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Hierzu meldet Wolff: Die „Basler Nachrichten" erblicken die für Deutschland günstigste Bestimmung, in der auf amerikanischen Vorschlag eingebrachten Bestimmung, daß der letzige Vertrag von Zeit zu Zeit geändert werden könne. Hierin liegen für Deutschland unbegrenzte Hoff- nung.s Möglichkeiten, auf Erleichterungen seiner künftigen Existenz, weil Amerika im Völkerbund alles durchsetzen könne, was es wolle. Voraussetzung sei nur, daß Amerika auch Mitglied 'des Völkerbundes werde. Diese allerwichtigste Frage könne angesichts der amerikanischen Opposition noch nicht bejaht werden und darum sei auch auf diesen Hosfnungsanker Deutschlands noch kein Verlaß.
Die Pariser Presse.
Versailles, 19. Juni. (Wvlff.) Die P o - riser Morgenpresse veröffentlicht die ersten ausführlichen Telegramme aus Weimar und aus den deutsck)sn Blattern und sucht aus ihnen Rückschlüsse zu ziehen, ob Deutschland unterzeichnet oder nickst. Tie Presse läßt jrodj» die Frage offen, wie sie cs übrigens auch vermeidet, ins Einzelne cjeljeiibe Kommentare zu veröffentlichen. Sie scheint jebod) hauptsächlich unter dem .Eindruck eines Telegramms der „Frankfurter Zeitung" aus Weimar zu stehen, wonach die deutsche Delegation im Einvernehmen mit den SackMwständigen einstimmig beschlossen habe, den Friedensvertrag nicht zu unterzeichnen, und daß sie der Negierung eine in diesem Sinne gehaltene Denkschrift zugestellt habe. Es findet sich im „Ma - t i n" ein natürlich sehr tendenziös gehaltener, ausführlicher Artikel, dessen Grmldthemä ist, baß die deutsche Regierung durch allerlei Manöver den Augenblick des Entschlusses hinauszuziehen tvackste. Tie deutsche Regierung suche die Verantwortung aus die Nationalversammlung abzuwalzen. Tie diationalVersammlung ihrerseits möchte eine Volksabstimmung über die Frage der Unterzeichnung oder^ Nichtunterzeichnung vvrneljmen lassen. Znersellos glaube man in Deutschland, daß man eine sehr baldige Revidie-- vung des Vertrages ^erwarten dürfe, daß htmt sogar hoffen könne, daß die Lage, falls die Alliierten eine neue -Frist getvähren würden, sich noch vor der Unterschrift gänzlich ändern werde. Wenn beispielsweise der amerikanische Senat den Pakt der Gesellschaft der Nationen nicht in den Friedensvertrag aufnehme, müsse das ganze Friedenswerk von neuem angefangen werden. Diese Eventualität könne allerdings in vierzehn Tagen eintreten. Der „Matin" fragt sich, wie die Alliierten sich verhalten wurden, wenn die deutsche Re- tz-ierung eine 14tägige Frist verlangen würde, um eine Volksabstimmung vornehmen zu fömren.
Paris, 19. Juni. (WTB.) Der „Petit Parisien" glaubt zu wissen, daß die Regierung am nächsten Samstag dieVeröfsentlichungder Präliminarien für Deutschland vom 6. Mai mit den neuen ^Vergünstigungen gestatten wird.
Französische Geheimdokumente über Oberschlefien.
Breslau, 19. Juni. (Wolff.) Die „Neue Oberschlesische Volkszeitung" in Ratibor ist in der Lage, Dokumente über die Treibereien der Entente in Oberschlesien zu veröffentlichen. Sie beginnt mit einem Bericht des französischen Schriftstellers Maurice Barrös. In dem Bericht kann man zwei Punfte feststellen, erstens, daß es der Entente gar nicht um das Wohl Oberschlesiens zu tun ist, zweitens, daß französisches und englisches Geld in großen Massen nach Oberschlesien geworfen wurde. In dem Bericht finden wir folgende Stellen: „Dr. Dillon vom „Daily Telegraph" schrieb mir im Februar, sie möchten ihm Leute für polnische P ropaganda mit englischem Gelde in Oberschlesien werben. Der Polenführer, mit dem ich auf der Redaktion der Berliner polnischen Zeitung eine mehrstündige Unterredung hatte, glaubt daß es zu einer Ab- stimmung kommt, wenn sich Deutsche und Polen allmählich erholt hätten. Dann würden das englische Gold und die französische Propaganda von
zialdemokratische Fraktion der preußischen Landesversammlung eine Fraktionssitzung ab, in der die Frage der Friedensunterzeichnung besprochen wurde. Obwohl formelle Beschlüsse nicht gefaßt wur- )en, ließ sich die Stimmung doch dahin fest- tellen, daß der überwiegendeTeilder Fraktion der Ansicht war, daß die Unterzeichnung sich schließlich nicht würde umgehen lassen. Das größte Berenten gegen die Unterzeichnung erweckte auch bei deren Anhängern das Schicksal der Ost- rrovinzen. Allgemein war man der An- icht, daß vor der Unterzeichnung noch ein äußerster Versuch gemacht werden müsse, wenigstens für We st Preußen eine Volksab- timmung wie für Oberschlesien zu retten.
Die Meinung des Vorwärts.
B e r I i n, 19. Ium.. (Priv.--Tel.) Derv r- Worts" veröffentlicht eine aus Weimar datierte Erklärung seines Redakteurs Friedrich S t a m p - fer, worin es heißt: Der Artikel .^Volksabstimmung" in Nr. 307 des „Vorwärts" veranlaßt mich, öffentlich festzusteKen, daß ich^ mit den dort ausgedrückten Auffassungen nicht über» ein stimme. Ich halte die Unterzeichnung des Friedensvertrages für itiite Moralische Katastrophe, die, wie ich fürchte, noch schlimmere Folgen haben wird als die NichtunterzeickMMg. Ich glaube beftinnnt, daß wir den letzten Gang, der mit diplomatischen Mitteln auszufechten ist, ehrenvoll zum Nutzen unseres Volkes bestehen könnten, inetm unser Volk nur die dazu nötige moralische Widerstandskraft aufbrächte. Der „Vorwärts" hätte „feinen Augenblick vergessen dürfen, daß die großen Entscheümngen der Weltgeschichte nicht ohne Mut ausgefochten werden können.
Hierzu bemerkt zugleich namens der anderen politischen Redakteure des „Vorwärts", Redakteur Kuttner u. a.: Der Artikel „Volksabstimmung" ist ein ausgesprochener Redaktionsarttkel. Der Inhalt entspricht der Ansicht der gesamten politiscktcn .Redaktion, die in den vergangenen Wochen Mit großer Selbstverleugung ihre Ansicht zurückhielt, um bei den Unterhlrndlungen auf keinen Fall die Position unserer lUnterhändler zu schwächen. Nachdem jetzt durch das Ultimatum der Entente die ^Situation verändert ist, erschien uns im Augenblick der letzten. .Entscheidung ein längeres Schweigen unmöglich
Der Bat -er vier.
Paris, 19. Jirni. (Wolfs.) Diplomatische Sage. Ter Ratder Vier versammelt sich Mittwoch und Tonnerstag nicht, da Wilson nach Belgien gefahren und Lloyd George an die Front gereist ist. Lloyd Georges hat Paris gestern morgen im Auto verlassen und zwar mit zahlreichem Gefolge, das der englischen Friedensdelegation angehört, um die Schlachtfelder von Verdun und Umgebung zu besuchen. Er wird Donnerstag nach Paris zurückkehren. Die fün Außenminister berieten gestern über die Frage der Einstellung der Feindseligkeiten zwischen Polen und der Ukraine,
Der Völkerbund als Revisionsorgan für den Friedensvertrag.
Rücktritt des italienischen Rabinetts.
Rom, 19. Juni. (WTB.) Reuter. Infolge eines Mißtrauensvotums der Kammer ist das italienische Kabinett zurückgetreten.
Rom, 19. Juni. (WTB.) Stesani. In der Kammer sind mehr als 350 Mitglieder anwesend. Die Sozialisten widersetzen sich einer geheimen Beratung. Niki wünscht eine eingehende Besprechung der Lage, verwirft aber die geheime Beratung. Die Regierung stellt die Vertrauensfrage. Dieser Vorschlag Orlandos wird mit 27 9 gegen 78 Stimmen verworfen.
Menschenschlag und materialistisch veranlagt. Die Entente wird die Propaganda genau durchführen. Die Franzosen selbst unterstützen die polnisct»e Bewegung in jeder Weise. Der Beweis für die Arbeit des englischen Geldes in Oberschlesien ist folgende Stelle: „Das Geld ging ihnen für 1500 Personen in Oppeln, Beuthen und Ratibor zu Schicken wir es durch Eh. . Man sagt uns, daß es seine Wirkung tut. Je langer wir mit einer etwaigen Volksabstimmung Watten, um so sicherer sind wir, daß die Deutschen unter unserer Aufsicht weniger Stimmen erhalten. Machen Sie den Deutschen klar, daß wir in Oberschlesien ihre Habe konfiszieren und die jungen Leute zunil Arbeiten zwingen, in dem wir sie nach Frankreich schaffen Wir können nicht dulden, daß ein so großes Land wie Deutschland uns Widerstand leistet. Grüßen Sie S., der dem Justizrat Ezapla schreiben wird Ich schicke ihm die nötigen Fonds — Dann heiß es weiter an anderer Stäle: Außerdem wird Charly, der nritfommt, das nötige für Streiks inszenieren. Unser Kollege Williams ist der Heber» zeugung, daß die Schlesier sich an Polen rachen wollen. Aber sie werden cs nicht können, weil wir die Unzufriedenen deportieren, ebenso wie wir es,am Rhein machen, ftde Zeitung, die heute noch für Deutschland eintritt, wird von uns ausgeschlossen."
on hält. Das Kabinetr, das den ganzen Vortag über getagt hatte, ist heute nachmittag um bl^hr wiederum zu einer Sitzung zusammen- S:eten. Ebenso hat sich der S t aa t e n a u s- ,. u ß in den späten Nachmittagsstunden zu einer nT»»>- . t^.1 gültigen Besprechung versammelt.
Sk ■ 0. Berlin,19. Juni. (Wolff.) Der .,Vor- sÄA schreibt: tote MrMcktag hielt die io-
«eimar, 20.Juni. (WTB.> 1.10 Uhr morgen». Das Kabinett ist znrück- g«treten. Es wird die Regierungs- gefchäfte vorläufig weiterführen, bis der NeichSpräfident ein neues Kabinett gebildet hat.
In einer Privatmeldirng der „Frankfurter Ztg." heißt es noch, der Reichspräsident Ebert werde voraussichtlich noch int Laufe des Freitag einen neuen Ministerpräsidenten berufen und man nehme an, daß vielleicht die Minister Noske oder Dr. David mit der Neubildung des Kabinetts betraut würden.
Ferner wird gemeldet, daß in der sozialdemokratischen Fraktion bei einer vorläufigen Abstimmung 75 Abgeordnete für die Unterzeichnung, und nur 35 dagegen gewesen wärm. Im Zentrum seien drei Strömungen: die eine wolle ublehnen, die andere annehmen, die dritte wolle den Versuch gemacht haben, Abänderungen des Vertrages durch- zrsetzen, die der nationalen Ehre Rechnung trugen. Man denkt hier also wohl an die Schuld frage und die Auslieferungen. In der demokratischen Fraktion ist die über» wiegende Mehrheit für Mlehnung gewesen.
Es ist also noch schleierhaft, wie das neue Kabinett aussehmt wird, das aller Voran ssickft nach den Friedensvertrag unter» schreiben wird. Die Unabhängigen kämpfen bekanntlich für die Annahme. Wie die Verhältnisse im Reiche und die Tatsachen liegen, kt der grundsätzlich richtige Standpunkt etiler Ablehnung dieses Schmachfriedens nur mch schwack^e Stutzen. Ja, wenn wir ein einheitlich geschlossenes, ziel- und tatbewuß- Iles Volk hätten! In einigen Tagen werden vir wohl einem von einem ausgehungerten, tviderftandslosen, in seiner Gesamtheit demoralisierten Volke erpreßten Frieden gegenüber sttheu * .
Weimar, 19. Juni. (Wolff) Das Kabinett MMftigte sich gestern in Gemeinschaft mit iwi Mitgliedern der Fritt>ensdelegation in vierstündiger GeneraAebatte mit den Gegenvor- schlä gen der Entente. Das Urteil der Rnchsregierung hat sich seit der Ergänzung der Mantclniote durch das inzwischen eingetroffene Me- tooranbum nicht geändert. Sie steht auch ihm yegenüber auf dem Standpunkte: Unerfüllbar und tiurttraglich. Tie endgültige Stellung- Ubm e wird heute nach einer Besprechung der cmzclnen Reichsminister mit ihren Fraktionen und beit eiuzelstaatlichen Ministern erfolgen.
Das Urteil des Sachverständigen- ausschnfies.
Berlin, 19. >Jmck. (WTB.) Eine zur Prü- ftng der Antwott ber Entente auf unsere Gegenvorschläge aus allen 'Kreisen des deutschen Witt- schch^lebms, aus ■ Vertretungen der deutschen Mmw biete und aus Ausl andÄXntschen Msam- tetberufere Sachverständigenkommts- sivn ist Iner ^ufammengetreten und bat in enge» cm Untrrfommiffi'men den ganzen gestrigen Tag tie gesamte Motette beraten. Das Ergebnis der Bratlingen wurde in formulierten Vorschlägen ffHcrgetegt, die den heute mittler zusammenge- tertenen Volkskommissionen der Sachverständigen cks Referat .unterbreitet wurden. Wie wir hören, lontmen die Beschlüsse der Vollkommissionen ein- nütig zu dem Ergebnis, daß die in der Antwort ter Entente enchaltenen Zugeständnisse nicht ge- fiffnet sind, das auf Grund der früheren Beratung «chattete Votum über die Unerfüllbarkeit bzw. Varamiehyibarkeit des Ententevorschlagest Wesent- Lch zu modifizieren.
GrSner und RoSSe.
zu gestalten durch die Anpassung an Tatsachen und Bedingungen, so wie sie sich. riaßeltaL
Die Cschecho-SIowalen im Kampf mii den Ungarn.
Prag, 19. Juni. (Wolff.) Tas tschech». slowakisckie Preßbureau teilt mit, daß die U n- g ar n ihre mit der Da!tzn in die Gegeoü) Jswenz(?) Karpfen herangeführten Kräfte in der Umgebung von Lewenz emfetzten. Am 16. Juni, versuchte der Feind, mtterstützt von starker Attillerie, in Richtung Neutra durchzubrechpu. Sein Angriff scheiterte. Mit Unterstützung von seckO Monitoren griffen die Magyaren auf dem rechten Flügel der Heeresgruppe des Generals Mrttel- Ijaufer von der Zitva bis gegen Kuett an, wurden aber z u r ü ckge schlagen. Weiter nördlich mußten die tschecho-slowakischen Truppen nach 48stündigem Kampfe stellenweise Boden auf geb en. Sie halten die vorbereiteten Stellungen östlich Zitva.! Der Mvnpf ffand auch nördlich Lewenz seine Fottsetzung. Der Feind wehrt sich entschlossen. Die Abteilungen der Heeresgruppe des .Generals Heimogus rückten vor, überall auf zäl/en .Widerstand stoßend. Südlich Tisvves bis gegen Mims Banxa und östlich Rosenau bis gegen Jaso, sowie in der Umgebung Eperjes leisttte der Feind sehr ztthen Widerstand. Es wurden ihm 18 Maschinengewehre, viel Material und Gefangene abgenommen.
Ter Wehr ausschuß beschloß im Beiiein des Ministers für nationale Verteidigung, Klo- fas, und des Landeskommandanten für bte Slowakei, Generals Schoebl, nach einem Berichte des Obersten Polz, sämtliche Studienurlaube auszuheben, damit es möglich ist, sofort Offiziere und zwar Studenten, Lehrer und Professoren zum Kriegsdienste .ein ^berufen.
Clemeuc^au an Vie ungarische Regierung.
Budapest, 18. Juni. (Wolff.) Nach einer Meldung des Ungarischen Korresp.-Bureaus heißt es in der Note Clömeuceau an btc ungarische Regierung: Die auf tschecho-slovakischem Gebiete kämpfende ungarische Armee wird aufgefordert, sich sofort hinter die für Ungarn bestimmten Grenzen zurückzuziehen. Wenn die alliierten und assoziierten Mächte auf Gründ der Information ihrer Vertreter vom 14. Juni mittags gerechnet innerhalb vier Tagen nicht Mitteilung erhalten, daß die Bestimmung tatsächlich durchgeführt ist, so wird es ihnen freistehen, vorzudringen oder- sonstige Maßnahmen zu, ergreifen, die zur Sicherung eines gerechten Friedens geeignet erscheinen. Die rumänischen Truppen werden augenblicklich zurückgezogen, wenn die ungari)dien Truppen die Slowakei räumen. Die alliierten und assoziierten Mächte fordern nachträglich, daß während dieser Truppenbewegungen die Rumänen nicht beunruhigt werden und keinerlei Versuch gemacht werde, ihnen über die rumänische Grenze hinaus zu folgen.
Eine weitere DepescheElemenceaus an die ungarische Regierung äußert sich über die Grenzen Ungarns gegenüber ber Tschecho- Slowakei und Rumänien. Danach bildet von Preßburg bis zur Mündmrg des Eipel-Flnsses der Hauptlauf der Donau die Grenze. Die Grenze geht von der Eipelmündung 25 Kilometer in nördlicher Richtung entlang des Eipelftusses, durch- schneidet den Eipelwinkel in nordöstlicher Richung und erreicht den Eipel-Fluß von Neuem südlich von Jpelyzag. Von JpelyM bis zu einem Punkte 10 Silonieter südlich von Losoncz entlang geht die Grenze am Eipelfluß entlang, verläßt dann den Fluß und schneidet die Eisenbahnlinie Salßo— Tarjau—Lonfvnez, 7 Kilometer nördlich vvn ea> gotarjan. Bon diesem Punkte zieht sich die Grenze in nordöstlicher Richtung, berührt dm Bcreini- gungspunkl des sSajofund. Ides Rrmpflüsse- trnb geht sodann in ivordöftlickier Rickftung Wetter bis zur Gemeinde Torna. Diese Gemeinde gehört ben Tschechen; sie liegt etwa 23 Kilom. südwestlich bon Kaschau. Bei Torna beginnend nimmt die Grenze int allgemeinen östliche Richtung au, fchrwi- det den Hernad-Fluß und zieht sich in sudöstlichcr Richtung gegen Satoraliad-Uihely Dieser Ort ge. hört Ungarn. Von Satoralia-Uihely ist die Grenz« derart festgelegt, ba6 die Satorcha-Uihely Ezap. Nagy Szoellocs, Szatmar-Nemett, .Nagy-Karoch, Groß-Wardein und Nagy-Szalonta (letztere Ortschaft 35 Klm. südwestlich von Groß-Wardein) ver- bindende Eisenbahnlinie bei den Tscheck»en bzw. bei den Rumänen verbleiben würde. Die Grenzd zieht sich von der genannten EisenbahnliniL abwechselnd in einer Entfernung won 21 bis 15 Klm. hin. ^Son Nagy-Szalonta an läuft die Grenze in südwestlicher Richtung weiter bis zum Maros--Fluß in bCT südwestlichen Ecke des Komitates Arad und ist weiter entlang des Maros-Flusses bis zur Höhe der Stadt Mako festgestellt.
Die Verbitterung in China.
Amsterdam. 19. Juni. (WTB.) Das Allgemsen Handelsblad metbet: Die „Times" meldet aus Peking vom 10. Juni: Die Lage in China hat sich verschlimmert. Neben der Boykottbewegung entstand jetzt eine Bewegung, die gegen die milttaristische Regierung gerichtet ist. Ter gesamte Handel steht so gut wie sttll. Es droht ein Eisenbahn-, Post- und Telegrapheid' ftreil Die Bewegung gegen die Regierimg oe* siÄänkt sich nicht nur auf Studenten, wndertt. auch einflußreiche Elemente aus der Vettoattnng nehmen an ihr teil. Der Beschluß der Pariser Konferenz bezüglich Schantungs hat san^ Land gegen die Japaner aujgeW mtb erzeugte viel Verbitterung gegen die Alliierten, -oi-'beti haben nur unbedeutende Kundgebungen gegen MC
.unter den größten Unzuträglich leiten, erheblichen
der Wafferverfforguug
von Personen in Gasthöfen, bgL auf eine gewisse Zeit zu
Wlan;
2. den Aufenthalt Wirtschaften u. beschränlen.
Störungen in
Aus dem Reiche.
Der Putschversuch in Weimar.
Weimar, 18. Juni, lieber den Putsch der Militärarrestanten vor dem Weimarer Schlosse wird ergänzend noch folgendes mit- geteitt: 58Militärarrestanten sind aus dem Gefängnis des alten Landgerichts ausgebrochen und zwar hauptsächlich durch Eingreifen eines Feldwebels Peter Schwartz, der wegen Unterschlagung festgesetzt worden war. Die Arrestanten hatten Kenntnis davon erhalten, daß die Landesjäger zum größten Teil nach Erfurt gegangen waren, und glaubten die Zeit als günstig beurteilen zu können, um die Reichsreg ie- run g im Schlosse auszuheben. Schon unterwegs wurden einzelne Flüchtlinge von den Landesjägern sestgenommen: dem größten Teil gelang es aber, die Wache am Schlosse zu entwaffnen und sich in der Kaserne in den Besitz von Waffen zu setzen. Vor dem Schlosse entspann sich ein F e u e r g e f e ch t. Durch die Geistesgegenwart eines Wachhabenden wurden die Tore geschlossen und Hilfe herbeigerufen. Nach einem kurzen Feuergefecht wurde der größere Teil der Entwichenen wieder feft- genommen.
Eifenbahnerausstand in Jena.
Berlin, 19. Juni. (Wolff.) Die „Vossische Zeitung" nreldet aus Weimars Während in Erfurt die Wiederherftellung geregelter Verhältnisse nach dem Einrücken der Truppen des Generals Märcker glatt vor sich ging- traten in Jena, das sich immer mehr zum Hauptsitz des Radikalismus in Thüringen entwickelt, die Eisenbahnerin den Aus st and. Der Verkehr auf der Saalbahn, d. h. der Verkehr Berlin—München über Probstzella ruht. Eine Abordnung der Eisenbahner verhandelt in Weimar mit dem preußischen Ministerpräsidenten Hirsch und dem Eisenbahnminister Oeser.
Arrr Hessen.
Außerdem hat das Haus wie die anderen keine, Nachbarort zur Duldung des außerehelichen Bei- Kamine. Tie ganze Einrichtung des Hauses und | Mass genötigt zu hat “* die Anlage der Räume ist derart, daß es sich nur unter Ausschluß
Infolge Maschinen defekt auf dem Pumpwerk Queckborn fiel gestern die große Fördermaschine auf einige Stunden aus, wodurch die Wassergewinnung eine ganz empfindliche Einbuße erlitten hat und die vorhandene Heine Wasserreserve angegriffen werden mußte. Da trotz der Ermahnungen der Wasserverbrauch nicht zurückgegangen ist,wer- >en Störungen in der Wasserver- orgung unausbleiblich sein. Die Bevölkerung wird daher wiederholt auf das dringendste gebeten, mit dem Wasser in der nächsten Zeit recht sparsam umzugehen.
Die Ausfuhrgenehmigung für Ziegen.
Gemäß Verfügung des Landes-Ernährungsamtes wird nunmehr die Ausfuhrgenehmigung für Ziegen, Böcke und Ziegenlämmer von den Kreisziegenzuchtvereinen in Oberhessen erteilt. Anträge auf Ausfuhr von Ziegen usw. sind also nicht mehr bei dem Oberhess. Viehhandelsverband, sondern bei den Kreisziegenzuchtvereinen des Kreises, aus welchem das Tier ausgeführt werden soll, zu stellen. Für den Antrag ist ein Formular zu benutzen, das von den Kreisziegenzuchtvereinen erhältlich ist. Auf der Rückseite dieses Formulars muß vom Wirtschaftsausschuß der Gemeinde bescheinigt sein, daß das auszuführende Tier zu Nutz- oder Zuchtzwecken Verwendung findet. Dem Antrag ist eine amtlich beglaubigte Bescheinigung des Käufers beizu- sügen, daß dieser das zu erwerbende Tier zu genanntem Zweck benötigt. Die einschränkenden Bestimmungen für die Ausfuhr von Ziegen, wonach diese nur in dem Maße gestattet wird, wie sie in der Zeit vor dem Kriege ev- folgte, bleiben nach wie vor bestehen. Die Ausfuhr darf nicht einen Umfang annehmen, daß die an sich schon sehr knappe Milckiversorgung nicht noch weiter beeinträchtigt wird.
SebentmitteL
** Lebensmittel karten. Die am 20. und 21. d. Mts. zur Ausgabe gelangten Zucker- und Nährmittelkarten sind bis spätestens 28. Juni einer Verkaufsstelle zur Eintragung ihrer Firma und Abtrennung te3 Kontrollabschnittes vorzulegen.
** Gemüsekonserven kommen in verschiedenen Kleinhandelsgeschäften ab 23. Ium zum Verkauf. Näheres siehe Bekanntmachung.
** Seefische. Die in Aussicht gestellte Seefischsendung wird voraussichtlich erst nächfte Woche zur Verteilung gelangen.
** Bunkdirektor Heichelheim t. lieber dreihundert Personen aus allen Bevölkerungsschichten gaben dem Verstorbenen gestern nachmittag das letzte Geleit. In seiner Gedächtnisrede ßchilterte Rabbiner Dr. Sander den (Äitwick- Ürngsgang, die geschäftlichen Eignungen und Fähigkeiten, sowie das Familienleben des Verstorbenen. Am Grabe sprachen dann Direktor Wol - fensPerger von der Mitteldeutschen Kreditbank Frankfurt im Namen des Aussichtsrats und der Gesamtdirektion, dann Direklvr Grießbauer für die Direktion und die gesamten Angestellten der Filiale Gießen und der von ihr abhängigen acht Niederlassungen. Weitere Worte des Abschieds sprachen Beigeordneter Krenzien, Professor Dr. Ebel im Namen der demokrattschen Partei uttö demokratischen Fraktion des Stadthauses sowie für die Lesehalle, Fabrikant Bindewald smach für die Loge Ludwig zur Treue und toebmete dem Verblichenen die üblichen drei Rosen. Den Beschluß bildete Uhrmacher Marx für den Verein der 50er.
( ** Entlassungsanzug. Die Reichsregierung hat den in der Zett vom 1. Juli 1916 bis 9. November 1918 mit Versorgungsberechti- gung entlassenen Kriegsbeschädiaten mit dinem Einkommen von weniger als 3000 Mark einen EntlasfungsanWg bewilligt. Sämtliche Kriegsbeschädigte, die hiernach Anspruch ans einen Entlassungsanzug Haban, haben alsbald einen schriftlichen Anttag beim Bezirkskommando einzureichen. Siehe Bekanntmachung.
** Das Schwurgericht in Gießen verhandelte, am SÄontag die Dem Staatsanwalt Sxiiner vertretene Anklage gegen den Besenbinder Daniel Keßler in Gießen, der von Rechtsan- twalt Raab verteidigt wurde. Der Augeklagte, ein 33jähriger, mehrfach, insbesondere auch wegen Sill- lichkeitsverbreckM mit erheblichen Strafen vorbestrafter Mensch, war beschuldigt worden, am 24. März 1919 im Gießener Stadtwald durch Gewalt und durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leih oder Lehen iebte Frauensperson gps äjm
tben. Die Verhandlung fand _____ , , _ der Öffentlichkeit tatt. Das Urteil 'lautete, nachdem die Frage nach mildernden Umstanden wemeint worden war.
Die Tagesordnung der Volkskammer.
rm. Darmstadt, 18. Juni. Soeben ist die Tagesordnung für die am Dienstag den 1. Juli einberufene Volkskammer sitzung erschienen. Es stehen 25 Punkte, Regierungsvorlagen, Anträge, Anfragen und Vorstellungen zur Beratung. Eine vierzehntägige Verhandlungsdauer ist vorgesehen, roenn nicht andere Umstände die Verhältnisse ändern. Der von dem Mg. Schildbach erstattete Bericht des 5. .(Sonder-) Ausschusses über die Regierungsvorlage betr. die Förderung des Wohnungswesens, ist im Truck crfdyiencn. Der Ausschuß stimmt der Vorlage im ganzen zu, ersucht aber die Regierung, bei der Reichsregierung auf einen anderen Ver- tettungsmodus der Reichsmittel hinzuwirken, da die Zugrundelegung der Bevölkerungsziffer zu schematisch wirke. Ter Ausschuß ist ferner für die Beseitigung aller Stempelabgaben und Gebühren für gerichtliche Handlungen. Endlich empfiehlt der Ausschuß der Regierung, für den Wvhnmigsauf- sichtsdienst auch Frauen zuzuziehen. Ter Volkskammer ist ferner eine Regierungsvorlage betr. die Aufnahme langfristiger Darlehen zu . Zins- und Tilgungsbedingungen ^gegangen, die der Lage des Gewmarktes entsprechen. Em dringlicher Antrag Dorsch zum Landgesetz fordert, daß der Staat im Interesse der Siedelung die Kosten trage, ferner, daß die Beschwerdefrist gegen eine Strafbestimmung nicht eine, sondern zwei Wochen betrage; auch die Beschsverdefristen gegen eine Entscheidung des Larrdamtmmmes, wie des Landsiede- lungsamtes soll sich auf 14 Tage erstrecken. Auch bei der Enteignung sollen andere Grundsätze gelten.
Der Finanzausschuß der Volkskammer fetzte am Mittwoch seine Beratungen fort und erledigte eine ganze Reihe von Vorstellungen von Beamten und Pensionären aller Art, betr. ihre Geleits- oder Anstellungsverhältnisse. Auch der Anttag Scherer und Genossen, bett, fteuerlicbe Erleichterungen, ist in seinem ersten Teil durch die Genehmigung des Antrages Eißnert, betr. Freilassung ter Vermögen bis 900 Mk., erledigt, der zwette Teil geht an die Regierung. Ter Antrag Eißnert und Genossen, betr. die Gewährung eines Bettages von 30 00Q Mk, für die Erholungsaufenthalte der Kinder der Stadt Dffenbarft, wird abgelehnt, dagegen soll die Regierung ersucht werden, zu prüfen, ob sie nicht Mtttel berettftellen kann für die Kinder aller Städte und ob es sich nicht durch eine planmäßige Organisation ermöglichen läßt, die notwendigen Mtttel auf privatem Wege aufzubringen. Ein Antrag tz a t t e m e r, betr. die Steuerfreiheit von Kriegertmtwen uftn, wird der Regierung zu wohlwollender Prüfung empfvhS.cn. Der Ausschuß vertagte sich dann auf unbestimmte Zett. __________________ _
Arrr Stadt rrnd Land.
Gießen, den 20. Juni 1919.
Die Frage der Wohnungsnot.
Tie Frage der Wphimngsnot bringt hnmer gebieten) eher auf eine schnelle Lösung hin imt> es ist daher zu begrüßen, wenn aus den Streifen ber Bevölkerung selbst Vorschläge gemacht werden, die zu einer Benenmg bei tragen können.
Ern solcher Vorschlag, der uns zugttig, wäre der Ansicht, daß vier Bauten der Heil- und Pflegeanstalt 3U Wohnungen hergerichtet werden könnten. Wir haben die Anregung zur Nachprüfung -an das städt. Wohnungsamt toeiter gegeben, das uns nachstehende Auskunft ber Direktion ber Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt übermittelt.
Don den erwähnten 4 Bauten ist Männer 5 als Lazarett noch mit kranken Soldaten und bergt belegt und kann in absehbarer Zeit nicht geräumt werden, weil die Anstalt sich der Heeresverwaltung gegenüber noch für längere Zeit zur Stellung von 100 Betten für nerven- und geisteskranke Soldaten, Kriegsgefangene usw. verpflichtet hat, und bei der Rückkehr unserer Gefangenen wieder ein größerer Zugang von Kranken zu ettvarten ist.
Männer 4 und Frauen 4 sind von ber Regierung zur Belegung mit nervenkranken Männern unb Frauen in Aussicht genommen; es schweben darüber schon Verhandlungen mit den interessierten Kassen.
Es bliebe also nur noch Frauen 5, das in ber Mitte ber Anstalt gelegen, abgesehen von allem anderen seiner Lage wegen zu Familienwohnungen sehr ungeeignet ist unb zu fortbauernben Beschwerden der gesunden Inhaber und der ganz nahe «ftergebrachttL (MttftowfcÄ fühun müte
Kosten unb zur steten gegenseitigen Belästigung der betreffenden Inhaber zu Familienwohnungen einrichten ließe.
Uebrigens sind die erwähnten Häuser erst im letzten Winter zur Ersparnis an Personal, Heizung und Beleuchtung geräumt und stttlgelegt worben. Tie Kranken mußten zu bem Zweck in ben unteren Häusern recht zusammengebrängt werten, unb es ist hote Zett, baß sie wieder in menschenwürdigere Verhältnisse und weiter auteinantergelegt werden, damit sie sich nicht gegenseitig stören und belästigen. Zudem hat die Tuberkulose der Lungen und Trüsen infolge der Unterernährung wahrend des Krieges leider in bedenklicher Weise unter den Insassen ter Anstalten angenommen und erfordert die Einrichtung besonderer Abteilungen für Tuberkulöse, wodurch auch wieder mehr Räume gebraucht i verteil. .
Ans all diesen Gründen kann einer Verwendung ter 4 Gebäude zu Familienwohmmgen nicht näher getreten werten.
Tas Hessische LandeS-Arbeits- und Wirt- chastsamt hat die Oberbürgermeister der Städte Offenbach uni) Gießen, ferner die (Bürgermeistereien ter Landgemeinden im unbesetzten Tett des Kreises Tarmstodt, fonrie bie Bürgermeistereien Gernsheim, Klem-Rohrheim unb Rüsselsheim ermächtigt, bigotte Anordnungen auf die Tauer bis spätestens zum 15. Januar 1920 zu treffen:
1. eine Uebertaffung von Wohnraumen an Personen, bie von auswärts zuziehen, ohne Zu- stimmimg des Mieteinigungsamtes zu ver-
duf 8 Jahre Zuchthaus, auf die zwei Monade ter Untersuchungshaft in Anrechnung gebracht werden, ferner au f Aberkennung ter bürgerlichen Ehrenrechte auf die.Dauer von 10 Jahren, unter Verurteilung in die Kosten des Verfahrens.
** Zugänderung. Vom 1. Juli ab wirb ter Aufentfalt der Schnellzüge D 175 Frankfurt ab 12.48 nachm. unb D 176 Frankfurt an 3.04 nachmittags in Butzbach aufgehoben. Vom gleichen Tage ab wirb ein neuer Werktagsperfonenzug Nr. 711 Frankfurt H. ab 8.20 nachm., Friedberg an 9.36 Nachm. neu eingelegt.
** Orgelkonzert. Zu dem im 'heutigen Inserat angezeigten Orgelkonzert" fei mitgeteilt, daß A. Wieder in letzter Zeit in veffchietenen anderen Städten .ähnliche Konzerte mit großem Erfolg gegeben.hat. Heber ein Konzert in Biele- eld schreibt ber B. Generalanzeiger: „W. zeigte ich aut ter „Königin ber Instrumente" als tüchtiger Künstler, ter alle betonteren Schwierigkeiten des Qrgelspiels unb die Geheimnisse ber Re- fistrierkunst beherrscht, makellose Technik mit ver- täudnisvoller Phrasierung unb klarem lichtvollen Vortrag oetbintet.
** Preu ß. -Süddeutsche Klassen- lvtterie. Trotz aller polnischen Umwälzungen st die Pttuß.-Süddcutsche Klassenlotterie bisher tets ohne Störung burchgeführt worden unb wirb auch für die Folge ebenso weiter ausgespielt werden. Tie Ziehung 1 Klasse ber 14. (240.) Lotterie findet am 15. unb 16 Juli ds. Js. statt. Tie Erneuerungslose liegen von jetzt ab bei den zuständigen Einnehmern zum Abhoien bereit. Die Linsatzgew.imie ter abgelaufenen Lotterie werden ofort ausbezahlt, die größeren Gewinne nach Er- cheinen ter amtlichen Liste, also etwa vom 20. >s. Mts ab.
** Der diesjährige Seebäder fahr- plan des Norteeutschen Lloyd ist jetzt erschienen. Der Fahrplan enthält Angaben über die regelmäßigen Verbindungen nach Wangerooge und über Fahrten nach Helgoland sowie über die Fahrpreise. Daneben ist noch ein besonderer Fahrplan, für die 'Fahrten tiuf ter Unterweser nach Wangerooge, Helgoland und in See herausgegeben. Die Druck- Sachen find erhältlich ffei den Vertretungen des viorddeutschen Lloyd.
** Haltestellen ber Straßenbahn. Zu unserem Berichte über bie Stadtverordneten- versammlung teilt uns Herr Stabtv. Kling berichtigend mit, baß er in ter Marburger Straße Sine Haltestelle beantragte und zwar die bei C. Jekel, die während des Krieges aufgehoben wor- worten war.
** EineOrts gruppe Krregs beschädig te r, welche sich dem freien fassischen Landesverband Kriegsbeschädigter unb Megshinterblie- bener bezw .dem Einheitsverband der Kriegsbeschädigten Deutschlands — Sitz Leipzig — an- Moß, bildete sich am 18. Juni in Gießen. Die Bereinigung bezweckt auf streng parteipvli.isch uno konfessionell neutraler Grundlage die wirtschaftliche Sicherstellung ihrer Mitglieder. Ter vorläufige Vorsitz liegt in Händen des Kameraden Möll, Stcinstt. 186 I, an den Anmeldungen von nur wirklich Kriegsbeschädigten — nicht auch ehe- htaligen Kriegsteilnehmern — zu richten sind.
** Rudersport. Bei ter Grund ft ein- legungdesneuenBootshauses des Vereins Mdersport sprach Universitätssekretär Erle für Pen Turnverein von 184 6 und nicht wie berichtet, für den Männerturnverein.
** Irn Lichtspielhaus inerten von morgen bis einschließlich Montag bas Tetektivschau- spiel „Ter Stier von Salandha" mtt Stuart Webbs in der Hauptrolle und das dreiaktige Lustspiel „Wenn der Bräutigam mtt ter Braut?" aufgeführt.
Landkreis Gießen.
u. Heuchelheim, 19. Juni. Ter älteste Sohn der Familie Ludw. Lenz III. geriet in den Buderus'schcn Werken zu Wetzlar, wo er als' Arbeiter beschäftigt war, zwischen die Puffer, zweier Eisenbahnwagen, die i'lM den Brustkorb eindrück- ten unb feinen sofortigen Todher beiführten.
-m. Lich, 19. Juni. Auf ber Kleinbahn- Ne ben strecke Lich—Butzbach und Lich—Grün- berg war gestern Infolge S tre i k s des Perfonals der gesamte Betrieb eingestellt, so daß keine Züge Nach diesen Richtungen verkehrten. Welcher Art die Forderungen waren und ob sie beigclegt wurden, gönnte bisher nicht ermittelt werden. Heute früh ist der Betrieb wieder auf genommen worden und die Züge verkehren wie vorher.
kl. Lollar, 20. Juni. Ter im November 1913 unter dem Vorsitz von Kaufmann Hugo Hoos gegründete Stenographenverein „Gabelsberger", dessen Tättgkeit mit Ausbruch des Krieges durch Einberufung ber meisten Mitglieder zum Heeresdienst lahmgelegt warte, nimmt nunmehr seine Arbeit wieder auf. Der damals nach einem Ansängerkursus erstandene junge Verein hat bereits schöne Erfolge aufzuweisen. So beteiligte er sich mit zehn Mitgliedern an dem Bezirkswettschreiben im Mai 1914 in Schotten. Zehn erste Preise imb ein .Ehrenpreis konnte der Verein mtt nach Hause nehmen. Aus Grund dieser guten Leistungen würde dem jungen Verein das Herbstwetlschreiben 1914 jugeteilt, das jedoch durch Ausbruch des Krieges nicht ftattfinden konnte. Der Verein gehört dem Verband Gießen an. Gleichzeitig beginnt ein Ansängerkurfus. Ter Besuch dieses Ansängerkurstts kann mir empfohlen werten, da ein merklicher Mangel an Stenographen besteht.
r. Londorf, 18. Juni Einem vierjährigen Bedürfnis ist jetzt dadurch vbaeholfen, daß sich wieder ein Arzt hier niedergelassen hat.
x W ies.eck, 18. Juni. Tre diesjährige Anbau- und Ernteflächenerhebung ergab folgende Zahlen, wobei die von 1918 eingeklam- meit find: Auster gesamten bewirtschafteten Fläck-e im lfiefigen Flirrbezirk von 1113 ha 80 a Winterweizen 9 ha 95 a (10 ha 78,5 a), Sommerweizen 19 a (112,50 a), Winterroggen 85 ha 8 a (71 ha 20 a), Wintergerste 1 ha 13 a (96 a), Sommergerste 2 ha 78 a (3 ha 99,84 a), Gemenge aus diesen Getteitearten 20 a (28 a), Hafer 51 ha 79 a (52 ha 14,49 a), .sonstige Getteitearten (Buchtreizen, Hirse) 8 a (3 a), .Erbsen und Peluschken 6 a (17 a), Hülfenftüchte zur Grünfuttergewinnuing 5 a (v0 a), Raps und Ziübsen 5 ha 45 a (5 ha 43,5 a), Frühkartoffeln 0 (10 a), Spätkartoffeln 57 ha 38 a (71 ha 85,37 a), Zuckerrüben 1 a (20 a), Runkel- (Futter-) Rüben 59 ha 76 a (54 ha 94,95 a), Kohlrüben 17 a (33 a), Weißkohl 2 a (9 ha 50 a), sonstige Kohlarten 33 a (19 a), Bivicbctn 0 (1 a), sonftiae Gemüsearten 4 a (22,02 a), Mee aller Art 46 ha 52 a (40 ha 884Q2 a), Lm«UL Z2 a (1 cha 64 a), sonstige
nicht mehr ausrcicht.
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ber Schutzimpfung unterstehen.
fn. Rinteln, 19. Juni. Ein 12jährij tSchulmübchen aus Essen a. b. Ruhr wollte einem Teich ein Schaf tvaschen, geriet in ein A serloch, ging unter unb ertrank. Der gleicham Sohn tes Gutsbesitzers Schäfer, bei tem das I {Jener Kind zur Sommerfrische weilte, wollte! Gespielin retten, wurde aber von ihr mit in Tiefe gerissen und ertrank auch Der sodann Auftegung Herbeispringente Gutsbesitzer Scho welcher die beiten Kinder retten wollte, nui dieses ebenfalls mit dem Leben bezahlen. •
Rechnungsjahr 1917 ein Ueberschuß v 664 314,82 Mk. erzielt worden ist, ter ter sammlung zum Ausgleich von Fehlbeträgen ü wiesen wurde. Im Rechnungsjahr 1918 wird Ueberschuß auf 677 300 Mk. geschätzt. Der Bor schlag .für 1919 zeigt, daß die finanziellen forberungen an die Stadt in außerordentlich Maße gestiegen sind. Zum Ausgleich von nahmen und Ausgaben find an Steuern 3 664
Futterpflanzen 91 a (50 a); die nichtbcstellte Dcky. lache erhöhte sidj von 1 ha 48 a auf 2 ha 17 Von den Wiefen find 58 ha 78 a Bewässerung wieM, 274 ha 92 a andere Wiesen.
Starkenburg und Rheinhessen.
dt. Auerbach, 19. Juni. Hauptlehrer Siii| eierte am Sonntag fein bOjähriges Dienstjubilui^ hl. Heppenheim, 18. Juni. Tas teuer» Anwesen an der Bergstraße dürfte dieser Tage bid verkauft worden sein. Es ist dies der Herrschaflz itz vom Rentner und Schiffsbaudirektor a. H Steinicke auf dem Maiberg hier, das um den sch hohen Preis von 260 000 Mk. an den Freien von Biel in Zierow, Rittmeister d. R., verkauj wurde.
og. Isenburg, 18. Juni. Von Jsenburi toanberten täglich viele Sinter ins besetzte Geb« nach Langen, um allerhanb Nahrungsmittel hq Überzuschmuggeln. Die Klemen konnten vielsuj ungehindert passieren, am Samstag wurden abt nicht weniger wie fünfzig Kinder von ben suy zösischen Grenzwächtern angehalten, Gelb uä Nahrungsmittel würben ihnen abgenommen. einem Fall leisteten sie einen sehr gefühlsrobz Streich. Ein Junge, ber mit Schmalz an gefalle worben war, wurde von ihnen in die Sonne g, teilt, bann legte man ihm das Schmalzpaket a< ben Kopf und mußte ber Junge so lange auä harren, bis das Schmalz geschmolzen war und ü Fettbrühe ihm über Gesicht und Kleidung rönnen war.
Hessen-Nassau.
— Frankfurt a. M., 19. Juni. SöeJ mittag erfolgte an der Haltestelle Obereschbach bl Homburger Lokalbahn ein folgenschwerer 8l ammenstoß zwischen einem Bierautomobil in einem elekttischen Sttaßenbahnwagen. ( Bei Fahrzeuge, die mtt voller Wucht sich inemanbi rannten, wurden zertrümmert. Sechs Fahl gäste erlitten derart erhebliche Der le hin gen, baß sie tem Homburger Krankenhause u geführt werten mußten. Die Fülxrer beider Fah zeuge trugen schwere Nervenerschütterungen dav« mr. Frankfurt a. M., 19. Ium. Jnfvl, Stockung der Kohlenzufill-r, verursacht bui ranzösischeSchiffsbrückenbautena Intermain, ist die Gasversorgung der Ctt auf das schwerste gefährdet, so daß vom morgig Fveitag ab wieder verschärfte Sperrstunden es geführt werten müssen.
nr. Frankfurt (Kreis Höchstt, 19. Tie Franzosen richten in ter hiesigen legeren Gemarkung einen Flugplatz ein, ter n weniger als >350 Morgen umfaßt. Das Gela wird unmittelbar noch der Ernte in BemH genommen.
Alvche unb Schule.
rankfurt a. M., 19. Juni. 3i Mgerlichm mck regen sich viele Stimmen ii V l md vm der Itobihaten gewählt.
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pvilkhardss hMMKlvck toinb WwUvählt^ voi K?en eintrat, um dem Zerfallen der Kirche vor-
Hupfeid's Privat-Hotel“
Stallung. - Autohalle.
entgegengenommen.
Unterrichtsgeld Mk. 4.—
Rex-Gläser u. Apparate die besten
Vor Nachahmungen wird gewarnt.
„Hupfeid's Diele“
Täglich abends: Erstklass. musikal. Darbietungen.
Nachmittagstee uyoay Konzert
„Hupfeid's Weinstuben“
nm. abds.
vm.
Bischof führen. Ob ein Zusammenschluß der ngelischen Landeskirchen kommen wird, ist zwei-
ttocken, warm, nachts bedeckt.
20.6.: 18.5°.
20. 6.: U2?.\
19. 6.
19.6.
20. 6.
icn a. d. Ahr *
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Kirche. Gegen 2l/2 Uhr wurden die sel)r an» nben Verhandlungen geschlossen.
Vie rrommunaiwühlen.
taograpb-toiipg War.
Am 26. Juni 1919 beginnt ein neuer Anfängerkursus für System Gabelsberger. Der Unterricht wird durch staatlich geprüfte Lehrer erteilt und findet in der Schule statt Anmeldungen werden im Vereinslokale (Gastwirt Schwalm) und bei Beginn des Unterrichts
ReichSwehr-RegimeutS 36. Ola09<
Seitöh»ter n. vornehmster AssDngsort. Tagt. Biesen»
** sNelapparat.
Kßfizer! - Gesang - Ballmnsik
Gelegenheitstänzchen.
-Wang der Einzelgemeirtde unter ___________ -ält er für sehr bedenklich. Wei- sprach-n nach Prof. Brett- Marburg, Pfarrer 6ti|( grpel - Lißberg, der u. a. verlangte Reforni des tologischn Studiums, Abschaffung der histo- r ' [tot Ausbildung, mehr Religion, weniger Theo- ie. Prof. D. Krüger weist die Verquickung von clogischer Wissenschaft und Frömmigkeit entschic-
Lingesandr.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Reaktion beul Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Ein erregter Vorfall in der Siechenanstalt.
Am Samstag hatten die Insassen des Laza- rette Siechenanstalt Anlaß, sich über mangelhaft zttbereitetes und kärglich bemessenes Essen zu beschweren. Wir hatten den Inspektor der Verpfle- gungsabteilung, namens Freitag, gebeten, dasEssen selbst zu begutachten, welck-er seststellen mußte, die Beschwerde berechtigt war. Der Verwalter mußte leider gezwungen werden, 'sich von dem Zustand des Essens zu überzeugen. Während der Ausern- «Übersetzungen nahm die Köchin, Frau Sürrurg, den Wasserschlauch und spritzte aus die Verwundeten. Der gebührende Lohn wurde ihr durch einige Kameraden zurückgezahlt. Wir erwarten, daß durch unser Einschreiten eine Besserung eiittntt.
Die Vertrauensleute der Lazarette Gießens.
e große neue Aufgabe der Kirche sein. Sie Jen nicht alle die ÜÄrche theologische Vorbil-- ig haben. Die Aufsicht über alle Pfarrer sollte
Gr. Gvaupan, Marke 60 250 Gr Teigwaren, 100 Gr. Kartoffelstarkemehl; auf die Nährmittelkarte B («ste Farbe) Matzke 48 500 Gr. Marmelade, Marke 49 -250 Gr. Grieß» 250 Gr. Haferflocken. Mtt dem 10. Julr verlieren die Marken ihre GiNtigk«t. In iochva 14 Tagen soll nochmals Marmelade zur ^Verteilung kommen und z!war 1. für brotgetveideversorgun^berechtigte Kinder 'bis zu zwölf Jahren '-(cote Karte) auf die Marke 50 der Nährmiltefrarte B, 2. für die übrige brotgetreideversorgungsberechtigte Bevölkerung (blaue Karte) aus b-te .Marke 61 der Nährmittelkarte C. Wer die auf ihn entfallende Menge zu beziehen wünscht, hat bei.einem Kleinhändler seines Wohnortes bis spätestens 23. dS. Mts. eine Bestellung aufzugeben.
Viehseuchen. Rotlauf ist in Großen-Bnseck bet «irrem notgeschlachteten Schwein des A. Hille- brocht. Schridemül)le, ,Räude unter dem Pferde- bestand des -Weißbinders Konrad Keil zu Gießen, Wridengaffe Nr. 7, festgestellt worden.
i Tie am,12. Ium 1919 wegen Schweinepest angeordnste Gehöftsperre bei Postschaffner Georg Dehus, Gießen, Krofdorftr Straße 14, ist aufgehoben, ebenso die wegen Hühnerpest angeordnete Gehöftsperre bei Gateralleutrmnt z. D. Friedrich KkingeHüfser, Gießen, Gcovg-,Mckipp-Gail^Straße Nr. 5.
Gefunden undverloren. In der Zeit vom 1.—15. Juni 1919 wurden in Gießen gefunden: 1 Halskette mit Anhänger, 1 goldener Ring, 3 Portemonnaies imit Inhalt, 2 Vorhemden, 1 Geldtasche mit Inhalt, 1 Handbeutel mit Inhalt, 1 Schere und 1 Frauen halbschuh; verloren : 1 Trauring gez. B. Sp. 10.9 11, 1 Tulauhr, in der Milte des Zifferblattes ein Totenkopf, 1 silberne Damenühr, 1 Kixderhalskette aus Bernstein^ 1 Papiergeldtasche mit 50 Mk. und einige Neisebrotmarken Inhalt und 3 Fünfzig- markscheine.
Dienstnachrichten des Kreisamtes. Das Mimsterium des Innern hat dem Preußischen Landeskriegerverband die -Erlaubnis erteilt, 5000 Lose seiner am 26. und 28. Juni t. Js. zu veranstaltenden Geldlotterie zum Zwecke der Wiederherstellung der iSSefte Coburg innerhalb des Freistaats Hessen zu vertreiben. — Ter Vertrieb der Lose 1. Klasse der 14. Preußisch-Süddeutschkn (240. Preußischen) Klassenlvtterie hat begonnen Tie Ziehung der 1. Klasse dieser Lotterie wird am 15. und 16. Juki 1919 stattfinden.
Am 14. d. Mts. hielt im Saale des Caf6 Leib in Gießen die hiesige Ortsgruppe des Reick>s--l bundes der Kriegsbeschädigten, Kriegshintervlie^! denen und ehemaliger Kriegsteilnehmer eine Mit-' aliederversammlung ab, zu der auch Nichtmitglieder eingeladen waren. U. a. erschienen auch zwei kriegsbeschädigte Unteroffiziere der Versorgungsabteilung des hiesigen Bezirkskom-, lmandos in der Absicht, über Äersorgungsange-^ legenheiten, Verabfolgung von Entlassungsanzügen!, und Auszahlung der einuraligen Zuwendung von- 50 Mk. Aufklärung zu geben. Leider konnten jedoch die beiden Herren rihr Vorhaben nicht verwirklichen, da ein Vorstandsmitglied den Antrag stellte, die beiden Unteroffiziere - aus dem Saale zu entfernen.
Dieser Vorfall war Um so bedauerlicher, da ein Anlaß hierzu gar nicht vorlag und manck)er Kriegsbeschädigte ein Interesse daran hatte, in seinen internen Fragen Auskunft von maßgebendes Stelle zu erhatten.
B W $ic JS statt. Es laden freundlichst ein ^11 vBIftute der Minenwerfer-Kompagnie KW kstkl a
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Dr. med. O. Wolf r^fK'iL p"*1 «"■
„ »o allen Kassen als Kassenarzt zu gelassen.
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it fk .»Mtte nor^ (1 Rövrchen M. 2.-1 gegen
-rrdlt, . X1,, ji! 1 Killen, Hamster u. Wühlmäuse haben stch, was
I'fy^ tfUk. Anerkennuna. beiläu glänzend bewährt.
S R""Hädl. s. L'ienschen, Hnustiere. Wild u. Ge- r‘l?,,le dro 100 qm ca. 4 Röhrchen erforderlich.
530 bei der Nationalwahl) Stimmen. Im Geaen- satz zu anderen Orten bat sich seit den Wichlen tm Januar das Verhältnis der einzelnen Parteien zueinander kaum geändett. Die Sozialdemokratie konnte ihre alte Stimmenzahl ziemlich behaupten, hat im Verhältnis zur Gesamtwahl- bsteiligung bei der Nationalversammlung sogar noch einige Stimmen gewonnen. Dafür hat sie es durch ihre Parteidisziplin aber auch in der Hand gehabt, ihre Wähler fast geschlossen zur Wahlurne zu bringen, während das Bürgerttim fast ganz das Minus zu tragen hatte, das durch, die geringere Wahlbeteiligung entstanden. Die Wahlsäumigkeit weiter Greife des Bürgertums ist nur zurückzu- führen auf das neue Wahlverfahren und die Art der Listenausstellung, mit der sich viele Wähler nicht einverstanden erklären tomticn. Das zeigten auch die vielen durch Stteichungen ungültig gewordenen Stimmzettel. Gewählt wurden am Sonntag 7 Vertreter des Bürgertums und 5 Vertreter der Arbeiterschaft und Kleinhandwerker. — Von den Gewählten gehörten Heinrich Heller und Karl Nikolaus dem bisherigen Gemeinderat bereits an. — In drei Wochen findet nun die Bürger- mei st erwähl statt. Als Kandidat wird Stadtrechner Heinrich Fuhr vorgeschlagen werden. Da er in Lich allgemein sehr beliebt ist und auch die für das Bürgermeisteramt erforderlichen Fähigkeiten besitzt, dürfte cs wohl kaum zur Aufstellung eines Gegenkandidaten kommen. — Für die Beigeordnetenwahl werden Namen von Kandidaten noch nicht genannt.
P Nieder-Stoll, 17. Juni. Hier wurden in den Gemeinderat gewählt: Karl Döring II., Hch. Reusch, Hch. Lips, Heinrich Fink, Georg Stephan II., Adam Wahl, Gg. Becker II.. Gg. Becker, V. Wähl, Karl Schäfer, SS. Ritz, Lehrer Fischer. i v
** Kaicheu, 18. Juni. Das bisherige Gemeinderatsmitglied M a r t i n wurde zum Bürgermeister gewählt.
** Langenbergheim, 18. Juni. Wahlergebnis der hiesigen GemeinderatswaU: 7 Bürgerliche und 5 Soziakdemivkraten.
** Okarben, 18. Juni. Bei der hiesigen Gemeinderatswahl wurden 5 Bürgeatiche und 7 Sozialdenvokoaten gewählt.
O Pfordt, 17. Juni. Hier wurden wiedergewählt: Heinrich Dörirrg, Drrl Schaub, Adam Möller, Karl GoWpcl, Heinrich Göbel, Adam Kreutzer, Adam Jßlei, Valentin Stephan, Heinrich Schäier; iTeugcToafjIt: Heinrich Ritz, Heimlich Rockel, Heinrich Schmier IH.
'** Stammheim, 18. Juni. Don 436 Wahlberechtigten nwtybat 401 von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Für die Sozialdemokraten wurden 205 und für die Bauern 196 Stimmen abgegeben. Es sind mithin vE jeder Partei 6 GememderÄe gewäUt.
^Schlitz, 17. Juni. Bei der Gememderats- wahl standen sich, drei poliläsche .Parteien im Wahlkampf gegenüber. Von 1630 Wahtberechttgten macksten 1141 von ihrem Wahlrecht Gebrauch 311 meniger als bei der Wahl zur Nationalversammlung. Es erhielten: Deutsche (liberale) Boskspavtci 503, Deutsche demokratische Partei 300, Sozial- demokratisck-e Partei 334 Stimme». Vergleicht man diese Zahlen mit der Stimmenabgabe bei der Nationalwahl, üo hat die Sozialdemokratie einen starken Stimmenrückgar^ zu verzeickMen, während die Deutsche Volkspartei und die Demokraten trotz der geringen Wahlbeteiligung einen beträchtlichen Vorsprung errangen Es wurden bei der Nationalwahl abgegeben für die Sozialdemokratie 736, für ixe Demokraten 206, für bte Deutsche Bolkspürtri 335 Stimmen, wobei allerdäugs in Acchnrmg zu ziehen! ist, daß die Teutsck-e VdlKpMTtzei die 163 Stimmen der Teutsck^Natronak« Botkspartei und die 17 Zentrumsstrmmen der Natvmdkwayl bei der Gemeinderatswahl jetzt in der Meh-rheit «haltan haben dürfte. Gewählt wurdau bei der Gemeinderatswahl: 6 Deutsck>e Bolkshvarteiler, 3 Demokraten und 3 Soziakremokmrten. Das Bürgertum hat so mit 9 Sitzen einen vollen Sieg über die Sozialdemokratie davon getragen, die bei der Nationalwahl noch über die HMte der abgegebenen Stimmen auf sich Dereärigte. Die Sozialdemokratie hatte es, nach dem mit dem bürgerlrchen Parteien getroffenen Abkommen, zur' Wahrung des > Gc- meindefriedens unterlassen, irgsndwelch Agitation^ zu entfalten. Als am Abend vor der Wahl in einer vom sozialdemokratischen Wahlverrin einbe* rufenen öffenttichen Versammlung, in der der Volkskammevabgevrdotete ^aul-Offenl>ach über „Die Ausgaben im neuen Teutlchland" sprach ein Nicht- mitglied der Partei das Abkommen zu luirckchrechm suchte, wies der Versammlimgsleiter diese Art der Werbung zurück. Nach bürgerlichen Berufen sind im neuen Gemeinderat vertreten: 2 Fabrikanten, 1 Lehrer, 1 Arzt, 3 Landwirte, 1 Kaufmann, ein Gastwirt, 1 Handwerker, 2 Arbeiter. — Die Bürgermeisterwahl findet am 29. Juni statt.
i’tm. Laboratorium „CclaS", Berlin W 9.
11 wi 0k-' -'i'oi‘i^er-,llcralt,crlTelcr '• Oberhessen, Hessen-Nassau, X E ^nmstadu Paul SoanU?, Frankfurt
Musikanten weg 5. 7360sl
cupschissahn.
Höhenretord.
Berlin, 18. Juni. (Priv.-Tel.) Dem „Soty Anz." wird aus München gemeldet: Oberleutnant Tiemer schlug den 9300 Meter betragenden deutschen Höhenrekord.im Flu^ug. Tiemer flieg am 17. Juni.früh betxparem Wetter von Oberwiesenfeld bei München auf.
werden täglich mit
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Neuenrade i.Westf. Nr.107
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m ** Beuern, <19. Juni Svmttag den 22.
BSimi findet die hiesige Bürgermeisterwahl statt. W' Gegenkandidat ist Philipp Sommerlad VI.
\ ^stellt worden. »
£ x mcmili Burkhardsfelden, 19. Juni. Bei der ^Mi«inderatswahl wurden fünf Arbeiter und sieben .ü1:(T , rrIe5iOTC»vittc gewälilt: von den Landwirten Christian ßlti, Johannes Brück VI., Theodor Schepp, Hein- ue -Mnr beiier Müller, Karl Mohr, Friedrich Leutner, Joh.
^d1 inSun9en Brück; von der Arbeiterschaft Hrch. Menz, ■J'191 omn. JM.kollarbeitcr, Heinrich Fabel, Weißbinder, Wil- utt. verupacht £>aaS, Taglöhner, Theodor Döring, Berg- öoruaenbautenha^ uno Karl Baiser, Zigarrenmacher. — Für u n9 deiriie Bürgermeisteroahl haben sich die Beteiligten y® wm nurgsyf Den Landwirt Heinrich Häuser III., früher WW Lperriümt«! Wcstermeister, geeinigt.
♦* Beienheim, 18. Juni. Friedrich M., 19. Juni. JutzLönwolf wurde zum Bürgernreister gewälstt. n rweiies gutei Hei ** Bauernheim, 18. Juni. Infolge Vcr- Ksnder errichtet Mxrrung wurden kampflos 6 bürgerliche und 6 -heim" für dlejc ^ialdemvkratische Gemcinderäte geiväW.
** Düdelsheim, 18. Juni. Bon der Liste a. M., 19. Juni ja Bürgerlichen wurden 2, von der Liste der sich viele Stimmer. Lauern 4 und von der Liste der Sozialdemiokvaten ens unter Protest H Landidaten getuahlt.
iiell von allen Parin "Dortelweil, 18. Juni. Von der bür- hgchaltene BrrsamiÄlllichen Liste wurden 5, von der sotzialdemokro- beö Orders aus. kjch.ir Liste 7 Gemeinderäte gewählt.
L..;..:;.: lCrainfeld, 19. Juni. Zur Gemeinde- f Bertvaltung ust «tts wähl wurde nur ein Vorschlag cingcnML vljV,i daß sich die Wahlhandlung erübrigte. An dem ein llckrschutz Mu Bürgernreister bestimmten Termin zur An- Achne und Unterzeichnung waren sämtlrche Ge- Mlste bis auf M Stern erschienen, für den ein i dtzohmann ernannt wurde. Stern, der nachträglich ciM nntertorciben wollte, legte beim Kreisamt
Aur dem Amtrverlündigunysblatt.
Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 45 vom 19. Juni enthält: Verordnung über bie Aufhebung der Verordnung über den Handel mit Gänsen. Vom 31. Mai 1919. — Bekanntmachung über Funkengerät aus Heeres- imb Marinebestän- ben. — ^Gemeindewalsten. — Schutz der Mieter. — Gebühren für Bohrungen der Geologischen Landesanstalt. — Voranschlag des Zentral lirchen- fonds; 'hier: Aufstellung der Besvldungs- noten. — . Verbrauchsregelung der in die öffeittliche Bewirtschaftung ^genommenen Nährmittel ; hier: < 1. Bezug der bestellten Nährmittel, 2. Bestellung von .Marmelade — Rotlauf. — Müde. — «Schweineseuche — Hühnerpest. — Gesunden und verloren. — Tienstnachrichten des Krrisomtrs.
Die Verordnung über den Handel mit Gänsen in der Fassung der Beianntmach- img vom 2. Mai 1918 tritt außer Kraft.
Für Bohrungen, die von der Geologischen Landesanstalt für nichtstaatliche Justttute, Städte, Gemeiichen und Private vorgenommen werden, ist vom 1. Ium an an Stelle der bisherigen Gebühr pon 12 Mk. eine solche von 18 Mk. für jeden Tag fru entrichten. Außerdem haben die Interessenten die für die Bohrarbeiten erforderlichen Arbeiter auf ihre Kosten zu stelle:!. Sie müssen auch die Kosten des Transportes des Bvhraptzavttt.'s trogen. Für die Ueberlassung des Bohrzeugs bis zum Ausbau eines Brunnens be- trägt die Abnutzungsgebühr 3 Mk. täglich Dem Ermessen der Geologischen La^esanstalt bleibt es überlassen. bestimmen, ob sie in der Lage ist, Anträgen auf Vornahme von Bohrungen statt- zugeben.
Nährmittel für die Landgemeinden. Tie bet den Kleinhandelsgeschäften bestellten Waren können,Don den Bestellern vom 25. J.mi ab bezogen werden. Es entfallen: auf die Nähr- mittelkarte C (blaue Farbe) Marte 58 1000 Gr.
Airchttche Nachrichten.
Israelitische 8digionsgtntcir.be. Gottesdienst in, der Synagoge,Süd-Anlage). Samstag den 21.Juni. Vorabd.: 7,30; morg.: 8,30; abds.: 9,00 u. 9,40. — Israelitische Beligionsgescllschaft. Sabbatfeictt den 21. Juni. Freitag abd.: 8,00; Samstag Dornt.: 8,00; nnchm : 4,00; SabbatausganA 9,40. Wochengottesdienst morg.: 6,30; abds.: 7,30.'
Müllersche Badeanstalt.
Wasserwärme der Lahn am 20. Juni: 20° JEL.
Meteoroloqfschr Veobachtunge« der Station Gießen.
^iM^'Amstag den 21. Jiliii, abeilds 7 Uhr, m1 ftSet auf 6er Liebigshohe ein
gelt utW . x
b von Fehlbeträgen: mmgsjahr 1918 wir!
3 Moetzerin, sodaß die Angelegenheit vor dem
nK? in WteroMLMsausschutz ßetljanbelt werden wrrd. ...
r ^Groß-Bieberau, 18. Jurri. Hier und -^0ber-Ramstadt trugen bei der am Sonn- on tp.Tbrn gd/di stettgefundenen Gemeindevcttswatzten die Mir» a OTf Hchir tliui ai Parteien den Sieg davon.
Mo ttz Lauterbach, 17. Juni. Wüstrend von wnrnto ist Wahlberechtigten zur Nationalwahl 2368 4 «.^rinrnM Mlten, machten bei der Gemeinderatswahl nur 1 W? von ihrem Wahlrecht Gebrauch Es waren
Jun0 mnders die bürgerlichen Kreise, die sich der Wahl
VtwvW-g, , .hielten und bamit den Sozraldemokraten den '• leicht überließen. Es wählten 745 Sozial-
M lrvk °^_^, Mchraten (1154 bei der Nationalwahl) und 712 igebung 'Eia ^.Ibrrerliche (1214 bei der Nationalwahl). Es wur- rtfranfungen ® w- |urn^ g Sozialdemokraten und 7 Bürgerliche ^checke pi-l'lt. Tie Namen der Gewählten sind: Franz r fcftgcitelii ~ • * • • - —
illiM'g a^t ^.uteiiar^ Karl Hedrich, ' Georg Bloch, Konrad qe FronlrMMNM^ tritemaD), Franz Como, Georg Otterbein, Hciirr. iche EiiMhner^ - - • — ' — “ - “ “ “
Knhessen.
ML Das Wichtigste sind religiöses ßeben uiä ?■ tlichc Gaben. In der Aussprach über den Vor-
MAS" Ar-A «...» Ak. an t Landeskrrch ha melteTÄN V ' • 8t- v.-
tfT*- ist2V Adandt, Karl Finger, Johann Schorrmann, l9. 3uni. Eck " Lich, 17. Juni. Im Vergleich zu den " i Ilen anderen hessischen Orten war hier die fr ligung an den Gemeinderatswahlen sonntag verhältnismäßig noch recht gut. Von 1535 Wahlberechtigten gaben 1043 (gegen Stimmen bei der Wahl zur Nationalver-
39
69
80
19. 6.:
3amat??nlen .uriki. Prof. D. Diehl- Friedberg hält das Kinter v lDlit^n M'Iiche Aussichtsrecht des Religionsunterrickjits
2? W1 9eiübIäX U angeS® fei?
' Zunge : ** Allendorf a. d. Lahn, 19. Juni. Sonn- ^'chmobm tariJk, 22 Juni, ftndet die hiesige Bürgermeister- ät nnd £,?'£')! statt. Bei der am 1. Juni abgehaltenen Ge- lnoung i^^ratswahl hatten von fast 500 Wählern nur ihre Stimme abgegeben. Hoffentlich wird hften Sonntag die ÄeteiligpM an der Wahl
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1909
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Matthäus 24, 13. ßetC ®Ott ÜN
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Gießen, 20. Juni 1919.
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Die Beerdigung findet Samstag den 21. Juni, 3'/, Uhr nachmittags, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt und werden die Alterskollegen um recht zahlreiche Beteiligung gebeten.
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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)
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„Nein!" brüllte Ruth und stampfte mit dem
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Der Doppelgänger
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m erfolgen. Für die ersten, fünf Monate des »res 1919 liegen folgende Zahlen vor: An Nbraunkohlen wurden gefördert 158 406 To., tfauft wurden davon 45 687 To. Ein Teil fc R »Wohle wurde weiterverarbeitet oder war P weiteren Verarbeitung bestimmt. Aus den «arbeiteten Rohkohlen wurdet: neben Schwelerei- Ä»)ukten erzeugt: 2082 To. Braunkohlenbriketts, 323 Do. Naßpreßsteine. Außerdem wurden in
fien e^eugt 26 105 To. Steinpreßkohlen. Unter ' tng der aus Vormonaten übernom- ocltänbr, sowie des Absatzes und Selbft- -^uchs wäret: am Schlüsse des Monats Mai
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Weimar, 19. Juni. e ein. Schon in bet: urältesten Zeiten der Geschichte waren Religion und Volk aufs engste icklnüpst, bis im 4. Jahrhundert etwa sich die enstliche Kircke zu einer Weltkirche emporschwang uiid diele Völker unter ihre Herrschaft zwang:
wurde die Kirche zür Staatskirche. Diese ^otskirche bestand in der morgenländischen Chri- hicheit bis vor kurzem in ausgeprägtester Form; Vt Staat hatte die absolute Herrschaft über die Kirche. Wenn in Rußland die Kirche schon oft eine Befreiung von der Macht des Staates erstrebte, so gelang dies doch erst 1917 durch die Revolution; kurz darauf Tont die Kirche aber unter die noch grZhere Tpramrei des Bolschewismus. Anders war dir Entwicllung im Westen. Hier stand dem Staate nn Papsttum von vornherein ein starker Machtsaktor gegenüber. Es kam zwischen beiden zu horten Kämpfen, die schließlich in Kompromissen endeten. Beim Protestantismus liegen die Dinge feiekr anders. Hier regiert nicht eine Kirche, sondern eine Fülle von Kirchen, die sich meist Mg dem Staate anpassen und einpassen oder gar in ihm aufgingen: die evangelische Kirche foutbe zur Landeskirche. Nun gab Professor Arian einen UebeMick über die Geschichte der
icnb sehr gefährlichen Dienst erwieset: hatte. Ta hätte sie doch wenigstens anhöven köimen, waS er ihr zu sagen hatte, und hätte ihm tncht ans beleidigende Weise bedeuten lassen dürfen, daß er im Hause ihrer Eltern nichts zu suchen habe. Sic war doch wirklich gescheit uttb hätte sich sagen müssen, daß der Räubcrhauptmann doch wahrscheinlich triftige Gründe hatte, wenn er es wagte, das Haus im Grünewald auszusuchen. Sie hätte wenigstens nach diesen Gründen fragen können Sie hätte doch —<
„Unsinn!" sagte er.
Er überlegte: -
Tas Naheliegende -mar, fern säuberlich einen langen Brief zt: schreiben und Fräulein Ruth atlseinanderzusetzen, daß.der Emil Schnepfe, det: sie für diesen Emil Schnepfe hielt, nicht derjenige Emil Schnepfe war. Taß der Freiherr von Armbruster zwar Emil Schnepfe gespielt hatte, aber dabei doch der Freiherr van Armbrüster blieb Taß die :>ernnckelte Geschichte mit einigen: guten Willen ausrinaudcrgewickelt werden konnte? Daß eine einfache Erkundigung bei dem Rittmeister von Umbach die interessantesten Ergebnisse zeitigen würde! । Taß hier das Leben nn der ei'imal bewiesen hatte, daß die getreuen Ritter schöner Tomen doch noch nicht ganz ausgestorben find'
^Quatsch!" sagte er.
Wo blieb denn die ganze schöne Romantik?
Nein, da wollte er doch lieber das Spiel noch ein we»ig weiterspielen und in seiner Tvppel- gängereigrnschast als Spitzbube vergnüglich der Dinge warten, bte ohne Zweifel kommen würden.
Vielleicht — schreibt — sie — mir! dachte er
Tiefer Gedanke war ein Beweis dafür, düß das ruhige Abwarten dem Herrn von Armbrüster doch durchaus nicht so vergnüglich war, wie n sich dos crnbildete.
(Fortsetzung folgt.)
e. Grebenhain, 18. Juni. Unser Larchs- mann Karl Hofmann, welcher als Polizeisergeant im Dienste der deutschen Kobonialverwaltung in Südwrstafrika stand, ist mit seiner Frau gangen en Sonntag hierher zurückgerehrt.
rrfwUnterricbi Mna im wahren Sinne des Wortes unmöglich jdjlufeceri. StbneQij-fri, denn zu eng sind Staat und Christentum ver- ßcher. Proiv. NH^h^n Das Staatskrrchenrum allerdings sei jetzt Bücherrevis.»«i"Lij 3um Untergang, die Kirche müsse innerlich ^MüW°l.'-Dstär:dig werdenAm Schlüsse^zog der Vor- AlkÄt Sonttcrf. uttb gibt bei oenuflt'M leiliflung sisa u.MKandenUi! 3rirnäito^|i',y -(.hmeti wfiuitbi raa deuten.
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mnung in durchaus kirchenfeindlicher Weise , ,, krchgefichri. In den protestantischen Lcuürerir, I M xMllm in bäten die Trennung bereits Tatsache ttmrbe, /• prrscht dagegen wieder die (Stimmung freund-
Rufb aber stand sehr nahe vor einem Trä- at-nguß.
Solch eine Frechheit!
’ IDrtb wem: er ihr auch zehnmal einen große»:, ■kn sehr .großen Dienst erwiesen hatte, dann «tte? er sich doch nickst in das Hm:s ihres Vaters «'Neichen: nein, das durfte er nicht? Und fetm ihm etwas an ihr lag, bamt mußte er ar- mit Riesenkraft und eiserner Beharrlichkeit ertöten, bis er die Vergangenheit gesühnt, bis »noch em neues Leben errunaen hatte und es QM wagen purste, sie 'heimzufühven, und wenn m c-iLch beide darüber weiße Haare bekommen und wenn es zwanzig Jahre dauerte —
Annahme des FriedensvertrageS. ausgenommen der Punkte, welche die Schuld am Kriege Und die Ehre der Nation berühret:, ut:d die dluslieferung Deutscher nsry.
Französische Besorgnisse wegen des deutschen Ostens.
Versailles, 20. Juni. (WTB.) „Temps schreibt: Tatsächlich ist die Kraft d.r Alliierten aut der Westfront m:widerstehl ich. Deshalb will die ungeheure Mehrheit des deutschen Volkes im Grund-«' des Herzens Frieden um jeden Preis. Aber kamt man dem: voraussehen, was nächste Woche sich an de:: Oft- und Südoftgrenzen Deutsch> lands ereignen toird trotz aller Mattigkeit des deutschen Volkes, trotz amtlicher Instruktionen an? Berlin, vielleicht sogar trotz Unterzeichnung des Friedens? Wir dürfen im Westen nichts dem Zu^ fall überlasset:. ,Ob die bisherige Hilfeleistung in Polen gcnüat. wird sich bald erweisen; inzwische । aber bleibt die Tschecl>o-Slowakei in prekärer Lage. Deutschland, Deutsch-Oesterreich und die bolscite toistischc Regierung Ungarns werfen begehrlick« Blicke auf Teile der Tsch^cho-Sloloakei. Was taten die Alliierten, um der Tschecho-Slowakei zu helfet-, wnb was tun sie, um den ungarischen Feind zu e- sticken? In Versailles spekulierte die deutsche Tclc iTation aut Streiks in Frankreich. Heute muß sito die deutsch Regiert:t:g Rechenschaft ablegen, daß diese Hoffnung vernichtet ist. Nehmen wir ihr auch die Hoffnung, die sie auf den magyarischen Bvlschk-- wisnrus fetzt. Deutschland will nur zeichnen Wort f)altcn, wenntes fühlt, daß es zwischen Hain mer und Ambos gestellt ist. Im Westen ist unter Hammer stark und >zum Losschlagen bereit. Ver- Igeffen wir nicht (ben Ambos, der sich in: Osten befindet.
Die Beilegung des Zwistes in Erfurt.
Berlin, 19. Juni. (WTB.) lieber die Bei - legung des Z to i s che n fa l le s aus der Eisen > bahndirekt:on Erfurt 'wurde zivischen dem Minister der öffenllichen Arbeiten und den 23er. tretern der Erfurter Beamten und Arbeiter eine Einigung aus folgender Grundlage erzielt: Tie an: Sonntag «als Dezernenten und als Präsiden, der Eisenbahndtrettioi: unrechtntäßig eütgesetzten Beamten und Arbeiter treten sofort öQrt tnren Postet: zurück, so daß die ordnungsmäßig bestellten Beamten ihre Aemter wieder übentebmen. Der Minister entsendet einen Kommissar nach Erfurt zur Untersuchung der erhobenen Beschwerden unb tritt bet der Reichsregierung für die Zurück« ziehtmg der Regierungstruppet: ein. Tie Ke amten-- und Arbeiterorganisationei: leisten daqe gen die Gewahr für die volle Aufrechterhaltung he^ B-etriebes und -der Ruhe und Ordnung auf der Eisenbähn.
Dir holländische Aussicht nach Deutschland.
Amsterdam, 19. Juni. (WTB. Dem Niederländischen Korvespondenzburcau Msvlge bür sen 50 ,Proz. der für die Ausfuhr bestimmtet: Mengen niederländischer Butter und Käse nach neutralen Ländern und dem unbe setzten Gebiet der Mittelmächte mit Ausnahme Ungarns ausgeführt werden. Tas .Korrespondenz- Bureau erführt weiterhin, daß die Blättermeldung, • nach welcher die Ausfuhr von Lebensmitteln aus den Niederlanden nach Teu1schlder für Deutschland bestimmten in den Niederlanden • aufgestapelten Lebensmittel' mengen aus den assoziierten Sfinbent ist auch üx:i:erhrn gestat et. Es sind jedoch hierbei Schasse rigleiten entstanden, aber nicht erster Natur.
Räumung Düuadurgs durch dir Bolschewisten.
Lo ndo n, 20. Juni. (WTB.) Das R«i- tersche Bureau erfährt: Wie verlautet, rqu- m e n die B 0 l sch e wi ft e n D ü n a b u r g. Die Litauer näherten sich der Stadt bis auf 40 Meilen.
Lebensmittelplünderungcn in Hamburg.
Hamburg, 19. Juni. (WTB.) Der Kommandant von Groß-Hamburg verhängte wegen der uberbanbnebmenben Lebensmittelplünderung e n im Freihafengebiet vom 20. Juni ab die verschärfte Hafensperre über das ae- famte Freihafengebiet. Das Umsichgreifen von Le^ bensmittelbiebstählen im Freihafen führte bereits zur Organisation von Diebesbanden, die in Stärke von 500—600 Mann sich mit Frauen und Kindern umgeben, um beim Durchbrechen der Sperre die Sicherheitsmannschaften vom Gebrauck der Waffen abzuhalten.
noch absatzfähig vorhanden: 10 858 Do. Rohkohlen, 244 To Briketts, 8059 To. Naßprcßstcine = 13161 Tv. Braunkohlen und Braun^hlelchvo- butte im Gesanttwerte von 431579 Mk.
** Der P 0ftver kehr mit Ri ga ist ausgenommen worden. Es werden dahin ebenso rote nach dem Gebiet von Lettmnd gewöhnliche und eingeschriebene offene Briessendungen! lebet Art und Zeitungen auf Gefahr Lv's Ab- 1 anders zur Beförderung angenommen. Ter Post- verkehr mit Oftgalizien ist gesperrt.
**DieLageaufdemArbeitsmarkt. stiach einer Zusammenstellung des Mitteldeutsche Arbeitsnachweis-Verbandes Hlt sich auf den: Arbeitsmarkt die Lage im Monat Mai gegen den Vormonat nur wenig geändert. Auf 100 Arbeitsuchende kamen 18 offene Stellen. Gegenwärtig beziehen :wch 9197 Personen Erwerbslosenunterstützung, 5808 Ddänner und 3389 Frauen, an die im Berichtsmonat 2 104 827 Mk. gegen 1713 840 Mark im April aus bezahlt wurde»:; die wesentlich größere Mai-Summe erklärt sich aus der Ev- Whimg der Unterstützrmgssätze. Ter cmpsind- liche Arbeitermmtgel in der Landwirtschaft wurde gedeckt. Recht ungünstige Verhältnisse herrschLN immer noch im Bau-, Sattler- und graphischen Gewerbe, sowie in der Nahrungsmittelbranche. Etwas gebessert hat sich die Lage in den kausmännisch- technifthen Berufe»: und im Gastwirtsgewerbe. Auf dem weiblichen Arbeitsmarkt hat sich die Gesamtlage weiter verschlechtert, namentlich hat die Arbeitslosigkeit der kausmälinischen Angestellte»: und der gewerblichen Arbeiterinnen zugenounnen. Kurse zur Ueberleitimg dieser Frauen in die Hauswirtschaft, wo großer Mangel an Personal herrscht, nmrben eingerichtet. 1
Landkreis Gießen.
R. Hatttenrod, 17. Jüni. Hier wurde gestern das Brotmehl durch die hiesige Mehlver- teilungsstelle verwogen. Es war derinaße»: versteinert, daß es an der Verteilungsstelle mit einem Beil aus den Säckert geschlagen und bam: in kovf- großeit Brocken an die Nichtftlbstv'ersorger verteitt wurde. Wie der Nichtselbstwersorger das verbacken soll, unb wie es seiner Gesundheit bekomme»: toirb, ist höchst zweifelhaft.
Kreis Lauterbach.
Die Sachverständigen der Reichsregierung gegen Annahme.
Weimar, 19. Juni. Die von der Reichsregierung .ernannten Sachverständigen haben am Mittwoch, ben 18. Juni in ihrer Vorbesprechung über die wirtschaftliche:: Folgen des Friedensvertrages unb die Frage seiner Unterzeichnung einstimmig folgenden Beschluß gefaßt:
Tas durch den Krieg ftnanziell, und in seiner Bevölkerungszahl sowie durch die Hungerblockade in der Arbeitsfähigkeit geschwächte Deutschland soll nach der Antwort der Entente ungezählte Milliarde«: zahlen. Tas körmte es zur Not nur dann, wen«: es sich wirtschaftlich rühren, also produzieren unb exportieren könnte. Tarin ist es aber d»»rch die von der Entente aufrecht erhaltenen Bestimmungen gehindert. Deutschland soll den Ententestaaten die uneingeschränkte Meistbegünstigung nicht nur hinsichtlich der Behandlung der Ware»:, sondern auch der Staatsa»:gchörigei: gewähre::. Tie Meistbegünstigung wird ihm selbst aber von den Ententestaaten auf mindestens fünf Jähre versagt. TeutscAand soll seinen Zolltarif in wichtigen IPunkten auf die den: Friedensschluß folgende nächste Zeit binden, .steht aber im Ausland völlig freien Zolltarifen gegenüber. Vertragliche Grundlagen für seine Rechte im internationalen Wirtschaftsverkehr fehlen so gut wie ganz. Rechte hat nur die Entente gegenüber Deutschland. Bei dieser Sachlage ist die Auflwhme von Handelsbeziehunge»: zu den Ententestaaten und der Export dorthin ausgeschlossen, denn irgendeine auf fester Grundlage aufgebaute Kalkulatwn ist kaum möglich So muß Deutschland seinen bisherige»: Markt ben Fremden überlassen, denn alle anderen Staaten werde»: Teutschlaicd aus dem Felde schlagen können. Hierdurch toird die deutsche Produktioi: und Valuta bauenü) niedergehalten. Dieses wird verschlimmert durch die gleichfalls aufrecht erhaltene Liquidatioi: des deutschen Eigentums int Ausland und die Auslieferung der deutschen Haichelsflotte, -wodurch, zwei Faktoren, die vor -den: Kriege die ZaljlungsbÜanz Deutschlands trotz passiver Handelsbilanz aktiv machten, weggefallen sind. Teutschland würde also selbst bei territorialer.Unversehrtheit nur schwer pro- duftiv arbeiten -können. Durch die gleichfalls noch nach der Ant.no rt bet Entente 'weiter geforderten territorialen Abtretungen -'wird die deutsche Er- zcugu»:g in Kohlen, ($ricn und landwirtschastlichcir Produkten über alle Maßen beschränkt. Außer den früher schon in großen Mengen aus dem Ausland bezogenen R^bstosfen müßte Deutschland auch die auf diese Weise verlöre»: gegangene»: Erzeugnisse importieren. ■ Ta ihn aber der Außen- handtt genommen -ist, ist es außerstande, diese Ec- zeugnisse zu bezahlen. Es ergibt sich also die wirtschaftliche Unmöglichkeit, die neuen Ententebedingungen zu erfüllen. Eine»: nicht erfüllbaren Friedensvertrag zu unterschreiben, verbietet die Achtung vor der Vertragstreue und vor sich selbst.
Dir Abstimmung in den Fraktionen.
Weimar, 19. Juni. (WTB.» Die Deutsch- nationale Frakt:on-der Na ionalversamm- lung hat einstimmig beschlossen, «n Friedensvertrag abz ulehnen. -Die Fraktion der Deutschen Demokratischen Parte: nahm beute abend eilte provisorische Abstimmung vor. Vo»: 65 Anwesenden stimmte»: acht bedingt unb einer unbedingt für die Unterzeichnung, die anderen dagegen.
Weimar, 19. Juni. (WTB.) Die Zentrumsfraktion der deutschen Nationalversammlung beriet am Nachmittag in einer längeren Sitzung nochmals eingebend die Stellung zum Friedensvertrag und entschied sich am Schlüsse mit Bierfünftel-Majorität für die
irettramg. Amerika machte 1787 endgültig ben Infang. Ihm folgten Englanb, Belgien (1830), tzolland (1852), Irland (1869\ Italien (1870), in ten neunziger Jahren Mexiko, Brasilien, Kuba, 1905 Frankreich, also saft ausschließlich katholische ___Äiü>er. 3efet erst greift die Bewegung auch auf ff nt llvtestantische Gebiete über. 1907 wird die Tren- Wig in Gens und Basel durchgeführt, um dann tyi-lllllll in Portugal und Rußland (1917) und endlich, I' 1918, auch in Deutschland z::r Wirklichkeit zu Bohnen mden. Diese Trennung ist nach Ansicht des RniLflhl Ertragenden eine naturnotwendxge Entwicklung, noiKVUi loerde weitergehen und es werde.sehr schlver Weisskohl, sich ihr in den Weg zu stellen, was ganz C-Ä,,1,AL| 'M der s für Deutschland gelte. Endlich beschäf- bruiSKOh! jj9te sjch Professor Schian mit den mannigfal- jen Formen, unter de»:en die Trennung erfolgte, it Belgien und Italien geschah dies der Kirche Müder in loyaler und freundlicher Weise. An-
— ich verlasse mich auf Sie, Herr vo>: Umbach!" Unb weg war sic.
Umbach sah nur, daß sie schnurstracks auf das kleine Ktefernwäldchen im Pari zulief. Er starrte ihr entgeistert nach. Sem ehrliches Gemüt versuchte vergebens ju ergründen, was das sonder- bave Mädel tvohl hatte, unb welch eigentümlicher Laune et diesen bösen Herein fall zu verdanken hatte. Tas war ja niedlich! Und wenn er nur wenigstens wüßte, wie er Dorival diese Geschichte beitnngen sollte!
,,Ree — Frauenzimmer sind doch 'ne komische Gesellschaft?" orakelte er — ,M> Meife ledig!"
1 * '
Ter Rittmeister . hatte Tte»:ft vor geschützt unb den Besuch im Hause Rosenberg schleunigst beendet, denn der roeidje Mnbsessel, auf dem er saß, war ihm borge kommen, als ser er mit glühenden Nadeln gepolstert. Auf dem Rllcktoeg hatte er zunächst eine Viertelstunde in qualvoller lieber>- legung verbracht, wie er Dorival die unerklär- Hdie Abneigung der schönen Ruth servieren sollte, unb war bam: schließlich' recht plmnp damit hec- ansge Platzt.
Darauf toar Dorival mitten auf der Straße stehen geblieben und hatte laut heransgelacht!
Hatte auch keinerlei Neugiett« gezeigt, Einzel- hritei: zu erfahren, sondern sich so benommen, als ob ihn diese bummc Geschichte gar nicht weiter nnmbcrte. Worauf sich der Rittmeister an der nächsten Ecke empsvhlen hatte! Drraus sollte der Teufel klug werden! Aber bei der nächsten Ge- legmheft wollte er die schöne Ruth gründl:ch ins Gebet nehme:: —
Dorival aber saft ttübselig zu Haust, raudtie eine tröstende Zigarette und lachte n«ht mehr.
Er kam sich sehr schlecht behandelt vor.
Tatsache war unb blieb doch jedenfalls, daß er dieser hochmüllaen Ruth einet sehr wattwUen
an Ort und Stelle schätzullgZw.ise der Zentner Heu auf -etwa 4 0 Mark zu stehen tommr. Trotz dieser ganz außergewöhnlich hohen Einnahme ist die Gemerirde infolge t^r hohri: außerordentlich«: Ausgabe»: an .ArbntÄosenunterftutzung usw. gezwungen, eine weitere Kapitalaufnahme von 5 0 00 0 M a r k >zu machen. — Außeritem sind, um weitere Kapitalaufnahn:en zu ersparen, die Steuerzahler mit Rücksicht darauf, daß der Ausschlag der Gemeindeumlagen auch! in diesem Jähre eine wesentliche Verzögerung erlitten hat, ir:fslge-- dessen die ^Gemctiche-Steuerzettel erst Anfang September zu erwarten sind, brtngenb ersucht worden, einstweilen entsprechende AbschlaMahlungen auf die bereits sättigen Ziele zu lersten.
Kreis Wetzlar.
ra. Bellersdorf (Kreis Wetzlar), 18. Juni. Unser kleines Dörfchen darf sich rühmen, als der jüngste Ort des Kreises Wetzlar zu gelten. Es äft iin Jahre 1699 auf Anordnung des Grasen Ludwig von Hohensolms erbaut worden. Der erste Ansiedler war ein Schuhmacher aus Thüringen, der hier seßhaft wurde. Fetzt zählt das Dorf mit seinen 30 Wohnhäusern 180 evangelische Einwohner; es gehört zur Pfarrei Mtenkirchen.
ra. Daubhausen (Kreis Wetzlar), 18. Juni. Graf Wilhelm Moritz von Solms- Braunfels ztahm im Jahre 1689 .in Daubhausen 190 aus Frankreich vertriebene Protestanten auf. Es waren meist Fabrikanten, welche von ihm einen Freibrief erhielten. Da aber das damals so kleine Daubhausen nicht Raum genug bot, so gab ihnen der Gras seinen etwa Vz Stunde entfernte»: Meierhof, aus welchem später das Filialdörfchen Grei- tental entstand. Lange Zeit blieb auch noch
Ruch fmtb diese»: Gedanken so schön, daß sie beinahe gebeult hätte vor Rührung!
— aber das durfte er nicht.
Ta kam Umbach.
„Grüß Gott, liebes Fräulltn Ruch," begrüßte er sie. > „Kommen Sie denn nicht zu uns?"
„Nein — ick habe Kopfschmerzen."
„Ach, wie schade? Ich habe mir erlaubt, einen Freund in Ihrem Haust einzuführeü, »tnd ich möchte gern, daß Sie ihn kenne»: lernen."
„So?"
,^Ja. Er ist eh: interessanter Mensch, aus bester Familie." <
„Wie hcißt er denn?"
„Dorival von.Armbrüster. Er roac länge« Zeit in Brasilien —"
„Ja, das hat mir Otto schon erzählt."
„Sören Sje mal, liebes Fräulei»: Ruth, ich finde, daß. iSie heute gar nicht nett sind!"
„Man kann nicht immer lieft sein."
„O doch, man könnte?"
„Weshalb haben Sie diesen Freund mtt- gebracht?" i
„Weil fth ihn ii: Ihrer Familie entfuhren wollte." , .
„So? Lieber..Herr von Umbach, jeten S:e mir nicht böst, wenn ich Ihne:: eine Bitte ausspreche. Und roenn ich Ihnen für diese Bitte nicht dst geringsten Gründe an gebe. Ihr Fretmd gefällt mir nicht. Ich will ihn nicht sehen. Sie könne»: ihm metnetiregtn das sogar sage:». Und ich erwarte vvi: Ihnen, daß Sie Feinen Versuch mehr machen, ihn in unser Haus zu bringen."
„Donnerwetter?" sagte ,Umbach.
„Es ist eine ernste Sache für mich," fuhr Ruch fort, „tntb ich verlasst mick? auf Ihre Freundschaft, lieber Umbach. Sie sind dych mein Freund, uicht wahr? Und unter Freunde»: kann man doch eine Bitte aussprechen, rin wenig lange Geschichte zur Begrümvung erzähl«: yi: müssen. Mv
Cfll»?. U 'jjft ’ || oUs. 1
giftel,0/ - Oorauf Bruder Otto ftüchtete, beim ft kannte
Schwester. -
Fortsetzung Nr. 4i beßen? vo» Wettes wie btr der Schnabel gewachsen ist!'
** Liuifttt " , , „Lvn^ VOTXtö 10791 nuijl »uycii, vuuun« «f i W'"
also — das kante maft 'wenigstens, der- fern. Ich werde also melde::, daß bti Km- , •• Wtjet hast. Persönlich glaube ich allerdmg^ „nll 0onDf55> 'ts find die Erdbeeren? Nach, ich geh' wieder
zE» ,La?"
L, '»nnb dann bitte Herrn vvn^Umbach, er möchte K rnnf -.n mir b?rauskommen "
behördliche Anzeigen.
Bom 1. Juli ab wird ber Aufenthalt der Schnell- rüge D 175 Frankfurt ab 12.48 nachm. und D 176 Frankfurt an 3.04 nachm. in Butzbach aufgehoben.
Pom gleichen Tage ab wird ein neuer Werk- tagSuersonenzug Nr. 7ll Frankfurt H. ab &20 nachm., Friedberg an 9.36 nachm. neu eingelegt. l7370id
Eisenbahndirektion Frankfurt (Main».______
Der Plan über die Errichtung einer oberirdischen Telegravhcnlinle an der Bahnhosstrade in Obbornhofen tWetterau» liegt bei dem Postamt in Friedberg iHefseni von heute ab 4 Wochen aus.
Darmstadt, 20. Juni 1919.
Ober-Postdirektion. 7364V
Bekanntmachung.
Erbsen, mit belfern
9#
, 2,30 , 2,25 , 2,40 , 2,20
, 1,60
, 1,90
Karotten, extra klein, „ Ucin,... , « h . ges chnitt-ll,^
fflirfingfoM . s „ 1,65 j 1. Konsnrnverem, Schanz en ftratze, S.Konsunwerem, Aster lveg, 3. Konsumverein, Blcichstrahe,
In den naclisbehend aufacführten Klemhandeks- h^schäften kommen ab 23. Jttni 1919 Gemüsekon-- tertxm Sian Verkauf und zwar:
....... M. 2,40 für dte Dose
4. Konsumverein, Neuen Baue,
5. Kopp, Friede., Bismcrrckftvcche,
6. Kurz, I. Neustadt,
7. Laickinger, G., Wildelmstratz^
8. Lublinski, H., Damntstrave,
9. Männche, Conr., Wilsonstraße, ,
10. Maternus, I., Frankfurter Stratze^
1L Mic^l, Gebr., Walltorstraße,
12. Nachtigall, O., Steinstrahe,
13. 9^aflauer, $>. F., dreuenwog,
14. Nvll, 9brg., Dahnhosstraße,
15. Noll, ©mjt Kaiscr-Mlee,
16. Noll, Qkbr., Bahrchofstraßo,
17. Plack, Adolf, Naic» Däne^
18. Reinhardt, Johs., Krofdorf« «Nmtzü,
19. Renier, Hrch., Lndwigsplad,
20. Rudersdorf, KL Bismarckstraße,
21 Seibel. Ioh.,^tdwigspla^
28. Seibel, Carl, Frankfurter Straße,
23. Sc^de L Füllgrabe, Bahnhofstraße,
24. Schade & Füllgrade, Lndwigsttaße,
25. Schäfer, Maire, Kaiser-Alloe, ,
26. Schlier dach, Th., Frankfurt« ©tttttze,
27. Schön hals, Ehr., Nord-Anlage, \
28. Sckmlbof, I. M., Marktstratze,
09. Schwaav, C., Nachf., Seltersweg,
80. Stuhl, 9h)b., Neustadt,
31. Tengelmann, E., ©eiterStoea, <
32 Trechsler, v«nr., Sdeinsdraßv,
33. Bvgel, Johs. II, Sckmtzensttaßkh
34. Wallenfels, Ang., Marktplatz,
35. Wallenfels, Gg., Marktplatz,
36. Wietschel, Rob., Krofdorf« Swaßv,
37. Walt«, Gust., Dkäuöburg,
38. Ziegelstein, ©., Lamdgras-PHilipp-Dlatz,
39. Scholz, Reformhaus, Kreuzplatz.
Die AuSaabe erfolgt markenfrei gegen Aorzei- cjHisg ba alten Lebensmittelkarte an die ernqv-' feiehote Kundschaft, solange Vorrat reicht. Die Whvkrng hat bis zum 30. Ium 1919 zu erfolgen.
Da es sich um Schwarzblechdosen handelt, ist «n längeres Aufbaoochrrn ba StonjcCtir» nicht em>
fchlenSwcrl.
Gießen, bttt 1LJuni 1919. 7324B
Der OberbütVermeister (Lebensmrttelamtl
Bekanntmachung.
Bei da am 10. Juni 1919 vorgenommenen planmäßigen Verlosung wurden auf 1. OktoUr 1919 folgende©chuldverschreibungen der Stabt Gießen zur Rückzahlung bestimmt:
a) vom 1890er Anlehen:
Lit. A. Nr. 57, 74. 140, 153 üb« 2000 Mk.
„ B. „ 35, 133, 179, 234,
263, 291 * 1000
„ a j 34. 60, 90, 115,193.
220, 311, 386, 423 M 500 „
„ D. „ 1. 122, 147 „ 300
,, E. „ 22, 58, 118 200 „
b) vom 1892er Atllehe»:
Lit. F. Dr. 048, 057, 120 Uber 2000 Mk.
„ G. „ 040, 062 „ 1000
„ H. „ 039,070, 145 500 >,
„ I. a 42 „ 300 „
„ K, „17 » 200 „
GS wird dies mit dem Bemerken rtrr öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Einlösung dieser Schuldverschreibungen und zwar:
vom 1890er Ä nie den: bei der ©tabtlaffe Gießen und bei der Dresdener Bank, Frankfurt a. M.,
vom 1892er Anlehen: bei d« Stadtkasse Gießen, bei d« Mitteldeutschen Kreditbank, Filiale Gießen, und bei den Bankhäusern Ephraim Meyer & Sohn, Hannover, Dresdener Bank, Filiale Kassel, erfolgen kann und daß die Verzinsung mit Ende September 1919 aufl)ört.
Son den in früheren Jahren ausgelosten Schuldverschreibungen sind noch nicht zur Rück- zahlnng vorgelegt worden: Lit. E. Nr. 27, 58 und Ltt. K. 9tr. 23 über je 200 Mk.
Gießen, den 10. Juni 1919. (73S3B
Ter Oberbürgermeister.
Keller.
Bekanntmachung.
Aus der Stiftung des Kupferschmieds Karl Ludwig Kirsch sind die diesjährigen Zinsen mit 97,71 Mk. an 10 bedürftige, im Witwenstande lebende Gießener Bürg« oder Bürgersfrauen am 20. September 1. Js. zu verteilen.
Meldungen nimmt das Stadt. Armenamt, A st e r w e g 9, bis 30. Juni 1919 entgegen.
Gießen, den 18. Juni 1919. (7357B
Der Oberbürgermeister.
(Armenverwaltung.)
Für die Feldbereinigung Nieder-Bessin- gen soll zur alsbaldigen Ausführung die Her- lieHinig von Grüben in zwei Losen, veransclchrgt zu 6000 Mk., v«geben werden. «
Berdingungsunterlagen liegen auf der Bürgermeisterei offen, wo die Angebote in Prozenten Ves A)stenanschlags, mit entsprechender Aufschrift versehen, verschlossen und postsrei einzureichen sind. ErAffmmgstcrmin: Freitag den 27. b. M ts., vormittags 10 Uhr, auf dem Rathaus. Zuschlagsfrist 3 Wochen. (7359B
Gießen, den 18. Juni 1919.
Hess. Kulturinspektion Gteßen D. Steinbach, Baurat.
Bekanntmachung.
Die Reich»regicrung hat den in der Zeit vom L Suli 1916 bis 9. November 1918 mit Ber- sorgunqsberechtigung entlassenen Kriegsbeschädigten mit einem Einkommen von wenig« als 3000 Mark einen EnttassungsanzUg bewilligt. Sämtliche Kriegsbeschädigte, die hi«nach Anspruch auf einen Enttasfimgsanzug haben, wollen alsbald einen schrifttichen Antrag unter Beifügung des Militärpasses, des Rentenbuches und des Steu«zettels einreichen. Bei BersorgungÄerech- tigten, die nicht steunpflichtig sind, tritt an Stelle des Steuerzettels eine einfache Bescheinigung d« zuständigen Gemeindebehörde (Polizei, Gemeinde- Vorstand usw.) üb« die Döhe des Einkommens.
D« eingereichte Anttag wird hi« sofort ein« Prüfung unterzogen. Sofern d« Antrag berechtigt ist, wird dem Antragsteller unter Beifügung eines Ausweises zur Benutzung ein« Militärfahrkarte d« Tag mitgetäli, an dem der Anzug abgeholt werden kann.
Die Kriegsbeschädigten werden im eigenen Interesse gebeten, nach Vorstehendem zu tierfobren, da sonst eine ordnungsmäßige und schnelle Erledigung ihr« Ansprüche nicht gewährleist« werden kann. 73440
Vezirkskommondo.
v o n K r o p f s, Major z. D. und Bezt-Kom.
Bekanntmachung.
Die am 20. und 21. d. Mts. zur Ausgabe getan girrt Zucker- und Nährmittelkarten sind bis spätestens 28. Juni 1919 ein« Verkaufs stelle zur (Eintragung ihr« Firma und Abtrennung des Kmttvollab schnittes vvrzw- legen. Die Verkaufsstellen haben die auf Bogen ausgeklebten Kontrollabschnitte nebst ein« Aufstellung über die Anzahl ber Abschnitte nach vorgeschriebenem Muster bis längstens 3 0. Juni 1919 dem Städtischen Lebensmittelamt, Ztmm« 11, einzureichen. (7358B
Gießen, den 18. Juni 1919.
T« Oberbürgermeister (Lebensmittelamt).
Bekanntmachung.
Der vom Gemeinderat beratene Voranschlag für 1919 Rj. liegt vom 21. d. Mts. an eine Woche lang auf dem Bürgermeisterei-Geschäftszimmer zur Einsicht d« Beteiligten auf. Einwendungen können daselbst schriftlich und mündlich vorgcbracht werden. Es wird eine Umlage «hoben, zu der auch die Ausmär ter beantragen haben.
Alten-Buseck, den 19. Juni 1919. Bürgermeisterei Alten-Buseck.
81 au, Beigeordneter. (7351
Bet den am 25. Juni in Herborn und am 26. Juni in Gießen frattflnbenben
Versteigerungen von Kraftfahrzeugen werben Kriegsanleihen und Schatzanweisungen nur angenommen und -war -um Nennwert, wenn sich ber Käufer durch ZuleilungSschein als ^eiebner b« Kriegsanleihe auferoetfen rann, sonst ist bar zu be-ahlen. twöSs
August Böse vereidigter Tarator «. AnMouator bett» Landgericht Frankfurt ». M.
Bekanntmachung!
Am 23. Juni 1919 findet in ber Dortragshalle des Kriegsgefangenenlagers Wetzlar durch Herrn Jacob Büttner eine Versteigerung von entbehrlich gewordenen Geräten des Kr.-Gef.-Lagers statt. Meistbietend gegen gleich bare Zahlung kommen zum Verkauf:
Kleine und große Schränke,
WerkzengfchrLnke, Garberobeständer, Handwerker- und sonstige Tische, Halbferttge Schretnerarbetten
(Holzbildhauerei),
1 Schleifstein,
Kisten, Zober, Fässer, «scheeimer, Wastereimer, Kochtöpfe,Waschbecken, Wasferkannen, Etznäpfe, Spucknäpfe, Rotenstander, Schul- u. Turngeräte, Nohrkörbe,Fubbadewannen,Brenn- mittelkasten» Spate«, Brettstücke, Glaskasten ufw.
Die Gegenstände können am Tage der Versteigerung von 8 Uhr ab besichtigt werden.
Erworbene Gegenstände können evtl auf Gefahr des Eigentümers bis Dienstag den 24. 6. 1919 nachmittags 5 Uhr auf» bewahrt werden. 73520
Garnison-Verwaltung.
Nervös?
Chemnitz, den 2L Jan. 1910.
Heilquelle Karlsfpruöel nabe der Seltersergrenze
BiSkirchen 14, Fernruf L
.... Ich freue mich, Ihnen über Ihr Wasser nur das beste Lob aussvrechen »u können. ES gibt nichts Besseres gegen Nervosität. O. Sch* Webstuhlsabrik
TSilanjreüisionen
und
ständige (Ue6eru)achungen kaufmännischer, banktechnischer, industrieller u. landwirt- t2ß9B8 schaftlicher Unternehmungen.
deutsche fleiisions- und Treuhandgesellschaftm. 6. ff. Königsplatz 69. CSLSSel» Fernspr. 2049.
S_________.________________________________________________■>
Reichswehr
Kaiser. Alte« 1-12, Foach.-
7T®A
ISger 5. Pf- 6:
Eharlottenburg, Knesebeckstr. 4.
Brigade von Tapsen:
Betfin, WkUhelmstr. 102, Potsdamer Str. 141 (Nähe Potsdam« Platz 1L Bells-Manee»
Platz 1 (Nähe Hnllefches Tor), Potsdamer Str. 96a (Eckte Dülowstr), Friedrich, ftraße 175 (Ecke Iägerstr.) Zreikorpr von Klewitz:
Gharlottend., Joachimsthaler Str. 19. - Berlin Friebr^-Gymn.
Detachement Kflnl
5ttmn-Lehr-Kegimen1:
Nürnberaer Straße 70-71.
BL S. Scharffchlltzen-Uorps Prey:
Berlin Km-fürstenstr. 97.
Sturmdatalllon Schmidt:
Berlin W., Hardenbergstr. 29a.
Ctferne Lstadron und Radf. Uomp. von yetntzer
D«lin Knrfürstenbamm 229 hpt. r.
pionier-vataillon ®. K. S. K.:
Berlin W., kurfarstendamm 251.
öl. w. 5turm-vetachement Heuschkel:
Eharlottenburg, Kantstr. 6.
$onitäts»Komp.:
Lantwitz, Bietoriastr. 57. - Köpenick», Marienstr. 8, Ldwke»ytzL Zlakadteilung:
Lichterfelde, HSndclplatz, Restaurant BirkemvAdch«.
Gsenbahndau-Uomp. Zoller:
Grünewald, Delbrückstr. 20l
Zreitorvs Schwarze Iüaer:
Berlin W. 15, Uhlanbstr. 155.
Berlin 912B-, Alt-Moabit/Meierei E. Dolle.
Zernsprech-Adllg. G. K. $. K.:
Lerlln-Treptow. Nachrichtenkaserne, BouchLstr. - »ab G. K. $. K-:
. (Garde-Kürasster-Kaserwrl
Aerzte:
Kotpttrjt: Beriht W. 15, Nürnberger Straße 3 (Hof kdKch.
Zeitfreiwillige:
Berlin W. 50, Kurfürstrudam« 248.
Technische Settfreiwlllige:
Technische AdtellUNg: Lichterfelde, Mollk-str. 52.
Friedenau, Rheingaustr. 7.
ZreNorpr Lchlerwig-Yolstei«:
B«S» ö. 15, Uhlanbstr. 155. - Wünsborf, Barack» 27.
s. Sarde-Zeldartillerie-Regiment:
Berlin. Scharnhorststr. 23.
Zchv. Zeldhaubitz-Vati. Brame: Schöneiche b. Jossen.
I Pionier-Uompagnie: aMHfarHte, Gastwirtschaft von (Ebel, Friedttchltr. 66, Berlin W , Uhlandstr. 155. Staffelstab und Kolonnen: Marteafelde, Berliner Straße, Ecke Dorsstratze, Berlin 2H, Uhlanbstr. 165. zernsprecher- und zunterabtellung: Berlin W. 15, Uhlanbstr. Ito.
Radfahrer-Kompagnie: Berlin W. 15, Uhlandtz. 155.
Division von Lettow
IberBeseitraJe: Lharlottenburg, Hotel ZSrst Btsnarf A Am Knie (Berliner Str. 169).
Marine-Brigade von Hoben:
Mtolassee, Tafe Heinroth, Memannens-r
Marine-Vrigade Ehrhardt:
Jüterbog.
Vvttsche SchuhtruppenGrigade: Jossen (Stammlager).
Marine-Vrigade von Loewenseld:
Jüterbog, Werbestelle: Berlin, Kaiser-Allee 1—1L
Lreiw. Zeidartillerie-Hegiment 15 «DRanba):
Schlachtensee, Restauration Mochow.
Abteiluna Mütze!:
Michendorf (Mark). - Dln.-Schmargenborf, Realgynmast»a
Iagdstastei Löwe:
Borastedter Felb, Neue Garde-Iäger-Kast. Jäger-W«.
Schw. Zeldhaubitz-Abtig. Lettow:
Jüterbog, Neues Lager.
pionier-vataillon:
Nikolasee, An der Rehwiese 5,
Detachement von Michelmann:
Grotz-Lichterfelde, Haupt-Kabetten-Anstalt, Äri. 4.
Kreiwilltgen-Vetachement von vato«: Berlin W., Nürnberger Str. 70.
Aakbatterie von Lettow \ •
l^iahrtompqanie von Redlich f ®l,m®I'6e*-8-
Kohlhasenbrück, Kämgrweg 27.
Gruppen Nachrichten-Abt. (£etto»> Berlin SO., Boucheste. 33.
Freiwillige!
Kommt zum
Sarde liavallerie Schützen llorps werbezeutraie. Nürnberger Strafte 70/71 (Deutscher Küustlertheater) Garde - Kavallerie - Schützen - Division (yeuduch werbezeutraie: verttu-WUmerrdorf, Uhiandstr-lSS (ESe Ludwiglirchstr^ Dragoner-Regiment 8: Sttlin W. 15, Uhlanbstr. 155.
Lebr-Infanterie-Regiment: Karlohorst, Flugplatz, Steinbaeackte. Lreitorpz Lützow: Berlin, Dellevuestr. 14. Husaren-Regiment ss- Berlin W. 15, Uhlanbstr. 155. Ulanen-Regiment 5: Berlin W., Uhlanbstr. 155. Kürassier-Regiment 4: Eharlottenburg, Hochschule für Mastk. ISaer-Regiment z. Pf. 2: Berlin SW. 11, Demburger Straße X