Dienstag. 15. Juli 1919 Erstes Blatt 169. Jahrgang Gciidarmttikstalioiikll deren harmlose Sätze zweifellos von Erz- beraer geprüft worden sind, ehe sie der !?effentlichreit übergeben wurden, sucht rt. ■ebaltii« tu er Tie Stimmung in China. Tie Juli. < Wolff.), Weimar, 14. Juli. (Wolff.) iacn Besprechung des Reichsfir sichten auf einen S onber frieden zwi Wäre gehe ckanntmachung hin im) fein zu übmvachen und ^arlossckn unreif ernten, eben. m. 162 Ler «ietzener Injflga erschemt täglich, außer Sonn- und Feiertag«. Veznasprels: monatl.Ack. 1.60, viertel- ,u!>rlich Alk. 4.80, durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 1'1 f. 1.50; durch diePost Mk. 4.50 viertel- |äl)tL ausschl. Beskellg. ^truipred) - Anschlüsse: liir bire chrrttteitung 112 rrlqg.GeschäiN>stelle51 AnschrittsürTratitnoch- «ei'len: Anzeiger «lebe», poftschecklsnte: ranffnrt a. M. U686 »en Anschein zu erwecken, als alles in schönster Ordnung und als emtinhen des Kreises, idjuitg vorn 15. Sanitär bcfanitlgegebcn, daß für ntmunaivcrboiib noch zur 500 Gramm Zuttt igabe gelingen. als Obslzucker zu ver eit Einmachzucker leitend in wirb den Aemhond -nültcii durch ihren ien x-r Kwöbanöichsvernim leine lueibfii 1 übler nicht auo ;it den Monat Juli bc Cll die Wen 112 ""d entfallende Menge Zucker SSV*- LSrS! .äMW Annahme von Anzeigen f. die Lage«nummer bi« zum Nnchininaq vorder odnejede'Berbmdlichkeit vrrtr für l mm Höhr für Anzeigen v.34 mm vreste örtlich 15 bi., auSivä' t-3 18 1M„ für Reklame- anzeigen von 70 mn» Breue 48 'Vf. Bei Platz- ootidiri!:20° .Ausschlag. Hauvtjchriitteiter: ?tug. Goeg. BeiantrvorUuy für Politik: Aua. Qboctg. für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigent^ll: H. Beck; sämtlich in Dieben Mngen Wtze-, in MW* ^ «escheungiing aus Jrühkar- ue vorzcidge Lieferung 9 «rgeidniebenen ®ieB.tn und den 9cmcinbc n bes «hübe Bekannt „Vr^n und bie «Kellen, nachdem ö.quernrat davon 'Hein, bereit Ern erntereif sind, UI Anzeige zu bringen. Ä1 b-i5 Reichszentralfinanzschiff schon mit vollen Segeln aus dem Hasen. Dem ist aber nicht io, wie wir aus Heidelberg hören, wo dicwürt- tenchergische, badische und auch die hessische Re- 1 innig darin einig geworden sind, Erzber- gcT§ Pläne abzulehnen. Wir sind auf eine wei- m Klärung dieser wichtigen Dinge sehr ge- ipannt. ■ SB'e imar, 13. Juli. Die Finanzminister und Ministerpräsidenten der Einzelstaaten und Senatoren der Hansestädte hatten am Suicntag eine hochpolitische Besprechung mit bem Reichs-Finanzministerium über die Neu- i dang des gesamten Steuersystems. Bei der furchtbaren Finanzlage des Reiches steht im Vordergrund eine Reichseinkornmenst c u e r, die scharf die untersten bis zu den obersten Stufen ergreifen mutz. Die Herren tv-rtrctCT der deutschen Staaten verschlossen 'ich der Notwendigkeit nicht, dem Reiche die r.nebigste und populärste Steuer zu übertraten. Damit wird den Einzelstaaten die kräftigste Stcuerquelle genommen. Infolgedessen mutz künftig das Reich die Staaten alirnentie- rcn. Die Grundlage dieses Steuersystems soll eine Verteilung derart bilden, datz aus der Einkommensteuer das Rpich 75 Prozent beicht und den Einzelstaaten 10 bzw. 15 Prozent überweist. Eine weitere Uebcrweisung tvi rd aus der U m s a tz st e u e r flietzcn, die auf das Doppelte im Anfang erhöht und für den Lausstandbedarf gesteigert tvird, so datz beim verkaufe aus letzter Hand, vom Kleiderschrank biv herunter zur Korinthe, vom Krämer bjs inr Hausfrap 5 Prozent erhoben werden. Waten Staaten und Reich bis dahin einig, w tlneden sich die Geister bei der Frage, ob die Einkommensteuer nach der Kopfzahl des Auf- lonimens im Reich oder nach dem Aufkommen 'N den Einzelstaatcn berechnet werden o'.l. Die Hansestädte würden bankc- 'oit werden, wenn die Kopfzahl dem Systein öcr früheren Matrikularumlagen maßgebend närc und den Einzelstaatcn nicht verbliebe. Das sie selbst an Einkommensteuer aufbrin- ;en; denn den Einzelstaaten bleiben nach der Ktgncljme der Einkommensteuer nur die 's'rund- und Gcbäudcstcuer und Gcwerbc- »ener, daneben noch kleinere Steuerguellen, rit die Vergnügungssteuer. Nicht einig geworben sind die Vertreter dec deutschen Staaten m der Frage, ob dem Reiche auch die gesamte Verwaltung der Steuern übertragen, oder ob Veranlagung und Erhebung der Steuern den Tiitzelstaaten bleiben soll. i( Im Verlaufe der Debatte kündigte der bkeichsminister der Finanzen an, datz die im Mteresse von Handel und Industrie jetzt twch gehende Abmachung des gewöhnlichen Bricf- kehrS und des Telegrammverkehrs mit dem uslande demnächst aufgehoben werde, dage- stm werde die Ueberwachung des Pakctvec- Acs, sowie der Einschreibebriefe und der tctribricfc auftechtechalten bleiben. Neue Maßnahmen zur Verhinderung der bvleuerflucht, die insbesondere auf dem Gebi.'le l£" Zahlungsmittel und der Wertpapiere lie- setii, stehen bevor. Vie sranzosischen Zozialiften und der Zriedcnrvcrtrag. keinem einzigen Chinesen als etwas Antzergewöhn- liches. China bcfenMle die Teilt)dm stets freundlich. Menn c-3 gegen sie einschritt, so tat .'s dies nur unter dem Truck der Alliierten. Mit Ausnahme der TeutscfeAsiatiscl^en Bank ist daS meiste deutsch Cigentum unliguidiert geblieben und wirtet auf die Rückkehr der Besitzer. Ter Storniroiibcnt ber „Times" sieht den Grund für die Freundlichkeit der Chinesen gegen- über den Deutschen darin, daß die Deutschen seit x*r China Expedition die Clüncseu stets mit großer Mässigung de handelt l)Obcit. Es sch int, Deutschland bat seine Stellung in Sclzautung nie zu einer Haltung ausgenutzt, die die Cl^iurseu für ihre Souveränität fürchten ließ. Tie Haltung Dentsck,- landS weicht sehr von ber Haltung der EiUenta ad. Ebenso mar es Deutschland, das die Initiative zur Erleichterung der chiuesischrn Anleihen inr vie Anlage von Bahnen, nahm. — In China vauerl ber Boykott gegen Japan fort. Im ganzen t'ftiibe lallen chinesische Studenten japanferudlnch Ansprachen und fordern die chncsisch Jndustru' aus, sich von Japan nnabl-ängig zu machen. Beschlüsse wurden in der Zusammenkunft 'ht gefaßt. Das Finanzprogramm wird dem- -chst die Landesversammlung dec einzelnen Gliedstaaten beschäftigen. ( Weimar, 14. Juli. (Wolff.) Aus der Gingen Besprechung des Reichsfinanzmini- ^cs mit den cinzelstaarlichen Finanzmini- ÖUiiiuuii^ ? , • liaau erfahren wir noch, daß nach) den Ppp- scrvc aufgelegt, sie seien von nun ab aber ent- Kopenhagen, 14. Juli. (Wolfs.) Ter Mi- nisterpräsideut Zahle hielt gestern eine Rede über die Einverleibung N o r d s ch l e s - wigs in Dänemark und führte u. a aus: Innerhalb zehn Tagen nach der Natisizierung des Friedensvertrages durch drei Ententemächte müssen die Deutschen die beiden A b st i m m u n g S- Zonen geräumt haben. Im Lause der Daranr folgenden drei Wochen wird in der ersten Zone abgestimmt, innerhalb weiterer fünf Wockeit in der zweiten Zone. Nach den Abstimmungen kann die Verwaltung derjenigen Gebiete, die für Dänemark stimmten, von Dänemark übernommen tuet* Das Schultempromitz. Weimar, 14. Juli. DaS S'ch ulko >aPrv- m i st ist teilte zwischen dem Zentrum und den Sozialdemokraten endgültig abgeschlossen worden. Die Fraktionen feben dieVer- rüibaYiingen ihrer Nuterhäirdler gebilligt. Durch das jetzt geschlossene .itvmpromist fmb folgende Bestimmungen in der Verfassung vorgesehen Artikel 113 Absatz 2 wird nach der neuen Fassung folgender masten lauten: „Ob die Schulen innerhalb dec (tymueinben für alle Bekenntnisse gemeinsam oder mich BekeiuU- lüsseu getrennt oder b e tk uutnis f r e i (we 11** l i ch) sein Hollen, entscheidet der Wille der Er- Hiehungsberechtigten, sotveit dies mit eurem ^ordneten Schackbetrwb zu Herein igni ist. Das Aäh-eie bestimmt ein baldigst zu erlassendes ReichSgeie^ Vis zunr Erlast dieses Gesetzes bleibt eö bei den bestehenden Vorschriften." Absatz 3 tvird lauten:.- „Für bet Zugang Minderbemittelter zu den Mittet- und lsölservn Schulen sind durch das sttevch, die üfaibal und die Gemeinden öffentliche Mittel bereitzustcb- len, insbesondere Erziehungsbeihilfen sür die Eltern von Kindern, die zur Ausbildung auf krittleronß nmb höheren Schorlen für geeignet erachtet wcrocn, bis zur Beendigung der Ausbildung." Artikel 144 ivird folgende Fasstrng erhaltend ,/Lrivate Schulen als Ersatz für öffentliche todxulcn bedürfen der Genehmigung des Staate- und unterstehen den Landcsgesetzen. Die Geuehmi-' Miug ist zu erteilen, wenn die Privatschulen in tijren Lehrzielen und Einrichttmgen soivie in der lbisseuschaftliä>en Ausbiwuug ihrer Lehrkräfte nicht hinter den öffcntlidyen Schulen zirrückstehen und im Falle der Erhebung von Sckfulgelü durch Ab- stusung des Schulgeldes auch miuderbemittelten Volksschichten zugänglich gemacht svcrden. Private Bolts schulen sind nur zLizu- lassen, wenn sür eine Minderheit mm Erziehungs- bcrefbligtcii, deren Wille nach Artikel 143 Abs. 2 zu berücksichtigen ist, eine öffentliche, Bokkssckmle ihres Bekenntnisses in der Gemeinde nickst besteht." Bei Artikel 145 Ws. 3 sind in ben Satz: „Staatsbürgerkunde ist Lelwgegenstaold in ben Schulen; jeher Scksüler erhält bet Beendigung der Schulpflicht einen Wdruck der Verfassung", nach dem Worte „StaatsbürgerTunde" die Worte „und A r b e i l s u u t e r r i ch t" eiuzusügen. In dem folgenden Absatz war bisher gesagt: „Bolkshvchsckflifeit sollen geförbci! iverden." Er soll je bl lauten: „Das Bo l ks b i l d u n g s w e s c nf einschließlich der Volkshochsckmlen soll von Reich, Ländern und Gemeiirdeu gefördert Iverden." Ter erste Absatz des Artikels 146 soll nun* mehr lauten: „Der Re l ig ious unterricht ist ordeullickier Lehrgcgensland der Sam len nut AusnalMe der beveuntnis freien (u-eltlcchen> Schulen." Absatz 2 T>at folgenden neuen Wortlaut beklommen : „Tic Erteilung religiöseu Unter- r ich t s und die Vornahme Rrchlick,?r Verrcchtungenl bleibt der WillmserMirnng der Lehrer, bie Teilnahme an religiösen Unterrichtsfächern und an kirck licken Feiern und Haildlungen der Willenserklärung her Erzielmngsberechtigten überlassen." Absatz 3 bestimmte bisher: „Tic theologischen Fakultäten an deir Uuiversitätnl blcv brn erlmlten." Diese Fassung wird in folgender Form eingeschränkt: „Tic bestehenden theologischen FakuLäteu eu Vermögens zu widmen. Tic Re de Er-ber gers über die finau/i.llen Maßnahmen, um den M\ct>it iuieber« herzustellen und um die Eutschädigungeu zu bc» zahlen, beweisen Mut und Weitblick. Deutschland habe gelernt, di st Räckstum durch Produkisn erreicht werden könne. Es besteht große Aussicht darauf, daß gerade die Scklwere der Entschädigung, die Deutschland auferlegt worden sei, Oie alliiertes und neutralen Fabrikanten in eine Konkurrenz mit den deutschen Fabrikanten bringen werde, die weit cnister sei, als irgend eine Konkurrenz, der die Kaufleute in den alliierten Ländern vor dem .Kriege je gegenübergestanden hätten., „Daily News" kommen zu dem Schlust, dast ein stabiles 'Deutschland eine toc)entliefe Bedingung für die Stabilität Mitteleuropos ist. Frankreichs LcbenSmittelhandel. Paris, 44. Juli. (Wolff.) Havas. Tie Regierung zog die Ausfuhrbewilligung für gewisse Lebensmittel wieder zurück, infolge des Hinausschnelleus d r Preise. Amerika und der Völkerbund. Amsterdam, 14. Juli. (Wolff.) Tie englischen Blätter bringen eine Exckxmge-Meldung, derzufvlgr sich augenb ick.ich 49 a m c r i f a n i f d?c Senatoren, das ist mcb$ als bv Dälfte öcr gesamten Mitglieder des Senats, sich der vorbehaltlosen Annahme des Völkerbund- Vertrages widersetzten. Amerikanische Reiselust, Amsterdam, 14. Juli. (Wolff.) Laut Pressebureau Radio herrscht in ameri kau liefen Schissahtt:kreisen die Anstchl, daß im transatlantischen Reiseverkehr sehr bald wieder die Bedingungen cintretm, wie sie vor dem Kriege herrschten. Im Laufe der vergangenen Woche reisten fast 17 000 Reisende aus Amerika nach europäischen Häfen ab. Ter Andrcvig bl. ibt weiterhin groß. Insbesondere herrscht große Rache frage nach Fahrgelegenl-eit nach Italien. auf die Ausbildung der Steuer beamten zu legen sein. Vorbereitende Schritte sind bereits dazu getan. Die ReichSeintomr- inensteuer wird dem Parlament erst im Ollo- ber zugehen. Jedoch ist beabsichtigt, die Reichs- abgabenordpung möglichst' bald der Nationalversammlung zu überreichen. Widerstjimch Württembergs, Hessens und Badens. Karlsruhe, 14. Juli. (Wolff.) Am letzten Samstag fand in Heidelberg eine gemeinsame Besprechung der Negierungen von Württemberg, Hessen und Baden statt, um Stellung zu nehmen zu den neuesten Plänen des Reichsfinanzministeriums auf dem Gebiete der Festsetzung, Erhebung und Verwaltung der S t a a t s - u n d G e m e i n d e a b g a b e n. Die Vorschläge des Reichsfinanzministeriums, die in ihrer Wirkung cuj eine vollständige Aufhebung der Steuerhoheit der Einzelstaaten hrnausgehen, unb an ihre Stelle oas sogenannte Totativns- recht setzen, wurden einhellig abgelehnt. Man war sich einig in dem Entschlüsse, dem Reiche weitgehend entgegenzu- t'ommen, hoch dieses Entgegenk-ommen ntuß seine Grenze finden im selbständigen Ein- nahmcctatrecht und in der finanziellen S e I b st v e r w a l t u n g der E i n z e l st a a- ten. Eine dahingehende Entsckliestung, die auch Einzelvorschläge enthalt darüber, lvie die süddeutschen Staaten sich den Ausbau des Steuersystems und der Steuerveranlagung im einzelnen denken, lvurde einstimmig angenommen. Abstempelung oder Rcgistriei-ung der Wertpapiere. Berlin, 14. Juli. Aus Weimar wird der „Deutschen Allgemeinen Zeitung" gemeldet: In dem amtllchcn Bericht, der gestern über den Verlauf der Finanzministerkonfe-- renz in Weimar ausgegeben mürbe, wurden Maßnahmen auf fern Gebiete des Zahlungsmittel- und Wertpapierverkehrs gegen die Steuer- und Kapitalsflucht angekündigt. Wir glauben nicht fehlzugehen, wenn wir Voraussagen, daß der Gedanke der Abstempelung oder Registrnerung der Wertpapiere zur Debatte gestanden hat, und daß auf diesem Gebiete sehr bald einschneidende Maßnahnien erwartet werden können. ften seien, die sich Millerand erlaube, der reden Elsässer, der nach feiner Ansicht ein Element der Bcnnruluiucng geworben sei, sofort vor ein Kriegsgericht stellen wolle. D r e y f u S schließt sich den Grumbachschcn Erklärnngen namens der Sozialisten des Unter elsaß an. Auch er protestiert gegen das Oer ab fdjemmgmnhbigc Regime, das durch die MUitär- bebörden den Elsässern ausgezwungen werde. Bc- douce (Toulouse) kritisiert in längeren Aus führnngen den Friedensvertrag, namentlich die wirtschaitlicfen Klauseln. Deutschland sei nicht in der Lage, die gef or ber tc E n t s chä d i g u n g s s u m m e zu zahlen. Nach sei ner Ansicht drückte der ProtcktioniSnnrs das Pro grantm WilsonS nieder. Trotz altedem will Be douce nicht gegen den FriedenSverttag stimmen, sondern, um die spätere Revision sickrerzustellcn, sich mit einem fcfeirfeii Protest begnügen, und sieh der Abstimmung enthalten. Marcel Scmbat vertritt den gleiefen Standpunkt. Nach seiner Ansicht sei der Frie- denSvcrtrag geeignet, Deutschland in die A r m e R n ß l a n d s zu treiben. Am schlimm sten sei die P o l e n f r a g c. Man bildete Polen alS Schntzwall gegen Dcutsck>la>ld, es lverde ein Bolllverk europäisck>er Realtion iverden. Da liege auch der Zündstoff sür den Krieg von morgen. Der Völkerbund garantiere zwar nicht den endgültigen Frieden, bedeute aber trotzdem einen Fortschritt. Ren au del erklärte, auch er sei für eine Revision des Verttages, aber nicht für eine Revision durch die Revolution, sondern durch eine weniger gesährlüfe Aktion. Der Völkerbund sei nicht ideal, aber Oesterreich, Deutschland und Rußland könnten doch Mitglieder werden. Auch Re- uaubel ist der Ansicht, man dürse im Parlament iveder nein noch ja sagen. Die Erklärungen Hermann Müllers, daß die Abmackglngen loyal gehalten iverden müssen, finden feinen Beifall. Dadurch könne die Friedensfrage nur gtiDÜuten. Paick Faure ist gegen die StimmeiUHaltung. Er nciuit den Frieden einen ilhiforifcfen Militarismus, ber heute bei Besiegten unb Siegern gleich mäckstig sei, beim kein Volk wurde befreit. Wenn er gewußt hätte, daß die Wiedereroberung Elsaß- £otbringend 15 Millionen Tote kosten würde, hotte er seine Aenderung auf frieblid>em 21.'ege Durgefcglagen. (Grumbach ruft dazwischen: Das war auch die Ansicht aller Elsässer!) Fanre fährt fort: Im Augenblick, da Deutschland, Oesterreich und andere Völker sich dem sozialistisckien Ideal zuwendeten, dürften die französisck-en Sozialisten »ickü vor einer klaren Stellungnahme znrück- schrecken. — Die Debatte wird auf Montag vormittag vertagt. MtzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Awillingrrunbdruck u. Verlag: vruhl'sche Univ.-Such- u. Zteindruckerei R. Lange. Zchrtftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Zchulftr. 7. Die Bundesstaaten künftig Koft= ganger des Reiches. Wir haben von den Andeutungen des kreichssinanzministers Erzberger über eine zu schaffende Finanzoberhoheit des Reiches ge- svrochen, anb heute liegen bereits Mitteilün- ren über eine Kouferenr der einzelstaatlichcn s>inanzminister über diese Frage vor. Die Grundlage des Erzbergerschen Planes ist, eine froße Reichseinkommensteuer zu schaffen, von tcreii Ertrag sodann Umlagen für die Bundesstaaten veranstaltet werden. Die Finanz- gmtralifation soll so wett gehen, daß die Ein- zk-lstaaien ihre eigenen Finanzverwaltungen cu das Reich übergehen lassen und daß es tmm keine Landesfinanzämtcr mehr gibt. Die Steuerbeamten sollen auf das Reich übernommen werden. e Zweifellos bedeutet dieser Plan den |!>ärfsten aller bisher versuchten Eingriffe in ie bisherigen Rechte der Bundesstaaten. £!>er so sehr wir für eine starke deutsche seicl)szcntrale sind, so glauben wir doch nicht, hie Zeit schon reif ist für solche Pläne, nie sie.Erzberger vorführt. Die hier ange- i(ijloffene kurze Meldung des Wolff-Bureaus, Versailles, 14. Juli. (Wolff.) Der Nationalrat der sozialistischen Parier begann in der gestrigen Nachmittagssitzung die Trs- kussion über beu Friedensvertrag. Saubier empfiehlt, gegenüber dem Friedensvertrag eine Stellung einzunehmeu, die zwischen den verschiedenen Ansichten vermitteln föitne. Namens ber Sozialdenwkraten von Oberelsaß verliest sodann Grumbach eine Eittsck>ließimg, dw den FriedenSverttag von Versailles als im Wwcr- siwuch mit dem Wilsonprogramm stellend bezecch- net und erklärt, der Verttag sei ohne öffcniltdK Kouttolle in geheimen Beratungen, worüber bie öffentlidK Meinung nicht unterriditct worden fei, aufgestellt worden. In Frankreich sei der Verttag, nachdem er in Deutschland längst bcnnint geworden war, sogar vor dem Parlament gefeun gehalten worden. Er verstoße gegen die von dem internationalen sozialistisckien Shmgreft in Bern im Februar 1919 ausgestellten Bedingungen. Die Grundsätze deS Völkerbundes seien ungenügend, um den Weltfrieden sicherzustellen. Außcrdlmi enthalte der Verttag keinen iveltwtttsck>aftlick)en Plan, der KonsliktSmöglichkciien zwischen den Völkern verhindern könne. Aus diesen Gründen verlangten die Sozialdemokraten des Oberelsaß, daß die so- zialistisckie Kammerfraktion dem Verttag ihre Zustimmung versage. Grumbach geht damr zu ,o. ,T13 o x einer scharfen itritif über wegen der Art, wie (R. W. Z.) ;etu hurch die Militärverwaltung im ot..p k«, . v „giert werbe. Ein derartiges Remme müsse aufgehoben werden. Die elfaß-lothnnguchen Sozialisten hätten sich bisher eine gcmnie Re- - * 4 i t - — f ... MltW An rtllPT 1*11 14 schlagen des Reichsfinanzministers diedicck- f fcküofsen, gegen alle berartigen Uebcrgriffe euer- ten Steuern bis aufs äußerste zulässige! gisch vorzugehen,,worunter diejenigen am schlimm- Maß durch das Reich ausgeschöpft werden müssen. Dieser Entschließung verschlossen sich die Finanzminister der Einzelstaalen trotz anfänglicher Bedenken nicht. Zuschläge zur Reichseinkommeustcuer durch die Staaten und Gemeinden sollen nicht erhoben werden. Es soll also nur eine e i nz i g e Einkommen- [teuer zur Erhebung gelangen, wovon das Reich einen entsprechenden Teil an die Staa ten und Gemeinden abgibt. Das Interesse des Reiches an den steuerlichen Einkommen wird bis zu 75 Prozent bemessen sein, ist also so groß, daß das Reich auch unbedingt Einfluß auf die Erhebung haben muß. Die Finanzämter müssen daher unbedingt auf das Reick übergehen. Die bisherigen Hoheitsrechle der Gliedstaaten werden natürlich durch so einschneidende Maßnahmen eingeschränkt, es wurde aber zum Schluß der Besprechung kein Widerspruch von Seiten der Glieostaaten dagegen laut. Besondere Aufmeittamkeit wird n. —---- iug. sss «mW«“«**1 «yttlSÜ-—" I'dck MW**? Amsterdam, 12. v— ... „Times" meldet aus Peking: Ganz Clnna ist in verzweifelter Stimmung über bie Lösung brr Schau tungfrage im Friebensverttag. Tie Haltung ber ckmrcsisck:en Delegation, bic sich neigertc, das ocrlxbigiiidbonc Dokument zu an- Lieferun Schn hen •' k W Präsident Fehrenbach: Dec Verlaus der, irazllastswcrk in Betracht. Blerbt ^eses auf tem tuToula&t Mick» «Sie ül i* Äebrimullte I toMasÄfc >> wirt» eK vchglrchmyttjv ttt| ct)ei verpflichtet. dre Jt'arMnwi Step Hail-1 nicht unreif. Das Krersamt wti) ®Knnc 2Intoi De (^olltorftr 6)/ werden. ** Käse-Verteilung. Von heute bis einschließlich Donnerstag g langt Käse zur Verteilung. Näheres siehe Anzeige. ** Die Ortsgruppe des Deutschen Bundes südamerikanischer Auswanderer, in Metzen, C ;v A«s Hessen. Das Schicksal -es hessischen Siedelungsgesetzes. Aus Stadt und Land. Gießen,, den 15. Juli 1919. Die drohende Kohlennot. Ctadtv. Geheimrat Tr. Sommer schreibt uns: Deutsche Nationalversammlung. Sitzung vom 14. Juli. Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung Um 3.20 Uhr _ . „. Vizevräsident Schultz (Soz.) hat sein Mandat als Vizepräsident niedergelegt, wert er Unter=- ausbaut, sondern ganz . - • • - v-oraeht, z T. bet Mangel an Kenntnis der lokalen Verhältnisse. Es ist Zeit, daß die he s s i s che N e- aierung rasch und gründlich cmgreist, lvenn nickt im nächsten Winter Giesen mit semen vielen staatlichen Instituten und osfentlrchen Gebanden sowie seiner gmizen Einwohnerschaft in das uu.ag- liche Elend eines Winters ohne Heizung und ohne industrielle Arbeit geraten soll Dabei klommt bc- le°nieter . M La LdN-.» und L^iekte Auftr^ ßennji L.CF vNNg tetis fers sÄV» BB fe iinntg. 6-nnti rS Tie nn 3 x'Lin Mr ^ ^ölkeruilg ro Lari-bnoch.^ Kitrlcraul ft?k Kelley bin- I «uFcrüi’W nmM L Sv. A^linstinn rm. Darmstadt, 14. Juli. Das hessische Siedelungsgesetz dürfte aller Voraussicht ttoib in der bisherigen Bearbeitung, wie es in der Hessischen Kammer vorliegt, nicht zur Annahme kommen. In der letzten Kammersitzung kamen schon Zweifel darüber auf, ob der jetzigen Vorlage nicht reichsgesetzli che Bedenken gegenüber- standen, ba der hessische Entwurf viel weiter geht, als d-riReichssiedclunMesetz. In einer Sitzung des Siedclungsausschusses der Nationalveriamm- lung, die am Samstag unter Vorsitz des Abg. Keckcr-Hessen stattfand, der auch der hessische Finanzminister Henrich beiwohnte, der für bic Ausoehriung des Enteignungsrechtes brs zu 25 Hektar ehrt rat, stellten sich der preußische Landwirtschaftsminister Braun (Soz.), sowie der demokratische Abgeordnete Böhme (T. Bbd.) auf den Standpunkt, daß das Reiä>sgesetz nur dort in Kraft tritt, wo mehr als 13 Proz. der Bodenslache als Grvßgrunobesitz vorhanden ist. Da in Hessen tntr 9 Proz. gebundener Besitz vorhanden ist, sei dies für die Bodenverteilung sehr günstig. Schließlich wurde man ü b e r d r e r V o r s ch l ä g c' einig: 1. Das Reichsgesetz gilt in allen Fallen und in allen Einzelstaaten. 2. Dort, wo der Groß- grundbefttz 10 Proz. Bodensläche ausmacht, darf eine Enteignung eintreten, die bis zu 100 Hektar Größe herabgeht. 3. Es kann dort, wo nur 5 Proz. der Bodensläche sich im Besitz des Großgrundbesitzes befindet, die Enteignung bis aus 50 Hektar zur Anwendung kommen. Die Kommission wird m den nächsten Tagen darüber deftnitrven Beschluß fassen. staatssekretär geworden ist. Fortsetzung der Wahlprüftmg. Abg. Maschig (Dem.) berichtet über die Wahl infl dritten Wahlkreis (Stadt Berlin), wo sich Protest gegen die Wahlzettel der Liste Scheidemann erhob, weil diese die fettgedruckte Ueberschrift: „Liste der sozialdemokratischen Partei" trug. Diese lieber-- sch-rist hat in 31 von insgesamt 831 Stimmkreisen gur Ungültigkeitserklärung geführt. Der Walilprü- mngsausschns; erblickt in Der genannten Unterschrift kein Kennzeick>en im Srmre des Wahlgesetzes und hat die Zettel für gültig erklärt. Die Zahl der früher für ungültig erklärten Zettel reicht für Veränderungen in der Zahl dec Mandatsträger nicht aus, deshalb schlägt Der Wahlprüfungsaus- fefoufe einstimmig vor, die Berliner Wahlen für ^^Nachden? oi?^Abgg. Bruhn (D.-N.), Neumann-Hofer (Dem.), Hartmann (Dem.) und Schmidt (Soz.) in der Debatte gesprochen C rwerbslosenfürs-orge. Lanb. s-Arbeits- und M tsckzaf Samt hat, n^[ die Verordnung über ErwerlAosenfürsE 13. November 1918 (Rcichs-Geietzblat durch die Verordnung oom 15. Apnl 1919 (.4 - [ gesetzbiatt S. 399) luiebenmt einige ®rgän u 1 und Aenderungen erfahren lwt, einisteAus gen mitgetrilt, deren wichttgste im Kveisblut. ”"1 g»-druckt sind. j al Lieferung von © tiefeI n TI Schuhen für Ter Heists Hanptfiirsorgestelle i für Kriegsbeschädigter Kriegshtnterbiebenenfürsvrge iu^armstodt i Posten wn wiederhecgejte lten mirb« Abgabe an Kriegsbcsck)ädigte angebotin j und zwar 1000 Jnfantericstieftl Aum -ßrC’b J. 19 Mk. pro Paar und 200 Murtarschnürchuyei 1 Preise von 16 Mk. Vvo Paar. . f eet«fl Berbotdes Erntensunreifer n Löffeln. Tie Kartoffelerzeuger sind Wt Q verpflichtet, die Kartoffeln sachgemav zu , ^^ femgeri Teiles MhleswtgS, das nördlich dieser Grenze liegt, uns übertragen. Erst wenn diese L^erhi'heit in Schleswig uns von den siegreichen SRärfäe.i übertragen ist, wird sich die gesetzmäßige Macht Des dänischen Reichstages bis zur neuen Grenze erstrecken. Wir Dänen müssen hoffen und wünschen, daß auf der Grundlage dieser Abstimmung die festgesetzte Grenze mit der nationalen Mrenze zwischen Deutschen und Dänen zusammen- fecklen möge, damit das Selbstbestimmungsrecht der Völker hier seinem wahren Sinne nach zur Anwendung kommen kann. Die nationale Gefährdung Tilsits. Tilsit, 14. Juli. (WTB.) Nach einer Mel- bmig der Tilsiter Zeitung weilt seit gestern in -tzrl- fll eine Ententekommission. Sie wurde beute vom Tilsiter Landrat empfangen. Dir: Litauer haben gefordert, daß Tilsit abgetreten wAre. Die Ententekommission prüft die litwiisck)en "ln- gaben. Memel wird am 21. Juli von englischen, später von litauischen Truppen besetzt werden. Die Litauer flauen große Feierlichkeiten zrmi Empfang der Engländer'. Vertreter der Tilsiter litauisckxm Eiatiönaicu Tariba sind nach Memel gereift, um Vorbereitungen für den Empfang zu tvesfen. rlendcrung der Grenzen Oldenburgs. O l d e n b u r g , 14. Juli. (WTB.) Das StaatsmimsteriUm ermächtigte den Staatsmr- uister a. D. Scheer, Bevollmächtigter beim Staatenausschuß, mit den anderen Staaten über die Aenderungen der Grenzen Oldenburgs zu verhandeln. Wahrscheinlich werden die Fürstentümer Birkenfeld und Lübeck abgetrennt. Besonders gespannt ist man auf das Ergebnis von Verhandlungen mit Bremen über dessen Vereinigung mit Oldenburg. Der Derkchrsstreik in Berlin. B e r l i n, 14. Juli. (WTB.) Bei der Ab- ftimmung derAngestelltenderGroßen Berliner Straßenbahn erklärten sich 10043 für die Fortsetzung des Ausstandes, 6345 für die Wiederaufnahme der Arbeit. 167 Stimmzettel waren ungültig. Obwohl zur Fortsetzung des Ausstandes eine Zweidrittelmehrheit nötig wäre, erklärte die Mehrheit, daß sie weiter streiken will. Die Verkehrsgesell- schaften werden die Angestellten morgen früh durch Anzeige in den Blättern auffordern, die Arbeit bis Donnerstag früh wieder,aufzunehmen, widrigenfalls sie sich als entlassen zu betrachten haben. Auf den vier großen Bahnhöfen Nordring, Bismarck-, Warschauer- und Urbanstraße beabsichtigen die Angestellten,s ich heute abend über die neue Lage auszusprechen. B e r l i n, 14. Juli. (Wolff.) In den heute abend stattgehabten Versammlungen der Angestellten der Großen Berliner Straßenbahn wurde beschlossen, die Arbeit morgen wieder aufzunehmen. Die Sühne der Münchener Morde. Plauen i. 23., 14. Juli. (Wolff.) Ter Münchener Kommunist Seidel, der frühere Kommandeur der Münchener Rotgardisten, der die Erichre- foeng Oer Gesseln veranlaßt haben roll, ist t u Br sm buch verhaftet ttxrdten. Er bette seit jermgm Zeit mit einer Frau in einer Kirjchenünda Nnterstblups gesunden. Als er sich entdeckt sah, Wcktlete er auf einen Kirschbaum und konnte erst «ach kräftiger Gegenwehr von einem Gendarmene- Wachtmrijter und mehreren anderen Personen Überwältigt roerdcu. Sackte, die wohl mit bedeutenden Kosten verbünd« fern durste, den Grundfonds zu bilden, .indem sie am nächsten Sonntag den 20. d. Ms. m Strai Saalbau einen Wohl tätig^eitsabend, dessen Pw> teftorat Forstrat Tr. T ief f enbach übcrnvmma hat, veranstaltet. Ter Nemertvag wtrd der Lich zu diesem Zwecte überwiesen. Der Verawlck- hing selbst liegt ein umfangreidjcS Programm zi Grunde. Neben Musik- und Gesangsvoi'ttägen, unter Mitwirkung des Osesangvereins „Eäcilm", i langt u. a. das Sch uf iel „Der Fremleulegwi-ät' zur Aufführung. Gleichzeitig zirkuliert eine Lch • zur Einzeuhnuitg steiwilliger Spenden ui i» Wenn nicht außerordentliche Maßregeln er- griffen werden, droht uns im näckssten Winter eine große Kvhlemwt mit den sckrwersten wirtschastlrchm Folgen. Meine Mittel, wie z. B. noch weitere Besckränkimg in einzelnen städtischen Betrieben, werden nichts Helsen. Nur eines kann bei Mangel an Bersvrgung aus den Steinlohlengebteten, die uns zum Teil nicht melft gehören, z. T. durch die Streiks schwer in Mitleidenschaft gezogen sind, i nut nwenigstens die Bewohner von Gießen und O^r- 1919 smd keine ^orschr^en ^la)sen Der Ra u h- Hessen vor der Kälte bewalmm: Eme möglichste sutterhandel im deutschen Reiche M sohm Beruitzung der Braunkohlen lager r u ganz eigegeben uni) untnlirgtf kemen O be r Hesse w Tie Versorgung durch den Reicks- Preisbeschränkungen. Tav Gleiche gut ^ur Stroh lolckenkommissar in Berlin versagt. Wir haben von Lupinen, ZuckErrübensamen- und Runkri- jetzt fast Mitte Juli und noch ist keinerlei Reserve rübensamenstroh, das bisher dem Krug^aussümß für den kommenden Winter beschafft. Tie Orgam- für Ersatz futter Mm K iMide insbesond »A bemann Kneif Mdinite es auch M sein, dah aus Intitzahl entfiel. Bgt die Stichwah Mm rin. H '-r NMMt eufgtf dl t. Ta seine i FC erfolgte sie be bü der Ge, Mttrwahl zu per Meri besonders a ■fit die eine urspr IS? ■ r?ur^“l'e6 ^""dcn d- MMrechtigken mad F I'^recht G ES bf W 1088V B1 fntirelen aus 5 ■ Stimmen zersM ■2 Liegende, Mck und weite K des beinä Es und U LKllt ha! UMlenste in gta BitJ11? in de U^tumüche Per ves AeltestencmSfchusses ernzuweihen. Der Aeltesten-1 in abstchvarer loegen JJtangti. an SW131 jNJ* aus schuß ist zu der lleberzeuyimg gekommen, daß, gelegt werden mufien V> baß zu dem Mangel an lvenn es mit den Reden so weitergeht, wir unseren Heizung Tnnkelhert treten -vissd. ÄlleranngS tu Aufgaben nicht gerecht wer den fönnen. Wir tom- das Werk wH'.etdmlgs zur Reierve an Jw nten auf diese Weise in die peinlichste Situation, spannungsleiluug der Buderus-Werie in Wetzlar Umsomehr als nun auch die Herren vom Lande ang.'ia.lossen. Aber als weitere Sicherung M der den Wunsch aussprachen, zur Ernte nach Hanse Äm'ckluß.an das Lichritetz der Provinz, das von fahren zu können. Ich stelle dalter den Herren drin- dem Wöltershermer Werk,verborgt wird, erfordere genb anheim, nur absolut notwendige Reden zu lich. Auch hier können die vberhcimchM Brauu- halten und sich mehr an die Tat der Absttmmung kohlenlagcr rettend Kurien, wenn vaich gehandell zu halten. (Lebhafte Znstimmimg.) wird. Tie Vorbereitungen Ijier^u smd rm Ganae Für gültig erklärt wird die Wahl in den Be- Im öffeiülidjen Jrckere)se nW nur der Otab-t zirken Ostpreußen, Breslau, Hamburg, Bremen- sondern auch des he s) ischen Staates ist der Stade, Hannover, Hildesheim, Münster, Minden, baldige Abschluß des Vertrages ^wischen Lstadt Arnsberg, Köln, Aachen, in den beiden mürttem* und Provinz wegen des Bezuges von etenrWm bergischen und in den thüringischeri Wahlbezirken, Strom aus der Zentrale der Pwvmz uiLbeinngt sowie die Nachberufung der Abg. Thurow (Pots- nötig. dam), Bachmeier (Niederbayern) und Ende (Sach- Mord in Niedcr-NoSbach. SZ uns Timrtren vertagt um Wiedergabe rurchsteheirder Mrtteckung. Das Gesetz über die erhöhte Anrechnung der Ein Senge tyatam Mend t»r am wahreird des Krieges zurückgelegten Dienstzeit wird 4. Julr, abeickv etwa um 6Uhr aus ^ Oris- üLL" Wtt4™ b™ s°usd°lts°us!^b L°^w-N «^bach & kr SioTS Lmitttere SrSfe, Wrna 20er ?mhcnnaer schnellstens abmbelrit? Schnurrbartchen, trug puckkelgrauen Airzug UNO ^Äb?. M e her - Sachstn (Soz.) begründet die Unitzrmmütze ^ntmvellation ein Fahrrad bei sich. 2. mittlere Große, ebenste S(rf«it3minifler Schlicks: Für i>«n S[ugm. blick sind weder die Versicherungsträger noch das grauen Rock. L«»st u^^Lmnt und läMurzen Reich m Mr Sage, gröbere SKitW bereitjuiWkn. Siisljcrt. SCu* trug et emaiahicnad Ich habe datier die fürsorgebedürsttgen Renten- Rach den ErrncktckmiMU ist d^r zuletzt Ge- enthtänoer auf Die Arieaswohliahrtspflege ver-1 nannte Wahlsckteinlrch der Tater, ^.er Verraustr weisen müssen. Außerdem halt ich die ®emeinben, nü^eriu^ Rtner die zum Teil auf diesem Gebiete versagt haben, behörde odn der^taatsanwaltschaft Gteßar-« anweifen lassen ihre Psticht zu tun. Im übrigen melden, Strafverfolgung wegen unerlaubten beabsichtige ich/möglichst noch vor der Vertagung I ^^fftm^sttzes brauchst er schuft zu begraststen. Ckrilo der Nationalversammlung einen Gesetzenttourf ein- werden Alle, ine Enmttelmm l^ben zubringen, der den Bedürfnissen einer erhöhten ner beitragen tonnen, um Auskunft gebeten. Fürsorge für die Rentenempfänger Rechnung trägt. ♦ Major v. Werder legt namens der Heerri- ** Auszeichnungen. Dem Fahneniunrer- verwaltung eingehend dar, wie schon durch eine Gefreiten Roller, Sohn des Tirettors der Reihe von MaßnalMen von erbebMter.finanzieller hölteten Mädchenschule, aus Gießen und dem Ge- Bedeutung für die versorgungs berechtigten Mili- flecken Bald ns aus Wiesbaden wurde toeg^n tarieri'onen der unteren Klassen gesorgt worden besonderer Auszeichnung bei den Kämpfen m sei. Erst in letzter Zell sind wieder beträchtliche Schaulen in der Nacht vom 20. zum 21. Ium das Summen verfügbar gemacht worden. Tie gründ- Eiserne Kreuz 2. Kl. bedielten. Beide Ausgezerck)-- sützlickte fßeporm des Mililarver/orgungstzesetzes ist ncte gehören der M.-G.-K. Damm an, die im in Arbeit und wird mit aller Beschleunigung Mai aus Gießen na Hdem Grenzschutz Nordost durchgesührt werden. Hierbei werden die Kriegs- (Litauen) ausrückte. beschädigten-und Kriegshinterbliebenenorgamsatw- ** Aus amerikanischer Gefangen- nen zur Mitarbell herangezogen werden. Neben schuft ist vorgestern ein Trupp von 363 Teut- biefer Reform schweben noch Verhandlungen über M^n, meist Schrververwundete und Amputierte, verschiedene andere Maßnahmen. zurückgekehrt. Sie kamen aus dem Gemngenen- Bei Besprechung der Interpellation erklärte (0(JeT in Tours und waren mit ihrer Behandlung Abg. Gil sing (Ztr.): Es ist eine Ehrenpflicht sehr zufrieden. Diejenigen von chn?n, dre, rm des deutschen Volkes, die materielle Not von Osten beheimatet sind, konnten gestern schon wetter- denen fernzuhalten, die dem Vaterlanbe die größten reisen. Der Nest wird heute entlüften. Opfer gebracht l)aben. Die Fürsorge sür die Kriegs- ** gt e i f e n rin die Pfalz. Tas Zroll- beschädrgten und Hinterbliebener darf nicht zum kommissariat für den preußischen Deck des Ab- Mittel der Parteiagitation und nicht zum Saute id^Ltä IV der neutralen Zone Frarikfurt macht apfel unter den Parteien werden. Vor allem mu6 befannt: Gesuche zur Eiitreise in die Pfalz den Kriegsbeschädigten Arbell beschafft und sre vor I sistd von heute ab nicht mehr an das Zivrltommls- Entlassungen geschützt werden. . . jariat tn Frankfurt a. M./ sondern amit unsere Feinde nicht Ge- Gelegenheit unangebracht gewesen und auch legenhell haben, sich in die Rentenfestsetzung unserer durch Leichtgläubigleit aus gewisse Unter- Krieger einzumischen. schriften in den Flugblättern hin nicht zu ent- stAbg. Winnefeld (D. DolM.): Die wäh- schuldigen wäre. Wir sehen davon ab, dre rend des Krieges emgettetenen Lohnverschrebungen im einzelnen wiederzugeben, da cine tictl0erun9 ber ^enten cr" bereu Verfasser vielfach nicht in der Lage ° Aba Frau Zietz (Unabh. Soz.): Wir ver- waren, dem Ursprung der ga^en Angelegen- langen eine grundlegende Reform des gesamten heit nachzugehen. Wenn manKrrttk. üben wrll, Versicherungswesens. muß man besonders da ernsetzen, wo dre Abg Frau Reitze (Soz.): Die Kriegswitwen ersten Fehler gemacht und wo nrcht alüvaw mit ihren Kindern können von ihren Renten nicht die nötigen Schritte getan worden frnd, um einmal die rationierten Waren kaufen. Deutsch- die unerhörte Zuspitzung der Vorfälle zu verland ist ein armes Land geworden, aber dre In- hindern. Es schwebt überdies ein amtlrches validen deS Krieges und ber Renten darf es nrcht Vorfahren, über dessen Eraebnis die Oeffent- vergessen.. (Beifall.) lichkeit hoffentlich unterrichtet wird. Das hie- Tamrt i|t dre Besprechung der Jnterpellatton ) sozialdemolratische Blatt stellt übrigens ctlcb]r9t . h 1ß nhr «x,r in seiner letzten Samstagnmnmer nochmals Fortsetzung mor^n frübW 10 Uhr. Ver J ^aß solche Demonstrationen zu den Auf- fassungsentwurs. Schluß 8 Uhr. Gewerlschastskartells nicht gehör- W-im-r. 14. IM. «Bjffl.). ^ie J gÄ’S ’*ÄÄ 5Ä derartige 'D°m°.rstr°ti°n M oenmftalten, sei Amtes Müller ihre programmatischen ErNarun- geradezu unverantwortlrch. gen abgeben werden, findet voraussichtlich am ** Die Waldbühne schreibt unS: Da es 17. Juli statt. fraglich erscheint, ob des unsicheren Wetters wegen -------------------' Mittwoch den 16. d. M. gesprelt »verden kann, so machen wir darauf aufmerksam, daß am Mrttwoch mittag von 2 Uhr ab ein Anschlag am Stadthaus, an der Eteschäftsstellc des „Gieß. Anz." und an der Freesschen Buchhandlung, Scltersweg 70, bekannt- gibt, ob gespielt wird oder auf welchen Tag die Ausführung verlegt ist. Gelöste Karten behalten ihre Gültigkeit. ♦* Verordnungen über den Rauh- sutterverkehr. Tas Reichsemährungsmrni- fterium hat die Verordnung über den Ralchsutter- Verkebr und die Höchstpreise für Heu, e tro b und Häcksel aus der Ernte 1918 mit Wirkung meijr gcyjrcu, vuiiy vn i vom 1. Juli 1919 au f g en Jü^ n Milleidenscha t gezogen sind, Verkehr mit Heu.Stroh.und vacksel ans der Ernte •r. ...... ai ' ____k X.. I 1 AI Q ÜhK Foitto n rtpn PTlrt 1PYT ilt d 11 D- r werben aus- uckcr aus dcn Kopf «19 «ttbm. Peigeordnrtenwa-l wirb uns mitaeteilt, daß bcc crg*ann 13 Stimmen erhielten. drohen -Buseck. 13. Juli. Bei her Heu- Kandidat bcS Burgerverems Alonbrocrt ße Md Gans II.. dec Schwiegersohn des früher. en 3bW»' euer. 013*16 lichen Dank. 013*07 Kirr. Inger. Der PeitHchenhicb. Drotata aller Irl ix;'» wart 61» BrtU’Mto Crt*. Maschinen- Schmier-Oele Treibriemen Sctaiil 8 liectom Fran.lurt a.M. r Sctiaufenster-Flakate! Schriftzeichnerei ? fließen, Weher Straße 87 p. on für bte Stichwahl Schlüsse zu ziehen dürste frfIDt sein. Obmucker zu ocrwertru, da angesichts ber 5-rknappheit Einmaä^ucker nid* auö gegeben rtvn fann Tie sür Juli außerdem entfallende i flr Zucker in DSHe von 750 GPamm aus den der Bevölkerung wirb nach Erntresfön, vor- j>cht ick» auch noch im 'DLinat Juli, ausgegebcu. Tie Pf rderäudc. Tie bei einem Pferde Friedel Schäfer Johanna Schäfer geb. Pfeil. Für die uns anläßlich unserer Vermahlung erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen wir Herz- 9Mt E w- *6 ?t enr ntclrr getan werben muß als bvMjcr. Tie große Menge ber GJiefjener steht derartigen WcttMmpfen nocks ixdfb.nmnnt verständnislos gegenüber. Tas gilt auch v.m der vüeßenrr Stubentensibaft. Mögen die Wettläurvse dazu beigetrageu haben, in Gießen für bi? Sache ber Leibesülmngen zu werben. Sic ** Steinhetm, 15 Juli Bei bet Bei - aevrdnetenwahl würbe Philipp Rubel IL, Bäckermeister, mit 127 Stimmen gewühlt. Ter Gegenkandidat, Ludana Schmidt erhielt 88 Stimmen Eine Siimmc frei auf Frau Anna Elija- bethc Tietz VH. ** Gillingen, 14 Juli. Bei der gestrigen Beiaeordnetenwahl wurde im Zerckxn des Burgfriedens das bisherige Gem'einbervlsmitglied, der Landwirt Ctto Zimmer III. mit 362 Stimmen zum Beigeordneten gewählt. Bon 591 Wahlberechtigten machten 384 von ihrem Wahlrecht Gebrauch. 22 Stimmen waren teils ungültig, teils zersplittert. Der frühere Beigeordnete veinrich Pauli III. hatte auf die Wiederwahl verzichtet. Der neue Beigeordnete 3immer gehörte auch früher dem Ökv meinderat an und hat walircnd dieser Zeit bewiesen, daß er die geeignetste Persönlichkeit sür den $rv geordnetenposten ist. [1 Watzenborn. 14. Juli. Bei bergestrigen Wahl ist unser bisheriger Beigeordneter Jo Hs. Philipp II. mit überwältigender Stimmenmehrheit wiedergcwält worden, mit 521 gegen 213 Stimmen. Es ist ein schönes Zeichen des Vertrauens und der Wertschätzung, das ihm damit ans allen Sirenen unserer Gemeinde entgegen» gebracht wurde. Kalk auf Bestellung erhältlich Gebr. Kahl. M Wie an trrfö*e| Mttö b°t ei sich M morolmtnt als em ixrp «n ivährend bdStegdJ ebnem ein ehrenle? >1 lebet die Art mü> £xii?r !lcme§ liegen bcftinnntr H» c. Vorerst hat sich die toi " bcranlafet geM, zu ör bedeutenden Kosten derbes ’rid Tchottm. Jf ttrytn ten V • dhmmenzahl entfiel. Aus diesem Wahlergebnis fcifiti fS**• nfif OvfCxXttffp nt ihiirffp «s Mibdurchwd«* löcrt Er rchL y» ( Li ch, 13. Juli. Heute fand hier die B e i rt)nctcnroabl statt. Der btshetige lang Bmxc Beigoordireter Javoh Dellet war als ein- |io r Kandidat aufgeftcllt nick» wurde wiebergc- bcbl t. Ta seine Wahl von vornherein gefiebert ber, erfolgte sie bei geringerer Wahlbeteiligung, tk [ic bei ber Gerne,ndcrats- und ber Bürger^ «sürwahl zu verzeichnen war. Ein Teil der Bciiler, besonders aus den Kreisen der Arbeiter - ttßlt, die eine ursprünglich geplante Gegenkandi- Wir nicht durchzusetzen vermochten, blieb auch aus Mtickxm Gründen ber Wahlurne fern. Bon 1535 MHlberechtigten machten insgesamt nur 719 von ■in Stimm reckst Gebrauch (bei ber Gemeinbe- ln der Ausführung von vermessungs- und eisenbahntechnischen Arbeiten, wie Aufstellung von Meßbriefen und Lageplänen Nrrellements j-der Art usw., Entwürfen für fh velterunps- und Neubauten von Bnhn- Ingen und Anschluß-doisen. Aasarbeiten Me r Projekte zur amtlichen- G.-nehmigung, ’»■’ GleUabsteckungs- U-VcTlegungs irbeiten, Aufstellung v Erdmassenborechnungen usw. halt ich mich bestens empfohlen. Außerdem übernehme ich die mit der Verhüllung eines umfangreichen Grundbesitzes vyrbundenen Arbeiten, wie Aufstellen von ! Lagerbüchern, Bearbeitung von Pacht- und " erizuwnchssteuersachen, Anfertigung von Grundeigentumskarten usw. oäHmtliche Aufträge werden schnell u. sachgemäß erledigt. Hans Reich pess. Geometer IL Kl. u. Ingenieur Wilhelmstraße 1. Oi3769 stwahl 1043, bei ber Wahl des neuen ®ürgcT= Usters Fuhr 1088); Von dcn abgegebenen Stint- hi entfielen auf. Jakob geller 689, während I Stimmen zersplittert oder ungültig waren. I der überwiegenden Mehrheit begruiren Bür- fschast und weite Kreise der Arbeiterschaft die fiderwahl des bewährten alten Beigeordneten, t ein gerader und liberal gesinnter Charakter I m b fein Leben stets in ben Dienst des Ge- mwohls gestellt hat. Als Direktor ber Spar- b Darlehnskasse hat er sich hohe volkswirtschaft- u Verdienste in Stabt inib Lanb erworben und datier and) in der Umgegend eine beliebte b volkstilmlickie Persönlichkeit. O Lich. 15. Just. Ter hiesige T urn- verein, der im nächsten Jahre sein 60jährigÄ B< stehen feiern fann, stmtd vor dem Kriege mit an erster Stelle im Gau Hessen. Während des Feldzugs Hal er aber unaewölmlich holte Verluste gehn bt; 28 seiner besten Turner sind auf dem F^ldc der Ehre geblieben, eine Zahl, wie sie kein anderer gleidxrrofeer Verein und viele größere Bereine des Gaut-5 nickst aufzuweism haben. Trotz dieses starken Ausfalls hat der Verein unt^r Leitung bc'3 rührigen TuriNvarts Nein Hard Zimmer aus kleinen Anfängen heraus den Turn> betrieb wieder in die Löhe gebracht, so bah zu dem am 27 Juli in Grünberg stattfindenden B e - z i r k s w e t t u r n e n des Bezirks Gießen 15 bis 20 Zöglinge und Turner antrctm können. Bis zu dem im September in Gie ßen ftatifntb.-u^ den Gaufest wirb fick) die Zahl der Wetturncr noch vermehren. anfdx ineitb auch den Post- imb Telegramm verkehr zntisckien deut ckim Firmen und ihren enghidien Filialen ober Bertreiern. Derselbe unterliegt na- türlich nodi der cngliidKn Zensur. Dcr Nückgang brr cnglischrn Kohlenausfuhr. London. .15 Juli (WTB3 Im Unter Hause gab Auckland Gedde s eilte lange nm fassende Erklärung über die Lage ber stolsteu inbustric ab und betonte, baß der eit gl inte M o blenexpor t rasch a b ne hme , während die hoben Kotzlenpveife, die die cnglifdK ^JndnsNi zahlen müsse, die Ausfuhr von Fertig f a b r i f a l e n ernstlich zu schaden drohe. Dustere Lage dc^ italienischen Tranoport ivcscnö. Bern. 14. Juli (WTB.) Ter Trans vort Minister entwickelte in der gestrige» Sitzung ber italienischen Kammer ein anßerorbentlich düsteres Bild von ber Lage des Transportwesens Er erwähnte zu Anfang die furchtbare Kohlenknappheit in Italien. Kohlen kommen nur noch ans England und Amerika. Die monatliche Zufuhr reiche zur Zeit noch nickst ein mal zur Deckung oes Bedarfs der Eiseitlmlstt Dabei müsse man fürchten, blaß c8 noch weniger werbe Auch die Förderung von Braunkoblen und Torf habe nachgelassen. Dabei brauche Italien heute 13 Millionen Tonnen Kohlen, während es vor dem Kriege mit 11 Millionen ausgekoinmeii sei. Angesichts dieser Lage werbe die Negierung ben Bäu von großen elektrischen U e b e r I a n t> zentralen und die Elektrisierung der .Hauptbahnen auf jede Weise unterstützen. Nicht viel besser stehe es mit dem Bahnmaterial. Ter Ban neuer Bahnlinien wcroe durch den Mangel an Rohmaterial und Wrbeitölräftcn sehr erschwert. Tic t a a l S b a h n e n hätten im letzten Neckmungs- jahr mit einem Tesizit von 5 40 Millionen gearbeitet. Genau so beängstigend fc die Lage der *o a n b e I d f d) i f f a h r t. Bor dem Krieg führte Italien gegen 18 Millionen Tonnen Waren ein imb verfügte über rund 2 Millionen Tonnen Schiffsraum Heute, nachdem es mein als die Själitc feiner Tonnage verloren habe zahle es gegen 2 Milliarden ^Schiffsmiete an ba\ Ausland. — Wie ber „Sortiere della Sera" sick von feinem römischen Mitarbeiter melden läßt hat diese Rede im Parlament schwere Beunruhigung hervorgerufen. Am meisten liebrückt bat die Anlündigung des Defizits bei den Staatsbahnen Die Verwirrung ist um so größer, als der Minister keine genügenden Angatzen zur Uebcrwinbimg dieser zahlreichen Schwierigkeiten machen konnte. Eine Selbstmordcpidemie in Pclcrsburst. i. Sto ckho l m, 15. Juli. Das tussisch-skan- dinavisck)e Auskunstsbureau meldet aus Petersburg, daß dort infolge der andauernden Herrschaft der roten Parteien eine Selbstmordcpidemie ausgebrochen sei. Ten Dwgerien ist es verboten worben, Gifte ab^ugeben. Ten Aerz ten sowie Krankenschwestern ist es verboten, die > Stadt zu verlassen. Ehimsische Patrioten. Amsterdam, 14. Juli. /WTB.l Dir : „Times" meldet aus Neuhork: Der Präsident der Republik China erklärte einer Abordnung von chinesischen Patrioten, daß China den Friedens vertrag unterzeichnen müsse, hierauf versuchten : verschiedene Mitglieder der Deputation, die auS Kaufleuten, Lehrern und Shibcntai sich zusammensetzte, als Protest gegen die Zuweisung i Schantungs an Japan in (Gegenwart des । Präsidenten der chinesischen Republik Selbst m o r t> z u begehen. Bevor die Palastivachen : es verhinbern konnten, gelang es drei Mitgliedern i der Abordnung, sich schwere Verwundungen beizu- • bringen. _____________ viicdigeu Altbürgcrmeisters Me er, mit 570 iirjnen zum Bürgermeister gewählt. Ter dem naldemokratischen Wahlverein angehörenbe ritnlanoibat Wilhelm Darbach III. erhielt 539 r innen. 4 Stimmen waren ungültig. Tie Wahl- l iligung wat iniolge der außerordentlich starken Itciwn i'br lebhaft: von 1184 Wahlberechtigten tjtn 1113, gleich 95 Proz., zur Wahlurne. Mit Iih blickt unsere Gemeinde auf ihren neuen I xermeister, von dem sie erwartet, daß er es r:at, daß Martofieln erntereif sind. — Spätreise:ldc t Mel« dürfen nickst als Frühkartoffeln ge- 1. öeimaim, Marburg, 2 3. Hinte, 9)larburg. 4 00 Met ling, Marburg, 2 Schmuck, Marburg, 3. Bunge, Marburg. 1500 Meter Lauf: 1 Mai. Warburg, 2. Schilling, Marburg, 3. Risse, Marbura. 4x1 00 Meter S affellaus: 1. V f. B. Warburg I, 2 A T. V., Marburg, 3. V s. B. Marburg II. Diskuswerfen. 1. Junghenne, .Marburg, 2. Krol len berg, Marburg, 3. »inte, Marburg. Kugelstoßen: 1. Jnnglfennr, Marburg, 2. Krallniderg, Marburg, 3. Svimmm, Marburg. Speerwerfen: 1. Sbral len berg, Marburg, 2. Werner, Gießen, 3. Möriuger, Ofießr-n. fijtiiamiten Betverbem zur Stichwahl. Agita- mch wurde insbesondere sehr stark für die Man- fitut £rermann Kneip II. gearbeitet. Diesem Um- eite dürste es auch in allererster Linie zuzn reiben sein, daß aus diesen Bewerber die höchste (Avrg Schiesersteeu in Ober Bessingen, Ludwig eiert XlV. in Queckborn und in dem Pferde M ö des Fr. Keller in Grünberg ansgebrochme nbt ist eck "sckren Sie ist neu an 'gebrochen in 1 A.'l>öiie d s A tbürgcrmeist:rs i, Wa^'i- ,-n Außervem wurde die Pserderäud" bet zwei rxn des Sebastian fRiebmaim in Grünberg Urteilt. -eis MM. J eti beim, 14Ä ÄaR das ein Mbtt \ [fdjoben routbe «Itteü« ettle: oll ferner jeder Gefangene eine Abfindungssumme von 50 Ml. und Gcbührnisse für acht Wochen ei Hilten, so daß er ammljenib 300 Mk. mitbekommt. Ein T-- il! SSnI‘1 ich i" L di-tt-V g f<*yd WW bett" b mW*1 w Schmierseife mit 15-18*7 0 Feltgehalt in Kübeln u. Raffern, Kernseife gestreckv Dlockware in Stillen, garani. r>ir/0 Gehalt, von 72-80°/o Fettkernseifen lleferr in Labungen ins unbesetzte Gebiet. „„ Anton Bemann, Köln Chrenfeld, Ehrenfeldgürtel 81. Telephon B50U. Minna Dender Anion Wittig Verlobte ließen fWalltorstr. 6)/Bad-Nauheim, Juli 1919. Letzte Nachrichten. Die Vorbereitung zur Rückkehr der Kriegsgefangenen. Weimar, 15. Juli. (WTB.) lieber die Vorbereitung jur Rückkehr der deutschen Kriegsgefangenen führte der sozialdemr" kratischc Abgeordnete Stück len im Raume der Nationalversammlung in Weimar heute in längerem Vortrag u. a. folgendes aus: Die Rücktrausporte von deutschen Kriegsgefangenen fauben bisher, abgesehen von einem kleinen Transport der im Saargebiet beheimateten Gefangenen, nicht statt. In X) ä n b c n b c t Franzose n bo- sinden sich 340 000, in den fänden der Engländer 195 000 und in denen der A m e r i I a n e r 50 000 Mann. Im Sibirien sind 20 000 Kriegsgefangene und 30 000 Zwilge angcne. Tie schlimmste Behandlung ist den deut scheu Kriegsgefangenen seitens der Franzosen zuteil geworden. Im übrv gm sind die Klagen gering. Durch private -Opfer- Willigkeit sind bisher 10 Millionen Mark Spenden für die Kriegsgefangenen eingekommen. 150 Millionen stellte die Neichsregiemng zunächst jur 23er fügung. Jeder Gefangene soll im Bedüntigkeits- falle bei feiner Heimkehr eine Beihilfe von 300 Mk. bekommen, mit Ausuah ne derjenigen, gegen die ein Ver^'hren ivegen Landesverrat schwebt, also für 11. <*rhiufer. Tiefe Beihilfe fann in besonders gearteten Fällen bis aus 600 Mk. erhöbt werden, wenn die Gemeinde 150 Mk. tzuschießt. Der Redner schilderte weiter die ausgczelcknrete Organisation, die bereits zum Empfange ber Kdeiegsgesangenen in der Heimat vorbereitet ist. Bei ber Entlassung 'Mchaus Sird))t:'*( 'e8 tritt bet beliebte frühen e " ft ÄS» grandiosen Ovation In den Strahen staute ficf eine ungrbeurc Menschenmenge Ein Zug vor etwa 1000 Verstümmelten defilierten an dem Plae< de l'Etoile vorüber. Poincarö begrüßte sie im Namen des Vaterlandes. £rr Post- und yanDeldtreifehr mit England Berlin, 14. Juli. (WTB Deutsckre Zer tungen teilten kürzlick) mit, die engttfch? Regierung lyabe gestattet, daß die in England Ix'hnblidwn FNraIen beuts cher Fir men wieder ge ö । s ii < t iwrben und ber private Telegramm und V'and.lSverkehr zwifckxn den beutidxni Lumdelo häukm und ihren englischen Filiale» ungrlyin den vor sich gehen falle öierzu tmrd uns van uiständi^er Seuc mitgcicilt: Das Board oi Trabe bat die GeneraUrzenz für den Pvst" >md Telegramm verkehr mit dem unbesetzten Teutschland für erlaubte Geickwfte zugestanden: bir aber eine direkte Postverbinduug ir-ärf) nicht befteht, tnüiieu sich dre Interessenten der Vermittlung des neu nahen Landes bedienen. Dre tZ^enerallizenz b:dt Ergebnisse waren im Einzel neu: R über it: Gigbvol .160! > Meter, Sieger Bursckiensck^ft Germania, Ghcfam. Rückens ck> w i m men: 60 Meter, 1. Jung, Gießen, 2. Keller, Marburg, 3. Preisigle, Marburg. X? and über Land: 130 Meter, 1. Althoff, Gi ßen, 2. Jung, Greßcit. Brustschwimmen: 130 Meter. 1. Jung- Gießen, 2. Messinger-Gießen, 3 Schmieder-Gießen. 4x60 Meter S t a f f e 1 s cü w i m men: 1. Bur- sch-enschost Franümia, Gießen, 2. „A. .TB. Kur- bessen", Marburg, 3. Abelphia, Gießen. Int Sc!, la gb all fierttc A. T. V., Marbmg: ' tm Fan st ball Freisck-ar, O^ießett gegen Melphia, Gießen. Turnerischer Sechsfampf: 1. ,c?rnnc, Marburg, 2. Kr allen berg, Marburg, 3. Ballen, Atarbürg, 4. MiddelHause, Marburg, 5. 5oofcLofi, Marburg, 6. Bennighr, Marburg. Turnerischer Zwölfkampf: 1. Henne, Marburg, 2. iPrttl len berg, Marburg, 3. Matthes, Marburg, 4. xxtlnt, Marburg, 5. Ballen, Marburg, 6. Däuser, Marburg. 100 Meter Laus: 1. Lreimamt, Marburg, 2 . Denne, Marburg, 3. £>intc, 9)larburg. 400MeterLau f: 1. >schu- 8011 Offeriere sofort ab Laaer licicrbar: Mtalsr mit Ccblcifrinanntct a5 PS, 0 PS, 5,2 PS mit 91 Ium., 1 Stück 5 PS mit .Slupfcrtuirfelung, 1 Stück 1,2 PS mltRuvferwtcklnng einschl. Vollastanlasser. Otto Abt, Nidda 8233 Telephon 218. 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Arbt üinlMii UoLMz.te \ Abteilung fr ^Photopipiii gericht, Eberhard Telp in Hungen liatsassistenten bei einem noch zu 1 röhe 41/42. täiiSstelle ioet§. 8160 „Dock, doch/" nickte er und sich zu Sven wen- E, fuhr er fort: „Nee, Herr Jraf, bet is ene, k' Ragna, so ivat jiebt's nich wieder, alleweil km> und stolz, un vorn-chm un een Gesicht wie rillch un Blut un Haare — na, wie lauter Jold, P 1 een Herz — bet is all man so noch viel viel kv in: als ein Edelstein. Un an die Armen un »Wien da denkt sie wie der liebe Jott selbst un [-™ der olle Karras for ihr sterben könMe, bet Fiocrte ihm allemal Vergnügen," feit zu verdienen scheint ..... Quelle" sei, war nicht gesagt: auch nicht, von eüibW ciwriv. 'auien flef. :r etrjh t, sondern in der Vergangenheit festgesetzt .ri ist es schon „Mit Verlaub, Komteßchen," sagte er: „Wie et mit bet fenädige Fräulein Schwester, jetzt Är all jut?" „Sie arbeitet für Gelb, Karras/" sagte ich, Ilaria werdend, „kann es da wohl jemand gut Ich stachle laut auf über dem alten Karras feine Ergüsse, aber Sven war ganz furchtbar ernst und sagte leise: Amtsgericht, Johann Wilhelm Herbstein zum Attuariatsassist^nten bei Di Amtsgericht Herbstein, Friedrich Schmal. Gießen zum Aktuariatsassistenten bet dem Am! g.richt Gießen, Johann Friedrich H örr in *l I feld zum Aktuariatsassistenten bei dem Ami geeicht Alsfeld, Karl Kling in 23 a b - 92 a : ^^Rescblm _ , SM ÖS?* Ehre, Ihnen beiliegend eine Kopie des ersten Aufmerksam- rt. Langsdorf, 11. Juli Am vergau^ gelten Samstag, den 5. Juli, fand hier die erste Sitzung der neugewählten Gemeinbevertre- ...... T.aO) Vereidigung der Gemcinderats- Mitglieder wurden die auf der Tagesordnung stehenden Fragen einstimmig erledigt. Zulage als Ganzes wird wohl keine poli- ttche Partei sein. Nur im einzelnen wird hie Kritik einsetzen und wohl da und dort |u Verbesserungen füTpten. Um bei den ab- tabepflichtigen Personen zu beginnen: ?ie will man die Ausländer, die sich „miernd des Erwerbes wegen im Deutschen »eiche aufhalten"", zur Zahlung des Not- »ksecs anhalten? Bei Angestellten kann man ja den bauernden Aufenthalt leicht Nachweisen Aber jene reichet Ausländer, die in kutschland Geschäfte machen, werden durch aelegentliche Reisen den Begriff des dauern- hen Aufenthaltes illusorisch machen. Umgelehrt werden Tausende von Inländern durch kcrschiebung ihres Vermögens nach dem Aus- hibe, wo die deutsche Kontrolle schwer, ja |ot unmöglich ist, stch dem Reichsnotopfer eistziehen. Das Kapitel der Steuerflucht z. B. die noch nicht fälligen Ansprück>e aus Versicherungen abgabepflichtig werden. Man bedenke: Ein kleiner Angestellter hat eine Lebensversicherung von 10 000 Mark. Davon muß er 5000 Mark versteuern, d. h. also 10 Proz. --- 500 Mark Reichsnotopfev zahlen. Von einem 9iotgrvschen, den er gar nicht hat, sondern den seine Witwe, seine Kinder einmal bekommen, und für den er zur Zeit Beträge zahlen muß! Solche Ungerechtigkeiten müssen aus dem Gesetzentwurf ausgemerzt werden. Denn nur wenn das Ge- setz von allen als gerecht empfunden wird, wirkt es erträglich. ^zählte Millionen werden bis zum Jahres- ttot nachfolgen Die Grenzkontrolle, das ttifc jeder, der die Verhältnisse kennt, versagt ifflständig. Die kleinen Schmuggler faßt man ■er and da, und die großen läßt man laufen, tin Gesetz über die Vermögensabgabe müßte Hamit beginnen, bas Abströmen bes deutschen kesitzeS über die Grenzen mit allen nur er- ii irkbaren Mitteln zu verhindern. Zum min- ksten müßte der Stichtag für die Errnitte- limg des Bermögenswertes nicht in der Zuhat man ja einen zögerirden Anfang gemacht — wird es nicht möglich sein, das Kleinodienkapital tu erfassen. Umgekehrt: warum sind Möbel und Hausrat, wenn sie über den kleinbürgerlichen Bedarf, also sagen wir über den Wert von 20000 Mark hinausgehen, steuerfrei gelassen? Wissen die Herren, die die Steuervorlage entworfen haben, welch ungeheuren Vermögenswerte in den letzten Jahren in Antiquitäten angelegt wurden? In schien oder unechten Möbeln, Bildern, Teppichen? Mau beachte die Ladenauslagen der Althändlcr. Sie haben nichts mehr. Alles ist in Händen der Kriegs- und Revolutionsgewinnler, die sich bei den Versteigerungen um jede alte Uhr, jeden Ge- mäldcschinlen gerissen haben und ihre Beute nun als bescheidenen Hausrat dem forschenden Zöllner aufweisen werden. Hier ist zweifellos eine Lücke im Gesetz, wie ebenso zwei- i) c i in zum Attuariatsassistmten bei einem n zu bestimmenden Amtsgericht, Heinrich Dreh in Friedberg zum AktuariatsasnsU'-ilen dem Amtsgericht Friedberg, Heinrich Balltz.t 03 e i st in Ulrich st e i n zum Aktuariatsajjiiiem Das Spfer des Besitzes. Der Gesetzentwurf über die große Ver- xvgensabgabe ist ohne Beispiel in der , fünft ruhigen Herzens entgegengehen wollten. General v. Moltke unterzog die Niederschrift in ihrem ersten Teil einer Turcharbeitung. Der zweite Teil blieb unverändert bestehen."" Diese Denkschrift Ludendorffs ging im Dezember 1912 an den Reichskanzler und den preußischen Kricgsminister, aber sie atmet, wie die F. Z. feststellt, der wir diese Aussüb- rungen entnehmen, einen ganz anderen Geist. Ludcndorff druckt sic in der genannten Broschüre ab. Er begründet darin die Notwendigkeit einer Hceresvermehrung mit politischen und militärischen Beweismitteln. Bemerkenswert ist, daß seine Erwägungen auf das bestimmteste mit einer sofortigen Teilnahme Italiens auf unserer Seite rechnen. Den Zweck des Dreibundes bezeichnet er als rein defensiv. Das Bündnis trage daher auch alle Schwächc-n eines Tefensivbundes: wird einer der Verbündeten angegriffen, so gerät er unter Umständen in einen 5vrieg, für den in der Bevölkerung vielleicht weder Neigung noch Verständnis vorhanden ist. „Nur dann aber, wenn das gesamte Volk von der Erkenntnis durchdrungen ist, daß mit der Schädigung der Buttbes- genossen auch eigene Lebensiuteressen gefährdet sind, mitb die Opferwilligkeit in ihm aus- lebeu, deren jeder Staat in unserer Zeit, die feine Kabinettskriege mehr will, bedarf, um einen energischen Krieg führen zu können."" Ludendorff weiß: im Kriegsfall hat Deutschland die Hauptlast zu tragen, aber er glaubt: „Trotzdem werden mir, wenn es gelingt, den casus belli so zu fo rmulier cu, daß die d^alion einmütig und begeistert zu den Waffen greift, unter den augenblicklichen Verhält nissen auch den schweren Aufgaben noch^mit /Zuversicht eutgegensehen können."" Diese Sätze hätten die Möglichkeit einer Mißdeutung sorg fältiger vermeiden können. Ludendorff empfiehlt für den Kriegsfall den sofortigen Angriff gegen Westen, weil „hier eine rasche Entscheidung zu erhoffen"" sei. „Um aber gegen Frankreich offensiv zu sein, wird es notwendig sein, die belgische Neutralität zu verletzen."" Aber Ludendorff betont ausdrücklich, daß er mit dem General von Moltke darin einig gewesen sei, daß diese Offensive nur zum Zweck der Verteidigung in Betracht komme. Moltke, der Generalstabschef, sei „seinem ganzen Denken nach Pazitz ffftisch gesonnen" gewesen. „Seine schwerste Sorge war um die Jahreswende 1912/13, daß wir durch einen unüberlegten Schritt O e st e r r c i ch - U n g a r n s, in Dem seiner Ansicht nach eine starke Partei auf ben Krieg drängte, in einen europäischen Krieg verwickelt werden könnten. Er sprach sich mir gegenüber das letzte Mal am 28. Januar 1913, dem ’ Tage meiner Abmeldung, eingehend darin aus, er bemühe sich immer wieder, auf Oesterreich-Ungarn bemmcitb einzuwirken, indem er ihm zeige, daß jede Aktion Oesterreich-Ungarns auf dem Balkan nur zu leicht zu einem europäischen Kriege führen würde, der auch für Oesterreich- Ungarn an der Seine entschieden würde, und daß wegen nichtiger Balkaninteressen Oesterreich- Ungarns das deutsche Volk sich nicht schlagen würde." Darum: „Die Darstellung des Herrn v. Veth- mann, daß sich General v. Moltke im Juli 1914 b:t dem Amtsgericht Ulrichstein, Friedr. Kann gießer in Lauterback zum Aktuariatsassi ftonten bei dem Amtsgericht Lauterbach, Karl D e r s ch in Homberg zum Aktuariatsassist.'n'c * b;i dem Amtsgericht Homberg, Franz Stumps in Büdingen zum Aktuariatsassistmten bei dem Amtsgericht Büdingen, 9tbam fß et ermann in Herb st c i n zum k!lktnariatsassistenten bei dem Amtsgericht Herbstein, Jakob Tickler in Ortend e r g zum Aktuariatsassistenten bei dem Amtsgericht Ortenberg, Otto Walther in A ü um Altuariatsassistenten bei bem Amts- agna Svendburg biontan von Annp Wothe. Line Venischrift Ludendorsss von 1912. Arn 2. April 1913 schrieb der französische Kricgsminister Etienne an den Minister des Auswärtigen Jonnart: „Ich habe soeben aus ciuer sicheren Quelle Mitteilung von einem ofsiziellen Geheimbericht über die deutsche Heeresverstärkung erhaltender zerfällt in zwei Teile: einen ersten Teil, der^all- gcmeinc Gesichtspunkte enthält, und einen zweiten, technischen Teil . . . Ich habe die. Arm in Arm schritten wir bann hinab zur vle, ich mußbe einen Blick auf unser berrlirfjeS -ter werfen. Es war ganz einsam am Strande ib in stummer Seligkeit schritten wir die Mole Lang bis zum Leuchtturm. Ta stand Tein « Freund Karras und drehte seinen alten ibtoefter in der Hand. „Guten Tag, alter Freund/" rief ick ihm tii g xu. „Sieh hier, das ist Graf Svendburg, rin Becker, den beträte ich mir." „Dunnerkiel," sagte Karras, „bet is aber « Büschen wat hübsches. Ick gratuliere ok."" „Tanke, danke/" sagte Sven und wollte weiter tot, aber Karras war so leicht nicht flein zu wem der Geheimbericht herrührc. Das französische Gelbbuch („Diplomatische Aktenstücke 1914"") druckte den angeblichen deutschen Geheimbericht ab. Es hieß darin: „Weder das lääMliche Revanchegekeise der französisck)en Chauvinisten, noch das Zahne- knirsck^n der En gl wider, norh die an Iben Gebärden der Slawen werden uns von unsercm Ziele abbringen, das darin besteht^ das „Deutschtum"" in der ganzen Welt zu befestigen und auszubreiten."" Darum: „Man muß im Volke die Idee sich festsctzen machen, daß unsere Rüstungen eine Antwort auf _ die französischen Rüstungen und auf die französische Politik sind. Man muß es an den Gedanken gewöhnen, daß ein Offensivkrieg von unserer Seite eine Notwendigkeit ist, um die Herausforderung des Gegners zu bekämpfen. Man muß vorsichtig vorgehen, um teinen Verdacht zu erwecken und Krisen zu vermeiden, die intferem Wirtschaftsleben' schrden lömtten. Man muß die Tinge so leiten, das; unter sixr drückenden Last gewaltiger Nüsckmgen, beträchtlicher Opfer, einer gespannten politisck)en Lage das Losschlagen als eine Erlösung betrachtet wird." lieber die Kriegsmittel wird u. a. gefügt: „Es wird nötig fein, Unruhen in Nordatrika und in Rußland hervorzurufen... Tie Aufstände, die in der Kriegszeit durch politische Agenten hervorgerusen werden, erfordern eine sorgfältige Vorbereitung, mich durch materielle Mittel... Die kleinen Staaten müssen gelungen werden, uns Folge ;u leisten, oder zahm gemacht tocrden. . ."" Schlietz- lich Belgien: „Ein kurzfristiges Ultimatum, dem unverzüglich der Einmarsch folgen muß, wird die Möglichkeit geben, unsere Aktion genügend gegenüber dem Völkerrecht zu rechtfertigen.'" Es war, so schreibt die „F. Z."", ein besonders wirksamer Trick, daß die feindliche Presse den General Ludenchorff, einen der Hauptbetreiber der größten deutschen Militärvorlage, als Verfasser dieser Denkschrift bezeichnete. Ludendorff antwortete soeben in einer kleinen Schrift: „Französische Fälschung meiner Denkschrift von 1912 überden habe ich jetzt auch noch ein Wort mit bretn zu reden."" Siehst Tu, Herz, fo ist Sven. Aber zum alten Karras ging er bin, drückte ihm die Hand und sagte: „Tu bist ein braver Kerl, liebe deinen Schützling Wetter, und wenn es not tut — starb für Ragna." Findest Tu das nicht herzlos? Ich sagte eS ihm auch, da sagte er lächelnd, ich wäre ein reizendes kleines Närrchen, das derartige Sachen nod) gar nicht verstehe. Er beschenkte dann Karras sehr reich für die armen und kranken Kollegen, „un Sinne Ragnas"", wie er sagte, und bann gingen wir zurück. Tie Sonne war schon im Verglühen und mir wurde bange, Großmama würde ob unseres langen Ausbleibens schelten. Aber sie stcmd auf ihren Stock gestützt, schon strahlend an bet Tür des Eßzimmers und schloß uns ^ückselig in ihre Arme. Zu fapen brauchten wir gar nich^, denke mal, sie touKte schon alles. Ach und nachher kam der Schaumwein, ach, der war süß — natürlich französischer — ich mag Champagner zu gern — Tu auch? Und barm hielt Großmama eine Rede und wir wurden ganz feierlich verlobt. Es war einfach gerade als sollte ick in den Tod, aber wir drei waren fföhlich und Du, mein Süßes, bist es auch, nicht wahr? Allmächtiger, fo viel habe ich in meinem ganzen 2eben nicht zusammengeschriAen. Na, es war auch nur das eine eine Mich Bitte, komme hoch recht schnell und laß Deine abscheulicher» drohenden Krieg" (Verlag von E. S. Mittler u. Sohn, Berlin). Er erklärt: „Die in Frankreich veröffentlichte Denkschtisi ist, was meine Urheberschaft betrifft, freie Erfindung: auch sonst erscheint sie mir apokryph. Die Gedankengänge sind nicht in deutschem Hirn geboren. Sie entsprechen jedenfalls in keiner Weise der Auffassung bes damaligen Chefs des deutschen Generalstabes, Generals von Moltke. Meines Erachtens handelt es sick um eine grobe Mystifikation, der auch die französische Regierung zum Opfer gefallen ist, da sie der in Frankreich über unser Denken herrschenden Anschauung Rechnung trug. Schreiben der alten Chaja, um beim verglimmenden Lichtschein mühsam zu lesen: Gnädigste Gräfin! Ta wäre nun doch das Unglück da. Na, so'n Kind und so'n vornehmer Herr, der so Beulieid weiß in der großen Welt. Und Augen hat er! Gott bewahre! Und's Befehlen versteht er auch Gräfliche Gnaden hätten, mit Verlaub besser zu ihm gepaßt als unser Kleines, das Gott behüt, so'n Guck in die Welt. Na, aber schön istts jef.i doch hier. Lauter Sonne — bloß daß Euer (Ymabai nicht hier sind, null mir gar nicht gefallen. Tie Frau Großmama ist der reine Zucker und „liebe Chaja hier"" und „liebe Chaja da" ^eht es alle Tage, und ich formte ja recht froh fein, lvenn da drin in meinem alten, dummen Herzen nicht etwas drückte wie Angst vor einem Unglück. „Das macht, weil Ragna nicht da ist, gute Alle," sagte unser Kind, als ich es der Kleinen, die wie ein Vögelchen singt und lacht, sagte. Sie mag wohl recht haben, und da möchte ich denn gräfliche Gnaden gebeten haben, doch nicht mehr allzulange Watten zu lassen auf das Licht und die Wonne meiner alten Tage. Ew. Gnaden untertänig]! gr- treue Dienerin Chaja. Tas devote Schreiben der alten ®etreuen entlockte Ragna ein bitteres Lächeln. Mit spöttischem Blick Überflog das junge Mädchen noch einmal l>'c mehr als einfadjc Ausstattung seines Stübe*'.ns, das Licht flackerte noch einmal auf, bann erlosch es ganz. So bunfef wie im Gemach, so dunkel roar cj> auch in Ragnas Seele. Angekleidet warf sie suh auf ihr Lager. Ihre Gedanken flogen zu der Fernen bräutlichen Schwester, zu dem schönen, ffilfrgn Manne, der sie ihr echriß, zu der barten Großmama und zu dem heimatlicheil -schlosse. (Fortsetzung folgt.) nuiB wieder angeschnitten werden, und in die- em Zusammenhang ist zu fragen: Warum eist die neue Vorlage den Stichtag für die Mittelung des Vermögenswertes auf den !. Dezeinber 1919 an? Bis zu diesem Ter- ntn haben also noch alle Gerissenen und Ge- tissenlosen Zeit, ihr Vermögen dem Zugriff 8 Notopfers zu entziehen. Ungezählte Mil- AWllß;w^Hli>nLn deutschen Geldes sind währeitd des 'ffeges und Wasfenstillst. Giefj. »nw Musilliebentt! Herr (Rlfliito. m-.y Ser liefert uni —r—~ 1,70 m? Sckr. für bic Kriegserklärung ausgesprochen habe, hat mich überrascht. Die anberc mir bisher immer mtt- neteiltc Version, baß sich seine Zusttmmnng nut auf die Mobilmachung bezog, würbe mehr ieinem Charakter und seinem Fühlen und Denken ent- brechen. Hoffentlich verstehen sich die in Bei rächt kommenden Offiziere dazu, sich hierüber u äußern Ick zweifle nicht, daß bic Lüge, der vreustiicke Militarismus habe 5um Kriege gciliebelt, nie gültig beseitigt werben wirb. So wird cs allen Lügen ergehen, die über bas Wirken biest. Mitt- tarisinus und meiner Person ausgesprochen wer ben. Der preußische Militarismus und sein Ver tretet haben stets klar und folgerichtig gehänselt, um nicht das Vaterland dein Vernttl)t,ungsufnöru<£ecel/ Wilhelm Heer, Gießen e « iS 14.7. 14. 7. 15. 7. in den Dienst der guten Sache ftdli.. ____. Kvnzertveranftaltungeu der Kurkapelle und von Militärkapellen an verschiedenen Oertlichkeiten des Bades. Der Reinertrag dieser Konzerte ist be- Stadt. Arbeitsnachweis Gietzen West-Anlage 31, Teleph. 2054. Es können eingestellt werden: 8303B a. bei biesiaen Arbeitgebern: 1 Badeoufseher, 3 Schudnnicher, 100 Grubenarbeiter, 2 Schreiner, 2 Scbncider, 1 Dtililärschneider, 4 Tapezierer, Provisionsreisende, 2 Stenographen u. Maschincn- schretber, Handlanger, 1 kriegsbeschädigt. Schlosser, 3 Schwerbeschädigte für eine Behörde. Lebrlingc: 1 Schreiber, 1 Friseur, Bäcker, ein Maler n. Weibbinder, 1 Buchbinder, 2 Graveure, 1 Schreiner, 1 Tapezierer und Polsterer, 1 Stukkateur, 1 Spengler, 2 Schriftsetzer, 1 Schneider. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 8 landw. Knechteu.Arbeiter,300Grubenarbeiler.2Friseure, 5 Schreiner, 2 Maler u. Anstreicher, t Svengler und Installateur, 1 Schwerbeschädigter für eine Behörde, 2 jüngere Kellner, 1 Küchenchef, vier Schneider, 50 Maurer, 2 Sattler, Schuhmacher, 10 Handlanger, 5- Stellmacher, 1 Silber- und 1 Knvservutzer, 2 Küchenjungen, 2 Hausdiener, 1 älterer Banschlosser, 1 jüngerer landw. Verwalter, 2 Schweizer, 1 Spengler f. Telegraphen- amr, 1 unverheirateter Hausmeister, 1 Glaser . Lehrlinge: 1 Schmied, 2 Bäcker, 1 Friseur, ein Schweizer, 1 Spengler. ES suchen Arbeit: 6 Bäcker, 5 Schriftsetzer und Buchdrucker, Kaufleute, Schreiber und Reisende, 3 Kellner, Packer, Hausburschen und AuSläuser, Maschinenschlosser, Bauschloiser, 8 Mechaniker, Arbeiter, 1 Forstboamier, 1 Kriegsbeschädigter sucht Ausbildung im Korbmachen, 1 Spengler und Installateur, 1 Architekt u.Maurermstr., Zigarrenarbeiter und -arbeiterinnen, 1 Anstreicher, zwei Küfer, 5 Weißbinder, 1 Masseur und Pfleger, 5 Maurer, 2 Heizer, 1 Architekt, 1 Verwalter und Gärtner, 2 Elektromonteure, 1 Gärtner, vier Chauffeure, 1 Schweizer, 1 Wächter oder Diener, 1 Hochbautechniker, 1 Musiker, 1 Metzger, ein Badewärler, 1 Dreher und Wagner, 1 Metall- dreher, 1 Schmied, 1 Buchbinder, 1 Fliesenleger, 2 Köche, 1 Molkereigehilse, 1 Drechsler. Lehrlinge: 2 Kaufleute, 1 Drogist, 1 Sattler, ein Elektriker, 2 Schuhmacher. Weibliche Abteilung: Bei diesigen Arbeitgebern können eingestellt werden: 1 besseres Hausmädchen, 1 Köchin, 2 Kaffeeköchinnew 1 Waschfrau, 2 einfache Stützen, 1 Kindergärtnerin II. Kl., Dienstmädchen, Lauffrauen, 1 Verkäuferin, 1 Flickerin, 1 Weistzeu'g- näheriw 1 Austrägerin für Zeitschriften. Bei auswärtigen Arbeitgebern können eingestellt werden: 5 landw. Dienstmädchen, Dienstmädchen, 2 Küchenmädchew Hausmädchew 2 Zimmermädchen, 1 Köchin, 1 Beiköchin, 1 Saaltochter. ES suchen Arbeit: Bureaugehllsinnen, l Bügleriw 1 ältere Haushälterin, 1 junges Mädchen für nachmittags zu Kindern, 1 Verkäuferin, die in Buchhandlung tätig war, 1 Beschließerin, jg Mädchen vom Land tagsüber, 1 Köchin für ein Gut. Sport. ** Die Greßener Ruder-Gesell- schaft 18 7 7 verunstaltet am kommenden Sonntag, 20. Juli, 3 Uhr nachmittags, ihre XVIII. Ruder-Regatta auf der Lahn (Regatta des Lahn- Regcrtta-Verbandcs). Trotzdem die Vereine aus dem besetzten Gebiet, die früher stets erschienen waren, diesmal nicht kommen können, find die Meldungen doch über alles Erwarten zahlreich ausgefallen. Die Frankfurter Vereine erscheinen fast vollzählig. Ferner haben sich gemeldet Vereine aus Berlin. Kassel, Essen, Fechenheim, Gries- fa-ürt, Hanau, Ämburg, Offenbach, Weilburg und Würzburg, insgesamt 21 Bereiste mit 78 Booten und 406 Rudrern, eine Beteiligung, wie sie trvch keine andere hiesige Regatta aufzuweifen hatte. Mit Ausnahme des Tvp-pelzwcrcrs find sämtliche ausgeschriebenen 15 Rennen zustande gekommen, uni> es sind äußerst spannende Kämpfe zu erwarten. Einzelne Rennen 'werden sehr stark bestritten; liegen doch %. B. zu dem Gvoßen Achter 4, Junior-Vierer 16, Vierer der Stadt Giehm 7, I. und JungmMmen-Vierer je 9, II. Vierer 10 und Ernnmteruvgsvierer 12 Mieldungen vor. Ta auf der Lahn nur bis zu drei Booten gleichzeitig starten können, so sind zahlreiche Borrennen erforderlich, welche Samstag nachmittag von 4 Uhr und Sonntag vormittag von V28 Uhr an ausgefahren werden. Da sich auch hier schon teils die besten Mannschaften messen, wird auch bi guter Sport zu sehen sein. stimmt für die hiesige Ortsgruppe des Volksbundes unb das deutsche Hilfswerk. Gemeinsam mit der Stadt und den Sßäemen bereitet der Volksbund eine größere Begrüßungsfestlichkeit für Bad-Rauheim und Umgegend vor, die nach der Rückkehr sämtlicher Gefangenen in der Turnballe ober im Konzerthause veranstaltet werden soll. Vilbel, 13. Juli. Der Schweinehändler Wilhelm PH. V ö m e l gibt öffentlich bekannt, daß der Arbeiterrat Chrtftian Hoffmann, der zu-- gleich auch Mit^ied der Lebensmtttelkommission für Vilbel ist, dabei betroffen wurde, wie er auf dem Vömelschsen Acker Klee entwendete und daß «es unerhört sei, daß Hoffmann, der besonders immer die richtige Viehablieferung verlangt habe, jetzt teil Klee stehle. Q. Bad-Nauheim, 12. Juli. Der Durn- verein von 1860 beschloß, daß sich ant Be- zirkswetttumen in Lang-G öns 35 Turner beteiligen (ollen. Ferner wurde beschlossen, ent4 Schülerabteilung .unb eine Spielriege für Fuß-, Faust- und Schlagball zu gründen. — Für die Ende dieses Monats stattfinderü>en Olympischen Kamps spiele macht sich ein sehr starkes Interesse geltend. Um die auswärtigen Deilnehmer CUt unterbringen zu können, hat der Wirtsckiafts- tasusschuß einen Aufruf zur Anmeldung von Woh- irungen ergeben lassen. — Auf Veranlassung der Bade- unb Kurverwaltung finden unter Führung von .Dr. Klotz allwöchentlich 2 botanische Spa- ziergänge durch die .Kur- und Badeanlagen statt, frei denen den Teilnehmern Blumen, Pftanzentz Bämne usw. fachmännisch erklärt werden. KroemxtÜur.g i H eidelbe K. nochmals selben $u 5G stellen durch l verkaufen. Käse-Verteilung. Von Dienstag den 15. d. Mts. bis einschließlich Donnerstag den 17. d. Mts. gelangt in den nachstehenden Geschäften Käse zur Verteilung: 1. Banse, E., Frankfurter Straße, 2. Becker, H., Löwengasse, 3. Bender, C., Walltorsiraße, 4. Kalbfleisch, H., Liebigsttaße, 5. Kalchoff Mrchs., West-Anlage, 6. Reinhardt, I., Krosdorser Straße, 7. Reuter, H., Luvwigsplatz, 8. Rüdersdorf, C., Bismarckstraße. Der Verkauf des Käses erfolgt nur gegen Vorlage der Äbensmittelkarte unb Abgabe des Bezugsabschnittes Nr. 7. Auf jeden Abschnitt entfällt 1/2 Käse zum Preise von 50 Pfennig. Die Kleinhändler haben die eingegangenen Bezugsabschnitte Nr. 7 bis Montag den 21. d. Mts. dem Städt. Lebensmittelamt, Zimmer bester Qualität, ist, wie die „Dillztg." hört, heute hier angekommen. Es wird in den nächsten Tagen an die Unversorgten der Gemeinden des Tillkreises zur Verteilung kommen und wird, wie aus einer Bekanntmachung des Landrats ersichtlich, zum Preise von 80 Ps. das Pfund verkauft werben. — Frankfurt a. M., 13. Juli. Tas hi sto rrsche Zimmer im ehemaligen Hotel Schwan, in dem am 10. Mur 1871 der Frieden zwischen Deutschland und Frankreich geschlossen wurde, gehört nun auch der Vergangenheit an. Aus Anordnung der Garnisemverwaltung werden die Ernrichtungögegenftände entfernt. Das 3immer selbst dient künftig zur Regelung der Rentenangelegenheiten für heimkehrende Kriegsgefangene. Tie Möbel des ,Inedenszimmers" irerben voraussichtlich dem historifck-en Museum Ifandleilerwagti V ^in 4 Größen sofort vom Lager lieferbar. o Bad-Nauheim, 14. Juli. Die am 2. Mai gegründete Ortsgruppe des V 0 l k s b u n - des zum Schutz der deutschen Kriegs- und Zivil- gefangenen hielt gestern abend ihre erste Mitgliederversammlung ab. Der Vorsitzende, Lehrer H. Wagner, gab einen ausführlichen Rechenschaftsbericht, der zeigte, wie ersprießlich die Ortsgruppe > in der kurzen Zeit ihres Bestehens zum Besten unserer Gememde ge- arbeitet hat. Besonders erfreulich war das Ergeb- ;ris der hiesigen Opfertage, die einen Reingewinn von über 7000 Mk. erzielten, wovon etwa ein Drittel dem Dur ch g an g s l a ger in Gießen und etwa ein weiteres Drittel der Zentrale des w ---------- - «n „ omtschen Hilfswerks in Berlin zugeführt wur- ler wirb diese Woche nut einer größeren Menge Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). DaS Generalkommando stellt noch eine Anzahl MgsbesWißtk |atm «Wer» mii MmWM alö Schreiber (auch Maschinenschreiber und 1 Schuhmacher) ein. Vorstellung persönlich, andernfalls Vorlage der Bewerbunaö- und Militärpapiere. Bedingungen: Mobile Löhnung des Dienstgrades, Teuerungszulage von 3 Ai. täglich, Teilnahme an der Truppenküche oder Gewährung deS Verpflegungsgeldes von 2.70 M. täglich. Generalkommando 18. A.-K., Abt. Ile, Bachers f. 4—0 Personen, neu ober alt, tauft Karl Broll. Üiakirehcn an der Lahn. 8241D Giugesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Zn den Kreis- und Provinzwahlen. In diesen Tagen hat Herr Albin Klein im Auftrag eines anonymen „provisorischen Wahlausschusses für die Kreistagswahlen des Kreises Gießen" den hiesigen Parteien die Mitteilung gemacht, daß er „in die Zusammenstellung eines unparteiischen Wahlvorschlages ftzr die _ bevorstehenden Kreistagswahlen eingetreten" sei. Es sei in eine Umfrage über Wahlvorsckläge eingetreten worden. „Diese Umfrage wurde zustimmend beantwortet und sogar einzelne beachtenswerte Wähler unb Berrpsgruppen bestehen auf Einreichung eines solchen Wahlvorschlags". Wir neiden Herrn Klein nicht seinen sicheren, aber verdienten Erfolg, gestatten uns nur auf einzelne Punkte hinzuweisen. Ist der Wahlvorschlag, der Behördliche Anzeigen. Bekanntmachung. Die Ausweiskarten der nachfolgenden Personen sind eingezogen: . , 1. Otto Lorsch, Alsfeld, wegen Gehermschlach- rmrg, vom 31. 3. Ins 31. 9., 2. Jakob Roth I., Rieder-Ohmen, wegen Geheimschlachtung, vom 22. 4. bis 22 10., 3. Johannes Straube, Ober-Oslecden, wegen Unzuve-lässigbeit, bis zu seiner Wiederemstellung als Gemeinoeschäser, 4. Kaufmann Roth, Rieder-Ohmen, wegen Unzuverlässigkeit, vom 30. 5. bis 30. 11.. 5. Georg Philipp Diefenbach,, Berstadt, roegw Geheim)chlachtuug, vom 27. 4. bis 27. 10.. 6. Jakob Löwenstein, Sangenbergvjetm, wegen Unzuverlässigkeit, vom 14 5. vis 27. 11., 7. Seligmann Kahn, Hörnchen, wegen Geheunschlachtung, vom 25. 6. bis 25. 12., 8. Siegfried Simon, Echzell, wegen Unzuver- Läftigfcü, vom 30. 5. bis 30. 8„ 9. Salomon Rosenthal III., Wenmgs, wegen Unzuverlässi^eit, vom 19. 4. bis 19. 10., 10. Leopold Grünebaum, ©toben, wegen Un- zuverbässrgkeit, Vom 3. 6. lns 3. 12 11. Sigmund Schnitzler, Assenheun, wegen Unzuverlässigkeit, vom 30 6. lns 30. 8., 12. Karl Heinrich Balser, Röogen, wegen Un- ruderlüssigtett, vom 20. 5. bis 20 % 13. Simon Sternberg, .Reiskirchen, wegen Geheimschlachtung, vom 4. 7. bis 4. 11., 14. Artur Schönfeld, Keffelbach wegen Ge- heimschlachtung, vom 10. 3. bis 10. 9., 15. Simon Schönfeld II., Keffelbach, wegen Gcheimschlachttrng, vom 10. 3 bis 10. 9., 16. Moritz Blumenthal, Londorf, wegen Geheimschlachtung, vom 5. 6. bis 5. 12., 17. Konrad Sauber II., Lang-Göns, wegen Geheimschlachtung, vom 20. 5. bis 20. 11., 18. Meier Stern, Crainfeld, wegen Unzuver- läffigkeit, vom 2. 5. bis 2. 11., 19. Abraham Strauß, Schlitz, wegen Unzuver- Wffigkett, vom 5. 3. bis 5. 9., 20. Beigeordneter Schäfer, Heller shausen, wegen Unzuverlässigkeit, vom 28. 5. bis 28. 11., 21. Alfred Katz, Laubach, wegen Unzuver- lässigkeit, vom 9. 5. bis 9. 10., 22. Johannes Appel III., Herchenharn, wegen Unzuverlässigkeit, vom 5. 4. bis 5. 10. Wir warnen daher, an diese Personen künftig Rutz- uno Zuchtvieh oder Schlachtvieh zu verkaufen. Zuwiderhandlungen sind ftrafbar nach § 7 der Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 24. Januar 1916, bett. Regelung der Beschaffung, des Absatzes und der Presto von lebendem Vieh, mit GeArgms ms zu b Monaten peer mit Geldstrafe bis zu 1500 Mark. Gießen, den 12. Juli 1919. 8283c VberheMscher Vichtzrmörlsverband. Ter Vorsitzende: Ltof. LüLLnbexs. WssrmeiktecS Hermrnrn Steuer gezen 10.30Uhr abends ein Aaminbrand. Dank dem energischen (Eingreifen der Nachbarsleute tonnte der Brand, der bei den zusammenh ängenben Baulich- teiieu verhängnisvoll hätte werden können, sehr bald gelöscht werden. 8 Londorf, 13. Juli. Nachdem hier mm schftu seit einiger Zeit als einziger polittscher Verein ein demokratischer Verein besteht, wurde gestern abend, anschließeird an einen Vortrag des Rechtsanwalt Tr. Aaron aus Gießen, auch ein Sozialdemokratischer Verein gegründet. Dr. Aaron verbreitete sich in längeren Ausführungen über die politische Lage. Nach ferner Meinung habe die Regierung mit der Sozmll- fiening verschiedener Betriebe, wie z. B. des Kohlenbergbaues, schon zu lange gezögert, und eine der Hauptursachen des Stteiks im Ruhr gebiet fei darin zu suchen. Bei den kommenden Steuern sei es die Hauptsache, daß alle Vermögen möglichst restlos erfaßt würden, und sich nicht der Eine auf Kosten des Andern drücken könne. Er scheue sich nicht zu sagen, daß die Strafandrohung so weit geben müsse, daß Steuerschmuggler, die ihre Erklärung nach bestem Wissen und Gewissen an EidcSstatt abgeben, auch als Meineidige mit Zuchthaus bestraft werden. In der Diskussion forderte Arbeiter Schäfer, daß auch die Beamten der Provinz und des Kreises mehr der neuen Zett Kntsprechend arbeiten müßten, da hier vielfach nicht das gebalten, was von oben gefordert und befohlen werde, Kreis Alsfeld. § Alsfeld, 11. Juli. Gestern und vorgestern 'fanb im großen Saale des „Deutscher Kaiser" hier der zwette Teil der Vorttäge Prof. Dr. Kinkel (Gießen) über „Goethes Sauft" statt. X Aus dem Ohmtale, 14. Juli. Viel häufiger als in den letzten Jahren hört man int Getreidefeld den Ruch der Wachtel., Der Jäger begrüßt den Schlag der Wachtel, weil er einen Schluß auf das Vorkommen der Rebhühner- familien tun laßt Viele Wachteln bedeuten viele Feldhühner. Den Jägern wäre eine gute Hühuer- iagb zu gönnen, weil diese in den vorausAMge-- naz Jahren sehr schlecht war. Kreis Friedberg. Hamel Gießen, Bleichstraße 7 Zur Errichtung eines groß Kaufhauses suche ich in (Sieben in aller-erster Geschäftslage^ HausglunM KrA MiMusaktmwarengesÄäft zu fouftn. Offerten erbeten unter F. 9127 an Haafenpe. & Vogler, A.-G., Cbemnitz.__ ttohlenschläR hat laufend waggonweise abzugeben Spinnerei und Weberei MM Rommanditges ells chsft 1 MM ton bett erscheinen wird, unparteiisch? Dte Anonymität der treibenden Kräfte läßt das Geatrüei vermuten, die erste Zusammenstellung beweist biti schon jetzt. Wenn den polttischen Parteien vor. Sorfen wurde, bei ihnen machten nur wenige te die Wahl, so ist zu bemerken, daß dies wenigen Leute aber das Tageslicht nicht scheuer und deshalb vor der Oeffentlichkett bte Verantwortung zu tragen bereit sind. Wie iffs aber mit den Auftraggebern des Herrn Klein? Der bärger, lieben Liste zur Stadtverordnetenwahl wird vor- geworfen, daß sie 6 Professoren, 3 Gerichtsherrn, 3 Lehrer und 2 Offiziersdamen enthalten habk, eine Schwäche, die nicht besttitten werden soll, wenn neben diesen Zahlen auch die SSertrtimay anderer Berufsstände verschwiegen ist. Die Liste des geheim wirkenden Ausschusses gibt aber Ar- laß zu einer noch schärferen Kritik nach dieser Richttrng. Wir reden vielleicht einmal spät« davon. Vor allem tvirb aber die Zahl der Wahl Vorschläge, da die Parteien und Sondergruppai besondere Vorschläge einreidjen, um einen vermehrt und die Sttmmenzersplttterung vergrößert, so das. von dem „unparteiischen" Wahlvorschlatz nur dü Herren, welche an der Spitze stehen, gewählt werden. Dies werden die Herren, welche aus gefordert wurden, sich auf den Wahlvorschlai! setzen zu lassen, sich wohl auch überlegen. Roch eine Frage: Wer bestemmt „ummteiifä' die Reihenfolge der Kandidaten auf dem „im parteiischen" Wahlvorschlag? Hoffentlich nimmt der „provisorische WahlauZ. schuß" aus seinem Wirken die eine Erstchnmg mit, daß es leichter ist zu Iritifiercn unb u schimpfen, als bes,er zu machen. Von diesem So sichtspunlt aus könnte man das echt deutsch Sondervorgehen begrüße». -e- Büchertisch. • — Das Landhaus, eine literarische $ä> natsschrift, Herausgeberin Toni Schwabe. Land Hausverlag, Jena. Preis vierteljährlich 3,50 SRI. Jahresb^ug 12 Mk. ■........... -1 . Meteorologische Beobachtungen der Station Gieszen. Fritz Nowack Weiße und farbige Waschblusen in größter Auswahl Neu eingetroffen: 8134c Doppeltbreiter weißer glatter Voile M. 25.75 Weißer Schweizer Tupfenmutl M. 22.50 Farbsge Voile in vielen Neuheiten. rtm lllM Die HeWe Ü an die Äiiigerv Unter hinwei Sie, bereu Inhal! zu (affen. Mainz, her Mische Lc Ter Va ,N Grund ichastliche lenuj blau S. 1292j löfung des Seid vom 26. April verordnet: über den Verland Äuf Grund d Obst und Sübtrud): * nicht in ben hanbe der Erzeugerstelle andere Weist, jebi Bbesonbere auT ' Staut bis auf wei §2. Zuwiderhc über Gemüse, Ob GesLngnis bis zu । Wart ober mit e Gziehung der 3>i bare Handlimg b gehören ober nicht. §3. Tiefe Ver in Kraft. Gleichzei ^eichsanzeiger 14: Berlin, bei Re betreffend bi m.5ui Grund be Äß ?om 7 ' LkKLZ Verfügu zemter 1918 K. Tas im Ari ton ^ahmdscklch 4« im AM gmachte ( re. .»ahrraddecken E'nichrankung am Zese Bekannt Mm, den 2; ; <1.60, oitr“' 4.80: dtttä EÜJ il Zweigsle^ 1.50; durch 450 viertel' »-'Echt. Bestellg. k'^,.Mfcblsck- MjKs kJ lnu fe ui» M (| rft«x scheint nach Bedarf Inhalts llebcrficht: ©limmer. - Rückführung von io