gnt. monn. nun«. imiinit. tmflitn. nmissär- Ein Protest Ser deutschen Kultosminifter. bahnbetriebsamtes Frankfurt a. M. zu ver- y. . Ul L IVlZf l«U ICH selbständrnes und eigenartige^ Geistes- rbe des Friedrich Rudolf in Lich ivorden. An die Negierung des Deutschen Reiches z. H. des Reichspräsidenten Ebert (Berlin) ist in dleseu Tagen die nachfolgende Erklärung der Kultus niini st er der deutschen Bundes- vaaten ergangen: . .'.Die uuterzeichireten einzelstaatlichen Kultus- uunrster sprechen ihr Bedauern darüber aus, datz man sie bei den letzten Verhandlungen über "le ^chulartikel der Verfassung nicht JWjeitig und nicht ausgiebig genug hat zu Worte J5”men Die Folge davon ist, daß die Entscheidung über den Charakter der deutschen einerseits der Reichsgesetzgebung, anderer- 2 « » Erziehungsberechtigten m der Gemeinde Erlassen worden ist, und daß dadurch der in Sache liegende .kulturell und finanziell not- Einfluß der Gliedstaaten stark ein» schrankt worben ist. Dies dürfte umso mehr zu benagen sein, als die vielgestaltige Zusammen-- des deutschen Volkes es mit sich gebracht Die Volksabstimmung in Nordschleöwig. Berlin, 18. Aug. (Wolff.) Nachdem „Ber- lrner Tageblatt" hat die aus je einem Vertreter Englands, Amerikas, Frankrricl-s, Sckpvederrs und Norwegens bestehende Ententekommission zur Durchführung der Volksabstimmung in N o r d s ch l e s w i g in Kopenhagen ihre Tätigkeit begonnen. Ein französisches Bataillon soll in Mur- Wick bei Flensburg uutergebrachr werden und im wesentlichen die Südgrenze deS Abstimmungs- gebietts besetzen. ch. Streb Wiim ^ardsjelden i|t ir jüüt angeorbiti. ■II« 1*5 p des leises, bald als möglich, Verzeichnis ver- t9 und Zunamen rer Rückkehr ihre nnen, denen also .Ihnen dringeno, 1 dem Städtischen rsorge für Kriegs- nsccht für Kriegs- teresse dieser Äe- Annahme von Anzeigen f. die Lagesnummer btj zum Nachmiltag vorher ohnejedeVerbmdlichkeir Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v.34mmBreite orllich 15 Pf, auswärts 18 Pf., für Reklame- nnjeigen von 70 mm Brette 48 Pf. Bei Platz- vorfchrif:20°/^Aufschlag. Hauvtschriitleiter: Aug. Goeq. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: v. Beck; sämtlich tu Gießen * ^Erkundung in ich Sitibeiti- laus.uL^cböta. Hessen. Anträge und Anfragen in der Volkskammer. rmk. Darmstadt, 17. Aug. Zur Reform des Veterinärwesens haben die Abgeordneten Riegi und Eißnert der Volkskammer einen Antrag vorgelegt, in welchem sie beantragen: Die Kammer lüolle beschließen: 1. den Kreisveterinärärzten ist jede Privatpraxis verboten und es liegt ihnen lediglich die Feststellung und die rechtzeitige Anordnung der Bekämpfung von Seuchen ob. 2. Alle Tierärzte sind befugt, an notgeschlachtetem Vieh die Beschau, gegen Seuchen die erforderlichen Impfungen vorzunehmen und werden dazu eidlich verpflichtet. Der Abg. Lux hat folgende dringliche Anfrage an die Kammer gerichtet: 1. Ist der Regierung bekannt, daß der Arbeiterrat von Frankfurt a. M. beschlossen hat, daß Arbeiter vom Land, die in den dortigen Privatbetrieben arbeiten, demnächst entlassen werden sollen? 2. Ist es der Regierung ferner bekannt, daß auch Arbeitern vom Land, die im Betriebsamt Frankfurt a. M. beschäftigt sind, bereits gekündigt worden ist? 3. Was gedenkt die Regierung zu tun, um diese bedauerliche Maßnahme des Arbeiterrates und des Eisen- La. >es SiaeWÄ -,ie seines Aellver- .güborf, ist NaM Mich geiwrden. sd. Js., iairnit, wozu ich die -rt ui seiner Gmng §«» *e £ zustande, t» W S seim °^nung für hic hten v incn frN Wow 18 ^getretenen ^ts der Reichs- btt vorstehend ergibt, liegt zm e onen (RGBl. ei) sowie den einden des mg für die Ernte henden zur Ein- daß gerade in den effrzellien Gliedstaaten brndern? In der Begründung dazu wird aus- cm selbständiges und eigenartiges Geistes- geführt: In dem südlichen Teil der Provinz M>QI entwickeln kowute, das nun entweder der' Oöerhesseu sind Hunderte von Arbeitern, die Deutsche Nationalversammlung. Weimar, 18. August. Präsideirt Fehrenbach eröffnet die Sitzung um 10.25 Uhr. Aur dem Reiche. Ehrung Hindenburgs. Berlin, 18. Aug. (Wolff.) Nach einer Meldung der „Voss. Ztg." wurde Hinden- burg von den Technischen Hochschulen des Deutschen Reiches die Würde eines D r. - I n - genieursehrenhalber verliehen. Ebert auf der Leipziger Messe. Leipzig, 18. Aug. (Wolff.) Das Meßamt für die Mustermessen in Leipzig hatte den Reichspräsidenten Ebert unter besmrderem Hin- lveis auf die große Bedeutung der Leipziger Messen für unser.gesamtes Wirtsck-aftsleben gebeten, der bevorstehenden Herb st messe vom 31. August bis zum 6. September eilten Besuch abznstatten. Daraufhin bat der Reichspräsident dem Meßamt mitteilen lasseit, daß er der Einladung, wenn es die Umstände irgendwie gestatten, gern Folge leisten werde. Die bayerische Regierung nach München übergesiedelt. Berlin, 18. Aug. (Wolff.) Tie bayerische Regierung ist gestern von Bamberg nach München übergesiedelt. Kundgebungen der Arbeitslosen in Köln. Köln, 18. Au«. (Wolff.) Heute mittag kam es zu einer großen Demonstration der Ar- bettslosen, der stellenlosen Kaufleute und der Notstandsarbeiter vor dem Rathaus. Am Vormittag sand im großen Gürzeinchsaal eine Versammlung statt, in der diese drei Gruppen eine Entschließung annahmen, in der u. a. von der Stadrverwaltung die Erhöhung der bisherigen Sätze der Arbeitslosenunterstützung, die Gewährung von Teuerungszulagen usw. gefordert wurde. Eine Kommission wurde in das Rathaus entsandt, welche mit der Stadtverwaltung verhandeln und eine Antwort zurückbringen sollte. Als der Bescheid kam, daß der Oberbürgermeister in Urlaub sei, beschlossen die Teilnehmer die Antwort selbst vom Rathaus z!u holen. Sie zogen gegen elf Uhr vor das Rathaus, wo sie den Beigeordneten Dr. Löhe aufsorderten, sofort mit ihrer Kommission die Verhandlungen über ihre Forderungen aufzu- nehmen. Aus dem besetzten Gebiet. Dorten aus dem englischen Besetzungsgebiet serngchaltcn? G e n f, 18. Aug. Die Pariser Zeitungen geben die Meldung des Berliner „Lokalanzeiger" aus Köln wieder, wonach die englischen Militärbehörden dem Dr. Dorten den Aufenthalt in dem besetzten Gebiet verboten hätten. Die Zeitungen fügen ohne weitere- Kommentar nur ein großes Fragezeichen hinzu. Gründung eines RheinlandbundeS. Köln, 18. Aug. Ein neugegründeter Rhein- l a n d bu n d fordert die sofortige Errichtung eines nach West und Ost unabhängigen Volksstaates im Föderativ verba nd mit den in der Bildung begriffenen oberrheinischen Republiken auf. Als Vorsitzender zeichnet der unabhängige Sozialdemokrat Josef S m e e t s. Ter Aufruf, der sich gegen die „sozialistisch maskierte preußische Militär-, Geheimrat- und Schieberlamarilla" wendet, .schließt mit den Worten: „Wollt Ihr noch weiter die Kriegslasten und Besatzungskoften durch Eure Arbeit allein tragen, während drüben die Reaktion sich «ruf Eure Rechnung stärkt und mästet? lieber diesen Rahmen weit hinaus hat ein freies Rheinland noch höhergesteckte Ziele, internationale, soziale und kulturelle Versöhnungsaufgaben zu erfüllen. Es soll am brandenden Meere der Rassen- mrd .stiassenleidenschaften ein Granitblock des Völkerfriedens werden." Nr. 192 Ter Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer Gönn- und Feiertags. vezugspreir: nwnatl. M k. 1.60, vierteljährlich Mk. 4.80; durch Abhole- u. Zweigstesten nwnatl. Mk. 1.50; durch diePost Mk. 4.50 viertel- jährt, ausscht. Beftellg. Fernsprech - Anschlüsse: sür die Schriltleitung 112 Verlag,Geschäftsskellebl Anschrift siirDrabtnach- richten: Anzeiger Siesten. Postscheckkonto: Sraaffurt a. M. U686 Tagen dauernd nicht der Fall gewesen. Das können wir nicht mehr mitmachen und beantragen Absetzung dieser Vorlage. Reichssinanzminister Erzberger: Wenn sie dem Anträge stattgeben, madxm sie eS dem Finanzministerium unmöglich ordnungsmäßig Gelder auszu geben. Wir geraten batnird) oor dem Staatsbankerott. (Große Bewegung und lebhafte Unruhe rechts.) Die Nationalversammlung möge wenigstens die erste Lesung vornehmen und das Gesetz an einen Ausschuß verweisen. Abg. Schulz- Bromberg (D.-Natl.) widerspricht. Reichssinanzminister Erzberger bringt nochmals aus Erledigung der ersten Lesung. Abg. Dr. Heinze (D. Vp.): Wir fordern ebenfalls die Absetzung der Vorlage. Wir müssen fordern, daß uns Gelegenheit gegeben wird, die Vorlagen in gründlick^r Weise zu durchdenken und zu beraten. Abg. Tr. Dem bürg (Dem.): Die Vorlage ist nicht kompliziert. Jeder Kenner des Etats weiß, daß sie vollauf begründet ist. Im Ausschuß besteht: durchaus die Möglichkeit zu einer gründlicküen Beratung. Tie Rechte macht anscheiirnnd Versuchs zur Störung der Geschäfte. Abg. Schulz-Bromberg (Ttsch.-natl.) und Abg. Hugenberg (Ttsch.-matl.) bestehen nod’- - mals auf Vertagung. Reichsfinanzminister Erzberger: Tas von den Antragstellern geforderte Studium bir Vorlage ist. 'wertlos, weil ich zur Begründung Ergän-- zungen zu machen habe, die ich hier nickst machet taim und die dartun, warum ich in diesem Augenblick die Beratung oerlangen muß. Tie Annahme des Antrages Hugenberg würde von unabtocntK baren Folgen begleitet fein. Abg. Keil (Soz.): Es ist ganz offenkundig, daß die Rechte der Regierung Schwierigkeiten machen lwill. e Abg. Geher (U. S. P.): Tie Vorlagen Serben hier tatsächlich in einer beispiellvfm Hast ein- gebracht. Vermutlich, damit sich die Fraktionen nicht vollauf klar toetöen können. Wir werden uns keinerlei Gefahren aussetzen, 'wenn wir die Beratung um 24 Stunden vertagen. Abg. S ch u l z - Bvomberg (Ttsch.-naÜ.): Tie Erledigung des Gesetzes vor der Sommerpause 'wird durch die Annahme unseres Antrages nicht in Frage gestellt, so daß der Reichssinanzminister Erzberger zu unserem Bedauern nicht zu demissionieren braucht. Ter Leutscknationale Antrag wird gegen die Stimmen der Rechten und der Unabhängigen ab- gebehnt. Es folgt die erste Beratung des Gesetz- entwurfes. Reichsfinanzminister Erzberger: Ich werde im Ausschuß weitere Mitteilungen zur Begründung machen. - Abg. Dr. Dernbur g (Dem.) beantragtBer- roeifung der Vorlage an einen Ausschuß. Tas Haus beschließt dementspreck-enb^ Es folgt die zweite Beratung des OffiSiersentschädisungsgefttzes. Ta die Möglichkeit einer sofortigen dritten Beratung ins Auge gefaßt ist, findet eine Generaldebatte statt Abg. Grünewald (Dem.): Wir bogrüßenl es, daß wir durch das Gesetz den Offizieren bar Uebergang zu einem anderen Berufe er leichten» können. Bedauerlicherweise sind Vorschriften, die der Ausschuß für das Kapitulantengesetz annahm, für dieses Gesetz gestrichen worden. Wir behalten uns etwaige Anttäge vor und werden unter Umständen auch für solche von anderer (Beile stimmen. Abg. v. Gräfe (D.-N.)t Das Gesetz solltet mit Einmütigkeit angenommen werden, weil es den Dank der Ration für ei Mn Teil der Armee aus- spricht. Fehlt solche Einmütigkeit, so können sich die übrigen Teile des Heeres zurückgesetzt fühlen. Unerträglich ist, daß der Ractzveis der Bedürftigkeit verlangt wird. Bei der Mehrheit wirkt doch wohl einige Anpmosität gegen den Offiziersstand, ivenigstens int Unterbewntzffein, mit. Wir sind für die ursprüngliche Regierungsvorlage zusammen mit den Demokraten eingetreten. Die Mehrheit bereitete lirns eine große Enttäuschung. Sie machte ihrer Regierung Opposition und die Regierung hat ihre eigene Vorlage gar nicht so recht vertreten. Furchtbar schnell stellte sie sich auf'den Standpunkt, nur noch etwas zu retten. Was wir als notwendig bezeichneten, hat die Regierung selber als nottoenbig bezeichnet. Sie soll sich durch uns nicht beschämen Lassen und die Mehrheitsparteien sollten ihre eigenen Freunde nicht im Stiche lassen. Es ist nicht bloß eme moralische Pflicht, sondern ein Gebot ipo'.i- rischer Ulugch.nt, wenn in imserem Sinne öorgegan- aen wird. Schon herrscht in diesen Kreisen röte nnyeheure Erbitterung, die auch wirllich berede tigt rst. Aesahr zu weitgehender Zersplttterung durch die Gemerrrdim ausgesetzt werden wird. . Außerdem sind die unterzeichneten Kultus- ikttüber unterrichtet, daß dve Lehrcr- vrgonisationen in ihrer überwiegenden Mehrheit aus pädagogischen Gründen einen anderen Stands- Punkt vertreten, als er in der Verfassung zum Ausdruck gekommen ist. Von irgendeiner Mitbc- ftimmmig der Lehrer ist gegenüber dem weitgehenden Einsluß der Erziehungsberechtigten mit keinem Wort die Rede. Überdies enthalten die Schulartikel Bestimmungen, die vom schulverwaltungstechnischen Standpunkte aus in höchstem Maße bedenklich und für den größeren Teil des Reiches undurck>- sührbar sind. Sollten sich aus der neuen Gestaltung der Dinge Schwierigkeiten ergeben, so müssen wir unsererseits alle Verantwortung dafür ablchnen." Die Erklärung ist unterzeichnet: Haenisch (Preußen), Heymamr (Württemberg), Hummel (Baden), Strecker (Hessen), Burk (Sachsen), Polz (Weimar), Rönneburg (Braunschweig), Sivkowich (Schwerin), Reuniann - Hofer (Detmolds, Der Staatsrat für Anhalt, Tas Unterrichtsministerium Str^itz, Ter Landesdive'ktor-Arolsen, Däahnert (Altenburg), Ministerium Sondershausen, 'Drechsler (Gera), Hildebrand (Bremen). in einer Reihe von Ortschaften des Kreises Friedberg und Büdingen wohnen, schon jahrelang in Frankfurt a. M. beschäftigt. Durch diesen Beschluß des Arbeiterrates und die bedauerliche Maßnahme des Eisenbahnbetriebs- amtes Frankfurt a. M. würden die genannten Arbeiter arbeitslos. Es herrscht deshalb in weiten Kreisen eine große Erregung, deren rascheste Beseitigung ein dringendes Bedürfnis Ware. Sorgfalt und Gründlichkeit — nicht nur Eile und Zlüchtigkeit! Die Mehrheit in der deutschen Nationalversammlung ist eifrig beflissen, der Regie- rintg keine „Schwierigkeiten" zu machen, und so machen die rasch zusammengeflickten Vorlagen ernen noch rascheren Weg durch den parlamentarischen Schlund. Eile tut not, das ist richtig. Wir können auch über die neuen Finanzgesetze nicht mehr mit von früher her gewohnter Weitschweifigkeit und Redseligkeit verhandeln — denn die finsterste Notwendigkeit drängt. Immerhin, auf einige Tage sollte es bei der Durchberatung so weittragender Gesetze doch nicht ankommen, zumal die Erz- bergersche Eigenmächtigkeit nicht viel nach dem Urteil anerkannter Sachkundiger und besonders der Kenner aus Handel ulrd Industrie gefragt hat. Besonders berechtigt erscheint uns die Forderung, daß Angaben über das annähernde Gesamtbedürfnis und über einen großzügigen Steuerverteilungsplan gemacht werden müßten. Die Erzbergersche Schnellmalerei genügt in dieser Beziehung keineswegs. In der „Voss. Ztg." nimmt zu diesen Fragen Georg Bernhard das Wört, und wenn auch das Lied über den neuen Reichssinanzminister nicht mehr neu und melodisch tönt — weil es ein sehr politisches Lied ist, muß es auch ein garstiges fein — so Hut Bernhard doch noch eine Reihe zutreffender Bemerkungen zu machen: „Rein sachlich betrachtet, kann eine gewissenhafte Volksvertretung über eine solche Riesenreform tmr in Kenntnis aller Teilgesetze beraten oder doch mindestens erst, nachdem ihr dos Grundsätzliche der Gescrmtreforrn bekanntgegeben ist. Tenn eine Reform, die den einzelnen bis an die Grenze der Leistungsfähigkeit beftcuert, und die Handel, Produktton und Konsum geradezu revolutionär beeinflussen muß, kann erst richtig beurteilt werden, ivatn ihre GesamtwirLmg.auf die MtTüirftiqc BolkÄvirtschaft erkennbar ist. Hvffrnttlich bat wenigstens der ReichsffnMrzmini-'cer davon be< imts ein klares Bild. Tie Nationalversammlung Hamt es tttufi den bisherigen Vorlagen des Ministers gar nicht haben. Sie Kennt ja noch nicht einmal den gesamten Bedarf, der cktmngen( beglichen. Liber für einen großen Teil der Derreck-- tmngerc und namentlich für alle Lieferungen von Schiffen, Kohlen imb Chemikalien, sowie für alle Leistungen am Wiederaufbau Frankreichs und Bel- aiens müssen doch die deutschen Staatsbürger als Lieferanten, Arbeiter und VerluAräger aus Beschlagnahmungen entschädigt werden. Wie sicht es z. B. ferner mit den Entschädigungen der deutschen Bankcei und Exporteure für ihre Valutaverluste infolge der Bedingungen für Auslandsrerreckmün- gen im Versailler Vertrag aus, ohne die namentlich die Banken in ärgste Bedrängnis kommen müßten? Durch all das müßte der reine Reichisbedarf, den Erzberger jährlich mit 17V2 Milliarden veranschlagt, auf mindestens 25 Milliarden Mark ifcigen." Es nmß also zur Besinnung, zum Nach- technen aufgefordert werden; Erzberger, der 6>illetant, darf das Feld nicht allein beherrschen; es müssen die Sachkenner auf den Man und den Kommissionen zu gründlichen Sichtungen und neuen Vorschlägen die nötige Beit gelassen werden. drv hu » 8enS*>. IL । ie BRÖb«1 r. c: RerchÄmhrmrmster Noske: Es ist richtig, ssw sthr viele Offiziere zur Zeit in sehr schlechte La^> befinden und daß es einer bettöcht- Kapitulanten geradezu ttostlos ». Mr Zustand wird durch die Ausffihrung des Frredensvertrages noch eine weitere Verböse- rung erfahren. Ter Friedensvertrag schreibt uns die Verrrngerung des Heeres vor und wird von der Regierung ehrlich und loyal durchgeführt werden. 'etc %OT„9(ny9- tn der Kommission sind von Herrn; von Grafe durchaus tendenziös besprochen worden Bcrlchtertzattung in einzelnen, den Rechts- P?r^£len. nahestehenden Blättern war zum Teil direkt nichtswürdig und hat dadurch zur Erweckung einer unberechtigüm Erbitterung in den Reil>en der Offiziere rrnd Kapitulanten ganz wesentlich beigetragen. Ter Ausschuß hat die Regierungs- aber von ihrem Grundaedankea abgewichen. Daß nicht alle Wünsch« Der Kampf um Rußland W a r s ch a u, IS. Aug. (WTB.) Havas. Norlk. westlich von Mmsk-Smolenskwirze haben wir den Feind über den Plisafluß geworfen und Dltuwen besetzt. Die Zalfl der Gefangenen steigt. Ast der wolhynischen Front stelmn wir irn^ Osten von ^Kvwno. Die Bolschewisten ziehen sich panikartig nach K'orzec zurück. Wir bracheii den Widerstand des bei Obvrow verschanzten Feindes. Diese Stadt wurde von uns besetzt und die Bolschaviften nmrben aus das rechte Flnßufer der Slntza geworfen. Wir haben die ganz« Linie Wilna— Rownv—Lemberg in der Hand. Ander galizischen Front erreichten wir nach Kämst- fen bat Poirinafluß bis Moryn und bei Wilna die Linie von Sachowicz bis Osttoj. Auf der Front des Nordwestens haben wir deutsche Patrouillen: zurückgeschlagen. W a r s ch a u, 18. Aug. (WTB.) Havas. General P e 111 u r a, der seine Truppen von bet pol- stöck?en Front zurückgezogen hatte, griff die Bol- Jdxmiften an und eroberte den wichtigen Punkt Wzerinkau. rruswcifnna des britischen Geschäftsträgers aus Mexiko. Amsterdam, 18. Aug. (Wolff.) Tas Preffe- birreau Radio melpet: Carranza toies angeblich aus Aerger, Daß er bisher nicht anerfnrnt wurde, den britischen Geschäftsttäger ht Mexiko, Commins aus Mexiko aus. „Rcw York Sun" nennt die Handlungsweise Carrnazas eine Großbritannien angetane Schimpf, die veranlassen kann, gegen Mexiko vorzugehen. „New Bork Herold" schreibt: Tie Ausweisung Commins komme einer Deportation gleich. Der Völkerbund. Amsterdam, 17. Aug. (Wolff.) Die englischen Blatter vom 15. August bringen eine Exchange-Meldung aus Paris, nach der die Bildung des Völkerbundes auf näch- stesJahrverschoben worden sein soll. Erster Blatt 169. Jahrgang Dienstag, (9. August 1919 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheflen 3w»lmgrnln»druck u. Verlag: vrlihl'lche Univ..Buch- u. Sletnöruierei B. lange. Schriftleitung, Seschäsirftelle u. Druckerei: Schulstr. 7. Als erster Punkt steht auf den Tagesordnung die erste inib zweite Veratirng des Anleihegesetzrs für 1919. Abg. Hugenberg (D.-N.) zur Geschästs- ortnnmg: Als wir der heuttgen Tagesordnung am Sonnabend zu stimm ten, nutzten wir annehmen, daß sich damals die Vorlage bereits in unterer Hand befand. Der Irrtum ist entfchnlobär, da es immöglich ist zu wissen, welche Y^ei'etzes- torfagen dem Hause zugegangen sind. (Lebhafter Widerspruch.) Tie Vorlage ist uns erst Svimtag morgen zugegangen. Sie konnte also gemäß § 18 heute nicht zur Beratung gestellt werden. Zn der letzten Zeit sind ja manche Gesetze mit einer Ober- fläcAichkrit beraten worden, die der Würde dieses spricht. Wenn die Mchr- beigetragen. Ter thnt dieses Verfahren mit ihrer Wurde verein- Vorlage geändert, bri'chluß-1 ist er nichc abgew^«. nia>r ane WUitzche febig hier vertotiai leur. Das ist ur den letzten restlos erfüllt werden tarnten, bebaute ich. us- schaft. richtungcn in dieser Beziehung sich denen der füta Wt« öv w, »■« 3 Übrigen btWieii Stnaldxxbnen anpassen werden, tedung an die OrtSarmeii kommen si n. Eine Zuteilungder zur Verfügung stehenden Fahr-.Ter I nternattonale SP^rtv ^JL pj karten likkt sich natMich nicht vermerderu Altorn 1&—- 20. Mgustz auf ieuicm 4830 3848 2468 1559 1450 Der Staatsgerichtshof. < Weimar, 18. Aug. Der Berfas- ,Die UreKLagswahlen. Da» vorläufige Ergebnis im Kreife Gießen. und das Siedlungsgesetz. ** Lindenftruth, 19. Aug. Die erste direkte Post aus Mexiko von .ihrem Sohne erhielten die Eheleute Heinrich Volz. Kreis Alsfeld. .Abendsitzung. Tie Beratung desOffiriLrentfckMgunsSgesetzes Sozialdemokraten 11. S. P. 18 1 Demokratische Partei Deutsche Volkspartei . Tas Gc amtergebmS und bte EmzelerpLtmisse in sämtlichen Orten des Kreises werden wir-rn einer (Sternberg) als Gegenredner auf und enyaltete eure der nächsten Nummern veröffentlichen. V I Amwtion für bte sorraldemokratuche Parier. sungsausschuß hat folgenden Antrag an die Nationalversammlung gerichtet: „Die Nationalversammlung wolle beschließen, auf Grund der Verfassung des deutschen Volkes Art. 34 alsbald einen Unterausschuß von 28 Mit- gliederrr cinzusetzen, der die Aufgabe hat, durch Men. ra. Wehlc §reissyn/de «leitet durch S den Ver^r die Md NöetÄ&i gjich»ive>tsällichM A st'w" «planten Trennr »-deiMvvinr, dr< Amsels Mbed' Meiden wollen. Üc Organistenüejl «erden. ra. Aus bei Mßigt vom t ; Mieben, das $ in allgemeinen o tt Dreschmaschn 16 Mark pro § •!« Landwirt dre Äen. dazu Bekös k Maschine. - Frantfr datumcn der La laben sich am li Gemeinschaft verband tüt Zetzlar" zusam Mgmg sind die Ä dm Kreis $ temgantiahoni t den RegierM! » Manischen L M Raiffeisenseher Ä der Verband '^ossenscbastm i .ltsamnmschluß'es aller fragen, die i schweren derÄren. "Franks 'ta Ählacht- ■ ^ntgat amei '■«irenb der letzt chnen gefuM i’3 Schweineflei KinSpeif feiten, M Trichinen hi Frankfur Nmittag murd «Hörden am B Es. dem ZSmm ^>lwv Reih, de 'etlicher Veise e -7 Franks 3£“6.img hoi fl ^ttosen des lÜ'O^afte IL^raubung 1'^ Matrosen eine? 1 Lieven Ma aus und ^okolade, Wem. vielen .^Wterii, tzj. 'i& VfCbe^en 4®lfcn60’ FSbrachte Sä; £!*?Ä VSSw Mufluft Ut,t h etiou'0eh ?ie6e? ba§ SÄ 31 teSf« *♦ Großen-Linden, 18. Aug. Gestern! fand hier eine gut besuchte, durch die „Vereinigten Landwirte" einüerufene, öffent- liche Versammlung statt. Bürgermeister Diehl (Hochweisell sprach über die Bauernbewegung und den Abbau der Zwangswirtschaft.. In der Aussprache trat .Abgeordneter HLusers lüE teilnehv sä^Autzba iibr s ment entfaltete und durch das Munitionsgesetz vor 1916, welches das Streikverbot enthielt, zu einer enormen Macht einer zielbewußteii Minderhw anwuchs. Ter Redner sprach dann von der Quäkern, einer religiösen Sekte ohne (Senthat Kirck-en und Sakramente. Deshalb hätte mich nie- ihrem Neuen Testament. Deshalb hätte auch niemand sie bewegen können, im Krieg die Waffen zr ergreifen. Mehrere Tausend von den 20 000 Gliedern dieser Sekte hätte man deshalb während des Krieges ins Gefängnis werfen lassen. Von Leuten ginge eine wunderbare Kraft ag Sie hätten deshalb den grüßten Emfluß auf^c soziale und pädagogische Umaestaltung Emlaiv. ausgeübt. So seien sie ^energisch gegen den Stlavai' handel und die Kinderarbeit vvrgegangem christlick.-soziale Betveguug hätten sie hauptsäckM duvcki Gründung der Mlischen Bolts schule gefördert. Es seien dies Anstalten, bte rat schönen Spielplätzen, Anlagen) und Teichen umgm feien, bte bdm Arbeiter eine harmonische Ausni- düng des Körpers und Geistes ermöglichten, etin- (er und Schülerinnen von 18 bis 80 Jal/ren käimi hier zusammeit. Tas Verhältnis zwischm Lehrm und Schülern sei ein freundschastltck)ies. Ter etu! würde diese Anstalten mit reichest GeldmtttelN terstützen. An der regen Aussprack-e, bte bem trag folgte, nahmen liauptMstich die Pfarrer Mo- J bus-Alsfeld, Weber-Schwarz und M ow J aer-Ober-Breidcmbach teil. Letzterer betentejüj j unsere VolkÄMl-.schulen nur dann bte segErmW Wirkung Llmlich wie in Gnglmtd lmben ro«j wem sie ebenfalls von solchen Scannern, twie« gaittz vom Gvtt.'sgeist erfüllt wären und der Bi« leben würden, gegründet toikrben. Abg. Tr Mittelmann (Ttsch. Vpt.): Der Regierungsentwurf hat im Ausschuß erne sehr hart: fiknirteitung durch die beiden Mehrheitspartetm erfahren. Tas Gesetz selbst ist im Ausschuß der- arttg versckilecküert worden, daß das Ausschußergebnis tatsächlich in ben Rahmen der Regierungsvorlage nicht mehr hineinpaßt, sondern ihr diametral gegenübersteht. Wir können dem Ges:tz nicht zusttmmen, wenn sie unsere grundsätzlt.cknm pÄbänderungsanträge ablehnen. Tie Streichung d:r Bedürftigkeit ist ebenso notwendig wie bte A merzung der ungerechten Behandlmtg der sagen, slriegsleutnants. Unsere Anträge wollen tm Erund-e genommen doch nicht mehr, als was bte Ukhrl)eitsvartcien zunächst selbst gefordert hatten. Folgen Sie unteren Anträgen, das Reuh hat ein JutLresse daran, Offiziere, die eS wohl noch einmal gebrauchen kann, zufriedenzustellen. Tie Besprechung wird um W Uhr abgebrochen, Wiederbeginn der Sitzunss 31/» Uhr. Aus Stabt und Land. Gieße n, den 19. Aug. 1919. ** Gestohlen wurden in der Nacht zum 17 August aus einem Keller in der LuÄoigstraße etwa 40 Flaschen Wein und eine größere Anzahl eingelegter Eier. — In der Nacht zum 18. August statteten Diebe einer hiesigen Autoreparaturwerk st ä t t e einen Besuch ab und stahlen dort mehrere Auto- und Fahrraoschläuche. Bor Ankauf toird gewarnt. Sachdienliche Mitteilungen nimmt blieben sind. Abg. Schöpflin (<5*o&.) erklärt, daß der LLuteparagraph bei Kriegslemnants nur in besonderen AnsnaümefMen angewendet werden darf. Danach wird der Paragraph Mit großer Mehrheit angenommen. Zu § 16 wird gemäß dem Vorschläge des Reichsfinanzministers beschlossen, das Gesetz tfml 1. Oktober 1919 in Kraft treten zu lassen. Danach wird das Gesetz in zweiter mid dritter ßefung gegen die Stimmen der beiden Parteim der Rechten und der Unabhängigen angenommen. Bei bem1 Kapitulant-enabfindungsgcsetz war gleich die Debatte sehr eingehend, ohne daß neue Gesichtspunkte zutage gefördert wurden. Auch I hier wurden Abänderungsvorschläge der Rechten adgelehnt und das Gesetz in der Fassung des Aus- sAmsses angenommen. Bei bet dritten Lesung stimmten diesmal auch die beiden Rechtsparteien „schtveren Herzens" für die Vorlage. Ohne jede Amderung angenommen und verabschiedet wurden das Gesetz zur Ergänzung des Mannschaftsversorgungsgesetzes, das Offizierabfindungsgesetz, das Mili- itärbinterbliebenengesetz, die Vorlage können eben für die einzelnen Züge nur eine 6« stimmte Zahl von Fahrkarten ausgegeben werden, wenn nicht dieses Ziel durch andere Besäilränkungen zu erreichen ist. , , ** Erhöhung der Bormerkgebüh- reu für Bettkarten. Tie Bormerkgebühren sür Scklasnagenplätze wird, wie alles andere, teurer. 'Vom 15. August an beträgt sie filr bne prcußisck.'-hessisch'M SIaswagen in der ersten Klasse 2 Mk., in der zweiten Klasse 1,50 Mk. ** Süßstoff (Saccharin) wird für bu> Zeit vom 16.—31. August gegen die Lieferung^ abschnitte 7 der Süßstoffkarte „H" (blau) unb 4* der Süßstosskartt „0" (gelb) von den Süßstoff- abgabestelleu abgegeben. Es gelangt auf den, Abschnitt 7 ein Briefchen und auf den Abschnitt 4 eine Schachtel zur Ausgabe. Nach dem 31. Aug. nicht abgeholte Süßftosfmengen dürfen von den Ausgabestellen frei verkauft werden. ** In den Schwarz-Weiß- Licht- spielen kommt von heute an das fünfaktige Filmwerk welche ,derben, wenn sie lieben", ein Künstlerroman, und bet Wiener Kunstfilm „Der DoppelselbstMvrd" nach Anzengrubers ! Bauernkomödie zur Aufführung. Landkreis Gießen. Vorgänge zum Ausbruch des Krieges geführt seine Verlänternng veranlasst und feinen Verlust herbeigesührt haben, insbesondere 2. ob Möglichkeiten sich int Verlause des Krieges geboten haben, zu Friebenöbesprechungen zu gelangen und ob solckte Möglichkeiten ohne die erforderliche Sorgfalt behandelt worden sind, 3. ob im Verkehr der polittschen Stellen der Reichsleitung unter sich, zwischen der politischen und militärischen Leitung und mit der Volksvertretung oo-er deren Kreis Friedberg. L J Rl. Friedberg, 18. Aug, Neben der LE gruppe des Reick,Sbundes bet .idnegsbesck^adtg'ten « hier eine Ortsgruppe des Einheitsverdai! deS der Kr iegsbeschädigten gcgrmü« worben. Verhandlungen über VersckMclE"ss, da beiden SDrganifationen führten zu &ntrcm ^^€1. Wozu die Donberbündelei, wenn es sich um gemev»' '“Ä'.Ä'k! m , 17, M meister T r. Kayser überwles anläßlich sm« silbernen Hochzeit der Stadt 500 M., die zur Sr .. y.iHim.'ft i.iilen. auf Erhöhung der Pensionen der Rcichsbe am - t e n, die das 65. Lebensjahr überschritten haben, das Gesetz über die Pensionierung von Reichsbeamten infolge Umgestaltung des Staatsivesens. Nächste Sitzung: Dienstag. Tagesordnung: Anfragen, Gesetz betreffend EntschLbigung, bie auf Grund des Friedensvertrages zu zahlen ist, Auö- führungsgesetz zum Friedensvertrag, Post- und Telegraphengesetz, Ta'.akfteuergesetz, R.ichsabgabe- orbnung, Antrag Löbe über Wochen Hilfe, Wahl- ; Prüfungen, Bericht des Ausschusses für Volkswitt- aiigenontintn. § 3 über die Verabschiedmig von Offizieren mit einer aktiven Dienstzeit von weniger als zelM Jahren wird in der Auslchußfassung angenommen, ebenso § 7 über das Bezugsrecht der Gebührnisse. Gleick.fglls angenommen werden § 11 (über bie Uebergangstzulagen) und § 14 (üÄr das Kündi- gungsrech't oer QkWmtfic beziehender Offiziere). Zu diesen Pavagraphm gestellte Abchnderungs- anträge von Arnstiadt (Deutsch-notl.) und Dr. Heinze (D.Vvlksp.) und GenoisE Serben obge- tehnt. Zu § 15, der bestimmt, daß in Füllen, in denen sich aus den VorsckMsteii des Gesetzes l^Mtdeve Härten ergeben, der Reichswehrminister im Einvernehmen mit dem Zieichsfimnrzmiarister einen Llusgleich gewähren kann, erwartet Abg. Bruckhofs (Tem.) bte Amvenoung dieses Paragraphen I auf die sogenannten Kriegsleutnants. Reichsminister Erzberger erklärt, daß für Fackofsiziere eine besondere Regelung gttvoffen wird. Ter Minister schlügt ferner vor, das Gesetz am 1. September 1919 in Km st treten zu lassen. Abg. von Grüfe (Deutsch--Nall.): Wir haben den Krieasminister so verstanden, daß der H.ärte- pavagraph nur für die Zbriegsleutnant-S gelten soll, bie nach bem 1. April 1919 noch im Dienst ge- dürften aus unterer Stabt Bankvorstand Hartmann Stoll (Demokrat), prakt. Arzt Dr Langsdorf (Tisch. Volkspartei) und RechtÄinwalt Dr Brücher (Hess. Volkspartei und Bauernbund) als gewählt betrachtet werden. ** Butzbach, 18. Aug. Bei der geftrigen Kreistagswahl erhielten die.Zentrumspartei 69, die Deutsche Volkspartei 237, die Demokratische Partei 225, der Bauernbund 47 und bie Sozialdemokratische Partei 193 «Stimmen Rl. Friedberg, 18. Aug. Die Ziffern über dm ^lusgang der Wahl z u m K r e r s t a g werden frül-esttns morgen vollständig vorliegen, so daß sich bis jetzt noch nicht sagen läßt, wie sich die Sitze aus die einzelnen Parteien verteilen. In Friedberg^Stadt mürben noch nicht 1600 Stimmen abgegeben, das bedeutet ein ausnehmeno üering- fügiaeS Interesse der Bürgerschaft Der Grund hierfür ist einmal bann zu suchen, daß ine Beden- tung des Kreistages nicht genügend gewürdigt wird. Dazu kommt, daß es die politischen Jßartcicit au hinreichertder sachlicher Aufklärung sehlen ließen. Schließlich darf 'nicht vergessen werden, dap ine hiesige Kaufmannschaft mit Recht,sich vor ben Kops gestoßen fühlt, weil keine Partei es für nötig gesunden hatte, einen Kandidaten aus ihrer Mitte auszustellen. Die Kandidatur Fertsch wird, well es sich itm einen Vertreter der Grvßkaufmann- schast handelt, nicht für ausreichend erachtet. Die Zahlen für Friedberg-Stadt lauten: «Soz. 610, Ö276, Hess. Vp. 261, D. Vp. 245, Zentr. 169. Schlüsse aus dem Vergleich mit fttiheren Wahlen aus Umgruppierung lassen sich infolge der geringen Wahlbeteiligung schwerlich ziehen. S» e d«Ä fortgesetzt. Abg. Bolz (Ztr.): Ter politische Grundgedanke des OfefeW ist vom Zentrum u,id von der Sozialdemokratie nicht im geringsten angesochten norden. Wir baben uns nur gegen das M^uwt, was in dem Entwurf zu viel an allem Regierungsgeist noch enthalten ivar. Tie ganze Stellungnahme der Teutschi-nationlllen und der Deutschen Volks- ^Partei läuft auf Agitation hinaus. (ErreMcrWidcr- spruch reckts.) Ein Rechtsanspruch auf Pensionen eristiert für die nach dem Entwurf $u entschädigenden Offiziere nicht und der moralischen Verpflichtung des Staates, sür die Offiziere zu sorgen die obite ihr Zutun und Verschulden entlassen tonten, wird bie Vorlage ja gerade.gerecht. Ter neift auf die enorme Rückwirkung hm, welche bte Anrechnung der Kriegsdienstzeit auf die Nctchs- beamten sür den Reichsetat haben würde imd empfiehlt schließlich die vom Aüsschuß vorgeschlagenen I Entschließungen dem Hause zur Amtahme. (Lebhafter Beifall tm Zentnim.) Kriegminister Reinhardt spricht Jemen Tank aus für bie außerordentlich emgebenbe Arbeit, bie ber Ausschuß dem Gesetz gewidmet und das et in manchen Einzelheiten verbessert hat. Andererseits fiel *die Vorlage nicht so mts, wie nnr sie gewünscht hätten. Aber es ist immerhin ein gangbarer Weg und es geht nicht der Ehre zuwider, wenn man einen Vermögensnachweis erbringen muß, um mehr zu bekommen, als man an sich zu beanspruchen bat. Wichtiger ist die Frage dec Kriegsleutnants. Die Kriegsleutnants haben am rvenigsten Anspruch auf Rücksichtnahme. Nach Ansicht des greichsfinanzministers und des, Reichs-! wehrministers und auf Grund des Härtcpara- graplien sollen sie in gewissem Umfange nach Maßgckbe derjenigen Dienste, die sie nach dem Kriege dem neuen Staate geleistet haben, entschädigt worden. (Hört,'hört, bei den Unabh.) Bon großer Bedeutung ist ferner die Lücke, die bezüglich der Nichtaltrechnung der Uebergangszeit zuungunsten der Offiziere geschaffm worden ist. Ich würbe es sehr begrüßen, wenn burch eine billige Lösung dieser Frage mehr Beruhigung in bie Kreise der Offiziere hineingettaqen würde. Beim Friedensvertrag ist das Heer zweifellos ber Haupt- leibtragenbe gewesen. Die neue Reichsversaisung I enthält gewiß manche Sätze, bie gegen unsere | bringenbe Warnung hineingekominen sind. Ta wäre es wirllich mit Freude zu begrüßen, menn! durch eine entsprechende Behandlung dieses Gesetzes den Empsinbungen und Gefühlen der Oiit- ziere Rechnultg getragen und es ihnen erleichtert würde, sich in die neuen Verhältnisse hineinzu- finben, in bie sie bineingebören und in die sie Innein wollen, damit das Reich wieder gedeihen kann. Zu der Frage der Kriegsleutnants möchte ich iwch Folgendes sagen: Ich lveiß aus eigener Erfahrung, daß es mand)c ütriegsteilnelmier gegeben hat, die es wohlweislich abLhnten, Leutnant zu werden, weil sie Wußten, daß ihnen als Leutnant eine schivere Verantwortung auferlegt würde und daß sie einen sehr viel hölieren Prozentsatz »um Sterben liefern mußten, als manche andere. Also so ganz verdienstlos sind diese Kriegsleutnants nicht. Was bannt die Agitation ber Offiziere anbelangt, so mochte ich sagen, soweit Unglchörigöeiten,- .. c ,, dabei vorgekomnten sind, haben sie Remedur oder bte Erhebung aller Beweise festzustellen, 1. welche die entsprechende Zurückivetsung gefunden. Im üb-' «««*»* rigtn haben ja aber bie Offiziere mit ihrer Agitation nichts weiter verlangt, als baß ihnen das gewährt werben sollte, was bie Regierungsvorlage ihnen von Anfang an zugesagt hatte. Abg Seeg er (Unabh.): Das Gesetz wirb den Offizieren und Unteroffizieren wieber eine bevorzugte Stellung geben. Das lehnen wir als undemokratisch ab. Der Streit zwischen der Regierung und den Rechtsparteien bedeutei nur, daß sich beide ..... w bei den Offizieren in ein möglichst günstt^es Licht 1 Vertrauensmännern Treu und Glauben geioahrt setzen wollen Das Ausland Wuß angesichts der | worben sind, 4. ob ia der mllllärischen und lvirt- gewinnen, bau Pier nicht die" jetzige Regierung maßgebend ist, sondern ' bie Offiziere. Wir lehnen die Vorlage ab Reichswehrminister Noskc: ^enn ini Ans- - lande bie Sorge vor ber deuten Militärmacht noch besteht, und deshalb bie Frage ber Kriegsgefangenen nicht tveiter kommt, so tragen allerdings die Freunde des Vorvedners am meisten dazu bei, indem sie dort falsche Vorstellungen über bie deutsckn: Militärmacht l)crvorrufen. Noch gestern hat bie „Freiheit" festgestellt, aus der Sozialistenkonserenz in Luzern habe ein Redner ber Unabhängigen bie Zahl der deutschen Soldaten auf 800000 bis 1 Million beziffert. Das ist eine nichtswürbige Verdäckstigung Deutschlanos, die die armen Kriegsgefangenen zu büßen haben. Deutschland hat jetzt rund 400000 Mann, aber sämtlich'' Leute darin eingeschlossen, die in Kurland und Litauen und beim gesamten Grenzschutz siiid. Die Truppen verteilten sich bis vor kurzer Zeit zur Hälfte auf den Grenzschutz, während die aiibere Hälfte im Innern des Landes war. ZnznnsckMi sind Verschiebungen eingetreten, ba aus dem Osten bfträdftlidye Truppen abtrans- portiert wurden. Ms 1. Oktober wird die Ab- ruftintg bis auf 250 000 Mann durchgeführt fein. Ganz felbswerständlich ist es, daß über alle Einzelheiten der deutschen Abrüstung in offenster und loyalsber >Weise mit den Vertreb;rn der Entmte Rücksprache genvmmen wird, sobald ihre Vertreter zu folckvr Rücksprache bereit sind. Offiziell ist es I noch nicht geschelicn. Inoffiziell kann ich mich aber auf das berufen, was ich bereits gesagt habe. Bisher haben Offiziere, solv-eit sie für das Gesetz in Frage kommen, nichts Weiber getan, als d.iß sic inric bie Arbeiter für ihre Reckche anftraten, und ihrem Unwlllen AuÄ»mck gaben. Gegen solcktc Offiziere, deren Tun mir besonders ungehörig erschien bin ich eingefdyritten. Ich bin bis zur Anßerdienststcllung gegangen, genau so wie ick auch andere Rebellen befranMn wurde, darauf können Sie sich verlassen. Wir müssen in den Stand gesetzt werden, denjenigen Mannschaften und Offizieren, die in der Reichswehr Tienst tun und uns außerordentlich wertvolle Dienste gelciibet haben, einen Notgvoschen in die Hand zu geben, wenn nnr sie entlassen. Sie, beweisen Ihr Wohlwollen, lufcnn Sie uns möglichst in ben Stand setzm, nun prakttsch auch die Abrüstung durck>zuführen. Tie Voraussetzung für den raschesten Abbau ist die rascheste Derabschiedulig des .Gesetzes. (Beifall.) Damit schließt die allgemeine Besprechung. § 2, ber von den UebergcrNgägllMwnff sen handelt, wird unter Annahme des Antrages Tr. Haas (Tem.), ber die. Uebernangsg.'biihrnisse für Verheiratete ausdehnt, auf die Unterhultspflichtigen heftige Agitatton für bie sozialdemokratische Partei. ga. Gr ünberg, 18. Aug. Am letzten Sow«- ♦* Qum Ergebnis ber Kreistagswahl in! tag versammelten sich bie Schreine r m eister Gießen bemerkte auf unsere gestrige Notiz eine von hier und ber Umgegend um über mrmi Zu- Zuschrift des 1. Vorsitzenden der Teutschnationalen sammenschlußzu berate. Nach reger Ai^sprack» Volkspartei, daß er und seine Freunde nicht ent- wurde beschlossen, gleichmäßige Preise ftstzusetzen scbeid^i könnten, ob und wieviel Stimmen des und in jeder Wcrkstaat ein Preisverzeichnis au&- Zentrums und der Privatangestellten auf die zuhängen Auch Über andere Fragen, wie das Un- Teutschnationale Volkspartei gefallen sind. Wir terbieten bei Submisswmm, Holzbeschaffung, Lehr- haben, Jo heißt es in ber Zuschrift weiter, mit lingswesen, achtstündige Arbeitszett u. a. wurden diesen Gruppen keinerlei Wahlabkommen getroffen die Meinungen ausgetauscht. und sind auch nicht um Wahlunterstützung an sie O Hausen bei Men, 18. Am. Am 14^ b. herangetreten. Ebensowenig haben diese Gruppen Mts-wiorgens geg«i 10 Ubr geriet bec.Mifto- chre Anhänger au gefordert, für un cre Liste zu pen der Theodor Maid Wwe. aus biv letzt unaus. rHntmen aellckrte Weise in Brand. Dank der tatkräftigen ' • * Hilfe ber hiesigen Feuerwehr und ber Ortse-mwoh- Bad-Nauheim, 17. Aug. Trotzdem die ner blieb das Feuer auf feinen Herd beschränkt cin^Tnen Parteien durch Flugblätter und Auf- ^m.Hungen,19.Aug.TiehresiseDampf- ruse gestern mid heute noch eine rege Agitation ent- siegelet Aktiengesellschaft) hat seit einigen falteten, war die Wahlbeteiligung zur Kreis- gen dyren Betrieb wieder aufgcnDmmen. 0W tagswahl außewrdentlich gering. Von 5789 Zeit hatte der Betrieb infolge KOhleinnrngels unv Wahlberechtigten machten nur 923 von .ihrem geruht Nunmehr Ixit em Lersnch, die Deren mit Wahlrecht Gebrauch, das sind 16 Prozent, wahrend Braunkohle zu speisen, >hr befriedigt, uni) nw bei der Wahl zur drationalverianimlung 4429 hofft, auf diese Weise auch ohne Kohlen den Betrieb (80 Prozent) und bei der Stadtverordnetenwahl aufrecht zu erhalten. 2683 (47 ivrozent) Wähler zur Wahlurne schritten. r. Leigestern, 18 Aug. Dve Feld< Es erhielten heute Stimmen: die vereinigten dieb st ah le in unftrer Gemarkung mehren sich sozialdemokratisckien Parteien 223. die Demokraten stark. Während es die Diebe bisher, mehr auf 264 die Deutsche Volkspartei 82, die Deutsch- bte Kleeacker abgesehen hatten, suchen sre nun auch nationale Volkspartei mit Hess. Bauernbund 328, die Getreidefelder hei'wJn der Rackst rom ©am$ das Zentrum 26. Im Vergleich zur Nationalnxihl tag aus Sonntag übe^aschte der Nachtpoliztst hat & Bauernbund prozentual einen beträchtlichen Reitz zwei Diebe beim WetzendiebstM. Am Otte Stimmenzuwachs (bei ber Nationalwahl 694 Stirn- ber Tat ließen sie ein gwßes Schlachtmesser, mit men) erhalten, während die Demokraten (bei der dem, sie bic Aehren abgesämitten hatten- »urück Nattonallvahl 1061 (stimmen) und die Deutsche ebenso einen bereits mit Aehren gcfültten uw (liberale) Volkspartei (bei der Ncktionalwabl 482) einen leeren Sack. Die Diebe inacht«i sich in. der prozentual ihren alten Stand, bel^auptet, Sozial- Richtung nach dem Wal^ aus dem Staube^Ntch bemofraten (1808 Stimmen bei der Nationalwahl) aufdem Swfgnt N en Hof sollw rn derselbe,', und Zentrum (384 Stimmen bei der National- Nacht Kartoffelbiebe abgefaßt worden sM. wabl) vrozentual eine erhebliche Einbuße an Sttm- ** Lich, 17. Aug. Heute nachwittag fprpi men verzeichnen haben. Nach den bis zur auf Einladung der demokratischen Partei Pwfessok Stimä vorliegenden Ergebnissen aus dem Kreise Ur sta d t (Gießen) in Steins Saalbau v^ emer dürften aus unserer Stadt Bankvorstand Hartmann gut besuchten Versammlung über bte politische Lage ** Gießen, 19. Aug. Bei Nedakttonsschluß waren v-on den Wahlen im Kreise Gießen die Ergebnisse von 3 4 Ortschaften (eustckch Gießen Stadt) eingelaufen. Hiernach verteilen sich die abgegebenen Stimmen auf bie einzelnen Parteien wie folgt: Deutsch-nationale Volkspartei tärisck>e und iiürtschaftliche Notwendigkeit hinaus grausam und hart waren.". Weiter hat der Verfassungsausschuß beschlossen, den Unterausschuß mit der Ausarbeitung eines Gesetzentwurfes wegen Errichtung eines ordentlichen Staatsgerichtshofes gemäß Artikel 108 ber Reichsverfassung unter Ausdehnung seiner Zuständigkeit int Sinne des Gesetzentwurfes zu beauftragen. Die Neichsregierung ließ durch den Unterstaatssekretär Delbrück ihre Z u st t nt* mung zu diesen Beschlüssen erklären. S 3 1 L« f Datum Wetter t H Turne«. 10.9 18. 8. 25.0 8. ---18.7°. (Gewitter- Lingesandt. 9 0 3 46 77 95 heiter trocken warm nachte Nebrl F 2 * Feldbergfest. Schon hatten sich unsere turnet mit der bitteren Tatsache abgrfmrden, das Vorwiegend wolkig und trocken Neigung), Temperatur wenig geändert, süd westliche Winde. •5 -b K S & »>n den X®1 4ieÄ' 57 ^ngrubev Gießen, 14. Aug. Bad Salzhausen ist, abgesehen von -^d-Nauhnm, bic Perle von Oberhessen -''Ur önt in Lad Salzhausen überfüllt von Fami- dn dort Erholung suchen und finben. Leider « ’.FWreirfic crlwlmrgsuchrnde Familien und SS9?'te lWflcn. Platzmangel feine Aufnahme: I dich wpunen viele, die wieder abreisen müssen. • F'JK -uugungena11e t. Ner ytuhtieg -um Feld- P erfolgt zweckmäßig am bestnl ab Oberursel- ' ffljopemort. Da das Gau fest de» Gaues Hessen in »■ Wp' eßcn vom 31. August auf den 7. September R derlegt worden ist, dürfte auch aus dem Gau Hes- D 'm noch eine größere Beteiligmrg am Feldberg- mn Oldstem em Wurftaubenschreßen veranstalten. Zahlreiche Ehrenpreise stehen zur V-r- süyrmg. Gäste von außerhalb können am Preis- schieß«r tettnehmm. m l8- dlug. Gestern nachmittag I-/2 Mr rmü) im Rathaus,aale in Anwesenheit des QMvmWinbg durch Äreisdireklor Freiherr Schenck von Friedberg hie Tieusteinweisung des ncugewä hltenBürgermersterS M öhier statt. Starkenburg und Rheinhessen. rNt. Darmstadt, 18. Aug. Für den Posten eines L a n d a m t m a n n e s , denr die Ausführung des aus der Initiative des Fmanzmimsteriums her- vorgegangenen Landgesetzes obliegt, ist der Rogier ungvassessac Henrich in Aussutt ynom- men Die förmliche Ernennung dürste erst nach Beröftentlichung des Gesetzes im Regicrungsblatt erfolgen. rm. Darmstadt, 18. Aug. In einer Versammlung der stadtisck)en B u r e a n h i l f s k r ä s te wurde nach lebhafter Aussprache eine En t schlie° ßung einstimmia angenommen, in der die Stadt- Verwaltung ersucht wird, in Anbetracht der großen Notlage ihrer Mitglieder bis zur endgültigen Regelung der durch bic Stadt zugesagten Tenerungs-- zulage durch das Reich, den Bureauhilfskräften eine Abschlagszahlung der dann zu g.nxihronden Summe bis spätestens Eirde dieses Monats zu gewähren. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 17. Aug. Tie diesjährige KreiSsynode tagte int nahen Garben heim, geleitet durch Shnodalassesivr Pfarrer Wieder Aus den Berlmndlungen sei hervorgehoben, dos, die nächste und wichtigste Aufgabe die durch die Zeitverhältnisse gebotene Umarbeitung der rheinisch-westfälischen Kirchenordnung ist. Ebenso einmütig ftimmte man dem Anträge zu, daß bei der geplanten Trennung des Kreises Wetzlar von der Rheinprovinz, die beiden Synoden Wetzlar und Braunfels unbedingt bei der Rheinischen Kirch- verbleiben wollen. Auf Vorschlag der Synode sollen die Organistenbesoldungen auf 300 Mark erhöht werden. ra. AuS dem Kreise Wetzlar, 17. Aug. Begünstigt vom herrlichsten Wetter hat nunmehr die Ernte iliren Höhepunkt erreicht. Sämtliche ^rudjtarUm, die hier ausschließlich mit der Hand geschnitten werden, Reben in diesem Jahre dünn. Bei Weizen und Hafer sind die Halme meist klein geblieben, das Druschergebnis ist beim Roggen int allgemeinen befriedigend. Für die Benutzung ver Dreschmaschine wurde ein Einheitssatz von 16 Mark pro Stunde vereinbart. Jedoch muß der Landwirt die Bedienungsleute bis auf drei stellen, dazu Beköstigung und ferner Brennstoff für die Maschine. Hessen-Nassau. --- Fran'kfurt, IG. Aug. Die Zentralarga- mfationerr der Landwirtschaft im Nassauer Lande baten sich am 13. d. Mts. in enter ArbeitS- gern ein scha fl unter dem Namen „Landverband für Nassau und den Kreis Wetzlars zusammengeschlossen. Glieder der Vereinigung sind die Bezirksbauernschaft für Nassau und den Kreis Wetzlar mit ihren angeschlossenen Kreisorganisationen, die Landwirtschafts-Kammer für den Regierungsbezirk Wieslxiden, der Verband der Nassauischen Landlvirt ckaftlichen Genossenschaften Raiffeisenscher Organisation in Frankfurt a.M. und der Verband Nassaui cher Landwirtschaftlichen ^Genossenschaften in Wiesbaden. Der Zweck des Zusammenschlusses ist die gemeinsame Bearbeitung aller Fragen, dre die Landwirtschaft und zwar ins- vc-sondere die bäuerliche Landwirtschaft in dem schweren Daseinskämpfe, in den sie sich gestellt sieht, her übten. ---Frankfurt«. M., 18. Aug. Im städti- icpen Schlacht- und Viehhof wurden bei Untersuchungen amerikanischen Specks utid Schinkett »Ehrend der letzten acht Wochen in 66 Fällen Trichinen gefunden. Es handelt sich dabei um fünf- »ig Schweincsleischviertel oder Schrnken und sechzehn Speckseiten, von denen 44 stark und 22 schwach mit Trichinen durchsetzt tvaren. Frankfurt a M., 18. Aug. (WTB.) Heute nachmittag wurde in Gegenwart der Spitzen der Behörden am Bolksbildungsheim gegenüber dem Sömmering-Tenkmal das Denkmal für Philipp Reiß, des Erfinders des Telephons, in leserlicher Weise enthüllt. — Frankfurt a. M., 18. Aug. Die Bestaub ung von Eisenbahnwagen durch Matrosen des hiesigen Marine-Sicherung s d i c il st e S zieht immer weitere Kreisst Zur Beraubung der Güterwagen bedienten sich die Matwsen eines raffinierten Systems. Sie stell- ten in gervissem Ab stau de von den Wagen Posten aus, die die wirNick-en Diebe zu verscheuchen hatten. Die anderen Matrosen plünderten indessen die Wagen aus und schafften die Waren, Schinken, Schokolade, Wein, Kaffee, Schuhe und Tuche im Lerte von vielen Tausenden in die Hände von Helfershelfern, die das T-iebsgut writerschoten. An den Diebereien und Hehlereien sind auch zahl- eichc Eisenbahner und Zivilisten beteiligt. Hanau, 18. Slug. lWolff.) InWirtheim ttutbe daS Lokal der Spar- und Dar le he ns- lasse,.während fid;, der Rechner int Gottesdienst befand, von Einbrechern crbnDto, die den Kasseu- ichrank sprengten und aus ihm 14 000 Mark in bar Mb 20Ö000 Mark Wertpapiere raubten. I Ans dem rtrntsverkündigungsblatt. Das Amtsoerkündigungsblatt Nr.74 vom 18. August enthält: Schluß der Verordnung über die Reicksgetreideordnung für die Ernte 1919. V.nn 18. Juni 1919. — KriegsgefangenenHeimkehr. — Pfcrteräute. — Schweirverotlauf. — Feldberet- uigung Allendorf a. Lda. Zur Kriegs gefangenen Heimkehr werden die Bürgermcistereicn der Landgemeinden ns Kreises ersucht, so bald als möglich dem Städt. Arbeitsnachweis in Gießen ein Verzeichnis derjenigen Kriegsgefangenen mit Angabe non Vor- itnb Zunamen und Beruf zu senden, die voraus- ick^lick nach ihrer Rückkehr ihre frühere Arbeitsstelle nicht wieder entnehmen können, denen also Arbeit vermittelt wertem muß. Tic Pferderäude ist in bem Gehöft des Säe gSäg kßlat So®, Oetker mr ist» ihm fit, Aussvrch vWverzrichnis ati. Wroiebas HbeslhassMg, Leh,. u. a. tvmbü 18. N. Wtt 14& Mber hvlzschw ^«tsbtS jetzt milll,, Dm! der MLftiR luü der Lrlsmrch -n Lerd befchrÄk^ hMDamri 0 hat (eU einigm i» ausgenommen. s.nohleMmgrls ui® Mudi, die Offen er ■ befriedigt, und üuj MeWendenBüw Aug. Tie hel^ emartung mehren inj icke bisher mehr a suchen sie nun oa der Nacht Dom chie der Nochyv./ izmdiMabl. Am £:• feö Schlachtmessa, r: fpritten hatten, junf Aehten gefällten a i>e machten sich in te aus dem Staude. L: f sollen in deökkr it rootben flirt. r ute nachmckaa fprtiL Ischen Partei Äoff sM TaMn vor mV über die WliÄfel , 19. Aug. 2d w. Io ton ihrem &W nrich Bolz. lsftld. S-" lug. Gestern staviolFlmsuM" n Stadtschule Mp restehMdfli Zuhörkr'^ Thema: „Engl^ >r ging aus 60:1 'ifc ch MtschastlM [keil als eiiiitges ;gte dann, wie w Mop Stmard.-* bes Munitionsgel5 j ^IbewuM/^., sMch bann , Sekte ohne Wt »»S , ta WtH mb von den 200W*J heSbafb wa9t%3, nan ®.h k|! «jggw?, SS® iv______________________■H-w -^1— Wvr il likhergebrachte Fe l d be r g t u r nen auf dem n 11#- II Homburger Exerzierplatz veranstalten zu müssen, -r 11 ü unnmt nun in letzter Stunde ans Königftein k W) eine erfreuliche Nachricht. Laut telegraplftschcr it ^ltteilung des Landrats in Königstein an den .jorntzenden des Feldbergfestausschusses hat näm- fttsaöil^.0 Irch die französische Militärbehörde die Ab Hal- ?! UL desT urnen s au f dem Berge am teil ? 1- Auguftgefta11et. Der Aufstieg -um Feld- .....----- t , mjitvCI" —. --- ----w„„ yviwvt-fcyr bet 8U ^?T*!rcten W”-. Anmeldungen zum volks- ft. wl? n1?6" Wettkampf mmmt Wilh. Baumann ort ui einem Notguartiec lselbst in Eisenbahnwagen) urn nicht obdachlos her um irren zu Essen. Nun steht seit vorigem Jabr das große Kurhaus mit Nebengebäuden leer und un- bsnrutzt! ^OHbt es denn gar keinen Weg zur Abhilfe! 10 bis 20, vielleicht auch mehr, Familien rumtten hier Wohnungen erhalten, wenn die innere Ein- und Herrichtung vollzogen ivürbe. Bei bem großen Wohnungsmangel ter überall herrscht, märe es Pflicht der betreffenden Behörde, hier das Erforderliche in die Wege zu leiten, sich von der Kammer die nötigen Herstellungsmittet bewilligen zu lassen und die 10 oder 20 Wohnungen preis- würdig zu vermieten. Trotz allen Schwierigkeiten ist die Ausführung möglich und es könnte der Staatskasie jährlich (vom zweiten Jahre ab) ein namhafter Reinertrag verbleiben. Hcssisch.naFanischer Bcrgarbeitcrtag. Ter Hesfisch-Nassauische Bergarbeitertag, der unter starker Beteiligung von öcrgarbeilcrticrtre^ tern (etitra 70 aus 20 Gruben) in Wetzlar ItQthanb, sprach sich nach Referaten des Generalsekretärs Geisler. Frankfurt n. M., des Bar- fttzenden der Bergarbeiter-Abteilung des D.-utschen Arbciterbundes, Schulte-Tortmund, dcS Bezirks- leiterg Müller-Wetzlar und des Bergmannes Fink- J)cunitcr b. Weilburg, gegen bic S 0 ziali - ' x$ r u n s utid für Erlmltung der PrioatwiNschaft mit starker Beschränkung butdji soziale Ge- letzgebung aus, sowie für Gewinnbetei- Irgu ng der Arbeiter durch kleine Aktien, die den erster Lrine an geboten werden müßten. Fn^n^r wurden die Akkordarbeit, stärkere Bekämpfung der Arbeitern nach Aenderung des Aktiengesetzes in Knappichastsv-e'.'eine, Erhöhung der Kinappsck^aftS- Krtappschstsvercinea, Erhöhung der Lbnappschasts- ch'nten, Arbeiterurlaub, Arbeitererhulungsheim', eine stärkere Förterimg des Arbeiter-Siedlungs- wesetis u. a. für noUvendig gehalten, um die Arbeit im Bergbau ter Arbeiterschaft wieder schmackhaft zu machen. Durch die allgemeine Verkürzung ter Arbeitszeit auf 8 Stunden biete die gesahr- tenlf und ansttengente Arbeit im Bergbau nicht mehr den Vorteil einer kürzeren Arbeitszeit, so duß lereits eine ansehnliche Abwanderung ter Berg- □rteiter in tinbero Berufe stattfinte. Tie Verkürzung der A^r be i t s ze i t auf 6 Stunden sei bei vierfacher Sckstcht duräi-fübrbar und zu erstreben, wxrn die intematijiiale Lage und dre wirtschaftliche Wetttelv-erbsfähigkeit des teutsck)en Bergbaues tees zulafse. Notwendig sei ater hauptsächlich eine Wiederkehr der Arbeitslust, wozu ins- tesondeve volkswirtschaftliche und staatsbürgerliche Aufklärung ter Bergarteiterschaft notwendig sei. ^er deutsche Ärbeiterbund, Abteilung der Bergarbeiter, veranstaltet deshalb lausende volkswirt- fchaftl^-'e Arbeiterlehrgänge möglichst unter jeder Belegschaft. Vermischtes. Ein raffinierter Bankraub. » Berlin, 16. Ang. (Wolff.) Die Nachforschungen ter Kriminalpolizei wegen des Ein- b r uch s ht die Filiale der Dresdener B a n X, iianteiteeger Straße 100, haben zur Festnahme des 16iShrlgen Bureauburschen Erich G e l e w s k i geführt, ter bis 1. August bei ter Bank tätig war. Geleivski batte vor mehreren Monaten Glühlampen auf te-r Bank gestohlen, die er bei einem Elektrotechniker, August Wendt, einem vielfach vorbestraften Einbrecher, verkaufte. Tiefer faßte zusammen mit dem Sdmeiter Eduard Prcowsnick ten Plan, in den Tresor der Bank einzubrechen. Gelewski besorgte die zu dem Keller führenden Schlüssel, die von Wendt alsbald nachgemacht wurden und fertigte eine Zeichnung der Kellerränme, insbesondere des um den Tresor führenden Kontrollganges an. Tie Einbrecher haben säst zwei Wockfen gebraucht, um ein Loch durch ben gemauerten Tresor zu schlagen. Sie fanden, wie gemeldet, 100 000 Mark Bargeld und einen größeren Posten ter der Bank zur Aufbewahrung überaebenen Wertsachen, hauptiächlich Tafelsilber. Wendt .vurde bereits am 14. d. Mts. festgenommen und machte auch ein Geständnis. Ter größte Teil ter auf ihn entfallenen Beute an Bargeld konnte gefunden werten. TaS ganze Tafelsilber und ter größte Teil ter gestohlenen Schmucksachen wurde in einem Keller der Wohmmg seines Bruders in Lichtenberg vergraben aufgefunden. Am Tage nach seiner Festnahme gelang es Wendt, aus dem Polizeigefängnis zu entkommen. Es wird angenommen, daß die beiten Einbrecher sich in die Provinz begeben haben. Ein Elternmord. München, 18. Aug. (WTB.) Ter Tag- löhner Joses 'A p f e l b ö ck und ferne Frau wurden in ihrer Wohnung in vollkommen verwestem Zustande ausgefunten. Ter 16.iährige Soinr Josef narrte verhaftet. Er gestand, seine Eltern am 29. Juli ermordet zu haben. Meteorologische Beobachtungen der Station Gietzen. Höchste Temperatur am 18. 8. —25 4°, 19. Niedrigste „ , 18.8.--12.3°, 19. Wettervoraussage für Mittwoch: .... — nm. L— 18. 8. abbs-h 19.0 12.6 19.8. om. 13.5 11.1 Berlin, 19. Aug. Ter Reichsrat stimmte dem Gesetzentwiirf über die B-etrrebsrätim wesentlichen zu. Tie Regierung hat ten Wunsch, daß ter Entwurf wenigstens noch in erster Lesung von ter Nationalversammlung bebantelt .oird, so daß ter Ausschuß -nährend ter Pause bis zum Wicterzusammentritt des .Parlaments seine Beratungen erledigen kann. Ob es gelingen wird, diese erste Lesung womöglich am Mittwoch zu bsenten, steht dahin. Bei ter Gefchäftsmüdigkeit tes.Hauses itnrb es, wie die „Teutfcke Allgemeine Zeitung" aus Weimar berichtet, kaum möglich em, eilt irgendwie verhandlungsfälliges Haus noch über ten Mittwoch hinaus zusammerrzubalten. An- überten Mittwoch hinaus zusammenzuhalten. An- Senaten uSschusses über den Friedensvertrag mner^ tererserts werte tee Opposuron es keineswegs zu-?'Kalb 10 Tagen erhalten werte Wilson über den Frieornsvertrag. Rotterdam, 18. Aug. ^WTB Ter „Nteuwe Rotterdakusche kurant" meltet a i< Acupork: Prälitent Wilson hat durch Berrnfti- umg Hiftchocks dem Senat mitgeteilt, daß ira* ten ffrltdensvertrag betreff.-, feintrkiBor-> fcNage coer Vorbehalte tecückftüftigt werten V6v neit. Weim ter Vertrag abgeäntert oder abelehn 1 jwrte, müsse em neuer Frieden ^vertrag g.-schaftv- Werten. Wenn die Großmächte und Teutschland ten tetzigen »ywtensvertrag angenommen träten, würden die Veoeinigten Staaten in die Lage kom men, sich mit dem Hute in ter Hand an Teutirt land mmden zu müssen mit tem Ersiickvu, einen sontervertrag annehmen zu wollen. Teulichlano würde aus dem Umstand, daß es allein mit oeu Bereinigten Staaten zu tun habe, ten äußerlten Nutzen ziehen. Die Vereinigten Staalvrt würd' i von ter Belieferung mit deutschen Färbstpsen dft für die Kaufleute aller Nationen erhältli.i- feien, ausgeschlossen werdeii. Ter Präsident gab ter Hoffnung Ausdruck, daß er tem Bericht iv Friedrich Wil Herrn ß>onbolf in Lich ausgebvo- chrn. Ter Schweinervtlauf ist unter dem scbweinebestand des Dietrich HeibertSbau- s e n III. in Staufenberg und unter tem Schwein.- bestand ter Johann Hch. Streb Ww?. unb ter Deurr. Rühl III. Wwc. in Burrhardsfelten aus- gebrochen. Letzte Nachrichten. Lin amtlicher Ausruf an die Bevölkerung Sderschlefienr. G l e i w i tz , 19. Aug. (WTB.s Ter Staats- kvm missar erläßt f-lgenten Aufruf an dic Be- v ö l k e r n n g L be r s ch le s ien s. Seit Monaten Derfudien Unabhängige, Spartakisten und von Polen bezahlte Subjekch Ruhe und Ordnung zu Kören. Ruhige Arbeiter werten an ter Arbeit gesintert, Frauen unb Muter leiten bittere Nol. Unter ten nichtigsten Vorwän- ten, mit Blut und Trug werten Streiks, ja sogar Generalstreik- inszeniert. Infolgetessen herrscht int Land: bitt rste Mhlennot. Fabriken müssen stillgelegt werten. Zahllose Arbeiter müssen feiern und.haben keinen Verdienst. Es kann kein Essen mehr gekocht werten. Not staute arbeiten liegen still. Ja, es besdeht größte Gefahr, daß in wenigen Tcigen die Lebensmittelzufubr unmöglich ist. All diesem Wahnsinn, diesem Verbreelv,! kannte ich nicht länger zusehen. Besonders nicht, als am Sonntag und Moiuag ein bewaffneter Aufstand mit Plüiiderungeu einsetzle. Es mußte daher das Standrecht verkündet, da» Streikrecht aufgehoben und die Arbeitsaufnahme an geordnet werten. Ich ersilcho alle vernünftigen Arbeiter, sofort die Arbeit aufzunehmen, für Ruhe und Ordnimg einzutteten, damit es nicht zu schweren Strafen kommt, wie sie aus dem Stanoreckft folgen. Tas Standrecht wird ver- fdiirnnten, sobald Ruhe unb Ordnung eingetreten sind. Arbeiter, Bürger, ich rechne auf bic Vernunft und dje Hilfe aller, die geordnete Zustände lieben und nicht länger unschuldige Mensäzen durch den Stteikwohnsinn quälen wollen. Vom Aufstand in Oberschlcsten. Gleiwitz, 18. Aug. (WTB.) Im Streife Pleß wurden heute an einer stelle 13 schcttß - lich zu gerichtete Leichen deutscher Soldaten.einer überfallenen Feldwache aufgehinten. Meldungen über Greueltatrn ter Aufrührer laufen von allen Seiten ein. Tie Bevölkerung bittet um Schutz, da sie Plünterungcit tesürchtet. Mle Vorkehrungen sind militärischer- feite getroffen Worten. Lin biilgarifcher Staatsmann über die Schuld am Kriege. Baden-Baden, 19. Aug. (WTB.) Der Schriftleiter der „Badisck-en Volkszeitung" hatte vor einigen Tagen eine Unterredung mit einem hoben bulgarischen Staatsmann, ter die Geschicke seines Landes viele Jahre hindurch an maßgebender Stelle geleitet hat. Der Staatsmann erklärt bestimmt, bat» Rußland den Kriegsausbruch verschuldet habe,um seine Vormachtstellung, die im Osten durch den russisch-japanischen Krieg ins Wanken gekommen nnrr, nach Süden weiter auszubauen. Serbien sei lediglich dienender Arm Rußlands gewesen. Tas Treiben ter kriegsgesinnten Partei Rußlands habe in Frankreich aus chauvinistischen und in England aus kommerziellen Grüntet: großen Anklang und Unterstützung gefunden. Die Behauptung, daß Deutsch la nv den Krieg angezettelt habe, sei eine raffiniert ersonnene En tentelüae, die leider von Ikonfusen, un- patriotischen Köpfen auch in Deutschland weiter propagiert und yu einem parteipolitischen Jangmittel ausgenutzt nwrten sei. Ebensowenig habe Kaiser Wilhelm II. kriege r ische Ideen in sich getragen. Den Feftchen teS Kaisers werbe es nicht gelingen, aud) nur einen einzigen Beweis zu erbringen, der die Anklage unterstützt, daß er ten .Krieg ge> wollt habe. Auch eine unnütze Kriegsoerlänge- rung habe ihm ferngelegen. Wahrfck-rinlich würden d:e Alliierten ten Kaiser in absentia verurteilen und damit werte das Entente-Komödien- spiel zu Ente sein. Das Verhälttüs zwischen Deutschland und Bulgarien bleite freundschaftlich. Die Gesamtlage in Europa werte in wenigen Jahren eine wesentlich andere werten. Der Staate wann schloß feine Ausführungen mit ter Bemerkung, daß ein neuer Krieg vor ter Tür stehen werde, wenn die Entente die Interessen ter Mittelmächte nicht berücksichtige. Graf Lzernin über die Nebenpolitik des Kaisers Carl. 28 ten, 19. Aug. (WTB.) Ex Minister Graf Ezernin richtete an die Korrespondenz Wilhelm eine Depesche, in ter er gegenüber ter Darstellung des Grasen Polzcrs erttärt: Ich leugne niemals, daß ich die Verhandlungen mit dem Prinzen Sixtus billigte. Ich wünschte, diese selbst zu führen. Ich übernehme selbstver- ftändlich die volle ^Verantwortung für alles, was ich selbst zum PrinHert sagte, und roas ihm mit meinem Wissen von anderer Seite gesagt wurde. Hingegen lehne ich die Verantwortung für Mitteilungen und Zusagen an ten Prisen ab, die ohne mein .Wissen .und hinter meinem Rücken erfolgten. Bethmann-Hollweg wurde damals sofort durch mich über ten Inhalt ter Unterredung unterrichtet. Ueter Dinge ater, die ich damals selbst nicht wußte, konnte tch auch den Reick>skanzler nicht auf Hären. Ezernin erklärte schließlich, er fei int Besitze von Dokumenten, die bewiesen, daß er erst im Frühjahr 1918, also ein volles Jahr später, zu r Kenntnis dieser nichtamtlichen Nebenpolitik gekommen sei. Er sehe vorläufig reinen Grund, sein Beweismaterial zu veröffentlichen und würde dies erst tun, wenn die Wahrheit seiner Darstellung von kompetenter Sette bestritten würde. T.W. B.) Die Bevölkerung des deutschen Teiles des Eisen- burger KomitateS hat an die Biltepeften Regierung ein Telegramm gerichtet, in tem mit geteilt wird, tetfe die beglaubigten Vertreter aller Gemeinden des an Steiermark angrenzenten Teilen von Westungarn am 16. August ihren A n s ch l u an Deutsch-Oesterreich vollzogen und sich für die Zugehörigkeit zu Steiermark ent ■ schieden haben. In einem Telegramm an ten Verweser Ungarns, Josef von Habsburg, wird dieser aufgefortert, allen magyarischen Behörden, soweit sie von ter Bevölkerung nicht zum Weiten aufgefortert werten, unverzüglich ten Auftrag zur Mumung des Landes zu geben, das auf (f)runi> des VoHswillens teutsch-österrettlnscheS Land dar stelle. Die teutsch-österreichisäte Regierung sei aus- gefordert loorten, den Sick>erheitsdienst im Laute sofort zu übernehmen. Auch ter deutsch-österreichischen Staatskanzlei in Wien und ter ft vier märkischlm Landesregierung wurde der Anjchlus, an Deutsch-Oesterreich telegraphisch mitgeteilt. Die Kohlennot in Oesterreich. Wien, 18. Aug. (W. Wegen ter Kohlen not wird am 19. August bis auf weiten s auf ter Südb ahn der S chn el l zu gs ver kehr gänzlich ein gestellt. Generalstreik in Obrrelsah. Mülhausen, 18. Aug. (WTB.s HavaS In ganz Ober-Elsaß ist Von ter Arbeitersitest ab Montag ten 17. 8. ter Generalstreik er flärt worden. In M ü l ha u sen hat die (5traben - balj-n ten Betrieb eingestellt. Am Sonntag mor gen setzte auch daS elettrische Licht aus. Tie öfkntlkfcrt Betriebe sind durch ten Aussttmd etei* falls lahmgelegt. Die Kohlenlieferungen an Frankreich. Berlin, 19. Aug. Die von Teutschland zu ernxirtenten Kohlenliefenmgen an Frankreich baten ihren Anfang genommen. Die e r ft e R a t e dieser Lieferung beträgt, wie gemeldet ivirb, über eine Million Tonnen für ben ersten Monat. Lloyd George in Köln. Berlin, 19. Aug. Ter „Bett. Lok.-Auz." meldet aus Köln: Ter englische Mütifterprösitent Lloyd George ist vorgesterrt in Köln einge troffen. Ihm zu Ehren fand gestern mittag eine kirofte Parade statt, bei ter alle Truppenformli- tionen vertreten waren. Die'Niederlagen der russischen Bolschewisten. London, 18. Aug. (WTB.) Reuter meldet anttltch: Es wird berichtet, daft die B-o Ische 'mieten von ter Bevölkerung aud Odessa ver Uivten warten sind. Es heistt ferner, dah sie im Begriffe fim>, Kiew und die ganze Ukraine zu räumen. Amsterdam, 18. August "W. B.) Das Preschureau Radio meldet, daß die Bol'chewiste:i in ter Nähe von Ä lexa nd r c s k a s a -Gorka eme grosse Niederlage erlitten haben Ti- neuorganisierten ruffifeten Truppen haben diese Stadt besetzt. Fn ter Nähe tes Bahnhofs Pod seny tjt ein Sowjetregiment zu den cftMän^ dtschen Streitkräften über gelaufen. Schnürfaden Garnier faden Aufnühfaden Wachs-Haichineuwlrn Hlöbelgurte Rolladensnrte Jalousieband Rouleanxkordel ffrau, weiß und creme, alles in best. Friedens- qualttaten, hatbilligst abzuffeben $>327 Ludwig LasaroK. Asterwee 53, Feraip.805 Von der Reise zurück M Km! Limberger Lollar (Lahn) Telephon 38 »en Dr. med. Richter von der Reise zurück. oistre Mainzlar, den 18. August 1919. 96i» Göritzhain (Bez. Leipzig), 16. August 1919 In verschie- zuffeben! 8860c denen Größen! 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Tie erfdbtenenen Parieren rahmen bet Sckäedsspruck; an: ein Teil der Arbeitgeber war nitfit er[d;iciiett und l-at:e ©httgintg mit den Arbeitern behauptet. Erklärung über den Sd,iebs* i|nnrf,i wird aucfi von diesen noch etngeTtolt. 4. denselben Sttmdenlolm setzte der Schlicke lungsausschuß auf Antrag des Tentid^ir Volz arbeiterverlandcs, Zahlstelle Gieren, gegen das Sägewerk C. Kaltenhäuser in Schot- t c n fest, dessen Jnl-aber feine Verhrnderimg an< gezeigt hatte. 5. Tie Firma H e ylige n ftaed t u. C o. in Gießen hat den früher im Weißbrnoergeschaft tätig geweseneil Arbeiter Wilhelm Modus an5 Hattenrod als „Hilfsarbeiter" entlohnt, ohne daß für seine Arbeit, die man ihm mehr ans Mitleid Angewiesen habe, ein Bedürfnis torliege. Ter Sü'lichtunas aus ichnß entschied, daß Modus, wenn er als „Anstr eich er" befefäftrgt wird, als sog. „ungelernter" Arbeiter zu gelten und daher den Tariflohn des Abldmmens vorn 23. Ttai 1919 lStundenlohn 1,30 Mk.) zu erhalten bat. Ter Anspruch wurde jedoch erst mit Wirkung von Mitte Ium 'zuerkannt. — Erklärung her Arbeitgeber'- firma y Scksiedsspmch, den der Arbeitnehmer anerfan. . , wird e rüge holt. 6. Tie Arbeiter der Firma Sack u. J-ug- hardt, sowie Jean Dem u. Co. in Gießen ließen durch den Bezirksverein Gießen-Wetzlar des Teutsck,en Bauarbeiterverbandes unter Ermäßigung des urfprüng lüften Antrags einen Lohn vvar 1,80 bis 2 Mk. fordern; ztvar sei die Z c m e n t f a br i - kation nicht als reine Saisonarbeit anAusprechen und deshalb nickst bcm. Baugewerbe gleichen stellen, immerhin iirüßten Löhne bewilligt toerden, die den im Ticsbaugewerbe beschäftigten Erdarbeitern ungefähr entsprächen. Tie Arbeitgeber führten an, daß die Z e - m e n t i n d u st r i e, die keine Kriegsindustrie gc. wesen sei und dauernd unter Materialmangel uni Kohlennot zu leiden habe, einen schweren Staub habe, Zement sei kaum noch aufzutreiben. Die Firma Sack & Jughardt sei noch besonders in folge der ungirnftigeit Lage ihrer Fabrik mit Kleinbahn-Vorfracht belastet. Der Schlichtung^ ausschuß wählte eine andere Abstufung in den beiden oberen Lohngruppen und erkannte dahin „Den Arbeitern der Firmen Sack & Jughardt sowie Jean Dem & Co. in Gießen sind von der laufenben Lohnwoche ab folgende Löhne zu zahlen: den Arbeitern über 20 Jahren ein Stundenlohn von 1,75 Mk., den Arbeitern über 18—20 Jahre em Stundenlohn von 1,55 Mk., den Arbeitern über 16—18 Jahre ein Stunden- lohn von 1,30 Mk., den Arbeitern unter 16 Jahren ein Stunden lohn von 1 Mk., Fliesenleger erhalten für die Zeit ihrer Spezialarbeit den für das Baugewerbe bestehenden Tariflohn. Soweit bereits günstigere Lohn- uno Arbeitsbedingungen bestehen, bleiben diese unberührt." Die beteiligten Arbeitnehmer und Arbeitgeber haben innerhalb einer Woche fett Verhandlung die Annahme oder Ablehnung des Schiedsspruchs zu erklären. Vermischtes. * lieber die Fu ßwanderung eines Knaben nach Amerongen weiß das hol- ländische Nachrichtenbureau „Baz Dias" zu berichten: In Amerongen traf vor einigen Tagen ein deutscher Knabe ein, der eine Fußwanderung vost fünf Tagen zurückgelegt hatte, um den Kaiser zu sehen. Der Knabe nennt sich Franz Gaube: er stammt aus Duisburg, wo sein Stiefvater als Heizer lebt. Der Junge kam in entsetzlich verwahrlostem Zustand auf dem Schloß in Ämc rangen an lyrb wurde zunächst bei einem der Chauffeure unter gebracht. Nachdem er gründlich gesäubert und gesättigt worden war, wurde er in das Schloß eingelassen, wo das kaiserliche Paar sich mit ihm unterhielt. Später befragt, wie der Kaiser augenblicklich aussähe, erzählt Gaube, daß Wilhelm II. den Eindruck eines alten Greifes von 60 oder 70 Jahren mache. Durch seinen Bollbart und seine gebückte Haltung sei der Kaiser beinahe unkenntlich geworden. Beim Gehen stützt er sich dauernd auf einen Stock. Nackchem der Junge eine Woche als Gast des Kaiferpaaves auf dem Schlosse zugebracht, wurde er bei einem Einwohner des Dorfes ein- Quartiert, und dort soll er bleiben, bis er nadj Deutschland zurückkehrt. Schicksal hatte dir in Sven einen braven Mänr zugeführt, der, wenn er auch von gleichen Bor- ausfebungen ausgina, tote du und die ganze Sippe, toenigftens das ehrliche Streben hatte, das Kind, das so weltfern ausgewachsen war, glücklich zu machen. Dir aber, die Zeit ihres Lebens gedarbt, die sich gesehnt hatte, begehrt und gefeiert zu werden, was ihr nur in der frühesten Jngeichzeit geworden, die in den alten Tagen des Glanzes so kühn war, zu hoffen, von einem Fürsten begehrt zu werden, ivar es nicht genug, Sigrid an der Seite eines ehrlichen Mannes geborgen zu wissen. Ein Zufall führt dir den Fürsten Goratschin zu — dessen Großvater — verzeihe, daß ich an alt:, längst vergessene Geschichten so unzart erinnern muß! — von dir geliebt wurde. Da flammte dein Ehrgeiz, wenn ich es so — milde audgebrürft - nennen darf, wieder hoch empor. Warum sollte deiner Enkelin nicht gelingen, was dir versagt war? Tu sähest schon Sigrid mit der Fürsten- kröne über der weißen Stirn — du sähest dick: ihr zur Seite Anteil nehmend an den Jöufingimgm, bk deinem Enkelkinde wurde. Was tat es, wenn die Ehre der Soendburg dabei in Stücke ging ; Glanz, Reichtum und Mchcht 'wurden ja ein getaut gegen das, was man Ehre nennt, was die Wenig sten besitzen und was doch jeder im Munde führt, als hatte er nur allein es gepachtet. So ein kleiner, kleiner Fleck ließ sich sicher hinwegwaschm! So backte )l du und betrogst den Mann, der dich und Sigrid aus Armut und Elend errettet, du mißbrauchtest fein Vertrauen, indem du dieses junge Geschöpf systematisch in die Arme des Fürsten hetztest und in Zwiespalt brachtest mit ihrem Herzm unb ihrer Pflicht. Jetzt aber ist deine Macht zu Ende und ich, dein Enkelkind, das oft zu deinen Füßen saß, vergeblich um Liebe bettelnd, ich bin dein Richter." (Fortsetzung folgt.) Nr. 192 Zweites Blatt Gießener Anzeiger lGeneral-Anzeiger für Gberheftenj Sich SauiejedenPvstrnA Zur Beacht^ Nachdruck verboten.) Fortsetzung 36. fr p»,d' tttfc ♦ se zurück ■imberger Telephon 38 Ul UUl.gaatittti -——-Wbui peute aber totll ich bid? fragen, Gräfin Soend- »ing, wie hast du den dir anoertrauten Schatz, Zieles Kind, das nur dich allein als Sckutz hatte, Mutet? Wie hast du deine Pflicht geübt?" •Ertoi '•SttiilH Ragna stand mit Hammenbcn Augen vor der »nutul Tas Sonnenlicht fiel voll auf ihre Ge- M.und umwob ihr Haupt mit schimmerndem «chern. Die alte Gräfin lächelte Ohmsch, fast mit- lMdLnohvrche.w Arbeit unter biU! ft , recbmm« geiuchl. 1 Wilh. Schmidt. IV -1 Praunheim ist zurück. tlM Ragna Soendburg Montan von Anny Wothe. Zucker-, Frucht-, Sti Äaffee- uno andere ii w den böchüen M Angebote an M. $:ü stein, Giesien, Lachn Handl, Eeltersive? >; Telephon 53i tifi w LS °>>m^ Butzbacli 1 Ctadtv. Kiel (U. S. P.) fragt wegen der KwSrcAtut I Teuerungszulage der städtischen Arbeiter an. | Oberbürgermeister Keller erwidert, daß die TntvLge noch bearbeitet werden. Stadtv. Vetters (So-0 wünscht eine Tabelle £ter die Gehaltsbezüge der Beamten, denen Teue-- rumgszulage bewilligt wurde. Tic neue Zulage betrage 3/< Millionen. Der Notwendigkeit könne sich niemand verschließen. Aber es führe ins Endlose. 6s fei nottvendig, auf die Preisgestaltung der Lebensmittel ernzuwirken. Vielfach wurden auf Lebensmittel Aufschläge genommen, die mit ihrem Werte und der augenblicklichen Preislage in feinem Verhältnis ständen. Hier müsse die Preisprüfungs- ftrfte ein schreiten. Stadtv. Volz (Soz.) tritt für die Stadtarbeiter und Hilssichutzleute ein. Stadtv. Frau Naumann (D.-N.) fragt nach btt Gehaltsregelung der Angestellten, bei denen die Stadt Zuschüsse gewährt. Stadtv. Kling (D.-N.) tritt für Revision der Beamtenbesoldungsordnung ein und für Vorschüsse der Beamten und im Herbst zum Ankauf ton Kartoffeln und Brennholz. Oberbürgermeister Keller bemerkt, daß An- Imge vorliegen, die noch behandelt werden sollen. Stadtv. Ebel scÄießt sich Pein Anträge Vetters an und erbittet eine Uebersicht, in welchem Verhältnis die Beamten und Arbeitergehälter und bie Lebensmittelverhältnisse gestiegen sind. , „Tein Recht?" Tie alte Frau mit den wachsweichen Zügen lächelte geringschätzig. „Das hast du verwirkt, als du Heimat und Vaterlwus vermeßest, um wie eine Abenteuerin hinaus in di: Delt zu ziehen. Unsere Wege gehrn auseinander, flußer mir gibt es nur noch eine Gräfin Svend- hng und das ist Sigrid — dich kenne ich nicht mehr." Ragna erblaßte, aber in ihren großen, grauen Augen zuckte ein flammender Strahl auf, wie olitzesleuchten. „Es handelt sich hier gar nicht um mich," sie, ihre Erregung gewaltsam bezwingend, „fendern um Sigrid." il Ihretwegen bin ich. hier, ihretwegen seh: ich ach wieder. Als ich von Svendburg fortging, vn .für dich, , Sigrid und mich eine Existenz zu KfeiTfen, weil ich zu stolz toar, das Gnadenbrot an- zu essen, ließ ick dir meinen einzig m und (timen Schatz zurück. Meine Schwester und dein kivlelkind! Wenn ich auch längst cingefctyen hatte, M unsere Wege weit auseinander gingen, so traut: 4' dir, einer Soendburg, doch so viel verwandt- AMuhes Gefühl zu, daß du dein eigen Fleisch und Der Schlichtungsausschutz der Provinz Oberhcssen. Verhandlung vom 14. August 1919. 1. Tie Arbeiter des Quarzit st einbrnchs dec Firma Hofmann in Alsfeld waren in Streik getreten, da die Neuregelung der Löhne nicht zustande gekommen war. Aus Antrag des Deutschen Bauarbeiterverbandes, Bezirksausschuß Frankfurt a. M., befaßte sich der Schlich- tmigsausschuß mit den streittgcn Verhältnissen. Antragsteller wollen die Sätze des Tiesbauge- werbes (1,35 Mk.) Stundenlohn angewandt wissen, und zwar wegen der z. Zt. bestehenden Heber» Produktion nach einem sofortigen Uebergangs- lohn von 1,20 Mk., auf dem man aber, rveil er zur Lebenshaltung nötig sei, unbedingt bestehen müsse. Der Arbeitgeber machte geltend, daß im lausenden Jahre bereits drei Lohnaufbesserungen zu- gestanden seien, und daß der seit 20. 6. 1919 gezahlte Stundenlohn von 1 Mk. das AeuHerste fei, was man leisten fömte. Denn es fehle der Absatz, die Krupp-Werke z. B. seien überreichlich mit" Material versehen und ließen nichts mehr anrollen. Der Sch lichtungsausschuß entschied: Von Wiederaufnahme der Arbeit an ist ein Stundenlohn von 1,10 Mk., ab 1. September 1919 rin solcher von 1,20 Mk. unb ab 1. Oktober 1919 von 1,35 Mk. zu zahlen. Die schwierige Sage der Industrie, bei der bekannten Kohlen- und Transportnot, ist in der Quarzittndustrie noch durch die Aus- landslonkorrenz verschärft. Die zuerkannten Löhne sind aber zur Lebenshaltung der Arbeiter 'nötig; ein Lohnabbau kann zunächst nicht in Frage kommen, da eine dauernde Preissenkung noch nicht zu beobachten ist. Arbeitgeber erklärte, daß der Schiedsspruch nicht anerkannt werden könne, vielmehr die Entscheidung des Staats kommissars angerufen werde; die Arbeitnehmer behielten sich ErKärnng (innerhalb 1 Woche) vor. 2. Der Deutsche Bauarbeiterverband, Zioeigverein Frankfurt a. M., strebte für die Arbeiter des Bauunternehmers Wilhelm Wirth in Nieder-Wö ll stadt die Einführung des nach dem Lohntarif für die.Lohngruppe II festgesetzten Lohnes an. Ter Schlich- timgsaus schuß entschied, daß den im Betrieb beschäftigten und zu der bett. Zeit beschäftigt gewesenen Arbeitern ab 1. Juni 1919 ein Stundenlohn von 1,80 Mk. für Maurer und 1,70 Mk. für Hilfsarbeiter und ab 15. Ai^gust 1919 ein solcher von 2 Mk. bzw. 1.90 Mk. zu zahlen ist. Die Arbeitnehmer erkannten den Schiedsspruch an, der den nicht erschienenen Arbeitgeber mit Aufforderung zur Erklärung ^gefertigt wird. 3. Aus Antrag des Deutschen Holzar- beiterverbandes, Gau Franffurt a. M., wurde zur Turchfühmng des um Pfingsten in Mlsftld für die Holzindustrie getroffenen L-ohnabbommens entschieden, daß den ,in den Oberhessischen Sägewerken von Heiiu- rich Reitz in Ehringshausen, Friedrich in Tecken- bach, Will). Feyh I. in Gontershausen unb Romer in Grost-FÄda beschäftigtem Arbeitern Dtont der laufenden Lohnwvche ab, soweit nicht bereits güw- Köpfchen und hob nur ein klein wenig die LDer mit den langen Wimpern, als sie leichthin sagte: „Tu wirft wohl rtutgebanigen Ragna anpören müssen, Großmama — denn ich will — was sie will." „Tu, bu 'willst, was sie will," fuhr die Gräfin auf Sigrid ein, ,Hu einfältige^ Geschöpf, daß noch nie einen anderen Willen gehabt als den rnftnen? Stadtv. Beckmann (ü. S. P.) ist für drin- genbe Erledigung bet Zulage für Stadtarbeiter. Er wendet sich dagegen, daß aus der von Stadtv. Ebel verlangten Uebersicht falsche Schlüsse gezogen werden. Stadtv. ftrauS müHer (D. V.): Die Frage der Beamten- und Arbetterschast darf nicht parteipolitisch behandett werden. Die Stadt wird in jeder Weise entgegenkommen. Wb es fehtt, muß unbedingt geholfen werden. Stadtv. Mann (Sr^.) betont, Zahlenmaterial habe nur einen zweifelhaften Wert. Stadtv. Ebel (Dem.) wendet sich dagegen, daß aus seiner Anregung voreilige Schlüsse gezogen würden. Stadtv. Schm ah l (D.-N.) schließt sich den Ausführungen Krausmüllers an. Ter Antrag des Finanzausschusses wird einstimmig angenommen. Vergütung für Aushilfskräfte. Ter Finanzausschuß beantragt, die Vergütungen der Bureau Hilfskräfte mit Wirkung vom 1. April 1919 wie folgt zu erhöhen: Vom 20. bis 24. Lebensjahre auf 300 Mk., vom 25.—29. Lebensjahre auf 325 Mk., vom 30. Lebensjahre auf 350 Mk. monatlich. Dazu tritt für jedes Kind eine Ktnderzulage von je 500 Mk. jährlich. Die für bie Siinberjulagjen der Beamten geltenden Vor- schristerl finden im übrigen entsprechende Anwendung. Die Vergütungen der Bureauhilfsdiener unb ber Hilfsfclbschützen werden mit Wirkung vorn 1. April b. Js. um 50 Mk. monatlich erhöht und bie Kinderzulage auf 500 Mk. für jedes Kind festgesetzt. Die Vergütungen der Burcaubilfskräfte unter 20 Jahren werden mit Wirkung vom 1. April b. I. um 30 Mk. monatlich erhöht. Ter Antrag des Finanzausschusses, ber eine wesentliche Erhöhung ber Bezüge darstellt, wird chiftimmig angenommen. Gewährung eines Uebertmerungszuschusses an die Baug'llwssenschaft. Oberbürgermeister Keller benchtet, baß vom Reich, Staat unb Gemeinde Bautostenüberteue- rnngszuschüsse für Klein- und Mittelwohnungen zu bereinigen sind. Von der Stadt sind ls/4 Millionen bei den zuständigen Stellen beantragt worben. Das Landes-Arbeits- und Wrrtschasts- amt hat jedoch mitgeteilt, daß es nicht in der Lage sei, diesem Aittrag zu entspreck)en, da die Mittel begrenzt seien. Aus öfient- lickien Mitteln der Stadt sollen 700 000 Mark bewilligt re erben. Der Finanzausschuß beantragt für die Gemeinnützige Baugenossenschaft, bie mit ihren Bauten sofort beginnen will, 400000 Mk. zur Verfügung zu stellen unter Bedingungen, die der Stadt einen entscheidenden Einfluß zusichern. Stadtv. Ebel (Dem.) stimmt dem Anträge zu. Stadtv. Mann (Soz.) vertritt ben Standpunkt, baß eine Herabsetzung der Mittel gerecht- fertigt wäre. Stadtv. Krausmüller (D. V.) schlägt in Anbetracht der Dringlichkeit glatte Erledigung vor. Stadtv. Sommer (Dem.) behandelt die Fragen der Lehmbauweise, des Zusttoms zu den Städten und eines Provinzialwohnungsamtes. Stadtv. Mann (Soz.) regt an, Luxusbauten zu verhi7idern, die das vorhandene Baumaterial beeinträchtigen. Beig. Krenzien bemerkt, daß sich das Stadtbauamt mit der Lehmbauweife befasse. Errichtung von Schulftellen an den Volksschulen. Oberbürgermeister Keller führt aus, daß durch die Einführung der Einheitsschule die Vorschulen Wegfällen. Fünf neue Volksschulstellen sind am 17. April von ber Schuldeputatton befürwortet worden unb sollen dem LmrdesbildungSamt vorgeschlagen werden. In diesem Sinne wird beschlossen. Stadtv. Frau Nau monn ($>. N.) beantragt, daß die erledigte Stelle der Handarbeitslehrerin, wieder besetzt werde. Damft ist die Tagesordnung erledigt. Außerhalb der Tagesordnung be- antragt Stadtv. Beckmann (U. S. P.), den Kriegshinterbliebenen 10 Ztr. Holz unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Oberbürgermeister Keller bemerkt, daß ähnliche 9lnträge auch von den Kriegsbeschädigten vorgebracht würden, aber noch nutzt schriftlich vorliegen. ©tabtp. Müller (Bürgerv.) ist der Ansicht, daß man einstweilen noch ohne Handarbeitslehrerin auskommen müsse, da es an Sälen mangele. Stadtv. -Weiß (U. S. P.) beantragt, ben Kriegs Hinterbliebenen unb Kriegsbeschädigten eine Teucrungsbeihilse von 100 Mk. zu gewähren und leidig und sank dann ächzend in bat Sessel, den ihr Sigrid zurecht rückte. „Was fällt dir ein," sagte sie, heftig ihren Krückstock auf den Boden stoßend, als sie sah, daß Ragnas Blick herausfordernd den ihren suchte imb sich durch ihren Hohn und Spott nicht beirren ließ. „Wie kannst du törichtes Kvtd es mögen, Rechenschaft von mir zu fordern, du, die du jedes Rx.cht auf meine Liebe und Nachsicht selbst mit Fußen getreten hast!" „Seine Liebe und Nachsicht?" entgegnete Ragna mit schmerzlichem Lächeln. „Deine Lieb: habe ich nie besessen, aber unendlich oft als Kind — entbehrt. Teure Nachsicht lernte ich nur kennen, wenn sie beiiten eigenen Wünschen entg:genkam. Ich verzichte auf beides, unb ich bin auch nicht hier, sie '/Md) zu rufen. Ich verlange etwas anverÄ von dir, und ich glaube 'wohl, nicht fehl zu gehen, werm ich. annchme, daß die greife Gräfin Svmd- burg, bie, so viel mir bekannt ist, eine tadellos': Vergangenheit haben will, nicht noch! an bet Schiwelle des Grabes eine Ehrlosigfeit begeht, die durch nichts hinweggewaschen werden kann." „Bist du wahnsinnig?" schrie die alte Frau auf, mit dem tückischen Blick des Tigers ihre Gegnerin messend und vergeblich den Versuch ma- dfenb, sich zu erheben. „Was sagst du zu dieser bodenlosen Frechheit, Sigrid. Komm, führe mich auf mein Zimmer, ich habe nicht Lust, mich hier noch länger Insulten von dieser--," sie rang vergebens nach Worten, „dieser Person sagen zu lassen." Sigrid rührte sich nicht. Sie lag, die Augen fralb geschlossen, in ihrem Schaukelstuhl, als ginge sie die ganze Sache nichts an. Ihre zarte Gestatt machte den Eindruck des Müden, des Gebvochen- i ^Bei den heftigen Worten der Gvoßnruttrr toanbte sie nur ein Öan wenig das votlockige ihnen Kartoffeln zum billigsten Preis zu liefern. Ferner beantragt er bie Anstellung eines Kriegsbeschädigten beim Arbeits- und Wohnungsnach- weis.^ - Stadtv. Kling (D.-N.) beantragt, ben Kleintierzüchtern ben VerfteigerungSpreis für G.as um 50 Prozent zu ermäßigen. Stadtv. Schmahl lD.-N.) fragt an, warum bei ber Beratung über die Hinterlandbahn niemand zugegen gewesen sei. Ferner erkundigt er sich, reo bie verbilligten Lebensmittel blieben, von denen in Wetzlar Schmal;, Speck und Hülsenfrüchte wöck)entlich verteilt würden. Beigeordneter Krenzien gibt Aufklärung, daß diese Lebensmittel noch zu erwarten seien. Oberbürgermeister Keller bemerkt, daß die Einladtmg zur Besprechung des Hinterlandbalmprojektes verspätet eingegangen sei. Beigeordneter Krenzien äußert, daß die Stadt keinen entscheldenden Einffuß auf bie Gestaltung der Hinterlandbahn gennnnen könne, solange sie die Biebertalbahn nicht erworben habe Oberbürgermeister Keller verspricht, die Frage dentnächst auf bie Tagesordnung zu setzen. Stadtv. Otter (USP.) befürwortet eine Eingabe der Nachtschutzleute. Stadtv. Fourier (USP., teilt mit, daß billiger Speck morgen ausgeteilt werde. Die Sitzung schließt um 11,30 Uhr. Sitzung der Stadtverordneten. Gießen, 18. Aug. Tie heutige dringende öffentliche Sitzung behandelte zum größten Teil Fragen, bie in der Llb-- nefenbeii des Stadtober Hauptes zurückgestellt rurren, aber leinen längeren Aufschub mehr er- tiildeten. Bor allem war bie Teuerungszulage für Ocamte, Lehrer unb Bebienstete, sowie die Ver- giilHilft der Aushilfskräfte zu genehmigen. Sämt- iidv Parteien standen von vornherein auf dem Voten der Vorlagen, die einstimmig bewilligt wurden. Eine kurze Debatte bezog sich nur auf Neben- sragcn. Sodann wurde ber Baugenossenschaft 1894, die sofort mit ben Arbeiten an ber Siedlungs- fotonie beginnen will, ein Ueberteuerungszuschuß von 400 000 Mk. bewilligt. Ter letzte Punkt be- ttaf die Errichtung von Lchulftellen an den Bolks- sckulen, die durch die Aufhebung der Dorschlilen notnendig geworden sind. In Frage kommen fünf Stellen, deren Erledigung beim Landesbilbungsantt beantragt werben soll. Nach Schluß der Tages- orbltung wurden verschiedene Anregungm zur Unterstützung von Kriegsteilnehmern unb Kriegshinterbliebenen durch verbillitzten Bezug von Kohlen unb Kartoffeln vorgebvchht. Tie Sitzung war innerhalb einer Sttmde beendet. Sitzungsbericht. Anwesend sind Oberbürgermeister Keller, Beigeordneter Krenzien, svivie mit Ausnahme von Tiehl, Cichert, Gmelin, Kramer, Winn 37 Lladwerordnete. Zu Urkundspersonen wurden erlvLhlt bie Stadtvv. Kra iling unb H ö hn. Oberbürgermeister Keller eröffnet die Sitzung um 11 r/s Uhr. Teuerungszulage für Beamte, Lehrer und Bedienstete. Tie Frage soll, wie Oberbürgermeister Keller mitteilt, so geregelt werden, daß die fraglichen Beamtenkategonen die gleichen Teuerungs- Klagen benebelt, wie die staatlichen Beamten. Ter Finanzausschuß beantragt hierzu folgende Sätze: Ter Antrag des Finanzausschusses geht dahin, kn Beamten, Lehrern unb Bediensteten für das slechatungsjahr 1919 mit Wirkung vvm 1. April 1919 und unter Anrechnung auf die feit diesem tage bereits bewilligten Teuerungszulagen he gleichen Teuerungszulagen zu gewähren, wie sie bie Staatsbeamten nach, dem Austreiben des Gesamttninisteriums vorn 14. Juli 1919 erhalten. Bedienstete bis zur Vollendung des 17. Lebensjahres erhalten eine Beihilfe in Höhe von 50%, bis zur Vollendung des 20. Lebensjahres aiwt Beihilfe von 60% des Familienzuschusses, her 2000 Mk. für Verheiratete, für Ledige über 50 Jahren 80% beträgt. Ter durch die Erhöhung der Teuerungszulage ^forderliche Kredit vvn 750 000 Mk. reiti> be- rilligt zu Saften der unter 46 a und 65 des bauptvoranschlages und ber in ben Voranschlägen ter Neben lasse vorgese henen Teckungsmittel. Unter Hinweis darauf, daß die Hess. Volkskammer und anberc Städte die Erhöhung der Teuerungszulagen debattelos genehmigt haben, bittet Oberbürgermeister Keller um einstimmige Tnnahme. wollt." Ragna holte tief Atem — sie brauchte ein Paar Augenblicke den Persönlichen Ausfall ber Großmutter gegen sie zu bekämpfen. Sigrid aber rannte ihr zu: „DLach's kurz, sonst stehe ich für nichts." Die kostbaren Spitzen ihres Morgcnkleides krachten unter den nervösen Händen Sigrids und fielen in Fetzen zu Boden. Ragna legte schützend ihre Hand auf das fertige Haupt ber jungen Frau, und Sigrid lächelte, mit dem wehen Lächeln einer Sterbendm, beruhigend zu ihr auf. „Tiefes Kiird hier," sagte Ragna hart, „hatte ich dir anvertraut, bis ich selbst kam, es zurück zu fordern. . Du entfebigteft dich dieser Pflicht, tnbem du sie Sven in die Arme triebst. Tu ftagttft nicht danach, ab die beiden sich liebten, ob sie für einander Paßten, dir war es genug, daß du den alten Glanz unseres Hauses itrieber aufrichten konntest, um selbst zu genießen. Mit dir, die du selbst nie wahre Liebe gekannt, die du selbst tote ein Stück Ware an den Meistbietendm einst verschachert worden bist, will ich nidji allzu streng ins Gericht geben. Tu tatest eben, was man allgemein in unseren Kreisen tut. Man verkauft sich und ob darüber das Herz in Stücke geht. So altmodische Sachen wie Liebe gibt es ja bei uns gar nicht mehr. Als du bein Werk erdicht, da hättest du twhl mit dem Erfolg zusrieden fein können, Tas W Sahnst. fr caJOOOaRorgtn« t 7om *, öldurchMerW Qtricklumpen 0 u.Wollablali laufen zud.höck!tl-ui'. Geschw. Müblüm Neusladl A jVerschiedera Negeuv-eA I Gefahr^ übssgS SäS w» i* iicbt* Axaiiirt^ x s oi rtg | tw x^x-i **“>*■ o“. vi« «zvui t-iyx-ii uici| u; unu i t '■Bt schützen würdest cor Ungemach und dfefabr. 0f r e r - r ' mit I tflt- I Mähmaschinen!»,) |f( tlltlfftlinkllf Ein- nnd Zweispänner- eispün Ein- Ter Vorstavd. 9645c oiem Telephon 2197 Auf Wunsch Lieferung ins Haus. BylU'o thbatlet GnmmlstofTu Kaffee 20 Pfg. 9457 Bekanntmachung. Frosch, Telephon 2133. btc Äuskunft (9256) Achtung1? 8rch 9631 konzertiert am das Te Wertvolle Preise! 9611hi Merlin, 20 Verpnk-«K «b Mittwoch- sowie da» übrige Kamilienprogram» I § r$ gehalten werden. 9648 9502 ------------------------------- B * fern •sv \ lle Druckarbeiten/ I, l&sSS vrhvrSrn, Verein«, werke und 5 s Oie ¥®8ksikilche befindet sich ob 18. v. M. im „Löwen", Neuenweg 9hr»28. Mittag- und Abendessen je 40 Psg., bnger bin ich zu I dieser tat - < Ansicht vechänM diüe der grollen die Reinlich! Lebens bedeute von Ed. Weiset befindet sich Eduard Mise!, Sichen tzerdieW^ Mng der tot: krger ausenml Wenz ebensc DMg durchdi «akratisch-, vrdnimg jeder i AnlMentarischei Ktercsscn, di« *7 L M einen Ausd ääbrecM Schnabel Gummersbach. ©tenerVfiidtigen hi bcn nächster Tagen y Tiejenigeu Steuerpflichtigen, die bis zum W® aller ärl ’i’.XÄ’Ä xrert Sie BraM'sche Uelv.-Drockerot B. Laa«», flltflw 1L "1 ’JJIL zur Ausg-abe. Mit dem 31. August 1919 Becheren, die Abschnitte 7 bijto. 4 ihre Gültigkeit. Nach diesem J^itpunkt nicht abgcnoltr ©ütiftoffmengot bürfm von den Ausgabestellen frei verknust werden. Gießen, den 16. August 1919. (96228 Der Oberbürgermeister (LebensmittelumlX Bekanntmachung. e GemeilidesteueMLttel für 1919 werden den Artikel zur Gesundheitspflege wie: Frauendnschen. Clysoe, onocfertlgt In der Buch« Wilhelm Herr, Gießen Walltorstrape 77 §«rnspr«chee 500 Vorderen,Hsrdßrechea bewährte „Tigeru-Konstruktion, sofort ab Lager lieferbar. 9574V Maschinenfabrik Ä. Volk Pohleön#. Telephon Butzbach 46. «AitÄ! Ms® Ä Zu 3 «Ha Achtung! Große Stnining bimG nith Srlit-Arkeii, Äcisikraiit, Bohoeil nah Zioiebel kugetroffeo. Verkauf Mittwoch früh von 8 Uhr an am Selsen- 6®: A M W»z Ich zahle Jedem der meinen für den Wismarer Jagdbezirk angestellten Jagdaufsehern Herrn Förster Lucas und Heinrich Schwalm in Wismar einen Wilddieb derart zur Anzeige bringt, daß seine gerichtliche Bestrafung erfolgt, eine Belohnung bis zu 500 Mk. Der Name des Angebers soll geheim MSSj SSEt »PsSiwi ülerlöP» ^rof K-Ä«! Voranzeige! Kammer-Virtuos Louis Kümmel Höflichst ladet ein | K-MjMitdc. Hans KirzmgerJ Rauchtabak gar. rein überseeische Ware M. 18.- daS Pfund, Englische Zigaretten versteuert, heller, reiner Tabak 100 Stück 3». M- bis 2W. 31- versendet in Postpaketen gegen Rachnahnte, Bei Mehrabunlune billiger. Tabal-Versaud Herz, KöiibKIettenberg Berrcnratbcr Straße 317. [9627 behördliche Anzeigen. Bekanntmachung. Die AuÄv-cisürrten bei nnchsteHtniben Personen sind eingezngeir: Meper Süwab, Grebemui, wegen Schleichhandel mit Fleischt, vom 8. Juli bis 8. November. SoIIi) Freymorch Büdingen, taegm Sch-leichlycur-- bel mit Fleisch, dauernd. Joseph und Snllh Hohn, .vainchon, roegen Go l?nmschllachtungrn vom 14. Juli 1919 lx§ 14. Januar 1920. HsZgo 3unter, Groß stürben, wegen uubervch- tißtcm Handel mit Schussellen, bis $ur Bv- ttt-junti bev Sttafversnhrctts. Jakob WtzlllVtt, Steinberg, wegen >Mberschte- iümgen, vom 17. Juli bis 17. Ollvber. Wir warnen bol>cr, an diese Personen. MNftrg Nutz- und Juchlvieh ober Schlarliftvieb yu ver- tatjen. ZuwiderlKindluugen sind strafbar nach 8 7 der Bekaunlnrudmug des Ministeriums des Innern vom 24. Januar 1916 betr. Regelmrg der Fritz Nowack,Wäschefabrik Neu eingetroffen: Großer Posten Schweizer Wäschestickereien 9623c prima Qualität 19 7K der Kupon von 4,10 Meter M. • Karl Toller Auktionator u. Taxator Mitglied des Auklwnatoren-Bereins f. den Reg.-Bez. 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Masse snit 18,36 Fstm. 3247 Fich1 .enberbcm-gen II. Nasse mit 97,66 Fstm. 2417 Fichl eure iMangen mit 28,23 Fstm. Tie Zu lamme ist an der KveuMng des Alten Schlissenbergcr .2 T'. Giestcn, ben 18. 1919. 964c Ter Dberbürgermeifter. I. B.: Kren-ien. Uns W Die großer «tn Auszüge n «Z w SäÄ tat ftammenb Htfe« • kommen und । nachdem wir Olten niederge kommen dürfe lich unser Vech Men in ,den les jensinöglichkeiteii baute auf ihren Zedcnfalls m öden Deutschen ein größeres Re bringen als die Heilungen sind n sich genügt Lude nm die ganze zu überblicken, immer u. a. der iilh. Er hat neu ßbert ein Schrei! 1. 3ck fühle » und Gmis leit gegenüber b N(ung gewisser 1 «t < Das Multerheri Oberbayerisches Lebensbild in 2 Abteilungrr WM Birnenverkauf. Die an der KrriSstvaße Giesten—Wißmar befindlichen Birnen sollen in einem Los auf dem Baum verkauft werden. Interessenten wollen ihr Llngebot bis Freitag den 2 2. d. Mts., vormittags 9 Uhr, auf dem Bureau des streisbauinspektors, Zimmer Nr. 20, verschlossen und portofrei einreichen, woselbst auch der Zu- idMrui erteilt wird. Gießen, den 18. August 1919. 96338 Der Kreisbauinspcktor des Kreises Gießen. Cellarius. 1 Waggon dicke Bohnen, Stangenbohnen, Weitz- krant, Wirsing, Rotkraut R-,i-n Bä--7 W. Hankel T«l-»bo»«is Wiener Kuu*tfl!m Der Doppelselbstmord Eine Bauernkomödie in 3 Akten von Ludwig- Anzengruber. In der Hauptrolle: Liane Hard, die sehr beliebte Künstlerin. Kr. LtNdW Einmäch ^SJlliny ♦ | und Salat-Gurke l frisch eingetroffen zu den billigsten Preisen. Berkas am Mittwoch und Jreitag von morgens 8 Mr-' Babubosstr. 23, Ecke Löwengafie. H. Ferber Mm-W-MK Seilersweg 81 ProgramniT.BieBsiatj. 19, bis iDkl.Mag,22.liigii8l Das große Filmwerk ..•welche sterben, wenn sie lieben Spannender KünstL-Roman in 5 Akt. Claus, Major z. D. inth Leiter der Versorgun gsabtrilUrrg. N»»saabe von Süßstoff |2iK(f|(irin). Für die Zeit v-vm 16.—31. 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