169. Jahrgang Donnerstag, 15. Mai 1919 eilt • •' kkert MMNM m8tNj 3 Nr. 112 Ter ilef.tner InjttgCT rrlcbrtnt tuqlicti, anker kann- und Feiertag». Vtjngrpreir: nwnntl. PIf. 1.35, viertel- iSbrli* Dlt. 4.05 durch «bäole- il Zwei stellen monatl Mk. 1.25 durch die Post Tlt. 4.0-5 viertel- jährt, ausicht. Beüellg. seniiprech • 9(nldilnf!e: lürbit Ediriftleihmfll 12 t?n Ossizieren der französiscken Militärkommilüon Unterkunst gewähren, während die östecreichiscke» Delegierten in der Villa Joses 9leinad>’ und b\e übrigen Telegierten in den benachbarten Urincren Dillen unter gebracht werden können. Die Mahl eiten können entweder gememschaftlich im Pavilloia iVidiicogn oder getrennt in den einzelnen Villen eingenommen toeroen. Die ?lbfperrnnismaßnahmen scheinen nicht so sck>arf zu sein wie in Versailles. Die ursprünglichen Pläne Clcmenceau». Versailles, 13.Mai. (Wolff.)*Herv6 erklärt in der „Victoire", die Deutschen irrten sich, wenn sie glaubten, daß der ihnen an- rbotene Friede ein Clsmenceau- riede und nicht ein Wilson-Friede fei. Ein Elemenceau-Friede würde ganz anders aussehen. Zunächst hätte er das Bismarcksche Werk vollkommen zerstört und Deutschland von der preußischen Vorherrschaft befreit. Alle von Preußen 1866 aufgesogenen norddeutschen Staaten wären wieder aufgerichtet worden; die sübdeutschen Staaten hätten ihre Freiheit innerhalb des Deutschen Bundes wieder erhalten müssen. Das ganze linke Rhein- user wäre zu einem neutralen Staat unter der Oberherrschaft Frankreichs gemacht worden. Frankreich hätte alle Brückenköpfe des Rheins von Holland bis zur Schweiz auf ewige Zeit besetzt und hätte nach 15 Jahren eine Volksabstimmung auf dem linken Rheinufer vorgenommen. Ostpreußen wäre vollkommen an Polen gefallen. Wirtschaftlich und finanziell hätte Clömenceau die volle Entschädigung und Erstattung sämtlicher Kriegskosten von Deutschland gefordert und hätte als Bürgschaft für die Durchführung der Vertragskwuscln nicht nur das Saar- bccken, sondern bad gesamte Ruhrgebiet besetzt. Dann hätten die Deutschen heulen fön» neu, baß man sie wirtschaftlich versklave. Niemanb außer C a ch i n und Lonauet nebst ihren Spießgesellen hätten sie beklagt. Tas; die Deutschen einen Clsmenceau-Friedkn nicht haben, dafür müßten sie Wilson danken. Die Nnzufriedenheit Belgiens. Berlin, 13. Mai. (Wolff.) Die belgische Presse vom 11. und 12. Mai steht weiter unter dem Eindruck einer vielspaltiaen Mißstimmung, die das Sctimrhcerben der Versailler Friedens- bedingungen im Lcnrde hervorruft. Bon chruoi- nistiicher Seite wird betont, das; die Zugeständnisse ter Entente nur einen Teil der gehegten Erwartungen entsprechni, ftitt 2V2 halte Belgien 20—30 Milliarden erhalten müssen. Tie Zuteilung Ostafrif-as an England bedrohe btc Zukunft tes Kv'. gvstaates aufs schwerste. Tos Refcrcridum in Malmedy sei unerhört, weil Frankreich Elsaß- Lothringen unbekben ein stecken dürfe: zudem fei ber Ausgang einer solchen Operation mehr als ungewiß, da ter preußische Terror nachwirke. Ter Völkcrbmrd rufe Enttäuschung hervor: katholische Kreise fühlen sich durch Erklärung Genfs als Vorort schwer gekränkt, sozialisttsck)e Kreise verurteilen seine Form, ba sie ben kleinen Staaten keine direkte Einwirkung gestatte. Aus dieser allgemeinen Verstimmung entwickelt sich nach unb nach eine deutliche Protest st römung gegen Amerika unb England, die halb höhnisch, hall» bitter für alles verantwortlich gemacht wertem. Tie nationalistischen Temonsttalionen gehen weiter. Tie Blätter bringen groß ausgemachte 9k» richte über eine retrospektive Ehrung ber englischen Flotte in Ostende, eine Cavell-Feier, einen Briefwechsel zwischen tem Mnristerpräsbentrn Te la Gtfoij unb Ädarschall Haig, die Ehrung eines belgischen Detachements in Amerika. Daneben wird die D e u t s ch e n h e tze sorlg?sctz:. Tie Krone des Ganzen bittet eine Straßenkundgebung der belgischen Vaterlmrdspartci in Brüssel am 11. Mai. Sie gipfelte in zwei Adressen an den König tmb an die Ententegefa.dten, wurde aber durch Gegendemo ustratümen geftört und scheint in Tätlichkeiten ausgeattet zu sein. . lassen. Wenn, wie Lensch meint, eine bankrotter Häruna ber „Sieget" vorliegt, so brauchen wir diese nicht zu fürchten. Wir wollen nicht neuen Krieg, sondern eine Verständigung auf den uesvrünglich Wclsonschen Grundlagen. Gelirrgt Briefe nicht, dann — möge die Entente zeigen, was sie noch roifi und kann. Dann wird uns auch von der internationalen Sozialdemolratie, besonders derjenigen Frankreichs, ein deutlicheres, nich so mattes Bild, entgegenb'.icken, als es srch l)cute darbietet. , . 011 VW.; den n? mit o ist es jetzt die höchste, allerhöchste Zeit, sich Wilson gegen den Vertrag empört, Wilson erklärt, auf welche Weise fein •tarne in dies Doku meitt d er Schatt de gekommen, und daß Wilson vor der Welt »ekenttt, daß er selb ft gezwungen ober elbst betrogen wurde. Wilson sagte: „Mil -'m neuen Völkerrecht begeben wir uns auf unerforschte Meere." Wetrn das der Völker- bund ist, was die Bedingungen von Versailles ln ihrem zweiten Teil enthalten, so ist Wilsens neuer Gedanke nichts anderes als die rille Entente unter der falschen Flagge eines heuen Worts." 'tittt .Nofl Hanse eaf ; Wb«« » tanito i Ctüacrs«»'i tiltt ne Lerchs 1A. m.W* an d, [jjkii-üN ei. i. jjpyyy m üF A Annahme von Mnjtlgei a*i*' x* pF ▼ f. die Lagesnmniner vis GietzenerAnzelger p tiy C sktzriil 20 H Au'sU'laq. General-Anzeiger für Oberhessen SwlMngrrunddruck u. Verlag: vrühl'fche Univ.-Vuch- u. Steinöruderei R. Lange. Zchriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Zchulstr. 7. ®i sprachen hier Dv. Strecker (für die demokratisckie Partei» sowie Miiristerialdirektor Neumann ihre Entrüstung über die tuns angesonnene Schmach aus. Eine ent- spreckftndo Entsckftießung fand durch einen hüt Hoch hebung beider Hände zum Himmel bekräftigter« Schwur Annahme. Mit Begeisterung mürbe „Deutschlland über alles" angesttmmt. — Auch der wechsel, in dessen Verlaus er fein Paket aus die Erde warf und mit den Füßen daraus berumtram» beite. Ungefähr 50 Eier sahen die Zuschauer zertreten aus dem Boden liegen. Der Mann büßte also die Eier ein und hatte obendrein das zweifelhafte Vergnügen, daß er die Kosten für die Reinigung des Fußbodens tragen mußte. Kreis Friedberg. = Vilbel, 14. Mai. Hiesige ärmere Leute, die zusammen ein Los der preußischen Klassenlotterie spielten, gewannen bicfer Tage auf ihre Nummer 100 000 Mark. Hessen-Nassau. Fabrikbrand. — TfranTfurta. M., 15. Mai. Ein Groß- f eu e r, wie es Frankfurt seit langem nicht gesehen, wütete Mittwoch abend im Bocken Heimer Industriegebiet. In der Glimmerwcwensabrik von Lands!- berg und Ollendorfs entstand gegen 10Vs Uhr ein Brand, der sich ttotz rascher Hilfe zweier ,Fener- tvacben in kurzer Zeit über (oie Dachstühle tum dreigroßen Fabrikgeb äuden ausbreitete. Erst als du Wache Münzgaffe noch eintraf (unb man nun mit 15 Schlau chlinien gewaltige Wassermasfml in das Flammenmeer schüttete,-ge- laug es des Feuers Herr zu werden. iEin großes Benzinlager konnte im letzten Augenblick gerettet werden. Der Sckickden, durch Brand und durch die Wassermasten verursacht, ist tebeutenb * Marbur g. .14. Mai. Anläßlich seines heutigen 50jährigen Toktor-Jubiläums wurde Hernr ©tubimrat Tr. Braun in Hanau von der philosoplnsckxm Fakultät der hiesigen Uniöer» sität das Diplom erneuert. X Marburg. 14. Mai Seit langer Zeit hatten ganz Glückliche aus dem heutigen Wochenmarkt Gelegenheit — Eier zu kaufen. Die Verkäuferin machte beim Erwerb zur Bedingung, daß zugleich ihr Vorrat Porree mit erworben werde. Sie bitte schnell ausverkauft. tigkettsgesühl auslehnen mässe. Sie widerspräche^ den Ansichten Wilsons, wie er sie verschiedentlich bargetan habe. Auch der Völkerbund, wie ü)it Wilson angeregt habe, sei nicht verwirklicht worden. Was jetzt Völkerbunb heißen solle, zeige keine Spur seiner grundlegenden Ideen. Wüson fei durch moralischen Truck in der Lage gewesen, für da- deutsche Volk Bedingungen au erzwingen, die ertrag ilch seien. Ties sei nicht der Friede ohne eieg, den er verlangt und dem die mehrcheits* sozialistische Partei von jeher beigepflichtet habe. Jeder Diktatsriede lasse aber nach WilsonS eignem Worten den Stachel der Rachsucht im Besiegten zurück. Dies werde besonders im deutschen Botte der Fall sein. Der Versuch, uns solche Bedingungen avfzuzwingen, sei immerhin erklärlich, da eilt großer Teil unseres Volkes noch bis zuletzt Annexionspvlttik betrieben habe. Der alldeutschen Politik hätten wir zum großen Teil diesen Frieden zuzuschreiben. Ein Frieden sei jedoch nur möglich auf Völkerverständigung und Völkerversöhnung. Unter den Zuständen, die durch den Äewaltfrieden lierausbeschworeil mürben, könne Deutschland nicht existieren. Eine Ablehnung dieses Friedens würde uns ebenso vernichten, wie eine Unterzeichnung. Darum müsse man wohl hoffen, daß die Bedingungen nachttäglich einigermaßen erträglich gestaltet würden. Der Protest, der sich m allen Teilen Deutschlands erhebe, werde auch bei den Verständigen unter unseren Gegnern sein Echo finden. Die französischen Sozialisten hätten in ihrem siegreichen Volke eine schwierige Stellung. Tie internattonale Arbeiterbewegung werde sich jedoch gegen den Gewaltfrieden ins Mittel legen. Jetzt fei es Sache des ganzen Volkes, die Regierung so zu stützen, daß sie das Möglichste aus beit Bedingungen herauszuschlagen vermöge Heute, wo nicht mehr eine Kaste, sondern das Volk regiere, müsse jeder entschlossen hinter der Regierung stehen. Im Anschluß hieran wurde nachstehende En t- chlreßung, die an die Ministerien in Darm- "tabt unb Berlin gebrahtet werden soll, ein- Leuillelon. Wilhelm II. vor Tanger. Eine Erinnerung aus den Tage:l der Marokkokrise. In „Polittken" veröffentlicht der bekannte .Geigenkünsttc-r Willy Vurmester eine Erinnerung an Kaiser Wiihelm II. aus den Tagen der Ma- rvklokrise, die gerade jetzt, wo die Entente bia Forderung stellt, daß Wilhelm II. sich wegen seiner „Schuld" gerichtlick^ zu verantworten habe, etn lehrreiches Licht auf den Charakter des Kaisers wirft Die von Burmester berichtete Erzählung stammt von Kapitän Kämpf, dem bekannten und bewährten Führer be3 Dampfers „Deutschland", einem echten, tüchtigen Seemann, den der Kaiser ungemein schätzte unb der als Kapitän an der bekannten Marokkofahrt Willielms II. terlnahw. Seine Erzählung lautet: • „Noch spät am Abend vor dem Tage, da er Afrikas Boden betteten sollte — wir lagen im Hasen von Tanger — kam der Kaiser zu mir auf die Kommandobrücke und sagtet „Lieber Kämpf, ich glaube nicht, baß aus dieser ganzen Lache etwas Gutes herauskommt; sagen Sie mir, was ich tun soll! Von einem Manne mit Ihrer Erfahrung und gesundem Blicke nehme ich gern einen «Rat an. Soll ich mich tranf melden? Soll ich umkehren, ober was soll ich tun?" Ich überlegte einige Augenblicke; bann sagte ich zu dem Kaiser, daß es, nachdem man so weit gegangen war, kaum einen vernünftigen Rückzug mehr gebe. Aber zugleich bemerkte ich, baß auch ich teilten politisch Vorteil bau dieser Reise sehen könne." Mit einem Seufzer gab der Kaiser mir recht unb fügte hinzu: „Ja. bas ist eine schöne Suppe, die man mir em geb rockt bat unb die ich nun auslöffeln soll. Silber wem habe ich dafür zu bauten? Meinem Freunde Herrn v. H. Er hat mtch aufgehetzt, Teuttckpen sind. Daß die Westmächte alte Volker sind, ist ja auf beit ersten Blick klar; sie blicken auf eine lange Geschichte des Aufstieges und per Machtentfaltung, der wirtschaftlichen Sättigung unb oer nationalen Reift hin; bas geistige Antlitz dieser beiden Nationen trägt bu Züge bes Alters, die sich in einer praktischen imb kühlen Weltanschauung offenbaren. • Das Mutige Deutschland ist im Gegensatz dazu eine junge Nation, seit 1870 erst wieder geeint, vorwärtsstrebend, ausdch tungsbedürstag, juyenbttch in ihrer Arbeitsamkeit unb Kraft, aber mach m ihrer Wlittsck^n Unreife. Es gibt untrügliche Zetckxm für Jugend in einem Volkstum, sagt Moeller van den Bruck. „WaMtttrn, Wille zur Nachkommen- sckraft, Mut zur verz hettfachten KtMchaft künden ein junget Volk an. Durch liebertrolfcrung pflegen junge Völker zu verraten, daß sie ba sind, während die alten Völker durch Untervislkerimg zu verstehen geben, daß allmählich ihre Lebenskraft schwtndet, die ihr Lebensrecht war. Nützlichkeit ist die Moral, auf die sich die Menschen alternver Völker einigen. Opfersäh'gkeit ist das Ethos derjenigen Völker, dre sich noch verschwenden können, amh wenn Ver- sckrwendung ihnen zunächst keine Vorteile zu bringen scheint." Deutschland ist em „Wieder- gebo reneS junges Sott' das nach einer Zeit des Verfalls von neuem fernen Aufstieg beginnt; ebenso ist es mit Italien, das ebenfalls alle Züge eines wieder jung gewordenen Volkes aufweist. Daß Japan ein junges Volk ist, ergibt sich von selbst aus seiner kurzen, geschichtlichen Entwicklung. Amerika besitzt wohl viele Merkmale junger Völker, aber aus seinem Gemisch ver- schiedenartigster Rassen und Stämme ist es noch nickft zu einer völligen Volkseinft?it zusammen- geschlossen nx'lhrend Rußland wohl eine einheitliche junge Rasse ist, aber sich noch nicht zur Tat» traft einer einheitlichen Nation autyerafft hat. aufzuspüren. In unserer gegenwärtigen Kultur fteven die einzelnen Völker auf sehr verschiedenen Entwich-, lungsstufen, es Libt junge und alte Nationen, und wer unter diesem Gesichtspunkt das verworrene Bild itnfcrer Gegenwartsgeschichte zu enträtseln sucht, wird überraschende Ausschlüsse er» batten Tics tut Moeller van den Bruck in seinem Buch ,',Tas Recht bet jungen Völker". Ter Welt- zu einer systeinattschen Darstellung des ganzen Gebietes erweitert, bie von bauernhem Worte ist.. Außerdem entstammen seiner Feder mehrere kleinen Lehrbüä^r der Algebra, die große Verbreitung erlangt haben, 'und ein Lehrbuch der KonKünatorik (1901), durch das er dieses jahrzehntelang vollständig vernachlässigte Gebiet dem Stlldium neu eröffnet hat. Einige dieser Lehrbücher sind erst in der Zeit vollendet worden, Ino er schon im Ruhestand lebte. Im Lause der Jal)re hat eine große Zahl von Zn- börqm zu seinen Füßen gesessen, die ihm alse ein dankbares Andenken beivalyren. Liegen Geistes witzig unb schlagfertig, wußte er sie zu ftsftln unb anzuregen. Meselben Eigensckxlsten erwarben ihm auch in ber Fakultät und im Gesamtsenat eine besonders angesehene Stellung. Se.in gustsreies Haus^ bildete einen Mittelpunkt nicht bloß für die Universität, sondern überhaupt für die Gießener Gescll- sckwst. Weiteren Kreisen ist N e t t o durch eine Fülle von ffleiftrxHdjm Gelegenheitsdichtungen, meist lnnnvnstischer Natur bekannt geworben, unter benen das heitere Festspiel zum 300iübrigen Jubiläum. unserer Universität: „Nur ein Viertelltünb- chen" (aufgeführt im Stabttl-eater) unb das liel«ns- würdige Lusttpiel „Der Schdveinelftrt, in frgebenftcr Verarbeitung des seligen Andersen" (Gießen, Töpelmann) besonders Erwähnung verdienen. Ein tragisches Cpscmck hat ihn zu früh genötigt, sich zurücktzuzieften und lihn zur Einsamkeit vemrteilt. die zu ertragen sickftr gerade ihm befonbe s schwer fiel. Was er war, das wissen daher nur bie, die ihn tin den Tagen seiner F-rische und Kraft gekannt haben. Mlen denen aber wird er unvergeßlich sein. Frankfurt a. M., 13. Mai. Aw» Sonntag sand hier die erste Lanbesversammlung der Deutschen Demokratischen Partei in Hessen statt. Auf Vorschlag von Justizrat Reh (Alsfeld) wurde zunächst eine scharfe Entschließung gegen btc Friedetasbedingungen gefaßt, die der Reichs re gieruna übersandt wurde. Landesparteisekretär Kuhlmann erstattete Bericht über die Arbeit des Sekretariats, Professor Urstadt (Gießen) über bie Tätigkeit der Landtagsfraktion. Lebhafteste Zustimmimg erhielt ein aus Berlin eingegangenes Telegramm der beiden Mitglieder der Nationalversammlung, Finanzminister Henrich und Justizrat Grünewald, woraus ersichtlich ist, daß die Demokratische Partei dort beschlossen hat, das Angebot der Feinde als unannehmbar zu erklären. Aus allen Teilen des Landes wurden 21 Teilnehmer zum Reichsparteitage in Cassels gewählt. Hervorzuheben ist aus den Anträgen der Antrag des Präsidenten des Landesbil- dungsamtes Dr. Strecker, der kulturelle Fragen betrifft. Es wurde dazu folgende Entschließung gefaßt: „Die am 11. Mai 1919 zum Parteitage deS Hessischen Landesverbandes der Deutschen Demokratischen Partei in Frankfurt (Main) versammelten Vertreterinnen und Vertreter aus allen Teilen des Landes stellen sich einmütig auf den Boden der Einheitsschule und haben zu dem Herrn Präsidenten deS Landesvildungsamtes Herrn Dr. Strecker das begründete Vertrauen, daß er als sturmerprobter Führer im Kampfe um die demokratischen Bildungsideale unser Schul- und Bildungswesen den Forderungen der neuen Zeit entsprechend reformieren und ausbauen wird." rm Darmstadt, 14.Mai. Die Abgg. hindern war." Junge und alte Völker. Die Anschauung, daß die Völker wie die Menschen iun.g find, altern unb abfterben, ist so naheliegend, vaß fie schon sehr früh aufgetaucht tft. Wir begegnen besonders in der Geschichtsphilo- s^phie Schillers dem Bilde eines allmählichen Heranwachftns oes Menschengeschlechtes. Ter Mensch der Urzeit erscheint ihm als unmünmges Kind, der Grieche als schöner, blühender Jüngling, ber Römer als kraftvoller Mann und der Byzantiner als hinfälliger Greis. , Auch Jakob Burckharbt ist ber Glaube an ein Blühen, Fruchttragen, Welken unb Verdorren der Völker nicht fremb, unb Lamprecht, ber in seiner Gcschichtsaufsaffung Vorgänge, aus dem Seelenleben des einzelnen auf bie Gesamtentwicklung der Jahrtausende anwendet, ist beton ber b geneigt, in dem Gesamtbild eines ganzen Volkes 3ügt eines höheren ober geringeren Alters *♦ Amtliche Personalnachrichten. Am 3. Mai b. I. wurde ber Vorsitzende der Abteilung für Forst- unb Kameralvettvaltmig des Ministeriums brr Finanzen Lanbsorstmeister Dr. Weber Lum Vorsitzenden brr Prüfungskommission für bas Forstfach mit Wirkung vorn 1. April bs. Js. an ernannt. — Durch Entschließung des Lanbesarnts für bas Bildungswesen wurde der Lehramtsr.'ftrenbar Johannes Kling zu Gießen zum Lehrarntsafsessor ernannt — Uebertragen wurde am 5. Mai dem Lehrer Adam Berg zu Ober-Mörlen eine Lehrerstelle an ber Volksschule zu Friedberg. — Uebertragen wurde am 8. Mai dem Schulamtsanwärttr Hermann Schmidt aus Weickartshain mit Wirkung vom 16. Mai 1919 ab bie Lehrerstelle an bet Volksschule zu Ober-Moos. Kreis Lauterbach. ** Das Gießener Stadttheater hat in der letzten Winterspiclzeit finanziell recht günftig abgeschnitten. Es ergab sich ein Ueberschuß von 42 515 Mk., von dem nach verschiedenen Abschreibungen noch 36 304 Mk. verblieben. Dem Dekorationsfonds wurden davon 27 304 Mk. überwiesen, so daß noch 9000 Mk. in Rechnung verbleiben. ** Perso nenverkehr Gießen — Wetzlar. Außer den bereits wieder in Gang gesetzten Personenzügen verkehrt ab heute der noch fehlende Psz. 1654, Gießen ab 10.42 vormittags, Wetzlar an 11.02 vorm. Mit Ingangsetzen der Züge 1632, 1633, 1654, 1658 und 1661 verkehren von heute ab sämtliche Personenzüge wieder wie nach dem Stande am 1. April 1919. ♦* Freibank. Freitag, 16. Mai 1919, werden von 1—4 Uhr die Dtm. 1101 h>is 1300 beliefert. _ . ~ ** Desitzwechsel. Das Haus der Frau Mettenheimer Witwe, Kreuzplatz 3, ging für 126 000 Mk. unb die Kosten an die Inhaber ber Firma C. Hosch unb C. Kerber über. — Das Trogen- unb Chemikaliengeschäft Otto Schras, Seltersweg 39, wurde für 135 000 Mk. an Apotheker Waldschmiot Berlin verkauft. ** Im Lichtspielhaus kommt ab morgen Freitag der amerikanische Mädchenhändlerfilm „Schmutziges Gelt/" zur Aufführung. Kreis Lauterbach. ** Lauterbach, 15. Mai. Ein die Dolks- ernährung nicht gerade fördernder Vorfall spielte sich am Sonntag abend am diesigen Balmhos ab. Ein mit Koffer unb Paket belabener Monn wollte mit dem letzten Zuge in Rickstung Fulba ab- bampfen. Er würbe aber in bem Flur bes Bahnhofsgebäudes angehalten, unb sein Gepäck einer Durchsicht unterzogen. In ber Erregung herüber, baß er bie gehamsterte Wirre verlieren sollte, wibersetzte er sich, unb es kam zu lebhaftem Wott- Gegen den Gewaltfrieden. Gießen, 15. Mai 1919. Tie sozialdemokratische Partei hielt gestern abend um 6 Uhr im Stadttheater etnd Protest Versammlung gegen bie Friedensbedingungen ber Feinde ab, bie aus mehreren Ur fachen nur einen schioachcn Besuch aufwies. Oberpostsekretär Stephan eröffnete bie Versammlung unter Hinweis auf bie furchtbaren Schäden, mit denen wir aus bem Kriege heraus- gegangen seien, uni von einem unerbittlichen Frieden nunmehr restlos vernichtet -u werben. Hiergegen zu protestieren, sei Pflicht iebes Deutschen. Hieraus sprach Rebakteirr Vetters über den A-waltsrieben unb Deutschlands Zukunft Auf bie ungeheuerlichen Ausmaße ber Bedmgungen brauche man nicht näher hinzu weisen. Bei Eintritt des Waffenstillstandes habe jeder aufgeatmet unb ben Frieben in wenigen Wochen erwartet. Das Enbe, das jetzt bevorstehe, sei ein Ende mit Schrecken. Tie Friedensbedingungen seien tatsächlich ein befristetes Todesurteil, gegen bas sich iebes Gerech- ,,Wat too(It Ntc er mifjlr; acht. 2 meinen vtthupt im Gc Eintal bie Tre N irofe I K an btm der w® W hin« „Wenn du d Mt fa Ä- Wme, .Mi v LN füllte d LM bid Ok |S,y^n bi |auKn nipD KÄ be gLunbj^ S.^rb- ii. y, flirrt),; & Q^itunö, L W bis «Hr Theorie dar stellt. Er hat eS bann später in seinen Borlesungen über Algebra (2 Bde. 1896 und 1900) bat mir bas Ganze in den rosigsten Farben geschildert!" Stumm ging ber Kaiser noch bis tief {n die Nacht hinein auf" ber Brücke auf unb MWÄWiS 'M toM d^UL^mmEoü «ückenaufzuch- UUJ. Hl. IW über Samstag b 17 b 3M ab«. «UH Sirtrii bet Mftgi. Stabnefelte. »»42, Der OarWobe 11.1.11 UL IM «au IHifWrW Der Präsident bet’ sanuministerium fie beruft. träum ist in do- neue n. 1868 50“ 1918 [■ 11 T o n n c r8teg, 3n wi Verschiedenes! ioivnackmittags3Ubr 1 I soll auf unserem Ami»- Die Vrb- u. Maurer« »immer da» den Georg arbeiten für die Erwei- ^iirtier ÖbeleHtcn ah tfl» Ein Einspannerwagen Leichtere Kühren auch nach miSronrt», über« nimmt Heinrich Pan», TOMMI sicher Diraste nü. werden. .. § 42. Der Staatsvoranschlag. In dem die Em- nahmen und AuS-,laben de» Staates für je.»er Rechnungsjahr einiuftrllen unb, ist vor Beginn ter Rechnungsjahres durch da» Finanzgeietz festzu- stellen. Ausnahmsweise kann der Staatsvoian- schlag durch besonderes Gesetz aus da» M.rcnbe Rechnungsjahr ober aus einen fütteren Zeitraum erstreckt werden: dieser &rit:~ i? **** rungSrecht haben. § 56. Die Volkskammer hat sich mindestens einmal im Jahve zu versammeln. Sie beschliesst Volkskammer muh jie unverzüglich beritten, tonm es Mlndeslens ein Drittel btt Mitglieder verlangS» Student sucht Partner ober Partnerin au regel- mähinem Schachspiel. Schristl. Angebote unter 08175 an den (»teil. An». Pfefferminz- EiSbonbons Malzbonbons einaetroffen. *** Reformhaus, Krenzylat» 6. tum TranSvort von Möbeln u ©uerrgflicnt Sonntag 8*/i Ubt: Schöne Aussicht! wh Der Qorftanb. Witwer mit einem Kind nicht ausgeschlossen. 2d>x. öufl. u. 00447 a. b. G. ää* Tüchtiger Polsicm, Iwjitrir unb Mittiitzkiiiiiiuiitr slühtKundschast. Ferd. Herma is, Wt'Jteriir. 46. Wo kann Herr täglich Klavier oben? Schrisll.Angeb. m. Preis- ang.ibe u. ÖitelO a. d. G. A. vermischte». Bolschewismus im S) unbeteidb Handwagen Leiterwagen Kastenwagen Einzelne Räder Carl Schunck Seitenweg 38. Ernstgemeint. 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' n hfricmmdN btog (Mfa) der wr^tn \xM& dE ; m IkrgeMl» sich nn Df tiuienbcn iw m gpniMb'!, pneinfim M i, Tie oene i schligen, nute ■ Inner und n Nauheim ttflern hier a> telWunnfi halb M £ W den v- Ivirat durch de ► sprach^, X Parm brf UntrüimML auS. Sne L einrnwitl b» nd bcMltii« ikning ’SS fsstMN« für den TfiS “«‘SÄ* W Qr rM § 44. Staatsanleihen können nur ans Grund eines otesetzeö au,genommen werden. W.nm dro- iKnbe Gefahr die Ausnahme von Geldern dringend eriorbert und die Einberufung der Volkskammer oder eine Beratung mit dem zuständigen AuSsckust kunmöglich ist, können die nötigen Mittel ohne Zustimmung der Volkskammer aus dem 2Begc oeS Staatskredits flüssig gemalt werden. Der Volks- tammet ist in diesem Fall bei ihrem nächsten Zusammen treten Vorlage zu machen. Die gesamte Staatsschuld geniestt den Sclmtz der Bersassunl 8 45. lieber die Einnahmen und Ausgaben ist jährlich Rechnung zu stellen. Die Rechnungen sind von oer Ober-NrcknungSkammer zu brüten und ab- zuscklirstcn das Ergebnis ist der Volkskammer mit* 5 SS ein ®rw86Der kann die Wahl aviehnen ober nachträglich aut die Mitgliedschaft in der Volkekommer verzichten Der Veracht ist dem Präsidenten der Volkskammer schrritlich mitzu- teilen; er ifl unroibemiilid) Lehnt ein Gewählter btc Wahl ab ober scheidet er durch Dod, Verzicht oder Verlust der Wählbarkeit aus der Volkskammer au», so hört die Mitgliedschaft des zum Ersatz in die Volftkammer Eingelrrt.men in dem Zeitpunkt auf, in dem die Eigenschaft des AuSgrsünedmen als Abgeordneter nach Vorschrift des 6 37 erloschen wäre 8 39. Die Abgeordneten erhalten Entschädt- aung nach Maßgabe eines besonderen Gesetzes. B. Zuständigkeit der Volkskammer. 8 40 Tie Volkskammer kann sich mit allen von ihr selbst zu ihrer Beratung sür geeignet erachteten Gegenständen beschäftigen. Sie übt die Gesetzgebung nach Maßgabe bteier Per a sung aus. 6 41. 2t uern uno sonstige Austagen können nur mit Zustimmung der Volkskammer erhoben Cntwurf einer hessischen Verfassung. 7. Abschnitt. Don der Polfyfnnrnifmrtrthina (Volkskammer). A. Zusammensetzung der Volks« k a m m e r - A4. Die Volkskammer besteht auS 70 Abgeordneten des hessischen Volkes. ft 35. Die Abgeordneten werden nach den Gkunbfälwn der Verhältniswahl gewählt: das Nähere bestimmt daS Wahlgesetz. , ft 36. LNihlbar -um Abgeordneten ist leder 6timmbcie(f)tigte, bet jur Zeit der Wahl das 2f> Lebensjahr jurückgelegt hat und dessen Stimmrecht nicht rulst. ' , r, L § 37 Die Abgeordneten werden unbeschadet kr Vorschrift im ft 57, Abs 4, gleichzeitig aus nnm am Wahltage begirat-nben Zeftrtmm von 3 Jahren gewählt sLandtagsdauers.__ is euer, der jlbt was aus! Airjetreten? Wally, tri 5nbc in ben Taschen, stierte er Dorival grvft an. Aber der alte, würdige -JJiann mit dem Dollbart legte sich in- Mfttel. „Ktnder, laßt btr Polizei au« dem Spiel," mahnte er. Und zu Dorival gewandt fuhr er sort: Der rufijf(tt Polick».iinsmuS, der bereits 'o manchatt Ersck'n der bisherigen O^iellirdaNSordnunG seine Macht bat empftnbltch fühlen lisien, beyti nun ferne Reformle nebui g n auch auf da) iHeebf der $)unbe aus. Wie englische Zeitungen mdten, ist itm dem "VelerSdurg.'r Sowiet solgeiideS Tetret ettafstn worden: „Alle Lunde der iolynbai DUfieL n^mlick» TabermannS, Pinischer, EbelterrierS und deutsch- Sd.iferbunhe, müfien in ix-m Bereiu» der Petersburger Arbii eikommune lechstrirrl nrrbcu Alle registrierten $)unbe dürfen nickst oertaufi unb außerhalb der Grenzen der Peter»bura.r Arbeitet* kommune nicht au^g. führt werden." E« wird nicht gesagt, von w lckftn Motiven fic^ die ‘IkHidh-ivutm bei dieser Verordnung leiten llrfirn, aber da es sich hier um die Aristokratie des L)undereicheW handelt, so darf man wohl annehmen, daß man gegen den Adel des vundegeschlechl» nick> - Gute- im Schilde führt. Jedenfalls dürfte diese schnwi« nieg'iide Mastuahme auch im deutschen Wunder eich beredjhQ:e» Aufsehen rrrtiKU, denn der Klassenstaat In'ftelit ia nun einmal auch unter diesen nächsten freund u des Dranschen Wenn Anatole Franc« den unsterblichen öunb de« Monsieur Vcrgeret ft» hündisch tiessinnig über die verschiedenen Schicksale seiner Pdilbrüder philosophieren läßt, so "m* neu wir wohl auch bei den vund.m ein grobe» VerständinS für drm VolschewiSMirs vorausfetzen. und die Zahl derer, die ben Verordmingen des rufhkben Sowjets befl iikrl zusttinmen, dürfte nicht klein fein. Gibt cd b'd> immer noch Wmdspiele. die so entsetzlich hochmülig durch die Welt schreiten, Bu'ld'gzen, denen die Brutalität schon auf dem Gesicht g fd’ri-ben steht, Möpse, bcieit die fRuiv- b.u g iured Leibe- kaum noch biS Gehen gestattet. Bologneserhündcklen, die verhätschelt werden. Thomas Tl»eod?r ih-inr hat in einem feiner köstlichen £>unb.btlb.r die Entrüstung dieser ^undearistokra- ten über die Cristen» ein eß ruppigen «traten* töter» geschildert. Zn Rußland dürfte nun jedenfalls die Zeit für diese Hunde kommen. RechnungSiahr einsurcc. ft 43 Wenn das neue F-inan'qefetz nicht rechtzeitig zustande kommt, dürfen die Sicucrn unb sonstigen Auslagen noch für sechs Monate nach Ablauf des Rechnungsjahres erhoben werden. In diesem Falle dürfen bis zum Inkrafttreten des neuen "AinanznesetzeS alle AuSgalien geleistet tverden, die zur Eriüllung rechtlich begrünt et i*r Vervstichtun- &deS Staat?5 oder zur Erhattung geictzlich bc- nber Einrichtungen ober zur Durchsührima ge- fetzlich beschlossener Mastnabmen erforderlich sind: ferner dürfen Bauten, Besckiafiuiigen und sonstige Leistungen, für die durch den Staatsvoranschlag eines VonahreS bereits Bewilligungen stattf.ekun- ben haben, fortgesetzt unb unter ben gleichen Vor- ot.issctzungen Bcihstsen zu Bauten, Beschaffungen ober fonsttgen Leistunaen weiter gewährt werden. Soweit die laufenben Einnahmen zur Lüftung der vorgenannten Ausgaten nicht auSreichen, dürfen! die erforderlichen Mittel durch AuSiabe von Schitz- anweifungen ober Staatswechseln beschafft weiden iacielliqen Anlctzluh an ebensolche» ober anderen flcfelllgcn »reii<. Schrik l. Än®. u. OM33 m alle, W da 1 Inn Eäa 1 Nttn u 8» Stellung I .fwtbr sjj, Dhtltl legen. « Sfgitnvg 1 llt au» dki, it baut, ft« f regiere, ' Ätgünaig ■fnbeCnt. B in TcniS n soll, tiiu nfere Feinde bringt fetiai Äig bd lamm« (hllt sich je« cflierung unb m mit einem « Aimüftge betonte im 0 ti fei, bej m hinter der „Junger Herr, Sie werden £Bnrt halten rmb etwas ausgcben. Wenn Sie nicht mtttrfaifex wollen, dann nehmen wir Ihnen da» nicht krumm. Iiücken Sie mal einen Goldfuchs raus." Der Mann mit bem Stientatfru hafte sich ben Schlaf aus den Augen gerieben und »var dann nÄ^'r an Dorival prangetueten. Er musterte ihn sehr genau. Einen Augenblick schien e», als oh er ihn mit breitem Schmunzeln, wie einen alt« Defanift-n begrüfjrn wollte, aber er zog die fdxm ausgcstrccktc $)ano 'itrieber zurück und schüttelt» enttäuscht den Kvpf. .... , „ . , Er sieht sehr ähnlich gutes Jrennd von mft," sagte er zu Wally, die neben ihm snmd. „babbe geglaubt, ist Zylinderemil." . .. _ FÜr Dorival unterlag eS keinem Ziveisel, dah mit dem Zylinderemil sein Doppelgänger Emil Schnepfe gemeint war. Endlich hatte er "wA Mensckien getroffen, der sich von feiner ^'hnlaA''" mit diesem Schnepfe nicht t&ufdjen ließ Was für ein scharfes Unterschtibun^uermögen Vcfitt doch dieser Stammgast beS Verb recke rkellers! Ter Graubärtige sagte noch einmal ermunternd: __ „Na, junger Mann, zeigen Ste mal ettrnf guten Willen." . Darival brückte ihm ein Goldstück in die S>mb. Er war froh, mit einem Lösegelb dakwnzukom- men, denn schon kamen auch auS den vorderen Zimmern einige zweifelhafte Gestalten, die gan> so auSfahen, alS gd ihren daS Niederlchlaavr u« AuSvlündern eines ffutgrfkixten Menschen du wahrct; DerzenSbedürfniS bedeutete. (Prortfebung folgt.)________________ ober dinglichen Vorkaufsrechten belastet werden von ihr bestimmten Zeitrwnkt wieder zuiammiea- Die Ausnahmen von diesem Grundsatz rxvben durch l wenn her Präsident der Volkskammer oder da» Gte»' Gesetz besnmmt. Der Erlvs veräutz rter Grundstücke' <•* »-*«*• eine Gesckäf!Sordnung ft 60. Tie Abgeordneten find Vertreter des gesamten Volke», ^ic stimmen nach freier lieber- M'iigung und sind an Aufträge und Weisungen nicht tjclrunbeit. Sie üben ihre Reckte in Person auS § 51. Beamte unb MUitärpersonen bedürfm zum Eintritt in die Volkskammer unb zur Teil nähme an ihren Verhandlungen keines Urlaubs. Bcn'crben sie sich um einen Sch in der Volkskammer, so ist ihnen zur Vorbereitung ihrer Wahl ein angemessener Urlaub zu gewähren. ft 52. Mein Mitglied der Volkskammer darf zu irgend einer Zeit tue gen seiner Abstimmung oder tuctirn der in Ausübung seines Berus» getanen l'lruterungm gerichtlich oder in einem fonsttgen amtlichen Verfahren verfolgt oder sonst außerhalb der Versammlung zur Verantwortung gezogen werden. _ ., L, m ft 63. Wahrheitsgetreue Berichte über btc Verhandlungen in ben öffentlichen Sitzungen der Voltekammer bleiben von jeder Verantwortlich- feit frei ft 54. Rein Mitglied der Volkskammer kann oTme deren Genehmigung währeitd der Dauer d<-s Landtags wegen einer mit Strafe bedrohten Dand- ijitng zur Unterfudjiimp gezogen ober verhaftet iver- ben, es sim denn, bau ei bei .Ausübung ber Tat ober im Lause be» nächstfolgenden Tage» ergrif en wird. Die gleiche Genehmigung ist bei jeder anderen Beschränkung der >>ersönlich7N Freiheit er» iorberliii), die die Ausübung des Abgeordneten^ 'beruf» beeinträchtigt. Auf Verlangen ber Volkskammer toird iebcJ Straföcr'abrcn gegen ein Mitglied der Volkskammer Und jede Sait ober sonstige Beschränkung feiner persönlich Freiheit für die Dauer des Landtags ausgehoben. 8 55. Tic Mitglieder der Volkskammer sind berechtigt, über Personen, die ihnen in ihre- Eigen- fdfaft alS Abgeordneten, ober beiwn sie in Ausübung ihres Abgeordnetenlvrufs Tatsachen anver- traut haben, sowie über diese Tatsachen selbst bas Zeugnis ui verweigern. Auch bezüglich der Be- Magnahme von Sckriststtlcken stehen sie den Personen o-eich, die ein gesetzliches ZeugnrSverweige-' VNchertifch. — In ReclamS U n i v t rsa 1-B ibl i0- t be k erschien: Nr. 6021. The0b 0r Storm, Viola tricolor. — Ein stiller Musikant. Zwei Novellen. Serau -gegeben von Dr. Walther Serrmann. 91 §. - 9h. 6022. T beobo r Storm, 2teiw Vetter Christian. — Die Söhne des Senators^ Zwei Lusumcr Geschichten. dcrauSgegeben Vv» Dr. Walther .Herrmami. 96 S. — Nr. 6023,6024, Theodor Storm, Eekenhof. — Zur ^hconik von GrieölmuS. Zwei Novellen. tzerauSgeaebev von Dr. Wattter derrmann. 192 S. — Nr. 6026. tzanS und Jo hau na von Wentzel, 360 Frauen. Lustspiel in drei Aufzügen. Bühnen» einridUung nut einem DcckorationSplcm. 93 S. — Nr. 61)26-6030. AugustvonKotzebue, Das merfwürdigste Jahr meines Lebens. Mit einer Einleitung brrauSgegeben von Dr. Raimund ©t* nert. 407 S. — Das literarische Scho fcafbmonnt#* schrift für ßitfraturfreunbe. Verlag: ®gon Flete sickicl & Co., Berlin W 9. 2. Aprilbeft. »uteilen 8 46. DaS FamiNenei^rntum des vormaligen Grotzherzoglichen ldauseS wirb zu Staatseigentum erklärt. Die Llbsindung des vormaligen Grost- Öichen Laufes wird durch Gesetz bestimmt stücke des Staates dürfen ohne Zustimmung .......... _ .■ ., der Volkskammer nicht veräustert ober mit tzypo-, über tbne Vertagung und besttmmt dr Zeit thres tbeten, Gnindschulden, Nentenschuldcn, Reallasten I Wiederzusammentritts. Sie tritt sclwn vor dem terung des Bahn',osS Reicrirdicn IjOOO cbm vemmfdiüttung, 2.VJ0 nm Cbaiiinevunn, !7>) cbin Äkmieriverki sollen vergeben luerbcn. V ibinauna lief e und Seidmungen find bei dem unterzeichneten Veiriebs- omte ciiiudebcn, erstere Hinten gegen voit- und be lellnel freie Bar-in- lenbun 1 von 1,50 M. de- 8oncn iverden Die Anaevo e find bis s ErSfsnungStenuin nm 16. ftnttl Iftl9, uornu 11 llbr, mit eniforedicit' ber Anfickrtfl versehen bierher einudenben Zufcklaitsfri'i 3'b.'ort, en. XiiaabiUn - Betr ehsamt I _______Ule.san, ^"i'I teeldicr Ingenieur ob. Techniker erteilt lungern Elektro-Monteur b. aut. vezahtuna einige Stund. öQ^llntcrriitit m emet bevorstebeitden Vriifitng Schr. Ang. u. OQDüS an d. Gtetz. A erb. Heirat. Tüchtiger, solider und strebsamer ttauimanu, 25Zabre alUAirto 50 Mille Mn gift, wünscht zwecks Heirat mit junger, gut erzogener Tarne sofort in Verbindung zu treten. Anonym zwecklos. SdjrlftL Ang. mit Bild uni. a. d. Mieck Anz. »rl.,30er Fabre.eo^bäu»- tick erzogen, wunfchi die Bekanntschaft eine» fo id. A^errtr zweck» spaterer Konkav-Briile •*1 mlt »atteral am 3. Mal verloren. Gegen gute Belobnuna abzug. Nab»bo »te iiUL 3 Enten (1 weihe. 2 schwarz und weihe» abhanden aekout- men. Gegen gute Belohnung abzugeb. Hauback, VobcrutaQC 2. (MM DWherim Grvtzhrr zvA, sowie be Qh»toer>ogtn ab die beiden Prinz en söhne halten sich in dem -eben Polaisaarten dicht unter die ioblreidwiV Nassen beiden, die sich dort mit Gene hm rau ng «4 aus ix in erhöhten Standpunkt cingetunicn satten und gab er dadurch seiner Zustimmung zu ba Älinbgrrurtfl oiknfunhiie ;^jftiinmunn Auch er beteiligte sich mit seiner IVamtlv an kern Sckwur Ta der Martenvlatz die ungeheure Menfcken- penge nickt fassen konnte, waren inzwischen ein -roher Teil der Ytewerkschaftler, der Verband ber leisen da Huer, sowie die USV. nach dem Excr- , ie r v l a tz cterogen, wo ebcnfallS verscktettue An- Lrnd*n ftaltianben lund dte Erufchliestung gcae< Annahme der Friedensbedingungen gutgebeisten Miitbe. - Frankfurt a M., 14 Mai Im Gegen- s,tz iu anderen Städten, in denen die gante Be- löikerung gefchlvfen unb einmütig gegen den Hitub(rieben ber Entente zu flammendem Protest sck erhebt, ist hier eine Einigung deS Bürgertums rdit erzielt worden Die für heute vorgesehene ‘unbgrbiina der Frankiurter Dürgerfcha t im Ost- Mtf Hi wegen MeiiiU'igSverichiedcnltzitcn inner- 'alb der Parteien „bis auf weiteres" verschoben pochen Dafür protestierte bitte in machtvoller - undgebung die Liberale Volks Partei im €aali>au Im Schumanntheater demonstrierten die r S. P und riefen als Leiter der Weltrevolution den Bolschewismus zum Bunde auf Weitere k^otestveifammluugen Dianen in dieser Woche noch bir Leutschttationalen und die Mehrheitösozialiilen. ffm ertites Spiegelbild des deutschen Dolles in fruter Betrif en beit bit ten diese Sonderproleste! Ein Zwischenfall in Frankfurt. Frankfurt a M.. 14. Mai. (Wolff.) Dom fom m a nbeu r des Al'fckmities IV der neutralen Zone. Frankfurt a M.. wird uns folgendes znr Veröiientlichung übermittelt: Deute nachmittag »gen 5 Uhr halten sich Teilnehmer deS grasten lem.mstrations rugeS vor dem dicktbefetzten Lkasfee „gtumtNlmaner" anaefammelt, in dem ein fran - tösischer Of fizrec in Begleitung eines Derrn anb einer Dame ihre Aufmerkfamkeit erregten. Sin deutscher Ossizier und ein Angehöriger der kicherlieiistruppe, die xugegen waren, wurden trotz ihrer anfänglichen Weigerung von der Menge gc» »nmiigen. festzuftellen, ob die Begleiter deS fron» z-sisrtxm Offiziers Deutsche oder Franzosen seien. Dbroobl der französische Offizier fick unb seine Be- rfrituug einwandirei auSweisen konnte, nahm die Menge eine drohende Haltung gegen ihn ein. BerrEn-Slärkewäsche »um Plätten nimmt an (H8.36I Dammftr. 44 L Junges (thrpnar be’f., sucht, da hier fremd. schlafen, »u Dorival herüber. Das war ja ein kcfser Jmigc, eine gan» neue Grfdxriiunig. Der hotte sicher Geld in ber Tasche. Der interessierte sie. Sk erhob sich schiverfältig und ging zu dem Tisch hinüber, an dem Dorival und der MVfl-ner sastm. Sie nahm die Weinflasche iu bi? Sunri? unb betrachtete prüfeird den Namen des Werus. „Aber Max," sagte sie voNvurfSvoll, ,ch-n hättest doch dem Herrn Iras ooch nc besfrwe Marke bringen können. DaS Zeug ziM einem ja die Löcher in die Strümpfe zusaminen. Mit gütiger Erlaubnis." Sie griff nach dem Glas TorioalS und leerte, cs auf einen Zug. ,,Sauer macht luftig. Soll ick mir en biSkcn bet die Lterrcns j*C^Cll Sie machte Anstalten, fick auf dem Dttihl nteber^ulafsen, ber neben Dorival stand. Waber win lte ab. , - ‘ „Ich gehe gleich," sagte et. „£>icr ist der Wein und das- Glas. " Er reichte ihr F asche unb Glas, und sie zog sich erfreut auf ihren alten Platz zurück. _ , Ick hole unS ’ne andre Flasche. Ene erstklassig.' Marte!" Max stand auf und wollte sich nach bem Vorderzimmer begeben. Aber Tarioal hielt ihn zurück. .Ich trinke nicht» mehr.", sagte er. „Ick gehe.' Ich komme nrieber. Morgen abend. Tirat beiptechen wir alles." „Nich ausrrihen. Tel jibt'S nich, bu jrünrr Affe/' rief Max ergrimmt. „Du hist mir roi- jclaben. Jetzt darfst du dir nich drücken! Det jibt's nich! Nu erst recht hole ick ene tHafdr Ehampagner. Justav! Fritze! Bolleimannte! tzrer toiciicii »ugeickriebene Grundstück, Flur L Nr. 973 - 72 qm »ohclie, (Br. Müblftr. 4. frciroiUtg uerfteigert nurten. Die Bedlnmin r können bei un> während der (Be- sckäftsstunden 10—12 Ubr ooriütiagS elngefebcn werden. 592BB (Siesten, d. 10. Mai 1H19. Hess. Crtcocricbt. I. V.: Leo.______ Englisch. Wer erteilt Unterricht? 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Zt. ordentlich stark beschickt. Das Geschäft war nicht sehr lebhaft, da die Landkundschaft foiclfach vermißt rturbe. Temtoch erzielten gute Pferde außerordentliche Preise. Stark rngeboten waren auh» gefütterte Militärpferde. Schlachipferde sanken be» ttc.chtlich im Preis. Ter Martt war um die Mitte,gestünde noch nicht völlig geräumt, abwohl die Preise nachgelassen hatten. Aus d.-m vtsrtzten Rheingkbiet. Marschall Foch in Main;. Frankfurt a. M., 14. Mai. Wie auS Mainz indirekt gemeldet wird, ist dort Marschall Foch! gestern abcnd eingettoisen. Er wurde von General Manyrn empfangen. Die Truppen^bildeten! Spalier. Abends sand ihm zu Ehren ein Fackelzug statt. Er bleibt zwei Tage in Mainz und begibt sich Freitag nach Wiesbaden, wo er feierlich empfangen wird. Er nrirb dann den Taunus befudxnt und sich später nach Koblenz begeben. Jock soll angeblich Vorbereitungen zum Einmarsch ber Truppen ins rechte Rh eingebiet kreisen. nrr. Mainz, 14. Mui. Tic französisch? Mi- litäiverwaltmig sucht in der Umgegend von Diatn> einen 900 Morgen großen Flugplatz aus die Tauer von 15 I ihren zu pachten. = Franks u rt a. M., 14. Mai. Einem Fabrikbeützer im Stadtteil Rödelhnm, der einen Trupp lärinenderfranzösischer Soldaten, der unberechtigterweise spät abends die Sttatzor durchzog, in französischer Sprache zur Ruhe mahnen wollte, wurden die Fensterichrben der Woh- nung eingeschlagen. Sodann bedrohte man bat Herrn mit Schudoassen. --- H ö chst a M., 14. Mar. Außer dem Gymnasialdirektor Hassncr wurden von den Franzose« auch die Lehrer Dittmer und Sommer aus gewiesen. Sie sollen die Anwerbung junger Leute für die deutsch Armee gefördert haben. --- H ö ch st a. M., 14. Mai. Von den Mauev- anschlägen, die den Bezug der neuen französischen Wochenschrift „Le Rhin Jlluströ" empfehlen, rissen hier Kinder ttlich ab. Tie Stadt mußte dafür mit 1000 Mark büßen. -= Wiesbaden, 14. Mai. Durch die Besetzung und die damit verbundene VerkehrSabsper- rung fvitzl sich jetzt der Schaden, den dadurch dar gesamte Kur gewerbe erleidet, zu einer gemalt.gen winschaitlichn Katastrophe zu Für die Monate Dezember bis Mai beträgt der Fremdenbesuch nur rroch 5 Prozent gegen die gleich Zeit im Frieden, die Kur: a rein nahm n sind auf 7 Proz der bisherigen Einnahmen gesunken. Oftmalige Gesuche der Stadt um Aufhebung der Sperre beantwortete die französische Verwaltung jetzt mit der Einforderung einer Darstellung über den Rückgang der Kurindultrie seit der Besetzung. Vermischtes. *Fmbe setzten Gebiet Ter kleine Max hatte ficf) mit zwei Negern angcfreundet; Plötze lich fiel ihm aus, bifj der eint etwas Heller Dort Hautfrrbe war als ix-r andere. „Tu, sag emvl," fragt Men den Helleren, „warum lMve fe dich nu n^ch so lang geräuchrt rote den ärmere ?" Dänemark 1ta5öTän3 h’Cq' Kolben Elbing an zu U/ilhf/my D*h5 •dcfrxjh, o/Hiawa. Osnabrück rmuna lisch fasse/ Gotha Weimar Frankfurt ’teuth Wjrzbg ^Pilsen Ulfe Schweiz Lübeck Altona Tiis/tw 'önigsbg > Stettin N°StrVhU S- 'ankfurj vweui ©Ze/pz/g V Dresden iGoEM> MainzT \ wende! \ v~ \Mannbt-int / fassen ?a ^Dusse/dt Ujj 3 tolnX ** 0 3or\ fnptmedy \ J Koblenz^ u Stendal Hannover oj ^ren,e,ult Nnneb. uni" v. Prii» v mnnttu 2chr. »nifi o. Wirfu «u St W ft« rntrt '"klu ! tHiiflcbi) c ut titcr 'ilrji'i i? ulen flel. u Strati Ull ibolint kn gesucht. >m it Prei^angck I Psrtsfrr e rrschu.1, Hs's uten b. Lola r gut erbaltot afimnntt! gtlutbt: Nr. U2 Zwettes vlast Siebener Anzeiger (General-Anzeiger fist Gberhefiew Donnerstag, 15. Mai ly(y WiFsons 14 Punkte sehen nur die Abtretung Brunn} o, abstimmung soforf abzutrelen. Volksabstimmung entscheidet Saargebiet kommt sofort unter feindliche Verwaltung. Volksabstimmung erst nach 15_Jahren. „unzweifelhaft polnischen“ Gebiets vor. Würde man die Kreise mit über 75% Polen als „unzweifelhaft polnisch“ betrachten, so würde das in der Karte schraffierte Gebiet abzutreten sein. 01 1 SO IM 1 ' ilo 1 200Km. Die Zerstückeln« Deutschlands. Vom Reiche sollen In Ost und West 51/» Millionen Deutsche getrennt werden. sijw ii kaufen flflii .Hch.Ziol-rli« raune ob. W| djube ^r. M n neludiL «j t^tor.l flfvl rboliener bfh r, blauer 01 Aninx. r - i(e ein«in-J -such'- (.it, rn-Wi ’m. 0 4® a» -l - Meiner ei» $iiu5r' Ittfl«1 strag. t>frrJ )amc»tlt'^ iöbclnöy enzweig.B’ elierSE^ arte k>r»^ \iW\ otk»'1' ar«“6", „hlr^'p Aus Stadt und Land. Gieften, 15. Mai 1919. Einheitliche Festsetzung der vrotaurbeute Bei den einzelnen Kommunalverbänden bestehen erhebliche Unterschiede in der Fest- lehunq der BrotauSbeute, die vielfach auf einseitiges Urteil der örtlichen Sachverstän- digen zurückzuführen sind Zur Behebung dieser Unterschiede hat das Reichsernährungs- ministeitturn ordnungsgemäße Backversuche vornehmen lassen, welche ergaben, daß sich aus 110 Teilen Mehl im Durchschrtitt aller «bräuchlichen Backverfahren 140 bis 141 Teile ausgebackenen Brotes Herstellen lassen. Für Sackgewicht und Verlust beim Aufschnitt sind hiervon 4 bis 5 Teile in Anrechnung zu bringen, so daß man 136 Teile Brot aus 100 T^ile Mehl als Norm für die Vrotausbeute seststellen kann. Die Verwendung der zugelassenen Brotstreckungsmittel verändert diese Ausbeute nicht wesentlich. Lei Verwendung von Frischkartoffeln sind auf je 100 Teile zu ersetzenden Brotmehles 38 Teile rohe Firschkartoffeln ru rechnen. Lei Herstellung von arobem Schwarzschrot- brot kann man nach den Backversuchen mit einer Brotausbeute von wenigstens 133 bis 134 Proz. rechnen. Diese Zahlen erl-Hhen sich für Großbetriebe um 1 Proz. Das Reichs- ernährungSministerium hat daher die Kam- munalverbände zur Festsetzung einer eitt- spreck-enden Backausbeute, und zwar für kleine Betriebe von 136 Proz. und für Großbetriebe von 137 Pror., angewiesen. Die Beachtung dieser Vorschrift soll durrh sachgemäße laufende Kontrolle der Bäckereien s'iäsergestellt werden. Zuckcrmangel, Zuckermißwirtschaft, Zuckerfchlcichhandel. Trotz aller Aufklärungen macht sich in der Bevölkerung immer wieder eine SteunruLLnnig über angebliche Zuckermißwirlschaft bcmerfixir. 2cnv- »oenüber stellt das Rcichsernährungsministerium Mt: Infolge des Krieges (Arbeiterschwierigketten, xtir.g^Tmangel, Berke brserf ckwe ru n gen, Kvhlen- örorget) ist die deutsche Zuckererzeugung gegenüber dem Frieden etwa auf die Hälfte herabgegangen. Im laufenden Jahre ist der Rück- ftmg besonders groß gewesen, weil Ernte und Verarbeitung der angebauten Zuckerrüben durch die Folgen des Waffenstilkstandes und der Um» tvälzung stark beeirtträckttgt wurden und weil die kilrotiic Besetzung deutschen Landes, besonders der larf zuckcrerzeugenden Provinz Posen, einen sehr erheblichen Ausfall -an greifbarem Zucker zur Folge hatte (Rohzuckererzeugung 1913/14 rund 42 Millionen Zentner, 1917/18 rund 30 Millionen Zentner, 1918/19 rund 25 Millionen Zentner). Ter ^tfamLai^faU des laufenden Jahres übersteigt ganz wesentlich die Ersvarungen, die sich aus der Temobilmachung ergeben. Der Verbrauch im Inland ist gegenüber Fric- denszeittn nicht gesunken. Dazu kommt eine ungeheure Steigerung des Verbrauchs an Marmelade und Kunsthonig. Den Mehrbedarf von 6 MillioinLr Zentner zu befriedigen, ist in diesem Jahre leider ebensowenig möglich wie die Ausgabe von Gin» mechezucker. Die Kopfration an Mundzucker soll, wenn irgend möglich, aufrechterl-alten tverden. Von Zuckermißwirtschaft kann leine Reoe sein. Für die Herstellung von Süßigkeiten wird im Interesse der Aufrechterhaltung von 1400 Betrieben mit 25 000 Arbeitern eine Zuckermenge gelben, die auf den Kopf der Bevölkerung im ganzen Jahr wenig mehr als ein Pfund aus- macht. Tiefe fDleng: kann datier ebensowenig mit Rech: beanstandet nrrben, wie die oft bemängelten Zuteilungen für Wcinzuckcrimg und Biene'niütte- tunp. Zur Ausfuhr wird Zucker nur verwandt, soweit er in zuckerhaltiger Ware (Kondensmilch ufro.) wieder hereinkommt. .... Tie im Schleichliandel vertriebenen Zucker- mer.gcn können nicht festgestellt werden, werdeck aber offenbar überschätzt. Ein gestohlener Waggon! Zucker ist für den Schlcichl^airdel eine erheblick)e, für den Gcsamtinlandsverbrauch aber eine gerings Menge. Besonders ärgerlich ist das 91 ui tret en von Schleichhandelrucker in Luxuswaren, z. B in Süßigkeiten. Tiefe Auswüchse zu bekämpfen, ist Sack^- der örtlichen Polizei. Sie hat dabei eine aiisgezeichnete Handhabe in der Verordnung über die Höchstpreise für Süßigftiten, indem sie alle Verkaufsstellen, in denen Süßigkeiten Der Höchlt- preise abgcfetzt werden, einfach schließen tonn. » ** Amtliche Personalna ch r i ch t e n. Ernannt wurde am 6. Mai der Professor Dr. Friedrich Le n z zu Berlin mit Wirkung vom 1. Oktober 1919 zum etatsmäßigen außerordentlichen, Professor für Dolkswirtschaftslihrc (Siegmund- Heiclxlheim-Profesfur) an der Landesuniversität Gießen. — Ernannt wurde am 3. Mai Friüuich Eardung aus Darmstadt zum Mechaniker am Maschinenbaulaboratorium I der Technische Hochschule zu Darmstadt, Jol)ann Jakob Ganßmann ans Darmstadt zum Wärter am elektrotechnischen. Institut, Philipp N ö l l aus Darmstadt zum Diener am Institut Tür organii'dx Chemie, Heinrich Stier aus Groß-Gerau zum Mechaniker am Maschinenbaulaboratorium V, Rudolf Wohlfahrt aus Groß-Sleinheim zum Meßgehilfen am geodätischen Institut, sämtlich mit Wirkung vom 1. April 1919 an. —. Am 19. AvrU d. I. wurde der Re- gierungs- und Saurat Wilhelm Sieben zu Saarbrücken zzim Mttqlied einer Eisenbahndirektion in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschast mit Wirkung Dom 1. April d. J. ab ernannt. — Ernannt wurden anr 7. Mai die Lehramtsassessoreir Tr. Otto Arnold aus Frankfurt a. M^-Oberrad, Friedrich Bischoff aus Bensheim, Wilhelm Hörr aus Langenthal, Dr. Albert Mannheimer aus Wimpfen, Dr. Christian Müller aus Mannheim, Tr. Heinrich Racke aus WormS und Wilhelm Stein aus Gießen zu Oberlehrern, sämtlich mit Wirkung vom 16. April 1919 ^b. — In den Ruhestand versetzt wurde am 5. Mai ten 0be r t. Die Deputation legte bat, daß die in * Tas mit Musik gr nährt e Babv.114. Mai eine Unterredung mit dem ReichtzprüsLem' IRnt Entdeckung, die für Mütter, deren Babys I . ' ~~ nicht trinken wollen, von l)öck)ftem Wert sein soll,1 Frage kommende Bevölkerung bis zu 90 Prozent deutsch sei und daß auch die litauisch sprcä>ende Bevölkerung sich völlig deutsch sudle und das; das Land durch mehr als 600 Jahve der Zugehörigkeit meiusamer Kultur und wirtschaft licher Interessen mit Deutschland verbunden sei. Die Verwirklichung' der Gnlenteplä'.u! würde auch sür den verbleibendsff Rest der Provinz Ostpreußens die völlige wirtschaftliche Erdrosselung bedeuten. Die Be- vöKeNung ist bis zum äußersten entschlossen, an ihrem deutschen Vaterlande sestzuhalicn. Präsident Ebert drückte seine Freude üöer diese Gesinnung der ostpreußischen Bevölkerung aus und erklärte, daß die Regierung den ^riedensbedin- gungen in der vorliegenden Form nicht zußimmen fditne und werde. Esiwird alles getan werden, um die Loslösuug?vläne bezüglich Memels nicht verwirklichen. zu lassen. Hostentlich gelingt es, in'Versailles zu Verhairdlungen zu kommen und auch sür das deulsche Volk das Selbstbestimnrungsrecht zu erkämpfen. Die Reichsregicrung werde den Volksgenossen im Osten Treue mit Treue vergelten. Vaterländischer Aufstand in Oberschlesien. Benthe n, 14. Mai. (WTB.) Zu einer gewaltigen Kundgebung für das Deutschtum gestaltete sich eine heutige Demonstration gegen die Loslösung Oberschlesiens. In fast ganz Oberschlesren war am Nachmittage jegliches Geschästsleben stillgelegt: die Läden waren geschlossen, die Betriebe ruhten, die Straßen waren festlich Mschmückt. Eilt endloser, drei Stürzen dauernder Temonstrationszug, an dem sich Alt und Jung Männer und Frauen, Arbeiter wie höchste Beamte beteiligt hatten, bewegte sich mit mehreren Kapellen und Falmen, patriotische Lieder singend, durch die Hauptstraße der Stadt Beuthen nach dem Aöoltkc-Plad und dem Ring, wo mehrere Redner «gegen einen Geivaltfrü-den Protest erhoben. Meil über 100 000 MensckZen aus Stadt- und Landkreis Veutl)en, die dort versammelt waren, nahmen eine dtesolulivn gegen die Ästrennung Obcrsckstesiens an, in der es u. a. heißt: Jedem Bcrsuck>c, unsere Heimat von dem angestammten deutsckien .Voterlai-.de zu trennen, wird in der Daily Mail mitgeteilt. Ein kleiner Junge von 21/z Jahren toiuite durch nichts dazu ßebrackst werden, die Flasche zu nehmen. Verschiedene Aerzte wurden gefragt, dir Nahrung wurde gewechselt, aber das Kind wollte nichts zu sich nehmen und magerte mehr und mehr ab. Da kam die Pflegerin auf eine gute Idee. Sie hatte bemerkt, daß das Kind sich sehr für Musik interessierte und gern zuhörte, nwnn das Grammo Phon spielte. Zur Essenszeit wurde nun eine Platte eingelegt, und zugleich mit bet Nahrung wurde dem Kleinen eine Melodie geboten. Der Erfolg war erstaunlich, denn das Baby nahm nun willig die Nahrung zu sich und gedieh seitdem kräftig. Nun erklingt bei jeder Mahlzeit das Grammophon, und die Eltern sind darüber sehr glücklich, die Nachbarn aber weniger. . . . * Was ein Dichter wert ist. In diesen Tagen, in denen von Lohnsragen und vom Verhältnis von Hand- und Kopfarbeitern so viel die Rede ist, erinnert „lieber Land und Meer" an eine Berechnung, die einmal Alexander Dumas ausgestellt hat: „Ich habe in diesen 20 Jahren 400 Bande Romane und 35 Schauspiele geschrieben. Die Romane haben eine Summe von 13 853 600 Franken eingebracht, die Schauspiele 6360 000. Wenn ich einen täglichen Arbeitslohn von drei Franken zugrunde lege und das Jahr zu 300 Arbeitstagen rechne, so haben meine Bücher während 20 Jahren 692 Personen ernährt. Meine Schauspiele haben während 10 Jahren m Paris 347 und in der Provinz 1111, zusammen 1458 Personen, ernährt. Somit haben meine Bücher und meine Schauspiele int Durchschnitt 2160 Personen Nah- rung verschosst," _____ Letzte Nachrichten. Vertreter des Ostens beim Reichspräsidenten. Eine Deputation aus dem Nordosten Ostpreußens, der u. a. die Oberbürgermeister Altenberg-Memel, Pohl-Tilsit, Siadtbanrat Kutsch- ke-Ki>igsbevg, die Abgeordneten Borowski, Siehr simd Matzies 'sowie andere angehSrten, «hatte unter Führung des Oberpräsidenten v. Vatocki ain Behördliche Anzeigen. Aufruf! I. Bataillon. Badswek- lnfanterie-BegimentNr.36 (Best. Freikorps, Meuterte-Eegiml Nr. 116, Bleien) stellt nach den Bedingungen der Reichswehr Freiwillige— gelernte Handwerker — (Schuster, Schneider, Sattler und Schreiner) ein. Auskunft erteilt: Werbeftelle Gießen, ZcughauSkaserne. Zickendrath, Major und BalaillonS-Kommarideur. Gießen, den 9. Mai 1919. 5928B Bekanntmachung. Karl Schmidt. wohnhaft in Gießen, Neustadt 59, ist heute zum Lci-chenwärter für den Bezirk der Stadt Gießen bestellt worden. Gießen, den 12. Mai 1919 58488 Der Oberbürgermeister. I. Ä.: D r a u b a ch. Statt Karten! Ihre am 12. Mai stattgefundene Vermählung beehren sich anzuzeigen Regierungsarzt Dr. Drill Frau Gustel geb. Klingelhöfer Niedenstein (Kr. Fritzlar) Rodheim a. d. Dieber Martha. In dankbarer Freude zeigen wir die Geburt eines gesunden Töchterchens an. Pfarrassistent H. Eidenmüller u. Frau Margoj geb. Strobel. Klein-Linden, den 13. Mai 1919. w<84 DtiiWkc Bmrbkitcr-Arlmd ßitjjtn. Samstag den 17. Mai, nachmittags »'/, Ubr, im GewerkichaitSbauS Gienen VMarbeiter-versammlAng Tagesordnung: Bericht von den Bertraasverband- hinnen. Bericht vomVerbandslag in Weimar. Kein einziger Bauarbeiter darf fehlen. VerbandS- bücher sind initzubriugen. 09535 Bauarbeiter Verband Gießen. Der Vorstand. Die Arbeiten und Lieferungen zürn Ausbau deS Holzwegs in Gemarkung Nieder-Bessin- gen sollen zur alsbaldigen Ausführung vergeben werden, und zwar: ~ _ Erd- und Chrussierungsurbeittn 10300 M. Fuhrleistungen 2 385 „ Litern von Klernschlag 3350 „ , „ Ueb.rgründungSmatnrial 1120 „ ,» „ Zementröhren 626 „ Tie Derdrirgungsunter!agcn liegen auf ber Bürgermeister ei offen, wo auck die Angebote in .Prozenten des Kostenanschlags verschlvsten, .post- jret und mit entsprechender Aufschrift versehen, einzureichen sind. Erösfnungstermin: Mittwoch den 21. ds. Mts., in>rm. 10 Uhr. aus dem Gemernde- hauS. ZusÄagsfrist 3 Wochen 59498 Gießen, den 10. Mai 1919. Hess. Kulturinspeklion Gießen. H. Steinbach, Baurat. Holzversteigerung Dienstag den 20. M ai 1. I r., vor- -mittaaS 8 U^r an saugend, werden in den Wal-- tymt^eri der Gemeinde Mleudvrs a. Lumda, Disttikl Dombach, Fichtewies, Todenberg und Verschiedene (Forstwarter I) nachverzcichnete Holzsortimente versteigert : 121 F-ichten-Derbstangcn mit 10,67 Fstm., 2 Eiche, 2 liefern ^tutzknüppel; 121 Rm. Achten Nutzreisig; 64,5 Rm. Buchen, 1 Eichen, 5 Kiefern Scheit: 156 Rm. Buchen, 9 Eicksen, 129 Kiefern, 10 Fichten Knüppel; . 327 Rnu Buchen, 10 Eichen, 14 Kiefern ReiShol»; 10 «Rm. Buchen, 17 Eichen Stockholz. Das Holz rn den Distrikten „Verschiedene^^ wird größtenteils bei der Versteigerung nicht vor- gezeigt und kommt am Schluffe tzum Ausgebot. Zusammenhmft im Distrikt Dörnbach bei Brennholz Nr. 544. Allendors a. d. Lumda, den 14. Mai 1919. Hessische Bürgermeisterei Allendors a. d. Lda. Rein. (5960 In ber Nacht von Montag auf Dienstag wurde in Gambach bei Butzbach IWereBelgieMmmelftte gestohlen. Mitteilungen, die zur Wied«- erlangmtg führen, werden belohnt. [5905 MrheM falb nah Lttin-ZudHrie «z an. b. H. in «ntzbach. An alle Bauarbeiter des Kreises Gießen! Der neue Tarifvertrag für da- Baugewerbe hat Geltung ttir alle Arbeitsstätten int ZlrciS Gießen und in bett Orten Nodhetm, Bieber und FelUngs- hausen. Die Arbeitszetl beträgt 8 Stunden täglich, beginnt morgens 8 Ubr und endet abends 5 Ubr. Mittagspause von 12—1 Uhr. Samstags ist eine Stunde früher ArbeitSschluß. Der Sinndenlobn beträgt ab 1. 4. 1919: Für Maurer und Zimmerer 1.75 M-, Hilfsarbeiter 1.65 M. ab 15. Mai 1919: Für Maurer u. Zimmerer 2.— M-, Hilfsarbeiter 1.90 Pt. für Zeineniarbetrer 1.70 M. ab 1. 4. und 195 3)1 ob 15. 5. 1919. Die Lohnzcihlung erfolgt wöchentlich Freitags und muß vor Schlnii ber Arbeitszeit beendet lern. Laut Tarifvertrag müssen die Arbeiter jeder Arbeitsstelle einen Vertrauensmann wählen, der die Funktionen eines Mitgliedes des 8lrbeiiernu8- schnffes au versehen hm. Die Löhne und Arbeit»- zetletl sind strikte bttrchAtifübren, denn diese Be- stimmungen hoben aus Grund der Verordnung vom 23. Dezember 1918 gesetzlicke Gültigkeit und kSitnen ntchl wegvereinbart werden. Verstöße gegen Vobn und ArveitSAcit sind sofort unter Angabe der genauen Adresse beim UnterAeichneien ah melden. Der Vorstand des deutsche» Bauarbeiter-VervandeS Oicßcn—Wetzlar. Albin Mann, Gießen, Schanzenftr. Ul. •*“ Velllmetmg Freitag den 16. 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AuS Basel wird gemeldet : Dr. N e n n e r ist an der Spitze der ö st e r- reichischen FriedenSdelegation, welche sich ckus Professor Lammatsch-Schönbauer (Deutsch- National) und Gürtler (Christlick>-Sozial) zusammensetzt, in Paris eingetroffen. Die Delegation gilt als dem AnschDuß an .Deutschland seiudlich gesinnt. Berlin, 15. Mai. Wie der „Lokalanzeiger" mitteilt, ist eS dem Grasen fVrockdorfsfq Rantzav nicht erlaubt worden, einen Abgeord» neten zur Vegrüßung der Qesterreicher nach St. Germain zu fenden. Der Erpresserfriede. Wien, 14. Mai. (WTB.) Der „Neue Tag" schreibt: Wir sind von kompetentester französischer diplomatischer Stelle ermächtigt worden, mitzuteilen: Die Friedensbedingungen, die in den heutigen Morgenblättern nach französischen Zeitungs- melduiracn mitgeteilt sind, sollen nur für den Fall Geltung haben, daß D eu t s ch«-Oe st e r- reich aus dem Anschluß an Deutschland beharren würde. Die Bedingungen sind midyfa August Wallenfels Marktplatz 17. Tdleph.262. 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Alles hängt von der Sxxlhntn der dcutslb-österreichifchen Delegation ad. Sie wich bestimmen, welchen Frreden Deutjch-Oesterrcich vov der Entente bekommen kann. Die Stimmung bei uns ist für Deutsch-Oesterreich außerordentlich günsttg, und es kann sehr vieles erreicht werbe», wenn der Anschluß an Deutschland aufrichtig fallen gelassen wird. (!) Russische Räuber. Benthen, 14. Mai. (WTB.) Wie der ,L)derscllLsische Wanderer" meldet, wurde auf der EhausjeL nach Hohenlinden ein Wagen oer Fürstlich Donncrsmarkschen Verwaltung in Menden von achtRussen überfallen, die den Kutschier und f)as Begleitpersonal von dem Gefährt rissen und mit dem Wagen da- vonfAhren. Im Wagen befanden sich 300OOO M a°r k L 0 h n g e l d e r , die der Bank in Beuthen zugesnhrt werden sollten. Die Räuber fcntEamcn unerkannt. Sozialer Fortschritt in Oesterreich. Wien, 14. Mai. (WTB.) Tie National- betf a ntmlung nahm einen Gesetzentwurf betreffend das, Verbot der Nachtarbeit für Frauen und Jugendlichrnin goverblichen Betrieben an. Hoffnungen der Iren. Amsterdam, 14. Mai. (WTB.) Dem „Wl- gcmceii Haltdelsblad" zufolge meldet „Daily 3x iegrapb" aus .Newyork, daß bet Jrenführer Balera in einer Botschaft an den „Ncwyvrk Arne rican" erklärt, der Besuch der amerikanisch-iri-' schen Telegatton habe das irische Volk, da°> für die Freiheit kämpfe, mit neuer Hoffnung, Entschlossenheit und neuern Vertrauen be seelt. Wilson habe sich für das Recht der SchwackM eingesetzt. Jrlmrd habe selbst das Recht, sich von der Herrschaft Englands zu bc freien. Drei Viertel der Iren verlangten die Republik. Irland habe bereits Regiermrgsämttr eingerichtet, die ihre Arbeit beginnen werden, sobald das englische Besatzungshecr Aurückgezogoe wird. Tie irische Regierung könne sofort in Kraft treten. W täalick frisch liefert jede Menge in Körben von -0 Pfund an zum b Ul unten Tagespreis M U ilh. Block & Co. Marburg »• I» Tel.677. HGLDV9GGGGGS9OO Seife ist viel au teuer, nehme» Sie„L«drol“, und die Wäsche ist wie neu. Prima ncuo* |WI Sauerkraut, ■ . , ■ ■ ■ ' ■ ' < MüMM. Endlich von der Zensur zur öffentlichen Aufführung frelffcgoben! Der niit y eo großer Spannung envartete ameri-lj kauische Mädchenh&ndlerülm Schmusiges Seid . kommt bestimmt ab morgen Freitag zur \ Aufführung. A Lichtspielhaus