Mittwoch, 13. August 1919 Erstes Blatt 169. Jahrgang vo-n tifiär. Kandau-Wanen-Wori7l.en-Schrulrten-Tnrban den deutschen Truppen geräumt. rbf von uns zuni nt und verpslichttl. 'i Grunbcrg i;i vor, tthoj bei Grimberg dieses Thema gesagt habe, nichts hinzusügcn. Tie Frage, ob gegenüber der holländischen Regierung wegen der Auslieferung des Kaisers Schritte getan wurden, verneinte Donar Law. k «fli e» limt-W ich die beteiligte Grund i« Einer Gültigen und ist unter rten«i> beteiligten ’miianbe, so bat feinen Stell™ Die deutschen Kriegsgefangenen der Amerikaner. Berlin, 12. Aug. In amerikanischen tveereskreisen wird zur Zeit die Frage erwo- '?en, was mit den 30000 deutschen Kriegsgefangenen geschehen soll, die von den amerikanischen Truppen gefangen ge- iWmmen worden sind. Wahrscheinlich wird ein üebereinkommen mit der französischen Heeresleitung getroffen werden, wonach chr unter Ueberwachung durch amerikanische Gruppen uni) unter Versorg.ung durch aineri- Der Kaiserprozeß. London, 12. Aug. (Wolff.) Reuter. Im Unterhaus crHärtc Donar Law aus eine Anftage bezüglich ocs Verfahrens gegen den ^eutsmen Kaiser, er Lonne dem, was er oererrs über Annahme von Anzeigen f. die -i. a g es m immer bid zum Nachmittag vorher ohne jedeVerbuidlichkeN Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v.34mmBre,tt örtlich 15 Pf., auswärts 18 Pf., für Reklame- anzeiqen von 70 mm Breite 48 Pf. Bei Platz- vorichrist20°/,Aufschlag. Hauvtschriitleiler: Aug. Goetz. Pcrautwortlich für Politik: Aug. Goetz, f ür den übrigen Teil: Dr. 9!einhold Zenz; für den Anzeigenteil: £>. Beck; sämtlich in Gießen mies. [ I. von Alieu schworenm für die erpflichtet. i ii i e n wurde ton erstztüisen ernannt rng. fJn HÄ Ungarisches Nationalheer. Budapest, 12. Aug. (Wolff.) Kriogsministkr Schnetzer erlaßt einen Aufruf zur Organisierung eines.NationalheereS, das von gesmrdem Geiste durchdrungen sein ntüffe. Aus diesem Grunde wird den Soldateir das Politisieren untersagt und das vor der Oktoberrevolution gültige Tienstteglement wieder eingesetzt. Ein Entwirrungsplan. Budapest, 12. Aug. (Wolff.) Korr.-Bur. Ter Verweser Ungarns, Königlicher Prinz Josef, forderte nach Besprechungen mit den politischen Parteiführern diese auf, einen Entwnrrungs- p l a n auszuarbeiten. Ter Aufforderung Folge leistend, traten die Parteiführer zu einer Beratung zusammen, die heute beendigt werden dürfte. Die Vereinbarung wird sodann dem Verweser unterbreitet. Schiedsgericht« Äellver- S 1,1 Nen.whl t*l u tEmorben. Englands Scemachtstellnng. Haag, 12. Aug. (Wolff.) Laut „Nieuwe (Strnrant" schreibt Archibald Hurd im „Daily Telegraph", aus Lloyds Statistik gehe hervor, daß die führende Stellung Eng la n ds als seefahrende Macht nicht mehr unantastbar sei. Die Vereinigten Staaten und Japan würden zweifellos alle Kräfte anspannen, um England zu verdrängen. Der Schiffbau gehe in England zurück, wahrend er m Japan und Amerika dauernd wachse. England» Minen. Berlin, 12. Aug. (WTB.) Die „Daily Expreß" teilt der „Deutschen Allg. Ztg." zufolge mit, in 2erbi! in Norwegen werde mit Billigung der norwegischen Regierung eine englische Flottenbasis errichtet, von der aus die englischen Minensucher die 60 000 Minen einfischen sollen, die gegen die deutschen U-Boote ausgelegt wurden. Bisher wurden 4500 Minen aufgesischt und unschädlich gemacht. Die „Daily Expreß" nennt die Errichtung der Flottonbasis eine der ittter- essantesten Nachwirkungen des Krieges. Flämische Bewegung in Ostftandern. Rotterdam, 12. Aug. (Wolff.) Laut „Nieuwe Rotterdamsche Courant" meldet der Brüsseler „Soir", daß die flämische Bewegung in Ost flandern immer mehr um sich greift und daß sogar die Geistlichkeit die Bewegung entfacht. Die bischöflichen Kollegs sind der Mittelpunkt der flämischen Bewegung. Das Geld zur Unterstützung der Bewegung soll dem Soir" zufolge aus den Niederlanden kommen. A m ft e r d a m, 12. Aug. (Wolff.) Wie Havas- Reutec aus Genr melden, kam es dort aus Anlaß von aktivistischen Kundgebungen, bei denen die Manifestanten „Nieder mit Belgien!" riesen, zu Zusammenstößen. Mehrere Ärmsten wurden verhaftet. — Eltville, 10. Aug. Die Rheingau - Elektrizitätswerke, die den ganzen Nheul- gau mit Licht und Kraft versorgen, können wegen Kohlenmangels die Beleuchtung nur {eben zweiten Tag einige Stunden aufrecht erhalten. wv. Mainz, 10. Aug. Im Vonorte M v m» b a ch hatte abends eine Anzahl junger Leute einem von Mainz kommenden jungen Mädchen aufgepaßt, es bedroht, belästigt und überfallen und in eine Gasse gesckfleppt, wo sie tätlich tmn>i den. Tas Kriegsgericht am Hauptquartier der 10. Armee hat jetzt die beiden flüchtigen Lauvt- läter zu je fünf Jahcen GesängnQ und 500 Franken Geldstrafe verurteilt. Ferner erhielten andere Beteiligte Gefängnisstrafen von 3—4 Jahren und Geldstrafen von 400 bzw. 500 Franken. Eine zweite Gruppe von AngeÄagten erhielt wegen Beschimpfung, Bedrohung undBerkeum- düng junger Mädchen, denen sie mit Zopf- abschneiden gedroht hatten, Geftingnisstrafen von 2—5 Monaten und Geldstrafen van 400 bis 2000 Franken. dz. Wiesbaden, 12. Aug. Zwischen Oberbürgermeister Glässingund General Mangin wurden für die Ein- und Ausreise in Wiesbaden folgende Vereinbarungen getvofstn: Für die A u S - reife aus Wiesbaden werden Treimonatspäss« generell auf Antrag der Stadt den Nirhsuchendm erteilt. Tie Entscheidung ist nicht mehr bei der lArmee in Mainz einzuholen, sondern sie wird der Beschleunigung halb« von dem zivilen Adminh* sttateur hrer gefällt. Tie Einreise ans dem unbesetzten Teutschalnd nach Wiesbaden muß Sich: der zehnten Armee bleibm. Ter Weg über Mainz für die Paßgenehmigung wird fallen gelassen. Dafür ist bereits cm Offizier nach Wiesbaden beordert, dem die Erledigung der naclrgesuclsten Pässe selbständig ütertra^cn ist. Tie Pässe sind nunmehr bei der Stadt zu beantragen, die sie mit der.Befürwortung an den genannten Offizier weitergibft Es ist in Aussicht gestellt, daß hier die Genehmigung ziemlich generell erfolgt. Ties Verfahren garantiert, daß die Kurgäste rasch zu ihren Pässen kommen. Nach erteilter Gcnchmrgung gehen die Pässe an das Zivilkommiffariat 4 m Frankfurt für das besetzte Gebiet, woselbst sie von den Einrcisenden abgehott werden können. Tie Paß- erteil ung dürfte danach nur drei bis vier Tage dauern. Allerdings muß der gesamte Wiesbadener Fremdenverkehr dann über Frankfurt gehen. hl. Worms, 12. Aug. Eine ganze Anzahl Personen von hier und dem benachbarten Pfeddersheim wurden in Last genommen und nach Mainz zur Aburteilung gebracht, die man als Urheber der Plakatanschläge betrachtet, in denen dir leichtsinnigen Frauenzimmer namentlich angeführt wurden, die in schamloser Weise mit den Franzosen verkehrt haben. Bom Obersten Rat der Alliierten. Paris, 12. Aug. (Wolff.) Diplomatische J^age. Der Oberste Rat der Alliierten trat am! Mon- llag nachmittag zusammen unter Abwesenheit des uiegenwartig erkrankten Tardieu. Der Rat beschäftigte sich mit dem bulgarischenFriedens- vertrage und prüfte die durch die Ereignisse m Ungarn geschaffene Lage. Die rumänische Regierung hat eine Antwort auf die Note der Entente noch nicht gegeben, in welcher sie aufgefordert wird, in Ungarn jede persönliche Initiative beifeite zu lassen und ihre Entschließungen der nach Budapest entsandten interalliierten Militärmission nnzupassen. Die tschecho-slowakischenDe- legierten ließen der Konferenz eine Note zu- Iimnnen, welche gegen den Emmarsch rumänischer Truppen in Budapest und gegen die beträchtlichen Requisitionen, die sie in Ungarn Vvrgenvmmen haben und auf die die Tschecho-Slowoken als Wie- lvergutmachung einen Anspruch zu haben glauben, Protest einlegt. — Tie deutschen Delegier- icn richteten an die Konferenz zwei Noten, von lenen die eine eine übrigens ausweichende Antwort auf die von den Alliierten gestellten Fragen wegen des heimlichen Verkaufs von Domäiiengütern in Cchlesnig gibt. Tie zweite Note verlangt die Bil- ibung einer gemischten Kommission, welche die An- Itenbimg der militärischen, maritimen und aeronautischen Bedingungen des Friedensvertrages zu regeln hätte. Eingeständnisse LanfingS. Lerr Lansing, der verantwortliche Berater des Präsidenten Wilson, ist am 6. d. M. durch den Senatsausschuß für auswärtige Angelegenheiten einem Kreuzverhör mit Bezug auf den sfriedensvertrag unterworfen worden. Er t-at die Senatoren im allgemeinen mit Redensarten abgespeist, ganz im Einklang mit einer von ihm }ugegebenen telegraphischen Aufforderung Äilsons an Elemenceau, dem französischen Senat ücht die Sitzungsprotokolle der Friedenskonferenz iu enthüllen. Einige wichtige Eingeständnisse hat Lansing indessen gemacht, wie wir der „Times" vom 8. d. Mts. entnehmen. Bon diesen verdienen die folgenden festgehalten zu werden: 1. Er gab zu, daß die 14 Punkte so ziemlich Schiffbruch im Laufe der Er- örterungen erlitten hätten („ment by de- Mlt"), deren allgemeines Ziel die Herbeiführung ntier auf gesundem Menschenverstand und Billi- rung beruhenden Regelung gewesen sei. 2. Er gab der persönlichen Meinung Ausdruck, daß der Kaiser nicht in gesetzlicher Weise vor ein Gericht gestellt werden könne. - e”* i**| fett*1'* 3us dem besetzten Gebiet. Ncbcrgriffe der Besatzungstruppen. Berlin, 12. Jan. (Wolff.) Die englischen und französischen Besatzungstruppen ließen jid) dem Vernehmen nach neue schwere Uebergriffe in dem besetzten Gebiet zu Schulden kommen. Der Polizist Heister wurde in Reisholz bei Düsseldorf ohne Grund erschossen. Eine Besch w e r d e n o t e mit der Forderung auf Untersuchung ist abgegangen. — Frau Augs, die Gattin eines deutschen Ingenieurs, eine geborene Französin, wurde unter Demütigungen vcrh a f - tet und nach Bescmcon tvcursportiert. Nachdem sie zurückgekehrt war, wurde sie von neuem verhaftet und nach Frankreich verschleppt, lieber ihren Verbleib wurde bis jetzt noch nichts fest- gestellt. Auch in diesem Fall fordert eine Note Aufklärmrg. Französische Gewaltherrschaft in der Pfalz. Berlin, ,12. Aug. Wie die „P. P. N." von zuständiger Stelle erfahren, hat General Gerard am 5. Juli d. I. folgende Verfügung erlassen: „Auf Befehl des Oberkommandierenden der alliierten Heere, des Marschalls Foch, wild der Regierungspräsident Herr v. Winterstein seines Amtes enthoben und aus dem Gebiete der Pfalz verwiesen. An seiner Stelle wird Herr v. Klingensperg die Funktionen des Regierungspräsidenten ausüben." Im Auf- trag der deutschen Regierung wurde von der Waffenstillstandskommission gegen die Enthebung des Regierungspräsidenten der Pfalz von seinen Funktionen und seine Abschiebung aus der Pfalz sowie gegen die Uebertragung seiner Tätigkeit auf einen anderen Beamten als gegen den Wafsenstillstandsvertvag verstoßend Einspruch erhoben und gebeten, die Wiedereinsetzung des Regierungspräsidenten von Winterstern in sein Amt zu veranlassen. Da» Saarrevier. Versailles, 12. Aug. (WTB.) Ter Fric- dsnsausschuß des Senats hörte in der gestrigen Sitzung den Bericht des Senators de las Cafes über den Völkerbund. Alsdann sprach Senator, Reynald über die Friedensbedingungen betreffend das Saarrevier und sagte, daß augenblicklich die militärische Besatzung im Saarrevier gern gesehen sei und daß ihre Anordnungen von der Bevölkerung gebilligt würden. Wenn auch die Großindustriellen dem Allteutsch- tum ergeben seien, zeige sich dennoch keinerlei Feindseligleit gegen Frankreich. Die Regierung werde im Saargebiet durch fünf Persouen verschiedener Nationalität ausgeübt. Das sei ein Problem, von dem man nicht im voraus sagen könne, ob es sich bewähren werde. Reynald vertritt die Ansicht, daß Frankreich im Saarrevier eine besondere wirtschaftliche Stellung einnehmen werde, die ihm jedenfalls großen Einfluß sichere. Die deutsche Flagge nicht zugelassen. ma. Solingen, 10. Aug. Auch die neue N a t i o n a l f l a g g e ist im besetzten Gebiet nicht zugelassen. Der britische Militärgouverneur hat auf eine Anfrage erwidert, daß in den bestehenden Anordnungen, die das Tragen nationaler Farben in dem besetzten Gebiete verbieten, keine Ausnahme gemacht werden kann. Französisches Rechtsbewußtsein. Bekanntlich wurde in Berlin auf der Friedrichstraße ein französischer Sergeant namens Manheim durch mehrere Stiche tödlich verletzt. Die Angelegenheit ist noch nicht aufgeklärt, vermutlich sind die Täter in Zuhälterkreisen zu suchen. — Feldmcrrschall Foch hat, von dem Standpunkte ausgehend, daß jeder französische Soldat ein offizieller Vertreter Frankreichs ist, für den in dieser Timcn-Angelegenhcit getöteten Sergeanten 100 000 Frs. Entschädigung für die Familie und 1 Million Mk. Strafe verlangt. Vergleichen wir einmal damit folgende kleine Auslese von Tötungen Deutscher, die seit Februar 1919 in der Pfalz oorgekommen sind: am 14. 2. 19 wurde in Neustadt an der Hardt ein junger Mann von einem französischen Kraftwagen überfahren und getötet; am 13. 4. 19 rourde der 40 Jahre alte Josef Mehler vor seiner am Baggerloch in Rheingönnheim gelegenen Wohnung durch französische Soldaten, die daselbst, anscheinend dem Jagdoergnügen huldigend, sechs scharfe Schüsse abgaben, durch einen Schuß ge- tötefet; am ä. 6. 19 wurden in Kaiserslautern durch eine Patrouille der 17 Jahre alte Kaufmann Jakob Mangold und der 30 Jahre alte Philipp Kaufmann niedergeschossen; am 17. 6. 19 -vurte der Gutsbesitzer August Unruh von Impflingen durch ein französisches Auto überfahren und so schwer per letzt, daß er bald darauf starb; am 18. 7. 19 wurde in Ludwigshafen a. Rh. der 16 Jahre alte Mechanikerlehrling Georg Berroth, Sohn einer Witwe, von ma okka ischen Soldaten, die unter sich stritten und dabei den Jungen, ter gänzlich unbeteiligt Vorbeigehen wollte, in ihr: Mitte bekamen, durch Hiebe mit dem Seitengewehr so schwer verletzt, daß er am Nächsten Tag verschied. Darf man da angesichts des Nechtsft.indpunk- tcs, ten Marschall Foch im Falle Manheim eingenommen bat. sich nicht die Frage erlauben: „Welche Entj'ck-ädigung und Strafen wird Frank- kanische Behörden diese Gefangenen übergeben werden. Sie sollen solange in Frankreich bleiben, bis der Friedensvertrag durch zwei weitere Staaten ratifiziert worden ist, und sodann mit ihren Leidensgenossen zusammen nach Hause geschickt werden. Die Rückkehr der Gefangenen. München, 12. Ang. (Wolff.) Nach der Korrespondenz Hoffmann teilte die Reichsleitung auf Ersuchen der bayerischen Regierung, die sofortige Rückkehr der Kriegs gefangenen zu »ermöglichen, mit, daß cnt- prechend dem Standpunkt, den die Entente einnehme, mit der Rücktehr der Gefangenen erst ab Mitte September zu rechnen fein werde. Ans dem Reiche. Bayerns Verfassung. Samberg, 12. Aug. (Wolff.) DerBer- fassungsausschuß des bayerischen Landtages stimmte in namentlicher Absttm- mung dem Verfassungsentwurf für den Freistaat Bayern zu, lehttte es aber ab, die Verfassung der Volksabstimmung zu unterstellen. Weitere Tariferhöhungen der Eisenbahnen. Berlin. 12. Aug. (WTB.) Zur Zeit schweben Verhandlungen zwischen den Vertretern ter deutschen Eisenbahnverwalttmgen über die Frage, 'arte die großen finanziellen Verlust« der Eisenbahnen ausgeglichen werden können. Tie Verluste sind bei allen beteiligten Eisenbahnen außerordentlich hoch. Hauptgründe sind besonders die dauernd steigenden Preise der Kohlen iiird der Betriebsmittel.» Tie hohen Löhne und Gehälter der Eifeiibahnangestellteu müssen notgedrungen ehre übermalige Erhöhung der Tarift zur Folge haben, um den Verlust auszugleichen. Eure solche Maßnahme wird zwar im Handel und Verkehr schwer empfunden werden, doch ist zu beachten, daß selbst, wenn die Preise der notwendigsten Lebensrnittel inib Gebrauchsgegenstänte demnächst sinken sollten, die Frachten und Fahrpreise bei weitem noch nicht in dem Maße erhöht sind, wie es die allgemeine Preissteigenrng bedingt hätte. Wollte man die Tarife so hoch her- anffetzen, toie erforderlich wäre, um den zu erwartenden Verlust in vollem Umfang auszuglei- chcn, so würden bei allen beteiligten Eisenbahnen im Durchschnitt Erhöhungen ter jetzigen Tarift um 100 Prozent nötig sein. Um eine allzu starke Mehrbelastung von Hantel und Verkehr möglichst zu vermeiden und in der Vcla Khuu. Wien, 12. Aug. (Wolff.) Wie der „Neue Tag" erfährt, ließ die französische Regierung durch ihre Wiener Mission der teutsch- öfterreichischen Regierung die Mitteilung zu'kom- men, daß sie sie für die Person Bela Khuns haftbar mack-e. Als Grund für diese Verfügung wurde angegeben, daß die Entente entschloßen sei, Khun für die Gewalttaten und Verbrechen, die nährend ter Herrschaft der Räteregierung in Ungarn verübt Inorten sind, zur Verantwortung zu ziehen. Antimonarchische Kundgebung in Wien. Wien, 12. Aug. (Wolff.) Wie die Blätter melden, wird am Mittwoch die gesamte bewaffnete Macht Wiens eine Kundgebung gegen die monarchischen Bestrebungen und für die Republik in Form einer Demonstratronsparade vor dem Parlament veranstalten. In den Landeshauptstädten sind ähnliche Kundgebungen vor den Landesregierungen geplant. reiche für obige Fälle zahlen, bei denen unschuldige Teutschc durch die ©djulb Frankreichs offizieller Vertreter ihr Leben eingebüßt haben?" Derkchrserlcichtcruugen. kp. Frankfurt, 11. Aug. Vom nächsten Sonntag ab werden von den französischen Verbindungsoffizieren in Frankfurt und Darmstadt Erlaubnisscheine zum Betteten des besetzten Gebiets bei,S onirt a g sa us flügen ausgegeben. Sie sind nur einen Tag gültig und berechtigen zum Betteten des besetzten Gebietes nur zu Fuß, zu Pferd, zu Rad ober im Wagen, also nickt mit der Eisenbahn. Für Ausflüge geschlossener Gesellsckiaften wird ein Sammelschein mit dem Namen des Führers und ter Arrzahl der Teilnehmer ausgestellt. Tiefe Erleichterungen gelten bis zum 30. September. Tie Erlaubnisscheine können von Montag bis Donnerstag jeder Woche beim ftanzöfischen Verbindungsoffizier beantragt trerten und sind .Freitag oder Samstag abzuholen. MhenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen SwlMngrnmddruck u. Verlag: Vrühl'sche Univ.-Buch- u. Zteindruüerei R. Lange. Schriftleitung. Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. AK [W 1 d#**4 , WNtll stellen auf J uno Lrzbergers zweite Hinanzreöe. 26 Milliarden neue Steuern; dieses Höchstmaß piu| jetzt das Volk Jahr für Ja.hr an Steuern aufbringen, um zu gesunden. Selbst bei der Milnardenpsychofe, die uns während des Krieges jeden <Ä.nn für Zahlendarstellungen nahm, werden manch einem nun doch Die Augen dafür aufgehen, welch drückende Lasten der verlorene Krieg auf unsere Schultern gelegt hat. Ob diese Erkenntnis dem Vergnügungstaumel ein Ende bereiten wird, der unser Volk immer noch nicht locker läßt? Ob er ihm die Erzberger- sche Lösung des Problems, wie die Milliarden zu beschaffen sind, nahe führt: Arbeite im Dienste des Gemeinwohles" und „Zum Frieden gehört Arbeit, Arbeit und nochmals •JUbeit?" Die wilden Streiks flackern allüberall wieder auf und lassen die Einkehr geordneter wirtschaftlicher Zustände noch in weiter Ferne erscheinen. Erzberger will mit seiner Steuererfassung bis an die Grenze der Leistungsfähigkeit flehen und verspricht ein durchdachtes Steuer- ystem, eine ^einheitliche Erfassung aller Steuerquellen, Gerechtigkeit auf der einen Seite, Gewissenhaftigkeit auf der anderen. Ob dies bei seinen Steuerentwürfen und der Art ihrer Durchberatung möglich ist, darüber hat in unserem gestrigen Blatte Finanz- minifter a. D. Dr. Becker seine Bedenken geäußert. Darin fötmen wir dem Reichsfinanzmini- f.cr beistimmen, daß eine Balanee der ungewöhnlichen Finanzlage Zeschaffen werden muß. Ob der von ihm dazu eingeschlagene Beg der richtige ist, läßt sich in allen Einzel- Ejciten noch unmöglich übersehen. Am aller» bedenklichsten erscheint jedenfalls die Durchführung der reichseigenen Steuerorganisation, die die Einzelstaaten undsdie Kommunen trotz gegenteiliger Ansicht Herrn Erzbergers in ihrer freien Bewegungsmöglichkeit bedroht. Nr. 187 Der Siehener Xnjdget erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, vezugrprrir: inonatl. Mk.1.60, vierteljährlich Mt. 4.80; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 'DM. 1.50; durch diePost Mt. 4.50 viert el- jährl. ausschl. Bestellq. sterirfprech - Anschlüsse: für die Schriltleituug 112 Verlag,GeschästSstelle51 AnschristsürDrahtnach- richten: Anzeiger «ietzen. pestschecklonto: Zranffvrt a. M. U686 Malmedy besetzt. Malmedy, 12. Aug. (WTB.) Belgische Truppen haben heute mittag Malmedy besetzt. „ Nordknrland geräumt. Königsberg i. Pr., 12. August. (Wolff.) Nordkurland ist bis zur Lime Angerw-Zenen- die Bildung —-------------- - die Einberufung des Landeskirchentages Das Gesetz wurde nach den Einträgen des Ausschusses mit verschiedenen Zusätzen und Abänderungen ohne Bezugsabschnitt Nr. 14 der Lebensmittelkarte verteilt.. Auf jeden Bezugsabschnitt entfällt schnitts Nr. 15 250 Gramm Teigwaren zum Preise von 33 Pfennig zur Ausgabe. *♦ Freibank. Freitag, 15. August von 1—3 Uhr werden die Nrn. 1351—1450 beliefert. ** Amtliche Personalnachrichten. Dem Pfarrer Ernst Becker zu Fürth i. O. wurde am 2. August die evangelische Pfarr- stelle an der Markusgemeinde Gie- wesentliche Aussprache angenommen. Es wird ferner noch folgender von den Abgg. Fritsch, Dittmar und Brill eingereichte Antrag ** Aus dem Militär-Wochenblatt. Ter Abschied mit der gesetzliche.! P^nswn^wurve Oberstlt. Augstein im Fcldart.-Regt. 66 be- Derlin, 12. Aug. (Wolff.) Die erste Post aus Amerika ist in Hamburg emgetvoffen. Sie umfaßt etwa 140 Bricfbeutel. Parteipolitit oder Menschenliebe? Von Dr. Heinrich Schneider, Gießen. Gießen, den 13. Aug. 1919. angenommen. „Die Landessynode richtet, an das erweiterte Oberkonsistocium die Sitte, dafür zu sorgen, daß eine Kundgebung an die Gemeinden vorbereitet wird, welche ihnen die Gründe und die Bedeutung der kirchlichen Neuordnung und die für die Gemeinden sich daraus ergebenden. Pflichten lstnweist, ihnen aber auch barfegt, daß wir auf dem alten Grund der kirchlichen Vergangenheit und bisherigen kirchlich«! Arbeit bleiben müssen. Wir bitten ferner anregen zu toohen, daß die -kommenden Dekanots-Wahl -Synoden ihre Tagesordnung nicht bloß durch die Wahlhandlung aus füllen, sondern auch di-e diesmal zahlreichen An-, w. — wesenden in Vorttägcn über die Notwendigkeit der f ß e n übertragen. 1 Pfund zum Preise von 78 Pfennig. ** Teigwaren-Verteilung. Vom 14. bis einschließlich 23. gelangen in den Kleinhandelsgeschäften, bei denen die Vorbestellung erfolgt ist, gegen Vorlage der Lebensmittelkarte und Abgabe des Bezugsab- erne Nemvahl. „ , , , Oberfochistorikckprasrdent D. Nebel glaubt, Latz nach dem noch gültigen § 112 der Kirchenber- fafsung der alte Synodal-Ausschuß bis zum Zu-1 samvwntritt im Amte zu bleiben habe. Synodale Abg. Freiherr von Heyl gibt im Namen der Gruppe der Rechten dre Erklärung ab, datz 'man gegen.die Ausführungen des Abg. D. Diehl feine Einwendungen habe und deshalb für eine vollständige Neuwahl stimmen werde. Ter Antrag Diehl wird angenommen, und nach Abstimmung festgestellt, daß es sich hierbei I um feine Verfassungsänderung handelt. — Auf Antrag des Abg. Wahl-Schlitz soll auch das Präsidium neu gewählt werden. ,. , . Bei der folgenden Wahl wird der brsherrge Präsident DingeldeN mit 42 von 43 abgo- igÄbenen Stimmen gewählt. . Mit dem gleichen Stimmenverhältnis wird Geh. Iustizrat Römheld-Nidda zum Vize- prüsidenten gewählt. „ Zu Mitgliedern des LmfeeSausschusses werden hierauf gewählt: die Abgg. Wahl- Schlitz, Jaudt, Wagner, Diehl und Obenauer. Ms Stellvertreter: Brille, Fenchel, Keil, Vogel scher Eisenbahnbeamten erhalten nur folgenden Bericht über seine erste Monatsverscunm- lung, die am Samstag abend im Felseureller stattfand Der Bezirksvorsitzende, Rechnungsrat Schneider (Frankfurt), sprach über allgemeine Gewerksschaftsfragen. Er betonte zunächst, daß sich die Beamten die Forderungen des deutschen Eistn- bahnerverbandes auf Gewährung des polrttschen Rätesystems n i cht zu eigen machtm können, daß sie dagegen das wirtschaftliche Rütesystem mit dem Grundsatz „Die Eisenbahn den Eisenbahnern verlangen. Den Widerwillen gegen das Wort Rätesystem bei der Allgemeinheit führt er darauf zurück, daß dem Hörer beim Klang dieses Wortes unwillkürlich russisckie Zustände vorschweben. Das vom D E. V. verlangte Rätesystem mit einer Bertretimgl von 42:27 für Arbeiter gegen Beamte lehnt der RÄner mit Entschiedenheit ab und hält die vom | Gewerkschaftsbund deutscher Eisenbahnbeamten bc- anttagte Vertretung von 3:3 im Bezirlsrat für richtig. Vor allem ivarnt der Redner davor, die früher bestehende Uneinigkeit wieder in die Reihen der Beamtenschaft tragen zu lassen, wie es letzt durch Zeitungsmeldungen über einen von der Beamtenschaft beabsichtigten Streif versucht iverde. Die in diesen Ärttkeln behauptete Stteiklust der Beamten bezeichnet der Redner als sehr unwahrscheinlich, soweit der Direkttonsbezirk Frankfurt hierbei genannt sei, finde er dafür nur das Wort „Unverschämtheit". Daß sich die Beamtenschaft durch derartige Arttkel nicht zu Unbedachtsamreuen hinreißen lasse, sei ohne weiteres anzunehmen. Bedauerlich bleibe nur, daß von t~ f“ gewiesen toerben. Wenn, wie noch von anderen Rednern ausgeführt, die Zeitungsartikel über Streit- gefahr bei den Beamten als Aufhetzung des Publi- kums gegen eine in nächster Zeit zu bewilligende Teuerungs- oder Entschuldungsznlage benutzt Ivec- den sollten, so müsse dieses als ein Versuch mit untauglichen Mitteln bezeichnet werden Alle Redner, der Vertreter des D. E. V. sowohl, cüs auch der Vertreter der Elberfelder Gewerkschaft, der Eisenbahnhandwerker Rühl (Fulda), stellten sich am den gleichen Standpunkt und mahnten Mr Einigkeit durch Anschluß an die bestehenden Gewerkichasten. Landkreis Gießen. --Lich, 11. Aug. Durch die hiesige Polizei wurde gestern eine obdachlose, anscheinend geistesgestörte Frau eingebracht, deren Hersimst nicht zu ermitteln war. Es ist möglich, daß sie einer der Gießener Anstalten entlaufen tit Q Lich, 12. Aug. Nachdem unser neuer Bürgermeister Fuhr durch Regierungsrat H e m - wer de vom Kreisamt Gießen verpflichtet worden ist, hat er am 4. August sein Amt angetreten Am 8 August fand unter seinem Vorsitz erstmalig eine öffentliche Sitzung des neugewählten Ge- meinderats statt. In seiner Begrüßungsansprache äußerte Bürgermeister Fuhr den von der Versammlung mit Beifall aufgenommenen Wunsch, bei allen Beratungen nur das Wohl der Gemeinde im Auge zu behalten und daher alle politischen Sonderinteressen auszuschalten und nur die eine Partei anzuerkennen, die sich barm einigt, stets das Beste für Stadt und Bürgerschaft zu erstreben. Die Tagesordnung der ersfen Sitzung war in der Hauptsache ausgefüllt durch dre Bildung der verschiedenen Kommissionen und Ausschüsse. Von den sonst zur Beratung stehenden Gegenständen wurde einem Anträge der Freiwilligen Feuerwehr auf Anschaffung von Ausrüstungs- stücken dahin entsprochen, daß man dem Antragsteller im weitgehendsten Maße entgegenkommen will. In zwei weiteren öffentlichen Sitzungen des Gemeinderats, die gestern und vorgestern abg» halten wurden, wurde der neue Voranschlag durchberaten. Der neue Gemeinderat war zu allen Sitzungen vollständig erschienen; die Verhandlungen wurden sehr sachlich gefühtt. Mark erhöht werden sollen. Die Erfassung des verschobenen Geldes. Berlin, 12. Aug. Nach Angabe der „P.P.N." find internationale Verhandlungen über die Erfassung des nach den neutralen Ländern verschobenen Deutschen und feindlichen Kapitals im vollen Gange. Sie dürften in den nächsten Tagen zu einem Abschluß führen, der darauf abzielt, die verschobenen Kapitalien zu beschlagnahmen. Es soll Verrechnung der auf diese Werse erfaßten Summen auf unsere Kriegsschuld stattfinden. Zuckerausfuhr nach dem Ausland? Nr. 7, statt. *♦ Die Einschränkungen im Personenverkehr der Eisenbahnen ttxrben ton Öen einzelnen Eisenbahndirektionen durchgeführt. Tie Einzelheiten stehen noch nicht fest. Für den Wegfall sind jedoch eine Reihe von V-Zugen vorgesehen, ivenn auch nicht endgültig bestimmt. Es ist möglich, daß der ober der andere Zug I lausig noch verkehren wird. Im ernzelnen sind dies folgende to nBerlin ausgehende V-Zuge: vom Statiner Bahnhof 8.15 vm. nach Bergen und! 12.30 nm. nach Trassenheide, von ter Friedrichstraße 12.33 nach Köln, vom Anhalter Bahnhof 6.50 nm. nach Leipzig, vom Görlrtzer Bahühof 10.15 vm. nach Hirschberg und Breslau. In Aussicht genommen ist auch der Nachmitwgsschnell- zug von Leipzig 12.22 nach Köln. Gleichzeitig fallen natürlich auch geeignete Gegarzüge weg, auf der Görlitzer Strecke der einzige V-Zug usw. Aufrecht erhalten bleiben soll der Verkehr mit tem Ausland, insbesondere iiach und ton den nordischen Ländern, den Niederlanden, Oesterreich und Frankreich _. '. ** Theorie und Praxis. Die neue Freiheit hat auf mancherlei Gebiäen zu Auswüchen, geführt. Am bedauerlichsten sind solche, die das sittliche Gefühl des Volkes einem noch Weitere» Tiefstand entgegenzuführen geeignet finb. Wir geben mit einem anderen hiesigen Blatte dann einig, daß jede Art von pornographischen S:hristm, Postkarten und Photographien, selbst toenn sie den Anspruch „künstlerisch' urißbrauchm, der öffentlichen Schaustellung zu enthalten sind. Der in öen Blatte erwähnte Schauladen bringt Dinge, die wirklich jeder Beschreibung spotten und.es müßte hier energisch vorgegangen werden. Mit mvrali- scher Enttüstung ist es aber nicht getan, wenn man sich in der Praxis anders verhält. Bei einen? Jöha tn den Llnzeigenteil des gleichen Blattes, das die Enttüstung über diese SckMifensterausstellung breit zur Schau trägt, finden sich dieselbm Dinge cm- W^eigt. So: ,Lunftkärten, für den freien Handel freigegeben. Die nackte Schönheit. 20 verschiedene Tiefdnlckgravüren. Preis der kompletten Serie 3.50 Mark per Nachnahme" und andere Anzeigen, die dem Geiste der angeführten nicht fernftehen. Selbst die bekannten Tarlchensankündigungen, hinter denen sich zumeist ein Schwindel verbirgt, wie aus vielen warnenden Fallen hervorgeht, finden scheinend unbesehen ihre Aufnahme. Theorie Mrd Praxis scheinen sich eben nicht immer nut einander vereinbaren zu lassen. Berlin, 12. Aufl. (Wolff.) Tie Haupt- wapierfabriken m Oberschlesien in Zie- genhals und Krappih stellten ben Betrieb negen Kohlenmangels und der Transpvrt- schlvierigkeiten halber völlig ein. wieder versucht werde, Mißttauen zu säen nut dem früher geübten Grundsatz „Teile und herrsche"". Daß auch die politischen Parteien die Wichtigkeit ter Eisenbahner für ihre Zwecke erkannt haben, zeige deren Umiucrbung von allen Seiten. Ms freie Ge- tverkschaft könne sich der Geiverkschaftsbund auf irgendein Polittsches Programm aber nicht festlegen, diese, sowie auch die religiöse Ueberzeugung muffe als reine Privatsache jedes einzelnen betrachtet werden Ein etwa von den Parteien ausgeübter Druck Kreis Wetzlar. b. Aus dem Düttenberg, 13. Aug. End lich hat der Himmel das Wetter gebracht,»J der Landmann für die Ernte schon lange ersehttr heißer Sonnenschein brennt feit einigen TaA auf die Erde nieder und bringt die bisher n^ grünen Weizen-, Gersten- und Hast^lder alsinäd ilüch zur Reise, so daß mrt der Ernte digtt Früchte hier und da schon begonnen .Worten ut! Ter Roggen, dessen Schnitt schon fett me^ewjl Tagen beendet und dem durch den Sonnensctem, die Feuchtigkeit genommen ist, nicht gleich auf dem Felde aus und Dittmar. Tann wird der Antrag Müller beraten, der jedem Geistlichen das Recht gchen soll, das Disziplinarverfahren gegen sich ^beantragen. Oberkonsistorialpräsident D. Nebel erllatt, daß die gesetzliche Regelung dieser Frage nicht nötig sei, da nach den bestehenden Bestimmungen es dem Geistlichen bisher schon möglich war, Nach einer Anfrage in der Nationalversammlung sollen große Mengen Zucker nach dem Aus lande gehen, umGe- genwerte für den Einfuhrbedarf des Reiches zu schaffen, trotzdem der Huckermangel im Jnlande groß ist. Die Regierung wird um Auskunft gebeten, ob sie bereit sei, zurSicher- 'stellung des Inlandsbedarfes die Zuckerans- gnhr entsprechend einzuschränken. Die erste Post aus Amerika. SoRnung, d-ck mit Eintritt Arbcitst. t WchtiglM g-R-i-, Ä'litt.lSti an bi, U"*‘igc " ÄXX ÄÄ h tellxn- k m hnmS/t in aufotfmtbet $ätigfeit bet Smwbe Erhöhung btt Ncntenzuschussc. 40 S«t>« ang-hört. WB. Weimar, 12. Aug. Der Ausschuß Abg. Wahl (Schlitz) spricht seinerseits Dank für Sozialpolitik hielt eine Beratung über Die für die ihm gewordene Awwkennung sowie dem künftige Ausgestaltung der Reichsversül)e- Präsidenten für seine gerechte unpancusche Leitung I kkr sa - Verordnung vorbereitet wurde, wonach die bisherigen Rentenzuschüsse von 8 Mark auf 20 Mark monatlich, und für Witwenrentnerinnen von 4 Mark auf 10 Sein 2bjähriges Geschäfts- jubiläum feiert heute Schneitermeister ©teuer, Seltersweg. ^Sein25jährtgesWohnungs. jubiläum begeht heuteSchuhmachermer euuü wa ----- ster M. Kahn dahier tm Hause des Metzger- r01v0^( Don rechts wie auch von links zurück- meisters Fritz Meister, Seltersweg. । 1-----—<— «m—* hu-"»* tm« nnhorwi ss.s- ** Die Auszahlung der Fami- l i e n u n t e r st ü tz u n g e n an die An gehörigen Gefangenen, Vermißter, im Ausland durch feindliche Maßnahmen Zurückgehaltener, sowie von Gefallenen, falls deren Hinter- bliebenen-Versorgung noch nicht geregelt ist, findet für die Zeit vom 16. bis 31. August am Freitag, den 15. August in der Zeit von 8—12 Uhr vormittags im Stadthuus, Zimmer Kreis Büdingen. Oberhesfischer Bauernbund. ba. Büdingen, 13. Aug. Am Samstag fand hier eine von etwa 1500 Personen besuchte Kundgebung des Oberhessischen Bauembmides. Itatt. Als Mitglied des Vorstandes eröffnete Landwirt G. Mogk-Grund-Schwalheim die Serfammlung und machte Mitteilung von der am Vormittag durch den Untersuchungsrichter in Nidda angeortnietcn Bei Haftung von 6 Landwitten, die bei der Bev brennung der Diehkataster-Mten in Echze.l l beteiligt waren. Ter Vorsitzende wies auf tee Gefahren solch scharfer Maßnahmen hm und der Vorstand, der alles auf gesetzlichem Wege ertetegt wissen wolle, müsse die Veranvnorttmg für du Folgen der Berhafttrna der 6 Larrdnirte gblehnen. Teslwlb wurde auf feinen Antrag ein Telegramm < an das Hessische Ministerium ^Tgenben Inhalts abgeschickt: ,Lm Zuteresse der öffentlichen Ruhr Nachdem bereits vor mehreren Tagen der ' „Vorwärts"" einen heftigen Angriff gegen den ' „Volkslmnd 8um Schutze der deutschen Krugs- und j Zivilgefangenen"" unternommen hatte, sieht sich nun auch die „Oberhessische Volkszeitung"" in getreuer Anhänglichkeit in ihrer Nr. 182 vom 9. d. M. veranlaßt, die Tätigkeit dieser Organisation als verdächtig und stcvatsgefährlich zu denunzieren. Unter dem Titel „Gegenrevolutwnäre! Pläne"" versucht sie den Nachweis, daß tn diesem Volksbund „reaktionäre Elemente" am Werk feien, die Angehörigen der Kriegsgefangenen „zum Sturmböck"" für ihre reaktionären Msichten zu gebrauchen"". Mit diesem Angriff haben diese der mehrheitssozialistisck>en Partei angehörigen Zeitungen sich den zweifelhaften Ruhm erworben, tn die seither parteipolitisch neutral geführte Fürsorgearbeit für die Heimkehr der Gefangenen den Parttizwist bineingetragen zu haben. Es war von 9(nfang an das Bestreben des Volksbundes, feine Tätigkeit über alle Parteigegensätze hinweg zu führen. unD unter den mehreren Millionen Mit- ' gliedern sind auch alle Parteien vertreten, so daß | zum Beispiel der dtttte Vorsitzende em mehrheitssozialistischer Stadtverordneter ist. Trotzdem genügte die Tatsache, daß von feiten einiger führenden Persönlichkeiten Bedenken gegen die seitherigen Maßnahmen der Regierung er» hoben wurden, um die genannten Parteiorgane zu veranlassen, im Widerspruch gegen ihre eigene Patteidottttn der freien Meinungsäußerung sofort den Vorwurf „reaktionärer Tendenzen"" zu erheben. Dabei wird behauptet, der Vollsbund sei eine Gründung von Offizieren, während es in Wahr- teit drei Offiziere und sechs Kameraden, die in | ihrem Militärverhältnis dem Mannschaftsstande angebörten, waren, die ihn im Dezember 1918 A . ins Leben riefen. Ferner wird es als ein beson- 9. evangelische LaNoerMooe. deres Verdienst gerade des Ministers. E r z- Siebeitter Tag. berge r bezeichnet, die bekannten 150 Millionen rm Darmstadt 12 Aug Mark zu Beihilfen für die Kriegsgefangenen zur « J Verfügung gestellt zu haben. Welch schwieriger, Tie 19. Sitzung^wrrd.durch P^1id«tt T in langwieriger Verhandlungen es jedoch bedursie, veldeb um 91/4 Uhr eröffnet. Rhein für th ^icse Bewilligung Tatsache wurde, bleibt ver- Gau^llgesherm, spE damuf das Gebtt. schwiegen, so auch, daß es wolst selbstverständlich Es die Wa^ t«n Mitgliedern des er diese Beihllfen durch den Reichs- '^^^Ob^nsü^rmr^Vorgerwmmen. finanz Minister Erzberger überwiesen , wur- Ol^nsislvri^nMida^. Nebel vN^tt ^.i. Gerade von selten des Volksbundes ist es Juickauung daß der ^esmAAr^ auch niemals in Abrede gestellt worden, daß die »u Recht besteht und nur rate Zuwahl notwen- bi€ Regierung der Republik geschaffene iß- , n • „<,r Wr ^i^jentralflede für die Kriegs und Zivil- Sh^afe Wy^Pnofv.^iehrtrM für eine ^ e^m Bedeutendes geleistet hat. Wenn aber vollständige Neuwahl aller Mttgliedtw cm. „ 1 - ■ 11 1 01 **3t—k Synodale Abg. Kaßlick ist gleichfalls für und Sick^erung der atlgenrrinen Versorgung ersuchen totr dringendst um aldbaldige Freilassung der' 6 Bauern, die gelegentlich heutiger Vernehmung wogen Verbrennung des Viehkabasters in Nidda verhaftet und nach Gießen übergefübrt wurden, anderenfalls lehnen wtt jede Verantwortung für die weitere Enttoicklung der Verhältnyse ab. Für den Vorstand des Hess. BauernbimLeZ Dorsch, Fenchel, Hirsche!, Diehls, Maser-Wolf, Mogk."" Abg. Dorsch sprach über das Landgesctz, Abg. Kirsche! über den Abbau der Zioangs- wirtschaft, denn gerade sie sei geeignet, die Erzeugung zu vermindern. Auf die Sttasen, die wegen nicht erfüllter Eierablieferung verhornst worden sind, müßte Amnestie erteilt werden. Voraus . sichtlich würde im nächsten Jahre dre Aufhebung der Ablieferung möglich fern. Es müsse nofreigegeben werden die Haussästachttmg, das Vich- kataster und der Schlagschein . Iw der Aussprache erwiderte Regierungsr« - Wehner aus die Angriffe gegen den Kommunal, verband. . , Kreis Friedberg. ba Bad-Nauheim, 12. Aug. Infolge der immer schlechter werdenden Belieferung de Gaswerks mit Kohlen muß von heute to b« Gasabgabe auf folgende Stunden.beschränk werben: Morgens von 6 bis 8 Uhr, mittags w 11 bis 2 Uhr, abends von 6 bis 11 Ufrr. 0 Bad-Nauheim, 12. Juli Die Wohl' tatigkeitskonzerte der Kurdirektwn, dl- am Sonntag, verbunden mit Mumenverkauf,. W' der Terrasse zum Besten der deiltschen DnegS- gefangenen veranstaltet wurd«i, hatten das E sehnliche Ergebnis von 4500 Mk. Von die^r Summe fließen zwei Drittel dem deutschen Hils werk zu, den Rest wird die hiesige Ortsgruppe bc Volksbundes zum Schutze der deutschen KriegS' und Zivilgefangenen crtjalten. Durch die O p s er- tage im Mai sind für die gute Sache in unfein Stadt bereits 7300 Mk. gesammelt worden. wird, soweit er] gedroschen wirb, tm luuui. T__,.ch gut entwiclettl namentlick?sind e"s die"KartoMn, die eine ertrag reiche Ernte versprechen. Die frühreiferen Sott« sind von den Landw-rrtcn, deren Borratt an» do alten Ernte aufgebi'aucht sind, teilweise Ja* geerntet werden. Nicht minder gut steht auch 00 znreite Graswuchs, der auf eine gute GruinmeternL ckließen läßt, ^ie Obsternte schnnt, sowest v ick> nicht um Zwetschen, die es weniger gibt )rit, den Erwartungen zu entsprechen, -jmi sondere weisen die Aeps^me ravmdera^ es anzunehmen. Be-1 reichen Behang auf, daß man sie fetzt schon stuS» der Regierung schon I muß. ** Vermißt wird seit 31. Juli der I Schreiner Jakob Friedrich aus Lindenholzhausen b. Limburg. Er hatte die Absicht kundgegeben, hier in eine Klinik zu gehen, ist aber weder hier eingetroffen, noch ncuh Hause zurückgekehrt. Er ist 42 Jahre alt, 1,70 Meter groß, hat rotes Haar. Seine Kleidung besteht aus gelbbraunem Anzug, eben- 'olchem Hut und schwarzen Schnürschuhen. Nitteilungen über den Verbleib des Mannes nimmt die Kriminalpolizei entgegen. ** Eine Schwindlerin. Vor einigen Tagen gab sich in einem hiesigen Hotel und tn Geschäften der Stadt eine weibliche Person als Schwester des hiesigen Durchgangslagers aus, machte Zechprellerei und Schulden und oersck^oand ohne Bezahlung. In einem anderen Falle erfdnen eine solche Person in einzelnen Häusern der Vor- tadt gab an, als Schwester aus Gefangenfchast zurückgekehrt und mm mittellos zu sein. In beiden Fallen handelte es sich um Schwindlerinnen. Die im Lager beschäftigten Schwestern haben stets einen | Ausweis der Sagedtommanbantur bet sich. ; ♦* Zur Neuordnung des Bermes- sungswesens in Hessen hat die Regierung eine Denkschrift ausarbeiten lassen welche die (Grundlage zu enter endgültigen Regelung abgeben, soll. Eine Beschlußfassung über die in der Denk- chrift enthaltenen Vorschläge ist noch nicht erfolgt. Von der zuständigen Stelle wurde es M- nächst für erwünscht gehalten, dw Meinung der Geometer zu den m der 'Denkschrift enthaltenen Richtlinien zu hören und sind deshalb die verschiedenen Gruppen der Geometer um eme Aeuhe- rnng ersucht worden. Erst nach deren Eingang werden endgültige Beschlüsse gefaßt werden. ** Vorn Gewerkschaftsbund beut- andererseits bebäumtet wird, der Volksbund habe direkt für die Gefangenen noch nichts getan und nur Unsummen für überflüssige Plasitte und ähnliche Dinge ausgegeben, so bedeutet dies eine gröbliche Unwahrheit, deren Widerlegung leicht aus den Rechensc^ftsberichten geführt werden kann, die in dem Örgan des Bundes ,4DHtteUungen" veröffentlicht sind. Bei der unendlichen seelischen und sonstigen Not unserer armen kriegst,esan- genen Brüder, sowie ihrer von Woche zu Woche ourch Enttäuschungen gegualten Angehörigen war es bis jetzt für dnye letzteren wenigstens ein Trost, das ganze Voll im Verstwidnis für ihr Leid butter sich zu sehen. Soll dies nun durch eine gehässige Parteipolitik anders werden und zu unseren Gefangenen die Kunde dringen, daß sogar ihretwegen die alte Hadersucht der Deutschen neue 1 Triumph zu feiern beginnt? Wir hoffen es nicht vielnrehr glauben wir, daß die Einsichtigen auch auf jener parteipolitischen Seite, deren Interessen die „Oberhessische Volkszeitung"" zu bertreten angibt, jetzt nichts von Stteitigfeüen, Beschuldigungen und Verdächtigungen wissen wollen, sondern mit uns einig sind, daß jetzt in dieser Frage alles fort muß, was tteimen und hemmen tonn. Alle müssen an dem gleichen Ziele arbeiten, das die baldige Befreiung unserer gefangenen Brüder und deren würdigen Empfang erstrebt. Darum werden wir uns auch nicht weiter in irgendwelche Auseinander-, setzungen eiittassen können, denn schließlich werden! es unsere Kriegsgefangenen selbst sein, die darüber zu entscheiden haben, ob der ,Sollsbund"" oder ob ähnliche beunruhigende Presstartifel, wie der hier in Rede stehende, ihre Heimführung ge- - ----- fördett haben. Dieser (Entfdycibung aber föitnm dielen Weg einzuschlagen. wir ruhig entgegen sehen, lind wenn temnachst Ter Aittragsteller begründet seine Auffasiung. Frauendelegierte des „Dolksbuntes"" in die ueu- Ms Berichterstatter spricht sich Syn. Abg. Wahl- Lander reisen, um dort mit allen den Schlitz dagegen aus. , grauen zu Gebote stehenden Mitteln für die Rück- Shn. Abg. Fritsch ist der Meinung, daß I Ladung der Gefangenen zu wirken, so beweiset der eS doch vielleicht empfriflenswett sei, die Nicht- mifd neue, daß es ihm nicht mir um Kritik bercditigung mancher Vorwurie der ^-esfentticy-1 an Maßnahmen anderer zu tun ist, sondern, kett gegenüber klarzustellen er stets auf neue Mittel und Wege firait, Oberkonnstorialprasident D Nebel spncht .^ grvßgedachten Aktionen endlich sein letztes Ziel nochmals dagegen, hält es aber vielleicht tut I erreichen angebracht, daß man eine 2lenderung baten 14 [treffe, daß auch leichtere Fälle vor den Disziplinär- ------- Herickstshof gebracht werden müssen. uttö Ter Antragsteller ist damit zufrieden, wenn iqiq in diesem Mnne vorgegangen wird. — Iiach l Gießen, den 13. Aug. 1919. weiteren Bemerkungen wird der Antrag auf Grund Lebensmittel. der Erllämngen des Oberkonsiftorrums für er-> ** Uuslandsmehl wird von Don- -Ä W xrs- V wr. Frank tss‘, mr. Frank vemger Such eril Zerchen mr. 8r««' 'li8TÄ EÄ« etadtverord go}. Pacta 500< cvober.mder^ rate Einfuhr! ba 400 neuen »W genehmigte für di & den eistsvn ser sälen bis End bmitgestellt ivrd bantinb so stark, entferntesten die mögen. Eine em enrten auf Aum' Mge nnrb mit Zn breiter Ausft toformg für t Zur Linderung tx Missionen Zentne MoWaunfohle a mttdte BsMm herben sollen. 5 zudem bte schürfst furt konuneicke E = Franks Düsseldvrser Ban Docke ent tauf 100000 Mack in ante, die ihm nc in Franhiirt. too anj Sprechstunde Dr. med. Bh j^Femsprec fauch' ^:S Hoc ■5888 jE?« Jautes Etu'd?ae JP>: 001 prendra^u^5 di SD liessen I ' Eis. Wende-, * Universal- und Zwei- schar-Pftüge Kartoffelerntemaschinen Obstpreffen, Obstmühlen Häckselmaschinen, Rübenschneider für Hand- und Kraftbetrieb Dezimalwageu, Jauchepumpen Hand-Ernterechen sowie alle sonstigen Maschinen u. Geräte für die Landwirtschaft Gg. Scbislerstein, Maschinenlahrik Sich (Obcrhessen) 8679c Reparaturen :: Ersatzteillager Zelle trat, worin geire befanden, wurde Most Verreist bis 22. August J. Becker Dentist, Lollar. Rufs Kulistinchnsiitz nun zu 100 Liter M. 17.— per Flasche. Alicestrasse 23 I, 015547 rr 9372h v Französischen Unterricht: Grammatik, Literatur, Konversation, Handelskorrespondenz erteilt Bresien, weiland Professor an der Handelshochschule zu Paris. Apprenez le franpais par la causerle. Methode fache et tres expeditive. S'adresser ä M. Bresien, ancien professeur A l'6cole des Hautes Etudes commerciales de Paris. A propos: 9llN1 le the fran^ais chez le professeur Bresien re- prendra le 1«: Septembre. Tous les jours sauf le dimanche~A 5 h. s. On causera ä bätons rompus; ce sera vif et interessant. Giessen, Ludwigsplatz 13au2>?®e. Bin wieder unter =—■....... Ufr. 541------ an das Fernsprechnetz angeschlossen. Dieser Anruf gilt auch für die Sachen des Schlich- tanen. Bürgermeister Volk und Ludwig Volk I. von Allendorf an der Lahn wurden zu Feld- aeschworenen für die Gemeinde Allendorf an der Lahn, Wilhelm Backhaus von Ruttershausen jum Wiegemeister für die Genreinde Ruttershausen, Philipp Rink von Hattenrod zum Polizeidiener für die Gemeinde Hattenrod unb Heinrich Westerdorf vom Warthof bei Grünberg zum Ehrenfeldschützen der Geniarkung Warthos bei Grünberg ernannt und verpflichtet. Deutelte rtrisleita. Vortrag i.,Hotel Großherzog4 Donnerstag, 14. Aug., abends 8l/t Uhr Eintritt frei! 015814 Robert Rall, Prediger. Musikverein „Harmonie“ Donnerstag, 14. August grosser Ball aus der Liebigshöhe Anfang 8 Uhr. «ure Manschen Petry Hermann Deusch Verlobte Hof Nkbach-Lich Mainz • 400 vermochte» Das Buch Ludendorff». Amsterdam, 9. Aug. Englischen Blättern oom 7. August zufolge soll Gctrcral Ludcudorffe- Buch in diesem Monat in England und Amerika veröffentlicht werden. Trr für die brittschen imt> amerikanischen BeröffcntlickmngSrechte gezahlte Preis beträgt 10—12 000 Pmnd Sterling Explosion auf der .Kieler Werst. Kiel, 12. Aug. (Wolff.) Heute trormittag wurden auf der Kieler Reichswerft durch eine Explosion auf einem Minenprahm vier Personen getötet unb vier Personen ver letzt. Durch ben aewaltigen Luftdruck wurden bis weit in die Stadt hinein zahllose Fenster scheiben zertrümmert. Kiel, 12. Aug. (Wolff.) Nach den neue sten Feststellungen wurden bei dem E x p l o s i o u s u n g l ü ck in der Kieler Reicl;swerfl sechs Personen getötet unb vier verletzt Außerdem sind auf der benachbarten Ger maniawerft zwei Arbeiter durch rrmherflie- gende Trümmer verletzt worden. Carnegie t. Amsterdam, 12. Aug. (Wolff.) „Ab gemeen Handelsblad" meldet aus Lorrdon, daß der Milliardär Andrew Carnegie ge- swrbensei. Carnegies Werdegang ist echt amerikanisch. Als junger Bursche wanderte er nach Amerika aus, wo er zunächst als Haspeljunge in einer Baumwollspinnerei unterkommen konnte. Nach einigen fahren war er Lehrling in einem Pittsburger Telegraphenbureau Von da stieg er Stufe um Stufe. In Gemeinschaft mit seinem Freunde Th. A. Scott, des Präsidenten der Pennjylvauien-23ah'n, brachte er den vons Wo-odraff erfundenen Schlafwagen in den Handel. Mitte der 80er Jahre fühlte er die Zeit der großen Trusts herankommen, gründete Eisen- unb Stahlwalzwerke und er weiterte sie so, daß sie jetzt tue größten der Welt sind. Seine unermeßlichen Einnahmen verwandte er zum nicht geringen Teil für wohltätige und Bildungszwecke. Er veröffeut. lichte auch verschiedene Schriften, meist sehr moralisch angehaucht und besonders tenn zeichnend für seinen Charakter, da er sich praktisch. als rücksichtsloser Kapitalist be tätigte. --!ü». 1 -L"' 1 —U L _ Verantwortlich für Politik: 3.23.: Dr. Reinhold Zenz. .'-■■J ' " "................. ■ ■■■■■II» I ■ — Meteorologische Beobachtungen der Station Gietzen. Höchste Temperatur am 12.8. =25.4°, 13. 8. = 17.9' Niedrigste , „ 12.8.-= 9.7°, 13. 8. ---10.4°. Datum j Temperatur der Lust Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Grad der Bewölkung in Zehnt«! der sichtbaren Himmelsfläche Wetter 12. 8. nm. 25.0 9.1 38 5 heiter trocken 12. 8. abds. 18.4 11.8 75 0 warm 13. 8. vrn. 12.6 10.4 96 0 nachts Nebel Maschinenbauer- Gesangverein Samstag den 16. August 1919 abends 7'/, Uhr Caf6 Leit Familienabend hi Ball unter Mitwirkung der Chiemseer Freunde u. Gäste willkommen. Der Vorstand. Westdeutsch-Nassauischer Wasserwirtschaftsverband Mmoiiogg in Kiefen Montag den 18. August nachmittags I Uhr im Felsenkeller. M14 Jeder Werkbesitzer eingeladen. Der Vorstand. Unteroffizier-Verband e16842 Ortsgruppe Giessen. ttndet nicht am Donnerstaa, dem 1^, sondern am Donnerstag, dem 21. August 1919 abends 8 Ubr im Saale der Liebigsböbe nett, wozu auch alle inaktiven Kameraden eingeladen sind. Gensheimer. Ausflug nach Butzbach Hotel Hessischer Hof Neuer Besitzer: A. lidcke. Gut eingericht. Fremdenzimmer. Vorzügl. Küche. Gute Weine, wu Behnkr-Walös bekannte vor». Ware wieder etngetroffcn. Tavetenbanc« Ferd. Kennstiel Plockstr. 7,1. ■ । u "’irTl ®rö‘.»W SsStet'P ui«. *** 'N. schr. Ana. um. 015794 1919, nachm. 2 Ubr, aus prima Auslandö- Suche in bester Lage ein Eine Wärterin 9323D gesucht 1919, nachm. 2 Hbr, M831) Geübte flortcn mit gesucht. 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W ab6nl,Züiireii KreuzplblO Ragna Gvendburg Mo man von Anny Wothe. Ein tiefes Erröten ffog über Ragnas Antlitz. aber stolz hob sie das goldschimmernde Haupt empor unb tagte mutig: „Weil mit Sven Svendburg bic Siirtix über Me Schwelle trat." „Tie Sünde" — er lächelte leise, „nein, mein ^ränlein, ein Gefühl, wie ich es für Sie empfinde, niemals Sünde sein. Ich habe gelernt, bte Mxntfen zu binden, die sich nach dem Unerreichten und Verbotenen ausstrecken, unb baß ich es Itw, b.T_- bans? ich Ihnen. Weim ich Sie ttotzbem Ml!- httsL LSld'" OkS Sie wollen mich nicht wieder erkennen, mein rin," sagte Sven, ,(unb doch lese ich es in i Augen, daß Sie mich nicht vergessen haben, öwr leben Sie?" fragte er, mit fragendem Blick he Stube durchmesselch, „unb hier ließ mich das Schicksal Sie finden. Sie, die ich nie, nie vergessen kann?" „Sie vergessen sich, Herr Graf," sagte Ragna lall und ihr Blick streifte den blitzenden Reif an feiner Hand. „Was ich Ihnen tat, hätte ich jedem diente en auch getan, ja noch mehr, hätte ich gealut, daß Gras Svendburg der Kranke ist, den mau mir hier herlegte, ich hätte nicht erlaubt, los er seinen Fuß über diese Schwelle setzte." Ein beklommenes, dumpfes, tötliches Schwelten. Tic Lerchen draußen jubelten in den blauen Morgen hinein und bazirischen klang das Klopfen und Hämmern der Arbeiter, welche die Bahngleise frei legten. * §7- M» » irich Driescl thetetoca 70.** Schellfisch echtu.«abelm ^ll'Heri,ge kuarä-heringt Tilsiter Käse. Schnlbet „Und warum hätten Sie mir den Eintritt tn Ihr stilles Heim verwehrt, mein Fräulein," ttatr «Mich Sven leise, forschend unter den halb tefenften Wimpern hervor Ragna betrachtend. 'M M MM de. Garanttettnde ekl al» SM- x Josef FWgL ßommern^WL —^ÖbTeO qm Sanitz pössbodw vergeben- LS SM ßst bei nner & Krimi fließen. jerWiebmrW^ \*Wi strr Eiamachzviin cmpßebli , j. B. Schulhof .rhifr. 4. !el Vie Ausgaben des Landgesetze;. Born Ministerium der Finanzen, Abteilung für Forst- unb Kameralverwaltung, werd?n wir um Ausnahme folgenden Artikels gebeten: Ter verlorene Krieg hat die deutsche Volkswirt- schäft, in allen ihren Gntndlagcn erschüttert. * Deutschland muß sich in eine weitgehende >virt-1 'cliafttiche Selbstgenügsamkeit finden unb mit allen Kräften versuchen, die eigenen Kräfte seiner Wirtschaft zur höchsten Entfaltung zu steigern. Es muß sich dabei mehr als seither seiner Landwirtschaft zuwenden und auf dem Lande Erwerb und Unter» fm'fl schaffen für viele unserer Volksgenossen und in LZerbindung damit die ländlichen Wirt- schaftsfräfte zu l)öck,fter Leistungsfähigkeit zu entwickeln. Zur Erfüllung dieser beiden Ausgaben bieten sich manche Wege. Man benf? an die Steigerung der Produttion durch Beschaffung der nötigen Betriebsmittel, Düngemittel, Saatgut, Maschinen, durch sorgfältigen Untcrrid.tf in Fack/chulcn, durch Förderung des lanblidjen (heiwssenschofts-, Krcdit- nnb VcrsrcherungswesenS, durch die Ermöglichung Lohnenden Absatzes, alles Aufgaben, die wohl der angelegentlichsten Fürsorge des Staates anl-eim- fallen, die aber im übrigen hauptsächlich der Selbsthilfe und der zunehmenden sachlichen Ertüchtigung der Landwirte zuzuweisen sind. Daneben gibt es aber noch andere Mittel zur Förderung des ländlichen Wirtschaftslebens, die der alleinigen Fürsorge des Staates im W.g? seiner Gesetzgebung Vorbehalten sind. Hierzu gehört in erster Linie, einen Ausgleich des Grundbesitzes dacmvch herbeizuführen, daß man den landw-irt- sckaftlicken Großbesitz in die Bewirtschaftung durch den Vlcinbäuerlichen Besitzer und ben Landarbeiter überführt. In der Erkenntnis dieser wichtigen Ausgabe ist die Reich^siedlungsordnung entstanden, die den Bundesstaaten die Turchführrmg dieser Aufgabe im Wege der Siedlung zur Pflicht macht. In Hessen waren schon seit Jahren in Gegenden mit statt gehäuftem Grundbesitz Bestrebungen int Gange, die einen gerechteren und auf die wirtschaftliche Not des kleinen Aiannes Rücksicht nehmenden Ausgleich des Grundbesitzes zum Gegenstand hatten. Besonders in den Kreisen Erbach, Büdingen und Lauterbach u. a. drängte die durch den Großbesitz eingeschnürte Bevölkerung auf eine Beseitigung dieses wirtschaftlichen Mißstandes. Cs war selbstverständlich, daß die Revolution dieses Verlangen festigte und thm größten Nachdruck verlieh. Hessen befand sich nun dieser Rcichsverordnung gegenüber in der mißlichen Sage, daß die dort festgelegten Voraussetzungen auf sein Gebiet nicht zutrafen, es also die Verordnung auch in den bedrängten Kreiselt überhaupt nicht hätte durchführen können. Es blieben daher zwei Wege: Entweder mit Rücksicht aus die Unattwendbarkeit der Reick ^Verordnung aus jede Siedlungsarbeit zu verzichten, oder aber über die reichsrschtliche Regelung hinausgehend die landesgesetzliche Grundlage dafür zu schaffen, daß die als notwendig und un- abiventlar erkannte Aufgabe doch durchgeführt werden tomrte. Selbstverständlich tonnte es hier keinen Zweifel geben; ein Staat, der auf dem verwandten Gebiet der Wohnungsfürsvrge Virbildliches und Bahnbrechendes geleistet hatte, durfte lidj nicht dieser wichtigen Vcrpflichtting entziehen. Nach Fühlung und im Einvernehmen mit ben Reichsstellen ist somit das. Landgesetz der Volkskammer .unterbreitet worden. Tie Aufgaben des Gesetzes sind dreifach: l. Es gilt Lanb zu beschaffen, zu verwalten unb zu vergeben, um in Stadt und Land Landbedürftige mit dem für ihre Wirtschaft notwendigen Land auszustatten/ d. h. durch Zuteilung von Land bett vielfach bestehenden Landhunger wirtschaftlich, schwacher und in seitherigem Umfang nicht existenzfähiger Kleinbetriebe zu stillen, diese Kleinbetriebe lebensfähig zu machen, Arbeitern, Klerngewerbetreibenben und den Kleinbauern einen auskömmlichen Anteil am Heimatboden zuzuweisen. 2. Es sind Hetmstätten zu gründen, b. h. Landbedürftigen ist durch Ansiedelung die Mög- Ikfoteit der Seßhaftmachiung und einer gesicherten, Lebenshaltung zu gewähren. Man ist sich hierbei klar ba rüber, daß dies in Hessen nur ganz vereinzelt möglich ist. 3. In Verbindung mit der Lanbzuteilung pber Siedlung sollen öffentliche oder gemeinschaftliche Anlagen unb Einrichtungen ins Leben gerufen ober gefördert werben. Man denkt hier an die Anlage von Straßen, Meliorationen unb ähnliches. Auch wird man großzügige Kultur Pläne mit der Durchführung des Landgesetzes verbinden können, Generalbereiuigungen ganzer Landesteile, wie überhaupt die Durch- W Hfii Ää» elVVM s > kpttllBJIßu Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) füIrrung des Gesetzes in manchen Gemeinden die Feldbercinigrmg zur rratürlichen Folge haben wird. Regierung und Volkskammer denken gar nicht bamit, die Gefahren für die Landwirtschaft heraus- rubescküvören, die trotz aller Aufklärung eine eifrige und häufig nicht mit Skrupeln belastete Agitation, gegen das Landgesetz immer wieder an die Wand gemalt fat Es tann sich mcht darum handeln, nun alle Landlosen mit Land au^uftatten jinb Land einfach zu nehmen, wo es rst. Das tarne auf eine Rationierung des Bodens heraus und führte ohne Zweifel zum Untergang unserer Landwttttschcist und zur Hungersnot. Auch kann cs nicht Aufgabe des Staates sein, nun alles Laitd im Weg^ der Sozialisierung .des Grund unb Bodens an sich zu ziehen und nach Losen pachtweise auszugeten, — das hätte die gleiche katastrophale Wirkung, abgesehen davon, daß der Staat genötigt wäre, das Land zu verwalten und sich damit ungeheuere Kosten auszubürden, die bas Land verteuern oder ben Staatshauslialt unerträglich belasten würden. Pflicht des Staates ist vielmehr, Land nur ba zu nehmen, ivo keine unausgleichbaren wirtschaftlichen Scklädigungen zu befünhen sind, aber Land auch nur dem zu gäben, der es wirklich brau.ü‘ und der für sich urck seine Lebensgenossen die Gewähr dafür bietet, baß das Land richttg und zum Nutzen der Allgemeinheit bewirtschaftet wirb. Aus diesen Grundsätzen heraus ist daher an eine blinde Aufteilung der größeren Güter gar nicht zu denken. Ganz abgesehen davon, daß wchl in ben meisten Fällen bte Gutsanlagen außerhalb der GutSwirt- schaft nicht zu verwerten sind unb baher mit einem bestimmten Restbestand an Land wirtschaftsfähig erhalten werben müssen, ist zu bedenken, baß die Güter, besonders als Tlbmelkwrrtschaften, als Spe- zialwirtschaften für Gemüse-, Obst- unb Saatgutbau, als Erzeuger des für Heilzwecke unentbehrlichen Spiritus als Großproduzenten von Körnerft üchten unb Zuckerrüben, als Musterwirtschaften für den heutigen Stand besorrders der städtischen Bollscrnährung und für die Förderung der Land- wirtschast überhaupt solch wichtige Organismen in unserem Wirtschaftsleben darstellen, daß ihre Be- schneibung, — soweit nicht besondere Umstände, wie schleckte Bewirtschaftung und Unrentabilität ihre Aufteilung rechtfertigen, — vor der Beeinträchtigung ihrer Wirtsckaftsfähigkeit unbedingt Halt machen muß. Tie meisten Höfe werden wohl in ber Sage sein, Land abzugeben aber es muß von Fall zu Fall mit Sorgfalt und Sachverständnis geprüft werben, wie weit man gehen darf. Dasselbe trifft natürlich auch für den parzellierten Großbesitz zu, soweft er an kleinere Wirtschaften verpachtet ist (Schluß folgt.) deutsche Nationalversammlung. , Weimar, 12. Ang. Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung um 3,20 Uhr. Bei Erledigung einer Reihe von Anfragen fragt u. a. Llbg. von Gräfe (D.-Natl.) imter Bezugnahme auf Pressenachrichten nach denen in englischen unb amerikanischen Gefangenenlagern den deutschen Kriegsgefangenen mitgeteilt worden sei, daß ihre beschleunigte Heimkehr nach Deut sich- land seitens der bemühen Regierung nicht gewünscht, ja sogar durch bic Weigerung der deutschen Regierung, die Vorbereitungen zum Abttans- txnt in die Wege zu leiten, verhindert werde: Ist die Reichsregierung bereit, bar über Auskunft zu geben, welche Vorbereitungen tatsächlich zu einer raschen Rückkehr getroffen und namentlich, welche diplomatischen Schritte unternommen worden sind, um der weiteren Zurückhaltung der Kriegsgefangenen ein Ende zu machen? Reicksminister des Aeußern Müller: In einem Teile der Presse ist letzthin die Behauptung aufgestellt w-orden, die Regierung habe nicht alles getan, um die schleunige Heimbeförderung der deutschen Kriegsgefangenen zu ermöglichen. Zur Reicht- ferttgung hat sich die Presse auf Aeußerungen aus englischen Gefangenenlagern berufen. Die deutsche Regierung kann es vorerst mcht glauben, daß sich derartige offenkundige EntstellunMn der Tatsachen, die da behauptet werden, in offiziellen Befehlen! und Bekanntnrachungen ber englischen Lagerte- hörten beftnden. Sie hat dccher mwerzüglich Schritte unternommen, um ben Sachjverhält zu klären und Abhilfe zu schaffen. Im übrigen stellt die Regierung fest: Alle Bemühungen bis zum Beainn ber Friedensverhandlungen die Heimkehr unterer Kriegsgefangenen zu veranlassen, sind erfolglos geblieben. Die erste Anerkennung der selbstverständlichen Pflicht, die Krieg sgesangenenschpft nicht zur Sklaverei ausarten zu taffen, findet sich in Artikel 214 des Friede nsverttagcs. Ter Friedensvertrag tritt aber erst nach ber Ratifikation durch drei der gegnerischen Hauptmächte in Kraft und darauf können die Ententemächte formal ihre Weigerung stützen. Gleichn>ohl war die deutsche Regierung uttablässig bemüht, das Los der Gefangenen zu lindern und ihre schleunige Heimschaffung zu crinöglichen. Der Minister gibt dann einen Ueberblick über die wiederholten Vor- ftettungen der deutschen Regierung bei ber Entente und die in dieser Angelegenheit überreichten Noten und fährt fort: Solange die Hauptkommission, die im Friebenspertrag vorgesehen ist, ihre Tä- tigleit nocb nicht aufgenommen hat, ist ber Abtransport der Kriegsgefangenen nicht möglich. Die deutsche Abordnung zu dieser Kommission weilt bereits seit Beginn der Friedensoerhandlungen in Versailles, während die Entente ihre Vertreter noch nicht ernannt hat. Die Schuld kann unmüfl5 lich die deutsche Regierung treffen. Jetzt wird von Kreisen, die die Leiben unserer Kriegsgefangenen politisch auszuschlachten bestrebt sind, immer wieder behauptet, die Regierung lasse es an hxm nötigen Nachdruck fehlen. Mit ben Angehörigen der Kriegsgefangenen, mit dem ganzen deutschen Volke 'weiß sich die Regierung einig in der schärfsten Verurteilung der Zurückhaltung der Kriegsgefangenen. Aber bte Regierung verfügt nicht über die Macht und nicht über die Mittel, um die Leidenszeit der Kriegsgefangenen abkürzen zu können. In der Sitzung am 1. August hat der deutsche Vertreter Freiherr von Lersner neuerlich darum gebeten, endlich auf die Kriegsgefangeiteitsvage einzu^ gehen. . Der französische Minister Loucheur hat versprochen, dem Mimsterpräsidenten Clemencean sofort Vortrag darüber zu halten. Die Reichsregierung wird nach wie vor bestrebt fein, die Kriegsgefangenen so schnell wie möglich frei zu bekommen. Sie hofft von der Einsicht unserer kriegs- g?fangencn Landsleute, daß sie sich nicht von ben Irreführungen ber Hetzpresse in den Ländern ihrer Gefangenschaft verführen lassen, solche Ungeheuerlichkeiten zu glauben, als läge der Reichsregierung nichts an ihrer Heimkehr. Es gibt keinen 98artete und keinen Finanz standpunkt in dieser Frage des Blutes. Diese Erkeniftnii wünscht bic Reichsregierung aber auch denen, die sich nicht gescheut haben, Parteipolttische Agitationen mit dem Leid und dem Schicksal unserer Kriegsgefangenen zu treiben. Politische Ausschlachtung dieses nationalen, gemeinsam zu tragenden Unglücks tveist sie mit Entrüstung von sich und weiß sich barm einig mit allen Kreisen d^s Volkes, briten das Schicksal unserer Kriegsgefangenen warm und uneigennützig am Herzen liegt. (Stürmischer Beifall bei den Mehrheitsparteien.) Arg. v. Graefe (D. Ntl.) richtet die ,An- freae an den Reichs Minister Mueller, wen er damit gemeint hat, wenn er von Leuten sprach, die diese Frage parteipolitisch ausnutzen wollten. Iieichsminister Mueller: Sd? meine damit so schamlose Blätter wie die „Deutsche 3eitung", die in ihrer Ausgabe v-om 6. August solche Behauptungen bringt unb di-ejenigen Kreise, die sich mit diesen schamlosen Verleumdungen identifizieren. (Lebhafter Beifall links, große Unruhe rechts.) Hierauf folgt die Zweite Lesung des Ent- 'n>urfes eines A-SÄ^Hrvs-gesetzes. Tas Gesetz wird nach langer Debatte inner Ablehnung alter Ab- önterungsanträge mit geringfügigen Aenderungen in der Ausschußfassung angenommen. Das Spielkartengesetz wird m zweiter Lesung ohne Aussprache erledigt. Es folgt dann bte erste Beratung der großen Finanzgesetze. Präsident Fehrenbach macht Mitteilungen über den Arbeitsplan der nächsteir Tage. Er hofft, bei genügender Unterstützung bis zum 20. August sämtliche Vorlagen erledigen zu können. Reichsfinanzminister Erzberger: Tas Haus und das deutsche Volk haben rin Recht, mehrere Fragen beantwortet zu bekommen. Was ist, was muß und wie wird es werden? Was ist? Das größte Finanzelend, das die Welt zu sehen bekam. Was werden muß? Baldige Ordnung unseres gesamten Finanzwesens im Reich, in den Ländern und in ben Gemeinden. Wie soll es werden? Wir müssen Abschieb nehmen oon manchem Alten. Liebgewonnenen, rin wohl durchdachtes Steuersystem aufstellen, rinheitlich erfassen alle Steuerquellen; Gerechtigknt auf ber einen, Gewissenhaftigkeit auf der andern Seite. Nur unter diesen Voraussetzungen ist Hoffnung unb Möglichkeit, daß Deutschland erhalteir bleibt vor dem schwersten Unglück, dem Sdaatsbantevott, ber hier einen Bolksbankerott bedeuten würde. Ter Redner gibt bann einen Ueberblick über die Entwicklung noch immer liebe, wer will mir's wehren? Wessen Rechte verletze üfi, wenn ich nicht begehre?" „Sie vergessen, Graf, daß Sie nicht frei, sondern gebunden sind. Meinen Sie denn, daß die Sünde des Gedankens kleiner ist als die der Tat? Nein, sie wächst ebenso ins Unendliche, Riesengroße hmein imb wird zu einer untilgbaren Schuld." „Ich schulde niemand etwas," entgegnete Sven bitter, sich hefttg aufrichtend und Ragna fest in die Augen sehend, „ich bin mein eigner Richter." Ragna lächelte, rin eignes, kühles, wie es ihm schien, spöttisches Lächeln. „Uno Ihre Gat- tin ?" fragte sie leise. Wie Bitterkeit zuckte es um seinen fein gezeichneten Mund. „Sigrid?" wiederholte er, als höve er ihren Namen wie aus weiter Ferne. „Sigrid? Pah, sie würde lachen über mich unb meine Skrupel, sie denkt anders über die Lrebe als Sie und ich. Gcgenwärttg ist sie in Berlin, um sich ein wenig zu amüsieren. Tie gute Gvoßmarna hat sie begleitet und ein Freund von mir, Fürst Gor ätsch in ist zu ihrem Schutz herbeigeeilt, um in Berlin wie auch anderswo ihr Ritter zu sein. Ich bin auf die Depesche eines Bekannten hin auf dem Wege zu ihr, um sie wieder mit mir zu nehmen, naa> unserem stillen Svendburg. .Ich selbst war längere Zeit durch meine Stellung als Kammerherr an den Hof und die Person des Königs gefesselt." Sven sagte das alles, als wären Ragna alle Verhältnisse vertraut, es ft et ihm auch nicht auf, daß Ragna bei seiner Erzählung tief erschreckt rief: „Auch die Großmama ist in Berlin?" Er war der Meinung, daß Ragna eben alles wußte, was ihn betraf, daß sie mit ihm eins war. ,La, die Großmama," sagte er nur wie in bitterer Aufwallung. „Sie ist Sigrids Unglück. Glänzen will bic alte Frau mtt ihrer schonen Enkelin, auscrstehen sollen noch einmal die Tage ihrer Zugend, die Tage, reich an Glanz unb Pracht, die sie am Königshof verbracht. Gefeiert, umwarben, verhätschelt ßoll Sigrid sein, und sie ffks auch, aber zu ihrem eigenen Verderben." Mit großen, starren Augen hatte Ragna ihm zugehört. Sie fühlte, sie ahnte es, Sigrids Glück neigte sich dem Ende zu. Nein, das durfte, das sollte nicht fein. Aber wie konnte sie es hindern, daß Sigrid auf der abschüssigen Bahn weiter taumelte? Und die Grotzmama? O, sie kannte diese schreckliche Frau, die alles ihrem Ehrgeiz, ihrer GroUucht opferte. Nur er, er allein konnte, mußte helftn. „Barmherzigkeit," flehte fte mit empor gehobenen Händen. Sven sah sie verständnislos an. „Für wen bitten Sie?" fragte er mtt einer eigenen Härte in ber Stimme. „Für Sie, für Sigrid," bat Ragna leidenschaftlich. „Helfen Sie, retten Sie das junge Geschöpf, das sich Ihnen arwertvaute," bat sie nut» schluchzend, ,chas zu Grunde geht, weil Sie ihr die Liebe nicht geben können, die fte beanspruchen kann. Helfen Sie ihr!" Rag im war in ihrem heftig hervorbrechenden Schmerz vor Svens Lager in die Kniee gesunken und sah voll heißer Tränen zu ihm auf. „Sie müssen sie retten," bebte es leidenschaftlich von ihren Lippen. „Sie müssen. Wemi Sie es nicht tun, dann wälzen Sie eine Schuld auf meine Seele, die ich nicht tragen kann und will, banim bcfdppöre ich Sie, bei allem was Ihnen heilig ist, retten Sie Ihr junges Weib, retten Sie Sigrid. Denken Sie, es sei der letzte Wunsch einer Sterbenden, den Sie erfüllen, beim von heute muß unb 'merbe ich für Sie tot fein, aber wenn es Wahrheit gewesen, was Sie mir gesagt, wenn Sie für mich je mehr empfunden haben als eine flüchtige Neigung so bitte ich Sie bei dieser Liebe, vergessen Sie mich, leben Sie für Sigrid, deren Unglück zu einer endlosen, nie zu tilgenden Schuld für mich wird." Mittwoch, jö. August 1919 ber Finanzlage Deutschlands von 1913—1918. Tie ungeheueren Zahlen rufen mehrfach Bewegung und lebhaftes Hört, hört! auf allen Seiten des Hauses hervor. Zwst Forderungen müssen noch erfüllt werden, die ftncnrziell und Volkswirtschaft lich von größter Bcdeutmrg sind. Wir müssen so- fort »mit aller Beschleunigung an die Schaffung einer deutschen Handelsflotte lrerangehen, in engster Zusammenarbeit mit den Personen unb Gesellschaften, die hier bis jetzt bahnbrechenb waren. Wir müssen sodann und ebenfalls mit größter Beschleunigung unsere Auslandbeutschen mit Reichsvorschüssen zu Httfe kommen. Schon die nächste Woche wird eine solche Vorlage an die Na- tionaloersammlung bringen. Endlich muß unser Banken stand erleichtert werden. Tas Höchstmaß, welches ein .Kriegsjahr an Anleihen aufbr achte, waren 25 Milliarden. Dieses Höchstmaß muß jetzt das Volk Znhr für Jahr ausbringen, um zu gc sunden. Don einem Staatsbankrott würden gerade die untersten Schickten des Volkes am härtesten betroffen ivtrben. Bei einem vollendeten Staats-- bankrött würden gut zwei Drittel des getarnten Privatvermögens vernichtet und die gesamte Wirt- schaftsmasckine würde znm Stttlstand kommen. Wie grauenvoll die Zustände in Deutschland werden würden, ist gar nicht auszumalen. Die Reform wird kommen, weil sie tommen muh. Dazu gehört auch eine vollkommene Umaeftaltung der Steuer Gesetze im Siime höchster Gereck)tigkrit. Ich werde nicht ruhen und rasten, um am 1. Oktober einen geordneten Etat vorzulegen. Ich habe mit den Ressorts schwer darum zu kämpfen, besonders mit ben Kriegsministerien. Regierung und Parlament haben mit Hochdruck gearbeitet, um Ordnung in das Chaos der Liquidation des husmnmeiagebrochenen Kriegsunternehmens zu bringen. Wir haben mit dem Fried«,s- vertrag sehr schwere Pflichten übernommen, denen wir mit ehrlichem Willen nachzukommen haben. Zunächst gilt es die schwebende Schuld zu beseitigen oder herabzumildena. Früher, als fte vielleicht eine Milliarde betrug, bedeutete sie schwere Sorge; heute sind es 76 Milliarden. Durch die Kriegsabgabe, die Zmvachsstener und das Reicksnotopser wird die schirebende Schul > machen mir mehr Sorte, als dir mäßigt werden. Eine Bnxmgsnnleil;? wäre jetzt von verhängnisvoller Wirkung für unser Wirtschafte leben; es bleibt der Weg einer freien Anleihe oder einer Prämien-Anleihe. Jedenfalls was Menschen- geift ersinnen kann, muß geschehen, um die schwebende Schuld herabzümindern. Die 46 Milliarden schwebende Schuld machen wir mehr Sorge, als die 90 Milliarden Kriegsanleihe. Die Notenpresse in Gang zu setzen, ist kein Weg zur Herabminderung der schwebenden Schüld. Gegen die Kapttalflucht Müssen Maßregeln ergriffen werden. Durch die Maßregeln, die noch gegelt die Steuerflucht ergriffen werden, werben übrigens die deutschen Baicknoten, die sich im Auslände befinden, keinerlei Wertverminderarng erfahren. In jedem Fall« werden die Maßnahinen hart, sehr hart fein. Aber auf .diesem Gebiet tonn keine Maßnahme scharf genug sein, um das öffentliche Gewissen au tau- rütteln und Gerechtigkeit für alle zu fd)affat. Die bis jetzt in zwetter Lesung verabschiedeten Steuer-- gcsetze und die noch zu verabschiedende Erbfhpfts- fteuer werden etwa 8 Mttluardcn bringen. Es müssen aber 25 Milliarden beschafft werden. Dazu sollen in erster Linie dienen die Einnahmen aus dem Reick snovopfer, aus der Umtatzsteuer und ans bet großen Reichsrintomnttnsteuer. Tas !vcrb aber auch noch nicht ausreichen. Deshalb wird rin neuer Weg beschritten werden müssens Hierher gehört die Erhöhung der Postgebühren. In Vorbereitung ist dann noch rin Gesetz über bic Besteuerung ber Mineralöle. Ich tonn mich damit einverftanden erklären, daß bte Umsatzsteuer erst dann verad- sck«det nirb, wenn die parlamentarische Sicher- heft besteht, daß die Rrichsrintornrnensteuer eint allseitig befriedigende Lösung findet. Tas große Vermögensopfer isst der erste Schritt zur Reichs- ftnanzreform. Es ist das rigentlichL Mittel, um den Rrichstoedit zu heben, gibt den Anlaß zu einet Generalinventur des gesamten Vermögears mtb ist das brauchbarste Gegenmittel gegen die verhängnisvolle Erscheinung ber Kapttalflucht. Wenn bir breite Masse sielst, daß die finanzkräftigen Kreise bis an die Grenzen ihrer LeistungsUhig- feit belastet werden, dann wird auch moralisch der Weg frei zu indirekten Steuern. Bestitigev wir die Ueberfülle der Geldmittel, barm mirb auch ber Weg wieder frei für die Senkung des Preisniveaus. Dabei ist es setbstverstandlach, daß das Betriebskapital nicht so stark gekürzt wird, daß der Wiederaufbau des Wirtschaftslebens unmöglich wird. Die Verminderung des flüssigen Gelbe? wird vor allem auch bie Besitzmittel wieder wert- voll machen und u. a. den Kursstand ber Kriegs- Ragnas Haupt sank auffchluc^end auf bü KissenTas Haar löste sich und wallte wie rin goldglänzender Mantel in ungebändigter Füllt herab. Sven sah voll Rührung auf die schöne Mädchen gestalt, die einer büßenden Magdaleno glich unb dabei doch fa hoch, so stolz unb rein oox seiner Seele stand, baß er an betend zu ihren Füßen hätte knien mögen. Leise und zärtlich legte er seine Hand auf das gvlbglänzende Haar unb sagte innig, fte mit entzückten Blicken bettachtend: „Namenlose, die du meinen Pftck gekreuzt, sei ruhig. Tu ttägst nicht ber Sünde Last, die trage ich selbst. Zwingen wollte ich mein Herz, der Blume zu gehören, die ich, enter Laune des Augenblicks gehorcheitb, an mein Herz nahm. Blume aber wollte nicht blühen an meinem Hnzen — sie wirb unb muß verdorren, weil auch ihr junges Herz nach Siebe ringt. — Aber das 'rollt ich geloben, über das junge Mritschenkind, das bestimmt ist, an meiner Seite durchs Lebm zu gehen, zu macken, es zu beschützen, zu behüten, fo viel rch vermag. Bist bu nun zufrieden, bn mein holder, mein süßer Schutzgrist?" . Es lag eine leidenschaftliche heiße Zärtlichkeit m Svens Worten, und Ragna schauerte darunter zusammen. Aber nur einen Moment, bann richtete sie das blande Haupt hoch empor und tah ernst in seine heißen, sprechenden Augen. „Sie gaben mir schon einmal das Berspwchen, ®r®' svendburg," sagte fte aufstehend, „aber nn: betten Sie es bis jetzt gehalten? Zum zw.'iken Matt bäte tch Ihr Wort — Sie bürgen mir für Sigrids Mück, das mir mehr wert als das meine!" Wie schön Ragna rtror mit den großen flam- menben grauen Augen, in denen helle Träum wtt feuchter Tau schimmetten. (Fortsetzung folgt.) RHEUMATISMUS sofort schmeraenfrei, Baldig© Heilung,Verlangen Sie kostenlos • Aufklärung durch • Bol« Co. 6.m.b,n. Bramsche. 17. Dresden, 12. Äug. (Verl. Tagetzt.» In 1. am teil Letzte HadiridjUti Die Kohlenförderung. fick' die Arbeiter der Umgebung beteiligten. Tm Bemühungen des Oberbürgermeisters gelang es, Ausschreitungen zu verhindern. Aus der Mitte dieser Forderung weist in einem ausführlichen Artikel derselben Zeitschrift (XXI. 22) jetzt innen unserer großen belletristischen Verleger nach. Büchertisch. — Die Sozialisierung de? dichterischen Schaffens. Ueber dies Thema brachte das Literarische Echo" (Berlin, Egon Fleischel & Eo.i Dur zarei Monaten bereits einen Aufsatz, in dem allerdings nicht jene Sozialisierung oer langt wurde, der Aoenorius und andere schon seit Jahren dos Wort reden, nämlich die Nutzbarmachung ter literarischen Schutzfrist verstorbener Dichter für die Allgemeinheit, — sondern eine Berlin, 12. Auy. (Wolfs.) Deute nachmittag wird, wie wir hören, eine Kabiucttssitzung sich mit der Frage des Wiederaufbaues beschäftigen. erwürgt. Tie unaezählten Schreckensrufe über die bevorstehende Äuylenkatastvopte haben bei ten oterschlcsischcn Arbeitern den Erfolg gehabt, daß sie nun glauben, erst recht streiken zu müssen. Jeder neue Streik zieht das deutsche Volk immer mehr ins Verderben. Nicht die Reichen trifft das Elend in das wir hineintaumeln. Tas Prole- tarim ist es, das am schwersten leiden wird. Lebensmittklkrawalle in Zittau. der Tenwnstranten wurde eine Abordnung zum Wirtschaftsministerium in Tresten entsmidt. Ter sächsischen Regierung ist es gelungen, in Böhmm Zucker aufzukaufen, ter an die Bevölkerung verteilt werten soll. Keine Dermögensverschiebung des Königs von Sachsen. Berlin, 12. Äug. (WTB.) Ter Generalbevollmächtigte des vormaligen Königs von Sachsen, Justizrat Dr. Eides in Drosten, teilt uns mit, daß die von uns wiedergegedene Näeldung drr „Berlingske Titente", ter König habe einen Tnl seines Vermögens i#3 Ausland^ verschieben wollen, vollständig unwahr fei. Ter Chef ter Vermögens- Verwaltung bestätigte auch seinerseits die absolute Unrichtigkeit her Behauptung. Die Abtretung östlicher Grenzbezirke. , Berlin, 13. Ang. In ten gestrigen Verhandlungen über die Abtretung ter öfUidjen Grenz- bezirke beschäftigten fvdj* die Vertreter ter verschie- tenen Mächte mit ter Festlegung des Arbeitsprogrammes. Laut Teutscher Allgemeiner Zeitung wurden vier Dauptausschüsse gebiltet und zwar: 1. eine politisch Matsrechtlicve Kommission, Die im wesentlichen alle mit ter Uetzer gäbe verbundenen politischen und rochtspolitischen Fragen bearbeiten wird, 2. öl ne Dauptkommissiion für Kriegsgefangene, Geiseln, Internierte, Begnadigungen und Niederschlagungen von Strafverfahren, 3. eine Dauptkvmmissron für wirtschaftliche Angelegenheiten, besonders Em- und "Ausfuhr und Verkehrs fragen, 4. eine Hauptbommissivn für Fi- nanzangelegenheiten. Tie vier Dauptausschüsse wählen sämtlich je einen deutschen und einen polnischen Vorsitzenden. Bon deutscher Seite sind die Ster re n v. Simson, Graf Lerchenfeld, Legations- rat d. Stvekhammern und Geheimer Regierungsrat v. Mertens mit ter Leitung beauftragt, von polnischer Seite die Sterten Unterstaatssekretär v. Wroblewski und Korfanth. Der Oberste Rat und Ungarn, Versailles, 12. Aug. (WTB.) Der Oberste Rat der Alliierten ist heche nachmittag zu einer Sitzung zusammengetrcten. Es ersck>eint zweifelhaft, ob er Stellung zu der ungarifdien Angelegenheit nehmen wird, da eine Antwort der rmnäni- schen Regierung bis zum Mittag noch nicht pin- gegangen war. Ministerpräsitent Bratianu soll dem französischen Geschäftsträger Henri C a m - bon bei lleberreidwng der letzten scharfen Note erklärt haben, er werte ter Friedenskonferenz direkt antworten. Alan ist übrigens in Paris auch etwas beunruhigt über die Mission, die ter ehemalige rumänische Gesandte in Rußland, Tiamon d i, in Budapest bat. Der Oberste Rat der Hilfsaktion tes modernen Staates für lebente, »Zittau kam es zu Lebensmittelkrawallen, an denen „Mui tu werte schassende" Poeten. Tas Utopische \'J- '— "— Mrleihen heben. Die Vermögensabgabe wird uns auch m dem Bestreben unterstützen, uns die nötige Einfuhr zum Weltmarktpreis zu sichern. Zu den $ reifen von 1914 werden wir lange Zeit nicht wieder einkaufen können, denn die Preise sind in ter ganzen Welt erheblich gestiegen. Mit dem Friedensvertrag und erst mit ihrer Mantclnote hat sich die Entente tes Rechts begeben, Hand auf die,Einnahmequellen Deutschlands zu legen. Sollte sie das entgegen des klaren Rechtsstanteö und im Widerspruch mit ihrer eigenen Note versuchen, so bedeutete das einen unerträglichen Eingriff in «die Souveränität des Deutschen Reiches, und mit demselben Recht könnte sie jete Steuer, die wir etwa beschließen, mit Beschlag belegen. Das wäre gegen ihre eigenen Interessen. Außerdem würde die Reickfsregierung am 30 September vor die Nationalversammlung treten, um die Ermächtigung zu bitten, das Neichs- notobfer nicht auszusühren. Die Entente erhält ihre Forderungen in jeder aewlinschten Promt bezahlt. Aber mit Papier kann sie keine einzige Straße in Nordfrankreich bauen. Sie braucht dazu die deutsche Arbeit. Nur durch sie ist die Wietergtutmachnng möglich. Die Entente hat das auch mit klarem Blick erkannt Das Reichsnotopfer hat auch eine eminente soziale Bedeutung und nmß eine etische AMckung ausüben, soweit das ein Steuergesetz überhaupt fann Es ist aber auch ein Sühneopfer für ten manionistischen Geist, der weite Kreise tes Volkes erfaßt hat. Dieses Bewußtsein waltender Gerechtigkeit wird allen Volksgenossen die Mitarbeit am' Wiederaufbau unseres heißgeliebten Vaterlandes leicht machen. Die Umsatzsteuer begegnet vielen Bedenken. Es sind aber soviel Milliarden zu decken, daß wir nur mit einem Steuersystem auskommen, in welchem neben den direkten auch die indirekten Steuern nicht fehlen. Dabei können auch die Lebensrnittel nicht verschont, werten. Die Umsatzsteuer vereinigt in sich die allgemeine Umsatzsteuer, die lLumssteuer, die Inseraten-, die Modell- und die Depotstener. Mit der Durchführung ter 'Reichseigenen Steuerorganisation wird ter erste Schritt zu einem einlieitlichen deutschen Nationalstaat getan. Die Einzelstaaten haben in anerkennenswerten Bereitwilligkeit das schwere Opfer tes Verzichts auf die eigene Steuerverwaltung gebracht. Das Opfer wird sich für be te Teile lohnen. Muf die selbständige Enstcnz ter Einzelstaaten wird ebenso, wie auch die der Kommunen die weitgehendste Rücksicht genommen »erben. Um die Steuergesetze zu ten in »t genommenen Terminen in Kraft treten m, ist es notwendig, die gesamte Steuerreform noch im Laufe dieses Jahres zu verabschie- ten und damit ein Werk zu schaffen, das au Bedeutung hinter ter der Reichsverfassung nicht zurücksteht, aber auch dem deutschen Volke zum Segen gereichen wird. Die Steuern, die hier beschafft werden sollen und werten, werten für das deutscte Volk eine Wohltat fein; berat nur mit ihnen können wir das schassen, was wir alle wollen, ein neues starkes Reich, aufgebaut auf Gerechtigkeit und Demokratie. (Lebhafter Beifall.) Daraus wird die Sßeiterberatimg Ms Mittwoch nachmittag 2 Uhr vertagt. Schluß V38 Uhr. 25000 Donnen. Die Streiks in Oberschlesien. Kattowitz, 12. Aug. (Wolfs.) Die Pressestelle tes StaatskoMmifsariats meldet: Der Streik im ober schlesischen Kohlenrevier greift weiter um sich. Man kann den Ausstand aus gut 60 Prozent tes gesamten ober ich lefi- schen Kvhlenbergbaues temeffen. Sehr bedauerlich ist wieder ter Schoten, ter ter deutschen Volkswirtschaft durch ten neuerlichen politisäKm Streik erwächst. Nach nur oberflächlicher Berechnung! hürste der Lohnausfall dieser beiten Stveiklage etwa eine Million Mark betragen, ter Wert der ausgefallenen Kohlenförterimg ater vier Millionen. Dresden, 12. Aug. tWTB.) Die Generaldirektion ter sächsischen Staatseisenbahnen teilt mit: Da neuerdings wiederum in ten obccschlesi- idjen Kohlenbezirke Ausstände ter Arbeiter ein- treten, wird die ohnehin außerordentlich ungtim ftige Versorgung der sächsischen Staatseisentzahncn mit Kohlen so verschlechtert, daß bereits in den nächsten Tagen mit einer weitgehenden Einschränkung des Zugverkehrs, insbeson - bere der Personenzüge, gerechnet werden muß. Berlin, 13. Aug. Die weitere Zunahme des Streiks in Oberschlcsieu veranlaßt bi: „Volkszeitung" ju sagen: Es ist cm entsetzliches Bild, wenn man sieht, wie ein Bolk sich selbst Essen, 13. Aug. Tie Förderung, die .. August wie stets am Mouatöcrsden gegen letzten Tag des Vormonats stark zurück- gegangen war, in diesem Falle um mein als 50 000 Doimen, hat sich im Laufe ter Woche langsam wieder gehoben und zwar um etwa 30 000 Tonnen, so daß sie sich damit ungefähr auf derselben Höte beweg! wie in ter gleichen Zeit des Juli. Tie WageugeslelluiU hielt sich ziemlich regelmäßig auf etwa 16 000 Wagen, um mit Wochen- fdiufi stärker zurückzugehen. Tie Fehlziffern id wntU'n im allgemeinen zwischen vier- und fünftausend Wagen. Tie Zufuhren zu den Duiöburg- Ruhrorter Kippern )traten recht 'vcchfelno. Int Durchschnitt betrug die .Kipperlerstung rund 13 000 Donnen. Sic blieb somit gegen die Vorwoche um Über 2000 Donnen täglich zurück. Auch ter Kanalumschlag ter Zechet: zeigte fein einheitliches Bild. Im ganzen bat er sich jedoch gebessert, M ter Mangel an Seftroum aufgehört hat und Kähne zur Zeit in genügender, wcim auch nicht gerate reichlicher Menge zu Hatzen sind. Im Tagesdurchschnitt betrug der gesamte Kanalumschlag rund 'ung meiner Amt- ■* 1 qtwre, uuö 119 tw — 1 Snch, ferne flefegn ■ LüM mit ten Versteigerung Freitag den 15. Augutt dS. 518., nachmittag 4 11 br versteigere ich am («üterhabnbof in Giehev auf Rechnung den es angeht gegen sof. Barzahlung 2 Waggon co. «5 Str. gutes wiesecheu. Versteigerung bestimmt. Zusammenkunft der Steigerer am Güterbahnhos Heusler, ElerichtSvollzieber, Gienen, Bahnhofstraße 2d. SorMlm-Ächod ArM 2- M tawrtmtn, daß kannten nach tx die Worte eiliges -vlTfossung." Artikel 3: Z alle neuernamiM zulrastl Di Serlin, •5® «uftn» Itr ernannt. 1 Die verfass! MlUina Rkl« MNgder irgiemng,ver>- A bestehen. An s M» mg erlass, d, Wes und dei Mmunalverbän instalten sonne > M unverzugli stssungzuvc Die Lerei! Berlin, 13 Wg übet die Seit vi lautet: Aus Grund de iei Deutschen Re Mchsgesetzbl. <5.1 Ä 1: Ml« «hörigen der We iieBersassungdes Zweigst <“■^,4.50 Die ÄS «**&<•* ’S*1*; u-nthirl Alliierten beschäftigte sich am Vormittag mit da Antwort auf die österreichischen Gegenvorschläge Es wird angenommen, daß der österreichische Vertrag im Laufe der kommenden Woche unterzeichnet werden kann. Staatskanzler Renner ist übrigens heute vormittag wieder in St. Germain einge- traffen. Während der achttägigen Abwesenheit Clek menceaus wird der Oberste Rat seine Sitzung« nicht unterbrechen, da ter Minister tes Auswärtigen, Pichon, Clemenoeau vertreten wird. Die Verluste der belgischen Armee. Versailles, 12. Ang. (WTB.) Nach einer offiziellen Meldung ans Brüssel verlor die bei» gi che Armee während des Krieges an Toten 982 Offiziere und 29 600 Man. Im ganzen hoch Belgien 366000 Mann und 14 000 Offizier, mobilisiert. Der Londoner Vertrag. Bern, 12. Aug. (WTB.) Wie ter „Cm> riete" aus Paris meldet, hat Tittoni die Z» stimmung der Verbündeten zum Londoner Bertta- erlangt. Ter Text ist bereits dem FrietenSaus- schuß tes Parlaments zugegangen. Ein Lnfttransportunternehmen in Holland. Haag, 13. Aug. Wie das Korr.-Burv» tarn bestirnte reichte der Seite erfährt, beginnen dir Pläne für die Errichtung einer Unternehmung für Lufttransporte in Holland feste Gestalt anzunehmen. Tas große Konsortium Vicker- Limith wird sich an tem Unternehmen beteiligen. Das Grundkapital soll 10 Millionen Gulden betragen. Tas Unternehmen wird die Passagier- und Postteförterung.innerhalb Hollands bewerb stelligen. Desgleichen. soll eine tägliche Verbindung mittels Flugbooten errichtet werten. T« Orgnajsation hofft Anfang 1920 ihre Arbeiten fertiggestellt zu haben. Tie Organisation umfaßt ten Bau einer Flugzeugsatzcik, von Statten, Werkstätten, eines Flugplatzes, einer Fliegerschule und Die Anlage von Wegen zwecks-Automobilanschlusses an die Eisenbahnlinien. II. a, ist eine Lustverbm- dung Blissingen—Hertogenbösch—Arnheim zum Anschluß an eine Verbindung mit Teutschland geplant. Bergung eines versenkten Dampftrs. London, 12. Aug. (WTB.) Reuter. Ttu Bergungsarbeiten des Dampfers „Lalrentic", ter während tes Underseeboatkrieges an ter Küstr von Tonegal versenkt warten war, förderte eine Million Pfund Sterling in Goldbarren zu Tage. Untersuchung gegen Radeck eingestellt. Berlin, 12. Aug (PrioaiU'legramm.) Di« Untersuchung gegen Karl Radeck ist, wie das „Bert. Dagebl." von zuständiger Stelle erfährt, eingestellt warten. Tie Staatsanwaltschisl stellte bereite ten Antrag auf Entlassung Ratecks aus ter Untersuchungshaft, aber gleichzeitig be» antragte sie, ihn in Schutzhaft zu nehmen. T« Entscheidung dieser Unttäge erfolgt in ten aller» nächsten Tagen. Maubüberfall. Dortmund, 12. Aug. (WDB.) HeaL mittag wurten j'iwi Angestellte tes Eisenwerkrt Union in ter Walzwerkstraße von z^wei jungen Burschen überfallen und dem einen Angestelltm ein Betrag von 12 7 000 Mk. Löhnungsgel- l, ■ <> der geraubt. Die Täter gaben auf die sie verfol- N Wwo . genbeu Angestellten Schüsse ab. Es gelang spät«. 1 einen ter Täter festzunehmen. I Bergstraße 20. —SS-----------»-»-- iiigggCTWw A'st lolomoliltto- und Sehläicli fei 710/90, 760/90, 765/105, 815/105 820/120, 880/120 und 935/135 Angehörigen ter S r.u tenidigen. Artikel 4; T »Mhörigen ter S «ise über die Eid Schwarzburg, <9tr Rnchspräsiden gez. 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Tie Klemhandelsgeschäste haben die eingegangenen Bezugsabschnitte btd spätestens Freitag den 22. d. Mts. auf dem Städt. Lebensmittelamt, Zimmer Nr. 12, abzuliefern und die nicht abgeholten Mehlmengen zurückzuliefern. ___ Gießen, den 11. August 1919. 9385B Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Teigwaren - Verteilung. (Ausgabe Nr. Iß.) Vom 14. bis einschließlich^, d. M. gelangen in ten Kleinhantelsgeschästern bei denen die Vortesicllung erfolgt ist, gegen Vorlage der Lebensmittelkarte und Abgabe tes Bezugsabschnitts Nr. 15 ~ , 2 50 Gramm Teigwaren zum Preise von 33 P sennig zur Ausgabe. Die Kleinhantelsgeschäfte Hatzen hie Bezugs- abschnitte bis spätestens 25. August 1919 tem Städtischen Lebensmittelamt, Zimmer 11, einzureichen. _____ 6 i c ß e n, ten 12. August 1919. 9397B Der Oberbürgermeister (LebenSmittelamt). Bekanntmachung. Tie Auszahlung der Familien- untcrstützungen an die Angehörigen Gefangener, Vermißter, im Ausland durch feindliche Maßnahmen Zurückgehaltener, sowie von Gefallenen, falls deren Hrnterbliebenen-Versorgung nach nicht geregelt ist, findet für die Zert vom 16. dis 31. August 1919 statt: Freitag den 15. August 1919 in ter Zeit von 8—12 Uhr vormittags im Stadthaus, Zimmer Nr. 7. Gießen, den 9. August 1919. 93988 Ter Oberbürgermeister: Keller. Bezirkssparkcisse Gießen. Tie am 1. Juli l. I. fällig gewesenen Zinsen für Darlehen aus unserer Kasse können nur noch in ten nächsten 14 Tagen ohne Kosten bezahlt werben. Bemerkt wird, daß eine weitere Zahlungsaufforderung nicht mehr erfolgt. Greßen, ten 8. August 1919. 92100 BezirkSsparkasse (siießen. Enmfeble Wniöto Mak-Aiziitzt, grieDcitöronre, reine 'Sollt, non Mark 465.- an, PalktalS Mark 495.- la. Zuiaten, beste Verarbeitung, volle Sitzgaranlie Feint Herrenschneidmi Wilh. Balser ML Buchführung Stenogr., Maacb., alle HandeUfäeher. Anineld.tägl. Prosp.frel Beginn der neuen HnlbJahrcsklaMe am 1. Oktober. (n»i Privat-Haadels-Bchnle „Hermes“ GleOen, Balmhof atr.M Kopien, / Bntwicklanioi, V Vergrißeruaeen, 7 wie allo voiloron photogr. Arbeiten ftbornlmwl Med.-Droo.z- Krouzplatz j Abteilung für ^.Photographie Waagen aller Art werd, eichsähig bergest. KarlMchmldt, Neuenweg 4S. 1015811 Regenschirme 4600c Handschuhe, SpazierstScke Kohlen- Transporte von d. Braunkohlengruben Wölfersheim etc. nach Giessen u. Umgeb, übernimmt MwHnul Moltkestrasse 20 Tel. 2131. (^P Telephon Nr. 26M ca Darmstädter Pädagogium von IKI 1270 ittltiilMniMWllMW Privatsebule mit dem Lelirr-iel des Gymnasiums, des Realgymnasiums und der Oberroabchule bis Oberprima. — Vorberetloag aal eilt gchalprttfuagen auch für Damen- — Eintritt jederzeit. atoiD M. Elian, BSerdwc« k»6'/,. vruckarbetten jeder Art fertigt flllrtin und preiswert an 61c vnukerei Justus Christ • Giehen Nur wetzslelnstrab« 38 5,rns»recher Nr. 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