Samstag, 20. Dezember 1919 169. Jahrgang Erstes Blatt heil.) Deutsche Nationalversammlung 10 :■ ein Antrag auf Vertagung vor. öbe (So».) beantragt dazu nament- 134. Sitzung. Berlin, 19. Dez. 1919. Vizepräsident Lobe eröffnet die Sitzung um Uhr 20 Min. Erne Anfrage des Abg. Kunert (Unabh.) m. 298 lex -ietzener Injdget rridxtni taalid), außer Sonn und Ferertag«. Bezugspreis; Monatlich 2 Mark, xiiettel)äbrüd) 6 Mark kinlchlrebltch de« Bestellgelds- durch die Bost viertelsäbrlich 6 "Mark ausschließllch Bestellgeld. Fernsprech - Anschlüsse: für d«e fcd)nfiltitunaH2 L erlag,Geschäusstelletzl AnIchriltsiirTralUnach- iid)ifn: Lnzeiger Sletzea. Postscheckkonto: Sronfjurt a. M. 11686 Annahme von Anzetgea s. die Arttieeiumimec vls zuinNachmittag vorher. Stets ißt [ mm höhe für ii.eiuenD.34mm Brette örilt r, 15 bi, auSioäitf 18 Bf., für Äektamea von 70 mm Breite 48Bs. nebft 20*/. Seiieiungfr zuidilag. Be, Ptay- ooefct’»ri’i200/ Autsckstag. Hauvtichri tleiter: Aug, Goeg. Vecaulivorltich für Politik: Aug. Goey; für de>i übrigen Teil: Dr. Reiuholü Zenz; sur den AiczecgeMect: p. Beck: säinltich in (Sieben. Ein- und Ausfuhr erfolgen darf. Der Renhs- tomrnifsar kann ktne Befugnisie auf bie Autzcu- bmb.ls stellen übertragc'n. Tie lvsrehenden Sen* trolstelleii feilen in AußenhanbelsfLllen mngenxrn- belt werden. Grob Thüringen. Weimar, 19. Dez. (Wolff.) Der Dolfs- rat von Thüringen hat in seiner Heutigent Sitzung den voln Meininger Landtag in seiner Denkschrift vom 12. Dezember 1919 gestellten Bedingungen über den Eintritt MelicingenS in die thüringische Staatengemeinsdstrjt ein* mütig zugesttm nrt und beschlossen, eine Kommission einzusetzen, die die Beziehungen zum Reich regeln und neue Verhandlungen mit Preußen in die Wege leiten soll, zum Zloecke der Abtretung preugiscl>er (Gebietsteile an die thüringische Staatengeineinschaft. Durch den Beitritt Meiningens zur thnringi- scl>en Staatengemeinschaft ist rmumehr der Zusammenschluß aller thüringisclstm Gliedstaaten, mit Ausnahme von Koburg, das in Bayern aufgehen will, erfolgt. Sche'.drmann Oberbürgermeister von Kassel. Kassel, 19. De». Der ehunalige Ministern Präsident Pl-üchp Scheibemann ilt am Freitag von der Stabvevordnetenverstimmlung von Kasscl mit 48 Stimmen der Sozial de- mo (raten und des Zentrums »um Oben* li-ürgerm erster gewählt worden. Tie De uw traten und die Rechte gaben 38 weiße Zettel ab. ödntbe- mann ist bereits in Kassel eiugetvofferi und wird aas neue Amt am 1. Januar an treten. Er hat sich verpflichtet, auf jede ferne« politische Tätig-, Ecit, mit Ausnahme der aus seinem Mandat für die Mtionalversammlung, zu verzchicn. Ein Attentat auf Marschall French. London, 20. Dez. (WTB.) Haoas. Am Freitag wurde in Dublin auf den Vizekönig oon Irland, UtandxKl French ein Attentat verübt, das ihn aber nicht verletzte. Lo n do n, 20. Dez. (WTB.) Havas Zu dem Attentat auf Marscipll French wird berichtet: -Die Angreifer waren in der Zahl von 15 bis 20 Mann. Um dem Automobü des Marschalls den Weg zu rersperren, hatten sie einen Wagen in die Straßenmitte gestellt. Als das Automobil an die versperrte Stelle kam, wurde eine wal-re Salve darauf abgegeben. Der Chauffeur tonnte aber sehr geschickt den Wagen umfahren und baoontommen. . Der Wagen, der dem Automobil des dNarfchatlS folgte, wurde durch eine Bombe fast vollständig' zerstört. Nur der Elxrusfeur blieb unverletzt. Im dritten Wagen befanden sich Soldaten, die das Sier der Angreifer emnbertcn. Wahrend einiger t knatterten beständig SdjüfTe, worin sich der m explodierender Bornlvn miidjte. — Im Unterhaus erklärte der Staatssekretär für Irland über das Attentat gegen Lord French, daß bilder einer Hecke hervor vier Bombcm geworfen ivurden und einer der Attentäter auf der Straße l'djofj. Dieser wurde von der Lord French begleiten* oen Militärestorte sofort erschossen. In seinem Besitz befanden sich zwei Revolver. Die Attentäter, die sich hinter der Hecke befanden, konnten (im slüchlen. Natürlich müssen die Gehälter und Löhne der wirtschaftlich Schvachm bann erhöht werden und nicht etwa bloß um 40 PvozeM. Llbg. Mumm (D.-.N) begründet sodann die Interpellation bett. Ein- und Ausfuhr: Während die gebundene Wirtschaft im Julande auch vielfach aufrecht erhalten nnrd, wo sie mtwirischaftlich ist, sind ®in> und Ausfuhr in Wirklichkeit planlos. Dentfrite Unternehmungen und Grund und Boden tommen in die Hand des Auslandes. Die Kindersterblichkeit wächst ins Ungeheure. Wir haben so viel neue Verordnungen, daß die Behörden sich selber nicht mehr äugten neu. Die Kompetenzen der Behörden sind nicht genau abgegrenzt. Gewaltige Summen sind nutzlos vertan. Es wird ärger mit jedem Ta« Will die Regierung nicht endlich gegen diese Mißstände vorgebm? Miniiirr Schmidt: Sie (nach rechts), die Sie die (Sinnxuibcrung aus dem Osten beflogen, haben sich früher nicht gescheut, den Arbeiten' aus dem Osten men schm unwürdige Wohnungen anzubieten und sie wie das Vieh zu bc'banbcln. (Zuruf redete: Unerhört! Umualyr!) Weser die Einfuhr noch die Ausfuhr ist frei; sie stehen unter Kontrolle. Das Ernährungselend unserer Kinder entrüstet uns alle. Aber gerade Herr Mumm hat gegen jedes Friedensangebot geschrieben! Der Friede zwei Jahre früher hätte uns allen das Elend erspart. Sie wollen die Freiheit deS Handels? Nein, die Freiheit der Ausbeutung! (Lärm recksts.) Wir bemüpen uns, Futtermittel ein zu- führen. Aber soviel Privcllkredtt, wie bafür nötig ist, ist nickst auszutreiben. Herr Dr. Hugo will den freien Hairdel und will die Löhne entspreckstnid hevaufsetzen. Dann müßten wir 10 Mark Stundenlohn zahlen und dann hätten wir erst recht die Katastrophe. Die Regst-rung wird dem Volke sagen: Hier (nach rechts) sitzen die Brotoerteuerer, die aus der Konjunktur ihren Sondernutzen ziehen wollen. (Beifall bei der Ädehrt-eit, Lärm rechts.) Das deutsche Volk muß unabhängig sein von irgendeiner Jnteressencligue. Ohne die Regierung loben zu wollen, kann ich sagen, in diesem Jahve ist auf wirtschaftlichem Gebiet Ungeheuves erreicht worden. Hinter der Hilssbeveitsdraft derjenigen, die den freien Handel heute wollen, steht ein materieller Beigeschmack. (Beifall bei der Mehr- 2lus dein Ueiche. Helfferich und der UitenuchunliSanSschnß. Berlin, 19. (WTB.) inxt.e Untersuchungsausschuß des uarLureetttarifer fefigriettee Geldstrast richtet. Gründe liegen nicht vor, die Strafe zu rmäß gcm. Tie am 17. Nvveml^r 1919 verchingle G l-Iträfe wird aufgebsbcn, da in diesem ^iixritcn Fall nicht Geldstrafe, sondern nur Zivangsltafl -nlä'sig.gewesen wäre, eine solche nachträglich aber nickst fest gesetzt nx-ricn Cann. Berlin, 19. Dez (WTB.l Im Dolksnnrt- schastsaus'chuß der 9fatümalDctfammTung wurde der Entwurf ituer Vevordnung ü er die Außen- hande lskvn trolle nmh ten Beick lü stn ber- Reichs rate angenommen. Nach der Vetrrdnung wird der R idtewirtid-aftsrnrirteer ern'äch igt, Ausfuhr unb Waren jeder Art mit der Wirkung zu verbieten, daß nur mit en geplante Vorschrift emtreten, wonach der Amtsrichter bei Vergehen und Uebertrctungen bann, tovitn der Angeklagte keine Eimvendungen er liebt, ohne Zuziehung von Schössen zur Hauptoerhandlung schreiten kann. Weiter wird der Kreis brr Laien, die in der Strafrechtspflege mitwirken, beträchtlich erweitert. Als Schöffen und Geschworene werden auch Frauen herangezogen, hauptsächlich bei der Aburteilung von Frauen und Jugendlichen. In diesem Falle sollen bei ben Amtsgerichten ein Mann und eine Frau, bei den Strafkammern ein Mami und zwei Frauen und bei den Schwurgerichten sieben Männer und fünf Frauen als Volksrichter berufen werden. Damit wird erreicht, daß bei Frauen und Jugendlickien fein endgültiger Schuldspruch gegen ben Willen der Frauen erfolgen kann. Dienstboten sollen nicht mehr vom Vol^srick^er auSgeschwsseii werden. Ebenso wird die Ausschließung des Lehrerstandes, soweit es sich mit den Ruck ichten auf die Schul- pslege vereinbaren läßt, beseitigt. Die Auswahl der Schöffen und Geschworenen erfolgt in der bisherigen Weise. Als Vertrauenspersonen sind dabei m Zukunft auch Frauen zugelassen. Die Vertrauenspersonen sollen in gleidjer nnh gelieimer Wahl gemäljlt werden. Die Schöffen sollen nicht mehr zu 5, sondern zu 7 Sitzungstagen herangezogen werden. Die als Geschworene vorgeschlagenen Perionen sollen nicht mehr durch Mitglieder des Landgerichts einer Siebung unterzogen werden. Es sollen nicht mehr 30 Hauptgeschivorcne ausgelost und täglich aus ihnen die Bank gebildet werden, sondern es wird für die ganze Periode von vornherein durch öffentliche Losziehung eine feste Geschworenen- bank gebildet, so daß künftig für die Periode statt 30 nur 12 Personen in Anspruch genommen werden. Das Recht der Beteiligten, einen Geschworenen ohne Angabe eines Grunds abzu- lehnen, wird beseitigt und durch die Whichnung wegen Besorgnis der Befangenheit ersetzt. Von ben sonstigen Vorschriften ist noch folgendes hervorzuhcben: Um die Staa^sanwalt- schaft in den Stand zu setzen, d«s Ermittelungs- versahren selbst burchzuführen, soll sie enger mit der Polizei verbunden werben. Einern alten Wunsch der Anwaltschaft wird dadurch entsprochen, daß bie Möglichkeit einer Bestrafung wegen Ungebühr beseitigt wirb. Schließlich wird das GerichtsverfaffwigSgesetz an bte neue Reicl)s- oerfaffung angepaßt. Ferner wird die nötige Folgerung daraus gezogen, daß nach bet Verfassung niemand zur Benutzung einer religiösen Eibesform gezwungen werden darf. Gichemr Anzeiger General-Anzeiger für Gberhefsen 3®iUhtg$ninbbniösfen- Beridtfen. Bei ben bisher ausschließlich aus Be- russridstern besteh nben Strafkammern sollen lünftig in der Haupt Verhandlung zwei Berufs- ndster und drei Schöffen zusammenwiröen. Die Schwurgerichte bestehen nach wie vor aus der Ridsterbank, besetzt mit drei Berufsrichtern und aus der Gesdnvvrenenlxmf mir 12 Geschrvvrenen An der Besetzung ber Strafsenate, der Oberlandesgerichte und des Reichs- g e r i d) t e 5 wird nicksts geändert. Die Zuständigkeit der Amtsgerichte umfasst im ivesentlichcn die Sachen, die bisher zur Zuständigkeit der Sdwfsengeridste gehörten, ober ben Schöffengerichten zur Berl)anblung und EirtsdZridung überwiesen werden tonnten und die bisherigen StraiTemmeriadxm. Ausgenommen sind nur bie widrigeren Preßsachen, |ür bie die bisher nur in Süddeutschlaud und Oldenburg eingeführte Zusländigtoit der S chw u r ger i ch te ans das ganze Reich aitegcbefmt wird. Andererseits werden einzelne Seertircdjen, k,v-ie Urlimibenfäll'd)ung, ftalfdjbeurhmbiiitg und Amtsuntcrschlagung, den Schavurgeridsten genommen und ben Amtsgeridsten übertragen. Im übrigen bleibt die Zuständigtleil der vom Volke hod>gehaltenen Schwurgerichte unverändert. Den Landesjustizverwaltungen wird die Befugnis eingeräumtt, die Entscheibimg der StrafsadLU für ben Bezirk mehrerer benachbartei Amtsgerichte einem von ihnen ganz tixr teilweise zuzuweifen. Die Strafkammern entscheiden als Gericht zweiter Instanz auf Berufung überall da, wo in erster Instanz ein Amtsgericht erkannt hat. Tie Zuständigkeit des Reicksgerickts und ber Oberlandesgerichte zur Entscheidung über Rechtsrügen gegen Urteile ber Strafkammern wird beweglich gestaltet, so baß bas Reichsgeridst nur da einzMreteu Hot, wo seine Enlsd^idung zur Wahrung der Rechtseinh.stt geboten ist. Weiter werden bie Ol^rlandes Gerichte verpflichtet, in allen Sachen eine Entscheidung des Reichsgerichte l)erbeizuiuhren, wenn ein Ol>er- landesgericht von einer Entscliribung bte Reichsgerichts oder eines anderen Dberlanbedgeridjte abweichen will, oder tvenn es zur Klärung einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung eine Entscheidung des Reicbsgeridsts zur Wahrung ber Rechteemhell für gejoteu hält Nachtrag Vermiete Mietgesu immer 1. „Zur Andacht"! Prozession lFeierlicher Auf-1 Gestalt eines Xheotrrtxlkl*- |na) P_. thm, (^nn eniot May; 2. 'ingrmljtr I von Humpertincktz „Hänsel Kltzung dcr Sta-tveror-neten. Gieren, 19. Dez. 1919. Durch verschiedene Umstände Haire sich die X. L an au, 1^. Dez. Landral Schmid, der seit November v. I. an der Spitze der Oermi chte». Sin englischer Dampf.r g‘fünfen. London, 20. Dez. (WTB.) DavaS. Llovds wird aus Saigon gemeldet, daß der brunche Dampser „dionshiag" aus der Üöhe von Porsols mit Mann und Maus un- tcrgegangcn ist. Der Dampfer hatte 530 Passagiere und die Besatzung an Bord. Nur 37 Eingeborene konnten sich retten. ordnungsmäßige SteridMerÜtttiung wurde. Mvosdon unb Bolz (Sok). Dagegen stimmten die Stadtverordneten Kreil ng, Krausmüller, Naumann. Neuenhagen und Wenzel (T B . Bierman». Edel, tzöhn, Noll und Simon (Dem ), Faber. flling, Kromer und Sfhmabl (T N ), Goertz. Grobe und Dachtel (Z), Michl und Stimmer 'freit Bernni- gung), sowie Lderbürgermeiü-r flt Irr unb öd* geordneter Rosen targ. Der Antrag Fourier wurde ,'omü mit 11 gegen 21 Stimmen a b* gelehnt. de» Fl»«»,- Sport. Gieren, 20. Dez. Auf dem Sportplatz an der Darbt finden morgen Fuß^allwc trimme t«s Vereins iür Rosenspietc 1900 e. V. Adlig. Fuß- ball, gegen BollfpieteElub Wetzlar stall. Stadtverwaltung genötigt gcsel»en, einen Teil der Tagesordnung bet für nachten Montag oorge- iehenen Stedtverorditetensitzung schon heute zu erledigen. Sdtianurirriie wurde die Presse erst im beeten Augendricke, eine Viertelstunde wr Sitzungsbegimi, von der beabfid'Laeaen Villa J'/butfl o ö. H. Hin 7.31 »d gtiesflo.b.fflu iD?l*9ne^. akri i^mtner.^ohn ■ «iifrt 3*Ainnn( F«J tu vertnnf 1 Elite *$8ne 3.0 r;, Vohn ne( i?*mpr;öobn- M n 2 dir X "Konten (Mh 'J"? „m9bn • brllerer, ■ “mnMner ,>flm L.' "Milcht. ' umer 02< Jfff lui EV'mmet r 25*"frei >. ^enn* SvS? CnttoflDigitne brr etabtwrortnrtm. Bei Beratung des Voranschlags bähe bk Fraktion der U. S. D beankraat, den Mitglieder» der Stadtverordnetenversammlung, der Teput* timren, Ausschüi e und Lvurmi Itonen Entschädigungen au gewähren. Der Finanzausschuv, der sich mit dieser Frage befaßte, hatte den Anträge stellt, daß den Mitgliedern der Stadtverorb- uetenversammlung, Deputationen, AuSschü fe und Kommissionen mit Wirkung vom 20 Juni 1919 an für die Teilnahme an den Sitzungen eine Vergütung in Höhe des entgangenen Arbeitsver, diensteS gewährt werden soll. Stadtv. Fourier sU. S. P) beantragte, daß sich die Stadtverordnetenversammlung für Go» Währung von AnweienbeitSgeldern oder einer Pauschale aussprechen möge, Da der Antrag feiner Fraktion bte Tätigkeit der Stadt verordneten oev» iammlung in Vorkriegszeiten im Auge gehabt hätte und nicht mit der ungeheuren Mehrarbeit. Die wenigsten- einem Teil der neuen € tabue» ordneten erivachsen sei. gerechnet hätte. Die Stadtverordneten S ch m a h l Neuenhogen lT. Bpt) und Ebel (TemJ erklären, daß das Amt eines Stadtverordnetem (Fbrflu amt sei und bleiben müfk; fit lehnten daher bei Antrag Fourier ab. Auf Antrag des Stadtv. Sch mahl fT.1t) wird zunächst über den Antrag Fourier namentlich obgestimmt. Dafür sind die Stadtverordneten Baum, Beckmann, Fourier, M-ner. Mattm und Weih (USP ) und Diener, Lorrn,. Mann, »* '$to S*»JS 'T' SS« ter <”/' 'i'So Für bunbf • hiryr Sltvnl. sur ilsisinüllt ^Obcrbürsk ^KD.rTOurt frfeutguw ßtoirr Vx-r, WC 2 aul eben' Die «ns nasldine M 2cd kmtr ein schanlwg von zt die ranzlci der zxrbandes o .Achter und ix iSi.6i8 Gie! «ogelilbutzv u0 öemüliflwfl Mich genebmi Bum »on; lasse mürbe S fcrflrmr trag w Ve'usni lurg in Fraiien übt Ter Antrag img bet Sl Mirn £ir>ung der tigr&iriniu des Arbeite saht, weiter bii Kellen an bi Die Grt Obfrbirrgeri hm die betannt durch es die Ba ßnitbrn harten, 2{$rd?c und Schute. 0 Gedern, 17. De». Die Dahl zum Krrchen vo r stand ergab die Wiederwahl der sämtlichen bisherigen Mitglieder: Altburyermei» itrr Nripel, (Lari llarl II., llhnnian Oknchcrm IX., Johannes Dondorf IV., Deinruh Franz IL und Postiekretär Mehring wurden einstimmig en bloc angenommen. Einzelheiten aus der Besoldungsordnung für städtische Beamte müssen wir für untere Montagsnummer iurüdüdlen Bei der Uobnregelung der flabtifdxm Arbeiter entspann sich eine längere Debatte über eine formale Unklarheit der Kommissionsbeschlüsse, durch die die verheirateten Arbeiter vom l. November bis 1. Januar 1920 um 10 Pf. pro Stunde besser gestellt werden. Zu einer ausüi.-bigcn Aussprache, die dauernd ins p-al irische Gebiet adichweir.e, fütnrif tte Stellungnahme z u dem Bauern* streik im Landkreis Giesten, durch den tic Milchversorgung bet Stadt ernstlich gefälwdet war. Alle 81 ebner waten sich darin einig, dah dieser Streik unter allen UnrsLnden $u nerurtvilm war. Tas Ergebnis des Streiks ist für die Stadt Giesten eine abermalige Erhöhung de S MilchpreiseS, der sich nunmehr ab 22. Te-ember auf 1,08 Mark pro Li er stellt. AuS dem übrigen Teil der Beratung erwähnen wir, dast den Stadtverordneten eine Entschädigung für entgangenen Arbeitsverdienst zugebilligt wurde, ferner einen Protest gegen b i e Dor führungen eines hiesigen Lichtspielhauses. Die Sitzung wurde seit längerer Zeil wieder von Dem bis'er erkrankten Oberbürgermeister Steller geleitet. W Beginn der Sitzinm 6,15 llhr. Anwesend sind: Oberbürgermeister ffeHer, öd geordneter Tr. Rosenberg, iorvie mit Aus* na Iw der Stadtverordneten Diehl, Eichert, Er* Hord, Qhitdin, $Tv.l. Marx, Müller, Otter. Sommer, Urftabt, BcllerS und Winn, 32 Stabtoer- ortmete. Zu Urkund-Personen werden die Stadtverorb- ncten Naumann und Noll geroiUt Oberbürgermeister Keller teilt mit, dost Fabrikant Güs'av Bock, 0>i tzm. der Stadt ein Kapital von 25 000 Mark übemne'en ba'x. Di ^in en dieser „tzfu sta v - Bo ck - S t i s t u n g^ fallen jur Veranstaltung von Volks ko n»er- t e n bienen, die der minderbemittelten Bevölkerung gegen freien Eintritt rugänglich gemacht werden kollen. — Tie Stiftung wurde aus Vorschlag deS Oberbürgermeisters von der Stadtverordnetenversammlung „mit dem Ausdruck des tirfiten Tantes für den hochherzigen Stiftet" angeironnnfn. Ter Schristfühter verliest nun folgende Eingabe der israelitischen ReligionSge- meinde und der israelitischen Religi- onSgesellfchaft: „Das Verhalten der Schüler der hiesigen höheren Le dran stak en gegen die jüdischen Mü* schulet und die erschreckende Verrohung, die sich in Steinwürfen nicht nur nach Prioatwohmmgen andern auch nach den h-iden isra litit'chen Gotteö- lwusern geteilt bat, nötigt uns, an den &Ttn Ober* bürgermeistrr und die Stabnx*rortmefm*9enomm» lung das ergebenste Ersuchen \u tich en. ihren ganzen tatsächlichen wre moralischen Einfluß dahin Sltend zu machen, daß in den Schulen von deren ilern wie Lehrern die niedere Gesinnung, ander diese befrüb nben Ausschreitung^ hervonvach* en, bekämpft und die Schule sich ihrer Aufgabe benTußt werde, in erster Linie wohlgesittete Men- itben her an ju bi Iben Wir haben da- Vertrau*n, daß Männer aller g. Esch Wege, 18 De^. Der 30jährige verheiratete Eisenbahnardeiter Gimbel von hier, Kriegsteilnehmer unb Inhaber des Eisernen Kreures l. und 2. Klasse, tnurbe gestern aus bQn Güterdahnhof Kassel—Rothenditmold durch eine Rangicrmascyine übersahren und getötet. Verwaltung des Landk^etfes £>anau steht unb seit 3 Monaten vorübergehend im Mini, sterium des Innern in Bcr.in tätig ist, wurde zum zweiten Bürgermeister der Stadl Düsseldorf gewählt. )( Morbura, 19. Dez. Zum Vorsitzenden des für den LundgerichtsbeKirk Marburg ui bildenden Wuchergerichts wurde Landgerichts rat Geh. Iustizrat Klingenbiel ernannt. chOberstein (Nahe), 17. Dez Tin Diamantschleifer von hier hatte für 100000 Marl Diamanten unterschlagen. In seiner Wol)- nung wurde bei der Haussuchung ein großer Teil der Steine wiedcrgefunden. Er wurde von der Strafkammer Saarbrücken wegen Unterschlagung zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. tttre^.'limmcr iütblaüci öerrt-chmmei' r eien und Tairl Jtifaufen ^cutn V8u Aus Stadt nnd Land. Gief.en, den 20. Dezember 1919. Sparsamkeit im Gasverbrauch. Nach enter Bekanntmachung im Anzeigen teil unseres Blaites wirb die Belteierimg der Bewiebs- werke mit Kohlen infolge verstärkter Ablieferung an die Entente last ganz in Fra,e gestellt werden DaS Gaswerk verfügt nur noch eine kurze Zeit über flotten und muß den Betrieb noch weiter einfdjränten oder gar ein stellen, rormt die ÄsttrnAiifubren andauernd unguteidynb sind oder ganz auSbleiben. .... Die GaSverbraucher werden daher nachdrücklichst ermalmt. mit dem Gas so spar am als mSa* lich umzugehen. — Wähend der Sperrtest, also von 8—107, Uhr vormittag-, von 1 */»—4 Uhr nachmittags und von U Uhr abends bis 57, Uhr früh darf Gas der Weitung unter teilten Umständen entnommen werden. Der Rcichskommisfar für bte Kohlen Verteilung hat anneorbnet, daß das Aufgeld für Gasmengen über das zugeteilte Quantum unbedingt erhoben werden muß, sonst werden ttf Koblenzufuhren für das Gaswerk Gießen gesperrt oder noch weiter eingeschränkt. Mit der Einziehung des Aufgeldes ist betritt begonnen. Wcihuachtsferien. Die Wechnachtsstrien an den Dosksschnlen werden einheitlich mit Denen der höherim Schulen f.st* gelegt, von Montag bat 22. Dezember bis Samstag bat 3. Januar. Vcbcnämittcl. •* Lebensrnittel marken. Die am Fveitag den 19. und Samstag den 20. d. Mts in den Bezirken zur Ausgal-e gelangenden Hader* und Nälrrmittelkarten sind bis fpätestens 24. Dezember 1919 einer VerkaufSiteile zur Eintragung ihrer Firma uni) fübtreinmng der ZVotttrolladschitrlle vorzu legen. •• Brennhol z. Dir verweisen aut bte im Anzeigenteil mit geteilten Ab gäbe tage. Veranstaltungen SamStag: Stadttheater, 7 lHyr, „Die Sieb- aehniÄtrigen". — Getm-rks^hai^ltaus, 8 Uhr, Ber- fannnlimg der tenthnännifdm unb techni djen Angestellten. — dotel Groscherzog, 3Vi Uhr, Wn> nachtsfest des BürgerknrdergartetrS. 6 Uhr Weihnacht skest des .tzeimganens. — LichtspieshauS, ©djnttnt brr Bergangcnh-it", „Nrreusauber". — Lichtspi. le, Seltersw«^, ..Ter Srorpirn". Sonn tagt Sttibtth-atcr. 3 Uhr. Wilhelm Tell, 7 Uhr. Eim- Ball nacht. — Gaf6 Leib, 11 Uhr, W ihnach'stest des sl.^lkSkindergar'ens — Ott-rheisiichr Kimstverein, ©entöl. ments ergeben habe, daß Stadtverockmrt-n-Ver^ iaminlimg inib Boaintenfchaft mu der am 29. April dieses Jahres beschlofsi-nen GehaltSregeluna nicht zusriedeit seien. Die Stabt per roaltung fei zu Aendc- rungen bereit und werde den Wünschen der Beamten in roritgrtenbem Maße enlgtgentomnum Für fundamentale Neuerungen lehne sie aber die Verantwortung ab Vor allem müsse die (finteitlid)leit mit den übrigen hessischen Stabten auf.echt erhalten bleiben. Weiler sei die 3eit nicht mehr ferne, wo die bringenb erwünschte eiirbeitlidK Besoldungsgrundlage für Reicks-, Staats- unb städtische Beamte erreicht sein w rde. lieber die Vienberungen hoben der Aeltestt trat mit FrnanzaiiSfrhuß unb Rechte-auSfdmß unter £»in* znzie.'nmg eii'es vom BeamwnauSsdm'; Ite immtrn Ar beitsausschufseS in mehrenm langen SiYun gen beraten unb eine Vorlage beschlossen, bte auf Antrag des Stadtv. Edel ^Dem.), dem sich lämt- lick« Fraktions'ülkrer anschloisen. auch vom Plenum ohne Debatte einstimmig en bloc angenommen wurden. Lohnerhöhung der städtischen Arbeiter. Die derzeitigen Stunbenlödne der städtischen Arbeiter betragen in ben vter Rlaifm: 1. 1,05 bis 1,25 Mk., 2 1,15 bis 1A. Mk, 3. 1,25 bis 1,45 Mk. unb 4 1,35 bii l.V IRt. Tie Otorijlien Arl>e»ter beantragten nun eine Er- böinmg dreier Stunbenlämie um ie 1 Mk.. aber unter Ausrechnung der in diesem Jahre bereits gewährten Teuerungszulagen unb Befchaffunzs- beibihen, so daß die eheftitt Ertötsung 60 Pf. pro Stunde betragen würde Eine gern.fOrte Kommission, die sich mit bleiern Ersuchen beiafje. ftt4ug vor, ab 1. November d. IS die Shaibenldtyne für Verheiratete um 55 Pf., iür Lebige um 45 Pt zu erhöhen. Danach mürben rüdtoirfenb ab 1. No- oeml>er in den vier fllasien Verheiratete erhalten: l. 1,00 bis 1.80 Mk., 2 1,70 bis 1.90 Mk, 3. 1,80 bis 2,00 unb 4. 1,90 bis 2,10 Mk: Le- bige je 10 Pf. weniger. Diese Regelung würde pro Jahr eine Mehrausgabe von 530 000 Mark er ordern, axr>on die städtischen Bcknete 300000 Mk. auftuteingen hätten, währe ich der tstest von 230000 Mk. von der Stadtkaste |u über» itehmen wäre. MU der Erweiterung, daß fiele Sätze biS Ende Mar» 1920 Geltung haben sollen, wurden diese Vorschläge von der Stadtverordnetenversammlung einstimmig • " o: Jtnge* genommen wurden. ' 1 Sin WufWenb der Araber. Amsterdam, 19. Dez. (Wolff) Der ,,Tele- graaf' melbet aus London: Dre englische Blätter berichten über einen ernsten Aufstandder Araber in Mesopotamien. Die Stabt Bhczez- yjx (?) wurde von arabischen Tntap'n genommen Unb die dortigen Regierungsgebäube vollkommen eingeäschert. Erne größr-re türfifcb ataixidx Be- toegrutg ist im Gange Türkische streit» trifte rücken am Euplnat entlang in der Richtung Bagdad vor. Es besteht d«e Gefahr, daß ein Zusammenstoß mit dm britischen Truppen erfolgt. Die Lage ist sehr ernst. Lll5 dem besetzten Gebiet. ---- Mainz, 19. Dez. Das französische Ober-Miliiör-Polizeigertcht verurteilte zwct hiesige Frauen zu je 10000 Mart Geldstrafe, ba sie sich „wegen Gebrauch eines unerlaubten Telefons vergangen hatten". $>auptberatintg4pLm fte waren ein jmr Befoldungsordnung für städtische Beamte sowie eine neue Lohn regeln n g der städttichen Arbeiter Beide Punkte wurden trotz ber damit verbundenen neuem großen frnan»ieilen Belastung der Stabt verhälmismaßig sch eil ertet-igt. Die Vorickläge der wvtirmiuioiten gefangenenbetmkehrstelle vom 23. Dezember bis 1. 3 amt ar 1920 einschlleßlich gefrfjlofiai. Weihnachts - Po st verkehr. Tie Arbeitsräume des tzauptsteueramts sind am 25. d. Mts, dcm ersten Weihnachtsfeiertage, von vormittags 10»/, bis 12 llhr zur Abfertigung von aus heg Auslande eingehenden Weihnachts-Postpaketen geöffnet. •• T ie Verordnung die Verfügung über Brennholz betr. ist im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes veröstentlickt. Wir machen auch an dieser Stelle baraw auTmerffam ** T i e Weihnachtsfeier des deutschen Jugendbundes Gießen gestern abend war ben Absichten der Veranstalter ent- sprechend recht gelungen. Die mufilalifdxn und deNamatorischen Vorträge, tüchtig wck gut gemeint, haben den starken Beifall der Altersgenofien und Ellern vollkommen verdient. Im Mittelpunkt der Feier stand die Rede von Profefjor S dj i 0 n über Weihnachten in der Notzeit des Vaterlandes, deren Sinn in kurzen Worten folgender war: Weihnachten 1919 ist Kriegsw.nl>* nackten, das schwerste, unb das lehrreichste. In den Weihnachten 1914—18 ist die seelische Verfassung von froher Zuverficht herabqesunken bis zu den grauenhaftesten Enttäuschungen und härtesten Zukm'ftsauSsichten. Einen inneren Höhepunkt in dieser Reihe stellt Weihnachten 1916 mit seinem deutschen Friedensangebot dar, einer Tatsache, die kommenden Geschlechtern ein geschichtlicher Bew-is deutscher Sittli.tfeit fein wird. Merk- würdig genug ist, baß gerade die Weittrachten solche Marksteine für die deutsche Sode wähnmd des Krieges waren, unV es könnte sogar die Frie- denssehnfucht, die Liebe zur Menfdcheit, die im beutfdxm Christfeste ausgedrückt ist, und die Erwartung einer endlichen, ruhevollen, herzfrohen veimkehr für das schnelle Weichen der Front und die Austösung der Verbände beim Revo- lutionsbeginn mitbestimmend gewesen sein Aber. — und dieses Aber ist eine Mahnung zur Ehrlichkeit, zur Einsicht, zum Berantworrungs' geiühl für die nadjfommentxm Gescheckter — es ist Versündigung an der Liebe, über der weichen Sehnsucht bet Lerzen das Dore Denken zu verlieren und was man liebt, preiszugeben, wenn der böse Nackidar es haben will. In der Trüdnis dieser dunklen Weihnacht sollen wir Geschichte sehen und die Gesdüchte nickst vergessen. Jedes der einzelnen Kriegschriltfeste steht unter besonderer Färbung unb das von heute vor allem unter Dunkel unb Bangigkeit. Nie vergesset, soll nxrben, daß dieses Fest von den noch gvjangcnen Brüdern in Frank oeid) her in besonderer Beleuchtung steht D,e Ge- scknckste dcr sechs Kriegsweihnacksten soll in allen Geschlecktem unoergesten bieiben, damit einmal wieder frohe, hohe Seite gefeiert werten können Landkreis Gießen. ga. Et tingS ha u sen, 16. Dez. Bei der wr einigen Togen hxw a(igel>il‘enen Treibjagd wurden 7 Reh.' und 3 Skalen geschissen. ! Klein-Linden, 17. Dez Bei d r letzten Viehzählung imirden gezälllt: 19 Pferde, 355 Stück Rindvieh, 16 Gdtafe, 300 Ziegen. 343 Schweine, 1680 Stück Gcslligel und 220 Kaninchen. X Wieseck, 19. Dez. Unsere flirchen - 0 r pe l l>at sich in diesen Tagen festtäglich gekleidet. Im Krieg mußte sie ihre glänzenden Zmn- pfeifen im Prospekt Jxrgdben unb bot einen traurigen Anblick. Nun hat die Orgelbauaniialt Forst e r & Nicolaus in Lich 37 neue Pseifen aus Zink, dauerhaft unb faub.T aluminiert, bergefhelli und eingebaut. Ueberftcigt der Anschaffungspreis mit 559.50 Mk. auch um 300 M7. die für die allen Pfeifen während deS Krieges geleistete Ent- Idiäbigung, so glaubte der Kirchen vor stand doch einmütig, mit der öergebunp dieser Arbeit nickst mehr luorten zu dürfen. Die Anschasfungskvsten steigen iwch dauernd, und eine weitere Verzögerung deS Einbaues hätte bas seit 19 Jähren stehende Werk durch fvnschreitcnde ^kwnrinigimg unb Verstaubung ernstlich bedroht. Eine gründliche Reinigung und Jnstanbietzung der wertvollen Orgel soll zwischen Ostern unb Pfingsten 1920 ftattiinben. KreiS Lauterbach. Q SB em ged, 18. Tez. Unsere Gemeinde tat eure neue Glocke erhalten. Die Glocke, die vvn der Firma Franz Schilling Sö'.me in VLpofba agrößten Zusricdenhit gcli.tert nmrte, hat ein mtgenncht von 325 flilogauiun und kostet iricht ganz 2600 Mark. dellen-Rassim. tzranzöfische Werber. --- Frankfurt a. M., 19. Dez. Die Werbetätigkeit znni Eintritt in die französische Fremdcnll gior. von der wir berichteten, jntdet durch das ijicc stationierte französische Abschnittskomnurnho nad^rüdHcpe Förderung und Unterstützung. Die Agenten — leider sollen es wieder deutsche Verräter fein — ^ehen im Hause des Abschnittslommandos, ^aunusanloge 9, ein und aus und stellen teil- 'veife scl>on Laufle Monate in französischen Diensten. folge der RepimentSmnsik deS Rrickswehr-Jnf.- nenvolksbund gibt jedem der 25 000 Frank- RegtS. Nr^3d (Clcnnulihneiiter W Vö.eri statt:' furter Vvlksfckrulkinder rin Wcrbnach ,>7esckrnk in . a»---rr.--_ anbd unb Industrie, Direkttvn der Disconw-Gesellfckaft, Gewerbebank zu Gießen, Hessiicker Bankverein A -G. unb die Mittelbeuttcke Grebtibanl. Tie Bezirkssparkasse hält am Samstag den 27. Dezember ihre Geschäftsräume geschlossen. Ter Zw-igverein vom Roten Kreuz unb tne ftTvy»aeianflenenbeunlelyrfielle Gießen, Alle Klinik. Cu’bigftrofce, hallen die Geschäftsräume ihrer sämtlichen Abteilungen ebenso die Kriegs- zur Beaufsichtigung einer Betriebsstätte auf dem Lande (Nabe von Nodheim) gesucht. Eignet sich für mögl. verheirateten Ztgarrenmeister oder energische Krieger- winve ulro. Borken,»lnisse nicht erfordert. Schriftliche Angebote unter 14217 D an den Gießener Anzeiger erbeten. 11 Pf. Tüchtiges Jüngere eeergis* Barne aus quter Familie wird zur Mitbearbeitung Babnbofttr fväter ges. 1406S Babnbofttr. 40 l. Zum 1. Januar Steinitrane 11 v. des Gießener Anzeigers erbeten. preiswert z. verkauf. Isisllsnsngsvoro Eine Frau Laufjunge mit der geschäftlicher, privater und politischer Angelegenheiten zl>m baldigen Eintritt gesucht. Schrift!. Angebote unter 14218 an die Geschäftsstelle Lehrer für Unterricht t. Buch- slihr.ing, Rechnen. Handelslehre ulro. sofort gesucht. Dchr. Angeb. u. 14214 a. d. G- A- Stallerzcugerpreis...... Berssürung an bte Adclkerei ... Vergütung an die Finna Grieb als Obcrverteilungsstelle Vergütung an die MilchhänÄler (Austräger) ......... zur Ausgabe von Waren u- zu Lagerarbetten ufro. gesucht »um 1. I. 1920. Schriftl. 'Meldungen mit Lohnansprüchen unter 14UZ an den Gieß. An». der Lage ist, den Ches zu vertreten, von hiesiger Firma gegen hohes Salär gesucht. Schriftl. Ang unter 14031 an die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. Neustadt 53 Laden. 014644 Kaufmann allen kaufmännischen Kenntnissen, Organisationstalent besitzt und in Einige gut erhaltene IMiqs- tafei mittags gesucht 14242 MäuSburg 4. Neuapostoiische Gemeinde Gottesdienste: Sonntag nachmittag 3'/, Uhr 7905 Mittwoch abend 8 Uür. Zwei gewandte jüngere ttorrefpondentensinnen) die flott stenographieren und auf der Schreibmaschine schreiben können zum möglichst sofortigen (Eintritt gesucht. Schr. Ang. unt. 14186 A an den Gietz. Anz. der Milch ixm 60 auf 80 Pf. für den Liter zu eratoingcn. Tie Land^-Milch- unb Fett siel le fei bereit, diesen erhöhten Preis ab 1. Januar 1920 bewilligen. Für Gießen sei die Lage sehr ernst gewesen, daß die LebensimtleldemUatian bet Aus sassung war. diese Ertzölptng sofort (ab 17. Tcz.) gcwälnen zu müssen. Ter Klcinverkauss- vrcis für Vollmilch werde mm 1,08 Mark für den Liter betragen müssen. Dieser Preis setzt sich wlgendermaßen zusammen: - _ 80Ps., 15 Ps , rveme berühren sich!) Er, ^Äann, fei übetjetrgt, 1 daß weder eine Regierung aus den Parteifreunden i des Stadtv. Kling noch eine unabhängige Regierung mehr Nahrungsmittel liefern könnte, als tatsächlich vorhanden seien. Tic bärtigen Verhältnisse seien durch den Moralischen Tiefstand, rn erster Linie eine Kriegsfolge, verursacht. So verfütterten die Landwirte ihre Milch pm Te il lieber (rien Ferkeln, als daß sre sie den hungernden Srinbcnt der Städte fruEommcn ließen. Ter Redner spricht weiter des lüngcren über Krieg und Revolution usw. und erklärt zum Schluß, daß die Arbeiterschaft in dem Augenblick einig zusammenstrlien werde, wenn die Rechte zum Schlage ansholc. (Zuruf des Stadtv. Kling: Tie Unabhängigen werden nie mit Ihnen gehen!) Oberbürgermeister Keller ermahnt die Refa- ner, zur Sache zu sprechen. Die Stadtv. Naumann (Dtsch. Vv.) und Michel ((Fr. Vereinig.) wünschen, daß im Gießener Anzeiger morgen eine Erklärung über hie Ursachnl der Milchpreiserhöhung veröftentlicht werde. Stadtv. Michel (Fr. Vereinig), der den Bauernslreik ebenfalls auss tiefste bedauert, r..,t weiter an, daß mm cnblid) mit der restlosen Er- fasiung der auch wirklich vorhandenen Milch Ernst gemacht werde. Stadtv. Fourier (U.S.P.) sucht in längeren Ausführungen Stadtv. Mann (Soz.) zu widerlegen und richtete abermals scharfe Angriffe gegen die derzeitige Regierung. Stadw. Frau Lorenz (Soz.) und Frau Martin (U.S.P.) bedauern die Erhölmng des Milchpvcises und regen an, daß die Sicht der minderbemittelten Bevölkerung einen Teil tzicftr Laßen abnehme: besonders zvriegshintrrbliebene, Zkriegswirtven usw. würden ganz außerordentlich unter dieser Verteuerung der Milch zu leiden haben. Stadtv. Beckmann (USP.) ist dafür, daß auch der Bauer auf seine Rechnung komme und daß ihm höhere Prnse für seine Erzeugnisse zu be- tmUigen seien. Dies müsse aber eine Grenze haben. Die Bauern seien jedoch unersättlich. Man dürfe aber auch die Schuld der Regierung nicht vertusckxm wollen. Wenn die Regierung auf diesem Wege weiter gebe, dürfe man sich nicht wundern, wenn die Bevölkerung eines Tages zur Selbsthilfe greise. Stadtv. Noll (Dem.), der im Auftrag der Lebensmitteldepntation in Großen-Buseck unterhandelt fyibc, erklärt, daß der Streik dort ausgebwckfen fei, roeil eine vor vier Wocknm in denAauernbund in Friedberg zur Weitergabe an die Regierung eingcveichte Eingabe unbeant- wortet geblieben sei. Die Ursache der Verzögerung sei, wie ihm versichert wurde, in Friedberg zu suchen. . . Stadtv. Schmahl (Deutschnat.) miBbukgt das Verhalten der Bauern auss schärfste. Der Redner weist ferner bar auf hin, daß von den Gerichten alles geschehe, was möglich sei. Wenn die Stadw. Mann unb Fourier nach Neujahr selbst beim Gericht mitwirkten, könnten sie sich hiervon überzeugen. Stadtv. Naumann (D. Vp.) erweitert die Anregung von Frau Lorenz dahin, daß nünderbe- gf' Maurer u. Handlanger können noch ehttretcn bei Birkenatecfc & SchntlflT. Krästiaer, intelligenter 14-Zlmwer-Wohag. m. all. Anbei). gefnch!,evlt. Hans- taiifch neneu Billa in Bad Homburg v d. H A- 1- 1-, 1. 4. ob. 1.7. 20. Schr Ang. uni. 135H6 a. d. Gieß. 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W n lehne fit aber dir #«, Sinusse die Einfaitlichlch Llädtrn aufitdn erbaltri reit mchl mehr ferne, ite . einheitliche Besoldung Dtaatj. unö slädlischc $e> gen haben der Aeltesf: ml Recht^mSschnh unter $>iiv nmtenansfchuf, be immtn tebrenm langen Sifnmgm :lw bei'chloncn, die ack e l iDenri, dem sich iämt< nschlofsen, aud> wm fclo stiinmig en bloc an. Dagegen tocerm bte Stadtv. Lltng, Shumer und Schmoll (Deutschnatl ), Gvertz und 9Rid)d (Zentr.) und Michel (Freie Verernig.i. Dafür stimmten die Stadw. Baum, Berkmann, Fourier, Meyer, Martin und Weiß ^U.S.P.), Diener, Lorenz, Mann, Moosdorf und Volz (Soz.), Areilmg, Krausmüller, Namnann, Neuenhagen und Wenzel (Dtsche. Vp.), Biermann, Ebel, tzöhn, Simon und Noll (Dem.), Faber (Deutschnat.', Stimmer (Freie Vereinig.) und Grobe (Zcnw.), sowie der Oberbürgermeister und Beigeordneter Rosenlerg. Ttt Antrag des Fina n zaus- fchufses wurde also mit 26 gtgen 6 Stimmen angenommen. Tas Baugesuch der Firma C. Kling- spor für Tammstraße 35 wurde nach den Beschlüssen der Baudeputation mit einer kleinen Aen- derung angenommen. Hundesteuer. Ter Antrag der Deutschen Vvlks- partei auf Ermäßigung der Hundesteuer von 40 Atark auf tic ursprüngliche Höhe von 20 Mark, dem sich auch der l)iefige Verein für Hundes Port angeschlossen batte, wurde nach kurzer Aussprack-e gegen 4 Stimmen abgelehnt. Für den Antrag sprachen die Stadtvv. K r a u s m ü l l e r (T. V.) und Noll (Dem.); dagegen Oberbürgermeister Keller und die Stadwv. Michel (Freie Vereinigung) und Goe r tz (Ztr.). Stadw. Fourier (USP.) erfiärte, für den Antrag gestimmt zu haben, wenn er die vollständige Beseitigung der £)unt«efteueT, die eine indirekte Steuer sei, verfolgt hätte. Das Sprunggeld für Zuchtbullen wurde von 3 Mk. auf 5 Mk., für Z u chteber von 2 auf ebenfalls 5 Mk. erhöht. Die Anschaffung einer Schreibmaschine zum Preise von 1200 Mk. für das Wohnungsamt wird nachträglich genehmigt. — Es wird ferner ein Kredit von 3000 Mk. zur An- schassmtg von zwei weiteren Schreibmafcknnen für tne Kanzlei der Stadtvenvaltitng und das Versicherungsamt zur Verfügung gestellt. Die Gesuche des Provinzialverbandes oberhessischer K.aninchcn- z ü ch t e r und des Schwarz- und Blanlohklubs von Hessen, Sitz Gießen, loivie des Geslügel - und Bogelschntzvercins Gießen und Umgegend um Bewilligung von Ehrenpreisen werden nachträglich genehmigt. Zum Kontrolleur für die Armenkasse wurde Stadtobersekrctär Keitzer bestellt. Der Armendeputation tvurben auf Antrag die Be'nguis e der Sladtverordnetenversamm- Iimg in Fragen des Zwangs- und Fürsorgeerzie- hm^gsgesetzes übertragen. Der Antrag der U.S.P. über die Bewafs- vung der Studenteti schäft nmrbe bis zur nach!len Sitzung zurmkgesle.lt, e'^nso der Puntt der Tagesorditung, der sich mit den Kosten des Arbeiter - und Soldat en rates besaßt, weiter die Besetzung Don Lehrerstelle n an de r Volksschule. Die Erhöhung des Milchpvcises. Dberbürgermdfter Keller ftobettc zunächst kurz to betannten Vorgänge der letzten Tage, wodurch es die Bauern durch Ablieserungssperre ver- stunden lyätten, eine Erhölmng des Stall Preises sofort gesucht. Offerten mit Gehaltsangabe an Maschinen-Werke zu Srantfurt arfe Worte eigen den Vauemstreik finde, der doch nie seine Stimme erhoben habe, wenn durch Streiks der Arbeiter, Bergarbeiter unb Eisenbahner lebenswichtige Betriebe stillgelegt wurden. Stadtv. Mann (Soz.) ».rrounbirt sich, daß gerade die Stadtv. Fourier und Kling gefunden ijälticn, unter der früheren Regierung sei es viel besser gewesen. (Zuruf des Stadtv. Kling: Ex- nritteftm Stubern wn bwi Stobern an aufwärts bte Milch billiger abgegeben werden möge. Stadtv. Mann (So».) wendet sich gegen die Ausführungen des Stadtv. Fourier. Erne Partei, dic die Absicht habe, die Regieruna »u stürzen, statt zu stützen, könne mcht fordern, bau diese Regierung den Bauern gegenüber ihre Macht »eige. Stadtv. Naumann (D. Bp.) beantragt so fertige Bsechlußsassung über die billigere Abgabe von Milch an Minderl'emittelte. Öberbürgcrmeifter Keller bemerkt, daß die Stadt zurzeit 300 Millionen unproduktive Kriegsschulden habe und daher neuen Ausgaben gegenüber vorsichtig sein müsse. Zur Frage der Milchpoeiserhöhmtg sprechen noch die Stadtverordneten Naumann (D. Vp). Oberbürgermeister Keller, Gwde (Ztr.), Martin U.S.P.), Oberbürgermeister Keller, Weiß (U.S.P.), Kramer (D. N.) und Naumann (D. Vp.). Die Killüvechältnisse in Giehen. Stadtv. Goertz (Ztr.) erhebt im Namen seiner Frank tio n schärfsten Protest gegen die Vorführungen eines hiesigen Lichtsvielunternehmens, die talmdilii) das sittliche und religiöse Empfinden der Bevölkerung aufs tiefste verletzen. Für die SBcibnaditi- tage sei „Tie Prostitution, 2. Teil" vorgesehen. Er bitte die Stadtverwaltung, mit ihrem ganzen Einfluß dahin zu wirken, daß berartige Mitzstände beseitigt werden. Oberbürgermeister Keller bemerkt, daß es jetzt keine Zensur mehr gäbe, lieber die Anlegung der süddeutschen Regierungen auf Wiü>-ieinfüh' rung der Zensur falbe die Reichsleitung noch leinen endgülttgen Beschluß gefaßt. Stadtv. N a u m a n n (D. Vp.) erTIätt, daß sich die hiesigen Frauenvcveine dies ein Prvteft an sckstießen. Weiter fragt sie, ob es nicht möglich sei, daß die Sittenpolizei diese Vorführungen un- möglich mad)e. Frau Naumann teilt weiter mit, daß 'die Kinobefttzer verpflichtet seien, sämtlich.- Filme einer Serie, die ihnen von der Zentrale übenviesen würden, zu bringen. Von dem Prvtosc versprech: sie sich nicht allzuviel, glaube vielmehr, daß dadurch ent recht weitere Massen zu diesen Sckiundfilmen hinge lockt werden. Oberbürgermeister Keller glaubt mcht, daß sich die Zuständigkett der Sittenpolizei aus dieses Gebiet erstreckt. Stadtv. Neuenhagen (D. Vp.) crTlart,ban die Polizei selbstverständlich zum Cinfchreiten vor' pflichtet sei, roe.tn es sich bei diesen SVüwoorfüfa cuitgcn um mtsittlich Truge farndele, man müsse die Polizei darauf aufmerksam machn. Stadtv. Mann (Soz.) fordert dic Kommuna- tificrung unb Sozialisierung der faesig?n Kinos. Olerbürgermeister Keller bemer.t Hti^u, daß das Gesetz über die Sozialisierung der Kinobetriebe noch nicht vorliege. Stadtv. Wachtel (Ztr.) stellt fest, daß die Kiiwmrtentehmen der gewerbeordlichcn Konzesiion miterliegen mid daß man diese Konzession den Besitzern evtl, entziehen könnte^ Schluß der öifentlichn Sitzung nach V-B Uhr. buche zum sofortigen Eintritt einen töcht. 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LP. Danksagung Nachruf Herr Johann Reutelshöfer Amlsgerichtsral Lodwig Holdeier (xx-x-x) m gamilie Philipp Böhmer III Frankoniae-München (F. M.) Heuchelheim, den 19. Dezember 1919 Die Angestellten der Gewerkschaft Friedrich Trais-Horloff, den 18. Dezember 1919 XXX Schirmer 024529 Todes-Anzeige Christian Heller 1 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: im Alter von 79 Jahren. Meline Scriba geb. Groß Die trauernden Hinterbliebenen i*ia Lieh, den 20. Dezember 1919. Gießen und Eichelsdorf, im Dezember 1919. 14228 Die Beerdigung findet Montag nachmittag 3 Uhr statt. Verkaufe | Aale kauft laufend jeden Posten i 024(501 zu verkanten. Wiesenttraste 3. Diener SoHtnmantcl j zu verk. Bülheim. Slr.23IL 150 Zentner 024548 Nah. £cbntfftr.l5 I. r. gcfudjL tauft ju MBöhm ^v^m/r53. Neuer ‘l?liiiditcpuid> 2X 3 m. prima Qualität. lWnbe'troert250O-:M)0ü3)L lürd Oödjitnebot zu üert Lchrnti. Angebote unter 02E an den Giest. Anz. ßebt nuttiM» erhalten. V*u zu verlausen. 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Die heutige außer» orbenllicl)€ Hauptversammlung der Bude- rusfchen Eisenwerke besch oj aus Antrag der Verwaltung das Grundkapital um 4 OOO000 Mark durch Ausgabe von 4030 Stück bproz. Vorzugsaktien mit evtl. sünsfaclftm Stimmrecht zu erhöhen; es sollen vorerst 25 Proz. aus die Aitien cingezahlt werden. Die Aktien wurden zu pari begeben, sie bleiben 15 Jahre lang syndiziert. Wettervoraussage für Sonntag: Vorwiegend bedeckt, meist trocken. Temperatur wenig geändert, westliche Winde vorherrschend. ** Kriegsgefangenenheimkehr. Die aus der Insel Malta untergcbrachtcn deutschen Gefangenen und Internierten in Stärke von 1020 Mann haben die Insel kürzlich verlassen und sind über Venedig, Jns- bruck in dem Lager auf dem Lechfelde cinf- getroffen. Von dort wurden die Hcimgckchr- tcn in kleineren Abteilungen in ihre.Heimat transportiert. — Gestern abend 3/<7 Uhr trafen etwa 350 dieser Malta-Heimkehrer aus dem hiesigen Bahnhof ein, um später teils nach Norddcutschland, teils nach Rh.nnlnnd-West- falen tveiterzureisen. Unter den Zurückgekehr- ten befanden sich viele Deutsche, die jahrelang in Aegypten ansätzig waren und nun den Verlust von Hab und Gut beklagen. Letzte Nachrichten. Bayern irD der Einheitsstaat. München, 19. Dez. (WTD.) Im bayerischen Landtag gaben am Schluß der ly.utige.i Sitzung die Fraktionssührer Erklärungen zu dem Beschluß der preußischen Landesversammlung betreffend die Ecrichtimg des deulsch.m Einheitsstaates ab. Abg. Held lohnte namens der bayrischen Volkspartei alle daraus abziclenden Bestrebung.n ent schicHeu ab. Abg. H ä b e r l e i n erklärte namens der deutschen demokratischen Partei, daß in der Weimarer Der- fasstmg der Weg gewiesen sei, wie die deutschen Volksteilc die gegenwärtige Gliederung im Nahmen des Nciclies auf "dem Boden der Verfassung verbessern könnten. Ein überstürzter Versnch auf Her- stellimg unbeschränkter Neichseinheit märe eine ernstliche G fiihrdung der mühsam errungenen neuen staatlichen Grundlage. Die sozialdemokratische Partei erklärte durch Abg. Prosit, daN sie der organischen Herbeiführung des deutschen Einheitsstaates syntdikatisch gegenüoerste^c und daher tvünsche, daß die bayeriscl-e Staatsregierung mit der Reichsregierung in Berlwnblungen eintrete. Namens der bayerischen Mittelpartei erklärte Dr. Hilpert, daß seine Partei auf dem Boden der Reichseinheit stehe, iebod) auf färderativer Grundlage, weil der Versuch der gewaltsamen Auflösung der Einzelstaaten die nationale Zukunft vernichte. DeÄ-alb vor allem erhebe die Partei gegen ihn den schärfsten Widerspruch. Der bayerische Bauernbund lehnte nach bet Erklärung des Abg. S t ä de- le den Einheitsstaat entschieden ab, während Tüt' e l für die USP. erklärte, daß die Durchführung des Gnheitsstaates ihr Hauptziel Jet und daß sie die Regierung aufforderte, bei der Reichsregierung dahin zu wirken. München, 19. Dez. (Wolff.) Tie Korrespondenz Hoffmann meldet amt.ich: Mit Rücksicht auf die Beunruhigung, die in der Oeffeutlichftit durch die Verhandlungen der Preußischen Landesversammlung wxt die Schaffung des deutschen Einheitsstaates ausgelöst wurcen, wandte sich tte lntyerisckte Regierung telegraphisch an die Reichsregierung mit der dringenden Bitte, so bald wie möglich die Regierungen der Länder zu einer Besprechung die,er Angelegenheit zusammenzurufen. Die Schiffahrtekonfercnz. Paris, 19. Dez. (WB.) Havas. Der Oberste Rat wird loahrscheinlich mo gen eine Sitzung aü- halten. Das Datum der nächsten ßrmmeiifui.fi der gemischten Schifsahrts7omecenz Mit den deutschen Sachverständigen ist noch nicht bestimmt. Von den deutschen Sachverständigen wurden genauere Angaben über die Meuge des Dockmate- rials, das sie als Kompensation für Scapa Flow anbietcn können, verlangt. Verschiedene Auskünfte, die von den Deutsck>en gegeben wurden, stimmeit mit den Ziffern, welche die Sachverständi.'.en der fcairzösiscl-en Kommission, die in den hauptsäck)- lichsten Häsen Deutschlands, be anders in Danftg, Untersuchungen vornahmen, au gestellt ha'en, nicht überein. Tie Antwort wird erwartet. Inzwischen wird die Prüfung der beutfdxn Gegenvorschläge von den beteiligten Regierungen fortgesetzt. C'NstlischeZiftaretten große und kleine Quanten sofort lieferbar. Preis uro 'JUiillc: I. «orte, k-Banderole, Heller Tabak, groircs.voll.Format in IvcrPacknnaMk.265.—, II. «orte, k-Banderole, bell.Tabak. rciueWare, run co Format in 10er Packung Mk. 25«».— gegen ittachnahme ob. 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Kommunion d. Jungrrauen. 8: Austeilung d. hl. Kommunion. 9: Hod>amt m. Pr. 11: Hl. Mesie m. Pr. Nachm. 41/2: Jungfrauen- Kongvegation. 51/»: Ehrisien.ehre: dar sakrament. Brutvrschaltsandad t. — Tiajxo.L-Gottesoicnst am 21. Dez. In Lich: 9 Uhr. Geld Brief 19. Dez. Weid Brief 18. Dez. rpd)|diu(iiad^ric^km — Von der Technischen Hochschule T a r m st a d t. Ti: ZaA der Studieren-en, Hörer und Gäsle im WintrwsemLster 1919/20 beträgt 2415 (2<1 Tamenl g'-yen 1793 im Sommersemester. Darunter ftu t rten Archi ektuc 213, In geginnt rweseit 361, Maschinettl-ap 661 (banniter eine Dame), Papi-rrnsenieurwesen 59, Elektrotechnik 336, Chemie usw. 259, Allmnneine Mteilung 56, hierzu kommen 440 Gast«. Sie gehör en svlgenden Staaten an: 987 Hessen, 1027 Preußen, 102 Day-rn, 44 Badenser, 33 Sachsen, 29 Hamburger, 21 Elsaß-Lotlwinger, 20 Württemberger usw. Dem Ausland gehören an: 62, danmter 15 Oesterreicher, 8 Schweizer, 7 Rorw'ger, je 4 Rus scn und Livländer, je drei Pvlen und Ungarn, je 2 Schweden, Eslländcr, Nord-Amerikaner, Argentinier und . je 1 Bulgare, Böhme, Kurländer, Tschecho-Slowake, Ukrainer, Brasilianer, Türke, Chileaner, und 1 ohne Staatsangehörigkeit. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag den 21. Dezember. 4. Advent. In d Stadtkirche. Vorm. 9>/s Uhr: Psr. M chr. Naämr 3: Weihnachtsfeier d. Kinder'.'irche d. Matthäus- u. Marlusgem.: Pfr. B:ck.r. Abds. 5: Musiial. Weihuachts ei?r d. Mrcheitge'angrevnns. — tzn d. Jobanneskirche findet d. LM-lenersparms halber an diesem Tage Fein Gottesdienst statt. — Sonntag, 21. Dezember, vorm. 10: Kirchberg. Nachm. V/2: Mainzlar. Mittwoch den 24. Dezember. In d. Iohannesiird)?. Nachm. 3: Weihnachtsfeier d Kindertird-e d. Lukasgem: Pfr. Bechtols- heimer. Nachm. 4: Weih achls eier d. Kindertirche d. Fohannesqem.: Pft Ausfeld. 1 Weihnachtstag, 25. Dezember. Kollelte für die Kleinlinderschulen. In d Stadt.ird-e. Vorm. 9'/»: Pft. Becker. Nachm 5: Pfarrasl. Schcher. — In b. Johannes- firdx Vorm. 9'/-: Pfr. Ausfeld. Beichte u. Feier d hl.'Abendmahls f. Lukas- h. Jolxrnnesgem. ®ie Gemkindepfarrcr erbitten vorherige Anmeldung. Nachm 5: Pft. Mchtolsheimer. II Weihnachtstag, 26. Dezember. In d. Stadtiirdre. Vorm. 9'/»: Pft. Mahr. Leichte u Feier d. hl. Aben.dmahls f. Matthäus- n Markusgem. Die Gemeindepfarrer erlitten vor- le i e Armcl>ung. Nad»m. 5: Liturgischer Gottesdienst: Pft. Becker. — In d. Iohaiuiesli^. Vorm. 9V2: Pft. Bechtolsheimcr. Abds. 5: P>r. Auswld Am Sonntag nack) Weihnachten r28 Tezemberl findet der Kohlenersvarnis halber nur Gottesdienst in der Handel. Berlin, 20. Dez. Börsen st immungs- bild. Auf die gestrigen Kursstürze der Valuta- und Auslandswerte trat beute eine Reaktwn ein. Die Spekulation beeilte sick), die gestern wahllos aus den Markt gewordenen Papiere zurückzukausen. So ergabeit sich autzerordent.ich starke Kurserhö- hmtgen, die bei Canada u.rd einigen Nebenwerten des Kolonialmarktes über 100 Proz., für. die anderen Valutaaktien 50 bis 70 Proz. betrugen. Auch Petroleumwerte waren stark erholt. Von diesem Umschwung profitierten auch Moiitanwene, doch sind die gestrigen Verluste nod) nicht eingeholt. Der Rkmtenmarkt zeigte ein festes Ansselx-n. Frankfurt a. M., 20. Dez. Börsen- stimmungsbild. Die gewaltigen Knrsrück- schläge, die gestern eintraten, waren vielfach auf das Erlahmen der Kauflust zurückzusührrn. An der geftrigen Aheisdbö.rie trat auf Rückkäufe eine mäßige Erholung ein. Das Geschäft blieb heute ruhig, loas aus die bevorst hend n börsei'losenTage zucückzufüh- ren ist. Noch den gestrigen Ersahrurrgen fd)iea man etwas vorsichtiger geworden zu sein. Jmmerhru stellten sick) Auslandspapiere teilweise anfthnlich Höller. Kolonialpapiere wa:en g fragter und die Kurse zogen größtenteils an. Schantungbahn gewannen 45 Proz, Genußsch>'ine wurden zu 1300 gelsairdrlt. Dir Haltung des Montanmarktes war vereinzelt fester. Deutsch-Luxemburger gewannen 11 Vroz, Gelsenkirdiener stell e:r sich auf 193,75, Adler-Kleyer auf 251 und Daimler aus 251.. Zell- stofs Waldhof gewannen 2V? Proz, SiemenS-Halske 10 Proz, Lothringer-Hütte 61/2 Vroz. Heimische Anleihen bekundeten feste Tendenz. Goldmexitaner gewannen 20 Proz. B i starker Nachfrage wurden später Lombarden gesucht. Tie Börse schloß wesentlich ruhiger. Privatdiskont 4 Proz. Frankfurt a. M., 20. Dezember. Devisenmarkt. Nehmt österreichische Kinötr auf! Dos hessische Gesamtministerium hat die Veichszentrale für Heimatdienst, Landesabteilung Hessen, Darmstadt, Altes Palais, damit betraut, die reitmeise Unterbringung österreichischer Kinder im Freistaat Helfen zu vermitteln. Um eine Zersplitterung zu vermeiden, wird gebeten, alle Bereitw.liigkeitserklä- rungen an diese Stelle zu richten. Der Reichszentrale für Heimatdiönst, Landesabteilung Hessen, wird ein Landesausschuß ongegliedert, der die Verteilung der Kinder, den Anmeldungen und Wünschen ent- spreck)end, übernehmen soll. Um den Familien die Aufnahme von Kindern zu ermöglichen, hat das Landes- ernährunasamt z'igesagt, die nötigen Lebensmittelmarken zur Bersugung zu steilen. Wer nicht in der &tge ist, ein Kind in seinem Haushalte aufzunehmen, der kann sich trotzdem an diesem Hilfswerk beteiligen, indem er der Gesckstjftsstelle dieses Blattes zu diessm Zwecke eine Geldspende überweist. Auch wir Hessen wollen durch dieses Hilfswerk zeigen, daß wir dem österreichisck>en Brudervolk in seiner Not treu zur Seite stehn. Die Not ist unendlich groß. Die Kindersterblichkeit zumal in Wien hat ein erschreckendes Maß angenommen. In der letzten W'.uhe sind in Wien 300 MensckM mehr gestorben, als geboren wurden. Tie noch lebenden Kinder sind derart entkräftet, daß nach einem uns vorliegenden Privatbriese auf dem Transport von Oesterreich nach Süddeulschland von 25 Kindern acht an Entkräftung gestorban sind. Diese erschütternde Tatsackre muß das letzte Zögern überwinden und die gastliche Hilse unserer ländlichen Bevölkerung, die sich in den Kriegsjahren den Stadtkindern-gegenüber erwiesen hat, auch für die verelendeten österreichischen Kinder zu erwecken. 20. 12. 19.12. 20. 12. 77,50 77,50 77,50 65,75 64,50 64,62 60,- 59,50 60,37 — _ — 60,SO 61,— 120,- 120,25 — . — 176,- 264,- 267,50 149,50 179,75 179,87 127,50 147,50 149,- 127,50 124,- — _ — 116,50 128,- — _ — 117,50 118,— 118,75 — . — ns,’; 118,50 113,— 220,- 221,50 293,— 201,75 206,- — . — 292,- 294,50 155,- 227,25 227,- 166,- 150,- 155,- 273,- 160,- 167,- — _ — 271, — 270,50 441, — 460,- 463,- 236,- 315,— 231,- — . — 230,- 142,- 140,- 241,- — _ — 240,- 255,- 251,- 260,- 209,75 209,- 206,50 — . — 251, - 248,50 — 1 — erungen. Datum: 18.12. 19.12. van Baerlc & Co.. Worin* tu Ith. Gegr. 1833. Dem Alter schafft —--j----------- Dem Alter scnanc VCtltC 11 helft VC Haemacoladi Juge-dkraft T « w* t c- • 1/1 Erhältlich in den Apotheken, Drogerien und ein sc 1 iffifron Geschäften. 12853 Rtttenweg 2) van Htttrle’s Generalvertreter: Hinket &< o..Cn**el, Lulherstrnlle. 5. Fernruf 1896. Zahle 50 Mart für ein KIg. zrauenhaare Süsfinö Mützen-Fabrik für Studenten, Schüler, Uniform und Zivil Jul. Lehrmund, Bahnhofstr. 61 Mützenmachermeister Neuanfertigung u. Reparaturen aller Formen und Arten, auch bei Zugabe des Materials. mwm Größte Auswahl in Mützen! Blaues Tuch für Real-Gymn. wieder eingetroffen. Wochenpfiegekurs! Mehr. Stellen frei. Antr. 1. Jan. od. früher. 3mon. Kurs in. üaatl. Prüf. Lehra. 92 M. Meld. in. Lebenslauf, Bild, ärztl. (Yestindhetts^eugnis an l Üliüil. Ibiio.^racfli it, füijcii. o»i« 5-rnrus 517 Eine Aneahl Photogr. Apparate zur Räumung des Lagers unter dem Freis abzugeben; ebenso empfehle sämtL Bedarfsartikel Kreuz-Drogerie Äug. Noll Bahnhofstrasse 51. infl,c Samstag, 20. Dezember py) Velg ens Neutralität. London, 20. Dez. iWTB.) Havas. Di^ Agentur Reuter meldet: Belgien, das die Bildung t einer Liga oder einer Allian; zur Gnväl.rleistung * semcr Sicherlieit verlangt Iwt.e, hat ein Abkommen abgelehnt, nadi wc.chem man ihm während einer Dauer von fünf Jahren seine territoriale Integrität sickerte im Faile eines nid)t provozierten Angriffes. Belgien t|t der Ansicht, daß es während dieser Periode von fünf Jahren nicht ernstlich bedroht würde, und wi l das Abkommen auf eine längere Zeitdauer abschl eßen. Man bat ihm hierauf vorgeschla-e.t, die Ste.lung der garantierten dteutralilä: gemäß des Vertra^er' von 1839 wiedereinzunehmen. Belgien ßat aber aud) die.eS Angebot abgelehnt. Die französisch', die engliiche und die belgische Regierung prüfen gegenwärtig andere Borichiäge, da Belgien geini) e Beiürch- ttrugen f^gt angesichts der Haltung Amerikas zu dem amerrkanifch-sranzösifd>-engli|chen Garantie- Vertrag. Die Rede Lloyd George über den Friedensvertrag. London, 19. Dez. (WTB.) Reuter. Unter*' lhaus. In seiner Erklärung üb.'r d>« ausivärtigs Politik sagte Lloyd George u. a, die britische Regierung habe inderSachedesenalisd>-fran- z ö s i s ch - a m e r i k a n i s che n Vertrages Frankreich gegenüber Line Verpflichtungen aus iidj getwmmen, aus dem einfachen Grunde, weil sie nicht annehmen könne, daß die Bereinigten Staaten die Unterzeichnung des Vertrages burdj il/tcn Vertreter in Parts ntcht anerkennen würden. Sie habe feine Ursache an zu nehmen, daß die Ber^niglent Schoten dem P-ariser Vertrage nicht zustimmen werden. Was Rußland betreffe, so habe Luter den Alliierten auf der Konferenz vollständiges Einverständnis über die Polilik der Nicht- intervetttion geherrscht. Z'.oisdxn Japan und Amerika seien Besprechungen im Gange, was m , Sibirien getan werden solle, falls die bolschewistischen Armeen w.i!ere Fortschritte nach Osten mach.ni sollten. Man gelangte aber nod) zu keinem Entschluß. Bezüglich der Zukunft der Türkei sagte Lloyd George: Die Tore von Konstantinop.l wurden uns in verräterischer Weift vor der Nase zug-.-sd-lagen. Wir können unser Vertrauen nicht mehr demselben Torhüter schenken. Lloyd George setzte bann die Ursachen für die Verzögerung in der Ecleenguna des türkischen Friedensvertrages auseinander und sagte, die Alliierten feien jetzt der Ansicht, daß eS 'keine Geringschätzung gegmüber Am^-rika barftfe, rn»cim sie mit der Türfti Frieden schlössen Sie «hätten die Absicht, dies so rasch wie möglich zo> tun. Den Völkerbund besprechend, betonte Lloyd George die Aufrichtigkeit b.r brilischm Regierung in der Frage des Bundes, der eine unbedingte Notwendigkeit sei und etwas besonderes werden müsse. Bezüglich Fiumes sagte Lloyd George, der Italic* nische Ministerpräsident sei eingdaben worden, mit ihm und Elemeneeau, möglicherweise auch mit dem amerikanischen Vertreter, im Laufe der näcMn Tage in Paris zusammenzukommen, weshalb et eine Besprechung dieser Frage ablchne. Die Betri igung öfterreichsschcr Arbeiter am Wiederaufbau Nordfrankrcichs. Paris, 20. Dez. (WTB.) Auf dem Weg» zum Bachckwi suchte Sbantskanzler Renner gestern den Minister T a r d i e u auf, um mit ihm die Frage der Beteiligung österreichischer Arbeiter am WiÄeraufbau der zerstör-, ten Gebiete zu besprecl-en. Tardieu sprad) die Ueberzeugmig aus, daß auch österreichisdie Arbeiter . in Frankreich Verwendung finden müßten. Man. kam überein, daß die F-rage sowohl in Wien wie in Paris einer rasd-en Lösung entgegengeführtt iverbe. Vor Abgang des Zuges erschien auf dem IBahnhof der Sekretär der Friedmskon e^enz, um im Namm Clemeneeaus dem Staatskanzler und den Staatssekrelärm glückliche Reise zu wünschen. Klavierstimmen 1 im Abonnement und auf Einzelbestellung. Reparatur-Werkstätte für Planinos, Flügel und Harmoniums. Aufpolieren von Pianos. Wilh. Rudolph, Pianohandlung Echte Eau de Cologne Parfüm*, Toilette-Seifen, 14009 ilmtllche Tol etteariike! sind bekannte Geichenkartlkel ana dar Central-Drogerie E. Karn. Schalet raße, neben der *tadtpo*t behördliche Anzeigen. Bekanntmachung. Die nachstehende Verordnung des vrfifdwi Gesmntmmisleiiums bringt üb hierdurch zur -öffenl.'ichen üena:u s « .1OOC Kienen, den 13 Dezember 1919 14182B Ter Odcr^ürgeimeister. 5. ®.. vr. Rosenberg Derorvming die Verfügung über Brennholz betr 2m Anschluß an b;e Verordnung, die Vcrm- mnig über Brennholz bereitend, vom 10 Oktober 1919 lRegierungsbtatk 2. 409). wird am Grund des Artikel? 73 der hessischen Der mtsunasur taute vom 17. Te,embec 1820 somie des Arrikels 9 hej Gesetzes über die vorläufige Dersasiuug rür den Freistaat SR- pnbfin dellen vom 21 Februar 1919 mü Gei'ebesk5a-t meit.r das Fvlg-.-nte verordnet : § 1 Tie Verfügung fiter Brennholz durch du Gemeinde erfolgt noch den Anordnungen. die von dem Ministerium der Finanzen. Aoteilmig für Fürst- und stameralverwa tung, getrossen werden Berkouft von Brennholz die von Gemeinden mit ihren Angehörigen abgesch'osien werden. lind unter den Bedingungen und Pr ii-.n ge.lattet. weiche die zuständige staatlich: Obcriörstrrei oder die sonst etwa bestimmte Steile zuläßt. , , .. - 2. Für die Zuweisung von Brennholz ift von den Gemeinden eine Geouhr zu entrichten. Sie ^l^O^kauf von Brennholz durch eine Gemeinde: 1 v H des Kaufpreises: bei Zuweisung von Brennholz an eine Gemeinde aus ihrem eigenen Walde: */, v. ©. des amtlich festgciel'ten Anichlagsprei eS. - 3 Daldeigentümer sowie düjenigen, welche Brennholz m Gewahrsam haben oder solches zu envcrbeii wünsch.n, sind verpflichtet. der zmiändi- aen staatlichen Olrersörsterei od-.r der sonst etwa bestimmten Stelle in der von ihr vor geschrieben en Form binnen einer zu bestimmenden Frist a le Auskünfte. Anzeigen und Meldungen zu erstatt n. die von ihnen im Hinblick auf die Brennholzver- forgung verlangt werten. . § 4. Vorschriften zur Ausführung dieser Verordnung erläßt das Ministerium der Finanzen, Abteilung für Forst- und Kamera!ver-ro tung. Das Ministerium der Finanzen, Abteilung.für Forst- und Kameralvenva.tung. kann in teion- decen Fällen Ausnahmen von dieser Berordntmg sowie von der Verordnung, die V.-rsügung über Brcnnl)vl', betreffend, vom 10. Oktober 1919 (Regierungsblatt Seite 400) gestatten. ß 5. Mit Geldstrafe bis zu 1500 Mk. wird bestraft: 1. wer die ihm nach 8 3 obliegenden Auskünfte, Anzeigen oder Meldungen nld)t innerhalb der ihm bestimmten Frist erstattet oder wissentlich unvvtliländrge oder unrichtige Angaben macht: L wer den von dem Ministerium der Finanzen, Abteilung für Forst- und Kameralrerwal- tung, erlassenen AuS.ührungsvorschriften zuwidcrhandelt. T a r m st a d t, am 26. November 1919. Hessisches Gesamtniinisterium. (gez.) Ulrich. Henrich Dr. Fulda. v. Brentano. Bekanntmachung. Die am Freitag den 19. und SamS- tag den 20. b. M tS. in den Bezirken znr Ausgabe gelangenden Zucker- und Nährmittelkarten sind bis spätestens 24. T e - zember 19 19 einer Verkaufsstelle zur Ein- traguna ihrer Firma und Aotrennung der Kon- tDollabidmitte oorzulegen. Tie Verkaufsstellen haben die auf Bogen auf» «klebten Äontrotlabichnit.e nebst einer Ausstel- lung über Die Anzahl der Abschnitte bis längstens 5 Januar 1920 dem Städtischen LebenSmitttlamt. Z.mmer 11, einzurcichen. Gießen, den 19. Dezember 1919. 14175B Der Oberbürgermeister (ßcbaidmittdamt). Bekanntmachung. Betr.: Brennholz. Die von der städt. Kohlen- und Holzstelle verausgabten Bezugscheine, welche zum Empfang des Holzes auf den 29. Okt. 1919 ausgestellt waren, werden am Montag den 22. De) 1919, aus den 3 Nov. 1919 ausgestellt waren, werden am Dienstag den 23. Dez. 1919, auf den 5. Nov 1919 ausgestellt waren, werden am Mittwoch den 24. Dez. 1919 beliefert. DaS Holz kann an dies-n genannten Tagen in der Zeil von 8—12 Uhr vorm. und 1—4 Uhr nachm. am stadt. Lügerplaz in der Steinfhanc, gegen Abgabe des Bezugscheines und Bnr^ihlung am Plahe. abgctolt werden. Für Hartholz sind 6 Mark, für Weichholz 5.50 Mark pro Zentner zu entrichten. Gießen, den 18. Dezember 1919. H179B Der Oberbürgermeister. /Städt. Kohlen- und Holzstelle.) Bekanntmachung. Nach einer uns zugegangenen Mittei'ung wird die Belieferung der Betriebswerke.mit Kohlen infolge verstärkter Ablieferung an die Entente fast ganz in Fra:e geste lt werden Tas Gacw'rk rc> fügt nur noch eine kurze Zeit Über Kohlen und muß den Betrieb noch roe.ter einschränken oder gar einstellen, wenn die Kol,l.n u"uhren andauernd unzureichend sind oder ganz ausbleiben. Die Gasverbrauä>er werden dahr -ach^rück- licbst ermahnt, mit dem Gas so spar am als mSi- lich umzugehen. — Während der Sperrzeit, also von 8—10'/, Uhr vormittags, von !.>/»—4 Uhr nachmittags und von 11 Uhr abends bis 5V, Uhr früh darf Vas der Leitung unter keinen Umständen entnommen werden. Der Reichskommissar für die Kohlenverteilung hat angeordnet, daß das Aufgeld für Gas- mcngeit über das zugeteilte Quantum unbedingt erhoben werden muß. sonst werden die Kohlenzufuhren für das Gaswerk Gießen gesperrt oder noch weiter eingeschränkt. Mit der Einziehung des Aufgeldes ist bereits begonnen. Gießen, den 19. Dezember 1919. 1'209B Der Vertrauensmann des Reichskommissars für die Kohlenverteitung, Abteilung Gas: S t e b i n g. Bekanntmachung. Bei der städtischen Füriorgestelle für Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene ist alSbald eine freigenwrdene Gehilfenstelle mit einem Schwerbeschädigten zu besehen. Als Gehalt wird die für städti che Bureau-Hill-rräste festge etzte Vergütung g.währl. Meldungen mit Lebenslauf und Zeugnissen sind sofort, spätestens bis zum 24. ds. Mts, bei uns einzureichen. Vorstellung nur auf besondere Benachrichtigung. 1407OB Gießen, den 16. Teiember 1919. Ter Oberbürgermeister. (Städtische Fürsorgestelle für Kriegsbeschädigte und Kriegshinterblie.enL.) ___________ I. A. Koch_____________ ^crfteißcning. Montag den 22 Dezember d. J-. vormittags 10 Uhr, sollen in der Bendcrsckxn Stl,7une am Kirchplatz zu Butzbach CO K rckx:>ch-n7e (ca. 3L9 dis 4 Meter lang) aus Kies-rnhilz, eine gerade 2rmx? an3 13 Stufen, eine halbgvwundene Tv-ppe auS 15 Stufen von Eicken Holz, eine doppelt lügeiige Eingangstür (2,45 Meter hoch, 1,70 Meter breit), eine em* slügelig' Tür (2,05 Meter hoch und 1 Meter bre t) ouS Cickienholz uno ca. 58 Quadratmeter gestennnte Brüi.ungen aus Tannenholz in einzeln-.m Losen dirntürf) an Ort und Stelle gegen gl.ich bare Zahlung versteigert werden. Die Bänke beiinbri sich in mit erhaltenem Zustande und Bannen nach .Herstellung eines An ftridrd wieder in Kirchen und Beveinslokalen auf- gestellt werden. Vorherige Besichtigung gestattet. Butzbach, den 15. Dezember 1919 14095____________________LooS, 1 ev Pfarrer. Warcn-Vcrstticferung zwecks GeschSstS-riuklösnig. In rubr. Fortsell'na wird ter SZebbeftanb Montag den 22. d. 'Ml. nachm. I1/, Ubr im Mieitr. 1 »Hum Pfau-, Neustadt 55, meistbietend, öffentl. zur X er'irineiunn ncbrad)L u. a.: Einmawglaier in cluictl Größen nebst Deckel. Ntugen und ff la nun ein. Messer und Gabeln, Borb"nasliilöfser, bei Beercutrtchter n. Leinen vcrfchlüne f. Tövfe iifiv. loivlc l Kochkiste «teilst und foiuune Han»' und Küchengeräte. für Handwerker: Stifte, ff oben. Schrauben. Haken. Slnii.niern. Cfentetle, Borhangstangeu. Sparen stiele ii. v. a- ferner: l Büfett m. Sviegel Iniwbst. 1 Tiitb, Herren- und Tamenkle>drr, Nivviachen un.^ 1 doch. Lchmnekichrank, 2 Sessel, Sofa, Tifch- chen und 4 ‘HoÜteritüblr, leui. znf. u getrennt. Bcrstctgeruna bestimmt und pünktlich. L. Sllthoff, Tst 230. Illiielitö:: Ernst Challier,; Neuenweg 9. cxuxn cocua n r.rrcnoo' rrrn-r i: i »rirrr.Etn.WQra Bin an das Telephonnetz unter =9?r.lO56= angeschlosscu. Außerdem empfehle ich den geehrt.Yereinen nebst studentischen Korporationen meinen S_ — 1 mit festntehvnder <• * Theaterbühne. 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Sehr. Vliincb. unt 024(127 an den Vdetu Hu* Warnung. Fch warne biermit icbrr* mann meinem Lo m Friedrich Morin aus Trobc etwa» k borgen, da ich für nichts hafte. 024513) Franc Ylorlta, Wer fnim mir behilflich fciit f 1,1 1 Luche einen ch last von S-.’KMO i6lnivobnern. wo ich mich als T-botogravb niei’erliiffen lönn e. On. an 'V. Nrcmer, Frank Iurt a. M., Landweg 04. Für ein 6 Mona e alte« Kind wird gegen Vergütung eine liebevolle Pflegestelle gesucht. RrbL Anaebo e unter 42N1 au die Sinn.- Erv. Pollmeier. ßdiiiuf & ($0 . Oberursel I. T. (l(tM Weibnacht. vrosckie verloren. — Abingebea gegen Belobnunx __Vndwigstrahe 3S L Perloren 1 golden. Uhrarmband auf dem We>ie llabnhos» ttrahe — Weit ■ Kulane — Boikobad. flbAiig. a. dem Hol hei amt gegen 1 obe Beiobnuug.______1024004 HcllrrJnchspelz Donnerstag ab nd verloren. Wegen gute Be» tV e i b n a rbt a W n n i d)! Ernmtgemeint! F-ngei Mann vom Vnnbe ikath.1. 24 ul eigenem Heim, wünscht mit jung. 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Mto., abettüo «■/, Ubr. In der Turnbflllc an OSwalbsaarreo: Weihnachtsfeier. IMM Der Saal ist gut gebeÜL V. D. H.! Heute abrnb 8 Uhr: Wcihiil!l!i «nter •56s k, III IS II Jl v. 'fl. II. :b. irc füt )lc* II"' Id)- rii- iteh- kgL ite* 3ll ,li>-' lüft tT7 -ig" >4* de •in ifl- cn ?• in tat. »t. 1K- w. M fit. 11). ung! mit größeren Belgier-, Ser- n. eng- erden ein. 3d) warne bifrmit iebet- mann "'einem LM -riedrlch Ä»rl6 auf Irobc eiipa# <1 "oiflco, da ich Iflr nidii# Wj 024513) Kr»n» Moritfc -riegeichwestcru' vroche verloren. - «b»>igebe- fleoen yelobnima ** ^ibroiflitrdReJÜ: verloren Stib. flbuuvn-5 |‘Voli*eia"'t Segens MMspell »MA ega® fes?*!» Weih«""' ° IHiif SrilMiM f ti'cr (dient) wtlllfw-, armen Hiniern cmM) warme Wnier Klcid- Ithcn? 6(bi. Awb.mil \ü>Iii27 an benmltu. ®t*L* B 6*sl t» ----7,L'7 "lii-tlL nj 54,'«f Mieuiii Keil' Ä**s M Hardt. *e M «i6all,'™,1! schim Jt /*» KWI « Schmidt snachtsgescheuke M'ttonscrven 1 • Vel'Lardiuet» Hülicnsiüchte ichulhof E Fcrnspr. US, 2159. Protest Der Vorstand V246S3 Familien-Konzert 14229 Dr. Ilana Werner, GvachäriafUiirer der Volkshochschule. 1423OD 14134D an genann:en Togen ;u melden. Mühlstrahe Z Mühistratze 5 024625 Lichtspiele Seltersweg im Saal: vabnbofstr. 67 sHosein- ^?Drirul^ flnnn) Sonntag, 21. Dez., abd. 8 Uhr- Jeder»»»« beezltrb wtllss»»me«l (Sietritt frei' Gießen, den 20. Dezember 1919. •M«et Gießen, 20. Dezember 1919. 0S48M 'ich Statt Karten. Die glückliche Geburt eines gesunden Jungen zeigen an Hermann Roll und Frau Marie geb. Fuhr Gießen, den 18. Dezember 1919. 141M Svenen Landwirte! IN Stand zv sehen. 023357 14185D Telephon 2138 Seilersweg R3 Bilderbücher> Märchenbücher ScbOtzenetraße 2 Schützenetraße 2 Eduard Seellnger. 024571 Automobile Jauchefässer Jauchepumpen Dezimalwagen usw. 'c Lieh. mm« 1M05 offerieren (B4564 Alle Sorten ü .V . 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Bleich und ers böpft lag In^ewart ari fei' em iÄLgcr, ohne ein Zeichen des Bewußtseins. ,^r Zv einer 9b tQ im Gteßme treffend Erhöhung Der Mtelprerie „Er rooc außer sich, als er hörte, daß ihn der Gotteskoog beherbergte. Er wollte frort. Er hat das Haus verflucl>t luib nie, nie mehr können Estrid und Peter glücklich sein." Schluch^nd deckte sie beide Hände über bte Augen. Bent Banken nahm chr die Hände sanft von ihrem tränenüberströmten Arttlitz. „Wie furchtsam Ihr seid, stink, der Mann redet im Fieber. Was er sagt, hat nichts zu bedeuten. Wie kann er ein Haus verfluchen, das stets voll Segen war?" Sölve sah verzweifelt zu dem Sarit ör auf. „Er muß fort," stüsterte sie. „klommt er wieder zu sich und er findet sich noch hier, so wird er von neuem rasen. Helft mir, Käpten." Sic sah so stechend zu ihm auf, daß Bent ihr jedes Versprechen zugegeben hätte. „Natürlich könnt Ihr auf mich rechnen. Wohin aber mit bgn Kranken?" „Ich habe schon an meiner Mutter Haus gedacht. Tre Mutter würde wohl damit rintor- standen sein. Nur furckste ich, Jngeivart Frris w rd auch in meinem Elternhaus nicht weilen wollen." Endlich fragte der Kapitän: „Wie kam das, Sölve SSebberten? furchtbar." Sölvcs Antlitz war ganz blaß Md blauen Augen schimmerten Tränen. Wer : Sdjloisafie Kaffee-Ersatzmittel-Dewrd- gesprochen zu haben. Bent Banken Sölve voll Sorgen an dem Hager lange, lange Zett. Auch sie sprachen kein Wort. An , nib Preislagen virte! 8tit di! h»chl»"166,1 ^Ou'aloren chen-Uhren 8- «»Dflehlt [0a ^tplatzii tstisch!! »uchtabake ren Packungen ihofstr.^ Eingesandt. ®ur Form und Inhalt aller unter dieser'sltudrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Lerantwvrtmkg.) Heuchelheim, 17. Dezember. Büchertisch. — Carrh Brachvogels „Der 9fa(5« f o I g e t" x 9tommi aus Byzanz (Derlag von Carl Flemming inrd C. T. WiStott, Berlin) eMrvllt phantasievolle Bilder aus dem Orient und bietet eine spannungsvolle Lektüre. — Del le Grazie, Eines Leben- Sterne. Roman-Verlag von Breitkopf & Härtel, Leidig. — Ein Werk der Wiener Schristtdellerin^ das viel bemerkt wurde und einen interessanten Stoff mit feiner Psychologie behandelt. — Die Männer der Freiheit « ihren Sck^iften, Briesen, Armierungen, Tagebüchern von Alfred Semerau. Bongs Schön - bücherri. (Deutsches Verbigshaus Bong & Co., Berlin W 57.) — Um die Ostmark Posen. Denkschrift des Deutschen Hrimatbundes Posener Flüchtlinge. Preis Ml. 1.50. Zu beziehen durch die Hauptgeschäftsstelle des Deutschen Heimatbundes Posener Flüchtlinge, Frankfurt a. O., Berliner Stt. 12—14 ist sollendes zu bemerten: Die meisten Vermieter haben wührend des Ä-riegev die Miete schon zweimal gei'aeigert tmix sind unserer Ansicht nach bei dem beuligcrt Gekri markt nicht geschctoigt. Ste be*itiLeu nicht mehr Zinsen für eventuell geliehene KttpUulum als ww vor zehn Jahren. Es könnte höchstens davon die Rede fern, wenn der Vermieter zur jetzigen Zeit Ausloendungen dem Mieter gegenüber zu machen hätte. Ties Kommt aber bei den Heuchel- Heimer Mietsverhältnissen fast überhaupt nicht vor, da ein jedes Mietverhältnis anders ist und der Mieter für Reparaturen uiro. selbst auftlommt. Ferner wird noch bemerkt, daß unter dem. Logis zwischen Stadt und Land ein gewaltiger Unterschied tfL Was fehlt bei den hiesigen Logis?. Die Wasserleitung, Gas, Wassersteine in denKüchen, Korridorasbchlutz und (StM.cfnmmmt usw. Wie sieht es mit den hygienischen Verhältnissen aus? T« weitgrößte Anzalsl der Mieter stellen Herde- Dcftn und Lampen selbst zur Verfügung. Es fehlt aljo beinahe Lee Hälfte zu einer ordnungsmäßigen Wohnung, alle Bequemlichkeiten sind ausgv-^ schlossen. Man darf sich dann nicht wundern, «rat auch die Mietpreise noch rüdMrebig sind. M „Nein, ganz gewiß nicht," beteuerte der blonde Seemann und seine ernsten, grauen Augen senkten sich tief in die ihren. (Fort)etzung folgt'- Die Vorstellung des Kreisgeometers Schov- bach m Friedberg bett. Tagegelder der Kreisgeometer usw. wird für erledigt erfiäit, die Vorstellung des Vereins Hess. Geometer II. Kl. Anerkennung der im Staatsdienst ttcrroenbetm Geometer II Kl. als Staarsdiencr wird vorläuftg für erledigt erHärt. Die Vorstellung der B u r e a u b e a m t e n bei bien Kulturinsvek- tionen bett. Gehaltsregelung wird der Regierung als Material für die neue Gehaltsordnung überwiesen. — Auf eine Besprechung der Anfrage Hofmann bett. Ausfuhrverbot von Baumaterialien aus Baden wird verzichtet. Die dringliche Anfrage Kiel sünabh.) bett. Arbeitslosigkeit im Tabakgewerbe wird vom An- rragsteller begründet. Die von der amtt Gewerde- mspektwn festgestellten Verdienste werden höchstens in zwei Dritteln erreicht. — Die Tabakarbeiter leben sich hauptsächlich aus schwächliäien Personen zusammen, die nicht leicht einen anderen Berus ergreifen können. — Die Abg. Geiser (Ztt.) und VetterS (Soz.) unterstützen die Ausführungen des Antragstellers. Die dringliche Anfvage des Äbg. Dorsch und Gen. betr. den Mangel an Arbeits- ?rästen wird vom Abg. Dorsch (H. B.) begründet. Er wünscht, daß der Abwanderung landwirtschaftlicher Arbeitskräfte in die Stadt entgegengewirkt werde, denn mit städttschen Arbeitern ist den Landwirten nicht gedient. — Abg. Roß Soz.): Die Landwitte wenden sich im Kreis Dcns- eim noch immer nicht an den Arbeitsnachweis. -Freilich müssen die Landwirte auch auskömmliche sLöhne zahlen. — Äbg. Frenchel (H. B.): Für Ober Hessen ist ja bereits ein Lohntaris ab* ^schlossen. — Abg. Dorsch (H. B): Sollen wir so hohe Löhne zahlen, dann geben sie uns angemessene Preise für die Erzeugnisse. — Abg. H o i m a n n (Ztt.) schließt sich den Ausführungen der Abgg. Dorsch und Fenchel an. — Abg. Roß (©os.): Der Taris in Oberhejsen ist noch nicht unter Dach und Fach. Tie dringliche Anfrage Dorsch betreffend Truschkvhlen wird von ^itragiMIrr begründet: Wir wandten uns gegen dir Holzrattonierung, weil wir fürchteten, daß uni bei dem Mange! an T rusch kotzen nicht senügend Holz zum Dreschen tzütten. Wenn unsere Ablehnung der Rsgierungs- vvrlage in der amtlichen Zeitung in vcr- Ürckter Weik als Landesverrat bezeichnet wird dem AusschLchaittrag entsprecherü» ohne Do- Gemeinheit. (BrifaL) Abg. Roß (Soz.) empfiehlt rechtzeitige Biri kmg von TruschL)Äenreserven. Tie Vorstellung des Vereins deutscher Heitungs verleget in Mainz betreffend Rückvergütung auf Zeitungspapier wird bein Ausschußantrag entsprechend, ohne Te- hüto adgelehitt. Dem Antrag Kiel (Unabh.) betreffend Er - ßöhungder RentenallerRentenemv- süngerum 200 Prozent empfiehlt der Aus- |6u6 in der Weise statttugeben, daß die Regie- nmg ersucht wutt», bei der Rrichsrogierung auf eine Neuregelung der ganzen Bersicherungsordnung au dringen. — Abg. Kiel (Unabh.) weist darauf hin, daß die RerttcmempfLnger die Aermsten der Annen sind, und 1)611 eine Unterstützung ton fetten deS Staates für unbedingt Twtroenöig.____________ Geegespenstec. Roman von Anny Wothe. ‘trliBii-f T Copyrittrt W18 by Aasy Wotbe-Mrim. U*dC (Nachdruck verboten.) Fortsetzung »2. Esttid, deren Kräfte jetzt langsam .wieder- kehrten, warf hochmütig den Kvpi zurück und streifte mit unwilligem B uk Solve, d« ^npenxirt j-rgsam nützte. Aeußerl ch ruUg eut»'g«le Estrid: „Du bist krank, Jng< wart Ferks NE rch verlieh dich, sondern du mich Ern J-ahr nach^ter Ausreise des „Schwarzen Falken sol. b- „den Kranz im Haar", wie du sagtest, erwartou Du bist nicht gekommen. Treulos liewt du d*e SJraut Jahr um Jahr deiner girren. Weun ertwr Hier die Schukd ttägt, bist du es allem. „Tu verstehst es meisterlich, bi? Sache um- Zudrrheu Selbst wenn die Briefe, btt ito ichrred, dich nicht erreichten, burftrft du nie eurem tauberen angehören. Und wett b#i das niajt darstt, -ordere ich ton dir, daß du dich von dem Muim trenn ft, der dich mir genommen. Ge>ch«ht es »icht, so wird dich mein Fluch verfolgen. Tug und Nacht werde ich bei dir sein, brr nre Ruhe gönnen in deinem leickrtfertigen Herzen mrd orch «ndlich mit mir nehmen in den Tod." Estrid schrie aui und klammerte sich angstvoll wn die Tür, die sie glücklich errercht hatte Lch bm eines anderen Mannes Derb, stam- intelte fte, „nr.e könnte ich mich ton ihm trennen, eher mich nie lasten wurde." , Es Fommi brr i* aut einen Treubruch mehr .»der weniger nicht an. Tu muht sehen. Schon- »Lsttid, wie bu fertig wirst. Heute tn^vrerzehn Dieser Auffassung pflichten sämtliche folgenden Redner, Engelmann (Soz.), Knoll iZtt.), Diehl (H H.) und Loos (Dem.), bei. Ter Eintrag Hofmann und Gen-, aus 8er- leihung des M u t u ngs rech le s wird der Regierung als Material für eine Neuordnung des Bergrechtes übenvieiat. t)?ach der AejckMsocdmrng (Artikel 7 Abs. 3) mutt nad) Ablauf von drei Mviuuen das Bunan her Kammer neugewä.l)ll ioerben. Tie Präsidenten und Schriftführer werden aus Anrrag des Abg. W ü n z c r en btoc wiedergetuühlt. Eine Borstellung des Reichsbunde- der Kriegsbeschädigten usw.: Anstellung von L r i e g s b e s ch ä d i g 1 e n als Hilfsdicner usw. sott nach Möglichleit berücksichtigt werden, iorveit Stellen vorhanden sind. Bei Arilrag Fenchel u. Gen. bett. Post- hilfsstellen beantragt der Ausschuß, dem An- ttag auf'bessere Bezahlung der Posthilfsstelft-n beizutreten und die »icgicrung zu ersuchen, bei dem Postmmisterium vorstellig zu roerben. Abg Fenchcl (H. Äpt.) weist daraus hin, daß die Ausfassuug, daß die Posthilfsämter Ehveirämter seien, nicht mehr aufrecht erhalten iverden könnte. Abg. Herbert (Ztt.) weist darauf hin, daß es nicht Sache des Reiches, fonbern der (Sfcnicüiöai sein müsse*, die Jrchaber der Posthilfsänuer auszubessern. Bei dem übttray Knoll (Str.) u. Gen. bett, gleichmäßige Urlaubsertcilung an mittlere und untere Beamte erkennt sich das H stellung zioeier Gefangenenaufseher in Butzbach und ül Darmstadt und die Beschwerde des A. S. in Hechtsheim gegen das Landgericht in Mainz. Schluß Ixn Sitzung 1.30 llhr. tuntg vom 6. DezLmber 1919. D ic AmtsrSume der Provinzial- direktion Oberhesfen, des SYctiamiS Gießen, sowie der KreiSkasse und Provinziallasse bleiben der Knappl)eit der Kohlen wegen am Samstag Den 27. Dezember geschlossen. Zuckerverbrauchsregelvng. Die für den Monat Dezember zu stehende Zuckermenge in Höhe von 750 Gramm auf den Kopf der Bevölkerung gelangt zur Ausgabe. Es können auf die Zuckermarken 129, 13J und 131 je 250 Gramm = 750 Gramm für den Monat Dezember bezogen werden. Kasfee-Ersahmittel-Berordnung. W-r Kaffee-Ersatzmittel in nicht vervackter Form (lose Ware) abgibt, ist verpflichtet, durch deutlich sichtbaren Aushang in den BerSaussräumen den Namen ober die Firma und den Ort der gewerblichen Hauptniederlassung desjenlgen, der die Ware herstellt, sowie den Kleinhandelspreis bekanntzugeben. Kaffve-Ersatzmittel aus Getreide ober Malz und Koffec-Ersatzmittelmischungen, die Getreide oder Malz enthalten, dürfen nur in geschlossenen Packungen oder Behältnissen in den Verkehr gebracht werden. Als Kaffee-Ersatzmittel im Sinne der Verordnung gelten auch Mischungen von solchen mit Bohnenwsfee. Das Vermischen von Kaffee-Ersatzmitteln aus Getreide ober Malz mit anderen Kaffee-Ersatzmitteln ist nur mit Genehmigung der Rohstoff- Verteilungsstelle der Kaffce-Ersatz-Industrie, G. m. b. H. in Berlin zulässig. Der Preis für Kaffee-Ersatzmittel aus Malz darf nicht übersteigen: beim Verkauf an Großhändler 288 Mk. für 100 Kilogramm, beim Berkaus an Kleinhändler 313 Mk. für 100 Kilogramm, beim Verkauf an Verbraucher (Kleinhandel) 1,90 Mk. für 1 Pfd. tzierung, in Berlin daraus hinzuwirkn, daß nächstes Jabr keine Frühdruschprämie mehr ein geführt werde. — Präsident des Landesernäh- runnsomles Neumann erflärt: Die Frühdruschprämie war abgeschafft, die schlechte Ablieferung deS Brotgetreides, die unsere Ernährung gefährdete, zwang zur Einführung von Lieft- rungsprämien Wir haben uns in Serlm dagegen anSgcipr-jcrir. M>g. Hofmann (Ztt.) unterstützt die Aus- fülirungcn dee Abg. Dorsch. Die Frühdruschprämie tarn bloß Den gr-ßen Landwirten zugute. Abg. Fenchel (H. ÄI) begründet seine dringliche Anfrage betr. Ablieferung von Hafer. Die auf Lassen ausgeschlagene Hafermenge ist zu hoch. Sie ist höher als im Kriege. — Abg. Lux (Soz.): Auch wir Sozialdemvttaten sind Gegner her Frülchruschprämie und wünschen für das nächste Jahr einen einheitlichen auskömmlick)en Getteideprris — Abg. Schulte (Soz.) bczrichnct vom Verbraucherstandpunkt die Frühdruschprämie als einen groben Unfug. Der Preis für andere Laffee-Ersatzmittel darf nicht übersteigen: beim Verlauf an Großhändler für Ware in geschloffenen Packungen ober Behältnissen 2139 Mk. für 100 Nilogr., für lose Ware 250,50 Mk. für 100 Kilogr.: riim Verkauf an Kleinhändler für Ware in gcschlosienen Packungen ober Behältnissen 294 Mk. für 100 Kilogr., für lose Ware 2/6 Mk. für 100 Kilogr.; beim Verkauf an Verbraucher (Kleinlxmdel) für Ware, die in geschlossenen Packungen oder Behältnissen an den Klelnhändler geliefert worden ist 1,80 Mk. für 1 Pfd., für andere Ware 1,72 Mk. für 1 Pfd. Die Nohstosf-BerteilungSstelle der Kafsee-Er-. satz-Industrie, G. m. b. H. in Berlin, kann für die Preise von Frigentoffee und Ztaffee-EssenzL abweichende Bestimmungen treffen. Die in dieser Verordnung festgesetzten Preise sind Höckptpreise. Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu fünf« zehntausend Mark bestraft. Äofstt-Lrse'.'mittel aus Getreide oder Malr und Kaffee-Ersatzmittel Mischungen, die Gettride ober Malz enthalten, dürfen, sofern sie sich bei Inttafttrcten dieser Verordnung bereits im Set* kehr befinden, bis zum 15. Januar 1920 in nicht verpackter Form mit der Maßgabe abgesetzt wer» den, daß für sie die seitherigen Hüchitpreise für lose Ware gelten. Der Preis für soickp Mhft»* Ersatzmittel darf hiernach nicht übersteigen: beim Verkauf an Großhändler 82,50 Mk. für 50 Kilo^ gramm, beim Verkauf an Aleinhändler 90,75 Mk. für 50 Kilogr., beim Verkauf an Verbraucher 1,12 Mk. für 1 Pfund. 8« SiB parate ^hlllstr. nseb^er „Da blid> also bloß das Haus t einer Mutter in List." „Aber Geilen FerE, JngewattS Mutter, ist sehr krank — fte kann den Sohn nicht pflegen." „So müßte es em anderer tun, ©dito Deri betEen." „Ja," sagte Sölve tief aufatmend, ,,unb retzi kommt meine Bitte, Bent Doi.teit. Ihr müßt mir briien, chn nach List zu bringen. In Peters Segelboot wird es geilen, wenn wir ihm dort ein weiches Lager bereiten. Die Luft ist nach den Stürmen weich und mild, und wir hüllen ihn gut ein." „Ist das alles, was Ihr ton mir wollt?" „Nem, Äävten. Ihr müßt dann zu meiner Mutter nach Se tum geben und ihr lagen, daß ich nicht eher wieder nach Hanse komme, als bis ich Ingewart Ferks und feine Mutter gesund gepflegt." Bent Donken sah das natge Dmg beroun- bernb an. „Das ist vrri zu viel für Eure schwache Stuft. Ihr könntet bet Löst erliegen." „Sorgt Euch nicht und helft mir lieber. Ganz früh, wenn der Morgen graut, müssen wir aufbrechen. Jngcwart darf hier nicht mehr erwachen." „Und wenn es doch geschieht? Wenn er wieder zu toben beginnt?" ,Lhr bleibt ia bei mir," antwortete sie mit einem köstlickxm Lächeln vertrauender Zuversicht. „Ihr roerbet mich gewiß nicht verlassen, Bent m SCHMUtoVOlXER packunq wieder erhältlich die Frühtzruschprümie. Die dringliche Anfrage Brauer und troffen bett. Frühdrufchprämie wird von dem Abg. Dorsch (H.V.> begründet; er weist auf bie allgemrine Mißstimmung auf dem £anbe durch die Frühdruschprämie und bittet die Re- nilW^riett,_____ Bas vornehme WEIHNACHTSGESCHENK DER COFFEBMFREU BOHNEWKAffEl mmr BfffTff ; Cigarrenhaus Kerberi j Mausburg 1 ouranfeWare fc Cigaretten 024592 MMMMMMMWMWÄZ Srohe Auswahl in Weihnachts- PräientfcHtchen 10, 25 und 50 Zick. 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