Nr. 244 Ter Siehener Anzeiaer erscheint täglich, außer Sonn- unb Feiertags. Vizngsoreir: monctll. Mk. 1.60, vierteljährlich Ml. 4.80; durch Abhole- u. ZweiqstetlLn tnonatl. Dlk. 1.50, durch diePost Mk.5.— vierteljäh rl. auSschU Br'leUg. Ferirsprech - Anschlüsse: sürdieSchristleitung112 Lerlag.GeschäitüsteUebl Anschrill für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen. Poftscheettonto: firanffuri a. Ul. U686 Erstes Blatt 169. Jahrgang Samstag, 18. Moder 1919 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gderheffeil ZwlMngsrund-ruck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Buch- n. Steinöruderei R. Lange. ZchriftleiLung, Geschastsstelle u. Druckerei: Zchulstr. 7. Annahme von Anzeigen f. die Zonesnummec b.s gum SQndimiitag vorher ohne jedeVerbindlichkeit Preis für 1mm Isöhe für An;ei,ieiiv.34mmBreil^ örtlich 15 Li., auswärts 18 Pi., für Reklame» anzeigen von 70 mm Steile 48 Pf. Bei Platz- vorfchrrii20°/,Auifchlag. Hauvtschrittleller: Aug. Goen. Berantivortlich für Politik: Ang. Goetz, für den übrigen Teil:, vr. Reuihold Zenz; für den Anzeigenteil: Ü- Beck; sämtlich in Gießen wochenrückdliL Der Krieg ist halbwegS zu Ende, der Friede soll demnächst durch die Ratifikationen der beteiligten Großmächte sogar endlich besiegelt werden — aber man spürt noch nicht das Geringste von der Wärme wiederlehrender friedlicher Entwicklung. Der russische Eisblock ist noch nicht geschmolzen; der erstarrende Lauch aus dem Osten bedeutet zwar nicht mehr die direkte Gefahr des Bolschewismus, aber er erschwert uns noch immer den Wiederaufbau des eigenen Landes. Herrschte in Rußland eine erträgliche demokratische Oronung, wieviel arüßer wäre die Sicherheit, wieviel besser ständen die Aussichten im Deutschen Reiche! lieber die militärische Lage der russischen Bolschewisten weiß man nichts Zuverlässiges. Heute hört man, sie seien an ihren Fronten im siegreichen Fortschreiten, morgen heißt es dagegen, General Denrkin habe ihnen vernichtende Schläge beigebracht. Entscheidend aber ist, daß die Entente nicht mehr daran denkt, durch Waffengewalt der Herrschaft Lenins und Trotzkis ein Ende zu bereiten, sondern daß sie gegenüber dem Riesenreiche, in dem wahrlich nicht nur politisch verstiegene Weltbeglücker, sondern viele Millionen unischuldiger Menschen wohnen, zu dem verwerflichen Mordstrick der wirtschaftlichen Abschnürung greift, der als das stolzeste Kulturzeichen des britischen Weltreiches gelten kann. Diesen Knüttel der Menschheitsversöhnung wieder zu schwingen, werden auch die Neutralen gezwungen, und wir Deutschen haben uns danach zu richten, uns damit abzufinden, daß unsere Häsen, unser bescheidener Handelsverkehr im Osten wieder völlig Peröden. Wo bleibt nun die Sympathie Amerikas, das die Rechte oer Völker zu schützen 'vorgibt- Auch wenn Herr Wilson mit altem Lateneifer sich wieder von seinem Krankenlager erheben könnte — wofür freilich wenig -Aussicht vorhanden ist — würde er das Pathos seiner Humani ätspropaganda vermutlich in arger Verlegenheit verstecken. Auch ohne körperliche Krankheit wäre er allmählich ein stiller Mann geworden... Aber auch venu wir den Blick vom Unheil der Ostprovinzen auf die übrigen Gebiete des Meiches abwenüen, begegnet uns noch kein Friedensschein. Schützengräben und Stachel- idrähte beherrschen die innere Politik; überall nteue Hindernisse, nirgends freie, ‘ebene Bahn! Die größte Quelle des Uebels sitzt natürlich in den wirtschaftlichen Schwierigreiten. Wenn diese nicht so auf uns lasteten, wäre auch die kommunistische und sparta- tistische Gefahr halb so schlimn-. Die systematischen, wissenschaftlichen und ethischen Grund- ’lagen des Programms der Unabhängigen und ihres radikalen Anhanges sind so schwach, daß lie keine nennenswerte Volksbewegung tragen würden, wenn daneben das Feld der Unzu- friedenheit über die trostlose wirtschaftliche Lage nicht so üppig in die Halme wachsen würde. Wir haben aber aus den letzten Verhandlungen der Nationalversautm- lung und der Hessischen Volkskam- 'm er gesehen, wie schwer es ist, darin .Wandel 5u schaffen. Aus dem Beispiel der hohen Schuh- und Lederpreise ist ein sicheres Ergebnis über die Zulässigkeit oder die Nachteile des Abbaues der Zwangsbewirtschaftung noch nicht gefunden worden. Die Preise innerhalb unserer gesamten Volkswirtschaft oen- jenigen des Weltmarktes ohne weiteres anzupassen und unsere schlechte Valuta überall in Bleicher Weise darauf anzurechnen, hat ganz gewiß die schwersten Bedenken. Denn wir dnüssen dem Auslande und seinen Auffassungen Widerstand entgegensetzen und die Erkenntnis immer weiter verbreiten, daß die Leistungsfähigkeit des deutschen Volles nicht etwa dem Verfall anheimgefallen ist. Wir imüssen die Sklavendecke über unseren Köpfen durchstoßen und für die Wahrheit kämpfen, daß der deutsche Arbeiter und sein Schaffen als sichere und keineswegs gesunkene Werte m innerem Wirtschaftsleben geblieben sind. Der Kampf ist jedoch nicht durch unaufhörliche grtreire und ungemeffene Lohnforderungen zu Tu^ren, sondern durch eine gesunde nationale Wirtschaft, die sich den Markt freihält von der schamlosen Ausbeutung ourch das Ausland. Don den auf heimischem Boden erzeugten Le- BenSmitteln darf nichts ins Ausland verschachert werden. Die Landwirte müssen sich dankbar daran erinnern, daß sie früher mit fcRedjt unb aud) mit Erfolg den Schutz der deutschen Produktion gefordert haben, und was vordem die Schutzzölle bewirkt haben, vas ^uß heute eine planmäßige Bewirtschaftung erreichen, die dem freien Handel stm Interesse der deutschen Gesamtheit Zügel Mckegt. Der Präsident des hessischen Landes- ^nährungsamtes hat am Donnerstag in der Kammer eine Feststellung gemacht, die das 'Traurigste von allem Traurigen ist: „Die wichtigsten Lebensmittel werden aus Deutschland in das besetzte Gebiet und von dort in die Länder der Entente verschoben." Dagegen müssen fortan die allerschärfsten Maßregeln gefunden und angetoenoet werden. Eine planvolle Wirtschaft ist aber nur möglich, wenn alle Volkslreise ihren Anteil daran nehmen, durch treue, unoeroroffene Arbeit, Zurückstellung maßloser Forderungen und durch strenge Befolgung und Achtung der Gesetze. Eins ist an das andere gebunden. Darum ist die gestern mitgeteilte Entschließung der Hessischen Volkskammer, so viel Selbstverständlichkeiten sie auch auszudrücken scheint, ein wahrer Notschrei, eine ernste Mahnung an alleStände, nicht zu vergessen, daß alle Eigenwege, die sich von den gegebenen Richtlinien entfernen, nur ins gemeinsame Unglück und Verderben fuhren können. Der neue Reichsminister d esJn- n er n hat in seiner Programmrede die bange Sage mit den Worten gekennzeichnet: „In diesem Winter wird sich das Schicksal unseres Volkes entscheiden." Er verzichtete auf Schwarzmalerei in der Voraussetzung, die er anführen zu können glaubt, daß unser Volk seelisch gesund geblieben sei und viele aus dem Gleichgewicht gebrachte Männer wieder an» fangen, sich in die gewohnte Arbeit zu finden. An die Spitze feiner Bestrebungen will er gleichwohl die Sorge für Wiederherstellung der Ordnung stellen. „Wer dem Volk die Frecheit bringen will, muß ihm die Ordnung bringen." Der bisherige demokratische Oberbürgermeister von Cassel weckte mit einigen Gemütstönen viele Wünsche, die der gewöhnliche Sterbliche fast nicht mehr auszusprechen wagt, weil man durch wünschen allein nicht weiter kommt. Wir können Herrn Koch aber in fast allem zu stimmen, was er uns in Aussicht gestellt hat. Möge er uns wieder in den Rechtsstaat einführen, möge es ihm gelingen, das Polizeuvesen zu reorganisieren, ohne das die segensreiche Himmelstochter Ordnung nicht bestehen und gedechen kann! Auch das Bekenntnis %ur Reichseinheit unb Dezentralisation der Verwaltung hat unseren Beifall. Da wir die Ueberzeugung von der Notwendigkeit einer Neugtiedecung Hessens und der rheinfränkischen Länder keineswegs aufgegeben haben, freut es uns, daß der Minister Koch diese Fragen der Neugliederung des Reiches „ohne Voreingenominen- heit" studieren und einer Zentralstelle zur Bearbeitung übertragen will. Wenn er als Casseler Oberhaupt dem ursprünglichen großhessischen Gedanken keine rechte Sympathie entgegengebracht hat, so wird er bei gründlichem Studium der Dinge wohl einschen, daß unser Gedanke, der sich durchaus nicht auf die „Annexion" der Stadt Cassel versteift, keine partikularistische Gefahr in sich birgt Was der Architekt Fritz Stück in Cassel, ein fanatischer Preußenfresser, im Rahmen der grobhessischen Pläne geredet und geschrieben hat, ist für den hessischen Volksbund nicht verbindlich, der sich im Gegenteil gegen die föderalistische Entstellung seiner Pläne wiederholl verwahrt hat Wir sind davon überzeugt, jede Hauptversammlung des Hessischen Vollsbundes würde gegen ein Reichskulturmini ft erium, wie es Herrn Koch vorschwebt, nichts einzuwenden haben. Möglichste Einheillichkeit im Schulwesen des deutschen Reiches ist dringend zu wünschen, und alles andere, was der Reichsministm: des Innern weiterhin besprochen hat, ist in der Tat, wie es die neue Reichsverfassung anbeutet, Sache des Reiches. Bevor wir aber allzuweit in die Ferne schweifen, muß die Hauptaufgabe erfüllt werden, die der Reichsminifter des Innern mit dem Reichsjuftizminister gemeinsam bat: Die Schaffung eines neuen gesicherten Rechtsstaa- ftaates, Oer die Korruption aus der Welt schafft die uns vor^ der Revolution beschert worden ist Ob Herr Koch in dieser Hinsicht die erforderliche kühne und sichere Hand hat, muß er uns noch beweisen .... Aus dem Baltikum. Berlin, 17. Dkt (Wolff.) Die „Deutsche Allge- meine Zeitung" meldet: Nach indirekten Nachrichten, die an die zuständigen Stellen gelangten, finden noch Kämpfe mit den westrussischen Truppen an der Düna statt, doch scheint der Fluß überschritten zu fein. Die westtusjischen Truppen wollen lettische Angriffe, die ziemlich stark sein sollen, abwehren. Wie schon wiederholt betont wurde, kann sich der Abtransport der deutschen Truppen nicht schnell vollziehen. Die Strecke von Schaulen bis zur Grenze läßt sich mit geringen Schwierigkeiten zurücklegen, von der Grenze ab erhöhen sich diese. General o. d. Goltz hat am 12. Oktober das Kommando an General o. Eberhardt abgetreten. Die Litauer ziehen chre Truppen südöstlich Schaulen zusammen; das erschwert die Lage für die deutschen Truppen, die hier durchmarschieren müssen. Die Verhandlungen, die General von Eberhard mit der litauischen Regierung eingeleitet hat, sind noch nicht zum Abschluß gekommen. Ls ist nicht ausgeschlossen, daß die Litauer einen Angriff gegen die deutschen Truppen unternehmen. Aus diesem Grund ist General von Eberhardt gezwungen, Schaulen militärisch zu sichern. Andererseits richtete er an das Auswärtige Amt das Ersuchen, seine Verhandlungen mit der litauischen Regierung zu unterstützen. Versailles, 15. Okt (Wolff). Nach dem „Ontranfigcant*' richtete der Konmandant der b r i • tischen Seestreitkräfte in der Ostsee an den Obersten Vermont ein Ultimatum die Vor- st ä d t e R i g a s bis Donnerstag mittag zuraumen, widrigenfalls die Stadt bombardiert werde. Judenitsch iu Petersburg einmarschiert. London, 18. Okt (WTB.) „Daily Expreß" meldet aus Helsingfors: Kronstadt hat sich nach einer Beschießung durch die briiische Flotte ergeben. Gerüchtweise verlautet, daß Judenitsch am Mittwoch abend in Petersburg einmarschiert ift Danzig und die Franzose». Amsterdam, 17. Okt. (Wolff.) Der „New Park Herold" meldet aus Paris, daß Frankreich Einwände erhebt, daß Danzig allein von den Engländern kontrolliert wird. Der Völkerbund. Amsterdam, 17. Okt. (Wolff.) Liner Londoner Meldung der „Tribüne" zufolge, ist die eng lische Presse der Ansicht, daß der Völkerbund z u spät geboren wurde, daß ihn die Well augenblicklich nicht wohlwollend aufnimmt und daß er infolge der Verzögerung der Ratifikation des Friedensoer- träges durch die Vereinigten Staaten gefährdet ist. Die erste HriegSschuldzahlnng. Berlin, 18. OKI. Die „Köln. Ztg." will wiffen, daß die ersten 20 Milliarden Mark, die Deutschland nach dem Friedensvertrag auf die Wiedergutmachung als Schuld zu zahlen hat, mttiletroeile in der Form von Warenlieserungen bereits zum größten Teil entrichtet worden siind. 2. Das englische Pfund realisiert ein Agio von mehr als 33 Prozent auf den Franken. England hat während des Krieges eine Finanzpolitik verfolgt, Frankreich nicht. 3. Nur Italien ist in einer noch' ttaVscheren finanziellen Lage als Frankreich. Der Niedergang des Frankenkurses. Unter der Ueberschrift „Ein Krieg gewonnen und ein Friede verloren" briirgt die ^Hnmanitä" ein"*. Artikel, in dem sie den Zusammenbruch Frankreichs auf dem Finanzmarkte beklagt. Sie veröffentlicht die folgende Aufftellung über den Wert des Franken auf den alliierten, neutralen und feindlichen Märkten: Wert des französischen Franken vor dem Kries nach dem Krieg Bereinigte Staaten L004 0.564 Spanien 1.0271 0.596 Schweiz LOOL 0.61 Schweden 1.004 0.629 Holland 1.004 0.641 Norwegen 1.004 0.645 England 1.002 0.662 Dänemark 1.004 0.665 Griechenland 1.004 0.693 Belgien LOOS 0.995 Italien L003 L14 Deutschland 1.007 3.66 L Ter Franken hat seit dem Kriege mehr als 40 Prozent seines verloren. Wertes auf dem Weltmarkt Die Deutschen in China. Kanton, 18. Okt. (WTB.) Neuler. Der Senat hat das Recht der Deutschen, in Südchina zu wohnen und Handel zu treiben, wiederhergestellt. Republik Oesterreich. Wien, 16. Okt. (Wolff.) Korr.-Büro. Das gestern eingebrachte Gesetz über dre Staatssor m bestimmt: Die deutschen Alpe nlande m ihrer durch den Staatsvertrag von St Germain bestimmten Abgrenzung find eine demokratische Republik unter dem Namen „Republik Oesterreich". Slfle öffentlichen Gewöllen in der Republik Oesterreich gehen vom Volk aus und werden von chm eingesetzt Staatssprache ist unbeschadet der sprachlichen Minderhellen und der gesetzlich einge- räumten Rechte die deutsche Sprache. Gleichzeitig werde« das Gesetz vom 12. 3. über die Staatsform und der Artikel des Gesetzes vom 12. 11. 1918 über die Staats- und Regierungsform, wonach Deutsch- Oesterreich ein Bestandteil des Deutschen Reiches ist, aufgegeben. Sojiaiifiemng der ElettchitättwirhchW. Berlin, 17. Okt. (Wolff.) Der 14. Ausschuß der Nationalversammlung beendete die erste Lesung des Gesetzentwurfs der Sozialisierung der Elek- trizitätswirtschast Als neuer Paragraph 1 wurde die Bestimmung aufgenommen, wonach das Reichsgebiet bis spätestens 1. Oktober 1921 zwecks Verwertung und Verwaltung der elektrischen Kraft in Bezirke einzuteilen ist, die sich nach-wirtschaftlichen Gesichtspunkten gliedern. Für diese Bezllke sind unter Führung des Reichs Körperschaften oder Gesellschaften zu bilden, in denen alle der Erzeugung, Fori- leitung und Verteilung dienenden Anlagen zusammen» zuschließen find mit Ausnahme derjenigen Unternehmungen, welche die von ihnen erzeugte elektrische Arbell ausschließlich oder ganz überwiegend bis 1. April 1921 für eigene Betriebe verbrauchen. Der bisherige Paragraph 1 des Regierungsentwurfs wird als Paragraph 2 beibehalten. Danach erhält das Reich die Befugnis, Hochspannungsleitung gen mit einer Spannung von 50000 Doll und mehr sowie private Elektrizitätswerlre von 5000 Kilowatt und mehr zu übernehmen. Als zur wirtschaftlichen Einhell der Elektrizitätswerke gehörig sollen aber nur solche Anlagen und Einrichtungen gelten, die zum Betriebe eines Kraftwerkes notwendig sind. Bet gemischt- wirtschajtlichen Unternehmungen hat das Reich das Recht, die Beteiligung von Privaten an diesen Unter, nehmungen zu übernehmen. Die Entschädigung besteht in den Gestehungskosten unter Berücksichtigung der eingetretenen Wertoerminderung. Endlich beschloß der Ausschuß eine Schuh» beftimmung für Arbeiter und Ange. Stellte. Danach sollen mehr als ein Jahr bei einer »er durch das Reich übernommenen oder aus sein Der» langen gemäß § 7 des Gesetzes in die Gesellschaft ein. gebrachten Einlagen beschäftigt gewesenen Arbeiter und Angestellten, dienachgermesenermaßen infolge dieses Gesetzes innerhalb der nächsten 2 Iayre nach seinem Inkrafttreten entweder vorübergehend oder bauernb, arbeitslos werden, ohne anderweit eine entsprechende Beschäftigung zu finden oder wegen eines durch dieses Gesetz notwendig gewordenen Berufswechsels oder durch die Einschränkung des Betriebes geschädigt werden, Unter st ützungen bis z u einem Jahre aus der Reichskajse erhalten. Ferner sollen zur eratenben Mitwirkung K den Angelegenhellen der Reichs-Elekrizitätswirtsä^,:. von der Reichsregierung zu errichtenden Beiräten neben Vertretern des Reichstages und Reichsrates auch Ver< tretet der Arbeiter und Angestellten angehören. Der Streit in Berlin. Berlin, 17. Okt. (Priv-Tel) Die „B. I.* meldet: Die Mehrzahl der Neuköllner Gasarbeiter nahm die Arbeit wieder auf. Sämtliche Ser» liner Elektrizitätswerke arbeiten gleichfalls Man hat den Eindruck, daß die Mehrzahl der Elektrizttäts- arbeitet dem Streik abgeneigt ift Berlin, 17. Dkt (Wolff.) 3m Metall' arbeitet streik stimmten beide Parteien zu, daß die bevorstehende Entscheidung des neuen Schlichtungsausschusses für sie bindende Kraft haben soll. Die städttschen Arbeiter erklärten sich bereit, die Arbell noch im Laufe des heutigen Tages wieder aufzunehmeit. Ebenso werden die städttschen Bureau» Hilfskräfte ihre Tätigkeit voraussichtlich morgen wieder beginnen. Berlin, 17. Oktober. (Prio^Tel) Nach dev „Dossischeu 3tg.“ wurde von der Arbeiterschaft der Femkraftwerke: bei Bitterfeld, die einen großen Teil Berlins mit Strom versorgen, die Fernleitung nach Berlin gesperrt. Infolge dielet Abschneidung der Strornzufuhr wurden in Berlin Einschränkungen bei der Stromentnahme angeordnet. So mußten einzelne Fernspreckämter den Privatfernsptech- vetkehr einfteUeiu Auch die Einschränkung de? Straßenbahnbetriebes erscheint unvermeidlich. Berlin, 17. Dkt (WTB.) Der 5 t r e i k t n der Metallindustrie ist beigelegt Die in der Sitzung am 16. Oktober im Reichsarbeitsministerium unter Vorsitz des Geheimrats Sitzler auf/ gestellte Verhandlungsgrundlage wurde von dem Verband der Metallindusttiellen und dem Metallarbellerverband innerhalb der gestellten Frist angenommen. Das Schiedsgericht, oem auch im beiderseitigen Ein< Verständnis die enögültige Regelung der Streitpunkte übertragen ist, wird noch am 18. Oktober vormittags im Reichsarbeitsministerium zusammengesetzt werden. 1 (Ein Verbot NoSkeS. Berlin 17. Okt (Wolff.) Das Oberkommando N o s k e verbietet in einer Verordnung an die Bevölkerung Grdß°Berlins auf Grund der Belm gerungszu st ander jedwede wettere Betätigung durch Wort, Schrift oder andere Maßnahmen, bi« bar auf gerichtet sind, lebeuswichtigeBetrieb« zur Stillegung zu bringen, insbesondere Zerstörungen ober Schäbigungen von Betriebsanlagen und Leitungen. Als lebenswichtige Betriebe im Sinne be< Berorbnung sind anzusehen: Alle Anlagen zur (En zeugung und Lieferung von Gas, Waffer und Elektti- zllat, sowie die öffentücheu Verkehrsmittel. Aus dem Reiche. Kartoffellieseruugen. Berlin, 17. Okt (Wolff.) Wie das WTB Höri, find mit Polen und Dänemark Verträge über die Lieferung von Kartoffeln an uns ab geschlossen worden. Ein Strasanttag Erzbergers. Berlin, 18. Okt Der Reichsfinanzminister Erz- berger hat gegen die „Deutsche Zeitung*, wie das Blatt mitteilt, bei der Staatsanwaltschaft einen Strafantrag gestellt. Es handelt sich um einen Artikel des Blattes, in dem behauptet wurde, die Bezahlung des Sühnegeldes des ermordeten fr an, zösischen Sergeanten Manheim durch eine unbekannte Persönlichkeit sei eine Lüge. Der für den Artikel verantwortliche Redakteur hat bei der Vernehmung dem Staatsanwalt die Erklärung abgegeben, daß er den Beweis für seine Behauptung an treten werde. . Ein Streik in Königsberg. Königsberg, 17. Okt. (Wolff.) Die kaufmännischen Angestellten beschlossen, am 17. 0k. tober mordens in den Ausstand zu treten. Eine Hamburger Messe? Hamburg, 18.Okt. (WTB.) Der von hiesigen Kaufmannskreisen aufgenommene Gedanke einer Hamburger Außenhandelsmesse macht Fortschritte. Ein Ausschuß für die Vorarbeiten und das Programm wird vorbereitet. 11 ri »it Gi um» helleren Ton braunvwlett gedruckt, ebenso der ten in Schönbach 100 Mk. und für die Vordruck ..Postkarte" auf den Harten für den I Siedelungsgesellschaft 5000 Mk. bewilligt. ncu- »u i AU, u 8 f Bar; SU l ar iS ro< Hl m< ■btt N. du Al! u. o Gölerh »u uci Ecitr (Ehttnr dunkel AUUCtt 019826 ‘las Sem bejetzten Gebiet. «= Frankfurt a. M., 16. Okt. Dom Mini- terium des Innern in Berlin ist die Stadt zur Be. reithaltung militärischer Gebäude angefordrrt worden, damit hier Militärpolizei einquartiert werden kann. = Mainz, 16. Okt. Das 15tägige Verbot der sozialdemokratischen .D o l k s st i m m e" aus Frank- urt für das besetzte Gebiet ist um zwei Dtonate verlängert worden. Weg diescr JLststellung r-ll geHarbin werden ün Einvernehmen mit den Landesregierungen. Die . Pflege der Kriegergräber soll würdig, wenn auch einfach durchgesührt werden. Den Antrag der U.S.P- auf eine allgemeine Sozialisierung des Heilwesens bitte ich abzutehnen. Die Zeitungsverbote, von denen gesprochen wurde, fallen unter den Belagerungszustand. Ärbeiterräte, die sich an die Stelle der viegierung setzen woben, müssen verschwinden. Meine Rede war keine Kampfansage an die Arbeiter. Minister R o S k t: Das Verbot der Iugcnd- »ähmgen ist erfolgt wegen eines Inserats mit der Ueberschrist „Der Starrt als Üliörber". In Berliner itranfcnbduicnt Unut heute nicht operiert irerden, weil die Genossen der Frau Zieh die Kraftiverle lahmlcgen. (Lärm, Zuruie. Ordnungsruf an den Aog. Geyer.) Ich hone, die Hraftiucrte in Gang zu bringen, auch das in Bitterfeld. Wer «eiter den Bersuch macht, lebenswichtige Betriebe zu Hören, nnro mit Geiangnis bis zu einem Jahr bestraft werden. (Bravo.) ttußeroem werden die, die solches versuchen, mtt größter Beschleunigung hinter Schloß und Riegel gefetzt werden. Zch werde Leben und Gesundheit so vieler Tausender zu schützen wissen. (Starter Beifall. Lärm bei den ttn- , abhängigen.) Abg. Frau Zietz (US.): Än dem Metall- arbciteritrcit sind die polizeilichen Vtaßnahinen schuw. Der ‘-luSbau der Screrkvrccherorganiialion wird von Roste betrieben. Wenn Roske tuetter das Recht mit Füßen tritt und Gesängnisstrafen an* droht, warum läßt er nicht schießen ? Minister Noske: Gewalttaten sind von der Regierung lediglich abgewehrt worden. (Lärm bei den U ^dximloiighüat, oaS von den tlnUuigem der Frau Zietz seit 'Monaten gegen Andersdenkende geübt wor- den ist, über.risst tausendfach das, was jemals unter dem allen Regime von mir und meinen Freunden gegeißelt woroen ist. Don diesem Druck befreit zu werden, danach lechzen viele, und wir werden ihnen helfen. Ich habe dem Berliner Magistrat befohlen, Sorge zu tragen, dass die Betriebe in Gang gehalten werden. Der von mir eingeleitetc Apparat der Rot, Höhung der Gebühren notwendig geworden. Sie werden jetzt von der Reichsoruckerei herge,teilt und Louunen voraussichtlich noch tut Lause dieses Aconats zur Ausgabe. Erwrderlrch ist vor allem eine Karte zu 15 Ps. Sie wird mit dem Wert- stempel der Fünizehnpfennigmar^ hergestellt. Dieter erhält aber eine neue Farve. Tie erste Ausgabe dieser Marte war s. #. heUbraun. Tie Geschäftswelt fano aber, das |ie sich allziuoenig von der hellgelben Marte zu 71/, Pf. unterscheide. Ls wurde deshalb die fetzige dunkle Farbe etnge,uhrt. Diese hat aber den tlebelstand. Daß der Posifrempel auf dem dunklen Hintergrund oft undeutlich ist. Die neue Fünizehnpiennigmarke wird besyalo im Arr» Stadt und Land. Gießen, den 18. Ott. 1919« Weitere Einschränkung de» verbrauch- von Gas und elettr. Licht. Der Vorsitzende des Demobllmachungsansschusfes Gietzen-Stadt erläßt im Anzeigenteil unseres Blattes unter Androhung von Geldstrafen bis 100 000 Mk. oder (Entfernung der Verbrauchsmesser einschneidende Maßnahmen zur Einschränkung des Verbrauchs von Gas und elektrischen Lichts. Fabriken und Gewerbebetriebe sowie Läden mit offenen Derkaussständen dürfen nur von vormittags 7 Uhr bis nachmittags 41/, Uhr beleuchtet werden, ausgenommen sind Apotheken, Der- kehrsbetriede, Anstalten und Betriebe mit Doppelschichten oder mit Tag- und Nachtarbeit. Lebensmittel- und F ri j e u r g e f ch ä f t e dürfen bis abends 6 Uhr beleuchten; Bureau- räume bei Privatgeschäften und Behörden von vor- mittags 8'/, bis nachmittags 4 Uhr- alle öffentlichen Lokale von 4 Uhr nachmittags bis 10 Uhr abends- Lichtspielhäuser, Theater, Klub-. Konzert-, Vergnügnngs- und Versammlnngsräume von 7 Uhr nachmittags bis 10 Uhr abends. Reklamebelenchtung ist verboten. Glek- ttische Kraft darf nur entnommen werden in der Zeit von vormittags 8 Uhr bis nachmittags 4 Uhr. Ausgenommen hiervon find Bäckerein. 3n der Haushaltung dürfen nicht mehr als zwei Flammen gleichzeitig brennen und der monatliche Verbrauch an elektrischer Beleuchtung darf 20 Kilowatt- tunben oder bei Gasbeleuchtung 50 Kubikmeter nicht übersteigen. Verbraucher Haden für jede über die zu- gelafsene Menge hinaus verbrauchte Kilowattstunde und Kubikmeter Gas ein Aufgeld von 50 Pf. zu zahlen. Die Benutzung aller Gasbade» und Gasheizöfen, sowie Gas-Warmwasjeranlagen ist verboten. Lebensmittel. — Kartoffelversorgung. Vom Lebensmtttelaml geht uns die erfreuliche Mitteilung zu, daß es der ©tobt gelungen ist, etwa 250 Zentner Kartoffeln durch Autofuhren hereinzubekommen. Es konnten sämtliche Geschäfte beliefert werden, die ab heute pro Kopf bPfund gegen,die Kartofselmarke 42 abgeben. •* (Eine S onber juteilung von frischem Rindfleisch gelangt am Montag auf den Bestell- ausroeis der Fleischdarte der 43. Bloche zur Ausgabe. Der Preis wird in den Metzgerläden bekannt gegeben. (Es entfallen 150 Gramm au, die oerforgungsberechtigte Person; Kinder unter 6 Jahren erhalten die Halste. *♦ Detroleum-Berteilung. An bie» ienigen Familien unb Einzelpersonen, die zuffolge löetanntmaüjuno vorn 3. Otvover 1819 ihren Bedarf m Petroleum angemeldet haben, erfolgt Montag den 20. d-. Mts. die Markevübgabe. Siehe ÄÜytgriUeiL * Aus dem MtlitLrwochenblatt. v. FrantenbergundLubwigsdorf, CblL im Znf.-Rcgt. 115, Der Abschied mtt der ge^-tzlichen Pension und der (Erlaubnis zum Tragen cer Regi- incnüuniform bewiUigt. Ter aus der Lriegs- gefangenichaft zurückgtlehrte Lt. v. Lyncker im 5cIbart.'biegt Rr. 25 zum Dbcrtt. mit Patem vom 25. n-chruar 1915 und gleichzeitig zum Hauptmann mit Patent vom 18. Cttober 1917 be,ordert. Lt. v. Keudell ün Feldart.-dlegt. Nr. 25 Da Ab- schied bereinigt v. Hoeppner, Gmerallt und Führer des 18. Arutcekvrps, bciti Rricgdbcginn icommaiueur Der 4. Kao.-Brigade, mtt 3J. September 1919 in Genehmigung xnnes Ab.chieds- gefuchs mit der ge.etzlichch Pen.ion und dem Charakter als General der Kaoattertt zur Tis- poittwn gestellt ** Aus dem Theaterbureau.. In der Auff ühruiig von Schönherrs „W e i b i 11 u f e 1" am nächsten Sonntag nachmittag sind Fräulein Rubner uiu> die Herren Telech mu> Feigei beschäs- heizt ist. ♦* Anlagenmukik. Sonntag vormittag 11 Uhr inbet bei günstiger Witterung eine Aulagenmusik in der Süd-Anlage durch die Regimentsmufik des Reichs- wehr-Jnf.-Negts. Nr. 36 (Obermusikmeister Loder) mit nachstehendem Spielplan statt: 1. Ave Maria von Franz v. Schubert; 2. Ouvertüre zur Oper .Ilka" von F. Doppler; 3. Pilgerchor und Lied .An den Abendstern" aus der Oper .Tannhäuser" von Rich. Wagner; 4. .Die beiden kleinen Finken", Konzert- polka für zwei Pikkoloflöten von Th. Kling; 5. „(Er weicht- der Sonne nicht!" Marsch von (E. Kaiser. ** Ein großes Bolts!onzert findet Mittwoch im „Jpotd Einhorn" statt (Siehe Anzeige.) Gewerbeschule (Biefcen, Oberhessische ge» werbliche Lehranstalten. Wir weisen auf das In. erat in der heutigen Diummer bin unb machen be» anders aufmerksam auf die im kommenden Semester neu beginnende Maschinenbauabteilung und auf die kunstgewerbliche Fachdlafse für weibliche Handarbeiten, die zunächst zweimal wöchentlich, Mitt- wach und Samstag von 21/, —51/, gehalten wird. Ferner sind, um Gesellen u|ro. In der Weiterbildung oder Vorbereitung zur Meisterprüfung zu unterstützen, Sonntag» und Abendkurse eingelegt ** Sperrzeit der Tauben. T« Besitzer von Tauben werden aufgefordert ihre Landen während der Saatzeit vom 20. Ollvder bis 15. Lv- tKinba 1919 ein zuhalten, andernfalls sie zu gewärtigen haben, daß sie desttaft und die Tauben von Dem Felds chutzperst-nal adgeichoiien werrirn. ♦* Tie Kohlenprerdu ktion in Hessen. Tie monatliche Statilllt der Lohlenpvoduttion des Landes Helfen weist für den ÜJtxnat S:p- tember 1919 fotgende jjafctat nach: An Rvh- brannLohlen wurden ge,ordert 32 689 Xoraien, verkauft wurden davon 11221 T.; der größte Tett der Rshkohte wurde weiter v^rarb-ttet uoer war zur wetteren Xkrarbeituug beitimmL Aus dm verorbeiteLLn Rohkohlen wurden n-^ai Schwelereo- probutteii erzeugt: 247 1. BraulttohtettorrLetts, 1549 T. 9tatzpr«ßsteine. Außerdem wurden in Reifen noch 4752 Z. Steinpoeßkohlen ertrugt. Unter Berücksichtigung der au» Vormonaten über» nommnum Destwwe, pro« be» Absatz^ uno Selbsv- oerbrauchs verblieben am Monatsschluß absatz- ,ahig: 2629 T. Rohkohlen, 318 T. Briketts, 2u88 T. Raßpreßstetne, zuiammeu 5035 T. Braun- kohlen und Brauntohlenprodutte im Gesamtwert von 253 350 Mart ** Neue Bostkarten fmb mtt bet Ort» tigt Das Stück hat ui die, er Besetzung als letzte diesjährige Borstellung der Sommeripieizett in Bad-Rauheim au^eigt-wöhmichen ux,olg zu verzeichnen gehabt Die Regie inhrt verr Bolck. — Die SolinLagavend-Bvr,»cllu.ig bringt in „D o k - t o r it l a u 5" ein attes u.u> beneotti Lustspiel, oessen Wahl verschiedenen Anregwigeti aus dem Buolikum entspricht uno des,en oatnoare Rollen mehreren neuen Mitgliedern Gelegenpett gibt lich einzuführen. ** Der Oberhesfische Kunstverein er- öffnet morgen seine Okwber-Ausstellung mit über IZO Werken folgender Künstler: o. Haverl, Äai|er, Ko,elitz, 'Mablener, P. P. Muller, Schmitz, Segler unb liebgen ('München), ilonjennus (x>erunj, Fraym, ßutteroti) uno ‘18urffel (Hamburg), Rocholl (Du||eb dors), Fahrenbruch (Frankfurt), Jahn (Dresden), Eimer, Stegmager und Vetty-Fritzel (Darmstadt), Geüsus (Biegen). (Eine Ausstellung, wie Vorzeichen, mit nur Münchener Kunst zu bringen Uetz sich leib er nicht ermöglichen, da bie angemeweten Büoer teilweise noch unterwegs sind. Da in nächster Zett wöchentlich Aenderungen in der Ausstellung vor- genommen werden, sei ein regelmäßiger Besuch empfohlen. Leider verbleiben die Kolleknon Segi||er und andere nur acht Tage ausgestellt Die Ausstellung it an Sonntagen von 11 — 3 Uhr, an Werktagen von 11-1 Uhr geöffnet ♦* Konzcrtverein. Das zweite, am Sonntag den 19. Oktober in der neuen Aula statt- sindende Konzert wird uns Meisterwerke aus oer musitalischrtt Literatur der „Madrigale" bat» übten. S« heißen jene kutiswolleti drei- bis fünf stimmigen Chorgesänge Ihrisch-idyllischen Inhalts, .die in früheren Jahrhunderten eifrig ge» pflegt und durch viele Generatwuen hindurch das Entzücken der lebenslustigen Lugend und des be» chaulichen Alters bildeten. Seicht historische For- chung hat sie wieder belebt, sondern die (Lrkennt- niS, daß es sich um musikalisch reizvolle Weisen »andell die in ihrer Anmut und blühenden 2)te- odtt auch heutzutage lebensvoll mitten. Die Frankfurter Bereinigung läßt sich die besondere Pflege dieser Kunslgattung angelegen sein. Sie ist überall mit Begeisterung ausgenommen worden und hat in vielen Aufführungen einzelne Lieder mehrfach wiederholen müssen. Die Leitung des ans neun Gesangssoli/ten bestehenden Chores liegt in den Händen von Frl. Margarete Des soff, einer bekannten feinsinnigen Dirigentin. Tie Gesänge werden — eine besonders schwierige Ausgabe und die höchste Stufe deS LhorgesangeS — a capella ofjne jedwede Jnstrumentalbeglcitung ausgeführt (Es sei weiter darauf hingewlesen, baff ber Saal ge» sofort ein. ra. Dillenburg, 17. Okt Der elektrische Strom, preis würbe für Licht von 60 auf 80 Pf. unb für Kraft von 45 auf 60 Ps. fHigesetzt - Für bie Rück, wanbererhilse wurden 200 fUtiu, |ür die Abgebrann. len in Schönbach 100 Mk. unb lür die Nasfauhche inneren Verkehr. Die Delkpostrarte mttcrtchctdet ich von diesen nur dadurch, baß jii d:n Zu atz „<Äarte poüale" in sranzösiicher Sprache erhält, wie dies durch den S&ttpo,vertrag vor.x,eben ist. Tie Doppel karte erhält im inländischen ^e.ft.hr den , uiatz «mit Antreortkarlc", im Läellverkchr dazu „avec reponft payöe". Tie Äartti zu 10 Ps. für ben Orts- und Nachbarortsoer lehr bleiben wie bisher rot — Ariessendungen nach Elsaßes t b r i n g e n sind jetzt nach den Weltpostvereins s ätzen freizumachen. ** „Aphrodite" btittdt sich ein neue, : ^unstsilm, der gegenwärtig im Lichtipielhaus Bahiihosstratze 34 iwch bis einschließlich 'JJlontag ut Aufsührung gelangt Dao hervorragend in« izenierte Wert, das au der lieblichen dalmattsch« Lüste wielt. bringt Landscha ^vllver von üoer- roaitigeiuxr Schö.igett und Stimmung. Selten wohl >at man so viel Ätoturschönoetten in einem Fttw gesehen wie bei diesem. Tie rurch,ich.ig UÄe Lust vieies (rroenstückes gestaltet tiumagme von seltener Frische und Llarhett, wie sie aier ün 'Jtoroen mag möglich sind. In diesem Schoiihettswinle.' spiell der uattige Viehesrommi „Apgro^iie', dessen vanolung eine von All zu All lich itcigauDc Spannung auslöst ** Die Schwarz-Weib-Lichtspiele bringen ad heute bis Montag ein großes Doppel- ichlagerprogiamm mil „»ajuoitio» Lotenhand"g ein molterioieS Drama in 4 Alten, uno die große yauerntragooie „Das Licht deS LebenS" in DiexJ Allen mtt Garl de hauptung, daß Erhöhung des Kartoffe. Höchstpreis auf 9 Mk. von der Regierung bewilligt sei, ist wisch. Erhobene Forderung der Erhöhung auf 9 Mk. ist ausdrückttch abgclebnt; nur hat Reichs- nirtichaftsmmisrerium sich mit Festsetzung des Erzeugerhöchstpreises auf 7,25 Mk. plus 75 Pfennige Zuschläge für Hessen-Nassau ein verstände erhärt. T-re angebliche Bekanntmachung der Land- wirtsch-aftskammer Wiesbaden darf weitergehende Erlwhung nicht enthalten. Es ist dieser halb das Er^iderliche veranlaßt. Staatstommissar für Polksernährung." Danach beträgt der Kartoffel- höchstpreis für Hessen-Nassau zur Zeit 8 Mk. Aunst rrnd Wissenschaft. — Aufführungdesreligiösen Dr a- mas eines Alsfelde.' Dramatikers. Karl Weisers Jesus-Tetralogie, der bish.»r die Löhnen verschlossen waren, soll nach einer M.'l- bung aus München dort im Sommer 1920 als Jestipiel zur Aufführung gelangen. Ms Einleitung und Ergänzung sind Byrons „Kain" unb andere Dichtungen vorgesehen, die im Zusammenhang mit der Jesus-Tetralogie ein „Srebmtagewerk" bilden. Tas Werk besteht aus den vier Dnlen: Henodes der Große, Johannes der Täufn:, der Hei- lond und Jesu Leid. Teutschllrnds beste darstellenden Künstler sollen für diese Festspiele gewonnen perden. — Karl Weiser ist am 29. Juli 1848 au Alsfeld geboren. Er war zuletzt Gvoßh. Hof- jchauspieler und Ober-Regisseur in Weimar. » Habe mich A r—1 nieder- hier als r\VLV gelassen S chuhpulj-TRetallpulj i Ueberall zu haben, jlt iMWW Staatskanzler und Staatssekretär des Äußern: Renner Vizekanzler Abg. J^'ks Frnk, -Ltaatssetretär für Jnneoes unb Unterricht Matthias lRdcricb, Staatsftkre.är jur Justiz Abg. Tr. Lugo Rand ichristlich foziall, Staatssekretär für Leerwei-n Tr. Jnlnio Deutsch fSoz.), Staatssekretär der Finanzen Direktor Dr. Richard Reisch, Staatssekretär iür Land und Forstwirtschaft Abg. Stödler, Staatssettetär für Dandel und Gewerbe, Industrie und Baut-n Abg. Zerdik, Staatssekretär für Berkehrsw.seir Sektion^ chef Paul, Staatssekretär für soziale Verwaltung Abg. Hanusch (Soz.), Staatssekretär für Volksernährung Sektionschef Löwsnseld-Ruß. Staatssekretär mit der bloßen persönlichen Mitarb^ft an der Dersassungs- und Vermal.unaereform, bis zur Verabschiedung der Verfassungsrfform betraut Abg Michael Mayer (christlich-sozial). Aus Czernins Erinnerungen. Berlin, 17. Okt. (WTB.) Die „Bosfische Zeitung beginnt am 18. Oft> ber mit der Veröffentlichung der Erinnerungen Czer- nins, die demnächst im Verlage Ullstein u. Co. in Buchform erschcffnen werden. Die erste Veröffentlichung ist ein Charakterbild des ermordeten Erzherzog-Thronfolgers, dem Czernin besonders nahe stand. Als hervorstechenden Zug bezeichnet er die Abneigung des Erzherzogs gegen Ungarn, die zum Teil darauf zurückgeführt wird, datz der Erz^rzog, als er im Süden gegen eine furchtbare Krankheit kämpft, eines Tages qne ungarische Zeitung zu Gesicht lekam, die brutal und hämisch van der abgetanen Zukunftsregierung des Erzherzogs sprach. Der Erzherzog sei grau vor Zorn und Empörung geworden und sagte nach kurzem Schweigen: Jetzt muß ich gesund werden. Jetzt werde ich nur meiner Gesundheit leben, denn ich will gesund werden, um ihnen zu zeigen, daß ihre Freude verfrüht ist. AbgesehM von diesen perfönlid-en Antipathien, die er auf die ganze Nation übertrug, waren aber doch sehr tiefgehende begründete politische Ursachen feiner gegnerischen Haltung gegenüber Ungarn vorhanden. Sein feiner poltrifdxr Witterungssinn ließ ihn erkennen, daß die ungarische Politik eine eminente Gefahr für das gesamte Habsburger Reich sei. zurückgenommen haben wird. Dem Ausschuß ist hierfür eine Frist bis Dienstag den 21. Oktober ?eeßt Korben. Alle anderslautenden Meldungen sind unrichtig. Noskt und die Streikenden. Berlin, 17. Ott. Heute abenb 8 Uhr fand eme ein stündige Besprechung statt zwi- iclren dem Reichswehrmini st er einerseits und den Vcrtrftern der 15er und der Gewerk- 1 ch a f t s k o m m i s s i o n andererseits wegen des Erlasses vom 17. Oktober. Nach längerer Aus- fpradje, an der sich alle Delegierten der beibeix ^ö^^^ften beteiligten, wurde vom Reichs- wehrmmister folgende Erklärung abgegeben: Ich erklär.', sowie die Maschinisten und Heizer die Arbeit in den (vlxnänotiv-.m^igen Betrieben aufneh- men, fällt meine Verfügung vom heutigen Tage fort. Zu gleicher Zeit wird die Nothilse zurückgezogen. Das Befinden Haascs. Berlin, 18. Oft. Das Befinden des Abg. L>aase erfuhr nach einer vorübergehenden Besserung wieder eine Verschlechterung. Während zuerst nur mit einer Krankheftsdauer oon wenigen Tagen gerechnet wurde, glaubt man jetzt, daß die Teilung nunmehr mehrere Wochen in Anspruch nimmt. Die Frage einer neuen Operation ist zunächst zurückgestellt worden. Eine Rede des französischen Finanzministers. Paris, 18. Okt. (Wolff.) Havas. Gelegentlich einer Auseinandersetzung mit dem Abgeordneten Levcbre in der Kammer sprach der französische Finanzminister Klotz über die F i n a n z- lage Frankreichs. Er wirst dem Redner vor, daß er nur die Passiven Frankreichs erwähnt habe. Aber darüber hinaus schulde Frankreich noch 30 Milliarden, davon die Hälfte den Vereinigten Staaten. Aber Frankreich verfüge über eine bedeutende aktive Bilanz. Frankreich war und ist noch jetzt die größte Kreditgeberin der Welt. Bor dem Kriege hatte es 48 Milliarden Mark im Auslande angelegt, während des Krieges gab es verschiedenen Nationen Vorschüsse in Höhe von etwa 137, Milliarden Mark. Vor dem Kriege habe es den 4. Teil seiner Gläubiger- Guthaben in Rußland gehabt, Die während des Krieges in diesem Land auf den 10. Teil zurück- gingen. Die Kammer könne keinen Augenblick zweifeln, daß die deutschen Schulden eingetrieben werden. Man müsse sich nicht allzulange bei dem aufhalten, was wir England und den Vereinigten ©traten schulden. Wir werden uns dieser Schulden entledigen auf eine Art und Weise, die Frankreich zu Ehren gereichen wird. Klotz erklärte weiter, daß sich die Finanzlage Frankreichs hinsichtlich des Voranschlages bedeutend gebessert habe. Vor dem Kriege betrugen die Einnahmen 4,2 Milliarden bei einem Ausgabenvoranschlag von 5 Mllliarden, während 1919 die Einnahmen auf mehr als 10 Milliarden angesetzt werden tonnten. Diese Einnahmeerhöhung beweise, daß das Land 3utrauen in seine Zukunft haben kann. Der Minister nimmt weiter die Möglichkeit in Aussicht, Ende Januar oder Anfang Februar eine Anleihe aufzunehmen. Tie Ausgaben von 1919 werden auf 20,5 Milliarden angesetzt. Tarin sind einbegriffen die von Deutschland zu zahlenden Pensionen. Regierungswechsel in Oesterreich. Wien. 17. Okt. Tie Nationalversammlung hat ichne Debatte die Ratifizierung des St. Germainer Staats Vertrages beschlossen. Nach der Rattstzierung des FriÄ>ensVertrages überreichte Staatskanzler Dr. Renner und das Gesamtkabinett die Demission. Der während der Unterbrechung der Sitzung sofort einberufene Hauptausschuß nahm die Demission des Kabinetts an und beschloß, den Abg. Tr. Reimer als Staatskanzler der Nationalversammlung vorzuschlagen und die tton Renner vorgelegte Liste des Kabinetts zu ak- zeptteren. Nach der Mederaifffnahme der Sitzung wählle die Ntaronalversantmlung die neue Re- gierung, die sich folgendermaßen zusanrmensetzt: SÄ? !N. Eilpost. ll'nuilüiuber* :iten in 01 »doW WÄ & des t010-®6 Öauptiolie, iehen. Sonntag Nm Memeinb^^ Menu einem Slntraal S bei ,!Btob|d)tr ler- ®emeuiöeiat hoffe:. bamit, baB bec ^gtmeintjeit juju)uhtey geUenh, baß nach ben tnlluuj bei Sprubel In habe. Die Weitener^ ouxhe einem be|onöeien 15119 Geldgewinne Mk. 5SÖ00 Losbriefe ä ML 1.10 11 Lose für Mk. 11.10, Porto 20 Plg. extra, bei Btiarltb t Big» Im. lüitbti I J. Wieletert, Ktattgart uooss) Ferner in Oießen bei L Joost and R. Buchecker. Wiederverkäufer gesucht. veskchrlarlen, vanttartrn, Derlobuags- $ ? Vermählung,-. Eeburtr- ♦ H vvd Irouer - Vrucksachen ♦ z weröen In feinller Ausführung in der ♦ Büchdrnckerei J. Weinert । Rheinhessen. ’ht .DeutjcherSee» über 1919 ber am 301 utjdje Fiotteiwerm» auf itneijamnilung zu Berlin gen gefaßten einjtimmigen isänberung joll der ebenda ber Satzung Rtchim- udjd)t Seeoerein will - - Das gelamit deuLch. tji btm JJuDeraufDax X>a MeLavchMLLz unb ber deMfchen Serin litigkeit der Deutscher verein will sich ferner da taubes annehmen.' Hier, Jar umriQtn, der Derbe.' Haffen. ec. Deian Ja Reibet de Feier [eines 60 Mv n müdem 80. Geburtslage. 7.0hl Die tin^ibe atter iie in dem Äeidande bei •iter, dem Vereine ftibh- Lacher Lehrervaein, d« md dem Lchwe|l«m°t w jung einer W irisch ast»' eitern alend abgehaltene« ammlnng dem Jma^ rbert werben 1000 Sige, 200 fato d« 18 Gaten 30 W s°ll«s b« ässgy* i werden sollen- -KüsslUl- - Wi&w* i< «““"VröllAM“.’S bei se^en po £l95U"b‘^ * n 0» * * ,4,5»«*: Vie Kartoffelocriorgung. Die Kartoffellieferung Langsdorfs. Man schreibt uns: rk. L a n g s d o r f, 16. Oft. Bei der Beratung der Kartoffelversorgung in der Gi ßener Stadtvor- ordnetenversamnrlung will laut Gießener Anzciger Nr. 241 vom 15. Ott. ein Stadtverordneter gehört haben, daß in Langsdorf amtlich aus geschellt worden sei, die Landwirte solllen ihre Kartoffeln zurück- behalten, bis höhere Preise bewilligt seien. Zur genauen Orientierung des betr. Stadtverordneten und zur Richtigstellung dieser Angelegenheit gegenüber der Bevölkerung seien die ortsüblichen Bekanntmachungen, die m dieser Sache in Langsdorf erfolgten, der weiteren Oeffentlichtott unterbreitet. Die erste Bekanntmachung vom 24. Sept. 1919 lautet: „Wer Kartoffeln für die Stadt Gießen liefern wlll, kann im Laufe dieser Woche auf der Bür^rrneislerei unterschreiben." Zur Bekanntgabe des Lieserungsverttages wurde eine Gemeindeoer- sammlung einberufen, in der der Verttag seitens des Bürgermeisters zur Verlesung kam. Der Lie- ferungsverttag dürste wohl bekannt sein, da et vor einiger Zeit inhalllich in einer Notiz im Gießener Anzeiger nriebergegeben worden ist. Am 4. Oktober erfolgte noch folgende Bekanntmachung: „Wer noch Kartoffeln für die Stadt Gießen bis März 1920 lagern will, soll sich innerhalb drei Tagen auf der Bürgermeisterei melden." Soweit die amtlichen Bekanntmachungen. Andere Meldungen in dieser Beziehuna sind nicht erfolgt. Es ist zu keiner Zeit in Langsdorf eine Bekanntmachung erfolgt, wie sie in der Stadtverordnetenversammlung erwähnt ivurde. BLdauerlickerweise hat sich der Kvm- irrunalverband wohl auf Grund dieses jeder Unterlage entbehrenden Gerüchtes, veranlaßt gesehen, in 'niem Telegramm an den hiesigen Kommissionär unter Androhung strengster Maßnahmen gegen i>ie Landwirte Lieferung innerhalb drei Tagen zu verlangen. -m. Garbenteich-17. Okt. In einer Nottz tn Nr. 239 ds. Bl. wurde gesagt, daß, nachdem sich .,wei Hofguter zur Lieferung der Kartoffeln boten hätten, die Kartoffelnot für unseren Ort l eloben sei. Temgegenübir steht jedoch fest, daß i och ein großer Teil der hiesigen Einwohner un- uibtgt ist und zwar handelt es sich um etwa 26V Ztr. fehlende Kartoffeln. U Lang-Göns, 16 Ott. Gestern abend 'and eine durch unseren Bürgermeister Veite ein- berufene Versammlung statt, betreffs Lieferung von Kartoffel für die Stadt Gießen. C. Haas V., Giessen. Drucksachen ah Irl wert die BrOU’sehe Delv.-Drroierei« ZL Luge. BMee i Wir laden Sie hiermit herzlich ein zu den christlichen Versammlungen im Vereinsbaus der Ladtmifsion Löberstr. 14. Es finden dort statt: Jeden Sonntag abend 8'/« Uhr: Religiöser Vortrag. Jeden Mittwoch abend 8'/, Uhr: Einführung in die Heilige Schrift. ________Eintritt frei für Jedermann.________ Neuapostolische Gemeinde Gottesdienste: Sonntag nachmittag 3'/, Uhr 7903_____________Mittwoch abend 8'/, Uhr.________ Besserst" Em^iwWirktii.schmeckt Pascossan, ses. gesell. J Unentbehrlich bei schwachen u. zwückgehllebanae Kindern, stärkend und appetitanregend, mnskel« n. knochenbUilend« hervorragende Erfolge bei dungAsX Scrofülose und Rachitis. nehmen. 1 Schachtel ausreichend für etwa vier Wochen, M.3.—. Xi haben tn Apotheken u. Drogerien. p h k C 11 1 [ n 10 nr iS rot Xt m< bti du »u Ul . n (Mi ii Ul * la löeilag I1CB33 020108 Stelle. gesucht 020122 Mädchen I 0200» neu Sutrltt üranks. Str. 90. Fran Meimrat So: D Sir. Damarälel iiai Kostüme werden angeieitlgu MKI taub. j'arauinemutL^u* taniuieiifein. (Dane herzL millfonimen. 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Js. an auf sein Nachsnch-n ratter An- erlemmng seiner dem Staat gebsistete» Dvenste ut dsr Ruhestand versetzt- ** Prinressin Elisa bcth-Gedächt- nis-Spendc. Bei der diesjährigen Verteilung Iber Zinsen der Prinzessin Elisabeth-Gedächtnis- ■Spcnbc haben die Klein kinderschnten $u Bingenheim, Burklxtrdsselden, Dormstadt-Bes sangen, ®r.» .Bieberau, Gvoßen-Linden, Hol-n-Pfimgltadt, M.- ' Stein beim, Nidda, Rödgen bei Gietzen, ©todltobi cm Rhein und Wallertheim Zuwendungen erhalten. Gesuche um eine Beihilfe aus dtr Prinzessin Elisabeth-Gedächtnis-Spende sind jeweils bis Deutsche Wertwaren. Don Ernst Collin. Tas Problem, die deutsche Produktion nicht allein im Zeichn Der billigen Masscnware fortzuführen, sondern sie auf die möglichst intensive Fertigung solcher Waren umzustcllen, bei denen redcs einzelne Stück hinsichllich der dafür ausgcwen- dctcn Arbeitskraft, des darin verwendeten 9ioh- siofses und des dabei betätigten Geschmacks einen gewissen ideellen Wert darstelll, ist an sich nicht neu. Taft es eine Lebensfrage der deutschen Wirtschaft darstellt, wurde in Deutsch- (anb schon während des Lkricges erkannt, als es klar wurde, daß wir unter keinen Umständen mit dem Bezug djr Rohstoffe irrt früheren Umfange Nur den rechnen können. Jetzt, da die Rohstofffrage völlig ungeüärt ist, da die Valuta jeden fremden Rohstoff maßlos verteuert und ferner die Tendenz zeigt, unsere Ylrbellskraft aus dem Weltmarkt zu verschleudern, ist es nötig, daß wir mit allem NackHruck Mittel und Wege suchen, um an Stelle ber rohstoffressenden Massenwaredie rohstoffsparende Wertware mehr als bisher zu erzeugen. Demi der volkswirtschaftliche Butzen der Wertware ist im wesentlichen der, daß rin mit verl^ltttismäßig wenig Rohstoff erzeugtes Stuck, das die Bezeichnung Wertware vcwdient, ebensoviel Tauschwert besitzt, wie eine Vielheit vvni Waren, bei denen eine Bearbeitung bellächttichep Nohstvftmengen itattgefimben Hal. Der teure Preis der Wertware hält den Betrag unserer Gesamtausfuhr hoch, so daß nnS die der Warenmenge nach verminderte Ausfuhr keinen Schoden bringt. Tie Frage lautet nun: Wie ist.es pröalich, daß sich unsere industrielle und gewerklich: Produktion planmäßig und zielbcwnßt oach die Erzeugung von Wertwaoen eütftelU? Wenn wir davon ausgel-en, daß ein Gegenstand nur daun als Wertware zu bez-.ächnen ist, wenn er, abgesehen von seinem wertvollen Rohstoff und der «1 ihm steckenden Arbeitskraft auch der Form nach wertvoll, also künstlerisch, ist, dann erkennen wir, daß er ohne die Mi t ar be i t de s Kün st l e r s mäst mehr herzustell-en ist, ix h., daß das Wertwaren- probteul eine Mtarbeit der Künstler bedingt. Es wird also nötig sein, daß einerseits d« für Industrie und Gewerbe bestehenden Organisationen und dw der Künstler und Eunstgeworlster andererseits sich über diejenigen Schritte verständig-en, die zur Schaffung der Grundlagen für dte Wer t- icarcuprodultion sülstrn. So sollte bex rrt - schaftsbund deutscher Kunsthandwerker" seine Mitglieder veranlassen, Entwürfe und 'Modelle herzustelleu, die aut Hllfr der industriellen Verbände in einer Ausstellung der SnDuttru zu- qängig gemacht werden. Ter „2>e u t sche Werk- i*uni>" sollte sein -u Anfang des Krieges nnt dem „Türer-Bund" hcrcmsgegebenes „Dcusickte- Wareubuch" den jetzigen Pvod-uftionSverhältnissen aupasfen und ebenfalls eine Fühlungnahme mit den in Betracht kommenden Wirsichaftsorganisillionen erstreben. Ten Organisationen der 'Arbeit- nehmer erwächst im Bere« mit denen der Arbeitgeber die Aufgabe, dafür zu sorAM, daß -nn handuerklicb« und industrieller Nachwuchs her- NUigebübet wird, ber die Fähigkeit fflt «uaÜtottv höchste heiwe Arlx-itSleistmcg besitzt-^ . , Schließlich sei gesagt, daß dse Werttoare durchaus nicht nur eine kunstgewerbliche M sein braucht, daß audi tne künstlerisch veuSdelbe SNas>«m»re dazu beiträgt, den Wert rarferet Ausfuhr zu fieigem unb also eist wesentliches MLllxl zur ’lmrno unfeoa Valuta abgibt. spätestens J.5. August cm daS Kabinett des ehemaligen Gvoßherzogs von Hessen in Tarm- sladt zu richten. ** Zur Flugpostbeförderung sind fortan auch Drucksachen zugelassen. Außer der postordmmgsmäßigen DrucksachcngAmhr ist ein Flugzugschlag zu entrichten, und zwar bis 20 g 10 Pf., über 20—50 g 40 Pf., über 50—100 g 80 Pf., über 100—250 g 1.20 Mk., über 250 bis 500 g 2.40 Mk., über 500 g biß 1 kg 4.80 Mk. **• Tro hender Verfall unserer Kriegergräber. Der SKcidjSrat hat nunmehr auch die letzten Mittel, 'die noch zur Erhaltung und Pflege der Kriegergräber bewilligt waren, bei den jetzigen Etatsberatungen streichen müssen. Ter große Apparat des Zerrtraln arftiväßbnreaus, durch den nock) mibetaraitc Gräber sestgeftellt, Vermißte gesucht unb Todeserklärungen ersiöglicht wurden nsw., ist zugleich l a h m g e l e g t worden. Tie staatliche Beratungsstelle für Lkriegerehrungcn, Abteilung Denkmünze, Berlin SW 11, Prinz Älbrecht- Straße 8, hat von chren Behörden den Auftrag erhalten, durch bat Vertrieb einer Daukmünze ein großes Lllfswerk eiuzulciken. ** Liebig-Museum. Stiftungen: In letzter Zeit sind erfreulicherweise dem Museum w ieder zahlreiche Stiftungen zugegratgat. Herr Tr. Wasle unb Herr LandgerickMorrekvor Bücking stiitetcn zahlreiche wertvolle alte Bilder von berühmten Chemikeal, Apothekern und Aerzten. Eine au-Ävärtigc Firma, die ungenannt bleiben will, itxnbcte 3000 Ml., Herr (Geheime Rat Pvof. Sommer 500 Mk., Herr Geheimer Kommerzienrat Heichelheim 500 Mk., Herr Gehnmer Zbommerzienrat Dr. Gail 500 DL, .Apotheker D'ornberger verfchiedene alte Glasgefäße, Uit- genannt den Betrag für 3 BolkSvorlesungat im Würter. .Allen Gebern set an biefa: Stelle für dr: Förderung unserer guten Sache p-r»tichst g-dankt. — Die scchste Vol ksv^orle su n g findet am 2. November 1919 vormittags 11 Uhr im Lrebig- Muscum statt. Das Thema Lautet: ^Bolkstünr- liche Arzneimittel mit Stvrifrügeu i» das Gebitt Der experimentellen Pharmakologi; und pathologische Phybobogie"'. Tie beei weiterm Bolks- vorlesungen werden diesmal biographische Themata behandetn. (Robert Lwch ^Sa,t't-Htoff und L«bis".) Näheres wird poch im Inseratenteil jewnls bekannt gegeben. — Die feierliche Eröffnung des Lrebig-Akuseums findet ün Frichiahr 1920 nunmehr bestimmt statt. Es ist geplmrt, die Feier mit der Hauptversammlung des Kerems Deutscher Chemiker zusammenzrckegen. ** Der Vortragsabend toou Casar Flaischlen am 22. Oktober Mtefk bei den hie- ligeu Literatursrermden ein allseinrines Interesse finde«, vor allem schon aus Jiem Grunde, daß sich Vtx die nicht allzu häufige Äebegacheil bietet, eine bekannte lchafierrde, lüerarifche Kraft Persönlich fennai M lernen. Die briarmbesten Werke von Cäsar Flaischlen, auf die lfiermit nach einmal kurz hingewieseir sevi foU.M sind: Von Alltag und Sonne, Aus den Lehr- imb Wanderiahren des Lebens, Jost Seyfried, Neupchrsbuch, Zwischm- klängc u. a. mehr. — Eintrittskarten find im Vorverkauf in der Mufikalienhcmdlnng von E. Chal- licr zu haben. Stubcntenfarten nur im Morveriauf beim Hausverwalter gegen Vvrzeisorg btf Ius- iiTidjaite, Landkreis Gießen. s Dau bringen, 16. Okt. Am 26. b. Mts. findet hier Bürgermeisterwahl statt: hos- senllich werden sich die Burger auf einen Kandidaten einigen, damit das Dors einen Bürgermeister bekommt, der die ©Mäfte W*drr längere Zeit in die Hand nimmt up. Kesselbach, 16. Oft. Eine solche Menge vmr Champignons, wie sie dieser Tage aus allen Gärten unb Wiesen unserer Gemeinde empor- ivudtfcn, ist ein seltenes Vorkommen, zuuml iu dieser vorgerücktem Jahreszeit. Wie gekaltt, so erschie- iken die Wicsenstelllm. Körbe voll konnte man in kürzester Zeit cinsammeln. Wer den Wert des Champignons kennt, kann nur bedauern, daß dieser Edelpilz meist nutzlos zu Grunde geht Die jetzt cingettetene Temperatursentung «rocht dem Pil-- wochstum ein Ende. U Lang-Göns, 16. Ott. Dem Dresch- maschmenbesitzer Geißler (Dorsgill) wurde ein noch wertvolles Fahrrad, Marke ^Oppel", aus dem des Gasthaus znm Schwanen dahier gestohlen. Kreis Alsscw. np. O b e r-O h m c u, 16. Oft. Der Freiherrlich Medefeljche Förster Eichenauer Hal hier 31 Jahre lang im Dienste gestanden. Er war ein Las Glück der andern. Original-Roman von Erich Eben stein. Copyright 1916 by Ordner & Comp^ Berlin W 30. ^Nachdruck verboten.) Fortsetzung 28. Ja, er liebte diesen Fleck Erde. Mehr wohl als er bisher geahnt hatte, das füllte er nun so recht deutlich, wo er nach langer Zeit wieder einmal zu längerem Aufenthalt hier war. ILnb darum wohl auch quälte ihn jetzt, wo alles bereits zu Bett gegangen^ und er allein noch am offenen Fenster feine Zigarre zu Ende rauchte, tim Gefühl schmerztjcher Enttäuschung. Er hatte sich so närrisch aut die,en Tag gefreut, der Evelyn nach Rettenegg bringen sollte, mu> darauf, baß er ihr alle Schönheiten hier zeigen — die Freude daran in ihrem Blick lesen N-Ürde. , „ . Aber diese Freude war ausgeblieben. Keme wanne Aufwallung durchbrach die kühle Gelassenheit ihres Wesens. . _ War sie unfähig dazu? Liebte fte che Natur nicht? Er wußte es nicht. Ja, es kam chm zum ersten mal zum Bewußtiein, daß ex vvu ihrem Innenleben überhaupt nichts wußte. , War das nicht londerbar — unheimlich bet6 nahe? Einen Adenfchen, den man liebt — ohne ihn eigenllich zu kennen? Ihm fielen die Worte ein, die er kürzlich zu Modesta gesagt hatte, als sie von der Liebe sprachen: „Tas Aeutzeve ist die Brücke zum Inneren. ' Heiß stteg ihm das Blut chs Ge,icht. Sollte er — ohne zu wissen — auf dieser Brücke stehengeblieben sein ---? Er fuhr |id| über die Stirn und grübelte nach Es mußte dock> Anlässe gegeben haben, wo sich ihr Innenleben vor ihm enthüllte? Aber wie er aud> nachdach le, er fand nichts als formvollendete tühle Vfil-errjchung. Diit derselben an Glerchguttigkell stverfenden Ruhe, mit der sie Beatens Ertränkung unc> Emmys Entrobung Ifingen-ommen hatte, nahm fte nun auch ^Mettknegg hin mit ailem, was ös umichloß. Welleicht war das nur ihre Gelvohnhett fo,? Vielleicht empfand sie innerlich uni fo fiärfer? Oder auch nicht! Ihm fiel Plötzlich ein, wie jte heute, als Harald von Modestas Aufenthalt im Geftügelhof berichtete, spöttisch bemwkt hatte: „Dabei yaben Sic also untere laet»* schon durchschaut, Graf Wolkevn, Sie ist Aberspamtt und liebt Romantik!" , Das Wort, besonders riber der Don hatten Magnus gleich verdrossen. Jetzt erschien es ihm nvch in ganz anderem Lichte. Durfte fte die Schwester tadeln, bloß well diese mehr Eindrucksfähig- Seit besaß? Mehr Wärme, mehr Jdsalisnms? Lange wollte ihm kein Sdjtof Vom men. Eine große Unruhe quälte ihn. Wie viel hatte er nachzuholen!! Die Braut, die er sich erwählt hatte, er mußte, sie nun erst tarnen lernen. Und ein emsiger Umstand liefe ihn schltth- lich beruhigter auiatmen: Evelyn liette ihn. Und aus dieser Liebe heraus mußte ihre Seele ihm entgegenkommen; mußten sie schließlich doch innerlich eins werden. Tenn Liebe, wie er sie verstand — duldete keine Zwtapättigtettm und We- scnsverschiedenheibm. Was ihr g-bcnedeita: Finger berührte, das schmolz zur Emhell, wandelte sich zu untrennbar lMmionischem Ganzen — macht es pocLer auch verühiedenen Zonen angehort haben. Mit diesem Drösle geivoppnet, schleuderte cr endlich- den Rest seiner Zigarre in den nächtlich dunklen Park hinaus und begab srch zu Bett XIII. Die Gedanken Evelyns an diesem ersten Abend waren weniger kompliziert. Ihre Eindrücke ließ sich eigmllich in drei Worte zusammeuWieu: groß- artig, feudal, aber — .lmigElig. Und bieier Eindruck vertiefte sich nur in ten «arLflen Tagen. Ter großartige Zuschnitt der 9ietteuegger Lebensweise, die zahlreiche Tiener- schc-it, ber Komrort, der sie überall "'Ug°b, uild tiefe Respett, der, wi.' |te wohl mertte, ibrem Bräutigam und seiner Mutier ai.lervrten entgegen- gemacht und nun natürlich auch aus sie übertragen wurde, imponierte ihr wohl insgeheim. Aber anderseits fand iie gewis>e pmrrarchaliM. Erniicktungeu unsäglich abgeschmackt und vermtet. Züm Beispiel die - der Gräfin, sehr dienstbesliffener, torröfter Decmcke. Jetzt ist er in den Ruhe staub getreten, den er in Ruppertenrod verbringen will. Sein diachfolger im Amte ist der Reviersörster Hansult. . . Kreis Schotten. Np. Ulrichstein, 15. Okt. Gestern abend sand hier eine Versammlung statt zur Gründung einer Aktiengesellschaft zur Aufrechterhaltung der Poftautoverbindung mit Mücke, wovon ein Ober-Postirfipeftor von Tarmstadt teilnahm. Die Aktie nyesellsch. wurde mit einem Stammkapital von etwa 60000 Mk. gegründet. Es sollen nunmehr zwei Auto-Omnibusse angeschafft werden, bamit Störungen vermieden werden. Das jetzige Auto liegt feit gestern in Ruppertenrod; cs erlitt einen Bruch am Dis- fercntialgctriebe. Dadurch ist der ganze Postvertair zwischen hier imb Mücke empfindlich gestört. Durch zwei Autos wird solchen Uni erbt edjaatgen, die stets eine Verkehrshemrmmg im Elcfvlge haben, wirksam begegnet. Hrssen^Nassau. rg. Diedenkop f, 17. Okt. RegierungsratMü. ser, der kommissarische Verwalter des hiesigen Kreises, wurde zum Landrat des Kreises Biedenkopf ernannt. X Ro tenburg a. d. F., 15. Oft. Ter Kreistag des Kreises Rotenburg hat die Kontrolle der Kommunalverwaltung des Kreises burd) den Arbeiterrat nicht mehr für erforderlich erachtet und.die Forttewüligimg ber Mittel vom 1,. Oktober ds. Js. ab verweigert. = Weilburg, 16. Oft. Die Witwe des Pnoftssocs Stürmer wurde tun einem Radfahrer überfahren und erlitt dabei den DÄ>. Kriegsgesangenen-Heimkehr. '4 Gelnhaar, 16. Oft. Eine neue Freude erlebten Oie Eheleute Mimiert. Nachdem erst in voriger Woche ihr Sohn Heinrich aus Gefangen- fdaft zurückgekehrt war, kam in dies« Woche der Sohn Karl zurück, lieber den letzten Teil seiner Geiangeuschafi äußerte er sich ganz zusried.m, während der erste Teil, tote bn den meisten Gefan- gattn, sehr viÄ Leiden aller .Art mit sich brachte. Jetzt wird noch der dritte Sotsti MN)elm zurückerwartet. 8 Dan bringen- 16. Okt. Als erste hrim- kehrende Kriegsgefangen,' lehrten dieser Tage föarl Weimer, Sohn von Wilh. Weimer VI^ sowie Ludwig Schäfer, Sobn von Konr. Schäfer II. Wwe., aus englischer Gefangenschast zurück. tt. Treis a. L., 14. Okt. Als sechster und letzter unserer in englischer Kriegsgefangenschaft gewesenen Krieger ist gestern Gefr. Heinrich Nickel, Inhaber der E. K. I und II sowie der Hess. Tapferkeitsmedchlle, glücklich in der Hsmat (WMiommen, Uus dem AmtsverkündigungSblatl. DieWahldesKreisausschusfesdes Kreises Gießen. In ber Lneistagssitzung wurden gewählt: als Mitglieder des Kreisrrus- ichas^eS: Wikhelm Fenchel, Landwirt, Ober-H ärgern, Heinrich BvmmerSheim, Landwirt, Langsdorf, Heüufich Schirmer, Fabrikant, Gießen, Pcnck Hornberger, Rechtsamvall, Gießen, Otto Meiß- gerber, Prof. Oberlehrer, Gteßni, Georg Beck- manu, Krantarkassenangesteilter, Gtehen: als Er- satzmitgjieder des KreisansschuM: Heinrich Gutt- manu, Landwirt, Gießen, Wilyelm Anton: Rompf, Landwirt, Lang-Göus, Gustav Knauß, Stoots» anwalt, Gießen, Marianne Hüter, Hausfrau, Gießen, Ludwig Haas IL, Zigarvenfabrikant, Steinberg, Ferbinand Germer, Stuhlschteiner, Heuchelheim. Ausschließnug deS Metzgermei- sters Heinrich Schmidt X. von Lich, Durch Beschluß des Kreiscoisschnfies des KreisÄ Gießen vom 25. August 1919 ist die Wieder- zulasiung des Dtetzgeruveisters Heinriche Schmidt X. von Lich zum Handel mit Weh,. Fl^jch^md waren genehmigt wordefi. Airchliche Nachrrchten. Grxt-tLsdienst, Sonntag, 13. Oft., 18. v.Dc. Erntedankfest. EvanHelische Gemeinde. Sn b. Stadtkirche. Bonn. 9V- llhri Pfr. Becker. 11: Kinderk. f. d. Atmtusgem. Pfr. Becker. 6: Pfi. Mahr. — Ttenstag, 21. Okt., 4 Uhr: Frauenmisfionsverein (§ßirch>str. 9). — In d. Johann es kirche. 9J/2: Pfi. Ausseld. 11: Kinder- kircke s. b. Johanncsaem.: Pfi. Ausseld. 6: Pfi. Becktolslreimcr. >/s8: Vereinig, d. konsinn. männl. Jugenv d. LukaSgem. i. LukaSsall u. b. konfirm, männl. Jilgend d. Johannesgem. i. Jol>annes^all. — Freitag, 24. Oft., abds. y«6: Vereinig, d. konfirmierten weibl. Jugend d. Johmmesgem. —' Sonntag, 19. Oft., norm. 10: Wirdjbcrg. — Hl.. Abendmahl f. b. alten Leute v. Staufenberg. Noch-» mittags l'/r: Lollar. Hl. Abendmahl. Kalhdlische Gemeinde. Samstag, 18. Okt., nachm. 5 u. abds. 8 Uhr: Gelegenh. z. hl. Beichte. - Sonntag, 19. Okt., 19. Sonn-' tag n. Pfingsten. 6Gelegenh. z. hl. Beichte. 7: §L| Messe. Kommun, d. püngl. 8: Austeil. d. HI. Kommun. 9: Hochamt m. Pr. 11: Hl. Messe m. Pr. Nachm. 2: Rosenkranzand. m. Segen. Abends 8: Bersammlg. d. Frauenbundes m. Vortrag i. Felsenkeller. — Dienstag u. Freitag nachm. 6'/, Uhr ist Rosenkranzand. - Diaspora-Gottesdienst am 19. Okt. 3n Hungen 7 Lich 9'/,. 1 •Die Dielen Unfragen über bie Pfarrer 8cu = man ns che neue Heilmethode, insbesondere über die Leiden, gegen welche sie hilft, gaben Veranlassung zu untenstehender Veröffentlichung. Es empfiehlt sich, die» selbe auszuschneiden, um im Bedarfsfälle die Adresse an der Hand zu haben. 1189311? bei vielen hartnäckigen Leiden Pfarrer Ludwig Heumann f umsonst! Ausschneiden und autbewatircnl Ansteckende Erkältung Krankheiten Flechten Lungenleiden Magenleiden Nervenleiden Nierenleiden Arterienverkalkung Asthma Bandwurm Blasenleiden Bleichsucht Blutarmut Bronchial- Katarrh Darmleiden Gallenletden Gicht Halsleiden Husten Krätze Krampfader, geschwüre Kopfschmerzen Leberleiden MUS Schlaganfall Schlecht. Blut Stuhlttägheit Wassersucht nsw. usw. Jeder Leser dieses Blattes erhält das Werk „Pfarrer Heumanns neue Heilmethode", 300 Seiten stark, reich illustr., vollständig umsonst und ohne jede Verpflichtung, wenn er der Firma Ludwig Henmann & Co., Nürnberg-M. 93 seine Adresse bekannt gibt - Postkarte genügt Auch Gesunde erhalten dieses Buch Alles was er zum Wohle der leidenden Menschheit schuf u.erf and, ist tn seinem berühmten Werk: „Die neue Hell, methode- uiederge. schrieben. brachte schon in tausenden und aber» U tausenden von Fällen die „neue Heilmethode" des f Pfarrers Ludwig Heu- mann in Llbersroth (Bayern), lieber 40000 Dank- und Anerkennungs- schreiben berichten von glänzenden (Erfolgen bei folgenden (alphabetisch aufgeführten) Leiden: Dank seiner gründlichen naturwissen-. schaftlichen Studien war es ihmbeschie- den, für jedes der oben an- E geführten Lei-’**“*■ den recht wirksame I Mittel zu erfinden. | Hämorrhoiden Offene Füße Rheumatts- noch dazu einer der ältesten Familien btä Landes augehörte, geliebt ja ro^rbert Auf Blaschkowitz, desjen Herrschaft MlS btä alten Fräulein beftanb, bte als besonders -ixklnsiv galten, wurden sie überhaupt nicht angenommen- obwohl Magnus behauptete, eine der Äombfifenz deutlich, am Fenster erkannt zu haben. Tas waren bittere Pillen für Evelyns hoch« mutiges Selbstgefühl. Und es half wenig, bi& sich die Gräfin und Magnus auf das liebevollste bemühten, diese Eindrücke zu verwischen. „Wenn sie nächste W^che ber uns sind und erst! Gellgenheit haben werden, dich näher Fennen zu lernen, batui wirst du im Handumdrehen sein, was dir gebührt: die Königin unfeves kleinen Kreises!", tröstete Magnus. „Sie wissen nur noch nnht, wie liebensivürdig du sein tonnst, mein Herz!" r. Nein — mit Liebensioürdigkeilen hatte fti sich nicht Mühe gegeben, diesen hvchnäsigm Leuten, gegenüber. Tas könnte ihr auch noch fehlen! Es' war übergenug, daß sie auf Rettenegg di; Liebenswürdige ivielte, vbmahl es Ujr meist gar nicht" danach zumute war. r t „ To konnten sie "warten — auch auf der Sm sechchaft. fNachlaus«! wurde sie gewiß niemand.. Sie "war innerlich fo ärgerlich über diese „ganzr aristolratische Sippschaft", daß sie gefiiifintllch keine Notiz van öen Vorbereitungen zu der Gesellschaft nahm, die dach ihretwegen gegebm wurde. Desto regsamer beteüigte sich ri.'^odesta darin. Tie> half, wo >ie konnte, und tauchte wie ein gescksiiftigrs Hausgeistchen ball» neben der Gräfin, bald nebnv Der Mamsell auf. Magnus sah und empfand dies .alles schmerz-« lich Er war fick) völlig klar darüber, daß ztvischen ihm und Evelyn eine gewiffe Entfremdung fin- getreten war, seit sie Stettmeggcr Boden betraten. Und immer angstvoller suchte er hinter der wun- derscköneil Außenseite die Umriss' einer ebenso! schönen Seele. So tarn endlich der Abend heran, wo Lichterglanz alle Räume von Rettenegg erfüllt; jno Wagen ans Magen am Portal vorsnhr. (Fortsetzung folgt.) täglid' selbst Nachschau in Küche und Vorratskammern M halten, allwöchenllich das von ihr gegründete Armenhaus in Berdstetten zu inspizieren, freundschaflliche Beziehungen zu der Schve- ster des Berdstettner Pfarrers — einer nach Evelyns Meinung ,^anz gewöhnlichen und mrgebildeten Person — zu unterhalten, und eMich di: EepslvgenlMÜ, nicht nur täglich einige arme Dttf- finber nnt Millagstost zu versorgen, sondern auch das ganze Jahr über Strümpfe und Jäckchen für diese „schmutzigen Rangen" zu stricken, weil zu Weihnachten iiu Schloß für sie eine feierliche Bescherung stattfand. TaS war doch eine lästige Gefühlsduselei. Lässig für Evelyn, weil sie bei der gvotzen Verehrung, die Magnus für seine Mutter empfand, so tun mußte, als ob es auch ihr gefiele. Gottlob, daß Magnus durch feinen Beruf verhindert war, dauernd aui Rettenegg zu tebnr! .Hof- sentlich kommt man durch feine bevorstehend: Versetzung recht well fort Wenn ich erst seine Fran bin, werde ich schon dafür sorgen, daß wir von den Urlauben nur einen recht kleinen Teil hier verbringen,, dachte Evelyn. 2htr die Nachbarschaft war sie anfangs recht neugierig gewesen. Hoffentlich gab es dach wenigstens ein paar nette Heute darunter. Aber auch in diefer Beziehung war sie vorläufig enttäuscht roorben. Bei ben BesiichSsahrten, die die Gräfin nun täglich mit dem Brautpaar unternahm — sie wollte ihr „liebes Töchterchen" den Freunden noch vor der großen Gesellschaft, die für die nächste Woche geplant war, vor stellen —, mußte Evelyn die Erfahrung machen, daß man ke in vielen Häusern ganz deutlich nur als einen Sanderseids zuliebe geduldeten Eindringling behandelte. ,r .. Sie war und blieb eben in diesen Kvnsen du Bürgerliche, mit der man wohl nun notgebrungni rechnen mußte, die man aber doch nicht für an'ah. , ,x Die alte Fürstin Zedern suchte ihr sogar recht deuttich zu Gernüte zu führen, wie dankbar fie sein müsse, von rötax Manne wie Magnus, d:r fl s k 6 n 1 ( fl ID, ar iS ro< Ak nt< fcei •Hu du AU Alt U. I tz A’f U. 0 iari au 1 1 -a ncm AU t CMi Laej UNIA 2 m otflni (flutf T. II. Al •esc! Sa- Anka fiil 2ebr lind« 0!«bä4 S «ab "iNli Golerh au ön Leitv <5fnmr dunkel Auucrl 019826 vehör-üche Anzeigen. Einschränkung -es Gasverbrauchs. Auf Grund der 8ß 1, 4 und 6 über die vntt- • schädliche Demobilmachung vom November 1»1ö Rercksgeleöblatt L. 1292) wird mtt Zustimmung ceS Demobilmachung.- ^usichuhes Gtebru-slodt folgenoe Verordnung erlassen. gl. Gaslicht darf nar gebrannt ^s)^in^ Fabriken und Gewerbebetrieben, sowie in Läden mit oiiencn Verkaujsständen von vormittags 7 Uhr bis nachmittags 4»/, Uhr, aus- oawuimen lind Apotheken, B^hrsb^r^e, Anstalten und Betriebe mit Doppelt chtchtrn oder mit Tag- und Nachtarbeit. Lebensm'ttel- inti> Friscurgeschäfte dürien bis abends b Uhr b, ul^Bureauräumen bei Privatgeschäften und Behörden von vormittags 8‘/t Uhr bis nach- m 11 o 4 |] [jr * c) in allen öffentlichen Lokalen, Klub- und Der- sammlungsräumen, Theatern und ffouzert- läumcn von nachmittags 4 Uhr bis aoends 10 Uhr. Außer halb dieser Zeiten darf in den unter a bis c bezeichneten Räumen nur zum Zwecke Der Reinigung, Bewachung und dringender Zn- standsetzm.g der Räume notdürftig Licht gebrannt werden. 9 2. Reklamebeleuchtun-, Schaufenster- und Außen- beleuchtung von Lüden, Geschäften und öftent- lichen Lokalen ist verboten. In öffentlichen Lokalen, Klub- und Versammlungsräumen ist die Beleuchtung soweit einzuschränken, daHi gewöhnliche Druckschrift eben noch gelesen werden kann. § 3 Die Benutzung aller Gasöade- und Gasheizöfen, sowie Gas-Warmwasseranlagen ist verboten. Zn Hotels und Speisewirtschaften dürfen die Speisen nicht auf dem Gasherd -übereilet werden. 5ftr einer Haushaltung dürfen nicht mehr als 2 Flammen gleichzeitig brennen und der Verbrauch an Gas in derselben darf monatlich 60 cbm nicht übersteigen. Bei einem etwaigen Mehrverbrauch wird ein Aufgeld von 5Q Pf. für das cbm erhoben. .üi ,j_ 8 4. In besonders dringenden Fällen können Ausnahmen von Vorstehendem zugelassen werden. Eingehend begründete schriftliche Anträge sind an die Direktion des Gas- und Wasserwerks zu AW«. $5 Mit Geldstrafen bis zu 100000 Mart wird bestraft, jdct den erlassenen Vorschriften zuwiderhandelt, außerdem wird die Fortiuchme des Messers angeordnet. 5 6. Diese Verordnung tritt sofort in Kraft Die Verordnung vom 14. K-rz d. I. wird hiermit aufgehoben. 119068 Gießen, den 16. Oktober 1919. Der Vorsitzende beS Demobilmachungs-AuSschusseS Gießeu-Stadt. I. V: Kren zien, Beigeordneter. Binfäjriiitüitä StS kerSrnchS tltttt. Ardcit Auf Grund der 1, 4 und 6 über die wirtschaftliche Demobilmachung vom 7. November 1918 .Reichszesetzblatt S. 1292) wird mit Zustimmung des Tcmobilmachungs-Ausschnsl'eS Sießen-Htadt folgenoe Verordnung erlassen. Elektrisches Licht darf nur gebraucht werden: a) in Fabriken und Gewerbebetrieben, sowie in Läden mit offenen Verlaufs ständen von vormittags 7 Uchr bis nachmittags 41/, Uhr, ausgenommen sind Apotheken, Verkehrsbetriebe, Anstalten und Betriebe mit Dopp-1- sch.chten oder mit Tag« und Nachtarbeit. Lebensmittel- und Friseurgeschäfte dürfen bjs abends 6 Uhr beleuchten; b in Burcauräumen bei Privatgeschäften und Behörden von vormittag 87t bis nachmftlags 4 Uhr: c) in allen öffentlichen Lokalen von 4 Uhr nachmittags bis 10 Uhr abends; d) in Lichtspielhäusern, Theatern, Klnb-, Konzert-, VergnügungS- und Versairunlungscäii- men vou 7 Uhr nachmittags bis 10 Uhr abends. Außerhalb dieser Setten darf in den unter a—d bezeichneten Räumen nur zum Zwecke der Reinigung, Bewachung und dringender Instandsetzung der Raume notdürftig Licht gebrannt werden. 8 2. Reklamebeleuchtung, Schaufenster- und Außenbeleuchtung. von Läden, Geschäften und öffentlichen Lokalen ist verboten. In öffentlichen Lokalen, zllub- und Versammlungsräumen ist die Beleuchtung so weit eiuzuschränken, daß geivöhn- liche Druckschrift eben noch gelesen werden kann. § 3. Kraft darf nur entnommen werden in der Zeit von vormittags 8 Uhr bis nachmittags ■I Uhr. Ausgenommen hiervon sind Bäckerei«. § 4. In einer LauShaltung dürfen nicht mehr als 2 Flammen gleichzeitig brennen und der monatliche Verbrauch an elektrischer Beleuchtung in derselben darf 20 Kilowattstunden nicht übersteigen. Verbraucher haben für jede, trotz besonderer Warnung über die zngelassene Menge hinaus verbrauchte Kilowattstunde ein Aufgeld von 5Q Pf. zu zahlen § 6. In besonders dringenden Fällen können Ausnahmen von Vorstehendem zugelassen werden. Eingehend begründete schriftliche Anträge sind an die Direktion des Elektrizitätswerks zu richten, § 6. Mit Geldstrafen bis zu 100 000 Mark nLrd bestraft, wer den erlassenen Verordnungen zuwider- Iwndelt, außerdem wird die Fortnahme des Messers augeordnet. § 7. Diese Verordnung tritt sofort 6t Kraft. Die Verordnung vou 14. März d. I. wird hiermit ausgehoben. 119066 Gießen, den 16. Oktober 1919. Der Vorsitzende des TemobilmachuogS-küissch^es Gießen-Stadt. I. B.: Kren zien, örffleodmetet. Betanntmakynng. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Klein & Co., Gießen eingetragen: Dem WUHelm Meirrmghaus zu Gießen tft Prokura erteilt 1191LB Gießen, den 11. Oktober 1919. Hessisches Amtsgericht. Bekanntmachung. Allen Empfängern einer reichsgeievliwen Invaliden-, Giranten* oder Altersrente nnro ab 1. Ok- toDcr 1919 eine monatliche Zulage von 20 Mk. anslall seither 8 Pik. gewährt Desgleichen erhalten Empfänger einer reichsgesetzlichen Witwen- .Witwern oder Wuwenkrankenrente vom glachcn Zetlpuntt ab anstatt der seitherigen Zulage von 4 Ml eine solche von monatlich 10 Mk. Die Zulagen werden nur an Inländer gezahlt Empfänger von Waisenrente erhalten keine Zulage Tie Zulage wird zusammen mit der Rente im voraus am Anfang jeden Monats gezahlt Einer besonderen Quittung für die Zulage bedarf es nicht mehr, sondern es ist vielmehr der eigentliche Renten betrag nebst der Zulage auf der Renleuqnittung auSzuwerfen. lieber weitere Auskunft ist daS wtterzeühnete Versicherungsamt jederzeit gerne bereit Gießen, Den 13. Oktober 1919. 119Q4B VersicherungSantt der Stadt Gießen. Z. V.: gez. Dr. Seid Petroleum Berteiluug. An diejenigen Familien und Einzelperson^«, die zusolge Belanntmachung vom 3. Oktober 1919 ihren Bedarf in Petroleum angemeldet haben, erfolgt Montag den 20. d. M ts. die Markenabgabe wie folgt: An die Bezugsberechtigten nut dem Anfangsbuchstaben A—ff vormittags vou 9—12 llhr, L—Z nachmittags von 2—5 Uhr, auf Zimmer 11 des StLdt. Lehens- miltclamts. Das Petroleum kommt in nachstehenden Gc schäften zur Verteilung: L Gebt. Adami, MLusburg, 2. Heinr. Arnold IL, Kaiser-Allee, 3. Emst Balle Wive., Slephansiraße, 4. Lerur. Becker, Löwengasie, 5. Gebe. Berdux, Bahnhofstraße, 6. Karl Borger, Wetzsteingasft, _ 7. Karl Dnill, Asterweg, 8. Eisenbahn-Kons um, Frankfurter Straße, 9. Elsenbahn-ozlnsum, Liebigstraße, 10. Emil Fischbach, Seltersweg. Die Abgabe erfolgt nur gegen graue V»-Ltter- und gelbe V<*2iter» Marken, die mit dem Stempel der Stadt Gießen versehen fein müssen. Die Klcui Handelsgeschäfte haben die eingo- nommenen Petroleum marken bis spätestens 3. November 1919 dem Städtischen Lebensmittelamt, Zimmer 11, zn- r ückzuliefer n. Der Preis beträgt 1,20 Mk. für den Liter. 11B84B Gießen, den 15. Oktober 1919. Der Oberbürgermeister (LebaismittelMny. 116800 stellen. Steppdecken Fr. E. Schott, Walltorstr. 24. BRILLAKT ■S^i XJ*~ Taäsende Anerkennungen. -MA Bel allen Aafträgen Extra - Yorgunstlguugen. Darmstädter Pferde - Lotterie Xlehanfl 23. Oktober 595 Geldgewinne tiaupi8ew.MlL 5000, 3000.1000M Loee * 1 Mk. 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Ctlobcr 1819. 111C6B Ter Lberdürgerrneister il*e^3t8nrtttdmgt^ Bekanntmachung. Oer Betrieb der Irotkenaalage der r-tädtffch«t Llektrizitätowerke wird am Samtag deu 25. d. M. eingei eilt werden. SU Mittwoch den 22. wird noch täglich von 8 — 10 Uhr do na. Obst und (Bemflfe |um Dörren entgegen genommen. ElelttrtzitLtowerke und Sttaßendahn der Stadt Gießen Stellt. HHtiSB Vergebung von ürainagearbeiten. Dienstag den 28. Oktober 1919, vormittags 9 Uhr, sotten für die Feld bereit mgungSgesettschaft Röthges vergeben werde«7 £iclerung von Dtaju&jazu, veranfcht. zu 26,9 Mk. ÜKieruny von Steutzeugröhren 494 „ Lteierung vou Mündtrngsröhren 98 , Anfuhr der Röhren $42 „ Los I bis IV Grabow, uud Rvhrvev, legungsarbettar 4441 Maurerarbeiten 100 „ Lieferung von Pflöcken 35 M Die Verdvtsun gsunterkay« firm axf SxfTV Bürgermeistrret RöthgcS offett, wo auch die geböte tu Prozenten des Voranschlag» verschlossen, mir entsprechärder Auffchrift versehen und post- frei, einzureichen sind. Zuschlags frist 3 Wochen. Gießen, bat 15. Oktober 1919. 11898B Hess. Kultttrinspekrio« Gieh«. __________$). Steinbach, Baurat. Leftkijkrilsr M DtiiSti Kshwcrtt., Am Montag bat 20. Oktober 1919, nachmittags 2 Uhr, findet in TiUenbnrg auf dem Brandplatz die öffentliche merstvietende Versteige», rung des fläbäi'dxm Fuhrwerk» wegen Aufgabe des Betriebes statt. Bei angemessenen Geboten; kann der Zuschlag sofort erteilt werden. In diesem? Falle erfolgt die Heber gäbe softnft gegen bare Zahlung. Andernfalls sind die Meistbietenden 8 tage an ihr Gebot gebunden. Die zum Verkauf kbm-- menden GeKiusünde können nach vorheriger Meb« Innig beim rZegeauffehcr Rompf befuhcigt Derben. Zum Berkans tomnrra 2 schwere ÄrbctKp« ft nlage b. Atlteiir.O eldtaich bcn mitVavleraeld u.L'oncric- lose. toea. Beloviiung ab« zugeb, o-dolizeiaint. «n V-er leiht mir soso« 200 Jlark 1 Zahle nm bob-Zlns.zurück. schr. flihico. um. OLO144 an den Gieuen. Anzeiger. 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