zusatz auf die Januar- und Febcuac-Scif^ikarteiv- afjfdmitte bie doppelte Menge K.-A »Seife, also statt 50 (vramm 10 0 Gramm Seife. Für bic Belieferung vou Seiseupulver bleiben bie Bestimmungen, wonach bie S«ifenpulverkarten von 250 Gramm mit der Hälfte gleich 125 Gramm beliefert werben, in Geltung. Gießen, den 16. Januar 1919. KreiSamt Gießen. ___________I. V.: Dr. Siegert.___________ Bekanntmachung betreffend Höchstpreis für Spätkartoffeln aus ber Ernte 1918. Vom 30. Dezember 1918. Auf Grund ber §8 2 und 5 der Bundesratsver- orbnung über die Preise für Hülsen-, Hack- und Oelsrüchte vom 9. März 1918 (Reichs-Gesetzbl. S. 119) und ber hierzu erlassenen AusiührungS- bekanutmachung bes Ministeriums des Jmiern vom 15. März 1918 wird hierdurch mit Zu immnng des Staatssekretärs des Reidjsemähruugsamts be- ftimmt: ver Sr;euaerhöchstp''o Mk. für de Se tuer fetzgef-tzi. va edeu ist eine »llsdewahrungr- gebühr von 75 Pf. für dcn Beniner zu z tjien. Pei Lieferung nach außerhalb Heftens wird eilte weitere Ausfuhrprämie von 50 Pf. durch den SCommiinaloerbanb erhoben. Dieser Preis ist Höchstpreis im Sinne des Gesetzes, bctreft'enb Höd)üpreise. ' Der Hödntvreis gilt für bie in Hessen erzeug- ten Üartondn und für ben Verkauf burch ben Kar- floftelerzeuger: er gilt für die Lieferung ohne Sack, sowie für Barzahlung bei Empfang: er schl.eßt die Kosten der Beiörderung bis zur Berladeitelle deS OrteS, von dem die Ware mit der Bahn ober zu Wasser versandt wird, sowie die Kosten des Einladens daselbst ein. Bei Lieferung ausschließlich Sack frei Keller deS Bestellers kann höchstens ein Zuschlag von 0,90 Mk. zu dem Döa>stpreis von 6Mk. für ben Zentner und bei Gestellung von Säcken von 0,30 Mark für den Sack als Leihgebühr gefordert werden. Bei Lieferung der Kartoffeln vom Lager eines Kommunalverbanbes, einer Gemeinde ober eine» Händlers erhöht sich ber Zuschlag von 0,90 Mk. auf höchstens 1,50 Mk. für bat Zentner. Daneben ist die Sackleihgebühr zu entrichten. Bei Lieferung durch ben Erzeuger innerhalb seines Wohnortes frei Kvller ober an einen Ort i-m Umkreise von nickst mehr als 3 Kilometern feei Keller barf ber Aufschlag höchstens bie Hälfte ber Im vorhergehenden Absatz genannten Sätze betragen. Darmstadt, ben 30. Tezember 1918. Landeskartofselstelle. Hechler. DemOberbürgermeister zu Gießen unb ben VürgermeistereienberLanb- ?e mci nben bei Kreises wirb empfoh- en, vorftehenbe Bekanntmachung in ortsüblicher Weise z u veröffentlichen. G i e ß e n, den 8. Januar 1919. KreiSamt Gießen. I. B.: Dr. <5 i c g e r t. Berichtigung. In Absatz 6 ber Bekanntmadpmg der LandeS- kartoffelstelle, betreffend Hödsttpreis ber Spätkar- toffeln auS ber (Ernte 1918, vom 30. Tezember 4918, ist insofern ein Versehen unterlaufen, als c5 dort heißt: ,,Bei Lieferung ausschließlich Sad frei Keller des Bestellers kann höchstens ein Zuschlag von 0,90 Mk. »u dem Höchstpreis von 6Mk. ssür den Zentner und bei Geslellltng von Säcken von 0,30 Mk. für den Sack als Leil)gebühr gefordert werden." Der Erzeugerhöchstbreis beträgt nicht 6Mk., sondern, wie mit Fettdruck in der an gezogenen Be- faimtmadyimg hervorgeholvn, 5,50 Mr. für ben Zentticr, wozu eine Ausbewahrungsgcbühr von 5^5 Pf. kommt. Neben bklen Sätzen können bie Zuschläge von 0,90 Mark unb 0^0 Mark gefordert werden. Dem Oberbürgermeister zu Gießen unb ben Bürgermeistereien Der Landgemeinden des Kreises wird empfohlen, oorftcbaibc Berichtigung in ortS- lüblichcr Weife zu veröfsaitlichen. G i e ß e n, ben 8. Januar 1919. KreiSamt Gießen. 3-53.: Dr.Siegert | Kaufgesuche | Ziege, bie anfangs März In mm . ah kaufen gesucht. Dcbaki l. Angev. uiu. 01 UN an den Gien. Ainetg. erb. Haus 8—6 Zimmer, in Glesien ob. 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Uebernehme ttßlongeii. Schrift i. Anqeh.uHi.0irn an b. Gießener Anzeiger. An Abendkursus im We hnährn, 7tliefcn unb Ctovie« fönnen noch einige Sckü- lerinne > tcilnebmen. Fr.'n Mchott, ome Walltorstraste 241. 3nnn. flouftnnnn, 23 I. oll. ev.. Iurbi mit lunger' gebtld. Dame zwecks fpät heirat in Briefio. z treu Aiigeboie mit Bild werb, eriniinldii unter ßiifirtier. oröfuer ?i ckr. u 01126 n. b. «eschaftsn. b. Girtz. Ä. Bekanntmachung 9h. F. R. 200/12. 18. K. R. A. Im Austrage des Reidisamts für die wirtschaftliche DemobÜmachung wird folgendes angtefrbnet: Artikel I. Tie üktanntniadnmg Nr. Bet. 200/10. 18. K R A_, betreffend Beschlagnahme von Ferngläsern, sowie von Objektiven für Photographie und Projektion, vom 5. Oktober 1918, tritt außer Äta|L Artikel II. Tiefe Betamttmachung tritt am 15. Tezember 1918 in Kraft. Berlin, den 15. Dezember 1918. KriegSa.. Trohe, Wteseck und Winnerod: der letz genannte die Orte: Dellers- beim, Hungen, Inheiden, Obbornhofen, Trais- Horlvfs imb Utphe. Maurermeiiier ober sonstige ge-ignete Bewerber. die in den vorgenannten De irken ihren Wohnsitz haben und beassich igen, sich um lleber- tragung erner dieser Stellen zu bewerben, wollen ihre Gesuche unter Anschluß von Zeugnissen über etwa bestandene Prüfungn unb sri.herige Be» schäftigimg bis zum 15. Februar b. I. bei uns einreichen. Gießen, den 16. Jarruar 1919. KreiSamt Gi ßen. I. V i EellariuS. Bcrordnuug über den Verkehr mit Esel-, Maultier- und Maul- eselsleisch. Vom 2 Januar 1919. Auf Grund der Verordnung über KriegSmaß. nahmen zur Sicherung ber Bolksernährung vom 22. Mai 1916 (Reichs^Nesetzblatt S. 401) bzw. 18. August 1917 (Reichs-iAesetzbl. S. 823) wird verordnet: Artikel 1. Tie Vorschriften der Verordnung über Pscr esletich vom 13. Tez.ml»er 191G R ichs- Gesetzbl. S. 1357) bzw. 14. Juni 1918 iReichs^e- setzblatt S. 655) finden aus Gicl,_ Maultiere unb Maulesel, bie zur Schlachtung bestimmt finb, imb aus bas Fleisch dieser Tie« entsprechende An, Wendung. Tie zum Ankauf von Pferden zur Sdslachtung, zum Betriebe des Rohschlächtergewerbes unb zum Hanbcl mit Pferdefici sch er: eilte Erlaubnis gilt aud) für ben Ankauf von Eseln, Maultieren und Mauleseln zur Schlachtung, für den Betrieb deS Sdstächtergewerbes hinsidstlid) ciescr Tierarten unb für den Handel mit bereit Fleisch. Artikel 2. Tiefe Verordnung tritt mit bem Tage der Verkündung in Shraft. Berlin, ben 2. Januar 1919. Ter Staatssekretär des Rcichscniährung-amtS^ Wurm. Bekanntmachung Betr.: Tie Wahlen zur verfassunggebenden hessischen Volkskammer. Die Abstimmung finbet Sonntag den 26. Januar 1919, von vormittags 10 Uhr bis abends 8 Uhr. statt. Gießen, ben 15. Januar 1919. KreiSamt (vi'ßen. __________________I. V.: Wclcker.__________________ Vetr.: Wahlen zur Nationalversammlung. An den £ftibürg:rnvaftt’r ;n Gicßen imb b» Bürgermeistercicn her Landgemeinden bei Kreises. Tas Staatsministerium hat die Hcssisdie Zentralstelle für bie Laubesstatistik im Einverstänbuis mit dem Herrn Wablkommissar beauftragt, die bei den Wahlen zur versassunggebcndeu Teutschen Na- tionalvenammlung und zur verfassmiggellenden Volkskammer der Republik Hesien notn-enbigai statistisdien Arbeiten durdiziisühren. Von ben Wahlvorstehern sind die Wahlergebnijse auf der Ihnen Angegangenen Irudfadx auf schlcwügstem Wege Der Zentralstelle mitzuteilen. Gießen, den 15. Januar 1919. KreiSamt (stießen. ________________I. B.: Welcker. Betanntmachung. Betr.: Felblierefti-gung Stciilheim: hier btti II. Abschnitt. In ber Zeit Dom 1. bis einschl 17. Fcbr. 1919 liegen im Gern inb. Haus zu Striuhcim bie beiten der Besidstanbsaufriahme, nänilich: 47 Bmlitierui'gskacten, 2 Bände Be ivstai bSverzeichutsse, 3 Bände Gütergesckwsse, 1 Band Zusammenstellimg ber Gütergeschosse znr Einsicht der Beteiligten offen. Tagfahrt znr Entgessennahme voii Einwendv»» gen hiergegen findet da'elbst DienStag den 18. Februar 1919, vorm. 8 — 9 Uhr, statt wozu ich die Beteiligten mit ber Anbrohmqs einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwen» düngen ausgeschlossen sind. Die Eimveubung-.'n sind schriftlich, mtt©rihw den versehen, einzureichen. F r i e d b e r g, den 6. Januar 1919. Ter hessische FeldherrinigungSkommissär: Schnittspahn, Regi rungs ar. Junger Landwirt, 27 J>. öl’, siicki ilefnnntfrti. mit lunger, vermögend Land- winsiockter zwecks lunt t’ciroi. Angeb. unt 01124 weiden enu. unt. Zu sich, grö iier DiSkr. an die (fle- ickäfiSst. deS (flieh. Anz. Landwlrteeohn. 2.'i Jahr--, sucht Bekannt, schall mit Tarne ent für. Alter» au» der Tiadi zw. spät. Heirat. Schr. Ana. um 01210 an den G. A. Sol. Äräufcin, 26 I., m. '«dell. Bergangenb., Ipnt. etro. Vermög., in Geschält kät., wünsch, bie Bekanntschaft eines fol. jg. Herrn zwecks späterer frei rat, Angebote unter 01223 an ben Gießener Anzeiger. Brenner Dackel, a. den Namen Muck hör., emL Abzug, geg. Belobn. ui Nadrnngddcrg 8. Fräulein, 26 Zähre, mit Rinbr. Kind i.Mnobei, sehr bnn»l. n.fpnrf.jvünfdit sich bald zu verheirat Witwer mit Ktndein nicht nutzge- schlossen.Lchriftl Ang.unt. 01222 a. d. Gien Anz. er& in- mii Verkant v Anlianltäten, Möbel« ganzen Einrichtung. Alt» eisen, sow. alten von mir geführten Artikel«. 38D Louis Rothenberger. Freitag nackm. goldene Ubr mit Monogramm und Bierziosel verloren« Gegen Hobe Bel abzug. 20eft-2lulnne <>2 p. Verloren Ulng in. rotem Stein zw. Philos.-WalduLudivlgitr Abzug. Blgoarokitr. 10 L Belohnuug 10 Mt. OUflO