Montag. H. April 1919 Erst« Blatt Annahme van »njclftl f. die Lage»nummer dis zum Nactzmiriag vorder ohnejedeVerbmdiichkelt 3tUl»fteUe51 Anfchrxii für Drahtnachrichten^ Lnzetgee -letze«. postlchecktonlo: Swinert (L BL 1)686 169. Jahrgang . . General-Anzeiger für Oberheffen SVMttgrnmödr«S L. Verlag, vrühl'fche Umo.-Vuch. u. Steinbruderet H. Lange. Schrtftleitung, Sefchaftrstelle u. vruckerei: Zchulstr. 7. Sturz der RätrdMitnr in Bayern Ermordung des sächsischen Kriegsminiftm, Spartakisten ans , -- . - - fepAujetzt ho (fr tt, he_,ch» nacht GUätielJDQeSL. Die Regier««- Hoffman« a« da» I bayerische Volt. Bamberg, 13. April (WTB.) Tie Münchener Garnison hat die Gewaltherrschaft in München hinweygestgt. Tas Karlcnl)aus der landftemden Ginbruigiüige ist eingestürzt. Mini- chen und ganz Bayern atmen erleid» ert auf. Tie Gewalt der rrch.mäßigen Zöegierung Hoffnruim hat sich mit elementarer Gewalt durchgesetzt und ilt jetzt auch in München wicderhergesteffi. Als Vertreter der Regierung ist mit toeitgehenden Voll- rnachteii der Pichrlxüssoziasist Abg.ordnctcr Halls Bogel-Fürth narl) München entsandt loorden. Sei* nen Weisungen ist bis auf weiteres unbedingt Folße zu leisten. Gr ocveint in sich die gefaulte Zivil- und Militär-Vollzugsgewalt in München: alle bisherigen Anordnungen der Räteregieruns ind äusser Wirksamkeit gesetzt. Bayern! Haltet treu zur Regierung Hoffmann ! Vereint alle Eure Kräfte, mit die Wiederkehr der soeben nieder geworfene n Gewaltherrschaft für alle Zukunft unmöglich zu ntzrchen und der Regierung den Wiedevaufbau des zerrütteten bayerischen Staates zu ermöglichen. 9iur Ordnung! und Arbeit führt zum Zie.e. Bamberg, den 13. April 1919. Die Regierung des $-rci|lnite5 Bayern. Ter Ministerpräsident Hoffmann. tn ytv|eni)cini, oa oon Der B la »er u n gs z u - grrültete Znwpcn flrien ftSnt> «toVt» leiert. Wir erfitdet die » fmntc Par!'« vetchlösie. Paris, 13. April. (WTB.) Rach dem diplomatischen Legebericht tagten die vier Staatsleiter gestern Vor- und Nachmittag. Sie lösten zunächst die Frage des Saargebiets endgültig. Da- nach erhält Frankreich die Ausbeutung des Kohlenbeckens auf immerwährende Zeit und das volle Eigentum an den Bergwerken. Tie Landesvcrwaltung sollte ihm nach englischen Bättermeldungcn auf 15 Jahre übertragen und dann die Bevölkerung zur Abstimmung über die künftige S aatcangehörigveit berufen werden, ernd Lösung, die auch Wilson toegen der Achtung vor feinen Grundsätzen gefordert habe. Diese Nachrichten werden für zuttefstrch gehalten, ausgenommen vielleicht die Tauer der Verwaltung durch Frankreich. In der Finanzfrage erzielten die Staatsleiter ein Uebereinkommven über die Höhe des Betrages, zu dessen Zahlung Deutschland sich im Prälimiinarfrieden verpflichten soff und zwar als Deckung für eine er ft später feftju* setzende Gesamtentschädigung. Tie T eckung dürfte nicht unter 125 Milliarden Franken betragen und soff in Jahreszahlungen in Gold, fremden Werten, Rohstoffen oder Krediten aus ausländische Plätze beschafft werden. Man hofft, das; Frankreich zur Wiedergutmachung der Schäden drei fünftel davon erhalten könne. Ferner- wird eine erste beträchtliche Zahlung als sofortige Abschlagszahlung gefordert werden. Tas Ergebnis der jetzigen Uebereinflinrmtitng gilt nach Havas in Paris als wichtiges Zeichen für die glückliche Richtung der Beratungen und für den gleichmässigen Wunsch der Affiierten, schnell zu be- dcntungsvoffen und praktischen Beschlüssen zu kommen. Lloyd George reift am 15. April nach England zurück. Er dürfte aber schon am 18. April wieder zurück sein, so daß die Beratungen keine Verzögerung erleiden werden. Bern, 12. April. (WTB.) Das „Journal" erklärt sich sehr zufrieden, daß es den französisch-englischen Bestrebungen gelungen sei, durchzusttzen. baft nicht nur die Kriegsschäden, sondern auch die Kriegskosten zurück- ecstattet werden müssten. Deutsche Nationalversammlung. (36. Sitzung.) Weimar, 12. April. Am Regierungstisch: Scheidemann, Schiffer und andere. Präsident Fehrenbach schlägt vor, den an letzter Stelle aut der Tagesordnung stehenden Gesetzentwurf über die Regelung der Kaliwirrschnft sofort in Angriff zu nehmen, damit der Ausschuß ihn schon heute nachmittag beraten könne. Das Haus ist damit einverstanden. Abg. Sackse (S.): lieber den Generalstreik im westfälischen Kyhlengebiet kann ich mitteücn, daß die Regierung mit den vier Bergarbeiterverbänden die siebenstündige Arbeitsschicht einschließlich Ein- und Ausfahrt sofort eingeführt hat und daß zur Prüfung der Frage, ob auch eine sechsstündige Schick)! für die Industrie erträglich ist, eine Kommission eingesetzt ist. Hierfür wird eine internationale Regelung eintreten müssen. Bei der gestrigen Revierkonferenz der Vertrauensleute unseres Bergarbeiterverbandes haben 217 Vertrauensleute für die Wiederaufnahme der Arbeft, 82 dagegen gestimmt, 16 haben sich der Stimme enthalten. Die Arbeit wird also wieder auf genommen werden. (Beifall.) Im bevtfeften Bergbau besteht jetzt die kürzeste Schichtzeit in der ganzen Welt. Das vorliegende Gesetz bringt für den Kalibergbau nicht die vollständige Sozialisierung, wohl aber einen sehr bedeutenden Schritt dazu. Es soll eine alsbaldige Gemeinschaftswirtschaft im Kalibergbau eingerichtet werden. Ein Reichskalirat und ein Sachverständigenrat sind vorgesehen. Die Kalierzeuger werden zu einer Betriebs gemeinschaft zusammen- geschloffen, an deren Verwaltung auch die Arbeitnehmer beteiligt werden. Die völlige Sozialisierung der Kaliindustrie würde sich leichter durch- Nlhren lassen als die irgendeiner anderen Industrie, wenn wir normale Zeiten und Verhältnisse hätten. _ Geh. Oberwgierungsvat Kreßmann: 2,as Kalisyndikat ist in der ganzen Welt eingeführt und fiebert uns durch seine Be-äehungen eine weitere Etat Ereignisse in Sachsen nnö Sayern. Wem in Deutschland noch bestimmte politische Ziele vorschweben, wer dabei auf Ordnung und Sicherheit noch einigen Wert legt, den muß, selbst wenn er auf der äußersten Linken stehen sollte, tiefe Trostlosigkeit überkommen ob des durchaus schwächlichen, nach jeder Richtung hin aussichtslosen Durcheinanders in unserer inneren Politik. Die Rate- Regierung Bayerns ist, wie zu erwarten war, schnell wieder zusammengesallen und ihre lauten Wortführer sind zerstoben und verstummt. Die Regierung Hoffmann wird die Zügel wieder in die Hand nehmen. Die Genugtuung über diese Meldung wird getrübt durch die yreultd^en Nachrichten, die aus Sachsen kommen. Wohin die Duldung ungeordneter Straßendemonftralionen schließlich führt, das geigte sich wieder in Dresden. Der Kriegsmi- nister Neuring, den die tobende Menge von der Elbebri.cke in den Fluß stürzte, um ihm bann ft och durch Gewehrschüsse den Nest zu geben, hatte nichts von dem verbrochen, dessen man ihn beschuldigte. Er war doch wohl auch nicht in der Lage, umgehend Lohn- und Gehaltszulagen zu gewähren. Ein G e s ch w ä tz und G e r ü ch t, er wolle auf die Menge schießen lassen, genügte für diese, den abscheulichen Mord zu begehen. Jetzt ist über ganz Sachsen der Belagerungszustand verhängt, denn die Sache hatte doch eine tie* frre politische Bedeutung. Der „Vorwärts" stellt nämlich fest, das Vorgehen der Dresdner Aufrührer sei genau nach dem Plane erfolgt, der auch für Berlin vorgesehen war und durch seine rechtzeitige Aufdeckuna vereitelt wurde. Die Drahtzieher hätten dieKriegsbefchä- bigten vorgef choben, um nach dem bewaffneten Zusammenstoß sagen zu können, es sei auf Kriegsbeschädigte geschossen worden. Also Spartatiftcirmadje! Der „Vorwärts" klagt in bewegten Tönen, die ganze Zukunft der Sozialdemokratie hänge davon ab, ob sie tm Reickie Ordnung schaffen kann. „Gelingt ihr das nicht, so werden eines Tages andere li)r dieses Amt aus der Hand nehmen, »mb wir werden eine Aera des Schreckens erleben, so baß mancher, der jetzt auf Noske schimpft, bic Wiederkehr der Aera Noske auf den Knien herbeisehnen wird." Die Wahrheit ist, daß die sozialdemokratisdie Parteiführung jetzt ziemlich i"achtlos ist gegenüber den Geistern, die sie selber rief. Das zeigt sich so recht auch auf dem Nätekongreß, der nckch immer fein Gude nehmen will. Ursprünglid) sollte er sich nur mit der Organisierung der Arbeiterrate und mit Fragen der Sozialisierung befdjäftv gen. Jetzt ist er aber vollständig Zu.einem Nebenparlament geworden, das sich in heftigen politischen Debatten ergeht. Die Forderung eines Reichssoldatenrates, der dem Neichswehrminister an die Seite gestellt werden sollte, wurde nur mit ganz geringer, schwankender Mehrheit abgelehnt. Dagegen soll eine Solda^enratsvertrelung beim Reichs- wehrministcr eirrgeridjtet werden, tue allerdings bei der Führung und Verwendung der Trnvpen keine Mitwirkung haben solle. Diese „Milderung" haben die Mehrheitssozialisten bewirkt. Ihre Redner klagten ähnlich wie der „Vorwärts". Der Abgeordnete Cohen gestand zu, daß die Sozialdemokratie jetzt die Sünden büßen müsse, die sie durch eine 50iähnge Agitation und negative Kritik begangen habe. Der Reichsarbeitsminister Wisell erklärte ebenfalls, daß man die Arbeiter zu einer grenzenlosen Ueberschätzung ihrer, eigenen Kraft großgezogen habe und daß ne letzt nicht mehr wüßten, daß auch im sozialistischen Staate Arbeit die erste Pflicht sei... Regierung trifft unverzüglich MaßnalMen zur Wiederherstellung von 5Rube und Ordnung Einwohner Dresdens! Verschärf t nicht das Eleni) der Gcgcmrart. 9h>t und Entbclxrnng haben wir alle ertragen. Durch Unbesonnenheit witt> Eure Lei- denszeil vettä^sert. Dresden, den 12. 9lpril.1919. Tas Gesainttninisterimn. I. B.: Uhlig. Dresden, 13. April. Mittags (WTB.) Tie Minister sind im Kullutinini'tetiMn versammelt, um ang.siichs der Loge über weitere Maßnahmen zu bc.a e.i. Aul festen der Zivilisten nurden bei den gestrigen Unruhen zwei getötet und »ebn teils (eicht, teils schwer ver- uundet. Tie tieidr des Kti gZinrri!rrs war m- fv!g7 des hol)en Wasstrstandcs der Elbe noch nicht auszufinden. TZelagerungSzustand über ganz Sachsen. Dresden, 13 April. (WTB.) Das Gesamt- ministerinm hat über den gesamten Freistaat Sachsen den B e l a g e r u n g s z u st a n d verhängt und die Kommandogewalt dem militärischen Oberbefehlshaber übertragen. Das Gesamtminislerium hat »um Oberbefehlshaber Bruno Kirchhof in Dresden bestimmt. Dieser hat für die Zeit des Belagerungszustandes das Standrecht verkündet. gedeihliche Entwicklung deS Absatzes im auÄmfbc Das ist um so nnchtiger, als wir mit dem Verlust der elsässischen 5Cn üverte rechnen müssen. Was das aber bedeutet, beweist die Tatsache, daß nach verständigenberechiungen mit deut Inhalt der elsässischen Kaliläger der gesamte Wellbedarf aus 175 tzahre gedeckt werden kann. Wir tverben damit rechnen müssen, daß nur in nxitigrn Jahren etnxx ein Viertel mrseres Gesanrtabsatzes an die eliG- sischen Werke tneiixm abtreten müssen Abg Imbusch (Z.): Die Sozialis e img der Mliindustrie ist notwendig, ihre Weiiersütinmg muß aber so erfolgen, daß dadurch die Ausfuhr Dresden, 12. April. Im Lause von De- monftrationen der Verwund« en der Dresdener Lazarette gegen den Kriegsiniid er Neurin g drang die auigeixg'e Menge in das Kriegsmini lcrium ein, ergriff den Kriegsminstter, sck^evpte ihn ans die Straße, mißhandelte ihn schsver und stürzte ihn von der Brücke in die Elbe, wo er erschossen wurde. Die „Do s s r,.f2 Zeitung»" berichtet ans Trrsden darüber ausführlich: Hier kam es heute kurz nach Mittag» zu einer Schießerei an der Friedrich- Angust-Brücke. Llm Vormittag gegen 10 Mn Mitten sich aus dem Thoa'erplatz etwa 500 'kriegsbeschädrgte Lazarettinsissen und La arettgstTilfen versammelt, die die sofortige Wiedcrerhöhimg ihrer kürzl.ch herabgesetzten Löhne forderten und dabei demonstrierten. Die Demonstranten zogen gegen Mittag vor Das Gebäude des Kri gyniniftrriums. Eine Alwrdnung verla: g e den Kriegsminister zu sprechen. Dieser bewilligte ihre Forderungen nicht unb drohte an, daß er die Abordnung wegen Hausfriedensbruchs verhaften lassen werde. Tie Temonsttanten nahmen nun eine iierarlsfordernde Hal'ung an, so daß die im Hause unte'g'brachen Regierungs:ruppen Anlüß hatten, einzuscheilew. Es heißt, daß zuerst von feiten der Reg'erungstruppen Handgranaten geworfen wurden. Es stellte sich später heraus, das; es keine scharfen Handgana:en waren. Daraus verhaftete die das Gebäude umringende Menge die im KriegZminislerium untergcbrach e, mit Regic- i-ungstrurpcn besttze Hauptwache. Man zerschlug ihre Gewehre und waN ihre Muni-' !ion in die naTe Elbe. Es sind indessen aicu'« Waffen in den Händen der Revoltierenden verblieben. Es unterliegt k.inern Znxafel. daß Kommunisten auch lfter die Hand im Svi.le haben. Gegm^ Uhr ttach mtttags nxtr noch ein lebhaftes Feue rge- secht im Gange. Die gcnrze übrige Stadt ist rulng. Nachmittags Uhr drangen die Temon- ch unten in das Gebäude des Krieg-sministeriums ein, hol'en d-m K>.i gsmrnisder a n die Straße, wo es zu lebhof en ,?msei'. an^. sctzitn^n ün *m hr fachen Täffickstelien Rim . Scksuiey.sty brachte man den Kriegsmini''ter um 4 Uhr nach bet Mitte der Friedt ich-August-Brücke und war s ihn von dort aus in die hochge hen de Elbe. Ansck^einend war der Kriegsminister ein guter SckKvimmer, denn er vermochte sich längere Zeit über Waffer zu halten. Die Temonstraiiten lebhaftes Jnfanteriefeuer, bis schllicß- lich der mit dem Tode ringende Krieg-sminister •lvtc den Angen der nach vielen Tausenden zählenden Zuschpuer verschied. Es wird ein Sturm auf bas Schloß erwartet. In TreS- ben-Neuftadl herrschen Straßcn- kämpfe. Augenblicklich sch inen die regicrungs- tTeucii Truppen die ObeAxrnd zu haben. Tre Dtesden'-r Grenzjäget und die aus.Pirna gelvl- ten Regierungstruppen haben sich in der klatlro- lischtn Hofkrrche zur Vettei)igrmg emg^richtet. Wie das genannte Blatt aus Regierungskreisen weitet hört, hat sich die sächsisch Regierung an die ReAlSregienmg mit bet Bitte um triitcunige Hilfe gewandt. Mehrere tausend Mann Regierungstruppen werden von Berlin nach Dresden entsandt werden. Dresden, 13. April. (WTB.) Das Gesamtministerium erläßt folgende Kmrdgebung: An die Eimvohnersck»aft Dresdens! Am 12. April na.lMtttag) versammelten sich einige hundert kriegsverletzte Soldaten vor dem Knegsministerium. Anlaß dazu gab die vom Reich cmg^dncte töy rabfc fcung der Löhn ung der Unteroffiziere und Mannschaften auf den Friedenssatz, die aber für Lsackisen zunächst keine Anw.mdung findet. Tie sächs sche Regierung wird sich unverzüstich an die R.nchs- leitmtg wegen der Aufhebung dieser Vcrsugung wenden. Ein verbreitetes, aber n^chg-wiesen'.'T maßen falsches Gerücht, daß der Mrft ter N e u- r i n 9 Austrag zum .Wersen von Handgranaten gegeben hatte, gab den dstffaß .zu einer starken Besch'eßung und Etstürrnimg des Krieasministe- rftrms Ktirgsmini er Neurrrg wurde aul bestialisch Weist ermordet. Eine solch Hanblungst^nse fordert die R-gerung^n ''«fnrfrn Gegen m a ft* - ' Ter Belagetungsz u- B am berg, 13. April. Heitte früh traf hier hie Nachricht ein, daß es heute ntcht regierungstreuen Truppen glückte, die M ün chene r R at e- regierungzu stürzen und die Ko m mu,m - stensührer aefangen zu nehniLrn Eine Ab- ordntmg der Münchmer Truppettteste roetjte bte= Ter Tage hier unb traf mit bem Kriegsmimsterrum die nötigen Den-iubatungen unb Borbetettungen.i Die Aktion in München ist nur mit M ündjene^ Truppen durchgefühitt chorben,spez«ff das Lech remment hat sich um die Wiederhersteffung der Ordnung verdient gemach Dr. Lev ien, M^i h- fam uiib der frühere unabhängige Minister ey mon sind verhaftet, Landauer ist verschwunden und wird gZucht. Tr. Llpp kmn rn ein Irrenhaus. Tie Regierung wird nocy ftrr längere Zeit in Bamberg bleiben, auch der Landtag wird hier zusammenberu.eti werden Nachdem auch Augsburg kapituliert hat, stehen nur^ noch Hof und Rosenheim außerhalb des der Regierung Swffmamt, doch srnd rn Hol keine Truppen. Tagegen rechnet man ^mit Wiverstand in Rosenheim, da dort spartakigisch, gut aus- nicht erschwert wird. Abg. P p h l m a n n (Dcnt.): Wir haberi gegen die Sozialisierung des Kalibergbaus »roch stärkere Bedenken als gegen die Sozialisierung des Kohlenbergbaus. Mindestens wäre eine solche Uebrr» ftürzung nicht notwendig gewesen. Wohl aber sind wir der Meinung, daß der Artikel 3 der Vorlage, der eine Erhöhung der Kalipreise vorsieht, sofort durchgefuhrt wird. Tie Erhöhung ist gerechtfertigt durch erhöhte LÄ-rre unb durch die (sKwährung von Teurungszulageu^ Diesen Artikel wollen also auch wir sofort verabichiedmi. Tie übrigen Artikel aber haben Zeil. Wir vertrauen auf die zunehm Nid« Einsicht der Bergatbeiletschaft und hoffen auf eine baldige Beendigung der sinnlosen Stteiks. Abg. Behrens (T.-Nat.).: Wir sind feine grundsätzlichen Gegner bet Sozialisierung, haben, aber bic allergrößten Bedenken gegen dieses Gesetz. Wie denkt sich die Regierung die Teilnahme der 'Arbeitnehmer bei der Verwaltung der Vertriebs-^ gemeinschaft? Wir ersuchen die Regierung erneut, fest $n bleiben auch iii der elsaß - lothringisch« Frage. (Lebhafter Beifall.) Abg. Reinecke ,'D. Bp.): Es ist bedauer« sich, daß. weil das Kali ins Ausland geht, uufert armen Sandböden nickst genügend bedacht werden können unb die Kültwiernng der Smidböden unb Moore in Frage geßc l: ist. Wir wenden uns auch hier gegen die Sozialisieruna, wie wir überhaupt gegen die Sozialisierung sind. Abg. Dr. Cohn (Unabh.): Das Gesetz ist unbrauchbar. Es ist eine Kulisse, hinter der em kapitalistisches Schauspiel ausgeführt wird. Kein ernsthafter französischer Polisiker denkt an eine Annexion des Saargebiets. (Lacken.) Die Fraw- zosen wollen nur die <5aar1We, die sie unbedingt brauchen. Haben doch die deutschen Heere auf dem Rückmarsch auf Anordnung des HauptguartierÄ die Kohlenschächte bei Lens ersäuft. (Hört, hörtff Das Gesetz geht an den Au^chutz. Die sozialdemokratische 3n ter Deflation über die Verteilung der ausländischen Lebensmittel unb ihre zu hohen Preist kommt am MoMag -ur 93er- Handlung. Es folgt die Vorlage Über die Ermächtigung der Reichsregierung zum Erlaß von Verordnungen in der Ucder- gangszeit. Die Ve-cordnungen sollen unter Mitwirkung eines Ausschusses der Nationalversammlung erlassen werben können. Ein Antrag aller Partciett will die Zahl der Ausschußmitglieber von 15 aiff 28 erhöhen. Reichsministet Dr. Preuß: Namens bet; Regierung kann ich erklären, daß hier keinerlei. Gelüste nach unkontrollierbarer Machtausdehnung vorliegt. Es kann aber plötzlich bas Bedürfnis hervortreten, Verordnungen zu erlassen, um beispielsweise der Verschleuderung von Heeresgeräk zu steuern. Wenn dazu der verfassungsmäßige Weg der Gesetzgebi'.ng beschritten wird, so wird der Zweck solcher Maßnahmen sich oft nicht mehr erfülle« lassen. Gegen eine Erhöhung der Mitglieder zahl auf 28 hat die Regierung nichts einzuivenden. Abg. Becker- Arnsberg (Ztr.): Dem Grund-, geben Fen des Gesetzes stimmen meine politischen« Freunde zu. Abg. Wald stein (Dem.): Wir erwarten, daß das Gesetz in möglichst einschränkender Weist interpretiert und nicht durch Verordnungen geregelt wird, was durch die Gesetzgebmig erledigt werden Fann. Abg. Knollmann (D.-Nat.): Die Vorlage von heute bedeutet nicht nur eine Verl äuge-, rung, sondern eine Ausdehnung des Gesetzes timt 1914. Es wird eine neue Flut von Verordnungen zur Folge haben. Die Notwendigkeit des Gesetzes sehen wir ein Der vorliegenden Fassung tönnett wir aber nicht zustimmen. Abg. Haase iUnabh.): Ich sehe nicht ent, weshalb dieses wichtige und weittragende Gese^ so überstürzt verabschiedet werden soll. Dst Er- faftrungen, die wir mit den früheren Ermächtigungsgesetzen gemacht haben, sollten uns schrecke»?. Für mich ist der Vorgang, der sich am 27. März zwischen? Herpt Erzberger und mir abgespielt hat, ein besondere Anlaß, dieser Regienmg zu mißtrauen. Präsident Fehrenbach: Was das mit dem Gesetz zu tim haben soff, vermag ich wirklich nicht .einzusehen. Ich bitte Sie jetzt, zur Sache zu sprechen. Abg. Haase forffohrend: Ich wiff mtt diesen Feslsteffungen nur nachweisen, weshalb wir und weshalb spc-ziell ich alle Veran^a'su-g laben, der iRegiemng in Fragen der auswärtigen Politil das schärfste Mißttauen en'gegenzubringen unb ihr daher diese Blankovollmacht zu verweigern. (Zuruf: Geschickte Rabuliftik!) Präsident Fehrenbach: Bei einer solchen Auffassung gibt es überhaupt nichts unter Sonne, IM-ond und Sterne, was man nicht ntit diesem Ermächtigungsgesetz in Zusammenhang bringen llönnte. (Sehr richtig und Heiterkeit.) Abg. Haase fvnfahrend: Ich nukfrtc hier nirr noch die Tatsache feftfteflen, daß derselbe Som • Erzberger am 4. September 1914 eine Denkschrift । versaßt hat, in der er die Anwendung berfelbai : Grundsätze, die letzt bic Entente Deutschland gegew nbuftrieller unb Der mit der blatten IvuwrnnrütK und dem Ban bryte früh gar in dreiem Wuttersemester sah oft mit der Mannt bHl er droftend eine lange Steige. -amt für das Bildungsmr fen gibt in der „Darmstädter Zeitung" zwei Entwürfe bekannt, br mit der Selbstverwaltung der (-xlxiU? ernst machen wollen. Der eine lieht einen Landesschulbeirat, der andere Elternbeiräte an allen öffentlichen tSdnlcn vor. Es soll pu diese Weise eine engere Fühlung zwischen Schule und At.mbaus und damit auch zwischen Schule und Volksleben hergestellt werden. Beide geplante Körperschaften sollen sich aus Lehrern und Eltern zufammensepen. In den Elternräten bekommen iact^emä& die latent die Majorität, vier soll bet Lehrer mir als Sachkenner mitwirlen. Bei besonderen Rrnnen können auch Sachverständige anderer Art. bn'ptelSweisc Yente, zugezogen werden Der LandeSs.vulbeirat besteht zum gröberen Teil auS Schulmännern Vlnd) der Vertreter der Pädagogik an der LandrSUniversität ist als Mitglied vorae- irbrn. Daneben Vertreter der Clternschasi. Alle diese Vertretungen sollen durch freie Bahlen gewählt werden und das Recht der Initiative haben. Für die Elternbeiräte erfolgen, so sagt der Ent- tmirf^bie Wahlen am besten in Etternaben den, die der ^ximlkitrr zu solchem Zwecke beruft. ?rür den Landesschulbeirat wird die Behörde Zunächst 6* Elternvertreter in Ermangelung einer Elterno rga- nisaüon berufen müsse». Landkreis Kietze». Grün berg. 10 April. In km mrojm M Ende gehr-nden Schuljahr war die hieige Real- schuk in 6 Massen von 161 «Indern besucht, c«r- unier 48 Mädchen. Der obersten Klasse, der Unter» Sekunda, gehörten 19 Schüler an, die am 25. MürZ sämtlich bu Einiührr»M'P üfmg bestamden l-a'.En. In einer von den Angehörigen der Schüler und Vhcinthcn der Art statt sehr gut besuchten, in der Turnball. abgehaltenen Scknufeier bat am 6. April ihre Encka'sung aus dem Sd>ult>crbanbe fbnttge» hmben An der Realschule sind zur Zeit ernschi. des Tirekwrs 8 ordeMliche. 3 auärterbmilid* Leiner und 2 Volontäre tdig Alle 8 ordentlichen Lehrer ’.mb 3 Volontäre, die der frriccr'ucffüm dem Lehrkörper der An''al' aug^hött ha.en, warn, i.l 5di<. 3 LehramtSassesioren ;tnb trfäten, 2 wurden schwer verwundet. — Das neue Schuljahr be- ginnt Montag den 28. April: der (Eintritt in txt Sexta taut ied) vollendetem 3. Bottsschuljatzt erfolgen. K «irch-Sön», 12. Avril. Dvter Tag. wiederholte sich aus der Straße nad) fciörnAeitn folgender Vorfall. Ein Lraftwageu benutzte diese Straße, und aus Dem Dagen wurden Gewehr» s ch üssc auf die im Heide beschäftigten D aner * (e u t e abgegeben, so daß sie flüchten mußte». Ein Säemann mußte rn der «derfuafr edmH suchen: ein Landwirt, der gerdbc Jauche fuhr» jagte im Trab davon. «trete Alsfeld. uv Ruppertenrod. 12. Avril. Dem Sarge unseres Bürgermeisters Heinrich Nestell pp folgte gestern ein Leichenzui, wie er fetten hier gesehen ward Pfarrer Jung hielt die Okab- rebc Goabgesänge der Schuli»gend begleiteten die Leichenfeier. Im Auftrag der Demelli^^ legte Lebrcr Strack einen Zdmni am Grabe nieder, Hh: das ÄrelSamt Zkreisafsessor Ranz, für, die .('.reis- schnlkommisswn sprach Schulrat Duff, für die BezirkSsvarkaste Pfarrer Schmidt-Aeünber^Allc Redner rühmten die Pflichttreue, die ungewöbn- lidr Bescheidenheit, die gründlichen Amtskcnnt- nifte, den Fleiß bei Verstorbenen. (starfrnburn unh Rheinhesse». **Offenbocha. M, 14 Avni R«h dem soeben bcnni8n na: Sirfini» vom 1 April 1919 an. — Ernannt wurde am 10. Apri Martin Mover zu Mainz ;um Schrcibsebilsen bei der Gewi rbeinsveftiou Mainz mit Wcrftm! vom 1. Avril 1919 an. — Für den Fall, ba demnäch't die Stelle des La::dp7r:chgsekretärS bei tvm Landgeruch 2armf!abi tret w.-rden sollte, n'l in Aos vsi okommet, bvfe Stelle mit einem mittleren Ju ki Beamten zu hefaien. Bewerbungen Iminen fiton :e&t bei dem Ministerium brr Justiz ein gereicht werden. l5nbc brr Bcwerbungsfrist: 20. April ds Is ** Das Fest der silbernen Hochzeit feiern Dienstag den 15. d M Dachdeckermeister 1 ft r a u i! o P f und Frau Ldristiue geb. Luh. *» «arteuhauK-DiebftLtzle. In fnr Durchführung bringt. fetüenS Teutschsand befürwortet bat (Zuruf bei den Unabhängigen: Unb der ist heute noch Minister!j Unter diesen Umstünden tonnt#1 es dahin kommen, daß ber Slaats- tsericküshvs sich auch mit einem Midgiteo derselben {Regierung wird befassen müssen, von Der diese Vorlage kruSgeht Air lehnen sie ab. (Beifall ber bat Unabhängigen.) Damit schließt das Haus die Besprechung. Die Sorlagc geht an den Wir.fätast-ausschuß. Nächste Sitzung Montag 2 Uhr: Jnterpellr- kion Auer (6.) bet testend Maßregeln zur Ernäh- nmgssrage. Dnnburfl als Nachfolger Schiffers. Weimar, 13. Avril. Ministerpräsident Scheibemann empfing heute den scheibenden Finonzminister Schiffer unb darauf ben von ber deutsch-demokratischen Fraktion als Rach- folger in Vorschlag gebrachten Abgeordneten Dem bürg, öeute nachmittag ist der Abgeordnete Ternburg von dem Reichspräsidenten Ebert empfangen worden Seine befutitwe Ernennung zum 9Rcid>5rinaninrtniUcr dürfte nunmehr UN- mittelbar bevontehen Schisser bat am Samstag entern Dertrejer der amtlichen „Deutschen dlllg. ^Ztg." Mgatbe Er- flärung über die llrfachm fernes Rücktritts gegeben: „Wir haben keinen Grund, zu ver- j. weif ein. solange nicht sinnlose s^rderungen an un» --stellt werden, sei e» entroeber von der Snttnte, sei es von mrverantworttxhm Elementen unseres Volkes, die die Lage gar nicht Oberfeben können. Tie Steuergesehe. dir der Ratwnalver- sammlrmg demnächst zugehen werden, smd falt völlig fertiggestellt In chnen habe nfr meinen Mitarbeitern versucht, den Au^veg zu weisen, der mir zur Gesundung wiserer finanziellen Kratt zu rühren scheint. Was k-frten Endes der Anstoß war? Ich verhehle nicht, daß ich mich in Fragen der Schaffung unb Besevung neuer Stellen im Etat ber Meinungen, die scküießlich das Uebergrwicht erlangt, nüfi mizuschiteiVn vermochte." am Freitag im „Postkeller" stattfand und zadl- reichen Besuch austoies. nahm nach einer Darlegung ü'.'er „Die Zustände in Bavem ' einstimmig eine Entschließung an, in der u a. gewrdert wird; Die Wiederherstellung der feit 70 Jahren in Bavern besdhenben Bolksfreibeiten des allgemeinen Wahlrechts und ber Pressefreiheit, die sofortige Einberufung des Landtags unb das schärfste Vorgehen argen die landesverräterischeri Bolschewisten. Sie fordert eine vom MedrheitSwillen befl .Volkes getragene Regierung unb die BiDunv eine» unpolitischen deimatschuveS. Die noch nicht a bge holten Erben r e i s e r können noch bis einscbl. Mittwoch. 16. April, gegen Vorlage des BestellauSweises ans Zimmer 7 deS Stadthauses in Empfang genommen werden. Die nach diesem Termin nicht abgchvlten Reiser werden anderweitig veräut>rt. ** Postverkehr. Mit Stuttgart ist ber Poft-, Telegraphen- und Fernsprechverkehr wieder ausgenomnien worden. — Rach einer amtlichen Mitieilung können Postpakete nach Danzig bis auf weiteres nicht angenommen werden * Tie Beschaffung guter Zieb- bunbe wird brurgenb von der doerrsverwaltunq gewünscht. Wer einen brauckcharen önnb — kräftig nicht zu all. gut erngestchvcn — den er nicht icilnt dringend bc’iöitrrt, dorthin abgibt, tut ein gutes vaterländisches Werk. Am Dw'sch werden be £>unbe beeilt — natürlich nicht mit Lurusprer'aa. Angebote find z« richtem at Tie sozial i ilty Regierung hat auf loirtschvftlichem Gebiet keine GdXagfraft bewiesen unb auf sozialem versagt. Aber auch dieBerblendungderArbeiter- schaft, die Fvrderungm erheben, die das Mögliche übersteigen, ist zu rügen. Die Regierung ist daran nicht ohne Schuld. Sie hat Zusagen gemacht, die sie unmöglich halten tarn. Tie größte Schuld aber an den gegenwärtigem Zuständen trägt die alleräußerste Linke, bie zuerst begonnen hat, mit Mrrsckünengewrhreri. politisch- Fvrderungen zu erzwingen. Dauern sei nur ein Witz In TeMstksand würde sich die Räterepublik höchstens ein halbes Jahr behaupten tonnen. Was fte aber alles zerschlagen würbe, ist gar nicht auS-udenken Der Redner gab dami Schilderungen aus dem bolsch-wistrschen Rußland. Reu war wohl die Mitteilimg, daß die Sowiettepublik gegen- tt&rtig 6 MÜlw-nen Beamte umfaßt, von denen jeder ein Gestalt von etno 9000 Rubel bezieht, so daß das Volk fährlüh für Beamtengehüller 54 Milliarden Rubel aufbtiitgtm muß Däumia bezeichnete Cohen« Gnfnmrf als einen unglückseligen Kompromiß Die Rateorgani- fatron, wie die Unabstängigen sie erstrebten^werde versuchen, den von ben Russen begangenen Rvien- fehler zu vermeiden, indem sie sich nicht roie btefe ausschließlich aus die ifraft ber schwieligen Faun Tlüt*en. sondern eine Gemeinschaft zwckchen Kops- unb Lwndarb^i ern erstreben würde. Die unabhängige Fraktion brachte einen Antrag ein, wonach der Rät-kongreß bte auswärrrge Politik der gegenwärti'rcn Regierung, tnübesonderr die Führung der WaffenstillftandS- verhandlunnen durch Erll'erger oerwirst, weil da- durch die Gegensätze zwischen Deusichland und Frankreich verschärft würden. Der Antrag fordert miver.ii glich' Einst llung der Feindseligkeiten gegen die Son»,et cecsierunq unb die Anknüpfung frtuni* schaftlicher Beziehungen »u allen Mächten, befon- ders zu Rußland Dr. Paul Michaelis (Dem.) wendet sich gegen eine 9tätertgkrung, da sie genau so herrsche wie ber Massenstaat Zu Beginn ber Nachmittags- sitzung nahm R e i ch 4 m i n i st e r 9B i fi eil das Wort: Wie es keine halbe Wahrheit gibt, so gibt öS auch keine halbe Demokratie. Die fouitc noch zweifellos bestehenden tfoiwmifrfxn llngleicblxntcn darf man nicht zum Anlaß nehmen, bte Demokratie preiscuqeben Es fehlt sicherlich im Boll eine staatsbürgerliche Erziehung Das gilt für weite Streite des Bürgertums unb der Unternehmer, aber auch Sie (Au ben Unabhängigen! haben eS viel an staaisbürgerlichcr Einsicht feMen lassen (Unruhe.) Das kann man nicht durch dos Rätesvstrm ersetzen (Mit erhobener Stimme!: Wir in ber Regierima halten fest an dem demokratischen Prinzip und sind libeneugt, daß wir bamit dem Willen des ganzen Dolles entsprechen Mein Bor aänger bctl den Arbeitern Zusagen gemacht, bte die Demmungslo'iakeil ber Arbeiten grongtjogen haben unb die ich keineswegs birtigcn konnte — Es spraclien u a. noch Kültski, Ricl>ard Müller und Schröder. Montag FortseyMig. Ans dem Ueiche. Der neue bnitidje Gefan-te in Schwkdnt. Berlin, 12. April. Oberbürgermeister Koch in Zkassel, einer her denwlratischen Vertreter des Wahlkreises .Hessen-Rasiau, ist zum Gesandten in Stockholm auser'ehen. Die Negierung hat bereits eine dahingehende An- frage an ihn gerichtet und es ist mit Sickere beit anzunchmcn. daß Oberbürgermeister ftoch den Gesund len posten übernehmen wird. Gegenwärtig ist Freiherr v. Luctns deutscher Gesandter in Schweden. Eine ReichcumfaßsteA-r für SrnnftWe. Berlin, 12. April. Wie die „Germania" erfährt befindet sich unter den neuen Stcuerplänen auch eine vo» Reich -» et» Bund der Industriellen nunmehr ein - heitlich verschmolzen firtb. hat feinen Sitz in Berlin. Er bezweckt nach § 1 der einstimmig angenommenen Satzung die Herbeiführung eines e-.nheitlichen Vorgehens der beteiligten Mrcife bei der Gemeinschaftsarbeit mit ben Arbeituehmciui, die auch in Fach-, Orts- und Landesverbänden owie Fachgruppen geleistet werden kann. Der Streit der vantbeamien. Hamburg, 13. April. (WTB.' Eine Dcr- ammlung der Bankbeamten beschloß, sich am Dienstag dem Streik der Berliner Bankbeamten anzuschließen, wenn die morgigen Derlxtndlungen in Hamburg #u keinem Ergebnis führen. Die Spartaliftengefahr in Braunichweig. Berlin, 12. April. Aus Braun- chweig wird berichtete Gestern abend entwickelte sich am Bahnhof Börssum, 25 Zlilometer südlich Braun'chweig an der Bahnlinie Börssum-Harzburg, ein F e u e r g e - echt. Im Laufe des Tages hatten Goslarer Jäger den Bahnhof besetzt und einen Panzcr- zug vorgeschoben, um die Eisenbahnstrecke Magdeburg-Börssum-Hildesheim zu sichern. Bei Einbruch der Dunkelheit erschien von )Zraunfchweig kommend ein Militär- raftwagen, der von einem mit Bewaffneten besetzten Auto gefolgt war. Da die Wagen auf Anruf nicht standen, sondern die Regierunastruppen angriffen, wurden sie unter Maschinengewehrfeuer genommen. Intel schweren Verlusten mußten sich die Braunschweiger Äomumnisten zurückziehen. Sie hatten v i e r T o t e und mehrere Verwundete. Auf dem Führersitz des Lastwagens saß eine Frau mit einem Säugling. Sie wurde chwer verletzt, das Kind ist tot! Rach dieser Niederlage haben die Braunschweiger Spartakisten keinen neuen Angriff mehr unternommen. Straßenkämpfe in Düsseldorf. Düsseldorf, 13. April. (WTB.) Gestern wurde in ben Straßen der Stadt mehrfach von Häusern unb ans Fenstern geschossen. Der Hauptbahnhof wurde aus den benachbarten Häusern unter Feuer genommen, wodurch mehrere Zivilpersonen getötet zwei schwer und eine leicht verwundet wurden. Das Militär sah sich genötigt, zur Wiederherstellung ber öffentlichen Siclierheil einzufchreiten. In ben Abendstunden unb in ber Nacht nahmen die Regierunas rühren ben K a m v f gegen die Spartakisten wieder auf, die sich im Stadtteil Oberbilk verschanzt hallen. Das Maschinengewehrfeuer dauerte bis in die Morgeir- stundcn. Heute vormittag um 8/«9 Uhr begann ein äußerst heftige^ Geschütz- und Minenwerferfeuer, das etwa s/4 Stunden dauerte Darauf drangen bie Regierungstruppen von verschiedenen Seilen vor. ES gelang nach kurzer Zeit, den Dbcrbilter Marktplatz zu nehmen und die Spartakisten zu vertreiben. Die Soldaten gehen daran, bie Häuser ber dortigen Gegend zu durchsuchen. In Oberbilk sind die Regier ungstruppen vollständig Herren der Lage. In der Kölner Straße sind bie Verwüstungen sehr erheblich. Die Masten ber Leitungen der Straßenbahn liegen zerschossen unb Fenstersclieiben sind zertrümmert, Dächer abgebedt unb ganze Stockwerke eingestürzt. Der Hauptangriff würbe von bei Kölner Straße unb vom Hauptbahnhof her geführt. Die Rcgierungstruppen finden fcinen er- bfWichen Widerstand mehr. Bon ihnen wurden nur wenige verwundet Dagegen wurden zahlreiche Zivilisten, darunter auch Diele Unbeteiligte, in bie Krankenhäuser cinwüeferl. zum Teil schwer verletzt. Die Spartakilbm sind zum größten Teil iu Ellern geflüchtt-t. Der private Fernsprechverkehr ist noch gesperrt. A«» Statt and CanO. Gießen, 14 April 1919. Die Folge« der «ohlennst machen sich immer mehr bemerkbar. Die di^Güter- abfertigung Gießen mitteilt, ist bet Stück- gutoerkehr vom 15. April ab fast gänzlich ein- gestellt. Selbst Umzug Saul wird vom 15. '2lp.U ab Dadäufin nicht mehr befördert. Zuietassen iinb noch einzelne Stückgüter, über bie bie QMerabterti- gung AuÄuntt cnbt. An Ladungsgut ist nur zugelassen: Bich, stöhle. Koks, Briketts, Zeillings- brudpanier. Saatgut, Düngemittel und Mllllär- gut in beschränktem Umiange. , Auch der Personenverkehr rorrb wesentliche Einschränkungen erfahren müssen. Seit gestern sind audgeialten bte Hüge: Oheßcn ab 10 42 nach Eitorf, Vorzug 777 Frankfurt—D eßen an 7.50, Haaptzug 776 G.eßcn ab 2 28 Frankfurt. Neu eingelegt sind seit gestern die Sonntags- züge: 1 774 von Marburg—Gießen an 9.46, 781 Gießen ab 8.35 Marburg. Ter Aus soll weiterer Zuge ist zu erwarten. Wie bereits ang tu.ibigt, werd ebenfalls bte Gas« und ElektrizitätSeinschrän- k u n g von moryn ab ein treten. Wie wir hören, rotrb sie e wa bte glcülm Be cimmungm umfassen nie die Einsck.ränkLto im Januar und Februar Wirtschaften Dürfen nach 9 Uhr abends rceoer Gas nod) elektei ch s Licht wrbremten Für HauSbal- :u:»gen ist De' L ch v rbrau h bis ViH Uhr abends erlaubt. Dafür tr.rb fto^fla-5 te>n mittag ’/»2 bis 7.6 Uhr und von abends ‘/JO bis morgens 6 Uhr al^T.cUt wrden. Die ftvhlenzufubr der städkischen Werke hat ich infolge Der wilden Streiks im Kohlenrevier mmer noch mehr verschlechten. Eierjagden. Die Ausnahmeregelung des Hess. Landes- crnährungsamtes, wonach im Großlerzogtum die Eierabiabepflichi und Eicrhöchstpreise bestehen bleiben, hat unter der Landbevölkerung vielfach Unwillen erregt. Bersammlun- gen haben vielerorts erregt gegen die Aufrechterhaltung der Eierverordnung Protest erhoben. Eine eigenartige Beleuchtung der Frage geben nachstehende Meldungen aus Marburg. Demnach muß auch der Landwirt froh fein, daß die Eier nicht freigegeben sind. Marburg, 11. April. Seit ber Frciextbe ber Eier hat in den Dörfern ber näheren und enteren Umg fort/) eine wilde 3 a i b tusch hierin urg-hrten Lebensmittel emge fa.it Vielfach farr-Schmndlcrn zmn Orter gefallen. — In welch m Dörf ern mag i>:e .^ZirkuS"- Ge'cllsckosi tarn Qwe Wgevams auf-xmen ? = Fulda, 13. April. Tas GaSwert mußte roeg.n ftrtjteranangtl» den Betrieb ein- stellen. Gießen Berpftegnngsssatip« der polnischen Truppe». Berlin, 12. April. («TB.) Tie Transporte der polnischen Truppen über fkoblenz guer durch Deutschland beginnen wie bereits? von der W^ffenstillstand.ckommission milgeteilt am 16. 4. vormittags. Der Provi.in' o tb die Munition werden wahrscheinlich über tScttin befördert. Tie erforderlichen Vereinbarungen über Fahrplane und BerpflcguNttttauftnthal e such gemeinsam getroffen von der Unterkouwiission für das Inn^porhrofcn in Svaa und der Eisenbahnabteilmtg des deutschen öcnaxdftabc-j. Bcrvflegungsauf enthalte während der Durchreise sllid für die polnischen Truppen vorgesehen lli G i e tz e n, Dil- beim »höbe, Sangerhausen, fliehen, 9?eubictenb3ri, Taucho, Dvbrilugk, Lirchhain unb Lissa. hebende Grund stücksunrsatz steuer. Sie soll, wie verlautet, bei sämtlichen Umsätzen in I mmobil i e n, also für H ä u s e r, Terrain, Ackerland usw. erhoben werden, und zwar in Höhe von 4 Prozent vom Umsatz. Die bisher bestehenden Grundstücksumsatzsteuern der Ein- zelstaalen und ftommiuten, die untereinander ehr verschieden waren, sollen zugunsten des Reiches aufge^ben werden. Bisher erhob das : reich zu den Gruichstücksumfatzstcuern der Einzelstaaten und Äommunen einen Zuschlag von Vi Prozent. Xü RkichStnmitltgksktz. Berlin, 11. April, (w. B.) > wir erfahren, ist bie Regelung ber durch innere Unruhen verursachten Schäden durch einen Gesetzentwurf fest- gelegt worden, der dem Staatenausschuß überreicht wurde. Eio Reich-verdand der deutschen Jndastrie. Berlin, 12. Avril. (WTB.) Die „Beniner Polit Nachr." melden: Heute vormitta-i wurde in Berlin im Großen Fe.Vaal des Esvlauadc- Hotels die Gründung eines Rcichsvecban- des der deutschen Industrie secett.ch vollzogen. Der Reichsverband, in dem die wahnrnd des Krieges im deutschen Industrierat zusammen- geschlosscnen Spittenverbände, dec Zentralver- letzter Zeit wurden m hiesiger Stadt zwei Gartenhäuser erbrochen, wobei den Dielen ein ca 1 Meter langes Fecnrvhr, ein Cd- bttd „Die Wein probe", 6 Rehbörner (swrter) auf Icknoarzen Plättchen. 12 »orotegiäfer, 1 ftartow mit Samen in Beuteln von der Firma vck. X)aba, steßen, 1 «rbeusleid, 1 Killelichürze. 1 Ädxiu- ckurze, 2 Paar Arbeitsschuhe. 1 Beil, 1 Zange L Sparen. 1 Gartenschere und 1 ovaler Spiegel in die Hände sielen. ** Tie HandelskammerGießeu hatte sich an die Ellenbahndirektu» Frankfutt mit bau Ersucke.! um Zugvermebrung gewendtt. Bon der Eisenbahndirckrion Frankiutt ist raut mehr folgende Antwort etnaegangen: Mit Rückslckt auf den mt- gün fugen Lokomonvstmid und die dauernden .stvhlensörberungsschwteri.'«ketten kann gegemoättig ane Iugvermehrung noch nicht vorgcnvmmen werden. atagegen ist in Aussicht genommen, mit der Einführung des So mm c n adert ans d» Züge Alsfeld ab 10.15 vormittags nach Gießen und 2 17 nachmittags nach Fulda wieder verkehrst ;u lassen, wem: bis Dahm günstigere Berhältttisse eingetreten sein sollten. ** D a S Hessische AreikorpS veranstaltete am Donnerstag tm Saale der Lie- bigshähe zugunsten unserer zurückkchrenden Kriegsgefangenen einen Unterhaltungsabend, der sehr gut besucht war. Die Begrüßungsrede hielt der ftommandeur des Freiwilligen-B»« taillons Major Zickendrabt. Herr Dang hielt eine kurze Rede über Zweck und Ziele des Hessischen Freikorps. Der Abend wurde durch musikalische und humoristische Borträge nusgefüllt, an die sich eine Berlosuna und Tanz anschlossen. Der Ueberschuß des Abends betrug 500 Mark, die dem Durchgangslager Gießen zur Berwendung für unsere beimtab- renden Kriegsaesangenen überwiesen wurden. ** Eine Baveruversammlung, bte band heu Die Die Ideen des Bolschewismus. 07137 Straße 64. 4721 «ans gesucht. Multt-ü.Wkiiidiük0 Ährliiia grsMt. I W. Aeuerback. I • Marburg-^tr. 28. I Geübte Berelferin für dauernde Beschästi Technisch gebildeter Kaufmamt sucht sich sofort an gutem groß. Unternehmen mit großem Kapital, nicht unter 200000 Mi., tätig zu beteiligen. Ausführliche schriftliche Angebote (anonym zwecklos) unter 07599 an den Gießener Anzeiger erbeten. Strengste ülsfrdioe zugesichert. «»S dem besetzten Rheingebiet. Die Feauzsseu in Griesheim. Griesheim a. 9JL, 13. ApeL. CgtnSlfMpl-GarimE wieder am Lager. t**’c LiMstchea-id.Lus- für vorm. evtl, auch flull nachmittags kur»e Zeit gesucht. Schmidt. Goethestraße 23. 4719 «t®*8 wove akttakd toeynt der Ereelchung dieses Zieles mit leistungsfähigen Schulver- bänden, namentlich solchen, in denen mittlere oder höhere Lehranstalten vorhanden sind, Verhandlungen einleiten und über das Ergebnis bis zum 1. Oktober berichten. Es würde erwünscht sein, wenn möglichst schnell in einer erheblicheren Anzahl Orten Lehrer- und Lch- rerinnenstellen errichtet würden, da bei dem augenblicklichen Angebot von Lehrkräften eine sofortige Versehung dieser Stellen durchführbar und zweckmäßig erscheint. Suche für Vertretung meines Mädchens sofort eine zuverlai!. Aushilfe oder Stnndenfrao. Free Tfcer. Hsyligesetllt. Liebigstt. 49. Stei. • th’Zimmer, mögt. m.'ßein"..Lb..nörbL^abb bälfte. Schrrnl- Sugeboke untct07602tt.b.@iett.8tn* Zrus sehr lebhafte« «—sprach« wmrben dann Me %•* Schelprr enb Ottrnhetmer besprochen. 3ei ersten Falle war bas gesamte Personal in der Dernrteilung des Vorgehens des Intendanten einig, im Falle Ottenheimer stellte sich bas Orchester geschlossen gegen den Kapellmeister Ottenheimer, dem ftc die Fähigkeit zur Leitung von Opern absprach. Die künstlerischen Absichten des Intendanten wurden anerkannt und bas Bestehen bet Cliquen zugegeben. Gegen 1,3 Uhr nachts kam es zu einer Abstimmung des gesamten Personals, die eine geringe Mehrheit ür ein Vertrauensvotum für die Intendantur ergab. Nachdem gestern morgen im Anschluß an die Teilabstimmung pm Donnerstag der Rest des Theaterpersonals, da§ an jenem Abend nicht anwesend war, über die Vertrauensfrage ebenfalls abgestimmt hat, bat sich folgendes E nderged- n i s herausgeslellt: Abgegeben wurden 284 Stimmen, davon lauteten auf Vertrauen 132, aut Mißtrauen 146, ungültig waren 6. Demnach wurde dem Intendanten Dr. Krätzer ein Mitt" trauensvotum mit 14 Stimmen Mehrheit erteilt. Darmstadt, 12 April. Der Intendant der hiesigen Bühne, Dr. Krätzer, ist auf das ihm vom Personal erteilte Mißtrauensvotum hin ju* rüdge treten. plagte heimkrh, wurden, ng, dir mb M. e $«■ ^stimmig r Unter’ titn Ha'-M. Mer intb trn, in ba im 6. Apnl nbe W> Zeil ctnfdi. etmbrntiid« xbeginibtw i MMt il to,2wut* Mjchcbe. «tritt « * oWl«1 Lieser Tag< dörnÄM xitußte fo# Gewehr« iS««»* tetr muM- iut» Zauche W» Sbltgtt ” halte ^bet xlgrnbr *n gn, urrnben moanig en wrr- mü brr e«ls- tn unb Ähren Müsse Ksdn. rnLie- hrcnbrn ^abcitb, ngsrede len-Ba« Dang Biele • wurde wrlräge Wir suchen einen tüchtigen, fachkundigen VertreterfärdortigenPlatz der bei Druckereien, Bachbinderelen und verwandten Industrien gut eingeführt ist und beabsichtigt, sich dauerad gute Position zu verschaffen. ^^Iss Carl Braunschweig Papier-Industrie Frankfurt a. B., Ih»hesBolhrn*traBe 20. tj? scstuiie rs-LS eROwttexi. 10. April. 5fr einer OrtS- MvrVenversammlimg des Hessischen Bolksbnndes Narbe mrchstehende Entschließung gefaßt: Die Ortsgruppe Schotten des .^eiTifdjen Volks' Hundes erwartet von der Nationalversammlung, 'haß der vom gesamten hessischen Volke mit Freute begrüßte 8 15 der Reichsverfassung, welcher die Schaffung eines hessischen Landes- Kaates von dec Diemel bis-zum Neckar «möglicht, auch in dieser Form Gesetz werde." merung jener Gewalt durch die unteren Gewalten, das ist die Auffassung der Bolsche.tn,ten unb Jlnar- chislen. Tic brüte orediyt Tuldung gegenüber Kbcr Gewalt. „Du sollst dem Hebet mcht wider- leben, mir deine £>änbe selbst rern Dor ©ewxti halten!" Welche Armut im Vergleich zu der lötti' gestaltigkeü, di-c dieses Pvoblent im wrsteuropm- scheu Teufen angenommen hat! Noch ,n etwas zeigt sich diese Gedankenarmut: Lenins £xn4>t» merk „Staat und Revolution" beslebt in iverter nichts als dem Versuch, zu beweisen nicht etto.i daß brr Bolschewismus bie brr. Anforderungen brr Wirklichkeit entsprechendste Lehre fei, sondern nur, daß er mit dem Manschen Sy Item des Sv ^n- lismtlä übereinstimnte. Marr ist für btc B.stsch nisten der Brinaer des neuen Cwangcltums, kuw Mehrwertlehre ist ihr Dogma, das nicht geprüft und nicht beurteilt, sondern geglaubt wird, xxx Russe ist gläubig, und glaubt er mcht an b« Togmen der eignen Kirche, so fällt er um io leichter irgendwelchen von Westett komntendei^ Lehren anheim. Noch etwas typisch mu,stsch«- kommt biumi : Ter gebildete Russe, der seine ergae .itultur bis zu gewissem Grade immer noch oLs etwas fremdes und Angelerntes emvfncker, hak von dem Russen der Masse eine ähnliche Aut' sassung wie Rousseau sie vom primitiven Natur menfdKn hatte: Tas sei der eigentlich gute, der toahrbaft vernünftige, noch durch ferne .Kultur verdorbene Mensch, ixmbrit er fernen Instinkten nach, so handelt er vernünftig^ Und darum tonnt man auch das Geschick der Menschheit getrost in In gesunder, ssnniner Lage (in oder auch bei Gießen» 1 oder 2 frdl. mSbl. Zimmer m. Kochgelegenheit gesucht von iflr. Äriegerswitwe in. Sind von lIahr. Dchr Ang, u- 07280 a. d. G. An.r. Siebener Stcidttheate». Tie tolle Komtrst. Operette von Rudolf Bernauer und Rudolf Schanzer. Musik von Walter Kollo. Der Inhalt dieser Operette ist, wie das heute meistens au sein pflegt, ein Vorwand &u musikalischen Einlagen und die Gelegenheit zu harmlosen Witzen. Da höhere Ansprüche nicht erfüllt werden sollen, wäre es unbillig, auf ichrer Ersülluns zu bestehen. Die Operette, wie sie nun einmal tjl, füllt einen Abend aus angenehmste Weise aus, ssc unterhält und belustigt. Sie ist manchmal bumm, und auch darüber kann man herzlich lachen, aber sie ist nicht geschmacklos, und dessen muß man nch reuen. _ „ „ Rein äußerlich zeigte sich der Darstellungserfolg schon daran, daß fast jede Gesangserntage wiederholt werden mußte. Walter Kollos Mutek ist nicht besonders originell, aber in ihren melodiösen Wendungen ohrenfällig genug, um hasten zu bleiben. So zum Beispiel Die Duette „Ohne Geld chbt's keine Austern" und junges verz, laß btt Liebe fein", sowie das in drolligen Neimen auf Mädchennamen unerschöpfliche Klagelied des Kaufmann lucht möbl. Zimmer in ruhig. Haufe per 1. 5. Schrlfil. Angeb unter 4728 a- d. Gieß. Änz. Privatbeamter sucht per 1. 5. ungestörtes möbl. Zimmer (mit voller Pens, für 8 Tage ote Woche bei ruhiger Familie ob. ölt. Dame. Schrift!. Angebote unter 4729 a. b. Gien. An». Vertreter gesucht. Für Me kommende Friedenswirtschaft wird von einer Fabrik tierischer n. pflanzlicher Margarine ein tüchtiger, geeigneter Vertreter, der bei der Solonialroaren* unb Bäckerkundschast einge- führ, in, für («iche» mit Umgebung gesucht. Offerten mit Angabe von Referenzen unter X. Y. 3610 an Haaienftein L Bögler «. <»., Hannover. 47t)4i,v ^Tie" Hauptdarsteller des Abends, Margot Werner (tolle Komteß) und Adolf Falken (Kammerdiener wider Willen>,enden Tänze waren von Lma O l d i n i eingeübt. Dem Orchester verlieh Ludwig M a r g u t h den operettengemäßen Zug. zz. die Hände ihrer primitivsten Schickst legen. Woher kommt nun aber die Ansteckum^ttM des Bolschewismus auch unter unserer gebildeten Jugend? Da füllt einmal ins Gewicht, daß viele unter dem Truck, den der Statt während des Krieges auf sie ansgeübt hat, besonders schver gelitten haben, andere empfinden von Natur enc Mechanisierung durch den Staat von heute ms etwas kaum zu GrttagendeS, die .Hauptsache aber ist: Es ist tn diesen Teilen der Jugend ernt Sehnsucht nach Erlösung von allen Nöten der Gegenwart, und sic glauben niehl, daß die Nteld europäische Kultur die Möglichkeit einer soltchm Erlösung in sich trägt. Irgendwoher muß aber kommen, und so fallen sie der russlschat ,Lehre von der Erlösung der Menschheit durch den Bolschewismus" anheim. Sie vergessen da bei, daß die Lehren dieser Neligion nicht rehgwfen Charakters find, sondern — volkswirtschaftlrchen, und daß es gegenüber Verstandesprodukten teu-. religiöses, gefümsmaßiges Glauben, sondern nur Vrüfung inrrch den Skrflanb geben darf. Zugleich liegt hierin, als Schlimmstes, das Bessnmt- ms, daß diese Teste der, 3ugenb an ihrer eigenen Kultur verzweifeln, daß sie den Glauberi vcr-- loren haben, es lägen auch in der deutschen Kultur noch Möglichkeiten für die Zukunft. Nach den mit starkem und wohlverdnnrtem! Beifall anfgenommenen Ausführungen des Redners gab der Vorsitzende des Studentenausschusses dann noch bekannt, daß sich in Gießen eine vrtä* gruppe der ,^!iga zum Schutz der deutschen Muh- tut" gebildet hat, deren Ziel es ist, den Bvllch^ wismus zu studieren und zu bekäms)ten. Geschnsts- führer der Gruppe ist ftud. jur. Landmante Ste- phanftraße 6. H- T. Vermischtem Berlin, 13. April. sWTB.) In der letzten Rachr fuhren zwischen den E-tatunucn otS- bamer Bahnhof und Groß-Görschenev Straße zwei Stadtbahnzüge so bcftia auseinander, daß zwei Wagen ineinander geschoben wurden. Dabei haben neun Per so ne» schwere Verletzungen erlitten. In einem am letzten Mittwoch in der neuen Aula der Universität vor der Studentenschaft und Vertretern aller politi chen Pattcien gehaltenen Vortrag wies Pros. Goldstein von ter tech- m|d>en .Hochschule Darmstadt zunächst daraus hin, daß die bosschervistischen Ideen schon lange vor dem Auftreten der ietzigen Führer von anberen, vor allein Bakunin, ui ihrer ganzen Schärfe entwickelt wurden. Lenins Satz: ..Solange es einen Staat gibt, gibt es keine Freiheit, wenn es einst Freilwit geben wird, wird kein Staat mtiyr sein" ist nur eine dteuformulierung der alten Lehre, diß das eigentliche, durch die Revolution zu bi'kämpfende Ucbei der Staat selbst sei. Ziel der Revolution soll sein, durch das Mittel der Diktatur des Proletariats einen Zustand zu schasfen, m dem der Starrt von selbst verschwindet, in dem die Mcnscksen zusammenleben ohne Gesetze, ohne Zwang, ohne lieber» und Unterordnung Und darum ist die Hauptaufgabe der Tiktatur des Proletariats die vollständige Vernichtung alles dessen, wodurch der „Staat" fein Leben hat. Was au die Stelle dcS Zerstörten zu setzen ist, darüber darf sich der edle Revolutionär keine Gedanken machen, denn „diese Gedanken könnten seine revolutionäre Energie lähmen". Fragen wir nun, ob wir mit dem Ziel des Bolschewismus, jenem Zustand menschlichen Zusammenlebens ohne k»tl. 3?äh6tit oder flrau tagsüber für Hausarbeit gesucht. "" »rau Wild. ftabL Frankfurter Str. 1511. Ae iter. Mann, allein st., tzL ältere Pcrjon z. Führ. s.HauSh.u.2 Kühen b. gut. Lohn. 9iäb.We1tlar, Renüadt 56. 4629 Ich suche per Juli aber Oktober eine 6-r-3immer-wohmmg moder» eingerichtet und i» gutem Zustande in freier Lage. Ich bin bereit daö Grundstück sosort käuflich zu übernehmen. Gefl. schristl. Angebote unter 4711 an den Gießener Anzeiger. Diskretion zngesichert Arrnft «nd Wissenschaft. Bom Darmstadter Hoscheater. ».Varmstadt, 11. Spnl. In einer großen öffentlichen Versammlung im Kaisersaal, an der als Zuhörer auch die Minister Ulrich und Dr. Fulda und Kabinettsdirektor v. R 8 m h e l d teUnahmen, kam es zu einer großen Auseinandersetzung zwischen dem Intendanten und dem Persona! des Hoftheater». Der Syndikus des Kartells deutscher Bühnenanaeftellter Dr. Felig. Berlin, der die Redefreiheit des Intendanten beschneiden wollte, wurde von dem gesamten Personal des Theaters abgelehnt, worauf er den Saal verläßt. In einer Weche und Schule. etn Schulcrlak in Prcuhen. Berlin, 12. April. (WTB.) Hebet die Herabsetzung der Klassenfrequenz zunächst in dem Gebiete leistungsfähiger Schulverbände hat der Kultusminister folgende Verfügung erlassen: Zur Durchführung der von der Staatsregierung ange- kündigtrn Reform des Schulwesens ist es not» tuendig, versuchsweise etliche öffentliche Volksschulen so ernzurichten, daß auf jede orbente liche Lehrkraft, mit Ausschluß der technischen, bei mrhrklassigen Schulen höchstens 40, bei einklassigen höchstens 50 Schulkinder entfallen. Die Regierung des Provinzialschulkollc- Wfen sind SamSwg früh 10 Uftr in einer von vorläufig drei stontbagntetn in Griesheim ringerürft unb haben sofort bte chemische Fabrik unb bte Bürw7rmri,tcrr-i besetzt. Tic hiesigen ,;3einmtm durften Camswg nicht erscheftten, vom ß.iiipnttzig ab unterstehen sie der Bor-cnsnr, die in Höchst ihren Sitz bat. Für die Unterbringung der Truppen wurden vorerst Massenquartrere in Sckncken unb Säten bereit gestellt. Ter Schul- unterriebt fällt Wrnächst aus. Ter Verkehr mit dem Ort ist bis tfinn 16. Avril freiffegeben. Zu der Aesetzung Griesheims hat die Waffenstillstands-' kvmmissioit im Auftrage der deutschen Negierung dem Oberkommando der Alliierten eine Erklärung abgegeben, daß man sich in diesem! Falle des Eindrucks nicht erwehren tonne, als ob es den Frm- tzosen lediglich darauf antondme, die chmrifckien ^Fabriken von GrieShcn» in ihre Hand zu bekommen. =■ vkaintz, 13. April. lie Me1ältitisse ihre Z ah- ungen eingestellt hak". Tem Fiskus steht eine Forderung von 2Vi Mill. Mk. Krieg«bgaben für 1918 zu. Die Lunststunmlung ftn Werte von fünf HKiHtonen Mark ging in den Besttz eines Frankfurter Herrn über. = Mainz, 13. April. Eine Anzahl fran- tzVfischer Geschäfte hat hier Verkaufsstellen eingerichtet, in denen Waren französischen Ursprung- zu haben find und die natürlich rcgai Wffatz finden Es tosten z. 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Für die vielen Beweise Herz, licher Teilnahme bei dem Hinschciden unserer lieben unvergeßlichen Tochter und Schwester, sowie für die zahlreichen Kranz, und Blumenspenden sagen wir allen aus diesem Wege unseren innigsten Dank. Danksagung. Men denen, die uns bei dem Hin- scheiden unserer lieben Tochter Murtha in so liebender Weise ihre Teilnahme be- kündeten, sowie für die reichen Kranz- und Dlumenspenden sprechen wir auf diesem Wege unfern innigsten Dank aus. 3m Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: p. Vachmann und Hrau. Gießen, den 12. April 1919. L Für di« uns anläßlich de« Ablebens unserer lieben Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante zra» Marie Harimann geb. Roll erwiesene freundliche Teilnahme be- ehren wir uns unseren ausrichtigsten Dank auSzusprechea. Für die trauernden Hinterbliebenen: Fran Johanna Becker geb. Hartmann 4®s ig Gießen, Darmstadt, 12. April 1919. Artur fe«m wir allen ans diesem Wege unseren herzlichsten Dank. 4653 8 Kamille Ferdinand Jochem. E Ärofborf, den 1L April 1919. Gießen, 11. April 1919. Kftik die un» in so arofeem Mabe bewiesene Teilnahme bei dem Heimgänge unsere» lieben Sohne» | Verkaufe | iPmi-GksMil i cbt »nm Berkaus. Friedrich Volk III.. HörnSbctm. Letten schöner Ilpfelschimmel iNussef, 1,56 m grosi, llotter Ganger, cutl. in. Wagen u. Geschirr. vreiSw. zu oerk. Wetzlar, 4716 Vahnhosur. 11. 4. ficht »iimBer- << 1t kauf 07604 g,।tguiiu. ©in dienitiübiaer Eber au verkaufen bei Ludwig Becher. Metzger n. Gastwirt. Bersrod iStalion Mci»ktrchen>.4731 13 Wochen alte» tie,< Ferkel »tt verk. Bnddestr. 11». 1 (ssan§ mit Gänserich au verkaufen. 463t Krank,'. Straße 151 I. Schöne» Gartenbaus im iHüttimmtt der Stadt, mitgrog.Nuv-u.Obstgart. iEdeloblti u. rcldil. Neben- iiebfiub. z. Alletnbewodu. od. l x3u. 2X4 Äu. M üche. volllländ- neu hergericht. elekir.Lich, u.Ga»,oald besieh b.. orei^w. a. v. Echr. 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Eine Reiterin sprengte in kurzem Galopp den Reitweg I;erauf, der neben der stillen Seiten- atlee herfülwte. In zehn Sprüngen Abstand folgte ihr ein Reitknecht. Dorival erkannte sie auf den ersteh Blick. Es Iwir 'die Tami ans der Oper! Blitzschnell jagten sich die Gedanken in ihm. Sein erster Geixlnke war der heiße Wunsch, den guten. Doktor, seinen Freund, den er gern hotte, möchte doch augenblicklich oder womöglich noch schneller der Teufel holen. Er konnte ihn jetzt den. Freiw'lsia>' Vor! Eilt zu den Waffen! Bmn berg, den 13. Avril 1919. Tas Gesamtministrrrum des Freistaates Bavern. (Ge;... Unterschriften. 1 Der Entwurf der Völkerbunde;. Paris, 13. Avril. (WTB.) Nack einer Reuter-Meldung ist der Entwurf des Völ- bundes hier veröffentlicht worden. Rack dem Entwurf wird der Völkerbund gegründet, um ein internationales Zusammenarbeiten nrr Förderung des Friedens zu sichern. Der Bolkevbund wird Atrche und Schule. Die Einführung tincs Jugendfountages in Hessen Das Oberkonsistvrium hat an die evangelischen Dekanate, Pfarrämter und Kirchenvorstände ein Ausschreiben gerichtet, in dem es D.r Völkerbund wird onerfcnnt als zentrale Körperschaft, die sich zur Aufgabe setzt, un olf- gementen jede Art internationaler Tätigkeit zu organisieren und zu nwerstützen. Zusätze zu diesem Vertrage bedürfen der Ril ligung aller Stzwten im Rat und Majo ritäl in der Vrrsannnlimg .Tic Staaten, .wlu*' erklären, derartig mtgLnommeire Ziffatzarurage ov - zul.'bnen, sind durch sie mdjt gieoundcn, l>ören aber in diesem Falle mis, Mitgtiüier des Völkerbundes zu sein. . Zur Speckeinfuhr. In der Tagespresse ist bei Erörterung der bevorstehender! Spcckeinsuhr auf das häuftge Vorkommen von Trichinen im amerikanischen Speck hingewiesen worden. Hierzu ist zu bemerken, daß die Trichinen im Muskelsleisch ihren Sitz haben und daß deshalb der mit Muskelsleisch besetzte oder durchsetzte urchwachsene) Speck vor der Ausgabe auf Trichinen untersucht werden muß, wodurch jede etwaige Gefahr der Trichinenübertragung beseitigt wird. Die für die Massenuntersuchung erforderlichen Vorbereitungen sind bereits getroffen. Der Speck, der zunächst zur Einfuhr gelangt, ist zum Teil gesalzen (trocken gesalzen) oder gepökelt und geräuchert. Natürlich könnte der gesalzene Speck nachträglich geräuchert werden, (wenn eine Ausgabestelle Wert darauf l legte, nur geräucherten Speck zur Ausgabe zu bringen. nicht brauchen. Der zweite Gedanke war lang und bestund aus lauter Jubel und Seligkeit. Ter dritte Gedanke war niederdrückenü und gruppierte sich um die Fruge, ob es im Tiergarten in Berlin etwa unangenehm auffullen mürbe, wenn ein eleganter Herr einer schönen Frau auf galoppieren-' dem Pferd zu Fuß nachrennt. Ter vierte Gedanke war das greuliche Gefühl, er benehme sich wie ein Blödsinniger. Tiefer Gebaute war besonders richtig. > Tenn er stund mit weit aufgerissenen Augen starr da — wi^ ein Bettler, der nn Rinnstein ein Goldstück gefunden hat . . Trapp, trapp — da war sie. Dorival zog seinen Hut und Handel. Frankfurt, 12. April. In der heutigen Generalversammlung der Mitteldeutschen Creditbank nmrden sämtliche Anträge der Verwaltung genehmigt und die Verteilung einer Tftffdende von 7 Püozent beschlossen. Die aus- scheidcnden MitgÜieder des Aussich'.srates wurden Wied er gewählt. In den Aufsich srat wurden Herr Tr. Otto von Steinmeister in Frankfurt und Kvm- merzienrat Benno Klopfer in Augsburg neuge- nählt. Der Doppelgänger. Roman von Carl Schüler. Fortsetzung Nr. 6. Ter Direktor nahm den Portier auf die Seite. „Wahrscheinlich ist er ein Spießgeselle von dem — wie raunte sich der Kerl?" ~er xtrcftjr hatte in langer Arbeit als Hotelletter .das Gedächtnis für Namen verloren, was ihm viele Verlegenheiten bereitete. „Herr von Armbrüster. Jnrmier adlig. Anders tUt ^Natürlich. Litte diese Hoteldiebe und Hochstapler führen adlige Namen. Bei seiner vor,w rigen Amoesenheit bei uns, die uns in die graulichsten Vertegenl-eiten gebracht hat, nannte er sich — wie nannte er sich doch?" „Graf von Leimegg, Herr Direktor. , Richtig .richtig. Damals war er Graf Jetzt begnügt er sich mit dem Baron. Lreber Vogelsang, wir müssen sofort die Polizei, benachrich- tinen. Tas heifct ~ nur. kein Mnelzen. Nur keine Unrul? inö >.wus bringen. Wir haben gerade so viele Gäste. Tas ganze erste. Stockwerk ist besetzt DaS zlveite auch bis auf »wer oder drei Zimmer. Hat dieser Gama viel Gepäcks. Ter Portier gab die Frage des Mtcftor^ durch das Hauotclepbon hinauf an den Ovcr- kellner, dessen Aufsicht die zweite Gtagc unterstand. Tie Antivort lautete, daß auf Zimmer 2/3 vier große Koffer und drei Handta>chen limrden. „Sehr gut," lächelte der Trrektor. „Der Mann — wie hieß er doch?" „Tvktor da Goma." umfassen: a) alle kriegführenden Staatar, dw ut einem dem Entwurf beigegebenen Schriftstück gc nannt sind, b) alle neutralen Staaten, die eben falls genannt sind, c) in Zukunft jedes Land mu Selbstregierung, dessen Zulassung von zwei Drittel derjenigen Staaten, die bereits Mitglieder br? Bundes sind, gutgeheißen wird Der Bund wird seine Tätigkeit auSüben buten eine Versammlung von nicht mehr al - b re i Vertretern eines? ieben Glied staates, von denen jeder Gliedstaat jedoch nur eine Stimme hat, und einen Rat, der zu nächst von je einem Vertreter der Großmächte und je einem der vier anderen Mächte gebildet ist. Dieser Rat wird von Zeit zu Zeit durch die Ver sammlung gewählt. Die Zahl der Mächte icbci Klasse, die im Rat vertreten sind, kann durch einstimmigen Beschluß des Rates oder durch Mehrheitsbeschluß der Versammlung erhöht werden. Andere Mächte haben das Recht, als Mitglieder des Rates bei der Erörterung von Angelegenheiten teilzunehmen, an denen sie besonders intern cssiert sind. Im Rat hat wie in der Versammlung jeder Staat nur eine Stimme. Diese beiden Körperschaften müssen in festgesetzten Zwischen^ räumen zusammentreten, sie können sich mit iebem Gegenstand von internationaler Bedeutung befassen oder solchen, die den Weltfrieden bedrohen. Tie Beschlüsse beider Körperschaften müssen ein stimmig sein, außer in getvissen Fällen, die durch Stimmenmehrheit entschieden werden. Der Völkerbund wird ein st ä n d i g e s Sekretariat haben. In diesem und in allen dem Völkerbund unterstehenden Körperschaften dürfen gleicherweise Männer wie Frauen vertreten sein. Ein ft ä u 1 diger Gerichtshof für internationale Justiz und verschiedene ständige Kommissionen und Bureaus tverden ebenfalls errichtet roerben. Tie Gliedstaaten kommen überein: a) ihre Rüstungen zu vermindern, b) sich gegenseitig über ihre militärischen Rüstungen itnb ihre Marine- und Heeresprogramme vollständig zu unterrichte'", c) gegenseitig ihre Gebiete und ihre polttisckle Un ■ abhängigkeit zu respektieren und gegen einen fr em Cten Angriff zu sichenr, d) alle internationalen Streitigkeiten entweder einem Schiedsgericht oder einer Prüfungdurch den Rat zu unterbreiten und in keinem Falle zu einem Kriege zu schrecken, bevor drei Monate nach einem Urtecksspruch verflossen sind oder ettimüttge Empfehlung erfolgt und selbst dann nichr zum Kriege zu schrecken, wenn ein Staat das Urteil dieser Empfehlung nicht annimmt, el einen Staat der den vorstehenden Vertrag gebrochen bat, .-w betrachten, als ob er eine Kriegshandlung gegen den Völkerbund begangen und alle wirtschaftlichen und anderen Beziehimgen mit ihm abzubrecken. den Truppen solcher Staaten, welche im Name des Völkerbundes eine bewaffnete Macht bilden, den Durchzug durch ihre Gebiete zu gewähren, keinen bindenden Vertrag in Erwägung zu ziehe,', bevor er dem Völkerbund mitgeteüt ift, welcher bann zur Veröffentlichung desselben schreiten wird, der Versammlung das Recht zugeftehen, eine IWiedererwägunq der Verträge und solcher inter ■ nationalen Bedingungen anzuraten, die mit den Notwendigkeiten der Gegenwart nicht übereilt stin'- men, unb keinerlei Verpflichtung als bindend an-m- selum, welche mit dem Vertrag nicht übereinstimNtt Ein Staat, der feine Verpflichtungen bricht, darr von dem Rat aus dem Völkerbund ausgeschloffen werden. Ter Vertrag berührt die Kvaft solcher nckei- nationaler Verpffich'mrgen nicht, welche dieSchieds Verträge ober Vereinbarungen bestimmter Länder gteidji der Monvoe-Doktrin die Sicherung unb Auf rechterhaltung des Frieocns zum Gegenstand habe:'. Tie ehern aligestdeut scheu Kolon ie it und die Gebiete des o t t o m a n i sche n Reiches werden im Interesse der Zivilisation durch dazu ausgewählte Staaten in ihrer Eierabgesetzt worden. Da jedoch eine der Hauptursachen der gegenwärtig^l Schwierigkeckm bei der Ausbringung des benötigten Schlachtviehs in der ungewöhnlichen Z u n a hm e der Schwarzschlachckungen und 'W Schlei Handels mit Dich und Fleisch zu leben ist, wird die Herabsetzung der Fleischrationen nunmehr durch die Aufforderung an die Regierungen der deutschen Freistaaten ergänzt (Rundschreiben vom 2. April 1919), den Schleichhandel mit Vieh und Fleisch nachdrücklichst zu bekämpfeil Tie der ictzl- gen geringen Fleischration entsprecheilde Lchlachi- viehltestrung muß durch rücksichtsloselln- Wendung aller zu G e b o t e ft e h e n d e n Mittel erreicht werden. Tie SZiefmmg ber aut das äußerste notwendige Maß eingeschränkten Anforderung für die Fleischversorgung wird um so leichter möglich sein, je schonungsloser und durchgreifender die Behörden gegen den Lchleichhandll mit Vieh und Fleisch auf dem Lande und m ben Städten vorgehen. ________ der andere zu ermitteln fein. Vier große Koffer und drei Handtaschen' Hoteldiebe reisen nicht mit so viel Gepäck Hm. Vielleicht will der Kerl, dieser — dieser —" Emil Schnepfe ist der richtige Name des Grasen Lennegg und des Barons Armbrüster." „Richtig, richtig. Passen Sie auf, dieser Schnepfe will den Gama ausplündern. Sebcnfeii Sie: vier Koffer und drei Handtaschen! Hat der Schnepfe gesehen, daß Sie ihn wiedererkannt Hochschulnachvkchten. Studentenschaft und Freiwilligcnwerbung. Leipzig, 12. April. In der Wandelhalle der Universftät fand eine große Studentenver- fammlung statt, in ber eine Ausforberung an bie gesamte Stubentenschast, sich ben bestehenben Reich swehrformationen zur Verfügung zu stellen, beschlossen würbe. Die. Leipziger Studentenschaft geht dabei von der be,timm- ten Erwartung und festen Zuversicht aus, daß sämtliche deutsche Hochschulen sich dem Beschluß der Leipziger Studentenschaft unverzüglich anschließen. Dem einmütigen Wunsche. der Studentenschaft zufolge wird die Universität heute mittag geschlossen. Letzte Nachrichten, vir Lage in Sachten. Dresden, 13. Aprck. (WTB.) Infolge des Belagerungszustmides I?ai sich heute die Lage so luxit gebessert, baß überall verhältnismäßige R u he emgvtreten ist, jedoch burdyogen heule vormittag nock;, lleine Trupps vmr Temou- ftranten die Stadt. Tie für heute paibevaumte Korn- munistenversanrmlmrg verpuffte völlig. Im Lande haben in den letzten > Tagen in t>ertoebeiren Orten Kundgebungen gegen die Lebe nsmittel teu erung ftattgefimben, boch hat sich hier die Lage wesentlich gebessert. Im Zwickau-Oelsnitz-Luckauer &W tenretiier, wo der Streik im Abflauen begriffen ist, haben sich bei einer Abstimmung 90 Prozent der Arbeiter gegen die Fortsetzung des Streiks erklärt. Wie weiter mitgeteilt wird, wurden bisher in Esel! Hast du noch nicht gelernt, daß es eine Unverschämtheit ist, Tomen zu grüßen, die dri nicht kennst?" Ta kam ihm der wirklich gute Geoante. Mit einem Satz war er iteben dem Reitfftech». Zwischen feinem rechten Daumen und Zeigefrnaer glitzerte silbern ein Taler — „Wer ift die Tome?" flüsterte er. „Tochter ites Konsuls Rosenberg — öonfc sehr!" Hallali!" sagte Dorival ganz laut Doktor Marcellino lackte. „Tas war wohl eine Verwechslung?" fragte er boshaft. „Dia — ja, ja!" stotterte Torival. „Ganz rieh» tig, eine Derwechslmtg! Merkwürdige Aehnlichkeik mit — einer andern Tarne! Ja! Fabelhafte Aebn- lichkeit. Ich fragte deshalb den Reitknecht nach ihrem Namen. Tochter des Konsuls Rosenberg. „So?" „Ja, ja. SBefannter Name in der Geschäftswelt! Umbach verkehrt in der Familie, wenn ich mich recht erinnere." „Nun, amigo, man täuscht sich ja so leicht," meinte ber Doktor bopvelfinniA. „Uebcigens ift die Dame eine auffallend schöne Ersck>eiirung —" „Ja — auffallend! !" murntelte Torival Woraus Tottor Marcellino sick sein Teil dackre und wohlweislich sofort über ganz andere Ting« zu plaudern begann . Sie hatten das Brande.churger Tor errcirht, bogen über den Pariser Platz nach der Südseite der Straße Unter ben Linden ab und näherten sich dem Hotel (Fvrtfetzmrg folgt.) — kommt bestimmt wieder. Durch ihn wirb des Ur.rbach hinzufügen wollen, hatte erzählen ~ : motten, daß Umbach nächstens sicher in den Ge- : nevalstab käme, aber er unterbrach sich mitten ehrfurchtsvoll. Die Dann sah ihn zwar an. keine Mierie! Und bann war sie „Schasskops!" fagic Dorival. „Geschnitten, glatt geschnitten — lue, schneiden taiui man nur Leute, die man keimt, ober nicht kennen will. Dresden 4 Personen verhaftet, die im Verdacht stehen, an der Ermordung Neurings beteiligt gewesen zu fein. Tas Em treffen der zur Aufrocht- erhaltuug der Ordnung von -ruswärts entsandten Truppen ftrtft urrmittetbar bevor. Die Lreignisie in Sayern. Berlin, 14. Aprck. Aus München berichtet das In der dem Sturz voran- geganaenen Nacht hatte eine Kommunistenver- fammiinrgi die Enteignung aller Wohnungen zum BesÄutz erhoben. Nach der „Voss. Ztg." hatten Levien und Genossen noch am Samstag die Verbrüderung mit Rußland und Ungarn fovtxie den Krieg mit Preußen in großen Versammlungen verkündet. Wie es heißt, rnaren auch bir Frauen als allgemeines Besitztum der Gesellfcknft erftärt norden. In Augsburg bcitStigtcn die Kommunistischen Stadtrate kurz vor der Uebergnbe an die Regientng Hoffmann dringend Lebensmittel zur Dersorgnmg der Stadt. Sie wandten sich an die Amerilaner, die aber Barzahlung ober sicheren Kredit verlangten. Kredit wußten die Kommunisten aber nirgends zu finden und so beriefen sie wohl ober übel den alten Magistrat bt sein Amt zurück. ° .... _ Ter sorgte bann auch prompt für Kredit beim Tw Gliedstaats übernehme ^wfff^ Beran'- Ministerium .Hoffmann und veranlaßte bei bfr \ ir prtlrtfJteitcn mit Bezug Gelegenheit gleich die Uebergabe der Stadt. ^geborenenbehandluns,. Mädchenhandel, Ov>un- Bamberg. 14 .Aprck. Die Rniermig Hoff- blmdel, Waffenhandel nnt^E mann erlaßt einen Aufruf an das Volk zur Bff-!! crlbzivchftertm^ni^r, T^M^ mrdHan.el^- bung einer freinrttigen Volkswehr: Keine ®eifr bebtn^mgen, offentllches Gefundherlswefen. — pinr Ynnlrre V^sk^w-Hr soll crbffKrt v>." - ^reme vom Roten Kreuz behördliche Anzeigen. Bekanntmachung. Nachstehende Verordnung bringe sch biene* zur *W«fU sttzerS (i. Stein, sämtliche Saal 11 (startenmöbel als: zirka r>0 Wirtvtifche, 200 Stühle und ebensovieie für Aartenreitaurant, sowie: 3 toniuL ^Zetten nnb einige für Gesinde rc. Besichtigung Mittwoch von 11—1 Uhr erwünscht. Versteigerung bestimmt. 4710 ü. Altboff. Televbon 330. Zum Hausputz empfehle in größter Auswahl: Dehn erwache, beste Dual. — Mahhpäoe Vinolcutn- und BarkrttrcinigungSmittel Nehm pp*Ncli rapp Nlanlonit Cremefarbe, flüssig und Pulver ll-l*b'.hrUr in Stücken Feneterleder, Schwämme Hctnll piiteml • tel, S il her pcit» walte Fleckenentferner, Zelcheetlnten ufro. ulro. Mediz.-Drogerie „Zum Kreuzplatz“ Kreurplnte 0. 4459c ------------- , ■ ... ■ Personen-, Geschäfts-, Last-Kraftwagen Diplom-Ingenieur FRITZ SCHILLING Gießen, Frankfurter Str. 23, Telephon 960 Versteigerung. Sitiisttg Den 15. 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Granatwerfer, Fus.-Begleitbatterle. An Offizieren werden besonders benötigt: Hgttvt- ieute «Patent nicht vor April I6> unb Oberleutnant» al» Äornpagntefübrer. An Unteroffizieren: etnt»= uirthiqe Feldwebel, aktive Unieroh'htcre ul» An!»- bUdtiltgsoersonal. An Mannichaitcn: kräftige, junnc Vcutc, 1,65 m Mlnbestgröne, nicht älter als 27 Fahre. 4714 D MbWe: Acildiikg a. ö. Saljn, Nkiihsivchr? Riilhsiiithr! KrUlhks frrikorps! Die 2. FrciWtlligen'Batterie des Hefti fchen Freikorps stellt noch gebiente unb uu« gediente Sanoniere unb Fahrer ein. ÄeeaHe- riften, Infanteristen, M.-G.- Schützen unb Fernsprecher sind ebenfalls willkommen. Auch Angehvrige bei Jahrgangs 1900 unb 1901 gelangen zur Einstellung, wenn IHtern dezw. Vormund damit einverstanden sind. Annahme unter bekannten üblichen Bc- dingungen beim Führer der »mbd t. «rtiwiOij.-Sattfrit i Sditti ii Mötii iti Jliööa (EötritRti). Angehörige der Nachrichtentruppe! Fernlorecher. bunker. Blinker, Wahrer ufto. aller Tienimrnbc, meldet (kuch aur Ein tellung m die Freiwilligen-Nachrichten-Formationen für (tzrena- und Hetmatschutz unter den bekannten Bedingungen. Jeder Angehörige der Nachnchtentruvoe wiffe, datz er dringend gebrancht wird, um dem #atreinstlligen-Fav- mationen des velmatfcbuuet'. Bediugnugen: Unbedingte Treue gegen die vom tBolte einaeleütc Regierung, t-trborfam gegen die Boraesevten. Verpflichtung aunachst aufSMonake. 4 Wochen Probezeit. Welbet Euch bei der Eisenbahn Brigade E»auau, Nutz-Allee 17, oder b. BrztekSkomm^ndo zwecks Erl ng'.ina de» Fahrtausweises, vringl Militärvavtere mit* 4328.' 2. (öifeubahzr Brigade Hanau. Droctourta fe Irl “ÄÄ wert IlH IrtUd’acba Unlv.-D?rs<»r;l, 1. Laase, Sleflsa ITT' —III li—L Gemüse-Konserven Bohnen. Spinat. Kohlrabi, Karotten. Weitz-. Not- und (Srünkotzl in Salz eingelegt (feilt Dürrgemiiiel nach kur zem (»utiudfferu wie frischet' Öetuüie zu verwenden, empfiehlt 4034 J. M. Schulhof, Marktstr. 4. 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Regierung der auderei Biäucrn, zwilchen 2 Siaami st' rüät. Jetzt ben^nud) bleiben, ii in allen 2 Pari Ginbaid i Biererr M Laa Sergnerfc Seiiirijlan trrairhrvrt. Pol,zeit trrimtilbt das bom P ÖlitflHifben -oje, eines Ttnb drei Tie OmiDo: Ärigcn ordnete« iiTthen. T 2ahre. 9 iung übe frommen, tlmds ausfa hülfen und Wen. 3n । Rede, Währt mirt _ &haim bntschädi pnrfbet, sol ^tschädi »r?nfr rii !!' in iährlj. wnmticn, b V m echali «lererrat ist unlMlehmun Adn-^rlh - '! anfrach ct neuhalc L« Ter i» Rü'iuns ^er.Abma, oanl.iger, in m'g'irf. ert-bi !S?! denin ith Srntet