Dienstag, 18. §ebruar 1919 169. Jahrgang He- n. » . «iv Mainz 1919. äs b Deutsches Pf. 56 „ 80 „ Brot Klg..... Weizenbrotmehl Klg en W mzuzrigen imibt inbaum schön Döring >te Unter den Gewählten befinden sich Frauen. Tie Revolution in Rumänien. Berlin, 17. Febr. Eine Pariser Depesche der „Stampa" meldet in Bestätigung früherer Gerüchte, daß in Rumänien die Revolution ausgebrochen sei. Der König erfreuliche, traurige Bo! mitiubringen habe. Die Urnö einen neuen Kriq führen kann. Wenn man uns auch wehrios machen kann, ehrlos fcnrrf nxm uns nicht machen. (Lebhafte Zustimmung.) Präsident Fehrenbach: Wir alle stehen unter dem Eindruck der Mitteilungen, die uns Minister Erzberger über die schmerzlichen Ver- tjanblungcn in {frier gemacht hat. DaS ganze deutsche Volk ist tott schwerer Sorge über dieses WaffenstillstandSobkommen und seine Folgen esr- füllt. (Allkilige fluftinmtimg). Unter diesen Umstanden wäre cs weniger angezrigt, wenn totr jetzt umniltesdar nach diesen so überaus schmerzlich«: Mitteilungen die allgemeine politische Aus- Pracks vom Sonnabend ft>rtsetzen würden, und ich schlage deshalb vor, für frnite darauf zu verzichten. Auch der preußische Fustizmimster und der Kriegsminister die sich znm Worte gemeldet haben, haben sich entschlossen, ihre Reden für spater zu verschieben. Das Hans erklärt sich mit dem Vorschlag des Präsidenten einverstanden. Präsident Fehrenbach schlägt vor, am Die ns» tag die Interpellation der Deutschen Volksparte 96er die Weffenstillstandsverhandlungen zu er» Obigen und sie mit einer allstem rinen Mrsspracbe scher das neue Abkommen zu verbuchen. Tie Fort- Ktznna der AKis^toache vom Sonnabend soll am Mittwoch erfolgen. Tas Daus erklärt sich auch damit einver- staniwn. Tr- Srhnne am Dienstag beginnt um 2 Uhr. Schluß 3 Uhr. Der «nßebliche Rücktritt de» Wrafen Brockdorff-Ranstau. Weimar, 17. Febr. (WTB.) Verschiedene Blätter bringen die Meldung, daß der Reichs- Minister des Auswärtigen, v. Brockdorff- Ra n tz e n, wegen seiner abweichenden Ansicht in der Beratung der letzten Waffenstülstandsbeding- ungen sein .Portefeuille zur Verfügung gestellt bat. Es .ist richtig, daß zwischen dem Reick-S- Minister des MrSw artigen einerseits imb der Mehrheit der KabineltsMttg rersriks m dieser Frage eine Mcinungsverscksiedenhrit besteht. Ein hinreichend lvgründeter.Anlaß zum Rücktritt des Ministers ist durch diese Meinnngsverschieden- beit na cf) Ansicht der Regierung nicht gegeben. Die parlamentarischen UntcrftaatMchrtnre. Berlin, 17. Febr. Die Berufung der parlamentarischen Unterstaatssckretäre soll im engsten Tin- vernehmen mit den Mehrheitsfraktionen erfolgen. Die sozialdemokratische Mehrheitspartei gedenkt u. a. den Abg. Taubadel (Reichsministerium des Innern) und den Abg. Dr. Quarck(Post) als Unterstaatssekretäre vorzuschlagen. Xus Stadt und Land. G i e ß e n, 18. Februar 1919. Gültige Lebensmittelmarken für die 8. Woche vom 17. bis 23. Febr. 1919. Brot: 2250 Gramm Brot ober 1680 Gramm Mehl, Weizenbrot Klg Weißbrotbäcker: Gg. Keil, Neustadt, Gg. Schilling, Bismarckstr., Deicheri, Liebigstt. Butter: Marke Nr. 8. 40 Gr. Margarine zu 27 Pf und die Königin seien nach Jassy geflohen, aber vom Uoll nach r**-fareft -urüctgeholl TÄin °USbetreu Wtt q2?| Ä1!™- J durch Auslage oon ffen StüÖL AKnwlNifttzir Myr bet alte blieb. Brwesun, e,en babtn. äteibr Tie Wahlen in Dcutsch-Lesterreich. Wien, 17. Febr. (W. B.) Das Wiener Wahlergebnis von 7 Uhr morgens, vorbehaltlich der endgültigen Ziffern, ist: 32 Sozialdemokraten, 11 Christlich-Soziale, 2 Deutsch-Nationale, 1 Bürgerlicher Demokrat, 1 Tscheche, 1 Jüdisch-Nationaler. len gefordert Hütte. Lpartakutz Im Reiche. Mülheim a. d. R., 17. Febr. (WTB.) Die kommunistische Partei und die unabhängigen Sozialdemokraten proklamieren als Protest gegen den Einmarsch der Regierungstruppen in das Industriegebiet In Mül heim, Oberhausen, Hamborn, Sterkrade und Düsseldorf den Generalstreik. In Mülheim be etzten um 6 Uhr bewaffnete Spartakisten und Leute der Sicherheitswehr die Portale der großen Werke und verwehrten den Arbeitern und Angestellten den (Eintritt. Die Spartakisten besetzten außerdem das Telephon- und Telegraphenamt, so daß jeder Tele- phon- und Telegraphenoerkehr unterbunden ist. Die Aufforderung zur Einstellung der Arbeit wird an all« Betriebe gerichtet. Die hiesige Ortsgruppe des Volkskunden zum Schutze der deutschen Kriegs- und Zivil? gefangenen veranstaltete gestern nachmittag hn Stadttheater die zweite große Protestkundgebung iiv Hx-nvi/iH, । gegen die Zurückhaltung unserer Gefangenen. Der -urüctgeholl I Andrang war äußerst stark, und da das Theater tr pell®«1* t SP»'' m Dach w «* iss; -E Fleisch. Wochenabschnitt 8. Metzger für Fremde: Decker, Crednerstt. Metzger für Urlauber: Günther, Walltorftr. Kartoffeln: Anteil 5 Pfund zum Preise von 40 Pf Nährmittel: Marke 2 Februar 1919. Auf die gelben Karten (A) 250 Gr. Supvenfabrikate Auf die roten Karten (B) 500 Gr. (Brief} 250 Gr. Haferflocken Auf die blauen Karten (L) 250 Gr. Graupen 125 Gr. Suppenfabrikate 100 Gr. Teigwaren Iugezogene: Kleinhenn, Bahnhofstt. Urlauber: Becker, Löwengaff«. Lebensmittel: Marke 5. V. Pfund Marmelade zum Preise von 50 Pf. Dre Marke 5 verliert am 20. Februar ih.« Güb tigkeit. Jucker: Marke 2 Februar 1919. Jucker für Februar noch nicht eingetroffen. Zugezogene und Kranke: Berdux, Bahnhosstr Urlauber: Geschw. Leo, Bahnhosstr Seife: Marke für Februar 1919. Anteil 125 Gramm KA.-Seifenpulver zu 15 Pf und 100 Gramm KA-Seife zu 40 Pf. Gemüse: Städt. Obst- u Gemüseoerkaufsstelle, Turmhaus am Brand. Kohlraben, Rote Rüben, Zwiebeln. Letztere, solange der Borrat reicht, zu 55 Pf. pro Pfund. Samenverkauf: Brotkartenbezirk 2, Turmhaus am Brand. Bor- und Nachmittags. Erbsen, Bohnen, Gelbe Rüben und Mairüben. ** Zur Seefischvertciluna wird uns vom Ledensrnittelamt mitqeteilt. Die am Samstag hier ein getroffenen Seefische kamen unerwartet und ohne vorherige Ankündigmtg, so daß eine rechtzeitige Mitteilung an die Verbraucher nicht erfolgen konnte. Da eine regelmäßige Anlieferung von Seefischen zu erwarten ist, wird die Erteilung durch die Nummern der Lebensmittelkarien geregelt werden, wobei jedem Verbraucher nur eine bestimmte Menge zufällt. Da eine Verteilung der See fische bei dec schlechten Bahnverbindung nach Eintreffen sofort erfolgen muß, wird der 53er kauf jeweils durch Anschlag an verschiedenen Stellen der Stadt bekanntgegeben werben. Ob im Gießener Anzeiger darauf lsingewiefen werben kann, hängt von der Zeit des Gintreffend ab. Protestkundgebung gegen die Zurück- Haltung unserer Gefangenen. veutsche Nationalversammlung. 9. Sitzung, Aäonmg, beit 1 <. Feoruar 11)19. ' Arc ton Mchen für bie 'Jteid^regieauiß uub sie aberlreter ber E-ttrzelregierungen: Süjtetto' mxuut, Roste, Erzberger, trieb, penrzc u. andere. Prä>ibent Fehrenbach eröffnet die Sitzung inn 2 Uhr 25 Mrmtten. Vor Eintritt in bie Tagesordnung nimmt das Wort Ministerpräsident Scheibe mann: Es ist gestern ein neuer Abschluß des Waffenstillstandes erfolgt. Wir hatten die Absicht, daß erst morgen gleichzeitig mit der Beantwortung der Interpellation Heinze über diesen neuen Abschluß berichtet werden sollte. Ich fiitbe den Wunsch aber durchaus verständlich, bereits heute einiges -darüber zu hören. Ich habe mich deshalb mit »ent Minister Erzberger in VeMndung ge- jetzl und ihn gefragt, ob er, iveimgletch er ent beute morgen von ber strapaziösen Reise znrück- gekommen ‘ sei, trotzdem in ber Lage sei, uns} Darüber Mitteilungen Lu machen. Herr Rcichs- inrnister Erzberger hat sich dazu bereit erklärt. Ich schlage deshalb dem Hause vor, diesen Bericht entgegen^rnleljunen und tvefter damit emveritan- ben zu sein, baß morgen die Interpellation^ !>xmze beantwortet Wirb. Tas Haus stimmt zu. Rcichsminister Erzberger. Tas 1)oI)? Haus hat ein Jtecht darauf, den Wortlaut d.s Wu ff.nstil l slandsab komme ns alsbald »ou mir zu erfahren und im Anschluß daran erläuternd Stein ertungen von mir dazu entgegen« »unehmen. Tas gestern abend Vs? Uhr nnter-- das vertreten, daß Marschall Fvch sein gegebenes Wort in Trier äffen und loyal einhält. Unsere Gegentorsckstäge will ich nicht in allen Einzel- hriten mitteclen. Da Marschall Joch erflärtc, mchi in der Lage zu sein, irgend eine wesentliche Aen- terung in dem Entwurf der Miterten zu vollziehen, habe ich dem 9Jtarid)aü Jock) eine 9b)te mit unseren beutidjen Vorschläge, die sich insbesondere auf die sofortig Freigabe der deutschen Kriegsgefangenen bezieht, überreicht mit bet Bitte, diese Rote den (ätientcreg.'crungen zu unterbreiten. Marschall Joch hat sich bereit erklärt, diese 9iote bereits heute dem Obersten Kriegsrat der Alliierten zur BeschLußzassung M unter - oreiten. Zu meinem Bedauern .in es nicht Setungen, irgendwelche definitive Zusagen über die sofortig: Freigabe der deutschen KriegSgefmigenen ml erlangen. (Bcwegimg.- T« Antwort des Mar- ichallS Joch ging dahin, daß die alliierten Regierungen einen Beschluß über die sofortige Freigabe unserer ®riai;oenen nicht herbe igefübrt hätten, vaß aber Fvankrrich bereit sei, 2000 kranke und schwerverletzte LrivgSgcsmrgene alsbald in die Heimat zu enthaften. (Unruhe.) Auch Englmrd würde 2000 nachsenden. Darauf erwSwrte ich, daß diese Ännarrt in Deutschland mit tiefster Trmier und begründeter Sntdtfttmg ausgenommen loerden wurde. (Mseitige Zustimmung.) Wenn von 800 000 Gefchtmnen ganze 4000 zurückgegeben werden, so ttimt- das als eine wohlwollende Bel)and- tuiM der deutschen Forderungen nicht angesehen werben. (Cerieute Zustimrmmg.) Die Vertreter der Ä liierten drängten zum Abschluß des Abkommens Auf meine Anfrag? erhielt ich von der Regierung I lm Auftrag, das Abkommen zu nnterzrichnen, aber vorher Marschall Joch folgende Erklärung -u übergeben. (R«ick>öminister Erzberger verltei't die bereits beröfflcntlidjte Protestnote der deutschen Regierung.) Diese deutsche Erklärung wurde vor der Unterzeichnung des Abkommens Marschall Joch übergeben und von ihm aitgrirontmeiu Sie i|t tamit allso nach unserem Standpunkt als ein Tril des neuen Waffenstill- Varrvd r 1919 worden. Das Schloß sei bombardi.ert und König Ferdinand rernnntixt worden. Der Kamps mit den Polen. Schneidemühl, 17. Febr. (WB.) (Ein überlegener polnischer Angriff gegen Miroslaw südwestlich Usch wurde abgeschlagen. Der Bcrsuch der Polen, östlich des Waldes einen Steg über den oberen Netze- Kanal zu schlagen, wurde veredelt. Beiderseittg« Ar- tillerietätigkeit bei Rakel. Sonst nichts von Bedeutung. Eparlakisttsche Putschgclüste. Berlin, 17. Febr. lieber das, was Berlin gestern drohte und was durch das rasche Iugreifen der Kriminalpolizei und der Regierunastruppen am Samstag abend durch Massenoerhaftungen verhindert wurde, berichten die Blätter das folgende: Unter Führung der Truppen des Roten Soldaten- b'undes, denen bewaffnete Arbeiter-Kompagnien angegliedert werden sollten, gedachte man die ganz« Innenstadt systemattsch zu besetzen. Unter Führung der verhafteten Führer und Unterführer sollten gegen abend zunächst das ganz« Ieitungsviertel abermals besetzt werden, um die Nachrichtenquellen zu unterbinden. Ferner sollte das Haupttelegraphenamt und andere wichttge Gebäude durch hinreichend verstärkte Truppen genommen werden. Man begnügte sich diesmal nicht damit, einzelne Gebäude besetzen zu wollen, man hatte den fertigen Plan ausgearbeitet, ganze Straßenblocks zu besetzen, um den Kampf von den Dächern gegen heranrückende Truppen mit (Erfolg betreiben zu können. Feder Block sollte eine Festung für sich sein, bereu Erstürmung große Truppenmassen und schwere Opfer an Blut von den Beteilig- Trauer und Entrüstung. Man muß dem nunmehrigen Reichs- ministcr Erzberger Gerechtigkeit widerfahren lassen: er^haf sich in Trier redlich bemüht und geplagt, und wenn er im Verlauf der bisherigen Verhandlungen vielleicht auch öfter seine Zuständigkeit überschritten und es versäumt hat. Sachkundige hinzuzuzielien, so ist dock) an seiner persönlichen Energie, an seiner Beharrlichkeit, die in seinem schwierigen Amte unbedingt erforderlich war, nicht zu noeifeln. Und doch ist er diesmal aus Trier wieder mit leeren Händen zurückgekommen, lieber der Nationalversammlung in Weimar hing gestern ein Tag trauriger Eröffnungen. Sie hörte Erzberger zu und verstummte in Trauer Der Präsident Fehrenbach ist kein heatralischer Macker: er würde die Versamm- img nach dem Bericht Erzbergers nicht ver- agt haben, wenn es nicht in der Stimmung ies Hauses gelegen hätte. Ganz besondere Ve- mülnmgen hatte Erzberger in der Sache der eutschen Kriegsgefangenen gemackft. Fach würdigte sie kaum einer Antwort. 4000 kranke deutsche Soldaten sollen aus der Fremde zu ms zurückkehren, die übrigen Gefangenen sollen den Gegnern Frondienste tun. Neue Meldungen berichten von den Schikanen, der 'Drangsal, die Uber unsere unglücklichen Landsleute im Westen hereingebrochen sind. Erzberger entgegnete Foch, seine Auskunft oerde in Deutschland Trauer und begründete Entrüstung Hervorrufen. Damit hat er in vol- em Maße recht. Es hieß gestern, Graf Brock- -orff-Rantzau sei infolge dieses Ausganges der Trierer Verhandlungen zurückgctreten. 9iun wird es heute klargestellt, daß der Nücktritt r.roar nicht erfolgt, daß aber der Minister ursprünglich Zweifel hatte, ob er die Annahme der neuen Bedingungen werde mit- uicrantroorten können. Was uns noch droht, liegt in der Zukunft Schoß. Ein schlechtes Vorzeichen ist auch die gestrige Veröffentlichung des Entwurfes eines Völkerbundes, 'sber den sich unter Wilsons Vorsitz 14 bfr gegen uns verbündeten Staaten vorläusig geeinigt haben. Wir Deutsche sollen zunächst «utsgescylossen bleiben. Die Aufnahme-Bedm- «gungen sind so gestellt, daß sie wie eine neue Demütigung unseres Landes und Volkes sich lusnchmen in einer Zeit, die doch den Frieden und die Völker versöhn un g einläuten ollte. Unsere Gegner machen es wie die alten Römer; sie bauen sich, den heimkehrenden Siegern, stolze Triumphbogen, und wollen den gefesselten Germanen hindurchführen. Klauseln, oehnbare Begriffe aller Art sind die Fesseln und Fußangeln. Wie die ftemdey Waffen- stillstandsunterhändler bisher daS Recht für sich in Anspruch genommen haben, allein die Auslegung der Abmachungen zu besorgen, so sollen auch über den Völkerbund nicht die Worte Freiheit und Gerechtigkeit, onbern Willkür und Unterdrückung stehen. Die Abrüstungen sollen einseitig erfolgen, die Vertreter der jetzigen Alliierten wollen die großen Entscheidungen und die Exekutive in der Hand behalten. DaS deutsche Volk läßt sich nichts vormachen. Es nimmt auch diese Kundgebung mit Unwillen und Protest entgegen und die jetzigen Gewalthaber mögen wis- fen, daß sie wohl die augenblicklichen Herren der Laae, nicht aber die Meister künftiger Fahrzehnte und Jahrhunderte sind. ^huuqmt von Uiizeige» f. die Zagednununec vis jum9lad)miitaq vorbei ol)nejcbeBertnublid)teii Seilenprtife: für örtliche Anzelaer 25 Ui.;für auswärtig« 30 Pi., für Reklamen 'DlLL-nebfl20°VIeue- runaSzuftt'lag;Playvor- febrift 20 % Au'fchlag. Hauptfchritleiter: Auq Goetz Verantwortlich für Politik: Ang. Goetz für den übrigen Teil: Dr Renchold Zenz; für ben Anzeigenteil: v. Beck: sämtlich in Gießen t« •trfctMt ÄfHr» erscheint täglich, außer konnlaa«. - Bettooen: •iefreitr $tmlli«nblittcr; Kttisbietl ftt Mu Kr«U •k|ee. »twfitreh: nwnaU. llu.l .35, viertel» Mbdirt) Dtt. 4J)5; durch Abhole» u. Zweigstelle» wwnad. Alk. 1.25; durch die Post Mk. 4.05 viert eß» fährt, au-schl. Beitellg. Ferniprech - Anschliiffe: für bie 6d)riftlfiluiiflll2 A erlag,(^efchästsstellebl AnIchriftsürDrobtnach- nchten: Lnzeiger Kietze». »eidpiae AvLlmrmea htt folgenden ä&artlzuit: (T« 1 'Uluuftcr vernelt den Wvriurltt des Zusavapkom- l mens, welches im ersten Punkt die luunrzügtutze i (SiniLellung aller deutschen Osienfivbew^uiigeu in 1 den ölttichon Landesletten feirsitzl ujö öu Utter- i schreinarg einer gtiviilen, genau bcilimmren Ate- I markationslinie untersagt, im zweiten Punkt i>i< Verlängerung des L^ffenlMstandsabkvmmens vom । 11. Novenrter auf eine lutbefriitete kurze Zett 1 dauer bestimmt, (ux>bri die alliiertet Mächte sich ■ das Rocht Vorbehalten, den Waffensüllstund mti 1 einer Frist ton drei Tagen zu üünbigen, nunach drittens die noch schwebenden AbkOrnmeusverhand- lungen, dczw. ,tne Ber Handlungen über noch unvollständig verwrrüichte frütere Admochungen fortgesetzt und zwn Abschluß geführt werden sollen). Ich wünsche den einzelnen Mitgliedern diefes HanseS niäch, daß sie in ihrem Leden die schweren Stunden durchkosten.müssen, wie es mir in Trier beschießen war. Die Frage: ®arm ein Waffen- ( ftillflxirtb mit diesen Bedingungen überhaupt angenommen werden, oder ist es nicht besser, man fügt sich dem Tittat ton Mrrrschall Flxh?^daS war die Frage, die zu beantworten wir tn Trier ebenso verpflichtet waren, Wie die Nrichöregieru ng in Berlin. Eine große technische Sdmnmgfdt stellte sich der raschen Beantwortung dadurch in den Weg, daß die Tepeschm, die ton mir alsbald e abgelehnt mit dem -Beifügen, wenn bis Sonntag abend 6 Uhr der WnffensÜtt-' stand nicht verlängert sei, er (Fack»mitt«!g Überreichten Bedingurrgen und nach der Karte, bie ich auf Den Tisch des Hauses Niederlage, sollte das ton uns zu räumende respekti» nicht zu überschreitende Gebiet int Süden bte Oder entlang gehen, bann Oderschlesien unchrssen. Ich lnbc so- firrt erflärt, baß auf Grundlage dieser Uorschlcku ton den deutschen UnterlxrrtblmT picht verhandelt werben fönne, denn alle diese Gebiete seien nickst, wie Marsckpall Foch irrtümlich aitnalym, von den Polen besetzt. Es fand etn? Aussprache der teidcr- stitig.'n mlitärischen Sachp^-rs^ä'chst- n stett. die dazu geführt hat, daß sowohl der Repetnstrikt bei Bwmderg nickst in das Gebiet einbestoeu werde, als auch OberseUesien ans dem Gebiet ausgeschaltet bleibt. Meist: war angesichts her Verhältnisse nicht zu erreichen. Die Forderung, daß dir deutsche Stabt Birnbaum nicht ton Ms gitäumt Werden müsse, wurde abgelchnt, ebenfb bezüglich Ventschcn. Wir lsaben nur das eine erreicht, daß ber Bahnhos Bentschen ton unseren Truppen nicht (träumt Werben muß. Tie Alliierten haben ihrerseits die Verpflichtung übernommen, zu gewährleisten, daß and) die Holen sich strikte an die verabredete Linie Wteu sollen. Tie Bemühllngen, zinn Schutz« der T«urschen in «allen diesen Gebieten Beslimmungen in de« WasienstAlsiMibsver- trag auftrnrrlstnen, 'iraren erfolglos Fckh bat nur in Aussicht gestellt, daß er sich bemühen Werbe, auf eine S^fuitg ber Frage in unferem Sinne in der interalliierten Konrmissiml eniru- treten. Er «erklärte positiv, daß das ganze ?tb= kommen in fernem ersten Artikel eine rein militärische Maßnahme darst.'lle und frvterfei tzo'ilischc Folgewirtturgen. nack) sich riehen könne, daß also auch durch die Abgrenzung idcfer Gebiete m ßeincr Weife der Erledigung des 13. Punktes des Mllon- scken Progranrms torgegrissen Werden solle. Es bleibt den künftigen Verhandlimgen überlassen, daß in ben ton uns geräumten Gebieten ein genügender Scknitz geleistet wirb. Wichtig ist, daß nach den Versich.'rungen ber Alliierten mich die Polen jede inilitärische und Dffen)isbrwcnr.ing g?g?n Deutschland einzustellen bibcst. Artitel 2 entlstckt mir die Verlängerung auf eine unbefristete kurz: Seit bauer, wobei die Alliierten sich das Reckst dveitägiger Kündigung torbehalten haben. Mein Antrag, das Wort „kurz" vor „Zettdauer' zu streichen, wurde von Marschall Frnh abgelehnt. Auf meine weitere Frage, ob der Ausdruck gewählt 'worden sei, Weil man hoffe, in kurzer Frist *811 einem Präliminarfrieden zu .kommen, antwortete Foch: „Ich denke, ich vermüte es!" । Wie ich Ihnen mitteifen Tann, wirb in diesen , Tagen in Paris über diese Frage eines Bor- ftievens verhandelt Werden. Tie Berlstmdlungen in Span haben sich m der letzten Zeit virifach sv zugespitzt, daß die Vertreter der Alliierten ver- ; langte». daß >'ie das alleinige aussckstießliche Reckst über bie Auslegung der Verträge l-ätten. (Hört, Iwrt!) Angesichts dieser neuen Forderungen habe ich es für nötig gehalten, über diese Frage eine Klärung herbri'uführen. In längerer Debatte iil festgestellt Worben, daß an dem bisherigen Ver- 1 hältnis in Spaa, wo Wir in der Auslegung als : Glrichbcrechtigte ben Alliierten gegenültersvehen, nicksts ^rinbert werden soll, unb deshalb kein« ' neuen .Forderungen eottrrten waten- ÄÄ hftde o-ktzmil Dortig Dr. 6melin 11 «r-bherzos uar 1919,7'/,R (n finb roitttommtn )] Der VTtt»1 ippHcT alischenM Logeogaße^ leriainntlW , tt« “* (mlir tilHlid1®1" von W L, ranenfti^'A GietzenerAnzeiger ä General-Anzeiger für Oberheffen...... 3willhigfnm»6nime der Siebener ■wM y WW» ebrt anbeM ©er w frontet, der rat ertappt nicht jo W -a«n W «irren - Salahad d)fr, leinen frndcn. Lchth Erlebnissen in russischer Gefangenschaft. Herr leger über englisches Lazarettwesen. Herr retts «ne halbe Stund« vor Beginn überfüllt war. gelang es, mit Rücksicht auf die zahlreichen auswär- 5gen Besucher, noch eine Parallelversammlung m der IohannesKirche zustande zu bringen. Nach einer kurzen Begrüßungsrede des Dorfitzenden des Angehürigen-Ausschuffes Herrn Boller, ergriff als erster Redner Herr Dr. S ch n e i d e r - Gießen das Wort. Er führte aus, die Versammlung müsse das Gewissen der Zuhörer wecken. Wollten mit schweigend mitansehen, wenn der Feind unseren (Befangenen grundlos die Heimkehr verweigere? Es sei unser aller Pflicht, einen flammenden Protest za erheben an das Gewisien der Menschheit, und auf dieser Grundlage sei auch der Dolksbund erstanden. Herr Oberlehrer Freitag berichtete alsdann von ** Postverbindung mit deutschen Krieg saefangenen in Sibirien. Der Bezirksausschuß Metzens für vermißte und kriegsgefangene Deutsche teilt ütit, daß die seit längerer Zeit unterbrochene Postverbindung mit den deutschen Kriegsgefangenen in Sibirien durch die Bemühung des amerikanischen Roten Kreuzes in Wa- ihinytvn wieder hergestellt ist. Es sind auch bereits aus Sibirien Postsachen über Amerika nach Deutschland gelangt. Nach Mitteilung oto amerikanischen Roten Kreuzes arbeiten unter den Gefangenen in Sibirien augenblicklich 300 amerikanische Sekretäre. Die Verpflegung der (befangenen soll besser sein als früher. Briefe und Karten mit genauer Anschrift des Gefangenen nimmt der Bezirksausschuß in seiner Geschäftsstelle, Alte Klinik, Liebizstrahe, zur Weiterbeförderung entgegen. -K GZ W Wen fuw S am n ÄCfrof,e t,naf?On' imb vor allem es hat ein paar prachtvoll i.nS'Trbualüterte Ge° flalten. Tic Spiclleilimg übte unseres (rrimttmd zum ersten Male Oskar Feitel aus Man darf zu teueren Verfachnr aumnmt-rn. Tie SUgfai tipfett deeüi'luß:c anscheinend wohl tuend an£ dkidjenb und glättend fein Spiel. Eine iaftigt QfciniÜ schuf LUrl Bo l ck, einen weltfremd gewordenen Rittergutsbesitzer Adolf T e l e f n. Den Eindruck eines weltmännischen Arztes wußte Wilhelm Koch nicht vorzutäuschen. Helene Kall- mar war als Backfisch entzückend. Tie Borstust jur jungen Tarne, jene köstliche Mischung von Kindllichkeit und Eoabmmtztsein, findet in ihr eine glänzende Darstellerin. > Auch Änni Kretzer war in bet ajtiünyerftrb n Gouvernante eine Rolle iuyallen, die eine noch mu Denvertcte Begabung bloßlegte. Else A l l n e r, hatte eine ihr liegende Ausgabe gesunden. u Notgeld« ckci.NL m prcußnchen Gebietsteilen verneigen. weil sie den Vermerk tragen: Gültig biS zum 1. FeonZar 1919. T« Gültigkett ist Mitte Januar durch Bclanntinaitemg bis auf weiteres verlängert inorben. Ter Ablauf dieser Frist wird rechtzeitig bekanntgenmcht werden. ** Aus dem Stadllheaterbureau. TuS vierakttge Schauspiel „Ter Kuckuck" von Fritz T lernet, das am toinmendcn Ssnntag hier zum ersten Male gegtoen wird, hat seine Feuerprobe bereits am ^ioiwnaltbcatcr in Weimar und am Schauspielhaus in rkömgsberg mit größtem Erfolge bestunden. TuS imerrfsante Werk rührt an ein Thema, das auch Sudermanns ,,Stein unter Steinen" jarr Grundlage dient, dock ist bei dem Kuckuck der zeitgemäße Einschlag von be. ionberer Wirkung. Unsere Bühne ist die britte, hie duS wirkungsvolle Werk urr Aufführung bringt Göring über das Los von deutschen Äriegsge- mgenen in Nordafrika und Korsika. Herr Dr. Schneider gab nun einen Ueberblick über das, was der Dolksbund bis jetzt erreicht hat. Was von der Waffenstillstandskommision verlangt wird, wurde in einer Entschließung, die Herr Dr. Schneider verlas, dargeleat. Sie lautet: „Die von etwa tausend Angehörigen und Freun- »en deutscher Kriegs- und Zivilgefangener besuchte Versammlung der Ortsgruppe Gießen des Dolksbun- bes zum Schuhe der deutschen Kriegs- und Zivil» gefangenen erhebt flammenden Protest dagegen, daß die Regierungen der Verbündeten beabsichttgen, entgegen allen Forderungen der Menschlichkeit und des Völkerrechts, 800 000 deutsche Kriegs- und Zivil» gefangene auf ungewisse Zeit ihrer Heimat vorzuent- halten und Hunderttausende von ihnen noch nach Friedensschluß in jahrelanger Fronarbeit schmachten zu lasten. Eine solche Maßnahme ist Fortsetzung des Krieges gegen Wehrlose, Verlängerung des vernich- tungsfcampfes gegen die deutsche Dolkskraft und Rückfall in die Sklaverei barbarischer Jecken - in der Geburtsstunde des Völkerbundes unb des Welt- friedens. Statt Völkerversöhnurg wird Dölkerhaß daraus erwachsen . Eingedenk unserer Pflichten der Blutstreue und der Dankbarkeit gegen unsere Brüder, die für uns alle gekämpft und in fahre» langer Knechtschaft gelitten haben, fordern wir, >aß die qualvolle Ungewißheit ihres Schicksals »ie bet Gegner durch Verzögerung der Friedensver» )anblangen immer weiter verlängert, ein Ende gemacht »irb. Am 17. Februar wirb der Waffenstillstand erneuert Wir verlangen von unseren Unterhändlern, daß sie vom Gegner eine sofortige unb unzweideutige Erklärung darüber fordern: 1. Ob der Gegner bereit ist, unsere (Befangene sofort herauszugeben. 2. Falls er darauf beharrt, daß erst die Friedens- Verhandlungen darüber entscheiden sollen, ob er bereit st, diese sofort zu beginnen. 3. Ob er bereit ist, die Herausgabe der (Befangenen sofort bei Beginn der Friedensoerhandlungen zu bewirken. Falls der Gegner diese Erklärungen verweigert, erlangen wir von unseren Unterhändlern Unterbrechung der Verhandlungen. - Herr Doller dankte zum Schluß allen Rednern inb forderte auf, dem Volkskunde beizutreten und für chn zu werben. Frau gab ihm hierauf 60 Mk, echtes Geld zurück, so daß fle nicht allein ihre Butter los war, sondern auch noch ihrem guten (Beide nachsehen konnte So müßte es jedem Wucherer ergehen, die den Einheimischen nichts abgeben, da sie von diesen die Wucher» preise nicht fordern wollen. ** Rödgen, 15. Febr. (befreiter Wilh Lückel, der seit August 1918 vermißt wird, hat gestern aus französischer Gefangenschaft geschrieben. Kreis Lauterbach. 0 Lauterbach, 18. Febr. Der Protest gegen die ungerechte Zurückhaltung unserer (Befangenen im Feindeslande nimmt in unserem Kreise mächtig zu. UeberaQ bilden sich Ortsgruppen des Dolksbundes zum Schuhe unserer Gefangenen, meist unter Führung der Geistlichen, mit stets wachsender Mitgliederzahl Kreis Büoingen. na. Nidda, 15. Febr. Drei mehr als achtzig» jährige Ni ddaer hat der Tod innerhalb einer Woche dahingerafft: den 83jährigen Ludwig Runk, bisher das älteste Mitglied des Gesangvereins „Sängerinan)*, und die 81jährigen Heinr. Nuppel IV., Huttnacher, und Katharina Klös. Der jetzt älteste Einwohner Niddas ist der 89jährige Landwirt Bechtold. Kreis Friedberg. O. Bad-Nauheim, 16. Febr. Unter Mitwirkung des Kurorchesters und des ..Vereinigten Männerchors' unter Leitung von Wilhelm Bechtolsheimer fand gestern in der Turnhalle des Turnvereins die feier- liche Begrüßung der heimaekehrten Kriegsteilnehmer statt. Die Begrüßungsansprache hielt Bürgermeister Dr. Kayser, die Festtede hatte Kir» chenrat Wissig übernommen. Ein von Hoftat Stein» goetter verfaßter, in Neimen gehaltener Willkom» mensgruß erzielte, von Fräulein Minna Franke gesprochen, einen großen Erfolg Die ganze Feier, um die sich der Männerchor, die Stabt» und die Bade» und Kurverwaltung besonders verdient gemacht, stand in jeder Beziehung auf beachtenswerter Höhe. - Der 70jährige Landwirt Teuschel aus dem nahegelegenen Dorfe Nödgen rettete mit eigener Lebensgefahr den 9jährigen Sohn des Eisenbahnpförtners Oehm vom Tode des Ertrinkens. = Niederwöllstadt, 16. Febr. Die Verpachtung des 160 Morgen großen Pfarrackers brachte die nette Summe von 19 000 Mk. Bisher betrug der Erlös 4000 Mk. Kreis Wrtzlar. — Wetzlar, 17. Febr. Für den beschleunigten Bau von Kleinwohnungen genehmigte die Stadtverordnetenversammlung die Summe von 300000 Mk. an den Spar» und Dauvereiu. Das Geld braucht nicht zurückgezahlt und auch nicht verzinst zu werden. wa. Wetzlar, 17. Febr. Die Besprechungen zwischen der Leitung der Buderusschen Eisenwerke und den Derttetern der Arbeiterschaft haben erfteulicher- weise zu einem Einvernehmen geführt, infolgedessen die Arbeit bereits am Samstag abend in vollem Umfange wieder aufgenommen worden ist. Hcsscn Nassau. ** Dillenburg, 15. Febr. Vorgestern war hier im Kahm'schen Lokal eine Versteigerung städtischen Holzes angeseht, die aber nicht stattfand. Einer der Neflektanten hielt nämlich vor und nach (Eintreffen der Dersteigeruugsbeamten an die erschienenen Holz» liebhaber eine .zündende' Ansprache des Inhalts, daß jeder, der über den Taxpreis biete, hinaus» fliege Daraufhin packten die Beamten ihre 2lkten zusammen und verließen das Lokal. - Wie wir hören, besteht allgemeine Mißstimmung, daß das Holz nicht rationiert, daß andererseits den Staatsbeamten eine gewisse Menge zum Taxpreis überlasseu wird, nicht nur in Dillenburg, sondern auch in anderen Ort- schäften. ZMarburg, 16. Febr. An einer heute in den StadtsÄcn abg^haltencn, vom Büvgerrat ein» berufenen öffentlichen Versammlung wurde nach Aussprachen der Professoren Rade und Her- melinl folgenbe Eittscksiivßung an die Regierung angenommen: Tie Marburger Bürgerschaft aller Parteien erhebt lcidenschastlichen Widerspruch g^ien die tcnllllürliche Verzögerung des Friedensschlusses durch unsere Feinde inti> gegen die sorttvährend gesbei-7er:e Grausamkeit der Waffen st i l l- standsbedingungen. Sie svreert für das deutsche Volk, das seinen Friedenswillen genug und übergenug vor aller Dell benriejen hat, das Zugeständnis der Lebensbcdingungeu, ohne die es nicht existieren kann. Wenn unsere Staats» regicrimg dies durch weitere Verhandlungen nicht zu erreichen vermag, so möge sie lieber auf solchg verzichten, damck die Welt das ungeheuerliche SchmNpiel eines vergewaltigten, rechtlos gemachten Volkes ohne 'Schleier und Vvrl)ang vor Augen habe. Tie Gesckstchtc der Zukunft wird ein solches Verbrechen richten. Aus dem besetzten Rhringebiet:' — Höchst a. M., 16. Febr. Einige Post- unö liiiciibayiibcauue wurden mit (ä>eiangittS bcstrasl, iveit )«e einen französischen Ossizicr ittchi gegrützl yatlen. = Bao iL ms, L< Feor. Ter amcrilanndfr Tiviswusiominandeur ließ Aivri (Limaohner, ixe die Fahne eines die Stabt durch»ielxenocn Regimentes nicht gegrünt hatten, mü ^zangnis und j« öO Mark bei trafen. = St. Goar, 17. Febr. Wegen Ueber- tretimg der deutschen Bestimmungen über die Fleischversorgung verurteilte ine französische Mtomnumbantur den Landwirt Kühn zu zwei Manaten Gefängnis und 300 Franken (447 Mark) Geldstrafe, .siühn hatte zwei Kühe freihändig verlauft. Ferner wurde die Winve Wagner zu Buchholz zu Gefängnis und 300 Franken berurtrih, well sie sich geweigert halte, ein Stück Dieb an die deutsche Behörde abuiliefcrn. = Mainz. 17. Febr. Ter Militär-Administrator für Rheinhessen ordnete für arbeitslose Männer, die hie Arbeit verweigern, den Ar- beitszwang bei Strasienderftellungen. an. Wefoetter Sta-ttbeater. Tic bc bt« Sonoren. Lnstipiel von Paul Lindau. (Bietzen, 17. Febr. Als Achtzigjähriger ist Paul Lindau vor rot« ingen Wochen zu Grabe getragen ivvrden. Derer, vor der g-ofteiK literarischen RevolutÄm des Zabees 1889 die deut,che BLme beherrschten, werden immer weniger. Lindau war nicht der bedeutendsten, aber der triefeiner. Er war vntitcr, Tramatiber und DhraterdirekVr in rin« Person Seinen größten Einluü machte er durch Begründmtz der b-itnt Zeitschri'ten „Gegenwart" unb „Teuttche Rundschau" grftexb Er war ein höchst ntidi»-r Svps und schrieb eine äu^rst Orivanbh- Feder, die auch in seinem Lustwlri „Tie beiden Looiwren" nicht zu verkctrnen ist. Ta^ kleine Lustspiel ist voll «Lender Gin fälle, du | Vermieti fr., ukli nl m.5d)Ttibt.an ob. vmmnn v ** lilttnw. Letzte Nachrichten. Zur miniftertrifis in vcy:rn. München, 17. Febr. Zu Beginn der heutigen Nachmittagsfitzung des Kongresses der 2L», S.» u. B.-Rät« Bayerns gab Mmisterpräsident (Eisner im Namen des Ministerrates eine Erklärung über bi« zur Zeit schwebende Ministerkrise in Bayern ab. (Er erklärte, daß die vier Mitglieder der Mehrheitssozial. demokratie der Negierung unter der Wucht ihrer Verantwortung die Entscheidungen nicht auf eigene Faust treffen wollten. Die Mehrheitssozialisten haben infolgedessen sofort eine Landeskonferenz der sozialistischen Partei einberufen, die morgen zusammentteten wird und in der die ganze politische Lage mit allen damit zusammenhängenden Fragen zur Klärung und Entscheidung kommt. Die Entscheidung soll am Mitt» wach abryd, spätestens Donnerstag früh erfolgen. Der Kongreß nahm von dieser Mckteilung, die die Klärung der politischen Lage in Bayern wecker ver» schiebt, Kenntnis. Die Fraktionen des Nätekongreffes beschlosien, über die tRegierungseridärung inFraktions- besprechlingen einzutreten und die Sitzung wurde des» halb unterbrochen. Der Vorsitzende teittt in der Sitzung folgenden Antrag der Unabhängigen mit: Der Minister für militärische Angelegenhecken wird ersucht, unoer- züglich auf dem kürzesten Wege die bestebenden Werbestellen zur Bildung einer Dolkswehr in die Hände der örtlichen A.-, B.- und S.»Näte zu legen. Sämtliche Listen über die bereits angeworbenen Offiziere und Mannschaften sind bei der Uebergabe vorzulegen. Wer sich von den Führern der Werbestellen weigert, ist in Schutzhaft zu nehmen. (Es dürfen nur gewerkschaftlich und politisch organisierte Arbeiter und bauernbündlerisch organisierte Bauern angeworben werden. Nach Begründung des Antrages erklärte Mi- nlsterpräsident (Eisner sein vollständiges Einverständnis mit dem Antrag. Wecker bemerkte Eisner, das Mißttauen, das durch die letzten Ereignisie im Wachsen sei, hacke er für unbegründet, aber begreif- lich. Wir wollen die Neoolution schützen und fort führen, aber mit anderen Proletariern, nicht Prole» tarier gegen Proletarier. Der Antrag der Unabhängigen fand einstimmige Annahme. (Eine neungliebrige Kommission begab sich zur Durchführung des Antrages sofort in bas Ministerium für militärische Angelegenheiten. Don der Unabhängigen sozialistischen Partei lag weiter folgende Entschließung vor: Der Kongreß der 2L-, B - und S.-Näte ist der Hüter und Förderer der revolutionären Errungenschaften, oerurteitt leben Bruderkrieg und richtet an das gesamte bayerische Prole» tariat den Appell, bei Aktionen nur einig und geschlossen gegen jede Reaktion vorzugehen. Die Nes». lution fand einmütige Billigung. , Spartakifteuhkrrschaft im Rnhrffrbiet. Hannover. 18. Frbr. AuS Münster wird flnrtdbri, zur Niederwerfung der Sparta» kistenherrschast im Ruhrrevier werden 30 000 Mann regierungstreue Truppen ziisammen- gezogen. Die Spartakisten haben im Laufe des Sonntag und Montag mehr als 100 Zechen unb einige 40 Gemeindeverwaltungen des Ziohlen- rcviers besetzt. Weimar, 18. Febr. Das Reichsknbinet hol sich gestern eingehend mit der kritischen Lage tm Ruhrrevier besaßt. Nach den vorliegenden amtlichen Berichten befinden sich neun Zehntel des Ruhr rev iers in den Länden der stom» munisten, die jeden Äohlentransport gewaltsam verhindern. Duisburg, 18. Febr. (C. 2L) Zn Mül» heim a. d. N. ift die Beamtenschaft in einen Abwehrstreik eingetreten, wodurch die Stadt gänzlich vom Post- und Dahnoerkehr abgeschnitten ist. Das Proletariat wurde zum Widerstand gegen die N» gicrungstruppen aufgerufen. Ter Kampf mit den Polen Nawitsch , 18. Febr. Die Polen binden sich nicht an die Waffenstillstandsbedingungen. Der Volks- rat zu Nawckjch teilt mit: Trotzdem um 5 Uhr nachmittags der Waffenstillstand begonnen hat, unternahmen die Polen seit den Abendstunden heftige Angriffe auf Sarne, Friedrichsweiler, Laszyn und Ko- narczewo, wobei sie starke Artillerie verwenden. Wilson über die Freiheit der Meere. Bern, 17. Febr. (WIB.) Wilson erklärte einem Mitarbeiter der .Newyork Herald" auf die Frage, ob die Frage der Freiheck cker Meere schon erörtert worden sei: Was die Neutralen anbelangt, so wird es solche in der Liga der Nationen nicht mehr geben, denn die Neutralen werden alle ein De- standteck der Liaa werden und müffen sich infolge- besten deren Beschlüsten fügen, falls eine bewaffnete Intervention gefordert wird. Sobald es keine Neutralen mehr gibt, gibt es auch keine Frage der Freiheit der Meere mehr: denn diese Frage wird j > eben durch die Dez ehungen zwischen Kriegführenden und Neuttalen aufgeworfen. Die Liga der Nationen wird in Zukunft alle Fragen der Marinepolitik wie auch der Nüftungen regeln. Wilson beabsichtigt in Boston zu landen und bi ganz Nordamerika eine große Kampagne zugunsten des Völkerbundes, zu entfallen. Wilson glaubt, daß der Friedensvertrag im Juni den Mächten zur Notifizierung oorgelegt werden kann Amerikanische Soldaleo onf der Durchreise durch Tcutschland. Koblenz, 18. Febr. 480 unbewass- ne te amerikanische Soldaten unter dem Befehl von sechzig Offizieren der ersten und zweites Armee fuhren im Sonderzug Sonnabend abend auf der Reise nach Berlin hier durch. Von Berlin aus werden sie nach den russischen Gefangenenlagern geschickt werden, um eine gute Behandlung der Gefangenen ficheczu- stellen. Jedes Lager wird den Besuch von drei Offizieren und 24 Soldaten erhalten. TL» Demi । ** Bolizeibertcht. In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde im Schissen- berger Weg ein verschlossener Stall erbwchen und daraus eine Ziege gestohlen. Die Ziege wurde dann auf dem Nahrungsberg in einem Gartenhaus abgeschlachtet. Haut und Eingeweide wurden noch vorgefunden. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Kriminalpolizei entgegen. •• Nicht rechtmäßig erworbenes Heeres, aut beschlagnahmt! Die Sicherheitswache be» schlagnahmte in den letzten 14 lagen am hiesigen Bahnhof folgendes nicht rechtmäßig erworbenes Heeres- gut: 4 Pelzmäntel, 25 Tliliiärmäntel, 64 Paar Tuch- Hosen, 56 Waffenröcke, 34 Drillichjacken, 34 Drillich- Hosen, 38 Paar Stiefel, 34 Paar Schnürschuhe, 99 Paar wollene Strümpfe, 41 Hemden, 83 Unterhosen, 39 Zeltbahnen, 136 wollene Decken, 12 Bettbezüge, 12 Bettücher, 4 Kistenbezüge, 6 Ledertaschen, 19 lourntfter, 9 Brotbeutel, 3 Säcke mit Lederzeug, 16 Feldmützen, 6 Kochgeschirre, 3 Gewehre, 2 Pisto- len, 13 Seitengewehre, 2 Wagekdecken, 3 Armee- ferngläfer, 2 Autoschläuche, 2 Pferdegeschirre mit Zügel und Trense, 3 Armeesättel, 1 Leckerwagen, 2 Bagagewagen, 2 Rollen Kabel, 1 Sack mit Wollsachen, 5 Handtücher, eine Anzahl Vummistücke und Maschinen- teile. Sämtliche Gegenständ» wurden der Sammelstelle des Regiments Nr. 116 übergeben. Ferner beschlagnahmte die Sicherheitswache in einem Prioathof fünf Faß Benzin, welches der Heeresverwaltung gehörte. •* Deutsche Dol kspartei. Im Saale des „Groscherzog von Dessen ' sprach ö-err Pros. Tr. Gmel in gestern abend über den Reichs- versassungsentwurf, und zwar fußten seine Betrachtungen auf dem eigentlich offiziellen Entwürfe von Preust. Zunächst beleuchtete der Redner das Problem der Austeilung Preußens, in welcher der Staatssekretär das sicherite Mittel siegen eine Reaktion zugunsten der Monarchie erblickt, unb führte seinerseits gewichtige Gründe für eine Erhaltung Preußens an. Tas darauf entrollte Bild des RegierunqsentwurftS führte die neuen Gewalten vor Augen: den vom Volke ae- wählten. aber nur mit repräsentativen Befugnissen ausgestatteten Präsidenten, sowie Reichskanzler und Reichsmimster, die die Regierung auSüben und dem Bolkshause verantwortlich sind. Sxrr Pros. Gmelrn hob als besonders brirenklich bei dieser Organisation das Fehlen einer hemmenden Gewalt hervor, indem nämlich das Volksbaus alle anderen Gewalten überrage und weder Präsident noch Regierung noch das Staatenhaus ein Gegengewicht bilden könnten. Gleichseitig deutete der Redner auch ans einen für die Vtenbcnmg des Entwurfs möglickten E^sichtspankt hin, demgemäß sich das Staaienhans aus instruierten Vertretern zusammemetzen würde. Aus den ausführlichen weiteren Erörterungen des Vortragenden sei noch der Gedanke hervorgehoben, daß die auswärtige Politik nur in öänbrix der Reich-regierung, nicht in denen der Einzelstaaten liegen dürfe, da sonst das Rrichsanschcn.leide, — Noch in vorgerückter Stunde schloß srch an den Vortrag eine Tükussun an, auf die näher eintugehen indessen zu weit führen würde. *• Besitzwechsel. Bäckermeister Ernst Muth verkaufte für 107 000 Mk. sein Haus Ludwigstraße mit allen Däckerrimaschinen unb Einrichtungen an Bäckermeister Barth. - Der Kaufmann Isidor Rothschild erwarb für 45 000 Mk. das Anwesen Derastraße 17. — Assistenzarzt Dr. Ludw. Alefeld kaufte für 60000 Mk. vom Architekt Schramm in Wiesbaden dellen Villa Hofmannstt. 5. — Birken- stock L Schneider verkauften an Bahnhofsvorsteher Schmidt ihr Anwesen Friedrichstr. 13 für 50000 Mk. ** Wieder KriegdieLebenshal- tung verteuert hat, zeigt eine in Nr. 31 der „Wirtschaft!. Demobilmachung" veröffentlichte graphische Darstellung, wonach die Preise der wöchentlichen Ration einer vier- köpfigen Familie (8000 Gr. Brot, 1000 Ar. Mehl, 14 000 Gr. Kartoffeln, 900 Gr. Zucker, 975 Gr. Fleisch, 300 Gr. Butter, 5^4 Liter Milch und 2 Eier) vom Oktober 1913 von 8 Mark auf 16,8 Mark im Februar 1918 gestiegen sind. Die Darstellung beruht auf Angaben des Reichseriiäyrungsamtes. ** Der Volksbund zum Schutze derdeutschenKriegs-undZivilge- fangenen, -Ortsgruppe Gießen, halt am Donnerstag, den 20. Febr. 1919, nachmittags 2Vr Uhr, im Saale des Hotels Großherzig von Hessen eine Zusammenkunft der Mitarbeiter und Vertrauensleute ab. S. Sinnige. *♦ Die Frauengruppe der deutschen^demo» Kratischen Partei hält am Mittwoch, 19. Febr., abends 7‘ , Uhr, im Postkeller eine Mitglieder-Der» fammlung zwecks Besprechung über ihre Arbeiten. Siehe Anzeige in voriger Nummer. ** Schwarz-Wciß-Lichtsptcle, Sel- terswog 81. Bon heute bis Fttiiaq, 21. Febr. Oiangai der Roman van Goarg Hermann .Len» vierte Zaloby", Fortsetzung von ,.)ettchcn Geberti" und das Lustspiel „Bobbs Rache" zur Ausführung. Landkrris Gießen. " AUendorf a. d. Lda., 16. Febr. Unser Turnverein, der seit 1904 besteht, hat in dem Kriege 12 Mitglieder verloren, die den Heldentod fürs Vaterland starben. In Gefangenschaft befinden sich noch: Iohs. Benner, Eberhardt Loh. Johannes Wißner und Willi Balser Ferner starben noch infolge Krank- Heck während des Krieges: Heinrich Krieger,'Christian Schmidt und Eduard Bergen. Bei der diesjährigen Generalversammlung ttaten 27 neue Mitglieder zu. •e Beuern, 18. Febr. Am 14. d. M. feierten die Eheleute Phil. Becker und Frau in oller Stille das Fest ihrer Goldenen Hochzeit. Beide sind noch ziem- lich rüstig und im Alter von 78 bzw. 76 Jahren. Schon im Jahre 1906 beging der Jubilar sein 50» jähriges Derufsjubiläum als Geschirrhändler auf Messen und Jahrmärkten. m. Garbenteich, 18. Febr. Infolge der großen Bedeutung, die das Aluminium erlangt hat und der enorm gestiegenen Preise dieses Metalls hatten mehrere Unternehmer bald nach Ausbruch des Krieges das ftüher schon bestehende Bergwerk unterhalb unseres Ortes, am sog. „Pfahlgraben", wieder in ‘Betrieb gesetzt und die Schürfungen nach dem edlen Metall aufgenommen. Zu diesem Zwecke wurde auch die frühere Düngemittelfabrik ..Weißenburg' in der Nähe des Stellwerkes am ,Pfahlgraben' angekaufL Die Menge des Vorgefundenen Metalls soll nicht un» bedeutend sein. Ein neuerdings angestellter Versuch an der zutage gefederten rotbraunen (Erbe hat er- wiesen, daß sich aus ihr ein vorzüglicher Baustein brennen läßt. Die (Erbe soll deshalb für diesen Zweck ausgebeutet werden. Det durch die Waschungen entstehende Schlamm wird zu Ocker verarbeitet. "Leihgestern. 17. Febr. Hier kaufte dies r Tage ein Hamsterer von auswärts von einer Bauers, frau zwei Pfund Butter ä 20 Mk. und drückte ihr einen falschen Hundertmarkschein in die Hand. Die wurde er Diakonatsoerwacker in Erbach, 1891 Pfarrer zu Stumpertenrod. An seiner ersten Pfarrei hing er mit befände er Liebe: dort gründete er seinen Haus- stand. 1898 wurde Schwabe Pfarrer in Rödgen, 1903 Pfarrer der Markusgemeinde Gießen, 1914, nach dem Weggang von Geh. Rat Schlaffer, erster Pfarrer der Gefamtqemeinde Gießen. Ein rastlos schaffender Mann war Schw.ibe, der sich keinen Augenblick Ruhe gönnte und weit über seine körperliche Kraft hinaus arbeitete. Bekannt wurde er in größeren Kreisen durch seine Arbeit für die Dckanatskrankenpfletze und für den Wartburgverein Gießen. Wie sehr seine Gemeinde an ihm hing, bewies die Feier seiner silbernen Hochzeit im März o Zs. Um ihn trauert seine Markusgemeinde, ins- besondere der Frauenverein, die Konfirmanden-Derci- nigung, der Wartburgverein. Der Allg.Verein für Krankenpflege verliert in ihm fernen ersten Vorsitzenden. Besonders schmerzsich wird der Verlust der Militär-Gemeinde sein, der er im Krieg viel gewesen und mit N «Mit Untflin M Smi Stltty J««tS. ItemeH von H. A. Adams. Aachbrack werteten. Fortsetzung 64 Der konnte trat diese Stunde noch int flkrrten sein und fieberhaft eine Zigarre rauchen? Denn das hxtr das Auge, das er sah. Noch jemand also beobachtete den Vorgang, tmb zwar mit einem Interesse, dessen Stärke «ach dem fdjmellen Sickstftftien und Wieder- fchiiehen jenes roten Auges ermessen werden Lonnte. Gatcchad, der die Hand auf seine feuchte Stirn legte, bemerkte, daß er, ohne es zu missen, ferne schwarze Pfeife zwischen die Zährte gesteckt hatte. Er sog daran in einer unbewußten Versunkenheit, die der des Zigarrenrauä-ers jenseits des Rasens glich Aber wer konnte es sein? Ein Polizeibeamter, der die Eindringlinge auf frischer Tat ertappen wollte? Nein; beim der würde nicht so dumm sein, seine Gegemoart zu verraten. Außerdem rauchen Polizisten nicht Zigarren — wenigstens nicht in den Romanen. Galahad veranlaßte vorsichtig den Fleischer, feinen Blick nach dem roten Auge zu tuenden. „Jetzt hafs gespukt, Herr," flüsterte der Fleischer. „Berat eB «Bet vkotz ein tert ift, werden wir Koei schon mit ihm fertig. Schlage vor, mir schleichen uns hinter üjn/' „Nein, nein!" flüsterte Galahad zurück. „Wir dürfen uns in keinen Kampf einlassen. Der Schreck könnte sie töten." „£), fiel" sagte der Fleischer verständnislos, aber beruhigt. In der Tat nahm der Hauptvorgang ave Aufmerksamkeit der Beobachter in Anspruch Wie die zerbrechliche weiße Gestalt an dem Manne hing, als ob es ihr letzter, verzweif- lungsvoNer Versuch sei, sich ans Leben anzuklammern. Und als sie nun in die beiße, lautlose Dunkelheit hineinstarrten, wurden die Stimmen der beiden nur undeutlich sichtbaren Schauspieler in der Tragödie für Galahad und den Fleischer deutlich hörbar — und welchen andern Horchern wohl sonst noch? „Du bist anders als fonfc Horace; du bist heute abend anders," rief das VLädchen, den Kopf zurückwerfend, um in sein Gesicht zu sehen. „Nicht doch du bildest dir ettvas ein, Sibyl. Es ist die Dunkelheit, die Hitze, die Stille. Ich bin genau derselbe — immer derselbe." „Und du liebst mich — liebst mich immer meflr?" drang sie in kyn Ute ein vawtentes fiinb, begierig, dieselben beruhigenden Worte wiederholt zu hören. „Mehr? Mohr, als ich je gedacht hätte," sagte der Mann tapfer, obgleich Galahad die Anstrengung beutlid) heraushörte. „O, wie konnte ich je an dir ypeifeln?" hauchte das Mädchen „Aber es hat so lange gedauert, so viele Enttäuschungen — und ich habe nur noch so wenig Zeit." Aber sie war überzeugt und lag in seinen steifen Armen, wie eine zarte, weiße Blume, die in der feuchten Wärme der lautlosen Nacht dahinstirbt. Da zog durch den Garten ein ganz leises Gewisper und erstarb wieder. Der Wedel eines Baumfarn bewegte sich und sank wieder zurück in düstere Unbeweglichkeit, als ob er einen matten Versuch gemacht hätte, aus seinem Schlaf zu erwachen, nur, um schläfrig wieder zurückzusinken. Und wieder zog durch Die harrende Stille das Gewisper. Ein kühler Hauch wehte plötzlich um Galahads Schläfe. Er drehte sich chnell um, aber der Hauch war entschwunden. War es — konnte er glauben, daß es o sei — der lang ersehnte Südwind? Ja; denn das Wispern kam wieder und ward lauter. Alle Blätter der Bäume hatten das GehedrarS «chaefraraen, n*at*n lebhaft und flüsterten e5 ernander zu Ein Strom kühler Luft wehte gleichmäßig von Süden, mib der ganze Garten schien das Kvnnnen des nnederbelebenden Regens zu verspüren. In dieser angenehmen Kühle schüttelte Galahad die lastende Mattigkeit der Rockst ab. Er schaute nach der Laube und sah die schlanke, weiße Gestalt sich emporrichten, toit eine Blume sich dem Kusse des Regens ent gogewreckt. Ihre Stimme klang klar ttnb hell und sprach erschreckende Wahrheit. „Du liebst mich nicht Horace! Ich weiß es, ich weiß es l" Horace raffte sich Zusammen. Er ver> suchte zu sprechen, sie zu beruhigen, die schreck liäfc Gewißheit, die chr blasses Gesicht versteinerte, zu verbannen. „Du kannst nicht widersprechen! Du kannst es nicht!" rief das Mädchen, und in diesem Klageruf schien ihre Sttmme zu brechen Starr und ausdruckslos stand Horace da Der frische Südwind wehte kräftig um seine Wangen. Er sah ein, daß die L>sse enden müsse. Er konnte sie und sich selber mch länger betrügen. (Fortsetzung folgt.) Schwarz-Weiss - Lichtspiele Heltereweg 81. 1958o niniiniiiiiiiiroiiiiiiiinrniiiiiiiiiiiiinrimniiiiimiiniirrrniin Henriette Jakoby (Fortsetzung von Jettchen Gebert) Der frros>e Roman v. Georg Hermann, (Orden Film bearbeitet von Richard Oswald, In 4 Akten. Spielt In Berlin 1838-1840. Bobbys Bache Lnstapiel ,n 8 Akten, mit den besten deutschen Kinokomikem Wolfram Kiosllch und Siegfried Beriech. Etwa« für die Lachmuskeln! n fit., sehen möbl. Zimmer m. Schreibt, an Kaufmann ob. Beamten vr. fof. h. out ^^■oltorsw. tt AJLBt j Mietgesuche | il-7'ZiMkl-Wohni. für sofort oder 1. Avril tu mieten gesucht. Schr. Angebote unter 03140 an den Giess. Anz. erbeten. Zum 1. März oder 1. 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Unser Schmerz ist furchtbar und bitten wir alle Freunde und Die Beerdigung findet Mittwoch vormittag 11 Uhr von der Halle des neuen israelit. Friedhofs aus statt Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Otto Rau Familie Ludwig Schleenbecker Familie Heinrich Kau Ww. Buttenbauten, den 18. Februar 1919. Die Beerdigung findet statt: Mittwoch den 19. Februar, nachmittags 1 lli Uhr, in Ruttershausen. Ioievd Simon Karl Schwenker. Giebeu (Neustadt 61), den 16. Icbrnar IBIS. Die Beerdigung nabet am Mtmvoch den 19. Iebruar 1919, 2J0 nachm., auf dem neuen Iriedhof statt. (03147 Bon Beileidsbesuchen wird gebeten Ab- -stand zu nehmen. Heuchelheim, den 17. Februar 1919. Die Beerdigung findet Mittwoch, 12V, Uhr. vom Sterbehaus Gießener Straße 2 aus statt. Unser geliebter Vater, Schwiegervater und Großvater Herr Abraham Meyerhof f ist heute nacht nach längerem Leiden im 83. Lebensjahre sanft entschlafen. Die trauernden Hinterbliebenen. In tiefster Trauer Franz Matthes und Familie. Gestern früh um 8*/, Uhr verschied nach kurzem, schwerem Leiden unser Innlgstgeliebter Bruder, Schwager und Onkel Herr Theodor Rau, Pförtner an der Ohrenklinik in Gießen, im Alter von 35 Jahren, was wir hiermit allen Verwandten, Freunden und Bekannten schmerzerfüllt mitteilen. Am 17. b. MtA, morgens 8 Uhr. verschied nach langen Leiden unsere liebe Mutter. Schwiegermutter. Schwester. Grohmuner und Urgrshmutter Zrau Marie Sroh Annerod, de« 17. Iebruar 1918. Die Beerdigung findet Mittwoch den 19. nachmittag» 3 Uhr in Annerod statt. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß meine liebe Frau, unsere herzensgute, treusorgende Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Fra» Eta Margarete Fotaan geb. Sein» Montag morgen 6 Uhr plötzlich und unerwartet nach kurzem Leiden sanft entschlafen ist Die tief trauern den Hinterbliebenen; Lodwig Volkmann VIII. Anna \ olktnann Nach kurzem, schwerem Leiden verschied der Pförtner unserer Klinik Theodor Rau im 36. Lebensjahre. Die Univ.-Klinik für Ohren-, Nasen- und Halskranke verliert in dem Verblichenen einen pflichtgetreuen und tüchtigen Angestellten, dem sie stets ein ehrendes Gedächtnis bewahren wird. Sonntag früh um 71/, Uhr verschied sanft nach langem, mit großer Geduld getragenem Leiden mein innlgstgeliebter Galle, unser guter treusorgender Vater, Sohn, Schwiegersohn. Bruder, Schwa .-er und Onkel Herr Eduard Woydera im Alter von 29 Jahren, was wir hiermit allen Verwandten, Freunden und Bekauulen schmerzerfüllt mitteilen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Anna Woydera geb. Völpel nebai Kind Familie W 11h. Völpel Familie Eduard Woydera. Gießen (Weserstr. 191, Elbing (WestprJ, den 17. Februar 1919. Die Beerdigung findet Freitag, 2L Februar, nachmittags 3*/» Uhr auf dem neuen Friedhof statt. Heute abend 9 Uhr verschied sanft nach fuiicm, schwerem Leiden meine liebe irrou, unsere herzensgute, treusorgende Mutter. Schwester. Schwägerin und Tante Frau Elisabeth Roth geb. Wikmaun Gießen, den 17. Februar 1919. Sudan läge 17a, Stettin, Hersfeld, Mannheim, Rotenfels i. Baden, Krefeld, geb. Hammel Lebensjahre. Im Namen der trauernden HtnterbNrbenrn; !amilie PH. Groh IV. amilie W IH. Scheid amilte wtlh. Hammel amilie Karl Wallbott. Eilt! Eilt! Deutsche Helden! .Ybr werdet dringend gebraucht. Helft uns die Nube und Ordnung wieder bersteUen. Der Pole dringt noch immer tiefer in deutsches Gebiet hinein. Sännt Ihr das ruhig mit uuskhr»? Sein! Bedenkt, was Ihr Euren gefallenen Kameraden schuldig seid! Freiwillige heraus! Soldaten, kommt und bellt, baff Deutschland nicht »um Gespött der Welt wird. Tretet sofort ein in daS Freikorps hülsen! Sehr günstige Bedingungen für Offiziere. Unteroffiziere und Mannschaften! Frontsoldaten! «einer darf fehlen! Meldet Euch sofort hier in 2068D Siehe« im „Wrer Hos", StinizenKraße. Kauf, Beteiligung od. Einheirat. Tüchtiger, solider! arbei'rslustiger. verträglicher Kaufmann mir Vermögen, evang. 3M 3. alt. nu? guter, »ngesebcner VnnbrolrtGfmnilic, vor dem Krieg lauge Jahre albNeisender imAuSlandc fürctnebedeutende deutsche Pietaltwarensabrik tätig gewesen, jetzt nach 4Vdhbr. Felddienst entlassen. sucht geeign. Hofition. 100 Ihm evtl, auch Gelegenheit zur Beteiligung 'ganz gleiß, welche Branchei ober Einheirat geboten ist. Interessenten werden gebet. ihre Adress. m. näheren Angaben unter «0184 an den Gies,. Anz. einzureichen. Arbeitsvergebung. Dre nachstebenden Arbeiten urr Erbauung von Ikleinwohnungrii in der Müblstraffe sollen Montag den 3. März dS. vorn,, io Ubr öffentlich vergeben werden. t. Erd« und Maurerarbeiten 2. Erstellung von Betondecken 3. Dtelnbauerarbeiten. t. Zimmerarbeiten, Dachdeckerarbeilen. tt. Soenglerarbeiien 7. Grobschlosserarbeiteii 3el<6iumncit ?lrbc!lSbeschreibungen und Be dtngungen liegeu bet unk ur Einsicht offen. An- aeboie ans Vordruck, der dalelbst gegen Erstattung der Selbstkosten erdältltch, sindbic, zu genanntem Termin an und einuireichen. — ZuschlngSirist 4 Wochen. Älchen, der. 17. Februar 1919. 3042B Sradibanamt (Sieben: Braubach. Bekanntmachung. luiKi Handelsregtster Abt. A wurde heule bezüglich der Firma L. RosenbaumülJacob, Gießen, eingetragen; Das Geschäft geht mit Wirkung vom 15. Februar 1919 mit Aktiven und Passiven aus Manfred Rosenbaum tn Gießen über. Die Firma ist geändert in Gießener EngroShauS Manfred Rosenbaum, Gießen. Die Prokura des Manfred Rosen, bannt ist erloschen. Gießen, den 12. Februar 1919 Hessisches Amtsgericht .J0S3B Sicherer und schneller! Transport ohne Eisenbahn! Wroerkehrsmt Friedberg i.ß. Telephon 99 205RD Zweigstellen: Gießen, Rodheimer Str. 34, Tel. 1027 Botz ach L 0., Tel. 29 Vilbel, Tel. 223 Frankfurt a. M.. Tel. Hansa 4287, Zeil 66 übernimmt unter weitgehendster Garantie Trans» vorte aller Art, wie VebenötnitleL Brennmaterial. 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Schlachthaus, Scheuer und Stallung sind vorhanden. Herbstein, den 16. Februar 1919. Hessische Bürgermeisterei. __________Wiegand._________"" Hölzverfteigernng. 011 dem Sfidtcr Stadtwalde, Distrikt Groff- bäuserbclg. werden Donnerstag den 20. Februar 1919 versteigert: Arbeiter Rm.: Buchen 350; Knüvvel Rm.: Buchen 110, Reisig Wellen Buchen 4000; Stöcke Rm.: Buchen 2f)0, dichten 100i ."iufamlnenkunit am «aldeingang bei Mühl fachfew anfang vormittags 10 Ubr. Vicb. den li Februar 1919. 1964B Bürgermeisterei Sich Dörmer. Die Gemeinde Vetzberg bat 25 Eichenstämme Klaue A mn zusammen 2L99 jVm. unb <7 Eichen- stämme Klaffe B mit zusammen 57,06 i>m. Inhalt zu verkaufen. Die Eichenstämme Klaffe A find besonders schöne Ware. Auskunft erteilt der Ge- metndevorsteber. Angebote nehme ich biß 26. ftebrnar riefetL entgegen Ankäufer muff ffch den bestehenden Oois« verkaussbedingungen unter werten. Qrofbotf. 16. ,,«bruor 1919. Der Bürgermeister 206BB Bekanntmachung. Im Jahre 1919 werden zum Walzen der Kreisftraßen deS Kreises Gießen 7133 Kbm. Kleinschlag, 931 Kbm. GruS u 1284 Kbm. Kies erforderlich. Angebote hierzu sind verschlossen, postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis Dienstag den 4. Mürz d. I. vorm. 10 Nhr bei mir Landgraf-Philipp-Platz 3, Zimmer 22, einzureichen, woselbst alsdann die Eröffnung in Gegenwart der etwa erschienenen Bewerber stattfindet. DieLieferungSbedingungen liegen während der Dienststunden aus dem Amtszimmer des Unterzeichneten (Zimmer 22) zur Einsicht offen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt Vorbehalten. Gießen, den 17 Februar 1919. Der Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. Eellarius, Baurat. 2M8B MfmEWWMmW? AuS dem Kcffclbacher Gemeindewald sollen im Wege schriftlichen Angebot- vergeben werden: 16 Stämme 3. Kl., 30—39 Ztm. Durchm. = 20,67 Fstm., 79 Stämme 4. Kl., 25—29 Ztm. Durchm. — 71,45 Fstm., 144 Stämme 5. Kl., 12—24 Ztm. Durchm = 78,36 Fstm. Angebote sind getrennt und verschlossen mit der Aufschrift „Holz-Submission" bis spätestens Freitag den 21. Februar I. F. nachmittags 2 Uhr bei und einzureichen, woselbst die Eröffnung der Angebote stattfindet. Die Be. dingungen sind die gewöhnlichen und können bei uns eingesehen werden. Zuschlagefrist 3 Tage. Keffelbach, den 15. Februar 1919. Bürgermeisterei Keffelbach. Schwalb. 2069 LMdwirWfMk ZktitrchkWmM Zweigstelle Friedberg liefert den Mitgliedern Saaterbsen, Saatwicke», Rumänischen Saatmat», Esparsette, Pferdebohnen, Dickwnrzsamen, Laatgetreide «std in guter Qnalüät und Keimfähigkeit LKkudtn iläf kl wart He kttl'Mb Oetv.-Braaaarei, B. Laa««, aiaAu Aus dem felde ^urüdgehehrt, öabc ich meine Prafts wieder aufgenommen. s® Oeorg Ulld^tdjtsaniDalt örünberg i. h., Berkäusennnen. 1 Leb» 2057B Stadt. Arbeitsnachweis (Stehen «cst-Anlage 31, Teleph. 2054. 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HauS- burschen und AuSlättser. 3 landw Verwalter, lech» Etlendreber. 9 Maurer. 2 tfiibrlcute, 3 i>abrid arbeiter, Bau- und Maschinenschloffer, 11 Mecha- niker. 1 OveratiouSgebilse, 2 Lvltiermelster, ein Scbäser. 8 Buchbinder, 1 .gimmermann. 2 Gärtner 8 Tavezicrer u Poluerer, 3 Dachdecker. 2 S&ert- mctster. 2 landw. Wirtschaftler, 1 Lberfchweizer. 1 Goldschmied, 1 Pfleger. Arbeiter, 1 Etsenhobler 1 Bletlöter, 1 ,>orstbeamter, 3 Monteure, neun eorngler u. Installateure, 1 Konditor, 1 Zigarren- arbeitet, 1 Kraftfahrer, 4 Sä miede. 4 Elektromonteure. 3 Former, 1 Stellmacher, 1 Shwfer- schwied. 1 Dekorateur, 1 Küfer. 1 Wächter, ein Molkereigebiife. 4 Schreiner 1 Banzetchner, ein nctlenbaticv, 2 Wagner. 1 Maschinist. 1 Drechsler 1 Drogiit. I Generalagent. 1 iftnanzgebtlse. Lebrlinae: 2 Kaufleute, 2 Schreiber. 3 Schlosser. 2 Elektriker. 1 Mechaniker, 1 Gartner, 1 Schuhmacher. 1 Konditor. 1 Maurer. 1 Metzger Bet btrügen -Arbeitgebern können eingestellt werden: 1 Mädchen, das melken kann. 1 Köchin. 22 Dteuinnädchen, 14 Vauflratien, 1 Mädchen tagsüber, 2 Waschfrauen. 1 2chnetderin. 1 Büglerin. 2 Kiichenmädcken, 2 Wa-chküchenmädchen. 3 Putz ftauen für Schulen tagSltber. 1 jugendliche Arbeiterin in ein Btldergeschäft. ^ei nnemärtigen Arbeitg, beru können cinae- stellt werden: 5 landw. Dienittnäbchen. 1 Köchin 6 Dtenstmädchen. 7 Küchenmäbchen. 6 Ziminer- mäüchen, 2Haudmädchen. 6 beiieve HauSmäbkben die servieren können, ein Mädchen, da» etwas kochen kann und im Geschäft mitbilft. 18. 5 Zimmern, mehrere Väben, Bagerraume. Stallung und Heuboden. Zn mieten gesucht: 20 Wohnunaen v-1—6 Zimmer«. 20 n öblierte 3immer 1 möblierte Wohnung mti 3 Zimmern.