Freitag, 13. Zum 1919 Erstes Blatt 169* Jahrgang Der worden* zunehmen. Die Motive der sogenannte» „rheinischen Republik". Amsterdam, 12. Juni. (WTB.) Schwandet, Oberpräsivcnt von Hessen-Nassau. Berlin, 12. Juni. iWolff.) Der ehe- malige Statthalter von Elsaß-Lothr tilgen, Staatssekretär a. D. Dr. Johann Schwan- Oberpräsidenten dec Sozialdemokratischer Parteitag. Weimar, 12. Juni. Heute sprach.der Ministerpräsident Scheide- m a ti n über die Aufgaben der Partei in der Republik. Er führte aus: Kein Mensch weiß uns zu sagen, rote die Räteverfiassnng eigentlich aussehen soll. Die Projekte sind sehr vt-rschieten. Keiner dieser Revolutionäre hat nur einen ein- zigen Gedmtken produziert, sondern alles von Rnß- land abgeschrieben. Jede Regierung muß sich gegen die Versuche wehren, die Demokratie zu vernichten, wenn nötig mit Gewalt wehren. Ich bin bereit, auch mich für den inneren Frieden zum Opfer zu bringen, aber nie würde ich Kornpro- missen zuslimmen, die die Demokratie Preisgaben. Ter Sozialismus ist vollständig Neuland. Die Die wiedererrichtete Cölner Universität. C ö l n, 12. Juni. (WTB.) Heute mittag wurde durch einen Festakt im Gürzenich die wiedererrichtete Kölner Universität eröffnet. Oberbürgermeister Adenauer hielt eine längere Ansprache, in der er einen Rückblick auf die alte Universität warf, die nächst der Heidelberger die älteste Universität Deutschlands sei. Nun sei nach hundertjähri- gem Schlummer die Universität zu neuem Leben erwacht. Er dankte allen, die daran mitgewirkt haben, namentlich der preußischen Regierung, als deren Vertreter er den anwesenden Unterstaatssekretär vom Kultusministerium, Dr. Becker, begrüßte. Yethmann-Hollweg über denvurchmarsch durch Belgien. Berlin, 12. Juni. (Wolff.) In dem 'teilte erschienenen ersten Band seiner „Betrachtungen zum Weltkrieg" (Verlag Reimar Hob- bing, Berlin) schreibt Bethma nn-D o l l we g über den Durchmarsch durchBelgien: Unsere Militärs hatten nach meiner Kenntnis seit I langem nur den einen Kriegsplan, der auf der untrüglichen und unbetvogenen Voraussetzung ba- üer-e, daß ter M Deutschland äa Lü>er- nicht an. r . „ Braun vom Parteivorstand sagt, es sei mog=* sich, über die Kriegspolitik der Partei zu sprecl)en - aber am wenigsten war Bernstein dazu geeignet- von dem man heute noch nicht wisse, ob er mit beiden Füßen in der Partei oder mit einem Fntze noch bei den Unabhängigen stehe. (Sehr richtig!) Wenn Bernstein für das historische Recht Polens afctf Oberschlesien Verständnis habe, so müsse er es auch für ein historisches Recht Deutschlands auf Elsaß-Lothringen haben. _ . I Adolf Braun (Nürnberg) sagt: Bernstein! hat eine höchst unzeitgemäße Rede gehalten. Es' (ft eine ganz talmudistische Politik, die BernstelM treibt. (Beifall.) DLoch ine ist eine so unsozialdemo-., kratische Rede gehalten worden wie die von 23ern* stein. Diese unerhörte Rede ist über alle Maßen, bedauerlich. Der Vorsitzende der Partei, Her man w Müller, weist darauf hin, daß das Referat Bernsteins ganz zerfahren gewesen sei. Es ser das Gegenteil dessen gewesen, was die Berner Resolution verlange. m _ . Auch eine Frau wendet stch gegen Becnstem. Cohen meint, man hatte die Gegenvorschlag« schon früher machen müssen, als sich die Staats-^ männer der Entente noch nicht festgelegt hatten: statt dessen habe man Erzberger lwble Protest« machen lassen; das sei ein schweres Versäumnis dep Regierung. , _ Minister Dckvid sagt: Er kenne Re gany! Materie, auch das, was sich hinter den Kulnsenj abgespielt habe, und er tömre nur sagen, daß Erzberger mit Energie und Geschick vorgegangen sei.! Eine Illusion fei es, wenn Koten meine, malt, hatte die Franzosen nur zu streicheln brauchen, um, sie günstig zu stimmen. Unser Volk ist in Lebens-, gefahr, und da hätte Bernstein allerdings nicht! sagen dürfen, neun Zehntel der Forderungen feien1 berechtigt. (Bernstein ruft: Habe ich nicht gejagt!) David erwidert: Ich werde mich sehr freuen^ wenn Sie dieses Wort auslöschen können. (Lebhafter Beifall.) , . _ Nach weiteren Erörterungen, wobei Eduard Bernstein erklärt, er habe nicht neun Zehntel ter Friedensbedingungen für annehmbar erklärt, und einem Schlußwort Scheidemanns wird eine Entschließung angenommen, die über die Zumutungen der Entente in Versailles ihre Entrüstung aus, spricht und die Friedensbedingnngen für unvereinbar mit den Grundsätzen der Wilsonschen 14 Punkte erklärt. Die Entschließung klingt aus in einen Appell an die Internationale zum Protest gegen den unerhörtesten Gewaltfrieden der moternen Geschichte. __ • Au» dein Reiche. Die Unabhängigen und die Freiwilligenverbände. L. Berlin .12. Juni. (Priv.-Tel.) Wie d« „B.Z.a. M." erfährt, baten die Verband^ lungen zwischen den Unabhängigen uiu> den Freiwilligenverbä n den einen grot ßeren Umfang gehabt, als aus tert Mittet ungen Noskes auf dem Parteitag tu Weimar hervor- ging. Sie haben sich auf die getarnte NerchSwelw erstteckt und bereits vor mehreren Wochen eingesetzt. Die Beauftragten ter Unabhängigen erklärten den Führern der Freiwilligen-Truppen, dach das Staby nett Scheitemann sich nicht ntebr lange werte halten können, und daß dte UnabhlMgigen dann dte Regierung übernehmen würden Eine Regierung der Unabhängigen aber müjse stch genau wie jete; andere auf eine milttanfcbe Macht stutzen, um te«’ imtere Ordnung aufrechizuerlwlten. Drgjnu sation und Rechte der Freiwilligen-Truppen wür-. den unangetastet bleiten. Die von den Un* abhängigen ins Vertrauen gezogenen Militärs, verlangten, daß ihnen die in Aussicht gestellten, Zusagen schriftlich gegeben würden, was die Un* abhängigen aber ablehnten. Die Führer der Frei-j willigen Tnippcn Hw-n die 'Verhandlungen, m i t Wissen un d Billigung des ganzen Kabinetts weiter geführt, um über bie Pläne der Unabhängigen auf einen gewaltsamen^ Sturz ter Regierung, der für die allernächsten Tage in Aussicht genommen worden toar, genaueres zu erfahren. Zu ter Meldung ter „Freiheit" erklären bti ,,Polilisch-Parlameittarischen Nachrichten", daß der Bericht der „Freiheit" ein falsches Bild vom Verlauf ter Versammlung gebe. Oberst Nein ha r dt hate an dieser überhaupt nicht teilgenommen. *otl . II. " » 10.3« " » 1l.7S " « 18.1! '• » 9.H H«rMStraBe 11 h,ler9asse g Hierauf spricht Eduard Bernstein über die auswärtige Polittk, in der er, tote te* kannt, der Auffassung ter Unabhängigen nahesteht.l Er sagt u. a., daß 7m der Frietensbedingungenl, berechtigt seien, was einen Eittrüstungsiturm unb| Zurufe hervorruft, an denen sich auch die Minister Noste und Bauer beteiligen. Er bespricht einzelne • Fragen und betont bei Oterschlesien, man werde, nur bann zu einer Verständigung kommen, toemr, man die Tatsache objektiv ansehe und sich auch in das hineintenle, was die anderen anführen. Tatsächlich habe Wilson vor kurzem geäußert, er hab« ich überzeugt, daß Deutschland noch das alte seu (Zurufe des Unmuts.) In ter nun folgenden Diskussion wendet ich Scholz gegen Bernstein, der hier nicht Hütte ’agen dürfen, daß neun Zehntel der Frietenste- bingungen berechtigt seien. Ta Eö unten ja die Sozialisten der anderen Läuter zu der Auslassung kommen, auf das eine Zehntel Homme es auch schon frontentrieg sein werd'. Der Kriegopl.au toar: Schnellste Offensive un Westen und wahrend ihrer ersten Dauer Defeusivstellung ter deutschen Trup- i pen im Osten. Erst nach tem erhofften Gelingen ter Westfrontoffensive sollten Aria risse größeren । Stils auch im Osten einsetzen. Nur eine solche Strategie schien die Möglichkeit zu bieten, ter feindlichen Uetermacht Herr zu werden. Zum Glücken ter Westoffensive gehörte aber nach militärischem Urteil zwingend der Durchmarsch durch Belgien. Tie politischen und milttärischen Ju- terejjen stießen hart aufeinanVy Das Unrecht gegen Belgien lag auf ter Ham». Die allgemeinen politischen Folgen des Unrechtes waren zu greifen. Ter Ches des Generalstates, General Moltke, verschloß sich keineswegs diesen Gedanken, er erklärte aber den militärischen Zwang für absolut notwendig. Ich habe meine Ansicht ter feintgen anpassen müssen. Für jeden auch nur einigermaßen nüchternen.Beurteiler traten die ungeheuren Gefahren des Zweifrontenkrieges so nackt zutage, daß es eine untragbare Verantwortung gewesen wäre, von ziviler Stellung aus ten nach allen Richtungen durchdachten und als zwingend bezeichneten militärischen Plan durchkreuzen zu wollen, dessen Vereitelung danach als alleinige Ursache eines eintretenden Mißerfolges gegolten hätte. So ist das Ultimatum an Belgien die politische Ausführung des militärisch als notwendig erkannten Entschlusses gewesen. An meinen Worten, mit denen ich am 4. August unter Unrecht z u g a b , aber zugleich unseren Notstand als un= entrinnbaren, auch das Unrecht suhnenten Zwang bezeichnete, halbe ich auch heute noch fest. Unseren Notstand kann nur ter leugnen, wer die Augen vor ten militärischen Tatsachen böswillig verschließt, und unser Unrecht in Abrete zu stellen, fehlt es noch heute an flüssigen Unterlagen. Daß wir uns auf die absoluten Festungsverträge hätten stützen können, ist eine Ansicht, die keiner näheren .Prüfung standhält. Eine diplomatische Finte wäre es gewesen, die nicht bett Tag überdauert hätte. Neuttalitätswidrige Akte Belgiens waren uns am 4. August nickst bekannt. Tie Dokumente, wonach, belgische und englische Militärs im Jahre 1906 über die mili- tärische Benutzung Belgiens verhandelt haben, sind erst während des Krieges aufgefunden worden. Aber selbst den Fall gesetzt, mir wäre der Inhalt dieser Dokumente bei Kriegsausbruch bekannt g riefen, glaubt irgend jemand, daß auf ihren Vorhalt Velgickw uns den Durchmarsch gestattet haben würde, -ober gar, daß ich nun die Welt überzeugt hätte, wir besäßen ein Recht, durch Belgien zu marschieren? Gewiß sind die Dokumente für Belgien kompromittierend: aber selbst wenn sie noch viel gomprvmittierenter wären, als sie .es tatsächlich sind, hätten sie uns nur davon, entbunden, die Neuttalitätsgarantte von 1839 zu respektieren. Zu tent Einmarsch in Belgien blieben wir nach wie vor unberechtigt, mußten vielmehr, wenn Belgien sich unserem Verlangen nicht fügte, genau wie jetzt Zwang anwenden, d. h. Belgien ten Krieg matten. 9(ber wie gesagt, diese Voraussetzung traf nicht zu. Wie gering übrigens die Heber zeugungskraft der Dokumente »vor, wurde praktisch erprobt. Wir haben die Schriftstücke veröffentlicht, sobald wir sie in Brüssel fanden. Ich habe aber nicht beobachten können, daß die feinte liche Propaganda einen nennenswerten Schaden davon gehabt hat. Tie unermeßlichen Nachteile, die ich durch meine, am 4. August übrigens von keiner Seite angefochtenen Worte Deutschland zugefügt haben sott, eriftieren, tote mir scheint, nur in der Vorstellung derer, die darin ein Kampfmittel gegen mich sehen. Sodann weist Betlstnann- Hollweg sehr eingehend nach, und zwar ausschließlich aus Äeußerungen englischer Staatsmänner, daß die belgische Frage bei ter englischen Kriegsentscheidung eine maßgebende Rolle nickst gespielt Hal. Düstere Aussichten. Der neueste „diplomatische Situations- Berich^' der Agence Havas läßt einen Triumph durchleuchten, daß im allgemeinen ter französische Standpunkt doch durchdrin- /.en werde. Ein Pariser Blatt fügt hinzu, (lemenceau habe die Lage so klar und wir- dmgsvoll dargestellt, daß auch Lloyd George ,pie Augen auf gegangen" feien über die fort* bestehende deutsch Gefahr. Demgemäß soll e? also nur die in dem nachstehenden Havas- bericht angedeuteten Milderungen des Frie- oensvertrages geben, zu denen schwerlich eine deutsche Regierung ihre Zustimmung wird geben können. Die französische Presse verläßt sich auf die Unabhängigen und meint, ein (tibinett, das sie bildeten und in dem cmch Eiberger seinen Postzen habe, verde es schon machen! Wie tief schämend ist es für uns, daß es in dieser 2 tunte Deutsche gibt, die ihrem Vaterland st den Rücken fallen! Herr .Eduard ernftein, der wieder zur sozialdemokratischen Mehrheitspartei gehört, aber im Her- jnt wohl noch Unabhängiger ist, brachte es ititig, auf dem Weimarer Parteitag *u sa- gtn, er fände die Friedensbedingungen der ®ntente zu neun Zehntel für verständlich und lrrechtigt! Aber gefährlicher noch als dieses törichte Wort eines Einzelnen ist doch das bi ab die Enthüllungen Noskes ans Tageslicht gekommene Bestreben der Un- ,p>hängigen, noch vor Friedensschluß die Kgierung an sich zu reiften. Der Feind betrachtet das als ein erlösendes Zeichen! Vielleicht sind damit Herrn Lloyd George iiud) mehr „die Augen geöffnet" worden ois durch den beweiskräftigen Vortrag Alemenceaus! GietzenerAnzelger General-Anzeiger für Oderhesfen AwiMn-rrunddnttk u. Verlag: vruhl'sche Univ.-Vuch- u. Zteindruckerei R. Lange. Zchristleitung, Gefchästsstelle u. Druckerei: Zchnlstr. 7. äuuahme von Lnzeigra f. die Tagesnummer bv3 zum Nachmittag vorher opnejedeVerbindlichkeU Dreis für l mm höhe für Antigen v.34mmvreüe örtlich 15 Pst, auswärts 18 Pst, für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 48 Pf. Bei Platz- vor>christ20°/oAuffchlag. Hauptschristteiter: Ang. Goetz. Verantwortlich für Polittk: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck-, fämtlid) in Gießen D- (55 Ver Ln-bener Anzeige, «rfcheint täglich/ außer tzonn- tmb Feiertags. vezvgrpreir: rtonaU. Mk.1-35, viertel- Drl'ch Mk. 4.O5; durch Dhole- u. Zweigstellen monatt. Pit. 1.25; durch hjePosl Mk. 4.05 viertel- jchrl. ausfchl* Bestellg. f müprecf) - Anschlüße: k,rdieSchriftleitungll2 Verlag,Geschaftsstelle51 UnschriÜsürDrahtnach- «chten: Anzeiger Siehe«. Postscheckkonto: jranffart a. M. U686 Berliner Vertreter des „Daily Herald" hatte eine Unterredung mit dem preußischen Ministerpräsidenten Hirsch, in der dieser erklärte, die Politik der preußischen Regierung gehe dahin, alle Ausnahmegesetze gegen die Polen aufzuheben. Ueber die sogenannte Rheinische Republik sagte der Ministerpräsident, er habe Beweise dafür, daß von gewissendeutschenKapitalistenlO Millionen Mark für Propaganda zugunsteneinesfranzösischenPro- t e k t o r a t s bezahlt seien, die von der französischen Militärbehörde amtlich unterstützt werde. Gewisse Leute in Deutschland wünschten der schweren Besteuerung zu entgehen, die die sozialistische deutsche Republik allen Kapitalisten auferlegen werde und wollten ihren Besitz vor der Nationalisierung schützen. Diese Menschen seien treue Anhänger des alten Sprichwortes, daß der Kapitalismus kein Vaterland fenne. Früher, unter dem Kaiser, seien sie Ultrapalrioten und Anhänger der schlimmsten annektionistischen Pläne gewesen: jetzt versuchten sie den Folgen einer sozialistischen Gesetzgebung zu entrinnen, indem sie sich den französischen Kapitalisten, ihren früheren Feinden, in die Arme werfen. feiner neuen Ansicht aufgingen. Der Grundsatz der Volksabstimmung in Oberschlesien sei angenommen und werde unter llar umschriebenen Bedingungen stattfinten. Die Antwort der Alliierten werde Brockdorff keine andere Wahl lassen, als spätestens am 22. Juni zu unterzeichnen oder Deutschland ten Folgen der Kündigung des WaffenstUlstandes auszusetzen. Foch und General Weygand hätten gestern mit ©lemenceau über den etwaigen Vormarsch der alliierten Armeen ge prochen. Die allgemeine Ansicht sei gestern abend gewesen, Brockdorsf sei zu engagiert, um zu unterzeichnen: das jetzige deutsche Kabinett werde in den ersten Juliwochen durch ein gemäßigt unabhängiges mit Er zber ger ersetzt, das gewillt sei, die Bedingungen der Entente anzunehmen. Der „Motin" gibt .außerdem noch einige Einzelheiten, darunter die Mitteilung, bei Aufnahme in ten Völkerbund werte Deutschland in wirtschaftlicher Hinsicht allen anderen Nationen gleichgestellt. Deutschland und seine Kolonien. Berlin, 11. Juni. (Wolff.) Von zu- 'tändiger Stelle wird uns mitgeteilt: Ausländische Blätter beschäftigten sich neuerdings wieder lebhaft mit Der von der Entente geplanten Regelung der Kolonial- rage. U. a. wird behauptet, die Entente beabsichtige zwar, Deutschland seinen gesamten Kolonialbesitze zu nehmen, seinen Wert aber bei Festsetzung der Entschädigungssumme irgendwie zu berücksichtigen. Demgegenüber kann nur immer wieder der feste Entschluß der deutschen Regierung betont werden, auf dem bereits des öfteren dargelegten Standpunkt, der dem Punkt 5 der Wilsonschen Januar-Kundgebung entspricht, zu beharren. Danach kann Deutschland auf seine Kolonien weder verzichten, noch sie verschachern. In bezug auf seine Kolonien verlangt es nichts wei- tec als sein gutes Recht. Die Kolonien sind für das deutsche Volk eine Existenzbedingung, da es ohne Kolonien nicht möglich ift, dem überschüssigen Bevölkerungsteil Arbeits- und Siedelungsgelegenheit zu bieten, andererseits die Kräfte dieses Bevölkerungsuberschusses der deutschen Wirtschaft nutzbar zu mackien. Die Regierung kann auch dem deutschen Volk nicht zumuten, einen Friedensvertrag anzuerkennen, der es als nicht würdig und fähig behandelt, weiterhin an der Kulturarbeit per weiften Rasse in Afrika und der Südsee teil- Lin haoasberlcht Aber vir neuen Bedingungen. Daris, 12. Juni: (Wolff.) Havas. Tiplo- uuitifcter Situatiousterichst Der gestrige Tag war tirab zufriedenstellende Fortschritte gekennzeichnet. Tie Regierungen haben die meisten wichtigen ^unTte zu einer Lösung gebracht. Man denkt, daß die Antwort der Alliierten auf die deutschen Sfegenvorschläge Freitagnachmittagüber- leicht werden kann, spätestens aber Samstag. Tie Uebergabe wird ohne irgendwelche Feier- (ichfeft in der gleichen Art geschehen, wie bei der Mitteilung der Antworten auf die früheren Noten brockdorfs-Rantzaus. Was die Ents.chädigun- (r n betrifft, hat ter Viererrat beschlossen, in m ursprünglichen Bedingungen, ferne grunte flente Aenderimg eintreten zu lassen. Auch in ter Nassifikation der Schöten wird feine Aenderung Eintreten. Tier französische Vorschlag ist völlig cr erkannt Nwrden. Danach wird die Höhe ter vom ten Deutschen zu zahlenden Entschädigungen licht sofort festgesetzt werden. Die,Deutschen luerben 'nur die Möglichkeit haben, ihre Vor- idtige über die Höhe der Enffchädigmigen, die sst jährlich zahlen formen, zu machen. Eine starre Frhl wird im Vertrag nicht figurieren. Was der schlesien betrifft, wurde die Vornahme eher Abstimmung trotz der Opposition Clö- T-fnceaud angenommen. Immerhin wurde auf Veranlassung der französischen Delegation ein 'mftteft in Betracht fallender Zusatzantrag ange= rammen Es werden für die festgesetzte Frist für die Abstimmung Ausführungs- mantien erlassen. Die Modalitäten ter Zuweisung Deutschlands in den V ö l kerb und tour= nicht 'bestimmt. Die französischen Delegierten Mrden Einwürfe Vorbringen, die sich einem un- inzüglichen oder befristeten Eintreten Teutsch- !ends in den Völkerbund widersetzen. Der Ver- siüg sieht feine Etappen vor. Sobald Deutschland Mitglied des Bundes sein wird, toird es die Ä sichen wittschaftlichen Vorteile bezüglick> der Roh- tosse usw. genießen, wie die anderen Mitglieder. ii wollen, 1' äitiuppen als W Kmvill ifciltaträgen l Englands." Wenn auch Kingsley bei der Begründung der christlich-sorialerr Bewegung mit andern Männern zusammengearbeitet l-at, so war er doch ihr Vertreter vor der Welt intb EverSley der Mittelpunkt der ganzen Organisation. Die Gegner ivarfen ihm vor, daß „der christlich-soziale Gedanke viel zu wenig christlich und viel zu viel sozial" sei. Und wirklich, dieser Priester war eilt Mann der praktischen Tat, der sich nicht um religiöse Lehren kümmerte, sondern mit Wort und Werk Helsen und bessern wollte. Er kämpfte für das allgemeine Stimmrecht, für Volksbildung und Arbeiterschutz, für Bodenverteilung und Produktivgenossenfchaften, gegen die Ausbeutung des Großkapitals und gegen das Massenelend Die Gründung der berühmten Arbeiter-Universität war sein Verdienst, und auch in seinen Dichtungen steht ihm das Resormatorische und Lehrhafte vor dem Künstlerr- schen. Wenn er trotzdem echte Dichtungen schuf, so Sschah es, weil er eine starke und urwüchsige 'gabung war, ein Schriststeller mit einer seltenen KUrt der Wntafe, dessen Sprache eine lvundcr- Arrs Hessen. >Der Siedclungsaussthust der Volkskammer. rm. Darmstadt. 12. Juni. Der Siebe«* l^ngsaus schuß der Hessischen Volkskammer hatte sich heute wieder unter seinem Vorsitzenden Oberbürgermeister Köhler-Worms eingefunbrn, um seine ^Beratungen sortzusetzen. Zunächst wurde der vorn Abg. Schildbach fertiggestellte Bericht über das ,W 0 h n u n g s g r s e tz entgegengenommen. Es wurden nur unwesentlick-e Aenberungen Dorgenviumen. Tie vorgesehenen Vergütungen sollen erhöht werden, da eine Entschädigung des Meiches in Aussicht steht, und ferner sollen die Ausführungsbestimmungen vor der Bekanntgabe der Volkskammer vorgelegt werden. Tas Gesetz soll nunmehr in Truck gehen. Weiber wurde in der Beratung des Landgesetzes in der Nachmittags- sitznng fortgefahren, doch wurden bestimmte Beschlüsse nicht gefaßt. Auch Negierungsvertreter nahmen an deii Beratungen teil. Sicherstellung der Beamten im Falle einer feindlichen Besetzung. Der Beamtenausschuß der Deutschen Volks Partei trat am 2. Juni d. Js. in Berlin zu einer Sitzung zusammen, in der unter anderem Beratungen gepflogen wurden über die Maßnahmen, die sofort zu ergreifen sind, um bei einem eventuellen Sckuntern der Friedensverhandlungen und bei der sich daraus ergebenden weiteren Besetzung deutschen Gebietes die Beamten vor Notständen zu bewahren, wie sie bei der polnischen Okkupation der Provinz Posen eingetreten sind. Es wurde eine sofortige Eingabe an die Regierungen des Reiches und der Bundesstaaten beschlossen, in der gefordert wird: 1. daß die Regierung alle Beamten auffordert, im Interesse der deutschen Bevölkerung auf ihren Posten auszuharren, soweit nicht von dem Feinde Folgerungen an sie gestellt werden, die sich mit ihrem Amtseide und mit ihrer nationalen imd persönlichen Ehre nicht vereinigen lassen: 2. daß die Beamten und Pensionäre finan- licll sichergestellt werden, gegebenenfalls durch ^Vorausbezahlung von Gehalt und Pension auf angemessene Zett; 3 daß in jedem Falle den Beamten, die von den Feinden etwa ihres Amtes entsetzt werden, oder die ihr Amt aus den genannten Gründen nicht weiter ausüben können, der Weiterbezug ihres Gehaltes gesichert wird: 4. daß den Beamten, für alle Verluste, die sie durch die Feinde erleiden, Schadloshaltung zugesichert wird. Feuilleton. Der Begründer der christlich-sozialen Bewegung in England. (ßunt 100. Geburtstag von Charles Kingsley, 12. Juni.) In Deutschland ist Charles Kingsley, dessen IDO. Geburtstag man in England am 12. Juni mit großer Feierlichkeit begehen wird, hauptsächlich durch seinen Roman „Hypatia", der den tragischen Kampf der untergehenden griechischen Welt mit den neuen Mächten des Christentums schildert, bekanntgeworden. Auch sein prächtiger Abenteurerroman „Westward .Ho?" hat bei uns begeisterte Leser gefunden. In England aber gilt der Geistliche von Eversley unendlich viel mehr als ein gewöhnlicher Schriftsteller. Er war eine der führenden geistlichen Persönlichkeiten Großbritanniens, und mit Recht hat ihn der große Sprachforscher May F. Müller „einen Teil des englischen Gewissens" genannt. Er gehörte zu denen, die das Denken und Fühlen des englischen Volkes in der Zeit der Königin Viktoria am stärksten beeinflußten, und in Zeiten bei Not und des.Zweifels hörte man auf seine Stimme wie auf ein Orakel. Heute fehlen den Engländern solche geistigen Führer, wie es Kingsley und Carlyle waren, sonst wäre die namenlose Verletzung gegen alles Deutsche während des Krieges nicht möglich gewesen. Diese Männer hatten nämlich Größe und Bedeutung deutschen Wesens und deutscher Kultur tief erlebt. Tas bewies Kingsley m den Jahren „Ich gestehe offen, wäre ich ein Deutscher, so hielte ich es für meine Pflicht, meinen letzten Schilling, meinen letzten Sohn, ja mich selbst und alles, was mein ist, in diesen Krieg zu senden, damit getan werde, was getan werden muß, und zwar so, daß es nie wieder getan zu werden braucht. Was alle Deutschen sagen können, ist dies: 200 Jahre lang sind Besitz, Leben und Freiheit in Deutschland unsicher gewesen, weil wir nicht einig waren. Die Könige von Frankreich haben Deutschland zum Spielzeug ihres Ehrgeizes gemacht. Seit der sran- zösischen Revolution bat das französische Volk, d. h. alle, die etwas zu sagen und zu tun haben, das Heer und die gebildeten Klassen, ganz dasselbe ge- lan. Das muß am hören. Wir wollen es unmöglich madjen, daß Frankreich sich weiter tu die inneren Angelegenheiten Deutschlands mischt." Die Gerechtigkeit des damaligen Kampfes und der Wiedergewinnung El sa ß-L 0 t hri ng e n s hat er in slammenden Worten betont, die die Engländer an seinem Jubiläum wieder lesen sollten. Uni) wie hier, so stand er stets in seinem Leben auf Seiten der gerechten Sache. Aus dieser idealen Begeisterung heraus ist er zum Vorkämpfer des Sozialismus geworden, der sich um die Mitte des 19. Jahrhunderts in England mächtig zu regen begann. Wie sein Vater wurde er Pfarrer und ans der praktisch« Seelsorge heraus, die er .»s Lfe' WS unseres Bahnhofes ... . „ _____ entstanden, auf der Russen- oder Backsbeim - brannt werden. Sie ist von dem Besitzer der u Holzindustrie in Mücke errichtet worden Ti... Backstein ein vortreffliches Baumaterial für DÄ». Häuser liefert, kann auf guten Absatz der Statt M. Aus dem Hüttenberg, 11. Jimi. dem gestrigen dritten Pfingsttage sollte in kleinen Dörfchen unseres Hüttenbergs eine Fe uk'- wehrübung stattfinden. Schon vor cimatrZc hatten die Bursckyni, soweit fte Mitglieder bi Pflichtfeuerwehr stich, erklärt, sie würden nur ta an der Ucbitng teilnehmen, wenn ihnen hierfikr^ Vergütung von 5 Mk. gewahrt und aufjetbemj Tanz ft euer, welche vor einigen Wochen I dem dortigen Gemeinderat für das TanzverM auf 80 Mk. festgesetzt wurde, auf 25 «Ott. erntff würde. Da ihnen diese Forderungen nicht wurden, versagten sie ihre Teilnahme an Hebung und gaben ihre Ausrüstungsstücke L Qinixn berc i Endigung 115 W w Atts Stadt «nd Land. Gießen, den 13. Ium 1919. h». «ücke über die Fahrten der „Emden" und „Ayeäha". Auf Einladung der dentschnarronalen -Bolkspartei sprach^eftern abend Kapitänleut- ramt von Mücke in dem trotz Unwetters über* »tollten Saale des Hotels Einhorn. Nach kurzer Ansprack>e des Oberpostsekretärs Kohl ha a f e, ber seiner Freude darüber Ausdruck gab, daß ber nationale Gedanke eine so zahlreiche Hörerschaft zu sammeln vermochte, um den Erzählungen deutschen Heldentums und deutscher Mauneskraft zu lauschen, kamen durch Frau Mendelssvhn- ^Bartholdy, zwei vaterländische Gedichte zum Vortrag. Tie schlanke, sehnige Seemannsgestalt des Ayefahelden war wohl den meisten der Anwesenden nicht ifremd, und so wurde Kapitänleutnant fvo u Mücke beim Betreten ber Bülme mit lebhaftem Händeklatschen begrüßt. In knappen, schlichten, oft mit trockenem Humor gewürzten Sätzen, ohne jedes rhetorische Beiwerk, schilderte er in mehr als zweistündigem Vortrag die Wickinger- ■frfbrten der ..Emden" und „Ayesho" bis zu feinem . Eintreffen in Konftanttnopel und wußte die Zuhörer bis Äum letzten Worte in Bann halten. Vorn Kriegsausbruch in den oftasiattschen Ge- -toäfkrn überrascht, machte die .,Emden" zimächft einen kleinen Absteckrer vor Wladiwostok, um bann nach Tsingtau zurückzukehrrm. Nach Auffüllung fber Kohlenbunker, iyre Proviant- und Munitrons- kammern gings in die Sübfee, wo der Kreuzer hei einer weltverlasfenen Insel mit dem Gcschwa- >brr des Grafen Spee zusammentraf. Ter Vor- -sÄag des iEmbmkommandcmten, Müller, sich mit ;feinem Schiffe von dem Geschwader zu trennen und eine ^kreuzerfährt in den Indischem Ozean .zu unternehmen, fand zur Freude aller Embem- feirte die Zustimmung des Grafen Spee. So wurde westwärts gesteuert, dem Golfe von Bengalen zu. :5n brr Nackst bes 10. Septembers wurde hier ber erste Dampfer gekapert. Obwohl ein Grieckw, mußte er daran glauben, denn er batte Barm- ItMrre geloben. Nun l>atte es die „Emden" be- volle Pracht ber Bilder und Wucht ber 9Borh weist. Seine schwungvollen Balladen sind gut des Volkes geworden. Für seine Ideen iw™ er noch mehr, als durch seine Predigten, mit Kig Romanen. Sein erster Roman „Gischt, d«^ Bekehrung eines reichen, in Wohlleben versu^sv Mannes zum Vorkämpfer der sozialen schildert, gewann tveite Kreise des englischcnv'' gertums für die neuen Ideen, und noch Erfolg hatte sein auch künstlerisch höher zweiter Roman „Alton Looke", die !T örrgemüse Mtft Verkauf Ferner werden liefen ihr sozusagen in den Rachen. Manchmal konnte sie 6 Tampier an einer Stelle zu den Fischen sckstcken. 1 Währeno der erste am Wegsackm war uno mir noch die Schornsteine aus dem Wasser tagten, waren schon Nummer fünf unb echs in „Bearbeitung"'. Tas Verhalten ber englischen Besatzungen war fast immer dasselbe: erst dumme Geiidstcr, bann tüchtiges Geschimpfe auf bie ejgene Regierung unb zuletzt eine allgemeine Sauferei, um die Whiskyvorräte nicht umkommen zu lassen. Im übrigen betradyteten die Engländer bie ganze Versenkerei als Sport, unb bie englischen Offiziere erleichterten Kapilän Müller feine Arbeit nicht unwesentlich, so baß er meist fdpn im voraus wußte, ivann unb welcher Dampfer ihm als nächste Prise begegnen würde. Bald vereinsamte das Meer unb die „Emden" machte der Abwechslung halber einen Abstecher vor Madras irnb schoß die dortigen Oeltanks m Brand, um so der ßu Ehren der soundsovielben angeblichen Vernichtung ber Emden vetanstaltelen Feier eine würdige Belcudjtung zu liefern. Tie gewöh-nlidjni Handelsstraßen lvaren von nun an verödet. Turd) Zufall entdeckte Kapitän Müller dtn Geheimkurs und bie „Groben" machte wieder reiche Beute. Als die Engländer wieder ihre Schiffe zurück- hielten, sah sich Müller nach einem anderen Arbeitsfeld um. Bei Morgengrauen lief der Kreuzer in den befestigten .Hafen von Pulo Pinang, der Basis der zur Vernichtung der „Emden" auf- Igebotenm anglo-srauko-japanischen Schiffe, ein. Tas kühne Hnfawnstückdjeu endete mit der Ver- uidrtung des ruflifchen Kreuzers „Schemtfchug" und eines französischen Torpedojagers. Tic drahtlose Station aus der Keelingsinsel war der „Em- edn" schon lange ein Dorn im Auge. Da das Meer ausgcstorben zu sein schien, wurde diese Insel ausgesucht und die Station zerstört. Hier erfüllte sich nun das Schicksal des kühnen Seehelden. Die Landungsabtcilmig unter v. Mückcs Führung hatte ihr Werk fast vollendet, als die „Emden" von dem an Schnelligkeit und Bewaffnung weit Überlegenen australischen Kreuzer „Sidney" angegriffen und nach tapferer Gegenwehr bcmidjtet wurde. Tie Landungsabtcilung, etwa 50 Mann, verlieh bann auf einem kleinen alten und schon längst für seeuntauglich erklärten Schoner, der im Hasen sein Gnadenbrok fristete, die Insel. In drastisd)er Weise schilderte Kapitänletitnant von Mücke die an Schwierigkeiten und Entbehrungen reiche Fahrt nach bein holländischen Hafen Padang. Nachd,'.ro den holländisdjen Behörden, die die kleine zerbrechliche „Ayesha" unter allen Umftänbcii am Auslaufen verhindern wollten, ein Schnippchen geschlagen war, ging es ohne Karten, ohne Naoigationsinstrumente usw. durd) den Persischen Golf nach dem Roten Meer und nach langer, beschwerlicher 'Fahrt wurde vor dem arabischen Hasen Hodeidah Anker geworfen. Doch batte die Odysse hiermit noch lange nicht ihren Abschluß gefunden. Tie eigentliche Leidenszeit der Embcnleute füllte erst beginnen. Schwee- Hatten sie unter den ewigen Verräterei en des Türken, unter ber Unbill bes Klimas unb den häufigen llebetfallen räuberischer Beduinen zu leiben, bis bas tapfere Häuflein, genau fiebert Monate nach Verlassen der „Emden", am 9. Juni, die österreichisch-ungarische Grenze erreichte. noch Zitronen 6 Stück zu 1 Mk. und Dörrobst oas Pfund Ku 5 Mk. abgegeben. "Freibank. Samstag, 14. Juni 1919, werden von 1—4 Uhr bie Nrn. 3001—3200 beliefert. I in dem armen Dorf Eversley mit hingehender Aufopferung trieb, wurde er zuro Prediger des Sozialismus, der für ihn in dem Bekenntnis gipfelt: „Frohe Botschaft den Armen, Befreiung den Gefangenen, Heilung denen, die gebrochenen Herzens sind, Licht den Unwissenden, Freiheit den Unterdrückten und den niedergehaltenen Massen das gute Jahr des Herrn, d. h. für sie und ihre Kinder ein Besitzrecht imb einen Anteil an dem Boden, dem Reichtum, der Kultur unb Regierung heute abgebaltenen Stadlverorbnetendr». f a m m 1 u tt g wurde folgendes verhandelt & Voranschläge für bie städtischen Betriebe füt hL. Jahr 1919, die m Einnahmen und AusgabenÜL folgt ab schließen, Eleltrnitätswerk 131000 MD Gastverk 406 000 Mk., Wasserwerk 102000« , unb Krankenhaus 46 600 Mk., werben gemhM | Ueberschüsse wie in Friedens zetten liefern die« triebe schön feit einigen Jahren nicht mehr, bä formten 9(bfdxretbungcn unb Schulbentilgung «s recht erhalten werden. Der Voranschlag der Stab Mießt in Betriebs- und Vermögensrechnungn-u 1 31b 000 Mk., eine Summe, bie noch »icraal - erreicht würbe. Au Gerocinbesteuern sollen uii gebracht lvcrben >695 000 Mk., bas sinb gegenbf Vorjahr über 250000 Mk. mehr. Diese aitforberungen such begründet durch Steh der Bearotengehälder, Arbeitslöhne usw. Ausschlag für die Gemeindesteuern konnte nicht festgesetzt werben^ ba bie Grundzahlen Staates, die als Unterlagen bienen, noh eingegangen sinb. Da es voraussichtlich die Sitzung war, die vor ben am Sonntag ftatifi den Stadtverorbnetenwahlen ab ten wurde, dankte Bürgermeister Tr. Kayser h ans scheidenden Mitgliedern des Kolleyiums ihre treue Mitarbeit int Namen ber Stadt. ^(6 u 10' 12? hültti. In nWto ist eine große Ziegelbrennrvi -<■ ‘ ---- 'ne g». M « Ä NS Ti dr *7 j *♦ Gewitter. Aus der Spülwasser- temperatur des gestrigen Tages, die bis zu 32,5 Grab stieg, braute sich endlich in ben Nachmittagsstunben ein Gewitter zusammen. Von allen Seiten zog es sich zusammen, um gegen 6 Uhr über den Schiffenberg her überraschend schnell herauszuziehen. Die elektrischen Entladungen waren nicht allzu heftig. Dafür setzten mit Unterbrechungen starke Regengüsse unb Hagel sch läge ein. Haselnußdicke Körner prasselten an bie Fensterscl)eiben unb richteten in oen Salatbeeten unb an ben Erdbeerkulturen erheblichen Schaden an. Die Niederschlagsmenge betrug 8,8 mm. Damit ist der Feuchtigkeitsbebarf ber Wiesen unb Felber bei weitem nicht gedeckt, aber es ist doch in der ganzen Natur ein Aufatmen zu bemerken. Die späten Abendstunden, in bie ab unb zu ein ferner Blitz hinein wetterleuchtete, waren mich ber unerträglichen Hitze des Tages wunderbar erfrischend. Da es sich nur um örtliche Gewitterbildung handelte, wurde die allgemeine Wetterlage nicht beeinflußt Schon in ber Nacht klärte es sich wieder auf. Der heutige Morgen erstrahlte in herr- lidjem Sonnenwetter. Leichter Wind verhindert ein neuerliches Ansteigen der Temperatur zu der drückenden Atmosphäre der letzten Tage. **Die Auszahlung der Familien- tnnterftübhingen an die Angehörigen der (taxf) tm Heeresdienst Befindlichen für 16. bis 30. Juni 1919 findet Samstag, ben 14. Juni von 8—12 Uhr vormittags im Ändthaus Zimmer Nr. 7, statt. **Obstbaumschäblinge. Die Raupenplage scheint von Jahr zu Jahr in ben Obstanlagen zuzunehmen. Die Larven bes Froftspanners, bes Ringelspinners, bes Goldafters, besonbers aber bes Baumweißlings, haben bereits große Verheerungen an den Obstbäumen angerichtet. . *♦ Der Golbregen blüht. Seine Blüte ist giftig, daher sind Kinder davor zu warnen. *♦ Der Lahnkanalverein bäh am 28. Juni, nadynittag-s 43/< Uhr, in Weilburg, Hotel Deutsches Haus, feine elfte ordentliche Hauptversammlung ab. Näheres ist aus dem Anzeigienteil zu ersehen. ** Einen zweiten Bolksho chschul- k u r s u s für Arbeiter und Angestellte vevanstallet vom 16—28. Juni in ben Räumen bet hiesigen Universität bie Zentralstelle zur Förderung bet Volksbildung in Hessen. Wir werden aus Einzelheiten noch zurückkomroen. ** Die Gießener Baugenossenschaft (tettte sämtliche Graswcge, die in ihrem Baugelände liegen, dem Kaninchenzuchtverein zuro Preise von 8 Pf. pro Quadratmeter zur Abemtung des Heus zur Verfügung. Der Preis ist als sehr entgegenkommend zu bezeichnen, sind doch bei oen Versteigerungen Preise von 20 bis 30 Pf. erzielt worden. ** Im Lichtspielhaus gelangt bis einschließlich Montag „Das bufbenbe Weib", mit Theodor Loos in der Hauptrolle, zur Aufführung; außerdem tritt Franz Hofer in seinem neuesten Filmschauspiel „Heimat" auf. ♦* R adspor t. Am Sonntag hält der Gau 9 a. des D. R.-B. sein erstes diesjähriges Rennen ab. Der Start erfolgt 6,30 Uhr morgens am Schützenhaus. Landkreis Gießen. rot. Hungen, 13. Juni. Mehrere über unsere Gemarkung ziehende Gewitter brachten uns gestern abend 'nach ber drückenden Hitze der letzten Tage etwas Abkühlung und ben Fluren, wenn auch nicht ehren durchgreifenden Regen, so dock eine bedeutende Erfrischung. Es war aber irtdj die höchste Zeit, denn in Held und Garten sah es trostlos ^aus. Während in den letzten Tagen die Gewädüe fdjlaff und welk standen, bietet jetzt die Natur -wieder ein erfreuliches Bild, alles ftdjt frisch und neugestärkt. Allerdings wäre ein anhaltender, mehrtägiger Regen nötig, um das aus- getrocknete Erdreich nuhurocidjcn. Gießen und Umgebung wurde cruSgiebiger rott Regen bedacht, dagegen dürfte 'die Wetterau nur wenig Regen bo tzommen haben. .— Tie Heuernte ist im Gange. Kreis Büdingen. ht. Hirzenhein ,13. Juni. Auf der Grube „Amalie" wurden am Tomierstag vonnitlag 11 Uhr die Bergleute Beck und Schneider, Vater mtb Sofjn, falle drei aus Lixfekd, infolge Zubruch- dekan -Limburg.HFmn. DrÄvrragrn-e rztt haben die zahlreichen Pocken- ? tote 5 ifitttnber BAD-NAUHEIM Telephon 65 Lndwlgstraße 13 rlchtrrng! a 2ld?iuitg! «98OC QT7odebaus Qalomoi < j •// V öuisien CJ' Schuh!rat'. 0 im Freien ons® Wirtschaft z^Burg. Gut erhaltenes '68 Äauna'°°n^ l" an' FD"dtii-Llilksarbcil seriigung Ntrelehfertl* liefern Massenfabrikation ener i «nm dem sind für All und B e Ver- nicht ordern des Stollcrnuci: m Ramm der Stadt, n-Nassau. mlstreik. M., 12. Ium. Stil rt. Neustadt, 13. Juni. Eine vorbildliche orge Ixit die hiesige Stadtverwaltung getroffen, fic ein Stück Wald abholzen ließ und als ioffclland bedürftigen Einwohnern zur Verfü- stellte. er Gesamtertrag des Titel 1 beläuft sich auf 3764 ML. gegen 35 947 Mk. im Vorjahre. Ter Verkauf von Grundstücken, ttai. Schon wr ems fotoeit sie MM, tßbt, fit rouMw iCT, mm ümm gooätet unb Waldeck und GroMessen. Marburg, 12. Juni. Eine Abordnung llff HteadhrÄr Arolscr Landesvertretung ist zur Bera- »der des Anschlusses von Waldeck-Pyrmont an iUlS^Sbcuifteufeen nach Berlin abgercist. So berichtet Ewtztet tojtben Hess. Landesztg.". Wir wollen anneh- f daß es sich hier um das Betreten der Absatz btt Stufe zu dem Freistaat sA. r o ß h e s s e n Msstand der Metallarbeiter? guhfi. Konrad Beeker 011562 Riegelvsad 21. Womyer * Splesmaeher Cbeni. Produkte, Giehen, Bletchitr. 1Ä (Tel. 277. Dskld. „Hupfeld’s Diele“ Täglich abends: trstklass. musikal. Darbietungen. Nachmittagstee Konzert iit De Teilnchne a fct wWg! Miidien aller irl !Sl£ÄStSS Wert ite BrUlub Oelw.-Dreekerel, 8. fceaee. tteftM, <, lLß t Sonntag den 15» Juni 1919 Große Tanzmusik vorgesehen. An Ausgaben sind veranschlagt: gemeine Verwaltungs kosten soldungen 22 409 Ml gegen 10925 Ml. im der Rheinpfalz an der oberen Haardt und an der Nahe, machten sich jedoch auch im benachbarten Gebiet fühlbar. Sie wurden herbei- geführt durch die Zufuhren ans den Ententeländern, mehr aber noch durch die Angst der Schleichhändler und Wucherer, daß sie mit ihren ausgehäuften Waren sitzen bleiben würden. Ernst Hupfeid’sche Weingroßhandlung । Hervorragende Weine. — Versand nach auswärts. Stabttttoeiternngsfonbs 1919. Der Voranschlag der Stadt Gießen für 1919 rtbf im Anhang die Voranschläge der ftäbiifd?cn Kbenlassen. Hiernach schließt der Voranschlag ks Stadterweiterungssvnds in Einnahme rnib usaabe mit 66 880 2)11, im Vorjahre mit Aufenthalt in Bädern, Kurorten, Genesungsftätten, Trinkrasylen usw. 5100 Ml, für Verpflegung in der Provmzialsiechenanstalt 6000 Ml. Die Kinderpflege beansprucht: als Aufwand für in Familien untergebrachte Kinder 34 400 Mk. (im Vorjahr 25 700 Mk.), als Aufwand für in Familienpflege untergebrachte Zwangszöglinge 7100 Mk., für Kosten der Unterbringung in Erziehungs-, Blinden- und Taubstummenanstalten 20 000 Mk. (im Vorjahr 15 500 Mark). Für Unterstützungen auswärtiger Armenverbände an Personen, die ihren Unterstützungswohnsitz in Gießen haben, sind 5000 Mk. hinzuzusetzen, gegen 3500 Mk. im Vorjahr. Als Ergänzungen der öffentlichen Armenpflege sind vorgesehen Beträte mit 500 Mk., aus Stiftungen 2052 Mk., Kleiderausrüstung entlassener Kinder 2000 Mk., Reservefonds 108 Mk., auszuleihende Kapitalien 69 Mk. ELngesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Die Fraktionsbilvung unter den Stadtverordneten. Mit KopssckKtt-eln werden viele unter uns von dem Beschluß gelesen haben, wonach unsere new gewählten Stadtverordneten tTjre^rtze nach Parteien emnehmen sollen. Ist es uns doch fd#xt schwer genug geworden, Männern unsere Stimmen zu geben, die ihren Platz aus der Liste keineswegs ihrem Interesse oder gar ihren Leistungen für die städtischen 2lmg.legenheiten, sondern lediglich ihrer Zugelwrrgleit zu einer pvlitisclpen Partei verdank-- ten. Und mm soll diese Parte^ugchörigkert auch noch Einfluß aus die Gestaltung ihrer künftigen Tätigkeit im Stadtrat ausüben. Man mag sich mühen, wie man will, es ist schlechterdings fcüi Gegenstand erfindlich zu machen, bei dessen Beratung oder für dessen Durchführung die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe unter den bürgerlichen Parteien irgendwie ins Gewicht fallen könnte. Jetzt aber sollen wir es womöglich erleben, daß die Fraktionen als solche Vorberatungen halten, und daß gar der einzelne seine abweichende Ansickst dem Mehrli-ertsbefchluß feiner Gruppe uw- terzuorduen hat. Man sagt freilich itnid) unseren bisherigen Stadtvätern nach, daß das Parteiwohl ihnen gelegentlich über das allgemeine gegangen sei. Aber mit so nackter Deutlichkeit wie bei deui- letzt kundgegebenen Beschluß ist die verderbliche Verquickung parteipolitisckjer Gesickstspuukte mit Lommunalen Interessen uns doch nicht entgegen* getreten. Wir erwarten von unseren 'künftigen Stadträten, daß sie, ein jeder für sich, durchaus selbständig und ohne vorgefaßte, gar von einer Partei diktierte Meinung an die gewichtigen Fragen herantreten, zu deren Entscheidung sie berufen sind. Wer nichk in der Lage ist. sich auf Gnmd persönlicher Beschäftigung mit dem Gegenstände seine eigene Ueberzeugung zu bilden, sollte sie ihn auch in Gegensatz zu seiner Partei führen, mü> wer nicht entsprechend dieser ferner Ueberzeugung seine Stimme abgibt, der wird bald bemerken, daß er das Vertrauen der Bürgerschaft nicht besitzt. Kr. 43 vom 12. Juni enthält: Beranntmachung betr. Abänderung der Bekanntmachung vom 23. Oktober 1918, den Verkehr mit Schlacht-, Nutz- und Zuchtvieh mid dessen Beförderung betreffend. Vom 4. Juni 1919. — Bestellung eines,Rechners der Provinzialkasse Obcrhessen. .— Fleischbeschau. — Straßensperre. — Anbau von Flachs. Als Rechner der Prv v i nzialkasse Ober 5 c ff en und ihrer Nebenkasscn (Wasserwerk Jstheiden und Elektrische Ueberlaudanlage, Bau» ist i Airols Pfaff vom 1. Juni 1919 an bestellt worden. .Für diese Kassen ist ein neues PostschecKontv unter der Nr. 26 387 bei dem Postscheckamt Frankfurt-Main .eröffnet worden. Fleischbeschau. Durch .Verfügung vom 28. Mai 1919 hat das Hessische Ministerium des Innern die;vom Kreisamt beantragte Erhöhung ber Gebühren für die Landgemeinden des Kreises Gießen auf,2 Mk. 25 Pf. für 1 Stück Großvieh, 1 Mk. 10 Pf. für 1 Stück Kleinvieh und 30 Pf. für 1 Ziegenlamm mit Wirkung bis zum 31. März 1920 genehmigt. ,rjr Zugleich ist die Erhöhung der den Fleischbe- schauern in;ben Landgemeinden des Kreises Gießen zu gewährenden Gebühren auf 1,50 Mk. für ein Stück Großvieh und 75 Pf. für ein Stück Kleinvieh für die Zeit bis zum 31. März 1920 ichin schon IciHog^-fi en Feiertag bereichet enbahilverlehr. Dbbeii v U1._, ____________ _____ chcheuü üueiiel^lt. JL <^13, Kurvillen und das Kurhaus sind von » diesen Kulturträgern vollgepfropft. — Eine nette Xitd 10, Verzinsung der Kapital- schuld, weist 27982 ML gegen 64 998 ML tm Vorjahre auf. Die Kapitalschuw an die Stadtkasse beträgt nach dem ALstlstuß der Rechmmg für 1917 2 717 468,89 Mk. In 1918 werden voraussichtlich neu ausgenommen 33 000 Mk., abgetragen 33 000 Mark, Summe 2 750 468,89 ML Hierzu ist verzinslich die Kapitalschuld am 1. April 1917 mit 2 701600 Mk. An Zinsen hieraus sind zu l°/o vorzusehen 27 016 ML Ter Voransastag bemerkt hierzu: Tie Rechnung des StadterweiterungsfondÄ schließt feit vielen Jahren mit erheb lichen Fehlbeträgen ab, die durch Kaprialaufnahme gedeckt werden mußten. Tas Anwachsen der Kapi- talschnlden muß aber verhindert werden, da eine Deckung Tyierfür aus einer Wertsteigerung des Grundbesitzes nicht zu erwarten ist. Daher ist die Auflösung der Neben lasse und ihre Aufnahme in die Rechnung der Stadtkasse lierbeizu- führen. Mit Rücksicht auf die hierdurch eintrctende Belastung der Betriebsrechnung der Stadtkasse kann nur ein allmählicher Abbau durch Herabsetzung der an die Betriebsrechnung der Stadtkasse abzu führenden Kapitolzinsen in Frage kommen. Hier wird eine Herabsetzung der Verzinsung aus lo/o vorgesehen. Von 1917 an sind die zum Ausgleich der Rechnung erforderlickLN Kapitalaufnahmen nicht mehr zu verzinsen. Titel 11, Schuldentilgung, Seht für 1919 18 000 Mk. vor gegen Nichts im Vorjahre. Titel 13, Reservefonds, sieht zur Bestreitung unvorhergesehener Ausgaben 1185 Mk. vor gegen 1196 ML tm Vorjahre. Ta der Ankauf von Gebäuden und Grundstücken nicht beabsichtigt ist, wurde in Titel 15 hierfür eine Ausgabe nicht vorgesehen. Die Uommunalwahlen. Q. Bad-Nau heim, 11. Juni. Aus Veranlassung der U. S. P. sprachen gestern in einer schwach besuchten Versammlung Stadtverordneter Plewe und Frau Schulz, teibe aus Frankfurt a. M., über die bevorstehenden Stadwevordneten- wahlen. In der Hauptsache setzten beide Redner sich mit den Mehrheitssozialisten auseinander, denen sie vorwarfen, den Sozialismus verleugnet zu haben, und ihre Partei als diejenige bezeichneten, der die Zukunft gehöre. oz. Grebenau, 12. Juni. Sonntag den 15. Juni .findet die hiesige Gerne in der als- Wahl statt. -Es wurde- nur ein Wahlvorschlag aufgestellt Hoffentlich juerben sich auch bei der bevorstehenden Bürgermeisterwahl teilte Schwierigkeiten ergeben. Ter biMrige Bürgermeister Ebcl soll, wie aus der Stimmung der Gemeinde l)er- vorgeht, wiedergcwählt werden. Da unser früherer Beigeordneter verstorben ist, so ist ein neuer Kandidat dafür auszustellen. Als Bewerber soll Jo- honnes Kranz 3. in Betrackst kommen. Aur bem Amtroerkünbigungrblatt. Das Amtsverkündigungsblatt Nr. Voranschlag ber Armenkasse für 19;9. Ter Voranschlag schließt in Einnahme und Ausgabe mit 238 000 Mk. gegen 174 000 ML im Vorjahre. Aus eigenem Vermögen hat die Armenkasse an Einnahmen zu erwarten: 1. Von Gebäuden und Grundstücken 3528 Mk. (hu Vorjahre 2438 ML) Tas Grundvermögen beträgt 1 1/9 751 qm- Hiervon befinden sich in Selbstverwaltung 1632 qm, vermietet sind 41 qm, verpackstet 147 389 qm, brach liegen 449 qm. 2. Kapitalzinsen 18 740 ML gegen 15 080 Mk. im Vorjahre. Tas zinsbringende Kapitalvermögen beträgt 2 437 752 Mk. 3. Ans Stiftungen 13 045 Mk. 4. Uebriggebliebene Stiftungszinsen 30 ML 5. Zuschüsse 186 000 ML gegen 107 000 Mark im Vorjalste, die von der Stadtkasse zur Teckung von Mehrausgaben vorausfickstlich benötigt werden. „ Vrieskasten der Redaktion. v. A. Falls .Bedürftigkeit vorliegt, erhalten die Angehörigen der Kriegsgefangenen die Fa- milienunterstützuna. Im vorliegenden Falle war der Sohn der Gesuchstellerin wohl noch aktiv dienend Tie Angehörigen dieser Leute (Aktro-Tie- nender) erhielten ab 1. 1. 19 keine Familien- Unterstützung. । Doch ist diese Bestlmmung nun hneber aufgehoben mit der Maßgabe, daß den Angehörigen Gefangener die Famitiemmterstützung ab 1. 4. 19 wieder zusteht. Es empfiehlt sich, hier an das Landesratsamt ober wohl besser an den Regierungspräsidentnr Beschwerde einzureichen. - RlrchUche Nachrichten. Israelitische Hdigionsaemcinbe. Gottesdienst in ber Syn. (Süd-Anl.). Samstag den 14. Jnni.. Vorabd.: 8 30; morg.: 8.30; abds.: 8.55 u. 10.35. — ösraelitische Religionsgesellichaft. Sabbatseicr am 14. Juni. Freitag abd.: 8.0Ö; Samstag norm.: 8.00; nachm.: 4.00; Sabbatcmsg.: 9.35. Wochen- gottesd.: morg. 6.30, abds. 7.3(1__ SamUag den 84. Jum Tanzvergnügen auf der „Karlsruhe“ Anfang 7 Uhr. 011666 Anfang 7 Uhr. Vorjahr. _ w . Schreibmaterralien, Drucksachen, Buch- binderkosten, Bureaukosten 2500 Mk. (im Vorjahr 1000 ML). Steuern und Abgaben. 1919: 1500 Mark; 1918: 1000 Mk. Für offene Armenpflege. Unterstützung zur Miete für hiesige Arme 22000 Mark, Barunterstützungen in Geld 14 000 ML, insgesamt 36 000 Mk. gegen 31 000 ML in 1918. Naturalunterstützungen an Kartof- fein 3000 ML, sonstigen Nahrungsmitteln 3000 Mark, an Kleidung und Schuhen für stadtarme Personen 10 000 ML, für ortsfremde Personen 1000 ML, an Heizmaterial 5000 ML, insgesamt 22000 Mk. gegen 12 600 Mk. int Vorjahr. Die, offene Armen pflege beansprucht: für Behandlung Stadtarmer mißerbalb der Kliniken 950 ML, Hebammenkosten 1500 ML, Heilmittel und Bäixr 1700 ML, Beerdigungskosten 5000 ML, Reise- und Transportkosten 3100 ML, Pflegegeld für erwachsene Personen 1700 ML Die geschlossene Armenpflege verlangt an Aufwendung für Behandlung und Verpflegung von Kranken in den Kliniken, der Herberge und im Hospital 43 000 ML (im Vorjahr 32 000 ML), Jrrenpflege 8000 Mk. (im Vorjahr 5500 ML), Fürsorge für Gebrechliche 4000 ML, Für Händler u. Hausierer Aluminium- Eßlössel Gabeln u.Teelöffel liefert zu billigsten Preisen gegen Nachnahme |70UA H. Kaiser, Lüdenscheid t Wests., Postfach 61. »r- Preisliste frei. “W Versand in leinenen Klöppelspilzen Coupons und Reste auch an Private. 6965 Barmer Cpitzeulaaer Georg Reinhardt. Benrath ab bis auf weiteres für den Fuhrwerksverkehr gesperrt, x Anbau von Flachs. Das Kreisamt bringt zur Kenntnis, daß die gesamte Flachsernte vor wie nach beschlagnahmt und abzuliefern ist. Tie Ernkaufszentralstelle ist J-olmnn Döring in Fulda und der Unteraufkäufer für den Kreis Gießen Moritz Vlumenseld in Kirchhain (Bez. Kassel). Jeder Landwirt, 'welcher Flachs zur Ablleferung bringt, lhat Anspruch auf Rücklieferung von Leimvand, Drillich, Scilerwaren, Vindegarn, Zwirn ustv. Vermischtes. ♦ Lebensmittel-Preis st urz in der Pfalz. Die augenblicklichen politischen Ereignisse in der Pfalz haben große Preissenkungen herbeigeführt. In Zweibrücken wurde an den letzten Markttagen von Landfrauen Butter zu sechs Mark feilgeboten. Feine Leberwurst fiel auf 5,50 Mark das Pfund, Hülsenfrüchte auf 2,75 Mark Diese Preisermäßigungen erfolgten besonders in .Hupfeld's Weinstuben“ Frühstückskarte. 4861V Eine künstlerische Sehenswürdigkeit. ------ „Hupfeld’s Privat-Hotel“ Stallung. — Autohalle. S”™' ’«4 h»- jtetungbe'^Rjuy.xwp,,. 47VUkll, inEsckchofen als echte Pockenerkrankun- Kt Äderen (äL festgestellt. Auch in Limburg ist ein neuer , ^iwnE^k^llenfall vorgekommen. . _ ______ LtzM' WWW Mui SMEa Motorrad su kaufen gesucht. Walichst starkes modernes Modell. Gefl. aus- *Ni'L Offerte unter H. E. 8132 an die Eep. ,v CPfcW/as leiden? Dann verlangen 3-e hortenloa unfern Pvo/peKi Sie /ptirep viel Äpges». Ä&elx. ätfimereen u.Celd. W. Webel, Marktftr. 14. XcL 1255. Junges, ruhiges, kinderloses Ebevaar (Stnuf* mann) sucht per sofort od. später 2—4-Zimmer> Wohnung in Gienen od. Umgebung. Schr. Angeb. un!. 011543 a. d. Giest Anz. 2 Katzen öder Igel zukaufen gesucht. Kücben- vcrwalta. Durchgangs- Wäsche-Näherinnen zum sofortigen Eintritt gesucht. Slencff,| s tieselliclL GM* und Dam«- aNeUnngaH Der gesamte Untern wird von Freitag !> 13. Juni ab in bex ch iiicesclmle, Kir# gehalten. Ferner werden für Bezirks,vettschreibeov nächster Woche an tags und Donnerm abends 8 Uhr beton UebungSstunden gelegt. Der Borftai Leinöl garantiert rein, wird jede Älenge zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote an Mittal t?.6n!sehe Gerberei n. vtemeafalrrlLA. S„ New Iscnbnrc bei Frank- Pension für Schüler hiesiger höherer Schule zum L Juli 1919 gesucht Gute Ernährung ist Bedingung. Schriftl. Angebote unt. 7034 an d. Gieß. Anzeig. ; Empfehlungen! »lig Siir HaulBlije! PfojeküßfiiDo von Keubaateo, Anfertigung v. Bauzeichnungen, Baußbenvachung durch Kurt Schmicdekneckt, Baugewerksmeister,7111 Londorf b. Gienen. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres teueren Entschlafenen sowie für die reichen Kranz- und Dlumenspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Schmidt sagen wir innigen Dank. In tiefem Schmerz: Familie §. Lmr Wme. Bayr. kW Zusammenkunft v» Samstag, 14. d. Bis.,» bei Landsmann Frankfurter ©tryrt. J 7102 DerVorWW Gesucht aus 1. Juli oder ’^ereT Rüschen, nm liebsten vom Lande, in kl. Haush. Hausmädchen vorh. Fräs Br. Jaatzsch, Frankfurter Ttr. 34. 7110 Junges Ehepaar «älterer Student» sucht sofort in gutem Hause Wohn- eiiI Schialziffliner möglichst mit Küchen- benutzung. Schr. Angeb. unt. 011577 a. d. Gieh. Anz Die Beerdigung ist Samstag, ^3 Uhr, in Laubach. AmseKnzell ausen. 011583 Großar Stein weg 9. | Kaufgesuche j Junger Dackel zu kaufen gesucht. (011541 Walltorstr. 18 p., r. atimmfe 8kÄ, Sitz Gieflen. Sonntag, den 16. N*1- nachmtttagd 2 IN MmtsversWM imRestarlrautPoitt^ Pünktltcheö und E reiches Erscheine» gend erwünscht b 011571 Der 4-ZiUMer-St!lls zu verkauf, i Wohnung sofort beziehbar. Schr. Ang, u. 011508 a. d. G. A. Nach kurzem Leiden verschied heute sanft meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Großmutter und Schwiegermutter Caroline Weber 5000 Dosen Schuhcreme iFriedendwares pretsw. 3 Paar Herren-Mnf?- Stiesel, Gr. 36, 41 u. 43, Zinabcnfchuhe, Gr. 31,zu uff. Riegelvlad 211. „ums (tzelegcnbcitSkaus!7"^ •L/.*^21I3eC6BEUHDfl Bramfeh« 17 tec.Cbritia'üäi e SB* feÄJ K.d°-« SS- Ilm v' Verloren. - Damcnubr, grav. A. 8., m. Kette 2. Feiertag abend verloren. Geg.Belohnung abzug. Wc?t• Aul. 64 p. Leeres Zimmer | Nähe Bibliothek ^mieten gesucht. Keplerstr. 111. XLDam.-VerelBGaheli SamStag den 14.91 abends 8 Ubr, ini d keller: Vereinsobks. 7116v Die Vortti T. €. Sonntag den 15.; Herrento M- nach der Eiche. Abmarsch 630 von Walllorstr.-Nord-A 011538 Der Vorll 3 grUß. Eleischriinke gebraucht, ab. gut erhalt., zu kaufen gesucht. Schriftl. Altgeb. mit Preisangabe an d. Durchgangslager Gliche« lSchützeuh.l ,I>WD M* Üeliwz- and W fflnh Iüp ÜPSSPl Ä «hi?*; Blumenspenden und Beileidsbesuche dankend abgelehnt. 712O Rührige Vertreter, auch in den Landorten, . zum Vertrieb eines technischen Artikels gesucht. Fachkenntnisse nicht erforderlich. Schriftliche Angebote unter 7072 an den Gießener Anzeiger erbeten. Tficht. UeoteiQEbarQleate, auch mit Bohrhämmern vertraute Steinbrucharbeiter, für meine Betriebe im Ruhrrevier ges. HauerdurchschntttSlo'm b. 7 stund. Schicht 20 Ml. Logis und nute Beköstigung 3,60 Mk. lägt, im Ledigenheim der Zeche. Reisekosten m. ersetzt. Persönl. Meld. Sonntag d. 15. Juni, nachm. 5—6 i. Hotel NassauerHof i.Weil- burg. Sch riftl.Augeb. nach Essen erbet. H. Groton, Bergwerkölmternehmg., Essen, Brnnnenstr.29. 70M SelterSweg 75III links. Wegen Trauerkall zu verkaufen: 1 noch neuer seid. Mantel, Farbe wein- rot, 2 neue seid. Blusen n. 1 weihes Stickereikleid, Gr. 44. KreaxplaU 8. Rucksack | verloren. Gegen Belohn. abzugeb. a. d. Polizeiamt. Bon der Strane Wieseck durch die Feldwefle bis Kaiser-Allee ein Portemonnaie mit 50 Mk. Inhalt und «»ytnrPil and. Sachen Wwllwll. Ab>ng. gegen Belohnung Kaiser-Allee 471. '589 KaniiiiäMen gtiüdit 0115* Ludwigsiraüe 36. | SteSiengesuch^ stellenlose ffiertoiciittr, anfangs 30er Fabre, vom Lande, suchen ähnlichen Beruf wieder zu erwerben. Schr. Angeb. unt. 7114 a. d. Giest Anz. erbet. Suche Lehrstelle bei einem Mechaniker für meinen Sohn, der Ostern die Schule verlassen, am liebst. inGietzen. Schriftliche Angebote u. 011103 an den äffest An^. Stelle gesu cht als Kauffrau 2—3 Stunden vormittags. Frau HShm, Balinhofstraste 30. |,ou5 Putzfrau Süd-Anlage morgend v. 9 12 Ubr. Frau SedoelSor. Süd-Anlage 18. 7082 ISaoNhillterln in allen Zweigen d. Haushalts erfahren, perfekt im Kochen. Backen. Einmacheu, sucht selbständ. Wirkungskreis, wo sie ihr Kind von 10 Jahren bei sich haben kann. Langiäbr. vorzügl. Zeugn. u. Emv- fehlungeu. Schriftl. Angebote unter 011578 an den Giest. Anz. erbeten. und ffilf bti' i^nterobfN il5 pflegen? 1 jiibeni nie MülriomDf ,-elitiicbe« Mit -rat' Men zu S auf beffeit ; M und alt * S gebiete der - |L Uuterftützur «.ffitett b' £ in neuen Tie 1 ^Mgemrr j-fet treiflim ^r: als Hai m »friegöbf ^Milben 9 bei ani ghitroben steck Wein? Anfgi tz lÄiiltigt, 6n HtbcrMä |p «iick du alte k beifen ,man st M in schäm lilt kirn Begrä m eß diefe, die st Sewndheit rrec fc, in6 man ihr b fttrciie? Seit d Mischer Gesa M Dintffebr L-j bafür ge Ik titti öjeneraf1 m Hal Ta e; e i iiimnten Lai p in llntätit 'liikrn eine ' W, die dann Fte .Sinne & , nmtaus grö « gefchelkn pin reickies Achtstui , h die 8ftün 161 Beende titnehe M V des ihren Qttto. Lie jiv etlichen Be '■$ und ftren tun allen B ?etll tverdcn, er bie Dau feiten zu la ng 6effraft n, derson dlrektion f Klasse n husch' Kriegsbe /laus Klein ."l aus -'Jiie «nsheiin f01r Gernsheim Wrterinnc; W'dolz 4 MSiptasel zu kaufen gesucht. Schr. Angeb. m. Pr. unt. 011 >49 au den Gieh. Anz. Saub. Lauffrau oder Mädchen gesucht 7US4 ____Cclterswcg 6. Putzfrau | einige Stunden Ende der Woche bei gutem Lohn ges. La>itlgrai-Phillpp-Pl, 3 HL Vräsvll. Fraa f. halbe Tage ges. Frau Prof. INler, «Süd-Anlage 1911. SladtlliealSF 1 Lollung Herrn. Ste ngieU Diendtag deu 1^-^^' abends 7 Ubr- Gewöbuliche Prine. Zum letzten 3*1® Schwarzwald mit ei Operette in dre von August Netd^l-, Musik von Veuni Kassenöffmuig b1'- W6 Anfang v Uos 1 qi Ende gegen ki * ■ b Vorbestcllttnacü ^»2 nur Alt die < StadttbcarerSz.rMe Vorverkauf, s'- - ^ von 10-1 Ubr; von 10-1 und Packpapiers in Bogen und Roll«, 11 Lederpappen —--- Echt —— PerKament Pergamentersaf Versarrd- Schachteln in all. gangbaren GrSi« nm Lager. Befondereln- fertigung. in kürzest Eierscha^ tel» für 6 bis 48 Stück empstehlt * 3. Weineti (Hießen Parüerwarengrohhatzl, Schachtel-Fabrikat!»^ Fernruf 215« VTcuen Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen sagen wir Men auf diesem Wege herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: 3. d. sä.: H. Fischer Ul. Herr Lehrer Heinrich Massing im 53. Lebensjahre. Wer verhilft mir für sofort zu einer 3- bis 4 - Zimmer - Wohnung innerhalb der Stadt? Schriftl. Angebote unter 011542 nn den Giest Anz. Junges Ehepaar (cand. phiL) sucht ein, evtl, zwei möbl. Zimmer. Schriftl. Angebote unter 011551 an den Giest Auz. Dauermieter vom Lause sucht möbliertes Zimmer im südlichen Stadtteil. Schriftl. Angebote unter 011526 an den Giest Anz. | Vermietungen | Welches Ehevaar, mögt, kinderlos, tauscht seine 3-Z. > Wohng. mit einer vrachtv. neuztl. 5 Zim.- Wobna. in freier Lage? Schr. Ang. u.6968a. d.G.A. Der Ecklade« Schul- u. Souucnstraste iRestauranl Kaiserhof) m. 6 Schaufenstern, evtl, mit 6 - Zimmer - Wohnung, ist zu vermieten. 6693 Emil Karn, Schulstr. | Mietgesuche j Gießen (Süd-Anlage 5), Frankfurt, Osnabrück, den 11. Juni 1919. 011533 Die Beerdigung findet Sonnabend den 14. Juni, 2 Uhr nachmittags von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Dm unter Nr.1255 an da8 Telephonnetir, angesmlossen. 011534 Willi Weisel Lebennmltteihaas Marktstraste 14. e 8 täglich frisch eintressend, empfiehlt in bekaunler Qualität z-biUiflst.Preisen W. Ilankel, leoM NeucnBäue7. Tel.612. Brennholz kurzgeschnitten u. gehackt liefern von 5 Zentner ad jedes Quantum frei aus Haus. 1010633 Jnl. WelHiöfer, Fernsprecher 743. IGrandmannsLiM tieeetemünde liefern alle Sorten Seefisch i sobald der freie Eanjeji genehmigt isL (u GetL Anfragen erbe!»! Gr. 42,1 Herren-Gehrock- Auzua für groste Figur, 175 m, 1 Spinnrad, sehr schön, 1 Damen-Äummi- innnteL 1 alte Wanduhr, Läufer, 1 Partie antiker Ztnnkannen. Bahnhofs- wirtschaft Kinzenbach. 1 Jacfeukleid und 2 w. Kl.-Röcke zu verkaufen. 011585 Schulstr. 6. StoF z. Auzua z. verk. 011532 Neuen Baue 24p. 0M'34) Tiicht. Mädchen, am liebsten vom Lande, für Gastwirtschaft und Metzgerei in die Nähe Gießens gesucht. Zu erfr. bei Kanu, Kaiser-Allee 8. Tüchtige- 1*035 MD-ilkü nhi LM gesucht Kaiser Allee 27. oumoi Wegen Erkrankung des Mädchens suche ich zumsoiortiflenEintriltein tüAiges Mgtzlheü. Frau Blum, Liebigstr.73. Ordentliches Miidches, welch, etwas kochen kann, für kleinen Haushalt bei hohem 2ohu und guter Bervflegung ge*ucht. Offert, an Josef Qvve« beimer,Frankfurt a.M., Baummeg 20.rMass Flickerin § ges. ‘Uior6urgcr Str. 34 lüchtige Weiüzeignäherin, weiche auch Herrenkleider ausbeffert, gciucht. Zu erfragen in der Geschäfts» stelle d. Giest Anz. 011589 Taglöhnerin für Garten-11. Feldarbeit gesucht. LouiS Svies, Süd-Anlage 18. 2 neue eintür. Kleider- schrauke au verkaufen 011528 Dktmmstr. 46 v. Neue bandgestickt. Schoi;- blnkc, sow. netr. Damen Wäsche u.Kuabenauzüae lll-14J.)z.i'. Henselstr.8! I. Ntncc z» Httfaui. Qu««) Licbigstr. 57 HL Herr.-KnopfsUelel, Gr.39, 45 Mk. Kro$d. Str. 13L '■IHM Fast neuer, a.Seide gearb. Frack imittl. Fig. 1 zu verk. Anzufel:. morn. 9-12 Uhr. 011*51 Wevsteinstr. 34 v. l. ^in neuer Mast-Anzug (Frtedensw.l, Grütze 1,76, zu verk. Anzus. von 3 bis An- 11. Berkans von Möbeln, MdMder, Antilsuitäten, sowieUebernahme ganzer Einrichtungen. 0416 Louis Rothenberger 22 Neuen weg 22. Tel. 176. Junge gebild.Dame will ein resp. zwei Ällädchen 9—123.) Schulausgaben beaufsichtigen. Schriftl. Angeb. unt. 011550 an den Gietzener Anzeiger. Ernstgemeint. Zivei beff. )lltüdch. wünsch, die Bekanntschaft zweier Herren in. n. Char. zwecks Heirat. Schriftl. Angeb. unter 011547 an den Giest Anzeiger erbeten.______ Die 2 Mädchen, welche die Uhr abgeben wollten, werd, um ihre Adr. gebet. Steinstratze 2711. Brillo m. Futteral a.3. Mai verloren. Geg. s. fl.Belodn. abzug. EaTjr.hüfslr. 43 IH. Gitarre zu kaufen gesucht. — Schriftl Angebote unter 7074 an den Giest Anz. Gebrauchte oder neue TranSvarcnt - Laterne zu kaufen gesucht. Schr. Angeb. m. Grönenangabe unt. 0114116 n. d. Giest Anz Getir. MBersieine ob. sonst. PstasternugS- inatcrial zu kaufen ges. Schr. Angeb. m. Pr. u. 011548 an den Giest Anz. KMcrmW, halten, mit Gummibereifung, zu kaufen ges. Schr. Angeb. u. 011557 a. d. Giest Anz. Ca. 50 m 0,,M* Irshtf.clcktr.Kliiisel ges. Hoos, Afterweg 60. IwrscSiiede'rsesl Versteigerung. Montag den 1«. Juni d. IS., nachmittags 2 Ubr, werde ich zu Gl eben im Hofe Neustadt 55, Wirtschaft zum Pfau, ein im Streit befangenes Pferd (wert- volle, brauneStutelöffent- lich meistbietend gegen bar versteigern. Bersteigerung bestimmt. 7109 Hetzler, Gerichtsvollzieher, Gießen, Bahnhofstrt 29. Buchhaitung Fern-Unterricht mit Ab- schlutzverf. Scktnell bilanzsicher. Prosp. Tm frei. Bücherrevis. Mledoraialer aowb München 2. | Steiienangebota | Jtins- Kaufmann mit allen Bureauarbeiten vertraut, für sofort auf großes Werk in der Nähe Niddas gesucht. Schriftl. Bewerbungen mit näh. Angaben u.Gehalisansvr. unter 7070 a. d. Giest Anz. Lohnende Heil- Zn verkaufen: Arbeiterbiiuöchcn 6,80 m Ifl-, 3,80 m breit, 2,20 m Stockst, 2 Räume, Holzsachwerk 12/12. Normalmusfcnrobretür Wasserl., verich. Form- stncke,3Schieber,3Prctz' köpfe ufto. Svez.-Berz. auf Wunsch. 80 Maschichrauben M mm Ifl., 15 mm D-, 40 desgi. 65 mm Ifl., 15mm d. SrhrlftstAngeb. u.011561 nn den GiestÄnz-erbeten. Örei-Wuhzen- Quetsehmiaiile, fast ungebraucht, zu verkaufen. TIU1B Anzusebeit bei Scbn-aS & Ebe, WinAboL Motorrad N.S.tt. 2»/r, Dovvelüber- setzunfl,Leerlaus, gefedert, mit Bereifung zu verk. W. Wagnep,"11^ Crumbach bal Oießen. Erst- Pionenn - .ÜCTV klaff. rldillilJ kaufftch. Schriftl. Angeb. u. 011530 0n den Giest Anz. erbet. Ale ital. SiMholiiit und Noten zu verkaufen. 011173 Kaiser-Allee 30. Bbotoarapbenapparat (9X12) wie neu, mit sam-l. Zubeh. 1 Schneidkluppe, neu, für Schlosser. 2 gebe. Strobbiiie und mehrere 5; ragen «34—37». [011570 Erdkautcrweg 20. Verschiedene Betten, verschied. Bettwäsche, 1 eintür.Kleidcrfchrank, 2 Kommoden, 1 ovaler Tisch und andere Tische und sonstige Möbel, Schreibvult mit Stnbl, s. nenerSommer-Ulster, ein Paar Jagd - Gamaschen Kirchenplatz 111. zu verkaufe >.______011587 Sielt. flebr.Knchenschrank m.Glaöaufsatz u. Spiegel z. v. Wilsonstr. 81. ni,Ms Gut erst Näbmaschine zu verkaufen 7080 Marburger Straffe 34. Wenig gebrauchte Näbmaschine zu verk. Ohs» Löwcngasse 2 I. links. 1 Partie leere Kisten, sowie Sarasfc mit Pack- material billig abzu° gebett bei 011529 11 üß. Neuen Bane 10. Ein Paar Damenbalb- schuffe lGr.--7) und 1 Paar L>errenstiesel (®r. 41i z. v. 011525 Weserstr. 4 p. Neberzieber zu verkauf. 011520 Asterxreg 9H. Keitoticfcl (Lackleder) mit Blöcken, ganz neu, zu Ich wohne jetzt MekM Teleph. 663. Dr. Schäffer. Sofort gesucht «S SGhMchtt bei Kost u. gut 9ohn von Sr.Theoflor ßftniher Ww.. Tro Schwalheim. Wir suchen einen porlekL Installateur der insbesond. selbständig die Arbeiten in den Bier- leitungen ausführen kann. Die Stellung ist eine dauernde. Brauerei Steinhäuser, PrldSLerg L BL wjn Zuverlässiger AlllleSegchße der auch Huf- tt. Wagen- bauarbeit versteht, für dauernd gesucht. 7105 Wilhelm Misar 1L, Schmiedenteister, Rodheim g. d. Horloff. Lagerarbeiter ge sucht. ti837 Gcbr. ^ahl. $Mt. sich. Mädchen für Küche u.Haus gesucht 7«o Selterdweg 70II. Besseres Mädchen ober einfache Stütre in kleinen Haushalt sofort gebucht. — Näheres Goethestrutze 2t p. 7079 Tüchtiges, selbständiges M ädchen in allen Hausarbeiten erfahren, per 1. Tuili gesucht. 7093 Frau Otto Göbel, __Bergstratze 20. Kchtijies Mädchen für Küche und Hans bei hohem 4Lohn z. L Juli ges. Frau Pros. Henneberg. °“«e Friedrichstr. 6._____ Schulentlassenes, gesund., williges Mädchen findet gute Stelle in kleinem bürgerl. Hanßbalt. Näh. ; Goethestrahe 311. öium Lehrmädchen ans achtbarer Familie gesucht. Rolbert Haae JWaehf. Modewaren. 0 ati» Ein Ftiseutlcliklinz sofort gesucht. 011580 __Phil. Stier. Tüchtige und zuverlässige, in allen Hausarbeiten erfahrene Stütze die auch sehr kinderlieb ist, per sofort oder 1. Juli gesucht. Schr. Angeb. unt. 7094 au den Giest Auz. ©emfljti Bobneu J BolkohS lj Weisskohl Grünkohl Kohkubi Karotten in Salz eingelegi 1 Sa-werkrtiDt empfiehlt J. M. SchuM Marktstr. 4, Tel. I11 j 5 Vereine (^aee-fip nu' lkstährtgss ^"Nje Mädchen An- sangsstelle in besserem Hause auf d. Lande. Gtite S>ehat ! Verkäufe | Erstkl. belfl. ll W. altes tzcdbr. Hengjifohlen z. verk. Ladwle Weih I. 0115'58 in Steinbach. NLÄselöb.BMe zu verk. Ldw. DatunrllV.. Reiskirchen.__M157v Milch-n.Wtknh trächtig, zu verkaufen 7115 Rieaelpsad 20. Fniiged Zchinein zu verkaufen. Bergstr.5, Garte»Haus vnrt. 011567 Ein Wnff Ferkel ä. 011521 S chstlzeustr. 11. Frischntelk. Kege L 011622 Schützemtr. 3p. 15 knicken mit Glucke zu verk. F. Beckmann, Langd bei Hungen. |ol,12a Ein junger Zwergbabu zu verkaufen 011588 Steinstratze 881. Ruttershausen, den 12. Juni 1919. ,032 Zweites Blatt Ur. 133 Sen r r Vereine Gwb Der Achtstundentag im Handwerk (tun allen Beteiligten nur der gute Rat n Ober» Eiserne It r. 40. t V B und Tvrival gab keine Antwort. Lügen wollte er eit bei ihren Gehilfen und Lehrlingen eiu- >älten. Sie sind nicht ausgenommen. Da die ** Personalnachrichten der osidirektion Darmstadt. Das 'nb ing v. * ll n u l in a flL 51 IL tl. Mg '*la el ißend. intet teiiet ir rtäarft ....nb Gießen PavienvarengroW Schachtel-KabrikU Fkrnrusriz.ri« Bet» 11534 Der fltfamie M wirb von S iLMt nb in«,’ W, 6 6t r,;iu tu Ätt» Stadt und Land. Gießen, den 13. Junt 1919. Um die Kriegervereinc. Es wird uns aus L i ch geschrieben: >e IL Et. IL ni in. H. ^rgan,q *erW”enitf(. ^ersand- JrfWM DU'"' mi .1 Cpe^d’ < i>. rc b. G. M. Hebet diese — diese Labwein fache aber zu Bötchen, hatte er erst recht feine Lust. r i - kwünscht, die dann auch zur Auflösungsfrage sicher in b-:m Sinne Stellung nehmen wurde, toie es : cd b; ter weitaus größten Zahl der hessischen Krieger- Dim gescksthen ist, die auch für die Zukunst amilui rrefi ein reiches Arbeitsfeld zu haben glauben. ®°14g b",.W Til eine Generalversammlung noch nicht ein» berufen bat. • Da es aber durchaus nicht rm Sinne genannten Kameraden liegt, daß der Verein .<*SIiji itfiter in Untätigkeit bleibt, wird von vielen - - Mitgliedern eine baldige Mitgliederversammlung 11'»uiiii'V un 3t, ^rr Schnepfe überhob ihn aller Mühe. Er "Ä □Bil lächelnd fort: 6 bet "Mstadt, Holzhauer und Pohle in Mainz •fdEra ß301; 1 Telegraphengehilfinnen angenommen. — Die. drüsung zum Postassistenten haben die Postge- > - to M Der Doppelgänger. 1 .«!nnU Koman von CarlSchüler. Wi , HL „Als ich vothrn Ihr Arbeitszimmer zu mei- •# Aufenthalt wählte, fand ich, daß einer meiner Estfsel zu Ihrem Schreihtifch paßte. Neugierig, ! „Darum hat er Ihnen von meinem Besuch i W auch nichts erzählt. Heute habe ich mir x.t ^iMcher von dem Hauswart die Hintertür öffnen i°sßn. Ter Mann ist dienstwillig, sehr aufmerk- nj^i. m [Ihm. Ihr Diener stand im Gang und wartete fllQii p .. i M den Herrn, der Ihnen eineit Besuch machen mA Inp M k^be. (Er beschwerte sich eben bet. mir, daß der ffl iu* , n.rt -ixmt so lange auf sich warten lasse. Also, um „nnifli™ P r. unser .Geschäft zu kommen: Sie haben dem T ^bwem eine Brieftasche mit 12 500 Mk. »•.- » knßgm Wertpapieren weggenommen. Tie Poli- gK Pi vermutet in mir den Täter — Sie 'haben j ' Vermutung unwidersprochen gelassen. Ich „ tonte Ihnen das nicht weiter übet, obwohl ich "icht gern die Suppe ausesse, die sich andere ' F Atebwckt haben. 1 Ich wünsche nun zweierlei von .ncitf11111 zu wissen: erstens, warum haben Sie bei lU;h1.,fl[i*e"'' >' «Lftöcin lang? Finger gemacht? Sie können auf Arbeit stolz sein, däs saate ich Ihnen schon. re') ich isehe den Grund nicht ein, der Sie dazu platzt Sie befinden sich, wie ich weiß, ll h.Mten Verhältnissen. Zweitens möchte ich wissen, nifl(|Hhp2 :! I“ ^Sie mich an der Sache beteiligen wollen, wenn p!( ;: , i<4 Amen verspreche, die Folgen der Tat, die Sie > haben, auf mich zu nehmen?" ; ÖL ^rr Emil Schnepfe hatte mit großer Ruhe ’ *P^Hwchen. Jetzt sah er Tvrival fragend an. J Tvrival aab keine Antwort. Lügen wot .„ aü 1U U1., Da die 8stündiae Arbeitszeit für s ä m t - tZhnlP (M ,icbe bewerbe gilt, müssen auch die Klein- z MliM, iiliWli Ei^ebe und die Handwerker diese Arbeite In letzter Zeit werden liier Stimmen laut, die eurer Auflösung des hiesigen Kriegervereins das ■ Wort reden Ta der lueitaus größte Teil der Mitglieder diesen. Standpunkt durclmus nicht tei- * :2tt kann, möchte die Frage aufgeworfen tDerben, ob überhaupt ein Grund zu einem solch unüber- ?ßten Vorgehen >vorliegt. Ter Tatsache, daß in Oberen Orten übereilt zur Auflösung der Krieger- Steine geschritten worden ist, steht andererseits —— - ''7- Beschluß des Reichsverbandes der deutschen oriegeroerxin: und der Kriegerkameradschaft „Has- lißyßrtiH.u iiü" gegenüber, wonach sich die Kriegervereine voll- “ 1 i;cnbig auf den Boden der neuen Regierung geeilt 'haben und diese in ihren Bestrebungen nnter- itüften werden, llnd gibt cs im neuen Deutschland ■■[m .Kameradschaft, keinen wahren Patriotismus mehr zu pflegen? Dem hiesigen Striegcroerein totmta zudem nie der Vorwurf gemacht werden, in n(1 nA; , n hurrapatriotischer Betätigung aufgeganaen zu ’en Vogelsberg, aus der Laubacher Gegend, waren viele festlich geschmückte Wagen mit Festbesuchern gekommen. Unter hohen Buchen und Eichen, dicht an der ehrwürdigen Klostermauer versammelte sich eine nach Hunderten zählende Gemeinde, die den Festansprachen andächtig lauschten. Die Haupt- icfirebner waren Pfarrer Löh r-Elberfeld und Pfarrer E ß l i n g e r Auerbach. Die vereinigten Posaunenckwre aus Lang-Göns unb anderen benachbarten Ortschaften erfreuten unter Leitung von Stiftsdechant Leru-Lich durch musikalische Darbietungen und begleiteten die von der Festgemeinde gemeinsam gesungenen Lieber aus bem Arnsburger Liederbuche. Pfarrer Wehe r-Lang-Göns trug den Jahresbericht des Rettungshauses vor. Der verdienstvolle Vorsitzende des Rettungshauses. Kirchenrat Klingelhöfser-Lich, mußte aus Gesund- l-eitsrücksichten sein Amt niederlegen; an seine Stelle ist Graf Wilhelm zu Solms-Laubach getreten. Die Lehrerin der Anstalt, Fräulein Neitzert, ist nach 38jähriger segensreicher Wirksamkeit in den wohlverdienten Ruhestand getreten. Bei ihrem Scheiden wurde am 28. Mai eine schlichte Abschiedsseier veranstaltet. Als neue Lehrerin wurde am 2. Juni Fräulein Schmidt ans Fauerbach, durch Stiftsdechant Lenz in ihr Amt emgefübri. Gegenwärtig zählt die Anstalt 32 Zöglinge, an denen vier Diakonissen und eine Lehrerin wirken. Nach dem Festgottesdienst jm Walde versammelten sich die Freunde des Nettungshauses noch zu einer Nachfeier im Hofe der Anstalt, wobei noch verschiedene Redner Ansprachen hielten. — Auch sonst war das Kloster heute überaus zahlreich besucht, vor allem auch von Gießen. Mehrere tausend Personen waren anwesend. Prof. Röschen und Prof. Ebel-Gießen erklätten Ausflüg- lern und Vereinen die Ruinen. U Lang--G öns , 12. Juni. Der am ersten Pftngstfeiertage von der hiesigen Ortsgruppe für Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene veranstaltete B l u m e n t a g zugunsten der heimkehrenden Kriegsgefangeiren ergab einen Iteinertrag von 400 Mark, der bei der hiesigen Spar- und Dar- lehnskasse angelegt wurde. O Lich, 12. Juni. Tie hiesige Spar- und Tarlehnskasse hielt am dritten Pftngstfeiertage ihre Generalversammlung im Gasthaus „zum Löwen" ab. Trotz der Zeitverhältnisse hatte die Kasse im abgelaufenen Geschäftsjahr noch« einen ansehnlichen Reingewinn zu verzeichnen. An die Mitglieder kommen .6 Prozent Dividende zur Verteilung. Der Abschluß wird im Anzeigenteil des Gießener Anzeigers noch öffentlich bekanntgegeben. Kreis Büdingen. 4 Ortenberg, 12. Juni. Zum Besten des deutschen Hilfswerkes für die Kriegs - und Zivilgefangenen gibt der Besitzer der Mauergarten-Lichtspiele am nächsten Sonntag abend 9 Uhr eine Vorstellung, bei der die von dem Volksbund zum Schutze der deutschen Kriegs- unb Zivilgefangenen herausgegebenen beiden Films „Tränen" und „Tie große Sehnsucht" zur TarsteUung gelangen. Der Reinertrag des Abends fließt vollständig dem Hilsswerk zu. Müllersche Badeanstalt. Wasserwärme der Lahii am 13. Juni: 19° R. Wettervoraussage für Samstag. Wechselnd bewölkt, meist trocken, Temperatur wenig verändert, südwestliche Winde. Letzte Nachrichten. Die Aenderungen im ßriedensvertrag. Amsterdam, 12. Juni. (WTB.) Laut „Al- genteen Handelsblad" meldet „Daily New s" aus Paris, es werde angenommen, daß die haupt- Mchlichsten Aenderungen im Friedensvertrag folgende sein werden: 1. Saarbecken: Keine Aenderung der Bestimmung, derzufolge dieses Gebiet während eines Zeitraumes von 15 Jahren der Venvaltung des Völkerbundes unterstellt wird. Cs wurde jÄwch die Bestimmung eingefügt, die es klar steltt, daß, wenn Deutschland es versäumt, am Ende dieses Zeitraumes die Bergwerke in Gold zurückzukaufen, dies dem Rechte der Einwohner, unter die beutfebe Staatsobrigkeit zurückzukehren, wenn dies durch Volksabstimmung beschlossen wird, keinen Abbruch tut. 2. Oberschlesien: Es besteht ernster Grund zu fragen, ob die Einwohner dieses Gebietes, selbst wenn sie in der Mehrzahl aus Polen bestehen, die spvlnische Souveränität der deutschen vorziehen. Es soll daher eine Volksaftimmung unter der Aufficht der Alliierten abgehalten werden. Zugleich erhält Deutschland das Recht, genügenb Kohle zu angemessenen Preisen aus diesen Gebieten zu beziehen und zwar unabhängig davon, ob die Volksabstimmung zugunsten Dättschlands ausfällt oder dickst. Dieses Recht kann auf den Zeitraum beschränkt tverben, während welchem Deutschland der Erträgnisse des Saarkohlenbeckens beraubt sein wird. 3. Die Frage des linken Rheinnfersi hängt davon ab, daß Deutschland seine Verpflichtungen loyal erfüllt. Der Zeitraum der Besetzung wird 'ivahrscheinlich verkürzt werden. Zugleich wird trieses Gebiet, soweit die Alliierten dafür verantwortlich sind, so gut wie sicher einer bürgerlichen, und nicht einer militärischen Verwaltung unterstellt werden. 4. Entschädigungen: Heber diese Frage gehen die Ansichten weit mehr auseinander als über irgend eine andere Frage. Man ist daher noch zu feiner Entscheidung gelangt. Es W wahrscheinlich, daß der amerikanische Vorschlag, daß ein endgültiger Betrag festgesetzt werden soll, zugunsten |cinet Regelung geopfert worden ist, nach der die Mschötzung der Entschädigungssumme in den verschiedenen Hauptteilen, welche im Vertrage näher bezeichnet und angebeutet sind, zusammengesaßt wird und Deutschland Gelegenheit geboten werden soll, entweder eine eigene Abschätzung vorzulegen ober in jedem Falle Bemerkungen zur Berechnung der alliierten Kommission zu machen. Es besteht die Absicht, Vorkehrungen zu treffen, daß dieses Verfahren bis Ende dieses Jahres erledigt ist, statt sich bis 1921 hinzuziehen, wie in dem ursprünglichen Vertrag vorgesehen war. 5. Aufnahme Deutschlands in den Völker- Vund: Hiergegen sträubt sich Frankreich energisch, obgleich der ftanzösische Vertreter in der Kommis- Don für den Völkerbund, abgejehen von einem bedeutungslosen Vorbehalt, den sehr liberalen Vorschlägen, die diese Kor.emisjion dem Viererrat über<- mittelte, zustimmte. Es ist wahrscheinlich, daß keim- diesbezügliche Bestimmung in den Vertrag , anfge- nonnnen wird. Die Neigung, Deutschland in den Völkertemd aufzunehmen, nimmt jedoch ständig zu Die 9t ö tino imluerf a mm (un ß. Berlin, 13. Juni. Aus Weimar wird ge meldet: Die Nationalversammlung wird wie der Vorsitzende des sozialdemokratischen Partei tages Lobe in der gestrigen Sitzung mitteilte, am Montag zusammentreten, um auf die Antwort dm Entente auf unsere Gegenvorschläge Stellung w nehmen. Bürgerstrrik in Berlin? Berlin, 12. Juni. (Priv.-Telegr.) Tnc „Freiheit" berichtet, daß gestern im Hotel „Russischer Hof" eine streng vertrauliche Sitzung des Vürgerrates Groß-Berlins stattfand. Konsul Marx habe den Bürgerstreik für notwendig erklärt, um Deutschland vor bem Chaos zu retten, da die jetzige Regierung unfähig sei. Der Streikbeginn solle durch Flugblätter mit dem Stichwort: Rot!, die von Flugzeugen abgeworfen werden, verkündet werden Sämtliche Lebensmittelgeschäfte, Bäcker usw. sollten sofort ihre Betriebe einstellen; so würde es zum Bürgerkrieg kommen, der dem Bürgettum zu der politischen Macht verhelfe. Während ein Hand werter für Milde in dem Bürgerstreik eingetreten sei, seien die Schwerindustriellen und die Kammer zienräte für äußerste Schärfe gewesen. Besonders betont wurde, daß die Bürger bewaffnet seien, um sofort losschlagen zu können. Oberst Reinhardt betonte persönlich, daß die Truppen völlig auf der Seite der Bürger stünden. Ferner berichtet die „Freiheit", daß 200000 Flugblätter hergestellt feien. Berlin, 12. Juni (Priv.-Teltegr.) Die „Freiheit" erfährt zu den Noskeschen EntM hingen, daß die Partei als solche nichts mit den Verhandlungen mit den Freiwilligen zu tun häbe. Millionenraub. Hindenburg, 12. Juni. (WTB.) Fünf Banditen Übersielen, dem ,F)berschl. Wcmdc ’ rer" zufolge, auf der Straße von Borsigwerk nach Äteuthen einen Geldtransport des Borsig«' werkes. Die Räuber sind mit 1200 000 Mark entkommen. Die Todesopfer der lettischen Bolschewisten- herrlchaft. L i b a u, 12. Juni. (WTB.) Nach den bisherigen Schätzungen beläuft sich die Zahl der Todesopfer der lettischen Bolschewistenhcrrschaft in Riga auf über 3600 Personen aller Nationalitäten und beiderlei Geschlechts. Auch in Wenden und Wolmar sollen die Bolschewisten viele Hinrick; hingen vorgenommen haben. Auf ihrem Rückzug in Livland leiden die Bolschewisten schwer unter den häufigen Feuer Überfällen der sagen. „Grünen Armee", die aus Freischärlern besteht. Rumänischer Warenhunger. Bern, 12. Juni. (WTB.) Der nach Rumänien entsandte Spezialkorvespondent der „Neuen Züricher Zeitung" berichtet über den großen Warenhunger der Rumänen unb übei Versuche zwisckien der Schweiz unb Rumänien Handelsbeziehungen herzustellen. Angesichts des Tiefstandes der rumänischen Valuta habe der rumänische Staat emgewilligt, den Schweizer Liefi.-- ranten kräftige Garantien zu bieten, um den 23er kauf der Waren zu normalen Preisen zu ermöglichen. Rumänien ist bereit, seine Petroleum- unö namentlich seine sBünzinvvrräte als 'Kompensations-» objekc der Schweiz an^ubieten, verlangt aber, bau diese Transaktion nicht durch eine Privatfirma, sondern direkt von Staat hu Staat abgeschlossen wird. Ter rumämsche Staat ist außerdem bereit, reale ober Finanzgaraw tien zu leisten entweder durch Sicherste/ hing von Wäldern ober Bergwerke als Pfand oder aber durch Zurverfügungsstellung staatlich garantierter Schatzscheine für die Schweizer Liefe rauten. Rumänien beabsichtigt außerdem letzt schon Erträge über ein oder zwei Jahre zu liefernder Getreidemengen nach der Schweiz abzuschließen, wobei Vorbedingung aller Handelsabkommen ist. daß die Schweiz knrzsiistige Kredite gewährt. Wie der Korrespondent erfährt, seien jetzt schon Be ftrebungen im Gange, einen Konzern schweizerischer Maschinenfabrikanten zu bilden, der die Be heferung Rumäniens auf der Grundlage der oben skizzierten Gegenleistungen des rumänischenStaates zu organisieren hätte. ist, denn Reste des schwarzen Zwirns sind in dem Leder haften geblieben. Natürlich tag der Gedanke nahe, baß in dieser von Ihnen geöffneten; Abteilung ber iBrieftasche sich ein besonderer Wertgegenstand befunden /hat. 2Velcher Art bas Dokument war, das Sie eben erwähnten, wollen Sie mir nicht sagen?" „Ich kann nicht. Ich muß im Jntevesse eines anderem über diesen Punkt schweigen." „Gut, lassen mv die Frage vorläufig unerörtert. Es beruhigt mich, daß Sie mir sagen, Sie hätten bisher niemals Tinge begangen, die in mein Fach schlagen. Sie dürfen mich nicht falsch verstehen. Es ist nicht, als ob ich die Konkurrenz fürchte. Ich bin nicht so. Ich gönne jedem feinen Teil. Aber die Art der Ausführung war so geschickt vorbereitet und durchgeführt, daß ich anfangs fürchtete. Sie hätten Ihre englische Erbschaft fdyon «durchgebracht unb wären nun gezwungen, sich ,das Geld da zu nehmen, wo es andere Leute -aufbewahren. Tas hätte mir leid getan. Warum, das sage ich Ihnen später. Noch eine Frage. Sie wußten, daß sich die Polizei für mich interessiert. Sie wußten auch, daß wir einander sehr ähnlich sind. Als Sie nun dem Lab- wein jenen kleinen niedlichen Streich spielten, fühlten Sie sich wobl dadurch sehr sicher, weil Sie annehmen mussten, ber Verbacht, bie Tat begangen zu haben, würde auf mich fallen?" „Unsinn!" sagte Torival. „Erst als ich in der Zeitung las, jdaß bie Polizei in Ihnen den Täter vermutete, kam mir zum Bewußtsein, wie große Unannehmlichkeiten Ihnen durch meine Tat erwachsen mußten Der Gedanke bat mich gequält. Ich fand schließlich einen Trost ut ber Ueberzeu- gimg. daß bie Polizei Sie nicht fassen würbe. Mein Schreck, als ich von dem Direktor Zahn benach- richttgt wurde, er hätte Sie gefangen gesetzt war scheußlich. Ich fuhr »ach bem Prometheus" mit der Absicht, Ihre Freigabe zu erwirken, koste ss< was es 'wolle." Emil Schnepfe lächelte. „Tas war wirklich eine ganz drollige Sache/ meinte er. „Ich habe mal nrieber bie alte Lehre bestätigt gefunden, daß man sich nur auf sich selbst verlassen soll. Ich wußte, als ich von dem sogenannten Attentat auf den Bankier Labwein las, daß eine große Wahrscheinlichtest vorliege, daß Sie der Täter gewesen waren, ^as wunderte mich. Ich tonnte mir die Gründe nicht erkläven, die Sie veranlaßt haben konnten, den Labwein auszuplündern. Es ist mir bekannt, daß Ihnen vor einigen Jahren eine bedeutende Erbschaft zuge fallen ist. Ich mußte annehmen, daß Sie bereits wieder auf dem Trocknen saßen. Darum kam ich auf die Idee, mich in der Auskunftei des „Prometheus" noch Ihren Verhältnissen zu erkundigen Eine sehr dumme Jdoe^ Einer ber Angestellten erkannte mich, und bie Leute setzten mich fest. Ick hörte dabei, >daß Sie dem Tirektor Zahn den Auftrag erteilt hatten, mich ber Polizei in bst Hände zu liefern. Es war ein merkwürdiges Zusammentreffen, daß ich gerade, um mir eine Auskunft über Sie zu holen, in das Institut „Prometheus" geraten mußte. Na, Sie wissen ja, daß ich mich bei den Leuten nicht länger aufgehalten habe, als unbedingt notwendig war Bei unserer Begegnung auf der Treppe haben Sie sich s-ch vernünftig benommen. Aber warum wollten Sst die Polizei in ber Ausübung ihres Berufs unter stützen? Was (hatte ich Ihnen getan, daß Si< mich den Scknwgen des Genchts auslieseim rooHten, Herr von Drmbrüster?" „Tie Verwechslmrgen mit Ihnen wurden sm mich unerträglitb. Ich bin allein zweimal vor 'haftet worden, weil man in mir den berühmten Emil Schnepfe vermutete." (Fortsetzung folgtj Fritz Nowack Täglicher Eingang von weißen Elsässer Baumwollwaren 7Wc bester Qualität 80 cm breite Hemdentuche von M. 8.75 an Fetoer Hemden-Perkal fBr Oberhemden end Damenblusen M. 14J0. Reichswehr Bilanz am 81» Dezbr. 1918» »907J8 119365 !6835V Hauau a. M-, den 24. Mai ISIS. Reichswehr-Rav.-Regt. Nr. (8 646 Gehorsam Reichswehr Reichswehr 6665A and Trea. 1. AbhSr der Rechnung pro 1918. 2. Beschlußfassung über Dividendenverteilung. 3. Berichterstattung über die stattgefundene Remß» geben ihre Vermahlung bekannt. Rordseeinsel Juist, Ium 1919. die folgenden Nummern rar Rückzahlung auf den 1. Oktober 1919,mtt welckem Tage dte Berztnfung endigt, gekündigt worden. ES beziehen sich diese Nummern auf sämtliche Serien und Literae, also auf alle Stücke, welche eine der Nummern tragen. 20486, -0915, 21011, 21986, 18694, 19282, 19589, 20056, 18685, Für den Vorstand: Gießen, den 12. Juni 1919. 67B3D HaaS. Wolff. 87869, 87989, 10115t 122741, 12&95, 123618, 123907, 120839, 121204, 101626, 101812, 102439, 128243, 128611, 129358, 127728, 136733, 138203, 139270, 134470, 147176, 147967, 154888, 180448, 200277, 200809, 201870, 201961, 205955, 206117, 207819. Ser. 50647 Ser. lsir. he» Frankfurt a. den 4. Juni 1919. Zrankfurter Hypothekenbank TOflThv wieder eingetroffen. in Waggonladungen bat SetterSweg 70. 126156, 13374t 86007 86036 N 0 P K O P B Lungeu- eutzündnug bei Grippe. 241 en- 90083 17600- J iS 139134, 130640, 130662 142 59648 199 876.fi Ml 15.1h W ... Hausen, am 22. De». 19. Heilquelle Karlesprndel 74574, 74606, 82509, 82810, 120664, 126206, 133985, 148448, 155332, Dr. med. Arnold Kohfahl und Frau Bertha geb MünKer 158319 152345 134197, 153024 Die Iah! der Mitglieder betrug Gude 1917 In 1918 gingen zu O „ P , Q , Ser. 39647, 48960, 5408t 66752, 101379, 12429 t 129855, 139425, 153803, 161267, 168085, 204274, Bet der am 4. Ami VIS vor Notar stattgehabteu Verlosung stud von unseren 3*/,% Pfandbriefen der Serie« 12, 13, 15, 19 u«d 4% Pfandbriefen der Serien 14, 16, 17 und 18 ßrankfurter Hypothekenbank. Pfcmdbriefverlosung am 4. Juni 1919. 73839, 74107, 81349, 81886, 87372, 87521, 64449, 65095, 72993, 73805, 81075, 81108, 86183, 87179, 29698, 30240, 36310, 36632, Ergibt ab Daher Staub der Mitglieder Ende 1918 tn allen vorkommenden, auch moderns® Tänzen nehme ich noch AnmeMnngen in dn BeetauratIon Stadt Dich« McberSiri» entgegen. Kursus 30 Mark. Tanzlehrer Senftleben. 166840, 166860, 16705t 16717t 202188, 202712, 202934, 203813, 28873, 34965, 38725, 46618, 53364, 65457, 124614, 125027, 130509, 130534, 14323t 143618, 153982, 154277, 162354, 162599, 169600, 169911, Ülsacr-Ecke. Wiesenwärter Silß 'dahier und die bete. Gräff. ;$torftnKrrte sind «mgrtmefen, die Wiesen, die durch -numerierte Holzpflöcke oder Sterne kenntlich ge^ rnacht sind, auf Verlangen vor dem Termin vvr- zuUeigen.>7028V 28314, 34469, 38468, 46059, 5310t 31767, 32089, 32796, 34200, 38368, 42064 Elana UM Flieg. Wgrbestelle: GisBea, Kaiser-Allee?. üeblicbe Bedingungen. Bei schriftlicher Meldung wird Fahrtbescheinigung zugesandt. Entlassungs - Anzug und -Papiere mitbringen. DelaW gehört zur Reichswehr. Garde-Kavallerie-SchOtzen-Korps. 27516, 34335, 38058, 45950, 52416, B. Passiva. Aufgenommene Kapitalien: Diese betragen Ende 1918 . . Mitgliedergutyaben...... Reservefonds........ Betriebsrücklage....... Reingewinn........ Die 2. Zrciw.-Vatterie, Leichtes Reichswehr- Artl-Negt. Nr. 18 (Hessisches Artilleriekorps) stellt sofort gediente und ungediente Mannschaften, hauptsächlich Fahrer u. Handwerker, ein. Verpflichtungsdauer 3 oder 6 Monate. Gebührnisse: Täglich M. 1.— Löhnung, Mk. 5.— Neichswehrzulage und bis aus weiteres Mk. 2.— Kampfzulage bei freier Beköstigung, Bekleidurkg und Unterkunft. Verheiratete erhalten Familieimnterstützung täglich Mk. 1.65 und für jrdeS Kind Ml. . Meldung bei der 2. zrelw.'vatteriekl Uohden b. Nidda (Gberh.). Reichswehr 6881V Reichswehr 26784, 34309, 37993, 44104, 51115, 64161, 72964, 78958, 86103, 28319, 34487, 38642, 46223, 53905, 65252, 124355, 130264, 140.583, 153866, 161948, 168683, 24818, 34146, 37765, 43858, 51046, 63911, 72608, 78255, 86918» 148738, 148806, 155775, 155806, 9ei| p.sem nivc Uoziald Aes in Bei' iiu 663 83816 lt lt lt 14, 17, 17, 17, 17, ia i& i& 18, 2952t 35805, 39181, 47086. 53689, 66008, 74168, 8245t 125772, 130673, Zu meinem in den nächsten Tagen ginnenden [Oll*-1 Tanzunterriehl 122092, 127341, 134987, 149138, 156513, 166194, 202018, TmiitiwlitaMiH der MjMe der falsch sein, zh Schote lies ttrlata M Beimal und Oslgeiabr. inoehOrioe aller Salb Angehörige aller Stände des Jahrgangs W Md älter. == Rekralea Iren dentech gesnh Mäaner 40627, 49250, 54229, 66898, Ger. 12, Ltt. N , 12, , O , 12, , P 13, 13, 13, 13, 13, 15, 15, 15, I *»ar eine i WÄm, edlen, Mn heÄvM ■N Ms I mnen Wi I Heldenschar, I waren es n Wende zu Lar Wre mit gfe; IM bie Sac Leistung V1C auch heute M mindeste । |M bei den ■ttinbe getroj ivollen m Wn mag, 136605. itxj/oo, iootMo, ioc^j, V, 149595, 150800, 15328t 153481, 156583, 15802t 160134, 160933, i Dir Auszahlung der Famikien- «wterstst tzv ngen an die Angehörigen der noch im Heeresdienst Beftndlichen für 16. bis 30. Juni 1919 findet statt: Samstag den 14. Juni 1919 tn der Zeit von 8 Uhr bis 12 Uhr vormLLagts im Stadthaus, Zimmer Nr. 7. Gießen, den 13. Ium 1919. 7119B Ter Oberbürgermeister: Keller. Hes-LHrMMtgW-VekAelgMkg auf Gräflichen Wiesen. 1 .Dienstag ben 1 7. Innt, wn morgens 8 Uhr an, >rn der Gemarkung Lau buch auf der Geisen miese: 33 Lose — 28 Morgen; (ohne Los 'Nr. 1), 2 .an demselben »Tage mit Beginn um 91/2 Ustr vvrm. aus den Schcllenberger und 3 lagcshü Lte r t e ichw lesen (ohne Los Nr. 2 und 3) zirka 30 ALvrgen, 3 . an demselben Tage mit Begrün um 10 Uhr itiorm. im Tiergarten und Oberlaubach auf zirka '61 Dörgen, Zusammenkunft in bei Hirtenbach, • 4 . a n dem selben Tage, nachm. 4y< Uhr, aui der 'SdtrdncrSmü'Ie b i Freienseen: 1. con VBN& M 2« imt ic die S* Unter ;“tb Set I SiiS®1 Ä>®| &b »ei fein k t Jcin kann ? korb h, rjA^rde & V-Mii Die Rechnung liegt 8 Tage lang, vom 22. b. Mts., zur Einsicht der Interessenten auf to Nr. 240 ” 40& 75M 10443, 13097, 16227 , 16214 Nr. 60190 , 60190 , 61601, 7728t 77872, 100614 „ 21120, 29250, 61546, 61579, 75402 „ 23558, 61601 gebildet an» der L/Drag.-R. 23, 2./Drag^R. 24 tmb 1 u. 5./Drag.-R. 6, nimmt noch zreiwilkige au den ReichSrvehr-Bedtngun^en an. ES kommen zur Einstellung gediente Kavalle risten und M.-G.Echützen, iowie M.-O. Waffen» meistergebilfeu, Schmiede, Handwerker, Sattler. Schuster und Schneider. Ungediente Leute, soweit sie mit Pferden umzugehen verstehen. Das Regiment rechnet besonders auf die alten Dragoner der Drag.-Negtmenter 91t. 6, 23 und 24. Meldung unter Vorlegung der Mtlitürvaviere, bei Minderjährigen der elterlichen Einwilligung, sowie eines polizeilichen LeumundzeugniffeS, auf dem Regiments«Geschäftszimmer Hanau a. M. lUlanen-Kaserne). Ausweis für Mtlitärfahrkarte bei dem nächsten Beztrkskommando bzw Werbestelle verlangen. 1 Reise wird vergütet. " Q , 21193, 29229 Ltt. S Nr. 84871 Fveirvillige fit hitAbMiiiizSUt desZss.-Lcib-Rezts. Nt. 117 in Friedberg (Men). Es werden benötigt Freiwillige für den Ge- schSstszimmcrdienst. Gesucht werde«: Schreiber, Maschinenschreiber, Ordonnanzen, Kammerarbeiter, Schreiner, Schuhmacher und Schneider. Kriegsbeschädigte werden bevorzugt. (7076V Löhnung: 1. Löhnung nach Dienstgraden. 2. Eine tägliche Zulage von 3 Mark. 3. Ein LöhmmgsZuschuß für Familien ohne Kinder 1,65 Mark täglich, für jedes Kind täglich 1 Mark. Freie Unterbringung, freie Verpflegung, freie Kleidung. Freiwillige Dienstzeit rechnet für Invalidenversicherung wie aktives Heer. Verpflichtung erfolgt auf 1 Monat 14togtge Kündigungsfrist. Militär Papiere und Führungszeugnisse, vom Bürgermeister und letzten Arbeitgeber, mitbringen. Alle Anfragen und Meldungen an Regts.-Gesclmftszimmer Jm.-Leib-Regt. Nr.117 in der neuen Bergkaserne in Friedberg. Abmicklung-ftelle des Jnf.-Leib-Regt». Nr. 117, Friedberg (Hessen). Bekan«tmachrmg- Für die Deau fs icksti gnng des M Lnner-FveLiÄM an der Lahn wird eine zuverlässige und schwitze kundige männliche Person gesucht. Meldungen mit Angabe des Lohnaniprurhs sind bis zum 20. ds. Mts. an den Unterzeichnt!« $u richten. 1 Die tägliche Dienstzeit dauert an Werkbyg (ixm 6 Uhr morgens bis 8 Uhr abends und « Sonntagen von 6 Uhr morgens bis 12 Uhr wtz. tags. Gießen, den 10. Juni 1919. Der Oberbürgermeister. I. V.: Kreurier. I 126469, 127244, ------ 134898, Grarversteigerung. Samstag den 14. d. M. nachm. 6 Uhr findet an der Ziegenzuchtstation die Versteigerung einiger Grasstücke statt. 7101 154286,___________. ______ .. 162934, 163029, 163353, 164946, 165189, ^8 Nr. 209, 217, 230, 234, 248, 298, 340, 379, 560, 659, 847, 1012, 1056, 1060, 1061, 1075, 1101, 1156, 136t 1332, 1428, 1491, 1492, 1503, 1511, 1537, 1587, 1628, 1739, 1744, 1760, 1768, 1846, 1855, 1885- 1900. 1935, 1954, 197& 2168, 2179, 2499, 2566, 2610, 2669, 2776, 3719, 3779, 4260, 4320, 4723, 4887, 5557, 6121,6989, 7015, 7432, 769§ 8090, 8915, 9832, 10144, 10266, 1075t 11235, 12517, 1342%J3^7, tM4& 16563, 1660», 16623, 16681, 17149, 17685, 18090, 18154, 18216, 18233, 18552, 18654, ™ Hncon e>A4Oe Aft36» 50124, 50137, 50531, 50559, 50663, 50919, 60690, 60804, 60811, 62109, 62557, 63000, 63387, 67816, 68054, 68141, 69127, 70602, 70758, 71894, 74652, 74693, 74896, 74912, 76063, 77028, 78234, 83392, 83490, 83931, 83962, 84008, 84948, 85406, ---- ------ ------ ----- 12003^ ,20294 Wen • WIHch Reiner Weinbrand-Kognak i gegen Ltefernng^kr8st g. "* 1 LäuferfchweineS ab»» Heinrich Driesch geben. Schr.Angeb.u.7108 SetterSweg 70. 1 an ben Gieß. Sn^ erbet. Wacktchnh I wieder vorrälig. 6838 Gebr -KL LS' SS Mffrf 6- laufend nbzugeben 7095 Gebe. Kahl. ' Chr. Krett, Dillenburg. 5270 Generalversammlung Sonntag, 22. d. M., nachmittag- 3 Ust findet die erste ordentliche Generalversammluno o dem Rathause statt, wozu alle Mitglieder fteundW eingeladen werden. Tagesordnung: W Sei sehr v' * tnblith 11 iMMlslu j die urt verbannt Marlung, < eilen zu.m bewirkt K die in unfei M», sieht am LMtLewul ft, Flich eines ^Mheit a chzÄntter Mvird dl M0 genon Siiei, der fid U ke ist nui Mit der Pc Sä Elemei jas* die Red' ,M!M MÜßtl ikllnglück und illslckns selbs M Sklaver Ä als unser T Mlhllsten Leb! |hli abhanden Ikchheit und Si fcmir nicht ei M Farben uns L: einet alles C ,Mden und lui sonstige G pingen. An Di M hast, all »gut und f te einen uw Älänleutnan tl, und da- llmes gab u litilf den 9 hha", da ii Die Einlösung erfolgt tn Frankfurt L ®L an unserer Kaste, auSwärtS bet deMentgen Bank- hSnfern, die sich mit dem Berkaus unserer Pfandbriefe und Sommunal-Obltgattone« beschäftigen In Gießen bei der Mitteldeutschen Creditbank, Filiale Gießen. Ebendaselbst wird auf Wunsch der Umtausch der verlostem Pfandbrief gegen neue Stücke der- fenigen Serien, die wir zur Zeit auSgeben, zu dem jrwetltgeu AbgabekurS besorg^ ' ” Die Kontrolle über Verlosungen und Kündigungen unserer Psandbrtzfe ubentebmot wir auf Antrag kostenfrei: Antragsformulare, auS welchen die Bedingungen erllchtUch und, können an unserer Kaste sowie bet unseren Etnlösungsstellen bezogen werden. Ebenso übernehmen wir kostenfrei" die Verwahrung von Pfandbriefen, Kommunal-Obttgationen und Aktien unserer Bank tn offenem Devot. Bureau des Rechners offen. Spar- u-vorschutzverein Treis a.tii, (Eingetr. Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht Der Direktor. Der Rechner: Der Kontrolle W. Dapper. Z. Decker XII. H. Gödel , 15, , R , 81344 6et. 19, $?tt N Nr. 141506 , 19, , O , 14360& 145574 w 19, „ R , 140074 „ 19, „ Q „ 148459 Behördliche Anzeigeu. Var hessische Reichswehr- Uayallerie-RegimentNr.l8 zirka 131 Morgen Wiesen im Wetberauergrund (Lartmannshausen bis > Sorgenlos), 2. a?n zirka 169 Morgen im W-olssgarten, §kreuz>- lecncrgnmb, Oberseener-, Lipper- und Alten- imvroergnrntf, 3. von zirka 55 ALorgen — 26 Abdeilungen der vorn Oberscencrhofgnt zurück- genominenen Wiesen, 5.Mi 1 twvch den 18. Juni, mit Beginn um 9 Uhr oorm., in der „Acpfclsbach" auf zirka 192 «Morgen Wiesen daselbst; am Mten- kcllcr in -den verschiedenen Heeg brücken, Gölte-, Herrn- und Hexeirwiese (ohne Los Nr. 128a), 6. an demselben Tage, nachm. von 1 Uhr an, auf dem Jägevhause von zirka 116 Morgen Wie sm in Nuthartshausen, Hauxleisen (Wiese von J>hs. Aug. Kvauß-Laubach), Hahlgrrtrn, MulSan, Langhecke, Geräums, Singel» und Schiffenbach: ferner von zirka 17 Morgen in der Silbach, Lrirnes, Elgersbach, Giehern, Bruchnnese, in den engen Alfien mib in der Urbeitsvergehurrg. Zur Errichtung von 6 Häusergrupveu mit 34 Wohnungen auf unserem Gelände an der Sicher Straße sollen die Erd-, Maurer* uud Betou»rbeiteu, Tüncherarbeiten. Zimmerarbeiten, Dachdeckerarbeite« und Spenglerarbeite« in 6 Losen vergeben werden. Angebote auf Erfatzbauweiien find erwünscht. Angebotssormulare können gegen Erstattung der Abschreibekosten bei dem Architekten Hamann, Bergstr. 11, bezogen, Pläne und Bedingungen dort in den Vormittagsstunden eingesehen werden. Ä?bote sind verschlossen und mit entsprechender t versehen biö 18. Juni d. Js- abends 5 Ubr, daselbst einzureichen. Die Oeffnung der Angebote erfolgt tn Gegenwart etwa erschienener Bewerber. „vaugenossenschast 1894" zu Gietzen E. G. m. b. H. Wilhelm Die glückliche Geburt eines Lohnes zeigen erfreut an Professor Paul Kahle und Frau Marie geb. Gisevius i Die Rückzahlung dieser heute gekündigten Pfandbriefe erfolgt vom 1-Oktober 1919 ab. Auf solche Stücke, welche erst nach dem 3L Oktober 1919 zur Einlösung gelangen, wird für die Zett vom L Oktober 1919 ab bis auf weiteres ein 2*/otger Deposttalztns vergütet. nahe der Seltersergrenze BiSkircheu 14, Fernruf L .... Ich erlebte, als ich tm KrankhettSauSbruch zum KarlSfvrudel griff, daß der Schleim stch tn Gegenwart des Arztes tn einer Weise löste, wie er es noch nicht erlebt hatte. Ihr dankb. Pf. Backstein. Versteigerung von Stallgeräteri. Donnerstag ben 19 imb eventuell Freitag ben 20. Juni 1919, von vormittags 10 Uhr ab, sollen im -Hofmarstallc dahier Pferdedecken mit Köpft und Bruststücken. Stallhalfter, Zäume, Trensen, ©irrten, Sattelunterlegdecken von Filz usw., Wagenfußpelze, Kokosmatten und sonstige Stallgeräte öffentlich gegen gleich bare Zahlung versteigert werden. Darmstadt, den 2. Juni 1919. !Öofmarstall-Amt. (7086V _________ Riedesel Freiherr zu Eisenbach. Berichtigung. In der am 11. ^uni veröffentlichten Vermögens- bilanz vom 31. Dezember 1918 beträgt die Gesamt- Drftsumme nicht M. 152000, sondern M. 13S8OOO. Lich, den 12. Juni 1919. ,«e Spar- a. Datlthtnskch k.kcn.v. b.Hastpfl. Unterschrift dervirettorr: Unterschrift der Rendanten: J. Heller.W. Schnabet 31797, 39820, 50847 " Q w 3863t 40102, 46107, 46611, 52389 Ltt. N Nr. 169811 „ O „ 123919, 160333, 163195, 164470 , P „ 203964 R „ 125789 N Nr. 156367, AuS früheren Verlosungen sind «och rückttäudig: 14, Ltt. N Nr. 33847, 496%, 51560, BS389 377^, 53181, 55054 4. Verschiedenes. Der «nsficht»ratsvorfitze«de Ph Wolf. A. Aktiva. Ausgeliehene Kapitalien: a) gegen gerichtliche Obltgattone« . . b) „ Schuldscheine...... c) „ Wertpapiere nach Kurs am 31. Dez. 1918..... d) „ Güterkausgelder. . . . •. e) In 1919 usw. werden weiter fällig Kaffevorrat und Ausstände: a) barer Kaffevorrat...... In liquidierten Ausständen ausschließlich der liquidierten Güterkaufschillinge Mobilien: Ende 1917 verblieben an Wert 125^5 Hiervon 10®/, Abnutzung . . 12.55 Ein-K^xen ohne Zudtcr Rex-Gläser u. Apparate die besten Mn- Nachahmungen wird gewarnt.