It M talt, ü UX.7S L UM Ur. U5 Trr tlftrrtr Snzetne, crfdxmt Ufllich, nuget koim uni» iyeirriogl. B*ing«prds: ewnatl. Mk. 1Jß, oiertel- ttdll'ch C(t. 4 06 (und) Advole- il Ziveiastellen wwnall Vit. 1.25 vur-^ kuftfl Ult. 4.05 oiertd- jäbrt. auskoL tkHeJg, pftwlpicd) - tinld Infie: für bir edir Ifiritunu 112 Ikvta n,W r | d)ä H t> f t e 11 < 51 Mnkfjri'i h r I rahtimdh tidjiri* ln)i«: jreeneri a. M. 11686 Erster Blatt 169. Jahrgang Montag, p. Mai 1919 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen SwlMugrnmddruck «. Verlag: Vrühl'sche Univ.-Vuch- u. Zteia-ruckeret H. Lange. Zchriftleitang. Seschästrstellr u. Vruckerel: 5chu!str. 7. Annahme »en LnzetgeM f. i ir iaaeanimunet Olt junt 9lrtcbmiuati vorder o6nr irbf b ibnibiicUeit öcütn.'ttile: für örtliche ‘injfigen 25 Bf. Jüt auireärttfle 30 für 91 eKamen SHt.l. - uebfi 20* ,Ieue- runa-zul t laa;iUahvet- fclir»n 2V H llu’ld'la.v feauvtliltnHeiter: Äug. tfeoen. tlnaiitiDorthofi hu l'olit t: Äug. ^ortz. für beiulbnjen teil: Dr. 9xembot 3*nii für den llineirteiueii; ü. t*ed; fäniiiid) in Dieben »he 1 unbedingt retten. Tie Pfi’i komm.siion, bk unsere Wi ichafl und unier nicht vereinigen lassen. Ddenw. Gigflbwi* erläßt folgenden offenen an die Uni •We larba mann am reist mit ervöse nde. er tist, U bm. 8-6 ■12 Uhr. äsche* abrik. :hul aubarb Itbultml mailich 8 e Giesst! trujr. W egonnea en Knne löglich. itenloi. **i deutschen Volles über diese Pläne Andruck gegeben hatte, ergriff Ministerpräsident Scheide» das Wort zu folgender Ansprackst: In Unerhörte Zensur im besetzten föcbict. Berlin, 17. Mat. (Wolff.) Gegen dir Art, nie von den britischen Zenf urbehörden auf bk lrnksrheinischc deutsche Presse nräbren:) ter Friedensverliaiid! ungen riulidjic Mission am zweckmäßig^ei' geregelt würden. (Sme deutsche Note über das Laarbecken. Paris, 18. Mai. (Wolff.) Eine weitere Rott des -Grasen Brockdorss-Rantzau belrefienb das Saarbecken schlägt verschiedene Kombino tionen vor, nach welchen Deu'schland sich an der Au.beulung eben falls beteiligen würde. Versaille s, 10. Moi. (WDB.) Tem Präsidenten der Friedenskonfevenz, Elementen u, ivurde am 17. Mai ehte weitere, das Saargel^ei (»treffenbe Note der deuischn Frieden ^>e.ega!i.m übergeben. Tie Note enthält, >vie die Pariser Prese bereits heute morgen miteilt, Borjchäge deutscher Sachverständiger zur Deckung des fran- Berlin. 18. Mai. (Wolff.) In der „Deutschen SÜIg-mrcxn Zeitung" fdpxibt Neü.pmmi er Giesber iS, der am Samstag die Stikäacik nach Versailles ange treten hat, über den Frieden: „Keine Regierung Tarrn diesen Vertrag unter* scheiben mit der Ueberzengni'g daß er durchgeführt werden fSrnrte. Es i t glatt eine Unmöglichkeit. Tas Bestreben der deutschen Friedens- delegalion chrd deshalb in erfxr Linie darauf Hand ibtrmei i 11. Ijti^ I* Protest erbeben Tie britische ZensurbeHörde in Köln erteilte den Zeitungen in der britischen Äesatzuitgszone Weisung, „gel/äfiige Kritiken" an tem Entiourf des Friedensvertrages zu vermei den. In Aussührung dieser dehnbaren Bor>chnit ist es den Zeitungen verboten, die Versailler Siebe Biockdorsf Rantzaus vom 7. Mai im vo.len Wortlaut abzudruclvn. Die Zeitungen soilten statt des feit vorgeschriebeue Auszüge bringen, die einen voll kommen falschen Sinn ergeben; ebenso wurde Der Avdruck des Ausrufs Eberts und Scheidemanns nicht gestattet. Turch solche Maßnalnnen wird die Bevölkerung der besetzten Gebiete einem unerhörten Gewisienszwang untertoorfen. Tic Zeitungen des besetzten Gebietes sind die einzigen! Blätter in der ganzen Welt, die nicht in der Lage waren, die Erklärungen der deutschen St.rotS- männer in Versailles und in Berlin miederzu^ geben. Ter Wasfcnstillstandsvertrag gibt den Bc- satzungslvHörden kein Recht auf derartige Girr*« griffe. Tie britisch Zensur darf sich nur auf die Bedürfnisse der Besatzung erstr?cren: ferner l>at die Bcsatznngsbehörde fein Rech, einen Teil &e.- deutschn Volkes in seiner schverst'n Stunde daran zu hindern, die Wahrl^eit zu erfalyrcn. Köln, 18. Mai. (Wolff.) Tie britisch Behörde verbot bis auf weiieres alle Ben-samm* liungen der Zentrumspnrtei. Es dürfen auch solch Versammlungen der Zentrumspartei nicht statt finden, die bereits genehmigt worden waren» Die VergewaNiguug der Universität Straßburg. Ter Senat der LZ erl iL.e r Universität tlne deutsche Note über die Missionen. Versailles, 18. 9Jiai. (Wolff.) Dem P'ä* stdemen der Friedetrsfonserenz, Elemenoeau, wurde heule folgende Note des RcichSminiiiers Grafen Llockdorif stiantzau übcrg l>en: Bi-saülcs, 18. Mai 1919. £>err Pr. silent! ,Seit mehr als 20J fahren hrchen deutsche Missionare beider djrii licht Kvnfrsfionen in allen Erd eilen sich der velchofeir, sütlichn und Nntfchftlicl«n Ltebung der BevölVernng gewidmet. Titfe vielvcrsprcchnde Entwickltmg will man jäh abörechn. In der Tat, wenn der Artikel 438 zur ^ib'ffibrurg g Untren sollte ,fb würden die beut- Nfer. Mi sionen aus allen ihren Arbeitsfeldern, mit Ausnahme des hol Ltdischn Kolonialreich, giralisam verdrängt. Eie wurden ihrer wohl- CTno benen Rech beraubt und aus ihrer Di.k- fanrf-it gestoßen, für die sie sich bc'onders vorbereitet und ausg bildet Haden. ')[bcr es steht h> br aus dem Spiele. Mehr als IV, Millionen jaufbrtverber und Schuler aller Rassen würden rbre g i ngen Führer verlieren und in die Gefahr » $ Rückfalles geinten. DerHeicht man den Artikel <38 des Friede: snttwurfs mit den Besrimmungen Kong-äkie, die bar Echtz und die Freiheit der vusfwnen g loährlcistet, fo e:kennt man mit Be- stl. u-g, in w lchem Grave die Rechtslage der ä i lidxn Missionen verschlechtert mti> das Rertranen tt ihre Tätiget Derminbert wird, wenn Btan aus bolitifdm Gründen ihren supnarntionolen Uhanakier ania.et. Tie Missionen der Völker, tke t>on den alliierten und assoziierten Regierungen fcertreten werden, haben, wie die deutsch Tcle- ßa Lni gern mrei^ciatl, §>erl.Vrragendcs und Vvr- büdstckes g leistet. St. Germain und Versailles sind beute zwei Friedensdelegationcn versammelt, die deutsch» österreiä s 'ch und die veichdeutsch. Sie sind nur wenige Kilometer voneinander getrennt, aber die Entememänner wollen diese Trennung dennoch am liebsten qu emer dauernden, zu einer unübersehbaren madtm und Hindernisse am lärmen, die eS Uns nich ermöglichn, endlich wieder zusammerv» zukommen. (Pfuirufe.! Ach, wie kurzsichtig macht Daß! Man sieht es nich in den feindlichen Ländern, dah es nichts nützen kann, wenn man versucht, uns db gewaltsam au-einanderzuhalten. Die in St. Germain versammelten Männer ebenso wir die in Versailles versammelten find sich einig im Ziele. (Bravo.) Mir wollen auf dem Wege über daS Selbstbestim» z ingsrecht i* dem großen schönst Ziele. Deutschland und Deutsch-Oesterreich wieder eins, eins an vaupt und Gliedern. (Braoo.) Sine Elbstimmung im Osten. Kattowitz, 17 Mai. (Wolff.) Wie wir hören, Hal auf der Leinitz-Grube eine Abstimmimg unter der Belegschaft ergeben, daß 1500 Berg-. (eu t e für das Verbleiben beim Reich und 15 für den Anschluß an Polen find. mi’dxn Bürgern der Welt. Heue Nundocbungen. Berlin, 18. Mai. (WTB) Im Lustaarke, versammelte sich morgens eine unübersehbare Menge von Ausländsdeutschen und zog in .'indrucksvollem TemonsttationSzuge nach der Wil- helmsttaste, wo sie durch eine Abordnung dem Reichspräsidenten El^rt und dem Ministerprält- dent.n Scheidemann eine Resolution ül'erreidxn ließen, in der es heißt: Auf Veranlassung de» „Rates der Reichsdeutschen im AuSlande" erheben die beute im Lustgarten in Berlin versammelten, nach vielen taufenden zählenden Auslan Sdeuischcn schärssten Protest geg £>anhd geaen den Gewaltsrieden bezeichnete der Vertreter der Landwirtschaft, v. Levetzyw, den Friei«rsoov- schlag der Entente als-einen Mordfrkeden. _ ^Bfdim 18. M«.'(ATB.) Elf nach Berlin enhan6tc Berktcle^ her Bürger, Dauern u* Arbeiter ,ErmlandS, Masurens aus allen von dem großpolnischen Imperialismus bedrohten Kreisen Ostpreußens erhoben bei der Reichs- und S.'aalsregierung flammenden Protest gegen die Absicht der Feinde, die treu altvreußische und die treu deutsche Gesinnung der Masuren und Erm- lander durch die Erzwingung der Abstimmung in Frage zu stellen, die im Widerspruch zu den Wil- wuschen Bedingungen steht und roe'xr frei noch gerecht ausgesührt werden soll. Sie beauftragten drei Delegierte nach Versailles zu fahren um den Häuptern der Alliierten zu beweisen, daß sie von irncr falschen Masurenvertretung gröblich belogen- wurden. Berlin, 18. Mai. (WTB.) Zu vielen Tausenden /batten sich heule mittag geyn 12 Uhr Deut sch-Oe st erreich er und Deutsche auf dem Wilbelmsplatz und in der Wilhelmsstraße vor der «Rteiwskanzlei ein gesunden, um gegen die Bestrebungen, Deutsch-Ocsterreich von Deulschiand für bauernb lloszureißen unb zu tremum, ^u proto^ stieren. Nachdem eine Anzahl deuhcher und deutsch-österreichisckier \Sir5ner der Empörung des Reichsfinanzminifier Sern bürg über Finanzfragen zu beraten. In seiner Mivcsenheit, die bis Montag dauert, wird Präsident Le inert die Friedensdelegalion führen. Wie das „W. T. D." zu der Reise Brockdorff- Rantzaus nach S pa erfährt, ha'-en die Besprech- unoen des Grasen mit Reich?mimster Tern- bu r g den Zubeck, eine persöulick)c Fülstungnalime zwischen der deutschen Telegation und der Berliner Regierung l-»rzustellen. CSne Reise nach Berlin ist unmöglich, weil die Hin- und Rückfahrt mehrere Tage in Anspruch nehmen würde und die Anwesenheit des Grafen Brocff»orsf in Versailles wegen des baldigen Ablaufs der Frist für die UcI>errcicfniTig der deutschen Gcgenvor-4 schlage unbedingt notwendig ist. Die Verhandlungen mit Oesterreich. Versailles, 18. Mai. (Wolff.) Wie ,,In- transigl'ant" berichtet, fand gestern die erste Fühlungnahme der österreichischen Delega- tions-Mitglieder mit den Alliierten statt. Es wurde die erste Plenarsitzung der französischen, englischen und italien scheu Delegierten mit vier österreichischen Sachverständigen zur Besprechung der Frage der Verproviantierung Oesterreichs abgehalten. Paris, 18. Mak. (Reuter). Eine Bestimmung im Friedensvertrag bezüglich der Forderungen an Oesterreich sieht die Bezahlung einer Entschädigung von 5 Milliarden Mk. in Gold vor. Versailles, 18. Mai. (WTB) ^Echo de Paris ' beruhet, dar derVertrogmrtOeiter- re i ck, iiemlid? umsang eich werde:! wird, denn er enthält zahlreiche Klau sein, die sich bereits in dem Vertrag.' mit Deutschland befinden, so der Em- rourf für den Vöick.rbmrd usw. Mit der Abfassung der nur für Oe terreich g Ligen Bestimmungen ist noch nicht begonnen. Genau ate es bei ber deut- schm Teleaation der Fall war, scheint auch die österreichische Telega.ion IZLigrr warten zu müssen, bevor sie den Vertrag erljält. deute erklären die Blatter, die Ueberreichung des Vertrages werde vo aussch lich am Freitag, wahrscheinlicher jedoch öerfitäten derejt: „Als bic deutsche Refnerung 1870 von.Straßburg Besitz nahm, zunächst noch als 'Kriegsmacht, erst feit 1871 als fricdensmäßige Besitzerin, fand sie drei Unioersitätsteile vor: eine prvtesiantisch?- tlieologische Fakultät in Anlehnung an das TlZo- masstift, Acadämie des Troits und eine F.r- cult6 de .'DJZebtchie. Sie ließ die Lehrer und die ganze wissenschaftliche Arbeit ungestört. Wer bleiben oder lueitcrarbciten wollte, der war willkommen. Noch im Mai 1872, als die neue Ge- samtuniverfflät Straßlmrg ins Leben tr.rt, waren zelm Proskfioren an der ehemaligen Academie tätig, und sieben Professoren der medizinischen Fakultät fülwten den begonnenen Jahreskursus zu Ende. Wer sich nicht selber weigerte, an bei- neuen Universität weiter zu dienen, wurde gerH übernommen. Ties taten an der theologischei? Folultät die Ordinarien Bruch, den der Kaiser zum ersten Rektor ernannte, Baum, Cunitz und Reuß, an der medizinischen Fakultät die Professoren Aribenas, Joessel, Stroh! und Wiegen als Ordinarien; an der philosophischen Weber, sowie der Gvmnasialprofefsor £xib: in der naturwissenschaftlichen Fakultät, ber Museumsdirektor Schimper und der Gnmnasialprofefsor Roth. Al er auch solche französischen Professoren, die nicht in die neue Universität übertraten, wie der Kliniker Schützenberger u. a., sondern skch offen auf die frenzösisckie Seite stellten und namentlich bei der Verwaltung des Bürgerspitals, wo man ihnen ihre Abteilungen beließ, nicht geringe Schwierigkeiten bereiteten, wurden ruhig in ihrer Stellung, belassen; man behelligte sie auf keine Weie. Sie bunten zum Beispiel in der Berwaltungskommi!- fion des Spitals wie vorher die französi che Sprache gebrauchen, obwcchl sie bet Verhandlungen mit elsässischen Landleuten, die kein Franzö isch oer- stonden, recht gute Teutschkenntnis verrieten. AIS bie französi'che Regierung 1918 auf Grund des Waffenstillstondsalckommens vorn 11. November Straßlmrg in Besitz nahm, liehen französische Beamte am 30. November dem Rektor sagen, er sei abgesetzt, und verlangten von den Jn- stittttSlei'ern bie Namen altelsässischer Studenten, damit diese die Institute übernehmen könnten Am 1. Dezember wurde ungefähr einem halben Dutzend Professoren die A drei se anbe^vhlen^ Das Geväck wurde ihnen auf 40 beschränkt. Sie mußten am nächsten Tage aufbrechen :mb auf der Rheinbrücke anderthalb Stunden warten, wobei sie der Beschimpfung preisgegeben wurden Am 2. Dezember gelangte an die Dekane und Institutsleiter vom „Tirekwr des öffentliche Unterrichts", gezeichnet Euoen Müller, einq Verfügung, wonach die Vorlesungen und Uebung-n mit diesem Tage s u s ven diert und die Prüfungen in derselben Woche beendet werden sollten. Derselbe Müller erklärte es für aussichtslos, die Weiterzahlung der Gehälter vom 1. Januar ab auch nur zu berühren. Im Januar ertolgten, zwei weitere Ausweisungen, so daß jefct tatsächlich fast die gesamten Professoren unb zenten der Straßburger Universität im (rnl sind. Tie Abziehen den durften diesmal 100 Kilo Ge- oäck mitnehmen. Aber inzwischen war o ler alt» oeusicher Besitz, beweo icher und unbeneglicher, sequestriert und der lT ran spott von Möbeln und 'xrnleicfm ausdrücklich untersagt worden. Tie Pnoat.ibiiotheken, Sammlungen, Instrumente, Präparate, Dlanuskript^ Tun das ganze .mssen- ichaftlicbe Arbeitszeug, vhne das der Gclehtte lahm» Nieieat ist. wir« hierdurch den Vertriebenen ooll-i zösischeu Koi.'lenbedarfes durch geeignetere Mittel, als die im FriedenK.mtwurf vorgesehenen. Die Veröffentlichung des Wortlautes der Berfchlägc ist für deu Fall in Aussicht genommen, daß hierauf auch von der gegiverischen Seite Werk gelegt wird. Eine neue Note über die Ausländsdeutschen. Paris, 18. Mai. (Lavns.) Eine weitere beutfde Note bette!send bic Deutschen im Ausland wurde heule vormittag Elemeuceau überg. den. Vie zriedenrvkrhandlungkn. Paris, 16. Mai. (SSflff.) 5>ar«S. Tie di- ploma: sche Lage. Tie Mim er des Aeußern nahmen die Berick-te der Kommissio.i für bie Fest- fetzung der bulgarischen Grenze an. .Ter Viererrat wird die Antwott aß^den Protest des Grafen Brocktorff-Rouhau a.^U.die Be setzun^ des linken Rhe inuse rWu nd des Saarbek- kens endgültig feftlegnt Llohd George war am Fieitag abenb noch nicht noch Paris zurück^efehtt. Er befichaigt in den befreiten Gebieten bte eng- lifd.rn Truppen. Tie Veröffentlichung des Frie- deusvettrages wurde prrizipikU beschlossen, aber die Ausführungsmodali'äten werden erst m der relelden iii.emnt •on Iota Itiitn- i lubMb wird bie Entente einlenken? Die deutschen Kundaebungen gegen den grtüullfiiebcn gehen noch immer mit gleicher Leidenschaftlichkeit fort, und im Ausland taut M Ers des Hasses und der Mißgunst lang fam aus, nur nicht bei den Nächstbeteiligten, Frankreich und England. Wir wollen uns auf das Bedauern, das Mitleid der Welt, ja nichts 1 niibilhen. Da wir nicht mehr stark und mächtig, sondern, wie eS gewünscht wurde, schwach unb ohnmächtig sind, legen draußen viele die Rute der Schmähung und Drohung aus der Hand Ja, es werden auch im Aus la nde mehr unb mehr Warnungen gegen die Jmperialsi ften in Versailles taut. Von Dänemark wird dies in inö^ehcr Weise besorgt. Die dänische Regierung bekräftigt aufs Neue, daß sie kein bcuifd)ed Land beherrschen möchte, locil dar aus nur Unfriede und neuer Kampf erwachsen würde. Die amer kanifche Stimmung läßt sich noch md)t vollständig übersehen Wilson soll seine Absicht kundgctan haben, sich nicht mehr Wiederwahlen xu lassen. Ob bezüglich des Friedens feine Tatenlust und Energie gesunken ist. lassen die Vorgänge im Westen nicht vteirncn. Unsere Feinde haben es einstweilen noch verboten, den Vertragsentwurf im Wortlaut zu veröffentlichen, da er, so soll Lloyd George gesagt haben, weder unterzeichnet, noch ratifiziert sei Sie hatten sich anfänglich auch gesträubt, überhaupt längere Auszüge bekannt tverden zu lassen. Man kann nur wünschen^ daß ein Rest von Scham und die Erkenntnis dabei mitspiclen, diese auf papierenem Boden gepflanzten Bäume würden am Ende nicht in den tzinnnel wachsen, und die Enttäuschung der eigenen Völker würde dann den Gärtnern gefährlich werden. Don verschiedenen deutschen Regierungs- teffen wird aufs neue bekräftigt, daß an eine Interzeichnung dieses Friedens nicht zu tenfrn ist. Ebert fügte einer solchen Festste!-- Iung neuerdings hinzu: „konnne, was da kommen Ina*#''~5Hi!hef*b€Ulltd)cr toifb es, daß bf^l^ner fid) um schöne Grundsätze keinen Deut mehr kümmern wollen. Die Engländer verbieten in dem von ihnen besetzten Gebiete die Veröffentlichung der Noten Rantzaus, mit der Begründung, daß dies eine leidenschafv- liche Bekämpfung des FriedensoertrageS bedeutete, und eilte solche könne nicht zugclasscn werden. Das ist die Freiheit, bie vielgerühmte Freiheit, bie uns bie edlen Vortänzer ber Menschlichkeit bringen? Ferner haben sie es bewirkt, daß in der Pfalz eine Bewegung das Haupt erl ebt, sich zu trennen vom gleiche und eine selbständige Republik, also eilten Pufferstaat, zu bilden, der dann nalür- irf) zu gegebener Zeit von Frankreich ver- chlungen wurde! Deutsche sollen ihre Namen kuu hergegeben haben! Es mögen sich einige olcher Verräter gefunden haben, die Propaganda, Zwang und Druck ber Franzosen mögen einige Wirkung tun. Aber der Wille des Dolles in der Pfalz — nein, der wird mit Fußen getreten! Nimmermehr hätte man glauben mögen, daß ein W.lson, was man auch sonst von seiner Ehrlichkeit gedacht hader. mag, sich mit einer solchen Sorte unverfärbter Annexionisten zusammentun würde! bingeben, unsere Gegner von der Unerfüllbarkeit zu überjeujrn unb möglichst 'zweckemsprechmde Die deuffche Delegation vermag daher nicht I Gegenvorfc'Züre zu mache:i. Deutschttnrü muß fern glauben, daß di.se Regiettingen sich der dcpra-- na bnnk5 und wittsck^silickies Eigewieben, strnr ■tocubai FolAUi bcwuß: sind, die der AttiLl 4381 Souveränität und Selbständigkeit als StaatÄvefen rhtrn gemischten, deutschdüni scheni Staat zu bilden mit allem tuoJ daraus fötal. I — Ter Minister wies dann auf die Möglichkeit »ukünstiger internationaler Komplikationen W, tuntn nicht seht eine nationale Lösmia der Frag< erreicht würde. Tie Geschichte lehrte darüber g< nug, und die Welt hätte ebenfjnxmtg wie Däne etarf eine Entschuldigung, wenn ihre Lehre auch diesmal wieder überhört werde» sollte. Amerikanische stimmen zum Frieden. Berlin, 17. Mai. fSBolff.) Die englische Presse gibt eimge amerikanische Pressestimmen übci me Friedensbedrngungen wieder: Der „News V0 rkSu n" schreibt- „Man muss sich fragen, ob die Bestimmungen sich auch auf das angeboren Geschlecht erstrecken dürfen — das Recht, die Sünden der Väter an den Kindern heiinzusndycn, ist bisher kein Prinzip der Politik gewesen." Zweifel an der Durchführbarkeit einer Steche durch Genc rationen finden sich in allen Artikeln der tonfes bah Den Presse. Das ..Journal os Com merce" sagt, der Vertrag sei hart, um Deutsch land vielleicht auf Generationen hinaus zu verkrüppeln. Tie „Tribüne" schreibt, Deutschland »verde wirtsdmftlich in Jes eln gelegt, vorausgesetzt, daß die Alliierten Ausdauer und Kraft hätten, die Turchsührung des Vertrages aus 30 bis 40 Jahre «u erzwingen Bvn gleichen Prämissen auSgctend, bezeichnen einige der offiziösen Blätter der unparteiischen Liga von Nord-Takola den Vertrag ab schauerliche Versklavung der Temokraiie. Wil fon kehre nicht als der größte Mann der Geschichw, sondern gebrochen und diskredidiert zurück. Liberale Blätter vertreten die Ansicht, baß der Ber trag Ursache zu fortgesetztem Streit in Europa SÜbe, da der Friede Teint Elemente der Dauer t sich schlösse und Wege für den ungezügelten Imperialismus in Asien und Afrika eröffne, das; er im schärfsten Widerspruch stehe zu den Idealen, btt Wilson gepredigt habe und daß es für Amerika ein Wahnsinn sei. sich am Völkerbünde zu beteiligen, weil er nur einen fokben Gewaltfrieden decken solle. Wilsons Prestige sei schioer, möglich r weise dauernd beeinträchtigt. Man vergleicht i!n mit Clemenrean, dessen rauhe Elnftchleil moraliicte Qualitäten aufweife, dem hochllingende Phrasen, die nicht in Talen umgesetzt werden könnten, gänzlich abgingen. Der „Temps' über die deutsche Politik. Versailles, 18. Mai. (Wolff.) Ter ,Semps" wirst in seinem heutigen Leitartikel dem offiziellen Teutsckylanb fror, es urteile in der Niederlage, nrie es im Siege geurteilt habe. Er halte eS für un bestreit bar, baß die 'Deutschen, wenn sie ein Territorium nötig ;u haben glauben, eben dadurch ein Anrecht auf feinen Besitz haben. Graf V r o ck d o r s f glaube unwiderlegbare Beweise imd Gründe vorzubringen, wenn er darlege, daß Deutschand nicht in dies oder jenes' Opfer einwilligen könne, ohne einen Teil seiner industriellen Wohlfahrt .verlieren iber eine An- zaht seiner Giumobncr auJnxtntern zu sehen. Bevor man erzähle, baß Teutfchland verurteilt sei, an Arbeitslosigkeit und Entträflung zu sterben, sollte man dach zuvor dir Art prüfen, »vie es heute seine Hilfsquellen ausbeute. DcutMand erleide heute die Wirkung der verfehlt ent Helfferichschen Finanzpolitik, durch die chic ungeheure Masse künstlichen Kapitals geschaffen sei und deutsches Geld ins Ausland ab- immdere. Die Le densmittelkrise komme daher, dast bir «vichtigsten ’lanhnnrtfchaftlichen Arbeiten vernachlässigt «würden und große Streifen unbebaut bltebcrf ustd wieher" versumpften. Tie, Wirtschaftet, isc komme datier, daß der Marxismus in Deutschland am Ruder sei und seine Früchte trage, daß die Bergleute streikten und allgemeine Arbeitsscheu herrsck-e. „Ties sieht man," so schreibt der JtcmfrS", „wenn man die Wirklichkeiten des heutfifcn Lebens und nicht mehr die Noten der deutschen Delegation betrachtet. Statt zu stöhnen, täte Deutschland besser daran, zu arbeiten. Sein Schreien wird niemanden überzeugen, solange es selbst seine Lage sabotiert." Die Frage von Finme. Amsterdam, 17. Mai. (Wolff.) Ter Pariser Korrespondent des „lel'-groaf" erfährt von unterrichteter Seite, das; dir Fra».' von Fiumc fo gelöst Worten sei, daß die Stadt Italien gegeben werde, welches durch tuen SlaatS'oertrag die Be- vutzung des $)afcn5 beit SLslawen überlaßt. Die Verteilung der Türkei. Paris, 17. Mai. (Wolff.) Havas. Tie Blatter legen die Besetzung von S m y r n a als ein Leichen für das in crnigni Voten ober Tagen bevorstehende Ende des türkischen Reiches aus. Tas ..Echo dc Paris" glaubt, das; man aus der europäischen Türkei zwei Teile marfjen werte: einen, den man zu Griechenland Magien werte, und einen internationalen Staat Konstantinopel unter ameritanifdjiem PrvtcklouaL. England würde die Mandate über Mesopotamien und Palästina er* teilen; Frankreich erhalte Syrien, vielleicht mit Siarbefr und Adana und etnige Mandate um Anatolien herum: Italien bebsmme Adalia und das Proicktorat über die Türken, deren Hauptstadt Brussa oder Konia würde. Dem „Matin" zufolge soll Franf>.-eich zu Syrien Cilieien erteilen: En» land ertelie mit Mcsotvtamien Arabien und bit anderen an Palästina grenzenden Gebiete, Die Unruhen in Aegypten. Rotterdam, 18. Mai. (WTB.) Fn ber Sitzung des englischen Unterhauses vom 1 >. M- i erklär e UnL rfia.it s kr tär Harmsworih, te Aufbruch der Unruhen in Aegypten sei für das auswärtige Amt vollständig überraschen! gewesen. Bei der Unterdrückung der Unruhen seien last tausend Aegypter getötet worden. Die polnische Offensive. Berlin, 17 Mai. (WTB.) Die Polen fahren fort, die Abmachungen des Wasfenstill standes täglich durch liebergaffe zu verletzen. (Situ angrisfs weise P a t r o u i l l e n l ä t i gke i 1 der Polen wird aus allen Abschnitten des pofen scheu Aufstandsgebietes gemeldet. Ein gröberer polnisck-er Vorstost nordöstlich N tzwalde mutzte mit Unterstützung unserer Artillerie abgewiesen werden. Bei Rawitich wurden die Polen, die sranzö fische Stahlhelme trugen, ebenfalls abgewiesen. London, 17. Mai. (WTB.) Tie „fbiorning Post"' meldet ans Warschau: Paderewski hat seine Entlassung als Ministerpräfident gegeben. Sie ist vom Landtag nicht angenommen worden. Die Krise ist daraus zurückzuführen, dast der Landtag sich geweigert hat, das von Paderewski in Paris gegebene Versprechen der Einstellung der polnischen Offensive zu unterstützen. DieUkraine in derHand dcrBo schewisten. Warschau, 17. Mai. (WTB.) Funkspruch des Wiener K'orr.-Bureaus. „Gazeta Polski" frei-- öifentlid.ä eine Unterredung mit dem Kvmmcrn- banten der polnischen Militärorganisation in Sti.iv, der vorgestern and Kiew in Warschau eingetroffen ift Rach seinen Mittei lummen ist mit Ausnahnact der Deirke von Luck, Rowno und Ostrow urtbeinnn Teil der Bezirke von Schitomir und Kmvel die ganzeUkraine in den £> ä n b e n de r B o l - schewisten. Petljura, dessen Houptguanied sich in Nowno befand, schloß sich ber Sowjetbewe- iginig an. Der Kommandant ber nkrainiscktm Armee, ber S>etman Os'ilko, versuchte in Nowno einen Staatsstreich, ber jeboch mißglückt ist. Mit wenigen Offizieren hätte er sich zu bim polnischen Trugen gerettet. 1 Die Roten Truppen seien aus dem Vormarsch gegen Tarnotel in Oftgali.üm eilige- brungen, nm sich mit ben Ungarn zu vereinig gen. Kiew sei kampflos den Bolschewisten über- geben utersdye Bureau meldet, daß die Russen ein Ultima- tu m an Rumänien gerichtet haben. Beide Länder befänden sich im Kriegszustand. Aus dein Ueiche. Da- Gesetz über Betriebsräte. Berlin, 17. Mai. Tie Vorarbeiten des ReichSarbeilstmtes für ein Gesetz über Betriebsräte sind soweit (yi>ief)cn, daß am 15. Mai die erste fjrnnb'ä..Ildjc dlussträte mit ben Vertreten' ber mnstg b nb n Unt ruehm r- und Arle tn.hmer mgiai!tfnLii>iirn ftottfinten b. unle. Es ist bvab» sch igt, in allm Betrieben, nx> mindestens 20 Ar- teitnel/mcr teßteftig werten, Be riebsralo zu er richten. In den inxfy unverbiudliten Richtlinien für das kommende Gesetz ist für die Angestellten und Arbeiter ein gemeinschaftlicher B e - ■t r i e b d r a t vorgs, lyei, teil» bitten beide Gruppen •ür die Sonterfiagcni bifonbere ^kratung5förpcr. Besondere Be immui'gen fitem ber in der Minder teil befinbl ck»cn Gruppe ihre Vertretung. Dn Betriebsrat soll minterei.8 3 und hödyüens 25 Mitglstter ha''en. Die Wahlen ter Angesellten und Arbeilcrmi'glieter fnd gr-t* * * vcnnt vorzunehmen. Ter Ausgabe k eis ter Belriel.Ste:e entsprich teil- ne se den bi:l)*rigmt Beslimnmi g n für die Au- g stelllev- und Arteilerausstliüsse mit ter Ergan »ung 1 in "8 Mitbe>.iinmut g:> echte- Lei Einste! u 1- am, Kstitd gnn-ocn und En las.ungen nach den in ber Berliner M«!ollrndusctie g- troffenen Verein barnngm. Ter Betrübsrat soll aber auch dir wirtschaftliche Ausgabe haben, den Arbeitgeber bet der Betriebsleitung durch den Rot zu unterstützen und für - einen möglichst hohen Stand ter Arbeit- triebsrates ober einzelner Mitglieder durch Mist ttauensootuin jederzeit erzwungen werden. Aus StaM und Land. Gießen, 19. Mai 1919. Schenkung an die Universitäts-Bibliothek Eilte sehr wertvolle Autobraphensamrn* lung, banmter auch.Selbstschrtsten Fried- richsdesGrosten,Goethes, N. Wagners, A. v. Humboldts, ist der Um» oersitätsbibliothek durch eine Stiftung ihres Besitzers, des Herrn Gustav Bock, zuge- ,allen. Nach Wiederkehr friedlicher Verhältnisse wird die Sammlung im Ausstellungsraum der Universitätsbibttothek allgemein zugänglich gemacht werden. Lebertran für Deutschland. Von Norwegen werben 400 000 Kilogramm Medizinal-Lebertran nach Deutsästand ringcsührt. Der Lebertran wird zum Preise von 8.5U Tlt. für das Pfund als Sonterzut ilung durch Vermittlung der Apotheken und Drogerien an unterernährte Kinder, Kranke und Sieche, an Fürsorgestellen, Heilstätten, Krankenhäuser, Kliniken, Lungenteilstatten, Siechen- und Alterslreime ab- gei.Tcten werden. Anträge ter Apotheken und Drogerien finb bis zum 31. Mai an die Drogengroß- handlungen und an die...Hcigeda" einzureidyen. Für diese Sonderzuteilung ist die Bestimmung ter Abgabe von Lebertran nur gegen ärztliche Verordnung aufgehoben. ** Buttermilch gelangt von Montag bis Samstag in den Verkaufsstellen der Firma Gebr. Grieb zur Verteilung. (Siehe Bekanntmachung.) ** F r e i b a n k. Dienstag, 20. Mai, werden von 1—4 Uhr die Nummern 1701 bis 1900 beliefert. • ** Amtliche Personalnachrich- t e n. Am 23. April d. I. wurde der Reg:e- rungsbaumeister des Maschinenbaufaches Robert Wagner zu Göttingen zum Vorstand eines Mafchinenamtes in der Hessisch-Preußischen Eiseubahngemeinschaft mit Wirkung vom 1. Mai d. I. an ernannt. ** Die Eisheiligen, diese von jedem Landn»irt und Gärtner so gefürchteten Nachtfröste int Mai, haben sich, wenn and) mit reichlicher Verspätung. imm doch noch eingestellt. Nack) einer merk- lüten Abkühlung am Samstag nachmittag setzte in ten Ixiben Oergan^nen Nachten ein leichter Frost ein, der an ten eben auf geteilten Bohnen-. Tomaten- und sonstigen Gemüsekülturen sehr grotzen Sckiaten (anndjt'rte. Obwohl die Obstblüte m ter Hauptsache als beendet zu betracksten ist, stand doch eine «roste Hahl von Obstbäumen nod) in ber Blüte tunb Jjat gelitten, so dast die bererkstigten Hoffnungen auf ein reiches Obstjahr wohl ettvas zurückgesteckt werten müsfen. **Postverkehrmit Amerika. Das amerikanische Departement für das Postwesen teilt mit, daß der Postverkehr zwischen den Vereinigten Staaten uftb Deutschland, Oesterreich, Jugoslawien und der Tschechoslowakei via Niederlande wieder ausgenommen wird. Vorläufig werden nur eingeschriebene Briefe und P o st k a r t e n in den Vereinigten Staaten für den Postverkehr nach den beiden erstgenannten Ländern angenom- nicn, während der Postpaketverkehr noch nicht zuaelassen ist. ♦* Anzüge für Entlassene. Das Kommando des 18. A.-K teilt mit: Ucber die ?>eschaffenheit und Zustäudigkcil des Entlas- sungsanzugcs bestehen noch vielfach Zweifel Auf neue Stücke hat kein Entlassener Anspruch. Es sind nur Stücke von g a r n i f o n • brauchbarer Beschaffenheit zuständig. Wer die Annahme des ihm angebotenen Anzuges (Uniform ober Zivilanzug aus ben Bestäuben eines Reichskleiderlagers) verweigert, wirb grundsätzlich mit der festgesetzten Entschädigung von 93,88 Mark abgefunden gemäß Verfügung des Kriegsministeriums. Ferner ist vielfach die Meinung verbreitet, 1 daß die empfangene Uniform allgemein gegen einen Zivilanzug umgetauscht wird. Diese Annahme ist irrig. Das Kriegsmiuisterium hat angeordnet: Wer einmal mit einer Uniform Feuilleton. Ali.kdklflkfchichttn. Der Flieter hat nicht, wie etwa Veilchen und Rose, einen ganzen dichterischen Hofstaat um »ich |U versammeln vermocht. Die bekannteste Stelle, wo er btditerifd) verwertet ist, ist wohl jene in ber NohanniStagsszene ter ^Meistersinger", wo Haus Sadis sagt und singt: „Wie duftet doch ter Flitter ko erstäni>ui st begangen. Es ist nun aber merkwürdig, daß die (tze-- sdnchte des Flieders üterHaupt ün Mißverstänte uisstn reich ist. Dazu gehört die bekannte, auch in Hessen öblidie Verwechslung von Flieder und Holunder. Was wir Fliedertee nennen, ist in Wirklichkeit Holuntertee. Diese Vcr- toefiti-dung fdycint, wenn Heinz Welten mit feinen Anguten Recht hat, aus die ungeheure Vernnrrung ter chotonischen Namengebung zurückzutyehen, die bis ins 18. Jahrhimtert hinein lyerrfdxte. Seinen lateinisd^en Namen „Syringa" hat ber Flieder von Linns «und zwar nach dem asrikanisdyen Namen des «gemeinten Flieders „Seringa" erhalten. Der Anklang tut die griechisch Nimiplye Styrinx, ter ilm zur Umformung ter as> ikanisdzn Bezeidmuug ttnanlaßte, 'beruht aber mietet auf einen Miß- tg.'Tftämbrtiiz, tenn jenes Gewächs, in die die von Pau verfolgte Nhmplye verwandelt worden war und fpu4 deren Zweigen sich ter Gott seine ,,S>rinx" oder Flöte schnitt, war nidyt etwa ter Flieder, den die (fluteten noch gar nidyt kannten, sondern es war das Schllfrohr. Es spiegelt sich oic eigenartige Geschichte des Flieders in ter Mannigfaltigkeit der Namen, die ihm in den verschiedenen 'Sprachen geblieben sind. Mattiolis „Lilac", it’iofron übrigens die Forbenbezeichnung .,Llla" abgeleitet ist, hat sich noch in dem engli- sdyen, italicnisdyen, spanischen, portngiesisdyeu und srauzösisdicu Namen ter Pflanze erhallen. Im skaudinapisdt.'n Porten heißt er allgemein „Springe" und eine Reihe von sonderbaren Bezeid)!- nungen in versdyiedenen Teilen Dcutsdylands sind andit von dem lateinischen Namen ab-nlcttcn; so „Zlirinken" int Alemannisdycn, „Zitenieu" in den Oststeprwinzeu, „Sirdytm" in Flensburg. „Zi- teueu" in Niederdeutschlaud imd „Zerentschen" in Thüringen. In ten öftcrrcidyifdyen Alpenländeru nennt man ten Flieder auch ..Türkischn Holler", ivorin «die Gleichsetzung des Flieders mit dem Wohinter wieder erkennbar wird, ferner noch „Spa- nifdy Blue st" und „Raßnagablüh". Die sremdländische Herkunft und verhältnismäßige Jugend des 5lieber3 bei uns mag nwhl die Urfadz davon sein, daß Volksglaube und Volks- brand) bieper auffälligen und amietenden Pflanze sicky verhältnismäßig wenig angenommen haben. Merklvürdig ist immerhin ter Parallelismus, daß ten alben Persern ter Fliederbuum in derfelbew "Weife heilig gewesen ist, wie der Holunder unseren altg€rniaiiifd;cit Vorfahren. Die rote Fahne Die rote Fahne ist zum Stymbole ter Bolschttvisteu und Genossen geworden. Womit hat sie eigentlich die Bevorzugung von dieser Seite üerbient ? Gustav E. Pazaurek, ter bekannte Stuttgarter Kunstforfcher, macht barauf aufmerksam, baß die Erhebung der votcn Farbe zur Siymbalfarbc ter Revolution als ein ziemlid: primitiver Vorgang zu beurteilen ist, insofern bas Rot offenbar nur wegen ferner auf» peitschen ben Wirkung auf unsere Neroen zu dieser Ehre gelangt ist. Tiefe aufpeitfchente Wirkung ist ja von ben Kampfftieren in ter spanischen Arena ganz bekannt. Wie stark sie sich bei Naturmenschen äußert, bafür hat Wißmonn einmal ein thtrakteristisches Zeugnis erzählt. Als er bei einem Tauschgeschäfte mit bem kleinen Naturvolk der Bakubas plötzlich ein größeres Stück giellrjten Daumwollstosses entfaltete, sprangen dick Leute mit einem Aufschrei tes Entsetzens aus, hielten sich die Augen zu und liefen bafran, »nie iivemt unvermittelt ein Schuß abgegeben roor^ai nüre. Tie Symbolik tes Rot in ter Geschichte spiegelt tenn auch diese ausreizente Wirkung wie-' ter. Es ist vor allem die Farbe tes Blutes, des Feuers, tes Krieges, der Pncht- und ter Machtentfaltung, und kraft dieser Gedonkcnverbnidungen dürfte es gcschichttuh in viel höherem Grade als Dm Durdjc 11. Bnm tnrftrt K toiDodfr Unecht !m. io sollen ihn- frfntlQfjung m dii verbleiben mi fjaiaj zu dem. ro I in leitende G^dn lünigen Aeiangev i» nidyt, daß es fi \ Üuludkehrmden m biä die notro tt erfjreibereicn, lte'uchung unö (ft kn biefer bmsich M ist schr woh tenr keine groß die eigentliche Farbe der herrsdyenten Klassen b-cna als die ber „Enterbten" bezcichuet werten. Lei tem großen iSpartakusaussdairte bes Jalyres 71 v. Elyr. ist «die „rote Fahne" viel eher im Lager tes Markus Licinius Erassus, des Besiegers ixt aufstünbigen SNaoen unb eines ber großt,^ dkriegsgeivinnler ter Welt, zu suchen, als bei ten Ausrührern. Wenn bie russischen Bolschewisteit gerate die rote Faky-ne entfaltet haben, so enbt spricht die Wahl dieser Farte recht wenig teil nationalen Jnstnrkten tes russischen Volkes. Ten» ter Russe steht in Farbenbezeichtungen noch vielfach auf tem Standpunkte von Naturvölkern, ten«n die Tifferenzierungen fehlen; für ihn ist „rot* fast ganz gleichbedeutend mit „sdyön", „herrlich'^, prächtig". Die „rote" (oder „schöne") Pforte in Moskau birgt keineS.vegs Nefrvlutivnscrinnc'i rnngen, sondern würbe zur Krönungsfeier bdl Kaiserin Elisabeth 1742 von Finanzgrößen er* rid)tet, trägt somit ausschließlich imperialistisch'^ Gepräge, aber keine Spur von Bolschewismus. Taß ferner baS Rot auch bie Kriegsfarbe ist, bürste ja eigentlich beim BolkcteivismuS, der ben Völker- krieg verurteilt, auch nicht als Empfehlung bienen) unb wenn bie rote Farbe als die tes Blutes zugleich ter Symbolisierung der Liede, und zwik säavhl ter erotische», wie auch ber felbstlvßiH Nächstenliebe bient, so bürste ihr Anspruch, anS diesem Grunde als Spartakistettßarbe zu bienen, iroU, je nachdem man dicS Symbol von tet eine oder vcm ter anderen Seite nimmt, voi< beiten Parteien her bestritten werden. Die rote Fr.kine als Walyrzeichen tes SpartakismuS und Bolsdyewismus ist teter recht primitiven Gedankenverbindungen zu verdanken, und man kann Mi« zaurek nur zu stimmen, wenn er betont, baß I« unter ten gegenwärtigen Verhältnissen bei unH Einerlei Eristenzborcchtigung mehr hat. ösuche R Mi j i Wl4U miete nÖOliö kaike ESs »I ML fei Wß . Cöll l .^dir if mieten , i^Äerb. &&•' «ET* K 25000 dZs AL bmdfW ^jlhtni. ' ■fF’VS fviimfl der B1 [/[en. MV» p Abgobr"- «us bftn: -Franks^ Itolfiirt ‘uni’ Art byrsonen, die Ltr, willen, von Hner ber @kt ki unb mußte MM Klanket Die Ko L LaubaÄ mÄemeinberc i Wflfl ffebrml fcfrlflt»’ mit ben L Va^kwrsdiäge ui nvrben fänne avaefunoen ist, hat keinen Anspruch mehr aus einen Zivilanzug, da der EntlassuugZ. anzug entweder aus einer Uniform oder einem Zivilanzug besteht. Es ist deshalb ztpecklos, wenu immer wieder Leute deshalb bei den Bezirks komm andos usw. vorstellig werden. *♦ Dem SchlichtungsauSschuh für die Provinz Oberhesfen ist vom Demobil-, machungskommissar die telegraphische Nachricht zugegangen, daß er den Schiedsspruch wegen Lohnstreitigkeiten an bem Alsfelder Bahnhofsumbau verbindlich erklärt hat. Der Arbetterstreik, der nun 3 Wochen dauert, ist damit beendet. ** Einziehung der 50-Mark- N o t en. Wie wir h ören, ist beabsichtigt, in kurzer Zeit die Reichsbankiwte zu 50 Mark mit dem Datum vorn 20. Oktober 1918, aus deren Vorderseite im Hauptteil eine fast qua* dratische Umrandung und der Text in braun* schwarzer Farbe gedruckt ift, aufzurufen. Ta die Frist, innerhalb welcher diese Reichsbauk- note noch als gesetzliches Zahlungsmittel gelten soll, voraussichtlich kurz bemeffen, höcly stens auf einen Zeitraum von einigen Monaten beschränkt wird, empfiehlt es sich, mit der Ablieferung dieses Geldzeicheirs an die Reichsbank mögl chst bald zu beginnen. Kreis Lauierbach. la. Willoss , 18. Mai. Heute feier he Lehrer Stephan sein bOjähriges Dienstjubiläum. la. B e r n s h a u s e n , 18. Mai. In ten drei Ortschaften Bernstxmstn, Uetzhausen und Nbetev» Stoll ist eine Bezugs- und Abfatzgeiwssenschäft gegründet worden mit dem Sitz in Bernshausen. Krcis Scho ten. E. 2 a u b a dje 18. Mai Tas Amr-csen der Frau Gebig ging dstser Tage zum Preise von 15 000 Mk. in den Besitz des LandwittS Ludwig Graf über. E. Laubach, 17. Mat Bei ben zwei letzten städtischen Holz c -fteigt rurgen in den Di wik en G-el^eiM imb Steinbach wuroen wieder s hc hvlye Preise besagt. Einige au*5n«ärttge Holzhändler trieben die Preise hoch und iver Holz haben wollte, mußte mitbieten. Zw?i Raummeter DuchycuschLit- lyolz kamen auf 180 Mark. Kreis Friedberg. Q. Bad-Nauheim, 18. Mai. Der Ort-3< ' getoerbebcrcin und die Metzger- und Schneider- ; Innung überreichten heute gemeinschaftlich an 17 mäimlidyc unb weibliche, auS bem Kreise Friev« berg flammcnbe Prü linge in ber Stadtsch:d« die Gesellenbriefe. — In der gestern ab* gehaltenen Hauptversammlung des Knr- unb Ver f di öncrungsvereins nur c mitgctcilt, daß 'die Mitglieoerzahl 281 Personen umwßt. Tic Einnahmen des Vere ns tetnigen 705 Mk., dir An gaben 541 Mk. Der Bermögensbcstand rund 1000 Mk. Für Neuherrichtung von 3iuteb an Fen wurden 475 Mk., fiir Vogelschutz 50 Mk. bewilligt. Der altbewährte Vopstand mit dem lang:ährigen Vorsitzenden Lehrer August Wagner wurde wie- tergcwählt. » oa. Bad-Nauheim, 19. Mai. Heute eröffnet die.Hank für Handel und Industrie (Tarrn* städter Hank) int Hause des SanitätSralS Tr. Stoll am Aliceplatz eine Niederlassung. Gleichzeitig eröffnet die Teittsche Bank im Hause Parkstros» 24 eine Niederlassung. Starkenburg und Nhelnhdssen.-. ' wo. Worms, 16. Mat. Der Ans stank ter Fabrikarbeiter ist durch Wie erauf* nähme ter Arbeit am vergangenen Mi.twoch bei* gelegt. Die zwischen ter Industrievereinignng und den Arbeiterorganisa ionen geführten Verhandlungen haben zur Einigung geführt. Hessen-Nassau. ht. Limburg, 18. Mai. Das hieffge ehemalige Kriegsgefangenenlager soll zu einem Durchgangslager für Teut'clye, die aus ter ^ftiegsgcfangenschast h imlehren, umf.c.aui werben. Die leitenden Perfönlichkeüen sind bereit! in Limburg eingetroffen. = (Frankfurt a. M., 18. Mai. Der hier wohnhafte .18jährige Eisendreher Lorenz Welzen- Heimer zündete in Karsbach (Untcrfranfeiv, weil tlymi dfort nicht die gewün schten LebenS- mittel verabfolgt wurden, ein Bauern- g c h ö s t an, nx>bci ntehrere Scheunen mit reidyc» , Vorräten in Flammen aufgängnt Das Würzburger Volksgerickyt veru rteilte den Burschen für biefe i Tat zu vier Jahren Gefängnis. = Frankfurt a. M., 18. Mai. Die Demonstration der Mehrheitssoziali- ft etrt gfcgen den Gewaltsrieten, die Samstag nieh> , rere Taufend Personen auf dem Römer berg zue fomniemiefülyrt hatte, wurde von ben Sparta- ^mietunatz fcatr ju vcnnikie F Neustadt 4 [feien faun Echt W »hallen P’tlialltorftr, 18 ff M. Um hdnüWüi) \s\w pvXHodiuJM. ffbl.3iinmrtU N'fftlibe nml; m Sitihl. k ml. MW L_ f’tff Herrn tu ?fn. y^Ntiiiilhn HÄ I 4i| ort. Sie Und waren berbdtmt und waren m beirrt . . . Sie Das Durchgangslager Al.hen t Ort)« Gebr. Damenrad floftümflriü, mit etwas (9nmmtberei- Verkaufe | vretvw. al'Ana. Schr. Ang. ont. (»0742 a. o. Wirft. 21 »a. ■TH verui gibt ab GU04 ttn Lw CntfiexL 09754 futbu Stellerangebote Mietgesuche | ■ Schr. tlnatborr zu verlaufen QKB8 ! Tjf '^ni fiiebt Ziinnicr ' f.iin < 5lneb. 1 f- ^a-b. Wei«n.y tuen von ben.liiöbeln m nmie en. 2dir. finget». M rftgt cb> u mn > au: la au: ror* D bntiü fiuia *n verlaufen. W912i Seiter»weg 39L "nid > &b [Kilt » : (Ian* ir svll A-ktyitl laifitu» 8, au' tqua» >taa» n Te »baid. dod, hoch. I $6- h, mit ui bit h bet ow i'ublrg Acltcrcs tu. Wikin, inHnu^baU und Qranten- nfleie erL sucht dauernde kitgti 1J0L inftn I br bx I "na In We en in Schr Ana "!^7t a. d. (Mie^. ?L m »wr-üx:ebn.i. aeaen Bf 3» Rimmer - 4x-od» ?dnif I. 'Slnncb «*74sa. d.«^len.«n*. Si)nctöergefelk, der an selbständiges flr« bC'tcnjieroöbnL fuMt alsbald Stell ng auf dein Land. Schris L Angebote un:. Itb/Jiin d Wien, «ns. iliiil.niidl.Zini in» :.i i I ebrtit I Irra ab- | > nü i 'XtrÜt, I 0-61 IW öl, btt nfr nml Putzfrau ! utm Saalouven gesucht für jeden Tag ob. stunden» weise. 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Mui Zu her bmorfttfien- SemeinderatSwa hl sind 21 Ach, dielen b> vo 1'lilag gebracht. Tie Li te ist am hiesigen erarflrlah mit d-m örmerlen anfr daß ww Va 'livs'h Lge ohne NmnenSuuterjchrifl go nacht n>-rben fjimen. L Hafetistalle, alles sehr gut erhalten, preiswert zu verkaufen. Pnnly. Mai I)lar Ain Bahnhof.__ (Vtn fiiuben'tiibldtcit u. zwei gebrauchte,«gut er* baftcuc Ccfcn billig au verMlaiser Allcel 1.^" = Boch'eiDetSpsitezimoiBr, fall neu, von Privat. Au rerkaus'-u. N.chere» bei Oerrn Recht anwait 911= brecht. SelterSweg 38 I. "esHcbtBsiiomidcheTi da» auch Aitr Gartenarbeit willig lit t-lufän jeviul. “** P aalikLe »r 5tr. 87, I idiür.rs MMci filr kleinen Haushalt ae- |ofe hak sich durch seine Unmenschliche Dehao^MerG unter den Gefangenen qummigt Hasser beritt» gejaflen und mehr al» einma, wurde e» iie6ge- sprachen, datz die au» Fcantretch Zurückgefedrtr» Öre erfttn seien, die mit Freude zu den Lassen -ritten, ia!l» wir z» einem erneuten Äneje mit dwsem „SuIturDoUe" gezwungen würden Äadj verschiedenllicher Schatzung beunben sich in amerikanischer Geiangenschait etwa uUOÜU Mann. Diese Zahl wird eitmal» ukrutiabt, tveil ein Test der Gesangencnnummern wen über die 100000 binaudflebt. Die Gefangenen erklären das damit, dast die Ätnerikaner gleichzeitig zwei Lager einrichlelen, von denen da» eine Lager die Zäh» lung mit Nr. 1. da» andere mit 100 001 heg an». Mag auch die Behandlung durch die VImm» kaner gut sein, so ist doch dir Sehnsucht nach der Heimat ein unstUldarer Schmer, und die Heimat soll dies niemals vergessen Der Bolls- dund zum Schutze der bculfdxn »kiiegs- und Zivil» gefangenen sorg! dafür, datz sich die Stimme» aller Leut scheu vereinen zu der machtvoll, n For» derung Rückgabe unitrtr Ckiangenen 4ui diesen Bollsbund fetzen die in Fcmdcsland schmachtende» Brüder grobe Hoffnung. Baracke i 'ich Kaurn von denen der Wann- »hen verschieden. Äuch sie haben ein ähulich eu - richtete» iirtnlunvrjcim. n»t dar bet Mann- Jdafjen, inu freundtichrn ÄaffMrben auSgemalt. a.w Lsnzierr haben aleuh «mg, stlüosfen eigen? Auf- najmei.ü u>n, llMe.suchun»;i a uch Lazarett. zad AXMiietl der Mamifckvjsien liegt nach der anderen cette des Sn.jcr» zu. glad) in der Nähe der Cnilaufun^s- und Badoan:clt Auch Her find CiMRiterungen öotgencmmtn worden, und jn*ar nurben der «abauiuxlt Sennnunber für Kranke ang.kUiidert. ock kurze Zeit und es wird alles zum Tmp. lang der Zurückkcl/renden bereiiet sein. Das an Arbeit bei dies em Neuaufbau g leistet wurde, ist Kochi anjUx'itrttneiL Unsere GesaiiKmen werden in bni nxtiioeu laff.m ih es TurchizangSausentbalte- luhkn, bau sie sich in ihrer deutschen Heimat be- f'uden, die ihre Ankunft sehnsüchtig erwartet und sie mit Liebe umsorgt Das die Zurückgekehrten erzühlen. Bo,t dem lrtz.cn Lra.tstv.t, der au» amerikanischer Gefangenschaft Zurüchgekehrlen. nxiren. bet uiJiTem La^ rruudgang noch einige anwesend, bie and der Zett ihrer Gefangenschatt erzählten. Sie waren meist beim Rückmarsch im September von Amerikanern abaechnappt worden und in TourS interniert. Die Verpflegung war dort nach einstimmigem Urteil ausgezeichnet, wofür auch ihr glänzende» Aussel>en sichtbares Zeugnis ablegt Die Behandlung war, von einzelnen Fällen abgefefrm, in denen meist Schwarze sich zu! einem Stockschlag hinreihen liefeen, sehr »ufrieben- stellend, und es berrfdxte yaxidxn den 51c- sang,neu und Amerikanern gutes Einvernehmen, 'vie hatten Gelegenheit, Fustball zu spielen und sich JsouDcnirringe" anzufertigen, wofür französische lyrannrüde verwendet wurden. An Löhnmig wurde immer der vorvorige Monat ausgezahtt, der Rückstand wurde allerdings vor dem Abtransport auf Heller und Pfennig ausgezahkt Gkeichz?iiig erhielt leber in verschlosfenem Umschlag in den gleichen Geldfcknnnen den Barbestand zurück, den er beim Eintritt ins Lager hatte abliefern müssen. Die Löhnung reichte, wie alle mit Genugtuung ver-^ sichern, sowrit, dass man sich die ganze Woche hindurch reichlich mit dem billigen Rauchmateri.il versehen konnte. Weniger ehrlich waren die Amerikaner, was anderes Eigentum anging. Taschenmesser und derartige „Kriegsandenken" liegen sie gerne in ihre Taschen verschwinden, zahlten unter Umständen anständige Prei,e dafür und boten für Eiserne Kreuze und andere Kriegs- abzeickien hohe Stimmen. Wie be'armt. entsenden die Amerikaner nur Kranke in die Heimat Bei der Prüfung der Krank- h?ik sind sie iedoch nicht engherzig und legen, wie einer der Zurückgekehrten bemerkte, keinen so strengen Mahstab an wie eine deutsche K-B-Prü- fungskommission. Es wurde immer wieder testgestellt, dast amerikanische Gefangenschaft immerhin erträglich sei. Die wenigen, die sich vorher in französischer Gefangenschaft befunden hatten, sprachen sich allerdings anders aus. Der Fran- Gesucht! 2 Autodecken 700x»0u 2 Autodecken 705x105 In gut erhallen. Zustand. Schrift!. Angeb. um. 0001 an den Gletz. Auzei» erb^ Neuer oder gebrauchter Itlrpiromiiirit für sofort gesucht. Schriftk. Angeboie unter U) an den Bichener Anzeiger. Barchent für ein TÜ bett, neu oder gebrauch^ au kauf oel. Swr. An^ u. 0071« an b.Jftkb. ön* eichkich küt WnyWrfyw tvWbt i * ufehen wirb ttbet An schab bitter empfindet So hat man auch Dte unprüngltche Durch MiyttrE, im Lager vau *e « auf beet läge berabgeie^t Und noch d»rse Zeu yrnSqrn nicht alle abiuwarten Bon den aus amerrkonischer Gesangen,ck« t Zurückgekehrt.n haben manche schon auf dem Transporte oder am ersten Tage im Lager den Weg nach Home gesucht Tie Reueinrichtung des Lagers bat nicht ge- nnge arbeit verur acht und bat sich auch infolge y. Lan^'rtrmXttaill.'Nl b teiliat haben So i t bt* tz nz Ge an ienen- btbLotber cn g vlünoert war en Di chon n gärt- neriichcn An agen inner als des Lag.rs toaien großenteils ausgerissen oder zertretrn. Mil Hilfe eines urfpriht^uh tu>eb verbleibtn- den Russe. Ismmantvs wurche der gröstte Unrat kfcitigt. Tann 'wurde die Reuvrganiiation in Angriff genommen. Die Baracken wurden desinfiziert, mehrfach gekalkt und innen anders aufgeteilt, Tn Nä 'we sind ttrtrö&'rt. Statt ein« 8(KK) fei.b.'Hni Grfa sirm s»ll las Turdxxu:^ logn nur etwa 4000 zurüi.'k.h.ende Teu kche auf» nehmen. s .tprb fi-’f? des bertco'ni Haupt.nn- Sanqes, an dem tfutWrn Tarmerflrroinbc fad Scktild „Durchgangslager" prangt, ziehen sich die M a n w- scha s t s baracken hm. Sie find einfach und freundlich Jedermann wird s.in eignes Bett haben. Nahe dabei liegen die drei Erh'lnngsheime für Mantisch.rs.en. Um i'^ren ein freun lichcä Ge- s ckt zu geben, find sie innen anSgemrlt, mit leb- basten hrrmonistszen Farben. Ein Blaugrau mit b aunen F^ldent und grüner llmraninmg Kan- U ren werden bierri für das lefblichi- Wohl st»igen und ü das größte Erh^'lungS'ieim ist bereits ein Pottum eingebaut, aus dem eine fD?uf fJapcHe den panjen lag über spielen und für Unterhaltung fargen wird. Selb .verstLndlich bat man auch an ein Jtino gedacht. Eine Niesenbaracke, die früher als Brot- lager diente, wird dazu umgebaut und ist Heinal» schon sertiggestellt. An der Ha-iptallee, die von bluftitbcn Obst» bäumen be 'anbeit ist — auch die Brr c sind soweit wid-er herg-'ellt — liegen die Geschäftsräume, xa be i det sich vor allem die Gc r i cht s st e l l e, wo die Zttrstckg kehrten ihre Au saget, über die Bel a dlu, g in feindlicher Gefan-v. s »rf! nieder- legm und ihre Angaben über den Verlust von re sö> lickem Eigentum mackien Ter Ge ichtss'elle argeplLkert ist die Auskunftei. Tie gl irf)c U a.acke, die sich la g hinsn ack . birgt ein S ch r e i b- zimmer, einen Lesesaal uno die Biblio» t hc k. xmihgrn Unfug jn rtroi oerfndX. T« Stdone- triebc erreichten jedoch ihren Zn-eck nacht, da via jBenammlung ihr Geschrei völlig unbrach« ließ, •iriiatb cbgxn mit Heiterkeit aufnahm. X Hanau, 19. iftau Tse Stadtverardnelen ■rndnntgtcn bte «klage eines Eh ren fried- ijfe« für bie in ber Heimat verstürbe mm oder giert« Überführten Sei ger. Aus dem der Stadt horch frühere Stiftungen zur Bersügung stehen- hen Kaiser D'iihelm-Tenkmalsfands tst ein Bs» trag oan 25 000 Ms. für die fttnstlensche Aus- M-staltung dreies Ehrenfri dhases a'igelöst worden. Zur Erlangung von geeigneten Entwürfen soll ein Preisausschreiben erlassen werden. — Auck| in dieser Sitzung gib eS wieder schwere Buy einafersetzimg97t»i a. b. Gien. Anz erb. tz Gießen, 16. Mai 1919. Wenn tnrffre Kriegsgefangenen nach Jahren Ichttachvvller Änetfitintg in ihr Vaterland zurück- phren, so sollen ihnen die wenigen Tage die sie vor der Entlassung in die Heimat noch im Durchgangs- Iixr verbleiben müssen, behaglich erscheinen im Argeitsatz zu dem. was sie hinter sich halfn. Ties ft der leitende Gedanke bei der Umgestaltung des Mbcrigni Gefangenenlagers Man verhehlt es sch nicht, daß es schwer sein wird, die Massen der Suiütflebrcnben noch so lange im Lager zu baten, bis bie notwendigsten Pcri'onalaunahmen »id Schreibereien, nicht zu bcrgeifim ärjtlidx Untersuchung und Enttausitng. erledigt sino. Man hat in dieser Hinsicht schon Ert'ahrun ien gemocht c.i'if i t b es ist schr wohl »u verstehen, daß ein Gelegener feine größere Sehnsucht bat, als mm Und haben cS stumm |ür uns alle getragen Zn aualvollen Nächten und trostlosen Tagen . . , So Gott uns helfe: wir tvollen dessen Alics, alle- — nur nicht vergessen — —l Man hat sie Htfttmtft und hat sir geschsagen —' Sie haben es stumm als Helden ertragen; Sic hoben Turst und Hunger gelitten — Man hat sie verlacht auf ihr flehendes Sitten. Sie lagen wie Tirte in Eisen und Ketten, Man gab ih ien Schmutz statt Lager und Bitten—, So Gott uns helfe: wir können helfen Alle-, alles — nur nicht vergessen! Nun sollen sie wissen: die Heimat lebt! Und daß ein gauz-.s Boll sich erhebt Und reicht seinen ärmsten Brüdern die Hand Hinüber ins Feindesland! Sie sollen es wissen: der Krieg ist zu Ende, Run kommt auch ihrem Los die Wende! Gerechtigkeit, Menschlichkeit wollen wir bringen —v Und lvo ein Dille — da must es gelingen! Harckü auf, ihr Brüder, ihr sollt es hören. Schaut auf zu den Sternen: wir schwören! wir fdirooren! So Gott uns helfe: hnr haben dessen Alics, alles — nur nicht vergessen ... I GmU Schmoll, __Frankfurter Dtratre7. Üini ic Beniner KJU77G S: Heu 33 abiiiiieb W efeck, Mar- buvger Siruste 2ik_______ | Kaufgesuche | I-ciichmelkcnde gftuil ,■» 6d'teibiifd) lo-on zu iie tflif "em Tttockllr. U I. odi bti« Eöbl. Buitmer a- mm i?I wtimuLbe muß 1 * nrvSi*ii z i^irilil ' knben gekämpft und haben gestritten Und baden geblutet für Heimat und Herd, Sie haben Schmach und Schande erlitten Tüchtige M- ii. raillcil- Ardtitlrilliltll für sofort gefacht. 609ß Gebr. Imheuser. 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Der Vorstand der Molkerei-wenossenschast »• »• aiUld.bdnMcr^tiMen. e. der ItafeN Samstag abci Vorstellungen ^schmolzen. 2 Jem zu fesseln u/ue dem abm Wirklich origm geschickte Nl'ten wurde l^keln der Zus £ dem reichh, 'Ans l-ervorm bnigsschtvestern st' Ms durchs Aatdasga^ i* E *s ä?» Sch-nA- hiliminarien btt der l B von Tag z' Hsuhr von Le llnt in diese Drangslage S ganze Volk -4 mit der Ti gliche Rest । Mel ist M l.ei Mng von t »{fein mchl'a Acherpreise dc M Stunden inneren .Schicht durch regelrnäß iü unserer, burt entnervten hast und die n Wilsbau unser «beit. Wer jetzt v i nittel berei a schicksalsschw Arnst und erst Md entziehen -aterlandes die deutet erhöht m3 den Weg a Ättvicklung dl Ameren Zeiten Ä Beran lworti Feinheit gegei licht mit Worte Heren. Der g 'Sin offener 73riej Im Interesse der Allgemeinheit fühle ich m verpflichtet, alle Hausfrauen auf des vorzüglichen Waschmittels „LUDROL hm weisen. Diese Erfindung erachte ich alsei^ die Volkswirtschaft ganz hervorragende Bedeu t Es ist eine vollständige Umwälzung in reinigung, welche heute schon große Anhänger fanden hat, da die Wäsche tatsächlich wundert \ weich und blüten weiß wird. Meine sämtlichen Kunden haben ihre et Zufriedenheit über das neue großartige lPasch* ausgesprochen; der täglich wachsende Umsatz M in 10 Tagen über 500 Flaschen in ffleinemVen \geschäft betrug, dürfte mein Gesagtes bestätigt Der Artikel verdient unbedingtes Vertrauen [Verschiedenes | Mobiliar- Versteigerung. DicnStag'den 20.Ma d. I., nadini. 2 Ubr, werden zwecks Wotmungsein- schräntmig im Nestaur: z. Pfau, Neustadt 55, meist' bietend geg. Barzahlung versteigert: 1 Speisezimmer iCirfiei, bestehend auö Büfett, kredenz u. Standuhr, autzerdem: ein Pfeiler- (Viertel, 1 Tivan mit 2 Sesseln u.OPoltter- ftiiblcn, 1 Sota m. Umbau, 1 Auszieh- ii. and. Tische, bessere Stühle, 1 «stommode, 1 Klapp fessel, 1 zweischl. Bett in. 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Die Etnzeich- nungsliste »um Wettnrnea liegt von morden (DlenS- tagi ab in unserer Turn- balle offen. Der Turnverein Tamen-Äbteiluag beginnt wieder Donnerstag den22. dS. adendü 8 Ubr. weitgehendste Verbreitung. Diese meine Ausführungen entsprechen roü [ranz der Wahrheit, weshalb ich es dem LUU® WERK anheimstelle, diesen Brief zu verbreiten Meine Sprechstunden finden von nun an Frankfurter Straße 10 statt. DR. REINEWALD Spezialarzt für Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten. fl\Äee_ - welcheKraaen- bllaeln erlern, möchte, bittet um schriftliche Angebote unt 0976.9 an d. Gietz.Anz. \ Vereine H FRITZ NOWACK Farbige Batist- u. Voile-Blusen von M. 31.-in weiße Voile-Blusen von . . . . M.38. in wetßeVoÜes (Schleierstoffe) doppelt- breit von . . • • M. 24.-bis M. 30.- Slück 50 w u sowie ^Sunlight-Seife, Sultanin« „„ Gestügelpasten ^trotzen bet ©clitübcv 9ZoIlf Drucksachen aller Irl Aoistatleng sti rdn al wert flle Brtthl'aehe Uaiv.-Drucxsrel. B. 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Der Krieg hat auch ♦hem Zirkus seine Spuren deutlich ausgeprägt; Ausblick gefragt: „Sic wünschend AlS Torioal der Fragerin erklärt hatte, daß er Herrn Labwein zu sprechen wünsche, hatte er die Aufforderung erhalten, auf einem der Stühle Plötz zu nehmen, da her Herr Direktor mich beschäftigt sei. L>o sand Torioal Zeit, sich um« zuschen. Er hatte sich zu diesem Besuch wohl vorbereitet. Seinem Diener hatte er erklärt, hast cl einige Tage verreise. Er war auch mit einet Öanbtafdje nach dem Bahnhof Friedrichstraße gefahren, hatte sich eine Fr fa karte nach Köln gelöst, den Fernzug bestiegen und sich von Galdmo das Gepäck in das Abteil reichen lassen. Auf dem Bahnhof Zoologischer Garten hatte er den Zug verlosten und war mit feinem Gepäck in einem Automobil nach einem Hotel am Potsdamer Plitz gefahren. Tort hatte er sich zwei Zimmer int ersten Ltock gemietet und sich in die Fremden liste als Fabrikant Heinrich Rotmüller aus Elberfeld eintragen lassen. Auch Besuchskarten, die auf diesen Namen lauteten, trug er in seiner Brieftasche^ Seit, Aeußeres hatte er dadurch etivas verändert, daß er sich einen fertigen Anzug gekauft hatte. •richt Grundige, • Ge«chlchi< und ihm, planlitixk mu.ikalkk 1: Nach««* iluilife an le. ifiVl Gießen __________ riechen aezählt. Die griechische Bevölkerung nimmt eine feindselige Haltung ein Es kam ferner zu Massenkundgebungen der Türken. Die Lage wird als außerordentlich Letzte Nockrichten. Der internationale Siauentongreft. Zürich, 18. Mai. (WTB.) Schweizerische Depeschil-Agentur. Der Internationale Frauen* kongreß führte am Samstag morgen vorerst die Beratung der 'Statit.cn der Frauenliga für Freiheit und Frieden zu Ende. Tie soeben eilige* troffenc französische Delegierte, Frau Melier, von der Versammlung ftümii'd) begrüßt, überbrachte dem Kongreß die Sympathie der französischen Frauenwelt. Frau Melier er« klärte u. a.: Der Krieg war nur möglich, weil die Frauen nicht das Recht hatten, mitzufprechett sein besonderer Wunsch, Konsul zu werden, formte ihm von vielen Säten garantiert nxr.-en. Eiuctn gen-altigen Trester aber batte er mit der dritten Anzeige gemacht. 9£. mälze mb vierhundert gute Menschen, vvn denen ihm jeder einzelne Perfidie,- daß feine Angaben streng wahrheitsgetreu seien, nwllten ihn in kürzester Zcü zum vielfachen Millionär machen, roeiui er ihnen fern Erbe vertrauensvoll tu die Hände legen nxült. Herr Erich Labwei t aber hatte sich auf alle drei Anzeigen gemeldet? Seine Angelvte hatten alle trri den gleichen Wortlaut: „Geehrter Herr! Ihre Anzeige in her heutigen Zri ung hat mein Interesse gefüllten. Ich kann Ihnen sofort mit Gewünschtem bienen und bitte um Ihren um geilenden Besuch Hochachtungsvoll Erich Labwein." Ter erste Schritt war ffeglürft. Tvrival gab Galt i io hen Auilrag, alle Briefe zu vernichten, mit Ausnahme her brei Korten des Herrn Labwein, aber auch von diesen opferte er noch zwei Stück und behielt nur die Starte zurück, die die Chiffre der Anzeige trug, in her der Kvnsulattitel gesucht wurde. Dorioal wollte sich als der titelsüchtige Iüngli tg mit den bun- perttausend Mark bei dem W i ikelbaiiki- r ein führen. Das Geschöstslokal des Binktaufes Erich Lab- n-ein lag in der Jägerstraße. In einem her älteren Häuser. Man mußte hrei Treppen erklettern, ehe man vor her Tür stanh, hinter her der vielseitige Mann arbeitete. Torival studierte, cfa er die Hand auf die Türklinke legte, die zahl' idfan, ans weiße Papp- Melier betonte, daß die Frauen ihren ganzen Einfluß auf die Friedenskonferenz geltend madKU müßten, damit ein Friede geschloffen werbe, der wirklich auf b c n 14 Punkten Wil - ons beruhe und nicht den Krim zu neueiv Kriegen in sich trage. Der Vorschlag, zur Ver- fanberung künftiger Kriege einen iflternatiod nalen Frauenstreik z u organisieren, wird einstimmig angenommen, ebenso die Auf- ordrrung an den internationalen -sozialistenkon- grcß, durch Streiks, Dienstverweigerung, Kredit-' nerii-eigcrung und andere Mittel sich gegen heu Krieg zu wenden. Tie Vorsitzende gibt ein Antworttelegramm Wilsons. auf ein vom Kvngreß nach Paris gerichtetes Telegramm bekannt, das folgendermaßen lautet a Ihre Botfdiaft appelliert sowohl an meinen Stopf wie an mein Herz, und ich wünfche aufriatttg, daß Mittel gefunden werden, obgleich hie Aussichten i b t vielversprechend sind wc^ gen u n en . i che r p r a l t is chc r sch wie ri g-^ (eiten. gez. Woodrow Wilson. Neue denlschk Vertreter in VerfaillcS. Berlin, 19. Mai. Wie das „Berl. Tageblatt" Höri, sind gestern abend Gen ral z. D. Graf Mar Montgelas und Professor Hanv Delbrück nach Versailles gereut. Sie werden an den Beratungen der für die Schuldfrage eingesetzten Kommission tevnebmen. Ter deutsche Gegenvorschlag. Berlin, 19. Mai. Laut „Verl. Lok.-Anz." will her „Marin" wissen, daß der deutsche Gesa mtgegenvorsch lag siolgende Grundlinien haben merbe: Deutschland beharrt auf deri 14 Punkten Wilsons und verlangt Volks- ab ft im m/'ungen in den strittigen Ostgebic - t c n lieber die Saarkohle werde bad Angeoot eines Wirtschaftsgebiets erfolgen. Taqd)lanh werde fid) ferner zum Wiederaufbau der Zeritorun- gen verpflichten, falls es die notnoendiaen ökoiw- mischen Erleichtemngcn zum Wiederau,bau seines Wirtsdiastslebens erhalte. Die Kontmgentszister solle vorläufig höl>er bleiben, als im Fsttevensver- ttag festgesetzt worden ist, solange die innere Ordnung nicht her gestellt sei. Die deutsche Regierung verpflidi-ot stch aber, diese Bedingung zu erfüllen, sobald es die Loge gestattet. Zum Beweis her fadx lidjcn Wd>ten Tmtfchlanbs fei es bereit, hen Alliierten hen Rest der Kriegsslo11e auszuliefern, >ialls ein Teil der Handelsflotte zurückgegeben werde. Wenn biejt Vorschläge abgelehnt werden sollten, mußte bte beutfdle Regierung die Vertragsunterschrift ver- Der Doppelgänger. Roman von CarlSchuler. Fortsetzung Nr. 26. Eine zweite Anzeige lautete: Wer verschafft Herrn aus sehr n.id)er, angesehener Familie einen Titel? .\fonful bevorzugt, Belohnung dis zu 100 000 Mk. yigefto rt. Angebote unter usw. Dann verfaßte Torival nod) die dritte Anzeige, in her ein junger Mann eine passende Qtelrgeufrrit suchte, ein ihm durch Erbschaft suge- KlleneS Kapital in Hölfa von 250 000 Mart ge- toimibringmfr anzu legen. Noä) an demselben Tage trug Torioal beere drei Leimruten nt hrei verfchiedene An^eigcbure- eu5. Am folgenden Tage eridyk'ium sie in schöner fetter Schrift, und vicrundzwanzig Stunden später latte Torioal viele Hniiderte von Angeboten. Seine erste Anzeige, in her er 5000 Mark zu leihen suchte, schien am wenigsten Anklang Vfanden zu haben. Es meldeten sich nur siebzehn Selbstgeber, die außerdem sämtlich felrr mißtrauisch n«aren. Dreißig Vermittler baten ilnn in der Angelegenheit uyre Titel fte an. Die zweite Kiueige batte schon einen besseren Erfalg. Dem jungen, ehrgeizigen .Mann, her für einen Titel faiiderttauseiid Mark ausgeben wollte, kwten rin- hilndertneunundachtzig Ehrenmän'ner mit besten, 8ezi. Hungen ihre l)il;rrid>cn Hände an. Ter eine taofite ihm einen Grafentitel, der andere den Titel eines Kannnerherrn verick-affen, viele boten ihm ben Titel eines Kommerzienrats all streiken. weigern. Eine Vermittlnnq des Vatikans? Rom, 18. Mai. (WTB.) Davos. Die Blätter melden, daß Prinz Friedrich von Preuße ns (in SJ-Tfaitung von Dertraueuspersonen ter bcutfdxm Regierung sich nach Lugano begab, wo er mit hem preußisd>cn Gesandten beim Vatikan eine >Dcspreckmng hatte. Diese Nackwicht ist bis jetzt nicht dementiert worden. Man nimmt an, daß von gewissen deutschen Kreisen bringlick-c Schritie unternommen nnirbcn, um burch bie Vermittlung des Vatikans eine Milderung der Friedensbedingungen zu erreichen. BclagermtgSzststand über Eisenach. Eisenach, 19. Mai. (WTB) Nachdem nad'ts erfolgten Einrücken der Regiernngstruppen des pari« Maerker wurde heute früh der Belagerungszustand 'über Eisenach vev- hängt. Es yerrsdst Ruhe. Pofiiische Verirckuag in VersaiNeS. Versailles, 18. Mai. (DTB.) Die von den P o l e n ter deutschen Friedensdelegarion überreichten Vollmachten wurden für richtig befunden. Zur Aiiftkilnfig der Tii kei. Berlin, 19. Mai. Durch die Besetzung von Smyrna burd) die Entente ist nach Pariser Meldungen in Konstantinopel äne äußersl erregte Stimmung entftanben. Der Großwesier ist zurückgetreten. Vllchertisch. — Katarina Botsky, Der Traum. Roman. UmsthlagSzeidmung von Al'red Kubin Einbandzeichnung von Felgvr. Preis geheftet 5 Mk., gebunden 8 Mk. Verlag von Albert Langen in München. — Tie Laute. Monatsschrift zur Pflege bc5 deutschen Li'^eZ und guter Hmrsmu'ik. Zweiter Jahrgang 1918/19 Iährlih'r Bezugspreis 6Mk. Julius Wißlers Verlag, Wolsenbüttel. — Wilhelm Kotzde: „D e Krone Svin- thilas". 2 Mk. Jngebora Maria Sick: „Schritt? in der Nacht" 5.40 Mk. I. F S'einkvpf, Verlag.'bi:chhandl Stuttgart, Marienstr. 11—15. — D i e Weltliteratur 9h: 19. Oskar Pcntizza: Das Wirtshaus zur Trri a rigfeit Verlag: Die Weltliteratur, München 2. Pr.is 25 Pf. werden könne. Die Mailänder Blätter befiuTden mit Bitterkeit die Nachricht, baß ÖriixlKnlanb in 5 m D nt a 14 000 Mann gelandet Int, ivähr.'nb Italien durch 200 Matrosen vertre.cn ist. Sie fallen darin ein neues Manüver zu Ibtguufterf. Italiens. D'k italienischen Fordernnqen. Versailles, 18 Mai. „Petit Paristen" will wissen, daß Italien auf Grund des Ver- träges von 1915 betreffs der Ausdehnung fetnrt Kolonialreiches eine Reihe Forderungen auf- stelle. In Lybien verlange es die Maraiuancnftraue von Rhat nackt Cha^ames und die Diarabnb- Oafe, an der Küste dco Roten MeereS eine völlige Verbindung zwischen seinen beiden Kolonien foiuie Somaliland und Englisch-Somalilanb In Eng» lisch-Osta'rika verlange es die Provinz D,u a'.a, den Haien von Kiemytuttd und das gante Tjulala- Tal. „Petit-Parifien" bemerkt dazu, für Frank- reich köime ans feinen Fall die Rede davon fein, seinen Besitz in Diioule avzutreten oder die Emn- bahnlinie nach Addis Abeba adschnetden zu lafien. Aber man dürfe hoffen, daß man innerhalb deS stiahmens des Vertrages zu einer alle Teile befriedigenden Lö u tg gelangen könne. . Bern, 18. Mar. (WTB.) ^.Jdea Naztonale" verzeichnet das Gerücht, daß salandra und Salvago Raggi, die immer noch nicht nach Paris zurückgekehrt sind, ihre D e in i s f i o n als Mitglieder her italienischen Friedenshelegalion gegeben haben. Sie sollen durch den Transpc'ri- miuister Erespi und den Generalfetvetär der Eonfulta Martin ersetzt werden. Nnssischk Angriffe an der esthnischen Front. H e l s i n a f o r S, 18. Mai. (WTB.) An der estnischen Front begann bie angekündigte An- grisfsbewegung des rusf tsckzen Freikorps. Abteil uw- gen davon nahnten Gdow am PeipuS See. Jngar- länbifdte Freischärler landeten in ber Mündung deS Luga-Flufses. Im finnischen Meerbusen fand ein Gefecht zwischen dret ober vier cnahfd)cn unb einem großen unb vier kleinen bolschewistischen Fahrzeugen statt. Glcidxseitig besclwß eine russtsck-e Batterie Krainaja Gorka und die sinnisck)eu Müitenbottcricn bei Ino. Damit wächst die Gefahr für Finnland und es wird wider seinen Willen in das Unter* nehmen gegen Petersburg hineiitgezogen werden. Ein blutiger Empfang in Smyrna. Vern. 18. Mai. (WTB) Die Pariser Mit- arbeitet des „(lorrürt della ^cra" unb dos colo" find gegenüber dem vom „TempS" ver^ öffentlichten Plan der A n f t ei l u n g he r Türke i sehr zurückhattettd. Campo Donghi erflärt/ baß diese Lösung von Italien nicht angenommen toi Iber gemalten, für den Besucher bestimmten Berordnuitgen. Auf einem dieser Schilder war zu lesen: „Geschäftszeit von 10 bis 3 Uhr. auch irährend her Börse geöffnet.'7 Auf einem anderen las man: „Besprechungen mit dem Direktor nur nach vorheriger Anmeldung". Ein drittes Schild entlnelt die Aufforderung: „Herein djne anzuklopfen" Torival kam dieser Aufforderung nach. Er trat in eia kleines Stübchen, das durch einen schmalen Zahltisch in zwei Teile geteilt war. Zn dem Außenteil standen ein halbes Dutzend Stühle sür Wartende. Gegenwärtig war keiner bitfer Stühle besetzt, nur an einem lehnte ein D: mtiitoirni. Auf ber anderen Seite des Zahl- lisckes stand rin hohes Schreibpult, vor dem auf eirem Drehstuhl rin ältliches Fräulein saß. An einer Seitenwand des Zimmers stand ein Regal, das mit Akten von unten bis ofcen angefüllt war. Die heraushängenden Aktenschwänze waren verschieden gefärbt, einige gelb, andere rot nxeber andere blau, so daß das Aktenmaterial des Henm Li'dwein einen recht bunten Anblick bot. Dieser Wand gegenüber ftaub ein offener Bureauschrank. In diesem Schrank standen in Reih und Girod Flaschen, Standgefäße, Blechdosen uno af,eriei .Haften und Kästchen, die sämtlich numeriert waren. Die Bedeutung dieser Kollektion wurde bern B'- indjer durch ein Plakat erklärt, das an her offenere Tür des Schrankes befestigt war. Xorwaf las: „82 durch die Firma Erich Labwem verwertete Patente". Neben dem Schrank befand sich eine Tür, die in ein zweites Zimmer führte. Ta Die Tür - angelehnt war, konnte Torival hören. if‘V tc bedeutet erhöhte Arbeitsleistung und zeigt I uns ben Weg auswärts zur lebenskräftigen Rristpah ■ Entwicklung des deutschen Volkes. Die schweren Zeiten fordern, daß das Bewußtsein der Verantwortung jedes einzelnen der Allgemeinheit gegenüber erwacht. Es gcirügt jetzt nicht mit Worten und Reden allein zu pro- \nl 1 IUDROL• ■ te idt ols «• ragakM* nie in «r*a rtßf A-ihnnf Vhhchwy^ haben ifrl yS* tfjiu *trbr* noch einen ober zwei Hel er. Um den Liebstahl faü ohne Ge ä-sch auszunihren. huten die Diebe bie Hufe mit Lumpen umnndclt. Evi Helfer stahl im htesi-,m Grästick^.i © nuni mach'mrisier Poth bradrte ifa’ mirtagp mit ben « cv!< neu Pfarden bi iher ins Arrritdaus. Bei feinem Eintreffen fand cm orufar Metifckxn- anflnuf statt. Ter Dieb heißt Ersert und stammt aud Lauterbach in Hes en Siarkenburg und Rhkinhkfsen. ch N ie de r-I n ge l he i m, 14. Mai. Am 12. Mai nm b.nt auf dem h'.esigm Dbimarft für das Pfund Spargel 1. Sorte 1,10—1,25 Mk., 2. Sorte 55—75 Pi, Siba'oarber 22—25 Pf. befallt. Und was f> en Soa gri und 9llxtbarber in Gießen? 7^-ür Rt>abnrber w ri> 1 Mk gefordert, von Spargel überhaupt nicht zu reden. Ans dcm befctzten Rhringcbiet. nrr. Griesheim b. Fra Turt, 18. Mai. lieber 50 Personen, bie eine rra rzöfi'che Kon - trollDerfammlnug »nfäumi hall.n, wurden zu 20 Fra T.< G.Id r.ife wruriedt, cas fiub nebst Kosten und Balutavcrlust nmb 55 Mk., die den Franzosen abg lUfert nrrben mfiffen. mr. Aus dem Taunus. 18. Mai. In manchen Taunusdörsern wird das Schalen unb .Walten her französidzen Offiziere nack-yerode unertrögl ch Es gibt dauern, die nid)t ein Ei für ihre Bebürinifie behalten können. Tie fron» zöfisch-m Offizterc unb ihre Familien, bie vielfach rackg kommen f mb. fordern un> lassen Haussuchungen abfad cn, wenn sie das Gewünsckste nicht erhaltet. Naturgemäß handeln die Soldaten na-t- dem Vorbild ihrer Voi gesetzten und vergreisen sich a t ackern, was nicht ni.tt- und nagelfest tfL Täglich verschwinden Hühner, Gänse unb Enten neben sonstigem Kleinvieh. Mick,wer den l-aben gar keinen Wert, ja man läuft ttebei höchstens Geiahr, wegen falscher Beschuldigung bf’traft zu w.rden. nrr. Schlangenbad, 18. Mai. Tie Aussichten für ben Kurbetrieb find recht trübe, da die franzosisd»: Be'atzmtgsb^chörde jeglich.it Kur- uerfefa: mit dem unbesetzten Teutfdckand verboten bat. Tie Bäber sollen für die Ang hörigen der fianzöfifcktLn Armee reserviert bl iben. Einigm amerrfanifdien Familien wurde ber Aufenthalt in Schlangenbad gei a tet. mr. Ter beim (Rheinh sen), 18. Mai. Heimfehrende betrunkene französifche Soldaten be- mol irrten tai Kriegerdenkmal roll ständig. Ter gi.cfiioler des Denkmals wurde h runter- g noricn unb in Stücke gcsck-lagen, die Gittentm- lasiung aus dem Boden geriilen und schließlich verrichteten bie Rohling: no-ch auf den Trümmern ihre Notdurft. mr. Koblenz, 18. Mai. In den letzten Taften fanden gaß: Versteigerungen amc- ritanischen Heeresgules, wie Automobile, Ptecde. Wagen usw. tott. Tie Sachen tour- ben seht billig abgegeben, ba wenig Käufer vor- hanbcn waren. Koblenz, 18. Mai. Auf Befehl ber amerikanischen Behörde durften trotz ber Lande s- trauer in den Koblenzer Konzerthäuiern die l)ei- teren Konzerte unb .stabarrtlausführungcn nicht unterbleiben. Tic Besitzer, bie die Landestrauer achten w.cklten, wurden verhaftet unb mußten schwere Geldstrafen entridjten. itreid Sckw-ttn. E. Caubadju 16. Mai. In ber Nacht tvm 15. am b:n 16. Mat wurden dem Laicklviri Heinr. Iäg.r, her in ber Oberlipp wohnt, zwei Pferde aus dnn Stalle gestohlen. Dem Tater war man sofort ans der Spur, bic nach) Frcienseen unb Lardenbach führte. Bei hem Diebstahl hatte er Au» StaM und Ccxub. Gießen, 19. Mai 1919. An die Vaiibivivte. DaS ReichSernährungsministe- rium erläßt an bie beutschen Lanbwirte folgenden Aufruf: Die Gefahr, die für den Bestand unseres Lölkes durch den von unseren Feinden uns angedrohten Gewoltsrleden heraufb schworen ist, hat bas ganze Volk in allen feinen Stäuben unb Parteien in gerechte Empörung und Sorge versetzt. Den Hungerkrieg hat die Entente trotz des Wasfenstillstanbes gegen uns weilergeführt, indem sie die Blockade ausreckit- erhielt In dem für uns ungünstigen wirt- schastlichen Augenblick überreicht sie nun die Präliminarien zu einem Gewaltsrieden. Tie Vorräte der letzten Ernte gehen zu Ende, und von Tag zu Tag sind wir mehr auf die Einfuhr von Lebensmitteln angewiesen. Der Hunger soll uns zumstlnter- fchreiben zwingen. Um in dieser furchtbaren wirtschaftlichen Zwangslage zu helfen, must Stadt und Land, das ganze Volk zusammenstehen. Das Land muß mit der Tat vorangehen, der letzte ent» bchrliche Rest der notwendigen Nahrungsmittel ist zu liefern: vor allem muß die Ablieferung von Fleisch, Milch, Fett und Kartoffeln reichlicher werden. Die lockenden Wuck)erpreise des Schleichhandels dürfen in diesen Stunden keinerlei Lebensmittel ben Ärmeren.Schichten der Stadt entließen, nur durch regelmäßige und bessere Belieferung ist unserer, durch die Hungerjahre des Kttie- aeS enhierblen Bevölkerung wieder sittliche Kraft und die notwendige Energie xutn Wiederaufbau unseres wirtschaftlichen Lebens zu geben. Wer jetzt vorhandeneNahrnngs- mittel bereit stellt, leistet seinem Volk in schicksalsschwerer Stunde einen großen Dienst unb erfüllt die Pflicht, der sich ine- manb entziehen barf, der dem Wohl des Vaterlandes bienen will. Bessere Ernährung her Tierbestand des ZirkuS Henny, ber am Samstag abend die. Reihe seiner hiesigen Vorstellungen eröffnete, ist sehr zusammen- veschmolzen. Wenn die Vorführungen trvtz- bem zn fesseln wußten, so war dies in erster Linie dem abwechslungsreick)en und teilweise wirklich originellen Programm zu danken. Durch geschickte Verwendung von Clowns und Augusten wurde dafür gesorgt, daß die Lach- tnuskeln der Zusckiauer nicht zur Ruhe kamen. Aus dem reichhaltigen Programm seien besonders l-ervorgehoben die musikalischen drei stönigssclnvesterii, Frl. Hemty als graziöse Drahtseiltanzerin und der Schlangenmensch Fred, der mit seinem Körper die unglaublichsten Verrenkungen vollführte. Dirkunas- voll eingeleitet wurde der Abend burd) Die Lustmimmern der Geschwister Gleich, wobei besonders Klein-Nöschen, aus schw ndelnder Höhe niederschwcbend, ebenso wie später als zierliche und gewandte Reiterin und bei Kunst- stückchen am Trapez wohlverdienten Beifall erntete. ■ .......■ J} pr ""d in bl»o Sc B«' 'L'L - •ittjHiä fc ‘ Nr. 156 W 157 n 158 „ 159 „ 160 • 161 elle str. elle str. e 1 § li Hase Schc rZK v«t Hals- o. Lungenleiden aller Sri, n>t« Katarr-«n, mbtifuIBIen Trsraatangen. «flhma n. |. o. erzielten, wie zahlreich« Mitteilung»» een fltAUn. «pathrtara und Uctdend«» «tawanbsrri »raeljea, Lnjer« Notolin-Pillen in jahrelanger Praxis — vorzügliche Erfolge. Husten. Verschleimt, Haswurf, N»chtschi» eef; tippciu und Kdipelaewlcht haben sich rasch- aagemetnea ivohlbestuden slellt« sich «in. LryeMlch dt« Schachtel zu>.— M. In allen «pothrkeu- wenn nicht »orratig, auch birett v un» durch uns versandapathet«. «uvsghrliche vraschllr« tasteula» durch: pioctz & Cic^ Beilin SW. <Ä Mlliblilgkl Iögtt-Siitllillliii 1G118D 5976V Gesucht werden besonders: lag der Ausgabe « X 61008 Bahnhofstrane 23 L 6061D 6121D l.061)ss Moise, Berlin SW 19. 3n Kürze erscheint: 6104 Meine Baichdruckerei J. Weinert Gießen Nenonwes 9 Hoffende Frauen! Fernsprecher 842 Walltorttrasre 21 Werdende Mütter! Reiche vcrwcrtitngSamt Zweigstclle Bad-Nnnbeim. Der Magistrat. M o h r m a n n. Montag. . . Dienstag . . Mittwoch. . 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ReichSroehr-Vedingungem 5331V lvittiiärvapiere mitdrtnaenl Freiwillige vor! Bei dem ReichSwehr-Rgt. 35, III. Batl. (ehem. J.-N. 168), z. Zt. Reinheim, späterer Standort Darmstadt, werden unter den be- kannten Bedingungen eingestellt: 2 Ausgebildete Unteroffiziere u. Mannschaften: Infanteristen, M.-G.-Schützen,Fernsprecher, Fahrer, Pferdepfieger und Handwerker. 2. NichtauSgebildete Mannschaften. Es werden nur einwandfreie Leute angenommen. — Minderjährige bedürfen der Einwilligung ihres gesetzlichen Vertreters. Fahrtauslagen werden bei Einstellung vergütet. Sämtliche Anmeldungen bzw. Verpflichtungen erfolgen bei Wcrbestelle Reinheim i. Odenwald Behördliche Anzeigen. Das Reserve-Lazarett II .,Alte Klinik“ sucht zum sofortigen Eintritt mehrere IIliL=Krank.«Wärfer und Schreiber. Die Anstellung erfolgt zu den Bedingungen der nichtkämpfenden Reichswehr. Krle^Äbescliädigte bevorzugt. 60MD Warrniilg cor Zuzug nud) Romberg. Dor Zuzug von auswärts nach Homberg ttrirb wogen der Lier horrfäreirden WohmingSnot buncetb gewarnt. Äie Vdschasstung von Wohitungcn für die bi-esigen wvhnungsucki^ndcn Bürger bereitet un$ schon die größten Schwierigkeiten. Eine 'üfbguft btiit W-.chnräumen an Auswärtige ist daher gänzlich ausgeschlossen. Wer trotz dieser Warnung nach Homberg zieht, laust Gefahr der Obdarl>losigkeit. Homberg (B^> Kassel), den 17. Mai 1919. Die Wehr hätte auch in diesem Falle keine einseitige Richtung. Durch das Fehlen einer organisierten Wehr war cs möglich, dast in Frankfurt die Plünderer beinahe 24 Stunden ungestört am Werke bleiben konnten Auch in Eisengch hat am 9.» Mai das'Feftleu einer Eimvohnern>lchr zu den gröbsten Ausschreitungen geführt. Es ist nichl ohne Belang, baf; nach den späteren Feststellungen der größte Teil der Schuldigen airs nichl octsansäs.'igen Pcr- sönlichkeitml jxflanb, iveldje die Stodtbevöllerunff EisenackiS terrorisierten. Dast auch hier sich orts- srcmdeS Gesindel cinliinbe und mit 5)ilse £>a(b» wückLigrr uni) unsolider Elemmte einen ,Plüu- derungstmtsch vcrsilchtc, dem die Polizei nicht gewachsen wäre, liegt nicht außerhalb der Mög- llnb dann? Bedürften nicht Polizei und Holzsubmission. Nachverzcick>noteS §wlz aus den Waldungen der Gemeinde Ruttershausen soll auf bem Snbmlssions- nxg Mr geben werden: 2 Eick-enstämme I. Klasse, 72 Atm. Durchmesser, 4,48 Fstm.; 1 Estheustamm II. Klasse, 56 Atm. Durchmesser, 0,99 Fstm.; 6 Fichten stamme 5a-Klafie, 19—24 Atm. Durchmesser, 3,68 Fstm.; 13 Fichtenstämme 5b-Klasse, 13—18 Atm. Durch- nresser, 4,17 Fstm. haltend. Die Angebote sind getrennt nach Sortiment und Mlasse zu ballert, da eine Zusammenlegung nicht stattfindet. Tie Angebote siird geschlossen mit entsprechender Aufschrift versehen dis $um 24. Mai L I., naästnitta^ 4 Uhr, bei unterzeidmetcr 93ib> genii'if^rvi einzureichpiu wo in Gegenwart etwa erschienener |Bieter die Eröffnung erjolgt Ruttershausen, den 17. 9)tai 1919. Bürgermeisterei Ruttershausen. Kl inkel. vrancht ©legen eint LInwohnerwehr? G ie Herr, 15. Mai. Vor kurzer Zeit haben wir Richtlinien des hessischen Ministeriums zur Bildung von Ein- Uobucvnvljrai beröfSeittlixI^. Ob die Bildung einer Evusohnerwehr für Giesten nciierdings bcabfbdyigl ist, oder nicht, darüber nxtr bisher nichts zu erfahren. Vor einigen Wochen wurde zu ihrer Bildung ausgcrusen und es wurden Listen aufgelegt. Später hörte man von der ganzen Angelegenheit überhaupt nichts mehr. Rack unterer Erkundigung hatten sich damals 717 Doann gemeldet, darunter 667 Sttldeullm. Die Beteiligung auS anderen Ve- völkerungsschichtcn war also austerordentlich gering. Die Arbiterschatt lehnte es direkt ab, der Wehr beizutreten; ja der Führer der Unabhängig, n glaubte für ein Unterbleiben von Unruhen nut dann garantieren zu können, wenn die Bildung einer Wehr unterbliebe. Ihre Organisation scheint daraufhin auch wirllich unterblieben zu sein. Es fehlte allerdings damals auch an der Möglichkeit, sie zu bewachum. Verhandlungen mit dem hessischen Ministerien um Freigabe von Waffen tonnten an- scheinend nicht weiter s:dech-n. Tas Ministerium schien damals, wie heute noch die „Oberh. Volks- yitung", aus.bem Standpunkte zu stehen, dast eine Ernwohuertvehr für Giesten eine überflüssige Sack>e sei. ' Wie auS den Richtlinien zur, Bildung von Einno Ifmnwelneir zu ersehen war, ist das hessiid»: Ministerium mittlerweile wohl anderer Ansicht geworden Die unbegründete Angst vor der Reaktion, die auch in Arbcitcrkreisen spukt, und in Für deutsche Familie aus d. (Saargeb. suche los. Mut oh. LuudhuuS mit Laudiviltsdiusl in Hessen, Thüringen oder Westfalen tntcht In» dustriegebiei) mit totem und lebendem Fnoen- tar au kamen. „ .. Gröhe ca. 50—100 Morgen, überwiea. Melde' land au Biehzucht und Obstbau. WobnoauS mit mindestens 6—8 Wohuräumen in landesüblich. Lanart. auch BanernhauS erwünscht. Jagd und Flschereibeteiligung in der Nähe deS Anwesens muh möglich fein. 60720 Umgehende Angebote mit GefamtvreiS und AnAahlilngSangaden erbeten unter 11. & 5121 a.d.Annonc. Vrv.Fricdr.Schat»,Duisbura. Dezember Haben wir einen Aufsatz „Die STfenfc liÄ Sicherheit in Giesten" auf diese Notwendigkeit hingewicsen. Seither haben fick die Berhältniss« ja etwas gebefiert, aber fast täglich venkündet öa Polizeibericht neue Einbrüche und Diebltähle. Die zu bildende Einwohnenvehr müstte einem militärifdjen Verbände an gegliedert werden und auf Atwrdnuny einer militärischen Stelle Dienst tun. Nur in diesem Falle kommt nach den neue» „Gcsichtsvunkten" das Reich sMilitärsiskus) ge» mäst den bestehenden milttärischen Bestimmungev für die Kosten der Unterhaltung der Einwohnev- wehren, sowie für die Dienstbcschädigten- und Diuterbliebenenfürsorge auf. Es wird daun aui NeichSmttteln als Besoldung gewährt: 1,— Mk. tägliche Grundtühnung, 5,— Mk. täglidje Zulage, 2,70 Mk. tägliches Vcrpllegungsgeld, brw. Verpflegung in Natur. Bei Derwcitdung der Einwohnerwehren zu anderen Zwecken iVewachung der WassenbepotS nnb der örtlicl^en Verwa!timgsgebäude. Polttei- verstärkung nsw.) tragen die Gemeinden die Lasten. Zur iHerabminderung dieser Lasten wird d« Organisatioit der Einwolmerwehren mit Dilse des „Zeitsreiwilligenspstems" empfohlen, bei dem niemand oder nut eine geringe Zahl von Mliglirirern dauernd eingezogen rst, während der Rest erst im Bedarsssalle unler die Waffen tritt. Diese Art der Organisation scheint uns auch für Giesten die richtige zu sein und wir erwarten, dast ihr recht bald etttsprochen werden möge. a. Unsere Leiterwagen „Unjtrniiiftlidi" übertreffen alles bis heute hierin Gebote' ne an Stärke, taufen sehr leicht, da gefräste Achsen u. Gnkbiichs. Feoer anSgesührte Anftrag erwirbt uns neue Llunden. Wir liefern selbe au nachstehenden Preisen ab Werk freibleibend gegen dtachnahme: 80 90 100 115 125 135 cm Inng^ 150 250 300 400 600 750 kg Lgf. 60 80 85 100 120 130
1espapier-lla|ie1ten. ♦ vom rheknifiy - weA Mschen Irchuftriegteknet, und $umal vom ©irperlanb ber, sind während bei ganzen Krieges vamsteriahrten nach Ober Hessen au-5gesührt worden. Diese varnsterfahrten kötmten zu Raubzügen plündernder Horden ausarten, g. gen bte mau sich sMtzen urüöte, war doch schon vor einiger Zeit üvn den Spartatiftcu des NulwlfbietcS für den Fall einer LebetrSntittel- not die Paiolc aus^-gebeu: .,Wir ziehen noch ixfien, da gibts rwch mad zu Fressen". Es tomite aber auch durch irgend einen neben- sächlickint Umstand, bei der seettschen Ueberreizt- heit aller Dcvölleruugsschichtt.m, ein Plündenrngs- krawall entstellen, an dem sich, älmlich ioie in Frauksurt, vielletcht auch Angehörige wirtschast- lid) bessergestellter Schichten beteiligen würden. Geäserei-Verpachtmtg. DonnerstagLen 22. Mail. FS, vor« mittags 1UA Uhr, soll in der Gafdmrischoft „ZlumtLreppchen" bei Ferdinand Kret- ling zu Heuchelheim die GraSmitz-itug m der Lahn in den 6kmartungnt Giesten und Lxmcheb heim.{itr das laufende Jähr versteigert werden. Mainz, den 13. Mai 1919. HessisckZcS Wasserbauamt Mainz. 61241) Schmitz. Tirpltzp -Erinnerungen Preis geheftet ca. M. 20.-, in vornehmem Einband ca. M. 25.-. AuS dem Vorwort: Es erschien mir als Pflicht, meine Erinnerungen jetzt niederzuschreiben, well ich den Nachweis bringen kann, dast unser altes Staats- gebäube nicht morsch und veraltet war, sondern für jede Fortbildung die volle Fähigkeit besah. Um verständlich zu sein,must ich nach bestemWiflen die Wahrheit sagen. Dafür must ich aber dieHand- lung noch Lebender in meiner Auffassung dar. stellen, die von der ihrigen voraussichtlich abweichen und daher vielleicht schmerzlich empfunden wird. Nur die verzweifelte Lage Deutschlands zwingt mich gegen mdne persönliche Neigung bei Lebzeiten zu dieser Veröffentlichung. A.v.Tirpitz. Bestellung bald, erwünscht. Lief, auch n.ausroärts. ffdfMchc vuchbandlung _ - 4 radiumhaltige Solquellen.- Bewährtes Heilbad bei Katarrhen der Atmungsorg., Herzleiden, Blutarmut, Frauenkrankheiten, Hheumatiamus. Gicht, ßkrofülo-e. Rachitis. Rückständen von Influenza, Lung.- u Rippenfellentz. Bahnllnla aötUngen-Bebra. • Ges h lt3ia herrliche Lage inmitten aaageÄehnier Oeb.rjat-ya.iiuagea.® Solbäder all. Art. Inhalationen. Gradierwerke. Pneumat- Apparate Xkl u.Kam - eru. Trinkkuren. Aashult - W PH O. nnd Fresyekle d. tie Badeverwaltaiig. ■■ w* * ** ♦ vermahlunge-, SedurtS' 2 un- Trauer vknäfachrn J werden in feinster Ausführung in der Ausgabe von Buttermilch. Bon Montag bis Samstag gelangt in den Verkaufsstellen der Firma Gebrüder Grieb Buttermilch zur Verteilung. Die Abgabe geschieht gegen Vorlage der neuen Lebensmittelkarte und Abgabe des Bezugsabschnittes Nr. 15. Beliefert werden die Lebensmittelkarten, die in der linken oberen Ecke die Nummern 72, 73, 74, 75, 76, 77, 150, 151, 152, 153, 154, 155, 156, 157, 158, 159, 160, 161 tragen. Die Ausgabe geschieht wie nachstehend: Bürgerwehren ei» reaktionäre» Mathtmkftel befürchtete, drückt sich jetzt noch in den neuen Gesichtspnn kten" über die 6d>oinrng von Ern wo kmerw ehren aus. Diese neuen Gesichtspunkte, vom Reickswehrm mister zusammenaestellt und vom hessisckien Ministerium deS Innern am 10. Mai bckairmgegeben, besagen: „Wehren, die sich als reine Bürger-, Studenten-, Arbeiter- oder Bauernwehren bllden jinb ausdrücklich die Aufnahme anderer regierungstreuen Ortseinwolmer, die sich zur Ausrechterlialtung polizeilicher Ordnung bereit erdaren» ablehnen, werden nicht anerlaiint." Tiefer Vorbehalt trifft auf die ursprünplich In -Giesten beabsichtigte Wehr natürlich nicht zu. Man hatte gleich zu Anfang Wert daraus gelegt, Angehörige aller Bevölkerttngsschichten zum gemeinsamen Sckuche der öifenllichen Sick^r- heit zusammenzusassen öotdyc Wehren sollen nämlich durckiauS kein poIttiidycS Instrument sein, sondern wie Minister Fulda in der hefiisckien Volkökammer sehr richtig auSsührtc „prophrstak- lisch", als VorbeuonngSumstnah-me ciirgerüchtel Id.t* den. Sie sollen im Falle von Unrubni, wie sie sich etwa in Frankfurt ereigneten, die Sicherheit von Person nnb Eigentum gewährleisten. Sind nun derartige Unruhen in Giehen zu befürchten? Vor der $>anb nicht. — Die Wehr soll ja auch nur vorbeugend wirken. — ES sind aber verschiedene Möglichkeiten Darmstädter Pferde - Lotterie Zlehong 28. Hal 595 tieidgewinne Hauptgew.MLSOOO 3000,1000 m Lose I 1 Mk. (Porto und Liste 30 Pf.) —1) durch LF.ßhnackcr.DarnisMi u. all Lo-eviTkaufaeteU. Dikl»', SiAoiri-, Ziilkmüdc«- null Grassanie« sowie viele Gcilnisksämerrleii emustehlt l1** Georg Wallenfels MarktplatzSl,nächVd. 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Preise Awischcn 4—8 00 Mark. tiObäD Gardc-Tragoner O^egimeitt Rr. 23, ______________Laubach ._____________ 91 ni Donnerstag den 22. Mai vormittags fi Uhr findet in Had-fr'anholm, Frank. Str., alteSchamottekabrik, eine VeiNeigerung , tierärztlicher Arzneien und Vcrbsrndinittcl ! sowie Viehtrausportwagen statt.