Dienstag, 17. Mi 1919 (69. Jahrgang Erstes Blatt Ter wiegever Anzeige, erscheint täglich, außer 6onn* und Feiertags. Vezvgspreir: pisnall.Me. 1.35, vierteljährlich All. 4.05; durch Mhole- u. Zweigstellen inonatl. Mk. 1.25; durch hiePost Mk. 4.05 viertel- j5ljrL ausschl. Besteltq. siernsprech - Anschlüsse: für die Cchrittleitung 112 Verlag,Geschäftsstelle^ Anschritt fürDrahtnach- «chten: Anzeiger Siehrn. Postscheckkonto: Mnssntt a. M. (1686 GichenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen ZwrMngsnmddruck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- u. Ztemdruckerei R. Lange. Zchristleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Zchulstr. 7. ?«!•«» nr. <53 MS MD 2iuiiat|mc von Lungen s. die Taaesnmniner dls 5um Nachmitlag vorher ohnejedeBcrl)ind'.ichke,t> Preis für 1 mm höhe iuv Antigen v.34mmBreite örtlich 15 Pf., auswärts 18 Vl., für Reklame- an zeigen von 70 mm Breite 48 Pf. Bei Platz- vorschrisl20°/„Aufschlag. Hauvtschri'tleirer: Ang. Goeh. Berantwortlich für Politik: Aua. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: v- -Leck; fämtiid) in Greßen Die Antwortnote der Entente. in in der Gemeick Ti- in der Gemeick eine leere Ber. il>re- st iler dem Tchtveink- |L. l Romps in Lang- 'den. meine des Lndch bei Ludwig LouA J vontbyi ■tit, [eilt- Lind ibcr täf ers Georg . ^clMi»e!euV ; Msperre angeorbnet mncveiv in dH nb UegranitaU zu l- und Pilcge-nila!! ausgebrvl^n. Äii it 2dii«i«,ltnlfi..l folgedessen erwarten sie binnen fünf Tagen von dee deutschen Delegation die Erklärung, baß sie bereit ist, den Vertrag, so wie er heute iit, zu unterzeichnen. Erfolgt diese Erklärung, so wird die io- fertige Unterzeichnungg des Friedens in Versailles lferbeigesührt werden, andernfalls bedeutet die gegenwärtige Mitteilung die Aufkündigung des Daffenstillnandcs, und die Mächte trerben die Maünahwen ergreifen, die sie für notwendig halten, um ihre Bedingungen aufzuerlegen. Berliner Pressestimmen. Merlin, 17. Juni. Zur Antwort der Alliierten sagt von den heute erschienenen! ^ranz wenigen Blättern die „G cr inani a", die Abänderungen des Vertrages stellten sich etwas lgünstiger dar, als die Meldungen von Havas er- lvarten liehen, aber sie bleiben doch sehr tveit hinter den Erwartungen zurück. In einer in ihrer Kürze saft unmöglichen Frist soll die deutsche Nationalversammlung und die deutsche Negierung sich ßchlüssig werden, und zwar über Bedingungen von chlcwr TragNwite und Härte. Aber man wiro in Weimar und Berlin auch alle Möglichkeiten in Erwägung ziehen, die frei einer Verweigerung der Unterschrift eintreten werden. Noch gilt immer in jlolck-en Fällen der Satz, daß zwischen zwei Nebeln das geringste zu wählen ist. Auch ift in Betracht zu ziehen, daß die Zukunft ganz sicher nicht so aus- felxn wird, wie sie auf dem Papier steht. Der „V o r w ä r t s" führt aus, daß es eine Tatsache von entscheidender Bedeutung bleibe, das; der Parteitag nahezu einmütig die bisterige aus- nuartige Politik der Partei gebilligt habe. Nöch einmal sei in schärfster Form der uns von der Entente zugedachte Gewaltfrieden Lurückgewiesen. lieber die Taktik, die im ferneren Kampf um einen -gerechten Frieden anznwendeu sei, l)abe sich der Parteitag wohlweislich nicht ausgesprochen. Sie zu ^bestimmen, werde die Sache des Kabinetts und bet drationalversammlung sein. Sollten jedoch die Sozialdemokraten in der Regierung zur Ueberzeu- flur.g kommen, daß auch der abgeänderte Friedens- Vertrag der Entente l nicht unterzeichnet werden könne, so werden sie durch den Beschluß des Parteitages gedeckt fein. N^stioerbs. ™. ®. 416 - “'.Wien Untct. 1 He Dor jhrrr Ul km iit ’onbem mit a.a.O.> J urib den besetzten den des Arrisez. lung unserer Bei. ungsblatt 9lr. ,3!i beschränkte sich mich nicht auf die Tatsache allein, den Krieg gewollt und entfesselt zu haben. Deutsche land ist ebenfalls verantwortlich für die grausame, unmenschliche Art, in der er geführt wurde. Obwohl Deutschland selbst einer der Garanten Belgiens war, haben seine Regie- rimgcir die Neutralitäft eines durckMus friedlichen Volkes verletzt, nachdem sie feierlichst vcrsprvck^n batten, sie zu respektieren. Nicht zufrieden damit haben sie ungescheut eine Reihe von Hinrickchungen^ und Einäscherungen vorgeniommen in der Absicht, die Bevölkerung zu terrorifieren und sie durch die Schrecklichkeit ihrer Handlungen gefügig zu machbn. Die Deutsckten gebrauchten als erste giftige Gase trotz der entsetzlicher Leiden, die sie Ver- ursackiten. Sie haben mit den Beichießun ge n durchFlug zeuge und wckittragendeKa- nonen auf'Städte begonnen, ohne militärisck-c Gründe, einzig in der Absicht, die Moral ihrer Gegner ^u schwächen, indem sie Frauen und Kinder trafen. Steinwvrse auf die deutschen Delegierten. Versailles, 16. iJuni. Auf der Fahrt vom Hiotel des Reservoirs in Versailles zum Bahn- hvf von Noissy le Roi, von wo der Sonderzug mit der deutschen Friedensdelegation nach Weimar abfuhr, ivurden aus der Menschenmenge heraus nach . einzelne n Automobilen Steine geworfen. Es wurden infolgedessen mehr oder weniger leicht verletzt das Mitglich der Delegation Tr. Melchior, Oberstleutnant von Lylander, Assessor Dr. Meyer und Frau Dorn- bfitt, die an der Seite des Reichspostministers Giesbcrts saß. Die Kundgebungen der Menschenmenge dauerten den ganzen Abend fort und verstärken sich Mm stärksten Johlen, Rufen and Schreien, als sich die Mitglieder auf der Straße zwischen dem Hotel des Reservoirs und dem Hotel Noisse und Batel zeigten. Einzelheiten aus der Antwort. Versailles, 17. Juni. (WTB.) Die Antwort der alliierten und assoziierten Mächte erklärt, der von ihnen vorgeschlageire Friede sei von Grund auf fein Gerecht! gVeitsfrie deturch entspreche den von beiden Teilen für den Waffenstillstand an- gercornnwen Grundsätzen. Im einzelnen besagt die Antwort, daß, an der Oft grenze überall, wo der Dokkswille zweifelhaft sei, DoMabstimmungen vorgesehen werden. Danzig werde als freie Stadt von Deutschlandgelöft, um Polen freien Zugang gurrt Meere zu geben, aber nicht Bestandteil Polens. Ob Oberschlesien deutsch bleibe bter polnisch werde, soll durch Bo l k.s ab- ft i m m u n g entschieden "werden. Die polrttschen Bestimmungen des FriLdenSentwurfes über das Saargebiet Weiten unverändert. Die Abtretungen deutsckier Gebiete an Dänemark und Belgien'sollen nur Ergebnisse freier Abstimmungen der Einwohner fein. Andere Aenderungen des Friedensvertrages sollen nicht stattftnden. Deutschland also auchfdie Kolonien mW zurück- erhalten. , „ x Am Schlüsse heißt eS: Di^sc Note und die beigesügte Denkschrift bedeuten die letzten Worte der alliierten und assoziierten Mächte. Sie beharren bet den Ofntnblütten des Vertrages, haben aber behütende Zugeständnisse in der Anweudsmo aewaurt. Iw- sie den Geist ihrer Untertanen mit allön ihnen zu Gebote stehenden Mitteln zu der Lehre bekehrt, daß in den internationalen Angelegenheiten die Gewalt das Recht sei. Sie haben nie aufgehört, die Rüstungen Deutschlands zu Wasser und zu Lande zu entfalten und die lügenhafte Behauptung zu verbreiten, eine solche Politik sei notwendig, weil die Nachbarn Deutschlands auf seine Macht und sein Gedeihen eifersüchtig seien. Sie haben versucht, Feindschaft und Argwohn statt Freundschaft zwischen den Nationen zu säen. Sie haben ein ganzes Spionagesystem und ein Netz von Intrigen, eingerichtet, die ihnen erlaubten, Umtrieb und innere Revolten und sogar gebetmc Angriffsvorbereitungen auf dem Gebiete ihrer Nach>- barii einzuleiten, um sie in gelegenen Momenten mit nm so größerer Gewißheit und Leich'igkeit zu überwältigen. Durch diese Drohungen mit Gewalt hielten sie gan^ Europa in einem Zustand von Erregung unb als sie feststellten, daß ihre Nachbarn entschlossen waren, ihren anmaßenden Absichten zu widerstehen, beschlossen sie, ihre Borlxurfchaft mit Gewalt zu begründen. Sobald ihre Vorbereitungen doll ständig waren, ermutigten sie einen unterjochten Verbündeten, binnen 4 8 S t u n - den Serbien den Krieg zu erklären. Von diesem Krieg, dessen Einsatz die Kontrolle auf dem Balkan nur, wußten sie genau, daß er nicht lokalisiert werden tonnte und daß er einen allgemeinen Krieg entfesseln würde. Um für diesen Krieg doppelte Sülzerhttt hu haben, entzogen sie sich allen Bersöhnungsversuchen, bis es zu spat und der.Weltkrieg unvermeidbar war, den sie eingefädelt hatten und für den unter allen Nationen! einzig Deutschland vollständig ausgerüstet und vvr- bemtet war. Die Verantwortlichkeit Deutschlands sei. Deutschland habe seinen willfährigen Verbündeten ermutigt, Serbien den .Krieg zu erklären Der Brief zählt dann die deutschen Verbrechen auf tinib sagt: Deutschland muß es auf sich nehmen, Wiedergutmachungen zu leisten. Der Vries führt weiter aus: Die alliierten und assoziierten Mächte haben für die Wiederaufrichtung eines polnischen Staates mit einem sichnen Zugang zum Meere Vorsorge getroffen. Das Regime betreff des Saargebiets wird für fünfzehn Jahre ausrechterhalten. Dre Alliierten sind über» foeugt davon, daß die Eingeborenen der deutschen Kolonien einer Rückkehr unter deutsche Herrschaft durchaus abgeneigt sind. Der Dries fügt hinzu: Wenn die Deutschn beweisen, dkiß sie beabfWigien, die FrijcdensbtÄingllurglrn Vrt erfüllen, so nürd es zu einem früheren Zeitpunkt lnöichich sein, den Völkerbund durch die Zu- ' Innung Deutschlands zu vervollständigen. — ■ Betreffs der deutschen Beschrüdigung gegen die Blockade heißt es: Die Blockade ist zu jeder Zeit eine gesetzlich anerkannte Methode der Kriegführung gewesen. Die Antwort der Alliierten aus die deutschen Bemerkungen legt dar, in dem deutschen Memorandum sei nichts enthalten, was die Ueter- flcugimg der Alliierten erschüttert hätte, daß die unmittelbare Ursache des Krieges die w o h l ü b e r- legte Entschließung der verantwortlichen Personen getvesen sei, die Lösung der europäischen Frage gewaltsam herbeizuführen, wenn notig durch einen Krieg. Die Alliierten halten dafür, daß die Bestrafung derjenigen, die hauptsächlich dafür verantwortt.ch seien, eine Forderung der Gerechtigkeit sei. Es wird Deutschland gestattet werden, fein Heer allmählicher zu verringern, als naher bestimmt worden war. Die deutschen Vor- chlägc bezüglich der Flotte können nicht in Ertoägung gezogen werden. Was die Wiedergutmachung betrifft, so kann Deutschland eine P a u - ch a l s u m m e für die Regelung der Gesamtheit oder eines Teiles seiner Verbindlrchkerten anbieten. Die Ueberreichunv. Versailles, 16. Juni. Heute nachmittag 6 Uhr 45 Min. sand im Hotel des Reservoirs die Ueoerreichung der Antwort der allüer- ten und assoziierten Machte auf die deittstpen Gegenvorschläge statt. Ter Generalsekretär der Friedenskommifsion Dutafta in Begleitung des Botschastsattachees d'Arnavos überreichte dem Ministerialdirektor Simon Suhl, Legationsrat Frhrn. v. Lesner die Dokumente, nämlich erstens den Begleitbrief, zweitens die Antwort der alliierten und assoziierten Mächte, in dem. die Abändernngen mit roter Tinte ein» gefügt sind. Generalsekretär Dutafta erttärte, er überreiche hiermit die endgültigen Bedingungen der alliierten und assoziierten Mächte. Die deutsche Delegation soll in einer Frift von 5 Tagen vom Zcitpuntt der Ueberreichung an gerechnet erklären, ob sie gewillt sei, den Friedensvertrag zu unterzeichnen ober nicht. Ministerialdirektor Simon erwiderte im Namen der deutschen Friedensdelegation und der deutschen Regierung in Weimar, die Frist von fünf Tagen sei zu kurz bemessen. Im Auftrage des ReickisMinisters des Auswärtigen Grasen Brockdorfs erflärte er, die deutsche Regierung und die dentiche Friedensdelegation behielten es sich vor, eine Verlängerung der Frist zu verlangen. Tutasta entgegnete, er roerde den alliierten und assoziierten Regierungen von dieser Erllärung Kenntnis geben. Die Ueberrcichungszeremonie dauerte int ganzen sieben Minuten. Kurz vor neun Uhr kam Dutafta nochmals nach Versailles und , teilte dem Ministerialdirektor Simon mit, die alliierten und assoziierten Regierungen hätten sich bereit erklärt, die Frist um 48 Stunden zu verlängern. Im Namen der deutschen Friedensdelegation erflärte Ministerialdirektor Simon, die Frist einzultalten, jedoch werde erst die deutsche Regierimg in der Lage sein, einen endgültigert Entschluß zu fassen, und sie werde den alliierten und assoziierten Regierungen mitteilen, ob die Frist von sieben Tagen einge'halten werden könne. Lin AnAagebries. Paris, 16. Juni. (Havas.) In dem Begleitbrief zu der Note der Alliierten auf die de u t s chen Gegen v o r schl ä ge wird Zuerst feftgestellt, daß die alliierten und assoziierten Mächte die von der deutschen Delegation über die Friedensbedingungen gemachten Bemerkungen der ernsthaftesten Erwägung unterzogen haben. Der deutsche Vorschlag prVtestieve gegen den Friedensvertrag vor allem, weil er in Widerspruch stehe mit den Bedingungcn, unter denen der Waffenstillstand abgeschlossen wurde. Ter Protest der deutschen Delegation beweise, daß sie die Lage verkenne, in der sich Deutschland Mute befinde. Die deutsch Delegation scheine die Auffassung zu haben, daß Deutschland nur Opfer zu bringen bäte, um den Frieden zu erhalten, als ob dieser Friede einfach der Abschluß eines Kampfes wäre, der um Gewinn an &mb und Macht geführt wurde. Darum hielten es die alliierten und assoziierten Regierungen für «notwendig, ihre Antwort mit einer genauen Darlegung des Krieges, wie sie ihn teur» teilen, zu beginnen. Dieses Urteil sei zuÄeich tmSienige der Gesamtheit der zivilisierten Welt. Nach ter Ansicht ter alliierten und assoziierten Ni achte ist ter Krieg, der im Jahre 1914 ausbrach, : das größte Verbrechen gegen die.Hu- l manität und gegen die Freiheit der Völker, das ic mit Vorbedacht von ■ einer Nation, die s i ch für zivilisiert . hält, begangen wurde. Während vieler ; Zähre Verwellactzen die deutschen ReglLrunAkN (Eine deutsch-österreichische Note. St. Germain, 16. Juni. (WTB.) Staatskanzler Renner übersandte nach einer Meldung hes Wiener Korr.-Bureaus im Namen der deutsch-österreichischen Friedensdelegation der Friedenskonferenz eine Note, wodurch eine von der Mordnung der deutschen Sudetenländer ausgearbeitete Denkschrift vorgelegt wird. Eine von den Vertretern der deutschen Gebiete Böhmens und Mährisch-Schlesiens an den Kongreß gerichtete Denkschrift tut das Unrecht dar, das durch die vorgeschlaaenen Friedensbedingungen dreieinhalb Millionen Deutsck>- Oesterreicher droht. Die Begleituote setzt auseinander, wie schwer das Unrecht ift, das die Entente an den Deutschen der Sudetenländer und an den Deutschen Oesterreichs begeht, indem sie, was Deutsche und Tschechen betrifft, zwei zu unaufhörlicher gegenseitiger Feindschaft verurteilte Kleinstaaten und damit einen Kriegsherd int Herzen Europas schafft, der für die Welt vielleicht, noch verhängnisvoller werden fattn als der Balkan. Diese Ueberzeugung vor allem hat der deutsch-österreichischen Bevölkerung die Parole nahegebracht: Heraus aus dem brennenden Haus und Anschluß an das Mutterland! Es wird in ber Antwort daran erinnert, daß hier ein zweites, doppelt so großes Elsaß- Lothringen geschaffen werden soll, das noch dazu nicht im Kriege, sondern im Zustande der Wehrlosigkeit annektiert wurde. Diese Herrschaft könne von einer Nation niemals ertragen, von anderetn Nationen' niemals wirklich ausgeübt werden. Der neue Zustand sei für den Frieden noch bedrohlicher als der alte. In der Antwort wird ferner ausgeführt, daß gerade dieses Vorgehen der Nachbarstaaten die Mpendeutschen in einen Zustand der Hilflosigkeit und Lebensunfähigkeit ver- setzt, weil sie es ihrer wichtigsten Industrien und der wichtigsten Naturprodukte berauben würde. Die gesamte Friedensdelegation ist daher mit den Verfassern der Denkschrift durchaus eines Sinnes, wenn sie die Wiederbefreiung der deutschen Gebiete in den Sudeten ländern fordert und verlangt, daß je ein konstituierender Landtag für Deutsch- Böhmen und das Sudetenland nach xAbzux der tschecho-slowakischen Truppen frei gewählt wird und über das Sckftcksal diese, Länder souverän entscheidet. Die Kommunisteuunruhen in Wien. Wien, 16. Juni. Bei den Zusammenstößen der von den Kommunisten aufgehetzten Volksmenge mit der Polizei wurde nach spät nachts vorliegenden Berichten auf Seiten der Demonstranten elf Personen getötet und über 70 verletzt. In der Liste der Verletzten fällt die große Zahl von jugendlichen Demonstranten im Alter von 14 bis 20 Jahren auL i getreu der preußischen Tradition ihre Anstrengungen, um sich in Europa die Hegemonie zu sichern. Sie begnügten sich nicht mehr mit dem Aufblühen und dem wachsenden Einsluß Deutschlands, den anzuerkennen alle Nationen bereit waren, in der Gemeinschaft der freien und gleichberechtigten Völker. Sie wollten sich die Fähigkeit erwerben, ein unterjochtes Europa zu beherrschen und zu tyrannisieren, gleichwie sie ein unterjochtes Deutschland tyrannisierten und beherrschten. Um dies Ziel zu erreichen, haben Die gestern ter deutschen Delegation in Versailles überreichte Antwort ter Gewalthaber in Paris ist wiederum ausschließlich tont Rachegeist diktiert. Was mit roter rinte am ursprünglichen Vertrags text gewidert worden ist, soll noch weniger bedeuten, CI5 auf Grund der bisherigen Pressemeldungen anzunehmen war. Die genauen Einzel- h'iten fehlen noch. Die Antwort wurde gestern abend '/-7 Uhr überreicht; die ursprünglich ffcr die deutsche Entscheidung festgesetzte Frist vern 5 Tagen ist um 48 Stunden verlängert irorten, so daß Montag abend wieder Kriegs- ynftartb beginnt — wenn die Annahme der Bedingungen von Deutschland verweigert nird. Die neue Auseinandersetzung ist von den Gegnern in unerhört schroffen Formen be- gnnnen worden. Wir sollen den Frieden Meck ger als Besiegte denn als Schuldige erlpfangen. Die Schuld Deutschlands wird h dem oberflächlichen Diktat des Begleit- bliefes zu Antwortnote jo hoch gehäuft, dch das Gemäß der allgemeinen Abmachun- nrn mit Wilson nicht mehr ausreicht, um bat entsprechenden Frieden zu bergen. ES wird verleugnet oder bemäntelt, was ein boef) wohl sehr großer Teil der zivilisierten Veit zu dem geplanten Rachefrieden gesagt bet: nämlich, daß dieser mit den 14Punkten ßllfmi nur wenig noch gemeinsam hat. Cer Pariser Pöbel hat die neuen Kund- fitXmngen der Entente mit Steinwürfen (((.gen die abreisenden deutschen Delegierten bekräftigt. . . Da der deutschen Regierung offenbar nur ein einziges Exemplar des neuen Entwurfes überreicht worden ist, wird sie ihre kostbare tat nicht damit verlieren dürfen, Auszüge fit die Öffentlichkeit herzustellen. Zuerst iru6 das Buch in hinlänglicher Zahl verviel- sirltiat werden, damit alle Mütgkeder ter driltschen Regierung es studieren können. Selbst der „Matin" findet dieses Verfahren her Entente bei ter Feierlichkeit einer so weittragenden Handlung seltsam und ab- stt ßend. Dem Pariser „Journal" ist folgende Dnkstellung zu entnehmen: Die Bolksabstim- mumg in Südschleswig wurde entsprechend dem Wunsche ter Dänen auf gegeben, dagegen werden die Beschlüsse für Ostpreußen (Volksabstimmung im Bezirk Alleustein), für Westpreußen (teilweise Abtretung), für Danzig und Memel (inchr- r,ationalisierte Zonen) vollständig beibehalten. Die deutschen Vorschläge betref- fertb Elsaß-Lothringen und die belgischen bezirke werten abgelehnt. Das ursprüng- bche Projekt über die deutschen Kolonien bleibt unverändert. Das Projekt der isamteö- und ■erg ist Dn Mierten, dem zufolge Deutschland auf alle Keckste und Interessen Deutschlands verzich- ler und wonach aller öffentliche und pri- öite Besitz völlig liquidiert werden soll, Deutschland im voraus alle künftigen Maß- achmen der Alliierten annehmen, seine Han- belsmarine, Teile seiner Fischereischiffe unb Mßschiffe ausliefern soll, und demzufolge bie Elbe internationalisiert und die Tele- paphenkabel konfisziert werben sollen, ist beibehalten, jedoch unter dem Vorbehalt, daß die Zulassung Deutschlands jum Völkerbund eine Revision dieser Ab m a chun gen bringen würde. Die ursprüngliche Fassung über die Wiedergutmachungen und die finanziellen Fragen ist beibehalten, jedoch wird Deutschland vier Monate Zeit haben, um feste finan- ^iielleVorschlägezu machen, über welche . mhttiert wird. Die Bedingungen über bie T.irafmaßnahmen bleiben unverändert. In einer Zusammenfassung erklärt das -Journal": Mgesehen von den Zugeständ- «uffen in Oberschlesien wurde das territoriale Statut beibehalten. Die wirtschaftlichen und srianziellen Klauseln stehen vor sehr bald folgenden gänzlichen Veränderungen. Die toentuatität der Zulassung Deutschlands zum «öl k e r b it n b bebroht den Vertrag mit völ- Umwälzung. Der letzte Satz enthält sp^echung, die Deutschland zur Annahme ge- i W machen soll. Uebrigens soll unsere Re- ' -A Altung in der gegebenen Frist das Recht ber (■>&' jet»,fJJ Erholung weiterer Information haben — 7''Ju*1(arZ^ rdas Recht, Abänderungen zu bean- in ’ t^gen. « ____— OO",. «oll * P| fl S;. Paris, 16. Juni. (WTB.) toter. Die von Alliierten auf die deutschen Bemerkungen zu rtfiöe 1^4’. FriedensbedinMNgen erteilte Antwort ist heute ntiidüt worden. Sie wird eingeleitet durch nk^en Mantelbrie f in tem gesagt wird, in rt “hrt ' m ter allüerteii unb assoziierten Mächte ..rieg das größte Verbrechen ge- vv die Menschheit, das jenmls begangen worden ufe 6n ist eine wesentlich Steigerung der Betriebs- ünkosten eingetreten. Mit Ermächtigung des Hessischen Gesamtministeriums wird daher bis auf ivei- teres mit Wirkung vom 15. Juni dieses Jahres .an ti» den zu erhebenden Fvgegebühren ein Teuerungszuschlag von 40 vom Hundert festgesetzt. Für Fegungen, die auf Wunsch des Bestellers in Ueberstundkfn, als Nacht- oöer Sonntagsarbeiteul vor genommen werden, sowie für Fegungen, Die mit besonderer Arbeitserschwerung verbunden sind, ist der Schornsteinfegermeister berechtigt, einen weiteren Zuschlag bon ,10 vom Hundert tz mrd dir P -^betreffenden flammt gdc kÄh« Mhen -ikVorW'chlLs 1} ill Er ist an Wen tmü eine g riflMi bp ünonz« ti ii' Uckrsichs Ubti lchtna, j!« imö iitttM p5e, daß wir im rm tznbessmmg eilig ist innnerh k geworden, uni fe» der Vokkslai i; tt vieles enthäl K enthalten ist. bifrf and Einfich ^Nscra Stadt g "mm eingehe aick Jch rnür G Anfragen in -AM würde Die 3» Ti < Stadtv, § ittsrinnahn . „L'OttWwmti städtische § 5000 W. der schlossen ist Ach. Kren "rDanch vocrburgerme Ahnungen un fltiäumt ist Z-tTit Sinn "Wme zur Er bt & $tl«' ff* Bitt, ausmache/ Nürgenneiü chtsauss. Fast! ■Vq6 der %, WahlenderBürgermeisterund Beigeordneten in den Landgemeinden des Kreises ist die Benützung der Wählerlisten, die zur Wahl des Gemeinixrats benützt wurden, vom Kreisamt gestattet worden, ohne daß deren nochntalige Offenlegung stattzuftnden hat. TienstnachrichtendesKreisamtes. Als Ziehungstag der XII. Reihe der Geldlotterie zur Wiederherstellung der St. Lorenzkirchc in Nürnberg ist der 16. und 17. DEtober ds. Js. festgesetzt worden.. Mus dem Amtrverkündigungrblatt. Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 44 vom 16. Juni enthält: Verordnung betreffend die Verwertung von Militärgut. Vom 23. Mai 1919. — Bekanntmachung betreffend die Gebühren der Schornsteinfeger. Vom 7. Juni 1919. — Die Wahlen der Bürgermeister und der Beigeordneten in den Landgemeinden des Kreises. — Wahlen zum Kreistag. — Erwerbslosensürsorge. — Fürsorge für die aus Elsaß-Lothringcn und den besetzten linksrheinischen Gebieten Vertriebenen. — Schweinepest in Lang-Göns. — Ausbruch der Schweineseuche. — Hühnerpest. — Dienstnachrichten des Kreisamtes. Wahlen znm Kreistag. Nach dem Abänderungsgesetz zur Kreis- und Provinzialordnung vom 15. April 1919 sind nunmehr für die Wahlen zum Kreistag stimmberechtigt alle Männer und Frauen — einschließlich der Personen des Soldatenstandes —, welche eine deutsche Staatsairgehörigkeit besitzen, am 1. Tage der Offenlegung der Wählerliste drei Monate im Kreise wohnen und am Wahltage das 20. Lebensjahr vollendet haben. „Wohnen" im Sinne des Gesetzes ist ein auf freier Entschließung beruhender Aufenthalt unter Umständen, die auf die Absicht eines dauernden Verweilens am Orte schließen lassen. Bei der bevorstehenden Wahl ist eine dreimonatliche Wohndauer als Voraussetzung des Stimmrechts nicht erforderlich. Vom Stimmrecht ausgeschlossen sind die in Artikel 5 der Volkskammerwahlordnung vom 3. Dezember 1918 bezeichneten Personen. Wählbarist jeder Stimmberechtigte, der das 21. Lebensjahr am Wahltage vollendet hat und nicht von der Stimmbcrechtigung ausgeschlossen ist. Tie für die Stadtverordneten- und Gemcinderats- wahlen benützten Wählerlisten können benutzt roerben, ohne daß nochmalige Offenlegung erforderlich ist. Der ganze Kreis bildet einen Wahlbezirk. Die bisher gewesenen Vereinigungen von mehreren Gemeinen oder Gemarkungen zu einem einheitlichen Abstimmungsbezirk bleiben bestehen. In jedem Abstimmungsbezirk ist die 'gesamte Zahl der Kreistagsmitglieder zu wählen. Die Lommuaalwahlen. O Aus d em Sch li tzer Laud, 15. Juni. Während in der Stadt Schlitz, da die drei politischen Parteien Wahlvorschläge eingereicht hatten, ein Wahlkampf unvermeidbar war, verliefen die Wahlen auf dem Lande vollkommen im Zeichen des Burgfriedens. Aeltere Leute können sich nicht entsinnen, daß es jemals so ruhig abgegangen ist, wenn es ich darum handelte, die Gemeindevertreter zu küren. In den meisten Orten des Schlitzer Landes fand überhaupt keine öffentliche Wahl tatt, da man sich in öffentlichen Bürgerverammlungen bereits verständigt und nur einen Wahlvorschlag eingereicht hatte. Es war dies der.Fall in den folgenden Gemeinden: Bernshäusen, Fraurombach, Hutz-Queck, Rimbach, Sandlofs, Uetlershausen, Uetzhausen, Unter-Wegfurth, Unter-Schwarz. Wenn man ich in den genannten Orten mit dem Grund- atz „Fort mit den Alten!" auch nicht vertraut machen konnte und überall einen Teil der bisherigen Gemeinderäte, vielfach sogar in ihrer Mehrheit wiederwälhlte, so hat man doch auch der neuen Zeit Rechnung getragen, indem man allenthalben bei der Auswahl der Kandidaten den Interessen und den gerechten Forderungen der kleinen Besitzer und >er arbeitenden Bevölkerung entgegenkam. Erstmalig sind in vielen Orten auch Beamte im neuen Gemeinderat vertreten. So wurde in Sandlofs Lehrer Stephan, in Frauronv- buch Lehrer Fischer, in Ober-Wegfurth Lehrer Hotz, in Meder-Stoll Lehrer Karl Fischer, in Rimbach Revierförster Bohländer gewählt. ltz Langsdorf, 15. Juni. Hier hatte man sich auf einen Wahlvorschlag geeinigt. Bei der heutigen Wahl wurden nur 7 Zettel zur Urne gebracht, wovon noch einer ungültig war. Der neue Wahlmodus wird als eine Bindung des freien Volkswillens angesehen und wird niemals volkstümlich werden. l_I Lang- Gön s, 15. Juni. Bei der heutigen Gemeinderatswahl erhielt die bürgerliche Partei 7 Mitglieder, die Sozial- demokratlsche Partei 5 Mitglieder. 260 Wähler machten von ihrem Wahlrecht keinen Gebrauch. Q Torf-Gill, 15. Juni. 'Nächsten Sonntag findet die hiesige ,Bür germ ei ster wa hl tatt. Wie man hört, sollen vier Kandidaten aufgestellt worden sein: Beigeordneter Schmidt, Gemeinderechner Schwarz, Landwirt Wilhelm Kuhl und Landwirt Konrad Knöpper. §Ober-Seernen,16. $uni. Hier hatte man zwei Wahlvorschläge eingereicht, den einen die Bauern, den anderen die Arbeiter. Bei der gestrigen Gemeinderatswahl entfielen auf den Vorschlag der Bauern sieben, auf den der Arbeiter fünf Sitze. — Büdi ngen, 16. Junr. Unter sehr starker Beteiligung und der Entfaltung einer für mrsere Stadt ungewohnten Wahlveklame fcmd hier gestern die D ü r ge r meisterwa'hl statt. Ter bisherige Bürgermeister Fendt wurde mit 970 Stimmen, bi: die vereinigten bürgerlichen Parteien abgaben, wiedergewählt. Ter Kandidat der Sozialdemokraten, Gemeinderat Friedrich Klein, erhielt 633 Stimmen. B o b e n r o d, 16. Juni. Ter bisherige Bür- germeisterWittich wurde cinftünmig wieder- gewählt. Münster b. Butzbach, 16. Juni. Bürgermeister Ludwig wurde grftem wiedergewählt; ein G^enkaudidat war nicht aufgestellt. M a i b a ch, 16. Juni Bei der Bürgermeisterwahl wurde der bisherige Bürgermeister M ö ck e l wiedergcwählt. Fauerbach v. d. H., 16. Juni. Hier wurde des bisherige Bürgermeister Wöckel wiedergv- wählt. tt. Allendorf a. Lda., 16. Juni. Zu Gemeinderatsmitgliedern wurden gewählt von den bürgerlichen Listen: H. Wagner VI., Johannes Merkel I., Christoph Böcking III., Hristoph Weiß, Ludwig Schmidt, Christoph Krieb, Eberhard Ranft, von der sozialdem. Liste: Phil. Hof, Max Rosengarten, Anton Lotz II., Ludwig Wallenfels II. und Konrad Lotz IX. G. Alten-Buseck, 16. Juni Bet der gestrigen Gemeinderatswahl erhielt die Liste der Bürgerlichen 293, der Sozialdemokraten 241 Stimmen. Gewählt wurden von bürgerliche: Seite: Ludwig Sckzäfer, Wilhelm Becker 12., Ferdinand Schwalb, Kaspar Wagenbach 8., Ludwig Krämer, Wilhelm Becker 13.; von sozialdemokratischer Seite: Heinrich Techert, Wilhelm Huber 2., Justus Seulina 1., Heinrich Steinnhiller, Kaspar Hof, Heinrich Gruber. 6 Stimmzettel waren ungültig. hl Heuchelheim, 16.Juni Zu der am Sonntag den 15. ds. Mts. hier abgehaltenen G v - meindcratswahl waren drei Wahlvorschläge eingereicht worden. Auf den I. Wahlvorschlag „Vereinigte sozialdemokratische Parteien" entfielen 410, auf die Liste „Eisenbahnbedienstete" 130 und auf die Vorschlagsliste ,-Vereinigte Liste" 424 Stimmen, so daß mithin die Wähler der I. Liste flünf, die der II. einen und die der III. Liste sechs Gemeinderatssitze beanspruchen können. Als gewählt gelten Ludw. Schmidt. III., Ferd. Hahn, Will). Ätandler II., Ludw. Volkmann VII., Friede. Steinmüller III., Heinr. Sack III., Ludw. SackVII., Jak. RcusEng V., Heinr. Rinn XII., Phil Böhmer III., Ludw. Jung III., Heinr. Rinn XV. Wie allerorts, so darf auch hier die Wahlbeteiligung als stnäßig be^ichnet werden, blieben doch von 1505 eingetragenen Wählern nicht weniger^als 520 — rund Vs aller Wähler — der Wahlurne fern. tt. Treis a. Lda., 16. Ium. Bei oer gestrigen Ge m e inder a t swa hl wurden für die bürgerliche Liste 297, für die sozioldenwkratische Liste 203 Stimmen abgegeben.^ Wan den fcrfteren sind gewählt: Mil. Wolf II., Joh. H. Nicki II., H. Sdyicf IL, WL Zecher. Joh. Heinr. Will III., Wilh. Tavper, JolM. Becker XII.. von den letzteren : Balthasar Opper IIH., Job. Heinr. Grau II., Johs. Lemp, Wilh. Lemp und Konrad Amend. FMen gdintget, Domsterex «ms frischer Drt tu I ertappen. Dieser Tage bannte sie einem Salzschlir-1 fer Hamsterer wieder größere Mengen Butler und Eier abnehmen. sb. Schlitz, 17. Juni. Heute feiern Schuhmachermeister Heinrich Bernstein und Frau Barbara, geb. Lachmann, das Fest der Silbernen Hochzeit. Kreis Friedberg. 0 Butzbach, 15. Juni. Tie Bezirksgruppe Butzbach des deutfchen Werkmeisterverbandes hielt heute hier eine Versammlung ab, die von hier, Rockenberg, Lich, Bad-Nauheim und Friedberg stark besucht war. Auf der Tagesordnung stand als wichtigster Punkt die zeitgemäße Ausgestaltung der Löhne und Gehälter. Hessen-Nassau. mr. Frankfurt a. M., 16. Juni. In der nächsten Zeit sollen die Vorarbeiten für eine Regulierung der unteren Nidda, bie alljährlich weite Strecken überschwemmt, in Angriff genommen dverden. Das Projekt soll auf rund 10 Millionen zu stehen kommen, die größtenteils von der Stadt Frankfurt zu tragen sein werden. ht. Weilburg, 17. Juni. Beim Rangieren am hiesigen Bahnhof ging ein großes Weinfaß entzwei und das kostbare Naß lief davon. Viele, die diesen günstigen Moment erwischten, fingen in allen möglichen und unmöglichen Trinkgeschirren den edlen Trank auf und man sah Leute, die den Heimweg nicht mehr fanden. Xus Stadt rind €ano» Gießen, den 17.Juni 1919. Vollöhschschulkursus des Laudesamts sür Bildungswesen. Der 2. BolkshoHchulkursuS, der heute be- WMllrn hat und bis zum 28. Juni währt, wird tooa Prvf. Messer geleitet, der in den letzten Tagen zum Beirat beim Lcnchesbildungsamt er- mrnnt worden ist. Der erste Kursus dieser Art wurde ht Darmstadt gehalten. Tie besondere Aufgabe, die sich me Veranstalter des Gießener Kursus gestellt ha 6en, ist: Tie wichtigsten Kulturgebiete unter dem Gesichtspunkt der Idee des Sozialismus zu beleuchten. Tie Borträge und sonstigen Vcr- »nstaltmtgen finden, soweit nichts anderes bemerkt äst. im „Großen Hörsaal" der Universität (2. Stock.« -statt. - Tie Auskunfrsstelle ist in dem gegenüber «jdetjenen Zimmer Nr. 51. Professor Messer wird Montag, 16. Juni, -von 8V2—10 Uhr vormittags. Einleitendes über «die Begriffe Kultur und Sozialismus, Tienstag, 17. Juni und Dienstag, A4. Juni, abends 8Vi Uhr, Aber Fichtes Lehren von Staat und Wirtschaft, 'Donnerstag. 26. Juni von 43/i—6Vi Uhr nachm. ^über.Sozialismus und Individualismus, Freitag, 37. Jmii von 8V2—10 Uhr corm. über Sittlichkeit und Religion fpredjen und am Samstag, 28. Juni, IO1/?—12 Uhr vorm. einen Rückblick !urw Lusammensasßmg geben. Professor Kinkel wird Montag, 16. Juni, Mittwoch, 18. Ium, Montag, : 23. Juni und Tienstag, 24. Juni, IO1/*—12 Uhr über Soziale Staatstheorien (von Plato bis Marx) lesen. Professor Mittermaier wird Viontag, 16. Juni und Dienstag, 17. Juni, 3—41/? Uhr nachm. über die Grundlagen des Rechts, Tienstag, 24. Junr, 3—4V, Uhr nachm. und Mittwoch, 25. Juni, 81/?—10 Uhr vorm. über Soziales Strafrecht und Donnerstag, 26. Juni über die Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten sprechen. Professor Staub inger wird Montag, 16. Juni, 4%—61/4 Uhr nachm. und Dienstag, 17. 5 uni, IO1/?—12 Uhr vorm. über die Genvssen- schaftsbewegung lesen. Tr. Q u e s s e 1 wird Dienstag, 17. Juni, Mittwoch, 18. Juni, Tonnerstag, 19. Juni und Freitag, 20. Juni, 81/?—10 Uhr vorm. über Staatssozialismus, Gemeindesozialismus und d-ic Sozialisierungsbestrebungen der Gegenwart sprechen. Dr. Schneider wird Dienstag, 17. Juni, 4%—61/4 Uhr und Donnerstag, 19. Juni, 3—4Vr U&r nachm. über die Alkolivlfrage lesen. Lic. Dell wird Miwvvch, 18. Juni. 3—41/2 Uhr nachm. und Donnerstag, 19. Juni, 43/4—6V4 Uhr nachm.. Über Urchristentum und Sozialismus sprechen. Dr. Krämer wird Mittwoch, 18. Juni und Freitag, 20. Jmri, 43/4—61/4 Uhr nachm. über das soziale Moment un zeitgenössischen Roman lesen. Tr. Weidenbach liest Donnerstag, 19. Juni, Freitag, 20. Juni, Mittwoch, 25. Juni und fkonnerstag, 26. Ium, IO1/»—12 Uhr vorm. über S^ialismus und Kommunismus als Welt- anfchammgsfragen. stud. jur. Landurann wird Freitag, 20. Juni, 3—41/. Uhr nachm., über ben Bolschewismus sprechen. Tr. von Grolmann wnd Freitag, 20. Juni, 81/4 Uhr abends über soziale Probleme in der neuen deutschen Lyrik und Montag, 23. Sinti, 8V4 Uhr abends über soziale Probleme int neueren deutschen Drama sprechen. Direktor Dr. Roller lieft Montag, 23. Juni, 8'/r—10 Uhr vorm. und Mittwoch, 25. Juni, 3—4'/, Uhr nachm, über Erziehungsfvagen tKr Gegenwart. Prof. Weißgerber wird Montag,23.3uni, 3—4'/r Uhr, Dienstag, 24. Juni, 8V2—10 Uhr vorm., Mittwoch, 25. 3uni, 4%—61/4 Uhr nachm., Tonnerstag, 26. Juni, 3—4’/2 Uhr nachm. und Freitag, 27. Juni, 10*/2—12 Uhr vorm. über den wirtschaftlichen Sozialismus nach Ursprung und polüischer Auswirkung lesen. Dr. Werner wird Montag, 23. Juni und Tienstag, 24. Juni, 42/4—61/4 Uhr nachm. über das arbeitende Bolt in der Kunst (mit Lichtbildern) sprechen. Tr. Em ge hnd> Freitag, 27. Juni, 3—4'tz Uhr nachm. und S I Verordnetenwahl doch recht schwach h I Verhältnis zur Nationalwahl. Von 5#^ Wahlberechtigten Tarnen nur 2683 zur Wall-I urne, das sind 47 Prozent. Es erqieltn; | Stimmen: Unabhängige sozialdemokratiso:« Partei 331 (bei der Nationalwahl 32), Melr.W heitssozialdemokratie 696 (bei der Nation» Wahl 1776), die Blockparteien 754 (bei hl Nationalwabl 1061 Demokraten, 482 Teulsa.W liberale Bolkspartei, 384 Zentrum). Die ur-l parteiische Bürgerliste, für die die DeutsM nationale Volkspartei eine aufeerorbentliijl lebhafte Agitation entfaltete, schnitt am best: I ab. Sie erhielt 876 Stimmen (gegen 6£nl deutsch-nationale Stimmen bei der National wähl). Es wurden demnach gewählt: 2 Ur/ abhängige, 6 Mehrheitssozialisten, 3 Deniv- kraten, 2 Deutsch^liberale Volkspartei, 1 Zen. trum, 7 Unparteiische. Unter den ©emäfjltej gehörten Landwirt Schäfer, Oberbademeiskei und Beigeordneter Kissel, Schreiner Minder Schuhmachermeister Jacobi und Metzgermiir Rosenthal dem verflossenen Stadtparlamci-! bereits an. In der neuen Stadtverordnetenversammlung sind nach Berufen vertreten: 2 Aerzte, 3 Kaufleute, 3 Beamte, 1 Unterbeam- ter, 1 Badewärter, 1 Apotheker, 1 Restaurateur, 1 Villenbesitzer, 6Handwerker, ILM wirt und I Frau (Pensionsinhaberin). )( Aus dem Kreise Friedberg, 16. Es wurden gewählt in Harheim 6 trum,' 6 Sozialdemokraten, in Steinfurth Bürgerliche, 3 Sozialdemokraten, in Nieder-. Mörlen 8 Bürgerliche, 4 Sozialdemokraten, h Assenheim 5 Bürgerliche, 5 Sozialdemokrv!«, = 2 Unparteiische. In Ober-Mörlen erhicltn die Sozialdemokraten und christlichen Gewerkschsi. ten 5, die beiden bürgerlichen Listen (Zenttuul 7 Sitze. In N ie d e r - W ö l l st a b t wurde gf, stern der bisherige Bürgermeister Bechthvld mi 252 Stimmen wiedcrgewählt. In ObeL-Ev lenbach wurden bei sehr geringer Wahlbttü- liguna 6 Bürgerliche und 6 Sozialdemokraten ä den Gemeinde rat gewählt. Auf dem Lande he sich im Vergleich zur (Stimmenabgabe bei bs National- imb Vvlkskammcrwahl fast allenthcilba ein starker Rückgang der s v zi a l de rn0 krs-' tischen Stirnmenzahl ergeben. O Gedern, 16. Juni. Bei der gestern vorgenommenen Wahl zum Gemeinherat, fürbit drei Wal-lvorschläge eingereicht waren, luurbcn svl, gende 12 Personen gewählt: Konrad Gcrla^ Krankenkasserechner, Christian Gurh II., Scnb« wirt, Meier Vöhl, Kaufmann, Wilhelm Oben, heim II., Müller und Landwirt, Wilhelm O btt- heim I., TreschmafchiTtenbesitzer und Landwikt Christian Braun, Schreiner und Landwirt, Griemetz, Schreinermeister, Karl S i r up vl Landwirt, Will-elm Keil, Schlosser, M Franz II., Landwirt, Heinrich Ga n ß, Sdymietv meister und Landwirt, Philipp L i m p e r t, wirt. Tie drei (Srftgcnaimten gehörten auch alten Gemeruderat an. Von der Lifte Gerlach w den 6, von der Liste Griemetz 4 und von ber Gantz 2 Personen gewühlt. An Berufsständen fi im neuen Gcmeiuderat vertreten: 7 Bauern, z HaitdwertSmeister, 1 Beamter, 1 Kaufmann 1 Arbeiter. △ Nidda, 16. Ium. Gestern fand hiü Gemeinderatswahl statt, wofür ztvei Ä ften, eine bürgerliche und eine soüaldemvkratisilx. aufgestellt waren. Tie Wahlbeteiligung war itoit Von 1400 Wahlberechtigten mach en 1009 d« M-lftrecht Gebrauch. Tas Ergebnis nror für k vereinigte bürgerliche Liste 7 Sitze, für bie sock- demokratische Partcr 5 Sitze. Bei der Verteilllq des letzten Sitzes war eine einzige Stimme e® scheidend. In Bad Salzhausen, Kohdei. U n t e/t > © d) m i 11 e n und Michelnau san ebenfalls Gemeinderatswahlen statt. Tvtt nur ie ein WalftVorschlag eingereicht worden, her verliefen die Wahlen ruhig bei mäßiger teiliguna. A Klein-Linden, 16. Juni. Bei gestrigen Gemeinderatswahl wurden t der Lifte der Demokraten und Landwirte se Herren gewählt, nämlich Landwirt Wilhelm W ler II., Maurermeister Bernhardt, Landwirt Ä wig Jung XIII., Werkmeister Adolf Brandend ger, Landwirt Philipp Weigel, und Weichensb I. Klasse Philipp Jung XVII. Von der foi demokratischen Liste wurden ebenfalls sechs gewählt: Dreher Friedrich Jung V„ Arbeiter rob Hofmann, Heinrich Reuschling, Schaffner lipp Jung, Philipp Klein und Bahnarbeiter org Neurath. _ _ , ______LS m??1. K L. ViIlin gen, 16. Juni. Bei btc fl 1 15. d. M. abgeyaltenen Wahl wurden W, '111,11': gesamt 475 Stimmen abgegeben, votr denkt' 298 der bürgerlichen Liste und 177 der so-M denwkratischen Liste zufielen. Es sind W* hin die ersten acht Herren der bürgerlich^ und die ersten vier der ^iatbemotraiW Liste gewählt. So ist eine ZusammensctzMl geschaffen worden, die in vielem AendeoB werden läßt. -art. 33iHin gen, 17. Juni. Am 00 gangen en Sonntag fand dahier G e m e i itd r a t s w a h l statt, Au der zwei Listen, bürgerliche und eine sozialdemokratische, ei gereicht waren. Es wurden gewählt von d» bürgerlichen Liste: 1. Otto Zimmer III., Lcio wirt, 2. Georg Leidner II., Handelsrioln 3. Johannes Zimmer XVII., Landwirt, 4 Öl' ___ Helm Koch II., Landwirt, 5. Ludwig Schnei^. Briefbote, 6. Wilhelm Döll IV., Landwirl ukl | Schuhmacher, 7. Georg Zimmer V., Schmied meister, 8. Johannes Pfarrer IL, Mcmro [ILt fJe- iu meister; von der sozialdemokratischen “ 1" ""0u)Jpn 1. Wilhelm Zimmer X., Maurer, 2. Hem^ ^l,Kn bei 01 Ester, Maurer, 3. Heinrich Wilhelm L,2on> yQnbu: wirt, 4. Heinrich Zimmer II., Maurer. 1 Wahlbeteiligung war gut . ist wegen hohen A iters z. verkaufen. 7271 W. Welsgarber IL neu, bekannte- Fabrikat, unt. Garantie verkäuflich. Schrillt Ang. u. 7205 an den Gießener Anzeiger. Motorrad Neckarsulm, gut erhalten und funktionierend, uert Niickvorio. (one* Lir, Haiger. LstUretS. ,’O 541 507,55 Mk. gegen überstehen, so daß „ ' > einen Zuschuß von »712 535,16 erfordert, lieber btefc Kriegskosten toirb eingel)end Buck) geführt und ich toctbc in mei- en, 16. jH ratrwahl mrdm rnt unb standivlllr h Landwirt W® Bmth°rdl,?a^ i* Adoll Dciqrl. unb »E - |ll0 w Karl Münster, WS—Hat t c n rod. ratiditr LNskrhlliih rakstg, sehr wachsam, £ eiert. Wo, sagt die Ge» §lsiiöst.d.Gieß.Äu». J ltnge Enten lerlanst 011786 ^W)d), Christ, Lollar. tas Wselsngue ^'7Nedeusbezugstofs«u * ^»dwigstr. 57 H.0llTro >iy. hn derSnl eint einzige Stimme ttlzhausen, Kvh und Michelnau' MW statt. ig chigemÄ n* ji ruhig da mastig Oberbürgerm. Keller: Der von verschiedene Vorrednern geäußerte Wunsch nach einer eingehenden Ausklärungsrede über die Finanz l a g e der Stadt ist berechtigt. Ich bedauere lebhaft, infolge Uebertaftung nicht in der Sage ge* msen zu sein, eine längere Fina-nzrede au^uir* Seiten. Ich lege allergrößten Wert auf eingehendste ilnterrichtimg der Stadtverordneten über die städ- i'che Finanzlage, Zch habe z. B. vor vier Jahren inen eingeltenden bterftünbigen Vortrag über diese Materie gehalten. Wenn bei Ihnen das Bedürf- ns nach einem solchen vierstündigen ober längeren Stadtv. Otter (U. S. P.) beantragt, daß das O b ft von der Stadt abgeerntet und zum Selbstkostenpreis an Bürger unter 5000 Mk. Einkommen verteilt wird. Stadtv. W in n (D. Volksp.) bemerkt, daß man es mit der Obstversteigerung vor zwei Jahren so gehalten habe. Stadtv. Fourier (U.S.P.) vertritt nochmals die erhöhte Einstellung des Graspreises. Stadtv. Kraus müller (D. V.) spricht zur Geschäftsordnung. Aussprache könne erfolgen, aber die Anträge sollten den Kommissionen überwiesen und später als Zusatz zum Voranschlag genehmigt werden. Stadtv. Fourier (U. S. P.) verlangt sofortige Abstimmung seines Antrages. Stadtv. Sommer erklärt das wilde Steigern von Grasnutzungen als Krankheitssymptom, das man nicht bestärken dürfe. Nach oben müßten Grenzen für die Preise bei Versteigerungen festgesetzt werden. Oberbürgerm. Keller weist nochmals darauf hin, daß im Voranschlag Stetigkeit sein muß. bringen. Ich bin für Erhöhung von 60 auf 160 000 Ml. Wir beantragen ferner, daß der Pachtpreisdes Quadratmeters von den Stadtverordnetem festgesetzt und das Gelände verlost wird. Frühere Pächter sollen Pachtvorrecht haben, ^ä^^tcr mit 2000 Quadratmeter Sand. ausgeschlossen fein. Für Kleintierzüchter beantrage ich Ermäßigung des Heu- und Grummetpreises um 50 Prozent. Oberbürgerm. Keller überweist die beiden letzten Anträge den Ausschüssen, lehnt aber die Einsetzung eines erhöhten Graserlöses ab, da auch 'eine KriegsteuerungSzulage der Beamten auf Höhe des Staates mit 300000 Mk. vorgesehen werden muß. tätsarbeiter. Die Gewerbeschule habe einen Buchdruckkursus eingesührt und wolle demnächst eine Maschinenschlosserklasse angliedern. Stadtv. Müller (Bürgerverein) bemängelt die vollkommene Ungeeignethert der für die Haus- Ha l t u n g s s ch n l e eingerichteten Räume in der Neustadt. Stadtv. G o e r tz (Zentrum) beantragt tele phonische Be rbindung der einzelnen Schulen. Oberbürgermeister Keller erkennt die Berechtigung dieser Forderung an; gegenwärtig sei aber das benötigte Material mir schwer aufzu- tr eiben. Stadtv. Bolz (Soz.) beantragt zur Geschäftsordnung Vertagung der Sitzung. Stadtv. Fourier (U.S.P.) schließt sich dem an. Oberbürgerm. Keller erklärt sich einverstanden und schlägt Weiterberatung am Dienstag, nachmittags 4 Uhr, vor, in tod«1 chem Sinne Volz seinen Antrag ergänzt. Stadtv. Otter (U. S. P.) beschwert sich darüber, daß in der Geheimsitzung vom Samstag, wie er andeutete, von feiten der Mehrheitssozialisten das Wort „Q u a t s ch" zwischen seine Ausführungen gerufen wurde und erklärte unter Heiterkeit der Versammlung, daß die Unabhängigen nächstens ebenfalls mit ihrem Sprachlexikon loslegen würden. Oberbürgerm. Keller erklärt, den Zwischenruf nicht gehört zu haben, sonst wäre er gerügt worden. Stadtv. Kling (D. Nat.) wünscht, wenigstens die Schulfrage zu erledigen. Stadtv. Volz ergänzt seinen Antrag dahin, am Mittwoch, 4 Uhr nachmittags, weiterzuberaten. Oberbürgerm. Keller erklärt, daß er am Mittwoch nicht mehr antoefenb sei, da er feinen vom Arzt anbeWenen Urlaub nicht länger hiuausschiebeii könne. Stadtv. Michel (Dem.) stellt den Gegenantrag, Dienstag, nachmitt. 3 Uhr, in der Beratung fortzu fahren. Bei der Abstemmung wird der AntragM ichel an genommen, Antrag Bolz dagegen abgelehnt. Tie Sitzung wird also mit der gleichen Tagesordnung auf Dienstag nachmittag 3 Uhr vertagt. Schl u ß gegen 8 Uhr. Brennholz zu Vorzugspreisen an bedürftige Kriegsbeschädigte ohne Unterschied des Pos-zentsatzcs ihrer Crwerbsbeschrünttmg abgegeben wird, da sie sich dem „angeblichen Vaterland" geopfert haben. Titel 5, Elektrizitätswerk. Stadtv. Schmahl (D.-N.) teilt mit, daß die Angestellten dort schroff behandelt werden und beantragt Abstellung begründeter Beschwerden. Oberbürgermeiskr Keller bittet um Angabe bestimmter Fälle. Stadtv. Schmahl erkundigt sich nach dem Seldstkdiienpreis der Kilowattstmrde und beantragt Erhöhung der Sätze für Großabnehmer. Beig. Krenzien: Verhandlungen mit den Großabnehmern sind im Gange und das Schiedsgericht ist angerufen. Ter Selbstkostenpreis kann bei hem Schwanken der Kohlenpreise noch nicht bestimmt werden. Eine Erhöhung des Strompreises wird jedenfalls nochmals erforderlich fein. Stadtv. Mann (Soz.) will den Unterschied zwischen Ueberlandpveis und Stadtpreis erklärt wissen.. Beig. Krenzien bemerkt, daß durch Vertrag Mit dem Pvovinzialverbcmd bsr Preis dem des Verbandes gleich fein muß. Stadtv. Winn beantragt, daß Arbeiten an Anschlüssen den Handwerkern überlassen werden. Stadtv. Kiel (U.S.P.) beantragt, Disziplinarverfahren gegen den Direk- tordesElektrizität sw erfleh und endliche Vernehmung der Zeugen. Beig. Krenzien: Die Prüfung der Auflagen gegen Herrn Stolte rst durch eine besondere Kommissivn dorgenommen worden. Die Vorwürfe technischer Art ergab ein ltlaglichrsNichtS, das gegen die Erheber zu schärfstem Vvrgelxm zwingen sollte, wenn man nicht menschliche Rücksicht walten lasse. Tie persönlichen Vorwürfe seien kleinliche Streitereien, auf die hin ein Verfahren nicht angebahnt werden könne. Tie Aussagen sind unbefangen und an xidesslatt gemacht worden. Er beantrage Ablehnung des Antrags Kiel. Oberbürgermeister Keller: Tas Ergebnis war belanglos, üonst wäre vom Dezernenten Antrag auf Disziplinarverfahren gestellt worden. Stadtv. Sommer (Dem.): Ein Urteil kann erst gebildet werden, wenn sich der Sachverstän- Stadtv. Fourier (U. S. P.) stellt fest, daß auch hier nach seiner Schätzung der Ertrag der Holzfüllung mit 70 000 Mk. zu niedrig eingefetzt ist. Er beantragt Abgabe von Brennholz jum Selbstkostenpreis an Einwohner unter 5000 Mk. Einkommen und zum Vorzugspreis an Kriegsbeschädigte. Oberbürgerm. Keller überweist beide Anträge an den land- nnd forstw. Ausschuß. Stadtv. Ebel (Dem.) macht darauf aufmerksam, daß das Landesforstgesetz die Verwaltung der kommunalen Waldungen an sich ziehen wolle. Dies sei ein Eingriff in das Selbstverwal- londerLAGnlü-'L cmtz 4 und von b.T i [t. An BcrussWmit ertrüm: 7 Baum. ? amtet, 1 KnuMir. 1 . . w b Die Eivzelberatrwg. tofür m Zu Titel 2, Gebäude >eine wi(iibOT< ' » '«rft Stadtv. Winn (D. Volksp.), daß die Wbctii'ifTung ifLnetseinnahmen unb Ausgaben in keinem teu ma.i f.7 1003Lnhätnlis sdehen unb beantragt Nachprüfung. j war st Oberbürgermeister Keller beantragt lieber* r 1 t, sta w itlnrifung des Antrags an die 93au Deputation. in Stv. W in n(D. Volksp.) fragt an, ob bei Ziff. 5 StimmeXGtabtifrfje Kaserne in dem Betrag von Beig. Krenzien teilt mit daß es sich um csatz der Dampfkessel in der Kochküche handelt. Oberbürgermeister Keller: Die Kaserne wird Wohnungen umgebaut, sobald sie am 21. März 920 geräumt ist Z u Titel 3, Grundstücke kmerft Oberbürgermeister Keller, daß man für bcas mehr habe einstellen können, daß man «ler finanzpolitisch bei unständigen Einnahmen kit Durchschnitt der letzten drei Jahre ansetze. leit das Gefanck4nbommeu der Leichenfrauen vrv- hällnismäßig groß fein müsse. Stadtv Winn (D. Volksp.) stimmt dem Antrag auf Nachprüfung der Leichenfrauengebühren zv Titel 14, VvlkS- unb Fortbildungsschule. Stadtv. Goertz (Zentr.) bemängelt die geringe Höhe des für L e h r m i 1l ausgeworfen« Brira^es und beantragt 3000 Mark für jedeH Oberbürgermeister Keller: Tahiug^end^ Anträge werden genehmigt, berat Lehrmittel fmW rtotroenbio. Stadtv. Diehl (Soz.) beantragt Uncnt* geltlich keit der Lehrmittel für Vokks-, und Fortbildungsschule und die Errichtung eineri Waldschule, vorläufig etwa nur in Form eines' einfachen Blockhauses. Auf Vorschlag desO b c r b ü r g e r m e vft e r 4 wird der Antrag der Schuldeputation und denn Finauzausschiuß überwiesen. Stadtv. Kling iDeutsch-Nat^ stimmt dem Antrag auf Errichtung einer Waldschule zu und beantragt .weiterhin, die Steuergrenze für Lehrmittelfreiheit auf 1500 Mk. zu erhöhen; der Antrag ivn$> ebonsalls der Schuldepu-^ tation imb dem Fmanz«ussMch überwiesen. Wcüer bittet Lehrer Kling um befhriti&e, Besetzung der Hauptlehrer st ekle an der Stadtmädchenschule und Bezirksschule. Oberbürgerm. Keller erkennt die Dringlichkeit der Angelegenheit an: der Schulvorstand werde sich demnächst damit beschäftigen. Stadtv. Kling fragt weiter, wie es mit der Räumung der Stadtlnabenschule stehe. Oberbürgerm. Keller erklärt, schon alles mögliche in dieser Angelegenheit versucht zu haben: die Militärverwaltung ertläre aber, das Schulhaus in absehbarer Zeit noch nicht freigeben zu können. Stadtv. Kling fordert ferner, die Schulspeisung auch auf die Sommermonate auszudehnen. ' Oberbürgerm. Keller sagt Beratung dieses Antrages durch den Schulvorstand zu. Stadtv. Krausmüller (D. Volksp.) beantragt fachliche Ausgestaltung der Fortbildungsschule, auch Heranziehung der weiblichen Jugend zurPflichtfort- bildungsschule. — Was die beabsichtigte Einrichtung von Spielplätzen anlangt, fa müßten die Kinder in offenen Hallen spielen, umi so von der Witterung unabhängig zu fein. Ge-! °"*"Zu verkaufen nroßer Plüschtevvicki und ein Ledersessel (Stlubforml. Näh. StevbanNr. 17 I. TV. n. 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Er beantragt bei der Volkskammer ick Jung ; sirchzusetzen, daß der Beitrag zur Landwirtschafts- P.'Ming, eOT”' Immer vom Betragswert, nicht vom Vermögens- m und bttt erhoben wird, was einen Unterschied von WO Mk. ausmache. 17 Juni N' > Oberbürgermeister Keller überweist den An- habierÖentctr habet land- und forstwirtschaftlichen Deputatton LM - pb dem Rechtsausfchuß. ÄmokraM^ ? Stadtv. Fouri e r (U. S. P.): Es ist nicht pjUilDenw M|1 ^üttg, datz der Durchschnittserlös eingesetzt wird, vlllden m ö; itr Voranschlag soll ein Bild der Finanzen ge- ßtto 3in,?eLuädi Die Grasnutzung wird 180000 Mk. mehr einiger IL Handes--------!?!»■........- ............. - Schneider empfiehlt sich außer dem Hanse in Reparaturen u Aendern von Herrensachen. Schristl. Angebote unt. 011831 a. d. G. Anz. I Verein« } Turnverein ZL W von 1846. M. Fechtriege Tie regelmäßigen stunden stndenvon ievtab Mittwochs v. 8-10 Ubr> statt. DerFedUwert^ ’A ,--------- , »ugseste, junge dige Peters auSgeHvochen Hat. (SB ist rat» fam, den Antrag zurückzu-iehen. Stadtv. Mann (©m.): Die Sache ist nicht so harmlos. Es ist der Biwsuch gemacht worden, auf die Leute, die ihr Urteil abzugeben haben, einzuwirken. Beig. Krenzien: Ter Hauptvorwurf, der Berkaus des Umformers,, ist durch Sachverständige genügend geklärt mürben. Ein Schaden für die Stadt wurde nicht feftgefbdü, Ter Einfluß verschiedener Leute im Werk ist fthädigend. Wenn man nicht den Schern von UngerechtigLoit mebsn wolle, mÄßten sie entfernt werben. Stadtv Ebel (Dem.) schlägt vor, daß Kiel den Antrag zurückxiL eichende st at- tung, Beseittgung derKlassenunter- schiede und Errichtung eines Krematoriums, außerdem eine sofortige Erhöhung der Gebühren der Leichenfrauen. Oberbürgermeister Keller sagt Nachprüfung der Ltichenfrauen.gebi7hvm zu. Stadw. Kiel )(U. S. P.) hebt nochmals tne außerordentlich geringe Besoldung der Leichenfrauen 'hervor und beantragt eine lOOprozenlige Erhöhung. Oberbürgermeister Keller meint, daß infolge der an sich bedauerlichen hohen Sterblicher SÄ«) ti Gut erhaltene Badeeinrichtung mit Ofen für Holz- unb Kohlenfeuerung vreisw. abzug. Klrchanpl. 8. Ein eintüriger Kleider« schrank zu verkaufen. °"™ Sonnenftr. 11 HL Große Wafchbütte 1 Wafchkorb z 61,880 1 Vogelkäsig 1 Brotmaschine z. verk. Ltcher Str. 391. Brillnutring mit 3 Brillanten zu verkaufen. 011848 Liebiaftr. 15 H. I I. 2 neue Damast-Bettbezüge iKriedenswareh Gardinenivanner, Ko- viervresfe, Spiegel z. vk. 011847 Kaifer-AUee 33p. wsA ttnnch Kfluirt' ’ iininer U., it gut- . ................— »- *Jff**J Htatlfenhe Ziege rnen poflf ü verkaufen. ►n bt1 Schneider, M unh tz« Riegelpsad 18 a. ^^AtlkeildeZiege Hch. Möbus U., der sorL^L^u-nrod. 01179^ in s*'1 te Tniitrzicgt dlk 1' W verkaufen. ZLKiiibmiiageiiL »oSdalw a. d. B. 17«. Grammophon m. Platt, zu l'erk. Wo, lagt die Ge- schäftöft.d.Gieß.Anz. Habe einen Posten 0,1814 Brandsohlleder abzugoben. — Auskunft Frankfurter Str. 14Lp. 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Es bleibt dem Plenum aber ™ viiten trotzdem unbenommen, zu einzelnen Fragen Stel- ^ollsiadt mürbe Utt -h..— 3: Bsdthvld ^elt, daß die Bei l a gen des Voranschlags fth Dbcwc (Zs ist nirgends üblich, weder in anderen größi Singer Wohlig i'^nimbcn, noch im hessischen Staate, noch im 'b vozrildkMkrolv liriche, daß der VoransMag gednrckte Beilagen ent» 1 Ünf dem Sanbti ItfilL Es wird die Praxis geübt, daß die Beilagen timmmabflabe bei ? mh ben bettesftnden Dienststellen ausgeserttgt und uwahl fast olluM fem Parlament gesondert Dorgelegt werden, wie iorialbtmoh ri auch hier geschelien ist. Ich bemerke ausdrücklich, ergeben. faß der Vorani'Äag natürlich noch verbesserungs- mt Bei der gestern? ist Er äst auch schon wesentlich verbessert Gemein pierct i borden durch eine große Zabl von Annrerkrmgeir, reich maren, tout'tei h denen die finanzielle Sage der einzelnen Betriebe At: S’onrab Gerl« dmch die Uebersichi über die Abschreibungen, über istian Guih II ri! Schutöeittilguna, ben Vermögensstand usw. gc- mitinn, Silhtlm C:? Kier und übersichtlicher daryestellt wurde. Ich initoirt, Mhelm B'fflibe, daß wir im Laufe der nächsten Jahre noch mtt'iker uni» Ä wtere Ereiferungen erzielen werden. Ter Vor-, inrr mtb Saiibhnrt $ pWwr ist immerhin schon um vieles übersicht- ifttr Karl Struki *ll^r geworden, unb namentlich die Herren Mitkeil, Schlosser, q der Volkskammer !werden mir bestätigen, -mrick 8onst er vieles enthält, was ifn Staatsvoranschlag bilivv Limvcri Ä «mthalten ist. Aber Sie werden noch mehr teM (rchört'T. cud;« blick und Einsicht in die fmamzieNen Vcrhält- ...... ‘jpe unserer Stadt gewinnen können, wenn ich dem- omen eingehenden finanziellen Vorttag hal- werde. Ich würde es daher dankbar begrüßen, n Anfragen ät finanzieller Hinsicht lis dahin ückgestell t würden. Abdruck. Größeres Fabrikgebäude in der Nähe GiencnS ist auf Abbruch au verg. Ab- brudjmateiial, beft. in ca. 250000 St. Ziegelsteinen. 55 cbm kanug. Holz, 1050 qm Falzziegeln u. a. in., geht als Eigentum an den Unternebm.über. Die näh. Beding, liegen in meinem Bureau osfen.Angnnd bis z. 25. d. 9)t. bei mir ein zur. Architekt Pb. NicolauS, Süd-Anlage 17 A. [7107 IbrehMtroiiDmotore 220/380 Volt, 1,2, 3,2, 4, 5 und 6 PS, in Knvfer- nnd Aluminiumwickeluna, mit Schleifringanker u. Vott- laftanlaffcr, sowie 1 Stück 5PS Gleichstrom, 220Bolt, Kuvferwickelung neu, mit SoUaftanlaffcr; 1 Stück 1/6 PS, 220 Volt, für Orchester passend, sofort lieferbar ab Lager. Auch für Installateure. Otto Abt, Nidda. Televbon 218. 7150 1 Grasmäher für zwei Pferde geeignet, hat preiswert abzug. 7MI KarlNenker, »oaaaarolb obi und sm,V ' unterbreitet werde. Bis haute, Juni 1919, stellen ’npn te I. EhgetU ich die Einnahmen ! des K r i e g s k o n t o s auf 17 798 972,39 Mk., denen auf der Ausgabeseite taotbeiorbn*-> 20 541 507,55 Mk. »»nonnfw*rOoRnw I berufen üettrr 'as Kriegskosbenkonto “tomte, 1 Unfp-u > 712 535.16 erfordert Botheler, i « - ■ - ■ • .............. bHandwerker i £ nein finanziellen Vortrag im Sxrbft ausdrücklich ionsinbal>?tz^ auf diese Frage zurückkommen. Was dieLebens- itri,KL a latttelvers orgung anlangt, so wird auch hier inif Wunsch jederzeit .(Ansicht in die Bücher und i in e»®e 6 3elye gestattet werden. In der Lebensmittelfrage htüflen sehr oft «rasche Beschlüsse gefaßt werden, w daß es nickst immer möglich ist, erst die Stellung- . ahme des Pleiurms der Sto.dtvcrordnetenvcr amm» Jung abzuwarten. Man hat daher die mit großen -- *$ Giessen, den 17. Juni 1919. 011865 Anziendi re* Gießen* Neuen BSuc. Heber die Formalitäten wird an meinem Eileklenschaller bereMgst AbsM erteilt. Am 7. Juni starb zu Rybnik nach langem schweren Leiden der WM«! km Br. M der Universität i 7077D Einlaß 7 Uhr Einlaß 7 Uhr Pers. d. R. L. 8 011846 Remy, Geheimer Bergrat Milde, Justizrat. eingetroffen. 73Nss Hannover Wülfel. Laubach, 16. Juni »yiy. 7276 Für meinen Laden suche Ein jüngerer 7211 7257 Dr. Reis und Frau Grere geb. Hüther Gießen, den 15. Juni 1919. •tllll sofort gesucht. 011704 Bonn Klein-Linden 15. Juni 1919. OltBli Statt Karten. 7151 Telephon 218. 72083 Hautklinik ling gesucht. 011592 72*3 kauft Tüchtiger Damen- «nd Herrenfriseur Der D, kouuu vo Die Beerdigung findet Mittwoch den 18. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, auf dem neuen Friedhof statt. Die trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Backhaus und Kinder nebst allen Verwandten. Emma Berges Heinrich Jost Verlobte i'nhrmann sofort gesucht. 7248 3cbi?tder, Franks. Str. 29 chg. Harr. Glasermeister, Butzbach. SMimäiKfitn Stunden täil'.Ä gesucht. 011778 Donrrcnstraste 1OIL Tilli Neurath Peter Ehrenberg Verlobte Herr sucht m. Fräulein in Briefwechsel zu tret. zw. späterer Heirat. Schrift!. 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So eittspannen sich erregte Wechselreden v tt vaterländische Erziehung in der Schule und ' tot erzieherisck^n Wert des Rcligivnsmrterrrchtes. ^urteiner einleitenden Finanz rede batteOber- j iqermciftcr Keller aus Gesundheitsrücksichten ab- sehen, versprach sie aber rm Herbste ausführlich techzuhvlen. Ter noch, o ffengebltebene Titel li rjegskosten läßt sie vvr allen Tirrgen er- 'scverlrch erschenreu. Tic Einzelberatung gedieh m der vier- i jfodngen Sitzung mir bis Titel 14, ioührend allein i t Voranschlag der Stadtkasse 81 Titel durch- ilmten sind. Die nächste Sitzung ist auf Dienstag Ühr anberaumt. Führt sie nicht zu Ende, so wird äq K r e n z i e n die Verhandlungen weiterleiten, a Oberbürgermeister Keller am Mittwoch ärzt- üch verordneten Erholungsurlaub antritt. Bei der Ein-elberatirng entstanden vielfach chwierigkeiten, da cm Teil der neuen Stadt Vater ,ch mit dem Gang der städtischen Geschäfte noch •udit vertraut zeigte. Erne längere Debatte ent- HDck bei dem Antrag der Unabhängigen, als klös der Heu- und Grummeternte nicht den I urchschnittserlös der letzten drei Jahre, sondern Mi zu erwartenden Erlös eintzustellen. Der An- -igfldler Fourier setzte sofortige Abstimmung b'M, wobei sein Antrag gegen die Stimmen der ünllbhängigon abgelehnt wurde. Bei Tftel 5, Elektrizitätswerk, wurden über Kliniken zu beheben, rate ich zur Eirn richtung eines.Schlichtungsausschusses. Um Ner venkräfte zu sparen, ist die Errichtung von öffentlichen Ruhehallen unbedingt erforderlich, in denen i-ü>er zu billigem Preise eine Schlafkabine haben, taten. Spielplätze für Kinder dürfen nicht schc matisch bestimmt 'werden, sondern sind als Heiner? Spielplätze überalllstn zu verteilen. Daß Gießen nur einen .Lahnübergang hat, ist lächerlich. Di: Flußpassage nach Marburg muß freigelegt wer' den. Es sind nur einige Felsen wegzusprengen, aber das geschieht nicht, weil sie aus der preußischen Grenze Hegen. Ich verlange, daß meine Anträge ferner nicht mehr in den Kommissionen und Aktenschränken verschwinden. Stadtv. Müller (Bürgerverein). Auch iw muß mich gegen die Borwürfe der sozialdemokratischen Vorredner wenden, daß in der Schule Haß gepredigt werde. Die Schule hat das Recht, posftiven Patriotismus zu nähren. Weiter muß das Verantwortlichkeitsgefühl des Elternhauses ge weckt werden: ungebetene Miter^ieher hat die Schule übergenug. Er gibt zu, daß in der Schicke immer noch zu viel gedrillt und zu wenig erzo gen wird: Schuld trifft aber das Stiftern, nicht die Lehrer. Zur Einwirkung auf das Gemüt der Schüler ist die Religion unentbehrlich. Er befürwortet die Errichtung von Spielplätzen, Um die Kinder von der Straße wegzubringen. Stadtv. Wacht e l (Zentrum) weist den von Stadtv. Vetters gegen die Kleinkinderschule, erhobenen Vorwurf zurück, daß schon die Heilten Kinder zu religiösen und patriotischen. Zrvecten mißbraucht würden. Um die kommunalen Einkünfte, zu vermehren, sind die enormen Ueberschüsse ber Viehhandelsverbände heranzu-iehen. Stadtv. Vetters (So^) wendet sich gegen die Behauptung der Herren Ebel und Michel, daß er die Lehrer angegriffen habe: auch er schiebt die Schuld an den Mißerfolgen des Erziehung^ wesens auf das System. Wenn auch von anderen Ländern, wie z. D. Frankreich, in der. Schule Haß gepredigt werde, so brauchten wir dies Bei spiel noch lange nicht nachzuahmen. Stadtv. Goertz (Ztr.): Was den Religions unterricht anlangt, schließe ich mich meinen Kol legen an. Die Lehrmittel müssen verbessert werden. Im Voranschlag ist zu wenig vorgesehen. Für jede Schule werden mindestens 3000 Mk. erforderlich fein. Die Schulhäuser sind stark renovier rungsbedürftig. Das Schulhaus in der Nord-- Anlage muß unbedingt fveigemacht werden. Zwischen den Schulen ist Telephonverbindung ein zurichten. Das Gehalt der Fortbildungsschilllehrer bedarf der Neuregelung. Stadtv. Simon i(Tem.): Damit den Kin dern der Biehmarkt als Spielplatz genommen wurde, mürbe er vor etlichen Jahren für 20 Ml. verpachtet. Das Lebensmittelamt bedarf der Kon ttollc. Vergangene Wock>e war die Butterliefernng mäßig. Es fehlt an Bedürfnisanstalten für Frauen Weitere Lahnbrücken sind erforderlich, ebenso ein Gleisanschluß für den Schlachthof. Dem Schuch- tungsausschuß für Kliniken ist xuzustimmen. (Fortsetzung im 1. Blatt.) Wie Schuppen siel es Torival von den Augen: so einfach, so natürlich war diese Erllärung der rätselhaften Aehnlichkeit zwischen ihm und seinem Gegenüber — „Es bedarf keiner weiteren Beweise," sagte er. „Ich glaube Ihnen. Ich weiß, daß meine Mutter in vielen Dingen andere Anschauungen hatte als :mein Vater.. Daraus ergaben sich .Ver- ftimmunqen, die sich nach und nach vertieften und beide Teile imglüerlich machten. Sie wissen wohl, daß mein Vater, unser Vater, mit eigener Hand seinem Leben etn Ziel setzte. Er hat sich erschossen." Emil Schnepfe hatte ein Päckchen Briefe her vorgeholt. Es waren alte, vergilbte Briefe, zu- sammengchalten von einem verblaßten, rosafarbenen Bändchen. - „Tas weiß ich!" sagte Emil Schnepfe. „Einer dieser Briefe ist nur wenige Stunden vor seinem Tode geschrielien worben. Ich war damals acht Jahve alt. Meine Mutter reiste mit mir -an einem kalten Wintertag zur Beerdigung. . Bost weitem haben.wir gesehen, wie der Sarg in die Gruft gesenkt wurde. Damals habe ich L>w zum erstenmal gesehen." Er crhwb sich. z „Meine Mutter," sagte Dorwal, hat nach dem Tode meines Vaters rn einer Aufwallung von Verbitterung alles verbrannt, was an wst erinnerte. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir die Briefe für einige Tage überlassen würden. Es soll keine Nachprüfung Ihrer Angaben yem. Ich möchte nur einmal einige otimben meinem Vater widmest, und ich glaube, daß diese mich ihm näher 'bringen, als die Erzählungen meiner englischen Verwandten. Wollen^ost - Einen Augenblick zögette -schnepft^ ^Stt haben. eater ist von der Stadtzu übernehmen und den Arbeitern in höherem Maße zu- sgängig zu machen. Die Verwaltung verfährt nicht objektiv und hat der U. S. P. die Benützung des Saales abgeschlagen. Die DotLnbestattung muß unentgeltlich sein. Wir fordern Beseitigung der 'Klassenunterschiede bei Beerdigungen und Gleichheit der Begräbnisstätten. Die Bezüge der Leichen- frauen sind zu erhöhen. Das Lebensmittelamt muß Rechnungsabläge vorlegen. Die Fuhrwerksunternehmungen sind in städtische Regie zu übernehmen. Wir fordern die Verstadtlichung des Kohlenhandels, da die übohlenhändler die Verteilung nicht gerecht vorgelwmmen haben, ebenso Uebernahme des Plakatwesens in eigene Regie. Die Aushilssangestellten der Stadt, unter denen sich Kriegsinvalide befinden, erhalten 2700 Mk. Gehalt und Kinderzulage erst vom dritten Kinde ab. Wir sind für Gleick)- stellung mit den städtischen Bediensteten. Die Rul>e- 'gehältex entsprechen nicht mehr der Zeit, besonders die Invalidenrente darf nicht mehr angerechnet werden. Die Anstellung -eines Armenarztes und die Errichtung eines städttschen Krankenhauses ist iunabroeisbar. Die Klinikerr sind von auswärts überfüllt. Klagen mehren sich über die Behandlung lunb Verpflegung in den Kliniken. Wir sind für Aufhebung des Oktrois und Beseitigung ber Billet- fteuer. Stadtv. Kling (Fr. Ser.): Die Ausführungen wiederholen sich und sollten bei den Spezial- titeln vorgebracht werden. Die Vorwürfe Vetters titeln vorgebracht werden. Die Vorwürfe Vetters9 gegen die Schule dürfen nicht unwidersprochen bleiben. Der Borwurf, daß Haß gegen andere Leute gepredigt werde, ist zurückzuweisen. Die nächtlichen .Äusschreitungen sind ebenfalls nicht auf die Cn> tziehüng der Schule zurückzusühren, sondern auf mangelnde Erziehung im Elternhause. Stadtv. Michel l(Dem.): Für den sittlichen Nredergm,g ist nicht, wie Stad.v. Vetters behauptet, die Erziehung her Schule verantwortlich, fajitern die Einflüsse won anderer Seite, über die die Schule nicht .Herr werden kann, teils Elternhaus, tells Presse (Zuruf: Frankfurter Zeitung) und andere Seiten. Daß Stadtv. Beckmann von der veligionslosen Schule die Erziehung zum kennt- nisrcichen Menschen verlangt, zeigt wenig Beschäftigung mit Bädag-ogik. Das Ziel der Schule ist, charallervolle Menschen mtefeu, dazu ist ber Religionsunterricht erforderlich. (Widerspruch bei den sozialdem. .Parteien.) Sittlich Qualitäten sind dem Religionsunterricht zu verdanken. (Widerspruch der.sozialdem. Parteien.) Für konfessionellen Unterrickst werden wir alles tun. (Zuruf: Hört die Demokraten.) Religion ist nicht Privatsache, sie (farm nur gedeihen in Gemeinschaft mit andern. Wir -sind für die Fortbildungsschule für weibliche Jugend. Tie lchhere Mädchenschule bedarf weiteren Ausbaues imd der Möglichkeit, sich die erforderliche Bildung fürs öffentliche Leben anzueignen. (Zuruf der U. S. P.: Alle Schulen.) , Sie soll eine Studienanstalt werden, zu der alle Schichten tiuffteigen können. Unentgeltliche Toten- , bestattung ist setzt kaum zu erreidjen. Es ist , bedauerlich, daß Gräber bezahlt werden müssen. Jeder soll ,unentgeltliche Ruhestätte finden. Ter Kriegsboften sind nicht ausgestellt. Es ist ein No vum, daß die Lebensmittelversorgung jabrelana oi/ne Kontrolle gehandhabt werden tonnte. Boi läge der Abrechnung ist in Kürze zu verlangen Bon Demokratisierung ist bei der Verwaltung noch wenig zu bemerken. Es herrscht ein Willkürregi- meut. Tie iftäbt. Beamten haben bis jetzt noch keinen Angestelltenausschuß, >onst wäre die jetzig Hausordimllg nicht ausgestelll nwrbcn Stadtv. Sommer: Zur Erziehung ichwaw- sinniger Kinder sind besondere Lehrmittel bereit zu stellen. Zur Frage der Alten Klinik möge je» Partei einen Tepiltterten ernennen, ber die Gründe prüft, die >zu dem Entschluß geführt haben, die Stadtverwaltung dortlsin zu verleben. Räume fih die Stadtverwaltung sind unbedingt notwendig. Wenn anders beschlossen wird, möge man in bet Klinik die Sammlungen zentralisieren. Die elektti fchen Bahnen sind zunächs! nach Wiesock und Klein- Linden auszubauen. Schon früher habe ich dic Vereinigung der Stadt mit ber Baugenossenschaft versucht. Es genügt nicht, daß die Stadt selbst baut, sie muß jede Dautäligkett anvegen. Plane zu städt. Kleinwolmuicgen parallel des Wtesecke, Weges liegen vor. 2te Ausarbeitung wurde durch Arbeitsüberlastung ber Beigeordneten verzögert Besonders erforderlich ist es, sich um die füll tuiercnde Einzelbevölkerung zu kümmern und für diese eine städt. Baracke mit Badeeinrichtung zu erstellen. Dadurch wird cht Teil der Wvbmmgs not behoben. ' Vom Lebensmittelamt ist schärfftt Ztechnungsablage zu fordern. Es möge den Her rtmftsnachweis der schlechten holl. Kartoffeln er bringen, die jetzt zu 45 Mk. verkauft werden. Beim Plan eines Krankenhauses ist Vorsicht geboten, da es die Stadt fefjr belasten kann. Um Beschwer- teil pon den Unabhängigen gegen den Direktor des Mrö im Ansckstuß an die bereits in der letzten ibimg des alten Parlamentes behandelten Vor- neue schwere Beschuldigmtgen erhoben. Ter Uiiabhängige Kiel brachte einen Antrag aus Er- opiiung des Tisziplinarverfahrens ein, der später ontt ihm vorläufig zurückgezogen wurde. Torival sprang auf. „Was wollen Sie damit sagen?" „Ihr Vater, der Freiherr Elgar Frieorich Karl von Armbrüster ist auch mein Vater!" laote Emil Schnepfe. „Setzt Sie das so sehr in Erstaunen?" „Allerdings!" stotterte Torival. , „Ich habe bisher an 'diese Lösung des Rätsels nickst gedacht. Aber Sie -werden eine Frage begreiflich sinoen, Herr Schnepfe. 1 Haben Sie für Ihre Behauptung ^E/Ti'e habe ich. Aber ehe ich Ihnen dies zeige, gestatten Sic mir, Ihnen eine lleine Erklärung obzugeben Weder meine verstorbene Mutter noch ich haben jemals versucht, einen Vorteil für itn§ aus dem Umstand zu ziehen, daß die Verwandten meines Vaters vermögende Leute sind. Meine Mutter hat 'mich erzogen so gut ,ie komite uno wem. sich auber sich die Mittel ui seiner Scheinexistenz ohne Bedenken da nahm, sie 'sich ihm boten. Aber das ioll nun anders I werden." Er lächebch. den Herrichttlngskosten kann ein neues Gebäude erstellt werden. Auch die Gegend ist unzweckmäßig. Der Errichtung eines Krematoriums ftimnte ich zu. Beim Bildungswesen ist größter Wert auf die Volksschule zu legen, die toätnxnb des Krieges un- !gcl)euer gelitten hat. Der Hurrapatriotismus in. ber Schule muß entfernt werden. Die Forderung einer Fortbildungsschule für Mädchen ist zu unterstützen. Es muß mehr Wert auf Kleinkinderschillen sietegt werden, da in den privaten Anstalten ein pietistischer und hurrapatriotischer Geist herrscht, den man nicht billigen kann und der unheilvolle Wirkung ausübt. D« städttschen Werte dürfen keine Mdauellin. zu ersten, muB sie eonStembcn bentot wild. Ihr Netz mutz'äü! "ftÄ’Ä’Ät’Z Boden und Geldmittel Ur hpp. Bau gelber. Hierzu müßten eine städtische Sparkasse und ein ftädttsches Hypothetenrnstttut eingerichtet werden. Stadtt. Mann (Soz.): Ter Voranschlag schließt mit erheblicher Steuerlast ab, gibt aber fein übersichtliches Bild, tveil der Titel Kriegslasten unberücksichtigt blieb. Hiernach müsse man die Steuererhvhung um 44«/o nur als Mittels ansehen, den Voranschlag mi bilanzieren, wahrend die wahre Lage ber städtischen FinanzEen erst erkennbar werde, wenn die landesstaatlrck-en Grundlagen vor Vchtteilung der Lasten vorlägen. Nach dem Gemeindeumlagengesetz werden ran die Einkommen bis 900 Bäh. befreit, das fei eine Verschlechterung gegen früher, da die allgemeine Lebenshaltung sich verteuert habe. Tie Bvdenpolittk vor dem Kriege hatte wesenllichen .Einfluß auf die jetzige Wohnungslage. Tie Baugenossenschaft wird wenig Whrlfe sckwffen Knncn. Beteiligimg der Stadt am Klcinwohnungsbau ist erforderlich. Tie Mieten sind durchschnftttich um 36% gestiegen, ohne daß die Mehraufwendungen für Wohnungen dies rechtfertigen. Tie Stadt muß in eigener Regie mit eigenem Material bauen und Mittel zum Ausbau sckwn vorhandener Wvhnväume bereitfieflen. Ter Ausbau der S raßenbahn ist verabsäumt worden.Di? städtischen Werke geben im Voranschlag kein rechtes Bild. In WttllrckMt werden sie statt mit lieber» schössen mit Fehlbeträgen abschließen, auch das Gaswerk, das hoäj- in Rechnung steht und bereits veraltet ist. Eine Neuanlage wird nötig sein. Ueberschußpolittk sollte nicht betrieben werden. Um zu wissen, ob ein städttsches Krankenhaus erstellt werden kann, verlangt der Redner zu wissen, wie hoch' die Stabt belastet ist. Stadtv. W i n N2 DielAusgaben hohen teilwelse wett über die früheren hinaus. Uebcr das Lebens mittelamt ist eine Uebersicht wünschenswert. Ein Beittag zur Beschaffung eines städttschen Bebauungsplanes! muß bewilligt werden, ebenso Zuschüsse für Mieten. Die Stabt soll selbst wenig bauen, da dir Verwaltung schwierig ist und besser Zuschüsse bewilligen. Vielfach sind den.Anwohnern die Sttaßenkosten zu erleichtern. Ein Anschlußgleis für die städttschen. Werte und die Privatinduitrie ist unbedingt erforderlich und muß bei der Bahnver- walttmg durchaesetzt werden. Ein enttprechender Betrag ist zu bewilligen. Das Elektrizitätswerk ist von jeher ent Schmerzenskind. Ein Gutachten muß entscheiden, ob für 500000 Mk. Neu anlagen vor- genommen "oder der Strom über Land bezogen werden soll. Die Errichtung eines Krematoriums ist ein Bedürfnis. Tie Fortbildungsschulen müssen zu Fachschulen -umgebilbet, die Lehrlingswcrkstat- ten unterstützt werden. Eine Fortbildungsschule für Mädchen muß eingerichtet werden. Maßnahmen gegen die Verwilderung der Jugend sind erforder-i lich. Der Fehlbetrag des Säuglingsheims darf nicht allein durch die Stadt «ufgebracht werden. Auch Kreis und Provinz müssen dazu beitragen. Ter Verkehrsverern muß in städtische Hande übergehen. Ter Stadterweiterungsfvnds ist aufzulösen. Für die Stadtverwaltung sind Diensttäume unbedingt erforderlich. Mehreinnahmen können durch Erschließung ixm Wald geschnften werden. Stadtv. Vetters (Soz.): Ich vermisse angesichts des Voranschlags cht aufklärendes Referat des Magistrates bei Eintritt des neuen Etatsjahres. Unter der allgemeinen Lage leiben auch die Forderungen der Allgemeinheit und müsssr zurückgestellt werden. Tas Oktroi ist deplaziert unt> belästigt nur die Geschäftswelt. Den Ausführungen übet Wohnungspolittk stimme ich zn. Der Beschluß des alten Parlamentes, tote Stadtverwaltung in die Alte Klinik >zu verlegen, muß nachgeprüst werden. Das Gebäude ist hernntergewirtschaftet. Mit Zunächst noch eine andere Frage: Ist ^hnen nie ber Gedanke gekommen, daß die Aehnllchkeck zwischen mls einen reckst naheliegenden Grund ha- könnte? Daß sie nicht ein kleiner Sdjerj der Natur, sondern die Folge des Gesetzes von der Vererbung ist? ^Dvmrerwettrr!" rief er. „Jetzt Miß. ich end- Sdjl, wieso -ein Kamerad damals im Kasino dazu tat, mit den Gedanken unterzuschreben, ich hätte btgen des englischen Geldes meinen Leutnants- vck an den Nagel gehängt. Ich habe damals tiitett scharfen Auftritt mit dem Ueckstrltz gehabt , Aese Geschichte oerbante ich also auch .Ihnen?' „Ich bebaute lebhaft, Herr von Armbrüster, ch ich Ihnen Unaimehmlichkeiten verursacht habe. ist nicht ganz leicht, immer das richtige zu J Ca: S Mn, wenn man die Rolle eines anderen spielt." ^)ch habe damals dem Kameraden eine euer 3W8hrtWS Ae Abfuhr zuteil werden lassen und ihm ge- K ' "-ti, daß ich die Erbschaft ausgesckstaaen haben ufleb. ^ut^V ^hbe, wenn an ihre Annahme ment DnM etire 3ebinguug geknüpft hätte, die sich auf meine Stel- ^1-8 als deutscher Offizier bezogen hätte. Und habe ich den Leuten getagt daß idj beim aoÄY Mment sein werde, wenn ein Krieg ausbrechen einerlei, gegen wen." ' Grrn» ff ernt' Qtnufp frrrt E rnjtäiin "Sti fot als erster Stabt». Ebel (Dem.). Er weist [ tzavla Uli. M ierauf hin, daß der Voranschlag gegen frühere . Viten bedeutend übersichtlicher geworden sei, was „ -v-.......- \i rin Verdienstldcs OberbürgermeistersRmer'Cmtnt itntoen müsse. Die Finanzen seien auf vernünf- oen. ^ic unicerinut lkl uvl ouuüiuiiuuii u-ch A! .-„cj Ankauf zweier Häuser beantragt. Bei der Herr OAande hierzu -vorhanden Menden Wohmmgsnot muß die Stadt dagegen Stadtv. Fourier (U.S.P.): Der Boran- Einspruch' erheben. Bei Titel Gemeinnützige Zwecke» schlag ist für die Stadtverwaltung mit großer Vor- müssen die 'angesetzten 2000 Mk. für türVische [ sicht ausgestellt, nicht für bte Steuerzahler. 700 bis Sch-üler gestrichen ioerben. Tas LebenÄnittelamt 800 000 Mk. sind zu llngunften der Steuerzahler muß kontrolliert und abgetaut werden. Tie Be- \ eingestellt. Tie Grasnutzung ist mtt 60 000 M'k. amtenzahl ist' M vermindern. veranschlagt, während, sie 200 000 Membringt. Stadtv Be ck m a n n (U. S. P.): Das Defizit I Ter Vesoldungsplan ist nicht ausgefuhrt und die staatlich I len lich gestochener rjtl lachen, »oi dttntu u- und Pott-veriad abme). itzh« G.m.b.L. Mülsel. Letzte Nachrichten, ver Luklagebries der Entente. Paris, 16. Juni. (Fortsetzung der Mel- fclntff aus der ersten Seite des vorliegenden Blatte!.) Die Deutschen haben den ll-Boot-Feld- iUff begonnen, diese Herausforderung von Seeräubern gegen das Völkerrecht, indem sie dadurch eine große Anzahl unschuldiger Reisender und Seeleute rmn Tode t-erur teilten, mitten aus dem Meere, fern von jeher Hilfe, Wind und Wellen Preisgaben und noch schlimmeres, der Besatzung ihrer ll-Boote. Sie sind es, die mit brutaler Gewissenlosigkeittausendevon Frauen und Kindern in fremde Länder in die Sklaverei geführt haben. Sie haben sich hinsichtlich ihrer Kriegsgefangenen eine so barbarische .Handlungsweise erlaubt, vor der selbst die unzivilisicrteßen Völker Mrückschrecken werden. Die Haudlmrgsweisc Deutschlands war sozusagen beispielslos in der Geschichte der Mensch- hert. Die furchtbare Verantwortlichkeit, die auf ihm lastet, wird in der Tatsache zusammengesaßt, oaß wenigstens sieben Millionen Lebewesen mit ihren Wanden and Leiden bezeugen, daß Deutschland durch den Krieg seine Herrschsucht befriedigen wollte. Die alliierten und assoziierten Mächte glauben, daß sie sich den- Wenigen gegenüber schuldig machen würden, die zur Erhaltung -er Freiheit der Welt alles gegeben haben, wenn sie ihre Zustimmung dazu geben, in diesem Krieg nicht ein Verbrechen gegen öie Menschheit und gegen das Recht sehen. Diese Haltung -er alliierten und assoziierten Mächte wurde Deutschland noch während des Krieges durch ihre hauptsächlichsten Staatsmänner klar bargelegt, so vom Präsidenten Wilson in seiner Rede vom 16. 4. 1918 umschrieben und vom deutschen Volke ausdrücklich itnb kategorisch als ein leitendes F r i edenp rin z ip angenommen: ,.Mögen alle unsere Worte, Mitbürger, mögen alle unsere Pläne und tntfere Handlungen von nun an mit unserer Antwort in Uebereinstinrmung sein, bis die Macht unserer vereinigten Kräfte chrerscits den Geist durchdringt und die brutale D-ewäll derjenigen vernichtet, die verspotten und verachten, was wir lieben und ehren. Deutschland hat noch einmal gesagt, daß die Gewalt und nur die Gewalt entscheiden wird, ob Gerechtig Behördliche Anzeigen. Konkursverfahren. In dem Konkurs verfahren über den Nachlaß der am 8. März 1914 zu Gießen verstorbenen Johanna Rothenberaer daselbst tft zur Abnahme her Schlußrechnung des Verwalters, zur Erlicbung ran Einwendungen gegen das ZchlußverzeichniS her bei der Berceimng zu Berncksichtigeuden For- herungeu der Schlußtermin auf Mrtllvvch Ocn 16. Juli 1919, vormittags 9 Uhr, vor dem Amtsgerichte hierssDst, Zimmer Nr. 14, bestimmt. Gieß en, bat 12. Jstni 1919. T7252B Der Gerichtsschreiber des Amtsgerichts. Bekanntmachung. Aus der Christian Gerhard Hast- Stiftung sind 205,70 Mk. an sehn bedürftige Familien beziehungsweise Wtwer oder Witwen zu vergeben Meldungen nimmt das Armenamt, Asterweg 9, bis L0. 3uni l. Js. entgegen. (7259B Gießen, den 14. Juni 1919. Ter Oberbürgermeister (Armenverwallnng) Bekanntmachung. Betr.: Verordmrng über die Freimachung von Ärbeitsstelleir vLhtend der Zeit: der wirtschaftlichen Temobümachu»g vom 28. März 1919. Arbeitnehmer, die «ack der Verordnung üb« tute Freimachung von Arbeitsstellen während der Zeit der wirtschalllichen Demobilmachung vom 28. März 1919 aß Dridfrembe von ihrem bisherige rr Arbeitsorte aLzmoandern gezwungen worden find, werden darauf Angewiesen, sich möglichst frühzeitig imt eine Rnterkunftsmögl rchkest tu ihrem Heimatort zu kümmern und diesem bei bestehendem Wvhmmgsmcmget schleunigst ihren Zuzug anzn- zeiffen, so daß für Unterbringung geborgt werden foutn. (726OB Gießen, den 13. Juni 1919. Der Vorsitzende des Demobillnachnngs-Äusichusses Gießca-StadL. Kelter. Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat durchberckene Borarr- ichlag der Gemeinde Steiuherm für 1919 liegt von Mittwoch ben 18. b. M. ab eine Woche auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht der Interessenten offen. Ginwendnugerr fönrren wählend dieser Seit schriftlich oder zu Protokoll daselbst vorgebracht werden. Es wird eine Umlage erhoben, zn der auch die Ausmärker beizutragen haben. Stein hcir.'. den 16. Juni 1919. Bürgermeisterei Steircheim Nicklas 7342 Versteigernnst von Stallqerätea. Donnerstag den 19. und eventuell Freitag nert 20. Jims 1919, von vormittags 10 llhr ab, sollen im Hofmarstalle dahier Pferdedecken mit Kovf- uitb Bruststücken. Slallhatttrr, Zaume. Drensen, Gurten, Sottelnrrterkegde^n von Filz usw., Wagenfußvelze, Kokosmatten und sonstige Stallgeräte ösfentlich gegen gleich bare Zahlung versteig«! werden. Darmstadt, den 2 Juni 1919 Hofmarstakl-Amt. ,70860 ________Riedesel Freiherr zn Erfenbach _______ ooooooooooooooooooooooooooooooo Zur Anfertigung aller Ö117M Witotit bei Lieferung des Leders empfiehlt sich Schäftestepperei Dietrich Marburg a. $ ♦ Srstzee Lager in Vriefpapier-Xafsetten. ♦ qflffl) bf 11 !•<•«* HVHnktai ürllbÄÄ^T flliW »1 AeastaUeaa ■Wraln «. preis» ;o*7e V'H HrvFtLMN «Quarte Weist Jörn hohen Kat 'Wh ihren Ge FM«r im gro »er toi Lu ° Nation^ S Miet dem ! in einer **"N rtari Maschinen- Schmier-Ode Treibriemen ■Kranz« -Sdtitiar -Se.il <*=»{ •Haniteelmii: -Ifitedie Wäsche rotrb tote neu mit l6*” „Ludrol“. Lts brat Zinsertrag der Ofann-Veulwitz-Stiftnng der Utivttfität Bietzen werden MeifestipendLen für Studierend« uud andere wtffenfchaft- lich gebildete Bewerber aller Fakultäten vsrgebeu. Die Bewerber müßen eine von der Pflegschaft, ausgeschriebene Aufgabe bearbeitet und dafür de» Preis erhalten haben. Die PreiSenfgabeu für dieses Jahr find folgende: I. Mir Studierende, die mindestens in diesem Sommer oder im Winter 1919 20 an der Universität Gießen immatrikuliert sind: aus Sem Gebiet der rheologischen Fakultät: „Ihren; c. 3 soll text- kritisch und literargeschichtlich untersucht werden-: ans dem Gebiet der Juristische« Faknttät: „Die Strafe des bürgerlichen Todes in Deutschland und ihre Beseitigung im 19. Jahrhundert": stabiiim kritisch qenrüft werd«": aus dem Gebiet der Beter in ärmedrzinischen Fakultät: „Ist die Äme> Borausfetzung für die Bewerbung unter II ist. daß die zu 1. genannten mindestens in diesem Semester ober mt Wintersemester 19191920 an der Hnix verütöt rm Amte stehen, für die unter 2. genannten, daß sie chre Studien zu einem erheblichen Teck an: der Universität Gießen gemacht haben. Die Preisorbeiren müßen hr deutscher Sprache geschrieben sein und dürfen nur einen. Verfasser haben. Die Arbeiten sind nach Wahl der Verfasser ent» weder unter Nennung des Versagers oder in der für die Bewerbung um btt staatlichen ‘preisaröertzn üblichen Form oac dem l. April 1920 beim Luiioer- ftlLts-Sekretariat eiirzureichen. Frühere Stitbierutbe haben dabei den Nach» weis zu liefern, daß die DorauLsetzurcge« der 'Bewerbung lieber die Zuerkennung der Preise entscheidet die täglich iriftv etnirefient enumeblt in betaust« I Quaüiät^.billigtt.VreAei 8 W. H anbei. U 31 NeaeuBäueT. TetM11 muimmniufflM Detektiv Th. tteichmaiui - Pos.-Kriw.-Keamt. a. 'S. Frankfurta M.. Bergersirateü Samtu Beobachtuu-ei und ©nettttongea HeiratsAuskmisd gewtffenßttit und disstv r Tel Körner3337. flntiminfiaiiiimMfflffliniifl ^?iHn-raside> ß über die K^Hinii ■ l T'-Hrit fr k-c Ä A »ich Ö'M sei &« M I^e Äffe terr rinÖhni eutvfiehlt ['"”1 Gärtner« ans dem Gebiet der Mebizirrifche» Kakuttat: 1. „Die flEnturidthing des Meso-Pticeumrimns ist z« untersuchen". ,Sn der Hand der auf der Lhnmr^sche» Klinik gescumnelten Erfahrungen soll die Frage der zweLmäßigKen DehandLing der Appenbichis i» LrtermedLv- Die Preise betragen für die Gruppe I je merfjunbört Mark. für die Gruppe II je tausend Mark. Die Pflegschaft der Lfa»a*Be»lwitz-Sttftit«s. I>r. Wittermater. 4276P M! M» FmMa.llj zöstscheu So-iakskL haben beschlossen, zu der Labour Darly eine Detegatum, bestehend aus Lvn- guet, Renallüel uud Brvffat, $u entsenden. Gewaltsame Demotratisteran- her Eisellbahsdirektioir Erfurt- Erfurt, 16. Jirrü. (Kore.-Bur.) Die „Thür. Allgemeine Zeitung" meldet: Eine vom Esten- bcchnheamtenverband inü> dem Teutscherr Eisen- bahnerverbaud für gestern ciKberufaie Versa m m l u ni g, die von ungefähr 10000 Be amte«, Hilfsbeamteu uttd Erseubahu- a rbeitetu des EiseubahrtdireÜiottsbezirks Erfurt besucht asar, nahm mehrere Entschließnugcu au, in denM die fofortigr Demokratisierung des Eiseub^mdrrektionsberirS Erfurt, die Neubesetzung der Stelle des Präsidenten und verschieSe- wer D-ezemaLe bitnif Männer »erlangt :vird, p* air? dem praktischen Berufsleben he: in. Verbindung mit der Vertretung bet Eisenbahnbedferrsteten ftefr^T. Zur Bermeibrrng von E-tcdwncpra. in Ver- Etttrng und Betrieb werden die (vewerKchaften beauftragt, tie «betreffenden Dezernate sofort zu befetcn rmd wegen der eirdgilligen Demokratisierung mit dem Ministerium in Berbiudmrg zu treten. Schließlich wurde gefordert, die Stelle des Präsidenten des Eisenb.-Tir.-Bez. Erfurt mit dem Nechnuugsrevifor Heinr. Schütze M. besetzen. Hierzu wird von zuständiger Stelle mitge- teiti: Ter Minister bex öfferrllichen Ärdeiten, Oe- icc, ist heute soforr p«söulich narb Weimar und Erfurt gereist, um geget diese Art Demokratisierung unverzüglich an Ort und Stille die «fvr- derttchen M.ißn