I8> 6«, ?§W5J bet Ätnbetfliirttn ^_J1MOD !l* Teptembtt Net. «* nMS?Jen l*N 0181U abtt herzlich eir iterkeit“. gesorgt. MU ier für nur Kleidung 10770j Gießen • > iterrlchte >er, vormittags »2>fcUhr. i höchsten r Abnahme Htt F. 10725D ckeisdck a: weizer Lereien J2J5 tten terkäufet rl den SfStfÄ per MHle; * 0180$ an W Annadme von Anzeige» f. die TageSnummer dls zum Nachmittaq vorher ohnejedeVerbindUchkert Dreh für l mm höhe für Anzeigen v.34mmBreite örtlich 15 'bi., auswärts 18 Pf., für Neklame- anzeigen von 70 mm Breite 48 Pf. Bei Platz« vorfchrifi20''/„Auischlag. Hauvtjchriitleitcr: 9lng. Goen.. Verantwortlich für Politik: Aua. Goetz, für den übrigen Teil: vr« Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: p. Beck; famtlich ut Gießen Nr. 220 Ter Stehener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. vezngrpreir: monatl.M k. 1 .GO, vierteljährlich Mk. 4.80; durch Abhole- iu Zweigstellen nionatl. Mk. 1.50, durch diePost Mk. 4.50 viertel- jährl. auöschl. Bestetlq. .Fernsprcch - Anschlüsse: für die Cchriflleitungl l2 Verlag,GeschäftsslelleSl Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe». Postscheckkonto: Zranksurt a. M. U686 vlatt 169. Jahrgang t Samstag, 20. September fysy Gletzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen SwiMngrninddniiI u. vrrlagt vrühl'sche Univ.-Such. u. Steindruckerei ki. Lange.Schriftleitung, Seschäftrstelle u. Druckerei.- Schulstr. 7. be- mehr beschränkt wer- werden. Vorgang vor der Bürgermeisterei fällt so- l oer beim die Franzisko, die verkehrte ?lnfsassung, die die Gegurer, des Völkerbundes über seine Zweckmäßigkeit in der irischen Frage verbreiten, tebc SB i I; tert. Außerdem sind sie dafür da, dem Willen der Negierung Geltung zu verschaffen! Angesichts dieser Kundgebung, die ausdrücklich daraus verweist, daß oas Bataillon zeitweilig Vie deutsche Antwort auf die Note Llemenceaur. tag in Brüssel ziisammentritt, u. a. mit folgenden Gegenständen befassen: Wittsckraftliches Zusarnmen- arbeiten nach Friedensschluß, Blockade Ungarns und des bolfchenüstischen RuUands, .Handel zivi- schen Oesterreich und Ungarn und Lebensrnittel- Versorgung Herder Staaten, Hantel zwischen Deutschland und Oesterreich, Durchfuhr durch Deutschland nach Ungarn und dem bolsctelvisti scheu Rußland, Verteilung und Benutzung des feind- jiffan Schiffsraums, Benutzung der Adttahäsen, Verkehr auf der Donau, dem 9!hein und der heit drohen. Alles was uns den natio- nalen Mnt neu belebt, muß auch unserer sozialistischen Regierung willkommen sein, denn sie stehl doch, daß wir in der Welt auf uns selbst gestellt sind und auf internationale Solidarität nicht das kleinste Häuschen aufgebant werden kann. Unsere Reichswehr aber und der Geist, der in ihr lebt, haben mit dem alt- preußischen Militarismus kaum noch etwas gemein. Die früher königstreuen Offiziere wissen, daß es ein zielloses Beginnen wäre, tn naher Zeit den Herrscherthron wieder cmf- zurichten. Sie teilen die gemeinsame Not des Volkes und wollen daran mitarbeiten, daß wir die notwendigsten Grundlagen unseres Staatswesens wiedererbauen, nämlich Rechtssicherheit, Schutz und Ordnung geregelter Arbeit im Innern. Erfreulicherweise hat auch Reichswehrkommissar Noske gestern in „Nationalzeitung" nochmals ausdrücklich stritten, daß Bestrebungen ernster Art Gange seien, durch militärischen Putsch Monarchie wiederherzustellen. Wilson im Kreuzfeuer der irischen fragen. Rotterdam, 19. Sept, iWolff.) Ter Svn- terkorrc-spontent der „Tiines" meltet aus Sarj . . . .. — ------------vJ zu- ohue nächst erkennen ließ. ist. . Äußerem ließen die alliiert.'n und assozi- daß I '^ien Regierungen bei ihren Bemerkungm über 1 I Sah Ml A *") xJ V___ ___t . f • r < . . ~ derlich ist. Frühc , .... tärische"' Kundgebung zu den Unmöglichkeiten gehört; Wesen und Geist in unserer Wehr- Es steht uns ein schwieriger Winter vor, und es muß auf alle Meise versucht werden, der Kohlennot, dem Wohnungsmangel und den r Der „Oberste Wirtschaft-rat". A m st er d a m , 19. Sept. (Wolff.) Wie der „Telegraaf" aus Brüssel meldet, wird sich der Oberste W i r t s ch a f t s r a t, der am Sams- lrischen Frage verbrnteu hrbe Wilson ver- Elbe, Scknffsraum für die Lcbensmittelversorgnna anlaßt, die Fragen, die der Arterterrat ui ^-an der Tschechv-Sloioakei, Benutzung von Antwerpen Frannsko an ibn rbch'cte. zu ^antworten. Lr- > als Ausschiffungsbafen für Deutschland, tveiten „Als im Kasino über den Minister Erzberger gesprock-en wurde, der damals in der rechtsstehenden Presse heftig attackiert wurde, erklärte Vieweg sofort, er werde den Minister tot» schießem Er erklärte: ^Jch gebe sogar mein Ehrenwort, diesen Mann . . ." hier wurde er von einem der geschmähten und verdächtigten Vorgesetzten aufs energischste unterbrochen mit den Worten: „Halt, jetzt wird die Sache ernst, halten Sie das Maul; man sagt ost etw.rS in der Rage, was man nachher in Vernunft nicht ausführen kann. Machen Sie das Wort sofort rückgängig, sonst müssen Sie es tatsächlich ausführen, oder öte werden ein Lump." Wenn also der „Vorwärts" kein anderes Matenal über reaktionäre Umtriebe unter den Osfizieren beibringen kann, so ist sein Feldzug zwecklos und unangebracht. Die Reichsregie- rung kann nur gegen Offiziere einschreiten, denen ein Vergehen oder eine Verschwörung gegen die Ver assung zur Last gelegt werden kann. Etne Gesmnnngsriecherei aber im Offizierkorps in die Wege zu leiten, wäre unwürdig und unklug. Wenn es dnrchgefühct würde, was z. B. auch dre „Franks. Ztg." der Regie- ning vorschlägt, daß parteipolitische Gesin- nungstüchtigkeit bei der Anstellung von Offizieren verlangt werden müsse, so würde die jetzige Regierung ihre gediegensten Stützen verlieren. Wir würden in vermehrte Unordnungen und Gefahren hineingeraten. Die Erfahrung hat es ja hinlänglich gezeigt, von wel-1 chec Seite her gewaltsame Umsturzversuche mrd Störungen der allgemeinen Sicher- > „Es ging," schreibt der „Vorwärts", „unter unterem daraus hervor, daß gmz ungeniert im Potsdamer Offizierskasino über die Ermordung Erzbergers Pläne geschmiedet wurden. 8i m Schein war B. auf dieses Thema entgegen* gen, worauf ihm sofort von anderen Offizieren an- geboten wurde, man würde ihn sicher über di: dänische Grenze schaffen, falls er Erzberger ermordete. Mehrfach wurde V. gefragt, wann es denn «nm geschehen würde! Ein Aufklärungsoffizier gab tecufnidje Anweisung, die Mannschaft nicht te>m Realerungsstandpunkt, sondern vom teutschnatio- naten Standpunkt aus zu instruieren. Ein Honpt- mai'.n erklärte alle Sozialisten für Schweine, falls unter seinen Offizieren einer sein sollte, „so stände er ibm mit her Waffe zur Verfügung". Ties und vieles ähnliches hat Leutnant V. unter genannt Angaben von Namen, Ort und Zeit der Versamm- hmg vorgetragen. Tie Rache blieb nicht aus. 'Als B. am nächsten Tage das Offizierskrsino betrat, wurde er van einer Anzahl Offiziere b:- schimpt, angespuckt und geschlagen." Auch ein Organ wie das „Berliner Tageblatt" schreibt, es könne für Herrn Vieweg und seine Spitzelei „nur ein Mindestmaß von Sympathie" haben. Das Blatt glaubt nicht an seine „Schauergeschichten" und erzählt u. a., Vieweg sei schon früher einmal für einen Pogrom eingetreten, der zur Feier des Purim- festes unter den Inden zu veranstalten wäre. Ebenso bedenkliche Mitteilungen wissen die mehrheitssozialistischen „Polilisch-parlamen- tar. Nachr." über Vieweg zu machen. Er habe vielfach seine radikal-reaktionäre Gesinnung betont, wobei er mit Offizieren in Konflikte geriet und ihm gesagt wurde, sein Gebaren sei „kindisch". Dann heißt es in diesen Bemerkungen weiter: Italien und $lumt Bern, 19. Sept. (W. B.) Die nationalistische Presse setzt ihre Angriffe auf Nitti fort und verlangt den Rücktritt des gesamten Kabinetts. Um vorn Verbände unabhängig zu werden, verlangt Salandra im „Giornale d'Jtalia" den Abschluß eines Kohlenabkommens mit Deutschland. Das Blatt sucht durch eine offenbar z^rcht gestutzte Statistik die Darstellung Nittis über die Kohlen- und Kwditnot Italiens zu entkräften. Die Kohlenzufuhren seien von 423 000 Tonnen int Januar auf 600 000 Tonnen im August gestiegen, während sie im Vorjahrs 350 000 bzw. 500 000 Tonnen betragen hätten. Im übrigen hänge ter amerikanische Privatkredit van Wilson ab, da die Banken selbst größtenteils der radikalen Partei angehören. Das Blatt verweist ferner auf die außerordentlich große Mitarbeit einer internationalen ameriHanifrfjen Ge- fdlfcbaft bei den öffentlichen Arte-jten Italiens. Bern, 19. Sept. (WTB.) Wie der „Eorriers della Sera" berichtet, wird d'Annunzio durch Rationierung die längere Versorgung Fiumes sichern. Für reichliche Fleischzufuhr aus der kroa- ttschen Zone sei gesorgt. Obwohl Fiume blockiert ist, konnten doch einige Fahrzeuge, so auch fcitt Torpedoboot, die Stadt erreichen. Tie Besatzung des Letzteren schloß sich einschließlich des Kommandanten d'Annunzio an. Zahlreiche Zivilisten, besonders aus Mailand kommend, Aerzte und Veterinäre, ferner Stabs- Und Marineoffiziere konnten nachträglich auf dem Landwege ben Blockadegürtel überschreiten und sind in d'Ännunzios Dienste getreten. Auch eine Anzahl von amerikanische Soldaten sott sich d'Anm^ion angeschlossen haben. B e r n, 19. Sept. (WTB.) General G a n d e l- hat gestern im Namen der Regimmg einen Aufruf an das Freikorps gerichtet, in dem die Heber gäbe binnen 24 Stunden verlangt wird. d'Annunzio griff darauf ti: Regierung neuerdings mit den schärfsten Wottm an und erklärte, daß er sich lieber in Fiume begraben lasse, als nachgeben luerbe. Bern, 19. Sept. (WTB.) Eine von den üb* rigen Blättern bestätigte Nachricht des „Seccolo" besagt, daß das f r a n z ö s i s ch e F l o t t e n k o »w mando in Fiume gedroht habe, schießen zu lassen, falls die französischen Magazine angetastet Berlin. 19. Sept. (Wolff.) Den alliierten und assoziierten Negierungen wurde von bei« deutschen Vertretern in Versailles folgende Note übermittelt: Die deutsche Regierung stimmt mit der in der Note der alliierten und assoziierten Regierungen wurde von den legten Lluffassung überein, daß, soweit die deutsche ■ unG un& ber Friedensvertrag miteinander m Widerspruch stehen, die Verfassung nicht vorgehen kann. Sie erklärte bereits, daß sie in Konsequenz dieses Standpunktes und indem sie die von den alliierten und assoziierten Negierungen verlangte Auslegung des Artikels 80 des Friedensvertrages annimmt, Artikel 61 Absatz 2 der deutschen Verfassung als kraftlos erachtet, solange der Völkerbundsrat nicht der entsprechenden Aenderung der internationalen Lage Oesterreichs zustimmte. Sie hat nichts dagegen einzuwenden, tee)e Erklärung nunmehr in einer Form abzugeben, die in der Anlage der Note vom 11. 9. vor- geschlagen wurde. Zu diesem Zweck versah sie den Unterzeichneten mit der gehörigen Vollmacht und wies ihn an, mit den Vertretern der alliierten und aswzüerten Regierungen wegen des Zeit-i Punktes der Vollziehung der Erklärung in Verbindung zu treten. Im übrigen sieht sich die deutsche macht haben sich von Grund aus geändert. Der demokratische, sich selbst Schranken, aber fauch gewisse Rechte setzende Zug in dem wochenrLckdück. Scheidemanns Einwendungen gegen die Praxis des Reichswehrministers haben in der Presse ein vielfältiges Echo gesunden. Die Segel des „Vorwärts" sind gebläht von dem Wind, der aus der Casseler Versammlung kam, denn Herr Scheidemann bat seinen maßgebenden Einfluß auf das Berliner Zentralorgan nicht verloren. Das „Regierungsblatt", die „Deutsche Allgem. Ztg.", sand zur Verteidigung Noskes, in zweiter Linie auch zur Rechtfertigung Reinhards, kräftige Worte der Abwehr, und der Meinungsstreit spitzte sich schließlich in eine Kraftprobe zu, bei der eine der beiden Parteien unterliegen mußte. Unsere Leser haben bereits die Rechtfertigung geprüft, die die Vertrauensleute der Division Reinhardt ihrem Führer öffentlich haben zuteil werden lassen, indem sie versicherten, der Oberst habe keinerlei gegenrevolutionäre oder monarchistische Propaganda getrieben. Es wurde festgestellt, daß der Beschuldiger des Offiziers, ein Offi- ziersstellvectreter namens Neuendorf, in der Tat, wie es in dem amtlichen Blatte gestanden hatte, ein aus persönlichen Rachemotiven bandelnder, mehrfach vorbestrafter Mensch ist, ein Zeuge von recht zweifelhafter Zuverlässigkeit. Der „Vorwärts" und seine Leute wollen es aber nicht wahrhaben, daß die Vorhaltungen, die Scheidemann gegen die Regierung gerichtet hatte, eben nur Wind seien, und so griffen sie einen weiteren „Fall" auf, mit dem sie einen ähnlichen Reinfall erlebten. Der Schauplatz ist das Potsdamer Offizierskasino, und der Held dec Geschichte ein Leutnant Vie- weg, der unter Verheimlichung seiner angeblich sozialdemokratischen Gesinnung in dem Kasino Material gesammelt hatte, um dann als Enthüller hervortreten zu können: Frage, ob Amerika nach den Bestimmungen deßs Völkerbundsverttages verpslich^let fei, einem Öanber das Mitglied des Bundes fei, bei der Unterdrückmigt eines Ausstandes seiner Untertanen oder eines un* tenuorfenen Volkes zu helfen, verneinte Wilson. Auf 'die J-rage, ob Amerika, toenn es Mitglied de- Völkerbundes fei, unabhängig von anderen Mitgliedern des Buirdes eine Negerung ancrkennenr nürde, deren Volk seine Unabhängigkeit ton den Mitgliedern des Bundes zu erhalten ttachite odeö sck.on erhalten babe, antwortete Wilson, ein unab-' hängiges Vorgel-en her amerikanischen Negierungs in derartigen Fällen werde durch den Völkerbundk keineswegs beschränkt ober behindert. Tie dritts Frage lautete: Haben nach den Bestimmnngeir des Völkerbundes nur Nationen und Völker, von denen im Friedensvertrag die Rede ist, das Recht auf die Selbstbestimmung oder hat der Völkerbund bte Befugnis, auch anderen Nationen: oder Völkern dieselben Vorrechte zu gewährens Wilson antwortete: Es war für die Friedeuskow- ferenz nicht möglich, über das Selbstbesttm-' mungsrecht anderer Nationen als der, die zu den besiegten Kaiserreichen gehörten, eine Entscheid düng zu treffen. Der Artikel 11 des Völker-, bundsvertrages sieht aber die Errichtung eines' Forums vor, vor dem alle das Selbstbcstim-' mungsrecht betreffenden Fragen, die den Welt-' frieden und das gute Einvernehmen zwischen den! Nationen stören könnten, zur Sprache gebracht können. Die vierte Frage lautete: Warum wurde' die irische Frage von der Friedenskonserenz nicht verhaiwelt und was ist ihr Standpunkt zum. Selbstbestimmungsrecht Irlands? Wilson antwortete: Die irische Frage wurde in der Friedenskonferenz nicht verhandelt, weil diä Konferenz nicht befugt war, über derartige Fragen zu beraten, da sie keinen Bezug auf die Natioüen der geschlagenen Kaiserreiche hatten. Mein Standpunkt zum Selbstbestimmungsrecht Jrlairds kommt in Artikel 11 des Völkerbundvertrages zum Ausdruck, für den ich mich besonders interessierte, weil es mir im Interesse des Friedens und der Frei^ heit notwendig schien, ein Forum zu errichten, vor das alle Nationen jede Frage, die mit dem Frieden und der Freiheit der Wett zusammenhängt^ bringen können. Was Wilson sagte, habe nicht nur Bezua auf Irland, sondern auf jedes Gebiet und jedes Land, das zum Völkerbund gehöre und das Selbstbestim- nmugsrechr für sich verlange. nicht in der Stadt anwesend sein kann, werden die Stadtväter nicht umhin können, sich abermals mit der peinlichen Frage zu befassen, die ja freilich damit noch nicht ganz gelöst ist, wenn man sich entschließt, 2500 Mark Kredit für Waffen und Munition zu bewilligen. gleich ins Auge. Die Neichswehrmänner setzen in ihrem Wirken für Schutz und Sicherheit ihr Leben aufs Spiel; da wollen sie nichts versäumt wissen, n>as diese Aufgabe erlcich- Ernährunqsschwierigkeiten Negierung genötigt, zu den Ausführungen der : abzuhelfem, Beim besten Wi'llen, auch wenn alliierten und afsozuerten Regierungen folgendes ' man alle Hebel vorsorgender Verwaltung an- [aute^unb“ a?or!* ; strengt, werden Ungleichheiten und Unzu- £%ote Tom 5 9 S Z Füglichkeiten genug übrig bleiben. Da gilt beutfd)e Regierung wolle die Auffassung vertreten, ' ev, zu vermeiden, daß aufgeschurte cknd ver- daß kein Artikel der Versassmig, wie fein klares hetzte Volksteile zu Gewalttätigkeiten und Ge- Wortlaut auch immer sei mit dem Friedens- ; setzesüberschreitungen übergehen. Die Regie- vertrag in Widerspruch stehen könne weil in der rung sieht allerlei Unruhen voraus, und da- Verfassung ein anderer Artikel des Inhalts stehe, her hat sie den Stadtverwaltungen vermehrte ^.ab ferne ihrer Vorschriften dem Friedensvertrag g; ».>> *«", sw- S 'SÄ* £' SSK-trs S; 6o.subvt. Fraglos hat es an genügender, recht- hervortretenden Widerspruch zwischen dem Wort- zeitiger Aufklärung gefehlt, sonst wären nicht laut der Verfassung und in Tragweite der viel- neben den radikalen Elementen, die in einer fach zweifelhaften Bestimmungen des Friedens- Aufpeitschung der Massen ihre Llufgabe er- Vertrags unter allen Umständen auszuschließen, blicken, weil sie eine neue gewaltsame Um- Aaß auch Artikel 80 des Friedensvertrages zu Wälzung berbeiführen möchten, auch Mehr- j.mesen m ihrer Tragweüe nicht ohne weiteres heitssozialisten und Gewerklckaften ru öffentJ 1 -rcn unzweideuttgen Besttrnrnungen gehört, L Unab: SÄM hängigen und Kommunisten auf ihre nächste allgemein anerkanntem Nechtsgrundsatz dürfen Be- Nachbarschaft so stark und wirksam wurde, stimmungen, die eine Beschränkung der elementaren Aber, was anfänglich als eine mehr oder Rechtsgrundsätze bedeuten, nicht in erwei- nnnder erklärbare Mißstimmung angesehen ^rndem Sinne ausgelegt werden. Deutschwerden konnte, das entlud sich schließlich als ° nichts voraussehen, tmß abweichend eine jener aus bösen Trieben entstehenden I £ e (f) t ber bf?;Ke ÄMÜ m urn 0 ft ■hTtt?^tcnatmnn°pu^€nh-9e9en man einen der Grundpfeiler ihrer FAedeusbe- hatte rüsten wollen, die gemäßigten Ele- dingungen bezeichneten, gerade für Deutschland mente wurden durch die Ereignisse be- und Oesterreich noch mehr beschränkt i lehrt, daß der Regierungsantrag auch den sollte, als der Wortlaut des Artikels 80 für Gießener Verhältnisse nicht ' *! K weiteres von der Hand zu weisen Wir haben es bereits ausgesprochen, ----------- — - verkehrte Dispositionen der Stadtverwaltung Artikel 178 ter Verfassung außer acht, daß es den skandalösen Auftritt möglich gemacht rJi Erfassung eines Staates um ein Gehaben — das kann aber die Tatsache ni^t «ft Vorschriften verdecken, daß es nun erwiesen ist, meld^er I Cf Putsche und ©ewalttätigteiten man firf> 3 ß'Ä Äft UuL IN Grnßen zu vers-heil hat. Nicht nur das «sev alloem-ine N°rm«n aufgVflellt wer- hat man sich zur Lehre zu nehmen, daß den, habet aber im Hinblick auf bereits wrliegmde die unabhängigen Führer die aufgehetzte ^>der voranszusehente Sondersälle Ausnahmen vor- Menge nicht mehr in der Hand hatten, wie begatten toerten. derartige Ausnahmm van all- sie selbst erklärten — das Schlimmste ist, Sememen Regeln heben diese Regel selbst daß einer dieser Herren später auf der Straße auf, zumal, wenn Ausnahmen, wie die Gewalttat der Rathausstürmer lobte, in- h,mineilten Bffttmntun- dem er ihren Sieg über die „Bürgerlichen" ^^^^/-^szutrtfft, ftch aus be- feinte! Damit fäftt ber ©«feier von bem.Lfdiriintt sind oder selbst 100^ Stelen noch nicht klar genug ge- Vorfeten. Tie Aufnahme des Artikels 178 in wesen war. die deutsch« Verfassung stellt daher keinen Die Gegenkundgebung des Gießener u«kgrisf dar fo.itern eine wahlbegründete, ber roir LL »s cfn ■ Vorgänge rn etn noch Negierungen zu der mit den ausdrückltchen Er- hettere^ Licht geruckt. Ste war eine Mah-1 klärungen der deutschen Regierung in Widerspruch nung an die Stadtverwaltung, nichts zu ver- stehenden Sckstußsolgerung brachten, daß mit Ar- fäunten oder zu unterlassen, was zur Sicher-l ttkcl 61 Abs. 2 eine Vertragsverletzung beab- heit der Stadt und ihrer Bewohner ersor-1 ffchtigt war. Tie deutsck)« Regierung we i st di e se ier hätte eine fo^e „miti* uJ1 £crJtcUu 119 aHer ©«fefirfe zu- .....1; u a. St« kamt auch den ivomschen, den inter- nattanalen Gepfbogenhieiben nickst entsprechenden Ton, womit die Note ter Alliierten und Mo- ziierten die feierlichen Erklärmtgen der teut)’d>eii Regierung behandeln zu dürfen glauben, nicht stillschweigend hinnehmen. Tie Tatsache, daß Deutsche land den Krieg verlor, gibt seinen Gegnern nicht das Recht, sich einer Sprache zu bedienen, die den Zweck haben soll, T-eutschland vor aller Welt zu verletzen. Tie deutsche Regierung wird teil Alliierten And Assoziierten auf diesem Wege nicht folgen. Tie Herbeiführung des mir fluten Frieden s- zustcmdes kann aber durch dieses Vorgehen ter alliierten und assoziierten Mächte nur erschwn:t werden. Der Bel Tun imt von für Ttfj zu gn* im fin iw Di sch de TU ft d< r L n XybcnSmitTdoerforgimg Mitteleuropas, Kohlen- Lieferungen an Italien und Serbien, durch Detttsch- land an Frankreich w leistende Lieferungen, Getreidefrage, finanzielle Beschränkungen tn Deut schland. Beschlagnahme von Oklb und Werten in Oesterreich, Bezahlung der gelieferten Lebens mittel, Kriegsgefangene, besonders ihre Leimbesörderung, russische Gefangene in Deutschland, Verhältnisse in Süd- und Osteuropa, Verwaltung der besetzten Gebiete. Die Uebergabe der Fricdensbedingungen an Bulgarien. Paris, 19. Sept. (WTB.) Haoas. Die UebergabederFriedensbedingun- C en an die bulgarische Delegation sand heute vormittag 10 Uhr 20 Minuten im Mlnisterium des Aeußecn statt. Die bulgarischen Delegierten haben 20 Tage Zeit, um chre Bemerkungen vorzubringen. • Eine gegnerische Darstellung über die Lage in den baltischen Ländern. Paris, 19. Sept. (WTB.) Davas. Diplomatischer Situationsbericht. Der O b e r st e R a t hörte den Bericht dÄ Generals D u g h e s über die Lage in den baltischen Landern an. General Hughes stellte im Laufe seiner Untersuchungen an Ort und Stelle fest, daß die Bevölkerung dieser Länder durch die Gegenwart der deutschen Truppen vedrückt ist, und daß letztere in den baltischen Provinzen eine politische Basis für eine deutsche Intervention in Rußland bilden. Die deutschen Truppen unterstützten die baltischen Barone mü> leisteten den Reaktionären, welche örtliche Regierungen gebildet haben, Hilfe gegen die Sozialisten. Die deutschen Soldaten haben sich' in diesen Ländern, welche zur Kommunisierung wie berufen sind, niedergelassen und sind so eigentlich Agenten des deutschen Einflusses geworden. Tie gegemoärtige Lage stellt so- Lvvhl eine militärische tote politische Gefahr dar. Aus dem Bericht des Generals Hughes geht hervor, daß Deutschland, wenn es will, sich bei seinen Truppen in den baltischen Ländern uolltonnnen Gehorsam verschilsfen und die Leute des Generals von der Goltz zurückrusen kann. -- Ausschreitungen gegen Juden. Wien, 19. Sept. (Wolff.) Die Blätter melden «uS Steinamanger: Am 19. September kam es rin TaPolcza und Diszel zu Ausschreibungen gegen die Indem In Tapolcza wurden drei Personen gelötet und 30 schwer ver- dmndet, sowie 80 Geschäfte ansgcplündert. Der amtlich festgcstellte Schaden beläuft sich auf 40 Millionen Kronen. In Tiszel wurden sämtliche Juden ermordet, sowie auch $roet Lehrer, die für Juden gehalten wurden. Es folgten organisierte -Plünderungen. Das zur Ausrcchlerl-attrmg der Ord- ülung nach Diszel befohlene Militär nahm an den »Ausschreitungen teil. Bisher wurden 92 Personen verhaftet, darunter auch die beiden Kommandanten des dorttgen Detachements. Die jüdische Bevöllc- Pnntg wurde auf das grausamste massakriert. Ein 14jähriges Mädchen tvurde vergewaltigt. Zwei Mädchen stürzten sich, um der Schändung zu entgehen, in einen Brunnen. Die Münchener Todesurteile vollstreckt. München, 19. Sept. (Wolff.) Das Ur» "steil gegen die wegen des Geiselmordes rum Tode Verurteilten wurde heute nachmittag 4 Uhr in Stadelheim vollstreckt. Zwischenfälle haben sich nicht ereignet. München, 19. Sept. Sämtlichen zum Tode Verurteilten wurde heute mittag gegen 1 Uhr im Strafvollstreckungsgefängnis kStadelheim er» öffnet, daß der Mini st errat von seinem Begnadigungsrecht keinen Gebrauch ge» /macht habe. Darauf baten alle noch um Geistlichen Zuspruch. Die Angehörigen ^hatten bereits im Laufe des Vormittags ihre zum (Tode verurteilten Verwandten bestickst. Der Voll- >tzug des Todesurteils erfolgte durch Erschieß- jung durch ein militärisches Kommando, das ein von der Stadlkommandantur bestimmter Offizier 'befehligte. Außerdem war auch ein Mitglied deS Voltsgerichlcs anwesend. Die zum Tode Verur- teiletti waren mit Ausnahme des Hauptangeklagten fö-tifo Seidl völlig gebrotfycn. Seidl, der Haupt- täter dagegen, bracHe noch kurz vor seiner Erschießung ein Hoch auf die Räterepublik aus, dock machte sein S meinten nnchc efncn kyea- traüfd)en Eindruck, als daß es ilM wirklich erttfl da.ei g w.s n wäre Di' zu Zucht au5jrafen Vec- urteilten wurden bereits int 2aufe des Nachmittags von München in Zuchthäuser in der Provinz überführt. Gberschlcsien. Berlin, 19. Sept. (Wolff.) Der sechzehnte Ausschuß der Landesversammlung beriet gestern die ober schlesische Frage und dm Gesetzentwurf über die Erweiterung der Selbständigkeit der Provinzialverbände. Tie gestern in einem Teile der Presse erfolgten Mitteilungen über die Gewährung einer beschleunigten Autonomie an Oberschlesien, die Bildung einer Provinz Ober- schlesien. die Bildung eines Landrates und Trci- männerkollegiums erregten in der gesamten Kommission Aufsel-en und Verwunderung. Es wurde festgestellt, daß die Mitteilungen aus der Reichskanzlei stammten. Sie find auf Aeußerun- gen des Reichsfinanzmini st ers Erzberger zu Vertretern der Presse zurück z u füh reu. M nisterpräsi'ent Hirsch und der Minister des Innern Heine nahmen scharf gegen diese Methode, die Presse zu informieren, Stellung, die sich leider immer wiederholten und nur aus dem Bestreben zu erklären seien, Preußen vor die vollendete Tatsache zu stellen. Alle berührten Fragen seien durchaus noch nicht spruchreif. In der Beratung wurde der in Form eines Gesetzentwurfs eingebrachte Antrag des Zentrums in der zweiten Lesung verhandelt. Paragraph 1, betreffend die Einteilung der Provinz Schlesien in Provinz Oberschlesien und Provinz Nieoerschlesien, wurde ansenonunen. Bei den weiteren Beratungen ergab sich Ucbcreini'timmung darüber, daß die technische Durchführung der übrigen Paragraphen des Zentrumsantrages unmöglich sei, da die Vermögensauseinanderletzung zun- schen den beiden Provrnzteilen in dieser Weise zu regeln, ganz unmöglich seien. Es wurde deshalb beschlossen, eine Unterkom Mission einzufetzen, die eine passende Form finden soll. Diese Unterkommission soll heute ihre Arbeit beginnen. Bei der Vorlage über die Erweiterungen der Selbständigkeit der Provinzialverbände kam es bei den grundlegenden Paragraphen zu einem Konflikt zwischen dem Zentrum und den Sozialdemokraten. Nach dem Paragraph 1 soll der Pcovinziallandtag berechtigt sein, durch Provinzialstatuten über die Regelung solcher Fragen der Schulverfassung zu beschließen, die für die Bevölkerung der einzelnen Provinzen von besonderer Bedeutung sind. Die Sozialdemokraten beantragten einen Zusatz, wonach hierzu nur die Schul- Verfassung in Betracht kommen sollte, die von der Landesgesetzgcbung bestimmt sei. Begründet wurde dieser Antrag von sozialdemokratischer Seite damit, daß nach der Versassungsvorlage die Prvvin- zialverwaltungen im Nahmen der bestehenden Gesetze völlig frei ht der Auswahl der zu regelnden Fragen sein würden, was viel zu weit ginge. Nachdem dieser Antrag mit ben Stimmen der Sozialdemokraten, der Demokraten und Teutfchen Voltspartei ang.'nommcn war, erllärten die Zentrumsvertreter, daß sie nunmehr fein Interesse an der Weiterberatung des Gesetzentwurfs hätlen. Es wurde schließlich die Streichung des ganzen Absatzes beschlossen. Somit ist der Kernpunkt der ganzen Vorlage ausgeschaltet. Die weiteren Kommijsionsverhandlungen wurden vorläufig abgebrochen. Die weitere Beratung wurde nicht anberaumt. Berlin, 19. Sept. (Wolsk.) Tie „Deutsche Tageszeitung" konstruiert in der oberschlesisch^n Frage einen Konflikt zwischen Erzberger und der preußischen Staatsregierung. Von einer selchen Nichtübereinstimmung kann gar keine Rede fein. Ter Reichsminister hat in einer Besprechung mit Vertretern der oberschlesischen Presse, woran übrigens auch der preußische Minister S tegerwald und Vertreter des preußi- schen Ministeriums des Innern tcUgenommen haben, seine Absicht dargelegt, für Oberschlesien so schnell wie irgend mö^rÄ, wenn angängig bis spätestens zum 1. Oktober, eine Autonomie sicherzustellen. Daß die Schaffung einer solchen Selb- ständigkeit für OberschLesien im Rahmen des von der preußischen Regierung borbereiteten und seinem Abschluß entgegeugehenden Gesetzes für die Selbständigkeit der Provinzial verbände erfolgen foU£ ist selbstverständlich. Hierüber herrscht auch zwilchen den beiden Regierungen vollständige Ueber» einslimmung. Aur dem Neicye. Die Erhöhung der Eisenbahnznschläge in dcr preußischen LaudeSversammlung. Berlin, .19. Sept. Bei der heutigen Beratung des Gesetzentwurfes über die Erhebung von Zuschlägen im Güter- und Tieroerkehr der preußischen und hessischen Staatsbahnen (zu den jetzigen Frac^sätzen ein Zuschlag bis zu 50 Proz.) stimmten die Vertreter aller Parteien der Erhöhung zu. Die Vorlage ging an den Haushaltsausschuß. Eisenbahnminister Oescr führte u. a. aus: Die bisherigen Erhöhungen haben uns vor Mindereinnahmen nicht geschützt, denn die Schienenfund Kohleupreife find andauernd gestiegen. Auch mit bieier Vorlage machen wir kein Geschäft. Wir decken nur einen Teil des Fehlbetrages. Wochenkarten 4. Klaffe werden künftighin nicht nur für Arbeiter, sondern allgemein ausgegeben werden. 2w Zuverläifigkeft unteres Personals muß voll niederhergestellt werden. Ungetreue Arbeiter und Beamte gehören nicht in einen anständigen Betrieb hinein. Tie Betriebsräte werden uns gewiß helfen, solche Elemente auszuschalten. Mle untauglichen Arbeiter kann ich nicht plötzlich auf die Straße setzen. Ich suche sür sie erst nach ander m Arbeits- möglicklciten und habe die Gewahr, sie bald zu finden. Leute, die an ihrer Stelle nicht arbeiten! wollen, werden entlassen. Aus Die VollzugsVehörden für das Siedelungs- unternehmen. NN. Darmstadt, 19. Sept. Das Hessische Finanzministerium gibt bekannt, daß als örtliche Vollzugsbehördcn für die Geschäfte des Siedlungsunternehmens auf Grund des Artikels 9 des Landgcfetzes vom 1. September 1919 bestellt sind: 1. zum Landamtmann für die Provinz Oberhessen mit Ausnahme des Kreises Friedberg der Kreisamtmann Dr. Braun zu Gießen; 2. zum Landamtmann für den Kreis Friedberg der Forstmeister Augst zu Friedberg; o. zum Landamtmann für die Provinz Startenburg der Regierungsaffesfor Henrich zu Darmstadt, alle unter Belassung ihres seitherigen Dienstgrades. llus dem besetzten Gebiet. Französische» Oberkommando im besetzten Gebiet? Versailles, 19. Sept. (Wolff.) Nach einer Depesche aus Brüssel stimmte die belgische Regierung zu, einem französischen General das Oberkommando über die Besatzungstruppen in den Rheinlanden anzuvertrauen. Bis jetzt ist nicht bekannt, ob England und Amerika auch schon zugestimmt haben. Die Vorgänge in dcr Siebener Statt verordneten-versammlnng. Aus unserem Bericht vom 16. September ging hervor, daß die Stadtverordneten Goerz, Grvde, Michel und Wachtel, die m der Sitzung vom 15. September bei der ersten Abstimmung für die Bewilligung des beantragten Kredits zur Beschaffung von Waffen und Munition stimmten, bei der Abstimmung über den Antrag Klingspor nicht mehr anwesend waren. Wie uns mitgeteilt wird, haben die genannten Herren zur Begründung ihres Verhaltens dem Herrn Oberbürgermeister eine Erklärung überreicht, die wir hier wiedergeben: Erllärung. Die unterzeichneten Stadtverordneten haben, nachdem der als Punkt 1 der Tagesordnung der heutigen öffentlichen Stadtverordneten- sitzung behandelte Gegenstand durch Beschluß seine Erledigung gefunden hatte, jede nochmalige Verhandlung und Beschlußfassung in gleicht Sitzung zum Zwecke der Herbeiführung einer Aushebung des Beschlusses ohne neue s a ch- liche Gründe für ungerechtfertigt und unzulässig erachtet. Sie haben sich daher, da die Angelegenheit mit dem Vorliegen des ersten Beschlus!es für sie als in heutiger Sitzung erledigt zu gelten hatte, nach eingehender Besprechung mtschl offen, an der weiteren Beratung über diesen Gegenstand und an einer etwaigen erneuten Beschlußfassung nicht mehr tcilMnehmen. Gießen, den 15. September 1919. gez. Grobe, gez. Michel, gez. Goerz. gez. Wachtel. * * Tie Deutsche Dolkspartei hielt gestern abend im Saale deS Hotel Schütz eine stark besuchte Mitgliederversammlung ab, die sich mit den Vorgängen der letzten Stadtverordnetenversammlung befdäft:gtc. Tie anwesenden Stadtverordneten legten dar, daß dec Antrag Klingspor der einzige Ausloeg aus * der, durch den Mangel jeglicher SicherungS- maßrcgeln für die gesamte Versammlung geschaffenen Lage gewesen sei. Insbesondere legten sie bar, daß der Eintrag im Einvernehmen mit dem Oberbürgermeister und Vertretern anderer Parteien gestellt worben war. Endlich' wurde bann einstimmig folgende Entschließung gefaßt: Tie Mitgliederversammlung der Dcunck-en Dolkspartei in Gießen legt auf das Entschiedenste dagegen Verwahrung ein, daß während der letztem Sitzung der Stadtverordnetenversammlung ein? von ihren Führern irre geleitete Dollsmeng? in. den Saal eiubrang und durch Sbwuobung tiun Gewalttätigkeiten die Fassung eines Beschlußes erzwang, der infolgedessen ungültig ist und Mr Wiederherstellung des Ansehens der Stadwer- ordnetenversammlung schnellchens wieder beseitigt werben muß. Tie Deriamm- lung spricht bie bestimmte Erwartung aus, daß für die Folge durch geeignete Vorkehrungen der Stadtverwaltung die verfassungsmäßig gewährleistete freie Meinungsäußerung und Abstimmung der Stabt» Verordnetenversammlung vollständig gesicl-ert wirb. Ta wir insbesondere auch nach den heute von dem Vertreter der ReichÄochr abgegebene« Crttärungen aut militärischen Schutz nicht jederzeit rechnen können, verlangen wir die sofortige Errichtung einer Einwohnerwehr. ** Die Dcutschnativnake Volks- Partei nahm am Freitag abend in einer stark besuchten Versammlung zu den Vorgängen in der letztenS todt verordnetenver famm lung Stellung. Von allen Rednern wurden diese Vorgänge aufs schärfste verurteilt und gefordert, daß Vorkehrungen getroffen werden, um eine Wiederholung solcher Skanbalszenen zu terijinbem und die Arbeitsfähigkeit des Stadtparlaments ficherzustellen. Nachstehende Entschließung fand einstimmige Annahme. „Tie Teutschnationale Volks var- t e i verurteilt mit tiefster Entrüstung, daß durch den von den beiben sozialistischen Parteien herbeigeführten Truck bet Straße und durch bie in wüster Weise erfolgte Androhung von Gewalttaten gegen Leben und Eigentum auf bie Stadtverordnetenversammlung eine Nötigung dahin ausgeübt wurde, unmittelbar vorbei gesoßte Beschlüsse wieder aufzuheben. ES muß Sache der Stadtverwaltung sein, dafür Sorg? zu tragen, daß ihr so schwer beeinträchtigtes Ansehen wieoerhergestellt und bie Möglichkeit einer Wiederholung solcher Vorgänge ausgeschlossen wird. Eine g e r i ch 11 rche S ü hne dieser unwürdigen Ausschaeitungen darf keinesfalls unterbleiben. Turch solche Gewalttaten ist aber von neuem die Notwendigkeit erwiesen, durch eine Bürgerwehr künftig die Nufrechterbaltung der öffentlichen Ruhe und Ordnung ficherzustellen. Ten- icnigtm Stadtvevorbneten, bie trotz aller Terrorisierung ihrer Ueberzeugung getreu abgestimmt haben, wird die Anerkennung der Deutsch- nationalen Vvlkspartei ausgesprochen." Aus Stadt rrnd Land. Gießen, den 20. Sept. 1919. KriegSgefangeueu-Heiurlehr. Auf her Turck«fahrt traf gestern abend gegen 9 Ulyr wieder ein ehva 1000 Mann starker Trans- pvrtzng mit zurückkchmtden Siticty^gefangenen aus dem hiesigen Bahnhof ein, der während seines rin- stündigen Aufenthalts nach, der üblichen Begrüßung auch verpflegt wurde. Ter Zug war kaum aus der Halle hcrausgevollt, als ein zweiter einli f, dessen Jusafsem 1150 aus englischer Gefangensü^ft heimkehrende Landsleute, sür das hiesige Turch, gang^lager bestimmt waren. Zum Empfang hatte sich wieder die Reichswehrkapelle ringefuiiben. Tie Begrüßungsansprache hielt Tr. Göhring. Nach HcifecinörBde aus dem amerikanischen Deutschland. 2. Kulturbliitcn. . Tie Anierikaner sind wie die Kinder, Mit Deren guten und bösen Eigenschaften. Es zeigt sich immer wieder, daß sie ein noch junges Volk sind. Dor allem. He finc» verspielt, am liebsten beschäft ligen sie sich mit lünbern, und ihre Hauptbeschäftigung ist Svo-oiort. Sie können roh und Ibrutal fein und in einer Saune ihren Quartier- igebern bas ganze Geschirr zertrümmern aus Aerger Kober Mnderei. Am nächsten Morgen sausen sie im Auto von Ladsi zu Laden und kaufen zum Ersatz das teuerste E^schirr ein, dessen sie habhaft w:r- den können. Spooort. Es kommt vor, daß zwei Amerikaner sich am frühen Vormittag in einer unbelebten Straße aufstellen und Ballspielen. Tas primitivste Ballspiel unserer Lkiwder, wobei sie sich einen Lederball auf immer größere Entfernung »uwerfen und mit der trivrgeschÄtzten Rechnen auf- fangen. Sie vergessen über ihrem Spiel das Mittagessen, und wenn sie am späten Nachrnittag aus- einandcrgehen, reiben sie sich befriedigt die Hchide^ „it iva-3 fin, Verb fm". Auch das rasende Autofahren ist nichts als Sport. Als zu Beginn der Besatzung noch Flieger iht Koblenz waren, stiegen sie all morgendlich zu Dutzenden auf, macksten den berühmten looping Hk [oov, senkten sich im Rlieintal fast bis zum Flußspiegel, sausten durch die Bögen der Horchhcimer und Pfaffendorser Brücke durch mrd er loben sich vor der Schiffbrücke wieder stell in die Luft. Um Startplätze zu gewinnen, imirbai in einigen Nack)- bargemrinden saattragende Felder in Meterhöhe mit Schlacken aufgefüllt. Auf den Wiofeil vor dem Ncsidenzschlosfe find mesrge Baracken aufgerickstet, die nur den Amerikanern zugänglich find. In einer ist Tauerkonzert der Regimentskapeuen, die doppelt so stark find tvie die deutschen. Beim Zug durch bie Straße bat icber Mann einen Meter Abstand von seinem Nachbar, so daß sie die ganze Straßenbreüe eütnebmcik Inj einer anderen Halle finden regelmäßige Borkämpfe sivll, bei denen das Blut in Strömen fließt. Oh, it is fin. Tas immer glattrasierte Gesicht des Bankee — er hat in feiner unübertrefflichen ?lus- rüstung einen vernickelten Gilletapparat mit Slalst- fpicgel — glänzt vor sattem Bel-agen. Den Gipfelpunkt der sportlichen Veranstaltungen brachte der Nationalfeiertag im Mai. Auf der Insel OberroertI) war mit erheblichen Kosten ein Stadion angelegt, bei dem es an nichts fehlen durfte. Um den richtigen Fußbattrafen zu erzielen, wurde eine bestimmte Fläche allmorgendlich mit warmem Wasser besprengt. Das Fest selbst muß eine echt amerikanische Tollheit aemefen sein. Tie Koblenzer, die aus der Ferne zuichairrn dursten, vergleickstn es mit den Voriührungcn des Riesenzirkus Barnum & Baley, der vor Jahren auch am Rheine war. Aus dem ganzen ameri- kmiischen Brückenkopf strömten die Truppen herzu. Kvbleiiz oder vielmehr der Rhein ist das Schaufenster von Deutschland, behaupten sie. An der Insel Oberwerth waren eigens Anlegestellen für die Dampfer der Köln-Düsfeldvrser-Dampfschiff- fahrts-Gesellschaft erbaut. Tie wundervollen Dampfer sind beschlagnahmt und der Koblenzer muß auf seine beliebtes sonntäglichen Dampscr- auoflüge verzichten. Nur einmal sah ich den Dampfer „Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein" mit einer singenden Prozession an Bord, durch die Schissbrücke rheinaufwärts nach dem katholisck)en Wallfahrtsort Bornhofen fahren. Genau so ime die Sportfeste wurde auch eine Bcleuckstung der Feste Ehrenbreitstein gehandhabt. Stundenlang wurde Feuerwerk verpufft, bis kein Mensch mehr Hinsehen mochte. Die Menge der Fei«rwerkökörper wurde mir auf 40 Waggons geschätzt, größtenteils sollen es Flieger- und Lrucht- signale gewesen sein. Tas Anlegen dcr Sportplätze kostet Geld, und der 9lnu*ritaner hat den Weg aeruiibcn, sich dieses zu besck>affeii. Beim tleinften Vergehen hagelt es Geldstrafen auf die Einheimischen. Die in den Zeitungen veröfschitlichten Strastisten wiesen in einem Monat an kleineren Summen 88 000 Mk. auf. Das Vergehen ist meist verbotener Besitz ammFanifrfxii Eigentums, selbst ivcnn es von Amerikanern verschenkt war. Vor Amiahme der Friedeuobedingungen war es damit besonders schlimm. Ern Bürger, der im Wirtshaus eine amerikanische Zigarette auf dem Tisch liegen fand und anzündete, wurde auf dcr Straße verhaftet und ntü 1000 Mk. Geldstrafe bestraft. Heute sind nur noch bestimmte Marken verboten. Die Strafmaßnahmen, die die Amerikaner anzuwenden pflegen, find vielfach barbarisch und mittelalterlich, aber niemals von der Perversen Rachsucht diktiert, wie fte das senile Volk der Franzoien übt. Es ist mir wiederholt bestätigt nwiben, daß in der Gebend von Montabaur Einwohnern zur Strafe für Verkauf von Schnaps, auf den die Amerikaner besonders scharf sind — sie bieten für die Flasche bis 150 Rtk. — ein Klotz ans Bein geschlossen wurde. Beliebt sind Straßenkehren, Autoputzen, Fensterreinigen oder Kar- toiselschälen. Kartoffelschälen mußte z. Zt. in Koblenz der Gaswerksdirektor, der wegen unwahrer Angab?n verhaftet wurde, well er auf Anfrag: mitgetellt hatte, im Wasserwerk liefen drei Maschinen. Als eine amerikanische Revision kam, ton eine Maschine kurz vorher ausgefallen und wurde repariert. Zur Strafe mußte der Tirektvr die üblich: runde Summe von 1000 Mk. zahlen und bis iu seiner Entlassung Kartoffeln schälen. Vier Wochen Gesängnts wurden ihm — gestundet. Eine originelle Strafe traf eine Tarne, die in der Straßenbahn die Amerikaner dorthin wünschte, wo der Pfeffer wächst. Seit der Zeit muß sie jedm Morgen den amerikanischen Offizier, der das anhorte, im RegierungSgebäude aufsuchen, eine B:r- beugung machen und sagen: ,^Ich freue mich, zu sehen, daß Sie noch hier sind." Vor dm deutsch sprechenden — und leider auch den Teutsch-Amerikanern kann man sich vielfach nicht genügend in ad>t nehmen. Sie leisten widerwärtige Spitzeldienste. Sie treiben sich als Stock- amerikanei. in Familien, Bureaus und Wirtschaften herum und erscheiiien uack>her, geläufig deutsch sprechend, als vfsiziclle Revisoren. Em Koblenzer Gastwirt war aber doch schlauer als die Amcrikoner. Er war wegen Kognaktrms- portes zu 30 000 Mk. Geldstrafe und (Zseiängnis verurteilt. Um die Summe flüssig machen zu tonnen, wurde er jeden Abeiid auf eine Stund: von der MP. nach Haufe gebracht. Unter der Hand veräußerte er mit Hilfe seiner Sekretärin HauS, Keller, Möbel und alles was sein war und entfloh, während der MP. im Lokale saß, mit der Sekretärin im Auto ins unbesetzte Teutschland. Dir Amerikaner, die sein Eigentum beschlagnahmen wollten, halten das Nachsehen. An solchen Vorfällen hat der Koblenzer seine geheime Freude, denn er kann es dem Amerikaner nicht vergessen, wie er vor Annahme des Friedcns- txrtrag.'s mit seinem Uebersluß an LelKnsmitteln gehaust hat. Ten Amerikanern war es strengstens verboten, irgend etwas an Lebensmitteln den Deutschen abzugebcn, die zischen mussten, wie ber amerifmrifdye Soldat mit Leckerbissen überfüttert wurde. Erhält er doch allein schon zum Frühstück nach Wahl Tee, Kaff« oder Kakao, Weißbrot mit Butter und Corned B«f. Alles aber, was von oen Amerikanern nickst verzehrt wurde, wurde oer- brannt oder in den Rhein geworfen. Anne Leute kramten sich ganze Lenken stücke au3 dem Spül und Küchenabfall heraus. Es wurde geaast mit, Lebensrnitteln. Wer (?inqitartienmg in seinen besten Räumen batte, konnte von Glück sagen und erhielt bie1 Brosamen vom Tische des reichen Nkonnes. Im großen und ganzen war der Amerikaner da nicht Neinlich. So wie er mit dem Papiergelde umgeht, das er »um Knäuel gerollt in der Hosentasche trägt. Meist aber hat er Angst vor der MP., die bei Haussuchungen die Sockel von den Wänden reißt, weil vielleicht amerikanisches Eigentum dahinter verborgen sein könnte. Mut ist über». Haupt keine hervorstechende Eigenschaft des Amerikaner». Wie er nur mit vierfacher Uebermackt im Felde angriff, fühlt er sich auch jetzt ben Teutichen gegenüber nur in der Uebermacht wohl. Begegnet er an einer dunklen Stelle zwei vnbe- nxirfrcteii Deutschen, jo macht er lieber Kehrt ober er ruft schon von weitem „Tag Landsmann". Er gibt auch ndjfig zu, daß er ohne feine lieber«!, macht cm Zahl und Material niemals gesiegt Hölle, und wenn er nicht gerade ein Fanatiker ist, gesteht er, daß ihm die nähere Berührung mit ben, Deutschen doch einen anderen Begriff von unserem! „Barbarentum" beigebracht hat, als es die Reden' von Herrn Wllson u. Co. getan haben. n Lmx M Na- Mrtiqte? Ansehen Wert einer Vie. isgrWssm M. !>i<;er unwürdig lls untcrHcibai t am neuem d? nm Bürger- ring ta. vM- Den- wL oller Terrors- jetrtu abgestimmt ung der Teutsch- pwchen." 1919. L**i* /bie tzSZ ■ KL 5fgS ZS tej'Ss? Qj °>AZ ,±u Namn. ^naaus, H :Je Bor Ä Ä versaffun^. Meinungz. S ber^t, *Ä5? deute s§.ubM!bknri, Ad nicht ^^wohner. Volks. » m einer stark »gingen ui der eijcnim[ung urden diese v gefordert, daß sben, um eine ^rukchmdern nadHürlamentZ ltslhließung "eBvlk/var- dmL daß durch » Parteien Hermd durä die in 19 Don Qxroalt« i auf die LtM. (anb, >a Lett. 1919. eimkehr. fern abend gegen m starker Trans- ^gefangenen aus il'7e'.'.d seines ein- ilickjm Begrüßung Dar kaum aus der weiter einti ir [er GesangenMst ig bm'ige Lurch' m Empfcmg hatte ■ eiMsunden. LE Göhring. SM ZekretSrinU, sein nur und ent- K'LSL um bLschtagmhmen vt Koblenzer seine eTbem Amerikaner ihme des Fnedens- an LebensmMn war es iW * .smittelnden.Dem ntuüa,wj5 •rbil'fen Han jum MW V. ‘TUf.'jtet nm •ft EJ5 , _ sTOntUie». y, rf’Ä 'L'^ S'L ?ÄZS L-s» »S &*s Urtö^Lu^ ü'1“ jrf WVjWÄ *ä£- lanb«öai>z ; t 111 ir?' Efc-- jund end ritv Geräte. 100370 Birnen riimkails. 018111 «irchttratte 13. HAH abzuaeben. 10816 Mirstl. (SntSverw. Lich. Zu verkaufen Schulausgaben (Teubner) griech. u. lat. 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Ein neuer Mordprozetz in München. München, 20. <Äpt. Wie die „Köln. Ztg." meldet, werden die Verhandlungen gegen den Grafen Arco wegen Mordes an dem ehemaligen Ministerpräsidenten Eisner im Laufe des Oktobers fortgesetzt, da nach dem ältlichen Gutachten Arco bis dahin verl-ändluugssähig sein dürfte. München, 10. Sept. (Wolff-) Nach einer soeben bei der hiesigen PolizeidireMon eingelaufenen telephonischen Nachricht sind aus dem Gefängnis in E i ch st ä d t heute nacht eine Reihe politischer Gefangener entwichen. Bis auf zwei, dem früher unter der Räteregierung als Polizeipräsident tätig gewesenen Maier-Günther und einem anderen konnten alle wieder fest- genommen werden. der VbKchen Bninten tnö kleinen Liebesgaben, an der sich, wie hiermit perne fest- vestellt sei, nicht nur die Schociiern des Roten vvreuzes, sondern auch die des Lagers beteiligten^ fsetzte sick« der Zug unter Glockengcläute und Mili- itarmusik nack, dem Turchgangslager in Bewegung, von der Bevölkerung wie immer herzlichft begrüßt, gedauert wurde allgemein, daß wir eine geradezu! nrgvostväterliche Straßenbeleuchtung lxibeu. Vielfach stand die besonders in diesen Rächen undurch- brntglide Dunkelheit einer rechten Annchherung und Befreundung zwischen Heimkehrern und Einwoh- rnern hindernd im Wege. Ganz abgesehen davon, daß ein Teil der Willlommscmstcrungest von der Nnsternis verschluck wurde und überhaupt ni>Ä an seine Adresse gelangte. Wäre es nidit zu ermöglichet:, das; wettigstens bei solchen Anlässen die in Fraye kommenden Strasten eine einigermasten -ulänglrche Beleuchtung erhalten würden? Vielleicht könnte man unsere heintkehrenden Brüder mit einem Fackelzug vom Bahnhof zum Lager gc- leitm? An Stimmung würde der ganze Empfang dadurch sicherlich gcwimren. *♦ Ortsgewerbeverein. Mit Rücksicht darauf, dost eine geordnete Buchführung für jebein a,negchtcn Geschäftsbetrieb utrumgänglvch noticen» big ist, austerdem auch die Bestimmungen des Unt» satzsteuergefetzes in dieser Hinsicht zwingende Vor- fJjriiten enthalten, veranstaltet, der Ortsgctverbe- berein bei genügend« Beteiligung für Gewerbetreibende uns deren Angehörige in Kürze einer,/ llnterrichtskursus in etnfacher Buch- 1 *' 'icung, Kalkulation, Arbeiterver- g ufw. Auch die wichtigsten - setzlichen Bestimmungen sollen ^handelt werden. (Siehe Anzeige.) VenStag, 23 .: Die Zonberlvte. Mittwoch, 24 : Der Zigeunerbarvn. Donnerstag, 25.: Schahra- zade. Samstag, 27.: Schahrazade. Sormtag, 28., nachm.: Die Rose von Stambul: abends: Undine. stRontag, 29.: Hannerl. Dienstag, 30.: Alkeste. Mittwoch, 1. Olt. : Der. Freischütz. — Schau, spielHaus. Sonntag, 21. Sept., nachm.: Wilhelm Teil: abends: Die Marquise von Arcis. Montag, 22.: Stntensee. Dienstag, 23.: Die Kreuz elfchreib er. Mittwoch, 24.: Struensee. Donnerstag, 25.: Die drei Zwlllinge. Freitag, 26.: Rosmersholm. Samstag, 27.: Iphigenie auf Tauris. Sonntag, 28.. nachm.: Alt-tzeidelberg: abends: Shaw-Abend. Die große Katharina, hierauf: Blanc» Posnets Erweckung. Montag, 29.: Tie Kreuzelschreiber. Im Volksbildungsheim (Kaufm!. Verernshmts): Iphigenie auf Tauris Dienstag. 30.: Lanzelot und Sanderein, hierauf: George Dandin. Mittwoch, 1. Oll.: Don Carlos. ** Vortrag Kapitän König. Wie bekamt, spricht am Sonntag abend um 8^4 Uhr Ki- pilän König, ehemals Führer der berühmten Fahrt des iöaudelsunterseebo-otes „Deutschland^ über seine Crlelmissc in Amerika. Zu dem Vortragsabmd Hot die Deutsche Volkspartei (Jugendgruppe) .'inge- lai*cn. Eintrittskarten sind bei Challier, Ricker und Ferber und an der Abendkasse erhältlich,. — Der „hannoversche Courier" schlldrrt einen Bortrag des Kapitän König wie folgt: „Kapitän )lvnig, der Führer des Dattdelsunterse-chootes .Deutschland", berichtete aus seinen Erlebnissen. In packenden Worten schilderte der ^einfache, echte teufche Diann die Gefahren, denen er mit feinem Schisse während der Reise ausgesetzt war. Besonderes Interesse erwecken seine Ausführungen über den Aufenthalt ht Baltimore und die Irreführung der feindlickren Kri-egsschnffe bte-i fcfcr Ausfahrt, bio durch einen wohlgelungenen Streich ermöglicht iourde. Starker Beifall belohnte den tapferen Kr- vitän, der das deutsche Banner unter schwierigen ** Fahrplanänderung. Die Eisenbahndirektion Laankfurt a. M. weift darauf hin, daß die bir^inschl. 9. September 1919 in unserem Bezirk eingetretenen, bereits veröffentlichten wichtigeren Fahrplanänderungen in einem besonderen Anhang zum Taschen- sahrplan zusammengefaßt sind, der dieser Tage ausgegeben wird. Inhabern von Taschenfahrplanen wird der Anhang auf Verlangen von unseren Fahrkartenausgaben kostenlos verabfolgt. ** Diebstahl. In der Nacht zum 19. September 1919 statteten Diebe mehreren Gartenhäuschen auf dem Nahrungsberg einen Besuch ab und stahlen dort Kleidungsstücke und Tischdecken. Einer der Täter hat sich dort umgezogen und ließ eine graue Joppe mit Umlegkragen und blauer Biese zurück. ** Gießener Waldbühne. Es sei nocch- mals auf die morgen staUftitdende Aufführung hingcwiesen. Teilweise wurden der Waldbühne aus Privatbesitz historische Kostüme zur Verfügung gestellt, wofür auch an dieser Stelle der herzlichste Dank ausgesprochen sei. — Auf dem Programm ist der Kotzebuc-Einaller infolge Druckfehlers als „Der Bruder und die Schwester" statt „Schive- ftern" angegeben. Die Wirkung beruht ja gerade darauf, daß des Bruders Gegenspielerinnen seine biden Schwestern siird. — Sollte infolge ungünstigen Wetters dre Vorstellung verschoben werdest müssen, so wird bis 2 Uhr an der Bürgermeisterei ein Anschlag angebracht werden. Höchste Temperatur am 19.9. = 20.3’, 20. 9. = 13.0'. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Gvt les dien st, Sonntag, 21. Scpticmber, 14. n. Trinitatts. In der Stadtkirche. Vorm. 8 Uhr, zugleich Christenlehre f. d. Nenkonfirmierten a. d Matthausgememde: Vfr. Mahr. 9ys: Pfarrchsist. Schaefer. 11: Ziinderkivche f. d. Markusgemeind.': Pfarrassift. Schaefer. — In der Johannes- kirche. Vorm. 8 Uhr, zugl. Christenlehre f. b. Neukvnfirmierten a. d. Lutasgemettide: Dfr. t&idy talsheimer. 9»/r,: Pfr. Aussetd. 11: Kdidersirrh. f. d. Lukasgemeinde: Pfr. Bechtvlsheimer. — Im Kon firmandensaal, Liebigstnrhe 66. Nachmittags 2 Uhr: Taubstummengottesdienst: Pfr. BechMsheimer. — Sonntag, 21. Sept., vorm. 10: Kirchberg; 11: Christenlehre f. d. weibl. Jugend Nachm. iy$: Taubringen. V/2: Maiurbar. Katholische Gemeinde. SamStag, 20. Sept., nachm. 5 u. abends 8 Uhr: Gelegenh. z. hl. Beichte. — Sonntag, 21. Sept., 15. Sonntag n. Psingsten. 61/2: Ge- lerenheit z. hl. Beichte. 7: Hl. Vlesse. Gemeinjch. Kommunion d. Jünglinge. 8: Austeilung b M Kommunion. 9: Hockwmt m. Pr. 11: Hl. Messe m. Pr. Nachm. 2: Sakramental. Bruderschrsts- Andacktt — Diaspora-Gottesdienst am 21. Sept.: In Hungen ?i/3. Lich 91/,. BerhAtntssen tu die Welt hinauSgetrvgcn hat und der als Sinnbild echten Deutschtums unauslöschlich vor uns stehen wird." Zweifellos wrrd der geschätzte Redner auch in Gießm einen Pollen Erfolg haben. (S. Anz.) ** Das bei d e m va m W artburg ver- ann am_ vergangenen Donnerstag veranstaltete Wohltätigkeitskonzert zu Gunsten des Erholungsheims des Hessenbundes erzielte lieber» schuft betrug 600 Mk. Die Mitglieder werden auf die Anzeige im heutigen Blatt aufmerksam gemackst. Landkreis Gießen. B. Burkhards, 18. Sept. MS erster ans der Gememde kehrte d:r Füsilier Heinrich Stock, Sohn von Heinrich Stock, wohlbehalten aus eng» llscher Kriegsgefangenschaft zurück. — Die hiesig.' Mahl- und Schlagmühle, die unter dem Namen Buchwaldsmühle bekannt ist, wird eb?n umgebaut und vergrößert, um demnächst den Be- ttieb in gröberem Umfang aufzunehmen. Harbach, 19. Sept. Hier nimmt auch ivie vielerorts das nächtliche Ob st plündern überhand. Auch wurde vor kurzem einem Landwirt ein Acker Hafer nächtlicher Weile üb'l zugerichtet, mdem er stark niedergetveten und mit einem Stock die Körner abgeschlagen wurden. -d. Hungen, 20. Sept. Während in den Kriegsiahren die Bautätigkeit hier vollständig ruhte, tst in der letzten Zeit wieder eine rege Bauluft 8it bemerken. Ties ist umso freudiger zu begrüben, als mit den erstehenden Neubauten ber auch hier herrsckenden, Wohnungsnot gesteuert wird. Die gröftte Schwierigeit bereitet das Fehlen der Bausteine. Man i|t deshalb yeznntngen, zu cbiem Htlssmittel zu greifen, womit Maurermeister Koch v-on Nonnenwth jetzt den Anfang gemacht hat. Er hat an der Ludwigstrahe herrschaftliches Gelände ernvrbcn, um auf diesem zwei Häuser erstehen zu lassen, von denen eins bereits im Rohbau fertigt gestellt ist. Die Steine hierzu hat er an Ort und Stelle, mit eigener Anlage zum Pressen und Trocknen, aus Lehm hergestellt. Tie mit diesen Steinen erbauten Häuser sind vor allem leicht heizbar, müssen jedoch! chnt unter Verputz gehalten werden, nm das Eindrtngen der Nässe zu verhüten. Tie mei>ten Häuser imferer Vorstadt, die 'schon viele Jahre stehen, finb aus diesem Material heraeslelll urtd haben sich bis jetzt tadellos bewert. Jedenfalls sind die Lehmstrrne ein guter Ersatz für die jetzt teuren und schwer zu beschaffenden gebranntem Backsteine. Auch die Gemeindevertretung hat die Bautatigkell gefördert, indem sie früher erworbeness Gelände an Interessenten zu billigen Preisen abgab, wodurch es verschiedenen Bauluftigen möglich war, unter durchaus günstigen Bedingungen sich ein eigenes Heim zu gründen. Es verdient volle Anerkennun-g, daft die Gemeindevertretung hier prakttscke Bodenpolitik getrieben hat und durch Abgabe zu billigem Preise die Bautätigkeit so förderte, daft jetzt weitere drei Neubauten im Entstehen begriffen Jini». Sie hat damit in anerkennenswerter Weife die Obliegenheiten des aufgelösten Bauvereins übernommen uiti) wie verlautet, soll auch die Erbauung von Hausern auf eigene Rechnung in Aussicht genommen sein. Dieses Bestreben verdient Nachahmung, denn nur auf diese Weise können die Wohnung sverl)ältnisse gebessert werden. Alle anderen Versuche, die Wohnungsnot hier zu beheben, fitti» bis jetzt gescheitert, allerdings auch zum Teil durch das Fehlen designten Willens bei einzelnen Hausbesitzern. Streik Lauterbach. ll. Reuters, 19. Sept. Eine unangenehme Ueberraschung erlebte die Gastwirtin Opel Wtw hier. Ein Hamsterer, der schon einmal in ihrem Hause logiert hatte, begehrte wieder Unterkunft. Er batte Säcke bei sich uni, wie er sagte, sich etwas zu besorgen. Ohne jeden Verdacht wies man ihm sein Zimmer an. Am andern Morgen dauerte es etwas lange, bis der Gast herunter kam. Als man nachsah, hatte er alles ausgeräumt und war verduftet mit Bettzeug und Bettwäsche, Vorhängen, Unterbett und allem, was nicht niete und nagelfest war. Von dem Täter fehlt jede Spur. Einkauf trDrt Berbnmchsstiffen unb Gegenständen des landwirtschaftlichen Betriebs, parie gemeinschaftlicher Verkauf landwirtschaftlicher Erzeug- nssse. In den Vorstand wurden gewählt Bürgw- meister GeorK Ludwig Hofmann, Ludnrig Jakob, Phllrpp Reitz, Konr. Schmitt V., Fricwr. Sturm- stl.s, Heinr. Gottwals VI. und Johs. Phil. Fuchs, ^re Haktiumme für den erworbenen Antnl beträgt 100 Mk. Hassmllich hat die neugegrfmb.’te Genasjenschaft mehr Lebensfähigkeit wi: die in früherer Zeit hier einmal bestaubme, die in der gleichen Absicht ins Leben gerufen war. e Schotten, 19. Sept. Das hier zur Ausgabe kommende „Schot teuer Kreis blatt", das^ feit Jahren zweimal wöchentlich hevauskim, enchemt erhöhten Bedürfnissen entsprechend künftig dreimal in der Wxhe. Hessen-Nassau. X Hünfeld, 19. Sept. Der Kreistag des' Kreises Hünfeld hat der Bildung eines Zweckverbandes für die Kreise Fulda-Lünfeld-SÄüch- tarn zur Elektrizitätsversorgung dieser Kreise ju« gestimmt und die Aumahme einer Anleihe bis Zu 2 Millftmen Mark zur Deckung der Kosten des Ausbaues der elellrischen Ueb-erlandzentrale genehmigt. X Hanau, 19. Sept. In der Stadt- verordneten sitzung wurde der Errichtung einer Geschäftsstelle für öffentliche Gesundheits- pssege zu gestimmt unb hierfür ein Betrag von löOOO Mk. zur Verfügung gestellt, von dem 10000 Mk. für die Bekämpfung der Geschlechts- Krankheiten, 5000 Mk. für die BeVmpfmrg ander« Krankheiten Verwendung finden sollen. In den Monaten Februar bis April waren im hiesigen Krmrkenhaus und bei den hiesigen Aerzten 245 Männer, 55 Frauen und 8 Kinder wegen.Geschlechtskrankheiten in Behandlung. Diese Zahlen hoben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. --- Siegen, 19.Sept. Auf dem hiesigen Bahnhof wurde bei der Revision eines Personenzuges 2 00 Fahrgäste beiderlei Geschlechts an» getroffen, die ohne Fahrkarten reisten. Infolgedessen ordnete die Eisenbalm an, daft auf allen grösseren Stationen unmittelbar vor Abfahrt der Züge mit Hilfe der Polizeiorgane gründliche Prüfungen der »Fahrgäste ftattzufmden haben. Turnen O Marburg, 20. Sept. Am 28. September veranstaltet der Gau Hessen auf bem hiesigen Unioersitötsplatz Wettspiele der Fauste und Schlagballmannschaften des Gaues um die Gau- meistersckaft. Faustball wird in zwei Klassen ge- spiell. Die Spiele beginnen vormittags 10 llhr. ™ Limburg, 20. Sept. Der Turngau „Lahn-Tlll" der beut)den Turnersichrft hält hier am 9. November feinen 66. Gauturntag ab. ** Gieften, 20. Sept. Ta beim hiesigen Gauturnen des Gaues Hessen hie Preisergebnrste erst sehr spät befanntgegr.’ben werden konnten, als die meisten Turner schion abgereist waren, seien die Vereine des Gaues darauf aufmerksam gemacht, daß an die einzelnen Bezirksturnwarte nun genaue; Siegerlisten ausgegeben worden sind, die für jeden Verein zur Einsicht offen stehen. votam ll ’ c E der Lust Absolute ^Feuchtigbeit Relative Feuchtigkeit Brad btt Bewölkung in g«hnt,l btr fidjtbaren Hlmmelsfläche ‘JBclter 19. 9. nm. 20.0 10.8 62 9 meist bedeckt 19. 9. abbsJ 11.9 8.5 81 10 nachts leichter 20. 9. cm. 8.7 6.9 81 7 Regen Schön möbl. 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Der durrf lieitt- lieberpreiö virtldjait unb i «gute tommen. toaeorbnetcr «Mmirtidjart W innerer Grnä W daß cs in • Mißbraucl fei, lrie Öamburc j“ «r Bauern) a «nhlenswett war vwemsireik gebe, 'U'nMerÄholle . öm Berlouit ei Aussprache « U!,b die U.annahernbtrsrf einst „Die Versamm jMbes unb ber ,xr^ erflätt sjch g ^5 (ßiüi -«pyrijbt 19I6 by ( ^brU(f doofer Nr. 220 Zweites Blatt EießenerAnzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) —EMMnwaMLMü/w. ■■ __ 4 I J Z Samstag, 20. September (919 Nachdruck verboten.) Fortsetzung 11 Las Glück der andern Original-Roman von Erich Eben st ein. Copyright 1916 by Greiner & Comp., Berlin W 30. Begriff auch von unserer Jüngsten bekommen, lieber Magnus!" sagte sie. Er blickte überrascht auf bas Bild, wurde sogar ein wenig rot, verriet aber durch kein Wort, daß er Modest« bereits kannte. Warum — war ihm selbst nicht recht klar. „Es könnte Evelyn demütigen," redete :r sich ein, „denn da sie mir nicht sagen, welchen Beruf sie ausübt, wollen sie offenbar, dass ich es nicht weiss." Ein grosses, inniges Mitleid mit dem stolz verschwiegenen Jammer dieses hfimlich für das tägliche Brot Arbeitenm üffeus üoerkam ihn. T-as muss anders werden, nahm er sich vor. I M i t a u , 19. Sept. (WTB.) Gestern griffen 150—200 Mann reguläre lettis ch e Truppen, die entgegen den Verabredungen die neutrale Zone und die Temarkationslinie überschritten hatten, der Strasse Riga — Mitau eine Quecksilber Mrot Kenger njjt »reiten ßtludjl 'Motbtnbcrntr, itawdS. LtaStmission Gießen, Löberstr. 14 Jeden Sonntag Abend 8*/a Uhr Religiöser Vortrag „ Mittwoch „ 8*/, „ Bibelstunde Jedermann herzlich willkommen. ,02ÄD Sie sollen alle fvoh und sorglos werden, und diese arme, zarte, kleine Modesta zuerst soll nicht mehr arbeiten müssen . . . Ueber das „Wie?" zerbracht er sich vorläufig nicht Len Kopf. Tann kam Lotte mit Bertie. Ter gefiel Magnus sogleich ausnehmend, und er fand, dass Bertie trotz seines glattrasierten Gesichts mit den en:r- oiftfen Zügen und dem Ausdruck zäher Willens- kraft im Blick wirklich sehr männlich aussehe. Ein Urteil, das ihm Lottchens begeisterte Lieb: errang. Als er sich endlich knapp vor ein Uhr entfernte, sah er bedeutend ruhiger [röter Reise nach ötettenegg entgegen. Er konnte dec Mutter ja mit bestem Gewissen nur gutes von Losensteins berichten. Am nächsten Mvrgen schon wollte er die Reise antreten. Sein Chef hatte ihm den erb'tencn Urlaub bereitwillig gewährt. Tas Gesuch um Verlängerung sollte nachträglich eingereicht werden, wenn er unter den veränderten Umständen den Dienst nicht etwa ganz aufgrb und sich der Bewirtschaftung seiner Güter widmete. Darüber wollte er sich auch erst mit der alten Gräfin besprechen. Evelyn wollte seine Abwesenheit benutzen, um zu Tante Ada zu reisen. Sie hatte Magnus nichts von ihren Absichten in Bezug auf die Aussteuer gesagt, sondern diese Reise als einen „Akt der Pietät" gegen die Tante hingestellt, „di: doch eigentlich meine Erziehung bestritten hat ..." wie sie schloss. „Lem Weib", der Roman eines Blinden, von ^mma Fr.edlacnder-Werther in 5 Akten und „Ter duitende Amadö", ein Luiffpiel von aussergewöhn- Uchem grossem Lacherfolg, in 3 Akten zur Auf- 'uhrung. Starkenburg und Rheinhessen. ch. Aus Rhein Hessen, 17. Sept. Auf dem Nieder-Jngelh:intec Obstmarkt: stellte sich der Zentner Trauben auf 160—180 Mk., Tomaten auf 70—85 Mk. Hessen-Nassau. X Hanau, 18. Sept. Rinder- und Kalbshäute im Werte von 20 000 Mk. sind tnt hiesigen Schlachthnuse gestohlen worden. Als Verüber des Diebstahls sind 4 Metzger gesellen ermittelt ynd verhaftet worden. Die Häute haben j die Gesellen an Händler in Hanau und Frankfurt vcrkau't, die gleichfalls festgenommen worden find. , , 18. Sept. Ter Landesausschuss hat li/2 Millionen Mark zur Unterhaltung der Land st raßen im Rechnungsjahr 1920 b> reitgestellt. ' Brautpaar geschickt, aber Evelyn lehnte auffallend : energisch ab, Magnus, der nicht ahnte, dass sie nuc ein Zusammentreffen mit dem Hvfmeist'r , Gottorb fürchtete, freute sich darüber. „Tu hast recht Liebste. Es wird viel gemütlicher sein bei euch daheim, und dein: Angehörigen müssen mir doch jetzt auch näher stehen als MÄl- ners, mit denen die Verwandtschaft nur ein: entfernte ist." Er war so glücklich, dies jetzt, wo er Losensteins kannte, mit Ueberzeugung sagen zu können! Evelyn warf ihm zum ersten Male nach ihrer Verlobung einen wirklich 'warmen, zärtlichen Blick zu. „Es ist so 'nett von dir, MagnuS, daß bu weder adelsstolz noch hochmütig bist! Aber wirk deine Mutter ebmso denken?" „Ich hoffe es. Mama war immer gvoßden- kend genug, den Wert des Menschen nach seinen persönlichen Eigenschaften zu bestimmen. Außerdem liebt sie mich auf das -ärtlichste, wie könnte sie da mein Glück trüben wollen?" „Aber wenn sie dir nun schon heimlich eine adelige Braut ausgesucht hätte? Es gibt doch gewiss viele junge Tonien auf den Gütern um Rcttenegg?" Er lachte Über das, was er für verliebte Eifersucht hielt. „Gewiss. Und möglich wäre es schon, dass Mama bei der einen oder andevm an mich gedacht hat. Aber sie wird diese Gedanken jetzt sofort fallen lassen und mir nicht einmal etwas sagen davon." „Hoffen wir es. Wie lange wirft du bei ihr bleiben?" (Fortsetzung folgt.) gestaltung, die im Einklang mit den Erzeuger- wsten und den Weltmarktpreisen steht, jek^nfalls aber eine Verlängerung der jetzigen Preise "bis 1. Januar 1920. Im Interesse einer baldigen Ge- r^!^?bllcferung ersucl-en wir die Regierung, die Gestellung der nötigen Kohlen und Waggons mit altem Nachdruck zu erwirken und weiterhin strengste Bcstrasung der Fruchtausfuhr vorzusehen. Eine Befferung der Fleiichversorgung ist u. E. nur moglia) wenn die Schweinemast durch Freigabe von Gerste und Kartoffeln gehoben werde und wenn die Regierung Kredite zur Einfuhr von Futtermitteln zur Verfügung stellt. Um die Schwarzschlachterei zu bekämpfen, die Bevölkerung mit dem nötigsten Fleisch zu versorgen und die Arbeltsfreudigkeit zu vermehren, ist die Erhöhung des Lcbensgewlchtpreises auf mindestens 2 Alk. dringend erforderlich, weiter auch eine sofortige Erhöhung des Verkaufspreises von Fleisch. Ferner ersucht die Versammlung, eine Verminderung der aufgelegten Haferlieserungen eintreten zu lassen! und eine den wirtschaftlichen Verhältnissen entsprechende Umlage auf die einzelnen Kreise vornehmen zu wollen .Weiterhin wird eine Rücklieferung der Kleie an die Landwirte verlangt, falls die Ausmahlung des Getreides auf 80 Proz. erfolgen sollte. Endlich wird Freigabe der Haus- schlachtungen und Aufhebung des Viehkatasters gefordert. Zum Schlüsse erklärte sich die Ler- saminlung freiwillig damit einverstanden, wenn die Regierung auf Grund von Verhandlungen mit den wichtigsten Berufsklassen (Industrie, Landwirtschaft. Handel und Getoerbe) zu einem allgemeinen Abbau der Preise und Löhne und damit zu einer Hebung des deutschen Marktpreises im Ausland gelangen könnte. 2tüs Stadt und Land. Giessen, den 20. Sept. 1919. _ ** Aus dem Militär-Wochenblatt. Ter Abschied mit der gesetzlichen Pension aus dem aktiven Heere bewilligt: Frhr. v. Lersn:r i. Trag.- 3t. 24 zugleich wird er bei d. Res.-Offizieren d. gen. Regts. angestellt. Auf ihr Gesuch zu den Reserveoffizieren der betreffenden Truppenteile überc;cführt: Kuhn, Rittm. i. d. Train-Abt 18, o. Steiger i. Füs.-R. 80, Bodmsiek i. J.-R. 81, letzterer unter Verleihung eines Patents seines Dienstgrades vom 13. März 1918, Türck i. I.- 3t. 87, unter Verleihung fines Patents seines Dienstgrades vom 10. Dezember 1917, Schmitz i. J.-R. 116, Haubach, Butte i. J.-R. 168, letzterer hat ein Patent seines Tienstgvadcs vom 13. August 1918 erhalten, Frhr. v. Reinhardt i. Trag.-R. 23, Bosch i. Feldart.-R. 27. ** I m Expreß gutv erkehr muß jetzt zur Verringerung von Fehlleitungen die Eisen- wlmpaketadresse außer der Zahl der Expressguttücke auch der Inhalt und die Verpackungsweise angegeben werden. Die oderhesjische vauernbewegmrg. Ecke Versllmuilnily dcs Bailcrildundcs und der Flcischcrmnung in Gicßcn. Der Oberhessische Bauernbund und die F l e i s ch e r i n n u n g der Provinz Ober» Hessen hatten gestern nachmittag auf der Li e- bigshöhe zu einer Kundgebung gegen die Lieferungs- bzw. Drusch Prämie auf Getreide und die Festsetzung der Vieh-, Fleisch- und Läutepreise aufgerufen. In Scharen waren die oberhessischen Bauern erschienen, die der große Saal bei weitem nicht zu fassen vermochte. Nach einleitenden Worten des Abg. Fenchel sprach H i r s ch e l, Friedberg über die Drusckprämie, die er aufs schärfste verurteilte. Die Druschprämie, die in diesem Jahre Lieferungsprämie genannt werde, sei angeblich nötig geworden durch die mangelhafte Ablieferung der Landwirte. An der schlechten Ablieferung trügen aber nicht die Bauern, sondern die höchst ungenügende Gestellung von Drnsch- kohlen die Schuld. Durch diese ungerechte Maßnahmen würden vor allem die Kleinbauern, die nicht sofort ausdreschen können und dann auch die später erntenden Gegenden mit kälterem Klima schwer benachteiligt. Bei der jetzt herrschenden Kohlennot sei es geradezu ein Zufall, wenn jemand früher dreschen könne. Die Druschprämien, deren Löhe der Redner für diese Ernte bis jetzt ans 250 Millionen schätzte, würden der Verhetzung zwischen Stadt und Land neue Nahrung geben. Der Bauer müsse vor allem rücksichtslos gegen das größte Nebel, an dem unsere ganze Volkswirt- schaft kranke, gegen das Unwesen des Wuchers und Schleichhandels vorgehen.. Wenn ein Städter 8—10JBfimb Frucht zum Kaffeebrennen usw. erbitte, so solle man ihm diese ruhig geben, aber den Großschiebern fein Korn. Zum Schlüsse seiner Ausführungen führte der Redner noch eine Erklärung des Präsidenten des hessischen LandcS- ernährungsmatcs an, daß als einziger Stand die Bauernschaft ihre Schuldigkeit täte, da sie wenigstens arbeite. ’KiSir * M W. «5 Äämbte— Adler- entrilnge rocnlq gebt, tau‘ °?.'Heuchclbei» Lj^elnuttJL- Mtt Sohlenfeiie- runaianiQui )t. L-chniil. Angel M an d. Gieh. «n. AuS Südostpreussen. Berlin, 20. Sept. Der „Lokalanzeiger" meldet: In Südastpreußen soll, wie das „Allenfteiner Volesblatt" von maßgebender Stelle erfährt, für die Abtretungszeit eine deutsche Polizeitruppe unter Ententeaussicht gebildet werden. Eine Besetzung durch fremde Truppen käme nicht in Frage, solange die Bevölkerung die Ruhe bewahre. Aus Trier. Berlin, 20. Sept. Die Nachricht, daß Trier von den Franzosen geräumt werden soll und die Amerikaner die Stadt besetzen würden, trifft laut „Deutscher Allgem. Ztg." nicht zu. Ter Regierungsbezirk Trier wird nach wie vor von den Franzosen besetzt werden. Wilsons ursprnüglicher Völkerbunds- Vorschlag. Amsterdam, 19. Sept. (Wolff.) Nach Meldungen aus Washington vom 18. September überreichte Bullittim Laufe seiner Erklärungen m dec, Senatskommission ein Exemplar von Wilsons ursprünglichem V ö l k e r b u n d s v o r s ch l a g, das von Wilson eigenhändig auf seiner eigenen Schreibmaschine geschrieben war. Dieses Exemplar er- bielt Bullitt seinerzeit von Oberst House. Bul- litt erklärte noch, dass Lansing, White und Bliß ihre Meinung über den Friedensvertrag so deutlich wie nur möglich aüssprachcn, und daß ihre Ansicht darüber nicht weniger als begeistert war. Ein Grenzgefecht mit den Letten. ÄÄ Sjsfc ® W Ul M r 6- °d 7,v?"vev ft1 fMmtqen ft» * Stadtausschüsse für Leibesübungen. In allen größeren Städten Deutschlands sind nunmehr sogenannte Stadtausschüsse für Leibesübungen gegründet worden, deren Aufgabe es ist, die Beratung aller Sport und Tumfragen, sowie des Spi-lplatz-, Turtt- und Schwimmhallen- wues m den Kommunen zu regeln. Gewöhnlich ind dreie Stadtausfchüsse aus je einem Vertreter der ortsansässigen Tum-, Sport- und Schwimm- vererne, je einem Stadtverordneten aller Parteien und einigen sonstigen Personen zusammengesetzt, die der betreffende Dlrrbürgermcifter ernennt. _ ** Oberhessischer Kunstverein. Die L>onderausstellung von Aquarellen, Zeichnungen und kunstgewerblichen Arbeiten hat fieß täglich eines regen Besuches zu erfreuen. Ein Teil der ausgestellten Arbeiten ist erfreulicherweise durch Ankauf in hiesigen und auswärtigen Privatbesitz übergegangen. Die ausgestellten Bilder und Kunstgegenstände sind keine Schülerarbeiten, sondern von den Lehrern der einzelnen Abteilungen ausgestellt. Die Ausstellung ist morgen Sonntag von 11 bis L und an Werktagen von 3 bis 5 Uhr unentgeltlich geöffnet. Tie Ausstellung verbleibt Nur noch kurze Zeit, da in den nächsten Tagen die Eröffnung der Kunstvereinsausstellung bevorsteht. ** Die Anlagemusik der Regimentskapelle ReichStvehr-Jnf.-Rgts. Nr. 36 (Ober- muiitmeifter Löber) fällt morgen aus. ** Hindenburg feier. Tie Drntsch- nationale Volkspartei ivirD am Oltober, dmi Gebirr tStage Geneoa seldmarsckjalls Hindenburg eine vaterländische Feier im Hotel Einhorn veranstalten. Tie Festrede hat S?:rr Pfarrer Julius Werner-Frankfurt am Main übernommen. Näheres wird noch bekannt gegeben. ** In den Schwarz-Weiß-Licht- v spielen kommt ob heute bis Montag 22. Sept.1 südlich Bürgermeister Diehl-Hochweisel schob die Schuld an dem ungeheuren Rückgang unserer Diehbe stände vor allem dem Schleichhandel und der Schwarzschlächterei in die Schuhe. Der Regierung fehle es aber an der nötigen Macht, um segen dieses Univesen energisch vorzugeheu. Wie es «ewffse Seiten verstünden, ihnen nicht gmehme Beschlüsse der Behörden zu Falle zu bringen, beweise der Gießener Ra t haus stur m. Zur Behebung der Fleischnot müsse vor allem die Schweinezucht gefördert werden durch Freigabe von Hafer und Gerste zur Mast. Auch sei bei einiger» matzen gutem Aus all der Ernte eine Aufhebung der Kartoffelbewirtschaftung zu erwägen. Um die Ablieferungssreudigt'eit der Sauern zu erhöhen, müsse der Viehpreis von 1,30 auf 2 Mk. erhöht werden, wie es im Kreise Friedberg in dieser iöodk- probeweise geschehen sei. Beck-Gießen, Sekretär der Fleischerinnung der Provinz Oberhessen betonte zunächst die Not- wendigkeit des Handinhandarbeitens zwischen ifieischerinnuilg und Bauernbund. Die Fleischer, die gegen Aufhebung der Leder- und Häutebewirtschaftung gewesen, aber nicht gefragt worden seien, bedauerten selbst die übermässige Steigerung des Häutevreises. Der Redner nimmt in schärfster Welse _ gegen die Herabsetzun g des F1 e i f ch p r e i s e s Stellung, die er als weltfremde Matznahrne der Regierung bezeichnete. Die Bevöl- ^rung habe gar kein Bedürfnis nach billigerem Fleisch (?), sie sei froh, wetm sie überhaupt Fleisch habe. Der durch Erhöhung des Häutepreises erzielte Ueberpreis müsse in erster Linie der Landwirtschaft und dann auch dem Metzgerhandwerk zugute kommen. Abaeordneter Dorsch betonte zunächst, daß W Landwirtschaft noch auf Jahrzehnte den Grundstock unserer Ernährung bilden müsse. Der Redner -bemerkt, daß es im alten Deutschland niemals zu ^solchem Mißbrauch des Begriffes Freiheit gekommen sei, wie es sich in Russland, Ungarn, München, Hamburg und — (unter tosendem Beifall der Bauern) auch in Giessen gezeigt habe. Beachtenswert war weiter, zu hören, daß es keinen Bauernstreik gebe, solange es einen Bauernstand «ruf eigener Scholle gebe. Im Verlaufe einer sehr ausgiebigen und leb- : haften Aussprache — bis 5 Uhr sprachen fast 20 Redner und die Wortmeldungen waren noch nicht annähernd erschöpft — wurde folgende Ent- : Schliessung einstimmig angenommen: »Die Versammlung des HessisclMn Bauern- 1 bundes und der Fleischerinnung der Provinz Ober» 1 Hessen erfiärt sich grundsätzlich gegen die Drusch- ! Prämie in jeder Gestalt, auch wenn sie die Be- < zeichnung Lieserungsprämie, erhalten sollte. Wir I Verlangen im Interesse unserer Vogelsberg«rw und der später dreschenden Kleinbauern eine Preis- » Halle eine wahre Todesangst, ihm zu begegnen: denn natürlich würde er sie dann wiedererk.'nnen unb verächtlich auf die „Tafeldeckerin" blicken. Evelyn hatte ihr am Margen noch einmal klar gemacht: „Tu hast dich und uns alle schauder- hcfit blamiert. Ein Glück nur, daß die Kammels- terg deinen Namen nicht lveiss und es also hoffentlich nicht Magnus verraten kann. Er würde dir das nie verzeihen!" Unter diesen Umständen hatte die arme kleine Modesta es gar nicht gewagt, ihre Begegnung mit Magnus bei K'ammelsbergs vor der erzürnten Sckwester zu erwähnen. Teste grösser war ibre Angst, dass es durch Magnus selbst schliesslich doch noch herauskom- men würde. Er musste sie ja wiedererkemien, wenn er sie sah! Indes,en fürchtete sie sich umsonst. Man erzählte Magnus natürlich von ihr und entschuldigte ihr unbegreiflich langes Ausbleiben. Emmy holt: zuletzt Modestas Bild, das auf Mamas Schreibtisch stand. „Damit .Sie wenigstens einen annähernden Man empfing ihn weder mit Geziertheit, noch mit Unterwürfigkeit, sondern mit einer natürlichen Herzlichkeit, die auch ihn sofort warm werden und viel länger bleiben ließ, als er eigtätlich vorgehabt hatte. Besonders Lottchens frische, zutrauliche Art liess keinerlei Steifheit aufkommen. Si: erzählte dem „neuen Schwager" iratürlich gleich von d:m, was ihr Herz ganz erfüllte, und liess es sich nicht nehmen, Bertie, „den besten, liMen aller ylanner", in aller Äle zu holen, damit Magnus iFjn doch gleich kennen lerne. „Lotte, sei doch nicht so töricht!" schalt Evelyn. „Magnus wird deinen Wunderjungeil ja foohl später noch kennen lernen! Er sieht nämlich ganz foie ein Junge aus mit seinem bartlosen Gesicht," fetzte sie, zu Magnus getoenbet, hinzu. Lotte warf ihr einen entrüsteten Blick zu. „Dafür ist er innerlich desto männlicher! Und fetzt hole ich ihn erst recht, damit Magnus stlbst urteilen kann! Es ist ja so nah, und Bertie wird gerade zum Essen heimgekommen sein!" Wie ein Wirbelwind stürmte si: davon. Modesta hatte sich nicht blicken lassen. Sie hatte eine Beforgung vorgffchützt und sich schon um zel/n Uhr entfernt. Man begriff nicht, dass sie nicht schon lärrgst wieder daheim sei. In Wahrheit war sie es auch, fass aber drüben bei Hilda Sattler und lauschte herzklops.'nd durch die Wand, ob Magiius beim noch nicht sort- flinge, dem: eher wollte si: nicht hinüber. Si: Die Kohlenkrisis in Wien. .Wien, 19. Sept. (WTB.) Auf Grund des Bewlu^eS oeS Kabinettsrats erliess heute das Staotsamt für Haiidel unb Industrie eine Verordnung, wonach vom 21. September 1919 ab die Achtuhrsperre für Gasthäuser, Kaffeehäuser, Konzertsäle, Darie- tös eintritt. Tie Abendblät!er stellen fest, daß rm Laust des heutigen Tages die Kohlenkrisc ffch nicht gebessert, sondern eher verschlechtert hat Sollte in absehbarer Zeit nicht eine wesentliche Bcssermlg der Kohlenversorgung Wiens eintreten, P wird nicht nur der Betrieb der Gaswerke, sondern auch der Eiseirbahn ernstlich gefährdet. Die Steinkvhlenerzeugung in England. A m st e r i> a m, 20. Sept. (WTB.) Aus einem Bericht des „Board of Trade Journal" geht hervor, daß die Steinkohlenerzeugung in England im Zunehmen begriffen ist. In der Wock^e, die mit dem 5. September schboß, wurdm stir dem 27. Juli zum erstenmale Nned'.r 4V2 Mil. lionen Tonnen erzeugt, eine Mmge, die für den Verbrauch des Inlandes und für di: Ausfuhr er forderlich ist. Die Nutzniesser der deutschen Valuta. Berlin, 20. Sept. Der „Lokalanzeiger" meldet: Nach einem Londoner Telegramm der „National Tidende" besagen aus Paris ein- treffende Nachrichten, daß die Franzosen mh großen Einkäufen in Deutschland be^ ginnen, weil Deutschland das einzige Land ist, in dem die Valuta über Pari steht. Oberbürgenneifterwahl in Karlsruhe Karlsruhe, 19. Sept. (MTV.) Zum Oberbürgermeister von Karlsruhe wurde mit 91 gültigen Stimmen der bisherige Mannheimer Bürgermeister Dr. Julius Finter gewählt. Ausschreitungen auf dem Leipziger Messplatz. deutsche Feldwache an. Sie wurden nbg> luieicn. Verlusto auf deutscher S:ite: ein Ver- rounbctcr. Die angeblichen Fricdensvorschlägc an Russland. Daris, 19. Sept. (Wolff.) Havas. In der Tisku,,ron des Friedmsvertrages in der Kammer behauptete der Sozialist L o n g u e t, daß Lloyd Georges Unterhäwostr, namentlich Bullitt, mit onedensvorschlägen der cngfisckien und amerikani icheu yiegteruna an die Sowjets.nach Russland geschickt habe. Clemenceau wi:d?rhoUe zu ver- fchledeuen Malen, dass Lloyd George weder ihm periönuch noch in der Friedenskonferenz von diesen tzrledensvorjchlägen etwas mitgeteilt habe. Lon- guef sprach dann von den russisckien Gegenvorschlä- deren Wesen er auseinandersetzte. Er sagt?, dass Lloyd George seine Ansichten geändntt und die Verhandlungen nicht weiter verfolgt habe. Ein? englllche Mitteilung besage, daß England von dsts'.r Jnterventron in Russland abstehe. Longuet sprach dann von der Notwendigkeit, mit Sowjetrußland die Beziehungen wieder aufzun?hmen, woraus Pi> chon erklärte, daß Frankreich dies nicht könne. Französische Truppen in Armenien. V e r s a i l l e s, 19. Sept. (Wolff.) Eine französische Division in Stärke von 10 000 Mann wird nach Armenien gesandt. Sie soll in Alexandrowa landen, um den Bezirk von Adana an dec Bagdaübahn zu besetzen. Die Presse glaubt nicht, daß die französischen Truppen schon diesen Winter bis Er- zerum vorstossen können. Ten Abend heute wollte man noch gemütlich im Familicmkreise zubringen, um sich gegenseitig näherzutreteu. Zwar hatte Beate eine Einladung für das I Mini, Franks. Sli. ? ife gelir. eitfc. bopwi1. iderschrank nti de-Einrichtunr. iflL Snjeö. u. 01Ä n Qlicüenn^-n«. kvtrch. pol Wait tn ote in. rocls. i’lct :olane, eoiL m. 9iw: änttb.fauf.gef. g. u. 018229 ab. G.L öhcrer, gut erbnltcnc lcher*chrank,R< Hratar-Schra'ik nolenmfeppich ü ftn gef. SmtiilL M t 10618 GanS. 018238 beginnt Sonntag, 2 018232 Ks^e!d@nmuihH&3r empfiehlt sich zur 017904 Walltorstrabe 77 Zernsprrcher 500 im fai dl ft E d L i t r tt auS Sperr- Marttplatzes n< K Ttt! Al sch de , 1911 Der Tanzunterricht Mein diesjähriger Winter-Tanzkursus imt von für ich M, Pferdemarkt statt. Der Austrieb von Pferden grot der Kraft! ■ - ladet frenndll Der Ein Lofi po»6 AbDien erwart, ^tirul Bekanntmachung betreffend Feldbevemigunsr in der Gemarkung Heuchothrim. In brr Zeit vorn 4. bis einschilieUvch 17. Oktober 1919 Ivgen miT bcnt Rathaus zu L)euchpl- heim tätlich von 8—12 Uhr tormittag'3 und 2—6 Uhr nachmittags 1 a) hie Arbeiten der Besitzstartd-Saufnohme, nämlich: 1. 4 Dünde Bc si tzstamdsverzeichmsse, 2. 5 Bände Gütergeschosse, 3. 1 Band ZusommenstcUuny der Güitevge- lle Srnckarbeiten/ tur DebteOen. Vereint, fxindtl. Oewtrbt, 3n- duftric und Kamille, olfTcnRlKiftHdie Werke und vlssertatlonrn werden schnell, [tilrcln u. prdoweet ongtftrtict In der vuch» und etelndrutfmL' Wilhelm Herr, Gießen üshttuig! Verkaufe Dienstag eine große Sendung beste schwere amerikanische Ärbeitsschuhe Bekanntmachung. Nachdem die Zustellung der Genie in desteuer zettel für 1919 an die Zahlungspflichtigen stat.s'ftmden hrt, tvti) der Tag, an dem bie sämtlichen Gemeindesteuerzette^ als zu- gestellr zu gttten l)abcn, auf den 17. September 1919 festgesetzt. 10842B Gietzen, den 18. September 1919. Ter Oberbürgermeister: Keller. BchLMlg!1 IBM» Kürbis Rotlruüt, fficigtrouf, Wirsing, Zmedtlfi, Biitni*«. LalMurkcn einnettoffen. Staunend billiger Berkaus Montag früh 8 Ubr am Felsenkeller. Bahnhossttahe. Fs*oacb, Neustadt 19, Tel. 2133. fdtoijf, 4. 63 öOTTTttmmySblätter, b) der Ausschlag eines Teilst« FeldbeveÜriMNtzs- kosttn zur Li ns ich it der BeteLtigt-en offen. 108398 Tagfahrt zur Entgegr-rmchme von Ernwen- düngen findet daselbst am Samstag den 18. Oktober 1919, vor mittags 9 —10 Uhr statt, wozu ich die Beteiligten mit der Androhung Tang- Institut ZCugo ‘ftlöhl, giessen Mein diesjähriger Ttfinter* Tang- Kursus beginnt am 6. Oht. 1019. Gell.Anmeldungen hierzu nehme ich in mein. H ohn Sonnenfftr.5 lll.entg. Hugo Möhl, Tanzlehrer. Die Arbeiten ZamWib 8i 22. W“1 kutschet L) u hn Änskimft Mit dem Pserdemarkt ist eine Prämiierung des'besten Psord-mrat^rials verbunden, wofür über 2200 MOur Verfügung stehen, darunter 250 Mark aus Mitteln des hessischen Landes- Pferdczuclst-Vereins. Der Prämiierun<7splan ist von. Herrn August Schwan in Giesien, Molt^lttaße 16, er- HLltlich. 105358 Giehen, den 11. ©ctJtcmbcr 1919. Die stüdttsche Pserdemarkt-Deputation. Kling spo r, Beigeordneter. Btchbach—Licher Eisenbahn. füllt Gültigkeit vom 20. September d. Js. werden im Binnenverkebr unserer Bahn aufgehoben: der AuSnabmetarif 1 für Holz des SpeziaitarisS 2 der Auonahuietaris 3 für Kali. Zu dem gleichen Zeitpunkte werden die Fracht- sähe der Au-rnahmelarife 6—8 auf die um 60°/o erhöht en Frachtsätze des Spezialtarif- 3 der Preuh. StaaiSelsenbabnen erhöht. 10824D Die Abkürzung der VeröffentlichungSfrist ist aenefbuülac6, den 11 September 1910. Der Vorstand. DlMtsiachW. Der Landwirtschastskammet-Dusschuß beabsichtigt im Kreis Gießen eine Zuchtstation für indische Lauf, enten zu errichten. Interessenten^ die gewillt sind, eine solche Iuchtstation zu übernehmen, werden ge- beten sich bei dem Landwirtschaftskammer-Ausschutz für Oberhessen in Glegen, Friedrichstrahe 6, bis spätestens zum 10. Oktober zu melden. Bei der ge« nannten Stelle sind auch die Vertragsbestimmungen kostenlos erhältlich. 10851V Glesien, den 17. September 1919. Landllich'WSk-Wtt'AnSBß s. ActheW Bekanntmachung. Betrifft: Vergebung der Lwlzhauerlöhne für das in bat Duldungen der Stadt Giesten aut^uarbeitenbe Holz für lus Wirtschastsiatzr 1920. Montag den 22. September 1919, vor mittags 10 llhr, sollen im Stadthaus, Zimmer 6, die Dolzhiuer- löhnc für das Wirtt'Aiftsiahr 1920 öffentlich vergeben werden. Tie Bebingungsm können bortselbft am 22. Septmtbcr von 9—10 llhr vormittags gesehen werben. 105698 Gipsten, den 12. September 1919. Ter Oberbürgermeister. I. 53.: Dr. Rosenberg. Vergebung von Fuhrleistungen Tas Fahren der Leichenwagen soll Samstag den 27. September bs. 2s., vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden. Dttmissung^n liegen bet uns zur Einsicht oNen. Angelwte sind verschlossen und mit cmtspvvchen- ber Aufschrift versehen an uns einzuici^JM. Gicsicn, ben J.9. September 1919 108408) Stabtbcruantt Giesien. I. D.: Kohler statt, wozu ich btt Beteiligten nt----- ..... . _ didabc, daß die Nichterschienenen mit Ermoen- dungen ausgeschlossen Tmb. Tie Vvtwendungcn sind schriftlich mit Gründen versehen einzureichrn. Friedberg, den 13. September 1919. Der Hei fische FeldbeimniguitMloinmisiLr. gez.: S ch n i t t s p a h n, Negierungsrat. Kurhaus Michelstadt i. Odenw. (Linie Hanau-Eberbacb.) Behagl. Kurheim für Nervöse und Erholungsuchende — Gute Verpflegung. --------- 9224ss Prospekt 5. San.-Rat Gigglberge Vttßtlgkmz Wfciner HerrMD-Möhe!. Selten günstige Gelegenheit zum Erwerb hochfeiner Muster-Ausstattungs-Stücke in tadelloser 1 Beschaffenheit und Ausführung bittet die am Dienstag den 23. b. M. im Rest. z. Pfau, Neustadt 5 5, nachmittags 2 Uhr statt- ftnbenbe öffentliche meistbietende Versteigerung. Die Gegenstände stammen aus nur bestem Hanse. 1 Hochs. Bücherschrank (Natureiche), 1 Prachtsptegel, ^x2l/2 Meter in eich. Krndgeschnitztem Rahmen, passend für Lotels, Cajös, auch für Garderobe-Geschäfte, 1 Gold-Trumeau mit Untergestell und Marmvrplatte, 1 r. Plüsch-Sofa m. 3 Polsterstühlen und 1 grünes Plüsch-Sofa, Stühle und Sofa mit feinster Sciptitzarbeit, 1 Mahagoni - Schränkchen und dto. ovaler Tisch, beides m. Marnwrplatte (Prachtstücke), 1 Waschmangel, versch g. Oese«, elektr. Lüster u. v. a. Außerdem: ' _ r 1 hochf. Salon, bestehend ans Sofa mit Um- und Anbau (Spiegel und Schränkchen) nebst 2 Sesseln, 1 Stegtisch, 1 Silber« oder Schmuckschrank, 2 Stühle und 1 Säule, fast neu, grie- denSwarc, bester Qualität. Ferner: 1 Posten Blei- und Kvpterstrste, Notizbücher u. v. a. 10848 Besichtigung am Tage der Versteigerung, vormittags voit 11 — 1 U t>r, tvozu ich ftdl. einlade. Versteigerung bestimmt und pünktlich. L. Althoff, Telephon 230. Zürn We ■r 3onntaod «MH "rubertroffen . .,, Unter anüe Mb Ini Z -__tr^_Eh w Elb riet,»t abend» 7 bayech Bekanntmachung. Tie am 30. v. Mts. angoorvnrte openx bet Aschen FuhrwcrkÄuage rn bet Öronflürttt aiK wird hiermit aufgehoben. 108418 Gie den, den 15. September 1919. Ter OberbLrgernreister: Keller. em? t Bag- HerWserhMrll zu Cietzeu. Dm Mittwoch dem 2 4. September 1919 vormittags 7'/- Uhr beginnend, findet auf den städtischen Marktanlagen an der Rodheimer Straße 8on<, -ZH-I Bekanntmachung. Naclisbchende BekanntmackMirg des Dessifchen F^ldberemigungskmnmissärs vvm 13. September 1919 bringe ich hiermit zur allgemeinen KttyrtmS. Gie sten, den 17. September 1919. Ter Oberbürgcrmcister: Keller. Obstversteigernng. Mittnvch den 24. September 1919, vor morgens 9 Uhr an, wirb bas ber Gemeinde Saasen gehörige O b st versteigert. 10826 Zusammenkunft im Ort. Bürgermttsterei Saasen. ______________Schmitt._____________ Obstversteigernng. Dienstag ben 23. September soll das der Go- meinde gehörige Obst, bestehend aus Taseb- und Kelteroblt, merübietenb versteigert werden. Zusanrmenkmtft vormittags 10 Uhr im Ort. Des fische Bürgerm ttsterei Bersrod. Decker. 10819 Bekanntmachung Betr.: Obslversteigerung der Stadt Glesien. Montag den 22. und Dienstag den 23. September 1919 kommt das Obst von den Baumert der Stadt Gießen in kleinen Losen zur öffentlichen Versteigerung, und zwar: I. Montag den 2 2. September, chormittags von 9 Uhr an, von den Bäumen am Hardtberg, alter Lxrrdtweg, Wiesecker Weg und Steinbacher Weg. Zusammenkunft um 8*/> Uhr am Schl acht Hof. _ . IL Dienstag den 23. September, vormittags von 9 Uhr an, von den Bätmven am Leihgesterncr Weg, Lutt-erberg, Ltck-er Straße, Annerödcr Weg und dem Baumltück. Zusammenkunft um 9 Uhr an der Gummifabrik, Leihgesterncr Weg. Der Verlmtf findet nur an Verbraucher statt, die in der Stadt Gießen ihren Wohnsitz haben. Obsthändler sind vom Mitbieten ausgeschlossen. Gießen, den 16. Sept. 1919. 107168 T« Oberbürgermeister. I V.: vr. Rosenberg. ‘Iftodernes Tanj^eAr- Institut Tfu 13öuIle Mitglied des Bandes Deutscher Tanzlehrer (Sitz Berlin) Mein diesjähriger Winterkursus für Anfänger beginnt Dienstag den 7. Oktober abends 8 Uhr in meinem eigenen Saal, Wolfstraße 21, Ecke Licher Straße, Restaurant zum Kronprinz. In diesem Kursus werden außer den bekannten Rund- und Gesellschaftstänzen auch die modernsten Figurentänze gelehrt. Ferner empfehle ich mich für kleinere Gesellschaften sowie im Einzelunterricht zur Einstudierung der modernsten Figuren- u. Gesellschaftstänze (die neuesten Schlager der Saison), wie: w«* The Tickle Toe, Wedding-Glide, fazz, Foxtrott, Feodora-Walzer, Maxix - bresi/ienne, Ragtime, Tango, Fourlana, Boston (mod.), Riviera-Boston, Valse-Bleue, Frühlingsbotenwalzer, Tangowalzcr, Hiawatha, One-Step (neuste Art) usw. Anmeldungen hierzu nehme ich jederzeit In meiner Wohnung, Schiffenberger Weg 66 1 (ab 1. Okt. Wolfstr. 21, Rest. z. Kronprinz) entgegen.. Sanatorium Stolzenberg bei Salmüneter-Soden von Frankfurt aus schnell und bequem erreichbar eröffnet nm 1. April! Amtlicher Leiter: Dr. mit. K. SlrtaetauB. Mäßige Preise! Kurgemäße Verpflegung! BtT Man verlange Prospekt! W Bekanntmachung. Tie Ausweiskarten der nacherehenden Penmten sind ttngezogen. Wir roamen daher, an diese künftig Nutz- unb Zuchtvieh oder Schlachtt>wy zu.verkaufen. Ztoviderhandlungen sind sttafl«r nach § 7 ber Bekanntmachung des Ministeriums des ^nnern bett. Regelung bet Beschaffung, des und bet Preise von lebendem Vieh vvm 24. Januar 1916 mit Gefängnis bis zu 6 Monaten ober mit Geldstrafe bis zu 1500 Mark Georg Philipp Diefenbach, Berstadt bts zum 1. Dezember 1919. n, Heinrich Ticstnbach, Berstadt, btS zum,25. Januar 1920, • Simon Bing, Münzenberg, bts zmn 12. Januar 1920, Lnigo Meyer, Wohnbach, bis zum 19. Mürz 192°$)emrttf,. Binz III., MeNdors a. b. Lahn, bis »um 8. Januar 1920, Lmgv Weinberg, Grrbttcharn, txd zum 16. Februar 1920, Karl Zimmermann, Lardenbach, bis zum 10. Müvz 1920, Albert Kaufmann, Laubach, bis zum 19. Dezember 1919, __ , Moritz Schärftet, Obev-^eemen, lnS auf roev- DünÄer haben sich ber Geheim schssach- tungen tato, des Schloichl-aNdelS mit Vieh und Fletsch schuldig gemacht. 108378 Gderhesstscher Viehhandelsverband. Ter Vorsitzende: Prof. Rosenberg. Stedttheater ßin’flbuag zm Äranement Für die am 11. Oktober beginnende Wintcr- spiclzeit 1919/20 wird wiederum ein auf 20 Vorstellungen lautendes Abonnement ausgegeben. Wegen der Kohlenkitapphcit werden die Vorstellungen von Spielbeginn an zusammmgelegt, so dasi die beiden Abonnetnentstage dieses Jahr auf Montag und SamStag fallen, und zwar wird bas Montagsabonnement dem früheren Diettstagsabotmernent entsprechend und das SarnStagsabotrnentent dem früheren fori» tagsabonnemeitt. lieber die Preise, die eine mLsiige Erhöhung erfahren müssen, wird noch Näheres bekannt gegeben. Werzu abonnieren wünscht, wird höflich ersucht, Platzbestellungen an den Lerrn Oberbürgermeister zu richten. Besondere Einladungskarten an die alten Abonnenten werden nicht verschickt, doch werden ben vorjährigen Abonnenten die zuletzt inrvegrhabten Plätze biS einschließlich 22. September reserviert. 103108 Osr Tteaterbmerüli 8er Birertfimermeisler. Anfcrtigungvon kflnstlichcn Gliedern Bruchbändern, Leibbinden usw. Separatoren werden schnellstens und sachgemäß erledigt. Orthopädische Werkstätte Ludwig Bepler BG2±eS bezirken ist verboten. Bezüglich der in der Nähe des . vorhandenen Stallungen ertnlt &err Ho flohn Eseinerobti geteilt ■ / a ■■ von Malralzen u. Polstennöbel AufarbSHBnEsss Teleptoi Ei "Tw FRANZ BOCK Vichüg für Ehenhandlmg! Wir haben aus HeereSbeständcn einen größeren Posten Beile und Aexte erstere mit und ohne Nagelzieher, mit Stiel, billigst abzugeben. Interessenten wenden sich an die iosood StntoWlidit Zkütrsl-IarlthiiSklißc Filia le Frankfurt a.M., Maschincn-Abteilg. Wontag den 6, Oktober» Gefällige Anmeldungen nehme ich täglich in meiner Wohnung, Marktplatz 23 HL. entgegen. Frau Luise Deuster geb. Möhl. SmII Acpselvcrsieigernnq Winnerod. Montag den 22. September sollen ca. 270 Zentner Aepfel, Veines Tafel- und WittschaftSobst, in ca. 160 Losen am Baume versteigert werden. Beginn vormittags 10 Uhr auf der Chaussee Winnerod—Bersrod am Baume Nr. 96. Tas Obst kamt sofort nach erfolgter Genehmigung und Beratung abgematU werden. Winnerod, ben 13. September 1919. 10616V_____________Ludwig Clcmm. Äcpfclverstetgeruni. Montag den 2 2. d.'MtS. sollen auf dem Losgut däustrhos — Bahnstation an ber Linie Friedberg—Nidda — stammwetse vrrstemett werden: 10735V etwa 200 Zentner Tafeläpfel unb „ 500 „ Wirtsck^stsäpfel. Zusammenkunft 10l/< Uhr vormtttagS auf bet ©traue nach Ober-Widdersheim. _____Erd, Verwalter. Obftversteigernng. Montag ben 22. tmd Dienstag ben 23. 6e> tembcr, beide Tage vormittags 9 Uhr nnfongcjib, kommt das O bst ber Gemeinde i^fovsi-n Buseck, bestehend in grobem Quantum Aepseln und Birnen, bestes Tafel- unb Wirtschaffsobst, stammwetse zur öffentlidm Versteigerung. Anfang bei 9tr. 1 am Pffwastweg^ Großen-Buseck, ben 18. Ser< 1919. Bekanntmachung. Betr.: Zeitkarten für die Sttasienbahn. Ab 1. Oktober b. I. gelangen 3)Uaat5Taxtox zur Ausgabe. Der Preis beträgt 12 Mk. Die Bedütgungen können bet ber uiitetaewr zeickmeten Verwaltung, Zimmer Nr. 4, ewg^bcu Tircktön der Elektrizitätswerke und Sttasienbahn __________ber Stadt Giesien. Stolte.__________ Brennholzverknuf. 1 5200 rm Buchen-Schttt unb Dcklppel, 1260 rm Buchen R.^sknüvptt, aus dem Freiherrltch Rtedesclschen 9ttirwr Lud- wigseck, Post NiederbeislKTim, Bezirk Calscl, Wnv men rm $^xjt des schrifflittxn Angebots zum Ve^- kauf. Angebote sind verschlossen mit ber Aufschrift „Brennhol^>erkauf" bis späocstens 1. Oktober 1919 vormittags 9 llhr an die Unterzeichnete einzureichen. LoSverzeiLjsstffse mit BerkäufSbedinymtgim find von hier zu belieben. 10751D Freiherrlick, Riebeselsch: Rmtkammer Lauterbach __________________Mberhessen)._________________ Obstversteigernng. D iens tag den 23. d. Mts. wird das Obst ber Gemeinde Grüningen, bestellend aus Acpiellt, Birnen und etwas Z.vetfchen, verstet^rl werden. _ t , Anfang Jxrr bem Oö auf ber Sttatze nach ^G^rüningen, ben 17. September 1919. Bürgermttsterei Grün in gen. Dingel.10806 ♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Wir beehren uns, hiermit bekanntzuaeben, dah .Herr Wilhelm Bauer In DüdelSdelm die Vertret, uns. Gesellsch. nfedergetect bat. Bis auf Weiteres werden wir unsere geschätzte stundschcist mit unseren Fuhrwerken besuchen und wir bitten die Abnehmer unseres altbekannten Klömerbrnnnen-Mineral- wasten und unserer hervorragenden mit natürlichem Mineralwasser hergestellten Limonuden, unS auch fernerhin ihre Aufträge zukommen zu lassen. Wir werden bemüht sein, unsere werten Kunden stets gut und schnell zu bedienen. Römerbrmen -Romanis-Akti^n-Gesellscliaft Mineralquellen zu Grunä-SchwaUietoi Post Echzell, Obcrhessen. [mM»D Fernsprecher 91t. 13 ReichelSbeiin-Wetterau. Wir suchen s. Büdingen u. die näh. sowie weit. Umg. ein. bzw.mehr, tücht.taikräst. Vertreter, die mit eig. Fuhrwerk die Kundschaft besuchen. elDte wertvnUen G#ren*ta*d aee vne. rekii Ulaetr. teialoe, wenn die Ittr bbs IC® hübsche AblUtitspoeU.arten bei Iflree BekiDDten verkstTfcn-SerflenSielhrnAdrease die Ansi*tekarten mit ae» Katalog, hacn em Verkant der Karten ed>i*ea Sie nna Mk. TAO oder it ehr ein, je nach dem von Ihnen ge- 6nsd.ten OegensUnd. Sie erhalten aledan . für Ihre Bemühungen von uoii 1 Taxhen- me»«er. Mundbarmonllra, Taichenubr Leudit- Haniblullodiek, aolddoubl Herren- «der Damen Ubrkette new. Ja 1 btüA laut Katalog nach Ihrer WahL An Peraoaen unter 16 Jahren Be.ern nlAL Beateiler muss uenü ingebon. Tlgli* erhalten rlr Danksdireiben. VeOt Ä <** HrideDxrt- A Ul blattubr, • StJ084^ M rnnq. tag den 23, 6<> ) Ute cnkurotnh, e Goch-rEuskL, Mnmib'Simtt, t, Wntodfc M tz- Xa®NQt W1919 igen. ^Ü> bett Ifo&g «W werden, lus der 6Wft, Mb- Tosvbtz mWHfl und Se« mber 1919. E*8 Clkmin, eriutv sollen auf Station an ba wwife vEngnt .r t 10735D ti imb stLM. wmiüagS auf ba kd, Verwalter. 8. Lett. 1919, n-ÄM 10818 w tratst Lyenr k der SrartSurta 10841B rrlM tafln: Keller. KL Ns B°L Rn 0751D 'ftfete- Maulte ter Tanzlehrer ?r richt Ä*S Ifstraße 21, Ecke 7i Kronprinz. tßer den bekannten \tn auch die rw- me »Jfffi ^npn^t» •> : Karl Reitz r : Dießen, den 21. September 1919. Statt Karten! Gießen Friedberg 21. September 1919 ■Ferhands 10855 i Zaalbau Cafe Leib.« Statt Karten. Heute abend ei«m 2 statt. — Anfang 4 Uhr nachmittags. Es ladet freundlichst ein Gießen, den 20. September 1919. M MM Mr Saalbau Cafe Leib Statt Karten! 10»»» der Deutschen Eiche. 018259 Es ladet freundlichst ein Der Vorstand. Achtung! Achtung! Gießen, den 20. September 1919 Hans UirMger. „Stadt Cöln" TlTecJtemb" t$ ladet ein LM.: Gießen LW. Gießen (Sirmftr. 59), den 20. September 1919 PT DawelHt preiswertes Abendessen “W - - f ” - f naweiost preiswertes AOendenwen mrchweihemhslzherm WO sck^wi!Renntag tot21L 6gtato hi»? ■n» Sonntag, dem 21. Septbr. ® HEI M jllt Kirchweihe ist unser 018169 bei Astwict Gg. Smnes. Es labet ein 018258 Lnnggesellerrklub. X I r r r Tel. 1097. Ros'l Noack Heinz Pälike Verlobte ! r r 2 Anny Ilgner Georg Grünig Verlobte r r r s | Pri?atede's*l8voD 6. Hermes Gießen, Bahnhofstraße 60 Gegr. 1909. i Rudi Winckler mit seiner oberbayer.Blaskapelle ta sSr einige Tage, da aas -er DarAeise. Sester u. schönster oberbayr.Zestwitt. Roch «ie in Gießen konzertiert! Ab Dienstag den 23. Sept. abends 7 Uhr, spielt der bayerische Schwirl ä *ö Großen-Linden 21. September 191Q. statt. Vormittags von 9 Uhr ab Turnen auf dem Turnplätze (Pfingstweide). Nachmittags von 4 Uhr ab Tanz im Saale Heinrich Grömnger Ottilie Grömnger geb. Lindenftruth zeigen ihre heute vollzogene Vermählung an Ihre heute vollzogene Vermählung \ beehren sich anzuzeigen Otto Birkenbeul und Frau Emmi j geb. Mainzer £ Gießen, 20. September 1919 Sportplatz der Hardi Sonntag den 23. September 1919, nachmittags 4 Uhr Für 4.95 iMNiaRaßkWMat, vorn, und versilbert, mit Etui und Klinge, */» Dtzd. prima Kliugcn M. 3.—. Alles franko durch: HerberiMariell Frankfurt n.SLI. Scharnhorststr.66. (l07->nhv Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Karl Habicht und Frau Marie geb. Gebhardt Weißkalk wieder vorrätig. 10662 Gebr. Kahl Doppelkarufsell Betrieb. Um gefl. Benutzung bitten ergebenst Ni BWr Stein & L-haii-t aus Laag-ZöaS. n r tioanp l'r E1 DracksaeiieD * in Anxotattesg alllrete a. grels- vtrt flla BrtU'tth ÜDtv.-arrekerel, 8. Leage, GiaSoa Restanraäon z. „Krokodil“ von W. Mayer emyf. tägl. süßen Apfelmost iEigene Kelterei». Giessen KmJ Soethoatr. 32 Tel. 20S4 7. Oktober Beginn deruenenHalbjahres- und Jahresk urse, in sämtlich, kaufmänn. Untcrrichts - Fächern. AxstährllcksProspoktn verlaage man kostan- las ä. d. Schulleitung. **********! r Ludwig Amend und Frau Mariechen geb. Graf Vermählte Kaffer.Allee 11 Mcestraße 27 : September 1919. Dr. Geyer I nimmt am Montag, 22. Sept. « seine Tätigkeit wieder auf. 8 Zesrn Ostend 527, Sonntag Marie Schultheiß Heinrich Wunderlich Verlobte Lumda (Oberhessen) Kirchhain (Bez. Saffet) 21. September 1919 Hm Sonntag, dem 2L September nadjm. 3 Uhr großes Sommerfell auf der Liebigstjöljc, neranftaltet vorn etfenbahn» li!eintter)ncht-verein Sicstcn, bestehend in cau), PreisfiWen, Puppmwtrfen ufw. wo,u ergeben# clnladet Der feftausfthuß. Mitglieder Ausweis mltbringcn. 018252 018168 Der Vorstand. Verlobte Gießen Lauter September 1919. Einladung „ ?um Dortrag von Kapitän König ftibrer des Handels u»8oots „Deutfdjiand“: flusmemenCrlcbmflren am Sonntag, dem 2\. September, abends 8Uhr im großen Saale des „botet cmtzom". Eintrittskarten i m., für mitglieder und stiller 0.50 m bei der niuükalienöandlung CDallier, Neuenweg, in der buch Handlung von Kicker, Siid^nlagc, und ferber, Scltersweg Kegeiverein Frohsinn j | Mittag- und Abend-Karte T,[Fusaballwettspiel i Essen im Abonnement | F-c-Si!TSft!swe'd^ Sportverein Merkur Giessen 5310. SW TSalick abends 8 Ubr Sonntags ab nachmittags 4 Ubr Lrstklass. Humorist. Aonzett - Cnttbertroffene komische Vorträge. — I- ? - - IZS • | • fl Unter anderem Mitwirkung von j 11 ß TI? fl «X I Al H ■ 8 113(1 AU Wrii Mery Werner, SirtnjitiiM 1 IEVCICIH lxlcm L,naen -----vr Emtnu frei: -Mi—। Aus Anlaß seines 30jährigen Bestehens findet am Sonntag, den 21. September Abturnen «.Tanz grosser Ballf der Kraftfahrer von Gießen k Eh ladet freundlichst ein Das Komitee. ZrrvneuenWeltk Wetzstelngasee 10 I \ Ihre Vermählung zeigen an Heinrich Weber und Frau Luise geb. Bäumner j r Fliegeiläagsr la frische Ware 100 Stück 13 Mark bei 300 Stück franko. Moritz Köhler, Öen """ Nenttadt 79. 7s«r-VergllSsea 018190 Schlüter. All- mH Verlass aller Sorten UigHiWii M. Trovik, WMM Walltorstraße 71. ® s> am-M-MÄple l Reitersweg 81 Programm v. Samsüg, 20. bis fnkl. Montag, 22. Sept: SelnWeib Der Boman eines Blinden von Emma I Friedlaender- Werth er, in 5 Akten, i öer duftende ! Ein Lustspiel von außergewöhnlich ' großem Lacherfolg in 3 Akten. 1 Ab Dienstag das mit größt. 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