Ur. 12 Ler Lietzener Nnzelg« erscheint täflürf), außer konntciuS. - Beilauen: OiebenerLamllienblatter; lüeisblott für den Kreis Siehe«, vczuyrpreir: monatl. M k. 1.35, viertel- jährlich Bit. 4.05, durch Abhole- m Zweigstellen monatl. Alk. 1.25. durch diePost Alk. 4.05 oiertel- jahrt. ausjchl. Bestellq. (lemfpred) - dlnschlüfie: für die ediriftl eihniql 12 Gerinn,(^e|d)äiKfteilc51 Anschrift für Drahtuach- nchten: Anzeiger Sieben. Mittwoch, 15. Zanuar 1919 Zunahme von Anzeige» s. die Tagesnummer viS zum Nachmillag vorher ohnejedcVerbindlichkeit seilenpreise: für örtliche Anzeigen 25 Lf., für auswärtig« 20 -yf., für Reklamen «Dif.l. — nebft 20°'o7:euc- rungszns vlag;Platzvor- schrifi 20 % Au'jchlag. Lauvtjchriülciter: Aug. Goeg Verai'.trvorllich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: v. Beck; sämtlich in Gießen M. Jahrgang - : Gießener Anzeiger äk. General-Anzeiger für Gberhesien Zwillingsrunddruck u.Verlag: Brühl'sche Univ.-Such- u. steindruckerei R. Lanze. Zchriftleitung, Geschäftsstelle ».Druckerei: Zchukstr 7. Gras vrockdorff-Rantzau gegen die finanzielle ZUaverei. Berlin, 14. Ian. (WTB.) Tie deutsche Re- gtertma ließ beute durch die Wasfenstillilands- kommission ingpflü den Vertretern der Entente über die schwebenden Finanzfragen folgende Note überreichen: „Bei den in Mainz über die Amvendung des Artikels 19 des Waftenstiilstandsverttages statt- gehalrlen Verhandlungen Hal der Finanzkom- missar der Alliierten eine Note übergeben. die das Höchstmaß dessen darstellt, was Ä^utschland seit Einstellung .der Feindseligkci.'en zugemiitet worden ist. Es werden darin erstlich in sachiiäicr Beziehung Forderungen gestellt, die in keinen Zusammenhang mehr gebracht werden können zu Artikel 19 des Waifenstillstandes, wonach Werte, die den Wliierten als Sicherl;eit für Entschüdigungsansprücl)e dienen föiurtcn, ihnen nicht entzogen werden sollten. Tie Forderirngen der Entente können vielmelw lediglich dazu dienen, die finanzielle Sklaverei Deutschlands der Entente gegenüber zu statuieren. Es wird darin in die Privatreä)te dec bentfdjen Eigentümer eingegriisen und zwangsweise ein Aus- tondsmoratvrium Deutschlands herbeige'ührt. Es wird, um einige Beispiele anzusüi-ren, jeder Ausgang fremder Werte in das Ausland von der Ge- uelMigung des Finanzkommissars abhängig gemacht: es wird im Gegensatz zu den seinerzeit in Trier ausdrücklich gentaebten Zusicl^ernngen erklärt, daß die Gen-Hmigrmg auch insoweit erforderlich sei, als ein deutsches Bersügungsverbot nicht bestehe. Ter Umsang der Einfuhr von Lebensmitteln und Rohstoffen, sowie Fertigsabrikaten nach Deutschland soll künftig von den Witterten bestimmt werden. Auch die Rückzahlung von Krediten, die Private im Ausland ausgenommen Haden, soll genehmigungspflichtig sein. Desgleichen soll es von der Zustimmung des Finanz- kommissars abhängig sein, ob beutfefoe Beamte im Ausland Fnmktionen ausüben können. Die von der Reichsbank zu bewilligenden Devisen sollen jeden Tag dem Finanzkommissar vorgrlegt werden. Es werden genaueste Inventare und Verzeichnisse über alle nur irgendwie denkbaren Materien verlangt. Zweitens aber entfernt sich der Ton der Note, aus dem die unverhohlene Freude spricht, Deutschland schädigen und demütigen zu können, vollkom- knen tntb wesentlich von dem Ton, der bisher seit (Einstellung der Feindseligkeiten üblich war. So wird abgesehen von der im zwischenstaatlichen Verkehr durchaus zu beanstandenden Diktion im ein- Seinen, im Artikel 8 erklärt, daß die Note „nicht etwa das Resultat einer Vereinbarung sei, sondern Der neue Geist im Auswärtigen Amt. Der 1 Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Graf Brockdorff-Rantzau, erfüllt nun endlich die Notwendigkeiten, die uns den Feinden im Ausland gegenüber längst das Herz bedrückt haben. Die gestern wiedergegebene Note gegen die französischen Anmaßungen und Verstöße gegen das Waffen stillstandsabtommen wirkt geradezu befreiend Manche Leisetreter mögen bisher besorgt haben, ein solcher Ton werde uns weitere Schwierigkeiten machen; die Mehrheit der Deutschen denkt aber wohl anders darüber. DeutsclftanL muß jetzt furchtlos und frei seine Stimme erheben, wenn es von den Pariser Verhandlungen, die jetzt begonnen haben, einen überhaupt annehmbaren und dauernd möglichen Frieden erhoffen will. Auch was der deutsche Staatssekretär in einer neuen Note über das Maß der Deutschland auferlegten Finanzlasten sagt, muß unter der Mithilfe aller unserer Parteien sich durchsetzen. Graf Brockdorff-Rantzau hnt am gestrigen Dienstag auch Vertreter der deutschen Presse empfangen unb ihnen erklärt, daß nur ein einiges deutsches Volk die neuen Ziele der deutschen Republik durchsetzen könne: „Uns liegt es an dem endgültigen Sieg der Demokratie in der Welt. Dieser Sieg kann nicht herbeigefllhrt werden durch kleinliche Mittel, durch Intrigen und Vorzimmergel)eimnisse, wie sie das alte System anzuwenden beliebte; ebensowenig dürfte er dadurch gefördert werden, daß wir versuchen — wie einzelne Presseorgane, die die alten Zeiten noch immer'nicht verschwunden glauben, es Vorschlägen — Verwirrung in die Reihen unserer Gegner zu bringen. Wenn wir diese Gegner erst un- einig machen müßten, um sie zur Einsicht zu brin- fien, daß schließlich doch nur das Gute in der Welt von Bestand ist, dann könnten wir ja von vornherein bei ihnen nicht voraussetzen, was das dringendste Erfordernis für die Zugehörigkeit zum Völkerbund bedeutet: die sittliche Ucberzeu« yung. D i e s e zu wecken ist unsere Slufgabe. Lier, meine Herren, bedarf ich Ihrer Unterstützung! Wir brauchen hierzu einen Resonanzboden im deutschen Volke, das sich von dem überlebten System frei* gemacht hat und nunmehr der ganzen Wett die Freiheit wünscht, die es sich innerhalb seiner ®ren» zen zu schassen im Begriff ist. Auf zertrümmerten Geigen konnte auch Sarasate nicht spielen. So muß denn das deutsck>e Volk wieder zu einer inneren, [Einheit gelangen, wenn die Sporte seiner Führer in der ganzen Welt Mang haben füllen" Brockdorff-Rantzau rechnet also mit der Politik und der Ehrlichkeit Wilsons. Wir wollen hoffen, daß die Nichtigkeit dieser Annahme schon bald aus der Pariser Konferenz herausklingen wird! lediglich vorläufige Anweisungen des Finanzkommissars an die deutsche Regierung toiebergebe, deren Abänderung, Ergänzung und Verschärfung er sich jederzeit vorbehalte". ! Die deutsche Regierung lege hiermit gegen diese Note nachdrücklich st e und c r n ft e ft c Ver- Währung ein. Sie erklärt, daß sie außerstande ist, die Note anzunehmen. Deutschland ist in dieser Angelegenheit an der Grenze dessen angelangt, nxis es hinnehmen kann. Tie deutsche Negierung gibt der bestimmten Hoffnung und Erwartung Ausdruck, daß die Alliierten in der Ausführung des Artikels 19 des Waffenstillstandes einen Weg finden werden, dem zu folgen die Würde Deutschlands gestattet. Tie deutsche Regierung hält aber ferner den Zeitpunkt für gekommen, in dem es ihre Pflicht ist, die Aufmerffam- Ecit der alliierten und assoziierten Regierungen aus folgendes hinzulenken: In der Masse des deutschen Volkes beginnt der Gedanke aufzudämmern, die Alliierten hätten bie Wilson scheu Punkte, nach benen Deutschland als freies Volk unter Völkern leben soll, nut angenommen, um Deutschland erst wehrlos zu machen und es damt zu vergewaltigen. Die Bei- 'behaltung der Blockade, diie Hinausschiebung dec Versorgung mit Lebensrnitteln, die wirtschaftliche und politische Msperrnng zwischen dem linken und rechten Rheiituser machen das deutsche Volk darauf aufmerksam. Im Verivauen auf die Note des Staatssekretärs Lansing vom 5. November haben in Deutschland Heimat und Heer den weiteren .Kampf (als unnötig aufgegeben und die Waffen nieder-- [gelegt. Wcttn jetzt die alliierten und offeriert citf Negierungen dadurch, das; sie den Friedensschluß hinauszögem und den Waffenstillstand als Instrument zu vorheriger wirtschaftlicher Erdrosselung Deutschlands handhaben und ihrer in einem der feierlichsten Momente der Geschichte abgegebenen Erklärung entgegenhandeln, so vermag das deutsche Volk darin keine Kriegslist zu erblicken, sondern solches Vorgehen erscheint ihm als außerhalb jedes menschlichen Verständnisses und göttlichen Rechtes stehend, das jedes Gefühl für die Versöhnung der Völker ersticken müßte und für das tä kein Verzeihen und Vergessen gäbe. gez. Brockdorff-Ncmtzau. Ein Ausruf der Rddfysrcgicrunc, Berlin, 14. Ian. (WTB.) Die Neichsregie- rmtg erläßt folgenden Aufruf: Ain das deutsche Volk! Nach riner Woche schalerer Wirren kehrt in Berlin die Ordnung zurück. Den braven Truppen der Republik ist es gelungen, aus eigener Kraft und durch die Unterstützung der Bevölkerung einen Ausstand niederzuwerfen., der alle freiheitlichen Errungenschaften der Jievolution zu vernichten drohte. Irregeleitete Fanatiker verbanden sich mit dunklen Elementen der Großstadt, um mit ihrer Hisse und der Hilfe einer fremden Macht die Gewalt an sich zu reißen, die ihnen das Volk, der allein rechtmäßige Auftraggeber jeder Regierung, aus freiem Willen niemals übertragen wird. Au dem Widerstand des Volkes, ganz besonders auch der Arbeiterklasse, die in ihrer erdrückenden Mehrheit die begangenen Ausschreitungen verurteilt, ist das frevelhafte Unternehmen gescheitert. Die Regierung ist sich der 3ufthnnumg und Dilfe des Volkes gewiß, wenn sie entschlossen ist, die Wiederholirng ähnlicher Greuel mit allen Mitteln zu verhindern. Nachdem eimfc, in ihren Anfängen politische Bewegung zu einem wüsten Verbrechertreiben ausgeartet ist, konnte es ftir die Urheber neuer Attentate auf die Sicherheit ves Lebens, neuer willkürlicher Angriffe auf das Eigentum, neuer Störungen unserer freiheitlich- republikcmischen Ordmmg keine Schonung mehr geben! Am 19. Januar tritt das deutsche Volk an die Wahlurne, um fein Selbstbestimmungsrecht aus- zuüben. » Tas Volk der deutschen Republik ist der Träger der Staatssonoeränität. Wer in feine freie Willensbetätigung gewaltsam ein greift, begebt ein schvoces Staatsverbrechen und muß aus strengste Bestrafung gefaßt fein! Tie Nationalversammlung, die am nächsten Sonntag nach dem. fixierten Wahlrecht der Wett gewälilt werden wird, soll die Derasfung des Teutschen Rrickzes bestimmen, die Nefterung nach ihren Wünschen züsammensetzen und über den altzu- schliefreuden Frieden Beschluß fassen. Tie gegenwärtige Regierung bereitet für sie den Entwurf einer Verfassung vor, die das freie Selbftbestimmungsrecht des Volkes vor allen gegenrevolutionären oder terroriftifdjen Bestrebungen schützt. Sic ist bemüht, einen Frieden zu erreichen, der die Freiheit des deutschen Volkes auch nach außen sicherstellt und die Gründung eines Völkerbundes zum sicheren Schutz gewen neue Kriegsgefahren ermöglicht. Die Feststellung der nationalen Besitz- verteiluag im Osten tonn nur Aufgabe der Friedenskonserenz sein. Gegen den polnischen An- nertonisnms bedarf unser Land des Schutzes, den ihm das Volk nickst versagen wird. Richt minder gilt es, unsere Grenzen gegen die neue russische Mililärdespotie zu schützen, die uns mit kriegerischer Gewalt ihre eigenen anarchistischen Zu. stände aufzwingen und einen neuen Weltkrieg ent. fesseln will, dessen Schauplatz unser Land sein würde. Bolschewismus ist Tod des Friedens, Tod der Freiheit, Tod des Sozialismus, der nur in aufbauender Arbeit sein Werk: die Befreiung des schaffenden Volkes aus Feffeln wirtschaftlicher Ausbeutung, voll- enden kann. Dieser Sozialismus will das Wirtschaftsleben nicht erdroffeln, sondern neu erwecken. Rückkehr zu geordneter Arbeit ist dafür die erste Voraussetzung. Die gegenwärtige Regierung besteht aus Vertretern der Arbeiterklasse, aus Sozialdemokraten. Sie kann nur handeln nach ihren eigenen politischen Grundsätzen, deren Anwendung nach ihrer Heber- zeugung dem Wohl des ganzen Volkes dient. Heber ihr steht niemand als das Volk selbst, das in freier Entscheidung ihr Programm verwerfen oder billigen kann In Treue zu unserem Volke, in Treue zu unserer Ueberzeugung werden wir unser schweres Amt weiterführen oder von ihm willig zurücktreten, je nachdem wie die Entscheidung des Volkes ausfällt. Bleiben wird uns die Gewißheit, daß die Sache, zu der wi> und Millionen von uns zeitlebens in Rot und Ee- .ahr gestanden sind, die Sache der Demokratie und des Sozialismus, nach blutiger Verwirrung schließlich doch zum Siege gelangen, und daß dieser Sieg ein neues Kapitel der Weltgeschichte eröffnen wird mm Heil unseres Volkes und der ganzen Menschheit! Die Reichsregierung: Ebert, Scheidemann, Landsberg, Roske, Wiffel. Die Verlängerung der waffenstiMander. Paris, 14. Jan. (WTB.) Havas. Der D b e r ft t alliierte Kriegsrat, bestehend aus den Premierministern und den Ministern des s?(cuf;crn der Großmächte, Marschall Foch, sowie Chinda und Manfttt, den Vertretern Japans, trat am Montag den 13. Januar um 2.30 Uhr nachmittags im Ministerium des Neustem zusammen, um in die Prüfung der Bedingungen für die Verl än gern ngdesWaffen st ill st andes mit Deutschland cinzutreten. Tssr Sitzung wohnten ebenfalls bei Klotz, Leygues, Elemente!, Louchmr sowie General Weygaudt. Die Versammelten faßten Beschlüsse hinsichtlich der finanziellen, maritimen und wirtschaftlichen Klauseln uud hinsichtlich der Bedingun- gen in bezug auf die Verpflegung Europas, sowie (bie Herausgabe des weggeuommcneu Metalls in den französischen und belgischen Gebieten. Die Pre- mierminifter und die Minister des Neustem der verbündeten alliierten Mächte nahmen die Prüfung jdes Vorgehens der Kommission wieder auf, die sie am Mittwoch morgen 6.30 Uhr wieder fortsetzen werden. Die erste Sitzung der Friedenskonferenz wurde auf den 18. Jairnac 2.30 Uhr festgesetzt. Die Sitzung des Obersten Kciegsrate^ bauerte von 2.30 Uh'r bis 5.30 Uhr nachmittags. Inzwischen prüften die militärischen, maritimen, wirtschaftlichen und finanziellen Sachverständigen der fünf Großmächte die Fragen, die mit der Verlängerung des Waffenstillstandes zusammeuhängen. Schließlich wurden nach Einigung der beteiligten! Minister neue Bedingungen festgesetzt, die Marschall Foch am 15. Januar den deutschen Delegierten in Trier mitteikn wird. Die Bedingungen sind wirtschaftlicher, finanzieller und maritimer Natur. In wirtschaftlicher Hinsicht beschloß der Rat für die Versorgung Deutschlands uni) der anstoßenden Länder, Jngeslaioen, Tschecho- Slswcn, Polen, Ungarn und Rumänien Vorsorge zu treffen, doch forderten alle Alliierten von Deutschland, welches durch seinen U-Boot-Krieg den Zustand der Welt Hungers not hervor gern'en habe, es müsse die Mittel liefern, um ihr abzu- helsen. Infolgedessen wird Deutschland alle jene Sänfte liefern müssen, die noch in seinen ober in neutralen Häfen liegen, so baß bie Tonnage zum Transport von Lebensmitteln verwendet werben kann. Diese Lebensmittel können von jedem beliebigen Lande herrühren und für irgendwelche Orte bestimmt sein. In wirtschostlichec HinsiM fordern die Alliierten weiter von Deutschland die Herausgabe dessen, was Deutschland von seinen Tmppen in den Fabriken der besetzten Ge- biete an Metall weg genommen hat und dessen Eigentümer noch nachgewiefen werden tonn. Tie siiianziellen Klauseln beziehen sich auf eine Goldreserve Dort der Reichsban k und die A u s- ga be von Papier durch Deutschland. Marschall Foch oder sein Bertre.er werden ihre Ansicht äußern hinsichtlich der Sicherstellung der Golddepots ach dem Transport der Goldbestände von der Reichsbank ans Berlin. Begründet wird diese Forderung mit der Möglichkeit bolschewistischer Unternehmungen. Hinsichtlich der maritimen Angelegenheiten verlangen die neuen Waffenstillstanbsbedingunqen von Deutschland die strikte Anwendung der Klausel über die Lieferung des H-Bootmaterials, der noch nicht in vollem Umfange entsprochen worden sei. (Es handelt sich nicht um die Besetzung neuer Gebiete durch die Alliierten, rote gerüchtweise verlautete. Die Prüfung des Problems einer militärischen Aktion in Polen gegen die Do Ische wisten wurde vertagt, entgegen einer verfrühten Nachricht von der Entsendung einer amerikanischen und einer interalliierten Division (ein Regiment Engländer, ein Regiment Franzosen, ein Regiment Italiener). Die Erleichterungen, die durch den Waffenstillstand vom 11. November gegeben find, werden, was Danzig anbetriffl, im vollen Umfange aufrecht erhalten. Nach, dem die militärischen Bedingungen des neuen Heber- einkommens, welches den Waffenstillstand verlängern soll, festgesetzt worden waren, verließ Marschall Foch das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten; um 5 Uhr abends reiste er nach Trier ab. Die Vertreter der fünf Großmächte behandelten im zweiten Teil der Sitzung die Prüfung des Programms für die Friedenskonferenz weiter. Sie setzten besonders die Fahl der Delegierten fest, durch die die Alliierten vertreten sein sollen und besonders die Zahl der Vertreter von Staaten von untergeordneter Bedeutung. Frankreich, England, die Vereinigten Staaten, Italien und Japan werden je fünf Ver- tretet entsenden. Einzig Brasilien wird das Recht für eine besondere Behandlung eingeräumt. Fe zwei Delegierte werden folgende Staaten entsenden: Belgien, Serbien, Griechenland, Polen, Tschecho-Slawien, Ru- mänisn und China. Ein einziger Bevollmächtigter wird im Namen Portugals sprechen und das wird auch der Fall fein für Staaten, die mit den Ienttal- mächten nur die diplomatischen Beziehungen abgebrochen haben. Die englischen Dominions werden besondere Vertreter entsenden. Neben den Vertretern des Mutterlandes werden Kanada, Australien, Südafrika und Indien je zwei Delegierte entsenden, Neufundland und Neuseeland je einen. Die Frage der Vertretung des südslawischen Königreichs, das von den Großmächten noch nicht anerkannt ist, wurde vorbehalten. E scheint aber wahrscheinlich, daß die Slowaken und Kroaten Delegierte entsenden können. Auf jeden Fall konnte hinsichtlich Montenegros noch keine Entscheidung getroffen werden, da die Lage im Lande zu verwirrt ist und die königliche Regierung sich dem nationalen Verlang n auf Vereinigung Montenegros mit Südslawien entgegenstellt. Der Vorschlag Wilsons betreffend die Heberweisung von Roh-" stoffen an die technischen Kommissionen wurde angenommen. In einer neuen Sitzung, die am Mittwoch stattfinden wird, werden die Premierminister und bie Minister für auswärtige Angelegenheiten der fünf Großmächte die Arbeitsmethoden und die Richtlinien für die Konferenz besprechen. Eine Vorbesprechung zur Friedenskonferenz wird am Samstag den 18. Januar im Ministerium des Aeußern stattfinden. Dann wird Orlando aus Italien wieder zurück sein. Poin- ca-re wird die Eröffnungsrede halten, sodann wird das Bureau errichtet. Verhandlungen des ZentralratcS mit de» revolutionären Obleuten. Berlin, 14. Jan. (WBft Der Zentra lrat beriet in Anwesenheit des Vertreters des Kriegsminifteriums bie Vorlagen über die vorläufige Regelung der Komman- d o g e w a l t und die Stellung der Soldatenräte im Friedens Heere, sowie vorläufige Bestimmungen über die Bekleidung im Friedenüheere nt erster Lesung. Die Beratungen hierüber werden am 14. Januar vormittags weitergesührt werden. Dann trat der Zentralrat in Verhandlungen mit der Kommission der revolu- t i o.n ä r e n O b l e u t e des Berliner Zentralvorstandes der U. S. P. D. und dem Groß- Berliner Vorstand der S. P. D. ein. Die U. iS. forderten, daß die Regierung durch den Zentralrat abberufen werde. Bei der Begründung der Forderung wurde verlangt, daß die Entscheidung hierüber sofort erfolgen solle. Demgegenüber wurde erwidert, daß ohne Beratung über die neuen Personen und ohne Feststellung des Programms, das die neue Regiernng ^u vertreten hat, über die Abberufung der zehigen Volksbeauftragten nicht beschlossen werden kann. Die Verhandlungen wurden aus Dienstag nachmittag V-3 Uhr vertagt. Ans -sm AeLche. Aufruf zur Büdnng einer mitlelnorddeutfchen Bundesrepublik. Braunschweig, 14. Fan. (WTB.) Die braunschweigische Regierung fordert durch Austuf zur Bildung einer mittelnorddeutschen Vundesrcpu- blik auf, vom hamburgischen Staatsgebiet im Norden ausgehend, die (Elbe entlang bis in die Nähe Burgs bei Magdeburg, in grabet Linie bis zum nördlichen Teile von Anhalt, von dort aus der Grenze von An. halt folgend bis in die Gegend von Bitterfeld, die anhaitische Grenze abrundend bis in die Gegend von Nordhausen, dann durch preußisches Gebiet über die Göttinger Gegend bis zum südlichen Teile des Braunschweiger Gebietes, der braunschweigischen Grenze folgend bis zum nördlichen Punkte des Kreises Holzminden, von dort aus weitergehend östlich Hannover und westlich Celle in gerader Linie wieder auf Hamburg zu. Als vorläufige Der- faffung des neuen Gemeinwesens schlägt die braun, schweigische Regierung eine kantonale Verfassung ähnlich der schweizerischen vor, in der die Republik Anhalt, Braunschweig und Hamburg ihre Selbständigkeit bewahren und die aus dem preußischen Staats» verbände ausscheidenden Gebietsteile als selbständige Kantone gelten. Jur Konstituierung der neuen Republik schlägt die braunschweigische Negierung vor, daß di« Bevollmächtigten der Landesregierungen bezw. bi« Bevollmächtigten der A.- u. S.-Räte der drei Repu- hüben und der preußischen Gebietsteile sich in Braun- schweig versammeln, über die Errichtung der Bundesrepublik beschließen und einen provisorischen Ausschuß bestimmen, der die Leitung der Republik übernimmt Die braunschweigischen Arbeiter beabsichttgen mit der Errichtung der Bundesrepublik nicht nur eine wirtschaftliche und politische Intereffengemeinschaft mü ihren Nachbarn, ihr Ziel ist höher: sie möchten mit ihren Nachbarn in einen innigen Freundschafts- bnnd eintreten. Die Braunschweiger Arbeiter unb Soldaten sind fest entschloffen, die Lasten zu beseitt- gen, mit denen die bisher herrschenden Klaffen die Arbeiter belegt hatten. Sie sind aber auch fest entschloffen, jeden Angriff auf ihre Produkttonsstätten, von welcher Seite er auch kommen möge, mit allen Mitteln abzuschlagen und Besttebungen. die sich gegen die Lebensbedingungen des Arbeiter, volkes richten, nötigenfalls mit Waffengewalt zu unterdrücken. Braunschweig bietet seinen Nachbarn^ welche in gleicher Lage sind, seine brüderliche Hilfe für jeden Fall des Angriffs an und bittet, sich im Falle der Bedrohung ebenfalls um Hilfe an sie wee» den zu dürfen. Der Aufruf schließt: „(Eile tut not! Es gilt, v. Nationalversammlung vor eine vollendete Tatfach? zu stellen." Att» Hessen. Bindung her Listen her bürgerlichen Parteien Vom Vorsitzenden des Gießener Vereins bec Teutsä-en dcinokraiischen Partei ioicb nns geschrien beit: Wir Ixtben seither darauf verzichtet, auf tvü ponsriten andrer Parteien uns gemachten Stow Irtrfe in der hrestgen Presse zn erwidern, weil wir die $emüeü)ung berartuer Auseinandersetzungen innerl-alb uet einzelnen Parteü-n im Jmercsse des Baterlandes für gebo.cn erachten. Nunmehr ober je Heu wir uns gc^wungen, aus der Reserve, die wir uns auferlegtar, hervorzutreten. Vor allen Lingen roexkn wir den Vorwurf der Unduldsamkeit ■mit Entichtedenheit zurück. Er trifft nicht uns, sondern die Leute, die ihn ersten k-aben. Sodann «der verwahren wir uns gtjet jede irreführende Larstellung hinsichtlich der Bindung der Listen der so?,enes Vorstandes gefd)rittcTT werden sollte. Auf Wunsch von Mitgliedern, die burdj Wählversackm- fungen abgehalten waren, wurde bte Vorstandswahl «ufgeschoben. Die vorläufige Geschäftsführung Ueib-t in Händen von Geheimrat Sommer, der im Anschluß an die Mitgliederversammlung einen Vorttag hielt über Gren^r, Verfassung und Auf- tzaben des Volksstaates Groß-Hessen. D^r neue sVolksstaat soll nicht zum alten Parttkularismus l.virückfiihren, sondern Gebietsteile zufammenfassen, die srül)er zueinander gehörten, aber durch dynastische Interessen auseinandergerissen wurden. Die Republik Hessen habe insbefondere die Aufgabe, als leistungsfähiger mitteldeutscher Bunbesstuat die Interes'engegensätze zwisdtzrn Nord- und Süddeutschland auszualeickien. Außerdem soll einer neuen Zentralisierung' in Berlin, die uns eine ähnliche Verwaltung wie in Frankreich bringen werde, vorgebeugt werden. Ms weitere Vorteile versprach sich der Redner von her Neubildung, daß die FuItnreHc Kraft der Hessen- TSnbtr im Staatsganzen wirksamer werde und im ^kleineren Staatswesen die Heranziehung der wirklich Tüchtigen im Staatsleben leichter sei. Ms wict- ffchaftlicher Votteil werde sich vor allem ein besserer Musbau des Eisenbahnnetzes nach den Erforder- tniffen des Landes ergeben. Die Verfassungsftage werde sich durch die Interessengemeinschaft der drei Hessen und ein Regulierzentrum leicht losen lassen. Die Selbstverwaltung müsse allen Teilen erhalten bleiben, denn sie sei ein Kern der deutschen Staats- fifimft. Hierauf schloß der Redner noch eine Betrachtung der Okenzcm an, die Hessen vom ethnographischen Gesichtspunkte aus besitzt. ** Die DeutschedemokratischePartei hatte zu gestern abend zu einer weiteren Versammlung nach dem „Fürstenhof" eingeladen, und ihrem fiftuf war so zahlreich entsprochen worden, daß nicht hur bet Saal überfüllt war, sondern viele umkehren Mußten. Nachdem Herr Eisenbabnwerckmeister Hart- Frankfurt a. M. in kürzeren Ausführungen Über die hauptsächlichsten politisclxm Fragen vom demokratischen Standpunkt gesprockMN, nahm als Hauptredner des Abends Herr Dr. Strecker- Friedberg das Wort zu seinem Vorttag über: „Die Not des Vaterlandes und den Geist der Demo- frtttie". Verständlich seien die bitteren Empfindungen über das gegenwärtige Durcheinander, das man bei unserem deutschen Geist der Ordnung vorher nie für möglich gehalten. Aber Optimismus ist immer die (Seele der Demokratie gewesen, und er sei optimisLich genug, zu glauben, daß unser deutsches Volk bald den ^lusweg aus der gegenwärtigen Wirrnis finden werde. Führer des Volkes könnten die großen Geister der Vergangenheit, unsere, Denker und Dichter, vor allem ein Kant, Jein. Es sei unser Fehler vor dem Kriege gewesen, daß wir umfcrc Politik zu ausschließlich auf die Macht und weniger auf das Recht gegründet haben. s)iur der Geist des Fortschritts fiihre ein Volk in die Höhe, jnnd wolle ein Dtautsmarur das Schicksal seines Volkes sicherstellen, so müsse er es vor allem den Händen des Volkes selbst anverttouen. Es wäre Der» «nutlich manchs besser gekommen, wenn man die Forderungen der Demokratte, statt sie zu verlachen, mehr zur Richtschnur der Politik gemacht hätte. Großer Beifall lohnte den Redner für seine Ans- Mrungen. Harr Dr. H o r n c f f e r, der nach ihm sprach, warnte vor allem vor den Extremen m her Politik: die goldene Mitte zu finden, Freiheit mit Autorität zu verbinden, das sei das Geheimnis der Erfolge der großen Staatsmänner. Herr Postschaffner M o h r von hier besprach dann noch die Forderungen der Beamten. In der Debatte sprach iuu ein Vertreter der Freidcntschcn Jugend. ** Deutsche D o lks Partei. In der gestrigen öffentli chEn Wählerversammlung im Stadtcheatec iprach an erster Stelle Sxrr Finanzminister Tr. Becker- Tarmstadt. Er schilderte in anschaulicher und beredter Weise die traurigen Verhältnisse und die großen Schwierigkeiten, unter denen die bevorstehenden Wahlen ftalifinben werden: Die Besetzung des Rheines, die Bedrohung der Ostgrenzen, die Rcvolrttion, das komplizierte Wahlverfahren, die Zersplitterung bitt Parteien, den zutage getretenen Mangel an nationalem Bewußtsein und die durch den Zusammenbruch des wirtschaftlichen Lebens erfolgte Arbeitslosigkeit und die dadurch hervor gerufene Unzufriedenheit. , Die Verantwortlichkeit bei den jetzigen Wahlcln sei für jeden einzelnen sehr groß; denn die jetzt zu wählenden Versammlungen legten die (Grundlage zum neuen Staate. Der Redner erörterte sodann die nächsten Aufgaben der Nationalversammlung. Tiefe werde zu entscheiden haben, ob Teutt'chland eine Monarchie ober eine Repeablik, einen Einheitsstaat oder einen Bundesstaat bilden werde; des weiteren sei die Schaffung einer starken Reichsgewalt durch etn gutes Volksheer nötig; die wichttgste Aufgabe aber fei die Ordnung der Finanzen durch neue Steuer- guellen, nämlich eine Kriegsgewinnsteuer, die Erbschaftssteuer, -direkte Reichssteuern und Steuern aus der wiederhergestellten, in freier Wirtschaft zu belassenden Industrie und Volkswirtschaft. Wie Post vnb Telegraphie Reichsbefitz sei, so müsse es auch die Eisenbahn werden, berat das fei ein NLittel, bas Reich zusammenzuhalten. Die Unmöglichkeit der Wiederherstellung der Monarchie erkenne auch er, obwohl er aus sachlichen und persönlichen Gründen von ganzem Herzen Monarchist sei. Die Eigenart der deutlchen Volksstämme sei durch die Erhaltung der Bundesstaaten mit Vertretungen in der Reichsregierung zu erhalten. Vsti ver Versorgung der Kriegsbeschädigten und dec Hinterbliebenen der Gefallenen sei bei gleichem Rang im Hvere doch auf die Stellung und Bezahlung der Betreffenden vor dem Kriege Rücksicht zu nehmen. Bei der jetzigen Wahl gelte es die Abwehr der Sozialdemokratie, damit sie nicht für sich eine Parteiherrschaft bilde. Herr Professor Dr. Vigener verteidigte den alten Staat; nicht dieser sei zusammengebrochen; nicht die Schöpfung Bismarcks, sondern der parlamentarische Staat des Prinzen Max sei von der Revolution meg ge egt worden. Red:ler gab in ausführlichen Darlegungen ein Bild über die Wirksamkeit der Parteien im Reichstag und über die Unfruchtbarkeit der Sozialdemokratie bis zum 4. August 1914. Er führte aus, den Reichskanzlern nach Bismarck habe das Genie Bismarcks gefehlt, bcnjttrii'ec treffe keine moralische Schuld. Durch bte Spaltung der Sozialdemokratie, durch die Ausnahme des Ktassenkampfesi die Verhetzung der Rüsttmgsarbeiter, durch die Untergrabung des Gehorsams im Heere und bie erzwungene AÄxin- kung des Kaisers sei der Zusammenbruch unb die Revolution herberge, ührt wor>en. Ter Redner verurteilte gegenüber einer Aeußerung des Herrn Justizrats Grünewald in einer frül-eren Versammlung das Beginnen und die Handlungsweise ber Matrosen in Kiel mit scharfen Worten. Ter jetzigen parteigebundenen Regierung sehle der starke Wille und die Entschlußkraft. Wenn die Sozialdemokratie bei den bevorstellenden Wahlen die Mehrl^ett bekäme, so würde ihr Parteistreit zum Reichsstreit. Nicht Sozialisierung, sondern Individualisierung sei nötig. Tie Demokratie ziehe den Trennungsstrich zwischen ihr und der Sozialdemokratie nicht scharf genug durch. Tie Deutsch- nationale Partei trenne sich von der DeutschenVolkS- Partei durch wirtschaftliche und geistigeFragen, durch den Bund der Landwirte und die Antisemiten. Mit dem Zentrum als einer katholisch-konfessionellen Partei könne man nicht gehen, wenn diese Partei auch einige Renommier-Protestanten und Juden ausweise. Zum Schluffe forberte er zur allgemeinen Beteiligung bei den Wahlen mit dem Wahlzettel der Teutschen BÄksPartzü auf. Herr Kommerzienrat Klingspir, der auch die Versammlung cröifnet hatte, schloß dann mit dem Tank an die Redner für ihre Ausführungen und an bie Zuhörer für ihr außerordentlich zahlreicktes Erscheinen und für die große Aufmerksamkeit die Versammlung, die ost lauten Beifall kundgab. * * Die Deutsche Volkspartei hält eine öffentliche Wählerversammlung am Freitag den 17. Januar, abends 8 Uhr, im Fürstenhof ab. ** Teutschnationale Vol kspartei Auf die beute Mitt woch abend 7 Uhr im Tl)eater ftatt.iubatbe W ä hlerver sa m m l un a der Deutschnationalen Volkspartei sei hierdurch nochmals hingewiesen. • • Der Markus-Frauen-Verein hält Samstag den 18. Januar, abends 8 Uhr, im Markusfaal einen Vortrag über Die Wahlpflicht der Frau. * * Die Frauenvereine der Lukas- und Iohannesgem einde halten am Donnerstag, abends 8 Uhr, Versammlung im Konfirmandensaal der Jo- hanneskirche ab. ’* Kindergartenverein und Fröbel-Semi. n ar. Der Elternabend findet nicht am Donnerstag, sondern am Freitag den 17. Januar, abends 8 Uhr statt. 1 Landkreis Gießen. l-1 Lang-Göns, 13. Jan. Tie Wahl- ar beit en haben auch hier in den letzten Tagen eingesetzt. Ws erste hielt die sozialdemokratische Partei eine Wähleroersammlung ab. Redner war ein Gewerkschaftsbeamter aus Meßen. Arn Donnerstag abend sprach Stadtverordneter Krurnm- Güßen für die Teutschualionale Volks Partei und am Samstag Justizrat Gr ü newa l d-Gießen für die Freisinnigen. Sämtliche Versammlungen waren stark besucht. Nächsten Mittwoch alfib fuibet eine Kundgebung in der Kirche statt gegen die Trennung von Staat und Kirche. Hessen Nassau. * * Marburg, 14. Jan. (Eine für heute abend ins Restaurant Lederer berufene Versammlung des Hessischen Volksbundes war sehr gut besucht. Nach kurzem, einleitenden Bericht des Verlagsbuch. Händlers Braun ergriff Herr Bruno Jak ob. Kastel das Wort zu einem Referate über den Stand der Bewegung und namentlich über ihre politischen Grundlagen. Grundsätzlich ist, und das wird immer wieder betont, an der Reichseinheit festzuhalten als oberstem Gesichtspunkte, ebenso wie die Arbeit des Hessischen Dolksbundes jeder Patteipolitik fernsteht und dieser Mitglieder aller Parteien umschließt. Rach einer kurzen Diskussion kam «in fast einstimmiger Beschluß zustande, sofort die Gründung einer Ortsgruppe und die Wahl des Ortsausschußes oorzunchmen. Eine große Zahl neuer Mitglieder zeichnete sich in die aufgelegten Listen ein. Siebener hochschulgesellschaft. - -Die Sozialisierung der Produktionsmittel" betitelte sich der Vortrag, für den die Gieße, ncr Hochschulgesellschast gestern abend im Broken Hörsaal der Unioerjität Herrn Pros. Dr. Skai ©eit gewonnen hatte. Der Wirtschastswiffenschastler, nid) der Politiker war es, besten Ausführungen uns den Unterschieb zwischen Verstaatlichung und Dergesell- schaftung der Produktionsmittel vergegenwärtigten. Die Arbeiter hätten Herren der Produktionsmittel werden sollen, und der Sozialismus fei Sturm gelaufen gegen den Kapitalismus. Aber die Vergesellschaftung der Produktionsmittel sei nicht erreicht worden. Auch müsse man es als ein Glück betrach, ten, daß bas sozialistische Genostenschaftsideal nicht in Erfüllung gegangen sei. Denn wie könnten Fortschritte gemacht werden, wenn der Mensch in steter Iuftiebenheit bei dem beharre, was er einmal errungen habe? Der Redner erinnerte daran, wie gerade Deutschland das Land der Staatsbeamten gewesen sei. Es hänge, könne man allgemein sagen, bei einem Unternehmen, zu besten Verstaatlichung man schreiten wolle, davon ab, auf welcher Entwicklungsstufe es stehe. Zu welch ungeahnter Hohe wären vor dem Kriege bei uns Verkehrs- und Nachrichtenmittel empor, geblüht, und sie waren staatlich wie so vieles andere, die Bergwerke, die Arbeiterversicherung, die Monopole. 3m übrigen könnten wir uns aber jetzt, wo wir bettelarm bastünben, einen wirtschaftlichen Doktrinarismus am wenigsten gestatten. Wirtschaftsfragen seien nichts anberes als Rühlichkeitsfragen. Die Rot zwingt zur Arbeit, bie Arbeit aber ist bie Mutter aller Tugenben, in biesen Worten gipfelten bie Darlegungen bes Rebners. — Der Saal vermochte bie überaus zahlreich erschienenen Zuhörer kaum zu fas- s ch e n Häfen und Landungspunkte von (Entente- truppen besetzt werden. Duisburg erhält bte Kompagnien Besatzung. Ein neuer An-staud. Berlin, 14. Ian. (WTB.) Nach Auskunft der Direktion ber Berliner Hoch- unb Untergrundbahn haben deren Angestellte wegen Nichtbewilligung ihrer Lohnforderung bie Arbeit nieb er gelegt. Es ist noch ganz unsicher, wann ber Betrieb wieber ausgenommen werben kann. Die erste.Sitzung der wüniembergischeu Landcsversammlung. Stuttgart, 14. Ian. iWTB.) Die provisorische Regierung erläßt eine Verorbnung, wonach bie verfastunggebenbe Württembergische Lanbesoersamm- lung zur Eröffnung ihrer Sitzung am Donnerstag, ben 23. Januar 1919 in Stuttgart zusammentreten wirb. Da- Vordringen der Tschechen. Eger, 14. Jan. Die Tschechen haben die bayrische Greftze unmittelbar vor dem bayrischen Gebiet besetzt. Die Posten stehen auf Rufweite voneinander end fentt und zwar längs des gesamten böhmischbayrischen Grenzgebietes. Tos amerikanische LcbenSmittelhilsswerk. sen; mit lebhaftem Beifall bankten sie für ben ebenso interessanten wie aktuellen Vorttag. Letzte Nachrichten. Neugestaltung des Auswärtigen Amtes. Berlin, 14. Jan. Der neue Staatssekretär des Auswärtigen Amtes Graf Brockdorff-Rantzau ist unmittelbar nach seinem Asnttsantttttt an die Lösung der so dringlichen und außerordentlich wichtigen Frage einer Neugestaltung des Auswärtigen Amtes herangegangen. Zu den Vorarbeiten ist als Vhann aus dem praktischen Leben ber bekannte industrielle Kaufmann Dr. Töpfer aus Stettin gewählt worden, der zum Uttterstaats- sekretär ernannt worden ist. Er war vorher in der deutschen Gesandtschaft in Kopenhagen ratter dem Grafen Brockdorff-Rantzau tätig und hatte dort wirtschaftliche und polittsche Fragen mit Erfolg bearbeitet. Eisner über die Berliner Negierung. München, 14. Jan. (WTB.) Eine Sitzung der Arbeiter-, Soldaten -und Bauern- r äte be aßte sich heute mit der Frage der Einigung zwischen den Meinl-eitssozialisten und den Unabhängigen. Minister Eisner erklärte, daß die sozialisttsck)en Massen jetzt reif seien für die Einigung, nachdem die Spaltungsgrmtde weg- gefallen seien. Wenn eine sozialistische Regierung sich nickt mit anderen Mitteln behaupten köime, wie in Berlin, dann müsse sie fort. Ter Leiter der jetzigen, militärischen Organe in Berlin sei ein ehemaliger Veetran:er des Admirals Tirpitz, ein Alldeutscher. Auch ich bin entschlösset, die Ordnung au>rechtzuerha!teu, wenn aber Gewalt notwendig ist, dann überlebe ich den Tag nicht als Ministerpräsident. Von der Met-rheit der Versammlung nmrbcn Richtlinien sür eine Einigung der soziaidemokrattscheu Parteien angenommen. Aus der Neichshauptstadt. Berlin, 14. Jan. Die Familie Lieb- kn c ch t s ist gestern tracht in ihrer Wohnung verhaftet worden. Die Wohnmrg wurde übanvadjt, und man hatte festgestellt, daß Liebknecht selbst des Nachts von seiner Wohnung fortzufahren und sie durch einen zweiten Ausgang nach kurzem Aufenthalt zu verlassen Pflegte. Als er gestern abend wieder erschien, wurden beide Straßen durch Trupperr abgesperrt und die Wohnung durchsucht. Man sand laber Liebknecht nicht. In der Wohnung ist eine Menge russisches bolschewistisches Material be» schlagnahmt worden. Die Frau und der jüngere Sohn wurden verhaftet, der ältere Sohn ist mit der Besatzung des „Vorwärts" gefangen genommen worden. Ferner wurde in Steg.itz eine Führerin der Spartakusbewegung, ein Fräulein Unger, verhaftet. Sie vermittelte den Verkehr mtt der polnffchen bolschewisttschen Bewegung in Lemberg. (F. 3j Berlin, 14. Ian. (WTD.) 3m Berliner Zeitungsviertel würbe es, nachbem bie Abenb- ftunben ziemlich ruhig verlaufen waren, gegen 10 Uhr wieber sehr lebhaft. Die Schutzwachen ber Jeitungs- gebäube unb bas Geschäftsgebäube bes Wolffschen Telegraphenbureaus würben mehr ach von bea Dächern aus beschossen unb zwar teilweise aus Maschinen- gewehren unb mit Hanbgranaten. Es hatte ben Anschein, als ob eines bieser Spartakusnester auf bem Dach bes Berliner Konzerthauses, ein an- beres auf ber Jerusalemer Kirche sich befinbe. Die Schutzwachen erwiberten bas Feuer lebhaft, allerbings mit sehr ungenauen Kielen unb so war bas Ieitungs- viertel ftunbenlang vom heftigsten Gefechtslärm erfüllt. Die Entwaffnung in Berlin. Berlin, 14. Jcrn. (WB.) Die planmäßige Entwaffnung begann heute früh 7,50 Uhr. Moabit ist besetzt. Die dortigen Brückenüberoänge über den Berbin- dungskcntal sind gleichfalls besetzt. Die Besetzung und Enttvaffmlng sind nötig, damit keine Störung der Wahlen möglich ist. Spattakus in Erfurt. (Erfurt, 14. Ian. Heute fanben hier fparta- Kistische Unruhen statt. Die Demonstranten bilbeten einen großen Zug unb besetzten bas Wahlbureau ber Deutschnationalen Volkspartei. Aus an-- beren Wahlbureaus würben Flugschriften auf bie Straßen geworfen unb verbrannt. Der „(Erfurter Allgemeine Anzeiger" würbe von ben Spartakisten besetzt. Die Demonstrationen bauern noch fort. Schreckensherrschaft in Düsseldorf? Berlin, 14. Ian. (WTD) Die „Germania" berichtet über völlige Anarchie in Düffelborf. Die in Düffelborf herrschenben Spartakisten verhindern bas Herausbringen ögenbwelcher Nachrichten über bie Zustänbe in ber Stabt Der Berliner Der- tretet einet Düflelborfer Zeitung hatte in bet ver- gangenen Nacht ein Ecivräch mit Düflelbotf. Wa«; man hotte, war bet Notschrei bet Abgespcrrten. Die Spartakusleute haben bie Stabt vollkommen in ber Hanb. Sie plünbern unb morben unb verhaften (eben ber fick ihnen entgegenstellt Die Nachrichten, bah bie (Englänber Düsseldorf besetzt hätten, finb faffch Bei ber Bitte um Hilfe burch Militär unterbrach die Telesonbontrolle bas Gespräch. Die rechtsrheinischen Hafen von Ententelrnv-en besetzt. TuiSbar«, 12. Jan. Wie der Abschnitts- komm -"Viir der neutraler Zone mifteilt. bat die Enten»:«tumtgeflcbai, daß t« rechtsrHeini-' Washington, 13 .Jan. (WTB.> Ritter. Die schon gemeldete Botschaft bc_- Präfidenten Wilson an den Kongreß lautet: Ich kann nicht ernst gerau, darauf bringen, daß der .üouareß die Gelder bcnnlligt, die Hoover für das Lebe n s mi t te l hi l f swer k verlangt hat Ties ist jetzt ber Schlüssel zu ber gesamten Lage in Europa und zur Löfimg der 5Tid>.*nd rage. Ter Boische wisinus rückt immer mehr nach Westen vor und vergiftet Deutschland. Er kann nicht mit Gewalt, wohl aber mit Lebensmitteln ausgehalten werden. Alle Ititenben Männer, mit denen ich beraten habe, sind sich darin daß gemeinsames Handeln in dieser Angelezenbert von größter Bedeutung ist. Ta^ Geid iviro nicht für Lebensrnittel für Teutschlond gebraucht werden, berat Deutschland kann seine Sehend mittel faueti, aber eS muß angelvendet werden, um de Lebensmittelversorgung Polens, der be.nüat Völker ber österreichisck>-uatgarischen Tlanardne unb unseren Bundesgenossen auf bem Balkan ;,u finanzieren. Ich ersuckie Sie, diese Sache so schnell wie möglich vor den Kongreß zu bringen. Ich weiß nid)t, wie mir die nötige Macht finden sollen, um Frieden zu fd)lki>n, werat dieses Mittel, den Strom des Anarchismus abzuwenden, nicht angnve.ibd wird Ein englisches Lnftschiffbanprogramm. London, 13. Ian. (WTB.) 3n ber „(Eoening News" wirb amtlich mitgeteilt, baß bie Abmiralität ein großes Lustschiffbauprogramm vorhabe. Es werben gasgefüllte Luftschiffe gebaut mit einer Derbrängung von 2 Millionen 500000 Kubikfuß, Tragfähigkeit von 60 Tonnen, Aktionsrabius von 8000 Meilen unb einer Schnelligkeit von 65 bis 70 Meilen in ber Stunbe. Die Besatzung wirb 25 Mann betragen. Der Bau noch größerer Luftschiffe ist geplant Passagierflüge in naher Zukunft werben prophezeit. Die Unruhe» in Argentinien. Amsterdam, 14 Jan. Der „Times' wird aus Buenos Aires gemeldet, daß man neue Unruhen befürchtet, und daß des halb dic militärischeit Vorsichtsmaßregeln in der Stadt beibeholden worden. Ter Trambochn- und Wagonverkehr ist noch nicht wieder auf- genommen. Das Blatt schätzt die Zahl der Toten auf 600. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. In den letzten Tagen finb al? Beilagen zum Siebener Anzeiger jlngbläiter verbreitet warben, bie von der „veutschen Vereinigung ' in Berlin her» ausgegeben find. Diese Blätter, in benen bie Arbeiter, unb Soibalenrdte oerleumbet werben, erachtet ber Arbeiter- nnb Solbafenrat (Sieten als gemeingefäbr- lid). st: finb in ber jetzigen ohnehin unruhigen Seck geeignet, (Erregung nnb Unnche in ber Bevölkerung hervorzurufen. Auf einem von uns in einer biefigtn Druckerei beschlagnahmten ähnlichen Flugblatt war weder Drucker noch Verleger angegeben, was auf <5. unb bes prehaesttzer strafbar ifi. 3m 3n erefle ber Auircchterhaltuna ber Anhe nnb Sicherheit wirb deshalb bie Oerbrdtung bieser Flugblätter untersagt und der noch vorhandene üor rat beschlagnahmt. 3n etwa weit r oorlommenben .fallen wird in ber tlben weise verfahren werden, ohne datz bie prehfretheit irgenbwie angetaftet wer. d-n fol. " 644c Hießen, ben U. Januar 19|9. ver Arbeiter- unb Solbatenrat «letzen. gez. Kiel._______g-z. Simon. Bekanntmachung D e t r.: Karte'sei Versorgung tnirdi Bezugs scheine. Mle Kdrto'felerzeuger. u?e(dr be i serte Bc- zutzsich me noch tti-ht abgc ic evt ba en, werten auiert, diese bis jum 18. Januar b I au bte Vereinigten Getrridelwnd.ec in OHi-fitn abzuttesern. Spater ein geltende Beug-?sch iire tret«. ben in den Wirtschastskarlen nidn mehr aufgerechnet. und es wird keine Rückiidü bei spaterer Aplie erun^s.mf ordernn i und En rvinirng aur btsie nicht aufgerechneten Mengen iNuommcn. Auvcrdem ero!gt Strafanzeige. Gießen, den 10. Janiar 1919. Kreisamt Gießen. I V.: vr. Sie ger 1. An Orn $?frtrbflrg-rmriftrt zu Kictzrn miß ßte Burgerrnnfterclen, der Landgemeinden des Kreises. i, Ä Bekanntmachung ist sofort orts, üblich zu vero.fentllcyen. Greß en, den 10. Januar 1919. Kreisamt Gießen. __V : Sieger t. Bekanntmachung. w 'Md Klauenseuche in Lauterbach . ESegen Ancbruchs bei Maul- und Klauen- ^ Lauterbach sind auf Grund der 88 19 fi 47ff^RVG. sowie den §§ 154 if. AB. zum RVG die Stadt Lauterbach zum Sverrbe-ttrk, die Gemarkungen Lauterbach einschließlich Jungviehweide, Blitzenrod, Frisch. born Ma-r. RimI-s. Ann-rsbach ium Beobachtungsgebret erklärt wvrpen. Gießen, den 13. Januar 1919 Zireisamt Ofießen. I B.: Langermann. Architekt Hans Burg Liebigstraße Nr. 12, Liebigmuseum Fernsprecher Nr. 393 hat seine Tätigkeit wieder aulgenommen Hochbau - Raumkunst Kunstgewerbe Schaufenster- Plakate Karton-, Stein-, Blech- u. Holz-Schriften fertigt in sauberer Ausführung Hessisches Zeichen-Atelier ' für moderne Grabmal - Kunst Giessen Landmannstrasse 20 Aus dem Heeresdienst entlasten, nehme ich den Unterricht 0820 für Klavier und Violine wieder auf. Neuanmeldungen jederzeit. Pianist Hans Krug, Wetzlarer Weg 59. Oberingenieur A. Mühlhan Mtineter 1. W., Gutenbergstrasse 17 Deutsche Bolkspartei. Ocffentl. Wählcrversammlung. Freitag, 17. Januar, 8 Uhr, im Jürstenhof. Es werden sprechen Professor Roloff über Nacht und greiheit im alten und neuen Reich außerdem Fräulein Dingeldein und Fräulein Birnbaum. Männer und Frauen aller Parteien und Stände sind eingeladen. Freie Aussprache. ©gD Jugend - Versammlung. Tie bürgerlich denkende Jugend männlichen und weiblichen Geschlechts, Studenten und Studentinnen, auch Schüler und Schülerinnen, wird gebeten, am Donnerstag den 16. Januar nachm. 6 Uhr pünktlich zu einer Besprechung über die vaterländischepflicht der Mithilfe am Wahltag im „Großherzog" zu erscheinen. 93,0 Deutsche LMMtei.Zeutsch-natmale Lolks-artei. Unabhängige sozialdemokratische Partei Donnerstag, LS.Jauuar, abends 7V,Ubr, findet im Hotel Füritenbof eine offentl. Versammlung Üatt. Tagesordnung: Die bßvorslsöenden Wahlen zur Naliooalversannnlung 0. liess. Volkskammer Redner: II. Hüttmann, Frankfurt a. M. und Gg. Reckmann, ßiti Alle Männer und Frauen sind freundlichst eingeladen. 678V Der Vorstand. F. A.: Gg. Beckmann. veutsch-natiomle Volkpartei Donnerstag den 16. Januar 1919 abends 7'/, Uhr pünktlich im Stadttheater Versammlung für Unteroffiziere des aktiven und des Beurlanbtenstandes, zu der auch bt» Angehörigen der Unteroffiziere herzlichst willkommen find. . ES werden sprechen: Gell. Rat Pro!. Dr. Haupt, Oherarzt d. L Prof. Dr. ta, Feldw.- Leutnant ßsinger über: Die Wahl znr Nationalversammlung und die rechtliche und wirt» tchaftliche Sicherstellung der Militärpersonen. 3u dieser Versammlung werden die Offiziere, Sanitätsoffiziere, Militär- beamte, Militaranwärter, auch diejenig. des «eurlaubteuftandes, nebst ihren Angehörigen ebenfalls freundlichst eingeladen. Aussprache! Gäste willkommen- 577D Kohlhaae, Ober-Pottsekretär, L Vorfitzender. bisher langjähriger technischer Aufsichtsbeamter der 8ekt. V der Steinbruchs-Berufs-Genossensch. empfiehlt sic , als beratender Ingenieur Hir die Anlage und den Betrieb von Steinbrüchen und Qrftberelen über Tag nebst den ungehörigen maschinellen und Trans- portanlagen. — Anfertigung von Gutachten, Kostenanschlägen, lientabilitäts - Berechnungen. Sprengtechnik, Unfall-Verhütung. 0739 Ich habe meine Berufstätigkeit wieder aufgenommen u. übe dieselbe infolge Wohnungsmangels In Bureaugemeinschaft mit Hern Mlsamlt Homberger aus. Bureau: Plockstrasse 911. Telephon Nr. 93. Rechtsanwalt Dr. Allert Am Giessen. w Postkarte gezttgtl Zusendung prom-teetl „Ersatzteile“ wie Nadeln, doppelte nnd einfache, Sdmsterpech, -vwhs, starkes Schuster- nnd Kleider-Oam (\äh- *wim) zu den In unserem am I. Ian. aufgehobenen Zweliazeschäft in Glessen, Minsburg i gekaurten Hand-Näh-Ahlen, sowie ganze Garnituren können jetzt nur noch als Doppelbrief durch die Post bezogen werden; dircckt aus der Fabrik A. Huenp- bent, Duisburg a Rh., Postfach 310. (Postkarte genügt.! Zusendung franko und prompt zu den niedrigen Preisen unserer Preisliste. Preisliste und Anleitung wiid jeder Sendung gratis beigefügt. (NB. Lotdraht znm alten Preise noch zu haben. Rübenschneiddr Häckselmaschinen Viehfutterdämpfer Kartoffelquetschen Strohschneider Putzmühlen Trieure Düngerstreuer Iflr alle Dunsarten Ackergeräte ,jjelr Jauchefässer Jauchepumpen Dezimalwaagen sowie alle anderen Geräte für die Landwirtaehaft empfiehlt 318c M. Rosenthal Liebigstraße 13. Fernsprecher 77. Dpnano|npon werden in meiner Werkstätte ÜÜM ullU uil fachgemäß n. prompt ausgeführt MgenitiiieLrtskrliiikeiikliffe Gießen Die noch rückständigen Beiträge zur Krankenkasse und Jnvaliden-Versicherung für den Monat November 1918 können noch bis zum 31. dieses Monats ohne Kosten bezahlt werden. Nach Ablauf dieses Termins stnd der Einzahlung auf unser Postscheckkonto auch die Kosten beizusügen. 672D Gießen, den 15. Januar 1919. Allgem. Ortskrankenkasse Gießen. Der Vorstand. I. A.: Alb. Lentz. Wir beehren unS hierdurch, die Gründung unserer Geieilschaft bekanmzugeben. llnser augkeitsberetch erstreckt fich aus folgende Geschanc^meige: Elnrlcbtnnj und Fortltttirang vea Buchhaltungen und BentabUlUigberselinnDgQii für kanhu.. Industrielle, gewerbliche u. landw. Betriebe. Revision und ständige Überwachung privater und behördlicher üuternehmnngea. Brte lang v. Bntachten in kaufm. Angelegenheit. Beratung in Stenersaehen. Finanzierungen, Ve mittelung von Brünflnugeu, Fusionen, Sanleruigea, Umwandlungen. Durchführung von Liquidationen und lieber- nähme von Konkursverwaltunges. Vermöge 18- u. MazhlassverwRltg., Testaments- Vollstreckung., sow. sämtl. Trenhandfuckt. ä Als Geschäftsführer sind bestellt: Herr Max H i Ivdr.Iranob, beeidigt. Bücher- revtsor zu Cassel, vetr AdoirLudewig.T’iploinfnnfm.A ßtiffcL Unser GeschästSlokal befindet fich König*llrslttgks. 632 Bahnbokstr. 3V, H. Mut erhaltenes R e i t k l e i d zu kaut, gesucht. Näh. zu ersr. im Gies;. 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Rureanarbeiten, des. dem L ha- aai Var- sickerangseea., vertraut und an selbst. Arbeiten gewöhnt, sucht Stellung. Schriftlichedlngebote unL 0834 o. d. Gietz. Anzeiger. 0461 Wer vernchafTt KriegSteilu. zu Iven rungen. mit irnii daß die lampse Kolme, Sxtnbelr benwfrc fehlen b beurteil imo 5ro: obhängix das rinl) faßten L und ft N der entscheid! sche Vol diesen G Seinen oder den! land, auch als Bürg man die und «usg nur gksuu u?d große llrgin. Die V trnbbü hraußei urJ W amtlich land ei bereits sende -Deutsch blutige Liarnu lesen i tnutschl ttihitn Haupts Gchihi ßlenie; mutige 5«s $f{ °U8eror Ad, mnq ^Miahr Äitti SLMi hA. bei RN m 1 t?1 blei 5°rk, f0 M t*on ■ ^mZn' L' Wo ?S«; M RjtrV ». 3 ? > ; 3 v.?Skfai 1 ?'[{!(;' iür trr/'N ff ti.y’ "