1877 d Donnerstag, (7. Mi 1919 169. Jahrgang Erstes Blatt latt ftU ITtfefifhhit h(*S kenticken Man begnügte sich mit einigen dürftigen viv 44ll^fluJlvH vvS vVUI|U|vll Redensarten. Mittlerweile kommen wohl Die Einheitsstaates. mwe ir halten an unserer alten Meinung Heren. Umerika und die künftige Weltpolitik. Ohne Filmzensur geht es nicht. Im weiteren Verlause der (tfü^ Älerdings noch etwas teuer. ö * bei Königshofen. Das leere Portemonnaie der Frau lag bei der Leiche. 3047c fefi- ,50 .75 .50 1.50 Blten des auf hat. Anl- linksrheinischen Zentrumsabsichten immer weiter ins Rutschen. Soll man ohiimächtig zuschauen, wie das ganze linksrheinische ük = biet tatsächlich zu einem Pufferstaat gemacht wird? Und sollen wir uns auf dem rechten Rheinufer damit begnügen, tatenlos Trän men nachzuhängeii, während die Erzberger- sche Politik in einem ganz anders gedachten Silme „verwirklicht wird? Im weiteren Verlaufe der Sitzung kommt es dann zu einem Zusammenstoß zwischen dem Abg. Cohn (Unabh.) und dem Präsidenten Fehreu- Erkrankung de» Kaiser». Amsterdam, 15. Juli. (WTB.1 Wie aus Anrerongen qenrclbet wird, ist der ehemalige deutsche Kaiser krank. Auch die Keiferin ist unpäklich. Dr. Forster wurde Montag pat abends aufs Schloß gerufen und blieb die Nacht über dort. konzert verboten und alle sonstigen Festlichkeiten und bergt, bis auf weiteres untersagt. Ferner wurde in einem wunderbaren Deutsch bekanntye- g Mickla epolizelgencht p,u 3 0)Z o ii a ie it Gesä :i gnis und 5000 M t. E eldstrase wegen angeblicher Be.ci.igung an der Beförderung eines Brieses ins unbesetzte Gebiet liegt folgender Talbesiand zugru de: Herr Springorum l>attc aus Anregung eines helren Berliner Staatsb.amlen einen Brief zu Dem Zwecke geschrieben, ein anderes Mitglied der Wiesbadener Re ie ung von einem zu Unrecht aut ihm laste chn Vrdnchie zu befreien. Tieies Re- gierungsmi giicb nahm als alleiniger Jnterefient den Briet at^-sich, um die Richtigkeit seines Inhaltes durch den auf Urlaub befindlicki-en Rech rnng p.ä id nlen, mit dem er zur Besprechung dienstlicher ^lngelegcul-eiten sowohl im besetzten wie unbesetzten Gebiete öf.ers zuiammcn kain, vor- sichtshatb r inxl) bestätigen zu la sen. Herr,^pnn- norum halte sich sei.dem um diesen Brief bei dem es sich für ihn lediglich um die Erfüllung einer kollegialen Pflicht handelt, nicht^niehr bekümmert, bis er später hörte, daß das ^christstuck jenem Regierungsmitglied auf einer Auto ahrt zu dem Regierungspräsidenten nach 5>ombnrg v. d. Dvh. an der Grenze bei Lochst abgenommen worden sei. Ter Regierungsrat bät e den Brief, weil zu einer bicnftlidten Besprechung bestimmt, offen in einer Aktentasche mit sich geführt. Nun wurde Herr Oberregierungsrat Springorum zu jener überaus holten Strafe verurteilt, roäTrrenb der Regierungsrat als Beförderer und Interessent mit einer verhä tnismäßig qeri igen Geldstrafe davon- Inm. Unmi telbar nach der Gericlstsverhandlung wurde Derr Springorum vom Amte luspendiert. Ties, die Beseitigung des den F-ranzvsen verhaßten Mannes, j»ar nämlich der alleinige Zweck des ganzen Gerichtsoersahrens. Site KKona ”mtsnr.36 lllaNüdn. bach, da der Abg. Cohn erklärte, namentlich in der letzteii Zeit habe es der Präsident den Unabhängigen gegenüber an Objektivität fehlen lassen. (Großer Lärm im ganzen Dause ) Präsident Fehrenbach: Zu dieser Verwahrung haben Sie nicht den mindesten Anlaß. (Lebhafter Beifall in einem großen Teile des- Dauses. Zurufe der Unabhängigen: Wir lassen, uns das nicht mehr gefallen.) . Abg. Cohn (Unabh.) macht dann sachliche Ausführungen und führt u. a. aus: Der ^orttand der „Ufa" steht im engsten Zu>ammenhang mit der Regierung. Falter habe man logcnannu Durchhaltefilms erlebt. Es rst wabrschemt^. da» FortseNimg der Verfassung:brratnng_ bet Artikel 113. Es liegt ein Antrag Auer (Soz) um Gen. vor aus Einfügung eines Artikels lloa. Die Todesstrafe ist abgeschasft. Mit der Beratung dieses Artikels verbindet der Präsident die Beratung über einen unabhängigen Antrag zum Artikel 115 desselben Inhalts. s , Abg. Dr. ©inj beim er (^wz), fuhrt aus, beute sei bet richtige Augenblick für die Verwirklichung der alten Forderung gekommen. Negierungskommissar Dr. Preuß: Ich bitte die Abschaffung der Todesstrafe nickt in die Ver« sassung anfzunelstnen. Darüber wird bei der an» bedingt notwendigen Reform des er internationalen Solidarität zu Massenver- stnnmlimgen cinzuffnden, um gegen den Pariser Gewaltfrieden und den Imperialismus zu prote- Junge Leute in Wörrstadt hatten em Verzeichnis der ehrvergessenen Frmizosenliebchen an die Mauern angeh.ftet. Tie Liebchen waren in Klassen eingeteilt: 1. Klas'e: die Frauenzimmer (folgten öie Namen), 2. Klasse: die Mädchen ... ., 3. Klasse: tie Kriegerwffwen (!) . . Darauf wurde von dem französischen Komm.m- bauten das an dem Tage statt findende Kircktzm- Gietzener Anzeiger Eeneral-Anzeiger für Gderhesien - Zwillingrrunddruck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- u. Zteindruckerei R. Lange. Zchr'.stleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: §chulskr.7. WiÄiri liefert an(M| -—SffiO ggg AM Kl-»;-Ä Amft erd am, 16. Juli. (Wolff.) „Daily Herald" meldet aus Paris, man gebe jetzt zu, daß Lansing, White, General Blitz — das sei die Mehrheit der amerikanischen Delegation — Wilson einen schriftlichen Protest gegen dieZuweisung Schan- tungs an Japan, unmittelbar nachdem diese Zuweisung beschlossen war, übersandten. Wilson habe erwidert, daß es notwendig war, einen der 14 Punkte z u verletzen, um zu verhindern, daß die Japaner aus der LVvnferenz ausschieden. Das Ausscheiden Japans würde den Weltfrieden bedroht haben, besonders da Italien sich anschickte, wegen Fiume die Konferenz zu ver- laffen. Senator Borah, das Haupt der Wil- fongegner im amerikanischen Senat, verlangte, daß der Brief veröffentlicht werde. Lansing sprach sich bei seiner Abreise aus Paris den amerikani'chen Pressevertretern gegenüber offen aus. Er erklärte, Optimismus I sei ungerechtfertigt und bedeute angesichts der'my 3.55 Uhr. ...n, daß fein Finanzreformplan, der den izelstaaten die finanzielle Selbständigkeit ilig wegnehmen will, einen Sturm entfesseln —ürbe. Das ist mit zahmen Wolff-Depeschen (VftXMXuUwQ1! ru verdecken. Zuerst haben in Heidelberg * Württemberg, Baden und Hessen protestiert, lang 7 Ilhr. _ _ ran gesellen sich auch Sachsen und Bayern da- __-u Wir geben die entsprechenden Meldungen iochflehend wieder. Also Kampf, Hader, und iai Ende? — Nicht Einheitsstaat, sondern Icichszerklüstung. Es ist vom realpolitischen ffrndpuukt aus doch uubentbar, daß eine so feoantenbe Reichsvolitik, wie wir sie gegen» petig haben, alleinherrschend über die Beus ursse der Bundesstaaten soll verfügen Bfinen. Mit solchen Plänen, wie Erzberger ke hegt, wird namentlich an der Westgrenze k Reiches nichts als Unheil angerichtet. Tie tolösungsbesrrebungen werden damit ge- hessischen JvftizürtvnsteT v Bventano ftattgeumben I setzen. Ich möchte die Anregung geben, daß die über totale Fragen. Bei dieser (Mtsgen'ljeit ist Regierung bei der Reick-svegierung auf möglichst das Landesfvrstmcister Weber erklärt, die Hörerinnen, so daß die GesamtzM her ©tutoi V,1.1' den im Svmmersemester 1919 2558 beträgt. W' >u Wei Studierenden verteilen sich nach StaatsangelLih fett wie folgt: Hessen 1272 (73 Studentim i Preußen 985 (45), Bayern 27 (1), Sackten 2(h Wig Württemberg 15 (1), Baden 44 (2), Mecklcnft» w Mz gckcgi Schwerin 2, Saänsen-Weimor 6 (1), Oldenti Jfrfjs Sem arknn >rngen Reinheim, Ueberav ß-Biberan beantragt der Ausschuß und Gro Re ein- ®lfu 0,75 0,75 1,20 1,20 0,80 0,90 0,65 0,55 0,55 0,60 0,18 Strecker, naren und d von drei Lcmi- ■f.Matt nach dunch- Erzeugrr» preis MK. 0,60 0,60 1,00 1,00 0,65 0,75 0,50 0,40 0,40 0,45 0,12 gerichten, eine Vorstellung des Vereins miht Justiz beamten, eine Vorstellung der Kanzlrig-U bei dem Oberland^gericht usw. Eine Vorstellung des Landwirts Michel Kirch rombach wird für erledigt erklärt. Schluß der Sitzung 6V2 Uhr. Nächste Sitzung Donnerstag Dorrn, *9 u (Beratung des Landgesetzes.) -l Mgt W wurden aber 0 lafhmg der Beutc Aus Stadt und Land. Gießen, den 17. Juli 191.9. Richtpreise für Frühobst. Um den auf dem Frühobstmarkt schenden Preistreibereien zu begegnen, hart Hess. Landesernährungsamt nach Anhö>u Sachverständiger für die nachstehenden yj obstsorten folgende Richtpreise festgesetzt: tage des Bestell ausweises zur Nährmittelkarte e Abgabe der Nährmittelmarke für Juli (Nr. 7, Empfang genommen werden, (Näheres sieh« 3 zeige.) ** Amtliche Persvnalnachricht Am 11. Juli 1919 wurde der Schreibg« Hilfe an Zellenftrasanstalt Butzbach Leonhard K r ii rn auf sein Nachsuchen unter Anerkennung feiner Staate geleisteten Dienste mit Wirkung vom 1. gust 1919 in den Ruhestand versetzt. ** Bonder Landesuniversität. trauen der deutschen Gesinnung unserer linksrheinischen Dolksregkrung, daß sie den französischen Lockungen nicht folgen werden. Tie Ab- splilterung von Preußen tann zur Absplitterung Dom Reiche werden. Wir bitten, unsere Bestrebungen nach Erhaltung der preußischen Gebiete zu unterstützen. Abg. Dr. Kalle (D. V.): Man sucht systematisch für die Lostrennung im Westen zu werben. Die Lage ist sehr ernst. In dem Vorgehen des hessischen Ministerpräsidenten müssen wir geradezu einen feindlichen Akt gegen Preußen erblicken. (Sehr richtig.) Es gibt nichts, was eine Zersplüte- rung Preußens rechtfertigen könne. Abg. Bergmann (Ztr.): Wir haben ein fefjr schweres Opfer gebracht, als wir in die Regierung eintraten. Wir haben es gebracht im wohlverstandenen Interesse des Vaterlandes. Tas Zentrum hat offiziell vor den Bestrebungen nach Verselbständigung der Rheinlande gewarnt, weil sie die Gefahr innerer Unruhen und des Bürgerkrieges in sich bergen. Mehr konnte das Zentrum doch nicht tun. Auch im Zentritm hat die Zahl der Anhänger, des Einheitsstaates stark zugenommen. $(f) gehöre auch dazu. Ern Schlußantrag wird angenommen. Johannisbeeren Stachelbeeren Himbeeren Brombeeren Reineklauden Mirabellen Frühzwetschen Frühpflaumen Frühbirnen Frühäpfel Fallobst prtii M. 1,00 1,00 1,50 1,50 1,00 1,10 0,80 0,70 0,70 0,75 0,25 »Barte in Staatsbeamte umzuwandeln, erscheint Durchführbar. Die Regierung ist bereit, dem Antrag Hartmann entsprechend einen Gesetzentwurf vorzulegen, betont aber, daß jede Umwandlung von Privatwald in Staatswald von ihr abgelehnt wird, und daß etwaige Unterstützunysbestrebmigen bt züglich des Privatwaldes in feiner Weise bei ihr aus Unterstützung rechnen können. Abg. Dorsch (H. V.): Wich wir behalten uns unsere Entscheidung bis zum Vorliegen der Gesetzesvorlage t»r. Tie Rechte der Gemeinden an ihrem Waldbeiitz müssen geschützt werden. Abg .Köhler (D. V.): Auch wi rbehalten uns die Prüfung der Gesetzesvorlage vor. Abg. .Hartmann (Soz.): In meinem Antrag ward zuviel hincingelegt. Ich beantragte nur eine einl-eitlickpe forstechrisäpe Verwaltung im Interesse des . Volkes selbst. Ter Antrag Hartmann wird ernstimmig angenommen. Eine Vorstellung der Eheleute Michel-- mann in Haingründau wird abgelehnt. Der Anttag E i ß n e r t u. Gen. betr. Gesetz der Ustkundenstempel wird auf Antrag des Antragstellers noch einmal an den Ausschuß zurück- verwiesen. Eine Vorstellung des Landesvereins hessischer technischer Le hr er in neu auf Schaffung eines technischen Seminars und auf (Aeichstellung im Gehalt mit den Volks schullehrer- innen wird von den Äbg. Frau Bi er au (D. Vp.) itnb Frau Hattemer (Z.) tvarm empfohlen. Nack.dem der Präsident des Bildungsamtes, Tr. Abg. Urstadt (Dem.) erklärt, daß sich seine Fraktion die Entscheidung vorbehält bis '.„2 Gesetz vorliegt. T« Gemeinden dürfen nicht entrechtet n>e eben. Lnis 3 TIbenrod, firt iMbetrtrnte ist h Witt bezahlen 1.30 bi ÜMrgens ziehen za! st mb kinderreiche I stgerverdienst von .@ontcr§fird koielfli Ottschaster Dl haben, hat si irisch yuiamipeng ”Ani rourbe j Elt. Viele bei Wä tot iTv-nflmmen, W -"beraumte Lfeimitg^1. t01 L i-he A',ei^ f L vertnebeil L kalt, Freitag °°e K.ine3uSme< f- irr Hessische ■ nächsten Sonn stül bchüh seine Han Landkreis "kang'^öns, k G-sangver- feMlÄ KM krlötmc der ihr Amt nrbt 'n, 1. Lor itz-nden itn-tt Wilhelm R "Leihgestern ^atäbeschluf, soll dl Wache vrrschmmd eine stark best : ?if Serien Loh, fciinadx-n Lire Beda Mlnh aus. Die M der Ortseinm Ment vollendet i bütoetf. Der Gem ^iimsvotum ansgci W, daß sie in Zul m niehr Rechnung 1 I Lauter, 16. ( tii einem diesigen L »Stalle gestohlen Die großhessische Zrage in -er preußischen tanöesocrfammlung. In der Preußischen Landesversammlung wurde am! Mittwoch über eine förmliche Anfrage über feie Gründung einer großhessischen Republik verhandelt. Abg. Dr. Moldenhauer (Dt. Vv.): Es horchest sich um eine Werbearbeit, die mit Hilfe der Franzosen, vor allem des Generals Mangin, eine großhessische Republik gründen will, bestehend aus Rheinhessen, Hessen-Nassau ,ber Rheinpfalz und Birkenfeld. Es steht fest, daß Ministerpräsident Ulrich ntit General Mangin eine auf diese Sache bezügliche Unterredung hatte und daß er hierbei von dem gewiegten französisckien Diplomaten -rach allen Regeln der Kunst eingeseift worden ist. Mir in einem starken ungeteilten Preußen sehen wir die Bürgschaft für die Erhaltung der Reichseinheit. Abg. Bergmann (Ztr.): Die preußische Bevölkerung in den Gebietsteilen, di eman zu Großhessen schlagen will, sind nichts weniger als ge- tt-eigt, sich dort einverleiben $u lassen. Ihn Vorwärts ist sogar behauptet wvrden, daß die Reichs- regierung von dem Schritte Ulrichs gewußt nno sie gebilligt habe. Die Neigung für eine rheinische tatb westdeutsche Republik ist in der letzten Zeit ^ser gewachsen als gesunken. (Lebhafter Wider- wruch.) Auch demokratische Blätter und Abgeordnete sind dafür eingetreten. (Lebhafter Widerspruch) Tas Zentrum läßt seinen Mitgliedern m dieser Frage völlige Freiheit. Den Borwurs des Landesverrats zu erheben, ist unel/rlich. Sie machen ja Herrn Ulrich nicht den Vorwurf d^ Hochverrats. Tas ist politische Doppelmoral. Mil der Verurteilung des Herrn Ulrich hinter den Kn- lrssen ist es nicht getan. Sie müssen Farbe bekennen. Herr Ulrich hat sich vom Ehrgeiz leiten lassen. Es sind auch unter Ihnen (mich linksj viele, die am Regieren großen Spaß finden. (Große Heiterkeit.) Tie Schritte Ulrichs stellen mit den Interessen Deutschlands auf dem Kriegsfüße. Es haben auch andere Sozialisten mit den Franzosen verhandelt, nach dem Grundsatz: Lieber Franzose als Pfaffe werden! Wir toerben schon aus rein wirtschaftlichen Gründen zu einem Einheitsstaat kommen. Ministerpräsident Hirsch: Es hat im Juli eine Unterredung zwisckien dem General Mangin versasiungaeden^e ücUsfammer des Sretftaates Hessen. 33. Sitzung vom 16. Juli, nachmittags. Präsident Adelung eröffnet um 4.20 Uhr die Sitzung. Gesetzentwurf die Abänderung des Gesetzes, die Rechtsverhältnisse der Richter vom 31. M ai 1879 und des Gesetzes, das Notariat vom! 15. März 1899 betreffend. Der Ausschußbericbterftatter Abg. Schreiber (Dem.) empfiehlt Die Annahme der Abänderung des Richtergesetzes unter Hinzufügung einer Kautele, die einen Widerstreit der Interessen aus-, schließt. Die Erlaubnis für die Richter, ein Notariat zu übernehmen, ist jeberjeit widerruflich. Die Abänderung beS Richtergesetzes wird ohne Debatte mit diesen Zusätzen des Ausschusses an- gjenommen, die Abänderung des Notariatsgesetzes wird nach der Regierungsvorlage gutgeheißen. Den Antrag Widmann und Genossen (Soz.) über die Feldbereinigung in den ** Nach der Verordnung übZ Futtermittel vom 10. Januar 1918 fülö Futtermittel mit Ausnahme von GrünftÄR frischen Rüben und Rauhfutter, der ReichZfu^ Mittelstelle, Geschäftsabteilung, auf Verlangens lich zu überlassen. Unter diesen Futtermitlchl finden sich eine Reihe von Stossen, die iürr allgemeine Versorgung keine wesentliche BederM haben oder wegen ihrer Beschaffenheit oder vM der Schwierigkeit der Erfassung ober Be.örlMD sich wenig für die schlüsselmäßige Verteilmi' Landesfuttermittelstellen und KommunalvecnW eignen. Diese Futterstoffe sind nunmehr burct!^ Reichsernährungsministerium von den Besliii^ gen der Futtermitteloerordnung ausgenm'^ worden und können daher frei gehandelt iwg Das Verzeichnis ist im Reichsgesetzblatt veiö'M licht. Sowett sie im Falle der Einfuhr an3 W Auslande bisher an die Reick/sfuttermittelst zuliefern waren, fällt-Diese Verpflichtung eben!:"] fort. Da mit dem 1. Juli 1919 der © t rle handel freigegeben ist, wird auch der IpaniHl T 0 rfstreu und Torfmull keiner Besm^ Fung mehr unterworfen. Dies gilt auch nu n Verkehr mit Futterkalk und Futl'fl würzen. Nur der aus Knochen yewoneZ Futterkalk ist wie bisher der öffentliäM wirtschaftung Vorbehalten worden. Tie oci« mungen über Wein- und Obsttrester, W die über Laubh,eu und Futterreif > S ebenfalls auf gehoben worden. Die Verkehrsbeital^ kungen für Schilfrohr, Seegras und Seetaiis W fdjon vor einigen Monaten außer Kraft getrs« Für die Futtermittel, die nicht frcigeiebeit g bleiben die bisherigen Bestimmungen bis ans teres im vollen Umfange aufrechterhalten; gilt auch für die aus dem Auslände Futtermittel, bezüglich deren in jedem Falle »W die besondere Genehmigung zur Einfuhr M *1 wirken ist. ..<.1 *♦ Hessischer Dauernbunb. Am näsg Samstag Nachmittag 21/, Uhr findet auf Arnsburg bei Lich eine Versammlung des 5 ‘y fchen Bauernbundes statt. Abgecrd»^ Wilhehm Dorsch- Wölfersheim wird über Landgefeh in Hessen, Otto Hirsche!-F"«^A über die Beseitigung der Zwangswirtschaft unS wirt Diehl, Bürgermeister in Hoch-Wc sei Notwendigkeit der Organisation sprechen. Anscrii^V findet eine freie Aussprache statt. Alle £aio*2 sind zu dieser Versammlung eingeladen. siehe Anzeige in heutiger Nummer. auch Die Frage der Rheinischen Republik zur Sprache gekommen, gegen die Ulrich fcbarf Stellung genommen hat. Dabei wurde aber zugleich Der Plan eines großhessischen Freistaates erwähnt. Atangm scheint es so ccufgefatzt zu haben, als ob dieser Plan mit Urrterstützung der fvai^ösischen Besatzungsbehörden gewünscht würde. Tie beiden! Mtmster ediaren jedoch, daß ihnen eine tottl.c Absicht fern gelegen habe. Trc preußische Regierung hat sofort Verwahrung eingelegt, daß ein solcher Plan überhaupt mit Mangin erörtert wurde. (Lebhafte Zustimmung.) Wir haben deswegen mit der Reichsregierung am 14. Juli eine Besprechung gehabt. Dabei haben wir uns überreugt, daß die hessischen Herren nicht die Absicht hatten, die Hilfe der Franzosen in Anspruch zu nehmen. Aber es wurde zum Ausdruck gebracht, daß schon die Erörterung an sich ein idwtcr Mißgriff war. Auch der ReichIminisler- öTäfibent bat zunächst gewünscht, daß solche V-n- handulngen nicht mehr ftat.fr.iben. Tie preußische Regierung hält dafür, daß die Abtrennung von preußischen Gebietsteilen für den Bestand des Reiches gefährlich- ist, besonders, wenn es sich um Landesteile im besetzten Gebiete ober in deren Nähe handelt. Ten Fvanzosen wäre nichts lieber Ms eine solche Schwächung Preußens. Wir ver- M ' *■ örtenier der Reformatio t?cr ow alte schöi f M gibt die des $fa EÄ 50 K"al Bä fad 12, Braunschweig 7 (1), Sachfew-MeiniiM Sackfen-Koburg-'Gvtha 6, Schwarzburg-SE^ taufen 1, Waldeck 6, Anhalt 3, Reutz ä 2. Reuß j. L. 1, Lippe-Detmold 1, Lübeck 1 Hamburg 13 (3), Bwmen 2 (1), (Äsaß-Letn^ 19 (2), Oesterreich 2, Schweiz 1, Bulgacien Türkei 7, Spanien 1, Livland 7, KurlQid Ukraine 1 und Russischi-Polen 1. wrotzhandel». Äldnlai preis ** Nährmittel-Ausgabe. Tie bä k. .L «vur Kleinhändlern der Stadt Giesten bestellten San für Juli können von heute ab gegen L» baldige Neuordnung der Ortsklafseneinteibung hinwirke. Der Ausschußantrag wird angenommen. - Der Antrag des Abg. Hartmann (Soz.). einheitliche forfttechnifche Verwaltung der Wal- abetr., wird vom Ausschuß zur Annahme en. Die Regierung hat sich bamit einverstanden erklärt. (Berichterstatter Abg. Engelmann) dem Siedlungsausschuß zu überweisen. Dem widerspricht der Anttagftrller, der einen Beschlltß des Hauses herbeigeführt sehen will. Die kleinbäuerliche Bevölkerung in diesen Orten ist nicht gegen die Jeldbereinigung überhaupt, sondern sie ist nut voll Mißtrauen gegen die Fassung des Fcld- bereinigungsgesetzes, das die großbäuerlichen Interessen begünstigt. Vor allem das schlechte Beispiel, das bei der Durchführung der Feldbereinigung in Lengfeld während des Krieges gegeben wurde, hat die Leute vor den Kopf gestoßen. Das ganze Feldbereinigungsgesetz paßt in seiner jetzigen Fassung nicht mehr in unsere Zeit. Deshalb schlage ich vor, der Reaierung anheinrzugeben, die Feldbereinigung in Den genannten Orten zurückzustellen und schleunigst ein neues Feldbereinigungsgesetz vorzulegen. Ministerialdrrektor Neumann bittet, der Regierung das Material über Lengfeld zur Prüfung ju übergeben. Das neue Feldbereinigungsgesetz ist in Vorbereitung und wird noch in diesem Jahre der Kammer vorgelegt werden Es handelt sich doch erst um die Vorbereitung der Feldbereini- gung in genannten Orten Im übrigen ist es Tatsache: Vor der Feldbereinigung wird Sturm geblasen; nachher ist jedermann damit zufrieden Abg. Fenchel (H. V.) bittet gleichfalls um möglichst schnelle Einbringung des neuen Feld- bereinigungsgesetzes, doch bitten wir um eine rechtzeitige Vorlage, daß wir genügend Zeit zur Prüfung haben. Abg. Dorsch (H. V.) widerspricht der Behauptung, daß der Grundbesitz den Vortell der Feldbereinigung hätte. In der Wetterau würde sie zu gunften des Kleinbesitzes durchgeführt. Die Feldbereinigung ist ziemlich teuer. Die erzielten Ueberschüsse kommen der Gemeinde zugute. Der Ausschuß antrag wird einstimmig angenommen. Eine Vorstellung des Schweine- zuchtvereins Klein-Auheim bett. Ferkelhöchstpreise wird für erledigt erklärt. Ein Anttag der Abgg. Henrich und Genossen, Abschluß des Friedens bett., wird in seinem ersten Teil angenommen, im zweiten Teil für erledigt erklärt. Bei dieser Angelegenheit richtet Abg. Hahn (D. B.) eine Anfrage über die Requisitionen von Heu durch die Franzosen an die Regierung, die von Rl)einhessen nicht aufgebracht wetten konnten. Ministerialdirektor Neumann erklärt, daß bereits Schritte etngefeitei wurden, die für Rhein liessen unerschwinglichen Heulieferungen auf andere geführter gleicher Ausbildung in Aussicht gestellt hatte, wird die Vorstellung für erledigt erklärt. Auf Vorstellung der Anstalt für Epileptische in Nieder Römstedt um Erhöhung des Staatszuschusses Witt für das Reclmungssahr 1919 der Anstalt em Zuschuß von 4000 Mk. aus dem gonds für gemeinnützige und öffentliche Zwecke willigt. Eine Vorstellung der Stadt Mainz betr. Gewährung eines Staats zu schuss es zum StadttHeater in Mainz mindestens in der Höhe des Zuschusses für das bisherige Darmstädter Hofcheater -beantragt der Ausschuß vorläufig für erledigt zu erklären, bis die Frage des Darmstädter Hostheaters entschieden ist. Abg. Tr. Pagenstecher (Dem.) weist auf die Wichtigkeit einer deutschen Kulturstätte im besetzten Gebiete bin. Abg. Schildbach erfu'ift den Anttag nicht für erledigt zu erklären, sondern ihn zurück- zu st eilen bis zur Ettttigung per Hoftheater- frage- Tas Haus schließt sich dem Antrag Schildbach an. Eine Vorstellung der Bureaubeamten bei der Zentralstelle für Landes- statistik wird der Regierung ckls Material über» wiesen für die Revision der Befvldungsordnung., Eine Vorstellung des Kreisamtsdieners in Schotten wird abglllehnt. Eine Vorstellung des Landesverbandes der Beamten- und Lehrer vereine, betreffend Abbau der Lebensmittelpreise und Löhne, beantragt der Ausschuß der Regierung als Material zu überweisen. Abg. L 0 0 h (Dem.): Die Anfrage ist durchaus nicht überflüssig. Den Beamten sind niedrige Lebensmittelpreise lieber als Teuerungszulagen Ein dringlicher Anttag Eißnert u. Gen. (Soz.) bett. Erholungsaufenthalt auf dem Lande für Kinder der Stadt Offenbach. Es handelt sich um das von der Großherzogin begonnene Werk fortzusetzen. Der Ausschuß war sich darüber klar, daß die Wohltat nicht nur Offenbach zugute kommen dürfte, und daß die Sache planmäßig organisiert werden könnte. Der Ausschuß (Berichterstatter Brauer) beantragt) Ablehnung des Antrags Eißnert und der Regierung anheimzugeben, eine einlreitliche Organisation der Unterbringung der Stadtkinder ins Leben zu rufen. Abg. Eißnert: Wtt wollen leine einseitige Begünstigung von Offenbach. Es harrdelt sich nur dämm, den ausgefallenen- Bettag von 35 000 Mk. beit bisher die Großherzogin zur Unterbringung von Offenbachem Kindern in Großh. Schlössern aufbrachte, au fben Rechtsnachfolger irrt Besitze dieser Schlösser, das ist der Staat, zu übernehmen. — Der Ausschußanttag wird angenommen. Der Anttag Schor er u. Gen. (Ztr.) aut steuerliche Erleichterungen wird in seinem ersten Teil für erledigt erflän, im zweiten Teil der Re- gierung als ’Dlaterial überwiesen. Eine Vorstellung des Krrisgeometers Sch. in Friedberg, Pie Bureaukosten der Kreisgeometer bett., wird in ihrem ersten Teil für erledigt erklärt, im zweiten Teil abgelehnt. Eine Vorstellung des A.- u. S.-Rates 6 r n ft» Hofen, Ankauf des herrschaftlichen Besitzes daselbst durch die Gemeinde, bcanttagt der Ausschuß in ihrem ersten Teil für erledigt zu erklären, in dem zwecken Teil abzulehnen. — Abg. Fenchel weist darauf hin, daß diese Fragen endlich einmal mit dem Fideikomißgcsetz grundsätzlich geregelt werben müsset:. — Ter Ausschußanttag wird angenommen. Tie Vorstellung des Heinr. Kappes in Bingenheim und Kons. Siedelungs- roefett bett., wird der {Regierung als Material überwiesen. Ein Antrag Dr. Osann u. Gen. bett, bk deutsche Kriegsanleihe, wird angenommen Abgelehnt wird eilte Vorstellung eines badischen Rechtsanwalts um Zulassung zur Rechtsanwaltschaft in Hessen. Als Material für die Neuordnung der Besoldungsordnung werden der Regierung überwiesen eine Vorstellung hessischer Militäranwärter bett. Kanzleiflebilfen, eine Vorstellung der KanzleigcHilfen bei den Land» Ueberfd)mfungen dieser Richtpreise MI den als übermäßige Preissteigerung im SiiiH des § 1 der Verordnung gegen PreistreiüE vom 8. Mai 1918 geahndet. Lebensmittel. ** Marken-Ausgabe. Am Freitag 18 und Samstag den 19. d. Mts. gelangen in Bezirken Brot-, Butter- und Scifenharten zur 8» s gäbe: A-E Freitag vormittag von 8-12 F-K Freitag nachmittag von 2-6Uhr. ß-O Sae» ' tag vormittag von 8-12 Uhr, R-Z Samstag 14[ mittag von 2-6 Uhr. Die Marken sind an benetjr genannten Ausgabetagen in den Bezirken abzuhMss da die bisheri gen täglichen Dienststunden 8 — 10 Uhr vormittags in Wegfall gehommtntell ** Käseoerteilung. Am Freitag und Samäi den 18. und 19. d. M. gelangt in den DerkaufrslMU der Firma Gebrüder Grieb Handkäse zur 2lusg< Siehe Bekanntmachung. ** Geräuchertes Pferdefleisch zum Pch von 5.60 Mk. das Pfund wird heute bei Neuenweg, gegen Vorlage der ßebensmittelausuw Karte verkauft. Auf die Familie werden nicht wie zwei Pfund abgegeben. gierung fteht auf dem Standpunkt, daß eine lreitliche Verwaltung des S.aats-, Gemeinde- und Privatwaldbesitzes in Hessen wünschenÄvert ist und oaß die Turchfühurng durch einheitliche Organt- iation über das ganze Land zweckmäßig erfchcint Auch der Antrag Hartmann, die Kommunal für ft- Sommersemester 1919 sind 2370 S (1242 Hessen und 1128 Nichthesfen) intmtitfe kk , ..... liert, darunter 136 Studentinnen. Hinzu !onm . J.J» noch 6 Hospitanttnnen und 76 Hörer und 111 ■ k ( Hörerinnen, so daß die Gesamtzahl der Stuite« ■ .(_ n\ Wir setzl parceipolltisch gefärbte Regiemngsfüms «halten Werden. (Andauernde Schlußrufe.) ' Abg. Haußmann (Dem.): Der Anttag der Unabhängigen ist an sich vernünftig. Aber in die Verfassung gehört er nicht. Er ist vielmehr ein Deisti-ll für die Entartung fr?r Antragstellung, tote jeden Maßstab vermissen läßt. Auch der Abg. :Haase hat für die Plenumsberatung Unterstützung «ner würdigen und raschen Erledigung zugesagt. Das (Stegenteil ist eingetreten. Die agitatorische Betätigung der Unabhängigen bedeutet einen Schaden für ba$ ganze Gesetzgebungswerk. (Lebhafter Beifall. Lärm und Unrul)e bei den Unabhängigen.) Ministerpräsident Bau er wendet sich gegen tote agitatoriWn Ausführungen des Abg. Cohn Über das Bestehen eines Korrupttonsfonds dcs Reichspräsidenten und über die Unterstützung der Filmindustrie durch das Reich. Abg. Cohn (Unabh.): Dem Abg. Haußmann wird der Mg. Haase schon die richtige Antwort erteilen. Haußmanns Annahme ist unwahr. , Abg. Haußmann (Dem.): Meine Ausführungen entsprechen den Tatsachen. Ich weise «s als unerhört zurück, daß der Abg. Cohn sie als unwahr bezeickpret. Abg. Krätzig (Soz.) bestätigt die Feststellung des Abg. Haußmann. Der Artikel 117 wird unter Ablehnung aller Abänderungsanttäge in der Fassung des Entwurfes angenommen. Wälp-end der Abstimmung trat ein fflefudjer des rechten Ranges auf die Brüstung und wirst ein großes Paket Flugblätter und graue Karten in den Saal. Es entsteht große Unruhe. Auf den Flugblättern steht „Dadaisten gegen SBeimar", auf den grauen Karten wird die Ankunft des Oberdada angekündigt. lieber den zweiten Abschnitt der Grundrechte, der das Gemeinschaftsleben behandell, berichtet Abg. Tr. Beverl e (Ztrch Abg. L ü.c» stellt Die Ehe als Grundlage des deutschen Familienlebens unter den Schutz Der Verfassung und erklärt die Gesundung, Reinerhal- tung und soziale Förderung der Fmnllicn als Ausgabe der BevÄkerungspolitik von Staat und Gemeinde. Kinderreiche Famllien haben Anspruchj auf ausgleichende Fürforge. Nach Arttkel 119 ist die Erziehung dcs Nach- nnick«ses Pflicht und Recket der Eltern^, über deren Betätigung die staatliche Gemeinschaft wacht. Dazu liegen verschiedene demokratische, sozialdemokratische und unabhängige Anträge vor, die sich vor allem mit der Stellung des unehelichen Kindes befassen. Außerdem liegt eine Entschließung des Ausschusses vor, die Regierung möge einen Gesetzentwurf vorlegen, der die rechtliche und soziale Stellung des unehellchen Kindes in gerechter Weise regelt. Abg. Frau Röhl (Soz.): Die Vorschläge des Ausschusses sind mangelhaft. Abg. Frau Neuhaus (Ztt.): Eine Gleichstellung der Ehe mit anberen Verbindungen würden wir als verhängnisvoll halten. Auch die Gleichstellung der unehelichen Kinder mit den ehelichen geht zu weck. Gewiß sollen jte eine rechtliche und gesellschaftliche gesicherte Stellung erhalten. Abg. Frau Brönner (Dem.): Meine ^rak- iwn meint, daß die Rechte der unehelichen Stuber nicht in ber Verfassung, fonbern in einem be» ionberen Gesetze testgelegt toerben sollen. Mg. Frau Gierke (dentsch-natl.): Wir sind der Meirmng, die Ehe mit der Mutterschaft Äeich- zustellen und daß Ehe und Familie im Bolks- bewußtscin ihren besonderen geheiligten Platz behalten müssen. Abg. Frau Zietz (Unabh. Soz.): Der bisherige Rechtszustmid ist eine bittere Ungerechtigkeit gegenüber dem unehelichen Kinde und ferner Mutter. Nach weiteren Bemerkungen der Mgg. Burla ge (Ztt.) und Katzen st ein (Soz.) behandelt Mg. Kunert (Unabh. Soz.) ausführlich die Aufgaben des von den Unabhängigen geforderten Reichsministeriums für Volkshygiene unö wird vom Vizepräsidenten Haußmann wiederholt auf die Ueberschreitung ber Derabrebeten Nedez t hingewiesen. *ur. ufe bet Unabhängigen: Es gibt leine Rebezeit.) Darauf schließt bk Besprechung. Nächste Sitzung Donnerstag 9l/s Uhr tonn. Versalsungsentwurs. Schluß 7*3 Uhr. L Ät,iäs L6' pWttf, 17 c> \te*S F B,iis L-K [Miit K-testen [Ä; hi"1 S|Ä > KÄn, v'° ib kN- Weise zu regeln. Der Antrag Fenchel bett. Wohnungsgelbzuschuß für b ie Beamten ber Stadt Gießen (Aufnahme in bie Ortsklasse B) soll nach bem Antrag bes Ausschusses burch bie Regierungsantwort für erledigt erklärt toerben. Abg. Herbert (Ztt.): Es liegen ähnliche — - .x - n > Anträge vor, Mainz in bie Klafte -1, Worms in bis und dem Mrmsterpräschenten Ulrich und dem > Klasse B unb Bensheim in die Half« 0 zu der« hessischen I fchluß. Zn diesem Sinne seien dte größeren Efjcmber Monologe des zweiten vis fünften Aktes her- * Hufschmiedeprüfung. Die Hus- fdrt Caspar Wagner aus Ober Scrrnen, Lad- 0,60 °-12 0J8 > »u X I ** Leihgestern, 17. Juli. Durch Ge- am 6. Die Wetter 17 7. = 12.4°. 7.4». 17.7. Kreis Friedberg. 7 V ilbel, 14. Juli. Das hiesige Lebens- a Ifltfß M <4 ’ l'tlcla m t l>at gegen säumige Äeslügelhalter, üworsen- Md ihrer Er rabga>?pflicht nicht nnchkommen. Kjncidx lianbroirte, wnlchc ihrer Milchabgibe- ifrl nuaj u?c vyLU»L,vu |W Nicht Nachkommen, bis jetzt noch nichtIWindung dem ^>tuck zum erg . wechs. bewölkt nachts klar die Familie weiden nch gegeben. ttel'Ausgabr. Tkh Stadt Gi^W bestellten r ton heute ab ger -Mises zur Nähmiltfr nittelmarle für Juli Mi en werd«. (Meres sch v Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. , aberü) eine stark besuchte Protestversammlmm It Die .Herren Lotz, Arnold, Funk, Heß uns Irr spiackvn fljfre Bedenken gegen den Gerne miv- beschluß aus. Die Mstimmunq ergab, das- die hielten Konrad ------- ----------- Frau Elisabeth? Launspach eine Stimme; ungültig war eine Stimme. Bei der (l'emcinberat^roabl war pirderatsbeschluß soll die Gosse (ein Teich- von irr vildfläche verschwinden. Deshalb fand Tiens- d r ab utiepemben Ware ungeordnet, ebenso der Gestügelstand ganz oder teilweise ent- iiot werden. Den Uebernahmepreis hierbei be- ie Personalnacknti i nmrbc der Schmbg hi!" c Subbach Leonhard i unter Anerlmmms Iran ■cn Tagesverdienst von nahezu 50 Mk. buchen. i. Gonterskirchen, 16. Juli. Während i in, vielen £)rtldjflftcii die Krieqerve reine ««löst hoben, hat sich unser hiesiger Verein l»?t stisch zusammen geschossen. Als neuerVei- ti präsid nl wurde Kreisstrastenwart Heinrich u gewühlt Biele der älteren Mitglieder wur- »u El,r.nmi g r dern ernannt. — Am Sams- Inctt bie hiesige freiwillige Feuerwehr Haup Versammlung in der Wirtsä>afl von ici> ich Lind II. ab. Bei der Wohl wurde dich Lind III. zum Hauptmann und Wil- in Rohn zu dessen Srellvertreter gewäistt. — d ich ist in 1 listig r C-kgenb ausgiebiger Reg? n i.Jcn. Für bett Futternachwuchs nxir er sehr ig D u Nachzügnrn Kirn Heumachcu kam er hl nicht ganz gelegen. Kreis Büdingen. L. Ortenberg, 17s Juli. Das Jubel- c der Reformation hat an manchen Orten der dir alte schöne Einrichtung der Kurde aufleben lassen. Am Sonntag abend llbr gibt die Frankfurter Kur- n d e des Pfarrers Probst, ein r ocm 50 Knaben, ein Konzert in un- r Kirche. Es kommen Choräle, Motetten b Volkslieder zum Vortrag. Die Kur- deschüler sind zur Zeit zur Erholung in nigs untergebracht und wollen sich durch Konzert einen Teil der Unterbringungs- n selbst verdienen. aut Grund des § 37 der Vervrimung der l. .. . Landes-Milch- und Fcltfrllr oom 18. Dezember 1917 zur StrafunVeige gebracht nrort-en sind. Wettervoraussage für Freitag: Vorwiegend wolkig und trocken, Temperatur wenig geändert, w?st!ichc Winde. Mg. tes Pferdtflrlfch M 'Pfimb wird heule bei Preis 0,60 0,60 1,00 1,00 0,65 0,75 0,50 0,40 0,40 0,45 w stcklassung der Beute. Bis jetzt hat man von en noch keine Spur. Kreis Alsfeld. Siebener walübührie. Gießen, 17. Juli 1919. gleichmäßig zu zügeln wußte. — Die Nolle des Phare war bei Herrn Dr. Ger st er in guten Händen. Am besten gelangen ihm wohl die Szenen im Zusammenspiel mit Melitta, wo er durch wirksame Verteilung von Licht und Schatten und bewußte Reserve in den dramatischen Akzenten große Momente hatte. — Durchaus ebenbürtig und verwandt in Auffassung und Spiel (hier nur manchmal etwas zu lebhaft) zeigte sich Fräulein Petters als Melitta, die namentlich den Kamps zwischen Liebe und Pflicht sehr überzeugungs- treu nahezubringen wußte. — In den kleineren Partien zeichnete Herr cand. med. Gi- s e v i u s als Rhamnes den seiner Herrin treu ergebenen Diener mit guten Strichen, wenn auch zuweilen etwas matt, während Fräulein V e r n b e ck trotz einer Jndi.po i ion die Rolle der Eucharis sehr gewandt durchführte. Der Chor der Dienerinnen und Landleute fügte sich dem Ganzen gut ein und zeigte meist sehr reizvolle Kostüme. Die Aufführung wurde nut großem Beifall ausgenommen; angesichts des edlen Zwecks hätte man freilich gern ein ausverkauftes Haus gesehendie alten Griechen saßen bei ihren hohen Festen den ganzen Tag im Theater; können wir's bei entsprechend anders gearteten Verhältnissen nicht einmal zwei Stunden unter freiem Himmel aushalten? Zu Beginn der Aufführung wurde Herrn Professor Dr. Bernd eck, dem Begründer und verdienstvollen Leiter der hiesigen Waldbühne, anläß.ich deren zehnjährigen Bestehens ein Lorbeerkranz überreicht; die begleitenden Worte waren von Th. Cunz versaßt und wurden von Fräulein Benkert gesprochen. Dr. G. R. Preu X 0,75 0,75 1,20 1.20 0,80 0,90 0,65 0,55 0,55 ml her Kommunalverb,rnd nach Anhörung »jn iircrftäntigcn endgültig. Es erregt Verwun- üi-g, paß bis jetzt nur gegen bie säumigen „fl ovu- innv.,, JinrE'ttigelhalter norgegangen werden ist, während HSe Landwirte, welche ihrer Milchabgibe- Elbenrod, Kreis Alsfeld, 17. Juli, jtibtlbeerernte ist hier in vollem Gange. Die >ä dker bezahlen 1.30 bis 1.50 Mk. für das Pfund, frühmorgens ziehen zahllose Sammler zum Eifaer Mb und kinderreiche Familien können am Abend Monologe des zweiten ms fünften Altes per- vorgehoben. Ueher dem ganzen Spiel aber lag wie verklärend ein k l a s s i s ch e s Ebenmaß, das Sprache und Geste, Plauderton wie Affekt Kreis Lauterbach. fb. Qucck, 17. Juli. Der älteste Bewohdrcr er er Gemeinde. Landwirt Johannes Lindner, nach kurzem Krankenlager im 87. Lebensjahre rben. Kreis Schotten. Starkenburg und Rheinhessen. " Darmstadt, 14. Juli. Die Allgemeine hessisch« Beamten.Sterbekasse zu Darmstadt hielt am letzten Samstag im Kaisersaal zu Darmstadt ihre 17. Mitgliederversammlung ab. Zum 1. Vorsitzenden wurde Geh. Oberfinanzrat Braun und zum 2. Vorsitzenden Oberlandesgerichtsrat Weicker ge- wählt. Die bisherigen Beisitzer wurden wiedergewShlt. Der Jahresbericht, die Iahresrechnung und die Bilanz wurden genehmigt. Als Ort der nächsten Mitgliederversammlung wurde Worms bestimmt. - Dem Jahresbericht entnehmen wir folgendes: 3m Geschäftsjahre 1918 wurden aufgenommen 94 Personen, gestorben sind 37 Personen, deren Hinterb iebenen das Sterbegeld mit zus. 25218,68 Mk. ausbezahlt worden ist. Die Sicherheitsprämie beträgt 28500 Mk.; die Prämienreserve 284 683,10 Mk und die Gewinnreserve 40660,22 Mk. Der Mitgliederbestand zu Ende ues Geschäftsjahres 1918 betrug 2279 Personen mit einem Gesamtversicherungskapital von 1547196,14 M. Die Dividenden für 1918 wurden auf 20".,, der Jahresprämien festgesetzt. - Die Mitgliederversammlung beschloß eine Satzungsänderung dahingehend, daß nunmehr Versicherungen für Männer bis zu 3000 M. und für Frauen bis zu 1200 M. zulässig sind. mr. Heppenheim, 16. Juli. Gestern gelang es einen berüchtigten Kirchendieb zu verhaften. Er hatte in der hiesigen katholischen Kirche alle wertvollen Silber, und Goldsachen, darunter die große Monstranz und mehrere Kelche eingepackt und ruhte sich dann in einem Beichtstuhl auf seinen Lorbeeren aus. Dort fand man den Räuber am anderen morgen noch schlafend vor und übergab ihn, nachdem er etwas unsanft geweckt worden war, der Polizei. ch. Nieder-Jngclh.cim, 17. Juli. Aus bem hiesigen Cbfrtarfrc kostete ba? Pi unb Kirschen 90 Ps., Stachelbeeren 70 Pf., Johannisbeeren 70 Ps. und Früschirrten 1,30 Mk. Hessen-Nassau. )( Frankenberg, 16 Juli. Bet einem Zusammentreffen mit d i Wi berern im Hrßlar- roaibr erschoß d'r Förster Wicke aus Somplar ben 23jährfrn Maurer Job. Meiser aus Röd- benau. Tie bcid-ii a "bereit Wilde c er ergriffen die Flucht, ihre Persönlichkeiten sind jedoch iestgestellt. Die Nommuna wählen. Gewissenlosigkeiten Hardens. Berlin, 16. Juli. audekt- trütiger Gründe, ifyrer Abgabepslicht nicht kommen, nur auf Grimd der 5 und 26 der ch-züg.ichen Verordnung des hessischen Landes Lh.ungSamtes oom 25. Januar 1919 durch ordentliche Gericht mit Freiheits- und Geld- Nr zur Abgabepslicht gezwungen axtben fön* Sei w i erer Weigerung kann neben der Ein- 6mg des Strafverfahrens die zwangsweis': Wegnur eine Liste ausgestellt worden. Der alte Gemeinderat wurde wiedergewählt, desgleichen noch vier neue Landwirte hinzu. er. R ö t h g e s , 16. Juli. In der vorgestrigen Ge m e i ii de r a t s sl h u n g wurden die neuen tz^meinderatsmitglkder verpslickret und in ibr neues Amt eingesührt. Es stnd dies 6!eorg Metzger, Oleorg Hausmann, Will>elm Nau, Georg Anders, Philipp Moll und Willielm Meckel. — Es märe zu wünschen, daß bei d r in Kürze stattfiiioenden Zeigeordnetenwahl eine Becernigiu g a l.r Parteien statlfinden würde, damit end.ich der Frieden auch in unserer Gemeinde einkehren könnt.'. ** Ruppertsburg, 14. Juli. Gestern sand hier Beigeordnetenwahl statt, bei welcher der bisherige Beigeordnete Friedrich Fr i tz mit 187 Stimmen wiedergewählt rouroe. Sein Gegenkandidat Christian Högy II. erhielt 131 Stimmen. _ ? Vilbel, 11. Juli. Nachdem die Ortssatzung betr. Anstellung eines besoldeten Bürgermeisters kreisamtlich genehmigt worden ist, findet nächsten Sonntag die Wahl start. Als Kandidat ist aulgestellt von den Mehrheitssozialisten Oer Arbeitersekretär N e ch t i n in Wrirms, von den unabhängigen L-ozialinen Werkmeister Karl Armbrust, während die bürgerlichen Parteien sich auf die Person des Lehrers Burk geeinigt haben. Es ist daher Grund zu der Annahme vorhanden, daß kein Kandidat die absolute Stimmenmehrheit erhalten und eine Stichwahl notig werden wird. U. Utphe, 16. Juli. Bei der B e i g e o r d - netenwahl wurde Landwirt und Wagner Hch. Raab mit 188 Stimmen einstimmig gewählt. Da- tnit sind die Gerne in dewahlen beendet und mannst allgemein erfreut über die Einigkeit, die bei der Bürgermeister- und Beigeordnetemvahl herrschte. tz Aus dem oberen Vogelsberg, 17. Juli. Arbeiten der Heuernte nehmen jetzt ihren weite- Verlauf. Es ist nun auch höchste Zeit: bis jetzt noch wenig Heu bei uns gemacht worden. Der n hat den Graswuchs verbessert. Für die Sommer- ht braucht man auch nichts mehr zu fürchten, her vorherrschenden Stand hatte, i, I ( und ... w a M r ”.vi Uw ' Äw oinanb Faber aus Hungen und Otto Schäfer ,z Leihgestern haben laut Bekanntmachung des ünfteruims des Innern xu Darmstadt die Prü- ;v- im Husbeschlag bestanden und sind berechtigt, ,-i Hufbeschlag selbständig auszuüben. •* Hühnerdiebstahl. Vergangene Nacht sind t-, einem Hühnerstall des unteren Nahrungsberges |rd) Einbruch gestohlen und auf der Stelle abge- [ i4)tet worden: 1 Hahn und 9 Hühner, gelbe itillener, sehr wertvolle Tiere im Werte von 500 Mk vermischtes. ** Heidelberg, 16. Juli. Die Hes- sischeGroßmühle in Bammental Ut durch Gro ßfcuer völlig zerstört worden. Es verbrannten 11000 Zentner amerikanisches Getreide. Der Gesamtschaden beträgt annähernd 2 Millionen Mark. Als Brand- urfache wird Warmlaufen eines Wtotors angegeben. _ , * ga. Karlsruhe. Das Reichsernahrungs- ministerium hat die Einfuhr von zunächst 100 Wagen Reis oder gleichwertiger Lebensmittel und von monatlich'20 Wagen Oel aus der Schweiz genehmigt. ga. Baden-Baden, 16. Juli. Unsere Stadt hatte eine Kommission zum Aufkauf von Lebensmitteln in die Schweiz geschickt. Ihre Neise war von Erfolg begleitet, denn sie konnten Neis, Speiseöl, Zwieback, Dörrobst, Kartoffelstärkemehl, Schweinefett, Fleisch- Konserven, amerikanischen Speck und Schweinefleisch, Schweizer Schinken und Speck, Kaffee, Tapioka, Tee, Kakao, Suppenmehl und kondensierte Milch, zusammen 45 Waggons zu 1,1 Millionen Franken ankaufen. Die Stadt muß zur (Erlangung dieser Waren 3 Millionen Mark bei dem „Eidgenössischen Ernäh- rungsamt" einbezahlen. Die hohe Summe, 3 Millionen Mark, entsteht infolge der schlechten Währung unseres Geldes. ♦* Eine kühne Flugleistung vollbrachte der erfolgreichste, noch lebende Kanrpl- flieger, Oberleutnant Übet (München). Es lang ihm, zwischen den beiden 25 Meter von- cinänbcr entfernten Türmen der Ludivigskirchs in Münck>en hindurchzufliegen. Diese Leistung erfordert bei der geringen Breite und bei der rasenden Geschwindigkeit, mit der der Flieger an das Ziel herankam, eine meisterhafte Beherrschung des Flugzeuges und einen ebenso hohen Wagemut. Übet ist auch bereits wiederholt unter der Groß- hesselol)er Brücke, die sich etwa 30 Meter über der Isar erhebt, hindurchgeflogen. Letzt- Hacvricbtcn. Streiks in Stralsund. Stralsund, 16. Juli. (WTD.) Mittags 12 Uhr trat die Bürgerschaft in den Abwehr frei tz ein. Sämtliche Geschäfte und Bureaus find geschlossen. Stralsund, 16. Juli. (WTB.) In dem Landarbeit er streik haben beute vormittag neue Verhandlungen zwischen dem Ärbeiterverband und dem Pommer scheu Landbuud begonnen. Berlin, 16. Juli. (WTB.) .Die preußische Staatsregierung hat beschlossen, die Unterstaats- sekretare Tr. Meyer vom Ministerium des Innern und Kreczinsci vom Krieasministerrum über Stettin nach Stralsund als Kommissare mit den weitgehendsten Vollmachten frort zu.senden, um an Ort und Stelle in Stralsund Die Ursachen des Landarbeiterstreiks zu prüfen und möglichst Abhilfe zu schaffen Nach Prüfung der Berhältnisse sind die Kommissare in die Lage versetzt, den Belagerungszustand über Stralsund evtl, aufzuheben unb den Arbeitszwang zu beseitigen. Grneralstteik in Stettin. Stettin. 16. Juli. (WTB., Ter^heute ausgebrochene General st reit stellt lick als eine UeberrumiKlung bet Arbeiter durch die unabhängige Sozialdemolratie dar. Tie am Nachmittag abgehaltene Versammlung des Akttonsausichusies der Mehrl.eitssozicüisten, an der Vertreter aller können. Die französische tzctzpresfe. Versailles, 16. Juli. (WTB.) Die Pariser Abendblätter beschäftigen sich sämtlich mit dem Fall Mauheim und sagen einmütig, daß bw atldeutsckien Blütte» feit Wochen nicht aufgehört hätten, gegen jede Waftrhett fortgesetzt zu behaupten, die ncanzösischen Milttärs üt Berlin hätten eine aufreizende Spaltung eingenommen. Ter „Temvs" hebt hervor, daß der Dorsitzende der Ireutschen FriedmÄielegativn Freiherr von Lersncr in einer eigenhändig unterschriebenen Note vom 10. 7. der französischen Regierung aufrichtig das Bedauern der deutschen Regierung ifrr den Vorfall ausgesprochen und Wi^Sergnt- machung an geboten habe. Besonders heftig sprechen, sich „Jntranstgeant" imb „Libertö" über den Zwischenfall aus. Auch ein Emser Zwischenfall mirb von d m ^ntranHg ant" mit den Berliner Vorfällen in Beziehung gebracht. Nach ihm soll auch eine deutsche Frau auf einen fnn- zösisck-en Telegraphisten gescliossen und ihn ön» rounb?t haben. Tie „Libetts" schreibt: Die Uw- verschämcheit der Besiegten kennt keine Grenzen, seitdem sie missen, daß eine deutsck>ernfreundliche Mind rhat sich bet uns Aufreizungen gestattet, um die Ratifizierung des Friedensvertrages su Der* hindern. Deutschland und Japan. Haag. 17 Juli. (WTB0 Nach dem Niederländischen Korrespondenzbureau teilt die japanische Gesandtschaft im Haag mit: Die Blätter tierbreite; ton unlängst das tendenziöse Gerücht, daß Deutschland während des Krieges verschiedene Versuche unternahm, um Japan von den Alliietten loszutrennen. Deutschland soll unter anderem Japan freie Hand gegenüber den niedere ländifchen Kolonien angeboten haben. Der japa< nifche Gesandte ist ermächtigt, diese jeder Grund, läge entbehrenden Gerüchte auf das bestimmteste zu dementieren. Aus der Ukraine. Wien, 16. Juli. (WTB.) ßemberger Slätter, berichten, daß die polnischen Truppen am 15 Julr Tanwpol genommen hätten, sowie, daß.die Trup-, pcn Denikins weiter nach Osten vordringen, um noch vor Herbst die ganze Ukraine zu beetzen. Seine Armee von jetzt 200 000 Mann wachst beständig. — Nach Krakauer Blättern soll Ostgali^ 11 en in der Form Autonomie erhalten, datz fern eigenes Parlament die Angelegenheiten der srulx tut, des Verkehrs, der örtlichen Selbstverwaltung lusw. regelt und daß die ukrainische neben der polnischen Amtsprache wird. Die bulgarische Fricdensdelegatiou. V e r s a i l l e s , 17. Juli. (WTB.) Die bulgarische Fricdensdelegation wird in Neuilly untergebracht werden. Sie setzt sich au« dem Ministerpräsidenten Theodorow, dem Justizminister Tonern, dem Handclsminister Saky- sow. beni Minister für öffentliche Arbeiten, Stam- buliSki und dem ehemaligen Minifrr Sarasow znfammen. Zu den Sachverständigen gehött der ehemalige Ministerpräsident Okfrorn. Tie Delegatton trifft am 28. Juli in Versailles ein. Ein Verbot der Einwanderung in England. London, 17. Juli. (WTB.) Reuter. Forster teilte mit. daß die Zensur für Kabeltelegramme am 27. Juli, mitternachts, aufgehoben werde. — Tie Kommission zur Prüfung des Gesetzentwurfes betreffend Ausläifrer, fügte eine Bestimmung ein, durch die den Angehörigen früher feindlicher Staaten die Landung und der Ausenthalt in England während zweier Jahre nach Annahme des Gesetzes verboten wird, außer mit Erlaubnis des Staatssekretärs des Innern, die nur aus besonderes Gründen erteilt wird. Kabinettswechsel in Spanien. London, 17. Juli. (WTB.) Muter Tie „Times" melden aus Madrid, daß der König uit Tem'sfwn Mauras angenommen habe «mb Dato zu sich entbot« Gewerkschaften teilnahmen, beschloß, daß in den Gas-. Wasser- unb Elektrizitätswerken bte tlrbcU froit wieder ausgenommen unb im übrigen ber Streik fortgesetzt werden solle bis die für morgen vormittag etnberujene Versammlung der Vertrauensleute des Wahlvcreins weiteres beschtteßt. Tie ZeitungsVerleger beschlossen, die Zeitmigen voiläusig nicht erid)ciiien zu lassen. Der Oberpräsident mid ber Zentralarbeiterrat ber Prooinf Pommern roanbten sich telegraphisch an die Mim- sterien und baten um Aushebung des Belagerungszustandes über Pommern. Beanttknrccht. Berlin. 16. Juli, Laut „Vorwärts" sttmmte ber Staatenausschuß einem Gefr; zu, das loiort der Nationalversammlung vorgelegt werben loll, wonach biejenigen Beamten, bic mit ber gegen* wattigen Haltung der Regierung md)t einverstanden sind, auf ihren Antrag sofort ihren Abschied mit Pension erhalten können, weim sie 20 Jahre im Dienst gestanden haben. bensmittel. Ausgabe. am -nlö-dM. gelang tter‘ und Setfenharten it »9 vormittag von 8-lj. «tag Don2-6U^r,ß-Qi i-12 Uhr, fi-3 Samttal ir. Die Marken find an ! :Q9«n In den Aezirken abji iöglid)en Ditnltltunbd ----------- ---=< m . gs in Weqsall a koim-s thrzahl der Ortseinwohner gegen den Beschluß lung. Am Freitag und 5« Sir ihr L-r. M. gelangt in den JJerboui t ©rieb handkäse zur ** O ti b e n r o b, 14. Juli. Arn 29. Juni sand die hiesige Bürgerrnei st erwähl statt. Es wurde unser bisheriger Bürgermeister mit 92 Stimmen wiedergewählt. Der GegeNlaiididat Heinrich Klingelhöier erlyieit nur 46 Stimmen. Es gilt für unteren Bürgermeister als xin ehrendes Zeugnis da'ür, daß er sein Amt mit großer Zu- riedenheit und Pstichttreue Derma!tet hat. Bei der Juli abgebaltenen Beigeordnetenwahl er» Konrad K loos, Landwirt, 73 Stimmen, .....- iÄ, eTsalfr aus Steinbach, Heinrich Rock aus Wet- f ld, Phil. Theodor Kreiling aus Heuchelheim, Trotzdem vollendet die Ortüdehörde ihr Zer- rungswerk. Der Gemeindevertretung soll teilt ffrauensvolum ausgestellt werden, aber es wird Wünscht, daß sie in Zukunft dem Willen ber Ein- littier mehr Rechnung tragen möge. Lauter, 16. Juli. Vor einigen Tagen h,r »ide einem hiesigen Landwirt ein Rind aus Stalle gestohlen unb im Felde geschlachtet, i Tiebc wurden aber gestört und entflohen imlet ^dienliche Mitteilungen erbittet die Krimmial- iteitang. Evang. Arbeiterverein Turch ; Folgen des Krieges, insbesondere durch hie -näfr ung Idmricngfetten ist die Sterbekass e , Vereins in der letzten Zeit außerord.mtlick) tf m Anspruch genommen worden. Um hker i'^t Ausgleich zu schaffen, ist die Erhebung ge- , yt Conder beitrage für jeden Sterbesall j Uusficht genommen. Eine für Mittwoch den r j Mts. cm beraumte Haup Versammlung der : tbekas enmitgld.'der soll hierüber' Entsck)eiduiig i fr tgSlobn450'M.jährl., Höchst!. 600 M., in vier Jahr, erreich!). Daneb. monatl-Teuerung;zul. z. 3t. 57,60 M., ooftft.fr. Bervsl. u. Dtenslkieid., jährl. 14Tg Url.Slröft. u. ges.Beiverbcr, die im Kochen durämuS beiv. stnd,wollenLebenSlaus uZeugniSabschrtfl. bis spät. 1. 8.19 senden au Landes Heil- n. 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S chröder (----- w „ ng bes ganzen Gesetzes, bis uns bte Regterung 18 •n in c, 31 he iile wrfafinnggebtnöe Doltstammer Oes Sieiftaates heffen. Darm stabt, 16. Juli. (33. Sitzung vom 16. Juli vormittags.) Präsident Adelung macht Ernst mit der arv* r. cobtm Pünktlichkeit unb eröffnet 9.10 Uhr bte Lu-mg. Das Stand tritt sofort in die Hinzclberatung des LandgefetzeS k Der Art. 1 hat im Ausschuß verschiedene Zu- erfahren. ES liegen einige redaktionelle ,Ga*tav Vollnifj •fniwi °. iiitM «vantiurtet 2iraw Einkccl Apparate Gläser Gummi J sehr billig. ] Carl Schund MeI' ,eben •29. unten ugeb- peL ri» ‘ MA, Sei >54 fShU möge. Obern-ranz rat Hesse: Es werden nur ein- ire Artikel berührt werden, darunter auch Abg. Köhler (D. B.) schließt sich dem Abg. eh an. Man kann kein Flickwerk vornehmen, wäre ein gesetzgeberisches Monstrum. Abg. Widmann (Soz.) erklärt sich gegen Verschleppung, sonst holen sich die Leute das ww, das man ihnen vorenthält. Öberfinanzrat Hesse erklärt, daß es sich um t Artikel handele, die die Entschädigung und die '.indeslgröße behanbeln. Die gan^e Organisation nicht berührt. Sie kann ruhig durchberaten n, darum kann Art. 2 zur Beratung gestellt I bestimmte Erklärungen über bte Beschlüsse m Weimar abgeben kann. „, Abg. Tinaeldey (D. B.): Es handelt sich um eine kurze Zurückstellung. Der Herr Finanz- Minister ist aus Weimar zurückgekehrt und kann doch bestimmte Erklärungen abgeben. Abg. Urftabt (Dem.) und Abg. Dr. Pa- tebramg roeitergebertber AnrMe dahin, zu bestimmen, daß die Landesgesetzgebung das Reckst hat, weiter gebende Bestimmungen zu erlassen, daß ater Grundbesitz über 100 Hektar nicht versteigert werden darf. Im weiteren wird beanstandet, daß die Enteignungsbestimmunyen uicfe mit ber Reichs Verfassung in Einklang ständen. Der Redner zeigt an verschiedenen Beispielen ber Rrichsgefetzgebuna, daß aurf) für bie Reichsgesetzgebung eine volle Entschädigung nicht in Betracht kommt. Es soll aber noch einmal im Ausschuß geprüft werden, UH äs; wirb iirompt nommen. Mb 225 — te Abg Dr. Dehliuger (H. B.) begründet « -an «wä von ihm eingebrachten Antrag auf Heran- IHK. 4UU.- Kichtng von Waldland zum Siedluugswerk zur Sc*7mmg des Bauernlandes. LandeSforsttneister Weber bittet um Zurück- ifang des Art. 1 an den Ausschuß, weil die Be- Üsse in Weimar vielleicht eine Aenderung des etzes notwendig machen. Abg. Reh (Dem.) erklärt, daß man dann r bie Beratung des gan-en Gesetzes zurück- krit, die Ihren Neigungen mehr entspricht, um, mein Mann und mein Schwager können Ihnen dabei helfen, bis Sie aber einen Entschluß gejapt haben, bleiben Sie hier unter sicherem Schutz m unserer Familie. Mein Mann plant eine Reise in die Schweiz mit mir und den Kindern, da sollen Sie auch babei sein, daun fcnnrnt der Herbst, und wollen Sie txnrn gehen, so mag es in Gottes Namen geschehen, aber so aus dem „Platz", roi-e der Berliner sagt, das ist nichts. Hier meine Hand, Fräulein Ragna, schlagen Sie ein." „Sie wollen also fort? Das ist ja recht schon und gut, aber wenn ich ein kleines Anrecht auf Ihr Vertrauen habe, dann möchte ich Sie doch fragen: Wohin? Was, frage ich, was soll aus Ihnen werden?" Eine beiße Röte stieg in Ragnas Wangen. In den wenigen Worten dieser Bürgersfrau lag ihre ganze Charakteristik. „Tas weiß ich nicht", gab Ragna leise zurück. Ein gutmütiges Lächeln flog über Frau Thereses Züge. „Tas sagt ja wohl der „reine Tor" in irgend solchem Wagnersthen. Dühnemverk — den Namen weiß ich im Augenblick nicht. Na, das macht nichts, Fräulein Ragna Hören Sie mich aber mal «". Ich bin zwar nur recht hausbacken und einfach,, bitte machen Sie mir keine Kvnrplimrnte. ich wettz das alles ganz gut, aber soviel ist gewiß, daß Sie, wenn ich Sie fetzt ziehen lasse, zu Grunde gingen, ich weiß, was das sagen will, wenn runge Mädchen ganz auf sich selbst angewiesen sind Ich weiß auch, daß Sie nicht zu uns passen, baß ich zu beschränkt und zu einfach mit meinen spießbürgerlichen Ansichten für Sie bin, ich weiß aber auch, daN bie Therese Lorenzen doch so etwas, nxirn | auch nur ein bißchen Verständnis unb^Herz für I anbe Ith®.Zeitig? neue MU bis 20 Siu-r M „ 50 - ■ „ 100 ' Gregor W.L Märcfenbild vor ber Frau Professor, und wenn diese auch sonst nicht so poetischen Einflüssen zugänglich war, dieses Mal übte doch bie Gefüllt unb die Sprache des jungen Mädchens einen eigenen Zauber aus bie rtfvlute Frau aus, und sie sagte, nicht ohne Bewegung in bri Stimme: MW Hosen - Anhä fabrijleri prriswen Ludwig Nol Glfenbtlnidiniher Kravcur, we Lleinslraile 59. zurück verwieserr. Die folgenden Arttkel 96 bis 104 werden angenommen. Bei Art. 104a wirb nach einem Vor- chlag bes Abg. Urftabt (Dem.) und mit Zustimmung der Regierung eingefügt: Wird bei Vollzug bes Gesetzes Land gegen fideikomnnssari|ch gebundenen Besitz eingetauscht, so tritt er in besten Rechtsverhältnis ein. — Artikel 105 bis 108 werden angenommen. Bei Kapitel 109 beanftanbet Abg. Dorsch H. V.) die Heberftüriimg bes ganzen Gesetzes, wo- nirch man nun mit bem Reich in Konflikt ge> raten sei. Oberfmanzrat Hesse hält den Zusatzanttag Knoll, toeId)CT das städtische Siedlungswesen m das Landgesetz hereinbringen will, an dieser Stelle nicht am Platz, da ein Reichswohnungsgesetz bereits in Aussicht steht, mit dem wir dann mit Verschulden in Konflikt geraten würden, wie letzt int Landgesetz ohne unser Verschulden. Abg. Dr. Pag en stocher (Dem.): Der Abg. Dorsch hat sich zu früh gefreut über die Schwierigkeiten, die vom Reich dem Gesetze gemacht werden (Gerade bie unsachliche Agitation der Rechten ist an den jetzigen Schwierigkeiten, die in Weimar gemacht wurden, schuld. Er ist ebenfalls für Trennung ber Wohnungsfrage vom Landgesetz. Abg. Schildbach (Soz.) weist auf bte bedenklichen Folgen hin, die ein Zustandekommen des Gesetzes mit den Einschränkungen in Weimar zur Folge haben würde. Die Bevölkerung würde zur Selbsthilfe greifen. Man darf doch Nicht gleich vor dem Reiche in die Knie -sinken. „Tas Klügste"' werde ich doch nicht tun, gnä* ■4T Frau, ich möchte aber doch bitten, mir zu i uuu, •W**‘,-V,‘UT22 ''«(m Lauben, daß ich die Stellung hier in Ihrem! andere Menschen hat. Außerdem hat Ihr aller Ragna zog bewegt die Hand der gütigen Frau an ihre Lippen. „Nicht doch", wehrte diese gerührt, „ist ja gar nicht nötig. Sie denken wohl, well ich oft hart zu Ihnen war und auch oft schall, dan> ich nicht weiß, wie Sie sich gemüht haben, .den Puch- den hier gerecht zu werden? Ja, das weiß ich alles, aber ich weiß auch, wie schwer es ist, und dann, wie gut Ihnen eine so strenge Schule tat. Wenn Sie im Sxrbft fort gehen, dann hoffe ich, stehen oxe so fest auf eigenen Füßen, daß Sie mem Gängelband, das Ihnen gewiß häßlich und unbequem war, nicht mehr brauchen. So, unb nun machen Sie mal ein vergnügtes Gesichtchen, und dann kommen Sie fd)leunigj’t herunter. Schwager arne ist auch schon unten, ich glaube, er bat taufend Pläne, die er mit Ihnen besprechen will. Elligst verschwand die kleine Frau. Ragna aber sagte leise vor sich hin: „Nein, nicht er, ich selbst, ich selbst!" abgelehnt. Ter Art. 1 wird gegen die Stimme bes Abg. Kiel Redaktionelle Zusatzantrage Urftabt unb Gen. tverben augntommen. bagegen verschiedene Anträge ber Abgg. Knoll (Zentr.), Fenchel (H. V.) unb Tr. Tehlinger mit knapper Stimmen» mehrhell abgelehnt. Art. 2 wirb ohne Aussprache einstimmig angenommen. Zn Art. 3 liegen Anträge Knoll (Zentr.) und Bornemcmn (Soz.) vor. Abg. Knoll bittet, seinen Zusatz anzunch-- men, wonach ausdrücklich bie Vertretung der Minderheit des Parlaments in dem Vertrauensmännerbeirat festgelegt wird. Abg. Tr. Pagenstecher (Dem.) Höll den Zusatz für überflüflig unb unzweckmäßig. Art. 3 wirb in ber Fassung des Auslchuffes angenommen. Ter Antrag Bornemann unb ber Antrag Zriwll werden mit Stimmenmehrheit ab- gelehnt. Art. 4 wird ohne Aussprache angenommen, ebenso Art. 4a, ebenso Art. 5, Art. 6 (in der Fassung des Ausschusses), ebenso Art. 7, Art. 8, Art. 9, ebenso Art. 10 (in bet Fassung des Ausschusses). Ein Zusatzantoag Boriiemann wird ab- gelehnt. Art. 11, Art. 12 werden angenommen. Bei Art. 13 beantragt Abg Fenchel (H. Vp.) die Streichung, baß der ßanbamtmaim allein das Recht hat, eine Entschließung des Landes- ausschusses zu beanstanden. , Oberfinanzrat Hesse erklärt, daß es sich dabei um das Beanstandungsrecht baubrit Es verbleibe das Branstandungsrecht des aussülftenden Organs gegen das beschließende Organ, wie es auch sonst üblich ist, unb z. B. dem Kreisbrrektor gegen Beschlüsse des Kreistages zusteht. Ter Art. 13 wird einstimmig angenommen, bet Antrag Fenckstl abgelebnt. Art. U wird genehmigt mit bem Zusatz des Abg. Urftabt (Tem.). < Art. 15, 16, 17, 18, 19 unb 20 werden genehmigt. _ .. Bei Art. 21 hegt cm Zusatzantvag Knoll (Zentr.) und cm Antrag Tr. Oscmn (D. V.) vor. Abg. Köhler (D. V.): Unser Antrag bezweckt, diejenigen, die Land zu gemeinnützigen Zwecken abgeben sollen, davor zu schützen, auch noch die Kosten zu tragen. Die .Kosten der Land- lieferet sollen bie Kreise imb Provinzen zahlen. Abg. Knoll (Zentr.): Beide Telle sollen ihre Kosten selber tragen. w Oberfinanzrat Hesse spricht für ben Aus- toufcantrag. Auch Abg. Lnx (Soz.) spricht gleichfalls für den Vorschlag des Ausschusses. Abg. Dorsch (H. B.) spricht für die Ueberuaftme bet Kosten durch den Staat. Der Sanbticferer wird schon so wie so genügend geschädigt. Abg. Fenchel (H. B.) spricht gegen die Uebernahme ber Kosten durch die Gemeinden. Alle Anträge werden . abgelebnt, der Vorschlag des Ausschusses wird blatt an die Rockschöße hängen wollte In Wellnoe hat der denroktatischc Abg. Böhme .ber Führer be> Deutschen Bauernbundes sich gegen das ML Landgesetz gewandt. Abg. Dingeldev 12. V.): Die Rede de^ Abg. Dr Becker behandelte nicht Materie, iotn be.rn stellte nur die fetannte Tatsache fest, daß die Errcgmtg in RheinMfeii der rhrinischen Repulllik Borscknll) geleistet hat. ^lbg. Lux ^Soz.) bezweifelt, ob es Dem Abg Dorsch mit feinem Bdauern Ernst genügen wäre, wenn das Gesetz nicht zustande täme Abg. Dorsch (H. Vp.): Un,er Wwerspttu', galt bem Gesetz ohne die Abänderungen. Ich freut mich, daß bie oberhessifckLN Versammlungen ihren Schatten bis noch Berlin werfen. Finanzminisier Henrich erflärt,. ein Gesetz das ber Wobnungsnot steuert, ist bereits in Vorbereitung. Das Landgesetz ist ein reines Agrargesetz. Es wurde zu Widersprüchen führen, wenn wir dieselbe Materie in zwei Gesetzen niederlegen würden. , Abg. Dor sch (H. V.): Wtr haben Beute Scharben fveu.be geäußert, sondern beklagen bte Ueber- stürzung. Tas rfeimcheffischc Flugblatt, das Abg. Dr. Pagenstecher vorbrachte, ist uns in Oberhessen völlig unbekannt. Unsere Wartiungeii warert nicht lunberechtigt, Ivie jetzt bie Reichsregterung beweist, bte unseren Einwänden recht gab. Jetzt heißt es: ?buf bem Dache sitzt ein Greis. Finanz-immster Henrich: Das Rerchsgesetz hätte uns nicht gehindert, sondern erst bie Agitation gegen unser Lanbgesetz hat in ber Nationalversammlung bebenllich gemacht. Abg. Knoll (Ztr.- spricht gegen ^ee zusel- tojc Agitation von links imb rechts. Das Volk mutz wieder' zur Besinnung kommen Der Redner spricht für feinen Antrag, ber das Gelände in ber Unn- gefnrng ber Städte den BobenspeLllanten ent- reifen soll. Abg. Urftabt (Dem.): Die Wohnun^Znot m den Städten ist vielleicht eine viel dringendere Sache als das Landgesetz. Ich habe Mich jedoch daß mit einer so kleinen .Handl^abe in dieser Sache nichts zu macfen ist. Art. 109 müßte durch eine Anzahl weiterer Bestimmungen erläutern werden, sonst könnte bte B-eftnmnung schädlich^ wirken Art. 109 wirb zurückgestellt. Bei Art. 110 kmmnt Abg. Dingelbeh (H. fö.j auf ben Konflikt zwischen Lanbe:-gesetzgrimiig> und Reichsgesetzgebung zurück. Unser Parteisreünb Dr. Becker hat lln Siedlnngsausschuß lediglich bie Rechtslage zur Sprache gebracht. Die Agitation gegen' bas Lanbgesetz hat dabei keinen Ausschlag gegeben. Es haben Abgeordnete aus ber Partei des Hrirn FinaNMinisters und aus ber Sozialdemokratie ans verschiedenen Gründen Bedenken gegen das hessische Gesetz erhoben. Finanzmünister Henrich: Abg. Dingeldey ist über die Weimarer Verhandlungen offenbar genauer unterrichtet als ich, ber daran teilnahm. Der R.'dner weist noch einmal an Hand ber Dokumente nach, daß sich die hessische Regierung bei ber Reic^- regienmg vorher verläffigt l>at, ferner, daß die Agitation inr. Lande tatsäckstich für die Verhandlung im Ausschuß in Weimar sehr maßgebend war und daß dadurch beinahe das Landgeietz unmöglich gemacht wurde. _ „ 9Ibg. Fenchel (H. V.) bedauert, daß ihm Abg. Dr. Pagenstecher ein ihm unbekanntes Flng- anfleaiommen. Att. 22—25 roerben angenommen. Bei Att. 26 erheben die Älbg. Schröder (Zentr.) und Knoll (Zentr.) gegen den Zwang, die Bucher vorzulegeii, Bedenken. Der Att. 26 wirb auf Antrag Tr. Pagensteck^rs zu gemeinsamer Beratung mit Att. 61 zurückgestellt. Artikel 27 bis 39 werden ohne Debatte angenommen. 9Zacf,' der Pause beantragt Abg. Urftabt bie Zurückverweisung Der Kapitel III, IV imb V des Landsier-lungrmsttzes an ben Ausschuß. Kapitel III (Att. 40—50) umfaßt bte Vcrsügungsbeschpaw' kung, Kavilel IV (Att. 51—53) das Vorkaufs reckst und Kapllel V (Att. 54—95) Enteignungsrecht. Fingnzminister Henrich unterstützt den Au- Die «ommunalwahlen. ba Albach, 16. Juli. Berber Beige»rd> netenwerihl 'imrrbe das Gemrinderatsmrtgliöd Landwitt Karl Phckipp Brück mit 82 Stimmen g>. wählt. Der Gegenkandidat Karl Wehrmn er- Ijielt 75 "Stimmen, Elisabeths Wehrum ehre Stimme. Wahlberechtigt waren 204 Persmien. ** Ettingshausen, 16. Juli. Bei bei Beigeor bnetenwahl würbe ber bisherige Beigeordnete Opper einstimmig wiedergewählt. Es ist dies ein Zeugnis für bas Vertrauen, das tr genießt. Tie Juaenb brachte ihm nach dec Wal?! ein Ständchen mit anschließender Tanzbelnstigung. E. Laubach, 16. Juli. Bei ber Bei geordnetenwahl wurde der bisherige Beb geordnete, Kaufmann Hermann Diehl, mit 230 Stimmen wtedergewählt; stimmberechtigt waren 1140 Wähler. Gewählt haben nur 230 Wähler, dies sind etwa 22 Prozent der Wahlberechtigten Ta nur ein Kandidat zur Wahl auf gestellt war, so war bie geringe Beteiligung verständlich, zumal bie Frauen imb Mädchen verhielten sich meist passiv. Tie Wahl verlief ohne Agitation, ruhig unb würdevoll. = Lich, 16. Juli. Ein hiesiger 2SWer scheint besonders bibelkundig zu sein. Bei ber Bürgermeisterwahl gab er einen Stimmzettel mit dem Vermerk „Maleachi 4,2" ab, bei der Bei" gcordneteTUvahl hielt er es für nötig, aus eine Stelle in ben wenig bekannten Apokryphen hinzu- weisen, auf „Jesus Sirach 13,23." y. Lind heim , 12. Juli. Im Gegensatz zur hiesigen Vürgermeisterwahl, bei der nach hartem Wahlkampfe Landwirt König gewählt wurde, verlief die Beigeordnetenwahl in unserem Orte in schönster Eintracht. Bei ftarfer Wahlbeteiligung wurde Lehrer ©teber einstimmig zum Beigeordneten gewählt. Londorf, 16. Juli. Bei ber Wahl eines Bürgermeisters wurde unser bisheriges Ober - Haupt, Bürgermeister Aumann, mit über 30C Stimmen einstimmig wtedergewählt. Dec Gelang verein Frohsinn, dessen langjähriger Vorsitzender Aumann ist, brachte ihm abends unter Anteilnahme der gesamten Einwohnerschaft ein Ständchen. P. Nieder-Bes singen, 13. Juli. Bick ber Beigeordnetenwahl itnirbe der Landwitt Kon rav Klös mit 83 Stimmen gewählt; 2 Stimm zettel lauteten auf Susanne Steuernagel. Es ist dies die Frau des zum Bürgermeister Gewählten. Tr. v. H e l m o l t, ber früh-ft für die Fideikommisse eintrat, ber Hwlptegllalvr gegen ba-? Lanbgesetz ist. Sie persönlich haben die Agstatwu in Rheinhessen nicht gemacht, aber Ihre Freunde, Herr Abg. Tarsck^ D« Beunruhigung wurde erst in bie Landbcdvlkerung hinellrgetvagrn durch Miß dentung des Gesetzes. Finanzminister Henrich bedauett, dvtz du Zell so totgefdjlagen werden muß. Im übrigen beftreitet .ber Pebner bte Richri-chell ber Darsltt timg des Abg. Tr. Becker in Weimar über die Vorgänge in Hessen. Abg. Fenchel (H. Vp.): .Sümtlrche Vai teicn in der zweiten Ständekanrmec, auch ber Abg v. Helmvlt, haben nn November v I. einen Antrag auf Auffiebung ber Fideikommisse rinyebrocht Abg. Dorsch (H. ,Bp.> bleibt in ber stürmischen Heiterkeit des Hauses auf der Tribüne nnverständlich. Er verteidigt ben Bund ber Larrd mitte. Weil mir nicht in allem mll dem Bunde einig .gehen, haben wir bat neuen Bauernbund gegdbübet.1 Abg. Tr. Dehlinger (H. Bp0: Mr haben das Recht zur Agitation. Jawrihl! (Lebhafte .Helleickell.) __ Artikel 110 bis 114 angenommen. Der Schluß wird bis zur Erledigung des ganzen Gesetzes zurückgestcllt. Sck)luß der Sitzung IV- Uhr. Nächste Sitzung Nachmittags 4 Uhr. (Fortsetzung im 1. Blatt.) Watttt ihr Knospen am Zweige, Bis es Zeit ist zu blüh'n Junge Liebe, du sch-vrige, Bis es Zell ist zu glüh'n! Doch sie küssen unb kosen — Und in selbiger Nacht Brechen alle die Rosen Auf in duftiger Pracht. August SeAer. Nach Sanierbruraten, Grindellvald, Murveu einsteigen meine HerrsckM'ten, einftrigen," rief ein bärtiger Schaffner auf dem Bahnhof zu Interlaken mit lauter Stimme und sah etwas besorgt einer sich eiligst l>eranwälzenden Dten-chenkaoal- kade entgegen, oie dem Zuge noch eiligst ydftrM'. „Alles besetzt, meine Herrschaften," rief er achselzuckend auf die Frage nach einem leeren Ku per. „Steigen Sie nur ein, wo Platz ist, sonst bleiben Sie ganz sitzen." „Grobian," sagte bte kleine energische Tarne, die mit hochrotem Gesicht und flatternden Hut bändern die ernzelnen Waggons mit Kennerblicken inspizierte. „Herr du meines Lebens," fuhr sie fort, „wir müssen uns wirklich fr ernten. Geerv, nimm Peter, Gunhild unb Dagmar, thr bleibt bei dem Papa. Male mit den Zlmllingen hierbe, zu uns." „Dtt is ooch nich so leichte," sagte Male h.i. stieß mit ihrem großen Pastrt Schirmen, Tas:^< und Mänteln energisch ein halbes Dützeno Mm scheu beiseite, ,^vie soll man beim mll all b.’< olle Zeig in ben Affenkasten rin kommen. Mem Jott, was is bet Reisen doch vor nr grmlrche olle Sache." r . Ragna, bie alles Aufsehen haßte, httre jdpr. bie Zwillinge trotz ihres Widettfrebenü au, dt> Trittbretter gehoben und reichte letzt der Frau I Professor die Lmnd zum Ernstergem (Fottsetzung folgt) tag hinrin geschlafen." .Haben Sie unangenehme Nachrickften von ^cus gnhabt?" fragte Fvau Therese teilnehmend das blricbe, überwachte Gesicht des jungen Mabeus blickend. „Nein, eigentlich nicht", sagte Ragna jägernb. tKeine einzige Schwester hat sich mit einem ent» patten Vetter verlobt —" „Tas ist s^hr, sehr geschell," rief Frau Therese, ibe nd) für Verlobungen besonders interesftette. lIdädchen, die inchts haben, sollen immer herrotm, bt£ ist bas Gesckieiteste. Das sollten Sie auch tun, H'äulcin Ragna." Und die abwehrende, , stolze l^rrbb.-rocmm-j des jungen Mcchchens ignoneraib, j'abi sie sott: j „Na, freilich, schwer istis ja, berat so recht will Itiner ran, wenn es sich um vermögenslose Müd- handelt, aber schließlich ist es immer noch Klügste." Ragna bekämpfte siegreich eine, jäh in ihrem pnttrn auf labe mix Heftigkeit, bie sie so oft Frau p^rcefe gegenüber raederzwingen mußte, und sagte | tut kühler, äußerer Ruhe: Jetzt wipa. ,Zch bitte tausendmal um Verzeihung, gnätnae —7. • crmi," sagte Ragna, ersckireckt nach ber Uhr sehend, Koalier tic auf neun Uhr zeigte, „es ist wirklich unVermit» Livrtlich von mir, aber ich fand in dieser Nacht zrerel^ . tmig Ruhe und da habe ich nun bis m den Hellen ^'AiMagna Svendburg t' j Roman von Anny Wothe. ni> ?iottseNuna 1! etberung^anträge ,6or. Landes forst meister Weber macht vor Ern- ■iit m bte Einzetberatung über Att. 1 einige allge- inne sachliche Aeußerungen über den Zweck bes Petzes, bie eigentlich in bieatlgemrine Aussprache tiAct hätten, die er aber dort nicht gemacht l>abe, ,stch die Generaldebatte in ganz allgemeinen Aus- jpMÜxrsetzungen bewegt habe. Der urieg hat ben Hange! an Nahrungsmitteln und damit die Land- »< hervoraerufen. Es ist zu erwarten, daß sie wie- er mll em normales Maß zurückg-chen werde, faon vor ben Kriege war nickst alles in Kirnung, was bte verschiedenen Anträge aus tnt Hrarse beweise,. Die Derhältirisse liegen iuht im ganzen Reiche gleich In Rhrin- rsen ist Me Landvetteilung eine günstige, dcs- Oib ist bart auch gar kerne Aenderung beabsichtigt, »echa'lb bie Agtlation in Nheinl-essen unangebracht icr. Anders ist es in Oberhessen imb im Odenwald. In der Wetterau hat bie Gemeinde A fle Wiesen, die Gemeinde B Hai keine Wiesen, i DCTiXK-igert ber Gemeinde B alle Pachtungen. Etc Gemeinde B will jur Gewalt schreiven und i0 d- cd a CTl-O Q S CT 0 a 2 w.c V> — th Mahagoni«, 1 Küchenschrauk mit Aussatz tuen), einen Sammelschrank, 1 Divan, 1 Sofa, 1 Kommode, eine Waschmaschine, 1 Regulator, 2 Cefen, 2 Zinkbade- wannen, 1 Sitzbadewanne, 2 Ständer mit Dinaren, t'ttppsachen, 4 Paar grüne Sammet-Plüsch-Porlier., 1 Kronleuchter, 1 Nähmaschine, 1 Tischdecke (rötet Plüsch», 1 gehäkelte Betlüberdecke für 2 Beiten, verschiedene Tischdecken, 1 Serviertisch, 1 Garten- fchlanch (36 Meter lang, '/.zöllig), mehrere Pferdegeschirre, 6 Herrenhemden, Damen- und Herrenkleider, Schube und Stiesel, Bilder u.v.a. Ferner: 1 Staffelei, 1 kleine Standuhr, 2 Wafchgarnituren, Bücher, 1 photogr. Apparat, 1 Tülldecke für 2 Bett., 1 Tepvichreiniger, 1 Schüterpult. Versteigerung bestimmt. H. Benner XI., Auktionator, Krosdorser Str. 9. NB. Annahme von Versteigerungen aller Art. auch einzelner Stücke._________ 013969 Ein Waggon ZIGARETTEN Auslandsware. 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Beseitigung der Zwangswirtschaft. Referent: Otto Hirschel-Friedberg. 3. Die Notwendigkeit der Organisation. Referent: Landwirt Diehl, Bürgermeister in Hochweisel. 4. Aussprache. Landwirte, Bauern! Kommt in Scharen zu dieser Versammlung, damit sie mächtige Kundgebung werde und den Beweis liefere, daß Ihr gesonnen seid, die Gestaltung Eurer Geschicke selbst in die Hand zu nehmen. Auch Frauen sind in der Versammlung willkommen. Der Vorstand der Hess. Bauernbundes. 3. A.: Wilhelm Fenchel, Gber-Hörgern; Dr. v. Helmolt, Nieder-Wöllstadt; Otto Hirsche!, Friedberg: Wilhelm Dorsch, Wölfersheim: Landwirt Schäfer, Hungen; Landwirt Dörr, Quedoorn; G. Gerhard V., Steinbach ; Otto Schneider, Utphe. Kloster Arnsburg liegt 10 Minuten von Lich entfernt und ist mit der Bahn Butzbach—Lich zu erreichen. Endstationen sind: Muschenheim oder Dorf-Güll. 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Nachdem durch Verordnung der Reichök»-« rung vom 8. 2. 19 die soziale Fürsorge für Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen unter Wirkung der Etnzelswoteil und SelbstverwaltmiK^ körperschaften vom Reich übernommen wor^i ist, ist für den Bezirk der Stadt Gießen .-,i Städtisches Fürsorgeamt für Kriegbeschädigte und Krie gshinterblie, bene errichtet worden. Tie Bureaurönn' bestnden sich Asterweg 9p. Alle das Fürsorgeamt betreffenden Antitz» sind lediglich dort anzubringen. Sprech, stunden werktägig von 8 —12 vor« und 2 — 6 nachm., Samstag nur t>or 8 — 1V2 Uhr norm. Die Geschäftsstelle des Kreis- und Ott&nti- schusses für die Krie gsdeschädigtenfürsorge, werbe Haus, ist ausgehoben. Gießen, den 12. Juli 1919. 83721 Städt. Fürsorgeamt für Kriegsbeschüdigte mk Kriegs hi ntetbl iedene. Dr. Seid. 6101 Olymp. Kampfspiele 1919 zu Bad-Nauheim an 26., 27. and 23. Juli 1918 an! den Öolfplaln. Freitag,^. Juli, ab.830: Festkommeraa. Teichhani Samstag, 26. JulhVorkäinpfe; ab. Theater LKurhan.* Sonntag, 27. Juli: Entscheidungskampfe; ab end) Preisverteilung, Konzert, Tanz. Montag, 28. Juli: vorm. Reiterspiele; nachm.; Ent scheid.-Kampf il d. Fußballmeisterech. 18. KI Dienstag, 29., u. Mittwoch, 30. Juli: WurftanZv» \ schießen, veranst. v. Kartell zur Förderung du ) Sport- u. Jagdschießens. An fr. für Zivilk&mpfe bei Jeae Kelter, KarbtrnBai Nauheim; für Militärkampfe beiHauptm. Behüt fi.-K. 10. A.-K., B.-Nauheim-^Wurftanbenschießer bei Brenne, Bltteaaa Hotel, Bad-Nauheim. 8214h» Cafe Ernst Ludwin iniiiiiiiiiiHiHiiiiiiiiiiHiimiiiiiiiiiiinniiiiiiiiiiiiiiiimm Heute Donnerstag 0U3W Opern-Abend Bekanntmachung. Nachstel-ende Bekanntmachung des Hesfiskhr! Feldbereinigungskommissürs bringe ich lärrmrt « öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 12. Juli 1919. Der Oberbürgermeister. I. B.: Sren^itn Bekanntmachung. |B« tr.: Feldbereütignng Heuchelheim. In der Zeit vorn 23. Juli bis einschlieM 5. Augrlst 1919 liegt auf dem AmtHimmer te ^Bürgermeisterei Heuchelheim während der Gr> schäftsstunden der Bescküuh der Vollzugskmwch fron tont 1. Juli 1919 über die für den 1. Okwbv 1919 vorgesehene Erhebung eines Teils der FL» bercinigrmgs kosten zur Emsicht der Beteiligt» offen. (8378 Einwendungen hiergegen sind bei MeLun, slpäte'cen Ausschlusses während der Offeirleyun» l'.'rit bei der Bürgermeisterei Heuchelheim schM. lich einznrcichen. Friedberg, den 2. Juli 1919. Der Hessische Feldherrin igungskonrmissLr. ______Schnittspahn, Regierungsrat. Bekanntmachung. Ans Grund der Art. 27 und 51 des Einkmnni» stenergesetzes sowie Art. 47 des Vermögensstei«. gesetzes hat das Ministerium der Finanzen, Ableiln, für Steuerwesen, für die Stadt Gießen die BerufMa- stift gegen die Staatssteueroeranlagung für 1919 Ms Zum 9. August d. 3s. einschliehlich erstreckt: für Ms Landgemeinden ist die Frist bereits abgelaufen. Ferner machen wir darauf aufmerksam, das Steuerbettäge auch durch die Mitteldeutsche (W bank, Filiale Gießen, überwiesen werden könnn Gießen, den 16. Juli 1919. Hessisches Finanzamt Gießen. 9. D.: Franz. 8381 i- --- - । Kaffee Astoria. Morgen Freitag für w P' Erscheint nach Bedarf > jiihalts--llebcrOd|t: ■ von Zwilanzngen Der vorsttzerd«' 8332c MK | 2 dreiz^led zurTanzbeSusiegung im Freien. . Gasthaus z. holländischen Hos ES ladet hierzu freundlichst ein ~ der Blirs^nkiiib „Eimgleit" Le«« Deutsche Bolkspartei Mitglieder-Versammlung Fteitafl, 18. Juli, 81/, Uhr, i.Gcwerbehil«« Tagesordnung: Kreis- rind Provinzwablen. Bericht Über die LandeSauSschuhfitzung.