8ung ins 6 Heuminn. ler Liebe l Feuer: ibemiene". J 14 Akten. !n40^#nÜ- *4^ &®» Ni . A . B. . C . C. .< v. . E . F. 1919. 1&; wifttr 'LchtnsmUrlaN iSReparie IS, Flügeln u.Harmonit tadelloser Ausführanf. Sc^iuter,torBj" leßen, Bthittelrili HL aaigebnKlavierethödutfre r abend. 7'/, Uhr । „Einhorn'* ;perimental-Vortrag MY ld beispielloner Erfoljt) fellendnor - Be„ r-SÄ5 Bnfe»11« r'eh7r Splrit|llen' "ah8L%ie Gebier- äh-e»0* 0 in KassenoftnunK er 47. 47. , 47. , 47. , 47. „ «• - xootmbtt •*4« II 4f, niiSiDfiitfl 18 •UL, für Rellame- anzeigen von 70 mm 1?re*ie 48 Pf. ’Brt Platz» voi idmn20e/ ,9luifd>lag. Hauvtschritleiter: Aug. Loen. üerQntiDortlid) ■ füt Politik: ’Mufl. ®oetj. für benübriafulriL Dr. Renidold Jem; für den Anzeigenteil: ö Beck; fäiniiich tu Dieben m. 271 Ter 6ktnzeiger •!<&«■» postschedidnto: Zranlsvrt a. M. 11686 genug ist. Im übrigen erkläre ich. daß General Luden- dorsf und i ch bei allen großen Gntfdjei» düngen die gleiche Auffassung gehabt und in voller Uebereinstimrnung gearbeitet haben. Wir vertreten auch hier. Hand in Hand, die Aussassun- aeit »md Handlungen der O. H. L. seit oem .29. August 1916. Wir hielten den uneingeschränkten U-Boot Krieg schon bei unserem Eintritt in die O. H. L. für geboten. Anfangs 1916 war nicht zu übersehen, daß, wenn Armee unb Marine ihre Vorbereitungen für den U-Boot-Krieg beendet haben würden, die Führung des U-Boot-Krieges zur Pflicht wurde, weil anberc Mittel, der schwerbedrängten Westfront zu Hülfe zu kommen, nicht bestanden: der U-Boot-Krieg aber war der einzige Weg, den Krieg zu beenden. Das Wort ergreift sodann General Ludendorff: Ms Generalfeldmarschall v. Hindenbuvg irru) ich in die O. ö. L. eintraten, war die Lage sehr ernst, wir standen an der Front den Feinden gegenüber wie 6 zu 10. Die ungenügende Materialarisstat- tung urrd die zu geringe Vrnnitionsausstattnng bedeut le mit klaren dürren Worten die schwersten Verluste an Menschenleben und Wervn. Für den GeneralseLmarsclMl und mich war bei der Stellungnahme für den U-Boot-Krieg lediglich der Grund rnaßgelxrnd gewesen, daß der Reid>skanzler ein feindseliges Verhalten Dänemarks unb Hol- lands unter dem Drucke Englands in den Kreis seiner Berechnungen zog Md id il wir st inen Mann übrig hatten, um die Grenze zu schützen. Als wir GietzenerAnzeiger Eeneral-Anzeiger für Gberhesien SmirfingsrunbhniÄ n. Verlag: SrShl'lche Univ.. Such. n. Steinbruderei K. Cartgt. SdirifUeitnng, S-lchästsft-ll- u.Drudcrei: Lchulstr. 7. urteil. Generalfeldmarschall v. Hindenburg: Heimat hat uns von diesem Augenblick an nicht mehr gestützt. Seit dieser Zeit fetzte auch die heimliche Zersetzung von Heer und Marine ein. Die Wirkung dieser Bestrebungen war der Obersten Heeresleitung während des letzten Kricgsiahrcs nicht verborgen geblieben. Die braven Trnp- ven, die sich ton der revolutionären Einwirkung frei hielten, hatten unter der Einwirkung durch du revolutionären Kameraden schwer zu leiden. (Glocke des Vorsitzenden. Nach Rücksprache mit den Abg. Warmuth uni> Dr. Sinz Heimer unterlaßt Vorsitzen- der Gothein jedoch eine Unierbrechung des Gericrcil- feldmarschalls.) liniere Forderung, strenge Zucht und eine strengere Handhabung raite-er Gesetze durchzuführen, wurde n i ch l erful t. So mutzten imfert Operationen mißlingen, so mutzte der Zusammenbruch kommen: die Resolution bildete nur den Schlu ßste» tl Em engln&er General sagte mit Recht: Die deutsche Lfemee »st militäriselLN Mitteln an. Unsere Friedenspolitik batte versagt. Wir wollten fernen Krieg und be- Barnen doch den größten ... Vorsitzender Got Hein (unterbrechmd): Hier ist ein Werturteil. Ich möchte Sie darauf aufmerksam machen, daß Werturteile durch die Bekundungen der Zeugen nicht ausgesprochen werden sollen. Ich erhebe also gegen diesen Satz Einspruch. Ebeneralleldmarschall v. Hindenburg (fort» fahrend). Dann lasse ich tue Weltgeschichte darüber entscheiden. Ich weiß nur das eine mit absoluter Gewißheit: Das deutsche Volk wollte den Krieg nicht, der de»ltsche Kaiser wollte ihn nicht, die Rechnung wollte ihn nicht und der Große General stab erst recht nicht. Daß die militärische Zentralleitung aus die Möglichfeit eines etwa unvermeidlichen Krieges Dorbereitet war, ist selbstverständlich: dazu war sie da. Wir betrachteten es als unsere vornehmste Aufgabe, den Krieg durch militärische Mittel so schnell uitb so günstig als möglich zu beenden, nm es der Reichsleitung zu ermöglichen, die Geschicke des Landes wieder mit den normalen Friedensmitteln zu bestimmen. Wir wußten, was wir von dem Heer, der oberen und unteren Führung, und nicht zuletzt von dem Mann im feldgrauen Rock zu fordern hatten und was sie geleistet haben. Aber trotz der ungeheuren Ansprüche an Truppen und Führung, trotz der zahlenmäßigen Ueberlegenheit des Feint es konnten wir den Lamps zu einem glücklichen Ende führen, wenn die geschlossene und einlieitliche Zusammenwirkung von Heer und Heimat eingetreten wäre. Aber was geschah mm? Während sich beim Feind, trotz seiner lieber legen h,nt, ein Zusammenarbeiten aller Parteien und aller Schichten zeigte, so daß sie sich in dem Willen ' jum Sieg immer fester zusammenschlossen, machten sich bei uns, und zwar je schwieriger unsere Lage wurde, desto mehr, die Parteiinteressen geltend. Vor). Gothein (unterbrechend): Hier handelt es sich wieder um ein Werturteil, dos über das Volkim Innern gegeben wird. Nach den Beschlüssen des Ausschusses sollen solch- Werturteile nicht abgegeben werden. Ich bitte also, diese Stelle zu üoergehen. Generalfeldmarschall von Hindenburg: Diese Zustände führten zur Spaltung des Siegerwillens. Bors. Gothetn: Das ist ein Werturteil, gegen ija3 ich Einspruch erhebe. Gen era l seldmars chal l von Hindenburg: Die Geschichte wird über das, was ich nicht weiter ausführen darf, das endgültige Urteil fällen. Als wir unser Amt übernahmen, stellten wir bei d.r Rcchsleitung eine Anzahl von Anträgen, um dte Zusammen Wirkung aller Kräfte her- beizuführen. Was schließlich wieder durch die Einwirkung der Parteien aus unseren Anträgen g - worden ist, ist bekannt. Ich wollte Kraft und Mitarbeit gewinnen, bekam Verjagen und Schwäch:. Bors. Gothein: Das ist wieder ein Wertdaten den Krieg gegen uns als ein:n Kreuzzug bezeichnet haben. Wenn Bernstorfs bekundete, daß wir Amerika vom Eintritt in den Krieg nur hätten abhalten können dadurch, daß rtnr Wilsons Vermittlung annahmen, so frage ich, ob er davon mich dem Leiter der früheren kaiserlichen Regierung Mitteilung gemacht Hot. Ich habe gleichfalls von dieser Auffassung des Grasen Bern- storss bisher nichts gehört. Hingegen hatte Herr v. Detlnnann Dollweg festgestellt daß Grasv Bern- ftorn hier zum erstenmale mitteilte, daß Wi.son unmittelbar nach der Susscx-Note durch den Obersten House wtssen ließ, er könne geg.'n England nichts machen, weil bie öffentliche Meinung bargen wä «. Auch hiervon wußte ich nickte Dann o l ich gesagt haben, ich wo le den Fried n nickt: in drei Monaten wäre die Sacke ohn hin durch den U-Boot-Krieg beendet in i arker Erregung u. d mit der Faust aur den Di ch ich aiend) Dieie Worte habe i ch nicht gesagt Ich ver- a;gc. daß der GencraliClbmarickall und meine sämtlichen M.tarbeiter darüber ve-nommen nerden, ob ich jemals sagte, daß ich dem deutschen Volke keinen Frieden bring n wolle. Das i l ein Hohn aui die Verantwortung, die ich in meinem Herzen fühlte. Ich verlange, daß durck bie Berne Innung aller Mitarbeiter über diesen Punkt Klarl^it geschaffen wird. Hieraus Varn wieder Generalfeldmarschall von Hindenburg zu Wort: Ich wollte nur aussprechen, daß ich auch entrüstet bin über das, was meinem treuen Gehilfen und Mitarbeiter hier nack)gesagt wurde. Er ist stets für den Frieden eingetreten, aber allcrdnrgs nur für einen ehren- vollen Frieden, und den fronte er damals durch einen deutschen Sieg zu erringen. In diesem Sinne frafren wir Tag unb Nackt gearbeitet. Jedenfalls weise ick den Vorwurf gegen jneinen Mitarbeiter aus oas schärfste und mit größter Entrüstung zurück. _r , Gras Bern storsf: Ick habe weder den Wunsch, noch die Neigung, dem General Lützendorfs in diesem Tone zu antworten. Ich muß lediglich ein Mißverständnis aufklären. Wenn General Ludendorfs meint, ich hätte gesagt, er wolle überhaupt keinen Frieden, so ist mir das gar nicht eingefallen. Was ich gemeint habe, war. daß Ludendorff mir gegenüber ausdrücken wollte, er wünschte Wilsons Fricdcnsvcrmittlung nicht. Etwas atü) er es habe ich weder behauptet, noch behaupten wollen. Als hieraus L udendorff erklärte, lerne Erregung sei erklärlich, dmn Gras Bern stör f sei für ibn der Mann, der ihn an seiner Ehre verletzt habe, erwiderte der Borsitzend.', dieser Sch'uß fei nicht gereckt ertint. denn Bernstorfs habe nur sagen wollen, daß Lud en dorff bie Absicht hatte, den Krieg nicht auf dem Verhandlnngsivege, lond rn butdj den Sieg zu beenden, was ja auch eine berechtigte Forderung sei. Ludendorf ? erklärt-zum Schürfte: Tie Lage war anders, als Graf Bernstorfs ist awah. Wir haben bewiesen, daß wir den Frieden wollten. Als in Rußland^)« Revolution ausbrach und der Erfolg am Stochod Überraschend groß war, bat Herr vvn Bethmann Hvllweg mich, wir möchten von bieiem @tf»ly möglichst wenig mack>en, um die FrilLensverHandlungen mit Rußland nicht zu stören. Tiefer großen Härte unseren Truppen gegenüber (tinrmten auch wir zu. Auck pilichteten wir dem Wunsche des Reichskanzlers bei, in jenen Ta^en bie Russen durch weitere Kä'mpst nicht zu reizen. Dadurch unterstützten wir die Politik des Reichskanzlers, zum Frieden zn kommen. In jenen Tagen Haie ich auch die Bedingungen für den Wafsenstillstand mit Rußland entworfen, die so miloe waren, doß fein Pazifist etwas dagegen eminenten könnt:. Das sind dock schlagende Beweise. Darauf werden die Verhandlungen auf unbestimmte Zeit abgebrochen, weil weder Generalfeldmarschall von Hiudeub arg Bethmann-Hollweg und dem Generalfeldmarschall v. Hindenburg über e.ne Aeußerung d-5 Professors v. Schultze-Gaevernitz (bezüglich dessen Vorwitrs des Twvp.lspiels) erklärte General v. Ludendorfs: Der Artikel des Abg. v. Schnlze-Gaever- nitz hatte nur Bedeutung, weil in ihm betont nxicbe, imr hätten gespielt. Tas ist eine der infamsten Lügen! (Der General wird hier durch den Bo» sitzenden unterbrochen mit der Bitte, derartige Werturteile zu unterlassen und mit dec Erklärung, daß er die Pflicht frabe, Professor v. Schulze- Gaevernitz als Mikglstd der Nattenalveriammlung zu schützen. Zudem habe dieser die betreffende Behauptung gar nicht ausgestellt. Ludendorff: Ick wollte sagen, daß das die Lügen sind, die im Volte umlxrlouftn und dahin lauten, daß wir an allem Bösen schuld sind. Der Borwurs der Zwiespältigtert hält der Nachprüfung nicht stand. Das möchte ich mit al.em Nackidruck betonen. Auf den Vorhalt des Vorsi tzenben, baß Graf Bernstorfs hier vor einigen Wochen Bekundungen gemacht habe über seine Unterredung mit Ludendorss am 4. Mai 1917, wobei 8uben- dorff erklärte, daß jetzt durch den U-Boot-Krieg die Sackte in drei Monaten beendet fein werde, erwiderte General Ludendorff: Wenn Graf Bernstorfs sagte, feine Tätigkeit hinsichtlich de» Friedens wäre mir unerwünsckst gewesen, so ist das falsch. Aber allgemein war mir die Tätigfeil des Grafen Bernstorfs unsympathisch. Ich halte ass für möglich, daß er den Reichskanzler über Willon nicht rechtzeitig unterrichtet hat, und daß er dadurch ba5 Schwanken in der U-Boolsrage veranlaßt hat, was schließlich zum Kriege mit Mmerifa und txm Neutralen führen mußte. Des Grafen Tätigkeit gefiel mir auch deshalb nicht, weil er in Amerika der englischen Propaganda so gut wie nichts entgegen geletzt hat. Aut diese «Propaganda all.'itt führe ich es zurück, daß die amerifainfdjci Sol- Maspiahmen, das Hmdenburgprvgramm, das Hilfsdienstgesetz, und schliesstich der sogenannte AuMärungSdienst und die Aufnahme einer starten Propaganda gegen den Feind bezweckten nur, den Komps für das deutsche Volk so ichnell und so gut wie möglich zu beenden. Als im September 1916 der Reickiskanzler an uns mit dem Gedanken einer Friedensvermi.ttlung durch Wilson frerentrat, stimmten wie zu. Mit Spanniing, aber auch mit Skepsis warteten wir, ob Wilwn wirklich den Frieden vermitteln würde. Als nichts kam, lvaren wir nicht überrascht. Ms der Reick)skanzler dann das Friedensangebot der Mittel- m a (b t e machte, madnten wir gleichfalls loyal mit und zwar umsolicber, als wir den Willen des Obersten Kriegsherrn kannten, seinem Volke den Finden zu geben unb dem Hnre einen ttmen Winttrseldzug zu ersparen. Unsere Lage zu Anfang Dez. 1916 mar trotz unserer glänzenden Erfolge in Rumänien und den heroischen Leistungen an allen Fronten sehr ernst. Der Kräsdeverbrauch war groß. Dazu la in die Ueberlegenheit der Feinde a i Material. Tas Schlimmße al>er war die physische Awvannung der Truppen Der Geist an der Front roar noch ungebrochen Immerhin war die Lage schon so, daß wir zu ßanbe allein auf einen Sieg nicht rechnen konnten. Wir konnten günstigen a ls hoffen, in bet Verteidigung den feindlichen Siegeswislen zu lähmen Wir konnten unS sagen: wir können den Feind nickt zur Friedensbereitscka't zwingen, und wir mfif en, um u ?fer Ziel zu err ich n, de t Krieg so ich e'f n b so gni wie mög ich beenben unb ettvas tun, wenn un er Fri. densangeool kein ni Er olg fa e : 'clte Am 12 Dez m >cr 1916 ging im er Fr e- dersangebot in die Welt Betörten muß ich, daß wir dauernd m vo ler lieber in imm rig mi bet Reichs«eg e ung gearde 11 taixn, bereu Poli il wir nach P licht und G wis'en nack außen unter' stützten. Aus bec Antwort der E tent? auf da- F.-iebcnsangedot sprach der Vernichtuuo.s.oill' Lloyd Georges. Das Angebot tonnte sehr bald als gescheitert gelten. Noch während wir auf die Antwort werteten, machte Wilson seinen Vorschlag auf einen Frieden ohne Sieger unb ohne Besiegte. Bezüglich der Haltung Amerikas stellte dann Generalfeldmarschall von Hindenburg fest, daß durch bie Vernehmung ves Grafen Bernstorff klargelegt wurde, bah Amerika auch ohne den U-Boot-Krieg entschlossen war, gegen uns in den Krieg zu treten. Aus die Frage des Vorsitzenden, ob dies nur für den Fall gelte, daß wir bie Friedensvermittlung ablebnten, äußerte sich Hinben burg: Die vom Reichskanzler angeführten Gründe wurden von uns voll gewertet. Aber die militärischen Gründe waren uns stichhaltiger. Der Entschluß »um U-Boot-Krieg war wohl der schwerste Entschluß, der von uns bis dahin gefaßt wurde. Schwerer war nur noch der Entschluß am 26. Septem Iwr 1918 zum Waffenstillstand. Geneväl L udendorff stellte dann fest, daß in ctiem Telegramm des Herrn do n Lersner an das auswärtige Amt, wonach Hindenburg er» tert habe: ,Lch halte das Wilsonsche Angebot für von En^and hervorgerufen. Wir fbraten aus nationalen Gründen unb mit Rücksicht auf unsere starke militärische Position jetzt nicht darauf ein» gehen. Offiziere und Soldaten erwarten den rück- sidstslvsen Einsatz aller Kräfte" ein halber Satz fehlt. Es müßte hcisrn: ,Lch halte dos Wiljonschc Angck«t für von England fretDorgerufen, umuns hin zu halten". Generalftldmarfcckall v. Hindenburg: Wir (Taben geglaubt, doß das Angebot Wilivns nur aus dem Wunsche heraus ergangen ist, um uns hftizu- IjoIten und um eine Bersdwrfung des U-Boot- krieges, vor dem England schwere Sorge hatte, zu verhindern. . I Im Anschluß an die Berlesmtg eines Bnef- wcchscls zwischen dem früheren Reichskanzler von | Vie Vernehmung hindenburgr und Ludendorsft Die Aussagen der beiden großen Heer Mrer, die gestern vor dem parlamentarischen Ausschuß vernommen wurden, boten ebensowenig sonderliche Ueberraschungen als die vor ihnen erschienenen und befragten Zeugen Hindenburg uno Ludendorff find unzertrennlich, haben beide offenbar oas gute Gewissen, nichts als ihre Pflicht getan zu haben und scheinen fest überzeugt zu sein, daß ihnen kern weiteres Mittel und kein anderes Verfahren zu Gebote stand, um zum Frieden zu gelangen als diejenigen, die sie angeweudet haben. Neu und erschütternd ist nur, daß der greife Hindenburg glaubt, trotz allem hätte der Steg erreicht werden können, wenn in der Heimat noch mehr die Front und der Siegeswille gestärkt worden wären . . . Berlin, 18. Nvv. Schon lange vor Beginn brr Sitzung ist ber Sitzungssaal dicht gefüllt. Vvrs. Got Hein erwartete am ZeugeiUifch den General- felomarfchall imb richtete an ihn folgende Worte: ..Herr Genevasfeldmarscliall! Ter Aussckmß hätte Jfrnnt gern die Mühewaltung erspart, frier zu er» Kirnten. Er hätte Ihnen gern rn dieser Winterzcit bie schwierige Reife erspart. To aber General £ut» tvobl zur Eides- und Ausfagenleistung uns entschlossen haben, so geschieht es lebiglidj ans der Gnoägung, daß nad) einem vierjährigen Kriege ein so starkes Volk rote das deutsdfe ein Recht darauf frat, zu scheu, wie sich die Tatsachen unverz:rrt und ohne Partei leiden schatt an ber Front unb in ber Heunat abgespielt haben. Nur an ber Wrhr- beit kann bas Volk wieder gesunden, und darum sind wir zur Eidesleistung und zur Aussage bereit. Was die Versasl'ungsniLsäikeit des Untersuch- ungsanssclm ses ai^langt, sv schloßen wir uns den Korb halten an, die Dr. Hel s ferich gestern in feiner Erklärung nicbcrgclegt hat. • Vars. Go lhein: Ich kann nur bemerken, daß bas eine private WrllcuÄinßerung des Herrn An bcm tatiäckli'lten Sadrbesland, ber ung unb bem verfassungsmäßig nieder- tirfe^ten Ausschuß ändert biete Willensäußerung nichts Generasfeldmarscholl v. Hindenburg und Lu- dendorsf leisten darauf den Eü> mit dem religiösen Zusatz Vvrs. Go tfrein: Tie erste Frage, bie wir 3‘frn/n vorzuleAm haben, lautet: Don welchem Zeit- pmift ab fridt bte Oberste Heeresleitung bie Er- Tldrung des uneingefdrränften U-Bovt-Kriegcs am L itebrunT 1917 für unaufschiebbar und aus tvadicm Grunde? Tie Fragen sind Ihnen bereits zugaagngen. M.isK'brocken war, hatte an Ausdehnung zuge-1 land nach einer Reihe so glänzender, nie dage- »ommen^ 1915 iwt IL iei und 1 16 R min en luefcner Erftlge an zahllosen Fronten, nad) einer ^'9 ter in ben Kainpf ein. | Leistung von Heer und Voll, für die kein Lob groß zer Krieg lwtte kein Bespiel mehr tu der Ge- idjxfxte. Tt? Räume dehnten sich ins Gigantisl'L, -ne Truppen massen nahmen ung. hcirrc Stärken au und bie Technik gewann eilte vorherrschende BLvutung. Krieg und Wechvirtichift grillen in- etntinlRr über wve nie zuvor. Tas zahlenmäßige Verhältnis der Truppenkräfte an Menschen, Maschinen, Mir. i wn und anderen Hilismitteln nxir für uns, uno zivar von Anfang an, so ungünstig wie möglich. Getragen von der Liebe zum Vcck-rlaivd kannten wir nui ein Ziel: das Deutsche Reich und das deutsch? Volk, soweit menschliche Kräfte unb militärische Mittel es vermochten, vor Schaden zu bewahren und mÜitärischerseils einem gutem Frieden entgegen zu sühr en. Um diese gewaltigen Aufgaben unter- den schvierigsven Verhältnissen dnrchzu- sühoen, mußten wir den unerschüld'rlichen Willen zum Sieye hoben. Dieser Wille zum Sieg war aber unlös.ich gebunden an bi-n Glauben an unser gutes Recht. Dabei waren wir uns bewußt, daß wir in dem ungleichen Kampf unterliegen ntu'jten, wenn nicht die gesamte Kraft der Heimat auf den Sieg aus dem Schlachtfelde eingestellt wurde, urä) die militärisdiai sträfte von der Heimat aus erneuert würden. Hätten wii diesen Willen zum Sieg nicht gehabt, hättet, wir ihn nicht als seibltverstcnidlick angcseh.n bei dem Volke, so hätten wir dos schwere Amt nicht übernommen. Der beutidje Große General- stub ist in dem Sinn des großen nvilitärischen Pfrckosophen von Clausewitz erzogen Wir sahen den Kneg als die Fortsetzung der Politik mit Grneralfeldmarschall v. Hindenburg: Be- tor ich diese Fragen pftichteremäß l«ntwvrte, bitte tefr als Grundlos für unser gesamtes Tun und 2&Xlen ftolaenbcs verlesen zu dürfen, beim aus bieten Grundlagen heraus ist alles gewachsen, was wir gtem haben. SM. Gothein: Wir hatten allerbings bie Wtdrf txm ber Verlesung längerer Schriftstücke Abstayd zu nehmen, tocti es sich frier lediglich um txe rlwltcn Erklärnngm des Ausschusses ausdrücklich leugeltellt worden, daß Werturteile Nmvfrl von den Zeugen wie von den Mitgliedern des Ausschusses ab Wut zu vermeiden sind Genera selbmarschall v Hindenlmrg: Ms wir die Oberste Heevesl ittnig übernafrntai, war brr Weltkrieg bereits zwei Jal/re im Gonge.' Tie Erg-bnisse nach bcm 29. August 1916 lauen sich aber nicht losgelöst von den Ergebnis'en vor bieiem Dckum beurteilen. Denn der fitieg, bet 1914 yjcnnm iuyix; ------, ,ä fwiidien Teut ch and und Oetterreich-Unge.rn einer- oon hinten erdrosselt worden. Wo die Schuld ist, teils, und Rl.ßond, Frankreich und Serbien an- bedarf keines Beweises. Das ist in großen Lrniai verersefts, bald darauf auch England und Japan, die tragische Entwicklung des Äiicged für Deutsch- 11 k, Q UI 11 c ric ux art iSl ton itn mai h#r flu, hur ß II I) I $ Cfl M! t 1- 01 tarn u v »v len irue n D< nun um | &A- Alp q uU _ ft. fl ifau un. r In iir i br i / titnr imnl feil» erk. G6 Hindenburg «nd die Reichswehr. Berlin en deS preußischen und beutfdn UI tu .xunÄri ii)UU|<-L lüiaiiac *u ■ u lhcu v ..... । 1 * *-v * * v . . r* . ■ , bis der ErnährungsministLr diel wollst^dt entlaufen und dieselbe von 2 Eisen- deutsche Verwaltung ui ferne Stabe ju belämmert schließen mal zurück. Der Ariedensvertrag mit velgten. bcntion in Rußland fei «eine deutsche Vertretung aus der Washingtoner «onfcrcnz. ♦♦ 500 Mark Belohnung. In der Nacht zum 16. d. Mts. — Samstag auf Sonntag — wurden in Dem hiesigen Durchgangslager 35800 Mk.> wobei sich drei Kronen- scheine ä lOOOKronenund einer ä 100 Kronen befanden, ein dunkelblauer Anzug, 1 Paar neue Boxcalf-Schnürstiefel, Gr. 37, 1 Ring mit weißem Stein, 1 Ring mit rot- weißem Stein, 1 kleine silb. Armbanduhr, ohne Armband, 2 schwarz Brieftaschen mit Bildern upo Briefen und 1 schwarzes Portemonnaie mit 11,80 Mk. entwendet. — Für wünschte gewiß auch bce Berwirk.ichung der yru_ icgcnuiu/ Clin.? ***- । unieiimpi luctucn w* v£_n-w-VV > "^^'i^'^t^rkssertde^Meu^Än und deuchÄ einem Eisenbahnwagen bei Station Nieder- j werden tonnte, veriuckte Frankreich, bv prenfofefr | ber inggwat >Titfnuf<»n itnh dieselbe von 2 Eiien- hrurfdie Lerwchtuna ui feine Stabe zu belommen. Bolles voran Leb bartet Aus StaM und Land. Gießen, den 19. Nov. 1919. Beranftaltunaen Mittwoch: Deutscb-demokratische Partei Mitgliederversammlung, 8 Uhr im GroHerzog. — Vertrag von Finanjmr.iister S’-enruti über „Deutsch and» Finanzen^ 8 Uhr im Ein!»rn. — Lichtspielhaus, „Madame Dubarry". — Lichtspiele SelterSweg, ,Lkarus". und zählt darauf, daß Denikin und Kvltschak Daran* verzichten werden, nach Moskau zu mir- schieren, und daß sich ihre Anstrengungen in der Rickftung einer festen Regierung in dem besetzten Gebiet bewegen werden. Die Regierung müsse genaue Erklärungen abgebm. Henderson erklärte, daß die Arbeiterpartei gegm jebc Inter- Braunschweig, 18. Nov. In einer Bersammlung der hiesigen Hotel-, Wirt- schaftS-, Gvisthaus- und Konditvreibesitzer wurde beschlossen, vom 1. Dezember ob alle Gasthäuser, sämtliche Kaffeehäuser, Konoitv- reien, Ball- und Konzerthauser solange zu ba.tre Hört, hört!) Die ungeheure Beunruhigung ist starr ver- gröpett worden durch die Re>, die der Borsihende xr interalliierten Kommission in den bclcBten Gebieten, Herr Tirard, am 21. Cltober 1919 in Haris gehalten bat und durch feine AuSfuh- r»mg^n am 2. 'Jtooemjei in einem G^'vrach mit xm Denchtcrstatter des „Petit Pansien" in Mainz. Xuie Auslassungen, die den Bermch anec unzulässigen Bevormundung der Rheinländer bar- stellen, zeigen, daß die fränkischen Versuche nichts on^vres zum Ziel haben atS die Durchdrmaung deutscher Staatban geb. tiger mit svmiösischem G-ist. iVranhzicb oeriucht nicht allein, Eroberungen ;m Rheinland zu machen, fonbnm sucht durch ausgedehnte Handels -und Jndustriespio- • ii g e die deutschen Qfenxrbepebeimnitfeju erforschen. Dir sehen unsere Bruder und Schwestern mT.qen>allint durch die Franzosen, die da» Dort •wn der Selbstbestimmung der Völker stets un Munde haben und b.chaupten, den Krieg nur im jtorren der Sumxmität geführt zu haben. Fünf R-rrteien dieses 5>auseS gaben sich ocrrinigt. um ■tarn Empsindunaen über diese Art der Durch- hri'gung der Rheinlande mit französischem •>ift Ausdruck zU «ben> Das Pro- I gramm das Jöcrnt Trvavd, da» auch zeichnet werden soll. «u» dem Baltikum. Berlin, 18. Nov. (WTD.) Die inter- alliierte Kommission, die sich auf dem Seewege nach Riga begeben soll, beabsichtigt, dafür Sorge zu tragen, baß die Letten den Ab- zug der Deutschen nicht stören. Die Rückführung der deutschen Kontin- g e n t e ans dem Baltikum wird in die 9Bege geleitet. General von Eberhardt ist tn Tülau eingetroffen. Aus dein lUicf>€. Wirtestreik in Braunschweig. >13 Programm ar französischen Regierung ist imd ben Rheinlanden zeigt, was sie zu erroartzn hat nunmehr die Beunruhigung jur höchsten Entrüstung gesteigert. Wir erheben Protest gegen die Unterdrückung her persönlichen Freiheit, argen bfe verg^wälti- M-rq d.s Gcw sienS, die Schandung un cret Ö aurfr unb Töchter und gegen den Bettuch der Ewrosi'- liMg deS deutschen VolVempfindcnS Wir lasien de» Land ber sta. ttichen Zusammengehött^ttt des linksrheinischen Landes mit dem übrigen Deut! cd- (anb nicht locker. (Lebhafte Zuftimmung l) In schweren Kvmpr zur Erhaltung teiner deulchen Eigmart und Kultur stehen wir ihm treu |ur Seite. (Beifall.) Wir fragen die Regi^run^ vb sie gewillt ist, die politischen und ycriönlubn l Rechte dieser Bevölkerung au schützen und ti)« nnrtschastliche Eristenimöglictteit zu sichern. Ministerpräsident d i r s ch führte tn lernet Antwort auS: ES bedarf keiner Erwäaun-, das» eS in der vorliegenden Frage keinen Unter- fd>iet zwischen der Reaieruna und dem aeiamte» Volke geben soll. Die französischen Behörden oer- I juchen planmäst'a, die preußische Derwaltung in den Rheinlanden zu deS o r y an i s ie ren , um nci-f Unzuträglichkeiten zu scharen, btt »u witrn-l E>nscktt,ten Dtronlaffen könnten. Die Emgrifr in oa» Kulturleben am Rhein zeigen teuf lich da» Gemäge einer »olonta(bolttr*. Unter uns Deutschen ist keiner ein Fremdling Fremdling ist der Franzose, der letzt am Rhein herrscht (Lebha des Bravo !) und du I freie Bestimmung des Volles zu veriLllchcn sucht (Lebhafter Beiiall.) Bon den gleichen Qkhd)^ I punkten wie da» politische ist auch daS wirtschaft' ltdr Borgehen am Rtain bestimmt. Was die rheinischen wirtscha tlicben Jnteresfen nicht zur Rulx kommen läßt, ist da» ungehemmte Eindringen I fr-mber wirtschafelichec Interessen Auch auf wirt- sckmstlichem Geoiew werden wir trotz all.-r schwte- I rinfriten nicht ablaifen, bte Qntertifen der mhein- (ar.be, die wir als die unteren ansehen, durch I dringliche Borstellungen und durch den «u«.a^ urferer Orgonifattoncn zu vertreten. Wir honen dabei auf die verständige Mitwirkung aller rheim 64 2Rr ii oer Obersten DeereÄen Aktwn bekannt waren ihr insbesondere am 9 Januar 191L als | der Entschluß zur Erö^mng des U-Bo-^ri^ wurde, die Berichte des Grafm Beniswrsf ml» der Zeit wm 21. Dezember 1916 bis 9. Ja- ituar 191 < b. sännt? . ___ 5. bat die Oberste Heeresleitung an^mrmm.-n, daß England bis spätestens 1-JS«Iiil917 |um Frieden gezwungen weoxn könne, wie dies in ter Trnfftaift des Admiralstalies vom 22. De- eember 1916 m Aussicht gestellt war? . 6. General Ludendorff benätctc in feinem Ducke, da» am 29. Januar 1917 bei der Be- spreckmm im Großen hauptauartier von Seiten der Reicksregierung ein Aufsck-ieb.n des Beginns de» uneiTuieschrtakten U-Boot-AriegeZ nicht gefor- bert sei, wöhrend $>crr v. Bethrnann-Lcllweg in seiner Zeugenaussage vor dein Untersuchungsausschuß betont Imf, er habe eine solche Forderung gepellt. Wie ertlärt sich dieser Widerspruch? Paris, 18. Nov. Ter Oberste Rat hat beschlossen, daß der Friedensvertrag mit Belgien am DonnerStaa, dem 21. Nvo, im Rathaufe von Nouily-sirr-Seine unter- ES verknnberte, daß Deutschland ober Preuße« Dte sreigeworoenen Berwaltu.igsstel.en nach eiAö- nem Ennessen be etzte. Tie Franzv en suchen die Besetzung dcr Berwa.tun^Sstellen m t landcsver- ä criicke.«, sronzösi.ck ge innden Deutjchen zu be* t.euren, (vört. hört!) Wie es mit der 5T-'i*><^ ba Versammlungen steht, sehen wir an dem R^.e» oerbot für die den Franzosen mustlevlgcn Man- ner, worunter sich Mitglieder dieses vauies de inben. (Sehr richtig!) Wie eS mit der Freiheit xr Presse steht, er eben wir daraus, baß die Presse, welche die beu: che Teno^.e^ru .ordern ucht ioive.t sie aui republita.iiichem Standpunkt steht, vor allem die „Frank,urter Zeitung' nnb jic Frantiuner „Dotks.nmme", im be etzten Qfe* । biet verboten wird: aber a.le Zeitungen, diem der Opposition zur deutschen und zur pren^i chen Re* jieaing stehen, ungehindert, ja noch mit erobern Achaten dcr Bevölkerung zuzetragcn rcecfcen. (r.ed- juschul' bcw lligt hn"e. Starkenburg und Rheinh^Nen. Babenhaufen, l7 'P*^ Der QX'I mcinhrrnt beauftragte das jkreisarnt Ziebnrg, gr-1 genbenOberheff.Blehhandelsve rba nd gerichtlia, vorzugehen, roeil dieser anstelle des Jur die KreiSgemeinltl,chung einer AnzaU ge-neipnützig'r B«^*.ne, wie S'inberbf'm, Ä^ix>penr**r*in. Bnlt'ä. 1 finbrr(i.trtm, den Lrnberbemahr muhle bei Ober-RoSbach getrieben und dort' untergeftellt, wo sie die Friedber,er Gen- barmen abholten, bevor sie verschoben werden konnte. Einer der Ängeklagteil erhielt vom Sck)vffengerick>t eine Gefängnisstrafe von 3 Wochen, der andere zog eS vor, zum Militär zu gehen. U Pohl-SönS, 18. Nov. Nachdem Bür. «mnftcr Kollmar die Berwaltung der hiesigen LosthckkSsfelle, die er tahreiaug uinegeha^t batte, rtu-bergdegt hat, rour« diese bem Fabrikarbeiter und Maurer Karl Reuter Ober tragen, nadfcem ber Gfemciitberat zu den Betwaltungskosten einen Lebensmittel. ** Zucker-Ausgabe. Der bei den Kleinhändlern her St^t Gießen bestellte Zucker für Nov. kann t^n Domierstag^den 8) Nov gegen Zuckermarke Nr. 11 in Empfang genommen werde?'. entfallen aus Oie Zuckermarke 11 (Novemb-»r 1919): ,50 Gramm Zucker. Näheres siehe ^eige. " Schuh-Verkauf. MilitLrfchnür- schuhe zu 14,50 Mk. und Stiefel zu 17^0 SRL gelangen an die Einwohner der Bezirke 4, 3, 2 und 1 von Donnerstag bis Samstag zur Ausgabe. Siehe Anzrigenteil. Göteborg, 18. Nov. (WTB.) Die deutsche Dclcgatwu zur Arbeitskonferenz in Washington hatte mit dem Dampfer „Stockholm" abfahren sollen. Kurz vor Ab- ahrt des Dampfers lief von der deutschen Regierung eine Mitteilung ein, daß die Äon» erenz in Washington schon morgen abgefchlos- en würde, weshalb es die deutsche Regierung für unnötia halte, die Delegation die Reise über den atlantischen Ozean antreten zu lassen. Die Deutschen reifen morgen in die Hei- Luuuiytivttvt., viwän'*»' —..... ■ 1 “ . ; »* Der RcichswirtschaftSverband treiben. „Ötscher Berufssoldaten (Ortsgruppe ----- -- «»-nd ft-W °°» **- marttr die blutige Tyrannei des Bolschewismus | 01, tz e r De m 0 kr a ti sche n B a r te i mer, Wmde aus s.ldwestlichen Richtungen. l?l-eits ^gelÄd^fe^.tglfederv^sammliMg der Dl-„geiftllle DUtchü^NgUNtz" der«heinlanve°cr)erPreuhisch.Lander- ' torlrqg von Finanzminister venrich im Einhorn veksllMMlUNg. heute abend stattiindet. Berlin, 18 Nov. In der Breußif chen Landkreis Gießen. Landesversammlung begründete heut; ffirflKhrn 17 Nov Gestern abend Präsident Lein er t im Namen sämtlicher Par- bielt ber hiefiae Mannergesangverein sein erstes! teien mit Ausnahme der Unabhängigen die förw* I inn8bSzurn6.ae ab. li* W über bie a ei n ..« ^'»drin- Wiedergabe sämtlicher Chöre war wohlgelungen Dcr ZriedenSvertraa von Bersaiueei oat c^m q>irr Tirifirnt Lehrer Sauber teilte ein sein-1 deutschen Bolk außerordentlich sckaoere ^dingunpen I skmiaL Kft-nbni^uab ferne» auK-rleat b.e rmt ,u hj* CborS Ebenso verdienen die Sologesänge der ste wahrscheinllch umere Ärältt ü^rsteigen we Dcrrcn Taubert und Bück volle Anerkennung, den. Die Sieger wie ficb bte Aussen mit bab ekian3 bie WntotX!""Si Rech!. b£ O Cbern^lV^Äm ™ SStfÄ ss a ä« mki beut. !•?<*> 2V1} ä?; fe sk s yssra me gÄhggßu-» ?äi£- eine Ersch ießung angenommen, tn der gegen ) ^,s ^el daS Ännk- da» widerrechtliche und unrnenschlickre Berha. ten schätzen w en ^Bewegung. Tas Z»et, Frankreichs protestiert wurde Leider hatte ke re'ch rer.olgt, bat ein,»In 1(^0 ^att futil ® Besuch der Versammlung zu leiden umer dem bin ^kennzcicknet daß bie t furchtbaren Schneetreiben, das den ganzen Tag ^^lr«, e die P r e u ß i s ck e n B e r wa l t un gs^ über anhielt, so dass viele, die gerne Kommen rechte auueiin.einigen unbed-wfenden konna waren, nicht erscheinen konnten. Die hieiige Orts- F agen v 0 l ft än di.g «u» scheiden wolfen gruppe des Balksbunbes zä.rlt ie;t 162 Mitglieder »ort, hortN Man bont. aut diese Wei,e vie B^ oölferung für die Lostrennung vom Reiche zu , . Ä,rrid gewinnen Das flebt im Geien atz zu den ge e enen bz. Friedberg, 19 tltov. Eineni schlech- Ausickenrngen, die der Bevölkerung die freie Aus- ten Tausch machte em Fuhrmann und yand- s^ng der persönlichen und staatsbürgerlichen ler von Rendel, Oer einem Landwirt in Hel- Rechte, sowie dir Freiheit der Brei e, der Wahlen benbergm zwei Fahrochsrn für 4300 Marl and Versammlungen gewähr ei »n , und ver- abkaufte und sie angeblich fuc 7500 Mark sprechen, daß dir volit-schen. adniinittrativen und roeitcroerraufte. Wcnen Schleichhandels er. miril»- t, chen Be,iedmiaen. bei Bee mu hielt er einen Strafe fehl über 500 Mark I ^I^;c^m^u£^Tra^n ftaa^! Geldstrafe. Auf Cmjpwd) ertannte baä Sch^i- bür!Jfrit6en Rrckte au»fiebt, erlebet wir daraus, fengerickt statt auf Geldstra.e auf Dier ^0- ba6y^€ P^nucke lando-oerrätenscher Elemente, chen Gefängnis. — Am 2j. Mai 1919 ist ge- eigene Rolksp. 3, Heeresleitung tfe lLttlär^ des Demokraten 1 Sitz- D0 n n - 2 u r k h e\ nv. U^Twot-Krieges am 1. l9l7 ’UE 10101:1 Dt Bp 8 Sitze, Soz. 3 ^rtze, Zentr. 1 >^itz ten’m- Sem’ 2 6iSe, arbeitet ^itz. Ä. bloch i fflhrunaen der Untetttaatss'ekretare von Sxiniel und Zentr. 6 Sitze, Dt Bp. 2 Stve, 1 Ackert ^ergaben, bekmmt, und, aus welchen Grun- ^^ eiter 3 Sitze. L o h esiu l z tin: 2t. Bp. ben hat die Oberste Heeresleitung die gegen den 6 Sitze, Zentr. 4 Sitze, Arbeiter 2 Sitze. Uneingeschränkten f U-Boot-Krieg wrjebraebten > Gegengründ-.' f luchb^tig nicht anerkannt? 3 AuS welckeii Gründen nahm die Lbente DeereSleitung, nne sich aus dem Telegramm des Generalicldmarschalls v. Dmdenburg rwm 23. Te tember 19IG ergibt, an daß der JriedenSappell WUsonS vom 21. Dezember 1916 durch Englank hervorgeruien woroen fei und nicht auf die von 6er Reick-leitung angeregte FriedenSaktron Wil- fd)en Interesenkreife . Die Regierung wird Vorstellungen bet unferen Gegnern erheben über die La^e, m bte sie die Bevölkerung bn R dein lande trrftBcn, und \w wird die organisatorischen unb Füriorgemafe nahmen für die rheinische Bevölkerung nach jeder Richtung verbessern. All da», so viel e» auch set« mag, ist wenig genug gegenüber dem, was aui bem Rheinland selbst fcnrmen wird. Je verwegener, je rüiffidXbtofer, je glatter und un^rhohime: bte Besttcbungen ber Franrofen am Rhein feil werden, umso fester, energischer unb schrie Iler wer- den die gesamten deutschen Länder urJ mit ihnen die Länder am Rh ein sich» nt ReickSeinheit » u sa m m e n sch l i e ße n, de uns allein dauernde und alück«.-rteilende Ke stände verschaffen kann? (Lebhafter Beifall.) Nack den Ausführungen bei Ministerpräft deuten falt der Unabhängige «bg Adolf X) o f f1 mann einen Antrag auf Besprechung be Anfrage, der die zulässige Unterstützung von mtnte stens 15 Mitgliedern des £xmfe< durch 15 inuü \ hangi.ie Abaeordncte fand. , „ t „ « Äbg. Rosenfeld (U.) brstrrtt darauf il, längeren Ausführungen, die durch rortmnymiit I Snaidjcrrrufe und Mitzfallenskundg-chungen d« übrigen Parteien bei Laufe» in bet £»auptfmX | völlig unverständlich blieben, die Notwenbigk^ der Ansmge' Tirar-d« Watten habe man eine tf beutung zugemessen, die ihnen in Lnner Werse P Somme Er wandte sich gegen bie Ausführung dcs Ministerpräsidenten, dem er dabei ben Be'- nmrf machte. Sein Wott für die Internationa gefunden zu haben Im Verlaufe seiner Ausw> ni2Qcn vettiepen sämtliche anderen Parteien H Laufe» den Saal, so daß er seine Rede febw™ vor ten Angehörigen seiner eigenen Patter W* In einer kurzen Erwiderung stelll ber vv nistervräsident fest, daß Tirardis 2tusführuotzM als eine programmatische Erllärung gelten ten, denn er habe sie bei dem Abschieds mahl gemacht, daS vor seiner Abreise ihm xu Ehren va- anstalttt wurde. Der Sinn seiner Ausführung» lasse keinen Zweifel auftommen über die Zrcke * französischen Politik. ES sei nicht allein da», ote» wndern die Pflicht unb Sckruldigkcit bei Regieret gegen die französischen Anmaßungen Visen ju erbeben. Er gebe zu. nicht von der Interna ns nale gesprochen zu haben. Es hätte sich ledock kürzlich gezeigt, da» die Kreue drüben, die rg der Jnternatwnalc wrechen, machtlos seren, ca $P V- echtn^ Sib*“ nhkS * h [Mit SS 81III -er so fimien raar 2d)»i iDKlc, 6* B.Ite gitnih f 111.1 Bla» H trttuv Biam «kam ten möb! öiiter il? *n W| etä teten i>.i iinfler *i tz- ^11.. Ul Se lau, Biil * eiftfi ■njttl Ai «ki Möd Moi I- -nta ■ilie 3 !«l Girre frito1 QttYt WenfoxfrtbeainteT. fBrtrt. melkende 32 3 Kind-, s. z. öübr. 32 $, 3 Kind., s. k. &üt>r. L Haushalts tiirbt. Mäd- (12^188 lart a. BS. Solide Preise. Beste Ausführung. Oroßen-Unden, den 18. November 1919. 018827 Privat- ■sss) Mttr •"** Kaller-Ällee 151^ 13055D gesucht. Zuoerl. MadSeii ,ts. Bletchstraste 3 I. gesucht. 202992 gesucht. 022330 088844 lohauri! •BOScwJnc vmvwi • (Wallachlzu verkaufen. 022261 Walltorstr. 45 ». tbetrlebSfübrer, HkW»Ä i. Scilcrm. 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Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnabme an dein nnS so schwer betroffenen Verluste, sowie für die zahl- rei den Llranzsvenden und für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Schmidt sagen wir innigsten Dank. Im dlamen der trauernden Hinterbliebenen: Heinr. Rohrbach VI. Lollar, den 17. November 1919. 022291 Schrift!. Angebote unter „ , , 02^0 .n bet, «cd. «n» gtzWch ckRgSMMll. Forderungen an den' ” Nachlaß der am 13. Oktober l. FS. »u Garben- telch verstorbenen Margarete Spiest Witwe ! bitte ich bei Meldung der Nichtberücksichriguna bi» zum 1. Dezember 1. IS. bei mir gellend zu machen. NcchtSanwaltLchueider. I mu Liebigstrafee 19. Miges fc$- und tttamÄta welches etwas Feldarbeit und Viehfütlern versteht und schon gedient Hai, wird bei guter Verpflegung, hohem Vojn und freier Fahrt sofort eingestellt. Einreiseerlaubnis wird besorgt. »«,86 Jos. Schauer, In tiefem Schmerz: Familie Joh. Heinrich Heß Familie Karl Sarnes nebst allen Angehörigen. Watzenborn, den 18. November 1919. Die Beerdigung findet Donnerstag den 20. ds. Mts. mittags 2*/« Uhr iu Watzooborn statt je einen ,IR'®c Mehrere Schulkinder int Sliter von 12—14 Iah- ren für leichte Arbett In den NachmittagSitunden vickwurz ledeS Quantum zu haben. Fritz Rumpf Zozelsgaste.___ | Kaufgesucha | Suche junge WoliS- bünbiit oder Tober- manubüudin, r. Ralle, gr. Schlag. Oll. mit Pr. Fr. Jacobi. Bad - Naubetm. Jürstenstraste 28. 13075 022287] Kaufe lausend Zucht- und Schlachtkaninchen sowie Felle zu den höchsten Tagespreisen. fTtere werden abgeholt.] Theodor Biebmonn, Kinzenbach bei Gtehen. Statt besonderer Anzeige Verwandten. Freunden und Bekannten hierdurch die | schmerzliche Mitteilung, daß unser lieuer Sühn, Bruder und 1 Schwager Ludwig Heß am Sonntag abend infolge eines ünglücksfalles jäh aus unserer Mitte gtirisaea wurde. I, die preußische BeimMuz zu desorgünisieren, feiten tu fdwitn, bit fu mütv; Wen Wen. Die Ängru m am Rhem Wl w täqt ttr.tt Rotoniawfa täjtn Ä teintr ein Frmd'.. L btt Franzose, der. cht MW } der Solid zu in Son btt glichen tz L politische ist auch bti n* m Rhein teltimml. tlitten Inkreisen rt gj iit das ungetemmte (nnbnrw ttt werden wir tron 'SiSiSi Läub"^xnschliebeit. Jn kann! (lAg fljHniW ÄsäS sKs"-- ®“6SS’' ■sss-*5"' SgffiÖS??; pKsW yjoh f° (jn(t eignen «Ij y. ’s&g fe?., ’ kurzen ^stardv t sest. A rantma« ftem i habe greife M ot Sinn \^a bit& tWM äSjÄS'' ÄS.*1 iKriegSbeschäd-bevorzugtl in Bekanntschaft zu tret, zwecks späterer Heirat. Anonym zwecklos. Schr. Angebote unter 13071c an b. Gtebener Anzeiger. Brosche Freitag nachmittag in d. Steinstraße verloren. Wiederbringer gnte Bk ttino-Teilhaber I mit 2000 M. gesucht. Näh. nach Vereinbarung. Schriftl. Angebote uttt 022170 an den Giefe. Anz. 0222%) Wer gibt gegen Entschädigung feine Telephon Anlage ab? Schneider, Bahnboisrrage 76 IL J.P. Mono & Schmidt Xeaenwec 10. Lager in tM Bm^eilen. 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Mitgliederversammlung J statt. — Um allseittges und püntt- | licher Erscheinen wird gebeten! Nach der Verordnung vom 24. Oktober d-Ja können Zlne- oder «owlnnanlellechelse sowie *ae«elo*le. gekündigte oder awr Hückaahlunf fällige Müeko inländisch. Wertpapieren vom 1. Detembor d. J. ab nur dann ohne Umständlichkeiten eingclöst werden. wenn da* ganze Wertpapier oder der Zins- oder üewion- antt-ilschein bogen nebst Erueuerungsscheiu hei einer Bank hinterlegt lat. Ich nehme diese Wertpapiere sur Verwahrung und Verwaltung entgegen. Die Aufbewahrung erfolgt In meinem leier- n. ilehesalsherea Beweise. Philipp Jöckel, Bankgeschäft,Grünberg LH. Feder-Rttachen 1 ln allen Farben Pelz-Rüschen \ Und | zu mäßigen Preisen! Düngekalk bestdetvöhrteS Material, gibt ab €X Kübwamen, piernsprecher 259. 120m An- u. Verkauf von tfnmbrn, Wlen,3Re' talleu. Knochen. Papier. ^laichen, gebe. Maschinen. VI785 Louis Rothenberger ■sseswsftt. Tslspk. 1TS. Versteigerung. Donnerstag den 20. November, von nachmittag» 2 Nhr ab, versteigere ich im Pfau, Neustadt 56: ll vollständige Betten. 3Bettstellen. 2 Sleiderichränke. 2 Lolas. 1 ovalen Lisch. 3 Vamven. 3 Einmach' ibvse. 3 Bogel kafige. 3 Vettbetüge, 2 Spiegel, aroel ■vevrcnan*iifle. 2 Ueberrieher, 1 Sücheutisch, ein Nachttisch, 1 Settel. 1 Schlitten. 1 Gasherd, 1 Basier« roUenoeftelL 12 Lektgläicr, belfere Herren« und i DamenNeider, Schube und Stiefel. 1 Smoking mit 12 Weiten. 1 Springbrunnen. 3 Handkoffer. 2 Stück i Elekirifier-Aoparate mit je 30 Elementen igaloan. i Strom». 15 Porzellanvlatten, neue Bordemden. ! Kragen und Manschetten. 1 Nickel-Rasierapparat, 15 gute Bücher. 1 Luftgewehr. Gardtnenstoff.vttarton Ehristbaumschmuch 1 sehr guter Kinderwagen. Freitag, 21. Nov., v. 2 Uhr ab Fortsetzung: Gießener --- Hochschulgesellschaft. Vortrag von Hm.Dr.H.Bränning-Oktavio in Darmstadt Die S&dentuno der Quäker (Mcbalt der Freunde) Dir das Dildimgsprota in Englnl Dienstag den 25. November. 87* Uhr abends, im großen Hörsaal des Vorlesungsgebäudes der Universität Sven । ===== Gäste sind willkommen! ===== Reichswirtechafte verband deutscher Berufssoldaten (Ortsgruppe Gießen). Freitag den ri.Rov. ,910 abenoS 7 Ubr findet im Hotel .WroiH r JOS der 1. Literarische Abend Äe?sehre?Lteaerv. statt. Die Damen der Kameraden find b,er»u ebenfalls freiinblldiit eingeladen. Der Goestand.MW ' gedung. :K) Photogravhien mit Blumen. 60 Stück btto aus grünem Papier. 60»adinet t. und Bifii-Viider wie Tioltfr, Bismarck usrv., 10 farbige Bilder. 1 Federtasche iür Photographie-Aovarat. b Segeltuchtaschen und Lasten. 660 ^egativtaichen für 9x12. 24 tarier- rahmen für 6x9. 22 Bifit« und L2 Sadinett Bafieoar- tourS. 30 Albums 17 Hlnkvignetten. 2 Stativ«. 24 Biattenbatter und noch sehr viele In dieses Oach einschneidend« Artikel. DV BerVeigernng bestimmt. H. Benner II., jlnttiouator ßtrosdorfer Straße 9. Annahme von verveigernngen aller Art. an* cinAflacr Luicke Oül * Zentral verband dn II noaaiige*tell'ea Ortsgruppe CTIffcrn. DounerStaa. to. Wo»- abds. H'/, Ubr. Im werkichaftsbauS: HnndarbeltanbeB*. 022320 Der Borltavb Etwas ganz Feine» fAsaiMai oen. rnwanAMtaoiiHUOi halten, aoforl au kästen geauekL Heinrich Amend G. m. b. H. Treis in Heesen, oeses van isaerle’ Cüebsran nnrknfts Unter ni kslsplsl- Urer Krtelg I) Sngesstton in k6.biter TsUea<»g. — schwlrnno Verstsrbeaer. — Hmckeinea von Cels'e.-bledM. - Fakisrvnr.lsp.— Verwand- u| isn Ksirokss la Tiere. — Baiende Geister. — AufkUrunB über Spiritist«!- schwindel u. da» sogenannte Cedankrn- lernen. — Der fliegende Tisch. — Die Geister- taleL — Gelsterphotoörsphle - (mit Original- Deeonstratloaea). Ü22311 Karton h 4.—, 3,—. L—. 1240 in Buschs Monikbau» und an der Abendkasse. Kassenöffnung 7 Uhr. Lichtspielhaus Mndame Doharrr41 der größte deutsche Film der Gegenwart In 7 Abteilungen. I. d. FL Pela Wtfri. Harry Liedtke, Belsh. tehUiel. Ed. v. Wlaterstela asv. .Madame Dubarry* erzielte bis jetzt den allergrößten Erfolg seit Bestehen der deutschen Lichtopielkunst / r molz t Fornach t • J Glessen, Kreuzplatz 6 Fernspr. 925. Mittwoch, 19. November 1919 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Zweites Blatt Nr. 271 1^ p Mark Mark Mark :irne5* u3 n- 25 V.H 30 v. H 35 v. <0. 45 V.H 50 v. H. Wetter Dato« Verein6 Behördliche Anzeigen K. V. *8‘ ? e&TÄ 1. 2. wer einer 3. tags bedeckt »ereinzelt (Regen nachts bedeckt 10 V. H. 11 v. H. 12 v. H. 13 v. H. 14V.H. nm. abbs, om. 89 94 100 Fhginig map geitattct, s2lnorbinmg Mviderhandelt, bie von 8 7 10 58 v. H. 54 V.H. 55 v. H. 56 v. H. 60 b. H. rn von In und I inder- änteln, anzügen Preisen für die vollen für die vollen für die vollen für die vollen für die vollen für die Wflen für die Vollen Wen aas arry4' ier Gegenwart Pell Hejrt, Hirry f.Wlntirililiuw. te bis jetzt den Bestehen der delkunit ry“ bleibt elplan. L ci Q. v. 12 M MI für die Veranlagung und Erhebung der Landes- und Gemeindesteuern. Durch Reichsgcsctz wird bestimmt, ob und in welchem Umiartge die Länder einen Anteil an den Einnahmen durch Reichssteuern zu beanspruck>en beträgt: für die ersten angefongenen oder trOen 1000 Mk. des slricerMchtigen Evv- temmenS • • - für die nächsten 1000 Ml. deS steuerpflichtigen Einkommens . . . . . für he nächsten 10G0 Ml. des steuerpflichtig m Eintemnt^ns . . . ■ • für die nächste» TOGO Mk. des steuer- für die vollen und Gemcindcverbände: a) von den Steuerbeträgen der Steuerpflichtigen. bereit steuerbares Einkommen 15 500 Mark nicht übersteigt, «einen Anteil von 90 Prözent, b) von den Steuerbetragen der Steuerpflichtigen mit einem Einkommen von mehr als 15 500 tfr die weiteren Beträge ... . Indem Kapitalstnrerertragssefch für die vollen Mark bis 25 000 Mark 80 Prozent. c) von mehr als 25 500 bis 50 000 60 Prozent, d) von mehr als 50000 bis 150000 50 Prozent, e) von mehr als 150000 bis 400 000 Diele Verordnung tritt nrit dem Tage bet Verkündung rn Kratt, sie tritt spätestens am 31. Dezember 1920 außer Kratt. x S -= .5 cn If s 5 tb Kapitalertrag, der auf den jeweils nvch nicht ge- Egten Kapitalrest als Zinszahlung entfällt. 4. Vererbliche RentenLezüge. 5. Zinsen auS den nicht unter Nr. 2 und 3 fallenden Darlehen einschließlich der Einlagen und Baptistengemeinde, Lonystr. 2 Jeden Donncrs'taa adcnd 8'/, llbr: Vorlräae über das MarkuSevangetium von Prediger Fischer. 5.2 3.1 1.0 irtha Bravnelvev Daubt, cand. pharm. n ihre Verlobung m )01 Meta-W^ 15. November 1919 40 Prozent. f) van den Steuerbeträgen der höheren Einkommen einen Anteil von 20 Prozent Bon den Steuern, die das Reich an Stelle der allgemeinen Einkommensteuer von nicht- bL 5.4 4.9 einer Gemeindebehörde aus Grund der ihr ge- mäs; § 9 erteilten Ermächtigung erlassen wo» ben ist. 8 11. 18.11. 18.11. 19. 11. iiofb Tel. A ■ gegen Ite. «rf- Calcnw «r.ntr«*1'0 JtelK Z|,oD"Ä ertöt’"« 20. N? nbr,|fl., pflichtigm Einkommens..... für die nächsten 1000 Mk. deS steuer- pflichtig-'n Einkommens - - - - - (u. f. w. bis 24 v. H. näclksten angcstmgenar oder Guthaben bei Sparkassen, Banken und anderen Krrvitanslolren, unbeschadet der Beftciungs'vor- schrift des § 3. Ein Tarl.'hm wird auch dann als vorhanden angTjonimen, üo- nn ci w ans tirtem anderen Grund.' h.-rruhrende Geldschuld langer als drei Jahre Ixfkxnber. fat. Ern Daricl^n im Sinne dieies Gesetzes liegt auch bei der Beteiligung an einem Handelsgewerbe als stiller Gesellschafter vor. Höchste Temperatur am 18. 11. Niedrigste . . 18.11.- Mchi Ll^spr. 925 physischen Personen erhebt, beträgt der teil unabhängig von der Steuerstuse 50 Prozent Karns ” Purgal-Tei Ute to Bia# ■rSnhoff e.nnfilr. des Steuerbetrages. Die Länder sind verpflichtet, an ihren Anteilen die Gemeinden unter besonders ausgestellten Grundsätzen zu beteiligen. Von dem Aufkommen aus dem Erbscha.tssteuergesetz erhallen die Länder 20 Prozent, an der Grundorwerbssteuer sind die Länder mit 50 Prozent beteiligt. Von dem Auskommen aus der Umfatzsteuer fallen den Ländern 10 Prozent zu. Die Gemeinden haben das Recht, eine Steuer Don demjenigen Mindesteinkommen zu erheben, das von der Rrichsein- fomaifteiter nicht erfasst wird. Auch an der Grund- erwerbs steuer und an der Umsatzsteuer sind die Gemeinden beteiligt. Bekanntmachung. Uebcr Maßnahmen gegen den WohnungS- mangel und zum Schutze der Mieter find die nachstehenden Bestimmungen ergangen: Bekanntmachung des Bundesrats über Maßnahmen gegen Wohnunas- mangel vom 23. (September 1918 in der Fassung vom 22. Juni 1919. LReichsgesetzbl. 1918 Seite 1143, 1919 Seite 591.) 8 1. Macht sich im Bezirk einer Gemeindebehörde, in dem ein EinigungÄntt errichtet ist, nach dem Ermessen der LondesLentralbchörde ein besonders starker Mangel an Wohnung.-n geltend, so kann die Lant».'Azentrolbrh.rde die Gemeindebehörde zu den in den §§ 2 bti 5 bezeichneten Arwrdmungen ermäästigen. Das Gleiche gilt für Bezirke, in denen Befugnisse aus den 2 bis 5 der SMknntmadyimg rum Säwtze der Mieter gemäß § 11 Abs 1 dieser Be- stumtmachung einer anderen Stelle übertragen sind. 8 3 Dte Gemeindebehörde kann untersagen, daß ohne ihre vorhcrgchmde Zustimmung a) Gebäude oder Teile von Gebäuden abgebrochen, d) Räume, die bis zum 1. Oktober 1918 zu Wohn- uorcten bestimmt oder benutzt waren, zu anderen Zwecken insbesondere als Fabrik-, Lager-, wer einem von der GemrindebehSrde gemäß 8 2 erlassenen Verbote zuwiderhandelt, wer einer von der Gemeindebehörde gemäß 8 3 erlassenen Anordnung zuwider vorsätzlich eine Anzeige oder eine Auskunft nicht oder nicht rechtzeitig erstattet oder tvissentlich unrichtige oder unvollständige Angaben macht oder eine Besichtigung nicht gestattet, wird bestimmt, daß von den Erträgen aus K a p i - ialvermögen eint beso n dere sogenannte Kapi talertrag^steuer erhoben wird. Ws Khpidal- ertwe gelten vbne Rücksicht daraus, ob sie in einem land- oder fvrslwirischafllichen oder gewerblichen Betriebe oder antzerlZalb eines solchen entfallen. L Tre Erttäse cmS inländischen Kapital ien, nämlich: 1. Divi enden, Zinsen, Ausbeuten Utnd sonstige Gewinne, welche entfallen auf Aklien, Kuxe, Gc» tndjl dritte sowie auf Anteile an Kolonialgesell- schaften. an Bergbau treibenden Bereruiguingen, welche die Rechte juristischer Personen haben und an Gesellschaften mit bcfayqfatfter Sxiftimg, deren Stammkaoital mehr als 300000 Mark beträgt. 2 Zmsen von Anleihen, die in öffentlichen Schüldbüäi.-rn eingetragen oder über die Teil- sthullrx r, d^eibun^m ausgegeben sind. 3. Zinsen und Renten von Hypotheken, Grund- vder Ren tens chülden. Kranken-, Unfall-, Invaliden-, Hmterbliebenen- und Angefielllen-Versicherung zvsliehen. 4. Rapitalserträge aus Wertpapieren, die Sätz §§ 6 Abs. 4 und 22 Abs. 1 Satz 2 des vthekenbankgesetzes vom 13. Juli 1899 als Deckung für abgegebene Pfandbriefe im Register eingetragen sind. 5. Zinsen, Dividenden und sonstige Gewinn- betröge der in 8 2 Nummer I. 1 und 2 bezeichneten Art, sofern Gläubiger und Schuldner gleich.' Person ist. Werden Anleihestücke vom Schuldner zurüderworben, ohne vernichtet zu werden, so gilt die Befreiung noch nicht sür die ersten nach dem Rückerwerbe fällig werdenden Zinsen. Die Steuer beträgt: • 1 von den im 8 2, Absatz 1, unter I, 1 bc- zeichneten KapitalSerträgen 20 v. H. ihres Betrages. 2. von den übrigen im 8 2 Absatz 1, unter I und II bezeichneten KapitalSerträgen 10 o. £>. ihres Betrages. Wenn der Ertrag nicht in Geld besteht, so ist er nach dem gemeinen Werte in Geld rrrnzu- rechmen. „ . Die Hinterziehung der kapttalSertrag- steuer wird mit einer Geldstrafe vom Einfachen bis zum Zwanzigfachen der hinterzogenen Steuer beihaft. Daneben kamt auf Gefängnis ertarmt werden. DaS dritte Gesetz, über die Ltt»reSdeste«nmg regelt die Stenerordnungen der Länder, Gemeinden und Gemeindeoerbände. Grundsätzlich wird darin bestimmt, dast die Inanspruchnahme von Steuergcbieten durch ReichSgesetz die Erhebung gleichartiger Steuern durch die Sänket Gemeinden und Gemeinde verbaute a u s s ch l i e st t. wenn nicht reichsgesetzlich ein anderes vor(?cschrieben ist. Tie Erhebung von Zuschlägen zu Reiä'S- steuern ist den Ländern, Gemeinden und Gemeindeverbänden nur auf Grund reichsgefetz- lidjer Ermächtigung gestattet. Landes- und Gemeindesteuern, die die Steuereinnahmen des Reiches zu schädigen geeignet find, foltert nicht erhoben werden, wenn überwiegende JnteMstn der ReichSfinanzen ent gegen stel^n. Reue Steuerordnungen der Gemeinden und Gemerndeverbände dürfen von den zuständigen Landesbehörden nur mit Zustimmung des Reichsfinanzministers oder der von ihm beauftragten Reichsbehörde genehmigt werden. Tie Länder fini> u. cl verpflichtet. Steuern vom Ertrage a) des Grundvermögens, b) des Gewerbebetriebes zu erheben. Tie Ertrags st euern dürfen mcht wie Einkommensteuern auSgestaltet werden, lieber diele Ertragssteuern werden dann nähere Bobchnsten gemacht. Die Gemeinden sind verpflichtet, B e r- gnüaungssteuern zu erheben, falls nicht det Gemeindeverband ober das Land eine solche steuer entführen. Die Reichsabgabenordnung gilt auch **) Das Fest ihrer silbernen Hochzeit feiern am Donnerstag Friedrich Horst und eine Ehejrau Wilhelmine geb. Müller. ** D i e b st ä h l e. In einem hi. siaen Ge- chäft wurden in letzter Zeit für 1600 Mark? Zigarren, Marke „Galanteo" und „Littera", aestohlen. Ferner ein feldgrauer Militär-Ein- heitsmantel, ein feldgrauer Mantel, eine feldgraue Militär-Blnse, eine feldgraue Reithose und eine abgeänoerte feldgraue Militärbluse. ** Der Evangelische Arbeiterver- c i n feierte am Sonntag sein Stiftungsfest. Ein geleitet rvurbe die Feier vormittags durch einen Festgottesdiensc in der c kirche. bei dem die Gesangsabteilmig müwirkte, während Pfarrassistent Schaefer eine hnung! in amerem Geschäft 10. Wert6 Wohlea Wir sichern der 10 ,0 Wertes der iren zq. Die neuen Sleuergeletze. Berlin, 17. Nov. Ter Nationalversammlung werden bei dem Wiederzusammen- tritt bi? drei v»>n dem ReichSfnranzminiiler Er^ berget in Aussidst gestellten Steuergesetze zugehen: txd Reichseinkv mmeusteuergeietz, das Kapitalertrags st euergesetz imd das LandcsbesteuerungSgesctz. Tas Einkv mmen der natürlichen Perstoncii wird danach mit einer Steuer belegt, und zwar pas ftbamte Einkommen der natürlichen Personen bei Teutschm, smvcit sie sich nicht länger als zi'.-cn Jahre dauernd im Auslände für die zur Hau>- n deS Stererpflichttgen zählende Verstm um trrf. für tobe wertere um 300 mA Steuertarif selbst besagt: Tv Etnkvmmensteuer inmgsuchcnde nicht innerhalb einer vorn Nni- gungsamte zu bestimmenden Frist der diesem Widerspruch erlebt. Das Eiiligungsamt kann dabei aitotonen, da st die Gemeinde an Stelle deS Wohnungsucheiiden als SDrieter gilt und berechtigt ist, btt Mreteäume dem Wohnungsuchenden weiter M vermieten. 8 6. Auf An fordern der Gemeindebehörde bat der Verfüaurtgsbercchtigte der Gemeinde unbenutzte Fubinr-, >r>, Werkstätten-, Dienst-, Geschäftsräume oder sonstige Räume zur Herrichtung als Wohnräume gegen Vergüttmg ju überlassen. Tas Einigringsamt britintmt die Hohe der Vergütung und die Zahlungsbüringung'M, wenn eine Einigung hierüber nicht zustande kommt. Die Ge- meindebehörde ist berechtigt, den G-brmich der hergerichteten Räume einem Dritten zu überlassen, insbesondere sie zu vermieten. Nach ^Fortfall der der, Gemeindebehörde erteilten Ermächtigung (§ 1) sind dem Verfügungsberechtigten die Räume rn angemeffemr Frist zuruckzugewölwen. Die Frist bestimmt, wenn eine Einigung nidjt zustande fomrrrt, bad Einiguttgs- amt. Auf 93er Ian gen des 58ewdjtigten hat die Gemeirrdc ben der früheren ZweckbestimmiE und Ausstattung entsprechenden Zustand der Räume w lebet herzustellen. 8 6. Das Einigunasamt entscheidet nach billigem Ermefsen. Seme Entscheidungen sind unanfechtbar. § 7. Auf bas Verfahren vor dem Erltlgungscrmtt 2, 4, 5) finden die Vorschritten der Berord- :'.ung, betreffend Eittigungsämter, vom 15. Dezember 1914 (Reichsgetetzbl. S. 511) kerne Anwen- 2030 Mk (u. s w. bis 29 v. H.) nächsten angirfengenen ober 30v0 Mk (u. s. w. bis 34 v H.) aädu'wn angefangenen ober 500Ö Mk (u. s. w. bis 44 v H.) nächsten angefangenen oder 10000 Mk....... (u. s. w. biß 49 d. H.) nächsten angefangemen ober 20000 Mk. (u. s. w. bis 52 vt H.) nächsten angefangenen ober 30000 Mr........ nächsten angefangenen ober 35 ODO ölt nächsten angegangenen oder 40000 Mk - nächsten angtoflaim ober 50000 Mr. (3Lf.ro bi8 59 tu v düng. Das Verfahren ist gebüTyrenfrri; das Gun* gungöamt bestimmt, wer die baten Auslagen des Veriahrens zu tragen bat Im übrigen wird daS Verfahren durch den Rrichsbcrnzter geregelt. 8 8. Die LandeSzentralbehStden können Ausfüch- mngsbestimmmigen zu dieser Vervttmung erlassen. § 9. Machen sich im Berirk einer GemrindebcHörde nach dem Ermessen der Landcszen tr albe Hörde in» folge besonders starten Mangels an Wohnungm autzergewöhilliche Mißstände geltend, so kcmn die Landeszeutraltx Hörde mit Zustimmung des RetchS» kanzlers die Gemeindebehörde auch zu aruxtat als den in ben §§ 2 bis 5 bezerchneten Anordnungen ermächtigen. § Mit Geldstrafe bis zu eintausend Mark wird 20. November der letzte Tag für Die Belieferung ber Kortoffelbezugschorne auf Lanowirte ist; nach bis^fem Zeitpunkt Dürfen Lieferungen darauf nicht mehr erfolgen. ** Handelskammerwahlen. Bei den gestrigen ErgänzuirgS und Ersatzwahlew zur Handelskammer wurden im Wahlbezirk Gießen-Stadt insgesamt 225 Stimmen abgegeben , hiervon eutsieleit auf Bankdirekwr L. Grießbauer 223, Kaufmann R. N o - w a ck 221, Kaufmann C. Röhr 220, Kommerzienrat H. Schirmer 219, Fabrikats W. Zurbuch 214, Fabrikdirektor Friebrichi M a v 214 und Kaufmann Leopold Mayer 116 Stimmen. d' b i.t dST g itt prechmd ew e ig hielt. Abends sand im übe-rfüllten Saale des Hotels Schwab sFelsenteller) ein Familien- a be n b statt, nt dessen Mittelpunkt eine von Professor D. Schia n gehaltene, sehr beifällig ausgmommenc Ansprache stand. Im Übrigen wechselten musikalische Darbietungen, Gesangsoorträge,- ernste und hritere DeVamationen usw. in bunter Reihenfolge. Auch ein gut gespielter Gmofttr „Die Unglücklichen" sowie der von Damen dr Gesangs- abtcüung aufgefübrte „Puppem^-igewh desfen Wiederholung bei dem am 30.1. M. geplanten Familienausflug nt Aussicht genommen ist, terfehllcN ihre Wirkung nidjt. Landkreis Gießen. Streikdrilegung. y. Mainzlar, 17. Rov. Der virzlich gemeldete S t r e i f oct in ber hiesigen Fabrik von Scheidhauer u. Gietzing beschäftigten Arbeiter ist zu Ende. Nachoem durch Eingreifen des SchliästungsauSschusfes eine Einigung zustande kam, wuroe Die Arbeit wieder ausgenommen. * --- Lich, 17. Nov. Der Gemeinderat gv> nehmigte in seiner letzten Sitzung di- ausgeschri», lenen Akkordarbeiten zur Einrichtung von Liiets- wohnungen in Hellwigs Haus. Ter MietporiH jeder Wohnung soll monatlich 30 Mk. betragen. Wegen Erioerb von Baugelände am ndrbtubm Wall zur Schaffung von Veiu-Wohnungkn p(t Der Bürgermeister mit der Fürstlichen StenflamoKt in Dt'rhandlungen treten. * Watzenborn, 19. Nov. Zu ber Moittagö- rwZiz betreffend „Ueberfabreii" teilt uns ein Angehöriger mit. daß der letzte Teil der Meldung, wonach dem Verunglückten der Kops vom Rumus getrennt worden Jei, nicht MUrtfie; der Tod Ja durch eine Quetschung der Halswirbel verursacht. Kreis Laukerdach. o Schlitz, 17. Nov. Das gestrige Konzert zinn Besten enter Kriegergedächtni-stätte; war em Ereignis im musikalischen Leben unseres Stadt. Gesangvorträge des Kirchenchors, imter Kantor Bohls Leitung, und des Gesangvereins „Harmonisches Kränzchen", unter Lriümg des Dirigenten Mohr, ivechselten mit Solovortraam ab, die köstliche Perlen der Musik darboten. D-r Saal war btS zum letzten Platz gefüllt. Meteorologische Veobachtungen der Station Gießen. Aus Stadt rrnd Land. Gießen, den 19. Nov. 1919. Erhöhung der Mehl- und Brotpreis-. Wie bereits schon am 20. Oktober ds. Js. erwähnt wurde, ist mit Beginn der Ausmahlung des Getreides von 80 Prozent bei Wetzen und 82 Prozent bei Nogyen eine Erhöhung der Mehl- imb Brotpreise unumgänglich. Während der Preis bet der bisherigen Ausmahlung von 94 Prozent bei Weizenmehl 74,50 Mark und 69 Mari bei Ro^enmehl betrug, stellt er sich heute auf 89ch0 Mark tmb 81ch0 Mari, was rin Mehr von 15 dzw. 12,50 Mark bei 100 Kilogramm bedeutet. Durch die neue AnSma^llmg wird bas Brot entsprechend besser. .. , Tie Verteuerung wird dydärch hetvorgeruwi, daß durch die neue Ausmahlung aus 100 Kg. Getreide nur 80 Kg. Mehl gewonnen werden, während früher 94 Kg erzielt wurden. , Dazu tonnnen noch Licferung^ruschLäae mtb Truschprä- rnii-n, welche vom hiesigen als Selbstwirt- \ diaf tenber Kv m m u nolverband getra- g-n werden müssen, während daS Reich diese Auf- rontbungm für nicht selbstwirtschaftende Kvm- munolverbände trägt, und dadurch billigere Mehl- mW Brotpreise herbeiführt. Zur Zeit find in der NattonalvTrsammlmtg Verhandluttgen tm Gange, nvnach auch den fetlrttoirtldxif enben Kommunal- ■öcrWben Zuschüsse zur Verbtlltgrmm der Mebl- unb Brvtprrise in Aussicht stehen. Bis zu dieser Entsch.-idnng ist eine Dtotvreiserhöhung auf 1,66 Mark für den 4-Pfund-Laib erforderlich, während die Mehrtesten vorerst von der Stadt übernommen wervcm. Sollten die Verhandlungen in der Natio- mrtvTrsammluna vhne Erfolg verlaufen, so müßte xr Bwtpreis. in nächster Zeit auf 1,75 Mark erhöht werden, was nachstvechnde Rechnung be» b^Zur Herstellung eines 4-PsUnH-Laibes Brot sindsi Pfund MchL. (1 M RvWen, 2 Teil Weizen) erforderlich, welche nach den neuen PTriscn 1,31 Mari testen. Hierzu fiommen Herstellungsvoslen 34 Pfennig und 10 Pfennig Verdienst für den Bäcker, fo daß sich der Bnotpreis auf 1,75 Mari stellt Hmzctgefüst sei noch, daß die Herstellungs- testen der den BLckevgehklfen neurrdmgs bewilligten höheren Lohnforderunge-i imd. Ber- tcuerung der dlllgemrinuntestrn nm 5 Pfennig pro ^Pfund-Laib yidegcn sind. ** Kartoffelbezugscheine. Es wird wieoerholt darauf hingewresen, daß der itfö' ilt« Rp* xrk-LS bis 6 bezeichneten Art. Ms .ilapitalscrträge im Sinne des Absatzes 1 gelten auch besondere Entgelte oder Vorteile, die neben Kapitalsertragen der in Absatz 1 benannten Art ober an deren Stelle gewährt werden Beträge, die bei unverzinsllchen P r ä m ieritt n l e i hen über den Nennwert hinaus zuruck- gezahlt werden, sind keine Kapitalserträge im Sinne dieses Gesetzes. Bari der Steuer befreit sind: 1. Die im 8 2 Abs. 1 unter .1. 3, 5 und 6 be- eiebneten KapitalSerträge einschließlich ber ent» prechenden auslärrdischen, die solchen llntemehmen zulließerr, welche der Anschaffung und Tarieihrmg von Geld dienen (Spartasseii, Banken, Bankiers, Hypothekenbanken, Schijipiandbrieibanken, öffent» lich-rechtliche Kredttansur ten, Kreditgenosfenschaf- ten. Finanzierungsinstitute). Die Beireiung wird nicht dadurch crusgesch.'os.en, daß das llnterncbmen daneben auch noch andere Gesch-'itte betreibt. In diesem Falle beschränkt sich aber die Befreiung aui den der Anschaffung und Dartciyung von Geld Dienenben Geschäftszweig. 2. Die im ,8 2 Abs. 1 unter I, 3, 5 und 6 bezeichneten KapüalSeriräge, sorveit sie auf Aus- tei^mg seitens des Reiches oder der Länder beruhen. 3. Die KttpitalSerträge der in 8 2 bezeich- neten Art, die den Trägern der rrichSgesetzlichen Werkstätten-, Dienst- oder Geschäftsräume ver- wendet werden, , . c) mehrere Wohnungen zu efier verrimgt werden. Die Zustimmung darf nur versagt wewen, wenn das Eiingungsamt sich nrtt der Versagung einverstanden erklärt Hal. Die GemeindebehZ^ie kann anorduen, daß der VersügungsbercchtiSte . ,.n1v a) unverzüglid) Anzeige zu erstatten hat, fobalb eine Wohnung oder Fabrik-, Lager-, Wertstätten-, Dienst-, Geschäftsräume oder sonitigc Räume unbenutzt sind, , b) ihrem Beauftragten über die benutzcen Wohnungen und Räume, sowie über deren xxv Mietung Auskunft zu erteilen und ihm die roe° fidjtigung zu geftatten bat. Als unbenutzt gellen Wohnungen und Räume der bezrichncten Art, wenn sie tröllig oder nur zur AusbeWährung von Sachen inoten, sosäni dem Dcriügungsberecht'.glen Aufbewahrung ohne Härte zugemutet werden kann, ober wenn der VersügungSberechttgte Wohnsitz dauernd oder zeitweilig m das semduche Ausland verlegt hat. § 4. Hat die GemrindeboHörde dem Verfügungsberechtigten für eine unbimutzte Wo^mmg oder für andere unbenutzte Raume btt Wohn- zwecken geeignet sind, etnrn Wohtungsuchcndcn bezeichnet, und kommt zwttchen ihiien ein Mtet«r- trag nidit zustande, fo setzt arlsAnrusen der <3** meindebeHörde das Eimgungsamt, salls 'ur DersügungSbereckchgteii lin unixrhaltnismaVger Nachteil zu besorgen ist, emen Mtetvertrag srit Der Vertrag gilt als gc)d)tonen, wenn der Woh- -- 5.6*, 19.11. = 3.5« — 2.4*, 19.11. = -0.7» haben. Die Beteiligung der Gemeinden urtb Gemeinde- verbände an den llebenoeisungen aus Nridrs- _____________ .. . steuern bestimmt die Landesgcsetziiebung unter Be- 6. Tiskontbeträge von Wechfein und Anwei-! adjtung der reichsgejetzllch vorgeschricbenen Grund- sangen einschließlich der Schatzwechfel, soweit cs sich I i ätze. Die Länder erhalten einenAn- um Kapitalsanlagen handelt. teil vom Ertrage der R eich sein ko m- II. Die Erträge aus ausländischen Ka- menstcuer mit Ausschluß der Kapital it als an la gen der in den Nummern II ertrugt ft euer, bie dem Reich ungekürzt verbleibt. Unter bteien Vorbehalten erhalten die Länder für sich und ihre Gemcindai -O-C.E O <*W " Q E C — i- n S-« ' DSekanutmachung der Befl. Seitbef Ardeits-undWirtschaftsamt-.Maß- «ahmen gegen W ohn un gs m an gel be- treffcnb, vom 12. Mai 1919. (ReichSgesetz- igcng her Anzeige. als fien über die benutzte» Wohnungen und Räume sonne über ixtxn Bermietung ÄuL.untt zu erteuen und ihm die öv» sichttgung zu ^statten hat. In Betracht kommen vornehmlich solche venutzte Wohnungen, die tm Verhäl tiub zur Zahl dec Bewohner ü^rgroß sind und bei denen entbehrliche Teile ohne erhebliche Äendcrnngen als räumlich und wirtschaftlich selbständige Wohnungen Derroentet und äuge trennt werden können. Auf diese Wohnungen finden die in den 38 4 r^nd 5 der Bekanntmachung über Mas^ahmtm gegen Wohmmgsmanget vorgesehenen Bestimmungen sinngemäße Anwendung. 8 2. Die Gemeindebehörde kann in Erweiterung der ihr erteilten BeiugniS «ach ß8 3 bis 5 der obengenannten Derordnung vom 23. Septemb.r 1918 unbenutzte Wohnungen und Räume, die zu Wohnzwecken geeignet sind, beschlagnachmm und solchen Wohnnngsuchenben, die nach chren sozialen wie wirtscha.tlichen Vcrhaltnisien a.S Mieter für diese Wohnungen geeignet erscheinen, mietweise überlassen. Der Mietpreis ist auf 'Antrag der Gemeindebehörde vom Mieteinigungsamt Nftju« setzen Die so getroffenen Entscheidungen sind unanfechtbar. Die Gemeinde ist dem öermteter insoweit haftbar, als der Mieter den ihm obliegenben Verpflichtungen nicht nachkommt. Nach Aushebung der Beschlagnahme hat die Gemeinde auf Verlangen des 93credjtigten die beschlagnahmt gewesenen Räume wieder in einen Zustand zu verßtzen, wie er jur Zeit der Uebernahme unter Berücksichtigung der gewöhnlichen Abnutzung bestand, 8 3. Mit Geldstrafe biS zu eintausend Mark wird bestraft, wer einer von der Gemeindebehörde g> mäst 8 1 und 2 erlassenen Anordnung zuwider vorsätzlich eine Anzeige oder eine Auskunft nicht ober nicht rechtzeitig erstattet oder wissentlich unrichtige oder unvollständige Angaben macht oder eine Besichtigung nicht gestattet. zu fließt. Aus einem Mietverträge, der der Gemeinde- bebörve nicht ang $eigf ist, können non dem Vermieter keine Amvrüche aelte.rd gemacht w r- ben. Der Verttaa wird auch ht Äne.-ung der Ansprüche des Vermieters wirlsa-n, wenn ntere: die Gemestid Mörbe noch dec Mieter inner! a b der Frist (Abs. 2 eine Herabsetzung bA vereinbarten Mietzinscs beantragt, wenn die Anträge aus Herabsetzung zurückgezogen rverben ober wenn das Einigungsamt über die Anträge entscheidet. 8 5a. Machen sich nach dem Ermessen der Lanbes- zentralBehörde infolge besonders Hotten Mangels an Mi^rLumen aus>rgewöhnliche Mißstände geltend, so kann die L an veSzentralbe Hörde mit Zu- stimmimg dcs Reichsministenums di.' Gemeind- behörde auch zu anderen als den in den 88 2 bis b be eichneten Anordnung-n ermächtigen oder (mit Zuunnmung b s Rci ^arbeiLSmmisieriums) solche Anordnungen selbst treten. § 6. Die LandeSzcntralbehörde Tann für den Pezirk einer Gemr-indevehörae, in dem sich nach rhrem Ermessen ein be onders starker Mangel an Mieträumen geltend macht, anordnen, 1. daß die Vermieter von WohnrÄrmen, L^den uiw W.rk ätten ein Mieter, ä tnis rechtswt t* fam nur mit vorheriger Zu,.immung deS Eini- gungsamts kündigen kötmen, insbesondere, wenn die Miüibigung zum Zwecke der Mietileigerung erfolgt, 2. daß ein obnr Kündigung ablau'endes Mietver- HLtuis als auf iin dimmte Zeit verlängert gilt, wenn der Vermieter nicht vorher die Zustimmung dcS ßjt.gunö$tLntJ zu dem Ablauf erwirkt hat. Das EinignngSamt tarnt bei der Entscheidung die For.sevung oder die Verlängerung b?S M eh verhältnisies jeweils bis zur Dauer eines Jahren bestimmen. Die Vorschrift des 8 2 Abs. 2 findet Anwendung. Besteht in dem Bezirke kein EinigungSamt so bestimmt die LcrnbcszentialbHörde die ©te.Ie, deren Zustimmung einzul^o.en iit (Anmerkung: D.eie Anottnung ist für sämtliche hessi chen Gemeinden am 3j. April 1)19 durch das $xi|. Landes-Arbeits- und Wirt chastvamt ergangen). Bekanntmachung des BundeSrats znm Schuhe der Mieter. Vom 23. S ptbr. 1918 in der Fassung oom 22. Juni 1919 (Reichs- <^sehblatt 1918 Seite 1140, 1919 Seite 591). Ist im Bezirk e?ner Gemeindebehörde ein Ginigungsamt errichtet (- 1 der Verordnung, betreffend EmigungSämter, vom 15. Dezember 1914. Reichsgesetzblatt 6.611), so kann die Landes- zentralbehörde bad EinignngSamt zu den in den 88 2 biS 4 vorgesehenen Entscheidungen ermächtigen. Die Erteilung der Ermächtigung ist von der Gemeindebehörde m ortsüblicher Weise betauntzu- mochen. I 8. Das EinignngSamt kann T. auf Anrufen eines Mieters a) über die Wirlsamkett einer Kündigung des Vermieters intb über die Fortsetzung deS gelünbigten Mictrarhä tnisses jermttlS biS zur Dauer eines Jahres bestimmen, b) 'ein ohne Kündigung ablaufendes Mietverhältnis jeweils bis zur Dauer eines Jahris verlängern, 8. auf An rufen eineS Vermieters einen mit einem neuen Mieter abgeschosenen Mietverirag dessen Erfüllung von einer Entscheidung gemäß Nr. 1 oder von einem vor dem Einigungsamte geschlossenen Vergleiche betroffen wird, mit rückwirkender Kratt auf heben. Bestimmt in den Fällen deS Abs. 1 Mr. 1 das Einigungsamt die Fortsetzung oder Verlängerung des MietverhültnisseS, so kann es dem Mieter neue Berp lichtungen auferlcgcn, ins blondere den Mietzins erhöhen. Der Antrag des Mieters, über die Wirksam- keit ber Kündigung dcS Vermieters zu entscheiden (Abs. 1 9lr. la), tst unverzüglich. nachdem die Kündigung ihm zugegangen ist, zu stellen. Der Antrag, tut ohne Kündigung ablau en des Mietver- HLltnts zu verlängern (Abs. 1 Nr. Id), ist so früh- Sitig zu stellen, wie es von dem Mieter unter erücksichtigung der Interessen des Vcrm e'erS verlangt werden kann. Der Anttag kann in beiden Fällen nicht mehr gestellt werden, wenn die Mitt- »eit abgelausen ist ober bte Parteien die Fortsetzung dcS Mietverhältnisses vereinbart Haban. 8 3. £)at sich ein Vermieter einer öffentlichen Ve- ttrde gegenüber verpflichtet, die Fe'tseNuna bc4 Mietzinses oder anderer Bestimmungen des Mitt^ Vertrags durch daS Einieii Ge.etzbuch.S), wird durch die Erlaubnis des Einigung^arnts ersetzt. TaS Eüliguiigaml soll die Er.aubnis versagen, wenn ber Vermieter sie aus einem wichtigen (Siunbe venoeigert tat 8 5. Macht sch tm Bezirk einer G'meindebe'Scde, in bm en Eintgun samt errichtet i t, nach dem Erm ssen ber Lcm>es^ntra'.b?l-Vrd' ein be onders starker Mangel int Mietraumet gcltenb, fo Crnn bie Lak^eSzentvalbebördc die Genvindeb^hörd: zn der Anordnung ermächtigen oder rerp lichten, daß lebet Absch uß eines Mietvertrag.- über Motn- räumr, Läden und Werkstätten der G m iilbr «dörbe vom D rm eter. bitmen eine Wo che nach AbsckTluß b-s Bert ags air-u eigen ist. Die G-- men.b.bebörbe (eftimmt. welch' Angaben die An- zu entlnltrn hctt. Wird die Anordnung j® Selben für den Bezirk bie Vorschriften der Abs. 2 und 3. Ueberstei st der verrinbarte Mietvrris den Betrag. ber lür Wohnräume. Läden ober Derk- Wtender g.m:eteten Art und AuS a tun, unter L.-ruckf,chttgung der Wexmmtungrn M Decmic- Krs üblich und angemessen ist, so kann sowohl i>ic Gemeindebclörde innerhalb einer Woche nach Ein- § 7. Das Einigungsamt ent cheidet nach billigem Ermessen. Vor der Ent.cheuiung kann es eine einstweilige Anordnung er.aiseu. Seine Entscheidungen sind unan echtbar. Wird die For setzzrng ober die Verlängerung des Mtetverhä.tuiises angeordntt (§ 2 Ab,. 1, 2, 86) oder wird Oer MretziuS herabgeieet (§ö Abs. 2), so gelten die Be^imlnungeu des Eini- aungsamts als vereinbarte Bestunmungen des Mietvertrags. 8 8. Das ErnrgungSamt entscheidet in der Besetzung von einem Vorsitzenden und rnindesten- -wet Beisitzern. Der Vorsitzende muß zum Richttr- amt oder höheren DerwaltungsvLnste befähigt küt; ber Beisitzer rnüfiea zur dälfbe dem Kreise der HauSlx si tzer, zur fcälfte ban ber Mieter an gehören. TaS Nähere über btt Besetzung bestimmt Cxr Laud- rncsten erscheinen läßt. Das Ernigungsamt bestimmt die £>vbe ber Gebühr und die -ak'lmigst'slich- tige Porter. Der Gesamtbetrag der Gebühren dar! bas Dreifache der vollen Gebühr des 8 8 d.'s GerichtSsostengesetzts und der ber Berechnung zugrunde gelegte Wert des Gegenstandes Km Betrag bc8 einjährigen Mietzinses nicht überstei-vn. Das EintgungSanlt bestimmt, wer die baren Auslagen des V-rsahrms zu tragen hat In, übrigen wird das Verfahren durch den ReichSkonzler geregelt. 8 16. Mit Geldstrafe bis eintausend Maick wirb bestraft, wer vorsätzlich einer gemäß § 6 Abs 1 Nr 1 erlassenen Anordnung zuwider eine ihm obliegende Anzeige nicht re.ßr-: Aende- rung?n als räumlich und wirtschifllich selbständige Wvhnungun verwendet und abgetrennt nxrixu törrnen. Aä,s diese Wbhnungcm finben die in den 88 4 und 6 bet Beflanittmachung über Matzn-ih- men gegen SSMynun^mangel vorgesehenen Bestimmungen sinngemät-e Anwendung. TaS slüxische LL-bnui-gramt ist berechti.tt, unbenutzte intb Räume, die zu Wvbu- 5Ti*dcr geeignet silck). zu besck^agnahmcn und wt- den Wohnung'uchenven, bie nach ihren sozialen wie nirtschafttichcn Derchältnissen als Mieter für diese Wc'hnunsm geeignet erscheinen, mietweise zu Überlassen. Der MierpveiS ist auf Antrag des M^tischrn Wahrnrngsamrs vom Mi reinigungsanu kiqu.fbm Tie jv -tt»/ffrnen SutldAÜxiugen sind unanfechtbar. Am 2 3.Juni 1919: Eine Ucbertafiintg von Dvbnnäumen an Personen, die ix>n auswärts iU’ric’xm, oh^e Zustimmung des Mieteinigun'isamts ist verboten. Ter Ausenlchrit txnt Personen in Gasthöfen, Wirtschaften und bergL».iui ober Platten UM TEL b) ausgewogen 1,06 Mk. 3. Würfelzucker: 1,08 Mk Gießen, den 17. November 1919. 13040- Der Oberbürgermeister (Lebeilsmtttzckamt). Schuh-Verkauf. ES kommen in der Turnhalle der Stvdb» Mädchenschule, West-Anlage, getragen-, gut ce parierte Militärschnürschuhe zum Preise von 14,50 M k. und Stiefel zu 17st-0 Mk. pro Paar zum Verkauf. Dre Abgabe geschieht wie folgt: An bieienigen Eimvohner, bie dem A-zirk 4 unb 3 an gehören am Donnerstag, 20 Nov., cm biqenigen Einwohner, die dem Bezirk 2 enge* Höven am Freitag, 21. Nov., an diejenigen Einwohner, bie dem Bezirk 1 rt> gehören am SamStag, 22. 'Nov., und zwar an solche m.t oen Ansangsbuchstaben A—M vormittags von 9—12 Ubr tnib bl— Z ncrf>- mittag# von 2—4 Uhr. Samstag, den 22., findet die Ausgabe von A—Z von 9—1 Uhr statt. Der Verkauf erfolgt gegen bar unter Vorlage der LebenSmitlriausweiskarte; für jede Per- )on wird ein Paar Schuhe auSgtgcben. (Kienen, den 18. Novenrber 1919. (13060B Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Berichtigung. Betr.:WahlzurGerneindevertretung. Der unter dem Walrloorfchtag der Matthäus» aemeinde unter 13 auigefüljrte Name muß richtig heißen: Becker. Margarete, Ehcivau des td» graphisten Daniel Becker. Bcknnlitmnchung. FürJnhabcr vonSchuldverschrei- düngendes Allgemeinen Vereins für Armen- unb Kra nkenpf lege Gießen Laut Borstandsbesc1)luß ist der Verein bereit, b« folgenden, noch im Umlauf befindlichen 5«yoiga Stücke: 1. Lit. A ß Mk. 500 Nr. 11—21, 24—33, 45—68, 75—98 - 69 Stück 34 600 Mk. 2. Lit. B ä M 100 Nr. 1—3, 12-29, 31—34, 37—60 - 39 Stück 3 900 m. £o Ä8100 Äk anläNich der jetzt aufgelegten öligen Reich-- sparprämienanleihe durch Umtausch gegen 5o,oigc Kriegsanleihen pim Nennwert zurüctzt»* zahlen. Die Jnl-ober werden gdrtvn, bie obigen Stück bei ber Mitteldttuschen Creditbank, Filiale Gießen, gegen Quittung wrjutegen Der Umtausch findet fo rechtzeitig statt, dak ein Erwerben der Sparprämiencuileibestücke möglich fein wird. 129480 Gießen, den 14. November 1919. Der Vorstand deS Nlg. Vereins für Armen- und KrantenrSleg« und des Evarrgelischcn Schwesternhauses Greßm. A u S f e l d , Piarrer. S ch u d t. LandgerichtSrat. Fischereivcr Pachtung. Konnnentzen Samstag, als dem 29. b. M., nachmittags 1 Uhr, wirv aus der Bürgermeisterei das 2 Los brr Gemeindefischerri auf 10 Jahre verpachtet. Bedingungen werden vorher txTxmnl* gegeben. 13087 Ruppertenrod, 16. November 1919. Bürgermeisterei Ruppertenrod. Polzing.