Donnerstag, U- August 1919 169. Jahrgang Erstes Blatt "ÄittfoJ“ Das le" Dampfers. W eingeftril! mib Beamten leisten folgenden Eid Bauer und Michaelis. BMZ-- , 8b Lige': w i ift SchlD tfr«9ö m der Ai gescheitert ist. Ew. Exellen^ sehr ergebener Dauer. Vttttfl. I dtz. ÄS-, MÄuiUa tttoubti In töirM gegen ioi. SirME gutes i?.. -- bestimmt rer am SütertaH: ■ KenchtSvolliiedti. SabnboiitmeÄ ,,Nrick>SverordmingSblatt veröffentlicht die n e u c V e r f a s s u n g, die damit in Kraft getreten ist. Ter Reichspräsident hat den bisherigen Präsidenten des ReichSministeriumS, Herrn ustav Bauer, zum Reichskanzler ernannt. Die verfassunggebende Deutsche Nationalversammlung führt von jetzt ab die Bezeichnung Reichstag. Die bisherige Vertretung der Landesregierungen bei der ReichS- regiening, der Ltaatenausschutz, hat aufgeljö . t zu bestehen. An sein« Stelle ist der Reichsrat getteten. Der Reichspräsident hat eine Verordnung erlassxn, daß alle Beamten des Reiches und der Länder, der Gemeinden, Kommunalvei bände und sonstigen öffentlichen Anstalten sowie die Angehörigen der Wehrmacht unverzüglich auf die Reich sver- fassungzuvereidiyen sind. Die Vereidigung der Beamten Berlin, 13 .Aug. (Wolff.) Die Verordnung über die Vereidigung der öffentlicl)en Bearn- Das neue ungarische Ministerium. Berlin, 13. Aug. (WTB.) Das Achtuhr- Abendblatt veröffentlicht nachstehende Zusammen.-- stellung des neuen ungarischen Minister iu ms: Ministerpräsident Lovaszy, Außenminister Graf Julius Andrassy, Ackerlxrumimster Szabo, Kriegsminister Friedrich, Handelsministev Garami, Volkswohlsahrtsminister Veidl, Unter-« richtsminister Huszar. * Die Lage in Rußland« Aus dem Reiche. Die Verhandlungen mit Polen. Berlin, 13. Aug. (Wolff.) In der gestrigen, vorbereitenden Sitzung mit den polnischenDe- legierten mürbe eine Vereinbarung über die Bildung von Kommissionen und Unter? o'm Missionen für die Ber- hlandlungsgebiete erzielt. Heute vormittag fanb im Reichsmini st erium des Innern eine Besprechung sämtlicher Behörden über die hiermit zusammenhängenden Fragen statt. Insbesondere wurde die Beteiligung der einzelnen Ressorts an den verschiedenen Kommissionen sestgelegt. Verhandelt wird über militärische und polilfch-admmi- strative Fragen, die Ueberleitung der Rechtspflege, Schul- und Kinl^nfragen, Wohl!ahrtseinnchtu.n- gcn, Sozialversicherungen, Staatsdomänen anäi Forsten, Ansiedlung, die Rückgabe der Internierten und Kriegsgefangenen, die Amnestie und Nieder- scklagung voll Strasversahr^r, wirtschaftliche ruch Inkrafttreten der ueuen Verfassung. « Berlin, 13. Aug. (Wolff.) IfcllXoltW -fAleöener lert B anM i Annahme von Anzeigen s. die Zaflesnummer vts zum Rachmiltag vorher ohne jedeVerbiiidlichkett Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v.34iumBreite örtli i) 15 Pf., auswärts 18 Pi., für Reklame- anzeigen von 70 mm Breite 48 Pf. Bei Platz- vorschriii20°/., Aufschlag. HauptjchriiUeiler: Ang. Goeg. Lerantivortlich für Politik: Ang. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: v- Beck; sämtllch ui Gießen ■at Z, ZM ’■ & MmiL’ 1’SÄ Ate sDr eättlUm t verstanden erklärt hatte, eine weitere Unklarheit, die zu Mißverständnissen Anlaß geben könnte. I Meine Meinung über die Belanglosigkeit der Schlußsätze Ihres Briefes habe ich allerdings nicht I tieänbert. Jeder, der Ihren Brief an den General- ieldmarschall v. Hindenburg unbefangen liest, wird i ntir zugestehen müssen, daß die fraglichen Schluß- sätze für die Beurteilung des wesentlichen Inhaltes des, Brieses ohne Bedeutung waren. (?) Der i Mingende Punkt war doch, warum die da-, ™ ...x _. | nralige Regierung keine entsprechende Erklä- Kopen h a g en , 13. Aug. (Wolff.) ^re Mit- ! nang über Belgien abgab, das heißt, eine I fflieber des d ä ui scheu Roten Kreuzes in : Erklärung, derzusolge TeutschlarU) berett ivar, Bel- Rußland trafen gestern abend über War- Berlin, 13. Slug. (Wolff.) Der Präsident des Reichsministeriums, Bauer, richtete an bat früheren Reichskanzler Michaelis nachstehendes i Schreiben: Ew. Exzellenz erwidere ich auf das K Schreiben vonr 9. August folgendes: In Beant- foortung Ihres Ersuchens, die in der N a t i o n a l- versammlung nicht mit verlesenen Schlußsätze Ihres Schreibens an den Generalfeldmarschall von Hindenburg der Oeffentlichkeit zur Kenntnis zu geben, hatte ich zunächst den Grund angeführt, nxirum die Schlußsätze nicht mit verlesen worden Wren, — nämlich weil sie für belanglos gehalten tourben — gleichzeitig aber gebeten, falls Sie auf die sofortige Veröffentlichung und zwar auch trotz der bereits von ter Nationalversammlung beschlossenen Veröffentlichung des vollen Wortlautes Wert legen sollten, mich zwecks dieser Veranlassung verständigen zu wollen. Dies bedeutet in der Ihnen vertrauten Amtssprache die restlose Bereitwilligkeit zur Veröffentlichung. In der von Ihnen der Presse gegebenen Erklärung heißt es dagegen — ich darf wörtlich zitieren —: (Ministerpräiioent) hat sich bereit erklärt, wenn ich die sofortige Veröfsent- lichung wünschte, mich mit ihm verständigen zu bollen. Es wird hier also, soweit die sprachlich nicht klare Fassung die Deutung zuläßt, im Gegen- Entente Proklamation der Rheinischen Republik? Darmstadt, 14. Aug. Wie uns zuverlässig mitgeteilt wird, soll in einer der nächsten Nächte im besetzten Gebiet die Proklamation der Rheinischen Republik wieder erfolgen. In welchem Gewände diesmal die Proilamation vollzogen werden soll, ist noch nicht genau festzustellen, doch darf man vermuten, daß Dorten und sein Anhang sich diesmal im Hintergründe halten wird. Es ist wahrscheinlich, daß diesmal klerikal-ultramontane Korporationen auf den Plan treten. Man darf wohl erwarten, daß die Abwehrbewegung auch diesmal auf dem Posten sein wird; hoffentlich mit keinem geringeren .Erfolg als am 1. Juni. Auch aus Ludwigshafen wird gemeldet, daß sich die Anzeichen, nach denen die Pfalz unmittelbar vor einem neuen Putsche steht, täglich mehren. Der in Hessen aus seiner Darmstädter Tätigkeit in der U. S. P. bekannte 4 ehemalige Sträfling Eggersdorfs Dalias Arends) wird von der französischen Behörde zum Losschlagen ermuntert. Ein französis cher Wagenpark und Waffen sind den Putschisten zur Verfügung gestellt worden. Arends und Haaß (der Träger des vorigen Putsches) gehen nun aufs ganze und beabsichtigen in einer der nächsten Nächte, wenn kein Arbeiter und Bürger die Straßen betreten darf, sämtliche Regie- rungs- und Bezirksämter zu besetzen. Die „Republik der Länder am Rhein". Köln, 12. Aug. Der Hauptausschuß für die Errichtung einer Republik der Länder am Rhein hat an die deutsche Reichsregierung in Weimar ein Telegramm gerichtet, das sich inhaltlich mit der am 4. August in einer Versammlung gefaßten Entschließung deckt und an deren Schluß es heißt: „Im Auftrage der Versammlung vom 4. August fordern wir im Namen des rheinischen Volkes der gesamten besetzten Gebiete die s o f o r t i g e Anberaumung der allgemeinen Volksabstimmung und erwarten die zusagende Antwort auf unsere Forderung umgehend zu Händen des Vorsitzenden Dr. Müller in Köln." Eine Absage des evangelischen Bundes. Köln, 12. Aug. Der Vorstand des rheinischen Hauptvereins des Evangelischen Bundes sandle eine längere Erklärung an die preußische Regierung, in der es u. a. heißt: „Wir rheinischen Protestanten lehnen mit aller Entschiedenheit die Bestrebungen zur Errichtung einer rheinischenRepublikab. Wir wollen nichts zu tun haben mit Plänen und Machenschaften, welche unter dem Deckmantel vaterländischer Beweggründe ihren ultramontanen Ursprung nicht verbergen können und letzten Endes deutschfremden Interessen dienen." Dieser Erklärung schließen sich elf rheinische evangelische Bünde an. General Gerard, der „Neutrale". Aus der Pfalz wird geschrieben: Es ist ja sattsam bekannt, welche Rolle General Gerard in der Pfalz spielt. In letzter Zeit nimmt jedoch das doppelzüngige Verhalten dieses politisierenden Gewalthabers der Pfalz Formen an, daß es dringend notwendig erscheint, das Urteil der breitesten OeffeMlichkeit, insbesondere auch der neutralen Presse, anzurufen. General Gerard ließ offiziell erklären, daß irgendwelche politische Versammlungen von ihm, dem General, nicht genehmigt würden. Er mische sich grundsätzlich nicht in die inneren politischen Verhältnisse der Pfalz ein und sei vollkommen neutral. Wie liegen nun die tatsächlichen Verhältnisse? Der Bund „Freie Pfalz", der die Losreißung bet Pfalz von Bayern uttb dem Reich verfolge, veranstaltet mit Wissen ber französischen Militärbehörde fortgesetzt politische Versammlungen. Es fanden u. a. folgende Versammlungen statt: Am 17. 6. 19 in Herxheim, am 22. 6. 19 in Herxheim, am 23. 6. 19 in Hatzenbühl, am 3. 7. 19 in Landau, am 10. 7. 19 in Ludwigshafen, am 13. 7. 19 in Rheinzabern, am 13 7. 19 in Ludwigshafen, am 16. 7. 19 in Knittelheim, am 19. 7. 19 in Hütschenhausen, am 28. 7. 19 in Ludwigshafen (Saal Diebold), ebenso schau und Berlin hier ein. Der Führer ber Abteilung, Dr. Martini, erklärte Zeitungsberichterstattern, baß bic Abteilung Moskau am 19. Juli verlassen habe, weil bie polirisck-cn Verhältnisse in Rußlanb immer unerträglicher geworben seien. Sinin und Trotzky seien in ber letzten Zeit burch noch rabitalerc Elemente, an bereu Spitze der lettisck)e Maler Peters und T s ch e s ch i n s k i stünden, in den Hintergrund gedrängt worden. An den Fronten seien wahre Metzeleien veranstaltet worden, zu denen Chinesen gedungen wurden. Dr. Martini beklagte sich sodann bitter über bie Behandlung des dänischen Roten Kreuzes, bei bem sich auch Frauen und Kinder befanden, beim Eintreffen in Polen. Rückzug KoltfchatS. Am st erb am, 13. Aug. (W. B.) Das Preßbureau Radio meldet aus Washington, daß das gesamte Heer Koltschaks genötigt ist, fick) vor den weit überlegenen bolschewistischen Streitkräften zurückzuziehen. Koltsihaks Truppen seien bereits 200 Meilen zurückgewichen. Es werbe mit ber Möglichkeit gerechnet, daß Omsk fällt, und daß bie Bolschewisten dadurch die Kontrolle über Sibirien bekommen. Strafverfahren gegen Bela Khun. B u b a b e ft, 13. Aug. (Wolff.) Das Amtsblatt veröffentlicht die Ernennung des Vizeadmirals Niklaus Hort Hy zum Oberkommandanten ber gesamten ungarischen Wehrmacht, sowie die Ernennung des Generals Karl Soos zum Generalstabschef Die Budapester Staatsanwaltschaft leitete gegen Bela Khun u. Gen. ein Strafverfahren nxgen Verbrechens ber Aufreizung zum Verbrechen des Mordes unb der Gelbfälschung, sowie anberer ftrafbarer Handlungen ein und erließ einen Steckbrief gegen sie. • ug. (WM.) fr» »litt des LisalvcÄ 'atze ton zwei irnia einen Angestellte k. Löhnungsz,. den (tut dir sie ötn ab. Es gelang W n. am 1. 8. 19 in Ludwigshafen (Saal Diebold). — Zu diesen Versammlungen wird in großen Plakaten offiziell eingelaben. Von alledem „weiß" die französische Militärbehörde „nichts". Ten auf dem Boden von Recht und Verfassung stehenden politischen und wirtschaftlichen Organisationen der Pfalz dagegen wird jegliche Erörterung ber psülzisclxm Frage in Versammlungen verboten. Alle Vorstellungen in dieser Angelegen beit werden entweder unbeantwortet gelassen oder mit dem kurzen Bescheid verabschiedet, „die Abhaltung polttisck)cr Versammlungen in der Pfalz bleibt nach wie bor verboten!" So handelt ber offizielle Vertreter Frankreichs in der Pfalz!' Mehr noch. Der Generalanzeiger in Ludwigs-' Hafen voin 30. 7. 19 wurde von der „französischen Zensurstelle in Ludwigshafen" gezwungen, folgende Versammlungsnotiz aufzuiiehmen: Die am 28. Juli 1919 im Saale Diebold, Gräfenaustr. 8, abgehaltene Mitgliederversammlung des Bundes „Freie Pfalz", Ortsgruppe Ludwigshafen, hat folgende Resolution einstimmig angenommen unb bringt diese sämtlichen Pfälzern und Pfälzerinnen, sowie Gleichgesinnten zur öffentlichen Kenntnis: „Tie Versammlung des Bundes „Freie Pfalz" stellt sich auf dem Standpunkt, daß sich bie Ausführungen des Herrn Referenten Eichhorn voll unb ganz mit dem Wunsche der Mitglieder decken unb es dringend für notwendig erachten, daß die Pfalz eine freie neutrale Republik mit einem Staatsgebilde, ähnlich wie die Schweiz, ohne Anschluß an Frankreich, proklamiert wird." — Sämtliche Anmeldungen unb Anfragen, sowie Auskünfte nimmt an und erteilt der provisorische Ausschuß, Geschäftsstelle, Gräsenaustr. 21." Daß in dieser Versammlung starker Protest gegen die Ausführungen des Referenten sich erhob, daß die Mehrzahl der Anwesenden sich keineswegs am den Standpunkt des Referenten gestellt haben, das durfte natürlich nicht veröffentlicht werden. Gibt cs denn in der neutralen Presse tatsächlich kein Verständnis für eine derartige Knebelung ber polttisck>en Meinung in der Pfalz? ES kann doch nicht alles Lüge und Phrase sein, was je in ber amerikanischen unb englischen Presse über bas Selbstbestimmungsrecht der Völker geschrieben worden ist? Im Interesse dieses Selbstbestimmungsrechts der Völker, das hier kn der Pfalz mit unglaublickier Brutalität mit Füßen getreten wird, bittest wir die Auslandspresse, durch geeignete Vertreter sich »davon zu überzeugen, tote, Frankreichs Generäle hohnlachend sich über affe geschriebenen unb ungeschriebenen MenschheitS« rechte Hinwegsetzen. * Ein selbständiges Oberschlefien? Berlin, 13. Aug. (WTB.) Einem Mitarbeiter bes Achtuhrabendblattes gegenüber er* klärte Ministerpräsident Hirsch u. a., die preußische Regierung würde sich der bereits anerkannten Forderung nach Schaffung eines selbständigen Oberfchlesiens nicht widersetzen. Die Schaffung einer selbständigen Provinz Oberschlefien wäre nud noch eine Frage der Zett. Schleswig. Berlin, 13. Aug. (Wolfs.) Nach der „Deutschen Mlgemcinen Zeitung" teilt das Apenradei dänische Blatt „Heimdal" mit, daß das französische Kri^sschiff „Marseillaise" zur Verfügung der Verbandskonnnission hi den dänischen Gewässern bleiben wird. Die Besatzung beträgt 900 Mann. Während der Abstimmungszett wird ein französisches Bataillon in Stärke von 1100 Mann nach Flensburg verlegt. Außerdem stellt Frankreich der Kommission eine Landungsabteilung von 600 Mattosen zur Verfügung. Die internationale Arbeiterkonferenz. 9t m ft erb am. 13. Aug. (Wolff.) Meuter mel-, bet aus Washington: Präsident Wilson bat bic vom Friedensvertrag vorgesehene internationale Arbeiterkonferenz zum Oktober nach Washington einberufen. Ter Führer der Mehrheit und Vorsitzende deS Senatsansfchusses für auswärtige Angelegenheiten, Senator Lodge, nannte im Senat in einer langen Rede den Völkerbund ein absichtlich entstelltes Experiment und erklärte, der Völkerbundsverttag müsse, besonders was die Ar- ttkel 10 unb 15 anbelangt, geändert werden, bevor er ratifiziert werde. Generalstreik in Belgien. Berlin, 13. Aug. (Wolff.) Wie der „B. Z." ans Brüssel gemeldet wird, fand dort ein außerordentlicher Kongreß des belgt» scheu Eisenbahn-, Post-, Telegrapl)en- intb Marine- NarionalVerbandes statt. Es wurde fast einstimmig beschlossen spätestens am 17. August mitlernacht in den Streik einzutteten. icbecM™', J Mw Stelle crfüc e StaalÄmmW if Entlasmg Radck aber gld^eitig k Ni zu nehmen. ?i erfolgt in den M Der Völkerbund-Vertrag. Amsterdam, 13. Aug. (Wolff.) Das Presse- burcau Radio meldet aus Washington, daß auf Ersuchen des Senatsausschusses Präsident Wilson dem Ausschuß einen Originalentwurf für den. Völkerbundsvertrag, wie er der Friedenskonferenz unterbreitet wurde, übersandt hat. In dem Schreiben an den Vorsitzenden des Ausschusses, Senator Lodge, teilte der Präsident mit, daß andere Entwürfe neben demjenigen, der von ber Pariser Friedenskonferenz angenommen würbe, ungültig sind. Der Präsident _ erklärte auch, daß er n i ch t in der Lage sei', das stenographische Protokoll ber Verhandlungen der Konferenz zu unterbreiten, da man übereingekommen sei, daß das Memorandum vertraulich fei und daß auch andere Regierungen die Verttau- lichkeit wahren werden. Paris, 13. Aug. (Wolff.) Die Zeitungen melden, daß die Antwort der rumänifd)en Delegierten eingegangen ist. Sie soll in unbestreitbar versöhnlichem Geiste gehalten sein. Die ntmä» Nische Regierung hat, wie es im „Petit Parisien" heißt begriffen, baß es aussichtslos märe,. die Dinge z>n verschärfen und daß eine Verständigung mit den Alliierten vorteilhaft für sie ist. Die Bestrafung Schuldiger. Versailles. 13. Aug. (Wolff.) Im belgischen Senat beantwortete geftern der Justizminister Vanbervelde eine Interpellation über die Bestrafung Schuldiger, deren 9luslieferung von Deutschland verlangt werden soll. Vandervelde sagte, demnächst finde in Paris eine Vereinigung ber Delegierten ber alliierten Staaten statt, bie die Akten zu prüfen hätten und die die Art des Vergehens festsetzen würden. Belgien stelle eine Liste auf, die die verhältnismäßig längste sei. Alle großen Schuldigen würden verfolgt werden. Oestereichifche Republik. Versailles, 13. Aug. (WTB.) Ter Oberste Rat der Alliierten beschäftigte sich in feiner gestrigen Sitzung mit ber Feststellung der Antwort auf die österreichischen Gegenvorschläge. Er hat beschlossen, aus dem Friebensverttag die Bezeichnung Teutsch--Oesterreich zu entfernen und von nun ab nur noch von der Oesterreichischen Republik zu sprechen. , APP« 18® i0' ten lautet: _ , Auf Grund des Artikels 176 ber Versa,sung des Deutschen Reiches vom 11. August 1919 tReichsgesetzbl. S. 1383) wird verordnet: Artikel 1: Alle öffentlichen Beamten und Angehörigen der $3ebtm(td)t sind unverzüglich auf die Verfassung des putschen Reiches zu vereidigen, unb zwar leisten erstens bic Reichs beamten folgenden Eid: Ich schwöre: Treue der Verfassung, (tfeborfant den Gesetzen und gewissenhafte Erfül- lintg meiner Amtspflichten. Zweitens: Mle Übri» Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen Awillingrnmddnrck u. Verlag: Vrühl'sche Univ.-vuch- u. Sleinbruderei R. Lange. Zchristleitung, Geschäftsstelle u. Oruckeret: Zchulstr. 7. V. 188 Ter Gießener 7ln;ei-ee erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, vezugrpreir: monatl. Al k. 1.60, vierteljährlich Mk. 4.80; durch ttbhole- iu Zweigstellen monatl. Mk. 1.50; durch die Post Mk. 4.50 viertel- jährl. ausschl. Beslellg. s,erujprech - Anschlüsse: für die Schriltleiluiig l 12 Lerlag.Geschailsstellebl Anschrift sur Drahtnachrichten: Anzeiger Sietzea. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 11686 giert bedingungslos aufzugeben. Gerade durch den Schlußsatz „'roerm wir auf obiger Grundlage der Welt den Frieden verschaffen könnten", verwttffn Sie nochmals auf Ihr durch Bedingungen .vertios gemachtes Programm, beim in der obigen Grundlage 'nraren eben Forderungen inbegriffen, welch: bie nach Lage der Umstände erforberliche klare Erklärung bezüglich Belgien unmöglich macksten. In der Ihnen naheswl-cnden Presse wird nun auf Grund Ihrer letz en Erklärung der Versuch gemacht, den Sinn Ihrer Worte dahin umzudeuten, daß Sie mit einem „noch so wertvollen Stützpunkt", um deffenttoillen nicht einen Moment länger Krieg geführt werden sollte, Lütttch verständen hättm. Mit dieser Verschiebung wird sie Ivenig GHücf haben. ,Sie wollten „auf obiger Grundlage" Frieden schließen. Dazu gehört aber in erftir Linie bie Forderung von Lütttch unb eines Sicherhetts- geländes. Ter „noch so wertvolle Stützpunkt" ist nichts anderes als die slandrische Küste, um welch: damals in der Oeffentlichkeit und im Kronrat fo heftig gekämpft .vurde und deren Besitz eben mit der Annexion praktisch gleichbedeutend war. Taß Hindenburg in Kenntnis der Vorgänge den Sinn der Wendung von einem „noch so wertvollen Stützpunkt sofort ebenso verstand, geht ja aus seiner Antwort hervor, in der er schreibt: „Ich verhehle mir nicht, daß in der Marine und in weiten patriarischen Kreisen der Verzicht auf die flandrische Küste als'ein fd/nxter Schlag empfunden tverden wird, der nur bann gemildert werden kann, wenn bie auch von Ew. Exzellenz der Marine zuerkannten Kompensationen zur Tat werden. Ich sehe mit Ludendorff diese Kompensationen iu und außerhalb unsere Kolonialreiches." Tie erwähnten „Kampenso- tionen" sind ein weiterer Beweis für den Mangel an Verständnis für die polttisckst Lage in der damaligen Regierung und für die Reichhaltigkeit des Annexionsprogramms, an der jede Friedensmöglichkeit ^während Ihrer Amtszeit scheitern mußte Ick) schwöre Treue der Reichsverfassung. Drittens: Die Angehörigen der Wehrmacht leisten folgenden Eid: Ich schwöre Treue der Reichsverfassung und gelobe, daß ich als tapferer Soldat das Deutsche Äeich, ferne Lxsetzmäßigen Einrichtungen jederzeit 'chützen und bnn Reichspräsidenten und meinen Vorgesetzten- Gehorsam leisten will. Artikel 2: Die Landesregierungen können, an Stelle der Eidesleistung nach Artikel 1, Ziffer 2 kn ordnen, daß in den Diensteid, den die 'Beamten nach dem Landesrecht zu leisten haben, die Worte eingesetzt werben: „Treue der Reichs- 3: In der gleichen Weise sind künftig alle neuernannten öffentlichen Beamten unb alle Angehörigen ber Wehrmacht vor dem Diensteinttrtt zu vereidigen. Artikel 4: Die von den Beamten und den Angehörigen ber Wehrmacht unterzeichneten Nachweise über bie Eidesleistung sind zu verwahren. Schwarzburg, den 11. August 1919. ^Der Reichspräsident: Reichsminister des Innern: gez. Ebert ge^. David. ähmaschln. reibmasc* :hlnent'««h' ob|enpa,P!l, _______________________ ,. 8 l '1 tob zu meiner restlosen Bereitwilligkeit einer noch- -matW'l l maligen Verständigung über die Veröffentlichung ■ vorausgesetzt. Ich lege Wert darauf, dies klar zu 1 fbellen, weil die unzutreffende Wiedergabe meines > Schreibens den Eindruck erwecken könnte, als wenn id.Kuns,yw ich ber Veröffentlichung irgend welche Schwierig- '“T feiten in den Weg gelegt hätte. Sie haben bann F diese Meine Bereitwilligkeit mtt ber sofortigen Veröffentlichung Ihrerseits beantwortet unter ber haltlosen Begründung, Sie hätten nicht erwarten kön- I neu, daß ich meine Meinung ändere. Welche Mei- r. kung? Bezüglich der Veröffentlichung war keine i J A-enderung notwendig, weil ich mich mtt ihr ein- "iw ' "»MW» ™, MkiiOb j and barocken sind sehr heimisch, lieber dem EingangITer Höchstpreis wird deshalb unter Hm-, einer jeden prangt ein Willkommenschild, im > weis aus die Bekanntmachung vom 1 .Juli d. I. | »’M M mW ______s.- Zu den niinösen Steirern rechnen imr ba-3 ReuyS« verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis in Dieburg eingeliefert tnurbc, da er jedem einzelnen Gefangnen bet mitgegeben werden. So ist für Gesangenschast heimkehrenden jeden prangt ein Willkommenschild, im Innern mit Papier girlcmden, vielen Bildtrn und Liebesgaben wclcl>e in Paketen seinem Fortgänge unsere ans der 15. den Cafe E "uwuiuiiiHiinuii Lebensmittel. ** Marlen-Ausgabe. Am Freitag den und Samstag den 16. ds. Mts. gelangen in Bezirken Brotmarken zur Ausgabe. Siche Bekaimtma-äning. Freibank. Samstag, 16. August, nach- nüttags 1—3 lllyr werden die Nummern 1451 Aus Stavt nnv Land. Gießen, den 14. Aug. 1919. Durchgangslager Wicken. Zu einer Besichtigung Halle am Montag Ke Auskunstei, in der die Heimkehrenden die während ihrer Gefangtmsckmft erlittenen unwürdigen Behandlungen zu Protokoll geben können. Zum Schluß sind noch in einer Baracke gespendete der Stadt Gießen gesammelt, Weimar, 13. Aug. Am Ministertisch: Erzberger, Tr. Bell. Präsident Fe hrenbach eröffnet die Sitzunj 2 Uhr 15 Minuten. 'tzSZ M Sw«r* Fffi# 5 SiS 1 i6' »Ä J«1” Äerii«®'* ’wSlW’ Tfo Entente. K $Lnb m Sn« jj Sä Siffl W tzenr.ck B darüber ftar mtfien Steuern gcl S bie Bedeutung *ifw beW «n Ute kann ersMi Län-Wiedmn W ".ne Zre Itnitfli das rück ha M Wunden mm xsÄagen werden Einkomw cm. Vor emer Imr Fur^ zu kB «abenMsens wunsi -uhung des Laren' trit Anrufung der 3 Betonte, eine Rm Ä dem jebige hören. vorgesk M Selbständigkeit Acnttali icrung ir aber mäst Gnxbeü, Hinsicht ich ihres ' Vürsm die Gemeii ittrben. Ny. Traub \ nfaafdti burdxn > ■— man spricht von 500 Millionen Mark — zur Verbilligung der Lebensrnittel bewilligen. Dem Wohlsahrtsministerimu sind 50 Millionen Mark als erste Nate zur Behebung der Wohnungsnot bewilligt worden. Keine Ausfuhr von Zucker. Berlin, 13. Aug. (Wolff.) Tie Oeffent- lickkeit wird burrfji eine von mehreren Zeitungen gebrachte Meldung beunruhigt, dast deutsche Großbanken gröbere Mengen von Zucker, der in Deutschland lagert, z’ivecks Exports inS Ausland angekaust hätten, angeblich um die deutsche Valuta auszubessern. Dieses Gerücht entbehrt nach Mitteilung von zuständiger Seite ied.»r tatsächlichen Grundlage wie auch die andere Mck- dung unzutreffend ist, 'vast auch von behördlicher Seite grössere Zuckermengen als Tiusckwbjett für die Einfuhr anderer Waren venoendct worden sein sollen. Lediglich die Schweiz erhielt auf Grund des Wirtschaftsabkommens, aus politischen Gkümhcn und gegen Lieferung von kondensierter Milch und anderen Lebensmitteln einmalig 250 Wagen Rohzucker, also eine für die deutsche Zuckeriviiftch-aft umoescutlickfe Mange. Beteranenbcthtlse. Weiwar, 13. Aug. (Wolff.) Wie in den Jsahven 1917 und 1918 crfdKint c5 auch in diesem Jahre geboten, den tmrrf) die ^genwärtige TerkNung in Not geratenen Kriegsteilnehmern, die die Beteranerchei Hilfe von i&fjr* (id) 150 Mart beziehen, durch Gewährung einmaliger Zulagen Hilfe angedeihen zu lassen. Sie beträgt nach einem Beschütt ß der Reichsregieruug 50 Mar'k und soll allen Veteranen gewährt ivcrdeu, die die etina bitte Kriegsbei Hilst beziehen und die am 1. August 1919 am Leben waren. Radeck. Berlin, 13. Aug. (WTB.) Nach Blätter- ^Meldungen ist Radeck aus der Untersuchungshaft 'entlassen und in Schutzhaft genommen worden. ! Radeck wird voraussichtlich demnächst Deutschland ^verlassen. 9) er Lin, 13. Aua. (Wolff.) Der „Reichs- anzeiger" enthält eine Verordnung betreffend .die Ablösung von Verpflichtungen des Reicksts aus »der Inanspruchnahme von Grundstücken "nnb 'Gebäuden, ferner eine Mänderung der Ver- ordnungen übet die Beschäftigung Schwerbeschädigter. tfäbndtcn in netter Weise auögestattet. Für die Unterhaltung ist auch in reichlichem Maste gesorgt. Eine Lesehalle mit allen möglichen Zeitungen und Zeitschriften, daran anschließend ein Heiner Schreibsaai und eine Leihbibliothek flcbcn den Heimkehrenden zur Verfügung. Auch das Soldaten beim wird viel Freude bereiten, denn hier ist ebenfalls an alles gedacht. In freundlicher Weife sind die Tische mit einer meisten Papierserviette belegt, mit einem kleinen Straust frischer Blumen geschmückt. Schwestern walten ihres Amtes und verabreichen an einem kleinen Büfett dem Durstigen Kaffee. An Der- guügungen bietet das Lager eine Reihe von Abwechselungen. In der Nähe des Haupteinganges ist ein Kino, ca. 600 Mann fassend: dieses kann auch als Theater benutzt werden. Freunde des Kegelspiels finden eine gut angelegte Bahn vor. An praktischen Einrichtungen ist noch besonders hervorzuheben eine Fahrtauskunftöslelle, in der ein jeder Nückkehrende feinen Zug nach bet Heimat erfahren kann: ferner eine Wechselstube zum Einlösen frember Gelbsorten unb eine Post mit mehreren Telephonanschlüssen. Ebenso hat bet Emp- sangSausschuß eine Auskunstsstelle eingerichtet. Auch ein Heiner Laben bat sich im Lager auf» getan, hier gibt es Knöpfe, Kragen, Hüte usw. zu kaufen. Bemerkenswert ist noch bie gerichtliche Brüder für den kurzen Aufenthalt im Durchgangslager alles aufs beste gestaltet, und wir wollen hoffen, dast wir sie alle recht bald in der Heimat begrüben können.* **EinneuerTransportKriegs- gefangener, zmn großen Teil Kranke unb Verwundete, ist heute früh angekommen. Sie trafen in einem Lazarettzug ein, der aus der Gegend von Calais über Köln-Deutz kam. Die Stimmung der aus englischer Gesangenschaft heimkehrenden Leute war gut. Sie wur- ben von Damen der Stabt und des Noten Kreuzes benrüfct und mit Schleifchen, Zigarren, Postkarten und Blumen beschenkt. Die Kapelle der Reichswehr spielte Begrüßungsweisen, worauf im Wanten des EmpfangS- ausschusses Rechtsamvalt Homberger eine Ansprackfe hielt. Mit Musik lvurden sodann die Angekommenen durch die mit Flaggen geschmückten Straßen nach, dem Lager ge- eitet, unterwegs von der Einwohnerschaft >nrch Tücherschwenten und Blumenspenden ebhast bearüßt. Von den Hetmgekehrten wurden Mur 208 Mann dem! Lager überwiesen, der Nest mußte in die Lazarette aufgenommen werden. Au» Hessen. Die Wahlen im besetzten Gebiet genehmigt. Darmstadt, 14. Aug. Wie von zuverlässi- fler Seite gemeldet wird, bat-bie Besatzungsbehörde die Vornahme der Walsten für jivmiuunal-, Kreiü- unb Provinzialvenvaltuugen im besetztest Gebiet nunmcljr genehmigt. Die Bcrhastuug dcr sechs Echzeller Landwirte. rmt Darmstadt, 13. Aug. Parlamentarisches. Tie Abg. Tr. Dehliuger und Gen. haben folgende dringliche Anfrage an die Negierung gerichtet: Ist es der Negierung bekannt, dast am Samstag den 9. August in Echzell 6 Lanbivirte, zu emer Zeit, in bet volle Ernte ist, wegen angeblicher Vergehen gegen die Zwangswirtschaft verhaftet worden sind? Auch weitere Verl>aftimgen sollen in verschiedenen Orten toorgtnommen worben sein! Was gedenkt die Negierung zu tun, um die Freilassung der Verl)afteteu sofort zu veranlassen, da gnoermsalls die Volksernübrung auf das Schwerste geschädigt wird und weiter diese Mast- nahmen die schärfsten Unruhen unter der Bauernbevölkerung im ganzen Lande Ijertwrrufnt wird. Zu der obeneranäbiitjcn Anfrage des Abg. Del)lin L«-r erfahren wir nock,., daß am Mon- tay eine ?lbvrdnung hessischer Sanblunrte persönlich bet der lch'sigen Negierung wegen der Verhaftung der fraglichen Landlvirte vorstellig wurde unb soll die Haftentlassung aiiflcorbnet wvrden fein. in der Nacht zum Dienstag einen Mtordversuch auf die Nieder-Nodener Feldsck)ützen begangen zu haben, rm. Klein-Gerau, 13. Aug. Bei einem großen Schadenfeuer, das aus unbekann- ter Ursache in Klein-Gerau entstand, wurden verschiedene Hofreiten mit grosten Erntevoträten, Scheunen usw. ein Raub der Flammen. Ter Schaden ist bedeutend, obwohl auch benachbarte Feuerwehren unb Mannschaften der Besatzungsarm« sich) an den £öfd,arbeiten beteiligten. oz. Offenbach, 12. Aug. Zwangsein- quarticrung Unb Wohnungs-Beschlagnah m e für Offenbach sowie bie Verpflichtung zur Anzeige jedes abgeschlossenen Mietverhältnisfes bringt bie Bekanntmachung gegen den Woh- nungrtmangel unb Schutz der Mieter. Gleick-zcitig werben bie Mieter und das Wohnungsamt bered)- tigt, wegen überhöhet Mietzinse neu vermieteter: Wohnungen das Mieteinigungsamt anMtufen. Durch freiwillige Abgabe sichern sich die Woh. mmgsinbaber ein Mitbesttmmungsrecht in der Auswahl der einzuweisenden Wohtrungssuchenden. Es wird amtlich mitgeteUt, daß die neue Verordnung sofort und in vollem Umfang ausgeführt wird und daß noch lveitgehendere Bestimmungen gegen den Wohnmtgsntangel in Kürze zu erwarten sind. hl. Aus dem Mümltngtal, 12. Aug. In Erbach, Beerfelden und anderen Otten des Mümlingtales trägt man sich mit denk Gedanken, für unsere gefallenen Krieger „Ehrenhaine^' zu errichten. Für jeden gefallenen Krieger soll eine Eiche mit dessen Namen gepflanzt werden. Um aber der Sache greifbare Gestalt zu geben, würde es sich vielleicht empfehlen, wenn die Aw gelegenheit nickst von einzelnen Vereinen, sondern von den Gemnnde oettoaftungen in die Hand genommen würde. Hessen-Nassau. Eine rütfelhafte Krankheit. mr. Frankfurt a.M., 14. Aug. Augenblicklich tritt hier eine rätselhafte Krank- heit auf, die namentlich Frauen befällt. Die Erkrankten werden mit ausgeschwollenem Körper in dqs Krankenhaus eingeliefert und ft erben trotz sofortiger Operation. Bisher wurden int Heilig- geist-Hospital drei solche rätselhafte Fälle beobr achtet. Die Aerzte sind vollkommen ratlos. Eifenbahnunfall. Frankfurt a. M.. 13. Aust. (Wolff. Amtlich.) Gestern um 12.05 Uhr nachmittags hat der Güterzug 7578 von Niedernhausen nach Eppstein das Haltesignal überfahren und ist auf eine Rangierabteilung des Güter- zufles 7577 aufgefahren. Hierbei sind fünf Etfenbahnbedienstete leicht verletzt worden. Tu: Maschinen beider GütetZüge und 14 Güterwagen und der Packwagen der Nangier- abteUung wurden schwer beschädigt. Von beiden Hauptgleisen. die gesperrt waten, konnte eines heute vormittag wieder in^Setrieb genommen werden. Mord im Stadtwald? = Frankfurt a. M., 13. Aug. Von Holz- samMletn wurde heute ftüh im Unterwald bei der Gemarkung Schwanheim, mehr in der Mhe eines von Schmugglern stark benutzten Waldweges, die Leiche eines Mannes aufgefunden, die allein Anschein schon mehrere Tage dort gelegen hat. Es handelt sich den Vorgefundenen Papieren zufolge wahrscheinlich imt den Kaufmann Heinrich N i u g aus Münster bei Bingen. Der Ltiche fehlt der linn Stiefel. Allein Anschein nach ist an dem Man« eine strafbare Handlung verübt worden, worüber die am Donnerstag stattfindende Leichenöffnung Ausschlub geben wird. Bankdiebstahl. Frankfurt a. M., 13. Aua. Wie llns die Filiale der Dresdner Bank hier mitteilt, find bei einem Einbruchsdiebstahl in die Depositenkasse W. der Zentrale Berlin Wertpapiere, u. a. Kriegsanleihe, Neichssck)atzanweismi4 gen, Aktien der Dresdner Bank, Diseonto-Com- mandit, Dessauer Gas, Eisenwerk Kraft, Hohenlohe Kabelwerke und verschiedene Jndusttie-Oblv' gationen entwendet worden. Bor Ankauf wird gewarnt. * --- Frankfurt a. M., 13. Aug. Die Landarbeiter des Rödelheimer Hofgutes traten inmitten der dringendsten Erntearbeiten in den Streik. Nach Bewilligung der Forderungen wurde die Arbeit wieder ausgenommen. □ Marbu rg, 13. Aua. Bei dem Leiche n s n n d in der Ohm bei Bürgel handelt d firfi um einen 17jähri^en Menschen aus Marburg, der vor ackst Tagen in der Ohm ein Bad nahir. und jertbem nicht mehr gesehen wurde. Tatz a vorher entkleidet umhcrgelaufien fei, beruht auf einer Verwechslung. leisteten Dienste vom 1. Oktober ab. ** Weitere Einschränkungen und Winterfahrplan. Ern neuer Wiubcrfahrplan ijt wieder zum 1. Oktober in Aussicht genommen. Schon jetzt steht aber fest, daß bie zum 15. August eintretenden Einschränkungen nickt ausreichen und bald nxitcre Nachfolgen werden. Auch der Entwurf zum Wintcrfahrplan wird diesem Umstand Rcch- imng tragen. Ern Teil der Züge wird wiederum mit einem und mit zwei Dunklen gekeiruzeichnet. Ein Punkt bedeutet, daß ocr Zug nur bis auf weiteres verkehrt, Ivährend zwei Punkte besagen, daß der Zug bis auf weiteres nicht verkehrt. So hM’rtkm die Vorbereitungen für die kommenden Eiuschränkungen im Winter sck>on jetzt getroffen. Sollten sich die Berhälttiisse beffern, so können die Züge ohne weiteres eingestellt werden. ** Terentsesseltc Vermehr. Der Verkehr wird allmählich, von den Fcsftln deö Krieges befreit. Im Tel eg ramm verrohr nad,i dem Ausland fiitb die Sprack)enbeschlrLnkungen aufgt- Ijobcn. Man la nm ivlcbcr in gel^imer Sprach^ telegraphieren. Nack» den Ländern, die auch ihrerseits die Beschräickmigen haben fallen lassen, ist lede Sprack>e zulässig, oic mich dem intcrnatio-nalen: Telegravhcuvertraa erlaubt ist. Es sind dies bis jetzt .Täncmaick, Deutsch Oesterreich, Großbritan- nten, Norwegen unb Schlveden. Im Verehr nach den übrigen Ländern sind nur noch die dortigen Sondervorsch-risten zu beadyten. Tie Schtveiz wxv- terwirft Turchgangstelegrammen Heinen Beschränkungen mehr. Dentsch-Oesterrcich^ teeubet die ehe- maligen österr-eich. Beschränkungen für Telegramme nach und durch Deutsch-Oefteereich nickst mehr mi. Auch die Briefpost der benachbarten neu traten Ländern geht wieder durrh Deutschland mit Ausnahme von Rußland, der Ufrainc, der Balkan- staatcu und der asiatischen Türkei. ** Postoerkehr. Nach dem von den Polen besetzten Teil der Provinz Pofar sind nunmehr auch eingeschriebene Brieffendmrgm auf Gefahr des Absenders zu gelassen. ** Besitz wechsel. Tas Fritz Kü husche Stoschäftshous, Ecke Seltcrsweg uni> (swetliestraße, narrte für 85 000 Mark verkauft. ** Gute Roggen ernte. Nach Aussage der Landwirte über bie bisherigen Ergebnisse d s Frühdrusckics ist die Noggenernte durchschnittlich als gut zu bezeichnen. WenmsteuS im Gebiete d.'r mittleren Lahn unb ihrer Seitentäler. Trotz des Mmigels an Düngemitteln übtTtrifft die Menge und Güte der Körner das Ergebnis vieler guter Friedeusjahre. Guter Boden erzeugt rund 12, bester 15 Zenttier Kvrn auf den Morgen. Da man auch mit dem Ertrag an Stroh zufrieden ist, sind die Aussichten für die hungrigen Magen günstig. Vorausgesetzt, daß diese erfreulichen Tatsachen auch anderioärtö vorh.indni sind. Abg. Tr. Braun-Franken (Soz.): Beooi die wirtschastlick:e Leistungsfähigkeit des Reichs durch eine Steuer wie die Umsatzsteuer auf bat Acuperste angespannt wird, sollte die Vorlage oer> suchen, aus der Erbschaftssteuer mehr herauszu^ holen. (Sehr richtig bei den Sozialdemokraten.! Ueberlyaupt müßten erst bie direkten Steuern an- genommen fein, bevor Wir zur Warenumsatzsteurr, die wir für eine der unglücklichsten steuerlicher Erftudungen halten (Beifall bei den Sozialdemokv i' ten), Stellung nehmen. ES ist uns überaus peinlich der Regierung einen weiteren Kredit ooi 6 Milliarden Mark zur vorübergehenden Verstärkung der Betriebsmittel bewilligen zu sollen, y-p sentlich wird uns spätestens im Herbst eine end gültige Abrechnung vorgelegt, so baß wir endlitz zu einer geregelten Etatwirtschaft kommen. Ans der anderen Seite mutz bei den Äusgabebc'willignn- gen der Wille zur Sparsamkeit endlich in die Tr umgesetzt 'nxrbcn. (Zurufe rechts.) Das gilt aul für meine Partei. Es mutz ein Ende gemacht werden mit den Burvaukratisten. Erst 'wenn das Volk einmal Marheit darüber gewinnt, wclcke Listen cS in Zukunft zu tragen hat, kann unser Wirtschaftsleben »nieder gesunden. Eine Anuullierunr der Kriegsanleihen telmeu Uxir ab, weil dadurch das ganze deutsche Wrrtsck-aftslebcn ciusrchzum Stillstano gebracht würde und die Kreditwürdigtznt des Reiches restlos vernichtet werden würde. Irl übrigen schrecken wir nicht zurück vor konft-. katorischen Steuern. Allerdings unterscheiden wir die Lagerkommandautur die Mitglieder deö Emp- sapqsauöschiisseö für heimkehrende Kriegs» unb Zivckgefangenc und die Vertreter der Stadt ein* Staben. Das Lager zerfällt in zwei. Teile, in ba8 enanute Seuchen- und das Hauptlager. Tie sichtrgnng nahm ihren Anfang im Seuchenlager unter Leitung deS Lagerkommandanten Major Wehdt. In diesen Teck kommen zuerst alle Transporte, um dort entlaust und untersucht zu werde». Hier ist eine große Tampfent- lau su n g san st al t mit allen neuzeitlichen Er- nmgensckiasten eingerichtet. In einiger Entfernung von dieser befindet sich eine zweite, in der die Entlausung der Kleider durch Blausäure vor- «nommeu wird. Dieö Verfahren ternispruckt bedeutend welliger Zeit als das Abtöten des Ungeziefers durch Tamvs. Eine in jeder Weise praktisch emgerichtete Waschanstalt, in der große Mengen von Wäsche auf einmal gereinigt werden können, ist ebenfalls in diesem Teile des Lagers. Um Transporten, die nicht mehr am Tage ihrer Ankunft entlaust werden, können, für eine Nacht Unterkunft zu bieten, sind hier noch einige Wohn- bauacfcn hergerichtet. Beim Eintritt in daS Hauptlagei sieht man gleich, daß hier praktische und fleißige Hände gewirkt haben, llcberatl sind Wegwmser angebrarbt, so daß ein Verlauten unmöglich ist ( auch die (Wartcnanlagen sind sehr geschmackvoll, so das; man nicht tkm Gedanken I ** Ter Preis für Eiform- und hat, sich in einem Laaer zu befinden, fonbern ini S tei n k o h le n b r i ke11s ist ab 1. b. Mts. einer kleinen freundlichen Gartenstadt. Tie Wohn-Ium 29 Mk. für die 10 Tonnen erhöht worden. ** Amtliche Personaln ach richten. In den Ruhestand versetzt wurde am 2. August der Hauptlehrer an der Volkssck>ule zu Heuchelheim Friedrich Schneider auf fein Nach- fuchen unter Anerkennung feiner dem Staate ge- eiuige Films. W.r noch im Besitze von gefundenen Films oder Teilen derselben ist, wird gebeten, sie auf der Kriminalabterlung abzuliefern. — Am 12. August, nachmittags, ist in der Schulstratze am Postamt II ein Meres Fahrrad entwendet worden. Sackdieiiliche Mitteilung an die Kriminalabteilung erbeten. ** Für Hinterbliebene von Kriegern beutfrljer Abkunft, die in den Kümpfen der 18. Armee um Rigas Befreiung vom 1. bis 5. September 1917 gefallen sind, stehen dem Generalkommando 2. Armeekorps in Stettin Geldmittel in beschränktem Umfang zur Verfügung. Alle diejenigen Hinterbliebenen. welck>e glauben. An- sprück)e auf vorgenannte Unterstützungen erheben An können, wollen sich umgebenb, spätestens am 20. August, beim Städt. FÜrforgeamt für Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene melden. ** „Ein Sommerfest beim Fürsten Orlofsky" betitelt sick> ein Künstler fest, das am 20. August in sämtlichen Räumen des Bad- Naul-eimer Stolpert bau je» statt findet. Eine luftige Ansprack'S Direktor Steingvetters, der selbst den Fürsten Orlosskp mimt, geht dcr Aufführung des Sten „Fledermaus"-Attes voraus, der unter nähme des gesamten Kurtheaterpersvnals wie- bergogeben wird. Tanz und Lbonzerteiulagen fol- gtm, zu denen erste Kräfte gewonnen worden sind. Wir nennen nur die bekannte jugendliche Tanz- tüiiftlerin Hertha Hellwav-Bibo aus Berlin, die Harfen-Virluosin Eisbett Svldan und den Kapellmeister des Nauheimer KuvorcksesterS, Willy Naue. Ter zweite Teil des Abends bringt Tanz, Basar, Kabarett, bayerische Bierstube mit Lautenliedern. Tee- unb Kakaostube „Zn den Geishas" usw. Bei dein uielfcitigen Charakter der Darbietungen verspricht das Fest einen anregenden Verlauf zu nehmen. ** Der Geselligkeitsverein „Karo" hielt am Samstagabend im großen Saale der Hardt einen Unterhaltungsabend ab. Der 1. Vorsitzende Otto Biedenköpf sprach einige Be- grützungSworte; es folgten abwechselnd Musik- und Gefangsvorträge, Rezftattonen und Duette. Frl. Margot Werner und Herr Wilhelm Koch vom Stadtthcater Gietzen, die sich in liebenswürdigster Weise dem Verein für diesen Abend zur Verfügung gestellt hatten, sanden mit ihren Darbietungen reichen Beifall. Das junge Volk hielt ein .flottes Tänzchen noch einige Stunden zusammen. Landkreis Gictzcn. **Gr otz«n-Buseck, 14. Au^. Dr. Geng- nagel beging am 10. August sein 25jädriges Jubiläum als Praktischer Arzt in Grotzen-Äufeck. Kreis Schotten. ** Schotten, 14. Aug. Ein sehr trauriges Zeichen unserer Zeit sind in unserer G:g?nd die vielen Holzdiebstähle aus den Forstm, die in ein-eluen Oberförster neu g ’tabeju einen unheimlichen Umfang angenommen haben. Ganze Stöße von Brennholz sind den Käufern toeggo uommen worden. Ain meisten betroffen davon sind ärmere Leute unb mittlere und niedere Beamte, die nicht FuhrwerkZbesitzcr sind und wegm des Heimfahrens auf fremde Hilfe ang.'wiesen sind. In dieser teueren Zeit hält es ohnedies schon schwer, auf einen Tag mal einen Fuhrmann für schweres Geld zu erhalten. Nun ist aber gar vielmals der Umstand eingetreten, daß dieser eine vergebliche Fahrt machen mutzte, indem das Holz einfach verschwunden war. Dte betreffenden Lrute sind sehr zu bedauern, denn das Holz ist vielfach schon bezahlt, Schadenersatz wirb ihm nicht geleistet unb mit ihrem Holzvorrat kommen sie nun nicht aus. Die allgemeine Meinung besteht hier, daß einzetee Hvlzhändler, welche an den Stationen das abgefahrene Holz sofort kleiner schneiden und verladen lassen, es nicht so genau mit dem Mein und Tein nähmen. Die Forstbehörd: sollte hier bunb Einlegung geregelter Abfuhrtermine, an denen die gesamt- Forstpolizei zur Sterfüguiig steht, entscheidend eingveifen, um diesen schreienden Mißstand zu belieben. § Ans dem oberen Vogelsberg, 13. Äug. Die Himbeerernte fällt in. diesem Jahre nicht so aus, wie es zur Zeit der Mute den Anscl^ein. hatte. Sie ist auch zeitlich sehr zurück. In früheren Jahren war inn dieselbe Zeit schon die ganze Ernte abgetan, während man letzt erst damit beginnt. Ein Sammler kann bei angestrengtestem Fleiß an einem Tage höchstens sechs bis ackst Pfund pflücken. Man rechnet aber damit, daß bei der beginnenden Reife im Hochtoald, dem Pftücker ein lohnenderes Ergebnis Geschieden ist. Bezahlt wird für das Pfund eine Mark. — Als vollständig beendet kann nun doch die Heuernte angesehen werden. Vorige Woche war jeder Landwirt eifrigst bemüht, fertig zu foer- ben. Durchschnittlich ist bie Güte des Heues zufriedenstellend. Die ganze Ernte hat allgemein einen mittleren Ertrag ergeben. Wieder muß der Landwirt in seiner Berechuuiia äußerst sparsam verfahren und feine täglichen Rationen nach vorjährigem Muster einrieht en. Großer Handel und Verladungen auf den Balmhöfen können auch in diesem Jahre nicht stattfinden, denn tvohl wenige 'Bauern giot es, die Ueberschüsse außveisen können. Bezahlt werden 20 Mark für den Zentner. Startenburg und Rheinhessen. Banernbewemurg in Starkenburg. rm. Darmstadt, 13. Aug. In Grafenhausen bei Darmstadt haben dieser Tage die Landwirte, die mit dcr Maschine gedroschen haben, den Wiegemeistern und kontrollierenden GeuidarmM in energischster Weise gedroht, als sie ernstlich mit der Venviogung deö Getreides beginnen wollten. Sie nahmen dagegen Stellung, daß sie das Getreide zu dem niederen Preis abliefern sollten; auch in anderen Gemeinden fand der gleiche SBibcr^ stand statt. Am Sonntag war in Grotz-Gcrau eine große ®auernoerfammlung von 35 benachbarten Okmtcinbcii veranstaltet, in der gegen die Erlföhung der lTrmhgebühren Stellung genommen wurde. Es hirirb unbedingt verlangt, das selw unzuv-erlSssiM Wiegen des Otetreides, daS große Unkosten ver- ursackte und keinen großen Wert Ijabc, cinzustellen. Tie dmch Sparen der Verwiegung erübrigten Kosten in Höhe bon ual>ezu 100 000 Mk. für den K>eiö, solle matt für die Tresckch>sten, wenn sie erhöbt werden müßten, zusthießen. Tie Dreschmaschinen kosten stellen sich auf 60 Mark die S tu nde. IjSirWeitem t ■ Mioerl her 'Ife ■ Äbl,ibtr6 V1®«» (mittig nulffm » R W(«m metbn llnorbiumi yn» von Masse ausg o Becker, dürfen mir in S®? inbirefter rawwt dn jnm?rn9cnb i*2Nlionjbet ziehen. Abg. Wurm (Unabh.): Statt durch ein neues kMLbMudk Fllegeverein SieBen N“ ,.aÄ 'MU.?,. .T...,,!, Seitz, NeuenwegF0. v (0117M Gesundes tTorfen.Wlesei- oiwn Beute Heiterer Musikabend U11W Kupferne 015857 Burschenklub Eintracht ♦I Marktplatz 17. Abg. Becker- Essen (D. Vp.): Angesichts der Lage dürfen wir in der Bewilligung sowohl direkter wie indirekter Steuern nicht ängstlich sein. Für die Erledigung des Reichsnotopsers erscheint Ms aber dringend erforderlich, daß das Material/ der Kommissionsberatungcn durch genaue Angaben) nm Lager. 015887 LbeodorSchmidt, Jng., Lager Neuen Baue 9. 13 Aug-DieL-r! : hosgutes traten intearbciten m j lg der 5-orberur.- liefert dauernd preiswert Wllh. Block & Co. Marburg a. L, Tel. 677. gern Cafe Ernst Ludwig imiimimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiinniimimiiiiiiiiiiiii vurschenklub „Germania" hMn aller irl wert tle BrflM’eeke Üelv.-Dreakerel. B. Leese. (MeSae hl. 3. Aua. Wie mr tnt Zank hier minni: sdiebstahl in ihflle Berlin Bo Reichsschatzanwo Zank, Tiscontv^» Werk Kraft, fyk kne 3nbuftrie*y , Bor Ankauf rj Wettervoraussage für Freitag: Ziemlich heiter, trocken, warm, westliche WiNdr. Souutag den 17. August 1919 Große Tanzbclustigmrg zu Kesselbach. Es ladet freundlichst ein ....................................................................... — LgroßesSommerfest Xtikbe'n „Zur schönen Aussicht“, ^TeT#- TANZ! TANZ! TANZ! 8449 Mehrwert' der Produktion der Gesamtheit zugute kommt, d. h., daß sozialisiert wird, sucht man mit alten Steuergesetzen und Mätzchen das Loch zu stopfen, das der Krieg in unsere Finanzen gerissen hat Man spricht ja von einem Mehl-Monopol und einer Fleischstcuer. Ehe wir irgend eine Steuer bewilligen, müssen wir wissen, welche neuen Steuern noch geplant werden. Unter keinen Umständen werden wir für die Umsatzsteuer stimmen. Die bestehende Unordnung wird erst aufhören, wenn die Meaierung von den Vertrauensleuten der werktätigen Masse ausgeübt wird. Mchweih Beuern Ans Ihr Jugend groß und klein nächsten Sonntag wird es fein, bet dem Beuerner Kirchweihfest amüsiert man sich aufs Best'. Musikverein „Harmonie“ Heute abend Großer Ball auf der LiebigshBhe Es ladet freundlichst ein Anfang 8 Uhr! Der Vorstand. lichen Shits, zu dem die Aktien an der Börse zu Hannover in der Zeit vom 7. Mai bis 30. Ium notiert wurden, zu ermitteln. Die Reichsregierung: wird ferner ermächtigt, die im Bereich des Salz- gitterschen Höhenzuges verliehenen Eisenerzbaul-' Abg. Wald stein (Dem.): Die direkten Steuern müssen bis an die Grenze des volkswirtschaftlich Zulässigen in Anshruch genommen werden. Vermögen und Besitz sind bisher nicht in dem Maße herangezogen worden, wie es aus politischen, ethischen, wirtschaftlichen und finanziellen Gründen nötig war. Die Umsatzsteuer wird hoffentlich bald wieder verschwinden können. Dio mit der Umsatzsteuer kommende Jnseratenfteuer braucht bei vernünftiger Anwendung unsere unab-' hängige Presse nicht zu verschlechtern. Hierauf wird die Beratung abgebrochen. Schluß gegen 8Vt Uhr. Nächste Sitzung Donnerstag nachmittag 2 Uhr. Tagesordnung: Fortsetzung und kleinere Vorlagen. * Weimar, 13. Aug. (Wolff.) Der Nationalversammlung ging ein Gesetzentwurf zu, betreffend die Ueberführung des Eisenbergbaus funU der Eisenindustrie von P e i n e - S a l z g i t t e r in den Reichsbesitz. Durch den Gesetzentwurf wird, gemäß den Bestimmungen des Sozialisierungs- gesetzes, der größte, nach den Bestimmungen des Friedensvertrages uns noch verbleibende Eisenerzbesitz den Interessen der Allgemeinheit dienstbar gemacht. Nach dem Gesetzentwurf wird die Reichs- regierung ermächtigt, das Eigentum der Llkttcn-, gesellschaft Jlsederhütte in Groß-Ilsede den Mw-, nären zu entziehen und so auf das Reich zu übertragen. Das Reich hat die Aktion^e nach dem Wert der Aktien zu entschädigen. . Der Wert ist zwischen dem höchsten und dem niedrigsten amt- Letztc Nachrichten. Der Kaiserprozch. Amsterdam, 13. Aug. (WTB.) Ter Manchester Guardian meldet unterm 9. ds: Tie britische Regierung ist nach wie vor entfchlofsen, das Verfahren gegen den Kaiser einzulettm. In London werden die zur Führung des Prozesses notwendigen Vorbereitungen getroffen. Die wirtschaftliche Lage Europas. A m st e r d a m, 13. Aug. Laut Telegraaf veröffentlichen Times das Vdemorandum H^roers über die wirtschaftliche Lage Europas. .Hoover erklärt, eine Statistik habe ergeben, daß in Europa 15 Millionen Familien in der, einen oder andern Form Arbeitsbosenunterstützung erhalten, die hauptsächlich, durch eine dauernde kunst- (idje Steigerung der Valuta bezahlt lverde. Als Hauptursachc des verminderten Erzeugungsvermö- gens bezeichnet Hoover die industrielle und kommerzielle Entartung während des Krieges. Unglücklicherweise ständen die Arbeiter auf dem Stand- punkt, daß eine Verminderung der Krästeanspan- nuno die Erwerbslosigkeit vermindere und ihre eigene Lage verbessern roerbe. Hoover verurteilt es, daß, die Blockade nach dem Waffenstillstand fortgesetzt 'wurde. Er erklärt, die Lage könne sich nur bessern, wenn man begreifen werde, daß eine Steigerung der Erzeugung dringend notweiid'g ist. Tie steigenden Preise seien nur ein äußerliches Kennzeichen für ungünstige Erzeugung. Dir wirtschaftlichen Verhandlungen mit der Entente. Berlin, 14. Aug. lieber hoi Stand ber zur Zeil in Versailles unter Leitung von Geheimrat Schmitt vom Auswärtigen Amt geführten Verhandlungen erfährt die Teutsche Allgemeine Zeitung: Ein besonderer Komplex von Fragen ergibt über die kommende ReichseinkommensteuN ergänzt wird, damit wir uns über die gesamte Belastung des Steuerzahlers ein Bild machen können. Steuern zur Deckung des Fehlbetrages können wir aber nur bann erhalten, wenn etwas zu verstei^rn- da ist, d. h., wemk wieder gearbeitet wird. Das gilt für das ganze deutsche Volk. Gegen die Steuerflucht ist mit allen Mitteln vorzugehen. Die erbetene Vollmacht ist aber dem Ministerium Nicht in dem Maße zuzubilligen. Ein parlamentarischer Ausschuß muß es bei der Handhabung beaufsichtigen. Die Berechnungen des Finanzministers hinsichtlich der Anleihen sind reichlich optimistisch, wie alle seine Zahlen. Jedenfalls muß das Gefctz mehrfach umgearbeitet werden: wenn die Borge» chlagene Steuerorganisation wirklich eine Mediati- ierung der Einzelstaaten bedeutet, müssen wir ie ablehnen. irerden. Abg. Traub (D.Ntl.): Wir wollen auch Mscrerseits durchaus zur Sanierung der deut ich en Finanzen beitragen. 9(ber cs fragt sich W, ob eine io starke Blutentziehung, wie sie das Reichsnot- opfer uns zumutet, zu ertragen ist. Der Entwurf einer Rei äst' ei n kommensteuer muß uns vorliegen, bevor der Tarif zum Reichsnotopser überhaupt beraten werden kann. Mit dem großen Grundgedanken einer Vereinheitlichung der Steuerveranlagung uiid Erhebung sind wir selbstverständlich einverstanden. Bedenken aber haben wir dagegen, baß dadurch eine Machtvollkommenl>eit in die Hand des Reichsfinanzministers gelegt wirb, wie sie kaum je ein Diktator gehabt hat. Noch bedenklicher stimmt uns die Tatsache, daß damit die Steuerhoheit und Selbständigkeit der Einzelstaaten enbgulttg zu Grabe getragen werden. Ter Reichsfinanzminifter hat es für nötig gehalten, einen Appell an die besitzenden Klassen zu richten. Wenn er überhaupt einen solchen Appell aussprechen wollte, so hatte er ihn an ganz andere Kreise als an die besitzenden richten müssen. Er hätte ihn an das ganze Volk richten müssen. (Lebhafter Beifall rechts.) sialdemokraten.) ' Abg. Farwick (Zentr.): Die Vorlage über : WS Reichsnotopser ist gesetzestechnisch ansgezeich- : rttt. Das ist aber auch das einzige Kompliment, das , er Steuerzahler ihr machen kann, 15)enn bie tat» ,zchlichen Ansorberungen ber Vorlage sind schwer, jchr schwer. Tie Kommissionsberatung wirb Anlaß bieten, noch manchen Schönljeitssehler aus der Vorlage zu entfernen. Bei den in § 221 mtgesetz- ten Steuersätzen scheint uns namentlich bei den unteren Meißen nicht genügend Rücksicht auf kinderreiche Familien genommen zu sein. Neber d,e Annahme der Kriegsanleihen verlangen wir, daß Die Zeichner von Kriegsanleihe nicht vom Reiche im Stiche gelassen werben, da sie sich dein Vatcrlande in ber Zeit ber Not zur Verfügung gestellt haben. Die Presseäußerungen gegen die Vorlage, baß Die Entente ihre Hand auf bas Reichsnotopstr legen iznnte, sind recht unnütz angesichts der Tatsache, >aß die Entente in den Rheinlanden ein viel zu sicheres Pfund in der Hand hat, mft dem hausen Papier zu greifen In Geldsachen ist Lromptheit das erste Erfordernis ber Ordnung Tesh alb werden wir die Beratungen durch gründliche Erörterungen weder in der Kommission noch im Plenum aufhalten. Abg. Henrich (Dem.): Endlich müsfen wir ans darüber klar werden, wohin die Reise mit unseren Steuern geht. Tas Nolopfer hat bei tem die Bedeutung nickst, die ihm der Fmanz- minifter beilegt und das Vermögen des deutschen Boltes kann ersckjöpft werden. Tas Notopfer ist aber eine Wiedergutmachung im besten Sinne des Wortes, eine Ehrenschuld des Besitzes. Wir erkennen das rückhaltlos an, obwohl wir wissen, welckje Wunden im deutschen Wirtschaftsleben damit geschlagen werden können. Auch durch eine veränderliche Einkommensteuer läßt es sich nicht er- ietzen. Vor einer Zwangsanleihe brauchen wir keine Furcht zu laben. Bei der Regelung des Abgabenwesens wünschen wir die stärkere Heranziehung des Laienelements und sistrecktigkeit, die die Anrufung der Rechtsmittel nicht erschwert- Ter Gedanke, eine Reichssincmzverwaltung zu schaffen, scheint dem jetzigen Reichsfinanzminister zu ge- ljören. Tie vorgeschlagenen Bestimmungen wurden die Selbständigkeit der einzelnen Staaten erledigen. Zentralisierung unter allen Umständen bedeutet aber nicht Einheit, sondern gefährdet sie geradezu. Hinsichtlich ihres Anteils an der Einkommensteuer larrfm bie Gemeinden nickst vom Reiche abhängig Reichsfinanzminister Erzberger: Ich ziehe aus den bisherigen Erörterungen das erfreuliche Resultat, daß in der übergroßen Mehrheit d:s Hauses ein äußerst scharfer Wille vorl>anben ift, an der Gesundung der Reichssrnanzen zu arbeiten. Ich begrüße das und erkenne darin auch die Be- reitrt dligfeit ber Nationalversammlung, diejenigen Maßnahmen, bie besonderer Beschleunigung bedürfen, noch vor der Vertagung zu verabsck-ieben. Einen abireichenden Standpunkt haben nur bie äußerste Rechte und die äußerste Linke eingenommen. Tie definitiven Satze für bie Reichseinlom- mensteuer können nodj gcWickst aufgestellt werden. Mit den Ihnen jetzt unterowiteten Vorlagen klommt bic Vermögensabgabe im allgemeinen zum Abschluß unb tonnen auch von ber Nationalversammlung unbekümmert um die Einzelheiten ber Reichs- einlommensteuer zum Abschluß gebracht werden. Tie Regierung ist entschlossen, das Gebiet ber birek- ten Besteuerung bis zum Höchstmaße der '.virt- schastlichen Kraft auszubauen. Aber auch wenn bas geschieht, werden feine der Ihnen vorgelegten unb noch vorzulegenden indirekten Steuern überflüssig werden. Eine geordnete Etatwirtschaft wird vom 1. Oktober ein treten. Tie Abrechnung über bie Ausgaben ber A- und S.-Räte wird Ihnen hoffentlich im Herbst abgeschlossen vorliegen, doch sind erhebliche Bestände von Heeresgut weggelaufen und verschwunden. Ter bisherige Erlös aus Heeresgut beträgt gegen vier Milliarden, auf eine weitere Milliarde ist noch zu rechnen. Tie Befürchtung, daß durch die Reichsein komm en- steuer das Eigenleben der Gemeinden unmöglich gemacht wird, ist unberechtigt. Die Aufarbeitung des Gesetzes erfolgt in steter Fühlungsnahme der Länder und Gemeinden. Ihr Hauptziel ist eine gleiche Behandlung in steuerlicher Beziehung für jeden Steuerpflichtigen herbeizuführen, ganz gleich, wo er wohnt, und bie Steuer an ber Quelle zu erlfeben, unb zwar am besten gleich bei jedem Lohn- unb Gel-altsempfang. Gegen die Auffassung, wir brächten ber Entente burch das Reichs- notopser die Erträge t>tefer Abgabe auf dem Präsentierteller entgegen, muß ich auf bas Entschiedenste Protest, einlegen. Damit arbeiten £>te (nach rechts) nur den Feinden in bie Hände. Für bie Regierung gibt es in dieser Frage nur den einen Standpunkt: Nach dem Friedensvertrage darf und kann ber Feind unter keinen Umständen auf irgendeine Einnahmequelle, also auch nicht auf das Reichsnotopser, Beschlag legen. Ich freue mich, daß zu der Frage ber Reichsernigenorgani- ation keine Fraktion als solche Stellung genommen hat, und daß Bedenken nur im einzelnen vor- gebrachr wurden. Ter Uebergang der Landesver- waltungen.auf bie Reick)sverwaltung wird mit der größten Sckwnung ber bestehenden Organisationen geschehen. Auch ich bin der Ueberzeugung, baß bie Hauptsache nicht die Organisation, sondern der Mensch ist, ber hinter ihr steht, unb ich werbe mich bemühen, in bie Reichssinanzverwaltung einen frischeren und freieren Zug zu bringen. (Lebhafter Beifall.) ■?& LZ l"jÄtKÄ Ottati Sy y ■fcWj u. wnkhnt. lfl4' Aug. Aum. Hafte Sroni, & befällt, i tö rwi J Unten trot SM im Heil2 'Mte Fälle imen ratlod. ‘all. AckMolff. Sm, ^Mittags hg, k ttuien nach Epp^ labten und si llung des teT. hierbei sind sü°! leicht verlefi der Nterlüge r «vagen der Rangiv Migt Von bcidni xnen, konnte eüd (Betrieb gfnomca 13. Aug Von hh v Untmvüld bei k , mehr in der M Muhten Waldmecc . lfgefunden, die alL- dort gelegen hat b en Papieren jufo m Heinrichen ßdtbe f$t bei i ift an dem A xwöxn, ende LächMMy rechte gegen angemessene Entschädigung zu enteignen. Was bie finanzielle Rentabilität des Betriebes betrifft, so berechnet sich gemäß den timmungen des Gesetzentwurfes der höchste Preis, wozu die Jlsederhütte erworben werden kann, auf etwa 671/2 Millionen Mark, gleich 450 vom Hundert des Nennwertes ber Aktien. Weimar, 13. Aug. (Wolff.) Der Nationalversammlung würbe heute der Nachtrag zur Dentz- chrift über bie Finanzen des Deutschen Reiches n den Rechnungsjahren 1914 bis 1918 unter dem Titel ,,Der künftige Finanzbedarf des Reiches und seine Deckung" vorgelegt. Weimar, 12. Aug. (Wolff.) Ter Ausschuß für Sozialpolitik hielt #ine Bevatung über die künftige Ausgestaltung der Reichsversiche- r u n g s 0 r d n u n g ab. Ter Vertreter des Reichsarbeitsministeriums erklärte, daß fine Notverordnung vorbereitet wurde, wonach bic bisherigen Rentenzuschüsse von 8 MarV auf 20 Marr monatlich» und für Witweurentnerinnen von 4 Mart auf 10 Mark erhöht werden sollen. Banrische Mitallcdcr des Rnchsratcs. München, 13. Aug. Tie Korr. Hoffmann meldet amtlich: Für den ReichSvat, den bisherigm Staotenausschuß, sind vom Ministerrat folgend< Minister als ordentliche Mitglieder für Bahern bestimmt 'roorben: Hauptmcnm Endres, Tr.Müller, Speck, Segitz, Frauendorsser und Hamm, als Stell Vertreter Freyberg. Posen. Berlin, 14. Aug. Nach einer im Amtsblatt der Eisenbahndirektion Posen erlassenen Der sügung ist die Neueinstellung von Arbeitern nicht polnischer Nationalität verboten. Warentransporle zwischen Italien und Deutschland. Bern, 13. Aug. (WTB.) Nach italienischen Blättern werden Warentransporte zwischen Italien und Teutschlcrnd wieder zugelassen, ^t? werden nach Maßgabe der Berner Konvmtwn und der italicuifdjen Bessimmungen mit mternationalm Frachtbriefen nad*. allen (Stationen ausgeführt. Palaz^r Caffarelli. Bern, 13. Aug. (WTB.) Wie der Corriere della Sera mis Rom meldet, hat das Teutsche Reich den Palazzo Caffarelli angekauft. Tas Blatt vermutet, daß er zum Sitz des Gesandten beim Vatikan bestimmt sn unb daß bie Villa Bonaparte, der seitherige Sitz des vatikanischen Gesandten, künftig als Sitz des Bot schaslers öienen soll. Die Ablieferung der Fischernfahrzeuge., Versailles, 14. Aug Gestern fanb W schon den deutschen RegiLrungsvertretern uni Fischereisachvcrstänbigen unb ben Entcntevertcc lern eine Besprechung über bie 91 b I i e f e r u if *’ ber Fischereifahrzeuge statt. Deutscher eits wurde das Angebot gemacht, ein Viertel ber nach bem Friebensvertrag abzuliefernde!. Fahrzeuge innerl-alb ber vocgeschlagenen 60 Tage nach dem Inkrafttreten des Berttages zu übe. geben unb brei Viertel der abzuliesernden Fahr zeuge nach den Wünschen der^ Entente auf beut sckxm Werften neu zu bauen. Dieser Vorschiag bat für Deutschland ben Vorteil, daß unsere Fischere' keine Unterbrechung zu erleiden braucht, und bietet ber Entente ben Vorteil, anstatt alter für sie un brauchbarer Fahrzeuge moderne nach eigenen An gaben gebaute zu erhalten. Ter Vertreter Frank reichs fragte, ob Deutschland damit einverstanden wäre, baß bic neu zu bauenben Schisse insgesamt al-i Dampfer gebaut werben könnten Der deutsche Vorsitzende sagte dies zu. Die Vertreter ber En tenteregierungen erbaten schriftliche Ucbergabe bei deutschen Vorschläge. Dorthin müßt Ihr alle gehn, wollt Jhr's machen Euch recht schön, brum erscheint in großer Zahl Ihr seid willkommen allzumal! Büchertlsch. — Dr. web. H. V 0 r t i s ch , M u 11 e r u n d Kinb. Ein ärztlicher Ratgeber für junge Frauen, ca 260 S 8°, geb 5,50 Mk., kart. 4,20 Mk. — Dr. imeb. H. B0 eckh, ®befragen. Aerztliche Winke für Braut- unb Eheleute. 13. Auflage (65. bis 70. Tausend) vollständig umgearbeitet und erweitert. Gut gebunden 5,50 Mk., larb 4,20 Mk. 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Tie Stundung dieser Abgabe sollte nur ;n ganz besonderen Ausnahmefällen zugelassen wer- xn. Tie Progression ht den oberen Stufen muß rvch verschärft werden. Millionäre darf es künslig ;n Leutschland überhaupt nicht mehr geben. (B/i- ja(I bei den Sozialdemokraten.) Tigcgen müßte r- rtenen keine Schonung. Auch die Besteuerung b:r Xo’en Hand muß in die vorliegenden Gesetze hinftn- tfnrbcitet werden. (Lebhafter Beifall bei den £>o* r aufgtnomnj'l & Abg. Wurm (Unabh.): Statt durch em neues bia. Ai dem ! : Wirtsck>aftssystcm dafür zu sorgen, daß der gesamte Sürset ---- * OB «"MJ cheii * t?5, mfeu s«, FranzSsische Justiz. Bourges, 14. Aug. (L. Ä.) Tas Kriegsgericht in Bourges verurteilte einen Soldaten vom 17. Jäger-Bataillon wegen Fahnenflucht ins Ausland zu 10 Jahren Zwangsarbeit. Ter Verurteilte hatte nach Abschluß des Waffenstillstandes gefordert, in Deutschland verbleiben z u dürfen, um dort weiter zu arbeiten. Auf Grund ber WasfenstillstMidsbedingimgen wurde er feslgenom- men und den französischen Behörden ausgelisiert. Die Flotten Englands und Amerikas. Berlin, 14. Aug. Während die Flotte Großbritanniens bei Kriegsausbruch etwa zehnmal so groß war wie die der Vereinigten Staaten, hat England letzt 16'/, Millw nen Tonnen, während die Vereinigten Staaten 93/4 Millionen Tonnen besitzen. Amerikas Ton nage ist um 63/* Millionen Tonnen gestiegen, während die Tonnage Großbritanniens um neun Millionen zurückgeblieben ist. Englands Heeresstärke. Amsterdam, 13. Aug. (WTB.) Reuter. Churchill gab in ber Unterhaussitzung vom 12. 8 eine Erklärung über die britische Heeresstärke ab, in der er sagte,- gegen ben 31. 10. wird bie Rhein armer auf eine Brigade und eine Fliegerabteilung herabgesetzt. Die Heimbeförderung ber Gefangenen sei jetzt gestattet. Der Oberste Rat habe inbessen bie Heimbefvrderung der deutschen Gefangenen noch nicht erlaubt. Churchill legte Nachdruck daraus, daß nächstes Jahr England und Deutschland bie einzigen zwei Nationen sein wer ben, bie Fr eiwilligen Heere haben. Tie britische Pvlftik sei grundsätzlich aus das gleiche Freiwilligenheer zurückgekommen, bas vor dem Kriege bestanden habe. Auf eine Mine gelaufen. Amsterdam, 14. Aug. Einer Reutermeldung zufolge geben Lloyds bekannt, daß die drahtlose Station Tover Castle meldet, der amerikanische Dampfer Eealewood, der sich auf bei Fahrt von Neuyork nach Rotterdam auf der Höhe von Blackdeep besinde, teilt mit, daß ei schnell sinke und um schleunige Hilfe bitte. - Eine andere Reutermeldung besagt, daß der Eegle wood auf eine Mine gestoßen war. (h . besinde sich nicht rn unmittelbarer Gefahr und sei unterwegs nach ber Themsemündung. sich aus den bestehenden Transportschwre- r i g ke i te n. Es zeigt sich immer mehr, baß die zu erfüllenden Ausgaben nur bewältigt iverdei können, wenn eine eingeljenbe Organisation d Transportleistungen erfolgt. Ter Begimi vm Xk’. Handlungen über die in ben 5riebendbebmgunne" enthaltenen Bestimmungen über die wirtschaftliche. Bezieksilngen zu El saß-Lothringen unb dem saai gebiet ist vereinbart worden. - - e ■> upicmc Schellfische u. Kabeljau Waschkessel „ . . nur, 30 verschiedene Größen soeben frisch eincetroffen bei Äuaust Wallenfels M^kt?lata 17. Telephon 262. WradiniiiittlsM Phmi-sAMtltW. 4 AutOISiilhe 760X90 hat abzugeben 9337 Fr. Krogmann Babubofstraße 30. lücher Rohrzucker bester Einmachzucker markenfrei empfiehlt J. n. Schulhof Marktstr. 4. *12 XeL llft ■ 944, Hofs aus statt. 9429 Mainzlar in Oberhessen, den 14. August 1919. Die Beerdigung findet Samstag nachm. 4 Uhr statt Eine Wärterin Gummistoffe Byllrothbatiat gesucht 9323D Verreist bis 22. August J. Becker Dentist, Lollar. Goethestr. 32. Tel. 2064. 9419 bau gesucht. 015861 Me ttt Auslanilsscbläuche i 55.68 sobn als 93290 9364ss Näheres 9443c 9300 Suche einen bald gesucht. 015852 Hasen Kisten zu verkauf. 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Allmendinger, Seltsam, rcod) in späteren Jahren mutzten beide oft dieser Scheitestunte gedenken, in der sie es über sich vermochten, über so triviale Sachen des Alltagslebens zu reden. „Werde ich Sie später nicht mtig sehend fragte Sven. „Nein, mein Weg führt mich fori," sagte Rayna. „Ich bäte tagtäglich Pflichten zu erfüllen. Meiner harrt die Arbeit." „Und txrrf ich nicht wenigstens wissen, toomll Sie sich beschäftigen?^ „Nein, 'was liegt daran," küchelte Ragna schmerzlich. „Denken Sie, ick nahe oder sticke, warte Kinder und was es ähnliche weibliche Beschäftigungen mehr gibt — es kommt ja hoch alles aus eins heraus." „Nicht diese Bitterkeit," bat er weich, „p hart möchte ich diese süßen, lieben Augen nicht in der Erilmerung haben, aber nicht wahr, eins können und wollen Sie mir doch sagen. Hier wohnen Cie? Hier dürfen Sie meine GLxrnken suchen, wenn ich zu meiner Schutzheilige,: bete, die mir helfen soll, das Gute und das Rechte zu tun." Ragna neigte, leise das Haupt — „das ist mein kleines, armes Reich," sagte sie, „aber ich liebe es, denn hier fand ich Frieden nach des Lebens Stürmen." „Dort nickt der Flieder durch die Scheiben," sagte Sven träumerisch, „immer wenn ich Flieter sehe, werde ich Ihrer getenfen." Ragna trat lautlos zum Fenster und brach den Zweig. Wie Tramm hing iroch der Tau in groben Tropfen an den Blütenkelchen. Still legte sie die FliÄerÄüten auf Svens Lager. Lebewohl," hatte sie gesagt, Sven wußte es nicht, aber sic war gegangen ohne einem Druck der Hand, ohne noch einen Blick auf ihn zu werfen. Er wollte auf, er konnte es nicht. Wie ein Alp lag das ihr gegebene Versprechet auf Svens Selle. Aufstöhncnd sank er in die Kissen zurück. Ter blaßblaue Fliederzwcig aber duftet: betäubend zu ihm auf. Eine Stunde später hatte Sven, nach reiche Belohnung en die Familie Brand, das Bohnhau- vcrlassen. Frau Brand sah ihm wohlgefällig nutz, als er in bat Eiseubahnzug stieg. „Det 'war aber mal een Schlauer," sagte sie zu ihrem Gatten, „aber ick war iaxf) schlauer. Nee, trotz der Villen Jvlbstücke fiel ick nrch uff den Leim rin, irgend wat ru verraten, unser Freilein is mir doch Hunte rtt cm fendmal lieber als det lumpige Jvld, wat Oller?" „Ja, so'n paar JoldsüOe siüd »och nicht zu verachten," sagte Meister Brand. „Du solltest dir wat schämen," entgegnete Frau Brand. „Denkste denn nicht mehr an unseren Fritzens ,La," nickte der Bahnwärter, ,chast recht, Olle. So'ne Menschen wie die da oben aber sind noch besser wie Jold." „Die da oben" aber stand mit gefalteten Händen an ihrem Fenster und sah den feinen Rauch der Lokomotive, die Sven entführte, sich über den Tannenwipfeln kräuseln. Sie hatte ihn nicht mehr gesehen, den Mvmi, den sie liebte und den sie nicht lieben durfte, aber mrf ihrem Schreibtisch lag ein weißes Blatt Papier und darauf stand sein Abschiedsgruß mit Bleistift geschrieben. Worte, die sie wohl kannte, die selbst einst ihr Herz mit dumpfem Weh durchzitterten : Die Sehnsucht ist großäugig anfhewacht Und redet sacht, stand auf dem Zettel intb dann eine Reitze Gedankenstriche und zuletzt: Sie löste vom Haupt sich ein Dornenreis Und drückt es auf mein Herz leis — Tos Blutet mm heiß. Und der Flieder klopfte mit seinen Zweigen gegen die Scheibe,: und duftete nt das stille Stübchen hinein so süß, och, so betörend süß. ♦ Mir summt im Herzen ein keifes Lied, Ich wag' es nickt zu beginnen. Es ist zu traurig. Und ein Gedanke mich dlwchtzieht. Ich wag' nicht ihm nachzusimven, Es ist zu schaurig. Eine plötzliche Ahnung jedoch. Die möchte ich wissen: Ich werde beides noch Erleben müssen! Emil Tlaar. Svens Mitteil mA, daß Sigrid in Berkin sei. hatte einen wahren Sturm der verschitenstrn Gefühle in Ragna entfesselt. Wie kam es, daß ihr Sigrid nicht schrieb? Wen» sie auch ihren genauer Aufenthalt nicht kannte, so wußte Sigrid dvch, daß durch Chaja eine Verständigung leicht möglich war. Wollte Sigrid sie nicht Wiedersehen? Fühlt: sie noch her langen Trennung nicht selbst die teißeste Sehnsucht die einzige Schwester in die Arme zu schließen? Ragna stand vor einem Rätsel, dessen Lösung sie unausgesetzt beschäftigte. Zwei Tage waren schon vergangen, seitdem Sven das Bahnhäuscken verlassen, und noch immer fehlte ihr jede Nachricht von Sigrid. Ragna spann die abenteuerlsik^ sten Pläne. Heimlich wollte sie nad) Berlin fahren, um Sigrid zu sehen, dann wieder wollte sie ihr schreiben, sie an flehen, in ihre Arme zu eilen, aber immer wieder gab sie den Plan auf, weil es ihr fehr unwahrscheinlich dabei schien. SigiÄ» ihren eigentlichen Aufenthaltsort zu verheimlichen Und das mußte geschehen, die Ihrigen bunten nicht wissen, wo sie weilte. Denn neuen Kämpfen toni Ragna, wir sie sich selbst müde eingeftanb, nicht gewachsen. (Fortsetzung folgt.) Vermischte». Zum Tode verurteilt. Schneidemühl, 13. Aug. (Wolff.' Das Kriegsgericht verurteilte die Frei' willigen des Grenzschutzes Paul Dietrich und Erwin B o t t k e wegen gemeinschaftlichen Raub,nordes am 8. Juli an dem Besitzer Spichalla aus Karlsbach bei Wirsitz zum Tode. Beide waren voll geständig. D ü s s e l d o r f, 13. Aug. (Wolff.) Das außerordentliche Kriegsgericht verurteilte den Maschinisten Gerhard Fischbach zum Tode. Fischbach erschoß am 27. Juli in Düssel dorf-Wersten auf dem Wege nahe der Grenze des besetzten Gebietes den Kaufmann Oskar We inert aus Münster und beraubte ihn seiner Barschaft von 2000 Mark. Acht deutsche Kriegsgefangene getötet. B e r s a i l l e s, 13. Aug. (Wolff.) Im Walde von Aner, zwischen Fourmies und Hirsen explodierten gestern auf dem Transport Granaten. Acht deutsche Kriegsgefangene wurden getötet Einige Blätter melden auch, ohne einen Ort anzugeben, daß in Belgien ein Munition^ depot mit zehntausend Granaten in die Lust geflogen sei. Nur einige Personen seien leicht verletzt worden. In einem Umkreis von dre? Kilometern sei Sachschaden angcrichtet worden. Diamantfunde. Amsterdam, 13. Aug. (Wolff.) Reuter meldet ans London: Tas Dolonialamt teilt mit. daß in her GoldLüsterckoüonie Diamantfundr gemacht worden sind. Der neueste Streik. Aus Bremen meldet der „Berl. Lokalanz.": Infolge von Mißhelligkeiten über neue Abstempe- lungövorschriften ist es hier zu einem „S t r e i f" der Arbeitslosen gekommen. Sie hielten Seffern nachmittag eine Versammlung ab und beschlossen, im „Streik" zu verharren. Die organisierte Arbeiterschaft soll aufgefordert werden, gleichfalls in den Streik einzutteten. Die Arteits. losen wurden ausgefordert, keine Arbeit in Belgien und Frankreich anzunehmen, selbst wenn man ihnen etnen Tagelohn von 40 Mark und freie Beköstigung gewährte. Auch die Arbeit auf dem Londe sei zu verweigern. Im Anschluß an die Versammlung zog ttotz des Belagerungszustandes und des Umzugsverbotes eine Gruppe von etwa taufenb Personen durch die Sttaßen zum Senol und verhöhnte die Angehörigen der Regierungstruppen. Das Militär schritt ein und nahm Ver- Haftungen vor. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Arttkel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Zu dem gestrigen Eingesandt „Kohlenversorgung und Landwirtschaft" fei jur Aufklärung der Einsender folgendes zu er* widern: Tie in den letzten Mvmtten in Garbenteich ansgeladenen Waggons Kohlen für die Eisew bcchner waren bis auf einen kleinen Dell (noch nicht ein ganzer Waggon, der für die Eisenbahner von Hausen, Garbenteich und Steinbach bestimmt war) alles Tienstkohlen und sind als solche für d« Heizung her Dienst- und Watteränme, sowie Schrankenwarterbuden bestimmt und kommen nicht den in dem Eingesandt angeführten Eisenbahnern zugute. Mit dem Holze haben die maßgebenden Stellen überhaupt nichts zu tun, denn das Holz ist bis jetzt immer noch bezugsscheinfrei gewesen und ist von der Bahn, um hier den Brand nicht noch mehr für die Allgemeinheit zu verteuern, bei öffenllichen Berstei gerungen in waldreichen Gegenden gekauft worden. Einige V senbahner. Mrchttche Nachrichten. Katholische Gemeinde. Donnerstag, 14. Aug., nachm. 5 Uhr iuti abends 8 Uhr: Gelegenh. z. hl. Beichte. — Freitag, 15.: Fest Mariae Himmelfahrt GVa: Gelegen hl. z. hl. Beichte; 7: hl. Messi 8: Dustellung d. hl. Kommunion; 9: Hochanv m. Pr.; 11: hl. Messi; nachm. 2: Andacht m Segen. m. 188 Swett« Blatt Wit heute eiugrtnffvi Fortsetzung 32. (Nachdruck verboten.) ehr.Bertix. Ragna Gvendbucg dtp man von Anny Wothe. ibt ablL Exetlilor j Uffk Peten-1” MliiitiüiEj MH115' titeHmitü; beodor Schmidt. taner Neuen ftiwj Verschiedene! wdeot sucht llvm? Latein. Echr. it Preisangabe 5807 an den G. gabelSb. Stenogrc 58H7 an M Bäglerli •fttr dem Haute. "1 Wallloritta^ Mdlich. SoribW» chr-Angeb. mit Brotmarken^ RW fl^ HO/ nnt I ichtes Lei Geldbeutel -M AM l'fapen ist, verständigen, daß mir bei dem Eisen- lahLUnsall, den sie oielleltht schon durch die Zeitung erfahren hat, kein Leids widerfahren." „Sofort," sagte Ragna. ,Lch werde Ihnen ^rrch Frau Brand alles Nötige senden, auch das Möbel LLH S'iskind, 29, iHiubenWäjit^ Suskind, £enenwec29 L^ptehlunat» Zigaretten! fant. rein, tnbat! mbcrole, ohne S|P .Ms jfeird t'19o.-p.5Jliae,y Allies geg.9ifl(6noti jCarren, gute Qu Rille, Probesorllnm« tt unter'/, llllfit 1 tlBlrieh, DubiimI Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhefsen) nen andere Besthoärckungen des Ggentumsrechts I zum Vortrll des Bewerbers unb im Interesse einer lachgemäßen Wirtschaft nötig werden, sv vor allem | zur Sickerung des Besitzes die Festsetzung einer Berschuldungsgrenze, Abmachungen über ine Art der Benirtschaftung ufto. Andernfalls wird man dauernde ober probeweise, aber möglichst lang- sristige Pachtverträge abschLießen, die dem Staat die Möglichkell bet Rücknahme des Londes bei unsachgemäßer Bewirtschaftwig geben, dem Bewerbe aber doch das Jntereise an seinem Besitz, besonders an einer langfristigen Planwirtschaft durch Düngung ober Anlage von Kulturen ufto. nicht schmälern. Nicht vergeben darf werten, daß das gmrzc Gebiet Neuland rst. Erst allinuAich wird man aus Erfahrungen zu festen Grund sollen Tom men. I ebenfalls genügt ater wohl dieser Uebcrblick, um von den Aufgaben und Möglichikellen dieses Gesetzes ein Bild zu geben. Manches Vorurteil wird schnnnten unb jeder wird bei gutem Willen cingefteten müssen, daß das Gesetz bei warmherziger und sachkundiger Durchführung pon großem Segen begleitet sein wird, daß es vor allem alles andere ist, als ein mutwilliger Zerstörer des Vorhandenen. Alle Kraft ist ter Arbeit und Fürsorge für die deutsche Bvdenwirtschaft UU widmen. Gelingt es, unsere Wirtschaft zu erneuern, eine zufriedene und artellsame Landbevölkerung unb seßhafte Land- arteitcrschoft zu schaffen, so wird dies dazu beitragen, daß Teutichlands zerschlagene Kräfte wieder erstarken und unser Volkstum ferner Wieder- aufrichtung entgvgengeht. Vie KrelstagsroaljL Für die am 17. August 1919 stattfindende Wahl zum KreiStaa des Kreises Gießen sind folgende Wahlvorschläge iugelaffen: I. Der Sozialdemokratischen Partei, Kenmvort: Sozialdemokrattsche Partei: 1. Haas, Ludwig II., .Zigarrenfabrik., Steinberg, 2. «bomberger Paul, Rechtsanwalt, Gießen, 3. Lindenstruth. Ludwig. Lagerl-alterarteiter, Heuchelheim, 4. Weißgerber, Otto, Oberlehrer (Professor), Gießen, 5. Müller, Otto, Unteraffiftent,* Reiskirchen, 6. Rudolf. Heinrich, 2anb- unb Gastwirt, Trains-Horloff, 7. Hüter, Marianne geb. Meter, Hausftau, .Gießen, 8. Rohrbach, Hch. VIII., Schlosser, Lollar, 9. Oßwald, Heinrich III., Bauunternehmer, Wieseck. 10. Harter, Friedrich, Schlosser, Großen-Buseck, 11. Mehl, Heinr., Werkmeister, Großen-Linden, 12. Mohr, Heinrich, Versicherungs-Inspektor und Bcigeordn., Garbenteich, 13. Müller, Heinrich II., Weißbintermeistcr, Lang- Göns, 14. Keßler. Karl, Sttaßeriwart, Gießen. 15. Schmidt, Wilhelm, Elektromontmr, ©rünterg, 16. Schäfer, Heinrich V.. Bergmann, Sieb, 17. Rudolph, Karl I.. Invalide, Daubringen, 18. Ester, Heinrich, Maurer. Vlllingerr, 19. Pfeffer, Ludwig III., Schlosser, Staufenberg, 20. ©terfer, Wilhelm, Dreher, Alten-Bujeck, 21. Sommerlad, Wilhelm Philipp, Maurer. Beuern, 22. Grimmel, Karl, Elektr.-Arbeiter, Leihgestern, 23. Etzelmüller, Johann, Maurerpolier, Rödgen, 24. Waisbeck, Christian, Städttscher Arbeller Gießen, 25. Germer, Philipp, Kraftfahrer, Klein-Linden. n. Der Unabhängigen sozialdemokratischen Partei, Kennwort: U. S. P. Georg Beckmann, Kran- lenlaffenangefköter in Gießen. 1. Beckmann. Georg, Krankewkassemnrgestettter, Gießen, Rodheimer Straße 30, 2. Benner, Johann Karl, Güterbotenarteiter, Wieseck, Ratenauer Sttaße 32, 3. Schilling Willi, Installateur, Lollar, 4. Sckmidt. Ludwig III.. Taglöhner, Heuchelheim, 6. Lutze. August, Bctriebsteantter, Gießen. Lahnstraße 9, 6. Faber. Karl L, ßanbtoirt, Leihgestern, 7. Burger. Heinrich V., Bahnarbeiter. Steinberg, 8. Schmidt, Friü)rich Wllhelm, Bahnarbeiter, Trohe. 9. Benner, Heinrich, Hilfsweichensteller, Alten-Bnseck, 10. Degen, Wilhelm, Bahnarteiter, Großen-Linden, 11. Decker, Karl Wolf- Weißbinder, Garbenteich, Anneröter Sttaße 10, 12. Stumpf, Konrad, Bergmann, Hausen, Amie- röder Sttaße 11, 13. Sommerlad, Karl Kasp. II., Maurer, Beuern, .Hopsgartensttaße 1, 14. Kästner, Elisabeth geb. Riegler, Eheftau, Gießen, Joharv^ nessttaße 11, 15. Rotenhausen, Karl, Bildhauer, Wieseck, 16. Grothe. Bruno, Bahnschlosser, Lollar, 17. Germer, Ferdinand, Trechslermeister, Heuchelheim, 18. Held. Karl. Schlosser, Leihgestern, 19. Gräf, Hillmar, Buchbinder, Steinberg, 20. Döll, Ludwig Zimmermann, Trohe. III. Der Deutschen Volkspartei, beginnend mit den Namien: Landgerichtsrat Richard Schuht, Gießen, Bürgermeister Kaspar Ranft, Grünberg, Kreisstraßenmeister Heinrich Herrmann. Lich. 1 Landgerichtsrat Richard Schuht, Gießen. 2. Bürgermeister Kaspar Ranft, Grünberg, 3. Kreis- straßcnmeister Heinrich Herrmann, Lich, 4. Stadtverordneter Heinrich SEBijut, Gießen, 5. Bankdirck- tor, Ludwig Griesbauer. Gießen, 6. Kaufmann Karl Röhr, Gießen, 7. Avotteker Reinhold Wclcker, Allendorf a. d. Luncka, 8. Oekonomicrat Earl Hoffmann, Hof-Güll. 9. Bäckermeister (Obermeister) Wilhelm Löber, Gießen. 10. Dreher Fritz Wenzel, Gießen, 11. Fran Else Rahlmeier geb. Sager. Ehefrau, Gießen, 12. Dr. Georg Krausmütter, Gießen. IV. Ter Deutschen demokratischen Partei, mit dem Kennwort „Deutsche demottatische Partei, beginnend mit dem Namen Landwirt Jakob Becker, Kesselbach". 1. Jakob Becker, Landwirt und Küfer meister, Kesselbach, 2. Karl Keller. Oberbürgermeister, Gießen, 3. Heinrich Jhring, Brauereitesitzer, Lich, 4. Josef Sauer, Großkaufmann. Gießen, 5. Georg Kreiling, Bürgermeister, Heuchelheim, 6. Wilhelm Arnold, Landwirt unb Gemeinterechner, Grünin- gen, 7. Marie Bousset, geb. Vermehren, Gießen, 8. Karl Heinrich Keller, Postsekretär, Grünterg, 9. Wllhelm Föhr, Ober-Ingenieur, Mainzlar, 10. Martin Fischer, Lehrer, Gießen, 11. Arthur Ehleder, Buchhalter, Lollar, 12. Heinrich Luh, Eiferckahnuitterassistent, Klein-Linten. V. Der deutschmttionalcn VolkSpartei, Ortsgruppe Gießen und des Hessischen Bauernbundes mit dem Kennwort: „Bereinigte Stabt- nnd Landliste" beginnend mit ten Namen: 1. Wllhelm Fenchel, ßanbtoirt in Ober-Hörgern. 2. Ernst Ludwig Sack. Metzgermeister in Gießen. 1. Wllhelm Fenchel, Landwirt in Ober-Hör- gern, 2. Ernst Ludwig Sack, Metzgermeister in Gießen, 3. Hermann Schieferstein. .Fabrikant in Lich, 4. Lntevig Dörr, Landwirt in Queckborn, 5. Wilhelm Anton Romps, Sanbtoirt und Altbürgermeister in Lang-Göns, 6. Heinrich Schirmer, Fabrikant in Gießen, 7. Johmmes Rolshau- sen, Schreinermeister in Allendorf an der Lumda. 8. Heinrich Wetz II., Bürgermeister in Holzheim. 9. Heinrich Gottmann. Landwirt in Gießen, 10. Georg Friedrich Müller, Bürgermeister in Bellersheim, 11. Johannes Hirz LK., Mühlenbesitzetl in Watzenborn-Steinberg, 12. Gustav Lindemann. Ingenieur in Gießen, 13. Friedrich Bommersheim, Landwirt in Langsdorf, 14. Heinrich Bausch Metzgermeister und Sanbtoirt in Grünberg, 15. Carl Seibel, Kaufmann in Gießen, 16. Ludwig Hofmann V., Landwirt in Lollar, 17. Jakob Gerhard V., Sparkassenrechner in Steinbach, 18. Karl Schmahl, Landgerichtsrat in Gießen, 19. Giltert Sames Landwirt in Bettenhausen, 20. Richard Schäfer, Landwirt in Hungen, 21. Wllhelm Schäfer, Landwirt in Mainzlar, 22. Johannes Loh, Hausverwalter in Gießm, 23. Ferdinand Gans Bürgermeister in Großen-Buseck, 24. Gmard Knauß, Bürgermeister in Stangenrod, 25. Karl Malkomesius. Hallenmeister in Gießen, .26. Heinrich Gerlach EC, Sanbtoirt in Eber stabt. 27. Ludwig Keßler VIL, Landwirt in Großen-Linden. 28. Ferdinand Volkmann II., Landwirt in Heuchelheim, 29. Heinrich Schmidt. Ober-Bahnassi- stent in Gießen, 30. Dr. Emil Heuser, Oter- Uckliothekar in Gießen, 31. Peter Heinrich Euler, ßanbtoirt in Grüningen, 32. Johannes Brück V. in Burkhardsfelten, 33. Peter Stein. Bürgermeister in Climbach, 34. Hermann Belten VIII., Landwirt in Göbelnrod, 35. Heinrich Theiß XX. in WeiterSharn. / Keine ter WahlvorschlLge sind für verbunden erklärt. HorhschnlnachrZchte«. Arnstadt, 12. Aug. Ter ArnstLbter Ber- banb mathematischer und naturwissenschaftlicher Vereine an teittschen Hochschulen, tm deutschen Wisfenschafter-Verbanb, tem an ter hiesigen Universität bie Wissenschaft!. Verbindung Merowmgia angehört, hat vont 31. 7. bis 3. 8. 19 nach fünfjährrger Panse in Arnstadt wieder einen Ver- bandstag abgehalten, der von 17 deutschen Universitäten unb technischen Hochschulen tefdgtft wurde. Tie Arbeit galt neben ten internen Angelegenheiten des Verbandes vor allem tem Neuaufbau des ©tubcntenlebend mit tesontever Berücksichtigung ter Hochschulreform unb her staatsbürgerlichen Erziehung. T« Festlichkeiten blieben tem Ernste ter Zeit entsprechend auf ein geringed Maß beschränkt. Donnerstag, H. August 1919 Behördliche Anzeigen. ö. S. P. Giessen ö. C.---v U.IJL, w xc 12 Uhr, R—Z Sanus- Dcr Vorstand der 1L S. P. Ujonall ZtiUC Utvjciliyui .yUULCUZLUAÖllJl, IlMU». H**"' bat, Ansprüche auf .vorgenannte Uatterftiifciung-c-n BerSrvd, den 13. 9482D Becker. Grummetgras-verfLeigernng. Anwn Rompf, Landwirt und AMüvsermeifter in Lang-GSnS, Mendorf « der imb bat Eis- Schillerstruße, 9433B auf dinmü» Bolkmmm II.. Landwirt in Heuckxlheim. 2 Waggon ca. U5 Ztr. gutes Wiesenheu. Heseler, Gerichtsvollzieher, Gießen, Bahnhofstraße 29. helmsttaße. Der Abstimn er AbstimmungSbezirk 11 umfaßt: Bergstrabe, Bruchstraße, Gartenstrahe, Ludwigs- 5>°i iuf Steinstrabe 85. ,,u» ab 91846 Nit Der Oberbürgermeister I. Krenzien. 6. 7. 8. 9. 10. 1. W 2. Er 3. Hc 4. Lu 5. W, der Gemeinde eine Umlage erhoben, yt der auch hie Äusrnärkrr beizutragen haben. fettS ist ab 1. ds. ALvs. um 29,00 E für die 10 Tonnen erfiöfa Norden. Der L>üä«tw«s totrb deshalb unter Htmvcis auf ntciicc BeLurntmvchuing nach dem Grundsatz ,^Jedem da» Seine"! Unsere Kandidaten für den Kreistag sind: Landwirt in Ober- ' Metzgermeister in risdnag W. Sn«U»t Barsche Krimer- Geld-Lotterie TrefiertgMgstenhfc 20000M. z«8.3264Geldgew.iLlPräBL 37000M. Lose je 1 Mark.Porton. Uete 45Pl.empl.Lotterie-0nlenL J. Stürmer l Mannheim 0.74L*! ges zu Anschaus Baumgarten. Gießen, den 14. August 1919. OüsfSrsterrr SchrftsiboW. Trautwein. F—K Jaeitag nachmitt« Samstag vvrnrittag von Marken-Ausgabe. Am Freitag den 15. und Samstag bat 16. dS. >. gelangen nt den Bezirken Brotmarken wie stehend zur Ausgabe: A—E Freitag vormittag von 8—12 Uhr, Bekanntmachung. Wir uns der Arbeitsausschuß der Becei.rigüng der Fürporgestellen dar KricgsOnterttieLenen im Bererch^ d-s XVIII. A.-K. F-raickfurt a. M. mite teät, ftel-cn dem Generalbmimando II. dlrmrv- korps in Stettin ©düauttd in peschDÄnttent Um* sang für Hinterbliebene von Kriegern deutsckier -Mttrnst, .dir in den Kümpfen der VIII. Attmec imt Rigas Befreiung vorn 1.—5. September Versteigerung. »6 den 15. August dS. IS., nachnrtttagS rüeigere ich am Güterbabnbos in (Sieben ung den es angeht gegen sof. Barzahlung Böhm — Rodbeimer ® enr Postkarte fcuitff, datz ivi ^mde Nation Mr allerdings die Eie Verfassung den ^men Nach Arti Fn der Sa im fietd &ne Weitervemutzerung ist erst noch ersotgter besonderer Gc-tehmiguny gestattet. Weitere tetunfl erteilt Herr Forsüvart Mew- Berfteiaeruug bestimmt. H. Benner II., Auktionator, Krofdorfer Straste S. Annahme von Versteigerungen aller b einzelner Gegenstände. ’ÜWL 'W 1919. 9428 Der «■StR 7» m den Gießen, 12. August 1919. 94J25B Stadt. FLrsorgeamt für KrteysbeschDigtt M. 225.— „ 660.— Al der Reichstag durch die Reu Aie weitere Tete «Reglening statt M EmMng der (Allgemein Damit ist : lT Nach Mi "geblait" von 9ett1l dteNeui «roderFeb! tag nachmtttag von 2—6 Uhr. DieMarkensindunbedingt an vorgenannten Ausga betagen ab -ur#olen, da die seitherigen täglichen stunden von 8 — 10 Uhr vormittags in Wegfall gekommen sind. Gießen, den 13. August 1919. . 94358 Ter Oberbürgermeister (Lebcnsmittelamt). Enthüllungen, Volksbetrug und U. S. P. Referentin: Stadtö. Zrl. Toni Sender und grnntfnrt a. M. grauen uni) Männer des arbeitenden Balkes ersSeint in Massen! teichm in bei ForsLwortevem Baumgarten und Leihgestern in der Wirtschaft des Georg Sommer VI. -u Watzenborn versteigert. ES teerten nur Personen aus Orischrfterr $um aus besten seither schon oegeb- heil gescl-affen, dm Ministern mi kr nicht vordere Tie Fassung d tnnfe ta W& 'Wte Ä V Gessentliche Versammlung Samstag, 16. August, abeudS 8'/, Uhr im Lokale „zur LiebigSböbc". kür RsümMk Kakao Schokolade Thee, ächt Remy-Stärke Kaffee-Ersatz Kaüeö-Esseoi Pfeffer Nelken Kümmel Senf billiget bei 8» Benner&Krunun ClleSen. Bekanntmachung. Ter vom Gcmcrnderat burrhberxrtene Vvvaw- ichfag der Gemeinde Winnerod für 1919 Rj- liegt vom 16. ds. MS. an eine Woche fang auf unserem Amtszimmer zur Einsicht offen-, EirSverv- Packpapier« in Bogen und Rollen Lederpappe« ----- Eckt —..... Pergament Pergamentersatz Versand- Schachtel« in all. gangbaren Grdben am Lager. Besondere A» seriiguug. in kürzest. Frist Eierschachtel« für 6 bis 48 Stück Inhal! empfiehlt *• ). weinert Giehen Papierwaren grohhaudl. Schachtel-Sabrikoti— Fernruf 215 > Neuenweg st OU. 1JL. X2-HIU .VtMJVl, W* — l,*—-v 31. Peter Heinrich Euler, Landwirt in Grüumgm, 32 Johannes Brück V. in Burkhardsfelden, 33. Peter Stein, Bürgermeister in Climbach, 34. Hermann Velten VIII., Landwirt in Göbelnrod, 35. Heinrich Theiß XX. in Weitersham. Irr WahlanWß f. 6.,Verrichte Stadt-1. LaadM «ermann Kohlhase, OberpostskkretLr, Wilhelm Fenchel, Landwirt. SX' Freie Diskussion. 0427D Bersteigerung »reitaa den 16. Rnaust von nachmittags Uh« ßk. 18? Sm Zusamment Kationalversamni Kntlichung. im in erklären ist, c itr der äußerste Linken begegnen Mssassung,, bat SÄ länger als nötig V Das ist wohl km ein Versehen, wie ti ober auch kaum Msidcnt Ebert e Leo Erlaß im R> mb Dr. David u lionolvsrsainmlui -trögen die Gesetz« Itr Postgebühren meng bereits die leg". In der Nati Asifeaerhob fn« gehackt, v-MA trocken, wieder vorrStig r? Emil Lotz v «eifer - Allee. Telephon 2081. 940? Ä Schellfisch« Seehecht UaSabelM Boll-Heringe Bismarck-Herintz« ff. Tilsiter ftäfe. .1. M. Sehelhef Marktstr. 4. -» Tel. M An- u. Verkauf von Lnmveu, GiseUaMc lallen, Knoche«. V« Vier, Klasche«, aebr. Maschine». 135L1 Bekanntmachung bett. dieWahlen zum Kreistag des Kreises Gießen Am 17. August 1919 vormittags von 10 Uhr bis nachmittags 8 Uhr wird die Wahl von 30 Kreistags- Mitgliedern des 5kreiseS ©legen vorgenommen. Die Wahl findet statt: Erntedecken ^uÄTnÄÄ und 5X^1 Meter groß, sofort lieferbar. 9274 Ludwig Lazaro«, Aster weg 53, Feraspr. 505. Kon jetzt mit 9tei(f)$tag get ter die Verfasst Für den AbstimmunaSbezirk 1 tm Alten Rathau Marktplatz 14. Wahlvorsteher: Direktor Or.Bau Stellvertreter: Biickermelster W. Löber. Für den Abttimmungsbezirk 2 tm städt. Dtenst- gebäude, Asterweg 9. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Adam Bol», Stellvertreter: Möbel- fabrlkant Karl Stückrath. Für den 2lbstimmnn^sbeLirk 3 im Gewerbebaus, Kirchstrafie 16. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Landgerichtsrat Neuenhagen, Stellvertreter: Stadtkassendirektor Maser. Für den Abstimmungsbezirk 4 im SchulbauS, Schillerstrake 8. Wahlvorsteher: Rektor Jann, Stellvertreter: Kommerzienrat Mueller. FRITZ NOWA.CK Angebote in Waschblusen Weiße Tüilblusen m. 27.- Weiße reich gestickte Stickereiblusen 2980 Farbige Batistblusen ra,c Mustern..........M. 29.— 33.— 35.— Gießen, 12. August 1919. 04248 Ter Olvrbürgermei'ter. I. V.: Kren-ien. platz. Walltorstrahe, Wetzsteingaffe ZvselSgafie. Der AbttimmnngSbe-irk 2 umfaßt: Asterweg, Dammstrahe, Ederfttaße, < 2 Schwelletldohrmaschinen, 70 Pickel m Spitzhacken, 1 Gletcüberhöhunaömefier, Krückenschlüssel, 1 GletSbebewtnde, 12 Brechetse«, 1 Nohrbalter, 1 Kanalrolle, 8 Souwittoee, 8 Flaschenzüge, 6 Spaten, -M Mckelstiele, 3 Eisenbetonstampser, 4 Schienetuanaev, 12 Giefiringe, 10 Schlagbämmer, 2 VfHioe« 1 zusammenlegbar. Tisch, 2 Pumpenschlauche, 2 Teeröfen, 1 grolle Partie leichte und schwere Zerrisse«« ganz unbrauchbare Strümpfe Wokbemverr, Röcke «sw. tnur reine wollene kauft zu bechslea $lt aller Art sind jetzt wieder in reich. Ausw.am Uger. Wir übernehmen auch die Anfertigung aller Art v.Gardinen, wo Stoffe zugegeben werden. Wir haben besond. große Ausw. in eleg.Tüll- Vorhängen. Besicht. Sie uns. reich!).Auswahl. etAC Modehaus Salomon, Schulstr. 4. Schottitratze, Weserstralle. Der LlbttimmungSbezirk 3 umfaßt: An der Hardt, 5^rosdorser Straße, Nord-Anlage, Rodbeimer Straße, Schützenstraße. Der AbstimmungSberirk 4 umfaßt: Am Nodberg, Bückingstratze, Marburger Straße, Steinstraße, Wiesecker Weg. Der AbttimmnngSbeLirk k» umfaßt: GabelSbergersttaße, .Hammstraße, Kornblumen- aaste, Labnstraße, In ^öberS Hof, Marktstraße» Müblsttaße, Kleine Mühlgaste, Neustadt, Sand- gasse, Tiesenweg. Der Absrimmungsbezirk 6 umsaht: Bahnhofstraße, Grabenstrahe, Schanzenstraße, West-Anlage, Hinter der West-Anlage. Der AbstimmungsbeLirk 7 umsaßt: Buddestrabe, frankfurter Straße. Der Abstimmungsbezirk 8 umfaßt: An den Bahnhöfen, Am Steg, Buchnerstraße, Crednerstraße, Friedrichstraße, Glauvrechtsttahe, Hillebrandstrabe, Hosmanustraße, Klinikstraße, Mittelweg, Wetzlarer Weg. Der AbstimmuugSbczirk 9 umfaßt: Aulweg, Ebelstraße, Erdkauterweg, Leihgesterner Weg mit Bergwerk, Liebigstraße, Wilsonsttaße. Der AbttimmuuaSberirk 10 umfaßt: Aliccstraße, Ludwigsttaße, Am Rtegelpfad, Wil- Dienstag, 19. t MtS., vvr"mittttgs 7 Upr, wird das Grmmnvtgvas von den ftska-- l^chen Wtesen in den Gemarkungen Garben- reich, Schi enberg und Watzenbvrn,^>as Gras von Achtung! kraße etnönns Amach- nnb Talat-knkea, Weigkravt, Bahaea «ad Zwiebel eiagetrvssea. Berkaus Freitag früh von 8 Uhr an am Felsenkeller. (9256) Frosch, Telephon 2133. platz, Stt'phanstraße. Der AbstimmungSbczirk 12 umfaßt: Bletchstraße, Äoethestraße, Henselsiraße, Löber- stralle, Lonystraße. Der AbstimmungSbczirk 13 umfaßt: Biömarckstrade, Georg-Philivp-Gatlstralle, Guten- berastralle, Hcstenstraße, Kevlerstraße, Sandmann- stratze, Nahrungöberg, Wolsslraße, Schistenberger Weg, Gemarkung Schiffenberg. Der AbstimmungSbezirk 14 umfaßt: Sicher Straße mit Stnferne I und II. Der Abstimmungsbezirk 15 umfaßt: B-Allee mit städtischer Kaserne, Kaserne der inengewehr-Kompagnie und Baracken, stimmungsbezirk 1<> umfaßt: Eichgärten, Eichweg, Landgrasenstr., Ost-Anlage, Molikesttaße, Roonstt., Gr. Steiuweg, Wiefenstr. Der Abstimmungsbezirk 17 umfaßt: Brandgasse, Brandplatz, Braugaste, Kanzleiberg, Sandgras-Philipp-Platz mit SettgäQudtaferne, Marktlaubenstraße, Senckenbergstr., Schloßgaste. Der AbstimmungSbezirk IS umfaßt: Diezstraße, Dretbäusergafse, Erlengasse, Kaplanei» aaste. Neuen Baue, Schulstraße, Sonnenstratze, Trillergasse, Wagengasse, Weidengaste. Der AbstimmungSbezirk 19 umfaßt: Kreuzplatz, Söwengasse, Maigaffe, MäuSburg, Nittergasse, SelterSmeg, Teufelslustgärtchen, Wcttergasse, Wolkengaste. Der AbstimmnngSbezirit 20 umfaht: IohanneSstraße, KaplanSgastc, Katharinengaffe, Ncuetttveg, Plockstraße, Süd-Anlage. Die Stimmberechtigten haben 30 KreistagSmit- glieder zu wählen. ES können nur für einen der zugelassenen Wahlvorschläge, in welchem Abänderungen nicht vorgenotninen werden dürfen, Stimmen abgegeben werden. Alle Stimmberechtigten werden eingeladen, zu der angegebenen Zeit sich persönlich einzunnden und ihre Stinnne abzugeben. Gießen, den 20. Juli 1919. 22. Johannes Lvh, vansverwalter r 23. Ferdinand Gans, Bürgermeister 24. Eduard Kn " * 25. Karl M Bringe dem geehrten Pitblikum von Lang-Göns u. Umgebung mein neues Lager in 015898 Göricke - Fahrrädern sowie Mänteln, Schläuchen und allen Zubehörteilen in empfehlende Erinnerung. Reparaturen an Rädern w. prompt ausgef. Ludw. Philipp, Lang-Göns, Mohrgasse 2Ö. Für den AbstimmutraSbeztrk 5 im Alten Sckml- Haus, Aeustadt til. Wahlvorsteher: Rentner Wtlh. Plank, Stellvertreter: Professor Dr. Erb. Für den Abstimmungsbezirk 6 im Schulhaus, West-Anlage 43. Wahlvorsteher: fsteniner Georg Simon, Stellvertreter: Stadtv. Albin Piann. Für de» AbstimmungSbczirk 7 im Restaurant Hessischer Hof, syranksurter Straße 7. Wahlvorsteher: Beigeordneter Krenzien, Stellvertreter: Apothekenbesitzer J-ritz Bauer. Für den Abstimmuitgsbezirk 8 in der Alten Klinik, Liebigstraße 16. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Heinrich Winn, Stellvertreter: Postsekretär Karl Sehrt. Für den AbstimmnngSbezirk 9 im Konfirmandensaal, Liebigstraße 58. Wahlvorsteher: Lehrer Wilhelm Michel, Stellvertreter: Fabrikdirektor Thome. „ Für den AbstimmungSbezirk 10 tm Realgymnasium, Ludmigstraße 11. Wahlvorsteher: Jusüzrat Dr. Rosenberg, Stellvertreter: Stadtverordneter Heinrich Fourier. Z-Ür den AbstimmungSbczirk 11 im Stadthaus, Gartenstratze 2, Erdgeschoß Zimmer Nr. 7. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Professor Dr. Krau»- mllller, Stellvertreter: Lehrer Karl Leib. Für den AbstimmungSbezirk 12 im Handels- kammergebäude, Lonpstraße 7. Wahlvorsteher: Bauuniernehmer Georg Becker, Stellvertreter: Geh. 5lirchenrat Professor Dr. ffrüget. Für den Abstimmnuaövcrirk 13 in der Universitätsbibliothek, Keplerstralle 2. Wahlvorsteher: Rendant Wilhelm Eisenhauer, Stellvertreter: GenossenschastSfekretär Hermann Kirchner. Für den AbstimmungSbczirk 14 in der Wirtschaft zum Kronprinz, Wvlfsttaße 21. Wahlvorsteher: Kaufmann Adolf Schmidt, Stellvertreter: Ber- walter Karl Lotz. Für den AbstimmungSbezirk 15 im Israelitischen Gemeindehaus, Lonnstraße 4. Wahlvorsteher: Welnhändler Karl Küchel, Stellvertreter: Kohlenhändler Georg Lotz. Für den AbstimmungSbezirk 16 im Justizge. bände, Ost-Anlage 15,Saal im Erdgeschoß. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Amtsgerichtsrat Wachtel, Stellvertreter: Kommerzienrat Noll. Für den SlbstimmungSbezirk 17 tm RegierungS- gebände, Landgraf-Philivp-Platz 3, Sitzungssaal. Wahlvorsteher: Möbelfabrikant Franz Brück, Stellvertreter: Hausverwalter Wilhelm Riebel. Für den AbstimmungSbezirk 18 im Hotel-Restaurant Kaiserhof, Sonnenstraße 8. Wahlvorsteher: Rechtsanwalt Friedrich Engisch, Stellvertreter: Schuhmachermetster Ludwig Bernhardt. Für den AbstimmungSbezirk 19 tm Hotel Prinz Carl, Seltersweg 40. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Jobs. Diehl, Stellvertreter: Staufmann Wilhelm Horn. Für den AbstimmungSbezirk 20 tm Stadthan», Gartenstraße 2, Obergeschoß, SitzunaSsaal Nr. 11. Wahlvorsteher: Kaufmann Otto Rathschlag, Stellvertreter: Kaufmann Alar Bär. Solange Vorrat reicht, jedes Quantum lieferbar. 9422hv HermannAlberts BREMEN, Schüsselkorb 9/10. Foi-W Qualitäts-Zigarette hergestellt aus garantiert reinen T abaken Wähler und Wählerinnen des Kreises Gießen! Am Sonntag, dem 17. d. Mt»., ist Kreistags-Wahl Jetzt gilt es nochmals die Reihen zu schließen und ans dem Zosten zu sein. Der Kreistag und der von ihm zu wählende ^rcitzausschuß sind wichtige Organe der Selbstverwaltung. Stadt und Land verbinden hier wichtige gemeinsame Jntereffen. Das Wohl der Gesamtheit — nicht einseitige Klassenwirtschaft — muß auch im Kreistage oberstes Gesetz sein. Deshalb müssen Stadt und Land fest zusammenstehen und verhindern, daß einseitige Parteipolitit zur Herrschaft gelangt. Zeigt darum keine Wahlmüdigkeit, keine Gleichgültigkeit, keine Lässigkeit, sondern arbeitet, werbt und stimmt einmütig und geschlossen für die vereinigte Statt« u. kandliste beginnend mit den Namen: Wilhelm Heuchel, Landwirt in Gberhörgern, 2. Ernst Ludwig Sack, Metzgemeister in Gießen. Die von uns ausgestellten Kandidaten sind schlichte Männer des Volkes, deutsche Männer, die eintreten werden für das Wohl Aller 14. mb Landwirt tu 15. Carl Seibel, SSaufnuutn in Gtetz», 16. Ludwig tpofmunn V^ Landwirt m Lollar, 17. Jakob Gerhard V„ Sparkassenrechner in ©tetnSti 18. Karl Schmahl, Lmrdgerichtsrat in Gießen. 19. Gilbert Sames, Landwirt in Bettenhausen, 1000 Stück 3000 „ M erregte & llmmndlung al- i?idin€t, da nac > i« *