Freitag, 18. Juli 1919 (69. Jahrgang Erstes Blatt Gold durch die Stabt Berlin verlangt werden. in Käufers, 30$ 15 $1 den. Die neuen Steuern Dann werden sie bec verdienten Verachtung darf sich unseres Er- entt.) weist bU des Innern vom d unter Zustimmung d über die Benutzuns tcn Rede murr den Mi ist, die der deutschen andes, gegebiihren. nslände müssen burd Rllvertreter geiwgcn icht auf der Wagc u mmissär. zsrat. rnmissär. 1 ®inbring.n fl- von 8^1?0:'! Ha des HouscS yestattet nicht uwchttg sind. inbc, der sie als seine Werkzeuge gedungen hatte, Lügner gegenüber. Tenn cs bat sich heraus- tetlt, dass sie nichts hinter sich haben äusser der tvalt des L.rndesseindes, der zwar versucht, '151 5 » ____ sie zu halten, aber bald .ihm Leute dieser Art nichts llr. <65 ter Oiehener Anzelgn nscheinl täglich, außer 6«in- und Feiertags. vezoßTkpreis: m#neä. iRL 160, otertel- töhrlich Mk. 4.80; durch 16hoie- u. Zweigstellen nranetl. 1.50; durch die Post Mk. 4.50 viertel« ägrt. «russchl. Bestellq. iientiprrd) - Anschlüsse: türbieSchrsttkenung1I2 !.'-:rlag,Gcschäite-stelte5I Ansthrcktfür Drahtnach« richten: Lnzei-er «tetzcu. poftfchecklsnlo: creeflud o. K. 11686 dtxw Mr ti\t । ^dMngSitummcrn z» Mo. August 1919 Ceinteresse. Aus dem Aeiche. Die sozialdemokratischen Arbeiterrüte und der Berliner „Bollzugsrat". Berlin, 16. Juli. Heute fand im Ple- narsitzungssaale des Herren Hauses eine Fraktionsversammlung der Arbeiter- und Soldatenräte und kommunale» Räte der so- zialdemokratischen Partei statt, in deren Verlaus das Tischtuch zwischen der sozialdemo- kralischen Partei und den Unabhängigen und Kommunisten endgültig zerschnitten wurde. Es wurde folgende Erklärung einstimmig angenommen: „Die aus der Revolution heraus geborenen Arbeilerräte hatten politisch' Kvmpekcnzen, solange Parlamente, auf demokratischer Grundlage gewählt, nicht vorhanden waren. Der Vollzugsrat von Groß- Berlin hat es nicht verhindern können oder wollen, daß die Vollversammlung der Groß- Berliner Arbeiterräte fast ausschließlich zum Tummelplatz niedrigster polittscher Demagogie und niedrigsten Dilettantismus gemacht worden ist. Positive Resultate zum wirtschaftlichen Aufbau haben die Verhandlungen der Vollversammlungen der Arbeilerräte und des Voltzugsrates nicht gezeitigt und werden sie auch zukünftig infolge ihrer Zusammensetzung nicht zeitigen können. In allen Situationen, welche durch den mit leidenschaftlicher Erbitterung geführten Kampf geschaffen wurden, zwecks Aufhebung verbotener Zeitungen, Freilassung politischer Gefangener usw., ist unser Verhalten stets von der Auffassung geleitet gewesen, unser Bestes für die Arbeiterräte zu leisten. Als infam und nichtswürdig müssen wir es bezeichnen, wenn trotz alledem unseren Vertretern im Vollzugsrat von Vertretern der anderen Richtungen persönliches politisches Spitzeltum unterstellt wird. Unter diesen Verhältnissen sind wir gezwungen, jede weitere gemeinschaftliche Zusammenarbeit in den Vollversammlungen und im Vollzugsrat abzulehnen. Die Volksabstimmung in Oberfchlesten. Breslau, 17. Juli. Entgegen anders-, lautenden Nachrichten teilt die Breslauer Zeitung mit, die Volksabstimmung über die Zugehörigkeit Oberschlesiens könne auf Grund der Anlagen zum Friedensvertrag frühestens im Februar 1920 stattfinden. Berlin „17. Juli. (Privattelegr.) Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" führt aus, daß nach den Besttmmungen über die Abstimmung inOberschlesien die deutsche Bevölkerung im wesentlichen auf sich selbst gestellt ^rL.G.O.mlA t vorn 10. W» des Wiegc'ncistrrs K Ml. Men, KO weine, Slivfe RWtncMMl M itatfi MMlmig & t (tm 1. AuB 1919. in9 te AusschlM genterei Kesselbaj obres hat W Auszug über w ' in beglaubigter^ ngegaitgenen Gebühre Deutsche Nationalversammlung. 59. Sitzung. Tmmerstag, den 17. Juli. f Präsident Fe hrenbach eröffnet die Sitzung damit, daß er auf die GcsckiästSvtt>nungsbcstimmung hiirweist, daß das SBcricfcn von schriftlich abacfaß- rungsanträgc sprechen entweder wie der Satz, daß wegen religiöser ober politischer Ueberzenmmg niemand gemaßregelt werten darf, Sclbstv^ständlich- feiten aus oder sie wollen, wie dar Antrag über die Vorbildung der Leiter ber Erziehungsanstalten in irgendeinem Spezicstpunlt allgemeine Kautelcn bringen. Ich bitte, sie abzulehnen. Abg. Frau Neuhaus (Z Angriffe der Frau Kähler wegen der konfessionellen Erziehung zurück. Abg. Koch-Kassel (Dem): Die Berfassunß ist nicht der richtige Ort, um irgeiidwelck>e augeb- liche oder wirkliche Mißbräuche, die jemand enM deckt zu haben glaubt, abzustelleu. Wie kommt man außerdem dazu in einer Zeit, wo man Minister und Oberpräsidenlen ernennt, ohne nach ihrer Vorbildung zu sram'U, nun gerade in der Verfassung für die Leiter von Erziehungsan,»alten eine besondere Vorbildung vorzuschreibeu. (Seb« mit. Lebdaitcr Beifall.) 9 9d, der Reichseinkommensteuer. Mau denkt innciMv der Reichsregierung daran, von dem gesamten Ertrag etwa 75 Prozent für das Reich iinüdiube halten, ettva 10 Prozent an die Bundesstaaten und etwa 1 5 P ro_je n t an d ic Gemeinden zurückzuerüat:en. Lamit ist a'xr nicht, wie irrtümlich» angenommen wurde, gemeint, daß nun jeder Bundesibaal mrd jede Gemeinde gleich' äßig 10 oder 15 Prozent bzw. nur diese Sätze von dem Betrag der in ihren Gebieten eingegangenen Reichem klommen steuer erhallen sollen. Bundesstaaten und Gemeinden sollen viel- mehr tn cher Gesamtheit ungefähr mit den an gegebenen Sätzen an dem Ertrag der Reick>s- einkornmcnsteuer beteiligt fein, aber im einzelnen unter Wahrrrng ihrer Bedürßrisse befriedigt werden. Das zur Zeit in der Kommission zur Beratung stehende Grundweckselsteuergesetz hat in der von der Regierung eingebrachten Form keines- wogs die Zustimmung der Parteien, namentlich der demokratischen, gefunden. Einen das Gesetz einschneidend veränderten Antrag haben die Denw- fraten Flock und Siehr eingebracht. Der Entwurf sieht vor, daß bei jedem Umsatz voin Grundstück ein Stempel von 4 Prozent, gerechnet auf den gern meinen Wert oder, tvenn der Erwerbspreis sich l-ölwr stellt, nach dem Enver preis erhoben wer- ben soll. Dabei soll es den Gliedstaaten gestattet sein, einen Zusatz stempel in HöR von 2 Prozent zu erheben. Der vorgeselwne Satz von 4 Prozent + 2 Proz. = 6 Pro;., der vom Entwurf zroar als Norm hin gestellt, sicher aber zur Regel werden würde, ist zu hoch D .balb haben die genannten, demokratischen Abgeordneten beantragt, als Höchstmaß der zukünftigen GebäudesteuLr 5 Prozettt zu bestürmen. (Heiterkeit.) Die Beratung des DerfasftmgSenttmrrfeS wird mit der Abstimmung über die Artikel 118 und 119 fortgesetzt. In Bezug auf die Ehe wird nach dem Antrag der demokratistl-en Partei beschlossen: Tie Ehe stelch unter denr Schutze der Berfas,ung. Tie Mut- terfdmft hat Anspruch mH den Schitz und die Fürsorge des Staates. (Tie Vorlage sagt über die Mutterschaft nichts.) Ter Anttag der Unabhängige n, daß die Mutter des unehelichn Kindes den Anspruchs lwt, auch im amtlichen Verkehr als Frau bezeichnet zu werden, wird mit 138 gegen J.33 Stimmen angenommen, ferner der Antrag der Demokraten: „Ten unehelichen Kindern sind durch Gesetzgebung die gleichen Veinnuungen für ihre leibliche, seelische und gesell schäftlich-e Entwickelung zu schaffen wie den ehelichen Kindern." Gleickrsalls auf Antrag der Temokraten wird bie1 Bestimmung über die Förderung der Familie in folgender Fassung angenommen: Tie Gesundung und die soziale Förderung der Familie sind Aufgabe des Staates und der Gemeinde. Kinder- reichte Familien haben Anspruch auf ausgleichkude Fürsorge. Ferner wird die vom Ausschlß beantragte Entschließung angenommen, einen Ofesetz- entwurf vvrzulegen, der die rechtliche und soziale Stellung des unehelichen Kindes in dem befchlos- fenen Sinn neu regelt. Attitel 120 bestimmt: Tie Jugend ist gegen" Ausbeutung sowie gegen sittlich und geistige oder körperliche Venvalxrlosung zu sckjlützen. Tie Läirder Arbeit die erforderlichen Adastuahmen zu treffen. Fürforgemaßreaeln im Wege des Zwanges Gönnen nur auf Grund des Gesetzes angeordnet werden. Ein sozialdemokratischer Antrag Frau Kähler u. Gen. will den Zusatz eilige ügt wissen, wonach die Leitung der Fürsorgeanstalten nur erzieherisch gebildeten Personen übertragen werden darf. Ein Antrag Agnes u. Gen. (Unabh.) ver* langt den Zusatz: Wegen politischer ober relgiöscr Ueberzeugung und Betätigung der Erziehungs* berechtigten darf eine Fürsorgemaßregel nicht an* geordnet werden. Weiter verlangt er, daß „Staat und Gemeinde (also nicht die Länder) die zunv Sckmtze der 3ugenb erforderlichen Einrichtungen (also nicht die Maßnahmen) zu treffen haben." Abg. Frau Kähler (Soz.): Unser Anttag ist notwendig, um ungeeignete Elemente auö der Jugenderziehung fernzuhalten. Wir stimmen dem Antrag Agnes zu, weil bie Verhängung der Zwangserziehung vielfach mißbraucht toorben ist. Staatslommissar Dr. Preuß: Tie Abände- tu»’* ItäS-iS angelegen fein lassen. Volkszählung für die EniuhmngSwirtschast. Weimar, 17. Juli. (Wolff.) Ter Ausschuß für Vvlkswirtschasl der Na.taualversammluug stimmte gestern dem Entwurf einer Verordnung über eine Volkszählung am 8. Oktober für die Zwecke der Ernährung-swirtschast, bei der auch das Alter der Bevölkerung sestgestellt werden soll, iusb^-soudere um einen Ucberblick über die Lebens-- mittelvcrsorgung der älteren Leute zu geraumen, yu - Hindenburg. Hannover, 17. Juli. (Wolffs General- seldmarschall v. Hindenburg bittet nm die Verbreitung folgender Kundgebung: „Ich erhalte täglich xahlreick>e Briese und Telegramme. So sehr mich diese Beweise des 93er* trauend und gütigen Gedenkens erfreuen, so wenig bin ich doch in der Lage, sie einzeln zu beantworten. Dieferhalb um Entschuldigung bittend, muß ich mich darauf beschränken, hiermit ein für allemal meinen herzlich st en Dank allgemein auszusprechen. Hannover, den 15. Juli 1919. gez. v. Hindenburg/ (Sitte Denkschrift über die Eiseubahnerlöhne. Berlin, 17. Juli. (Wolff) Die Den5 schrift über die E i s e n b a h n e r l ö h n e , die seitens des Eiscnbahnministeriums der Lati- desversammlung zuging, kvinmt voraussichtlich noch vor der Vertagung zur Verhaus lung. sein würde. Dessenungeachtet müsse erwartet werden, daß das Abstimmungsergebnis für Deutschland ausfalle, denn nicht nur die Deutschen, sondern auch ein großer Teil der polnischen Bevölkerung dürfte klug genug sein, sich zu sagen, daß ihr Wohlstand und Wohlergehen in Deuts ousführlich weiterverbreitet wird, in Berlin aufmerksam gelefen wird. Denn Ulrich verteidig sich red)t wirksam gegen die von Berlin her gegen chn gerichteten Angriffe, und i es bleibt von den erhobenen Verdachti- guiigen nichts an ihm hängen. Mit fs-lcichtfertigen Vermutungen und Auüstreuun- r1' jeit kann man sich nicht abgeben. Wir teilen betanntlid) Ulrichs Po litis cl>en Standpunkt nicht; das hindert uns aber nicht, an seine pirfönliche Ehrenhaftigkeit zu glauben unb, ! Heiner Wahrheitsliebe zu vertrauen. Sachlich Mat er gestern das unterstrichen, was auch fdic hervorgehoben haben: es sei zu fürchten, Maj man in Berlin nicht begreife, was links- Mhiuisch vor sich gehe und daß man verkenne, was nötig ist, um die Reichseinheit ktufrechtzuerhalten. Welcher Optimismus in hin deutsch gesinnten Kreisen in dieser Be- Mchung waltet, geht aus folgender Aeuße- jdnig der „Post" hervor, die sich einfach mit |kr vertrauensseligen Erwartung begnügt, es ■erbe den Franzosen, was sie auck) unter- »ehmen mögen, nicht gelingen, deutsches Land Mnzösisch zu machen: „Lvemt ber französische Anspruch auf das linke Münnser sich feit einem Jahrtaufend beftanbig als fcbaltbar unb im lebendigen Bewußtsein unb im Kien bes tfjeinifd)en Volkes immer toieber als fcl*egrünbct erwiesen ljat, wenn es den Frmrzosen Bn int Elsaß geglückt ist, unter bestimmten Ver- »Ihiiffcn nach unendlich langen Bemühungen Mwoatlsten zu er.ixrbeit, ohne auch hier ben deut- Bxn Grundck)arakter des Volkes verwischen und Mk deutsche Sprache verdrängen zu Lmum, so darf Man wohl überzeugt fein, daß daran auch mit pCuolttai und Vertragsbruch ober mit Begünsti- fcng intb Anstifttrng laudesverräterisck-er Umtriebe Witts zu ändern sein wird. Unsere links- vfeinischen Landesteile sind deutsch Bub bleiben deutsch. I Tie Frmrzosen haben sich offenbar die Sache ■toter vorgcstellt, nacktem sie an verschiedenen Aren eine Anzahl von Personen gefunben hatten, . Mk sich, durch Ehrgeiz, Fanatismus und fraaifbnfte ^.ftelluugeii 'verblendet, ben fremben Einstüstc- Wvgen zugänglich zeigten und die Schmach auf W laben, daß sie zur Zerstückelung ihres Dater- dem Feinde hilsreiche Hand boten. Diese kkrröter stehen nun verdientermaßen auch dem XiumiW w« Xnitigee f. die lagel sei Art» Stadt rrnd Land. Gießen, den 18. Juli 1919. Die Richtpreise für Frühobst. . . 0 Aus dem tz '■ " W mcher Betrie LVo6!0^11 "mr Ml^chmami in g(f wtei soll abgebrochen «neu Docgtfcn Die «.M dei- goldenen b er Jubilar lein Mab ®Ää>tcner begeben. Cinzelberatung des LandgefetzeS. Bei Art. 89 ^gründet Abg. Dr. P a chen- lecher einen Abänberungsanttag, der die Konsequenz der Abänderung des Art. 61 ist. £NiederL H- gefühtt wird. Alle Religion ist Mensck>enwerk, die Religion der Zukunft ist aber die AFeit. Abg. Dr. H a u ß b a ch (Ztr,) polemisiert gegen den Abg. Dr. Quarch Peter Zager —---- —— _ - „ amts für das Bildung Swesen wurde der Lehamb referendar Hans F. Koch am Neuen Gynmasnu zu Darmstadt zum Lehvamtsassessor crnaimL- Tem Lehrer Hermann Glen^ zu Rainrvd, m« Schotten, wurde eine Lehrerstelle an der wow schule zu Geiß-Nidda, Kreis Büdingen, der ’ Mäö r jtreissi iltfeld^. Juli) Lfintel wl DcMi ^LortragÄervchl. EmicbuM des Mm, bä bet «8egema gliche Taebe, Sorg gütnjdjni pifanrrnengeii werden. Ein Antrag B u rla ge (Ztr.) 'will dm Ar- . tckel 128 a folgendermaßen fassen: Verletzt «n . Beamter in Ausübung der ihm anvertrauten öffentlichen Gewalt die ihm Tritten gegenüber vb- liegenden «Pflichten, so trifft die Verantwortung , grundsätzlich das Reich, die Länder, die Gemeru- den oder anderen Kommunalverbände, in deren Dienst der Beamte steht. Ter Rückgriff aus den Beamten bleibt vvrbeh-albem Im Verlaufe der Aussprache erklärt Reichs- kommisjar Tr. Preuß: Das Beamtenrecht ist in die Verfassung aufgenommen worden, west damals abenteuerliche Gerüchte umgingen, daß d'.e Berufsbeamtenschaft bestiiigt und «Ule Beamten auf Kündigung angestellt werde:« solltmi. Alle Cinzelbestimmungen gehören aber tu das Beamtenrecht hinein. Deshalb ersst-emen mir weitere Antrüge zu den einzelnen Bestimmungen entbehrlich. Vizepräsivevt Haußmann 6it:et ine Redner, sich kurz zu fassen, da in den nächsten Tagen ü*Vr eine große Beamten-Petitiou verhandelt wurde. Abg. Cohn (llnabh.) begründet einen Antrag seiner Partei auf BeamteNwahl. Nach längerer Aussprache wird der Antrgg Cohn abgelehnt. Die Art .127 und 128 werden angenommen. Außer andeven, mehr sssrmaben Aen- derungen, wird der Antrag Juchacz angenommen, desgleichen -die Bestimmung, den Beamten Einsicht in ihre Personalnachweise zu gewähren. Art. 128a wirb’in der Fassung Burlagc angenommen, ©int Entschließung des Ausschusses, die Rechte der Reichstagsbmmten gesetzlich zu regel«, wird augenomme». Um Vr2 Uhr wird die Sitzung auf Uhr 3.45 Uhr wird die Sitzung vom Vizepräsidenten Haußmann nücher, eröffnet. Der Schriftführer Pfeifer verliest em Telegramm des Präsidenten der Deputiertenkammer der Argentinische« Republik, die der Nationalversammlung einstimmig ihre Freude ausdrückt über dieUnter- zeichnung des Friedens, auf den die Welt gewartet habe, und daß die Nationalversammlung den Forderungen der Gerechtigkeit und Menschlichkeit Rech- ming getragen habe. Vizepräsident Haußmann dankt für die Gesinnung, die m dem Telegramm 'für unser Land zum Ausdriick kommt. Der Präsident werde das weitere veranlassen. Hieraus Fortsetzung der Verfassungsberatung: 3. Abschnitt der Grundrechte, Religion und Religionsgemeinschaften. Abg. Dr. Mausbach (Ztt.) berrchtet angehend über die Beratungen des Ausschusses. Der Ausschuß hat den Entwurf erk-eblich erweitert. Er spricht die Hoffnung aus, daß die im Ausschuß friedlich und erfolgreich beendete Arbeit ihre Anerkennung und Besiegelung durch tue Nationalversammlung finden werde. Aus Antrag des Abg. Koch (Dem.) wird ine Beratung über den ganzen Abschnitt (Art. 132 bis 138) zusammengefaßt. Zu Artikel 134 beantragen die Unabhängigen staatsrechtliche und vermögensrechtliche Trennung von Staat und Kirche. Zu dem gleichen Artikel beantragen die Sv S tal- demokraten, daß bte Rechte der Mitglieder von Religionsgesellschaften nicht von Geldleistun- aen abhängig gemacht werden. Ein Antrag ber Deutschen Volkspartei zu Artikel 135 verlangt auch die Ablösung der auf Herkommen beruhenden Staatsleistungen. Abg. Dr. Kahl (Vp.) begründet den Antrag Nach einer weiteren Bemerkung des Äbg. I Düringer wird in der Abstimmung bd Antrag SlAitjI in Artikel 132 nur bie Glaubensund Gewissensfreiheit sesttzestellt, die Gedankenfreiheit aber herausgelassen. Der Antrag der Un- abl)änaigen auf vollständige Trennung von Kirche uni) Staat wird gegen die Stimmen der Antragsteller abgelehnt. Tie Frage der Religionsgesellschaften wird dahm entschieden, daß diese Körperschaften des öffentlichen Rechts bleiben, soiveit sie solche bisher waren, und daß gemäß einem demokratischen Antrag anderen Religions- gesellschasten gleiche Rechte z ugewähren sind, »renn sie durch die Zeit ihres Bestehens und die Zahl ihrer Mitglieder die Geroähr der Dauer bieten. Mit geringer Mehrheit wird ein deutsä>- nationaler Antrag angenommen, daß bis zum Erlaß eines Reichsgejetzes die bisherigen Staatsleistungen bestehen bleiben. Im übrigen »uerben die einzelnen Bestimmungen dieies Ab- chriitts unter Ablehnung aller Anttäge nach den Ausschußbeschlüssen angenommen. Nächste Sitzung Frettag 9Vg Uhr: Verfassung, Anträge und Interpellationen über den Landarbeiterstreik. — Schluß 1/38 Uhr. verfasiungaebenöe Volkskammer der Zreiftaater Hessen. 35. Sitzung vom 17. Juli, nachmittags. Darmstadt, 17. Juli. Präsident Adelung eröffnet um 4Vr Uhr die Sitzung. Das Haus fährt fort in der Nach UKüei'cr kurzer Aussprache rotrb Art. 120 mit der Abä-'dermrg »»ach bem Anträge Agnes und Ge»»., daß S.aat und Gemeinde, nicht die Länder, die zum Schutz d.r Jirgend erforderlichen Einrichtungen treffen so-len, angeniommen. Alle weiteren Anträge werde»! abaelehktt. — Axt. 121 gibt allen Deutschen das biecht, sich ohne Anmetdurlg und b?foaixjre Erlaubnis sti.d.ich uni> unbewaffnet zu »errammen». Nur Versammlungen unter freiem Himmel föiuten nach einem zu erwartenden Reichs- geselt anmcldapflichtrg gemaclst werden. Em un- a^ängiger Antrag will bat letzten Tetl des Ar- tiftls streichen. _ r ~ , Reichskomrmssar Dr. Prenß:. Dre .Erfah- rinigert >z. B. in. Berlrn haben gezeigt, daß Ver- sammlmTgai unter freiem Hinrmel »ntßbraucht werden können schon im Hinblick auf den öffentlichen V-rtthr. — Der Artikel wird tn ber Ausschuß- fafiüng angenommen. m Art. 127 regelt die Anstellung der Beamten. Art 128 bestimmt, daß bte Beamten Diener der Gesamth-üt, nicht einer Partei sein sollen und daß iimen bie Freiheit der politischen Gesinnmlg und die Deveinigungsfreilielt gewährleistet wird. Dazu liegen außer Anträgen, bie die getroffenen Bestimmungen teilweise schärfer fassen, ein Antrag Frau Juchacz (^oz.) vor: Alle Ausnahmebestimmungen gegen iuctoW .Beamte werden beseitigt, und ein Arttrag Stern- köpf (Soz.), daß bie Boamttn Ern sicht tn bte Personalnachweise erhalten. Endlich wird vom Abg. Auer ein .Antrag 128a beantragt: Für Verfehlungen, die von einem Beamten tn Ausübung seiner Amtslä igkeit begmiaen werden, haften die Behörden oder Körperschaften, 'N deren Auftrag eu tätig war. Ti" Beamer batten >nr rwrsätzliche ober gvob fahrlässige Verschulden. Ter orderckliche Rechtsweg bars nicht ausgcschloiien Versammlung der Ortsgruppe Gießen zur Errir> tung eines deutschen Ersrnber-Jrrstituts wurde du Frage der billigsten Bauweise belZandch Ter Vorsitzende, Stadtverordneter Professor Tr. S bar seien, zur Aussprache standen: der brennen- den Wohnungsnot in Gießeir müsse ein Ende pt- macht werden. An der Ausspoack-e beteiligten die Herren Architekt Hamann, Architekt Burg, ein Vertreter der Gießener Betonbau-Gesellschail die Herren Ingenieur Fertsch aus Grünberg, Stadtv. Mann, Winn, Prof. Tr. Gmelin, In- gertieitr Bühltemann und Betriebsleiter Schnabel. Ta es sich za»r Zeit wvlst ausschließlich um Kl ein« und Mittelwohnungen handelt, die tnii sog<«aunten Ukber teuerungstzn schLsfrn DiQit Gemeinde, Staat und Reich errichtet toerbci. können, bommt hauptsächiich Flachbau in FrvU^ Bei der Walst der Baustoffe hierfür sei unitt1 Berücksichtigung der Kohlennot und der Transport, schwierig keilen der Hauptwert auf die Wärm«. Haltung und Wirtschaftlichkeit der Bauten zu legen, die heimisck»en, gveifbaven Bmi, ftoffc seien zunächst zu verwenden, das mit da rb«rb ad Miunertett tm rwch Amt-nck« zi- jelgtrn am® 6 k -schnei' . Mtsseld vch dr der aus Darmstadt, zur Zeit in «Lchlitz, M kma cini* Amtsrichter bei dem Amtsgericht Ulri.ttfidn, > .«mm Helm Brückel aus Lang-Göns, zur 8 ErfS. 9m Senumftftdt gericht der Pvovittr Oberhessen Adolf ® rodjiai sn ikbm. & tw« ein Staatsanwalt am Landgericht der Provinz Sw C------l" c*/‘" fenburg, der Amtsrichter bei dem Amtsgericht Al» ■ kkj schloh sich für bi feld, Amtsgerichtsrat Dr. Wilhelm Stoll, M «färigm eine gefdligt zeit in Mainz, xum Amtsrichter bei dem Am!S> «ein DovpchuatteU e gericht Mainz, der Amtsrichter bei dem Ami- xü wü daim einen 'm gericht Nidda Fritz N e u r o t h zum Staai- ■ ?d an dir Ansfühu anrralt am Landgerickst der Provinz Oberhejsai 4 Dn Versuch mit i der Amtsrichter bei dem Amtsgericht Lauterdas . klungen. Auch feien Karl Cuny, zum Staatsanwalt: , die Gericht :^djen begriffen. Entl« assessoren: Emst Berck aus Alsfeld, zur Zei Mmißten für diese in Mainz, zum Amtsrichter bei dem Amtsgen- \v 01 Bttracht limtmi Msseld, Tr. Gerhard Eckert in Gießen jiu i^nnn Schiilrat Huf Staatsanwalt, Karl Muhl aus Groß-Gerau, zo kck, imb auch ben Ai Zeit in Büding-en, zum Amtsrichter bei dem Vunti gericht Nidda, Adolf Grvhrock in Frickche» zum Staatsanwalt, Gustav Kn.auß in Gieße zum Staatsanwalt. Dr. Robert Sernr Gießen, zur Zeit in Schotten, zum t__ , bei dem Amtsgericht Schotten, Ludwigneu der aus Darmstadt, zur Zeit in schlitz, « Abg. Kiel angenommen. Finanzminister Henrich bittet, bte Wahl des Beirats (7 Mitglieder der Volkskammer und vter ------K«— zT—0 r<- v, .Vertreter der Landbewerber) auf die morgige Abg. Kaul (Sos ) erklär für b-daEÜch, TageÄrdinmg su seden. daß das Hans fortwährend mtt Abanderur^serklü- Präsident Adelung verliest folgende vvm rungen überschüttet wird, bie es gar nicht über-1 Siedlungsausschuß vorgeschlagene Entschließung: sehen kann. Die Volkskammer Hessens hat heute mit allen gegen Oberstnanzrat Hes se bedauert es gletanaiis>, e|ne Sttmme ein Landgesetz angenommen, das von ttber es ist die Folge der heute und gestern aus- hessischen Arbeiter- und Kleinbauernschaft drin- führlich besprochenen Aendernngen. Sackstich ist beilangt wird und ohne Verzögemmg unter nichts geändert. Es finb mir notwendige redaktto- Beobachtung ber Eigenart und ber Bodenvertei-, nelle Aenderungen. Iting im Heflenlande durchgesührt werden muß, Abg. Bornemann (Soz.) erklärt, daß man LÜC7tn grobe Störungen der öffentlichen Ordnung im Ausschuß der Ansicht war, moglrchst toentg am un^ ^)rocte Ausschreitungen in einzelnen Bundes- Gesetz zu andern. staatcn vermieden loerben sollen. Wir bedauern Abg. Ur stad t (Dem.). Das rst richtig. Aber durch ReickOgefttz tn AussE genom- hier läßt sich eine Aenderung mcht umgehen mene Beschränkung der Siedelungstätigkeit auf Der Artikel wird mit den von ?tt)g. Pagen- @ü£er von mehr als 100 ha und bitten die Natio- techer und Urstadt vorgeschlagenen Aenderungett uolversammlu.ig dringend, den den besonderen Vcr- angenommen. HAtnisseu Hessms angepassten BAtimmungen des Artikel 91 und 92 werden angenommen. hessischen Gesetzes, das eine Mindestgröße von Ebenso Artikel 93—95 50 ha festgesetzt hat, Rechnung zu tragen und von Bei Art. 109 liegt ein Antrag Ur stabt vor. jeflnd>er Beschränkung der Landcsgcsetzgebung auf Der Art. 109 wird angenommen. Der Anttag AMete abznsehen, jedenfalls aber nicht so Urstadt wird fast einsttmmig abgelehnt weit gehen zu lassen, daß die Aussühruiig des Art. 40 wird in ber Fällung des Ausschulscs hessischen Gesetzes in seiner jetzigen Fassung be- angenommen. Ein Zusatzantrag Ur stadt hierzu eiisträchtigt und damit iegliche SiÄstungstätigkeit wird mit Stininienmehrhett angenommen. im Laiide unmöglich gemackst wird. Art. 41 wird in der AuSschubfassting äuge- ^bg. II r ft 0 b t (Dem.) begründet diese Ent- ^Emen . schließung in einem gleichfalls eingebrachten An- Artikel 42 wird nach dem Aussckstißantrag t ber Demokratischen Partei zu Art. 109, die geitridjcit, Artikel 43 bis 48 werden angeiwmmvn Negierung möge baldigst eine Vorlage einbringen, Artikel 49 wird brat Aussch-utzantrag folgend bie ^ie Aufstellung von Ortsplänen und die Be- gestrichen. t A schasfung des dafür notwendigen Geländes regelt. AttiM 50 wird w der Fassung des Ausschusses Dingeldey (D. V.) lehnt diesen Angenehmigt. Artikel 61 wird genehmigt, ebenso Ar- trag ab,' da er die Wirkung ber in das Gesetz ttkel 52 in der Fassung des Ausschusses. Ärtitel I ^neingearbeiteten Bestimmung zugunsten des 53 ivird mit einem Zusatz des Ausschusses an- Kleimvohnungstvesens abschwächeii würde, genommen und Antrag Borne mann abgeleynt. Der Anttag wird auch at'gelehnt. Bei Artikel 26 bittet Oberfinanzvat Hesse ^lbg Eißnert verlieft eine Entschließung, die Regierungsvorlage wieder herzustellsn. ^te die sozialdemokratische Fraktion an den Präsi- Abg. Knoll erklärt es für zu weitgehend, dre ^ten Ebert gegen die Beschränkung der Landes- offene Büchewvrlage zu verlangen, es gmüigt orts- qesetzgebung gerichtet hat und ladet das Haus zum gerichtliche SckKtzung. Ich bitte den Arttkel zu g^ritt ein streichen. Die Abgg. Uebel (Ztt.) und Dingelbey Abg. Tr. Pagenftecher: Es ist rickM, (D. V.) lehnen es ab, nachträglich einer Ent- daß die Bauern meist Perne Bucher ftUsten. Wo ^^ießung sich anzuschließen. Dingeldey weist Seine Bücher vorhanden sind, kann man natürlich ^mh daraus hin, daß dadurch bie Streitigkeiten in keine Vorlage verlangen. Bauern kommen ja auch diesem Hause nach Annahme des Gesetzes wieder nicht in Betracht, sondern Gvvßgrundbesitz^. Ich aulgeweckt würden. Uebel und Dingeldey lehnen bitte den Anttag Knoll abzulehnen. Treier Antrag« guch cür ihre Fraktionen die Entschließung Ur- wird abg^lehnt. Ter ArttLl 14 nnrb rn der Fas- Istadt ab Abg Brauer (H. V.) schließt sich fimg des Ausschusses angenommen. Iben beiden Vorrednern hinsichtlich ber sozialdemo- Tie Ue be rschr ist und ber^Schluß de s I fratifdKU Entschließung an. Land gesetzes werden einstimmig genehmigt. Die Abgg. Knoll und Frau Hattemer Gegen bie Ahstimmun g Über bas Ge- /Ztr) befheiten, daß die Resolution im Ausschuß setz als Ganzes macht Abg. Uebel (Z.) beschlossen wurde, während Abg. Bornemann aufmerksam, baß der,ß 76 der Gescha.tsordnung Wg. Urstadt bestätigt, daß im Ausschuß entgegen steht, ber bestimmt, daß die ^ck^ißabstrin-1 darüber' abgestimmt wurde. mung ausgesetzt werden muß, bis eine Ueberficht Schließlich wird die Entschließung gegen bte der Alränderuirgen vorliegt. (Stimmen ber Deutschen Volkspartei und des Zen- Abg. Tr. Osann (D. Bp.) schließt sich dem I trmn5 angenommen. Auch Abg. Brauer (H. V.) Ak^. Uebel an. I stimmt dafür. _ Abg. Kaul (Soz.) erkennt das an, fürchtet Schluß der Sitzung 6 Uhr. Nächste Sitzung: aber, daß es im Lande als eme Verschleppung, Fdtag, vormittags 9 Uhr. ausgefaßt wurde. _ \ . Präsident Adelung weist darauf hm, daß die geschüftsvrdentlichen Bedenken nicht bestehen. Alle Seiten des Hauses machen sich diese Anschauung des Präsideitten zu eigen. . Abg. Knoll (Zentr.) bittet um eme Regierungserklärung, daß auch für die Kirchengüter Aus Blättermeldimgen scheint hervorzugehen, die Mindestgrenze oon 50 M gift. Kann die Re-1 daß tn CinzelUllen örttich oder bezirksweise Höchstgierung diese Erklärung nicht abgeben, so müßten preise für Frühobst vo-n Bel)ördeen festgesetzt »uir das Landgesetz als Ausnahmegesetz gegen die worden sind. Taran scheint die Vermutung ge- Kirche bettachten unb das Landgesetz ablehnem knüpft worden zu sein, daß die Reichsstelle für 1 Finanzminifter Henrich erklärt, die ge- Gemüse und Obst entgegen ihrem öftmtlich ver- »oünsckste Erllärung nicht abgeben zu tonnen, aber treteuen Standpunkt diese Maßnahmen gibüligt 1 das Sichelnngsunternehmen wird Eigentum der I L,her sogar angeortmet habe. Beides ist falsch. Ti: - Kirchen, gemämrützige Stiftungen und Gemein- Reichsstelle hält, wie wir zuverlässig hören, barau , ben, fotoeit es für soziale Zwecke notwendig ist, ^ft, daß ein Anlaß zur Festsetzmig von Höchst- Uicht tn das private Eigentum übergehen lassen preisen für das in dreiem Frühjahr infolge des ober, wenn es zum Auscheich sich nicht verwenden Drängens weitester Kreise namentlich in ben 'wich- läßt, Entschädigung in Grund und Boden geivä^- tinften Berbrauck-erzeittren dem fueien Handel unten. Im wesentlichen kommt für derartigen Besitz emgelchrätttt überlassene Frühobst 1 außer Heidel- nur bie Pachtung in Betracht. beeren aus Teilen Bayerns und Schteftens» nicht Abg. Dr. Osann ($: B.) erklärt namens vorliegt. Sie hat sich mit dem Erlaß behördlicher seiner Fraktion, daß sie dem Regierungsentwurf Höchstpreisfestsetzungen für Frühobst Ins letzt nicht ihre Zustimmung mcht hätte geben können. Aber Einverstanden erklärt. Etwa erlassene der- wesentliche Aenderungeii in der Festsetzung der i Vo r sch ri f te n si n d da he r recht s- Vlindestgrenze, der Pversfestsetzung, ber diskretw- „agültig und unterliegen der Aufhebmrg. An- nären Vollmachten bet fRegiening,6)tc Versügunss- erhält es sich mit ber Festsetzung von beschränkungen, ermöglul^n uns bie Zustimmung. Richtprerscn, die lediglich dazu bestimmt sind, Wir halten bie Ablehnung unserer Anträge auf ^n Strafrichter einen Anhalt bei Beurteilung die Ausschaltung ber ordenttuhen Gerächte für geben, ob Wuck-er vorliegt. Eine bedenklich. Geben aber trotz der Bedenken dem des mit Billigung des Reichs- Gesetze unsere Zustlmmuus um fein® svzmten ^rnährungsmirristeriums von der MichSstelte fest- Zweckes willen. gehaltenen grundsätzlichen Standpunttes käme mir ?^g. Borneman n (Soz.). Wir hnbber tNrttn jn Frage, wenn es wider Erwarten dem freien. Auffassung, daß das Gesetz heute ferne Verbeise- ^,rdel trotz ernstlicher Bemühungen seiner Orgam- rungen, sondern Verschlechterungen Mausten des s ^n nW gelmgen sollte, gesunde Verhältnisse Geldsacks, besonders bra Standaöherremetiahrcn städtischen FrLhobstmärkten herbeizusühren. hat: dadurch imrb der Boden verteuert. Wrr lehnen die Verantwortung für bte Mitzstimmung, die im Das Brötchenbaaen verboten. Lande hierüber entstehen wird, ab, stimmen dem Mit GorehMiKlng des Hessrschne LMideseimah» Auc-b trnkbem tu. um durch eine einheitliche Ab-1rungsantts wird das Backen von Brötchen stimmung der Kammer auch auf Weimar Eindruck vom 19. Juli .Bezirk der Stadt Gre- -m mackien l ß e n bis auf weiteres verboten. Zuwiderl-andlungeu» Abg Lenhart (Ztt.) erklärt namens der! werden aus 'Grund bce bestehenden Verordnungen l Zeittrumspartei. daß sie im Hinblick auf de» av°l bestraft» r.ns ober rr. ixm ihnen aus ihren Schlupfwückcln gelM. zialdemokraten bei jeder Wal)l ratsfitzung ttrurbe mit geteilt französischen Besä Ludwigshafen bis jetzt 4 M illionen Mark betragen. Sportverein noch entgegen. ml bte Ausführungen Prof. Kinkels axv len nun miteinander ab. Ein , AuS dem Schlitzerland, 18. Juli. tn !ark von Hs*! $- Wetter Datum auch der Wucher schon micber tvie eine un Die Bena< 18.7. 15.9®. Einkoch 60.- 5850 7 5 7 50 100 9.8 10.8 11.6 49 79 88 meist heiter, trocken, warm, nachts leichter Regen Verkaufe Fahrrad schlauche neue Auslandsware bis 20 Stück Mk. 65.— 2 §-S<5 6* es w nannten Klassen versetzt sind. . gung über die Zulassung, Ort und Zeit des Beginns des Kursus erfolgt für Darmstadt durch die Tirektionen der in Betracht kommenden Ansen wollten, und die Verkäufer. Denn als * früh wie schon seit Montag, Hunderte von icn und Kinder in Griesheim, Nied usw. zuni ksellzülhttrmtlMitßrllv.Ulng. 3m 27. Juli wollen wir Herrn Brau« in libiiuicn v. d. f>. besuchen und seinen Ltenen- i> bcUcUtinen. Absabrl von Gienen 6.52 nach irben, von dort Fußtour nach Holzbausen. Die riaijrt kann von Holzbausen nachmittags 4.15 |lnen.8407 Dust. Größere Ausgaben stehen der Stadt Ludwigshafen ttoch bevor, da verschiedene größere Kasernpn für A ü Bauern natürlich, roelche die Loge anfd>eineni> ;i l übersahen, wählten auch sozialdemokratisch, welche bei der bürgerlichen Gemeinderats j|. aufgeslellt waren, fluch zum Teil gewählt so, oder überhaupt nicht. Des- Gregor W. Lumb, Frankfurt a. Kaiserstraße 6. Telegraminadr. Gummtlumb. 8106es Ludwigshafen, 14. Juli. In der Stadt- rilt, daß die Kosten der i tz u n g für die Stadt 18. 7.— 12.9®. Unter diesen vgtt. X Wieseck, 16. JuU. Die für nächsten Gttijc nahm die Feier ihr Ende. Strd6 Lauterbach. Sport. Bad Nauheimer zbampfspiele 1919. ta. ®et der Bürgermeisterwahl sand sich den altbewährten Bürgermeister Nicklas ein Gläser Gummi (mi sehr billig. Car! Schunck nm. abds. vm. Bekanntmachung. Am 19. Juli, norm. 8H6r werden im hiestaen Freunden leis 84171d 2 Wagen Heu öffentlich an den Meistbietenden gegen sofortige Barzahl. verkauf! werden. Gienen, 18. Juli 1919. Güterabfertigung. ~ -s 22.4 16.1 15.5 17. 7. 17. 7. 18. 7. tiiufenb Diark Eoftiete, war Schmalz, dar- aber smrd sich — Schuhwichse. — Ter Fall rert an den Reittfall eines Frankfurter Bür- , der am Bahnhossplatz eine Kiste mit Schmalz zu Lxuue aber — Nheichand vorfand. Hessen-Nassau. Lebensmitttlschiebung. Frankfurt a. M., 18. Juli Kaum hat französische Berwchtung die Gren»e für die iuhr von Lebensmitteln geöffnet, so schiebt I oz. O ffenbach, 18. Juli. Eine nette lieber» nrg wurde einer hiesigen Firma zuteil, die ^-aß amerikanischen Schmalzes Von einem eher erwarb. Die obere Schicht der Ware, die die französischen Truppen gebaut werden müssen. Die Umlage mußte von 190 auf '280 Prozent erhöht werden. mr. Oberreifenberg, 16. Juli. Am Montag wurde eine ganze Bande von Schmugglern von den Franzosen crivischt, die nicht weniger n>ie 7 Wagen mit sich führten. Sie hatten Gummi und Tabak im Werte von 115 000 Mark geladen und suchten aus dem Zackemoeg zwischen der Tenne und Oberreifenberg das unbesetzte ('tebict zu erreichen. Tie Wagen wurden nach Königstern gebracht und drei der Schmuggler kamen Hutter schwedische Gardinen. statten, für G i e foen durch den Leiter des Kursus, Prof. Tr. Dittmar. Die Meldungen sind mit 1,50 Mk. stempelpslichtig. ALeldeschluß 7. August. Alte serieuse, französische Nort-n. Exportfirma mit Niederlassung in Mainz, die früher schon gute Beziehungen mit Deutschland unterhielt, sucht mit Einkaufskonsortien privater und behördlicher Natur, sowie mit Grossisten, Fabriken usw. zwecks Import und Export in Lebensmitteln, Rohstoffen u industriellen Bedarfsartikeln in Verbindung zu treten. Interessenten wollen sich wenden an Postfach 74 Mainz a. Bh. 8415» Höchste Temperatur am 17.7. =23.9e, Niedrigste , , 17.7. — 7.4*, auf einiger Pfunde erschienen, sanden sie alle »aste geschlossen. Tie Kaufleute erstatten, daß ksurter Händler am Mittwoch die gesamten äte aufgerauft hätten, um in Frankfurt die l Lachmann in Schlitz käuflich erworben. Die irtei soll abgebrochen iverdcn. — In Pfordt m vorgestern die Eheleute Johannes Wahl Fest der goldenen Höchst. Gleichzeitig konnte Jubilar sein 50jLhriges Dieustjubiläum als sdiener begehen. Starkenburg und Rheinhessen. ht der Pwviiu Oba- tyfoi. Der Ersuch mit den. Lorträgen sei glän- xm Ainchericht 2ou:?J nb gelungen Auch seien die Volkshochschulen im -mlsaiMll: die Ustehen begriffen. Entleaenere Orte, wie etwa :rck aus Asseld, yn. Isfeld, müßten für diese Bildungsanstalten ibciu Züchter bei dem MH: 11: in Betracht kommen. Prof. Dr. blinket 1 IC | e u, 1.0. xyuu. ÄAK IUI nuunica toRetZ+i. «Itutflo geplante Wiederholung des Kirche n- I ^®i bitjcrtö muß wegen ein getretener Hindernisse . ^rbteibeu. Vlontag den 21. Juli beginnen wieder dt n zelmSßigea Smgsttmden des Francnchors, der mögliche m Herbst ein zweites Kirchenkonzert veranstalten ^nu^emrchin Baucj« ^ül. Der Ehor hofft auf weiteren Zuwachs stimm- l'tteden. T« £rau£lt und Mädchen. ««iS «löfe». Ausweisung eines Bürgermeisters. — Kreuznach, 18. Juli. Auf Anordnung der französischen Behörde mutzte der hiesige Bürgermeister Dr. Ko ern ik bis zum 17. Juli die Stadt verlassen. Warenverkehr mit dem besetzten Gebiet. mt. Mainz, 18. Juli. Für die Versendung von Waren nach den unbesetzten Gebieten gilt folgendes: Waren französischen oder alliierten Ursprungs, deren Ausfuhr in das unbesetzte Gebiet bisher verboten war, können von jetzt an gegen Vorzeigung der richtig ausgestellten Transporterlaubnis ausgesuhrt werden. Insbesondere können Lebensmittel, deren Ausfuhr bis jetzt streng verboten war, unter dieser Bedingung ausgcsührt werden. Eine echt französische Verordnung. mt. Oppenheim, 18. Juli. Ter militärische Verwalter des KrerseS erläßt folgende Verordnung: Seit einiger Zeit haben zahlrcickw Verbrechen im Gebiet der 10. Armee gegen Frauen und Mädchen stattgesunden. Einigen derselben sind sogar die Haare abgcschnitten oder ihre Namen mit verleumderischen Anmerkungen angeschlagen worden. Damit diese Verbrechen in Zukunst endgültig vermieden werden, befiehlt General Mangin, folgende Maßnahmen zu treffen: 1. Jedesmal, wenn ein Verbrechen solcher Art stattgefunden, sollen die Schuldigen innerhalb 48 Stunden verhaftet werden. Sollte dies nicht in dieser Frist gelingen, so wird der Bürgermeister dafür verantwortlich gemacht und wegen Nachlässigkeit in seinem Beruf vor das Polizeigericht gestellt. 2. Andererseits werden die Schuldig wegen Gewalttätigkett, Sittlichkeitsverbrechen, Aufreizung und Hetzereien vor das Kriegsgericht gestellt. Ein Dorten-Agent verprügelt. = Oberjosbach, 18. Juli. Ein Agent Törtens wurde lner bei seiner Werbearbeit für die Rheinisclie Republik elend verprügelt und mußte den Ort fluchtartig verlassen. Kupfcrfcücl mit Rand, schwere Ausführung, tn allen Gröhe» sofort lieferbar. Preis auf gell. Anfrage mit Grödenana L. Kolb, Kjaenrroßhaadlung, Frankfurt a. 1L, Rohrbachstr. Sä MUttur ALirche rind Schule. Reifeprüfungen uub Vorbereitungskurse. Reifeprüfungen für Nichtschüler — und Nichtschülerinnen — für alle Schulgattungen, auch Studienanstalten — sowre Kriegsreiseprüfungen finden im Laufe des Monats September statt. Der mit 1,50 Mark stempelpflichtigen Meldung sind hinzuzusttaen: Lebenslauf, Leumundszeugnis, Nachweis des Bildungsgangs sowie die letzten Schul- und Privat- zeugnisse über den erhaltenen Unterricht. Bei der Meldung xur Kriegsrrtseprüfung ist die Vorlage eines Nachweises über die Dauer der Militür- dicnstzeit ersvrderlich. Zu ben Prüfungen werden in der Regel nur solche zugelasscn, die durch Geburt oder Wohnort der Eltern dem Freistaat Hessen angehören oder seit mindestens 3 Jahren darin ihren ständigen Wohnsitz haben oder seit mindestens 3 Jahren die hessisclie Staatsangehörigkeit besitzen. Mit der Benachrichtigung über die Zulassung erfolgt durch die für die Prüfung in Betracht kom- menben Direktionen die Mitteilung über Ort und Zeit der Prüfung. Meldeschluß 25. August. Kurse für Kriegsteilnehmer zur Vorbereitung auf die Reifeprüfung werden für ehemalige Gymnasiasten, Realgym- nasiasten und Obcrroalschüler — bei genügender Beteiligung — im Laufe des Monats August nochmals in Darmstadt und Gießen eröffnet. Bei der Meldung ist das Abgangszeugnis der zuletzt besuchten staatlichen Schule und ein Nachweis über die Tauer der Militärzeit vorzulegen. Zugelassen zu den Kursen können nur Kriegsteilnehmer werden, die die Reife für Obersekunda oder Prima besitzen, oder die regelrecht in die gelt »rftebrre, 18. Ml Hilf der < und dergleichen) die Höhe der christlichLi EwigkeitsHoffnung zeigte und ihre Bedeutung ins rechte Licht stellte. Der ausführliche, llare Vortrag fand als Echo eine lebhafte Aussprache. Den zweiten vorttag hielt Pfarrer Schick (Qucä- born), der in drastilchcr Klarheit von den Forde•• rungen gegenüber den neuzeitlichen Bestrebungen innerhalb unserer Landeskirche sprach, in der Ber waltung der Kirche einen Ausbau auf demokra tischer Grundlage befürwortete, in der Verwaltum? der rein geistlichen Angelegenheiten hingegen nicht den Volkswillen, sondern Gottes Willen für maß gebend erllärte und von den Hauptaufgaben der Ki»chc in der nächsten Zukunft redete. Auch diestt Vorttag würbe mit lebhafter Aussprache erwidert. mr. Frankfurt a. M., 16. Juli. Äc Schulveuvattung beabsichtigt für lungenkranke ihn der an geeigneten Stellen des Waldes sogenannte Freilustschulen zu errichten, die aber so gelegen sein werden, daß den Stinbern, die den ganjen Tag draußen blechen sollen, der Weg nicht zu rveit wird. Preise zu „regulieren". Das heitzt w flMl deutsch, wreder in bie Höhe schrauben. Den» alle die Schieber und S , die noch zu hohen Preisen Waren einkau wurden von der Grenzöffnuns überrascht und verlieren gewaltige Summen. 9hm versuchen sre gewaltsam die hohen Preise zu halten, was chnen hoffentlich nicht gelingt. Stveoge Matzregeln geg-n das Hamstern der Kurgäste. [I Biedenkopf, 18. Juli Eine stark besuchte öffentliche Versammlung fetzte für die Kurgäste folgende Bedingungen fest: Die Kurgäste haben sich erstens des Hamsterns innerhalb des Kreises Biedenkopf zu enthalten, es ist ihnen untersagt, Rucksäcke, Koffer oder dergleichen bei ihren Ausflügen mitzunel;men oder sich Lebensrnittel bringen zu lassen; 2. sich der Nutzung der Walderzeugnisse zu enthalten; 3. den Ankauf von Stack)el- und Johannisbeeren usw., sowie von Obst und Gemüse zu uittcrlassen. UebertrLtung dieser Bestimmung hat die sofortige Ausweisung des bettefsenden Kurgastes zur Folge, außerdem ist ein entsprechendes Sühnegeld zugunsten der hiesigen Armen zu entrichten. Eine Anzahl Wirte geben in Uebereinstimmung hiermit folgendes bekannt: Gäste, die dem zuwiderhandeln, werden wir sofort aueweiscn und für Hinterlegung des Sühne- geldeS Sorge tragen. Reformbuirb für Gutshöfe. ■= Frankfurt a. M., 18. Juli. Der aus oberhessischen Gutspächterkrelsen hervorgegangene „Reformbund für Gutshöfc" (Sitz Bad-Nauheim) hielt hier eine Versammlung ab, in der Dr. Krantz über das hessisck)e Landgesetz und seine Folgen für bie größeren Gutslstsse sprach. Tie Gutshöfc seien zu Landabtretungen bereit, aber nicht in dem geforderten Maße, da sonst die ErnLhning der Städte einer Katasttophe entgegengehen müßte. Durchschnittlich habe der Großbetrieb mindestens das Doppelte geleistet wie die mittleren und kleineren Wirtschatten. Dringend nötig sei eine Statistik über bie Leistungen dieser Güter. Bei cüter Landaufteilung verlöre die Landwirtschaft zudem viele ihrer hervorragendsten Ver- treter. — In der Aussprache wurde mitgeteiltf daß der preußische Landwirtschaslsministcr bei einer Aufteilung die Pachtverträge respektieren würde, während man in Hessen nach Aeußerungen deä Ministers Henrich dies nicht beabsichtige. > Sdett in öiekr i ntte mm Schulrat Huff für feine fvamdliÄeni )!llhl ans Grok-Heic. <-oilr, und auch den Amvesenden für dir Auf- kl Amtsrichter bei bffl ta rrkfamkeit, bie sie während seiner Vorträge gc- Grvhrock in hätten. Gesänge, Instrumentalvorttägc und ---Bad Homburg v. d. D., 18. Juli Prinz Adalbert von Preußen hat die Villa von Brüning im Digagarten käuflich für IV, Millionen Mk. envorben und wird in Kürze mit seiner Familie nach hier übersiedeln. [] Marburg, 18. Juli. Im Gymnasium Phillppinum fand heute eine Gedächtnisfeier für die gefallenen Lehrer und Schüler der Anstalt statt. Die Oberrealschule hält eine solche morgen in der reformierten Kirche ab. X Gelnhausen, 17. Juli. Der aus dein Braunschweigischen gebürtige Vorsitzende des ehemaligen hiesigen Arbeiter- und So.l- datenrats, W. Scherfs, ist verhaftet worden, da ihm verschiedene llnrcgdmä üigfcüen zur Last gelegt werden. Er soll sich auch zahlreicher Schiebungen schuldig gemacht haben. ■4 Langgöns, 17. Juli. Für das am Tom» inenden Sonntag hier stattsindende Bezirks - Wstturnen des 5. Bezirks des Gaues Hessen, dessen Vorort Bad-Nauheim ist, sind beim hwsigeu Dezirksturnwart Hartmann etiva 400 Anmeldungen für den Wettkampf eingelaufen. Von ben hiesigen beiden Turnvereinen beteiligen sich allein 60 Turner und Zöglinge am Wetturnen. vermischtes. , * Keine Portofreiheiten mehr für Arbeiter- u trb Solbatenrüte. Die Arbeiter-' und SollxitenrÄte genossen bisher Porto- und Gebühcenfrerheit für ihre Sendungen bei der Reichs post. Nach einer Verfügnmg des Revchspvst- ministeriums können die Arbeiter-, Bauern- und Soldadenräte als ReiÄsbetzördcn im Sinne dev Porto freiheitgefepes und der Verordnung über dir gebührenfreie Beförderung von Telegrammen nicht mehr anerkannt werden. Es wird dies ixnuit begründet, daß durch die Gesetze, bie Don der ber* sassmiggebenden deutschen Nal ionalversammlulig erlassen sind, inzwischen eine weseittliche Aenderung der Verhältnisse eingetreten ist. Tie Postanstaltcn sind desl-alb angewiesen worden, Porto- und Ge- bührenfreilMt im Telegraphen- und Fernsprechverkehr den Raten nicht mehr zu gewähren. Aus dem besetzte« Gebiet. Feindliche Propagandaschrtsten. dt. Köln, 18. Juli. Auf Veranlassung der englischen Besatzungsbehöcde werden zur Zeit in Köln folgende Schriftchen vertrieben: 1. „Tie Schuld drt deut'chen Regierung am Stiege" (Lich- nowLktz „Mcine Londoner Mrsfim" — Die To- kurnentc Dr. Mühlons). Preis 50 Cents, gedruckt in Paris. 2. „Der Lllltisemittsmus in Teutsch- land",vvn Israel Cohen, gedruckt in London bei William Clowes and Sons. 3. Fernau ,,Gerade weil id) Deutscher bin". 4. „Ter Huirgerkrieg, wer hat angefangen?" von S. Zurlinden, London. Tiefe Scliriften werden unter Se.bstkvstenpreis von der englischen Besatzungsbebördc den Buch- und Zeitungsl>Ltä>lern zum Weiterverkauf überlassen und finden leider auch Absatz. Verbot von Empfanasfeierlichkeiten für KriegSgesangeae. ---Mainz, 18. Juli. Für den Bereich des Brückenkopfes Mainz verbot der General Mangin den Gemeinden jede Empfangsfeierlichkeit für die heimkehrenden Kriegsgefangenen. Auch Geldsammlungen usw. untersagte er. Er begründete das Verbot damit, daß den nach dem Waffenstillstand heimgekehrten Soldaten auch kein Empfang zuteil ward und daß cs deshalb unlogisch sei, die Gefangenen anders zu behandeln. Zudem hätten sich die Gefangenen ihre „bevorzugte Lage" vereinzelt durch freiwillige Uebergabe geschaffen. Derhaftung einer Räuberbande. --- I b st e i n, 18. Juli. An der H ü h - nerkirche wurde nachts ein Wagen mit Gummi im Werte von 75 000 Mark von einer Räuberbande überfallen und entführt. Der Kutscher und die Begleitmannschaften wurden durch Revolverschüsse vertrieben, wo- Unsere Leiterwagen „Uimrwilidj" übertreffen alle» bis beute hierin Gebotene an Stärke, laufen lehr leicht, da gefräste Achsen u. Gubbüchs Jeder anSqesllbrt, Auftrag erwirbt unü neue Kunden. Wir liefern selbe »u nachstebenden Preisen ab Werk freibleibend gegen Nachnahme: 80 90 100 115 126 135 em lang 150 250 300 400 600 750 kg Tragkr. 65 8ti 90 110 135 150 Mk. 100 cm lang und 115 cm Lang, Näder mit eichenen Lvelchen je Mk. 5.— höher, 125 cm lang und 135 cm lang und mit eichenem Untergestell. Wenn nicht wie angegeben, Zurücknahme auf unsere Kosten. Echladerner Handleiterwageufabrik, ______________ Schladern iSieg». 8418L’ ff- ÄKA 19. M i» *X ",e tuiiiuiiiiuiinnimniiünniiiiiiiiuiJ Schuhe! werden fchnellstenö besohlt und gefleckt bei guter Bedieng. BiegdpUd 211. OHimillllllllllllilillHIlJlllllllinilB bei rin Mann Berletznngeri erlitt. In W ie S- baden fing die Polizei die Bande in dem Auaenblick ab, als sie den Gummi verkaufen 4 Bad-Nauheim, 18. Juli. Für die am 25., 26., 27. und 28. Juli hier stattftndenden! großen Kampfspiele, die vom hiesigen Sportverein unt> dem Generalkommando des 18. A.-K. veranstaltet werden, sind zahlreiche An Meldungen eingelaufen. Die auSgefcnricbeiien Kon kilttenzen zerfallen in drei Haitt'tirruppen, in solche, die nur für Zivilpersonen, solche, die nur füi Militärpersonen und solche, die nur für Bad Nauheimer Vereine offen sind. Für Zivilpersonen stehen nicht weniger als 23 Konkurrenzen ofk*n, während für Bad-Nauheimer Vereine 4 und für das Militär 24 Kvnknrreirzen vorgesehen sind ' befinden sich R e i t e r s p i e l e. Außerdem ist ein 5>aitbgranatenn>eithnirf borge sehen, der für Zivil- und Militärpersonen offen ist. Bon der Bade'- unb Knrverwaltmrg, der ©tobt, den Vereinen und Privaten sind zah!reick>e Ehveu preise für die Wettkämpse bereits gesttftet luorbcn. Anmeldungen zu den Kampffpielen nimmt ber - - - *:** o rMu4en, ferner einige Duette, bte durch zwei Als- fmtigtdti UlrüM. 2krmru und durch zwei Herve» ju Gehör s'-ma-ÄMtS, tat 8t acht wurde». Für Heiterkeit sorgten .nuunzrot tex chlMln - Alsfew und ^Lehrer Stoll-Lehrbach. Iftuai emarnti (0 A»S hem vch11tzerland, 1» yt “lÄÄ&Zfk rtoße außer Betrieb liegende Damp^iegelei ;Ät r n d 6 a u f e n wurde für 28 000 Mark c lrtch M ncuril ----- LchMtsosfesfor em- tt Lehreckll« an AWA AM lW^udlicke Mauer zwischen die Verbraucher, Nutte «''PB ^en Kleinbedarf in den Nachbarorten billig Utbtti1 A- V I Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Sud-Anlage-. Samstag, 19. Juli: Vorabend 7.30 Uhr, morgens 8.30 Uhr: Predigt. Abends: 8.40 Uhr und 9.20 Uhr. , _ Israelit. Relisionsgesellschaft. Sabbatseier den 19. Juli. Freitag abend 7.30 Uhr, Samstag vormittag 8 Uhr. Nachmittag 4 Uhr. Sabbatausgang 9.20 Uhr. — Wocl-engottesdienst; Morgens 6.30 Uhr, abends 7 Uhr. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. *y oberiurftS!p-nkandidal in der Person des Schneiders Wil- P" «Wp cTer Wahlkampf wurde bis zum äußer- ^.Itänbcif erf -tt x getruben, wobei die Sozialdemokraten die nui;, fn, p-rhand mit nenn Stimmen erhielten. Ittirz bar» j ■ ,ß kam die BeiMordnrtenwahl, bei welcher noch ’anunin „ «i ben Sozialdemokraten erbitterter gekämpft ntr jertt. Sie stellten den Bäcker und Makler Phil. Fertschl?^"-cck tud II. als Kandidaten aus, die Bürgerlickien Prof i", - Mi Landwirt Ludwig Schmidt. Beachtenswert ist, d ^ttriekifl?1^31' xi füh Bb Rudel II. erst bei der bürgerlicheit lwssLliMi^ tirutte befand, von wo -r zu den Sr^ialdemokraten inqtn gericht do i Eaine nur ein allmählicher Ueberaang in Ft rratiS1^Lnni käracht Im Vernunftstaat erwache die Seele zu berhcssen MH Grv-; mh Leben. Es trete ein ästhetischer Zustand ein. idgencht der Pwvmz ^rainung der Seele von der Welt. An diesen rr stl dm Amtsgmlü Wrnag schloß sieh für die Teilnehmer intb U)re Dr. Wilhelm Stoll j ngtbörigm eine gesellige Vereinigung an, oie wntsrichrr bd dem S: ach ein Doppelpuartett eröffnet wurde. Sächlrat lmtsrichter bei bem rHhu ff hielt dann einen mteressanten Vorttag, der 8M4c Msteln- Schnittmu>ter An die Aerzte Automobilöl derProvinzOberhessen! Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung! I Karl Schäfer MD i5J f ans Kirzing« itglied, Restauralm 014081 Der Vorsitzende. 8332c Annerod, den 18. Juli 1919. ■ Die Gedächtnisfeier findet Sonntag den 20. Juli nachmittags 21/, ühr ITanzbelusiigung wird ergebens! eingeladen. eu6l0 in der Kirche zu Annerod statt. 01*001 coooecooccoooaaaooc Section Giessen (Marktstrasse 3), Juli 1919. 8414D tag ein. 8359 Stadt «Nähe Glm- 841083 litt C, Köuigstratze 9—10. Frau mit lOjähr. Knaben 8 , . , . 11 Frau mit 10,avr. Lknaven | V®rmi®4ui1igen || ausgewies. a.Lotbring. 4- ush 6 3tllitnet-x3ob nnrh Angebote nach Bleich- Vereine > <> Du warst beliebt, bei jung und alt Und allen, die dich nur gekannt, Wirst du im Gedächtnis bleiben. in Zeppelinflaschen, Inhalt 6 Liter. Sie ist die erste praktische Tourenpackung, da eie Oelbedarf für lange Strecken faßt» EinechL Flasche Hk. 32.— per Stück. Leonhard Schäfer Margarethe Schäfer Heinrich Schäfer und alle Angehörigen unt. Mitwirkung der Chimscer Tiroler-Kape Gäste sind willkommen und besonder- hier wohnhaften Bayern. Ergebenst ladet ein Nach langer Ungewissheit erhielten wir nun amtlich die schmerzliche Mitteilung, dass mein lieber, braver Sohn, unser herzensguter Bruder und Pate Gefreiter Im Res.-Inf.-Rgt. 224, 6. Komp., Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Kl. u.der t^ess.Tapferkeitsmedaille nach 44monatiger treuester Pflichterfüllung am 23. Dezember 1918 auf dem Wege nach der Heimat den Heldentod fürs Vaterland im Alter von 24 Jahren in der Ukraine erlitten hat. In tiefer Trauer: welche amDiensttna^ zwischen 9V< u. U/H den zweirädertgen w wagen vor dem LM« entwendet bat, wirf t durch aufgefordert'l«. denselben im Hotels borir abzugeben, M genfalls Anzeige etf* Staiogr.-ßesellscli. M taget d.Dmm1w Samstag 1 Frankfurter Innigen Dank für die warme Teilnahme an unserem grossen Leide. Für die Hinterbliebenen: Heinrich Schultheis. Weit, weit aus fremden Landen Tatst du den letzten Blick, Du guter Sohn und Bruder Kehrst nimmermehr zurück. Wie hast du dich gesehnt Nach deiner lieben Heimat, Um alle deine Lieben Nun wieder bald zu seh’n. Aber noch in letzter Stund Warst du so schwer verwund’, Daß du starbst nach wenigen Stund’. Steilerzangsbote Sonntag. 20. 0Ji 8i(6-?HeUt"öyfe— W rotb—Laubach-GmE Abf. 8” vorm. Bei Deutsche Bolkspartei Mitglieiler-Versaimnluflg Freitag 18. Juli, 8^ Uhr, i.Gcwerbehau- Tagesordnung: Kreis- und Provinzwahlen. Bericht über die Landesansschutzfitzung. Samstag den 19. Juli 1919, nackmitt. 3 Hbr, versteigere ich Neustadt 55 dahier (im Pfau» auf gerichtliche Anordnung gegen Barzahlung einen Wolfshund. Funker, Gerichtsvollzieher in Gietzen. AW Prima Maschinenöl Motorenöl Maschinenfett, hell u. dunkel Wagenfett in allen Packungen Zb verkaufen: 1 Ernteleiterwageri, 1 Kastenwagen, je für 2 Pferde, 1 Egge und 1 Pflug. Näher. Kienen, Frank- furter Strane 52, [MM Wir stellen noch eine beschränkte Anzahl lischt. Bergarbeiter für unseren Betrieb Neber- und Unter- Kräftiger Juo^e, der die Bierbrauerer und Landwirtschaft erlernen möchte, wolle sich alsbald unter 81185 an d. Geschäftsstelle d.Gieh.Anz. wenden. Bolle Verpflegung u. Fa- milienanschl. w. gewährt. X Saul tWflon e; fj Unser herzliebes l£arld?ett wurde gestern von seinem kurzen, schweren Leiden, das es mit rührender Geduld ertragen hat, im Alter von 2'/, Jahren von seinem himmlischen Vater in die ewige Heimat abgerufen. In tiefem Schmerz: Im Namen der Familie Karl Theiß. Gietzen (Ludwigstr. 36), 18. Juli 1919. Die Beerdigung findet Montag den 21. Juli, 2 Uhr nachm., auf dem neuen Friedhose statt. 013996 Bayrische vereinigm, SamStag im Saalba« Caf6 Leib Reue» Plüjchsofa Divan, sowie altes Sofa, neu aufgearbeitet, zu verkaufen. Wetzlarer Wes«SvM-t.r. 013998 Hera- Dr. Wiebel aus Leipzig hfllt Gießen nm 19. I. BL, abends 8 Uhr c. im Hotel Clroßlteerzog auf Veranlassung Medizinerschaft der Universität einen Vortr zu dem auch alle Aerzte hiermit eingelad werden, über Die Beüentnno Des WMMWÄ sowie über Die Entstehung und bisherige Erfolge des Leipziger Verbände«. [ recht zahlreiches Erscheinen wird gebeten. HciratsB Landwirt, 33 I. all mit Dienstmädchen. Landwirtschaft kann LandwirtSiochier In bindung treten spät. Heirat; etwas mögen erwünscht, ohne Kinder nicht geschl. Schr. Ana-hg Bild u. 014009 a. b. (Bild wird wieder gesandt.) Anonym h r^iidchten. 'Sg.Dr. Pagenste a ein Äusvatzmeae Bi) ein Llsmchmegegs rswioi, Doch muh 'äu-W wrgegcmM roi ■tu Mt, die Posit 'iienatg des Kleimwl dieses Gesetzes k Wir konnten uns hier nicht wiederseh'n, Auch nicht an deinem Grabe steh n. Noch dein Grab schmücken fein Mit einem Blümchen: Vergißnichtmein. Doch auf zum Himmel wollen wir blicken, Dort gibt’s ein Wiederseh’n. Gebrüder Löb, Gießen Telephon 2171 ei4°“ Telephon 2171 Kaufe geh’. BerM.DanwnHer L. 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Ta-u auf dem saft kohlen Ädel mit den paar dünnen grauen Haarsträhnen himmelhohen Hut von schwarzen Spitzen, röHd^ncu lila Bändern und verstaubten weißen we, der seinesgleichen suchte. d!ack> den SoimZ finde! SMr^ lerin f'5 *r» Sillti«”." Siephanstrave^, M6: 'para/ lelurot- * unter auf die schöne Schweizerreise so sehr gefreut, aber in der Reisegesellschaft verging ihr alles, und sie war froh, wenn sie unterwegs mal unbeachtet und unbehelligt allein für sich den Anblick schöner Gegenden und interessanter Menschen gemeßen men und besondni yern. in «rsorten zum großen Ergötzen der anderen isteiseudcn das Gepäck unterzubringe« suchte. !2J bst lls trift' 113720 leifltr einen Sitzplatz nieder, wahrend des Hauses unter vielen überflüssigen DetfaffunggebtnOe Doltsfammer der Freistaates hesten. 34. Sitzung vvm 17. 3uh vormittags. Darm stadt, 17. Juli. drMdent Adel ung eröffnet um 9y< Uhr V Ätzung. Das Haus holt zunächst die .jiitzelberlMmg der zu rück gestellten Kapitel des Landgefttzes und zwar zunächst das Kapitel über die |t6gramg. Art. M wird kn der Ausschußfassung ange- k riwen. Art. 55—57 werden angenommen. Male sah recht stattlich aus. Sie trug eine ' verblickicne schwarze Seidenmantille. die ihr „Bitte gnädige Frau, es ist die höchste Zeit." lic sie, „vis auf Male scheinen wir ja alle ^gebracht. Der Zug geht ab." Preß- Itifdjt unter irb 6t ru u.Äns. gna Svendburg .1 u>man von Anny Wothe. Erliess,, £5ö?e sr§Ä erwünscht N >r.Äno- lenen eilt Durch' ,dn>irl' «"ft Interessante Menschen? Langsam, scheu hob sie den Blick, aleichsam als müsse sie letzt einen interessanten Menschen oder wenigstens einen, der nicht so war wie die anderen, suchen, und, als sie das Auge voll aufschlug, sah sie gerade nn paar dunkelleuchtende Männeraugen. Wie schwarzer Sammet, durch lange schwarze Wimpern bald versteckt, glühten diese Augen seltsam tn dem feingcschnittencn vornehmen Männerantlitz, das ein halbes Spottlächeln um btt vollen roten Lippen, die von einem schwarzen Schnurrbart leicht beschattet waren, sich chr entaegenneigte. Ragna empfand ein sie seltsam durchschauerndeS Gefühl, als sie in dieses Antlitz blickte, gleichsam, als habe sie diesen Mann lange gekannt, lange gehaßt, lange gefürchtet und doch lange ersehnt. Sie sah wie geistesabwesend in das noch immer spöttisch lächelnde Gesicht, und eint dunkle Glut färbte ihr AnUitz wie mü Rosenlicht. Wie in geheimer Angst zog sie Fränze, die sich an ihr Knie schmiegte, näher an sich. „Tu, Fräulein," sagte diese zutraulich, „ich habe Hunger." . . ,Zch auch," echote Aenne von der anderen Seife, wo Male noch immer eifrig mit dem ®e* yäd fagte Frau Theres«. „Unb Sie sgM ^Linder äLu.^^J gefdjin llihmtfclmlt Alber-, schwarzen Beichten ettjeuge ■ Rmdled», W TOoDtr.e ffM g aus Lager. inger Tclevboi zu. Was scherten stt ott gen luven -octif. hatte gerade genug davon, und tainendmal hatte stt es schon bevcut, es durchgesetzt zu ha^n, mit Kind und Kegel einige Wochen in die schwelz zu reisen. Aerger, nichts als Tleraer hatte fte bisher gehabt, «tb heute, die Fahrt schien ia auch recht Raana schämte sich, sie wußte aber nicht recht, ob vor sich selbst oder vor den seltsam forschenden Augen, btt in ihrer Seele zu lesen suchten, die so ungemein spottsüchtig an Familie Lorenzen hingen und die doch so weich, so träumerisch und warm blicken konnten. „Wie lange fahren wir noch bis 2anferfrnrrni en, mein .Herr?" sagte die Professorin, welcher di« Fahrt langweilig zu werden begann. „Kaum eine halbe Stunde, meine gnädigste Frau," gab der Fremde artig zurück. ^Jst di« Dahn, die nach Mürven fährt, in der Nahe der Bahnstation in Lauterbrunnen?" ,,Ja, kaum fünf Minuten entfernt. Tvch ist es jedesmal mit Schwierigkeiten verknüpft," iuhr der Fremde fort, „mit der Trah> V ilbabn mittnkonv men, ich darf Ernten also wohl Ette namentlich wenn Sie, meine (hnädigste^mtt Ihren Angehörigen zusarnmenbletben wollen." (Fortsetzung folgt.) teilen. „Wenn ich nur wüßte," sagte die Frau Professor, ,M> mein Alter und die Gören stecken, die könnten doch auch von dem guten Zeug essen, es ist doch nun mal da." Ragna errötete wieder und sah scheu zu ihrem interesseanten Nachbar hinüber. Aber der lächelt« jetzt und sagte verbindlich zu Frau Therese: ,L8enn Sie, meine gnädige Frau, den Stieren und den jüngeren Herrn mit den jungen Damen meinen, die mit Ihnen zusammen kamen, so kann ich Ihnen Auskunft geben, die Herrschaften sitzen hier tm Nebenooup6." Damit stand er langsam auf und schob mit einer eleganten Bewegung die Tür zurück, die das andere Abteil von diesem trennte. , „Tanke, danke verbindlichst, mein Herr, rief Frau Therese hocherfreut, „das ist ia prächtig. Lorenzen", rief sie in das Nttxmwupö, „willst du hrt Stulle. Iß man, iß man, sonst wird dir flau, und du Geerd und du Peter? Wo stecken denn die Mädels. Wollt ihr nichts offen?" „Nein, nein, Mama, wir denken nicht daran, sieh mir das herrliche Tal und die himmelhohen Berge", schallt« es aus dem Nebencaupü ^trück. Äbg. Urstadt (TemJ begründet seinen An- - a die Mindcstgrenze auf 50 Hektar hin aus- •XYben. Es ist das Resultat der AuSjchußbespre- tziiig. Wir hoffen dadurch zu erreichen, daß auch 11 Deimar uns Entgegenkommen bewiesen iverben I Altz. Abg. Diehl (H. B.) spricht zum Antrag ß Uwag Knoll den Standpunkt der evangelischen kilckc aus, die jahrhundertelang fortschrittlicher 5 wc als der Staat. (Ter Präsident macht darauf jrirrffnm, daß das Landgesctz zur AuSsPrackre >>bt) Ich werd« gleich beweisen, daß meine Aus- il/nntgen zur Sack>e gehören. Tie evangelische | jfirite hat im Gegensatz zur katholischen Kirch? in | f)cit einen ziemlich großen Landbesitz. Di« Kirche i ui bi« Berpachtung der Kirchengüter längst in sozialer Weise durchgefülirt, als der Staat ' n i.inen Domänen. Unsere Kirche hat ja den . 5iim des Lundgesetzes längst erfüllt, besser als ktz-r Staat vielleicht tun ivürbc. Tie beiden ItSntrn haben im letzten Jahrhundert viel bluten lassen zugunsten der Gemeinden und des Staates, w ich »»gebe, oft notwendigerioeis«. Tie Kirchen farmt nicht ganz auf bk Geldwirtschaft rng^ Ejtrcit 'werden, sonst gehen sie zugrunde. Wenn Ihr Antrag Knoll, wie ich fürchte, abgelehn! wird, ||> jttc ich, den Antrag Urstadt auf Hin-aussttzung s! r Mndestqrenze aus 50 Hektar auch auf Kirchen- '11 aus-zut^tz-ren. ?lbg Dr Pagenstecher halt es für unmög- D i., in ein 'Ausnahmeaefetz, wie das Lanirneseh, Lüi ein Ausnahmegesetz zugunsten der Mochte Rnnnnctzen. Doch muß mit aller berechtigtm fcdotning vorgegangen werden. Wir haben den An» fl^ftellt, die Position c zu streichen (zur H berung des KleinwolmungsbauS), weil er im Ütlfmen dieses Gesetzes keine Wirkung haben würde 'm iiedenkliche Folgen zeitigen könnte '.'[hfl. Kaul (Soz.) spricht für Beibehaltung x Position 6; sie hängt organisch mit dem Gesetz j jimten, denn das Gesetz tvill doch das Sied- > !o-4sweftn aut dem Lande fördern. Es dient nicht Jftfti Aiffehen der Kirchen, bei der Verwirklichung großen sozialen Gedankens eine Ausnahme Alles ylbmahnen der Familie Lorenzen, alle tfeteicn dec Kinder, diesen vorsintflutlichen Hut zu Hause zu lassen, war erfolglos geblieben. erklärte, der Hut wäre wie neu, m zwanzig jtan hätte sie ihn erst dreimal und zwar nur Nr Kirche getragen, und wenn dieser Staatshitt Mt: put genug für die Reise wäre, so würde sie M lieber zu Hause bleiben als ohne diese Reliquie fb-ie weite Welt gehen. Ueberhaupt sei ihr das Morn verhaßt, sie wäre chr Lebtag nicht gereist, 11 es wäre eine Verrücktheit von ihr, auf ihre c-im Tage so was zu unternehmen usw., so daß die cerrcrlic Lorenzen Male gewähren lassen mußte, torti sie nicht ohne diese „Perle" in die Schweiz »itw wollte. Und das wollte sie nicht. Ohne toben. Wenn es auch nicht der eigentliche Zweck ■> Gesetzes ist, das Wohnungswesen zu fördern und m int Rahmen des Gesetzes nicht erfüllt werden «rt, so l-alten wir es für praktisch, der Regie- 0 3 leine Handhabe zu geben, schon vor der Ber- ischicdmrg des Heimstättenaesetzeö der dringensben Ptzmmgsnot zu steuern. Unser Antrag (Osann), t Mindestmaß auf 100 ha jefhufefcen, bezweckt. Ic Schwierigkeiten, die dem. Landpesetz vom Rerch »acht werden könnten, zu befeittffcn. F-mmunrinister Henrich: Wenn der in Wer- » gestellte Antrag im Reichssiedlimgsqesetz auf' S*mnat wird, sind unsere ganzen Beratungen kr Act. 58 gegenstandslos. Ich glaube, daß Lin et her Anlaß zu einer Kirchendebatte vorlag. Po-> Ln b trifft doch nicht nut Kirckienstistungen, son- ht auch Äkttengesellschvften, die sonst den Zweck | Gesetzes vereiteln könnten. Wir müssen eine vglichkeit habrn, den Grundbesitz der toten Hand fc Ausgleich heranzuziehen. Wir geben die aus- ßkliche Erklärung ab, daß Kirchengut nicht in | Eigentum von Privatpersonen Übergehen soll. Jatn großer Wert darauf gelegt wird, wivo die kimmg der LrhShung von 25 .Hektar aus ~>0 Hck> rheinische Gebiet von un5 ab fällt, und daß wir scktver geschädigt werden., DaS ist die Absicht gewesen, und ich verwahre mich gvgv' alle Versuche, mich persönlich herunterruretßen, ich verwahre mich auch enddneben dagegen, daß man versucht, mich als Agenten der ftan^üsischeu BesatzungSarni« hinzustellen. Das werde rch nicht fein. Und wer mich kennt, der weiß, daß baS nicht möglich ist, und daß das, solange ich atme, unmöglich sein wird. DaS wollte ich vor dem Hause und dem Lande festgestellt haben. ..Beifall.) Präsident Adelung erflärt, das HauS nxrbt später Olelegeuheit haben, zu der Sackx- Sll-lllurs zu nehmen. Tas HauS fährt bamt in der Beratung des Landaeselu's fort. Artikel 62, 63, 65 und 66 werden neftridjni. Artikel 64 wird mit einem der neuen Fassung deS Art. 61 entfprlxlßmden Zusatz genehmigt. Artikek 67 wird in der AttssckMÜfassrmg anoawjmnuiLi Abg. Bornemann beantragt die Eiuschie- brmg eines Art. 67a, wonach die vormckehene Regelung der Entschädigung nicht eintreten soll, bei Lieaenschaften der StlurdeSherrm und der adeligen ^ferichtsherren, soweit fic sich bereits vor t»em 17. Dezember 1820 im Besitze einer Standesherr« fchast oder eines adeligen Gerichtsherrn befaninm; ferner der m Hessen gefogenat FideckHnimifse, soweit diese Grundstücke früher bLbsl^oidrge Viauernnütcr oder Land stellen waren ober in den letzten 50 Jahren vor dem Inkrafttreten diese« Gesetzes aufgetauft wurden. In den vorbezeich^ neten Fällen wird als Entfchädiaung der Er- lverbSpreis gezahlt oder der 30. Teil des gemeinen WerteS. ES ist ,namentlich« Abstimmung beantragt. Tir Minister stimmen mit ihren Fraktionen. Es ergibt sich Stimmengleickü)eit, 28:28 Stimmen (Xie Sozialdemokraten stimmen für Einfügung bvß Art 67 a, die anderen Fraktionen dagegen.f Man streitet sich nun, ob der Antvaa Bornemann angenommen oder abgelehott fei. Ter Präsident gibt schließlich der Ueberzeugung Ausdruck, daß der Eintrag Bornemann adgelehnt ist. Tie Art. 68—78 werden nach beit Dorsch lägen des Ausschusses angenommen. Artikel 79 werd tn der Fassung des Ausschusses angenommen, ebenso di« Anträge Dr. Pgge»steck>er (der eiltstimmg angenommen lvird) und Köhler mit Stimmenmehrheit. Hmtcnach ergaben sich Zweifel über die letzte WtimnufflUL Wad) kblyafter Geschäftsordnung wird die 9llx slimmung wüd^rholt. Abg. Osann gibt einen Einspruch feiner Fraktion dagegen zu Pvatokoll. Ter Antrag Kähler wird nunmehr abgellslmt. Art. 81—83 werden nach den Au-.ftlniß'rnträ- gen angeiwmmen, Art. 85 —88 werden anflenunv- men in der Fassung des Ausschusses. Schluß der Sitzung 1 Uhr. Nächste Sitzung nackMittoigS 4 Uhr. viel versprechend anzufangen, beim Peter hatte eine Mütze verloren, wie er soeben weinend ein* ;eswnd, und Dagmar bemühte sich, mtt Hilft hres Taschentuches eine neue für den kleinen Bruder zu fabrizieren. Der Professor grollte, well ihm die ganze Reise unbeguem war, und Geerb schimpfte über die .Rinderzucht, d^ einem Bergnügen verleide. Nur Gunhlld saß mtt fllftn« -enden, sehnsüchtigen Augen da, al» müßte chr der Tag noch viel Schöneres und Herrlicher« bringen, und blickte tn den taufrischen Morgen selig lächelnd hinaus. Die anderen Mitreisenden hatten sich bald an die lärmende, durcheinander schreiende unb redende Familie gewöhnt und kümmerten sich nicht mehr viel darum, nur RoguaS Gegenüber war voll Jntevesse. Der Antrag Urstadt wird angenommen. Der i Antrag Torfch wird zurückgezogen ES tritt eine Pause von 10 Minuten ein. Nach der Pause erfolgt eine persönlich« Erklärung drs Minifterpräfidrntrn Ulrich über die mittelrheinisck« Republik. Zeitungsberichte über die gestrige Sitzung der preußischen LanoeSversammlung Mer meine Unterredung mit General Mangin in Mainz veranlassen mich zu einigen persönlichen Bemerkungen, wozu ich mich dem Lande flehen über für verpflichtet halte, um nichts hinauSgelfeu zu lassen, was td) Tür falsch halte. Ich will deslralb ffbon letzt erklären, weil die Zeitungsnachridstcn kein vosim^S Bild dessen enthalten, waS wirllich vorgegangen »st und der amtUdx B.richl abfleivartci mecocn mutz, ^fegenüber oen Ausjührungeii des Aba. Molden bauer erkläre ich: Es handelt sich nicht um cutt Werbearbeit, mit Hilfe der Franzosen eine neu- l-essische Republik Was nun die Bemerkung anlangt, daß man in den betreffenden Kreisen keine Nrigung habe, c i n- verleibt zu werden, so will ich mir kurz erklären, daß alle die Berichte, die ich über diese Stimmung bekommen habe, das Gegenteil beweisen. (Hört! hört!) Und ich fürchte, meine Damen und Herren, daß man tn Berlin immer noch nicht b^egrei st, waS l i n k s r*l) e i n i s ch v o r g e h t. lSehr richtig!) Ick) befürchte, daß man in Berlin nie lernt, was nötig ist, um d i R e i ch s e i n h e i t ausrechtznerhalten. (Sehr richtig!) Und diese Furcht hat mich getrieben, in streng reinver- sassiuigsmäßiger Weise zu handeln, und ich muß cs zurückweisen, daß jemand annehmen könnte, daß irgendwie der Versuch gerned)t worden wäre, mich einzuseifen oder mich irgendwie in meiner' Auffassung zu beeinträchtigen. Was ich verlangt habe, ist nicht, im Schatten Der Franzosen, im Schatten deS Generals Mangin unsere Agitation zu treiben, smidern was ick> verlangt habe, ist, völlig gleichberechtigt mit den Torten scheu Treibereien unsere Auf fass ung siegen diese vertreten zu können, dal; alle Par1 teien unseres Landes, alle Parteien ohne Unterschied dasselbe Recht haben, waS sick) die Dorten scheu Leute erlauben können. Ich wollte ferner festlegen, daß es falsch ist, wenn behauptet wird, daß der Plan eines groß.- hessisckn'l Freistaates vorläge. Daß der Plan nicht Vorgelegen hat und nicht vorliegt seitens der hcs- fifd)eu Negierung, geht aus der ganzen Entwicklung hervor. Daß ich mdsts getan habe, was ich nutzt öfsentlid) vor aller Welt verantworien kann, das huögen Ihnen einige Daten zeigen, die ich nock> hier oorführen will. Am 28. Juni sand die Unter-- rebung mit dem Herrn General Mangin statt, der 29. Juni war ein Sonntag. Am 30. Jimi habe ich den Bericht über das abgesandt, was ich dort wahrgenoTnrnen habe, nicht «tiva nur was in der Unterredung mit General Mangin vor sich gegangen ist, sondern, was ick) in den Unterredungen mtt den Spitzen der rlTeinhefsischen Behörden, der Han» delskom-mer, mit einer Anzahl prominenter Leute, die miffen, wie die Stimmung in den verschiedenen Städten ist, gehört habe. Ich habe vorher auch mit Kollegen aus meiner Partei verhandelt. Und ich habe bei allen diesen BerhandlunEi die Ueberzeugung gewonnen, daß, wenn wir nickst wirken, wem» wir nicht dafür forgen, daß ttnr geschloffen als Ganzes austreten, im Interesse der Gesamtheit, daß bann die Dortnrschen Machenschaften, die, das ist kein Zweifel, dock» noch nicht stille sind, uns in die unsinnige Situation der betrübten Lohaerber bringen würden. Tie stiolle des betrübten Lohgerbers werde ich nicht spielen, sondern idj) wer de handeln, wie es notwendig ist Im Inter ess e des Reiches und unseres Landes. Ter Berickst ist am 30. Juni abgegangen an Herrn Neicksspräsldent Ebert. Herr Reickispräsident Ebert hat mir unmittelbar darauf mitteIIen lassen, daß er meinen Berickst mit großem Interesse gelesen und ihn weiteraegeben habe. Am 30. Juni war auch der Geschäftsträger Der preußischen Regierung bei mir, dem ich ausdrücklich ^‘mirtirid davon gegeben habe. Am 3 Juli aber ist auch den Regierungen von Preußen, Bayern und Oldenburg Kenntnis von hem Schriftstück, das ich an den .Herrn Reichspräsidenten grianbt habe, gegeben worden. Ich habe also nach meiner Auffassung nach allen Richtungen das getan, was im Jnteres e des Landes notwendig war. Es flamt nicht die Rede davon sein, daß ich irgendwie ehrger ine Pläne habe, es Ikmn auch nidpt die Rede davon sein, daß ich irgendwie auf ein Großhe sen hinarbeite, sondern «s kann nur davon bie Red« sein, daß wir angesichts der Vorgänge, die »vir erleben, tun müssen, was in unserer Kraft steht, um 8 u verhindern, daß das links- Male gab es kein Vergnügen, ohne Male konnte man nicht fein, und so blieb nichts anderes übrig, als sich in Geduld den Launen unb oft maßlosen Ansprüchen der alten Person zu fügen. Ragna wagte Baum aufzusehen. Sie hatte sich ....... Schweizerreise so sehr gefreut, aber selllchaft verging ihr alles, und sie öri .Art. 58 beantragt Afpg. Knoll (Ztr.) 3 c idjung der Pos. b, die das Eigentum der toten x rb zurEntrinung heran-yiel,en will. Tas Kirck-en- ;li ist schon parzelliert. Wir haben iiich.ö gegen Vorschrift der Zioangspackst für jfirchengut, yvt sind wir einverstanden mit Vorschriften, n: ,w;t tmd zu welckxm Preise verpachurt wer- |n soll. Es hat denselben fozialen Efiekt, wenn |r Position b aus dem Enteignungskapitel Ijer- « genommen und in das Kapitel Der Zwangs- gtiöud hing ausgenommen wird. Was den tu» ^ichkn Gemeinden recht ist, ist den KirckM- Vie Nommunalwahlen. o Gedern, 17. Juli. Während sich di« Bürgermeistcrwahl völlig kampflos vollzosien hatte, waren für die Beigev rdn« t enwa hl am vv> gangenen Sonntag 5 Kandidaten ausgestellt wo» den. Es erhielten Bäckermeister Wilhelm Wahn 175 Stimmen, Schrriuermeister Karl Griemetz 157 Stimmen, Forstsekretür Rrrnharo Ban er 144 Stimmen, Wagneriin-tster Kurl Fran» ITT., 117 Stimmen und ülanbuxrt Karl Strvpp I. 66 Stimmen; 6 Stimmen waren -erfpiittert. Am nächsten Sonntag finM daher Sttchwa hl |*- schen Wahn und Griemetz statt. T« Walstdetei- iigung flaut allmählich ab; von 1083 Wahlberechtigten stimmten ab nur 665 Personen. ** Klein-Linden, 18. Juli. Arn Mittwoch abend fand tm Saal« der „Deutschen Eiche" eine öffentliche Versammlung des svrialdenilokra- rischen WahlvereinS Aber die bevorstehende Dei- geordneten wa h l imb die Tätigkeit des biS- lyerigen Beigeordneten statt. Die Versammlung war stark besucht, mich Frauen fehlten nicht. Aufgestelti find drei Kandidaten, der bisherige Beigeordnete Wilh. Jung VIII., Kaufmann, Wilhelm Fink, Techniker, unb Heinrich Lutz .Weichensteller 1. Kl An der Tätigkeit des bisherigen Beigeordneten wurde tn der Versammlung scharfe lkritik geübt Der hiesige Demokratische Verein hat Hd> durch Mfstellen von zwei seiner Mitglieder, des Kandidaten Jung und Luh. in zwei Lager geteilt. Von der arbeitenoen Bevölkerung, einem Teil der Be- (amten und Angestellten wurde Techniker Wtthelm Fink ausgestellt. ♦* Langsdorf, 17. Juli. Zu unserer Nachricht über die Vrigeordneieinoaht wird irnfl von Langsdorf mtigetettt, daß agitatorisch von allen Seiten stark gearbeitet wurde. Tast auf btt Kandidatur des Hermann Kneipp II. bte höchste Stimmenzahl entfiel, dürfte darauf zurückMführen tat nicht widersprechen, well wir dadurch hoffen können, daß man uns m Weimar en wegen kommt. Darum halte i cheS für unridjtig, oen Antrag Köhler anzunehmen. In Weimar haben die Vertreter von Baiern und Württemberg ohne Unter* chied der Parteien uns -uoestimmt, well dort die vesitzverbältnisse so sind, wie bei uns Ich bin mü der Truden; der Position c einverstanden, aber sie wird bloß falsche Sxjfhnmgen und Enttäuschungen hervorzurufen. Ich bitte, sie zu streichen. Abg. Diehl (H. Vp.): Wir sind bereü, daS jtird.engui in noch kleineren Packx.stücken zu zerlegen. Aber wir wollen es baaxn sckZützen, daß eine spätere Regierung (vor ixx jetzigen Haden wir ferne Besorgnis), das Gesetz mißbi-auck»en würde. Ich mürbe sogar für das Gesetz stimmen, ttrnn das Kirchengut bis 50 Hektar geschützt wird. Abg. Knoll <3.) macktt einen DermtttlungS- vorschlag, in der Position b das Kirchengut und das der anerfkumten Wohl tätig kritSstiftun gen und llnterrichtsanstolten aus-unehmen. Finanzmiinster Henrich madit darauf auft merffam, daß auch nach dem vcrbesftwten Antrag sfuoll u. a. der Mainzer Universitätssvnds geschützt iDÜtbe, was doch niemand wolle. Es kommt nunmehr zu einer sehr verwickelten Abstimmung. Ter Antrag Bornemann auf Wiederherstellung deS AuSscknlßantrages »oird abgelehnt. Hierauf werden in getrennter Llbstimmuiig die einzelnen Positivnen angenoniwen, wobei in Position d nack» dem Antrag Urstadt 50 Hektar als Mindestgrenze festgesetzt werden. Alle anderen Anträge werden abgelchnt. Artikel 59 wird in der Fassung des Ausschusses angenommen, ebenso Artikel 60. Bei Art. 61 liegen verschiedene Anträge vor. Ein Aittrag Urstadt sicht vor den Ausdruck „angemessene Entschädigung", ein Antrag Köhler wünscht als Enlsck)ädigung den „genuinen Wert", ein Antrag Dorsch wünscht als Entschädigung den „Preis". Abg. Urstadt begründet seinen Antrag mit dem Hinweis auf die Notwendigkeit, das Gesetz den Rrickröbritimmungen anzupassen. Abg. Kühler (T. B.) hofft, baff eine Formel gefunden wird, auf die sich alle einigen können. Finanzminister Henrich: Ta anzunelpnen ist. daß in die Reichsverfassung über die Grundrechte des deutschen Bolles auck; die Bestimmung aiifgcnommen wird, daß Eigentum nur gegen angemessene Entschädigung hi Anspruch genommen werden soll, und auch das Rrichlssiedelungsgesetz eine solche Bestimmung enthalten soll, so ist ro vielleicht zweckmäßig, uns der Form der Rcick>s geschgebung anzupassen. Ich empfehle als das entsprechendste Mittel beit Antrag Urstadt als Ersatz des Art. 61. Tann fällt § 62 unb § 63 weg unb § 64 muß entsprechend abgeändert werden. Abg. Dr. Pagenstecher (Dem.) empfiehlt den Antrag Urstadt, der sich am regsten an den Wortlaut des Rrickisgesetzeö anschließt. Obersiuanzrat Hesse empstthlt gleick)salls die Formel „ancremeffene Entschädigung" und lehnt die Formeln „Preis" (Antrag Dorsch) und „gemeiner Wert" (Antrag Köhler) ab. Abg. Engelmann (So-.): Wrr .werden beim Ausschußantrag bleiben. Abg. Köhler zieht seinen Antrag Zurück. Abg. Schildbach (So-.): Wenn Sie die Massen mit aller Gewalt aufreizen wollen, so nehmen Sie nur die kapitalistischen Anträge an. Ab«. Dr. $a gcnjled>er (Dem ): Abg. Schildback) hat ja den Antrag gar nicht gelesen. Wir lehnen ja gerade die Konjunkturpreise ab. Ten Borwurs der kapttalistischcn Gesinnung weisen wir zurück. Präsident Adelung gibt bekannt, daß der Antrag Urstadt eine Aenderung erfahren hat; bisher hieß es: außerordentliche Wertsteigerung infolge des Stiege*.; jetzt werden die Worte infolge des Krieges gestrichen. Abg. Bornemann (Soz.): Wir wünsdien den gemeinen Wert als Höchstgrenze der Qmtfdxtbi- gung. Wenn Sie dagegen sind, so vertreten Sie Geldsackinterefsen, was ich vor bem Lande feststelle. (Sehr richtia lknkS.) Abg. Dorsch (H. 93.): Wir vertreten unser« Interessen wie Sie bte Ihren. Deshalb dürfen Sie nicht über uns richten. (Große Unruhe im Hause.) Abg. Pagen st echer (Dem.): Unser Antrag entspricht der Begründung des Gesetzes. Abg. Urstadt (Tem.): Der Antrag Dorsch ist jetzt überflüssig. Unser Antrag entspricht der Absicht der Sozialdemokratie mehr alb der ursprüngliche Antrag des Ausschusses. Abg. S ch i l b b a d> (Soz.): Im ursprünglichen Antrag ist daS Ialtt 1919 scstgelegt worden. D-vaus legen wir Gewicht. Abg. Reh: Wir haben gar kein Bedenken gegen den Ausschußantrag aefribt. Wir wollen nur eine Anpassung an bte Reichsverfassung. M srch xir forvern. Setiter einet f Präsident Adelung bittet, sich nicht tn den Wlrtschall nf lichenpolltische Ausführungen zu verlieren. wirtschaft In eine-' |(Kfi Änttag ans Streichinrg des Art.« nicht statt- fiid)t30060ÄMT - * ,jru v -“!X 5gpoibetaulicl«j schäften auf] Schr.Air--u.0lN 19. b.3Rt* I auch, Fräulein," fügte sie gönnerhaft hinzu — | „es ist doch alleS da." Ragna schüttelte leise dos Haupt und begann dem ziemlich einfachen Handgepäck eine große Düte mit Butterbrot, Kuchen und Obst zu entnehmen und an die Kleinen unb Male zu ver- r7l.au *yvir|c fu#«uuiiu l‘u* w» T ...i m den Wagen und sank dann fast atemlos . h b-s Hanfes 5^ , , i**1 iv- ueiuuu/tiit lu/iuui.YC ötivcumuRin*., x*iv J M« r 30 Jahren ihr seliger Wilhelm als Geburis- a Pi"' zM tu*6. *in, daß dr alZ DrieMefchWgter ntrf ebser Reifen Hand zurssÄehcte und sich eener bcfonberen Be- liebtheil erfreut Cb Le ihse frier n, 17. Juli. Bei der Bei- jgevrdnetenwahl ivutbc Landwirt und Ge- tarinberotsmitglieb Georg Seipp V. mit 367 .«Stimmen zum Beigeordneten gewählt. Ter Gegcn- .kandidat, Schlosser Karl Held, erhielt 165 Stirn» Men. An die «Stelle des «Seipp tritt als neues ^Gemeinderatsmitglied Sanbnhrt Gg. Will V. ** Steinba ch,18. Juli Nächsten Sonntag «findet die Wahl eines Beigeordneten statt. Als Kandidat wird Landwirt Peter Balser genannt. Nr. 13. Aridem AmtsverkündigungsblLtt. ♦♦ Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 59 vorn 17. Juli enthält: Verordnung zum «Schutze Der Mieter. Born 22. Juni 1919. — Die Wahlen zum Provinzialtag. — Fürsorge für Kriegsbeschädigte; hier: Abgabe von Zivllonzügen. Versicherung von Einwohnerwehren gegen Unfall und Todesfall. — Rotlauf bei einem ver- citbeten Schwein des Wilhelm Johannes Müll^:, Holzheim. — Ausbruch der Schwer neseuchc (Schweinepest) unter Dem Schweinebestand der Landes-Heil- und Pflegeanftolt und in dem Schwetnebcstand des Bahnschveiners Julius Rühl dahier Frankfurter Str. 167. — Jridbereinignng Hungen. — Feldberrinigmlg Münster; hier Drar- 110501. — Feld Vereinigung K^selbach: hier: das topographische Güterverzeichnis. — Fridberrinr- gung Heuchelheim. — Gemeiudeviehwage zu Jn- heiden. L . Verordnung zum Schutze der Mieter. Macht sich ein besonders starker Man- ge£ an Miete Lum en geltend, so kann die Landes- zentralbchörde die Gemeindebehörde zu der Anordnung ermächtigen oder verpflichten, bau lebet Abschluß eines Mietvertrages vom Bermrcter binnen einer Woche anzuzeigen ist. Ueberfttigt der vereinbarte Mietzins Den Betrag, der für Wohn- räume, Läden ober Werkstätten der gemieteten Art und Ausstattuna unter Berücksichtigung her Nebenleistungen des Vermieters üblich und angemessen ist, so kann sowohl die Gemeindebehörde innerhalb einer Woche nach Eingang der Anzeige, als auch der Mieter bis zum Ablauf zweier Wochen nach Abschluß des Vertrags bei dem Einigungsamte (»ecrutragen, daß der Mietzins auf die angemessene Höhe herabgesetzt wird' etwaige Nebenleistungen des Mieters gelten als Teil des Mietzinses, ebenso eine für den Nachweis der Mieträume gezahlte Belohnung, soweit sie dem Vermieter unmittelbar über mittelbar zufließt. Aus einem Mietverträge, der der Gemeindebehörde nicht an gezeigt ist, können von dem Vermieter keine Ansprüche geltend gemacht werden. Wahlen zum Provrnzraltag. Für die am 31. August statt findenden Wahlen zum Provinzialtag werden die Stimmberechtigten auf» gefordert, bis spätestens 7. August einschließlich Wohlvorschläge bei dem Pwvinzialwahlkommissar Dr. Usinger schriftlich einzureichen. In einemWahl- vorschlag dürfen nicht mehr als die doppelte Zahl der zu wählenden Provinzurltagsmitglieder — also höchstens 70 — vorgeschlagen werden. Dem Wahlvorschlage ist die schriftliche Erklärung eines jeden Avrgeschlagenen beizufügen, daß er der Aufnahme in Den Wahlvorschlag zustunme. Jeder Wahlvor- Ichlag soll mit einem Kennwort versehen fein. Das ihn von anderen Wahlvvrschlägen unterscheidet, und muh von mindestens 2b in der Wählerliste eingetragenen Personen unterzeichnet sein Zwei oder mehrere Wohlvorschläge können in der Weise miteinander verbunden werden, daß sie anderen Wablvorschlagen gegenüber als ein einziger Wahlvorschlag anzusehen sind. Jeder Wahl Vorschlag darf nur einer Gruppe von verbundenen Wahlvorschlägen angehörm. Die Er- klärungen über die Verbindung von Wahlvorfchla- gen müssen bis spätestens 18. August öon ben Unterzeichnern der betreffenden Wahlvorschlage oder den Vertrauensmännern übereinstimmend schriftlich eingereicht werDen. Es wird noch darauf Isingewiesen, daß nur für unveränderte Wahlvor- schläge.gestimmt werden darf. Abgabe von Zivilanzügen für Kriegsbeschädigte. Die Frist zur Beste!» lung der Anzüge ist verlängert worden. Es stehen Entlassungsanzüge zu etwa 35 Mk zweiteilige Anzüge (Joppe und Hose aus Ernlieitsstoff) zu etwa 95 Mk., zweiteilige Anzüge (Joppe aus Sckpihstoffen und Hose aus Einheitsstoff) zu etwa 95 Mk. und Entlassungsmäntel SU etwa 35 Mr zur Verfügung. Alle vor dem, 1. Juli. 1916 mtt Dersorgiurg enttasscnen bedürlttyen Lkriegsoescha- d inten werden ausgefordert, soweit dies noch Nicht geschehen, unter Vorlage der Milttarpasse ihre Bestellungen bis spätestens 25. Juli bei der Amtl. Fürsorgestelle für Kriegsbeschädigten- und Kriegs- hinterbliebenenfürsorge oder der Bürgermeistern ilnes Wohnorts noch vorzubringen Zur Versicherung von Einwohnerwehren gegen Unfall und To des f al l ist Gelegenheit gegeben, bn der Zentralstelle für Einwohnerwehren, Berlin W 10, Bendler-Straße Behördliche Anzeigen. Bekanntmachung. Mit Genehmigung des Hessischen Lcmdes- ernährungsamts wird das Backen von Brötchen für den Bezirk der Stadt Gießen bis auf weiteres verboten. . . Zuwiderhandlungen werden auf Grund Der bestel-cuden Verordnungen bestraft. Diese Bekanntmachung tritt am 19. o. Mts. in Kraft. Gießen, den 16. Juli 1919. 8402B Der Oberbürgernieister (Lebensmittelamt). Bekanntmachung. In den Wagen der städt. Straßenbahn wurden in der Zeit vorn 1. April bis 30. Juni nachstehende Gegenstände vorgefunden: 1 Damenschirm, 3 Paar Handschuhe, 1 Handtuch, 2 Geldbörsen, 4 Romane, 2 Handtaschen. 1 Brieftasche. Die vorbezeichneten Gegenständ« Birnen bei d« unterzeichneten Verwaltung, Zimmer Nr. 4, in Empfang genommen werden. Gießen, den 16. Juli 1919. 84038 Elektrizitätswerke und Straßenbahn der Stadt Greßen: rnordung Clemenceaus ist absolut salsh Es ist nichts vorgefallen, was ein derartiges ö'e rücht rechtfertigen könnte. Bolschewistenbanden an der rumänischen Grenze, i. Bukarest, 18. Juli. Nach Bericht deS rumänischen Hauptguartiers haben an btr Ostgrenze mehrere Bolschewistenband^ versucht, den Dnjester zu überschreite,, Sir rourben jedoch mit gvoßen Verlusten yirüd geschlagen. ■ Sin Vorschlag der deuttch-üsterreichischen Friedensdelegation. <5t. Germain, 18. Juli. (WTB.) Lik deutsch-österreichische Friedensdelegation überreif der Friedenskonferenz eine Note, die den VorfchlaD begründet, der Frieden möge so geschlossen werden, daß die Grenzen und die völkerrechtliche Stillung Drittsch-Oesterrcichs sowie die Bedingung des Friedens zwischen Deutschs-Oesterreich und ben kriegführenden Mächten in dem Friedasvettco» selbst erledigt, die politischen, wirtschaftlichen loib finanziellen Ausrinandersetzungen zwischen den 'Jia- tionalstaaten aber einem besonderen Abwickelung Ausschuß zugewiefen werden. Dadurch würde m Friedensschluß befd^eunigt und ben Interessen bn Sukzefsionsstaaten gedient, zwischen benen nur ein friedliches Verhältnis zu erwarten sei, wemi iir sich irrt Wege des Rechts, ohne Vergewaltignns. einten. Die Friedenskonferenz möge zu diesem Awttl einen internationalen Ausschuß für die Nachfi»^- ^iaten schaffen, in dem die Vertreter aller Na- tionalstaaten und der fünf Großmächte ausgenvii>. men würden. Eine weitere Note der deutsch-M17. Juli. Ten Abendblättern zustls hat Prinz Wilhelm zu Stolberg bi: Führung der Geschäfte der deutschen Bvtsch^' übernommen. — Tie Neue Freie Presse bebm. Prinz «Stolberg, der mit den deutsch-österreichischen Verhältnissen genau vertraut sei, bw wärmste Sympathie für Deutsch-Oesterreich mt habe sich durch seine maßvolle Bel-andlung bn schwebenden Angelegenheiten sowie durch seine Ofr jettivität großes Ansehen erworben. Ein Gesandter der ungarischen Mtrregirrmi in Wien. Wien, 17. Juli. Die u ngarische Räte re gie r un g ernannte ben früheren Anne: oberkommandanten Wilhelm Böhm nach Est» holung des Agrements der deutsch-östervrichj/Ä» Regierung zu ihrem Gesandten in Wien. Streik im Nmyorker Hafen. A m st« rbam , 17. Juli. 9Bie das Presh' buveau Radio meldet, liegen im Hafen d" Neuyork infolge des Streiks 1500 000 T Schiffsraum müßig Ein neues Goldland^ Amsterdam, 17. Juli. „Times^^ mefte’ aus Toronto, daß nördlich des Mwütata' Sees Goldadern entdeckt worden sind. Orgauisattzon zurücktzoftchv« fei. BcreinzeltIin einer Stzmna in allen tiefungen zu verhandeLr steht bie Nachorchk eines BlatteÄ, dasaus Weimar Desgleichen soll das englffche Finanzabbrrnm«. erfahren haben will, bie Hetzer arbeiten daraufhin, ' ' " """ am 4. August einen aUgemanen Lmckarbeiterstrerk „Hupfeld's Diele“ Täglich abends: Lrstklass. masikal. Darbietungei. Nachmittagstee Konzert „Hupfeld’s Weinstuben“ FrQhstückskarte. 4881D e= Eine künstlerische Sebenswürdigkeit „Hupfeld’s Privat-Hotel“ _____________Stallung. — Antohalle.