«r. HO Ter Gießener Injelget erscheint wqlich, außer Lonn- und Feiertags. BtjHgspreis: menntl. Tlt. l-35,oi Aie!» fdbrl rti Lik. 4.05. durch Adhole- il Zweigstellen monatl Tft. 1.25 öuri) Wel’oft "Bit. 4.05 viertel- |dt}d. auSschl. 8ettellg, ,'ermpred) - Anschlüsse: h' e | cf) d i t e ft e 11 e 51 $nfd)ri’tfür Trahtnad)- nchlcnSuzet-er Gieße». pofts^eckfonlo: .irenffarl a. m. U686 Erstes Blatt 169. Jahrgang Dienstag, 1.5. Mai 1919 GietzenerAnztiger General-Anzeiger für Oberheffen AwiMngrnmddruck u. Verlag: vrühl'schc Unis.-Such- il StciMbrncterei N. Lauge. Zchriftleirnng, Geschäftsstelle u. Druckerei: Zchulstr. 7. Lnnahme eon Anzeige« 1.1 ie Laflrtnummtr Hl jum Nachmittag vorder »hne icbc'lkvbinblidttcit Seilenprelle: 1ür örtliche Anzeigen 25 Ui..kür auswärtige 30 für Reklamen Ml.l.-nebst 20°.Teue- rungsza! tlflg;'Vlot)Dor- Idiriii 20 X Aufschlag- vauptschn tleiler: Ang. ®ocr. ycrantroortlul) htr Politik: Ang. Goetz, für den übrigen Leit: Dr. Wetnbold Zenz; für den Anzeigentert: v. Beck; sämtlich in Gießen Die nationale Trauerwoche. Mancher Gläubige und Idealist ist in diesem Lenzmonat bitter enttäuscht worden, und alle Parteien und Klassen des Volkes fühlen sich durch die übermütigen und maßlosen For- herungen unserer Feinde ins Herz getroffen. Dieselbe politische Mehrheit, und die Reichsregierung an der Spitze, die uns den Mafe ft,erlag beschert hatte, zieht jetzt t>ic Fahnen aus Halbmast herunter. Es ist Zeit zu trauern, md)t zu feiern. Diesmal will das geschlossene Deutschland der Mahnung folgen, will vergessen und abwehren, was ihm sein Hebbel einmal niederschrieb, daß nämlich ein Maien- tth] eigentlich ein kategorischer Imperativ der Freude sei. Manche deutsche Volksschichten waren bisher in einem Taumel befangen und haben unser Schicksal zu leichtfertigem Tanze au'gesordert. Jetzt wird bei der amtlichen Verordnung einer Trauerwoche durch die lange Liste der üblichen und beliebten Volksbelustigungen ein Strich gezogen, und hören mit Bitterkeit, was da alles verboten ist: Sing- swelc, Tingeltangeln, Tanzlustbarkeiten, Unterhaltungen auf den Rummelplätzen, schlechte Ätnosiückc und so weiter. Wir hören's mitBit- t. rlcit, denn auch diese Anordnung wird wieder vom Auslände gehört und man wird davon sprechen, ob es denn erst nötig war, das Eolbstverstäiidliche zwangsweise einzuführcn. Eine hohe Welle des nationalen Protestes geht ’ durch Deutschland. In allen Städten erhebt | man sich gegen den Gewaltfrie'ocn der Feinde, । und wahrhaft ergreifend sind besonders die verzweifelten Anstrengungen un'crer Brüder in den von der Fremdherrschaft unmittelbar i bedrohten Gebieten. Dort, in den Grenzlanden, ja, es sind sogar leider weite Gebiete dabei, die nahe am Herzen Deutschlands liegen, ertönt die Sturmglocke am hellsten und er* ichntterndsten. Wir werden diesen Frieden der I Lewalt, Unterdrückung und Schmach nicht an- nehmen. Regierung und Volksvertretung sind h-irin einig. Auch die deutsche Nationalversammlung hat gestern, mit Einschluß sogar der Vnabhängi'en, die Zurückweisung der vorge- 'fegten Fassung des Friedensvertrages.gefordert Es gibt kein Waffenmittel, auch kein auf der Gasse liegendes Tagesmittcl, um das Unheil von uns abzuwenden. Die bloßen Pro- ! leftentsch i ßungen haben auch keinen Wert — wenn sie nicht tiefer gehen als so vieles, was urrs jetzt nur als Rausch der Worte vorlommt. Es müssen stille, feste Vorsätze, heilige Gelöbnisse fein, die wir über die Trauerwoche weit hinaus im Herzen tragen wollen, bis die Stunde schlägt, wo es wieder Mittel gibt, der Welt zu zeigen, daß der Deutsche sich nicht unterdrücken läßt. Wir müssen an die Folgen der Verweigerung unserer Unterschrift unter den Schmachver- trag denken. Die Gegner verfügen über furchtbare Gewalt- und Zwangsmittel. Aber sie wögen sie anwenden! Sie mögen noch einmal unterstreichen, daß cs ein Zwangs- und Gewaltfriede ist, und sie mögen die Abneigung und den Widerspruch der Neutralen und auch ter eigenen Volksgenossen, die sich jetzt schon gegen die unhaltbare Friedenskette auf» lehnen, verstärken. Dann müssen und werden wir vielleicht, znm äußersten Wricbcn, noch weitere Schritte zurück- weichen und unter Vorbehalt unterzeichnen, iann aber, und vorher schon, in der schweren Zeit der Prüfung, wird die Liste der ver- bi':ei'.en Genüsse und Vergnügungen vielleicht noch länger werden und ein anderer Zwang die behördliche Verordnung wird uns re* flicren. Suchen wir uns beizeiten Trost- und Ersatzmittel: sie liegen in einigen ewigen Menschenrechten, die fein Feind uns rauben kann. Dabei hört vielleicht unser Volk wieder wehr auf die bessere Stimme, die es jetzt lange genug unbeachtet gelassen hat. . . deutsche Nationalversammlung. Sitzung vom 12. Mai. I o. Tie Narionalversammlung tagt diesmal m If'-’-y- ,-lllerdmKs nicht im Rciclts‘agsgebäudc, I r;' wr cto.'iulid: r Platz ist, sondern in dcr Aula t &F.r?eIImcT UniDcrfität Angesichts der am feen L Cir.’grn, tx>r Vie die deutschen Volksvcr* | ?nlF ,9'1t sind, ist das HauS voll besetzt. Um bhr eröffnet Präsident Fehrcnbach die Irrung unb nach emer Begrüßung der Versamm- ung ^.urch den Rckior der Universität geht man -a^'orbnirig über: Entgegennahme einer Er- Eung über, die Friedensbedingungen. Minisderprä ident Scheidemann das Wort. Er spricht von dem ungeheuren V,.1 ■ stunde. Es gelte, das arme nackte tgen S« retten tür Land und Volt, heute, wo P* v c ordmsselnde Hand an der Gur-^l fühlt. Mc.ldemann w.tt nicht auf "bte Programmpunkte h' (Onö fis chen. Heute, wo er die Forderungen 5 ihrer Gesamtheit kenne, käme es ihm wie eine «Alterung vor, diese mit dem WilsonschonPro- Mnrm zu vergleichen. Tie Welt fei um ein Ideal inner yiwrben, das Bild des Friedens- bringers Wilson sei im Verbleichen. I November nicht niebetgefegt," gibt er der Stirn* Versprechungen erfülle und einen Frieden nicht regierung habe den Auftrag an ihre Unterhänd-- Unabhängigen, er- Zänfereien. Des Hauses bemäckstigt sich ttxid Unruhe. Und als Haase, vom Präsidenten wachsende ipfe Präsident Fehrenbach saßt alles zusammen, und mit stolzer Genugtuung stellt tag Hessen noch heute. Worten: „Nehmen sind wir machtlos. die sind. Die Beratungen öer (Entente. Paris, 12. Mai Wolff.) Havas. Am Sonn- fand weder eine Sitzung des Biererrats Gröber schließt mit der Erklärung, daß nir hie uns gestellte Zumutung mit Entrüstung des ganzen Hauses Ausdruck. er Zeittrumsal.geordnete Bi11a verlieft eine reick^s Rachsucht frättrn diesen Vertrag ersonnen. Ter Brite will uns genau so unterjochen, wie er die wilden Volker in seinen Kolonien geknebelt feit. Sehr wirkungsvoll ftnb seine geschichtlichen Hinioriie auf 1870 und auf diesen Krieg, den Frankreich g-wollt hat, bei dessen Ausbruch wir ifjm aber zuvorgekommen sind. Die Auslieferung des Kaisers nimmt in seinen Ausführungen einen breiten Raum ein. Wilhelm II. ist ein Deutscher und Teutsch? liefern wir nicht aus. — Auch ferne Rede klingt an das Unannehmbar aus. Ter Sdrfo3Wigcr Blunck protestiert im Namen der Heimat gegen die 'Jlbtrnmung, ebenso Schuld -Bvomberg für die deutschen Teile der Pvovinz Posen. x Tann folgte Stresem ann sür die Deutsdie Volkspartei Auch er beschäftigt sich mit dem Schicksal des Exkaisers. Schon einmal habe England einen feindlichen Herrscher bestraft und iljn auf St. Helena büßen lassen, aber jeder anstän- Jugendliche Arbeiter aus dem Saargebiet zur Zwangsarbeit nach Belgien? Berlin, 12. Mai. WTB.) Ter deutsche Vorsitzende der Waffensritlstandslommisttvn über- reick'e am 8 Mai in. Spa oem Docsttzenden der belgischen $3 a reu kil (": antx fom mt i i um folgende Note: Mitte Januar fei in der „Saarbrücker Zeitung" eine amtliche Bekanntmachung des franzö- sisck^n 2 tabtfo mmantanten des Inhalts erschienen, daß alle tugmÄichen Arbeiter zw sa-en 1-1 und 18 Jahren ohne Ausnahme crusgehoben und zu h.'bt schärfsten Propst gegen biefeit Raubvertrag. Gerade die Unabhiirgigen hätten ein Recht zum Protest, denn sie litten auch die Friedensverträge von Breft-Litowsk und Bukarest verworfen. Wieder berrfdr die nackte Willkür, aber niemals steige aus ihr ein Friede empor. Ihre Fol- er fest, daß das deutsche Volk und Deutsche Nation aloersammlung einig pvovinz vom Reich durch dem polnischen Zugang zum Meer verwerfen. Man habe gesagt, die Unabhängigen wollten den Friedensvertrag formell unterzeichnen, sie denkten gar nicht daran. Tas möchten diejeirigen tun, die die Kriegspolitik mitgemacht hätten. Haase hofft auf die Weltrevolution, die den Imperialismus unserer Feinde febtnrgfegen werde. Tarrn wendet er sich gegen bte Regien,ng^und kommt mit inneren -urückocisen. Frau Böhm-Schuch, eine Sozialistin. Ten Neutralen, die strst eimnütig gegen diesen Frieden seid, bantt Präsident Fehrenbach. Er ba 'Tt dm ftanzösrchen und englischen Sozialisten und geh: zu einer Anklage über. Aus unseren Gr.T-ln wird uns ein Rächer entstehen. Unsere Kinder werden aufroadtfen in der bar'm Frohn her Feinde. Aber sie werden nicht nur die Fäuste baffen, ne werden auch ihre Ketten zerbrech'n und die Schm ad: '«chcm, die man uns heute angetan hat. liefere Nationalhymne war nicht der Ausdruck unfeves Herrsck?emrfllens, sondern eine gtüberrbc Gc'.alttmg der Baterlanbsliebe und auch in dieser Stunde gibt es für uns nichts anderes als: Teutkchland, Teutschland über alles, über alles in her Welt! Wieder hat sich das ganze Haus erhoben und etwa zehn Minuten hindurch flammt es zu immer neuen stürmischen Kundg.'bimgen. Eine Abordnunq von Danzig und Wkftprkvßkn. Berlin, 12. Mai (Wolff.) Reichspräsident Ebert empfing am Samstag in Gemeinschaft mit dem preußi chrm Minislerpr äsidenten Hirsch und dem preußifchen Minister des Innern Heine eine Abordnung für Danzig und West- preußen, die sich zusammensetztc aus Vertte- tem des .Magistrats und der Stabtorrorbneten* Versammlung von Tan zig, des bcutidym Volksrats rür Westpreußen, des Vollzugsausschusses, oem Vorsteher der Kaufmannschaft und des Bürger- ausschulles sowie mehreren westpreußifcben Mitgliedern der Nationalversammlung. Als Führer der Abordnung er tl arte Oberbürgermeilterj Spann feierlich den unerschütterlichen einmütigen Willen aller Stände und aller Parteien! in Stabt und Provinz, untrennbar am Deutschen Reiche festzuhalten. Tiefer Wille werde durch cie ungeheuerlichen Friedens bedingen gen unfercr* Feinde nur gestählt und noch entschlossener. Danzig und Weüoreußen seien der festen Zuversicht, haß die MeiÄsrrgiermig itzre fo oft gegebavat Ter Redner der Deutschnationalen ist Gras Posadowskv. Englands Brutalität und Frank- dige Englänlx-r fd)ämc sich Stvcsemann schließt mit den wir diesen Vertrag an, boTtn rechtlos, .chrlos." Haase, der Führer der dankbaren Freude .über dieses starke BefermtniS zum Deutschtum Ausdruck: die Fricdensbedin- gungen der Feinde seien für unser Volk unerträg-* Ud) und undurchführbar. Ties gelte ganz be-' sonders für die Tcutschm im Osten. Tie Reichs- vHTipremungen ctnnie unv einen irricjm niuji unterzeichne, der Tanzig und Westprcußen hont Reiche abtrenne. Präsident Ebert gab nornen» der Reichsregierung in herzlicher Weise feiner noch eine her Minister des Acußern statt. Infolgedessen werden die Regieruug-führer erst am Montag die Antwort feftlttifen, die auf die beiden Noten des Grasen Brockdorff- Rantzau, die er am Samstag Clemenceau zugehen ließ, geben wird. Lloyd George, der sich am Samstag nach Fontaineblcnu begeben bat, hat noch keine Kenntnis von ihr genommen. Dagegen hat Wilson den Tert gelesen. Wir glauben zu wissen, daß eine dieser Noten auf die Heimsendung der Kriegsgefangenen Bc;ug hat, die die deutsche Delegation bald sehen möchte. Die zweite Note bezieht sich auf die Arbeitergcsetzgebung und die internationale Regelung, die die deutsche Delo» gation zu diesem Zweck oorschlägt. Unsere Vertretung in Versailles. Versailles, 12. Mai. Die Reichsminiftev Giesberts und Landsberg und 15 weitere Herren der Delegation sind gestern nach Berlin zurückgereist. derh^tt unberbrochen. dieses Thema mcht fallen lassen will, macht fid) die Empörung in stürmischen Lärmszcnen Luft. Haase schließt dann mit einem Bekenntnis zum deutschen Volk, das nicht imterg'b"ii werde, sondern im Sozialismus feine Auferst^h mg feiere. Tann sprccht Frau Weber, eint Lehrerin aus Köln, für ihre Heimat Eupen und M al- medp, die an B'lgien fallen sollen. Mit Kraft U7Ü> Entrüstung schildert bte Rednerin die Zustände in den besetzten Gebieten. Ob man oas den Kölnern fünf Jahre, den Mainzern gar fünfzehn Jahre zumntcn soll? Für die Westprenßen spricht bann Graf Dvh n a , der natvonalliberafe König.berger Unt» verfi'ätspwfessor, für die Schlesier der Melw- heitssozialist Löffler. Tann hat man noch Professor Quidde das Wort gestattet, wnl er der Führer der deutschen Pazifisten ist. „Warum t'feien beim unsere Feinde ein internationales Gericht ab? Weil sie genau wissen, wie das Urteil ausfallen muß." Scheidemann vergleicht dann die Zukunft der beut* scheu Nation mit jenen Brüdern in Feindesland. _______________ hinter Gesängnisgittem, nne man es auf dem, Erklärung der Oberschlcsier, daß sie beim Reich Plcckat siebt, das jetzt die nxrfätige Hilfe für' bleiben wollen. unsere in Gesmigem'd>aft schwach enden Brüder aus-1 rufen will. Tte Feinde wollen 60 Millionen Deutsche Ifenter Stad»cldrahr sdnnachten lassen und habet das eigene Land zum Gesäugen, nliger wachen. Kerne Hand könne sich hrnailssttecken, ohne in eine Schling? zu gern'en Sie haben nichts vergessen, aber alles hrnzugelemt. tvas Vernichtung und Zerstörnnq heißt Teu'.schland soll von her Außenwelt abgeschiftton werden. Schcidewaun spricht dann iw einzelnen von den vernichtenden Bestimmungen des Pariser Entwurfes, von der ‘■Xbtrctunp deutscher Gebiete, von der Kontrolle des deutschen Handels nach dem Auslande, von der Rechtlosigkeit der deutschen Republik innerhalb der Völkergesellschaft, von der Ausliesenrng ter deutschen Schisse, der fitobfe, der deutsch-n Kolo nicn, Kabel usw Wir sollen Frondieuue für die ganze Welt leisten. Sch.Üemann ist mit diesem Vertragsentwurf, der so die Zickanft einer ganzen Nation vernichtet, nicht ei^nerflaitbeiL Was soll ein Volk machen, rüst er aus, das tbci her Festsetzung seiner Berpilchtungen nid)t mitreden darf, das höchstens stch äußern darf, ohne bei den Entscheidungen beteiligt zn werden, auf dessen eigene Bedürfnisse fern Mensch Rücksicht nimmt. Tie Regierung hätte Gegenvorsdstäge gemadit Sie sähe ihre heiligte Aufgabe darin, zu Verhüllungen zu fommen. Ter Vertrag» sei uimimchmbar, so unannehmbar, daß er indvt zu glauben öcrmödjte, daß die Erde solch ehi Buch ertragen könne, ohne daß aus Milliv'.!eit Kehlen der Ruf erschalle: Weg mit diesem Vdorhrlan. Für die Mehrh i 6feziallsten spricht der Abgc ordnete M ü l l« r-Breslau, der sich ebenfalls in k.äfrigen Worten gegen das Friebe-rsniachwerk der Entente weilet. Tic bentfdxm SotitaRxmiofraten seien aiud> in beit Zeiten, nx> die milt-ä-.ische Lag: für Teutsd^and günstig war, für einen Rechtsftie- den ?aig?treten. Mit diesem Vertrage solle der deutscke Arbeiter verfllavt werben, bamit die deutsche Republik auf sozialpolitischem Gebiet in der Welt keine moralischen Eroberungen machen könne. Ter Sozialismus in allen Ländern solle getroffen werben. DaS deutsche Volk lasse sich nicht zur Sklaverei verurteilen. Tas solle sich Europa an diesem dunklen Tage deutscher Geschichte merf-m. Ter preußische Mrmstertträsidanl Hirsch gibt vor den Ausführungen t>?5 Abg. Müller im ?luf- tragc der Regierung und sämtlichvr deutscher Freistaaten eine E.klärnng ad, rn der es u. a. heißt: Lieber Tod als Skülv! In der furch'barsten Not, die tmser Volk je heimgesuckst hat, stehen wir alle in imerfdÜUtcrlidier Treue zum großen bcutfd)en Vaterlai.d. Mil dem deulsch.-n Svr alismus wollen die Entent-kapidalisteir d?s Sozial smus in allen Ländern treffen. Teshalb ist dieser .Fricdcnsv r- trag im Grunde g-nommen das furchtbarste S o z i al i stengefetz, das cs jemals gegeben l>at -Hoffentlich sehen das unsere fraerzösisdxn und cnglifdicit Genossen in sfeige.dem Maße ein. Ter Vertrag g h: über alle so;i.üisrischen Forderurtgen 6ür Tagesordnung über. Wir fordern, daß vor der cubgiülhgen Aitnahme des Vertrages die Völker selbst gefragt werden. Wir aber wollen weiter schreiten aus'der Balm der Kultur und des sozialpolitischen Fortschritts. Komme, was kommen mag! In einer Zeit, in der selbst die letzten Nationen zu. felb’/jänbigcm staatlichen Leihen ecraerft werden, läßt sich das ceutübc Volk nidit zur Sklaverei ver- ur!e len. Tas mag sich Europa an diesem dunklen Tag' deutscher Geschichte merken. (Stürmischer Beisall.) Al-g Grocber (Zcntr ): Was uns jetzt vorliegt, laßt von den Wilsonschen Purrktcn keine Spur merken. Tie Wilsonsch-en Grrmd'sätze sind aing baut auf dem Selbstbestimmu^ gsrecht der Völker und Beachtung der Nationalrat. Wo ist in den uns gestellte-1 Bedingungen von bewtschcm Selbstbeßimmungsredt und von der Aditnng der dcutsch.en Nationalität etioas zu finden? Sogar den Teutsd^Sesterre ch'ni soll dcr ?lrrschluß an Teutfchland versag: werden Hand in Hoard mit den territorialen Verlusten geht die geforderte Ent- wassnung Teutschtccnds. Tentschland soll wehrlos gemacht und die obligatorisch: Tienstpflicht abgeschafft werden. Wird mit den finanziellen Frieden Sbedingungen ernst gemacht, also die Befriedigung dcr Feinde durch beutfdjes Geld vor der Be- ftiebigtmg unserer inländischen Zalchrngsvervslich- ttrng.it, so wäre das Reick) und die Eivzelstaaten zum Ba frott gezwungen. (Sein richtig.) England und Frankreich, fi-tb zwir einig in ihrem Haß gegen TeutsÄand, aber nicht einig in ihren Kricgs- zielen. Frankreich braucht ein lristungöfähiges Teutsch'.and, das Frankreichs zerrüttete Finanzen burd? seine Opser wiecvr aufrichten kann. England aber will einen unbeguemen Konkurrenten los sein und verlangt deshalb ein wirtschiftlich schwaches Tcutschland. Alle die Bedrng.tngen, die Deutschlands Wirtschaft in so unerhörter Wei'e schwächen, sind eine.Beeinttäch^ttg'rng des französischien Kriegs- zicles. Sollchc Friederrsbedingungcn sind also >'ogor vom Standpunkt unserer Fembc aus unerfüllbar. Wenn endlch; auch woch verlangt wird, daß wir uns verpftick^en sollen, den deutschen Kai'er und eine Anzahl volftischer und militärischer Führer an ein Gericht unserer Femtte zur Aburtcllungaus- julicfern, so weisen wir eine solche Zumutung mit Entrüstung zurück. Tie Friedensbedingimgen, deren Annahme aent uns gefordert wird, stellen nicht einen Rechts frieden bar, sondern einen Gc- naltfrieden voll Haß, voll von Keimen neuer Gewalttaten, von Ungrreririgtcitcn, eine Quelle neuen Völkcrftreitcs und endloser Kämpfe. Konrad Haußmann ergreift bann für die demokratische Partei das Wort. Ms er mit erhobener Stimme erklärt: „Hatten wir diesen Frieden geahnt, wir iffljax Waffen am Xk spricht im Namen der Frauen und Mütter unb i _ ... ___ schlicht mit einem Appell an alle Frauen der Erbe i ler gegeben, alle diese Fragen ringchend zu prü- Ter Redner der Deutschnationalen ist Gros fen und den deutsdien Standpunkt den Fcind.ir gegenüber mit aller Kraft zur Geltung zu bringen. Ter Augenblick her Entscfe-idung sei gekommen. Ministerpräsident Hirsch schloß sich für die preußische Regierung den Ausführungen deS Reichspräsidenten an und erklärte ausdrücklich, daß. wenn ter Friede solche Bedingungen, wie die jetzt vorliegenden enthalten sollte, er für die Regierung unannehmbar sei. €ineRci)eDernburg$im$taatcnausfd)u6 Berlin, 12. Mai. (Wolfs.) In der Sitzimg des Staatenausschusfes hielt Reichsfinanzminister Dernburg über den von den Alliierten in Versailles überreichten Friedensentwurf eine Rede, aus deren Inlwlt folgendes hcrvorzuhcbcn ist: Alles deutsche Eigentum, ösfentliches wie privates, im Ausland wird konfisziert. Tas Niederlassungsrecht wird von einer ein citigrn Landes- geictzgcbung abhängig gemacht. Alle Kvnzcsfiviiew und dergleichen müssen der Entente überliefert werden. Schiffe und Kabel werden weggenommen, ja Funksprüche werden zum Zwecke dcr Handels-, spionage in die Kontrolle dcr Alliicrten gebracht. Tie Kriegrinaßnahmen hinfichllid) der deutschen Rohstossvcr'orgung bleiben in Kraft. Deutschland muß seine Nationalen tür den Wert der wcggenom- menert Aftiven entschädigen, was es doch nur mit Hilfe einer inneren Anleihe machen kann. 91 bet Zinsen darf cs auf diese Anleihen nicht bezahlen, lolange nod) Schulden an die Entente bestehen. Teutsd)es Url)eberrecht, Patente und dergleichen sind und bleiben ims iveggenommen. Irgendein Pfennig Wert und irgendeine BetätigungSmöAlirh- teit im Ausland verschwindet: auf alle überseeischen: Rechte müssen wir restlos verzichten. Dagegen genießen unsere Feinde in Deutschland die volle Meistbegünsttgimg. Auch in Punkt Niederlassung' erhalten sie alle ihre Akttven zurück. Ihre Forderungen werden durch die Entente in bar geregelt zu unseren Lasten, mtb diese behält sich vor, bewegliches und unbewegliches Eigentum, Geschäfts- und WirtschaftsunternehmiMgen, Konzessionen unb dergleichen für Redmnng des SchadcnsanspruchZ in Empfang zu nehmen. Von Gcgcnfeitigfeft ist nirgends im Vertrag die Rede Ta Deutschland für feine Ernährung und Beschäftigung sowie für feine Zahlungen auf den Außenhandel angewiesen ist, gehen diese Bestimmungen auf die volle Erdrosselung unb Hinschlachtung unseres Volkes hinaus und richten sich vorzugsweise gegen den deutschen Arbeiter, der in Zukunft im wesentlichen für unsere Feinde frobnben und niemals zu einer mgerne)fenen Lebensfreude unb Lebenshaltung kommen soll. Ter Schabensanspruch sott offenbar auf Polen, Rußland, Rumänien und Serbien ausgedehnt werden. Seine Feststellung erfolgt ganz einseitig. Unseren Kriegsbeschädigten bür en wir nichts zu- temmen lassen, noch nicht einmal eine Armcmmter- stützung. Unsere Kolonien werden ,lns weg- genommen ohne Entschädigung für unsere Aufwendungen darin (Bahnen usw ). Tas feindliche Angebot ist unannehmbar, denn es bringt einen Frieden gegen die schaffende Arbeit unb gegen die Demokratie und hat zum Ziele die dauernde Versklavung der deutschen Arbeitcr. Nach der Erllarung des Reichs/inanzmlnisterS teilte der preußische Ministerpräfident Hirsch mit, daß die Vertreter der deutschen Glicdstaaten in der vorausgegangenen Sitzung einmütig zir her Ueberzcugung gelangt seien, bau der Friedens- Vorschlag in der vorliegenden Form unannehmbar sei. trt Belgien verwandt werden fott- Ausführung dieser Bekamttmoickpmg seien jusenvliche Arbeiter amtliche von dem Vermietun Feuilleton. Menschen kommt." Görres schreibt (ingungent ; 'hinwies, fanden Besprechungen über die Bei- ' trag13erHebung sowie die Sterbekassfu ; des Vereins statt. Es wurde beschlossen, evtl, einen i Ansckstuß der Küsse an die Deutsche Vollsocrsichc- rang herbeizuführen. Weiter berichtete der Vor-, sitzende über die in Gießen geplante Errichtung , einer Volkshochschule und deren Ausgaben, woran sich eine ein gellende Aussprache anschloß. Den Schluß der Versammlung bildete eine Besprechung über das Veveinsorgrn. ** Der Wartburgverein hielt gestern abend im Konfirmanbensaal der Johanneskirchc einen Jugend- und Elternabend ab, der sehr gut , besucht war. Nack dem Festmarsch von Faust, borgetragen von Frl. Castein und Lehrer Fritzel, hielt Pfarrassistent Hofmann die Begrüßungs- : ansprache. Er wies darauf hin, daß es mehr denn je gelte, Jugendpflege zu treiben, um die In gend zu befähigen, die schweren Daseinskämpfe der Zukunft lragen äu können. Professor D. Schian führte aus, oaß unser jetziaes Losmtgs wort „Neubau" heiße. Ties gelte in staatlicher und kirchlicher Hinsicht, und wir wollen hoffen, daß sich in beiden Neubauten wohnen lassen möge. Harte und schwere Arbeft wird der Neubau erfore bent, besonders auch der Neubau in der Jugend erzichung und Jugendpflege. Es hat der Jugerch Sonne gefehlt, und harte Entbehrung mußte sic während des Krieges ertragen, darnach ist Zucht und Ordnung verloren gegangen. Hier muß der Neubau beginnen bet der Jugendpflege. Tas Volk muß wieder Lust und Liebe jur Arbeit bekommen zum eigenen Wohl und zum Wohl der Gesamtheit. Arbeit und Glauben tim uns not. Auf, deutsche M, zum deutschen Neubau! Lebhafter Neigte seinen Worten. Die musikalischen Vorträge wurden von einigen Freunden, sowie vom Streich- und Blaschor des Vereins vorttefflich ausgeführt und ernteten lebhafte Anerkeirnung der Zuhörer. Besonders verdienen herfrorgel)oben zu luetbcn die guten Leistungen von Frl. Cast ein und den Herren Sckflvarzlosc und K. und W. SckMitz. In dem Schlußwort sprach Pfarrer A u S f e l d ül'et die Arbeit in dem Verein und forderte auf, den . Verein zu unterstützen. Es wurde eine Sammlung zum Besten der zurückkehrenden Gefangenen veranstaltet, die den Betrug von 41,12 Mk. ergab. | ♦* Lichtspiel ha u s, Bahnhosstr. 34. Ab heute bis inkl. Freitag gelangen hzwei Detektiv- Dramen zur Aufführung. Die Edelstein-Sammlim- ' von Hans Hyan. — Ferner: Das Todestelephon. In der Hauptrolle Ressel Drla und Erich Kaiser- Fritz. 1 S ** In den Schwarz-Weiß-Licht- , svielen, Seltersweg 81. wirkt von heute bis I Freitag, 16. Maff Olga Desmond in dcm großen i Jilmwerk „Der Mut zur ©ünbe". Eine Bluttat bei Büdingen. Büdingen, 12. Mai. Am Freitag den 9. Mai, abends zwischen 9 und 10 Uhr, ist, wie der „Budin ger Al!a. Uhrzeiger'" meldet, die Ehefrau Anna des OfftzierstcllVertreters Loonh. Rein, Fußart.-Regt. Nr. 3, aut der Landstraße Vübin- g:n—Gelnhausen an der Lnrbrücke ermordet worben. Halsschlagader und KehlLovf waren beim Auffinden dulchlchui.ten. Der Offizierstxllrertreter ■ hatte seine von Ulrichstein zurückkehrende Frau, mit der er feit 1914 verheiratet ist, in Nidda ab» geholt. Das Paar war von dort mit der Eisenbahn g tormen und wollte den Weg bis Gelnhausen zu Fuß zurücklegan. Gegen 10 Uljt meldete R. dem Gendarmei irwichttneister JLaer, daß feine Frau an der Luxbrückr pon zwei irnbcDamiten Männernr angcfoTten und getötet worden sei. Insassen eines von Gelnhausen kommenden Fahrzeitges litten bereits bcrWet, daß eine vermummte Go- statt unterwegs auf den Wagen eingedrungen, aber von einem Manne zurückgerissen worden sei, Wie sich später herausgestellt Hit, war dies die schwer verletzte Frau, die sich mit der Dodeswuude 1 am Hals und blutten Händen an den Wagen geklammert tmd Hilfe gesucht batte. Alles zeugt von schwerem Kampfe. Dre ärztlich: Untersuchung hat ergeben: Halsschlagader rind i Kehlkopf durchschnitten, mehrere Stiche am Kops . und ein Schlag über den Kops, anscheinend mit dem Griff des Messers. Das anscheinend seststel)ende Messer, womit die Tat verübt worden ist, konnte noch nicht gesunden werden. Die Verdachtsmomente ' richteten sich gegen den Offizierstellvertreter Rein, der auch sofort feftgenommen worden ist. Am Sonntag treu 11. Mai wurde der verhaftete Offizierstellvertreter auf dem Transport zum Ver- . hör bei der Leiche unterwegs von der wüten- 1 den Menge mit Faustschlägen angegriffen; nur । mit Mühe konnte er vor der Lynchjustiz durch die । Polizei geschützt werden. R. hat eine Dienstzeit > von 14 Jahren hinter sich. Nach langem Leugnen hat er die unmenschliche Tat eingestanden. Dir Leiche wurde nach dem Heimatort verbracht. den jetzt behandelt werden. Ter eine Briefs üjm 11. November 1870 an den Handelsminister Grafen Jtzenplitz gerichtet und lautet: ,.Es liegt im Interesse unserer Okkupation, dem im Qknrcal' gouhernement Reims finge treten en Mangel an Steinkohlen abzuhelfen. Ter Generalgmi vernein! beabsichtigt daher, jemanden nach Saarbrücken schicken, mit dcm Auftrage. Ankäufe zu den marktgängigen Preisen und gegen sofortige Zahlrnig zu machen. Ew. Ex. ersuche ich, die 2xrgbireftiai daselbst dahin anweisen zu wollen, daß die Verladungen fobalb als möglich bcwirtt werden." An M o l t k e schreibt Bismarck am 30. Januar 18 d: „Herr Jules Favre.hat den Wunsch ausgesprochen, daß der regelmäßige ''Postdienst, welcher die Wieder- Herstellung der Eisenbahn zwischen hier und Parlli voraussetzt, baldmöglichst eingeführt werde, lau den Vorschlag gemacht, daß täglich zwei öitfl«. die Bahn befahren, deren Benutzung nur den Per^ sonen gestattet wäre, welche mit ZirkulatronskarM versebm sind. Ich bin meinerseits mit biefar., Vorschlag einverstanden und ersuche Ew. Ex. um eine Aeußerung, ob vom militärischen Gcsichtsft punkt dagegen Bedenken obwalten." Moltke klärte sich bereite am folgeirden Tage damit verstanden, und so mürbe der Bahnverkehr i®1.: schen Paris und Versailles hergesteltt. Der Aufruhr in Indien. London, 12. Mai. Reuter erfährt, daß W Engländer die Afghanen und bereit Verstärkungen erwarten. Flugzeuge überflogen die jGrenze und belegten den Gegner mit Bomben. Aus Stadt und Land. Gießen, 13. Mai 1919. , Die Wahl der Stadtverordneten so lautete gestern abend die Tagesordnung dreier i Versammlungen der Dentsch-nat. Pattei, der Deutschen demokratischen Partei und des Bürgervereins. Aus den Versammluirgcn ist zusammenfassend zu berichten, daß die Berhandliungien zu einer Emi- Mng sämtlicher bürgerlichen Parteien bei der bevorstehenden Neuwahl der Stadtverordneten geführt haben. Ebenso ist man bereit, mit dem Bürgerverein zusammenzugehen, um ein geschlossenes Vorgehen sämtlicher bürgerlichen Elemente herbeizuführen. Bei der Aufstellung der vorzuschlageuden Bewerber sucht man allen Berufsständen möglichst gerecht zu werden. — In der Versammlung pes Bürgervereins, die besonders gut aus dem gewerbetreibenden Bürgerstand, den Innungen, dem Detail- listen, den Bezirksvereinen Nordost und Südwest, Seltersberg und anderen Gruppen besucht war, gab Lehrer Valentin Müller einen lieber» blick über die bisherigen Verhandlungeit. Der Bürgerverein erstrebte nach den Ausführungen von Slnsang an eine Einigung mit den politisckxm Parteien unter der Donau - st tzmig der gleichen Zahl aufzustellender Kmrdidcrlen und gicidjer Listenplätze. Diese Einigung ist zu erhoffen und soll in einer Sitzung der Ausschüsse, die beute abend sw «findet und zu der jede Pattei drei Vertreter entsendet, entschieden werden. — Tie Deutsche demokratische Partei wird muh Arckündigung in unserem heutigen Blatte am Mittnwck), in einer M il g^ i ederve r sam m- tung bie Llufstrllung der Kandidatenliste benaten. — Es wird nun auch bald )oarz geworden. Nach einer anderen Volksmernung zieht die Schwalbe nicht fort, sondern setzt sich im Herbst in Scharen auf Rohr und Schilf an Teichen, Sren und Flüssen, erstarrt und gleitet ins Wasser hinab. Im Frühjahr nach der Eisschmelze kommt sie wieder aus der Tiefe heraus. Als heiliger; Vogel bringt die Schwalbe Gottes Segen über das Haus, dessen Mitbewohner sie ist. sie beschützt es vor Mitzgrfahr, Feuer und Wassersnot. Wer ein Schwalbennest zerstört, gilt nickst nur für rurfy* los, sondern «zerstört auch sein eigenes Glück; wer gar eine Schwalbe tobet, den trifft großes Unglück. Ms heiliger Vogel rtrifo die Schioalbe auch etwas front Wetter. Fliegt sie dicht über die Erve hin, so wird es regnen, oder es tritt sMcchtes! Wetter ein, fliegt sie hoch bleibt das Wetter gut. Lebensmittel. ♦* Der amerikanische Speck für Gießen ist, wie uns Herr Schlachthofdirektor Dr. M o d d e soeben mitteilt, vor der Ausgabe im Schlachthof untersucht und als trichi- n e n f r e i befunden worden. Er kann alfo ohne Gefahr genossen werden. In anderen Städten wurden unter den Speckseiten solche gefunden, die trichinenhaltig waren. Die Warnungen zur Vorsicht beim Genüsse waren da- her nicht überflüssig. Wer vorsichtig ist, wird sich auch jetzt noch an die angegebenen Schutzmaßnahmen halten und das Schweinefleisch ausbraten oder auskochen. n „ ** Fischverte il ung. Im Saufe dieser Woche trifft eine Sendung Seefische ent. Das Eintreffen der Fische wird in den Vcrttilungs- stellen durch Aushoirg betontgegeben. , Beliefert werden sämtliche Lebensmittelkarten, die m der linken oberen ,Ecl!e die Nummeni 1—50 aufgs- brlieft haben . Näheres sieljc Auzeigenteil. — Las Städtische Lebensmittelamt ist in der Sage, ge* r äuchertc Seefische zu besckiasfen. fitein- haiidelsgeschafte müssen ähren Bedarf bis spätestens Attttwoch (uigcben. । * ** Geh. Schulrat D r. Rausch t- ; Mit dem ehemaligen Leiter des Realgymnasiums und der Oberrealschule, Geh. Schulrat Dr. Rausch, ist ein freundlich aufrechter । Mann dahingeschieden, den weite Kreise be- i trauern. Mit großer Pflichttreue, stets auf das । Beste von Schülern und Lehrern bedacht, hat : er von 1891—1914 die überfüllte Doppclan- teS nationalen Unglücks heraus: ,.Kerne menschliche Macht vermag ein Volk, das aus sich selbst zu einem großen historischen Eharakter heranretst, ztirückzuhalten. Not tut vor allem, daß eine feste öffcntlidye Ndeimmg sich bilde. Gelingt es den Nation, solche Svvackst su gauinnen. bann ist alles Unglück dieser Zeit nur Vorbereitung M ihrer Wiedergeburt gewesen." FichteS Antwott auf den Tilsiter Frieden sind seine im Winter 1807 gehaltenen „feen an die beutfdjc Nairon" Selbst Go e t he T)at in duften Tagen der Sckpnach seine olympisckst Ruhe verloren; ec äußerte Damals, er wolle „ein ernstes Wort mit den Franzosen sprechen", und als auch Weimars Existenz als Staat durch den Korsen bedroht tvar, rief er unter Tränen, wie Falk berichtet, aus' Weim wir in dieser dunkelsten Stunde der deutschen Gesckstchtt ganz verzweifeln wollen, dann mögen wir Trost suchen bet den Vorvätern, die aus ebenso tiefem Fall sich emporttchteten Preu- hen war 1807 noch machtloser als das Deutsch' land von 1919. Daß Mipolevn es nicht ein sack, ans der gtciljc der Staaten ausstrich, bcrtwnfte es nur der Rücksichtnahme des Korsen auf den ßaren An ein Nichttiitterzeichnen des Tttstter Attebens mar für Friedrich Wilhelm III. nicht aii denken, roemt er wenigstens noch etn otutr fdm?5 NeickMs behalten wollte. Und doch haben stbon damals die besten Männer daran gedacht, lieber alles zu verlieren, als sich dieser --ckimach tzn bangen. Tie geisttgen Fulxrer der Nation fühlen nun, nne eng sie zu ih-ver vermat, gelwren. Etn Symbol dafür ist die Rückkehr Ätlhelm von Humboldts aus Rom, der -urn Praßen ferne Dienste wcffft. ..Wir alle smd unglückllch/ schreibt er nach dem Tilsiter F-riÄnm an die Jngend- Deutsche Volkspartei. In der Mit^ glieberfrcrfantmlung des Vereins der Teutsckzen Volkspartei in Gießen, die am 8. Mai ftaltianb, sprach im Auftrag der Liga für Deutsche Kultur Herr Dr. Schl ar b über den Volsck>ewismuS. Ter Redner, der mehrere Jahre als Dozent in Rußland gewirkt bat, schilderte einleitend die poli tischen Verhältnisse im russischen Reiche, wie sic vor und während des Krieges bestanden, um dann auf das Wesen und die Bedeutmrg des Bolschewis Gitte sozialdemokratische Kundgebung in Wien. Wien, 11. Mai. (Wolff.) Korr.-Burcau. Die sozialdemokratifche Arbeiter-- fsch a f t Wsiensl veranstaltete heute vormittag mif dem Platze vor dem Rathause und in der Volksballe deS Rathauses eindrucksvolle Kundgebungen für das Selbstbcftim- mungsrecht Deutsch-Oesterreichs und den Anschluß a n D e u t sch l a n d. Die Ausführungen der Redner wurden in begeisterten Zu- stimmungskundgcbungen ausgenommen. Rückkehr der Deutsch-Südwestasrikaner. Amsterdam, 12. Mai. Der Kommandant von Tentsch-Südwestafrika Setth ist soeben. mit 40 deutschen Offizieren und 1300 Mann auf einem englischen Dampfer in Rotterdam cingetroffen. Aus Hessen. Neue Landgesetze. rm. D a r m st a d t, 12. Mai. Die Regie- intttg hat nunmehr einen Entwurf eines Gesetzes betr. dieUeberführungdesfidei- kommissarischgebundenenGrund- b e s i tz e s in den freien Verkehr veröffentlicht, der seine Bedeutung erst in Verbindung mit dem ebenfalls der Volkskammer -ugcgangenen Entwurf eines Landgesetz es erhält, in dem gegenüber dem fideikommissa- xischen Grundbesitz ein unbeschränktes Recht auf Enteignung und Zwangspachtung für Siedelungszwecke und für sonstige öffentliche Zwecke vorgeschlagen wird. Da der Ministerpräsident Ulrich Wert «darauf legt, daß die Abgeordneten die Gesetze vorher kennen lernen, ehe deren Beratung am 22. Mai beginnt, sollen zu diesem Zweck am 20. und 21. Mai Besprechungen aller Fraktionen und am 22. Mai eine unverbindliche erste Lesung im Plenum stattfinden, damit vor den Beratungen int Ausschuß die Stimmung des Hauses über den Gesetzentwurf klargestellt Wird. Der Hess. Volkskammer ist etn Antrag Reh und Gen. zugegaugen betr. Abänderung des Kunftstraßengesetzes, ferner ein Antrag prstadt betr. Entschädigung für versetzte landes. ** Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurden am 30. April 1919 der Ergänzungsrichter an der Kammer für Handelssachen bei dem Landgericht der Provinz Rheinhessen Herr Kommerzienrat Florian Kupferberg in Mainz zum Handelsrichter und der Musilverleger Herr Dr. Ludwig Strecker in Mainz zum Ergänzungsrichter an dieser Kammer, beide für Oie Zeit bis zum 31. Dezember 1921. — Am 30. April 1919 wurde dem Handelsrichter an der Kammer für Handelssachen bei dem Landgericht der Provinz Rl>einl)essen Herrn Geheimen Kommerzienrat August Seine in Mainz die nachgesuchte Dienstentlassung unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten Dienste erteilt. — Ernannt wurde am 3. Mai Theodor Petry aus Darmstadt zum Bureaubeamten bei dem Sekretariat der Technischen Hochschule zu Darmstadt mit Wirkung vom 1. April 1919 an. — Am 5. Mai d. I. wurde der Buchbinder und Aushilsediener Adam Schäfer zu Darmstadt mit Wirkung vom 1. April 1919 an zum Diener bei der Verwaltung der Vordrucke des Finanzministeriums ernannt. — Ernannt tourbe am 26. April Geovg M ü l - l e r aus Darmstadt mit Wirkung vom 1. Mai 1919 an zum Wärter am physikalischen Institut der Technischen Hochschule zu Darmstadt. — Ernannt wurde am 2. Mai der Kanzlei- und Registraturbeamte bei dem Verwaltungsausschuß der Landesuniversität Theodor Keßler zu Gießen mit Wirkung vom 1. Juni 1919 ab zum Sekretär des Verwalluugsmisschusies der Landesnniversität. — In den Ruhestand versetzt wurde am 26. April der Wärter am physikalischen Institut der Tech- nifetjen Hochschule Georg Mahr auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten Dienste vom 1. Mai 1919 an. — Entlassen wurde am 30. April 1919 die Lehrerin Susanne BrunNengraber zu Viernheim auf ihr Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Mai 1919 ab aus dem Schuldienst. ** 1000 deutsche Kriegsgefan- genc werden heute um 1 Uhr am hiesigen Bahnhof erwartet, um dem Durchgangslager zugeführt zu werden. ** Von der Landesuniversität. Am Mitttooch, 14. Mai, vormittags 11 Uhr pünktlich, findet in dem großen Hörsaal der Universität die zweite Immatrikulation statt. — Fräulein Dr. Margarete Bieber, die sich für das Fach der klassischen Archäologie an unserer Universität zu habilitieren wünscht, hält am Mitttvoch, den 14. Mai 1919, um 5 Uhr im Hörsaal Nr. 2 eine öffentliche Probevorlesung über das Thema: Griechische Frauenkleidung. ** Besitzwechsel. Metzgermeister Brcnm Witwe verkaufte ihr Haus Seltersweg 4 für 82 500 Mk. an den Inhaber des SchuhbauseS Wolsf. — Das Anwesen der Witwe Chnstiane Zörb, Mausburg 9, ging für 45 000 Mk. an den Inhaber des Reformlwuses für gesundheitliche Nahrungsmittel, Paul Scholz, über. — Franz Dient Erben verkauften ihr Anwesen ^.Zum Post- fcller, Wagen gaffe 9, für 52000 Mk. an den Masseur Louis Kratz, welcher darin ein Institut für Heilgymnastik und Massage einrichtet. — Restaurateur Loeber verkaufte sein kürzlich erst erworbenes Anwesen Friedrichstraße 12 für 80 000 Mark an die Inhaber der Firma Klingelhöffer & I Tilges. ** Die Auszahlung der Familren- ' Unterstützung cm die Mgehörigien der noch int Heeresdienst Befindlichen für 16.—31. Mai 1919 findet Doimerstaa den 15. Mai 1919, fror» mittags von 8—12 Uhr, im Stadthaus. Zimmer Nr. 7, statt. - . Sinken der Pferdepreise. Wre wir von fachmäimisck^er Seite erfahren, sind die Pserde-- frreife bereits int Sinken begriffen, da die Pferde- ttnfuhr front Ausland in kürzester Zett frei gegeben wird. > Tie Preise für Schlachtticre zeigen ebenfalls feit einigen Tagen eine sehr starke Tendenz nach unten. Tiere, die für teures Geld nach Frankfntt eingeschmuggelt waren, besonders aus dem Hessischen, und beim Einkauf 1000 Mk. und mehr gekostet haben, werden scho-n für 600 Mk. 'E ■ •5$ M UM Jt Stzk Ms ff*? l Lollar g Säädtt, ? ir««®-** Mat. 0 Lueck' 8«' M ittt die ifelv 5 Stimmen MJ jtebrerer liiieii aus! xir dem Kv^e Klundbcsider 6 * «t । m btit Sn'9= """ M, itnr i mo > nn von 79 8t Mter Wul miere Ansicht dc reitergegeben ui ciiHion unter d engen abgeleW nission sind die xrheit durch di uns dem Ort I Schleifung. M 230 tragbare • jallcn sollen, ei Im neuesten $xft der , Tcutschen Rundschau" veröffentlicht L. Naschdm üüereffantc Tvkumonbc, fric einen Einblick tu die Werkstatt des großen Staatsmannes gestatten. Von Bedeutung sittd zwei s: Jöd) will! Schrei bett Bismarck saus Versailles, BÄikelsanger die zeigen, wieviel menschlicher wir die Franzosen t iaücn! Ich 1870 beüauMl haben, w« wir von unseren Feme linnten voriibe in ein Ünberlol war abgegeben gtörliil. Äugebo1 ^SIO an den Gies Sin itrläicr, an leer Herr töi einer t äQelnbi erbauten Villa gehend 1-2 m tiimmer haben. Meldung mit Angaben unter den Aieh. Anzelj Mödb 3ima klein. Vttbc an toion v AjjfrtH- Wi]>a| Bibi, Züuier eo weniion t, Denn. Milikirgirtln Lade in vermieten - Weissicinna Größer Aabrikk 5 Mr Büret Rnet Mort «KL Weiteres, kin Fvaar fu^t ^Ptinmer M kter. Ä f Serblv!9)1'11 KiL 2-h ftkD Bi»tt-8 Atz hiii *Xjh! verbunden., IStaf' Al Ä an IS48? Denfrrrrti Blfbrn. Tizian. Hessen-Rassau. den mied, Anzeiger. •.Hin arzt de» Durchgangs Tüii'igcr WhaiMer 09bu5 gefucbt. Kinder-Socken ■eh wäre 58ßfiB folort gesucht. w. _____kaftlUoiir. 5. —■» Gebrauchte Drebbaut, \ Sri). EtiaDtieiliditil Tvpve! znstndcr geblafe Büütütril« 14 inen ber- sofort gesucht. 5851 Emil LchrnaU, Btergrosthanbiung. s. irtmtL Hauvarb. L bcfl. Vriuatbau» f. sofort ges. GineBehandl.» Verpfleg. Frau Weihgerber. Bad voniburg v. d. v.. Personen jcbcn Standes welche sich Im Neben« berufe geschält!, betätigen wollen. alleioriS gesucht. 11. Kring,Struthütten ___(Mr. Siegen!. »» ES können eingestellt werden: 10-12 Sanitäts- Mannschaften, 15-20 Militär- Krankenwärter. Bedingungen rote beim Freikorps. Meldung beim Edef- Marburg, 12. Mai. Bei dem ndtriflot IdtPftm Pfcroiticr ging im TreiSbachUilchen bei RÖcttrr ein Wolkenbruch nieder, der eine Uiberflutung des Gcllmdes zur Folge batte. »Ä“6"9'^, Fenster und Türen i-ol Bahnhulvr. BLL 1 tut neae Salllsrstt- nasohlaa, 1 Xaptmasohiae, IBlehlelter.lIopliirpresse 1 leichter Fadarroliva tau au vevt. Schrift l.Aimeboie iiiu.iriHKln.b.ttiicii.yiiiAelo. ftrffiWd foeghnw tir Berbikterun» ^rd *t* mehrt duvch die dn diesen Tagen erfolgte Tcil$urorv «nd der neuen Giun> stucke. die in einer neuen Eingabe an das jRinifterium txld mrjozial bezeichn rt wird. tt. Trat» a. b. Lda, 11. Mai Gestern be- gLina unser l Mehrer und Organist an der Hirst- een Shrcfrc. Heinrich Walter, im streife seiner Vamifie tmb 3dmLe die Arier seines Löiährigru AmlsiubiläumS. Er wirkte iiirrft in Gunzenau, dann in L'tbrbad). Birrgel und GammelSdach. Bon dort wurde er im Jahre 1907 an die hiesige Schule DcrinkT an dte Kasse gesucht. LichtspielhanS Dezimal-Wage sowie Awei- C>rt>.rpM ob. öterrao. rxaeren gebrauditabetgut erhalt., au kaufen ges. M. Ruh, Marktplatz 17. 0U87! n ftoattifc Mfat Hoss«. Ittlftn mög eudau ns«, der Iu^id. der 3ugab tfl muhte fe 14 ist 3udi ter nun bc It. Tas Los fit bekomm, t Aesamthei!. Aus, deutsch: ckhastrr Sa- ali'chm Lol- I, foioit DM i vortrnslich rrfmmmg da orgebolrit pt rt. 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Anatomischen Instituts in Frankfurt a M., hat einen Rus an die Universität Marburg als Nack;solger GasserS er- halten. «« o. W3«** Berulstütiges Fräulein lucht gemütlich niübl. Zimmer. Schr. Angeb. un;er<*90U8a. b. (Mlcfi. wnA- bifit gdgg ^amtkskiich dn sch M 5 Nl 8 mrhr dav t* 3> ülnn8Ktn* Iroftflor D ®ut erhaltene vollltänb. Schlafz.-Einriehliing Divan, 6Hi hie. Ausziehtisch, iöüfctt f. tcte in einem längere^ Vorträge üfx*i-.bir in Bad Oevtchausen abfnb.il tene Tagunader Vertreter sämtlicher S^rrbdnbc deS deutschen Tabakg-.nverbe- und die der Tal'ak- iitdustrie or^hende Gefahr der Sosioli- sier ung. Tte auch srrnerlnn notwendige Konttngentte- rang ber FabrilaHon und bafklick»er Grundlage werde KweiseNoS eine weitere gvi^Ki Anzahl Angesiell er enuerb.-rgegeben und von der alten BollzugSvom- nnssion unter den widerspruchrvollsten Behandlungen abgelehntt roorben. In dieser allen Shim* mislion sind die Schl eis ungsgegner in der Minderheit durch die ÄuSwüriigen. Die Mitglieder aus dem Ort sind mit ’/» Mehrheit gegen die Schleifung. Ganp besonders erditierl ist man, das, 230 tragbare Obstbäume durch die Schleifung fallen sollen, ein gerade in unserer Zeit unbe- FrÜyzAa der »leinde-n von VoÜtm nach Lüneburg gestern morgen in der Nähe von Melbeck, zehn Kilometer von Lüneburg. Der ganze Zug stürzte den Bahndamm hinunter Au- den zum gröhten Teil völlig zerschmetterten Wagen wurden n e u n T v t e und elf Schwerverletzte geborgen. Das Unglück wird auf die Verbiegung der Schienen unter dem plötzlichen Einflust der S)t6e zu- rückge führt. 1 W. ‘»J? Let, die Ich- $ r.'evnh Sm »strotze Löde- • trmorbc vs itKitni leb ierfbllitrtTttß L‘hreiu< 8®- in Ma 6> ml ber fhf» iky H IWp [0 Uhr inelöte i sei. W» RI mnunmtte «"'T Ntw. thdtM * | Vermietungen | Küche und 3 Zimmer könnien vorübergehend an ein finberlole» Ebe- pnm fibgeaeden werden. Echrlftl. Angebote unter ßsi() an den (Mich Ani. (Jin seiwler, ansornch»- t der Angestellten, datz manches gegen früher gebessert werde, und die An- gestellten begrüben eS daher, daß eine Att'ett». gemernschaft gebildet werden solle. Für eme Sozialisierung fei aber daS Tabakgewetve kerneSwegS geeignet, unb auch ein Monopol, ba# von bare Radikalen verlangt werde, lieye nicht im Interesse her Angestellten In der ArbettSgememschaft sollen alle roirtschaf.lichen Fragen kbanbei! weiden, unb Arbeitgeber wie Ailxtlnehmet gleichmäßig |u Worte kommen Rich! mit Gewalt, sondern auf rechtlicher und sitllicher Grundlage wollten twe Angestellten zum Wohle und Segen aller tn dem Gewerbe tätigen Personen in dieser Arbeitsgemeinschaft ErspriestlicheS erreichen. Licht unb Schallen sollen gleid)mä(no verttUt sein. In der demnächst in ifisenach stattfindenden zweiten groben Versammlung aller Vertreter des TobakgewerbeS soll weiwr über die ZukunflSgestaltung deS Gewerbes beraten werden. Für dieses Arbeitsparlament sind ben Angestellten vorläufig «Sitze zugebilligt worden Um nun die geeigneten Bertreter m diese» Parlament jenben zu können, sei cö diinaend not- roenbig, daß di. Angestellten des Tabakgewerbe» unter sich Füblnng nehmen und sich in Fachgruppen organisieren. Nach diesen mtl allleitigem Beifall aufge- nommrnen Ausführungen wurde „die Vereinigung der Angestellten im Tabakgeroerbe Ortsgruppe Ohcfecn" gegründet. Diese Wrcinlnung soll sich an den grossen Verband anschlieben, bet dann bte ge- eigneten ^rtreter an-wählt, bie bei der Zukunft», gestaltung bc8 TabakgewerbeS milbeTQlm sollen. 81t lUL jimnitr möglichst im Zentrum der Stadl gesucht. Däir. Ang. miter Oil.KLa.d. (Hie n.A„A Ciubcnt sucht folort möbl. Zimmer. Dchrlltl. Angebote unter «tM g. d. Wien. Anz. erb. Student snchtinöbLZImnier Nahe chenuLaboralorfum. Schrift!. Angebote unter OTB06 an den Gieb- Anz. Lagerraum inöflL nabe dem Bahn- Hos au mieten gesucht. Schrillt. Angebote unter «»238 an den Ätetl. 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Hofmann Familie St. Hofmann. Grossen-Linden, 9. Mai 1919. Am 19. März starb in Reus in Spanien infolge eines Herzschlages unser lieber Bruder und Onkel Tflr täglich frisch liefert jede Menge in Körben von 20 Pfund an zum billigsten Tagespreis M<* Wilk. Block & Co. Marbarg a. L. Tel. 677. Aenderung der §§ 4 und 14 (Vorstand), 5 (Bevollmächtigte), 52 (Reserven), 54 (Aufgebot von Sparkassenbüchern), 56 (Kredite an Kriegsteilnehmer und kriegsbeschädigte Kleingewerbetreibende) des Statuts; Festsetzung des Höchstbetrags der anzunehmenden fremden Gelder auf 8 Millionen Mark. (§ 49 Ziff. 1 G. G.) Mittwoch den 14. Mai, abends 8 Ubr: MmtMsWAlM Bericht über die Stabt« verordneienwablen. 5884v Der Dor stand. 3m Namen seiner Familie: zrauAmalieLchäser geb. pistor. Paula Georgi. Der I Montan t Danksagung. Für alle Beweise freundlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sagt herzlichen Dank im Namen der Hinterbliebenen: Heinrich Dörmer. » Verband 1 Deulscher MziiMiiWkt. v Leipzig. Hindenburg Deutsche Demokratische Partei. Mitgliederversammlung Mittwoch den 14. Mai abends 8 Uhr pünktlich im „Postketler" Tagesordnung: Aufstellung der Kandidatenliste zur Stadtvcrordnetenwahl Danksagung. Tür die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bet dem Hinscheiden unseres unvergeßlichen Vater, für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden, die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Schulte sagen wir innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Fran Maria Hofmann geb. Kissel l Flanell z. Blusen.Hemden, Sporthemden usw. geeign.,81cm breit, empfiehlt preisw. Julius Schuize. Neue Fahrradschläuche (vrima AuslandSwarc) eingetroffen. J. Schupp, Fahrradhandlg., Seltorsweg 83. Karl Wolf. Giessen (Sonnenstr. 13), 13. Mai 1919. Die Beerdigung findet Mittwoch den 14. Mab nachm. 4 Uhr, von der Kapelle Die NnterrichtSleitung. Fine Kaltner. ÄnsllBt'Lkrikon, wifiensch. DUlyrr Werke, kauft Pfeiffersche Baehhaadlg., 09809) Walltorstr. 21. Echzell, Gberhessen, Zorsthaus Keine Prefie. Christi. Erziehung, gute, sorgfältige Unterweisung bis zum (Sintritt in die Obersekunda unserer höheren Lehran,kalten bei vorzugl. Ber- pfiegung. Ueberwachung der Schularbeiten, mdivid. Behandlung. - Herrliche, ruhige Lage am Wald. — Cigene Gemüse- u Obstgarten. Psarr. Jul. Luctus, Grohh. bess. Präzeptor. 4JJ4D Vogtsche Privatbandelsschuie Giessen Boethostrafie 32 Fernspr. 2684 Das neue Schuljahr hat begonnen. Die Teilnahme an den einzelnen Kursen ist noch bis Ende Mai d. J. möglich. Ausführliche Prospekte kostenlos, Maschinen- Schmier-Oele Treibriemen Danksagung. Für die innige Teilnahme bei der Beerdigung unseres lieben Verstorbenen Herrn Fritz Leuning sagen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichsten Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen (Wolkengasse 12 I), den 13. Mai 1919. [09848 SÄ ÄW h>i>?S °der moJÄen >,E Schillerkragen wieder eingetrofien. (Miec Qlfcdrhaus Qaiomon, Br 9 y dieuari sdüiinrais* Bshilchailzen sauber geschält u. gespitzt empfiehlt Joh. Böcher I., BerSrod. Bestellungen nimmt die Gärtneret Nnd. Weber, Schifienberger Weg 19/21, entgegen. 09818 Gut erb. (Snirt "'kauf- gebr. gesucht- 2 christliche Angebote unt. 5835 an den Gies;. An». Für fronen und Mcr' von Giessen und Umgegend. Die allbekannten, sachwissenschaftlichen Vehrtmfc für feine Damen- schnxiderei und Zuschneidekunst, Vorsteher C. Leonhardt, Leipzig, eröffnen in den nächsten Tagen in Gienen, Hotel Grossderzog vonHefsen, für Frauen und Töchter, auch ohne Vorbildung, einen Bnjrfineiöc- und AnfertigunBknrsuö für SnuS und Berus. Der Lehrvlan umfasst daS akad. Schnittzeichnen, vrakt.Zuschneiden.Anvrobier. u. Anfertigen aller mod.Damen- u.Kindergarderobe, sow. Wäsche. Zurückgeietzte Kleidungsstücke können modernifiert oder für Kindersachen verarbeitet werden. Der Unterricht erfolgt in Vormittags-, Nachmittags- oder Abendkursen zweimal wöchentlich nach einfachen, leicht verständlichen und praktischen Grundfähen und wird geleitet von akademisch gebildeten, staatlich geprüften, sowie praktisch erfahrenen Fachlehrkräften. Dem tagsüber beruflich verhrnderten Interessenten ist der Besuch des Abendunterrichts zu empfehlen. 09071 Interessenten von (Sichen und Umgegend erhalten kottenlos Prospekte, woraus alles "Nähere ersichtlich, im Hotel Grossberzog von Hessen. Daselbtt werden auch Anmeldungen enlgegengenommen und jede weitere Auskuntt erteilt. Mr altere uni) jüngere Domen, Fraim Md Achter welche eigenen Haushalt führen oder als Hausdame oder Stütze fich ausbilden wollen, beginnt Freitag, den 16. Mai, im Saale des Hotels Grossherzog, Bahnhofstrasse, unter bewährter Leitung ein 2'/,wöchentlicher TiWeä-u.5ervierkursus verbanden mit AuftandSlebre. Lehrstoss: Feines Taseldecken, Tafelschmnck, Servieren, Serviettenbrechen ltheoretisch u. praktisch», Speisenfolge, Anrichten und Ausschmücken der Speisen. Wöchentlich 3 Unterrichtstage. Tageskursus 4—6 Ubr. Abendkursus 8—10 Uhr. Honorar 23 Mark zahlbar bei Beginn. Anmeldungen werden am 1. Unterrichtstage von ’M Uhr ab im Unlerrichts- lokale entgegengenommen. Notizbuch und Bleistift mitbringen. Starten!» 8ii vrechen hü am dm der Mittlere nm Frau in U kus mit, einem a m erklärt, daß Saitze Familie i nacht seine s kam, hcschloh er, Echen. Seine mm 14jähri< m,t He't und f' .Mlasen ivai bat feinen Bat in i« Uffe» Mt.mcht auf, ab fc >?Ste er ihr p-chr, seine F rj von feiner Zergehe Ovis-Gyano better organischer ti artend ünger empfiehlt MMc gcmtnljflnMuKfl IMn Babnhotslr. Teleph. 483. Holzwolle für Pack- u. Streuzmecke wieder vorrätig. ("“* «ehr. ILnkI.Tel.-Nr. 87 Betrifft Woliablieferung laut Beschlaenahme-Bemtimmnns Nr. W 10/3. 10 vom 1. Mürz 1919. Zum Ankauf der Wolle von Schafhaltern mit weniger als 30 Schafen sind Bezirksauf- kflufer bestellt worden. Die Bezirksaufkäufer wiederum haben Sammelstellen errichtet. Sammolstellc für den Kreis Gießen: Meyer Oppenheimer I, Langsdorf. An diese Sammelstelle können die Schafhalter ihre Wolle zur Abschätzung durch den Bezirksaufkäuferliefern. DerBeziiksaufkäufer kauft diese Wollen gegen eine Provision für die Reichswolle - Aktiengesellschaft, Berlin, also nicht für seine Rechnung, auf. Er ist angewiesen, für das rohe, ungewaschene Produkt den höchsten Preis zu zahlen unter Zugrundelegung der am L März d. J. für gewaschene Wollen festgesetzt. Uebemahmepreise. welche gegen die bisherigen Preise beträchtliche Erhöhungen aufweisen. Btyzirkeanfkftnfer Ist die Firma: Emil Rubensohn&CoJMMaM b.Cassel Jeder Ablieferer von Wolle erhält einen Ablieferungsschein. Auf demselben ist vermerkt, welche Mengen Rohwolle (Schmutzwolle) den Schafhaltern zum Zwecke der Selbstversorgung freigegeben worden. Die Bezirksaufkäufer bzw. Sammelstellen von deut- echenWollen sind berechtigt, diese freigegebenen kleinen Mengen Wolle zum Verspinnen anzunehraen. Eine Belieferung von Strickgarn findet nicht mehr statt. (5872ss ReichswirtschaftssteHe für Wolle,Berlin UM & ffiäCtaM Fran.fort ta’SI» in verkehrsr. Lage mit ge- räum.Laden,evtl.T oreinf. zu kaus.ges. Schr.Ang. mit Preis u. 09201 a.Giess.Anz. 3—4-Zimmer-3f*n« Kalser-Alee, Lieber Str. cd. aa’jre»«. SJraBoa ges. Schriftliche Angebote u. 09384 an den Gieiss. Anz. Leichtes bis mittleres Personenanto mögl. fahrfertig sow. ein ca. 2lonniger Lastwagen IN. Gummibrfg. z. kauf. ges. Gell. Angeb. n. W. II. 62 a.Ann-Exp. Hrch.Brasch Frankfurt, M., Zeil 111. la, Tiinger für Garten u. Feld gibt ab kvmpagnien untt noch immer interniert. Es schweben zur Zeit Verhandlungen über die Auslösung du les Truppenteils. In einer Sitzung der militärischen unD städtischen Behörden sowie Berttctem der prstd- rijchen Parteien mit Ausnahme der Unabl)ünginen ivurbht die Grundlinien der Bildung einer Volkswehr besprochen. Von zuständiger Seite wurve erneut darauf hingewiesen, daß lebensnnchttge Beliebe unter allen Umständen weiter arbeiten iver* den; diejenigen Arbeiter solcher Betriebe, welch« die Arbeit verweigern, und nicht spätestens im Laufe des Tienstag wieder aus nehmen, haben Entlassung zu gewärtigen. Für die städtischen und technischen Betriebe sind etwa 400 auswärtige Tech- nifer nach Leipzig unterwegs. Unter den zahlreich 23erhafteten besinden sich auch cne uiiabhang^ gen — Arbeiterführer Schrvers und Schröder, (rin Aufruf fordert die Einwohner, ck>a ft zur Eintragung in Listen für das auszustrileude zett-ftei- roillige Regiment Leipzig auf. Die Durchreise der Armee Haller eingestellt? Berlin, 13. Mai. Wie verschiedene Blätter unter Vorbehalt aus polnischen Blättern melden, ist der Transport ber Hallerschen Tru pPen durch Deutschland aus unbekairnten Gründen eingestellt worden, (rinc Parifer Meldung nach Warschau besage, die Hallersche Armee werde mit größter Beschleunigung am dem S^wegc betör- bert, die Landungsstelle werde seheimgehalten, vermutlich werde es Riga oder Libau fein. Boi chnvistische Gräueltaten in Windischsträtz Wien, 12 Mai. (WTB.) Die „Rrichspost" meldet aus Graz: Die in der Umgebung von Windifchgrätz von den geschlagenen ftidslawil- scheu TiMch ntörpern zuruckgebiebenen bolsche^ wisrischen südslawischen Banden drangen in Wrn- dischgr atz etn, plünderten du:. Stadt vollkommen ans, namentlich die deutsche Bevölkerung ist säst ganz an den Bettelstab gebracht. Die Ern- drmglinge verschonten aber auch ihre Landsleute nicht das südslawische Dmrrl-aus wurde voll- Offenlegung der Wählerlisten für bie Wahlen zum Streik unb Provinzial Lg erforderlich ist GegendieEinschleppu ngdc rM aul; und Klauenseuche Tas Ministerium des Innern hat die für eingeführt cs Klauenvieh bestehende neun tägige BeobackUungsftist auf 5 Tage herabgesetzt, wobei bte nachgcwiesenc TvanspoN- bauer in die gmamrte Friit einzurecknren ist. Gefunden wurden in der Zeit tx>m 15. bis 30. April in Gießen: 3 Portemonnaies mit Inhalt, 1 Haiidtäsckchen mit Inhalt, 2 Paar Strümpfe, 1 Lavuze, 1 Tamenuhr, 1 Brille mit Futteral, 1 Zw cker, 1 Trauri.ig, 1 größerer Geld- i betrag unb Papiergeld: verloren: 1 schwarzes Gcldmäppchen mit uiig.fähr 120 Mk Inhalt, ein schnarzer Tamenpelz, 1 goldene Damenuhr, eine .„.erne Brieftasche mit zirka 100 Mk. Papiergeld, 1 Herren-Reniontviruhr und 1 Färbereiausweis zettel, 1 goldene Brosche und 1 gelblich ledernes Portemonnaie mit 5,30 Mk Inhalt. O de» 11 der Eisenbahn gesteckte Geld nicht zu ersetzen hat. Auch, daß der neue Präsident von Costalrtba Nicht dadurch wütend iroirb, daß er erfährt, wie Herr ;h)nful Rosenberg ihn früher beurteilt hat. Vor allem aber soll man stehlen und em» brechen! Gewissensbedenken ausgeschlossen! Herr Labwein ist ein Spitzbube! Aber — wie macht man das?" zugehörigen Zinssckrinen erteilt worden. Tie am 1 5. Mai fälligen Zinsen der in das Hessische Staatsschulbbuch eingetragenen Fordernngeir w erden bei ben Hessi'chen Kassen unb ben Reicki^bar.krnstalten vom 1. Mai ab gezahlt Vom gleichen Tage ab wird die Staatsschuldenkasse die durch die Post ober durch Gu:schrift auf Rrichs- bank-GirvSoiilo zu berichtigenden Schuldbuchzrnsen überweisen. r Die Gemeinde Wahlen müsen ipaestcn? an ben festgesetzten Endterminen beendet sc in, da dieKreis-undPrvvinzialtagswahlen für die spä er riegenben Sonntage vorgesehen sind, und zur Beschleiurigung bet 29aMen vermieden w.-rben soll, daß eine itodyntalig: Aufstellung ober artige unbefugte (riiigrure m bte Weifchversorgung dürfen unter keinen Umständen geduldet unb bie Schuldigen müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Ter Hessischen Lanbes-Hnpolhe- KKXÄÄ’ir1: res se,1 guno ,ur Sl^sgabc ton auf 6en »tfxiber Inutenixn | d'NWSM d« Enttäuschung und zu 4 vom Hundert verzrnslickien Kommunal schuld versckn^ibungm im Gesamtbeträge von 10000 000 Mark (Reihen XXII und XXIII) nebst Ein Kindkrmord in Mainz. Mainz, 12. Mai. Ein grauenhafte- Verbrechen hat am Freitag vormittag der Witt 011 von der Mittleren Bleiche begangen. Er lebt mit seiner Frmt in Unfrieden, weil diese ein Verhalt- ms mit einem anderen Mairn Ijat; er hat fchon oft erklärt, daß er das Leben fattfet unb bte ganze Familie umbringen wolle. Als ^omrers- tag nacht seine Frau wieder nickst nach Haus laut, beschloß er, den schrecklichen Plan zu ver- n>irfiid)en. Seine 16jä hrige Tochter und feinen 1 4jährigen Sohn berauschte er mit Sekt unb schnitt ihnen, als ste etn- geschlasen warm, die Kehle durch Ein Kjähriges Mäbchm sah bte furchtbare Tat mit zu und bat seinen Vater flehentlich, es doch am Leben zu lassen. Ter Vater erklärte: „Gut, Lind, ich will dir nichts tun." Er machte die Wtrt- schaft«nicht auf, als am Mittag eine Frau zu ihm kam, setzte er ihr rin Glas Wein vor und erstatte ihr, seine Frau werde was Schreckliches erleben, wenn sie hrim komme. Er sagte ihr kein Dort von seiner Tat. Als die Frau fort ging, sagte er, er gehe jetzt weg und werde sich ertränken Am Abend wurde er in einer Wirtschaft beim Glase Wein sitzend angetroffen und verhaftet. Er erklärte, er habe seine Frau überall gesucht und nirgends anpelrvffm, sonst hätte er ihr auch den Hals abgrichnittm Hessen-Nassau. = Frankfurt a. M., 12. Mai. Für den Erwerb der Hohemark bei Cbcrurfri zu einer Boiksgeneiungsstättc ist der Stadt eine Stiftung tlnlflt tont! . uni | JCHnek.(| r hort Mil flCflcn. ?l»| lüKil an 16 crbtiti] DjVlnrll rbctf »u 611 lidiaih'man'l ■ fliweb-uni| rat. lollbet uni finuimane] Mrfa5°y| ini*i > iunn^-^l ;ame folor।" । »u ire>»I ukikloö. J Infl. SJI idtttint er AdÄ 3 flink tb ein ha:, « -bcn'licn' ° icrcr lernfT*tai> ».AL tieät-jS irt .61111 förtKTung ein • w I veionoere Die yumurung an Ä.eui|a,ianv, «uiumu- Grünes Getr^de.' cckfoWe^en, Verpflichtungen auf sich zu nehmen, unerträgluft Spelz (Trnkel, Fesen, Enrer inti> Wffli), auly in I... . .. ü6cr Man be§ Erwarteten Mischung mit Gerste darf nur ^„^sgehen. So meint das Tagblabet, die neu- des Kre-Samtes gemäht und verfttttett n erde, . I ^al^. reagiere gegen derartige Knebelung^ twrbcn mtt Geldstrafe bis zu aT)fid}tcn, insbesondere auch gegen die rief bemü 1500 Mai7 bestraft. , r n wirb tigenden militärischen und polttisck)en Bedingungen- Die Ab gabcpflrcht vvn Eiern ward btiutrnbcu Einmischung Tor und Tür auch auf Entenhalter «^Kdehnt, die me^ al Es sei eine Torheit, dem Lande, von, 6 Enten kltben, mit Maßgabe daß von ben I man ^utzerordenttiche Leistungen fordere, der CT$kr *fGnSh^bau^b?fn auit« dem Riöglichkcit zu berauben, ftlche hervorzubrrngest. € l ad)t öi- (agc für ben Frieden mit Deutschland bilden würde, habe die Hoffnung erwecken, können, daß der arne- ___ rikanische Präsident in dem Ringen mit .^^iSÄaTusflD^nb nachher'in Brand gesteckt. s«7 ein -räL-iches Bffd ber Ver. in Höbe von 900 000 Mark Augffallen. Das ganze wettvolle Gelände umfaßt 7o—80 Morgen Land mit 33 Gebäuden: in diesen können lou Betten Hufftellung rinben Zwischen der Hohemark unb Frankfurt besteht direkte Stratzenbahnverbin- bung. Tie Stadt braucht vermöge ber Stiftung fit die Uebernahme der Hohemark demnach teuic rinanziellen Lpfer zu bringen. «US dem desctzten Rhemgeblet. mr. Frankfurt a. M., 12. Mai. direkt e Eis enbahnverkehr Frankfurt-Darmstadt roudk nunmehr nn der von den Franzosen freiygeben. (Srirbcr mufeten alle Züge von Frankfurt nach Darmstadt über , ... back—Tieburg geleitet nx-rden. Die ftanzosisckst od Besahungsbcliörde nuid>t aber zur DedmMma, daß -A die Züge an ben besetzten Stationen Nicht hüten I mr. Gries beim bei Tarmstadt, 12. Mai Tie im hiesigen Lager bestehende Quarantäne für die ins besetzte Gebiet zurriscnden Penoncn ist aus die Tauer von drei Tagen herabgesetzt worden. Bisher betrug sie drei Wochen. zähl' ich bestimmt nichts!" getobte er sich innerlich. „Tu sagst ihr doch sofort alles wieder. Tann klopfte er bem Freund liebevoll auf bie Schulter. „Na, war's schftmm?" „Nem!" antwortete ber Rittmeister gemütlich, , Ruth unb ich haben uns bas alles sehr genau überlegt. Siehst du — ich bin trotz aller meiner Tummhriten behäbig unb em wenig Gewohnhnts- mensch und so Wetter. Ruth aber ist ein Lopruh- teufet Und so was paßt nicht zummmen. Lte steckt voller Romantik. Neigt zu dummem Zeug Weiß ich in meiner Vertrauensstellung. Bin _id so 'ne Att weltlicher Beichtvater bei ihr. Da hat sie nu nwiedcr so 'ne sonderbare Lxhwär- meret —" Torival horchte auf. „Schwärmerei? Was für eine Schwärmerei? „Sie hat mir nur Anhnttungen gemacht Sic null nicht recht heraus mit bet Sprache. Sie hat auf bisher noch nicht aufgeklärte Weise einen Men scheu kennen gelernt, mit bem es eine sonderbare Bewandtnis zu haben scheint Jedenfalls ist er nicht salonfähig. Ter Mensch hat ihr aber mit seinem Hokuspokus das Köpfchen verdrehtt Na, sie ist aus gutem Holz und wird ft» bet der Sache keine Schramme in die Politur holen. £u siehst, ich bin offen. Und nun dachte ich Der Doppelgänger. Roman von CarlSchüler. Fortsetzung Nr. 22. Durch bad große Fenster sah Torival sie eiligst guer über bie Straße eilen, einem Auto entgegen, bessert Fahrer sie zuwinkte. Er htttt, sie stieg ein, und das Auto knatterte weiter. Torival aber blieb noch lange sitzen. Er hielt Zwiegespräche mit sich selber. „Scheußliches Pech!" stellte er fest. „Armes toübel — die Grete Lotz — aber meinetwegen ton sie ber Kuckuck holen!" Und bann Ivar ihm, als ströme ihm feiner Drilchenbuft entgegen. Er sah dos schwarzaelockte Köpfchen vor sich und zwei große dunkle Mädchenaugen blickten ihn an und eine süße Stimme tagte: „Sie haben mir doch gesagt, datz Sie etn> brechen können!" „Mödsinn! bja — aber ... 91a, romantische Sackte. ÄLns macht man ba? Entweder schreibt inan ihr eilten vernünftigen Bries, man sei leider kein Räuberlmuptmann, sondern der und ber und so und so hätten sich bte Tinge zugetragen — oder man spielt das Spiel. Man hatte versprochen, bei einem Herrn Labwern einzubrechen und einen Brief zu stehlen. Tolle Sache. Gut! Fassen wir einmal den Gedanken ins Auge! Hatte Nuß! Ta sott man dafür sorgen, daß im Hinterlaich von Eostalinda wertvolle Waldungen, von deren Existenz man keine Ahnung gehabt hat, durch enie Eisenbahn gewinnbringend gemacht werden. Tann loll man dafür sorgen, daß Herr Rosenberg das in bte Vorarbeiten zu ** TaS Amtsverkündigunasbl att Nr 27 vom 12. Mai enthält: Preist für Frühkartoffeln. Vom 10. April ber Bekanntmachung ber Lasches-Milch- und Fett stelle vom 11. Df*ober 1918 über Preist von Milch, Butter, Quart und Käst Vorn 26. Apr,l 1919. — Abänderung ber Belannttnachuiig Großh-Mnii- steirinms des Innern vom 25. 1 die Preise von Margarine. Born 26. Apnl 1919. — Verfüttern von grünem Getreide. Vom 23. Apr-il 1919. — Verkchr mit Eiern tm nnbe» setzten hrisischen Gebiete Vom 30 Apnl 1919. — Schlack,', vi.chausbttkgung. — Arrßgabe von Schuldver schr ribunani durch die He ft ft che Landes- Hvpoth ki. l a ft Vom 25. Apnl 191^ — ^111»: Zinstn der in das Heft. Staaischulbbuch eilige- ttagmen Forderungen. — Tie Gememdewahlnl. — Waislmbüchseng:lber. — Maßinahmen gegen bie Einsckch-ppung der Maul- und flauemcud?e. n .. ... — Ti- Ausführung dcS Umsatz lauergesetzcs. — sgll die ganze deutsche Volkswirt,chaft tn ^iaöt Lanbcspolizrilich? Abiiahme des Kreuzungögleises und Land zum Lolmsllaven des anglo-amerlkani- auf dem Bahnhof Abendstern. — Gefunden unb I schxn Kapitalismus herabgewurdigt werden. Valoren. Bauern beraub! Erhebt Einspruch gegen diese . m «1t Ti <* Sortos- unerhörte Schmach und Vergewaltigung! Kem . , Der Preis te T°onne »artot k^tid^r Mairn und leine deutsche Regierung darf Mi d-w di-s-s T°d°.uriei! Deulschlands unt£r4ci.»Ren 14 September 1919 ri.ftÄiesstich evf.'lgl. 160 Mk Noiwi'gischk Pressestinrmen. 4t übersttigm. Tie Lan^s^enttal^^m York Kristiania, 12. Mai. (WTB.). Tie n ar - ren imt duy-inrntuno der Reichrtarioistl trile ben m Prcs 1 c ist auch ivritcr in ber Be- Pitts für drc Zeit vom, 1. bi5 3L ault öu auj Lttcilung der Pariser Friedensbedingungen durch 240 Mck ^b^I tte koiinen dm Preis wr dic I fntijc(1 Wenn auch einige besonderss Zett vom 1. August bi-> I verbandsfreuudilchc Blätter .in der territorialen, auf den ^ten^^ yLenbcn ^reid $cf(fineibmm die verdi-mte Strafe und auch eine 6erabictmr u.tt Preist^ Hochstprmst im ^rnne ^hnograrhi|ck> annehmbare .Lösung erblicken, 10 bed Gesetzes. -Sst ^tm für ben Bttkouf buch j bo(h bic Presse^darm cmig, daß die den Erzeuger unb schlvchen die Müiten ver ..... ... ~ ™ - - ■-= „Schön! Aber es ist nicht wahr! .— Na, — ber Rittmeister setzte sich behaglich im Lehnsessel zurecht — „ich batte meine Gründe, mem junge. Eine ziemlich wichtige Angelegenheit nahm mich nötig in Anspruch: Ruth und ich find uns nämlich einig!" „Was?" brüllte Torival. „Sind uns einig!" wiederholte ber büttmeister mit erhobener Stimme. „Darüber, — daß nnr gar nicht zusammenpassen und einmal n-euzun- glücklich werden würden!" „Tvnnerwetter!" schrie Torival. „Meinen meinen herzlichen Glücknnrnsch!" . „Tanke — du Egoist! Ter Weg ist also Tret, mein Sobn! Ich bin abgesägt und als Freund und Bruder pensioniert nwrben —" „So, so . . ." murmelte Torival. „Tri er- Behördliche Anzeigen Fisch-Verteilrmy Hessisches Amtsgericht. 58498 58488 2n der Generalversammlung vom 13 April Hessisches Amtegericht. 58478 b. bei auswärtige« Arbeitgebern: 10 landw. Hessisches Amtsgericht. 58468 sammentritt. 5602A Nr. Villlllj am 31. LtzeUbcr 1918 ML. Passiva: Aufgenommene Kapitalien imtzung vom Obstbaumstück bei der Kaserne zur Mitglieder Gie ße n, den 12. Mai 1919. 5862B 8. vormittags 8 Vi Uhr an Ort und Stelle die Grasnutzung von den Ende 1917 Ende 1918 Leihgestern, den 10. Mai 1919. 5882 mittags D*/i Uhr. 57458 Oefall. Mn bester □diuh elsenkeller, Ecke Bahnhof- u. Viebtgftr. Hl Ausweis s.Militärsahrkarte anfordern. tgungen wie bei allen RegierungStrupven Städt. Arbeitsnachweis Gietzen West-Anlage 31, Leleph. 2954. ES können eingestellt werden: a. bei diesigen Arbeitgebern: 2 Schneider, lOGchnb- wacher, lOOGrubenarbeiter, 7 Schreiner, IFriwur, 2 Weißbinder, 1 Bildereinrahmer, der mit der Maschine umgehen kann. ProvistonSreisende,3Me- tallsorme^ 5 Schwerkriegsbeschädigte für schriftliche Arbeiten, Handlanger, 1 Buchbinder, 1 Holzbildhauer, 4 Weißbinder nach auswärts, ein kriegöbeschädigter Schuhmacher. Wieseck, den 5. April 1919. Spar-nnd Darlehnskasse eingetragene Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht Wieseck. Lang.«re»Decker.