leeren Antwort versehen werden, daß die Beschuldigten nicht ausfindig zu machen seien. Nebers alle auf Bürger während der Abendstunden sind an der Tagesordnung, auch den Bürgermeister und seinen Sohn hat man bei einem Spaziergang überfallen. Die Aecker werden, um zu den Obstbäumen zu gelangen, zertreten, die Bäume selbst durch Abbrecl)en der Aeste beschädigt. Der Bahnwärter Menz am Uebergange der Wiesbadener Chaussee wurde nachts überfallen, geschlagen und zur Wache milgeschleppt, so daß der Bahnübergang stundenlang ohne jeden Schutz blieb. Im Strandbad wurde der Wärter Henrici von einem Offizier nur deshalb schwer mißhandelt, weil er ihm auf sein Verhalten hin die von der französischen Kommandantur selbst herausgegebene Badeordnung zur Beachtung überreichte. Danaergeschenke. hl. Pirmasens, 14. Aug. Vor dem französischen Militärgericht in Pirmasens hatte sich eine Anzahl E l t e r n zu verantworten, deren Kinder Mützen, Wickelgamaschen usw. trugen, die ihnen vonfranzösischen Soldaten geschenkt oder von letzteren zurückgelassen worden waren. Die Urteile lauteten auf Geldstrafen in verschiedenen Höhen, weil die Annahme derartiger Geschenke das Delikt der H e h l e r e i enthalten. Ans dem Reiche. Auflstbung der Zwangswirtschaft für Leder. Berlin, 14. Aug. Ter Wirtschaftsausschuß des Reichsrates hat, dem allgemeinen Drängen nachgebend, die Aufhebung t> e r 3 ro1 an gswirtschaft f ü r Leder beschlossen. Tie Nationalversammlung hat ihre Zustimmung dazu gegeben. In den nächsten Tagen wird die Beda r fs schein pflicht für Schuhwaren fortfallen. Ueber die Wirkung dieser Freigabe, macht die Reichsstelle für Schuhversorgung — wie wir der „Vossischen Zeitung" entnehmen — folgende Mitteilungen: Es konnten zwar bisher jährlich ■nur 12 Millionen Paar bezugssck>cinpflichtige Schuhe hcrgestellt werden, das heißt, pur etwa jeder Fünfte konnte im Jahr ein Paar Schuhe erhalten. Ter Bezugspreis war aber zwischen 40 unb 50 Mk. dafür noch erschwinglich. Es steht aber fest, daß der Preis für ausländisches Leder sich auf 9 und 16 Mk. pro Quadratfuß stellen wird, das heißt, der Schuhmacher wird für das Leder künftig allein 100 Mk. für ein Paar Schuhe zu zahlen haben. Rechnet man den Arbeitslohn hinzu, so kommt man zu dem Ergebnis, daß in kurzer Zeit jeder ein Paar Schuhe kaufen kann, wenn er imstande ist, 17 5 bis 200 Mark dafür zu bezahlet!. Die Hoffnung, daß durch Ke voraussichtliche lieber» schnemmung mit amerikanischen Schuhwaren diese Preise sinken werden, dürste sich als trügerisch erweisen. Der Preis für ein Paar gute Gebrauchsschuhe beträgt in Amerika aur Zeit 8 bis 10 Dollars. Da nun ein Dollar etwa 18 Mark ist, kann man sich ausrechnen, was mit Einschluß der Transportkosten und des Einfuhrzolles ein Paar amerikaniscl-e Gebrauchsschuhe (nicht Luxusschuhe) in Deutschland kosten wird. Durch die Aushebung der Zwangswirtschaft wird also nicht nur keine bessere Versorgung großer Volksteile mit Schuhwaren erreicht, sondern voraussichtlich eine erhebliche Verschlechterung. Es bleibt abzutvarten, ob die ebenfalls beschlossene Aufhebung der Zwangswirtsckmft für Textilwaren ein anderes Ergebnis zeigen wird. Tabakernt? 1919. Mannheim, 14. Aug. (Wolff.) Es ist in letzter Zeit in den Zeftimgeo verschiedentlich die unrichtige Mitteilung erschienen, daß die Tabakernte 1919 nicht mehr der Zwangsbewirtschaftung unterliege, so daß der Tabakpflanzer seine Tabake frei abgeben könne. Das ist nicht der Fall. Ter Tabalpslanzer darf nach wie vor seinen Tabak nur demjenigen Händler abliefern, der einen Bezugschein von der Deutschen Tabak-Handels-Gesell- sck>aft, Abteilung Inland, in Mannheim (Tetag) besitzt. Beantragt ist aber eine Herai'ssetzung des bishcwigen Preisrahmens von 120 bis 200 Mk. für den Zentner auf <325 bis 450 Mk. Nur solchen Nachrichten über die Bewirtschaftung des Tabaks ist Glauben zu schenken, die von der Deutschen Tabak-Handels-Gesellschaft in Mannheim bzw. in Bremen oder von den Behörden bekannt gegeben iverben, weil falsche Nachrichten heute von interessierter Seite in die Welt gesetzt werden. Ter Streik in Oberschtefien. K a t t o w i tz, 14. August. (Wolff.) Der Streik im oberschlesischen Kohlenrevier greift weiter um sich. Neu yinzugetreten sind die Hohenzollern-, die Przemsa-, die Myslo- Witz-, die Ludwigs glück-, die Abivehr-, Georgs Oheim- und Hannygrube. Die Richterschächte, die gestern arbeiteten, traten heute wieder in Streik. Im oberschlesischen Kohlenrevier, ausgenommen im Hutschrner- und Rybniker Revier, kann man die Quote der Streikenden auf 85 bis 90 Prozent der Belegschaft bemessen. Ausschreitungen in Kattowitz. Breslau, 14. Aug. (Wolff.) In Kattowitz ereigneten sich heute vormittag mehrere schwere Ausschreitungen. Auf dem I Wock>enmarkt wurden die V e r k a u f s st ä n d e der Händler wegen der hohen Preise umgervorfen und I geplündert, die Händler selbst mißhandelt. Die Polizei blieb gegen die zu tausenden an* gesammelte Menge machtlos. Eine Rotte wil* der Burschen, meist Streikende und Matrosen, durchzog die Straßen. Sie schlugen teiltvciie die Schaufenster ein und raubten ein Zigarrengesä)äst vollständig aus. In der Rathausstraße versuchte die Menge eine Polizeiwache zu stürmen, so daß militärische Hilfe requiriert werde, mußte. Die Soldaten gaben mehrere Schreckschüsse ab, worauf die Menge auseinanderstob, indem sie eine Anzahl Verwundeter zurückließ. * Berlin, 14. Aug. (Wolffs Der „Staatsanzeiger" veröffentlicht die Au^sührungsanweisung zum Gesetz, betr. die Neuwahl der Provin < ziallandtage, vom 16. Juli 1919. Deutsche Nationalversammlung. Weimar, 14. Aug. Am Regierungstisch: Erzberger, Tr. David. Vizepräsident Dietrich eröffnet die Sitzung um 2,15 Uhr. Die Interpellation WachhvrstdeWente^ Falk (Tem.) und Genossen über weitere Mittel zur Wbürdung der Urbergang3 tonten bei der Errichtung von KleinNVhnungen wird zu einem späteren Zeitpunkt beantwortet werden. In Fortsetzung der Beratung über die Steuer- Vorlagen erklärt Abg. Bur läge (3tr.): Tie Uni* atzsteuer ist ein kühner, ja vielleicht sogar ein vcr- ehlter Entwurf '(bärt, hört!) gegen den man von! ozialpolittschen Gesichtspunkten aus ganz erbeb- jiche Einwendungen machen kann. Tie Unbilligkeit ungerechter Steuern verdoppele sich bei firaxr*. reichen Familien. Meine Fraktion hat mich be-- auftragt, zu erklären, daß für diese in irgendeiner. Form ein Ausgleich gefunden roerben muß. Ta die indirekten Steuern nun einmal nicht entbehrt werden können, sollte ihnen auch seitens der Linken mehr Ruhe und Freundlichkeit entgegengcbracht werden. Diese Steuern wirken angenehmer, weil man es ja selbst in der Hand hat, wann man sie bezahlen will. Von den Luxussteuern versprechen wir uns auch eine volkserzieheriscbe Wirkung. Sie können dazu fülycen, daß wir wieder ein schlechtes Volk werden. Wir werden im Ausschuß versuchen, den Entwurf in vielen Einzelheiten noch anders zu gestalten. 1 Abg. T< Mumm (D. Ml.): Wir Deutsch- Nationalen sind Willens, dem Reiche das Seine zu geben, halten es aber für notwendig, wo i?3 nötig ist, auch indirekte Steuern zu bewilligen. Wer uns Steuerscheu vorwirft, verleumde uns. Ter Reichsfinanzminister hat in der an ihm sattsam bekannten Art uns ausdrücklich ausgenommen, als wenn wir nicht mitarbeiteten. Alle Fraktionen werden uns das Gegenteil bezeugen. Allerdings sind wir gezwungen, in einem Tempo zu arbeiten, das mit einem ernsten Berantworttich- keitsgefühl kaum noch zu vereinbaren ist. Das. erklärt unsere Haltung. Tas Finanzministerium wird hoffentlich später von einem Fachmanne geleitet werden, der sich nicht von Parteileidenschaft leiten läßt. Leider hat der Finanzminifter selber die Frage in die öffentliche Debatte gebracht, ob das Reichsnotopfer nicht durch den Zugriff des Auslandes gefährdet werben fönnte. Wir haben dagegen die stärksten RechtSgründe. Aber wir hatten sie auch bei der Flotte, und es ist doch nicht nach unseren Anschauungen gegangen. Tre Not des Reiches ist groß, doch größer aber als die finanzielle ist die sittliche Not. Ihr sollten wir mit allen Mitteln, auch mit Strafmaßregeln, zu Leibe geben. Arbeiten wir alle, daran, daß das deutsche Volk aus diesen schweren Zeiten heraus- lommt. Reichsfinanzminister Erzberger: Ter Abg. Mumm zwingt mich zu einigen Ausführungen. Die Herren sind von einer furchtbaren Empfindlichkeit. Für sich verlangen sie Schimpf- unb Lügenfreiheit. (Stürme der Entrüstung rechts unb großer Lärm.) K3enn ein Minister antwortet, sind sie wie schalenlose Eier. Ich habe die Deutschnationalen gestern nicht von der Mitarbeit ausgeschlossen, sondern nur ihre Stellung als unklar bezeickmet. Seit heute ist mir ihre Stellung klar. Die Partei sttmmt gegen grundlegende Gesetze, welche zum Wiederaufbau Deutschlands nötig sind. Das Tempo? in dem wir arbeiten müssen, gefällt auch mir nicht. Aber es wird uns von der äußersten Not des Reiches vorgeschrieben. Eine Zwangsanleihe ist eine wirtschaft' liebe Unmöglichkeit. Die Herren rechts haben uns aut ihrem Parteitag den Kampf angesagt, uns imb der Verfassung. Sie haben erklärt, Erzberger müsft unter allen Umständen beseitigt werden. Wenn sft glauben, daß gegenüber einer solchen Kampfansage die Negierung wie stumme £nmbe da stehen wird, dann täuschen sie sich. Wir würden als Reicks' Minister unserer Pflicht, die Verfassung zu verteidigen, nicht gerecht werden, wenn wir den Kampf nicht mit allen Mitteln aufnehmen würden. Dann hatte der Abg. Mumm versucht, einen Riß zu machen zwischen dem Zentrum und dem Reichs- jinanzminister Erzberger. Jedenfalls darf ich Herrn Mumm erklären, der Neichsfinanzminister Erzberger bleibt in seinem Amt, solange er das Vertrauen der Mehrheit hat, unb dafür ist in erster Linie entscheidend das Vertrauen seiner eigenen politischen Freunde: also es wird Herrn Mumm trotz allen Liebeswerbens nicht gelingen, einen Riß und eine Trennung in den» ausgezeichneten Verhältnis zwischen Zentrum unb dem Reichs- finanzminifter herbeizusühren. Wir kennen ja die Absichten der Rechten. Es ist den Herren nicht wohl in ihrer Isolierung und deshalb möchten sie eine bürgerliche Partei zu sich hinüberziehen und ihren Zwecken dienstbar machen. Das Zentrum wird auf diesen Leim nicht kriechen. Zur Frage des Reichsnotopfers wiederhole ich meine Erklärung: In dem Augenblick, wo die Entente versuchen sollte, den Ertrag dieser Abgabe zu be» ■ Ä Heikel Kümmel Senf iget bei Hntt [akeo Schokelaäe Fhee, äckt ?emy-Starke iffee-Ersafo $6g.yrhii< SUmurit-»«’* ü. ÄS Gießen «trnvarkngrohhM bachul-üabrMj« inif2|5-VItutiiwq> OOM. 'wiin itfirmer süS’l »rsj Epapirr, 30901 «mb Sota eHatzßei — _ ergameat rrsand- 'chachtel« äset. Besondere L nma-tnlüiiekM ierschachtel, 'blö 18 SM empfiehlt • Ollis Ro»S niM Bohm Bä grub- ut* SAs f jnner&Knffliii CleleB. _ MM i gehalst, .den, öitbtr lu-Ms MM »«iftt'W» M. 189 Ter Giehener Anzttger erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Bejugspreis: monatl. SDlt.1.60, vierteljährlich 'DU. 4.80; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Alk. 1.50; durch diePost Mk. 4.50 viertel- jährt. ausfchl. Bestellq. Rernjpred) - Anschlüsse: für die Schriftleitungl 12 Verlag,Gcfchäit4stelle51 Anschrift sürTralttnach- ridjteii: Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: Zranksurt a. M. U686 Freitag, 15. August 1919 Erster Blatt 169. Jahrgang Annahme von Anzeigcil f. die Lagesuiinnner vis zum lüackmiliaq vorher ohnejedeVcrblndlichkest Preis für 1 mm höhe für An,cigen v.34mm Prerte örtlich 15 tzt , auswärts 18 Pf., für Reklame' anzeigen von 70 mm Brette 48 Pf. Bei Platz- vo r f ck ri i: 20^/,A r«ff ch l a g Hauvtschri'lieiler: Aug. Goeg. Berautivorttich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: ö. Beck; sämtlich m Gießen Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen ZwiMngrnlnddruck u. Verlag: Srühl'sche Univ.-Vuch- n. Steinörucferei R. ranzrTZchriftleitllng, Geschäftsstelle u. Druckerei- Zchnlstr. 7. Nationalversammlung oder Reichstag? Fn der Veröffentlichung der neuen Verfassung im Reichsgesetzblatt hieß es: „Die verfassunggebende/ Deutsche Nationalversammlung führt von jetzt an die Bezeichnung Reichstag. Die Berliner Presse hat zu diesem Erlaß erregte Stellung genommen unb diese Umwandlung als einen Verfassungsbruch bezeichnet, da nach dem Wortlaut der Verfassung die jetzt tagende Nationalversammlung nicht sirr den Reichstag eintreten Fann. Fm Artikel 180 der Verfassung heißt es: „Bis zum Zusammentritt des ersten Reichstags gilt die Nationalversammlung als Reichstag". Aus diesem Wortlaut geht klar hervor, daß die Nationalversammlung bis «um Zusammentritt des ersten Reichstags Nationalversammlung bleibt. Wie die Veröffentlichung im Reichsverkündigungsblatt zu erklären ist, bleibt ein Rätsel. Die Blätter der äußersten Rechten und äußersten Linken begegnen sich in der gemeinsamen Auffassung, daß ein Volksbetrug beabsichtigt gewesen fei, und daß man die Natio- ralversammlüng unter dem neuen Titel länger als nötig habe zusammenhalten wollen. Das ist wohl kaum zu befürchten. Lediglich ein Versehen, wie die „Voss. Ztg." meint, kann es aber auch kaum gewesen fein, da der Reichspräsident Ebert ein ähnliches Schreiben, wie den Erlaß im Reichsgesetzblatt, der von ihm und Dr. David unterzeichnet war, an die Nationalversammlung gerichtet hat. Außerdem tragen die Gesetzentwürfe über die Erhöhung der Postgebühren entsprechend dieser Verordnung bereits die Anschrift „An den Reichstag". Ihr der Nationalversammlung selbst hat Präsident Fehrenbach über die Frage Klarheit geschaffen, die merkwürdigerweise von oen Ministern mit den Fraktionssührern vorher nicht vorbereitet war. Er äußerte: Tie Fassung der Einleitung des ersten Entwurfs der Postgebühren: „Der Reichstag hat das folgende Gesetz beschlossen" usw. im Zusammenhang auch mit einer Zuschrift des Reichspräsidenten an mich hat dem Aeltestenausschuß Veranlassung gegeben, die Frage zu prüfen, ob wir ftfpn jetzt mit der Publikation der Verfassung Reichstag getoorben sind oder ob wir nach wie vor die Verfassunggebende Deutsche Nattoualver- sammlmrg find. Einstimmig war im Gegensatz zu der Auffassung der Negierung der Lbeltesl-emmsschußder Meinung, baß wir nach wie vor die Verfassunggebende Nationalversammlung sind, daß wir allerdings die Rechte unb Pflichten haben, die die Verfassung dem Reichstag gibt, aber nicht den Namen. Nach Artikel 180 der Verfassung gilt b S zum Zusammentritt des ersten Reichstages die Nationalversammlung als Reichstag. Sie ist also nicht der Reichstag: der erste Reichstag entsteht erst durch die Neuwahlen. Ick- gebe anheim, sich ohne weitere Debatte dieser Auffassung, der auch die Regieimng ftattgegeben bat, anzuschließen, und den Eing-mg der Vorlage dementsprechend zu ändern. (Allgemeine Zusttmmung.) Damit ist kein weiterer Zweifel mehr möglich. Nach Mitteilungen, die das Berliner „Tageblatt" von zuständiger Stelle erhält, werden die Neuwahlen zum Reichstag im Januar oder Februar stattfinden. Der Völkerbund. A m ste r d a m , 14. Aug. (Wolff.) Tas Presse- biitefiu Radio meldet aus Newyork, daß die Rede des Senators Lodge über den Völkerbund diesen wieder in den Vordergrund des öfswitlichen Interesses gerückt habe. Ter Beifall, den Lodges Rede auch auf den Tribünen fand, war größer, als er je einem Redner im Senat gezollt wurde. L. erklärte, es sei notwendig, vier Vorbehalte zu machen und die Schaut un g-Klau sel im .Friedensvertrag zu streichen. Die Korrespondenten in Washington sind fast alle der Ansicht, daß dies ■bie Rückveriveisung des Friebensvertrages nach Versailles bedeuten würde. Der Rebe Lodges ;knrb viel Gewicht beigemessen, da sie in dem Augenblick gehalten wurde, als der Senatsausschuß für auswärtige Angelegenheiten bereit war, dem Senat über den Völkerbund Bericht zu erstal- 'ten. Wie gemeldet wird, scheint es sicher, daß, iganz abgeschen von der Aktion des Ausschusses, sder Vorbehalt jn den Friedensdertrag eingefügt Werden dürfte, bzw. die Abänderung am Vertrag fborgenommen wird, die für das Recht Irlands iflu.r Unabhängigkeit eintritt. Die Rückkehr der deutschen ttriegSaefangenen. Amsterdam, 14. Aug. (Wolff.) Den eng» lischen Blattern vom 12. August zufolge erklärte öonar Law im Unterhau se, auf eine »rage Kenworthys, welche Schritte unternommen werden, um die deutschen Kriegsgefangenen in Englaird jetzt, wo die deutsche Regie- nitig den Friedensoertrag genehmigte, in die Heirat zurückzubefördeni, daß die Gefangenen so bald tote möglich nach der Ratifikation d:s Friedens- Vertrages in die Heimat zurückbefördert werden. Dies sei jedoch eine Angelegenheft, die dem Frie- de-nsvertrag zufolge gemeinsam mft allen Alliierten behandelt werden müsse. Tschechische Spionage. Berlin, 14. Aug. (Wolff.) Wie die „B. Z." erfährt, wurde der tschechische Emmissär Bartos, von der Polizei bei einem Einbruch in das deutsch-österreichische Konsu l at in Berlin, Keithstraße 19, ertappt unb mit seinen jkomplizen verhaftet. Jn die Angelegenheit soll das tsckiecho-slowakische Konsulat in Berlin, dessen Leiter Rurka von den Absickften Bartos Kenntnis hatte, verwickelt fein. Nach der Mitteilung der „B.Z." sei man in eingetverhten deutschen und deutsch-österreichischen Kreisen feit längerer Zeit davon unterrichtet, daß von tsckiechischer Seite der Versuch unternommen würde, in Deickschlmrd einen regelrechten politischen Spionagedienst zu organisieren. Die Agenten detz tscheckstscheir Spionagedienftes gingen im tschecho-slowakischen Konsulat ein unb aus. Dort sei auch der Plan entworfen worden, in das deutsch-österreichische Konsulat ein^ubringen, um sich der in ihm vermuteten geheimen Aktenstücke zu bemächtigen. Am Abend des 10. August gelangten die Einbrecher in das Konsulat. Bartos, der sich vergebens bemühte, mft Dietrick-en, die oon dem Diener des tschecho-slowakischen Ztonsulats Keisek geliefert worden waren, den Sckireibttsch des Konsuls zu öffnen, gelang es, den Schrcnrk zu erbrechen, dem er eine Reihe von Akten erttnahm. Beim Verlassen des Konsulates wurden die .Herrschaften von der Polizei, die Wind von der Sack-e bekam, verhaftet. Verhaftung ungarischer zlommunißen. Wien, 14. Ang. (Wolff.) Ter un; trische Kommunist Tr. Ernst B e t t e l h e i m, der für die Rolle des tommmristischen Parleidiktadors in Wien ausersehen war, ist «n 13. August in einem Wiener Sanatorium, wo er unter entern falschen Namen mit Benutzung falscher Ausweispapiere Unterfunft gesunden hatte, von Polizei^rgatteu festgenommen worden. Zugleich erfolgte dort auch die Festnahme der Russin Anna Axelrod, der Gattin des russischen KommuTristen Axelrod, der in München zur Zcft der Räteregierung hervortrat. Anna Axelrod hielt sich in letzter Zeit gleichfalls unter falschem Namen in der Umgebung Wiens auß Sie versuchte bei ihrer Festnahme die Polizeiorgane durch Vorweisung eines auf einen falschen Namen lautenden Reisepasses irrezuführen, gab jedoch schließlich beim Amte ihren wahren Namen an. Bei Bettelheim waren mehr als 160 000 Kronen oorgefunden. Au» Luxemburg. Luxemburg, 14. August. (Wolff.) Etwa 20000 Arbeiter haben gestern vor der Deputiertenkammer manifestiert, wobei sio eine Teuerungszulage verlangten. Die Kammer hat daraufhin eine Teuenmgszu.lage von 250 Franken bewilligt. Die Arbeiter ver äugten eine solche von 450 Franken. Da die Deputieren sich weigerten, auf den Beschluß zurückzukommen, sind die Manifestanten in die Kammer eingedrun- gen, wobei sie Schüsse abgaben, sie hrben die Abgeordneten gefangengefetzt. Alle Befreiungsversuche sind bis jetzt fehlgeschla- gen, trotz der aufgebotenen Truppen. Au§ dem besetzten Gebiet. Dr. Dorten in Köln verhaftet. Berlin, 14. Aug. Ter Präsident ber fogen. „Rheinischen Republik" Dr. Dorten erschien in Köln, um dort mit dem vor kurzem unter der Führung der bekminten Zentrumsabgeordneten Kuckhosf unb Kastelt gebildeten Aktionskomitee zu beraten. Nachdem er längere Zeit in der Wohnung des Redakteurs ber „Köln. Volksztg.", Zacherl, besten Fran bem Aktionswmitee angehört, geweilt hatte, würbe er auf ber Straße verhaftet. Dorten und seine Freunde, insbesonbere der Justizrat Weber, protestierten gegen die 23.r- hastung. Dorten crllärte dabei ausdrücklich, daß er unter französischemSchutze stehe. Die ihn verhaftenden Polizeibeamt n gaben dem Protest jedoch keine Folge. Er wurde dann ab^er am Abend auf Veranlassung ber britischen Militärbehörde freigelassen, allerdings unter der Berpflick)- tung, daß er Köln zunächst nicht verlassen dürfe. Es besteht indessen wohl kein Zwei.el darüber, daß Dorten durch seine französischen Beschützer seine volle Freil-eit bald wiedererlangen wird. FranBfische „Kulturtaten". hl. Karlsruhe, 14. August. Wie dre „Südd.Ztg." erfährt, haben die Franzosen vor einigen Tagen das betonte Kaiser-Frie- drich-Denkmal in Wörth i. Els., sowie die 14 deutschen Kriegergräber durch Dyna- mitsprengungen, welche von über 100 Pionieren vorgenommen wurden, dem Erdboden gleich gemacht, nachdem sie schon kurze Zeit zuvor die Kriegerdenkmäler in Straßburg, Metz, St. Privat und Froschwetter und' anderen elsaß-lothringischen Orten zerstört haben; auch in der Pfalz und im Kehler Brückenkopfgebiet wurden innerhalb zweier Wochen neun Denkmäler teils beschädigt, teils beschmutzt. Am verflossenen 6. August, dem denkwürdigen Tage der Schlacht bet Wörth von 1870, kamen zahlreiche franzöfftche Generäle nach Wörth, um die Trümmer unschuldiger Kriegergräber in Augenschein zu nehmen. Französische Schlkanm. S ch i e r ft e i n, 11. Aug. Ueber das Verhalten der Truppen des hier einquartierten sranzös. Jns.-Rcgts. 92 werben aus ber Vor- qerschaft fortgesetzt die begründetsten Beschwerden erhoben, die von der Kommandantur einfach zurückgewiefen oder mit der Abg Wetzlich (D. Vp.): Die Post befindet!Mit sinken zu lassen, Nichts soll unS die Freude im Zustande völliger Desorganisation. Wir rauben, an unserer Arbeit, an der Erfüllung undec Schluß 8 Uhr. der Beran-1 mancher Ärt werden uns auch 'in Zukunft nicht • erspart bleiben. Wir wollen sie ertragen, ohne den *assurrg vor. Pflicht tun und in deutscher Arbeitsfreudigkeit ans gemeinsame Werk Herangehen. Möchte ein jeder von uns stolz aus seine Arbeit fein, aber auch die Arbeit des anderen achten und ehren! Der Geist der Zu- sannnengehörigkcit, der Ordnung und Zufriedenheit möge uns führen! Darm wird ein Gegensah zwischen Beamten und Arbeitern, zwischen Vorgesetzten und Untergebenen nicht aufkommen. • Entbehrungen Höhe kommen wird. _ . Abg. Zubeil (Unabh.): In der Poslvcrwal- tung ist eine Lotterwirticl-aft eingeris^en, wie man sie frülier nicht für möglich gehalten hätte. Grundlegende Reformen tun an allen Ecken und Enden not. Aber es ist natürlich leichter und bequemer, einfach die Tarife zu erhöhen. Tie drei Vorlagen gehen an den Reichshaushaltsausschuh. Nächste Sitzung Freitag 3 Uljr. Anfragen, kleine Vorlagen. Interpellationen über Rückgang Kohlenjörderung und Kohlengesetz. Art» Stadt und Land. Gießen, den 15. .Aug. 1919. Derkchrseiichh'. änkung. Berlin .14. Aug. (Wolff.) Die heutige Kabinettssitzung beschäftigte sich, wie wir er- ahren, mit dem Entwürfe eines Gesetzes zur Ausführung des Friedensvertrages. Abschnitte des Gesetzes sind: Die Regelung von Gcldverbindlick-keiten, die Anforderung von Leisllm- gen, die gewerblichen Schutzrechte, die Verhältnisse der Hypothekenbanken, die Ausgabe von Schuldverschreibungen, die Schatzanweismrgen durch das Reich, die Ztvangs- und StrannahnalMen, die elsaß-lothringischen Angelegenheiten, die Aufl>e- bung von Kriegsmaßnahmen, und die Ermäßigung zu werteren Ausführungsbestimmungen. sich im Zustande völliger Desorganisation. Wir bezweifeln, dah das Wirtschaftsleben die neuen Lasten ertragen kann. Die Vorlage bedarf also einer ernstlichen Nachprüfung. Reichspostminister Giesberts: Von einer Tesorganisatron des Postwcsens kann man nicht prechen. Die Beamten und Beamtinnen lassen es heute an gutem Willen nicht fehlen. Sie sind vielmehr Opfer der schwierigen Verhältnisse. Wrr werden selbstverständlich alles tun, um die Mißstände baldmöglichst zu beseitigen. Abg. T a u b a d e l (Soz.): Eine Besserung bet der Post kann nur erzielt werden durch Ersparnisse und durch Erhöhung der Tarife. Im einzelnen haben wir gegen die Vorlage große Siebenten, die wir im Ausschuß Vorbringen. Abg. N a ck e n (Ztr.): Ich bin überzeugt, daß durch Sparsamkeit und durch zweckmäßige Reformen unsere Post, die früt)er an -etfiter Stelle in der Welt marsästerte, bald wieder auf ihre alte Frankfurt a. M., 14. Aug. (Wolff.) Bon hiesigen Eisenbahndirektion geht uns folgende Mitteilung zu: Die Kohlenbestände nehmen von Tag zu Tag in erschreckendem Maße ah. Ankelle neutsche Haus hineinkommt. (Lebhafter Beifall bei der Mehrheit, große Unruhe und lärmende Zurufe reckts.) Es mag Ihnen, Herr Tvaub, unangenehm fein, aber ich will nochmals feststellen, wenn Sie in der Presse die Behauptung ausstellen, der ReickK- finanzminisfer iwlle durch eine Ncichsabgabenorb- nung Süddeutschiand vom ..Reich abspalten und ein neues Reich von Aachen bis Münck^n und Wien errichten. Es fehlt mir der parlamentarische Ausdruck für eine solche Behauptung eines Mitgliedes dieses Hauses. Wem: einer von Ihnen (nach reckts) einmal etwas sagt, rvas nicht waln ist, so ist das in Ihren Augen Lin Irrtum, ein ganz unschuldiges Kindlein, wenn aber dem Reichs- srnanzminister einmal ein solcher Irrtum unterläuft, so wird ein Riesenelefant daraus «macht, den Sie durch das ganze Land treiben. Die von Herrn Mumm vorgebrachte Behauptung, baß Reichsgelder in unverantwortlicher Weise auSge- geben würden, ist vollldmmen mrwahr. Tie Reichs- ftnanzverwaltung arbeitet mit bet größten Strenge. Sie können also die notwendigen Steuern rulyig bewilligen. Tas Geld wurde ausgegeben für Zivecke des Gemeinwohles, für KiregsbesüMvigte, Kriegsgefangene und Kriegshinterbliebene. (Lebhafter Beifall links und in der Mitte.) Abg. Tr. M i 11 e l m a n n (D. Vp.): Wir erklären: keine direkten Steuern ohne indirekte. Zu den Ausführungen des Fiumrzministers habe ich zu erklären, daß uns nickst feine Finanzgesetzgebung Anlaß zur Opposition gibt, sondern die Tatsache, daß wir die von der jetzigen Regierung vertretenen Grundsätze für verderblich und gefährlich halten. Ihren Vorlagen stehen wir unvoreingenommen gegenüber und sichern strengste sachliche Unterstützung zu, soroeit sie im Jnleresfe des Allgemeiwvohles liegen. Tie Person des Finanz- Ministers ist uns gleichgültig. Aber wir wollen nicht verschareigen, daß mit ihn für ein direktes Unglück halten. Tie Dbegierung gibt andauernd die Parole Arbeit aus, statt beffen gibt es aber nichts als Streiks. Wir können der Regierung den Vorwurf nicht ersparen, daß sie diesen Zuständen nicht wirksam entgegentritt. Reichsfinanzminister Erzberger: Mein Vorredner hat mich ein Unglück genannt. Ern Un- Hlück ist es, daß man mir 1916—17 nicht Folge gegeben hat, sonst stände es besser um' das deutsche Volk. Wir waren damals machtlos gegenüber der herrschenden Militärdiktatur. Aber Sie (nach reckts) machen uns immer verantwortlich für die Folgen einer Politik, die mir nicht verteidigt haben. -Es nruß einmal darauf hingewiesen werden, welche «roße Mühe sich namentlich der rotzige Reichspräsident gegeben hat, um den Ausbruch der Revolution zu verhüten. An der Vermeidung von Blutvergießen trägt der Herr Reichspräsident das, Haupt- verdienst. Seien wir doch gegen die Arbeiter und Minderbemittelten gered)t. Ein Volk, das derartig unterernährt ist, wird in 4Vr Jahren krank. Und unser Volk ist krank. Es mu.ß wieder gesund gewacht werden. Wir dürfen nicht rückwärts schauen, sondern jirr Rettung des Vaterlandes immer vorwärts. Nur bann kommen wir zur Arbeit und durch sie tzur Rettung deS Vaterlandes. Abg. Henke (Unabh.): Wenn Herr Erzberger so weiter umlernt, werden wir ihm in unserer Partei einen Platz reservieren. Mit seinen Vorlagen kann auch Herr Erzberger die Gebrechen des Volkes nicht heilen. Die Umsatzsteuer ist gegen die ausgehungerten Volksmassen geradezu ein Verbrechen. Der Redner bespricht dann eingehend das Finanzgebaren der A.- und S.-Räte und wird vom Präsidenten Fehrenbach wiederholt zur Sache gerufen. Durch solche Vorlagen zwingen Sie einfach die Arbeiter zum Streck. Wenn Sie jetzt wieder in der Steuerpolitik Fehler auf Fehler machen, dann wird das eine neue Revolution erzeugen und die Arbeiterschaft wird Sie und Ihre ganze Steuerpolitik Hinwegfegen. Nach weiterer unerheblicher 'Debatte gehen die Vorlagen an die Ausschüsse. Der Gesetzentwurf wegen vorübergehender Verstärkung der Betriebs- mittel der Reichshauptkasse wird ohne weitere Erörterung auch in zweiter und brittcr Beratung erledigt. Es folgt die erste Beratung des Gesetzentwurfes über die Postgebühren, zur Aenderung des Postscheckgesetzes und bett. Telegraphen- und Fernsprechgebühren. Präsident Fehrenbach: Tie Fassung der Einfettung des Entwurfes: „Ter Reichstag hat. im Zusammenhang auch mit kleineren Zuschriften des Reichspräsidenten an Mich, hat dem Aeltestrn- ausschuß Veranlassung gegeben, die Frage zu prüfen, ob wir schon fetzt mit der Publikation der Verfassung Reichstag gatJOtben sind, ober ob wir nach wie vor Toutscke Nationalversammlung sind. Einstimmig ist jej\t im Gegensatz zu der Auffassung der Aelteftenausschuß der Meinung, daß wir nach wie vor Nationalversammlung finb, daß wir die Rechte und Pflichten haben, die die Verfassung dem Reichstag gibt, aber nicht den Namen. Ich gebe anheim, sich ohne weitere Tebatte dieser Auffassung, der auch die Regierung ftattaegeben hat, anzuschließen und den Eingang der Vorlage entsprechend zu ändern. (Mlgemeine Zustimmung.) Reichspostminister Giesberts: Noch! 1913 lieferte hie Post 89 Millionen Mark Ueberschuß. Für 1918 beträgt das Defizit 669 Millionen, für 1919 werden es auch 569 Millionen- Es ist für uns außerordentlich bitter, weiten Volksschichten so hohe neue Opfer aufzuerlegen. Aber die Post dar feine Zuschußverwaltung werden. Im Fernsprecke- wesen hoffen wir in einigen Jahren wieder in normale Verhältnisse zurückzuliommen. Abg. Steinsdorfs (Dem.): Die drei Vor- droheirden Gefahr bleibt der Eiseirbahnverwaltung! ieiber fein anderes Mittel, als den Verkehr einzuschränken. Sie entschließt sich zu dieser Maßnahme um so schwerer, als sich dadurch E i n- nahmeausfälle ergeben, die bei den großen Zuschüssen, die der Betrieb fordert, besonders chmerzlich sind. Auf die dringendsten Bedürfnisse »es Personenverkehrs wird bei der Auswahl der ausfallenden Züge selbstverständlich Rücksicht genommen, auch der Arbeiter- und Berufsverkehr nach Möglichkeit geschont werden. Zunächst sollen die Schnellzüge D 19 Frankfurt (M.) ab 9,10 nachm. und D 20 Frankfurt (M.) an 8,13 norm. (— Vorzüge zu den be- tehenbleibenden Nachtschurellzügen D 1/D 2 Frank- surt-Erfurt-Berlin —) und die Schnellzüge Frank- furi-Erftlrt-Leipzig D 13 Frankfurt ab 12,40 nachm. und D 14 Frankfurt an 9,58 nachm. v-om 20. August ab ausfallen. Ter Vcrkeln mit Leipzig wird durch Kurswagen Frankfurt (M.--Leipzig in den 3ügcn D 1 fyranffurt ab 9,55 nachm. und D 2 Frankfurt an 6,58 vvrm. und D 41 Frankfurt ab 7,25 vorm. und D 42 Frankfurt an 6,55 n-achm. aufrechterhalten bleiben. Vom gfeichen Tage werden auch die beschleunigten Per-smrenzüge 723 Frankfurt ab 4,13 nachm. und 722 Frankfurt an 1,41 nachm. zwischen Frankfurt und Kassel ausfallen. Tie Personentzüge, die außerdem Wegfällen müssen, werben noch, besonders bekannt gegeben. In den Schnettzüseu D 1/D 2 Frankfurt-Erfurt-Berlin und D 179/180 Frankfurt-KassefeBer- lin verkehren zur Zeit 2 Schlastvaaen. Zur Ersparnis von Kohlen werden diese Züge nunmehr je ein Schlafwagen führen. Sollten diese zunächst getroffenen Maßnahmen nicht genügend Kohlen ersparen, baren wird allerdings notgedrungen Fme noch schärfere Einschränkung des Verkehrs erfolgen müssen, die dann auch nicht ofate Einfluß auf das Berufsleben sein kann. Tie Jn- dusttie, die an der Einsparung von Kohlen bei der Eisenbahnvettvaktung ein lebhaftes Interesse hat, wird zweckmäßig Vereinbarungen treffen, um dort, tro es sich nicht um die Beförderung von sehr großen Arbeitermassen handelt, durch gleichzeitigeli Arbeitsbeginn und -schluß die jetzt oft nacht zu vermeidende Abladung mehrerer Züge in verhältnismäßig kurzen Zeitab'ständen vermeiden zu helfen. Tie %el)feiH*Jot ist äußerst ernst und bedrohlich Im vaterländischen Interesse liegt es, daß jede nicht unbedingt nötige Reife vermieden wird. Eine Ge- nähr für das Mit kommen in den Zügen besonders beim lieber gang auf Anschlußstrecken wird «richt übernommen. Ein Erlaß des neuen Eifenbahnpräsidenten in Frankfurt. ** Frankfurt, 15. Aug Der neUe Prä- sident der Eisenbahndirektion in Frankfurt (Main), Dr. S t a p f f, wendet sich mit folgenden anerkennenswerten Worten an die Beamten unb Arbeiter des Direktionsbezirks: „An sämtliche Beamten und Arbeiter. Das preußische Staatsnttmsterium hat mich zum Präsidenten der Eifenbahndirektion in Frankfurt (Main) ernannt. (Ich bitte alle Beamten und Arbeiter, mit mir in Treue zum deutschen Vaterland zu stehen. Unsere noch schwer leidende Volksgemeinschaft rechnet au uns Eisenbahner; wenn wir Eisenbahner versagen, kann sie nicht gesunden. Nickst unter Zwang, sondern aus freiem innern Entschluß wollen wir imferc der Arbeiter in anderen Betrieben ab. Lebensmittel. ** Zucker-Ausgabe. Der bei den Kleinhändlern der Stadt Gießen bestellte Zucker für August kann von Samstag den 16. August ab gegen Vorlage des Bestellausweises zur Zuckerkarte und Ablieferung der Zuckermarte Nr. 8 in Empfang genommen werden. Es entfallen auf die Zuckermarke 8 750 Gramm Zucker. ** Wein-Verteilung. Ab Samstag den 16. bis Samstag den 23. d. Mts. gelangt in den Kleinhandelsgesckstiften gleichzeitig mit den Nährmitteln Wein zur Ausgabe. Die Verteilung ge- schieht auf die blaue Nährmittelkarte, und zwar auf den Bezugsabschnitt Nr. 8 (August). Auf ieben Bezugsabschnitt entfällt eine Flasche zum Preise von: für Weißwein 6,50 Mk., Türkheimer Rotwein 6,50 Mk., Oestteicher Rotwein 7 Mk., Sekt 13,70 Mk. ** NährMittel-Ausgabe. Die bei den Kleinhändlern der Stadt Gießen bestellten Waren ür August können von Samstag den 16. ab gegen Vorlage des Bestellausweises zur Oläbrmitteltäcte pnd Abgabe der Nährmittclkarte Nr. 8 in Emp- sang genommen werden. Näheres siehe Anzeigenteil. ** Tie Selb st Versorgerration ist ab 16. August erhöht, und zwar: in Brotgetreide auf 12 Klgr. pro Kopf und Woche, in Gerste auf 5 Klgr. pro Kops und Woche. Tie Ratton ür Versorgungsberechtigte bleibt vorläufig unverändert. * •• Amtliche Personalnachrich- ten. Ernannt wurde am 11. August der Obcrwiddershttm, um sie abzulwlen. Nack) kurzer Begrüßung in Eck>zell bewegte sich unter den Klärr- . gen einer Musikkapelle, überall. jubelnd begrüßt, ein Zug durch den Ort, durch Gettenau hindurch, um sich bann vor be.it Häusern der Verhafteten in des Ge setzes zu verlassen und derartige Demonstrationen zu unterlas. en, die von uns nicht gebilligt werden. Wir dürfen das, toad wir andern bonverfen, nicht selbst tun. Wir werden unfere gereckten Forderungen sachlich und zielbewußt bertreten und hoffen damit auch zum Ziele zu kommen. Nach, dem nun auch der Zivischenfall von Echzell erledig) ist, müssen alle Temonstration-en unterbleibst. ba. Büdingen, 14. Ang. Tie Vvlkshvch. chule für Büdingen ist gesichert, ihre Eröffnung int Ottobcr geblaut. Tas Jnteresfe für die Sache ist überall sehr groß. Kreis Alsfeld. O Grebenau, 14. Aug. Nachdem die Heide l b e c r c r n t e, die der ärmeren Bevölkerung in diesem Jahre reick>en Verdienst brachte, soweit beendet ist, wurde mit dem Sammeln der nun l>er- angereiften Preißelbeeren begonnen, die hier aber nicht in der Häufigkeit wie die Heidelbeeren Vorkommen. Die als Einmachobst sehr begehrten Beeren werden mit 3—4 Mark für das Pfund bezahlt. Kreis Lauterbach. la. H e r b st e i n, 14. Aug. Gerade recht- zeitig zur Kirchweihe traf das lang angekündigte und sehnlichst erwartete amerikani- sche W ei z e n m e h l zur Verteilung hier ein. Es kam auf den Kopf 1 Pfund, das. Mehl war sehr schön. Das Pfund kostete nur 84 Pfennig. Leider konnten einige Familien nicht beliefert werden, da sich die Berteilungsstellen zu rasch verausgabt hatten, sei es, daß sie sich verwogen hatten oder daß falsch dividiert war, vermutlich haben aber einzelne Personen doppelt gefaßt. ± Laubach, 14 .Aug. In einem Nachbarort wurde einem Landwirt der Raps (Wintersamen) auf dem Acker ausgedroschen. Er schätzt seinen Schaden auf 250 Mk. O Schlitz, 14. Aug. Die beiden Wohl- tätigkeitsveranstaltungen des Klubs „Frohsinn" erzielte nzum Besten der Kriegsgesvn- Hcnenfürsorge einen Reinertrag von rund 1000 Mark, ein schönes Zeichot für den Opfersinn unterer Stadt, die durch die rührige Tätigkeit der Ortsgruppe des Vollsbundes zmn Sck;utze der beut* scheu Kriegs- und Zivilgefangenen vorher schon erheblichere Summen für den guten Zloeck aufgebracht hat. Kreis Schotten. la. AusdemVogelsberg,14. Aug. Dem Fuhrmann Sinder in Breungeshain, Atelcher für eine Aschaffenburger Cellulose-Fabrik an die Holzverladeftelle Oberwald Celluloseholz angefahren hatte, wurden 4 Waggons unbefugter Weise von dem Arbeiter Kaiser in Hartmannshain verladen, und zwar 3 Waggons am dritten Pjkngsttür und 1 Waggon am 22. Juni. Kaiser" hat dir drei Waggons an das städtische Siechenhaus in Frankfurt a. M. verkauft und den anderen Waggon nach Vilbel. Am vergangenen Samstag war ein Untersuchungsrichter von Gießen in Hartmannshain und Kaiser hat die Tat eingestanden. Merkwürdig ist es nur, wie er die Waggons erhalten hat, da es dazu vorheriger Genehmigung und Bestellung durch diebetreffende Adfertigungsstelle bedarf. Kreis Friedberg. Rl. Friedberg, 14. Aug. In der heutig« Sitzung der ©tabtberorbroeteauvrfantimhmg tourte ein Wohnungsamt beschlossen nach dem Vorbild von Gießen, Mainz und Offenbach und » ähnlickier Zusammensetzung wie in den genannt« Städten. In den nächsten Tagen wich in da Presse eine offizielle Warnung vor Zuzugi von auswärts erscheinen. Dem feit der Demobilmachung bestehenden Fuhrverkehrsamt,dcS am 1. Oktober aufgelöst werden sollte, wird tocüeie 58onzession bis 1. April 1920 erteilt, weil bk hiesigen privaten Fuhrunternehmer nicht in btt Sage sind, den Fährverkehr insbesondere nah auswärts zu bewälttgen. Um der demnäckK erfolgenden Entlassung einer größeren Anzahl vm Bahn arbeit ern und Arbeitern eines hiesigen 'Privatbetriebs wirksam zu begegnen, beschloß die Set* fammlung die sofortige Inangriffnahme vm 9lot ft au bearbeiten in Gestalt von Kannl- bauten. Während der Sitzung kam es zu einen Zwischenfall, desfentwegen eine vorübet* gehende Unterbrechung ein treten mußte. Ein D<* monstrationszug von schätzungsnx-ise 2(0 Teilnehmern aus allen Bevölkerungskreisen, erschien unter Vorantritt der Kapelle des Reiche wehr-Infanterie-Regiments Nr. 35, vor bei Rathaus, um für die Wahl des friefigtn Rechtsanwalts Dr. Seyd zum Bürgermeisier eine ’ Kundgebung zu veranstalten. Eine Abordnung ’ überreichte ein dahin lautendes Schreiben, das de Versammlung zur KennttriS nahm. Darm tourte die Wahl eines audroärtigen Bewerbers als ®U5 möge für unsere Stadt bezeichnet. .Die Versammlung nahm zu der Kundgebung keine Stelluns, und wies der Vorsitzende mit vollem Recht att das Vorbild von mehreren Großstädten hin, die «s ebenfalls nicht als eine Blamage empfunden Haber, : ihre Oberbürgermeister von auswärts zu Nachdem- der Zug sich entfernt hatte, wurde die Beratung fortgefetzt. Rl. Friedberg, 14 .Aug. Infolge unz reichender Viehbelieferung kommt w dieser Woche nur Hacksleisch zur Ausgabe. ' bleibt die Erfüllung des Versprechens, das te? Hess. Bauernbund erst kürzlich der Regierung geben hat, dafür zu sorgen, daß die Abttefenings- 1 pflichten durch die Landwitte beobachtet torrbcni ± Kirch-Göns, 14. Aug. Kartoffeldiebstähle sind an der Tagesordnung. All nämlich werden die Kartoffeläcker heimgesucht. M : Gemeiirde hat deshalb nächtliche Feldpatromlls ’ eingerichtet. Hesfen-Nasfau. Der Mord bei Oberstedten. — O der fte dten i. T., 14. Aug. Unter , Hinzuziehung Frankfurter Kttminalbeomter hat te l gerichtsärztliche Kommission in einer zweitägig Ruhe und Ordnung aufzulöfen — Ter Direkter des Hess. Bauernbundes Ott) H i r s ch e l erläßt olgende Mahnung: Tie Demlonstra» t i o n e n , wie sie in verschiedenm Törfern vo» gekommen sind und die mit Vernichtung des Viehkatasters, der Eierlisten usw. geendet haben, führen, wie der Fall in Eckjzell gezeigt, zu ernftljaiten Weiterungen und rönnen für die Beteiligten schlimme Folgen haben. Ich bitte deshalb alle Mitglieder des Hess. Bauerrrbundes und überhaupt alle auf's dringendste, aus keinen Fall den Boden Cj i>“‘d ito sfcu lÄ 5r gr)fe' W- Lk-I-'A !?slicfen * Jrßrfe hat H Knri-HR'NS Eine Sa -Franks Mchftbe der k erschienen am Staatsanwalte a daß im gegenut eft Salvars« Schieber das ho tzilfslvachtmet,te eine Privatwohn Schieber, der em bn sh V man die beiden die Ueberführuni dem Salvarsan polizei veranlaß! Schieber und d naben sich m < selbstverständltch tuto draußen l Uinuten das Pa dm sollte, waren sich - Auto sar In den FI Hadamar 11 Aug. (Wolff, in dem Hause di auf dem Neuina ^rauund für inntamcn. Nur d braten sich rett» Die Austcilur Biedenkot dff und seine d Sxfe hinter sich mgsieitig beabfi fet die Gemüter t sichten ausgelöst u tuwWt bte balv W., kl tu Ter MagiflM toad geeignet er er hat Stellung teilen Bcrnnrkii iw Gefolge geh Stadtverordnete § August gegen SMung nehmen Mn Freitag eine' Samstag somit fammlung statt, i Präsidenten, Reg.- V\t gegeben wur l'gten aus dem Obiger lftörteru Webner sich gx^ tenkops oussprach M das in ter L ^unlasumg geb K".,Ertrag zu ’jjnfie des Krei Jwn werden kö £"k*tiaten, Tm°9cn, daß ir Elchen P-rha Gesichtspm dursten, f '.Skgemoäniger - 5S „dcr besteh doch Kreisstad S;rim9 aus der Mien. x "Nt steudige &n' ®eS11' noch nicht entdeckt. Birlebach wurde Mitt- BAD-NAUHEIM Telephon 65 Ludwigetmße 13 Hupfeld’s Weinstuben“ Frühstückskarte. 4861V = Eine künstlerische Sehenswürdigkeit =a £ V W van Baerle9« Kaffee 20 Pfg. 9457 Ernst Hupfeld’sche Weingroßhandlung Hervorragende Weine. - Versand nach auswärts. 400—450 Mk. das Stück. Um 10 Uhr war bereits ausverkauft. Echtes Wildunger Salz e? Man melde Im eigenen Interesse 1918 Besuch: 11508 Hupfeld's Privat-Hotel“ Stallnng. — Autohalle. „Hupfeld's Diele“ Täglich abends: Lrstklass. musikal. Darbietungen. Nachmittagstee Konzert Msachea üHsf Sri wart 41a Bettdecke üalT.-DrrcAtr»!, H. Lup. Oielw Die Volksküche befindet sich ab 18. d. M. im „Löwen", Neuenweg Nr. 28. Mittag- und Abendeffen je 40 Pfg., 9 bie hiessge MvrdaffSre aufgeklärt. Der fanb ergab, daß B i r leba ch ermordet worden ist. Jaoobi hat diesen zunächst durch euren Schuß in die Brust lebensgefährlich verletzt, sich beim auf das am Boden liegende Opfer gekniet und durch einen rvohlgezielten Kopfschuß petötet. Herzberger liegt noch sehr schwer tm Limburger Krankenhaus darnieder; ob er mit dem Leben davon kommt, erscheint z.veifelhaft. — Ter Mörder ist trotz umfassender Nachforschungen öirs'ch^^ I 11 gteJ die ld. hcideL KAL «l für das bath. ^9-Aerobe ^.1 kteamenkan'. m^'lung bierti- Pfttnd, das ^d kostete nur J u9e Familien nJ ^rlellungsste^ daß sie s^ am dividiert ivci eine Personen bc>| Fa entnn SiötMurr laM ('Sintecittr.i oschen. Er (d Die beiden Wo), äugen des ti iftai der Stieger, trag von rund bl ir den Opfersinn lA rührige TätiM fe ynn Sclmtze bet tu1 Men vorher schor t ■ woch unter großer Beteiligung vieler Trauergäste auf dem hiesigen Friedhöfe beerdigt. — Frau Jacobi, bie am Tienstag sestgenommen war, wurde wieder aus der Haft entlassen. Der Leichcnfund im Frankfurter StadtwalL. = Frankfurt a. M., 14. Aug. Tie Unter- suchung ber im Stadtwald ausgefundenen Setrfv? ergab . daß der Mann durch einen Schutz in beit Hinterkopf getötet worden ist. Es darf mit Sicherheit angenommen werden, daß der Erschossene auf Bahnhof Goldstein ausge';iegen ist, um hier der französischen Grenzkontrolle zu entgehen. Er ist dann mit seiner Schmugglenoore auf einem nur von Paschern begangenen Waldwege französischen Wachen in die Hönde geraten, die ihn, als er zu fliehen versuchte, niedersa;ossen. Ter Schwerverletzte hat sich noch einige Schritte weiter geschleppt und ist nach kurzer Zeit im Waldesdickicht gesborben. Es handelt sich um den Kaufmann Heinrich Ring aus Munster a. St. bei Bingen. Eine Salvarsan-Tragikomödft. ---Frankfurt a. M., 14. Aug. Auf der Wachstube der Hilfspolizei am Hauptbahnhof erschienen am Dienstag zwei angebliche Staatsanwälte aus Stuttgart und zeigten än, daß im gegenüberliegenden Hotel Excelsior ein S a l v a r s a n s ch i e b e r sei. Als der Schieber das Hotel verließ, folgten ihm zwei Hilfswachtmeister in unauffälliger Weise bis eine Privatwohnung, wo man einen zweiten Schieber, der eine größere Menge Salvarsan bet sich führte, verhaftete. Telephonisch holte man die beiden Staatsanwälte herbei, die die Ueberführung der beiden Schieber samt dem Salvarsan nach der Wache der Hilfs- Polizei veranlaßten. Die Staatsanwälte, die Schieber und die Begleitmannschaften be- !laben sich in das Wachlokal, während — elbstverständlich — das Salvarsanpaket im luto draußen liegen blieb. Als nach fünf Minuten das Paket in das Lokal geholt werden sollte, waren — wohl auch selbstverständlich — Auto samt Salvarsan verschwunden. In den Flammen umgekommen. Hadamar (bei Limburg a. d. Lahn), 14. Aug. (Wolff.) In der letzten Nacht brach in dem Hause des Schreinermeisters Meister auf dem Neumarkt Feuer aus, wobei die Frauund fünfKinderinden Flammen umkamen. Nur der Mann selbst und ein Sohn konnten sich retten. Die Aufteilung des Kreises Biedenkopf. B ie de n ko p f, 11. Aug. Ter Kreis Biedenkopf und seine Hauptstadt haben eine auftegenbe W-nfa hinter sich: Tie Nachricht von der regierungsseitig beabsichtigten Aufteilung des Kreises bat bie Gemüter arg ergriffen, Wünsche und.Ansichten ausgelöst unb alles andere, was die Strid» ttm-ohner bis dahin bewegte, in den hinter gnmb L gedrängt. Ganz besonders aber war es die Kreisstadt, der die Dotscfaft sehr an die Nieren ging. ' Ter Ala gift rat fat denn auch nichts unterlassen, ’nxtö geeignet erschien, einen Riegel vorzuschieben, er hat Stellung genommen gegen ein Vorhaben, hellen Verivirftichung den Ruin den Städtchens im Gefolge gehabt haben würde. Magisttat und Stadtverordnetenversammlung faßten am 4. und 6. August gegen eine Zerlegung des Kreises scharf । Stellung nehmende Beschlüsse, desgleichen am vorigen Freüag eine Bürgeroersammlung. Am i Samotag vormittag fand dann eine weitere Der-. I sammluiig statt, in der dem Kommissar des Ober- s Präsidenten, Reg.-Rat Tr. Krause-Kassel, Gelegen- j heit gegeben wurde, die Stimmung aller Betei- I ligten ans dem Kreise zu erfahren. Nach ausgiebiger Erörterung, in der die Mehrzahl der Redner sich gegen eine Zerlegung des Krerses Bie- dcnkops aussprach, erklärte Reg.-Rat Krause, daß ihm das in der Versammlung gewonnene Material Veranlassung geben müsse, dem Oberpräsidenten dahin Vortrag zu halten, daß die eigenartigen Verhältnisse des Kreises, die mit anderen nicht oer- . glichen werden könnten, einen Eingriff, wie L den beabsichtigten, nicht zu rechtfertigen , vermögen, daß insbesondere die mit den wirt- I sckältlichen Verhälttnssen eng verknüpften völ- l kischen Gesichtspunkte nicht außer acht gelassen werden dürsten, ferner aber Volksabstimmungen ] in gegenwärtiger Zeit nicht ratsam seien, weil sie infolge der bestellenden Erbitterung ein zutt.'f- I sendes Urteil doch nicht zuließen. Es hieße aber cud? die Kreisstadt aller Würde entkleiden und I ihr schwerwiegenden Schaden zufügen, wollte bie Regierung auf der Ausführung ihres Vorhabens beharren. Tafar dürfe er der Versammlung schon | heute das Versprechen abgeben, daß „alles beim alten" bleiben werde. — Tiefe Erklärung I wurde mit freudigem Beifall aufgenammen. * wa. Biedenkopf, 14. Aug. Das I Stadtverordncten-Kollegiurn faß(e folgenden Mit 50000 Mark X?« an beitehendeu,. rentablem, kaufmännischen Unternehmen, einerlei melcfar Söraudie, aktiv oder passiv beieiligen. Es können nur absolut gediegene Geschälte in Frage kommen. Vermittler unbedingt ausgeschlossen. Diskretion wird ehrenwörtUch zngesichert und verlangt. Siichtanontime schriftliche Angebote u. 015958 an den Gießener Anzeiger erbeten. einstimmigen Beschluß: „Die Stadtverordne- ten-Versammlung bewilligte zwecks Herstellung von 60 E i n f a m i l i e n h a u s e r n , die zur Behebung der dringendsten Wohnungsnot schnellstens herzustellen sind, V« der Ueber- teuer ungskosten in der Voraussetzung, daß die restlichen ’/* vom Reich und Staat aufgebracht werden. — a d H o m b u r g v. d. H , 14. Aug. Der Schriftsteller Fritz Martin R i n t e l e n, der in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Bildungsausschusses für den Obertaunuskreis sich große Unterschlagungen zuschulden kommen ließ, wurde auf dem Frankfurter Hauptbahnhof verhaftet. = Frankfurt a. M., 14. Aug. Bei der Ausplünderung eines rdcnsersatzpflicht für die Plünderungsschäden vom 31. März, die 8 Millionen betragen. Der Magistrat wurde beauftragt, beim Reich dringend dahin vorstellig zu !Derben, daß das Reich den Schadenersatz übernimmt, da derartige Schäden als Kriegsschäden artzusehen seien. O Fulda, 14. Aug. Die Heuernte auf den unermeßlichen Bergrücken der ho hen R h ön die durch das schlechte Wetter im Jftli und zu Anfang August stark beeinträchtigt wurde und schön gefährdet erschien, geht nun flott vonftatten. Das Futter der „einschürisen" Bergwiesen ist üon vorzüglicher Qualität und auch reich im Ertrag. Bei den kürzlich abgehaltenen Versteigerungen der aus- aebelynten fiskalischen Wiesenflächen wurden für den Morgen, der vor dem fr-riege für 2—4 Mk. zu habsn 6var, 100—250 Mk. bezahlt. Interessant ist gegenwärtig das Volksleben auf der hohen Rhön, lieberen sieht man Zelte aufgeschlagen, in denen die Bevölkerung aus den Talgründen wohnt, bis sie das Heu glücklich geborgen hat. oz. Hanau, 14. Äug. Von zwei Zugereisten wurde im Hotel zur Post ein unglaublich frecher Gaunerstreich verübt. Sie weckten den Portier, gaben sich als Kriminalbeamte aus, die nach zwei holländisckien Hotz Händlern fahndeten und zwangen diese zur Hergabe ihrer Pässe und Geldmittel. Widerstand sei zwecklos, am Eingang des Hotels ständen vier Leute der Bürgerwehr. Tas war auch tatsächlich der Fall. Tann beschlagnahmten sie das Gepäck am Bahnhof und mochten sich! aus dem Staube. Tie Kriminalisten waren Gauner. Sie fabelt sich der Bürgerwehr gegenüber mit falschen Pässen ausgewiesen. Ihre Spur führt nach Frankfurt. van Baerlc & Co.« Worms a. Rh. Oegr. 183t. JederRaucher m.bieLVaFlcrbefafLh't, Sie sparen Ihr Geld: Ir^nn pc |accpn daher bestellen Sie un- lidllfl W IdddUll ser bewährtes ^Abstin" M. 4.—, Nachnahme 45 Pf. tausreichend zur 3wöchigen Stur). 9468hv lieber 1000 Dankschreiben. Deutsch u. Ea, Neukölln, Postfach 308. Itttll !lsberg,14 |J r in Breungch: tl Burger Cellulose.^« teile Oberwald i | te, wurden 4 E « Don dem Sihl idljain dritten M scher' ha, M ibtW ÄW uft und bmnim Vergangener. asrichter mBr Kaiser hat bie K g ist es nur, m c I, da es dazu wifr Stellung durch du:• I «n ÄM K-W WZ ■a^\ ww Chemnitz, den 21. Jan. 1919. MStöuS r tieilqueDe Karlsfpruöel 4-vV» WV • Scltersergrenze Biskircken 14, Fernruf 1. . . . . Ich freue mich, Ihnen über Ihr Wolfer nur Ä iUÄ. ÄÄt das Äufs^en erregt 5a5e7In von Balfour verfaßt worden. Versailles, 14. Aug. (WTB.) Die Antwort der rumänischen Regierung auf die drei Noten des Obersten Rates der Alliierten über die Ereignisse in Ungarn wurde vormittags der Friedenskonferenz überreicht. Tie Ueberrei- chung verzögerte sich nach einigen Abendblättern, weil die rumänische Delegation die 9ä)tc umgearbeitet hat. Nach dem „Ternps' entspricht ihr In halt den Erklärungen, die der rumänische Gesandte Antonescu gestern in seinem Blatte abgcgÄen hat. Um 5 Uhr nachmittags trat der Oberste Rat zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen, um ftber bie Note zu beraten. Den Vorsitz führte der Minister des Aeußern P i ck> o n. Der Verfanblung wohnte als Vertreter Fachs, der sich auf Urlaub befindet, General Weygand bei. Der Rat be 'chästigte sich gleichzeitig mit dem formellen Protest der tschecho-slowaliichen Slegicrung über die Wiedereinsetzung der Habsburger in Ungarn. Nach der .Liberte" hält der Völkerbund seine konstituierende Versammlung nicht im Herbst, sondern erst zu Beginn des tommenbm Jahres ab. Nach dem gleichen Batt tritt demnächst in Paris eine Konferenz zusammen, die alle Fragen behandeln soll, die zwi- sckwn den neuen europäischen Staaten und Kleinasien sich ergaben. Räumung Kurlands. Mi tau. 14. Aug. (WTB.) Bis zum 13. 8. wurde bie Linie Raggasen—Tuckum—Saaten— Normen unb das gesamte nörblich der Linie gelegene Gebiet Kurlands geräumt. Anfprüchc Kaiser Karls auf Ungarn? Berlin, 15. Aug. In der Ofenburg soll nach dem „Berliner Tageblatt" ein Handschreiben des Exkaisers Karl an den Erzherzog Josef eingetroffen fein, in roeldtem der erstere darauf hinweist, daß er noch immer rechtmäßig gekrönter König Ungarns sei. Sodann betraut er bis zum Augenblick seiner Rückkehr ihn mit bet Stellvertre tung unb brückt ihm als Chef bes Hauses Habsburg den Tank aus für bie ber Dynastie geleisteter Tienste. Razzia auf die ungarische Rote Arm«. B ub a be ft, 14. Aug. (WTB.) Korr.-Bureau. Die zersprengten Truppen der früheren Regierung halten sich in kleineren Gruppen in den Wäldern auf. Zu ihrer Festnahme ordnete das Militärkommando im ganzen Lande Razzien an. Ernteschwierigkeiten in Ungarn. Budapest, 14. Aug. (WTB.) Dem Amtsblatt „Budapesti Koezlongy" zufolge können bie 'Truscharbeiten im Lande wegen Kohlen- unb Benzinmangel nicht ausgeführt werben. Ties be beutet für Ungarn eine Katastrophe und ist geeignet, auch ber Ernährungskommlssion der Ententemächte gesteigerte Sorgen zu verursachen. Lebensmittclunruhen in Paris. Berlin, 14. Slug, (WTB.) Der „Berliner Lokalanzeiger" melbet: Gestern kam es in Paris zu großen lärmenden Kundgebungen gegen den Lebensmittelwucher, die sich gegen abend über bie ganze Stabt ausbreiteten. — Clemenceaus Abreise war burch ein starkes Aufgebot von Polizei und Solbaten gesichert. Herabsetzung der Lebensmittelpreife in Amerika. Jacksonville (Florida), 14. Aug. (WTB.) Reuter, lieber eine Million Eier, hunderttausende Büchsen Lebensmitttlkonservcm und 27 500 Pfund Zucker würben zur Herabsetzung ber Lebensmittel- preise beschlagnahmt. Schwedischer Luftschiffdienst. Berlin, 15. Aug. Wie aus Stockholm berichtet wirb, beabsichtigt bie neue schwedische Lust- schifiahrtsgesellschast in allernächster Zeit einen Luftverkehr Stockholm — Helsingfors — Berlin — Malmö — Göteborg auszunehmen. Man rechnet mit einer Flugdauer von 3, 7l/s, 4 unb 3 Stunden für diese Entfernungen. Großfeuer im Zossener Barackenlager. ■ Berlin, 14. Äug. (WTB.) Am Domrerstag abend brach im Zossener Barackenlager ein Großfeuer aus und nalpn infolge heftigen Windes unb Wassermangels sowie ber unzureichenden Löschhilfe bald eine große Ausdehnung an. Da die aus den tnnliegenbcn Orten berbeigerufenen Feuerwehren dem Feuer gegenüber machtlos waren, wurde auch die Hilfe der Berliner Feuerwehr mtgerufen. Diese konnte aber nur einen Zua entsenden, weil bie elektrischen Fahrzeuge nur 35 Kilometer zurücklegen können. Der Berliner Löschzug kam 9Vs Uhr an der Brandstelle an. Mit seiner Hilfe und den inzwischen aus anderen Orten eingetroffenen Wehren gelang es, den gewaltigen Brcnw zu begrenzen. lierung ber Ohm und der Wohra, weil die erhöhten Lohnßorderurtgen ber Arbeiter nicht bewilligt wurden. Eine am 24. Juli hier abgehaltene Besprechrmg wegen Beilegung des Streiks, in ber Arbeitersekretär Hüttmann aus Frankfurt den Vorschlag machte, den ©tunbenbobn von 1 Mk. auf 1,20 Mk. zu.erhöhen, wurde abgelehnt unb so gingen die Vertreter ergebnislos auseinan^ ber. Gestern hat sich nun der Schlick-lungsausschuß in Marburg mit der Sache beschäftigt und folgen» den Spruch gefällt: „Ter Schliichttrngsausschuß sprickit sich einstimmig für die grundsätzliche Anerkennung des Reickis-Tarif-Vertmgs für das Tief- bang enterbe durch die Arbeitgeber aus und erarfaet ebensalls einstimmig noch Lage der Verhältnisse die Festsetzung ber stündlichen Entlohnung für einen Dollarbeiter bis zum 15. September auf 1,20 Mk., danach bis zum Jahresschluß auf 1,30 Mk. für angemessen. Die Parteien haben sich bis Ende der Woche über Airnahme ober Ablehnung des Schiedsspruches zu erklären." [] Marburg, 13. Aug. Trehiesigen S chu h- mack>ergehilfen find wegen Lohnsordermrgen in den Ausstand getreten. 0 Marburg, 14. August. Ter heutige Schweinemarkt brachte eine Zufuhr von 352 Ferkeln unb Läufer. Bei reger Nachfrage und flottem Absatz gingen die anfangs jurüdgicanigenen Preise wieder in fae Höhe. So (osteten 6—8 Wochen alte Ferkel 80—110 Mk., 12—15 Wochen alte Ferkel 220—250 Mk., und Läufer je nach Alter « IBS v Letzte Nachrichten. Die Kohleukrisis. Berlin, 15. Aug. (WTB.) In der „Deutschen Allgemeinen Zeitung^' wird die Kohlennot unb Kohlenförderung vom Standpunkte des Arbeitgebers besprochen und gesagt: Tie Verkürzung der Arbeitszeit seit November hatte einen Ausfall von 30 Prozent ber Friedensrörderung zur Folge. Dieser Rückgang bringt unser Wirt) chafts- leben in bie größte Gefahr. Ter Eisenbahn fehlt bie Betriebssicherheit. Sie weiß nicht, wie lange sie noch Kohlen erhalten kann. Gas- unb Elektrizitätswerke kommen in bic größte Verlegenheit. Auch für bfo Landwirtschaft drohen ungeheure Gefahren. Teilweise ist das Getreide ber alten Ernte noch nicht ausgebrofchen. Wie bie neue Ernte ein gebracht werden soll, ist nicht abzusehen. Gleich einem Bleigewicht hängt ber Friedensvertrag an uns mit der Belastung von 40 Millionen Tonnen pro Jahr. Tie Bergherren warnen vor einer weiteren Vinkürzung ber Arbeitszeit im gegenwärtigen Augenblick, aber sie haben sich bereit ernärt, die Vorbedingungen zu prüfen, wenn eine Verkürzung möglich ist. Die Sozialisierung der Elektrizitätswirtschaft. Weimar, 14. Aug. (WTB.) Der 14. Ausschuß der Nationalversammlung trat in die Beratung des Gcsetzenttvurfes über die Sozialisierung ber Elektrizitätswirtschaft ein. Nach Anhörung einer Reihe von Sachverständigen wurde beschlossen, über bestimmte Fragen weitere Sachverständige anzuhören. Die Auswahl der Sachverständigen erfolgte durch einen Unterausschuß. Der Ausschuß erklärte sich ferner einverstanden, daß das Reich, soweit es zur Beseitigung sonst vielleicht cintretenber Notstände dringend erforderlich erscheint, ben Bau und Erwerb von elektrischen Hochspannungsleitungen, Transformatoren und Elektrizitätswerken sofort in die Wege leiten, wenn diese Maßnahme mit Rücksicht auf ‘ben bevorstehenden Winter wirtschaftlich geboten erscheint. Die Streiks in Oberschlesicn. Beuthen, 14. Aug. (WTB.) Nachdem sich die Arbeiterschaft des oberschlesischen Elektrokraftwerkes Z a bo r ze dem Ausstand der Berghüttenleute, bie zu 95 Prozent ausständig sind, angrschlos- fen haben, beginnt sich die Lage zuzuspitzen und das Wirtschaftsleben zu lähmen. Im Bezirk Hindenburg unb Gleiwitzist wieder jeglicher Verkehr lahmgelegt, da die elektrische Kraft unb das Licht völlig fehlen. Sie haben nur schlechte Ersatzbeleuchtung. Das Erscheinen ber Zeitungen ist für morgen in Frage gestellt, lieber bie übrigen Bezirke Oberschlesiens wird morgen mach einer Besprechung zwischen den Behörden und der Arbeiterschaft die Entscheidung fallen. Kronprinz Rum>'rrch1 von Bayern. Berlin, 15. Aug. Ter Aeltestenrat des bayerischen Landtages beschloß, auf das Schreiben des Kronprinzen Rupprecht zu antworten, daß Bayern in ber Angelegenheit ber Auslieferung an einen Gerichtshof der Entente nicht zuständig sei. Doch werde es gegen bie Auslieferung des Kronprinzen Slkrrftelfungen erheben unb protestieren. Widerstand gegen den Völkerbund. Versailles, 14. August. (WTB.) Der Sonderberichterstatter des „Echo de Paris" meldet, ber Wiberstand gegen den Völkerbund wachse, weil der belgische Ministerpräsident in der Kammer erklärt habe, ber Völkerbund biete Belgien nicht den notwendigen Schutz, und es müsse ihn auf andere Weise sicher stellen. Die Ansicht verstärke sich, daß der Völkerbund nicht imstande fei, Krieg zu verhindern. Der Oberste Rat und Rumänien. Versailles, 14. Aug. (WTB.) Ter Oberste Rat ber Alliierten faßte gestern noch keine Entschlüsse über die Dis f eren z en mit ber rumänischen Regierung wegen brr nngari- scfan Angelegenheft. Tie offizielle Antwort ber rumänifdjen Regierung auf bie Noten ber Friedenskonferenz wurde dem obersten Rat 7wch nicht übergeben. Es lag lediglich ein Bericht der interalliierten militärlschen Mission in Budapest vor. Nach ben Blättern kann es keinem Zweifel unterliegen, daß esinBubapestzuheftigenAnf- tritten zwischen dem rumänischen Kommissar T i a m a n d i und ber interalliierten M i- l i t ä r m i s s i o n gekoinmen ist. Ter Rat versuchte nun diese Schwierigkeiten zu beseitigen unb soll entsprechende Weisungen nach Budapest! gegeben faben. Im ganzen er,gibt sich ans der Pariser Morgenpresse, baß bie Angelegenheit weniger optimistisch als gestern beurteilt wird. Tas „Echo de Paris" erklärt, die scharfe Note, die in Budapest Gerichtrßaal. 0 Marburg, 14. Aug Das Schöffengericht verurteilte heute eine hieft^ Einwohnerin, die aus Schwarzschlachtungen stammendes Fleisch getauft hatte, zu 500 Mk. Geldstrafe. Verantwortlich für Politik: I. V.: Dr. Reinhold Zenz. Wettervoraussage für Sams tag: Ziemlich heiter, trocken, warm, wechselnde Winde. 9470 Sonntag. 17. Angust ■ taten teta WKW arotzmittel 1.40 9469c ladet höflichst ein 016941 9376 Wasch stoffe Täglicher Eingang von Neuheiten Leihgestern, 13. August 1919. Bus?. Meter M. 13.50 9375c Statt Karlen! Fritz Nowack 016919 Kochkiste an? 21 **« WH ii | Mchmng durch r biMäit! 929288 5.09 sind. 9474 Perfekter wim US ii. Gart., in einem größeren Betriebes in Auch sehr gewandte Dame kommt 9323D gesucht Lohn gesucht. Meldungen an: &36 |Steli enges uche| sniinii’tinnniniiiiiiiiiiiiiiiiininn ■ • Mr irg., Cxped. und : m. d. Pu bl. zu Kandidaten, gebt den Einsatz-Hrn^ien Normal-Sic den Normal-Hosen Netz-Jacken sin d in reicher Auswahl wieder am Lager. (mmC Natron bicarb. piili. 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Bisher war der Kreistag dank des indirekten Wahlverfahrens ein Parlament der bürgerlichen "Parteien, die sozialistisch gesinnte Arbeiter, schäft war nicht vertreten. Die Arbeit dieser Körperschaft war dem- zufolge eine bürgerlich-reaktionare, zum Teil arbeiterfeindliche; btt Interessen der tausenden im Kreise wohnenden Arbeiter wurden von den Bürgermeistern und Geheimräten an die Wand gedrückt. Darum alle, ihr Wählerinnen und Wähler der arbeitenden Bevölkerung, sorgt am 17. August dafür, daß diesem Parlament frisches Blut zugesührt ausgestellten Snotrl. DittßmWk!! gesucht. 19458 Alicestrake 11,1. Gesangverein Gemütlichkeit 3ur gtitt des 31 LtistunBM fiSSÄ tti'ä&n" Herren -Abend. Leihgestern Zu dem am Sonntag den 17. d. MtS bei Gastwirt Faber im Freien stattfindenden Tanzvergnügen unter Mitwirkung hiesigerVereine. Alles Nähere durch Plakate! Der Festausschuß. ÄSchäfte all. Grös;., i. verfeti. Veber« fort.,Lederabstill.,gestanzt. Sohlen u. Absätze, Schuh- niachcrbebarfsart.Preiöl. frei. Dlaa Jörger, FranS- tart/HZ., Holzgraben 7. MM c Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hiuscheiden unseres lieben Entschlafenen, sowie für die zahlreichen Kranzspenden sagen wir herzlichen Dank. Frau Marie Diehl Wwe. und Kinder. lifil und Dameoverein Gabelsbener Sonntag, den 17. AN Fahrt nach Klloster 2lrnSbura-V'utzbalb. Abs. 6.25 vorr.,1. Hauptbhi' Schr. Ang. tndgl. m. Bll« AMn r)Qrp. . tt.9489 an d.Gieh-.Anz.erb (inet Handn>M71 ZßUWu,39.mit einem 1 trat! briw Jungen v. 9.1. u. eignem , “ ÄM r Laus u. Gart., in einem ^wnbeln toim Besonders vorteilhaft: bedruckte Batiststoffe Meter M. 6.50 farbig gemust. Krepons in allenPreislagen doppeltbreiter gestickter Mull cinbarnngen mi Fn'edcnÄmgebot dabei aus, Präs Grafen Bernstor M zwischen je densa-pell - Wcht wirtlich c kr ist unentschlc Zmückwcisuna A er)en Appckl m M5Ä 4.09 Kaffee 12.00 AmM, «K 22.00 H. 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Die Beerdigung fand in aller Stille statt 01W7 1 Pakctchen Tab«! u. 3 Schacht. ,;igarettto im Strahenbahnwag!» liegen geblieben, (or® Abzugeben Steinstr. & Id> warne Jeden, nielnrt Frau Clisabetbe Stört geb. Jung, Senchelbetn, etwas zu borgen, da >tt für nichts haste. (015® Wilhelm Storks Zur AuShilie für 14 Tage ein Fräulein verfett tm Maschinenschreiben u.Stenogrnvhie, sofort gesucht. Cbambrs, Bahnhosstratze 22. Branchekundige, tüchtige Verkänfßrin für 1. Oktober gesucht. SchnhhauS Herbert, Nlarkivlatz 2. Zur Kreistagswahl Wählerinnen und Wähler! kestllsEHsotttiü Zitbkli (Aub) E. V. Bei der heutigen Ziehrmg sind folgende Schuldscheine der 1900er Anleihe Nr. 22, 50, 57, 73, 76 und 77 mit je 500 Mk. aus den L Oktober 1919 zur Rückzahlung bei der Mitteldeutschen Creditbank, Filiale Gießen, ausgelost worden. Mit diesem Tage hört die Verzinsung aus. Gießen, den 13. August 1919. 9464V Ter Vorstand: Emm e l i u s. mittel, daö „ „ 1.20 treffen heute ein bei Georg Wallenfels, Marktvlatr 21, Fernsprecher 942, gegenüber der Engelapotbeke. Promoter Versandt nach auswärts. 9465 Salmiak, klein kristallisiert Salmiakgeist Essigsäure TonerdelösuDg Brockmanos Futterkalk Zitronensaft Essigessenz, 80% fff*1 M uspumm | Mietgesuche j Schöne ti - 3iliniier- Wohnung mit Bad und Balkon kann sofort gegen S-Zimmer-Wolmg. ein- getauscht werden. Schr. Nng.u. 015W9 a. d.G.Anz. Junges Ehevaar mit einem Slinbe sucht zum 1. 10. eine 3-Zimmer- Wobnung. Sckr. Angeb. unt. 015912 a. d. Giest. Zlnz Schlafzimmer mit zwei Betteu uWohnzimmer, Gas oder elektr. Licht, bis spätestens Oktober von 2 Studentinnen gesucht. Schriftl. Angeb. m. Breis unt. 015931 a. b. Giest. Anz. #T Suche "^3 zum 1. Sept, gut möb- liertesWobn-».Schlaf- Limmer mit 2 betten u. 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Alles kam atemlos hervor, nachdem Sigrid die nach dem Korridor gehende Tür verriegelt. „Ach, ich konnte cs ja kaum erwarten, nach- dem ich deine Depesche hatte," plaudert: die junge Frau, sich lächelnd in einen Schaukelstuhl /versend rmd Ragna strafend bcbeachtend. „Am liebsten hätte ich cs ja gleich allen erzählt, ober ich weih io, daß ich deinctnrcgen schweigen muß. Som würde dich ja als Familienoberhaupt gleich ein- saugen und mit dem Bücherschreiben wärs vorbei. Sven sagt, deine Bück>cr wären sehr schön — ich lese Romane, nimm miris nicht übel, lieber. Sven meint auch, es wäre sehr vernünftig, daß du anonym schreibst, aber im Grunde glaube irf>, daß er doch ganz stolz darauf ist, daß eine Svendburg die Bücher über „Pflicht" und „Arbeit" geschrieben hat. Ost sitzt er und lieft ftunbäv- lang darin, trotzdem er sie nun nachgerade f ernten müßte. Aber, das hat er mir schon oft gesagt, wenn er dich findet — ich weiß, daß er schon die eifrigsten Nachforschungen angestellt hat — dann müßtest du ohne Gnade zurück." „Als ob mir dein Mann etwas zu sagen hätte," sagte Ragna mit einem leisen, verächtlichen Auszucken der roten Lippen. (Fortsetzung folgt.) Nr. 189 Zweites Blatt Gießener Anzeiger lGeneral-Anzetger für Gberhesserv l6er Gieße ate! Vie Ureirtagswah!. die sivah! l bach. Zurückweisung er Sigrid gegenüber trat. Tausend Möglichkeiten Fortsetzung 33. tNachdruck verboten.) Svendburg. Goratschin erzählte viel von Berlin I Und dann kam der Morgen und .Ragna strhr . ob dem glänzenden Leben hier. Das machte mir | nach Berlin. Äm Bahnhof nahm sie ane drosch«. e n s v e r- z t würde. rücksichtslosen U-Bootkriege eine Mittelung Wilsons dur über den Entschluß zum U-Bvotkrieg von Herrn Reichskanzler oder dem Auswärtigen niemals zur Sprache gebracht ttrorben. ürst nger iun- und te. Heinrich Ö ein vt Schäfer, Maurer, Arbeiter, n-atürlich nicht. Ter sitzt in Chriftiania fest. Ich Mr auch dort. Tas heißt im Winter, wo was «s war. Viel war cs ta nicht, aber doch besser Sickendorf; 15. Johannes Techert, Schuhmacher- meister, Frischborn; 16. Johannes Seibert, Arbeiter, Reuters; 17. Georg Rausch, Arbeiter, Wallenrod; 18. Heinrich Wink, Hilssweichenfteller, Hutzdorf; 19. Andreas Klippcrt, Metallarbeiter, Dirlammen- 20, Josef Ruhl, Ärbeiter, Herbstein; 21. Karl Hedtrich, Zimmermann, Lauter- rüi-frocifuna. Wir müssen damit rechnen, daß den Appell nur erläßt, wenn er seine strikte Stadt folgende Kandidaten ausgestellt: von der demokratische,' Partei Bankvorstand Hartmann Stoll und Bäckermeister Philipp König, von der deutschen Dolkspartei prakt. Arzt Dr. Langsdorf, von der l)essisck)cn Volkspartei Rechtsanwalt Dr. Brücker und Sanitätsrat Dr. Bauer, von der sozialdemokratischen Partei Gastwirt Robert Wiedermann. ■4 Butzbach, 14. Aug. Aus unserer Stadt sind für die K r e i s t a g s w a h l e n an aussichtsreicher Stelle die folgenden Kandidaten aufgestellt worden: von dec Zentrumspartei Kassenkontrolleur Kmietsch, von der deutschen Volkspartti Bürgermeister Köhler, von der demokratischen Partei Branereibcsitzer Melchior, von der sozialdemokra- tischen Partei Kaufmann Oppenheimer. O Friedberg, 12. Aug. Für die am 17. August stattsindenden W a h l c n z u m K re i s- t a g des Kreises Friedberg sind nicht weniger als 5 Wahlvvrschläge zugelassen. Einem Wahlvorschlag der beiden sozialdemokratischen Parteien stehen 4 bürgerliche Wahlvorschläge gegenüber^ eine Liste des Hessischen Bauernbundes und der Hessischen Volkspartei, eine demokratische Liste, ein: Liste der Deutschen (liberalen) Volkspartei und eine Liste des Zentrums. Warum diese Zersplitterung, die einen schärferen Wahlkampf unvermeidlich macht? Wie in anderen Kreisen hätte es doch mindestens zu einer Einigung des Bürgertums kommen polten! Zu wählen sind für den Kreis 30 Kreistagsmitglieder. RI. Friedberg, 13. Aug. Richt allein beim Publikum, sondern auch bei den politischen Parteien unseres Kreises ist dos Interesse an her am nächsten Sonntag stet! findenden Kreist ags- wahl gering. Tic Wahlmüdigkeit ist eine Reaktion auf den politischen Hochbetrieb der letzten Monate. Obgleich uns nur noch einige Tage von der Wahlhandlung trennen, ist bis jetzt erst eine Partei, die Deutsche Dolkspartei, mit ilyrem Wahl- worlcttag an die Oefsentlich-keit getreten unter Ausgabe der Losung: Staiü und Land, Hand in Hand! Unter den 13 ausgesührten Kandidaten befinden sick vier Landwirte. — Mehr gespannt ist man auch aus den Ausfall der Bürgermeifter- wähl, die dieser Tage von den Stadtverordneten vor genommen 'nrirb. Wie wir erfahren, befinden sich unter den zahlreichen Bewerbern mehrere Fried" karger Herren, während andererseits durchgesickert ist, im Stadtparlament sei Stimmung für einen Frankfurter Bewerber vorl-anden. Infolgedessen appelliert ein mit „Biele Bürger" unterzeichneter Aufruf an den Lokalpatriotismus und lädt für den 14. August zu einer Massenkundgebung zu Gunsten der Wahl eines hiesigen Rechtsanwaltes ein, dessen Namen auch auf der Liste der Bewerber stehen soll. O Lauterbach, 13. Aug. Wie von uns schon kurz mitgeteilt wurde, ist die von den politischen Parteien getroffene Vereinbarung, für die am 17. August ftattfindende Kreistagswahl sich zum Kreistag fi« NahlversahrrnS m ch gesinnte Arbeiin lperschaft war bn beiterfeindliche; :ii rbeiter wurden ::r, ib gedrückt. $am t Bevölkerung, jo:;i sches Blut zugesti । aufgefttß:n 1 Kandibair, ■ gebt ta rg Beckmw Tie bürgerlichen Wahlvor kreuzten ihr Hirn. Wenn Sven zu Hause war, oder wenn ihn ein Zufall herbeiführte. Wenn die Gcpßmama von ihrem Hiersein erfuhr, so war alles umsonst. Mit pochendem Herzen schritt Ragna über den Ziethenplatz der Hauptsront des Hotels entgegen. Kaum konnte sie dem Portier den Namen Gräfin Sigrid Svendburg nennen und nach der Zimmernummer fragen. ,^Jhre Starte ?" fragte der Portier, forschend bte.feljrr einfach gekleidete Mädchengestalt, die zu Fuß einherkam, musternd. „Es ist nicht nötig, mich zu melden," sagte Ragna, stolz das blonde Haupt hebend, „ich werde erwartet." Verblüfft nannte der Portier die Nummer und Ragna schritt die Treppe hinan. Erschöpft blieb sie vor der bezeichneten Ztmmertür stehen. Sigrid hatte sicher dafür gesorgt, daß nur sie allein anwesend war, aber wenn doch Sven eintrat und wenn sie ihm in Sigrids Gegenwart gegenübertreten mußte? Ragnas Herz pochte in wahnsinnigen Schlägen. Leise klopfte sie gegen die Tür. „Herein," rief eine glockenhelle Stimme, und bamt lag Sigrid in Ragnas Armen und lachte und weinte in einem Atem. Innig drückte Ragna das junge, schöne Geschöpf an ihre Brust. „Mein Liebling, mein Einziges," ftüsterte sie zu Sigrid zärtlich hernieder, „eMich, endlich habe ich dich wieder." Tic junge Frau befreite lieft jetzt etwas energisch aus der schwesterlichen Umarmung. Sie faßte Ragna um die Taille und bog das Köpfchen weit zurück, sie so gleichsam betrachtend. „Da hätten Iirt der Reichskanzler mit keinem Wort berührt. Ebenso ist bei den Verhandlungen, die zwischen dem Auswärtigen Amt und der Obersten Heeresleitung über den U-Bootkrieg gepflogen wordm sind, femals von einer diplomatischen Aktion Aime- rikas iugunften des Friedens die Rede gemefen! Hindenburg veröffentlicht dann die Schriftstücke, die ihm zu dieser Friedensaktivn mitgeteilt worden sind. Es ist: 1. ein Telegramm des Reichskanzlers vom ?3. November 16, in dem dem Kaiser vorgeschlagen wurde, den Grafen Bcrnstuff anzuweisen, er möge Wilson veranlassen, möglichst bald nach seiner Wiederwahl den Mächten einen Friedensantrag tu machen. Ein solcher Friedensantrag erfolgte nicht! 2. ein Schreiben des Reichskanzlers vom 27. Oktober, in dem mitgeteilt wurde, daß die Vereinbarungen mit den Zentralmächten für das Friedensangebot getroffen seien. Ter Kanzler führte dabei aus, Präsident Wilson hat vertraulich den Grasen Vernstorsf wissen lassen, daß er in der Zeit zwisckien jetzt und Neujahr einen Friedensappell zu erlassen gedenke! Ob seine Msicht mir 11.(6 ausgeführt wird, bleibt ungewiß. Er ist unentschlossen und scheut ängstlich eine dem Amt auf eine Liste zu einigen und so jeglichen Wahlkampf auszusck-alten, in letzter Stunde leider doch nicht Wirilichieit geworden. Der Alan scheiterte an den Forderungen der Sozialdemokratie, die mit der Anzahl der ihr zugedachten Sitze nicht einverstanden ist. Gewählt wird nach den eit. telnen Amtsgerichtsbezirken des Kreises; 21 Vertreter sind in den neuen Kreistag zu entsenden. Nach dec ursprünglichen Vereinbarung wären diese in gleichmäßiger Weise auf die einzelnen Städte und Ortschaften, sowie auf die wirtschaftlichen Interessengruppen verteilt worden. Nachdem die Wahl nun politisch „gemacht" wird, kann infolge der Verhältniswahl der Fall cintrctcn, daß manche Gemeinde und manche Verussgruppe mehrere Sitze im Kreistag bekommen werden, do Vertreter von ihnen auf zwei Wahlvorschlägen an bevorzugter Stelle stehen. Dem sozialdemokratischen W a h l v o r s ch l a ge, der 21 Namen enthält und für die 3 Amtsgerichtsbezirke des Kreises gilt, steht in jedem Amtsgerichtsbezirk eine Liste der vereinigten bürgerlichen Parteien (Deutsche demokratische Bolkspartei, Deutsche Vvlkspartei und Teutsch-nationale Bolkspartei) gegenüber, so daß im ganzen also 4 Wohlvo» schlage in Betracht kommen und in jedem Amtsgerichtsbezirk (Lauterbach, Schlitz, Herbstein) neben Der sozialdemokratischen Liste ein besonderer Wahlvorschlag des geschlossenen Bürgertums vorliegt. Tie drei bürgerlichen Listen in den einzelnen Amtsgerichtsbezirken sind jedoch als miteinander verbunden erklärt, so daß sie bei Verteilung der Kreistagssitze dem sozialdemokratischen Wahlvorschlag gegenüber als ein einziger Vorschlag anzu- sehen und zu behandeln sind. — Ter sozial- dc Mo lratische Wahl Vorschlag enthält die folgenden Namen: 1. Franz Graulich, Schmied, Lauterbach; 2. Heinrich Lachmann, Maurermeister, Schlitz; 3. Heinrich Wahl 29., Maurer, Angersbach; 4. Joh. Kasp. Roth, Gelbgießer, Stockhansen; 5. Heinrich Zinn, Maurer, Landenhausen; 6. Mathilde Nikol, Lehrerin, Ilbeshausen; 7. Heinrich Schwing 4., Zimmermann, Maar; 8. Heinrich Fischer 2., Landwirt, Willofs; 9. Kacl Bernstorfs vom 7. Januar 1917 beginnt mit den Worten: „Amerikanische Vermittlung für eigentliche Friedensverhandlungen ist wegen der öffenl-- tichen Meinung unerwünftlft. Tie Frage der Mitteilung unserer Friedensbedingungen wollen Euer Exzellenz befter inlaLorifcft behPideln. Dagegen ermächtige ich Sie, schon jetzt untere Bereitwillig- teit zur Mitwirkung an demienigen Teile des Programms zu dokumentieren, für das sich Wilson besonders interessiert: Schiedsgericht lick>e Einrichtungen und Friedensliga. Tie Reichsleitung legt somit auch hier auf die Vermittlung feinen Wert. Es folgt bann das Telegramm des Grasen Bernstorfs, der von dieser Erklärung des uneingeschränkten U-Bootkrieges den Bruch mit den Verein, igten Staaten ernxrriet. Inzwischen war ani 9. Januar der kaiserliche Befehl zum rücksichtslosen U-Bsotkrieg ergangen. — Am 16. Januar wurde Bernstorfs telegraphiert: „Wir sind entschlossen, das Risiko (Bruch oder Krieg mit den Vereinigtem Staaten) aus uns zu nehmen!" Hindenburg veröffentlicht dieses Sdyrcibeu, um den Vorwurf gegen sich und Ludendorff zu entfräften, daß sie die Schuld daran treffe, und erflärt zusam- nveufassend: 1. Ter Vorwurf, den Reichskanzler z u c i ,l e r zwiespältigen Politik gegenüber den Bereinigten Staaten gedrängt zu haben, trifft mich und GeneralLudmdorsf unkvdiugt nicht. 2. Bedenken, daß durch den U-Bvotkrieg die diplomalische Aktion des Präsidenten Wilsml gestört werden könnte, sind in den Verhandlungen Ragna Svendburg sjioman von Anny Wothe. Äblehmnrg durch die (hitaite nicht zu erwarten braucht! Sehr wickckig ist das dritte Schreiben des Auswärtigen Amtes vom 24. Dezember. Es enthält den Wortlaut einer Antwort auf eine Note Wilsons, betreffend Grundlagen für die Herstellung eines dauernden Friedens und beginnt mit den Worten: „Um einer Einmischung des Präsidenten Wilson in die Friedensbedingungen vorzubeugen, haben wir uns zu einer Beantwortung seiner Note entschlossen, die im Sinne unserer Friedensaklion gehalten ist, aber klar zum Ausdruck bringt, daß wir mit unseren Gegnern direkt zu verhandeln wünschen. Tie kaiserliche Regierung lehnte also Wilson als Friedensvermittler ab. Eine Instruktion an ““•foont,. ■ltbi8sh6b( 4 Bad-Nauheim, 14. Aug. Für .. Wah l en zum Kreistag wurden aus unserer Nodemer, Landwirt, Altenschlirf; 10. Eichenauer, Arbeiter, Bannerod; 11. Kister, Schlosser, Engelrod; 12. En:st Apotheker, Schlitz; 13. Georg Möller, Hopfmannsfeld; 14. Johannes Wolf, Ta, endlich kam der Postbote mit einem Brief von Chajas grober Hand an Ragna adressiert. Mit hastigen Fingern löste das junge Mädchen dm Umschlag und las: Süße Ragna! Eigentlich verdienst Tu gar nicht, daß ick mir so viel Mühe gab, Seiner habhaft zu werden. Fürst Goratschin, dem ich erzählte, daß Tu in Berlin wärst — ich habe ihn als unseren besten Freund natürlich ins Geheimnis gezogen — schwur hoch und heilig, daß es ihm sehr leicht gelingen wurde, Tich in Berlin aufäufiitben, aber danke ergebenft. Trotz Polizei und Einwohnermeldeamt, -vv der gute Fürst cigenbcinig hinging, keine >Lpur oon Tir. Tn scheinst also unter einem anderen Warnen in dem göttlichen Berlin zu Hausen. Das mag ja für die Schriftstellerin recht schön fein, aber für mich recht unbequem. Na, also^ kurz iuib gut, es bleibt mir also weiter nichts übrig, Venn ich Tich sehen will, diesen Brief wieder an unsren alten Drachen Chaja zur Besorgung zu senden. Wer weiß, wann er da in .Teilte Hände kommt, wahrscheinlich, wenn ich gar nicht mehr in Berlin bin. Und ich will Dich doch so gern: iehen, ich muß Tich sehen, hörst Du wohl, aber b»ld, ach bitte, recht bald. 91(xr ich tue immer so, als ob Tu alles weisst und vor allem, daß ich in Berlin. Sven Bin untn 1271 n das Fernspret1/-1 ^geschlossen. H. Rotlschili, obel-u. Manufaktur^ Bahnhofstraße f£ Verftkti«! rochkiste-il Iste vorhanden. StW ,d)e$nflet)oteunti1| n den Mn. ”nOI ■ßerrÄöW'll J, gut. Eint I. jiähtt).ob.hnberL&1| 5-489- ba»s ’veir. in i-erb. a- tret ■ herni.erlv-ied.nw>'» jungen d.9. 9> “■'ll Verloren'-- ''TwÄLfl ißt ni*;” L gwrM eine Einladung ihrer alten Freundin Gräfin Dege^ und brannte darauf, mich hier bei ihrer guten Freundin zu zeigen — ich soll nämlich noch hübscher geworden fein, und die gute Großmam r macht gerne mit mir Staat. Sven hatte nichts dagegen — was sollte er schließlich auch — und wir sind nun hier, wohnen recht hübsch und leben einen recht vergnügten Tag. Wir reiten und fahren alle Tage aus — Großmama natürlich nicht, sondern Goratschin und ich, aber sonst isfs hier recht angenehm und nett Wirf Dich ihr zu Füßen und alles ist wieder gut — glaube wenigstens. Willst Tu nicht? Ich sehe Dein Haupt sich stolz emporheben. Na, laß nur, ich tue Tir nichts. Natürlich darf kein Mensch außer Goratschin wißen, daß wir uns sehen — ich freue mich schon auf unser heimliches Zusammentreffen. Es wäre himnv- lisch, wenn Sven eifersüchtig mürbe, wenn er doch noch etwas Läuten hören sollte. Wir wohnen im Kaiserhof. Gib mir sofort Nachricht, wann Du mich hier auf suchen willst. Ich werde zu Hause sein, und unnötige Lauscher fern zu halten nnffcn.--Komm bald, mein Süßes, Großes, es erwartet Dich sehnsüchtig Derne kleine Sigrid. r"*verein£xj s«‘f Ragna faltete langsam 'ben Brief zusammen. Etwas Starres, Kaltes, Ruhiges kam über ftc. Sie schritt zu ihrem Schreibtisch und warf eine Depesche auf ein Stück Papier. „Morgen Mittag zwölf Uhr, Ragna" stand darauf, aber die roenigen Jöorte brannten in ihrer Seele und irrten wie Fieberschauer wahrend her Nacht durch ihre Träume. schlüge lauten: 1. Amtsgerichtsbezirk Lauterbach: 1. Alexander Stöpler, Bürgermeister, Lauterbach; 2. H. F. Rodemer, Bürgermeister, Angersbach- 3. Joy. Gg. Bensel, Landwirt. Maar; 4. Karl Neidhart, Kaufmann, Lauterbach; 5. Heinrich Ziegenhain, Bürgermeister, Dirlammen; 6. Heinrich Konrad Wienold, Bürgermeister, Stockhausen; 7. Geor^ Geisel, Bürgermeister. Reuters; 8. Leonhard Hoos, Kommerzienrat, Lauterbach; 9. Christian Henkel, Bürgermeister, Landenhausen; 10. Johannes Keip, Beigeordneter, Wallenrod; 11. Heinrich Listmann 3., Kaufmann Lauterbach; 12. Karl Keutzer, Bürgermeister, Frischborn; 13. Heinrich-Euler, Bürgermeister. Heblos; 14. Heinrich Lerch, Bürgermeister, Allmenrod; 15. Heinrich Prediger, Bürgermeister, Wernges. 2. Amtsgerichtsbezirk Schlitz: 1. Fririw. Zöller, 1. Beigeordneter, Schlitz; 2. Johannes Fischer, Bürgermeister, Pfordt; 3. Heinrich Römer, Fabrikant, Schlitz; 4. Adam Döring, Bürgermeister, Rimbach; 5. Joh. Ad. Schäfer, Bürgermeister, Uetz- hausen; 6. Christian Hofmann, Bürgermeister, Qneck; 7. Hrch. Hendrich, Gastwirt, Schlitz; 8. Hemrick Hohmeier, Bürgermeister, Fraurvm- bach; 9. Georg Baumgärtner, Fabrikant, Schlitz; 10. Johannes Weber, Bürgermeister, Willofs; 11. Konrad Lips, Bürgermeister, Unter-Schwarz. 3. Tlmtsgerichtsbezirk Herb ft ein: 1. Los. Anton Wiegand, Bürgermeister, Herbstein; 2. Friedrich Jost, Bürgermeister, Bermnts- bain; 3. August Rasch, Bürgermeister, Freiensteinau: 4. Heinr. Schaaf, Bürgermeister, Eichcl- barn: 5. H. Ochs, Bürgermeister, Ilbeshausen; 6. Paul Schwalbach, Bürgermeister, Bannerod: 7. Heinrich Ganß, Bürgermeister, Crainfeld; 8. Heinrich Rahn, Bürgermeister, Rixfeld; 9. Fr. Engelbert Kübel, Landwirt, öerbftein; 10. Karl Scherf, Bürgermeister, Altenschlirf; 11. Karl Schäg, Bürgermeister, Ober-Moos; 12. Johannes Berting, Bürgermeister, Fleschenbach; 13. Johs. Rahn, Bürgermeister, Engelrod; 14. Hermann Jockel, Bürgermeister, Lanzenhain; 15. Theodor Wlllmann, .Bürgermeister, Steinfurt. ®. t). £. und H öoobKrieg. Berlin, 13. August. TaS , 20. Jahrhundert" veröffentlicht einen Briet Hindenburgs an ben Prinzen Max von Baden," in dem der Nachweis geführt wird, bau der frühere Reichskanzler oon Be1hmann-Hollw:g an den Ernst des Wilsonschen Frie- bensoermittelungsversuchs nicht geglaubt hat, ja baß er diesen Vermittelungsoersuch durch das 5riebc:i§angcbot oom 20. Tezemder hintertreiben 'wollte. In dem Briese, der Groß:s Hauptquarttcr, 17. Ok.ober 17 datiert ist, bezieht sich Hindenburg auf einen Artikel des Professors von Schulze-Gävernitz „Wilsons Friedensvarnntt- telung". In der „Vossiicheif Zeitung" vom 18. Oktober 18 wirb die Frage aufgeworfen, Iven di: Schuld daran trifft, daß durch die Erklärmtg des rücksichtslosen U-Bo)tkrleges die damalige Fricdens- vermittelung-Saktion des Prästoeriten Wilson zum Scheitern gebracht 'worden ist. Hindenburg erklärt, daß er bei lieber nannte seiner bnnctligcn Stellung als Generalissimus dem damalig-en Reick)skanzlcr von Bethmann-Hollweg gelegentlich einer Aussprache auf Schloß Plcß am 30. Oktober 1916 den Entschluß zum verscl)ärften U-Boolkriege von der Erklärung abbängig gemacht bat, baß er nach der militärischen Lage den Augenblick für gegeben erachte. Damals — Rumänien hatte gerade dm Krieg erklärt und äußerst schwere Kämpfe tobten an der West- und Ostfvont — ließ dieselbe diese Erklärung mit Rücksicht auf die Neutralen nicht zu. Hindenburg schildert btrmt die Lage im Dezember 1917 und sagt: „Also mußten toir trotz aller Bedenken zu dem letzten Mittel greifen, das tne feindliche Materialüberlegenheit eindämmen konnte, nämlich dem rücksichtslosen U-Bootkrieg. Es wurde darauf am 20. Tezember dem .Auswärtigen Amte gedrahtet, daß nunmehr der U- Bvotkrieg mit aller Schärfe einsetzen müsse. Ter Reichslanzler erklärt sich am 25. Dezember zur Einleitung von Besprechungen über diesen U-Boot- frieg bereit, sobald die deutsche Friedensaktion durch eine Antwort der Entente zu einem gewissen M- Astuß gelangt sei! Der Reichs kanzter legte da- 6ei feine Stellung in folgendem Wortlaut fest: „— daß der uneingeschränkte U-Bvotkrieg, da er sich nicht nur gegen feindliche, sondern auch gegen Neutrale Schisse richte, unmittelbar in unser Verhältnis zu den neutralen Staaten eingretft, daß er eilten A k t der auswärtigen Politik d a r ft e l l t, für den ich die alleinige und nicht übertragbare Vevanttvortung zu tragen habe." Tie entscheidende Besprechung fanb am 9. Januar 1917 im Sckfloß Pleß statt. Daß mit dem Lust, und da Sven nicht abkvmmcn konnte, reisten I aber fie hielt es nicht aud in dem engen Gefährt, trir los. Natürlich höchst anständig — Grotz-1 An der Ecke der Linden- und Wilhelmsttaße stteg mama als Gardedame dabei. Großmama hotte sie aus — sie mußte sich erst sammeln, ehe sie Freitag, 15. August W9 Hocbschulttaehrichten. Marburg, 13. Aug. Die Sibltotftctir« Dr. Reinnoldt, Pros. Dr. Wrede und Prof. Tr. Maurmann wurden zu ■£)bcrbibltotbeEarer ernannt. ücmijcHcs. * Ein vielbegehrtei Posten. Die ,O. Ztg." schreibt: Um die Offeuback-er O ber- b ü r g e r m e i st e r st e l l e, die jüngst in ben Der- schicdcnsten Blättern ausgeschtteben ivar, sind bis zum Terminablauf nicht weniger als 96 !) Bewerbungen angegangen. Tie Bewerber setzen sich aus allen Kreisen der Verwaltung zusammen: Bürgermeister, _ Syndizi, Justitiare, National- ötonomen, Kaufleute, Spar lassen-, Bank-, und Handelsdirettorei:, Bauräte, Techniker, Verbands- geschäf.ssüh.er, Hochscl>ulproses.oren,Nechtsanwälte. iSchriststeller, ja ein Brauer, ein Landwirt und ein Bezirksfcldioebel sind darunter. Man begegnet nur wenigen Namen, die in der Städteverwaltung bereits 51 lang haben. * Sontra (Bez. Kassel), 14. Aug. Ein aufregender Mord fall spielte sich am Sonntag mittag in dem nahen Torfe L i n d e n a u ab. Der 45jährige Arbeiter Bernhard Schmidt von hier wurde von den beiden Söhnen des Landwirts L. auf einem ihnen gehörigen Kirschlwume ange- troffen. Als die beiden, mit Gewehren ausgerüstet, sich dem Kirschbaum näherten, ergriff Sch. die Flucht. Die beiden L. nahmen die Verfolgung auf und eröffneten ein regelrechtes Scharfschießeil auf den Fliehenden, bis dieser endlich, von einer Kugel in die Brust getroffen, tot zusammenbrach Gendarmeriewachtmelster W e- der von hier nahrn am Nachinittag die Verhaftung der beiden Brüder vor und überlieferte sie dem hiesigen Amtsgerichts-Gefängnis. Tie Menge versuchte die beiden Verhafteten den Polizeihänden zu entreißen, um Lynchjusttz an ihnen anszuüben. Weber konnte es auch nicht verhindern, daß die Verhafteten auf dem Transport von der folgenden Menge mißhandelt wurden. Auch rin Landwirt aus Wichmannshausen, welcher hier zu Besuch weilte und für die Verhafteten Partei ergriff, wurde von der Menge arg mißhandelt. >vz. Düsseldorf, 14. Aug. Gestern abeito erhob das Publikum in einem Lichtbild- theater auf der Sch-adowstraße bei der Ausführung des Films „Gelübde dec Keuschheit" als Protest gegen diese das Schamgefühl jedes anständigen Menschen auf das tiefste verletzende Darstellung schärfsten Einspruch. Es erhoben sich mehrere hundert Persmren und gaben durch lebhafte Protestrufe ihrer Enttüstung Ausdruck. Der Erfolg war, daß die Vorführung des Films abgebrochen wurde. Kurz darauf wurde versucht, den F-ilm zu Ende zu spielen. Als den nun in schärfstem Tone zum Ausdruck gebrachten Protestrufen nicht Folge gegeben wurde, schritt man zur Selbsthilfe und zerriß die Leinwand. Hierauf griff die Polizei ein und schloß das Theater. * D i e Sittsamkeit der Postbeam- tinnen. Bewerberinnen um Stellen für Post- und Telegrafen gehilfinnen müssen nad> der Dienstanweisung am Ort ihrer künftigen Beschäftigung Familienanschluß an Verwandte haben, bei denen sie wohnen können. In Ausnahmefallen muß dauernd darüber gewacht werden, daß die Unterbringung in jeder Beziehung einwandfrei ist. Viele Verkehrsämter haben deshalb angeordnet, daß alleinftcißenbe Beamtinnen zur Wahl einer Wohnung der Genehmigung des Amtes bedürfen. Für ^Beamtinnen im vorgeschrittenen Lebensalter hält das Reichspoftministerium jetzt eine derartige Fürsorge für nicht mehr erforderlich. Es hat desl-alb bejtimmt, daß derartige Anordnungen der Verkehrsämter spätestens mit der planmäßigen Anstellung, stets aber mit Vollendung des 30. Lebensjahres Der Beamtinnen sortsallen. kirchliche Nachrichten. Israelit. R e l i g i v n s g e m e i-n d e. Got- teöhenft i. d. Synagoge (Süd-Anlage). Samstag, 16. August. Voraoeick: 7.15 Morgens: 8.30. Abends: 7.50 und 8.30. Israelit. Religions-Gesellschaft. Sabkatfeier d. 16. August. Freitag abend: 7.15. Samstag vormittag: 8.00. Nachmittag: 4.00. Sabkatausgang: 8.30. — Wochenguttesdienft: morgens 6.30, abends 6.30. W „Im Interesse der viel. Srcchleld. sei ea dieser Stelle nochmal ganz besonders a. d. Insarat d. Herrn Ph. Sleaer Lohn in heutigar Knamer hlngewionen.“ 9475 9465 2. 2, 4. Tapetenhaus Hochstettßr Göbel L Appel Brandplatz Femspr. 36 9471 Bergstraße 20 8630 61. 16. Wer ist Abnehmer von hi K Ein-Rcxen ohne Zucker 15. Re- Jm übi loiveit nicht Absnininuiig Sürgermeiiti Tie Bi denen sclbsti dies in der hingen sogli Gieße K t irriw* » H'fii wrwrt Gaslampe« zu kaufen gesucht. Schrisii. Angebote utd- 9421 an den Gieß. Am . Tollte für 191,8 m Wir, daß die Ihrem Beri rcgister an t Keplerstt. 2. GHefeen, feen 14.August 1919. Der Oberbürgermeister. Mainzlar, den 14. August 1919. Bürgermeisterei Mainzlar. Vogel. 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Lmtt Beschluß der Stadtverordneten-Ver- crmmlung vom 21./23, Juli 1919 sind die Gas- prcise wie folgt festgesetzt: Für Gas zu Beleuchtung, Koch- und Deiz- zwecken 37 Pf. für den cbm. für Gas für Motore und Jndustriezwecke 33 Pf. für den cbm, für Gas gegen VovausbezaUung (Automaten- gas) 37 Pf. für den cbm. Die Miete für die Messer bleibt bestehen. Gießen, den 14. August 1919. 94768 Städt. Gas- und Wasserwerk Gießen: Sted ing. Häuser mit freien Wohnungen per 1. Oktober 1919 Immobilien - Agentur Gr. Stein weg 12. ona» . Walltorstrafee, MeS Rcrtlwrs, Marvpüch 14. I Weidengasse, Hotel-Rest. Äaiserlwf, Sonnenstr. 8. Weserstraße, Städt. Tienstgedäude, Asterweg 9. West-Anlage, Schulhaus, West-Anlage 43. Lnnter der West-Anlag?, Schult-crus, West-Anl. 43. Wcttcrgasse, Hotel Pnnz Carl, Seltersioeg 40. Wetzlarer Weg, Alte Klinik, Liebigstraße 16. Wetzsteingasse, Altes Rathaus, Marktplatz 14. Wetzsteinstrafee, Altes Rathaus, Marktplatz 14. Wiesecker Weg, Schulhaus, Schillerstr. 8. Wiesenst-raße, Justi^gebäude, Ost-Anlage 15. Wil Helm strafee, Realgymnasium, Ludtvigstr. 11. Wilsonstrafee, Kvnsirmandetrsaal, Liebigstr. 56. Wolsstrafee, Universitätsbibliothek, Kepterstr. 2. Wolkengasse, Hotel Prinz Carl, Seltersiveg 40. Sozclsgasse, Altes Rathaus, Marktplatz 14. Äernanüng Schisfenbcrg, Universitätsbibliothek, Bctr.: Vk W- Aii die Bii Orient Teppiche einige sehr schöne Stücke hat abzugeben lich an zu zeigen. Der Kleinverkausshöchstprets beträgt: für das Pfand Grieß 48 Pf„ für das Pfund Gerstengrauprn 44 Pf., für das Pfund Hafer- Le ihgesterner Weg, Korifirm.-Saal, Liebigstr. 56. Licher Strafee mit Kaserne I und II, Wirtschaft zum Kronprinz, Wolfstraße 21. Liebigstraße, Konfirmandensaal, Liebigstr. 56. Lindengasse, Altes Rathaus, Marktplatz 14. Lindenplatz, Altes Rathaus, Dlarktplatz 14. In LöberS Hof, Altes Schulhaus, 9ieustadt 61. Löberstraße, Handelskammergebüude, Lonystr. 7. Löwengasse, 5)otel Prinz Carl, Seltersweg 40. Lonystraße, L>äude, Lonystr. 7. Ludwigsplatz, Stadtl>aus, Gartenstr. 2, Zimmer 7. Ludwigstrafee, Realgymnasium, Ludwigstr. 11. Mäusburg, Hotel Prinz Carl, Seltersweg 40. Maigasse, Hotel Prinz Carl, Seltcrsweg 40. Marburger ©trabe, Schulhaus, Schillerstr. 8. Marktlaubenstwtze, RogierungsgeMude, Landgraf- Philipp-Platz 3. Marktplatz, Altes Rathaus, Marktplatz 14. ^tif.4.50yie $3* *' rte,en- HÄ» HS *it Zutschen Atli few bi fe1; dctr: Gest gem . die den Lb mv vleis in K- madl !". oieien Tfll. ,0^t mit der wnn die Bekanntmachung. Die Friedhöfe sind in der Zeit vom 16. August 1919 Ins 15. Oktober 1919 von 6 Uhr morgens bis 8 Uhr abends geöffnet. Gießen, den 15. August 1919. 94773 Ter Oberbürgermerster: Keller. Bruchleidende + bedürfen kein sie schmerzendes Bruchband mehr, wenn sie mein in Größe verschwindend Uttawt, nach Maß und ohne Jeder, Tag und Nacht tragbares, auf seinen Druck, wie auch Jeder Lage und Größe St ™S=ubäts UniDer[al=Brud]banb tragen, das für Erwachsene und Kinder, wie auch jedem Leiden entsprechend herstellbar ist. Mein Spez.-Verlr. ist am Soaatag, 17. Ang., mittap v. 11-2 la QioZaa. Bahnhoihslsl Lenz n. DSontng, 18., mergono von 8-12 In Brüaberg, Hotel x. Hirxeh, sew. Semsiag, 18., mittags 7. 3-8 in Hangen, Setmaer Kef mit Muster vororwähntar'Bäiiber, sow. mit N. Gumrab und Foderbanflez- neuesten Systems, in allen Preis' Innen, anwesend. Muster in Gummi-, Hangeleib-, Leib- u. BSuttervorTaU-Eiaden, wie auch Garadehaltor, RramptaderstrSmplo a. Suspennsrlea stehen zur Ber sugung. Sieben fachgemäaer versichere auch gleichzeitig streng diskrete Bedienung. Ph.SIciitrLohü,Ortbopädiesabrikalion in Badem WessenbergglraBa 17, Telephon 515. (” rahres gestattet. Tie Selbstversorger werden ausgesordevt, die ausgewählten Mühlen bis längstens 18. d. Mts. auf dem Lebensnnttelamt, Zimmer 4, anzug?ben. Gießen, den 13. Attgnst 1919. 94568 Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt». ration erhöht, und zwar: Schloßgasse, Regierungsgeb., Landgr.-Ph.-Pl. 3. in Brotgetreide auf 12 kg pro Kopf und Smottstraße, Städt. Tienstgebäude, Asttrweg 9. Woche, in Gerste auf 5 kg pro Kopf und Scyützenstraße, Gewerbehaus, Kirchstraße 16, Wockte. I Schulstraße, Hotel-Restaur. Kaiser Hof, Sonnen- Tie Ration für BersorgungsbevechÜgte bleibt strafee 8. vorläufig unverändert. | SelterSweg, Hotel Prinz Carl, Seltcrsweg 40. Ferner wird den Selbstversorgern Hinsicht-1 Senckenbergstraße, Regierunasgebäude, Landgraf- lich ber Auswahl der Mühlen insofern entgegen- Philiüps-Platz 3 flefommen, als jeder Selbstversorger berechtigt ist, Sonnenstraße, Hotel-Restaur. .Kaiserhof, Svnnen- teine Mühle selbst zu wählen. Gr ist indes an straße 8. teilte einmal getroffene Wahl für die ganze Dauer Steinstraße, Schulhaus, Schillerstraße 8. des neuen Wirtschastsjalwes gebunden. Nur aus- Gr. Steinweg, Justizgebäude, Ost-Anlage 15. nahmsweise wird in besonders begründeten Fallen Sttphansiraße, Stadtl«us, (Ärrtenstr. 2, Zimm. 7. ein Wechsel der Mühle während des Wirtschasts- Süd-Anlage, Stadthaus, Gartenstr. 2, Sitzungs- ------- faa( Nr. 11. Gerstengrau Pin 44 Pf., für dos Pfund Hafer- Marktstrafee, Altes Schickhaus, Neustadt 61. flocken 62 Ps., für das Psund Tetgworen aus Mittelweg, Alte Klinik, Liebigftr. 16. 80prozer.tigem Mehl 66 Ps., für das Paket Moltkestrafee, Justi^aebäude, Ost-Anlage 1b. Kindergerstenmehl = 250 Gramm 40 M- Mühlstrafee, Altes Schulhaus, Naustadt 61. Gießen, den 13. .August 1919., 9459L Kleine Mühlgaffe, Altes Schulhaus, Neustadt 61. Ter Oberbürgermeistcr (Lebensmittelamt). Nahrungsberg, Universitätsbibliothek, Kaplerftr. 2 SEBcittsSäctfciluttg* I Neuenbäue, Hotel-Restaurant Kaiserhof, Smrnen- Ab Samstag den 16. d Mts. bis Neuenweg, Stadthaus, Gartanstraße 2, Sitzungs- Samstag den 23. d. Mts. gelangt tu den saal 11. Kleinhandelsgeschäften gleichzeitig mit den Nälxr-1 Neustadt, Altes Schulhaus, Neustadt 61'. Mitteln Wein zur Ausgabe. Die Verteilung ge- Nord-Anlage, Gewerbehaus, Kirchstraße 16 schiebt auf die blaue Mhrmtttelkarte, und zwar Ost-Anlage, Zusttzgebäude, Ost-Anlage 15. auf den Bezugsablchnitt Nr. 8 (August). Plockstrafee, Stadthaus, Gartenstr. 2, Sitzungs- Aus irden Bezugsabschnitt entsallt eine Flasche s^l 11 zum Preise von: für Weißwein 6,50 Mk., Dür5- giegelpfad, Realgymnasium, Ludwigstr 11 Heimer Rotwein 6,50 Mk., Oestteicher Rotwein Rtttcrgasse, Lotel Prinz Carl, Seltersweg 40. 7 Mk., Sekt 13,70 Mk n.cin HRobbeimer Straße, Gewerchel-aus, Kirchstr. 16. Greßen den 13. August 1919. 9454B Rmnstraße, Justtzgebäude, Ost-Anlage 15. __Ter Oberbürgermeister (Leoensmittelamt). Sandgasse, Altes Schull>aus, Neusiadt 61. Schauzenstraße, Scchrlhaus, West-Anlage 43. l Schiffenberger Weg, UniversttätSbibliothek, Durch VersÜMMg der Reichsgetreidestelle ist I Keplerstr. 2. ab 16. August 1919 die Selbstversorger-1 Schillerstraße, Städt. Dienstgebäude, Asterweg2. Erscheint na6 Nr. 73 1nhalt5-Ueb zur b Leuselslustgärtchen, Hotel Prinz Carl, Seltersweg 40. Tiefenweg, Altes Schitlhaus, Ne'.rstadt 61. Trillergasse, Hotel Rest. Kaiserßof, Sonnenstr. 8. Vagengasse, Hotcl-Rr^. Mai^n or, Sonnenstr. 8, behördliche Anzeigen.! Bekanntmachung l v y betr. die Wahl zum Kreistag am 17. Aug. 1919. Im nachstehenden bringe ich ein alphabetisch Bekanntmachung. Äfe?5 stai>t mü ben Fn der Lochlstreitsache gegen Glasermeistec Straße: Wahlraum: §^4. ^/Er, Gießen, ist der am 4. Aimich 1919 ilhcctlxa&e, Realgymnasium, Ludwigstrafee 11. verkündete S ch te d ssp ru ch, Astenveg, Städt. Dienstgebäude, Asterweg 9. ^cn m dem Eulerschen Betrieb botel-Rlstrafee, ^arrdelskammergebäude, Lonystr. 7. Lchcker betragt: .. . Hessenstrafee, UniversitätsbÄlivthek, Keplerstr. 2. 1. G e m a h lene r__u nd Kn st a I l zu cker. ^illebrandstrafee. Alte Klinik, Liebigstrafee 16. ? ^lnnrcrt (Konsumzucker) 55 Pf., Hofmannstraße, Alte Klinik, Liebigstraße 16. b) raffiniert 57 Pf., . Lundsgasse, Altes Rathaus, Marktplatz 14 öutzucker, Plattenzucktr: a) im Johannesstraße, Stadthaus, Gartenstraße ganzen Hut oder Platten 55 Pf., b) lose aus- Sitzungssaal Nr. 11. _ Zewogen 57 Pst, llaiser-Allee mit stÄ)t. Kaserne, Kaserne ber Ma- 3. Würfelzucker: 59 Pf-, _____ | schinengewelir-Kompagnie und Baracken art der iUt^er:a bwxtm 65 Pf., b) schwarz Kaiser-Allee, Israelit. Gemeindehaus, Lony- 69 Pt. fattfee 4. -Aasten den 13. August 1919. 94558 Kanzleiberg, Regieruugsgebäude, Landgr.-Phll- Der Oberburgermetster (Lebensnnttelamt). Platz 3. Nährmittel-Ansgabe. s,otd'3icfto™^”l^6o8L Die bei den Kleinhändlern ber Stadt Gießen Kaplansgasse, Stadthaus, Gartenstr. 2, Sitzungsbestellten Waren fstr August 1919 Wunen saal Nr. 11. von Samstag den 16. d. Mts. ab gegen Katharinengasse, Stadthrnrs, Gartenstrafee 2, Borlage des Bestellausweises zur Nährmittel karte Sitzungssaal Nr. 11. und Abgabe ber Nährmittelnurrke für August 1919 Keplerstraße, Universitätsbibliothek, Keplerstr. 2. (Nr. 8) in Empfang genommen werden. Einzelnel Kirchenplatz, Altes Rathaus, Marktplatz 14. abgetrennte Nährmittelmarken ohne den, Bestell- Kirchsttaße, Altes Rathaus, Marktplatz 14. ausweis sind ungültig unb berechttgen nicht zum Klinikstraße, Alte Klinik, Liebigstraße 16. Bezug von Warerr. Es entfallen: I Kornblumengasse. Altes Schult-aus, Neustadt 1. Auf die gelben Karten (A)i Kreuzplatz, §otel Pritts Carl, Seltcrsweg 40. 250 Gramm Suppenfabrikate, Krosdorfer Straße, Gewerbe Haus, Kirchstraße 2. auf die roten Karten (B): Lahnstraße, Altes Sckmlhaus, Neustadt 61. 250 Gramm Gries, Landgrafenstrafee, Justizgebäude, Ost-Anlage 500 Gramm Sxnerfüxfcrt, I Larü>graf-Philipp-Platz mit Zeughauskaserne, 250 Gramm Kindergerstenmehl, I gierungsgebüude, Lmrdgraf-Phil.-Watz 3. 3. auf die blauen Karten (C): ILandmannstrafee, Univ.-Brbl., KepLerstrafee 2. 250 Gramm Graupen, 500 Gramm Teigwaren, 250 Gramm Suppensabrikate. Mit dem 30. August 1919 verliert die Marke 8 (Äugrrst 1919) ihre Gültigkeit. Wer bis zu diesem Zeitpunkt die Waren nicht abaeholt hat.. verliert den Anspruch darauf. Die Klein- handelsgcschäfte haben die in Empfang genommenen Nährmittclmarlen 8 (August 1919) getrennt nach Farben und unter Beifügung einer schriftlichen Mitteilung über die Zahl ber Marken an das Städt. Lebensmittelamt (Zimmer 11) abzuliefern. Die nach dem 30. August 1919 nicht ab^holten Waren sind dem Städt. Lebensmittel- amt bis zum 1. September 1919 schrift- Ms Autodecken 760/90,Auslandsware, fast neu, zu verkaufen. Näheres Frankfurter Straße 62, Laden. Ein Break ein Vangwaren und ein EederrollwOKen zu verkaufen. 015891 __Diezstraße «. Verkaufe eine 9479 Schrotmühle Steine 1 m Durchm., fahr- bar, Stnndenlctii. 8 Ztr. Kaspar Boß, Maschinen- beiiber,Fraahansea/Laha. Gin gutes Hrlbncrdeik su verkaufen Wetzlar, pariser Gasse 20. 8 Fenster fast neue weiße l01MS3 TüllKardinen, ne«» 'Tafeltuch (Damast), ein neuer Eisschrank M zu verkaufen. Kratz^J^^ Zwei vernickelte ß»ÄIö»I eingraviett213,Panzer- Akt.-Gcs. Berlin- verloren. Abzuaeben geaen Belohnung in der (^eschastS- stelle des Gien. Anz. 944)4 Metallbetten Stahldrabtmatr., Kinderbett., Polster a. Jederm. Katal. frei. Eiienmöbel- fabrik, Suhl t.Thür.sMidv Zigarette»-! aarani. rein. Tabak, „¥“• Banderole, ohne Mund- stück, gutes Fabrikat, Mk.195.—p.Mille, Pro- bemilleS geg. Nachnahme. 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