Nr. (6 Ser tt/icycntr Zrytett erfchei.u täglich, auptid)ri tleitet; Aug. Goeg Verantwortlich für Politit: Aug. toocty. für den übrigen Test: Dr. Reniholo Zenz; für den Anzetgentetl: v. Beck; sämtlich in Gießen Vie Wahlen vorläufige Ergebnifie. dcn-Strabc-n und L 974, Deutsche demokratische Partei 2983, Unk' B. in Düsseldorf, herrscht noch die Willkür abhängige Sozialdemokraten 1111, Deutsche Volks- fpartakistifcher Gruppen, die das Erscheinen parrei 2203, Deutsch-nationale Voliseartci 334,; der bürgerlichen Presse zeittoeise unterdrücken, aber sicl-erlich das Gegenteil damit erreichen, ttms sie beabsichtigen, nämlich lediglich eine Verschlechterung ihrer Aussick)ten. Es ist zu begrüfzen, daß die Negierung Ebert-Scheidemann in der amtlickstm "„Deutschen Allgcm. Ztg." erklären läßt, sie wolle die Volksabstimmung respektieren und stehe fest auf dem Boden der Demokratie. Möge sich nun nach den Wahlen der rick)tige Weg eröffnen, allen Ge- gentrribcreien entschlossen die Spitze abzubrechen! Deutsch-Hannoversche Partei und christlich-soziale Bollspartei 64Ö4 Stimmen. Zum Thema „Sroh-heffen". In der „Hilfe" 1918 Nr. 49 S. 586/87 findet sich eii^ Aufsatz von Paul Darmstädter, „Die neue deutsche Verfassung, in dem es beißt: „In entern echten Bundesstaat darf kein Emzel- staat eine führende, überragende Stellung em- nehmen, und wenn wir einen Fötera-ivftaat wünschen, so müssen wir, wie es schon die Männer von 1848 nt voller Klarheit erkannt hatten, Preußen in feilte Bestandteile austösen, d. h. die einzelnen preußischen Provinzen als Bundesstaaten ein* richten. Im einzelnen ließen sich verschiedene Möglich eiten ki.len: Mau könnte z. B. auch mehre.e Provinzen zu ämnieick- gen oder benachbarte Kleinstaaten den Provinzen augliedern; so könnte man etwa Piecklcnburg mit .Pommern, Anhalt mit der Provinz Sachsen, Oldenburg und Braunschweig _ . f i mit Hannover verbinden. Ebenso wäre etwa Provinz Hessen-Nassau mit dem wo keine dynastischen Empfindlichkeiten mehr in Betracht kommen, könnten die Abgrenzungen nach vernünstigen wirtschaftlichen Gesichtspunkten vorgenommen lverden. Es sollte nur der Grundsatz ausgestellt werden, daß die Bevölkerung keines EinzelstaateS mehr als etwa 15 v. H. der Bevölkerung des Gesamtstaats übersteigt: recht uner- trünscht wäre noch die Erhaltung ober Neubildung von Zwergstaaten, die etwa weniger als 300 000 Einwohner hätten." — Auch in diesem Aufsätze ist eine Bereinigung des bisherigen Großherzogtums mit der Provinz Hessen-Nassau vorgesehen. Ich muß jedoch zu dem Schluß desselben folgendes bemerken : Sollte die Vereinigung des bisherigen Großherzogtums mit der Provinz Hessen-Nassau nicht zustande kommen, so halte ich das Weiterbestehen des bisherigen Großherzogtums trotz seiner relativ geringen Einwohnerzahl von zirka l1/» Million durchaus für notwendig, da unser Staat ebenso wie Baden und Württemberg seine Existenzberechtigung durchaus erwiesen hat. Es darf also nach meiner Auffassung keinesfalls int Sinne des Aufsatzes von Darmstädter eine Einwohnerzahl von drei Millionen als Voraussetzung der staatlichen Selbständigkeit gelten. iR. Sommer. Eine Erklärung der Rrgirnmg Ebcri- Scheidrimrmr. Berlin, 18. Ian. (WTB.) Tie „Deutsche ^Allgemeine Zeitung" schreibt an der Spitze des Mattes: ,^Jn der Oeffeittlichkeit waren in der letzten Zeit Befürchtungen laut geworden, die R e - gierung Ebert-Scheidemann könnte, wenn ote Zusammensetzung und die Beschlüsse der Som men ten Nationalversammlung ihren politischen Auffassungen nicht entsprechen, sich ihr entgegen stellen und ein selbständiges, von der Nattonalversammlung unbeeinflußtes Programm machen. Besonders der Wortlaut der Treue- Verpflichtung der Truppen, die auf die deutsche sozialistische Republik erfolgt ist, hatte zu solchen Besorgnissen Anlaß gegeben. Wir firtb demgegenüber zu der Erklärung ermächtigt, daß die Regierung Ebert-Scheidemann, die sich — il a. auch in der genannten Treueverpflichttrng .— selbst provisorische Regierung nennt, fest auf dem Woben der Demokratie steht und die Zukunft Deutschlands mir von dem Willen des Voltts, der in ter Nationalversammlung zum Ausdruck kommt, bestimmt wissen will. Die schweren inneren Kümpfe. die iterlin und das Reich in den letzten Tagen zu bestehen hatten, gelten ja lediglich ter Sicherung ter Wahlen zur Nationalversammlung und ihre- Zusammentrittes. Tie Volksbeausttagten haben in diesem Kampfe sich mit aller Entschiedeit- heit zu ter Notwendigkeit des Zusammentritts bekannt. Es hieße doch das Vertrauen, das sie sich im ganzen Volke erworben, nt ein Gegenteil verkehren, wenn jetzt, ohne daß wirkliche Beweise vorliegen, in ter Oeffeittlichkeit propagiert wird, als würde sie derzeit der Nationalversammlung nicht jede notwendige Förderung angedeihen lassen. Hier handelt es sich nicht um Parteifragen, sondern um die Lebensintercssen des deutschen Volkes. Es wäre verhängnisvoll, wenn aus Parteiinteressen «heraus Auffassungen in die Oeffentlichkeit getragen würden, die der Verwirklichung und Sicherheit dieses Lebensinteresses im höchsten Grade abträglich sein müßten. * Ein Entwurf zur neuen Reichrverfaffrmg. Berlin, 18. Ian. (WTB.) Wie die „B. Z. a. M." erfährt, besteht der Entwurf zur neuen Reichsverfassung, den die Regierung der Nationalversammlung vorlegen wird, aus vier Abschnitten. Der erste Abschnitt behandelt das Neich und die deutschen ^Freistaaten, der zweite die 'Grundrechte des deutschen Volkes, ter dritte den Reichstag und der vierte den Reichspräsidenten und die Reichsregierung. Im ersten Abschnitt heißt es u. a.: „'Das deutsche Reich besteht aus seinen bisherigen Gliedstaaten, sowie aus Gebieten, deren Bevölkerung krafi des Selbstbestimmungsrechtes Aufnahme tm Reich begehrt und durch Reichsgesetz ausgenommen wird. Die Angelegenheiten, die der Reichsgesetzgebung und der Reichsvettfassung unterliegen, sowie diejenigen, die wohl der Gesetzgebung, aber nicht ter Reichsverfassung unterliegen, sind im allgemeinen dieselben wie bisher. Paragraph 5 setzt das Neiclfsrecht fest und bricht das Landrecht. Paragraph 11 besagt: Dem deutschen Volke steht es frei, ohne Rücksicht auf die bisherigen Landesgrenzen neue deutsche Freistaaten innerhalb des Reiches zu errichten, soweit die Stammes- att der Bevölkerung, die wirtschaftlichen Verhältnisse und die geschichtliche Peziehungeu die Bildung solcher Staaten nahelegen. .Neuerrichtete Freistaaten sollen mindestens zwei Millionen Einwohner umfassen. Tie Vereinigung mehrerer Gliedstaaten zu einem neuen Freistaat geschieht durch Staatsverttag zwischen ttynen, ter ter Zustimmung der Volksvertretung und der Reichsregierung bedarf. Will sich die Bevölkerung eines Landesteiles aus dem bisherigen Staatsverbande loslösen, um sich mit einem oder mehreren anderen deutschen Freistaaten zu vereinigen oder um einen i selbständigen Freistaat innerhalb des Reiches zu bilden, so bedarf es hierzu der Volksabstimmung. Alle Deutschen sind vor dem Gesetz gleichberechtigt, alle Vorrechte oder Nachteile ter Geburt, des Standes, des Berufs oder des Glaubens sind beseitigt. Freiheit der religiösen Ueberzeugung und Ausübung der Ueberzeugung ist festgesetzt. Alle Religionsgesellschaften sind 'einander gleichgestellt. Ueber die Auseinandersetzung zwischen Staat und Kirche wird ein Reichsgesetz die Grundsätze auf- stellen, deren Durchführung Sache der deutschen Freistaaten ist. v Der Präsident des Reiches wird vom ganzen Volke gewählt. Wählbar ist der, der das 35. Lebens!ahr vollendet hat und seit mindestens 10 Jahren Deutscher ist. Der Präsident des Reiches hat das Reich zu vertoeten. Er verkündet die Gesetze. Kriegserklärung und Friedensschluß erfolgt durch Reichsgesetz. Verträge mit ftemden Staaten, die sich auf Gegenstände der Reichsgesetzgebung beziehen, bedürfen ter Zustimmung des Reichstages. Dem Präsidenten des Reiches steht die Exekutive zu. Er wird im Falle ter Verhinderung durch den Präsidenten des Staatenl;auses, jedoch längstens für drei Monate, bertretcn. Tann ist die Ver- tretung durch Gesetz neu zu regeln. Tie Amtszeit des Reichspräsidenten dauert sieben Jahre. Seine Wiederwahl ist zulässig. Die Reichsregierung besteht aus dem Reichskanzler und einer Anzahl von Reichsministern, die vom Reichspräsidenten ernannt werden. Sie ist dem Reichstag gegenüber verantwortlich. Jeter Reichsmiuister trägt die Verantwortung selbständig für sein Ressort. Dorn Brrliner „Zentralrat". Berlin, 18. Jan. (WTB.) Der Zentralrat beendigte gestern die Beratung über die vom Kricgsministerium vorgelegtcn Aus- führungsbestimmun en betreffend die Kommandogemalt und die übrigen vom Rätekvn- grcß aiii.e .ommenen Beschfü'se in soldatischen Angelegenteitcn. Der so festgestellte Entwurf wird sofort den Volksbeauftragtcn zur endgültigen Zustimmung und den Bundesftaa- . . . A. Hannover-Stadt. Endgültiges Wahb-s Soweit man fleht, sind die gestrigen ergebnis: Mehrheilsj»ialisten 89440, Deutsche! (zz,-g si h , g (s s > en z us amm e n z u - ^vahlen zur Natwnalve^ammlung tm großen, demokratische Partei 22 203, Unabhäugtge Sozia:-egen. Zweckmäßig märe auch die Berbmdung und ganzen ohne erhebliche Storungen er- temokra en 1897 Deutsche Vottspatter 28 857,! Qohenzollerns mit Württemberg, Koburgs mit folgt. Auch in Berlin hat sich nichts Gewalt-' Braunichwerger Lanteswahloerem 3 Deutsch-- Bayern sowie Hamburgs mit Altona, Wandsbeck fames ereignet: es herrschte, nach einem Stim- ^^Ee Lwli^pirtet 530o, ^eutsch-hMM. Partee Harburg. Selbstverständlich müßten bei allen mungsbericht, ein reges Agitativnstreiben auf LUp> t*tl ^olkspatter 4-160, ms-4htesen Fragen die Wünsche ter Bevölkerung im ~ ‘ ---- : geiamt 189 92o Stimmen. .......... > weitgehendsten Maße berücksichtigt werten. Jetzt, ■Raffel»Stabt Sozialdemokraten 51018, Demokraten 25002, Zentrum 4085, Deutsch-nationale 9489, Deutsche Dolkspartei 2610, Unabhängige 1194. Frankfurt a. M. (Teilergebnis.) DaS vorläufige Ergebnis bis 1 Uhr nachts: Von 170 Bezirken liegen aus 117 Bezirken die Zahlen vor: Unabhängige 7675, Demokraten 38 474. Zentrum 18522, Deutsche Volkspartei 13 891, Mehrheits- sozialtemokraten 74 165, Deutsch-nationale Vollks- partei 6985. r Aschaffenburg-Stadt. Bahr. Völls- Partei 6419, Deutsche Volkspartei 2849, Mehr- heitssozialisten 5090, Unabhängige 760, Mittelstandspartei 215. Heidel berg-Stadt. Deutsche demokratische Partei 9813, Deutsch-nationale 3097, Zentrum 5386, Sozialdemokraten 9675, 2 Bezirke stehen noch aus. Heidelberg-Land. Demokraten 4167, Deutsch-nationale 2405, Zentrum 4750, Sozialdemokraten 9681, 2 Stimmbezirke stehen noch aus. Mannheim. Sozialdemokraten 59 061, Demokraten 25 009, Zentrum 16 281, Deutsch- nationale 5185, Unabhängige 967. Baden (14 Abgeordnete). Deutsch-demokrat. Partei 226 811 Stimmen, 3 Mandate, Deutschnationale Volkspattei 78 886 Stimmen, 1 Mandat, Zentrum 380 644 Stimmen, 5 Mandate, Sozial- temolraliiche Partei 362 948 Stimmen, 5 Mandate. Karlsruhe. Sozialdemokraten 28170, Demokraten 21610, Zentrum 14209, Deutschnattonale 5469. München-Stadt (Endergebnis). Mehrheitssozialisten 161132 Stimmen, Bahr. Völks- pattei (früher Zentrum) 85 954, Teutsel>e demokr. Partei 65 532, unabhängige Sozialtemotraten 37 121. Die Wahlen verliefen in ganz Bayern ohne jede Störung. Endgültige» Ergebnis in Württemberg. Stuttgart. Die Wahlen in Württemberg hatten folgendes Resultat: 332010 Dem., 303050 Jentr., 470316 Soz., 182511 SBürgerpartei und Bauernbund, 36413 Unabh, 3504 Friedenspartei. Es stellen demnach Abgeordnete: die Demokraten 4 (Payer, Haußmann, Wieland und Hermann), das Zentrum 4 (Wroeber, (Eigberger, Andre und Bolz), die Sozialoemokraten 7 (Keil, Hildenbrandt, Salm, Schlicke, Kenngott, Steinmager und Bloch), Bauernbund und Bürgerpartei 2 (Kraut, Vogt-Gochsen), die Unabhängigen und die Fnedenspartei keinen. Die Wahlen in der Pfalz. Mannheim, 18. Fan. (WB.) Die Wahlen in der Pfalz zur bayerischen Nationalversammlung finden auf Anordnung der französischen Besatzungsbehörden nun doch am 2. Februar statt. Hessische Ergebnisse. ** Das Wahlergebnis in Gießen war bis zum Nedaktionsschluß der Zeitung noch nickst zusammengestellt. Die Gesamtzahl der Wäh er in Gießen beträgt 23 724 und zwar 12 204 Männer und 11520 Frauen. Von ihrem Wahlrecht haben ungefähr 80% Gebrauch gemacht. Wieseck, 20. Ian. Don 1897 Wahlberechlig. ten wählten 1714, 5 Stimmen waren ungültig. An Stimmen wurden abgegeben für: Mehrheitssozialisten 1253, Unabhängige 206, Demokraten 167, Deutsch- nat onale Dolkspartei 41, Deutsche Dolkspartei 37, Christliche Dolkspartei 5. ** Pohl-Göns, 20. 3an. Abgegeben wurden hier auf Wahlvorschlag Ullrich 154 Stimmen, Beckmann 7 Stimmen, Schmidt - Stimmen, Henrich 69 Stimmen, Werner 108 Stimmen, Decker 9 Stimmen. Darmstadt-Stadt. Mehrheitssozialisten 15740, Unabhängige 308, Demokraten 12910, Deutsche Volks- Partei 11097, Zentrum 3410, Hessische Dolkspartei 1084. Die drei letzten Wahloorschlüge sind verbunden. ** Friedberg, 20. Jan. Nach dem bisherigen (Ergebnis entfallen auf die einzelnen Parteien die Stimmen in folgendem Verhältnis Sozialdemokratie 2000, Deutsche Dolkspartei 1600, Demokraten 1000, Zentrum 500, Deutsch-nationale 300. Offenbach. Mehrh its ofialisten 22 537, Unabhängige 2831, Dnttscl)- attonale 1557, Deutsch: Vol(spartet 2200, Temottattu 6619, Zentrum 4917. Berlin, 19. Jan. (WTB.) Die „B. Z a. M." meldet: Ans allen Stadtteilen Berlms und aus ten Vororten wird eine außerorteuckich sta r ke Wahlbeteiligung gemeldet, wie bisher noch bei keiner Wahl beobachtet wurde. Der Wahlakt wurde bisher an keiner Stelle gestört. Schon zu Beginn der Wahlhandlung fanden sich auch ,zahlreiche Frauen ein. In kleinen Trupes zu bieten, begleitet von einem Herrn, der sie führte, verlaßen kurz nach 9 Uhr fromme Schwestern, Lehrerinnen und Hausbeamttnnen te§ katholischen Lyzeums nt ter Lindenstraße ihr Haus ytr Wahl. Vor dem Wahllokal Clxrrlottenburg fanden sich schon vor Wahlbeginn fünfhundert Personen ein, die mit dem Glockenschlage zur Urne drängten. In Potsdant gaben in den einzelnen Wahllokalen in ter ersten halben Stunde bereits über zweihundert Wähler iljre Stimme ab. Vereinzelt wurden auch Wähler, die kränklich sind, in Kranken-. stühlen zur Urne gefahren. Einer der ersten Wähler im Wahlbezirk Potsdam war Prinz Eitel Fri^rich. — Alle unter dem Oberbefehl des Generalgouver- ireurs NeZ c stehet ter Trnp ent i e sind den gan'en Tag in ten Kasernen int) in ten Quartieren unter Alarmbereitschaft. Die Posten aus den Sttaßeu Und Plätzen wurden heute etwas verstärkt. Außerdem sind starke Patrouillen ständig unterwegs. Lastwagen langsam die Stadtgegenden durchsahreu. Dazu kommen besondere Kommandos, die auf wo man eventuell Störungen befürchtet. Der Sicherheitsdienst in und vor den Wahllokalen wurde ten Po.izeitrupven übertragen, der Sick>er- heitswehr und ter Schutzmannschaft. Nach ter neuen Anordnung gehen die Schutzmanns- patrmiillen zu zwei Mamr. — In ten Partei- bureaus herrschte schon am frübai Morgen lebhafter Verkehr. Einzelne BezirÄk im Osten und orten Berlins wurden fast ganz ten Sozial- temokraten Überlassen. Dort erschienen überhaupt keine oder nur vereinzelte Stimmzetteloerteüer ter bürgerlickietr Parteien. Dinslaken (Rbeinprov.), 19. Jan. (WTB.) Gegen zwölf Uhr mittags kam ein Temonstra- tionszug von mindestens 1000Mann von bei Zvrhe Lohberg zur Stadt gezogen, drang auf das »ttommenbo seiner Führer gruppenweise in die W a h l lokal e, mit Stöcken tewaffiiet, intb bemächtigte sich der Wahlurnen und Listen. Gegenwehr war ohne Waffen,nid)t möglich. ten, die eigene Heereskvntingente haben, w gehen. Anstelle des Genossen Vvgtherr, der sein Amt als Beigeordneter int Neichsmarine- amt nieder gelegt hat, bestätigte der Zentral- rat die Wahl des früheren Reichstagsabgeocd- neteit Giebel. Die Lage im Osten, Berlin, 18. Jan. (WTB.) Die Meldung von der Besetzung der litauischen Hauptstadt Kvwno durch die Bolschewisten bestätigt sich nicht. In Kvwno befinden sich nach wie vor höhere deutsche Militärbehörden und Truppen. Von einer beabsichtigten Räumung Kownos ist an zuständiger Stelle nichts bekannt. « Krakau, TR. Jan. (WTB.) Meldung des tschecho-slowakischen Pressebureaus. „Co- niec Krakowski" fordert für den polnischen Staat auch Kolonien und zwar 100 000 Quadratkilometer von Deutsch-Ostasrika und Kamerun mit der Küste und mindestens einen Hafen. Die Blockade, London, 18. Zan. (WB.) Reuter erführt, daß eine Anzahl von deutschen Kauffahrteischiffen jetzt mit britischer Erlaubnis mit den skandinavischen Ländern Handel treibt. Die Blockade wird trotz des starken Druckes gewisser Kreise noch nicht aufgehoben werden. Vie zriebenLtonserenz. Neuhor k, 18. Jan. lWTB.) Rcuter. Wil- s o n kabelte, daß, die Aussichten, für eine Eini- gimg über die Errichtung eines Völkerbundes zur Zett äußerst g ü n st i g seien. Paris, 18. Jan WTB.) Havas. Amtlicher Bericht. Der Präsident der Skreinigten Staaten, die M inisterte ä'itenten unb Minister tes Airs- wattigen ter alliieren Staaten versammetten sich gestern morgen tm Ministerium des Aeuße Veröffentlichungen aus den kaiserlichen Ar< chioen bekannlgewordenen Urheber erübrigten sich. Es sei heute' klar erwiesen, bafe die Angreifer die Vorherrschaft in Europa und anschließend daran die Weltherrschaft erstrebt hätten. (Er sagte weiter: Mögen sich diejenigen, die durch das Schwert zu Grunde gegangen find, nachdem sie die Herrschaft durch das Schwert erstrebt hatten, selbst anklagen. Nichts ist so k-nnzeichneud, wie die Aufforderung an England im 3uli 1914, nichts gegen den Landangrisf auf Frankreich zu unternehmen, falls Deutschland nicht in den Aermelkanal einbringe, solle es die Besetzung von Driey, Toul und Verdun billigen Deutch- land wollte Belgien zerschmettern- England und Frankreich schwuren, es zu retten. Japan griff dann aus Loyalität gegenüber England und in der Erkenntnis der Asien durch die Vorherrschaft der Mittelmächte drohenden Gefahr zu den Waffen Italien weigerte sich vom ersten Augenblick, den deutschen Ehrgeiz zu begünstigen. Rumänien kämpfte nur für die Deiwirklichung seiner nationalen Einheit und mutzte bann ben Vertrag unterzeichnen, ben die Konferenz revidieren wird. — Poincare erwähnte sodann noch die anderen Länder, die sich auf die Seite der Entente gestellt hatten, so auch die Vereinigten Staaten. (Er schätze sich glücklich, ihren Präsidenten hier im Namen des dankbaren Frankreichs und aller anderen hier vertretenen Mächte zu begrützen. Amerika, die Tochter Europas, sei über ben Ozean gekommen, um ihre Mutter ber Demütigung durch die knecht- schäft zu entreißen und die Zivilisation zu retten. Nach Schilderung der (Breueltaten, die angeblich von den Deutschen begangen worden sein sollen, sagte er: Die Gerechtigkeit verfolgt ein doppeltes Ziel, jedem bas ihm zukommenbe wieberzugeben und nicht e ne Erneuerung des Verbrechens durch Straf- lostgkeit zu ermutigen. Logischerweise fordert sie vor allem Bürgschaften für die yiationen, bie in ber Vergangenheit am meisten den Angriffen ausgesetzt waren unb es künftig sein könnten. Gleichzeitig werden die hier Anwesenden gemäh der 14 Punkte Wilsons, bie bie alliierten Großmächte angenommen haben, einen allgemeinen Bund ber Völker aufrichten, der die höchste Dürg° schäft gegen neue Anschläge auf das Völkerrecht sein wird Diese internationale Vereinigung wirdgegen niemanden gerichtet sein unb sich niemanbem ver- schlichen. Da sie aber durch die Nationen organisiert wird, die sich opferten, um das Recht zu verteidigen, so wird sie von diesen ihre Grundsätze erhalten, und Bedingungen aufstellen, denen sich ihre gegenwärtigen ober künftigen Mitglieber unterwerfen werden. Amsterdam, 18. Jan. (WTB.) Dem „Al- fltmet’n £>aiibcf3Mab" zufolge weist ber Washingtoner Korrespondent der „Mornrng Post" ausdrücklich auf die Tatsache hin, daß das amerikanische Volk unter keinen Umständen die Teilnahme Amerikas an dem Bunde zur Handhabung des Gleichgewichts der Mächte zulassen werde. Ein solches System würde Amerika dazu zwingen die europäische Politik zu machen, und dieser Gedanfe widerstrebe den Amerikanern. Eine Ansprache Fach». des Gesamtverkehrs Deutschlands stets eine grohe Rolle spielte. Aus der durch fre Presse mitgvteilten Absicht, datz ame 'Kan sche Truppen zum Schuhe gegen die bolschewistische Gefahr im Osten herangezogen werden sollen, wirb unter diesen Umständen wohl schwer etwas werden. Die daraus entstehenden Transportierungen würden neue Schwierigkeiten bringen und schließlich noch die dringende Lebensrnittel- unb kohlenoersorgung in Frage stellen, wenn die Entente nicht schleunigst Lokomotiven zur Verfügung stellt, um biete Transporte burchzu^ühren. Schon heute ist auch in den westlichen Bezirken der Lokornotivmangel so groh, datz Kohlenzüge, die im Bezirk Hannover stehen unb in Berlin bringenb benötigt sinb, nicht nach Berlin herangebracht werden können. Wie soll das weiter- gehen? Wie bekannt, sind wir noch nicht am Ende der Abgaben angelangt. Aus Stadt und Land. Gießen, den 20. Januar 1919. Einschränkung dcS Gasverbrauch- und der elektrischen Beleuchtung. Der Anordnung des Oberbürgermeisters, in einer Haushaltung gleichzeitig nicht mehr als 2 Flammen zu brennen, wirb in vielen Fällen leider nicht entsprochen. So Konnte wiederholt beobachtet werben, datz in einzelnen Haushaltungen zeitweise 4, 5 und mehr Flammen gleichzeitig brennen. 3n einzelnen Fällen mutzte daher von dem Recht ber Bestrafung Gebrauch gemacht werben. Der Zweck ber Vorschrift wird aber nur dann erreicht, wenn ein jeder seinen Verbrauch an Gas unb elektr. Energie auf bas allernotwendigste Matz einschränkt, zum mindesten aber ben getroffenen Anordnungen voll und ganz nachkommt, um auf diese Weise möglichst einer vollständigen Sperre des Lichtbezugs infolge anhaltenden Mangels an Brennstoffen zu begegnen. Gültige Lebensmittelmarke« für die 4. Woche vom 20.-26. Januar 1919. Brot: 2250 Gramm Brot ober 1680 Gramm Mehl Brot pro Klg.........45 Pf. Weizenbrotmehl pro klg.....56 „ Krankenbrot pro klg.......80 „ Krankenbrotbäcker: S. Katz, Neustadt, W. Hoel- ters, Frankfurter Str., A. Deibel, Neuenweg. Margarine: 40 Gramm zu 27 Pf. Fleisch: Wochenabschnitt 4. Metzger für Fremde: Bepler, Neustadt. Metzger für Urlauber: Birkmeyer, Bahnhofstr. Kartoffeln: Anteil 7 Pfund zum Preise von 56 Pf. Nährmittel: Marke 1 Januar 1919. Auf <■ elbe Karte (A) 250 Gramm Suppenfabrihate .(Pakelwarel; auf rote Karte (B) 500 Gramm ©ries, 250 Gramm kinbergerstenmehl: auf blaue Karte (C) 250 Gramm Graupen, 100 Gramm Teigwaren, 125 Gr. Suppenfabrikate sPaketw.) Iugezogene: Geiste, Seltersweg 2. Urlauber: ©ans, Dammslr. Jucker: Marke 1 Januar 1919. Der Zucker für Januar ist noch nicht eingetroffen. Nähere Bekanntmachung erfolgt noch. Iugezogene: Schlierbach, Frankfurter Strafe. Urlauber: klingelmeyer, Lubwiqstr. 56 Lebensrnittel: Sauerkraut, Salz, Reis auf Markei. Nähere Bekanntmachung erfolgt noch. Seife: Marke für Januar 1919. Anteil 125 ©ramm KA.-Seifenpulver zu 15 Pf. und 50 ©ramm KA.-Seift zu 20 Pf. Gemüse: Stadt. Obst, u ©ernüseverkaufsstelle, Turm. Haus am Brand. Weißkraut, Kohlraben, Rote und Gelbe Rüben zu den Tagespreisen. ** Lebensmittel* Ausgabe. (Ausgabe Nr. 1). Die Stadt ©ietzen hat größere Mengen Lebensmittel aus Beständen der Heeresverwaltung übernommen. Hiervon kommen vom 20. bis 23. bs. Mts. einschl. auf ben Dezugsabschnitt Nr. 1 der Lebensmittelkarte in den Geschäften, bei denen die Vorbestellung erfolgt ist, 2 Pfund Salz, 1 Pfund Sauerkraut, % Pfund Reis zum ©esamtpreise von 86 Pf. zur Ausgabe. Getrennter Verkauf findet nicht statt. Die Bekannt* machung vom 15. bs. Mts. über bie Ausgabe von Sauerkraut unb Salz wirb aufgehoben. (Siehe Be- kanntmachung.) in ihre Heimatsorte zu dingen Trotz des vielfachen Ersuchens hat es der Entente bis heute nicht gefallen, I den Küste werk-che ztz^ulasten, ber zu ber Bewältigung * ** Aus dem Stadttheaterbureau. Wegen Er* Kränkung des Herrn Kapellmeisters Marguth mutz die Neueinstudierung des ^Dreimäderlhauses" verschoben werben; am nächsten Sonntag abend findet dafür eine Wiederholung der ©ogol'schen Komödie „Der Revisor" statt, die am Samstag so lebhaft an- gesprochen hat.-Es ist von vielen Seiten der Wunsch geäußert worben bie „Rose von Stambul" möge auch einmal an einem Wochentage gegeben werben Die Bühnenleitung hat dem entsprochen und für Dienstag den 28. Januar eine Aufführung ber hüb- schen Operette angesetzt. Zu dieser Vorstellung haben Gutscheine Gültigkeit. ** Die Wahlen zur verfassunggebenden Volkskammer der Republik Hessen. Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, datz laut Bekanntmachung die Wahl zur verfassunggebenden Volkskammer ber Republik Hessen in Gießen um 9 Uhr vormittags beginnt. ** Desihwechsel. Das Anwesen des Bau- meisters Christian Petri V., Moftkestrahe 7, ging durch kauf zum Preise von 70000 Mk. in ben Besitz des Stempelfabrikanten Josef Kreut er als Privat- wohnung über. •• V orsicht vor falschen Haussuchungen. Bei einem hiesigen Kaufmann erschienen am 18.1. M. nachmittags em Soldat mit Waffe, ferner zwei in Marine* unb zwei in Infanterie-Uniform und erklärten der anwesenden Frau, sie seien beauftragt, eine Durchsuchung nach gestohlenen Zigarren vorzunehmen. Die resolute Frau liefe sich nicht verblüffen unb wies sie ab mit bem Bemerken, bafe sie ohne ber Anwe en- beit von Polizeibeamten ihre lUoftnung nicht zur Der- fügung stelle. Darauf entfernten sie sich mit dem De- merken, datz sie sich auch im Nummer des Hauses geirrt haben könnten. Da ein amtlicher Auftrag nicht vorlag, handelt es sich zweifellds um Personen, die einen Naud beabsichtigten • • Pferdediebstahl. Gestohlen wurden in der Nacht vom 17. auf 18. l. M. aus einem Stall zwei Ruffenpferde, ein Rappen mit weiften Flecken auf bem Rücken, tas andere dunkelbraun, ebenfalls auf dem Rücken mit weiften Flecken im Wen von K 00 Mark. - Ferner wurden in den letzten Nächten eine Anzahl Stallhasen, darunter belgische Riesen, deutsche Riesenscheckc und blaue Wiener entwendet. Sachdienliches nimmt die Krim.-Abt. des Polizeiamts entgegen. • • Bahnhofsdiede. Die Sicherheitswache verhaftete in der Nacht vom 18. auf 19. L Mts. vier junge Leute, die einen Waggon am ©üterbahnftof erbrochen unb daraus verschiedene Kisten mit Zigarren entwendet hatten. • • Wieder aufgefunben. Die vor einiger Jett hier gestohlene Kaffette wurde in Würzburg bei einer Diebesbande oorgefunben Die Papiere unb ein Teil ber Kriegsanleihe sind noch vorhanden "Gaunertricks. Bei einem Land- Drivt in Eberstadt^der vor einiger Zeit oon London, 18. Jan. (WTB) Reuter. In einer Ansprache an amerikanische Korrespondenten in Trier würdigte Marschall Fock die Rolle, bie Amerika im Kriege gespielt hat. Er sagte: Jetzt müffen wir einen Frieden machen, der der Größe unseres Sieges entspricht. Wir müffen einen Frieden haben, der so vollständig ist wie unser Erfolg, einen Frieden, ber uns gegen alle künftigen Angriffe schützt Line natürliche Grenze, die die Zivilisation schützen wird, ist der Rhein; an ihm müffen wir die Deutschen halten. Dadurch machen wir es ihnen unmöglich, ihren Coup von 1914 zu wiederholen. Der Rhein ist bie Friedensgarantie für alle Nationen, die ihr Blut für bie Sache der Freiheit vergaffen haben. Wir denken nicht an einen Angriff gegen Deutschland oder an den Wiederbeginn des Krieges. Demokratien wie die unseren sind niemals Angreifer; sie wollen nur in Frieden leben und gedeihen. Milderungen der Waffenstillstand»- bedingungcn. Berlin, 18. Jan. (WTB.) Wie int „B. Z. t M." erfährt, wurden bei den Verhandlungen der Waffenstillstandskommission in Trier außerordentlich wichtige Milderungen der ursprünglichen Bedingungen erreicht, besonders in der Frage der Abliefern nglandwirtschaftlicherGe- rate. Ter Termin für die Ablieferung landwirtschaftlicher Geräte wurde bis jum 1.3 uni hinausgcschoben. Ferner gelang es unseren Unterhändlern durchzusetzen, daß keine bestimmte sAnzahl der ab-ulieferuden Maschinen im Vertrag mehr angegeben wird, sondern nur gnmbfäft» lich festgesetzt ist, daß landwirtschaftliche Maschinen abzuliesem sind. Bei den Verhandlungen über diese Frage erklärte Staatssekretär Erzberger, daß er in feiner Weise deren Tragweite und ihre Folgen übersehen könne. Auch keine Behörde sei imstande, bis zum ttächsten Tage, !wie es Foch verlangte, eine authentische und erschöpfende Uebersicht über den Bestand an landwirtschaftlichen Vtascknnen und über die Möglichkeit, solche noch in Deutschland herzustellen, zu geben. Von Trier ans sind bereits die zuständigen Neichsbehördcn und interessierten Steile der Industrie von unseren Unterhändlern ten den Sitzungen über die Frage der Ablieferung landwirtschaftlicher Maschinen eingeladen worden. Bereits heute werden die Bi'rtveter der beteiligten Viessorts in einer Sitzung und die Vertreter der in Frage kommenden Industrie in einer -weiten Sitzung über die Angelegenheit unter dem Vorsitz Er-bergers beraten. W liegen bei dec Waffenstill- Kandskommission aus industriellen greifen zahlreiche telegraphische Offerten au| Lieferung land- wirlschaftlickxr Masck-inen vor. Die Folge« ber Lolomolivknabgabk Berlin. 18. Jan. (WTB.) Die „Deutsche All* «meine Zeitung' schreibt über die Folgen ber Co- fcomotioenabgaben: 3n ben Bezirken Danzig unb Königsberg traten in ben letzten Tagen schwere Stockungen im Eisenbahnbetrieb infolge des immer fühlbarer werdenden Lokomotivmangels ein. Die von ber Ostfront, insbesondere aus der Ukraine heirnkehrenden Truppenteile können daher nicht, wie g« plant, weitergeführt werden. Unter ben schwierigsten Verhältnissen für bie T uppen wie für die Dahnen mußten bie Züge entladen ober abgestellt werben, größtenteils auf Bahnhöfen des besetzten Gebietes, allo noch ehe ber heimatliche Boden erreicht war Richt einmal der Seeweg ab Königsberg kann ver- wendet werden, um die Truppen nach dem Westen entern angeblichen Alfred Schäfer cm Pferd (Fuchsstute) für 250 Mk. Taufte, erschien am 18. L Mts. morgens ein Vizefeldiorbel, der sich Steiner nannte, und ein isolbat, oct Willy gerufen wurde und erklärten im Auftrag des Solda enrats Bad-Nauheim, das Pferd beschlagnahmen zu müifen, da es Schäfer gestohlen habe. Der Landwirt gab das Pferd, ohne sich näher Über die Nichtigkeit des Auftrags zu überzeugen, heraus. Nachforschungen beim Soldatenrat in Bad-Nauyctm ergaben, daß der Landwirt Schwindlern in die Hände gefallen war, die im Verein mit dem Alfred Schäfer das Pferd nun wohl wieder Weiterverkäufen. " Lebensmitteldiebstahl. Aus einem Lager ber Margaretenhütre würben entwendet: 2 Kisten zu 25 Kg. Kunsthonig, 2 F aschen zu 25 Ctr. ©rannt- wein, 2 Kisten zu 90 Karton Fleischkonserven unb 1 Sack Zucker zu 100 Kg. Sachdienliche Mitteilungen erbittet das Polizeiamt Gießen. •* Die Deutsche demokratische Partei hatte am Samstag eine Einladung an alle Beamten zu einer Versammlung im , Fiftstenhof" ergehen taffen, der diese ziemlich zahlreich gefolgt waren. Der Hauptredner des Abends, Herr Sanitätsrat Dr. Honig- mann, suchte durch eine Betrachtung der Geschichte und bisherigen Haltung der Parteien nachzuweiien, daß bie Interessen der Beamten bei der demokratischen Partei am besten aufgehoben seien. Die Deutsch- nationale Volkspartei (konservative) wollen den Obrigkeitsstaat, und der bedeute Unfteiheit des Beamten, seine Herabbrückung zum Staatsbürger zweiter klaffe. Die Sozialdemokratie wolle Wählbarkeit der Beamten und ihre Gleichst- lluna mit den Arbeitern. Lege jene Forderung die besorgte Frage nahe, was dann aus den wohlerworbenen Rechten der Beamten werbe, so sei die Gleichstellung der Beamten mit den Arbeitern angesichts ber burch Vorbildung und Wartezeit der Beamten gebrachten Opfer eine Ungerechtigkeit. Die Deutsche Volkspartei habe immer liberal sein wollen und als Verbündete der Konservativen konservativ sein müffen; sie wie das Zentrum seien zwar auch vielfach für die Interessen der Beamten eingetreten, niemals aber für ein freies Beamtenrecht. Wohl aber habe das die Fortschrittspartei, die Vorgängerin der Demokratischen Partei, getan. - Die beiden anderen Referenten, die Herren Ehr Hard unb Höhne, behandelten mehr interne Beamtenfragen. - In der ziemlich ausgedehnten Debatte, an der sich Demokraten, Sozialdemokraten und auch ein Zentrumsanhänger, ausnahmslos Beamte, beteiligten, war charakteristisch bie allseitige Klage über ben seitherigen Druck und die Unfteiheit der Beamten. Einhellig kam ber Wille zum Ausbruck, damit ein Ende zu machen. ** Ter Markus-Frauenverein hatte am Samstag abend zu einer Versammlung der ev. Frauen und Mädchen Gießens ernqeladen. An Stelle der verhinderten Rednerin des Abends, Frau Prof. Kahle, sprach Pfarrer Mahr über das Wahlrecht und die ev. Frau. Im Eingang seiner Rede charakterisierte er die Eigenart der deutschen Revolution gegenüber anderen Revolutio- m-n in der Geschichte. Sodann kam er auf die große Gefahr der gleichgültigen und ablehnenden Haltung vieler Frauen gegenüber dem Wahlrecht und der Wahlpflicht zu sprechen, eine Haltung, verständlich aus der bisherigen Bildung und Erziehung der Frau. Tie Befürchtung, daß die Politisierung der Frau die Wesensart und grundlegende Aufgabe der Frau beeinträchtige (Paulus!, ja geradezu das Familienleben gefährde, nicht minder politische Gründe, besonders die Furcht, daß die Verlerhung des Stimmrechts an die Frau eine ungeheure Stärkung der sozialdemokratischen Partei bedeute, hätten viele, auch geistig hochstehende Frauen, auf ein Wahlrecht der Frau verzichten lassen. Jetzt, da das Wahlrecht den Frauen gegeben sei, bestehe für die Frau unbcdinote Wahlpflicht. Allgemeine sittliche und nationale Erwägungen, die Bedeutuna der Nationalversammlung selbst, insbesondere die Frage der Trennimg von Staat und Kirche, Kirche und Schule rufe die evangelische Frau in den Wahlkampf. Letztere Fragen wurden ausführlich erörtert, und die Haltung der verschiedenen Parteien auf Grund der Antworten ihrer Landes- vorftände beleuchtet. Frl. Flick besprach den Wahlvoryang selbst, Pfarrasststent Schäfer die Verhältniswahl; Frau Hamel forderte zur Wahl auf als einer Bckenntnispflicht. die aus lebendigem Glauben folge. Ein kurzes Schlußwort von Pfarrer Mahr beschloß den anregenden, gut besuchten Frauenabend. ’♦ Lichtfpielhaus, Bahnhofstraße 34. Heute ist der letzte lag des Hella-Moja unb Hanna-Brink- mann-Filmes. Ab morgen bis einschließlich Freitag spielt Eva Speier in ihrem neuesten Filmbrama Es war ein Traum. Außerbem wirb gegeben So'n Klemer Schwerenöter, Lustspiel in zwei Akten, in der Hauptrolle Emil Sondermann unb Richard Senius. Gietzericr Stadttheater. Der Revisor. Komödie von Nikolaus Gogol. Gießen, 18. Januar Es Ware nicht uninteressant, einigen Fäden nachzugehen, die diese Satire auf die Würden- träger einer russischen Provinzstadt mit der in diesem W.nter gcgebeten Satire Ludwig Thomas „Die Medaille" verbindet. Es ist nicht allein die allgemeine Zuspitzung der Sattre auf einen eitlen und beschränk en Beamten, und die Aehnlichfeit des Schlußes etteS, die einen solchen Vergleich rechtfertigte. Gogols russische Thpen stehen unserer Kenntnis zu fern, als daß wir uns von bet ursprünglichen Treffsicherhtt der Satire allein schon gewinnen lassen könnten, und der letzten Endes auf Kotzebue zurückiührende Ausbau des Stückes g-nügt unteren Anlprüchm auf formstrenge Geichlo senh^it keiircs.oezs Wenn ttotzdem die Kmnod.e von Anfang an in Spannung hält, so liegt das an der glücklich gehandhabten lieber raschungs echnik, die immer wieder eine Situation zustande bringt, aus die man im Augenblick nicht vorbereitet war. Ter Inhalt läßt sich in kurzen Worten zu» lammcnfaifen: In bet Beamtenschaft einer russischen Ptooinzstadt hat die Ankündigung eines Revisors als Schreckbombe eingeschlagen. Ter Spürsinn zweier männlicher Klatschbasen glaubt den inkognito reisenden Revisor in einem jungen Peters bürget Beamten zu erkennen, der eine Reise aus Geldvetlegenbeit nnterbreck>m mußte und durch großstädtisches Wesen ausfällt. Tie gany Stadt kriecht zu seinen Füßen, und die Beamtenschaft ivctteifert, durch Bestechung seine Aufm-rksamkeit von allzu russischen Zuständen abtulerlen Der falsche Revisor führt feine Rolle bis xut Verlobung mit dem Gouverneurs! öchterkein durch. Tann ver- schwii! t er. Ter Postdirektor hat aber einen Bries gcöiinft, in dem er einem Journalisten ben Spaß ik vttbiüijtt Äcauttenschaft hat r<4 noch nickst mit dem bösen Streik abgefundm, als ste zu dem echten Revisor besohl .vi-u. oct mznn- schen eingctroffen ist. Karl B ol ck, der für bie ©prelletning zeichnete. !Kitte die schwierige Aufgabe zu beroäitig'n, dre von Episoden g.speiste Sar.biung im Flui; zu Hachen und dem Einzelipeier seine Sondrstellung m Gruvpensrr^l zu wahren. Er wurde feinet Aufgabe in hohem Maße gerecht. Eine Frage jxriönltaxr Auffassung wäre es, über Szenen von untergeordneter Bedeutung etwas schneller hinwegzugleilen. Bei der großen Zahl der Mitspiclendeu ist e5 nicht möglich, bei den ßeifhrngen des einzelnen eing.hender zu öerlvcilen. Oskar Feigel durfte bei seinem Gouverneur neben geglückteren Cha- raktercigentüml: chkeiten auch den brutalen Gewaltmenschen schärfer zeichnen. Rudolf Ielilosf hätte, roetrigrteiid nach Westeuropa schein Emiftuden. um einige Grad älter und gereifter sein müssen, um den Skrctitfall einer ganzen Stadt auf sein Aut- treten hin begreiflich zu machen. Besonders erouick» lich waren Ludwig Gr osser und Artur Rep- pert als die zw.llingshaftrn, Gutsbesitzer Dob- tschinski und Bobtschinski,d ie von der Arhnlichkcit ihrer Figur noch besonders wirksam unterstützt wurden. 5fn sich gerundete Gestalten boten Walter a n se r als Kreisrichler, Karl B o l ck als Schul- rektor, Wilhelm Koch als Postmeister, Rudolf Goll a's fcoipi'.aiDertoalter und Otto Conradi als Potizeiinspeltor. Karl Ernst Schaum hatte sich für den ßeibeigenen Ossip eine prachtvolle Maske zurcchigelegt. Auguste MarckS fand als Frau Andrejewna eine glücklichere Verwendung. Alice P oe tz s ch als Tochter blieb in ber Darstellung ziemlich blatz. Nebenpersonen, wie auch die drei Kaufleute fügten sich organisch ein. Im ganzen war es ein sehr lohnender Abend. zx. Letzte Nachrichten. Wahlergebnisse. Gberheffen. *♦ DaS Ergebnis in der Stabt Gießen wie der einzelnen Orte des Land kreifes Gießen war bis um ’/<$ Uhr nicht zu erfahren. Aulendiebach. Demokraten 9, Sozialdemokraten 83, Zentrum 0, Deutsch-natl. Volks- Partei 21, Deutsche Vollsv. 16, Unabhängige 17. Bönstadt. Demokraten 18, So ialdemo^ traten 99, Zentrum 8, Teutsch-natl. VolkSparlei 97, Deutsche Volkspartei 108, Unabhängige 48 Büches. Demokraten 48, Sozialdemokraten 32, Deutsch natl. Boll spartet 37, Deutsche VolkS' Partei 1, Unabhängige 1. Diebach. Demokraten 22, Sozialdemokraten 37, Zentrum 0, Dcutsch-natl. Vollspartei 72. DeMiche Vollspartei 2, Unabhängige 1. Dudenrod. Demokraten 41, Sv',mldemo traten 12, Zentrum 2, Deutschmatl. Volkspartei 2, Deutsche Vollspartei 5, Unabhängige 0. Büdesheim. Henrich 88, Ulrich 419, Wer- ner 127, Becker 22 Beckmann 4. Eckartshaufen Henrich 59, Ulrich 213, Schmitt 2, Werner 60, Becker 11, Beckmann 0 Friedberg. Henrich 1343, Ulrich 1668 Schmitt 494, Werner 402, Becker 862, Beckmann 220. Glauber g Henrich 24, Ulrich 208, Schmitt 0, Werner 78, Becker 9, Beckmann 17. Hainchen. Denrich 14, Ulrich 237, Schmitt 0, Werner 0, Becker 26, Beckmann 8. Öain-Gründau. Denrich 31, Ulrich 187, Schmitt 2, Werner 35, ©etfet 10, Beckmann 37. Degheim. Denrich 23, Ulrich 11, Werner 28, Becker 2. Dolzhausen. tzenrich 43, Ulrich 123, Werner 175. Langenbergheim. Henrich 75, Ulrich 235, Werner 21. Lindheim. Denrich 56, Ulrich 235, Werve 3, Becker 26, Beckmann 18. Maibach. Henrich 16, Ulrich 42, Werner 12 Decker 3. Melbach. Denrich 2, Ulrich 135, Schmitt 0 Werner 172, Becker 16. Mittelgr ündau. tzentich 3, Ulrich 247 Schmitt 3, Werner 34, Beckmann 3. Gelnhaar. 19 Denrich, 94 Ulrich, 133 Deck mann. Leidhecken. 11 Henrich, 147 Ulrich, 41 Werner. Nidd a. 584 .Henrich, 508 Ulrich, 32 Schmitt. 93 Werner, 44 Becker, 1 Beckmann. Kohden. 28 5)enrich, 139 Ulrich, 48 Wer ner, 7 Becker. K>nmnLcrJorf,t2?itt*n Schotten). 23 Henricb 120 Ulrich, 68 Werner, 3 Becker ?ber-Widdersheim. 50 Henrich, 111 Ulrtch, 116 Werner. Münzenberg. Henrich 68, Ulrich 19-! Schmttt 1, Werner 178, Becker 26. -^Areder-Florstadt. Henrich 60, Ulrü? 710, 5, Werner 41, Becker 22. Tauernheim örnrich 24, Ulrich 235 Werner 13, Becker 5 । QA Vbt Henrich 38, Ulrich 190, Wermt 30, Becker 3. „ 6rari* 17S- Ulrich 59, Koerner 88, Becker 2. u hänfen. Henrich 61, Mrich 14, Werner 5, Becker 26, Beckmann 2 322 ^Äcker 6 ?°' 382' Werner Sseld. Ulrich 999, Schmitt 97, ftfeti 980, Werner 191, Becker 416 Z"6enrod. Ulrich 96, Schntitt 2, -cmrich 46, Werner 73, Becker 3. «iben. Ulrich 36, Henrich 76, ferner 6 Jöedet 4. q. ^ich 36, Henrich 54, Werner 59. -öetier 4. -5yoL Ulrich 49, Henrich 19, Werner 210, '-öe cf er 68. Sxnii<6 27, Ulrich 247, «*rncr 37, Becker 13. &raCab7ÄRflbL 7 305 U--ch. 9E 211 31 201 «rich. bi ohrba ch 35 tzenrich, 152 Ulrich 19 Lchmrtt, 5 Werner, 17 Becker. Slabtu- 18 Henrich, 126 Ulrich, 6 Wenter 64 Becker. Wolf. 22 Henrich, 147 Ulrich, 26 Werner 1 Beckininn. au 3d) 626 b^rich, 555 Ulrich, 86 Werner, 51 Becker. Michelbach. 145 Henrich, 7 Ulrich, 10 Werner. Sfma.e'nia^- 80 196 Uto* M Ulfa 824 Henrich, 180 IHrttS, 14 Werner. Busenborn. 79 Henrich, 6 Ulrich, 8 Verner. Breuncheshain. 74 Henrich', 7 Ulrich, '47 Werner. Effolderbach. 18 Henrich, 93 Ulrich, 83 -Serner, 1 Becker. Usenborn. 96 Henrich, 85 Ulrich, 41 Werner, 4 Becker, 10 Beckmann. Ober-Seibertenrod. Henrich 32, Ulrich 38, Werner 26. v Rudingshain. Henrich 45, Ulrich 34, Werner 171. Ulrichstein. Henrich 149, Ulrich 121, Werner 48, Becker 48. Schotten. Henrich 626, Ulrich 555, Werner 86, Becker 51. Steinberg b. Gedern. Henrich 24, Ulrich 100, Werner 70. Wallernhausen. Henrich 114, Ulrich 65, Werner 156, Becker 8. * Allmenrod. Henrich 52, Ulrich 60, Becker 29, Werner 28. Angersbach. Ulrich 419, Henrich 81, Becker 171, Werner 15. \ Bermuthshain. Ulrich 90, Henrich 34, Becker 109. Lorbach. Henrich 35, Ulrich 152, Bcck- nrann 13. Wenings. Henrich 177, Ulrich 109, Werner 40, Becker 8, Beckmann 2. Büdingen. Henrich 489, Ulrich 866, Schmitt 50, Werner 149, Becker 153, Beckmann 8. Eschenrod. Henrich 123, Ulrich 58, Werner 53, Becker 13. Höckersdors. Henrich 46, Ulrich 48, Werner 34. Mittel-Seemen. Henrich 11, Ulrich 90, Werner 11. Nieder-Seemen. Henrich 10, Ulrich 56, Werner 10. O ber-S chmit ten. Henrich 52, Ulrich 123, Schmitt 4, Werner 33, Becker 3, Beckmann 2. Fauerbach bei Nidda. Henrich 108, Ulrich 96, Werner 13, Becker 5. Michelnau. Henrich 46, Ulrich 38, Schmitt 32, Werner 34, Becker 6. Bellmuth. Henrich 18, Ulrich 20, Werner 16. Lißberg. Henrich 91, Ulrich 89, Werner 3, Becker 3, Beckmann 1. Geber n. Henrich 520, Ulrich 221, Werner 61, Becker 34. Eichelsdorf. Henrich 141, Ulrich 3, Werner 63. Wingershausen. Henrich 94, Ulrich 6, Werner 30. L tvrnfels. Henrich 70, Ulrich 13 Obermoos. Ulrich 31, Henrich 55, Becker 5, Werner 19. Queck. Ulrich 101, Henrich 11, Becker 65, Werner 140. Radmühl. Ulrich 37, Henrich 45. Rimbach. Ulrich 47, Henrich 8, Becker 82, Werner 27 Salz. Ulrich 51, Henrich 3, Werner 3. Sandlofs. Ulrich 13, Becker 80, Werner 26. Schadges. Ulrich 13, Henrich 1, Becker 4, Werner 37. Sch l i tz. Ulrich 736, Henrich 206, Becker 330, Werner 163, Schmitt 17. Stockhausen. Ulrich 197, Henrich 127, Becker 9, Werner 71. Netzhausen. Mrich 16, Becker 45, Werner 35. KirchgönS. Henrich 34, Ulrich 183, Beckmann 0, Becker 23, Werner 127, Schmitt 0. Heide nberg en. Henrich 55, Ulrich 438, Beckmann 18, Becker 26, Werner 9, Schmitt 317. Düdelsheim. Henrich 88. Ulrich 419, Beckmann 4, Becker 22, Werner 127. Ober-Flor stabt. Ulrich 114, Beckmann 2, Becker 10, Werner 6, Henrich 0. Rendel. Ulrich 211, Henrich 108, Deckmann 11, Decker 0, Werner 93, Schmitt 3. Petterweil. Ulrich 179, Henrich 13, Deckmann 6, Decker 17, Werner 84, Schmitt 8. Massen heim. Ulrich 132, Henrich 14, Decker 20, Werner 41, Schmitt 6 Kloppenheim. Ulrich 10, Henrich 2, Beck- mann 44, Becker 0, Werner 4, Schmitt 89. Faue r ba ch o. d. Höhe. Henrich 3, Ulrich 193, Beckmann 0, Becker 33, Werner 185. Vilbel. Henrich 541, Ulrich 1766, Beckmann 168, Becker 40, Werner 85 Schmitt 161. Berns hausen. Ulrich 38, Henrich 3, Becker 90, Werner 3. Butzbach. Henrich 838, Mrich 815, Beckmann 38, Becker 250, Werner 244, Schmitt 150. Hochmeise l. Henrich 19, Ulrich 146, Beckmann 2, Becker 16, Werner 239. Griedel. Henrich 84, Ulrich 281, Beckmann 25, Becker 10, Wnner 168, Schmitt 5. Ober-Hörgern. Henrich 21, Ulrich 6, Werner 197. Klein-Karben. Ulrich 74, Henrich 50, Deck- mann 349, Becker 19, Werner 0, Schmitt 362. Dortelweil. Mrich 206, Henrich 51, Beck- mann 55, Decker 15, Werner 67. Hemmen. Ulrich 9, Henrich 2, Becker 64. Holz-Mühl. Ulrich 8, Henrich 74, Werner 2. Hutzdorf. Mrich 63, Henrich 8, Becker 52, Werner 18. yiicoerroetlel. Henrich 210, Ulrich 217, Beckmann 7, Becker 43, Werner 485, Schmitt 7. , Ost heim. Henrich 68, Ulrich 80, Beckmann 4, Becker 20, Werner 118. Münster. Henrich 8, Mrich 21, Beckmann 11, Werner 45 Bodenrod. Henrich 16, Ulrich 3, Werner 56. Bad-Nauheim. Sozialdemokraten 1785, Unabhängige 32 Zentrum 384, Demokraten 1090, Deutsch-naiioirale 587, Deutsche VollsMrtei 519. Wahlkreis Friedberg-Büdingen. Sozialdemokraten 16 900, Unabhängige 1948, Deutsch-nationale Bollspartei 2157, Demokraten 2953, Deutsche Volkspartei 6765, Zentrum 2019. Willofs. Ulrich 47, Henrich 43, Becker 33, Wenter 7. Lauterbach. Ulrich 1154, Henrich 742, Schmitt 29, Becker 336, Werner 107. _ Crainfeld. Ulrich 68, Henrich 171, Becker 10, Werner 12. Fleckenbach. Ulrich 70, Werner 3 Fraurombach. Ulrich 25, Henrich 6, Becker 79, Werner 16. Steten ft einau. Ulrich 215, Henrich 120, Becker '10, Werner 15, Beckmann 1. _ Vlitzenrod. Ulrich 93, Henrich 10, Becker 6, Werner 23, Schmitt 1. Grebenhain. Ulrich 115, Henrich 128, Decker 40 Werner 41, Schmitt 5. Gunzenau. Ulrich 99, Henrich 10, Becker 6. Hartershausen. Ulrich 44, Henrich 9, Becker 61, Werner 10. Heuchelheim (Wctterau). Ulrich 742, Henrich 133, Beckmann 239, Becker 34, Werner 175 Lang-Göns. Ulrich 367. Henrich 120, Beckmann 5, Becker 45, Werner 401. Großen-Lind en. Ulrich 645, Henrich 132, Beckmann 74, Becker 30, Werner 301. Land en hausen. Ulrich 237, Henrich 19, Becker 35, Werne'-, 85. Maar. Ulrich 209, Henrich 19, Becker 49, Werner 118. MetzloS. Ulrich 46, Henrich 23, B-^er 2, Werner 3. M etzlos-Gehag. Ulrich 40, Henrich 12, Werner 4. Niederstoll. Ulrich 46, Henrich 10, Becker 25, Werner 8. Loesberg. Ulrich 47, Henrich 13, Becker 19, Werner 6. Schmitt 2. hcssen-Nüffau. Hanau. Sozialdemokraten 3484, Unabhängige 3684, Demokraten 3019, Zentrum 705, Demokratsiche Dolkspartei 966, Deutschnationale 190. Wetzlar.Land. Sozialdemokraten 9732, Unabhängige 516, Demokraten 4743, Zentrum 145, Deutsch r Volkspartei 2639, Deutschnationale 1839. Marburg.Stadt Sozialdemokraten 1954, Un abhängige 244, Demokraten 3127, Zentrum 652, Deutsche Dolkspartei 1855, Deutschnationale 2032. Dillenburg. Sozialdemokraten 767, Unabhän. gige 13, Demokraten 907, Zentrum 241, Deutsche Dolkspartei 272, Deutschnationale 634. Weilburg-Stadt. Sozialdemokraten 488, Unabhängige 13, Demokraten 1073, Zentrum 173, Deutsche Dolkspartei 528, Deutschnationale 35. Weilburg.Land. Sozialdemokraten 4700, Unabhängige 175, Demokraten 3310, Zentrum 332, Deutsche Dolkspartei 1270, Deutschnationale 77. Kreis Limburg. Sozialdemokraten 3428, Unabhängige 100, Demokraten 4724, Zentrum 4899, Deutsche Dolkspartei 1291, Demschnationale 503. Aus dem Reiche. Barmen-Stadt. Tentsch-nation. Volksp. 22986, Zentrum 8316, Demokraten 12 669, So zialdemokraten 29 302, Unabhängige 10 949. Nordhauscn (Stadt und Land». Deutsch nattonale Volkspartci 5099, Zentrum 689, Temo- krattn^ 10 318, Sozialdemokraten 5633, Unabhän?,. Magdeburg-Stadt. Dentsch-nativnalr Vobsp. 5119, Deutsch' BÄÄ ar.ei 7205, Zentrum 3514, Demokraten 42114, Sozialdemokraten 103 483, Unabhängige 10 637. Frankfurt-Oder. Teutsch-nat. Volksp. 2771, Deutsck)e Volksp. 3366, Christliche Volksp. 3131, Demokraten 10186, Sozialdemokraten 20 579, Unabhängige 742. Braunschweig - Stadt. Braunschweigisch. Landes-Wahlverband ^Vereinigte Bürgerliche, ohne Demokraten 16 477, Demokraten 16 200, Sozial demokraten 16 363, Unabhängige 26 335. M ecklenburg - Lübeck. 35. Wahlkreis. 19. Jan., nachts PA Uhr. Tie verbundenen Listen der Teutsch-nat. Volkspartei, Deutschen Volksparlei und Bauernbund erhielten zusammen, 61 000 Stimmen, die Demokraten 113 000, Sozialdemokraten 175 000. Es entfallen aus Deutschnationale Volks partei ISitz, Demokraten 2, Sozialdemokraten 3. Oldenburg. Teutsch-nat. Dolkspartei 183, Zentrum 960, Deutsche Volksp. 3536, Demokraten 7941, Sozialdemokraten 5147, Unabhängige 116. Nosto ck. Teutsch-nat. Volksp. 2967, Deutsche Volkspartei 4086, Bauernbund 17, Demokraten 11704, Sozialdemokraten 20 095. Emden. Teutsch-nat. Volksp. 1539, Zentrum 735, Deutsche Voltspartei 419, Demokraten 3923, Sozialdemokraten 4376, Welfen 5, Unabhängige 1240. Danzig. Teutsch-nat. Volksp. 11 700, Zen truni 13 300, Demokraten 23 500, Sozialdemo traten 32500, Unabhängige 6800. Frauen-Versammlung im Stadttheater am Dienstag d. 21. Jan. 1919 abends 71/« Uhr Redner: Herr Professor Schian OTD Die falsche Frau onI die tatoe Ml Frauen und Männer aller Parteien und Stände sind eingeladen Gießener Frauenvereinigg. f. Wahlarbeiten. Mittwoch den 29Januar abends’/28 Uhr im Saale des Hotels „Grossherzog von Hessen“ Vortragsabend von Frau Mendelssohn-Bartholdy unter gütiger Mitwirkung von Frau Dr. Spohr (Violine) und Dr. G. Rasner (eigene Kompositionen). Der Reinertrag ist für die deutschen Gefangenen in Sibirien bestimmt. KARTEN zu 3, 2 und 1 M. sind in der Musikalienhandlung von Ernst Chailier (Telephon 671) und abends an der Kasse zu haben. Me XlaVkr- Stimmen, Reparieren, Polieren 288 in erstklass. Ausführ. B. 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Verschiedenes. Gienen, am 11. Januar 1919. Ter Vorsitzende des AnisichtsrateS der Banaeuosseuschast 1894 zu Giekreu e. (S. »>. b. H. Dr. Kraus mütler. 4821) IGiessener Konzert-Verein. Mittwoch den 22. Januar 1919, abends 7'/, Uhr, in der Ktadtkirche viertes Konzert. Frau Anna Kaempfsrt (sopra) Kammersängerin aus Frankfurt a. M. Herr Arno Landmann Organist der Chrlstusklrehe in Mannheim. Prooramni" Orgelwerke von Bach und Reger, H ' Cesäjge von Bach. Morari, Seyboth, Landmann, Reser und Böhler. Ueberechuß f. Krlegswolilfahrtazwecke I Eintrittspreise: M. 4.—. 3.—. 2.—, L— u. 0.75 vom 19. Januar ab bei Ernst Chailier, Neuenweg 9 (Tel. 671). Studentenkarren, num., M. 0.75 nur beim Hausverwalter der Universität gegen Vorzeigung der Ausweiskr.rte. II Die Ihr die Ania zrb 4. Konzart ansgegebenen b Atoanomentskarton ha*?en keine uttit gksil, diese 3 massen bis zum 13. Januar bei Ernst Chailier B gegen Plätze für die Kirche nmgetaunoht werden. 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Januar, abends um 8V, Uhr pünktlich, im grossen Eöraaal des Physik. Instituts (Stephanstr. 24). Der Vorstand: “»D Grünewald, Justizr. Dr. Behaghel, Geheimer. AkilW-Mmalk Polbportri. Heute Montag den 20. Januav 1919, abends ?V2 Uhr, im Postkeller sein Eiglieiier-teelMj ^LJchtspi dh aus Bahnhofstrasse 34 LLLLLLL .rxxxxzxxxxxxxxxxxxxxxxxi xxxxr 1* Täglich erstklassige Kftnstlerkonserto I XSZT Heute letzter Tag: “WS Hella Moja und Hanna Brinkmann. Ab morgen bl« Intel. Freitag: Eva Speier in ihrem neuesten Filmdrama In SAkten Es war ein Traum Ausserdem: So’nkleinerSchwerenöter Lustspiel in 2 Akten. — I. d. IL: Emil Sondermann u. Richard Senin*. Lagerplatz mit Anschlnhgeleise, für Flaschenlager geeignel, 9uiöe Gülerbahnhoi Gieben gesucht. Angebote an AkticngcscUkchast Bad Salzschlirs. 869 ünterzenge für Damen: gewebte Korsettschoner und Unter- Jäckchen, Trlkot-üniertailleu, Hemd- hoson, Damanstrümpie von M. 7.50 an, Ffissltoge zum Ansetzen. I682a Fritz N owack AktztsihkVSÜiKMtl'j. Bezahlte unb freiwillige Kräfte zum Hilfsdienst und zur Werbearbeit, insbesondere zum Verteilen der Stimmzettel an den Wahllokalen «sw. für die Wahlen zur hessischen Volkskammer am Sonntag den 26.1. M, mögen sich melden auf dem Parteibureau, Kirchstraße 16, Gewerbehaus (9—12 u. 3—6 Uhr), Deutsche demokratische Partei. Mitslieder-Versamiluog Dienstag -en 21. Januar, abends 8 Nhr im Hotel Schütz. — 1 Tagesordnung: Wahlergebnisse und Vorbereitung der Wahlen zur hessischen Volkskammer. Um zahlreiches Erscheinen wird dringend gebeten. 864v Der Vorstand: Prof. Michel. Bauholz-Versteigerung Nächste» Donnerstag den 23. Aanuar 1919 soll im Steinbacher Gemeindewald, Distrikt Hegheck, nachverzeichnetes Holz öffeni lich versteigert werden: 148 Stück Fichtenstämmc — 63,42 Fstm. 340 M Fichtenderbstangen = 14,88 „ Der Anfang ist vormittags 9 Uhr im Notacker am Fernewald. Steinbach, am 17. Januar 1919 Bürgermeisterei Steinbach. Krämer. i ■■ Herr Friedrich Helfrich Leutnant Otto Braunwarth Stadtverordneter Wir bitten um stille Teilnahme Gießen, den 18. Januar 1919. Die trauernden Hinterbliebenen Die Mutter Frau Elise Braunwarth geb. Brückmann. Privat Neuhof, den 17. Januar 1919. 859 Fräulein EmmaSoldan Musketier Tttf.-Rgt. 118, 7. Komp im Alter von 24'/, Jahren. Oießen (Ludwigstr. 20), Darmstadt, 19. Januar 1919. In tiefer Trauer 101145 Acker Wromotoren Elisabethe Frank geb. Kutscher Verkäufe rMietgesuche [I au taufen Belegenheit 15000 M. Reute g'H bet Stickseide unserer Engro [Stellenangebote I Lehrmädchen >°lr Ein Lehrling gesucht. 01092 sa** Putzfrau aroeimal die Woche gesucht empfiehlt sich für Gießen. Angebote inner 01149 an den (Siebener Anzeiger. Katharine Süttner Robtreim bei Hungen 14 Wochen all. Pflege neben. Bostassistent, 26 Jbr^ ev.. »viinscht Briefwechsel mir netter Tarne, zwecks näh Bekannt sch. und spaterer Heirat. Schriftl. Ang. unt •»1023 a. d. (Sten. 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Die Beerdigung findet Mittwoch den 22. Januar nachmittags 3 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. den ich jeden Tag von Rußland zurückerwartete, bereits am 23. Dezember nach 4 72 jähriger, treuer Pflichterfüllung den Tod für sein Vaterland in der Ukraine gefunden hat ZnverL LaalmUckei ob. LinUras in kl. Han>h ges. 01134 yöberftr. 20, L sofort gesucht. Angebote mit Bild und Zeugnis- abschriftcu unter 01158 an den Gieh. Anz erbeten. ttraiikenpsleger sucht Stellung in Privat. "Nachzufragen in Wiefcck, Grabenstrabe 2t! (01135 mitPr.au Geir. Ctcfsau, Glaubrechtstr. 3111. (lUII, Das. ein aut erh.Sitzliege wag.nuGuminir bill.zu v. Kaufe jeden Posten Zlffaretien Einen Lehrling, sowie Lehrmädchen suchen w Ottern 6*3 Brillier Schmidt ______SelterSweg hä. eomtbei SÄ’diii Wahlrech mailiche fratisch g dah die im Sold« rückt m« ^luet an>t. Studenten suchen, wenn möglich ab 15. 2. 19, möbl. Studier- ntib Schlafzimmer mit zwei Betten und voller Pension. Angeb. unter 011-7 an den Gieh. Anz. 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