Hr.W erfdwtrrt töfllid), außer eenntogS. - Bcilaaen: 6k6tecT ^omilknMöticr; Ktt.stkrt str kn Kreis Sietze». v.zttgspreis: Ki»aati/S-'fJ.35, uiertet- tiibdtm Mik. 4.05; durch ALHols- u. 3iveiofle((e« luonatl. M!k. 1.25, durch diePost Mk. 4.05 viertel- jährt, ausscht. Beitsckq. ^emlprecti - 21nfd)(iijle: iurdieSchristteilnngll2 Verlag,Gksd)äilsstelle51 AuschrillsürDrcihNlach- richleu: Anzeiger Siehen. Freitag, tf. Januar X919 von Anzeige» s. die Lage«tummer bi» ginn 9lod)iihttaq vorher ohnejedeVerbindlichkeü Zettenpreise: für örtliche "Anzeigen 25 l)f.,sür auswu rtig« 30 Pf., für Reklamen Mk.1.-nebst 20" „Teue- rrmaszus vlag;Plot;vor- fchrijt 20 % Aufschlag. Lauvtschri'lleiter: Aug. Goetz Verantwortlich für Polit'k: Äug. Goetz, für den übrigen Teil: Dr- Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: ö. Beck; sämtlich in Gießen ' Erstes Blatt M. Jahrgang , Gießener Anzeiger s,ää- General-Anzeiger für Oberhefsen ä Zwillingrrunddruck u. Verlag: vrühl'fche Univ.-Such- u. Steinöruderei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr 7. Hessen als Ztaatseinhekt. Von BrunoJacob- Kassel. Seit Jahrhunderten Halen rein dynastische Scheidelinien deutsche Laude durchfurcht, seit Jahr- hmtberteu ist das, was man als Sammeseiuheit in unserer hessischen Heimat ansehen dü^te, von politischen Greitzen zerrissen. Als Sta Mineseinheit! Es geht nicht an, den Begri f dieser aus der politischen Geographie deshalb streichen zu wollen,^ weil er nicht exatt nachweisbar, meßbar oder wägbar ist. Das begreift jefcer, der mit dem Warrderstabe sein deutsches Vaterland — ober auch andere Länder, selbst das zentralinerte FrtMkrrich durchstreift. — Selbstverständlich sind Stammeseiirl-ei ien, Volksstämme, «nicht scharf begrenzbar, und wir in Hessen vermögen das auch überall zu beobachten. An der Diemel und der Oberweier mischen sich niedersächsische Elemente mit dem hessischen -Stamme, im Werralarrde sind es Thüringer, die den Einschlag bilden, am Mittelmaine, zwisckM Rhön und Odenwald, schneiden die poliüschm Lftcnzlinien Uniensrankens bis tief in das l-essische Stammesgebiet hinein, und im Süden des Starkenburger und r Hein hessischen Landes mischt sich alemessi- schen, ebenso wie im nassauischen rheinfränkiscl-er Einschlag unverkeimbar ist. Wer je mit osjenem Blicke das Hessenland durchioandert, dem wird es klar geworden sein, wie z. B. der Bauer des Kasseler Beckens so ganz und gar schon verschieden ist von dem Westfalen der Warburger Börde, wie viel näher ihm nach Wesensart imb Sitte der Vogelsberger oder ober- hessisclZe Landmann steht, und ohne allen Zweifel scheidet sich der Ober liesse viel schärfer vom Rheinländer, vom Schwaben und Thüringer, als von seinen Stammesgenossen in Starkenburg oder der Hers selber Gegeird. Rirtürlich sind Verschiedenheiten vorhanden, mü) gerade das mittelgebirgige Land, das wir bewohnen. ist die Heimat feinster rnrd zartester Unterschiede; man denke mir an die Trachten- iunterschiede im oberhessischen Hinterlande, die Iustis Trachtenbuch so ausgezeichnet wiedergibt. Von Dorf zu Dorf Unterschiede, und doch daneben die Rasseneinheit in Schädel bau und Gesichtsbildung der Leute selbst; man beobachte die seinen Ti,ferenzen zwischen den Mundarten der einzelnen Dörfer in Niederhessen ebenso wie in Oberhessen, )md trotzdem werden beide. Ober- und Nieder-Hesse, sich stets als Landsleute Ms Sdammeseinheit, fünfen. — Tie grosteoWWirrch keine erheblichen Gebirgszüge unterschieden FlachlarrdsclMten, wie sie der deutsche Norden und Osten bietet, ebenso tote die «Herbaperische Hochfläche und-die russischen und ungarländischen Ebenen, das sind- dix, Gebiete, wo völlige oder fast völlige Homogenität* der Bevölkerung zu beobachten ist, — dort auch bestand stets, aus dieser Wurzel heraus, die Neigung zur Zentralisation. Tie Volkseinheit nach Stammes- art, die wir unbedingt, aller Buchweisheit zum Trotze, weil das frische, pulsende L-eben sie ossen- ,sichtlich zeigt, als Realität anerkennen müssen, ist aber die erste Grundlage eines organischen Staatswesens. — Tie ziveite Grundlage ist die Wirtschaft s- einheit. — Auch in ihr bestehen Differenzierungen, aber auch hier fordert die Materie, daß man sie unbedingt anschaue, daß man Vergleiche siehe zwischen heimischer und fremder Wirtsck)afts- n>etfe. Bon den Städten soll nachher gesprochen werden, wenigstens soweit sie von der Industrie und dem Handel beherrscht sind. Hessenland ist Bauernland! Wir dürfen für das ganze Gebiet, das durch Werra, Weser und Rhein, sowie die Tiemel im Norden und im äußersten Süden vom Neckar begrenzt wird, eine durchschnittlidie Wirtschastsfläche von 25 bis 100 Acker (ca. "6—25 ha) für den Einzelbetrieb aimehmen. Ter Bauer mit seiner Familie und einigen in stündigem Lohne stehenden Knechten und.Mägden bewirtschaftet ziemlich intensiv seine SchcKle, und es ist kein großer Unterschied, ob im Starkenburger und rheinlwssischen Lande schon nach süddeutsclier Art die Obstbäume in Reih«: zwischen den Aeckem stellen (auch in der Wetlei an ist diese Wirtscha tsweise noch zu beobachten) oder ob in stkiederHessen die Felder der Svnne frei liegen müssen und die Obstbäume nur im Grasgarten gepflegt werden. Tie Viehwirtschaft ist verhältnismäßig intensiv, wenn auch noch erheblich stei^rungsfähig, dagegen fehlt fast völlig der extensive Getreide-, Kartmfel-, und Rübenbau, wie ihn No rdt hü ringen- ead^en, Ostelbien und auch zum Teil Hannover betreibt, was wieder bedingt, daß selbst die grvtzen Güter in Hessen, Rittergüter, nie lenes „Junkertum" erzeugten, wie es der deutsche Osten (namentlich auf altem deutschen .Koloniallande auf Slcuvenbvden) hervorgebracht. Wir haben in .Hessen keine „Junker", aber auch kein ausgesprochen ländliches Proletariat. Man denke nur an die armen Thüringer-Wali^Beivohner, deren Hausindustrie an schonendes Stück sozialen Elendes ist, und vergleiche damit einmal unsere armen hessischen Dörfer, der Unterschied ist grell in die Augen leuchtend. Aber ebenso haben wir auch nicht jenen verstädterten Bauern, wie ihn das früh bis zu den Grenzen seiner Leistungsfähigkeit durchkultiviertr Rheinland hervor georackst. Eine Betrachtung der industriellen Klwten- punkte des Landes aber, Kassel, Eschwege, Hersfeld, Hanau, Wetzlar, Offenbach (Frankfurt unterliegt infolge seiner geograplstschen Lage etwas anderen 93c itgun en, die a ,ch natürlich auf Offenback) wie die übrige industrielle Umgebung ab- särben) zei-gt, daß deren Industrie auch ivieder relativ stark aus den heimischen Markt eingestellt in- Unb die Zukunft, welche ol/ne Zweifel allein W»n in.olge einer weiteren kultur^l-industriell en I (Durchtränkung der bisherigen rein agrarischen Gebiete, in die der deutsche und europäisch Expert ging, diesen Prozeß iwch weiter und schneller sortführen wird, wird zeigen, wie wich ig gerabv euch für diese Plätze der heimische, hessisck-e Markt war und ist. — DaA soll und kann nicht heißen, baß Hessen nun eine „Autarkie", ein selbstgenü- aendes Wirtschaftsgebiet im aristotelischen Sinne sei (solche hat es nie gegeben und wird es nie geben), aber der heimische Markt loird auch für die hessischen Industriestädte besonders wichtig sein, wie er es bisher schon gewesen. Auch als Verkehrsein he it hat aber Hessen seinen charakteristischen Platz in Deutschland, als eine Mainbrücke, gekennzeichnet durch die nordsüdlick)e Richtung seiner Haupttallmien, in denen die beiden wichtigsten Verkehrsadern des Landes, die Main-Wes er-Bahn mit ihrer Fortsetzung über Frankfurt nach Heidelberg, und die ldem Fuldatale folgende Bahnlinie von Kassel zum Mittelmaine ziehen. Alle übrigen Bahnen sind auf diese beiden Verkehrsstr äuge eingestellt, und es ist , kein Zufall, daß das Distelrafen tunn el- Projett schon in der frühesten Gesckstchte der deutschen Eisenbahnen eine Rolle spielt, daß schon 1832 der Gedanke einer Verbindung der Donau mit der Nordsee sich mit dein Projekte der Bahnlinie Kassel—Fulda—Gemünden—Würzburg verband. Tie politische Einheit des Landes Hessen ist ja bekanntlich bislang niemals in völliger Reinheit durchgeführt. Es kann nicht Gegenstand dieser Betrachtung sein, all die Widerstände, Reibungen und auch die in dieser Richtung weisenden Verhältnisse zu schildern, es kann vielmehr heute nur darauf hingewiesen werden, daß nicht sowohl die Staatseinheit unter Philipp dem Großmütigen, als vielmehr das organische Zu- fantmenftreben der durch dynastische Grenzen zerrissenen Stammeseinl?eit, das organische Werden eines Gesamthessens in einer in südlich-südwestlicher Richtung verlaufenden Entwicklung das Entscheidende ist. Bis zum Jahre 1427, in dem Landgraf Lüd- ststg bei Englis und Fulda den Erzbischof Konrad bou Mainz schlug, konnte es zweifelhaft sein, ob die Aufgabe, die getrennten Glieder des Hessenstammes unter seinem Banner zu sammeln, bei den Landgrafen ober den Erzbischof-Kurfürsten läge. Ter bunte Löwe ward es, für den die Geschichte sprach, und der Zusammenschluß der Landgrasschaft durch den Erbanfall von Ziegenhain im Jahre 1450 besiegelte die zu Englis gefallene Grtscheidung. Lange Jahrhunderte vollendeten (annähernd) den Zusammenschluß des hessischen Volkes zu einer allerdings nur ideellen Einheit, die sich iir. der Gleichheit der landesherrlichen Wappen für beide Hälften des Landes (bis 1808) aussprach. Möge es uns vergönn! sein, dem Gewölbe den Schlußstein einzufügen: allen Widerständen zum Trotze zu schaffen die politische Einheit des hessischen Vol.kes und Staates! Die neuen Waffenstillstandsbedingungen. Zu unserer in einem Teil der gestrigen Auflage bereits veröffentlichten Mitteilung ist noch nachzu- tragen, daß nach dem amtlichen Wortlaut das landwirtschaftliche Maschinenmaterial n euoderin sehr gutem Zustnde sein soll; es muß versehen sein mit dem zu jedem Gerät gehörigen Zubehör und mit den Serien der für einen Betrieb von 18 Monaten nötigen Ersatzstücken. Es stellt übrigens im ganzen einen Wert dar, der beoeuiend unter einem Zehntel des Wertes des geschuldeten Eisenbahnmaterials steht. Artikel 10. Kriegsgc augcne: Die alliierten Regierungen fordern von der deutschen Regierung den Strafvollzug gegen die Schuldigen ; sie verfolgen die Durchführung des Vollzugs, abgesehen von den neuen Garantien, welche das alliierte Oberkommando gegen die Wiederkehr ähnlicher Vorgänge zu nehmen sich genötigt sieht. Jim den russischen Gefangenen eine den Gesetzen der Menschlichkeit entsprechende Behandlung und Heimbeförderung zu sichern, bestimmen die alliierten Regierungen: „Die Offiziere, die von den alliierten und assoziierten Mächten in Deutschland delegiert sind, um unter Beihilfe von Vertretern für Fürsorgevereinigungen der Vereinigten Staaten, Frankreichs, Großbritanniens und Italiens den Abtransport der Kriegsgefangenen der Armeen der (Entente zu regeln, werden eine mit der Kontrolle der russischen Kriegsgefangenen in Deutschland beauftragten Kommission bilden. Diese Kommission mit dem Sitz in Berlin soll befugt fein, nach den Instruktionen der alliierten Regierungen alle auf die russischen Kriegsgefangenen bezüglichen Fragen unmittelbar mit der deutschen Regierung zu behandeln. Sie wird von feiten der deutschen Regierung alle Erleichterungen des Verkehrs erhalten, die notwendig sind, um die Lebens- und Verpflegungsbedingungen dieser Kriegsgefangenen zu kontrollieren. - Die alliierten Regierungen behalten sich das Recht vor, die Heimbeförderung der russischen Kriegsgefangenen in dieser oder jener Gegend anzu- orbnen, welche ifrnenijun, angemessensten erscheinen wird." Zu Artikel 19^;;" \ Finak,Mle Bestimmungen. 3n Anbetracht der oben hervorgehobenen Verstöße und um neue Garantien zu nehmen, beschließt das alliierte Oberkommando, sich vorzubehalten, von jetzt ab, wenn dieses für angemessen erachtet wird, den durch die Forts des rechten Rheinufers gebildeten Abschnitt der Festung Straßburg mit einem Geländestreifen von 5 bis 10 Km. vor diesen Forts zu besetzen. Die Besetzungsgrenze ist auf der beigesügten Karte angegeben. Diese Besetzung soll drei Tage vorher vonseiten des alliierten Oberkommandos angezeigt werden. Ihr soll keinerlei Zerstörung von Material ober oon Räumlichkeiten vor- hergehen. Die Linienführung der neutralen 10 Kilometer soll entsprechend vorgeschoben werden. Rückerstattung des aus den französischen und belgischen Gebieten weggcfiihrtcn Materials. Die alliierten Regierungen haben bestimmt: 1. Da die Rückerstattung des in den französischen und belgischen Gebieten fortgenommanen Materials für die Wiederingangsetzung der Fabriken unentbehrlich ist, sollen folgende Maßnahmen zur Durchführung gelangen: 2. Es sollen zur Verfügung der Alliierten gelangen, um an den Ort ihrei Herkunft zurückgeführt zu werben, wenn die französische und belgische Regierung, es verlangen, die Maschinenteile der industriellen und landwirtschaftlichen Betriebsgeräte, die verschiedenen Zubehörteile jeder Art und im allgemeinen jeder industrielle ober landwirtschaftliche Gebrauchsgegenstand, der aus den Gebieten, welche die deutschen Heere an der Westfront besetzt hatten, unter welchem Vorwand auch immer, von militärischen oder Zivilbehörden ober von einzelnen Personen fortgenommen worben ist. Diese Gegenstände sollen keinerlei Veränderungen und keinerlei Verringerung ihres Gebrauchswertes erfahren. 3. Um diese Zurückerstattung vorzubereiten, wird die deutsche Regierung der Waffenstillstandskommission schleunigst alle offiziellen ober privaten Rechnungsstücke, bie sich auf diese Gegenstände beziehen, übermitteln, ebenso alle Verkaufs-, Miets- ober sonstigen Verträge, ben gesamten barauf bezüglichen Schriftwechsel, alle Erklärungen unb alle zweckdienlichen Ansagen über bas Dorhanbensein, die Herkunft, bie Um= wanblung, den augenblicklichen Zustanb und ben Lagerort bieser Gegenstänbe. 4. Delegierte ber französischen ober belgischen Re. gierung werben betreffs ber angezeigten Gegenstänbe in Deutschlanb Feststellungen unb Nachprüfungen an Ort unb Stelle vornehmen lassen, wenn ihnen biese zweckdienlich erscheinen. 5. Die Rückführung wird gemäß ben befonberen Weisungen^ erfolgen, die von den französischen oder belgischen^ Behörden gegeben werden unb nach ben von ihnen getroffenen Entscheibungen. Insbesondere gilt dies für die Lager jeder Art in Parks, auf der Eisenbahn, auf Schiffen ober Werken, von Treibriemen, elektrischen Motoren ober Motorenteilen und Schiffahrtsgeräten usw., die aus Frankreich, Belgien, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Elsaß bezw. Lothringen unb Italien entnommen wurden. 7. Die Einreichung ber in 3 unb 4 aufgezählten Auskünfte muß beginnen innerhalb einer Frist von vollen acht Tagen ab 20. Januar 1919 unb muß voll- ftänbig abgeschloffen fein vor dem 15. Februar 1919. Marschall Foch erwartet eine endgültige Antwort morgen vormittag. Staatssekretär Erzberger. Die Berlängeruug unterzeichnet. Berlin, 16. Jan. (MTB.) Die Verlängerung des Waffenstillstandsvertrages ist heute nachmittag in Trier vom Staatssekretär Erzberger unterzeichnet worden. Wie uns von besonderer Seite gemeldet wird, erfolgte bie Verlängerung auf Grunb weitgehenber Konzessionen ber gegnerischen Seite. Worin diese Konzessionen bestehen, ist noch nicht bekannt. Das Ende Liebknechts und Rosa Luxemburgs. Berlin, 16. Jan. (WTB.) Neber bie Erschießung Liebknechts beim Fluchtversuch und über die Tötung R osa Luxemburgs auf der Fahrt zum Untersuchungsgefängnis erhalten wir vom Stabe der Garde-Kavallerie- Schützen-Divifion folgenden Bericht: Am Mittwoch den 15. Januar, gegen 9.30 Uhr abends, wurde der durch Mannschaften der Milmersdorfer Bürgerwehr in Wilmersdorf, in der Mannheimer Straße 43, vorläufig festgenommene L i°-e b - knecht und die gegen 10 Uhr gleichfalls dort vorläufig festgenommene Rosa Luxemburg beim Stabe der Garde-Kavallerie-Schützeu-Divi- sion eingeliefert. Nach kurzer Vernehmung der vorläufig Festgenommenen zur Feststellung ihrer Personalien wurde Liebknecht eröffnet, daß er sich weiterhin als vorläufig festgenommen anzusehen habe und auf Anordnung der vorgesetzten Dienststelle, Abt. Luetttoitz, in das Moabiter Unter- suchnngsgefänguis geschafft würde, wo die Weilerverfügung über ihn die Reichsregierung zu treffen l>abe. Die Nachricht Vota der Verhaftung und vom Aufenthaltsort von Liebknecht und Rosa Luxemburg hatte sich schnell in der Umgebung des Hotels verbreitet. Die Folge davon war eine große Menschenansammlung vor dem Eden-Hotel. Teile des Publikums drangen sogar bis in die Halle des Hotels ein. Von der Garde-Kavallerie-Schützen- Division erhielt der Führer der in Aussicht genommenen Begleitmannschaft daher den ausdrücklichen Befehl, von der Menge unbemerkt Liebknecht durch einen Seibenausgang aus dem Hause zu schaffen und ihn im Dienstautomobil nach Moabit zu bringen. Der Führer machte Liebknecht ausdrücklich darauf aufmerksam, daß er bei einem Fluchtversuch von der Waste Gebrauch machen würde. Inzwischen hatte sich aber auch bereits am Seitenausgang eine zahlreiche Menschenmenge versammelt, so daß es der Begleitmannschaft mir mühwm gelang, fidr einen Weg zu bahnen. Als Liebknecht und die Begleitmannschaften gerade im Wagen Platz glommen hatten und der Wagen im Begriff wa?7 abzufahren, erhielt Liebknecht aus der den Wagen umdrängenden Menge von hinten von einem unbekannten THter einen wu ch ti gen Schlag über den Kopf, wodurch er eine stark blutende Kopfverletzung davo.ckrug. Der Führer der Begleiimauu- slchaft ließ daraufhin das Automobil so schnell wie möglich anlaufen, um Liebknecht vor der Menge &u schützen. Um Austetzeu zu vermeiden. Wählte Wer Führer der Begleitmannschaft einer Umweg durch den Tiergarten nach Moabit. Aw Neuen See blieb der Kraftwagen stehen, der offen* bar durch das schnelle Anfahren in Unordnung aeraten war. Als auf Befragen der Kraftwagen- sührer angab, daß die Wiederherstellung der Maschine einige Zeit erfordern würde, fragte bet Führer der Begleitmannschaft Liebknecht, ob er sich kräftig genug fühle, die Charlottenburger Chaussee zu Fuß zu erreichen. Hierbei leitete ihn die Absicht, sich eines Mietwagens zu bedienen, falls der Dienstwagen nicht bald wieder fallt* bereit gemacht werden könne. Als sich die Begleitmannschaften etwa 50 Meter vom Wagen entfernt hatten, machte si ch Liebknecht von ihnen los und rannte eiligst in gerader Richtung von .ihnen. Etn Begleitmann wollte ihn halten, erhielt aber von Liebknecht einen Messerstich in bie rechte Hand. Da Liebknecht auf mehr- fack)es Anrufen nicht stehen blieb .schossen mehrere Leute der Begleitmannschaft hinter ihm her.' Einige Augenblicke später stürzte Liebknecht zusammen und war anscheinend sofort tot. Auf Befehl der Garde-Kavallerie- Schützen-Division wurde etloa _ 10 Uhr abends einer zweiten Begleitmannschaft befohlsn^ Rosa Luxemburg in das Untersuchungsgefängnis tzu überführen. Ta sich wegen des Abtransportes von Liebknecht durch den Seitenausgang gerade dort eine große Menschenmenge an- gesammelt hatte, versuchte der Führer der Begleit- (mannschäften die Menge dadurch zu zerstreuen, daß er mit lauter Stimme vor dem Seitenausg-ng rief, der Abtransport Rosa Luxemburgs sei bereits erfolgt. Ter Führer ließ dann das Automobil abfahren und erteilte dem Wagenführer zur weiteren! Irreführung der Menge mit lauter Stimme bert Befehl, nach Hause zu fahren. Der Wagen fuhr dann im Bogen an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-^ kirche vorbei und wieder zurück vor dm Haupteingang des Hotels. Zur Zett des Vorfahrens war der Haupteingang menschenleer. Ter Führer der Begleitmannschaft forderte die im Zimmer des. ersten Stockwerks befindliche Rosa Luxemburg auf# ihm schnell nach dem Wagen zu folgen und ging- selbst zu ihrem Schutz vor ihr her, während di« Begleitmannschaften sie umringten. Innerhalb bet wenigen Minuten zwischen der Vorfahrt des Wagens und der Abholung Rosa Luxemburgs hatte sich aber eine zahlreiche Menschenmenge vor bem HotL und in der Halle des Hotels angesammelt. Die Menge Nahm eine drohende Haltung gegen Rosa Luxemburg ein. Es fielen Verwünschungen, und eü* wurde mehrfach der Versuch gemacht, gegen Fran Luxemburg tätlich zu werden. Ter öegleihneim* schäft gelang es, die Frau bis zum Wagen zu bringen und den Eingang des Wagens freizu haltern, Da sich aber auch auf der Straßenseite eine erregte Menschenmenge ansammelte, die gleichfalls aut den Wagen zudrängte, befand sich die Begleitmannschaft vorübergehend in einem erregten Men- sjchenknäuel und wurde auseinandergerissen. In diesem Augenblick schlug bie Menschen- menge aut Frau Luxemburg ein. Diese wurde vom Führer der Begleitmannschaften auf- gefangen und bewußlos von ihm und seinen Leuten in den Wagen gebracht. Rvsa Luxemburg lag halb zurückgelehnt im Vordersitz des Wagens^ Als sich dieser, der Menge wegen, langsam in Bewegung setzte, sprang plötzlich ein Mann aus der Menge auf das Trittbrett unb gab auf Rosa« Luxemburg einen Pistolenschuß ab. Auf Befehl des Führers ber Begleitmannschafteui versuchte ber Wagen daraufhin schneller den Kur- fürstendamm in der Richtung Berlin hinunterzu- fahren, wurde aber in ber Nähe des Kanals plötzlich durch Haltrufe zum Anhalten gebracht. Irr der «Annahme, daß es sich um eine kontrollierende Patrouille handle, hielt ber Wagenführer. In diesem Augenblick drängte sich eine zahlreiche Menschenmenge an den Wagen heran, sprang auf bie Trittbretter unb zerrte unter den Rufen; ,^'Das ist Rosa!" den Körper ber Frau aus dem Wagen. Tie Menge verschwand mit ihr in der Dunkelheit. Es ist anzunehmen, daß die Leute, bie das Automobil zum Anhalten brachten, aus der vor dem Eden-Hotel versammelten Menschenmenge waren. Da sich der Kraftwagen vom Hotel nur langsam hatte in Bewegung fegen können, war es den Leuten möglich, dem Wagen vor- anszueilen und ihm den Weg zu verlogen. Eine gerichtliche Untertuchung ist in, beiden Fällen ebu geleitet. Von zuständiger Stelle wird uns zur Tötung Liebknechts und Rosa Luxemburgs mitgeteilt: Tas Verschulden wird in strengster Weise geahndet. Dir Transportführer sind vorläufig festgenommen. Thronwechsel in Luxemburg. Luxemburg, 15. Fan. Großherzogin Adelheid bankt ab. Ihre Schwester Charlotte wirb Groß. Herzogin unb leistete den Eid auf bie Verfassung. Arrr dem Reiche. Gewaltherrschaft in Bremen. Bremen, 15. Ian. In Bremen, wo bie ge samte wirtschaftliche unb politische Macht in ben Händen einer provisorischen Räteregierung liegt, ist am 10. Januar bas Stanbrecht verhängt worben. Alle Bürger unb Offiziere mußten bei Tobesstrase bis zum 11. Januar ihre sämtlichen Waffen ab liefern. Jeder gegenrevolutionäre Versuch wirb als Hochverral mit sofortigem Erschießen geahndet. Die Polizeistunde wurde auf 9 Uhr abends festgesetzt. Ueber alle bürgerlichen Zeitungen ist die Vorzensur verhängt worben. Zugleich sinb sie genötigt, in ihren redaktionellen Teil alles auszunehmen, was ihnen vom Rat der Volkskommissare ober dessen Vertretern zu«, gestellt wirb. Arrs Stadt «nd Cant Gießen den 17. Januar 1919. W-»a alle rLähler en> Wählerinnen zn beachten haben. Daß sie am 19. Januar früh genug 3am Wahllokal gehen. Daß sie für alle Fälle »'ne Legitimation (Wahlausweis, Steuerqutttung, Mietsoertrag) »ttnehmen. Daß sie die richtigen Stimmzettel abgeben. Dsß kein Stimmzettel durch irgendwelche Zusätze oder Abstriche ungültig gemacht wird. Daß sie sich einen mit amtlichem Stempel versehenen Umschlag geben lassen müssen, in den der Stimmzettel eingesteckt wird. Wenn man sich überzeugt hat, daß alles in Ordnung ist, lege man den Zettel in die Wahlurne. •* An alle, die zum erftenmale wählen, insbesondere Frauen, wendet sich im Anzeigenteile dieses Blattes eine Aufklärung des Oberbürger- Meisters über die Art, wie die Wahl vorgenommen wird. Es ist ratsam, sich diese Aufklärung genau «inzuprägen. *• Das Anbringen von Flugblättern und Wahlaufrufen am Stadthaus ist verboten. ** Die Deutsch-nationale Volks- Partei hatte gestern abenb die Unteroffiziere des aktiven und Beurlaubtenstandes, Offiziere, Militär- btarnte und deren Angehörige ins Stabttbeater zu einer Wahlversammlung entgeladen. Nach einer kurzen Begrüßlmgsansprache des Herrn Vorsitzenden K 0 h l h a s e ergriff Herr Geheimrat Prof. Tr. Haupt das Wort und entwickelte die Richtlinien für das Programm der Deutsch-nationalen Volks- ipartei und die Gegensätze, die sie von anderen Parteien scheiden. Ein starkes deutsches Volkstum und eng damit verbunden eine kräftige Auslands- fltnb Heerespolitik, Gewährleistung einer rechtlich «und wirtschaftlich gefieberten Lebensstellung aller Militärpersonen, Förderung wettgel,xrnixr Für- sorge für die Kriegsbeschädigten und die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen seien gerade frnit Hauptziele der Partei. Es möge daher jeder sHeeresangehörige am Wahltag« für sie seine Stimme abgeben. Msdann wandte sich Herr Oberarzt Prof. Tr. I e ß als Angehöriger des hiesigen Regiments an die anwesenden Kameraden. Tas deutsche Volk habe nicht politisch denken gelernt, am allerwenigsten dar deutsche Unteroffizier und 'SDffiticr, denen Beschäftigung mit der Politik bisher verboten gewesen sei. Nun sei auch der Heeres- angehörige angesichts der bevorstehenden Wahl zur Nationalversammlung vor die Zrage gestellt, welcher Partei er seine Stimme abgeben solle. Zu- .Rtächst gab der Redner einen Ueberblick über die allgemeine politische Lage. Es sei verfrüht, die Schuldftage auszuwerfcn, immerhin läge die eigentliche Ursache des Krieges in dem rafdjen Enr- porkommcn Deutschlands, und Schuld an unserer ^Niederlage sei besonders die innere Vergiftung von Teilen der unabhängigen 'Sozialdemokratie. Daß !diese Verhetzung auch bei imfevat Fronttruppen aus fruchtbaren Boden fiel, barmt seien all die ^Fehler mtü Mängel schuld gewesen, die sich mit der Zeit in unser Heer eingeschlickren hätten. Jetzt heiße es, das, was am alten System gut war, er- ihalten, ein starkes Volksheer bilden, unb da fei es gerade die Deutsch-nationale Volkspartei, die den 'Wünschen und Bedürfnissen der Unteroffiziere und '(Offiziere am meisten entgegenkomme. Ms letzter ! Redner ging Herr Ritter an Stelle des erkränk- ten Feldsoebelleutnants Ufinger auf die Stellung fter Militaranwärter näher ein, schilderte u. a. die Schwierigkeiten, die zu überwinden seien, um eine feste Anstellung zu erlangen, und sprach zum Schluß eine Reihe bestimmter, durch die Zeit gerechtfertigter Forderungen aus. An der Aussprache beteiligten sich Herr Prof. Stepp, Exzellenz K l i n g e 1 h ö f e r und Herr Prof. W e ck e r l i n g. "Auch diese Ausführungen wurden, ebem'o wie die der Hauptredner, mit großem Beifall ausgenommen. Die Polizeistunde war schon weit überschritten, als Herr K'ohlhafe die Versammlung schloß. *• (Eine SolbatenDerfammlung hatte zu gestern abenb der Soldatenrat nach der Liebigshöhe einberufen, um Stellung zu den bevorstehenden Wahlen zu nehmen. Nachdem Herr Arbeitersekretär Mann feie technische Seite der Wahl erläutert, nahm Herr Dizewachtmeister Kre ms er- Dad-Nauheim das Wort zu ihrer politischen Beleuchtung. Er betonte zunächst die Pflicht eines jeden, von seinem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Wie ein jeder wähle, sei Sache seiner Anschauung und seines Gewissens. Um das Richtige zu finden, sei es aber zu empfehlen, die Parteien nach ihren bisherigen Taten für die Zukunft zu werten. (Er würdigte nun die verschiedenen Parteien vorn sozialdemokratischen Standpunkt und empfahl zum Schluß, auch nach der Entlastung vom Militär sich rege am politischen Geben zu beteiligen, um so mit am Wieder- Gufbau unseres Volkslebens helfen zu können. - In der Diskussion wurden u. a. Entlastungsfragen besprochen und vom Referenten sachgemäß beant wartet. M mickrsM Mutes» M Hern iÄchü ZrsrS. fitem an von H. U. AdamS. Nachdruck verboten. Fortsetzung 47 Der junge Mairn schaute fernen älteren Begleiter voller Erstaunen an. Aber nun war er einmal in das Abenteuer tjcwidclt, und wenn es doch einmal gesehen sollte. Tonnte er les jetzt tun. Aber noch zögerte er, und selbst Galabads Drohung, die Feuerleiter selber zu erklettern, konnte ihn nicht bewegen. Endlich erledigte sich die Sache ganz zufällig. Die Nachtdüfte des Gartens quälten Galahad schon lange, er hatte die hartnäckige Erkältung noch nicht ganz abgeschüttelt. Galalnid nieste. Ein schwack-cs Sichregen ward hinter den Vorhängen hörbar. Galal>ad zog Horace geschwind in den Schutz des Balkons. Eine erschreckte Stimme klang leise von oben. ,Lst jemand dort?" Ga'ah.rd drückte Horaces Arm. „Schnell, sagen Sie cs ihr!" „Sibtzl!" rief Horace gehorsam. ,H>oraee!" hauchte sie im Gefühle froher Erleichterung. „O, ich habe gehofft und gehofft — warte einen Augenblick, ich will etwas um tun." Schweigend warteten die beiden, uni) endlich lochte die Stimme wieder zu ihnen herab. Die Vorhänge bewegten sich, und das Mädchen rief in fiebernder Glückseligkeit: „So bist du doch gekommen! Mein wackerer Ritter!" So war derm Galahad abgesetzt. Nun, früher oder später einmal muhte ihm dock) seine wahre Stellung klar werden. Indes, ob Küchenjunge oder Hausknecht, er konnte ihr doch immer dienen — und er raffte sich zusammen, denn er wußte, daß die Aufgabe nun fdmjerjcin würde. Geräuschlos husche er aus dem Schatten des Balkons in einen andern Sck)atten, der durch eine vorspringende Ecke des Hauses gebildet wurde. Hier war er vor Beobachtung ganz sicher: dennoch konnte er selten und aus seiner Einflüstererecke Horace seine Stichwvrte geben. Sie schaute nicht in seiner Richtung, denn ihre Augen hingen nur an ihrem Liebsten. Der junge Mann stand im schwachen Lichte des ausgehenden Mondes und schaute empor. Sibyl hatte die Vorhänge geteilt. Sie lehnte sich heraus, ein zartes, zerbrcchlick)es Gebilde aus weißen Spitzen und Lieblichkeit. Ihr dunkles Haar hing in zwei)Mieren Flechten herab, deren eine über ihre Schultern floß. Und all ihre tauige Süße mar für diesen faden jungen Mann, der im Mondlicht aus dem duftenden Garten zu ihr emporstarrte! „Wir — ich habe in der Laube gewartet." Horace tat seine Pflicht. ,Hch konnte nicht Ä Die Unabhängige ioitalbemc» kratische Partei veranstaltete gestern abend cm «Hotel Fürstenhof" eine öfseittliche Wählerver- lammhing. Als erster Redner trat Herr Gg. Beckmann- Gießen auf. Entftehungsge'ch d>te des Krieges, Annrrnmsbestred ungen, U-Boot-Krieg und der Brester Friede wurden beleuchtet, woraus sich der Redner besonders gegen die. indirekten Steuern wandte unter dem Hinweis, daß eine progressive Einkommen-, eine darchfwfi-nbe mögenssteuer, vor allem aber die Krtegs^ewiune die Lasten zu tragen haben müßten; ein sozialistischer Volksstaat solle aus der Wahl erftehen. Im übrigen wurden gar manche Bestrebungen und Rechtfertigungen der Unabhängigen Sozialdemokratie zur Sprache sebracht. Unter anderem stellte Herr Re- oattcur Zwehl, welcher für den infolge von Ler- kehrsschwierigkei.'en am Erschetnen verhinderten Herrn Hüttmmm-Frankfnrt - thek ((Kcplerftr. 2). •* An die Landbevölkerung wendet sich ein Aufruf des Demobilmachungsamtes der die Landwitte, die in aufopferndster Weife und unter Einsetzung ihrer ganzen Kraft bisher gebol en haben aufrvft, auch jetzt die zurückkehrenden Krieger und alle an» deren, die keine Arbeit finden, auf dem Lande zu beschäftigen. „(Bebt ihnen Arbeit," heißt es, „Nahrung und Wohnung, auch bann, wenn Ihr Euch felbft im Raum beschränken müßt. Baut Wege, melioriert Euere Felder und Wiesen, macht Waldarbetten, kurz, schafft Arbeit! Das ist jetzt eine hohe, sittliche Pflicht der Landwirtschaft.- Gleichzeitig werden die Arbeiter aufgefordert aufs Land zu gehen. Das Land aber braucht Arbeiter. Nichts ist jetzt roid)tiger als die Sicherung unserer Ernährung. Landoerbefferungen, Wegebauten und viele andere Arbeiten ähnlicher Art harren der Ausführung. In jedem größeren Der» waltungsbezirk find landwirtschaftliche Arbeitsnach» weise vorhanden. ** Tas Finanzamt Gießen teilt mit: Eine Auslegung von dem Reichssinanzhos zur Frage der Umsatzsteuerpflicht ber nach tem Inkrafttreten (1. 8. 1918) des Umsatzsteuergesctzes vom 26. 7. 1918 vereinnahmten (Entgelte für Lieferungen unb Leistungen aus der Zeit vor dem Inkrafttreten dieses Gcketzcs lautet: „Sind Lieferungen ober sonstige Leistungen, btc ihrer Art nach unter das Um satzsteuer gesetz vom 26. 7. 1918 fallen, vor dem Jnkrafttteten bes Gesetzes bewirft, so ist die Steuerpflichl nach diesem Gesetz begründet, nxim für sie nach seinem Inkrafttreten Entgelte vereinnahmt worden sind. Für Lieferungen, die ihrer Art nach unter bie Bekanntmachung des Reichskanzlers über Sickerung einer Umsatzsteuer auf Lupusgegenslänb? Dom 9. Mai 1918 fallen, unb für bie das Entgelt in ber Zeit vom 5. Mai 1918 bis 31. 7. 1918 entrichtet worden ist, besteht bie Umsatzsteuerpflicht nur wenn auch bie Lieferung nach dem 4. Mai 1918 erfolgt ist." ** Schwarz-Weiß-Lichlspiele,Seltersweg81. Die Rothenburger betitelt fich ein Koloffal-Kunstfilm nach dem Roman von Adolf Wilbrandt, der von Samstag bis Montag zur Aufführung gelangt. Dieser Film wurde unter dem Protektorat der Stadt Rothenburg und der Genoffenschaft deutscher Bühnenkünstler ausgenommen. Die Hauptrolle hat Friedrich Zelnik. (Ein Besuch ist besonders zu empfehlen. ÄTrid Scholten. e Wetterfeld, 14. Fan. In der Nacht vom 11. auf den 12. Januar wurden hier zwei Militür- Zugpferde gestohlen. Startonburg und Wintteffen. •* Ederftadt, 15. Ian Am Dienstag abend stürzte der Landwirt Philipp Görlach II. in seiner Scheuer so unglücklich ab, daß der Tod sofort eintrat. Hessen Nassau. sj Marburg, 15. Jan. Wie in der letzten Stabte verordneten-Sihung mitgeteilt würbe, haben jetzt neuerbings etwa 20 Canbgemetnbcn um Anschluß an bas hiesige Elektrizitätswerk nachaesucht. - Die Wahlbewegung hat in dieser Woche ihren Höhepunkt erreicht. In Stabt unb Land finden täglich eine Menge Versammlungen der verschiedensten Partei» Achtungen statt, bei beiten es zuweilen recht lebhaft her geht. Kirchliche Nacbvichten. Sonntag ben 19. Januar 2. Sonntag nach Epiphanias. Evangelische (Gemeinde. In ber Stadtkir che. 9V8: Pfarnrsftstrrrt Schaefer. 11: Kurberk. f. b. Mark.-Gern. PsarrLss Schaefer. 5: Pfarrer Lir Dr. Adolph In der Fohanneskir che. 91/,: Pft. AnSseld 11: ilmberL für die Joh. Gem.: Pft. Ausselb 5: Pft Bechtolsheimer. 8: Bibelbcspr. im Johaturessaal. Kirchberg: vorm. 10. — Lollar vorm. 10. unb starrte ausdruckslos empor. Sein Einsager legte sich ins Mittel. Er beutete nadj bcc Letter. Horace fing ben Wink auf. Er kletterte empor, bis er sich in einer Höhe mit Dem Balkon befand. Sie beugte sich ilM entgegen, als er dastand und sich ungeschickt am Außengeländer fefthielt. Sft küßte ihn. _ Galahab senkte seine Augen, um diesen Kuß nicht durch seine Zeugenschaft zu ent- wei^n. Aber er konnte feine Ohren nicht ver» swpfen. Er vernahm des Mädchens beinahe unaTtituhertc Liebestöne, ihr leifes Girren in ihrer Glückseligkeit. Aber dann — vielleicht war des jungen Mannes ungeschickte Steifheit, mit der er an der Außenseite des Gelänbcrs an seiner Leiter klebte, daran schuld, vielleicht eine plötzliche 6furcht,^ daß Horace sie durch die DKihrheit töten könne, vielleicht rein menschliche Eifersucht — dann trat Galahad aus seinem Schatten heraus ins Mondlicht. l,Es ist Zeit zu gehen," sagte er hart. -Hst es so spät'?' fragte das Mädchen- bleich vor Bestürzung. „Sehr spät." „Aber du wirst morgen abenb wiederkommen?" Die Frage war an Horace gerichtet. Galahad anttcortete an seiner Stelle. „Unb ich werde mich dann wohler fühlen," sagte sic mit einem mutigen Blick naä Galahab. (Fortsetzung folgt.) 697c 4. Anna Walz, Privativ in Darmstadt Bahnhofetrawse 34 Tigllch erstklassige Klastlerkonsertel koazertel -O Montac in Ogier fremdem Willen I Drama in 4 Akten. **,- und andere. Freie Aussprache. Drama in 4 Akten. 648 D) Der Vorstand. Schwarz - Weiß - Lichtspiele Selterewee 81. 774c Oeffnung der Kirche 7 Uhr. »?c 3 Tage zur Aufführung zu bringen, eginn der Vorstellungen 4,579,7 u.8'/, Uhr. Sichern Sie sich rechtzeitig Plätze! Bei AlleVergünef ignngen anfgehoben. der Wahlvereine zu haben. 785c AcMkWksMki 6. einen Namen: 783D Unsere Wahlzettel für die Nationalwahlen sind an die Bürgermeistereien abgegangen. Sollte einer unserer Wähler wider Erwarten Keinen Stimmzettel erhalten, so nehme er ein Blatt weißes Papier 9x12 und schreibe nur den uhrer roe= (ber. nackt itn wollen Alle evangelisch. Frauen u. wahlpflichtigen Mädchen Gießens werden feundlichst eingeladen. 'c 1. Konrad Henrich, Ministerialdirektor in Darmstadt 2. Wilhelm Grünewald, Iustizrat in Gießen Wählt die Zuverlässigkeit! Die Grundsatztreue! Die Entschlossenheit! Wählt den Zettel der Von Samstag bis inkl. Hella Moja Zinanzminifter Dr. )oh. Becker, Darmstadt mit Tinte darauf. Das genügt. DcuW llolbpadd (früher toiomillitak Partei). Wir bitten unsere Mitglieder und Freunde, die Stimmzettel für die Nattonaloersammlung und die Hessische Volkskammer an den Kreis ihrer Freunde und Bekannten in Stadt und Land zu versenden und lebhaft für unsere Sache zu werben. Stimmzettel für die Na ionalversammlung sind von he.ite ab, diejenigen für die Hessische Volks« kammer von Montag den 20. Januar ab, im Geschäftszimmer der Partei, und zwar in Darmstadt in der Wilt,elmtnenstrahe 5, sonst in den übrigen Kreisstädten Hessens bei dem Vorsitzenden Deutschen Volkspartei (früher Nationallibe ale Partei) beginnend mit dem Namen: Dr. Johann Becker, Finanzminister l bände von denienigen, deren Zuname mit M—Z beginnt. Ueberzeuge Dich also, wohin Du gehörst. 5. Lasse Dir am Eingang des Wahllokals einen Wahlumschlag geben und sieh nach, ob er leer, amtlich gestempelt ist und kein Kennzeichen trägt. Begib Dich alsdann zu der im Wahlraum auf' gestellten AbsondernngSvorrichtung und stecke da- Markus - Frauen-Verein Samstag den 18. Januar, abends 8 Uhr, im Markussaal Die Wahlpflicht des* Frais. Es werden sprech.: Fr. Prof. Kahle, Frl. Flick Frachrstückgüter werden am 16., 17. u. 18. Januar zur Beförderung nicht angenommen. 745id Frankfurt (Main), den 14. Januar 1919. Eisenbahndireklion. Außerdem: Hanna Brinkmann in ihrem neusten Lustspiel B«s$’ M V* Fritz _____ Bom 15. Januar ab werden nachstehende Schnellzüge bis aus weiteres wieder eingelegt: D. 8L grankiurt-H. ab 8.28 V., Friedberg ab 9.10, Bad-Nauheim ab 9.20, Butzbach ab 9.38, Gießen an 10.00, ab 10.05, Wetzlar ab 10.22, Herborn ab 10.47, Dillenburg ab 10.59, Siegen an 11.42 B., über Hagen nach Duisburg. D. 82. Bon Duisburg über Hagen. Stegen ab 8.21 9t, Dillenburg ab 9.00, Herborn ab 9.10, Wetzlar ab 9.34, Gießen an 950, ab 10.03, Bad-Nauheim ab 10.42, Friedberg ab 10.48, Frankfurt--v. an 11.26 9t Eiserrbahnvircktisu Frankfurt (Main). ?*id Giessener Konzert-Verein. Mittwoch den 22. Januar 1919, abends 71/» Uhr, in der Stadtkirche viertes Konzert. Frau Anna Kaempfert (Sopran) KajawenlnoerU ans Fraxkfirt a. H. Herr Arno Landmann Onanist der Ckrlztuklrehe in BZuBhola. Prooramm* O*BelworI« von Bach exd Boger, -------' 6ezdnge von Bach, Mozart, Sejhotb, Laadsaann, Begor and Göhler. Ueberechuß f. Krlegswohlfahrtszwecke! Eintrittspreise: M. 4.—, 3.—. 2.—, L— u. 0.75 vom 19l Januar ab bei Ernst Challier, Neuenweg 9 (Tel. 671). Studentenkarten, num., M. 0.75 nur beim Hausverwalter der Universität gegen Vorzeigung der Ausweiskarte. »Die ttr die Anin zrun 4. Konzert abgegebenen Abonnementsknrten habea keine Gaitlgkell, diese missen bis zum 18. Jenaer bei Ernst Ckellier gegen Platze HU* die Kirche nmgetnnsckt werden. Einem Teil der Stadtaustaae der heut, igen Ausgabe d. (Siebener Anzeig. liegt ein Flugblatt ,A« alle Misere Kremide!" bei. {73911 Deutsche demokratische Partei , Deutsche Muunev und grauen! Der Tag der Entscheidung naht! Am IS. Januar bestimmt das deutsche Volk über seine Zukunft. Wollen wir, dast unser Volk in alte fesseln und H^'ttll-astsformett zurückfällt, die das Reich in unsagbares Unglück gestürzt haben? Oder wollen ®ir' ö>wtt der alten Klnstenherrfchaft, die von rechts kam, eine neue über uns errichtet wird, die von "'ks kommt? Wein • Das deutsche Volk must die Bestimmung seines Schicksals und seiner Regierung selbst in die Hand nehmen. Es must dafür sorgen, dast im Lande herrschen sollen Zreihett - Ordnung - Gerechtigkeit und Friede. Das will die Deutsche demokratische Partei. Darum wählt am 19. Januar zur deutschen Nationalversammlung ihre Liste: Ausschneiden und ausheben. An alle, die zum erstenmal wählen, insbesondere Zrauen. L Gehe früh zur Wahl, nicht erst in der letztenStunde. 2. Sieh nach, zu welchem Stimmbezirk die Straste gehört, in der Du wohnst und stelle danach fest wo das betreffende Wahllokal sich befindet. 3. Verschaffe Dir einen Stimmzettel,- Stimmzettel werden durch die Parteien austerhald des Wahllokals verteilt. 4. Wähler, deren Zuname mit A—L einschließlich beginnt, wählen getrennt aber in demselben Ge- iii>miii7mii»rimii»iiniiirm,nirrnn.silmk!iiiinilii»i»iiim Ab Samstag, 18. Jannar, bis inkL IHentag, 20. Jan., Uraufführung des Kclonnal- Rnnet-Film-Werke« Die Rothenburger (Leib und Seele) nach dem Roman von Adolf WUbreadt in 5 gewaltigen Akten. Auf genommen unter dem Protektorat der Stadt Rothenburg und der Genossenschaft deutscher Bühnenkünstler. In der Hauptrolle Deutschlands grösster Charakterdarsteller Friedrich Zelnik. Infolge unserer enormen Filmabschlüsse sind wir gezwungen, dieses Werk nur Eiling taßirjerl®. 6i iü M Mlit, W einen (kinigungsoersuch gemacht habe. toalt« ist dast alle Versuche zur Einigung einzig ljl, und allein von der Deutschen Dolks- partel ausgegangen sind. kü iü nifilf mtlhr ba& -ic Demokratische Partei ljl IHJJI ulllijl, zur Einigung bereit gewesen sei. Wast« iS b°6 Mimstenaldirektor Henrich schon in ist, der ersten Versammlung der Deutschen Dolkspartei im „Kaisersaal" in Darmstadt die Vereinigung der Parteien als nicht erwünscht bezeichnet hat. GS ist Bitt mhr, A langen sei. 'flßgU dast in den meisten Bundesstaaten die LvLtzl ljl. Einigung gescheitert ist, well die alten fortschrittlichen und demokratischen der in nationaler, noch in wirtschas in kultureller Beziehung das verleu und können, was sie mit der Frankfurter Zeitung, dem Derllner Tagblatt usw. seit Fahren verttaten. ßg j9 nj*f iflfltjr daß die Deutsche Bolkspartei »F IvU Jl/ in Hessen bereit gewesen wäre, das „ganze Programm der Demokratischen Partei vollgültig" zu übernehmen. Wak« tif daß die Verhandlungen scheiterten, ehe Lviitzl Ist, noch an die Aufstellung eines gemeinsamen Programms gegangen werden konnte. ®*|t* ist dast in Baden die anfänglich ebenfalls LDulstl lil, geschellerten Verhandlungen nur deshalb schließlich teilweise gelangen, well dort die Demokrattsche Partei auf Verlangen der Deutschen Dolkspartei in ihr Programm auf genommen hat: Aufrechterhaltung des konfessionellen Religionsunterrlchts In der Schule von Staats wegen und des Zollschutzes der Landwirtschaft! eifl nitt mubr ba6 ®on. ber Deutschen Volks. I|l lillj! Wahl, packet eine Personenfrage aufgeworfen wurde. Sie verlangte nichts als die persönliche Sicherung in der Parteiführung für die Vertretung ihrer Ueberzeugung. ®||ie ist daß die Demokratische Partei statt deffen ljl, nur politisch (nach demokratischer Meinung) neutrale Persönlichkeiten dulden, ihrer > sells aber selbstverständlich Männer wie Henrich, Loos, Reh, Grünewald, Wtndisch usw. an die Spitze stellen wollte! ist daß die Demokrattsche Partei weder da- LDÜtzl Ist, mals noch heute eine Einigung des Bür- geckums wollte. Sie will ttotz der Not des Volkes, ttotz des Ruins unserer Volkswirtschaft den Kampf gegen rechts, nicht den gegen links! «ff} ni/hf mfihr daß die Demokratische Partei Ist llulll wlistl, klarund entschieden die grundsätzlichen Gegensätze zwischen Bürgertum und Sozialdemokcatte bekennt und danach handelt. flÖgli* ist daß sie weder den Mut h at, klar bürger- Lvnstl Ist, |ld), noch den Mut, klar nicht-bürgerlich zu fein; sie pendelt zwischen Sozialdemokratie und Bürgeckum hin und her. Den so lange gepriesenenLlderallsmus hat sie völlig oergeffen. fil ist nifht mahn daß auch nur ein Fünftel der •!* “lHjl Ivllijl, ftüheren nattonalliberalen Führer zur Demokratie übergegangen sind. Mast« ist ahpp daß die Nattonalliberalen in rvlitzl ljl UVll, Offenbach jetzt wieder zu uns gekommen sind, weil fie es satt sind, sich zur Schutztruppe der Sozialdemokratie machen zu lassen! So wie den Offenbachern wird es allen ehrlich Liberalen gehen! Sie kommen wieder zu uns! Männer und Frauen! laßt Euch nicht irre machen! Einladung zu einer HilOlieto-teeliiog am LamStag den 18. Januar 1919 abeudS 5 Uhr pünktlich im Postketter. TaßMhmg: Die tonten m Wuhlttg. Alle unsereMitglieder, insbesondere alle freiwilligen Hilsskräsie, werden dringend ersucht, zu erscheinen u. sich für daS Wahlgeschäst zur Verfügung zn stellen. 701c Der Vorstand: Prof. Michel. WHMMiMlmsliMlllllg Die Liste der sozialtaoMsch Partei ist folgende; Carl Ulrich, Dr. Eduard David, Un,et?Äkt^ Dr. Ludwig chuessel, Ludwig Hasenzahl, IWkWL Henriette Zürth, ÖÄ Hermann Neumann, Friedrich Vetters, WeÄT Bernhard Rechtien, llnton £ur, meKa'tö'tftabt ?4od 6. D. Wilhelm Bonffet, Professor der Theologie in Eiesten =»« «x ,, ™ - 7.Dr. Franz v. Liszt, Geheimrat in Seeheim 3. Dr. Fritz AlexPagenstecher, Rechtsanwalt in Mainz 8.Pan! Christian Saalwächter, Landwirt und Alt- - n m i.< * -/»■ \ r. Z , " Z bürgermeister in Rieder-Ingelheim v. Dr. Arthur «muer, Fabrikant m Zwingenberg a.d.B. 9. Ludwig Kappus, Fabrikant in Offenbach. Stenographen-Gesellschaft „Gabelsberg er“ Giessen und Damenabteilung e. V. Hamata*, 18. Januar 1919. / abend» 71/» Uhr ** Hanpt-Versammlung Hotel Schütz. Tagesordnung: § 8 der Satzung. 440c Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Der Vorstand. Friseur- und Periickenmacher- Zwaugsinnuug Gießen. Generalversammlung Montag, 20. Januar 1919, abeudS 7*/2 Uhr, im Kaiserbof. 753 Die Herrn Kollegen und Kolleginnen werden gebeten zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. Betreffend: Beschaffung von Notstandsarbeiten. Notstandzarbeiten Zur Lichtung der Wildbaumallee an der Kreisstraße „Hungen—Langsdorf" sollen etwa 80 Stück Bogelkirsch- und Akazienbäume gefällt werden. Stellenlose Arbeiter wollen sich bis zum 1. Februar 1919 bei Herrn Kreisstraßenmeister Listmann in Hungen persönlich zur Arbeit melden, der auch jede weitere Auskunft erteilen wird. 756B Gießen, den 16. Januar 1919. Der Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. CellariuS, Baurat. selbst unbeobachtet Deinen Stimmzettel in den Umschlag. Nicht zukleben. 7. Tritt dann an den Vorstandstisch heran, nenne laut und deutlich Zunamen, dann Vornamen, endlich Wohnung. Warte bis Dein Name in der Wählerliste ausgefunden worden ist. 8. Uebergib den Umschlag dem Wahlvorsteher, der ibn in die Wahlurne wirft. 9. Die Abstimmung beginnt um 9 Uhr vormittags und wird um 8 Uhr abends geschloffen. t759R _______Ter Oberbürgermeister: Kelle r. Bekanntmachung. Das Kriegsnotgeld der Stadt Gießen (5-, 10-, 20-Markicheine) bleibt auch über den 1. Februar 19m hinaus gültig. 757B Gießen, den 13. Januar 1919. Ter Oberbürgermeister: Keller. hat 743c Auskunft bei der Landesgeschäftsstelle, Darmstadt, Wil Helminenstraste 5, Fernsprecher Nr. 1304. Wähler und Wählerinnen! Fünf Parteien werben in Hessen um Eure Stimmen: Sozialdemokratie, Demokratische Partei, Deutsche Volkspartei, Zentrum uud Hessische Volkspartei. Entsinnet Euch, Deutsche Männer und Frauen, welches Lob ganz Deutschland der Sozialdemokratie gespendet hat, als sie im August 1914 wie jede andere deutsche ' Partei das Vaterland in flammendem Zorn verteidigen half. Damals meinte man, sie wollte Revolution machen. Sie tat es nicht. Warum nicht? Weil ein Sturm der Empörung sie weggefegt und das mächtige Deutsche Reich sie zerschmettert hätte. Als aber Deutschland zum Tod verwundet zu Boden lag, da hat sie den traurigen Mut gefunden, mit Gewalt ihre Alleinherrschaft auszurichten. Zreiheit, Frieden 6. August Biegler, Landwirt, Dorn- Dürkheim 7. Georg Bickel, Landwirt und Gemeinderechner, Affolterbach 8. Frl. Luise Schweisgut, Lehrerin, Darmstadt 9. Wilhelm Kitz, Direktor der Maschinenfabrik Augsburg«Nürnberg, Mainz-Gustavsburg und Brot hat sie versprochen zu bringen. Was sie gebracht? Schaut Euch um: Bürgerkrieg, unerhörte 1. Dr. Joh. Becker, Finanzminister, Darmstadt 2. Friede. Jakob Schott, Landwirt, Bürgermeister, Uffhofen (Rhh.) 3. Friedr. Heck, Oekonomierat, Land- wirtschastslehrer, Alsfeld 4. Dr. Hans Gmelin, Universitäts- profeffor, Gießen 5. Karl Läufer, evang. Arbeitersekretär, Darmstadt Sttrnrnzettel der Deutschen Volkspartei sind bei den Bürgermeistern und bei unseren Vertrauensleuten zu haben. Wer keinen Sttrnrnzettel der Partei bekommen kann, schreibt auf weißes Papier in der Größe von 9 zu 12 om den ersten der obigen Namen, nämlich Dr. Gccker. = in fjefien = (früher Nationalliberale Partei) Auf zur Wahl! Die verfassunggebende Versammlung des Deutschen Reiches wird am Sonntag den 1 9. Januar 1919, von 9 Uhr vormittags bis 8 Uhr abends IN ganz Deutschland gewählt. Niemals in der deutschen Geschickte war ein Tag so wichtig, wie dieser. Die Stimmen, die Ihr abgebt, Deutsche Männer uno Frauen, entscheiden über unser aller Schicksal! Vergeudung des Volkbesitzes, Lösung aller Bande von Zucht und Ordnung, Ohnmacht gegen jeden äußeren Zeind. Was wird sie bringen? Einmarsch der Feinde, Ruin des deutschen Wirtschaftslebens. Arbeitslosigkeit, Hungersnot, Massen- auswanderung,Auflösung-.Reichs. Mit Gewalt will sie die Menschen glücklich machen, mit Gewalt glaubt sie erreichen zu können, was nur im Wege langsam fortschreitenden Aufbaus erreicht werden kann. An dieser Gewalt wird das deutsche Volk zugrunde gehen. Wer sein Volk lieb hat, kann der Sozialdemokratie keine Stimme geben. Der Sozialdemokratie ganz nahe steht die Demokratische Pattei. Sie will auf bürgerlichem Boden stehen und hat doch — wie ihre Führer und Zeitungen sich rühmen — die sozialistische Revolution gefördert, mitgemacht und begrüßt. Sie bat heute noch Sitz und Stimme in den Arbeiter- und Sol- datenrälen. Sie will eine bürgerliche Pattei sttn: und doch erklären ihre maßgebenden Männer, daß sie sich bis zur Ununter- Spitze der Landeskirche. Das ganze öffentliche Leben-, die Erziehung der Kinder, der Geist unserer Volksschulen war und ist noch heute durchtränkt vom Geiste religiöser Erziehung. Der alte Staat ist zusammengebrochen. An der Spitze des Staates steht die Sozialdemokratie. Die Sozialdemokratie arbeitet mit allen Kräften, um die Macht im Staate in der Hand zu behalten. Sozialdemokratische Macht im Staate bedeutet aber Kirchen- feindlichk»it des Staates. Bleibt der neue Staat unter der Macht der Sozialdemokratie, so besteht für die Kirche die Gefahr der Erdrückung. Von diesem Staate soll die Kirche nicht in finanzieller Abhängigkeit sein. Die Deutsche Volkspartei fordert deshalb: Vermög, nsrechtliche Sicherstellung der Kirche! Sie mutz das Recht der Besteuerung ihrer Glieder erhalten. Religion in der Schule! > Religiöse Erziehung unserer Kinder wollen wir mit allen Kräften vor jedem störenden Angriff bewahren. Deshalb mutz unseren Kindern der staatliche Religionsunterricht unter allen Umständen gesichert bleiben. Wir fordern deshalb: Erhaltung des staatlichen Religionsunterrichtes in allen Schulen auf Kosten des Staates. Der einzelne Mensch mag es mit seinem religiösen Bekenntnis halten, wie er will; auf ihn soll kein Zwang aus geübt werden. Wir verlangen aber, datz unserem Volke die religiöse Grundlage des öffentlichen Lebens erhalten bleibt. Ein Volk ohne Religion mutz verkümmern. Ein Rind ohne religiöse Erziehung muh verwahrlosen. Der Geist der Ordnung, der Treue, der Sittlichkeit war unserem Volke nie nötiger als heute, deshalb fordern wir und kämpfen mit allen Kräften 11 für eine starke, finanziell gefichette Volkskirche, 11 I i für die religiöse Erziehung der Jugend, 11 11 für den staatl. Religionsunterricht in der 5chule 11 Der Staat ist verpflichtet, selbst in seinen Schulen durch seine Lehrer ohne Gewissenszwang den Religionsunterricht zu erteilen. Die sozialdemokrati che Partei will Staat und Kirche völlig voneinander trennen! Ihr ist Religion Privatsache. Uns ist Religion Staatssache! Die Demokratische Partei will nach ihrem Programm die Rechte und die Würde der Kirche schonend behandeln. - Wer ist die Demokratische Pattei? Sie ist hervorgegangen aus der früheren fortschrittlichen Dolkspattei unter Zuzug der links vom Freisinn zwischen Sozialdemokratie und Linksliberalen stehenden demokratischen Elemente (Pro- feffor Max Weber, Alfred Weber, von Verlach, Theodor Wolff, Heutz, Quidde usw.). - Ihre Hauptzeitungen sind: der Verlag Mosse, Berlin (Berliner Tageblatt), Verlage Ullstein, Berlin (Dotzsche Zeitung, Berliner Morgenpost, Welt am Montag), Frankfutter Zeitung. - Alle diese Männer und alle diese Zeitungen wollen schon seit vielen Jahren und find heute noch gegen den staatlichen Religionsunterricht. Wähler, latzt Euch nicht irre führen! Warum steht im demokratischen Programm (der Demokratischen Partei) nichts über Religionsunter. richt? Nur die Partei Kann Euer Dettrauen haben, die im schärfsten Kampfe gegen die Sozialdemokratie die Rechte der Kirche und der Religion vetteidigt! Die klare, unmißverständliche Forderung des ftaattichen Relrgionsunterttchts finden Sie nur im Programm der Deutschen (ftüher nationalliberalen) Volkpattei. Männer und Frauen! Wollt Ihr Eure Kirche und damit Euer Volk schützen? Väter und Mütter! Wollt Ihr die religiöse Erziehung Eurer Kinder durch den Staat? Dann wählt die Liste der Deutschen öolfspartel scheidbarkeit der Sozialdemokratie nähern (Professor Weber), daß kein Platz bei der Partei sei für den, der die Sozialdemokratie bekämpft (Ministerialdirektor Henrich). Sie will das Bürgertum sammeln: und hat doch das Bürgertum gesprengt, hat es abgelehnt, auch nur ihre Vorschlagslisten mit denen der andern bürgerlichen Parteien zu verbinden, damit eine sozialistische Mehrheit vermieden wird. Jetzt haben Deutsche volkpattei, Zentrum und hessische volkpattei ihre Liften verbunden, — nicht vereinigt! Vor bürgerlichen Wählern bekämpfen bürgerlich gerichtete Redner der Demokratie die Sozialisierung, vor sozialistisch angehauchtem Publikum erklärt der radikale Demokrat, er unterscheide sich vom Sozialdemokraten nur im Tempo der Sozialisierung. Freundliche Worte des Entgegenkommens für Kirche und Religion fand die Demokratische Partei, als sie merkte, wie tief das Christentum in dieser furchtbaren Zeit im Volke wurzelt. Will sie bestreiten, daß ihre hervorragendsten Führer und Blätter von jeher dem Christentum verständnislos gegenüberstanden? Sie nennt die bürgerlichen Parteien Reaktionäre rmd denkt nicht daran, daß sie selbst der Reaktionär der Sozialdemokratie ist, welche chr Liebeswerben schlecht vergilt. Sie ruft ins Land: Der Sieg Oer bürgerlichen Parteien bedeutet Bürgerkrieg. Welche Verwirrung der vegriffe! Sollen die Anhänger öer bürgerlichen Parteien vielleicht garnicht wählen? 3ft die Drohung mit dem Bürgerkrieg Demokratie? wozu die Wahlen, wozu National-Versamm- lung, wenn Gewalt siegen soll? Fürchtet Euch nicht, Deutsche Mäouer und Frauen! Fort mit sozialistischen Demokraten und demokratischen Sozialisten! Tretet mutig ein für die Partei, deren Ziele sind: Einheit des Reichs, deutsches Denken und Handeln, Schutz der heimischen Landwirtschaft, der heimischen Industrie, dem Kleingewerbe, dem Kleinhandel, Erhaltung und Stärkung eines lebensvollen Christentums im Volke, Abwehr sozialistischer Klassenherrschaft. Deutfcheüolkspartei z Kirdje und | a Staat « W Im alten Staat war die Kirche aufs engste verbunden mit KA dem Staatswesen. Der Landesherr war zugleich die oberste Deutsche Arbeiter, Deutsche Bauer«, Deutsche Bürger! Gebt am 19. Januar unverändert den Stimmzettel der Deutschen volkpattei in Hessen (früher Nationalliberalen Partei) ab, welcher die Namen trägt: Swettes Statt nr-H «btetzentt Anzeiger iwenerat-Anzetger pir Göeryefien) ^renag, (l Januar Letzte Nachrichten -tat Note i)tr tnoDfnttdjen Neglerunaei die gegnerische Waffenstillstaudskommisfi OH. Amtlicher ZciL Aeltcrer Mediziner jucht f. sofort ob. 1. Febr. i Ein träft., WÄhriittt 1s nhrt* ‘2 mnhltprfp Qtninwt* steißigeS «VlUOuit i, liug eintreten 01 >53 Gießener Straße 54 aus statt. 766 Löberstr. 7 IL 09S0 bansen 55 0951 Lteiuttr. 48. gesucht 702 fort gesucht. 779 sofort gesucht. 01)54 fort gesucht 0028 au verkaufen. 726 SelterSweg 75. 0971 Heffenttrabe 8. 063 9 Wctterbabn, frankfurter Str. 9. Heizbares Zimmer von Primaner gesucht. SchriNl. Angebote unter 09*12 an ben Gien. AnA. tojditr gestiU 762 Huh»^ Rittergasse. 646) Wer verwchatTt ttriegstciln. lFamilien- vaier» geeign. 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Hartb, Tüchtige Agenten u. Bezirksvertreter geg. nute — evtl. feste — Bezüge v. leistnngSfäb. Fener-, Transport-,üafall-, Hsüpflkh’-, Kinbrnobsd obstahl-u. Wasgerleltrngsschäden-Verakharesos-Bank gesucht. Auch stille Geschäftsfreunde unter Diskretion nur zur Empfehlung geg. Bertranenssvesen. Off. erbitte itnt. Nr. 1151 ö. Eaaseisieln L Vogler A.-6., CssseL l""bv Heute nacht 2 Uhr entschlief nach furAcr Krankheit meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter^Grohmutter, Tante und Schwägerin Frau Marie Spaar geb. Emmel im Alter von 75 Jahren. Die tranernben Hinterbliebenen: Phil. Spaar III. n. Siinber» Reiskirchen, Heuchelheim, d. 16. Jan. 1919. Die Beerdigung findet Samstag nndjnt- l oder Ä möblierte Zimmer N! gegen reichliche Enlschäbi^'ung. Schritil. Angebote M, unter 0972 an die Geschäftsstelle beS Gieß. Anz. erb. Lkilhtks Ioßtart mit Verdeck. gut erhalten, au fünfen gesucht. 708 T c v nKCo.,West-Anl.31. föuterö. Sofa gesucht. 0V4» «aifer-Allee 115. Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche. Die auf dem Gehöft Wilhelm-hof bei Sprendlingen ausgebrochene Maul-- und Klauenseuche ijt erloschen. 3'äno. MWkn lief. Frau Marie CorbinuS, 0966 Schottstr. 8, l. Jiing. Hausmädchen für morgens nefurtjt ,,»« Gr. Stcinwea 22. Flotter Maschinen» fchrciber oder «fchreibcrin für einige Zeit gesucht. Bctonhauqcsellschast iu Liebigstraße 15. 1iickt.Lstt!c^chllse!i, flotte Näher auf Geschirrarbeit, sofort gesucht. Sinn. Kilbinger, 731 Seltersweg 79. 6mi6.!Diöi)(6tiiÄ. 777 Steinftrafre 11, p. Rücktritt der sächsischco Minister der Unabhängigen sozialdemokratischen Partei. Dresden, 16. Januar. (WTB.) Die drei Bolksbeaustragten Ministcr Fleitzner, Geyer, Lipinski legten unter energischem Protest gegen die Willkür der Gewaltherrschaft der Letter des Dresdener A.-- und S.-Rates, die von den andern drei Ministern nicht mißbilligt, sondern gestützt wird, am Domterstag ihre Aentter nieder. Eine ausführliche Erklärung hierüber roirb der Presse sofort zugestellt. Die Zurückgetretenen erklären sich bereit, ihre Aemter bis zur Bestimmung der Nachfolger weiterKusühren. Z^m Tode Liebknechts und Rosa Lnxemburgs. Berlin, 16. Jan. (WTB.) Amtbch. Die Regierung ordnete über die Umstände, die zudem gewaltsamen Tode Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts geführt haben, die strengste Unter- suchung an. Schuldige werden nach dem Gesetze bestraft werden. Die beiden Getöteten hatten sich zweifellos schwer am deutschen Volke vergangen, hatten jedoch ebenso zweifellos Anspruch auf das Recht, das Schuldige beftraft, aber auch vor Unrecht fch tzt. Ein Akt der Lynchjustiz, wie er an Rosa Luxemburg begangen zu sein scheint, schändet das deutsche Volk, jebem, auf welcher Seite er auch politisch stehen mag, wird ihn sittlich verdammen. Ist in dem Falle Luxemburg das Gesetz offenbar verletzt worden, so bedarf es auch im Falle Liebknecht noch der Aufklärung, ob hier nach den gesetzlichen Vorschriften gehandelt worden ist. Sollten sie verletzt worden sei , so müßte auch hier in der schärfsten Weise einqegriffen werden. Die traurigen Vorgänge der letzten Wochen zeigen leider, wie tief infolge des K ieges die sittliche Verrohung eingeriffen ist, und wie wenig ein Menschenleben geachtet wird, es ist Zeit, daß auf allen Seiten die Besinnung wiederkehrt, wenn nicht blinder Fanatismus alle sittlichen und materiellen Wette unseres Volkslebens vernichten soll. Die Gefahr für Ostpreußen. Königsberg L Pr., 16. Fan. (WB.) Don zuständiger Seite wird mitgeteilt: Während bis vor nurzem die Gefahr eines 93erbringens der Bol- schewiki-Truppen gegen Ostpreußen unterschätzt wurde, werden neuerdings aus durchsichtigen Gründen russischerseits übertriebene Gerüchte über angebliche Millionenheere verbreitet, die gegen unsere Grenzen marschieren sollen. Davon ist keine Rede. Die Linie Riga-Dünaburg-Wilna wurde im ganzen von höchstens 50000 Mann bolschewistischer Truppen überschritten. Eine wesentliche Verstärkung der Truppen ist vorerst unmöglich, solange die Sovjelregierung an Trier. 15. Jan. (Privakkl.) Im Verlaufe ber Sitzung der Waffen stillstandskom- Mission in Trier überreichte Staatssekretär Erzberacr eine gemeinsame Note ber bayris chen, württembergi scheu und badischen R e g i e r u n g e n, die folgenden ■-.V'orflaut hatte: Die bayrische, die württembergische imb die badisch? Slaa^S.iseilbahnverwaltltng Halen ,.u ber Lieber gäbe von Fahrzeugen an die Entente nach dem Wck ensiillsia. dsablsmmen so gendcs zu erklären: Trotz des redlichsten Bemühens wird es nicht gelingen, bis znm 16. b. M. Kie geforberten Leistungen zu erfüllen. Die Durchführung der Ablieferung fiel zusammen mit ber Demootlmachung Irr Weslarmee, also ber höchsten Inanspruchnahme ber Eisenbahnen. Die durch die Revolution geschas- i t:cu Verhältnisse haben ben Eisenbahnbetrieb ' usierorbenflich erschwerl mtb ben Fottgang ber .'i leiten in den Werkstätten gc hemmt. Ganz be= u>ere Schwierigkeiten liegen darin, bas; der Loko- l.-.otiv- unb Wagenpark ber süddeutschen Eisen- ' st.nverwaltungen mit ben von ber Eirtente gelber ten Gattungen mir in geringem Umfange ausgestatdet ist: Es überwiegen hier btc leichten und die mittelstarken Lokomotiven. Auch find die nur hi beschränkter Zahl zugelassenen Tenberloko- inotiven besonberS stark vertreten. Von ben Personenwagen wurden bis vor wenigen Tagen bie hier fast ausschließlich üblichen Wagen mit Mittelgang zurückgewiesen. Für alle Gattungen von Fahrzeugen, vor allem für die Güterwagen. gilt, daß beute nach einer üriegsdauer von' 4V, Jahren unb der damit zusammenhängenden Absperrung ber wichtigsten Bau- und Betriebsstoffe der Unterhaltungszustaiid weiter unter den im Frieden gesunken ist. Würden die Ueberwachungskommissionen dem Rechnung getragen und bie Fahrzeuge in der Art und dem Zustand übernommen haben, wie er dem derzeitigen durchschnittlichen Zustand des deutschen Fnhrparkes entspricht, so wären die süddeut chen Verwaltun en trotz alledem in der Lage gewesen, die geforderte Anzahl betriebe und benutzungsfähiger Fahrzeuge fristgemäß abzuliefern. Die Steigerung der An> forderungen weit über dieses Maß hinaus erfor- bert eine erhebliche Streckung der Fristen. Tie süddeutschen Verwaltungen bedienen u-tfe ihren Ver- M-" ousichl.eßlich mit Fahrzeugen, die be.t betriets- dienstlichen Ansorderwtgen gviave itoa) genügen. k>hre Werkstätten arbeiten schon seit Wochen nur noch für die Instandsetzung der abzugebenden Fahrzeuge. Ter Personen- unb Güterverkehr sind aufs äußerste eingeschränkt. Die mtterzeichneben Regierungen erklären hiermit in vollem Bewußtsein ihrer Babubos-Hotel Lenz. Ein ordentl. «Mädchen, das alle Hausarb. werft., sofort gesucht. (Gehalt nicht unter 360 Mk. jäbrl.f Frau Dcntiit Hochstetler uni Großen-Hufeck. Ordentl. Miidchon Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung Sbeinheimt hier ben II. Abschnitt. In der Zeit vom 1. bis einschl. 17. Febr. 1919 liegen im Gemeindehaus zu Steinh.nm die Arbeiten bet Besitzstandsausnahme, nämlich: 47 Bonitierungskarten, 2 Bände Ve itzstai^bsverzeichnisse, 3 Bände Gütergeschosse, 1 Band Zusammenstellung ber Gütergeschosse zur Einsicht der Beteiligten offen. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendung gen hiergegen findet daselbst Dienstag den 18. Februar 1919, v or m. 8 — 9 Uhr, statt wozu ich die Beteiligten mit ber Androhung einlabe, daß die Nichterscheinenben mit Einwew- bungen ausgeschlossen sind. Die Einwendungen sind schriftlich, mit Grün- ben versehen, einzureichen. Friebberg, ben 6. Januar 1919. Der hessische Felbbereinignngskommifsar: Schnittspahn, Regiernngsrat. Putz! TL Arbeiterin sucht Stellung. Angell, unter O:wi a. d. Gieß. Anz. erb. I Vsk-KLuks I Eitz kraf tges junges Arbeitspferd,«"2-Ä ____.Wencnweg 33. Kleine und große Ferkelig Sfrfet* od. Garten au kaufen oder au pachten ges. Schr. Angeb. unr. 0950 au d. Gieß. Anz. Klavier sofort au kaufen oder au mieten gesucht. Angebote h. 771 a. d. Gießener Anz. Wetzlarer Weg 3S. kesuAsliüb. Mdihk« für einige Stunden norm. 0974 Hcnfelstr. 4, p. In der Gemeinde Vollnkirchen, Kreis Wetzlar, ist die Maul- und Klavensetiche amtlich fcstgestellt worden. Gießen, 14. Januar 1919. Kreisamt Gießen. J.V.: Langermann. ___■ Bekanntmachung. Betr.: Verordnung über die Zurücksühnurg No« Wa sen und veeresgut in den Besitz de- Reiches vom 14. 12. 1918. Aus Grund vorgenannter Verordnung unb ber dazu erlassenen he.ftscheir Aus ührungsbestimmun- gen werden alle im Stadtbezirk Gießen, wohnenden Personen, die aus L»eereslEständen stammende Waffen, Munition, Gerät ober sonstiges Gut uw- erlaubtemÄtfe im Besitz haben, au: gefordert, diese Gegenstände unverzüglich an die Annahmestellen abjulieiern. Die Ablieferung hat bis 18. Januar 1919 einschließlich zu erfolgen. Annahmestelle für alle Gegenstände ist Kaserne II Jn.Mtterie-Regiment 116, Kaiser-Allee, für Waffen und Munition in kleineren Mengen auch Polizeiamt, Weidcngasfe 5. Im Falle der Mchtablie'ernng sind Xxni3- suchimgen durch Militär- und Polizeibehörbe sowie strenge Bestrafung zu geioärtigen. Gießen, den 15. Januar 1919. Polizeiamt Gießen. Gebhardt. Heu au kaufen gesucht i72O R.Iiattlei-, Reuenw. 33. Wer liefert täglich 0943 ^lLit.3!MiiiiM Änflcb. an Bleichstr. 20 L [Verschiedenes [ Schwarz» Leder Portemonnaie m.ca.40Mk.von ttatfer-ANee bis Markivl. verlor. AbAug. g. Belohn. Marktplatz 23 II. (0999 Gesangverein Harmonie. Samstag den 1H. Jan. abends 7 Uhr Zusammenkunft bet Sauer. Pünktl. Erscheinen erwünschr. 0994 ben verschiedensten Fronten um ihr Bestehen Kämpfen muß. Trotzdem besteht für Ostpieußen die schwerst Gefahr völliger Uebcrstuiung und Vernichtung, wenn nicht alle waffenfähigen DlüNner Ostpreußens dem Rufe zum (Eintritt in die freiwillige DolKswehr schleunigst folgen. Oberpräsident v. Botocki als einfacher Soldat Königsberg L Pr, 16. Jan. (WTB.) Der Oberpräsident von Datocki erläßt einen Aufruf zum freiwilligen Eintritt in die ost preußische Volks wehr, an dessen Schluß es heißt: Weil die Feit aber weniger ermahnende Worte als Beispiel gebende Taten fordett, werde ich selbst Anfang Fe- vruar, wenn ich mit dem größten Teil der Amtsarbeit vorläuffg wohl fettig sein werde, und wo es um die Grenze wohl ernst wird, trotz me ner 51 Jahre in die DolKswehr einireten und zwar, da es mir an der zur Führung einer Truppe vor dem Feinde nötigen Grunderfahrung fehlt, als einfacher Soldat. Aus Elsaß-^othriugen. Berlin, 16. Ian. Jur Ausweisung des Staatssekretärs Zorn von Bulach cus Elsaß-Lothringen heißt es in der „Deutschen Allgemeinen Zeitung": Die Ausweisung ist ein Zeichen, daß man in dem von den Franzosen besetzten Elsaß-Lothringen auch bei Ab- stammung aus ältestem Geschlecht des Landes keine Gnade findet, wenn man den Mut hatte, unabhängige elsaß-lothringische Pol.tik oder Geschichte zu machen. Dcr Aufenthalt Vtackcnsens. Budapest, 16. Jan (WTB. ) Es kann nunmehr mit Sicherheit sestgcftellt werden, daß Feld-. marschall Mackensen mit feinem engeren Stabe in dem bei Neusalz gelegenen Schloß Futtak des Grafen Ebotek interniert ist. Tas Schloß und der angrenzende Garten sind mit einem Trahtzaun umgeben und von Spahis streng bewacht. Mackensen kann sich nur im eingezäunten Raume frei bewegen und ist auch sonst von der Außenwelt völlig abgeschnitten. Streik im Berliner Lpernhause. Berlin, 16. Jan. (WTB.) 3m Opernhause mußte das Publikum vor Beginn der Lohengrin- Vorstellung sich wieder entfernen, da das gesamte Ehorpersonal in den Streik trat. Sasonow in Paris. Paris, 16. Fan. (WTB.) Havas. Sasonow ist in Paris eingetroffen. I. C. Wallenfels. _______Kirchenplatz 23. Suche für vormittags Au Kindern eine allein- stehende Fi an od. Fräulein. Fran A. Hleberger, 772 Ludwtgopl. 1. Cchte Xlacbricbten« Verantwortung, daß sie das Letzte unb Aeuherste ‘ - getan haben, um die ihnen durch die Waffenstil l (StM Note ber süddeutschen Negierungen an standsbedingungen auferlegten Verpflichtungen zu ... — - ------- . •?- erMlen. >Lne sind bereit, Abgesandten ber Entente vollen Einblick in ihre Lage zu gewähren. I kVttstgesueks \ Junges Ehepaar (Dimin Mediziner) sucht z. 1. Febr. 2 out möbl. Zimmer. Schrlsil. Angeboie unter 0826 an den Gieß. Anz. Auf 1. oder 15. Febr. für 2 Theologen zusammen ein anständig möbl. Wohn- c. ein S^hlalziamer nut Kaffee gesucht. Angebote unter 0816 a. d. Gieß Anz. 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Zur Versorgung bet tuinderbemittelten Einwohner der Stadt Gießen steht eine gewisse Menge Sohlleder zur Verfügung; als Minderbemittelte gelten die Personen, die nicht mehr als 1500 Mk. Einkommen versteuern. In erster Linie werden Sfriegbteilnebmcr, insbesondere Leute von der Front berücksichtigt. Wer Sohlleder als Minderbemittelter be iehen wifl, hat entsprechenden Antrag auf dem Stadthaus, Gartenstraße 2 «Zimmer Nr. 8) zu stellen. Hierbei ist der Name des Schuhmachers, der das Befohlen vornehmen soll, anzugeben, da bieiem das Sohlleder von der Handwerker- Zentralgenossenschast in Darntstadt unmittelbar zugesandt wird. Der Bezugsschein ist nach Einholung der Unterschrift des Schuhmachers an die Handwerker- Zentralgenossenschaft einzusenden. Gießen, den 16. Januar 1919. 7588 Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Bekanntmachung. Das Anbringen von Flugblättern und Wahlaufrufen am Stadthaus wird verboten. Gießew den 17. Januar 1919. 7978 Ter Oberbürgermeister: Keller. | Stellengesuche, Eanlman3l299, rebenero., Derb., gel. in Kolonial- u Etsenw., mehrjahr. Büro- lättgfeit, sucht per sof. od. 1. IV 19 paff. Stellung. Neisevosten nicht aus- geichiosien. Angeb. unter 748 a. v. Gieß. Anz erb. Kaufmann sucht jede Vertretung zu übernehm. iiürLandkund- fchaft bevorz.). Angeb. u. 0847 a. d. Gieß. Anz. Ein ort in letzter Stunde! li ilie Her in M ri M Noch einmal wenden wir uns an die Wähler: Helft eine sozialdemokratisch-demokratische Mehrheit im Reich und in Hessen verhüte«. Eine solche Mehrheit würde für alle Kreise des Bauern- und Mittelstandes verhängnisvoll sein. Was will die Sozialdemokratie? Trotz allem Gerede von Demokratie und Freiheit würde diese Partei alle anderen Erwerbsschichten unter die alleinige Herrschaft der Sozialdemokratie bringen. Was eine solche Herrschaft bedeutet, haben wir in den letzten 2 Monaten zur Genüge erlebt: eine vollständige Zerrüttung unseres Erwerbslebens, Entfernung von Religionsunterricht aus der Schule, plan- und wahllose Sozialisterung der Betriebe, Aemter und Stellenjägerei, wie sie die Welt noch nicht erlebt hätte, würde eintreten. Der waschechte Sozialdemokrat würde unter allen Umständen der erfolgreichste Bewerber um alle Staatsämter sein. Noch schlimmer würde es um die äußere Politik stehen. Nicht einmal gegen die Gewaltpolitik von Tschechen und Polen kann uns die Sozialdemokratie schützen. Sie redet von Völkerverbrüderung und sieht tatenlos zu, wie ganze Provinzen aus dem Reichsverbande gerissen werden. Sie läßt im Innern wochenlang den Terroristen ä la Liebknecht, Luxemburg, Levi Gelegenheit zu Raub, Mord, Plünderung, Zerstörung öffentlichen und privaten Eigentums und verzögert dadurch den notwendigen Frieden. Dabei ist die Verschwendung des Staatsvermögens ins Riesenhafte gewachsen und nur eine gefährliche Papiergeld-Fabrikation hält uns notdürftig über Wasser. Der sozialdemokratische Staatssekretär Dr. Aug. Müller nennt die derzeitigen Vorgänge in unserem Wirtschaftsleben mit Recht: Die Organisation der Hungersnot für 1919. Macht diesen Zuständen ein Ende und seid alle fest entschlossen: Keine Stimme einem Sozialdemokraten! Don jeher hat es die Sozialdemokratie unterlaßen, den Schutz des Mittelstandes zu fördern. Wer an seiner Selbständigkeit, an seinem Besitz Freude hat, wird niemals die zielbewußten Feinde des selbständigen Unternehmers wählen. Glaubt den süßen Worten der Sozialdemokraten nicht, beurteilt sie nach ihren Taten. Sie sind groß im Zerstören und unfähig zum Ausbauen. Auch der »kleine Bauer- wird jetzt umschmeichelt und vor den roten Parteiwagen zu spannen versucht: Gehetzt wird gegen die früheren Behörden, weil sie die auf sozialdemokratischem Einfluß beruhenden Verordnungen durch- führen mußten, wie z. D. die Dnischpramlen, welche vom Bund der Landwirte, den Konservativen und namentlich dem Abgeordneten Dr. Werner aufs schärfste bekämpft wurden. Erst konnte man den Dauern nicht genug drangsalieren und dann geht dieselbe Partei hin und glaubt die berechtigte Unzufriedenheit des Bauernstandes - welche in erster Linie auf sozialdemokratisch inspirierten Verordnungen beruhte - nun als Vorspann sozial- demokratischer Machtgelüste benutzen zu können. Darum Bauern, seid auf der Hut! Niemals kann ein Bauer seine Stimme dieser Partei geben! So sind die echten Sozialdemokraten. Um kein Iota besser sind die ihnen nahestehenden Demokraten. Arbeiter, Bauern, Beamte, Handwerker! Denkt, daß an der Wiege der Demokratie die .Frankfurter Zeitung- und das .Berliner Tageblatt* Gevatter standen: das sagt dem klardenkenden, was diese Partei bedeutet, trotz aller schönen Worte und Versprechungen. Auch diese Partei darf nicht gewählt werden! Wähler! Unser Programm ist Tuch bekannt: Deutsch-nationaler Staat in christlichem und sozialem Geiste! Gesetz, Recht, Ordnung! Keine Herrschast einer einzelnen Klasse! keine rote und goldene Internationale! kein Kommunismus, keine internationale Kapitalsherrschaft! Schutz des Privateigentums gegen sozialistische oder, wie der Sozialdemokrat Schippei sagt, .plötzliche Stegreif- und Handstreich-Nationalisierung!* Rein Mann und keine Frau darf am 19. Januar an der Wahlurne fehlen. Unsere Parole lautet: Keine Stimme Sozialdemokraten und ihrem Anhängsel, einem den Demokraten. - Alle Stimmen der Deutsch-nationalen Volkspartei (Hessischen Volksparte) und ihren Bewerbern: Profeffor Dr. Ferdinand Werner, Butzbach Kaufmann Karl Klingspor, Offenbach a. M. Landwirt W. Dorsch II., Wolfersheim Seminarlehrerin Guida Diehl, Frankfurt a. M. Landwirt Jakob Liefert, Fronhof b. Reichelsheim i O. Oberpostsekretär Hermann Kohlhase, Gießen Landwirt Dr. Dehlinger, Weiler Hof b. Wolfskehlen Profeffor Dr. Arthur Weber, Bad-Nauheim. Der WJjtofN, btt ii.-utfi-nolionilta NoldsMlki (Zcsslsche Volkspartei). Frauen-Versammlung im Stadttheater am Dienstag d. 21. Jan. 1919 abends 77^Uhr Bednar: Herr Professor Schian roD Die tatt Fran und die deutsche Politik Ocffcntl. Wählerversammiung Freie Aussprache. «WO Freitag, 17. Januar, 8 Uhr, im Fürstenhof. E- werden sprechen Profeffor Roloff über Macht und Hreiheit im alten und neuen Reich außerdem Fräulein Dingetdeiu und Fräulein Birnbaum. Männer und Frauen allpr Parteien und Stände sind eingeladen. Frauen und Männer aller Parteien und Stände sind eingeladen Gießener Frauenvereinigg. f. Wahlarbeiten. Deutsche Volkspartci. Wäsche- Stickereien ein getroffen im Ma Herren- Kragen aUe Formen alle Weilen OkM BexagMlela Manstt BahnhQf.tr. 14. Hausfrauen! Mainz Gustav-b. rg. ß3RD Der Vorstand. Pros. Michel. «c Deutsche demokratische Partei Der Vorstand. Freie Aussprache. 724c Deutsche demokratische Partei am (8. Januar, abends 8 Uhr, Im Saale von Jakob Stein. Es. sprechen: ’c Kunstseid. TrikohBlusen von Mk. 40.— an. 583a FRITZ NOWACK 6. 7. 8. 9. August Biegler, Landwirt, Dorn-Dürkheim. Georg Bickel, Landwirt und Gemeinderechner, Affolterbach. Fräulein Luise Lcdweisgut, Lehrerin, Darmstadt. Wilhelm Kiy, Direktor; der Maschiueusadrit ÄugSburg-Nürnberg, in allen Farben und Größen Mk. SH.— Große Auswahl in reinseid. Blusen Herr Geh. Kirchenrat Pros. Dr. Eck aus Gießen über „Staat und Kirche" Herr Dr. Horneffer über „Deutschlands Not". Alle Wühler und Wählerinnen von Lich^nnd Umgegend sind freundlichst eingeladen Deutschs Volkspcrvtei. Unsere Kandidatenliste für die Nationalversammlung ist folgende: 1. Dr. Joh. Wecker, Fimanzminifter, Darmstadt. 2. Friedrich schott, Landwirt und Bürgermeister, Uffhofen (Rhein). 3. Friedrich Heck, LekorBomicrat, Landwirtschaftslehrer, Alsfeld. 4. Dr. HanS Gmelin, üntversitStsproieffor, (Stehen. 5. Karl Läufer, evang Arbetlersekrerär, Darmstadt. Mai™ (FriUeoavaei)* hat aüinB»bjnn#a SH.-Droulritiz|)lali Kremplet» 9. Ein- il ZwehpBnner* Fuhren lebet Art. sowie Ädern und alle landwiritchastl. Äibcuen übernimmt M Meruu Euler IL, XcLlZUa Rodhe.m.E>t.tL Am Samstag den 18. Januar, abends 8 Uhr, findet im Saale des Hotels Fürftenhof eine öffentliche Beamten-Versammlung start. Redner: Herr Ehrbardt-GHeken, Herr Hitberg-Daubrtngen, Herr S-a- ntiütStai Dr. Honlamaun. Nlle ReichA., G-taoi»-, (Mcmctnbe- unb Ürt MX (beamt en sind herzlich eingeladen Alle Revarat. an HauS- u. KüchennerSten seritgl nnt unb preiswert an Spengler Lledos Honnen»trale 14 Postkarte aenuat. (0086 Freitag, den 17. Januar, abends 8 Uhr, im Stadt-Theater Große öffentliche Kundgebung Redner: Geh. Kirchen rat Professor Dr. Eck, Eisenbahnschlosser Ehrhard. Justizrat Grünewald, Frau Gustel Schneider-Haggenmöller, Männer und Frauen aller Stände sind herzlich eingeladen. Bette deniMsche Partei Unsere Liste beginnt mit den Namen 7G9c Henrich-Grünewald CTttr die u« in Trohe zuteil gewordene au«. QUyH .tinjliidita llakrridit taug» Iran».» u. Svnurrl» ei teilt üei'iib- enyl Dome. Hngebüte unter UHö oe d durch Haaaeaaleie * Voller, Berka, feie» *imr Mirai* U. 00Ihr iltinafl, edjflütht! Ne er haute Scfcaüede mit WehaJu-s u. aiotz. kutib- schau lueiicn Zoöevfalls L anbiibei» ioiort zu ver» pachten. Für tücht selb» itanötßen Lchmted, der auch im Äaschtneniach bewandert, sichere «txlhen* da kxmben.au jg. tx-ltioe nu 2miuo.. titchi ausgescht. yiaöcre Auokunsi erteilt «09 vrt. Jubel -Ulte.. __Geti-chauseu b.^tefeea. 1 Wteie u. I Arkcr la d. yiuue d üieuit. Delö aus mehr. <)abre a. pacht. mJ we HleLjL Veil-AaL tlt äö OÜO Di art tet sofort audzutechen. Schr. Vlnoeb. um. IAA« a. d. M6t» schaitS't. des vrieg. Aa^ Lvel i>. Nareea im Alt. w 21 v). fach. d. ibet tu. zwei iiV pebtlh Tauten zivecks fuat. -k eirot. Um. Üustch. strettgitcrDlskr. :rb. diese, ".inneu. ind.iL m. Bild a. d. 01ie,;ener Än;. unter 0ÜS krAa.*tu a. unges. Lau dm.» donu ist t u.. s. m. chriftl flcitnmem netten Herr» aid. Heirat in Siiiefro. zu treten, »ngeb unuO.57 a. den Gieöer «nzeizer eriu Wie Kind nimmt ItnberL Vebrerebe» paar i.R.auss^and: schul» eml.Madch. o.Snnbe nicht üb. 15am liebst. Waise; bcbütfL.lieb, nnbdnnL, für dauernd. Slusi. 2ln«. \l"41 an d. tSiedener Änzeiger.