Nr. 241 Der ©iefierer Anzeiger erscheint täglich, außer Gönn* und Feiertags. Bezugspreis: nonatl.Mk. 1.60, vierteljährlich Mk. 4.80; durch Abhole- u. Zweigstellen inonati. Mk. 1.50; durch diePost Mk. 5.— viertel» jährl. ausschl. Bc'tellg. Fernsprech - Einschlüsse: sürdieSchristleitungl12 Verlag,Geschäftsstelle51 Anschrift fürDrahtnach- richten: Anzeiger Siehe«. Postscheckkonto: Frankfurt a. öl. 11686 Erstes Blatt 169. Jahrgang Mittwoch, 15. Tttober sysy V d Miraa^ae von Anzeigen Gretzener Anzeiger W General-Anzeiger für Oberhessen LWZ v ' • I f Reinhold Zenz; für den SwiMngrrunddruS v.Verlag: vrühl'sche Univ.-Buch- u.Zteindruckerei R.Lange.Schrlftlettmrg, Seschastrstelle «.Druckerei: 5chulstr.7. tute* der gesetzt, die vor dem Kriege gewisse Anzeichen von Sympathie für Frankreich kund gegeben und bereits ein Naturalisationsgesuch gestellt hätten. Das gleiche treffe bei ausländischen Frauen zu, deren Kinder sich für Frankreich geschlagen hätten. Allen diesen Ausländern, Männern und Frauen, würde gestattet, an ihren französischen Wohnott zurückzukehren; immerhin würden sie nichtsdestoweniger Gegenstand aufmerksamer Ueberwachung bleiben. Die verdächtigen Ausländer würden ausgewiesen und nach ihrem Heimatland abgeschoben, was bereits früher gegenüber den Oesterreichern durchgeführt und gegenüber den Bulgaren und Ottomanen in der Ausführung begriffen fei. Die Abreise der Deutschen werde vom 19.Okt. ab ohne Unterbrechung beginnen. Die Konzentrationslager sollen am 3. November geräumt fein. Die Vorschriften über die Ausstellung von Pässen an Franzosen, die sich nach dem Auslande begeben wollten, blieben die gleichen bis zum Abschluß eines internationalen Abkommens. Die direkte Reise von Deutschland nach Frankreich und umgekehrt könne erst nach der Ratifikation durchgeführt werden. Der den neuttalen Ausländern, die in Frankreich wohnen, auferlegte Die Freilassung der Deutsche« in Frankreich. Paris, 14. Okt (Wolff,) Havas. Zur Lage Ausländer feindlicher Herkunft, die sich noch in Konzentrationslagern befinden, meldet „Petit Parisien", es würden alle diejenigen nunmehr in Freiheit ßin Regierungsaufruf an die Deutschen in den Abstimmungsgebieten. Berlin, 14. Okt. (Wolff.) Die Reich s- regierung und die preußische Staats- regierung erlassen folgenden Aufruf: Deutsche Bruder und Schwestern ans den bedrohten Grenzmarken! Der furchtbare Friedensverttag von Versailles ist Tuch bekannt. Unerträgliches legt er uns auf. Das Unerträglichste von allem aber ist, daß weite Gebiete deutschen Lodens, Millionen deutscher Volksgenossen ohne Befragung vom gemeinsamen Vaterland losgeriffen werden. Hierin müssen wir uns ergeben. Eine andere Folge der Friedensbedingungen aber gibt es, die noch abzuwenden in Eurer Vlacht steht: lieber Oberschlesien über o st - und we st preußische Kreise, über Nordschleswig und die rheinische Kreise Eupen und M a l m e d y soll die Bevölkerung mittels Abstimmung enscheiden, ab sie beim Deutschen Reiche bleiben oder mit einem fremden Staate vereinigt werden will. Freilich sind Die baltische Zrage. Die neue Note an die Entente wegen der Räumung der baltischen Gebiete ist noch nicht abgegangen. Wir haben aber gestern schon in einem Dell unserer Auflage die .Meldung wiedergeben können, die von neuen ! Verfügungen der Reichsregierung. spricht. Danach ist schon am 11. Oktober die gänzliche Einstellung der Verpflegungszufuhr an die widerspenstigen Truppen im Baltikum verfügt worden, ausgenommen^ an die Truppenteile, die sich nachweislich Snif dem «Rückmarsch befinden und denen die Ver- -sslegung nach den Etappenstationen entgegengeschickt wird. Ebenso wird alle Muni- itionszüführ zurückgehalten. Nur Leerzüge dürfen zur Abholung der Truppen hinausfahren; im übrigen ist jeder Personenverkehr nach dem Baltikum gesperrt. An der Stelle hes Generals v. d. Goltz, der schon auf die Befolgung des Regierungsbefehls hinge- toirft hat, kommandiert bereits General ». Eberhardt. Was wird nun der Ententekommission noch zu tun übrig bleiben? In |ber neuen deutschen Note erwarten wir die schärfste Zurückweisung der neuen Blockade unserer Ostseeküste zu lesen; diese Maßregel ist eine Brutalität ohne gleichen, die mit keinem Hauch von Recht begründet werden kann. Berlin, 15. Obi. Zu den Besprechungen im Ausschuß der auswärtigen Angelegenheiten der Na- tionaluerfammlung über die Lage im Baltikum und über die Maßnahmen, die zur Zurückbringung unserer Truppen getroffen worden find, erfährt die „Deutsche Allgemeine ßeitung-, daß der Vertreter des Auswärtigen Amtes den Entwurf einer an den Verband zu richtenden Antwortnote oorlegte, der eingehend besprochen wurde. Heute vormittag werden die Besprechungen fortgesetzt. Berlin, 14. Okt. (Wolff.) Die „Deutsche Ta- ges3eitung" meldet: Gras von der Goltz erb ar im Hinblick auf die letzte Ententenote seine Der ab» s ch i e d u n g , um allen willkürlichen Gewaltmaßnah- men der (Entente gegen Deutschland die Spitze abzubrechen, die durch Haß gegen seine Person und seine persönliche Stellung veranlaßt sein könnten. K o w n o , 13. Okt. (Wolff.) Generalleutnant von Eberhard teilte der Ittauischen Regierung telegraphisch mit, daß er den Befehl über das 6. Rsservekorps vom Grafen o. d. Goltz übernehme und daß es fein Bestreben sein werde, nicht nur mit der litauischen Regierung im besten Einvernehmen zu handeln, sondern auch die entstandenen Zwistigkeiten zwischen den inLitauen stehenden russischen Truppen und der litauischen Regierung aus der Wett zu schaffen. Da ihm mit Rücksicht auf seine Ausgabe die Rückbeförderung der deutschen Truppen der Schutz der hierzu benöttgten Eisenbahn befonbers am Herzen liege und die Gefährdung dieser Dahn verhindert werden muffe, sprach v. Eberhardt gleichseitig den Wunsch nach einer persönlichen Rücksprache mit einem bevollmächtigten Vertreter der littauischen Re- gierung aus. Die Manische Regierung erklärte sich mit der Besprechung einverstanden, die in Satkuny ftattfinden soll und wird den Derkehrsminister und einen Offizier des Verteidigungsministeriums dorthin senden. Mi tau, 14. Okt. (WB.) An der Front herrscht nach (Eintieffen von etwa 6000 Mann estnische Verstärkungen zwischen den russischen und lettischen Truppen rege Gefechtstätigkeit. Dünamünde und Bal- beraa wurden gestern von den Russen genommen. Oberst Bermondt richtete an die polnische Regierung einen Funkspruch, in dem er erklärt, daß er gegen Polen keine Feindschaft hege, vielmehr in nächster Jett gemeinsam mit den Polen gegen die Bolschewisten zu marschieren hoffe yttb um die Freilassung aller von den «polen festgesetzten Russen bitte, um ihnen den (Eintntt in seine Armee zu er. möglichen. - Zu General Denikin sandte" Oberst Hermonbt General Dawidow mit einer Note, in der Lermondt erklärt, er könne den Befehl des Generals Zudenttjch, an die Nordwestfront zu gehen, nicht nachkommen, da er die neugebildeten Randstaaten nicht anerkennen könne wie General Judenitsch das getan habe. (Er könne deshalb auch Kurland nicht aufgeben. Die Interessen des zukünftigen einigen Rußlands verböten die Abtrennung des Baltikums. Idle Vorschriften über die Art der Abstimmung mit Dorbehall für uns so ungünstig wie möglich von denen ersonnen, die den Frieden diktiert haben. Dennoch unterliegt es keinem Zweifel, daß die gesamten Abstimmungsgebiete dem deutschen Daterlande erhalten bleiben müssen, wenn jeder von Euch Ab- stimmnngsberechügten am Tage der Abstimmung seine Pflicht tut! Dies gilt nicht nur für die jetzigen De- wohner dieser Landesteile, es gilt nicht minder für alle diejenigen, die zwar in einem der Abfümmungs- bezirke geboren find, aber jetzt an einem anderen Orte wohnen und das 20. Lebensjahr vollendet haben. Gerade die Zahl der letzteren ist überaus groß. Don ihnen vor allem hängt es daher ab, der Heimat, die sie geboren und meist auch chre Jugend behütet Hal, sich dankbar zu erweisen. Euch allen rufe ich heute zu: Erhaltet sie deutsch! Ganz Deutschland erwartet, daß Ihr alle am Tage der Abstimmung an (Eurem Geburtsort seid und dort Seite an Seite mit der ansässigen Bevölkerung von Eurem Deutschtum Zeugnis ablegt Ihr Ansässigen aber gedenkt aller Mühen,Eurer Däter und Vorväter im Dienste deutscher Wohlfahrt und Sitte! Gedenkt des Schweißes,mtt dem sie den Boden, der Euch ernährt, erst urbar gemacht haben! Ihr alle, die Ansässigen wie die Fortgezogenen, Männer wie Frauen, steht - bedenkt es wohl! — vor einer folgenschweren Entscheidung: Bleibt (Euer Heimatboden dank (Eurer Treue deutsch,- so bleibt auch (Euren Kindern der Segen deutscher Art erhalten; wttd er aber fremdländisch, so sind (Eure Kinder in Gefahr, im fremden Volkstum uuterzugehen. Bleibt das Land deutsch, - so kann es seine Kraft lechen zum Wieder, aufbau des ganzen deutschen Vaterlandes und der Ruhm seines Wiedererstarkens wird zwiefach (Euer Ruhm; fällt es aber dem Fremdling anheim, so wird (Eure Tüchtigkeit nur fremder Wirtschaft zur Stärkung gereichen. Rettet Ihr (Euer £anb dem Deutschtum durch (Eure Standhaftigkeit — denn mtt Versprechungen und Lockungen sucht man Euch zu umgarnen -, so wttd (Euer Vorbild die Millionen Deutscher, die in den abzutreteuden Gebieten woh« neu und denen das Recht der VoLsabsümmnug ver- sagt ist, in ihrem nationalen Empfinden festigen. Fortan werden auch sie umso zäher an ihrem Deutschtum festhalten. Rettet Ihr durch Er- füllung (Eurer Pflicht als Deutsche dem Daterlande, was ihm heute noch bewahrt werden kann, so wttd dies den Schwachmütigen, die heute am Deutschtum verzweifeln, eine Mahnung zur Ein- und Umkehr sein. Selbst wett hinaus ins Ausland werdet Ihr dadurch die Ehre des deutschen Namens tragen. Mitbürger und Mitbürgerinnen! In (Eure Hand ist es nun gegeben, eine Tat zu vollbringen, die einst die Geschichte an die Seite stellen wttd den großen Taten unserer Vergangenheit. Unzählige Eurer Stüber uub Söhne haben Blut und Leben dahingegeben, um die Heimat unversehrt zu erhallen. Denkt an bas viel schwerere Opfer, das sie brachten und bankt es ihnen durch bte Erfüllung (Eurer vaterländischen Pflicht! In der großen Stunde der Entscheidung steht fest zu Eurem Lande, seid treu (Eutern Volke, hallet unversehrt unsere» geliebte Heimat! Der Reichskanzler: Bauer. Die Reichsregierung: Schiffer, Dr. Dell, Dr. David, Erzberger, (ßiesberts, Dr. Koch, Dr. Mayer, Müller, Noske, Schlicke, Schmidt. 1 Die preußische Staatsregierung: Hirsch, Fischbeck Braun, Hönisch, Dr. Südekum, Heine, Dr. Am Zehn- hoff, Oeser, Stegerwald. Neue Anträge im französischen Senat. Versailles, 14. Ottbr. (W. B.) Eine Anzahl radikal-sozialistischer Senatoren unter Führung von D e b i e r r e brachte im S e n a t eine Resolution ein, worin die alliierten und assoziierten Negierungen aufgefordert wurden, untereinander darüber zu verhandeln, durch welche Mittel man zu einer allgemeinen Abrüstung gelangen könne, ohne die kein dauerhafter Friede möglich sei. Ferner sollen die alliierten und assoziierten Regierungen Frankreich auf die Zahlungen Deutschlands solange die Priorität zuerkennen, bis die Wiederherstellung der französischen Ost- und Norddepartements vollzogen ist. Diese Resolution ist dem Senalsausschuß für auswärttge Angelegen- hetten überwiesen worden. 3benfititsausw eis werde ebenfate, wenn auch nur oorübergeheub, aufrecht erhalten bleiben. (Es seien gegenwärtig Derhanblnngen ün Gange, die auf eine diesbezügliche Aufhebung binnen Kurzem ab zielen. -------—f Rnr dem Reiche. Eduard Berusteia gegen unabhängige .Deklamationen*. Berlin, 15.OKt. Unter der Ueberschrift „Das Kapital und die Arbeiter* schreibt Eduard Bernstein im „Vorwärts": Was soll man dazu sagen, wenn jetzt von unabhängigen Sozialdemokraten ins Blaue hinein darüber deklamiert wttd, daß die Regierung der Republik überhaupt das Kapital schütze? Wären die Unabhängigen am Ruder, so müßten sie in demselben Maße, wie es heute geschieht, gründ- satzlich bas auch tun. Sie würden es tun müssen, denn die Sachkundigen unter ihnen wissen, daß beim heutigen Stande der deutschen Volkswtttschaft bas Ka» pttal opfern nichts anderes hieße, als über die deutsche Arbeiterschaft das größte Maß von Not und Elend heraufzubeschwören und ihre Entwicklung auf lange Zett hinaus zu beeinträchtigen. Das hamsternde Zentralbnrean der U. S. P. D. Berlin, 14. Oktbr. (Prio.-Tek) Die ,B. Z." meldet: Bei einer Haussuchung im Berliner Zentralbüro der U. S. P. D. wurden 20 bis 30 Kisten mittleren Umfanges kondensierter Milch und rationierter Mühlenfabrikate gefunden. (Es wurde ferner festgestellt, daß auch Vorräte an 2peck und Schmalz bis vor kurzem dort vorhanden gewesen find. Das Urteil ün Geiselmordhrozeß. München, 14. Okt. (Wolff.) Das heute nachmittag im zweiten Geiselmordprozeß vom Dolksgericht München 1 verkündete Urteil lautet für ben Hilfsarbeiter Alois Kammer ft ätt er wegen Verbrechens des Mordes auf Todesstrafe, für den Kellner Luitpold Debus, den Taglöhner Rudolf Greiner und den russischen Studenten Andreas Strel&e wegen-Beihilfe zum Mord auf je 15 Jahre Zuchthaus, 10 Fahre Ehrenrechtsoerlust und Zulässig» kett der Stellung unter Polizeiaufsicht. Kammerstätter wurden die bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebensdauer aberkannt. Dir Angelegenheiten der Eisenbahner. B e - l i v. 14. Oktbr. (Wolf.) Der Eisenbahn« Präsiden t"von Frankfurt a. Dc. verhandelt dem „Berllner Tageblatt- zufolge mit dem Minister Oeser über die Forderungen der Eisenbahner. Em Stteik Berliner Bnrean-Bealr.ten. Berlin, 14. Okt. (Wolff.) Nach einer Mitteilung des Magistrats ist ein großer Teil der Berliner städtischen Bureaukräfte heute mittag 12 Uhr in den Aus stand getreten und hat damit das unter einer längeren Äünbigungsfrift stehende Dtenftoet- hältnis dem Magistrat gegenüber gebrochen und sich gleichzeitig über den rechtsverbindlichen Schiedsspruch vom 11. Oktober hinweggesetzt, der die künftigen Vergütungen der Hilfskräfte um eine Zulage von 100 Mk. monatlich vermehrte. An sämtliche Hilfskräfte erging die Aufforderung, die Arbett bis spätestens Donners- tag 8 Uhr früh anfzunehmen, andernfalls sie sich als entlaßen zu betrachten haben. ..UU . ---- —1 ! ■<-' Ins dem besetzten Gebiet. Eintägiger Generalstreik in Ludwigshafen. Mannheim, 14. Oktbr. (Wolff). Die Pfalzzentrale meldet: Die Ermordung der 17 Jahre alten Katharina Arnold in Lud-- wigsbafen durch französische Soldaten, hat die Bevölkerung Ludwigshafens in neue große Erregung gestürzt. Um gegen den unglaublichen Terrorismus der französischen Soldateska zu protestieren, hat heute ein eintägiger Generalstreik in Ludwigshafen eingesetzt, an dem sich Arbetter und Bürgerschaft gleichermaßen beteiligen. Sämtliche Geschäfte und Restaurants haben geschloffen. Die Straßenbahn hat ihren Betrieb eingestellt. In Ludwigshafen ruht jeglicher Verkehr. Die Rohett der Tat verlangt diesmal eine energische Genugtuung. Ein französischer Uedergriff. --- Frankfurt a.M., 13.Okt. Wie erst jetzt bekannt wird verhaftete Donnerstag abenb 10 Uhr eine Marokkaner Patrouille unter Führung eines französischen Leutnants inr Stadtteil Rödelheim zwischen Bahnhof und Westerbachstraße jeden Passanten, der keinen französischen Paß bei sich hatte. Der französische Offizier ging bei der Verhaftung rüäsichtslos vor und verhaftete 9 Damen und 13 Herren, die sich auf dem Heimweg befanden, und führte )te nach Höchst. Freitag morgen gegen 10 tthr wurden durch die Verhandlungen des zuständigen Polizeikommissars mit der französischen Verwaltung dje Verhafteten wieder aus freien Fuß gesetzt. Deutsche Nationalversammlung. 98. Sitzung. __ Berlin, 14. Oktober Am Ministerttsch: Schmidt, Dr. Bell. Präsident F e h r e n b a ch eröffnet bie Sitzung um 1.10 Uhr. w . Auf der Tagesordnung stehen Anfragen. Aus eine Anfrage Landsberg, wegen Umwandlung der Militärgerichtsbarkeit, wirb geantwortet, daß dem nächst ein Gesetz bett, die Aufhebung der Militär, gerichtsbarkett vorgelegt werden wird. Abg. Wurm (Unabh.) fragt nach dem Rah- mengesetz über die .Tommrrnalisrernng von Wirt schastsbetrieben. Regierungsseitig wird erwidert, der erste Ent- Wurf sei ungeeignet befttnden Wochen, an einem zwecken würde gearbeitet. Die Verzögerung liege in der Schwierigkeck der Materie. Sobald als möglich werde der Entwurf vorgelegt werden Eine Anfrage deS Abg. Gröber iZentt.s bt* antwortet ein Regier irngstertteter dahin, daß ine Beschlagnahme der Glocken aufgehoben sei. Das gewonnene Metall sei nach dem SBaffenfrfflffan* an die lebenswiästigen Betriebe der Industrie mri des Handwerks geliefert worden. 9air geringe Rest« seien iroch übrig. Wettere Beschlagnahmen seien nicht erfolgt. Es folgt die Fortsetzung der Dnterpcllätior Löbe-Scheidemaun wegen der Lederbcwiri- feffaftungin Verbindung mit dem Bericht deS Aus- schusses für Volkswirtschaft über bie Notstands' Versorgung mit Schuhwerk und dem Vürttag Arn stadt und Ablaß, die Zwangswirtschaft bett. Tavidsohn (Sv».) hält die Zwangswirts ctaTt für daS geringere liebel. An die Stelle der Planwirtschaft solle regierungsseitig eine plan mäßig: Wirtschaft treten, nach den Erfordernrsscr der neuesten Wirtschaftsentwicklung. Prof. Tr. Wirth habe von einem Verbrauchersv^ialismus ge- spvocl en ; den braudjen wir allerdings. Es scheine, daß Minister Schmidt diesem ter Künftigen Der- lmüichersozialismus sich nicht gaiy verschließe. Ak-g. Dietz (Ztr.): Ohne Aufhebung bei Zwangswirtschaft hätten wir überhaupt kein Leder imS Land bekommen. Die ft?Heu Preise an sich sind nicht gefährlich, sobald sich Löhne und Gehälter darauf einfteifcn. Aber die ZwangSwirt- schaft hat sich nicht kräftig genug erwiesen, itw eine gerechte Pertn'lung der R-Hmefterralien Getreide kann die Zwangswirtschaft nicht auf gelben werden, für Gemüse getzt es. Für dis Lextckindusttie stehe ich ebenfalls auf dem Stand-* punkt: (Es muß Wolle herein, wenn auch zu enorm' hohen Preisen, damit die Industrie arbeiten kann und damck so das Wirtschaftsleben hoch kommt. Adg. Dr. Böhme (Dem.) begrüßt den Antrag Ablaß. Tie Bewirtschaftung des Getreides sock auf Brotgetreide deschrLnv werden. Fleisch und MÜch socken nur noch in Höhe deS Bedarfs für Kinder mck Kranke bewirtschaftet werden. Dis Kartoffeln sind bei einer guten Ernte fveüngeben. Abg. Dr. Semmler (Deutsch-Nack.): Die resi« lose, sofortige Aufhebung der ZwaMstvirtschaft ist unmöglich, aber die Produktion muß geyrbev werden. Ärröere Einrichtungen müssen ringe führ! werden, die eine gewisse Selbstverwaltung ermöglichen. .Futter- und Düngemittel müssen einge- fnyrt werden, dcmn wird der Landwirt auch genügend liefern können, dann wird der Lanovnrt auch die Schsvein^ucht intensiv betreiben Eoanat Die Zwangswirtschaft soll nur die Brücke sein für Sozialisierung. In diesem Sinne will der An-^ trag Arnstadt den Abbau der Zwangswirtschaft^ in Getreide, Kartoffeln und Fleisch, sobald die Ernährung des Bolles darin durch Er-eugung und Zufuhr gewährleistet ist. Abg. Wurm (Unabh.): Wir haben gar keine Zwangswirtschaft, sondern für die Landwirtschasi nur Zwangslieferung und Höchstpreise. Den An- bauzlrang müßten wir haben; der Produktions- zwang könnte sofort eingeführt werdest von fjeuü auf morgen. Ein Ueoergang dazu wäre die Einführung deS Genosjenschaftswesens in der Land- roirtfebüft Den Antrag Ablatz lehnen wir ab. Durch eine Freigabe des Zuckers würde das Volk Zucker überhaupt nicht mehr zu sehen bekommen. Abg. Dusche (D.VP.): Nur die vermehrte Beschaffung von Düngemitteln kann der Landwirtschaft helfen. Schikanöse Verfügungen würden nur erbittern. Ein langsamer Abbau bej Zwangs in der Landwirtschaft verträgt sich wohl mit der Interessen der Konsumenten. 21hg. Gebhardt (bei keiner Fraktion) wende sich gegen die Idee des ZwcmgSaubauenä. Heutt arbeitet die Landwirtschaft noch 16—18 Stunden Wie würde es um Deutschtand bestellt sein, wem die sozialistischen und kommunistischen Vorschläge auf dem Lande eingeführt würden. iEach weiteren Bemerkungen des Abgeordneten Schneider-Franken (Z.) schließt die Besprech ung. Die Ausschußanträge werden angenommen. Der Antrag Ablaß ist jnrüdöejogen. Der Antrag Arnstadt wird angenommen. Abgeordnete' Scheidemanu bezweifelt dis Beschlußfähigfrii des Lxiuses. Der Präsidatt erttärt den iöinfpruch für nicht mehr zulässig. Nächste Sitzung morgen 1 Nhr. (Deulsck-po!' nischer Vertrag, Fortsetzung des Postctats.) Schlu 63/< Uhr. 19 D« IV- Grube I I I 6. I 3. 1 4 igen» und xßetjen- Preisen kostet die toixmih'or* von der fttllc uiiab» pai bäTmific. 3. 4. drei Pfund Mehlmnchung cm» *Roc mehl erforderlich Rach den neuen vertun i* iadrt nrt1 u , TX ff i^Qtx Schreii v «u< N R W W ricv |*n *ür MSmts »eislerei । v«a-schl. kfcnf/ rtrj frit 3 Do imb SchanklvirLschaftsbetrieb im Hause Frank- ha ter Straße 62 wird an das Wal wiesen. Bei dem Gesuch des Phil Krenzien drangt aus sofortige RfeflXÄfl, da bit Preise rüdtoirtenb VII- X- nrf| 24 5 "®t» in Uttrrit! »oennit rthncü Ifl mii 50000 $a bängtg sa. — Stadtv. JUing (D. L) slÄreßt srch ebenfalls den «usiührnngeu des Stadtv. Lrel an und beantragt Rückverweisung der Auge- $ 8eti :1 Aus । w heft Ml -Der C6 Veranstaltung von Singspielen wird tont Berg. Klingspvhr und Stadtv. Michel (Fr. Bg.) bedauert, daß man keine gesetzliche Handhabung besitze, um dieses Unternehmen zu verbieten, ©me längere Debatte entfpinnt sich bei dem Gesuch des W. Hebstreit. Die Stabte. Kling (D. v.) und Otter (Unabh.) sprechen für Genehmigung des Gesuchs, die Stadtv. Fourier (Unabh.), Manu (Soz.), llrstadt »erl fl! ivr nmt ' w-Ke «Muns-t aut Lttmi bk- Lob gten ixe Siu* !£•# -^rgsertes <*igeh Erhöhung der Gas-, -olS- und Strompreise. Beigoordv. Kre n -i^n: Durch die erhöhten Kvhtenpreise, Frachtsätze, Fuhrlöhnc, verm.'hrten TeuerungSMlageu für die Arbeiter und bi.* verteuerten Set rtebdmate da» i n ist eine Erhöhung der S^rSpveise nicht zu urngehrn. T« Mehrausgaben, die nur durch eine Erhöhung der Preise gedeckt werden können, betragen 235 000 M L Es wird einstimmig beschlossen, den GaSpreiS allfemern um 7,9 P f. pro Lubikweter M erhöhen. Im einzelner werden di: Preise für Licht-, llloch- und HeizgaL tun 37 auf 45 Pf., für Ge- rwtbegad ixat 33 auf 41, für Münzgas von 37 auf 45 W„ für das Gos der Strabcnbeleuch- ünv von 27 auf 35 Pf., und das Gas für die Eiienbcchn von 33 auf 41 Pf. erhöht. Tie $räw für GrobkotS werden von 5,90 auf 6,70 Mk. Pvd Zentner, für Nußkots von 6,30 auf 7,00, für Perlk^ks von 2,2u auf 2,60 und für Ko 8- grus bcu 1,80 auf 2,20 Mf. heroufgesetzt. Der Preis der elektrischen Kraft wird für Be- leuchtungSstrom von 9o auf 125 Pf., für Kraft- strvrn von 45 auf 60 und für den Strom der Straßenbahn von 30 auf 35 Ps. erhöht. Ter Statoaödmettnne Sammlung bog ein: Gegenüberstellung der GaSpreis-der u mliegenden Städte vor. Danach wird in Wetzlar 30 Pf., m Lad-Nauheim 45, in Friedberg 50, in Marburg 38, Frankfurt 51, Mainz 36, WiLbbodar 35, Tarmstvdt 34. ad-Ienhurg 41, Berlin 47 und in Gießen 45 M. für den Kubikmeter Gas bepachlt. Z» der trarangegangenen Aussprache verlangt Sdodv. Kiel (Unabh) eine Staffelung der Preise nach d« m Einkorn men, axnu auch an 6cm Grundjatze 'eüMhalten sei, daß sich die. städtischen Werke selbst erhalten müßtm. Tie Beifergestettten nm&ten etwa 60 Pf. für den Ku- Hhnetrr bejahten, während für bie minderbemittelte Bevölkerung etwa die jetzigen Sätze beizubehaltnr seien. Bcigeort«. Lr^nzsten teilt mit, daß dies: Staffelung in der Betnedsdeputetton bereits erwogen worden (et, bie aber wegen der Kürze ter Zeit noch keine Boelage ausarbeiten konnte. Die Berhanddmgen goto en aber weiter und würden wohl in allernächster Zell zum Abschluß kommen. Stabte. Frau Btermauu (Dem.) schließt sich den Ausführungen des Stabt». Kiel an. — Stabt». Frau Naumann (D. D.) verlangt der Preise erst Anhörung der Preis- — Berg. Kreuzien erklärt, daß Pmfe von Ga^werlösrreüvr Stediug festgesetzt seren, der af3 »ertranatimann des LerchSkhlen- ren - (So;.) bittet, die GaSuechmmgen allmonatlich emzu-iehen und nicht mehrere Monate yi» fauuuamHunien -u lass«. — Gaswerksdirckor Stediug sagt zu. daß von jetzt ab tue Sin- lafitaimg der Beuöge regelmäßig jeden Monat erwlgt. Bisher handelte eS sich nur nm die Em- rathma der durch den Krieg gadxiffdtot Ber- Mehlmischung 1,11 Tttu, als Hersteitargskoslen sind von der Preisprüfungssteüe 0,29 Mk. gebilligt = 1,40 Mk, wozu noch ein Verdienst des Bäckers von 0,10 Mk. huisuiommt, so daß sich ein Verkaufspreis von 1,50 9Jtiu ergibt ürankenbrot verteuert sich von 0,40 Mk das Pfund auf 0ch3 Mk. das Pfund --- 2,12 Mark, denn beim Weizenonszugmehl ist der Doppelzentner um 31 Mk. gestiegen Lei der neuen Ausmahlung des Getreides mit 80 bis 82 Prozent wird vermutlich bereits in 14 Tagen ein weiteres Steigen des Brotpreifes etnlrclcn, voraussichtlich nochmals um 15 bis 21Wpf. Das Lufhören des Beichszu'chusses ist aufjer- ordentlich beklagenswert, wild aber erklärlich durch folgendes kleine Beispiel: Reich, Staat und Gemeinde haben gemeinsam Zuschüsse zu den sogenannten ver- billigten ßebensnütteln zu leisten. Du l1;, «Pfund amerikanisches Weizenmehl, die erstmalig aus den ® ^hr1 s-icb"^ r fibcbrttf fi» sn? rt>Uc: n« HüSfi SiF^. .• d,r-* y •*5 rjli -,(..000 ^mösl ;dxn 2 tob« fltrH1' fivn' ... hfiern oaT&m SH ^"o riTeYfer wnt Tetäffem'Einfnerr. schein Serjufltems oargetragenen Hündelschen Liedecn (»Satz mich mit Tränen mein ßos beklagen* und ,36) weiß, daß mein Erlöser lebt") - Vegissenr Solek vom Stadtcheater trag ansgewShlte Stücke aus Wer. Ken Naumanns vor und überraschte besonders ix der „Slpenprebigt“ und eit ,3m Eisenwerk* durch fein, finnige emräbiusg und eindruLsvollen *Bartrag. - Den Mittelpunkt der Feier bildete die Gedächtnisrede des Professors Dousset. 5h eindringlicher Darstellung ließ der vertrante Slaumannfreunb ein Süd der Henn- gegangenen Führer» errtftrhen von öee Tagen an, in denen 'Jtaumtnm anfangs der 90er Fahre unter Abwendung von Stecher neue Wege Judite und sein Ringen begann um die Seele des Arbeiters und um das Verständnis für Arbeiterfragen und Arbeit erlös. Noch einmal sind „Kaisertum und Demokratie* von seiner Gemeinde einst so hoffnungsvoll begrüßt, vor den An- wesenden auf gestiegen, aber auch die Tragik seines Ledens, dag dieser sein Lieblingsgedauke nicht zur Reife kommen sollte. Heber Gründung und Auflösung der National-sozialen Partei bis zur Tagung, die Naumann zum Führer der heutigen Demokraten erkor, führte der Weg den außerordentlich« Mann durch schwere LnttLuschungeu, und doch immer ge» tragen von dem großen Gedanken einer Polstch des Glaubens und der Pflicht. Redner und Künstler, Politiker und Patriot, hat er mehr als irgend ein anderer unserem politischen Leben die Sparen seiner starken Persönlichkeit amf ged rückt. KreiS vüdmgeu. = Bübingen, 14. OkL Der Funkern- h of bei Großen darf wurde Samstag abend mit der gesamten Ernte durch eine Feuersbrunst einge» chcheri. Nur das Wohnhaus konnte erhalten werden. Altem Anschein nach liegt Bfranbftiftung vor. MSffMMtgr drc TVa^Lmg tCnne intfr- ent geführt Serben. — Stadtv. Stimmer (Fr. Berg.) -fragt an, ob e§ nicht m aiich wäre, bc? gegtattfrenge mnilänblicbc Verfahren bei der 6üi- Sidfimfl des Gaög». stellt len, bau bie Deputation auf dem Standpunkt stehe. auf die he a, festtzusetzendcn i»»Lsmwi>e feine Xudöergütilnecn statt,uckrn sollen. Die •XJtaiTchntg toerbe erst am 1. '"’torcntixr mit den nacn Preise« in Kraft treten. — Stadtv. Beck- mann (Unabh.) beantragt ZurückVerwerfung der Slngelcgcnhett an öe -Öetnti^>u»uoi»n — Stadtv. Lraus müller (D. Bp' ist für bu Äimobme der Lorlagc. Er tritt gleichjallr für Staffelung der Gaspreise ein, besonders detzhald weil sich dann hcransstcllen würde, daß viele Liu- nwhner, besonders unter den He stbesol- beten, btt man zu den Besser- i-Ilten zähle, in Wirtlichkeit miebcrlx-miticlt seien —2 Beig. Rosenberg aflärt, daß von eün-c Staffelung erst dann Dir Rede sein könne, wenn man wisse, was und das Las eigentlich koste; die» sei jetzt noch nicht der Fall. — Stadtv. ikliu, (D-'N.) beantragt, bei einer Sr böhnn g des FahrpreiscöaufderStraßcnbahn bat1 MmdnLenniteLten durch Einführung von ermäßigten Abonnemeritskarten em» »ien, der sich im aZesenllichen auf den gmannten Artikel bezog, verspricht sich nicht aU^uDil von den AusnuHtingAmög.ichknten der beceits seil mehr als 40 Fahren i-illiegenden Grube: bei dem fo auvewrdentlich einfcht»eibcrck>en Ä.»frLiimangc! müsse aber «all» jedem Stroichalm gegriffen ro^bät, der sich dem Ertrinkenden biete. Wenn Ingenieur Fertsch glaube, im Tagbau schon in etwa vier kis iechS SBodiai L^.en fördern körrnen, f- mülle Lies als zu optnnistisch iefen wer- km. T-ieM itteldeut, che red it bank hab: ine Sme auf brci du- vier Monate hxiblnbEn? an gellten, nachdem sie ihre ursprünglich, Forderung von 4000Ö Mk. erst vor kurzem rui 80 000 und dann auf 100000 Mk. hinau'- geickraubt habe. Tas Ko-niortium roik mir C-rnr. an bie Ausbeutung der Grube heranttetm, wen- sich die Lank für mindestens 6 Dtonate au den Betrag von 100 000 Mk. gebunden erachte. Tie nbngcn Bohrungen würden 50 000 Mk. erfordern. Die gesamte, vorerst benötigte Summ: beLiufe idi also auf 150000 SKt Ter Fmantzaasschuü, der bie Angelegenheit gzwüft habe, empfehle, etn Fünftel dieres Betrages, alp) 30 000 ML, für Gießen $u Lbernehmen. StaLtv. Höhn (Dem.) erklärt, daß die früher in dieser Grube geförderte Braunkohle von sehr guter Qualität gewesen sei. Er bemerkt weiter, daß die Stadt nur noch für einen Tag Lolz zum Schneiden vorrätig habe, so daß der städtische )olzverkauf gänzlich erngestellt werben müsse, wenn nicht sofort weiteres Holz angefahren werde. — Stadtv. Courier (Unabb.) wandte sich scharf gegen die Mitteldeutsche Kreditbank, der er unerhörteste Ausnutzung einer Notlage der Allgemeinheit oorwars. Sie habe rnr sämllichc .'hift an- änglich nur 10 000 Mk. verlangt. Zm Qi i u n buch 1 eien die Werke nur mit 140 bis 150 Mk. bewertet. Der Neduer glaubt nicht, daß mau bereits in diesem Winter mit Lohlat aus dieser Grube wird rechnen können. Es müsse deshalb unbedingt für Beschaffung von L»olz ge- orgt werden. — Stadtv. Lrausmüller (Xj 8p.) betrachtet die AuSnutzongLmöglichkeiten die- er Stube ebenfalls sehr slepttsch. Er teilt weiter iua, daß sich die Staot bereite bemüht habe, im Westerwald Lvhlcngr»ben auzulanien. Die- er San fei aber von der Sozial'.sierung durch- teuit worden. Da der Westerwälder Bezirk zu Köln komme, könne man ohne dessen Zustimmung Nichte unternehmen. Tie Verwendung de- Holzes müsse immer etn Notbehelf bleuen. Ter Redner verlangt weiter gdbdHimrn und umfasenden Ausbau der Kohlen st eile, da mau mindestens für 10 bte 12 Jahve mtt einer Brenn- tosftwt rechnen müsse. — Stadtv. Ebel (Dem. bedauert bte ungerechtfertigte Preis' treibere4 der Mitteldeutschen Le ditbanr außerordentllch. Lr bittet weiter nm Änskmnt über die voronSsichttich zu erwartende Ausbeute oer Grube. Die Stadt solle sich nur dann an dem Unternehmen beteiligen, wenn ein Erfolg verbürgt fei. — Bäg Streniien erklärt, daß matt über die Lwhe der Ausbeute noch kerne bestimmten Angaben machen könne. Das lichen Tartegungen bte OberingenieurS Fertsch imb einer re^si Aus,prach«: wurde ein Lonssr - 11 u m gebildet, dem n^ben dem Greife die Städte Gießen, Grünberg, Lich, jungen und Münster an gehören T« Kuxe bu- 7 s'en-Brück'rhammer, die hauptsächlich in errate fc>mmt, befinoen sich sämtlich im Besitz der Mitteldeutschen Kreditbank, di he für 100000 Mark anbictc. Heigcordn. Kren- len und weiter, warum d«e Bedingungen nicht veröffentlicht woroen feien; man tonne nicht jeber- mann ^rnmrtcn, aufs EleLritzilätswerk M laufac1 — Bei« Lren-ien sagt sofortige Beröfseta- ltchuna der Bedingungen zu. Was bie Fahrpreise auf bet Straßenbahn anlcngt, so werde man wohl mit einer alsbaldigen Erhöhung auf mindestens 2U Pfennig rechnen Mützen, — Stadtv. KrauSmüllei CD. Bp.) beantragt, bei Erhöhung der Fahrpreise die jetzt eingeführten MonatÄarlen unberührt tt lassen, da sie schon an sich sehr hoch seien. Die Lohlennol. Die ans dem kurzen Artikel in Nr. 236 Caere? Blatte- vom lurigen Freitag ersichtlich ist, fand am TormerStag in M>ün ster bei Lich tau Baiprechung über bu* Er schl ie ßu n g S m ö g- lichkeiten der in dortiger Gegend v^rhandmen öraunkvhlenfelder statt. Nach auSführ- Sus Statt üit6 Land. Gießen, den 15. Dft. 1919. Ein Zwischenfall auf dem Gießener Bahnhof. Lin höchst umrqchchlicher, fir (Biegen vielleicht folgenichwerer Zwischenfall, ereignete fich cm Mon- tag abenb auf dem hiesigen Bahnhof. Dom Bahn- hofrkommandanteu, Major Rückward, erhalten wir folgende Darstellung: Der amerikanische Segleitaffijier eines PolenzugeL. ber etwas Aufenthalt hatte, promenierte mit feinem Schoßhündchen auf dem Bahnsteig. Das Tier sprang, mit ber Amerikaner später angab, spielend an den Beinen des gerade am Zuge beschäftigten Lise.ibahnlchlossers Luh in die Höhe. Mit einem Fußtritt verwahrte sich der Eisenbahner gegen diese Liebenswürdigkeit Don seinem Herrn deswegen zur Netz« gestellt, antwortete Luh mit erneuten Fuß- tritten. Dem Amerikaner riß die Geduld, er -ahlte die Roheit mit einer Ohrfeige heim. Der Geschlagene wurde nun wild und drang mit wüstem Beschimpf auf den Offizier ein. Andere auf dem Bahnsteig stehende Eisenbahnarbeiter, meist 3ugendliche, kamen hinzu. Es enftanb ein großer Huf lauf. Nufe wurden laut wie .Ein Amerikaner! Schlagt ihn toi! Werft ihn unter die Rader.' u. a. m." Der Offizier suchte sich in ein Bremser- Häuschen zu flüchten, wurde aber von neuem auf den Bahnsteig geschleppt und regelrecht verprügelt. (Ein ‘Beamter oer Dahr.hosskommandantur - die Dahnhofswache selbst ist seit einiger Jett aufgehoben - fuhr mit dem Karabiner zwischen bie Menge. Nur mit Mühe gelang es ihm, öen Amerikaner auf die Lahnhofskommandantur oorltiu-; ♦ in Sicherheit zu bringen. Der Eisenbahn- schlosser lolgte auch hierhin. Der Wachhabende, der zufällig allein den Dienst versah, konnte nur durch Droh, ungen mit dem Karabiner die wütende Menge, die ebenfalls in die Kommandantur einbringen wollte, zurillkhalten. Auch einer Anzahl amerikanischer Soldaten, darunter ein Zweiter Offizier, wurde der Eintritt verwehrt. Luh konnte sich auch hier noch nicht beruh iaer, Er behauptete, den Hund nur mit dem Fuße deisefte geschoben zu haben und verlangte für die Ohrfeige sofort 100 Mark, sonst würbe ber Amerikaner das Zimmer nicht lebend verlassen. Dabei drang er mit einem schweren Hammer auf den Amerikaner e ijt und versuchte ihn niederzuschlagen. Ein Schutzmann, ber inzwischen hinzugekommen war, fiel ihm in den Arm. Der Amerikaner, 1. Leutnant namens Herold Aldro gab den Tatbestand zu Protokoll. Er konnte bann nur schwer auf den eben abfahren, den Zug gebracht werben. Der Bahnhofskommandant erklärte weiter, daß er ein Protokoll des Dorfalles sofort au bie ßinienkommanbantur weitergegebcu und bas hiesige Polizeiamt sowie den Bahnhofsvorsteher gebeten habe, so,ort gegen die Beteiligten oorzugehen. Soweit bte Darstellung des Bahrchofskommsi- banten. Es ist selbstverständlich zum mindesten sehr unvorsichtig, als Offizier einer bis vor kurzem noch feindlichen Macht auf deutschem Boden Ohrfeigen auszuteilcn. Anderseits ist es auch höchst bedauerlich, baß deutsche Arbeiter solche Entgleisungen sofort mit brutaler Gewalt heimzuzahten suchen. Der Eisenbahnschlosser hätte, wenn er zu Itti» recht geschlagen wurde, auch auf anderem Wege Genugtuung erhalten können. Don einem Augenzeugen, der uns die Darstellung des Dahnhosskommandanten in allen Einzelheiten bestätigt, wirb zu dem Dorfall noch bemerkt: »Es ist rem menschlich verständlich, daß ber Arbeiter für seine Roheft eine Strafe erhielt, nur hätte ber Offizier nicht außer Acht lassen dürfen, dast er sich nicht unter seinen Landsleuten befand. Dag er nicht die Absicht hatte, zu provozieren, besagt eine Aenßerung, bie er, wie ich erfahre, auf der $ai)n» hosskornmandantur machte: „(Er hätte den Arbeiter nicht geschlagen, weil er etwa ein Deutscher, sondern weil ihm bas Wimmeiyi des Hündchens zu Herzen gegangen sei.* Aus der weiteren Darstellung der Augenzeugen entnehmen wir, daß bie aufgebrachte Menge ben Ojfizier über den Bahnsteig zerrte, und sodann regel, recht inft verschiedenen Gegenständen (Hammer, Stöcken usw.) und Fäusten oerprüge.ten. Die Ausdrücke, die dabei fielen, ließen bas Schlimmste für ihn befürchten. (Em junger 'Beamter ber Bahnhofs-liommondäntur beugte dem vor, indem er dem stark bedrängten wehrlosen Mann mit ber Waffe in ber Hand nach ber tiommanbantur verhalf. Ls kann nicht genügend gegeißelt werben, baß bas Publikum ohne Kenntnis, worum es sich handelte, einen wehrlosen Mann zu mißhandeln suchte. Tie Erhöhung veS Vrot- und Mehrpreises. Wie wir bereits gestern kurz berichtet haben, tritt von morgen ab eine Erhöhung bes Mehl- u;ib Brotpreifes in Kraft, die für jeden Haushalt als einschneidende Verteuerung empfunden werben wirb. Die Erhöhung bes Brotpreifes hat ihren Ursprung in der Erhöhung der Mehlpreise für den Erzeuger, die am 16. August bereits in Kraft traten, aber durch einen Reichszuschuß ausgeglichen wurden. Dieser Reichszuschuß fällt ab 16. Oktober fort unb die Verteuerung muß demgemäß auf den Verbraucher direkt abaewälzt werden. Die Mehlpreise sind ab 16. August für Roggen- mehl von 46 auf 69 Mk., für Weizendrotmehl von 4b',d0 auf 74,50 Mk., für Weizenmehl 0 von 71 auf 102 Mk. pro Doppelzentner gestiegen Der eigentliche Erzeugerpreis ist bei Roggen um 10 Mk., bei Weizen um 13 Mk. erhöht worben. Es kommen aber hierzu 15 Mk. Lteferungszufchlag bei Ablieferung bis 15. Oktober oder 7,50 Bik. bei späterer Ablieferung. Die Spesen ber Srotbereitung ie ben Bäckereien sind nicht zuletzt durch die Lohnbewegung ber Bäckergesellen wesentlich erhöht worben. Diese erhalten bei freier Station 57 Mark unb fordern einen weiteren Zuschlag von 40 Prozent. Zur Herstellung eines Bierpfundlaibos Brot sind ' Köpf ber Deöolllerung Th VTiegev zu 1,17 Mll. aus- gegeben wurden, waren im bes. Gebiet zu 2,50 M.d.Pfd. aufgekaust. Reich, Staat unb Kommune leisteten aber allein für Gießen bei bieser einen Ausgabe einen Zu- schuß von etwa 70000 Mk. Bei jeder Spedtoerteänng belänft sich dieser Zuschuß für Gießen auf rund 130000 MK. Theodor H«»h«ch T. Ztt der auf Dienstag verschied infolge eines Schlaganfalls der frühere lang» Mrige Stadtverordnete Theodor Haudach. Lange Jahve ,vou 1895 bis 1911, bat er in der städtischen Verwaltung eine einflußreiche Stellung gehabt und nnl größerem Eifer als irgend ein anderer an den öffentlichen Angelegenheiten teilgenommen. Dazu befähigte ihn ein durchdringender Verstand, der sich auf Den verschiedensten Gebieten zu einem selbständigen Urteil durchtanz. Haubach war [ein Mann der Kompromisse; mit scharfer Entschiedenheit wählte er feinen Standpunti, um ihn unbeirrbar und unbeeinflußt von Gunst oder Ungunst anderer zur Geltung zu bringen. WaS er sagte und tat, hatte Hand und Fuß, und seine Log-ik war zwingend, besonders da, wo man sich nicht durch Unterschiede der Weltauffassung von ihm getrennt fühlte. Zn Fragen der Religion und der Kunst z.B. ging er seinen eigenen Weg- da fehlte seinem nüchtern prüfenden, nicht in die letzte Tiefe des Smpfindens reichenden Wesen ein gut Teil Glaube und Phantasie. Ein eifriger Kämpfer für Fortschritt und allgemeinen Nutzen, hat er sich große Verdienste um unsere Stadl erworben, die vorwiegend seiner unermüdlichen Tätigkeit den Neubau des Stad tthe aters, das Volksbad, die Volkslefehalle, verdankt. Diese Werke sichern ihm ein immerwährendes, ehrendes Gedenken. Theodor Haudach wurde am 27. Dezente ber 1849 in Gießen geboren, wo er das Gynte nasium bis zur Erlangung der Einjährigen- Berechtigung besuchte und in die Nä-maschr- nenhandlung seines Vaters eintrat, die er nach dessen Tode auf eigene Rechnung übernahm. Politisch schlug ej: sich schon in jungen Jahren zur deutsch-freisinnigen Partei, zu deren Gießener Führern er gehörte. Gesellschaftlich war er früher als ausgezeichneter, in Gießen und in Frankfurt ausgebildeter Baritonsänger beliebt. Er war Mitglied des akademischen Gesangvereins, des Kronbauerschen Quartettvereins und des Sängerkr^nzes. Sein konsequentes Lenken führte ihn zur Freireligiösen Gemeinde. In der Loge harte er seit 14. 1. 1910 einen Platz. Ura volle Beschäftigung zu finden, war er Vertreter verschiedener Versicherungsgesellschaften geworden. Am Samstag vor drei Wochen warf ihn ein schwerer Schlaganfull aufs Krankenlager. Letzten Samstag wiederholte sich dieser An- all, worauf er in völlige Apathie geriet und in diesem Zustand verschied. Neben seinen Freunden und Anhängern trauern besonders um ihn seine Gattin, ferner zum Arüder und eine Schwester. •* Äartoffeloerforgung. Dorn ßebeits- mittelamt erfahren wir abermals bie betrübliche Tat- ache, baß Kartoffeln weder cingelaufen, noch unter- megs sind. ** Aus dem Stadttheater- Bureau. Am nächsten Samstag wiro im Abonnement Ludwig Thoma's Moral gege- )en. Am Sonntag nachmittag findet eine Aufführung von Schönherr's Weibsteufel tatt, Sonntag abend eine solche von L*Arron- ges Doktor Klaus. Der Montag bringt eine Wiederholung von Egmont mit der Musik von Beethoven im Abonnement. Diese Zusammenstellung des Spielplans ist geschaf- cn wordezr, um einigen neuen Mitgliedern Gelegenheit zu geben, fich in paffenden Rollen Domiftellen. Als nächster Klafttker ist Wilhelm Teil vorgesehen. **2luf eine 40jährige Dienstzeit, davon 15 Fahre in Gießen, konnte gestern Geh. Forst. rat Köhler zurückblicken. * Volkshochschule Gießen. Die Vorträge unb Arbeitsgemeinschaften bes 1. Semesters erfreuen ich burchweg eines guten Besuchs, viele sind bereits tberfülik Täglich kommen neue Anmeldungen hinzu, o baß sich bie endgültige Teilnehmerzahl noch nicht e st stellen läßt. Die Arbeitsgemeinschaft „Einführung in bie bilbenbe Kunst* wirb doppelt abgetanen, einmal Dienstags von 8-10 Uhr, bas zweite Mal Mittwochs von 8-10 Uhr, nicht Donnerstags, wie zuerst festgesetzt war. An beiden Abenden wird derselbe Stoff bearbeitet *♦ Das Schulkompromiß. Morgen abend 8V< Uhr spricht auf Einladung des Gießener Lehrervercins, wie der Bevern schreibt, im Lotet Einhorn der Präsident des Landesantts für oa- Bildmtgswesen. Pros. Dr. Strecker, über „Tas Schulfompromiß und die Zukunft ber Hessnchen Schule". Der Äegenstcmd darf ün Lsiublttt auf die Hv mpromi ßverhauvlungen in der Nationalver- fammlung im letzten Juni und auf die im kommenden hinter zu erwartenden Seratungat über ba8 Reichsschulsesetz besondere Beachtung bean- fprudjen. In dem Redner des Abends, der bei ben Iuni-Lerhandlangen in Weimar selbst eine entscheidende Rolle geipiett hat, hm der Lehre» Dcain einen hervorragenden Staute: des Gegsr- itandes gewannen. Alle lrinwohner unserer Stadt, baten bte Zukunft unserer Schule am erzen , -_ro$r ;u ber Frage: für »der wider die <5inheit4fchule Stellung nehmen will —. besonders a^x< die fich über die EnrwicklunsS- mosnuycitni der Schule ihrer Kinder unterrichten wollen, feien auf ben Nbenb aufmerksam gemach!. **.5)ie ätbeiisgemeiHi cbait i>er lln gepellten Gießens und Umgebung veralte stallet morgen abenb 8,30 Uhr. im Gewerkschafts- Haus eine öffentliche Versammlung mit Der Tagesordnung. Der neue Tarifwer- trag vor feinem Abschluß Naumannfeier. Zum Gedächtnis ihres kürzlich Heimgegangenen Führers Friedrich Nau- mann hatte bte Deutsche bemokrcttische Partei am 14. Oktober zu einer Feier tingelabei-, bie sehr gut besucht war und überaus stimmungsvoll verlaufen ist. Ginge leitet unb geschloffen würbe die Feier mit zwei 1. für b 2 rür k i n)r 6c 1. für 6c ■x -rol i ®d ment \ c) ? 1. fSogotr ;■ Laie- Sitzung der Stadtverordneten. (Fortsetzung des Sitzungsberichts aus der gestrigen Nummer./ Schaukwirlschafrsgcsrkche. Venehurigt werben das (besuch des Frickmch Arnold um Erlaubnis zum Ausschank von Minr- ralwaffer u. Kaffee in dem Mafferhäuschen am Bahnübergang Eche Friedrichstr. u. Wetzlarer Weg, das Gesuch des PH. Hofmann ura Erlaubnis zur Deranstal. hmg von Sinafpielen im Hans Wetzsteinstr. 10 (Neue Well), das Gesuch des Hermann Geibel utm Gaste und Schantwirtschastsbetrieb ün Hanse Äindenplatz 1, bes Fritz Euler im Hanse Hamm- straßc 15, des Josef Schwab im Hause Sahn* hosstraße 76 des Wilhelm Fischer im vanse Bahn- Hofstraße 77 und des Karl Schneider im S>aufc West-Anlage 39 sowie ein fd>on früher behandeltes Bestich Barth um Errichtung einer Laisee- wirtschaft im Sxmfe Lndwigstraße 40. Das Gestrch des Ernst Lebe streit um Erlaubnis yim Kaffee- Ergebnis hänge im wesentlichen von den Bohrungen ab. Wir dürften nichts unversucht lassen, tim Kohlen zu erhallen. Die Berhandlun gen mit dem Westerwald seien auch noch nicht ganz abgebrochen. Weiter bekämen wir Äpb lax von Wölfersheim und könnten vieUcn. rt auch lueldte von der Grude Hägertal bei Ze!! beziehen. — Stadtv. 6iel (llnabb? finite: b?f aifjc , rlusführungen des Ingenieurs Fertsch viel zu op. Stadtv Ebe l Dem. ift für sosvrrige Be-7*mistisch. - Würden sich seine Versprechungen b- I ! / Dauernd Diese Verordnung tritt am 16. Oktober 1 in Kraft. 117 Gießen, den 13. Oktober 1919. Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt) WZ »tast f-W pSs 13 Ä Nk Xtä-ä Wn CUl( ni*t%in tliJJ bei ^nbahVÜ ferss tote AwlMver. ■ » laufet' ?? Sahi. bÄ^MSt' so oaldigeil Sr, V° 3f-n«i, irrausDüNei ®® der ßahchreise H feien. t in 3Zr. 236 JW KM ift ner bei Li-eme "ßungsmög. 4«rd D)tiMüie.i - M Lusfüho ymeias Fertsch tbe ein Zonsor« em Kreise die 'S, Lich, 5nn« 1 Tie Knxedn rhamwer, & befim sich säm- M MM, bi -: Seigeoibn. Aren« i auf kn gauna. sich nichl üllMie! ’to der bereits seit r Grube: bn dem p 7 M'.TTmangt'. : gegriffen wnkn, Serut IngeuieA M in etnu vier rm zu Immen, ft ^mügmriefen toer- trebitbanfl,flb’. Jtsnnte sreiblübvtt ursprünglich« ll erst D)t kurzem 0000 hMui' um M;ir ma tinr i hercmtvetm, W 6 Mitte an den widen erachte. T« lOML erfjtkrn. le Summe belaufe tt ssLWzrusich'^ habe, emMe, ttn >10000 M, für Hart, daß dir srüha sraMloble von sehr ■ bemerk ©etter, datz iflt Tag bK M «ß da elNgeiteM weiteres ?,S:® KS strdna ?st«8 ü?iS>^£ üN?:Ju W ttWL! Sr^ Sr bltt^ Utende chckch KslsZ ilur Stadtem Sßai zögert« ^hei i- :i Mantel Stoffe teBfoDslor'Plakalg! Schriftzeichnerei - •!•»•■, Weber Strebe 87p. Buchführung Steaosr., Hasch., alle Hanbelsfioher. Anmeld-tägL Proap.fr ei Beginn neuer Sadia.- ud Abendkarse Anfang November. Uni Leiterwagen Kastenwagen Ersatzräder Küferei Sommerkorn Bleichstr. 10. 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Das ßebensmittelamt habe nichts unversucht gelaffen, um Kartoffeln hereinzubekommen. Alles scheitere an der Hartnäckigkeit der Bauern. Wenn in Güte nichts auszurichten sei, müsse die Reichswehr ausgebo.ten werden, die die Kartoffeln den Bauern eventuell mit Gewalt aus den Kellern holen würden. Stadtv. Krausmüller (D. Dp.) fragt an, ob es einen Ersah für die als verfallen erklärte Kar- toffelmorke 40 gäbe; diese Frage wird bejaht. Beig. Krenzien richtet an die Kartoffelhändler den dringenden Appell, derartige unsinnige Gerüchte künftig nicht mehr in die Welt zu setzen, und an die Bevölkerung, ihnen nicht ohne weiteres Glauben zu schenken. Ein Stadtverordneter will gehört haben, daß in Langsdorf amtlich ausgeschellt worden sei, daß die Bauern ihre Kartoffeln zurückbehalten sollen, bis höhere Preise bewilligt seien. Stadtv. Beckmann (Unabh.) meint, daß die diesjährige Kartoffelversorgung wohl vollständig zusammenbrechen werde, hauptsächlich wegen der Unnachgiebigkeit der Erzeuger. Es müßten energische Maßnahmen ergriffen, die Vorräte in den Kellern beschlagnahmt und Gefängnisstrafen nicht unter drei Monaten verhängt werden Weiter fragt der Redner, was die Staat zu tun gedenke, um die Bevölkerung mit Brennstoffen zu versorgen. Wenn die Stadt dieser Fratze weiter so verständnislos gegen« überstehe, sei e=> nicht zu verwundern, wenn sich schließlich jeder hole, wo was zu holen sei Beigeordneter Krenzien erklärt, daß in den Deputationen nicht nur geredet, sondern auch mit allen Kräften gearbeitet werde. Er bittet die'Arbeiterführer, die unruhigen Elemente unter ihren An. Hangern zu beruhigen, und glaubt, daß wir durch den Winter hindurchkommen, wenn jeder ehrlich zum Wohle der Gesamtheit mitarbeite. Stadt. Arbeitsamt Gretzen West-Anlage 31, Telcph. 2054. Es können eingestellt werden: a. bei diesigen Arbeitgebern: 1 Schuhmacher, 1 Polsterer, 100 Grubenarbeiter, 6 Schreiner, 1 Schneider, 3Weißbinder, 1 Tüncher, 1 Anstreicher, 1 Lackierer, 1 Steinbauer, 1 Glaser, 1 Uhrmacher, 1 Spengler und Installateur, 10 Maurer. Lehrlinge: 1 Spengler u. Installateur, 1 Friseur, 1 Steiuvauer, 1 Schmied, 2 Schuhmacher, ein Konditor, 1 Schreiner. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 4 landw. Knechte und Arbeiter, 100 Grubenarbeiter, vier Schreiner. 1 Wiegemeister, Fetdbereinigungs- arbeiier, 1 Tapezierer u. Polsterer, 1 Stellmacher, 2 Schneider, 1 Schuhmactier, 2 Stetnhauer. ein Pflasterer, mehrere tüchtige Former, 1 Müller, 1 junger Kaminfeger, 1 Friseur, 3 Elektromon- teure, 5 Zigarren- u. Wickelmacher, 1 Pianist ober Pianistin, 2 Installateure, 1 Spengler u. Installateur, 20 Erdarbeiter. Lehrlinge: 1 Mechaniker, 1 Schlosser, 1 Schreiner. Es suchen Arbeit: 2 Bäcker, 4 Schriftsetzer und 2 Drucker, Kaufleute, Schreiber und :>>eisende Packer, Hauöbnrschen und Auslänser, Maschinenschlosser, Bauschlosser, Mechaniker, 1 Spengler u. Zn itallatcur, Zigarren arbeite r und •nrbei.cvinnen, 3 Heizer, 3 Sattler, 2 Gärtner, 1 Schreiner, ein Müblenbauer, 1 Stetnsormer, 3 Krankenpfleger, 2 Lchmiede,2Buchbinder, 1 Anstreicher, 1 Polsterer, 6 Chauffeure, 2 Motorschlvsser, 1 Glaser, 1 Ober- schweizer, 1 Auwmobilschlosscr, 1 Wächter ober Portier, 2 Maschinisten, 3 Metzger, 1 Hausmeister ober Verwalter, 3 Techniker, 1 Zimmermann, ein Schachtmeiner, 2 Oberkellner 5 Kellner, 1 Zahntechniker, 1 Optiker, 1 Obst- u. Garlenbamechniker. Lehrlinge: 2 Kaufleute, 2 Schlosser, 1 Svengler, 2 Schreiner, 1 Gärtner,2 Schuhmacher, 1 Konditor. Weibliche Abteilung: Es können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: Mehrere Köchinnen, Mädchen tagsüber, Dienstmädchen, Laussrauen und -Mädchen, 2 Lehrmädchen, 1 ältere Haushälterin, Pttyfrauen, perfekte Hausmädchen, tüchtige Alleinmädchen, 1 Flickerin. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 2 landwirtschaftliche Dienstmädchen, Dienstmädchen, eine Friseuse, 2 Kuchen,näd.chen, Hausmädchen, zwei Köchinnen, 1 Haushälterin, 1 einsache Stütze, Mädchen für Haus- und Gartenarbeit, AUein- mäüchen, 1 Servierfräulein in einer Konditorei, 1 Waschmädchen. ES suchen Arbeit: 1 Mädchen wünscht Räben zu lernen, I Wasch- u. Putzfrau, 1 Frau übernimmt Flickarbeit «Heimarbeit', 1 bessere Haushälterin, 1 Hausdame, 2 Mädchen zur Erlernung des Haushaltes.____________________________117818 Unttaheg * irt KSUÄJrs wert die Brthl'eehe Behr.-DreekereL B. Lange. Oleflaa httbrhntcn, so würde das Rrmfnrtitfm ehren fflirr - tiäwrn Reingewinn von 280000 Mi. erzielen. Mehrfach wird von großen K o h n -- schieb un gen gesprochen, in die auch die etabt Gießen verwickelt sein soll. Von verschiedenen Seiten wird sofortige Beschlagnalxme dieser verschobenen Kohlen gefordert. Beigeordneter Krenzien erklärt, daß es sich um Kohle handele, die nur „angeblich" da fein solle- wenn sie tatsächlich vorhanden wäre, würde sie schon beschlagnahmt. — Stadtv. Man n (Soz.) erklärt, daß seine Fraktion für unbedingte Beteiligung Gießens an dem Konsortium sei, auch wenn ine Stadl Geld zusetzen müsse. — Beigeordneter Klingspor findet die Forderung der Mitteldeutschen Ereditbank unbegreiflich, da seines Wissens die Bank den Wert der Kuxe ick. ort längst ab geschrieben habe. Ter Bonk muss, klar gemacht werden, daß sie hier envos tue, das nicht mehr in die heutige .-leit rasse Ter Redner teilte ferner als bezeichnendes Beispiel für unsere Lage mit, daß dieser Tage >0 00 0 Tonnen Ä o hl en an Holland abgrgeben werden mußten, weil keine Beförde- riniasmoglichkeit nach dem deutschen Inlande vor- |-antun gewesen sei. Stadtv. Krausmüller (D. Bp.,>. regt enre größere finanzielle Beteiligt! ng i r c n & an dem Kons.nttum an, um uns auch einen entsvrrchend größevm Teil deS Ertrages -’i sickern. Tieier T.irscklag wird angenommen, x-er als ind-rerflönbiger Vertreter Gieß ms in das Äon- i >’-tinm bestimmte Gaswerksdirettor Stedin g rrirb ennöcktigt, bei Festsetzung der Anteil: der nerfchiebenen Teilhaber für Gießen bis zu 50 000 Mark zu gehen. Der neue Vorsitzende des Wohnungsamtes. Nacktem der Aeltesterrrat zum Beschluß der Wohnungsdevntation Stellung genommen hatte, wird der Stadtv. Mann (Soz.) mit all eit gegen eine Stimme, zum neuen Borsitzenden des Wohnungsamtes gewählt. Er wird getreu die gesetzliche Kündigung angestellt und erbölt als Vergütung 7200 Mk. pro Jahr. Beig. Krenzien betonte, daß die Persönlichkeit des neuen Vorsitzenden eine sachliche Leitung des Wohnungsamtes gewöhrleiste. Mann gebe außerdem feine Stellung als Gewerkfckaftsbeamtcr auf, wodurch er angeblich auch 1500 Mk. an Gehalt einbüße. Behördliche Anzeigen. iioii ktzalisjittvvgsalbcltcv. Dienstag bett 21. VS. MtS., boriu. 9% Uhr sollen für die Felbbsreinigung Ober-Hörgcrn auf dem Amtszimmer der Bürgermeisterei vergeben werden: Los I - III Liefern von Basallbruchsteinen 400 cbm „ IV - VI „ „ Uebergrünbungs- material.......80 „ „ VII.-IX Aufsehen b. Dasaltbruchsteine 400 „ „ X -XII Ehaussierungsarbeiten . . 1620 qm Die Verdingungsunterlagen liegen auf der Bürgermeisterei offen, wohin die Angebote in Prozenten des Voranschlags, verschloffen und mit entsprechender Auf. sckrift versehen, postfrei einzusenden sind. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 11. Oktober 1919. Hessische Kulturinspektion Gießen. .S. Steinbach, Baurat. (117718 Bckauutmachnng. B c 11 : Verkehr mit Brot und Mehl. Auf Grund des Gesetzes betr. Höchstpreise vom I August 11)14 bestimme ich unter Aushebung hei kj her igelt Höchstpreise für den Bezirk der -Stadt Gießen: § 1- Als Höchstpreise werdeit festgesetzt für a) Brot: 1. für den 1-Psnnd-Laib 38 Pfennig, 2. für den 2-Pfund-Laib 75 Pfennig, 3. für den 3-Pfund--Laib 113 Pfennig, 4. für den 4-Pfimd-Laib 150 Pfennig, 5. Brot aus Weizenmehl 00 (Krankenbrot) für das Pfund 53 Pfennig. b) B r.ö t ch e n: mit einem Verkaufsgewicht von 50 Gramm 7 Ps. c) Mehl im Klei»nverkauf: 1. Roggenmehl das Pfund 42 Pfennig, 2. Weizenbrotmehl das Pftmd 45 Pfennig, 3. Bei-enmehl 00 das Pfund 58 Pfennig. 8 2. Tas Verlaussgewicht von Brot und Brötchen muß 24 Stunden nach dem Backen noch vorhanden sein. § 3. Ueverschreitungen und Zuwiderhandlungen werden nach § 80 Ziffer 12 der Reichsgetceide- ordnung für das Ernteiahr 1919 mit Gefängnis bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 50000 Mark bestraft. § 4. Verordnung tritt am 16. Oktober 1919 117778 Stadtv. Otter (Uwabb ) bittet um Maßnahmen zor Verhinderung der in den Volksschulen überhandnehmenden Kleider die b stähle durch Anstellung von Wachen, Absperrung der Korn- bore usw. - Stadw. Krau s müll er (D.Dp.)ver. spricht sich von diesen Maßnahmen nicht allzuviel, da sie praktisch nicht restlos durchführbar seien. Gegen Uhr wirb bie öffentliche Sitzung ge» schloßen. Meteorologische Beobachtungen der Station Gictzcn. spiegelblank Votum Wetter tei 14. 10. 14. 10. 15. 10. nm. abds. vrn. 9.2 6.9 4.6 Nie 6.1 6.2 6.1 bersch 70 83 96 lag: 8 10 10 3.1 mm tags bedeckt Regen nachts Regen Höchste Temperatur am 14.10. — 9.6", 15. 10. — 6.6* Riebrigste „ „ 14.10.-= 1.9°, 15. 10. =4.4" Die beste n. sparsamste Waslhmethote ist bie Verwenbung bes EinweichmittelS „BurnuS", in Verbiudung mit etivas Seife ober Seiseupulver. ^Burnus" wirkt selsttätig schmntzlösenb und greift im Gegensatz zu Bleichsooa bie Wäsche nicht im geringsten an. Während mit Soda behandelte Wäsche Gefahr läuft, grau zu iverben, erscheint Wäsche, die man in ber BurnuSlöiung einweichte, blüteuweitz. ES ist bekannt, baß „Burnus" in kaltem, noch beffer in lauwarmem Wasser aufgelöst wirb unb bie Wüsche in dieser Lösung mehrere Stunden, zweckmäßig über Nacht, weichen soll. Alsdann wird sie nachgesvült unb mit wenig Seife ober Seisenpulver ganz kurz gekocht. Ergebnis: Blütenweise unb unbeschädigte Wäsche bei gleichzeitiger Ersparnis an Arbeit, Feuerung unb Seife. Das Einweichmittel „Burnus", hergcstellt von ber Chemischen Fabrik Röhm fc HaaS in Darmstadt, ist in 50-Gramm-Beutel» überall zu Haven. [10976se Baptistengemeinde, Lonystr. 2 Jeden Donnerstag abend 81/* Ubr Dortrage über bas Markuseoangelium von Prediger Fischer. Betanntmachimg. Ter Plan nebst B au inc r.f sD z r ä: t tf- nis ?, u 'r Anlage von zwei Ucberho- l u n g s a l e i s e n aus Blockstelle B a d n - bürg liegt bis zum 18. Oktober 1919 emsthl. im Stadthaus, Zimmer Nr. 6, offen. Einwendungen gegen das Projekt, welch: sich aus Ansprüche wegen Verlegung und Aend rrmg ösfentlicher Wege, An- und Zufahrten auf Grundstücke, Einfriedigungen, Wasser- und Borf:utver« hältnisse usw. sowie die Herstellung von Schutzvor- ricktimgen zur Sickserung gegen die aus dem Bahnbetrieb entstehenden Gefahren und Nachteile beziehen, sind bei Meidung des Ausschlusses spätestens im Termin vorMbringen. Gießen, den 14. Oktober 1919. 11779 B Ter Oberbürgermeister. I. V.: Krenzien. Gaspreise. Laut Beschluß der Stad ve^ordneten-'V'ersamm' lung vom 13. d. Mts. sind die Gaspreise wie fo.gt festgesetzt: Für Gas zu Beleuchtmrgs-, Koch- und L>erz- zwecken 45 Pst für den cbm, für Gas für Motore und Jndusttiez.-veck.' 41 Pf. für den cbm, für Gas gegen Ao. ausb.Zahlung (Automaten- gas) 45 Pf. für den cbm. Tie Miete für die Messer bleibt bestehen. Gießen, den 14. Oktober 1919. 11780 B Stadt. Gas-- und Wasserwerk Gießen. Steding. Allgemeine LMrailkeiiklisteGiesttN Die noch rückständigen Beiträge zur Krankenkasse unb Invalidenversicherung für den Mona» August 1919 können noch bis zum 30. ds. Mts. ohne Kosten bezahlt werden. Rach Ablauf dieses Termins sind der Einzahlung auf unser Postscheckkonto auch die Kosten beizufügen. Gießen, den 15. Oktober 1919. 11813c Allgem. Ortskrankenkasse Gießen. Der Vorstand. I. A.: Alb. Lentz. Zu kaufen gesucht wird ein Sägewerk, Mühle oder Sabril mit Wasserkraft, Vamps oder elettr. Energie in waldreicher Gegend (hauptsächlich Buchen, Birken). Anlagen, die sich ohne erheb liche Aufwendungen in eine mittlere Fabrikanlage umwandeln lassen, erhalten den Vorzug. — Angebote mit genauer Beschreibung. Preis rc. unter M. M. 4477 an Haasenfteii & Vogler A.-G., Mannheim. n775hv Verkauf Uchluog tffllta! SSTS: Aoholtet Sltilfitte An- u von Lumpen, lalle». Knochen, Papier, Ällaiche«, sebr. Maschinen. 9785 Louis Rothenberger Meneawen 82. Teleph. 178. rislhttihr Nr. 81712 H.Kocheudörffer senior Spandau n7j Kölnische Straße 14. nicht über- bei Eßnußkohlen lHalbmagerkohlen) fu5 die iiaerie’s [11701c Herrentücher bei bei bei bei bei bei Eiform-- unb Steinkohlenbriletts bei Braunkohlenbriketts, Marke Union Mk. Mk. Mk. Akk. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. bei Fettnußkohlcn bei Fcttsttickkollcn und bcftmelicrte 6.40 6.25 6.70 7.15 4.25 7.25 7.15 8.35 8.75 6.70 7.— Mk. in vollen Söidlhrkiie jiit Brrnü- und öcißojse. Auf Grund des Gesetzes betreffend Höchstpreise vom 4. August 1914 unb der Bekanntmacbiung über die Acnderung des Gesetzes über Höchstpreise vom 23. März 1916 bestimme ich unter Aufhebung der Die -nrt2ffkls?rso7Mng. Van den Stadtv. Ebel ?entj und Beckmann (IlSP.) sind An fragen betreffend K o tz- len- und Kartoffelversorgung eingelaufen. Da die Kohlenfrage ausgiebig genug erörtert worden sei, geht Beigeordneter Krenzien sofort zur Kartoffelversorgung über. Er teilt mit, baß die Stadt die nötigen Schritte sowohl bei der Kar- toffelsteve wie beim Kommunalverband eingeleitet habe. Einzelheiten könne er in öffentlicher Sitzung nicht bekanntgeben, da die Verhandlungen noch schweben. Stadtv. Ebel (Dem.) teilt mit, daß ihm heute Vormittag ton glaubwürdiger Seite gesagt worden sei, baß ein breiiger Kartoffel Händler erklärt habe, er habe 600 Zentner Kartoffeln angekauft, die er aber nicht hereinbringen könne, da das hiesige Lebensmittelamt die Einfuhrerlaubnis verweigere. Er bittet um Aufklärung. Beigeordneter Krenzien: Es handelt sich um den Kartto ffelhändler Weisel. Auf Grund dieser Anfrage wurde Herr Weisel heute vom Stadtamt- mann Dr. Seib vern.ommen. Weisel hat dabei er; klärt, „daß keinWort daran wahr sei, daß das städtische Lebensmittelamt ihm eine Einfuhrerlaubnis versagt hätte. Er sei wegen einer solchen überhaupt nicht eingekommen. Es sei wohl möglich, daß er auf alle rdings ungesetzlichem Wege Kartoffeln im Kreise Wetzlar und Friehberg aufkaufen könne. Er müffe den Bauern aber 12 Mark pro Zentner bezahlen, wozu noch 1 Mark Transportkosten kämen." Die Ehefrau Weisel hat erklärt, daß der ihr gegenüber wohnende Willy Fechter ihr gesagt habe, daß ein Herr Reusch von Pohlgöns der Stadt 1000 Zentner Kartoffeln angeboten habe. Die Stadt habe sie aber nicht abgenommen. Deshalb habe er sie weiter nach Saarbrücken verkauf?." Dies ist vollkommen aus der Luft gegriffen. Der Stadt ist kein derartiges Angebot gemacht worden. Anderseits können wir uns aber auch nicht auf solche Angebote einlaffen, da wir den Kommunalverband nicht umgehen dürfen. Stadtv. Otter (USP.) erklärt, daß in der Bevölkerung, besonders unter den Eisenbahnbediensteten, große Erbitterung gegen die Sta dtverwal- tung herrsche. Er wirft der Stadt vor, daß sie durch Rundschreiben die Dauern aufgefordert habe, die Kartoffeln bis zum Frühjahr zurückzubehalten und wofür ihnen weiter ein Aufschlag von 3-4 Mk. für den Zentner zngesichert werde. Dies sei ihm von bei Gasnußkoks (ab Gaswerk) Vorstehende Preise Dcrftcben fl. tragen mit unbedingt ixherea Erfolg unser TSffiaKrSprdnzbarid M DeutschesüektK Paler,l jr« Whtöndg neues System! K Ohne Feder. OtineSchenMrremen Abbildung und Beschreibung kostenlos durch die Erfinder Herm.Spranx, Unter kochen (WürttembJ, Nr. 112. Anthrazit, beste Marken Anthrazit, andere Marken ZechenLoks, grob Zechenkoks, £, II unb III Gasg-rotzkoks lab Gaswerk) Fuhren ab Eisenbahnwagen bis vor das Hans des Käufers ober frei Lager des ^Kohlenhändlers. Tie Preise für Brenn- und Heizstoffe, die streckenweise mit dem Schift und mit der Bahn nach Gießen geleitet werden, erhöhen sich um die Mehrfrachten, die jeweils von der Ortskohlcnstelle festgestellt merben. Zuschläge dürfen erhoben werden: 1. Für das (rirtroerfen des Brennstoffs von der Straße in den Keller 10 Pf. für den Zentner und für das Einträgen 15 Pf. 2. Bei Lieferung in Säcken oder Körben bis zu Höchstmengen, von 15 Zentnern ab Eisenbahnwagen in den Keller 20 Pf. für den Zentner. 3. Bei Mholung von dem Lagerplatz des Kohlenhändlers bis zu Höchstlllengen von 15 Zentnern 10 Pf. für den Zentner. 4. Bei Lieferung in Mengen von mehr als 15 Zentnern ab Lagerplatz des Kohlenhändlers bis vor das Haus 25 Pf. für den Zentner Kohlen und 30 Pf. für den Zentner Koks ab Gaswerk. 5. Bei Lieferung in Säcken oder Körben bis zu Höchstmengen von 15 Zentnern ab Lagerplatz des Kohlenhändlers bis in den Keller 50 Pf. für den Zentner.- Mit schweren Geldstrafen wird bestraft, wer festgesetzten Höchstpreise überschreitet und wer Gme Nrti und Bart erhall., otzne zu färb., b.srüh.Farde, Glanz u.Fugeltdsrische r.bauernb mied. d. mein feit 12 Jahr, bewährt. Balsam Erfolg garant Taus. Dankfchr. 1 Fl. 5,50 M. v. Nachn. Mitt. geg. Haarausfall, p. Fl. 6 M. 'Erfolg iof.) A, Bier, Braunfels a. I>. L seitherigen Höchstpreise für Heiz- u. Brennstoffe: Der Preis für den Zentner darf steigen: der Äusfordernng der zuständigen Behörde tunt Verkauf von Bram- und He^zstLffen, für die Höchstpreise festgesetzt sind, nicht irachkommt. Obcnstehende Höchstpreise erhalten rückwirkende Ktaft für solche Lieferungen die ?rach dem 5. Ok- toter d. Js. erfolgt sind unb bei denen loegen der noch nicht feststehenden Preise ein Pveisoorbchatt erfolgt ist. 117788 Gießen, den 14. Oktober 1919. Ter Oberbürgermeister. I. V.: Krenzien. r Stai'kfädiger Linon, das Stück M. 3.75 x Herrentücher, reinleinen, das St. 5L 4,75 Kindertücher, das Stück M. Ä.S5 | Fritz Nowack, Wäschefabrik van Baerle&Co., Worms n, Kh. Sfr. 1138, | Taschentücher-Angebote | Herren- und Damentücher | Prima Llaoa mit Sohlsaum, das Stück M. 3.25 r wäre. Telephon 2064. Goethestr. 32. 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Lebensjahre. litte f In tiefem Schmerz, im Namen der trauernden Hinterbliebenen Christiane Haubach 1 Gießen, den 14. Oktober 1919. I Unsere innigstgeliebte treue Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Marie Buderus ist heute ihrem schweren Leiden erlegen Im Namen der trauernd Hinterbliebenen Stuttgart (Cannstatter Str. 1811), Wesel a. Rh.-, Gießen, den 10. Oktober 1919 treu 1 i 1 4. 6. Großen-Bnseek, Selten, den 13. Oktober 1919. HTM 1 <1 Fritz Nowack. gesucht. neu 117!« gesucht TOI 11888 unter gesucht. 11798 fi 4 £ Georg Wallen fei». Wehen, Marktplatz 21. fr 19 J. N 4 R u TM ff 'MÄe m Vn Mich lung m der Be bett, al M f -irrten ioll qm W g 9minä *‘3n kommt al hrimir d unbdasA Die Einäscherung fand in aller Stille statt; der Tag der Beisetzung in Lollar wird noch bekanntgegeben werden zum 1. Roodr.. möglichst uiit »benbtoft, gesucht. Schr Slnaeb. unter 11745 an d. Gieß. Anz. erbeten. Die Beisetzung findet statt: Freitag den 17. Oktober, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus. Heute Nacht 2 Uhr entschlief sanft nach kurzem schweren Leiden mein innigstgeliebter Mann, unser treuer Bruder, Schwager und Onkel ZU J. Kilngemcicr Bad Raubeim, fcifaau dwdelZ!« ßtntDiu Junger Hausbursche gesucht. Albin Klein. Süd-Lnlage 21. Für die vielen Beweise wohltuender Anteilnahme bei der schweren Erkrankung und dem Heimgang unseres lieben, unvergesslichen Entschlafenen sagen wir innigen Dank, besonders Schwester Berta für die treue, aufopfernde Pflege und Herrn Pfarrer Barth für die so herzlichen Worte. Marie Scheid geb. Dort Farn. Pfarrer Hoch Farn. Karl Rühl II. Ä-" Wen® M Hoi toitrbt. 1 tfnulti und Seid ud)t. Micha rur iofort ober l. Nov. bei bobem Lahn gesucht. 11770 Krau Strnch Marburger Str. 2. ncniiu^ w\\ ^agtituc i*r»« w ickwarst S Sei” .Kv'SiS Io |ifl t erhebli «eint, b; wutere u ai lassen -d- die. «efct f Sctil Mb s«b Ttrfanb Ttitltt »atm§ iitigw iotrew M 1 NSnnri bachver Krl ntue i bi; nod 'iltete ( oem 3k *»S am San lammh iitenben, •xianttoh bts Ri Frau Georg Buderus, geb. von Bavier Handelskammersyndikus Dr. jur. Armin Buderus Maria Buderus, geb. Gentil. JJfl. verhetr. kl in. Assistent "’** S-Zimnier-Wohnung moal. Nabe Der Äliniten. Angebote unter 016973 an den Gieh. Anz. “Ä^iäbdjeit das selbständig kochen t, für gröberen Haushalt gesucht. Schr. Angeb. uttt. 11/67 an den (Bien. Anz. _____Neinhardstrane 5 Sfranen ober Mädchen zum Dickwurzabschnei^en 1 Zimmermädchen, 1 üauamädchen aes Hotel IZriuz ^arl. 019807 ©leiten. Jit AbloifliiMSk dkS Wirr-Regis. 8V Braunfels a. d. Lahn stellt noch mehrere tüchtige AlM-WsMbkitkl ein. Bewerbungen mit Lebenslauf find umgebend Crigm Copynem herrlick-en Wetter war die Kartoffelernte rasch beendet,- sie ist gut ausgefallen, besonders in den Gemarkungen des Fuldagrundes, wo nach Menge und Beschaffenheit sogar sehr gute Erträge zu verzeichnen waren. Am besten sind die Kartoffeln im sandigen Boden geraten, der ja in unserer Gegend vorherrscht, während die schweren tonigen und lehmigen Böden schlechter entwickelte Knollen zeigten. Diese Böden ließen sich im nassen Frühjahr nur schlecht bearbeiten, so daß die Kartoffeln nur schlecht aufgingen. Vielfach muhten solche Aecker sogar toicber umgebrochen werden. Durch die Verschiedenartigkeit des Bodens kommt es, daß wir neben Ernten von 50—60 Ztr. auf dem Morgen solche von 80-100 Zentner auszuweisen haben. Von der ans anderen Gegenden ae- meldeten Schwierigkeit in der Versorgung der Bevölkerung ist hier nichts zu merken. Die bezugsberechtigte Bevölkerung in Stadt und Land hat ihren Winterbedars größtenteils gedeckt und das durchweg zu dem festgesetzten Höchstpreis. Nur bei freier Lieferung ins Haus nehmen die Landwirte einen geringen Preisausschlag. Heber 8 Mk. und 8.50 Mark pro Zentner finb hier kaum Kartoffeln verkaust worden, ein erfreuliches Zeichen für den Gemeinsinn unserer Landwirte. Wassergeflügel wimmelte, während prächtig; weiße Pfauen an feinem Upar einherstolzierten, imponierte ihr Mar heimlich, aber ohne daß sie es merken ließ,. Nur als man durch die langen Reihen altertümlich' möblierter Gemächer schritt, die Kostbarkeiten aller Art schmückten, echte van ThckS und Canalettos, faroie eine Reche mm master hast ge- nroltat MMenbildern, die von den Wanden des Speisesaates mederschanten, währmd in anderen Räumen Stuckdecken mit GoldteÜten und wmtder- votten eingelassenen Gemälden die Aufmerksam- keit auf nxti zogen, lächelte sie anerkennend. „Ihr habt es hübsch hier auf Rettenegy! So groß, habe ich mir dos Schloß nicht vorgestellt," tagte sie. „Gibt es auch, erroe Gavage für Automobile?" „Nein. Aiama zieht Pferdefuhrwerk vor :mb mag vorläufig von Automobilen nichts wissen." „Schade. Bist du auch kein Freund davon?" „Nur bis zu einem gewissen Grade. Bei unseren ungleichmäßig gehaltenen Wegen hier ziehe ich gute Rassepferde und einen soliden Wagen allerdings vor." Sie traten in die BibliothÄ. Ter große, Helle Raum mit den vielen Fenstern, der kcrssetrerten Tecke und den hohen NüchervegÄen machte einen imponicrenden Eindruck. A«ßerdem enthielt er viele kostbare Seltenheiten an alten Werken, Handschriften und Inkunabeln, die Magnus' Urgroßvater gesammelt hatte. Er machte Evelyn darauf aufmerksam. . ~ .. Sie nickte mit konventroneller Hosttchkett. „Tas mag alles sehr wertvoll fern, aber, ich verstehe nichts davon. Habt ihr auch moderne Steter v - ' ‘..... Die Kartoffdverforgung. X Hanau, 13. Okt. Um die durch den ( Schleichhandel auf das äußerste gefährdete Kar- : tosselliefernng sicherzustelten, hat sich der Kreisausschuß des Landkreises Hanau zu entschei- 1 den den Maßnahmen entschlossen. Jede Ausfuhr , von Kartoffeln aus dem Kreise Hanau, insbesondere nach den Städten Frankfurt und Offenbach, soll auf hören. Um dem Kartoffelhandel, der einen geradezu unerhörten Umfang angenommen hat, wirksam zu bekämpfen, sollen ferner die wichtig- len Straßen, insbesondere die Hauptverkehrswcge nach Frankfurt, scharf überwacht werden. Zur Durchführung dieser Kontrolle sind im Landkreis.' Hanau acht Kontrollposten eingerichtet wordm, die je von einem Gendarmen und mehreren Mann der städtischen Bürgerwehr besetzt sind. Rund um Hanau sind weitere Kontvollstationen errichtet. .Tie den Schleichhändern angenommenen Kartoffeln werben der allgemeinen Lebensmittelversorgung zugeführt. --Siegen, 13. Okt. Zur Bekämpfung des Schleichhandels mit Kartoffeln hat die Bevölkerung Siegens, die durck den Schleichhandel am stärksten betroffen wird, einen eigenen Kontrolldienst auf den Bahnhöfen und den größeren Bauerndörfern des Kreises Siegen und Altenkirchen eingerichtet. Den Schleichhändlern werden in erster Linie Kartoffeln, Fleisch und Butter ab- genonrnren. = Dieburg, 13. Okt. Auf dem 800 Morgen großen Hofgut des Grafen von Schlitz in Georgenhausen richtete die Gutsverwaltung eine Kinder-Arbeiter-Kolonie ein. Die Kolonie, zu der mehrere hundert Schulkinder der umliegenden Dörfer zählen, ist mit der Bergung der großen K a r t of f e l e r n t e beschäftigt. Jedes Kind erhält neben einem kräftigen Mittagsmahl einen Tagelohn von drei Mark. Außerdem darf jeder der kleinen Arbeiter nach Beendigung der Tagesarbeit soviel Kartoffeln mit nach Hause nehmen, als er zu tragen vermag. Beide Teile, Arbeitgeber wie Arbeitnehmer sind mit diesem neuartigen Arbeitsverhältnis außerordentlich zufrieden. # Ans der Wet ter a u, 13. Okt. Es wird uns aus der mittleren Wetterau geschrieben: Bielen Leuten sollt es schwer, für ihre Bezugsscheine ihren Bedarf an 5Kartoffeln zu decken, angeblich wegen der schlechten Ernte. Mag die Ernte ja auch sehr verschieden ausgefallen fein, so ist in manchen Gemarkungen immer noch eine gute Mittelerntc. Tnrchschnittserträge bis zu 40 Mattern auf den Morgen sind keine Seltenheit, besonders in den feuchten Lagen mancher toenurrhingen. Fest steht jedenfalls, daß es vor dem Kriege schon schlechtere Ernten gegeben hat, wobei nicht nur die verbrauchende Bevölkerung anstandslos versorgt wurde, sondern auch noch Berfand in andere Gegenden des Kreises erfolgen konnte. Fest stecht auch, daß viele Landwirte den größten Test ihrer Ernte fingefellert haben, um jedenfalls in späterer Zeit an einen noch günstigeren Verkauf zu deuten. Eine Tatsache ist es auch, daß auch dieses Jahr Kartoffeln in Wenge nach den Städten ausgefüchrt werden konnten und das vielfach über das Quan tu in hinaus, das auf dem Bezugsschein angegeben. Tie minderbemittelte Bevölkerung der Landorte selbst hat zum Teil das Zusechen und bemüht sich oft vergebens, ihren Bedarf in der eigenen Gemeinde zu decken. Was ist schuld daran? Ten Leuten im Torfe kann man nicht gut mehr ab» nehmen, ckls durch den Höchstpreis von 7,25 Mk. festgesetzt ist. In der Stadt erhält man aber bedeutend höhere Preise. Tie Regierung müßte mit allen Mitteln gegen diesen Wucher vorgehen, der große Gefahren für unsere innere Ruhe in sich birgt. Am besten bewähren sich vielfach die großen Güter. Einmal verfügen sie, was nicht abge- teugnet werden soll, infolge der besseren Bedün-i gung der Aecker meistens über bessere Erträge als die kleinen Bauern und Selbstversorger. Tann aber sind sie sich in ihrer Mehrheit ihrer Pflichten gegenüber der Allgemeinheit voll bewußt. In anerkennenswerter Weise sind von diesem Wichtbewußtsein auch eine Reihe von Gemeinden erfüllt olliefen. Es sei hier atS Beffpiel nur Södel genannt, wo kein Landwirt eher Kartoffel aus- fütyrte, ins er an seinem Teck dazu beigetragen hatte, zunächst den Bedarf der versorgungsoerech- ttgten Bevölkerung ry der eigenen Gemeinde zu decken, trotzdem in Butzbach, Bad-Nauheim und Friedberg verlockendere Preise winkten. Tie großen Güter, denen es vieHach an ^beitePrüften sohlt, knüpften an die Lieferung zmn Teil jedoch die Bedingung der Mithilfe bei den Feldarbeiten., So gibt z. B. das Gut in Wissels heim für das Ausmachen eines Morgens Zuckerrüben vier Zentner Kartoffeln. ______________ w ein anftMtb- . geiitd in mi-“* 2?. ^^5esy£h6i !KM XU. Endlich lag Retteuegg v)r bau Anksmm^ideai. Sck.on wälzend man durch bfe kurze, schnur- gcrobe Liiidenallee fuhr, hatte Evelyns Blm mit stolzer Anerkennung ben prächtigen^ meitkauftgen Renaiffancebau überflogen. Unter dem zweistöckigen Gebäude ragt? ein kleiner Uhrturm aus, von dem eine Fahne m den Sanderfelder Farben 'wehte. Vor der Rampe gab es einen bveitrn Ktes- platz mit Blumenrabatten, aufbem ktevie Mädchen aus dem Berdstettner Kmderasyl, das die Grrffrn gegründet hatte und erhielt, Spalter für W, Ankommenden bildeten. Etwas weiter rechts vor dem Eingänge zmn Wirtschaffshof stand die Dienerschaft ^ufgAellt, intb unter dem Glasdach am Portal die Grunn nrit Inspektor Riese, der Mamsell unb einem jungen, blonden Hünen, den Evelyn nach der B- schreibnng sofort als Maignus' beste« Frmnd Harald von Walkern erkannte. T§r Siegfrieds topf mit den treuherzigen blauen Augen war wirklich nicht zu verkennen. Und alle riefen nun „Hoch! und „Willkommen!", während der Wagen die Rampe lwwn- fuhr und irgendwo auf einem nahen Hagel möblier Sad sah ja sehr feudal aus. Evelyn konstatierte bemebtgt bei sich, daß man ein? „Komtesse" auch nicht würdiger hätte empfangen können, und ihr Selbstgefühl hob sich noch bedeutend. Ter weitläufige Park mit fernen herrttchm alten Baumbeständen, dem Blumenparterre unter Der großen Terrasse, die an der Rückfront vom Spciiesaal hinausging, dem Springbrurnen und dem großen künstlichen Deich, m dem es von Turneu. -m. Birklar, 13. Okt. In einer gestern hier veranstalteten Versammlung wurde ein Turnverein gegründet, dem sofort etwa 80 Mitglieder bei trat en. Es wurde zur Wahl des Vorstandes gefdjritten, der sich urie folgt zusammensetzt : 1. Vorsitzender: Lehrer Kttausgrill, 2. Bors.: Bürgermeister Müller, 1. Schriftwart: Gärttier Hrch. Müller, 2. Schriftwart: Polizeidiener Wagner, Rechner: Karl Engel, 1. Tum- wart: Wilh. Müller, 2. Turmvart: Wikh. Reuscki- ling. Außerdem wurden 3 Beisitzer gewählt. Tie Gründung des Vereins wurde hier als eine Notwendigkeit zur Stärkung und Kräftigung der In- 21 tt» Stadt im6 Land. Gießen, den 15. Okt. 1919. Wiederaufnahme des Fortbilduugsfchul- unterrichtS. Um Zweifel zu beseitigen, wird daraus aufmerksam gemacht, daß im kommenden Winterhato- iahr der Fo r t b i l d u n g s s chu l un t e r r i cht i m v o l l e n U m f a n g wieder ausgenommen werden muß. Fortbildungsschulpflichtig itnb die drei »er 1917, 1918 und 1919 entlafimen Volksschüler. Befreiung einzelner Jahrgänge rote in der ttriegszeit ist nicht mehr zulässig. An dte intern Arbeitgeber und Lehrherren und die ganze Bevölkerung ergeht die dringende Sitte, die Maßnahmen der Fortbildungsschule in jeder Hm licht zu unterstützen, Schulversäumnisse itnb Disziplinwidrigkeiten unter allen Umständen zu verhindern und einen geordneten Schulbetrieb zu ermöglichen. Die Bildung unserer Jugend weist solche Lucken auf und die Bande der Ordnung sind so gelockert, daß die Eckzelnen freubig die nötigen Opfer bringen müssen, die das Gesamtwohl erforbert. ♦* Personalnachrichten. Die Ernennung des Vorstandes des Finanzamts Darmstadt I 'Geh. Finanzrats Otto Stroh zum.vor- tragenben Rat bei bem Ministerium der Fman- ten wurde auf seinen Wunsch zuruckgenommen. ** Diebstähle. Am 11. d. Mts. wurde in der Mäusburg ein Fahrrad, Marke „Görtcke" Modell 50, mit der Fabrtknurnrner 468 584, schwarzem Rahmenbau und verrosteter Lenkstange gestohlen. In der Nacht ium 13. d. Mts. fielen in verschiedenen Kellern Einbrechern mehrere Flaschen Wein und Sekt, Marke Bodenheimer-Leimen, Deidesheimer - Straße, Oppenheimer-Sackträger, Türkheimer - Frohvf - Rießling mehrere Topft Schweineschmalz, mehrere Dosen eingekochtes Fleisch (Corned beef in englischer Packung), 2 A*t Sardinen unb etwa 150 Eier zum Opfer. Da sich in letzter Zeit die K e l l e r d i e b st ä h l e erheblich mehren, so wird darauf knnge- wiesen, die Keller gut zu verwahren unb insbesondere über Nacht die Kellerfenster nicht osten mi lassen, wie dies bei den letzten Diebstählen der Fall war. , . -d- Aus Anlaß ihres 64jährigen Stiftungsfestes hielt am vergangenen Samstag die Freiwillige Gailsche Feuerwehr einen Familienabend im (Safe Leib ab. War es dxh feit 6 Jahren das erste Mal wiedw, daß sich die Wehr mit ihren Angelwrigen zusam- menfanb. Das reichhaltige Programm des Abends ivies neben der Begrüszungsansprackte des 1. Hauptmanns C. Wenzel noch Gesaiigsv^rttäge des Ge- jangvereinS „Heiterkeit", komische Borträge des Kameraden Meinhardt, Denorsolis von Kamerad Weiß unb Freiübungen der Stützhantelrieg? des Männer-Turnvereins auf. Branddirektor Braubach verlieh namens Der Stadt noch den Kameraden Karl Frainz unb Heinrich Trechsler für 15jährige treue Dienste Ehrenurkunden. Das sich nunmehr anschließende Tänzchen hielt die Anwesenden noch bis nadi Mitternacht zusammen. Den Abschluß l ildete am Sonntag nachmittag ein Ausflug nach dem Restaurant „Germania". ** D e r Evang. Arbeiterverein hielt am Samstag im Vereinslokal eine Hauptversammlung ab. Nach einem Bericht des Borgenden, Sekretär Kirchner, über die in, Frankfurt veranstaltete Delegiertenversammliing des Mittelrh. Verbands Evang. Arbeitervereine, fand eine eingehende Aussprache über das wettere Verbleiben des Vereins im Verbano statt. Es wurde beschlossen, aus dem Mittelrh. Verband auszuscheiden, dagegen Fühlung mit dem Gesanttverbanb zu suchen. Beziiglich der Beitragsregelung des Vereins wurde vereinbart, ab 1. Januar 1920 eine Erhöhung auf 1,50 Mark pro Vierteljahr (einschl. Vereinszeitung) em- Vtreten zu lassen. Frauen und jungen Mädchen soll gegen Zahlung von 1 Mk. lährttch die Möglichkeit gegeben werden, ordentliche Mitglieder des Vereins zu werden. _ . , _ . , " In denSchwarz - Weiß - Lichtspielen kommt ab heute das Detektiv-Abenteuer „Das Geheimnis der Villa Osborn oder nur ein Zahnstocher" und das Lustspiel „Tin gesunder Junge" zur Aufführung. Hessen-Nassau. = Frankfurt a. M„ 14. Okt. In einer 'Konferenz, an der Vertreter der Regierung, der Handelskammer, des Lebensmittelamtes und der Preisprüfungsstelle teilnahmen, wurde über bie Befchlagiiahinungen der aus dem besetzten Gebiet durch Schleichhandel eingeführten Lebensrnittel beschlossen, daß bis zum 25. Oktober nur noch solche Waren aus dem besetzten Gebiet eingeführt werden dürfen, deren Ankauf nachweislich bis zum 11. Oktober getätigt wurde. Nach dieser Zeit wird vom Wucheramt keinerlei Rücksicht mehr auf die Ware genommen. Was nach diesem Termin eingeliefert wftd, verfällt der Beschlagnahmung. eine eingehende Aussprache, doch kam es zu keinem Beschlüsse. Es wurde bann noch der Antrag U stadt und Gen. betr. dieFörderung der landwirtschafkl. Produktion behandelt. Der Direktor des Landesernährungsam- les Neumann gab eingehenden Aufschluß über die derzeitige Lage und machte Vorschläge, die morgen zur Beratung kommen werden. Der Antrag wurde auf Grund der Regierungserklärung für erledigt erklärt. Die Kohleufragc. Berlin, 15. Okt. (Wolff.) Die Kühlen- Versorgung ist in ein sehr ernstes Stadium getreten infolge der Zwangslieferungen von Brennstoffen an die Entente, die in weit höherem als vorausgesehenem Maße erfüllt werden müssen. Durch den seit Wochen anhaltenden Eisenbahn-i mangel und den niedrigen Wasserstand des Rheins können in nächster Zeit neben der Eisenbahn mir die Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke, bet' Hausbrand und bie allerwichtigste Lebensmittel-, vndustrie bedient werden. Auch die Belieserunq dieser volkswirtschaftlich allttroichtigsten Betriebe kann nur in beschränktem Umfange erfolgen. Sobald eine Besserung der Lage einttitt, wirb bieiq Einschränkung der Kohlenlieferung sofort wieder aufgehoben werben. Es werden alle Mittel angewendet, um auch den in privaten Händen ruhenden Rheinschiffahrtsverkehr, ähnlich wie dies bei der Eisenbahn geschieht, zu stärkerer Drosselung in der Beförderung von minder dringlichen Gütern zu veranlassen, um dadurch Schiffsraum für den Kohlentransport freijubrfommen. Dewet für Zurückgabe der deutschen Kolonien. Amsterdam, 15. Okt. (WTB.) Das süd- afrilanifd)e Blatt „Burger" veröffentlicht ein Schreiben des Generals Dewet, in dem dieser leidenschaftlich gegen die Besitzergreifung von Deutsch-Südwest.- unb Deutsch-Ostafrika durch die Union Einspruch erhebt. Dewet nennt bie Eroberung dieser beiden deutschen Kolonien ungesetzlich unb erklärt, solange sie im Besitze bes südafrikanischen Volkes seien, würben sie wie eine Feuersbrunst wirken. Tewel appelliert an das afriürnische Volt, daß, beide 5lolonien ihrem rechtmäßigen unb gesetzlichen Besitzer zurückgegeben werden. d'Annunzio schwer erkrankt? Versailles, 15. Okt. (WTB.) Die „Chicago Tribüne" meldet, daß d'Annunzio schwer erkrankt sei und die Absicht habe, nach,Rom zu gehen, um die Aerzte zu konsultieren. Es sei möglich, das; es sich hier um ein Manöver handle, das bestimmt sei, dem nationalisttschen Vorkämpfer den Abzug von Fiume zu erleichtern. Wilsons Erkrankung. Amsterdam, 15. Okt. (Wolff.) Wilson verbrachte infolge Schwellung der Prostata-Drüse euie unruhige Nacht. Das Mgemeinbefinden ist .gut. . . Erfolge Demkms. Rotterdam, 15. Okt. (Wolfs.) Saut „Nieuwe Rotterdamschen Courant" meldet D e nekin .daß seine Truppen in erbittertem Kampfe Orel (200 Kilometer südwestlich von Moskau) gekommen, 18 rate ^Regimenter, die sich ihnen entgegenstellten, geschlagen 3000 Gefangene gemacht und 4 Geschütze sowie mehr als ‘20 Masch.-Gewehre erbeutet hab:. Kvowic wurde besitzt. In der Ukraine schilug Denikin die 9. Tiviswn Petliuras bei Kiew itnb besetzte zwei Dörfer. Tie Bolschewisten melden aus Jamburg, baß sie diesen Ort nach heftigem Kampf erobert haben.. Berliner Proleftversammlungen. Berlin, 15.- Okt. Die zu gestern abend einberufeneu Prote st Versammlungen gegen den Belage rungszu st and verliefen im allgemeinen ruhig. In einer der Versammlungen erklärte Adolf Hoffmann, ein Zusammengehen mit der Mehrheitspartei müßten die unabhängigen Sozialisten ein für alle Male ablehnen. Ihre Hauptwaffe sei der Streik, durch den die Regierung gestürzt und die Herrschaft des Proletariats aufgerichtet werde. Die Auslieferung Leviens verweigert. Berlin, 15. Okt. Wie dem L.-A. aus Wien berichtet wird, erfährt der „Morgen" vom Staatsamt Der Justiz, daß dem Begehren der bayerischen Regierung um Auslieferung Leviens, der in Wien verhaftet wurde, nicht entsprochen werden wird, weil es nicht in den Intentionen der österreichischen Regierung liege, politische Verbrecher auszuliefern. „O ja. Mama liest sehr viel unb kauft jährlich an, was van Bedeutung ist. Hier stehen die neueren Sckaiftstelter." Evelyn trat an das Regal, las eimge Nam.'u und wandte sich dwm mit enttäuschter Miene ab. Ein beinahe mokantes Lächeln umz-uckte ihren Mund. Dahn, Ebers, Wildenbruch, Sudermann, Bftr- bäum, Hartleben usw. — na ja, das hatte man sich denken können! Tie moderuen Franzasm waren nur schwach vertreten, Nietzsche — Evelyns Liebling — fehlte ganz. Man durchschritt bann noch einige Räume, die Magnus persönlich gehörten, ift Wiener Interieur^ stil, mit Tier- unb Jagdbildern von Pausinger geschmückt, unb kam zuletzt in die Kapelle, e-te war nicht groß, mit Teppichen belegt, enthielt Samtsessel und eine sehr yW< Kopie der eir> tina als Altarbild. In den Wandunchen standen Heiligenstotuen und Blattpflanzengruppm. Das Licht fiel, durch Glasmalereim gedämpft, herein; herrschte ein stimmungsvolles Halbdunkel, aus dem in iitoemer Ampel vor dem Altar das ewig: Licht leuchtete. Magnus fühlte pch immer ergriffen, wenn er den Raum betrat. Hier waren seine Eltern getraut, er selbst war hier getauft warben, hatte dos erste Abendmahl empfangen unb später di: Fftmimg. Ter Katafalk seines taten Vaters hatte hier gestanden, und nun fällte in diesem Staunt auch Evelyn ihm die Hand zum ewigen Bunde rcichien. Alle feierlichen Momente seines £'ebenes konzentrierten sich in der Heinen Schloßkop.'lle. Er nahm den Hut ab unb sprach unwillkürlich mit gedämpfter Sttmme, 'rote er gewöhnt war, als w- der gute. 'Zfeberc^ll zu. hxzben.. Achtung! Achtung! OC XX 11792c Der Borftand. Cafe „Einhorn“ Lindenplatz *1. Äm-k!S-lWck Beltereweg 81 Progranm rJittiocä, 15.OKI bis Inti. Freitag, 17.Oki Das Geheimnis der Villa Osborn oder: Nur ©in Zahnstocher Großes Detektiv • Abeiteaer von dem berühmten Bet Alheim in 4 Akten. Ein gesunder Junge Lustspiel in 3 Akten. In der Hauptrolle der Vgr| Ploffp bek rheinlxeheKoeiker •'<*’1 r Killt; Ab Samatag das große Film werk Morgen Donnerstag: Waffeltag aus der Hardt. Heute Mittwoch °198” © Operetten-Abendj Verein d. deitechen demokr. Parlei. Der Gietzener Lehrervereln hat unsere Mit- atneder für Donnerstag bett 16. Oktober, abends 80« Uhr. au einem Vortrag über „Das Schul komvromitz und die Zukunft der beifischeu Schule^ cingeladen l^otel Giuhoru). Wir bitten um zahlreiches Erscheinen. | Bund zur Pflege von Musik und Literatur Mittwoch den 22. Oktober 1919, abends 8 Uhr im Saale des Gesellschaftsvereins, Sonnenstraße: Literarischer Abend Cäsar Flaischlen Vortrag eigener Dichtungen in Vers u. Prosa Aus dem Programm: Im Sturm der Zeit (einzelne Gedichte), Sommer und Herbst am Meer (Lieder und Stimmungen), Kunst und Leben (Prosa und Kritisches), Heiteres. Eintrittskarten zu M. 4.—. M. 3-— u. M. L— (unnummeriert) im Vorverkauf in der Musikalienhandlung von E. Chailier und abends an der Kasse. Staden len karten anr im Vorverkauf beim Hausverwalter ______zu M. 1.50 gegen Voraeigen der Ausweiskarte.______________11812D ■ — Donnerstag den 23. er. und Freitag den 24. er.. abends 8 Uhr, Hotel Einhorn, Experimental-Psychologe | PASQUEEL-BARY | II. Abend: Was ist Okkultismus? Gibt es ein Schickaal? — Das Labes sack dem Torte. — Wo sind | I unsere Verstorbenen? — Der Verkehr mit der übersinnlichen Welt — ■ Spiritismus. — Der Betstar-Schraibapparai (Verrtkrnse). — Tisch- | rücken. — Geister-Manifestationen u. Geister-Photos. — Was ist der ■ I Traum? — Der Mensch u. seine Körper. — Sind Gedanken sichtbar? ? (Experimente). — Erkenne dich selbst! n. a. a II. Abend: Praktische Menschenkenntnis, mit * Vorführungen. Sehr lehrreich! IOrapkelegie (Haailsohriften-Dentieg). — Was verratea ins die Hand- a Linien? — Ist es möglich, etwas Aber die Xakanlt sa tagen? — Die 8 Astrologie. Im Dienste der IrstL Diagnose. (Wichtig Ztr iüedlxiner und I ILalenI) — Was haben wir vom Karlenl&gen za halten? —Die Psychometrie | (Heil- n. Fern-Sehen, FernHthlen) in der prakt. Menschenkenntnis u. a. Q I Karten im Vorverkauf zu 4, 3, 2 u. 1.50 Mk. in Busch’s Musikhaus. 0 Studierende gegen Ausweis Vorzugskarten. 0,eee* | Donnerstag den 16. Oktober, abends Sl/4 Uhr im Hotel Einhorn: öffentlicher Vortrag Das Zchulkompromiß und die Zukunst der hessischen Schule. Redner: Der Präsident des Landesamts für das Bildungswesen Professor Dr. Strecker. Aussprache. ii72oc Gietzener Lehrerverein. Gießener Kqnzert-Verein Sonntag den 19. Oktober 1919 nachmittags 5 Uhr in der Neuen Aula der Universität: ZWEITES KONZERT FrankfurterMadrigalVereinigung Leitung: Fräulein Margarete Desoff. Programm: Weltliche Gesänge von de Lasso. Hasler. Donati. Gastoldi und andere. JX Eintritt»karten: 5.—. 4 —, 3.— und Mark im Vorverkauf bei Ernst Cballicr. Neuen weg 9 und abvjtis an der Kasse. Studentenkarten, (nummeriert) Mark 1.50 nur iinA'or verkauf gegen \ orzeigung der Ausweiskarte beim Hausverwalter der Universität. OefTnung dee Saale» 4 , Uhr. 11687c f " \ Konservatorium für Musik Marburg a. d. 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Hano Labnttrane 14 2x6 Zimmer mit Zubehör, einem neuer« bauten Stalle und 2x2Zimmer mit Zubehör alS: Nur 88 Nr. 264 befreite 789 qm Nnr W Nr.Aiö Grab- garten 1071 qm Nur 88 Nr 272 Grab garten 383 qm Flur:« Nr. 283 Grab- garten 139 qm 1210 qm Grabgarien liegen an zwei Strahen- fronten und können als Bauulave Berwendung finden, ^ehtered Anwesen eignet fuh besonders zur Errichtung einer Fabrikanlage. Die Bersteigernngsbe- dingungen liegen auf dem LrtSgerichtübureau offen. Wietzen, den 9. Oktober 1919. 11640B I. SL: Leo. Lrtvgericht-umnn. Gründlicher Vioten-Gello-Öntemchl wird erteilt, sowie Nack bilicttunden in sämtlich. Lachern der Mnfik. Schr. Ängeb. unt. 019836 an den Lietzener AnAeiger erdet. Anmeldungen zu dem begonnenen Tanzkursus nehme noch jederzeit ent* etam Prag Lo se Dsuster. oi»m» Marktvlatz 23III. Guter Mittag- u. Abendtisch Gattbaud Sauer am OSwaldSgarten. ohihent 1. 'Jiou. vrioat. Mittag-"°KAben!r' Usch Schristl. Angeb. m. ll|U|. Preisunt.919833cn den Gietzen. 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Donnerstag den IG.Ch tobet 1919 ibds. 8 Uhr lufitrorörntlidit StuttilJtriiinimlung Um vollzähliges (rr* scheinen bittet 11783 Der Vorstand. Statt Aorten. Vermählte 11765c Der Boritand. 2. Karl Hanns Leib Käte Leib geb. Sitte Meiningen ((Erneftinerftr. 1), Oktober 1919 eieeta 3. 4. 5. 6. Die Kameraden werden zu der Herbst - Mitglieder - Versamiolong ans Samstag, IS.Cftober 1919, abends 8 Uhr, in» neue Vereinslokal (8hm Pottkeller) hiermit eingeladen. — Tagesordnung: 1. Bericht: 2. (LrgänziingSwahl deS Gorttanded, 3. Lericht über da» WohltätigkeitSsest;4.BerschicdeneS Um recht zahlreiches Erscheinen bittet Gießener Radfahrer- Verein 1885 e. V. Donnerstag bett 16. Cft, abendS 8*, ubr im Berew» lokal „Qeiftftfter Ooi“: taplimaelfflj. 1. Bericht des BorttandeS Bericht und Rechnungsablage de» Zahlmeitter^, Entlastung desselben und des Verstände». Wahl zweier Kalsenrevisoren u. deren Vertreter. iZestseinmg des Voranschlag» für das kommende Wahl des Vorstände». t