W1 '••ohinen ien lunov ^schinen Butzbach A'tzKiS Kvirtschas^NKrlor, KrMs 4.40. EiNMlach' fee ®fi®s8 SLNZ ^nevei 5,30. Mh.? Ration 9,60.ffinfri*. Nation m sffi Watlon 7LL W ifeiDeniabrltatton ö.3u. TOnferoenfabtüatton i; u- üterenbranatroetn« ousöllmirl 16. ÜMfi SEabuch?^EmÄ ! IÄ TartenkultunZ rer HcwSgauen 3. Der °uM DasBuschobii bA, DaS>b,t- u-Ge- -mülibau L.ü. ®tmü!e. msegcmnnei 8.80. 6000 MiigDeutsche tschreidung Duden 7L «8^0. Dal-enbuch der Isammluugü. Anrtdoien« Fremdwörterbuch 6.60, »ä - frinatbriiiMet M. .LesttzbucSÜ« Ccfer rat Us. ttWLwtSÖ. RlanUx- , biecC e L.Sehware*Co., Aimensttahe 24. 1 Schneiderei jrsweg 7511. tphon406 ung! schelle KtaflMt 6# rSSPS jiaitmhe w ! rdichte itnäntel eUgetroM Uffll mheuser. SRepariS in uM’n* swäs* KÄ Nr. 2<5 Ter Giehener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Bezugspreis: monatl. Mk.1.60, vierteljährlich M. 4.80; durch Abhole- u. Zweigstellen monall. Tit 1.50; durch dieDost Wit 5.— viert el- jähül. ausschl. Br'lellq. Fernsprech - Anschlüsse: sürdieSchrist!eituugl12 Verlag,Geschättsstetleöl Anschritt für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: Frankfurt a. m. U686 Erstes Blatt 169. Jahrgang Montag, 20. Mober 1W Gießener Anzeige General-Anzeiger für Oberheßen 3wllljngrrun»»ruck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- u. Stcinöruderei R. Lange. Schrlftleilung, Scschästrftel!- u. Druckerei- Schulstr. 7. Annahme von Anzeigen s. die Tagesnuinmer bid1 zum Nachmittag vorher ohne jedeVerdiudlichken Preis für \ mm höhe für Anzeigen v.34mmBreite örtlich 15 lit, auswärts 18 'Bi., für Neklame- anzeigeu von 70 mm Breue 48 Ps. Bei Platz- vorschrü>20°/°Auffcdlag. Hauvtjchriitieiler: Slug. Goey. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reluhold Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck; sämtlich in Gießen Die englischen Schiffsverluste im Krieg. öffentlich bekannt geworden wäre, hätte ich sie hier nicht erwähnt. Die Ausbildung der jüngeren Beamten würde durch die Verschmelzung der beiden Berufe nur gewinnen. Als Konsul in Thikago oder San Franzisko ist mehr zu lernen, als in Washington als zweiter oder dritter Sekretär. Ich sehe nur eine Schwierigkeit bei der Verschmelzung der beiden Auslandsdienste: nämlich die Gehaltsfrage. Bisher hat man von den Diplomaten erwartet, daß sie ihren Dienst als Vergnügen betrachten sollten. Es gibt nichts Undemokratischeres auf der Welt, als hohe Beamtenposten, welche nur reichen Leuten gegeben werden können. Line einmalige große Ausgabe würde viel helfen. Wenn man jetzt anstatt der hohen Umzugskosten, die jährlich gezahlt werden, eine Summe auswürfe, um alle Botschaften usw. vollkommen mit dem Nötigen auszustatten, würden die Diplomaten viel Geld sparen. Bisher mutzten sie Möbel, Silber, Wäsche usw. anschaffen, um eine Botschaft auszustatten. Das alles konnten sie später im Privatteben in dem Matze nicht brauchen. Jetzt böte sich auch, nach dem Beispiel der französischen Republik, die Gelegenheit, die Botschaften mit Möbeln, Tapisserien usw. qus überflüssig gewordenen Schlössern auszustatten. Hus dem besetzten Gebiet. Französische Schmuggler verhaftet. Amsterdam, 18. Oktober. (Wolff.) Nach einer Blättermeldung aus Paris sind in Mainz sieben französischeOffrziere unter der Beschuldigung oes Schmuggelhandels verhaftet worden, desgleichen sechzehn ftanzösische und deutsche Kaufleute Die Offiziere gehörten der wirtschaftlichen Abteilung des Desatzungsheeres an und haben ihre Stellung dazu mißbraucht, Durchfuhrbewilligungen für Waren zu erteilen, die nicht nach Deutschland gesandt werden dürfen. Die Auslieferung deutschen Viehes. Rotterdam, 18. Okt. (Wolff.) Der ,,9H» euw-e Rotterdamsche Courant" meldet au5 Brüssel, daß der AuÄckmß für bie Ausl ieferu ng> des deutschen Viehes und der Pferde an Belgien, aus Brüssel nach Deutschland abgereist ist. Das .Halseisen' für Deutschland. Berlin, 19. Okt. (Wolff) Der „Vorwärts" bezeichnet die voraussichtlichen Kosten der Besatzung der Nheinlande mit 2 V3 Milliarden Mark jährlich als ein Halseisen für Deutschland. Deutsche Nationalversammlung. Berlin, 18. Oktober. Die Aussprache über den H a u s h a l t des Reichsarbeitsmini st er iums wird fortgesetzt. Abg. Müller-Potsdam tadelte die Verzögerung des Bettiebsrätegefetzes und beschäfttgte sich bann eingehend mit der Reichsoersicherungordnung und den Krankenkaffen. Abg. Tremmel (Ztr.) rief die Regierung zum energischen Kampf gegen den Wucher und Schleich, handel auf. Ferner verlangte er die Schaffung eines Beamten- und Angestelltenrechts. Uebereinftimmung zwischen Sozialpolitik und Wirtschaftspolittk forberte bie Sprech rin der Deutsch, nationalen, Frl. v. Gierke. Auch hünbigte sie eine bem Hause oorzulegende Entschließung über ben Schlich- iungsausschuß, Tarifangelegenheiten unb Arbeitsnachweise an. Der Reichsarbeitsminister Schlicke ging eingehend auf die von ben Vorrednern gemachten Vorschläge ein. Er zeigte großen Optimismus in bezug auf die der Na- tionalversammlung zu unterbreitenden Vorlagen. Da^ die Erkenntnis der Notwendigkett angeftrengtefter Arbeit bei dem Volke bisher nicht durchgedrungen ei, schob er auf die Entbehrungen und ben seelischen Druck, ben bas fünfjährige .Stahlbab" bem deutscher Volke bereitet hat. Er stellte eine ganze Reihe von Vorlagen in Aussicht, die besonders dem Arbeiterschutz gewidmet sein sollen. Als nach dem Minister der verfioffene unab- hängige Polizeipräsident Eichhorn das Wort ergriff, verließ die gesamte Negierung mit sämtlichen Abgeordneten, ausgenommen die Parteigenoffen Eichhorns, ben Saal. Nur ber Präsident, ein Schriftführer unb sechs unabhängige Abgeordnete blieben zurück. Eichhorn machte seinem Aerger Luft unb hielt eine Rebe für eine „vorübergehenbe Diktatur der Arbeiterklasse". Die Beratung des Haushalts wird am Montag fortgesetzt. Die Finanzlage Badens. Karlsruhe, 17. Okt. In der gestrigen Sitzung des Haushaltungsausfchuffes des Landtages erklärte bei der Behandlung ber von ben Staatsbeamten unb Staatsarbeitern geforberten Beschaf - fungs Zulage, die 1000 Mk. und 200 Mk. für jedes Kind betragen soll, Finanzminister Dr. Wirth, daß der badische Staat an einem Wendepunkt seiner Finanzpolitik angekommen sei. Es handle sich nicht nur um die Beschaffungszulage für die Beamten und die Eisenbahner, die etwa 80 Millionen erforbete; dahinter stünden neue Forderungen des Beamten- bunbes, bie zusammen mit ber jetzt generell bestehenden Beschaffungszulage 170 Millionen ausmachten. Die allgemeine badische Finanzlage sei durch ben großen Steuernachttag zur Zeit in Orbnung. Dagegen verschlechtere sich ber Stand der Eisenbahnfinanzen von Tag zu Tag. Es sei im Finanzministerium berechnet worben, baß der badische Eisenbahnbetrieb vom 1. Oktober ab tägliches D e fi- Z i t von einer Million ergebe. Für die jetzigen großen Forderungen des Beamtenbundes und der Eisenbahnerorganijationen sei eine Deckung nicht vorhanden, und es sei auch unmöglich, durch neue Steuerzuschläge im nächsten Fahre einen Ausgleich Zu schaffen. Ein Beschluß wurde nicht gefaßt. — Der ßauirtag wird in einer am nächsten Dienstag stattfin- denben Sitzung sich über die Angelegenheit aussprechen und schlüffig machen. (Franks. Ztg.). Volkszählung in Berlin. Berlin, 19. Okt. (Wolff.) Dir Volks- Zählung ergab für Berlin-Stadt vorläufig 1897 834 CT.TTOoIjner, davon 834 609 männlichen und 1033 255 weiblichen Geschlechts. Die Befreiung Petersburgs. Amsterdam, 19. Okt. (Wolff.) „Daily Expreß" meldet daß die Beschießung Kronstadts durch die englische Flotte außerordentlich heftig nxtr. Die Fenster in den benachbarten sinni- schen Dörfern toirrben infolge des Luftdrucks eingedrückt. Iw der russischen Kirche in frelsingfors wurde die Befreiung Petersburgs festlich begangen. Amsterdam, 18. Okt. (WTB.) In Kopenhagen eingetroffene Telegramme aus frelsingfors bestätigen denEinmarschdesGeneralJu- denitsch in Petersburg. Unter der Moskauer Bevölkerung herrsche infolge des Vormarsches Judenitschs und Denikins große Spannung. Der Auflösungsprozeß im bolschewistische Herr ist allgemein. Tie bolschewistische Front ist an verschiedenen Punkten durchbrochen. Tie Bolschewisten verfügten nur über beschränkte Reserven, um die Front wiederherftellen zu können. Tschitscherin soll den Alliierten dieser Tage ein neues Friedensangebot gemacht haben. Berlin, 18. Okt. (WTB.) Ter Haushaltungsausschuß der Nationalversammlung empfahl di ser eine Entschließung, die die Regierung auffodxrrt, mit Rücksicht auf die außerordentliche frölx ber ztveieinhalb Milliarden Mark betragenden Kosten für die Besatzrmgs- armee und die Uelerwachungsausschüs c dahin zu nirten, daß erstens nach dem Inkrafttreten des Friedens die Besatzungsarmee herabgesetzt und die Zahl un> Unterbringung der Truppen der deutschen Regierung mitg-ieilt wird, zivei- ttns bi: Reichsvermögensverwaltung im besetzten rheinischen Gebiet unverzüglich eingerichtet wird, drittens, d.c mit der militärischen Besetzung verbundenen Ausgaben soweit verringert wwden, wie zur loyalen Durch- sührung der FriedensbLdingungen erforderlich ist, viertens, die Ueberwachimgäausschüsse bedeutend vermindert werden, um teilweise die belegten Gebäude wieder freizubekommen. Amsterdam, 18. Okt. (Wolff.) „Nieuws van den Tag" meldet aus London, daß amtlichen t zufolge Großbritannien während des ---------- --------------„ ------,______ infolge feindl i cher Operationen tiefe Angelegenheiten nicht durch Schmähschriften' im ganyr-n 2 4 7 9 Schiffe mit einem Gesamt- ^a i[t zunächst erforderlich, daß ber Minister des Aeußern eine bestimmte Politik im Kopse trägt, faltrit daß er mit dieser steht und fällt. Nur in diesem Falle kann er das Vertrauen des Dolles und ferner Untergebenen genießen. Tann muß der Minister unbedrngit Herr im Hause und zu diesem Zwecke in ber Sage sein, jeden Untergebenen sofort su beseitigen, der eine andere Politik vertritt. Solche Mitarbeiter darf der Minister indessen nicht, um sie aus dem Amte zu beseitigen, in das Ausland senden. Wenn er das tut, tritt die unvermeidlich)«: KonsequerF ein, daß £r den Verachten des betreffenden. Botschafters reinen Glauben schenkt. Die fremde Regierung findet das sofort l)eraus und stellt den Herrn kalt. Tre Botschafter müffen die politischen Pläne des Ministers genau kennen, während dieser sich immer der Tatsache bewußt bleiben muh, das; er allein die Verantwortung trägt, die er nicht nachträglich aus die Diplomaten abwälzen darf. Wenn der Minister in einem Botschafter einen Konkurrenten erblickt, oder ihn aus anderen Gründen burch Borenthalren von Informationen ärgern ■wfflT, so soll er ihn lieber gleich ab fügen. . ■ • Wer von uns Diplomaten mit dem je» neiligen Staatssekretär persönlich befreundet mar ober sonst einen Freund in der politischen Abteilung des Auswärtigen Amtes hatte, erfuhr pri- lvatbneftich ober mündlich die „vvaie beritt!" Sonst war man auf amtliche Bruchstücke angewiesen. Jedenfalls ist mir in fremden Ländern aufgefallen, wie ganz anders das System war. Dort wurden die (Diplomaten viel öfter in die Heimat berufen und bei feder wichtigen politischen Wendung um ihre Meinung befragt. Soweit unsere lln- und Anslandsdiplornatie an der deutschen Niederlage mit Schuld trägt, ist der besprochene Systemfehler in erster Linie dafür ver- antworüch. Es ist zu bebenfen, bafj Berufsdiplomaten nicht für ben Gang der Politik verantivvrtlich sind. Sre haben die Aufgabe, bie Politik der Zentralregie- rung nach besten Kräften auszuführen und über die Verhältnisse im Auslände, wie sie diese sehen, zu berichten. In der Beeinffussung der heimischen Regierung durch die letztere Tätigkeit liegt heutzutage der frauptwert der Diplomatie. Wenn ein Botschafter jedesmal zurückzutreten hätte, wenn er mft der Politik seiner Regierung nicht harmoniert, so könnte es keine Berufsdiplomaten mehr geben. Gegen diese ist vielfach bei uns Sturm gelaufen worden, während ich in «Amerika die entgegengesetzte Strömung beobachten konnte. Dort geht man mehr unb mehr zu dem System der Berufsdiplomatie über. In einer parlamentarischen Repu- ollk ilerben selbstverständlich immer Außenseiter für einige große diplomatische Posten in Betracht kommen. Dieses Verfahren sollte aber nicht zum ' ©bftem erhoben irerben, weil sich sonst niemand mehr finden wird, der bereit wäre, die Diplomatie als Beruf zu ergreifen. Eine Laufbahn, bei welcher per Marschallstab regelmäßig von einem anderen m der Westentasche getragen wird, bietet keinen ■ Ez. .Gerne Mischung beider Systeme wäre sehr 1 ju empfehlen, weil dadurch mehr deutsche Politiker m das Ausland kämen unb mehr Diplomaten wie-- : her als Politiker in die Heimat. Die ersteren wür- dm die Welt kennen lernen, unb die letzteren nicht, ' toie letzt häufig, landfremd werden. ■ vier Stimmen in einer Entschließung festgelegt, in der es u. a.cheißt: Die Vollsitzung der Arbesterratsausschüffe und und Arbeiterräte von Frankfurt und Friedberg nimmt Kenntnis von dem Entschluß der Regierung, ben den Eifenbahnern das Mitbestimmungsrecht nicht nur in allen Arbeiterangelegenheiten, sondern auch an allen Fragen des Betriebs und der Verwaltung zu gewähr- leisten, und billigt die Haltung des Der- kehrsausschuffes in ber Versprechung unter bem Dor» sitz von Unterstaatssekretär Gräf. Die versammelten Vertrauensleute empfehlen ber Gesamtkollegenschaf^ die Durchführung bieses Mitbestimmungsrechts auf das peinlichste zu überwachen. 3n ber Voraussetzung, baß alle Dertteter ber Verwaltung ge» willt sinb, in Zukunft in loyaler Weise mit ben Vertretern ber Arbeiterschaft zusammenzuarbeiten, verpflichten sich bie Versammelten, bei ihren Manbat- gebern bafür einzutteten, ben Beschluß der Versamm- lung vom 14. Oktober die (Entfernung der Herren Dr. Stapff, Lüttke unb Strasburg betteffenb, rückgängig zu machen. Die Vertrauensleute unb Ausschußmitglieber betonen, baß sie für ideelle Forderungen mit gewerkschaftlichen Mitteln Kämpfen, ihr Kampf gilt nicht Einzelpersonen, sondern dem System. Der Vorstand des Bundesbezirks Frankfurt des Gewerkschaftsbundes Deutscher Eisenbahnbemten erklärt^zu den? Verhalten derjenigen Arbeiter, die'am 13. Oktober gegen Beamte der Eisenbahndirektiou Frankfurt gewalttätig vorgegangen sind, daß er jeglichen Terror aufs schärfste verurteilt und sich bei Vertretung der Forderungen der Beamtenschaft streng an die vom Gewerkschaflsbund Deutscher Eisenbahnbeamten gegebenen Richtlinien halten wird. inhäkt von 7 759 000 Tomurn eiuyebüßt hat. vtarbei tarnen 14 287 Menschen ums Leben. Jnternatioualer Preisabbau? Haag, 18.06tbr. Der Haager „Nieuwe Courant" meldet aus Buenos Aires: Der argentinische Minister des Aeußern beruft einen Kongreß aller amerikanischen Staaten ein. Auf diesem Kongreß soll der Vorschlag gemacht werden, bie sämtlichen Staaten Amerikas aufzuforbern, ein Abkommen zu schließen, durch bas. ber freie Verkehr mit allen Waren unb Lebensrnitteln eingeführt wirb. Auf diese Weise will man eine Verminderung ber hahen Preise in bie Wege leiten unb ermöglichen, daß auch anbere befreunbete Staaten sich an bem Abkommen beteiligen. Dieses Vorgehen des argentinischen Ministers wirb für außerordentlich wichtig erachtet, da es als der erste Schritt gilt, eine Herabsitzung der Preise in der ganzen Welt zustande zu bringen. , Graf Lzernln über Kaiser Wilhelm I I. , Berlin, 18. Oft. (WTB.) Die „Vvssische Beitimy'' fährt in der Veröffentlichung der Memoiren des Grafen Czernin fort, und zwar veröffentlicht sie das Kapitel „Wilhelm IL, dem wir folgende Stellen entnehmen: „Ich glaube nicht, daß es Regenten gibt, die von besserem Willen beseelt sind, als Kaiser Wilhelm. Er lebte nur kittent Berufe — so wie er ihn auffaßte —, sein ganzes Temven und Trachten dreiste um den deutschen Pol. Familieuzerstreuung und Vergnügen, alles trat bei ihm hinter den einen Gedanken zurück, Has deuffchc Volk groß und glücklich zu machen unb zu erhalten. Wenn der gute Wille genügt, um großes zu leisten, so Hütte Kaiser WA'helm Großes leisten müffen. Vvm Anfang, an wurde er mißverstanden. Er hielt Reden,, tat Aussprüche und machte Gesten, die nicht nur die Zuhörer, sondern die Welt gewinnen wollten. Aber so ost er damit auch abstieg, nie kam er zum Bewußtsein des tatsächlichen Effektts seiner Pandurng, weil er nicht so sehr von seiner engeren Umgebung, sondern vom ganzen uunjaje-d Soti«? systematisch getäuscht und irregeführt wurde. In den berühmten Novembertagen von 1908, als die großen Stürme rnt Reichstage gegen b*n Kaiser losbrachen, und als der damalige Reichskanzler Bülow ihn so ziemlich preisgab, war ich, mit bem Kaiser zusammen. Obwohl er mit uns fremden Gästen, die ihm ferner standen, über das Thema nicht sprach, so war doch der überwsäilti^ende Eindruck, den diese Berliner Vorgänge auf ihn machten, vollständig sichtbar. Ich hattt das Gefühl, in Wilhelm II. einen Menschen zu sehen, der mit vor Entsetzen geweiteten Augen erstmalig in seinem Leben die Welt so sieht, wie sie wirklich ist. Vielleicht zum ersten Male im Leben fühlte er ein leises Beben unter den Füßen seines Thrones. Er vergaß aber die Lehre M schnell. Wäre der überwältigend Eindruck, der mehrere Tage vorherrschte, nachhaltiger Mblieben, vielleicht hättt es ihn bewogen, aus den Wolken, Mokfirr ihn seine Umgebung unb das Volk hinaufgeschvben hatten, herunter zu steigen und wiedw festen Boden unter den Füßen zu suchen., und umgekehrt, hättt? das deutsche Volk dem Kaiser öfters fo angefafet als damals, so hafte es ihn heilen können. Vie Zukunft des diplomatischen Dienstes. Don Graf Bernftorff. Zm „Almanach 1920" (Verlag Rudolf Mosse, Berlin) äußert sich unser früherer Botschafter in den Vereinigten Staaten über die Tnottucningen Reformen unseres Auslandsdienstes. Wir sind in der Lage, daraus wichtige Teile mitzuteilen, die gerade jetzt besondere AufmerkfamPeit erregen, da die Reichsvegierung mit der Reform b's Außendienstes beschäftigt fft. Graf Bernftorff führt u. a. aus: Ein- auswärtige Politik kann nur Erfolg haben, wenn die Zentrcckre'^'.erung llare Ziele hat und sich auf ihre Vertreter im Auslande unbedingt verfassen kann. Tie Diplomaten Tonnen aber nur Vertrauen zur Zentralregierung haben und diese sachgemäß unttrsttitzen, wenn sie über deren Absichten genau informiert sind, frier lag der Hauptfehler des alten Regintes. Es bestand zu wenig Fühlung zwischen dem AuÄandsdienste und der Zentrale. In Zukunft muß alles' Per önliche völlig er Verhandlungen wurde gegen f < 11 1 [ II nr iS ro« m m< Z>ei flu du au s AU u. i i s tz AU U. 0 (ari äu i 1 fa nein au i (Mi Um) UN,Al 2 m Muti T. ii. A! •■sei tofl. Anka ui ft 2ebr llllflv 01 fix'| ««ab. IM. au oet Leit» dunkel au uert 019836 Die AngeftelttenbeDegung in Sietzen. Sieben, den 20. Okt. 1919. Von den Arbeitgeberverbänden erhallen wir folgende Zuschrift: Ter in Nr. 243 des Siebener Anzeigers gegebene Bericht über die Angestelltenbewegung in Gießen könnte vielleicht bei loenig unterrichteten Lesern die Meinung Hervorrufen, daß sich die Gießener Arbeitgeber bisher den berechtigten Forderungen der Angestellten verschlossen hatten. Die Arbeitgeber verkennen die durch die augenblickliche Teuerung hervorgecuiene Notlage der Angestellten durchaus nicht Dementsprechend hat bereits vor einiger Zeit bei sämtlichen hiesigen Banken und bei einer Reihe hiesiger Firmen eine Gehaltsrege- lung statt^esunden, die von den Angeitellten als ausreichend anerkannt worden ist; bei anderen Firmen sind Verhandlungen im Sange, und diejenigen Firmen, an die die Forderung einer Gehaltsau foesserung gestellt wird, werden für berechtigte Forderungen volles Verständnis zeigen. Daß dabei aber Sehälter, wie fw nach dem Bericht verlangt werden sollen, nicht in Frage kommen, ist selbstverständlich, zumal diese lebten Endes auf den Verbraucher abaewälzt werden müßten. Daran ändern auch die Drohungen von Gewalt- vroben, Streik ujro. nicht-. Ite llnterzeiclnLm stehen auf dem Standpunkt, daß eine öffentliche Erörterung dieser Frage zur Zeit nicht angebracht ist, glauben aber, diese kurze Erklärung abgeben zu müssen, um bei den Lesern des besagten Berichts nicht falsch: Ausfällungen auskommen und bei diesen oder j men Angestellten nicht.Hoffnungen erweck m zu lassen, die nicht erfüllbar sind, schließlich um deutlich zu sagen, baß Drohungen nicht geeignet sind, zukünftige Ser- Handlungen zu fördern. Unter-eichnet ist die Zu- lchrist von folgenden Arbeitgeberverbändm: Ar- keitaeber-Berband der Industrie in Oberhessen. Giesener Bamken-BeveiniPmg. Großhandel-Vereinigung, G m. b. $)., Qketten. Verein der D:tail- tisten zu Gießen, E. V Verband Deutscher D:- tailgesäjäfte der Dertilboanckie, Ortsgruppe Gi'ßen. Schutzverein der LebenSmitbelHändler zu Gießen. Bcrern der Schuhwarenhändler von Gieß.»n und Umgegend. Verband für Herren- und Knabenkleidung TeulfchlandS. Aus Stadt rrnd Land. Gießen, den 20. Okt. 1919. Höchstpreise für Spätkartoffeln. Nachdem das Reichswirtschaftsministerium auf Vortraa der Reichskartoffelstelle den bisherigen Kartoffelhochstpreis einschließlich Prämien von 7.25 Mk. auf 8 Mk. erhöht hat, ist auch der Erzeugerhöchstpreis für Winterspeisekartoffeln von der hessischen Landeskartoffelstelle mit Wirkung vom 15. Oktober ab bis auf weiteres auf 8 Mark für den Zentner einschließlich aller Prämien festgesetzt worden. Lebensmittel. *• Nährmittel-Ausgabe. Die bei den Kleinhändlern bestellten Waren für Oktober können von Dienstag in an Empfang genommen werden. Es entfallen: 1. Aus die roten Karten (B): 500 Gramm Haferflocken bzw.'Hafermehl, 250Gramm Grünkern- mehl, 2 Pakete Keks. 2. Auf die blauen Karten (C): 250 Gramm Bohnen, 125Gramm Teigwaren. ** Milchpersvraung. Infolge ungenügender Belieferung der Stadt Gießen mit Milch können für den 19. dS Mts. die aus V: Liter lautenden Milchmarken nicht mit Milch beliefert werden. Der Markeneinwurf auf der Straßenbahn. In die Zahlkäften der Straßenbahn werden trotz des Verbots immer noch Freimarken geworfen. Dies ist absolut unzulässig, weil einerseits der Mechanismus behindert wird, andererseits aber auch die Freimarken selbst derartig verschmutzt werden, daß die Post sich weigert, die Freimarken anzunehmen. Ebenso werden auch derartig verschmutzte Freimarken den Schaffnern zum Umwechseln angeboten, was ebenfalls nicht tunlich ist. Dieser Hinweis wird hoffentlich da- ru beitragen, daß in Zukunft Freimarken als Zahlungsmittel beim Verkehr auf der Straßenbahn nicht mehr benutzt und dem Fahrpersonal keine Schwierigkeiten durch die Benutzung von Freimarken gemacht werden. „Up ewig uugedeelt!" $efct gilt eS, dies Wort wahr zu machen. In wenigen Wochen findet in Nordschleswig die Abstimmung statt darüber, ob da- Land dänisch werden oder dem Deutschen Reiche verbleiben soll. Abstimmungsberechtigt ist jeder, der vor 1900 in dem Gicbencr Stadttheater. Moral. — GeibSteuscl. — Doktor KlauS. Gießen, 19. Oktober 1919. Spielzeitbeginn. Drei Neueinstudierungen an zwei Tagen, das heißt, ein Teil der Stücke wird, weil und wie sie standen, aus dem Repertoire der Sommer- spielzeit in Bad-Nauheim herübergenommen sein. Auch für Gießen Handelle es sich dabei um keine Neuerscheinungen, aber der Spielplan gewinnt gleich von vornherein die notwendig« Abwechselung und neue Kräfte können hervortreten. Die Stücke selbst sind durch di« Revolutionswelle, die Über uns hingebrandet ist und auch in Kunst, fragen Weltanschauungsfragen aufgewühlt hat, ein «Utes Stück von uns weggeschwemmt worden. Man sucht auch in leichten Unterhaltungsstücken nach Wer- ten, die über die Stunde selbst hinausweisen und wird nicht recht warm, wenn man sie vermißt. Moral von Ludwig Thoma bleibt schließlich doch nur eine geschickte Ausbeutung menschlicher Schwäche, die sich mit einem moralischen Mäntelchen verhüllt, das sie in der Garderobe der .Privaten" abgibt. Wenn nicht die alte Dame mit dem geraden -erzen und ohne Grundsätze sich über die Komödianten bet Gebens erhöbe, weil sie ihre Steckenpferdreiterei beim Namen nennt — und wenn nicht eine andere Frau die Lüge ihrer Ehe in schmerzlicher Reise bloß- legte - der Orden (Emils des Gütigen erschiene tatsächlich als die Prämie und der Wert eines allen Verhältnissen angepaßten Daseins. fraglichen Gebiete geboren ist, mag er letzt wo immer wohnen, totem er in die Stimmlifte eingetragen ist. IS er Nordschleswig er hat also die Möglichkeit in der Sand, .mit dem Stimmzettel die alte »eimat gegen den dänischen Ansturm zu verteidigen. Darum melde er sich sofort beim „Deutschen Ausschuß für das Herzogtum Schleswig, Zweigstelle Hamburg, Mönaebergstraße 17, 5. Stock", um sich in ine Stimmliste ausnehm en zu lassen Erforderlich ist die Milelltreichung der Geburts- ober wenn der Stimmberechtigte vor 1876 geboren ist) der Taufurkunde, sowie bei Ehefrauen der Heiratsurkunde. Tie Stimmberechtigten bekommen freie Reise zum Geburtsort sowie auf Wunsch Unterkunft und Verpflegung. Gießener Polizei- und Schutzhrrudevercin. Die gegenwärtigem Verhältnisse erfordern dringender denn je Schutz vor unsicheren Elementen. In der Erkenntnis, daß der Hund — von altersher ein treuer Begleiter seines Herrn — bei richtiger Ausbildung auf diesem Gebiete Vorzügliches leistet, hat es der Gießener Polizei- und Schutzhunde verein sich zur Aufgabe gemacht, Hunde für diese Zwecke auszubilden und den Besitzern sachgemäße Anweisung zur Dressur zu geben. Darüber hinaus sollen befähigte, gut veranlagte Tiere in der Ausbildung weiter geführt werden, um ihre Verwendung als Polizeihunde zu ermöglichen. Die Dressurleitung liegt in den bewährten Händen der Pollzeibeamten Klos und Seitz Uebungsstunden finden wöchentlich etwa zweimal statt. Die disziplinarischen Hebungen und die Mann arbeit werden in der Reithalle am Brandplatz, die von deren Besitzer, Universitätsreitlehrer Himmerich, liebenswürdigerweise zur Verfügung gestellt wurde, abgehalten; die Anleitung zur Spurenarbeit erfolgt an jeweils zu vereinbarenden Geländepunkten. Die bisherigen Hebungen lassen erkennen, daß fast ausschließlich alle Hunde bei geeigneter Anleitung sich ru brauchbaren Begleithunden ausbilden Iaffen, zumal da der Verein in der Lage ist, für geeignete Dressur- objekte zu sorgen. Es werden Hunde aller Rassen angenommen, die für Begleitzwecke in Betracht kommen. ** Aendernng der ftäbt Dienst- stunden. Zur Ersparung von Heizung und Beleuchtung werden die Dienststunden bei städtischen DienstitÄlen vorn 20. Oktober 1919 ab bis auf weiteres wie folgt sestgeieyt: iNontaa bis Freitag von 8—12*/» und 2—4V» Uhr, Samstag von K—IV- Uhr. •* Dorträge. Arn Dienstag abend 8 Uhr wird im Saale des Gasthofs zum Einhorn der vielgenannte Politiker Landrat Siegfried von Kard o r f f aus Ltffa einen Dortrag über das Thema „W as uns Not tut" halten, v. Aardorff ist in weiteren Kreisen während des Weltkrieges durch feine Stellungnahme m der preußischen Wahlrechtsvorlage der Jahre 1917/18 bekannt geworden. Als einziges Mitglied der freikonfervatioen Fraktion ist er damals für das allgemeine Wahlrecht mit Entschiedenheit eingetreten und infolgedessen aus der Fraktion aus» geschieden. Bei Ausbruch der Revolution nahm er an der Gründung der Deutschnationalen Volks» Partei führenden Anteil und wurde als Ab. geordneter in die preußische Landesversammlung gewählt, wo er zu den hervorragendsten Rednern auf der Seite der Rechten zählt. — Abends 8 . Uhr hält im Hotel ..Großherzog von Hessen" Professor Fritzsche einen öffentlichen Dor. trag über „Volkstum und Menschheit" im Auftrag der Frauengruppe der Deutschen bemohr. Partei. - Die U. S. P. Gießen veranstaltet abends 8 Uhr im Saale des (Eaf4 Leib, Walltorstraße, eine öffentliche Volksversammlung, in der Pfarrer Dr. Lic. Hartmann, Solingen über „Kirche und Sozialismus" sprechen wird. ** Vortags, und Experimental, a b e n b e. Herr Pasqueel-Dary, besten Erperimental- und Aufklärungsabende am 1. und 3. d. Mts. Beifall fanden, hält am kommenden Donnerstag und Freitag einige hochinteressante Vorträge (nebst Vorführungen) über Okkultismus, Spiritismus, Tischrücken, Träume, Leben nach dem Tode, praktische Menschenkenntnis auf Grund der verschiedenen Methoden u. a. - Der Vorverkauf ist bei Musikhaus Dusch. * Lichtspielhaus. Heute ist letzter Tag des Aphroditefilms. Don morgen bis Freitag tritt Albert Dassermann in „Der letzte Zeuge", Drama in 6 Akten, auf. Kreis Friedberg. Friedberg, 19. Okt. Das hiesige Kreisamt hat öffentlich bekannt gegeben, daß 15 Gemeinden des Kreises weniger ab 26 Prozent der erzeugten (Eier abgegeben haben. Ober-Mörlen lieferte nur 6 Prozent an, der nahezu 1000 Einwogner zählende Ort Klein-Karben überhaupt nicht ein einziges Li ab. Die übrigen 40 Gemeinden sind ihrer Pflicht nach, gekommen und haben 75 Prozent der erzeugten (Eier vorschriftsmäßig abgeliefert. Starkenburg und Rheinhessen. R. M. K. Darmstadt, 17. Oktober. Diebische Eisenbahner scheinen in der verflossenen Nacht ihr Unwesen auf der Strecke zwischen Frankfurt a. M.—Gr. Gerau getrieben zu Habers In der Gemarkung Mörfelden wurden zweifellos durchEisenbahn- bedienstete aus dem Eilgüterzug Mannheim— Frankfurt vier schwere Kisten mit Zigarren, die einen We^ von etwa Zwanzigtausend Mark darstellen aus dem lausenden Zug geworfen. Es standen auf der Strecke auch schon die Helfer bereit, um die gestohlenen Kisten in Empfang zu nehmen. Andere Bahnbedicnstele hatten aber den Raub bemerkt, man ließ den Zug halten, die zum Empfang Bereiten ergriffen aber die Flucht und es gelang nicht mehr, sie einzuholen. Man darf mit Sicherheit annehmen, daß die eigentlichen auf dem Güterzug tätigen Bahn- dicbc mit ihnen in Verbindung standen- Wie wir hören, gehört das auf dem Zug beschäftigte Personal nach Frankfurt. Untersuchung ist im Gange. rm Darmstab t, 17. OKI. Die Schließung bes stäbtischen Hallenschwimmbades ist nach einer Mitteilung bes Deigeorbneten Ritzert in her gestrigen Stabtverordnetensitznng in Folge bes dauernden Kohlenmangels notwendig geworden. Vielleicht läßt es sich ermöglichen, den Betrieb noch Freitags und Samstags aufrecht zu erhallen. Man stimmte dem Vorschlag zu. (Es soll auch eine Anregung das Krematorium ju schließen geprüft werden. - Der Ober« bürgermeister teilt noch mit, daß der Stadtverordnete Professor Dr. Köser nach seinem Austritt aus der demokratischen Partei nunmehr auch sein Amt als Stadtverordneter niebergetegt habe. - Dem Arbeitsausschuß zur De^rünbung einer Volkshochschule in Darmstadt wird zur Durchführung der notwendig- ften Vorarbeiten ein Anschuß von 600 Mk. bewilligt, nachdem die OnbuftrieDenoereinigung und die Gewerkschaften gleiche Beträge bewilligt haben. Hessen-Nassau. Streik der Fleischeriueister. X Hanau, 18. Okt. Wegen der Einführung der Regieschlachtung sind in verschiedenen Orten des Landkreises Hanau die Fleischermeister in den Streik getreten. x. Hanau, 19. Okt. Im Gemeindewalde bei Rüdigheim kam es zu einem Zusammenstöße zwischen einem Jagdaufseher des Hanauer Jagdklubs und einem Wilderer. Auf den Zuruf des Aufsehers, das Gewehr wegzulegen, legte der Wilderer an. Der Aufseher gab einen Schuß ab und tötete den Wilderer, der als der Weißbinder Peter Fuchs in Ravolzhausen festgestellt wurde. — Hadamar, 19. Okt. Die Tochter des Gpmnasialdirektors Henn stürzte beim Aufspringen auf dem schon fahrenden Frühzug nach Limburg ab, wurde überfahren und getötet. Die tkarloffelveNorgmig. — Maa r. 20. Okt. Die Kartoffelernte ist bei uns besser ausgefallen, als dies von anderen Gegenden gemeldet wird. Es wimmelt dah.-r auch von Hamsterern, die sich in den Preisen argen* fettig überbieten. Darunter leidet ober nicht die Vero.gung unserer Kreisstadt Lauterbach. In an* erkennensnvrter Weise geben die Bauern dorthin ab, nxid sie erübrigen Können, sich habet fast aus- n ähms vs an den Höch Preis hal.end. 4 Vom buben Vogelsberg, 20. Okt. Tie noch nicht beenvrte Kartoffelernte ist im Gebirge durchnx-g schlecht. Tie Hauptschuld liegt daran, daß durch das nasse Wetter im Frühjahr die Aussaat sich verspätete und dazu der schtrere Boden sich nur schach! bearbeiten ließ. Dice £anbh?irte hatten Mühe, den eigenen Bedarf müh am zusammenzuernten. Nach be.n Fno,L>.'.ftr ro-urbe die Ernte vielfach abgebrochen, um zuerst bie Tickwurz hineinzusahren, die den Fr^st weniger vertragen können. Eine Rekordernte haben dte I m ker zu verzeichnen. Biele Zentner Biennr- fconig können zur Ausfuhr bmmen. — Fulba, 19. Okt. Wie wir erfahren, ist die gemeldete Erhöhung des Kartoffelhöchstpreises auf 8 Mk. pro Zentner noch nicht Tatsache. Es schweben in dieser Angelegenheit noch Verhandlungen mit der Reichskartoffelstelle. — Bad-Nauheim, 19. Okt Mit der Frage „Wie steht es mit der Beschaffung von Winter- Kartoffeln?" beschäftigte sich diejer Tage ein« stark besuchte Versammlung. Als Ergebnis der lebhaften Aussprache wurde eine Entschließung angenommen, in der von den zuständigen Behörden unverzügliche Deschlagnehmung der bei den Erzeugern noch liegen- den überschüssigen Kartoffelbestände und deren Zuführung an die unversorgte Bevölkerung gefordert wird. Auch wurde die Sperrung der Kartoffelausfuhr ans dem Kreise gefordert, bis der Bedarf der eingesessenen Bevölkerung gedeckt ist. Ferner wurde verlangt, daß bie m den Hotels eingelagerten Kartoffeln im Notfälle mit zur Bedarfsdeckung der Bad-Nauheimer Bevölkerung herangezogen werden müßten. Die lln- abhängige Sozialdemokr. Partei des Wahlkreises Eebbcrg-Sübtngen hat eine Proteftverfammluug nach iet)berg einberufen mit der Tagesordnung: „Wo ten die Äa:toffeln der fruchtbaren Wetteran?" In einem von der U. S. P. verbreiteren Flugblatt heißt es u.ea.: „Ommer höher steigen die Preise für die notwendigsten Lebensmittel, mm er unoers chäckter werden die Landwirte im Ueberschreiten der Höchstpreis» für Kartoffeln und Obst. Die Regierung sieht diesem Treiben gleichgültig zu, ohne auch nur den Versuch zu machen, die ihr zustehenden Machtmittel gegen diese Dolksausbeutung anzuwenden. Ein IriJ der Bevölkerung kann keine Kartoffeln bekommen, well dieselben zurückgehallen werden, um noch höhere Preise zu erzielen.» Die Schuld trifft aber nicht allein die Landwirte. Diele r 'etterauer Bauern haben ihren Ueberschutz an Karton ein vorschriftsmäßig für 7,25 Mk abgeltefert 3n Frankfurt wurden bann dieselben Kar- löffeln für 14 Mark an die Bevölkerung verkauft Kann bas nicht auch oen Dauern verbittern? Gegen Auswüchse bes Zwischenhandels mußte auch sorge» gangen werden. yochschrtlnachrrchten. bL Marburg, 17. Oft. In der *öo* sophischen Fakultät habilitierte sich Dr. Hermann Hagen, Assistent am geogr-rr»biichen Seminar, mit einer Antrittsvorlesung über „Die Pflanzen- gevgraphie des Meeres". Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus Dienstag. 21. Oft. Fenar- iroorr und.Gerda. Mittwoch, 22.: Der Frn schätz. Donnerstag, 23.: Tiefland. Samstrg, 25.: Die Zauberflöte. Sonntag, 26., nadjm. 3V, Ubr: Tre rxicbetmaud. Abend- 7Vi Uhr: FmninM und (tzcrda. Mrintog. 27.: Die R^se wn Lvtammtl Dienstag, 28.: Tio Gntrülrruna auS dem Serail. Mrrm^>ck,29. :L> engrin. —Schauspielhaus. Dienstag, 21. Oft.: Lilirm. Mittwoch. 22.: Fräulein Inlic Vorher: Samum. Donner-tag, 23.: Kleist-Abcnd. Rodnck (Sutittnb. Hierauf: Der gcr- bvochene Zkrug Fveirag, 24.: Moral. SamStag, 25.: Lan-elvr und SatLerein. Hierauf: George Dändln. <5QTtntag, 26., nadym. 31/: Ubr: Minna von SBambelm Abends 7 ITbr: Moral. Montag. 27.: Lan-elot und Sanderorn. Hieraus: George Dandin. Dienstag, 28.: Moral Mittwoch, 29.: Die Sendung ScmaelS. Llngesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser ffkubrkk stehenden Artikel übernimmt bie Rebatlion bem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Die Bauten in der Muhlstraße. Aus bem Bericht über bie Stadtverordneten- sitzung vom 13. Otober i,,Gie^. Anz." Nr. 240) ersehät wir, bah Herr Stadtverordneter Mann den Handwerks^rn, also hier den Dachdeckern, bat Vorwurf gemach: hat, sie hätten bie für hen fraglichen Bau bestimmten Ziegel zum Teil unter der Hand öeitcr irr&ruft unb so bie Fcrrigsteüung bes Baues verzögert. Demgegenüber verwahrt sich bie Berennming der .Gicst.-ner Dachdeckermetster, welche mit Ausführung der Dackbeckevarbetten betraut war, auf das Entschiedenste. ES entspricht weder den Tatsachen, daß bie für den Bau bestellten und gelieferten Ziegel anderweitig veräußert, noch baß die Fertigstellung der Dachdecke rarbetten schuldhaft verzögert worben sind. Herr Mann hätte besser getan, sich erst gehörig zu orientieren, ehe er mit einem derartig schweren Vorwurf heroon-itt. Der Sachverhalt ist kurz folgender: Sofort nach Erteilung des Zuschlag- wurden die Hiegel bestellt. Die erste Liejerung der Ziegel erfolgte am 25. August 1919, und am 26. August 1919 wurde mit der Arbeit begonnen, trotzdem wir hierzu vertraglich erst am 1. September 1919 verpflichtet waren. An letzterem Tag war bereits btc Hälfte d.s Daches eingeberft. Die zweite Lieferung der Ziegel erlitt allerdings eine 14tägige Berspitun^, ba bas liefernde Werk wegen Fa^r karionSsilIvieri^k.iten und Lieber» lastung mit LieferungSverttilichtmtgen ttiAt früher liefern konnte. Alle Bemühungen, bie Lieferung zu beschleunigen, blieben ohne Erfolg Der Kiegel- lieserant^erftärte sogar t- lephontsch, daß sich noch andere Städte in äbnlidxrr Lage wie (Siefjen befänden, imb man daher abwarten müsse, bi< Lieferung möglich sei. Die 6kfam.‘arbeit hätte nach bem vertraa am 15. Seprember 1919 beendet kein müssen Durch die verspätete Lieferung war bitt erst später bet Fall. Irgettdeine Bertnrrächtigung der andere» Bauarbeiten war hierdurch nicht binngt. Die Dachdecker trifft hiernach an der verwogenen Fcrttgstellung der Arbeiten leine Schuld. Die vereinigten Da ebbetfer meifier Gießens. Schönherrs Weibsteufel, für den die Zensur unübertreffliche Reklame machte, packt noch immer durch den straffen Aufbau, die ausgeklügelte Aus- gtpfelung der einzelnen Szenen Aber dte brutale Balz von Zunghahn und Henne, angesichts des kraftlosen Männchens, zeigt doch nur die rücksichtslosesten Formen uralten Geschlechterkampfes, ohne sich über bas rein Physiologische, das Naturtriebhafte in irgendeiner Form zu erheben. Und gar erst der „unsterbliche" Doktor Klaus des gewiegten Theaterdirektors und Kenners des Publi- kumsgefchmackes: Adolph L'Arronge mit seiner mundgerechten Mischung von Burleske und Sentimentalität? (Es sind Aufführungen in Vorbereitung, die zell- gemäßer sind und die - wir wollens hoffen - ebenfalls ihr Publikum finden werben. Moral wurde von Oskar Feigel, der auch den Polizeiassessor spielte, flott geleitet. Sein Spiel hat oiel gewonnen, seit es ruhiger und untheatralischer geworden ist. Als Assessor in noch etwas zu unterwürfiger Beflissenheit, gab er den jungen Grenzjäger durchaus männlich und eindrucksvoll. Am gleichen Tage noch in der Haupttolle des Doktor Klaus verwendet, bewies er auch hier eine Auffassung, die man anerkennen muß. Adolf Telecky fand für seinen Polizei- Präsidenten nicht genügend kühle, innerliche Reserve. Dagegen war der alle marode Scblaufuchs im Weibsteufel tn so glänzender Charakteristik herausgearbeitet, bah man sich dieser Gestalt noch lange erinnern wird. Karl Dolck, Spielleiter im „’ZBeibsteufel“ und „Dok- tor Klaus*, zeigte seine Begabung diesmal mehr auf diesem Gebiete als in den kleineren gut durchgeführten Rollen des Kommerzienrates Bolland und des Juweliers Griesinger. Zwei Glanz tage hatte Rudolf Goll, zumal in der .Moral", wo er als Rentner Deermann so gar nicht possenhaft übertrieb, wie als Kutscher Lubowski tn .Doktor Klaus" und dadurch eine viel tiefergehende Wirkung erzielte. Mit Aus nähme unbedeutenderer Nebenrollen, in denen Hermann Stichel als lebenswahrer Schreiber Reisacher ein ehrliches Lod verdient, ist damit die Reihe der bereits aus bem Vorjahre bekannten männlichen Kräfte erschöpft. Don den neuen männlichen Schauspielkräften war Harrn Noebert als vom Leben abgebrühter Justiz- rat diesmal etwas blaß, noch blässer Richard Hell- borns Referendarius Paul Gerstel. Heinrich Dech- ft eins Gymnasiallehrer wirkte wenig echt. Auch Franz Braun machte als Max von Roden keinen überzeugenden Eindruck. 3n anderen Rollen konnten sie größtenteils bereits weit Erfreulicheres bieten. Dagegen war Kuno Erich Webers Freiherr von Schmcttau eine Gestalt, die Charakter hatte. Auch Toni Weber fei als Schutzmann erwähnt. Don den bereits bekannten Damen gewinnt Auguste Marcks immer mehr. Sowohl in Moral, wie im Doktor Klaus war sie glücklich. Friedel Doerr gab ihre anspruchslose Polle als Julie anspruchslos. Die neuen Kräfte: Luise Ramme! versah die Rollen einer Kommerzienratsftau und einer Haushälterin, ohne damit ein Bild ihrer Fähigkellen zu bieten. Margarete Wernike saß in ihrer Rolle all Frau Lund noch nicht ganz fest. Liefe! Winner all die neue Naive verfügt über ein lebhafte» Temperament, wirb es aber nicht ganz leichi haben, ihr, auß rorbentlid) begabte Vorgängerin Helene Aaümai vergessen zu machen, bie, wie wir udren, an daß FriedrichWllhelmstädtischen ulheater a.d.Friedrichstadt tn Berlin verpflichtet ist. Bleibt noch, wiederum von bedeutungslosen Nebenrollen abgeehen, Rose Rudaer. Wir sagten, daß sie im Gymnasialdirektor aufmerken ließ. An diesen beiden Tagen spielte sie die wett aas- emanberliegenben Rollen der Madame Ninon de Hauteville und des Weibsteufel. Ninon de Hanieoill» war die gerissene Demi-Mondaine, nicht die überlegene Grande.Cocotte, als die sie wohl aufgefaty werden muß. Der Weibsteufel aber hatte Fleisch und Blut und aufbegehrendes Leben. Es war wirklich „Hefel in dem Teig brinn" und er ging auf, und was erst Hefe! war, wurde dämonischer Brunst und weibisch« Verschlagenheit. Und die Kurve bes Heraus- wachsens war ohne Schwanken, ohne ein irgendwie merkliches Nachlassen der Spannkraft Daß ber SBdtetarel Bern SonntagnacktintttasH' stück ist, bew.es ein an'ehrt über Teil t>ts Publikums, der juch wirft ich unreif au mchrtt- SVm Quuder, wenn er teilweise sogar au» mmdw» jährigen Mädchen txm 13—lo twitaflÄ Wr e.roTtnt, d..ß man m Zukunu d.rnu xbew irird, daß bei derartigen Stücken unretk d ’menxe vom B«.uch ix» T^ea^-rS att-«ei'ch^i en w .den. a. behördliche Anzeigen Gießen den 20. Oktober 1919. 119618 119470 119680 Gießen, den 18. Oktober 1919. Rrr Wchs empfiehlt 1I*«C 11977z empnemc llgMc i Kreuz - Drogerie i M | Bahnhofstr. 51. | 1 Sweaters Eröffnung: Freitag den 24. Okt 1919, vorm. 11 Uhr I kM MMMsMMck fl Regelmäßige Markttage: Sweaters Regelmäßige Markttage: Dienstags und Freitags von 11—1 Uhr >. all. Größen u. 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Srebumlegsafson Stück 25 Pfg. „7»o Cjnodehaus \afomon. Zuschlags frist 3 Wochen. Gießen, den 16. Oktober 1919. Hess. Kulturinspektion 'Gießen. ______H- Steinbach, Baurat a) Bel u cbtungSstuom b) Kcrft tü-n . . tiu Kiloto-rttstunde. 30 „ 32 „ 2187 „ 24 „ 17 „ Schleier abgepaßt und am Stück, schwarz und alle Farben, ständig gioße Auswahl 11,61 QT/odehous Qalomor 'vl W ithühjmß» andt. Iler unter dieser Mtfl ntt die Redaktion dem terlei ^erantroortung.) )tt Mühlstraße. i die Stadtverordneten« G,M 9h:. 240) vtadtoewrdneter Mm, er den Dachdeäern, den ie Wen die für ja fliegef zum Teil Mr nb fo btt Hessische HmtdelAominer Gießen I- D.: H e r n r. S ch i r m e r, Kommerzienrat. chrlchtift. Gießen, den 18. Oktober 1919. ElektrizitätLverk und StraßenLtchat der Stadt Gießen. Stvlte. 119628 Jgij Photo- JK Apparate und sämtliche Brdarf*-Artikel kasfeuAma teure aebeeten Ceatral - Drogerie E. Kara Schelstrasss (fr.Kaiscrh.) Pho'o-Arbeiten prompt und fachgemäss. u**3 Bekanntmachung. Zur Ersparung von Heizung und Beleuchtung werden dieDienstftunden der städtischen Dienststellen vom 20. Oktober 1919 ab bis auf Tveiterers wie folgt festgesetzt: Montag bis Freitag von 8-12'/, und 2-4'/, Uhr Samstag von 8 — 1'/, Uhr. Gießen, den 17. Oktober 1919. 119978 Der Oberbürgermeister. I. B.: Kren zien. Vergebung von vrainagearbeiten. Freitagden 31. Oktober 1919, vormittags 9 Uhr, sollen für die Feldbereinigun^ Londorf vergeben werden: Lieterung von Drainröhren, veranschl. yi 891 Mk Lieferung von Zement-Ausmünduugen Anfuhr von Röhren Los I—V Graben- und Rohrverlegungs arbeiten Unsere Geschäftsräume befinden sich jetzt Plockstrasse 4 Buchhandlung der Pilgerm:ssion H: 11952D bietet sich strebsamem Herrn durch Übernahme außergewöhnlich hohen Verdienst bringenden Unternehmens. Es handelt sich um ein. erstklassigen kaufm. Betrieb, jedoch sind Fachkenntnisse nicht erforderlich. Das Unternehmen ist bereits in vielen Städten Deutschlands allerbestens mit durchschlagendem Erfolg eingeführt. Ein Kartell, dem sämtliche Unternehmer des Deutschen Reiches bisher angehören, gewährleistet durch seine beispiellos großzügige unerreichte Organisation die denkbar beste Unterstützung. Herren von bestem ^uf, die ernstlich bestrebt sind, sich eine selbständige, lohnende Existenz zu gründen und über die zur Übernahme notwendigen Barmittel von zirka 12 Mille verfügen, belieben Offerten unter H.G.565 I an Huvag (Haasenstein & Vogler A. G.), Hamburg, einzureichen. H975hv Spetnr gemeldet wird, f/idt General Fayoll ' eine An- örtterfroroaSfagc für Dienstag. Twrstig, molkig bis heiter, trotten, südöstliche Wtnde. Tags wärmer, nachts kühl. Letzte Nachrichten. Die Lage in der Pfalz. Mannheim, 18. Oft. Wie aus Sui Geichwader der Miierten verhindert die bol- Iche/viUischen Kriegsschiffe daran, den Hafen zu verladen und sich an der Verteidigung von Petersburg zu beteiligen. Aus Paris wird drahtlos, gemeldet, daß nach Abzug der kommunistischen Truppen aus Petersburg auch die Arbeiter Befehl erhalten Ijaben, die Stadt zu verlassen. -0 el si n g f v r s, 19. Okt. (WTB.^ Die weiße Arniec errerck.t.' bie Station L i g>o wo , 13 W:rst Dor Petersburg. Patrouillen sprengten die Eisenbahnbrücke von Tossno an der Bahnstrecke nach Moskau. L».e l s i u g f o r s, 20. Okt. (WTB.) Nach den hier cmgettofienen Nachrichten von der Petersburger Front ziehen die Bolschewisten starke Truppenmaffen bei Petersburg pnd Gawe am Petpussee zusammen. Aus Petersburg inerben «traßenkämpse gemeldet. «j ? ni sterda m, 20. Okt. (WTB.) Nach einer Meutcrmeldung aus Lelsingfors begab sich eine Abordnung d e r P e t e r s b u r g e r Arbei - • I E,nit sch und bat ihn, Petersburg nrajt zu befchieZeu. oie sicherte ihm Unterstützung gegen die Bolschewisten. Das Verhalten d'Annuuzws. Bern-, 20. Olt. ,WB.' d'Annunzio cr- Narte einem sranzöjlsck'en Journalisten, daß roeb'r ^^'.prectungeu nock) Drohungen irgendwelche Einrluß auf ihn und feine Truppen haben könnten. £r gebe nicht nach. Er würde eher die Stadt und den vafen in die Luft sprengen. Die Einwanderung in Amerika. _ London, 19. Okt. (WB.) vavas. Dem „^.-or-h Telegropl'" wird unterm 17. Oktober aus «SS*». rMAL >2«! vstd bat1 dri dein -n ?btäe,,enen h6ber Wtn. iS,ln«r °"ei ÄMn. r ^agesorh^ Un9 na* l^g-n die &b|$ L-M WZ hrt« rietet. Uhr: $6 »iw und e Rrie bjn Stambnl W aus dem Serml Jan. Domm-tag, 23: bmmist Der •V- ®®wL SemMg, wn- Limmf: Geor» fc 3V. 14: Nimm Uhr: Moral. Montag, «m. Lmauf: George Nora!. Mtwoch, 29.: Newpork gemeldet, öan ein neun: TeÜänderangs- ju’at ttom Peprasentanleuhauie an genommen ""urde, der die Ankunft von Deutschen u n d R u s s e n , dre nur die Gelegenh-it un Ein- iranuerimg m die Bereinigten Staaten rbwart'ii aus'chließen wül, dagegen keineswegs diejenigen' achtle ren Bürger der alliierten und neutral >n Staaten, die einen kürzeren odw längeren Aui-ni- halt in den Bereinigten Staaten nehmrn wallen Der Parteitag der Deutschen Volkspartei. Berlin,.20. Okt Tie in Leipzig ihren Parteitag abhaltendc Deutsche Volks- Partei stimmte einem Programm zu, in dem es heißt, sie werde den Wtednauftew des Reiches mit allen Mitteln fördern und im Rahmen ihrer politischen Grundsätze auch innerhalb der jetzigen S ta a t s for m mit« r beiten. Sie fordere die W i ede r h« r st : l l u n g der ruhmvil- len schtoa rz-weiß-roten Rei chsfarben. Ter eilte Steterent, G:l)eimral Kahl, wandte sich gei-en die Zertrümmerung Preußens, dem nament^ llch Hannover und Rheinland unendlich viel zu bauten hätten. Tie Rolle der einzelstaatlichten Monarchen sei in rwllem Umfange ausgespielt, ihr- Wiederkehr müsse man nicht leichten .verzens .chs ausgeschliossen bezeichnen. Ein An-riff auf das Kreisgefängnis in Braunschweig. Berlin, 20. Okt. In der Nackt aus de« Sonntag wurde in Braunschweig durch nner- mittelt gebliebene Verbrecher ein schwerer Angriff aus das Kreisgefängnis unternommen. Etwa 20 Handgranaten wurden geschleu- dert. Die Wachmannschaft geriet in Gefahr. °nz W Sfitet I* 56« t,nI3 ^btn.^ dle'bt .'ntonbaine, als s h y sin,eir» WV Bekanntmachung Tie von lern A-inanzarm Gießen auigestcUteri Sebrcg^.iter für oie Beträge zu den Kosten der Dandelstennner für 1919 liegen 10 Tage lang und zwar vom 22. bis einschließlich 31 Oktober b5 M, üormitt'igi? non 10—12 Uhr unv noch, mittags von 3—5 Uhr, im Bureau der Dan.el^- kammer Gießen, Lonystraße 7, zur Emsicht offen. Einwendungen gegen den Znhalt der .^eb- teylsder sind rnnerhaL dieser telmtägigen Frist bet der vandMlammer schriftlich v-orzubringen Nach Ablauf dieser Frist w.rd de .Handelskammer über dre vorgebrachten Einwendungen entsck^ioen und die Hebregister nach Maßgabe dieser (rnt- scketdungm, soweit nötig, bericl^igen lassen, diese Entscheidung ist innerhalb zweier Beschwerde an das hessische Ministerium d ncrn zulässig. Blättern ^geht hervor, daß Lloyd George in einer Jtdte in b o t f i e I b am Donnerstag den Nach- druck daram legte, daß England mit seinem ge- x'te” AEirtde Frieden geschlossen habe und bannt die Zeit getontnteii sei, wieder ernstlich an die Arvett zu gehen. Es müsse produktiver gearbeitet werden als je zuvor. Tie Lasten, bj-e 3U tragen habe, leien schwerer als vor ^*?r. bem Kriege habe die nationale Schuld 63o Millionen Pfund Sterling betragen. Jetzt betrage sie etwa 8 Milliarden. Tic Welt hübe B^ürfnis an den wichtigste:! Handelsartikeln. Bezüglich der Nachfrage sei nichts zu befürchten. Wohl aber sei es fraglich, ob England seinen ihm zukommenden Anteil in der Besriedigung des Be- e,c^ti^c- Während des Krieges habe man die Wichtigkeit des Transportwesens für den Sieg emseheii gelernt. Das jetzt herrschende System der Konrurrenz ohne Zentralleitung führe unbedingt zur Verzettelung der Kräfte. Es sei höchst wichtig, dem zuvorzulommen. Ebgland habe den amerifani» inbezug auf Maschinen und Oeko- nomilierung der Erzeugnisse noch nicht annähernd erreicht. Der Handelsverkehr mit Spanien. V' ^ic. spanische Regierung desckloß laut ,,Vofsischer Zeitung" in Erwartung einer SteigerungdesHandelsverkehrs P1,11 e_}i t f (h t a n h die Zahl der spanischen Kon- luln m Deutschland zu vermehren Die Petersburger Front. Amsterdam, 20. Okt. (WTB.) Nach einem -öerta t der ,,Times" aus Kopenhagen steht d;r w e st l i ch e T e i l v o n K r o n st ad t i n B r a n d. Direktion der Elektrizitätswerke und Straßenbahn der Stadt Gießen. Stolte. § 1. Die Monatskarten werden auf die Namen bestimmter Personen ausgestellt. Die Inhaber von Zeitkarten haben keine Bor- '«vte,gegenüber den anderen Fahrgästen; sie sind ^rpslichtet, unaufgefordert den Schaffnern und ^ufsichtsbeamten ihre Karlen offen vorzuzeigen und zur Einsichtnahme auszuhändigen. Leigt ein .Zeitkarteninhaber seine Zeitkarte auf Verlangen ' mHt vor, so hat er das tarifmäßige Fahrgeld zu/ entrichte». § 3 Eme Gewähr für ununterbrochenen Betrieb i-emmmter Linien rstter für durchgehenden Wagen- r>erkehr wird den Zeitkartenin^rbern nicht geleistet, auch steht ihnen wegen Störungen oder Unterbrechungen des Betriebes oder Unpünkttich- s«t im Jnn.-Ha ten des Fahrp.anes ein Anspruch auf Entschädigung nicht zu. § 4. Auf eine Verlängerung der Gültigkeitsdauer der Zeitkarten oder auf eine Rückerstattung des gezahlten Zeitkartenpreises im Falle der Nicht- benutzung einer Karte haben die Inhaber keinen Anspruch. 8 5. Werden Zeitkarten mißbräuchlich benutzt, fo tverden sie für ungültig erklärt und deren Besitzer zeitweise oder dauernd von der BWÜnstigung des Aeitkartenbezuges ausgeschlossen. (&• straftecht- nche Verfolgung bleibt außerdem Vorbehalten. Die Anttäge auf Ausstellung der Zeitkarten lind schriftlich an die Direktion der Elektrizitäls- werte und Straßenbahn zu stellen. Die Bedingungen über die Benutzung der Zeitkarten können im Verwaltungsgebäude der Elektrizitätswerke und Sttaßenbahn, Zimmer Nr. 4, eingesehen werden. Dem Antrag ist ein zur Vereinigung mit der Karte geeignetes Lichtbild des Zeitkartenbeziehers btürn betraut ton, auf «spricht weder den Tab m Bau bestellten und eitig teräugkit, noch daß ^Mckrarbeitm schuld- md. Herr Mann hätte rig zu orientieren, che a ren Bormrs terrorhö. kur; folgender: wtort blags tourten ixt äitgti ni) am 2o. Äugust 191.9 tegomienjj0^® rott t l.ÄPtetnberM9vn Tag var bereit; g^Ziegel allo- fpütung, da das stesernde und Wv Dichtungen NB mühE tbens. Fischerei-Verpachtung. Fischereiberechtigung in dem Seenbach bei Wlfldte und m der Ohm bei Niederohmen, an der £l'c?b(&nhn,c Gießen—Fulda, Kommt Freitag den 24. d Mts., nachmittags 2 Uhr, in der Wirtschaft des verrn Weifenbach zu Mücke auf 12 Jahre zur öffentlich meitbietenden Verpachtung, was hiermit zur Kenntnis der Pachtliebhaber gebracht wird Schwernsberg, den 16. Okt. 1919. 11953D ________Freiherrlich Sckencksche Renterei.________ Milchversorgung. infolge ungenügender Belieferung der Stabt Dießen mit Milch konnte für Sonntag, den 19. d. Mts. die auf 1, Liter lautenden Milchmarken nicht mit Milch beliefert werden. Dießen, den 20- Oktober 1919. [11985B Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). l«t-ufugen, welches die lieberetnitimmung der Per- Zeitkarteninhabers mit derjenigen des bie Karte Benützenden leicht und unzweifelhaft erkennen läßt. 8 7. Die Zeittarten sind nur dann gültig, wenn die Dem Taris entsprechende Wertmarke desjenigen Monats cingeklkbt ist, in dem die Kart? benutzt wird. Wertmarten können für beliebige viele in demlelben Rechnungsjahre (1. April bis 31. März) hegettbe Monate gelöst werden. Für an gefangene Monate ist der volle Betrag eines Kalendermonats zu entrichten. Am ersten Werktag jedes Monats haben noch dre Karten vom Vormonat Gültigkeit und ebenso gelten bereits am, letzten Werktage des ablaufen- den Monats die für den kommenden Monat gelösten Karten. ~ .§ 8. Für Handgepäck ist das tarrfmäßigc Fahrgeld zu entrichten § 9. Die Direktion der Elektrizitätswerke und Straßenbahn behalt sich das Recht vor, die auf längere Dauer als einen Monat ausgefertigten Zeittarten jederzeit vor Ablauf ihrer Gültigkeit nach vor ausgegangener einmonatiger Kündigung auszuhehm Tie Kündigung erfolgt durch öffent» luhe. Bekanntmachung. In solchen Fällen hat der Zeitkarteninbaber das Recht, für die Zeit, während welcher drc Karte nicht mehr benutzt werden kann, die Rückerstattung eines entsprechenden Teils des gezahlten Preises gegen Rücklieferung der Zeitkarte ^erlan^.Der Mviel gefragte Preis wird als- i; Waren-Börse I B In Mainz | spräche an die obersten Beamten b:r Pfalz, in der er u. a. sagte: Seit dem Waffenstillstand habe stets Ordnung in der Pfalz geherrscht Es seien zwar einige Fälle von Störungen te>rgefommen, hervorgerusen durch wirtschaftliche Schrierigkeit'u und Lebensmittetteuerung. Dach fetm das Folgen beS Krieges. Frankreich leide trotz seines Steges mit seinen zerstörten Provinzen noch mehr als die Teutsckten. Wenn die deutschen Armeen nicht bie Kohlengruben in Nordftankverch zerstört hätten, hätte dre Pfalz heute Kohlen genug. Um die Lage »u vxrbessern, gebe es nur ein Mittel: Arbeit und immer wieder Arbeit. Jede Unterbrechung oettchlinimere nur das Elend. Der General teilte oann mit daß die Bemühungen des neuen ftan- '.öjiscken Kommandeurs Teaoutte, der sich in seiner ^Begleitung befand, auf die Verbesserung der Lebens- mittelverforgung gerichtet seien. Wir alle, der Eine ttte der Andere, haben dasselbe Interesse on der Auftechterhaltung der Drbmmg imd müssen alles,baran setzen, daß die Beziehungen zwischen her pfälzischen Bevölkerung und den ftanzösiichen Trappen offen und ehrlich bleiben. Lloyd George über die Wirtschaftslage Englands. Amsterdam^ 19. Okt. Aus den englischen Dre Verdingungsunterlagen liegen auf Hess Bürgermeisterei Londorf offen, wo auch die Angebote in Prozenten des Voranschlags verschlossen, mit eittsprechender Aufschrift verfehen und vostftei einzureichen sind. Drneksacfien aller in Xää wert 11« BrtU'sek« üelv.-Drrt^ereL B. Leege, OisOea Nährmittel Ausgabe. Die bei den Kleinhändlern der Stadt Gießen bestellten Waren für Oktober 1919 können Am Dienstag de n 21. d. Mts. ab gegen Borlage des Bestellausweises zur Nährmittelkarte rmd Abgabe der N ä h r m i tte lrn a r ke Nr. 10 (Oktober 19 19) in Empfang genommen werden. Es entfallen: 1. A u f die roten Karten (B): 500 Gramm Lwserflocken bzw. Hafermehl, 250 Gramm Grünkernmehl, 2 Pakete Keks. 2. Auf die blauen Karten CG): 250 Gramm Bohnen, 125 Gramm Teigwaren. Mit dem 31. Oktober 1919 verliert dre Marke 1 0 (O ktober 1 9 1 9) ihre Gültigkeit. Die Kleinhandelsgeschäfte haben die vereinnahmten Marken bis spätestens 3. November 1919 dem Städtischen Lebensmittelamt, Zimmer 11, einzureichen unter Angabe bet nicht abgeholten Warenmengen. Der KleinverkaufShöchstpreis beträgt: für das Pfund Haferflocken, lose: 62 Pf., in Pakten: 90 Pf., für das Pfund Bohnen: 1,25 Mk., für das Pfund Laiermehl: 0,88 Mk., für das Paket Grünkernmehl = 250 Gramm: 55 Pf., für das Paket Ktzks: 39 Pf., für das Pfund Teigwaren aus 8Oo/o Mehl: 66 Ps. Gießen, den 17. Oktober 1919. 11948B Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Bekanntmachung Gemäß Beschluß der Stadtvevordneten-Ver- sammlung vorn 13. ds. Mts. sind die Pnttse für elektrische Arbeit im Stadtgebiet tote folgt ftste S-setzt: Mo'ogrammlinjscheiig^ Aparte gern gekanlte Neuheil sowie andere mod. handiearb. Broschen, BilderrahoL aus ■eb|U m. Malerei oder Gravur Slreishelzhei- sen uv. fertigen wir oloSveztatan. Mun^r- fenbung en b- 8 b. mod. aanab. Broschen in feinster Ausmachung 11.50 n. Nachn. o. Boreinsend. Auf Wunsch Musterbl. Au Diensten. ,,Wvss Wletseh & Nies, Barmen Metallwarenfabrik Hobenstetner Strane 30. Sämtliche EiDspäDDer-Fulirßn aller Art werden prompt und bei billigster Berechnung in u. außerhalb der Stadt auSgefübrt. Auch dai> Ackern von Trieb- viertelnwtrd angenomm. von Franr, Bürger, klailer-Allee 30. Voll. Sinicrittnnijft in allen Größen wieder '““c eingetroffeu Modebaus Salomon, Gießen, Schulstraße 4. lielcteT in schmal u. breit, sind in reicher Auswahl wieder am Lager. 8225c Wer erteilt gründlichen Unterricht in Konzertzither. 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Oktober, nachmittags 21/2 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. MM18 Frau Christine Teves geb. Fischer. Philipp Höß, HerruSbeim b. WormS. iiifitigtr LltnihniM der in orthopädischen Arbeiten bewandert ist, sofort gesucht. 020206 Carl Berg. Nach kurzem, schwerem Krankenlager verschied Freitag meine liebe, gute Tochter, unsere liebe Schwester, Nichte, Kusine und Enkelin )da Höhne im 17. Lebensjahre. Lehrling sofort gesucht. 020N9 Heinrich Stroh, Elekir. Geschäft, Nr. 3 Mühtstratze Nr. S Acltcre Frau zum Stricken gesucht. Sdirifll. Angebote unter 020188 an den Gietz. Anzeiger. Tüchtiger, gewandter, in der Handhabung der Schreibmaschine bewanderter und mögt, mit rechn. Kenntnissen auSgestatteter Verkäufer bezw. ebensolche Verkäuferin ffir neu,uerrichtendeS BerkauiSlokal sofort gesucht. Schnitt. Angeb, unl. 11970c a. d. Gienen. Anzeiger. t<3r<3N] NNNN MMCMbS (Eine hiesige 1. Zigarrenfabrik sucht einen Lehrling der gute Schulkenntnisse besitzt und geachteter Familie entstammt. 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Am Donnerstag findet hier eine öffentliche Kreisversammlung statt, in der der Direktor der Zentralstelle für die Volksbildung Hassinger-Darmstadt über ,,Dre Aufgaben unddie Ausgestaltung des Bildungswesens in Hessen" sprechen wird. Krris Schotten. Sie trug ein Weißes Crepe de Chine-Kleid und j sch mit ihren vor Eiier geröteten Wmrgen unsag- !Wr lieblich aus. „Gottlob, daß ich Sie hier treffe, Kindchen," sagte plötzlich eine Stimme hinter ihr, „ich habe Der Schlichtungsansschuß der Provinz Obcrhesscn. Verhandlung vvm 11. Oktober 1919. 1. Auf telegraphisches Ersuchen des Hessischen Landes-Arbeits- und Wittsckxrftsarnts hatte der Schlichtungsausschuß in die zwischen der Beleg- sscha ft unb der GrubeFriedrich zu Trais- micfi ja wieder einmal furchtbar verspätet und fürchtete mich schm, allein ein treten zu müssen. Nun schlüpfen wir nachher wohl zusammen heinein, ja?" Modefta hatte sieb umgewandt und verbeugte sich respektvoll vor der in penseefarbig: Seide gekleideten Gestalt, deren 'nxi&e Lockchentuffs bei Köer Bewegung wippten, während das gute alte Gesicht mit dem Stumpfnäschen freundlich lächlte. Es war Harald W-olkerns gute alte Taute Luise. „Sehr gern, Komtesse Walkern," sagte sve, „ich dachte. Sie seien schon längst drinnen." „Ach nein, ich hatte ja heute meinen Kindergarten-Tag — Sie wissen : Dienstag und Freitag, liebe Modesta! Ta veripätete ich mich. Die neue Lehrerin wird gar nicht allein fertig mit den Kindern! Wann kommen Sie dann endlich einmal, um sich mein Steckenpferd anzusehen?" „Bald, Komtesse. Es war noch: nicht möglich. Tie Gräfin wünschte, daß ich die letzten Tage mit ihr im Armenhaus tätig sei, wo wir zwei neue Pfleglinge haben." „Atz so, natürlich! Aber wo ist denn mein Neffe Harald?" „Ich habe ihn noch nicht gesehen." ' . „I der tausend! Xu müssen wir uns aber beeilen, hineiirzukommen, fünft vergeht er vor Ungeduld. Sind Sie hier fertig ?" „Jo." Beide verließen den Spnsesaal. An der Tür des Salons trafen sie auf Magnus, dessen Antlitz einen unruhigen Ausdruck hatte. „Trachten Sie doch, Evelyn ein bißchen mehr in den Damenkreis zu lancieren, liebe Miodesta," flüsterte er ihr hastig zu, „ich selbst kann es nicht tun, und die Damen scheinen ihr geflissentliches Fernbleiben schon übel zu nehmen." Modefta gab sich alle Mühe, seinen Wunsch zu erfüllen, und es gelang ihr auch, Evelyn unbemerkt in die Nähe der Fütttin Zedern zu bringen, die in einer Ecke Cercle hielt. Mit Ausnahmen der Komtessen Blaschko'witz waren alle Nachbarn erschienen. Seidene Schlep- freit rauschten über die spiegelnden Parkette der Cmpfangsräume, kostbare alte Familiendiom anten funkelten mit schönen Augen um die Wette, während die Herren im Frack und Uniform sich gegen» leUm begrüßten und lächelnd konstatierten, 'iS sei toa? riesig nett, daß es nun auf Rettenegg ari-iber, JV® zu Lebzeiten des alten Grafen, wieder Gesel- 'tfltat gäbe! War das schöne große Schloß doch wilher auch der Sammelpunkt der hiesigen Ge- fellsckaft gewesen. -2^ bk Braut fet ja wirklich auffallend schön m ihrer blaßblauen Robe mit dem echten Sprtzen- lrvant! Eine Schönheit ersten Ranges, die gar fernen bürgerlichen Eindruck mache. „Wenn man sie sieht, begreift und — verzeiht man alles!" behauptete Graf Wirbna und gab (icfi ehrliche Mühe, Stimmung für Evelyn zu machen: denn sie gefiel ihm wirklich, und er war ein treuer Freund des Hauses. Außerdem hatte er bestimmte Absichten mit Magnus. Tie Damen hielten sich trotzdem noch etwas zurück. Evelyn gab sich so gar ferne Mühe um sie und schien sich ganz wohl zu fühlen in dem Herven- • kreis, ter sie umgab. Im Speisesaal legte Mvd.'sta eben auf der Mamlell Bitten die letzte Hand an den Tafel- ftmuck. Horloff auSgebroch.ne Lohn- und Streit- bcwegnn g angegriffen, da durch die Stillegung der Draunkvhlensordnung iwiie Kreise, die au stch schon unter der Brennstofsnot zu leiden haben, in MttlmdensckMft gezogen worden waren, auch manche Betriebe hatten feiern müssen. Die Arbeit- nebmer ließen erklären, daß sie das Aeußerste versucht hätten, ehe man in den Streik getreten sei, bei dem man die Nolstandsarbeiteu (am Pump- werck usw.) aber fortgesetzt habe: sie lehnten deshalb die Verantwortung für b c n ein» getretenen Schgden ab. Die Forderung ging auf 16 Mk. Gewinnungslohn unter Tag bzw. 15 Mk. über Tag, rückwirkend seit l Juni 1919. Die Grubendircklion schildettc die schwierige Lage der Gewerkschaft, die unmöglich noch tveitcre Opfer bringen könne. 9Jian habe 15 Mk. bzw. 14 Mk. ab 1. September 1919 bewilligen nwllen. Die Ar- beiMehmer hielten entgegen, daß in erster Linie für die Bemessung der Lochchöch? die wirtsckiastlichlm Verhältnisse der Arbeiter maßgebend seien. .< J?cr Schlichtungsausschuß entschied; 1. Vom Tage der Wiederaufnahme der Arbeit an sind die in der Forderungsaufstellung vom 31. Mai 1919 enthaltenen Lohnsätze (Hauer, Lehr- bauer und Schlepper unter Tag pro Schicht 16 Mk. usw.) zu zahlen. 2. Heber die Streikzeit selbst zu lv finden, hält sich der Schlichtungsansschuß für nicht befugt. 3. Dagegen sind für die zurückliegende Zeit im übrigen mit Wirkung vom 1. Juli 1919 diejenigen Beträge nachzuzahlen, di; an den oben erwähnten Lohnsätzen schien. Die Nachzahlung hat in drei Raten zu erfolgen. Tre Arbeitgeberin gab zunächst Erklärung über den Schiedsspruch nicht ab. Tie Arbeitnehmer erkannten ihn an; auch wurde für den 13. Oktober die Wiederaufnahme der Arbeit vom .Arbeiterausschuß in Aussicht gestellt. _ 2. Der Fabrikarbeiterverband Deutschlands, Zalststelle Gießen, hatte gegen die W. Garlsche Da m p fziegelei und Ton- TrarenfabriF in Gießen Verhandlung beantragt, loeil die durch Schveiben vom 14. Aug. 1919 verlangte Aufbesserung der Entlohnmig ab- gelehnt worden war, und zwar unter Berufung auf den Vertrag, der nicht mit der vvrgeschriebenen achtwöchentlichen Frist gekündigt worden fei. Die Antragsteller verlangten mit Wirkung vom 15. Aug. 1919 einen Zuschlag von 40 Pvoz. zu den bisherigen Löhnen (1,25 Mk. bzw. 1,30 Mk.) und entsprechende Urlmibsregelung (6 Tage hei einem Jahr bis zwölf Tage .bei 6 Jahren). Ter Schiedsspruch lautete: Mit Wirkung vom 13. Oktober 1919 an ist auf die bisher bezahlten Löhne ein Deuerungszuschlag turnt 3 0 Pro- zent zu zahlen, der sich ab 15. November 1919 auf 40 Prozent erhöht. Ter Urlaub ist unter Fortzahlung des Lohnes in derselben Weise zu gewahren, wie er in der Rauch- und Küutabck- branche bei der Firma Gail bereits eingeführt ist. — Die Arbeitgeberin erflärte di: Ablehnung des Schiedsspruches, die Arbeitnehmer behielten sich Erklärung vor. ,3. Die Lohnstreitsache PLöbus gegen Hey- 11 g en staedt u. Co. wurde an das Gewe r hege r i ch t in Gießen verwiesen. 4. Der Verband der Gärtner und (särtnereiarbeiter in Frankfutt a. M. sttebte gegen den Verein der Handelsgärtner Friedberg-Nauheim die tarifliche Regelung an. Die Arbeitgeber wollten sich nicht buiben, da sie die Bezahlung nur nach der Leistung bemessen sehen möchten. Es wurde durch Schiedsspruch erkannt: Dom 13. Oktober 1919 an ist den in der Handels- gartnerei, auf Friedhof und in Baumschule b> schattigten männlickien und weiblichen Gärtnern: und Arbeitern der Lohn zu befahlen, der in dem Frankfurter Tarifvertrag vom 8. M.ri 1919 vereinbart worden ist (Gehilfen 1,50 Mk. Stunde,l- lohn usw.). Ueberftunben sind mit 25 Proz. Zu- Itfiag, Sonntagsarbeiten mit 50 Pvoz. Zuschlag zu vergüten. — Die Arbeitnehmer nahmen den Schiedsspruch an; die Arbeitgeber behielten sich Erklärung vor. Reich zur Verfügung gestellten besonderen Millionen-Fonds, aus dem wirtschaftliche Hilfen nach Entscheidung besonderer „Hilfsans- schüsse" bewilligt werden können, so sind hierfür die zivilen „Kriegsgesanaenenheimlehrstellen", die in allen Stadt- und Landgemeinden, meist Bürgermeisteramt ober Landratsamt, eingerichtet ' sind, zuständig, die die Interessen der Kriegs- L gefangenen wahrnehmen, und zwar durch aus ihrer Mitte selbst gebildete Hilssausschüsse. Se.bstredend bedürfen alle Anträge einer Prüfung und damit einer gewissen Bearbeitungszeit. Im Interesse der Heimkehrer wird aber von allen Stellen auf schnellste Erledigung ihrer Ansprüche hingewirkt. Zur Zeit sind auch die bevorstehenden Verhandlungen mit den bisherigen feindlichen Staaten, über die Auszahlung des in Gefangenschaft etwa gestundeten Anteils des Arbeitslohnes SSW® «w Butter: Marke 43, 40 Gramm Auslands- in 66 Pf., 125 Gramm Rindertagl zu 2,50 Mk. Fleisch: Wochenabschnitt 43. Metzger für lyrembe und Urlauber: Adolf Birkmeyer, Bahn- hoffttaße. Nährmittel für Dftober: Auf Marke B: "00 Gramm Haferslocken, 250 Gramm Grünkcrn- mehl, 2 Pakete Keks. Auf Marke C: 250 Gramm Bohnen, 125 Gramm Teigwaren. Zucker: Marke 10, Oktober 1919, 750 Gramm Zucker. N ä h r m i 11 e l un d Z u ck e r für Zugezogene und kranke: E. Balke, Stephansttaße, Äug. Roll, Bahnhofstraße, I. M. Schulhof, Marktstraße, L. Kalklwff Nachf., West-Anlage, A. Blum Wwe., <2teinsttaße 78. Krankenzucker: L. Kalkhvff Nachf., West- Anlage 5. Nährmittel und Zucker für Urlauber: S. Ziegelstein, Landgraf-Philipp-Platz 8. Krankenmehl: Kg. 1,16 Mk. Konrad Bender II., Walltoifftoaße 14. Nährmittel für Kranke: Gebr. Ber- dux, ^Bahnhofstraße 27. Seife: Marke für Oktvbw 1919. Anteil 125 Gramm. K. A.-Seifenpulver per Pfund 90 Pf. • „Gewiß nicht. Schlafe wohl, Evelyn'" Er küßte ihre Hand und bewertete sie bis art dre Tür. 1 Wieder war etwas wie Enttäuschung in ihm. Er hatte gern noch ein Weilchen mit ihr geplaudert, “ub d«^ Eindrücke, die sie empfangen hatte, aus ihrem Munde gehört, so lange sie noch frisch und unverwischt waren. öfttte sie denn gar nie das Bedürfnis, sich mit ibm über das, auszusprechen, tvas ihn innerlich bewegte? Verstimmt begab er sich gleichfalls zur Ruhe. „Nein, vom „armen Bürgermädchen" hat sie entschieden nichts an sich, und schön ist sie ja auch .931 Bild," sagte im selben Augenblick die Fürsttn Zedern zur Gräffn Wirbna, der sie, da beide denselben Wag hatten, in ihrem Wagen einen Platz angeboteu hatte, während der Fürst mit dem Grafen den Wirbnaschen Wagen benützte. „Trotzdem paßt sie mit ihren Ansichten nicht in imfere Kreise. Sie ist eine kalte rücksichtslose Egoistin und wird den armen Magnus nur unglücklich machen. Denken Sie an meine Worte, Liebste!" Tie viel jüngere Gräfin zuckte die Achseln. „Gott, ja, sie ist ein wenig modern angehaucht und offenbar sehr für freiheitliche Ideen. Darum aber können Sie doch auch noch immer glücklich werden? Er liebt sie ja!" „Leider! Ich bm gewiß nicht unvernünftig, exklusiv, und wenn er das kleine zarte Dingsda die Schwester, gewählt hätte, würde ich kein Wort agen. So aber, — ich habe den Sanderfeld gern chon um feiner Mutter willen, und so kann ich nur agen: er tut mir leid!" , Gräffn Wirbim schwieg Die Fürstin war sonst chr Orakel, aber diesmal hatte ihr Gatte ihr । uirf/t hetzen gegen Sander- lelds Braut. Ich wumche, daß wir in gutem Einvernehmen mit beiden bleiben. Ich habe große Plane mit chm." (Fortsetzung folgte = Herchenhain, 17. Okt. Aus der Ge- fangem'chaft kehrten glücklich heim: Hch. Adolph Emil Jost und Karl Oechler, der letztere aus französischer Gefangenschaft. JnSichenhausen traf bei seinen Angehörigen glücklich Landwirt Hch. Rieß ein. Kreis Lauterbach. O Schlitz, 17. Okt. In unserer Stadt wurden bei der Volkszählung gezählt 1188 männliche und 1392 weibliche, zusammen 2580 Personen. 127 davon gelben als vorübergehend anwesend, 70 Personen waren vorüber gehend abwes nd. Die Einwoh ierz-ahl ist um rund 203 Personen gegen die vorige Zählung zurückgegangen. Hessen-Nassau. Ge. Esch Wege, 17. Oft. Tie Bergarbeiter in dem benachbarten Braun Yoh enber gwe rk Hirsck- verg bei Großalmerode wollen freiwillig Sonn- wgs 80 Donnen Kohlen besonders fördern, um öer lebhaften Glas- und Tonwarenindustrre in Großalmerode die Weiterarbeit zu ermöglichen R. Rod he im a. d. B, 16. Okt. Tic bekannten Rodheimer Kalkbrücke. die schon beim Bau hiesiger Burgen, beginnend ums Jahr 900, demBanknlk tieferten, lange Jahre für das Kalk- Werk Abendstern ausgebeutet wurden, gingen vom lekten Päclstcr, Haos jun. Gießen, durch Kauf ui die Bergwerksbaubedarfs G. m. b. H, Betzdorf a. d. Sieg über. Ter Betrieb soll dem Vernäh, men nach bedeutend erweitert werden. Für die ivei- tere Entwicklung des Dorfes dürfte dies von größtem Segen sein. 8. Rod heim a. d. B., 15. Okt. Ten eifrigen Bemühungen des Bürgermeisters Bender und dem verständnisvollen, freundlichen Entgegenkommen des Geheimrats G..il verdmkt man nunmehr mehrere Bauplätze im direkten Anschluß an das Tvrfnetz in schönster Lage. Der brüt» genden Wohnungsnot kann somit gesteuert werden. 5; Ter "Deutsche Gärttververband, Bezirks- geschastsstelle Fulda, hatte für die Arbeiter der Gärtnereides Grafen Franz zuSol ms- Rodelheim tn Assen heim besser: Lohn- bebmgimgtn erreichen wollen, jedoch die Aner- ftnnung der Organisation nicht finden können. Tie Stteitpuntte und die Besonderheit der Ar- certsverhältnisse wurden durchgesprvchcn und hier- durch du Grundlage geschafft, auf der die Par. teien nunmehr durch persönliche Weiterverhandlung eine Regelung treffen wollm; wenn nunmehr eine Vmtändigung nidjrt zu erreichen ist, soll bei Schlichtungsausschuß erneut an gerufen werden. unb Karl K^ ch, Sohn des Schreiners Heinrich nvch! II. OMaar (Kr. Lauterbach), 19. Okt. Nack)dem ucherc in englischer und amerikanischer Gefangen- nt-ifit gewesenen 8 G.'meind:mitgliedcr glücklich heim gekehrt sind, erwarten ivir noch 9 Söhne unstres Dorfes, die in ftanzösischer Gefangm- sckast weilen. — Eichel ha in, 20. Okt. Aus englischer Ceiangcnschaft kehrte.Phi.ipp Greb zurück. Blitzenrvd, 19. Okt. Nachdem der ehe- mange Pwnier HEs muß deshalb den Verbraucherkreisen emp- sahlen werden, sich rechtzeitig Kriegs- s ch u h w e r k zu sichern. Erntcarbeiter find Selbstversorger. Unsere noch immer krittsche Ernährungslage verlangt, daß alle noch auf den Feldern befindlichen Hackfrüchte rechtzeittg eingebracht werden. Die. Schwierigkeit liegt hauptsächlich in der Be- fchaffung der nötigen Arbeitskräfte. Um der Landwirtschaft die Anwerbung der erforderlichen Ernte- orbetter zu erleichtern, hat der Reichswirtschafts- minister angeordnet, daß alle .auch nur norüber» geheird mit Erntearbeiten beschäftigten Personen mit ihren Fmnilienangehörigen nach Maßgabe der geltenben Besttmmungen als Selbstversorger zu behandeln sind. Gültige Lebensmittelmarken für die Zett vom 20. bis 26. Oktober 1919. Brot: 2300 Gramm Brot oder 1680 Gramm Mehl. Brot Kg. 75 Pf., Weizenbrotmehl Kg. 45 Pf.. Weißbrot Kg. 106 Pf. Weißbrotbäcker: Hölters, Frankfurter Straße, Schilling, Bismarckstraße, Lange, Neustadt. MaMus atmete auf. Gottlob, nun würde Evelyn endlich die richtige Fühlung bekommen. Ader sehr bald schon bemerkte er, daß sich fort m der ^amenecR? eine recht lebhafte Debatte ent» tt>ann, bereit Wortführerinnen Evelyn und die Iürstrn waren. Und dann stand die Fürstin plötz- ltch auf und begann mit einigen Damen, die ihrem Betsptel folgten, im Saale zu promenieren. Sie toar sehr not dabei und fächelte sich Luft zu, nährend sie erregt mit den sie begleitenden -«men sprach. Magnus blickte zu Evellm hinüber Was hatte es gegeben? Aber Evelyn plauderte ruhig lächelnd mit der jungen Komtesse Kitty Melbers, und nichts in chrem Geiichte deutete an, daß sie sich über die Entfernung der Fürstin ärgere. Magnus vergaß auch die Sache später: denn Evelyn iwr bei Tisch, sehr animiert und benahm fick, m ihrer unbefangenen Vornehmheit so tadit» .daß er mit Recht stolz auf sie sein konnte. £>ie schien auch bei anderen den besten Eindttick gemacht zu haben. „Ihre Braut ist charmant!" versicherte Gräfin Wubna beim Aufbruch. Und „wir haben bereits cicke Freimdschaft geschlossen", setzte Kitty WA» berg in ihrer etwas burschikosen Art hinzu. Magnus lächelte. Tiefe rasche „Freundschaft" sah d;r kleinen extravaganten Komtesse wieder recht ähnlich! darüber entging ihm ganz, daß die Fürstin ycbern, nachdem sre ihm und seiner Mutter Adieu geragt hatte, ging, ohne sich von Evelyn besonders zu verabichiederi. ~ „fRun, mein Herz, wie gefiel es dir?" fragt? er Evelyn, als die letzten Gäste sich • mtfemt hatten. Evelyn lag in einem Fauteuil und starrte mit leltjam verlorenem Blick vor sich hin. Bei seiner Frage erhob sie sich rasch //O -ganz gut", antwortete sie leichthin, „aber ' ^ch, bm entsetzlich müde, Schatz, du bist doch nicht i bö)e, wenn ich gleich gute Nacht sage und zu Bett ■ gehe?" Zsslim (af( £eibl U. S. P. Gießen 11946D spricht über llffiÖD Der Vorstaad. Zu diesem Bortrage ladet freundlichst ein Gothaer Lebensversicherungsbank a. G. Statt Karten Gießen, den 20. Oktober 1919. Rübenschneider Meine Läger enthalten in an. hocheleganter«.einfacher Konfektion 11949c Als besonders preiswert empfehle folgende Artikel: Jackenkleider M.68-78 Ulster lose M.110 Jackenkleider M. 98-115' Ulster van Afcaerle’s Auto-Schläuche Bucltdrnckerei J. Weiner t Gießen Neuenweg 9 Mein Geschäft ist nach wie vor von 8'/r bis 6 Uhr geöffnet Fritz Nowack delr.: Lcrsov Än bk Bürge Wir ennne August ds. Js. 1919' mit Fris Öießen, Kirche u. Sozialismus Zreie Aussprache! Der vorftu..d der U. 8. p. Gießen. Röcke . . M. 28-38 in grangem. 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