Montag, 16. Zum |919 169. Jahrgang Erstes Blatt Sefchästcg Walldolj JAHRES sie die Gegenseite einen Gewattfrieden, so mag ihn sich holen! Deirtsch-schweizerisches Handelsabkommen. Ser n, 14. Sinti. (Wolffs Der Bundesrat inch die deutsche Regierung haben gestern das Ab-- toirrmen über den Aussilhrvertclxr Zwischen der Schweiz und DentschLcrnd ratifiziert: A. Nach demselben erteilt Deutschlatch Kus- Nr. 13' «Der »«etzener Anzeiger erscheint täglich, außer bann- und Feiertags. Bezugspreis: »umatl.Vlk.1.35,oiertsl- iährlich Alt. 4.05-, durch Mhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.25; durch LiePost Dtt. 4.05 oiertel- jäljtL ausschl. Bestell^. Fernsprech - Anschlüsse: für die Schr,stleitungN2 8>erIag,Gejchäitsstelle51 Anschr ät fü r Dra btnach- richten: Anzeiger Siehe«. Postscheckkonto: jTötrffwrt a. M. U686 äiuiabme von AnzelgL« s. die Taqesnmnwer vis' zum Nachmittag vorher ohnejedeBerblnvlichkeft Preis für 1 mm höhe sür- An;eigenv.34mm Breite örtlich 15 Pi., auswärts 18 Pi., iür Rkklame- an zeigen von 70 nun Brette 48 Pi. Bei Platz- vorlchrüi20°/„Auischlag. Hauvtschriitleiter: Ang. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Remhold Zenz; für den Anzeigenteil: p. Beck; sämtlich in Gießen „ c>, Jul* eß ' in tstoT* Berlin, 14. Ium. (Wolff.) Durch Presse gehen widersprechende Nachrichten über die Gestaltung der künftigen Getreidebe- ivirtschaftung. Zur Aufklärung wird von Zuständiger Seite folgendes mit geteilt: Da der Zuständige Ausschuß der Nationalversammlung sich mit der Sache noch nicht befaßt hat, kann noch gar nicht gesagt werden, inwieweit die derzeitige Zwangswirtschaft abgÄwut wird. Die biK- herigen Erörterungen gingen bei Hafer und Hül- scuscüchte dahin, bestimmte Mengen int Wege der Landlieferung zu erfassen und den Rest vollständig freizugeben. Eine auch nur bedingte Aushebung der Zwangsbewirtschaftung der Gerste ist zwar eingehend erwogen, steht aber nicht mehr in Frage, da unter den bestehenden Verhältnissen, namentlich bei der Unsicherheit der ausländischen Zufuhren, die ganze für den Selbsb- versorgerbedarf, für Nährmittelherstellung und Jn- dustriegwecke nicht erforderliche Gerste als Brot- streckungsmittel beansprucht werden muß. Ausdrücklich muß darauf hingewiesen werden, daß alle Maßnahmen, die vielleicht eine Erleichterung der Zwangswirtschaft mit sich bringen werden, sich ausschließlich auf Erzeugnisse der kommenden Ernte beziehen. Alle zurzeit vorhandenen Vorräte aus der Ernte 1918 sind nach wie vor durch die Reichsgetreideordnung der für die Ernte 1918 eingeführten Zwangsbewirtschaftung unter» stellt, sie bleiben also beschlagnahmt und müssen, soweit sie nicht von den Selbstversorgern aus gründ gesetzlicher Ermächtigung zu- rückbehalten werden dürfen, abgeliefert werden. Die Erfüllung dieser Ablieferungspflicht ist gerade jetzt ein besonders dringendes Gebot, damit auch für den Rest des Wirtschaftsjahres die Belieferung der Bedarfsb^irke mit Mehl und der gesamten Bevölkerung mit Nährmitteln keine Stockung erleidet. Schwere Unruhen in Lübeck. Lübeck, 14. Juni. (WTB.) Seit heute morgen herrschen hier schwere Unruhen, die zu zahlreichen Plünderungen führten. Der Nathaus- felier, verschiedene Weinrestaurants, Kaffees und Hotels wurden vollständig aus geraubt; ebenso wurden zahlreiche Lebensmfttelgeschäfte geplündert. Anlaß dazu gab die schlechte Versorgung mit Lebensmitteln. Vom Senat wurde einer Kommission von Arbeitern zugesichert, daß am Nachmittag Fische verteilt würden, ebenso Speck. Die Unruhen dauern noch fort. Durch das Einschreiten, organisierter Arbeiter, dte etne Schutzwache für einzelne Restaurants usw. bildeten, ist dem Plündern ein Riegel vorgeschoben. Nur in.den 23orfttoten und Nebenstraßen wird noch weiter geplündert. Die Leute bringen in die Wohnungen ein und suckicn nach L^bensmittcln. -Labei kamen wiederholt Diebstähle von Wertsachen vor. Ein großer Teil dec Bente wurde den Plünderern von organisierten Arbeitern wieder abgenommcn Deutsche Ferieukinder in Norwegen. Kristiania, 14. Juni. (WTB.) Heute abend 8 Uhr traf der erste große Transport deutscher Ferienkinder hier ein. Es waren im ganzen 530 Kinder. Der Zug fuhr direkt zu der Festungsturnhalle, wo ein Empfang stattfand. Die Kinder wurden zunächst ärztlich untersucht. Darauf wurde ein Teil von ihnen von den norwegischen Famr- lien abgeholt, bei denen sie Unterkunft finden sollen, die übrigen wurden für die Nacht in der Festungsturnhalle untergebracht. * Ein Sturm auf da» BezirkSgeiängnls in Zürich. Zürich, 14. Juni. (WTB.) Die Arbeiter-Union berief am Freitag abend eine Versammlung ein zum Gedächtnis an Rosa Luxemburg. Nach verschiedenen Ansprachen wurde die Mitteilung gemacht, daß der Hrbeitersekretär Konrad Wyß vor zwei Tagen an der Schweizer Grenze ver. haftet worden sei und in das Be^irksgefäng- nis Zürich verbracht wurde. Hierauf zog die Menge vor das Gefängnis unD stürmte dieses. Die Bedeckungsmann- schaften des Gefängnisses eröffneten das Feuer auf die Stürmenden, worauf in gleicher Weise von der Menge geaittworter wurde. Der Arbeitersekretär Wyß wurde schließlich von dem Gefängnispersonal freigegeben, worauf der Tumult sich legte. Bis 12 Uhr nachts waren 16 Verwundete ms Ka-utouspital Zürich eingeliefert werwn, von denen zwei bis heute morgen gestorben stnü. Uhr WH 5“®taa1C: Die neuen Bedingungen. B e r s a i l s, 15. Juni. (Wolff.) Im „E chio de Paris" schreibt Bertinaur: Was man ton der Antwort der Alliierten aus die deutschen Gegenvorschläge, die am Montag überreicht werden, kenne, sei leider nicht beruhigend. Tas Blatt fährt ifort: Was Polen anbelangt, so ha- ben wir die von Lloyd George vvvgeschlagone Bollsabstimmung angenommen, indem luir uns bemühten, gewisse Garantien, welche wir als ein kchutzmittel betrachteten, 15u erhalten. Was die Artikel über die milftärische Besetzung des linken Rheinufers anbeirifft — es hat ich jemand am Viererrat gefunden, der sie voll- ifiirbig unterdrücken wollte —, so find diese wohl Vvas retouchiert 'worden. Wir werden es ja am Nvntag sehen.1 In der Frage der Wiedergutmachung (Commission des Reparations'^ werden die Deutschen zu kontradiktatorischer Debatte auf» sefordert. Man erkennt ihnen das Recht zu, Bor- mge zu machen. Während sechs Monate nach Friedensschluß werden wir ein erbittertes Feilen sich absvielen sehen. Schließlich ist es leider -^gebracht, die am letzten Samstag vorn Aussckpiß frr Gesellschaft der Nationen angenommenen vier keschlußanttäge in .Erinnerung zu bringen, wv- imch 1 Deutschland in naher Zukunft in die Ge- ^llschaft der Stationen aufgetwmnren wird, 2. aus kefer Tatsache heraus 'anttschaftliche Einschrän- lmgen, welchen Deutschland durck den Vertrag miterworfen wird, verschwinden sollen, 3. die Sie- ßer eine Herabsetzung ihrer Rüstungen unternehmen müssen, genau wie die Besiegten, 4. in den lriidern, w-elci-e Deutschland abgenommen werden, °e deutschen Minderhüten dem Schutze der Liga dr Nationen ^unterstellt werden. Im übrigen sind lr ursprünglich der deutschen Armee vorgeschrie- mien Effektivbestände für eine gewisse ZeiÜmuer m unvorsichtiger Weise verdoppelt worden. Welches sind nun £>tc Gefahren eines so abge- Merten Vertrages? In Anbetracht des Zufatz- ötrageS, welcher im Kapitel der Wiedergnimach- vig ein gefügt wurde, braucht Deutschland seine Unterschrift unter den Vertrag nicht mehr zu ^ttveigern, um seine zersetzenden Verhandlungen Die Behandlung der Bevölkerung im besetzten Gebiet. Versailles, 14. Juni. (Wolfs.) Wie der „Bvn Soir" berichtet, soll ein nmerifanii-dier Leutnant, toelchec ber Rl-einschsiffahrtsörmmifsion attackiert ist, vor einiger Zeit Wilson auf die wen i g befriedigende Behandlung, die nach feiner Ansicht der eingeborenen Bevölkerung von den Milttärbchörden zuteil werde, aufmerksam gemacht haben. Wilson übermittelte den fraglichen Brief dem Viererrat und verlangte die Entsendung eiii.es interalliierten Ausschusses au Ort und Stelle mit dem Auftrag, den Berwaltungsplan für die besetzten Gebiete aue&uarbetten. In dem Ausschuß ist Eng- land durch Lord Robert Cecil und Frankreich durch Loucheur vertreten. Die Restmeldung des „Bon Soir" mit etwa 20 Zeilen ist von der Zensur gcsttichen worden. feyl Nasen-. Haislet echstu"de’ Fernruf 064 und nach einer Sammelstelle gebracht. Tie Sicherheftswehr hatte sich geweigett, einzuschreften. Ein Spartakistenprozcß in Stuttgart. Stuttgart, 14. Juni. (WTB.) In dem Aufruhrprozeß gegen die Spartakisten Hörnle und acht Genossen, darunter der frühere württembergifckse Kriegsminister Schreiner, verneinten heute die Geschworenen nach zehntägiger Verhandlung sämtliche Schuldfragen, worauf die Angeklagten von allen ihnen zur Last gelegten sttafbaren Handlungen unter Uebernahme der Kosten auf die Staatskasse freigesprochen wurden. Der Anklage lagen die Vorgänge in Stuttgart am 8. und 9. Januar d. I. zugrunde, wo die Angeklagten an der Spitze einer teilweise bewaffneten Menge vor die Gebäude des Arbeitsministcrimns und des Ministeriums des Aeußern sowie vor das Rathaus zogen und dort die Abdankung der Regierung bzw. die Absetzung der bürgerlichen Kollegien zu erzwingen suchten. Die Menge drang insbesondere auch in die Geschäftsräume des „Neuen Tageblattes" ein, deren Einrichtungen für die Zwecke der Spartakisten beschlagnahmt wurden. Zum Blutvergießen kam es nicht. Die Bewirtschaftung des Tabaks. Mannheim, 15. Juni. (WTB.) Die süddeutschen Fachvereine des Tabakgewerbes lehnen die Errichtung der gekantet! Außenhandels stelle für das Gewerbe ab, da sie sich von der Notwendigkeit-dieser Gründung nicht überzeugen können, sondern sie geradezu für gefahrvoll ujtb s chä d- lich für das ganze Gewerbe halten. Eine weitere Zwangsbewirtschaftung des Tabakgewerbes sei nur für eine begrenzte lieber» gangszeit nötig. Zur Kontrolle der Einfuhr und Verteilung sollen die Detag und Zttag, solange es die Rücksichten und die deutschen, gesamtwirtschaftlichen Verhältnisse erfordern, bestehen bleiben und unter Ausschaltung der Zentrale den Uebergangsverhältnissen entsprechend umgestaltet werden. Paketsendungen «ach Deutschland. Berlin, 14. Juni. (WTB.) Die kürzlich durch die Presse gegangene Notiz der „Daily News" vom 29. Mai über eine Bekanntmachung des Board of Trade über den V erfand 'von Fünfkilopaketen nach Deutschland ist wie folgt zu ergänzen: Pakete, die auch Kleidung und Wäsche ent- halten dürfen, müssen Geschenke von Einzelpersonen in England an bestimmte Personen. Verwandte oder Bekannte in Deutschland fein. Bezahlung von deutscher Sette ist ausgeschlossen. Wer in England mit Angehörigen oder Freunden in Verbindung ist, von denen er Sendungen erwarten könnte, dem wird empfohlen, den Betreffenden an die einzige für den Versand aus England authorisierte Stelle: Friends Cnergency Comitee, 27, Chancery Lane, London W. C. 2 zu verweisen. Näheres teilt auf Wunsch die mit dem Weiterversand innerhalb Deutschlands bettaute Auskunfts- und Hilfsstelle für Deutsche im Ausland und Ausländer in Deutschland, Berlin N 24, Monbijow-Platz 3, mit Die neuen Auseinandersetzungen mit der Entente. Heute soll unserer Delegation in Ber- lailles das neue Buch des Friedens mit den GO Seiten überreicht werden. Nach allem, Ms über seinen Inhalt verlautet, sind auch Hefe neuen „Vorschläge" unannehmbar. Zchon in der Regelung der Ostfragen ergeben sich unversöhnliche Widersprüche. Die Entente miß Volksabstimmung in Oberschlesien zuge- slchen, sonst aber alles beim allen lassen. ,2er deutsche Standpunkt liegt in einer Regierungserklärung fest, die an die deutsche Bevölkerung ster Ostprovinzen gerichtet ist unb die wir nachstehend wiedergeben. Gegebenenfalls soll der polnische Vormarsch mit Waffen gewalt zurück gewiesen werden. Nach zuverlässigen Nachrichten neigen die .Polen dazu, gewaltsam „Tatsachen" zu schaffen, an denen bann keine Verhandlungen mehr etwas ändern könnten. Sie sollen bereits deutsche Eisenbahnlinien zerstört haben! Die Armee Haller wurde trotz aller gegenteiligen Zusicherungen für Deutschland äußerst bedrohlich, so daß die örtlichen deutschen Kommandostettetl die wettere Durchfahrt durch deutsches Gebiet hemmten. Darüber ist jetzt eine Auseinandersetzung mit der Entente im Gange, deren Anfänge wir im vorliegenden Blatte mitteilen. Wie hoch die Zuziehung des japanischen Vertreters in dem engeren Rat der Entente für uns zu bewerten ist, läßt sich noch -richt überblicken. Jedenfalls sind die zusammen unb verschiedentlich auch gegeneinander wirkenden Machtpolitiker in Paris noch sehr wett entfernt davon, der Welt einen wirklichen Frieden zu geben. Um nur einzelnes zu er» ivahnen: China ist im Aufruhr über die allen schotten Grundsätzen hohnsprechenden Rechtsübertragungen auf Japan, in Italien herrscht eine ganz gefährlich? Stimmung, überall sind Arbeiterunruhen ausge- bwcAn, und der „Avanti" schreibt, für den m Paris sitzenden Orlando fei die Lage hosf- mmgslos. Alles muß den Uebermut der .Sieger" herabdämpfen, und unsere Reichsregierung muß zu diesem Zwecke ebenfalls alle vorhandenen Mittel antoenben. Will bie ly TADT KTOBEK ijENHÖMEj kei u.piashk deutsooandS; Siebener ww General-Anzeiger für Oberhessen Zwilllngsrunddruck u. Der lag: Srühl'fche Univ.-Such- u. Stemdruckerei S. Lange. Schristlettvng, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. Am unsere Allianz fortzufetzen. Erst in sechs «onaten wird . der Vertrag vollständig sein. ^Restlich Trrirb Deutschland auf den Fuß juri- Mter Gleichberechtigung mit dem Sieger gestellt. ; "tnc Befehle mehr an Deutschland, sondern Unter- •' KMungen, keine besonderen Bündnisse mehr, son- j mir eine einzige erlaubte Gruppierung, näm- , W die Gesellschaft der Nattonen. Keine beding- V'-gölose Verpflichtungen Deutschlands mehr. Wenn «M ihm sagen ünirbe, es habe nicht abgerüstct, v, tofirbe -es antworten können: Tie mich betrete i Abrüstung ist ein Teil der allgemeinen Ab- Etung. — Kann man hoffen, daß bis Montag W Gefahr abgewehrt 'wird? Wir wünschen es, fr* daran zu glauben. Wir wollen lediglich "M warnen. -- ftihrbewilligungen für 1. Kohlen (Ruhrpvodukte) 50 000 Tmrwn monatlich gemäß dem Vertrage, der in Basel am 9. Mai 1919 zwischen der Rheinischen KMen gesellschäft und der Reedereigesoll- sckiast in Mil heim, an der Ruhr und der Schwci- zerisckien KoUengenossenschaft in Basel abgeschlossen worden ist. 2. Lücks rheinische Bra nntoh le n - briketts 12 000 Tonnen monallich unter der Voraussetzung, daß die alliierten und assoziierten Regiernngen die Beförderung ermöglickLN. Deutschland wird, foiaeit es die Verhältnisse insbesondere die Benutzung des Rheines und bet rechtsrl-ei.irischen Bahnen gestatten, alles irgendmögliche tun, um über die oben angegebenen Mengen hinaus Ausfuhrbewilligungen für Kohle zu erteiten. Es wird in dem ernsten Bestreben, die Schweiz mit Kohle zu versorgen, das Möglick>e tun, um die Lieferanten zur Lieferung cm3uteilten und den Transport zu fördern. 3. Eisen und Stahl. Deutschland verpflichtet /ich, den schivetterischen Wünschen bezügliche Versorgung mit Eisen _ und Stahl insbesondere durch (Erteilung der Ausfuhrbewilligung im Rahmen des Möglichen nachzu- tommen. 4. Kalisalz, 20- ober 30prvzentigcs, 250 Wagen monatlich. 5. Thomasmehl 12.5 Wagen monatlich 6. Rohzucker als Ersatz für aus der Schweiz zu beziehende kondensierte Milch und Schokolade für die Dauer des Abkommens 250 Wagen monatlich. B.Die Schweiz erteilt Ausfuhrbewilligungen über 1. Mil cherzeug nisse 50 Wagen monatlich 2. Frischmilch für Lieferung nach Möglichkeit im bisherigen Umfange. 3. Vollreis 25 Wagen monatlich 4. Scho ko lad e ober Ka- kaopulver monatlich 250 Wagen. 5. Frucht- unb andere Konserven iFleischkonserven arrS- aeschlossen) 70 WaMN monatlich. G. Rindvieh Iür bie Tauer des Abkommens nach Möglichkeft bis zu 5000 Stück. 7. Ziegen sür bie Dauer bes Abkommens 2500 Stück. — Rinovieh imb Ziegen sind vorgesehen für Lieferung im Herbst (beginnend Ende August 1919). C. Tie vorgesehenen Austauschmengen verstehen sich per Wagen um je netto 10 000 Kilogramm. Die beiden vertragschließenden Teile sichern sich möglichst rasche und reibungslose Erleichterung bei der Erteilung der Ausfuhrbewilligungen zu. Sollte eine Stocttmg in der Ausfuhr ein treten, so ist der dadurch betroffene vertragschließende Teil berechtigt, semersefts mit seinen Lieferungen nach vorangegangener Anzeige entsprechend zurückWhalten. l) Dieses Abkomm-rn über den Ausfuhrverkehr läuft vom 1. Juni bis 30. November 1919, doch hat jeder Teil das Recht, mft einmonatlicher Frist tederzeft zu kündigen. Dieses Abkommen wirb in zlvei Exemplaren ausgefertigt und von ben Delegierten des Deutschen Reiches unb des schweizerischen Bundesrates unterzeichnet. Ans dem Reiche. Die Getteidebewirtschaftung. Der Schütz der Gstarenzen. Berlin, 14. Juni. (WTB.) Die entschlossene Sxlfe der Reichsregierung, die Ostprovinzen gegen ben polnisckxn Einmarsch mft bewaffneter Hano zu Mützen, geht an§ einer Erklärung des Reichste up knissars W i n r. i g hervor, zu bereit Wiedergabe die Presse ermächtigt wirb. Es heißt darin u. a.: Dte Bevölkerung des Ostens 'fou wissen, daß sie sich Ms bie Regierung verlassen kann. Die jetzige Re- yiettung wirb einen Frieden, der den Osten pceis- Abt, niemals annehmen iimb unterzeichnen. Die Regierung ist entschlossen, einen polnischen tEinmarsch in die strittigen Gebiete des Ostens mitben Wasfeninder Hanbabzuweh- r e n , ganz gleich, ob dieser Einmarsch noch vor Abbruch der Friedensverhanblungen gewagt werden sollte, was nach einigen Fällen an der Demarkationslinie nicht unmöÄich erscheint, ober ob er er- fiolgen sollte, nachdem oie VerHandlungen durch die Weigerung ber Reichsregierung, diesen Frieden zu Unterzeichnen, zum Abbruch gekommen sind; in jedem dieser iFLlle ist die Regierung bereit, einer polnischen Besitzergreifung ber Gebiete mit ben Waffen in der Hand entgegenzutreten. Sie setzt dabei voraus, daß bie überwältigende Mehrheit des Volkes zu den Versicherungen steht, bie in so vielen er bebenben Kundgebungen rum Ausdruck tarnen. Ich füge hinzu, auch wenn bie Regierung infolge ihrer Ablehnung bes Gewaltfriedens burch eine anders wollende Minderheit gestürzt unb durch Leute ersetzt würde, die zur Unterzeichnung des Ge- siwltfriebens bereit wären, werden wir uns im (Dften einer solchen Entscheidung nicht fb c u g e n. Die Bevölkerung des Ostens muß aller«- Vings bereit sein, bie Folgen einer solchen festen (Haltung auf sich zu nehmen. Der Kampf arm unsere «Behauptung im Osten wirb schoer fein, aber nicht aussichtslos, roenn die Bevölkerung nationale Disziplin hält unb opferwillig das letzte einsetzt. Berlin, 14. Juni. (WM3.) Auf die Anfrage De5 Vorsitzenoen der internationalen Wasfen- sttllstanbskommission in Spa, General Nnoant, ob sich die Nachricht von einer deutscher seitS veranlaßten Unterbrechung der Transporte ber Haller-Armee bestätig e , antwortete Er z berg er ,durch folgende Note: Oenliche deutsche Befehlsstellen an der deutsch- polnischen Demarkationslinie haben ohne Wissen ber Obersten Heeresleitung unb ohne meine Zustimmung aus eigener Initiative auf Grund ber ihnen bekannt geworbenen, von mir General Dupont in einer Note vom 12. Juni mitgeteilten Meldungen über po lnische Angriffsabsichten bie Hallerschen Transporte angehalten. Ich ersuchte Dupont um Mfllämng über diese Meldungen unb ersuchte um Abstellung für den Fall, daß die Nachrichten den Tatsachen entsprechen sollten. Die deutsche Regierung hat durch die loyale Durchführung ber Waffenstillstandsbtt>ingungrn vor dller Welt gezeigt, baß es ihr Bestreben ist, die fthwererc übernommenen Verpflichtungen zu erfüllen. Sie ist auch ernstlich gewittt, ben Spaer Vertrag vom 4. April restlos durchzuführen unb hat dies wahrenb zweier Monate ttotz mancher BedeTr- ken ber deutschen Bevölkerung durch die Tat be- foiesen. Sie muß 'babei allerbings vorausfetzen, baß auch von polnischer Seite nicht gegen ben Vertrag verstoßen wirb. Bor ber durch General Dupont herbeigeführten Erllarung will sie die Nachrichten über polnische Angriffsabsichten nicht zur Grundlage ihres Verhaltens machen. Sie weift aber darauf yin, daß nach dem Artikel 16 des Waffenstillstanbsvertrages vom 11. November 1918 der freie Zugang Der Alliierten zu ben von ben Deutschen an ihren Ostgrenzen geräumten Gebieten lediglich zum Zwecke der Verpflegung unb Aitlrechft- erhaltung der Ordnung vereinbart worden ist. Die Ideutsche Regierung stellt das Aufhören ber Rück- Iq-abe des Lcermaterials lediglich als Tatsache fest. Die deutsche ReWierung kann ihre Bereitsckxift zur Durchführung der Hallerschen Transporte nicht besser beweisen, als dadurch, baß sie die örtlichen deittschen Befehlsstellen anweisen ließ, die Transporte vorerst fortzusetzen. Hinsichtlich der Rück- ®-tmg bes Leermaterials aus Polen über Frau- t erklärt sich die deutsche Regierung mit der in der Note vom 13. Juni durch Marschall Foch gegebenen tÄllärung befriedigt, erwartet aber ra- sicheste Wifflärung über die in der gestrigen an General Dupont übergebenen Note enthaltenen Meldungen. > rost=t>T^„,i Tanzleilf! i|ii <0. 16. Jin 9 Filmwerk Feil 1) 1 lalw-Titi issenszenen. i weitem den iemand ver- gewöhnliche ■us 4 Teilen anzusehen, reitnng und ' Teil ist für sen. Laimspach 1. Somit sind gewählt: ö Lano.vNL tlf*t anJ mü> 7 Wtrowt der werktätigen Bevölkerung. Vo-> 557 Stimmberechtigten haben 363 Personen twi gufamme„r" dem Wahlrechte Gebrauch gemach , ittnrbnctX mi Butzbach: 6vcr-.i-,gteTeutsch.Na w.ra!e^ Zentrum, 4 Demokraten, 4 Mehrheitssozialiire^ Mehrheftssozialisteit, 5 Unabhängige. sein wird, die liebenswürdi irheitssozialisten, 5 Unabhängige. ht Stabhvrfr.t» Niedcrweisel: 8 Baucrubnud, 2 Bürze» t am Lftk daß id liche, 2 Sozialisten. , 2 So.Ufllt|tcn. J iKjtbnefHt u.C Niedererlenbach: 8 Bauernbund, o« ialdemokraten. .11 ff;«.«1.« klba der *• Radsport. Der (Bau 9a Sieg-Lahn des. sche Volkspartei, Landgerichtsrat Swmayt Deutschen Radsahrerbunder hielt gestern den 15. Imn | Freie Vereinigung, GewerkschaftSbeamter GrmkiM »nn unb v ti Tklvall unb Rc irf611'11 i(6tn Egoi ktiftäfioiibf bauen »äsibastsleben au 1 Unabhünchger. Bönstadt: 7 vereinigte Bürgerliche iffi -:»ur toalilberett Ä*! mit !tn. «de in dies eine Freude Sozialdemokraten. Niedereschbach: 6 Bauernbund, 6 Se* geordnete Krenzien Platz. Tie Fraftionsführer kommen aus gcnr^ ferner Beratung, die sich mit der Wahl der ar besoldeten Beigeordneten beschäftigt. 3n>p mungen haben sich bis Beginn der öfienNiha Sitzung noch nicht einigen können, so datz Wahl vertagt werden muß. Sowohl über d» Zahl wie die Persönlichkeit der neuen Beigeiiv neten ist man sich noch nicht einig. .. Fraktionsführer sind Tr Ebel die Mmokraten, Prof. Krausmütter für die Dcv sche Volkspartei, Landgerichtsrat Schmäht für o 4 Sozialdemokraten. . ‘ Rodheim v. d. H.: 7 Bauernbund, 5 o» zialdemokraten. Dornassenheim: 6 Zentrum, 6 SoM bemoTratcn. _ Echzell: 8 Bürgerliche^ 4 Sozialdemokrat. Reichelsheim: 7 Bauernbund, 3 Vaal» Werker, 2 Sozialdemokraten. Wölfersheim: 7 Bauernbund, 5 MA k einmütig muß Mud, entschlossen iE 1849 i Ä nxmt nicht tüt ba$ deutsche' pMUbtu.bw ■ f m miMiM % trTtoMtm in W ^ktebtte Am -3mt auch im Z? MEigsache fttei. btea Wahlrecht, ♦♦ Amtliche Per so nalnach richten. Der Johann Konrad Rühl zu Darmstadt nntrbe mit Wirkung vom 16. Juni zum Schreibgchilfen bei der Gewerbeinspektion zu Darmstadt ernannt. ** Aus dem Stadttheaterbureau. Auf die Aufführung der hübschen Operette ..Schwarzwaldmädel" am morgigen Dienstag sei ganz besonders hrnaewirsen, da es die letzte des hübschen und beliebten Werkes jein must. Die letzte Aufführung ht Nauheim hat sich durch einige Umbesetzungen als eine besonders glückliche und nrrffame enutefen und es sei bemerkt, daß es zugleich eine der letzten Rotten von Frl. Wossidlo heitssozialisten, 3 Unabhängige. M em, Kleinkarbcn: 4 Bürgerliche, 8 Soz^ - ».Atzei zialdemokraten. Niederroßbach:9 Bürgerliche, 3 Arbeite-^ Bolz Hausen v. d. $).: 8 Bürgerlu« -1 * • sa, Meib z, FREC tes KSen|>i tigm Bürgermeisterwabl wurde unser Lti höriger Büriiermeister Hanack miede raewähll. m. Reiskirchen, 16. Juni. Bei der au 15. Juni abgehaltenen Gemrinderatswahl wurlo gewählt: Philipp Grät, Philipp Becker 7 , PA Debus 3.. Otto Müller, Philipp Launspach 2, Ludnüg Schäfer 3., Heinrich Hartmann 2., P^i. Stumpf 7., Johannes Menget 4., Karl Gur.« drum 1., Ludwig La unspach 8. und Ludlvi? Lamrspach 1. Somit sind gewählt: 5 Land.virL & d-r - ■$" k* ihre Ü AmA Äb beg^. & S-ndschlag i ■ .«) Sommer Lbildungs fei ben Vibeölar Ifc kttteien, Die । «ti nnrb. Spatel !tijM?mbfn Wah KeSefichtMunA güdtit bei unk! ««Ito gi( Beginn der Nd MgermeisM « 17>! Au^hiahM nthiiEm 33 ju Urlaubs: luStobtö. Araiism Dii 8nr EinWunc gl ObeMgermei »Äe: 9eme Samen i b ^eutvabl der € , SlöbtverorlmetCT orten smd, ist es ge 'chck, Sie in Ich pverpslichten. Sie treten Ihr i loli ernster Sch siem Kriege, der flfttr Kämv'er. tri wmat den üftrmiä a Siege führen Io gt‘n? Freiheit, |e6t M l Lllt meinen, fcv? Hb EL"» die Bese LEnotwendi ikii und eminü Aus Stadt rind Land. G i e st e n, den 16. Juni 1919. Gültige Lebensmittelmarken flh! die 25. Woche vom 16. bis 22. Juni 1919. Brot: 22DO Gramm Brot oder 1680 Gramm Mehl; Brot Kilogramm 50 Pf., Weizenbrotmehl Kilogramm 58 Pf., Krankenbrot Kilogramm 72 Pi. Krankenbrotbäcker: Fritz Schreiner, Lindcnvlatz, Job. Müller, Seltersweg, Apitz & Ehrhardt, Kros- dorser Straße. Butter: Marke 25, 40 Gramm Butter zu 52 Pf. Fleisch: Wochenabschnitt 25. Metzger für Fremde und Urlauber: Eduard Sack, Walltorstr. 4. Nährmittel: Aus Marke A: 250 Gramm Supvensabrikalc: auf Marke B: 250 Gramm Grieß, 250 Gramm haferflocken, 250 Granini Teigwarcn: aus Marke C: 250 Gramm Graupen. 500 Gramm Teigwarcn, 250 Gramm Suppen- sabrikate. Zucker: Marke 6, Juni 1919. Anteil 750 Gramnr. Die Ausgabe erfolgt bis 30. Juni 1919. Seife: Mark für Juni 1919. Anteil 125 Gramm K.-A.-Scisenpulvec zu 15 Pf., 50 Gramm K.-A.-Seise zu 20 Pf. ** Käse-Verteilung. Ab Dienstag, 17. Juni, gelangt in verschiedenen Geschäften Käse zur Verteilung. (S. Anzeigenteil.) ♦* T ie Ausgabe der neuen Lebensmittelkarten er.olgt Dirn tag den 17. d. Mts. Die Karten sind bis spätestens 19. Juni 1919 einer Verkaufs stelle zur Eintragung ihrer Firma und Abtrennung der Kontrollabschnitte vorzulegen. Tie Frist zur Anmeldung ist nur aus 2 Tage bemessen: es empfiehlt sich, die Karten sofort nach dem Empfang in den Kleinhandels- gcschästen anzumelden. Die Rückkehr der Kriegsgefangenen. Unmittelbar nach FriedcnsslAust beginnen die L>eimbeförderuugen der deutsch 'n .^rii-asgcfangencn. Zur Durchführung dieser gewaltigen Aufgabe wurde daS Deutsche Reich in sieben Gruppen geteilt, die ihren Sitz in Breslau, Konstanz, Partenstein, Ster- tin, Wesel, Wilhelmshaven und Bad Homburg haben. Der Gruppe Rhein in Bad Äomburg fällt der bedeutendste Anteil zu, tha die Stadt infolge ihrer zentralen Lage die Heimsübrung aller auf französisck)em, belgischem Boden in fran- tzösischer, belgijck>cr, englischer und amerikanischer ^)and befindlichen Gefangenen regeln soll. Zum Leiter der Gruppe Rhein ist Major Pabst von Ohain vom preußischen Kricgsministcrium ernannt worden, der sich durch mannhaftes Eintreten für unsere Gefangenen in Spa bereits besondere Verdienste ettvorben hat. Seinem Stabe sind eine l?lnzahl von UeHergangsstationen an der Rlwin- liuie von Duisbura bis Offenburg unterstellt, in Denen die Kriegsgefangenen von besonderen Kom- trässionen empfangen und an eine dlnzahl von Durchgangslagern weitergeleitet werden. Diese Lager liegen nn Bereich des 7., 8., 11., 14., 18., Kes 13. (württemb.) und 2. (bahr.) Armeekorps Und erstrecken sich in der Tiefe vis nach Ohrdruf in Ärüringen. Die Vorarbeiten in Homburg wurden Breits in vollem Umfange aufgenommien mrd zwar im ehemaligen Stabsgebäudc in der oberen Elisa- Äetlxmsttaße. Man rechnet damit, daß allein 500 000 Kriegsgefangene durch die Gruppe ,/Rhein" in ihre Heimat befördert werden. Die fpcnxittige Aufgabe, die der Stadt harrt, hofft man unter .Heranziehung aller technischen Nachrichten- und Verkehrsuüttel reibungslos bewältigen zu tonnen. gepackt. Eine fand traut fast ganz besinnungslos ' un .Kleebach vor, sie zeigte sich seit dieser Zeit wtsteSgestört und machte vor einigen Tagen ihrem : Ze den durch Erhängen ein Ende. Ferner wurden verschiedene Leute durchs Korbmacher bedvoht, welche ich in der vorigen Woche in einem kleinen Wäldchen in der Nähe unseres Dorfes aufhiclten, hier aucht noch nebenher Wilddieberei und verbotenen Fischfang trieben. Als sie auch dem Pächter der hiesigen Fischerei gegenüber eine drohende Dal- tintg annahmen, erstattete er Anzeige bei uru erem Gemeindevorsteher, der sofort bem Bürgermeisteramt Grvst-Rechtenbach telephonisch Mitteilung machte. Es erschienen bald zwei Gendarmen, welche in Gemeinschaft mit mehreren hiesigen bewaffneten Einwohnern den Wald umzingelten und eine Treibjagd auf die Strolche veranstalteten. Drei wurden zur Strecke gebracht. Man fand bei iljnen Militärckaoabiner, Revolver und zahlreiche Niunition. Nackchcm man sie gcfeffelt hatte, wurden Jic nach Wetzlar abgeführt. Dessin-Nassau. ra. Biedenkopf, 13. Juni. Ms Nachfol- !ger für den verstorbenen Landrat Dr. Daniels wurde Negicrungsrat M ü ser mtt der kommissarischen Verwaltung der Kveisgeschäftc beauftragt. g. E schwere, 14. Juni. Einem Schwindler gelarig es in hiesiger Gegend von der Bevvllerung- etwa 3000 Mk. zu erschvindelu, die er angeblich ür unsere KriegsgefMigenen verwenden wollte. Ferner gelang es ihm auch, als Heiratsschwindler einem hiesigen Bcanttett 1000 Mk. abzurnöpfcn. Er wurde letzt in der Nähe von Kassel verhaftet. Kassel, 14. Juni. An der Spitze der mittel- deutsckicn Provinzen steht Hessen-Nassau bezüglich der Erfüllung derKartofsellieferungs-- pflicht. So waren Mitte AprU bereits 85 Prozent der ausgegebeucn Menge geliefert, während Thüringen damals nur 74, Westfalen 83, Hessen 82, Hannover gar nur 71 Prozent verzeichnen konnte. hl. Nieder klein, 14. Juni. Hier wurden zwei wertvotte Pferde und ein Wagen gestohlen. Don den Dieben fehlt jede Spur. ra. R o d h e i m a. d. B., 15. Juni. Als Bürgermeister wurden beftätiyt: Bürgermeister Kraus- kopf in Erumbach, Landwirt Ludivig Schäfer XI. in Naunl?eim, Landwirt Georg Philipp in Niederweidbach, Bergmaim und Landwirt Heinrich Lepper in Königsberg und Gastwirt und Vietzgermeister Wilhelm Bender in Rodlieim a. d. Bieber. X Hanau, 14. Juni. Bcrl-aftct wurde der Kmisrnmin Zander in Hanau unter dem dringenden Verdachte der Unterschlagung und des Betruges. Zander hat in der Revolutionszeit eine füSjreiTöe Rolle im Hanauer Soldateurat gesprelt. In dieser Eigenschaft hat er u. a. Lebensmittel im Werte von etwa 110 000 3)lf., die von der Westfront zurückgeführt roaren, beschlagnahmt. Allem Anscheine nach l-at er sodann den Verkauf dieser Lebensmittel für eigene Rechnung besorgt. --- Frankfurt a. M., 15. Juni. Ter drohende Metallarbeiterausstand im Frankfurter Writschastsgebici ist durch einen Vergleich vor dem fjicfigen Schlichtungsausschuß beigelegt worden. Den Arbeitern wurde der größte Teil ihrer Forderungen zu gestanden. = Frankfurt a. 9ftv 14. Juni. Statt des früheren Millionenüberschusses schließen Straßen- bahnverwalttmg und Elektrizitätsamt für 1919/20 mit einem Fehlbetrag von rund 14VZ Millionen Mark ab. Tas Defizit hat seine Ursachen in den erlwhtcuKohlenpreisen und den gewaltig gediegenen Löhnen. Zur Deckung des großen Ausfalls sollen erheblich erhölst werden: der Strompreis für Kraft und Licht und die Fahrpreise um rund 50 Prozent. Ter Mindestpreis für eine Fahrkarte beträgt künftig 20 Pf. statt 10 Pf. [] Marburg, 15. Juni. Gestern wurden einem Schleichhändler eine Anzahl fette Speckseiten, Schrullen, Zucker und Gerste abgciwm- men. In CavpA beschlagnahmte der Bürgermeister sogar ein Rind, das hämlich noch Marburg gebracht werden sottte und dessen Führer vom rechten Wege ahgetommen war. sb. Neuhof, 16. Juni. Tie Arbeit auf dem Kalibergwerk Neuhof ist nach achttägigem Streik wieder aufgenommen worden. Die Verhandlungen zwischen Belegschaft und Direktion sind noch im Gange. g. Trey sa, Bz. Kassel, 14. Juni. Tie 40jährige El>efrau des Landwirts Schwing aus dem beuachbar-ten Dorfe J-lvrsheim stürzte gestern nachmittag während einer Wagenfahrt nach hier so unglücttich von dem Wagen ab, daß sie einen sckgveren .Scbädelbrmh erlitt, Ler nach kurzer Zeit ihren Tod herbeiführte. oz. Ziegenhain, 16. Juni. Am 5. Juni wurde die am „8. Juli 1886 in Elberfeld zum Tode verurteilte und dann zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigte Witwe SBüMmtne Breidenbach aus Reinscheid aus hiesiger Stvafcmstalt entlassen, in der sie fast 18 Jahre ihrer 33jährigen Strafzeit verbüßt hat. Aus dem btsctztrn Rheingcbiet. ---Frankfurt a. M„ 15. Juni. Ter hiesige Universitätsprosessor Tr. Friedrich Hahn hatte auf der Reise von Frankfurt nach Mainz einen gefälschten Ausweis benutzt und vorgezeigt. Tas Kriegsgericht des Hauptauartiers der 10. französischen Armee in Wiesbaden verurteilte den Professor dafür zu sechs Monaten Gefängnis und 1000 Frauken Geldstrafe. — Die gleiche Gefängnisstrafe erhielt der Sekretär Simon vom hiesigen Kontrollamt, weil er zu mehrmaligen Reisen nach Wiesbaden einen alten Reisoausweis benutzt hatte. _ ,, _ _ -- Tie» a. L., 15. Juni. DaS lnesige französische Militärgericht verurteilte zehn Diezer und Freiondiezer Bürger wegen Wuchers und Schleichhandels zu Gesängnissttafen von 15 Tagen bis zu 4 Monaten und KU Geldstrafen von 500 bis 10000 Mark. Die rrommunalwahlen. rm. Darmstadt, 16. Juni. Bei der geski, gen Gemeinderatswahl erhielten die Deutsche Bottspartei 17, die Sozialdemokraten 16, Dem» • traten 11, die Unabhängigen 5, das Zentrum V die Gewerbetreibenden 4, und die Hessische Volks. Partei 3 Sitze. )l Aus dem Kreise Friedberg, 15.Jum In Hochweisel wurden kürzlich 11 Bürger, liche und cm Sozialdemokrat gewählt. Als Bürger, meister wurde heute der bisherige Bürgermmsla und frühere Landtagsal'geordnete Diehl wieder. aervählt. — In Büdesheim wurden 6 Bürger, liche und 6 Sozialdemokraten, in M e l b a ch acht Bürgerliche und 4 Sozialdemokraten gewählt. Tcr bisherige Bürgermeister Leoparth wurde in Diel« bad) wiedergewählt. In Nieder-Flor stabt und Ossenheim hatten die Bürgerlichen Wahl« Vorschläge nicht eingereicht, so daß sich in beide« Orten der Gemeinderat nur aus Vertretern ba Arbeiterpartei zusammensetzt. — In Södel Lig mir eine bürgerliche Liste vor, da ein sozialdcm> kratisd-er Wahlvorschlag verspätet cing "eicht woi. den war. fei* erstes Rennen über 30 km. auf der Stredu: Gießen, Reiskirchen, Lindenstruth und zurück, ab. v» Beteiligung war sehr gut und die Leistungen geigttr- einen guten Sport. Junioren: 1. H. Rinsland lGer. mania Gießen) 59 Min. 5 Sch.; 2. W. Klinkler, Gr- Buseck, 1 Std. 1 Min. 36 Seh.; 3. Z. Reitberger ((Bet- mania Gießen) 1 Std. 1 Min. 45 Seh.; 4. W. (BöbJ, Wetzlar, 1 Std. 1 Min. 48. Sch ; 5. O. Rödig^ । Germania Gießen) 1 Std. 5 Min. 18 Seh.; 6. F. fielltr ,1885" Gießen) 1 Std. 5 Min 38 Seh.; 7. £ Deibel, „1885" Gießen) 1 Std. 6 Min. 10 Seh.; 8. ft Sehr» Germania Gießen) 1 Std. 6 Min. 38. Sch.; 9. ®g. Wagner I., Wißmar, 1 Std. 12 Min. 54 Seh. 10. ©g Wagner II., Wißmar, 1 Std. 13 Min. 54 SeL; 11. W. Dillendorf, Wißmar, 1 Std. 15 Min. 30 Seh., 12. Gg. Kern („1885" Gießen) 1 Std. 16 Min. 21 Sek., 13. W Juli („1885" Gießen) 1 Std. 17 Min. 50 Sek., 14. A. Loth, Gießen, 1 Std. 25 Min. 38 Sek.; 15. W. Frenzel(„1885" Gießen) 1.Std.26 Min. 55Sek., 16. S. Wagner („1885" Gießen) 1 Std. 29 Min. 45 Sek; Senioren I. von 30-40 Jahren: 1. 2. Käb, Wetzlar, 1 Std. 3 Min. 21 Seh., 2. E Römer Germania Gießen) 1 Std. 14 Min. 46 Sch., 3. A. Steil), Gießen, 1 Std. 17 Min. 55 Seh. Senioren H über 40 jähre: 1. G. Muhl (Germania Gießen) 1 Std. 18 Min. 13 Seh., 2. G. Funke (Germania Gießen) 1 Std. 24 Min. 25 Sek^ 3. C. Löwer, Gießen, 1 Std. 25 Min. 53 Seh. T. Dir Junfilrhrrr Oberhessens werden am 28. Junr hrcr im Hotel Sck)ütz eine Versammlung abhalten mit der Tagesordnung: „Unsere dringendsten Forderungen". ** I m Lichtspielhaus werden ab morgen bis cinschlwßlich Freitag Henny Porten in ihrem neuesten Lustspiel „Tie Heimkehr des Odys- eus" und Waldemar P s i l a n d e r in dem Ge- cllschaftSdrama „Ter ewige Rausch" austreten. ** I n den Schwar»-Weiß-Licht- pielen wird bis einslÄftKlich Freitag das Mer- aktige Scedrama ,,Rachegöttin" gegeben; außerdem tritt Paul Herdemann in dem Lustspiel „Ge- ’törtc Flitterwochen oder Teddy sott unter den Pantoffel" auf. Landkreis stitetzen. tt. ANendorf a. Lda., 16. Juni. Einen in allen Teilen wohl gelungenen vaterländisckxn Familienabend veranstaltete gestern abend im dicht besetzten Saale von Ranft der hiesige Zweigverein des Evangelischen Bundes, wobei Pfarrer Jäger mcr einen Vortrag über das Schicksal der deutsckpen Kriegsgefangenen im feindlichen Ausland hielt und zu einer Tellersamm- lung zur Unterstützung der aus hiesiger Stadt in Kriegsgesaugensck^aft geratenen Kriegsteilnehmer aufforderte. Tiefe Sammlung ergab den Betrag von 275 Mk., der dem hiesigeir Ortsausschuß ürs Rote Kreuz und KriegSlstlfc überwiesen wurde. Zum besoirderen Gelingen des Abends trugen noch die Chöre bei, die der zu diesem Ziveck eigens hergekommene Tamenckwr des Frl. Jäger ans Lich zu Gel^r brachte. Das Sckiilußwort sprach der Vorsitzende des Ztvcigvercrns Tr. Kunz. Ter Abend schloß mit dem begeisterten Gesang von „Deutschland, Deutschland über alles". K Klein-Linden, 15. Juni. In der Stallung der Witwe Jung brach gestern nachmittag Feuer aus. Die Löfcharbeiten wurden von den herbeieilenden Nachbarn und der rasch ein» treffenden Feuerwehr so tatkräftig ausgefülnt, daß das Wohnhaus und die angrenzende Wcllerschc Scheune unversehrt blieben. Lana-Göns, 13. Juni. Eine Anzahl hie- iger Bnrsckien nahm an entern Tanzvergnügen in einem benachbarten preußische Orte teil. Auf dem Heimweg zersckstugen sie mehreren Eiit- wohuern die Fenstersckzeiben oder warfen dicke Sterne durch diese ht das (Zimmer. Unter den Einwohnern herrsche hierüber guvße Erregung. Ta Hefer Vorfall zur Anzeige kam, nxrben die Rohlinge eine gehörige Strafe erhalten. np. Ruppertenrod, 13. Juni. Borge- tem »varen es fünf Jalwe, seitdem damals ein 'riet itoch wicht erlebter LLolkettbruch siel, und ge- tem ging rl)ter ein Hagelschlag nieder, wie er wäbrend eines Menschenalters auch nicht vor- gekommen ist. Hagelwetter galt für unsere Gemarkung so.gut wie ausgeschlossen. Gegen 7 LTbr stiegen gestern im Westen Gaoitter auf. Diese zogen mit starken elektrischen Entladungen wvh Nordosten. Tas erste Gewitter toar kaum vorüber, da zog von Nordwesten genau in der Ol)mtal- rtchtung sihmutztggraues Gewölk heran, der Borbote von Hagel schlag. Bald fielen die ersten Hagelkörner. Es waren Kugeln von 2—3 cm Turchmesser. EinMück, daß it-t Hagel oTyne Sturm entrecht siel, bei sckvrefer Richtung wären die Fensterscheiben ^ersckriagen 'worden. Bald lagen Straßen und ,4Niststätten weiß wie von Schnee. Ter Schaden 4st beträchtlich. Ten größten Schaden erlitt das in der Blüte stechende Som, dessen: Halme vielfach geknickt wurden. Tas Gras liegt am Boden wie niedergTwalzt In den Gärten i,td die Setz- und Gemüsepflanzen, Salat und Lrbscn zersaust und zerschlagen. Tie Ackererde ist von den frischgebauten Aeckern fortgeschwemmt; auf den Straßen schaut der Grundbau empor. Ackersleute, die Ijcutc morgen zum Ackern fuhren, mußten wieder .heimkehrcn, loci! der Boden zu weich geworden. In der Nack>bargemeinde Wett- saafen hat -das Unwetter' in gleicher Weise gehaust. Kreis Bövingen. ---- Büdingen, 15. Juni. Tas Kreisamt 7>at eine besonders lüllige Quelle für Lebensmittel entdeckt Es verkauft das Pfund amerikanischen Speck 6.50 Mk. und das Pfund Reis $u 3.50 Äiark. VcrgleichÄveise iei mitgeteilt, daß die Stadt Franffurt den Speck für 14 Mk. und den Reis für 5 20 DU. verkauft. na. Ober-Widdersheim, 14. Juni. Der hiesige Turnverein konnte bei feinem letzten Tanzvergnügen an Einttittsgeldern und Tanz gelb über 1000 Mk. einnehmen. Das Geld floß in Strömen. Dem Tanz wurde aufs eifrigste gehuldigt. Noch lmorgens gegen 3 Uhr zühlte man bei einer der beiden Partien, in welche die Tanzenden eingetcilt waren, über 100 Paare. Kreis Lauterbach. sb. Schlitz, 16. Juni. Tar hiesige Bähnhoss- vorfteher Kuklinskr wurde gestern vvrmfttac in Untersuchun gshast al«eführt, da er be dem vor einiger Zeit ersvtgten. Tuchdiebstahl beteiligt sein lall. Kreis Friedberg. nt. Hoch-Weisel 16. Juni. Der hiesige Schäfer fand im Waldesdickicht durch seinen Hund eine schon stark verweste Leiche, die in einen russischen Milftärmantel emgeschlagen war. Jedensalls handelt es sich um einen russischen Kriegsgefangenen, der seiner Zeit aus dem Gefangenenlager Wetzlar entflohen war. Starkenburg und Rheinhessen. I Darmstadt, 15. Juni. Einen schweren Verlust hat die Stadt Darmstadt durch den am Freitag nach langem, schwerem Leiden erfolgten Tod des Stadtverordneten Ludwig Ham mann erlitten. Vis zum Ausbruch des Krieges technischer Revisor im htidwgraph.schen Bureau übernahm er bei Ausbruch des Krieges das Lebensmittelamt der Stadt. Auf diesem Gebiete hat er ganz Hervorragendes geleistet und sich unvergeßliche Verdienste erroorben. Sein Organisationstalent,Pflicht- treuc und Schaffenskraft waren staunenswert, unvergleichlich auch die gelassene Ruhe, mit der er die Anwürfe, die gerade einem Mann auf diesem Posten nicht erspart bleiben konnten, auf seinen breiten Rücken nahm. Hammann war als Leiter des in Aussicht genommenen städttschen Wirtschaftsamtes ausersehen. _ = Mainz, 15. Junr. An seinem 100. Geburtstag istder Lehrer a. D. Valentin Erbes unerwartet verstorben. KrciS Wetzlar. wa. Wetzlar, 11. Juni. Der Landrat hat die Wahl des Landwirts Philipp Schätz zum Gemeindevorsteher der Gemeinde Ehringshausen au die gesetzliche sechsjährige Anttsdalicr bestätigt. Hochelheim, 13. Junr. Tw Unsicher- sicher hei t ht unserer Gegend nimmt beständig zu. In der Nähe unseres Torfes wurden nun i üt der letzten Zeit wiederholt Mädchen, die au I dem Felde allem arbeiteten, mm ItakMntai tun Tie Männer, die jahrelang über das 2M Stadt beraten haben, haben ihre Plätze räumt. Tas neue Kollegium, in fast drelwv" Kopfzahl, nimmt alle Tische ein und läßt Sitzen nieder, denen der Namenszettel artgw^ ist. Tie einzelnen Fraktionen haben sich.. N fammen ge Wo Öen. Auf den vordersten San® sitzt die stärkste Gruppe der Demokraten. Dun folgt die Deutsche Vollspvrtei, die freie Vett«n gung, bestehend aus Teutsch-nattonalen, Zennu» und den beiden Vertretern der Angestellter, auf die der Unabhängigen itnb die Gruppe der Mehrheitssozialisten. Am Magrstrau. tische nimmt neben dem Oberbürgermeister, da o« unbesoldeten neu zu wählen sind, der einzige 3" Nauheimer Kurkhoater aushilft. In Hauptrollen •nrfen mit die Herren Gott, Volck, Falken, Schaum md Eugens, der neulich in „Tolle Komteß" einen Sonderersvlg ^u verzeichnen hatte. Die Aufsüh- nmg findet wiederum mit vollem Orchester statt. ♦* Einbruch. In der verflossenen Nacht wurden durch Einbruch ans einem Hause nt der Marburger ©träfe zwei weiße, iveibliche Ziegenlämmchen, 9 WockZcn alt, enttorw- det. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen. **Kriegs Vermißtennachforschung. Zur weitgehensten Nackfforschung nach dem Ber> bleib vermißter oder verschollener Kriegetcilnehmer wird demnächst durch unentgxldliche öffenttiche Aus- Regung in Vereinen, Restaurants, Lesehallen, Ca- fös usw. ein „Handbuch der deutsck>en Kriegsvcr» tznißten" Filter ganz Deutschland verbreitet werden. Diesbezügliche nähere Auskunft unb Fragebogen Softenrrxn durch den „Verlag des Handbuchs bei Lnnttschen KriegSvcrmißten" Köln-Deutz. ** Im Postverkehr zwischen den Bereinigten Staaten von Amerika und Deutschland ist, wie amtlich mitgeteüt wird, nur der Briefveckhr zwisck^eii. bat Vereinigten Staaten und dem von den feindlichen Truppen besetzte n Gebiete Westdcutsch- ta n b 5 wieder zu gelassen. Ein Postverkefe zwi scheu ben Vereinigten Staaten einerseits und dem unbesetzten Gebiete Teutscküands sotoie dem von beit Polen besetzten preußischen Gebiet anderseits besteht nicht. ** Lausbrie fckasten. Bei dem außer- »rdeittlicfen Umfange, den der Briefverkehr seit Jahren angenommen hat, wird die Briefbestellung befvuders in den Städten immer schwieriger. Tie Briefträger sind häufig nicht infftande, die Bestellung mit der wünsck>enswerten Schnelligkeit aus- führen und ine Postverwaltung ist meist nicht in der Lage, Abhilfe zu schaffen, weil eine Ver- indynnig der Zahl der Briefträger allein die Sckwierrgleiten nicht beseitigt. Da s wi r ksa m ft c Mittet zur Beschleunigung der Brie f- Lestellung hat das Publikum selbst in her Hand: es besteht in der Anbringung von Hausbriefkasten an den Eingängen der Wolmungen Denn nicht nur das Warten des Briefträgers auf daS Oeffnen der Tür, das wiederholte Schellen «sw. fällt überall da weg, wo rin Hausbrief- Tafen angebracht ist, sondern es sind auch in den Fällen, wo niemand zu Hause angetrofjen wird, ,!etue wiederholten Läüge zu machen. bemo traun. Die Einführung der neuen Stadtverordneten. Gießen, 14. Juni 1919. = Frankfurt a. M., 14. Juni. Der kürzlich verstorbene Sanitätsvat Dr. Bardorff hat der Universftät mehrere Legate in Höhe von 1050 000 Mk. letztwillig vermacht. — Geh. Regierungsrat Prof. Panzer hat den an ihn ergangenen Rus nach Heidelberg aus den germanr- stischen Lehrstuhl der Universitas angenommen. Aikche «nd Schule. K Hohervdskopf, 15. Jnni. Eine allgemeine Lehrerversammlung findet am 21. Juni hier statt mit der Tagesordnuna „Unsere Schulforderungen", ©djnlrat Jun st tat sein Erscheinen zugesagl. Sport. -d. H nn gen, 16. Juni. Bei her gestern hm vor genommenen G e m e r n d e r a t s w a bl, zu bet drei VorsMagslisteir anfgelegt waren, erhielten die unparteiische Liste mit 389 Stimmen 6 sitzt: 1. Karl Stein, 2. Jahs. Berlett, 3. Hch Spengel, 4. Friedr. Hernc. Bender, 5. Rudolf Köhler, 6. Otto Eberfohn; die sozialdemokratische Liste mit 256 Stimmen 3 Sitze: 1. Herrn. Schuld, 2. Ri«b Dender, 3. Karl Nickel; die bcutfefe demokratisä»! Lifte mit 208 Stimmen 3 Sitze: 1. Georg Scheid, 2. Hermaim Schmalz, 3 Georg Jokel. Ungü tff waren durch Streichung usw. 10 Stimmzettel. Tie Wahlbeteiligung und Agitation war ziemlich lcblvaft. Bott 1081 stimmberechtigten Wählern (einschließlich der hier ein Quartierten Dragoner) mach' ten 863 von ihrem WalKreckü Gebrauch, sogar der älteste Eintoohner unseres Städtchens, ein 93jähr. Greis, brachte feinen Stimmzettel zur Urne. K Kirch-Göns, 15. Juni Bei der Itu» -Ttnimq allTf ___ aiz, I. < „Mür Vi W wmiung aller Jt Wahlen. imoftoten ifi «u men den Wrderftand der beiden wzrall>emokratr- i 5 da« oitr?» scheu Parteien, die die Zahl der Ausschüsse nicht b bie ivST, vermehren möchten, in der Abstimmung durch- । gesetzt wird. Spater stellt Stadtv. Sommer zur . ., ^'vorstehenden Wahl der Beigeordneten allge- ^overg, 15.3i meine Gesichtspunkte auf, die das Wesen und die Mth hnirbt in Die Aosprache. idbl ivarbc witM usammensetzung der neugewählten Stadt- >,5^' Ege- a M* Men Staates ist die freie Gemeinde' ; 'KßrgerluV' I im Jahre 1849 in einer Verfassur Verfassungsurkunde, TOMC Neu eingetroffen Hoffende Frauen! i Werdende Mütter! Zur Bürgermeisterwahl liefert die Stimmzettel Buchdruckerei Seibert, Gießen Steinstr. 68. Import. Export. 7221D abzugeb. Schr.Ang. u. 7108 an den Gieß. 8ln* erdet. K Stimmen 6 e\wA rlctl, 3. dch. 5. Most Maß anokralischc Lisle »E kürzlich 11 9ür« gewählt Uz L Kenge Büigemi dnete Diehl mü ’ m wurden 6 Ai» m Melbach, nokraten gewählt. ei laute und einmütige Bekenntnis zur Freiheit ibtifd)cr Selbstvenvaltung. „Tie Grund feste des ...... ' so stand u vuii, v IC IIU IIA HViy uiijvint 11i;i. 4/vim ! weiteren Spielraum man der Selbstverwaltung ivährt, desto ersprießlicher kann sie wirken. Am nsang des Werkes, zu dem die neugewählte Stadt- nordnetcn-Bersammlung sich bereitet, stehe darum Frankfurt, 2scbershe!mer Lanfletraße SSO tvambabn-Vinie 23 8SF- Packmaterial mitbrinaen. *ao i Ä-i brr ct-flm ir «’> Stadtverordneten der Stadt Gießen erwählt )eratswabl ui Garden sind, ist es gemäß der Städteordnung meine a'Äö togabe. Sie in Ihr Ami einjufUren und - * ' ^-u verpflichten. Sie treten Ihr neues Amt an zu einer Zeit voll ernster Schwere für unser Volk. Nach ?uni. Bei der * die DZM 8j. Junge in Pflege zu geben. Schriftliche Angebote iu 011721 an den Gieß. Ans-j über die Erzielung leichter, oft fast schmerzloser Entbindungen! Tausende und abertausende Anerkennungen aus allen Volkskreisen! Geprüft und begutachtet von hervorragenden Aerzten und Professoren, il a. mit großem Erfolg angewandt an einer deutschen Ünlversltlts-Franen- KHnifc- Man verlange Prospekte u. Literatur. Reformhaus, Kreuzplatz 5 ßmtachen aller Irl STJÄKES! wer! Ala BrAWaehe Üalv.-Draekeroi, H. Laaoe.Bleflea Ein StUttas aiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiniiiiiiiiin gegenLiesernngc. kräftig. Ültiiitr und Sluftii LlUilMMkliitS können gestickt werde«. .trtPkVrhr.9fnn.it.7inR »ricbrlthftr. 15III. lnllTW JA** -»"LK '■ >3 Tlii A* •Wtoi: i ■511 i 1 (®ennonin B 1 l C Telephon 679. 0U753 einem Kriege, der trotz heldenhafter Gegenwehr sÄnfii 9 - nuferer Kämpfer, trotz treuen Ausharrens in der Smmfriii' bnmat den üdermächt'gen Gegnern gegenüber nicht i vV... sunt Siege führen konnte, soll durch einen Frieden Lm fliiii der Gewalt und Rache, des Imperialismus und 5? io firtsEä wirtschaftlichen Egoismus Deutschland in seinem ", Gebietsstande dauernd verstümmelt und in seinem ’lgitatwn mir ittni™-— - — -- —----------— :cdSigten Aählm (gm den Widerstand der beiden sozialdemokrati- Derkehrr-AuSschuß: Oberbürgermeister ober Beigeordneter, Kling, Maasdorf, Müller, Otter, Simon, Dr. Sommer. Soustige Kommissionen. Schukvorstand: Stadtverordnete: OberbürgermeistoS oder Beigeordneter, Beckmann, Dr. Ebel, Gverz, Dr. Krausmüller, Mickiel, Vetters, ferner: Geistlicher Rat Bayer, Pfarrer Bech- tolsheimer, Schularzt Med.-Rat Dr. Bötticher, Hauptlehrer Kimuß, Hauptlehrer-Stellv. Müller, Rabbiner Dr. Sander. Kuratorium der höheren Mädchenschule: Stadtverordnete: Oberbürgermei^r oder Beigoord^reter, Diehl, Frau Kramer, Dr. KrausmiLer, Michel, Müller, Urstadt, Weiß, f erner: Geh. Schulrat Dr. Hansell, zwei> Eltentvertreter. Verschluß-Kommission: Oberbürgermeister oder Beigvordneter, Fou^ rier, Krailing, Noll. „ . . „ . _ . Ersatzmänner:>Eichert, Hcrck^lherm,fDolz, Kommission des Lieferungs- Verbandes Gieße n-Stadt: Oberbürgermeister oder Beigeordneter, Diehl, Dr. @bd, Kiel, Wachtel, Ersatzmänner: Marx, Ncuenhagen. Bei der Wahl der Deputationen wünscht Stadtverordneter Höhn, daß anstelle des Bauinspektors Kuhlmann Banrat Braubach indie Baudeputv- tion gewählt werde. Oberbürgermeister Keller weist darauf I)nu daß die Deputationen und Ausschüsse jederzeit durch Hinznivahl neuer Mittckieder ergänzt werden könne« kund bittet, es beim Borschlag« des Aeltcstenrat zut lassen. Stadtv. Kling beantragt, 5m: Baudeputation Schlossermeister Krailing hinznzuwählen. Die Ent- jicheidnng irrirb u>ssen gelassen. Stadtv. W,nn wünscht die Hinzuziehung Ju- sttzrats Grünewald zur Pst^dedcputation. Auf Anregung des Oberbürgermeisters wird der Beschluß bis nach der Wahl der neuen Beb' geordneten verschoben. Stadw. Frau Naumann bedauert, daß im jsozialpolitischen Ausschuß keine Frau vertreten ist. Oberbürgermeister Keller bemerkt nochmals, Idaß die Ausschüsse ergänzt werden können und wünscht Hinzuziehung von Frauen auch in anderen Llusschüsscn. -Stadtv. Sommer tritt für die Neueinrichtung eines Volksbildungsausschusses ein, der ein RegMerorgan für die sich zersplitternden Bestrebungen, zumal /im Volkshochfchuiwesen, bilden soll. Oberbürgerm. Keller teilt mit, der Aeltesten- Msschuß habe bereits darüber beraten und sei der Ansicht, daß diese Fragen auch in anderen Ausschüssen erledigt werden können. Für den Antrag Sommer sprechen noch die Stadtv. Ebel im Namen der Demokraten, Frau Kramer und Krausmüller (D. V.), Mül- ler im Namen des Vürgerveretns, Erhard (Dem.) und U r stad t (Dem.), dagegen sprechen, um keine neue Kommission mehr zu bilden, die Stadtv. Maier (U.S.P.), Mann und Vetters (So-.). Der Antrag Sommer wird mit 21 Stimmen angenommen, lieber die.Bildung des Ausschusses sollen die Parteien in sich beraten, er soll nur aus Stadtverordneten zusammengesetzt sein. Gegen einen versteckten Vorwurf des Stadtv^ M a n n, als habe es das alte Parlament an Ent- .gegenkommen in Dolksbildungsfragen fehlen lassen, verwahrt sich Stadtv. U r st a d t unter Hinweis auf das vom früheren Parlament in dieser Hinsicht verwirklichte. Ä Für die Volkshochsch ile sind, to;e Oberbürgerm. . Keller bemerkt, auf Antrag vom früheren Finanzausschuß 500 Mk. ohne Debatte genehmigt worden. Die Neuwahl der Beigeordneten batte hierauf zu erfolgen, da Beig. Gmmeliusl sein Amt freiwillig niedergelegt hat und die Neu-, wähl nach den amtlichen Bestimmungen erfordere i lich ist. Der Aeltcstenrat beantragt, bie Wahl zu ver- tzagen, da die lWahlVorschläge noch nicht spruchreif seien. k Stadtv. Sommer benutzt dies, um sich in längeren Ausführungen auf den Standp:mkt zu stellen, daß die Städteordnung in der Beigeordue^ tenfrage sehr reformbedürftig sei und regt an, anstelle von Beigeordneten aus der Mitte der Stadtverordnetenversammlung Dauerreferenten ksu fvählen, wobei man für jede Materie den dafür geeignetsten Mann aussuckfen könne. Hiermit schließt die öffenlliche Sitzung 6.M Uhr. , JndernäHstenSitzung, Montag 4 Uhr, wird der städtische Voranschlag zur Berattmg gelangen. Da bereits 5 8 Anträ g e Inerju vorliegen, wird der Voranschlag jedenfalls vorab en liloc angenommen und die Änttäge werden an tw Ausschüsse verwiesen werden. .ttdcr-Florsii i£ Bürgerlichen A so daß sich in bäh ' x «ui Vertretern Erneuerung des zusammengebrochenen preußischen Staates in die Wege leitete durch den Aufbau des Staates auf der Grundlage freier Selbstverwaltung der Städte. So möge der Gedanke der Selbstverwaltung auch heute seine Frucht entfalten, wo es güt, den deutschen Staat neu -u erbauen und ihm alle Kräfte zuzuführen und nutzbar zu machen, die im Volle vorhanden sinv. Meine Damen und Herren! Selbstverwaltung bedeutet Se lb stverantw0r- t u n g. Diese Verantwortung tragen Sie vor Ihrem Gewissen, Sie tragen sie vor der Gesamtheit der Bevölkerung, Sie tragen sie vor der Zukunft der Stadt Gießen. Doppelt groß ist diese V<'rant- wortung angesichts des auf Generationen hinaus wirkenden Druckes der Friedensbedingungen, die das deutsche Volk vor die giganttsche Aufgabe stellen, ^aus eigner Kraft unter ungeheuren Lasten das Werl seiner Wiederaufrichtung zu beginnen. Zu diesem Werke rufe ich Sie, die erwählten Vertreter, und die ganze Bürgerschaft hiermit auf. Nickst Klagen und Verzagen, nicht Unlust und Kritik können es vollbringen, sondern nur die verdoppelte, mutige, zukunftsfrohe Arbeit aller auf Bureau und Katheder, in Werkstatt und Fabrik. Diese Arbeit erfordert ein Sammeln der Kräfte, ein gegenseittges Verstehen und Vertrauen und die lebendige Tellnahme jedes Einzelnen am Gemeinwesen. ^Verehrte Anwesende! Was den Willen und die mast zum^ Wirderauchau merklich zu lähmen dre-ht, ist die ungeheure finanzielle Last, die Reich, Staaten und Städte beschwert, -und den M nach Sparsamkeit zur gebieterischen Not- Merchiakeit macht. Nages Abwägen dessen, was zu geschehen,bat und was unterbleiben muß, die richtige Scheidung der nützlichen von der schädlichen Sparsamkeit,äst darum die besondere Pflicht, welche die Organe öffentlicher Körperschaften sich vor Augen Halten müssen. Ich denke, es wäre falsche Sparsamkeft, die sich an produktiven, im Gcsamtinteresse nö tgen Ausgaben erp v .ea wollte und halte .für nützliche und notwendige Ausgabe alle diejemgeu, die der Wiederaufrichtung ces Volksganzen gewidmet sind und dem wirtschaft- lichen und kulturellen Fortschritt dienen. Freillch müssen die verantwortliä-en Kvmmunalpoft.itcr bei allen Entschließimaen ein doppeltes stets beachten. Src tonnen .mcht die al le rverschieden sten Wunsche aussprechen und vertreten, ohne sich über ihre fina urteile Durchführung . Sorge zu machen. Sie föniten auch nur handeln im Sinne sozialer Gerechtigkeit und aus- aleichender Hilfe. Nicht das rndrMduelle Interesse Einzelner oder einzelner Grchpen, sondern nur das höhere Gesamtinteresse der Gemeinschast ist der Zweck, den öffentliche gemei-mützige Tg^igleit zu erftreben und zu eriöllen lwt, wie anch^jeder Bürger er(smen muß, daß der Einzelvorteil am besten seine Verwirklichung im Rahmen des gemeinsamen Vorteils finden kann. * Soll ich, verehrt? Anwesende, bet Ihrer Etn- führung Ihnen sagen, in welchem Gerste das bedeutsame Ehrenamt eines Stadtverordneten zu verwattcn ist, so möge es geschehen mit den trcf[Iid)en Worten aus alter Zett, die heute und für alle Ewigkeit hohen Klang und volle Geltmtg behalten müssen: Tie erste Städte- ordnung vom Jahve 1808 sagt von den Stadl- verordneten: „Das .Gesetz und ihre Wahl sind ihre Vollmacht, ihre Ueberzeugung und Ansicht vom gemeinen ^Besten der Stadt ihre JnsLruk^ron, ihr Gewissen aber die Behörde, der foe deshalb Rechenschaft zu geben haben." Ten neuen Bürgern einer Stadt ruft Jeremias zu: „Suchet der Stadt Bestes, denn wenn es ihr nwhl geht, so geht es euch auch wohl." Ja, meine Damen und Herren, suchen Sie das Beste bet Stadt Gießen, geben Sie an Ihre verantwortungsvolle, schwere Aufgabe heran mit Ernst und Sachlichkeit, mit Treue und Gewissenhaßigkit, so, wie Sie es jetzt bei Ihrer Verpflichtung mittels Handschlag geloben >follen. Tann wird Ihrer Arbeit der Segen nicht fehlen und Ihre Tätigkeit das schaffen und.fördeim, was von Ihnen mit herzlichem Bemühen erstrebt ivird: die Wohlfahrt unserer Stadt. - Stadw. Ebel gibt als Fraklionsfübrer der Demokraten nachstehende Q rU ä r u n g ab: Auf das gestrige Eingesandt im „Gieß, Anz." erkläre ich im Namen meiner Partei: Bei Ml- dung der einzelnen Gruppen ist niemals daran gedacht worden, sogen. Fraktionszwang auszuüben. Zweck des Zusammenschlusses ist nur V e r- einfachung der Verhandlungen.durch Vorbesprechung Mickriger Fragen. Können sich d!e Mitglieder dabei.nicht einigen, dann kann jeder absttmmen, tote ler es nach seiner Ueberzeugung für richtig hält. Dem Einfluß der Persönlichfeit wird also keinerlei Schranke gezogen. Ter Einsender rennt also offene Türen ein und hätte besser getan, sich erst einmal (genauer zu erkundigen. Es schließen sich dieser Erklärung an Stadtv. Kraus müller im Namen der Teutsckstn VolkS- partei und Stadtv. Schmahl im Namen der Freien Bereinigung. „ Stadtv. Beckmann (U. S. P.) beantragt bie Kleider ““ können anoefcrliflt rver^ den. Frlcdrichftr. 15 UL, SS*J ■ fX,r ha-4 KA II* ^Lyttel ftM n' n wr & J 2 ÄanembÄl, «ßtikiger Mitarbeit einlade. y. 6 Eine Freiheit, meine Damen und Herren, tft , 6 i ms bis jetzt noch nicht gekommen, die Freiheft, v e wir meinen, nämlich die gesetzlich freiere 'S ßkstoltung der städtischen Selbstverwal- yng und die Beseitigung unangebrachter staat- ter Bevormundung. Wir wollen der Hoffnung Iiisdnlck geben, daß staatsmännischer Geist und er angenommen. Oberbürgermeister Keller hat keine Bedenken gegen diesen Antrag, bittet aber bei Erörterung von .Perstruenfragen die Oejfentlichkeft auszuschließen. T« Stadtv. Beckmann und Ebel stimmen dieser Abänderung des Antrages zu. Tie WaA erfolgt durch Zuruf. Eingesetzt werden folgende Ausschüsse: Deputationen. Armen-Deputation: Stadtverordnete: Oberbürgermeister oder Beigeordneter. Frau Biermann, Frau Kramer, Frau Lorenz, Frau Marttn, Michel, Nemm- 1?ageh, Stimmer. 1 ferner: Prof. Dr. Stepp, Hauptlchrcr Knauß, Hauptlckhrer-Stellv. Müller und als Be- zirtsvorsteher: (tzeschäfrsührer H. Kurier, Kaufmann Emil Horst, Rentner Zadock Kann, Verwalter Wilhelm Riebe!, 'Kaufmann Ehristz Schönhals, Neckprungsrat Alex. WUcker. Deputation fürdenArbeitsnachweiI: Oberbürgermeister ober Beigeordneter, Erhard, Faber, Kraümg, Maier, Moosdvrs, Nvll, Stimmer, Wftm. Bau-Deputation: Stadtverordnete: Oberbürgermeister oder BeiK-orditeter, Dr. Ebel, Faber, Höhn, Mann, Maier, Äftrn, fe'Mer: Baumsp. KuhTmann. • Betriebs-Deputation: Obervürgermeister ober Seigtmbneter, Diener, Kill, Amon, Dr. Sommer, Stftnnrex, Wftm. L^lud- und forstwirtschikftliche Deputation: Stadtverordnete: Oberbürgermcister oder Beigoordireter, Baum, Diehl, UrGrrdt, Winn, ferner: OoLoniom Hch. Gottmamt, Pwf. Dr. Hch. Weber. Pferbemark t-Deputativn: Stadtverordnete: Oberbürgermeister ober Beigeordneter, Erhard, Kvailftrg, Volz, ferner: Oekonvm Hch. Gottmann, Ingenieur Oskar Gutmann, Rentner Daniel Hell, ILniv -Reitlehrer Hch. Himmerich, Hoflolsttkutscher Karl Hülm. Kreis-Vet.-Arzt Prof. Dr. Knell, Pcof. Dr. Sentcrt, WeirchäMer Ernst Niemann, 5vom- merzienrft H. Schirmer, 9icntner August Schwan, Apothekenbesitzer Th. Schwieber. Schlachthof-Deputation: Stadtverordnete: Oberbürgermeister ober Beigeordneter, Ganz, Höhn, Otter, Vetters, Wenzel, ferner: Kreis-Vet.-Arzt Prof. Tr. 5knell, Metzgermeister Mal^omesins, Metzgermeister E. L. Sack, Metzgermeisi-er Seligmann. S chns-Deputation: Oberlchrgernieister .ober $eigwrbneter, Beckmann, Diehl, Kling, Dr. Krausmüller, Michel, Simon. Depntationfür das Wohnungswesen: Oberbürgermeister ober Beigeordneter, Fourier, Höhn, Frau Kramer, Mann, Simon, Wenzel. Deputation für LebensMittel- Bersorgung: Stadtverordnete: Oberbürgermeister ober Beige-ordeicder, Baum, Diener, Heichelheim, Frau Naumann, Noll, ferner: Kaufmann Eduard Krumm. Deputation für Kvhlen-Ve r sor gung: Stadtverordnete: Oberbürgermeister oder Beigaordneter, Diener, Frau Naumann, Otter, Simon, ferner: BüchsenmachttNNListcr Äug. Tickvrö, Kohlenhändler Adolf Frseyer. Kunstbeirat: Stadtverordnete: Oberbürgermeister ober Beigvordneter, Dr. Ebel, Dr. Gmelin, Frau Kramer, Otter, Dr. Svmnrer, Vetters, ferner: Bauvat Becker, Diplom-Ingenieur Bünnings. Ausschüffe. Finanz-Ausschuß: Oberbürgermeister ober Beigeordneter, Diener, Fourier, Hllchetheim, Tr. Krausmüller, Schmahl, Urstadt. Markt -Ausschuß: Oberbürgermeister ober Beigeordneter, Frau Bier- mann, Faber, Frau Lorenz, Frau Martin, Frau Raumarm, Noll. RechtS-AuSschuß: Oberbürgermeister oder Beigeordneter, Beckmann, Tr. Ebel, Dr. Gmelin, Neuenhagen, Schmahl, Vetters, Wachtel. S ch a nIkon zessions-Ausschuß: Oberbürgermeister ober Beigeordneter, Baum, Erhard, Krailing, Marx, Volz, Wachtel. Sozialpolitischer Ausschuß: Obctbärgermeifter ober Beigavrdneter, Eichert, Erhard, Kiel, Mann, Ürsladt, Wenzel. Theater-Ausschuß: Oberbürgermeister ober Beigeordneter, Frau Biermann, Tr. Ebel, Wachtel, Frau Naumann, Vetters, Weiß. Wittschastsleben auf Menschenalter hinaus ge» Y^^~’u7rTr-Y schwächt, wenn nicht gar erdrückt werden. So etn» « mitig das deutsche Volk diesen Frieden verurteilt, so einmütig muß es, ins Unabänderliche sich Stadlchms, schickend, entschlossen fein, die ihm auserlegte Last umzata zur u« ,u ^agen und am Wiederaufbau zu arbetien mit 5. stimi. 9et le-» Abspannung aller Kräfte. Daraus ergibt sich auch „.....'"'I 'Ur unser Gemeinwesen eine unermeßliche Fülle a d wxrtitiw-- schwerer und verantwortungsvoller : 3'i-i S Aufgaben, die zu bewältigen es der rastlosen inxtierat^wl öufl Mmtz einmütigen Arbeit der neuerwählten Stadt- L decordneten in besonderem Maße bedürfen wird. LowlM Verehrte Anwesende! Sie übernehmen Ihr ich »irhnann 2.,U Amt auch im Zeichen einer neuen Zeit, die Ilmael 4, Karl mannigfache Freiheit mit sich gebracht hat. Das spack 8 und freiere Wahlrecht, das alle dem bisherigen W a h t- 5 recht an halft nden Vorrechte beseitigt hat, ftndet lki«u AevöikEl- schon äußerlich in einer wesentlich veränderten Jh 363 Persom ' s 5 m " s" tz " " g Kerordnetenversammlung seinen Ausdruck. Frauen, v Icutsh-dla iouckcoHiicht nur wahlberechtigt, sondern auch wählbar und ^lnMior^Mnvählt, haben mit Sitz und Stimmen sich zum Irften Male in diesem Saale emgefunden und es Ri'iMklickr mir eine Freude, dieses für bie Geschichte un- Mer Stadtvertretung wichtigen Ereignisses dadurch V1 gedenken, daß ich bie ersten weiblichen Stadt- . Geordneten besonders willkommen heiße und zu m «VrnntM^ usdruck geben, daß staatsmännischer Geist und . 7 ZaucrMuu- riheitlicher Sinn bald diejenige Regelung finben frrtffl 6&*' *rden, die notwendig und angemessen ist. Tenn g Zennm», weiteren Spielraum man der Selbstverwaltung !!^emüse-Psianzeu gesunde, kräftige, verkauft Lrrrts Zimmer - Nahe Bibliothek z.'mieten aesucüt. rkevlerttr. 111 Einige heile Rännie fllrid)cd£rbe (aud) Hinterhaus kommt in Betracht» nicht au weit v. Bahnhof in (Ziehen «es.Schr^Slnß. m. Angabe v. Gr. w Preis «rb. u* 7MV a. d. G. Anz. 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