Nr. 90 Ter Siebener Anzeiger erscheint täglich, anher Sonn und Feiertags. Bezugspreis: mxmatl. Pit. 1.35, oiertel- iährlich Mt. 4.05; durch Abdole- u. Zweigstellen monatl Dlf. 1.25. durch die Lost Mk. 4.05 oiertel- jährt ausjcht Beitellg. Fernsprech - Anschlüsse: sür die ecbriftleuimql 12 Verlaa,^eschä'lsstelle5l Anschrift sür Drahtnachrichten: Snjeiger Lietzen. postschecklonto: Srantfurt a. M. U686 Erstes Blatt 169. Jahrgang Mittwoch, 16. April 1919 GietzenerAnzeiger Eeneral-Anzeiger für Oberhessen SwilllngsrunddruS u. Verlag: vruhl'sche Univ.-Vuch u. Steinöruderei R. Lange. 5chr ftleitung. Sefchäftsstelle u. Druckerei: Zchulstr. 7. Annahme von Anzeige» s. t'ie Dagesnummer viS znin Nachmiliag vorher ol)nejcbe'i.'crbtnölta)teit Seilenpreise: sür örtliche Anzeigen 25 Uf.Jür auswärtig« SO L'., sür Reklamen 2)lf.l.-ncbH2OJ 61ene- rnnaSzus.nlaa;Pla»,vor- schrlil 20 % Anschlag. Hauotschri-neiter: Alig. tsosn. DerantivorlUch sür Politll: Ang. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; jur den Anzeigeiuell: ü. Beck; sämllrch in Gießen schäft. Er warnt die Linke, den Bogen zu Überspannen und lehnt den Antrag ab. Der Unabhängige Haase erklärt, daß die Arbeiter Frankreichs, Englands und Italiens mit Qten den 1. Mai feiern würden. Leht.re die Nationalversammlung ihren Antrag ab. so stehe sie der Revolution verständnislos und feindlich gegenüber. Im weiteren Verlauf hält Reichsminister David den Antrag der Unabhängigen für verfrüht und hofft, daß die Unabhängigen nicht mit der Rechten zusammen das ganze Gesetz zu Fall bringen würden. Abg. Dr. Mittelmann (D. V.-P.) lehnt den Gesetzentwurf ab, da er eure Herausforderung des ganzen deutschen Bürgertums bedeute und beantragt namentliche Abstimmung. Nach einer weiteren Bemerkung des Abg. Hildebrandt (Soz.i wird der Antrag der Unabhängigen gegen die Stimmen der Antragsteller abgelehnt und der Antrag Payer-Müller in dritter Beratung mit 16 1 gegen 86 Stimmen bei 10 Stimmenthaltungen angenommen. Der Gesetzentwurf wird sodann in der Gesamtabstimmung angenommen. Tas Ermächtigungsgesetz wird in zweiter und dritter Lesung in der Ausschußfa.suirg crngenommen. Nach einer Auseinandersetzung zwischen Abg. Haase (U. S.) und Reichsminister Erz berger über die Note vom 12. Dezember zieht Reichs- Minister Erzberger seine Behauptung, die Unabhängigen hätten den Wortlaut der Note gekannt, zurück. Bei der zweiten Beratung des Kaligesetzes wird die Regiernug.-vorloge nach lä>r- gerer Ausfprackrc in der Au-fchußfas,ung in zweiter und dritter Lesung angenommen, die besagt, daß spätestens bis 1. April 1920 eine Regelung tec Materie durch ein besonderes Gesetz erfolgen muß. Hierauf verliest unter lebhaftem Beifall aller Parteien Reichsmücksterpräsiteitt Scheide- mann die Osterbotschaft des Reichspräsidenten. Das Haus geht in Osterferien. Präsident Fchrenbach erhält die Ermächtigung, Tag und Tagesordnung der nächskm Sitzung sest- -usetzen. Die Osterbotschaft des Reichspräsidenten. Weimar, 16. April. (WTB? Der Reichspräsident Ebert richtet an die Nationalversammlung folgende Osterbotschaft: Tie Nationalversammlung sprach am 10. April als berufene Vertreterin des Volkes mit großer Einmütigkeit die Erwartung aus, daß die Reichs- regierung nur einem Friedm der Verständigung und Versöhnung zu stimmt und jeden Vertrag ablehnt, der die Gegenwart und die Zukunft des deutschen Volkes und der Menschheit prcisgibt. Ich begrüße diese Kundgebung als das Bekenntnis des unbeugsamen Willens des deutschen Volkes, daß der kommende Friede ein Friede dauernder SBerftxiitbigung und der Versöh- imna der Völker sein soll und daß er somit auch kTeurschland die Möglichkeit geben muß, diesen Grundsatz der Verständigung und Versöhnung dauernd zu beobachten. Ter Wille des deu.schen Volkes wird für die Reichsregierung maßgebend fein. Die Nationalversammlung und die Reichsregicrung arbeiten mit Hingabe und Energie an der Erfüllung ihrer großen historischen Aufgabe, Friede, Brot, lArbeit und eine neue Staatsform für ein großes 'Volk zu schaffen. Die Aufgabe ist schwer zu erfüllen, so lange tbiejenigen, die es in der Hand haben, der Welt den Frieden zu geben, sich noch vom Gefühl des Völkerhasses und der Rache beherrschen lassen und durch die Hungerblockade dos deutsche Volk zur Verzroeiflung treiben. Bereits vor fünf Monaten vereinbarten wir unter Annahme der $ebingnngen unserer Gegner die Grundlage für den Frieüensschluß mit ihnen. Wir erfüllten die schweren Aufgaben des Waffenstillstandes, lösten unser Heer aus, gaben die feindlichen Kriegsgefangenen heraus, aber immer noch wird uns der Friede vorenthalten. Obgleich wehrlos und wirtschaftlich am Ende, werden mir durch die Blockade immer noch abgesperrt, werden unsere Gefangenen immer noch in Feindesland zurückgehalten. Das ist gleichbedeutend mit der Fortsetzung des Krieges und mit einer Belastung, wie sie wohl (noch fein Volk zu bestehen hatte. Wir taten alles, um bei unseren Feinden ehren Friedensschluß zu erreichen, um unser Volk von dreier unerträglichen Qual zu befreien. Tic Verantwortung für alle «Folgen, die aus der Fortdauer des jetzigen Zustandes für uns, für das übrige Europa und letzten Endes für die igan^e Welt sich ergel»en müssen, fällt somit auf sie. Ties Mögen sich unsere Gegner in zwölfter Stunde vor Augen halten. Frieden, Arbeit, Brot und das neue Deutschland zu schaffen, ist aber auch unmöglich, solange Teile unseres eigenen Volkes in einem Kampf verharren, der unser schwer darniederliegendes Staats- und Wirtschaftsleben vollends zu vernichten droht. Wohl wurde viel gefünbigt am deutschen Volke in den vier schweren Kriegsiahren. Darum ist eS unsere erste Pflicht, zu verstehen, zu Helsen und zu bessern. Aber der Drang der Massen nach Menschlichkeit und Menschenwürdigkeit ist keine Entlastung für eine Handvoll führender Unruhestifter, die planmäßig den Ausbau der deutschen Republik zu stören trachten. Das neue Deutschland soll ausgebaut werden im Wege energifdjer und organischer Ausgestaltung zum sozialen Volksstaat. Den wirtschaftlichen und sozialen Interessenvertretungen soll dauernder Einfluß auf die Gestaltung des Staatslebens eingeräumt werden. Besonders die letztere Frage ist Gegenstand ern- gehender Prüfung der Regierung. Aber das neue Deutschland kann nicht geschafteu werden durch Deutsche Nationalversammlung. Sitzung vom 15. April 1919. Nach Erledigung einer Reihe von Anfragen tritt das Haus in die erste Lesung der Vorlage zur Festlegung des 1. Mai als Nationalfeiertag. Nach der Regierungsvorlage soll der l.Mai znm allgemeinen Nationalfeiertag erhoben werden. Hierzu liegt ein Abänderungsantrag von Payer (Dem.) und Müller-Breslau (Soz.) vor, einen allgemeinen Feiertag einzuführen, der dem Gedanken des Weltfriedens, des Völkerbundes und ^desinternationalenAr- beiterschutzes geweiht ist und für den der Charakter eines Weltfeiertages erstrebt wird. In diesem Jahre wird er am 1. Mai gefeiert, zugleich als Volkskundgebung für politischen und sozialen Fortschritt, für einen sofortigen Frieden, Befreiung der Kriegsgefangenen, Räumung der besetzten Gebiete und volle Gleichberechtigung im Völkerbund. Die Unabhängigen beantragen auch den 9. November zu einem allgemeinen Feiertag zu machen. Reichsminister Dr. David begründet die Regierungsvorlage und sagt u. a.: Wir fordern einen allgemeinen Feiertag, der den hohen Idealen des internationalen Arbeiterschutzes und des Weltfriedens geweiht werden soll, daher soll der 1. Mai, der bis der ein Kampffeiertag der proletarischen Arbeiterschaft war, nunmehr ein allgemeiner Volksfeiertag werden. Noch einem zweiten Ideal gelte der 1. Mai, dem Ideal einer dauernden Gemeinschaft der Völker. Am 1. Mai solle der entschlossene Wille des deutschen Volkes zum Ausdruck kommen, allen Feinden zu zeigen, daß mir nur einen dauernden Völkerfrieden wollen. Unter lebhaftem Beifall der Sozialdemokraten erklärte der NiQner, daß die Negierung den Antrag der Demokraten und Sozialdemokraten annehme. Abg. Ehrhardt (Ztr.) spricht sich im Namen der großen Mehrheit seiner Parteifreunde gegen einen derartigen Feiertag aus^ da das deutsch Volk eher einen Buß- und Trauertag brauche als einen Feiertag Abg Pa ch nicke spricht für den Antrag. Den Tag des Feiertages behalte man sich vor. In diesem Jahre sei der geeignetste Tag der 1 Mai denn da stände das deutsche Volk vor der Entscheidung über seine Zukunft und kann zu erkennen geben, daß es nicht einen Frieden will, der ihm das Rückgrat bricht^, sondern der ihm Entwicklungsmöglichkeit beläßt ... Abg. Költzsch (D.Nat.) hält die letzige Seit für einen Feiertag für ungeeignet und bie Erhebung des 9. November zu einem tyeitttag als Herausforderung der ganzen bürgerlichen Gesell- Die Osterbotschaft de; Reichspräsidenten. Man könnte dem gestern von der Nationalversammlung angenommenen demokratisch-sozialdemokratischen Antrag v. Paper- Müller auf Einführung eines allgemeinen Nationalfeiertages am 1. Mai aus freudigerem Herzen zustimmen, wenn die Vorbedingungen dazu schon alle erfüllt wären Der Feiertag soll dem Gedanken des Weltfriedens, des Völkerbundes und des internationalen Arbeiterschutzes gewidmet sein. Das sind aber alles Dinge, die wir zwar mit heißem Herzen wünschen, die aber noch in einer düster umnebelten Feme liegen. Ja, wenn nur wenigstens die Einheit und Geschlossenheit im Innern des Reiches her- gestellt wäre, dann wäre der Gedanke einer Vermittlungsstellung zwischen den Maifeier- wütlschen der Sozialdemokratie und dem Wolksversö nungsgedanlen, wie ihn die demokratische Partei empürgel)uueu hat, sehr willkommen. Wo aber ist rechte Feierstinnnung, toerm wir heute lesen, wie in München Die Kommunistenherrschaft wieder obenauf gelangt ist, wie die Gefahr eines Bürgerkrieges noch recht beklemmend vor uns liegt. Wo ist Feierstimmung, wenn wir die Friedensbedingungen betrachten, die uns von der Entente aufgezwungen werden sollen! Gerade heute wird uns ja wieder be- ridjtct, daß uns zur Annahme der Bedingungen Fristen gesetzt werden sollen, daß der Turm der von uns zu zahlenden Entschädigungen noch keineswegs schon bedacht sei. Und liegt in der Osterbotschaft des Reichspräsidenten irgendetwas von frohem Festesglauben, sind es nicht vielmehr nur ernste und klagende Vorstellungen, die an baä deutsche Volk gerichtet werden? „Laßt ab von der Selbstzerfleischung! Tut die Augen auf vor dem Abgrund! Arbeitet!" Uiid auch an die Abgeordneten richtete Ebert die Bitte, für Frieden und Arbeit sich überall ein'U i freu. Wir wellen nicht sagen, daß wir am 1. Mai in Sack und Asche trauern sollen. Aber wir können auch noch nicht Festespforlen aus grünen Zweigen bauen. Wir wissen überhaupt nicht, in welcher Lage wir am 1. Mai uns befinden werden. Wenn wir die Bedingungen der Feinde ablehnen müssen? Wenn schwere Gefahren das Reich bedrohen? Sollen wir bann feiern? Nein, bann wirb vielleicht eine noch ernstere Botschaft an unser Ohr rühren als bie, welche uns ber Reichspräsident zum Osterfest dar- geboten hat. einen radikalen Sprung ins Dunkle, ber sicher ein Sprung in den Abgrund wäre. Die bolschewistische Diktatur einer Minderheit des Proletariats würde die Industrie Deuischlands sicher in wenigen Monaten ruinieren. Selbstverständlich muß den berechtigten wirtschaftlichen Forderungen der Arbeiter, Angestellten und Beamten Rechnung getragen werden. Dafür wird die Negierung sich immer einfetzen. Aber sinnlose politische Streiks setzen das Schicksal der Arbeiter und ihrer Familien aufs Spiel und muffen zur Verelendung führen. Dcsl>alb gebietet uns das Lebensinteresse unseres Volkes, diesen Bestrebungen mit allen Kräften z entgegenzutreten und gegen Gewaltakte terroristischer Elemente entschieden einzuschreiten. Ein schleuniger Frieden nach außen, fußend auf der Grundlage ber Verständigung und des Bundes aller Völker ist für uns eine Lebensfrage. Aber nicht weniger beruht unsere Rettung vor dem Untergang auf ber Notwendigkeit von Frieden und Arbeit im Innern. Darum wende ich mich in dieser ernsten Stunde an unser deutsches Volk in allen seinen Schichten mit der mahnenden Bitte: Laßt ab von der Selbstzerfleischung, überwindet Euch, tut die Augen vor dem Abgrund auf! Arbeitet! und Sie, die Abgeordneten imseres Volkes, bitte ich, wohin Sie auch geben während der Pause, die heute in Ihren Beratungen eintritt, wirken Sie überall für Frieden und Arbeit. Unser Vaterland, un,er neues Deutschland darf nickst zuschanden werden. Die erste Interpellation üier Stubenterangekge-djCiten in der deutschen Nationawcrjammlung. AuS Weimar erbaten wir von stud. rer. pol. Kurt Ritter- Freiburg i. B. folgende Zuschrift: Fast zur gleichen Stunde, da in Leipzig von einer zahlreichm Studentenschaft die sofortige Schließung der Universität zum Zwecke des Grenz- scktutzes beantragt wurde, fand in der deutschen Nalionalversammlung in Weimar die erste Be- catiatg des Gesetzentwurfes über die Ausbildung von KriegSleilnri)meru zum Ricksteramte statt. Tiefe 35. Sitzung der beut fern Nationalversamno- lung war für dre deutsch: Studentenschaft besvn- bedeutungsvoll, da znm erstenmal Worte zu Gunsten der studierenden deutschen Jug.'nd fielen, nachdem seit mehr als zwei Monaten, außerordentlich viel, vom unb im Interesse der Arbeiter, das heißt also der körperlich Arbeitelchen, ober dem Mittelstand und den Angestellten geredet norden war. Ter Abgeordnete Grünewald betonte, daß nun endlich auch den Elementen bet grilligen Arb iter unseres Volkes, die Auftnerk- famirit der Nation und Regierungen im hohen Grabe zugenendet werden müife, da aus ihnen ja die kommende Generation der Beamten für Justiz, Venraltung, Seelsorge, Schmie und die Führer ber geistigen Bewegung sich rekrutieren. Ten beiden wichtigen Faktoren unseres Volkslebens, dem beutfd,«en HochschulNesen und der studierenden Jugend, nirrte von ter Nationalversammlung uich ber Negierung bibber viel zu wenig Beachtung ge- fer mnß es eine ter Hauptforderung^ ter Stu rcrcitteu, fein:SchaffungeinerZen- tralc für das gesamte Hochschulwesen* und für Berufsberatung b-r StubicrenbciX von Reich- wegen. Tie Universitäten, muffen in besiig auf Anfang, Schluß unb einteiklich? Gestalt hmg der Semester unb ihrer Prüfungkvlt^iungeir unter allen UmCtänten in eine enge, gemein s chift- licll regelnte Verbindung treten, wozu die jetzt stattfrndenten Rektorenzusammenkünfte nickst aus^ rekben. Hier wären die Angelpunkte, an tenen die Studenten in ihrer Arbeit an ter Miwerwal- ttmg ter Univerfitätcn einzusetzen hätten. Diltatsricde? Paris, 15. April. (WTB.) HavaS. In Konferenzkreifen verlautet, daß die deutschen Delegierten in Versailles untergebracht werben. Dutasta unb Gautier haben die nötigen Vorarbeiten zu deren Unterkunfl beinahe beendet. Die deutsche Delegation wird in der Dependance des Hotel du Reservoiu untergebracht werden. Die Zusammenkünfte mit den alliierten Delegierten werden im Trianonpalast stattfinden. Sobald bie Sex dingungen von den Vertretern der Groß- möchte festgesetzt worden sind, werden sie den Vertretern der anderen Staaten mitgeteili werden, doch werden diejenigen Staaten, bif mit Deutschland kerne gemeinsame Grenz« haben, nur einaelaben, davon Kenntnis zu nehmen. Den Kriegsteilnehmern wirb Dec Friedensvertrag in erster Linie zugesteUt. Di« milrtärrschen Bedingungen werdev von den Deutschen ohneDiskussion angenommen werden müssen. Man glaubt, baß bie Zusammenkunft in Versailles nicht von langer Dauer sein wirb. Die Deutschen werben bas Recht haben, ihre Kuriere von den Abmachungen in Kenntnis zu setzen^ Es ist wahrscheinlich, daß eine Frist zur Unterzeichnung des ausgesertigten Friedensvertrages, wie das auch beim Waffensttll- standsvertrag schon der Fall war, von acfyt Tagen gewährt wird. So wird sich die Unterzeichnung schon jetzt bestimmen lassen, ausgenommen im Fall, daß sich der Feind web« gern würde, den Friedensvertrag zu unter« zeichnen, mit welcher Möglichkeit aber nicht gerechnet wird. Paris, 15. April. (WTB.) Havas. Die ,.Liberts" schreibt: Die 125 Milliarden^ die Deutschland entrichten muß, ftellcu* nur eine v o r lä u f i g eZ ah lu n g bar. Dar«, über hinaus muß sich Deutschlanb verpflicht ten, für die noch nicht ermittelte Gesamthöhe ber Schäden Wieder!)erstellungs- unb Ersetz« ungskosten zu zahlen und außerdem für die militärischen Pensionen aufzukommen. Deutschland wirb sich seiner Schuld in jährlichen Raten entledigen müssen, deren Modalitäten bereits festgelegt find. Lloyd George unterstützt energisch die französische Regierung, desgleichen Italien, bas in seinen Forderungen der Unterstützung Frankreichs falls sicher ist. Ein Erklärung Wilsons. Paris, 15. April. (WTB.)) Reuter. Wilson gab gestern abend als Wortführer: des Viererrats folgende Erklärung ab: Angesichts ber Tatsache, daß bie Fragen, die bei dem Frieden mit Deutschlanb geregelt werden müssen, ber vollstänbigen Lösung so nahegerückt sind, baß sie jetzt schnell burch den Endprozeß ber Fertigstellung des Entwurfes gehen können, besck)lossen diejenigen^ die am längsten über diese Frage beraten haben, anzuraten, daß die deutschen Bevollmächtigten eingeladen wcrdey, mit den Vertretern der assoziierten kriegführenden Nationen am 25. April in Versailles rusammenzukommen. Dies bedeutet nichts daß Die Beratung über alle Fragen, die mit ber Regelung des allgemeinen Friedens zu- san'menhängen, unterbrochen wird oder daß die Beratung dieser Fragen verzögert wird. Man erwartet im Gegenteil, daß jetzt bezüglich dieser Fragen ein schnellerer Fortschritt gemacht wird, so daß man augenblicklich auch erwarten darf, daß fie für bie Endrcgelung bereit fein werden. Man hofft, daß man mit den Fragen, die Italien am unmittelbarsten berühren, besonders die adriatischen, ^tzt zu Hner baldigen 5etft6nlfgung rommer. wird. 5)*t adrurnschen Frage wird zeitlich vor aw- deren Fragen der Vorrang gegeben unb das festländische Problem (Continental study) wird in sein End stadium gebracht werden. Was speziell £um Vertrage mit Teutschland gehört, wurde aus diese Weise erledigt fern, wahrend gleichzeitig alle anderen Regelungen entsprechend formuliert werden. Es wird an- ntonnt werden, daß, obwohl dieses Verfahren eingeschlagen werden muß, alle Fragen der ar genblicllichen großen Regelung Teile des Ganzen firtb. Die Frage der weiteren Besetzung des Unten Siheinuser». Amsterdam. 15. April. MTV.) Ton „töflcmefli >. u.U^löblad" wird aus gemeldet, daß di-' Bexomis PcS linken R bei nu fers anJarfjl begrenz!, die Abrüstung des linken Rbrirr- upcr^ dage.ren eine dauernde fein wird. Es pck):iirt wieder a s ob eng.ifckc Truppen sich an der Be- Eng beteiligen, bapegat ist es »veniger wahr- nfief), bah suh auch amerikanische Zruptxm .n belc.l d ii Frankreich ist uon der Losung dieser 7>rag beirieb.at, vvvauSg-.sctzt, daß daneben noch eine militärische Konvention zu defensiven Zwnken y\r .! »ir Am -rika, England und Frank- eriifi obgeschossen wird, die in Straft treten soll, wbläd Ten ) )'nnb sich gegen die Ausführung der Yriedensbedmgmigcn auslehnt. Die Durchreise der polnischen Trupveu. Bern, 15. April. (WTD.) Wie die Pariser Blätter mttteilen, haben die mili» türischen Delegierten der Friedenskonferenz von offiziöser deutscher Seite die Mitteilung erhalten, wonach zur Beförderung der polnischen Divisionen durch Deutschland an Stelle der vereinbarten zehn Züae täglich nur fünf zur Verfügung gestellt werden könnten. Die Pariser Presse erklärt die Weigerung, zehn Züge täglich zu liefern, für einen offiziellen Bruch des (ypaer Abkommens und weift daraus hm, daß Foch bereits seine ursprüttg- üd>c Forderung von 20 Zügen auf 10 Züge herabgesetzt habe. Don deutscher Seite wird gemeldet, für die Woche nach Ostern werde der ganze Verkehr auf der Linie Nöblenz- Posen unterbrochen werden. Die Pariser Presse erwartet, daß Fock die deutschen Vorschläge ablehnen wird, jedenfalls würden sich die polnischen Truppen für alle Eventualitäten bereithalten und in ben Waggons Geniehre und Maschinengewehre mit sich führen. Siu französischer Nrbeitcrprotcst gegen den Bölterbundsentwurs. Berlin, 15. April. (WTB.) Ein ftcmzS- toter Funkspruch aus Lyon meldet am 14. April: Der Allgemeine Arbeiterverband, bei fast 2000000 Mitglieder zahlt, brachte in Paris Plakate mit folgenbem Text ein: Vom August 1914 bis November 1918 ist uns zu roicberbolten Malen gesagt worden, daß wir für das Rod* kämp- fm würden. Diese Versi-chwung bedeutete, der Friede würde bat Völkern daS Eelbstbestim- ‘Xnungtredit verllÄ-en und auf atlgemrtner A b- t fl ft u n g begründet fein, das einzige Mittel, das die Ciqnibatu.»! der Kriegsschulden ermöglicht. Tie feierlich gemachten Zusagen werden heute ge- bvochen. llnferv Diplomaten legen uns heute ben Van eines Völkerbundes vor, der nicht eine Gekelb- schaft von Nationen ist, wie dies in WilsonS 14 Punklen niebcrg.-Icgt ist. Diese 14 Punkte, die wir uns auch zu eiger machten, wurden von allen Bölkevn der Erde ht ihrer Sehnsucht nach Gerech- tigfeü mit Beifall ausgenommen. Tie Arbeiter- llasse Fomckrei-cks, die der Auffassung „Krieg dem Stirer" vertraute, erhebt sich gegen die Sabotage am Frieden. Die Völker können nicht stündiy, zu Qualm verurteilt roerben und Abgaben leisten, die für ben fAuZglleich her RüstungSbudgets bestimmt sind. Der Allgemeine Arbcitcrverbcrnd verurteilt jede V lock ade pol it i k, jeben politisclm Truck, jede bewaffnete Intervention, wodurch die Formel der ftanzösisckren Revolution widerrufen wird. Jede Nation bat allein die Tlarflt, sich OJefet» zu g?ben, und das > man tastbare Recktl mit Gewalt einem fremden Volke au netrmen, bedeutet zu einem „Feinde der Menschheit" zu werden. Der Allgemeine Arbeiterverbmcd aift die öffentliche Meinung und das Gewissen bet wzia- listifchen Orgar.if-rtion auf, oenrn diese Zustände «IIUkämpfen. Der 9111 g-meine Arbeiterv^rband verurteilt jede Fortsetzung des Krieges und fordert dringend den Absd^nß eines wahren Friedens, den ebnng. Paris 15. April. Dr. welcher verhaftet und nach Regensburg gebracht. M ün chen, 15. April. (WTB.- Ter Vollzug s r a l der revolutionären Betriebs- unb 3vl- oatenräteMündtens veröffentlicht em Flugblatt an die Proletarier, Solda en uno Kämpfer, i > dem der Sieg des tafenb.nui8ten Mstuch ner Prole- wriatt, der nach kurzem Kampfe gelang, gefeiert wird. Ter PreffeauSschuß de» Zentralrates über die letzten Kämpfe. München. 15. Avril. (WTB.) Mitteilung deS PresseauSschus es des Zentralrates. In ter Samstagnacku routoe an der Rät regierung durch von mehrhri:s o rialisli eben Verrätern bestocheite Soldaten ein Putsch verübt, Mitglieder des 3entra(ratc5 wurden verhastel imd nach Bamberg aotransportiert Sie verbreiten am Samstag noch einen Anschlag, daß die Garnison von der Näteregü-rung abgesallen sei. Das ist eine ungeheure Lüge Dio gemmte Garnison fW finden« liebt nach rote vor zur Räteregicrung, mit Ausnahme der repubi'anischen Schutztrnv e. bie noch am Abend von Rätetruppen und Arb icern ent- wassnet rourbe. Am Bahnhof wurde ein Demonstrationszug von der Schutztruppe, die dort unter- gebracht war, mit Feuer empfangen. Ein sich entn'idelndes Feiergesecht endete zugunsten ter mit den Rätetruppen kämpfenden bewaffneten Arbiter Sie nahmen den Bahniws ein uno entwaffneten die Besatzung. Die Zahl der Toten und Verwundeten ist noch nicht genau festgefteilt. Eine vorgestern abend vom Stadtkommandanten Rüger einberuftne Sttrsammlung der Arbeite.- und Sol- batenräte München- beschloß nach stärkstem Protest gegen den Terror der Bantberger Bolksoer- räter folgendes: 1. Die klare Diktatur des Prvle- laiiats 2 Die Bewaffming der organisierten Arbeiter (Bildung der Arbeiterwehr. 3 Den sofortigen Generalstreik bis uye Be reiung der rer- btuteten Mitglieder des Zentralrats. Die Prole- ta ier Münchens sind der Parole ber Arbeiter- unö Betriebst äle gefolgt und bnLen am 14. April alle Straßen der Stadt zu einer ungeheuren Tenwnilia ion aeigefuilt. Die Arvci:crwe.,r ist be» rei s gut organisiert und hat im Verein mit Rätetruvpen bk Bewachunz des Bahnhofs sowie der öffentlichen Gebäuoe übernommen. Der Zu- drang d^er Arbeüer zu den Äasenien, um dort bewaffnet zu roerben, ist sehr groß. Am 14. April tagten die nicht verhafteten Mitglieder des Zen- tralrats. Bis zur Neuwahl des Rätckongreffes wird der proviforische Zentralrat die geplanten Arbeiten erledigeit. Der gestrige Tag ist vollständig ruhig verlausen. Heute dauert der Generalstreik noch an. Eine Vedrohvng der Geschäftsleute. München, 16. April. Der Bollzugsrat der Betriebs- und Soldakenräte Münchens macht bekannt: Wer für Gegenstände des täglichen Bedarf- (Lebensmittel, Slei- dung.HauShaltungsartikel ufro.) Preise fordert, die nicht im Einklang mit den Gestehungskosten stehen, hat sofortige Schließung deS Geschäfts und strengste Strafen, die durch das Revolutionstribunal ausgesprochen werden zu gewärtigen. Tie Preise sind in den Schaufenstern und Laden an bat betreffenden Artikeln anzubringen. Die umnewandekten „Münchener Äcucften Nachrichten". München, 15. April. Die „Mitteilung de- DollzugSratS der Betriebs- und Soldatenräte" ist an Stelle der „M ünchener Neuesten 9t a d)- riebten" heute an die Bevölkerung herMtsaegebar worden. Der provisorische revolutwnäre Zentralrat, dessen Müglieder zum großen Teil verhaftet inb, ist durch den Gaitg der Ereignisse erledigt. An seine Stelle tritt der von der Münchener Ar- br'iterschaft gewählte Aktionsausschuß, der die Macht übernommen hat. Der Hätefongreß. Berlin, 15. April. In der gestrigen Nachmittagssitzung nahm der Rütckongrcß die Wahl des Zentralrates vor. Ein Antrag, der ben Zentralrat als höchste Instanz aller brutschen Arbeiter- unb Bauernrate erklärt und die Mitgliederzahl auf 28 festsetzt, wird fast einstimmig angenommen, ein Antrag der Unabhängigen auf paritätische Zu- ammensetzung beö Zentralrates abgelchnt. Die Unabhängigen verweigerten baraufhrn )ie Mitarbeit im Zentralrat Der Zentralrat wirb baher zunächst nur aus 21 Mitgliedern bestehen, 16 Mebrheitssozialisten, zwei Angehörigen der Soldatensraktion, einem Demokraten, einem Bauernbünbler unb einem Vertreter bet christlichen Gewerkschaften Sieben Sitze werden ben Unabhängigen offen gehalten. Dann erfolgt noch bie Wahl von neun Mitgliedern zum provisorischen Reickssoldatenrat. Gegen 8 Uhr wurde der Kongreß geschlossen. Vie Unruhen im Reiche. Der Streik brr Bankbeamten. Berlin, 15. Aprü. (WTB? Dir „B. Z. a. M." rncldet aus Weimar: Reid^vräsid.mt Ebert emrKing gestern abend die in Weimar ra> getrofrenen Vertreter der ft reifen ben Berliner Bankbea mten. Der ReichspräsideM erklärte, daß ber Widerstattd bet ©anflcitungenf »gen das Mi:bestimnumgSrechk der Angestellten zwar pfvckoloGfsd) versländlick sei, aber er könne mrU aufrecht erhalten werden, denn der alte Derremtand des llmernehmertumS mS fc endgültig zu Grabe getragen werden. Die Vr'lksrrgwrung labe die volle Somparhie für die Focdenmgen der Angestetlten, sic habe auch m dem schon veröffentlich en KabmeNebefchnß zum AuS^-urk gebracht. daß sie den Bankbeamten daS Mitbestin^ mi.-ngsrod, in allen Frnaen de« Arbeit-verhSlt- ni'ses mgestrben u»ssen sich zw'ammcn, um bat bürget» und Beamienitreik durd^üdrrn zu brfien. Tie Ge- HÄrNr sollert solang- gcfd>offen bleiben, bis bie Arbeiters nunmehr mit Rück- !icht darauf, baß es bei ben gegenwärtigen wirtschaftlichen Verhältnisttn noch nickt möglich war, eine dauernde Weiterbeschäftigung Schwerbeschädigter mit Erfolg sicher zu stellen, durch bie neue Verordnung bis 1. 7. verlängert worden. Aus Hessen. Ueberführuvg von Privaldesitz in Gemeinde, dgrnhnn. T« sozialdem^krali'chen «bgrortmetvn Eiß- nert, 6 ® 11 b ba d) und Genossen haben in ber befTileben Volkskammer beantrag , bk Regierung autjurörbem, alsbald einen Geetzentwurf vor zu- tegcn. nach bem aller Privatbefitz an Forsten bebauten und unbefxnitm örunbfriLflen, sowie an NecküSansvrüchen, Ak ien ober sonstigen P v eren bie auf heran i* Wende lauten, bei b-absichtittcr 93erährt wird. ritt daS Tier ohne Sattel auf ber Straße nach Reiskirchen zu. Sachblentiche Mitteilungen, nimmt» die Kriminalabteilung entgegen. — ** Wem gehör t bergestohkeneKorb?^ gegen 4 Uhr n ad Zmittags ent n Bahnhöfe bei der Handgepäck- ** Amtliche Personalnachrichten. Ucbertragen wurde am 5 Aprll den an der Volks jtoulc zu Gießen einstweilig angestellten Lehren Dr. Eduard Betzendörfer und Rudolf Paul mit Wirkung vorn 1. April 1918 ab je eine Lebrer- Ttclle an ber Volksschule zu Gveßen — lieber* tragen rourbe am 8 Avril bem SchulamtSamvärter fcrinrid) Ba 1 ß aus Brandau eine Lehrerstelle oit ber Volksschule zu Reichenbach, Kreis Bensheim — In den Ruhestand versetzt rourbe am 5 April bre Lehrerin an der höheren und erweiterte« Mädchenschule zu Gie ßen Marie Valetta aut ihr Naemuchen untre Anerkennung ihrer bem Staate geleisteten Dienste vorn 1 Mai 1919 ab. — Erledigt find jroei mit evangellschen Led'-ennnei» -u besetzende Schulftellen an der BolkSschule yt Gießen. ' ♦♦ AuS bem Militär-Wochenblatt. Versetzt würben bie Zeugbanvtleute Schmibt beim Art »Dep. in Darmstadt, zur 4 Art.-Dep.-Dir., Braun, im tztrieoen beim Art.-Dep. in Neubreisach, xum Art.-Dep. tu Darm stabt. — Auf fein Ok-fud) zu den San-! Offizieren ber Ref. überaeführt wurde. Dr Gros, St.-Ar^t beim Fu^art ^legt 3; Oberarzt Wulf, beim Inf.-Regt 118, in ben San.- Offizieren ber Landw. 1. Aufgebots. — Ter Abschteb mit ber gesetzt Penfion bewilligt Soffner, Major im Pron -Batl 25, mit oct Erlaubnis z. Tr. b. Uniform b. Batls. ** AuSc^abevonBückingen. Von Donnerstag bis ^oamötag erhalten bie Kunden verschiedener Geschäfte auf je eine abgegebene LebimS- mittelkarte l/< Pfund Sprotten oder Sprottbückinae zum Preise von .85 Pftmiig für das ls.-Psurä> ** Pferdediebsta hl. Arn 15. April, vor mittags 0 Ubr. rourbe aus einer hiesigen fi ui er ne ein braune« Reitpferd enttvendcl. Das Pferd hat 1,58 m Schulter höbe, bie rechte Hmterfesset ist etwas weiß. Der Täter in Milttarunisorm Aus Statt und Land. Gießen, 16. April 1919. Holländische Lebensmittel für Hessen. Die mancherlei Meldungen au« Franlsurt Aber die Verteilung von Entente Lebensmitteln taffen die Frage aufroerien: Wo bleiben rott? Wo bleibt He f.n? Der Darmstädter Mitarbeiter ber „Difak bacher Zeitung" bat sich mit bem hessischen Lau- desemädruugsamt in Verbindung gesetzt, um w erforschen, ob nicht von dort eine mageniiobc Osterbotschaft zu holen fei. da doch anzunehmen war, das; auf. bie Dpenthirtvr insbesondere und Hessen im allg-mcrien mtt wirb bin:- anzustehen brauchen, wenn Frankfurt berücksichtigt toerfcen konnte Ter Gewährsmann ber ^Offenbacher Zeitung erhielt folgende Mitteilungen vom Lanbesernäh- rungsamt: Es wirb von den durch die Alliierten zu liefernden Lebensrnitteln für Hessen 331889 Kilogramm Schweinespeck und Fleisch zunächst zugewiefen. Diese Lebensmittel kommen aus Holland und find, nachdem f e unterwegs in Emmerick a Rh. 2 läge festgehalten wurden, nunmehr seil dem 4. April auf hem Wasserwege nach Mannheim unterwegs. Sie werden nolM inzwischen Dort etng?troffen Jein. Von Mannheim aus werden bie Lebensmittel btuut zur Achse verladen und an die einzelnen BerteilungSHellen gr führt. Als erste Ausgabemcrrge kommt auf ben Moor der Bevölkerung der beHihtrn Städte Vi Pft> Speck ober Flrisch zur Verteilung Erne Anfrage beim stäbt. LebenSmittel- a m t bestätigt, daß für Gießen, Stabt und Landkreis eine Ausgabe von Speck ober Fleisch h? Höhe »on 4 00 bi« 500 Gramm pro stopf in Aussicht genommen ist. Samt bk ersorberiichra Tiengen ledock ein treffen werden, steht noch dahin. Do» versprochene Osterei. In ber Sitzung ber Hessischen Volkskammer vom 2. April gab Ministerialbirek- tor Neumann vom Landkscrnährungsamt folgenbes Versprechen: Wir wollen jedem Städter wenig st ens ein Osterei zukommen lassen. Versprechen ist leicht, Halten ist schon schwieriger. Eine Anfrage beim städtischen Lebensmittelamt ergab, daß dort von einer Zuteilung eines Ostereies nichts bekannt ist. Auch die Landescierftcllc weiß von nichts. Wir müssen demnach wohl hoffen, daß das LandesernährunaSamt einen eigenen Osterhasen angcftellt hat, der jedem Städter sein Osterei heimlich ins Nest legen wird. wendete am hiesigen rvrwaärungsstrile ein junger Mensch einen Henkvl- torb m^t 26 proben und Keinen stück-nmeisrm, 47 Rollen Serbe unb Zwirn, 2 Toren Wickse, 16 Dvofcken, 3 Resten ßridener Bänder unb 75 Täter mit Samen von der Firma Heinrich Hahn, Gttßen. Der (Eigentümer rroue sich mit der hiesigen Kriminalpolizei ins Benehmen fetzen. Kronpri Eiei 130 öd. 220 Elekti In Friedi i Vit m >chi Venand m Elektriz 1 **»»!" üHu»0,1 **t 6.-* s«# *’ 0 " Der v 6.lti,nil6 KZ üSltik «lau d) vom v A $ie t kolnmern. UMfiflcn ißt'» f;r m eingeht gen btlUmml. ■ xi durch die s äcn imb- In Äussichi. m wüsche AM ^bicMnde v, löglutilter litgtn. unweit Decken verive kibß belegt, wi mng der Siai minilter vvm ßiandoricn an fWidjuß y Kechsivehrbng »erden dunhlc EinLdupp.a. rtnrhr, Ham nft.n.Jrani. 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Das stattliche Gebäude enthält nur Schulräume und ist mit Dampfheizung und Badecinrichtung berieten. Sämtliche Schüler aus Gleiberg, ioiute die oberen Jahrgänge von Krofdorf werden dem neuen Schulhauie zu- geteilt. Zugleich treten zwei weitere Lehrkräfte ein. kreis Friedberg. Q Bad-Nauheim, 15. Llpril. Gkn-ern «abend wurde im Theatersaale des Mirhmses unter ftartcr Beteiligung aller Geschäftskreise unserer Stadt eine E i n ka u f s ge se l l s ck as t als G<- rtoHcin"d>aft mit beschränkt-. r ^oßpf ich' gegründet. Tie Genossenschaft will es sich Nir Au g-be machen, äZebens- ober Stärkungsmittel lür jiranL’ oder kurbedürftige Gäste, die unser Bas pf.ich! 1003 ML Eltern as ' tzintnM ilitärunisor« Strafet, Mi mflCTt nun-!"' 'enefkorb? mitWso» tzaE cfltenNd' Lh-nMlsc^ lt Mü-- tftgen && ■:«S Geulkt Kfe-'L nÜ(?0cuf di' 85# & Gemüse-Konserven Vobnen, Svinat, Kohlrabi. Karotte«, Weist, Rot- und Grünkohl in Salz eingelegt (kein Dörrgemiüe). «ach kurzem Entwässern wie frisches tSemüie zu verweudcu, cmpstehlt 4aushaltungs- buch, das sorgfältig die Kosten ber Lebenshaltung einer sunflöpfigen Familie feit 1914 verzeichnet enthält Tie wöchentlichen Kosten betrugen 1914: 11,55 Mk. 1915: 19,86 ML, 1916 23.67 ML. 1917: 49,06 ML, 1918: 57,56 Mk., 1919: 65,26 Mark. In Prozenten ausgedrückt trat eine Verteuerung ab 1915 ein von 71,5, 104,5, 151,6, 398, 465. Landkreis Gktzcn. Ernst Hebstreit und Frau Käthe geb. Bierau ...........-............-...... E RentrnlbciA., GaS, elettr. VtcbL Bleie, isarien, cofyrt beziehbar, au verkaufen. Schriftliche Angebote unter 4686 an den Gie.,euer Anzeiger. Fabrikat der A. E.G. Sofortiflrr*Schreiben ohne jedee Erlernen, mit der UkMMMeLAI roh SchulikoNten. otht ErstkL Material.schriftl.Garantie. Lateinische u-deutsche Schrift, auswechselbar f. lOFremd- sprachen. Ueber 130 Tausend Mas hinen im Gebrauch. 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In der außet- orbcntlidien Haupttx-rsammln g der Buderus'schcn Eiscmverkeu wurde der Erwerb bc r 6>r schäftsanteile der Eisenwerke Vir z e n ha i n Hugo Buderus G. m. b. Hirzcnb^w (Oberhessen), genehmigt. Es wurde beschlossen do-.- Akttenkapi.al um vier Millionen Mark zu erhöhen, wovon zwei Millionen Mark für bin Ankaus der Geschäftsanteile der Eisenwerke Snry?nbatn btcneii. während der Borstand ermächtigt tvtrt>, bic rrn lichen Awei Millionen Mark nutzt imtcr 107 $t£>3 zu begebert. Sämtliche Ak ien sind dwrdenven'' ^berechtigt ab 1. Januar 1919. Tie Einführung ist für die Börsen in Frankfurt . im Vorjahre) vorgeschlagen werden. In der Aufsichtsratssitzung wurde auch ein Plan belr. Verschmelzung des 23?c ft bcu t scheu Lfisenwcrkes G.-G in Kray mit den Buderus'schen Eisenwerken besprochen, der fcuLi.: lautet, bas 2 500 009 Mk. betraynbe Aktienkapita. bC'3 Westdeutschen Eisenwerkes gegen den gleich«.: Betrag Bubcrus-Aktten umzittauschen nb aßerdcn: eine Barzahlung von 150 ML auf jede Aktie ix-: M-estbeutschen Eiser'.wwkes yi vergüten.___________ EinL dopp. u. amerik. Buchführ., kaufm. Rechnen, Handelskunde mit Schriftverkehr, Handelsrecht, Volkswirtschaft, Bürgerkunde, Wirtscha tsgeographie, engl u.franz. Handelskorresp., Stenogr., Maschinenschreiben, Schönschreiben Einzelne Fächer nach Wahl Tages und Abendkurse Beginn des neuen Schuljahres für alle Klassen am 23, April d.J. Anmeldungen werden täglich entgegengenommen ^c Verlangen Sie sofort kostenlos unsere ausführlichen Prospekte. Vermählte. Wilhelmshaven (Gießen) । 16. April 1919. 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Mfs. stirb der langjährige Vonftende des Aufsichtsrates unserer Gesellschaft Herr Bergwerksdirektor a. D. Adolf Marx an einer im Felde sieh zugezogenen Krankheit im Alter von 33 Jahren. Tn tiefstem Schmerz: Familie John. Seth, Lokomotivführer L P. nebet allen Angehörigen. Nieder-Florstadt b. Friedberg lObergassek Magdeburg, Nürnberg, Gießen, den 15. April 1919. Die Beerdigung findet in Nieder-Florstadt statt (4791 aus Gießen. Mit steter Treue und unermüdlichem Eifer hat er die Interessen unserer Gesellschaft vertreten. Seine Herzensgute und seine Liebenswürdigkeit haben ihm nur Freunde erworben und ist ihm ein dauerndes Gedenken bei uns gesichert. Longuich a. d. Mosel, 12. April 1919. 4804 Aufsichtsrat und Vorstand der Ruwerschiefer-Aktiengesellschaft. Hermann Kahn 4811 Bieber, den 16. April 1919. 07791 Giessen (West-Anlage 42), den 15. April 1919. Die Beerdigung findet Donnerstag den 17. April, nachmittags 2 Uhr, auf dem israelitischen Friedhof statt Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meiner lieben Frau, für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden, die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers OMy sowie für die liebevolle Pflege der Schwester sage ich meinen innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Gottlieb Geller 1L, Witwer. T odes-Anzeige. Heute mittag entschlief sanft nach kurzem Leiden unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Fräulein Karoline Kahn. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: (Vermietungen | 1 Simtncr mit fiü-be in tefi. Hause an nnftünbine SVkux au uerm. Steinigen her Bureauräume mit- verbunden. Schr. Angeb. unter 4784 a. d. (9leh.lMnu ttWäbU Zimmer au vertu. «/^Walltorktr. 73,0. IT. ®i* Icerftebenbed Zimmer mit clektr. Licht u. ZentralheiAung sofort oder fonter au vermieten. Schrift!. Angebote unter 4786 an den Gies;. Anz Zwei Zimmer lum Unterstellen von Möbeln Au vermieten. Schriftl. 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Abmarsch 19, Ubr von» Bereiuolokal. Für Nachzuglrr Iieff* pullkl Karlsruhe. ene* UPfr, Mittwoch, 16. April |919 Nr. 90 Swettes Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) des besetzen und bafj die Arbcücr onfeerbcm rat Mitglied des dreiköpfigen Vorstandes stellen sollen, bo# mit allen Rechten und Pflichten tut der Leitung Evang. Ärbc Reichsversicherungsamt Berlin ein. Das im Rekursverfahren vom Reichsversicherungsamt bei der Chirurg. Klinik in Meßen eingeholte Obergutachten geht dahin, daß eine Erwerbs- Rcichskohlcnvcrbandcs tciütimmt. Rückkehr dcntscher Kriegsgefangener. Bern, 15. April. (WTB.) Schweüe Himmel gefallen, brach er in lautes Lachen auf. Er sprang auf. „Nun, Herr Wachtmeister, haben Sie sich txm deni Fleck am Knie und von dem Vorhandensein der Goldplombe überzeugt?" „Tas hat seine Richtigkeit" antwortete der Wachtmeister. „Hier ist Ihre Legi-imationskarte, Herr von Armbrüster." Er gab Torival das Aus- weispapier zurück. Tann setzte er den Helm auf. „Ich bitte um Entschuldigung Herr van Armbrüster!" Tann grüßte er und ging. Der Direktor aber war totunglücklich. „Mich trifft keine Schuld, Herr Baron!" uctp» pelte er. „Sie dürfen mir glauben! Dieser Esel von einem Portier, dieser Vogelsang, ist es ige* wesen? Gestehen Sie!" Er wandte sich nach dem Portier um, aber der hatte sich schon geräuschlos gedrückt. — „Bringen Sie mich nicht um meinr. Stellung, Herr Schnepfe!" jammerte der Tirektor weiter. „Wenn Sie mich verklagen, Herr Schnepfe, bin ich ein verlorener Mann!" Er folgte Doripal in die Halle. ,Zch bitte, Herr Schnepfe —" „Mann, wenn Sie mich noch einmal Schnepfe nennen," donnerte Torival ihn an rufe ich den Schutzmann zurück und lasse sie sofort abführen! Nach dem Alexanderplatz! In eine sehr ungemütliche Arrestzelle!" Es tat ihm gut, einmal einem anderen mit dieser Arrestzelle drohen zu können. — Unwillkür lich mußte er lächeln. Dieses Lächeln legte der Direktor zu seinem Gunsten aus und mit einem tiefen Bückling sagte er: „Darf ich den Herrn Baron wieder in den Speistsaal führen?" (Fortsetzung folgt) fand, äußerte sich der Sachverständige gutachtlich dahin, daß die Einstellung der Rente berechtigt sei. Hiergegen hat der Verletzte fristgerecht Einspruch bzw. Berufung erhoben, wuroc aber mit seinem Anspruch abgewiesen. Er legte deshalb gegen das Urteil des Ooer- vcrsicherungsamts durch Vermittlung der a e- meinnützigen Beratungsstelle des gang der Bezugsscheine eine genaue Liste zu führen uns die Belieferung nach Reihenfolge des Einlaufs der Bezugsscheine vorzunehmen. Jeder Bezugschein iit möglichst sofort voll tzu beliefern, jcbod) j't der Händler im Vorfälle berechsigt, den Bezugschein durch Teillieferungen zu erledigen. Eine Bevorzugung nach Menge und Zeit der Belieferung d-rrs bei Strafe her Schließung des Geschäfts nid)t latt finden. Amtsrämwe sowie Schulen, Kirchen und andere öffentlichen Anstalten werden auf Grund von Bezugsschemen, die bei dem Kommunalverband zu beantragen sind, beliefert. Der ftomnunmlverband hat das Recht, eine Zusammenlegung von Ver- brauck>sbetrieben wie auch von Schulen zu veranlassen. Das Kriegsgefangenengeld verliert ab 1. Juli 1919 ferne Gültigkeit. Nach diesem Termin findet eine Einlösung nicht mehr statt. Anträge auf Einlösung seid zu richten an: „Inspektion der Kriegsgefangenenlager 18. N.-K., Abt. Geldverkehrsstelle des Kriegsgefangenenlagers Gießen iit Frankfun a. M., Scl>arnhorststr. Nr. 50". Tie Räude ist amtslierärztlich unter dem Pferde bestände des Landwirts Ludwig Philipp Ger lach zu Rodheim a. H. festgestellt vvordcn.___________________________ Letzte Nachrichten. Der Friedcnsvertrag. Berlin, 16. April. Aus dem Haag wird berichtet: Aus amerikanischer offiziöser Quelle wird gemeldet, daß der Fri-edensvertrag 7 5000 Wortes nthalte. (An einladender Vertrag setzt die allgeineinen Grundsätze auseinander, die in den anschließenden Protokollen ihre Anwendung finden. Diese Protokolle werden u. a. den Völkerbund betreffen, den die Deutschen zwar unterschreiben sollen, ohne jedoch als Mitglied zugelassen zu werden, bis der Völkerbund entsprechend den betr. Bestimmungen Deutschland zuläßt. Vermutlich wird der Vieverrat eine besondere Verbandlunflskommis- |üjn aus seinen eigenen Mitgliedern buben. Es '/inb jedenfalls Erläuterungen geplant, bevor die deutschen Delegierten zur Beschlußfassiung nach Weimar zurückkehren. Die Minister des Auswärtigen der Großmächte, die im sogenannten Fün- f errat zusammen gefaßt sind, werden am Dienstag die technische Seite der Frizens.echanblungen bo fpredjen. Die Verhandlungen werden tvohl in Paris stattfinden, weil die Schwierigkeiten der Vorbereitungen für den Empfang der deutschen Delegierten in Versailles zu groß sind. Der Stockholmer Gesandtenposten. Berlin, 16. April. Oberbürgermeister Koch- Kassel erklärte, daß der Stockholmer Gesandte n p o st c n ihm bisher nicht mtgeboten worden sei. Er wurde schwere Bedenken haben, das Amt anzunehmen. .Der Neichskohlenrat. Berlin ,15. April. (WTB.) Im Sachverständigenrat für Kohlenwirtschast wurde die Beratung über die Organisation der zu schaffenden! Verwaltungskörper fortgesetzt. Der Reichs ko tz- len rat wird sich danach mit geringen Erweiterungen und Abäuderungen aus Mitgliedern des Sachverständigenrates unb wie dieser, paritätisch au3 Arbeitgebern und Arbeitnehmern zusammensetzen. Der gesetzlich vorgeschriebene Gesamtver- band der Kohlenerzeuger wird als Reichskohlen- verband in Form einer Aktiengesellschaft begründet werden. Seine Mitglieder sind die bestehenden oder neu zu bildenden Bczirkssyndikate. Der Reichs- kotzlenverband wird für die gesamte Kohlenwirtschast die allgemeinen .Richtlinien aufstellen und eine Berusungsstelle für Fragen bilden, über die in den Bezirkssyudikaten Streitigkeiten entstehen. Angelegenheiten, welche mit Besonderheiten der einzelnen Bezirke zusammenhängen, sollen nach Möglichkeit bei diesen selbst entschieden werden. Eine lebhafte Aussprache herrschte über die Art der im Gesetz vorgesel)enen Beteiligung der Arbeitnehmer an der Verwaltung des Reichskohlenver- bandes. Man einigte sich dahin, daß die.Arbeiter drei Aufsichtsratsstellen, die Angestellten eine solche Arr» Stadt «nd Land. Gießen, 16. April 1919. Lrrm Empfang der heimkehrenden Gefangenen. Im März wurde das Deutsche Hilfswerk für die Kriegs- und Zivilgesangenen von der Reichs- zentralstelle, dem Roten Kreuz, dem Botkslnmde zum Schutze der deutschen Kriegs- und Zivil- gefangenen u. a. gegründet. Der Zweck dieser Gründung ist, Geldmtttel zu beschaffen, um den Empfang unserer heimkehrenden Gefangenen würdig zu gestalten. Die ReichSzen- tralstelle und die Vereine haben sich zusammen- geschlosscn, damit ein zweckloses Auseinander- fließen des Geldes vermieden und jedes Durchgangslager gleichmäßig mit Geldmitteln versorgt wird. Dte Negierung hat für jeden heimkehrenden Gefangenen einen Betrag bis zu 1 Mark bei der Grenzübergangsstelle und bis zu 3 Mark im Durchgangslager bewilligt. Diese Summe reicht aber nur aus, um ein kleines Liebesgabe n- pa ke t herzustellen. Die finanzielle Lage be3 Staates erlaubt es nicht, größere Beträge zur Ver- f'lgung zu stellen. Infolgedessen ist es notwendig, ie private Wohltätigkeit in Anspruch zu nehmen. Es ist geplant, im ganzen Deutschen Reich eine Opserwoche Anfang Mai abzuhalten, in der jedem Gelegenheit gegeben wird, durch eine tGabe seine Dankbarkeit den Kriegern zu erzeigen, die ihr treues Ausharren in vorderster Linie mit einer jahrelangen schweren Gefangenschaft bezahlen mußten. So traurige Empfänge, wie sie in der letzten Zeit in Wesel, Stettin unb Magdeburg vorgekommen sind, müssen vermieden werden. Da- zu tarnt jeder einzelne von uns beitragen, wenn er in der Opferwoche seinen Straften entsprechend (gibt. Die Bitte des Deutschen Hllsswerkes, zu unterstützen, haben bereitwilligst zugesagt: Der Reichspräsident, der Präsident der Nationalversammlung, der Ministerpräsident, die Minister Graf Brockdorss-Rantzau, Noske. Erzberger unb die Abgeordneten Dr. Cohn, v. Graefe, Naumann, Payer, Stresemann. Der Aufruf des Hilfswerkes wird auf guten Boden fallen. Denn es werden von selbst aus iKreisen der Bürgerschaft Vorschläge gemacht, wie man einen möglichst würdigen Empfang vorbereiten unb den Znrückgekehrten die Quarantäne-Zeit im hiesigen Lager erträglich machen soll. Wir geben nachstehend eine derartige Anregung wieder, die uns von Hausverwalter Joh. Loh zugeht. Ter Volksbund besaßt sich schon einige Zeit mit Empsangsvorbereitungen für unsere henn- behrenden Gefangenen am Bahnhof und geeigneter Unterhaltung während einer lOtägigen Quarantäne im Lager. Ich nehme an, bah es nur einer An- Ixigmig bedarf, um unsere Gießener Gesang-, Musik- und Turnvereine usw. auf bie Beine zu bringen, unseren heimkehrenden Brüdern zu zeigen, daß wir sie trotz schwerer Zeit nicht vergessen tjaben, sondern ihre Heimkehr nut Liebe und Dankbarkeit erwarten. Wenn man von den Empfangsfeierlichkeiten in der Sc^veiz liest, wie die Vereine dort gewetteifert haben, den durch- fommenben kranken und verwundeten Kriegern Liebe zu erweisen, so sollte man annehmett, daß kein Gießener Verein zurückstehen möchte. Wer sich nicht selbst betätigen farm, der sollte dem Volksbund Mittel zur Verfügung stellen. Auck unsere Volks- unb höheren Schulen bür- fen bei dem Empfang nicht fehlen, vor allem müßten die Schülerchöre mftwirken. Wir unterstützen die Anregungen Herrn Lohs durchaus, sind ober dafür, baß auch hier keine Verzettelung eintritt unb daß alles möglichst ein- heitlich vom Volksbunde aus geregelt wird. • ** Das Fest der silbernen Hochzeit feiern Karfreitag Emil Krämer und Frau Lina geb. Bender, Neuenweg 6. LU. Vonder Landes Universität Gießen. Der außerordentliche Professor Dr. Friedrich L e n z in Braunschweig har den an ihn ergangenen Ruf auf die Siegmund- Heichelhetm-Professur dahier angenommen "Unfallversicherung. Der 61jähr. Taglöhner und Heizer I. L. zu Gießen zog sich am 22. Mai 1915 im Betriebe der Stadtgart- nerei zu Gießen beim Heben einer Handmah- maschine eine Zerrung der Gelenkbänder und Muskeln an der rechten Schulter zu. Als Unfallfolge verblieb gerinae Beeinträchtigung der Gebrauchsfähigkeit te rechten Armes. Dieserhalb bezog der Verletzte fett Ablauf der Wartezeit eine vorläufige Rente von 10 Proz. d.i. 5 50 Mk. monatlich. Aus Grund einer Nachuntersuchung, die am 4. Apml 1916 durch den Großh. Kreisassistenzarzt Dr. Sch. ,tatt- Tie beiden Herren nickten ihm zu, unb er gab dem Direktor einen Wink. „Kommen Sie. Zeigen Sie mir den Herrn!" Ter Direktor öifnete die Saaltür. Draußen stand der Portier imb gab emtgen Hausknechten Anweisungen über die Fortschas- fung mehrerer Gepäckstücke „Wo ist der Herr?" fragte der Direktor den Portier schien nur auf diese Frage gewartet zu haben. Er trat auf die andere Sette Dorivals und deutete am dte offene Tur, dte in das Zimmer des Direktors führte. „Bitte, treten ^iC Gefolg^von dem Direktor und dem Port'er betrat Dorival den Raum. Neugierige Blicke folgten ihm Die Beamten an der Auskunftsstelle die Listjungen, die Diener am Wmdsang des Haustores, die Dame am Fernsprecher, dte Hausknechte, sie alle stierten nach der Türe, durch die die drei Männer verschwunden waren und die der Portier hinter sich zugezogm hatte — Aber es blieb alles stlll. Kein lautes Wort drang aus dem Raum heraus und lohnte die Ausdauer der Neugierigen Einmal schien es den Zunachststeheilden als hätten sie den berühmten Hoteldieb laut lachen ®ÖTe$a trat der Herr vom Zimmer 273, der Freund des Hoteldiebes, ans dem Speiiesaal. Suchend blickte er sich um. Tie Hausknechte formierten sich sofort zu einer geschloffenen Reihe UN" «bensxn^ N-fte-un- bU Der Doppelgänger. Roman von Carl Schüler. Fortsetzung Nr. 7. Ter Hoteldivektor begrüßte die beü*” Herren mit ftinem besten Lächeln und gleitete sie seW in den Svcisesaal an euren kleinen Tuch, der in ber Nähe der Ausgangstüre stand. Gr bie Speisekarte vor, rief einen Kellner zur Be Mraui^erbei. bezüglich nntergebvacht," E^Jchün^uch sehr «ifrieben/; antwortete der Doktor , Es ist eine Wohltat M einem guten deutschen Hotel zu wohnen. Lenken sie nicht mauch- mal mit ' Schaudern an unsere brasilianischen Hotels?" Torival lachte. , c*.rt diesem Augenblick erschien ber Tirektor des Hotels N^der und führte Semwr slmidmo an C tpr reiben Freunde. Er wartete bie Be- tagte er lich Su Dorival und flüsterte ihm zu . . . „Ein Herr möchte Sie sprechen. Er wartet in ““ d£! ftettr frost- T-rio-l erflmmt „Er soll boch heremtommen. heimlich den Schweiß von der kahlen Sttrn. Zch°ta L'Lber hier Bitte, enischul- bigeix Sie mich einen Augerwtia. Stimme. Er schluckte ein paarmal, brachte aber kein Wort heraus. „Ta bannen," ries statt seiner ein Limunge. „Sie werben auch schon erwartet." Marcellino trat in das Zimmer des Direktors unb blieb erstaunt auf der Türschwelle stehn — Sein Freund Torival von Armbrüster saß auf einem Stuhl. An seinem rech en Bein waren Unterhose und Beinkleid in die Höhe gestreift, so daß das Knie entblößt war. Ein Schutzmann beugte sich über ihn. Tann richtete sich der Schutzmamt auf, und Torival warf den Kopf zurück iunb riß den Mund weit auf — „Kennen Sie den Herrn?" fraate der Portier unb zeigte auf Torival. Tabei bohrten sich seine Blicke fest in die Augen des Brasilianers. „Natürlich. Ich habe ja ein Jahr lang mit ihm! gearbeitet!" erklärte Marcellino. „Was geht denn hier vor?" \ „Ter vorletzte Backenzahn auf der linken Seite!" lallte Torival. Ter Portier aber packte mit festem Grift den Arm des Brasilianers unb sagte: „Nicht gemuckst!" Ter Brasilianer stanb wie versteinert da. Seine Augen flogen von einem zum andern. Ter Hotelbirektor stand rechts von dem Schutzmann, mit erhobenen Armen und dem geheimtuerischen GesicÄ eines Ord)esterdirigenten, der feine Musiler xu einem Pianissimo ermahnt. Ter Portier glotzte ihn an, wie ein bissiger Hund. Von dem Schutzmann konnte er nur den breiten, prallen Rücken sehen und den Grift des Säbels, ber dem Mann an ber Seite hing. Aber Torivals Gesicht war ihm zngewanbt. Und als Torival den Brasilianer sah, ber mit halbgeöffnetem Mund dastand, wie tont Depeschen agentur Dem „Bund" zufolge hat bv ranzöfische Regierung unter noch zu crfüllenbeu Bedingungen die Bewilligung erteilt, baß etwa 2000 'wegen Tuberkulose ober ivegei» Verwundung in der Schweiz internierten beutfdyen Soldaten in der nächsten Zeit in ihre Heimat zurückkehren dürfen. Die neue Zeit in der Berliner Stadtverordnetenversammlung. B e r I i n , 15. April. (WTB.) Bei einem An» trag der beiden sozialdemokratischen Fraktionen in der Stadtverordneten^ Versammlung, alle Bilder und Büsten des Hohenzollernhatiscs aus den städtrscheii Gebäuden zu entfernen, verlas Oberbürgermeistei Wermuth eine Erklärung, wonach der Magistrat bereit fei, in den GJebäuben, die für tben ösfent Lichen Verkehr zugänglich find, alle Snmbole bei ruberen Regierung zu entfernen. Stadtverordneter (Saffet (Dem.i erflärte zu den Ausführungen bft Oberbürgermeisters, daß ^ine Partei bie.tn Schrill nicht mitmache. Zu den Sozialdemokraten gewandt tiief er aus: Sie inerden es nie •erreidim, daß die Erinnerung an die großen Herrschicr beS Hohen zollernHauses und ihre Taten aus unseren unb dec beutfdien Volkes Herzen getilgt wird. — Der Antrag wurde gegen bie Stimmen der bürgerlichen Fraktionen angenommen. Die tage in Bayern. Berlin, 16. April. Dem „Lokalanzeiger" wird berichtet, daß die Nachricht, daß die Kommn nisteusührer Teller und Mühsam sich in den Händen der Regierung Hoffmann befinden, aus Bamberg bestätigt wird. Nach einer Meldung aus Nürnberg fvr dem die Bauern der Oberpfalz in entern Notrm an die Regierung die sofortige Waffenabgabe au die Bauern, insbesondere an die des Bezirks Lengenfeld. In dem Schreiben heißt es u. a: Wü Bauern lassen uns nicht wie tolle Hunde von bm Spartakisten niederknallen ober in grausamer Weist ermorden. ~ ; Berlin, 16. April. Die Lage der bayerischen Regierung gilt, wie die Blätter übereinstimmend sagen, nad) wie vor als entst. — Laut „Bossischn: Zeitung" reifte gestern Mmisterpräsident Hoffmann mit dem Militärminister mit unbekanntem Ziel von Samberg ab. Wie das „B. T." meldet, befinden sich fett gestern morgen große bayerische Truppe n m a s s e n mit Artillerie und Maschinenczeweh- ren auf dem Wege nach der bayerischen Hauptstadt. Wann es dort zum entfditibenbcn Schlag kommt, ist noch nid# abzufehen. Es sei anzunehmen, daß die Regierung warten tvcrde, bis sie im Umkreis von München über eine, größere Zahl tüchtiger Truppen verftcgt. Der Streik im Ruhrgebiet. Essen, 15. April. (WTB.) Die Streik' zisser geht immer weiter jurüd. Die Zcchl der Ausstänbischen hatte am 10. April mit 167 005 ihren Höhepunkt erreicht. Seitdem hat die Zahl täglid) abgenommen. Sie betrug bei der heutigem Frühschicht 127 629 gegen 138 256 gestern. Gegen die Höchstziffer ist mithin allein in der Frühschidü eine Abnahme von nmb 40 000 zu verzeichnen. In der gestrigen Früh- Mittags- unb NachsichicA belief sich die Zahl der Streikenden auf 263 141 gegen 300 154 in den drei Schichten am Samstag. Essen, 15. April. (WTB.) 400 heule mittag in Kettwig zu einer Konferenz über den Streik zusammengetretene Ruhrbergleute wurden von Negierungstru ppen umstellt und f e st g e n o m m e n. Ein Aufruhr in Hamburg. Berlin, 16. April. Wie dem ,,B. T." aus Hamburg berichtet wird, suchten sich die dortigen Kommunisten gegen Abend des Hauptbahn h o s e s zu bemächtigen, jedoch scheiterte beti Anschlag. Der Verkehr im Bahnbof wird scharf überwacht. Mehrere tausend Personen stürmten das Rathaus unb den Ratskeller trieb aus dem letzteren die Gäste heraus und Plünderten. Ter Wache gelang es, die Plünderer zurückzudrängen. Auf den Straßen wurden am späten Abend aufteizende Reden gegen Ebert und die Regierung Scheibemann gehalten. Wilson. Amsterdam, 16. April. (WTB.) Dem „Telegraaf" zusolge meldet das „Echo de Paris", daß Wilson vor dem 1. Mai aus Frankreich abreisen wird. Er hosft, der Eröffnung der Kvn- 1 ferenz in Versailles beiwohnen zu können. Auf ■ ber Schlußsitzung wird Amerika durch Oberst : House vertreten sein. hritb. Bezugsscheine für Haushaltungen bürfai vorläufig für bie Zeit vom 1. Mai bis 1. OKober 1919 aus nicht mehr als 15 Zentner lauten. Scmxit HauSbrandlieserungen von Brennftofserzeugern an ihre Berg- unb Hütteuarbeider unb eingestellten bisher üblich gewesen sind (Deputatkohlen), _ bleiben sie auch weiter hin geftntret. Den Bc lieferten darf anderweitiger Hausbrandbezug nur dann bc- . ---- „ . willigt tverben, ivcnn die Abgabe an Depulalkohleii eitervereins Rekurs beim | um ter 15 Zentner bleibt Für diesen Fall darf ein ...—-—* cn^r;« «i« ' Bezugssckiein für die an 15 Zentnern fehlende Menge ausgestellt werden. Durch die Bezugsscheine wird kein Anspruch auf Belieferung erworben. Die Bczicysscheine sind bei «allen HänRcm des Landkreises Gießen, wo die Haushaltung in die ftünbenlifie eingetragen ist, gültig. Ter Händler ist verpftich.ct, über den Ein-- beschränkung heute noch besteht unb bei Dem Alter bes Verletzten jeoensalls dauernd bestehen bleiben dürste. Unter diesen Umständen wurde der Anspruch des Verletzten für gerechtfertigt erklärt und ihm die Rente auch über den 1. Januar 1917 hinaus zugebilligt. Landkreis Gießen. fi Lang-Göns, 15. April. Gestern abenb fkrnb hier eine > stark besuchte Versammlung des Bundes der Landwirte statt, in der Tr. Müller- Darmstadt sprach. Eine Entschließung für Abbau der Zwangswirtschaft und gegen den geringen Schlachtviebprris wurde einstimmig angenommen. 30 Mitglieder traten der schon bestehenden Ortsgimppe bei. — In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde in der Loch - mühle, Besitzer Karl Römer, eingebrochen Den Dieben fielen mehrere Säcke Frucht unb Mehl in die Hände. Hessen-Nassau. Frankfurt a. M., 15. April. Die Stadtverordnetenversammlung b> wllligte heute 800000 Mark zur Herrichtung von Notwohnungen in besonders dazu geeigneten Häusern, Fabrikräumcm usw. und beauftragte den Magistrat, sofort eine Verfügung zu er» taffen, die den Zuzug Auswärtiger verbietet. Sie bewilligte sodann 50 000 Mark für den Verein für Volkskindcrgärten. Der Magistrat soll sofort die erforderlichen Schritte zur Verstadtlichung bzw. Sozialisierung der gesamten privaten Kinderfürsorge in bie Wege leiten. ~ _ = Siegen, 15. April. Jni Forstrevier Obenroth geriet der Jagdansseher Heidel ans Huckenbröhl mit einem Wil-ddieb in eme Auseinandersetzung, in deren Verlauf der Wil^rcr durch einen Ähuß tödlich verwundet wurde. Darauf soll ber Aufteher feinen Gegner noch mit dem Gewehrkolben den Schädel eingeftblagen haben, so daß der Mann nach kurzer Zeit verstarb. Heidel wurde in Haft genommen und dem Gefängnis in Eitorf zugeführi. Die über den Vorfall erregte Volksmenge verlangte die Auslieferung des Aufsehers und drang, als man ihr das Verlangen abschlug, mit Gewalt in die Zelle Heidels ein. Dieser wurde von der Menge vor das Gefängnis geschleppt und mit Knüppeln erschlagen. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst am Gründonnerstag den 17. April. In der S t a d t k i r ch e. 9V»: Vorst u Prüf, d. Konsirm. aus d. Mattb.-Gem. Vsr. Mahr; 6: Pfr-Aff. Schaefer Beichte u. hl. Mbendm. für Matth-tu. Mark.-Gem. — In der JohanneS- kir che. Mds. 73A: Pfr. Bechtolsheimer. Beichte u. hl. Abeiibm. f. Luk - u. Joh.-Gem. Gottesdienst am Karfreitag den 18. April. In ber Stadtkircke. 9Vs: Pfr. Mahr. Beichte u. hl. Abcndrn. f. Matth.- u. Mark.-Gem. UV»: Kinder?, f. Matth- u. Mark.-Gem. Pfr Mahr; 6: Littirg. Gottesd. Pfr.-Ass. Schaefer — — In der I 0 h a n n e s k i r ch e. 9Vs: Pfr. Aus- feld Beichte \u hl. Abendm. f. Luk- u. Joh.- Hy”: Kmd^k. f d Joh.-O^. Pfi- Ausseid. Mus öem 3mtsocrfün6igungsblatt. Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 15 vom 15. April enthält.'! Brginn des Unterrichts für die Kinder des erften Schuljahres. — Einlösung des Kriegsgefangenen geldes. — Brenn srvftverforgung tnr Haushaltungen der ßanbtoir!fd>.xft unb des Klciu- ftewerbes in den ßanbgi’meinbe'n des Kreises. — Tienstnad-richten des Krcisamles. Brennstoffversorgung in den Landgemcinven. Brennstoffe für Haushaltungen dürfen ab 1 Mai nur gegen Bezngssch üie abgegeben toertwn. Diese «werden von der «ürgermeiiterei des Wohnortes des Bez':gsberechtigten auf Antrag ausgeste.lt ßanblPtrtftfr.f:liebe unb kleingcwerbl.che Betriebe bedürfen einer Besch inigung, die ton ber Bürgermeisterei ober dem Kornmunalverbanb ausgestellt »»anl dem xugtb. f'rc* iciitd «s bem Lll? l-ir.-Sfliler- ilbuigcbc nte jlclobne. kid)ftr.2,L ntbtL üüjerk 1 10000 Mk. idlt m.öräu- heirat mdg* pät. Heirat z tret. Schr. , das fol. zu« ^d.AL tiMiii n'bienStaa Wirt von ange« irren u.gut. N'-d. lucht Inbnltt !öe» » i'forgeu nbclrat er« Irin ob. jung.: oui.lHufu. wollen «ich miulung b. angenehm, trichwiegen- rt. Schrütl. 'Lt an ben Uriger erb. ichßemäfl '•eine Noll, IHMMut r.-7. fibt in ben ünnMtunb. f'^beltnul “b? Lchr. ‘^ni 07761 Werbet. ad rrt.i liebe. । orben, am land. Lchr. l.d.G.L iilfiüUUlllD rerein & is46. dr d. l8. April izang hnzEtii lilriiiiijtii. nilulamt- vonn-llUbr choppe» .ftkcllrr. MlIIlW? -.b-b-, z .tiW' ,7m- klsillhe- Behördliche Anzeigen. AsSsil m Zözei roegen Lohlemliiztlj. Infolge deö Ausstandes der Bergarbeiter im Ruhrgebiet stockt feit 8 Tagen die Ku fuhr von Sohlen vollständig. Die Borräte an Kohlen in unserem Bezirk sind bereitt in solchem Mähe zusammen- geschmolzen, bah der Eisenbahnverkehr beim An- balien des gegenwärtigen ZustandS binnen wenigen Tagen vor dem Zusammenbruch steht. Um den Lenounkt einer etwaigen völligen Einstellung de» Eisenbahnverkehrs zugunsten der Beförderung von NahrungSiniktcln uno sonstiger unumgänglich notwendiger Uebensbedlirfntffe fo lange alv möglich btnan-zufchieben, sehen wir uns -enö igt. im Personenverkehr die einschneidendsten Einschränkungen vorzuaehmeu. kluger den schon oom 14. d. 'JJL ab auf einigen Sireckcn ausgeiaüenen Lersonen» und Lchnellzügen mühen vom Mittwoch den 18. d. M. ab sä.niliche 2chncllzügc von und nach Frankfurt (DL) und eine gröbere Anzahl Pevsouen- tiige unsere» Bezirk» bis auf weiteres ausfalten. 21 uf den Arbeiter- und Berufsverkehr ist bei der Auswahl der fonfnUenbcn Züge soweit al» möglich Äücksichl genommen, doch haben sich auch hier Em- schränkunnen nicht ganz vermeiden lassen. Bei der groben Anzahl der im ganzen Bezirk Aum ÄuifaÜ kommenden Züge nehmen wir von deren Auszählung an dieser stelle Abstand, zumal "amit zu rechnen ift, dab in der »>olge noch weitere, selbst dem dringendsten Arbeiter verkehr dienenden Züge mißfallen müssen, wenn die zugehörigen Stöhlen» Laaer erschöpft fein werden. Tie auSiallender, Züge werde« durch Auöhanae auf den Bahnhöfen bekannt gemacht. können auch bei den zuständigen Auskünfte» beamten bnfelbft erfragt werden. Infolge der erheblichen Einschränkungen wird naturgemoh eine starke Inanspruchnahme der noch verkehrenden Züge etnireten, und kann weder die Mitiabrt noch auch die Erreichung von Anschlüssen gewährleistet werden. Dir richten daher an die Ceffcntlitb eit die dringende Bitte, im Hinblick auf die zu erwartenden unvermeidlichen Tckwierig- Eciten jede nicht unbedingt nölige Reise bis aus weiteres au unterlassen. 47Wld Gisenbadudireknon Uranksnrt iMain). AHgtMtlüeLrtskrMktklkilistGiefitil Die noch rückständigen Beiträge zur Kranken» iasse und Invalidenversicherung für den Monat Februar können noch bis zum 30. ds. Ml,, ohne Kosten bezahlt werden Nach Ablauf dieses Termins sind bei der Einzahlung auf unser Postscheckkonto auch die Kosten beizufügen. Gietzen. den 15. April MH 9. 4794c AU gern. Ortskrankenkasse (Stehen. ______Der Vorstand. 3. A.: Alb. Lentz.________ Hessisches Freikorps beim Inf.-Regiment Nr. 116, Gießen üellt nach den Vedingunge« für Heimat- schütz Freiwillige ein. ES werden benötigt Uhiterofflztere und Wann» chai-en s Jnsanterie-Mafchjuengemehr-Kompagvien, Mtnenwerfer» und Nachrichtenmittelzug. 5tompagnie»Führer Hauptmann v. Hollo. Hauvtmann v. Eisenhart, 135OD Haoipimann Damm, Oberleutnant de Harde CiHfl sch-'Gewebr-Komp.). Auskunft erteilt GefchiStszimmer des I. BUS .)N'.»Rgt U6. Derbeltelle: Meßen, Zeughauökaferne Hessisches Freikorps beimJusauterie-Aiegimeut 116 Zickeudratö^ Maser nab Batalilons»5lommandeur Brennholz-Brrftriarr«»g tu der Kaatlichen Cbedirttcret Ärefbert Mittwoch bce 23. Avril, von dormittogs 10 Ubr ab, wird au Ärofbori in der ln» schait Moos nachnehendeS Holz SneulUch mrift» bleiend verweigert: 4N07B a liriterei Mroiterf: DistriktS iÄungfer-Anneu» waloi Äl iLi chwald) u. Dammeldieb. Eichen Iti Am. Echei!. 121 Nm. Knüppel. 407 Rrn. Reis LL SS) Rm. Reis HL Buchen IO Rm. Scheit, 54 Rm. Knüppel, 30 Rm. Reis II; frid?ien 4 Nm. Scheit-Lnüvvel. adrüerei WaldbnuS: Distrikt 49, 51 Lichten» berm und 2ammelbieb, Elchen 15 Rm. Tcheiu 79 Nm.«nüvoel,241Nut. Reis III; Buchen 8M Rm. Scheit, 3b8 Nm. Knüppel, lOD Nm. Reis I II; Fichlen 2 Rm. Knüppel. 18 Rm. ReiS ll. Die blau durch» kreuzten voUnummern werden nicht ausgeboren. Freiwillige lachen Freikorps-Batterien Wagner u,Geppert des Regiments 01. Vorläufiger Standort Vai ^nbanseu. Bedingungen tote üblich. 4061D ReiWthr! Nkilhsllichr! HkUchkS Flkikglps! Die 2. Zreiwtlligeu.Batterie bei Hesfi» schen Freikorps stellt noch gediente und ungediente Lanoniere und Fahrer ein. Kavalleristen, Infanteristen, M.-G.» Schützen und Fernsprecher sind ebenfalls willkommen. Auch Angehörige des Jahrgangs 1900 und 1901 gelangen zur Einstellung, wenn Eltern bezw. Vormund damit einverstanden find. Annahme unter bekannten üblichen Bedingungen beim Führer der mim 2. FmiMi.-Battttik tzmlmnn v- Btllitrii u Äoiiöw dti Riöh (SiitrititH). Freiwillige vor zum Schutz derOstgrenze! 3m Osten brennt es, schon züngeln die Flammen auch an unseren Grenzen und drohen unser geliebtes Daterland zu vernichten. Kamerad, hilf uns! DU Bedingungen sind die bekannten. Unteroffiziere und Mannschaften aller Waffen werden gebraucht, auch SanitätsperfonaL Besonders werden benötigt: tüchtige Pserdepfleger eub Haudwerter jeder Art. Vorbedingung zum Eintritt find der Wille zn fester Disziplin und orbnungsmäfoige Militärpapiere. Laßt euch Fahrtausweise oom nächsten Bezirks» Kommando geben oder schreibt an: MMgcll-rriiM-Alit. Hasst . Kyhuik (Oberschlesien). Oberst Hasse, **D im Felde Kommandeur des Jnf.«Regts. 116. Bekanntmachung. ßed Beschluß des Anslchusfes vom 14. 3. 19 wnb mit Deaehmignng des Oberoerficherungsamtes Darmstadt find die Beiträge znr Ironienhaffe mit Wirkung oom 1. 4. 19 wie folgt festgesetzt: Beitrag pro Woche •) fftr 6 Arbeitstage; d) für 7 Arbeitstage: Klasse I M. 0.33 M 0.39 ,11 . 0L1 , 057 , m , 0-66 , (178 _ IV . 0.84 ,04» _ V ,099 , L14 , VI 1.17 , 1 -32 , VII . 1-32 , 1-53 „ VIII . 1.47 , 1.74 -IX , 1.65 , 1.92 , X ,1.98 , 2.31 , XI „ 2.31 , 2.70 , XII ,2.64 , 3-09 . XIH , 2-97 , 3-45 , XIV , 330 t 384 Lehrlinge , 0.21 , 0.27 «zbci Allgtmlll LttSkrulnkalsk Sitita. fraliants, lliltroffiiitrt null MnMustrn dcr Feld- und Futzartillerie, sowie Ravallcristen, Tclephonistcu u. Handwerker stellt noch etu I. 6aröe-Ref.:$el6=2lrt-Btgt. (Nordoft. schutz>pot;dam,ttaseme3.Sarve-rl>anen. Bedingungen wie üblich, außerdem bet Ucberftbreitcn der l'andeögreuze 4 Mark Tageeznlage. Auch qv. Offiziere und Unteroffiziere der Selb» arttaene werden als AuSbildungsvei fonal gesucht für daö Erfa'^Devot mit mobiler Löhnung, Verpflegung und d Mark Tagedzulaae. Stach Einsenden der Mili.är-Bavtere wird Fahrtausweis AuacfdnrfL uabrflelböcrnüiung erfolgt nach Einstellung beim Truvpemetl. v. Schmoller, 45220 Major und Regimem-'KAmmandrnr. Angehörige der Nachrichtentruppe! Fernsprecher, Funker, Blinker. IVabt* ufro. aller Ticmtarnbe. meldet Euch zur Einuellung tn die Freiwilligen»Rnchrichten»Formationen für Grenz» und Heimotfchuv unter den bekannten Bedingungen. Jeder Angehörige der Rachrichtentruppe wisse, daß er dringend gebraucht wird, um dem Baler» lande In feiner größten Rot zu helfen. 3543D Meldet Euch sofort bei bet «crbestelle für Rachrtchtentrutzpea beim bien. - «do. 18. « -K. in Bad-«auheim, Verbindungsoffizier d. Rachrtchtentrnppe und bei den Nebenwerbestellen für Rach, richtentruppen beimRachrichteu-vataillou Nr. 18 in Gießen. Alles Nähere ist auf den Werbestellen zu erfahren. Ausgabe von Bückingen. Sb Donueebtag bei 17. Avril dis eiifchketz- lich Came-taa den 1». Avril dS. YS. erhalten dbe Lunden nadjuebenber Gefchöne au» te eine in bete tocidxm abgegebene Vcben:miiitl(ane */« Wuu> Lvrottei oder Lvrottbückiige znm vreiie doi 85 Bieniis inr das ' «»'L'tuud. . ______ Soi fumoeretn Gienen. BerkausSst. IL Atterwea Vublinsri ixrmann. Tammittnse, ll'.annche, lionrab, t^ilionKvabc, Nachtigall. Otto, Lreiaitrahe. Giehen, den IL Avni 1919. Ter Oberbürgermeister -LebenSmillelam Für biz FeLdereünMng Lang-GöiS foilai biz ' Irbetttit und L'ieicrur.»en tut E^au sieruna emer ietlitrede deö ÄeseS nach der Locher Müdir vergeben werden, uni> »war: Liefern von e tüdittciai 150 ebn Ltöiem von .'Ilcinichkas 50 coci Liefern von Uebcrgrü;1 c>ungsftmrterxl 24 eben । ienm^crbcam ufro. 600 qm 2u <;crDinaum» leine >Patent ntch: vor Avril 16« und Cbcrleutnant* als 5lompanniefu6rer. 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