>r ifun’Ä’« ! Aj” von *flt'hic uÄebt* u«r (2) "yb9Gbt QbnehPh„. «5 S, «äs °"LZ°^ ,5W *'«»« ertlt »'«TAr* 4My 'eramm ®T * -b-Ä S?»'5 WZ MZ &SS b eiettflefc(jieti HSA 2ei "rairrchllichrr Don «eiteren ZM. ®19- 1851B lLebmsmiüelM). "WÜHÜ 6.r .narbmittoftS uien Aülallholz meijti A der Satser-Lüe« an ißt T m 1850B ■ vrünevald. x sss® w T«r"SÄ-i bet U'NAletjbA KM •ruar,oorm.lOUf)t, i)iüe in Staufenberg taproUrt r Lersleigening. Es schwere Baurenwagen tisürBauunternehm., kitschen-u.kmschwa^ bruar 1919. Mv r Leere-gut. usammenschlusse- mit Lorfchußorrrin e. G. Generalversammlung 8 die Auslösung der /i S. m. u. H. zu Allen. 31. Dezember 1918 oren wurden die seit« eder bestimmt. bot aufgeforbtrt, melden. 8. Fedin« 1919. llMü.A it unbeschr-Hastpsl. ull latton: b Idir ...tim ittriUiF«1, ^iSTbiinieiw IS55 t*w W.lW FNiieWi«',n" |W»S I verein 6,___1 । «Hin»1", 1 »«•' »'S-»* ! «tzK^ . pieR08® Ht.58 Der 6ie|evrr Ury*« erscheint taflhf», «»ICT S-nnlags. - BeUaqen: tktzaer ^tnufitenbletirr; Kieist Io tl fLr bei Kreis Ließ«. »e,R-spreis: menntL Mk.1^ otertet- idbdid) DtL 4.05. durch Abbole- u. Zweigstellen monad Mk. 1.25 durch die Post Mk. 4.06 otertd« jährt. auSfM Bcstellq. Renilpred) - Anfchlusie: für bie6d)tdtleilungll2 8terlafl,®efd)äft9fte(le51 Anschrift sürTrahtnach- nchten: Anzeiger 6iefcen. 169. Jahrgang Zrettag, N Zebruar 1919 GießeimAnMer S»iMngrnlnd-rAck ». Verlag: vrühl'sche Unh.'Bndb n. Steinbruderet H. £ange. S^riftleiting, Sefchastrstelle u. Druckerei: 5chulstr 7. PiWetTtarte: $r«itfert<.m. U686 An.ahme von ntijctgen f. die xagednumniei vis zum Nachmitlag vorher ohne jedeBerbmdftchkeit Seilenprcife: für örtliche Anzeigen 25 Vs.,sürau4wärtlg« 30 Pf^ für Reklamen Mk.1.-nebsl20°,2eue- rungs-ustzlag;Plaijvor- fcbrtft 20 % Au'fchlag« L>auptfchri>tleiter: 91 ug. feoea Perantwortlich für Politik: Auq. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: v. Beck; sämtlich in Gießen General-Anzeiger für Oberheffen Vie neuen Reichsminifter. 5cheidemann§ Programmrede meldet fvlgenbe Bedingungen: 1. Deutschlano soll es militärisch unmöglich gemacht tnerben, die Feindselig feiten nncber zu beginnen. 2. Deutschland soll erfahren, daß die Alliierten die Sieger sind und daß Deutschlaitd keinen allzu glimpflichen Frieden (Perrn Eisner sä^int sich in der Richtung zur NiederlrächtigKit zu entwickeln. Von seiner für ein unabhängiges Bauerntheater geeigneten „Aus- landsvolitik" bei Beginn seiner Heldenrolle auf den politischen Brettern zu schweigen, hat er schon einmal auf der Berner Konferenz die Hungersnot Deutschlands und das Recht der Forderung nach Aufhebung der Blockade bestritten. Vorgestern wieder hcrt er auf der Konferenz erklärt, er spreche denDeutschendasRechtab.wegendcr Zurückhaltung der Gefangenen Protest zu erheben, da sie feinen 93 rote R gegen! die Deportation der Belgier erhoben hätten. Herr Eisner weiß ganz genau, daß es die Sozialtemo- kratie war, die gegen dies« Deportation auf das heftigste ausgetreten ist und auch errenyt hat, daß diese zum Teil rückgängig gemacht wurde, selbst wenn das aber iricht der Fäll gewesen wäre, was können die armen Gefangenen dafür, gegen die Herr Eisner totsicher von der (Entente ansge'pielt wird? Aus Grund weleter geistigen Erleuchtung und menschlichen Empfindung fällt er Opfern des Krieges in den Rücken, deren Schicksal ihm freilich nicht zustoßen konnte? Wir fragen Herrn Eisner, ob er sich denn nicht vor den Franzosen schämt die sich dem Protest der ^internationale in dieser Frage — für einen Sozialisten selbstverständlich — angeschlossen haben." Auf diese Frage besB „ÄmiÄrt®" hat EWner «machst eine Ärrrwvrt erteilt, die i» der Hauptsache aus Schimpfwvrten besteht. Dir erhalten beute folgenden Bericht: M ünche n, 13. Febr. (WB.) Heute dvr- mittag begann der Kongreß der Arbeiter-, Bauern- und Sokdatenräfe. Ball» nach Eröffnung der Sitzung nahm auch der MinisterprLsidem Eisner auß?rchalb der Tag-sordnung das Wort, um, wie er sagte, eine bedeutsame Erklärung zu machen. Er wandte sich einleitend in überaus fdjorfai Worten gegen die Presse und ihr Auftreten besonders m der letzten Woche. Eine beispiellose Hetze — sagte Eisner — hat das Preßge- s in del gegen mich betrieben. Man hetzt gegen mich und sagt mir nach, daß ich, der ich heule rood) nicht die Steuern aus den Kriegsjabren bezahlt habe, von England bestochen wvrocn sei, und daß td) nach Bern gegangen sei, um das gestohlene Geld in Sicherheit zu bringen. So etwas sagt dieses Gesindel, das nichts anderes kennt als Geld. Ich gebe mich nicht dazu her, die Revolution in eine Konterrevolution zu verwandeln, und mcht dazu, mit bürgerlichen Leuten zusammenzusitzen. (Bravo!) Zweierlei halte ich Tür notwendig. In erster Linie muß der Parlamentarismus durch das System der Räte korrigiert werden. Ich stehe heute wie am Anfang der Revolution auf diesem Staute punkt. und ich halte das Wort aufrecht, daß ich mit den Räten stehe oder solle. Meine zweite wichtig: Aufgabe in Bayern ist es, den Gegensatz zwischen Arbeitern und Bauern zu überbrücken. So sehr ich mich weigere, .nit den Bürgerlichen in einer Regierung ju ' sitzen, wie man es jetzt beabsichtigt, so gern will ich mit den Vertretern der temvkrattsckien Bauern zusammenarbeiten. Run will ich Ihnen zeigen, fit welch verruchter Weise und wie g.wiffenlos das Verfahren der Presse wirken muß. Nur um mich zu beseitigen, opfert diese Presse beute das Schicksal der deutschen Gefangenen, indem sie bebaute tet, daß ich die Gefangenen verraten habe. Dadurch schürt und begünstigt sie nur die Hetze jener Chauvinisten drüben, die unsere Gefangenen als Geiseln benutzen wollen, um die Schandtaten! des alten Systems zu rächen. fDlan redet mir nach, daß ich in Bern das deutsche Vaterland verraten und die deutschen Gefangenen pveisge- geben habe. Niemattd von dem Gesindel ist glück- licherlvcise in Bern gewesen, mrd ich weiß, daß aahrl^eitsgetteue Berichte nach München tiefem- men sind, aber diese Berichte wurden nrcht in der bayerischen. Presse abgedruckt. Diese Leute, die ebenso dumm wie gemein sind, und von denen ein Teil auch hier sitzt. . . (Stürmischer Lärm. Ruse: Hinaus mit der Bande und dem Gesirrdel!) EiSner fährt fort: Sie sollen nur hier bleiben, um ihre Schandtaten zu hören. (Erneute Bewegung der Versammlung gegen den Pressetisch) Sämtliche Pressevertreter verließen Darauf den Saal. Die Korrespondenz Hoffmann veröffenllichl eine Erklärung des Ministerpräsidenten Eisner, die gleichfalls von Schimpfwvnen wimmelt, aber Keine einzige tatsächlich« Rlchttgstelluiig brriigt. Wie lange noch wird Bayern sich dreien „Ministerpräsidenten" gefallen lassen? Gestvhlene chinHsch-japanische Geheimverträge. Neu York, 1l. Febr. Der Washrngboner Vertreter der „Associated Preß'' telegrai- vhiert: Einem hier etngetroffenen amtlichen diplomatischen Bericht zufvlgo hat in bi« Negierung ist mehr als Dreiviertel der Nationalversammlung in der Regierung vertreten Das Arbeitsprogramm der Regierung tft ein Koa^ littonsprogramm, nicht ein sozialistisches. (Sehr wahr bei den Unabhärtgiflen.) Wir sind aber nicht Mitglieder einer sozialistiichen, sondern einer Koa- littonsregierung. (Sehr ri(f)tigj Ohne Revolution hätten wir längst Frieden. (Widerspruch bei den Unabhängigen. > Heute müsien wir uns mit ungeheuren Kosten ein freiwilliges Heer schaffen. Wir erbitten darüber nähere Auskunft vom Rrichs- schatziokretär: wir sind auf die schlimmsten Nachri ästen gefaßt! Wir wollen die demokratische Republik auf föderativer Grundlage aufbauen entsprechend dem bisherigen Charakxter des Deutschen Reiches und seiner geschichtlichen Ueberliefo rungen.(Zustimmung im Zentrum.) Abg. Naumann (Dem.): Wir denken nicht daran, uns die Vergangenheit, unseve Vorfahren und di« Erlebnisse innerer eigenen Jugend nachträglich in den Schmutz ziehen zu lassen, aber unter die Geschichte der Fürsten ist der Strich gemacht und dieser Strich ist endgültig! Die Monarchie hat im großen Fegefeuer der Welt nicht den Bo- iähigimgsnachwns geliefert. Ter Krieg ging verloren .weil man ihn ohne Kenntnis derMenschenpsycho-- logie geführt hat. Durch die Pflicht der Verteidigung giirg Deutschland in den Militarismus hinein und über die Grenzen hinaus. JLeirn jetzt die draußen sehen, daß wir von dem, was von unseren Heeren noch übriggeblieben ist, wieder Heercs- teilc formieren, damit wir nicht ganz von Polen und Tschechen aufgefressen werden, ruft man in Frankreich: Seht, sie wollen den Frieden nicht, »es ist ihnen nicht ernst damit! M^im in dieses cerjwaidtcn Lage die drüben nichts mrderes zu sagen haben, als: Rührt Euch nicht, laßt Euch weiter fressen? so kommen einem -doch tiefe Zweifel an der Wahrhaftigkeit der großen Deklamationen von der Zivilisation! (Laß wir sie tvieder befenmeu, .nenn sich die Entente jetzt sogar die Baupläne der Schiffes die wir auf den Wersten haben, geben läßt .damtt sie imfere gmze Handelsschiffehrt in der Hand hat? (Zuruf: Wer bat das unter* schrieben? Erzberger!) Wenn die Entente so ihre Hände auf unsere Flotte legt was nützt uns bann die Freiheit der Meere? Wem: sie jetzt versucht, ihre Hand auf die deutschen Bergwerke und Eilenrerke zu lagen, was können wir bann für einen Fri-den machen in vvlksivirtsckiastlicher Beziehung? (Zuruf: Himgerfriedeu!) Unter diesen Umständen müssen wir auch als Freunde bei Mitglieder dieser Regierung die Frage stellen: Wie werden diese Tinge gfinnacht und verwaltet? Wo liegen die Rechte |ür Oie Dolen, jetzt vor dem Frieden unsere Ostgrenzen zu überfluten. (Lebhaiter Beifall und Zustimmung). Ueberall wo es Deutsche gibt, müssen sie das Recht haben, zu uns zu kommen, wenn sie wollen. Das gilt vor allem von Elsaß- Lothringen. Und vor allem müsien wir dabei auch denken an unsere, deutschen Brüder in Böhmen und Oestereich. (Stürmischer allseitiger Beifall und Hände- klatschen im Saal und auf' den Tribünen). Wir müsien jeden übertriebenen Pessimismus überwinden und dürfen den Glauben an uns selbst nicht verlieren. Erzberger schildert noch einmal, wie er es in der „Dtsch. Allg. Ztg." bereits getan hat, den Gang der Verhandlungen in Spaa und die Schwierigkeiten, die ihm von der Entente gemacht werden. Das Wesentliche bleibt: Die Schiffe sind unb bleiben deutsches Eigentum, auch wenn wir sie der (Äitente jetzt zur Verfügung stellen müssen. Auch aus die Zurufe der Unabhängigen über die russischen Kriegsgefangenen geht er noch ein. Rußland behält ja auch unsere Kriegsgefangenen zurück, und gerade die Freunde der Unabhängigen, die Herren Lenin und Trotzki, .sind daran schuld. Außerdem hat die Entente uns gezwungen, die russischen Gefangenen zurückzubehalten. Hierauf wird die Beratung- abgebrochen. Sckstuß Vi? Uhr. — Nächste Sitzunq: Freitag 2 Uhr: Wahl des Präsidenten und eines Vp^:- präsidenten, Fortsetzung der Besprechung der Er- llärung der Reick)src>gierung. Die neuen waffenftillstandsbedlngungen Paris, 13. Febr. (WTV.) Havas. Der Oberste Kriegsrat setzte in feiner gestrigen Sitzung die Bedingungen für die Erneuerung des Waffenstillstandes fest. Sie sverden nicht bekanntgegeben, bevor sie Deutschland mitgeteilt worden siiw Das neue Abkommen (wird in militärischer Hinfickt alle wünschenÄverten Sürgfduften enthalten. Der Eindruck ist der, oaß Die Alli ierten in ihren Entschließungen einer Meinung sind, sobald es gilt, wichtige 23efd>lüffc »u fassen. Das Oberwmmando der Alliierten hat dem deutsck)en Oberkonrmando vorgeschlagen, die Konferenz zur Verlängerung des Waffenstillstandes am 14. Februar nachmittags in Trier ftattfinben zu lassen, und zwar unter denselben Umständen tote im Januar Die Abreise der deutschen Delegierten erfolgt heute nachm. 4 Uhr vom AnlstUter Bahnhof. Paris, 13. Febr. (WTA.) Die Agenee Havas will über die Ansichten des Interalliierten KriegSvUs unterrichtet fein und Nun ist daß Reichskabittett vollständig: Scheidemann Ministerpräsident und neben ihm nvch seckM svzialdemokrätische Minister mit und einer, Dr. David, der darum das Präsidium der Nationalversammlung wieder Iniederlegt, ohne Portefeuille. Die Aemter wurden nach der Parteizugehörigkeit verteilt, wobei allerdings auch dte^ersonenfrage eine große Rolle spielte. Der Sozialdemokrat Dr. August Müller wurde z. B. ausAefchaltet, und dafür tauchen die Staatssekretäre Bauer (ReichsarbeilSamt), Wissel (Reid)swirt- schaftsamt), Robert Sd)nnidt (Reichsernährungsamt) auf. Unbekannte Größen außerhalb der svzialdemokratisck)en Partei. Zuverlässige und gesinnungstüchtige Parteimänner sind noch Deine geborenen Minister und Staatsmänner. DaS gilt auch für die übrigen neuen Männer, mit Ausnahme des Grafen Brockdvrsf-Rantzau, der als ein für die Führung der auswärtigen Geschäfte sehr befähig ter Diplomat uitb Staatsmann gilt. Die sozialdemokratische Lanze tragen noch der Staatssekretär des Reichsjuitizamts Dr. Landsberg und der Stac^ssekretär des Landesverteidigungsamtes Noske. Im übrigen hat es keine besonderen lleberraschungen ge- gben, ausgenommen, daß Crzbcrger nur taatssekretär ohne Portefeuille geworden ist, währeird sein Fraktionskollege Bell das Reid)skolonialamt übernimmt. Giesberts erhält das Reid)spostamt, Schiffer wird Fi- nanzminister. Die Deutsche demokratisd)e Partei stellt also vier Minister: Graf Brockdorff- Rantzau, Dr. Preuß (Reichsamt oes Innern) und Schiffer; daneben steht ohne Portefeuille Staatssekretär Gothein. Nun heißt es abwarten. Nach ihren Seift u n g c n ivvllen wir die neuen Männer beurteilen. vtr rmilistkrltste öe$ Relchrkablnettr. Weimar, 13. Febr. ,(WDB.) Die Mi- nisterliste des Kabinetts steht nun fest. Präsidium des Reichsministeriums: Scheidemann, Vertreter im Präsidium des Reic^- ministeriunrs: Der Reichs Minister der Fi- »ranzen Schiffer, R-eichsminister des Auswärtigen: von Brockdorff^-Rantzan, Reickssministcr des Innern: ^Dr. Preuß, Reick)sarbeitsmirtister: Baiter, Reichswirtschaftsminister : Wissell, Reichsernäh- rungsminister: Robert Schmidt, Reichs- justizminister: Dr. Lands berg, Reichs- wehrminister: Noske, Reichskolonialamt: Dr. Bell, Reichspostminister: Giesberts, Reiässminisdcr des Demobilmachungsamts: K o e t h, ferner drei Minister ohne Portefeuille: Dr. ,David, Erzberger und Gothein. . deutsche Nationalversammlung. Sitzung vorn 13. Februar. Dor Eintritt in die Tagesordnung verliest Dizevräsideirt Haußmann cm .Schreiben Tr. Davids, in dem brefer mitteilt, daß er infolge seiner Berusungi in die Rcichsregierung sein Amt als Präsident nicderlege. Sodann wird die neue M in i st e r l i st e mi'g'tcilt. Nach Berl-srrng von Wdvcssen an die Nationalversammlung tritt dos Haus in die Tagesordnung ein. Präsident des NeichsministeriumS Schndcmunn entwickelte in längerer Rede das Programm der r«uen R-ichsregüerung. Bezüglich der Außenpolitik betont das Programm als ersten Punkt die Notwendigkeit eines soferttgen Friedensschlusses und u. a. auch die sofortige Rückgabe der deutschen Kriegsgefangenen. Hinsichtlich der rmteren Politik wird ainc demokratische Verwaltung angekniidigt .sotvie die Hebung der allqc- memetr Volksbildung. Ferner wird d-te Schafchng euws auf dernokrattscher Gruirdlage aufgebauten Bolksheeres als notwendig bezeichnet. Einl^eit- llche Grundlagen für den Wiederaufbau des Wirtschaftslebens imd Förderung der durck) die Zlriegs- fvlgeu fd>n)cv gelittenen mittleren und Fl einen 6fewerbetretbenden, Rationierung und Höchstpreise für LeAensrnittel. an denen wir Mangel leiden, Werden toeiierhin in Aussicht gestellt. Aus den Weiteren Punkten des RegieruugsProgramms ist noch hervorzuheben: Wirtsckwfts^weige, die nach ihrer Art und ihrem EnNoicklungsstand einen rTrivatnwnopolistllch'N Charakier angmounnen lw- ben .sind der ösfentlickien Kontrolle zu unterstellen. Die Koalitionsfreiheit ist in der Verfassung festyulegen, Sicherung der staatsbürgerlichen und beruflichen Rech!« der Veamteit, verschärfte Erfassung der Kriegsgewinne, Gewissens- fvekheit und Freiheit der Religionsubung sowie bie Fveih.it in Wort und Scknift. Ministerpräsident Scheidemann hob in seiner Rede hervor, bafc das erste BZ-ort der ersten twrantwortlichen Regierung der deutschen Republik ein Bekenntnis zum Gedanken der Vvlksl-errschast fern müsse, den die Nationalversammlung verlorpere. Die alten Gewalten lurrcn im N.'chtsbetvußtsein schon tot, als sie nod) zum Schein lebendig wareit. -Lonst wärm fte nicht so widerstandslos zustrmmengrchrvchen. Ms eine der größten Errungensckwsten betvachterr Wn: es, daß mich die Frauen als gleichberechtigte WÖffeiwiien in unsere Reihen räeetretei sind. Tarin, daß unser Voll am 9. November die Kraft besessen hat, die alte Gesellschaft zu zertrümmern und ferne eigene Herrschaft auszurufen, darin erblicke ich die beste Bürgschaft für eine gute Zukunft. Zur Vinnneidung des Büvierl'rieges haben wir alles getan. Die alleinige Schuld für das, was geschehen ist, fällt ausschließlich auf die, die allen Warnungen zum Trotz das Verderben entfesselt haben. Die Mackstpolitiker können uns wohl, wenn sie auf die Entscheidungen einen maßgebenden Einfluß bekommen, zum Frieden zwingen, aber sie werden niemals ein 70-Millionenvolk zwingen können, einen solchen Frieden im Jmrerstew ihres Herzens als ehrlich und gerecht an5uerfcmten. Der Ministerpräsident fordert in diesem Zusammenhang sodann die Freigabe der deutschen Gefangenen und bittet die Gerechtdenfenden aus dem ganzen Erdenrund, das deutsche Volk in dieser Frage zu unter- stützm. Redner fährt fort: Die die alle Welt nut in der veränderten Form wieder aufridyten wollen, das sind die gefährlichsten Gegenreoolutionäre. Dem stellen wir das Prinzip der deutschen Revolution entgegen, die eine neue Welt [djaffen will, innen und außen. Die Regierung ist sich bewußt, daß Staatsverfassungen leere Z-ornren sind, die erst ihren Inhalt durch die ges<ülschafttichen und wirtschaftlichen Zustände erhalten. Die Volksabstim- inung vom 19. Januar hat keiner Partei eine allein herrschende Stellung eingerünmt, aber kein Mitgliich der Regierung verschließt sich der Erkenntnis, daß wir uns im Zuge einer Entwicklung befinden, die nicht wieder zurückgeschraubt werden kann. Was uns zusammengeführt hat, das war das harte Muß, die bittere Not. Wieder hat sich das Wort bestätigt, daß die Not gute Kameradschaft bringt, sttun, deutsche Männer unb Frauen: Bahn frei für alles, was aus der Tiefe zum Licht strebt, Bahn frei für das drängende Neue, dann werden wir es schaffen! (Lebhafter Beifall.) Vi-epräsident H a u ß m a n n: Zu d.e er Erklärung ter Regierung hat das Wort der Abgeordnete Gröber. Abg. G rützer (Zentrum): Heute ist es schwer, national zu tiefen unb zu fMen, aber dafür um so ehrenwerber mrd notwendiger. Unser oberster Leitstern bei unserem Handeln ist der Getemfe der.MichwrMimg gegen Voll und Staat. Wir müssen alle Kräfte rin setzen für die Wiederherstellung ein-S geordneten. leiihm©»M‘[yigcn beul- schen Staatswesens. Tie Hauptaufgabe für uns m dieser Nationalversammlung ist die Schafftmg von Friede und Ordnung, von Brot und Arbeit. (Brisall.) Unsere Kriegsgefangenen sind so rasch wie möglich ihren Familien zurückjugrben. (Beifall.) Tie besetzten Gebiete ntüffen fre Volk jur Wehr fetem und es braucht deshalb eine Volkswehr. Wenn je, so empfinden wir heute den Mangel einer geordneten Truppe. Um so mehr müssen mir unserer fr fiteren Armee danken für das, was sie zum Sckmtzc unseres teutute t Volkes und Landes geleistet hat. (Beifall unb Händeklatschen.) Zur Zermürbung unserer Armee hat wesentlich das Besteteit der ©olbatcrrräte brinetragen. Das ist fein Glück für uns gewesen. (Sehr richtig rechts und im Zentrum.) Zch erkenne an, daß sie als Berttauensausschüsse Gutes geleistet haben. In diesem Umfange sollten sie auch bestehen bleiben. Die Regelmig der Ein^elteziehungen zirnsckxm Staat und Kirche muß Sache ter Einzelstaaten sein, nur daß sie auf dem Boden der Freiheit, nicht der Un- fvetheit zu erfolgen hat. Wteim alle diese Ziele erreicht werten sollen, so braucht das Volk Bco> unb Arbeit, vor allem aber Brot und nochmals Brot? Denn es ist vielfach die Folge ter langen Unterernährmtg, wenn nicht so gearbeitet werden kann, wie es notwenbig märe. Je stärker die Regierung ist, um so besser wird her Friede fein, den sie herbeifü-cen kann. Durch unißcn (Eintritt tut Prinzip mit Krieg gedroht, toertn Cfljina die Gcheimver träge beiter Länder verSffentlicht und seine Bertrags- Vflichren nicht erfüll, JapanzuDeutsch- Lands Nachfolgerin im Recht, im Eigentum und in den Ztzonzessionen zu machen, die Deuifch^and bei -Ausbruch des europäischen ärieges besaß. China sucht bei Groß- brrtannien und den bereinigten Staaten Unterstützung angesichts der Ha tung Japans, die ernste Befürchtungen unter Den Vertretern der assoziierten Mächte hervorruft. Wie verlautet, sind die Abschriften Der Geheimverträge aus dem Gepäck der chinesischen Frie- densdelegierten gestohlen worden, als sie durch Japan reisten, und daher sind diese nicht in der Lage, die Geheimverträge aus der Friedenskonferenz zu veröffentlichen. Aus dem Ueiche. Streitigkeiten innerhalb der deutschen gegen die Polen kämpfende» Truppen. Brom berg, 12. Febr. Tie vor einigen Tagen so hofftrungsroll beratene deutsche O s - fensive bei Bromberg musxe nxegen inne r vo l i t i s che r Streitigkeiten bei ben; Kampftruppen plötzlich a ltgeb rochen werden. Tie deutschen Truppen hatten sich südlich der Bahnlinie Bromberg—Schneidemühl eine brückenürpsartige Stellung in der Linie Schmiede- berg—Neukirchen—SamoÜensk gesäiafsen und mären dann erfolgreich aus Exin und Schubin vor- bener isolierter Stellung allein zurück. In- vlgchessen wurde c-ie Kompagnie bald darauf von den Polen von drei Seiten mit Ueber macht angegriffen und faft vollständig ausgerieben. Auch Leutnant Partl^nheimer fiel. Nach der Zurluknalpue der Truppen hinter Steinburg wurde nun gestern deutscherseits wieder ein Bo r fto ß g-nnacht und die Ortschaft Josephinen, der Brückenkopf imb Teile von Steinburg nri.be genommen. Bei Josepl/inen wurden sechs'Maschinengewehre erbeutet. Es ist zu erwarten, daß in den nächsten Tagen auch die Störung der Eisenbahnlinie Dromberg—Schneide- ntüIjH durch Polnischs Artilleriefeuer durch den deutschen Vvrswß r K'mm.ri da, u: Smelden, ^as rvlnische BezlrksbommanÄo Hvhen- za hat allen Mannschaften der sungn Jahrgänge, auch den deutschen, Gestellungsbefehle zugesandt. (B. T.) Ausschreitungen im westlichen SnhuftrWbfairf. Mülheim, 13. Febr. (WTB) Bei der hiesigen Reichsbankftelle erschien während der Geschäftszeit ein Mitglied und andere Beauftragte des Soldatenrates, welche sich, unter Androhung von Gewalt im Weigerungsfälle, die privatrechtliche Auszahlung von 75 OOO Mark als Löhnungsgelder für die Sicherheitsmannschaften erzwangen, ohne daß eine ordnungsmäßige Anweisung zur Zahlung vorlag oder ein Guthaben vorhanden gewesen wäre. Duisburg, 13. Febr. (WTB.) Große Ausschreitungen ereigneten sich gestern nachmittag bei einer Demonstration in Duisburg. Der Oberbürgermeister, der vom Balkon des Rathauses eine Ansprache an die Menge richten wollte, ebenso wie die Führer der Duisburger .stommunistcnpartei, wurden niederge'chrien. Dann drangen die Demonstranten in das Rathaus ein und holten unter Mißhandlungen den Oberbürgermeister und den Bureaudirektvr heraus und zwangen beide, im Zuge mitzugehen und abwechselnd die mitgeführte rote Fahne zu tragen. Später wurden die Beamten wieder frei- gelassen. Abordnungen der Demonstranten drangen in Cafös ein, wiesen die Gäste hinaus und erzwangen die Schließung der Lokale. Den Straßenbahnführern wurden die Kurbeln abgenommen, so daß der Straßen- bahnverlehr für einige Stunden zum Stillstand kam. In den Abendstunden kamen einige Plünderungen vor. Das Gerichtsge'äugnis wurde gleichfalls von den Demonstranten geöffnet: sämtliche Insassen wurden frei» aelasseu. — Tie Ruhr wurde durch die Sickier- yeitswehr wiederhergestellt. Sie mußte von der Waffe Gebrauch machen, wobei ein fünfzigjähriger Mann durch Brnstsclmß frhtccr und eine Iran leicht verletzt nmrbeit. Eine versuchte ötürmung der Stadtkasse sowie eine versuchte Plünderung der Haupt- gefcl^ästsstelle wurde vereitelt. Unter den frei gelassenen Ysefängnisinsassen befinden sich mehrere berüchtigte (Sinbrccbcr und Stra^w räuber sowie lln tersuchungsgefangene, die wegen Dtordes und Raubmörders ihrer Bestrafung entgegensetzen. hessische Volkskammer. Darmstadt, 13. Februar 1919. Die feierliche Eröffnungssitzung der Hessischen Volkskammer vollzog sich heute unter großer De. teiligunq. Das Stänbehaus, in dem di« Tagung statt. findet, wie einige öffentliche Gebäude sind mit Fahnen geschmückt. Die Galerien sind überfüllt, der Sitzungssaal ist mit ‘Blattpflanzen, das Präsidium mit Palmen und Blumen hübfch geziert. Punkt 11'/. Uhr betritt Ministerpräsident Wind) den Saal und auf sein Glockenzeichen füllen sich die Räume. (Er eröffnet die Sitzung mit der Anfrage, ob jemand im Hause älter sei *Ls er, er sei am 28. Januar 1853 geboren. Da sich niemand meldet, teilt er dem Hause mit, daß er als Nettester dem Hause jetzt etwa 34 Fahre angehöre und ein großer Teil seines Lebens mit dem Hause verknüpft iet 3n Mainz wurde er s. Z. zum ersten Mal als Abgeordneter gewählt, er habe jederzeit das Interesse der Arbeiter chast vertreten. (Er habe jetzt den Aufstieg vorn Schlosiergesetten zum Redakteur und zum Leiter der Geschicke Hesiens gemacht und damit seien seine kühn- ten (Erwartungen übertroffen worben. Traurig stimme ihn nur der schwere Niederbruch Deutschlands, doch wenn wir auch äußerlich besiegt seien, innerlich stän» den wir fest. Unsere Blicke richten sich jetzt nach Wei- mar, wo unser ferneres Geschick beraten wird. Die jetzige Volkskammer ist berufen, im Zeichen der Demokratie zum Siege zu führen: der Weg ist chwer und weit, aber von dem Grundsätze ausgehend, dem Wohle des Landes zu dienen, werden wir vor. wärts streben: Pflicht zur Arbeit, Recht des Lebens! (Es wird dann der Antrag Ulrich betr. die provisorische Geschäftsordnung zur Präsidenten, und Schriftführerwahl ohne Aussprache angenommen. Danach ernennt der Vorsitzende die Abg. Hahn D. Volksp.) und Dr. Dehlinger (Hess. Dolksp) zu proo. Schriftführern. Das Verlesen der Anwesenheitsliste ergibt, daß sich 67 Abgeordnete melden. 3 fehlen. Die dann vollzogene Präsidentenwahl ergibt ür den Deig Adelung-Mainz (Soz.) 64 Stimmen. 1 Stimme fällt auf Dr. Schmitt (Jentt), 2 weiße Zettel sind abgegeben. Der neue Präsident übernimmt nunmehr den Vorsitz, dankt zunächst dem Alterspräsidenten Ulrich für seine Mühewaltung in der Hoffnung, daß er dem parlamentarischen Leben Hesiens noch lange erhallen bleiben möge. (Er dankt dann dem Hause für das ihm entgegen» gebrachte Vertrauen. (Er will sich bemühen, dies Der» trauen zu rechtfertigen, erwartet aber dabei die kollegiale Unterstützung der Abgeordneten und erklärt dann: 3ch werde besttebt sein, mein Amt unparteiisch und ftreng gerecht zu verwalten. (Er fährt dann fort: Die Volkskammer ist souverän, Revolution und Krieg haben das alte System gestürzt. Die Volkskammer übernimmt, getragen vom Volkswillen, das Regiment des.Staates. Der Dolkswille ist oberstes Gesetz. Damit muß jeder, wo er immer steht und welche Meinung er sonst auch haben mag, sich abfinden. 3n der schweren Zeit, die wir jetzt durchleben und die uns noch bevorsteht, wird die Demokratie ein Heilquell sein, aus dem wir die Kraft und auch den Mut schöpfen, ein neues Deutschland zu errichten, in dem unser großes edles Volk eine glückliche Stühe finden wird. Gleiches Recht, aber auch gleiche Pflichten zur Mllarbeit sind die notwendige Do aussetzung für ein gesundes Aufwärtsstreben. Dem Wohle des Ganzen hat sich der Einzelne unterzuordnen. Von diesem Grundgedanken wollen wir an die gemeinsame Arbeit gehen. Der Redner entbietet unter Beifall der Nationalversammlung in Weimar Grüße und erhofft nach dem Um» und Ausbau Deutschlands auch den gleichen Ausbau aller Völker der Welt. Die 3bec der Gleichberechtigung aller Staatsbürger muß die ganze Welt erobern. Nur als freies Volk unter freien Volkern kann Deutschland bestehen. Deshalb wende ich mich von dieser Stelle als Präsident der Volks. Kammer feierlich und mll allem Nachdruck gegen alle Bestrebungen der (Entente, die auf die Loslösung deutscher Gebietsteile gerichtet sind. (Bravo!) 3ch tue das gleichzeitig im Auftrage und Namen aller Ad- geordneten im besetzten Gebiete. Wir sind Deutsche und wollen Deutsche bleiben (lebh. Bravo!) und werden uns weder durch Gewalt noch durch Güte ab- halten lassen, als Deutsche uns zu fühlen immerbar. 3d) betone dies auch vorn internationalen Standpunkt aus. (Ein Bund der Völker kann nur Dauer haben, wenn auch Deutschland keinen Vergewaltigungen unterliegt (Er wendet sich noch gegen die kapitalistische Gewinnanhausung und erhofft, durch treues Zusammenarbeiten unier Volk einer glücklichen Zukunft entgegenführen zu können. (Lebh. Beifall.» Zu Vizepräsidenten mit gleichem Recht werden die Abgg. Dr. Schmitt (Zentr.) und Reh (DemoL) gewählt. Zu Schriftführern werden durch Zuruf ge- wählt die Abgg Hahn (D. V.), Dr. Dehlinger (H. V.), Delp (S03.J, Damm (Demoh.) und Scherer (Zentr.). Der Vorsitzende verliest noch verschiedene (Einläufe, darunter ein Schreiben des Großherzogs Ernst Ludwig an den Präsidenten Ulrich. Dann wird die Sitzung auf Freitag vormittag 10 Uhr vertagt rm. Darmstadt, 13. Febr. Staat$minifter Ul. rich hat an die verfassunggebende Kammer einen Antrag betr. die Sperrung der ehemaligen Zivilliste des Großherzogs eingereicht. Die zu Lasten des Groß. Herzogs gehenden Besoldungsverpflichtungen sind da. nach von Staatswegen zu regulieren. Ein Schreiben deS GrokberzoqS. Darmstadt, 13. Febr. (WTB.1 Nach Schluß der Konstituierung der hessischen Volkskammer verlas der Präsident ein Schreiben des Großherzogs an die Kammer, das wie folgt lautet: Sehr geehrter Herr Ulrich! Die Eröffnung der hessischen Volkskammer am morgigen Tage gibt mir Veranlassung, der neuen Volksver retung meine auf. richtigen Wünsche für eine gesegnete und ge beil)> liche Arbeit zum Besten unseres Vater. Ian des auszusprechen. Wie mein Herz immer nur für bas Wohl Hesiens unb seines Volkes geschlagen hat, wie ich nie eigennützige Bestrebungen gekannt habe, so sollen auch fernerhin unter ber Regierung ber vom Volks- willen Beauftragten alle meine Bestrebungen und all mein Denken nur bem Glück, der Wohlfahrt und der Entwicklung des Vaterlandes dienen. Nehmen Sie zu dieser Versicherung noch den Dank entgegen, den mit mir jeder wohlmeinendeHesie fühlen wird, den Dank für die würdige Art unb Weise, mit ber Sie unter ben schwierigsten Verhältnissen ber sich vielfach burchkreuzen- ben Strömungen bes Volkswillens bas Ste er des Staates geführt unb zu vermeiden gewußt haben, daß sich die ernsteste Wandlung in der Geschichte Hessens ohne Härten mit Ausnahme der durchaus notwendigen vollziehen konnte. Mit der Versicherung meiner ausgezeichneten Hochachtung 3hr Ernst Ludwig. Der Brief würbe von ber Kammer mit Beifall aufgenommen. Aus Stabt und Canfc* Gießen, 14. Februar 1919. £eben«mitte(. * Marmelade-Verteilung. (Ausgabe 9h:. 5.) Von Samstag, 15. bis Ä>nnerS- tag, 20. b. Mts. entschließ ich, gelaugt gegen Vorlage der Lebensmittelkarte unb Angabe beS Bezugsabschnittes Nr. 5 Pfunb Mar- melabe zum Preise von 50 Pfg. zur Ausgabe. (Siehe Bekanntmachung.) • • 34. Ausgabe von Süßstoff (Saccharin). Für bie Jett vorn 1. bis 28. Februar 1919 wirb in ben Canbgemei nben bes Kreises von ben Süß. stoffabgabestellen Süßstoff abgegeben. Siehe Bekannt, machung. — Freibank. Samstag ben 15. Februar werben von 12 bis 4 Uhr bie Nummern 1801 - 2000 beliefert • — Amtliche Personalnachrichten. Am 8. Fe. bruar b. Zs. wurde Heinrich Ding zu Schotten zum Schreibgehäfen ber Oberförsterei Felbkrücken ernannt — Entlassen wurde am 8. Februar bie Lehrerin Frau (Emilie Canbjettel, geb. Donbe, zu Neu- 3senburg auf ihr Nachsuchen aus dem Schuldienste. - 3n den Ruhestand versetzt wurde am 5. Februar ber Zeichenlehrer Rektor Abam Götz am Neuen Gymnasium in Mainz auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner bem Staate geleisteten Dienste vom 1. April 1919 ab. C. U. Don ber ßanbesunioerfitäL Die feierliche 3mma trihulation für bas Kriegs - notsemester finbet am M ontag ben 17. Februar, mittags 3 Uhr pünktlich, im großen Hörsaal (2. Stock) bes Dorlesungsgebäubes (Lubwigstraße 23) statt. Die Stubenten, bie im Wintersemester noch nicht immatrikuliert worben sind, sind gebeten, ebenfalls zu erscheinen. • * Die Auszahlung ber Familien-Unter- stützungen an bie Angehörigen der noch im Heeres- dienst Befindlichen für 16. bis 28. Februar 1919 findet Samstag ben 15. Februar 1919 in ber Jett von 8H bis 12s Uhr vormittags im Stabthaus, Zimmer Nr. 7, statt • * Eine große Protest Versammlung gegen die neuen maßlosen Waffenstillstandsbebingungen findet heute abenb 7‘, Uhr im Stadttheater statt Es werden sprechen bie Herren Dr. Horneffer, Prof. Michel, Prof. Sievers, Rechtsanwalt Peters und Prof. Schian. Niemand soll versäumen, durch sein Erscheinen dem Proteste Kraft unb Nachbruck zu verleihen. ** Wichtig für Dlilitärrentenempfänger Bei der nächsten Zahlung ist außer ber Quittung bie amtliche Bescheinigung unb, soweit vorgeschrieben, auch die Einkommenserklärung mitzubringen. Andern- falls sind Verzögerungen im (Belbemprang unver- meidlich. Vordrucke für die amtlichen Bescheinigungen und (Einkommenserklärungen sind, wenn sie nicht von der Pensionsbehörde übersandt worben stnb, am Rentenschalter bes Hauplpostamts abzufordern. Die Bescheinigungen werben ausgestellt vorn Polizeiamt, Bürgermeisterei, Kriegsfürsorgestelle, Armenamt usw. ober irgenbeiner Person, bie zur Führung eines öffentlichen Siegels berechtigt ist ** Besitzwechsel. Karl Becker verkaufte für 80000 Mk. einen Teil seiner am Schiffenberger Weg 53 belegenen Gärtnerei mit Wohnhaus an Gärtnermeister Hubing. - Das Hotel-Restaurant Fürstenhof, Besitzer Herr A. Fröhlich, ging für ben Preis von 490 000 Mk. an Herrn AIfreb Rabemacher, ftüher 3nhader bes Cafe Exzelsior in Posen unb bes Schloß- cafes in Darmftabt, über. Die Uebernahme erfolgt am 1. März. ** Lichtspielhaus, Bahnhofstr. 34 Ab morgen bis Montag tritt die Künstlerin Lotte Neumann in bem Film „Das Spiel mit dem Feuer"' auf. Außerdem ist ein gutes Beiprogramm vorgesehen. Starkenburg und Rheinhessen. "** An s Rhe in Hessen, 11. Febr. Ter franz ösische Sprachunterricht nahm gestern in allen Volksschulen Rheinhessens seinen Anfang. In den ein^dnen Kreisen fanden bereits allg.-meine Lehrcrvonferen-en unter Leitung der Ikreisschullbmmission statt, wobei die Richtlinien für die Art der Unterrichtsmethode und den Umfang des Unterrichts seftgelegt wurden. Vertreter der französischen Besatzungsbehörden nahmen an diesen Besprechungen teil. In der Regel handelt es sich um praktische Unterweisungen der drei oberen Schuljahre. Tie Anmeldungen zu den fron- zösischen L-prachkursen für Ernttchsene die in nahezu 100 Gemeinden der Provinz ftattfinben sollen, sind zahlreich. In Gau-Alaesheim haben stch rund 150 Frauen und 100 Männer dazu gemeldet. Tie Leiter dieser Kurse sind nm» ftend die in den Gemeinden ansässigen Volksschullehrer. Hessen-Nassau. — Frankfurt a. M, 13. Februar. Dor einigen lagen wurde im Stadtteil Bornheim ein Polizeiwachtmeister ohne Grund von M a- trolen des Sicherheitsdienstes von ber Straße weg in ein Auto gepackt, nach bem Polizei- präfibium gefahren unb hier im Aufenthaltsraum bes Matrosen-Sicherheitsbienstes von Matrosen schwer m i ß h a n b e 11, so baß ber Beamte heute noch bienft- unfähig ist. Gegen biefe Vergewaltigung erhob Mittwoch abenb eine überfüllte Versammlung ber Frankfurter Polizeiwachtmeister schärfsten Protest. In einer Entschließung würbe dasPolizeipräsibium ausgeforbert, binnen brei Tagen bie (Entfernung ber Täter aus dem Marine-Sicherheitsdienst und deren Bestrafung zu veranlassen.. X Gelnhausen, 13. Febr. Beschlagnahmt wurde durch die Kreisdehörde in Wächtersbach eine ganze Schafherde, bestehend aus 427 Stück. Die ift jung und übafcbäumenb an Lebensgefühl Sok verfügt über einen edel geformten bildsamen Körper und eine rassige Gesichtsbildung, die den Tan; mit hoher mimiicker Pegabung zu unterstützep-N«ß. Das sie aber unter ihren tambefli e.ten Sckwe- stern als Künstlerin kervortreten läßt, ist dies: Statuarischer Aufbau jeder Einzelbewegung und getanzter Tanz. Jeder einzeln herausgegriffene Moment ihres Tanzes lörutte zum Borioun eines abgerundeten Bildwerkes dienen und die Ueber- gänge vokt Stellung zu Stellung sind bis auf roentgt Ausnahmen uu merkliches Uebergleiten. Immerhin, die Ausdrucksmöglichkeiten des menschlichen Körpers find trotz aller Erfindungsgabe und allem Wechsel der Gewandung verhältnismäßig arm. Wiederholungen sind fast unvermeidlich und «erschienen auch hier. Eine weniger auf Walzer zu- geschnittene Tanzfolge könnte dieser Gefahr Vorbeugen. Im Walzer offenbart sich aber in erhöhtem Maße Hannelore Zieglers höchster Vorzug, ben Tanz z u tanzen und nicht als Vorwand bildhaft eindruckvoller Schaustellungen zu nehmen. zeigte sich besonders in den von längeren musikalischen Phrasen getragenen Walzern wienerischer verkunft. Lier gab ein gliedergelöster Körper jedem Schweben ber Melodie nach. Auf ben bisher mit wenig Glück versuchten Groteskentanz wird die Künstlerin durch öieJLber» raldxnbe Pizzicato pol kp und in genrifem Sinne durch ihren bekannten Radetzkh-Morsch hingenne- fat. Pizzicadopolka war ein Meisterstück übermütiger Trolerie, an der auch die Gesichtsmintik l-ervvrragenden Anteil hatte. Wlerdings enwtft dieser Tanz den Anschein starker Bewußtheit, die sonst von ursprünglichem Temperamente verdeckt wird. Nach der tragischen Seite neigten nur zwei Tänze: Walzer von Chopin und Prslude von Rachmaninon- Beide überzeugend in der Einfühlung, Rachmaninofs zu dramatischer Wucht gesteigert. Und dennoch war es an diesen Probett zu wenig um eine entschiedene Veranlagung nach dieser Seite hin beurteilen zu lassen. Als Urheberin der höchst wirksamen Gewand» kompositionen zeickmete Frau Professor Ziegler^ die Mutter der Künstlerin. Kapellmeister Luonng Marguth versuchte zwar auf alle Eigenheiten der Tänze einzugehen, lämpft aber immer noch mit einem Drdxitrr, das sich schwer -u der erforderlichen Einheit verschmilzt. a. Vüchettlkch. — „Die Einheitsschule" betitelt sich eine kleine Schrift, die soeben im Verlag von Alfred Töpelmann erschienen ist und den Tirektor der hicsi-.'n Lberrealschule, Dr. £). Schnell, zum Verfasser hat. Tas Problem der Ernl-eits- schulc wird hier von dem praktischen Schulmann in sachlicher, überyutrnber Weise auf seine Licht- und Schattenseiten Ijin untersucht, daß die Tar- legungen angesichts der bevor stellenden Kammer- Verhandlungen w.iesle Vcrbreitutrg besonders in Lehrer» und Elternkreisen verdienen. —<— Meteorologische veobachtungen der Station Gietzen. Matern 13.2. nm. 13.2. abbs. 14.2. em. -1V 2.5 48 -3.1 2.9 78 -9D 2.2 92 0 0 10 Wetter heiter trocken Kall nacht, Frost Höchste Temperatur am 13. 2.: -2.7“; 14 2.: -2.6". Niedrigste , „ 13.2.: -5.1"; 14.2.: -80° Letzte Nachrichten- Der Eatworf über die Ansammeusetzoag der Kreistage in Preußen. Berlin, 12. Febr. (WTB3 Der Ientralra» hat heute bem vorn preußischen Ministerium bes 3n- nern vorgelegten (Entwurf über bie neue Zusammen- sehung ber Äreistoge mit unwesentlichen Abänbe- rungen zugestimmt unb hat gleichzeitig bas preußisch« Staatsministerium ersucht, ben (Entwurf im Weg« einer Notverordnung umgehend in Kraft zu setzen. Die Vorlage enthält bie Neuorbnung bes Wahlrechts Zu ben Kreistagen auf ber (Brunblage bes Wahlrechts zur Nationalversammlung. Bis zum 15. April hat bie Neuwahl aller Kreistage zu erfolgen Das preußische Staatsministerium wirb sich in seiner Sitzung am 17. Februar schlüssig machen über ben Beschluß bes Zentralrats. Ter bevorstehende Waffenstiffstandsverttas. Herbe war aus Bayern durch ben Kreis Schlüchtern getrieben unb sollte angeblich auf bie Winterweibe nach Herne in Westfalen gebracht werben Der bie Herbe führenbe Mann konnte über bie Herkunft ber Schafe unb ihre Bestimmung keinen Ausweis vor- legen. Man vermutet, baß bie Herbe heimlich auf- gekauft war unb schwarzgeschlachtet werben sollte. Giehener Stavttheater. Ton »abend Sxinnttort Ziegler. Tanz ist die mimische Umdeutung von Musik in rhhthmisch beseelte körperliche Plastik. Tan- ist Ausdruck^kunst. Wenigstens der neuzeilliche Tanz, der im Gegem'atz zum schulmäßi^en Vühncnlanz steht, bei dem ein beliebiges Musikstück einer Folge vorgeschriebeirer Tanzbcwegungen angepaßt wurde. Beim neuzeitlichen Tanz ist Musik das Ursprüngliche. Der Körper gibt sich ihr hin, läßt sich von ihr tragen und und musiknachschaifettd entsteht ein selbständi tcs Kunstschaffen: Der Tanz. Bedingung bleibt, daß eine ausdrucksbelebte Musck von einem musikalisch-hellhörigen Temperament einem Körper initgeteilt wird, der zu ausgeilichener Bewegung durchgearbeitet ist und jeder seelischen Schwiw- gütig letzte körperliche Ausprägung zu geben vermag. In der neueren Zeit sind Tümerinnen wie Pilze aus der Erde geschossen und manch unreifes Ge- hoppse hat zu einer gewissen Voreingenommenheit dem neuzeitlichen Tanz« gegenüber geführt. Um so erfrischender ist es, eine Tänzerin tote Hannelore Ziegler wiederzuiehen, die in den zioei Jahren tljrer Wirksamkeit einen faE^fhaften Ausstieg genommen hat und eine der belicbiesten, wenn nicht die beliebteste Tänzerin geworden ist. Ist der Freude über ihre Tanzdarbietungen können sich Publikum und Kritik zu einer seltenen Einigkeit zusammcnsinden. Hannelore Ziegler ift mit allen Borzügm begnadet. bie iür tau Tänzerin unerläßlich sind. Eie ParrS 13. Febr. iWB. Nach einer Met- dunq der ^Agence davas" iricb es das Herrn»r- fbafmbfte Merlinal das Waffenstillstandes strin, daß er nicht rtrehr auf eine furje Frist, svkchern endgültig bis zur Unterzeichnung der ^ru-densprältnnnarien abK'fchlojfen werden wird. Ter oberste Kriegsrat war der Ansicht, daß der provisori>che modus vivendi weder für Teutsch» fand, /roch iür bie Entente länger wünschenswert fti unb daß es besser sei, das Peinliche in bet Bc^iel-ungcn der beiden Parteien zu beseitigen. Seit dem 11. November könnten die Alii.-rten in der Tat Deutschland aus der Nähe prüfen und lick) genau von feinen wirklichen Absiä^en ihnen (k^enüber Rechenschaft aMe^en. Sie müßten pt Lage sein, von ihm dir Drssühruna seiner Bervstichrunsor zu erreichen, ohne oas Zwangsmittel der monatlichen Erneuerung des Waffen- stillstandes zu gebrauchen, das gleich einem Teuno- Lessck»wert über Teutschland srrqvebe. Andererseits wüwen die Äiliicrttn ^Ciiirigt, um so ernstere B ür gschaften zurordern, als der Waffen- stillstand langer dauern wird. Sie haben die Grundsätze Wilsons a gttvo, dt, wonach es Teutsckland unmöglich gemacht werden mü je, beit Krr.-g wieder zu tx-ninnen und wonach die Be- ^tdiunoen zwischen Teutschtand und der Entente nicht durch häufig wicderliolte Wa^rnstillstands- besprechungen vergiftet werden sollten. Ferner sei der energische Wunsch Clemenceaus berücksichtigt worben, Frankreich gegen jegliche Ueberraschung zu fdiätycn, den er in der gestrigen Sitzung des Kricg5ra:s ausgedrückt habe. Wilwn habe 'ich dieser Auftassung angeschlossen. Nach Anlsörnng der mifuärifdien Serchver- ftändigen habe der .striegsrat schließlich folgende Entsck^i ßungen angeitommen: Ter gegenwär» t ige Waffenstillstand to;rb am 17rFebr. für eine sehr kurz« Tauer erneuert werden mit ber Möglichkeit für die Alliierten, ihn I lederzcit auizuheben, sobald die Klauseln nicht erfüllt werden, zu denen bet vorher von de» ■ -2.7'; 14 2.: -2tf. -5.1'; 14. i: -80* ? »richten. zchumeckM in Pttvßkn. 2V.) Der 3tntJfl,r1a' Kn Mimstenum der tr bient« 3«I««J2 gltidjjtitigbjspr* btn CntrouiJ m W «nb in ^rflhJn, Ebnung btsöoW , ©runblage btti * isfä®js scheu über btn VW ° I" AfiifTßanbtl aUthtfen ist und den 1 irrfiDt ' «. $). Schnell, sroblcm bet Einheils« praktischen Schulmann Seife auf seine Licht- ersucht, baß die Tat- roritehechen Kammer- breitung besonders in erbiaia. -*- eobadftungtn keten nKt ..outet, ^StibenL1" 5b- aum ®Dr<™t ;&rÄ E,u5,«!5 *»te issSS LM den von linerf* ass I3ÄL^* T M die übet, ifttafi*?1. ^ni M^L «Wwamente vcrdab ? nut jipei 1 unü Prülude m cugend in bet An, JWer Ducht«. ö ® bicicn 'UtfiS « dnaniaMg noch ;u lauen. mrksamen Genuch. vwseisor Ziegler, ^rsuth versuchte °r. raW mrzugeben, eurem Orchester, das nuten Lucheit ven b. heiter trocken iah 0 ,__ 10 , nacht» Frost lb92c Dietzen, den 13. Februar 1919. Amtlicher Teil 1893c Kaffee Astoria Seitenweg 31. 02915 Frosch, Kenntadt 19. 1909 Behr. lei. ol 1mlt. ledern. °a>wi Neue ^raucubalb- Angebote mit Preis um. 02800 abzugeben. sofort neiudit. 1882 Mineral Plockitratze 2 02867 wasser Flaschen Sie kantPFQ 02914 v rkausen bei Ein Paar Ncitstiefel, ein Paneelbrett, Bor- baugsta igcu preiswert Tiicht. 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Oft. tu Nr. 1871 an Hiaicnsleiu & Vogler erteilt, wenn die schriftliche Bestellung des Landwirre» beigefügt ist. § 4 Ads. 2 der Bekanntmachung der dre, Diehhandelsverbände vom 8. November 1918. schreibgewandte energische Person für sofort gesucht. Schriftliche Angebote unter 1906 an den Gieß. Anzeiger erb. Durch jede Buchhandlung oder durch die NO. Elwert’sche Verlagsbuchhandlung, Marburg ist geg. Einsendung v.M.1.30 portofr.erhältlich: Ein freies Hessen! ‘7,’D Im einigen Deutschland! von Bruno Jacob. - 44 S. M.1.20 Kein Partlkularismusl Keine Zertrümmerung! sondern Reichseinheit durch Föderation! Jed. Bewohner beider Hessen,v.Waldeck,Wetzlar u. Nassau muß diese Schrift kennen, ehe er urteilt. 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Das sei der wesentlichste Teil des Friedens mit Deutschland. Wegen der Entschädigung halte die Regierung unbedingt an ihrem Wort fest, von feiten der kritischen Regierung sei keine Schwäche in dieser Frage gezeigt worden und es bestehe darin keine Meinungsverschiedenheit zwischen ihr und irgendeiner anderen Regierung. Die Wiedergutmachungen seien in der Entschädigung enthalten. Lloyd George bedauerte, datz von einigen Mitgliedern dem Völkerbund gegenüber ein geringschätziger Ton angeschlagen werde. Die amerikanische öffentliche Meinung sei in der Frage des Völkerbundes nicht gespalten, wenn auch Meinungsverschiedenheiten über die Einzelheiten bestehen könnten. Es sei zwecklos, datz die Konferenz mit dem Bemerken, sie habe den Weltfr eben gemacht, auseinander- gehe, bevor in Rußland Ruhe herrjche, sonst wurde noch in ungeheuren Gebieten Anarchie, Unordnung und Blutvergietzen herrschen. Manche Leute rieten zur Flechten, Wunden, °Kra%? adi-rlel28!>9a.d.Gtetz 91 nv | Steilengesuche| Beff. 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Alle Lösungen seien erwogen worden und man habe sich entschlossen, einen Deriuch zu machen, alle Parteien zu einer Konferenz aufzufordern, um dort zu einer Verständigung zu gelangen, die die Wiederherstellung der Ordnung ermöglichen würde. Er teile den Abscheu vor dem Bolschewismus und weigere stch auch, ihm die Hand zu reichen, aber das dürfe thn nicht verhindern, nicht nur im Interesse Rußlands, sondern auch Englands und der ganzen Welt sein Bestes zu tun, die Ordnung und eine gute Regierung in diesem verwirrten Lande wiederherzustellen. Bekanntmachung. Die Verhältnisse zwingen uns, die den Händlern gewährte Vergünstigung, Vieh in ihre Ställe zum Weiterverkauf einftellen zu dürfen, hiermit auszu- heben. Erwerbserlaubnis wird in Zukunft nur noch Dorischen nicht anSyelMririt grfhSvor, sowie bie Verpflichtung für ihr $>eer, um^Mlich die Feindieltgleiten gegen die Polen ei.rzufdellen und nicht vie fesdg'setzte Linie zu überschreiten. Während der lurzen Frist wird eine Sonder ko mmis- sivn mbgültig bie Bedingungen für den neuen Wefsenüill.tnnd redigiert baten, der diesmal bis Dur Unterzeichnung der FrictensprÜlinrinaricn gelten wird. Tie Beding-ungen sind scharf und sollen vor allem die Temobilmachung und Enttvafsinung Teutsrfflands unter der Kontrolle der 9Illiierten Ins Auge fassen. Teutschland wird dann mit den neuen Waffe- tff ".r-ivb b^trimten ’ erden. Ti Na onalversammlungiuW imer wico |i€ zwetjeUos uu zuin Erlöschen des p.ouü seriskhen WassenstiNiurudes zu prüfen vermögen. Lloyb George über dieZriedenskonsörenz. London, 12. Febr. fWTB.) 3m Unterhaus klagte Oberst Guines über die Verzögerung der Friedenskonferenz, die fast alles, nur nicht den Frie- den mit Deutschland besprochen habe. Amerika, das spät in den Krieg eintrat, könne sich vielleicht diese Verzögerung leisten, diejenigen aber, die die Last und Hitze des Tages getragen haben, könnten es nicht. Das Land brenne darauf, zu wissen, ob Lloyd George nicht nur Schadenersatz bis zur Grenze der Leistungsfähigkeit zahlen lasten werde. In seiner Antwort ver« sicherte Lloyd George dem Hause, die Ko ferenz tue ihr äutzerstes, um baldmöglichst zum Frieden zu kommen. Viele Fragen seien mit Deutschland zu regeln, man nehme zum Beispiel die Frage der territorialen Wiederherstellung. Ueber Deutschlands 88F" Heute letzter Tag: "18 Ellen Richter. DF* Ab morgen bi» Montag: *W1 Lotte Neumann die hervorragende Künstlerin In WsMckR sowie das glänzende Beiprogramm. Erstklassige Künstlerkonzerte. IN>7C Heute Freitag abend J87t Familien-Konzert .............................. Samstag den 15. Februar abends 7 Uhr n. Sonntag den 10. Februar nach in. 4 Uhr KONZERT. 0000000000000000000000000000000 A. W., Kassel. ISsihv 6 stämmige elektrische K Istailkrone u. eilte echte Spitzendecke über 2 Betten zu versank. Zu erfragen im Laden bei ( Zimmer od. Schlafuelle. 1 nm liebst, bet chrtstl. Farn, ■y । Schr. 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Diente LDW g Stbu® tut VW jSfr’aij «? r>iz wiy sh !v< m»na^ K Nach langem, echterem, mit seltener Geduld ertragenem Leiden verschied heute mein herzensguter, treuer Sohn, unser zärtlicher Bruder, Schwager und Onkel, mein über alles geliebter unvergesslicher Bräutigam * Herr Gustav Isaak im 36. Lebensjahre. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: 1913 Martin Isaak. Wallertheim, Berlin z. Zt. Giessen, den 14. Februar 1919. Die Beerdigung findet Montag den 17. d. M. nachmittags 3 Uhr in Giessen von der Kapelle des neuen Israel. Friedhofes aus statt. Todesanzeige. Heute nacht entschlief nach kurzem, schwerem Leiden unsere herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Helene HeinzerlingWwe. geb. Römer im Alter von 59 Jahren. In tiefem Schmerz: Fritz Heinzerling und Frau Agnes geb. Hammel Anny Heinzerling Wwe. geb. Klepzig nebst allen Angehörigen. Giessen (Schiffenberger Weg 63), 13. Febr. 1919. Die Beerdigung findet Sonntag den 16. Februar, nachm. 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt oq®r 14.12.17 hofes ans statt. 03)22 Allgemeine Rentenanstalt zu Stuttgart lebens: nnb «entenoerficheningrverein auf Gegenseitigkeit / Gegr. 1833 190488 nach neuen Tarifen und entgegenkommendsten Bebhtgnngen. Steinbach, den 12. Februar 1919. wasfenstillstandsbedingungen 18BÖD 18898 Vnnflb, den 10. ftebrunr 1919. 1853 1880 D Butzbach-Lieber Eisenbahn 1800 B Weiß. am Freitag, den H. Zebruar 19(9, abends Z’|2 Uhr im Stadttheater. 3.18 4.18 7.18 8.18 7.16 7.16 3.17 Ö. 17 t v. „ H. n 27. - 28. Karl Fay Meiarieh Jung Hermann Allee Ludwig .Voll Karl Jung Wilhelm Görlaci, II Kari Heinrich Görlach 1. 15 8.15 4. 15 5. 15 6. 15 0. 15 1. 16 8. 17 + 22. 8.14 8. 9. 14 8. 9. 14 + 24.11.14 + 24. 11. 14 6.10.17 20. 11.17 14. 4. 18 2. 9.18 III. 10.18 In Liquidation: F o r m h a l s. Wilhelm Leun Wilhelm Damm Ludwig Wehrum Otto Jung Karl Wehrum Karl frehmidt Georg Krick Karl Velten Karl Arnold Georg ließ 111. Wilhelm Jung IL Georg Heß I. Karl Bender Georg Langndorf Wilhelm Wagner Otto Arnold 111. Karl Faber Otto Langedorf Karl Corr Ferdinand Röhl Einer ruht uermiüt. Sie starben für unS, wir werden ihnen >telS ein ehrendes Andenken bewahren. Stimtitrtin .Licdttlrms, EberßM. Lebensversicherung / unter Linschluh der Kriegsgefahr / Hess. Hochbauamt Alsfeld. Berth. Für die vielseitige aufrichtige Teilnahme beim Heimgänge ihres teueren Entschlafenen Ronrad Stephan II. sagen hiermit innigsten Dank vietrauerndenhinterbliedenen. Gestern morgen entschlief sanft nach kurzer Krankheit unsere liebe, gute Schwägerin, Tante und Grosstante Fräulein Friedericke Lenz PninaWchefe täglich au haben b. Ruth, Klinikstraste 24. i^d | Vereine | Hch. Christ. Hareteller „ 13.10.18 Ein ehrende-, NebevolleS Andenken ist ihnen gesichert. lS49 Inrnperrin „®ut f rir'Srüningfn. im 70. Lebensjahre, was wir allen Verwandten und Bekannten mit der Bitte um stille Teilnahme mitteilen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Lenz Witwe. Giessen, den 14. Februar 1919. Die Beerdigung findet am Montag den 17. Februar, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des neuen Fried- Montag. 17. Kebruar, abend» 7 Uhr, eröffnen wir in der Schule In der Schillerttrahe einen Wngtrlthrm in WklSb.LtcuMM für Tarnen und Herren, llnterrichtogeld M. 8.—. Anmeldungen an •t'crrn 9t ich. Hasenkrug, M aiser- Allee 22, oder bet linier- rtchlSdeginn erbeten. (iwc Cabel$b.Slenograph.-Verelnlj6L Damenverein Gabelsberger. Wf.helffl Fischer Kari Bender Mein, Düringer Karl Görlach Nachruf! Im Kampfe für das Vaterland haben wir den Verlust nachstehender SangeS- brübet »ix beklagen: • Lonntagd. 16. Fcbr. Turngang nach 188h Hschiurt-AMMili. Treffpunkt 2 Uhr pünkt- lich Ludwigplatz. ----------tn heimatlicher Erde, sechs haben ans Frankreichs blutgetränkten Aluren ein frühes Grab gesunden, und einer wird Bctr.: Abbruch der al.cn Lbersörftcr- Wohnung in Ltorndorf. DaS alte Oberförster. Wohngebäude in Ltorndorf (14/9 Mtr. groß, 2. Stock in Fachwerk, Ziegeldach) wird auf den Abbruch verkauft. Die Bedingungen sind bei uns während der Amtsstunden einzusehen. Angebote bis zum 13. März d. I. schriftlich an unS einzureichen Alsfeld, 11. Februar 1919. Nachruf. Das gewaltige Völkerringen forderte auch aus unseren Reihen schwere Opfer. Wir beklagen den Verlust nachstehender Mitglieder: Chrletlan Schwlndt + 22. 8. 14 Karl Schäfer „ 13.10.14 Chrlat.Hch.Engel d ernt feit 14.10.15 + L T 15. t 25. + 26. 2. •23. •31. 15. Bekanntmachung. Die jvtiebböre sind In der Zelt vom 16. Febr. bis 15. März 1919 von 8 Uhr morgens bis 6 Uhr abends geöffnet. (Sieben, den 11. Februar 1919. Ter Oberbürgermeister. I- V-: Kreuzieu. Beigeordneter. Danksagung. Für die vielen Beweise liebevoller und herzlicher Teilnahme während der langen Krankheit und beim Hinschetden unseres lieben Entschlafenen Zatob Srant Hess. Forstwirt sagen wir allen Freunden, Verwandten und Bekannten von nah und fern, insbesondere £>crrn Pfarrer Römer, Ul fit für seine trostreiche Grabrede, den Kol- legen de» Votalpcrcins Vogelsberg und R'dda für das Edrengeleite, forote für alle flranA- und Blumenfpenden und lebe Teilnahme am Begräbnis herzlichen Dank. Sie tmeruhtn ^inftrhlithtntn. Am Countag, dem 18, d. Mts., nachm. 3', Uhr. nndet im VereinSlokal -Vater Fahn", Lst-Llnl. eine austerordcutllche StncrdLT'tridininlünj itatt, wozu wir unfert Mitglieder höflichst ein» laden. In Anbetracht der Wichtiakeu dies. General» Versammlung bitten wir unsere Mitglieder, recht Zahlreich a» erscheinen, ©iegen, den 13. Febr. 1919. 1*79 Der Boritand. n 26. . 4. verm. feit 18. + 28. Große protestverlammlung . gegen die neuen matzlosen Nachruf. AuS unferm Verein starben den Heldentod filrS Vaterland bzw. werden vermint solgeude Mitglieder: iaM Ludwig Hofmann Karl Hamel Johannes Ranft Christian Schwalb Ludwig Gerhard, Dcrmlbt Wir werden ihnen, denen die Rück- kebr in die Heimat nicht vergönnt war stets ein ehrendes Andenken bewahren' BerSrod, den ia Februar 19111 Gesangverein Sängertranz. Großcn-Buseck und Gießen. 13. Februar 1919. 02893 SlÄealer ßi*. Leitung Herrn. Stelngoetter Samstag, 15. Februar, abends O llbr: ieMc Auster Abonnement. Gutscheine gültig. Die Rose vonStambul Montag, 17. Februar. abeudS O llbr: UJMllilit Aboenements- Veretellaag Die beiden Leonoren Vustfviel von Paul Vf ndan Vier fanden ihr frühes Grab in den eisigen Harpatben, elf in Frankreichs blutgetränkter Erde und drei liegen in heimatlicher Erde gebettet. Wir betrauern in ihnen treue Freunde und eifrige Förderer unferesVereius und werden ihnen stets ein ehrendesAndenken bewahren. Leihgestern, 12. Febr. 1919. (WS) Turnverein irisch Aus". Nachruf. ES starben illrS Vaterland in treuer Pslichterfüllung und in Ausübung ihrds Berufes - - b unsere lieben Mitglieder: Bekanntmachung. ^*-„dluSznhlung der Familien Unterstützungen an die Angehörigen der noch im Heeresdienst Be- sindllchen für 16. bis 28. Februar 1919 findet Samstag den 15. Februar 1919 in der Beit von 81/, bit 12', Uhr vormittag» im Stadthaus, Zimmer Nr. 7, statt. Giehen, den 12. Februar 1919. 1911B _______2er Cberbürnermeii'ter: Keller._______ Zum Zwecke des ZusammenschlusieS mit dem hiesigen Spar- und Vorschußverein e. G. m. it. H. wurde in der Generalversammlung vom 24. November 1918 die Auslösung der Spar- und Leihkasie e. G. m. u. H. zu Allen- darf a. d. Lda. für den 31. Dezember 1918 beschlossen. Zu Liquidatoren wurden die seit- herigen Vorstandsmitglieder bestimmt. Die Gläubiger werden aufgefordert, sich bei der Genossenschaft zu melden. Allendorf a. d. Lda., 8. Februar 1919. LM-i.LtihWMMrsa.ii.Lda. eingetr. Genossen sch. mit uubeschr.Haftpfl. Marmelade-Verteilung «Ausgabe N. 5.) on K®n den 15. bis Tonner-tog. bet «n. vs. Mts. rinichliestlich gelangt in den Klein- handelögeschaften, bei denen die 4!orbcueQiinfl er- ^Ißt tu, gegen Vorlage der 1'ebenSmlttelkarte und Abgabe des Ve^naSabschnitteS Rr. 5 [IS^B Pfund Ünnnelade ium^rciJc, Von »0 Psenniuen aut Ausgabe. .Die zrlelnhandelSgeschäfie haben die verein- uahkntett Be;ugSabschnitte Nr. 5 bis spätestens »4. VS. Mts. dem L'ndtischen yebenomittelamL ynmm,cr dlr. 12, unter Beifilaung einer schriftlichen Mitteilung tiler die Anzahl der abgelieferten «b- schnitte nbutliefern. z.^i*teinbnltiina dieser Frist, sowie Unregel- ma tgkelten bei der Abgabe hnd'-u den Auöfchlun von weiteren Zuteilungen zur Folge.- Wehen, den 13. Februar 1919. 4,cr Oberbürgermeister l^ebensmittelamt). Bekanntmachung Fn der Beit vom 1. Mai 1918 bis 31. Fan. 1919 rabeu sich in unteren Llrastenbabnwagen nach- stehende ^leflcnitnttbc nornefunben: 12Damenfchirme,-'Herrenschirme, 3 Kinderschirme, 4 Lvazierstöcke, 13 iffeidböri.n mit Fnhalt. vier Handtaschen, 5 l'nor Handschuhe. 2 Umhänge. 2 §chlugel. 1 Sdjlfinclbunb, 3 Essenträger, zwei Zwicker, 1 (siefangbuch. 2 Paar QnrerMmbe, 1 Kinderarmband. 1 Rock. 1 Hofe, 1 Hemd. 3 Bücher, 1 Fahrradsattel, 1 Delzkra len. 1 Hnndkorh eine Maurerkelle, 1 Feberkiffen, 1 Vaternc. 1 Markt» tafche, 3 WachStuchmäovchen, 1 Fruh tlickSkalten, 1 Kindermütze. 1 fi+nbermantcl und 1 Rock. Die vorbezeichneten ltzeaenstände können bei der unterzeichneten Verwaltung, Zimmer 4, tn Empfang genommen werden. ©leben, den 11. Februafr 1919. ElektrizitaiSwetke und Straßenbahn der Stadt ©leben: Stolle. 1S84H Mit Gültigkeit vom 1. Avril 1919 erscheint zum besonderen Tarifheftv für den Binnenverkehr unserer Bahn ein Nachtrag, durch welchen vorbehaltlich der Genehmigung der Aufsichtsbehörden Ei Höhungen im Gäter- und Tierverkehr bis zu 60 o. H- und im Personen- und Gepäckverkehr bis zu 50 v. H. der bisherigen Sähe durchgeführt werden. Butzbach, den 10. Februar 1915. Per Vorstand. W ilhelm Schäfer Christ. Karl Hartmann Adam Aut» Hareteller Wilhelm Hammel Danksagung. Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme bei dem uns betrogenen schweren Verlust sagen wir innigsten Dank. Insbesondere danken wir Herrn Pfarrer «öhler für die trostreichen Worte am Grabe sowie allen anderen für die vielen Kranz- und Blumenspenden. M7M Peter Kahn nebst Kindern.