Dienstag, H» öaimar 1919 ZwlMngsrunddruck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Buch- u. Zteinüruckerei R. Lange. Zchriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Zchulstr 7. Vie Wahlparole gen e Neuerung ließ ferner eine Anzahl elsaß-lothringischer Bürger verhaften, und zwar zugestandenermaßen aus Grund von Krieosland- lungen, die vor der Unterz-ercynung des Waffen- slillstandsvertrages slattge,unten haben. Durch biffcs Vorgehen, gegen das die deutsche Negierung wiederholt vergeblich ihre Verwahrung ein legte, hat die französische Regierung gegen den fteren Wortlaut des Artikels 6 des Wa fenstillstandsVertrages und gegen die am 17 Diovember durch Funkspruch gegebenen ausdrücklickZen ZusickMim- geil des Ministerpräsidenten Clemenceau verstoßen. Es liegen außerdem zuverlässige Nach- richten vor, daß die sranzösisckie Regierung auch in den Schulen Elsaß-Lothringens den Kampf gegen alles Teutsche ausgenommen hat. Die deutsch.'n Tv'.en en ter Universität Straßburg sind abgesetzt und in den Volksschulen — selbst int rein deutschen Sprachgebiet — der ausschließliche Unterricht in französischer Sprache in weitestem Umfange obligatorisch eingeführt worden, flvie französische Regierung hat sich ferner nicht gescheut, sogar in die inneren kirchlichen, A n g e le g e n h e i 1 e n des elsaß-lothringischen Volkes einzugreifen, indem sie den Präsidenten des Konsistoriums der Kirche augsburgischer Konfession in Straßburg ausgewiesen und ihn in rücksichtslosester Weise an die Landesgrenze verbracht hat. In allerletzter Zeit fudjlt die französische Regierung nach, hier vorliegenden bestimmten Meldungen auch in größeren industriellen Unterneh- hnungen des Landes jedes nichtfranzösische Element dadurch auszuschalll'n. daß sie französische Zwangsverwalter ein setzt im.) die Deutschen Werkleiter entfernt. Es liegen sogar Nachrichten vor, daß sie die Zwangsliquidation deutscher Werke in die Wege zu leiten int Begriff steht. Endlich versucht die französisclie Negierung die Grenzen Elsaß-Lothringens dadurch zu erweitern, daß sic vom Beginn der Besetzung an Vür die Nordgrenze des Landes eine neue durchaus willkürliche Festlegung getroffen hat, die den Ein- druck erwecken muß, als ob Teile der preußischen Rheinprovinz, insbesondere des S a a r b e ck e n s ztu Elsaß-Lothringen gehörten. Diese Gebiete sind Internate Teile Elsaß-Lothringens gewesen. Der feierliche Protest der deutschen Regierung vom 21. November 1918 gegen diese Grenzfestsetzung ist bisher gänzlich unberücksichtigt geblieben. Auch an der Osttzrenze des Landes scheint die französische Regierung die klare, in Verträgen verbriefte alte Grenzscheide verwischen zu wollen, indem sie chre Okkupationstruppen an den Rheinübergängen nicht nur bis zum Talweg des Flusses, sondern bis zum . Ostufer des Rheines vorgeschoben hat. Alle diese ! Maßnahmen fanden weder eine Stütze int Waffeu- stillstcmdsvertrag, noch sind sie durch rnilftärische Notwendigkeiten dem wehrlosen Lande gegenüber, das nur Frieden zu schließen wünscht, irgendwie ■ I es richtig gestanden, ihr „Prinzip" wäre das erlösende gewesen. Die Nörgler, die llnter- wühter der Stimmung und Widerstandskraft des Volkes mögen gefälligst im Schatten bler- ben. Ludendorff, der am Ende schleunigen Waffenstillstand gefordert hat, ist nicht der allein Schuldige an der trostlosen Art, wie das vierjährige tapfere Ringen unseres Heeres abgebrochen wurde. Die Front hätte so lange ftaudhalten können, bis vernünftige Bedingungen für das deutsche Volk, die durch Wilson zu erreichen gewesen wären, feststanden. Aber nun brachten die Gefahren im Innern hastige, verkehrte Entscheidungen, die Früchte einer zügellosen Agitation waren gereift. Die Spartakisten haben ja nicht erst von gestern auf heute die Bildfläche betreten. Lange vorher schon, ehe man äußerlich viel von ihnen merkte, haben sie ihre galligen Tropfen in das Scheidemann'sche Parteigebräu geträufelt. Eine der Grundfragen bei den b ev o rsteh e nd en Wahlen ist die, wie die Mehrheitssozialisten mit dem Sauerteig der Radikali st en fertig w e r d e n w o l l e n. Das wissen sie jetzt selbst noch nicht. Heute rufen viele nach Verhandlungen, nach einer Einigung, Andere, wie der vorwärts", wenden sich voll Abscheu von den ,/Volksverrätern", „Mordbrennern", „Banditen", und wie die Linksgruppe sonst noch genannt wird. Aber die schlechte, zaghafte, gefährliche Politik und Taktik der gegenwärtigen Regierung legt ein beredtes Zeugnis dafür ab, daß die Mehrheitssozinl- demokratie künftighin den unabhängigen und bolschewistischen Sauerteig noch irgendwie zu vevoauen haben wird. Es wäre ihr eige- nesUuheil, wenn die Sozialdemokratie bei den Wahlen eine Mehrheit vor den bürgerlichen Parteien erhielte. Der wilde Zersetzungsprozeß würde aufs neue aufkochen, und wir kämen aus Puttchen und Krawallen nicht heraus. Oder aber der zerschossene Reichskraftwagen würde die überteuernd)ften Schnellfahrten machen, bis er gänzlich zu- ammenfiele. Wer einen soliden, stetigen Wiederaufbau will, kann von dem soztaldemo- kratischen Stimmzettel keinen Gebrauck) machen. Der alte Staat ist zusammengebrochen, aber die Illusionen der Internationalisten ebenfalls. Der weitaus größte Teil der gegnerischen Völker denkt nicht an eine Verbrüderung ! Wir leben nicht mehr in der Dämmerung, das Licht des Tages muß die Träumer auswecken! Wir wollen Verständigung der Völker, den Völkerfrieden, aber wir dürfen nicht Hörige der Fremden werden. Der nationale Gedanke, wohl geht er jetzt still und traurig durch Deutschland, aber ein Mick durch die Fenster in die Umwelt sagt uns, daß er nicht vergessen werden darf, sondern daß man ihn pflegen und stärken muß. Wie die Revolutionsregierung ihn verspätet und mit ungenügende,t Mitteln zum Grenzschutz gegen Polen und Tschechen hinaussendet — das soll uns vor dem Wahltag zu denken geben. Wir brauchen, wie die andern Völker es haben, noch ein kraftvolles Heer, um unserer Selbstachtung und unseres Schutzes willen. Tie Fortführung der bisherigen Revolutionszu- stände wäre ganz untauglich. Vor sinnlosem Zerstören und Auseinanderreißen müssen wir uns fortan hüten. Eine soziale Entwicklung und gerechtere Verteilung der Lasten kommt auch ohne sozialdemokratische Experimente. Ausgedehnte Verstaatlichungen von Privatbetrieben würden unser Volk bald zur gänzlichen Verarmung und Verlotterung bringen. Man kann das Wort des Pnvpenheim'schen Kürassiers von der Ehre in bescheidenen Grenzen auch aufs Materielle anwenden: „Et- —— -» a —> <—— (Eilte Hofe 6es Staafsfetretärs v. Vrockdorff-Raiitzau. Bc rlin, 13 .Jan. (WTB.) lieber die Verhältnisse in Elsaß-Lothringen unter ber französischen Besetzung würbe soeben in Span seitens ber deutschen Regierung eine Note überreicht, welrfje gleichzeitig durch Vermittlung der schweizerischen Regierung den Negierungen Frankreichs, Großbritanniens, Italiens, ber Vereinigten Staaten imb Belgiens zugegangen ist. Auf Grund des WaffenstillÜanbsVertrages vom 11. November 1918 haben die französischen Armeen Teile ber preußischen Rheinprovinz, Hessens, die Pfalz und Elsaß-Lothringens besetzt, nachdem die beutfdxm Truppen innerhalb ber vereinbarten Frist das Land geräumt hatten. Vom ersten Tage ber Besetzung an hat die französische Regierung Elsaß- Lothringen gegenüber eine besondere Haltung eingenommen. Sie hat sich nicht aus das ihr zu stehen de Recht beschränkt, bas geräumte Gebiet militärisch zu besetzen und diejenigen Anordnungen zu treffen, toeldfc durch die miiitärifdjen Notweudigkri'.en imb im Interesse der Operalionstruppen geboten waren, fonbcnt sie hat in dem ganzen Gebiet des Neichs- landes einen Politische it Ausro ttungs- f am pf gegen alles eröffnet, was deutsch ist, deutsch denkt und deutsch fühlt. Ohne irgendwie durch den Waffenstill- stirndsvertrag hierzu ermächtigt zu sein, hat die französische Negierung die Richter und Verwal- was muß er sein eigen nennen, oder der Mensch wird morden und brennen". Er muß nicht nur seine Ehre, solidem auch sein Streben, ferne Sorge um fein Glück behalten. Auch die d e u t s ch e F r a u hat es in der Hand, mit dem Stimmzettel eine Milderung der Zeitnöte zu versuchen. Sie wird eifrig umworben und umschmeichelt von denen, die sich mit früherert politischen Geschenken und Angeboten brüsten, aber sie wird nicht viel dafür geben. Wer nützliche und gute politische Arbeit leistete, der leistete sie auch für die Frau, und die Sozialdemokratie, die ihre Par- teiverdienste um die Frauen herauszustreichen sucht, rebet nur wie eine klingende Sck)elle. Daß es um Haus, Hof, Heimat, um Schutz und Pflege von Sitte, Religion und aller staatserhaltenden Kräfte geht, das wird die deutsche Frau überall ringsum gewahr, wenn sie zum erstenmal direkt und entscheidend ins politische Leben emgreift Sie steht unter dem Eindruck der sozialistischen Sturmflut und sie wird sich vermutlich überzeugt haben, daß in ber Atmosphäre des Bürgerkrieges nichts ge» früheren Besitzern zurückerstattet werden. Für bat übrigen Teil des linksrheinischen Ufers sei zu ent» scheiden, ob gewisse Teile unter gewissen Bedingung ihre früheren Besitzer znrückzucrslatten seien.. Jedenfalls müße aber in bau FriedensprÄimi-», Nächsten Sonntag findet die größte Volksbewegung statt, die jemals auf der Erde innerhalb nationaler Grenzen gesehen worden ist: die Wahl zur deutschen Nationalversammlung. Einige Tage später die Erneuerung Hessens, unserer engeren Heimat, gleichfalls auf dem Boden allgemeiner Wahlen von Männern und Frauen. Jedermann kennt sein Wahlrecht und wird es gebrauchen, sobald er sich klar darüber ist, wieviel bei diesen Wahlen auch für ihn und sein Haus auf dem Spiele steht. So sehr wir in diesen Tagen trauern um unseres Volkes großes Unglück, so hilflos wir uns sahen gegenüber dem Um, heil und Verderben, dem wir auch im Innern des Reiches gegenüber standen, — so fest ballen sich doch jetzt die Fäuste und bäumen sich alle Willenskräfte auf: jetzt ist es gut und recht, daß alle Männer und Frauen von 20 Jahren an ihre Stimme in die Wagschale werfen und die einfachen, aber von so ungeheurer Bedeutung erfüllten Fragen um untere Zukunft beantworten sollen. Die Volkskundgebungen der letzten Zeit waren nur Vorbereitungen, die mit der bevorstehenden Entscheidung nichts mehr zu tun haben. Da hieß es oft: Wir stehen hinter der Volksregierung, hinter Ebert uufr Scheide- mann! Auch wir haben diese Männer unterstützt,- die uns versprochen haben, in Ruhe und Ordnung uns der Nationalversammlung entgegenzuführen. Bis zum 19. Januar gab es lerne andere Wahl, wollte man sich nicht auf die Seite der Aufwiegler, der Zertrüm- merer des Reiches stellen. Nächsten Sonntag aber stehen wir nicht mehr bei Scheidemann, sondern am Scheide weg! Da gilt es zu prüfen, zu richten, zu wählend Wir sind in der vierteljährigen Revolutionszeit eine erhebliche Strecke mit den so- HiaDemokratischep Führern gegangen, und es rst verständlich, daß unser Rückblick zunächst an dieser letzten Strecke Weges hängen bleibt. Seien wir gerecht: es ist nicht ausschließlich die Schuld der Mehrheitssozialisten, daß dieser Weg durch ein so leidvolles Trümmerfeld ging, das durch die spartakistischen Leichenfledderer uns von Tag zu Tag entsetzlicher wurde. Die Sozialdemokratie hört nicht auf, ihre Anklagen gegen die f»genannten bürgerlichen Parteien zu schleudern, daß diese und ihr kapitalistisches, imperialistisches System das Reich zum Absturz gebracht hätten. Sie sind weniger gerecht, diese Herrn von der 1)61111 gen Regierungspartei, und die Ober- flächlrchkeit ihrer Behauptungen wird bei reisen Wählern keinen Eindruck machen. Das Kapitel über die Schuld am Kriege ist noch nicht abgeschlossen .Es war eine schlechte, unseren deutschen Interessen höchst abträg- liche Tat mancher der heutigen Gewalthaber, ^>aß sie an der Hand einseitiger Aktenstücke 'die deutsche Schuld am Weltkrieg in den Vordergrund stellten! Scheidern ann, Dr. David und viele andere, ' die jetzt Kandidaten der Mehrst eitssoziali st en sind, haben es einst besser gewußt! Ihre Reden und • Schriften sind unvergessen! Man lese sie nach und man wird nicht finden können, daß die ' darin gegen die Einkreisungspolitik unserer Gegner niedergelegten Argumente heute we- . Niger stichhaltig wären als im Jahre 1914 : und 1915. Die Wahrheit ist, daß der Krieg an einer langen Kette von Ursachen hängt; die meisten dieser Ursachen Arid nach wie vor der Rachsucht, der Eifersucht und dem Imperialismus unserer Feinde zur Last zu legen. Daß unsere amtliche Politik schlecht war, haben wir nie verschwiegen, und sie ist wahrlich nicht schlechtweg den bürgerlichen Parteien anzukreiden. Auch in der politischen und militärischen Kriegführung sind schwerwiegende Fehler gemacht worden; sie treffen das alte System und haben es schließlich gestürzt. Aber wer vermöchte für diese Fehler etwa diejenigen verantwortlich zu machen, die im Toben der Schlachten die Disziplin bewahrt haben wollten! Waren die Tapferen, die im Felde den Führern folgten, etwa zu tabqjn, weil sie es nicht machten, wie jene Deserteure, die schließlich in der Reichshauptstadt Triumphe feiern wollten? Wer wäre dazu berufen gewesen, den General Luden- dorfs zu stürzen, etwa der Schreier im vordersten Gliede der Heimatsfront, der täglich feinen geistreichen Spruch: „Sie sollen Schluß machen" der Mitwelt herleierte? Schuld und Sünde sitzt nicht nur auf den Alldeutschen. Es wäre manches besser zu machen gewesen tn der Fübrung des Krieges, und wir sind überzeugt davon, er hätte sogar für uns gewonnen werden können, wenn die Berufenen mro Verantwortlichen in welthistorischen Augenblicken nicht fehlerhaft gerechnet hätten. Aber diejenigen wollen wir darum nicht zu laut rühmen, die den Parteiprogrammzettel hoch halten und sich, darauf berufen, dort habe : Dies geht einmal ans ber Note des Generals Nu- baut vom 25. Dezember hervor, in welcher auf ' Weisung des Marschalls Foch und des Ministerpräsidenten eine Erleichterung der augenblicklichen 1 Postsperre zwischen Elsaß-Lothringen imb dem • übrigen Deutschland mit der Begründung verweigert wird („la correspvndance entve fronet et allemagne eft absolutement ürterbite"). Ferner kommt diese Auffassung zum Ausdruck in der von» der französischen Regierung amtlich mitgeteitten ■ Weigerung, in Elsaß-Lothringen die Abhaltung, von Wahlen zur deutschen Nationalversammlung' - zu gestatten. Tie Note des Generals Nndant vom : 24. Dezember ist unvereinbar mit dem Waffen-- i stillstandsvertrag, wenn die französische Regierung . ohne jede militärische Notwendigkeit die Bevölte- ■ ntng des okkupierten Gebietes des Deutschen , Reiches an der Ausübung ihrer politischen Rechte hindert. Die deutsck>e Regierung betont auf das , ko ' rücklichste, daß die Regelung ber elso.ß-loth- : ringg'chen Frage im Friedensvertrage'zu erfolgen ■ hat und legt gegen daS französische Vorgehen feier , lichst Verwahrung ein. v. Brockborff-Rantzau, Staatssekretär des Auswärtigen Amtes. Die Greueltage in Berlin. Berlin, 13. Jan. (WB.) Heber die Er- : ftürmung des Schlesischen Bahn- 'Hofs schreibt das „Berliner Tageblatt": , Fünf Tage lang batten Spartakisten der aller- wildesten Sorte den Schlesischen Bahnhof besetzt. Sie hausten in ihrer Umgebung wie ' oic Räuber. In der Nähe des Schlesischen Bahnhofs wurde eine Konservenfabrik ge-- 1 plündert. Das Geschäft des Jmveliers PH. Freundlich in der Großen Frankfurter Str. 27 wurde vollständig ausgeräubert unb für mehr als 300 000 Mark Ware gestohlen. Die Kon- sumgerwssenschafteu der ganzen Umgebung geplündert und die Brote, das Stück für 5—7 Mark, an das Publikum verkauft. Aus den Zigarrenläden holten sich die Spartakisten beständig neue Vorräte. Sie besetzten die Dä^ cher der Privathäuser, um dauernd auf die Regierungssoldaten und Zivilpersonen in ber Köppenslraße, Andreasstraße,Krautstraße imb Umgegend zu schießen. Das Treiben derSpar- takisten war so schlimm, daß sich in der Dunkelheit kaum noch ein Mensch aus dem Hause wagte. Eine geringfügige Ursache brachte die Räumung des Schlesischen Bahnhofs und die Flucht ber Revolutionäre. Gegen 9Vs Uhr vormittags hielten zwei Beamte und der Bahnhofsvorsteher einen SpartakuSmann, der sich ftech benahm, an und entwaffneten ihn. Der Verhaftete versuchte, Hilfe herbei- zurufen. Statt der Spartakisten erschienen etwa 50 Mamr Regierungsttupperr, die den Bahnhof von verschiedenen Seiten stürmten und die Revolutionäre überraschten. Gewehrschüsse und Handgranaten verrichteten ihri Werk, so daß der Bahnhof tu kurzer Zeit befreit war. Von den Spartakisten wurde mit Dum-Dum-Patrouen geschossen. HeberOO Personen, darunter viele Frauen, wurden genügen. Die Beschädigungen an den techrächen Einrichtungen des Bahnhofs unb an den Gleisen sind nur gering. An die Stationen des Ostens gingen bereits Telegramme hinaus, daß der Fernverkehr während der Nacht zum Montag wieder aufgeiwnnnen werden kann. Heute vorrnittag wird auch der Bahnverkehr auf der Stadtbahn wieder auf» genommen. Die Sricöenstonfertn). Paris, 12. Jan. Das „Echo bc Paris" mel*. (bet: Die Friedenskonferenz wirb ossiziell iam 20. Januar mit ihren Arbeiten beginnen. Nach vorheriger Annahme des Grundsatzes des Völter-, lbundes in Anwesenheit Fochs und der Bevollmächtigten der fünf Großmächte^, zu denen wahrscheinlich diejenigen Belgiens hinzutrrten werden, wird sie sich der Erörterungen ber Friebcnsbedingimgeni Tür Deutschland zuwenden und die Denkschrift prü- Ttot, die für Fjrankreich djas Saarbecken bei ansprucht und die Internationalisierung der Rheinschifsahrt mit besonderen Vorrechten für die Anwohner des Flusses vorsieht. Paris, 13. Jan. Das „Journal des Ts- bats" veröffentlichte gestern einen Leitartikel, in ' dem es heißt: Das deutsche Volk darf und kann snicht vernichtet werden, aber in den Friedens Präliminarien muß sestgestellt werden, daßPreußen verschwindet. Meußen muß vor allem die von ihm nacheinander gestohlenen Gebiete l^eraus- igeben, so daß dementsprechend die litauischen und polnischen Teile Ostpreußens, die polnisck>en und tschechischen Teile Schlesiens, ganz Preußisck^Polen und Dänisch-Schleswig, sowie die wallonischer Teile des Rheinlandes Preußen genommen und den Hellen nicht mit allzu besttmmtem Programm I scheint sich sogar auf bm Standpunkt über die Schwelle der neuen Zeit hinaustteten zu stellen, als ob die Loslösung Elsaß-Lothringens und mancher Wandlungen fähig sind. Große vo.m^Deutschen Reich eine ^vollzogene Tatiache,ser Glücksgüter wird sich unser Land voraussichtlich in naher Zukunft nicht erobern können, sty. Jahrgang , GlehenerAnzeiger StanIfutta.in.U686 General-Anzeiger für Oberhessen trotten, wo er inten iferi qcfyxtfen wird, "nlaß zur ^ntrnttramg nxrr, datz feine Armee fid- der Entwaffnung und Internierung entzogen hcN und nach Deutschland gelüdjrtet war. Nur einig' tausend Mann wurden seftgehalttn. Mackensen bä: sich deswegen vor bat Ententemächten zu verantworten. Das Wahlergebnis in Sayern. M ün chen, 13. Jan. (WTB. Amtlich.) Einstweiliges Wahlergebnis nach dem Stande von Montag abend 8 Uhr: Von 191 rechtsrheinischen Di- striktsvermaltungsbehörden liegen die einstweiligen Wahlergebnisse zum bayrischen Landtag für 147 Distriktsverwaltungsbezirke vor. Hiernach entfallen lauf die hauptsächlichsten Parteien folgende Stimmen: Äahr. Volkspartei Sozialdemokratische Partei Deutsche Volkspartei Bayr. Bauernbund Nation al liberale und Mittelpartei Unabhängige Mittelst audspartei Unterossiziervartei 55 Abgeordnete 50 22 18 7 4 Mannheim, 13. Ian. (WTB.) Die bayerischen Landtagswahlen sollten in der Pfalz am 2. Februar stattfinden. Die französische Besatznngsbehörde verlangt aber die Abhaltung der Wahlen noch im Januar. Da auf den 19. Januar die Wahlen zur Nationalversammlung angesetzt sind, Kommt als einziger Termin der 26. Januar in Betracht. Ein Beschütz ist hierüber noch nicht gefaßt. In diesen Zahlen sind die Wahlergebnisse von Nürnberg ganz und von München zum größten CCri! mitenthalten von 416 Münchener Stimmbezirken fehlen twrf) 39), dagegen lag das Wahlergebnis ans verschiedenen Städten, z. B. -ttigs- bürg, Fürth, Würzburg überhaupt nicht vor, so daß sich das Gesamtergebnis noch verschieben kann. In der Annahme, daß durch die ausstehenden Resultate das Stimmergebnis der verschiedenen Parteien Zueinander sich nicht erheblich ändert, bart als Ergebnis angenommen werden: Bayrische Bolksvartei Sozialdemokratische Partei Deutsd>e Volkspartei , Bayrischer Bauernbund Nationalliberale Partei Unabhängige 754 477 696 433 312182 250 238 86 153 87 593 3180 9 236 Bern, 13. Ian (WTB.) (Ein Sonderberichterstatter des „Matin' hatte in München am 2. Januar den Ministerpräsidenten Eisner interviewt. (Eisner erklärte ihm u. a, daß die Unabhängigen in Deutschland die ungeheure Mehrheit des Volkes (!) hinter sich hätten. Wenn man dies jetzt noch nicht erkenne, so werde man es bei den Wahlen sehen. Dann würden die Unabhängigen die ganze Macht in Deutschland haben und die Sozialisten vom Schlage Scheidemann und Auer würden zwar mit den Unabhängigen arbeiten können, diesen würden sie aber die erste Stelle einräumcn muffen. Hinter den Sozialisten würden die Sowjets als Stütze stehen. Aur Hessen. AnS dem hessischen Volksrat. I Darmstadt, 12. Jan. Ter Volksrat ist «mtschlossen, allen Putschversuchen der Unabhängigen mit den schärfsten Mitteln entgegenzutreten. Wie der Vorsitzende des Dolksrats, Delp erklärte, wird eir es aus sein Gewissen nehmen, den Führer der Unabhängigen, Rechtsanwalt Dr. Wolff, der nur aus imbesriedigtem Ehrgeiz handelte, vor das auf dessen eigenen Antrag geschaffen^ Nevolutionstribunal zu stellen nnh ihn an die Wand stellen zu lassen, falls er Unruhen «mzetteln wolle. Ajuf den Straßen patrouillieren bespannte Maschinengewehre. Republik Groß-Hessen. Rodheim a. d. B., 13 .Jan. feier wurde gestern in einer Versammlung der Demokratischen Partei folgrnoer Beschluß gefaßt: Tie heute zu Robl)rim an der Bieber statt- findende, von der Deutschen demokratischen Partei etnberitfene Wählerversammlung begrüßt die Absicht zahlreicher Personen aus Hessen, Hessen-Nassau und Wetzlar, diese mit'.eldeutschen Landesteile zu einer Republik Groß-Hessen zu vereinigen, aufs wärmste und crbo'ft von diesem Zusammenschlüsse große politische intb wirtschaftliche Vor teile sür die Deuwlmer dieser Gebiete itnb für das Reich. Tie Versammlimg hofft und wünscht, daß die deutsche Nationalversammlung in Kassel als enter im Zentrum des Reichs gelegenen ruhigen Stadt eine sichere und würdige Stätte finden möge. Aus Stadt und (and. .Gießen, den 14. Januar 1919. Lebensmittel. — Einträgen von Lebensmittelkarten. Die am 11. d. M. zur Ausgabe gelangten Lebensmittelkarten sind bis spätestens 16. Januar 1919 einer Berkan sstelle zur Eintragung ihrer Firma und Abtrennung des Kontrollabschnittes vorzulegen. •* Ausgabe von Süßstoff (Saccharin). 3m Monat Januar 1919 wird gegen die Lieferungs- abschnitte 23 und 24 der Sützsloffkarten „H" (blau) und gegen die Lieferungsabschnitte 3 und 4 der Süß» stoffkarten „G" (gelb) von den Süßstoffabgabestellen Süßstoff abgegeben. Es gelangen auf die Abschnitte 23 und 24 je ein Briefchen und auf die Abschnitte 3 und 4 je eine Schachtel zur Ausgabe. ** Ausgabe von Bückingen. Don Mittwoch den 15. bis einschl. Freitag den 17. d. M. erhalten die Kunden der im Anzeigenteil aufgeführten Ge- schäften auf je eine in dem Geschäfte abgegebene Lebensmittelkarte einen Bücking. Der Bestellausweis zur Lebensmittelkarte ist vorzulegen. » ** Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurden: am 7. Januar 1919 der (i)e- richtsschreibergelnlse Heinrich OScorg Kleinschmidt in Hir'ckborn znm ^IkruariatSassistenten bei dem 2(mt*qcrid)t Hirschhorn, der Gericht-» fdjmbcrgriil c Damian Schüssel in Bad-Nau- brhn jum Aktuariatsassiftcnten bei dem Amtsgericht Bod-Naul>cim. ** Personalnachrichten der Ober- Postdirektion Darmstadt. Verlieben wurde das Eiserne 2. Klasse den Z-eldvvst- sekretären Grill ans Bingen (Rhein) intb Metzel ans Darmßadt: daS Hessische Allgemeine Ehren- neidrn für .ittiegSverdienste am Strieg5banbc oem Gefreiten der Res. Telegravbenassistent Heil aus Darmstadt: das Hessisch: Kriegc-ebrenzeidxm oem Felldposisckrctär Glenz aus T-armftabt. A n g e - Itommen: AlS Pouagent: Die Ärirgsteilnch- mer Herrn. Jourdan III. in Walldorf bei Frankfurt «Marn), Ullrich in Rodheim v. d. H. und Wecht in Zotzenbach (Odenwald); alsPoftagen - tin: Fran 9Jtargaretbe Probst Witwe in Eisenheim. Versetzt: Postsekretär Lapp von Seligenstadt (Hessen) nach Klein-Krotzenburg (Kr. Offenbach) unter Uebertragung einer Postverwalterftelle, Postfekretär Schneider von Budenheim ltach Höchst Odenwald), Postverwalter Ring von Kl.-K'rotzen- burA (Ldr. Offenbach) nach Budenheim, Obcr-Post- affi)tcnt Hein von Bensl>eim nad) Darmstadt, Tcle- Iraphenasi'istent Reinhardt von Gießen nach Bad- Nauheirn, Postasjistenr Weber von Darmstadt nach Bensheim und Poftassiftent Görisch von Mainz *nad) Alzey. In den Ruhestand versetzt: Poftsekretär Olt in Höchst (Odw.). Freiwillig ausgeschieden: Telegravhengehilsin Eck in Worms, die Postagentin Wilh. Jourdan in Walldorf bei Frankfurt (Diain) und Mabel in Zotzenbach (Odenwald). A u s dem Felde der Ehre gefallen: Leutnant d. R. Ober-Postassistent Rodrian aus Gießen. Gestorben: Postsekretär Kammer in Darmstadt, Offtzierftellvertreter Ober» Postassistent (5ad)5 aus Heppcnl>eim (Bergftr.) in iranzösischer Kriegsgefangenschaft, Ober-Telegra- phenassiftent a. D. Wenzel in Alzey, Postagentin, feeberer in Dudenhofen (Hessen), die Postagenten .Holl in Rod heim v. d. H. und Wilhelm Probst in Essenheim. **OeffentlicheBücherhalle. Im Dezember wurden 1506 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 903, Zeitschriften 182, Jugcndschriftcn 107, Literaturgeschichte 7, Gedichte und Dramen 30, Länder- und Völkerkunde 19, Kulturgeschichte 17, Geschichte und Biographien 58, Kunstgeschichte 12, Naturwissenschaft und Technologie 63, Heer- und Seewesen 7, Hausund Landwirtschaft 4, Gesundl^itslehre 5, Religion und Philosophie 43, Staatswissenschaft 19, Sprachwissenschaft 4, Fremdsprachliches 26 Bände. Nach auswärts kamen 23 Bände. *"* Gestohlen wurde trotz der jetzt verschärften Aufsicht gestern abend im Theater aus der Garderobe des 2. Ranges einem Soldaten ein ganz neuer Militärmantel. Als Dieb kommt ein „Kamerad" in Frage. ** Gießener Konzert-Verein. Mittwoch den 22. Januar findet abends 7‘<2 Uhr in der Stadtkirche das vierte Konzert mit Frau Anna Kaempfert (Sopran), Kammersängerin aus Frankfurt a. M., und Herrn Arno Landmann, Organist der Christuskirche in Mannheim, statt. Ium Vortrag kommen Orgelwerke von Bach und Reger, Gesänge von Vach, Mozart, Sey- both, Landmann, Neger und Göhler. D.e für die Aula zum 4. Konzert ausgegebcnen Abonnementskarten haben keine Gültigkeit,' diese müssen bis zum 18. Januar bei Ernst Challier gegen Plätze für die Kirche umgetauscht werden. **Bahnverkehr Gießen - Gelnhausen. Endlich, nach vielen Klagen der Arbeiterschaft, haben sich die bisher so schlechten Verkehrsverhältiiisse aus der Bahnstrecke Gießen-Gelnhausen bedeutend gebessert. Der erste Frühzug, der bisher 4.46 Uhr von Hungen abging und entschieden zu früh gelegt war, jo daß er tatsächlich nur von etwa 20 Arbeitern benützt wurde, geht von heute ab um 6 24 Uhr von Hungen ab. Da die meisten Betriebe mit der Arbeit erst um 7 bzw. 8 Uhr beginnen, wäre die bisherige Benützung des ersten Zuges ein Unsinn gewesen. Die Verlegung ist im Sinne aller Arbeiter und auch jedenfalls der übrigen Reisenden. Der seit kurzer Zeit fortgefallene dritte Zug Gelnhausen-Gießen geht nun auch wieder ab Hungen 9 Uhr. Ebenso haben die Abendzüge eine erfreuliche Derleaung erfahren. Der bisher 6.15 Uhr und oft später abgegangene erste Zug geht nun bereits um 5.30 Uhr von Gießen noch Gelnhausen ab. Damit ist ein lang gehegter Wunsch der Arbeiterschaft endlich in Erfüllung gegangen. ** Besitzwechsel. Das Eberhard Metzger'sche Geschäftshaus am Seltersweg ging für 180000 Mk. in den Besitz des Inhabers des Tapetenhauses Täubert über. — Der Kaufmann Aubel kaufte für 60000 Mk. von Abermann & Kling deren Anwesen, Kepler-Straße 11. ** Ter Matthäus-Frauen verein hatte seine Mitglieder für gestern zu einem Vortragsabend nadi dem Markussaal geladen, um über die Wahlpflicht zu belehren. Zur (Einführung bemerkte Herr Pfarrer Mahr, baff, wenn auch in diesem Saale einmal von Politik gesprochen werden solle, sich dies durch die Beziehungen rechtfertige) die das christliche Leben zu der Politik habe. Der Mensch fönne nicht nur ein ausschließlich inneres Sefccn führen, er habe Beziehungen zu seinen Mil- Vnenfdxn. und diese zu regeln sei das Wesen der Politik. Das Referat hatte Frau Prof. Kable (übernommen, die eingangs auf die entscheidende Wichtigkeit des ersten Wahltags hinwies, an dem die Frau das öemidjt ihrer Meinung mit in die Wagschale zu iverfen berufen fei. Freilich hätte sie gewümcht, daß die Fvau das Wahlrecht nicht aus den Händen einer sozialdemokratischen Revolu- ttonsregiertmg, sondern von einer rechtmäßig von der Volksmehrheit berufenen Regierung empfangen Wtc. Referentin berührte nun eine Reihe wichtiger Fragen, die in der Zukunft zur Entscheidung stehen, u. a. die Frage der Trennung von Kirche und Staat, uitb gab recht instruktive Belehrungen Aber das Wahlrecht selbst. — Anschlicßcird führte Herr Pfarrer M a h r in einer Rn he geixnt tot toller Sätze aus, wie der Geist der Frauenwelt, in dem sic das Wahlvedft ausübe, in Zukunft nicht von Iden Interessen der ledigen, erwerbenden Frau, son- dem vor allem von denen der Fran als Eattin und Mutter beherrscht sein muß. ** Die deutsch-nationale Bo l ks- partei wird am Donnerstag den 16. Januar, abends ?Vs Uhr, im Stadttheater eine Wähler- Versammlung für Unteroffiziere des aktiven und Beurlaubtenstcntbes veranstalten. ?tttch Offiziere, Sanitätsoffiziere und Militärbeamte sind ringeln- den, mit ihren männlidien und wriblick-en Angehörigen trittmtehrnm. Es werden fprcdxm Pro- Tefior Dr. Jeß (Oberarzt d. L.), Geeint rat Haupt, Feldwebelleutnant Ufinger unb Ober- postsekretär Kohl Hase. Außer der allgemeinen politischen Lage und der Bedeutung der bevor stehen- den Wahleir soll namentlich die künftige Gestaltung des Heerwesens in seinem Verhüt misse zum Volkstänzen und die rechtliche und wirtsdwftlube Sicherstellung der Militärpersonen (ZivilVersorgung der Unteren tiere uiro.) be)'prod>cn werden. Die deutsche demokratische Partei teilt uns mit, daß in der Versammlung heute abend 8 Uh- im Fürstenhof noch Herr Eisenbahnwerkmeister Hart- Frankfurt a. M. sprechen wird. " Die Zentrumspartei gibt tm heutigen Anzeigenteil ihren Stimmzettel mit den zu wählenden Kandidaten für den Wahlkreis Hessen bekannt, war- auf an dieser Stelle nochmals hingewiesen sei. "De Auszahlung der Familienunter, stützungen an die Angehörigen der zum Heeresdienst| i Eingerufenen für 16. bis 31. Januar 1919 findet I vc»m 15. bis 17. Januar statt. *• Der Verein ehemaliger 116er hat vergangenen Sonntag zu Ehren seiner aus dem Felde zurückgekehrten Mitglieder einen Begrüßungsabend im Saale des Hotels Großherzog von Hessen veranstaltet. Der Abend gestaltete sich zu einer erhebenden Feier. Rach einleitendem, von einer Dame gesprochenem Prolog begrüßte Herr Boller als Vorsitzender die zahlreich Erschienenen. Den GlPizpunkt des Abends bildeten die von Professor Schmoll gehaltene Fest, rede und die von Pfarrasfistent Schäfer getjaltcn» Ansprache auf die Gefallenen. Eine angenehme lieber- raschung wurde den sämtlichen anwesenden Kriegsteil, nehmern zuteil, da jedem eine, in hochherziger Weise von der Firma Gg. Phil. Gail hier gestiftete Liebes- gäbe, bestehend in einem Zigarrenetui mit Zigarren und Tabak, verabreicht wurde. Bei Musik und paffen- cn Liedern verlief der Abend in schönster harmonischer Weise und fand seinen Abschluß, nachdem Kvmerad Reitz den Dank der Kameraden ausgesprochen. •* Die Seminare für technische Lehrerin, nen beginnen neue Iahreskurse am 23. April. Aufnahmegesuche sind bis 15. Februar beim Vorstand der Aliceschule einzureichen. ** Schwarz-Weiß-Lichtspiele, Seltersweg 81. Ab heute bis Freitag, 17. Januar, kommt der l.Film der Eva-May-Serie, betitelt „Sabja", Drama einer Inderin in vier Akten, zur Aufführung. Der Lustspielschlager „Der verrutschte Poseidon" vervollständigt den Spielplan. Landkreis Gießen. ** Garbenleich, 11. Ian. Der Musketier Hrch. Stumpf, der seit dem 23. Oktober 1918 als vermißt gemeldet wurde, hat heute aus englischer Gefangenschaft geschrieben. j. Grünberg, 12. Jan. Letzten Mittwoch faub hier eine von len wnabhängigen Sozialisten jtnb letzten Freitag eine von ber Deutschen Volks- Partei einberufene Wahlversammlung statt. Während bie erste ohne Diskussion verlies, sprachen in letzterer außer den Rednern Professor Roloff und Hauptmann Binder von Gießen Fvau Professor Vigener, C>Heßen. An bec Diskussion beteiligte sich ein Mehrheitssozialist, Wehrmann Henkel von Sauter, und ein Demokrat, Postsekretär Keller von Grimberg. Die sehr gut besuchte Versammlung verlief in bester Weise. Gestern abenb sprach für bie Tentschnationale Bollspartei Professor Dr. Werner von Butzbach im Gasthaus zum Rappen. Heute nadjmittag sprach Pfarrer Schmidt von Grünberg im „Rappen" in einer evangelischen Volksversammlung über bie Lage unserer hessischen Landeskirche. Diese sehr stark, namentlich von Frauen besuchte Versammlung nahm einstimmig bie Resolution an, wonach bie Versammlung sich gegen eine Trennung von Staat und Kirche ousspricht. Am Abend sprach dann im gleichen Saale der Sozialdemokrat Diener 'aus Gießen, welcher dem bürgerlichen Staate die Schuld am Zusammenbruche Deutschlands im .Kriege zuschob. Ws Gegenredner eiiüiberte ihm Meditskonsuleitt Iöckel von Grünberg. Er er» mahnte die Sozialdemokratie, erst deutsche Arbeiter- Partei unb dann erst iirtemational zu sein. Der Beifall zeigte, daß bie Versammlimg in der Mehrzahl diesen Ausführungen zusttmmte. -m. Hungen, 13. Jan. Gestern nachmittag sand im Saale der „Traube" eine Versammlung statt, die von der Frauengruppe der Deutschen Bolkspartei in Gießen (früher nationalliberal) einberuf en war. Sie war namentlich von Frauen gu* besucht. Pros. Dr. Rolosi-Greßen eröffnete gegen 7>5 Uhr die Versammlung und sprach in erliedes „Ein feste Burg ist irnfer Gott" schloß die eindrucksvolle Versammlung. Lich, 12. Jan. Wohl 1200 Glieder der ev. Kirche aus Lich und Umgebung hatten sich heute in unserer Stiftskirche versammelt. Pfarrer Lenz sprach bie Lage unserer hessischcn Landeskirche angesichts der auf Tmtimng von Staat und Kirche hinzielenben Bestvebrrngen. Er ührte Mvs, baß das geiftige Recht der Kirche auf ihrer göttlichen Stiftung beruhe unb im antaftbar fei, daß die Beeinträchtigung ihrer materiellenl stiechte einen schrveren öd)oben für die Gesamtheit bebeuten würde, daß ferner die Ettern unb nicht der Staat den erfttm Anspruch haben, zu bestimmen, welchen Religionsunterricht ihre Kinder in den Öffentlichem -schulchl genießen sollen, und schließlich, daß auch in der «erstrebten Voll^kirrho nur >as ewige Evangelium der wertgebende Inhalt ■neuer Formen bleiben müsse. Einmütig wurde fol» genbe Errtschließcmg angenommen, die die tffe- fimumg der großen Mehrheit unserer Stadt wieder gibt: „Die heute zur Aufklärung über die Lage unserer hessischen Landeskirche versammelten evangelischen Bewohner von Lich unb Umgebung er- loartcn von Regierung intb Volksvertretung unseres Landes, daß bei einer AuSeinanderfetzung Zwischen Staat und Kirche bie wohlerworbenen geistigen unb materiellen Rechte der evangelischen >ttrche gewahrt werben. Sie sprechen im Namen des deutsch-chrlftttchen Etternbauses bie Fordertmg aus, baß der -Staat auch fernerhin in der Schule ch r i ft - sichen Unterrichtais Grundlage aller wahren Erziehung und Bildung erteilen läßt. Sie begar die Zuversicht, daß bie Kirche traft der in ihr wirk- amen Mächte des unzerstörbaren Evangeliums sich eine ihren Aufgaben entt'prechende i^k-fbalt geben wird, und zwar als kraftvolle Bolks5rch>- für alle VoUsgenossen, die für sich und chre Slnber das | Geistes» unb Glaubenserbe der Reformation wahren wollen." Ter Gesang von „Ein feste Burg ickuoß bie Versammlung, die sich aus einer kraft-* vollen Kundgebung kirchlichen Bewußtsettts zu etner erhebenden Zeicr gestattet hatte. ,e Wieseck, 13. Ian. 3n der gestrigen eoan- gelischen Volksversammlung fand nach einstündigem Vorttag von Pfarrer Sattler über .Trennung von Staat und Kirche' Frau Geheimrat Sievers-Gießen als Mutter tiefbewegende, warme Worte: ihnen folgte ein kraftvolles Bekenntnis des Herrn Lehrers Westphal zu Religion und Kirche: so wurde aus dem Abend eine erhebende Kundgebung für eine Dreieinigkeit von Kirche, Schule und Haus. Unter dem Lutherlied wurde sie mit folgender Entschließung beendet: „Wir in überfüllter Kirche versammelten evangelischen Männer und Frauen der Gemeinde Wieseck erwarten von der Regierung und Volksvertretung, daß die Auseinandersetzung zwischen Staat und Kirche erfolgt unter Mitwirkung der kirchlichen Körperschaften ohne Gewalt unter dem Zeichen des Rechts und des Friedens. Da für unsere Jugend das Beste gerade gut genug, verlangen wir die Erhaltung des Religionsunterrichts innerhalb des Rahmens der Staatsschule Wir verttauen darauf, daß unserer Kirche für ihre großen Aufgaben an Leib und Seele unseres Volkes auch fernerhin eine feste finanzielle Grundlage gesichert bleibt und ihrem Wirken als Bolkskirche auch im neuen Deutschland eine freie Dahn." KreiS Friedberg. ** Friedberg, 14. Jan Tic Prcssoochtvi^ lung des A.- u. S.-Rates Friedberg bittet un y>crö;fcntiid)ung nncftftc'.,enter Ro.i;: Infolge bec bcnfcb-iiben Vcrkehrsnol wurde ein nuhritphten und Produtte der Industrie in die Wetterau zu r ringen, nnirbe das Fubrverk-Hreantt eingerichtet, ffierabe für den .fffteir Frickderg ist diese Einrick». tung äußerst wichtig, da einerseits die Baftn erheblich entlüftet ivird unb anderseits bei minimalem Fuhr lohn doch der .ffrd5 mit M'o!)len und anöcmrr versorgt werden kann. Tie Zentrale des Amtes Ix’Hübet sich in Friedlxng im Schlosse (Telepbvn 99»; Zweigstellen in Vilbel, Butzbad) und Waidjcn. Tie Zentrale sowie die Zweigstellen sind gerne bereit, Auskunft in dieser Ange!egenhl-it zu er* teilen und Aufträge entgegenzunetnnen. 'Xv werke verkehren zwischen Gießen—Fai.dlerg— Frankfurt und Hanau. Für spater ist ins Auge gefaßt, den Fuhrverkehr bis nach Offenbach aus- zubehnen. -m. Aus der Wett er au. 10. 3 an. In den vier Kriegs jähren hat das Wild (Rede, Hasen, Fasane,:, Feldhühner und auch das ülaubzeug, wie Fückisc u« bgl.) infolge des Fehlens ber Jäger :md^ Forftworte eine bedeuteist»^ 3-i:-ntungr erfahren. Trotzdem haben die in letzter Zeit ab- gelittenen Treibjagden einen sehr timngcn Erfolg aufzuweiscn. Bet tagelangem Jageir wert-ew oft .nur ein paar Hasen ober, u>cnn den .Jägern das Glück besonders hold ist, auch rin paar Rehe zur Strecke gebracht. Taff trotz des geringen Abschusses der letzten Jahre der Wi.dsland so ge-üt» ist, ist den Jägern unerflärlirh. Starkenburg und Rheinhessen. = Von der Bergstraße, 12. Jan Frühling int Januar herrscht Innrer an den Hängen bet Bergstraße. An den Bäumen, besortders den Mandeln unb Pfirsichen, knvspet's wie im März. In manchen Gärten biu^n bereits die Veilchen. Blühende Äirschzweige brach ber Gärtner Rascher auf dem feoljb-Tg bei Elmshausen. Schneeglörlciten und Primeln findet der Wald:vanderer an geschützten Lagen in reicher lleppigkrit. Hessen-Nassau. — Frankfurt a. M., 13. Ian. Zu der Mord- fache an dem Schutzmann Geiselberg hat die Kriminalpolizei bereits mehrere Verhaftungen verdächtiger Personen vorgenommen. Der übelbeleumundete Einbrecher Karl Hornung gestand ein, daß er in der Mordnacht von dem Schuhmann Geiselberg angchal- len und später geflohen sei. Der vcrmutliche Täter dürfte der 35jährige Sttaßenhändler Karl Schmidt aus Kaichen (Oberheffen), wohnhaft in Frankfurt, sein. Er ist seit dem Mordtage verschwunden. Die Beschreibung, die der Hilfswachmann von dem zweiten Festgenommenen gemacht hat, stimmt in allen Teilen auf Schmidt. = Frankfurt a. M., 13. Ian. Die hiesigen Polizelkosten betragen jetzt auf den Kopf der Be- Dotierung pro Jahr 21 Mark gegen 1,50 - 2,00 Mk. vor der Revolution. )( Marburg, 11. Ian. In einer heute im Ledererschen Saale abgehaltenen, stark besuchten Land- wirte-Dersammlung wurde gelegentlich der Besprechung der Besd)äft:gung der Arbeitslosen aus den Großstädten in der Landwirtschaft allseitig der An. stcht Ausdruck gegeben, daß diese Arbeiter sich dazu wohl nicht gut eignen würden. Viel besser wäre es, wenn die in den Dörfern vorhandenen Arbeitskräfte' welche die ländlichen Verhältnisse kennen und die Landarbeit verständen, dort beschäftigt würden, an. statt an die Post oder an die Eisenbahn zu gehen Hlerfür dürsten sich die Leute aus den Großstädten jedoch ganz gut eignen. (Ein Antrag, in diesem Sinne auf die maßgebenden Stellen einwirken zu lassen, fand einstimmige Annahme. Ztadttheater Giehen. Samstag, 18. Jan., 7: „Der Revisor'^ (12. Tsrtu tag-Abonnem.-Vorst., gern. Pr) Somttag, 19,3 Akbesterr feällc" ck. Pr >: 7.: „Tie Rose' ton otambul (gern. Pr.). Montag, 20,7: „Tic Jom:- naluten" (12. Tietrstag-Slbonn. °Vorst., gern. Pc ). ^ocbfcbtiliiadiricbtctt, - Die städtische Verwaltung in Köln tem der ,K. Z." mit: Das preußische Staatsministerium hat in einer Sitzung vom 4. Januar einstimmig folgende Beschlüsse gefaßt: 1. Die preußische Regierung ge. nehmigt den Plan der Stadt Köln, ihre Wissenschaft, lichen Anstalten zu einer neuartigen Universität aus» zubauen. 2. Dabei wird nach Frankfurter Muster die Ueberführung in eine Staatsanstalt unerläßlich sein. 3. Die Handels-Hochschule Köln wird alsbald in eine vorläufig isolierte wirtschafts- und sozialwissenschast. liche Fakultät umgcwandelt und als solche das Pro« motionsrecht erhalten. 4. 3n Erwartung der weitern Entwicklung der Dinge soll sofort bei der Reichs, r gierung beantragt werden, daß der Kölner Akademie für praktische Mediftn schon jetzt Semesteranrechnung sür klinische Semester zugestanden wird. Vrieskaften der Ncdaktion. Wohnung auswärts. Wenden Sic sich cm kvL i'li: trinigungiami Gieren. dies Ü »I Fran. B Sri progr Feber« Eloirl' nur bei UB'il Aio= ■81« Miet; / Vern ®.döL 3 a li 1- 694 Lc Lchönc Oobnmti Sfab, eletl' lAvulod. lei-gtifl.u. W eine 4-5- intia pti Sian füi von 3 V- unterlä), flum I. So vraulv. nabe b 911, frmffurt für foiort, von junge «nieten aefi «nterO[ü "ffunäfT »um l. .ftb Bitnme r m Weib erbet wneniir.: hripkpi ni ^Kme » , «!öb «i 'Wan_ben »ödl. 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Rk'ch^ t ,r AkodkNll« L-chNUNg Die hiesigen , Kopf der Be. ,M-2,00 9nk nn heute im tesuckten Land- Besprechung >n aus den llseitig der»n- .eiter sich W besser märe «. lArbnE ;nnen und Vt I würden, °n« abu zu geh«" nSroßs-äd'k" >«, i, ^inwirken p K'sseabtri.' bittet ur« infolge der hrrrrkohrs. ■ Durch Ke nis an die n der Lage, n nun dm unb Hanau «ttecau zu- Men Settaau zu ringeridftt. efe 6tnrid> öafm erhell nirnimalem ia> anderem bei «mied e iTelephlM mb Kvichen. sind gerne chril zu er- i. Ti' Inh» ■Wblerg— st in» Auge fcnoach aus- Lichtspielhaus Bahnhofstrasse 34 Heddys Meisterstreich I Professor Bousset 621V teaileMoilor Oeffnung der Kirche 7 Uhr. 537C Wmdei aller Irl SSUÄSEEÄ 517sl wart die BrdH’sche Üaiv.-Drnekerel, 2. Lange, Gießen Klavier Fsrnspr. SW. Ladeneinrichtung, | Tbeke, GlaSschränke, gesucht. 0808 8ut gcspicltk Geige Buchhalter f« aus der LcbenSmittelbr., Eia lie«Mug zo ieri. 07M Asterweg 12, 603-s. usw.) Für 0806 PützsM gksllP verkauf. Wo, s. d. Ge» nfisft. d. Gies;. 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Ich erkläre diese Behauptungen für eine direkte Verkehrung des Tatbestandes. Das Gegenteil ist wahr und ich müßte von jetzt an derartige Aufstellungen als bewußte Unwahrheit behandeln. in allen Kontorarbeften reichlich ertabren ebenso int Ein- und Verkauf, sucht dauernde, möglichst Itütiiht Stttaj. Schriftliche Angebote unt. 303 an den Giesten. Anzeiger erbeten. Ab heute bi» Inklusive Freitag das vorzügliche Doppel-Programm Egede liessen die vornehme Künstlerin In ihrem neuesten Lustspielschlager in 4 Akten 2 ledige Pseröck.iM auf sofort gesucht. 610 Ferd. Schwarzentranb Hof Bubenrod, PostRodheim a. d. lieber. Voran«Iga: Ab Samstag 18. Januar das große Münch. Koloeeal-Kunet-Film-Werk „Oie Rothenburger11 n. d. Rom. v. AdolfWilbrandt in 5gew. Akt. VV1MVIW kMllb Regale, Erkerabichlüffe uiro.. fast töte neu. zu verkaufen. Näheres durch 569 ArchiteklMevec, erÄuc« SlaUict z. kauf. ges. Schr.Ang.unt. 07u8 an den Giest. Anzeig. Wir kaufen u. verkaufen jeden Posten Kriegsanleihe. 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Insoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks aus dem Grundbuche nicht ersichtlich waren, sind sie spätestens im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Derfteigerungserlöses dem Ansprüche des Gläubigers und den übrigen Rechten nackgesetzt werden. Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegen» stehendes Recht haben, werden aufgesordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Aufhebung oder einst, wellige Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der Dersteigerungserlös an die Stelle des versteigerten Gegenstandes tritt. Holzvertanf au» standesherrlichen u. Gemein beforsten findet am Montag den 2V. Januar 1919 vorm. Von 10 llbr ab im Hotel Viktoria zu (Sicken statt. Die Gebote sind mit der Aufschrift „Holzverkauf in Giesien" für jede Verwaltung aus besonderem Blatt bis CamStag den 18. Januar abends an daS fürstlich Stolbergische Rentamt zu Orlen» berg (Obcrbcficn) zu senden, bei dem Angebots- formulare zu bnben sind. Die Gebote können sich auch auf Teile der einzelnen Vofc beschränken, müssen aber die Erklärung enthalten, das? Bieler die VerknufSbedingungen der betrenenben Verwaltung, welche letztere auf Verlangen zusendek, anerkennt. Gebote, welche dieses ausdrückliche An- erkenmniS nicht enthalten, oder nach dem 18. Januar eingehen, köntten zurückaewiesen werden. Bieler haben die gewünschten Masie und die Art der Auf- bereitting anutgeben und bleiben bis zum 3. Februar 1919 einschließlich an ihre Gebote gebunden. Im ganzen werden ca. GO000 Festmeter Nutzholz auSgeboten, Verkaufslisten sind bei fürstlich Stolbergifchem Nentamt zu Ortenberg lOberbessenl zu haben. Die fürstlich Solmiische Cbcriärücvei Alt Lich 'CbeiUencni verkauft dabei: *200 Affin. Eichen- Scha'ellenbolz,300Fstm.Etchen-Grubenbolz, 70Fnm. Notbuchen-Ltammholz,36Fstm.Hainbuchen-Lkamin- bolz, 2,0 Fsim. Kiesern-Grubenbolz. Bahnstationen sind 1 ich, Reiskirchen und Ettingshausen. I316D Lang°Göns, 10. Januar 1919. W_________________ 0701 11- uni! Will v. Antiauitäten, Möbeln, ganzen Einrichtung. Alt. eisen, foro. allen von mir geführten Artikeln. 38D Louis Rothenberger. W Handwagen Leiterwagen Kastenwagen Einzelne Räder Carl Schunck, Seltersweg 38. 05,1 Der Erlöser alles Erdenleides erlöste unser liebes, teure» Kmd Thea am Sonnlag abend von seinem schweren Leiden im zarten Alter von 2•/< Jahren. Um stilles Beileid bitten die tiefbetrübten Eltern Ebriftian Burk Geschwister unb Baten. Ausgabe von Bückingen. Bon Mittwoch den IS. d. M. b'iS einschl. Jrcitag den 17. d. M. erhalten die Kunden nach, stehender Geschäfte auf je eine in dem Geschält abgegebene Lebensmittelkarte einen Bücking. Der Bestellausweis zur Lebensmittelkarte in vorzuleaen. 1. Gebt. Berd ix, ^iahnhofstraße 2. Hrch. Becker, Löwen affe 3 Ehr. Bieker, Neu iadt 4. A. Blum Wwe., Steinstraße 5. M. Debus, Friedrichstraße 6. Emil Dörr, Großer Steinweg 7. Karl Duill, Aiterweg. Gießen, den 13. Januar 1919. 6228 Ter Oberbürgermeister l LebenSmittelamt). ffrih-Saukr-Eediiihtnisstiftung. Aus den Zinsen der Fritz-Sauer-GedächtniA- stiftung sollen am 24. Februar 1919 5 Gaden von je 100 Mark an Witwen im gegenwärtigen Kriege gefallener Kriegsteilnehmer als Beihilfen zu Er- ztehnngskoslen verteilt werden. Bewerbungen sind bis spätestens ao.Jan. 1919 an die unterzeichnete Fünotgestelle iStadthaus, Zimmer Nr. 2) zu richten. 5798 Der Cberb irgermeitter. lFursorgestelle für Kriegshinterbliebene). Alisctabe von Cüfisloff (Snt^arin). . Im Monat Januar 1919 wird gegen die Sie- ^^ugSabsch,litte 23 und 24 der SÜsiüoffkarten "H (blau) und gegen die Lieferuugsabfchnitte 3 uub 4 der Süßstoffkarten „4." (gelb) von den Süß- Hohnbgobeueüen -s.-ßstoff abgegeben Es gelangen an die Abschnitte 23 und 24 je ein Briefchen und auf die Abschnttte 3 und 4 je eine Schachtel zur Ausgabe. Mit dem 31. Januar 1919 verlieren die Ab- fdmtttc Li und 24 bzw. 3 und 4 thre Gültigkeit. V(aO) diesem Zeitpunkt nicht abgerufene Sühäoff- mengen dürfen von den Abgabestellen frei vet> kaust werden. Gießen, den 13. Januar 1919. 5818 Ter Oberbürgermeister: Keller. Bekanntmachung. Ae Auszahlung der Familienunteritützungen an die Angehörigen der »um Heeresdienst Einge- rufenen für 6 btö 31. Januar 1919 findet statt: Sin bteienigen, beten Namen beginnen mit A-H Mltlwvch den 15. Januar 1919 I-R Donnerstag ben 16. Januar 1919 den 17. Januar 1919. Die Auszahlungen finden von 8-1 Uhr im StabtdauS, Zt mutet Nr. 7. statt. $icJ,nt£.rf,l,l>unflcn dürfen nur an den vor- genanuteu Tagen abgebolt werden. ® c^.n' den 11. Januar 1919. 5628 Ter Oberbürgermeister: Keller. i-: IM Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefien) Dienstag, Januar (919 Amtlicher Teil 40 000 36 10000.« der C der C der C Nährmittelkarte Nährmittelkarte vom Ein- iamt» mib rungstreuen Truppen bela-rert iverden und die Unabhängigen in Wilhelmshaven Hilfe Bremen zu erlangen veriucht haben. daß mis 1. Benner L Krumm, 2. Adolf Geisse, 3. Gebrüder Haustein, 4. Kliirgelhöser L DilgeS, 5. Koch L Kraatz, 6. C. W. Nowack & Sohn, 7. Carl Schlüter, 8. Tribus & Sundheim, 9. Wallenfels & Sauer, 10. Carl Zülch L Sohn, 11. K. Köhler, Lich. Den Bürgermeistereien der Land- gemeinden des Kreises wird empfohlen. Betr.: Einsendung der Kreisabdeckereiverzeichnisse für den Monat Dezember 1918 An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Mr erinnern an die Einsendung der Ate deckereiverzeichnisse fürden MonatDezcmber Genaue Aufstellung ist unbedingt notwendig Gießen, den 3. Januar 1919. Kreisamt Gießen. I. V.: Langer mann. Graupen, auf die Marke 46 Militärzwieback, auf die Marke 47 Beknnntmachttnq. 0A ^emäß Beschluß des KrcisausschusseS vom 2y- Dezember 1918 wird der Viehhändler Otto Theiß von Gießen wieder zum Handel mit Vieh Bekanntmachung. Betr.: Errichtung einer Schuhmacherzwangs-- tnnung für den Kreis Gießen. Unter Bezugnahme auf die Veröffentlichung des Kreisamts Gießen vom 17. Dezember 1918, Kreisblatt Nr. 140, mache ich bekannt, daß die Aeußerungen für oder gegen die Errichtung einer Zwangsinnung für das Schuhmachergewerbe im Kreise Gießen schriftlich bis zum 25. Januar 1919 oder mündlich in der Zeit vom 16. bis 25. Januar 1919 bei mir abzugeben sind. Tie M>gabe der mündlichen Aeußerung kann während des angegebenen Zeitraumes an Werktagen von 10 bis 12 Uhr vorm. im Regierungsgebäude, Zimmer 15, erfolgen. Ich fordere hierdurch alle Handwerker, die in der Stadt und den Landgemeinden des Kreises Gießen das Schuhmacherhandrverk betreiben, zur Abgabe ihrer Aeußerung mit dem Bemerken.auf, daß nur solche Srflörungen, die erkennen lassen, ob der Erklärende der Errichtung einer Zwangsinnung zustimmt oder nicht, gültig sind, und daß nach dem 25. Januar 1919 eingehende Aeußerungen unberücksichtigt bleiten. Gießen, den 31. Dezember 1918. Der Kommissar: Pennrich, Kreisamtmann. Betr.: Wie oben. Das KreiSamt Gießen an dir Bürger- mcisterrien des Kreises. Tie vorstehende Bekanntmachung wollen Sie in ortsüblicher Weise zur Kenntnis der Beteiligten bringen. AB.: Pennrich. Da sich seit unserem Ausschveiben 23. Septeinber die BerlKltnisse, die eine .... schränkung des H-ortlnldimgsschulunterrichts nötig machten, wesentlich geändert haben, wollen wir gestatten, daß in allen Gemeinden, in denen Schulvorstand und Gemeinderat es übereinstim- An die Schulvorstände des Kreises. Nachstehendes Ausschreiben des Ministeriums für Bildungswesen teilen wir Ihnen zur weiteren Veranlassung mit. Gießen, den 28. Dezember 1918. Kreiss chulkommission J.V.: Welcker. Ministerium für das Dildungswesen. Zu Nr.M.B. 21420. Darmstadt, den 28. Dezember 1918. Betr.: Tie Fortbildungsschule. Letzte Nachrichten. Die Gefangenen der Spartakisten. Berlin, 1. Ian. Nach der Besetzung des Schlesischen Bahnhofes durch die Regierungstruppen wurden zahlreiche Personen befreit, die von den Spar« tafcusicuten tagelang auf dem Bahnhof gefangen ge« halten worden waren. Bei der Gefangennahme ging es sehr willkürlich zu. Wer verdächtig war, nicht Spartakist zu sein, wurde von der Straße weg ver- haftet, zunächst nach dem Polizeipräsidium gebracht und von dort nach dem Schlesischen Bahnhof, und dort zu anderen in den Keller gesperrt, der von bewaffneten Weibern bewacht wurde. Iu Esten gab es für die Gefangenen wenig, dafür mehr Mißhandlungen. 3in Moabiter Untersuchungsgefängnis und verschiedenen anderen Gefängnissen Groß- Berlins sind außer den im Kampf g fangen ge- nommenen Spartakusleuten, siebzig wertere Spartakisten , die an den Unruhen der verfloste- nen Woche tcilgenommen haben, eingeliefert worden. Die Bewaffnung der Schutzmannschaft ist in den heutigen Morgenstunden wieder durchgeführt worden. Vorläufig sind die Schutzleute mit Karabinern ausgerüstet. Die Schutzleute, die sämtlich wie- der zum Dienste erschienen sind, werden jetzt im Verein mit 2600 Mann der Sicherheitswehr den Sicherheitsdienst in Berlin, der in der letzten Zeit der (Eid)- hornschen Herrschaft so furchtbar gelitten hat, wieder in Ordnung bringen. Die verhafteten Ledebour und Dr. Meyer befinden sich in einem der früheren König- lichen Schlösser. Spartakistenherrschaft in Bremen. Berlin, 13. Jan. "(WTB.) Nach der „B. Z. e fürchtet, ein Hiildernis für die Verhandlungen, zu sein, erklärte sich aber zum ThronVerzicht bereit unb die Regierung zu beauftragen, die notwendige» Maßnahmen für die Beoahrung der Unablstingig- keit des Landes zu trecken. Die Regierung betortt, daß sie in der Aufrechterhaltung der Dlmastic bte wesentlichste Garantie für die nationale Unabhängigkeit sieht. Tie Entscheidung' über die Frage der Absetzung der Thnastie soll einer Vol ks- abstimmung Vorbehalten bleiben. Tie Rückzahlung ist bis zum 2. Jmruar 1923 ausgeschlossen. m . Tie Stücke-Einteilung für jede der beiden! Reiben t|t folgende: 250 Stück, Buchstabe A zu 5000 .46= 1 250 000 J6 1000 Ltück, Buchstabe B zu 2000 36 = 2 000 CO3 J6 1500 Ltück, Buchstabe C zu 1000 J6 = l 50000036 400 Stück, Buchstabe D zu 500.46 = 200 000 36 200 Stück, Buchstabe E zu 200 36 = 100 Stück, Buchstabe E zu 100.46 = Darmstadt, den 28. Dezember 1918. Ministerium der Finanzen. ________________He nrich._________ Betr.: Sammelwesen. " " "J An die Herren Leiter der OrtSsammclstcllen. Sie werden gebeten, binnen 24 Stunden die Mengen der noch lagernden Sammelgegenstända (Altmatertal, Brennen eln, Bucheckern usw.), nach Arten getrennt, hierher mitzuteilen. Greßen, den 13. Januar 1919. Für den Kreissammelausschuß. Dr. Alles. Bckailntmachnng die Ausgabe von Schuldverschreibungen durch die Hessrsche Lantes-Htzpothekenlxrnk betreffend, vorn 28. Dezember 1918. . Aus Grund der Bekanntmachung des Staats- mrmsteriums vom 17. Januar 1903 (Rea.-Blatt ©. 231 erteilen wir hierdurch der .Hessischen Landes- Hypothekenbank, Aktiengesellsckia't zu Darmstadt, dte Genehmigung zur Ausgabe von auf den In- oaber krutenben und zu 4 vom Hundert verzins, ltchen Kommnnalsckmldversckweibtmgen int Geh betrage van 10 000000 Mk. (Reihen XVM XU) nebst zugehörigen Zins scheinen. Betr.: Aussühnmg der Verordnung über Er- werbslosenfürstrge vom 13. November 1918 und 3. Dezember 1918. An die Bürgermeisterei en der Landgemeinden des Kreises. Wir erinnern an die Erledigung unseres Amtsblattes Nr. 3 Dom 17. Dezember 1918 (Bestellung des Fragebogens) binnen 3 Tagen. Gie ßen, den 9. Januar 1919. Kreisamt Gießen. ________I. V.: Langermann. Bekanntmachung. Betr.: Verbrauchsregelung der in die öffentliche Bewirtschaftung genommenen Nährmittels hier: Bestellung von Nährmitteln. „„ Aemäß S 5 unserer Bekanntmachung vom 17. März 1917 (Kreisblatt Nr. 48) über die Verbrauchsregelung der in die öffentliche Bewirtschaftung genommenen Nährmittel wttd für die Landgemeinden des Kreises folgendes bestimmt ■ Es sollen aus den von der Militärverwaltung erworbenen Bestanden an Lebensmitteln ausgegeben werden: I. für brotgetreideversorgungsberechttgte Kinder bis zu 12Jahren (rote Karte): «uf die Marke 42 der Nährmittelkarte B Graupen, Betaitnr.' -».inng. Betr.: Feldbeveinigung Mlendorf an der Lumd«; hier den allgemeinen .Melioratwnsplam In der Zeit vom 22. Januar bis einschließlich 6- Februar lfd. Js. liegen werktags auf der Hess Bürgermeisterei Mlendorf die Arbeiten des 1 Ab- schnrtts, nämlich: der allgemeine Meliorationsplan nebst Er^ läuterungsbericht unb Prüfungsprvttckoll jur Ein licht der Beteiligten offen. Tagfahrt zur Ertebung von Einwendung« hiergegen findet daselbst Freitag den 7. Februar lfd. Js., vormittags 11 bis 12 Uhr, statt, wozu ich die Beteiligten mit der Andvohw« emlabe, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Tie Einwendungen sind schriftlich und mit Gründen versehen einzureichen. Friedberg, den 31. Dezember 1918. Ter Hess. Feldbereinigungskommissär: __________Dr- Iann, Regierrmgsrat. Wilhelm Weil, Sohn des Wilhelm Weil II, von Müschen heim, wurde als stellveiftreientee Wiegemeister für die Gemeinde Muschenheim ver- pflichtet. Bekanntmachung " In der 3«it vom 15. bis 31. Dezember 1918 wurden rn hiesiger Stadt gefunden: ein Kneifer, ein Portemonnaie mit Inhalt, ein Paar lederne Herrenhandschuhe, zwei Brillen, ein Partemonnaie mit Inhalt, ein Korsett, ein braunes Portemonnaie mit Inhalt, ein Karton mit Tarnen kl eidern unb Wchckxe, eine Haarschleife, eine Mansck-ette mit Knopf: verloren: eine Brosche mit sckpvarzen echten etcintm, ein Portemonnaie mit 20 Mk. unb* Fahrkarten Inhalt, ein Portemonnaie mit' nrfa 10 Mk., 2 Brot- und 5 Butter karten, Kohlenbezugsschein usw., eine Damenhand, tasche, Jnl-alt Portemonnaie mit 60 Mk., Milchmarken, BrotMlsw.is, Briee usw.. eine Holzkiste mit Büchern, gez. W. A. Arne, ein schvarzes Portemonnaie mit zirka 40 Mk. unb eine Fahrkarte Lollar-Gießen, ein Perlen- Portemonnaie mtt 2 Mk., Reisebrottnarken, em silbernes Medaillon mit gelbem Knopf, ein Mrlttärpaß, ein Partenronnaie mit 50 Mk. Papiergeld, eine Lacklederhandtasche mit 17 Mk., ein Schirmbezug, ein Portemonnaie (lrla rlearbe» Inhalt, ein Alaskafuchsmuff, Wert 600—700 Mk., ein Portemminaie mit bell- blauem Futter, zirka 7 Mk. Jnlalt, ein Porte, monnaie (Maulwurf-FeM, Inhalt 64,20 Mk. ein dunkelblaues Lederportemoimaie, Inhalt zirka 30 Mk. Tie Ernpfangsberechtiaten der gefunbenere Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald Bet uns geltend zu machen. Tie Wholung der gelittenen Gegenständ« kann an jedem Wochentag von 11—12 Uhr vormittags unb 4—5 Uhr nachmittags bei ter unter* zeichneten Bel>örte, Zimmer Nr. 1, erfolgen. Gie ßen, den 31. Tezemlier 1918. Polizei amt Gießen. Gebhardt. In Oldenburg tourte am Samstag der Präsident ter Republtk Ostsriesland, Kuhnt, gestürzt und dort wieder die mehrheitsfozialististhe Regierung eingesührt. Blutige Zusammenstöße in Halle. Halle (Saale), 13. Jan (WTB.) Die in ten letzten Tagen gesteigerte Mißstimmung von Garnisonund Bürgerschaft über die Ber- waltungstättgkeit des hiesigen Soldatenrats fülirte am Samstag zu einem am Sonntag abend abgefawenen Ultimatum des hiesigen Feldarttllerie-RegimentS Nr. 75 an ten S>lda!eir- rat, der sich mit der Frage von Neuwahlen einverstanden erklärt batte. Tie Haupt orterung des Regiment 5 war die lieber gäbe sämtlick)er Verwaltungsgebäude des Sochalenrats und Au löüng des Sicherheits-Regiments einsch.i.'ßli h ter Matrosen- Kompagirie. Während die VrrhMtdlungen am Sonntag narfjimittag in ter Arttllerie-Kaserne andauerten, kam es aur dem Rieteck-Platz nahe dem Hauptguartier des Soldatenrats zu stundenlangen Zusammenstößen. Tein Falmenträger eines De- monstrattonszuges wurde die schoarz-rot-goldene Binde heruntergerissen, woraus sofort Schü,se einsetzten, denen aus der SOtagteburger Straße von Zeit zu Zeit Maschinengewehr,euer folgte. Mehre.e Personen brachen verwundet zusammen, eine soll gestorben fein. Abends sah man Artilleristen mit Matrosen einträchtig durch die Straßen ziehen. und ter Metzger Adam Allendors von Gießen zum Handel mit Fleisch und Fleischwaren zu- gclassen. Gie ßen, ten 2. Januar 1919. Kreisamt Gießen. I. B : rüiiüt • in a n n. ■ _ „ ------ -■ — Nährmittelkarte Gemüsekonserven in Paketen zu 300 Gr., auf die Marke 48 der Nährmittelkarte C gebrannter Kaffee unb Gerstenkaffee: 3. für Brotgetreide-Selbstversorger (gelbe Karten) auf die Marke 6 der Nährmittelkarte A gebrannter Kaffee unb G4rstenkaffee. Wer die auf ihn entfallende Ware — Menge wird .päter bekanntgegebeir — zu beziehen wünscht, bat unter Vorlage seiner Karte bei einem Aein- handler seines Wohnortes b i s z u m 25. I a n u a r Ds. Js. eine Bestellung aufzugcben. Dabei ist darauf zu achten, daß der Kleinhändler nur die betreff fenbeu Bestellmarken abtrennt und auf der gleich -rfstrigen Quitttmgs- und Bezugsmarke die Bestellung teftätigt. Wer die vorgesehene Frist für die Bestellung «nicht einhält, vertiert den Anspruch auf die ihm zustehende Ware. Die Kleinhandelsgeschäfte haben die Bestellmarken auf die in Betrach kommenden Bestellte gen aufzulleben uird s p ä t e st e n s a m 3 0. I a - fn u a r l. I. ter Großhandelsvereinirung e. G m t>. H. Gießen, West-Anlage 31, einzusenden. Nicht- ernhaltung dieser Frist zieht ten Ausschluß des te- treffenten .Kleinhandelsgefchäftes von ter Beteili- SJung an dem Vertrieb der Nährmtttcl nach sich. Sei Einsendung der Bestellmarken an bk Großhanbelsvereinigung Gießen ist von ben Klein- hanblern auf ber Rückseite ber Bogen anzugeben, von welchem Großhändler die Ware ?blie f e r t wer ben so ll. Dabei wirb bemerkt, daß für ben Bezug von K a s s e e und Gersten- k a ffee nachfolgende Großhandels firmen in Gießen in Betracht kommen: lieber ten Ausgang ter Verhandlungen ist noch nichts Zuverlässiges bekannt geroorben. Die Lage im Osten. Bromberg, 13. Jan. (WTD.) Die Sromberger -truppen unter ihren Soldatenräten und selbstgewählten Offizieren säuberten Sebubin und Mrotschen oon den Polen. In beiden Orten wurden den Po^.en viele Gewehre abgenommen. Die Bromberger Trup, pen hatten einige Leichtverwundete. Babel wurde von den Polen freiwillig geräumt Bromberg, 13. Jan. (WTB.) lieber die Lage um Bromberg wird uns von zuständiger Seite mit- geteilt, daß man der Entwicklung der Dinge mit voller Zuversicht entgegensehen kann und daß zurzeit kein Grund zu irgendwelcher Beunruhigung besteht. Schubine.Inin, Labischin befinden sich in polnischem Besitz. Ebenso sind die Polen in Netzwald emgezogen, während die deutschen Truppen den Uebergang über den Kanal bei Netzwalde noch halten. Die deutschen Stteit- Kräfte stehen links Cielc-Iielinen-Notzert- Hopfenberg. Die Friedtnskouferenz. P a r i S , 13. Jan. (W. P.) Havas. Die Sitzung tes interalliierten Kriegsrates vom Sonntag nachmitbag im Quai b'Orsay war von langer Dauer und sehr großer Wichtigkeit. Sie begann um 3/*3 unb war um 3/47 beendet. Nach Aufteilung ter Tagesordnung wurden die französisckien Minister aufgefortert, ihre Ansichten über die technischen Fragen zu äußern. Legues unb Clemente! zogen sich zurück. Ihre Bericht wurden auf deü folgenden Tag verlegt. Dann behandelte ter interalliierte oberste Kriegsrat die Verlängerung des Waffenstillstandes. Die Besprechungen darüber dauerten bis 5.15 Uhr. Marschall Foch erläuterte verschiedene Enrzelheiten tetr. Ausführung ter Waffenstillstandstebingungen. Tann wurde beraten, unter welchetr Bedingungen die Ver» längerung tes Waffenstillstandes zugebilligt werden soll. Im Laufe ter Sitzung wurde beschlössen, daß die Bekanntgabe der neuen Bedingungen am Montag erfolgen soll. Daim wurde die Frage, welck-e; Zahl Delegierte jede Nation auf die Friedenskonfo- venz entserrten soll, erörtert. Der Vorschlag der ftanzösischnr Gruppe ging auf Ernemrung von 5, 4, 3Z 2 und 1 Delegierten für den Staat, je nach ter Beteutsamveit der Rolle, die der betreffendo vorstehende Bekanntmachung sofort ortsüblich zu veröffentlichen. ' Gießen, den 11. Januar 1919. Kreisamt Gießen. ____________I. V.: 0r. Sieger t. Bekanntmachung. Betr.: Huntesteuer: hier: Befreiung von der Steuerpflicht. Nach dem Gesetz, die Aenterung des Hunde- steuergesetzes betr. vom 17. April 1918, ist die Befreiung von der Hundesteuerpflicht vom 1. 3a» uuar 1919 ab auf die Besitzer von Hunden aus- getehnt Worten, die ausschließlich zu wissen- schaitlichen Zwecken, zur Unterstützung von Blin- Su Polizei- oder Heereszwecken ober sonst in Ausübung eines öffentlichen Dienstes gehalten werten. Etwaige B-efreiungsanträge sind alsbald an das zuständige Hauptsteueramt zu rich- ten. ^ie Anmeldepslicht zum Hunteregister ter Gemeinden wird hierdurch nicht berührt (§ 1 ber BO., die öunbefteuer betr. vom 4. 11. 1899 und § 3 ter Tienstanweisung hierzu). Gießen, ten 7. Januar 1919. Kreisamt Gießen, I. V.: Welcker. wend beschließen, für die nächsten Monate die Schüler der 2 jüngsten oder auch aller 3 Jahrgänge zum Unterricht heranaezogen toerten. _________________________Urste. dt. Betr.: Petroleummotore An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Bürgermeistereien der Lnndgemrindm Les Kreises. 29ir erinnern nochmals an bie Erledigung un* Aer Verfügung vorn 9. November 1918 (Kveisol. Nr. 30), soweit noch nicht geschehen, mit Frist von 8 Tagen. Gießen, den 28. Dezember 1918. Kreisamt Gießen. I. 23.: Langermann. Betr.: Wie oben. '4ii den Oberbürgermeister zn Gießen und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. .. Vorfteheiide Bekanntmachung wollen Sie ortsüblich veröffentlickien. Gießen, ten 7. Jammr 1919. Kreisamt Gießen. ______________I. V.: Welcker. Betr.: Vermittlung von Lehrlingsstcllen. An die Schulvorstände des Kreises. Wir empfehlen Ihnen, durch die Lehrer Jchrer Gemeinten ieststellen zu lassen, welche Schüler die Vermittlung von Lehrlingsstellen durch die Zentralstelle für die Geiverbe wünschen. Tiesbezügliche Berichte sind bis spätestens 1. März 1919 an uns einzusenden. Fehlterichte sind nicht zu erstatten. Gießen, den 7. Januar 1919. Kreisschulkommis i'M Gießen. __I. V.: W c I cf er. ts sprechen fjerr Dr.Semn u. Frl. öuiba Diehl (DorHtjenbe bes Tleulanbbunbes) über IÖ4D u Lo •«c 5. 606D Der Vorstand 497 D Der Vorstand: Prof. 547c Holz & Forbach Trtu Steueraufseher llert 5 DL, Prof. Dr. Dl.. E. Lt. 3 1>L, EL Regenschirme 570c Handschuhe, Spaziersiöcke Kohl baue, Ober-Postiekrelär, L Borfitzender. 577 D £ ti i Kunstseid. Trikot-BluseM i: von Mk. 40.— an. 583a $ ||FRITZ riOWACKii auch auf diesem Wege auszi 8 unteren herzlichsten Dank n. Kraftfahrer Aug. pofpiech. 0581 fc7 i Sdtersweg 59,11. MOD r Pestkarte geeilt I „Ersatzteile“ l zwirn) ru des in unseren la I in. »i 0618 huduj jreepteet( l 7, 2 L 2. Vom Sm 20 DL, Klasse 3c der rau (£mmi Sticket 5 DL, in allen Farben und Größen Mk. 38.— Große Auswahl in reinseid. Blusen r und einfach«, Scbeiti Wrr a»d KMdrr-O*rw Batznhofstrake 50. Der Dorstond: Prof. Michel. Rittmeister der Res. «ab Kommandenr der Seldbäckerci-Nolonnc Nr. 138. wie Nudele, do - wich», sUrkei Das Deutsche Volk und die Wahlen Die wahlberechtigten Männer u. Frauen sind herrlich willkommen. Der Vorstand. Deutsche Volkspariei. Orffeiitl. Wählcrversammlun!) im Fürstenhos am Mittwoch den 15. Januar, 8 Uhr. Die wahlberechtigte studentische, kaufmännische u. gewerbliche Jugend ist besonders eingeladen. Redner: Hauptmann Binder, Prof. Gmelin, Fräulein stud. phil. et hist. Jacobi, Prof. Roloff, Syndikus Dr. Zeidler. mod Freie Aussprache. Stönin 15 DL Stoeckeniud 5 Dl« E. Lt. 3 DL EL 6 DL Bauer 10 DL, Frau Dagel i DL Dlathtlde Doimerstag de« 16. Januar, abends 6 Uhr Soliattu-ÖHfiimmluat auf der Liebigshöhe. Alle Kameraden der Giehener Garnison werden freundlichst eingeladen. Der Ssldatenvat. * sieht ber Stimmzettel der,Zentrumöpartef i Christlich-demokratischen VolkSvariet» für die deutsche Nationalversammlung auS: 2 HiHiiiiäH Einzahlungen für unsere Partei können erfolgen beim Hessischen Bankverein, Be^u^scheinfreie HlänieS, Kost Same u. Röcke aus prima Friedensware gebe ich zu billigen Preisen ab und nehme auch Kriegsanleihe zum Zeichnungskurs von 98 Proz. in Zahlung. Marktpl. 6 Ja Pfeffer üflarktpl. 6 612 Geh. Juiti,rat Dr. Adam Josef Schmitt, Main» Diiniiierialbirctio-. Ctio v. Brentano de Tremezgo, Darmstadt (Stntmedinev Bbilivv Hebel IL, Dieburg Gewcrkichas sietrciar Georg Scherer, Essenbach a. M. Vaubivivi 6>korn Tietz, 'Ziefer-Erlenbach Ben Bmim «fctaM danken alle Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften de» L Bataillone Puß-Artl.- lleyimi'ute Nr. 10 für die gastliche und herzliche Aufnahme. Die in Garbenteich ▼erlebte Zeit, welche von fast vierwöchiger Dauer war, soll uns unvergeßlich sein. [0271 Grossmann Hauptmann und Bataillons • Kommandeur des I. Bataillons Fuss-Artlllerie-Regiments Nr. 16. Bei meinem Scheiben von Dietzen fühle ich mich durch die liebevolle Aufnahme anläßlich meiner (Einquartierung, die ich in Dietzen gefunden habe, veranlatzt, meinen liebenswürdigen Quartiersieuten meinen aufrichtigsten Dank 3. ViMowrN Cffij.-StellDertr., 7,229. Den liebenswürdigen Giessenern der Diezstrasse, Neuen Baue und Neuenweg sprechen für die über- aus gastfreie Aufnahme recht herzliche» Dank aus Offiziere, Unteroffiz, u. Mannschaften des Stabes Artillerie-Kommandant 68 Deutsche demokratische Partei Dienstag, 14. Januar 1919, abend- 8 Uhr im „Fürstenhof" Große össentl. Versammlung Thm: Deutschlands Pot und der Geist der Demokratie. Redner: Direktor Dr. Strecker-Zrie-derg, Lisenbadiuoerlmelster hart» Srantfurt o. Dl., Postschaffner Mohr-Giehen, Dr. horneffer- Stehen u. a. . ... — Freie Uussprache. Männer und Frauen aller Stände sind herzlich eingeladen. Habe mich hier als Lehrerin für Gesang niedergelassen. Anmeldungen von Schülerinnen täglich von 3—4 Uhr. Hedwig Müller-Bangert ehera.Schülerin von Dr.Hoch’s Konservatorium. Deutsch-nationale Volkspartei Uoanorslac des 16. Jmnemr 191® abends 71/. Uhr pünktlich Deutsch-nationale Dolkspartei vefsentllche WSlileroersammIung lllittcvvch den 15. Januar abends 7 Utjr im Stadttheater Für die liebevolle Aufnahme, die die Fern sprech, abteilung 706 bei den Bürgern in Alleadorf o. d. Lumda gefunden hat, sagen alle Angehörigen nochmals recht herzlichen Dank und rufen noch« mals ein herzliches Lebewohl pu 0414 3m Auftrage. ttSller. G. m. b, H. Giessen :s Kreuzplatz 8 „Zur Ml ta taÄ laMiorsammliiogl WO Postkarten Blumen, Liebes, Kunst, Land-ch. us w 6. 5. 4, 3, i M PrachUort. 7rX) M. P. Wozenkneeht Verlag, Leipzig 32. l JegBcwshmiitztrZtMW I spreche ich beim Scheiden namens aller Angehörigen der Fclddäck. Kolonne 138 Cläre Hartmann August Darmstädter Verlobte. Bietzen a. L. Frankfutt e. DL Januar 1919. Deutsche Vslkrpartei. Vessentl.wählerversamm!ung Dienstag, den 14. Januar ISIS, abend- 7‘/4 Nhr, im Stadttheater. Redner: Die Herren F nanzminister Dr. Decker-Darmstadt und Professor Dr. Digener - Giehen. Alle wahlberechtigten Frauen und Männer sind herzlich willkommen. All BüMii voll Kl.-Lilldcll Wetzlarer Etr.S7biS 86. LebenSlalle 4 bis 8 und Arankiurter Stratze 2S. Für die herzliche Aufnahme und Gast» kreundschast wahrend un'ereS Ntögigen Auient alle» unseren tiefcefüblten Dank. Wir scheiden schweren Herzen» von hier und wünschen unseren Gasigebern ferneres Wohlergehen für die noch wlgeude sckivere Zeit. In danfbarer Ermnerung werden wir unseren Lieben daheim von den schönen Lagen in Klein-Linden berichten können. Die Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften d.M.w. Komp. Ues'I.R. 250 für Uateroffhiere de« akti> en und de- Beurlaubtenstandes. -Os dor auch die Angehörigen der Unteroffiziere herzlichst willkommen sind. Es werden svrechen: Sch. Bat Prol. Dr. Biapl, Otarzl i. L. Pro'. Dr ta, Pe'dw.-Leutnaot Osloger übet: Die Wnbl zur Nationalversammlung und die rechtliche and wirt- fchaftliche Licherttellnng der Militärperionen. Zu dieser Versammlung werden die Offiziere, Sanitätsoffiziere, Militär- beamte, Militaranwarter, auch dieienig. des BeurlandtenstandeS, nebst ihren Angehörigen ebenfalls freundlichst eingeladen. Aussvrache! Gaste wiUkominen. 6. Frau Maria dritten geb. Kairner, Dinin» 7. Packer Siarl Michael Wcifcr, Ärotz-Lieinheim 8. Vofomottuiübver Foies Herrmann, Darmuadt 9. Fabrikant Ernst Becker, Ofienbach a. DL-Bürgel. » für die so freundliche Ausnahme auS. Ter Ansenthalt hier wird uns numer in an- *7 genehmer u. dankbarer Erinnerung bleiben. van JTorfd) Für die liebevolle Aufnahme und gute Verpflegung tu Harbach spreche« wir unseren Quar ticroirUfl den aufrichtigsten Dank aus. Harbach wird uns unveraehkich bleiben, umsomehr, da rohr kurz vorher In einem weniger freundlichen Dorf gelegen haben. eieo Vie Unteroffiziere u. Mannschaften der 5. Batterie Zch-Art.-Vatis. (14. hessischer volkrbund (Orterruppe Gleeeen). DienStaa den 14. Januar adenbS im Hotel Grotzberzog von Heften t 81 /< Uhr: Mitglied er-Versammlung 'Organisation und Wahlen. 2. •/♦ 9 ttbr pünktlich: 510D Vortrag von Prof. Dr. Sommer Grenzen, Verfassung und Aufgabe» de» Voltdstaate» Grotz - Hessen. BF Angehörige aller Parteien sind willkommen. Hind-Nlh-Ahlri, eowie yxnze ( _ fetzt »er noch eis D oppefirirf lpriL (**D An LicdcsgnHcn z. ßmpfange anftrtr llknsint soigtndc Scträflt n. KcgcnMt ringrgangeat in der Geschäftsstelle des Siebener Anzeigers: von Frl. P. 2 DL. Friedrich Georg 5 DL Drof. ^nael ß DL, 9L N. 2 DL, H. 1 M, H. W. 3 DL, G. Svler ß DL, Fr,. Betie 2 Dvd. Hokemräi r, LazaruS zwei Pak. Tabak. Zig.-?> DL, Wich. IRnboIvb 50 DL 91. 91. 10 DL Wich. Wilcke 5 DL. Lud tu. Rosenthal ß DL, Wich. Reih 10 Zigarren. Hch. (Llges 200 Zigaretten, Dr. WadlS 9 DL, 9L 91 2 SR., Medizinal- rat Oswald 20 TL Prof. Gotfchlich 10 DL, Prof. Travv 10 DL, »lalle 4a der Mädchenschule 3 E:niS mit Kamm und Bürste, 1 Die fier, 3 Ztgarrensviven, 2 Tascheuseuer^euge. 10 Zigaretien, 1 Zigarren- abschnetder, Prof. Dliitennaiev 5 DL, Frau Oberst, leutnant Pampe 4 TL, Beamte der Fa. Heyligen. fiaebl & Go. 63.50 M., Frau Geheimrat Lauben, belmer 10 DL. Ludwig 10 DL, Baurat Becker 10 M. Carl Walther 50 Zigarren, Georg Aopel 10 DL'; im Orttigewerbebans: von Komm -Rat Klingsvor r*XX) Zigarrem von iolgeuden Mitgliedern deS Ber- eines ber Tabakindmtriellen für Gietzen und Um- aem'nb L C>. Bock & Go. 1000 Zigurren, Bruno Büttner ?V» Zigarren, Fritz Egly fku Zigarren, Ludwig Georgi 1500 Zigarren, Hi ubach 4 Go. 100o Zigarren, Arnold Drueller 1000 Zigarren, Julius Nattmann 500 Zigarren, Th. F Noll »X) Zi> garten, Job. Balth. Noll 1500 Zigarren, Wg. Heinr. Schirmer 1000 Zigarren, Wilhelm Dleve^Wiefeck 1000 Zigarren. Rinn & TlooS-Henchecheiui IkxX) Zi- garten: Prokurist Tb. Baubel 13.85 DL Lckirhwacher» meuter Weeg 6 DL; Geheimrat Ltt-chl 10) DL Stauiniann Karl Reichert 20 DL; Kaufmann Olcorg Slrtubet 15 DL; Kaufmann Heinrich Becker 15 DL Frl. Sluguite Horn 10 Dl.; Frl. Bertda Baumberger ß DL Frl. Elisabeth Reitz 3 .; Manfmann Jean Hammermann 2ß DL Lchuhhöndler Wilh. Benner 25 DL Kaufmann Robert Jmheuser 25 DL; Bieb» Groubandler Josef Stern 50 DL; bei Herrn Kaufmann RSbr: vonFrau «elfte 1 Kiste Zigarren, Ovttker H. Schmidt 5 DL N. Rettz ÖO Zi- narren, 100 Zigaretten, 24 Paar «>eQ. u. fr lAfobleit und 40 DL, Kaufmann Rudolf Nowack 10 Dl, Sauf» mann Carl Nähr 10 DL Kaufmann Ed. Krumm 100 Dl.. Frau Pros. Zimmermann 2 M.. Carl 5eibel 2OT Sinarren, Bern> Avis 5 Ludwig Gtt/mar ‘2dk.'^betmrat S.^ichecheim 2000 DL, Carl Frenö- darf 2 Kisten Zigarren, Wwe. Anna Schech 3 DL, Feller ß DL; 295D bei dervauk für ^asdel und Judufirie: von «aus- mann Henner 30 DL, Rekior 9ann ß DL Prof. Weiner 3 DL 9L 91. 0,50 M., «. Schudt 3M-, DL LE. 15 DL Loge Ludwig »ur treue 285^50 Dl.; ,^ct Mitteldeutschen Creditbank: von ttlara Schleuer 10 DL, DroL «melin S) DL Drof. Vers- IUQ6 200 DI.. E.Wafierschleben 100 DL A,ch.Zurbuch 10 M.. DHuelbeutltbe Ereditbank 100 DL Deutscher Frauenoerein s. Kol. 50 DL Beamte deS Teiegravhen» anttS 20 DL. Tonderbund 100 DL, Pros. Eger 20 Dl, Verein ehemaL 116er 50 DL Cbr. Jnderlhal 50 DL, Drei Jeuonek 20 DL. Drof. Harrasowitz 25 Dl. Allen freundlichen Lebern dankt herzlichst Der vürgerrat für Stadt nnd Kreist toieben. Ornäiacifflllsr Irl wert