10568 liill ibelfabrik hularten. Arbeitsstunden. i 1. Oktober. iebigstraße 46. r. 1K!, Fernruf 2075. lo*csif26 ff RIA ■nisnahme, daß rs ncucn Ge- lttes stattfindet, ^teilte Kuchen stens gesorgt, Zuspruch zo Überträgen. Gerant T6iepb4n lüAiito jeder Holz- L.UUUUVH umj Stil art en. le «ehr lohnend. 187br Siricklumpen ü-Jollabiällt tauf, zu d. höchst. Äreife 1« ISckÄW -U bei! höchsten AK Hleichzeistg emvf. mich । ScuBfii nnb Spinnt; e »wr 2 iw 8? t ®»s'S:r m* an den en itn inb «S- ei- >cS t" in der UE'Leiau'M^ iKeweive>„tz-ii. VxfX&JSt** «T Witwer *« flc!darbeiter,llbmachk mit 'lottgeb-ZeM'N mit eogl. Schlem Snwe obneSinb(rLtij oou'30-45 dabv/n^- fuai Heiratbek.rn» Diskret. EbttnMM ivetfloS- Lcbr.Ang^ -OM i"" *' !‘S»& Verloren SH ^trtCT» bar und i£»M sfe* W -'S! ft ch fr &■ ? m dingt vertrauen. tb itv w T trotzdem abgefahren, währe,rd „Dante Mighieri" im Hajen verbleiben muhte, weil die Heizer die Maschinen beschädigt haben und dann desertiert sind. Es bildete sich ein Demonstrativns- S ug, an dem sich auch die entflohenen Matrosen und Offiziere beteiligten. Nach dem Umzug richtete ein Panzerautomvbil seine Maschinengewehre aut'das Gouvernemerrtsgebäude. Tie Manifestanten verkündeten nach der Besetzung des Gouvernement spalastes die Annexion Fiumes durch I t alie n. Heute ist der englische Kreuzer „Cardiff" aus Malata in Fiume cingetrosfen mit 500 Mann, die zur Aufrechter Haltung der Ordnung in der Stadt bestimmt sind. Tie Verwaltung Fiumes wurde d'Ammnzio übergeben, der die Annexion Fiumes namens Italiens verkündete. Nr. 215 Ter rietzener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Bezugspreis: monatt. Mk.1 60. vierteljährlich Mt. 4.80; durch Abhole- il Zweigstellen monatl. Dlk. 1.50; durch diePostMk.4.50piertel- jährl. ausscht. Bestellq. Fernsprech - Anschlüsse: lürdieSchristleitungllZ Berlag,Geschästsstelle51 Auschrist sürDrahtnach- richten: Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: Frankstirt a. M. U686 Eine türkische Anleihe. London, 15. Sept. Wie die „Köln. Ztg." meldet, verhandelt die Türkei mit einer britischen Bankgruppe über eine Anleihe von 18 Mill. Pfund Sterling, bei der die Krondiamanten als Unterlage dienen sollen. Amerika und Japan. Amsterdam, 13. Sept. (WTB.) Dem Pressebureau Radio zufolge meldet die Associated Preß aus Tokio, Japan warte auf die endgültigen Aktionen des Senates der Vereinigten Staaten. Die japanische Regierung sei geneigt, die Anwesenheit der halben Flotte der Vereinigten Staaten im Stillen Ozean mit der Lage inSchantun g'in Zusammenhang zu bringen. Eine interessante Wahl in England. London, 13. Sept. (WTB.) Bei der Ersatzwahl in Widnes wurde der Arbeiterführer Henderson mit 11 404 Stimmen gewählt. Ter Koalitionskandidat Fisher erhielt 10 417 Stimmen. Bei der Wahl im Jahre 1918 schlug der Koalitionskandidat Walker den Arbeiter- tändidaten mit einer Mehrheit von 3694 Stimmen. haste oder unentschiedene Haltung cinnehmen. Wir müssen uns in diesem Falle auf die Antwort „Feind" einrichten, denn die Ereignisse werden mit solcher Schnelligkeit verlaufen, daß wir nicht warten können. Habe ich dagegen die GSvißheit, daß die Antroort „Freund" bleiben wird, so gilt mir hierfür das Wort eines Ehrenmannes mehr, als geschriebene Verträge. Ich würde ihm unbe- Wien, 14. Sept. (WTB.) Tas Laibacher DorrespondenÄ-burcau meldet ausFiume- Gestern ibrgen die letzten italienischen Abteilungen aus Zäume ab, und die italienischen Kriegs- 'chlffe ^Dantelighieri" und „Emanu- ; ete Fil ibertv" erhielten den Befehl, den Hafen äs verlassen. Schon ut der Nacht vom Tvnners- Die Letten und die Bolschewisten. Mitau, 13. Sept. (Wolff.) Am Freibag abend wandte sich der Kommissar des Auswärtigen der russischen Räteregierung, Tschitscherin, in einem Funkspruch an den lettländischen Minister des AeuHeren, mit dem Vorschläge, die Kriegsvperationen einzustellen. Eine Niederlage der Koltschak»? Amsterdam, 13. Sept. (WTB.) Drahtlos wird aus Horsea gemeldet: Aus Moskau traf die Nachricht ein, daß die südliche Flanke des Koltschin k s ch e n Heeres umzingelt wurde und oaß die Bolschewisten hierbei 12000 Gefangene machten. Eine Abordnung der Freiwilligentruppen überbrachte den Bolschewisten ein Friedensangebot. rück. Um festzustellen, ob dies zufällig war, ließ ich eine diesbezügliche Aeuhernng fallen. Der General ging aber darauf nicht ein. Ich habe daher den Eindruck, daß dies mit Ueberlegung geschah und genau mit der Aeußerung zusammenfältt, die der General darauf tat, nämlich, daß Deutschland zur Zeit durchaus mcht eine Allianz oder Militärkonvention wünschte, sondern nur Gewißheit darüber, daß wir nicht mit England gehen und ernstlich für unsere Neutralität kämpfen wollen. Die Dokumente enthalten dann noch zwei Briefe M oltkes an Hauptmann Lütten. Der erste ist vom 27. März datiert mü> besagt u. a.: Den Befürchtungen, die Sie aussprechen, daß die augenblickliche Mißstimmung ungünstig aus die von uns beiden verfolgten Ziele einwirken könnten, kann ich nicht zustimmen. Solche kleinen Vertraulichkeiten können immer vorkommen. Man darf ihnen keine zu große Bedeutung bcimes sen. Tas, was wir besprochen haben, steht auf einem andern Boden, und zwar auf demjenigen, der durch die gesamte europäische Politik geschaffen wird, bei dessen Beurteilung es sich um Krieg und Frieden, um alle Lebensinteressen der Staaten, um die Frage, ob Feind oder Freund, handelt. Das, was wir abgemacht haben, würde auf schwachen Füßen stehen, rvenn es von der augenbliÄichen Mißstimmung wegen der Grenzschikanen abhängen würde. Hier sprechen doch auch andere schwerwiegende Interessen mit. Ich würde es den dänischen Heimen keinen Augm- blick verdenken, wenn fie auf Grund reiflicher Ueberzeguung zu der Ansicht kämen, den Anschluß Dänemarks an die voraussichtlichen Gegner Deutschlarrds als vorteilhafter für ihr Land zu halten, als ein offenes ehrliches Zusammengehm mit Deutschland. Jeder ist dafür nur sich und seinem Lande verantwortlich. Hat Dänemark sich aber in anderem Sinne entschieden, so kann es nickt durch Reibereien zwischen Zollbeamten und Gendarmen anderen Sinnes werden. Sollte man das ann-ehmen, so würde jede Sicherheit und j-d's Vertrauen anfhören. Im zweiten Briefe, der vom 7. Mai 1907 datiert ist, heißt es: Sie wissen, daß ich immer betont habe, das Einzige, was wichtig ist, wenn der Kriegsfall einmal errckveten sollte, eine klipp und klare Antwort auf die Frage ist: Freund oder Feind. Weiter ist nichts nötig. Daß es eine direkte Lüge ist, wann behauptet wird, Deutschland will Dänemark zu einem Offensivbündnis gegen England veranlassen, wissen Sie ebensogut wie ich. Wir müssen uiks aber darauf einrichten, daß uns einmal aber ein Krieg au^gezwungen werden könnte. In dem Falle müssen wir wissen, wie sich per Nackbar vor unserer Tür zu irnS stellt. Dänemark würde nur einen verhängnisvollen Fehler machen können; der wäre: Eine zweifel- Bericht Lütkens über ein Gespr äch mit Moltke a m 18. Februar 1903 am Bord des Schlachtschiffes „Preußen" heißt es: Das Gespräch dauerte eine gute halbe Stunde und wurde gewissermaßen vom General allein als Monolog mit kurz eingeworfenen Fragen Lütkens geführt. Moltke erklärte u. a.: Ich will zu Ihnen frei sprechen. Ich nehme an, oaß Sie strengste Diskretion der Öffentlichkeit gegenüber bewalxren. Wir wollen, ivas wir nun sagen, als Pourparlers betrachten, die niemals bekannt werden, selbst wenn wir einnral einander gegenüberstehen sollten. Was ich Ihnen jetzt sage, ist das Ergebnis eingehender Gespräche zwischen dem Kaiser, dem Fürsten Bülow und mir: Ich kann Ihnen gleich sagen, wenn Sie irgend befürchten sollten, daß wir im Sinne haben, die bevorstehenden unrrchigen Verhältnisse zum Angriff auf die Selbständigkeit Dänemarks auszunützen, so ist dies unbegründet. Wir denken nicht an 'uch eine regelrechte Abteilung Grenadiere war, war er vorgestern von Ranghi, einem Orte im weit her alten österreichischen Grenze, aufgebrochm und nach zwanzigstündigem Marsch längs der Küste Heftern Mittag in Fiume eingetvofffm, als ge-. tobe die letzten Truppen der italienischen Garnison abmarschierten und der italienische General das Kommando fernem englischen Nachfolger über- ce&eit wollte. d'Annunzias Freiwilligen-Truppe hat dann in Fiume sofort die Funktionen der Besatzungen übernommen. Bern, 13. Sept. (Wolff.) In der italienischen 'Sammer wurde gestern nachm. 5 Uhr bekannt, daß Gabriele d' Annnncio an der Spitze eines Freikorps in Fiume gelandet sei. Tie Expedition scheint rnnf langer .Hand vorbereitet und gut finanziert zu fern. In allen größeren Städten bestehen Werbebureaus, in denen sich vor allem frühere Sturmtruppen einschreiben. Tie letzten italienischen Besatzungstruppen in Fiume haben sich der Expedition angeschlossen, die über Pairzeraudonvobile, Maschinengewehre und Artillerie verfügt. Gleichzeitig tras der italienische Ponz er kreuze r„San Marco" in Fiume ein. Tie Regierung soll von dem Unternehmen höchst überrascht sein. Nitti erklärte einem Abgeordneten, daß Italien durch das Unternehmen in die größte Verlegenheit versetzt werde. Auch die Presse verurteilt vorerst die Expedition. Jedoch erwartet man Vvlrskundgebungcn, wre sie bereits in Venedig und Triest begonnen haben. trachten. Aber möglich ist er doch. Moltke besprach dann die verschiedenen Möglichkeiten eines englischen Angriffes auf Dänemark und sagte weiter: Sie könnten sich ja darauf einrichten, den Großen Belt zu sperren. Dies sollten Sie in Ordmrng bringen. Wir wollen Ihre Neutralität nicht brechen. Wenn Sie sich die Engländer vom Leibe halten können, so bteibm Sie vielleicht außerhalb des Ganzen, aber das muffen wir verlangen. Ein weiterer Bericht Lütkens über eine Unterredung mit Moltke, datiert vorn 2. Juli 1903, besagt: Auf die Frage der Sperrung des Der frühere plan einer deutsch-dänischen Militärtonvention. Kopenhagen, 13. Sept. (WTB.) Heute wurde das gesamte Aktenmaterial veröffentlicht, das sich auf die Unterhandlungen über den Plan einer deutsch-dänischen MilitärkoN- vention bezieht, die auf Veranlassung des damaligen dänischen Ministerpräsidenten Christen- s e n zwischen dem Ministerialdirektor im Kriegs- minislerium Lütken und dem deutschen Gene- ralstabschei v. Moltke stattgesunden haben sollen. Das umfangreiche Material, das mit dem Bericht über die Verhandlungen der parlamentari- chen Militärkommisiion, in der es zum ersten Male vorgelegt wurde, von wo es dann durch Indiskretionen vorzeitig den Weg in die Presse fand, ein Werk von über hundert Seiten darfftelft, enthält Berichte von Sutten an das dänische Außenministerium vom Oktober und November 1903 über Gespräche in den Jahren 1902/03 in Berlin, wo er in den ersten drei Monaten zu Universitätsstudien »reifte und in den nächsten Aus dem tteiche. Der Reichspräsident an die heirttkehrendert Kriegsgefangenen. Berlin, 13. Sept. Eolff.) Reichspräsident Ebert rüst den heimkehreniMl deutschen Kriegs-/ gefangenen folgenden Will ommengmß zu,, der ihnen in allen Durchgangslagern in einer Sonderschrift des Kyfshäuscrdundes der deutschen Landeskriegerverbände übermitt, ft wird: Auf heimischem Boden heiße ich Euch herzlich willkommen. Schwere Zeiten liegen hinter Euch, Zeiten an Entbehrungen, seelischer Niedergeschla-, genbeit und ungestillter Sehnsucht nach Familie und Heimat. Aus zahlreichen Berichten ersah ich,, wie Ihr — die Wehrlosen — den Haß unserer Feinde habt fühlen müssen. Eure Lage und Eure Empfindungen weiß ich mit dem ganzen deutschen- Volke voll zu würdigen. Eure Heimkehr fällt in eine Zeit, in der unser Vaterland durch den, Vernichtungswillen unserer Feinde und durch die Uebergangswehen einer neuen Zeit bis ins Innerste erschüttert ist. Kehret heim als gute Deutsche, die an dem Wiederaufbau des neuen, republikanischen Vaterlandes mit allen Kräften mi{arbeiten wollen, denn nur Besonnenheit, Einigkeit und Arbeit können uns vor dem von linieren Feinden erstrebten Zusammenbruch retten. Euren Wünschen und Sorgen wird, soweit es in der Macht der Negierung liegt, in jeder Hinsicht entgcgengeiom* men. Möget Ihr Eure Angehörigen gesund wieder- finden und Euch von den erduldeten Leiden bald seelisch und körperlich erboten. Das ist mein aufrichtiger Wunsch. Ebert, Reichspräsident. Austausch von Eisenbahnern gegen heim- kehrendc Gefangene? Berlin, 13. Sept. Im Laufe der kommenden Woche werden neueBesprechun- gen zwischen Vertretern des Eisenbahnmini-' steriums, des Reichswirtschaftsministeriums und Vertretern der Beamten und Arbeiter stattfinden, um die Fragen der WirtschaftK- beihilfen, der Steigerung der Produktion und die Unterbringung der Kriegsgefangenen zu erörtern. Um wenigstens einen Teil der 800000 heimkehrenden Gefangenen beschäftigen zu können, sollen die jüngeren unverheirateten Arbeiter aus oern Eisenbahndienst herausgezogen und anderweitig untergebracht werden. Es handelt sich hier nicht, wie von den Radikalen behauptet wird, um eine Brotlos- machung unbequemer Elemente, vielmehr sollen die freiwerdenden Kräfte im Bergbau und, soweit es möglich ist, den Wiederaufbauacbei- ten in FrankreiH zugeführt werden. Rücktritt des preußischen Kriegsnnnisters. Berlin, 13. Sept. Der bisherige preußische Kriegsmini st er, Oberst Rein- h ard t, ist auf seinen Antrag von seiner Stellung als Kriegsminister enthoben worden, und tritt in die Armee zurück. Zu der Meldung, daß Kriegsnnnisters Reinhardt zurücktrete, erfährt das „Achtuhr-! abendblatt", daß dieser Vorgang durchaus fei-' neu Anlaß zu irgendwelchen Kombinationen/ bietet. Durch die Uebernahme der Kommando- gewalt in Preußen durch das Reich ist, wie in allen anderen deutschen Bundesstaaten der Posten des Kriegsministers erledigt. Reinhardt bleibt dagegen nach wie vor Chef der Reichswehrbefehlstelle Preußen. .Berlin, 13. Sept. (WTB.) Das' Reichskabinett beschäftigte sich in seiner! Sitzung am Samstag u. a. mit derO rg ani-l sation des Re ich sverkehrsmini- steriums. Der preußische Ergänzungssteuer-Zuschlag. Berlin, 13. Sept. Der neue Erg än- zungssteuerzuschlag bezweckt, wie das „Berl. Tageblatt" hört, in'erster Linie die Deckung des vorübergehenden großen Bedarfs^ der durch die Beamtenzulagen entstehen toirb., Er ist also nicht als eine ständige Einrichtung/ gedacht, sondern wird später voraussichtlich ab-, gebaut werden. Entscheidend für die Zukunft der Ergänzungszuschläge ist jedoch das Ver-. halten des Reiches. Es erscheint mehr als fraglich, ob nach Einführung der Kapitalrentensteuer Preußen überhaupt noch das Recht haben wird, Ergänzungszuschläge in dem bisherigen Sinn zu erheben. Der neue Ergänzungszuschlag bemüht sich, noch in diesem Jahp eine möglichst große Zahl von Kapitalien zu erfassen und wird demnach unmittelbar nach Zustimmung der Landesversammlung in Kraft treten. Birkenfeld. Oldenburg, 15. Sept. Tie Regienmg der Republik B i rken fel d entläßt und bestätigt Bür-, qermeifter unb betraut Personen mit staatlichen Stellen (Bekanntmachung vom 5. September). Wie die „Köln. Ztg." meldet, iveist der oldenburgischE Staatsminister darauf hin, daß bte Ausübung die-« ses nur einer geseklicken Regierung zustelx'ndeu Staatshol,eitsrechtes durchaus verfassungswidrig und nichtig ist und daß die Beamten, die sich in den Dienst dieser ungesetzlichen Regierung stellen, demnächst zur Verantwortung gezogen werden. Ast ?um Freitag |md von den genannten Kwei I sechs Monaten beim preußischen Generalstab Dienst Krregsichisfen ermge Hundert Matrosen desertiert, tat, mit verschiedenen deutschen Persönlichkeiten •lad Kriegsschiff „Ernanuele Filiberto" ist heute | über die Stimmung gegenüber Dänemark. In dem . Berlin, 14. Sept. '(Priv.-Tel) Nach einem -'.^<ü-Telegramm der Morgenblätter äußerte der Nalreinsche MrnisterPräsidOrt Nitti den größ- ortJL«.^"tvillen über Gabriel d'Annunzios ' schlug in der Kammer mit bet Faust cur TllA als er dem Kriegsminister den Be- m-r Unterdrückung dieses Aktes von erteilte. Er sagte, Italien stehe bar der Hungersnot. Solche Vorgänge sind da- ff iu beschleunigerr. Die Ententen trugen sollen den Befehl erhalten haben, von £tumc a^uniarschreren, worauf d'Annunzio eine provuorpckw Regierung bildete Krtiä&te™ Blätter melden, daß Italien be- tsch- Sudtir 0 l als Provinz oocheffch volle Autonomie ohne Zolltren- mmg gegen Nordftrol mit deutscher Schul- und Gerrchts|prache zu geben. Oberschlesien. ■5 Berlin, 14. Sept. (Wolff.) Die interalliierts j Mllitärklommission, bestehend aus den Chefs den Berliner Militärmissionen von Frankreich, Eng- Erstes Blatt <69. Jahrgang Montag, J5. September M GietzeimAnzeiger ■ General-Anzeiger für Oderheffea ZMZ 5roiflingsrun6ömen Auffassung, die in wiederholt gegebenen Befehlen den maßgebenden Stellen gegenüber zum Ausdruck gelangt ist. Da, wie die Konimission besonders hervorhebt, die deutsckien Truppen, Disziplin haben, so unterliegt xs keinem Zweifel, daß die Bevölkerung in dieser Beziehung gesichert ist. Was ferner die Rückkehr der Flüchtlinge betrifft, !fo ist diese schon im gewissen Umfange erfolgt. !Die deutsche Vlegieruny hat sich bereit erklärt, ।eine allgemeine öffentliche Ankündigung an die iFlüchtlinge zur Rückkehr nach Deutschland zu erlassen, damit über das Schicksal der sämtlich«! aus Anlaß des Aufstandes Verschleppten, von omen augenblicklich noch 13000 vermißt sind, Klarheit geschaffen werde. Die Kommission IM darauf die Gewähr übernommen, daß die Ermittelungen ohne Verzug und in der wirksamsten Weise eingcleitct werden. Sie hat sich telegrapl)isch an die Warschauer Regierung gewandt und einen leigenen Offizier an Ort und Stelle abgeordnet. ! Die Frage der allgemeinen Amnestie hat seinerzeit »bereits den Gegenstand deutsch-polnischer Verhand- flungen gebildet, die bekanntlich von den Polen abgebrochen worden sind. Sollten diese wieder aus- lgenommen roerten, so wird diese Frage wohl «um Abschluß kommen. Natürlich muß sich die deutsche Regierung bei all ihren Erwägungen von dem Grundsatz leiten lassen, daß die dauernde kBeruhiaung für Oberschlesien erreicht und gesichert ist. des ehemaligen Polizeipräsidenten Maier- günther entgegen genommen, der Seidl zu iprechen wünschte. Ta dieser gerade nicht anwesend nxir{ habe er befahlen, Seidl solle ins Kriegs- ministerium hinüberkommen. Später sei dann Dausmann erschienen. Er habe erklärt, die Löhnung solle nicht ausgezahlt werden, da er noch einen wichtigen Auftrag zu erledigen hätte und keine Leute habe, auf die er sich vcrlassni könne. Verlaß sei mir auf einige Matrosen und einig; 9iussen. Seidl, der vorher schon im Dof aewesen war, fei dann mit Dausmann aus dem Zimmer Hessen. Gegen die Vieh- und Fleichschschieber. rin. Darmstadt, 14. Sept. Eine dringliche Anfrage über die F l e i s ch v c r s o r g u n g hat der !Zentrumsabgeordnete Knoll an die Dess. Volks- Irantmer gerichtet, in der er auf Gerüchte Bezug nimmt, wonach das in Mainz in der letzten iWoche durch das Lebensmittelamt verausgabt; ! Fleisch, das durch- die Metzger zu 6,90 Mk. das Pfund verlaust mürbe, weil es Auslandsfleisch Jet, in Wirklichkeit aus Ober Hessen und anderen Orten stamme, und fragt'an: Ist die Regierung bereit, in klarer und völlig einwandfrner jMxnie die Derkunst fraglicher Tiev: seststlllen zu fassen und mit aller Schärfe gegen bü Ausbeutung bes Volkes durch gewissenlose Schieber vor- zngehon? Ist die Regierung bereit, die Kommunal- und ViehhandelSverbände, wie alle anteren Kriegsgeiellschaften im Frei floate Hessen aufzufor- dern, in allernächster Zeit öffentliche Abrechnung zu legen, aus der nicht nur etwaig; ^Gewinne ober Verluste, sondern der genau; Geschäftsgang, auch di; Gewinne der Kommissionäre amb anderer Beteiligten zu ersehen ist. Ist die Regierung bereit zu veranlass«!, bafi die Konsumenten und die kleineren Produzenten in weit größerer Anzahl in die Verwaltung dieser Ver- ivänbe hereingezogen werden, um so das große Mißtrau«!, welches seitens der Produzenten wie der Konsumenten gegen fragliche Organisationen besteht, zu beseitigen? Der Münchener Geiselmord vor Gericht. । München, 13. Sept. Im Prozeß gegen di; Münchener Geijelmörder wurde beute vormittag Ans Stadt und Land. Gießen, den 15. Sept. 1919. Gültige Lebensmittelmarken für die Zeit vom 15.—21. September 1919. Brot: 2300 Gramm Brot oder 1680 Gramm MM. Brot, Kilogr. 50 Pf. Weizenbrotmehl, Kilogr. 58 M. Weißbrot, Kilogr. 80 Pf. Weißbrotbäck«:: August Deibel, Neuenweg. Konsumverein : Verkaufsstelle Schanzenstraß;, Neuen Baue, Blechstraße, Aster weg. Butter: Marke 38: 40 Gramm Auslands- butter zu 50 Pf., 125 Gramm Margarine zu 60 Pf. Fleisch: Wochenabschnitt 38. Metzger für Fremde und Urlauber: Ludwig Weber, Kaiser- Alle; 50. Nährmittel: Auf Marke A: 250 Gramm Teigwaren. Auf Marke B: 250 Gramm Grieß, 500 Gramm Hafer flocken, 1 Paket Keks. Aus Mark; C: 500 Gramm Deichwaren, 250 Gramm Haferflocken. Zucker kann vorläusig noch nicht ausgeyeben werden, da die Sendung noch nicht eingetroffen ist. * ** Kriegsgefangenenheimkehr. Gestern mittag kam auf hiesigem Bahnhof ein Zug mit.etwa 1000 aus englischer Kriegs- Nesangenschaft heimkehrenden Gefangenen durch. Der Zug hatte lüirge«n Aufenthalt, fo daß die Leute verpflegt werben konnten. Sie kamen aus bem englischen Sammellager von Calais und uhren nach dem Durchgangslager Mannheim roeiter. Zum Empfang hatte sich bie R e i chs - wehrkapelle cingcfuttten und zum Leidwesen ber Gießener Backfische und ihrer Verehrer das Promenabcnkonzcrt treulos im Stiche gelassen. Unsere $ugcnb ließ sich aber nicht beirren und harrte bie übliche Konzertstunde aus, und schien zum Teil das >Fehlen der Musik gar nickst zu merken. — Wie uns die Kommandantur des hiesigen Durchgangslagers noch mit teilt, treffen beute abend 7 Uhr etwa 759 zurück- ! ehrende Gefangene ein. Der Transport ist heute vormittag 10 Uhr in Köln abgegangen. ** Ausländische Liebesgabenscn- dnngen. Von denr Hauptsteneramt Darmstadt wird mitgeteilt, daß nach einer Mitteilung des Reichskommissärs für Aus- und Einführbeivilligun- ,en in Berlin ausländischeLiebesgaben- e n d u n g e nmit Lebensmitteln und persönlichen 8edarfsgegenständeii nunmehr ohne besondere Em- uhrbewilligungen abzufertigen sind. ** Volkshochschule Gießen. Das Interesse an der Volkshochschule, bi; ihr; Winter- arbeit am 6. Oktober beginnt, ist erfreulick)erw;ise in steter Zunahme begriffen, ivas auch bi; v:ge Nachfrage nach dem Verzeichnis ter Bortrigsr^hni ' reud die Interessen ter einzelnen Beamtengruppen m den Arbeitsgemeinschaften behandelt werden. > Obniohl die'e Organisationen nach dem Muster b;r GenRegierung ist cs trotz alledem gelang«!, von den drei bedeutendsten Auf gaben ber Gegenwart — Frieben, Verfassung imb wirtschaftlicher Ausschwung — bie beiben ersten wenigstens annähernb besriebigenb zu lösen unb bie britte tatkräftig vorzubereittn. Der Rebner kam nun auf bie Vorwürfe ber Unabhängigen zu sprechetz. Zur Sozialisierung,ist unsere ausgepowerte Wirtschaft jetzt so ungeeignet wie nur irgcnb möglich: höckistens den Hunger könne man sozialisieren. Wer, wie die Unabhängigen, bie Diktatur bes Proletariats propagiert, erkennt bie Berechtigung eines Diktators, auch von rechts, an. Die Mehrheitssozialisten erstreben zwar auch eine Diktatur, aber auf gesetzmäßigem, parlamcn- tarifdient Wege — bie Diktatur ber Mehrheit. Was bie Stunbe forbert, ist Arbeit und — bie wirtschaftliche Not ist international — ein Zusammenarbeiten aller Völker, um Europo, bie Well, vor dem Cl-aos zu bewahren. Die deutsche Arbeitersck)aft müsse sich vorerst aber über ihre internen Streitigkeiten Hinwegsehen können, um eine einige Front gegen die Reaktion, eine Gefahr, bie gar nicht groß genug angesehen werben kann, zu bÜben. Mit einem Bekenntnis zur Demokratie schloß Dr. Sinzheimer seine mit Beifall ausgenommene Rede. — In ber Llussprache „erzählte" zunächst ein Herr Schwöbel „etwas" aus ber revolutionären Entwicklung ber letzten Jahre: was er eigentlich wollte, war nicht recht ersichtlich. Herr Lutzen, Vertreter ber Kriegs- bcschäbigten, trat warm für bie Kriegsopfer ein, ließ aber im übrigen als Unabhängiger kein gutes Haar an ber Regierung. Der Unabhängig« Haupt richtete in „sachlicher Weise", wi« er behauptete, scharfe Angriffe gegen bie Regierung. In seinem Sckstußwort suchte Dr. Sinzheimer bie Vorwürfe ber beiben unabhängigen Sprecher zu «itkrästen unb rief nochmals zur Einigkeit unter» halb der Arbeiterschaft auf. *♦ Caf 6 A sto r ia, das vvn der ®fc Jv- hannesstraße und Plockstraße, in die Plockstvaße verlegt worden ist, wurde am Samstag neu eröffnet. Tie Räume, die früher zu der Kunilhcurdlung Bach gehörten, sind zu einem sehr geschmackvollen Zwei» 1 etagenoafe umgebaut worden, dos gemütlich«! und anheimelnden Aufenthalt bietet. dieses Films. Der Ueberlurns de? amerikanischen - Austernkönigs Mister Quaker,dem nichts imponieren' ' kann, ist so gnvlesk Übersleiert, daß man ter Lochen i auietschen mochte. Gerade Mister Quaker ist vorn Victor Jansen unübertrefflich durchgeführt und in ' seinem epiel künstlerisch reifer, als die tempera-- : mentDolle Tarslellerin der Hauptrolle Ossi Os- ' walda. Wer einige Stunden ungetrübter Heiterkeit । : verleben möchte, fvllte es sich nicht entgehen lassens 1 den Film anzusehen, in dem nebenbei noch, eine , richtige Foxtrott Epidemie vorgeführt wird. Landkreis Gießen. ' n. Beuern, 12. SefÄ. Heute sind es fünfl ' Jahre, daß Philipp Lepper in Gefangenschaft! • in Frankreich wellen muß. Er sollte seinerzeit! infolge des Abkommens ?ach der Schweiz aus- 1 geliefert werden, kam aber leider nicht dazu, dr ; er in Südfrankreich im Lager war und nicht ' schnell genug befördert wurde, solange das Ab-^ kommen noch bestand. Lepper war der erste aus unserer Gkmeinte, ter in Gefangenschaft geriet. Hoffentlich sieht er npn bald seine Heimat wieder. rt. Langsdorf, 14. Sept. Bei ter Versteigerung des Gemeindeobstes am 12. September wurden außer» rtentl iw hohe Preise bezahlt. So kamen Birnbäume bis zu 360 Mark. Wenn auch der Gemeinde- kas>e dadurch erhebliche Summen zuflicßen, so sind dies doch Verhiltnisse, die nicht zur Ge- 1 funbung unseres Wirtschaftslebens führen. — Bei bem dieser Tage begonnenen Ausdrufche der diesjährigen Ernte ergibt sich, daß der K'öi-nerertrag wenn er auch im Quantum ter vorjährigen Ernte gegenüber zurückbleibt, verhältnismäßig zufricden- ftellend ist. Nur kommt zu der Fmterknappheit 1 noch bie Strohknappheit. — Einmütige Ent- rüsttmg herrscht bei ber hiesigen Bauernschaft über die neuerliche Regierungsbestimmung über bie Fleischpreise. Hat man daburch auch dem Metzger die erhöhten Gewinne zum Tell entzogen so bekommen sie doch schließlich die Fell- unb Leder Händler, die die Konmnktur derart auö- nutzeu, daß Reingewinne bis zu 100 000 Mk pro Tag erzielt werden. (?) Tie Wirkung ter Verfügung dürste wohl die sein, daß der Landwirt bei der ungeheuren Futterknappheit gar nicht daran denkt, Sckstachtvieh zu produzieren und das noch vorhandene im eigenen Betriebe oder durch Ver- kauf im Schleichhandel die erhöhten Produktions' kosten zu erlang«! sucht. Krcis Büdingen. -fp N i d d a, 15. Sept. Karl Jost aus Brüssel hat seinen in unserer Stabt gelegenen Garten ber Stabtverwaltung zu gemeinnützigen Zwecken geschenkt. △ Nidda, 12. Sept. Bei ter gestern hier abgelxlltenen Frühobst Versteigerung ter Stadt wurden ganz unglaubliche Preise erzielt. Eniig; Bäume mit Donigbirnen kosteten über 500 Mk. Tie Stadt löst« für Frühobst über 5000 Mark. Tie Aussichten für das Svätobst sind sehr gut, da di; ausgetehnten stöbt. Obstanligen eine reiche Ernte versprechen. Für Grummetgras wii'. breibungen beginnen morgen, Tllnstog, 16. September. Alles Nähere barüvrr sagt bas erwähnte Verzeichnis. (S. Anzeige.) Hier sei nur, wi; schon wiederholt an dieser Stelle, nochmals darauf hingewiesen, daß selbstverständlich auch Frauen sich beteiligen können. Tas Programm enthält einige Stoffe, die gerade für sie in erster Linie in Betracht kommen dürften. ** Einschränkung des Wasserverbrauchs. Der Wasserverbrauch ist infolge der langanhaltenden außerordentlichen Ditze in der letzten Woche ganz gewaltig ge- tiegen. Er betrug in der letzten Zeit täglich weit über 10000 Kubikmeter. .Durch die geringen Regen- und Schneefälle in den letzten Jahren ist dec Grundwafserstand im allgemeinen sehr gesunken. Die Dampfpumpen haben eine geradezu beängstigende hohe Saughöhe zu iberwinden und sind daher sehr überlaftet. Die Einwohnerschaft wird daher ersucht, den Was- erverbrauch auf das allernotwendigste einzu- chränken. Wenn der Wasserverbrauch nicht zurückgeht, ist in den nächsten Tagen mit einer Wasserkalamität zu rechnen. *♦ Beamtenfragcn in Gegenwart unb Zukunft. Heber dieses Thema sprach am Sonntag nachmittag Oberpostschifsuer Koch aus Essen, Mitglied ter Nationalversammlung, auf Einladung ter hiesigen OrtSgrupte des Be r ba n - deS der unteren Post- unb Telegra- phenbeamtenim Dvtel Einhorn. Nachtem ber erste Vorsitzende auf bie verändertm Verhältnisse hin gewiesen hatte, wonach sich bie einzelnen Beamten klassen nickst mehr so streng jwneüutnter cheiden sollen wie vor bem Krieg, nahm Ob:r- testsckafiner Koch bas Wort. Nach ber Nevolutton war es bie größte Sorge der Beamt m, ihre allen Redete an Pension usw., bie sie ja durch ihre genüge Besoldung erst selbst tetblmen müssen, auch von ter neuen Regierung anerfrnmt zu wissen. Erst als dies in ter neuen Verfassung festgllegt war, konnte die gesamte Bcamtrnsckxift b:rulsigt auf atmen. Tie Beamten schlossen sich nun eng>r zusammen. Tie feinen Orge.ni ativn«! innerhalb ** T ie Austernprinzessin nennt sich ein groteskes Filmlustspiel, das augenblicklich im Lichtspielhaus Bahul>offttaf> zur Ausführung gelangt. Mit diesem Fllm ist endlich ein Lustspiel geschaffen, das sich aus dem Niveau ter üblichen Filmlustspiele heraus hebt und mit den eigensten Mitteln des Glashauses Wirkungen schafft, die das Ziverchfell nickt mehr zur Ruhe kommen lassen. ., _________ Nickst die Idee, sondern die Ausstattung uno be-1 auf einen zurüci sonders die Regie sind das geradezu Fabelhafte | Leuten zu schwer. die Beweisaufnahme geschlossen. Als letzter Zeuge machte ber unteeidigt vernommene, «us ter Duft vorgeführte zwanzigjährige Rotgardist Wetzen Haus er temerfaröiverte Mittellmigen Über eine Geteimsitzung von Mitglied;rn tes Äk- tionsausichufses im Luitpoldgymnasium am Vormittag 30. Aprll Nach seiner Darstellung woran dort Levien, Levinö-Nissen, Max Strobel unb einige andere Mitglieder des Aklionsausschus- ses versaiiimelt, zu tenen sich später auch ter- übergehenb Eglhoser gesellte. Zunächst sei davon di; Rede gewesen, neue Plakate anzuschlagcn und den verschärstcn Belagerungszustwid zu verhängen. Tann sei in eine Abstimmung über das Schicksal ter Geiseln eingetveten worden. Egl- erklärte, daß bie Lage sehr schlimm sei unb daß er einen Rückhalt hoben müsse. Als geeignetstes Mittel hierfür wurden die Geiseln bezeichnet. L^wien unb Levin6-Nissen hätten dem zugesrimmt. Levi«! habe einen Zettel in ber Hanb geteltcn, ter bie Nam«! bes Fürsten Thurn und Taxis und der Gräfin Westarp enthielt. Beite seien von ihm als diej«iigen bezeichnet worden, bie vor ollem in Betracht zu kommen hätten, ba sie ihnen schon aus gewissen Grünben sehr bekannt feien. Ter Vorsitzende fragt; b?n Zeugm, vb davon gesprackici! wurde, die Geiseln zu er- fchix'ß«!. Ter Z«iae «'widerte, man hab: erklärt, daß, wenn ö^efahr komme, ter Auftrag aus- Ssiührt wertem müsse. Tcr Zett;l LevimS sei von fämtlidxn VollzuasratSmitgliedern unterslksticten Worben, worauf Levien ben Stempel tes Voll- zugSrats hin^ugesetzt habe, ben er in b.w Tasch; hatte. Er s« dann Strobel mit bem Bemerken übergeten imrden, ihn an Hausmann weit«: zu ....... leit«!. Levinö-Nissen habe, dann ein Auto zur, Gemeinschaft, btefe schlossen sich wiederum zu- .Fahrt ins Wlttelsbacher-Palais bestellt. Seidl sei | |aHinten zu bem jetzt bestehenden Beamtmbund. AZL iktzcii **>- ZKs! Lch^riÄ ^rN 0115 'j 'kitte jv> z“; geriet M: w' ,nmmen lute^ '■ di- niSl“ta. fo ; MS1 ■?Ä -» Muri, Ä > Ä ’»"> 8 J schließlich bif <2!* ■lC Erkling ff GD oder durch &r. Echten Produklions, ingen. 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Hi'tchkock verlangt auch deshalb die rasche Rntischation des Vertrages, weil die Hilfsquellen der Regierung zur Gewährung von Anleihen sich allmählick^ erschöpften, so datz private Unternch- nnmgen für die Europa zu gewährenden Kredite würden sorgen müssen. Ter Korrespondent der Times" erklärt, dast der Minderheitsbericht auf Äe inipartciifchm Senatoren einen guten Eindruck g.mtacht hat. Noske über die Unabhüngigcn. Berlin, 15. Sept. Nach den Morgenblät- fem trat am Sonntag in Dresden die sozialdemokratische Landeskonferenz für Sachsen zu einer Lehrmädchen kann gegen sofortige Vergütung sogleich eintreten. Papicrbandlutta Jung, SelterSweg 33. nnMi Taguna zusammen, die vor allem über die Frage einer Umbildung der Regierung entweder mit den .Demokraten oder Unabhängigen entscheiden soll. Man mar teils für, teils gegen eine Einigung mit den Unabhängigen. Im Verlause der Aussprache erklärte Rcichswehrminister Noske alle diejenigen, die sich einbildeten, daß, die Arbeiterschaft in der nächsten Zeit einig sein werde, für Illusionisten. Eine Regierungsumbildung mit .den Unabhängigen sei im Augenblick unmöglich. Nach den Unabhängigen komme immer Spartakus. Er sei durchaus gewillt, alle seine militärischen Maßnahmen restlos zu decken. Wenn es hieße, das Leben von ein paar tausend Toll- köpfen aufs Spiel zu setzen, um Hunderttausende bon ruhigen Bürgern zu retten, dann werde er ebenso entsckieiden, wie seinerzeü in Berlin, Hamburg, München usw. Die Hoffnung auf eine Welt- rcvolutwn Kt eine Seifenblase. Zum Schluß kam er auf die Angelegenheit des Oberst Reinhart zu sprechen. Der Gewährsmann des „Vorwärts" gegen Reinhart sei ein ' übel beleumundeter Nirnsch, auf dessen Zeugnis hin er nicht daran denke, Reinhart — dem die Regierung zu Dank verpflichtet sei — über die Klinge springen zu lassen. Dresden, 15. Sept. (WTB.) In seiner Rede in der Lanoesversammlung der sozialdemokratischen Partei Sachsens erklärte Noske u. a. noch, daß die Sorge, Oberst Reinhart könne oer Republik gefährlich werden, hinfällig sei. Er wandte sich gegen Scheidemanns Aeustcrungen, der während seines dreimonatigen Aufenthalts in der Schweiz den Zusammenhang mit den Dingen in Deutschland verloren habe. Eine Gegenrevolution bestehe in Deutschland nicht, und mit Angst- mcierci lasse sich das zusammengcbvochene Reich nicht wieder ausrichten. Die Lcbcnsmittelversorgimg Europas. Amsterdam, 14. Sept. (WTB.) Dem „Telegraaf" wird aus London gemeldet: Die „Times" erfährt-, dast im Auslände über neue Kontrakte zur Lieferung von Fleisch und anderen IMing stellt ein grenze in Istrien ist von einer Brigade Infanterie und t.tner Brigade Bersaglieri gesperrt worden. Fiume ist isoliert. Frankreich und Polen. Amsterdam, 14. Sept. (W. B.i Der „Times" wird aus Warschau vom 6. September gemeldet: Es wurde zwischen der französischen und polnischen Regierung ein Abkommen zur Entsendung von A.00 000 polnischen Arbeitern nach Frankreich geschlossen. Die polnische Regierung erhält dadurch die Möglichkeit, Kredit in französischem Gelde aufzunehmcn. Ncgierungskommissar für Esthland und Lettland. Berlin, 14. Sept. Wie die „DeutsckK All- gentehte Zeitung" von zuständiger Stelle erfährt, ist zum Bevollmächtigten des Auswärtigen Amtes für Esthland und Lettland mit dem Amtssitz in Königsberg der bisherige erste Legationsrat bei der Gesandtschaft im Haag, Wirklicher Legations- vat Freiherr v. Malt zahn bestellt worden. Er führt den Titel „Reichskommissar". Es scheint hiernach, fährt das Blatt fort, als ob Freiherr v. Maltzahn auch die Funktionen übernimmt, die bisher der jetzt zum Oberpräsidenten von Ostpreußen ernannte frühere Reichskommissar Winnig versehen hat. 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B.> Dem „Temps" zufolge breitet sich die Aufstands- bewegung in Montenegro täglich mehr aus. Das serbische Oberkommando habe jetzt von Bosnien über Cattaro 15 000 Mann Verstärkmm nach Montenegro entsandt. Ausschreitungen in Lima. Amsterdam, 14. Sept. (WTB.) Ter „Times" wird ans Lima gemeldet: Ter Mob Übersiel am Mittwoch das Gebäude La Prensa und braut: es teilweise nieder. Auch die Bureau-- räume der Zeitung „El Eommereio" wurden überfallen. Tie Wol/nung des Chefredakteurs wurde in Brand gesteckt, und die des früheren Kandidaten für di: Präsidentschaft wurde geplündert. Grostseuer. Berlin, 15. Sept. Nach einer „Berliner Tageblatt"-Meldung aus Graudenz wurden in Z i p p o w (Kreis Deutsch-Krone) durch G r o ß feuer 26 Gebäude erngeäschert. Mehrerc Personen sind ums Leben gekommen. Bleichstratze 7. Mehrere tüchtige Elektro - Monfeure und Hilfsmonteure für sofort gesucht. 10543 Firma Rohe Bad -Naubeim Nr. 17 Kurstraße Vir. 17. 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Busche Die Trauerfeier findet am Dienstag, nachmittags 4 Uhr, in der Kapelle des neuen Friedhofes, die Einäscherung in Friedberg in aller Stille statt. im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Georg Wink. Gieesen, den 15. September 1919. die un- für Mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Richard Hillert Steueraufseher i. R. wurde am 13. d. M. durch einen sanften Tod von seinem schweren Leiden erlöst Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Emilie Hillert geb. Kessel. Gießen, Steinstraße 251, den 15. September 1919. Die Beerdigung findet Mittwoch den 17. d. M. vormittags 111/2 Uhr auf dem neuen Friedhöfe statt. oi7884 Beileidsbesuche dankend verbeten. Mein geliebter Mann, unser treuer, unermüdlich sorgender Vater Conrad Dietz Direktor der Bank für Handel und Industrie ist heute morgen 8V4 Uhr mitten aus rastloser Tätigkeit von uns gegangen. Wir sind einsam für immer ohne ihn. s 1867 1917 Herrn entschlafen ist. 10621 Der Vorstand. 017889 s Der Vorstand. 10615 Areie Aussprache! Freie Aussprache! 10608 Rotes Kreuz, Gießen. $ernfprtd)tt 300 lvalltorstroS» 77 van Baerle * Co., Wörme a. Rh. ßeir. Itii. van Baerle’s W FürBertriebeuc auS Elfab-Lotbringengebraucht, gut kaufen erhaltener WKliltWtl gesucht. In tiefem Schmerz: Frau Katharine Pitz, geb. Schmandt, Emma Pitz, Katharine Pitz, Karl Pitz. Watzenborn-Steinberg, Leihgestern, Frankfurt a. den 15. Sept. 1919. Die Beerdigung findet Dienstag den 16. September, nachmittags 3 Uhr, statt. MWrSemiMG Wir erfüllen die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres lieben Alterskollegen Herrn Vankdirektsr Conrad Dietz geziemend in Kenntnis zu setzen. Die Trauerfeier findet am Dienstag, nachmittags 4 Uhr, in der Kapelle des neuen Friedhofes, die Einäscherung in Friedberg in aller Stille statt. Einige tausend Pappschachteln ungebraucht. Länge 86 cm, Breite 53 cm, Höhe 45 cm mebtere hundert HolzkistkN, »NI Länge 24 cm, Brette 15 cm, Höhe 7 cm im ganzen oder geteilt abzugeben. ________________Rote« Kren», Gießen. Todes-Anzeige! Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß Samstag nachmittag 5 Uhr mein lieber unvergeßlicher Mann, unser guter treusorgender Vater, mein lieber Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Pate Balthaser Pitz IV., Weißbindermeister im 52. Lebensjahre, nach kurzer schwerer Krankheit, sanft in dem e Druckarbeiten/ für Betreten, Deteiat, handel, eeaxrbt, 0n- öuftrtt oo* Somlht, toffTeuRboffUdit Werk, nnö blffertotteotn werden schnell, ftNreln u. prelMKrt onjeftrtigt hi der Such- na- vteln-nukerel^ Wilhelm Herr, Gießen ■ o eHinCkn sind in allen Arten — am VaiUinvn Stück und abgepaßt — wieder in großer Auswahl am Lager. — Auf Wunsch werden Vorhänge in allen Breiten und Längen nach Maß angefertigt. Auch können Stoffe aller __ Art mit zugegeben rt werden. Gomoc) Gzam^.q^T Todes Anzeige. (Statt besonderer Anzeige.) Gestern nacht entschlief sanft nach schwerem Leiden unsere liebe, treue Mutter Frau Sophie Ockel geb. Habenicht. In tiefem Schmerz: Slse Ockel Hanna Ockel Heino Ockel, stud. med. vct. Darmstadt, den 12. September 1919. Die Beerdigung findet Dienstag den 16. September nachmittags in Gtetzen, neuer Friedhof, statt. 017863 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste, sowie für die zahlreichen Kranzspenden sagen wir unseren innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie H. Schnabel. Gießen, An den Bahnhöfen 65, den 13. Sept. 1919. 017725 Wiederbeginn der Proben am Dieu-tag den 16. September abend- 8 Ubr im ÄobanneSsaal. Um vollzähliges und pünktliches Trschetnen wirt gebet en._________105551)________Der Borftaad. Jevtslhk -kmokratis-e Partkl DienStag abend 8 Ubr im »Aanarium" 9832V Walltorftrabe 5 - Mitgliederabend — Tagesordnung: cn a deSOerru Biarr. Weibuer- JÖOtlVwfl OberlaiS über die gegenwärtige politische Lage in Heften iBauernbewegung, Landgesetz. ZwangSwirtschast». Keine Wanze mehr M.2.50 nur mit Kammerjäger Berg’s Hieoiaal I und II zu erzielen. Kcailoee Wanzen- u. Rrutvernlchtung Erfolg verblüffend. Kinderleicht anzuwenden. Gesetzlich geschützt. Viele Dankschr. Doppel- pack. M. 2350. Ausreich, f. 1—3 Zimmer u. Betten, ailelnverkaatl Drog. O. Wlnterbofr. Kramp'. 9. Bei Eins. v. M. 2.70, oder Postscheckk. Berlin 31288 oortofr. Zusendung durch Herrn. A. Breese!, Berlin, Königgrätzer Straße 49. 6345ss Der Verkauf Ihres Anwesens ganz gleich welcher Art und Gröhe, sei es Geschäftshaus, Hotel, Restaurant, Gut, Landhaus oder Landwirtschaft, besorgt rasch, verschwiegen u. bei höchstem PretSersolg die bestetngesührte Immobilien-Verwertungs-Gesellschaft Treppschuh & Co., Caeeel (Tel. 5165), Westring 71. Mähtge Provisionssätze! Nur persönliche Bearbeitung eines jeden Auftrages! Auf Wunsch sofort fasten freier Besuch! 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September M ist ober »entvalstttle urorbeiten eis Alsfeld, über. Das Glück verändern.! Original-Roman von Erich Eben stein. Copyright 1916 by Greiner & Comp., Berlin W 30. kNachdrnck verboten.) Fortsetzung 7. Seine Stimme non. die Augen. fort von Men, Graf nicht. schule zu Ober- tragen. Evelyn schwieg. Wild und erregt stürmten die Gedanken durch ikften Kops. Sollte alles doch nur Spiel und Einbildung gewesen sein, was sie in der letzten Zeit gefühlt zu haben glaubte? Wenn er wirklich geht, dann hat er mich mre geliebt — dann sinkt mein goldenes Lustschloß „Ah — Sie gehen Sanderfeld?" Seine Stimme klang gepreßt dabei. Evelyn wandte langsam den Kopf und blickte ihm starr in ... - blaß geworden. Sein Antlitz trug ernen gequälten, unsicheren Ausdruck. „Tut es Jahnen ein wenig leid?" fragte er l'äse. I m nichts zusammen . . . dachte sie erbittert. Aber I es darf nicht sein er ^u& bleiben — ich muß ihn halten um jeden Preis — oder heute noch zur Erklärung treiben —! Aber wie? Sie zermarterte ihren Kopf, ohne daß ihr ein Ausweg einfallen wollte. Allmählich wurde sie ruhiger. Es schien ihm doch nicht leicht zu fern, fiortzugehen. Vielleicht fühlte er, daß seine Gefühle bereits zu stark geworden waren, um bloß als Flirt zu gelten. Vielleicht wollte er nur darum fliehen vor der Gewalt einer Leidenschaft, die ihm sonst über den Kopf wuchs? Schließliche war es ja keine so kleine Sache, seiner Mutter eine arme, bürgerliche De-amten- bochter als Schwiegertochter zuzu führen. . . Aber was ging sie — Evelyn — die hoch- mütip? Sippe an? Wenn es nottut, übertrumpfe ich fte alle noch an Hochmut! dachte sie felbft- bttvußt. Plötzlich spielte ein Lächeln um ihre Lippen. Tie Borträge nachher — ja so ging es. Alles würde dabei sein. Niemand bemerken, daß zwei fehlten . . und einen Borwand nnlvde. sie schon finden, daß er gar nicht ahnte, es sei von ihr beabsichtigt. Tas Souper war zu Ende. Man erhob sich, um in den Salon zu gehen. Evelyns Hand ruhte lässig auf Magnus' Arm. Sie dachte an Gottorb. Ja — ihre Macht war groß. . nur fünf Mi- ** Ausländische Kohle auf dem Wasserweye. Die Einfuhr ausländischer Kohle auf dem Wasserwege bedarf nach einer Anordnung des Rcichswirtschastsministers der Genehmigung des Reichskommrssars für die Kohlenverteilung' in Verbindung mit dem Reichswittschafts- Ja . , ." Er war unten allein mit Magnus und — Ta fuhr sie erschrocken zusammen. Tie Hausfrau, die knapp vor ihr mit einer anderen Dame stand, sagte eben zu dieser: „Nein, es war nicht Francois, der dieses Wunder schuf, sondern ein junges Mädchen, das mir unsere Klavierlehrerin, Fräulein Sattler, brachte. Sie A«r Heffeir. Kino und Volksbildung. Die erste Sitzung des Kinoaussch-usses der Zen tra lstelle jur Förderung der Volksbildung und Jugendpflege in H c s sen fand vergangene Woche in Darmstadt im Sitzungssaale der Volkskammer unter dem Vorsitz deS Direktors Hassinger statt. Innerhalb drei Jahrzehnten wurde das Kino zu dem populärsten Unterhaltungsmittel. Es ist das Theater des Heuten Mannes, wenn auch heute bereits ziemlich hohe Eintrittspreise genommen werden. Wir haben tn Deutschland 4000 Kinotheater, davon 350 in Berlin. 24 Millionen! Menschen gehen wöchentlich zu diesen Veranstaltungen. 12(7 Millionen Meter Streifen werden jährlich angefettigt, davon von Path4 Fröres täglich 80 000 Meter. Diese Zahlen sprechen für sich. Erinnert man sich ferner, daß jährlich 200 Millionen Mark von Deutschland an französische und nordische Film- vefellschaften gezahlt wurden, und wird das Geld der heimischen Industrie noch hinzugerechnet, so kommt auf den Kopf der Bevölkerung im Jahre 5—10 Mk., eine Summe, die sich in Industriegebieten auf 20 Mk. erhöht. Und in diesem Theater wird der Bevölkerung ein Kunterbunt von Stoff geboten, Gutes unb Schlechtes, alles wird willig von empfänglichen Gemütern entgegengenvmmcn. So ist es gekommen, daß wir, besonders seit Aufhebung der Zensur, von einer Kino gefahr reden dürfen. Die Anziehungskraft der Flimmerwand beruht in dem Stoff, der das Gemüt an- regt. Der kleine Mann, dem sein Beruf nichts für Herz und Gemüt bietet, will auch für seine Seele Nahrung. Man hätte von .Anbeginn das Kino nicht dem Geschäftssinne allein zur Ausbeutung i'iberlassen dürfen. Man hätte den Hunger der Großstadt, vor allem Welt und .Menschen „Aber Sie müssen mir die Adresse verschaffen, liebe Kammelsberg! Tie flterfon ist ja ein Genie an Geschmack! Ich werde sie in die Mode brin- gen . . ." Mehr vernahm Evelyn nicht, aber es war ja genug! Die Namen Sattler und Miodesta genügten. Sie war wütend auf die Schwester. Welch: Blamage, wenn man erfuhr, daß die Schwester du schönen, vielbewunderten und in diesen Kreisen ganz als Gleich stehende behandelten Evelyn Losm- stein gelegentlich als — Dafeldeckerin arbeittte. Am Klavier wurden die Vorbereitungen zu den Vorträgen getroffen. Baronin Glhddi, eine verblühte Blondine in sehr kostbarer, pelzverbrämter, knallroter Seidenrobe, prei riesig: Mohnblüten über den Ohren und Brillanten im Haar, an den Händen und der mageren, stark dekolletierten Büste, flüsterte mit dem Begleiter, der bcvnts seinen Platz eingenommen hatte. Tie Gäste sahen sich nach. Mätzen um, einige der £>erren verschwanden lautlos, um im Zimmer des Hausherrn, wo Spielttsche aufgestellt waren, zu rauchen und Karten zu spielen. Evelt-n stand immer noch mit Magnus am Eingang. Er war jetzt, wo die beobachtenden Augen der Tante nicht mehr zu fürchten waren, plötzlich wieder sehr warm und zutraulich geworden. Sie fühlte es mit Befriedigung. „Aber ich glaube, Sie hören mir ja gar nicht zu," unterbrach er sich plötzlich in seiner Rede, die ihr die Gründe seiner bevorstehenden Abreise erklären sollte. „Tvch, Sie sprachen, glaube ich, von Ihrer Mutter und Ihrer Reise nach Rettenegg," sagte Evelyn gleichgülttg. __________v_____, v_______ _______, . , „Ja. Und läßt Sie denn der Gttxrnke, daß heißt Modesta —, mehr weiß ich vorläufig selber wir uns dadurch vielleicht heute für längere Zeit zum letztenmal sehen, ganz kalt.-" sorgte er, den Blick beibenschafllich in den ihren, der völlig kühl Uteb, versenkend. .Haben Sie vielleicht erwartet, daß ich Tränen vergreße dabei?" „Nein, aber ..." er beugte sich plötzlich dicht an sie heran —, ^oh, wie sind Sie heute gvaufim mit mir Evelyn! Ahnen Sie denn nidjt, wie schwer . . wie furchtbar schwer mir das Fortgehen wird?" „9lem. Wäre es so, dann wurden Sie ja wohl nicht gehen!" „Meine Mutter wünscht eS, und jch bin ihr einziges Kind--" „Nun, dann gehen Sie eben!" Er sah sie einen Augenblick schmerzlich betroffen an. Sie war ihm nie so wmcherschön erschienen wie heute, da er Abschied von ihr nchmen sollte, imd jtie zuvor hatte sie ihn so kalt, fast unfreund- lich behandelt. „Bin ich Ihnen denn gar nichts?" murmelt« er leise. „Mit welchem Recht durften Sie ertoarten, mir mehr zu sein als jeder andere?" „Mit dem Recht, das meine . . Er verstummte. Tie Worte der Bavomn von heute nachmittag waren ihm eingefallen. Nein — er durfte nicht weiter sprechen. Win: „Siebe" hatte er sagen wollen. Aber dann . . „Wollen wir uns nicht endlich setzen?" sagt, Evelyn, die blaß geworden war, ungebulbig. „Ja. Natürlich. Wo befehlen Sie?" „Mir ist es ganz gleichgültig." „Waniyi sind Sie so unfreundlich zu mir?'1 „Bin ich dies? Tann verzeihen Sie ... ick habe schon den ganzen Tag heftige Kopfschmerzen und ... es ist so heiß hier. . ." (Fortsetzung folgt.) Spielplan der ZrankfMer Theater. Opernhaus. Tienstag, 16. Sept.: Ter Waffenschmied. Mittwoch, 17.: Matthä. Donnerstag, 18.: Die Jüdin. Freitag, 19.: Tanzabend Niddy Impekoven. Samstag, 20 : Zir und Zimmermann. Sonntag, 21.: Schohvazadr. Montag, 22.: Tie Rose von Mxrmbul. Tienstag, 23.: Ti: Zauberflöte. Mittwoch, 24.: Ter Zi- geunerbaron. — Schauspielhaus. Dienstag. 16. Sept.: Struensee. Mittwoch, 17.: Tie Mar- ouife von Arcis. Donnerstag, 18.: Struensee. Freitag, 19.: Iphigenie auf Tauris. Samstag, 20.: Tie Schmetterlingsschlacht. Sonntag, 21.: 3 Uhr: Wilhelm Teil. 7 Uhr: Tie Morguisie von Arris. Montag, 22.: Struensee. Dienstag, 23 : Tie Kreuzelschveiber. Mittwoch, 24.: Struensee. Minister. Die Erteilung hat auf dem schnellsten -^bege zu erfolgen. Die Genehmigung darf außer bejhmmten Verbrauchern nur Kohlenhändlern erteilt werden, die schon vor dem 1. August 1914 ausländische Kohle ein geführt haben, oder für deren Zulassung wichtige Gründe sprechen Tie Eiienbahn darf nicht erheblich in Anspruch genommen werden. Die Kohle ist unmittelbar an den Verbraucher zu verkaufen und zu liefern, sie darf nur von Gas-, Wasser- und Elektrizttäts- werken und zur Herstellung von Ausfuhrwaren verwendet werden. ** Die Reichsvereinigung ehern. Kriegsgefangener, Ortsgruppe Gie- ßeii, hielt am 11. d. M. eine Versammlung im Hotel Helsenkeller ab. Anwckssnd waren als Vertreter des Kreisamts Regierungsrat Langer- mann, als Vertreter der Stadt Gießen Dr. S e r p und Herr M ü l l e r vom ftädt. Arbeitsamt. Um Vrö Uhr eröffnete her Vorsitzende der Otts- gruppc die Versammlung. Kamerad Jöckel vom hfcsi^n Durchgangslager hielt einen Vortrag über £>ie Kricgsgesangenen-Heimkebr. Er fand allgemeinen Beifall. In der Aussprache crtTärte Herr Langermann, daß die Vorarbeiten der Krisa-Heim- kehr schon soweit vorgeschritten seien, daß demnächst die einzelnen Abteilungen ihre Arbeit aufnehmen könnten: auch Herr Muller vom Arbeitsamt gab die Erklärung ab, daß fast sämtliche Heimkehrer tn ihre alte Arbeitsstelle wieder zurückkehr-'n könnten. Einige Angriffe eines Vertreters des Reichsbundes wurden von Herren der Kttfa-Heimkehr sowie Mitgliedern des Reichsbundes selbst, zurückgewiesen, da sie auf falsche Informationen zurückgingen. Nachdem der Vorsitzende Herr 93t au m noch einige Worte an die anwesenden Kameraden gerichtet hatte, schritt man Mr Wahl zweier Beisitzer für die Stadt Gießen und zweier Beisitzer für den Kreis Gießen. Wie rege das Interesse, sich zu organisieren, ist, zeigt |rch darin, daß 10 Kameraden sich der OrWwch- sanon durch Beitttttserllärung angeschlossen haben. Sämtliche Anfragen, welche die .ittisa-Heimkehr betreffen, sind zu richten an die Geschäftsstelle der .Kriegsgefan genen-Heimkehr Gießen, Alte Klinik. Sus dem besetzten Gebiet. Amerikaner uni) Streikende. O be r tnhn stei n, 11. Sept. Tie Arbeiter des gesamten Westerwälder T o n g e b i e t e s stehen seit Monaten in einer Lohnbewegung, ohne daß es bis jetzt gelungen ist, zu einer Verständigeirg zu kommen. Endlich fällte der Schllchtungsausichuß in Ober lohn stein am 26. August einen Schiedsspruch«, der den Arbeitern wesentliche Löhnerböbun^ gen zuerkannte. Obwohl vorher beide Teile erklärten, den Schiedsspruch als für sie verbindlich anzuerkennen, lehnten die Arbeitgeber nunmehr die Anettennung des Schiedsspruchs ab. Daraufhin sind etwa 1500 Arbeiter in den Ausstand getreten. --Montabaur, 12. Sept. Aus Anlaß der verschiedenen A u s st ä n d e in den Jn- dustrieorten des besetzten Teils des Unterwesterwaldkreises macht die amerikanische Beladungsbehörden die Streikführer für die Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung persönlich haftbar. Wo Unruhen ausbrechen, werden die Führer unverzüglich verhaftet und mit hohen Geld- und Freiheitsstrafen belegt. Die Bürgermeister der Gemeinden, in denen gestreikt wird, mußten der amerikanischen Besatzungsbehörde ein Verzeichnis der Streik- bzw. Arbeiterführer zustellen. kennen zu lernen, mit vorsichtig gewähltem Material entgegenEommen sollen. Jetzt müssen Volkserzieher und Kinoleute ^ufammenarbeiten, um das Unttrhaltungsbedürfnis psychologisch zu studicern. der deutsckic Buchhandel gemeinsam mit Pädagogen gegen die Schundliteratur erfolgreich an- gkkämpft hat, in gleicher Weise muß auch hier der Weg gegangen iverden. Man hat allmählich — das beweisen diese Zusammenschlüsse — die Bedeutung des Kinos für Vokksbelehrung und als Hilfsmittel der Schule erkannt. Unser Ä>lk liebt nämlich belehrende Unterhaltung, haßt aber das Schulmeisterliche. Das Lichtbild verlangt daher als Ergänzung das Stehbild und beide das geeignete gesprochene Wort, an dem es in rechter Form V> oft fehlt. In Offenbach und anderen Otten in Hessen sind Ansätze zur Besserung gemacht, aber es muß weitergehen. Der Geschäftsmann dar allein nicht mehr die Verantwortung tragen. Es hegt in unserer Hand, diese interessante technische Errungenschaft als Kultnrstcklvr unferen Nachkommen zu hinterlassen, oder als ein kapitalistisches Ausbeutungsmittel. in Arbeitsgemeinschaft mit diesem stehende „Süddeutsche Urania" einen Bilderbühnenbimd hessischer Städte und Kreise ins Leben zu rufen. Wertvolle Ansätze sind besonders in dieser Richtung in Darmstadt, Mainz. Offenbach und LLorms vorhanden, wo der Plan von Gemrinoekinos schon teilweise bald der Verwirklichung nabe wenigstens lebhaft erörtert wird. Ti« Sei für Bolksbildimg begrüßt alle diese B:_______ am's wärmste. Sie wurde von dem Ausschuß beauftragt, nun überall in den Städten die Ein- Gleich in den ersten Minuten war es ihr aufgefallen: er war anders als sonst, zurückhaltender, vorsichtiger. Sein Blick, der sonst entzückt und voll flammender Bewunderung auf ihr geruht hatte, wich heute dem ihren beinahe ängstlich aus. Plötzlich erschreckte sie ein Gedanke. Sollte « etwas von ihrem Spiel mit Paul Gottorb erfahren haben? Er würde es mir nie beleihen, dachte sie ^.^affend, und alles wäre aus! Oer es kann W fein. Ich war koch vorsichtig . . . nicht einmal Beate ahnte ttwas davon. Ta hörte sie, wie Magnus neben ihr zu ^ö^te sagte: „Ja, es ist wahr. Mama will, daß ,ch nach Nettenegg komme unb1 den ganzen Sommer dort bleibe." irgenb ctivaa daraus zu retten, mit solcher Wucht batte das Feuer eingesetzt. Mit Lebensgefahr retteten beherzte Mmmer Rindvieh, Pferde, Schweine aus dm brennenden Ställm. Eine Riesenarbeit wurde geleistet. Aus der anfänglich kopflosen .Uienge wurden bald organisierte Gruppen, Die lieb willig aller Arbeit unterzogm. All dm dürrm Gebäuden und .. ^.-dürftig sind und vom Tage der Bewerbung ab rückwärts gerechnet, mindesteus zwei Jahre ilnunterbrochen in Gießen genwhnt Werbungen find biS prm 30. Septem der b3. Zs im 9M^ranetfterdgef)iäadK, Zimmer 15, schriftlich oder nüriMiich eiaiUweichen unter Vorlage der die ErUllung der Bedingungen nachwersentxstz Papiere und Ll^tÜicher Bes chenrvgungen über etwa behcorptete Krarrkheiten. 10598B Gießen, den 5. Sertember 1919. ______Ter Oberbürgermeister: Keller.______ WsWnkmü des WÄÄ Der Wasserveäoauch ist vchcilge der brngcrnHal tenden MrßevördenÄichen Hitze in der letzten Wvchv ganz g-waltig gestiegen. Er betrug in der letzten Zeit täglich wett über 10000 Kubikmeter. Durch die geringen und SchneeWlle in ben letzten Jahren ist der Grundwasserstmü» im allgemeinen sehr gesunken. Die Dampfpumpen haben eine gv- rabeyi beängstigende 'hohe Ganghöhe M Ä-iwmdcn und sind docher sehr überlastet. T« Eimvohnerschaft wird daher ersucht, bm Wasferverbvauch auf doS AOerwo^wendigste cmju- schränken. Wenn der Wasserverbrauch nicht -urüchge'tzt, ist in den Ochsten Tagen mit einer Wasserkalamität zn vechuen. 10597B Gie feen, den 15. September 1919. SIM. GaS- und Wassrtweck Gießen. _________ Steding.___________ Obftverfteigerung. Tas Obst in den ftsbEchen Garten der Ge- marfung Mtew-Bus«ck wird Freitag den 19. September 1. Z., nachmittags 2 Uhr, an Ort und Stelle versteigert. __ Gießen, 15. September 1919. 10627B OberDörstrver Gießen. Köhler, Geh. Fvrstrat. Aepfelversteigerung Winnerod. Montag den 22. September sollen ca. 270 Zentner Aepfel, demes Tafel- und Wrrtschaftsvbst, in ca. 160 Losen am Baume versteigert werden. Beginn vormittags 10 Uhr auf der Chaussee Winnerod—Bersrod am Baume Nr. 96. Das Obst kann sofort nach ersvlgter Genehmigung und Bo Zahlung abgemacht werden. 23tnnerod, den 13. September 1919. 10616D Ludwig Ctemm. Whmchtt-ZwWsiims iirdieAÄti.dkiAMnisWki Durch dir freie Bewirtschaftung des Leders ist eine außerordentliche Preissteigerung des- selben emgetreten. Wie weit dieselbe führt, läßt sich noch nicht übersehen. Wir find deshalb vor die zwingende Notwendigkeit gestellt, die seitherigen Richtpreise für Maßarbeiten und Reparaturen entsprechend zu erhöhen. Grundlegende Preise find bei der fast täglichen Preissteigerung des Leder- noch nicht möglich. Wir werden deshalb jeweils von Fall zu Fall nur die Mehrkosten des Ober uud Sohlenleders auf die seitherigen Preise aufrechue«. Die Aufschläge betragen vorerst auf: hrrmjiitstl Mtfi Miß.....M. 60-70 IsmcnMkl „ „ .....30:50-60 Httttchhle« ««6 AM . M. 10-11 Iamnsohlen „ „ . . . SR. 8-0 Knaben-, Mädchen- und Kinderarbeiten entsprechend dem Gewicht des verarbeiteten Leders. ,1«!Der Vorstand. Günstiges Möbel-Ingebot Jeder elnaelne hat die Pflieht für Arbeit zu sorgen Miemaafl kalte all Auttrlgen nrtek 3 fX 3*6-«t ©rnmlif Gießen Z.WMM Besichtigung meiner Ausstellung obne Kaufzwang — Versand durch ganz Deutschland 9555 Vertreter die Herren: 8 Gabelsberg. StrL2 io*»bv Verlag von SmU^^ Roth in Siehen 10838V Freie 30 Pf. Zu haben m Rirfümenen 6 Damen! 6 Damen! 0178*0 e Verlag von in Sieben Gießen Men en weg 9 billigste Offerte. Adresse: 10611m Herbert Martell, Hrantsurt am Main Scharuhorststraße 56. . 4.6O Au beziehen durch all. 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